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Ausland.
fälschlich berichtete, wegen eines Artikels über den Wahlrechts- Sehr treffend wird in der Denkschrift gesagt: Wer 12 Stunden, fampf in Preußen, der beleidigende Aeußerungen über den davon 10 Stunden bei Harter Arbeit, an den Arbeitsplatz gebannt Der wachsende Einfluß der Landarbeiterorganisationen Schwedens. preußischen König enthalten soll, konfisziert worden. Man hat ist, daneben eine mehrstündige Hehe nach und von der Arbeitsfich aber nicht mit der Konfistation des Blattes begnügt, sondern stätte zu überwinden hat, der ist schlimmer daran als das liebe dieser Tage in seinem Jahresberichte einige bemerkenswerte Aeuße Der Sekretär der schwedischen Landwirtschaftsakademie hat auch gegen den verantwortlichen Redakteur Emil Rosén Anflage erhoben. Sie wird hauptsächlich mit einem veralteten Ge- ich. 14, 15, 16 ja 17 Stunden des Tages läßt man ja in der rungen getan, die erkennen lassen, welchen Einfluß die Organis fezesparagraphen begründet, der sich gegen Provozierung von Regel fein Pferd in den Sielen, und wieviel höher sollte doch der fation der Landarbeiter Schwedens schon auf die Landwirte aus. Streitigkeiten mit fremden Staaten richtet. Das Rathausgericht Mensch, auch der geringste Arbeiter, gewertet werden!!- übt. Der Kampf zwischen Arbeitgeber und Arbeiter, sagte er, sei in Gefle hat sich nun auch bereits mit der Sache befaßt. Der Ein sehr eingehender Nachweis wird auch für die Notwendig- nun auch auf das Gebiet der Landwirtschaft ausgedehnt, und es Angeklagte, der persönlich erschienen war, äußerte unter anderem, keit der Rohnerhöhung geführt. Neben dem Familienstand habe selbst nicht daran gefehlt, daß die Landarbeiter zur Waffe das, was in dem Artikel gesagt wurde, sei nichts anderes, als was der Maurer ist der jetzige Stundenlohn für jeden Mann einzeln des Streits griffen. Man müsse nun auch hier mit den Arbeiteroftmals zuvor in anderen Zeitungen verschiedener Barteirichtung und im Durchschnitt dargestellt. organisationen rechnen. Als ein Mittel, größeren Kämpfen aus ausgeführt worden wäre, wenn auch in einer Umschreibung, die dem Wege zu gehen, empfahl er, die menschliche Arbeitskraft mehr Der Jahresdurchschnitt beläuft sich auf 1163 M. Infolge als bisher durch Maschinen zu ersehen, fügte aber hinzu: die Aufmerksamkeit nicht auf sich gezogen habe. Die Sache selbst Die Arbeiterfrage wird jedoch durch größere Ausdehnung der wurde vertagt, und zwar auf Wunsch des Genossen Rosén , der außergewöhnlicher Arbeitslosigkeit, Krankheit usw. verringert sich Man muß Maßvergeblich erwartet hatte, daß der öffentliche Ankläger eine aus- jedoch in sehr vielen Fällen der Verdienst unter Umständen um Maschinenarbeit nicht aus der Welt geschafft. führliche Begründung der Anklage vorbringen werde. Der neue Hunderte von Mark. regeln für eine bessere Ordnung der Verhältnisse zwischen ArbeitTermin soll am 12. Februar stattfinden. Von dem rechnungsmäßigen Jahresverdienst sind durchschnitt. geber und Arbeiter in der Landwirtschaft treffen. Die Rechtsver Inzwischen haben verschiedene Arbeiterkommunen Protest- lich 210 M. für Wohungsmiete und Fahrgeld aufzuwenden. In hältnisse zwischen ihnen, die nun meist dem Arbeitgeber zugute versammlungen gegen diese Majestätsbeleidigungsklage abgehalten. mehreren Orten geht diese Ausgabe nahe an 300 M. heran. Arbeitsverträge haben sich Geltung verschafft, und die VereinForderungen auf kollektive tommen, müssen geändert werden. In einer Resolution, die dabei angenommen wurde, heißt es: Feuerung, Licht, Kleidung, Wäsche, Schuhzeug, Hausstandssachen barungen, die in dieser Hinsicht getroffen wurden, scheinen wohl " Solange wir nicht in einem Basallenverhältnis zu unseren zwei verschlingen ebenfalls große Summen. Da der Mann, abgesehen überlegt zu sein. Es wäre zu wünschen, daß gewisse allgemeine reaktionären Nachbarn( Deutschland und Rußland ) stehen, muß in Schweden die Freiheit herrschen, zu sagen, was man denkt, über von den Sonn- und Feiertagen, nicht gemeinsam mit seiner Fa- Rechtsbestimumngen festgesetzt werden zum Schuße beider Parteien kulturfeindliche Maßnahmen, ob sie nun von den Machthabern milie effen kann, wird der Haushalt natürlich erheblich verteuert. bei tollektiven Arbeitsverträgen." in Schweden selbst oder in Deutschland oder anderen Ländern aus- Aber selbst hiervon abgesehen, bleiben nach Abzug aller übrigen gehen. Wir protestieren auf das schärfste dagegen, daß des Gesetzes notwendigen Ausgaben einer dreiköpfigen Familie kaum 60 Pf. Schutz die gefrönten Häupter in höherem Grade umgibt als die pro Kopf und Tag für Essen und Trinken. Dem Manne, der gewöhnlichen Menschen." vielfach auf den Verkehr in Wirtschaften angewiesen ist, wird man aber mehr als das Doppelte dieser Summe zugestehen müssen, ohne behaupten zu fönnen, zur Schlemmerei anzureizen. Frau und Kinder müssen sich dann mit dem behelfen, was übrig bleibt, und das ist nach unserer Rechnung allerdings so wenig, daß es kaum vor dem langsamen Verhungern schützt.
Polizeiliches, Gerichtliches ufw.
In die vorderrussische Freiheit ist am Donnerstag Genosse Rob. Albert zurückgekehrt, der als Verantwortlicher der „ Volkswacht" zu Breslau wegen angeblicher Beleidigung von Grubenbeamten drei Wochen in der Staatspension zubringen mußte.
Nach alledem gibt es teinen anderen Weg, als daß der Straffonto der Preffe. Wegen zweier kurzer Notizen, die Lohn der Maurer und auch der übrigen baugewerblichen Arbeiter der Lokalliste angehängt waren, hatte Genosse Größsch von ganz erheblich aufgebessert wird: Lohnerhöhung unter allen Umder Sächs. Arbeiterzeitung" zu Dresden zwei Straf- ständen. Lohnerhöhung in solchem Verhältnis, daß bei der dringend mandate über je 50 M. erhalten. Die Notizen sollen Aufforde- notwendigen Arbeitszeitverkürzung ein den Teuerungsverhältnissen rungen zum Boykott sein und das ist nach löblichem sächsischen entsprechender höherer Tagesverdienst erzielt wird.- Refervatrecht grober Unfug. Das Schöffengericht bestätigte die Strafmandate.
Gewerkschaftliches. Ein Vorstoß.
Am 7. Dezember vorigen Jahres vermochten der„ Grundstein" und der„ Bauhilfsarbeiter" einen Plan der Scharfmacher zur Niederknüttelung der Bauarbeiter- Organisationen zu veröffentDie um Felisch hatten beschlossen:
lichen.
1. Alle im Jahre 1908 zu vereinbarenden Tarifverträge sind bis zum 31. März 1910 oder bis zum 31. März 1908 und in weiterer Folge bis zum 31. März, 1910 abzuschließen; 2. Alle im Jahre 1908 zu vereinbarenden Tarifverträge dürfen nur unter Vorbehalt der Genehmigung durch die Bundes:
Icitung abgeschlossen werden;
3. Eine Verkürzung der Arbeitszeit sofern diese nicht über 10 Stunden beträgt, nur nach vorausgegangenem verlorenen Streik und mit Genehmigung des Bundesvorstandes eintreten zu laffen; 4. Der 1. Mai darf in keinem Vertrage als Feiertag zugestanden werden. zu ihrem Unglück war es den Scharfmachern bis dato nur gelungen, die Verträge in den Ortschaften von 116 Verbänden für den 31. März 1908, bis Ende April in weiteren 28 und für 1910 nur gar bei 45 Verbänden zum Abschluß zu bringen. Als ihr Plan entlarvt war und dadurch der gemeinsame Ablauf aller Ver träge bis 1910 in Frage gestellt war, befchloffen sie, dreist und gottesfürchtig schon jetzt loszuschlagen und fündigten alle 1908 ab. laufenden Verträge.
Die Bauarbeiter aller Branchen haben sich nun zum Kampfe fertig gemacht; sie wollen die Unternehmer nicht in den Schanzen erwarten, sondern gehen zum Vorstoß vor.
Die starre Verneinung, ja auch der heftigste Widerstand, verstärkt durch Aussperrungen, und alle angedrohten Maßnahmen des Unternehmerbundes können, sagt der„ Grundstein", die Arbeiter nicht abschrecken, dennoch Forderungen zu stellen und für ihre Durchführung auf das lebhafteste und energischste zu wirken.
Das Unternehmertum wird es nicht verantworten können, wenn ce so berechtigten Forderungen gegenüber an dem Standpunkte der absoluten Negation festhält!
Die australischen Kohlengräber, die vor einiger Zeit in den Gruben von Newcastle, Neu- Südwales, streiften, hatten sich bereit Das Gericht hat zu ihren Ungunsten entschieden, entgegen erklärt, ihre Forderungen einem Schiedsgericht zu unterbreiten. allen gehegten Erwartungen. Die Taufende von Kohlengräbern, die im Vertrauen auf ihre gerechte Sache auf eine günstige Entscheidung rechneten, wären jetzt gezwungen, zu den alten Bedingungen weiter zu arbeiten und ihren Streit als verloren zu betrachten, aber dazu können sie sich nicht entschließen. Sie schen den Streit fort und das Schiedsgericht hat seine Sibungen noch nicht als beendigt erklärt. Das Gericht bemüht sich um weitere Vermittelung.
Verfammlungen.
Die Generalversammlung der Ortsverwaltung Groß- Berlin des Allgemeinen Deutschen Gärtnervereins wurde am 31. Januar in Dräsels Festsälen abgehalten. Nach dem Jahresbericht ist kein besonders auffallender Aufschwung, dafür aber eine innere Festigfeit zu verzeichnen. Die Aussperrung im Baugewerbe hatte in der Branche Landschaftsgärtnerci in den Monaten August, Sepa Der Lohnkampf in der Deutschen Waffen- und Munitionsfabrik. tember und Oktober eine sehr fühlbare Arbeitslosigkeit im Gefolge, Am Freitagvormittag fand wieder eine start besuchte Ver- die auf den Stand der Mitglieder von Einfluß war. Außer dem sammlung der Streitenden und Ausgesperrten statt. Handte. Landschaftsgärtnergehülfenstreit, der vom 1. bis 28. April gedauert der den Situationsbericht erstattete, führte unter anderem aus: bat und mit teilweisem Erfolg endete, sind noch drei Die Direktion muß nunmehr eingesehen haben, daß sie nicht hoffen Lohnbewegungen geführt worden. Eine Lohnbewegung ist in einer kann, Ersatz für die Streitenden zu bekommen. Die verschiedensten gewerblichen Handelsgärtnerei, der Firma J. C. Schmidt. Versuche, welche in dieser Hinsicht gemacht wurden, find fehl- Steglitz , mit vollem Erfolg geführt; die zwei anderen Lohngeschlagen. Arbeitsuchende, die sich vor mehreren Monaten um bewegungen sind in zwei städtischen Betrieben, der Parkverwaltung Arbeit bei der Deutschen Waffen- und Munitionsfabrik bewarben Charlottenburg und der Parkverwaltung Rigdorf, geführt worden. und damals vorgemerkt wurden, haben jetzt eine Aufforderung er- An der Lohnbewegung der Brauereihandwerker waren die Gärtner halten, in dem genannten Werk anzufangen. Doch fein einziger ebenfalls beteiligt. Die Ortsverwaltung umfaßt zurzeit 25 Beder betreffenden Arbeiter hat sich veranlaßt gesehen, der Aufforde- zirke, gegenüber 23 im Vorjahre. An Agitationsmaterial find rung zu folgen, obgleich sie zurzeit arbeitslos sind. Ein großer 30 000 Flugblätter verteilt worden. Unter den BlumengeschäftsTeil der Aufgeforderten haben der Direktion geantwortet, daß sie angestellten ist rege Agitation für den Achtuhr- Ladenschluß ent unter den gegenwärtigen Umständen auf die Arbeit in der Deutschen faltet worden. Die Einnahmen und Ausgaben balancierten mit Munitions- und Waffenfabrik verzichten. Nur 10 bis 12 allerdings 26 617,78 M. Für Beitragsmarten waren 17 193,90 M., für den sehr mangelhafte Arbeiter hat die Direktion als Streifbrecher für Streit durch Sammlungen und Arbeitsmarken 1149,10 M., bon der die Maschinengewehr- Abteilung gefunden. Daß dadurch der Kampf Hauptkaffe 4600 M., für Vergnügen und Diverse 3674,78 m. einnicht im geringsten beeinflußt wird, ist selbstverständlich. Wenn gekommen. Unter Ausgaben sind aufgeführt: 12 597,99 M. an die auch gegenwärtig die Situation für die Streitenden und Aus- Hauptkasse, 1860 M. an Haushalt, 695,58 M. Agitation, 7783,08 M. gesperrten durchaus günstig ist, so haben dieselben doch einen Landschaftgärtnergehülfenstreit, Weihnachtsunterstützung, Startellletzten Versuch gemacht, um zu einer Verständigung mit der beiträge, Porte 760,32 M., Bibliothet, Streits in anderen Berufen Direktion zu kommen. Eine aus den noch im Betriebe Beschäftigten und Diverse 3709,38 M. Der Kassenbestand beträgt 1071,43. gebildete Kommission wird bei der Direktion anfragen, ob sie bereit An Arbeitslosenunterstübung wurden ausgezahlt 3486. und ist, wegen der Beilegung des Konfliktes zu verhandeln. Es ist 61,75 M. an Reiseunterstüßung. Gegenüber dem Jahre 1906 ein nun zunächst abzuwarten, welche Antwort die Kommission erhält. Mehr von 1297,50 M. Die Zahl der Mitglieder ist 1027 männliche Sollte die Direktion nicht zu Verhandlungen bereit sein, dann und 32 weibliche. Die Neuwahl des Vorstandes ergab: N. Bäders wird der Kampf mit verschärften Mitteln fortgeführt werden. als 1. Vorsitzenden, Alb. Lehmann als Stellvertreter, als Wenn die Direktion den verschärften Kampf will, fann es den Kassierer ist X. Kamrowski, der zugleich der Agitationsleiter Arbeitern recht sein. Die Streifenden und Ausgesperrten können für den VI. Bezirk ist, als Schriftführer W. Kwasnic und als dem weiteren Verlauf der Dinge ruhig entgegensehen.
Beifizer A. Lechner gewählt. Die Revisoren sind die Kollegen Im Laufe der Versammlung traf die mit Beifall auf- acob Kridde und Dochorn. Als Vertreter zur Berliner genommene Meldung ein, daß 11 von den Arbeitswilligen die Gewerkschaftskommission find X. Kamrowsti und R. Bäders Arbeit bereits wieder niedergelegt haben.
und als Stellvertreter Dodhorn gewählt worden. Beschlossen wurde, den Beitrag von 40 auf 45 Pf. pro Woche zu erhöhen. Jedoch soll darüber in den ersten Februarversammlungen der Besirke eine Urabstimmung stattfinden.
Eine Position der Bäckerinnung gefallen. Bädergesellen, welche bei einem zum Germania "-3nnungsZu den Orten, wo der Tarifvertrag Ende März abläuft und verband gehörenden Bädermeister gelernt haben, erhalten ein so- Die Sektion der Buyer des Zentralverbandes der Maurer hielt wo demnächst Verhandlungen über neue Arbeitsbedingungen statt genanntes" Germania "-Arbeitsbuch. Dasselbe dient vor allem als am 2. Februar in den Arminhallen eine Mitgliederversammlung finden werden, gehören auch Mannheim , Frankfurt a. M., Ausweis bei der Inanspruchnahme des Innungs- Arbeitsnachtveises, ab, in der der Kassierer 2ehnig die Abrechnung vom 4. Quartal Wiesbaden , Mainz , Darmstadt , Kassel und andere der nur solchen Gesellen Arbeit zuweist, die ein Germania " 1907 sowie die Jahresabrechnung vorlegte. Die Quartalsabrechnung Kürzlich hat die Gewerbedeputation des mit der Hauptkasse schließt mit der Bilanzsumme von 16 827,23 M. namhafte Städte in den hessischen Landen. Für alle diese Orte Arbeitsbuch besitzen. Zweigvereins der Maurer wurden sind in den letzten Wochen seitens der Maurer, Zimmerer und Bau- Berliner Magistrats in bezug auf das„ Germania "-Arbeitsbuch An die Hauptkasse des hülfsarbeiter neue Forderungen aufgestellt und den Unternehmern eine äußerst wichtige Entscheidung gefällt. Der Anlaß dazu war 14 887,46 M. abgeliefert. Die Lokaltasse hatte, den alten Bestand bon 81 621,13 M. mitgerechnet, 86 604,05 m. Einnahmen; die Ausam 31. Januar übermittelt worden. Für das Maurergewerbe Ein Bäckermeister verweigerte dem Gesellen E. bei seiner Ent- gaben beliefen sich auf 5 679,60 M., so daß der Bestand am Quarkommen als Arbeiterorganisationen in Betracht: der Zentral- laffung die Herausgabe des Germania "-Arbeitsbuches. Alle Be- talsschluß 80 924,45 M. betrug. Die Jahresabrechnung schließt mit verband der Maurer Deutschlands, der Zentral- mühungen des Gesellen, das Buch wiederzuerlangen, waren ber: 342 751,87 M. Einnahmen und 261 827,42 M. Ausgaben. Für den verband baugewerblicher Hülfsarbeiter und der geblich. Gbensowenig war es ihm möglich, auf dem Arbeitsnachweis Streit wurden aus Mitteln der Hauptkasse 148 824,40 M., aus Zentralverband christlicher Bauhandwerker und der Innung ohne Buch Arbeit zu bekommen. G. wandte sich nun der Lokaltasse 18 470,10 m. ausgegeben. An die Zweigvereins. Bauhülfsarbeiter. In den örtlichen Organisationen aller an die Gewerbedeputation und ersuchte sie, die Bäderinnung anzu fasse wurden im Laufe des Jahres 37 429,79. abgeliefert.--drei Verbände ist über Arbeitszeit und Löhne das folgende beweisen, entweder die Herausgabe des" Germania " Jnnungsbuches Darauf hielt der Arbeitersekretär Adolf Ritter einen Bor durch den früheren Meister des E. zu bewirken, oder, aber den E. trag über:" Die sozialpolitischen Gesebesvorlagen schlossen worden: In Kassel , Darmstadt , Frankfurt a. M., Hanau , Höchst a. M., auch ohne Buch in die Listen des Arbeitsnachweises einzutragen im Reichstag ". Der Redner behandelte hauptsächlich die von diese Beschwerde hat die Mannheim - Ludwigshafen , Mainz , Offenbach a. M. und Wiesbaden werbedeputation ein Schreiben an den Vorstand der Bäckerinnung wird für die Sommermonate die jetzt zehnstündige Arbeitszeit auf gerichtet, welches dieser Tage auch dem Gesellenausschuß zugegangen 9% Stunden verkürzt. In allen übrigen in dem dortigen ist. Das Schriftftüd lautet: Bezirk in Betracht kommenden Orten bleibt die zehnftündige Arbeitszeit vorläufig als Maximum bestehen.
Die geforderte Lohnerhöhung beträgt in den Großstädten nur 6 Pf. pro Stunde; in einigen anderen Orten, wo die Arbeiter noch verhältnismäßig schlechter gestellt sind, soll der Stundenlohn um 8 bis 10 Pf. steigen.
Ueber die Notwendigkeit der Arbeitszeitverkürzung und der nicht minder unabweisbaren ohnerhöhung hat der Vorstand des Zentralverbandes der Maurer Deutschlands eine Dentfchrift herausgegeben.
In der Denkschrift wird statistisch nachgewiesen, daß von 9406 in 20 der größten Arbeitsorte ermittelten Maurern nicht weniger als 6753, das sind 72 Proz., auswärts wohnen. Für Frankfurt allein kommen 144 Ortschaften als Wohnftätten für die in der Stadt beschäftigten Maurer in Betracht. Von diesen 6753 Maurern hatten im verflossenen Jahre einen Verkehr zwischen Wohnort und Arbeitsort:
a) 5043 Personen 7469 Proz. aus 412 Orten täglich unter Mitbenutzung der Eisenbahn; b) 933 Personen 13,81 Proz. aus 91 Orten täglich nur zu Fuß, und
c) 777 Personen= 11.50 Broz. aus 192 Orten wöchentlich unter Mitbenußung der Eisenbahn.
„ Anläßlich der Beschwerde des Bäckergesellen Richard E. hat sich herausgestellt, daß durch den Arbeitsnachweis der Bäckerinnung nur denjenigen Gesellen Arbeit bermittelt wird, die im Besize eines„ Germania "-Arbeitsbuches sind. Da dieses Arbeitsbuch nur solchen Gesellen ausgehändigt wird, welche die Gefellenprüfung bestanden haben, so berlangt die Jnnung mit ihrer Vorschrift von den Gesellen den Befähigungsnachweis, was gegen den
ordnung, erwähnte schließlich auch die Vorlage zur reichsgefeßlichen Regelung des Vereins- und Versammlungsrechtes und machte in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, daß es Preußen ist, das an der Spitze der Reaktion marschiert, und daß darum auch, um den unheilvollen Einfluß Preußens auf die Reichspolitik zu brechen, die Erringung des allgemeinen, gleichen und geheimen Landtagswahlrechts unbedingt notwendia ist. Der Vortrag fand lebhaften Beifall.
Grundgedanken der Gewerbeordnung verstößt. Eine solche über Letzte Nachrichten und Denefchen.
das Gesetz hinausgehende Forderung ist unzulässig.
Wir geben daher dem Vorstand der Innung auf, in Zukunft bei der Arbeitsvermittelung auch solche Bäckergesellen zu berüdsichtigen, die nicht im Besize eines Germania "-Arbeitsbuches find, und überhaupt von der Forderung des Befähigungsnachweises abzusehen.
Einem Berichte schen wir binnen 3 Wochen entgegen. gez. Friedel.
An den Vorstand der Bäckerinnung, 3. H. des Obermeisters Herrn G. Milleville, Hier, Alte Schönhauser Straße 36/37.
Paris , 7. Februar .( W. T. B.) Die in der Kammer eingebrachte Interpellation Jaurès hat folgenden Wortlaut: Welchen Zweck haben die jüngsten militärischen Operationen des Generals d'Amade? Ist es richtig, daß Abdul Asis sich an Deutschland gewandt hat? Und in welcher Absicht? Ist es richtig, daß Deutschland der französischen Regierung davon Mitteilung gemacht hat, und wann hat es diese Mitteilung gemacht?
Durch diesen Entscheid der Gewerbebeputation ist das „ Germania "-Arbeitsbuch als Ausweis für die Benutzung des ArKünstliche Beschlußunfähigkeit. beitsnachweises der Innung tatsächlich außer Kraft gesezt. Das Petersburg, 7. Februar .( Reichsduma.) In der heutigen Buch spielte in der Bäckerinnung dieselbe Rolle, wie die berüchtigten Kontrollscheine im Arbeitsnachweis der Kühnemänner. Bäckergesellen, Sigung wurde die Debatte über den Antrag der Staatsverteididie sich bei den Meistern unbeliebt gemacht hatten, wurde nicht gungskommission fortgescht. Als der Kadettenführer Miljukoff felten das„ Germania ,,- Buch entzogen, und damit die Möglichkeit auf der Tribüne erschien, verließen die Rechte und die Mehrzahl Arbeit zu erhalten sehr start beschränkt, Die Fuchtel, welche die des Zentrums demonstrativ den Saal. Infolge Beschlußunfähig Innungsmeister mit dem„ Germania "-Arbeitsbuch über die Gesellen keit des Hauses wurde die Sigung unterbrochen. Nach Wiederaufschwangen, ist ihnen jetzt Natürlich sinnen die rahme der Sitzung erneuerte sich derfelbe Vorgang als Miljukoff wiederum die Tribüne bestieg. Darauf wurde laut GeschäftsInnungsführer schon auf einen passenden Erjazz. ordnung die Sigung geschlossen.
entwunden.
Die 5976 Personen unter a und b müssen zum großen Teil, um zur rechten Zeit den Arbeitsplatz zu erreichen, ihre Wohnung morgens bald nach 4 Uhr verlassen und können größtenteils erst gegen 7% Uhr abends, vielfach noch später, zu Hause sein. Berantw. Rebatt.: Georg Davidjohn, Berlin . Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin . Drud u. Verlag: Borwärts Buchdr. u.Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsbl.