fr. 151 Mittwoch. 29.-uni 1938 «ritt 8 Kreiskonferenz In Reichenberg Sonntag, den 26. Juni, fand in Reichenberg die Konferenz der Kreisorganisation der deut» schen Sozialdemokratie statt. Sie wurde geleitet vom KreiSvertrauenSmann-Stellvertreter Franz R e h w a l d, der die Konferenz mit einem kurzen Ueberblick über die politische Situation einleitete und den Parteivorsitzenden I a k s ch sowie den Bertreter der tschechischen Sozialdemokratie Houza willkommen hieß. An den StaatSpräsi» denten Dr. Benei wurde eine BegrüßungS- drpesche abgesandt. Den Bericht über die Tätigkeit der Krei»- organisation erstattete KreiSsekretär E l st n e r. Aus diesem Berscht ging hervor, daß der Stand dieLokalorganisationen vermehrt und der Markenumsatz gesteigert werden konnte. Auch die Ver« sammlungStätigkeit war in der abgelaufenen Be« richtsperiode lebhaft. Den Kassabericht erstattete W a n i l, den Bericht über die Parteipresse H a w e l. Den Kontrollbericht erstattete Müller, der abtretenden Kreisvertretung wurde da» Absolutorium erteilt. Sodann solgtt daS politische Referat des Parteivorsihenden Abgeordneten I a k s ch, das mit stürmischem Beifall ausgenommen wurde. (Wir haben einen Auszug aus dieser Rede bereits veröffentlicht.) Daran schloß sich eine Debatte, in der eine Reihe wertvoller Anregungen gegeben wurde. In einem ausführlichen Echlutz- wort ging Falsch auf alle von den Debattenred- pern aufgeworfenen Fragen ein. , Bei den Wahlen wurde zum KreiSver- trauenömann Franz R e Hw a l d, zu dessen Stellvertreter A. F r e n z e l, zum KreiSkassier Johann Schiller gewählt. Mit einem an« feuernden Schlußwort des neuen KreiSver- .trauenSmanneS und unter dem Gesang der„Internationale" wurde die erfolgreich verlaufene Konferenz geschlossen. Wer Ist schuld? Die Troppauer„Volkspresse" druckt einen Brief ab, der von einem in Freiwaldau gewesenen Kurgast stammt. Der Briefschreiber schildert das Darniederliegen des Kurbetriebes in dieser Stadt und schreibt dann wörtlich: „Ja, wer trägt diese ungeheure Schuld, tvarum blechen die Fremden aus? Und ich fragte ■■■■■■■■ ggSBSSBgg Dank der Armee an die Eisenbahner Im Amtsblatt des Eisenbahnministerium» ver- öffontlickst Minister Bechpnk ein an ihn gerichtete» Schreiben des GonernlstabSchef» General Ärrjöt, der 5sgt es eilen 5u6eten6sutscken...! AufschluSrelches Gespräch Im Balkan -Zus Bei einem Teil unserer durch die Flüsterpro- tzaganda verwirrten sudetendeutschen Mitbewohner spukt noch immer der Gedanke, daß daS Dritte Reich«in gesegnetes Land sei, und daß die Segnungen sich nun^seit dein Anschluß auch auf Oesterreich übertragen haben. Wie es in Wirklichkeit auSsicht, läßt eine Unterhaltung erkennen, die ein uns befreundeter Reisender vor einigen Tagen im Balkanzug auf der Strecke Preßburg— Bodenbach hatte. Der Reisende schildert uns seine Eindrücke wie folgt: Erst kam daS Gespräch in dem stark besetzten Abteil zwischen den UrlaubSreisenden, die aus Jugoslawien und Ungarn kamen, und uns zweien, die wir zustiegen, nur langsam in Fluß. In Lun« denburg sagte plötzlich eine Wienerin, daß sie hier eine Schwester habe, der es gut gehe. Auf meinen Einwand, daß sie sich doch erst jetzt in der sogenannten Ostmark auch nicht zu beschweren brauche, da doch die Oesterreich« alles besser geworden sei, erwiderte die Frau:„Ich kann Ihnen nur eins sagen, sagen Sie es jedem Sudetendeutschen, daß er froh sein soll, daß er in der Revublik wohnt, und daß er llch nicht nach Deutschland sehnen soll. Ich weiß zu gut, wie cS den Oesterreichern geht, was uns versprochen wurde, und wie die Verhältnisse geworden sind. Den Herren war cs nicht darum zu tun, uns zu helfen, sie wollten Holz und Erze haben. DaS österreichische Volk bleibt daS fünfte Rad am Wagen. Den Sudetendeutschen würde eS genau so gehen!" Auf meine Frage, wieso denn daS für Hitler günstige Abstimmungsresultat zustande gekommen sei, erwiderte die Frau» daß sich ein Fremder keine Vorstellung machen könne von der unerhörten und gerissenen Propaganda. Militär, und immer wieder Militär auf den Straßen, Maschinengewehre, Geschütze, Tanks, das waren die Mittel der Beeinflussung. Die Menschen haben vor A n g st mit Ja gestimmt. Und erst die Vorgänge im Wahllokal! Es wurde offen vor den Augen der Aahlkommission abgestimmt. Wer in die Wahlzelle ging, war schon als Verräter gekennzeichnet. DaS österreichische Volk hat schon viel durchgemacht, aber so ist eS noch nicht deprimiert und betrogen worden wie bei der„Befreiung" durch den Nationalsozialismus . Durch den Mut der Oesterreicherin angeregt, beteiligten sich nun auch andere Fahrgäste, ein Herr aus Leipzig , und eine B e r k i n e« r i n an der Unterhaltung. Die Ersatzstoffwirt s ch a f t de» Dritten Reiche» wurde gehörig unter die Lupe genommen. DaS schlechte Brot verursach« Magrnrrkrankungrn, so wurde erklärt. Man brauche gar kein Meckerer zu sein, aber die Ersahwirtschast müsse sich in jeder Beziehung ungünstig auSwirkcn. Alle Teilnehmer an der interessanten Unterhaltung Warrn froh darüber, daß sie in Jugoslavien und Ungarn ganz nach eigenem Geschmack alles kaufen konnten. Das Sammeln im neuen Deutschland ist zu einer Landplage geworden. Wird eine Sammlung für die Winterhilfe durchgcführt, müssen die Arbeiter und Angestellten sich am Wochen« oder Monatsende beeilen, ihre Abzeichen, deren Gegenwert vom Lohn oder Gehalt abgezogen wird, aus der Lohndütt zu nehmen und anzustecken, wenn sie den Betrag auf der Straße nicht noch einmal bezahlen wollen. Ein Witz, der in die Unterhaltung geworfen, wurde, kennzeichnete die Plage de» Sammelnrecht treffend: Die Frage, woran man nach einer Sintflut die Stelle erkennen würde, wo Deutsch land gewesen sei, wird dahin beantwortet, daß dort, wo Sammelbüchsen schwimmen, da» einstmalige Dritte Reich war. Recht eindeutig kennzeichnet ein AuSspnich die„Geiste»"« und„Redefreiheit" im neuen Deutschland . Im Laufe der Unterhaltung sagte eine Dame, man könnte froh sein, daß im Waggon keine Horchapparate angebracht seien, sonst könne e» passieren, daß man bei der Einfahrt nach Deutschland sofort dem K.-Z. zugeführt werde. Der Reisegefährte unsere» Gewährsmannes, ein S d P- M a n n, der Zeuge der Unterhaltung war. erklärte unserem Freund, daß diese Gespräche sehr lehrreich für ihn waren, und daß er e» nun glaube, wa» die objektiven demokrati« schein Zeitungen über da» Dritte Reich berichten. Zum Schluß schilderte der Reisende in feinem Schreiben an un» noch die Z o l l p l alle r« i e n an der reichsdeutschen Grenze. Die Reisenden verzollten die von Ungarn mitgebrachte Butter nur, um ihren Angehörigen in Deutsch land eine angenehme Ueberraschung zu bereiten, denn drüben geht e» sehr knapp zu; Butter ist ein besonders begehrter Artikel. Zum Abschied erklärte eine Berlinerin: „Man liest in unserem Lande soviel über da» Volk in der Tschechoslowakei , daß man sich gar- nicht getraut, herübrrzukommen. Ich habe nun in Erfahrung gebracht, daß e» hier sehr nette Leute gibt. Ich werde allen meinen Bekannten raten, sich die Tschechoslowakei besser anzuschen, al» e» mir in der kurzen Zeit möglich war. Aber ich bin voll befriedigt. Ich spreche und verstehe kein Wort tschechisch. Aber ich habe in Prag von Polizeibeamten und Zivilpersonen sehr gutt und freundliche Auskunft erhalten. den Geschäftsmann, den Kurhausbesitzer, den Musiker, den Badediener, den Hotelportier: Der Kaufmann:»Wir haben am 1. Mai nicht überlegt, daß seit Jahren tschechische und jüdisch« Gäste da» Hauptkontingrnt unserer Kuriesucher stellen." Der KurhauSbesiher:»Am 1. Mai sind meine Gäste abgereist, da sie, wie sie sagten, ihr GeV nicht im„Zweiten Hitlereeutsch- land" verlebe« wollttn." Und der Musiker:„Ein internationaler Kurort wie Gräfenberg-Freiwaldau kann sich nicht ohne gewaltige wirtschaftlich« Einbuße zur Hochburg der Nazi» machen." Und her Badedienrr auf meinen vorsichtige» Hinweis auf die„bekannten Maßnah- men in den Grenzgebieten":„Ach Quatsch. Ab. gereist sind die Gäste Anfang Mai." Und der zkemlich weitgereiste H o t e l P o r- t i e r fügte mit bitterer Ironie dm eigentlich alles umfassenden AuSspruch hinzu:„Ein Boll,«in Reich...«in Kunga st." Ja dann Ihr lieben Freiwaldauer, Gräfenberger, Lindewiesner(und vielleicht kann man eS noch weiter ausdehnen) schlagt Euch an Eure Brust: Mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa." Volkskulturtas In Reichenberg Der Nordböhmische BolkSkulturtag, der vergangenen Samstag und Sonntag in Rcichenberg abgehalten wurde, erfreute sich einer sehr starken Beteiligung und war von starkem Kampfgeist getragen. Die Samstagveranstaltungen wurden mit der Absendung eines BegrüßungStelegrammeS an den Staatspräsidenten eingeleitet. Die Haupweranstaltung war Sonntag nachmittags. Es marschierten etwa 20.090 Teilnehmer auf den Festplatz hinter dem Königsbusch ein. Die Versammlung auf dem Festplatz wurde mit den Staatöhymnen eröffnet, die von einem gemischten Chor der Arbeitersänger vorgetragen wurden. Karl Kneschke eröffnete die Tagung, wobei er auch zwei Offiziere als Bertreter der Reichenberger Garnison begrüßte. Bei dieser Gelegenheit wurde die Armee stürmisch gefeiert. Schließlich sprach der kommunistische Parteiführer Gottwald. Der übrige Nachmittag war künstlerischen Darbietungen gewidmet. Besonders Brief an den Zeibniegel Ein Freund unseres Blattes schreibt uns aus der Bodenbacher Oegend: „Lieber Zeitspiegel! Als ich am Sonntag in der Nähe einer Brettsäge spazieren ging, wurde ich Zeuge eines seltsamen Spielesdas Rinder im Alter von acht Jahren spielten und das mich nachdenklich stimmte. Standen da drei Kinder auf einer Bretterstapel und übten den Paradeschritt der SA und der Reichs wehr . Bei der Begegnung grüßten sie einander mit erhobener Hand„Heil Hitle r!" Dann kamen die Kinder auf den Einfall, einen „UÜberfall auf die Tschecho- slovakci" zu spielen. Ein Junge erklärte, wie man das macht, und die beiden Mädel lauschten andächtig seinen Worten. Selbstverständlich wäre er der Hitler und die Mädel hätten die Tschechen und die Roten su spielen; jene würden ausreißen, die Roten würden aufgehängt. Dann nahm der Junge eine Latte und schlug auf die Mädel los, die darauf wirklich schreiend davon liefen. Nun stellte ich mir die Frage: Wer lehrt die Kinder solche Spielet Jedenfalls ergibt sich zwangsläufig die Frage, wohin eine solche Vergiftung der Kinder führen toll. n sich mit großer Anerkennung über die Leistung der StaatSbohnm in der Zeit der außerordentlichen Maßnahmen an den Grenzen auSlpricht und den Minister«sucht, allm vahnangestellten den Dank für ihre Arbeit und Opferwilltgkeit zu verdolmetschen, Zuerst: Sprachrngrsey. Der„Petit Pari s I e n" schreibt zu den Verhandlungen über da» Nationalitätenstatut: In informierten Kreisen ist man der Ansicht, daß das neue Minder« heitenstatut dem Parlament nicht als unteilbare» Ganze» vorgelegt werden wird, sondern daß es sich eher um getrennte Gesche handelt, durch die allmählich die verschiedenen Seiten des Problemgeregelt werden. Zuerst wird das Sprachcngcsetz vorgelcgt werden; cs wird sehr liberal sein und da» Verhältnis der Tschechen nicht nur zu den Deutschen , sondern auch zu den Slowaken regeln und bessern. Die Tschechen glauben, daß die deutschen Abgeordneten dieser Entwurf, mit dem man ihnen ein Geschenk macht, nicht werden ablehnen können und daß sie moralisch gezwungen sein werden, Hi« dieses Gesetz zu stimmen. Diese erste günstige Abstimmung wird dann einen vorteilhaften Einfluß auf die Atmosphäre, in der die weiteren Anträge verhandelt werden, ausüüen. Zehn Prozent der Wiener sollen verhungern I Hugo Gehorsam ider langjährige erste Vertrauensmann der deutschen Sozialdemokraten in Prag starb, 68jährig, am 26. Juni stack wirkte eine Festkantate, deren Schöpfer Louis Fürnberg und Walter Süßkind find. Träger des BolkSkulturtageü war der kommunistische Arbeiter-Sport- und Kulturverband. Bestrafter HolzpantosfelHeld. Der 29jährige Arbeiter Johann Stegbauer in Buchwald hatte den Arbeiter Strunz, weil er sich nicht zur SdP angemcldet hatte, überfallen,„Judas " beschimpft und mit einem Holzpantoffel bearbeitet. Al» Strunz nach Hause flüchtete, warf Stegbauer ihm ein Holzscheit nach, wodurch dessen Frau verletzt worden ist. Als der Äendar- meriewachtmeister Marhan einschreiten und ihn verhaften wollte, entriß erihm da» Gewehr und wollte auf ihn eindringen; der Gendarm konnte sich jedoch des Angreifers erwehren und ihn mit Hilfe eines Finanztvachbcamten fesseln und einliefern. Stegbaucr hatte sich nun vor dem Kreisgericht in Pisck zu verantworten und wurde zu einer Kerkcrstrafe von d r c i M o- naten unbedingt verurteilt. Reu« Bürgermeister. Zum Bürgermeister der Stadt T r o p p a u wurde am Montag der SdP-Mann Dr. Reinhard K u d l i ch gewählt. — In Prclitz haben die SdP-Leute, die 17 Mandate in der Gemeindestube inuehabcn. versucht, ihren Mann auf den Bürgermcisterstuhl zu ! bringen. ES wurde jedoch mit 10 Stimmen der ! Kommunist Mytina zum Vorsteher gewählt, der diese» Amt auch bisher inncbatte. 80.000 KL gestohlen. Neber diese Angelegenheit berichteten wir schon kurz in unserer Sonntagnummer. Inzwischen hat die ganze Angelegenheit eine beachtenswerte Wendung genommen. Jetzt stellt sich heran», daß das Geld der alten Frau systematisch heraurgelockt tvurde. Sie erhielt immer Briese die den Anschein hatten, daß sie von ihrer 1 Tochter stammten. So übersandte sic dcnu immer ! an die jeweils angegebene Adresse größere Beträge. Schließlich aber stellte es sich heraus, daß diese Bric- se von irgendeiucin Betrüger geschrieben wurden, der auf diese Weise der alten Frau das Geld her- auSlockte- Unter dem Verdachte, den Betrug begangen zu haben wurden nun ein gewisser Josef H a h n l und dessen Tochter Olga verhaftet. Bei einer Hausdurchsuchung fand' man bei beiden größere Geldbeträge. London . Der„Daily Herald" befaßt sich im Leitartikel" mit der kürzlichen Verordnung für Oesterreich über die Entlassung nichtarischer An« gestellter und meint, daß davon einZehntel derWienerBcvölkerung betroffen und zum Bcttlertum verurteilt werde. In der langen Geschichte der Verfolgung der jüdischen Raffe gibt es keine, die so hart war und ein so unlösbare» Problem für die Staaten dargcstellt hat, welche entweder aus Sympathie oder au» gewöhnlicher humaner Gesinnung helfen wollen. „Wir brauchen keine Priester..." Da» hat dec Parteigenosse des Prälaten Hilgcnreiner, Julius Streicher , in einer Sonnwendfeier-Rede auf dem Hasselberg bei DinkclSbrühl gesagt. 25.000 Jungen und Mädchen waren als Zuhörer kommandiert. Ihnen rief Streicher in seiner Bergpredigt zu: „Wir brausten kein« Priester oder Pasto ren. Werft eure Sünden in diese heiligen Flammen und ihr werdet mit gereinigter Seele diesen Berg verlassen. Seid schön, göttlich und natürlich!" Wenn das nicht reinstes Heldentum ist! Auf dem selben Berg hielt Streicher am Sonntag vor fränkischen Bauern eine Rede, in der^r die Stärke der deutschen Armee rühmte und behaupttte, Deutschland habe nur gelacht, als die Tschechoslowakei mobilisiert habe.„Wenn sie Krieg wollen, so wollen wir ihn nicht und wenn wir den Krieg wollen, so werden sie nichts gegen uns ausrichten können."' ■„Wir" haben den Krieg nicht gewollt und ihn deshalb abgewehrt. Da hat man dann in Deutschland gelacht— heimlich haben die Leute erleichtert aufgelacht, als sie sahen, daß diesmal die Gefahr vorübergegangen war. Die fränkischen Bauern dürsten, als sie Streichers Rede über sich ergehen lassen mußten, gedacht haben: Immer noch besser als ein Krieg! Ausbürgerungen aus'Rumänien Bukarest . Dienstag wurden der Presse die ersten Mitteilungen über Ausbürgerungen übermittelt. ES wird gesagt, daß der trübere rumänische Gesandte in Washington Carol lCita) Davila sich aus einem hohen staatlichen Würdenträger in einen Agenten verwandelt habe, welcher die Institutionen und die Führer Rumänien » verleumdet und angreist. Die zweit« Ausbürgerung, welche den ehemalige» rumänischen Presseattache in Paris Schachmann betrifft. ist darauf zurückzuführen, daß dieser in einem französischen Komitee, welche» sich mit mitteleuropäischen Fragen befaßt. Mitttilunaen machte, welche Rumänien schädigen. Der dritte AuSgebürgerte, DragineScu, gibt in Paris ein Bulletin«ine»..Komitee» für«in republikanische» Rumänien " heraus. Sämtliche drei Ausbürgerungen erfolgten auf Grund des seinerzeit erlassenen Gesetzes, welche» den Ministerrat ermächtigt, im Ausland« wohnhaften rumänischen Staatsangehörigen, welche durch ihre Tätigkeit das Ansehen und die Interessen Rumäniens schädigen, die rumänische Staatsbürgerschaft abzuerkennen, das heißt, sie auszubürgern.- 100.000 Mann für Flugabwehr London .(Reuter.) Der Kricgsminister erklärte, daß die Flugabwehr durchgreifend umorganisiert werden wird. Der bisherige Stand der Flugzeugabwehr, die gegenwärtig 43.000t Mann zählt, lvird mehr als verdoppelt werden« Im ganzen sollen 100.000 Mann für die Fluge abwehr bereitgestellt werden. Allgemein wird er» klärt, daß die jüngsten Angaben über die Ausrüstung der britischen Flugabwehr ungenau sind und daß die entsprechenden Berichte die Tendenz verfolgen, die Bedeutung der britischen materiellen Möglichkeiten herabzusctzen.
Issue
18 (29/06/1938) 151
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