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Aufseher Bartelmann war einfach platt. Das hatte ihm noch keiner geboten! Und er konnte den Ke. I nicht mal zur Konnte nicht... Anzeige bringen!... Da bekam der Beamte, der seine Fassung unter feinen Umständen verlieren darf, wieder die Oberhand in ihm.
Gehen Sie rein! Ich wer' Sie zur Anzeige bringen!" Georg Hellwig begleitete das Zuschnappen des Schlosses mit lautem Hohnlachen.... Der würde sich schön hüten und ihn anzeigen!... überhaupt bei wem denn?...
( Fortsegung folgt.)
Der Teufel.
( Nachdruck berboten.)
Von Werner Peter Larsen.
Der Pastor stand auf der Kanzel. Er war rotwangig und frisch, sein Bart fräuselte fich sanft über seinem breiten Doppellinn. Er predigte. Er sprach:
Wehe dem Geiz! Er sammelt Schäße und Gold und füllt Keller und Scheunen und schreitet ün Hoffart daher! Wehe dem, der der Kürche nicht gübt, wie ühr gebühret! Wer der Kürche gübt, der gübt Gott! Und steht es nicht bereits geschrieben Luc. 12, 30: Ver faufet, was ihr habt und gebt Almosen. Machet Euch Säckel, die nücht veralten, einen Schaz, der nümmer abnümmt, im Hümmel , da tein Dieb zukommt und den feine Motten freffen."?"
Die Gemeinde lauschte. Der Pastor sprach: " Wehe den Murrenden! ührer üst die Verdammnüs Sünd ühre Worte nicht eitel Troz, ühr Trachten nücht Unfrieden? Ballen Sie nicht die Fäuste, heben den Kopf und streiten wüder die Obrügkeit und die, die ühre Herren fünd, von Gott Vater selbst ein gefezt? Däucht Euch nicht, fie murren damüt müder Gott? Wehe, Wehe! Der da in Demut wandelt und üm Staube, würd das Hümmelreich schauen, der da aber murrt, der würd zur Hölle fahren wünselnd ün des Teufels Klauen!"
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Die Gemeinde zitterte.
Der Teufel aber, der vorbei ging und von sich reden hörte, legte die Hand ans Ohr und lauschte. Und kaum trat der Knecht Gottes aus der Kirche, als er ihn schon erwischte.
" Höre," fagte er, Du hast sie über alle Gebühr eingefeift! Wozu der Schwindel mit der Hölle? Die auf Erden, Freund, find die schlimmsten. Du hilfft weiblich, sie heiß machen. Komm, ich will sie Dir zeigen!"
Er nahm ihn beim Schopf und flog mit ihm davon. Ueber Türme, Häuser, Schlote und Fabriken dann glitt er zur Erde und fuhr in einen Schacht. Es war feucht und dunkel, ein übler Geruch benahm den Atem.
"
Was riecht da?"
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„ Leichen.." stöhnte der Bastor. Der Teufel nickte.
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" Das, Freund, ist die Hölle. Dreihundert find es. Ihr Leben war elend, ihr Tod Qual. Manche erstickten, manche wurden zerrissen, erschlagen, manche verhungerten... Wie kommt das?" " Ich weiß es nicht."
"
" Du ligst," fagte der Teufel. Du lügst, Pfaffe! Ich weiß es. Man spielt mit Menschenleben, man tut nichts, um dem Tod zu wehren. All diese sind gemordet."
Der Pastor erbleichte.
Was tatest Du, Mann Gottes, um dem Jammer zu steuern?"
Keine Antwort.
„ Nichts...! Du hältst es mit den Reichen, den Starten. Wehe den Murrenden hahaha!"
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Der Teufel nahm den Pastor beim Schopf und flog weiter.
Der Teufel lachte.
Dann nahm er den Paftor beim Schopf und flog weiter.
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Manche Stellen zeigte er ihm noch, Gefängnisse, Freudenhäuser, Fabriken Ausbeutung, Elend und Blut. Das find Höllen!"
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Dann fuhr er zur Erde, setzte den Pastor ab und ließ ihn
laufen.
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Am nächsten Sonntag ging der Teufel an der Kirche vorbei und hörte seinen Namen nennen. Er legte die Hand ans Dhr und lauschte.
Der Pastor stand auf der Kanzel. Er predigte. Er sprach: Wehe dem Geiz, der der Kürche nicht gübt, wie ühr gebühret! Wehe dem Murrenden, der sich nicht beugt der Obrigkeit und denen, die seine Herren sünd! Wehe, wehe
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Der Teufel war starr. Das hatte er nicht gedacht. Er hörte die Predigt an und ging seufzend weiter. ,, Unverbesserlich..." sagte er.
Am nächsten Bach wusch er sich lange Hände und Dhren.
mit
Vielfachtelegraphic.
Der teuerste Teil einer Telegraphenanlage ist unbestritten die Leitung, da nicht nur deren Bau bedeutende Summen verschlingt, sondern auch deren Unterhaltung eine fortlaufende große Ausgabe bedeutet. Es setzen daher schon früh die Bestrebungen ein, diese Leitungen besser auszunuzen, als es bei dem einfachen telegraphischen Betrieb möglich ist. In welchem Maße diese Bemüh urgen von Erfolg gekrönt sind, kann man daraus sehen, daß man mit dem gewöhnlichen Morse- Schreiber 500 Worte in der Stunde, einem Hughes Typendruder 1200 Worte, mit einem Baudot schen Typendruder jedoch schon 7200 Worte in der Stunde über eine Leitung telegraphieren tanr. Diese Verfahren werden jedoch von den in neuerer Zeit gebauten Maschinen- und Schnelltelegraphen noch bei weitem übertroffen. Mit dem Schnelltelegraphen von Siemens u. Halste fönnen 20 000 sorte in der Stunde, mit dem Apparat von Pollak u. Virag nach Angabe der Erfinder sogar 100 000 Worte in der Stunde telegraphiert werden. Wenn auch diese lettere Zahl mehr der Phantasie als der Wirklichkeit angehören dürfte, so find tatsächlich mit dem Apparat bei den Versuchen der preußischen Telegraphenbehörde zwischen Berlin und Königsberg Uebertragungsgeschwindigkeiten von 30 bis 40 000 Worten in der Stunde, immer für eine Leitung gerechnet, erzielt worden.
Diese großen Leistungen gegenüber dem erst im Jahre 1844 zum ersten Male angewendeten Morse- Apparat tönnen auf zwei verschiedenen Wegen erreicht werden. Die eine Möglichkeit besteht darin, die Geschwindigkeit des Telegraphierens zu erhöhen. Dies geschieht in den oben erwähnten Maschinen und Schnelltele= graphen. Die andere Möglichkeit besteht darin, daß auf ein und derselben Leitung gleichzeitig mehrere Telegramme übertragen werden können. Diefe letzteren Methoden werden als die der eigentlichen Vielfachtelegraphie bezeichnet. Diese Vielfachtelegraphie ist schon ziemlich alt, da schon im Jahre 1853 nachgewiesen wurde, daß es möglich ist, über ein und denselben Draht gleichzeitig mehrere Telegramme zu befördern. Bei den älteren Systemen dieser gleichzeitigen Mehrfachtelegraphie fönnen entweder zivei Telegramme in entgegengesetzter Richtung oder zwei Telegramme in gleicher Richtung gleichzeitig befördert werden. Bei den neuesten Systemen der Vielfachtelegraphie ist man jedoch viel weiter gegangen. Gerade in lezter Zeit wurden in Frankreich beachtenswerte Versuche mit Erfolg durchgeführt, bei denen bis 18 Telegramme gleichzeitig auf einem Draht befördert wurden. Diese Versuche sind nach dem System von Mercadier mit der segenannten Stimmgabeltelegraphie auf den Telegraphenlinien zwischen Paris und Lyon , Paris- Havre und Baris- Marseille durchgeführt. Diese Mercadier- Stimmgabeltele graphie beruht auf der Verwendung von Schwebeströmen, deren Stärke sich in bestimmter rhythmischer Weise ändert, die aljo_ge wissermaßen mujikalische Töne ins Elektrische übersetzt darstellen. Diese Ströme werden dadurch erzeugt, daß durch die Schwingungen von Stimmgabeln der Magnetismus des Eisenkernes einer von einem immmer gleich starten elektrischen Strom durch floffenen Spule verstärkt und geschwächt wird, wodurch entsprechende Stromschwankungen entstehen. Wird nun eine auf den Ton normal A", der 425 Schwingungen in der Sekunde entspricht, abgestimmte Stimmgabel angeschlagen, so wird dadurch ein elektrischer Strom erzeugt, der 435 Schwankungen oder Perioden in der Sekunde macht. Es werden nun verschiedene solcher Kommt täglich vor. Lesen Sie Apparate an der Aufgabestelle in ein und dieselbe Leitung eine
Die stolperten einige Stufen hinab und standen im Keller. Es war ebenso feucht und dunkel wie im Schacht. Erst allmählich unterschied das Auge die Umgebung.
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An der Türklinke hing eine Frau, an der Wand jedes an einem starken Haken drei Kinder.
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" Johanne Lenz," stellte der Teufel bor . Dort Kinder: Artur, Nichard, Else. Zwei, vier, neun Jahre. näher treten möchten
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drüben ihre Wenn Sie
Er verscheuchte einige Natten, die die Zehen der Frau benagten. " Haben Sie fein Verlangen?"
„ Nein," sagte der Pastor,„ dante." Seine Knie fchlotterten. " Warum haben sie das getan? Ohne ein Wort des Geleits, ohne christliches Begräbnis?"
Der Teufel lachte.
Nahrungsforgen," sagte er.
die Zeitung. Ja das ist die Hölle."
geschaltet. Jeder dieser Apparate schickt seiner Stimmgabel entsprechend Ströme in die Linie, die einem ganz bestimmten mufi
Was tatest Du nun, Mann Gottes, um diesem Jammer zu talischen Ton entsprechen. Das Merkwürdige ist nun, daß diese
Der Pastor schwieg.
D
fteuern?"
Er fällt nicht in meine Gemeinde."
Hahaha!"
Ströme, obwohl sie in ein und denselben Draht fließen, sich gegenseitig nicht beeinflussen und sich gleichsam übereinander lagern. Die Schwierigkeit besteht nun, ähnlich wie bei der abgestimmten