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mühen. Eine allzuftarke Zumutung aber scheint es, wenn man in der Reihe der Bilder erst die Milizausbildung der Boeren, die militärische Jugenderziehung anschaulich darstellt, und dann als Schlußbild unter dem Titel:" Das Jdeal der Boeren" eine Berliner Wachtparade vorübermarschieren läßt. Das ist der Gipfel des chauvinistischen Botentums: die Boerenmiliz verdankt eigentlich ihre Siege ihrem Jdeal", dem preußischen Militarismus.
Den Cylinder auf dem Kopf, der brillantenstarrenden Begleiterin stolz zunickend, begeistert sich der Berliner Löwe der Nacht an den glorreichen Siegen, die er selbst durch das Medium der Boeren errungen hat über den englischen Erbfeind, dessen Schnäpie er hernach trinken wird, wenn sein Patriotismus sich im weiteren Verlaufe der Nacht austobt en face. Joc.
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Kleines Feuilleton.
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Ofen, da kann das gnädige Fräulein nicht hinaus. Nun, wollen Sie noch etwas?"
„ Nein nichts!" Es ist ihr eingefallen, daß sie kein Fahrgeld hat und daß sie ihn eigentlich um die zwei Groschen für den Nachtomnibus bitten könnte, aber sie wagt es nicht. Langsam, mit einem scheuen Gute Nacht!" geht sie hinaus in den Sturm, in den Regen, in die Winternacht.
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Mufit.
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Nach den Novitätenstürmen der letzten Tage die Nuhe eines Populären Philharmonischen! Wir hatten schon mehrmals erwähnt, in welcher Weise uns diese Konzerte den Ideal volkstümlicher Veranstaltungen nachzukommen und in welcher fie dahinter zurüdzubleiben scheinen: jenes durch die verhältnismäßige Tüchtigkeit der einzelnen Darbietungen und durch die Reichhaltigkeit ihrer Programme, durch die der fleißige Besucher fich int einiger Zeit einen ganz bübschen Schatz von Kenntnissen des historischen Bestandes der Musik anlegen kann; dieses hinwider durch g. Im Vorzimmer. Das Feuer im Ofen war schon lange das Zusammengewürfelte der Programme, oft mit Herausreißung erloschen, ausgetältet und unfreundlich lag das Zimmer da. Der von Einzelheiten aus ihrem Zusammenhang und mit der allentftidige Dunft regennasser Kleidungsstüde mischte sich mit dem häß- halben üblichen hintansetzung vieler Namen und Partien der lichen Geruch der verlöschenden Lampe. Draußen raste der Musikgeschichte hinter die landläufigeren. Dies alles gilt, wenngleich Wintersturm, die Bäume im Vorgarten bogen sich und ächzien und minder, so doch in der Hauptsache ebenfalls von den ernsteren fnarrten unter seinen langen Stößen, in ganzen Güffen peitschte er Abenden im regelmäßigen Ablauf dieser Konzerte bon den den Regen gegen die Fenster. Das Mädchen zog das dünne Sinfonie Konzerten des Philharmonischen Or Umschlagetuch fefter um die Schultern und lehute den Kopf chesters". Wir hörten das am letzten Mittwoch stattgefundene. gegen die Wand. Ihre Augen schlossen sich, aber nur auf Sefunden, Der Grundzug war wiederum der alte, statt einer einheitlichen, geschlossen dann fuhr sie mit einem jähen Ruck in die Höhe. Einschlafen etwa? wirkenden und dadurch die ehrenvolle Bezeichnung, volkspädagogisch" verDas hätte ja' was Schönes geben können! dienenden Zusammenstellung des Programms vielmehr die Zusammen Sie war müde, todmüde. Ihre Glieder zitterten, sie hatte würfelung von Verschiedentlichem- für jegliches Interesse im Publikum nur noch einen Wunsch sich ausstrecken fönnen, schlafen... etwas. Gerade wie die Ausstellungen bildender Kunst in der bisherigen ruben.. Ein tiefer Seufzer hob ihre Brust. Wenn nur die Weise, die allerdings bereits überwunden zu werden beginnt, und Saison erst vorüber wäre, ach, die Saison war gar zu schwer! gerade wie unsre Journallitteratur! Da tam eine Ouverture und Keine Nacht vor drei Uhr zu Bett entweder, es war zu Hause ein Violinkonzert und eine Sinfonie und ein Gesellschaft oder sie mußte auf die Herrschaft warten und größeres Vokalwerk. Für jene ersten drei Stücke war noch die beim Auskleiden helfen, oder es galt, das Fräulein abzuholen. Nein, Veranstaltung getroffen, daß ein neuer Dirigent sich versuchte wo das Fräulein heut wieder blieb? Nun saß sie bald zwei Stunden es war Herr Bernhard Breuer; also die bekannte Methode, hier. Sie sah nach der Uhr, die über dem Thürsims hing. Sogleich die zwar jungen Kapelimeistern eine sehr wohlthätige Gelegenheit Zwei mun war die legte Pferdebahn vorbei, mm mußten sie der Bewährung bietet, dem Publikum aber den Schein einer vollen wieder mit dem Nachtommibus fahren und das letzte Ende durch die individuellen Leistung erweckt, die doch durch eine solche vorüberganze Surfürstenstraße gehen, auch ein Vergnügen bei dem Wetter! gehende Berührung zwischen Führer und Geführten weitaus Sie gähnte. nicht zu erreichen ist. Ein litterarisches Seitenstück dazu, die Uebertragung einzelner Rummnern eines Blattes an je cinen Gelegenheits- Redacteur, scheint allerdings noch niemals versucht worden zu sein. Herr Breuer dürfte überhaupt noch keine ausgeprägte Dirigier- Individualität sein; er geht wohl rhythmisch präciser zu Werk als etwa der ständige Leiter jener Konzerte, arbeitet aber sonst nicht eben mit besonderer Plastik. Das Bierliche liegt ihm anscheinend am besten. In der sonst seltener als andere zu hörenden C- moll- Sinfonie von Haydn ( Nr. 9) kam so der Mennett, mit Sololeistung des Cellisten Herrn Hetting im Trio, recht wirksam und mit dem Erfolg eines da capo heraus. Allein beim Hauptmotiv des ersten Sayes tomte eine solche Art nicht zureichen: die Gleichmäßigkeit, mit der jene 6 wuchtigen Töne nebeneinander hingelegt wurden, war nicht einmal noch ein Mangel an Gefühl für den motivischen Gehalt und für die Phrasierung, sondern vielmehr schon ein Mangel an Gefühl für die Taktzeiten.
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Üleberhaupt wozu das Abholen war? solch eine Dummheit Ob das Fräulein nicht allein gehn konnte, alt genug war sie dazu bei ihren zwanzig Jahren, und schützen konnte sie sie doch auch nicht aber das sollte fein sein, hatte die Köchin gejagt. Vielleicht nahm das Fräulein heute eine Droschke. Sie lachte auf: Nein, so etwas bloß zu denken! Wo das Geld zu Hause so knapp war und die Gnädige ihr noch acht Mark vom letzten MonatsJohn schuldete. Neugierig war sie aber doch, was das Fräulein für Augen machen würde, wenn sie nachher das Wetter sah. Ob sie eigentlich davon wußte? Wohl faum. Die saß da drin im warmen Salon und amüsierte sich. Die hatte es gut. Den ganzen Tag nichts thum, nur Romane lesen und Klavier üben, ausschlafen bis auf den Mittag und abends in Gesellschaft. Ja, wer es so haben
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zum Glück
Was sie heut wieder vergnügt waren drin! Dabei konnten nicht einmal mehr viel Gäste da sein, mur zivei Ueberröcke hingen lebergehen wir die andern Instrumentalnummern, als wenig noch neben dem weichen Abendpelz des Fräuleins und die Gelegenheit zu einer Beurteilung bietend, so bleibt als Hauptwaren von Herren. Sie horchte auf. Aus dem Salon flangen mmmmmer des Abends die Aufführung der Gadeschen Ballade lachende Stimmen heraus, Gläserttirren und leichtes KlavierErlkönigs Tochter". Von Zeit zu Zeit hör ich" den alten Gade getlimper. Jetzt sang einer, ach!- In der That: hört man das war der junge Referendar, gern. ihn nur selten, so kann in den das Fräulein so verschossen war, und der ihr immer Veilchen man an dieser melodienreichen Lyrik feine innige Freude haben. sträuße brachte. Die quäfende Stimme, die jest„ Bravo " rief, kannte Allerdings bleibt sie sich in der Hauptsache immer gleich, auch wenn fie auch die gehörte dem Regierungsrat. So, der war also auch einmal der Text Episches verlangt; und ändert sie sich, so feunt hier, der alte gemeine Ekel, der sie immer in die Backen fuiff, wenn man auch bald die gleichen Formen dieser Aenderung: Harmoniensie ihm nach der Hausthür leuchten mußte. Dann war es freilich wechsel um einen halben Ton nach aufwärts 1. dgl. Es geht wie gar kein Wunder, daß das Fräulein so lange blieb. Den wollte ein Eisenbahnzug über die Landschaft. Aber die mittlere Stelle mit fie heiraten, Jagd machen" nennt man das, sagte die Köchin. Puh, der Lockung und dem Erlenmädchentanz ist nun einmal wunderschön. was solch ein feines Fräulein für einen Geschmack hat. Sie schüttelte Herr Otto Schmidt dirigierte; sein Chor hielt sich wacker"; sich unwillkürlich so einen widerwärtigen alten Fraß, der nicht die Solisten thaten es auch. Frau Professor M. Bland Peters, mehr richtig gehen konnte und trotzdem jeder Schürze nachlief. Aber eine bereits vorteilhaft bekannte Sängerin, erfreute durch eine freilich, der Referendar hatte garnichts, und der Alte war reich sympathische Altstimme; die Sopranistin Hedwig Boenisch und steinreich, noch viel, viel reicher als... Sie bricht den Gedanken- der Baryton Alexander Heinemann hätten vielleicht noch gang jäh ab und springt auf. Die Thür des Salons öffnet sich, die wirkungsvoller gesungen, lägen ihnen diese Partien nicht etwas Herrschaften rüsten zur Heimkehr:„ Endlich!" hoch. Ein allgemeines Grüßen und Händeschütteln.„ Adio, Herr GeheimKunft. rat."." Leben Sie wohl, Fräulein Lilly, empfehl' mich, Herr Oberste- hl. In Cassirers Kunstsalon ist gegenwärtig eine geLieutenant." Meine gnädigste Frau ich habe die Ehre." So wählte Sammlung älterer englischer Gemälde, aus dem schwirrt und schwaßt es durcheinander. Dann greifen die Herren 18. und der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, zu sehen. Die Mehrnach ihren Neberröden, auch das Mädchen nimmt des zahl der Bilder stammt von dem Landschaftsmaler John Con Fräuleins Pelz vom Riegel, aber was soll das stable, deffen Werke nicht nur an sich bedeutend sind, sondern heißen? Sie tritt einen Schritt vor das Fräulein kehrt an der Seite auch in der Entwicklung der modernen Malerei eine hervorragende der Tante in den Salon zurück. Ach, will die gar noch länger hier Stellung einnehmen. Constables Landschaften wurden gegen Ende bleiben?... Der weiche Pelz entsinkt ihrer Hand. der zwanziger Jahre in Paris bekannt und übten auf die junge Künstlergeneration einen tiefen, nachhaltigen Einfluß. In der Schule von Fontainebleau , in den Werken der Rousseau, Corot , Diaz, Doubigny wurden die neuen Anschauungen, die in Constables Landschaften vorgebildet waren, lebendig, und von diesen aus ging dann die Entwidlung weiter. Eine wie große Arbeit der englische Maler in feinem reichen Lebenswert geleistet hat, das zeigt sich auch in dieser
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Der Oberstlieutenant fährt mit einem Ruck herum, grenzenlose Ueberraschung malt sich in seinem Gesicht:„ Ach Gott, Minna was wollen Sie denn? Nein, das haben wir ganz vergessen, Ihnen durch den Burschen sagen zu lassen-Sie follten ja gleich nach Haus gehen; meine Nichte bleibt die Nacht bei uns. Nein, sagen Sie nur meiner Schwägerin, bei dem Wetter jagt man feinen Hund vom
SZ.