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Außer Ihrem Pfunde Brot, das freilich von den Zuchtmeistern auf ein halbes reduzirt worden ist aber das ist so üblich

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Gewiß!"

Unser Zug schwenkte in ein Thal ein, das häßlich auss

haben Ihnen Ihre Kameraden beigestanden, die es fertig sehendes Gebüsch und kahle Felsen begrenzten, von denen die gebracht haben, einen der dienenden Geister oder vielleicht gar erbarmungslosen Sonnenstrahlen zurückprallten. Später ging's einen der Zuchtmeister selbst zu bestechen- ich will damit durch eine Allee von Kokosnuß - Bäumen, die, von der nicht sagen, daß das besonders schwierig gewesen ist. Aber Brise bewegt, melancholische Töne von sich gaben, ähnlich Sie werden sich doch erinnern, daß Sie mehrmals Rindfleisch- dem Geklapper von Gebeinen. Wir machten bei einem suppe auf einem Teller bekommen haben?" Steinbruche Halt. Die einzelnen Arbeiter wurden nach den verschiedenen ihnen zugewiesenen Arbeiten ver= Das ist nebensächlich; aber Sie haben einen Teller theilt. Ich wurde unter die Geröllbrecher verwiesen. Ich gehabt! Was würden Sie gesagt haben, wenn Sie Ihre stieg auf eine kleine Anhöhe von Kieselsteinen und setzte Suppe aus Ihren Schuhen hätten schlürfen müssen?!" meinen Steinbrechhammer in Bewegung. Ich isolirte mich " Ist das auch so üblich?" möglichst, und einer der Aufseher, der rings umherspähte, kam auf mich zu.

Eine ganz normale Rindfleischsuppe!"

"

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Sie sind von der Kommune?" " Ja."

"

" Wiffen Sie, daß an Thiers' Stelle der Marschall Mac Mahon getreten ist!"

Ich erbleichte und fragte: Woher wissen Sie das?"

" Nicht mehr. Aber es gab eine Zeit, wo der Befehl gegeben wurde, den Zellengefangenen die Teller zu entziehen. Und da haben denn die Meisten, um nicht um ihre Suppe zu tommen, ihre Schuhe hingehalten und zu Suppenschüsseln ge­macht. Diese schöne Neuerung schien sich bereits verewigen zu wollen, als irgend jemand, ich weiß nicht wer, der von der Sache erfuhr, sie unpassend fand und abstellen ließ. Was" Zum Donnerwetter! Telegraphische Depeschen. Es ist Ihren Lappen von einer Bettdecke betrifft, so müssen Sie nicht der geringste Zweifel daran! Die Republik begraben! wissen, daß eine ganze Bettdecke ein Staatskapital ist, das Sie brauchen natürlich nicht zu sagen, daß ich Ihnen diese den Zuchtmeistern Profit abwerfen muß: Man muß sie Neuigkeit hinterbracht habe. Sie müßten sich eigentlich freuen, eben bezahlen, die Decke; Sie sind daran also selber schuld." denn wenn ein Napoleon oder der Graf von Paris den Thron Bezahlen, womit?" besteigt, giebt es sicher eine Amnestie. Euch wird sie freilich nicht viel nügen, aber wenn Sie sich gut führen, werden Sie wenigstens zur Begnadigung vorgeschlagen werden."

" Zum Kuckuck, mit Geld."

" Wenn man sich aber sonst eine verschaffen kann?" " Na, warum haben Sie denn dann Ihren Besuch in der Sprechstunde nicht wiederholt?"

Um mich über den Zuchtmeister zu beklagen?" " Nein, das nicht! Sie waren einmal in seiner Hand; das wäre ein zu fühnes Spiel gewesen; aber, um vom Arzte zu verlangen, daß er Sie ins Hospital aufnimmt; so wären Sie aus der Zelle fort gekommen, bis Ihre Verhältnisse eine günstige Veränderung erfahren hätten."

Aber ich fühlte mich nicht eigentlich krant, nur schwach." " Man muß eine Krankheit simuliren; der Arzt hätte einen leisen Wint verstanden. Er protegirt ganz ersichtlich alle, die ihm aus einem ganz besonderen Grunde empfehlenswerth er­scheinen. Und die Theilnehmer an der Kommune befinden sich in diesem Falle. Es kommt häufig vor, daß die Aerzte die um fich blos Besorgten krank finden, was sie sehr wohl erkennen. Es ist das Mitleid, das sie für die armen Teufel empfinden, die sich die Mühe gegeben haben, krant zu erscheinen. Be­denken Sie, daß, wenn sie den Kuiff aufdeckten, sie den Lenten zu 25 Peitschenhieben verhelfen würden. Ueberdies, wie sollten fie gewissenhaft einige Hundert in der Sprechstunde vornehmen, in einer Zeit, die nicht einmal für einige Dußend genügt? Unvermeidliche, höchst beklagenswerthe Mißgriffe kommen da vor. Arme Unglückliche, die in der großen Wenge übergangen werden, schleppen sich in elendem Siechthum bis ans Ende hin, ohne auch nur von der Arbeit befreit zu werden."

Da öffnete sich die Gitterthür und eine sichtliche Bewegung ging durchs ganze Haus.

"

Aufgepaßt," sagte der Mann, der mit mir gesprochen hatte, jezt tommt der Appell zur Arbeit. Richten Sie sich nach mir! Halten Sie sich in Reih' und Glied, lassen Sie die Arme der Länge nach am Leibe herunterhängen und sehen sie stier vor sich hin, namentlich wenn der Chef uns in­spizirt."

Wir schritten hinaus, eine lange Reihe Leute, blos aus der vierten".

Da sah ich in einiger Entfernung einen Einäugigen mit einem richtigen Galgengesicht sich auf einen Sträfling stürzen und ihn barbarisch schlagen: Es war der Chef. Er kam zu uns, bemerkte mich, der ihm unbekannt war und ging direkt auf mich zu.

Reine Untlugheit!" flüsterte mein Nebeumann. Der Chef pflanzte sich vor mich hin, sah mich einen Augenblick an, ergriff meine Jacke an der Brust, schüttelte mich heftig, wartete und ging weiter. Wir erhielten Befehl, weiter zu marschiren.

" Warum hat mich der Elende in dieser Weise an­gepackt?" fragte ich meinen freundlichen Nebenmann und Rathgeber.

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Nicht so laut es giebt Dhren hier!.. es giebt Ohren hier!... Was wollen Sie? Sie sind ihm noch unbekannt, er wollte Sie zur Probe betaften. Vielleicht gefällt ihm auch Ihre Figur nicht. Uebrigens hat er sie blos ein bischen gerempelt, ohne Sie zu schlagen; wahrscheinlich kommt's nicht wieder vor." " Soll ich noch meinen Stern preisen?"

Ich hielt es für nußlos, mit diesem Tropf, der allerdings nur die Meinung der großen Mehrheit aussprach, mich in eine Erörterung einzulassen.

Also, sagte ich mir, Kammer und Präsident sind einig, unsern Lappen von Republik vollends zu zerreißen, und Frank­ reich will sich ein neues Königsgespenst geben! Wie lange wird das wohl dauern? D Recht und Gerechtigkeit, ihr seid fein leerer Schall, aber dreimal wehe denen, die sich der Auf­gabe weihen, euch zum Triumphe zu verhelfen!...

Ein mißtönendes, kreischendes, wildes Geschrei erschütterte die Luft; Kanaken waren's, die es ausstießen. Ich sah eine Anzahl Wollköpfe vorbeidefiliren, schwarze Gesichter mit bestialischem Ausdruck und wilden Augen und ungeheuren auseinander gezerrten Ohrlappen, in denen Ringe baumelten. Die Mehrzahl war hanswurstmäßig gekleidet, einige faft nackt, alle mit Keulen bewaffnet. Mehrere trugen einen langen Stab auf den Schultern; an diesem war ein Weißer mit gebundenen Händen und Füßen wie ein Schwein aufgehängt.

Mein neuer Bekannter sagte mir:" Das ist die Ortss polizei von Eingeborenen. Sie haben einen Flüchtling eins gefangen und wissen sich nun vor Freude nicht zu lassen." Und die Verwaltung erlaubt, daß ein Gefangener in dieser Weise transportirt wird?"

" Pottausend, was kümmert die sich darum?! Sie hält viel auf diese Kanaken, deren Spürsinn, Ausreißer im Gebüsch zu wittern und auszuschnüffeln, ein ganz unglaublicher ist. Sie betäuben sie zuerst mit Schlägen und transportiren die Eingefangenen dann in dieser Weise. St! Der Aufseher beobachtet uns."

( Fortsetzung folgt.)

( Nachdruck verboten.)

Ein Tag Urlaub.

Nach dem Französischen des Henri Amic von Franz Hofen. Jean Grivet ist der pünktlichste Beamte im Kultusministerium. Seit zwanzig Jahren erfüllt er treu und gewissenhaft die Pflichten, die seine kleine, einfache Stellung mit fich bringt. Jean trägt eine Brille; in seine Stirn haben sich tiefe Runzeln gegraben, sein Haupt man sieht ihm nicht an, ob er ist tahi, sein Rücken gekrümmt, alt oder jung ist. Man könnte ihn eben so gut auf sechzig wie auf vierzig Jahre taxiren. In seiner Umgebung wird er allgemein Vater Grivet genannt, der arme Mensch denkt nicht daran, deshalb jemanden zu zürnen. Das Leben, wie er es führt, hat ihm nichts gelehrt, ihm ist alles fremd und unbekannt, was nicht zu seinem Ministerium gehört.

Seit er in diesem angestellt ist, verlaufen seine Tage einer wie der andere. Er tommt stets als erster in sein Bureau und verläßt es immer zuletzt. Abends geht er spazieren, wenn er nach Hause tommt, liest er die Zeitung, ist ein bischen, schnupft viel, dann geht er ruhig schlafen: Am nächsten Morgen fängt die Sache von vorne an und verläuft genau wie am vorigen Tage.

Vater Grivet hatte arme Eltern. Seine Mutter starb bei seiner Geburt. Sein Vater, Hauptmann a. D., hatte keinen anderen Lebe nz. unterhalt als seine Pension. Jean war kaum zwanzig Jahre alt, als ihm sein Vater entrissen wurde; die Pension hörte auf, und das