Nr. 108. 29. Jahrgang.
4. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt.
Partei- Angelegenheiten.
Genossen! Erscheint frühzeitig zur heutigen Flugblattverbreitung!
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Um 8 Uhr finden in folgenden Lokalen Versammlungen statt: Kliems Festsäle, Hasenheide 13/15. Urania, Wrangelstr. 10/11.
Brauerei Friedrichshain, Am Friedrichshain 16/23. ausgaben zu machen. Kastanienwäldchen, Badstr . 15/16. Pharusfäle, Müllerstr. 142.
Stadt- Theater Moabit , Alt- Moabit 47/49.
Für rege Beteiligung ersuchen wir Sorge zu tragen. Der geschäftsführende Ausschuß.
Friebenau. Die Flugblattverbreitung findet heute, Freitag, abends 7 Uhr, von den Bezirkslokalen aus statt. Der Vorstand. Treptow - Baumschulenweg. Heute abend 7 Uhr: Wichtige Flug blattverbreitung von den Bezirkslokalen aus. Der Vorstand, Tempelhof . Für Tempelhof findet heute abend keine Flug. blattverbreitung statt.
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Freitag, 10. Mai 1912.
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Bur Sache selbst lag eine Petition des Vereins Deutscher Kauf- noch heute eine alte Gemeindeschule steht, ist eins der wertvollsten, Teute( Arbeitnehmerorganisation) vor, in der ersucht wurde, auch die wenn nicht das wertvollste Grundstück der Stadt im Norden Berlins . Gründe zu hören, die gegen eine Verlängerung der Sonntagsarbeit Die Nazarethgemeinde hat doch in der Nazarethkirchstraße 50 ein sprächen, wenn im allgemeinen auch der Standpunkt der Handlungs- Pfarrhaus von 12 Bimmern und im Nazarethfirdpark ein Gegehilfenschaft der Deputation bekannt sei. Von den Magistrats meindehaus. Wozu also dieser zweite Neubau? Und wie steht's bertretern wurde die Meinung vertreten, daß trok der vorliegenden mit den Eigentumsrechten der Kirchengemeinde Nazareth an den Da heute abend 6 große Protestversammlungen wegen der Aeußerungen der Korporationen der Untenehmer, der Verlänge Kirchenpart? Dieser Part steht, wie wir hören, dem Magistrat, Vorgänge im preußischen Abgeordnetenhause stattfinden, werden rung der Berkaufszeit bis 6 Uhr an den Sonntagen vor den hohen jo lange er ihn als Bart pflegt und unterhält, unentgeltlich nach Festen nicht zuzustimmen sei, und in diesem Sinne, allerdings unter diesbezüglichen Eintragungen auf dem betreffenden Grundbuchblatt die Genossen ersucht, rechtzeitig spätestens um 7 Uhr zur Bekanntgabe der geäußerten Bedenken, an dem Bolizeipräsidenten zur Verfügung. Ein auf Löschung jener Vertragsklauseb von der Flugblattverbreitung zum Frauentag zu erscheinen, um dann berichtet werden solle. Auch von einem Innungsvertreter wurde Gemeinde gegen den Magistrat geführter Prozeß ging vor mehr als noch an den Versammlungen teilnehmen zu können. erklärt, daß nach seinen gemachten praktischen Erfahrungen die 10 Jahren für die Kirchengemeinde verloren. Und nun soll die Stadt ,. leinen Geschäftsleute durchaus nicht von dem Offenhalten ihrer der bei der geplanten Anlegung eines Gemeindefriedhofes in Buch Verkaufstäden begeistert sind, sondern daß lediglich die Rücksicht auf von den Kirchenbehörden die größten Schwierigkeiten gemacht wer die Konkurrenz, die durch das lange Offenhalten erst hervorgerufen ben, abermals ein solches Geschenk an die Kirche Berlina machen?! werde, fie swinge, im Baden untätig zu stehen und unnötige Spesen Eine solche Liebesgabe zu verlangen ist doch gelinde gesagh- naib. Die Grundeigentumsdeputation hat bereits auch das freund Von unseren Genossen wurde hervorgehoben, daß durch die aufliche Angebot, wie wir hören, abgelehnt, die Parkdeputation wird flärende Tätigkeit der Gehilfenorganisationen unter dem Baufenden sich noch damit beschäftigen und wohl in gleichem Sinne beschließen. Publikum dieses in sozialpolitischer Beziehung immer mehr und Die Stadt Berlin hat gar keine Veranlassung, den Erwerbsbedürfmehr über die Forderungen der Handlungsgehilfen unterrichtet niffen der Kirche Vorschub zu leisten, wenn das auf ihre Kosten würde und auch die Zeit kommen werde, wo selbst der rückständigste geschehen soll. fleine Geschäftsinhaber einsehen müßte, daß das Verlangen nach langem Offenhalten des Geschäftes ihm durchaus keinen Nutzen bringe. Der Antrag der Magistratsvertreter, dem Polizeipräsidenten zu berichten, in Butunft keine Ausnahmen wie im vorigen Jahre vor Weihnachten zuzulassen, gelangte zur Annahme. Weiter lag der Deputation ein Ersuchen des Polizeipräsidenten vor, sich zu äußern wegen Vorschlägen zur Ergänzung des Ortsstatuts vom 14. Oktober/ 3. November 1911, betreffend die Beschäftigung von Personal an Sonn- und Feiertagen in offenen Bertaufabellen. Gleich nach Erlaß des neuen Ortsstatute, so wurde von Magistratsseite behändler und die Zeitungshändler gekommen und haben über außer gründend ausgeführt, sind insbesondere die Prennmaterialien ordentlich schwere wirtschaftliche Benachteiligung Klage geführt. Die Geschäftsinhaber von leinen Brennmaterialienhandlungen hätten hervorgehoben, daß die für den Winter festgesette Verkaufszeit von 12-2 Uhr nachmittage für sie feinen Wert besibe, da im Winter um biefe Beit niemand mehr daran denke, Brennmaterialien au faufen. Aehnlich sei es auch mit dem Zeitungsverkauf. Die Ber liner Handelskammer, die um ein Gutachten hierüber angegangen worden ist, habe eine Ausnahme für Brennmaterialien als wünschenswert bezeichnet, für den Beitungsverlauf aber nicht. Das Ersuchen des Polizeipräsidenten ist mit der Absicht verknüpft, diese Ergänzungen" zum Ortsstatut zum 1. Oftober 1912 in Kraft treten zu lassen. Die Deputation teilte mit den Magistratsvertretern die Ansicht, daß kein erheblicher Grund vorliege, schon jest wieder an eine Veränderung oder Ergänzung des Ortsstatuts heranzugehen. Dabei wurde von folgenden Erwägungen ausgegangen: Nach den gemachten Erfahrungen würden bei einer vorzunehmenden Aenderung sofort andere Verkaufsgruppen mit gleichen Anfinnen herane treten; dann sei es technisch nicht möglich, ein so verändertes Statut bis zum 1. Oftober d. J. unter Dach und Fach zu bringen, und endlich müsse Rücksicht genommen werden darauf, daß zurzeit ein Gefebentwurf über die reichsgesetzliche Regelung der Sonntagsarbeit vorliegt, und daß im Anschluß daran bei dem Zustandekommen dieses Gesetzes man sich so wie so von neuem mit der Regelung dieser ganzen Materie auch in Berlin werde befassen müssen.
bon den Bezirkslokalen aus.
Friedrichsfelde . Heute abend 7 Uhr: Flugblattverbreitung Die Frauen, welche am Sonntag an der Berfammlung teilnehmen wollen, treffen sich 21 Uhr bei Brunt, Prinzen- Allee 59.
Lichtenrade. Sonnabend, den 11. Mai, abends 8 Uhr, in den Bezirkslokalen: Bahlabend. Nieder- Schöneweide. Heute, Freitag 7 Uhr Flugblattverbreitung von den Bezirkslokalen. Sonntag, den 12. d. Wits., treffen sich die Genossinuen beim Genossen Bengich, Briger Str. 17, mittags 1 Uhr, zum Abmarsch nach Ober- Schöneweide , Wilhelminenhof.
Der Vorstand.
Wannsee . Am Sonnabend, den 11. d. Mis., abends pünktlich 29 Uhr im Restaurant Fürstenhof"( D. Ackermann), Vortrag des Genossen Max Schütte- Berlin über den Kultus des Krieges. Nach dem Vortrag: Bersammlung des Wahlvereins. Gäste sind will
tommen.
Reinickendorf - Oft. Heute abend 7 Uhr von den bekannten Stellen aus Flugblattverbreitung. Die Bezirksleitung. Alt- Glienicke. Am Sonnabend, den 11. Mai, findet für den Bezirk Fallenberg der Zahlabend bei Schäfer statt.
Strausberg . Morgen, Sonnabend, den 11. Mai, abends 81, Uhr: Witgliederversammlung des Wahlvereins bei Weiß. Tagesordnung: Kassenbericht, Beichlußfassung über die Erhöhung des Beitrages, Wichtiges aus dem Stadtparlament.
Mühlenbeck( Bezirk Nieder- Schönhausen). Sonntag, den 12. Mai, Vorwärts" Berbreitung. Treff
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bormittags 9 Uhr: punkt bei A. Bärsch. Die Mühlenbeder Genossen wollen sich rege an dieser Arbeit beteiligen. Die Agitationsfommission. Staaten. Sonntag, den 12. Mai, nachmittags 2%, Uhr, in Gnädigs Gafthof. Große öffentl. Versammlung. Tagesordnung: Her mit dem Frauenwahlrecht. Referent: Arbeitersekretär Genosse Bücke Berlin . Diskussion.
Sonnabend, den 11. Mai, abends 6 Uhr, Handzettelverteilung von Gnädigs Gasthof aus. Der Vorstand.
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Die Oberbürgermeisterfrage
Zu der Bluttat in der Frohnauer Forst, der der Forstaufseher Scherf zum Opfer fiel, wird mitgeteilt: Jm Lichthofe des Polizeis präsidiums find jest außer den Sachen, die der Täter auf der Flucht zurückließ, auch die Gegenstände ausgestellt, die nach einem Einbruch in Zehlendorf , über den schon berichtet wurde, dort gefunden wurden. Denn der Einbrecher aus Zehlendorf , der mehrmals auf den ihn verfolgenden Polizeibeamten schoß, ist wahrscheinlich derfelbe stotternde Sterl, der Scherf mit zwei tödlichen Schüssen niederstreckte. Die aus Behlendorf hinzugekommenen Sachen sind ein leichter Delrod, wie Segler sie wohl tragen, eine Seglermüße mit Om Den Danske Tsholdsbevae Gelsee 25 Aars Jubiläum 1904" dem Abzeichen des Marinejugendvereins 1904, ein Streichholzbe= hälter mit der Aufschrift„ Sra de Forende Braggerier Til Minde und mehrere Dietriche und Stemmeisen. Es scheint, daß der Ver folgte auch Bootshäuser erbrochen hat. Soffentlich führt die Ausſtellung im Lichthof auf seine Spur und zu seiner Festnahme. Die triminalpolizei nimmt von allen, die nach dieser Richtung etwas mitzuteilen haben, jederzeit Angaben entgegen.
Eine traurige Aufklärung hat das Verschwinden der 30 Jahre alten Telephongehilfin Elsbeth Naßler aus der Bandelstraße 24 gefunden. Fräulein Staßler war feit neun Jahren auf dem Bostamt 21 in der Turmstraße im Telephondienst beschäftigt und wohnte bei ihrer Mutter. In der letzten Zeit war sie stark nervös. Bor drei Wochen schrieb sie der Arzt deshalb frank und dienstunfähig. Die Krante sollte nun den Schein nach dem Bostamt bringen, tat dies aber nicht, weil sie fürchtete, entlassen zu werden. Am folgenden Tage zog sie ihre besten Kleider an und ging fort. Ihre Mutter nahm an, daß sie nur einen Spaziergang machen wolle, und schöpfte erst Verdacht, als fie ihre ganzen Wertsachen und ihr Geld auf dem Tische fand. Die Vermutung der Mutter, daß sich ihre Tochter in ihrer Aufregung das Leben nehmen werde, hat sich leider bestätigt. Jezt fand man ihre Leiche im Müggelsee, in dem sie sich, nach längerem planlosen Umberirren, ertränkt hatte.
Klingelfahrer sind sei Beginn der Ausflugssonntage wieder fleißiger an der Arbeit. Man versteht unter diesem Fachausdruck solche Wohnungseinbrecher, die es hauptsächlich auf die am Sonntag nachmittag von den Mietern verlassenen Wohnungen abgesehen haben. Aus allen Teilen der Stadt werden solche Einbrüche zahlbefchäftigte gestern abend die geheime Sigung der Stadtverordneten. reich gemeldet. Dabei ist es charakteristisch, daß diese gemeinen Es fam zu längeren Erörterungen zwischen den bürgerlichen Ver- Diebesspezialisten die kleinen und fleinsten Wohnungen, in denen tretern und den Sozialdemokraten über die im Schnellzugstempo mindestens die Betten von erheblicherem Werte sind, nicht verherbeigeführte Entscheidung über die Person des fünftigen Ober- schonen. Sie machen sogar hier gute Geschäfte, weil bekanntlich bürgermeisters, ohne daß nähere Erklärungen vorliegen über die die minderbemittelte Bevölkerung zu ihrer Erholung fast nur auf den Sonntag angewiesen ist. Go tommt es, daß gange Stodmerte Stellung des Herrn Wermuth zu wichtigen kommunalen und viele Stunden lang verlassen bleiben, was die Diebe mit Leichtigkeit tommunalpolitischen Fragen. Herrn Wermuth sind zwar die von durch Klingeln an der Wohnungstür feststellen. Bevorzugt werden den Sozialdemokraten gestellten Fragen übermittelt worden dann wieder die Wohnungen im vierten Stodwert, weil hier die beren Beantwortung fein Gewicht legen. Die bürgerlichen Mit- am sichersten sind. Auch Sicherheitsschlösser bieten feinen boll glieder sprechen sich für Herrn Wermuts aus. Die Wahl, die nun nur noch ein formeller Aft ist, wird nächstens erfolgen. Diese muß nach der Städteordnung per Stimmzettel erfolgen. Am 1. September foll der neue Herr fein Amt antreten. Das Gehalt ist auf 40 000 m.
Berliner Nachrichten. aber mit dem Bemerken, daß die bürgerlichen Stadtverordneten auf Klingelfahrer vor Ueberraschungen durch anwesende Hausbewohner
stus
Aus der Stadtverordnetenversammlung. Dem Karl Hagenbeckschen Tierpart, der am Rande der Jungfernheide gefchaffen werden soll, wurde gestern die gewünschte Hypothet aus Stadtmitteln im Betrage von 1 Million Mark bewilligt. Manche der festgesetzt worden. gegen das Unternehmen geltend gemachten Bedenken waren durch die Ausschußberatung zerstreut worden, so daß nunmehr Soldaten auf der Freilichtbühne. Auch im benachbarten der Vertrag mit der Tierpartgesellschaft in der vom Ausschuß Bernau haben die vaterländischen Festspiele mit friegsvorgeschlagenen Fassung angenommen wurde. Bedingung begeisterndem Hintergrunde wieder begonnen. Da jedoch nicht der Hergabe des Geldes ist, daß der in Betracht kommende Teil der Jungfernheide nach Berlin eingemeindet wird. Herr Hagenbed und seine Gesellschaft wird sich also noch eine Weile gedulden müssen.
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ständigen Schuß, da die überaus leichten Türfüllungen der Ber liner Mietstasernen mit der Stichsäge in wenigen Minuten zwedentsprechend bearbeitet werden können. Gewerbsmäßige Bettler und wirklich Notleidende gehen am Sonntag nachmittag grundsäßlich nicht fechten, weil sie die Gefahr, als Klingelfahrer verbächtigt und behandelt zu werden, nur zu genau fennen. Die Schutzmannspatrouillen find angewiesen worden, Sonntagsnachmittagsbettler besonders scharf aufs Korn zu nehmen. Sie werden gewöhnlich ftrenger bestraft als Personen, die zu anderer Zeit betteln gehen. Ein gewiffer Schutz besteht darin, daß die Hausbewohner, welche Sonntags für längere Beit ihre Wohnung verlassen, die Nachbarn darauf aufmerksam machen. Dann muß jedes Geräusch in der verlassenen Wohnung fofort auffallen.
genügend Privatpersonen für die gute Sache" als Darsteller aufzutreiben waren, sind noch fünfzig Soldaten herangezogen worden. Bernau hat feine eigene Garnison, die Marssöhne Ein Leichenfund auf den Eisenbahnschienen beschäftigt die müssen also an jedem Spieltage, Mittwochs und Sonntags. Zufällig in derselben Sigung wurde über ein Unter- mit der Bahn nach dem märkischen Städtchen fahren. Sollten Polizeibehörden. Auf der Strecke zwischen Grünau und Eichwalde nehmen eines anderen Hagenbeck verhandelt, über eine etwa auch auf der Freilichtbühne bei Bichelewerder, die sich wurde gestern morgen die Leiche eines Mannes gefunden, der von einem Eisenbahnzuge überfahren worden ist. In dem Toten wurde Indische Völkerschau", die im Treptower ebenfalls der Protektion hoher militärischer Streise erfreut, ber 30 Jahre alte Technifer Georg Hoppe aus der Weinstr. 10 erPart von Herrn Gustav Hagenbed geplant ist. Der Soldaten verwendet werden? fannt. Der Mann war bei der Eisenbahnverwaltung in Lichtenberg Unternehmer hat mit seinem Gesuch um Hergabe eines Teiles Wir gönnen gewiß unseren Vaterlandsverteidigern an- als Beichner beschäftigt und bewohnte seit einem Jahre als Jungder Bürgerwiese des Treptower Parkes den Magistrat für die gesichts ihrer riesigen Staatsbezüge einen fleinen Nebenver- geselle in der Weinstraße ein möbliertes Zimmer. Seit dem 1. Mai Sache zu gewinnen gewußt, aber die Stadtverordneten- dienst, möchten aber doch der Meinung sein, daß eine derartige ließ er sich zu Hause nicht mehr sehen, und gab auch sonst kein versammlung war weniger rasch bereit, sich dafür zu be- Rommandierung von Soldaten genau so zum militärischen Lebenszeichen von fich. Seine Wirtin erkundigte sich daraufhin an geistern. Gegen den Antrag des Magistrats, dem Unter- Dienste paßt wie die chronisch- tragikomische Ordnungsruferei seiner Arbeitsstelle und erfuhr, daß er am Ende April entlassen nehmer das Stück Wiese zu geben, wandte sich mit guten des Dreiflaffenpräsidenten von Erffa zur gerechten Berab- worden sei. Weshalb das geschehen ist, sagte man ihr nicht. Es ist wahrscheinlich, daß Hoppe wegen der Entlassung selbst den Tod Gründen unser Genosse Beid. Im Treptower Part jeten scheuung des Krieges. gesucht hat. die Stätten des Spieles, die der erholungsuchenden Fachschule für Kraftfahrer. Die Deputation für die städtischen Bevölkerung überlassen sind, ohnedies nicht so reichlich Fach- und Fortbildungsschulen beschloß in ihrer gestrigen Situng bemessen, daß man sie noch schmälern dürfe. Dem von Leid u. a. für die Errichtung einer Fachschule für Straitfahrer bie Bebegründeten Antrag der sozialdemokratischen Fraktion, die nubung eines städtischen Grundstückes in der Wiesenstraße dem Magistratsvorlage abzulehnen, schlossen sich die Freisiunigen Magistrat in Borschlag zu bringen. an. Die Vorlage wurde ohne weiteres abgelehnt.
Aus der Gewerbebeputation.
Ferner nahm die Deputation die zweite Lesung des Ortestatuts für die Errichtung einer Pflichtfortbildungsschule für Mädchen vor und genehmigte das Statut, das nunmehr dem Magistrat vorgelegt
werden wird.
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Ein Pompadourräuber wurde Mittwoch abend auf frischer Tat ertappt und festgenommen. Als ein junges Paar das Wifingerfer entlang ging, sprang plöblich ein Bursche an das Mädchen heran, entriß ihm die Handtasche und ergriff mit der Beute die Flucht. Der Begleiter der Beraubten verfolgte ihn, holte ihn auch der Polizei. Die Kriminalpolizei stellte den Verhafteten fest als den schon nach wenigen Schritten ein, nahm ihn fest und übergab ihn 22 Jahre alten Krankenpfleger Albert Timpe, der bis zum April dieses Jahres in Buch Jrrenpfleger war und dann entlassen wurde. Er trieb sich seitdem wohnungslos umher und berübte bereits mehrere Raubanfälle auf Damen, die Handtaschen trugen. Einen Raub dieser Art, der vor einigen Tagen auf der Charlottenburger Chauffee berübt wurde, gibt er auch zu, man fand aber bei ihn verschiedene Sachen, die bei anderen Gelegenheiten geraubt worden find.
In ihrer lesten Sigung beschäftigte sich die Gewerbebeputation erneut mit der Frage des Berliner Polizeipräsidenten, ob die im Eine Liebesgabe der Stadt Berlin wünscht die Stadtfynode. Handelsgewerbe an den letten Sonntagen vor Ostern und vor Die Synode möchte wieder einmal ein gutes Geschäft mit der Stadt Pfingsten ausnahmsweise zugelassene Beschäftigung von Personal Berlin machen. Die Nazarethgemeinde, welcher der Magistrat im bis 6 Uhr nachmittags auch fünftig noch notwendig ist. Ueber Jahre 1831 am Wedding ein 2½ Morgen großes Gelände für einen diese Angelegenheit ist in der Deputation bereits im März d. J. Kirchenbau und Kirchpark unentgeltlich bergab, will ein Stüd diefes verhandelt worden.( Siche Bericht in Nr. 72 des Vorwärts" vom noch immer der Stadt Berlin gehörigen Terrains der Stadt wieder wieder unentgeltlich das wertvollste 26. März 1912.) Damals beschloß die Deputation, gutachtliche abtreten, um dafür Sechs Tage tot in ihrer Wohnung gelegen hat die 52 Jahre alte Aeußerungen kaufmännischer und gewerblicher Korporationen der Grundstück der Stadt Norden, nämlich das Schulgebäude an der Arbeiterwitwe Pauline Vogelfang aus der Bernauer Straße 114c. Arbeitgeber einzuholen. Diese lagen jetzt vor. Wie nicht anders Ecke Schul- und Ruheplatstraße zu erhalten. Ueber diesen Tausch Frau Vogelfang ernährte sich durch Plätten und Reinemachen außerzu erwarten war, lauteten die Gutachten dahin, daß im Interesse versuch wird der„ Vossischen Zeitung" von unterrichteter Seite ge- halb des Hauses. Da fie mit ihren Nachbarn fast gar nicht verDer kleinen Geschäftsinhaber die Oeffnung der Verkaufsstellen an schrieben: In einer Fachzeitschrift für das Beerdigungswesen verden betreffenden Tagen wünschenswert erscheine. Unter diesen Kor- breitet der Pfarrer Neubauer von der Nazarethkirche an leitender fehrte, fiel es nicht auf, als sie feit Freitag vergangener Woche nicht mehr gesehen wurde. Gestern verspürte man aber einen so starken porationen befinden sich die Verliner Handelskammer, der Zentral- Stelle in einem Bericht über die Entstehung der Nazarethkirche die Geruch aus ihrem Bimmer, daß der Hauswirt gewaltsam öffnen ausschuß kaufmännischer und gewerblicher Vereine und der etwas überraschende Nachricht, daß auf dem Schgrundstück der Schul- ließ. Jetzt fand man die Frau schon in Verwesung übergegangen Innungsausschuß der vereinigten Innungen zu Berlin . Hierbei und Nuheplakstraße, nach den zurzeit zwischen Magistrat und tot in ihrem Bette liegen. Nach Feststellung eines rates war ihr machte der Vorsitzende der Deputation vor Eintritt in die Tages- Nazarethgemeinde noch schwebenden Verhandlungen ein neues ordnung noch die nicht unbeachtliche Mitteilung, daß der Polizei- Pfarr- und Gemeindehaus erbaut werden soll." Die Verwirklichung od schon vor sechs Tagen eingetreten. Die Leiche wurde beschlagpräsident gewünscht habe, die generelle Regelung der Angelegenheit dieses Planes dürfte wohl kaum in absehbarer Zeit erfolgen. Kann nahmt und nach dem Schauhause gebracht. Opfer der Straße. Ein schwerer Automobilunfall ereignete fich so durchzuführer daß für die Sonntage vor den hohen Festen die man wirklich der Stadt zumuten, ein Grundstück, das sie im Jahre Berlaufsgeeit von 12-4 Uhr nadymittaga im Ortestatut über die 1831, wie der Pfarrer Neubauer in dem betreffenden Artikel selbst am Mittwochnachmittag gegen 45 Uhr in der Frankfurter Allee . Sonntagsruhe im Handelsgewerbe durch Abänderung des Orts- erklärt, der Nazarethgemeinde neben andern heute wertvollen Dorb geriet beim Spiel an der Ede der Thaerstraße die fechsjährige statuts festgesetzt werde. Dieses sei, da es eine Durchberatung des Grundstücken in der Nazarethkirchstraße schenkte, jest teuer Margarete Wilpert, deren Eltern in der Borhagener Str. 43 Ortsstatuts bedeutet haben würde, abgelehnt worden. zurüdtaufen? Denn das genannte Edgrundstüc, aus dem wohnen, gegen eine herannahende Automobildroschte. Der Chauf