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Gestalt machte einen noch schmerzlicheren Eindruck, als das Wehklagen der Mutter.
Plötzlich bemerkte Batiste, daß Batistet neben ihm stand; der Junge war, von Teresas Geheul geängstigt, hinter seinent Vater hergelaufen. Der Vater wurde rot vor Wut, als er erfuhr, sein Sohn hätte das Pferd auf dem Felde stehen lassen, und Batistet schluckte seine Tränen hinunter und eilte hastig fort, um das Lier wieder in den Stall zurückzuführen.
Eine Minute später entriß ein neues Geschrei Batiste seinen schmerzlichen Betrachtungen. Vater! Vater!"
Jetzt war es Batistet, der ihn von der Tür her rief. Der Vater, der ein zweites Unglstek ahnte, stürzte auf seinen Sohn zu, dessen hastige Worte er noch nicht verstanden:" Das Pferd, der arme Schimmel, er lag auf der Erde, er blutet...
Kaum hatte der Bächter einige Schritte getan, als er das Pferd, noch an den Pflug gespannt, auf der Seite liegen sah, wie er vergeblich aufzustehen sich bemühte, den Hals vorstrecte und vor Schmerzen wieherte, während aus einer Wunde an der Brust eine schwärzliche Flüssigkeit rann, die in die eben erst aufgerissenen Furchen lief. Man hatte es mit einem Messer gestochen, vielleicht starb es daran.„ Cristo!" Ein Tier, das ihm so notwendig war wie das eigene Leben, und für das er sich bei seinen Herren in Schulden gestürzt hatte.
Er blickte sich um, als wollte er den Urheber des Attentats suchen. Niemand war da. In der bläulichen, schimmernden Ebene hörte man nur den dumpfen Lärm der Wagen, das Rauschen des Röhrichts und das Geschrei, mit dem man sich von einem Haus zum anderen anrief. Auf den benachbarten Straßen, auf den Fußpfaden keine Seele.
Batistet suchte sich bei seinem Vater zu entschuldigen. Gerade als er auf das Haus zulief, hatte er auf dem Wege eine Gruppe von Männern gesehen, lustige Kerle, die lachten und sangen und wahrscheinlich aus der Schenke kamen; das mußten sie sein.
Der Vater wollte nichts weiter wissen: Pimento! Das konnte nur Pimento sein!" Der Haß der Huerta hatte ihm bereits ein Kind getötet, jetzt mordete ihm dieser Dieb noch sein Pferd, weil er wußte, wie dringend nötig er es brauchte. ,, Cristo! War es denn nicht genug, daß ein Mensch zu Grunde ging?"
Und er überlegte nicht mehr. Während Batistet bei dem Pferde blieb und sich bemühte, den Blutstrom mit einem Kopftuch zu stillen, stürmte Batiste in die Hütte, ohne recht zu missen, was er tat, pacte sein Gewehr, das hinter der Tür stand, und stürzte wie ein Wahnsinniger hinaus; unbewußt hatte er während des Laufens den Verschluß geöffnet, um sich zu überzeugen, daß die beiden Läufe geladen waren. du
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Lafrippe: Ja... Ich liebe die Leute, welche sich nicht durch Mißerfolge abschrecken lassen, welche ausharren. Martel:„ Ich muß wohl!"
dramatischer Autor vor allen Dingen besigen, wenn er...( den Lafrippe( feierlich):„ Beharrlichkeit! Diese Tugend muß ein Ton ändernd). Aber davon abgesehen. Sie kommen natürlich, fich nach Ihrem Stück erkundigen?"
Martel: Wie gewöhnlich!"
2afrippe:„ Na, wie gewöhnlich muß ich Ihnen auch heute antworten..."
Martel:„ Daß Sie nicht Zeit gehabt haben, es zu lesen?" Lafrippe: Sie besigen einen erstaunlichen Scharfsinn, junger Mann!"
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Martel:„ Also wann werden Sie es lesen, Herr Direktor? Denken Sie nur 1" Bor sieben Monaten habe ich Ihnen mein Stück eingereicht!"
Lafrippe: Was will das sagen? Größere Autoren als Sie haben noch viel länger warten müssen!"
Martel:„ Das ist kein Trost für mich."
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Lafrippe: Na schön! Um Sie zu trösten, verspreche ich Ihnen, daß ich Ihr Stück noch heute abend lesen werde." Martel:„ Nein, wirklich?"
Lafrippe: Noch heute abend!( sucht in einem großen Karton) Dal das ist doch Ihr Stück, nicht wahr?"
Martel: Jawohl, das ist mein Stüd."
Lafrippe( das Manuskript auf seinen Schreibtisch Tegend): „ Also Sie sehen, ich lege es hierher. Da liegt es... Heute abend während der Vorstellung werde ich's lefeu."
Martel:„ Und wann darf ich kommen, Ihr Urteil hören?" Lafrippe( von diesem Wort geschmeichelt):„ Mein Urteil? mein Urteil?... Na, kommen Sie übermorgen!...( nachdenkend) Ja, übermorgen!" Martel( sich verabschiedend):„ Aber ich kann auch bestimmt darauf rechnen, daß.?" 2afrippe: Sie haben mein Wort!... Ach, sagen Sie mal..."
Martel: Herr Direktor?"
Lafrippe: Haben Sie nicht jüngst eine Erbschaft gemacht?" Martel: Ich?"
hat es mir doch erzählt?... Na, ganz egal!... Sie haben einen Lafrippe: Ja... Ich habe so etwas gehört... Wer Onkel verloren?"
Martel:„ Ganz recht."
Lafrippe:" Ich gratuliere!"
Martel:„ Oh! Ihr Glückwunsch kommt etwas zu früh. Das Testament ist noch nicht eröffnet."
Lafrippe:( nachlässig):„ War Ihr Onkel reich?" Martel: Reich? Nein. Aber geizig." Lafrippe:„ Das ist gut sehr gut für die Erben!" Martel: Ich will's hoffen. Allein mit mir hoffen das noch etliche Neffen und Nichten."
..
Lafrippe:„ Teufel! Na, viel Glüd!"
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Die Glückwünsche Joséphin Lafrippes stimmen Julien Martel nachdenklich. Troß seiner großen Jugend weiß er schon, daß äußerste Schrecklich war der Anblick dieses sonst so sanften, fried- Borsicht geboten ist, wenn ein Theaterdirektor zu einem noch un lichen Koloffes, in dem die unaufhörlichen Angriffe seiner bekannten dramatischen Autor liebenswürdig wird. Er ahnt einen Feinde das wilde Tier geweckt hatten. In seinen blutunter- Bump von seiten Lafrippes, den er nicht gut wird abschlagen können, Taufenen Augen blitzte das Feuer des Mordes; sein ganzer wofern er nicht auf die Aufführung seines Stüdes verzichten will. Körper zitterte vor Wut. Wie ein zorniger Eber stürzte er durch die Felder, trat die Anpflanzungen nieder, sprang über die Wasserläufe und vernichtete das Röhricht, um Pimentos Haus schneller zu erreichen.
Hier stand jemand auf der Schwelle. Die Verblendung Der Wut und das Halbdunkel der Dämmerung ließen ihn nicht erkennen, ob es ein Mann oder ein Weib war; doch er sah, daß die Gestalt mit einem Sat ins Innere zurüdsprang und heftig die Tür schloß, bei dem Erscheinen dieses Wilden, der sein Gewehr an die Backe riß, von heftiger Angst gepackt. Batiste blieb vor der geschlossenen Tür stehen. Bimento! Dieb! Zeige Dich!"
Und seine eigene Stimme klang ihm seltsam, als wäre es die eines anderen. Diese Stimme flang medernd, zischend, von dem dumpfen Zorn wie erstickt.
( Fortsetzung folgt.)
( Nachdruck verboten.)
Aller Anfang ist schwer.
Bon E. G. GIüd. Autorisierte Uebersetzung.
Joséphin Lafrippe, 50 Jahre alt, Direktor der Folies Manitou". Julien Martel, 25 Jahre alt, noch nicht aufgeführter Bühnenschriftsteller. Ort der Handlung: Das Kabinett Lafrippes.
Lafrippe( zum eintretenden Martel):„ Ah, Sie find's?" Martel:„ Ich bin's, Herr Direktor. Ich bin schon wieder da." Lafrippe: Ich freue mich, Sie zu sehen." Martel( erstaunt- ungläubig): Wirklich?"
hört.)
aus
Zwei Tage später.
Martel:„ Nun, Herr Direktor?"
Lafrippe:„ Num, Herr Stor?... Sie werden staunen!" Martel: Sie haben es gelesen?"
2afrippe: Ich habe es gelesen."
Martel( aufgeregt): Un
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geht's?"
( Pause, während der Julien Martel das Pochen seines Herzens
Lafrippe( wichtig):„ Es geht."
Martel:„ Ah!"( Er stößt einen Seufzer der Erleichterung und trocknet sich die Stirn.)
Lafrippe: Sind Sie zufrieden?" Martel( lebhaft):" Ich bin entzückt!
gebenken Sie mein Stüd aufzuführen? Lafrippe:" Nächstens."
Martel: Ah!"
Lafrippe:" Sie haben Nummer elf."
( Pause). Und wann
Martel( enttäuscht):" Wie? Zehn Stüde sollen noch vorher aufgeführt werden?
2afrippe: Ja, zehn Stücke, ungerechnet diejenigen, welche bereits aufgeführt sind und noch ab und zu gegeben werden."
Martel:„ Aber dann werde ich ja erst in drei Jahren aufgeführt werden?"
Lafrippe:„ Ja. Ich darf Ihnen nicht verhehlen, daß Sie mit einer Wartezeit von mindestens drei Jahren zu rechnen haben. Ich könnte Ihnen Autoren nennen, die heute berühmt sind und noch biel länger haben warten müssen!"
Martel:„ Das ist kein Trost für mich."
2afrippe: Allerdings nicht. Aber vergessen Sie nicht, daß der Beruf eines dramatischen Schriftstellers zwei Eigenschaften erfordert: Beharrlichkeit und Geduld. Ich habe schon konstatiert, daß Sie erstere besigen, Sie müssen auch die zweite zu erwerben trachten."