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Das Jahr 1903 scheide von vornherein aus, weil der Befchlußfund Jagowstraßenede. Aus ihren erregten Mienen und Geftifulas| Tagegelder. Von diesen hatte er noch monatlich 10 M. Kleidergeld des Bezirksausschusses in dieser Hinsicht nicht angefochten worden tionen fonnte man schließen, daß etwas Besonderes vorgefallen zu zahlen, auch wurden ihm für alte Schulden von der Postbehörde sei. Was nun die Jahre 1904 und 1905 angehe, so sei der Senat fein mußte. Und dem war auch so, eine Frau sollte aus einem dort monatlich 10 M. abgezogen. Der erst 21jährige Angeklagte geriet im wesentlichen dem Vorderrichter gefolgt bei der Abgrenzung befindlichen Vorkostgeschäft ein Stüd Wurst entwendet haben. bald in neue Schulden, die ihn schließlich auf Abwege führten. der Kinderzahl. Wenn die Angaben der vom Berliner Magistrat löglich fam auch der Herr Direktor der Wach- und Am 23. Dezember v. J. hatte er an den Geldbriefträger Borchardt aufgestellten Listen in Widerspruch standen mit denen der flagenden Schließgesellschaft in seiner Uniform hinzu. Er war von einem den Betrag von 2000 M. auszuzahlen. Der Angeklagte verwideíte Gemeinde, dann wäre es Sache der Klägerin gewesen, das Gegen- vorüberfahrenden Straßenbahnwagen herabgesprungen und er den Beamten hierbei in geschickter Weise in ein Gespräch, so daß teil der Berliner Feststellungen nachzuweisen. Sie habe aber er fundigte sich nun, in der Pose eines Bolizeioffiziers, nach dem dieser nicht genügend aufpaßte und das Geld nicht genügend durch klärt, dazu nicht in der Lage zu sein. So wäre der Feststellung des Grund der Ansammlung. Blößlich faufte der Herr Direktor mit zählte. Erst auf seinem Bestellgange, merkte er dann, daß ihm Bezirksausschusses beizutreten, daß 115 Kinder im Jahre 1904 und Windeseile die Neuendorfer Straße hinunter. Alles blieb natür. 200 M. fehlten, die der Angeklagte vorher bei der Auszahlung 180 im Jahre 1905 in Betracht famen. Es frage fich, ob die durch lich stehen und fah dem laufenden uniformierten Schlüffelmann hatte verschwinden lassen. Durch diese im höchsten Grade frivole fie erwachsenen Mehrkosten im Verhältnis zu den sonstigen Aus- nadj. Nach kurzer Zeit fehrte er zurüd, neben ihm ging eine ärm- und betrügerische Handlungsweise wurde dem Geldbriefträger, der gaben für Schulgwecke einen erheblichen Umfang hatten.(§ 53 lich gekleidete Frau, am Arm einen Korb tragend. Es war die selbst nicht viel übrig hatte, ein sehr trübes Weihnachtsfest be Kommunalabgabengesez.) Das verneine der Senat. Verteile man Berson, die angeblich die Wurst entwendet haben sollte, die der reitet, da er für das Manko aufzufommen hatte. Mit einem Teil die Kosten für Schulzwecke, so tomme der Senat für 1904 nach seiner Herr Direktor Mertens am hellen Tage zur Polizeimache trans- des veruntreuten Geldes machte sich Bohn in Berlin einen ber Berechnung auf ungefähr 7000 m. und für 1905 auf etwa 10 500 m. portierte. Die Entrüstung des Publikums über dies ganz unbe- gnügten Tag. Als dann noch weitere Unregelmäßigkeiten entdeckt Mehrausgaben. Dieser Say stelle fich als ein nicht erheblicher bar, fugte Vorgehen des Direktors war eine große. Sollte er sich öfter wurden, wurde er von dem zuständigen Postinspektor in ein im Berhältnis zu den gesamten Aufwendungen für Schulzwede. folche unberufene Einmischungen erlauben, so dürfte er bielleicht scharfes Verhör genommen, bei welchem er böllig zusammenbrach Der Prozentsatz sei maßgebend, und der tönne hier nicht als er auch mal an ben Unrechten kommen. Jedenfalls hat das Bublifumt und ein offenes Geständnis ablegte. Dieses Geständnis wurde heblich betrachtet werden. Auf die Frage, ob Borhagen- Rummels- teine Neigung, sich neben der schon genügend vorhandenen Polizei jedoch von ihm vor Gericht widerrufen. Der Staatsanwalt bean­burg überbürdet sei, tomme es deshalb nicht mehr an. auch noch eine freiwillige Polizei gefallen zu lassen. Es ist über- tragte 6 Monate Gefängnis. Das Gericht ging jedoch über diesen Boghagen Rummelsburg. haupt nicht zu verstehen, daß diese Leute, die doch eigentlich nur Antrag hinaus und erkannte auf eine Gefängnisstrafe von nachts ihre Funktionen auszuüben haben, am hellen Tage mit den 9 Monaten. Blempen herumlaufen dürfen.

Gerichts- Zeitung.

Nochmals vom Damenklub".

Die

Unser Gemeindeprogramm und die Stellung der hiefigen sozial demokratischen Gemeindevertreter zum Gemeindesteuerzuschlag 1909 Die Schleifenfahrt der Nonnendammbahn ist wieder eingestellt lautete das Thema, über das Genosse Müller in der letzten Mit­gliederversammlung des Wahlvereins referierte. Redner zeigte, daß worden. Die Direktion der Spandauer Straßenbahn hatte Ein­von den im Programm enthaltenen Forderungen in Rummelsburg spruch erhoben und will bis auf weiteres die Benutzung ihrer Gleise fast gar keine durchgeführt sind. Durch das rapide Anwachsen durch die Nonnendammbahn nicht zulassen. An der Kurve Havel­des Ortes werden an die Gemeinde große Anforderungen gestellt. ſtrape- Potsdamer Straße , die nur sehr kurz um die Ecke geht, ent­Da leine Einnahmequellen außer Steuern und Wafferwert vorhanden gleiste nämlich ein Wagen der Nonnendammbahn, wodurch der find, sei die Finanzlage eine verzweifelte zu nennen. Straßenbahnbetrieb dadurch längere Zeit gestört wurde. schmelzung mit den Nachbargemeinden Berlin oder Lichtenberg fei Schienen zu sehr reiben. Mit dem 1. Juli d. J. übernimmt die Räder der Nonnendammbahn sollen zu breit sein und sich an den daher eine zwingende Notwendigkeit, zumal Borhagen- Rummelsburg räumlich sich nicht ausdehnen könne. Trogdem der diesjährige Etat gegen Stadt den gesamten Straßenbahnbetrieb und da wird diesem Uebel­ben borjährigen eine Mehrausgabe von airta/ Million aufweist, jei stand auch abgeholfen werden. für soziale Bwede nur ein ganz fleiner Bruchteil darin enthalten. Wenn die Einnahmen sich mit den Ausgaben nicht decken, so liegt die Hauptschuld an den früheren bürgerlichen Gemeindevertretern, welche nicht dafür gesorgt haben, daß die Gemeinde gewinnbringende Unternehmen wie Gaswert, Elektrizitätswert und Straßenbahnen usw. habe. Redner wirft sodann die Frage auf, ob unsere Vertreter eine Verpflichtung haben, dafür zu sorgen, daß der Etat zustande kommt Er bejaht die Frage, da die sozialdemokratischen Vertreter sich bei den Gegnern lächerlich machen würden. Die Gemeinde sei nicht mit dem Staat zu vergleichen, da dieselbe an bestimmte Steuern gebunden sei. Wenn die Fraktion für die Erhöhung des Kommunalzuschlages von 100 auf 125 Broz. gestimmt habe, so sei das sehr schweren Herzens ge­schehen, ein anderer Weg fei jedoch nicht offen gewefen. In der darauf folgenden längeren lebhaften Diskussion sprachen sich die Ge­nossen Wächter, Baumgarten und Pfuhl gegen die Stellungnahme der Fraktion betreffs Erhöhung auf 125 Broz. Buschlag aus; fie be­fonten, man sollte der heutigen bürgerlichen Gesellschaft teine Mittel bewilligen resp. sollte die Zustimmung von der Erfüllung einzelner Forderungen abhängig gemacht werden. Die Genossen Wiske und Klöpfer erflärten sich mit der Haltung der Fraktion einverstanden. Sodann berichtet Genosse John, daß die Kreisgeneralversammlung Unter Bereinsangelegenheiten weist Genosse am 8. Mai stattfindet. Klöpfel auf die Konsumgenossenschaft hin. 8um Schluß forderte der Vorsitzende Genoffe John au recht reger Beteiligung an der Bormittagsversammlung am 1. Mai sowie Nachmittags- und Abend feier bei Schonert auf. Köpenick .

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Das kämpfende Handwerk im Mittelalter" lautete das Thema, über das Genosse UI'm in der letzten Wahlvereinsversammlung referierte. Zur Aufnahme in den Wahlverein hatten fich 10 Ber­fonen gemeldet, wovon zwei noch zurüdgestellt wurden. Der Kassen bericht weist einen Bestand von 171,19 m. auf. Die Mitglieder wurden aufgefordert, sich an der Maifeier, welche beim Genossen Otto( Stadttheater) stattfindet, zahlreich zu beteiligen. Sodann wurde mitgeteilt, daß der Jugendausschuß am Sonntag, den 9. Mai, im Kaiferhof" eine Bersammlung abhält, wozu die Ge­noffen ihre schulentwachsenen Kinder hinschiden mögen. Boffen.

Spandau .

Bu interessanten Erörterungen über das Recht der Presse tam es gestern in einer Gigung der 5. Ziviltammer des Landgerichts I , die sich unter Vorsitz des Landgerichtsdirektors Hoppe mit der bc­fannten Affäre des Damenklubs Neue Damengemeinschaft" zu bes schäftigen hatte. Im Dezember v.. erschien in einer hiesigen Bochenschrift ein Artikel, der das Treiben in dem Damentlub besprach. Dieser Artikel hatte die kürzlich verhardelte Beleidi­gungsflage zur Folge, die Mitglieder des Klubs gegen den Redakteur Frik, Wolff angestrengt hatten. Der Prozeß endete bekanntlich mit der Freisprechung des Redakteurs, da der von ihm angetretene Wahrheitsbeweis gelang.

Die Vorsitzende des Damenklubs, Olga Lehmann, hatte seine: zeit durch Rechtsanwalt Rosenberger eine einstweilige Verfügung erwirkt, nach welcher der Zeitschrift bei einer Konventionalstrafe bon 500 M. für jeden Uebertretungsfall verboten wurde, etwas über die Neue Damengemeinschaft" au beröffentlichen. Diese Verfügung wurde angefochten und beschäftigte nun gestern die 5. Bibiltammer. Der Vertreter des Damenklubs führte aus, daß man unmöglich der Presse das Recht zubilligen fönne, intime Dinge aus dem Privatleben von Personen an die Oeffentlichkeit zu zerren. Schon in sehr vielen Fällen wären durch die Veröffent lichung irgendwelcher Beschuldigungen, die sich später als uns richtig herausstellen, Existenzen vernichtet worden. Demgegenüber führte Nechtsanwalt Julius Meher I aus, bag in dem vorliegenden Falle von irgendwelchen Veröffentlichungen aus dem Privatleben daß ja gar keine Rede sein könne, da der Artikel sich nur mit dem widerwärtigen Treiben in dem Klub selbst beschäftige. Es sei eine der edelsten Aufgaben der Presse, Mißstände aufzudecken, und dieses Recht der Bresse einzuschränken, hieße die Breßfreiheit tnebeln. Wenn das Recht des Privatmannes, feine Meinung frei zu äußern und Mißstände aufzudecken, nicht auch der Presse Bit zubilligen fei, so stelle man diese unter ein Sondergesek, welches die gesamte Breßfreiheit illusorisch mache. Das Gericht schloß sich diefen Ausführungen in vollem Umfange an und erkannte auf Aufhebung der einstweiligen Verfügung.

Germanisierung der Polen .

Vermischtes.

Fener im Getreidespeicher. Nach einer Meldung aus Chicags brach gestern in einem Getreideelevator der Jllinois Central Rail­road Feuer aus. Bei den Löschversuchen wurden ein Feuerwehr­mann getötet, acht schwer verletzt. Der Schaden ist sehr beträchtlich. Eine folgenschwere Gasexplosion wird aus Charleroi ( Belgien ) in Montigny a. d. Sambre wurden bei einer Gaserplosion zwei Ar­gemeldet: In den Hochofenlagen der Gesellschaft Sambre et Moselle beiter getötet und vier schwer verlegt.

Eingegangene Druckfchriften.

Von der Nenen Zeit"( Stuttgart , Paul Singer) ist soeben d. 31. Heft des 27. Jahrgangs erschienen. Es hat folgenden Inhalt: Der französische Kongreß in St. Etienne ( 11. bis 14. April). Von Charles Der unbekannte Pestalozzi, der Sozialpädagoge und Rappaport( Paris ). Sozialpolitiker. Antritts vorlesang an der Univerſität Zürich am 6. Februar Industriebezirkes. Eine wirtschaftspolitische Studie von Johannes Krehen. 1909. Von Robert Seidel . Die Stahlwarenfabrikation des Solinger Literarische Rundschau: G. B. Üghetti, Auf dem Wege zur Wissenschaft. Bon Ph. Notizen: Die Marristen in Holland . Von Dr. W. A. Bonger. Zeitschriftenschaut.

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Die Neue Beit" erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle Buch­

handlungen, Bostanstalten und Stolporteure zum Preise von 3,25 3. pro Quartal zu beziehen; jedoch kann dieſelbe bei der Boft nur pro Duartal abonniert werden. Das einzelne Heft kostet 20 Bf.

Brobenummern stehen jederzeit zur Verfügung.

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Von der Gleichheit", Zeitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen ( Stuttgart , Berlag von Baul Singer), ist uns soeben Nr. 15 des 19. Jahr ganges zugegangen. Sie hat folgenden Inhalt: Die Maifeier. Die Suternationalität des Maifestes. Bon Luiſe Zieß. Was ist den Prole­tarierinnen der Achtstundentag? Von Hannah Dorsch- Lewin. Jugendgeschichte einer Arbeiterin. Die Maienbotschaft. Bon Guſtav Hoch .

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Nieder mit dem Militarismus! Bon Ottilie Bader. Losung. Bon Martha Hoppe.

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aus der Bewegung: Bon der Agitation. H. Stimmrecht für wohlhabende Frauen. Bon Mathilde Burm.

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Die

Der Arbeiterinnen Wer forgt für den Achtstundentag? Bon Politische Rundschau. Von H. B. Gewerkschaftliche Rundschaut. Der Kampf im Eulengebirge beendet! Notizenteil: Dienstbotenfrage. Arbeitsbedingungen der Ar beiterinnen. Frauenarbeit auf dem Gebiet der Industrie, des Handels. und Verkehrswesens. Frauenstimmrecht. Sozialistische Frauenbewegung im Ausland. Weibliche Fabrikinspektoren. Die Frau in öffentlichen Aemtern. Traun. Von Dr. W. L. Rosenberg. Seit für die Erziehung. Bon Für unsere Mütter und Hausfrauen: Noch ift's ein Heinrich Schulz. Frühling. Bon Johann Wolfgang Goethe . Mutter als Erzieherin. Feuilleton: Mairus. Von Andreas Scheut. Ein Blatt Revolutionsgeschichte. Ein Landjunter. Von Nikolaus Gogol. ( Fortfehung.)

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Die

Für unsere Kinder: Einem Kinde. Bon Cäsar Flaifchlen. ( edicht.)- Ueber den Grenzen. Von Ernst Mmsloh. Maifeier der Aus der römischen Geschichte. leinen. Von Ludwig Hand.( Gedicht.) ( Schluß.) Arria. Bon Karl Gerot.( Gedicht.) Der Teufel und der Bogt. Ein nordisches Märchen. Mama Maus. Bon Emma Dölk. ( Gedicht.)

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Die Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pf., durch die Poft bezogen beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 55 Pf., unter Streuzband 85 Pf. Jahresabonnement Briefkaften der Redaktion.

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D. S. 63. 1. Bis zur Höhe von 60 Pf. für die Woche besteht in der Regel das Recht, Zusahnahrung zu verlangen. 2. Nein. 3. Das hängt höchstens 20 Pf. 4. Nein. von der Höhe des Ueberschußverdienstes ab. Diefer beträgt pro Tag fein Versprechen innerhalb einer angemessenen von Ihnen zu setzenden Frist A. N. 59. Fordern Sie den Wirt auf, zu erfüllen; drohen Sie ihm an, daß Sie nach Ablauf der Frist das Streichen auf seine Kosten vornehmen lassen würden, führen Sie die Drohung aus und flagen Sie dann die Kosten ein. .. R. 7. Eine Klage hätte wenig Aussicht auf Erfolg, wenn Sie nicht ausdrücklich erklärt haben, daß sie eventuell einen Teil der Miete zurückerstattet haben wollen. E. N. 25. 1. Ja. 2. Erst nach dem Tode der Mutter würde ein Anspruch auf deren Nachlaß vorliegen; während 3. Ja; der ge­

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2. M. 10. Ja.

In einer impofanten Boltsversammlung sprach am Sonntag Ge­noffe rig 8ubeil über Neue Voltslasten als Reichsfinanz­reform". Das etwa zweiftündige Referat wurde von der Versamm­lung mit großem Beifall aufgenommen. Für die im Kreise Adelnau belegene Stadtgemeinde Der Besuch dieser Versammlung bewies wieder einmal, daß, Sulmierzyce wurde neben diefer polnischen Bezeichnung Sulmır. 2,60 2. wenn die Genoffen in puncto Agitation ihre Schuldigkeit tun, auch ichüß im Verkehr gebraucht. Am 28. Mai 1908 erließ nun ber Re der Erfolg nicht ausbleibt. Möge sich jeder befleißigen, auch in Bu- gierungspräsident in Bosen als Landespolizeibehörde eine öffent Zu- liche Bekanntmachung, durch welche die Schreibweise des Namens Die juristische Sprechstunde findet Lindenstraße Nr. 3, swelter funft fein Bestes für die Sache der Arbeiterbewegung zu tun. Fahrstuhl der Gemeinde Sulmierzyce( Sulmirschüß) auf Sulmirschütz fest- Sof, dritter Eingang, vier Treppen, Geöffnet 7 1hr Stolpe an der Nordbahn. gestellt wurde. Die Stadtgemeinde flagte nach vergeblicher Be- ochentäglich abends von 7 bis 9% Uhr statt. Sonnabends beginnt die Sprechstunde um 6 Uhr. Jeder Anfrage ift ein schwerde beim Ober. Verwaltungsgericht und beantragte, daß ihr Buchstabe und eine Zahl als Mertzeichen beizufügen. Briefliche Antwort Einen schaurigen Fund machte gestern der Totengräber auf dem die polnische Schreibweise belassen werde. Sie sei die historische, wird nicht erteilt. Bis zur Beantwortung im Briefkasten können 14 Tage hiesigen Friedhofe. Beim Auswerfen eines Grabes in der Nähe und die Bevölkerung hänge daran. Das Ober- Berwaltungsgericht bergehen. Gilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. bes Ottofchen Erbbegräbnisses, an einer Stelle, an der bisher noch erhob Beweis. Es wies am Mittwoch dann die Klage mit fol­keine Gräber vorhanden waren, stieß er auf einen noch gut erhaltenen gender Begründung ab: In der Provinz Posen sei der Fall häufig, Franenkopf mit roten Haaren. Auf Veranlassung des Pfarrers daß bei der dritten Teilung Bolens für Ortsnamen gleichzeitig wurde die weitere Ausgrabung eingestellt und die Kriminalpolizei zwei Schreibweisen vorhanden waren, eine deutsche und eine pol­benachrichtigt. Die sogenannte Mordkommission ist hierauf in Stolpe nische. Das sei auch hier so. Aus einer Karte vom Jahre 1797, zur Aufnahme und Feststellung des Befundes eingetroffen. die unmittelbar nach der Besibergreifung hergestellt wurde, gehe hervor, daß die deutsche Bezeichnung damals auch schon gebraucht wurde. Sie habe sich neben der polnischen immer weiter ein­Doppelfelbstmord. In der Nähe der hiesigen Geschützgießerei gebürgert, und es müsse als festgestellt gelten, daß sie bei Privaten wurden aus einem Abflußgraben der Havel drei Leichen, die eines und Behörden schon seit Jahrzehnten neben der Bezeichnung Mannes, einer Frau und eines Kindes, an das Land gezogen. In Sulmierzyce in Gebrauch sei. Es wäre anzunehmen, daß ihrer Lebzeit kann sie über ihr Vermögen frei verfügen. den Toten wurde die 88jährige Frau Anna Hirschmann, zulegt Sulmierzyce und Sulmirschüß als zwei gleichberechtigte Bezeichsamte Nachlaß haftet. Sie können Auszahlung Ihres Pflichtteils verlangen, Königsberger Straße 25 zu Berlin wohnhaft, deren Töchterchen nungen im Gebrauch waren. Dadurch sei im öffentlichen Verkehr wenn seit dem Erbanfall nicht mehr als drei Jahre verflossen sind. Anna, sowie der 28 Jahre alte Heizer Franz Junge aus der Bofener Landespolizeibehörde einschreiten dürfe, indem sie die eine der eine gewisse Unsicherheit entstanden, zu deren Beseitigung die Witterungsübersicht vom 29. April 1909, morgens 8 Uhr. Straße 22 in Berlin refognosziert. Frau. hatte mit ihrem beiben gleichberechtigten Bezeichnungen als die maßgebende be Manne, einem Schlosser, bis zum Oktober vorigen Jahres in zeichne. Darum sei die Bekanntmachung des Regierungs­der Königsberger Straße gewohnt, und dann war das Ehepaar, präsidenten gerechtfertigt. Denn welche der beiden Bezeichnungen welches drei Kinder besaß, auseinandergegangen. Die beiden bie Landespolizeibehörde wähle, sei ihre Sache. Das Gericht habe ältesten Knaben gab die Frau zu ihrer Mutter in Pflege, darüber nicht zu befinden, sondern nur über die Frage der Bu während sie selbst mit dem jüngsten Rinde fich bei Verwandten auf- lässigkeit des Einschreitens an sich. hielt. Sie hatte vor Jahresfrist den in einer hiesigen Fabrik be­Anklage wegen Diebstahls von Tannenzapfen. schäftigten Heizer Junge kennen gelernt, mit dem sie ein Verhältnis Bei Jnsterburg befindet sich der herzoglich anhaltische Forst unterhielt. Der Heizer veranlaßte die Frau, sich von ihrem Manne Walbhaufen. Aus ihm hatten im November vorigen Jahres awei zu trennen. Da jedoch Scheidungsgründe anscheinend nicht vor- Kinder im Alter von 12 und 13 Jahren Tannenzapfen vom Erd­handen waren und der Gatte, Stellmacher Hirschmann, fich auch nicht boden aufgelesen und zum Feueranmachen nach Hause gebracht. scheiden lassen wollte, so beschloß das Paar, sich das Leben zu Das hatte der Förster gesehen und Anzeige erstattet. Es hatten nehmen. Am Sonnabendabend holte die Frau, die ihr Töchterchen sich nun die Kinder und auch die Väter derselben vor dem Jnster­auf dem Arme trug, den Junge aus seiner Wohnung ab, und seither burger Schöffengericht wegen Forstdiebstahls zu verantworten. find beide vermißt worden. Der Heizer Hatte seine Geliebte und Der Wert der getrodneten Tannenzapfen wurde auf die noch viel deren Kind mit einem Strid an seinen rechten Arm festgebunden zu hohe Summe von 10 Pf. geschätzt. Der Wertlosigkeit der Tannenzapfen wegen erfolgte Freisprechung. Der Staatsanwalt und stürzte sich dann mit der Frau in die Havel . Die brei Zeichen legte jedoch Berufung ein. Dieser Tage fand die Verhandlung wurden nach dem Spandauer Schauhaufe übergeführt. bor der Strafkammer statt, welche die Berufung des Staatsanwalts verwarf. Bu betden Terminen war der Förster erschienen. Er erklärte, die von den Kindern aufgelesenen Tannenzapfen hätte die Forstverwaltung nicht verwertet, wenn die Kinder sie nicht mit genommen hätten. Die Kosten des Prozesses fallen der Staatstaffe zur Last. Drei erwachsene Personen und zivei Kinder werden wegen Fortnahme wertloser Objette zweimal bor das Gericht geschleppt. Bu bedauern ist, daß die Anklagebehörde weder zur Tragung der Kosten verurteilt, noch wegen Querulierens unter Anklage ge­

Der Schuß aus dem Güterbahnwagen. Aus einem Güterbahn. wagen, der am Mittwochmorgen 7 Uhr an der Staatener Straße entlangfuhr, wurde ein Schuß abgegeben. Die Kugel zertrümmerte cine Scheibe des Hauses Staatener Straße 2. Sie wurde in der Küche der Wohnung aufgefunden. Die Untersuchung ist einge

leitet worden.

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Grobe Berfehlungen im Amt

Seit kurzer Beit besteht am hiesigen Orte auch eine Wach- und Schließgesellschaft; natürlich ist das ganze Personal, vom Direktor ftellt werden kann. bis zum Schließer, wie es in Preußen- Deutschland kaum noch anders geht, uniformiert. Allem Anschein ist auch das Personal der Anficht, daß es mit der Uniform auch die Polizeigewalt ange- batte sich der Postgehilfe Gustav Nohn zufchulden kommen laffen, zogen hat. Folgender Borfall läßt wenigstens sehr start darauf der sich gestern bor der 2. Straffammer des Landgerichts II su schließen: Am Dienstagvormittag standen einige Personen männ- berantworten hatte. Der Angeklagte war auf dem Poftamte in lichen und weiblichen Geschlechts vor einem Hause Neuendorfer Groß- Richterfelbe als Postgehilfe angestellt und bezog hier 2.75 M.

Stationen

Stinembe. 758 S Hamburg 759 SW Berlin 761 WSW Franj.a.M. 763 München

Wetter

Il Stationen

6 mollig

Windstärke

Better

762 WSW 4bebedt

Temp. n. T.

Ko= 309 22959

11 paparanda 742 N 8 Betersburg 749 NW 11 Scilly

2

moltig

1 mollig

755 NNW 2 halb bd. 5 765 SSW 2Negen

5 halb bb. 3 heiter 6 bededt 9 Aberdeen 767 S 3 wolfen! 10 Baris 767 23 4 wollen! 12 Wetterprognofe für Freitag, den 30. April 1909. Siemlich fühl, vielfach heiter, jedoch sehr unbeständig mit einzelnen Regenschauern und frischen westlichen Winden.

Bien

Berliner Wetterbureau.

Wasserstands- Nachrichten

der Landesanstalt für Gewässerfunde, mitgeteilt bom Berliner Betterbureau.

Wasserstand

cm cm)

144

am jeit 28. 4. 27. 4.

am Jeit

Bafferstand

28. 4. 27. 4.

om 364

cm ¹) 7

Saale, Grochlit

183+2

236

251 243 241 184

Memel , Lufit Bregel, Justerburg Weichsel, Thorn Dder, Ratibor Aroffen Frankfurt Barthe, Schrimm Landsberg 221 Mete, Bordamm EIbe, Leitmerit

92

149

Havel , Spandau ) 120

Nathenow³) 143 Spree, Spremberg )

Beestow

Beser, Münden-10

Rhein, Marimiliansau 456

Naub Köln

Minden

65

123

97

Dresden Barby Magdeburg 248

-2 297

-5

Nedar, Heilbronn

216 227 90

-11

Main , Wertheim

15

Mosel, Trier

14003

Fall.) Unterpegel

+ bedeutet Buchs,