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„ Ehe zehn Jahre vergehen, bin ich einer der ersten Aerzte von Paris , ein Potin, ein Charcot, ich verdiene zweihundert tausend Frank jährlich!"
Das Bild von Madelaine Monteaur stieg plößlich vor seinem geistigen Auge auf. Er erinnerte sich des Blides, den sie an der Glasthür gewechselt, seine Zweifel verwandelten fich in Gewißheit er gefiel ihr. Er selbst aber kannte teine, die ihm lieber gewesen wäre. Aber zwischen ihnen schwebte diese zarte, unüberbrückbare Frage: sie war die Neiche.
und
sich vor sich selbst wie vor dem ärgsten und beständigsten Feind| war Körperteilen des Reisenden ebenso schüßen, dann würde er eine Rente von 15 000 Frank haben, abgelagert hat, e ne es auf dem Körper jedes Arbeiters thut, und der Umstand allein, über eine solche Rente zu verfügen. der als Heizer oder sonstwie bei einer Feuerungsanlage arbeitet und würde in einer so geldgierigen Gesellschaft, wie die unsrige, mit dem Rauch in Berührung kommt. seine Chancen, ein großes Vermögen zu gewinnen, hundertwasser, in dem etwas Mehl verrieben ist, für eine Flüssigkeit erklärt; Einen ähnlichen Frrtum, wie beim Rauch, begeht man, wenn man fach steigern. es ist in Wirklichkeit keine Flüssigkeit, sondern ein Gemisch aus dem flüssigen Wasser und den kleinen Mehlstäubchen, von denen jedes einen an Raum allerdings nur geringen, aber unleugbar festen Körper bildet. Aber wenn wir uns mun einmal mit dem oberflächlichen Urteil begnügen wollen, daß dies Gemisch aus Wasser so und einem fleinen Zusatz Mehl eine Flüssigkeit bildet, nene Schwierigkeit, ergiebt sich in diesem Fall wieder die Grenze zwischen einer Flüssigkeit und einem festen Körper richtig zu ziehen. Ein Gemenge von viel Wasser und wenig Mehl, haben wir zugegeben, soll als Flüssigkeit bezeichnet werden dürfen. Nun fügen wir noch etwas Mehl dazu, jeder Mensch wird auch dies als Flüssigkeit bezeichnen; mun thun wir nach und nach immer mehr Mehl in das Wasser, wir werden nach einiger Zeit ist dieser nun auch noch eine Flüssig= einen dünnen Brei erhalten feit oder ein fester Körper? Die Antwort wird schon schwerer ge= geben werden können, aber vielleicht entscheiden sich die meisten dafür, ihn auch noch als eine etwas zähe Flüssigkeit zit bezeichnen. Diesem Brei mengen wir nach und nach immer noch mehr Mehl bei, es wird mit der Zeit ein ziemlich fester Teig daraus, und die Antwort darauf, ob er in die Reihe der festen oder der flüssigen Körper zu setzen ist, wird wohl um so eher lauten: zu den fejten Störpern, als wir uns nur zu erinnern brauchen, daß die Bezeichnung flüssige Körper" eine Abkürzung bildet für„ tropfbar- flüssige Körper" und niemand tropfbar ist. Hier also find wir allmählich, von einer Flüssigkeit ausgehend, durch sehr viele Zwischenzustände zu einem festen Körper gelangt, aber wer wird entscheiden wollen, zu welcher Zeit und in welchem Entwicklungsstadium der Körper aufhörte, eine Flüssigkeit zu sein, und anfing einen festen Körper zu bilden?
Ach," seufzte er naiv, wenn dieses Geld mir gehörte!" Und er fühlte, daß, selbst wenn nichts zu Tage fäme, er sehr lange das Gefühl, nicht der wirkliche Besizer dieses Vermögens zu sein, nicht los werden würde.
Doch während er all das überlegte, begannen ihn die zur Seite gelegten Couverts zu beschäftigen. Er nahm sie zur Hand und prüfte sie.
Es waren drei ganz gleiche, blaue Papiercouverts, ohne andre Ueberschrift als das Wort: Korrespondenz"! Sie schienen alt, zerfnittert und abgenüßt.
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Und doch ein Beweis, daß er in gewissen Dingen auf wohl einem Teig die Eigenschaft wird zusprechen wollen, daß er Ordnung hielt," dachte Guy.
Dieser Gedanke ließ ihn erzittern.
Fieberhaft erregt erbrach er das erste Couvert. Eine Anzahl zerfnitterter, modrig riechender Briefe fielen heraus.
Er konnte sich übrigens nach dem oben stehenden Datum von ihrem mutmaßlichen Alter überzeugen. Der älteste Brief war neununddreißig Jahre alt. Es waren nichtssagende, an Plessis selbst gerichtete Liebesbriefe. Sie enthüllten, daß der alte Mann sich einst des Ehebruches schuldig gemacht hatte. Schließlich ist das weniger der Beweis irgendeines Systems, als der einer Aufbewahrungsmanie; er hat diese Briefe aufgehoben, wie er einen alten Topf aufbewahrt hätte. Wenn sich keine näher liegende Korrespondenz vorfindet, dann ist es eine Chance mehr zu meinen Gunsten.
Er öffnete das zweite Couvert und lächelte. Jekt waren es gar Briefe, die vor etwa fünfzig Jahren geschrieben worden waren. Einige Briefe von dem Vater, von der Mutter, und von einem Onkel Plessis'.
Sp ermutigt, nahm Guy das dritte Couvert in die Hand. Es schien nicht so alt wie die andren und war überdies verfiegelt.
" Das ist schon schwerwiegender," murmelte er, doch ohne selbst an seine Worte zu glauben.
Er öffnete es langsam, wurde aber sofort sehr bleich und ließ seine Blicke abwechselnd über die drei Dokumente gleiten, die er hervorgezogen hatte.
Das erste war ein Geburtszeugnis, das zweite ein Brief von Plessis' eigner Hand, das dritte ein Couvert, auf dem mit blauer Tinte nur die beiden Worte geschrieben standen: Mein Testament."
In den bisher betrachteten Fällen handelte es fich nur um Mischungen aus an sich festen und flüssigen Bestandteilen, und das tann wohl das Urteil erschweren, aber es tommt auch vor, daß bei einem einheitlichen Stoff ein falsches Urteil abgegeben wird. Wenn wir in ein Metallgefäß, an dem eine schmale Ausgußröhre sich befindet, also etwa in einen Theekessel, reines Wasser gießen und über ihrer immer mehr in dem Wasser entstanden und dann das ganze startem Feuer erhigen, so wird, nachdem zuerst einzelne Blafen, dann Wasser in Brodeln und Sieden geraten war, ein feiner Strahl aus dem Ausgußrohr entweichen; diesen beweglichen Strahl hört man als Dampf, als Wasserdampf bezeichnen. Es ist aber durchaus kein Dampf. Wenn wir genau das Ende der Ausgußröhre, also die Stelle betrachten, an der der Inhalt des Kessels an die umgebende Luft gelangen kann, so werden wir, vielleicht mit Erstaunen, bemerken, daß am Ende der Röhre selbst durchaus nichts von dem Strahl zu sehen ist, hier unmittelbar über der Röhre können wir ebenso gut durchsehen, wie durch die Luft selbst, und erst wenige Centimeter vom Röhrenrand entfernt bildet sich der feine Strahl, den wir als Dampfftrahl bezeichneten. Halten wir in diesen durchfichtigen Raum einen falten Gegenstand, etwa einen Metalllöffel, so erkennen wir auf ihm nach furzer Zeit einen feinen Belag von Wassertröpfchen. Diese Wassertröpfchen sind aus Wasserdampf entstanden, der sich auf dem falten Löffel so abgekühlt hat, daß er zu tropfbar- flüssigem Wasser wurde. Also hier in diesem durchsichtigen, anscheinend leeren Naume befindet sich wirklicher Wasserdampf, und er ist allerdings ganz durchsichtig. Aber gerade so, wie an dem Löffel, fühlt sich der Wasserdampf auch in der ihn umgebenden kälteren Luft ab, er wird zu tropfbarem Wasser, und auch in einem ziemlich warmen Zimmer ist die Abkühlung des Dampfes so träftig, daß seine Wanderung durch wenige Centimeter Luft genügt, um ihn zuit berflüssigen. Also die Bezeichnungen Dampf, Wasserdampf, Dampfstrahl für den feinen, aber deutlich erkennbaren Streifen über dem Ausgußrohr des Kessels waren durchaus unrichtig, dieser Streifen besteht vielmehr aus Wassertröpfchen, die freilich so flein sind, daß sie nicht durch die Schwere zu Boden sinken, sondern fich wegen ihrer Reibung an der Luft in dieser gerade so schwebend Wasserteilchen noch eine Strecke weit in der Luft des Zimmers Die Grenze zwischen festen, tropfbar- flüssigen und gasförmigen beobachten, bis er nach einiger Zeit allmählich unsichtbar wird und Körpern zu ziehen ist nicht immer so leicht, wie es vielleicht aussieht. für uns verschwindet. Vorher aber hat der zuerst schmale Strahl Den Rauch, der aus dem Schornstein entweicht, erklärt man wohl an Breite und Dice immer mehr zugenommen und diese seine Ausim allgemeinen für einen gasförmigen Körper, aber in der That ist breitung ist auch die Ursache seines schließlichen Verschwindens, denn er eine Mischung aus solchen, aus flüssigen und aus festen Körpern; indem der Strahl sich immer mehr ausbreitet, entfernen sich die denn in ihm sind enthalten feine Wassertröpfchen, die allerdings so einzelnen Tröpfchen, die ihn zusammensetzen, immer mehr von einander flein sind, daß fie nicht zu Boden sinken, sondern sich wegen ihres ge- und sie sind schließlich so zerstreut, daß die einzelnen Wasserteilchen ringen Gewichtes schwebend in der Luft halten, aber trotz ihrer Kleinheit zu flein find, als daß wir sie wahrnehmen könnten. Die kleinen immer find fie richtiges, tropfbar- flüssiges Wasser. Ferner sind in dem Rauch noch tropfbar- flüssigen Wasserteilchen tönnen allmählich wieder ver enthalten fleine Kohleteilchen, und zwar nicht etwa vereinzelt, dunsten und sich in wahren Wasserdampf verwandeln, wenn die Luft des sondern so zahlreich, daß von ihnen der ganze Rauch seine dunkle Bimmers nicht schon vorher zu sehr mit Wasserdampf durchsetzt war, Farbe erhält. Halten wir in den vorüberziehenden Rauch ein denn die trodene Luft tann nur einen gewissen Prozentsatz WasserBlatt weißes Papier, so werden wir es bald mit vielen punktförmigen dampf in sich aufnehmen, wird ihr noch weiteres Wasser zugeführt, schwarzen Teilchen bedeckt sehen; sie sind reine Kohle. Hat so bleibt dies flüssig. Der Betrag an Wasserdampf, den ein mit doch jeder, der eine längere Eisenbahnfahrt macht, selbst die Er- Luft erfüllter Raum in sich aufnehmen kann, ist um so größer, je fahrung gemacht, daß an ihrem Ende sein Geficht, Hals und wärmer die Luft ist. Also wenn wir Wasser zum Sieden bringen, fo Hände mit einer recht ansehnlichen schwarzen Schicht bedeckt find, ist das Resultat, daß das zum Siedepunkt erhitzte Wasser drei es ist wieder die Kohle, die im Lokomotivenrauch enthalten Entwicklungsstufen durchmacht. Zunächst bildet sich aus ihm un
( Fortsekung folgt.).
( Nachdruck verboten.)
fefte, flüffige, gasförmige Körper. erhalten wie fleine Damnenteilchen. Wir können dieſen Strahl von feinen