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Zeitungen und Fahrpläne. Buntbebänderte junge Gäste Blut zu speien die Schwindfucht meldet sich und zwingt ihn, das Haus saßen vor hohen Gläsern mit Schorlemtorle. Und Frau zu hüten. Natürlich geht es unter diesen Umständen mit der Tischlerei Haas unterhielt sich mit ihnen von ihrem Comptoir auriid. Da er wohlhabend ist, fümmert er sich nicht darum. Er tischchen aus. läßt Geschäft Geschäft sein und lebt nur im Gedanken an seinen
" Frau Haas, Grüß Gott!" rief Ringelmann ungeniert wie ein Stammigast, und ging auf sie zu, gab ihr die Hand, übersah weltmännisch das Erstaunen und die Verwirrung der überrumpelten Frau, und legte ab. Dann zog er einen Stuhl nahe an ihren Sitz und überschüttete sie flugs mit einem Strom von Fragen.
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" Der Mann? In München , so. Na, und die Kleinen? Was, keine? Und's Geschäft? Zufrieden, kann mir's denken. Dann ein feines Urteil über die Sorte, die er bestellt und die ihm die Kellnerin gebracht. Und Frau Haas hatte gar feine Zeit, nach dem Hollerbräu zu fragen das heißt, sie hätte es ohnedies nicht gern gethan und er wurde immer schärfer mit seiner Fragerei. de wind wall( Fortjekung folgt.) ing sp
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Sohn Emil, der die Tertia des Gymnasiums besucht. Emil foll „ Paftor" werden die haben am wenigsten zu thun und verdienen bas meiste Geld. Außerdem gewährt es dem alten Delze eine chnische Freude, seinen Sohn im geistlichen Gewand zu denken. Sein Sohn wird Pastor von dem Geld, das er mit seiner Mutter durch Mord erworben hat- hähä! Franz Delze freut sich.
510 shind roup Meiffer Gelze. of Fürchtete man etwa, daß ihre Nähe ihn veranlassen könnte,
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Da kommt eines Tags Pauline, die leibliche Tochter, ins Haus. Sie ist verheiratet und es geht ihr nicht besonders. Der Mann trinkt ein wenig, und das Geld will nirgends reichen. Armut am Morgen mehr. Sie kommit in ihr altes Hein, in dem nun der Stiefbruder und Armut am Abend eine andre Melodie kennt ihr Leben nicht Franz herrscht, um sich ein wenig durchzufressen. Ihr fleines Töchterchen hat fie mitgebracht, damit es rote Baden friegt. Wenigstens erzählt sie, daß sie kommt, um einmal wieder bessere Tage zu sehen. In Wirklichkeit hat sie ihre besonderen Absichten, die wohl für sie die fterben? Er soll einen Schlaganfall gehabt haben. Wahrhaftig, der einentache find. Wie konnte der Vater so fäh fah gerade ans, als ob ihn der Schlag rühren könnte. Und warum mußte er gerade sterben, als er zu ihrer Hochzeit reisen wollte? Trend silla 1000 das ungerechte Testament zu ändern? Diese und ähnliche Fragen fodelut signa( Johannes Schlaf .) pisati dulf, verlassen Pauline nicht mehr. Der Verdacht, daß ihr Vater feines Es ist eigentlich eine wunderliche Erscheinung, daß Schlafe natürlichen Todes gestorben sei, ist rege geworden und läßt sich nicht Dichtung gerade jetzt von zwei Berliner Bühnen an zwei auf bruders auf und alles, was sie hier sieht, bestätigt den Verdacht. mehr beschwichtigen. Darum fucht fie das Haus ihres Stiefe einander folgenden Tagen aufgeführt wird. Das naturalistische Drama ist zwar in der Praxis noch nicht überwunden, wenigstens tommt es, daß immer etwas von einem Mord in ihren wahnsinnigen Aus welchem Grunde ist die Alte wahnsinnig geworden? Wie nicht durch deutsche Leistungen, aber kritisch ist es doch recht scharf Redereien spukt? Und dann der Franz, der hämisch und boshaft mitgenommen und in feiner Ünzulänglichkeit erkannt. Hier und da fängt durchs Haus schleicht und ganz aussieht, als ob er einen Menschen man sogar schon an, hochnäfig zu werden und den Naturalismus zu aus dem Wege räumen könnte! Der Verdacht erhebt sich fast zur behandeln, als hätte er nicht Thaten aufzuweisen, von denen wir Gewißheit und Bauline wird nun die Rächerin ihres Vaters und die hente noch alle miteinander Gutes genießen. Das iſt unangenehm, ändert aber nichts an der Thatsache, daß der Naturalis Peinigerin ihres Bruders. Franz durchschaut ihre Absichten, aber immer wieder weiß sie ihm flug zu entrimmen. Sie ist eine energische und starte mus nun einmal im Niedergang ist. Sein begabtester Natur und daneben mit Vertreter Gerhart Hauptmann ist infofern fahnenflüchtig großer weiblicher Verschlagenheit geworden, als er über seine bisherige Kunstform hinaus ausgerüstet. Sie spielt mit dem Bruder wie die kaße mit der Maus. strebt. Er hat sie ganz gewiß bisher noch nicht verlassen, unter der Maske der Freundschaft bringt sie immer wieder das Geaber es steht ebenso fest, daß sein guter Wille ihn nicht auf die Mordphantasien der Alten. Es gelingt ihr schließlich auch, spräch auf den verstorbenen Water, auf allerlei Spukgeschichten und zurückhält. Wenn er in seinem nächsten Drama wieder naturalistisch den Bruder durch ihr raffiniertes System in eine so wahufimige fromm sein sollte, darf man vollkommen überzeugt sein, daß nur die Not ibn so tugendhaft macht. Es erscheint also merkwürdig, daß Erregung hineinzuheben, daß er einen Blulsturz bekommt. mant in diesen Tagen des naturalistischen Herbſtelns den„ Meister geplagt von Todesangst, nahe daran, fein Geheimnis preiszugeben. Im legten Aft liegt er im Sterben, und mehr wie einmal ist er, Delze" aus der Gruft heraufruft, in die man ihn undankbar genug ver Aber immer wieder beißt er die Zähne zufanumen und schweigt sentt hatte. Es erscheint um so merkwürdiger, als Schlaf nicht durch und schweigend und mit trotzig zusammengebiffenen Zähnen stirbt spätere dramatische Leistungen die Notwendigkeit hervorgerufen hat, den Fall Delze" sozusagen einer Revision zu unterziehen. Die„ nene er schließlich und beträgt Pauline so um die letzte Frucht ihres heimlichen Kriegs. Thatsache, die auch im Aeſthetiſchen für eine derartige Revision notwendig ist, hat er nicht beizubringen vermocht. Wenigstens ich habe nie Die Dichtung ist wie fast alle dramatischen Leistungen des eine Novelle. Aus dem Lager der Philister die leverzeugung gewinnen können, daß nach seinem„ Meister Delze" auch wird wieder der Einwand kommen, daß der Stoff so quälend" iei. mirgleichwertige Leistungen zu erwarten wären. So ist die Neuaufführung Falls aber wirklich in der Dichtung etwas quälend wirken sollte, teine Erscheinung, die mit der allgemeinen Situation oder mit dem be- ist der Stoff ohne jede Schuld. Im Bereich der Kunst liegt das sonderen Schaffen des Dichters zusammenhängt, sondern im letzten Quälende nie im Stoff, vielmehr liegt es immer und immer im Grund ein Zufall, hervorgerufen durch den erfreulichen Umstand, Mißverhältnis zwischen Kraft und wollen. Laster daß im Berliner Theater unter Lindau sich frisches und Verbrechen können so dargestellt werden, daß wir unsre helle Leven regte und daß man auch in der Freien Voltsbühne von der sonst genährten Verachtung der Buchdramen Freude daran haben, weil wir die starke Kraft spüren, die in der Schilderung wallet. Andrerseits kann ein Schwank einigermaßen zurückgekommen ist. Beide Bühnen brauchten ein litterarisch intereffantes Stick, das in Berlin noch nicht viel gegeben sich müht und müht und nie über Banalität und Dürftigkeit hinaus. der Autor motiv uns in entjeglicher Weise quälen, weil wurde, und fo griff man in beiden Theatern nach dem Meister tommt. Wenn in der Dichtung von Schlaf also wirklich etwas Delze". Das soll feineswegs so etwas wie ein Vorwurf sein wir sind von dem deutschen Querkopf- Idealismus, der ein gutes laffen. Wir möchten nicht, daß man wieder einmal die düsteren Quälendes stecken follte, bitten wir höflich, den Stoff in Ruhe zu altes Stück ablehnt, weil er ein gutes neues Stück haben möchte, Stoffe verdächtigte, um dann so nebenber für die angeblich heiteren recht weit entfernt. Die Aufführung des Meister Oelze" rechnen wir beiden Theatern als ein Verdienst an und wünschen aus auf- Schwänke des Herrn Blumenthal Reklame zu machen. richtigem Herzen, daß ihr Beispiel in entscheidenden Städten desofgual que moitidag Neichs Nachfolge finden möchte.
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Schlafs Diätung muß nämlich noch unfrer Meinung mit großem
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Naturalismus
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Tell Erich Schlaifjer.
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Sonntagsplanderet.
Schon Schiller oder irgend ein andrer dichterisch erwerbsthätiger Mann hat einmal irgendwo gereimt:
D'rum soll der Sänger mit dem Schutzmann geh'n; Denn beide stehen auf der Menschheit Höh'n.
Für den genauen Wortlaut kann ich mich nicht verbürgen; denn ich citiere nach der Bülow- Rheinbabenschen Klaffiter- Ausgabe mit der tiefgründigen Vorrede des Herrn v. Köller, in der die teilweise veralteten Produkte auf das Riveau der modernen deutschen Bundesrats- und Ministertische gebracht worden sind.
Respekt behandelt werden. Im Mittelpunkt steht der Tischlermeister Franz Delze. Seine Mutter war mit einem wohlhabenden Kleinbürger verheiratet und brachte damals den Franz mit in die Ehe. Beide haben einen Mord auf dem Gewissen sie haben gemeinsam den zweiten Ehemann umgebracht, weil sie fürchteten, er tönne ein Testament zu ihren Gunsten doch schließlich Gunsten seiner leiblichen Tochter Pauline abändern. Die alte Mutter hat darüber den Verstand verloren und fafelt in ihren irren Phantasien allerlei schauerliche Geschichten zujanninen. Dann und wann gellen ihre wahnsinnigen Schreie durch das Haus. Der Sohn hält sich mit einer Art ver- Mögen aber auch die beiden Berse nicht mit antiquarischer Ges biffener Verbrecherhartnäckigkeit aufrecht. Den lieben Gott betrachtet er als eine Bogelscheuche, um die dummien Spazzen aus den Kirschen fernzuhalten. Macht haben und die andren treten das ist's. Er glaubt nicht an eine Fortdauer nach dem Tode und zieht daraus mit Verbrecherlogik den Schluß, im Leben nach Lüften verworfen handeln zu können. In dem kleinen mitteldeutschen Marktflecken, in dem er lebt, meidet man ihn. Er will das gar nicht anders. Er ist verschlossen, verbissen, chnisch und hämisch. Seine einzige Freude besteht in der Verachtung und Berhöhmung seiner Mitmenschen. Dazu tränkelt er, hüftelt und fängt auch schon an
nauigkeit wiedergegeben sein, man erkennt auf den ersten Blick, daß sie einer revolutionären Zeit entstammen, die keinen Sinn für Subordination und Autorität hatte. Niemand würde hente wagen, einen Schutzmann, den Aufsichtsrat Gottes auf Erden, auf die gleiche Höhe der Menschheit zu stellen wie einen Künstler, der nicht einmal ein Patent, einen Gewerbeschein oder auch nur ein Kontrollbuch befizt; selbst der Befähigungsnachweis ist ja in den allerfeltensten Fällen erbracht.
Allerdings gehören Sänger und Schußmann in gewisser Hinsicht zusammen, aber nur in der Weise, wie der Gefangenen- Transporteur