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Er wagte sich nicht zu rühren. Eine mächtige Er- wir aus dem Gehege des Waldes unsere Schritte heimtvärts schütterung ging ihm durch den Körper, er lag wie nieder- wenden. Denn der Steinmarder ist durch seinen Aufenthaltsort geschmettert. Die ganze Qual der letzten Wochen, die gehegte Arbeit der Nächte, das Versuchen und Grübeln, das Gorgen ums Gelingen, Zweifel und Furcht, wilde Freude und dann wieder tindische Angst, all' das brauste und brandete noch einmal durch sein Gehirn.

Bäbbi betete und die wilden Gedanken wurden plötzlich so glatt wie Meereswogen, auf die man Del gießt.

Thränen brachen ihm aus den Augen, erlösende Thränen; fie liefen ihm über das hagere Gesicht und rannen nieder auf das elende Bett. co fiind o en

suis sit albom 30

( Fortsetzung folgt.)

Unsere Marder.")

ein wirkliches Haustier, ähnlich wie die Maus und Kellerratte, zwar ein ungebetener Gaft, aber oft nächſter Nachbar, Mitbewohner unfrer Ställe, Holzremiſen, Scheunen. Oft genug schläft er mit uns als Ställe, Holzremisen, Scheunen. Oft genug schläft er mit uns als Chambregarnist unter einem Dache, ohne um Erlaubnis zu fragen. auf dem Speicher oder in der Dachlammer, vielleicht auch unter der Giebelverschalung oder in den Winkeln der Dachsparren steht seine bescheidene Schlafstätte. Er weiß genau, wo in der Dachlufe ein enger Ein- und Ausgang sich befindet. Hat er einmal seinen Spit topf hineingesteckt, so zwängt er den übrigen Körper leicht nach. Eine zerbrochene Scheibe im Dachfenster entdeckt er eher, als die Haus­eigentümer und verwertet so allein, ohne Patent seine Entdeckung. Etwa noch stehende Glassplitter stören ihn gar nicht, er weiß sich schon geschickt herein zu turnen. In einer Scheune schlug der Haus­eigentümer jeden Abend das Fenster fest zu; ein Riegel befand sich nicht daran. Eine lange Zeit stand am folgenden Morgen jedesmal das Fenster offen. Der geheimnisvolle Vorgang erklärte sich später sehr natürlich. Ein Marder hatte das Fenster aufgedrückt. Da wird uns die Behauptung glaublicher, daß der Einbrecher auf schlechten Dächern fogar Ziegel abheben soll, um zu feinem Opfer zu gelangen. In den engen Gängen und Rinnen zwischen zwei Häusern oder Manern, in welche niemand Zutritt hat, findet der Marder regel­mäßig in Not und Verfolgung seine Zufluchtsstätte; ebenso wählt er zum Versteck den Zwischenraum zwischen Holz- oder Wellenstößen und den Mauern, an welche sich jene anlehnen. Auch im aufgeschichteten Scheitholz selber oder im dürren, zusammengebundenen Rebholz, immer im hinteren Teile, bereitet er sich mit Meisterblick einen ficheren Lagerplatz. Durch die vorderen Stroh- und Heuhaufen der Ställe und Scheunen wählt, schiebt und beißt er sich hindurch bis gegen die Mauern hin. Mindert sich während des Winters die Vorder­wand der Futterschichten, so sett er bei guter Zeit seinen Wanderstab weiter und wartet nie und nimmter, bis er völlig entblößt ist. Hier zimmert er sich mit roher, oberflächlicher Arbeit gewöhnlich auch sein Nest zurecht. Eine kleine Höhlung oder Bertiefung wird etwas aus wattiert mit alten, wollenen Fäden, Federn und Haaren, also ganz so wie ein Hasennest draußen auf dem Felde im Klee oder Gras.

Der Edelmarder heißt auch Baummarder, weil er ein Kletter­meister ersten Ranges ist, und von dem Wanderer wohl mehr auf Bäumen als auf dem Erdboden erblickt wird. Denn dort huscht er dahin wie ein Schatten und hält sich hinter Verschlag und Verdeck. Den Namen Buchmarder führt er jedoch selten anders, als in dem Sprichwort: Schreien wie ein Buchmarder", das am Mittelrhein häufig in Gebrauch steht. Das Fell glänzt über dem Rücken kastanien­braun, wird jedoch nach der Stirne zu lichter und über den Schwanz hin dunkler. Kehle und Hals schimmern in freundlichem Gelb, das auch in ähnlicher Tönung über den Bauch läuft. Die Beine hingegen verfinstern sich wieder zu dunkelbraun. Schweden soll die schönsten Edelmarderpelze in Europa liefern. Die Körperbeschaffenheit des Marders ist ganz seinem blutigen Geschäfte angepakt: fagenartig lang geftredt, furze Beine, spige Schnauze, Gebiß aufs beste aus gebildet und geschärft, die Eczähne hervortretend. Ganz martialisch machen sich auch die Schmauzbarthaare. Die Sohlen find mit Haaren versehen; aber aus den Sammetpfötchen guden, wie bei den Katzen, die zurückziehbaren Krallen hervor, allerdings nur im Zustande des Zornes, der Gereiztheit oder wilden Kampfeslust. Den buschigen Schwanz schleifen die Marder nach wie die Schleppe eines Gewandes; mit seinen 30 Centimeter ist er schon lang genug dazu. Aus den langen Schwanzhaaren verfertigt man feine Malerpinsel. Der sonstige Kerl ohne das Schwanzstid Mangel als draußen im Walde. Was ihn in Verruf gebracht hat, mißt einen halben Meter, natürlich nicht abgemessen, sondern je nachdem etwas zu oder ab. bug siluetu

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Der Hausmarder geht wie sein wilder Waldbruder mit dem edelen Namen bei Beginn der Dämmerung auf Nahrung aus. Was sich dieser erjagt, ist auch ihm gute Beute. An Natten ist in den Abläufen und Gruben der Dörfer und Städte viel weniger ist seine unwiderstehliche, angeborene Sucht, in die Hühner, Tauben und Entenställe einzubringen, aber auch die Gäuse nicht zu vergessen. In Deutschland find die Edelmarder nicht mehr allzu häufig Mag sich der Eingang zum Taubenschlag selbst in schwindelnder anzutreffen, in manchen Gegenden nur äußerst selten. Laub- und Höhe an steiler Wand befinden, der Hausmarder lettert wie eine Nadelwälder sind ihr Revier; insofern fönnte man sie im Gegensatz Raße. Kann er auch die glatte Wand nicht hinauf, so turnt er sich zu den Hausmardern auch Waldmarder nennen. Im Didicht am Balken oder Dachfändel empor; er verschmäht auch den Umweg übers und finsteren, entlegenen Gehölze oder Hochwald hausen Dach nicht und sucht von oben Zutritt. Geht es nicht von oben, so fie ant liebsten. Felsenhöhlen, alte Nefter großer Vögel und versucht er es zur Rechten oder Linken feitlich, er versteht, wenn nötig, ausgehöhlte Baumstämme dienen ihnen zum Lager. Dort liegen zu springen, zu schleichen, sich platt durch die engsten Spalten durch­fie meist den ganzen Tag auf der faulen Haut. Zivischen Tag zudrücken. Die Nacht ist lang, da wird stundenlang gesucht, ge= und Dunkel werden sie lebendig und rüsten sich zur Jagd. Mäuse schafft, gesonnen. Endlich steht er vor dem Schlag; aber wie das und Ratten flüchten vor ihm eiligst in den Erdboden hinein, werden verschließende Fallbrett heben? Vielleicht hat der Rahmen eine jedoch häufig ertappt und fofort zerrissen. Mag die Wasserratte auch morsche Stelle, er bohrt und beißt, der Fuß geht durch, die Deff­ins Waffer flüchten, der Marder in allen Arten ist feineswegs waffer nung wird größer, er stedt den Kopf hinein und schleift den Körper schen und kann schwimmen wie ein Frosch. Mit Vorliebe bindet er mit Gewalt nach. Drinnen geht's im Nu einer jeden Taube an die mit dem Eichhörchen an. Blitzschnell folgt er ihm auf den Baum Kehle, das Blut wird ausgesogen und Kopf und Rumpf vorläufig nach. Das Versteckenspielen bald rechts bald links auf dem Baum- liegen gelaffen. Mögen auch zivanzig oder dreißig Tauben auf der stamm, bald in den Aftgabeln oder Knoten, welches das Eichhörchen Stange figen, keine entgeht dem Blutbad. Vielleicht gewinnt der mit vielem Geschick dem Menschen gegenüber anvendet, hilft ihm Mörder noch Zeit, eins oder zwei seiner Opfer mit in sein Ver­gegen seinen furchtbarsten und gefährlichsten Feind wenig. Der steck zu holen, die übrigen birgt er nach und nach, Marder kennt feine Schliche. Nur die Flucht auf die äußerste Spize venn übrigens die Luft rein bleibt. Wohl die wenigsten der Krone oder Aeste tann ihm etwas helfen, weil der Verfolger mit Hühnerzüchter dürfen von sich behaupten, daß ihnen nicht feinem schweren Körpergewicht sich nicht so hoch wagen darf. Judes wenigstens einmal ein Huhn von einem Marder geholt hält er stundenlang Wache und sucht durch allerlei Kniffe den Flücht worden sei. Wenn freilich das Hühnerhaus stets tadellos geschlossen ling zu erhaschen und zu verscheuchen. Er mordet das arme Tier wird, so ist ein nächtlicher Einbruch unmöglich. Aber wer vergißt mit wahrem Blutrausch und nimmt, wenn es ihm gerade paßt, auch nicht einmal zu schließen oder einen eben sich zeigenden Mangel am noch sein Rest zum ständigen Ruheplay. Daß er auf die bogel Stalle auszubeffern? Oder wer hat nicht ein störrisches Hinkel, freien Hafen sich stürzt, ist eigentlich selbstverständlich; auch Reh- welches einfach nicht in den Stall geht, sondern sich bei guter Beit fälbchen erwischt er mitunter, wenn sie sich von der Mutter etwas in das Stroh oder Heu verkriecht? Am andern Morgen liegt es berirrt haben. Vögel aller Arten und Größen zerreißt er ohne zerzaust und zerstückelt am Boden, den folgenden Morgen ist seine Unterschied. Nur in höchster Not, wie sie bei ihm in schneereichen Leiche weiter hinein ins Stroh verschleppt oder gänzlich verschwunden. Wintern am häufigsten eintritt, wagt er sich vorsichtig an einzelne Lange Zeit hindurch mag ein solches Federvieh auch ungestört Gehöfte und die äußersten Häuser und Ställe der geschlossenen Ort bleiben; man wird schon sorglos, bis dann plöglich das Verhängnis schaften heran. hereinbricht. Kein Ort am ganzen Rheinstrom, in ganz Westdeutsch­Trotz seiner wilden Natur läßt sich der Edelmarder, jung ge- land ist frei von diesem Raubzeug. Selbst im Süden Italiens und fangen, leicht zähmen. Man hat Beispiele, daß solche Tiere ihrem Spaniens befindet sich der Belzträger trop feiner warmen Kleidung Herrn wie Hündlein folgten. Indes verlieren sie ihre Natur eigent- wohl, wie er ebenso fröhlich haust im Norden und Osten bis über ⚫lich selten gänzlich, und so harmlos fie auch in zarter Jugend spielen den Ural hinaus.

und necken, so sind sie bei vorrückendem Alter feineswegs zu gut Man behauptet im Volle, der Marder sei im Sommer viel dazu, plötzlich ernst zu werden und in die Hand zu beißen. In sorgloser und öfters sichtbar als im Winter; er wisse in seiner Tiergärten sind sie meist gar nicht zu sehen, so tief verkriechen sie sich in ihren Höhlen; mag man rufen und flopfen, sie bleiben un­gerührt und wollen sich keineswegs als Schaustücke betrachten lassen. Auch pflanzen sie sich in Tiergärten verhältnismäßig felten fort; die Jungen wollen gar schlecht gedeihen, wenn sie übrigens von ihren Alten nicht aufgefressen werden.

Schlauheit, daß sein Pelz im Sommer ihm sicher sei. Der Grund ist hinfällig, aber die Thatsache mag bestehen. Wenigstens habe ich mehreremal im Sommer bei Beginn der Nachtzeit eine ganze Anzahl von Eremplaren sich in geringer Entfernung balgen sehen. Wahr scheinlich sind das aber Junge desselben Jahres, welche bis zum Winter ruhiger und erfahrener werden. Im Sommer sigt man bis spät in die Nacht im Hofe vor dem Hause, da wird man auch eher das Anschleichen der Marder gewahren als im Winter, o wo man sich in die vier Wände einschließt. Sobald übrigens

Um unsren Haus oder Steinmarder Tennen zu lernen, müssen 拍手

Aus der Kölnischen Boltszeitung".