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Samstag, 23. April 1932.
könnte. Die Vorlage, erklärt Genosse Heeger teilern und Nationaldemokraten, so daß sich glaubt, daß niemand mehr etwas von dem Verhal
Nr. 97.
schließlich, ist das Spiegelbild der politischen schließlich der Herr Erminister Najman von ten der Herren bei der Dienstzeitverlänge Beratungen über Forderungen der öffentlichen Angestellten.
Machtverhältnisse in diesem Staat, aber trotzdem dem nationaldemokratischen Vizepräsidenten einen rung und dem Rüstungsfonds aus unstreitig ein Erfolg der Arbeit der Ordnungsruf zuzog. Jahre 1926 weiß. Ihnen gebührt förmlich das Sozialdemokratie innerhalb der KoaliDie Abstimmung wurde bis zum Schluß Hauptverdienst an der heutigen Vorlage, der Sitzung vertagt. denn sie haben schon im Dezember 1929( ein paar Tage nach ihrem Hinauswurf aus der Regierung.) dee der öffentlichen Angestellten mit Delegierten eitoas derartiges beantragt, und die Sozialdemokra- der Zentralgewerkschaftskommission und des Parten waren damals nicht dafür! Die Vorlage gefällt leivorstandes der deutschen sozialdemokratischen
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Umsatzsteuerdebatte.
Ueber die Dienstzeitverkürzung
Am 22. d. M. traten Vertreter des Verban
tion. Aus der folgenden Rede des tschechischen Genossen Humel hans ging klar hervor, daß auch die tschechische Sozialdemokratie die Vorlage nur als eine Etappe im Kampf um die Ab- referierte Spatny( Nat.- Soz.). Er gab zunächst ihn eigentlich gar nicht, ja er hat sogar den Ver Arbeiterpartei in Prag zu einer Beratung rüstung ansicht und fest entschlossen ist, zur rich eine Uebersicht über die Länge der Dienstzeit in dacht(!), daß bis 1933 noch die vormilitärische zusammen, um zu den beunruhigenden Nachrichtigen Zeit die weitere Berkürzung der Dienstzeit den wichtigsten Staaten, die zwischen zwölf Erziehung hinzukommen wird, Immerhin will er len, die in der letzten Zeit in der Tagespresse verund den weiteren Abbau der Militärlasten mit Monaten( Frankreich ) und 24 Monaten( Ruma- für die ganze Vorlage stimmen. breitet waren, Stellung zu nehmen und auch allem Rachdruck zu vertreten. men, Polen , Rußland ), schwankt und bei einzel- Knirsch( Nat.- Soz.) fängt mit dem Streit an sonstige Probleme der Interessenvertretung der ntent Spezialwaffen noch beträchtlich höher ist, so vier Jahre bei der russischen Marine. Dann und erhebt pathetisch Anklage gegen die Regierung, öffentlichen Angestellten zu besprechen. In der Diskussion wurde hauptsächlich die behandelt er wie schon im Ausschuß die wirklichen daß sie jetzt nicht zuerst Vorlagen über die Unterund vermeintlichen Rüstungen" unserer Nachtung der Arbeitslosen eingebracht habe, Als ob ungünstige Sonderstellung der Beamten und AnDie Umsatzsteuerdebatte, in der noch sieben barn, in einer Art," gegen die später Genoffe nicht auch er genau wüßte, daß diese Vorlage schon gestellten der Selbstverwaltung erörtert, die bei Redner sprachen, gestaltete sich heute vorwiegend Heeger ausdrücklich Protest erhob. lange Gegenstand eines erbitterten Ringens zwischen den gesetzlichen Verbesserungen, welche die Staatszu einer Auseinandersetzung zwischen den tscheden Sozialdemokraten und den bürgerlichen Bar angestellten erfuhren( Altpensionistengejez, GeNamentlich Deutschlands Rüstungen über teien ist.( Gen. Grünzner ruft ihm zu: Ihr schwächt währung der Weihnachtszulage) nicht einbezogen chischen Gewerbeparteilern, die nun als schreiten angeblich weitaus das durch den Friedens- ja gerade die Kampfkraft der Arbeiterklasse, indem wurden, während sie bei solchen Gefeßen, die den Oppositionspartei sich ausschließlich auf die vertrag erlaubte Maß; die deutsche Kriegsindustrie 3hr einen Teil der Arbeiter irre leitet!) Im Ver- Staatsangestellten Verschlechterungen brachten agitatorische Wirkung einstellen und dement- habe ihre Betriebsstätten in das Ausland verlegt loufe von Auseinandersetzungen über den Streit( Kürzung der Weihnachtszulage) gezwungen wursprechenden Radau bei jeder passenden und un- und der chemische Konzern könne sofort ungeheuere stellt Genosse Grünzner fest, daß von Seite der Nazis den, dieselben Nachteile zu erleiden. passenden Gelegenheit machten, und den Natio- Mengen Kampfgas herstellen. Militärisch seien die dabei genug ge ,, krebst" wurde. Da dem Redner Auch die Reformbedürftigkeit des Gemeindenaldemokraten und tschechischen Natio- Schutzpolizei, die Selbstschuhverbände, technische Not- inch nichts anderes übrig bleibt, als die Verfür- und Bezirksbedienstetengesetzes sowie die Notwen nalsozialisten, denen die Gewerbepartei hilfe und auch ein Teil der Eisenbahner ausgebildet. zung als einen erfreulichen und dankens digkeit einer Begrenzung der Arbeitszeit der Anauf diese Weise die gewerblichen Schichten unter insgesamt gebe Deutschland etwa 9 Milliarden werten Schritt" anzusprechen, stürzt er sich gestellten in den Krankenhäusern und Humaihren Anhängern wegzufischen hofft. Die beiden unserer Kronen für Rüstungen aus. In Ungarn auf die Erhöhung des Rekrutenkontingents und auf nitätsanstalten nahmen einen breiten Raum in einzigen Sprecher von Koalitionsseite, Petro- bestünden seit 1929 regelmäßige Affentierungen; die Zukunftsmusik, die Viskovsky im Wehrausschuß der Debatte ein. vicky( Nat.- Dem.) und Netolicky( Nat.- neben der Honved sei noch die Zoll- und Flußwache, über den Ausbau von Schieß- und Uebungsplätzen, Die gemeinsame Beratung, die mehrere Soz.), borgten sich daher die randalierenden Ge- die Staatspolizei und die Gendarmerie militärisch Stasernen usw. angestimmt hat. Auch die Nazis wer- Stunden in Anspruch nahm und an der alle Anwerbeparteiler ordentlich aus, stellten ihre Flucht ausgebildet, wozu noch die illegalen Verbände kom- den für den ersten Teil der Vorlage stimmen. wesenden sich beteiligten, kam zu dem Entschluß, vor der Verantwortung als unernst und men, sowie die vormilitärische Erziehung vom 12. demagogisch hin und hielten ihnen nament- bis 21. Lebensjahr in den Levente- Verbänden. Allen diesen Ueberpazifisten und Besser- cheftens diejenigen Schritte einzuleiten, die zur lich das nicht sehr rühmliche Wirken der Partei In Desterreich mit seinen 3200 Offizieren und wissern trat Genosse Heeger in einer tempera- legislativen Behandlung dieser Forderungen erim Eisenbahnministerium unter die Nase. Unteroffizieren und 18.000 Mann Militär, führe die mentvollen Rede entgegen, deren ausführlichere forderlich find. Petrovsky suchte dann durch einen Angriff auf häufige Auswechslung der Mannschaft zur Bildung Wiedergabe wir aus technischen Gründen leider die neue Wohnungsvorlage, die angeblich nie- einer starten ausgebildeten Reserve; die Militär- auf die morgige Nummer aufschieben müssen. mand erst nehmen könne, wieder eine gemein- militärischen Organisationen der Schutzbund rede auf die fehlenden Unteroffiere als unterstütze eine Reihe von illegalen Genosse Hummelhans bezeichnet die Aus fame Plattform herzustellen. Erminister Najman bezeichnete pathetisch den wurde in diesem Zusammenhange heute doch nicht nicht stich hältig, weil man die alten Soldaten heutigen Tag als einen schwarzen Freitag", ebenso mehr genannt!), von denen eine bereits einen beschon ganz gut zur Abrichtung der jüngeren heranschwarz wie jener Freitag vor dreizehn Jahren, wo waffneten Umsturz versucht habe. Das mahne alles ziehen könne. Die Bereitschaft der Wehrmacht hängt die Menge in Prag die Geschäftstäden plünderte; 3u einer gewissen Vorsicht. von ganz anderen Gründen ab als von der Länge damals seien unverantwortliche Elemente Der Referent bespricht dann eingehend die Vor der Dienstzeit; wir können deshalb die vierzehn Erfolgreiche Gemeindewahlen die Urheber gewesen, heute trage die Regierung lage und die im Ausschuß angenommene Verbesse monatige Dienstzeit feineswegs als letzte im Bezirke Staab. selbst dafür die Verantwortung. Einigermaßen rung und teilt gleichzeitig mit, daß die Militärver Etappe betrachten und werden in bestimmter Frist In Blattniß und Horschfowi falts erheiterno wirken seine Rechtfertigungsversuche über waltung die heuer dienenden Soldaten um 21 Tage die weitere Verkürzung auf zwölf, später den am Sonntag, den 17. April, die Wahlen in jeine Tätigkeit als Eisenbahnminister, wobei er sich früher entlassen wolle. auf neun Monate verlangen. Wir stellen uns auch die Gemeindevertretung statt. In Blattnig er einen fleinen Seitenhieb auf Mlčoch nicht vergegen die obligatorische vormilitärische Erziehung, hielten: Deutsche sagen konnte. Die Gewerbepartei sei heute noch Deutsche Sozialdemokraten die bei uns schon abgetan iſt. 79 Stimmen, 3 Mandate( früher 2 Mandate); bereit, für die Vorlage zu stimmen, wenn im Špaček( Nat.- Dem.) entschuldigt sich vielmals, Kleinbauern und Häusler 38 Stimmen, 2 Man Gesetz festgelegt wird, daß die Pauschalierung für sich natürlich auf die verhältnismäßig bleine Ston- daß seine Partei doch für die Verkürzung stimmt. Date: Kommunisten 159 Stimmen, 5 Mandate; Textilien sofort und für die anderen Waren binnen tingentserhöhung, um beweisen zu fön- Bacher( AWG.) tritt neben der physischen für die tschechische Sozialdemokraten 133 Stimmen, drei Monaten erfolge, ja sie verlange dafür nichten, daß die Vorlage eigentlich der Aufrüstung ferlische Abrüstung und die Annäherung der Völker 4 Mandate; tschechische Nationalsozialisten 72 diene. Machnik( Rep.) befaßt sich mit der ungari- diefes Staates ein; in dieser Beziehung sei noch Stimmen, 2 Mandate und deutsche Wahlgemeinschen„ Gefahr" und denunziert dabei unsere Lehrer- sehr wenig geschehen, um die Minderheitsnationen ichaft 70 Stimmen, 2 Mandate. - In Horschkofchaft, weil sie noch nicht zu hundert Prozent der für die Republik zu gewinnen. Jugend die Liebe zum Vaterland und zur Armee" wit ergibt sich folgende politische Kräftevertet einpaute; auch die Presse müsse in dieser Hinsicht lung: Deutsche Sozialdemokraten 55 Stimmen, 5 Mandate( früher 3 Mandate); Bund der Landdeutschen Arbeiter" 9 Stimmen und fein Man wirte 74 Stimmen, 7 Mandate und Lifte der bat. Bei den letzten Wahlen gab es 4 Listen. Die Kommunisten und die tschechische Minderheit bündlern zugefallen sind, wogegen die Stimmen haben diesmal nicht mehr landidiert, so daß die Stimmen der tschechischen Minderheit den Land der Kommunisten uns zugute kamen.
einmal einen Ministersessel!
Netolicky( Nat.- Soz.) wies darauf hin, daß die Steuererhöhung infolge der 150.000 kronenGrenze nur etwa acht Prozent aller Gewerbetreibenden, d. s. 50.000 gut fituierte Leute, treffe; für solche Lente sete sich die Gewerbepartei mit aller Vehemenz ein!
Die Debatte.
Der erste Debatteredner, ein Rommunist, stürzt
mehr tun.
Gegen 9 Uhr abends war die Rednerliste schneller als man erwartet hatte erschöpft. Da deshalb die Präsenz zu wünschen übrig ließ, mußte man eine halbstündige Pause eintreten
lassen.
Die Vertreter des Parteivorstandes betonten, daß es ihrem hartnäckigen Widerstand innerhalb der Regierung bisher gelungen ist, alle auf einen gestellten hinzielenden Bestrebungen abzuwehren Gehaltsabbau der Staats- und öffentlichen Anund daß sie auch in Sinfunft alle ihre Sträfte dieser Abwehr widmen werden.
Als„ Antimilitariſt " von reinstem Wasser entpuppt sich Herr Kallina, der Vertreter jener deutsch Der Referent Patejdl hob im Schluß- nationalen Partei, die bekanntlich schon im alten wort hervor, daß die erhöhten Einnahmen aus Desterreich und jetzt in Deutschland auf den idealsten der Steuer lediglich das Gleichgewicht im Staats- Pazifismus felsenfest eingeschworen war und iſt. haushalt erhalten helfen, also einen Pfeiler Für ihn ist die Vorlage von dem Gedanken durch dann das Haus beide Vorlagen, Umsatzsteuer Nach Wiederaufnahme der Sigung nahm unserer Währung befestigen sollen. Die voll- drungen, daß der Militarismus entsprechend den und Dienstzeitverkürzung, erstere in ständige Pauschalierung würde infolge der zu 3ntentionen des Generalstabes" erhalten bletund Dienstzeitverkürzung, erstere in beiden erwartenden langwierigen Verhandlungen mit ben müsse, wofür natürlich vor allem die Sozial Lesungen an. Bis auf ein paar Zwischenrufe der den Interessenten geraume Zeit in Anspruch demokraten verantwortlich zu machen seien. Immer Kommunisten und schüchterne Versuche der tiche nehmen. Der Ausschuß habe sich daher begnügen hin hat er sich seit den Ausschußverhandlungen, wo chischen Gewerbepartei, ihrer Entrüstung durch müssen, in einer Resolution die vollständige er die Vorlage in Bausch und Bogen ablehnen Faustschläge auf unschuldige Pultdeckel elemenBauschalierung, die ja auch die Regierung im wollte, schon zu dem Entschluß durchgerungen, den taren Ausdruck zu verleihen, verlies die AbstimMotivenbericht versprochen habe, binnen ab- ersten Teil über die Dienstzeitverkürzung anzusehbarer Zeit zu fordern. Während des Schlußwortes fam es zu Ganz besonders puzig benimmt sich der Vertre- Die nächste Sigung ist für Donnerstag, den Sozialdemokraten gelungen ist, die Verkürzung heftigen Zusammenstößen zwischen Gewerbepar- tez der Chriftlichsozialen Oehlinger, der anscheinend 28. April 3 Uhr nachmittags anberaumt.
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nehmen.
Oha, da liegt ja ein dunkles Bündel im
mung in voller Ruhe.
Binz läßt sich nicht zweimal heißen. Dieser Nachtritt tommt ihm vor wie ein Traum. Es ist ihm alles wirr und wunderlich. Denn nach dem Urteil des über das Blut erkennenden Konstan zer Kleinen Rats müßte er als heimlich Hingerichteter längst im Untersee zwischen Aalen und Kretzern schweben. Er hört an seiner Seite die beiden Juden jammern und schrein, und in den Ohren dumpft noch ein merkwürdiges Gurgeln und Sausen. Wie ist er nun dem verfluchten Steinsad entronnen? Doch jetzt ist nicht die richWond aus seinem silbernen Kübel tröpfelt Stälte um Stälte. Mit Klappernden Zähnen trabt der Gérettete hinter Herrn Zizka her.
bend sein Pferd vor und hebt wiehernd den Kopf,„ Hast du mir eines?" fragt, aufstehend und gibt imbie Zügel frei, und nun streckt es den Silfsschreiber. als es die blanke Schüssel des Sees sicht. Zizta die flammen Glieder streckend, der Riesenklotz von burstigen Zügen. Auch das Saumpferd drängt am Menschenpad rächen willst, komm mit! Da, Hals, wirft die Lefzen auf und trinkt in langen Behn für eins!" jagt Zizka . ,, Wenn du dich ( Verlag Der Bücherkreis", 3. m. b. 8, Berlin Em. 61.) vor nach dem föstlichen Naß. Zizka läßt die Krea- jizz auf, ich hab noch ein lediges Pferd bei mir!" Zizka weiß, wo die Kraft seines Volkes liegt: bei tur saufen, bis sie nicht mehr kann. Aber als er den Bauern. Sie ist zwar verschüttet, diese Straft, weiterreiten will, weigert sich der Rappe. Zizta aber er wird die Trümmer und Hindernisse hin- versucht, ihm den Sporn zu geben. Doch im glei wegräumten, damit sie wieder ungehindert aus chen Augenblick geht der Gaul vorn hoch, so daß der Tiefe quelle. Er wird sich eine Armee von Bau- Zizka in den schärfsten Schenkeldruck muß, um ern bilden, Stoßtruppen armer Jans. Nein, fei- nicht abgeschleudert zu werden. Beruhigend flopft nen Koller, feinen Panzer werden diese Hustinder er nachher dem ängstlich blasenden Tier auf den tragen; ihr Mut, ihre Begeisterung wird ihr Kol- Hals und beugt sich vor, um nach dem Hindernis ler und Panzer sein! Nicht Schwert und Lanze zu sehen! werden sie führen, nein, nur jene Waffe, mit der sie herbstlings und winters auf ihren Tennen die| Weg! Spreu von Weizen jagen. Dreschflegel wird er Zizta steigt ab. Er findet einen vor Erschöpfige Luftwärme zum Grübeln und Denken. Der ihnen in die Hand drücken. Die können sie aus fung zusammengefunkenen Menschen. Dessen Gejeder Scheuer mitnehmen, die brauchen sie nicht wand trieft vor Nässe, als sei er eben erst aus erst in den Gewölben zu kaufen oder in den dem See gestiegen. Zižta stößt den Menschen mit Zeughäusern zu stehlen. Hei, wie wird der Bau- dem Fuß an. Er rührt sich nicht. Da beugt er sich ernflegel die Feinde und Widersacher dreschen! zu ihm nieder und rüttelt ihn derb an den SchulGebogene Eisen wird er machen lassen, Haken tern: an Stangen, zwei drei Schuh länger als Herren- Seda! Aufgewacht!" schreit er dem Manne lanzen, um damit die Ritter an den Füßen aus ins Ohr. Hier der Weg ist eine schlechte Bettden Bügeln und von den Pferden zu reißen. Sind statt!" die gepanzerte Klöße erst einmal am Boden, dann Langsam kommt Leben in das geschüttelte ist die Arbeit leicht. Achtundzwanzigmal in der Bündel. Minute wird der Flegel sansen! Achtundzwanzig Ein rothaariger Kopf hebt sich aus riesigen Dresch! Dresch! in sechzig Sekunden!„ Drauf im Schultern, zwei Augen stieren den Ritter wie Namen unjres Jan Hus !" wird das Feldgeschrei etwas unbegreifliches an, eine Faust streckt sich jein! Sünder, verkriecht euch! Es kommt Gottes gegen den Rand des Horizontes, wo ein paar gewaltiger Haufen!
Türme wie silberne Borsten leuchten, und eine beißere Stimme flucht:
,, Möge die ganze Bande verreden!"
"
Žižka glüht im Gedanken an diese Zukunftsstunde. Wehe Rom und den Römlingen! Wehe den Bulleuschmeißern! Wehe den feisten TagdieWenn du die Konstanzer meinst, halte ich ben und Pfaffen! Ihre Kirchen und Selöster sollen mit!" sagt der Ritter. Aber höre mich an, naffer ihnen als Scheiterhaufen über den eingeschlagenen Mann! Es hat feinen 3wed, eine bloße DrohSchädeln flammen! Diese Scheiterhaufen sind nur fauft zu machen! Die Kinder der Welt haben vor Der Konstanzer Scheiter Widerschein! Ja, Jan deinen fünf Fingern erst dann Respekt, wenn Hus soll gerächt werden fürchterlich! etivas zum Zubauten darin ist! Ein gutes Schwert
Da, aus der Zone des Nebels stößt schnau- beispielsweise!"
Verlegenheit macht frech.
Daß sich die Christlichsozialen, die aus der Zeit ihrer Regierungstätigeit her mit einer gan zen Reihe militaristischer Geseze belastet sind, den in arger Verlegenheit befinden, weil es der Militärdienstzeit zu erzwingen, ist begreiflich. Aber statt beschämt zu schweigen, suchen sie sich helfen. Es ist ihnen freilich nicht wohl dabei zu durch Frechheit aus ihrer peinlichen Lage 311 Mute und deshalb müssen wir in der„ Deutschent Wehrausschuß an ziemlich versteckter Stelle suchent. Presse" den Bericht über die Ausführungen des christlichsozialen Abgeordneten Dehlinger im Wir wollen unseren Lesern die folgenden pracht vollen Säße daraus nicht vorenthalten:
an
der Vor
,, Abgeordneter Dehlinger hob dann den Anteil der deutschen Christlichsozialen bereitungskampagne für diese Vorlage hervor. Wenn es den Sozialdemokraten mit dem Abban des Militarismus ernst gewesen wäre, hätten sie schon den am 17. Dezember 1929 eingebrachten Antrag der deutschen Christlichsozialen auf Verfürzung der Militärdienstzeit unterstützen müssen, als der geeignete Augenblid für ein neues Geset gekommen war."
Wenn es den Christlichsozialen mit dem Ab bau des Militarismus ernst gewesen wäre, hätte die Verkürzung der Militärdienstzeit schon im Der ist ob des unvermuteten Bundesgenoffen Jahre 1926 in Straft treten müssen. Aber der auf einmal fröhlich geworden. Wie Wein wogt's Anteil der Christlichsozialen an der Vorberei ihm durchs Blut. Er vergißt sogar den Schmerz tungskampagne" bestand eben darin, daß sie int in der Stirne. Ein Lied tritt ihm auf die Lippen. Hier, an zeit auf unbestimmte Zeit hinausder Allensbacher Linde, wo der Weg abbiegt nachchieben halfen, womit sie allerdings die dem Mindelsee hinüber, hat er's gestern bei ſei- Vorbereitungskampagne überhaupt erst notwen nem Eintritt nach Konstanz gehört. Ein Fahrender stand dort im Kreis und sang seinen Zuig gemacht haben. Daß sie dann am 17. Dezem hörern mit heller Stimme das Lob einer alten ber 1929, also wenige Tage, nachdem sie sehr Rittertat, mit Lautenschlagen begleitet. unfreiwillig die Oppositionsstellung bezogen hatZizka hat noch den Stoß des Rhythmus und ten, einen Antrag auf Verkürzung der das Gefälle der Worte im Ohr. Eins muß er Dienstzeit einbrachten, ist nur der höchſt diesen Deutschen lassen: Sie sind Meister des mißlungene Versuch, sich für die von ihnen ver einprägenden Worts. Unvergeßbar bleibt ihm die schuldete Verlängerung der Dienstzeit ein Alibi zu schaffen. ucht der letzten paar Zeilen:
Besitz stirbt. Sippen sterben. Du selbst stirbst wie sie. Eines nur, das ewig lebt: Des Toten Tatenruhm.
Ende.