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Nr. 88. 29. Jahrgang. 3. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt.

Dienstag, 16. April 1912.

Heute abend 7 Uhr: Flugblatt- Verbreitung in Groß- Berlin.

In Neukölln findet die Flugblattverbreitung infolge der Stadtverordnetenwahlen am Donnerstag, den 18. April, statt.

Partei- Angelegenheiten.

der

ein Kriegsmarine getafeltes Schulschiff, Abflasch mit hinunter, wo sie mit schweren inneren Verlegungen liegen blieb. Batterie und allem sonstigen drum und dran errichtet. Selstverständlich Mieter des Hauses eilten sofort zum Arzt, der auch gleich zur Stelle Neukölln . Heute Dienstag, abends 9 Uhr, findet bei muß Uniform angelegt werden und Abzeichen an der Uniform war; er fonnte jedoch nur noch den während der Beit eingetretenen Bartsch, Hermannstr. 48/49, die Resultatverfündigung über gibt es ebenso selbstverständlich auch schon. Allen" Eltern steht Tod feststellen. Während der Arzt noch untersuchte und die Nach­den Ausfall der Stadtverordnetenwahlen in der zweiten Ab- es frei, hier ihre Söhne zum Eintritt anzumelden. Viele Schüler barn um ihn herumstanden, kam der Mann von der Arbeit. Fremde teilung statt. Das sozialdemokratische Wahlkomitee. bleiben aber schon nach kurzer Zeit wieder fort, weil sie nicht finden, Kinder erzählten ihm, daß eine Frau vier Treppen aus dem Fenster Charlottenburg . was sie erwartet haben und sich dem strammen Kommando des gefallen sei. Ahnungslos trat der Mann an die auf dem Hofe Heute, abends 8 Uhr: Generals bersammlung des Wahlvereins im großen Saale des Bolts- leitenden ehemaligen Seeoffiziers nicht recht anpassen fönnen. Das liegende Leiche, wo er erschreckt seine drei Kinder im Alter von 3 bis hauses. Togesordnung siehe Inserat. Zutritt nur gegen Ausweis Arbeitsfeld ist, wie offen erklärt wird, ganz auf militärischen Drill 10 Jahren um die Leiche der Mutter stehen sieht, die meine Mutti, durch Mitgliedsbuch. Der Vorstand. zugeschnitten. Seemännische Kenntnisse werden vermittelt, eine meine Mutti!" schreien. Den Schmerz des Mannes kann man sich militärische Ausbildung gegeben, Besprechungen über die Ver- denken. faffung( 1) des Reiches gehalten und so der staatsbürgerliche Sinn gepflegt. Die besten militärischen Eigenschaften tönnen sich hier früh entwideln: Gehorsam, Pflichttreue, Ordnung, Ruhe, Besonnenheit, Liebe zur Waffe".

berbreitung.

Der Vorstand.

Groß- Lichterfelde . Heute abend in allen Bezirken Flugblatt­Schmargendorf. Die zum heutigen Dienstag angekündigte Flug­blattverbreitung findet nicht statt.

Der Vorstand. Boghagen- Rummelsburg. Heute Dienstag, abends 7 Uhr, von den bekannten Stellen aus: Flugblattverbreitung. Die Bezirksleitung. Teltow . Am Mittwoch, den 17. d. M., abends 8%, Uhr, im Lokal von W. Bonow: Regelmäßige Mitgliederversammlung des Wahlvereins. Tagesordnung: Bericht der Stadtverordneten und der Maifommission. Der Vorstand. Niederschönhausen - Nordend. Heute Dienstag, abends 7 Uhr: Flugblattverbreitung von den Bezirkslokalen aus. Die Bezirksleitung.

Reinickendorf - Oft. Heute abend 8 berbreitung.

Berliner Nachrichten.

Dreiklassen- Karussell.

Einen bösen Unfall erlitt Sonntagnachmittag der Flieger Müller mit dem Kühlstein- Eindecker. Müller hatte in 30 Meter Höhe bereits mehrmals den Blaz umkreist, als sich die Maschine plöglich fentrecht nach unten einstellte und zu Boden schoß. Der Flieger wurde bewußtlos unter den Trümmern hervorgezogen und nach der Unfall­ftation des Blazes gebracht, wo der Arzt einen Bruch des linken Beines feststellte. Ob Müller innere Verlegungen davongetragen hat, steht noch nicht fest. Der Pilot wurde im Automobil nach dem Briger Krantenhaus gebracht, doch ist er außer Lebensgefahr. Die Ursachen des Unfalls fonnten noch nicht festgestellt werden.

Einer von der Hingegarde. Eine feltfame Rolle gab am Sonn abendabend der Agent für Arbeitswillige Ernst Kligte aus der Elsasser Straße in Fürstenwalde . Mit einem scharf geladenen Re­volver in der Tasche fuhr K. nach dem erwähnten Nachbarort, wo er Nur zu recht hat der Artikelschreiber, wenn er sagt, daß jeder, in den Straßen die Paffanten mit der Waffe bedrohte. Er der von solchen Dingen" etwas versteht, das Schüler Schulfchiff postierte sich dann vor der Möbelfabrit" System" und legte fast auf nicht als Spielzeug nimmt, wozu es oberflächliche und unwissende jeden der vorüberkommenden Fußgänger den Revolver an. Als man Beobachter stempeln wollen. In der Tat ist aus Spaß bitterer Ernst zur Festnahme des Revolverhelden schreiten wollte, drohte er jeden geworden, aus der Soldatenspielerei das von oben genährte Be- niederzuschießen, der ihm zu nahe käme. Auch in mehreren Restau­streben, die freie Jugend mit allen tauglichen Mitteln in den Zwang der rants bedrohte S. die Gäste. Als zwei Polizeibeamte zur Ver Bewunderung für den Militarismus und Imperialismus hineinzulotfen. Haftung des seltsamen Menschen schreiten wollte, richtete K. auch auf Als ob mur militärische Erziehung, nur imperialistischer Geist unsere diese die Schußwaffe. In dem Augenblick, als er den Hahn ab­Jugend start machen können! Man kann es im allgemeinen unter- brüden wollte, wurde er von hinten umfaßt und kampfunfähig ge­Uhr Flugblatt- schreiben, wenn es in dem Aufruf weiter heißt, die Eltern und Er macht. Gefeffelt mußte der tobende Erzedent zur Polizeiwache ge­Die Bezirksleitung. zieher sollten nicht an einer Veranstaltung vorübergehen, die die bracht werden. Bezirk Waidmannsluft und Umgegend. Die für Groß- Berlin Schärfe der sinnlichen Auffassung fördert, durch Freude an förper- Fallschirmabstürze in Johannisthal . Auf dem Flugplatz Johannis­auf den 16. April angefeßte Flugblattverbreitung findet für unseren licher Arbeit ein Gegengewicht gegen Vergnügungsfucht und sexuelle that führte am Sonntag nachmittag der Luftschiffer Thomnick einen Bezirk am Sonntag, ben 21. April, von den bekannten Lokalen aus Berirrungen schafft, die Liebe zum Volksliede pflegt, die Jungen Absturz aus einem Heißluftballon aus. Der Ballon, der über einem statt. Die Bezirksleitung. zum Nudern aufs Wasser und in den Ferien in die grüne Heide eigens fonstruierten Ofen erwärmt wurde, stieg schnell auf 600 Meter Potsdam . Am Mittwoch, den 17. d. Mts., findet für alle Bezirke führt. Ja, will der die andere Jugendpflege, die nicht auf mili- und verließ dann den Blaz. Ueber Rudow schwang sich Thomnick 8ablabend statt. Die Brandenburger Vorstadt versammelt sich tärischer Grundlage, nicht auf nationaler Beduselung aufgebaut ist, aus der Gondel, ließ sich mit einem Fallschirm in die Tiefe hinab, bei Schuhmacher, Alte Luisenstraße. etwas anderes? Will nicht auch sie die Jugend stark und tapfer der Luftschiffer erreichte ohne jeden Unfall den Boden und konnte machen für die Kämpfe des Lebens? Allerdings nicht für jene auch bald darauf den inzwischen niedergegangenen Ballon bergen. Kämpfe, die darauf ausgehen, die Macht. des Imperialismus zu stärken und dem Volkswohlstande die besten Kräfte, die besten Söhne unter Kanonenkugeln zu rauben. Neben der Jugendpflege auf dem Schüler- Schulschiff laufen echt politische Bestrebungen ein Auf dem Dache des Mumienpalaftes in der Leipziger her, bie bei der anderen Jugendpflege, wie sie von Arbeiterorgani Straße billige Starnickelzüchtung und auf der Kehrseite der fationen geübt wird, obwohl hier nicht einmal vorhanden, bekämpft reaktionären Hochburg in der Prinz- Albrecht- Straße billige werden, sogar mit ungefeßlichen Mitteln des Polizeistaates. Eltern, Hochzeitsfeier auf Generaluntoften... es paßt zu- bie es troß eines gewissen nationalen Empfindens mit dem Bolte sammen. Wie Wagner zum Faust sagt die eine Staats- halten, sollen ihre Kinder nicht auf das Schüler- Schulschiff senden, muimie zur anderen: Mit euch, ihr Herren, zu spazieren, ist hinter deffen erzieherischen Verfuchen sich ganz andere Zwede ber­Schwere Gaserlofion in einer Gastwirtschaft. Eine starke Gas­ehrenvoll und ist Gewinn." Lassen die Herrenhäusler ihre Staatsfarnicel auf dem Dache Familienfeste feiern, so ver- bergen, als fie ber Deffentlichkeit auf den Präsentierteller gelegt explosion erfolgte gestern abend furz nach 6 1hr in der Gastwirt schaft von Beth te in der 8orndorfer Str. 42, Ecke Peters­schlägt es auch dem Nachahmungstriebe anderer volks­burger Straße. Zu der genannten Zeit ertönte plöglich aus den feindlicher Parlamentarier nichts, wenn sie in den prächtigen Toilettenräumen eine heftige Detonation. Gleichzeitig flog die Wandelhallen des mit Steuergroschen erbauten Drei­Verbindungstür in das Lotal hinein und eine lange Stichflamme Aus Lichtenberg hatten wir gemeldet, daß im Hause schoß durch den Raum, wobei die Kleider der Gastwirtsfrau in Elaffenparlaments Kindtaufen, silberne Hochzeiten und Kronpringenstr. 20 an einem Fenster aber zum Grünframe Brand gerieten. Im Nu glich die Unglückliche einer Feuerfäule. Sie was sonst noch ohne Saalunkosten feiern. Ein echter geschäft gehörenden Wohnung ein Platat ausgehängt worden war, stürzte lichterloh brennend auf die Straße, wo sie bewußtlos zu­deutscher Mann mag keinen Franzen leiden, doch ihre Weine durch das Kinder zum titettstnoten fofort berfammenbrach. Straßenpaffanten eilten sofort hinzu und erstickten die trinft er gern." Der Chor der Landräte hätte dazu ein langt" wurden. Auf diefe Mitteilung antwortet uns jetzt Herr Fammen an dem Körper der Frau. Der Arbeiter Benkmann, der Ständchen bringen, der Polizeiminister den Tattstock schwingen Gedeite, daß nicht die Inhaberin des Grünkramgeschäftes, sondern mit der Schaufensterscheibe auf den Straßendamm geschleudert und die nationalliberale Schüzengilde des Hochzeits - er mit der Sache zu tun habe; daß er nicht Stinder unter worden war, hatte weniger schwere Verlegungen davongetragen. vaters Strause Ehrensalven abgeben oder Burzelbäume zwölf Jahren, sondern meist solche, die in einem halben Jahr Beide Verunglückte wurden nach der Unfallstation in ber Warschauer fonfirmiert werden sollen, beschäftige; daß von Ausnutzung der Straße gebracht und dort verbunden. Die Verlegungen der Frau schlagen müssen. Ein Zirkus mit Staatsclowns und Kinder teine Rede sein könne, da er felber nur einen sehr erwiesen sich als so schwer, daß sie sofort nach dem Krankenhaus am dressierten Paraderoffen ist ja die parlamentarische Festung geringen Nugen davon habe. Für 1000 Stück Etiketts der ver Friedrichshain gebracht werden mußte. Der Arbeiter Benkmann der preußischen Reaktion schon immer gewesen. Na, man fchiedenen Sorten befomme er felber vom Geschäft 20 Pf., 25 Pf. fonnte nach Anlegung von Notverbänden nach seiner Wohnung ent­muß schließlich zufrieden sein, daß die hochzeitlichen Schwärmer 30 Pf., 35 Pf., 40 Pf., 45 Pf., 50 f. und er zahle dafür den lassen werden. Auf der Unfallstelle war inzwischen die Feuerwehr, für den billigen Laden" bloß die Heizung und Be- Kindern 16 Pf., 20 f., 25 f., 27 f., 35 f., 35 f., 40 Pf. Da die von drei Seiten alarmiert worden war, eingetroffen. Da bei leuchtung genassauert haben und nach dem Rezept nach bleibe ihm am Wochenschluß ein Gewinn 12-15 M. der Explosion in dem Lokal Feuer nicht entstanden war, konnte sich preußischer Vergnügungsreisender nicht auch die Dinerrechnung batten über die Höhe des Verdienstes, den Herr Gedeite aus der wovon er noch 1,20 M. für Fahrgeld abrechnen müsse. wir die Wehr auf die Aufräumungsarbeiten beschränken. dem dummen Michel präsentieren. Möglich ist bei solchen Beschäftigung der Kinder hat, gar nichts angegeben. Durch seine Beim Reiten tödlich verunglückt ist der 28 Jahre alte Cand. theol. Leuten alles. Aber was das billige Hochzeitsfest der eigenen Angaben wird jetzt unfere Darstellung ergänzt. Daß an der Glazel, der Sohn eines Hauseigentümers aus der Teltower Straße. braven Familie Krause nun für schöne Perspektiven von ihm ausgegebenen Heimarbeit auch Kinder unter 12 Jahren als der junge Mann in der Bahn des 2. Garde- llanen- Regiments eröffnet! Vielleicht bald schon werden nationale Studenten teilgenommen haben, wird ihm selber unbekannt geblieben fein, in Moabit ritt, bockte das Pferd und warf ihn ab. Er fiel so un­hier ihre Saufgelage abhalten. aber ist Für Duelle, die das Gesetz uns es glücklich, daß er sich einen Schädelbruch und eine Gehirnerschütte­Für alle, die berbietet und ein blödsinniger Ehrenfoder vorschreibt, ist das angeht, wiederholen wir: Nach den Vorschriften des Kinderschuß rung zuzog. Schon auf dem Wege nach der Charité verschieb er. " Volkshaus" just der beste Drt. Schußleute stehen davor gefeßes dürfen Eltern ihre Stinder auch in der eigenen Wohnung Mittel- und Arbeitslosigkeit haben den 24 Jahre alten Straft und passen auf, daß die Herrschaften nicht gestört werden. für einen fremben Arbeitgeber nur dann arbeiten lassen, wagenführer Friedrich Gize, der in der Fehrbelliner Str. 20 in Auch die Borkämpfe, die neuerdings wenn die Kinder mindestens zwölf Jahre alt sind. Und Schlafftelle wohnte, in den Tod getrieben. Gize fam im September unter den auch das wiederholen wir: Wir halten die Erwerbsarbeit schul- vorigen Jahres nach Berlin und glaubte hier leicht Stellung zu Offizieren der Garderegimenter Mode geworden fins, pflichtiger Kinder aus erziehlichen wie aus gesundheitlichen Gründen finden. Er befam aber nur gelegentlich einmal Arbeit und war ge­follte man hierher verlegen. Und wie wär's mit für bedentlich und wünschen, daß sie gänzlich verboten wird. zwungen, seine ganzen Ersparnisse aufzubrauchen. Als er jetzt aller einem fidelen Staatsfientopp im großen Sigungssaal Mittel bar war, erschoß er sich in der Choriner Straße in der Wohnung seines Onfels, ben er wie früher schon öfter besucht hatte.

-

werden.

es

Kinder verlangt!

bekannt geworden.

während der Ferien? Das kann die Würde dieses Hauses Schweres Automobilunglück. Sonntag nachmittag fuhr das doch wirklich nicht mehr beeinträchtigen. Die Wandelhallen Automobil eines Charlottenburger Privatiers die Berliner Straße eignen sich ganz brillant zu einem überdachten Rummel, auf in Nieder- Schöneweide in schnellstem Tempo hinunter, als der dem die Januschauer, Pappenheimer und Konsorten vor ihren Chauffeur die Gewalt über die Steuerung verlor und das Auto in Radaubuden prächtige Anreißer abgeben würden. Das ein in der Berliner Str. 106 befindliches Schnhwarengeschäft hinein­Dach könnte man vielleicht als billige Commerwohnung führ. Bei dem Ueberfahren des Trottoirs drückte der Wagen den für Mondjüchtige oder als Berliner Monaco für blaublütige dort vorübergehenden Kriminalwachtmeister Brenis und dessen Frau Wechselreiter einrichten. Aber stubenrein muß das Drei- aus der Löwestr. 5 an die Wand. Dem Ehemann Prenis wurde Elassenparkett bleiben. Bloß aus den Höhenrevieren der Unterleib aufgerissen und der Frau die Schädeldecke gebrochen darf jauchzen Groß und Klein: Hier bin ich Mensch, hier und das rechte Auge dermaßen verletzt, daß sie wahrscheinlich die darf ich's sein! Wehe, dreimal wehe, wenn etwa ein Bolts Sebkraft verlieren dürfte. Beide Verlegte wurden in sehr bebent freund das fleinste Zimmerchen für einen gemeinnüßigen, lichem Zustande nach dem Krankenhaus am Friedrichshain gebracht, idealen Zwed überlassen haben will! Dann zuden die Ehren wo der Mann gestern früh den erlittenen Verlegungen erlag. Der hüter des hohen Hauses die Achseln, suchen trampfhaft nach Bustand der Frau gibt zu Besorgnissen Anlaß. abweisenden Paragraphen. Und richtig da steht zwischen den Zeilen geschrieben: Jm Vier- und Wein- Kabarett für Kulturfeindschaft hat die Bildung nichts zu suchen!

Berunglückte Kinder. Zwei schwere Straßenunfälle haben sich in der Georgenfirchstraße und in der Siemensstraße zugetragen. Vor dem Hause Georgenfirchstraße 10 wurde ein fechsjähriges Mädchen Magdalena Retsch, die Tochter eines Boftbeamten, von einem Milch­wagen überfahren. Das Kind erlitt einen gefährlichen Schädelbruch. hain Aufnahme. An der Ede der Siemens- und Waldstraße geriet und fand in bedenklichem Zustande im Krankenhause am Friedrichs­ein siebenjähriger Snabe Ostar Bonitz unter die Räder eines Brauer wagens. Er trug schwere Arm- und Beinverlegungen davon und mußte nach dem Strankenhause Moabit transportiert werden. In beiden Fällen ist die Schuldfrage noch nicht aufgeklärt.

Das Opfer eines schweren Straßenbahnunfalles wurde gestern der 43 Jahre alte Wächter Adolf Steiner , Bornholmer Straße 4 wohnhaft. Beim Ueberschreiten des Fahrdammes der Müllerstraße Linie 43 beobachtet. Er wurde von der Borderplattform umgestoßen hatte St. nicht das Herannahen eines Straßenbahnwagens der und unter den Motorwagen geschleudert. Mit schweren inneren Verlegungen, Rippenbrüchen und start blutenden Kopfwunden wurde der Verunglückte ins Virchow- Krankenhaus eingeliefert.

Entgleisung der Uferbahn Grünau - Schmöckwik. Eine große Verkehrsstörung, die sich am Sonntag recht unangenehm bemertbar machte, ereignete sich auf der neuen Benzolbahn Grünau- Schmöcke wizz. Der von Grünau um 8 1hr 50 Min. abgelaffene und voll Ueber das sogenannte Schüler- Schulschiff in Wilmersdorf ber befette Motorwagen entgleiste in der Nähe des Restaurants Richters­öffentlicht im Berliner Lokal- Anzeiger" ein ungenannter Verfasser, horn in einer Kurve und legte fich zur Seite. Die Fahrgäste, von Eine traurige Aufklärung hat das Berschwinden der 22 Jahre der wohl in Offizierstreifen zu suchen ist, einen mehrspaltigen Bro- denen niemand verlegt ist. wurden durcheinander geworfen und alten Blätterin Martha Hinze aus der Schillingstraße gefunden, von Die Vermißte wurde Sonnabend an paganda- Auffaz. Es handelt sich hier um eine private Gründung, stürzten, nachdem sie sich vom ersten Schred erholt hatten, dem Aus dem kürzlich berichtet wurde. die selbstverständlich, wie aller militärisch zugeftuzte Klimbim, die gang zu. Nur einem glücklichen Zufall ist es zu verdanken, daß der der Wühlendammschleuse als Leiche in der Spree totebergefunden. Mit einem Kautionsschwindler, der wegen größerer Betrügereien weiteste Unterstützung behördlicher und besonders maritimer Streise Motorwagen, der im legten Augenblid eine Stüze durch den findet. Wenn in dem sehr geschickt und verlockend geschriebenen Ar- Straßendamm erhielt, nicht in die Böschung hinabgestürzt ist. Der von der Polizei zu Frankfurt a. M. festgenommen worden ist, hat tifel gefagt wird, die Einrichtung sei nicht fünstlich ins Leben ge- aufgenommen werden. Verkehr mußte unterbrochen werden und konnte erst gestern wieder fich jetzt auch die Berliner Kriminalpolizei zu beschäftigen. In den Gine genaue Untersuchung ist eingeleitet. größeren Beitungen Deutschlands erschienen vor einiger Zeit An­rufen, sondern der eigenen Initiative von Schülern entsprungen, so wie verlautet, follen an dieser Stelle z. B. an den Osterfeiertagen zeigen, in denen ein Plantagenbefizer für seine Beftgungen in stimmt das wohl nicht ganz. Freilich hatten sich hier Gymnafiasten die Anhängewagen öfter herausgefprungen sein. Außerdem wird Brasilien einen Verwalter fuchte. Als Gehalt wurden 6-10 000 r. zusammengefunden, um nach Kinderart das Leben und Treiben von über die außerordentliche schnelle" Beförderung geflagt. Alle Augen- jährlich in Aussicht gestellt. Natürlich meldeten sich zahlreiche Personen Matrosen nachzuempfinden, aber diese nicht ungewöhnliche Erscheinung blicke bleibt die Bahn stehen und so mancher Fahrgast, dem die aus allen Städten um diesen günstig erscheinenden Poften. Die Be­haben sich dann gewisse Leute, die mit dem Schlagworte von unserer Sache zu langweilig wird, zieht es vor, den Wagen schimpfend zu werber bekamen dann von einem Manne aus Frankfurt a. M. Schreiben, in denen ihnen mitgeteilt wurde, daß sie sich zu einer auf dem Waffer liegenden Zukunft aufstehen und schlafen gehen, in verlassen und sich seinen Beinen anzubertrauen. bestimmten Zeit in einer Reſtauration in der Nähe des Haupt­bahnhofes einfinden sollten. Sier trafen fie dann einen jungen Mann, der angab, früher der angab, früher eine Schiffsreederei besessen zu haben. Diefe habe er aber jetzt verlauft und einige Plantagen in Brasilien erworben. Er machte die Leute auch noch besonders darauf

threr besonderen nationalbeglüdenden Art zunuze gemacht. So wurde Ein bedauerlicher Unglücksfall ereignete fich am Sonnabend. durch die Munifizenz des Gründers", der dafür seinen Orden schon abend 6 Uhr in der Egerzierstraße 24. Als die 32 Jahre alte Frau weg hat oder ihn noch bekommen wird, auf Wilmersdorfer des Stuffateurs D. Gaebler die Fenster reinigte, ftürzte fie infolge Trockengebiet nahe dem Fichte- Gymnasium nach dem Vorbilde eines Fehltritts vom vierten Stock des Quergebäudes in die Tiefe

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