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Es ist was an der Schraube," erklärte ein Herr. Dann können wir wohl nicht nach Hause fahren?"

jawohl... Erinnern Sie sich noch des italienischen Tragöden, fißenden. Eine Bewegung ging über das Schiff: Was sagt er? Excellenz wie hieß er doch gleich?' s war folch ein Großer, Aussteigen?" Brünetter... Gott , erbarm' Dich, so ein Gedächtnis Ach ja! Ja, wir müssen alle wieder aussteigen." Luigi Ernesto de Rugiero... Ein wunderbares Talent, eine Kraft!... Wenn er nur ein Wort sprach, zitterte das ganze Theater. Meine Annette inter­effierte fich lebhaft für sein Talent. Sie segte Himmel und Hölle in Be wegung, um fein Auftreten im Theater zu ermöglichen, ja sie brachte ganz allein Billette für zehn Borstellungen unter... Dafür gab er ihr Unterricht in Deklamation und Mimit. Eine Seele von einem Menschen! Er war hier... ich will teine Lüge sagen. vor zwölf Jahren... Nein! Das stimmt nicht... Weniger, vor zehn Jahren Liebe Annette, wie alt ist doch unsre Nina?"

H

Neun Jahre!" ruft Anna Pawlowna aus dem Kabinett. Warum?"

" Nichts, Liebchen. Ich frage nur so... Auch gute Sänger pflegten zu kommen... Erinnern Sie sich vielleicht des tenore di grazia Trilhschin? Was für ein Mensch! Welch ein bestrickendes Aeußeres! Blond.. ausdrucksvolle Züge, Pariser Manieren... Und was für eine Stimme, Excellenz! Das hohe C freilich hatte er nicht, das mußte er mit Fistelſtimme fingen, manchmal wurde er auch im schönsten Gesang heiser, aber im übrigen... ausgezeichnet! Er ist von Tamberlit ausgebildet, erzählte er... Annette und ich, wir besorgten ihm den Kafinosaal zu einem Konzert, und aus Dankbar teit dafür pflegte er uns ganze Tage und Nächte vorzusingen Er gab meiner Frau auch Gesangstunden. Er tam, ich erinnere mich genau, zu den hohen Festen vor... vor zwölf Jahren. Nein, mehr Das ist ein Gedächtnis, verzeih mir Gott ! Liebe Annette, wie alt ist doch unsre Nadja?"

" Zwölf!"

Na

" Dann müssen wir wohl Bahn fahren?" Die Damen wurden bestürzt.

Jawohl Bahn fahren! Dann sollen fie uns auch's Fahrgeld wiedergeben." Der fleine dicke Herr mit dem Cylinder segte sich in Pofitur wie ein Kampfhahn:" Immer diese Spreedampfer, immer passiert was mit den Spreedampfern, rein gar nichts verstehen fie hier." Na von wvejen nischt verstehen!" Der Steuermann mudte auf: Was wollen Se denn? Die Schraube hat' ne Kette aufgegriffen,' ne Stette von' nem Aalforb. Weiter is janischt." Jawohl Kette!" Der Kleine lachte höhnisch.

"

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Na es is doch aber auch wirklich nichts weiter!" sagte einte andre Stimme. Die Frau von dem Schiffsführer kam aus der Stajüte herauf, sie besorgte da den Bierausschant. Sie sah blaß aus und zitterte, aber sie zwang sich, fest zu bleiben: Nein und es ist bestimmt nichts weiter, nur daß die fremde Kette in der Schraubesitzt. Das fann schon passieren, wo jetzt' s Wasser so flach ist." Bittend sah sie von einem zum andern:

Wenn Sie nur bloß aussteigen möchten, damit' s Schiff nicht so tief geht, die Leute können nicht arbeiten im Wasser." Aber dann steigen wir doch aus!" Ein Teil des Publikums ging nach der Brücke, die andern folgten:" Ja woll, trinken wir noch' n Töppken Bier derweile." Man fing an, die Sache humo­ristisch zu nehmen.

Inner halben Stunde fahren wir," versicherte noch einmal die Schifferfrau.

" Jawohl in den Grund!" höhnte der fleine Dice. Er machte keine Miene, das Schiff zu verlassen. Er stellte sich vor die Kapitäns frau und stampfte mit dem Stock auf den Boden: Hören Sie, und ich fahre nicht mit zurück. Geben Sie mir mein Fahrgeld wieder! Fällt mir gar nicht ein, zurückzufahren! Ich stelle mein Leben nicht aufs Spiel. Wenn Ihr Schiff taput ist, fahre ich nicht." Er schrie. Er war firschrot vor Zorn.

Zwölf.. Wenn man zehn Monate hinzurechnet natürlich... dreizehn!... Früher war auch überhaupt mehr Leben in unsrer Stadt! Nehmen wir z. B. nur die Wohlthätigkeits- Vor­stellungen. Was für schöne Abende! Man sang, man spielte, man las... Nach dem Kriege, erinnere ich mich, als hier die gefangenen Türken lagen, arrangierte meine Annette eine Vorstellung zum Besten der Verwundeten. Es wurden 1100 Rubel eingenommen... Die türkischen Offiziere, ich weiß es noch ganz genau, waren vollständig hin von Annettes Stimme und füßten ihr un ausgesetzt die Hände. Hehehe Wenn auch halbe Barbaren, Aber mein Herr, mein Herr!" Die Frau stammelte: Aber fie waren doch eine dankbare Nation. Die Vorstellung war so gelungen, daß ich werden Sie glauben? nein! Das Schiff taput? Es ist doch nichts, gar nichts, nur die eine Notiz in meinem Tagebuch gemacht habe. Das war, wie ich mich genan erinnere, im Jahre... 1876.. nein! Im Jahre nein! Erlauben Sie, wann waren die Türken bei uns?. Sie wissen's nicht? Aber das können wir ja viel leichter haben Liebe Annette, wie alt ist doch unser Kolja?"

1877

" Ich bin sieben Jahre alt, Papa!" antwortet statt der Mutter Kolja, ein brünettes Bürschchen mit dunklein Gesicht und kohl­schwarzen Haaren.

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" Ja, man ist alt geworden und hat keine Energie mehr!" stimmt Lopnew seufzend bei." Das ist der wahre Grund. Das Alter, Verehrtester!.. Neue Arrangeure giebt's nicht, und die alten find alt geworden.' s ist kein Feuer da! Als ich noch jünger war, da dürfte es niemals vorkommen, daß man sich in einer Gesellschaft langweilte... bei Gott nicht!.. Ich war der erste Gehilfe, die rechte Hand Shrer Frau Gemahlin überall, wo' was los war. Wenn es galt einen Abend zu wohlthätigen Zwecken zu arrangieren oder eine Lotterie zu veranstalten oder irgend eine durchreisende Berühmtheit zu unterstügen ich ließ alles stehen und liegen und stürzte mich mit einem wahren Feuereifer auf die Sache. In einem Winter, erinnere ich mich, hatte ich so viel ver anstaltet, mich so sehr angestrengt, daß ich frank wurde... jawohl... In meinem ganzen Leben werde ich den Winter nicht vergessen!... Erinnern Sie sich noch an die Vorstellung, welche Anna Bawlotna und ich zum Besten der Abgebrannten arrangierten?"

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" Ja, in welchem Jahre war doch das gleich?"

Das ist noch gar nicht so lange her... Im Jahre 1879 Nein, im Jahre 1880, glaube ich! Erlauben Sie, wie alt ist Ihr Wanja?"

" Fünf Jahre!" ruft Anna Pawlovna aus ihrem Kabinett. " Na also, dann war das vor sechs Jahren.. Jawohl, mein Lieber, das waren noch schöne Zeiten! Jegt giebt's so was nicht mehr! Kein Feuer!"

Lopuew und Scharamykin versinken in Nachdenken. Ein glimmendes Holzscheit flammit zum letztenmale auf, dann versinkt es in die Asche.

Anna Batlowna lehnt sich in ihren Sessel zurück und blidt mit großen, verträumten Augen vor sich hin.-

Kleines Kleines Feuilleton.

dg. Ein Unfall. Um vier Uhr hatte der Dampfer abfahren follen, jegt war es einviertel auf fünf, und er lag noch immer fest. Die Baffagiere wurden unruhig, Worauf warten wir denn eigent lich?" fragte ein Herr.

Ja wer weiß worauf."

Na, jetzt geht's los. Da kommt der Steuermann."

Rette."

Mein Fahrgeld will ich wieder haben!"

"

Er wurde immer aufgeregter, seine Stimme flang bis ans Ufer, wo die andern standen. Die steckten die Köpfe zusammen: Eigentlich hat er recht", meinte ein Herr. Mit dem Schiff fahren? Wer weiß denn, was da wirklich passiert ist?"

" Ja, die Geschichte mit der Kette, ob das wahr ist. Sie wollen einen bloß beruhigen."

"

Nachher gehen wir unter."

Ach nein, um Himmelswillen nicht." Die Damen wurden uns ruhig." Nein, ich fahre auch nicht mit zurück! Auf keinen Fall! Ich fahre mit der Bahn, nachher passiert was."

" Ja fie sollen uns das Fahrgeld wiedergeben!" " Das Fahrgeld, das Fahrgeld." Immer mehr Stimmen riefen danach. Man drängte auf die Landungsbrücke.

Alte Totentisten kaufen. Se sich und denn machen Se Dampfer­fahrten und liefern die Menschen dem Wasser aus!" Schrie auf dem Deck der kleine Dice .

" Totentisten." Die Damen schrien. uh! Totentiste sagt er, ich will auch nicht mit in die Totentiste!"

Ne in! nein! Das Fahrgeld, wir fahren mit der Bahn." Die Stimmung wurde ungemütlich.

" Da arbeiten sie ja im Wasser," sagte ein junges Mädchen. Ach ja, seht doch: im Wasser." Die Aufmerksamkeit wurde abs gelentt. Der Rapitän ist auch drin," rief ein Senabe.

" Saja seht, bis zu den Ohren stehen sie drin." " Jetzt tauchen sie ganz unter- Herrgott, müssen die sich quälen." Und von der heißen Maschine weg ins talte Waffer!" Da kommt ja die Kette."" Ja, da haben sie die Kette." ,, Nein, es ist bloß ein Ende; sie fällt wieder rein." " Jett arbeiten sie schon eine Stunde."

Nee, schon anderthalb; es ist gleich halb sechs."

Wir kommen doch auch vorläufig noch nicht fort. Wer weiß, wie lange das noch dauert."

Na, ich warte gewiß nicht länger, ich laß mir das Fahrgeld wieder geben!"

" Ich auch! Ich auch! Das Fahrgeld, das Fahrgeld!" Die drohenden Stimmen erflangen von neuen. Man stieg auf das Schiff und drängte um die Frau:" Das Fahrgeld! Geben Sie das Fahrgeld wieder."

" Ja! Ja doch!" Die Frau wich zurück. Mit zitternden Händen nahm fie das Geld heraus.

Die Kette! Sie haben die Stette!" rief jemand vom

Borderded.

" Ja, jetzt tann's losgehen!" Klang die Stimme des Kapiläns, jetzt haben wir sie."

Er kam aus dem Wasser, seine Kleider trieften; er feuchte am ganzen Körper. Die Frau eilte auf ihn zu und warf ihm ein Tuch Es ging aber doch nicht los. Der Steuermann trat nicht ans um. Janumerud stieg fie neben ihm in den Maschinenraum hinab: Nad. Er blieb an der Maschine stehen und sprach mit den Vor, Went Du Dir bloß nichts geholt hast."