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Und die sogar zur nächtlichen Stunde und vor fürstlichen und fatfer lichen Palais. Solches nennt man dann Gleichheit vor dem Gesetz.­

Patriotische Ware.

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notiert.

Dänemark . sprochen wurde, besinnen und habe nicht stenographiert, Der Gefehentwurf über Staats- und Gemeindezuschüsse zur fondern nur einzelne Stichworte, die ihm aufgefallen feien, Arbeitslosenunterstüßung ist am Sonnabend vom Foltething in Er mußte weiter zugeben, daß der Vortragende dritter Lesung angenommen worden, und es ist wahrscheinlich, daß von der Bibel als einem Wert von hoher fulturhistorischer Außerdem stellte sich heraus, daß Die vom Verlag Bertrieb patriotischer Seit things finden wird, so daß er noch in diesem Jahre Gesekeskraft der Beamte das Wort Mythus , das vom Redner wiederholt gebraucht er ohne wesentliche Abänderungen auch die Zustimmung des Lands. Bedeutung gesprochen habe. fchriften, Berlin SW." herausgegebene Broschüre mit den erlangt. Das Geses, welches einen jährlichen Staatszuschuß bis zu wurde, nicht kennt. Aber für das Gericht genügte trotz alledem, daß illustrierten Bülowschen Etatsreden genügt selbst den bescheidenen 240 000 kronen in Aussicht stellt, woraus den Arbeitslosenkassen ein er beschwor, der Angeklagte habe den inkriminierten Saz wörtlich Ansprüchen nicht, welche die Deutsche Tagesztg." an patriotischen Drittel ihrer Ausgaben ersetzt werden soll, während die Kommunen gesprochen. Schriften zu stellen pflegt. Sie meint verächtlich: noch ein Sechstel zuschießen können, wird wohl die einzige annehm- In die Freiheit" zurückgekehrt ist am Sonnabend der Genosse Wir halten eine solche Behandlung der Neden des ersten bare Frucht der gegenwärtigen Reichstagssession sein. Die Reform Gustav Riem von der Sächsischen Arbeiterzeitung" Reichsbeamten für nicht recht würdig, aber in diesem besonderen partei hat es zwar durchgesetzt, daß die Session über Ostern hinaus zu Dresden . Sechs Monate hat er in dem Gefängnis zu Falle auch für recht ungeschickt, da die Karikaturen oft recht wenig verlängert wird, um vor die Wählerversammlungen, die sonst gleich Baußen zubringen müffen; wegen einer Plauderei, durch die der sinnreich und manchmal geradezu tindisch sind. Wir nach Ostern veranstaltet werden, nicht mit einem gar zu kläglichen Militarismus beleidigt sein sollte. Hoffentlich hat er die lange Haft heben zum Beweise dessen nur die Bilder hervor, die den Zidzad- Ergebnis hintreten zu müssen, doch werden die großen Reformen ohne dauernden Schaden an seiner Gesundheit überstanden. furs und das Fortwursteln, ferner den Kolonialdirektor als Haus- wie die des Zolltarifs und des kommunalen Wahlrechts schwerlich Inecht, weiter den Fürsten Bülow vor dem ihm hingeworfenen fertig werden. Die Landsthingsreaktion sucht diese beiden Re­Handschuh, endlich den Abgeordneten Bebel huldigend vor der formen mit einander zu verkoppeln und the Entgegenkommen in Zoll­Büste Bismarcks darstellen. Solche Karikaturen sind fragen davon abhängig zu machen, daß durch die Wahlrechtsreform an sich sinnlos, als llustrationen aber zur an den bestehenden Ungerechtigkeiten so wenig wie möglich geändert Rede eines Staatsmannes völlig unangebracht." wird.

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Reiner fann mehr geben, als er hat auch ein bülow­Begeisterter Künstler" nicht! Allen Anschein nach denkt der Verlag, daß die patriotische Flagge auch den größten Mist deckt.-

Deutsch- amerikanische Handelsvertragsverhandlungen. Wie aus den Vereinigten Staaten von Amerika gemeldet wird, wird Präsident Roosevelt den auterikanischen Kongreß nicht zu einer besonderen Sizung einberufen, um ihm den Entwurf eines Handels­vertrages mit Deutschland vorzulegen. Vielmehr soll das zur Zeit zwischen Deutschland und der Union bestehende Handelsprovisorium borläufig verlängert werden, aber in der Weise, daß Deutschland auf Grund der Sektion 3 des Dingleygefeßes einige weitere fleine Zollvergünstigungen eingeräumt werden. Das, Wolffsche Telegraphen­bureau verbreitet folgende Meldung der Associated Preß " aus Washington:

Schweden .

Gewerkschaftliches.

Berlin und Umgegend.

Jagb auf Streikposten.

Zu Gunsten einer ehrlichen Wahrechtsreform ist eine Er- Nur in wenigen Fällen sind den Schneidern während des gänzungswahl zur Zweiten Kammer ausgefallen, die anr Freitag im Streits Schwierigkeiten bereitet worden bei der Ausübung des vierten Wahlkreis Stockholms stattfand. An Stelle des verstorbenen Soalitionsrechts. Eine unrühmliche Ausnahme glaubt Herr Julius fonservativen Vertreters wurde der gemeinsame Kandidat der indenbaum in der Großen Frankfurterstraße machen zu Radikalliberalen und Sozialdemokraten, Gewerbeinspektor Thor- sollen. Am Freitag voriger Woche ließ er einen Streitposten ver­wald Fürst, mit 3403 gegen 2848 Stimmen gewählt. Bei der haften, während er am Sonnabend drohte, einem Streitposten den bidat 1892, der liberale 1582 und der sozialdemokratische 996 auf Arbeiterkundschaft rechnet, sollte Arbeiter, die er ſelbſt Wahl im November vorigen Jahres erhielt der konservative Kan- Schlund auszureißen". Ein Geschäftsinhaber, welcher vorwiegend Stmmen. ausgesperrt hat, nicht in dieser Weise von der Ausübung ihrer Pflicht abhalten. Es mag ja ärgerlich fein, daß die Arbeiter nicht so gefügig sind, wie man das bei einer Aussperrung gerne wünschte; das berechtigt aber nicht zu solcher Handlungsiveise.

Thorwald Fürst gilt als zuverlässiger Anhänger einer wirklich demokratischen Wahlrechtsreform.-

Bulgarien.

Sofia , 11. März. Ministerpräsident Petkow wurde, als er mit den übrigen Ministern im städtischen Borisgarten Nach einer Reihe von Besprechungen zwischen Staatssekretär promenierte, von einem entlassenen Beamten durch drei Root und dem Zensusdirektor North darf angenommen werden, Revolverschüsse getötet. Handelsminister Grenadjew wurde daß vor Ablauf des Provisoriums auf Grund der Seftion 3 des am Arm verwundet. Dingleygefezes ein neues Arrangement mit Deutschland getroffen werden kann, das bis zur Kongreßsession im Dezember d. J. in Kraft bleiben würde. Die genannte Sektion gestattet dem Prä­fidenten eine Zollreduktion für gewisse Artikel als Gegenleistung für die Minimalsäge anderer Länder."

Die Boft" berichtigt. Heute endlich bringt die" Post" fol. gende Notiz: ( Weingeset und Sozialdemokratie.) In unserer Uebersicht aus dem Reichstage am Freitag in Nr. 113 ist irr­tümlich der sozialdemokratische Abg. Ehrhardt im Gegensaße zu den Abgeordneten genannt, die eine Aenderung des Weingesetzes und schärfere Kontrolle verlangten. Tatsächlich hat der Abg. Ehrhardt ebenfalls eine Aenderung des Gesetzes und eine weiter gehende Kontrolle befürwortet, wie unsere Leser schon aus dem Parlamentsberichte entnommen haben werden. Wir stellen das hiermit ausdrücklich richtig.

Es freut uns, daß unsere Annagelung der Fälschung Erfolg gehabt hat, wenn auch sehr nachträglich erst.

in

Militärjustiz.

Aus der Partei.

Bom Fortschritt der Presse.

Das Boltsblatt für Geffen" in Kassel hat seit dem 1. April 1905 rund 6800 neue Abonnenten gewonnen. Es wird vom 1. April ab neben der Neuen Welt" noch zwei Unterhaltungsbei­lagen wöchentlich beigeben.

Das Offenbacher Abendblatt" hat wegen des fort gefeßten Steigens der Auflage Vervollkommnungen und Erweite rungen des Betriebs, insbesondere auch den Erwerb einer größeren Rotationsmaschine einleiten müssen.

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Der Boltsfreund" zu Karlsruhe wird jetzt in einer Auflage von 16 200 gebrudt.

Unsere Toten. In Straßburg i. E. starb der Genoffe Charles Fink, einer der ältesten elfäffischen Genoffen. Er war mit einer der ersten in Straßburg , der sich am Parteileben energisch beteiligte und hat besonders anfangs der 90er Jahre und das ganze legte Jahrzehnt des vorigen Jahrhunderts hindurch der Partei gute Dienste geleistet.

Der Jahresbericht über die sozialdemokratische Arbeiterpartei Hollands für 1906. Amsterdam , 8. März.

Zu der furchtbaren Strafe von drei Jahren und ein Monat Gefängnis wegen einiger am Neujahrstage in hoch­gradiger Trunkenheit begangenen Verfehlungen verurteilte vor einigen Wochen das Kriegsgericht der 18. Division den Musketier Reßmer vom 84. Infanterie- Regiment( Schleswig ). Da der Angeklagte Be Der Bericht, den der Parteisekretär van Kuhfhof für den zu rufung einlegte, tam die Angelegenheit vor dem Oberkriegsgericht des 9. Armeekorps( Altona ) erneut zur Verhandlung. Am Neu- Ostern in Haarlem tagenden Parteitag publiziert, erwähnt als die jahrstage betrant R. fich in der Kantine, worauf er belangreichsten Resultate des Berichtsjahres den Amsterdamer Kon einem Tanzlokale weiter trank und dann in feiner greß für die Berkürzung der Arbeitszeit, hebt lobend die einmütige erregten Stimmung mit dem Säbel umherfuchtelte. Einen Freund Zusammenarbeit zwischen der Gewerkschaftsbwegung und der aus seiner Kompagnie, der beruhigend auf ihn einzuwirken suchte, S. D. A. P. in diesem Falle hervor und spricht das Vertrauen aus, berlegte er mit seinem Säbel schwer am Kopf. Die hiervon in daß die beiden Teile der Arbeiterbewegung noch häufig gemeinsam Senninis gefette Militärpatrouille arretierte St., der Widerstand auftreten werden. Des weiteren werden die inneren Angelegen leistete und sich an einem Gefreiten der Patrouille dadurch vergriffen heiten der Partei besprochen, wobei die Zwistigkeiten über Taktik haben soll, daß er ihm den Helm vom Stopfe schlug. Auch soll er und die Programmrevision eingehende Erwähnung finden, ebenso den Gefreiten durch die Worte: Du Hund, willst mich aus dem wie die Propaganda. Hieran schließen sich die Berichte zweier Partei­Lokale bringen!" beleidigt haben. Der um feine Frei- propagandisten und die Mitteilungen über die Tätigkeit der Parteis sprechung ersuchende Angeklagte will in finnloser Trunkenheit ge- abteilungen und ihren inneren Zustand. Diese Gesamtübersicht er­handelt haben und sich daher der Vorgänge nicht erinnern fönnen. gibt leider eine nur geringe Parteitätigkeit nach außen, einen ziem Die als Sachverständige geladenen Militärärzte halten es für möglich deutlichen Stillstand im Wachstum der Partei und ein wenig lich, daß der Angeklagte infolge des starten Alkoholgenusses nicht befriedigendes inneres Parteileben. Als Ursache ist einerseits die gewußt habe, was er tat, während aus den Aften berlesen wird, politische Windstille des vergangenen Jahres anzusehen, anderer­daß der Angeklagte nicht von Sinnen gewesen sei. Das Oberkriegs- feits die feit dem letzten Parteitage zu Utrecht verschärften Gegen gericht verwirft die Berufung und bestätigt das Urteil der fäße zwischen den beiden Parteirichtungen. Der Bericht des Partei­Borinstanz. Weil es fich um schwere Verfehlungen gegen die sekretärs schließt, mit der Bemerkung, es sei Vogelstrauß- Bolitit, militärische Disziplin handele, seien dem Angeklagten mildernde darüber zu schweigen. Klärung müsse kommen, aber die Partei­Umstände versagt worden. genoffen dürften nicht vergessen, daß fie, ein Ziel erstrebend und den Selaffentampf kämpfend, alle Sozialdemokraten sind und zusammen­gehören.

Die Landwirte im Reichstage.

Kein Erwerbszweig ist int Reichstag so start vertreten wie die Landwirtschaft. Es gehören dem Reichstag nämlich zurzeit 98 .Landwirte" an, und zwar sind 11 von diesen Majoratsherren ( 7 tons. 1 Reichsp., 1 3., 1 Natl., 1 freisinnige Bereinigung), 39 find Rittergutsbesitzer( 25 tons., 3 Reichsp., 3 3, 4 Polen , 4 Natl.), 35 find Gutsbesitzer( 5 fons., 5 Reichsp., 1 deutsche Reformpartei, 3 wirtschaftl. Vereinigung, 11 3., 1 Bole, 9 Natt.), 6 find Guts: pächter( 3 fons., 2 Reichsp., 1 Natl.) und 7 Landwirte( 1 tons., 1 wirtschaftl. Bereinigung, 5 3.).

In der Friedrichstadt scheinen der Polizei einzelne Streikposten mehr Berkehrshindernis" zu sein, als die" Freudenmädchen", die sich an einzelnen Straßeneden rudelweise aufhalten. Uebrigens ist ja auch in der Friedrichstraße mit ihrem Riefenverkehr der ein­zelne Arbeiter, der einsam in dieser Menschen- Flutwelle Streif. posten steht, ein ganz besonderes" Verkehrshindernis".

Die Aussperrung der Automobilfahrer beendet! Die ausgesperrten Autodroschfenführer tamen am Sonntag­mittag in den Arminhallen" zusammen, um den Vorschlag des Einigungsamtes zu besprechen. Mit diesem Vorschlag schienen die Versammelten zuerst durchaus unzufrieden zu sein. Als F. Rettig ein Bild der Verhandlungen entwarf und das Resultat ankündigte, acigte sich der Unmut darüber in vielen erregten Zurufen und einem allgemeinen Murren. Erst im Laufe der Diskussion machte fich eine etwas veränderte Stimmung bemerkbar. Es wurde geltend gemacht, daß die Unternehmer sich täuschen, wenn sie glauben, der Mut der Fahrer sei gebrochen. Sollten sie jetzt zu den an­Fahrer gelernt, den Wert der Organisation zu schätzen, denn ihr gebotenen Bedingungen in die Betriebe zurüdkehren, so haben die haben sie es zu danken, daß die Unternehmer nicht einen vollen Sieg errungen haben, sondern zu einem Entgegenkommen ge­zwungen waren und daß der berüchtigte Aushang vom 1. Januar verschwinden mußte. Diese Organisation zu stärken, muß die wichtigste Aufgabe aller Fahrer sein; es sollte in feinem Betriebe ein Mann geduldet werden, der nicht dem Verbande an gehört. Die Art, wie Magistratsrat v. Schulz sein Amt als Vor­fizzender im Gewerbegericht bei den Verhandlungen ausübte, schien einigen Rednern nicht einwandfrei zu sein. Es wurde kritisiert, nehmer können sonst nicht bestehen!" Ob die Arbeiter sonst nicht daß Herr v. Schulz viel Wert auf den Sak legte: Die Unter­bestehen können, davon wäre überhaupt nicht die Rede gewesen. Es wurde eine geheime Abstimmung über die Entscheidung des Ginigungsamtes vorgenommen. Das Resultat follte bis Montag­mittag dem Gewerbegericht mitgeteilt werden. Am Montagmittag hatten auch die Unternehmer eine Versammlung, um über den Vor­schlag abzustimmen. Sie erklärten sich für die vorgeschlagene Ginigung. Nicht so leicht waren die Fahrer damit fertig. Die Zählung ihrer Stimmen brachte eine Ueberraschung. Von den mehr als 400 Fahrern, die hier in Betracht kamen, waren 290 am Sonntag in den" Arminhallen" anwesend. Davon gaben 272 beim Verlassen des Saales ihre Stimmzettel ab; 131 waren für ja", 131 für" nein"; 10 Bettel mußten für ungültig erklärt werden, weil" ja" und" nein" darauf geschrieben stand. Die Entscheidung lag nun beim Zentralvorstand des Verbandes, der am Montag= mittag eine Sigung hielt und sich für die vorgeschlagene Ginigung erklärte.

Dies Resultat wurde den Ausgesperrten in einer Versammlung

am Montagnachmittag in den Arminhallen", die außerordentlich start besucht war, mitgeteilt und im ersten Augenblicke mit Aus­rufen des Bedauerns aufgenommen. Das durch den Frieden Die Anzahl der Parteiabteilungen war Ende 1905 150 mit gewonnene schien den meisten zu wenig; aber man fand sich bald 6805, Ende 1096 167 mit 7471 Mitgliedern. mit den bestehenden Tatsachen ab und ging an die Beratung, wie Außer dem Parteiorgan Het Bolt", das täglich erscheint mit am besten die Arbeit am Dienstagfrüh wieder aufgenommen werden illustriertem Sonntagsblatt, und der wissenschaftlichen Monatsschrift sollte. Rettig und Beder machten bestimmte Empfehlungen. De Nieuwe Tyd", bestchen 10 Wochenblätter und ein Halbmonats= blatt. Ferner die Monatsblätter" De Proletarische Broum" und Von allen Betrieben muß durch die Vertrauensmänner Nachricht " De Baaier"( Der Rächer), Ichteres als Organ der sozialdemo- bei der Leitung einlaufen. Den Kollegen, die jetzt Pferdedroschken fratischen Jugendvereine. fahren, wird empfohlen, sich in den ersten Tagen noch zurüd­Die Parteieinnahmen betrugen 14 313,26 ft., die Ausgaben zuhalten. Bei allen neu auftauchenden Streitfragen sollen die 12 982,89 ft. Fahrer nicht selbständig vorgehen sondern immer nur im Einver Die böse Bresse hatte jüngst gemeldet, daß die Reichstags- Auch der Tätigkeitsbericht der sozialdemokratischen Kammerständnis mit der gesamten Organisation Handeln. Daher ist co abgeordneten am 1. März 800 M. Diäten erhalten hätten, am fraktion liegt dem Berichte des Parteisekretärs bei. Er gibt als notwendig, daß in allen Fällen die Verbandsleitung 1. April wiederum 800 M. erhalten würden und zum Schluß der Richtschnur der Fraktion gegenüber dem jebigen Kabinett an, daß fie Session die im Gesetz vorgesehenen 1000 M. Das ist unrichtig. Am fraft des Prinzips und der Taktik zur Opposition in der Zweiten erst unterrichtet wird. Dringend wurde wiederholt die 1. März sind nicht 800 M., sondern wie das Gesetz vorschreibt, 500 W. Stammer gehöre, der Regierung aber das Regieren nicht unnötig zu bie Organisation agitieren müsse, um bei zukünftigen Notwendigkeit betont, daß jeder mit allen Kräften für ausgezahlt worden, und daß ihnen am 1. April auch nicht 800, erschweren oder unmöglich zu machen trachte. Die Fraktion nehme fondern 600 M. ausgezahlt werden, vorausgesetzt, daß sie in allen an und verteidige, was die Regierung Gutes beantrage, fie be- Kämpfen immer gut gerüstet dazustehen. Sigungen anwesend sind. Die Schlußrate von 1000 m. wird am Standpunktes. Soweit die Fraktion im Prinzip nichts gegen die tämpfe das Schlechte, immer eingedenk ihres sozialdemokratischen Regierungsanträge einzuwenden hatte, unterstüßte sie das Kabinett, Ausland. das mehrere Male die Kabinettsfrage stellte und durch die sozial­Spanien. demokratische Kammerfraktion verschiedentlich vor den bereinigten tirchlichen Parteien vom Sturze gerettet wurde.

Ende der Session gezahlt.

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und mehrere verwundet wurden.

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Die Wahlen am Sonntag find soviel bisher bekannt ist- ziemlich ruhig verlaufen. In Barcelona herrschte große Er­Von der amerikanischen Parteipreffe. Der Daily Socialist" au regung. Zwischen den Anhängern und Gegnern der Konföderation Chicago foll in Parteibesit überführt werden. Eine Versamm kam es zu einem Handgemenge, in welchem eine Person getötet lung der Partei beschloß eine Resolution, in der die Gesellschaft, die die meisten Stimmen. Nach den bis zur Stunde bekannt gewor. Partei zu überlassen. Die Genossenschaftliche Verlagsanstalt " hat Die Anhänger der Konföderation erhielten in Barcelona zurzeit den Verlag inne hat, ersucht wird, 50 Proz. der Aktien der die meisten Stimmen. Nach den bis zur Stunde bekannt gewor- dieser Resolution zugestimmt und so wird auf diese Weise das erste denen Wahlresultaten scheinen die Konservativen bei den Wahlen und einzige Tageblatt der englisch sprechenden Sozialisten Ameritas eine bedeutende Mehrheit erzielt zu haben. in Parteieigentum übergeführt werden.

Madrid , 11. März.( W. T. B.) Nach den bisher bekannt gcivordenen Wahlergebnissen sind in Madrid 10 Konservative,

Polizeiliches, Gerichtliches ufw.

bekannt geworden, daß sie sich dem getroffenen Abkommen an­Von der Bedag- Gesellschaft, die nicht zum Ring" gehört, war schließen werde.

Damit ist ein Kampf beendet, der in bezug auf seine Ursache und die Hartnäckigkeit der Streitenden nicht leicht seinesgleichen findet. Die Unternehmer hatten bekanntlich bei den Behörden durchgefeßt, daß die Fahrtage für die Berliner Droschten mit dem 1. Januar 1907 erhöht wurde. Damit gab sich aber ihr Kapitalisten­herz noch nicht zufrieden. In demselben Augenblick, als man ohnreduzierung zu und als diese damit nicht einverstanden ihnen ihre Einkünfte erhöhte, muteten sie den Fahrern eine waren, warfen sie dieselben am 1. Januar rücksichtslos auf die Straße. Die Ausgesperrten standen im Kampfe wie die Mauern; eine starke Organisation schützte fie. Nur wenige ficlen ab. Dic Unternehmer aber schidten rüdsichtslos ungeübte Arbeitswillige wie zu erwarten

2 Liberale und 1 Republikaner gewählt worden. In Barcelona Die gefährlichen Bersammlungsreferate der der überwachenden auf die Berliner Straßen, die denn auch tourden 7 Solidaristen und 1 Antifolidarist, in der Stadt Valencia Polizisten. Der Genoffe Zielfe zu Harburg ist vom dortigen in zahllosen Fällen Unheil anrichteten. Die Zahl der Automobil­1 Konservativer, in der Provinz Valencia 16 Stonservative gewählt. Landgericht wegen Gotteslafterung zu einer Woche Gefängnis unfälle nahm bedenklich zu. Die bürgerliche Presse aber verschwieg Der Blod der Konservativen hat auch in Bilbao und in San verurteilt worden. Er soll in einer Versammlung nach dem Zeugnis forgfältig, daß es fich in all diesen Fällen um arbeitswillige Sebastian den Sieg davongetragen. des überwachenden Beamten einen sehr rohen Ausdruck in bezug Droschtenführer handelte. Selbst als am Wittenberg - Plaß ein auf die Bibel gebraucht haben. Obgleich er das entschieden bestritt, Kind auf dem Bürgersteig von einem arbeitswilligen Bedag­obgleich drei Entlastungszeugen, die den Vortrag eifrig berfolgt führer totgefahren ward, hörte man keinen Schrei der Entrüstung hatten, den Sag nicht gehört hatten, obgleich sie übereinstimmend Oxford , 10. März.( W. T. B.) Lord Tweedmouth, der Erste bekundeten, daß der Angeklagte nicht im rohen Ton und aggressiv in der bürgerlichen Presse; auch von keinem Einschreiten der Sicherheitsbehörde erfuhr man ctwas. Weder dem Fahrer Lord der Admiralität, führte in einer Rede hier aus, daß England gesprochen, sondern sich gewählt ausgedrückt und den ganzen Vortrag keinerlei Absicht habe, seine Seemacht zu schwächen, daß es vielmehr in dozierendem Ton gehalten habe, und obgleich der Polizeibeamte Stein. der das Kind totfuhr, geschah etwas, noch der Gefell­in der Zukunft wie in der Vergangenheit ohne Rücksicht auf die erklären mußte, er habe das Original seiner Notizen verloren, tönne schaft, die den unfähigen Menschen an diesem Tage 14 Stunden Kosten an dem Zwei- Mächte- Standard festhalten werde.- sich im allgemeinen nicht mehr genau auf alles, was ge- in Dienst gelassen hatte. Dagegen ist man heftig bemüht, dem

England.

Vor der Friedenskonferenz.