6 DER IBBH For/ Ex an sch INTERNATIONALE BUND DER BAU- UND HOLZARBEITER IN DEN JAHREN 1934 1935 AMSTERDAM IM JUNI 1936 IBBH DER INTERNATIONALE BUND DER BAU- UND HOLZARBEITER IN DEN dia JAHREN 1934 1935 AMSTERDAM IM JUNI 1936 * Bibliothek 2.5956 * uuog Stiftung 83 Friedrich. EbertHOTSVBBELLEB УНЬЕ E DEK BVO ПИР BY ЛИТЕБИУШОЙУГЕ ВЛИВ .DEK IBPH UNSERE TOTEN Ungezählte Kameraden hat der Tod in der Berichtszeit unserer Bau- und Holzarbeiterbewegung entrissen. Die meisten von ihnen sind in der internationalen Kollegenschaft namenlos geblieben, obwohl sie ihr oft auf schwierigem Posten in treuer Pflichterfüllung, ja, vielfach unter Einsatz von Stellung und Brot, dienten. Nur jenen wenigen, die in ihrem eigenen Lande an der Spitze standen und auch international hervorgetreten sind, wir hier einen können Nachruf persönlichen widmen. Auf den nachstehenden Seiten ist ihr Leben und Wirken für die Arbeiterklasse in knappen Zügen umrissen. Der Tod ist unerbittlich, er verschont keinen Menschen. Wir müssen uns seiner Macht beugen. Mit geballKOLOMAN WALLISCH Maurer, Nationalrat, zuletzt Parteisekretär in Graz, leitete im Februar 1934 den Verteidigungskampf der Arbeiterschaft in Steiermark. Bis ins Hochgebirge hinauf verfolgt, wurde er nach heldenhaftem Widerstand gefangen und vom Standgericht zum Tode durch den Strang verurteilt. Er starb am 19. Februar. Seine Frau Paula hat ihm im Buch ,, Ein Held stirbt" ein Denkmal gesetzt. JOHANN HOIS Bauhilfsarbeiter aus St. Pölten, und VINZENS RAUCHENBERGER Maurer aus St. Pölten, wurden gleichfalls wegen der Februar- Ereignisse standrechtlich hingemordet. MATTHIAS THEISSEN Geschäftsführer des Deutschen Baugewerksbundes in Braunschweig, wurde in viehischer Weise zu Tode gemartert. Er starb am 22. Mai 1933. PAUL SIEBERT Jugendleiter des Deutschen HolzarbeiterVerbandes in Halle a.d. S., wurde Ende 1935 von der Gestapo verhaftet und zu Tode gefoltert. Amtlich wurde mitgeteilt, er hätte sich in der Zelle ,, erhängt". WILLI MUTH Holzarbeiter, wurde am 17. Januar 1935 von der Gestapo in Köln verhaftet. Sechs Tage später war er tot, durch ,, Selbstmord". Sein Leichnam wies viele Brandwunden auf; die Füsse waren mit heissen Eisen durchbohrt. offenen Kampfe mit dem übermächtigen Feind. Wir kennen auch sie nicht alle. Wir kennen nicht einmal alle die Bau- und Holzarbeiter, die sich sicher in grosser Zahl unter ihnen befinden. Es ist der unbekannte Kämpfer, der auch das unbekannte Opfer seiner Überzeugung bleibt. Aber in den wenigen Kollegen, deren Namen wir hier aufzeichnen können, ehren wir auch die vielen anderen Helden, die für uns kämpften und starben. Ihre einfache, wahrhafte Opferbereit- schaft wird uns beseelen. in dem Kampf, der weitergeht weitergehen muss, bis Freiheit für Alle herrscht. Sie haben uns daran erinnert, dass die Freiheit nicht ein unverausserliches angestammtes Recht ist, sondern dass sie aus Kampf und Opfer geboren wurde und durch Kampf und Opfer heilig gehalten AGUSTIN RODRIGUEZ Vorsitzender des Bezirks Asturien des spanischen Bauarbeiter- Verbandes, opferte sein Leben für die Arbeiterklasse bei den Kämpfen im Oktober 1934. ter Faust, mit grimmiger Trauer gedenken wir jedoch jener Kameraden, die wegen ihrer Tätigkeit für unsere Sache vom Faschismus gemordet wurden. Einige starben auf dem Schafott, zahlreiche wurden zu Tode gefoltert, andere fielen im WIR werden muss. Ihre Namen mögen verwehen im Sturm der Zeit, aber was sie taten, bleibt und wächst wächst und wird einmal alle Fesseln sprengen. unvergessen, es WERDEN SIE NICHT VERGESSEN KOLOMAN WALLISCH FRITZ PAEPLOW Mit Fritz Paeplow, der am 19. Januar 1934 im Alter von 74 Jahren dahinschied, verlor die internationale Bauarbeiterschaft einen ihrer markantesten Führer. Zunächst als Sekretär des deutschen Zentralverbandes der Maurer und des 1910 gegründeten Bauarbeiterverbandes, dann, von 1913 bis 1927, als Vorsitzender des Bauarbeiterverbandes bzw. des 1922 geschaffenen Baugewerksbundes, hat er für die deutsche Kollegenschaft wahrhaft Grosses geleistet. Er war es, der nach dem Kriege jene mit der gewerkschaftlichen Bauarbeiterbewegung aufs engste verknüpften Bauhütten schuf, die, im Verbande sozialer Baubetriebe zusammengefasst, eine grossartige Ausbreitung fanden. Die internationale Bauarbeiterschaft verdankt ihm in erster Linie die Gründung der alten Bauarbeiter- Internationale, der er von 1903 bis 1919 als Sekretär und dann bis 1927 als Vorsitzender seine hervorragenden Kräfte widmete. Erwähnt sei, dass wenige Monate vor der Vernichtung der deutschen Gewerkschaften durch den National- sozialismus das grosse Werk Paeplows über die Geschichte der Bauarbeiterbewegung erschien. Am 1. Juni 1934 starb in Prag im Alter von 58 Jahren Kollege Anton Maschek, Vorsitzender und zugleich Zentralsekretär des Einheitsverbandes der tschechoslowakischen Holzarbeiter. Seit 1911 hatte er ANTON MASCHEK an der Spitze der tschechischen Holzarbeiterbewegung gewirkt. Er gehörte zu den Gründern der früheren ,, autonomistischen" Organisation, die vor dem Kriege, als die Tschechoslowakei noch zum grossen Teil zu Österreich gehörte, im Gegensatz zum alten Zentralverband in Wien gegründet wurde. Als diese Organisation nach dem Kriege nach Moskau abschwenkte und eine neue, freie Gewerkschaft der Holzarbeiter gegründet werden musste, wurde Anton Maschek deren Sekretär. Unter seiner Führung brachte es der neue Verband von 3.000 auf 10.000 Mitglieder der kommunistische dagegen sank von 15.000 auf kaum 4.000. Am 1. Januar 1932 konnte der Bruderkampf durch Wiedervereinigung glücklich beendet werden, und wiederum zeigte sich Kollege Maschek als der rechte Mann und Führer, bis ein Herzleiden, das ihn seit einigen Jahren plagte, seinem arbeitsreichen Leben ein jähes Ende setzte. FRIEDRICH ROTH Am 15. Januar 1935 starb in Wien im Alter von 61 Jahren Kollege Friedrich Roth, 2. Vorsitzender des Verbandes der Holzarbeiter Österreichs, dessen gewaltsame Auflösung er fast ein Jahr vorher noch hatte erleben müssen. Der unermüdlichen Tätigkeit des Kollegen Roth unter den Drechslern im alten Österreich war es zu verdanken, dass die verschiedenen Branchen dieses Gewerbes sich nach und nach zum Drechslerverband zusammenschlossen. Als dieser im Jahre 1919 die Fusion mit dem Verband der Holzarbeiter vollzog, kam Kollege Roth in dessen Vorstand. Nach dem Kriege schloss er unter ungünstigsten Verhältnissen jene bedeutenden Tarifverträge ab, in denen zum ersten Male die Bezahlung der allgemeinen Feiertage und das Entgelt bei unverschuldetem Fernbleiben von der Arbeit festgelegt wurden. In späterer Zeit wirkte Kollege Roth hauptberuflich als Sekretär der Versicherungskasse für Bank- und Sparkassenangestellte in Wien. JENS JENSEN Am 7. April 1935 starb in Kopenhagen im Alter von 77 Jahren Kollege Jens Jensen, der, nachdem er zunächst in Aarhus Vorsitzender der Maurer- Ortsgruppe sowie des örtlichen Gewerkschaftskartells gewesen war, von 1907 bis 1929 den verantwortungsvollen Posten des Hauptkassierers des Maurerverbandes in Dänemark bekleidete. Kurz nach seinem Amtsantritt gestaltete er mit grosser Tüchtigkeit die neu gegründete Verbandsarbeitslosenkasse, die sich durch viele Jahre wechselnden Geschickes bis heute erhalten hat. Bei seinem Rücktritt im Jahre 1929 wurde er zum Ehrenmitglied der Organisation ernannt, der er sein Leben gewidmet hatte. In unserer internationalen Bewegung ist Kollege Jensen nie besonders hervorgetreten, doch dürfte seine freundliche, ruhige Art vielen unserer Kollegen, besonders den älteren unter ihnen, noch in guter Erinnerung sein. FELICE QUAGLINO Mit Felice Quaglino, der, 65 Jahre alt, am 13. Juli 1935 in Paris einer schleichenden Krankheit erlag, verloren die noch treu zur Fahne unserer Bewegung stehenden italienischen Bauarbeiter ihren tüchtigen und verehrten Führer. Bereits im Jahre 1899, als der Landesverband der Bauarbeiter Italiens gegründet wurde, erhielt Kollege Quaglino trotz seines jugendlichen Alters den Sekretärposten. Im Jahre 1909 wurde er ausserdem zum Kammerabgeordneten gewählt und seitdem regelmässig bestätigt. Er war die Seele der in Italien einst sehr bedeutenden Baugildenbewegung. Als jedoch der Faschismus die Macht eroberte, sah Kollege Quaglino in kurzer Zeit sein Lebenswerk vernichtet. Im Jahre 1924 musste die Organisation ins Ausland verlegt werden, um zu retten was noch zu retten war. In Frankreich arbeitete Quaglino weiter; er gründete nicht nur neue Baugilden, die zahlreichen italienischen Flüchtlingen Arbeit verschafften, sondern war auch agitatorisch unter seinen Landsleuten tätig und warb für die Gewerkschaften ihrer zweiten Heimat. An der Organisierung des antifaschistischen Kampfes in Italien nahm er regen Anteil. KAZIMIERZ LAPINSKI Am 12. Oktober 1935 starb in Krakau im Alter von 60 Jahren Kollege Kazimierz Lapinski, der bis Ende 1934, als er wegen Krankheit zurücktreten musste, Vorsitzender des polnischen Bauarbeiterverbandes war. Schon als ganz junger Maurergeselle war Kollege Lapinski in dem damals noch zu Österreich gehörenden Galizien gewerkschaftlich tätig. Von 1906 bis 1910 wirkte er als Bezirkssekretär des österreichischen Maurerverbandes in den heutigen südlichen Provinzen Polens. Nach dem Kriege gründete er den Bauarbeiterverband in Galizien und Schlesien. Später gelang ihm die Vereinigung der in den verschiedenen Landesteilen bestehenden Organisationen, und der letzte Verbandstag, der 1934 stattfand und noch unter seiner Leitung stand, brachte die Verschmelzung der Bauarbeiter und der Holzarbeiter. Dann zwang ihn aber seine Krankheit, sich aus dem öffentlichen Leben, mit dem er so aktiv verknüpft war, zurückzuziehen. Das Ende kam allzu rasch. Tausende von Arbeitern gaben ihm das letzte Geleit. ERSTER TEIL TÄTIGKEITSBERICHT DES INTERNATIONALEN BUNDES DER BAU- UND HOLZARBEITER 1934-1935 1834-1632 DEZ DEK 1Y11CKEI12BEBICHI EK21EB LEIT Einleitung. Als wir Ende August 1934 zu dem Bericht über das Jahr 1933, in dem die IUH. und die BI. noch getrennt ihre Tätigkeit ausübten, das Vorwort schrieben, bestand unser Internationaler Bund der Bau- und Holzarbeiter als solcher knapp fünf Monate. Schon damals aber konnten wir auf eine ansehnliche Steigerung der Arbeitsleistung hinweisen, die in erster Linie auf die durch die Verschmelzung ermöglichte zweckmässigere Gestaltung und Ausnutzung der vorhandenen verwaltungstechnischen Einrichtungen zurückzuführen war. Seitdem sind mehr als anderthalb Jahre ins Land gegangen. Sie haben die Erfahrungen der ersten Monate bestätigt. Trotzdem einmal die Neueinrichtung und Ordnung der Verwaltung und dann auch die durch die Entwicklung der Frage der Arbeitszeitverkürzung bedingte Tätigkeit sehr viel Zeit in Anspruch nahmen, fand die Berichterstattung mittels des Bulletins über das, was in der Welt der Bau- und Holzarbeiter an Interessantem und Wichtigem vorgeht, weiterhin sorgfältige Pflege. Der Briefwechsel erfuhr sogar eine erhebliche Erweiterung. Nicht zuletzt infolge des mit zahlreichen ausseneuropäischen Verbänden gepflogenen Material- und Gedankenaustausches über die Frage der Verkürzung der Arbeitszeit im Bau- und Holzgewerbe. Dieser Austausch hat sicher dazu beigetragen, in den Kreisen unserer überseeischen Kollegen das Interesse für den IBBH. und die in seinem Rahmen gepflogene internationale Zusammenarbeit zu erhöhen. Insbesondere mit Australien und Neuseeland( wo die Möbelarbeiter dem IBBH. bereits angehören), aber auch mit den Vereinigten Staaten und Kanada sowie mit Argentinien konnten neue Beziehungen geknüpft oder bereits bestehende enger und fruchtbarer gestaltet werden. Die ersten greifbaren Resultate unserer Propaganda sind da. Zum 1. Januar 1935 verzeichneten wir den Anschluss der Bauarbeiter in Palästina, am 1. Juni 1935 den der Zimmerer Dänemarks, am 1. Januar 1936 den der Bau- und Holzarbeiter in Trinidad( BritischWestindien) sowie der Gipser und Stukkateure Luxemburgs. Der Rückgang hat aufgehört, es geht wieder vorwärts! Dem Kampf gegen den Faschismus durch moralische und materielle Unterstützung unserer ,, illegal" tätigen Kameraden in den betreffenden Ländern wurde weiterhin ein wichtiges Augenmerk gewidmet. Dabei leistete der Fonds gegen Faschismus und für Demokratie und Freiheit, zu dem eine Anzahl angeschlossener Verbände zum Teil recht namhafte Beträge beisteuerten, ausgezeichnete Dienste. Besonders in Österreich geht die Arbeit gut vorwärts; die dortigen Gruppen der Bau- und Holzarbeiter schlossen sich auf einer im April 1935 unter Teilnahme eines Vertreters des IBBH. stattgefundenen geheimen Konferenz zusammen und vollzogen gleichzeitig den. Wiederanschluss an die Internationale. Es sind Anzeichen dafür vorhanden, dass im grossen und ganzen die Gewerkschaftsbewegung den Tiefpunkt überschritten haben 9 - - dürfte. Das gilt auch für die Bau- und Holzarbeiter. Aus vielen Ländern werden uns kleinere oder grössere Mitgliederzunahmen berichtet, vor allem auch und das ist besonders wichtig. aus solchen wie Finnland, Estland, Jugoslawien und Rumänien, wo die Gewerkschaftsbewegung lange Zeit völlig danieder lag. In Spanien, das vom Faschismus stark bedroht schien, hat der Wahlsieg der Linksparteien vom Februar sich bereits in einen neuen Aufstieg unserer Gewerkschaften umgesetzt. Auch in einer Anzahl von Ländern, die dem IBBH. noch nicht angehören, haben die Organisationen der Bau- und Holzarbeiter neue Spannkraft erhalten. Es ist zu hoffen, dass die Belebung in den einzelnen Ländern in naher Zukunft von einer Belebung des Willens zu internationaler Zusammenarbeit, d.h. von einer Konsolidierung der gewerkschaftlichen Kräfte der Welt, begleitet sein wird. Alles in allem glauben wir sagen zu dürfen, dass der Internationale Bund der Bau- und Holzarbeiter in den zwei Jahren seines Bestehens seine Lebensfähigkeit und praktische Bedeutung kräftig unter Beweis gestellt hat. Bedenklich stimmt nur seine gegenwärtige finanzielle Verfassung. Seit im Dezember 1933 die organisatorische und finanzielle Grundlage unserer Einheitsinternationale festgelegt wurde, hat sich mancherlei ereignet, das damals nicht in Rechnung gestellt werden konnte. Durch den Ausfall der Beiträge aus Österreich und zum Teil auch aus Spanien Länder, die insgesamt über 100.000 Mitglieder zählten musste unser ohnehin schon recht knappes Budget zwangsläufig aus dem Gleichgewicht geraten; es konnte nur durch einen Extrabeitrag für den Augenblick wieder eingerenkt werden. - - - - Wir sind aber voller Zuversicht, dass es mit fortgesetzter Hilfe der angeschlossenen Verbände zu denen sich hoffentlich bald einige bisher noch fernstehende gesellen gelingen wird, diese Schwierigkeiten auch für die Zukunft zu überwinden, und wir unsere Tätigkeit nicht nur uneingeschränkt weiterführen, sondern sie möglicherweise noch erweitern können. Amsterdam, Ende Mai 1936. 10 Wirtschaft und Politik. Planwirtschaft oder Chaos? In jedem einzelnen Zeitabschnitt ist das Abrollen des sozialen Kampfes bedingt durch den Wettlauf zwischen dem wirtschaftlichen Wandel und der Fähigkeit zu rechtzeitiger Erkenntnis, Urteilsbildung und Anpassung der Menschen. Die Wirtschaftsentwicklung liegt im Rennen immer vorn, der Mensch tappt hinterher. Je grösser aber der Abstand, umso gehäufter der Konfliktstoff, umso heftiger der Kampf. Unsere Zeit ist deshalb so auf den Kopf gestellt, weil die Menschheit von dem rasenden Tempo eines scheinbar wirren Geschehens geradezu übertölpelt ist. Sie ahnt dunkel, dass die Wurzel der sozialen Übertölpelte Übel in der Unzulänglichkeit des herrschenden Finanz- und Wirt- Menschheit. schaftssystems liegt. Aber sie ist zaghaft, voll kleinherziger Einwände und Hemmungen. Statt zu Ende zu denken, flüchtet sie sich in Schlagwörter ohne Zahl und ohne Sinn. Statt die faule Wurzel auszurotten, lamentiert sie über das kranke Gewächs und begnügt sich damit, von Zeit zu Zeit die allerschlimmsten Auswüchse etwas zu beschneiden. Statt durch gemeinsames Handeln die Welt so einzurichten, dass die Früchte der Arbeit aller auch allen zugute kommen, schielt jeder auf den andern die Menschen wie die Völker und passt auf, dass es diesem nicht besser geht als ihm selbst. - - Das Grosskapital, die kleine, stolze Sippe der Herren der Welt, der Geldmänner und ,, Wirtschaftskapitäne", hat den Karren der Weltwirtschaft gründlich festgefahren. Umso hartnäckiger weigert es sich, auch nur einen Fussbreit Bodens aufzugeben. Es befürchtet, ein Rückzug könnte in Auflösung ausarten. Die Mittelklasse Grab schaufeln. Man muss den Kapitalisten aber lassen, dass sie geschickt verstanden haben, nach dem alten Grundsatz: ,, Teile und herrsche!" ihre Opfer in einander feindliche Lager zu trennen. Aus der Arbeiterklasse, in der ohnehin Spaltpilze verschiedenster Färbung grassieren, holten sie hilft ihr eigenes sich die Dummen und die Käuflichen. Ihr Meisterstückchen aber ist, dass sie die von der Krise aufgerüttelten Mittelschichten, die die Verbündeten der Arbeiter sein sollten, nicht nur von der Front ihrer Gegner ferngehalten, sondern vielfach sogar zu willigen Hilfstruppen für die eigene schlechte Sache gemacht haben. Diese Mittelklasse freute sich einst ihres Daseins; sie hatte es nicht nötig, sich gross um Politik zu kümmern. Die Zusammenballung des Kapitals in immer wenigeren Händen hat jedoch einen immer grösseren Teil der Mittelklasse in ein Abhängigkeitsverhältnis gebracht, mit all den damit verbundenen sozialen Nachteilen. Schliesslich hat auch die Massenarbeitslosigkeit, d.h. die Vernichtung der Kaufkraft der breiten Massen, einem anderen Teil die Existenzgrundlage stark geschmälert. Die Mittelklasse hätte also allen Grund, sich auf die Seite des Proletariats zu schlagen; aber ihr Mangel an politischer und wirtschaftlicher Bildung lässt sie alles im falschen Licht sehen. Das Grosskapital hat diesen Mangel an Einsicht und das soziale Geltungs11 bedürfnis der Mittelklasse, die den Abstieg ins Proletariat fürchtet, ausgenutzt und ihre antikapitalistische Sehnsucht umgebogen in einen Das Grosskapital von Hass erfüllten Kampf gegen die klassenbewusste, aufstrebende Nutzniesser Arbeiterschaft. In den faschistischen Ländern hat es damit die des Faschismus. Zerschlagung der Arbeiterorganisationen und einstweilen eine Stärkung der eigenen Stellung erreicht. als Dabei ist es nur die Arbeiterbewegung, die mit einer wirklichen Lösung für die Nöte aufwarten kann, die nicht allein das Proletariat, sondern auch die Mittelklasse bedrücken. Es genügt aber nicht, dass eine Lösung gut ist. Sie muss in die Masse des Volkes hineingetragen werden, vor allem auch in jene Schichten, die der Arbeiterbewegung bisher fremd und daher meist ablehnend gegenüberstehen. Deshalb begrüssen wir die Aktivierung, die unsere politische und gewerkschaftliche Bewegung durch die auf den planwirtschaftlichen Forderungen des IGB. fussenden Pläne der Arbeit in Belgien, Frankreich, Holland, Norwegen, der Schweiz, der Tschechoslowakei, Wohl der ganzen ja sogar im fernen Argentinien erfahren hat. Und deshalb begrüssen Volksgemeinschaft. wir auch das zunehmende Interesse unserer Bewegung für die modernen, auf die Psyche der Masse eingestellten Mittel der Propa- 1 ganda, wie sie im Rundfunk, Film, Bild usw. lebendigen Ausdruck finden. Dabei verkennen wir keineswegs, dass schliesslich nur die Überführung der Produktionsmittel in den Gemeinbesitz zur Befreiung der Menschheit von den wirtschaftlichen Nöten führen kann. Die ,, Pläne der Arbeit" bezwecken das Dass eine positive, auf greifbare Ziele gerichtete Agitation unserer Bewegung trotz aller bewussten und unbewussten Widerstände das soziale Denken doch allmählich durchdringt, zeigen die Jahre, von denen dieser Bericht handelt. In den verschiedensten Kreisen hat sich die Einsicht vertieft, dass die Lösung der sozialen Frage nur von der wirtschaftlichen Seite her möglich ist und dass jedes Vorgehen gegen Der geistige Bruch die sozialen Übel, vor allem die Arbeitslosigkeit, zwangsläufig auf mit dem Wirt- das weite Gebiet der Finanz- und Wirtschaftspolitik übergreifen schaftsliberalismus. muss. Der geistige Bruch mit dem alten liberalistischen Sichtreibenlassen, mit dem ,, freien Spiel der wirtschaftlichen Kräfte", ist da. Die Forderung nach Planwirtschaft, d.h. nach planmässigem Eingreifen der im Staat ihren Ausdruck findenden Gemeinschaft in Aufbau und Ablauf der Wirtschaft, gewinnt an Boden; die fatalistische Lehre, dass die Schwankungen der Wirtschaft sich der Beeinflussung durch den Menschen entziehen, verliert immer mehr Anhang. Ganz richtig bemerkt der Direktor des Internationalen Arbeitsamtes in seinem Bericht für 1934/35: ,, Die menschliche Vernunft bäumt sich auf gegen den Gedanken, diese Verteilung der Güter einem Wirtschaftsgesetz zu überlassen, welches sich offenbar nicht normal auswirken kann, zumal die Wissenschaft und das menschliche Organisationstalent auf anderen Schaffensgebieten gewaltige Erfolge zu verzeichnen haben. Es ist daher nicht unvernünftig, jetzt von den Regierungen zu erwarten, dass sie dieselbe Energie, Klugheit und Aufmerksamkeit aufbieten für die Befriedigung der elementaren Bedürfnisse nach Nahrung, Kleidung und Unterkunft in einem 12 unserem fortgeschrittenen Zeitalter angemessenen Ausmasse wie für die Schaffung von Luftlinien, drahtlosen Fernverbindungen und umfangreichen Anlagen für die Landesverteidigung." Planwirtschaft echt und Surrogat. - Tatsächlich geht heute in wohl fast allen Ländern eine staatliche Wirtschaftsplanung vor sich. Freilich in ganz verschiedenem Ausmass, mit ganz verschiedenem Ziel, ganz verschiedenen Methoden und ganz verschiedenem Erfolg. Der diktatorische Versuch in Sowjetrussland, eine sozialistische Bedarfsdeckungswirtschaft aufzubauen, ist etwas ganz anderes als die diktatorische Planung" im faschistischen Deutschland oder Italien, die das imperialistische Grosskapital vor dem Zusammenbruch retten soll. So ist auch die sozialdemokratische Methode in den skandinavischen Ländern, die, mag sie heute auch noch die unradikalere erscheinen, letzten Endes einen allmählichen Umbau der privatkapitalistischen Profitwirtschaft zu einer sozialistischen Bedarfsdeckungswirtschaft bezweckt, wesentlich verschieden von dem kapitalistisch- demokratischen, unter dem Ansturm eines scharfmacherischen Unternehmertums und einer reaktionären Justiz übrigens bereits weitgehend erschütterten Experiment des Präsidenten Roosevelt. Was daneben in anderen demokratischen Staaten vor sich geht, ist überhaupt nur allzu oft unorganisch, Stückwerk, Verlegenheitslösung. Planung überall. Grundsätzlich Richtigem, wie staatliche Arbeitsbeschaffung, Kreditlenkung, Leitung der Erzeugung und des Absatzes in der Landwirt- Richtiges und schaft, Richtlinien aller Art für Gross- und Kleinhandel, steht fast Falsches. überall grundsätzlich Falsches, wie Währungskniffe, Schutzzoll- und Kontingentierungspolitik und überhaupt der ganze Komplex staatlicher autarkisierender Massnahmen gegenüber. Aber alle diese Dinge, ob richtig oder falsch, sind ebensoviele Beweise, ebensoviele Eingeständnisse, dass die einst so gefeierte„ private Initiative" und das nicht weniger gefeierte„ freie Spiel der wirtschaftlichen Kräfte" versagt haben. Hat der Privatkapitalismus damit seine letzte Karte ausgespielt? Der Faschismus beweist das Gegenteil. Aber auch in den demokratischen Ländern hat das Kapital sich schon oft des Staates als Werkzeug bedient, um über Krisenschwierigkeiten hinwegzukommen. Auch diesmal denken die kapitalistischen Regierungen ihre ,, Planwirtschaft" nur allzu gern als einen Notbehelf, durch den" Planung" als das vor dem Einsturz stehende soziale Gebäude gehalten werden soll kapitalistischer bis der Privatkapitalismus erst einmal wieder auf die Beine gestellt Notbehelf. ist, ganz abgesehen noch davon, dass ihre Einflussnahme vielfach nicht zuletzt der Vorbereitung auf neue kriegerische Verwicklungen dient. Wird der Privatkapitalismus sich wieder hochrappeln oder ist er am Ende seines Lateins? Mit anderen Worten: ist die jetzige Krise Vor grossen eine jener Zykluskrisen, die sich von Zeit zu Zeit, wenn auch immer Entscheidungen. heftiger und mit immer kürzeren Zwischenperioden, wiederholen oder 13 ist sie die Krise ,, in Permanenz", die letzte, entscheidende Phase der kapitalistischen Entwicklung, aus der es für den Kapitalismus keine Rettung und für die Menschheit nur die eine: den Sozialismus gibt? Werden die gewaltigen Spannungen, die sich in der Welt anhäufen, sich wirklich unabwendbar in dem Versuch einer Gewaltlösung durch einen neuen Weltkrieg und- wie man dann wohl nur hoffen kann in einer darauf folgenden sozialen Revolution entladen? Oder besteht trotz allem die Möglichkeit, durch allmählichen Umbau der privatkapitalistischen Wirtschaft im Sinne der ,, Pläne der Arbeit", mit dem Endziel der sozialistischen Planwirtschaft, diese Spannungen zu beseitigen und der Menschheit auf friedlichem Wege Glück und Wohlstand zu sichern? Über diese Schicksals fragen gehen die Meinungen in der Arbeiterbewegung auseinander. Für die eine, pessimistische Auffassung spricht das schnelle Umsichgreifen des Faschismus in den Jahren 1933/34, für die andere das seitdem beobachtete, allerdings immer noch prekäre Wiedererstarken der Demokratie. Eins erscheint jedoch sicher: die kapitalistisch ,, manipulierte" Wirtschaft, dieses Surrogat für sozialistische Planwirtschaft, kann eine Lösung nicht bringen. Aber sie trägt Wasser auf unsere Mühle. Die Forderung nach ökonomischer Ordnung und Planung gräbt sich immer tiefer in das Bewusstsein der Völker ein. Sie wird sich nicht mehr austilgen lassen. Die allgemeine Wirtschaftsentwicklung. Das Wirtschaftsjahr 1935, das sechste Krisenjahr, klang aus, ohne dass sich die Hoffnung auf eine wirkliche, allgemeine Wiedergesundung erfüllt hatte. Gewiss, wenn man sich nur die fein säuberlich errechnete Kurve der Weltproduktion ansieht, so ist man versucht, sich über die Feststellung zu freuen, dass sie heute wieder über dem Wirtschaftsbele- Niveau vom Juni 1929, dem bisherigen Höchststand, liegt. Aber diese bung„, zweifelhaft Freude wird sehr erheblich gedämpft, wenn man liest, die doch sicher und psychologisch nicht marxistischer Anschauungen verdächtige zweite Kommission deprimierend." des Völkerbundes habe im September 1935 als ihre Meinung ausgesprochen, dass ,, in vielen Fällen die Belebung der wirtschaftlichen Tätigkeit in direktem oder indirektem Zusammenhang mit der Herstellung von Kriegsmaterial und der Organisierung der Armeen" stehe und es überflüssig sei ,,, auf den wirtschaftlich zweifelhaften und psychologisch deprimierenden Charakter einer solchen Belebung besonders hinzuweisen". Aufrüstung kann ja nicht ewig fortgesetzt werden, auch nicht als blosse Massnahme staatlicher Arbeitsbeschaffung. Sie führt unweigerlich zum Bankrott der Staaten oder.... zum Krieg! Die bescheidene Abschwächung der Wirtschaftskrise, die schon 1933 in Erscheinung trat, setzte sich 1934 zunächst fort, vor allem unter Einfluss eines deutlichen Aufstiegs in den Vereinigten Staaten. Doch bereits im Vorsommer bog sich die Kurve wieder um und sie war dann während des ganzen Sommers nach abwärts gerichtet. Erst 14 im letzten Vierteljahr vermochte sich erneut eine gewisse Erholung durchzusetzen, die sich, von einigen Rückschlägen zu Anfang des Jahres 1935( vor allem in Amerika) abgesehen, trotz politischer Störungen und einer neuen Welle nationaler Währungskrisen fortgesetzt hat. Nach den Messziffern des Berliner Instituts für Konjunkturforschung erreichte die industrielle Weltproduktion, wie schon gesagt, im Juni 1929 einen Höchstpunkt bei einem Indexstand von 110,3 Die Kurve der ( 1928100). Von da an sank sie sehr schnell auf 68,1 im Juli 1932, Weltproduktion um dann mit kleineren Unterbrechungen wieder langsam anzusteigen. ist gestiegen. Der Durchschnitt für 1931 betrug 83,1, der für 1932 73,3, der für 1933 83,2. Nach späteren Neuberechnungen stellte sich der Durchschnitt für 1932 und 1933 auf 76,8 bzw. 86,6 und der für 1934 auf 95,2. Die Weltproduktion stieg in diesem letzten Jahr von 91,5 im Januar auf 96,9 im April, sank bis August auf 91,8, um dann bis Jahresschluss wieder auf 102,3 zu steigen. Diese Zunahme hat sich 1935 fortgesetzt, bis September( 106,2) äusserst langsam und mit kleineren Schwankungen, dann ziemlich schnell, so dass im November der Index mit 113,2 sogar über dem Niveau vom Juni 1929 lag. Dass im grossen und ganzen eine wenn auch problematische Besserung eingetreten ist, dafür sprechen auch die Verminderung der Weltrohstoffvorräte und die Steigerung der Grosshandelspreise. Von - - wesentlicher Bedeutung ist sicher weiter, dass im Jahre 1935 die Die ,, Preisschere" ,, Preisschere" angefangen hat sich zu schliessen, d.h. dass die Preise schliesst sich. der landwirtschaftlichen Erzeugnisse rascher gestiegen sind als die der industriellen Fertigwaren. Die Landwirtschaft, die eine der Hauptkrisenherde war, hat ihre Lage folglich wesentlich verbessern können, was auch in dem auffallenden Aufschwung der überseeischer Agrarländer zum Ausdruck kommt. Der Welthandel Im internationalen Waren- und Geldverkehr trat dagegen, trotz der Ristungskonjunktur, noch keine wesentliche Belebung ein. Wird der Weltaussenhandel 1929 gleich 100 gesetzt, so betrug er mengenmässig 1933 74,9, 1934 77,2 und im 3. Vierteljahr 1935 76,5( gegen- liegt noch lahm. über 75,6 in derselben Zeit des Vorjahres); in Gold ausgedrückt betrug er sogar nur 35,2 bzw. 34,1 und 33,6( gegenüber 32,9), wobei allerdings ausser der Preissenkung auch die Valutenentwertung in Rechnung zu stellen ist. Diese Zahlen zeigen, dass die wirtschaftliche Erholung fast ausschliesslich auf eine Besserung der Binnenmärkte zurückgeht, die aber leider in den meisten Fällen das Ergebnis einer sehr zweifelhaften autarkistischen Strukturwandlung ist. Der internationale Güteraustausch, ohne den eine wirkliche Weltkonjunktur nicht möglich ist, ist jedenfalls immer noch lahmgelegt durch ein würgendes Netz von schweren Handelshemmnissen, wie Schutzzölle, Kontingentierung, Währungskampf, Clearingsverfahren usw. - Besonders beunruhigend ist jedoch und nicht nur vom Standpunkt dass die soziale Krise bei weitem nicht so der Arbeiterklasse schnell abnimmt wie die Produktionskrise. Die Entlastung des Arbeits- Die soziale Krise marktes erfolgt lange nicht so rasch wie die Vermehrung der bleibt. 15 Tabelle I Land Der Arbeitsmarkt 1930-1935 Messziffern( 1929 == 100)* 4 1930 1931 1932 1933 1934 1935 1. Arbeitslosigkeit Australien( IV) 174 247 261 226 185 149 Belgien( II) 277 838 1.462 1.308 1.462 I.373 Dänemark( II) 88 II5 205 186 143 128 Deutsches Reich( V) 164 2392 303 260 146 II7 Frankreich( V) 138 748 3.065 3.063 3.744 4.633 Grossbritannien ( I) 154 205 213 191 162 149 Italien( VIII) 141 244 335 3392 320 Japan( IX) 133 153 170 140 125 1163 Kanada( IV) 195 295 386 391 319 270 Niederlande( II) 121 229 374 393 399 454 Norwegen( III) 108 145 200 217 199 164 Österreich( I) 127 162 209 232 210 187 Polen( V) 180 257 241 243 3222 341 Schweden( IV) II4 161 213 221 177 151 Schweiz( II) 292 500 592 536 442 493 Tschechoslow. Republik( II) 205 377 614 768 791 722 Vereinigte Staaten( IV) 177 233 290 296 255 226 2. Beschäftigungsgrad Deutsches Reich( X) 93 81 71 74 85 91 Frankreich( VII) IOO 93 81 79 77 74 Grossbritannien( I) 96 92 92 95 99 102 Italien( VI) 93 81 71 71 72 Japan( VI) 90 82 82 90 IOO IIO Jugoslawien( VIII) 104 ΙΟΙ 89 86 90 93 Kanada( VI) 95 85 73 Polen( VI) 87 74 63 Schweden( VI) IOO 91 86 Schweiz( VI) 97 89 76 Tschechoslow. Republik( VIII) 98 92 83 Ungarn( VIII) 94 89 82 Vereinigte Staaten( VI) 87 74 61 FORKS 71 81 84 63 68 71 85 92 73 73 70 75 75 77 81 87 91 66 75 78 ( I) Arbeitslosenpflichtversicherung;( II) freiwillige Arbeitslosenversicherung; ( III) gewerkschaftliche Arbeitslosenkassen;( IV) Gewerkschaften;( V) Arbeitsnachweise;( VI) Arbeitgeber;( VII) Arbeitsinspektion;( VIII) Sozialversicherungskassen;( IX) amtliche Schätzungen;( X) Krankenkassen. 1) Berechnung des Internationalen Arbeitsamtes. - - 2) Geänderte Reihen. - - 3) Durchschnitt von 8 Monaten( Januar bis November). 4) Die Zahlen stützen sich für Schweden auf 1925-1930. Quelle: Statistiken, mitgeteilt vom Internationalen Arbeitsamt, Genf. Erzeugung. Gewiss ist es richtig, dass die Wiedereinstellung von Arbeitern zunächst durch die allmähliche Einschränkung der Kurzarbeit verlangsamt wird. Obwohl die industrielle Erzeugung wieder über dem Niveau des Spitzenjahres 1929 liegt, bleibt aber die erschütternde Tatsache bestehen, dass die Zahl der Arbeitslosen infolge des rastlosen, von der Krise nur noch angeregten technischen Fortschrittes fast dreimal so hoch ist als damals. In Grossbritannien, zum Beispiel, wies die industrielle Produktion im ersten Halbjahr 1935 gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres eine Steigerung um 21% auf, die Beschäftigung jedoch nur eine solche von 7%. Während der Jahreswende 1935/36 bestand in der Welt immer noch ein ,, sichtbares" Arbeitslosenheer von 21-22 Millionen. Seine Stärke hat seit dem Tiefpunkt der Krise, als 30 Millionen Menschen erwerbslos waren, nur um ein Drittel abgenommen. Trotzdem die öffentliche Arbeitsbeschaffung in allen Teilen der Welt gewaltige Fortschritte gemacht hat, kam eine wirklich ins Gewicht fallende Entlastung des Arbeitsmarktes nur in wenigen Ländern zustande. Das beweist indessen nichts gegen die Tauglichkeit Arbeitsbeschaffung der Arbeitsbeschaffung als Mittel zur Bekämpfung der Arbeits- allein genügt nicht. losigkeit. Die Initialzündung am Wirtschaftsmotor musste wirkunglos bleiben, weil der Betriebsstoff fehlte. Weil die kapitalistischen Regierungen verkannten, dass es mit der Auswerfung von Millionensummen für öffentliche Arbeiten allein nicht getan ist, sondern damit die Hebung des Lohnniveaus und die Verkürzung der Arbeitszeit parallel laufen müssen, wenn die Gesamtwirtschaft nicht nur ,, angestossen", sondern auch wirklich nachhaltiger Auftrieb in ihr ausgelöst werden soll. Die Spannungen nehmen zu. Ist das Bild der Weltwirtschaft in seiner Gesamtwirkung schon grau genug, so weist es im einzelnen noch viel düsterere, ja ausgesprochen schwarze Partien auf. Allerdings heben sich daneben wieder einige recht helle wohltuend ab. - Auf der Schattenseite liegen wie sowohl die Kurve der industriellen Produktion( für Zahlen siehe Länderübersichten) als auch die in Tabelle I dargestellte Entwicklung des Arbeitsmarktes beweisen jene Länder, die an der Goldwährung festgehalten haben. Der ,, Goldblock", der Anfang 1934 noch Belgien, Frankreich, die Nieder- lande, Polen, die Schweiz und die Tschechoslowakei umfasste, ist Der„ Goldblock" allerdings durch das Ausscheiden der Tschechoslowakei( Februar oder: 1934) und Belgiens( März 1935) zusammengeschrumpft, mit dem Das Fiasko der Ergebnis, dass auch in diesen beiden Ländern eine wenn auch erst Deflation. geringe Besserung eingetreten ist. Die klassische Deflationspolitik aber, die z.Zt. am stärksten noch in den Niederlanden und in der Schweiz grassiert, und in Lohnabbau und Preissenkung ihr Heil sucht, hat versagt oder sich zumindest als der längere Leidensweg erwiesen. 17 Bedeutend besser sind jene Länder gefahren, die man gemeinhin als Der ,, Sterling- den ,, Sterlingblock" bezeichnet. Das sind ausser Grossbritannien und block" erholt seinen Dominions jene Länder, die sich mehr oder weniger eng dem sich. britischen Pfund angeschlossen haben, als dieses im September 1931 entwertet wurde. Hier sind in erster Linie die skandinavischen Länder und Finnland zu nennen, ferner Südamerika, Japan und - - in gewissem Abstand auch die USA. Jedoch zeigen sich in den einzelnen Ländern dieser Gruppe sehr grosse Unterschiede. Merkmale ,, echter" Skandinavien. Konjunkturbelebung weisen vor allem die drei skandinavischen Länder auf, die ausschliesslich oder massgebend von Sozialdemokraten gelenkt werden. Ihre auf Erhaltung der Massenkaufkraft gerichtete Politik und vor allem in Schweden- eine grosszügige, planmässige Arbeitsbeschaffung haben die einst erdrückende Arbeitslosigkeit fast zum Verschwinden gebracht. Auch in England ist eine wesentliche England. Besserung unverkennbar, die sich in einer Belebung der Verbrauchsgütererzeugung und vor allem in einem starken Aufschwung der Bautätigkeit äussert. Problematischer erscheint die Entwicklung in den Vereinigten Staaten, wo staatliche Milliardenaufträge zwar zu guter Letzt auch die private Initiative angekurbelt haben, aber USA. eine Börsenhausse stark spekulativer Natur zu der Befürchtung verhängnisvoller neuer Fehlinvestitionen Anlass gibt. Ganz abgesehen noch davon, dass das Unternehmertum jetzt, wo sein Schifflein wieder flott, emsig am Werke ist, Stein um Stein aus dem Gefüge des innerhalb seiner kapitalistischen Begrenzung sicher verdienstvollen Gesetzeswerkes Roosevelts herauszubrechen. Ganz für sich ist auch die Lage Japans zu beurteilen. Eine 60prozentige ValutaentJapan wertung, verbunden mit einer hochkapitalistischen Produktionsweise bei fast feudalen sozialen Verhältnissen, hat dieses Land zwar in Stand gesetzt, den Weltmarkt mit den billigsten Ersatzartikeln zu überschwemmen, jedoch droht es zu ersticken unter der Last seines säbelklirrenden Militärs. - Von der Verbesserung der landwirtschaftlichen Situation haben, Die Agrarländer. ausser den grossen überseeischen Agrarländern Südamerika, Australien, Neuseeland, Südafrika( hier zudem Goldhausse!)-, auch die von der Krise schwer heimgesuchten Länder Südosteuropas profitiert. Eine Klasse für sich bildet Sowjetrussland, das, nachdem es Die Sowjet- Union. zunächst nur Produktionsmittel aufgebaut hatte, nun auch und anscheinend mit Erfolg eine Erweiterung seiner Verbrauchsgüterindustrie in Angriff genommen hat. - Und eine Klasse für sich, aber dann ganz auf der Schattenseite, bilden schliesslich die beiden ausgesprochen faschistischen Länder, Deutschland und Italien, die eine auf kreditinflationistischen MassDeutschland und nahmen aufgebaute ,, Kriegswirtschaftskonjunktur" geschaffen haben, Italien deren Bestand immer zweifelhafter wird. Sowohl in Deutschland als Scheinkonjunktur besonders seit dem Ausbruch seines Kolonialkrieges auch in Italien und Verelendung mehren sich die Anzeichen, dass die Kreditmittel trotz aller rigorosen der Massen. Massnahmen zur Neige gehen. Die fieberhafte Rüstungstätigkeit geht 18 vollends auf Kosten der Konsumgütererzeugung - ein deutliches Zeichen der weiteren Verelendung der Massen! In dem Augenblick, wo die Zerrüttung der Staatsfinanzen trotz kunstvoller Verschleierung offenbar wird und die riesenhaften Staatsaufträge aufhören, muss in beiden Ländern ein Rückschlag von einfach katastrophalen Ausmassen einsetzen. Die politische Entwicklung. Runden wir unsere Übersicht durch einen kurzen Rückblick auf die Entwicklung der politischen Verhältnisse ab, die ja letzten Endes den Erfolg der gewerkschaftlichen Tätigkeit und vor allem den Bestand ihrer Errungenschaften bedingen. War das Jahr 1935 wirtschaftlich gesehen im grossen und ganzen eine Fortsetzung des Vorjahres, so stand es politisch in einem unverkennbaren Gegensatz dazu. 1934 war das Jahr des schnellen Umsichgreifens der faschistischen Reaktion in ihren verschiedenen Stärkegraden. Im Februar fiel 1934: Österreich diesen Raubrittern zum Opfer, im Mai Lettland, im Oktober Die faschistische praktisch auch Spanien. Terror und Tod hielten reiche Ernte. Es Flut steigt. war das Jahr der blutigen Auflehnung und Niederlage eines bis zum Aussersten geschundenen und provozierten Proletariats, das seine heiligsten Rechte unter Einsatz des Lebens zu verteidigen gewillt war. Schliesslich brachte der Kampf um die Saar, der das grauenvolle 1934 beendete und 1935 einleitete, und der, zu Recht oder zu Unrecht, als Prüfstein und Kraftprobe empfunden wurde, zum nicht geringen Teil aus Ursachen, die nicht im Vernunftmässigen, sondern im Gefühlsmässigen wurzeln, eine erdrückende Niederlage der antifaschistischen Kräfte; am 13. Januar 1935 kam Hitler zu seinem ,, Sieg", am 1. März erfolgte mit der endgültigen Rückgliederung des Saargebietes die Vernichtung der letzten Reste der Freiheit. Düster setzte das Jahr 1935 ein. Aber in seinem weiteren Verlauf brachte es, wenn auch keineswegs die entscheidende Wendung zum Besseren, so doch in wichtigen Ländern eine Neubelebung, eine Die Demokratie Bestätigung oder gar ein weiteres Erstarken der Demokratie. Es ist stösst vor. eine Entwicklung, die im Februar 1936 ihre fast sensationelle Fortsetzung in dem linken Wahlsieg in Spanien fand, der die faschistische Reaktion, die sich ihrer Beute schon sicher wähnte, zumindest für den Augenblick in ihre Schlupfwinkel zurückgejagt hat.( Eine grosse Schlappe hatte der Faschismus übrigens zwei Jahre vorher in Frankreich erlitten, als die Gewerkschaften durch eine machtvolle Kundgebung einen Damm aufwarfen gegen die reaktionäre Flut, die am 6. Februar mit dem Versuch der Erstürmung der Kammer einen Höhepunkt erreicht hatte). - im Die sozialdemokratischen Wahlsiege in Skandinavien Oktober 1935 wurde in Dänemark( wie ein Jahr vorher auch in Schweden) die Arbeiterregierung nur noch gefestigt, im März in Norwegen eine solche gebildet haben den ermutigenden Beweis - 19 1935: erbracht, dass eine energische, positive Wirtschaftspolitik demokratischer Arbeiterregierungen auch auf Volksschichten, die nicht zur eigentlichen Arbeiterklasse zählen, grosse Anziehungskraft ausüben kann. In Belgien, wo die Deflationsregierungen des Bürgerblocks völlig versagt hatten, kam Ende März das Kabinett Van Zeeland zustande, an dem die Arbeiterbewegung massgebend beteiligt ist. Die britische Arbeiterpartei verzeichnete bei den Wahlen in November gewaltige Fortschritte, jedoch blieb ihr die Mehrheit noch versagt, weil die konservative ,, nationale" Regierung die durch den Krieg in Afrika entstandene Lage und die momentane Stimmung im Volke in eher geschickter als loyaler Weise auszunutzen verstand. Wie sehr der Sieg der Regierung ein Pyrrhussieg war, zeigte übrigens kaum einen Monat später das beschämende Intermezzo der ,, Friedensvorschläge" Laval- Hoare im italienisch- abessinischen Konflikt; so stark ist die Demokratie in England, dass das Kabinett sich unter dem Druck der öffentlichen Meinung gezwungen sah, seinen Aussenminister schleunigst zu desavouieren und abzusägen. Von Interesse ist auch, dass im fernen Neuseeland nach einem Ende November erfochtenen glänzenden Wahlsieg eine reine Arbeiterregierung ans Ruder gekommen ist, die ganze Arbeit zu machen gewillt scheint. Und schliesslich soll hier die Tschechoslowakei genannt werden, die zwischen faschistischen und halbfaschistischen Ländern eingekeilt liegt, und wo zwar die faschistische Henlein- Bewegung im deutschen Landesteil bei den Wahlen im Mai die bürgerlichen Mittelparteien fast aufschluckte, aber die Demokratie, nicht zuletzt durch die Wahl Beneschs zum Staatspräsidenten, als Nachfolger Masaryks, auch weiterhin gesichert scheint. - - In der Freien Stadt Danzig, in der sich wegen des allerdings sehr schwächlichen Protektorats des Völkerbundes der Naziterror trotz mancherlei Ausschreitungen doch nicht ganz so toll entfalten kann wie in Deutschland selbst, erlitten die Nazis eine grosse moralische Niederlage. Es war ihnen bei den Wahlen, die sie im April, vom Ausgang der Saarabstimmung ermutigt, überraschend ausgeschrieben hatten, nicht möglich, die für die Änderung der Verfassung erforderliche Zweidrittelmehrheit zu erzielen. Ein Ereignis allerersten Ranges war der im September 1934 vollBeitritt der Sowjet- zogene Beitritt der Sowjet- Union zum Völkerbund, in dem die Union zum Völker. stürmische Entwicklung auf den weltpolitischen Fronten Drohung bund. Japans im Osten, Drohung Hitler- Deutschlands im Westen ahnungsvollen Ausdruck findet. Neben wichtigen Rückwirkungen auf die europäische Bündnispolitik hat dieser Beitritt für die Arbeiterklasse die Frage der ,, Einheits front" mit den Kommunisten, die auf Geheiss Moskaus nun plötzlich allenthalben den relativen Wert der bürgerlichen Demokratie entdeckt haben, erneut aufs Tapet gebracht. In Frankreich, wo die Kommunisten 1921 die Spaltung der Gewerkschaftsbewegung betrieben hatten, konnte inzwischen die Einheit wiederhergestellt werden. Von weittragender Bedeutung für die internationale Gewerkschafts20 bewegung war ferner, dass die Vereinigten Staaten im Jahre 1934 wenn auch nicht dem Völkerbund, so doch dem Internationalen Amerika kommt Arbeitsamt beitraten, wodurch über die Arbeitergruppe des IAA. nach Genf. neue günstige Möglichkeiten für eine engere Fühlungnahme und Zusammenarbeit mit den amerikanischen Gewerkschaften gegeben sein dürften. Jedoch wurden alle Ereignisse der Berichtsperiode überschattet durch die immer bedrohlicher werdenden Kriegsgefahren, deren wichtigste Urheber die raumhungrigen Staaten Deutschland, Italien Der Krieg droht. und Japan und deren wichtigste Brennpunkte ausser Abessinien, wo der Krieg schon getobt hat, Österreich und Nordchina sind. Im Oktober 1933 verliess Deutschland mit grossem Tantam den Völkerbund und die Abrüstungskonferenz. Das Signal für einen neuen, verstärkten Rüstungswettlauf war gegeben. Die Abrüstungskonferenz lebt nur noch amtlich, und die Flottenkonferenz war sogar schon tot, als ihre Teilnehmer im Dezember 1935 in London feierlich zusammentraten. Wie haben sich die Ereignisse gejagt: im Februar 1934 der Bürgerkrieg in Österreich, der mit der Schleifung des stärksten Bollwerks für die nationale Unabhängigkeit, d.h. der Vernichtung der Arbeiterbewegung, endete; im Juli der Naziputsch in Österreich und der Mord auf Dolfuss; im Oktober das Marseiller Attentat, das abermals die Aufmerksamkeit auf das schwelende Feuer in Mitteleuropa lenkte; im Dezember die Kündigung des Washingtoner Flottenabkommens durch Japan; im Januar 1935 der neue Angriff Japans gegen China; im März die Ankündigung einer Luftflotte und die Proklamierung der allgemeinen Wehrpflicht durch Deutschland; im Mai die Antwort: der französisch- russische Pakt; dann, im Oktober, der Ausbruch des italienischen Krieges gegen Abessinien; 1936 der Militärputsch in Japan, die Zerreissung des Locarnopaktes, die Wiederbesetzung des Rheinlandes durch HitlerDeutschland und die Annektion Abessiniens durch das faschistische Italien es sind nur die sichtbarsten Anzeichen der Katastrophe, die sich unabwendbar anbahnt. - Unabwendbar? Wird die Welt wirklich wieder dem Wahnsinn des wissenschaftlich organisierten Massenmordes verfallen? Die Die Menschheit vor Antwort auf diese bange Frage liegt in der Wahl der Völker der Entscheidung. zwischen Faschismus und Demokratie, zwischen kapitalistischer Anarchie und sozialistischer Planwirtschaft, kurz: zwischen unvermeidlichem Krieg und selbstverständlichem Frieden. Ausblick. Die Entwicklung der Jahre 1934 und 1935 hat die Spannungen in der Welt nur noch vermehrt. Zwar erscheint das Krisentief zunächst wieder überwunden, aber Industrieanlagen, Geld und menschliche Arbeitskraft liegen immer noch massenhaft brach. Die Gegensätze im Weltwirtschaftsraum haben sich verschärft. Und damit die politischen Gegensätze. Der Kampf um den seit 1914 stark geschrumpften- Weltmarkt droht wieder mit voller Heftigkeit zu entbrennen. Die - 21 - gefährlichsten Kriegstreiber sind die raum- und machthungrigen faschistischen Staaten Deutschland, Italien, Japan. Aber auch die imperialistischen Interessencliquen der anderen kapitalistischen Länder tragen ihr gerütteltes Mass Schuld. Diesen dynamischen Kräften offener oder getarnter Diktatur gegenüber verharrt die Demokratie nur allzu oft in statischer Duldsamkeit, die sie sich dann noch als ,, innere Stärke" anrechnet. Sie aus dieser unheilvollen Lethargie herauszureissen und als lebendige Kraft gegen Faschismus und Imperialismus, d.h. letzten Endes für die Ersetzung der privatkapitalistischen Profitwirtschaft durch eine gemeinnützige Bedarfsdeckungswirtschaft, einzusetzen, ist die Aufgabe der Arbeiterbewegung. Sie kann dieses Gebot jedoch nur erfüllen, wenn sie selbst wahrhaft bereit ist, die Hände ineinanderzuschlagen und auf dem Boden gesunder nationaler Politik einen den ganzen Erdball umspannenden Ring gesunder internationaler Politik zu schliessen. Die elfte Stunde hat geschlagen! 22 Die Bauwirtschaft. Die Bautätigkeit in den Jahren 1934 und 1935 gestaltete sich von Land zu Land recht verschieden. Das liegt nicht nur an der Uneinheitlichkeit der gesamtwirtschaftlichen Verhältnisse an sich, die in den meisten Ländern besser, in anderen dagegen schlechter wurden oder auch beiläufig unverändert blieben, sondern fast noch mehr an der besonderen Struktur der Wirtschafts- und Finanzlage sowie an Art und Mass der staatlichen Einflussnahme in jedem einzelnen Lande. A 1934 und 1935, Im grossen und ganzen lässt sich die Gruppeneinteilung im allgemeinen Wirtschaftsüberblick( siehe S. 14) auch auf die Ent- Die Bautätigkeit wicklung des Baumarktes anwenden( vgl. Tabelle II über die Hochbautätigkeit sowie die einzelnen Länderübersichten). In den Ländern des Sterling- Blocks, also im allgemeinen dort, wo durch die Geldentwertung eine Kreditausweitung und Kreditverbilligung möglich wurde, hat die Bautätigkeit mehr oder weniger stark zugenommen; in denen des Goldblocks, wo die lähmende Deflationspolitik ihren verhängnisvollen Kreis weiter und weiter zog, ist sie dagegen in einem fast katastrophalen Ausmass gesunken. Betrachtet man die einzelnen Länder, so springt sofort der geradezu glänzende Aufstieg in Grossbritannien ins Auge. Der Wertindex Aufschwung des der Bauerlaubnisse, der von 1929(= 100) bis 1931 im Monats- Wohnungsbaues in Grossbritannien. durchschnitt auf 86,2 gesunken war, stand 1934 auf 130,7 und 1935 auf 156,4. Am stärksten war die Zunahme des Wohnungsbaues ( 1931 91,5; 1934: 157,2; 1935: 177,2), vor allem des privaten, doch scheint sich in letzter Zeit eine für die Fortdauer der Baukonjunktur sehr bedeutsame Verschiebung zugunsten der öffentlichen und industriellen Bautätigkeit zu vollziehen. Einen gewaltigen Aufschwung verzeichnete ferner Südafrika, das Hochkonjunktur als wichtigstes Goldland infolge der Wertzunahme dieses ,, Rohstoffes" auch in Südafrika. eine zusätzliche Sonderkonjunktur erlebt. Der Wertindex der Bauvollendungen( 1932= 100) betrug hier 1934 im Monatsdurchschnitt 143,8, im September 1934 145,2, im September 1935 257,8. Für den Wohnungsbau allein stellte er sich auf 213,0 bzw. 221,7 und 405,3. Die phantastische Zunahme der erteilten Bauerlaubnisse lässt vermuten, dass die Hausse vorläufig noch anhalten wird. In den Vereinigten Staaten von Nordamerika trat, dank den Amerika vor einer riesigen, wenn auch nur zum Teil ausgegebenen Summen, die die Bauhausse? Regierung zur Ankurbelung des öffentlichen und privaten Bauens bereitgestellt hat, Anfang 1935 endlich die ersehnte Belebung auf dem Baumarkt ein. Wenn die guten Ansätze nicht durch eine neue Börsenkrise durchkreuzt werden, steht Amerika allen Anzeichen nach vor einer regelrechten Bauhausse, die sich vor allem auch im privaten Wohnungsbau auswirken dürfte. In der Berichtszeit lag das Baugewerbe allerdings noch schwer danieder; der Wertindex der Baukontrakte( 1929 100), der bis 1933 auf 15,2 gesunken war, stand 1934 auf 18,4 und noch 1935 erst auf 26,9. Den grössten = 23 Zuwachs verzeichnete die öffentliche Bautätigkeit, nämlich von 19,6 in. Jahre 1933 auf 30,5 im Jahre 1934 und 44,6 im Jahre 1935. Erfreulich ist, dass der Wohnungsbau, der 1934 mit einem Indexstand von 13,0 gegenüber dem im Vorjahre erreichten Tiefpunkt noch keinerlei Steigerung aufwies, im Monatsdurchschnitt 1935 immerhin auf 25,0 stieg. Günstig gestaltete sich die Lage ferner in den skandinavischen Aufstieg in Ländern und in Finnland. In Schweden stieg der Index der BauSkandinavien. vollendungen, 1929 gleich 100 gesetzt, von 79,4 im Jahre 1933 auf 92,4 im Jahre 1934 und 148,5 im Jahre 1935; die grosszügige Arbeitsbeschaffungspolitik der unter sozialdemokratischer Führung stehenden Regierung hat hier segensreich gewirkt. Auch in Norwegen, wo 1933 ein empfindlicher Rückschlag eintrat, ist das Baugewerbe gut beschäftigt; jedoch liegen die Ergebnisse des Wohnungsbaues im Jahre 1935 wieder wesentlich unter denen des Vorjahres( JuliSept. 1934 180,1; Juli- Sept. 1935: 114,3). In Finnland sank die Zahl der Bauvollendungen, 1929 gleich 100 gesetzt, bis 1934 auf 15,6, um dann im Jahre 1935 allerdings wieder auf 47,5 zu steigen. Für Dänemark, gleich Schweden und Norwegen von Sozialdemokraten regiert, liegt eine Statistik nicht vor, jedoch herrscht dort bereits seit mehreren Jahren ein recht flotter Baubetrieb. asb gouwdoala A = In der Tschechoslowakei und in Belgien, die sich Anfang 1934 bzw. 1935 vom Goldblock lösten, war die Bautätigkeit während der instindo Berichtszeit noch sehr unbefriedigend. Allerdings scheint sich nun doch, vor allem in Belgien, eine gewisse Entspannung anzubahnen, die in einer Zunahme der Bauerlaubnisse zum Ausdruck kommt. Ganz traurig liegen die Verhältnisse in den wenigen Ländern, die Weiterer Rückgang heute noch den Goldblock bilden, d.h. in Frankreich, den Niederlanden in den Ländern des und der Schweiz. In Frankreich erreichte die Messziffer der BauGoldblocks. erlaubnisse 1930 mit 111,4( 1929 100) ihren Höchstpunkt, sank dous dann aber bis 1934 auf 66,7 und bis 1935 auf 55,7. Aus den Niederlanden liegen Indexzahlen nur für den Wohnungsbau vor, der sich, nicht zuletzt infolge der starken Spekulation auf dem Wohnungsmarkt, auf einem relativ guten Niveau zu halten vermochte; dagegen liegt die öffentliche und industrielle Bautätigkeit dermassen danieder, dass das gesamte Baugewerbe von allen wichtigeren Industrien den höchsten Arbeitslosenprozentsatz aufweist. In der Schweiz trat der Niedergang erst 1931 ein; der Index der Bauerlaubnisse für Wohnungen, der, 1929 gleich 100 gesetzt, damals noch auf 133,1 stand, sank 1934 auf 79,8 und 1935 sogar auf 44,9. Interessant ist die Entwicklung in den grossen Agrarländern, die Besserung in den von der Preisbesserung für landwirtschaftliche Erzeugnisse und Agrarländern. Rohstoffe profitierten. So herrscht in Australien wieder eine ganz flotte Bautätigkeit; die Messziffer der Bauerlaubnisse weist dort seit 1931(= 100) eine fortgesetzte Steigerung auf und stand 1934 auf 241,7, im August 1934 auf 290, im August 1935 sogar auf 408,1. In Neuseeland war die Auflebung dagegen nur zögernd; die Messziffer sank hier, 1929 gleich 100 gesetzt, von 110,2 im Jahre 1926 auf 49,8 24 Vereinigte Staaten: 37 Staaten östlich der Rocky Mountains( ca. 91% der gesamten Bautätigkeit im Lande); F. W. Dodge Corporation( Angaben entlehnt dem U.S. Survey of Current Business); Gesamtfläche der Stockwerke und Wert der Gebäude nach den abgeschlossenen Verträgen; Finnland: Helsingfors: Nordiska Föreningsbanken- Pohjoismaiden Yhdyspankki; Rauminhalt von a) Gebäuden, deren Pläne genehmigt wurden; b) fertigen und genehmigten Gebäuden; Frankreich: wichtigste Städte; gewogener Index der ,, Statistique générale", auf Grund der erteilten oder nachgesuchten Baugenehmigungen( Zahl der Gebäude und, in gewissen Fällen, Zahl der Stockwerke); Ungarn: Budapest; a) Zahl der Gebäude auf Grund der erteilten Genehmigungen; b) Zahl der fertigen Gebäude; c) Zahl der Räume in den fertigen Wohnhäusern; Italien: 17 bedeutende Städte; Index des Ministerio delle Corporazioni, auf Grund der Anzahl Räume laut erteilten Baugenehmigungen; Norwegen: alle Gemeinden mit über 2.000 Einwohnern; Zahl der fertigen Wohnungen( Netto- Zuwachs, Zahl der neuen Wohnungen abzüglich der niedergerissenen); Neuseeland: 58 Städte; Wert und Zahl der Gebäude, für welche Genehmigungen erteilt wurden; Niederlande: Ganzes Land; Zahl der Wohnungen: a) angefangen; b) fertig; Polen: Städte mit über 20.000 Einwohnern; Rauminhalt von a) angefangenen Gebäuden; b) fertigen Gebäuden; Rumänien: Bukarest; Institutul Romanesc de Conjuncturà; Oberfläche der Stockwerke von Gebäuden, für die Genehmigungen erteilt wurden; Grossbritannien und Nordirland: 146 Städte; veranschlagte Kosten und Zahl der genehmigten Pläne; Schweden: II Städte; Zahl der Räume in: a) Gebäuden für welche Genehmigungen erteilt wurden; b) fertigen Gebäuden; Schweiz: 28 Städte; Zahl der Wohnungen: a) laut erteilten Baugenehmigungen; b) in fertigen Gebäuden; Tschechoslowakei: 90 Städte; Rauminhalt und Zahl der Gebäude, für welche Genehmigungen erteilt wurden. In allen Fällen, wo sich die Zahl der Städte, über die statistisches Material eingegangen ist, geändert hat, sind die Messziffern soweit möglich auf Grund vergleichbarer Daten mit den früheren verkettet worden. Tabelle II Hochbautätigkeit, 1926-1935 1929= 100 A: Gebäude für Wohnzwecke. - B: Gebäude für industrielle und kommerzielle Zwecke usw. C: Andere Gebäude. Land Städte oder Bezirke Baustadium Messverfahren Südafrikanische Union 10 Bezirke Bauerlaubnisse Bauvollendungen Argentinien Buenos- Aires Australien 6 Belgien³ 115 China 6 Bauerlaubnisse Bauvollendungen BauBauerlaubnisse erlaubn. Bauerlaubnisse Kolumbien 18 Bauvollend. Spanien Katalonien Vereinigte Staaten von Nordamerika Bauerlaubnisse 37 Staaten östlich der Rocky Mountains abgeschlossene Bauverträge 9 Frank- Norreich 12 wegen Niederlande ( 13) Polen Ru( 14) mänien BauWert erlaubn. Bauvollend. beginne BauBauvollend. BauBaubeginne Bauvollendungen erlaubn. Wert Zweck A B+ C Total 1 A [ 1932= 100] BC Total 1 [ 1932= 100] Total Fläche Wert Fläche Total Total Anzahl Total Total 1 Total 1 Wert Anzahl Total Wert Fläche Fläche Total Total Total Wohnungen A Gebäude B Wert Gesamtfläche der Stockwerke Anzahl A B C Total A B C Total Total Wohnungen A RaumWohnungen Rauminhalt inhalt A A 1926 [ 1933= 100] [ 1931= 100] A( 1) B+ C( 1) Total 1 [ 1931= 100] A( 1) B+ C( 1) Total 1 [ 1931= 100] Total 1927 1928 || 80.0 87.7 139.4 94.4 108.5 II7.4 134.4 85.5 98.5 III.9 92.7 61.4 IOI.3 77.8 85.3 134.3 88.7 115.3 II4.7 127.6 1929 2( 182.7) 78.7 106.8 107.5 65.0 56.8 100.2 103.1 106.1 82.8 91.2 145.6 94.5 109.0 120.3 146.6 94.5 108.8 122.7 78.9 75.3 104.1 100.0 1930 2( 172.5) 4 100.0 6 100.0 6 100.0 100.0 100.0 100.0 100.0 100.0 100.0 100.0 100.0 100.0 100.0 100.0 100.0 1931 2( 143.1) 4 87.3 100.0 100.0 100.0 100.0 6 119.2 6 1932 100.0 100.0 152.7 99.5 39.3 132.2 81.5 57.5 59.2 98.2 66.6 59.3 54.2 148.1 95.9 63.5 III.4 105.4 110.6 4 100.0 100.0 100.0 100.0 100.0 100.0 93.4 6 144.I 6 120.9 28.8 1933 236.2 78.2 100.7 131.0 79.7 42.4 29.0 75.8 44.8 49.1 26.3 77.7 45.9 101.6 108.6 153.4 106.0 104.4 103.3 108.8 106.8 76.5 100.0 74.5 93.6 144.7 137.0 93.2 6 6 84.3 86.3 27.6 78.5 66.4 14.6 II.3 100.0 34.9 17.7 19.0 12.3 36.9 19.6 81.3 1934 519.2 205.1 336.1 100.0 154.8 71.5 87.3 99.8 100.0 58.7 100.0 100.0 100.0 100.0 90.5 92.9 92.2 100.0 100.0 213.0 77.9 143.8 166.7 205.7 92.6 6 139.1 6 III.8 48.7 68.2 70.9 I 12.6 13.0 15.4 19.6 15.2 18.8 15.6 129.6 23.0 18.4 74.0 63.5 80. I 105.6 II7. I 93.8 114.6 63.0 106.0 89.7 76.0 99.3 89.4 116.0 91.3 132.7 241.7 333.8 77.0 120.5 105.4 62.8 77.8 73.7 13.0 18.1 30.5 18.4 16 6 17.2 1934 I 31.6 19.2 66.7 145.0 100. I III. I 119.9 84.2 113.9 123.0 73.0 114.5 156.3 344.3 117.9 239.6 138.2 85.5 II 109.5 255.1 123.8 181.2 232.2 252.0 179.5 72.7 III 117.4 176.7 222.2 56.7 86.3 77.6 123.9 86.7 103.4 9.5 16.4 342.3 588.0 130.1 49.9 20.3 12.2 II.7 28.6 14.7 69.9 425.6 166.9 132.4 58.4 241.4 65.7 99.0 80.3 6.9 201.1 208.4 283.6 69.7 102.4 IV 476.0 108.5 62.7 37.3 85.3 46.6 9.1 9.6 22.9 12.2 II.2 8.8 22.2 12.2 179.2 312.4 216.1 118.3 70.7 139.4 113.3 97.5 43.1 21.1 39.4 62.4 48.9 60.1 18.9 74.0 248.9 141. I 103.2 308.0 93.4 89.7 49.5 IIO.9 119.0 17.6 23.5 V 646.9 140.5 37.9 23.9 21.5 18.0 34.3 22.4 71.5 124.7 109.3 132.7 212.4 372.6 149.4 36.3 143.5 226.2 264.6 94.1 130.6 114.8 92.0 73.2 89.7 100.9 14.2 16.5 24.4 17.1 18.4 19.7 VI 94.4 34.5 21.4 70.7 570.4 157.6 335.8 138.3 63.3 105.0 62.2 107.2 144.7 249.5 84.8 106.2 251.8 342.1 86.6 187.3 164.3 VII 614.3 118.7 65.7 88.9 75.0 15.6 26.7 26.4 21.7 19. I 21.9 204.1 358.7 264.6 138.9 30.8 21.9 68.3 98.1 96.9 116.3 165.1 95.4 153.4 92.6 42. I 84.1 215.6 37.7 VIII 546.1 143.5 238.5 371.0 96.5 160.1 83.8 109.0 48.5 90.3 67.2 16.6 16.8 29.9 19.5 20.4 125.7 306.4 96.1 15.2 35.9 21.1 65.9 100.3 119.4 253.0 267.3 241.5 47.9 334.3 81.5 141.0 150.7 133.0 60.7 83.6 64.6 12.4 31.4 IX 648.2 103.7 29.5 22.5 14.8 109.0 123.4 60.0 23.6 29.0 20. I 80.6 65.9 92.1 126.8 242.4 353.3 221.7 84.2 290.0 394.4 74.4 91.1 75.9 69.7 X 145.2 73.3 67.2 II.7 19.1 122.4 35.8 19.3 15.6 17.7 739.2 173.8 141.8 47.6 21.5 65.9 162.2 93.2 127.3 168.0 J34.7 162.4 152.3 72.3 138.8 361.1 261.8 429.9 279.5 85.1 377.6 169.5 75.0 103.3 151.9 79.8 65.8 56.9 II.2 XI 108.4 15.6 30.8 16.8 577-7 199.6. 119.6 15.0 16.8 36.2 19.0 65.0 I12.7 100.2 183.6 346.3 272.7 53.4 187.8 279.9 413.5 76.4 120.4 107.6 47.8 57.4 64.6 16.5 17.9 28.9 XII 103.3 19.6 21.7 22.0 28.6 22.9 62.6 101.8 469.1 161.8 120.7 73.6 300.9 287.0 90.8 138.8 113.0 257.3 326.4 59.2 54.0 130.6 IIO.8 50.9 51.0 170.9 90.5 12.5 12.7 124.1 31.8 16.6 16.4 134.6 17.0 33.3 19.3 61.0 180.1 87.3 92.5 103.3 85.6 100.4 184.8 128.6 175.2 73.0 194.5 367.3 50.5 89.9 67.7 46.3 49.9 51.7 9.1 IO.8 19.7 II.9 12.5 13.6 18.4 13.8 61.0 72.6 1935 I 79.8 26.3 486.6 268.9 383.2 334.5 97.6 II 561.9 163.4 210.3 135.4 145.5 154.0 174.0 332.0 284.8 359.3 137. I 236.4 402.2 59.6 89.9 69.2 57.5 60.8 119.0 14.0 14.5 20. I 109.7 544.3 209.8 123.7 86.4 336.8 98.4 15.5 17.I 15.3 21.3 17.2 61.8 89.8 85.3 20.1 318.1 301.9 88.8 369.8 67.5 57.3 47.5 53.9 52.4 194.9 487.5 92.4 106.9 93.1 10.4 13.8 18 2 13.2 57.1 68.0 14. I 12.4 21.4 14.7 61.8 127.I 106.3 68.0 45.9 26.6 42.7 91.0 .60.3 85.8 51.0 203.2 318.4 321.7 357.2 53.2 189.8 513.6 IOI.I 86.9 98.8 53.4 61.0 106.0 20.2 15.2 34.4 21.4 124.0 636.2 134.5 217.8 55.9 89.0 27.3 14.6 35.9 24.3 60.2 93.3 87.1 194.6 393.9 219.4 307.8 433.1 139.4 109.0 103.7 105.9 61.6 82.8 157-7 103.4 26.4 17.5 26.4 95.9 23.4 III.O 72.5 455.9 319.3 85.5 36.9 20.5 30.9 30.3 56.9 399.7 328.9 369.6 87.7 101.6 77.5 184.7 637-5 137.5 112.8 93.6 83.8 96.1 175.9 28.1 19.3 92.0 VII 565.6 206.0 366.8 113.4 89.4 35.6 26.7 40.7 24.7 34.3 34 2 52.8 191.9 88.3 124.9 156.3 70.6 142.0 85.4 60.3 81.1 101.4 448.5 355.0 I17.8 472.5 122.5 113.3 83.2 254.4 VIII 96.2 56.4 156.9 116.1 134.5 31.2 19.9 45.9 30.4 42.4 22.3 585.0 97.7 34.5 35.1 52.0 77.4 92.5 483.0 487.5 131.1 419.1 622.8 392.2 136.5 243.1 106.7 IX 792.0 367.6 126.5 117.9 107.2 86.7 96.5 75.8 128.2 119.0 30.3 24.7 35.4 29.5 40.6 24.7 26.8 32.9 52.8 92.1 113.3 129.9 523.6 408.1 405.3 166.3 257.8 503.8 IOI. I 92.8 74.4. 74.8 25.4 22.8 40.6 27.7 36.4 23.4 42.5 32.9 53.7 114.3 74.1 X 558.4 223.7 381.8 365.6 97.9 79.4 26.2 79.0 217. I 15.9 39.8 25.5 37.6 19.9 39.9 31.9 55.3 78.4 88.4 99.9 220.5 I12.7 202.5 145.6 12.5 123.0 * 102.6 51.2 34.5 23.3 40.7 32.0 51.9 28.7 42.5 42.5 53.7 69.7 III.8 Land Städte oder Bezirke Baustadium Messverfahren Deutschland Kanada Chile Finnland 10 1025 Ungarn Italien 61 9 Helsingfors Budapest Bauerlaubnisse Bauvollendungen Bauerlaubn. Bauerlaubnisse Wohnungen Bau- Bauerlaubn. vollend. Rauminhalt Wohnungen Rauminhalt Wert Zweck A B C BC neue Total 1 A B B+ C Total A Fläche B+ C Total [ 1930= 100] Rauminhalt Bauerlaubnisse Gebäude Bauvollendungen 17 Bauerlaubn. Neuseeland 58 Bauerlaubnisse Grossbritannien und Nordirland 146 Bauerlaubnisse Schweden II BauSchweiz 28 Tschechoslowakei Bau- Bau- Bauerlaubn. vollend. erlaubn. vollend. 90 Bauerlaubnisse Gebäude Total Total A Total 1 A Total 1 Zimmer Gebäude A Total A Gebäude BC Total 1 Wert Wert A BC Total 1 A B C( 1) Gebäude Total 1 A Zimmer Wohnungen Gebäude A A A A Rauminhalt Total 1 Total 1926 1927 36.6 52.9 [ 1932= 100] || 52.8 73.7 1928 79.0 89.7 ||| 66.6 204.7 63.3 58.2 63.7 36.1 51.9 25.9 128.0 151.0 IIO.2 108.8 104.4 78.6 72.8 75.4 92.5 104.4 261.7 77.5 86.1 91.4 70.0 69.0 90.3 108.4 152.5 104.4 105.1 III.5 100.8 90.1 87.8 82.3 87.9 89.4 98.2 102.9 69.1 65.2 82.3 93.3 1929 100.0 100.0 100.0 100.0 100.0 100.0 357.9 106.5 120.5 IOI.O 100.0 100.0 107.1 IOI. I 98.5 68.9 92.7 130.0 95.6 100.0 91.5 117.5 95.9 90.7 99.5 91.3 100.0 78.6 91.3 92.3 103.2 98.0 77.2 91.1 1930 78.9 75.7 73.2 75.2 113.8 126.3 100.0 100.0 100.0 100.0 100.0 100.0 100.0 100.0 100.0 100.0 113.5 100.0 96.3 100.0 100.0 100.0 100.0 100.0 100.0 100.0 100.0 100.0 100.0 100.0 100.0 172.5 III.9 1931 36.2 70.2 100.0 100.0 100.0 37.5 42.0 38.4 82.1 84.1 59.8 44.9 86.6 89.4 84.2 88.0 54.2 87.3 66.6 78.0 82.2 67.6 61.1 54.9 78.7 59.8 67.2 105.7 83.0 106.4 102.I II3.2 107.4 134.2 117.9 I 10.3 1932 24.8 47.2 51.1 21.0 18.2 20.4 29.4 37.6 34.4 44.0 28.3 I 13.4 28.9 II2.9 92.6 98.1 90.8 53.4 52.8 23.7 84.0 40.9 30.9 16.8 55.1 20. I 35.9 28.3 91.5 65.6 87.2 86.2 99.1 85.9 132.2 133.1 135.9 || 1933 1934 29.6 74.2 31.4 22.9 22.1 22.7 29.6 56.0 50.9 18.4 36.0 38.1 119.3 98.2 120.5 96.5 24.3 19.6 73.8 45.1 20.4 63.2 49.8 14.9 29.7 22.3 105.9 64.5 69.1 90.6 128.1 76.8 118.9 85.2 141.8 100.0 9.2 93.8 46.4 40.5 73-7 44.8 18.0 49.3 42.4 115.3 IIO.6 113.7 93.1 62.2 53.1 35.0 46.6 79.2 50.8 24.7 34.7 29.2 140.8 31.4 II.4 174.9 69.8 66.6 79.6 114.5 167.9 47.9 79.4 IOI.I 115.4 66.2 100.0 55.0 130.3 102.0 15.6 60.5 109.1 100.0 97.4 73.3 88.6 40.5 52.0 53.4 32.4 49.8 39.5 157.2 91.5 89.1 130.7 193.2 102.0 92.3 118 O 79.8 66.8 48.3 1934 I 29.6 19.2 9.9 17.3 29.5 56.3 25.1 49.3 30. I II 3.5 151.0 24.3 22.9 6.2 19.5 19.0 46.8. 34.8 101.7 35.5 2.7 27.5 51.8 76.7 82.5 45.9 15.2 12.2 14.6 56.4 45.5 44.4 46.8 35.5 43.4. 35.5 134.8 97.3 86.0 117.5 69.3 30.7 27.8 25.8 III 4.5 32.2 38.2 120.9 61.1 23.3 35.2 21.1 61.3 19.0 8.0 95.5 52.3 18.3 48.5 49.5 53.8 35.6 67.7 39.2 38.3 45.9 29.0 108.8 16.8 54.5 163.2 63.2 89.9 129.9 185.2 72.3 56.1 78.4 46.4 33.5 26.3 IV 5.6 43.4 72.6 183.6 47.2 67.4 33.6 43.1 89.9 124.0 87.2 0.4 19.0 26.3 44.7 77.9 32.2 34.7 14.6 81.1 32.9 62.8 51.1 22.0 200.8 82.5 165.7 108.6 88.2 138.5 132.8 216.5 81.4 53.6 V 46.2 20.5 II.5 57.2 16.5 99.7 48.9 32.9 88.8 36.5 39.3 74.I 177.6 - 71.I 143.9 81.7 75.4 37.6 87.0 25.9 42.9 44.2 18.3 17.0 19.7 161.5 57.1 5.7 30.2 VI 46.8 44.6 76.4 15.1 51. I 43.2 95.8 76.7 99.6 130.0 99.8 119.5 97.1 60.6 25.4 54.9 83.0 10.4 68.8 135.7 151.0 IOO. I 112.8 24.8 34.6 92.5 27.4 39.8 57.2 23.4 48.1 36.6 169.2 81.0 26.8 119.0 143.1 210. I 12.1 VII 54.8 40.8 98.5 104.6 24.0 92.1 129.8 91.5 63.1 120.6 52.7 48.3 41.9 89.9 107.9 170.3 13.6 120.3 151.3 160.9 117.6 157.1 100.4 20.4 16.0 23.5 42.9 49.6 18.2 14.0 VIII 19.5 16.4 20.3 190.3 121.6 80.3 153.7 67.3 169.3 84.8 82.1 45.2 48.5 58.6 98.8 50.6 37.0 67.7 30.9 70.0 65.1 15.2 71. I 144.6 108.9 IOI.I 95.0 104.8 19.1 17.4 30.6 70.5 46.6 13.3 17.2 20. I 16.7 IX X IX XII 1935 I II 45.5 43.0 41.2 34.0 35.4 28.4 53.8 42.0 5.4 56.5 85.2 226.4 23.0 167.0 134.5 86.4 143.2 71.1 85.3 79.5 63.1 III.3 177.6 33.8 310.1 O. I 66.5 127.1 108.9 IOI.I 60.9 76.2 96.3 36.1 52.1 61.9 29.0 14.7 28.5 107.2 56.5 91.6 75.7 42.5 II.7 260.1 89.2 174.6 176.1 82.9 45.4 81.6 53.6 73.7 181.0 9.2 42.0 72.2 123.7 113.9 I 12.6 78.1 71.9 IOI.I 71.6 96.4 59.8 50.6 58.3 49.2 25.6 40.0 139.3 114.8 76.3 120.9 70.8 254.8 68.9 52.5 48.9 13.3 65.1 52.0 79.6 190.3 84.2 145.3 180.6 61.9 77.9 136.8 76.7 116.1 60.7 95.8 73.4 78.2 71.4 58.9 40.0 52.7 154.6 91.0 95.2 43.4 63.5 68.9 13.4 265.0 130.5 82.6 168.4 64.9 41.8 87.1 119.6 203.3 19.5 29.2 44.7 86.1 104.0 122.7 102. I 94.7 59.6 58.2 61.2 59.3 24.9 63.0 12.9 328.0 93.7 228.6 44.0 183.1 75.5 90.7 142.5 141.7 202.9 113.1 38.3 77.7 33.2 12.5 42.4 82.0 136.1 151.3 85.7 90.3 43.4 42.9 46.0 32.2 42.5 36.8 117.5 81.6 65.1 99.6 49.6 51.6 33.0 57.1 38.3 19.1 56.1 41.9 62.5 46.8 4.0 60.! 25.4 46.3 321.5 57.4 209.5 48.1 51.3 21.8 66.0 102.7 146.3 93.2 97.5 56.4 32.2 50.8 48.1 17.2 34.6 150.0 117.3 107.1 134.8 28.8 22.6 50.8 46.4 III 33.4 18.4 38.0 60.7 199.9 85.7 33.3 54.4 151.5 212.4 28.8 28.7 54.4 40.8 94.5 41.7 106.8 47.2 69.0 54-7 44.4 II.O 34.9 169.1 93-7 44.8 122.6 146.0 216.0 169.6 103.6 29.2 52.9 20.5 231.2 41.0 94.8 10.7 137.7 35.4 I13.0 18.4 69.9 86.5 35.9 51.8 16.5 121.0 55.2 54.5 78.2 68.7 44.5 39.1 44.7 182.1 131.2 118.2 159.1 70.0 204.1 39.6 68.0 26.0 51.3 26.1 32.1 60.4 65.4 142.3 128.4 72.7 35.2 136.4 70.5 2.6 89.4 53.0 109.6 53.2 71.9 28.0 132.0 49.4 53.6 68.3 36.6 149.2 72.2 28.3 195.2 104.1 116.3 162.0 73.9 65.1 80.0 67.5 24.6 102.I 93.c 44.8 60.5 63.7 85.8 218.1 32.0 97.4 137.9 74.3 82.0 33.5 131.3 57.9 61.3 70.4 50.1 37.I 46.6 202.2 160.2 156.2 184.7 232.2 142.0 43.4 59.4 57.4 92.4 85.9 VII 74.4 VIII 72.1 IX 69.2 X 74-7 33.5 26.1 107.3 52.5 67.1 139.5 15.9 87.1 91.6 16.3 75.6 98.0 53.2 88.5 31.5 128.3 51.6 42.9 57.9 40.4 21.5. 37.9 145.7 ICO.O 85.8 125.3 49.8 94.5 73.2 57.8 48.3 21.8 131.8 85.4 50.3 61.3 44.7 94.9 160.3 110.9 131.8 134.2 60.6 123.2 35.7 124.4 54.8 64.4 70.2 51.4 48.0 52.6 194.0 142.2 120.2 168.5 55.5 65.3 51.2 21.9 11 82.9 65.6 165.1 77.8 338.9 238.8 101.3 102.5 III.2 123.7 III.4 118.7 78.7 107.0 71.2 72.0 71.9 61.4 24.8 52.6 134.0 III.8 82.2 118.4 204.5 84.1 274.4 38.3 28.0 133.4 17.0 108.7 108.5 84.2 29.9 75.3 148.4 97.5 55.1 177-7 146.1 134.9 136.2 53.I 75.6 49.0 72.8 65.8 72.2 20.5 251.4 139.7 204.0 I 10.6 47.8 107.7 106.6 102.7 134.2 80. I 77.8 87.4 80.0 66.1 23.0 36.3 55.9 169.6 170.8 53.7 191.6 II2.5 165.9 152.5 123.7 165.7 44.4 140.6 236.5 15 111.815 172.715 39.5 72.4 |||| Die verfügbaren Serien sind, soweit möglich, nach dem Hauptzweck, für den die Gebäude bestimmt sind, aufgeführt: A. Wohngebäude; B. Gebäude für industrielle, kommerzielle und landwirtschaftliche Zwecke; C. Sonstige Gebäude( hauptsächlich öffentliche Gebäude, aber auch private Gebäude für Schulen, Krankenhäuser Kirchen etc.). Sofern nichts anderes angegeben, sind die Messziffern auf Grund der von den Regierungsstellen jedes Landes gemachten Angaben errechnet. Die Zahlen am Kopfe der Rubriken geben die Anzahl der von der Statistik erfassten Städte bzw. Bezirke an. Eine allgemeine Uebersicht und Anmerkungen zu den verschiedenen Serien finden sich auf der Rückseite. *) Vorläufige Zahl. 1) Einschliesslich Umbauten und Reparaturen. 2) Ganzes Land; Jahre endigend jeweils mit dem 30. Juni. 3) Banque nationale. - 4) Von 1929 bis 1931, Index errechnet auf Grund der Angaben über Brüssel( mit Vorstadtgebiet). 5) 1926/ 27: 93 Städte; 1928/33: 96 Städte; 1934: 100 Städte. 6) Index errechnet auf Grund der Angaben über 4 Städte - von 1929 bis 1931 und über 5 Städte von 1931 bis 1933. 7) Banco de la República. 8) F. W. Dodge Corporation( laut U.S. Survey of Current Business). 9) Wichtigste Städte. 10) Nordiska FöreningsbankenPohjoismaiden Yhdyspankki. 11) Netto- Zunahme. 12) Gemeinden mit über 2.000 Einwohnern. 13) Ganzes Land. 14) Städte mit über 20.000 Einwohnern. 15) Drittes Vierteljahr 1935. Quelle: Statistische Monatshefte des Völkerbundes ( Erscheinen nur englisch und französisch). We in d Bess II slida T im Jahre 1932, um dann 1934 wieder auf 53,4 und 1935 auf ca. 70,0 zu steigen. Vom zielbewussten Auftreten der Arbeiterregierung, die in diesem kleinen fernen Inselreich kürzlich ans Ruder gekommen ist, darf man sich nun aber einen raschen Aufstieg versprechen. In Kanada befindet sich das Baugewerbe noch immer in einer drückenden Krise; der Wertindex der Bauerlaubnisse sank hier seit dem Spitzenjahr 1929(= 100) auf 9,2 im Jahre 1933 und stieg dann 1934 auf 11,4 und 1935 auf 19,7. Dass auch die Agrarländer in Südosten Europas ihre wirtschaftliche Lage verbessern konnten, zeigt das Beispiel Rumäniens, wo der Index der Bauerlaubnisse( 1929= 100) nach einem Rückgang in den Jahren 1930-1931 bis 1934 auf 156,3 stieg und die Bautätigkeit sich seitdem auf einem guten Stand gehalten hat. - 1 in den faschisKasernen statt Ganz für sich ist die Lage und die Statistik tischen Ländern zu beurteilen. Lehrreich ist hier das Beispiel Deutschlands. Mögen die amtlichen Propagandastellen und die ihnen restlos unterworfene Presse auch unentwegt den„, Sieg" der ,, Arbeits- Wohnungen in schlachten" in alle Welt posaunen, dem nüchternen Beobachter bleibt Deutschland und nicht verborgen, dass es sich bei der angeblichen Bauhausse um eine Italien. höchst zweifelhafte Augenblickskonjunktur handelt. Sie beruht zum grössten Teil auf dem riesigen Rüstungsaufwand der Regierung( Bau von Heerstrassen, Flugplätzen, Kasernen u. dgl.), zum anderen auf der. durch die steigende Geldnot indessen bereits wieder ins Stocken geratenen Errichtung von Reklamebauten zur Verherrlichung des nationalsozialistischen Regimes. Im Jahre 1935 entfielen vom Gesamtwert der baugewerblichen Produktion 66% auf den öffentlichen Bau, 22% auf den Wohnungsbau und nur 12% auf den industriellen Bau. Da dem Dritten Reich Kanonen wichtiger sind als gute Wohnungen, musste der Wohnungsbau bereits 1935 weitgehend gedrosselt werden; die öffentlichen Mittel für die vorstädtische Kleinsiedlung, den Eigenheimbau und den Wohnungsumbau waren. bereits 1934 grösstenteils verausgabt, so dass 1935 in 102 Gross- und Mittelstädten nur 96.382 Neu- und Umbauwohnungen fertiggestellt wurden, 17.333 oder 15% weniger als 1934. In den drei Hitlerjahren ist, nach amtlicher Feststellung, der Wohnungs fehlbedarf ganz erheblich gestiegen, und die allgemeine Teuerung hat nun auch auf die Mieten übergegriffen. Die Wohnkultur ist in erschreckendem Masse gesunken. Bei den neuerstellten Wohnungen handelt es sich weitgehend um primitive Stadtrandsiedlungen, für die der Reichsdurchschnitt ganze 3-3.500 Mark pro Wohnung beträgt. Wer zwischen den Zeilen zu lesen vermag, merkt denn auch, dass sich hinter der so protzend zur Schau getragenen Siegesgewissheit tiefste Besorgnis um die Zukunft der Bauwirtschaft verbirgt. dow Zu Anfang dieses Überblicks ist gesagt, dass die Entwicklung des Die Funktion der Baumarktes im grossen und ganzen dem allgemeinen Konjunktur- Bautätigkeit in der verlauf in den einzelnen Ländern entsprach. Das ist nicht von jeher Gesamtwirtschaft. so gewesen. Vor dem Kriege wies die Bauwirtschaft, in der der Wohnungsbau damals noch stark überwog, vielmehr eine ,, anti25 zyklische" Eigengesetzlichkeit auf, die im Auf und Ab der Wirtschaft eine bedeutsame ausgleichende Wirkung ausübte. Diese eigenartige Stellung der Bautätigkeit im gesamtwirtschaftlichen Rahmen beruhte darauf, dass bei dem langen Umlauf des in den Wohnungsbau gesteckten Kapitals die Höhe des Zinsfusses eine überragende Rolle spielt. Da aber vor dem Kriege, als der privatkapitalistische Kreditmechanismus noch ziemlich reibungslos funktionierte, in Zeiten allgemeinen Wirtschaftsniederganges das Geld nicht nur billiger wurde, sondern was im Endeffekt entscheidend ist- auch im Überfluss zu haben war, wurde der Wohnungsbau( dessen Rentabilität ja noch verhältnismässig krisenfest war) durch eine Depression eher angeregt als gelähmt. Dagegen verlief die gewerbliche und öffentliche Bautätigkeit im allgemeinen beiläufig parallel mit den Schwankungen der Gesamtwirtschaft. - - Dieses Verhältnis hat sich nach dem Kriege grundlegend geändert. Einmal ist der Anteil des Wohnungsbaues an der gesamten HochStrukturänderung bautätigkeit relativ gesunken in hochindustriellen Ländern auf der Bauwirtschaft. etwa ein Drittel. Aber auch im Wohnungsbau selbst hat sich eine schwerwiegende strukturelle Änderung vollzogen. Die Unfähigkeit der privaten Bauwirtschaft, dem riesigen Wohnungs fehlbedarf, den der Krieg hinterlassen hatte, abzuhelfen und insbesondere für die Arbeiterklasse anständige Wohnungen zu erschwinglichen Mieten zu schaffen, erzwang fast überall, zumindest in Mittel- und Westauropa, ein weitgehendes Eingreifen der öffentlichen Hand. Staat und Gemeinden bauten selbst, oft sehr grosszügig, oder gewährten in den verschiedensten Formen namhafte finanzielle Beihilfe. Über die grossen sozialen Vorteile dieser öffentlichen Einflussnahme auf dem Baumarkt gibt es heute wohl keinen ernsthaften Meinungsstreit mehr, und auch wirtschaftlich hat sie sicher vielfach stimulierend gewirkt. Man darf sich jedoch andererseits nicht verhehlen, dass sie den Wohnungsbau in eine starke, unmittelbare Abhängigkeit vom ,, Antizyklische", jeweiligen Stand der Staatsfinanzen gebracht hat. Der aber folgt in ausgleichende gewissem zeitlichem Abstand den gesamtwirtschaftlichen SchwanFunktion des kungen, wodurch dann aber wieder die ,, antizyklische", ausgleichende Wohnungsbaues Funktion des Wohnungsbaues im gesamten Wirtschaftsablauf gestört. erheblich gestört worden ist. verlauf. Tatsächlich zeigt die Statistik, dass seit dem Kriege die Wohnungsbautätigkeit in Zeiten guter Konjunktur die allgemeine WirtBautätigkeit folgt schaftskurve im allgemeinen sogar um ein Geringes übersteigt, heute dem allge- während sie in Zeiten der Depression nicht unwesentlich darunter meinen Konjunktur. liegt. Diejenigen Unentwegten, die trotz der grausamen Lehren der heutigen Krise immer noch alles Heil vom„, freien Spiel der wirtschaftlichen Kräfte" erwarten, mögen versucht sein, dies zum Vorteil ihrer These, d.h. zum Nachteil des öffentlichen Eingriffs in die Wohnungswirtschaft zu deuten. Sie seien bloss daran erinnert, dass in Amerika, bis 1933 das klassische Land des wirtschaftlichen Liberalismus, der von keiner staatlichen oder städtischen Einmischung ,, gehemmte" Wohnungsbau 1930 in eine Krise von fast beispiellosem 26 Ausmass hineingeschleudert wurde - - eine Krise, die noch weit schlimmer war als die der Gesamtwirtschaft! Erst seit 1935 und nicht zuletzt dank einem bedeutenden Einsatz öffentlicher Mittel gelingt es dem Wohnungsbau, allmählich diese fürchterliche Krise zu überwinden, deren direkte Ursache der Ende 1929 von kapitalistischer Anarchie und Spekulation hinaufbeschworene Börsenkrach mit der darauf folgenden ,, Vertrauenskrise" ist. Ähnliche Erscheinungen liessen sich auch aus anderen Ländern anführen. Wir wollen jedoch nur noch andeuten, dass die Bauspekulation, die in vielen Ländern so tolle Blüten trieb und zum Teil noch treibt, den Wohnungsund Hypothekenmarkt dermassen zerrüttet hat, dass die Banken sich vielfach( und nicht immer ganz unberechtigterweise) veranlasst sahen, eine Kreditsperre über die Bauwirtschaft zu verhängen, trotzdem billiges Geld in Hülle und Fülle vorhanden war. Nicht durch Liquidierung der öffentlichen Einflussnahme kann die krisenmildernde Funktion, die der Wohnungsbau( und damit die Bautätigkeit überhaupt) vor dem Kriege ausübte, wiederhergestellt Erweiterung und werden. Im Gegenteil, was not tut, ist ihre Erweiterung. Aber auch Reform der öffentihre Reform. Der Fehler war ja bisher, dass die Förderung der lichen EinflussWohnungsbautätigkeit durch Staat und Gemeinde immer nur als nahme auf dem soziale Aufgabe aufgefasst und nicht auch in ihrer gleichzeitig Baumarkt tut not, wirtschaftspolitischen Potenz erkannt wurde. Der öffentliche Einsatz war fast durchweg am grössten in Zeiten der Hochkonjunktur; er wurde eingeschränkt, wenn die Steuererträge knapper wurden, d.h. in Zeiten der Depression. Also gerade dann, wenn eine kräftige wirtschaftsbelebende Einflussnahme der öffentlichen Körperschaften, vor allem des Staates, am meisten nötig gewesen wäre. Dasselbe gilt übrigens für die öffentliche Arbeitsbeschaffungspolitik, die überall dort weitgehend um ihre Wirkung kam, wo sie direkt vom Steuerertrag abhängig und deshalb zwangsläufig eng begrenzt blieb, statt mittels besonderer Anleihen finanziert und im grossen Massstab durchgeführt zu werden. Im allgemeinen Wirtschaftsüberblick haben wir bereits darauf hingewiesen, wie überall die Erkenntnis reift, dass die Lösung der sozialen Frage nur durch eine vom Staate geleitete Wirtschaftsplanung Förderung der Bauvorwärts gebracht werden kann. Am deutlichsten zeigt sich dies in tätigkeit nicht nur bezug auf die Bauwirtschaft, in der sich übrigens das soziale und soziale, sondern das wirtschaftliche Moment schon an sich stark überschneiden. Hoch- auch wirtschaftsund Tiefbau bilden ja eine der wichtigsten Schlüsselindustrien, und politische Aufgabe. es steht heute wohl fest, dass bei konstruktiver Wirtschaftspolitik die Ankurbelung der Bautätigkeit, vor allem des Wohnungs- und des sonstigen Hochbaues mit ihrem starken Bedarf an Baumaterialien und Arbeitskräften, schlechthin entscheidend sein kann, um die gesamte Wirtschaft wieder in Gang zu bringen. Heute beschränkt sich das Interesse allerdings noch allzu einseitig auf die eigentlichen ,, öffentlichen Arbeiten", die hauptsächlich zum Tiefbau zählen. Das liegt daran, dass der Staat ein unmittelbares Interesse daran hat, das Geld, das er sowieso für die Unterstützung 27 der Erwerbslosen aufwenden muss, wenigstens zum Teil in Form von Notstandsarbeiten produktiv zu machen. Nur in den allerwenigsten Fällen hat man, wie es die Pläne der Arbeit verlangen, damit den weitergehenden, erst wahrhaft konstruktiven Zweck verbunden, die Wirtschaft planmässig zu beleben. In den meisten Ländern blieben die Regierungen in der Defensive, ohne sich zum Angriff hervorzuwagen; man ,, milderte" die Krise, statt zu versuchen, sie durch einen mächtigen Einsatz zu überwinden. So stark sind die Widerstände des traditionellen Denkens, dass auch die wiederholten Anregungen und Empfehlungen des Internationalen Arbeitsamtes und des Völkerbundes, die in aufschlussreichen Studien niedergelegt sind*), bisher nur Teiler folge erzielt haben. In diesem Zusammenhang ist jedoch von erheblicher Bedeutung, dass die Frage der Genf 1937: öffentlichen Arbeiten als Mittel zur Krisenbekämpfung auf der Die öffentlichen Internationalen Arbeitskonferenz vom Jahre 1937 als besonderer Arbeiten als Mittel Tagesordnungspunkt zur Behandlung gelangen wird. Es ist zu hoffen, zur Krisenbekämp- dass dort, neben dem Tiefbau, auch die öffentliche Hochbautätigkeit fung, sowie die Förderung des Wohnungsbaues gebührende Beachtung finden werden. Eine ermutigende Erscheinung ist jedenfalls, dass der Kampf gegen die Elendsviertel in immer mehr Ländern zu einem Gegenstand Kampf den Elends- regen öffentlichen Interesses wird, und zwar nicht nur in Europa, vierteln! sondern auch in den Vereinigten Staaten, in Kanada, Australien und Neuseeland, wo der Staat und die Gemeinden sich bisher von solchen Dingen fernzuhalten pflegten. Es ist hier nicht der Platz, auf diese wichtige Entwicklung in der sozialen Gestaltung des Bauwesens näher einzugehen, jedoch sei vermerkt, dass der Internationale Verband für Wohnungswesen vom 24. bis 26. Juni 1935 in Prag eine Tagung abhielt, auf der die Hauptthemen die Beseitigung von Elendsvierteln und Verfallswohnungen sowie die Ausstattung von Kleinwohnungen bildeten, während der Internationale Verband für Wohnungs- und Städtebau vom 15. bis 20. Juli 1935 in London seinen 14. Kongress veranstaltete, der sich gleichfalls mit einschlägigen Fragen beschäftigte. *) Internationales Arbeitsamt: Arbeitslosigkeit und öffentliche Arbeiten( Studien und Berichte, Reihe C, Nr. 15, Genf, 1931); Une politique des travaux publics( Studien und Berichte, Reihe C, Nr. 19, Genf, 1935). Völkerbund, Verkehrs- und Transitorganisation: Travaux publics nationaux, I. und II. Band. Genf 1934/1935. - 28 Holzwirtschaft und Holzindustrie. Die Holzwirtschaft und die Holzindustrie waren lange die Stiefkinder der Statistik und der Nationalökonomie. Sie wurden als ein Wirtschaftszweig minderen Ranges behandelt. Und doch bilden sie ein überaus wichtiges Glied der einzelnen Volkswirtschaften und der Weltwirtschaft. Die Holzarbeiter stellen in den meisten Ländern einen ziemlich hohen Prozentsatz der gesamten Arbeiterschaft, und ihre vielseitigen Arbeitsprodukte gehören zu den lebenswichtigen Bedarfsgütern der Kulturwelt. Holz ist überhaupt immer noch einer Das Holz in der der wichtigsten industriellen Rohstoffe. Wertmässig stand es 1934 Gesamtwirtschaft. mit 1.232 Millionen Schweizer Franken im Welthandel an vierter Stelle - - - hinter Baumwolle, Wolle und Kohle, aber gleich mit Zucker und man hat berechnet, dass 8% des Weltseehandels Holzverschiffungen sind. Dabei sind die in den internationalen Verkehr gelangenden Holzmengen 1934 rund 52,6 Millionen Kubikmeter gemessen an dem normalen Weltverbrauch, der auf 1.200 Millionen ( davon 700 Mill. Nutzholz) geschätzt wird, nicht einmal bedeutend. Auch die Fertigwaren der Holzindustrie werden über den ganzen Erdball verschifft, vom Kleinsten, wie Holzperlen, Knöpfe, Bleistifte und Spielwaren, bis zu Möbeln, Türen, ja, neuerdings sogar bis zu serienweise hergestellten Holzhäusern. Wenn die Holzindustrie und folglich auch ihre Arbeiterschaft nicht immer jene Beachtung findet, auf die sie auf Grund ihrer Stellung in der Gesamtwirtschaft Anspruch hat, so liegt das zum guten Teil wohl daran, dass sie in eine Unzahl von Branchen gegliedert ist, die dazu noch vielfach das Gepräge des Handwerks tragen. In den grossen Holzausfuhrländern, wie Schweden, Finnland, der Sowjet- Union und Nordamerika, hat die Sägewerksindustrie jedoch oft ausgesprochen grossbetriebsmässigen Charakter; eine moderne Sägemühle bildet dort ein höchst eigenartiges, weitgehend in sich geschlossenes Konglomerat der verschiedenartigsten Berufe, mit vielen Hunderten von Arbeitern und ausgedehntem Maschinenpark. Dasselbe gilt übrigens für die eigentliche Holzindustrie, deren wichtigere Branchen, vor allem die Möbel- und Bautischlerei sowie die Kistenerzeugung, in vielen Ländern gleichfalls zahlreiche Grossbetriebe von technischer Vollendung aufweisen. Gerade in den letzten Jahren ist nun allerdings die Holzwirtschaft stärker in den Vordergrund getreten. Um dies verständlich zu machen, sei ihre Entwicklung seit dem Kriege hier in aller Kürze skizziert. Die Holzwirtschaft, die in vielen Ländern eine Hauptquelle des Nationaleinkommens bildet, wurde, wenigstens in Europa, bereits während der Jahre 1924-1929, als die Welt im ganzen noch eine Ursachen der Periode wirtschaftlicher Blüte erlebte, von einer schweren Krise Dauerkrise in der heimgesucht. Man hat dafür vielfach die unbestreitbare teilweise europäischen HolzVerdrängung des Holzes aus vielen Verwendungsgebieten verant- wirtschaft. wortlich gemacht, obwohl diese durch die gesteigerte Nachfrage nach 29 Folgen des vorübergehenden Ausscheidens Russlands als Holzlieferant. Schleifholz für Papier, Kunstseide usw. zumindest weitgehend ausgeglichen sein dürfte. Die wirkliche Ursache liegt denn auch tiefer, nämlich darin, dass Russland, vor dem Kriege die allererste Bezugsquelle Europas, in späteren Jahren als Lieferant zunächst fast völlig ausschied. Dies veranlasste andere Länder in Nordeuropa, vor allem Finnland, ihre Produktion ganz erheblich zu erweitern. Hinzu kommt, dass viele Staaten aus budgetären Gründen Raubbau an ihren Wäldern betrieben, d.h. über den Nachwuchs hinaus schlägerten. Als nun später die Sowjet- Union, die fremde Devisen für ihren wirtschaftlichen Aufbau brauchte, wieder auf den Plan trat und anfing, immer grössere Holzmengen zu niedrigen Preisen auf den Markt zu werfen, schwoll das Überangebot ins Uferlose an. Es trat ein empfindlicher Preissturz ein, der die Rentabilität der Wald- und Sägewerksindustrie aufs schwerste erschütterte. Die 1930 einsetzende Weltkrise hat diese Lage nur noch ver schlimmert; der durchschnittliche Einfuhrpreis für gesägtes Nadelholz auf dem britischen Markt sank bis Juni 1933 auf den unerhörten Tiefstand von£ 2,89 per Load( 1,416 m³), gegenüber£ 5,36 im Jahre 1934 und immer noch£ 4,53 im Jahre 1929. Ein weiterer Schlag traf die europäische Holzwirtschaft im Jahre 1933 durch den ziemlich unvermittelten Vorstoss Kanadas nach Der Vorstoss Europa. Kanada, das um die Jahrhundertwende der grösste HolzKanadas nach lieferant Englands war, erhielt später in seinem rapid gedeihenden England. Nachbarn, den Vereinigten Staaten, einen noch weit besseren Kunden, so dass die Ausfuhr nach dem Mutterlande, vor einer vorübergehenden Steigerung während des Krieges abgesehen, auf ein geringes Quantum zusammenschrumpfte. Aber unter dem Druck der Wirtschaftskrise, die ihre eigene, bis 1929 sehr florierende Holzwirtschaft fast zusammenbrechen liess, führten die Vereinigten Staaten 1932 einen prohibitiven Holzzoll ein. Kanada erinnerte sich nun des Mutterlandes( das sich übrigens gerade zu erholen begann), und so kam es 1933 im Rahmen des Ottawa- Abkommens für das gesamte britische Reich zu einer Vorzugsbehandlung des kanadischen Holzes auf dem britischen Markt. Kanada vermehrte seinen Absatz in England von 1932 bis 1934 um das Vierfache, allerdings ohne Finnland, Schweden oder Sowjet- Russland, deren Anteil zwar relativ sank, aber absolut stieg, den Rang ablaufen zu können. Die europäischen Holzaus fuhrländer konnten den Schlag auffangen, weil inzwischen die Aufnahmefähigkeit Grossbritanniens, wo der Wohnungsbau einen raschen Aufstieg erlebte, sehr stark zugenommen hatte. Im übrigen ist die kanadische Gefahr für Europa wieder abgeflaut, da der im November 1935 perfekt gewordene Handelsvertrag zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten eine Halbierung des Holzzolles vorsieht. Es nimmt nicht Wunder, dass 1932, als die Situation in der Die ersten Versuche internationalen Holzwirtschaft ganz unhaltbar zu werden drohte, sogar in dieser von so stark traditionellem Geist geprägten Branche regulierung, das Bedürfnis reifte, es anderen Rohstoffindustrien nachzumachen einer Markt30 und durch internationale Einigung zu einer gewissen Marktbeherrschung zu gelangen. Es ist richtig, dass Ansätze einer internationalen Zusammenarbeit schon früher bestanden hatten. In Bratislava in den Jahren 1923 und 1929, in Lyon im Jahre 1924, in Rom 1926, in Paris und Warschau 1931 waren Konferenzen abgehalten, jedoch bezogen diese sich vorwiegend auf forstwirtschaftliche Fragen. Im Jahre 1932 beschloss dann aber der Wirtschaftsausschuss des Völkerbundes, eine Besprechung mit Sachverständigen über die Lage der Holzwirts..haft zu veranstalten. Vom 25. bis 27. April 1932 trafen Experten aus 15 Ländern, darunter die Sowjet- Union und Kanada, 1932: in Cenf zusammen. Am 9. Juni fand in Wien eine weitere Be- Erste Beratung im sprechung statt, und wenn das Ergebnis auch nicht ganz den Er- Völkerbund. wartungen entsprach, so bleibt doch, dass dort durch die Bildung des Internationalen Holz- Komitees der Kern einer internationalen Organisation geschaffen wurde. Die Aufgaben dieser als„ ,, Comité International du Bois"( CIB.) bekannt gewordenen Körperschaft, die im wesentlichen eine Arbeitsgemeinschaft der zentraleuropäischen Holzproduktionsländer( Österreich, Polen, Rumänien, die Tschechoslowakei und Jugoslawien) ist, jedoch heute auch die wichtigen Gründung des CIB. Importländer Frankreich und Italien zu ihren Mitgliedern zählt, bestehen in der Pflege einer internationalen Zusammenarbeit zwischen Exporteuren und Importeuren, der Propaganda zugunsten des Holzes als Werkstoff und der bisher so vernachlässigten Aufstellung international vergleichbarer Holzstatistiken. Es sei hier ausgesprochen, dass ihre statistischen und sonstigen periodischen Veröffentlichungen in wenigen Jahren einen grossen und verdienten Ruf errungen haben. Nach einem unbedeutenden Zwischenspiel auf der Weltwirtschaftskonferenz vom Juli 1933, wo ein Unterausschuss für die Holzfrage zu keinem Ergebnis kam, fand im Dezember desselben Jahres in Berlin die erste richtige Konferenz der grossen europäischen Holz- Berlin 1933 ausfuhrländer statt, an der ausser den CIB.- Staaten auch Finnland, und Wien 1934. Schweden und die USSR. teilnahmen. Man kam überein, die Exporte von gesägtem Weichholz im Jahre 1934 zu begrenzen. Eine zweite Konferenz tagte am 25. und 26. Oktober 1934 in Wien; diesmal waren auch Kanada, England und Estland vertreten, und das Ergebnis war ein Beschluss, für 1935 die Ausfuhr von gesägtem und gehobeltem Weichholz um 10% zu vermindern. Indessen waren die Übereinkommen, die 1933 und 1934 beschlossen wurden, in keiner Weise bindend und daher praktisch kaum mehr als Empfehlungen. Sie kamen zum grossen Teil um ihre erhoffte Wirkung, und zwar einmal, weil eine Produzentenabmachung ohne Einschaltung des Holzhandels, der als Besitzer oft grosser Vorräte über eine starke Machtposition verfügt, auf kurzen Termin nicht viel vermag, und zweitens, weil die kleineren, unabhängigen Ablader in Finnland und zum Teil auch die USSR. sich nicht an sie hielten. November 1935: Zu einem bindenden Abkommen kam es erst auf einer vom 13. bis Das Kopenhagener 15. November 1935 in Kopenhagen stattgefundenen Konferenz, auf Schnittholzkartell. 31 der wiederum Finnland, Schweden, die USSR., Österreich, Jugoslawien, Polen, Rumänien und die Tschechoslowakei vertreten waren. Dieses Übereinkommen, dass eine Beschränkung und Aufteilung des europäischen Exports von weichem Schnittholz( d.h. praktisch von Bauholz) vorsieht und offiziell ,, European Timber Exporters' Convention" getauft ist, trat am 1. Dezember 1935 in Kraft. Vertragspartner sind der Verband der Holzwarenexporteure Schwedens, der Verband der Sägewerksbesitzer Finnlands, die russische Ausfuhr zentrale ,, Exportles", die Holzwirtschaftsräte Polens, Österreichs, SEP Jugoslawiens und der Tschechoslowakei sowie die Vereinigung der rumänischen Waldindustrie. Von den europäischen Holzüberschussländern gehören lediglich Norwegen und die baltischen Staaten( Estland, Lettland und Litauen) dem Kartell nicht an. Ihr gesamter Anteil am Weltholzhandel in weichem Schnittholz betrug 1934 jedoch nur 6%. Wesentlicher ist denn auch das Fehlen der Vereinigten Staaten und Kanadas, die mit 9,5% bzw. 11,5% eine weit bedeutendere Rolle spielten, wenn auch von den 1.183.576 Standards, die sie 1934 zusammen ausführten, nur 45% nach Europa gerichtet waren. Die Tatsache aber, dass die Kartelländer, die 73% bestritten, jetzt eine bindende Abmachung getroffen haben, dürfte ihre Wirkung nicht verfehlen, um so mehr nicht, als das Angebot Kanadas auf dem britischen Markt eher zurückgehen als zunehmen wird. Kanada hat ja kürzlich eine Kanada erwirkt Halbierung des USA.- Holzzolls erwirkt; allerdings ist die ErmässiHalbierung des gung für die zwei wichtigsten Holzarten, Douglas fichte und HemlockUSA.- Holzzolls. tanne, auf 250 Millionen Fuss( 1000 Fuss gleich 2.36 m³), d.h. auf etwa 1/10 der normalen Holzproduktion der hauptsächlich in Frage kommenden Provinz, Britisch- Kolumbien, und kaum mehr als die Hälfte der Ausfuhr nach England, begrenzt. Die Hauptgewähr für das Gelingen des neuen Abkommens ist darin zu erblicken, dass die USSR., deren eigene Holzverbrauch Umwälzung in der gestiegen ist, ihre Verkaufspolitik radikal hat ändern können, nachdem russischen sie heute überall Kredit bekommen kann und folglich weniger dringend Verkaufspolitik, fremde Devisen braucht; sie arbeitet nun auf eine Preiserhöhung bei eingeschränktem Angebot hin, was am 24. Januar 1936 sogar zum plötzlichen Abbruch ihrer Beziehungen zu ihren britischen Maklern, der ,, Timber Distributors Ltd.", führte. Was die unorganisierten Ablader in Finnland betrifft, so scheinen die Banken unter Androhung einer Kreditsperre dafür sorgen zu wollen, dass keiner mehr aus der Reihe tanzt. Das neue Abkommen, das in der Fachpresse als ,, ein Wendepunkt in der Geschichte der Holzwirtschaft" gefeiert wurde, setzt für die acht wichtigsten Holzproduktionsländer Europas für das Jahr 1936 als unabänderliches Maximum eine Gesamtausfuhrmenge von 3.850.000 Standards( 1 Standard gleich 4,672 m³) an gesägten und gehobeltem Nadelholz fest und verteilt diese wie folgt: Finnland 1.005.000, USSR. 950.000, Schweden 820.000, Polen 313.000, Österreich 275.000, 32 Tabelle III, a Holzgattung Der Weltholzhandel nach Holzgattungen ¹). in% der Gesamtmenge( bzw. des Gesamtwertes) Nordamerika Welt Europa Ausfuhr Einfuhr Ausfuhr Einfuhr Ausfuhr Einfuhr Schnittholz 53( 74) 53( 71) 52( 73) Schleifholz Grubenholz Sägerundholz 54( 71) 55( 77) 18( 8) 21( 51) 20( 8) 17( 9) 18( 7) 20 65( 37) 10( 4) 13( 5) 13( 5) 10( 5) 10( 6) 9( 11) 9( 6) Anderes Holz 13( 12) 15( 7) 9( 8) 7( 4) 5( 5) 9( 7) 5( 5) 10( 9) 7( 8) Insgesamt 100( 100) 100( 100) 100( 100) 100( 100) 100( 100) 100( 100) Davon Nadelholz 92( 84) 93( 85) 93( 90) 92( 85) 92( 85) 86( 72) 98( 78) Tabelle III, b Die Weltausfuhr von Nadelschnittholz ¹). 1933 1934 Ausfuhrland in Standards % in Standards % Schweden Finnland USSR. 881.096 938.392 999.708 20 780 17 894.572 16 18 1.037.645 19 1.033.116 18 insgesamt 2.819.196 55 2.965.333 53 Polen Österreich Jugoslawien Rumänien Tschechoslowakei 337.757 44.780 337.701 246.950 149.416 194.956 71534 97.933 247.192 171.276 270.201 62435 insgesamt 973.859 20 I.124.303 20 Kartellstaaten, insgesamt 3.793.055 75 4.089.636 22 73 Baltische Staaten ( Estland, Lettland, Litauen) 229.047 5 262 700 5 Andere europäische Länder 79.842 I 68.022 I Europa, Kanada USA. insgesamt .... 4.101.944 81 4.420.358 79 477-469 498.395 9 IO 646.436 537.140 II.5 9.5 Nordamerika, insgesamt 975.864 19 1.183.576 21 Welt, insgesamt 5.077.808 IOO 5.603.934 IOO 1) Bearbeitet nach dem Jahrbuch des Weltholzhandels, 1935.( Ausgabe des ,, Comité International du Bois" [ CIB.] in Wien). Rumänien 223.000, Jugoslawien 168.000 und Tschechoslowakei 96.000 Standards. Das Schnittholzkartell, das eine grosse Ähnlichkeit mit dem Anfang 1935 auf drei Jahre verlängerten Zellstoffvertrag aufweist, kam zustande in einer Zeit, in der es mit der Holzwirtschaft im allgemeinen wieder aufwärts ging. Die Belebung, die 1932 einsetzte, aber erst im Herbst 1933 stärker in Erscheinung trat, hatte sich 1934 zunächst fortgesetzt. Im Herbst Die Entwicklung 1934 trat jedoch infolge des stürmischen Überangebots Finnlands der Holzwirtschaft ein Preisverfall ein, der 1935, nach dem schlechten Preisabschluss seit 1932. der Russen am britischen Markt, katastrophale Ausmasse annahm. Die schwedischen Preise z.B., die bis Juni 1933 um 31% gesunken waren, sich dann aber bis Juni 1934 um 19% erholt hatten, fielen bis Oktober 1935 wieder um 18%. Der Preisverfall trat ein, trotzdem der Gesamtexport Europas, der von 1933 bis 1934 um ca. 12% und von 1932 bis 1934 sogar um rund ein Drittel, nämlich um 10 Millionen Kubikmeter, gestiegen war, im Jahre 1935 infolge des mehr oder weniger planmässig beschränkten Angebots gegenüber dem Vorjahre wieder um 5,5% zurückging. Die Weltausfuhr von un- und halbbearbeitetem Holz stieg von 1933 bis 1934 um 6,5 Millionen Kubikmeter oder 14%( Schnittholz 10%, Schleifholz 22,2%). Die wertmässige Steigerung der Weltausfuhr war mit 15,1% etwas höher als die mengenmässige, was auf eine kleine Zunahme des Durchschnittspreises schliessen lässt, da die Zusammensetzung der Ausfuhr nach Holzgattungen praktisch unverändert blieb( vgl. Tabelle III, a). War die Zunahme des Schnittholzhandels, der in Tabelle III, b dargestellt ist, von 1932 bis 1933, soweit Europa in Frage kommt, vor allem durch die grossen Ankäufe Englands bedingt, die den skandinavischen Ländern, Finnland und Polen zugute kamen, so profitierten 1933/34 hauptsächlich verschiedene mitteleuropäische Staaten von der durch die Rüstungskonjunktur bedingten Steigerung des Holzbedarfs in Deutschland und Italien; der Nutzen für sie blieb jedoch zweifelhaft, weil die Exporteure nur sehr schwer oder überhaupt nicht zu ihrem Geld kamen. Dem Einbruch zu Anfang 1935 folgte im Herbst wieder eine Wendung zum Besseren. Die Lagerbestände hatten in den Ausfuhrwie in den Einfuhrländern abgenommen und die Preise stiegen wieder, zunächst in England, dann auch in Frankreich, Belgien und Holland. Das Kopenhagener Schnittholzkartell und die Neuorientierung der russischen Verkaufspolitik haben diese Entwicklung beschleunigt. Besserung auf der Allerdings beschränkt sich die Besserung auf Nordeuropa, deren Linie Nordeuropa- Export nach den westlichen Demokratien gerichtet ist. Die HolzWesteuropa. erzeuger in Zentral- und Südeuropa dagegen, die vor allem Italien, Deutschland und Ungarn beliefern und sich zum grossen Teil auch zu Hause der ,, Segnungen" autoritärer oder gar diktatorialer Staatsführung erfreuen, finden sich kaum mehr durch in einem Dickicht von Clearing- und Kompensationsverfahren, Kontingentierungen, Einfuhrverboten und anderen schweren Handelshemmnissen; sie Stagnation in Mittel- und Westeuropa. 34 müssen oft monatelang auf den Erlös ihrer Ware warten und werden wider Willen zu Valutaspekulanten. Es kommt hinzu, dass die Sanktionen, die der Völkerbund wegen Abessinien gegen den Kriegstreiber Italien verhängen musste, sowie die politische Unsicherheit im Mittelmeergebiet überhaupt, für die Holzwirtschaft Zentraleuropas, insbesondere Jugoslawiens, sehr ernste Rückwirkungen ausgelöst hat. Wenn wir die Entwicklung der internationalen Holzwirtschaft hier mit einiger Ausführlichkeit geschildert haben, so deshalb, weil sie für die Arbeiterschaft der Wald- und Sägewerksindustrie von grösster Bedeutung ist. Zweifellos birgt die von den Unternehmern einseitig verfügte Produktionseinschränkung die Gefahr einer weiteren Beschäftigungsabnahme in sich. Es lässt sich aber nicht verkennen, dass eine Stabilisierung der Marktverhältnisse, die einem weiteren Preisver fall vorbeugt, ja, sogar zu einer gewissen Erholung führen kann, auch für die Arbeiterschaft erhebliche Vorteile mit sich bringt, sofern sie durch gewerkschaftliche Organisation und Rückwirkungen auf Einflussnahme imstande ist, ihre Rechte wirksam zu vertreten. In die Arbeiterschaft. diesem Zusammenhang ist beachtenswert, dass von 1930 bis 1934, nach schwedischen Angaben, der Schnittholzexport Schwedens von 1.026.000 auf 923.000 Standard fiel, während der finnische von 900.000 auf 1.082.000 Standards stieg. Eine wesentliche Rolle spielt dabei zweifellos der beträchtliche Lohnunterschied zwischen beiden Ländern. Es macht selbstverständlich etwas aus, wenn ein schwedischer Sägewerksarbeiter in der Stunde rund 1 Krone( Hfl. 0,37 12), sein finnischer Kollege aber nur 4,20 finnische Mark( Hfl. 0,13) verdient. Es kommt noch hinzu, dass in Finnland die Hilfsarbeiten vielfach von noch viel schlechter bezahlten Frauen verrichtet werden. In Finnland sind die Verdienste in der Wald- und Sägewerksindustrie auch an der Kaufkraft gemessen ja so niedrig, dass eine Regierungskommission sich 1934 veranlasst sah, für dieses Gewerbe Massnahmen zur Erhöhung des Lohnniveaus vorzuschlagen. Sehr, sehr traurig sind ferner die Löhne in den baltischen Staaten, in Polen, Rumänien, Jugoslawien usw. Hier fehlt es zudem noch vielfach an der nötigen gewerkschaftlichen Organisation, so dass die in kümmerlichsten Verhältnissen lebenden Arbeiter überhaupt keine Möglichkeit haben, sich gegen ihre Ausbeuter zu wehren, ganz abgesehen noch davon, dass auch der geringste Versuch der Auflehnung prompt mit polizeilichen Strafexpeditionen beantwortet zu werden pflegt. Es ist die Absicht unserer Internationale, im Herbst 1936 eine umfassende Erhebung über die Verhältnisse in der Wald- und Sägewerksindustrie einzuleiten und daran im Rahmen des Möglichen den Versuch zu knüpfen, durch eine besondere Aktion die Männer, die in gefährlicher, aufreibender Arbeit eines der wichtigsten Verbrauchsgüter der Menschen heranschaffen müssen, dort, wo ihnen der gerechte Anteil am sozialen Fortschritt so lange vorenthalten worden ist, in ihrem Kampf um ein menschenwürdigeres Dasein tatkräftig zu unterstützen. 35 Über die eigentliche Holzindustrie, zu der die Bau- und Möbeltischlerei, die Kistenerzeugung und viele, viele kleinere Branchen Die Lage der Holz- zählen, lässt sich im Rahmen dieses Gesamtüberblicks schon mangels industrie. vergleichbarer Statistiken kaum berichten. Soweit sie für den Export arbeitet, dürfte sie im grossen und ganzen ein wenig von der Verbesserung der Weltkonjunktur in den letzten Jahren profitiert haben, jedoch darf nicht übersehen werden, dass das heutige Streben der einzelnen Länder nach möglichst grosser wirtschaftlicher Selbstgenügsamkeit, das sich überall in wachsenden Zollmauern und der Gründung von Eigenindustrien äussert, neben der Textil- und Lederindustrie vor allem auch die Holzindustrie erfasst hat. Im allgemeinen arbeitet die Holzindustrie jedoch für den Inlandmarkt, und hier folgt sie, sei es meist in gewissem zeitlichem Abstand, der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, die im Abschnitt: Wirtschaft und Politik dargestellt ist. Die Bau- und die Möbeltischlerei im besonderen gesehen stehen bekanntlich in einem mehr oder weniger direkten Zusammenhang mit der Bautätigkeit, insbesondere dem Wohnungsbau. Für einen Überblick darüber verweisen wir auf den Abschnitt: Die Bauwirtschaft, in dem im übrigen darauf hingewiesen ist, wie sehr auch die Bautätigkeit seit dem Kriege im allgemeinen parallel mit der Entwicklung der Gesamtwirtschaft verläuft. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Forderung nach kräftiger öffentlicher Förderung der Hochbautätigkeit mit sowohl sozialer als auch wirtschaftsankurbelnder und wirtschaftsregulierender Zielsetzung gleichzeitig den Interessen der Holzwirtschaft und der. Holzindustrie entspricht. 36 Tabelle IV, a( Allgemeine Bemerkungen): - Infolge Verschiedenheiten in den Methoden und dem Umfang der statistischen Erfassung( s. umseitige Quellenangabe) sind die statistiken für Vergleiche zwischen den einzelnen Ländern nur bedingt verwendbar. So umfasst die Bezeichnung ,, Arbeitslose" in vielen Fällen nur die Vollerwerbslosen, in anderen dagegen sowohl die Vollerwerbslosen als auch die Kurzarbeiter beides Begriffe, deren Bestimmung an sich schon recht uneinheitlich ist. Auch sind die verschiedenen Statistiken nicht alle in gleicher Weise für die Schwankungen des Arbeitsmarktes empfindlich. Ferner führen Veränderungen in der Gesetzgebung, in den Verwaltungsgepflogenheiten, im Meldewesen, in dem Umfang der ,, Kurzarbeit" und der ,, normalen Arbeitszeit" oft zu einer Verringerung( oder Erhöhung) der den Stand der Arbeitslosigkeit bezeichnenden Zahlen, die mit den Veränderungen des Beschäftigungsstandes nicht übereinstimmt. Immerhin geben die Ziffern im allgemeinen wertvollen Anhalt für die Beobachtung der Schwankungen und des Standes der Arbeitslosigkeit, auch im Vergleich von Land zu Land; ein internationaler Vergleich ist indessen fast nur zwischen den Bewegungen der einzelnen Landesreihen möglich. Zu beachten ist auch, dass die Begriffsbestimmungen ,, Baugewerbe" und ,, Holzindustrie" uneinheitlich bzw. nicht immer klar umschrieben sind. Unter ,, Baugewerbe" dürfte in den meisten Statistiken sowohl der Hochbau als auch der Tiefbau( einschl. der sogenannten öffentlichen Arbeiten), in einigen jedoch nur der Hochbau zu verstehen sein. Die Gewinnung und Herstellung von Baumaterialien wird in den Statistiken von wohl allen Ländern anderen Industriegruppen zugeteilt( z.B. die Steinbrüche dem Bergbau, die Ziegeleien der Industrie der Steine, Erden und des Glases). Die Bezeichnung ,, Holzindustrie" kann sich sowohl auf die Holzgewinnung, d.h. das Fällen, das Flössen, Triften usw. und die erste rohe Bearbeitung des Rundholzes, als auch auf die eigentliche Holzbearbeitung und Holzverarbeitung beziehen; in den weitaus meisten Fällen dürfte sie sich jedoch auf die beiden letzten Kategorien beschränken. Indessen sind auch deren Begriffsbestimmungen verschieden, je nachdem ob man unter ihnen nur die Sägewerke, Bautischlereien, Möbelwerkstätten ( mit oder ohne Tapezierergewerbe) u. dgl. oder auch die sehr zahlreichen kleineren, mehr oder weniger eng mit dem Holzgewerbe zusammenhängenden Branchen, wie z.B. die Stellmacherei, die Böttcherei, die Bürsten- und Pinselerzeugung, versteht. Australien: Personen, die infolge von Krankheit oder Unfall ( nicht aber infolge von Arbeitsstreitigkeiten) erwerbslos sind, werden zu den Arbeitslosen gerechnet. Die Ziffern bezeichnen die Zahl der Arbeitnehmer, die in der Woche, in welche der Tag fällt, der die Mitte des zweiten Monats eines jeden Vierteljahres bildet, mindestens drei Tage arbeitslos waren. Belgien: Als Vollerwerbslose werden Personen bezeichnet, die infolge des endgültigen Ablaufes ihres mündlichen oder schriftlichen Arbeitsvertrags arbeitslos sind, als Kurzarbeiter, wer zeitweise im Laufe der Woche oder des Monats weniger als die ,, normale" Arbeitszeit beschäftigt war. Personen, deren Wartezeit läuft oder die ihren Anspruch auf die ordentliche Unterstützung erschöpft haben oder Krisenunterstützung beziehen, gelten als erwerbslos. Die Zahlen beziehen sich auf das Ende eines jeden Monats. Dänemark: Die Zahlen erstrecken sich auf die Berufsverbände, die Arbeitslosenunterstützung gewähren. Sie erfassen die Arbeitslosen sowohl im Laufe ihrer Wartezeit als auch während des Bezugs der ordentlichen oder der Krisenunterstützung. Ausgenommen sind Personen, die infolge von Arbeitskämpfen arbeitslos sind. Die Zahlen beziehen sich auf das Ende eines jeden Monats. Deutschland: Die Zahlen erfassen alle gemeldeten Arbeitslose, gleichviel ob sie Unterstützung aus der Arbeitslosenversicherung oder aus der öffentlichen Fürsorge beziehen oder nicht; seit Juli 1933 sind indessen die sehr zahlreichen im ,, Arbeitsdienst" bzw. in der ,, Landhilfe" Beschäftigten, die in den meisten anderen Ländern als Notstandsarbeiter gelten würden, ausgeschlossen. Die Zahlen beziehen sich auf das Ende eines jeden Monats. Grossbritannien und Nordirland: Die Zahlen sind nach den bei den öffentlichen Arbeitsämtern hinterlegten Arbeitslosenbüchern berechnet. Sie beziehen sich auf einen dem Monatsende naheliegenden Zeitpunkt. Die Zahl der Versicherten, die der Berechnung der Prozentsätze zugrunde liegt, wird jährlich im Juli berechnet, zur gleichen Zeit, in der auch die jährliche Ausgabe der neuen Arbeitslosenbücher erfolgt. Nicht als arbeitslos gelten Personen, die unmittelbar an einem Arbeitskampf beteiligt sind, es sei denn, dass sie ihre Meldung im Hinblick auf eine Beschäftigung ausdrücklich aufrechterhalten. Die Zahlen umfassen sowohl die ,, Vollerwerbslosen"( d.h. Personen ,,, die keine Stelle haben und auf eine neue warten", einschliesslich solcher, die gelegentlich arbeitslos sind oder keine regelmässige oder ständige Arbeit haben und für kürzere oder längere Zeit die verschiedensten Arbeiten verrichten) als auch solche Personen, die wegen ,, zeitweiser Stillegungen" arbeitslos sind. Zu diesen gehören die sogenannten Kurzarbeiter und andere, die ihre Arbeit unter der bestimmten Zusicherung, sie in spätestens 6 Wochen wieder aufnehmen zu können, unterbrechen mussten. Italien: Bis Juli 1933 sind die Statistiken in der Faschistischen Landesanstalt für Sozialfürsorge, seit Juli 1933 vom Korporationsministerium auf Grund der von den Provinzialräten der korporativen Wirtschaft zusammengefassten Berichte der Arbeitsämter aufgestellt worden. Die Verfahren zur Sammlung und Auswertung der Unterlagen wurden verschiedentlich abgeändert, so dass diese sich nicht genau miteinander vergleichen lassen. In Italien sind die Arbeitslosen verpflichtet, sich bei den Arbeitsämtern zu melden. Die Zahlen beziehen sich auf das Ende eines jeden Monats. Kanada: Personen, die eine berufsfremde Arbeit ausführen oder durch Krankheit nicht arbeiten können, gelten nicht als erwerbslos. Angaben von Ortsvereinen, die an einem Arbeitskampf beteiligt sind, werden nicht berücksichtigt. Die Ziffern beziehen sich auf das Ende eines jeden Monats. Neuseeland: Von 1931 bis 1933 erfasste die Statistik praktisch alle Kurz- und Notstandsarbeiter; seit 1933 sind jedoch jene Personen, die wieder vollbeschäftigt sind, aber deren Löhne teilweise in Durchführung von Plan 5 des Arbeitslosenausschusses, d.h. mit Zuschuss bezahlt werden, ausgeschlossen. Die Zahlen beziehen sich auf die letzte Woche eines jeden Monats. Niederlande: Die Zahlen beruhen hauptsächlich auf den Listen der freiwilligen Arbeitslosenversicherungskassen, deren Mitglieder nahezu ausschliesslich organisierte Arbeiter sind. Als erwerbslos gilt auch, wer verkürzt arbeitet, wer seine Wartezeit nicht erfüllt oder seinen Anspruch auf Leistungen der Versicherungskasse erschöpft hat. Ausgeschlossen sind Personen, deren Arbeitslosigkeit auf Arbeitsstreitigkeiten, Krankheit, Unfall, Militärdienst usw. zurückzuführen ist. Die Zahlen sind für jeden Monat berechnete Wochendurchschnitte. Norwegen: Die Zahlen beziehen sich auf das Ende eines jeden Monats. Osterreich: Die Zahlen erfassen auch Personen, die die gewöhnliche oder Krisenunterstützung beziehen oder bei öffentlichen Notstandsarbeiten beschäftigt werden; dagegen sind Personen, deren Wartezeit noch nicht abgelaufen ist, ausgeschlossen. Polen: Für 1927 beziehen die Ziffern sich auf die letzte Woche eines jeden Monats; seit 1928 sind es Monatsdurchschnitte. Rumänien: Gewerkschaftlich organisierte Arbeitnehmer sind in den Zahlen nicht enthalten, weil sie sich nicht bei den öffentlichen Arbeitsämtern melden( s. vorseitige Anm. 12). Die Zahlen beziehen sich auf das Ende eines jeden Monats und nur auf die in die Statistik einbezogenen grösseren Industriegebiete. Schweden: Als arbeitslos gilt, wer in seinem gewöhnlichen Berufe weniger als 24 Stunden wöchentlich arbeitet sowie wer eine berufsfremde Arbeit verrichtet und dessen Wochenverdienst nicht den Betrag erreicht, der in dem gewöhnlichen Beruf auf Grund der bestehenden Tarifverträge für 24 Stunden Arbeit gezahlt wird. Personen, die wegen Krankheit, Streik, Aussperrung oder Militärdienst arbeitslos sind, werden nicht mitgerechnet. Die Zahlen beziehen sich auf das Ende eines jeden Monats. Schweiz: Die Statistiken beziehen sich bis 1929 auf das Ende eines jeden Vierteljahres und nach diesem Zeitpunkt auf das Ende eines jeden Monats. Als Kurzarbeiter gilt ein Arbeitsloser, dessen Arbeitsvertrag nicht abgelaufen ist. Personen, die infolge von Krankheit, Unfall usw. arbeitslos sind, werden nicht als arbeitslos gerechnet; hingegen werden Personen einbezogen, deren Wartezeit noch nicht erfüllt ist oder die ihren Unterstützungsanspruch erschöpft haben. Tschechoslawakei: Die Reihen enthalten die Zahl der Erwerbslosen, die eine gewerkschaftliche Unterstützung mit oder ohne Staatszuschuss beziehen, mit Ausschluss von Personen, deren Wartezeit nicht abgelaufen ist( Zeitraum von acht Tagen als Voraussetzung für die Gewährung des staatlichen Zuschusses) oder die ihren Unterstützungsanspruch erschöpft haben. Saisonarbeiter, Arbeitslose infolge von Krankheit, Unfall oder Arbeitskämpfen sowie Personen, die ihre Arbeit durch eigenes Verschulden verloren oder sie ohne wichtigen Grund aufgegeben haben, sind nicht einbezogen. Die Zahlen beziehen sich auf den letzten Arbeitstag eines jeden Monats. Vereinigte Staaten: Die Statistik wird vom Amerikanischen Gewerkschaftsbund anhand von Angaben der Ortsgruppen der Bauarbeiterverbände aufgestellt; da die Eintragung der Arbeitslosen von jeder Ortsgruppe nach eigenem Verfahren vorgenommen wird, sind die Unterlagen sehr verschiedenartig. Der gewogene" Prozentsatz der Arbeitslosigkeit wird jeweils im laufenden und im vorhergehenden Monat berechnet, wobei dem Umfang des Baugewerbes Rechnung getragen wird. Das einfache arithmetische Mittel dieser beiden Monatszahlen ergibt die endgültige Zahl für den betreffenden Monat. Tabelle IV, a Die Arbeitslosigkeit in der Bau- und der Holzindustrie, 1927-1935¹ Australien Belgien Dänemark Deutschland Grossbritannien und Nordirland Italien Kanada Neu- Niederseeland lande Norwegen Österreich Polen Rumänien Schweden IV II III V I VIII 8, V 9 IV V II IV V V V IV 13 TscheSchweiz choslowakei Vereinigte Staaten I, II V IV Industrie und Vollerwerbslose ( V) und Kurzarbeiter( K) Arbeitslose Vollerwerbslose einschl. Gelegenheitsarbeiter, Arbeitslose ArbeitsJahr bzw. Monat 2 lose V K Maurer Zimmerer HolzMaler industrie- Tischler arbeiter Eingetragene Arbeitslose Kurzarbeiter und vorübergehend Entlassener Arbeitslose öffentBauliche Möbelgewerbe Arbeiten ( Hochbau) ( meist industrie Tiefbau) Vollarbeitslose BauEingetragene ArbeitsHolzge- Holzbegewerbe winnung arbeitung suchende Arbeits- Baulose arbeiter Hobler Maurer 16 usw. Einge- Einge- Eingetragene tragene tragene Arbeits- Arbeits- Arbeitssuchende lose 20 % % % % % % % Vollerwerbslose ( V) und Kurzarbeiter( K) Zimmelose 12 Maurer Maler rer Waldarbeiter, Flösser usw. Säge- Holzwerks- industriearbeiter arbeiter Eingetragene ArbeitsArbeitslose V K lose % 800 % % H Baugewerbe 1927 7.4 5.2 2.6 26.64 ( meist Hoch- und Tiefbau) 35.3 29.0 * 1928 II.1 2.6 IO.2 17.7 68.189 I.4 13.4 * 19.5 24.3 17.6 32.3 24.7 26.828 25.0 * 8.929 * 25.9 1929 II.4 4.8 1.9 12.4 20.5 91.921 10.9 * 19.7 19.9 13.1 27.4 21.8 21.4 * 24.540 7.938 732 24.6 27.3 21.9 23.9 1930 23.6 6.2 1.8 13.3 22.6 23.0 77.366 13.2 * 13. I 13.1 18.2 14.7 23.6 14.8 1931 33.1 18.4 319.164 4.2 18.5 16.4 42.853 II.403 621 27.0 110.363 23.2 22.8 24.0 30.5 * 20.8 21.8 14. I 23.8 15.4 51.972 20.004 1932 40.5 26.3 6.0 48.5 442.353 22.5 31.5 216.609 I.753 23.0 20.9 25.5 45.4 4.863 21.4 47.1 38.6 30.4 * 1933 35.7 25.0 6.5 500.9235 63.098 26.615 3.053 28.8 26.1 29.2 39.7 295.785 29.3 62.1 31.1 6.540 40.8 37.4 34.2 34.5 1934 27.1 29.6 8.1 396.949 25.9 76.864 25.330 2.759 40.3 24.1 44.9 275.690 66.7 40.7 38.2 17.5 6.159 20.5 40.2 45.9 37.2 23.4 1935 19.1 29.7 5.8 184.6736 18.7 76.197 27.205 20.6 45.7 302.018 61.2 2.586 54.7 62.2 48.9 20.7 4.973 39.3 41.0 32.6 20.9 65.661 173-5377 16.8 23.241 I.324 46.6 * 33.5 28.2 35.0 3 49.9 * 46.1 33.9 26.8 61.332 21.451 900 25.9 20.2 24.4 1934: III 30.8 31.5 8.2 29.0 29.8 VI 24.5 * 28.2 23.6 7.6 20.3 45.9 2.2 5.8 IX 26.0 7.7 * 26.2 14.9 7.2 8.0 43.6 8.8 XII 5.4 * 16.8 23.4 45.6 37.7 9.0 34.9 36.6 56.1 * 21.0 47.4 3 1935: III 22.9 40.3 * 19.4 22.9 19.5 * VI 21.6 22.5 4.8 17.3 46.9 3.3 4. I 3.4 IX 95.962 17.5 13.6 23.3 4.8 43.0 13.3 12.2 2.5 XII 78.161 14.7 14.5 32.3 7.I 56.8 46.4 46.5 56.5 316.596 18.2 47.6 |||| IIII 338.414 69.6 276.415 274.168 295.210 57.8 53.9 205.047 58.6 * 59.2 44.5 177.651 10 41.5 * 45.1 ||||| 5.053 35.I 53.9 42.8 79.596 33.748 2.212 53.8 46.1 63. I 5.125 30.4 30.2 26.3 54.357 17.315 670 23.0 12.I 18.1 5.214 36.6 30.5 25.7 50.004 13.997 531 21.4 20.3 24 4.498 52.0 44.9 39.I 80.312 26.885 1.362 43.4 45.0 51.6 4.72311 47.8 45.0 37.1 * * 37.7 4.743 36.3 26.3 26.5 46.208 19.970 490 13.5 * 3.3 42.4. 9.2 4.719 41.7 23.7 II.5 3.853 62.9 39.2 24.8 40.137 81.810 9.213 25.497 321 I.442 13.3 12.2 0.9 42.6 39.3 39.1 IIII 11| |||| 14 14 17 5.7 0.6 4.082 4.7 O. I 3.300 4.0 O. I 4.467 5.6 0.6 12.654 8.6 I. I 33.831 13.2 2.0 54.173 17.7 2.I 77.455 16.6 1.6 73.772 27.2 2.9 76.338 16.1 2.I 94.030 7.9 I.4 10.3 I.I 55.906 56.154 * 234235 in 1000 27 40 57 52 55 55 32.1 1.9 90.849 57 28.8 2.6 * 14.2 2.I 60.154 51 18.1 47.7 2.5 4.4 55.519 98.826 45 48 * 48 Mitgliederzahl der Verbände bzw. Kassen wofür oder Arbeiterzahl, zuletzt Angaben gemacht wurden 18 49.207 ( 1934) 119.204 19 9.715 9.110 7.407 976.790 277.380 20.494 79.742 Holzindustrie 1927 4.4 3.3 I.3 ( meist nur Holzbearbeitung, einschl. 23.3 36.0 1928 9.3 I. I I.O der Möbelindustrie) 20.2 27.8 1929 12.4 I.2 0.5 16.4 20.9 *** 5.4 5.4 6.1 1930 24.1 5.3 2.9 14.4 14.7 1931 33.3 16.8 167.355 10.8 7.0 16.5 1932 38.5 18.7 248.358 18.0 25.3 9.9 32.4 1933 34.8 43.8 23.8 289.5895 20.2 ****** O.I 12.7 9.1 35.2 8.653 * 5.4 13.2 6.8 27.3 6.602 357 4.2 8.8 5.9 25.2 8.603 318 16.5 16.9 9.2 25.7 12.038 I. 196 31.3 37.2 21.I 32.7 17.195 2.217 36.0 9.4 45.6 38.2 28.5 51.4 1934 35.5 230.624 23.213 30.2 26.6 II.5 17.9 48.483 1.905 25.3 29.8 18.6 40.4 1935 22.6 20.8 115.8826 56.8 26.260 I.280 24.2 8.5 13.6 51.117 25.7 23.2 41. I 17.7 18.1 50.4 91.5857 22.417 696 12.0 * 15.1 20.9 3 46.7 45.7 20.112 624 1934: III 31.7 27.5 II.4 VI 17.4 24.7 * 31.1 23.3 10.9 15.3 52.673 9.1 15.9 39.1 54.6 II.2 IX 20.3 * 35.384 .I.103 29.3 13.1 23.7 II.2 51.133 3.0 17.6 35.7 XII 28.8 15.4 6.5 * 30.8 14. I II.9 49.649 44.7 23. I 41.5 40.6 31.4 * II.7 47.53° 50.6 42.0 3 51.3 1935: III 27.4 VI 24.8 30.1 19.3 * 6.3 IX 22.3 XII 15.8 19.8 25.3 7.9 8.8 IIII 14.3 13.4 10.6 12.6 79.821 16.6 39. I 8.9 38.4 68.328 104.307 |||| 13.7 * 5.8 26.4 48 1 11.6 38.421 5.I 5.I 40.2 10.7 34.972 10 6.9 9.3 46.0 9.5 * 15.1 9.4 54.4 |||| 38.6 20.795 405 41.5 19.045 378 56.4 49.6 23.600 * 38. 1 17.951 33.7 16.214 52.6 22.661 |||| 848 * 417 353 621 Mitgliederzahl der Verbände bzw. Kassen oder Arbeiterzahl, wofür zuletzt Angaben gemacht wurden 18 18.755 ( 1934) 41.852 19 5.650 9.696 * 137.620 * * 15.254 23.992 431 11.036 ||| ||||||| 11 15 * 27.3 * 47.5 22.5 26.9 10.7 9.4 8.9 41. I 31.1 9.9 52.7 37: 5 14.5 58.7 43.6 27.1 62.6 45.5 33.9 56.3 38.8 22.8 55.8 38.6 17.0 62.0 49.4 29.4 49.9 21.6 21.7 57.2 31.7 15.5 76.0 78.7 27.1 * 46.1 * 58.7 20.4 16.8 59.7 33.7 10.5 66.3 74.0 21.6 ||||||| 21111111|||| 15 1.885 I.134 1.376 3.805 10.416 20.121 29.289 27.435 29.274 30.808 24.322 23.481 31.486 * 26.574 24.806 32.933 14.134 22.275 12.633. * Statistiken der: I. obligatorischen Arbeitslosenversicherung. II. freiwilligen Arbeitslosenversicherung. III. gewerkschaftlichen Arbeitslosenkassen. IV. Gewerkschaften. V. Arbeitsnachweise. VI. Arbeitgeber. VII. Arbeitsinspektion. VIII. Sozialversicherungskassen. Siehe Anmerkungen und Erläuterungen auf der Rückseite. Vgl. Tabelle IV, b( Beschäftigungsstand in der Bau- und der Holzindustrie) und I( Der Arbeitsmarkt 1930-1935). *) Angabe fehlt. 1) Vgl. auch die entsprechende Tabelle im Tätigkeitsbericht 1933 des IBBH. sowie, für soweit das Holzgewerbe in Frage kommt, im Tätigkeitsbericht 1931 der IUH.( s. deren Bull. 7/9/1932).- 2) Monatszahlen 1934-35 meist mit Stichtag jeweils am Monatsende; z.T. auch Durchschnitte. Die Jahresdurchschnitte 1927-35 sind aus den Monatsziffern errechnet.- 3) Jeweils Mitte des Vormonats. 4) 9 Monate( Januar und Mai- Dezember).. 5) Ohne Notstandsarbeiter. 6) Seit 31.VII.33 ohne die im Arbeitsdienst Beschäftigten. 7) Seit III.35 einschl. des Saargebiets. 8) Bis Juli 1933. 10) Reihe vorläufig 9) Seit Juli 1933. 12) Da unterbrochen. 11) Geänderte Reihe; ohne Notstandsarbeiter. Rumänien keine staatliche Arbeitslosenversicherung kennt, lassen nur wenige Arbeitslose sich eintragen; daher äusserst unvollständige Angaben. 13) Amtliche Zahlen, jedoch nach Angaben von Ortsgruppen der betr. Gewerkschaften; da nicht alle Ortsgruppen berichten, sind die Angaben weniger vollständig als die eigentlichen Gewerkschaftsstatistiken, von denen sie mitunter ziemlich erheblich abweichen. 14) Einschl. der Holzindustrie. 15) Im Baugewerbe einbegriffen. 16) Sägewerke, Hoblereien u. dgl. sowie Bürsten fabriken. 17) Ohne die bei öffentlichen und Notstands- 18) Wo nicht anders vermerkt, - 19) Dezember 1935. arbeiten beschäftigten Erwerbslosen. beziehen die Angaben sich auf März 1936. 20) Juli 1935. - Quellen: Internationales Jahrbuch der Sozialpolitik 1934-1935( Bd. II: Sozialstatistik) und Internationales Jahrbuch der Sozialstatistik 1935-36 ( letzteres nur engl. und franz.) des Internationalen Arbeitsamtes, Genf: Statistisches Jahrbuch 1935-1936 des Völkerbundes( nur engl. und franz.). Gründung des IBBH. Die im Anhang I wiedergegebenen Richtlinien für die Verschmelzung der Bauarbeiter- Internationale( BI.) und der Internationalen Tabelle IV, b Tabelle IV, b( Allgemeine Bemerkungen): In den meisten Fällen beziehen sich die Zahlen auf die zu einem V bestimmten Zeitpunkt als beschäftigt gemeldeten Arbeiter, ohne indessen die geleisteten Arbeitsstunden je Tag und Arbeiter in Betracht zu ziehen. In gewissen Fällen enthalten die Statistiken jedoch Angaben über die während eines bestimmten Zeitraumes geleisteten Arbeitsstunden. Mit nur zwei Ausnahmen( Frankreich und Grossbritannien) beruhen sie auf Angaben von Arbeitgebern und zeigen die Veränderungen der Zahl der beschäftigten Arbeiter bzw. der geleisteten Arbeitsstunden in einer Reihe ausgewählter Betriebe; sie geben also kein Bild über den absoluten Beschäftigungsstand. Infolge des unterschiedlichen Wertes der Zahlenreihen, der Verschiedenheit der Erhebungsmethoden und der Verwertung der Unterlagen sind internationale Vergleiche des Beschäftigungsstandes und seiner Schwankungen kaum möglich. Der Hauptzweck der Übersichten besteht darin, die allgemeinen Schwankungen des Beschäftigungsstandes während eines kurzen Zeitraumes innerhalb der einzelnen Länder zu zeigen. Dänemark: Zur Berücksichtigung der Kleinbetriebe, von denen keine Berichte eingezogen werden, sind die nach den Angaben der Grossbetriebe zusammengestellten Zahlen entsprechend den Gesamtziffern des Beschäftigungsstandes erhöht. Sie bezeichnen den Monatsdurchschnitt der Gesamtzahl der tatsächlich geleisteten täglichen Arbeitsstunden. Die Messziffern wurden vom IAA. auf der Grundlage von 1931 = 100 berechnet. Deutschland: Die Zahlen beruhen auf Angaben einer grossen Reihe von Betrieben. Es werden zwei Reihen veröffentlicht: a) die Durchschnittszahl der in jedem Monat beschäftigten Arbeitnehmer, ausgedrückt im Prozentsatz der sogenannten Arbeiterplatzkapazität, d.h. der Zahl der Arbeiter, die bei vollem Betrieb des Unternehmens beschäftigt werden könnten; b) die Zahl der in jedem Monat tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden, ausgedrückt im Prozentsatz der Arbeitsstunden, die nach der normalen Arbeitszeit geleistet werden könnten, wenn alle verfügbaren Arbeitsplätze besetzt wären( Arbeiterstundenkapazität). Finnland: Die Angaben beruhen auf den Angaben einer grossen Anzahl von Betrieben, die mehr als 10 Arbeitnehmer beschäftigen. Es werden zwei Reihen veröffentlicht: a) Messziffern der Zahl der an einem bestimmten Stichtage im Laufe eines jeden Vierteljahres beschäftigten Arbeitnehmer; b) Messziffern der Gesamtzahl der im Monat geleisteten Arbeitsstunden. In jedem Falle liegt der Durchschnitt für 1926 zugrunde. Frankreich: Diese Reihen beruhen auf den Ergebnissen von Erhebungen über die Zahl der Arbeiter, die in den der Aufsicht der Gewerbeaufsichtsbeamten unterliegenden Betrieben mit mindestens 100 Arbeitern beschäftigt sind. Da die Zahl der erfassten Betriebe von Monat zu Monat leichte Schwankungen aufweist, werden die Messziffern für jeden Monat zuerst nach der Zahl der in diesen Betrieben im gleichen Monat des Vorjahres beschäftigten Arbeiter berechnet und dann mit dem entsprechenden Monat des Jahres 1930 100 angeschlossen. Die Ziffern beziehen sich auf den ersten eines jeden Monats. - Grossbritannien: Die ausschliesslich für Grossbritannien( d.h. nicht auf für Nordirland) geltenden Messziffern beruhen auf der Zahl der Versicherten, die nicht als arbeitslos gemeldet sind; um Unterbrechungen der Arbeit wegen Krankheit oder Unfall oder andere Formen des nicht gemeldeten Arbeitsaus falles, mit Ausnahme der ordnungsmässigen Urlaube, zu berücksichtigen, wird die vorerwähnte Zahl um 3,5%( Jahresdurchschnitt) herabgesetzt. Die Reihe umfasst Personen, die unmittelbar an einem Arbeitskampf beteiligt sind. Die ursprüngliche Grundlage bildet die Durchschnittszahl der 1924 beschäftigten Personen. Italien: Die Zahlen beruhen auf den Berichten einer grossen Zahl von Betrieben. Sie beziehen sich auf die letzte Woche eines jeden Monats. Als Grundlage wurde die Durchschnittszahl der in der ersten Septemberwoche 1926 beschäftigten Personen angenommen. Kanada: Das kanadische statistische Amt erhält von den meisten grösseren Betrieben Berichte über die Zahl der von ihnen beschäftigten Arbeitnehmer; es handelt sich um Betriebe mit mindestens 15 Arbeitnehmern. Die Zahlen gelten für den ersten jeden Monats. Als Grundlage dient die Durchschnittszahl der im Jahre 1926 Beschäftigten. Schweden: Die von der Verwaltung für Arbeit und soziale Fürsorge zusammengestellten Angaben sind den Berichten zahlreicher Betriebe entnommen; sie zeigen die Anzahl der in jedem Vierteljahr beschäftigten Personen im Verhältnis zur Durchschnittszahl der in den gleichen Betrieben im Zeitraume von 1926 bis 1930 Beschäftigten. Vereinigte Staaten: Die Zahlen wurden errechnet durch Multiplizieren des Gewichtskoeffizienten der Industriegruppe( Zahl der Beschäftigten zum Zeitpunkte der Grundlage der Messziffern: 19231925) mit den Messziffern des Beschäftigungsstandes des amerikanischen Amtes für Arbeitsstatistik; das Ergebnis wurde durch 100 geteilt. zung der Bauarbeiter- Internationale( BI.) und der Internationalen Tabelle IV, b Dänemark Deutschland VI VI Messziffern der Beschäftigung in der Bau- und der Holzindustrie, 1927-1935 1 Finnland Frankreich VI VII a) Beschäftigte b) in jedem Vierteljahr geleistete Arbeitsstunden ( 1926= 100) Industrie und Jahr bzw. Monat Gesamtzahl der täglich geleisteten Arbeitsstunden Beschäftigungsstand im Verhältnis zu den möglichen im Monatsdurchschnitt |( 1931= 100) Arbeitsplätzen ³ 3 Arbeitsstunden* Arbeitsplätzen ³ Arbeitsa 3 stunden 4 Grossbritannien Italien Japan I Beschäftigte ( Zahl der Beschäftigten im gleichen schätzungsweise Zahl der im Juni jeden Jahres beschäftigten Versicherten( 16-64) ( 1923= 100) Monat des Jahres Baugewerbe 1930= 100)( Hochbau) öffentliche Arbeiten ( meist Tiefbau) Möbelindustrie Kanada Schweden Vereinigte Staaten VI VI VI VI Beschäftigte ( Sept. 1926 100) Beschäftigte ( 1926= 100) 5 Beschäftigte ( 1926-30= 100) Beschäftigte ( 1926= 100) Zementindustrie Baugewerbe 8 HolzHolzgewinnung bearbeitung Steinbrüche Ziegeleien Baugewerbe Sägewerke VI Beschäftigte ( 1923-25= 100) Holz u. Holzwaren [ Hoch- und Tiefbau] [ Baustoffenindustrien] 6 15 9 Baugewerbe 1927 * * * * * * * 126.5 140.8 95.3 109.5 ( meist Hoch- und Tiefbau) 1928 * * * * * * 123.5 132.8 ( 91.5 91.7 119.5 ( 90. I 1929 * 53.8 104.9 * 65.4 61.0 * * * 126.8 136.0 * * * * * * * * * * 96.1 91.7 130. I 1930 * 35.6 93.9 * 50.8 46.1 * * 121.8 146.7 82.4 131.3 * * * 9 79.7 75.2 1931 100.0 21.4 * 35.9 31.6 * * 97.6 117.9 213.5 68.3. 69.9 130.9 * * * * 70.9 1932 70.5 13.4 * 28.2 24.4 * * 94.2 106.2 188.0 66.1 * 82.1 55.9 75.5 73.3 64.2 1933 89.7 21.4 * 41.9 36.8 * * 94.8 118.8 159.6 63.5 1934 109.0 48.9 1935 II5.2 60.0 1934: III 75.6 VI 135.9 IX 125.6 XII 91.0 **** 1935: III 85.9 47.7 VI 143.6 68.4 IX 134.6 XII 101.3 71.5 54.3 ** **** **** 57.1 52.4 * * 78.3 132.5 154.7 59.6 53.5 * * 66.8 141.5 159.7 **** **** **** **** 75.6 81.7 * 76.8 * 51.7 44.2 * 66.0 60.1 66.2 60.8 * 58.4 52.8 * **** 66.0 68.9 62.4 * 69.4 * * 63 2 * **** **** ||||| │ IIII 72.4 77.1 43.6 66.1 61.3 62.6 80.7 109.3 47.8 85.6 83.0 * * 85.9 96.7 47.2 96.4 92.6 * 62.7 79.0 95.8 * * * 68.6 81.2 140.6 42.4 116.1 93.9 71.3 82.1 * * * I17.0 72.8 82.5 87.9 53.0 68.9 80.9 **** 78.57 84.3 80.2 49.3 72.0 79.7 *** 85.3 IOI. I 48.9 123.7 104.6 87.1 117.4 41.0 112.3 112.8 88.7 74.8 **** 49.4 77.5 73.4 Absolute Zahl, wonach die letzten Messziffern berechnet wurden 10 17 11 * * * * 59.440 843.57612 158.194 12 9.584 13 41.201 14 84.265 2 Holzindustrie 1927 * ( meist nur Holzbearbeitung, einschl. 1928 * ** ** * der Möbelindustrie) 1929 * 63.2 61.2 90.9 92.7 1930 * 55.0 50.0 73.8 **** * 125.3 90.5 III.5 99.0 130.4 * 88.8 115.2 103.4 135.2 * 89.4 128.2 106.2 72.3 134.2 * 83.2 100.2 91.9 1931 IOO.O 43.7 39.3 65.3 62.4 87.5 130.8 * 75.7 56.9 73.1 1932 84.3 35.2 30.9 63.6 61.0 74.1 126.9 * 73.1 43.1 57.5 1933 98.0 37.5 33.8 69.6 65.9 71.5 130.6 74.6 74.4 56.2 1934 119.1 48.3 45.2 76.8 73.4 68.4 140.9 * 75.9 125.8 66.4 1935 120.3 50.5 45.9 78.1 76.9 65.1 145.1 * 79.8 127.0 71.8 5 5 1934: III 109.8 * * 63.8 59.6 67.2 * * 75.0 104.9 60.3 VI 129.4 * * 67.8 63.4 68.1 * * 76.2 86.3 74.7 IX 129.4 * * 89.9 88.1 67.8 * * 75.9 113.4 71.8 XII 109.8 * * 77.9 71.8 69.0 * 77.9 181.3 57. I 1935: III 129.4 48.6 41.6 73.3 70.1 VI 65.9 129.4 50.6 46.0 89.9 89.7 64.7 IX 115.7 51.9 48.8 76.9 75.0 XII 64.7 103.9 50.3. 46.4 72.4 72.9 64.4 **** **** 78.0 104.3 63.0 80.5 82.2 80.8 80.0 115.8 79.9 80.5 183.4 63.3 Absolute Zahl, wonach die letzten Messziffern berechnet wurden 10 2211 * * * * 29.556 121.683 12 * 15.880 14 29.071 35.580 * * * ||| Statistiken der: I. obligatorischen Arbeitslosenversicherung. VI. Arbeitgeber. VII. Arbeitsinspektion. Siehe Anmerkungen und Erläuterungen auf der Rückseite. Vgl. Tabelle IV, a( Arbeitslosigkeit in der Bau- und der Holzindustrie) und I( Der Arbeitsmarkt 1930-195) - - *) Angabe fehlt. 1) Vgl. auch die entsprechende Tabelle im Tätigkeitsbericht 1933 des IBBH. 2) Ohne Möbelindustrie. 3) Prozentsatz der beschäftigten Arbeitnehmer im Verhältnis zur Gesamtzahl der möglichen Arbeitsplätze bei voller Beschäftigung aller Betriebe.- 4) Prozentsatz der Arbeitsstunden im Verhältnis zur Gesamtzahl der Arbeitsstunden bei voller Beschäftigung aller Betriebe mit normaler Arbeitszeit. 5) Jeweils erster des folgenden Monats. 6) Nur Erdarbeiten und Steinbauten. 7) Seit Juni 1935 unterbrochen. 8) Einschl. Erneuerungen.- 9) Glas, Steine und Erden. 10) Soweit nicht anders vermerkt, beziehen sich die Angaben - - - auf März 1936.11) In Tausenden; Zahlen beeinflusst durch den Gross14) Februar 1936. 15) Jeweils Juni und Dezember. konflikt vom Frühjahr 1936. 12) Juni 1935. 13) März 1935. - Quellen: Internationales Jahrbuch der Sozialpolitik 1934-1935( Bd. II: Sozialstatistik) und Internationales Jahrbuch der Sozialstatistik 1935-1936 ( letzteres nur engl. und franz.) des Internationalen Arbeits amtes, Genf; Statistisches Jahrbuch 1935-1936 des Völkerbundes( nur engl. und franz.). - * ***** 94.1 92.4 95.4 76.1 56.3 74.7 41.1 74.6 44.2 81.0 48.7 77.3 52.6 * 48.5 93.9 50.0 * 49.3 78.5 47.8 61.9 50.6 90.2 48.9 83.7 57.0 73.4 54.5 * 501.400 Gründung des IBBH. Mot Die im Anhang I wiedergegebenen Richtlinien für die Verschmelzung der Bauarbeiter- Internationale( BI.) und der Internationalen Union der Holzarbeiter( IUH.) zum Internationalen Bund der Bauund Holzarbeiter( IBBH.) wurden von den Vorständen der BI. und der IUH. am 16. Dezember 1933 in einer gemeinsamen Sitzung in Paris aufgestellt und Anfang 1934 den beiderseitigen angeschlossenen Organisationen zur schriftlichen Beschluss fassung unterbreitet. Nach dem am 1. März 1934 festgestellten Ergebnis fanden sie in der BI. Verschmelzung der fast einstimmige Annahme( nur die Maurerverbände in Schweden und IUH. und BI, am Norwegen stimmten dagegen) und in der IUH. die als erforderlich 1. April 1934. bezeichnete Zweidrittelmehrheit. Folglich konnte der in Paris provisorisch eingesetzte engere Vorstand am 24. März die Massnahmen ergreifen, die zur Durchführung der Verschmelzung am 1. April 1934 erforderlich waren. Die der IUH. angeschlossenen Verbände in Skandinavien stimmten mit nur drei Ausnahmen - - schwedische Zimmerer und Bautischler, Die skandinavinorwegische Bauarbeiter( Gruppe Holz) und norwegische Holzindu- schen Holzarbeiter striearbeiter gegen die Fusion. Sie nahmen in einer am 18. Februar und die Fusion. 1934 in Kopenhagen abgehaltenen Sitzung ihres Skandinavischen Holzarbeiter- Sekretariats eine Entschliessung an, wonach der von der Exekutive der IUH. zur Abstimmung gestellte Verschmelzungsantrag in Widerspruch zu den 1933 von deren Brüsseler Kongress gefassten Beschlüssen stände. Die Stellungnahme der skandinavischen Holzarbeiterkollegen veranlasste das Exekutivkomitee der IUH., in einer am 24. März abgehaltenen Sitzung deren Sekretär, Kollegen Hauwaert, zu beauftragen, auf der für den 2. und 3. Juli in Gefle vorgesehenen Tagung des Skandinavischen Holzarbeiter- Sekretariats die Notwendigkeit und die organisatorische Form der Verschmelzung näher zu erläutern. Diese Tagung ergab im Einvernehmen mit dem Vertreter der IUH.( bzw. des IBBH.) die Einsetzung eines aus den Kollegen Oscar Karlén( schwedische Holzindustriearbeiter), Hans Eriksen( norwegische Sägewerksarbeiter) und Jens Jensen( dänische Holzindustriearbeiter) bestehenden Ausschusses, der den Auftrag erhielt, die Frage der internationalen Verbindungen der Holzarbeiter nach allen Seiten hin zu untersuchen. Erwähnt sei, dass der Vorsitzende des Ausschusses, Kollege Karlén, auf der im August 1934 in Weymouth stattgefundenen Sitzung des Gesamtvorstandes des IBBH. zugegen war und dort die Auffassungen der skandinavischen Holzarbeiter, die der Einsetzung der Kommission zugrunde lagen, darlegte. Der Ausschuss richtete an 33 Organisationen des Holzgewerbes ausserhalb Skandinaviens, jedoch nur in Europa, ein Rundschreiben, in dem er neben der Beantwortung einiger Fragen, die sich auf die organisatorischen Verhältnisse der Holzarbeiter in den einzelnen Ländern bezogen, um deren Stellungnahme zu der Möglichkeit der Errichtung einer neuen, auf die eigentliche Holzindustrie beschränkten Internationale bat. 37 Am 19. Mai 1935 erstattete der Ausschuss einen Bericht, aus dem hervorgeht, dass nur 8 der 33 befragten Verbände das Rundschreiben überhaupt beantwortet hatten, von denen nur einer, und zwar der Ende 1929 aus der IUH. ausgeschlossene Möbelarbeiterverband Grossbritanniens sich für eine neue Holzarbeiter- Internationale aussprach. Angesichts dieses Ergebnisses beschloss die am 15. und 16. Juni in Oslo stattgefundene Sitzung des Skandinavischen Holzarbeiter- Sekretariats, von der Gründung einer solchen Internationale Abstand zu nehmen, jedoch dahin zu wirken, dass durch einen geeigneten Umbau ubasiopender internationalen Gewerkschaftsbewegung die einzelnen Berufssekretariate dem Internationalen Gewerkschaftsbund als Unterabteitellungen für die verschiedenen Gewerbegruppen einverleibt werden. Gelegentlich der Tagung des Gesamtvorstandes des IBBH. in Kopenhagen fand dann am 20. August nochmals ein ausführlicher Gedankenaustausch mit Vertretern der skandinavischen Holzarbeiterverbände statt, der von einem ausgezeichneten kameradschaftlichen Geist getragen war und zweifellos weitgehend dazu beigetragen hat, Missverständnisse zu beseitigen und die Meinungsverschiedenheiten zu überbrücken. Die skandinavischen Kollegen erhielten die in eine colab ber Entschliessung eingekleidete Zusicherung, dass die Interessen der Arbeiter in der eigentlichen Holzindustrie( d.h. in der Wald- und Sägewerksindustrie, der Möbelindustrie usw., im Gegensatz zu den im Baugewerbe beschäftigten Holzarbeitern) durch die Verschmelzung in keinerlei Weise benachteiligt werden sollen und dass der Gesamtvorstand bestrebt sein würde, eine allseits befriedigende Lösung der noch vorhandenen Schwierigkeiten herbeizuführen. Die skandinavischen Verbände haben dieses Ergebnis auf der am 20. Oktober in Kopenhagen stattgefundenen Tagung ihres Kartells zur Kenntnis genommen und zur Vorlegung an den Londoner Kongress des IBBH. einige Abänderungsanträge zu den seinerzeit angenommenen Richtlinien für die Verschmelzung ausgearbeitet. proba obs an sib Jua nonlesni isb ni ab Jisdrio Hadibanggis sib jus nouen genis yandi Jad slanol แป 38 Der VIII Kongress deı_Internationalen Union der Holzarbeiter, Brissel, August 1933. CHAPEAU Die X. Konferenz der Bauarbeiter- Internationale, Brüssel, Juli 1933. Verwaltungsorgane des IBBH. Gesamtvorstand. sbind Entsprechend den Richtlinien für die Verschmelzung der IUH. und der BI.*) wurden deren beide Vorstände am 1. April 1934 für die Zeit bis zum nächsten internationalen Kongress zum Gesamtvorstand des IBBH. vereinigt. In der Berichtszeit trat eine Änderung in dessen Zusammensetzung insoweit ein, als Kollege Böhm( Wien) infolge der Änderungen in der Februar- Ereignisse in Österreich nicht mehr in der Lage war, sein Zusammensetzung. Amt auszuüben, so dass sein Stellvertreter, Kollege Vuattolo( Zürich), seinen Platz einnahm. Aus demselben Grunde erlosch auch die Funktion des Kollegen Danek( Wien) als Stellvertreter für Kollegen Reichmann. Kollege Haakestad( Oslo), Stellvertreter für Kollegen Björkman, war bereits im November 1933 ausgeschieden, nachdem er in seinem Verband nicht wiedergewählt worden war. Ende 1935 setzte sich der Gesamtvorstand aus folgenden Kollegen zusammen: Mitglieder: R. Coppock, London, Vorsitzender. W. Hauwaert, Brüssel, Vizevorsitzender. F. Wolstencroft, Manchester, Vizevorsitzender. J. W. van Achterbergh, Amsterdam, Sekretär. V. Björkman, Stockholm. E. Gryson, Brüssel. C. Lammers, Amsterdam. F. Müller, Prag. M. Petersen, Kopenhagen. F. Reichmann, Zürich. A. Vuattolo, Zürich. A. H. van Deth, Amsterdam. Kassierer( mit beratender Stimme). Stellvertreter: Th. Barron, Glasgow. L. Chiron, Paris. Th. Barron, Glasgow. L. van der Wal, Amsterdam. H. Cordier, Paris. J. Spaltman, Amsterdam. W. Slach, Prag. N. Linde, Stockholm. Der Platz des amerikanischen Vertreters, Kollegen Wm. L. Hutcheson, wurde offen gehalten, in der Hoffnung, dass der betreffende Verband, die United Brotherhood of Carpenters and Joiners of America, seine durch die Krise gelockerten Beziehungen zu der Internationale bald wieder voll aufnehmen würde. Mitglieder und Stellvertreter. Der Gesamtvorstand trat in der Berichtszeit zweimal zusammen, und zwar am 30. und 31. August 1934 in Weymouth( England) und Sitzungen. vom 20. bis 22. August 1935 in Kopenhagen. Über diese Sitzungen wurde im Bulletin 7/1934 bzw. 4/1935 berichtet. tsdow *) Siehe Anhang I. ood based o 39 Engerer Vorstand. Der engere Vorstand, in den bekanntlich beide Internationalen je 2 Vertreter entsandten und der sich aus dem Vorsitzenden, den beiden Vizevorsitzenden und dem Sekretär zusammensetzt, tagte in der Sitzungen. Berichtszeit viermal: am 24. März 1934 in Amsterdam( Bulletin 1/1934), am 17. Juni 1934 in Blackpool( England)( Bulletin 4/1934), am 9. März 1935 in Amsterdam( Bulletin 1/1935) und am 22. Dezember 1935 in Paris( Bulletin 6/1935). bus vel Im übrigen stand der Sekretär in ständiger Fühlung mit den Mitgliedern des engeren Vorstandes. Zu besonderen Schritten wurde in manchen Fällen auf schriftlichem Wege deren Zustimmung eingeholt. Sekretariat. Als halbbesoldeter Sekretär amtiert seit 1. April 1934 Kollege J. W. van Achterbergh. Ferner sind auf dem Sekretariat angestellt Kollege Jan Schuil( der seit 1. Januar 1925 im Sekretariat der IUH. beschäftigt war) als Bürochef und eine jüngere Bürogehilfin. Ueber die verschiedenen Zweige der Tätigkeit des Sekretariats geben die einzelnen Abschnitte dieses Berichtes eingehenden Aufschluss. Es ist jedoch vielleicht nicht unangebracht, hier einmal zusammenfassend anzudeuten, welch reichliches Pensum an Arbeit das Sekretariat zu bewältigen hat. 07 Zunächst erforderte die Einrichtung der Verwaltung, die Vereinheitlichung und Neuordnung der Archive, der Bücherei usw. sehr viel Die tägliche Zeit; diese Arbeit ist übrigens immer noch nicht ganz abgeschlossen. Arbeit. Daneben ist eine Menge täglicher ,, Kleinarbeit" zu erledigen, die nach aussen gleichfalls kaum in Erscheinung tritt und deshalb vielfach unterschätzt werden dürfte. Da ist z.B. das Lesen der rund 200 regelmässig einlaufenden Zeitungen und Zeitschriften( Verbandsorgane, amtliche und halbamtliche Organe, Pressekorrespondenzen, Fachzeitschriften, Arbeiterzeitungen usw.) sowie des übrigen Eingangs an Berichten, Broschüren, Büchern, Zeitungsausschnitten u. dgl.; das Sichten und Ordnen des betreffenden Materials; die Eintragung und Ordnung der Korrespondenz; die unerlässliche Korrektur der teilweise ausserhalb des Büros, von betriebs- und berufsfremden Uebersetzern angefertigten Uebersetzungen; die durch währungstechnische Schwierigkeiten und andere Ursachen oft sehr zeitraubende Erledigung von Kassengeschäften; die Kontrolle des rund 600 Namen enthaltenden und noch fast täglich anwachsenden Adressenverzeichnisses usw. Wieviel Arbeit allein das Bulletin schon in rein technischer Hinsicht mit sich bringt, geht aus der Tatsache hervor, dass für die 17 Nummern mit 127 Seiten pro Sprache, die in den 134 Berichtsjahren erschienen, insgesamt 635 Wachsbogen beschrieben, durchgelesen und abgezogen werden mussten. Die Abzüge müssen zusammengelegt, geheftet, gefaltet und in den vorgedruckten Umschlägen zum Versand gebracht werden, wobei zu bedenken ist, dass die Gesamtauflage pro Nummer annäherend 600 beträgt. Ähnliche Zahlen liessen sich für 40 L Der Gesamtvorstand des IBBH. in Kopenhagen, August 1935. Von links nach rechts: Martin Petersen, Franz Reichmann, Emile Gryson, A. H. van Deth( Kassierer), Thomas Barron ( Stellvertreter für F. Wolstencroft), Richard Coppock( Vorsitzender), J. W. van Achterbergh( Sekretär), Jan Schuil( Bürochef; Dolmetscher), C. Lammers, W. Hauwaert( Vizevorsitzender), A. Vuattolo, V. Björkman, A. Kocik( Dolmetscher). Die Mitglieder F. Wolstencroft( Vizevorsitzender) und Franz Müller waren verhindert. andere Veröffentlichungen anführen, so für den Tätigkeitsbericht 1933( deutsche Ausgabe: 47 Seiten), den Kassenbericht 1933/34 ( 16 Seiten pro Sprache) usw. Der Briefwechsel hat mit 682 Eingängen und 735 Ausgängen in den neun Monaten des Jahres 1934 und 749 Eingängen bzw. 826 Der Briefwechsel. Ausgängen im Jahre 1935 gegenüber früher eine erhebliche Vermehrung erfahren. Unter den Ausgängen waren 1934 15 und 1935 26 allgemeine Rundschreiben( d.h. ausser denjenigen, die z.B. zu Propagandazwecken nur an bestimmte Gruppen gingen); diese Zirkulare erschienen je in 3 bis 5 Sprachen, manche in einer Gesamtauflage von über 200 Exemplaren und zum Teil 3, 4, ja 10 und mehr Seiten stark. Besonders viel Zeit und Mühe verursachte die Korrespondenz, die geführt werden musste, um in den Kassengeschäften und der Beitragsleistung die durch die ungeregelten Verhältnisse vor der Fusion gestörte Ordnung wiederherzustellen. Bemerkt sei noch, dass jeweils zum Jahreswechsel Neujahrsgrüsse an alle angeschlossenen und befreundeten Organisationen gesandt wurden. dgodendo Answ Hubnisloft A dro V 41 Joed Bibliad Vertretungen. Tagungen: Vertreter: 1934: Verbandstag der niederländischen Möbelarbeiter, Utrecht, 5. und 6. Mai Verbandstag der niederländischen Bauarbeiter, Nijmegen, 7. bis 9. Mai.... Verbandstag der schwedischen Maurer, Gefle, 19. bis 22. Mai..... Verbandstag der ungarischen Bauarbeiter, Budapest, 13. Mai Verbandstag der finnischen Holzarbeiter, Helsingfors, II. und 12. Mai Jahreskonferenz der britischen Bauarbeiter, Blackpool, 19. bis 22. Juni Verbandstag der schwedischen Wald- und Flössereiarbeiter, Gefle, 27. Juni bis 1. Juli Sitzung des Skandinavischen HolzarbeiterSekretariats, Gefle, 2. und 3. Juli Verbandstag der belgischen Bau- und Holzarbeiter, Brüssel, 21. und 22. Juli...... Ausschusssitzung des Internationalen Gewerkschaftsbundes, Weymouth, 27. bis 29. August Konferenz des Vorstandes des I.G.B. mit den Internationalen Berufssekretariaten, Weymouth, 29. August .. 8. Konferenz des Internationalen Bundes der Maler, Kopenhagen, 17. und 18. Sept. Verbandstag der tschechischen Bauarbeiter, Prag, 28. bis 30. September Verbandstag der finnischen Maurer, Helsingfors, 30. September bis 2. Oktober.. 1935: Verbandstag der norwegischen Holzindustriearbeiter, Oslo, 18. bis 22. April.... Verbandstag der tschechischen Holzarbeiter, Prag, 21. und 22. April Ausschusssitzung des Internationalen Gewerkschaftsbundes, Kopenhagen, 21. bis 23. Mai Verbandstag der französischen Bau- und Holzarbeiter, Paris, 3. bis 5. Juni 42 W. Hauwaert R. Coppock J. W. van Achterbergh W. Slach O. Karlén J. W. van Achterbergh W. Hauwaert R. Coppock J. W. van Achterbergh W. Hauwaert J. W. van Achterbergh J. W. van Achterbergh J. W. van Achterbergh V. Björkman M. Petersen W. Hauwaert J. W. van Achterbergh M. Petersen J. W. van Achterbergh W. Hauwaert Tagungen: Vertreter: Internationale Arbeitskonferenz, Genf, Juni Jahreskonferenz der britischen Bauarbeiter, Ayr, 18. bis 21. Juni..... Verbandstag der norwegischen Maurer, Oslo, 23. bis 27. Juni Verbandstag der skandinavischen Tapezierer, Stockholm, 28. Juni und folgende Tage Verbandstag der dänischen Maurer, Roskilde, 9. bis 13. Juli Verbandstag der dänischen Tischler, Kopenhagen, 21. bis 26. August Tagung des IGB. und der SAI. zur Besprechung des italienisch- abessinischen Konfliktes, Genf, 6. September Verbandstag der schweizerischen Bau- und Holzarbeiter, Basel, 26. bis 29. September Tagung des IGB. und der SAI. zur Besprechung des italienisch- abessinischen Konfliktes, Brüssel, 12. Oktober R. Coppock J. W. van Achterbergh W. Hauwaert V. Björkman J. Jensen J. W. van Achterbergh Gesamtvorstand ( anlässlich seiner Tagung in Kopenhagen) J. W. van Achterbergh J. W. van Achterbergh J. W. van Achterbergh W. Hauwaert An verschiedene Verbandstage, zu denen Einladungen erfolgt waren, wurden Begrüssungsschreiben gerichtet, weil aus Zeitmangel oder sonstigen Gründen ihre Beschickung unterbleiben musste. Ausser den genannten Delegationen wurden noch verschiedene Dienstreisen ausgeführt, die informatorischen und ähnlichen Zwecken dienten. 43 Beziehungen zu den Angeschlossene Verbände. Mit Befriedigung kann festgestellt werden, dass die Beziehungen zu den angeschlossenen Organisationen stets recht freundschaftlicher Natur gewesen sind. Das gilt erfreulicherweise voll und ganz auch für das Verhältnis zu den skandinavischen Holzarbeiterverangeschlossen Ver- bänden, trotz der sehr ernsten Bedenken, die anfänglich auf deren bänden. Seite in bezug auf Zweckmässigkeit und Form der Verschmelzung bestanden und auch heute noch nicht völlig überwunden sind. Mit den meisten Verbänden stand das Sekretariat des IBBH. in mehr oder weniger regelmässigem Kontakt. Wenn wir dennoch hier den Wunsch aussprechen, dass der Verkehr sich noch bedeutend intensiver gestalten möge, so geschieht das nicht etwa als Kritik oder gar Vorwurf, sondern aus dem innigen Wunsch heraus, den Interessen des IBBH., d.h. den Interessen der angeschlossenen Organisationen selbst zu dienen. Wir wissen, dass wir mit unseren Rundschreiben, Fragebogen und gelegentlichen sonstigen Anfragen um Auskunft den verantwortlichen Kollegen in den einzelnen Verbänden mehr zumuten, als ihnen immer lieb sein dürfte. Manche Kollegen sind anscheinend sogar der Ansicht, dass wir zuviel von ihrer Zeit in Anspruch nehmen. Das ist wohl auch der Grund, weshalb die Beantwortung unserer Zirkulare usw. nicht immer so rege war, wie wir es gewünscht hätten und wie es sicher auch im Interesse unserer Arbeit gewesen wäre. Diese Arbeit ist kein Selbstzweck, sondern sie kommt irgendwie und irgendwann, sei es direkt oder indirekt, der Kollegenschaft zugute. Nichts wirkt jedoch so lähmend auf die Bestrebungen, selbst im Rahmen unserer beschränkten Verhältnisse eine wirkliche, gut funktionierende internationale Arbeitsgemeinschaft aufzubauen, als dauernde Sorgen und Plagen um die Beschaffung des für eine gediegene Tätigkeit nun einmal unerlässlichen Materials. Wir sind auch sicher, dass, wenn unsere Organisationen dies berücksichtigen, sie sich gerne der Mühe unterziehen werden, nicht nur unsere Anfragen zu beantworten, sondern uns auch von sich aus laufend zu unterrichten über alles, was in ihrem Kreise an wichtigeren Dingen vor sich geht. Mit einigen wenigen Verbänden waren die Verbindungen leider sogar eher lose. Das ist sehr bedauerlich, um so mehr, als es sich hier in erster Linie um schwächere Organisationen handelt, die es sich im eigenen Interesse angelegen sein lassen sollten, einen engen Kontakt mit der Internationale zu pflegen. Festgestellt sei noch, dass die Beitragsleistung, die durch die ungeDie regelten Verhältnisse, die vor der Fusion bestanden, in Unordnung Beitragsleistung. geraten war, mit erheblichem Aufwand an Zeit und Mühe wieder ins Reine gebracht werden konnte. Heute kann gesagt werden, dass mit wenigen Ausnahmen alle beitragspflichtigen angeschlossenen Verbände nicht nur ihren finanziellen Verpflichtungen regelmässig nachkommen, sondern auch etwaige Rückstände aus früheren Jahren nachgezahlt haben. 44 In dem Bestreben, einen regelmässigen persönlichen Kontakt mit den angeschlossenen Verbänden zu pflegen, liess sich der IBBH. Vertretungen. soweit als möglich auf deren Verbandstagen vertreten. Eine Liste der ausgeführten Delegationen befindet sich auf Seite 42. Zum Schluss darf darauf hingewiesen werden, dass das Verhältnis zwischen den angeschlossenen Organisationen selbst gleichfalls von einem kameradschaftlichen Geist getragen war. Dieser findet u.a. im Austausch von Verbandszeitungen usw. sowie in der gegenseitigen- durch die Krise allerdings ziemlich eingeschränkten- Beschickung von Verbandstagen seinen Ausdruck. Die Entwicklung in der Zusammensetzung und der Mitgliederzahl der Internationalen Union der Holzarbeiter( IUH.) und der Bauarbeiter- Internationale( BI.) im Jahre 1933 ist im Tätigkeitsbericht für das betreffende Jahr dargestellt, sei hier jedoch vollständigkeitshalber noch kurz angedeutet. Der IUH. traten Anfang 1933 die tschechischen Tapezierer und vom Norwegischen Wald- und Landarbeiter- Verband die Waldarbeiter, Die IUH. im Anfang 1934 die Holzarbeiter im serbischen Teil Jugoslawiens bei. Jahre 1933. Dagegen mussten, ausser den deutschen Verbänden der Holzarbeiter und der Tapezierer( mit 232.844 bzw. 7.450 Mitgliedern), die Sägewerksarbeitersektion des Allgemeinen Arbeiter- Verbandes Jugoslawiens, die Verbände der Holzarbeiter in Bulgarien, Kuba und Luxemburg sowie die dänischen Schiffszimmerer gestrichen werden. Hauptsächlich infolge dieser Änderungen ging der Mitgliederbestand der IUH. von 823.182 in 53 Verbänden und 27 Ländern am 1. Januar 1933 auf 574.960 in 47 Verbänden und 23 Ländern am 1. Januar 1934, d.h. um 248.222 oder 30,1%, zurück. - - Die BI. verlor 1933 den deutschen Baugewerksbund und den deutschen Zimmerer- Verband, mit nach dem Stand vom Ende 1931 390.306 bzw. 94.408 Mitgliedern. Ende 1933 traten ihr die estländischen Die BI. im Bauarbeiter bei. Einen weiteren Verband gewann sie indirekt durch Jahre 1933. den Wiederanschluss der Stukkateure an das britische Bauarbeiterkartell. Ihre Mitgliederzahl sank von 859.456 am 1. Januar 1933 auf 381.179 am 1. Januar 1934, d.h. um 478.277 oder 55,6%; die Zahl der Länder blieb unverändert 19 und die der angeschlossenen Verbände 34. ( Beim Vergleich mit früheren Berichten ist zu berücksichtigen, dass die im britischen Bauarbeiterkartell vereinigten Verbände, soweit sie der BI. angehörten, einzeln gezählt sind und dass der Irische Freistaat als angeschlossenes Land gesondert mitgerechnet ist). Für die vereinigten Internationalen ergab sich also mit einer kleinen Korrektur wegen Ueberschneidung- ein Mitgliederrückgang Der Stand am von 1.678.902 auf 952.839, d.h. um 726.063 oder 43,2%. Die Zahl 1. Januar 1934. der angeschlossenen Länder verringerte sich von 29 auf 26, die der angeschlossenen Verbände von 81 auf 77. Der IBBH. selbst verzeichnete am 1. Januar 1935 den Anschluss der Bauarbeiter in Tel- Aviv( Palästina), mit 4.775 Mitgliedern, am Der IBBH. erzielt 1. Juni 1935 den der Zimmerer Dänemarks, mit 9.000 Mitgliedern, neue Anschlüsse. und am I. Januar 1936 den der Bau- und Holzarbeiter in Trinidad 45 ( Britisch- West- Indien), mit 300 Mitgliedern.*) Neue Mitgliedsverbände gewann er indirekt durch die im Oktober 1934 bzw. am 1. Januar 1936 erfolgten Beitritte der Sägewerksarbeiter und der Asphalteure zum britischen Bauarbeiterkartell, sowie durch den zum 1. Januar 1936 erfolgten Übertritt der Maler, die gleichfalls dem Kartell angehören, von der Maler- Internationale zum IBBH. Die beiden Verbände in Österreich( mit insgesamt 42.140 Mitgliedern), die im Februar 1934 behördlich aufgelöst wurden, mussten zunächst gestrichen werden; sie lebten aber bald illegal wieder auf, vereinigten sich im April 1935 und traten dem IBBH. am 1. Mai 1935 wieder bei. Dagegen trat die selbständige Organisation der tschechoslowakiAustritte und schen Tapezierer( 541 Mitglieder) wegen finanzieller Schwierigkeiten Ausschlüsse. zum 1. Januar 1935 aus, nachdem sie kaum zwei Jahre angeschlossen gewesen war. Die seit 1925 der IUH. angeschlossenen Zimmerer und Bautischler Südafrikas( 2.544 Mitglieder) erklärten mit Rückwirkung vom 1. Januar 1934 den Austritt, weil, wie ihr Vorstand mitteilte, die Arbeiterschaft Südafrikas ,, offenbar kein Bedürfnis nach organisatorischen Verbindungen mit überseeischen Organisationen" empfinde. Ferner musste der nur 127 Mitglieder zählende Maurerverband im Memelgebiet zum 1. Januar 1935 gestrichen werden, da er seit Anfang 1932 nichts mehr von sich hatte hören lassen. Weitere 35.970 Mitglieder mussten abgestrichen werden, weil der britische Holzarbeiterverband erklärte, für seine Schiffszimmerer keine Mitgliedschaft beim IBBH. mehr zu wünschen. Sehr bedauerlich war auch, dass der grosse, am 1. Januar 1934 noch mit 222.722 Mitgliedern eingesetzte amerikanische Holzarbeiterverband, dessen Mitgliedschaft bereits sehr problematisch geworden war, im Laufe des Jahres 1934 endgültig gestrichen werden musste. Schliesslich verringerte sich die Zahl der angeschlossenen Verbände Verschmelzungen. um drei, infolge der zum 1. Januar 1935 erfolgten Fusion der Bauund Holzarbeiter in Polen und Frankreich sowie der Verschmelzung einer Organisation von Bauhilfsarbeitern mit dem gleichfalls angeschlossenen britischen Verband der Verkehrs- und Hilfsarbeiter; durch diese Änderungen trat für den IBBH. jedoch kein Mitgliederverlust ein. - - Infolge dieser Umgestaltungen, Anschlüsse und Austritte umfasste Der IBBH. am der IBBH.( der am 1. April 1934 praktisch mit rund 650.000 Mit1. Januar 1935 gliedern in 21 Ländern und 72 Verbänden angefangen hatte) am und 1936. I. Januar 1935 in 71 Verbänden und 21 Ländern 670.279 Mitglieder und am 1. Januar 1936 in 76 Verbänden und 23 Ländern 745.766 Mitglieder( vorläufige Zahl)*). Ein Vergleich zwischen Anfang 1934 und Anfang 1935( siehe Tabelle V, a) ergibt einen Mitgliederrückgang um 282.560 oder 29,7%. Schaltet man jedoch Österreich, Amerika, die britischen Schiffszim*) Dieser Abschnitt war bereits abgeschlossen, als die Gipser und Stukkateure Luxemburgs mit Rückwirkung vom 1. Januar 1936 dem IBBH. beitraten. 46 bab merer und den kleinen Zuwachs von 1.563 Mitgliedern, den der Beitritt der Bauarbeiter Palästinas nach Abzug der Austritte bzw. Ausschlüsse im Jahre 1934 einbrachte, so verzeichnete der IBBH. sogar einen Mitgliedergewinn von 22.667, der daraus entstand, dass 42 Verbände( darunter die 14 des britischen Bauarbeiterkartells) ihre Mitgliederzahl von 340.936 auf 371.154, d.h. um 30.218 oder 8,9% steigern konnten, während 15 einen Rückgang von 215.469 auf 207.918, d.h. um 7.551 oder 3,5% erlitten.*) Besonders erfreulich ist der sehr beträchtliche Mitgliederzuwachs des Jahres 1934 in Estland( 52,7%), bei den finnischen Bauarbeitern( 44,7%), Maurern( 21,4%) und Holzarbeitern( 74,2%), Gewinne und Verbei den Holzarbeitern in Kroatien- Slawonien( 73,4%) und in Bos- luste einzelner Vernien- Herzegowina( 622,5%, allerdings auf mehrere Jahre verteilt), bände im Jahre bei den norwegischen Bauarbeitern( 16,5%) und bei den Holzar- 1934. beitern in Palästina( 28,9%). Einbussen, wenn auch meist kleinere, erlitten vor allem die ,, Goldblockländer" von 1934, nämlich Belgien ( 2,2%), Frankreich( 18,2%), die Niederlande( Bauarbeiter 4,5%, Stukkateure 4,4%, Möbelarbeiter 4,9%), auch die Schweiz( die in Tabelle V, a ausgewiesene geringe Steigerung um 0,8% ist auf eine Neugruppierung zurückzuführen, die die eigentliche Mitgliederzahl nicht berührt), und ferner die Tschechoslowakei( Bauarbeiter 4,1%). Verschmelzungen. Die Jahre 1934 und 1935 brachten in mehreren Ländern eine seit längerer oder kürzerer Zeit geplante Konzentration zum Reifen. In Frankreich und Polen wurde am 1. Januar 1935 die Fusion der Bau- Frankreich. und Holzarbeiter durchgeführt. In Estland vereinigten sich die Holz- Polen. arbeiter in Tallinn mit den Bauarbeitern, nachdem die Kriegskom- Estland. mandatur zunächst eine Verschmelzung mit entsprechender Namensänderung verboten hatte. In Grossbritannien trat eine Bauhilfsarbeiterorganisation dem grossen Verband der Verkehrs- und Hilfsarbeiter bei, der gleichfalls dem dortigen Bauarbeiterkartell und Grossbritannien. damit dem IBBH. angehört; ferner schlossen die Sägewerksarbeiter und die Asphalteure sich dem Kartell an. Die vier bezirklichen Holzarbeiterverbände in Jugoslawien vereinigten sich auf einer am 15. Dezember 1935 abgehaltenen Konferenz zu einer Föderation, Jugoslawien. die am 1. Januar 1936 ihre Tätigkeit aufgenommen hat. Bemerkt sei noch, dass in Schweden die Umbildung des Kartells der Verbände baugewerblicher Arbeiter in einen Industrieverband Ende 1935 soweit gereift war, dass mit ihrer Verwirklichung ge- Schweden. rechnet werden darf. In Dänemark, wo die Holzarbeiterorganisationen bereits seit vielen Jahren ein Kartell bilden, haben die Maurer und die *) Bei einem Vergleich mit dem Bericht für 1933 ist zu berücksichtigen, dass dort irrtümlicherweise ein kleiner ,, Gewinn" von 1.055 Mitgliedern errechnet wurde; in Wirklichkeit handelt es sich um einen Verlust in dieser Höhe. 47 Lasbomis? Maler sich auf ihren letzten Verbandstagen für eine engere Zusammenarbeit mit den übrigen Berufsverbänden im Baugewerbe ausgesprochen. Der Verband der Holzarbeiter im deutschsprachigen Teil der Tschechoslowakei( Sitz Reichenberg) hat im Hinblick auf seine für später in Aussicht genommene Fusion mit den Land- und Forstarbeitern im August 1935 eine entsprechende Namensänderung vorgenommen. In Norwegen sprach sich der im April 1935 stattgefundene Verbandstag der Holzindustriearbeiter gegen eine Verschmelzung mit den Bauarbeitern aus. Die in Aussicht genommene Fusion der Sägewerksarbeiter und der Wald- und Landarbeiter in diesem Lande wurde vorläufig fallen gelassen, nachdem der Gewerkschaftsbund sich gegen sie ausgesprochen hatte. Ergänzend ist mitzuteilen, dass in einem Falle eine Landeszentrale den IBBH. ersuchte, den ihr angeschlossenen Holzarbeitern die Fusion mit den Bauarbeitern zu empfehlen. Der engere Vorstand lehnte dies ab, ermächtigte aber den Sekretär, an Verschmelzungsverhandlungen mitzuwirken, sofern von den in Frage kommenden Verbänden eine diesbezügliche Bitte an ihn ergeht. 48 Tabelle V, a Zahl der Mitglieder und Ortsgruppen der dem IBBH. angeschlossenen Organisationen Nr. Land Nr. Organisation Ortsgruppen 1. Januar 1934 Mitglieder( nur IBBH.) 3 davon jugendliche 4 davon insgesamt weibliche insgesamt weibliche davon Lehrlinge davon Ortsgruppen 1. Januar 1935 Mitglieder( nur IBBH.) 3 davon jugendliche 4 davon insgesamt weibliche insgesamt davon weibliche davon Lehrlinge Zunahme(+) bzw. Abnahme(-) der gesamten Mitgliederzahl von 1934 bis 1935 Zahl % 一+ 1.658 2,2 233+3.7. ི ཧྰུྃ ། ། (+ 1.009)(+ 5.6 326 3,5 I 0,5 36 9,6 61 I, I 9 5,0 579 5 - 38 182 12,4 2,3 3.3 12,9 3129,5 I5 - 6,5 262+52,7 878 44.7 150 21,4 I. 191 74,2 ++-+--+--++-++++ 9.000 1 75.208 6.550 -- 89 IIO ( 18.959) 9.533 76 I I 204 12 410 168 **||| 8 * * 6 л 17 468 * 6 172 5 86 5.244 74 5 5 217 * 26 I.122 - * * 1.589 5 I 74 2 136 4 7 217 123 * 759 123 108 2.844 15**|| * * 74 75 25 850 83 2.797 219 123 Australien Belgien Dänemark I 5 12345 Möbelarbeiter * 1 9.000 Bau- und Holzarbeiter Maurer 867 76.866 7 115 ** 6.317 Zimmerer 8 * * * * 83 115 - - Stukkateure 2 IIO 2 ( 614) Holzarbeiter- Sekretariat: 10 ( 17.950) 6 Tischler 89 9.207 54 7 Drechsler I I 205 8 Bürstenmacher I 2 374 145 9 Böttcher 19 529 IO Vergolder 7 181 7 I I Holzindustriearbeiter 12 Bildhauer 84 4.665 52 5 222 2 * 5 13 Stellmacher 27 I.160 14 Tapezierer 11 * 1.407 15 Korbmacher 16 Korkarbeiter 45 Estland 17 Bau- und Holzarbeiter Finnland 18 Bauarbeiter 19 Maurer 21*** 105 7 232 136 5 497 1.966 7 I 700 20 Holzarbeiter 73 6 Frankreich Bauarbeiter 13 3* I.606 115 8.000 Holzarbeiter 13 Bau- und Holzarbeiter 13 Böttcher Bauarbeiterverbände |** 5* 1* - * ||* 1 2.12 12 2 78.5 - - 188 9.000 * * 1.000 1 * * * * - 2.000 18,26 +17.869+10,4 (-35.970) 2 * * * 3* 7 |||^|*| 24 * * * * 4.14819 - || 57 189.246 16 2.300 500 118 * *|*= 2.450 * - - 500 1.994 18 1 399 * * 16 449 41 IO 1*° ** ||| ∞ 8 62 ||||** ** *|||* 439 62 3* 13* 2* 13 737 1 500 27.907 1.964 6.845 117 462 1 14.078 III * 1 2.300 75 275 ** 25 45 376--- II 3.928 2.410 9.232 63 4.775 1.591 1.50 50 34 I 20 **|||** 4 * w 3 1 18 21 - 65 22 91 - 562 - 24 400 28 - * 3.000 21 - - 22 * I.000 7 Grossbritannien 23| 38 Kartell der ( einschl. Nordirlands ( NFBTO.) 14 * 106.005 15 [ Ulster] und des Iri( 23) Zimmerer und Bautischler 17 1.177 101.342 18 4.14819 schen Freistaats). 39 Bürstenmacher 60 2.300 500 40 Kistenmacher 860 Irischer Freistaat ( siehe Grossbritannien) 9 Italien 4 I Bauarbeiter Jugoslawien 42 Bauarbeiter *|!* - 43 Holzarbeiter( Slowenien) I I 44 Holzarbeiter( Kroatien- Slawonien) I I 2.450 500 1.865 399 259 * 32 ** 2 * 45 Holzarbeiter( Bosnien und Herzegowina) 46 Holzarbeiter( Serbien) ** 102 1 500 ** Memelgebiet Maurer 20 * I I Niederlande 47 Bauarbeiter 48 Stukkateure 49 Möbelarbeiter 12 Neuseeland 50 Möbelarbeiter 13 Norwegen 5 1 Bauarbeiter I 14 52 Maurer 53 Sägewerksarbeiter 54 Holzindustriearbeiter 4* 6*** 34 127 440 29.212 154 21 2.054 - 62 7.198 83 462 1 - 12.081 23 * 45 2.300 73 3.845 45 2.154 55 Waldarbeiter * 8.000 1 14 Österreich Bauarbeiter 25 * 1 31.499 Holzarbeiter 25 711 10.641 1 56 Bau- und Holzarbeiter 26 I5 Palästina 57 Bauarbeiter( Tel- Aviv) 27 58 Holzarbeiter( Tel- Aviv) I I.234 16 Polen - Bauarbeiter 29 * 6.969 207 Holzarbeiter 29 * 5.201 59 Bau- und Holzarbeiter 29 17 Rumänien 60 Bauarbeiter 1 I 308 61 Holzarbeiter 15 819 18 Schweden 62 Maurer 140 8.302 63 Sägewerksarbeiter 292 27.458 64 Holzindustriearbeiter 267 65 19 Schweiz 20 Spanien - Südafrika 21 Trinidad 22 Tschechoslowakei 23 Ungarn 5 66 67 68 690-70 71 72 73-74 75 76 Zimmerer und Bautischler 237 16.171 20.862 - Wald- und Flössereiarbeiter Tapezierer 11 Bau- und Holzarbeiter Bauarbeiter Holzarbeiter Zimmerer und Bautischler 33 Bau- und Holzarbeiter 37 Bauarbeiter Holzarbeiter( Prag) 174 32.976 450 **( * 23.037 * I.279 ||||*||*||=|=*|*** 62 463 24 22 22 ** 371 24 - * 560 1 7 80 47.000 8.146¹ * 1 2.544 859 43.132 922 * Holzarbeiter( Reichenberg) Tapezierer 30 254 13.709 * * 122 6.928 435 32 92 32 Bauarbeiter Holzarbeiter Bildhauer 48 *** 541 - 2.311 76 I5 I 2.493 95 5 I 1.I.34 24 1.1.35 Länder 1.I.36 23 21 1.1.34 7736 Organisationen 1.1.36 76 1.I.35 71 +++ 129 6,9 - 190 73,4 635+622,5 I.305 90 4.5 4,4 4,9 353 - - +1.997+16,5 ++++ 83+2,2 256 11,9 1.232 15,4 *|*|||*||||||** 55 28 + 357 28.9 * 17 12 12.170 700 852 1 35 796 489 489 14I 8.515 - 796 293 27.359 ΙΟ * 272 16.688 270 1.61634 * 22.166 590 23.373 I * 1.356 148 39 39 * 174 33.245 * * * +++++++++ 392 33 12,7 4,0 213+2,6 99 517 0,4 3,2 I.304 6,3 269 336 1,5 77+6,0 0,8 450¹ * 1 47.000 8.146 1 * 35 724.159 ** 285 * * 41.351 - 266 13.646 772 590 852 31 765 32 * 233 35 129 * 58 48 288 7.329 32 232 191 5* 130 * 2.238 * 12 * * I 2.553 95 70 1 || || - 670.279 - - 1.781 - 11+ 1+ - 4, I 0,5 5,8 63 401 73 - 3,2 60+2,4 - 53.880 7.4 Die Numerierung in dieser Tabelle entspricht der im Adressenverzeichnis( Anhang II), das die genauen Namen und Adressen der angeschlossenen Verbände enthält. Vgl. auch Tabelle V, b. - - - - *) Angabe fehlt. Nicht organisiert bzw. nicht gesondert geführt. 1) Aus dem Vorjahr übernommene Zahl. 2) Schiffszimmerer und-tischler, für die der Verband keine Mitgliedschaft beim IBBH. mehr wünscht. 3) Für Gesamtmitgliederzahl jener Verbände, die ausser dem IBBH. noch anderen Berufsinternationalen angehören, siehe Tabelle VI( Berufszugehörigkeit). 4) Im allgemeinen nun dort angegeben, wo Jugendliche bzw. Lehrlinge eine besondere Gruppe bilden und daher gesondert geführt werden. 5) Nur Bauarbeiter. 6) Nur Holzarbeiter. 7) X. 33. 8) Angeschlossen seit 1.VI.35 9) Im letzten Lehrjahr; 19-20 Jahre. 10) Dieses Kartell umfasst die Berufsverbände 6 bis 14. 11) Die dänischen Tapezierer bilden mit den schwedischen Tapezierern und den Sattlern beider Länder einen einzigen Verband; zum Dänischen Holzarbeiter- Sekretariat gehören aber nur die Tapezierer in Dänemark. 12) Bis 17 Jahren. 13) Die Holzarbeiter verschmolzen sich am 1.I.35 mit den Bauarbeitern. 14) - - - - Dieses Kartell umfasste am 1.I.34 und 1.I.35 14, am 1.I.36 15 Verbände, sowie eine Sektion für verschiedene Berufe, der jene Orte direkt angehören, in denen die einzelnen Verbände keine eigenen Ortsgruppen haben. Eine angeschlossene Bauhilfsarbeiterorganisation vereinigte sich am 1.VII.34 mit den gleichfalls angeschlossenen Verkehrs- und Hilfsarbeitern; die Sägewerksarbeiter traten am 1.X.34 bei. Die Mitgliederzahlen der Maler, die bis 1.I.36 zur MalerInternationale gehörten, sowie die Asphalteure, die am 1.I.36 beitraten, sind in den hier für die NFBTO. angegebenen Zahlen nicht einbegriffen. Die einzelnen Organisationen der NFBTO. sind: Zimmerer und Bautischler( 23), Maurer( 24), Maler( 25), Klempner und Glaser( 26), Dachdecker( 27), Strassenbauarbeiter( 28), Bauhilfsarbeiter( 29), schottische Schieferarbeiter( 30), schottische Steinarbeiter( 31), Gemeinde- und Hilfsarbeiter( 32), Verkehrs- und Hilfsarbeiter( 33), Konstruktionsarbeiter( 34), Stukkateure( 35), Sägewerksarbeiter( 36), Asphalteure( 37) und Sektion für verschiedene Berufe( 38). 15) Ohne Zimmerer und Tischler; siehe Anmerkung 17. 16) Einschl. der Zimmerer und Bautischler, aber ohne Schiffszimmerer und-tischler; siehe Anmerkungen 2 und 17. 17) Die Zimmerer und Tischler gehörten bis zur Gründung des - - IBBH. zur IUH.- 18) Davon waren 65.372 der NFBTO. angeschlossen. - 19) Unter 21 Jahren. - 20) Am 1.I.35 gestrichen. - 21) 15-17 Jahre. 22) 14-18 Jahre. 23) Ohne die 1.440 Maler, die im Bericht 1933 mitgerechnet waren. - 24) Unter 19 Jahren. 25) Im Februar 1934 behördlich aufgelöst; siehe Anmerkung 26. 26) Die ,, illegalen" Gruppen der Bau- und Holzarbeiter vereinigten sich im April 1935. und traten dem IBBH. am 1.V.35 bei. 27) Angeschlossen seit 1.I.35. 28) 16-18 Jahre. 29) Seit 1.I.35 vereinigt. - -- 30) Am 1.I.35 ausgetreten. 32) Bis 20 Jahren. - - - 31) Bis 18 Jahren. 34) Unter 33) Anfang 1934 ausgetreten. - 20 Jahren. 35) Gegenüber dem Bericht 1933 ergibt sich hier eine kleine Differenz um 5.958 Mitglieder infolge der seither bekannt gewordenen Änderungen der Mitgliederzahlen der skandinavischen Tapezierer, britischen Kistenmacher, Holzarbeiter in KroatienSlawonien( Jugoslawien), norwegischen Bauarbeiter( siehe Anmerkung 23), Sägewerksarbeiter und Waldarbeiter, polnischen Bauarbeiter, rumänischen Bau- und Holzarbeiter und tschechischen Holzarbeiter( Prag). 36) Einschl. einer britischen Bauhilfsarbeiterorganisation, die im vorigen Bericht nicht berücksichtigt war; siehe Anmerkung 14.37) Angeschlossen seit 1.I.36. I I Tabelle V, b Mitgliederzahl der dem IBBH. angeschlossenen Organisationen am 1. Januar 1936. Nr. Nr. Land und Organisation Zunahme(+) bzw. Abnahme(-) von Mitgliederzahl ( nur IBBH.) 1.1.1935 bis 1.I.1936. Zahl %%% I 1 2 2 3 345 Australien: Möbelarbeiter Belgien: Bau- und Holzarbeiter Dänemark: Maurer 9.0001 80.572* + 5.364* + 7.1* 7.143 + 593 +9.1 ( 6/14) I I 67890123456 Zimmerer 2 Stukkateure Tischler Drechsler Bürstenmacher 9.000* 110¹ - Holzarbeiter- Sekretariat 3 ( 20.030)* 9.843 204 1 (+ 1.071)* (+ 5.6)* + 315 416 + 9 +3.3 +1.4 Böttcher 4681 Vergolder Holzindustriearbeiter 173 5.816 + I +0.5 572 +10.9 Bildhauer 218 I Stellmacher 1.113 9 Tapezierer 4 I.774 185 0.8 +11.6 Korbmacher 1361 Korkarbeiter 2171 4 Estland: 17 Bau- und Holzarbeiter 7591 5 Finnland: 18 Bauarbeiter 19 Maurer 20 Holzarbeiter 3.500* 1.500 3.145 +++ 656* 650 348 + 23.1* +76.4 +12.4 6 Frankreich: 21 Bau- und Holzarbeiter 22 Böttcher 9.0001 1.0001 Grossbritannien und Irland: 7 ( 23/38) 40 439 39 8 Kartell der Bauarbeiterverbände ( NFBTO.) Bürstenmacher Kistenmacher Irischer Freistaat: ( siehe Grossbritannien) 9 Italien: 41 Bauarbeiter ΙΟ 228.480 +39.2349 + 20.79 2.300 2.4501 500 42 ( 43/46) Jugoslawien: Bauarbeiter Holzarbeiter: 1.944¹ ( 2.517)* 43 4444 45 46 Slowenien 831 (+432)* 432 (+20.7)* +108.3 Kroatien- Slawonien 4491 Bosnien- Herzegowina Serbien 7371 5001 Luxemburg: Stukkateure 6 Niederlande: 47 48 49 Bauarbeiter ( 100) 26.193 - Stukkateure Möbelarbeiter 1.910 1.714 6.1 54 2.7 486 7.I 12 Neuseeland: 50 Möbelarbeiter 13 55 12345 Norwegen: Bauarbeiter Maurer Sägewerksarbeiter Holzindustriearbeiter Waldarbeiter 6.359 4621 17.964 2.563 3.9281 2.549 9.2321 +++ +3.886 +27.6 263 + II.4 139 +5.4 14 Osterreich: 56 Bau- und Holzarbeiter 15 Palästina: 57 Bauarbeiter( Tel- Aviv) 4.805 58 Holzarbeiter( Tel- Aviv) + 30 30 +0.6 1.5911 16 Polen: 59 Bau- und Holzarbeiter 40.000* 17 Rumänien: 61 959 60 Bauarbeiter 18 Holzarbeiter Schweden: +27.830 +228.7 I.500* 8521 + 800 66 237561 Maurer Sägewerksarbeiter 9.212 27.412 64 Holzindustriearbeiter 17.214 Zimmerer und Bautischler 25.426 4 Wald- und Flössereiarbeiter Tapezierer 26.549 1.448 ++++++ 697 53 526 +3.260 +3.176 92 ++++++ 8.2 0.2 3.2 14.7 + 13.6 +6.8 19 67 20 8 Schweiz: Bau- und Holzarbeiter Spanien: Bauarbeiter 33.389 + 144 +0.4 25.000 -22.OCO 46.8 8.1461 -- 22 68 69 Holzarbeiter 21 70 Trinidad: 70 Bau- und Holzarbeiter 8) Tschechoslowakei: 723 Bauarbeiter Holzarbeiter( Prag) 300* 42.405 13.6461 Holzarbeiter( Reichenberg) 7.472 225 23 Ungarn: 74 75 76 4556 Bauarbeiter Holzarbeiter Bildhauer 23 Länder -76 Organisationen. 2.2381 2.553¹ 95' 745.766 ( 100) +1.054 ++ +2.6 - 143 + 2.0 +75.485 + II. I Die Numerierung in dieser Tabelle entspricht der im Adressenverzeichnis( Anhang II), Tabelle V, a. das die genauen Namen und Adressen der angeschlossenen Verbände enthält. Vgl. auch *) Vorläufige Zahl. 1) Bericht noch nicht erhalten, daher aus dem Vorjahre übernommene Zahl. 2) Angeschlossen seit 1.VI.35. - 3) Dieses Kartell umfasst die Berufsverbände - 6 bis 14. 4) Siehe Anm. II zu Tabelle V, a.- 5) Seit 1.I.36 sind die Organisationen der einzelnen Landesteile in einer Föderation vereinigt. 6) Nach Abschluss des Berichtes mit Rückwirkung vom 1.1.36 beigetreten. 7) Siehe Anm. 25 und 26 zu Tabelle V, a; die Mitgliederzahl kann nicht bekanntgegeben werden.- 8) Angeschlossen seit 1.I.36. 9) Einschliesslich der ca. 30.000 Maler, die am 1.I.36 zum IBBH. übertraten und der 1.100 Asphalteure, die am 1.I.36 der NFBTO. beitraten. Tabelle VI Nr. Land Nr. Organisation Gesamtzahl der Mitglieder, einschl. der dem IBBH. nicht angeschlossenen Berufszugehörigkeit der Mitglieder der dem IBBH. angeschlossenen Organisationen. ( Stand am 1. Januar 1935) Sonstige bzw. nicht spezifizierte Berufe des Bau- oder Holzgewerbes Zahl der nicht zum Bau- oder Holzgewerbe zählenden Mitglieder I Australien 2 Belgien Dänemark 12345 I Möbelarbeiter 9.000 8.500 5001 Bau- u. Holzarbeiter Maurer 119.883 Bau Holz 45.581 29.627 44.675 2 6.550 6.550 4 Zimmerer 3 ( 9.000) 5 15 6| 14 Holzarbeiter Stukkateure IIO IIO 18.959 Korbmacher 136 16 Korkarbeiter ( 9.000) 3.130 5.824 1.589 1.790 I.779 410 1.122 468 136 830 2.0174 ( 738) 5 - 217 4 Estland 17 Bau- u. Holzarbeiter 759 125 5 Finnland 18 Bauarbeiter 2.844 16 76 26 735 451 25 176 687 19 Maurer 850 700 150 20 Holzarbeiter 6 2.797 Frankreich 21 Bau- u. Holzarbeiter 9.000 22 Böttcher I.000 ||| 399 26 174 40 1.349 3.500 6 Bau Holz 217 458 828 809 4.500 1.000 I.000 7 Grossbritannien 23 / 38 Kartell der Bauarbeiterverbände ( einschl. Nordirlands ( NFBTO.) [ Ulster] und des Iri215.28410 40.500 II.266 45.575 500 11.500 26.038(*) 20 4.546 7 8 I.000 2.288 67.150 39 Bürstenmacher schen Freistaats). 2.300 2.000 2.300 2.9219 40 Kistenmacher 890 Irischer Freistaat Italien Jugoslawien 2.450 ( siehe Grossbritannien) 41 Bauarbeiter 500 42 Bauarbeiter I.994 43 Holzarbeiter( Slowenien) 399 44 Holzarbeiter( Kroatien- Slawonien) 449 || 843 48 186 132 1.1 45 Holzarbeiter( Bosnien und Herze83 510 73 || IO 1901 86 1 201 187 50 20 gowina) 737 20 46 IO 88 641 - 138 3 180 531 |||||||| 2.450 500 Holzarbeiter( Serbien) 500 I I Niederlande 47 Bauarbeiter 28.184 4.420 1.017 48 Stukkateure 1.964 148 I.751 522 9.886 268 277(#) 108 28 II.439 500 71 213 49 Möbelarbeiter 12 13 23 Neuseeland 6.845 50 Möbelarbeiter Norwegen 462 51 Bauarbeiter 15.774 6.922 1.861 1.696(*) 144 1.186 4.198 1.858 446 2.446 450 I 14 433 356 22 16 424 460 52 Maurer 2.300 2.300 53 Sägewerksarbeiter 3.928 54 Holzindustriearbeiter 2.410 55 Waldarbeiter 15 45 Österreich 10.232 56. Bau- u. Holzarbeiter 12 Palästina 57 Bauarbeiter 4.775 500 800 350 1.000 30 600 20 30 15 900 58 Holzarbeiter 16 Polen 1.591 650 430 1.269 300 IOO 3.7981 300 130 50 ||| 9.232 50 320 35 28 76 391 450 23 52 13 1.000 11 59 Bau- u. Holzarbeiter 12.170 17 Rumänien 60 Bauarbeiter 61 Holzarbeiter 700 852 Bau 6.969 5.201 Holz 700 18 Schweden 62 Maurer 8.515 7.200 35 62 422 63 Sägewerksarbeiter 27.359 64 Holzindustriearbeiter 16.688 65 32 36 46 227 Zimmerer- u. Bautischler 22.166 Wald- u. Flössereiarbeiter 23.373 Tapezierer 19 Schweiz I.356 11 1 67 Bau- u. Holzarbeiter 20 Spanien 41.933 6.284 1.976 418 10.201 375 126 68 90 4.757(*) 2.530(*) Bauarbeiter 47.000 69 Holzarbeiter 8.146 21 Trinidad 70 Bau- u. Holzarbeiter 21 ( 300) 22 Tschechoslowakei ||| 71 Bauarbeiter 44.327 20.306 324 72 Holzarbeiter( Prag) 646 223 11.021 6 205 13 646 - 73 23 Ungarn Holzarbeiter( Reichenberg) 7.329 39 74 Bauarbeiter 2.238 I.OII 15 75 Holzarbeiter I 2 27 85 2 76 Bildhauer 2.553 95 || || - 8.146 509(*) 1.134() 671(*) 662() 2.314 175 387 314 4.066 ( 300) 135 I.229 82 2.800 6.302 16 38 570 18 82 6 205 6 13 131 142 984 2.343 17 366 36 1.881 150 369 39 721 882 28 41 32 48 II2 1.678 137 311 III 58 888 95 - ུ ། །| I.005 16 717 I 050 829 17 170 19 131 457 23 22 25 194 796 1 14 6.319 70 3.100 22.166 1.356 472 338 2.049 6.075 513 882 12188 4.000 23 359 55 331 169 38 I IO 5.444 159 23.373 ||| ( 724) 13 15 228 150 I 2 117 .56 I. I 10 3.002 172 47 000 Total 755.629 ( 9.300) 24 90.794 2.252 16.172 1.994 78.083 1.108 6.922 331 13.523 35.614 25 26 9.137 2.045 26 844 26 3.500. 4.202 1.053 2.892 945 ← ( 9.000) 7.753 22.574 8.201 36.353 6.599 6.826 37.804 36.855 89.4924 446 64 3.310 1.783 1.676 838 9.863 168.106 27 ( 300) 45.675 Die Numerierung in dieser Tabelle entspricht der in Tabelle V, a und b, sowie im Adressenverzeichnis( Anhang II). *) Gehörten am 1.1.35 zur Maler- Internationale. am 1.I.35 zur Steinarbeiter- Internationale. IBBH. (*) Gehörten 1) Schätzung des 2) Davon gehörten 5.931 zur Glasarbeiter- Internationale und 38.744( darunter auch Keramik-, Ziegelei-, Kalk- und Zementarbeiter) zur Fabrikarbeiter- Internationale. 3) Angeschlossen seit 1.VI.35.4) 970 Modelltischler, 172 Vergolder, 875 Hilfsarbeiter in Sägewerken und mechanischen Holzbearbeitungsbetrieben. 5) Sattler; gehören zur Lederarbeiter- Internationale und sind in den Gesamtzahlen nicht enthalten; siehe Anmerkung II zu Tabelle V, a. 6) Gehören gleichfalls zur Steinarbeiter- Internationale. Teil auch unter Maurern. 7) Zum 8) Unter Maurern und unter Bauhilfsarbeitern usw. 9) 1.321 Konstruktionsarbeiter und 1.600 Mitglieder - der Sektion für verschiedene Berufe der NFBTO.; vgl. Anmerkung 14 zu Tabelle V, a.— 10) Ohne die ca. 1.000 Asphalteure, die sich am 1.1.36 anschlossen. 11) Gehören zur Landarbeiter- Internationale. 12) Angeschlossen seit 1.V.35. 13) 30 Spiegelarbeiter, 22 Eisschrankarbeiter. 14) Lehrlinge. 15) vgl. Anmerkung 5. 16) Darunter 635 Drechsler und 4 Klavierarbeiter. 17) Darunter 334 Musikinstrumenten- und 298 Steinnussarbeiter. 18) Gehören gleichfalls zur Maler- Internationale. 19) 143 Bühnenarbeiter, - 27 Hilfsarbeiter. 20) Gehören seit 1.I.36 zum IBBH. 21) Angeschlossen seit 1.I.36. 22) Böttcher, Holzverlader. 23) Darunter 200 Eisenbieger. 24) Davon gehörten 670.279 zum IBBH., 33.570 zur Maler- Internationale( und davon wieder 570 gleichzeitig auch zum IBBH.), 9.061 zur Steinarbeiter- Internationale( und davon wieder 3.787 gleichzeitig auch zum IBBH.), 38.744 zur Fabrikarbeiter- Internationale, 5.931 zur Glasarbeiter- Internationale, 1.000 zur Landarbeiter- Internationale und 1.401 zu keiner Berufsinternationale. 25) Davon gehörten 33.570 zur Maler- Internationale, und davon wieder 570 gleichzeitig auch zum IBBH.; die britischen Maler( 26.038 am 1.1.35) gehören seit 1.I.36 zum IBBH. 26) Von den insgesamt 15.526 steingewerblichen Arbeitern in diesen drei Spalten gehörten 9.061 zur Steinarbeiter- Internationale, und davon wieder 3.787 gleichzeitig auch zum IBBH. 27) 115.465 Bau- und 52.641 Holzarbeiter. Propaganda. Nachdem die hauptsächlichsten Arbeiten im Zusammenhang mit der Neueinrichtung und Ordnung der Verwaltung erledigt waren, wurde die Propaganda unter den nicht angeschlossenen Verbänden des Bau- und Holzgewerbes, die zur freigewerkschaftlichen Richtung gerechnet werden können, mit Kraft in Angriff genommen. Die Tabelle auf der nächsten Seite veranschaulicht den Umfang unseres dadurch bedingten Briefverkehrs. Da dieser sich zum Teil erst 1936 richtig auszuwirken begann, sind zu Vergleichszwecken auch die Zahlen für die Zeit vom 1. Januar bis 15. Mai 1936 eingesetzt. Bemerkt sei, dass wir ausser den 200 Einzelbriefen, die in der Tabelle verzeichnet sind, verschiedentlich auch allgemeine Werbeschreiben verschickten. So gelang Anfang 1935 ein sehr eingehend Art und Umfang begründeter Aufruf an die nicht angeschlossenen Organisationen in der Propaganda. Nordamerika, Australien, Neuseeland und Südafrika, Mitte 1935 ein Rundschreiben an ca. 100 örtliche und bezirkliche Gruppen in Mexiko und im April 1936 ein ähnliches an alle uns bekannten Verbände des Bau- und Holzgewerbes in Süd- und Mittelamerika zum Versand. Die Organisationen, die mit uns in schriftlichen Verkehr getreten sind, erhalten laufend das Bulletin und die sonstigen Veröffentlichungen des IBBH. Ferner senden wir in der Regel jene unserer Zirkulare, die sich auf allgemeine Berufsfragen( wie die Arbeitszeitverkürzung, die Berufskrankheiten im Bau- und Holzgewerbe, den Bauarbeiterschutz usw.) beziehen, auch den nicht angeschlossenen Verbänden zur Kenntnis- und Stellungnahme zu, im Bewustsein, sie nur so allmählich mit uns verflechten zu können. Überhaupt boten diese Fragen willkommenen Anlass, an die wichtigeren überseeischen Verbände noch besonders zu schreiben. Aber auch durch aufmerksame Verfolgung der Probleme und Vorgänge in der Bewegung der Bau- und Holzarbeiterschaft in den betreffenden Ländern, wozu uns das aus den verschiedensten Quellen einlaufende reichhaltige Material befähigt, erhielten wir oft wertvolle Hinweise und Anregungen für die Anbahnung von Beziehungen. Wenn man sich vergegenwärtigt, dass infolge der meist sehr grossen Entfernungen ein Brief nach Australien braucht per Schiff gut vier Wochen, per Flugpost etwa zwei Wochen! einmaliger Briefwechsel manchmal zwei bis drei Monate in Anspruch nimmt und dass überdies die propagandistische Saat nur selten sofort Wurzel schlägt, so darf das bisherige Ergebnis unserer Bestrebungen, mag es an sich auch noch recht mager sein, im grossen und ganzen doch als nicht unbefriedigend bezeichnet werden. - - ein Es soll indessen nicht verhehlt werden, dass die Versuche, den Kreis unserer Zusammenarbeit über die Grenzen Europas hinaus zu erweitern, auf grosse Widerstände stossen, die nicht nur im Mate- Geistige und riellen, sondern auch im Geistigen wurzeln. Einmal hemmen die den materielle schriftlichen wie vor allem den persönlichen Verkehr erschwerenden Widerstände. Entfernungen die gegenseitige Verständigung und sind so Ursache 49 Kampf sogar für eine unserer wichtigsten Aufgaben und wir führen ihn selber im kleinen, wie wir im grossen die Aktionen des IGB. unterstützen. Wenn wir für diesen Kampf an die Hilfe und Mitarbeit der uns bisher noch nicht angeschlossenen Verbände appellieren, so bedeutet das aber nicht, dass wir ihnen damit unerfüllbare Verpflichtungen auferlegen wollen. Die Zusammenarbeit im Rahmen des IBBH. ist ja von Anfang bis Ende freiwillig; die Satzungen unserer Internationale garantieren jedem angeschlossenen Verband grundsätzlich völlige Selbständigkeit. Die Befürchtung, sich durch Anschluss an unseren IBBH. vielleicht unerfreulichen Rückwirkungen auszusetzen, ist also ebenso gegenstandslos wie es etwa die Angst wäre, sich an kaltem Wasser verbrennen zu können. Was im übrigen die rein finanzielle Seite der Frage betrifft, so dürfte diese mit dem Fortschreiten der wirtschaftlichen Erholung, die sich in den meisten überseeischen Ländern vollzieht und auch den Gewerkschaften zugute kommt, erheblich an Bedeutung verlieren. Um so mehr, als unser IBBH. ja bereit ist, Verbänden ausserhalb Europas in Anbetracht ihrer besonderen Verhältnisse weitgehend entgegenzukommen. Bleibt schliesslich also nur das unbestreitbare geographische Hindernis, das aber sicher in allseits befriedigender Weise überwunden werden kann, wenn der gute Wille vorhanden ist. Es kommt hinzu, dass durch den raschen Fortschritt der Verkehrstechnik die Erde ja sozusagen zusehends kleiner wird und es nur vernünftig ist, wenn die Arbeiterbewegung mit dieser Entwicklung gleichen Schritt hält, statt ihr, durch die Ereignisse gezwungen, nachzuhinken. Dass unsere Propaganda bereits nicht ohne Erfolg geblieben ist, davon liefern die Beitritte der Bauarbeiter Palästinas, der dänischen Die ersten Zimmerer, der Bau- und Holzarbeiter Trinidads und der Gipser und Erfolge Stukkateure Luxemburgs den Beweis, wobei wir übrigens die indiunserer rekten Anschlüsse der britischen Maler, Sägewerksarbeiter und Propaganda. Asphalteure sowie der estländischen Holzarbeiter ausser Betracht lassen. - Es braucht hier wohl nicht erst betont zu werden, dass unsere Propaganda nur Organisationen galt und gilt, die für Anschluss Die Grenzen an unsere Internationale in Betracht kommen, d.h. zur sogenannten unserer freigewerkschaftlichen Richtung gerechnet werden können. Das sind Propaganda. solche, die sich auf dem Boden freier Selbstverwaltung, unabhängig von Kirche, politischen Parteien, Arbeitgebern oder Staat, aufbauen und als wirtschaftliche Interessenvertretung der in ihnen vereinigten Arbeiterschaft betätigen. Im übrigen sei bemerkt, dass für die konfessionellen Organisationen. im Rahmen des Internationalen Bundes christlicher Gewerkschaften eigene Berufsinternationalen bestehen. Da ist einmal der Internationale Bund christlicher Bauarbeiterverbände, mit Sitz in Holland, der Anfang 1936 in Belgien, den Niederlanden, Elsass- Lothringen, der Schweiz, Polen, der Tschechoslowakei und Ungarn 8 Verbände mit etwas über 80.000 Mitgliedern umfasste. Zu nennen wäre auch die 52 Internationale Vereinigung christlicher Holzarbeiterverbände, mit Sitz in der Schweiz, die jedoch infolge der Ereignisse in Deutschland und Österreich ihre Tätigkeit praktisch eingestellt zu haben scheint. Was ferner die sogenannten Internationalen Komitees der Bau- und der Holzarbeiter betrifft, die vor vielen Jahren von der Roten Gewerkschafts- Internationale in Moskau unter dem Namen: Internationale Propaganda- Komitees der revolutionären Bauarbeiter bzw. Holzarbeiter als Filialen zur Spaltung unserer freigewerkschaftlichen Bewegung aufgezogen wurden, so betätigen sich diese heute, schon aus Mangel an sonstiger Substanz, nur noch als Werbeabteilungen der russischen Bau- und Holzarbeiterverbände für das Ausland; das der Holzarbeiter scheint übrigens vollends eingegangen zu sein. Eine weitere Beschränkung hat unser IBBH. sich aus gleichfalls naheliegenden, wenn auch ganz anderen Gründen in bezug auf eine Anzahl Verbände und Verbandssektionen auferlegt, die zwar durchaus für Anschluss in Frage kämen, aber bereits anderen Berufsinternationalen der freigewerkschaftlichen Richtung angehören. Das gilt insbesondere für jene Organisationen, die dem Internationalen Bund der Maler oder dem Internationalen Steinarbeiter- Sekretariat angeschlossen sind. Bekanntlich haben diese beiden Internationalen es bisher abgelehnt, sich an der vom IBBH. vorgeschlagenen Fusion zu beteiligen( siehe S. 72). Wir sind aber zuversichtlich, dass mit der Zeit auch sie in ihrer Gesamtheit zu uns finden werden. Die Maler- Internationale, deren Sitz sich gleichfalls in Amsterdam befindet, umfasst zur Zeit rund 30.000 Mitglieder in den reinen Berufsverbänden Dänemarks, Schwedens, der Niederlande, Jugoslawiens und der Tschechoslowakei sowie die entsprechenden Sektionen der allgemeinen Bauarbeiterverbände in Norwegen, Finnland, der Schweiz, der Tschechoslowakei und Ungarn. Die Steinarbeiter- Internationale, mit Sitz in Zürich, zählt rund 50.000 Mitglieder, wovon allerdings allein 30.000 auf Belgien entfallen; sie umfasst die Berufsverbände in Belgien, Schweden, den Niederlanden( Pflasterer), Norwegen und der Tschechoslowakei und die entsprechenden Sektionen in Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz, der Tschechoslowakei und Ungarn( vgl. im übrigen Tabelle VI: Berufszugehörigkeit der Mitglieder des IBBH.). Über das Verhältnis des IBBH. zu den wichtigeren nicht angeschlossenen Verbänden kann folgendes mitgeteilt werden: Nordamerika: Die äusserst komplizierten Organisationsverhältnisse der Bauarbeiter in Nordamerika, d.h. in den Vereinigten Staaten und Kanada, sind im Bulletin 2/1935 des IBBH. ausführlich dargestellt. Erfreulicherweise konnten die dort geschilderten Differenzen noch im Laufe der Berichtsperiode beigelegt werden. Die Einigung wurde im März 1936 auf einer ausserordentlichen Tagung des im Rahmen des Amerikanischen Gewerkschaftsbundes bestehenden Bauarbeiterkartells besiegelt. Dieses Kartell, das den Namen ,, Building Trades Department" 53 trägt, umfasst nunmehr 19 Berufsverbände mit insgesamt 14 Million Mitgliedern. Das grösste Kontingent stellt der Holzarbeiterverband ( United Brotherhood of Carpenters and Joiners of America), der von 1926 bis 1932 ein ebenso wichtiges wie vollgültiges Mitglied der IUH. war, aber sich später, wohl nicht zuletzt infolge der verheerenden Auswirkungen der Krise, zurückgezogen hat. Das Ausscheiden dieser grossen und starken Organisation aus der internationalen Zusammenarbeit ist um so bedauerlicher, als sie seit dem 1. April 1935 auch die vielen gewerkschaftlichen Gruppen von Wald- und Sägewerksarbeitern, Sperrholz- und Furnierarbeitern, Kistenmachern usw. umfasst, die in den Jahren 1933 und 1934 unter Einfluss der NRA. ( siehe gleichfalls Bulletin 2/1935) entstanden sind. Es ist klar, dass die Auseinandersetzungen im eigenen Kreise, die einer Bereinigung zunächst bedurften, die amerikanische Kollegenschaft bisher nicht dazu haben kommen lassen, die Frage des Anschlusses an unseren IBBH. ernstlich zu prüfen. Der immer reger werdende Briefwechsel mit dem Bauarbeiterkartell und die Tatsache, dass sich dabei in bezug auf die praktischen Fragen, die uns beschäftigen, keinerlei wesentlichen Meinungsunterschiede gezeigt haben, lassen aber die Hoffnung zu, dass es nunmehr bald zu einer organisatorischen Verbindung kommen wird. Von besonderer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang der persönliche Kontakt, der gelegentlich der Genfer Arbeitskonferenz vom Juni 1935 mit Kollegen Tracy, dem Vorsitzenden des Elektriker- Verbandes und einem der Vizevorsitzenden des Bauarbeiterkartells, hergestellt werden konnte. Auf der im Oktober stattgefundenen Jahrestagung des Kartells hat Kollege Tracy mit warmen Worten die Unterstützung der Bestrebungen unseres IBBH. befürwortet, dessen Arbeit und dessen Methoden er so kurze Zeit vorher aus eigener Anschauung kennengelernt hatte. Der Vorstand wurde darauf beauftragt, die Frage zu prüfen, und wir sind voller Zuversicht, dass jetzt, wo die amerikanischen Kollegen ihre innerorganisatorischen Schwierigkeiten überwunden haben, auch die Frage der Beziehungen zwischen ihrer Spitzenorganisation und dem IBBH. bald eine günstige Lösung finden wird. Australien: In Australien sind die Möbelarbeiter bekanntlich seit 1929 der IUH. bzw. dem IBBH. angeschlossen. Sie bilden eine praktisch den ganzen Kontinent umspannende Industrieorganisation, die allerdings rein föderativ ist und sich aus weitgehend selbständigen Verbänden für die einzelnen Gliedstaaten Neusüdwales, Victoria, Queensland, Südaustralien, Westaustralien und Tasmanien - - zusammensetzt. Für das Baugewerbe, in dem rund 54.000 Arbeiter organisiert sein sollen, bestehen dagegen in jedem einzelnen Staat zahlreiche Berufsverbände, so für Maurer, Zimmerer und Bautischler, Maler, Stukkateure, Steinarbeiter usw. Nur in Neusüdwales, dem wichtigsten Staat, gibt es seit Ende 1934 einen Einheitsverband für Zimmerer 54 und Maurer. Die Berufsverbände der einzelnen Gliedstaaten sind zwar in den meisten Fällen interstaatlich föderiert, jedoch scheinen diese schon immer recht lose gewesenen Verbindungen durch die lange Krise noch weiter gelockert zu sein. Demgegenüber ist heute in fast allen Staaten ein Streben nach grösserer Einheit unter den verschiedenen Berufsverbänden feststellbar. So betätigen sich in Queensland und Südaustralien recht aktive Kartelle, die sich über kurz oder lang zu richtigen Industrieverbänden für das gesamte Baugewerbe umbilden dürften. Unser IBBH. steht mit diesen Gruppen und ausserdem mit einer ganzen Reihe von einzelnen Berufsverbänden in einem ziemlich engen Kontakt und wir haben begründete Hoffnung, dass es in nicht allzu ferner Zukunft zu einigen Anschlüssen kommen wird. Mit den Sägewerksarbeitern, die einen eigenen Verband bilden, konnte 1935 zum ersten Male eine Verbindung geschaffen werden. Ferner bestehen gesonderte Berufsverbände für die Böttcher und die Bürstenmacher, aber leider ist es uns trotz wiederholter Versuche nicht gelungen, mit diesen in Kontakt zu treten. Die Gruppe ,, Möbel- und Holzindustrie" zählte 1934 nach amtlichen Angaben rund 26.000 organisierte Arbeiter, und davon gehören zur Zeit etwa 9.000 unserem IBBH. an. Neuseeland: Die Organisationsverhältnisse der Bau- und Holzarbeiter im fernen Inselreich Neuseeland, wo kürzlich eine reine Arbeiterregierung ans Ruder gekommen ist, sind denen im benachbarten Australien sehr ähnlich. Die Möbelarbeiter gehören seit 1929 der Internationale an. Mit den Sägewerksarbeitern hat bisher weder die IUH. noch der IBBH. Verbindung bekommen können. Die Bauarbeiter sind durchweg auf beruflicher Grundlage organisiert. Für jeden Beruf besteht eine mehr oder weniger lose nationale Föderation, die sich aus weitgehend selbständigen bezirklichen Organisationen zusammensetzt. Mit dem Sekretär des Malerverbandes, Kollegen Cornwell, kamen wir 1935 in Genf in einen persönlichen Kontakt, der heute in einem regelmässigen brieflichen Verkehr seine Fortsetzung findet. Die neuseeländischen Maler haben unserem IBBH. bereits durch ein Geldgeschenk ihre Anerkennung seiner Tätigkeit zum Ausdruck gebracht und wir hoffen, in nächster Zeit ihren Beitritt berichten zu können. Mit den Zimmerern und Bautischlern, die gleichfalls einen Anerkennungsbeitrag sandten, unterhalten wir ebenfalls gute Beziehungen, die zu den besten Hoffnungen Anlass geben. Südafrika: Für das Baugewerbe in der Südafrikanischen Union bestehen, von einigen kleineren und kleinsten Splitterverbändchen abgesehen, zwei Organisationen, nämlich ein angeblicher Industrieverband( Building Workers' Industrial Union) und ein Verband der Zimmerer und Bautischler( Amalgamated Society of Woodworkers). Letzterer 55 gehörte von 1926 bis Ende 1933 der IUH. an, trat dann aber ganz überraschenderweise aus, weil, wie sein Vorstand erklärte, die Arbeiterschaft Südafrikas ,, offenbar kein Bedürfnis nach organisatorischen Verbindungen mit überseeischen Organisationen" empfinde. Es ist uns bisher nicht gelungen, die südafrikanischen Zimmererkollegen zu bewegen, ihren Austritt rückgängig zu machen. Unsere Beziehungen zu ihnen sind jedoch nach wie vor recht freundschaftlich und wir geben die Hoffnung nicht auf, dass es über kurz oder lang doch noch zu einem Wiederanschluss kommen wird. Mit dem vorerwähnten Industrieverband stehen wir gleichfalls in freundschaftlichem Verkehr. Er hat sich im übrigen vor einiger Zeit wegen der näheren Bedingungen für den Anschluss an den IBBH. erkundigt, doch steht der Beschluss darüber anscheinend noch aus. Die Möbelarbeiter, deren erst kurze Zeit vorher gegründete Landesverband Ende 1929 in die Brüche ging, als die Ortsgruppe in Kapstadt austrat, um mit den Unternehmern einen Ortsvertrag abschliessen zu können, verfügen heute wieder über ein Koordinationsorgan. Der wichtigste Verband ist der im Transvaal, mit dem wir aber erst vor kurzem wieder Verbindung bekommen haben. Argentinien: Sehr erfreulich und aussichtsreich haben sich in letzter Zeit die Verbindungen mit den Bau- und Holzarbeitern in Argentinien gestaltet. Beide Gruppen führten im Jahre 1935 in der zwei Millionen Einwohner zählenden Hauptstadt Buenos- Aires unter grösster Kraftanwendung und mit Hilfe der gesamten argentinischen Gewerkschaftsbewegung einen monatelangen Generalstreik zur Eroberung der 40- Stunden- Woche durch. Der erfolgreiche Ausgang dieser Bewegungen scheint die Organisationen wesentlich gestärkt zu haben. Die Holzarbeiter, die in der Hauptstadt bereits 1934 die organisatorische Einheit verwirklichten, planen für Anfang Juni 1936 eine Konferenz, auf der es nun endlich zur Bildung eines Landesverbandes kommen soll. Auch die Bauarbeiter, die in Buenos- Aires eine anscheinend recht starke Föderation der verschiedenen Berufsverbände haben, treffen Vorbereitungen, um baldmöglichst einen Landesverband in die Wege zu leiten. Von grosser Bedeutung ist, dass sowohl die Bauarbeiter als auch die Holzarbeiter, wenigstens soweit ihre wichtigeren örtlichen Organisationen in Frage kommen, nunmehr dem Argentinischen Gewerkschaftsbund angehören; dieser hat sich bekanntlich im März 1936 endgültig für den sofortigen Anschluss an den IGB. entschieden. Alle diese Dinge berechtigen zu der Hoffnung, dass es bald gelingen wird, die argentinische Bau- und Holzarbeiterschaft für den Anschluss an unsere Internationale zu gewinnen und damit eine Brücke nach dem gesamten lateinamerikanischen Kontinent schlagen. 56 zu Informationsdienst. Bulletin. Vom Bulletin erschienen in den neun Monaten des Jahres 1934 II Nummern mit insgesamt 67 und 1935 6 Nummern mit insgesamt 60 Seiten pro Sprache. Die Gesamtauflage betrug Ende 1935 595, Umfang und davon deutsch 150, englisch 185, französisch 85, dänisch 100 und Auflage. spanisch 75. Zu beachten ist, dass das Bulletin nicht nur den angeschlossenen Verbänden zugeht, sondern auch vielen Berufsverbänden, die uns noch fernstehen, sowie allen freigewerkschaftlichen Landeszentralen und Berufsinternationalen, den führenden Arbeiterzeitungen, einer grossen Zahl von Ministerien, Bibliotheken, wissenschaftlichen Instituten usw. Mit vielen dieser Stellen stehen wir übrigens in einem Austauschverhältnis, so dass nicht weniger als 200 Zeitungen und Austausch. Zeitschriften aus allen Teilen der Welt regelmässig bei uns einlaufen. Das Bulletin ist unser wirksamstes Werbemittel, mit dem wir noch fernstehende Verbände in unseren Kreis ziehen und allmählich verflechten. Der Rahmen eines beruflichen Informationsblattes wurde streng eingehalten. Es kann ja nicht unsere Aufgabe sein, über die vielen allgemeinen Fragen, die die Arbeiterbewegung berühren, zu Der berufliche berichten. Darüber ist in den Veröffentlichungen des IGB., des IAA. Rahmen einsowie der einzelnen Landeszentralen Material in Fülle enthalten, und gehalten. ausserdem würde eine auch nur beiläufige Behandlung dieser Fragen einen weit grösseren Apparat voraussetzen als unser IBBH. sich je wird leisten können. Dagegen sind wir bestrebt gewesen, durch sorgfältiges Sichten des Materials und kurze, präzise Fassung nicht nur über das Wesentliche im Verbandsleben der Bau- und Holzarbeiter der Welt zu berichten, sondern darüber hinaus auch den Fragen gerecht zu werden, die unsere Gewerbe interessieren. Wie das den einzelnen Jahrgängen beigegebene Inhaltsverzeichnis( wodurch das Bulletin auch als Nachschlagewerk Wert erhält) zeigt, wurde 1934 über 28 und 1935 über 25 Länder berichtet, wobei zu beachten ist, dass die eigentlichen Jahresübersichten für die einzelnen angeschlossenen Länder und Verbände nicht im Bulletin, sondern im Tätigkeitsbericht 1933 sowie im vorliegenden Bericht Platz fanden. Der Nachdruck unserer Berichte war noch nicht restlos befriedigend. Wir haben beobachtet, dass ausserhalb des IBBH. ein oft regerer oned und verständnisvollerer Gebrauch vom Bulletin gemacht wird, als in Nachdruck noch unseren eigenen Reihen. Wenn auch viele Verbandszeitungen mehr unbefriedigend. oder weniger regelmässig etwas übernehmen, so gibt es andere, die nie etwas bringen. Das ist sehr bedauerlich; denn eine laufende Berichterstattung über die Verhältnisse in anderen Ländern ist dazu angetan, gerade heute, wo der Nationalismus wieder Triumphe feiert, das Interesse und Verständnis der Mitglieder für die internationale Bewegung zu erhalten. Es sei keineswegs verkannt, dass in allen Ländern die nationalen Fragen z. Zt. stark im Vordergrund stehen und das Interesse der Gewerkschaftspresse in Anspruch nehmen, aber 57 how ba es sollte doch allen angeschlossenen Verbänden, die über eine eigene Zeitung verfügen, möglich sein, regelmässig über die das eigene Gewerbe betreffenden Verhältnisse in anderen Ländern zu berichten, sei es durch einfachen Nachdruck unserer Meldungen oder, was ja noch besser wäre, durch eine sinnvolle, auf die Verhältnisse im eigenen Lande zugeschnittene Verarbeitung des im Bulletin enthaltenen Materials. - Auch die Mitarbeit der angeschlossenen Verbände am Bulletin lässt zu wünschen übrig. Wie oft haben wir mit reichlicher Verspätung, manchmal gerade nach Fertigstellung eines neuen Bulletins, aus der Spontane Mitarbeit Verbands- oder Arbeiterpresse erfahren müssen, dass sich in einem notwendig. Lande etwas zugetragen hatte ein Streik, eine Lohnbewegung, ein Vertragsabschluss, ein Vorgang auf politischem, sozialem oder wirtschaftlichem Gebiet, das für unsere Berichterstattung von unmittelbarem Interesse gewesen wäre. Dabei verlangen wir in solchen Fällen ja keine langen oder druckreifen Abhandlungen, sondern nur eine kurze, präzise, sachliche Benachrichtigung, die das Wesentliche des Vorgangs herausschält. Wir hoffen, dass Mittel und Wege gefunden werden können, in dieser Hinsicht bald Wandel zu schaffen. datused Tätigkeitsbericht 1933. Infolge dringender anderweitiger Inanspruchnahme konnte der Tätigkeitsbericht 1933 erst gegen Ende 1934 ganz fertiggestellt und zum Versand gebracht werden. Als Nachschlagewerk über die internationale Bau- und Holzarbeiterbewegung behält er jedoch unverminderten Wert, nicht zuletzt durch die auf knappstem Raum zusammengedrängte, an frühere Berichte der IUH. und der BI. anknüpfende Übersicht über die hervorstechendsten Momente der Lage und Tätigkeit der angeschlossenen Verbände im Jahre 1933. Der Bericht, 47 Seiten stark, erschien viersprachig( deutsch, englisch, französisch und dänisch); die Auflage war dieselbe wie die des Bulletins. ,, Faschismus". دو Aufklärung über Wesen und Treiben des Faschismus in seinen verschiedenen Spielarten ist eine wichtige Aufgabe der internationalen Gewerkschaftsinstanzen. Ihr dient( neben den Presseberichten des IGB., die wohl jeder einzelne Verband direkt erhält) die alle 14 Tage erscheinende Veröffentlichung Faschismus" der Internationalen Transportarbeiter- Föderation( ITF.). Um die Fülle des darin enthaltenen, hervorragend bearbeiteten Materials auch den Organisationen des IBBH. zugänglich zu machen, beschloss der engere Vorstand im Mai 1934, durch Sammelbezug die Möglichkeit zu schaffen, jedem angeschlossenen Verband regelmässig ein Freiexemplar zu liefern. Von Mai bis Ende 1934 gelangten 17 Nummern mit insgesamt III Seiten pro Sprache( deutsch, englisch, französisch, schwedisch und spanisch) zum Versand, bis 1. Juli 1934 unter dem Titel ,, Hakenkreuz über Deutschland", von da an unter dem allgemeineren Titel ,, Faschismus". 58 Der Nachdruck war zum Teil sehr rege. Leider zwang uns aber die ungünstige Entwicklung unserer finanziellen Lage, im Mai 1935 die kostenlose Verteilung wieder einzustellen; mehrere Verbände beziehen die Veröffentlichung nun direkt von der ITF. zu einer sehr geringen Vorzugsgebühr. Der ITF. sei für das gezeigte Entgegenkommen unser bester Dank ausgesprochen. Das Material in ,, Faschismus" wurde, soweit als möglich und nötig, durch berufliche Nachrichten in unserem eigenen Bulletin ergänzt.x Auskunft an einzelne Verbände. - Es wird vielleicht nicht genügend beachtet, dass unser IBBH. bereit und imstande ist, aus dem bei ihm vorhandenen Material oder durch Nachfrage bei den in Frage kommenden Stellen jede gewünschte Spezialauskunft, soweit überhaupt beschaffbar, zu gewähren. Man frage So wurde in der Berichtszeit für den britischen Bürstenmacherver- Wir antworten. band die bereits 1933 begonnene Materialsammlung über das betreffende Gewerbe fortgesetzt. Dem Verband der Steinmetzen in Neusüdwales( Australien) verschafften wir, mit der SteinarbeiterInternationale zusammen, sehr ausführliches Material über die Staublungenkrankheit bei Granitarbeitern. Für den britischen Holzarbeiterverband holten wir in einigen Fällen Auskunft über einzelne Betriebe ein, und zwar im Zusammenhang mit dessen Vereinbarung mit den Unternehmern im Baugewerbe, wonach eingeführte Türen und Fensterrahmen nur dan eingesetzt werden, wenn sie nachweislich unter tarifvertraglich geregelten Arbeitsbedingungen hergestellt worden sind. Ferner wurden für das britische Bauarbeiterkartell über die Schieferindustrie in Norwegen und für die britischen Kistenmacher über angebliche Sträflingsarbeit in estländischen Kistenfabriken Erkundigungen eingezogen. Erwähnung darf hier noch finden, dass wir öfters auswanderungslustigen Kollegen, die sich an uns wandten, mit Rat zur Seite standen; leider mussten wir fast durchweg vor Auswanderung abraten. In diesem Zusammenhang fand u.a. mit dem Bauarbeiterverband in Südafrika ein Briefwechsel statt. Materialsammlung. Das umfangreiche, wenn auch noch keineswegs vollständige Material, das in unserem Büro angehäuft ist und sich täglich vermehrt, bedarf, um wirklich brauchbar zu sein, einer übersichtlichen Ordnung. Nach Massgabe der jeweils verfügbaren Zeit soll diese Ordnung etappenweise durchgeführt werden. Ausser der Bücherei und dem Zeitschriftenarchiv, die bereits eingerichtet sind, befinden sich ein Archiv für Zeitungsausschnitte, ein Nachweis über interes- Fünfteilige sierende Aufsätze in jenen Zeitschriften, die regelmässig aufbewahrt Gliederung. werden, und eine Bildersammlung( evtl. mit Lichtbild- und Filmnachweis) im Aufbau, alles selbstverständlich nach einheitlichem Schema. Was das Bildarchiv anbetrifft, so sei noch mitgeteilt, dass wir 59 60 60 bip 1933-1934, beabsichtigen, den interessierten Verbänden von Zeit zu Zeit für ihre Fachblätter Illustrationsmaterial zu überlassen, wie das in der Berichtszeit übrigens bereits dreimal in einer besonderen Bildbeilage zum Bulletin geschehen ist. Sonstiges. Im Jahre 1935 erschien noch ein pro Sprache( deutsch, englisch, Kassenbericht französisch) 16 Seiten starker Kassenbericht über die Zeit vom 1. Mai 1933 bis 31. März 1934 und vom 1. April bis 31. Dezember 1934; die Verbreitung dieses Berichtes blieb auf den Kreis der angeschlossenen Verbände beschränkt. Zu erwähnen wäre hier ferner die Denkschrift mit statistischer Beilage, die der IBBH. im Januar 1935 über die Frage der Arbeitszeitverkürzung im Baugewerbe an den Verwaltungsrat des IAA. richtete; diese erschien 16 Seiten stark, in vier Sprachen und in derselben Auflage wie das Bulletin. Aktionen des IBBH. Neben seiner laufenden Tätigkeit auf organisatorischem Gebiete: Verwaltung, Pflege und Erweiterung der Beziehungen zu angeschlossenen und nichtangeschlossenen Verbänden, Unterhaltung des Informationsdienstes und der damit verknüpften Materialsammlung u. dgl., hat der IBBH. in der Berichtszeit verschiedenen Spezialfragen seine besondere Aufmerksamkeit widmen müssen. Es waren dies einerseits die Probleme der Arbeitszeitverkürzung, der Unfallverhütung und der Berufskrankheiten, andererseits der Kampf gegen Faschismus und Reaktion. Wenn bei der Behandlung dieser Fragen nicht immer jene unmittelbaren Erfolge erzielt werden konnten, die wir wohl alle sehnlich erhofft haben, so liegt das einmal an den politischen Verhält- Tätigkeit auf nissen, auf die die internationale Gewerkschaftsbewegung nur be- lange Sicht. schränkten und unsere Berufsinternationale als solche natürlich überhaupt keinen Einfluss hat. Ein weiterer Faktor ist das, was man die ,, Ungunst der Zeit" zu nennen pflegt. Eine niedergehende Konjunktur und die dadurch bedingte grosse und anhaltende Arbeitslosigkeit hemmen national und folglich auch international die Schlagkraft der gewerkschaftlichen Organisation. Es wäre jedoch ebenso ungerecht wie verhängnisvoll, daraus schliessen zu wollen- wie es leider hier und da geschieht-, dass internationale Zusammenarbeit zwecklos sei, keinen praktischen Sinn habe. Im Gegenteil, es ist in einer Zeit der Verteidigung und der Behauptung, wie wir jetzt durchmachen, fast noch nötiger, unsere internationale Kampfgemeinschaft zu verstärken und auszubauen, als in einer Periode des Sieges und des Fortschritts. Weil die grossen Probleme, vor die sich die Bau- und Holzarbeiterschaft gestellt sieht, nicht national begrenzt sind, sondern internationalen Charakter haben, ist internationale Zusammenarbeit die logische Fortsetzung der nationalen gewerkschaftlichen Tätigkeit, und wenn die praktischen Ergebnisse unseren Erwartungen nicht angemessen sind, so ist das kein Grund, die internationale Tätigkeit auf ein Mindestmass zu reduzieren oder gar überhaupt einzustellen, sondern vielmehr ein Beweis dafür, dass wir noch nicht genug tun. Das Werk der internationalen Gewerkschaftsbewegung, also auch das unseres IBBH., muss auf lange Sicht beurteilt werden. Erst dann begreift man seinen richtigen Sinn und Wert. Arbeitszeitverkürzung. Der Stockholmer Internationale Gewerkschaftskongress vom Jahre 1930 erhob die 44- Stunden- Woche zur grundsätzlichen Forderung der freigewerkschaftlich organisierten Arbeiterschaft. Kaum ein 4 Jahr später musste diese Forderung von der im April 1931 in Madrid abgehaltenen Ausschusssitzung des IGB. als überholt durch die weitergehende der 40- Stunden- Woche ersetzt werden. 61 Die Leidensgeschichte der internationalen Verkürzung der Arbeitszeit, die sich dann in Genf von Verwaltungsratssitzung zu Verwal- 1 tungsratssitzung und von Internationaler Arbeitskonferenz zu Internationaler Arbeitskonferenz( hinzu kam im Januar 1933 noch eine besondere Dreiparteienkonferenz), fortgeschleppt hat, ist in den Tätigkeitsberichten des IGB. eingehend geschildert. Hier beschränken wir uns deshalb auf jenen Teil, an dem die Bau- und Holzarbeiterschaft besonderen Anteil hat. Auf der Internationalen Arbeitskonferenz vom Juni 1934 gelang es der Unternehmergruppe durch fast geschlossene, planmässige Sabotage und mit Hilfe der meisten Regierungsvertreter, die gleichfalls Stimmenthaltung übten, die Erreichung des erforderlichen Genf 1934: Quorums zu verhindern und dadurch die Konferenz beschlussunfähig Die Arbeitszeitver- zu machen und die 40- Stunden- Konvention zu Fall zu bringen. Zum kürzung wiederum zweiten Male beschloss die Konferenz, die so dringend notwendige vertagt. Arbeitszeitverkürzung zu vertagen. Im September fasste aber der Verwaltungsrat auf Vorschlag van neun Regierungen und mit den Stimmen der Arbeitergruppe den Beschluss, der Konferenz vom Jahre 1935 die Annahme eines kurzen prinzipiellen Mantelübereinkommens vorzuschlagen, in dessen Rahmen nach und nach SonderAufteilung des übereinkommen für die einzelnen Gewerbe einzupassen wären. Im Problems nach Januar 1935 würde der Vorwaltungsrat dann die Industrien oder Gewerben. Gewerbe bestimmen, die für ein derartiges Sonderabkommen bereits im Jahre 1935 in Betracht kommen sollten. In seinem Bericht an die September- Tagung des Verwaltungsrates hatte das IAA. das Hoch- und Tiefbaugewerbe und die von den ReHoch- und Tiefbau; gierungen unternommenen oder geförderten öffentlichen Arbeiten als Öffentliche besonders geeignete Gewerbe bezeichnet, und zwar neben der EisenArbeiten. und Stahlindustrie, der Flaschenindustrie und dem Kohlenbergbau, Da damit zu rechnen war, dass gegen die Einbeziehung des Baugewerbes am stärksten Sturm gelaufen werden würde, entschloss sich der IBBH. dazu eine umfassende Aktion einzuleiten. Am 30. Oktober richteten wir an alle angeschlossenen und nichtangeschlossenen Verbände des Baugewerbes ein mit guten Unterlagen versehenes Rundschreiben, in dem über den Stand der Dinge berichtet und um Beantwortung eines Fragebogens gebeten wurde. Gleichzeitig begannen wir mit einer selbständigen Bearbeitung des bei uns vorhandenen einschlägigen Materials. Das war auch sehr nötig, denn obwohl mehrere Verbände uns zum Teil recht umfangreiches Material zur Verfügung stellten, zeigte es sich, dass gerade über die wesentlichsten Punkte unseres Fragebogens, nämlich über die konkrete Auswirkung der Rationalisierung im Baugewerbe auf den Beschäftigungsstand und über die Entwicklung des Lohnanteils an den Baukosten nur sehr dürftige Angaben gemacht wurden. W Im Januar 1935 richteten wir sodann eine eingehende, mit reichDenkschrift des lichem Material ausgestattete Denkschrift an den Verwaltungsrat IBBH. des IAA., die weitgehende Verbreitung und viel Beachtung fand. Der Verwaltungsrat beschloss auch, die vom IAA. vorgeschlagenen 62 Gewerbegruppen, also mit Einschluss des Baugewerbes und der öffentlichen Arbeiten, auf die Tagesordnung der Konferenz vom Juni 1935 zu setzen. Der IBBH. liess sich durch seinen Vorsitzenden und seinen Sekretär in Genf vertreten, um nach Möglichkeit die besonderen Interessen der Bau- und Holzarbeiter zu fördern. Selbstverständlich arbeiteten seine Vertreter im engsten Einvernehmen mit der gesamten Arbeitergruppe. Vor allem aber liessen sie es sich angelegen sein, einen engen per- Der IBBH. in Genf. sönlichen Kontakt mit den in Genf als offizielle Arbeiterdelegierte oder technische Ratgeber anwesenden Vertretern von Bauarbeiterverbänden herzustellen, um durch gemeinsame Aussprache eine möglichst einheitliche Haltung zu bewerkstelligen. Es waren Kollegen aus den Vereinigten Staaten, Neuseeland, Belgien, Grossbritannien und Schweden anwesend. Von besonderer Bedeutung war dabei die Verbindung, die mit Kollegen D. W. Tracy, Vorsitzenden des Elektrikerverbandes und Vizevorsitzenden des als ,, Building Trades Department". bekannten Kartells der baugewerblichen Verbände in Amerika, und mit Kollegen F. Cornwell, Sekretär des neuseeländischen Malerverbandes, hergestellt werden konnte. Zur Sache selbst sei daran erinnert, dass, wenn auch die Gesamtatmosphäre im Juni 1935 eine bessere war als in den beiden vorher- Genf 1935: gehenden Jahren, die Genfer Konferenz zum dritten Male in ihrer Neue Enttäuschung brennendsten Aufgabe versagt hat. Dem mit 79 gegen 30 Stimmen aber immerhin angenommenen ,, 40- Stunden- Uebereinkommen( 1935)" fehlt ja vor- Fortschritt. läufig jegliche praktische Bedeutung. Von den fünf Konventionsentwürfen aber, die die eigentliche Verwirklichung des in diesem Mantelabkommen ausgesprochenen Grundsatzes der Arbeitszeitverkürzung bringen sollten, erzielte nur der für die Flaschenindustrie die für seine Annahme erforderliche Zweidrittelmehrheit; die vier anderen wurden auf das Jahr 1936 vertagt. Dieses letztere Geschick hat leider auch die geplanten Ueberein- kommen für das Baugewerbe( Hoch- und Tiefbau) und für die von Baugewerbe und den Regierungen unternommenen oder geförderten öffentlichen Ar- öffentliche Arbeiten beiten getroffen. Diese erzielten bei der Abstimmung in der Voll- auf 1936 vertagt. konferenz zwar 57 gegen 40 bzw. 67 gegen 38 Stimmen, jedoch nicht die Zweidrittelmehrheit. Die Konferenz beschloss dann allerdings mit 83 zu 26 bzw. 84 zu 31 Stimmen, beide Fragen auf die Tagesordnung von 1936 zu setzen, und gleichzeitig wurde das Amt beauftragt, in gewohnter Weise Fragebogen an die Regierungen zu richten, um über die strittigen Punkte völlige Klarheit zu schaffen. Dieses recht magere Ergebnis liess es aussichtslos erscheinen, die in der Denkschrift des IBBH. aufgestellte Forderung nach Behandlung Die Holzindustrie? der Holzindustrie, d. h. der Sägewerksindustrie, des Möbelgewerbes und der kleineren Holzbranchen, im Jahre 1936 noch besonders zu ver fechten. Es darf hier übrigens nicht verschwiegen werden, dass die in Frage kommenden Verbände, von wenigen Ausnahmen abgesehen, unterlassen haben, uns die für eine starke Argumentation 63 notwendigen Angaben, um die wir sie mittels Fragebogen gebeten hatten, zu verschaffen. Vollständigkeitshalber sei noch mitgeteilt, dass der IBBH. vom Oktober 1934 bis Ende 1935 fünf zum Teil recht umfangreiche Rundschreiben über die Arbeitszeitverkürzung ausgesandt hat, davon zwei doppelt, d.h. gesondert für die Verbände des Baugewerbes und die des Holzgewerbes. Sämtliche Zirkulare und Unterlagen gingen, in einer Gesamtauflage von annäherend 300 Exemplaren, nicht nur an die angeschlossenen, sondern auch an so ziemlich alle uns bekannten nichtangeschlossenen Verbände des Bau- und Holzgewerbes. Ferner haben wir durch Aufsätze und Notizen im ,, Bulletin" laufend über die Entwicklung des Problems berichtet. Unfallverhütung. Auf Grund eines im August 1932 gefassten Beschlusses ihres Gesamtvorstandes richtete die BI. im Oktober an das Internationale Arbeitsamt das Ersuchen, eine Untersuchung aller mit dem BauDie Bauarbeiter arbeiterschutz zusammenhängenden Fragen mit dem Ziel durchrufen Genf an. zuführen, zur Aufstellung eines Übereinkommens zu gelangen. Bereits im Dezember beschäftigte sich der Korrespondierende Ausschuss für Unfallverhütung mit diesem Antrag, und im Februar 1933 beauftragte der Verwaltungsrat das IAA., mit der Sammlung von Unterlagen zu beginnen. Auf Drängen der BI. und verschiedener ihr angeschlossener Verbände beschloss das IAA. im Oktober, von einem Fachmann in einer Reihe von Ländern Untersuchungen über die praktische Durchführung der Unfallschutzvorschriften auf den Baustellen mit besonderer Berücksichtigung der Gerüste und Bauaufzüge anstellen zu lassen. Im Einvernehmen mit der BI. wurde damit der niederländische Untersuchung Gewerbeinspektor Winkel betraut, dessen Arbeitsprogramm im des IAA. übrigen im Dezember mit dem in Paris tagenden Gesamtvorstand der BI. durchberaten wurde. Herr Winkel führte sodann seine Untersuchungen in Belgien, Frankreich, Grossbritannien, Italien, den Niederlanden, Rumänien und Ungarn durch, wobei bemerkt sei, dass die beiden letzten Länder auf Anregung der BI. einbezogen wurden. Nachdem der Verwaltungsrat sodann im April 1934 beschlossen hatte, die Frage für Behandlung auf der Konferenz vom Jahre 1936 in Aussicht zu nehmen und der Unfallverhütungsausschuss sich im November 1934 gleichfalls dafür ausgesprochen hatte, beschloss der Verwaltungsrat in seiner Tagung vom Januar 1935 endgültig, als 1936 Behandlung einzigen neuen Verhandlungsgegenstand die Frage des Bauarbeiterder Gerüste und schutzes( allerdings mit Beschränkung auf Gerüste und Bauaufzüge) Bauaufzüge. auf die Tagesordnung der Internationalen Arbeitskonferenz vom Jahre 1936 zu setzen. Der Unfallverhütungsausschuss des IAA. hat darauf im Oktober 1935 einen Entwurf für eine allgemeine Verordnung angenommen, der zusammen mit dem seinerzeit ausgearbeiteten Bericht( der dem IBBH. in einer beschränkten Anzahl Exemplare zur Weiterleitung 64 an die wichtigsten in Frage kommenden Verbände zur Verfügung gestellt wurde) in einem sog. Graubericht der Konferenz vorgelegt werden wird. Für die Holzarbeiter ist von Bedeutung, dass der Verwaltungsrat Anfang 1935, einer Empfehlung des Unfallverhütungsausschusses Die Holzindustrie. vom November 1934 entsprechend, die Regierungen eingeladen hat, im Jahre 1936 der Unfallverhütung in der Holzgewinnungs- und Holzbearbeitungsindustrie besondere Aufmerksamkeit seitens ihrer Gewerbeaufsicht widmen zu lassen. Der IBBH. hat sofort durch Rundschreiben sämtlichen in Frage kommenden Verbänden diesen Beschluss zur Kenntnis gebracht, damit sie darauf achten, dass ihm seitens ihrer Regierungen auch tatsächlich entsprochen wird. Er behält die Angelegenheit weiter im Auge, um zu gegebener Zeit dafür eintreten zu können, dass die Frage der Unfallverhütung in der Holzindustrie gleichfalls eine internationale Behandlung mit dem Ziel der Aufstellung eines Übereinkommens erfährt. Im übrigen sei daran erinnert, dass diese Frage bereits auf dem 1929 in Heidelberg abgehaltenen Internationalen Holzarbeiter- th Kongress Gegenstand eines Referats und einer Entschliessung war. Berufskrankheiten. Der Sachverständigenausschuss für Gewerbehygiene des IAA. befasste sich im Oktober 1935 mit verschiedenen Fragen, die für die Arbeiterschaft des Bau- und des Holzgewerbes besondere Bedeutung haben. Bekanntlich hat die Internationale Arbeitskonferenz vom Jahre 1925 ein Uebereinkommen über die Entschädigung bei Berufskrankheiten angenommen, das zunächst auf Blei, Quecksilber und Milzbrand be- Das Genfer schränkt, jedoch 1934 auf Silikose, Phosphor, Arsenik, Benzol, Uebereinkommen. bestimmte Kohlenwasserstoffe, radioaktive Stoffe und gewisse Hautleiden durch Teer usw. erweitert wurde. Der Ausschuss hat nun eine zweite Erweiterung vorgeschlagen, und zwar, insoweit unsere Ge- Neue Erweiterung werbe in Frage kommen, auf Lungen fibrose durch Asbeststaub, vorgeschlagen. Hautleiden durch Zement, mineralische Öle, Terpentin, Firnisse und Lacke, Alkalien, giftige Holzarten und Chrom. Ferner hat der Ausschuss dem Verwaltungsrat empfohlen, einen Entwurf für ein später anzunehmendes Uebereinkommen, betr. die Sicherheit bei Caissonarbeiten( Pressluftgefahr!) aufstellen zu lassen. Ein ÜbereinkomErwähnung verdient ferner eine Entschliessung, die sich für die men, betr. CaissonZwangsetikettierung von giftigen Stoffen, die industriellen Zwecken arbeiten? dienen, ausspricht, sowie die Behandlung einer Anregung der dänischen Regierung, betr. Einsetzung eines ständigen internationalen Ausschusses für die Silikosefrage. Was die Berufskrankheiten im Holzgewerbe betrifft, so sei daran erinnert, dass die IUH. in den Jahren 1931/32 eine aus sieben Einzelabhandlungen bestehende Artikelreihe zusammengestellt hat, die in Das Holzgewerbe. ihrem Bulletin erschienen ist und nicht nur die Forderungen der 65 Holzarbeiterschaft enthält, sondern vor allem auch eine aufschlussreiche, gerade in letzterer Zeit in der sozialmedizinischen Presse mehrfach verwertete Übersicht über das ganze Problem der die Holzarbeiter bedrohenden Berufskrankheiten und deren Entschädigung gewährt. Der IBBH. hat nicht versäumt, durch Rundschreiben und im Bulletin auf die Entwicklung der Frage der Berufskrankheiten im Bau- und Holzgewerbe hinzuweisen. Eine Eingabe an das IAA. ist in Aussicht genommen. Kampf gegen Faschismus und Reaktion. Um zur Unterstützung unserer Kollegen in den faschistischen und halb faschistischen Ländern materielle Mittel zu beschaffen, wurde der Sekretär in der Sitzung des Gesamtvorstandes vom August 1934 ermächtigt, einen Aufruf an die Verbände der Bau- und Holzarbeiter der Welt zu richten. Ende Oktober gelangte ein ausführliches RundAufruf um schreiben an die angeschlossenen Organisationen zum Versand; ihm Unterstützung. folgte ein besonderer, eingehend begründeter Aufruf an die nichtangeschlossenen Verbände in Amerika, Südafrika, Australien und Neuseeland, der gleichzeitig als allgemeine Werbung für den IBBH. gedacht war. plus ead tommo Infosed Obwohl eine Anzahl angeschlossener Verbände, vor allem in Skandinavien und den Niederlanden, zum Teil recht namhafte Beträge spendeten, war der Erfolg leider weder dem verfolgten Zweck noch unseren Erwartungen angemessen. Das liegt einmal daran, dass viele angeschlossene Organisationen infolge der anhaltenden Krise selbst mit grossen Schwierigkeiten zu kämpfen haben bzw. durch die eigene Flüchtlingsfürsorge( dies gilt namentlich für die Tschechoslowakei und die Schweiz) bereits stark in Anspruch genommen sind. Eine weitere Ursache ist, dass mehrere Verbände ihre Teilnahme von der Ausschreibung eines Pflicht- statt eines freiwilligen Beitrags abhängig machten, eine Bedingung, der im Hinblick auf die gegebenen Verhältnisse leider nicht entsprochen werden konnte. Hauptursache ist jedoch, dass die meisten Verbände den Löwenanteil dessen, was sie für den Kampf gegen den Faschismus und die Unterstützung seiner Opfer bereitstellen konnten, an ihre gewerkschaftliche Landeszentrale, d.h. an den IGB. abführten. Für eine grundsätzliche Betrachtung rozlised über die dadurch entstandenen Unzuträglichkeiten verweisen wir dom indessen auf den Abschnitt, betr. den Internationalen Gewerkschaftsbund, im Kapitel: Verhältnis zu anderen Organisationen. riollow sus nogalifesprov Die eingelaufenen Spenden rund Hfl. 6500- wurden dem 1933 - von der BI. gegründeten und später vom IBBH. übernommenen Fonds gegen Fonds gegen Faschismus und für Demokratie und Freiheit zugeführt. Faschismus und für Aus ihm wurden Unterstützungen nach Deutschland, Österreich, Demokratie und Danzig, Saargebiet und Polen geleistet. Trotzdem diese recht beFreiheit. scheiden waren, kann gesagt werden, dass sie sich als eine wirksame Hilfe erwiesen haben. Das gilt insbesondere für Österreich, wo die 66 Holzarbeiter finanzieller Unterstützung seitens des IBBH. bedurften, Österreich. um ihre Organisation ,, illegal" wieder aufzubauen. Ergänzend sei hinzugefügt, dass sie sich auf einer im April 1935 stattgefundenen geheimen Konferenz mit den Bauarbeitern vereinigten, worauf die neue ,, Freie Gewerkschaft der österreichischen Bau- und Holzarbeiter" dem IBBH. beitrat. Ein auf dünnem Papier gedrucktes Mitteilungsblatt in Kleinformat ,,, Die Bau- und Holzindustrie", geht in den Betrieben und auf den Baustellen von Hand zu Hand; es erreichte im November 1935 eine Auflage von 3.500 Exemplaren. Weniger günstig liegen die Verhältnisse in Deutschland, wo, was nicht verkannt werden darf, der faschistische Terror noch viel Deutschland. schlimmer wütet als in Österreich und die illegale Tätigkeit mit direkter Lebensgefahr verbunden ist. Wir stehen jedoch mit einer Anzahl Kameraden, die den alten Grundsätzen treu geblieben sind, in mehr oder weniger regelmässiger Verbindung. Über die Art dieser Beziehungen und der illegalen Arbeit selbst können in diesem Bericht selbstverständlich keine Einzelheiten gegeben werden. Die Feststellung genüge, dass( was übrigens zum Teil auch für Österreich gilt) der getarnte, vielfach auf Umwegen gepflogene Verkehr für den IBBH. einen grossen Aufwand an Zeit und Mühe bedeutete. Was das Saargebiet betrifft, so wurde den dortigen Bau- und Holzarbeitern, die sich am 1. April 1934 unter Einbeziehung der Saargebiet. Zimmerer und Maler zu einer Einheitsorganisation verschmolzen hatten, eine einmalige Unterstützung gewährt. Ferner steuerte der IBBH. fast Hfl. 500 für den vom IGB. gegründeten Sonderfonds bei, aus dem der leider erfolglose Kampf gegen die sofortige - - Rückgliederung des Saargebiets nach Deutschland finanziert wurde. Die Unterstützung für Polen betraf die Holzarbeiter, die sich in Polen. akuter finanzieller Not befanden; die für Danzig betraf einen persön- Danzig. lichen Notfall. Erwähnt sei noch, dass die spanischen Kollegen auf die Hilfe, die ihnen nach den Ereignissen des Oktober 1934 zur Aufrechterhaltung Spanien. der Organisation angeboten wurde, verzichtet haben; die Unterstützung der zahlreichen Opfer erfolgte zentral durch den IGB. povod doon sa H Sonstige Tätigkeit. og ouib sib asb any- desi Als 1924 der Sitz des italienischen Bauarbeiterverbandes ins Ausland verlegt werden musste, gelang es bekanntlich, einen Die italienischen erheblichen Teil des Geldes, das die Organisation in den unter ihren Bauhütten in Auspizien gegründeten Produktivgenossenschaften für Tiefbauarbei- Frankreich. ten angelegt hatte, zu retten. Es wurde dann die„ Unione delle Cooperative per Lavori Pubblici all' Estero" mit Sitz in Paris und einem Vermögen von einer Million Lire gegründet, deren Zweck in erster Linie war, den aus Italien ausgewanderten Mitgliedern Arbeit zu bieten. Die Bauarbeiter- Internationale( bzw. später der IBBH.) wurde durch notarielle Akte als Vermögensverwalterin bestellt. Infolgedessen gehört der Sekretär des IBBH. sowohl dem Vorstand 67 Nissi des italienischen Verbandes als auch dem der ,, Unione" an, und er hat auch regelmässig an deren wichtigeren Sitzungen teilgenommen. Der Gesamtvorstand der BI. hatte 1932 die Wahl eines zweiten Vertreters, und zwar des Kollegen August Vuattolo, Sekretär des Bau- und Holzarbeiter- Verbandes der Schweiz, bestätigt. Ende 1934 wurde Kollege Vuattolo, der italienischer Staatsangehöriger ist, vom Sekretär Quaglino des italienischen Verbandes und vom Sekretär des IBBH. in Ausübung der ihnen durch vorerwähnte Notariatsurkunde übertragene Vollmacht als stellvertretender Sekretär der italienischen Organisation eingesetzt. Nach dem Tode des Kollegen ballua Quaglino, am 13. Juli 1935, übernahm Kollege Vuattolo dann, wiederum im Nebenamt, den Sekretärposten. Diese Handlungen erhielten im übrigen die Zustimmung des engeren Vorstandes des IBBH. Die Pariser Die ,, Unione", die sich lange Zeit sehr gut entwickelt hatte, ist infolge der Wirtschaftskrise sowie des Konkurses der Genossenschaftsbank in Frankreich in Schwierigkeiten geraten, die bis heute noch nicht völlig überwunden werden konnten. Im Einvernehmen mit dem Vertreter des IBBH. wurden indessen bereits 1934 gewisse organisatorische Änderungen und drastische, bis zu 50% der persönlichen Verwaltungskosten gehende Einsparungen vorgenommen, um den Rückschlag möglichst aufzufangen. Zusammen mit dem IGB., dem französischen Bauarbeiterverband, Zweigstelle der der italienischen Bauhütte in Paris und den französischen GenossenDeutschen Bauhütte schaften hat der Sekretär des IBBH. in der Berichtszeit seine G.m.b.H. Bemühungen fortgesetzt, die erheblichen Bar- und Sachinvestitionen der Pariser Zweigstelle der ehemaligen Deutschen Bauhütte G.m.b.H. Pommern vor dem Zugriff der neubestellten Nazi- Vertreter zu retten. Es wurde bereits 1933 eine Kommission eingesetzt, um die Lage zu prüfen und Bericht zu erstatten. Jedoch gestalteten sich die sachlichen und persönlichen Verhältnisse, nicht zuletzt infolge der weitversig zweigten Verflechtung des Unternehmens, äusserst kompliziert, so dass bis heute ein befriedigender Abschluss nicht erzielt werden konnte. b morgens linda Von der übrigen Tätigkeit des IBBH. sei noch hervorgehoben, Britisch- Guyana. dass die kleine gewerkschaftlich- politische Zentrale der britischen Kolonie Guyana an der Nordostküste Südamerikas, die British Guiana Labour Union, uns im Oktober 1934 mitteilte, dass der dortige Gouverneur im August 1933 ein Versammlungs- und Demonstrationsverbot erlassen hatte. Auf Veranlassung des IBBH. bzw. des britischen Bauarbeiterkartells richtete Kollege George Hicks Anfang 1935 im Unterhaus darüber eine Anfrage an den Kolonialminister. Wenn auch dessen Antwort nicht befriedigend war, so konnte uns die Zentrale in Guyana später doch mitteilen, dass der neue Gouverneur die Proklamation im März aufgehoben hatte. Der IGB. veranstaltete vom 26. August bis 2. September 1934 in Dorchester, England, und vom 2. bis 7. September 1935 in der Abtei von Pontigny, Frankreich, seine 5. und 6. internationale Zusammen68 kunft jüngerer Gewerkschafter. Da der IBBH. das Recht hatte, zwei Die Sommerbis drei Kandidaten vorzuschlagen, stellte er den angeschlossenen schulen des Verbänden anheim, durch seine Vermittlung, jedoch auf eigene Kosten IGB. Teilnehmer zu entsenden. Soviel uns bekannt ist, nahm nur ein Bauarbeiter( aus Holland) teil, und zwar an der Zusammenkunft in Dorchester. Erwähnt sei schliesslich noch, dass der IBBH. durch seinen Gesamtvorstand, der um dieselbe Zeit in England tagte, bei den Gedenkfeiern vertreten war, die die britischen Gewerkschaften Ende August 1934 in Dorchester und Weymouth zu Ehren der ,, Märtyrer von Die TolpuddleTolpuddle" veranstalteten, jener sechs Landarbeiter, die vor Feiern. 100 Jahren wegen gewerkschaftlicher Betätigung zu sieben Jahren Zwangsarbeit nach Australien deportiert wurden. Im Bulletin 2/1934 veröffentlichten wir einen längeren Aufsatz( mit Bildbeilage) über diese Episode aus der Frühzeit der englischen Gewerkschaftsbewegung. 69 jombe Verhältnis zu anderen Organisationen. Internationaler Gewerkschaftsbund. Die kameradschaftlichen Beziehungen, die die IUH. und die BI. seit jeher zum IGB. unterhielten, haben auch nach der Gründung des IBBH. weiterbestanden. Nach wie vor sind wir bestrebt gewesen, im Rahmen der Richtlinien, die das organisatorische Verhältnis zwischen dem IGB. und den Internationalen Berufssekretariaten ( IBS.) regeln, den uns angemessenen, im allgemeinen recht bescheidenen Anteil an seiner Arbeit zu nehmen. Die Bemühungen des IGB. auf dem Gebiete der Sozial- und Wirtschaftspolitik, insbesondere der Die Tätigkeit Arbeitszeitverkürzung, der Arbeitsbeschaffung und der Planwirtdes IGB. schaft, sowie sein Kampf gegen Krieg und Reaktion( es sei hier an die antifaschistische Tätigkeit, die Unterstützungsaktionen zugunsten der deutschen, österreichischen, lettländischen und spanischen Arbeiterschaft und den italienisch- abessinischen Konflikt erinnert), die Jugend- und Bildungsarbeit usw. bieten viele Berührungspunkte mit unserer eigenen Tätigkeit und sie haben auch immer unsere vollste Unterstützung gefunden. Auf der vom 27. bis 29. August 1934 in Weymouth, England, abgehaltenen Ausschusssitzung des IGB., an die die alljährliche Konferenz mit den Internationalen Berufssekretariaten unmittelbar anschloss, war unser IBBH. durch die Kollegen Hauwaert und van Achterbergh vertreten. Die Tagungen hatten nach einem Referat über die vom IGB. vorgeschlagene Konzentration der internationalen Gewerkschaftsbewegung erkennen lassen, dass die Vertreter der IBS. grundsätzlich an der Aufrechterhaltung und Selbständigkeit der IBS. festhielten, jedoch eine engere Zusammenarbeit mit dem IGB. wünschten. So ergab sich die Einsetzung eines aus drei Vertretern Einsetzung des des IGB. und fünf Vertretern der IBS. bestehenden KoordinationsKoordinations- komitees, wobei für die IBS. Fimmen( Transportarbeiter), Shaw Komitees der( Textilarbeiter), Spiekman( Privatangestellte), van der Heeg( BeIBS. und des IGB. kleidungsarbeiter) und de Jonge( Fabrikarbeiter) gewählt wurden. Dieses Komitee befasste sich in mehreren Sitzungen mit der Unterstützung des Kampfes gegen den Faschismus in Deutschland, Österreich und dem Saargebiet, wobei er bestrebt war, zu einer Koordinierung der Aktion sowohl in moralischer als auch in materieller Hinsicht zu gelangen. Dass auf diesem Gebiet Koordinierung bzw. genaue Abgrenzung von Aufgaben und Befugnissen zwischen dem IGB. und den IBS. Der Kampf gegen unbedingt notwendig, ja eine unerlässliche Voraussetzung für eine den Faschismus und wirklich erspriessliche Tätigkeit ist, zeigt die bereits im Abschnitt: seine finanziellen Kampf gegen Faschismus und Reaktion angedeutete Tatsache, dass Voraussetzungen. die IBS.( darunter auch unser IBBH.) bei den Sammlungen, die sie durchführen müssen, um die Tätigkeit ihrer engeren Berufsgenossen in den in Frage kommenden Ländern unterstützen zu können, immer wieder auf den Einwand stossen, man habe bereits über die eigene 70 - Landeszentrale Gelder an den IGB. abgeführt und könne daher für die Berufsinternationale nichts mehr oder nur sehr wenig erübrigen. Andererseits hat aber der IGB.- wohl unter dem Druck der ausserordentlichen Verhältnisse wiederholt die IBS. aufgefordert, gemeinsam mit den Landeszentralen Mittel für seine verschiedenen Hilfsfonds zur Verfügung zu stellen, trotzdem die im Jahre 1933 letztmals bestätigten Richtlinien für die organisatorische Zusammenarbeit zwischen IGB. und IBS. bestimmen, dass die allgemeinen Zwecken dienenden- Sammlungen, die vom IGB. eingeleitet werden, ausschliesslich über die Landeszentralen veranstaltet werden sollen. Der IGB. und die IBS. setzen sich im grossen und ganzen letzten Endes aus denselben Organisationen zusammen, und es versetzt die IBS. in eine unmögliche Lage, wenn von ihnen Geld verlangt wird, das sie von Verbänden einziehen müssen, an die sich der IGB. auch direkt, d.h. über die ihm angeschlossenen Landeszentralen, wendet. Wenn man nicht will, dass die IBS. ihre auf den eigenen Beruf beschränkte Tätigkeit im Kampfe gegen den Faschismus völlig einstellen und vieles lässt dies unerwünscht erscheinen müssen ihnen die nötigen Mittel zur Verfügung gestellt werden. Das könnte erreicht werden, indem die einzelnen Verbände das, was sie für die antifaschistische Aktion im Ausland auswerfen können, zur Hälfte an ihre Landeszentrale( d.h. den IGB.) und zur Hälfte an ihre Berufsinternationale abführen, oder aber, indem die Gelder ausschliesslich über die Landeszentralen eingezogen und dann nach einem bestimmten Schlüssel zwischen dem IGB. und den einzelnen IBS. aufgeteilt werden. Sonst bliebe als letzte Möglichkeit nur, dass alle Gelder einem zentralen Fonds zufliessen, der vom IGB. und den IBS. gemeinsam verwaltet wird. - SO Auf der am 29. November 1935 stattgefundenen Tagung des Koordinationskomitees erhielt der Sekretär des IBBH. Gelegenheit, eine Reihe von kurze Zeit vorher schriftlich formulierten Anregungen persönlich zu erläutern. Die dort stattgehabte Aussprache hat zweifellos dazu beigetragen, eine bedeutsame Klärung herbeizuführen. Der IBBH. war ferner Ende Mai 1935 auf der Ausschusssitzung des IGB. in Kopenhagen( an die sich diesmal keine Konferenz der IBS. anschloss), sowie auf den am 6. September in Genf und am 12. Oktober 1935 in Brüssel abgehaltenen Sondertagungen des IGB. und der Sozialistischen Arbeiter- Internationale zur Besprechung des italienisch- abessinischen Konfliktes vertreten. thd Maler und Steinarbeiter- Internationalen, odisaloll Der IBBH. ist bekanntlich bemüht, entsprechend dem seinerzeit vom IGB. ausgearbeiteten Plan für die durch die Ereignisse in Deutschland und Österreich akut gewordene Zusammenlegung verwandter Berufssekretariate die Internationalen der Maler und der Verschmelzung Steinarbeiter zu bewegen, sich mit ihm zu verschmelzen. Dieser akut. Eventualität wurde übrigens bereits bei der Aufstellung der Richt71 linien für die Vereiniging der IUH. und der BI. Rechnung getragen, und ausserdem stellte der IBBH. die Ausarbeitung von Statuten zurück, bis die beiden Internationalen zu der Fusionsfrage Stellung genommen haben würden. Der Internationale Bund der Maler( IBM.) hielt am 17. und 18. September 1934 in Kopenhagen seine achte Konferenz ab, auf Die Maler zur der unser IBBH. durch seinen Sekretär vertreten war. Ein Antrag Fusionsfrage. des norwegischen Bauarbeiterverbandes( Gruppe Maler), der die Aufnahme von Verschmelzungsverhandlungen mit dem IBBH. befürwortete, wurde mit 5 gegen 3 Stimmen abgelehnt. Für den Antrag stimmten die Norweger und die britischen Maler, die insgesamt über 30.000 Mitglieder zählten; dagegen die Verbände in Dänemark, den Niederlanden, Schweden und der Tschechoslowakei, mit insgesamt rund 25.000 Mitgliedern. Der Verband der britischen Maler erklärte Übertritt der später, zum 1. Januar 1936, den Austritt; da er dem britischen Baubritischen Maler arbeiterkartell angehört, wurde er dadurch automatisch Mitglied zum IBBH. des IBBH. Das Internationale Steinarbeiter- Sekretariat hielt am 31. August Die Steinarbeiter 1935 in Brüssel seinen 9. ordentlichen Kongress ab, an dem der zur Fusionsfrage. Sekretär des IBBH. als Gast teilnahm. Die Verschmelzung, für die insbesondere die Niederlande und Frankreich eintraten, wurde mit 23 gegen II Stimmen abgelehnt; davon vertraten die ersteren 44.553 und die letzteren 8.794 Mitglieder. Gleichzeitig wurde eine sehr erhebliche Erhöhung der Beiträge beschlossen. Wie immer die Stellungnahme der beiden Internationalen zu unserem reell gemeinten Verschmelzungsangebot sein mag, es wird stets unser Bestreben bleiben, mit ihnen ein gutes, kollegiales Zusammenarbeiten zu pflegen. So haben wir in der Berichtszeit den Vorschlag gemacht, die Aktion für die Arbeitszeitverkürzung gemeinsam zu führen. Mit Zustimmung der beiden Internationalen richteten wir dazu zunächst unseren diesbezüglichen Fragebogen an die ihnen angeschlossenen Verbände. Leider entsprach der Erfolg nicht unseren Erwartungen, so dass davon Abstand genommen werden musste, die Denkschrift an das IAA. für die drei Internationalen gemeinsam abzufassen. Erwähnt sei noch, dass mit der Steinarbeiter- Internationale übereingekommen wurde, Veröffentlichungen und sonstiges interessierendes Material den gegenseitigen Verbänden zugänglich zu machen. Kartelle der Bau- und der Holzarbeiter Skandinaviens. Trotz der bestehenden Meinungsunterschiede über Zweckmässigkeit Holzarbeiter. und Form der Fusion der IUH. und der BI. gestaltete sich das Verhältnis zwischen dem IBBH. und dem ,, Skandinavisk TræarbejderSekretariat", dem rund 125.000 Mitglieder zählenden Kartell der Holzarbeiterverbände Dänemarks, Norwegens, Schwedens und Finnlands, durchaus loyal und kameradschaftlich. Vizevorsitzender Hauwaert nahm auf besondere Einladung an der Tagung teil, die das Kartell im Juli 1934 in Gefle( Schweden) abhielt, wo die 72 Verschmelzung Gegenstand ernster Besprechungen und Beschlüsse war( siehe im übrigen den Abschnitt: Gründung des IBBH.). " Von gleichem loyalem Geist getragen ist das Verhältnis zum Maurer. , Murarnas Skandinaviska Fonds", dem Kartell der skandinavischen Maurer. Da dieses jedoch vorwiegend den Charakter eines Fonds zur gegenseitigen finanziellen Unterstützung hat, haben wir mit ihm kaum direkte Berührungspunkte. Erwähnung darf hier noch finden, dass am 1. Oktober 1935 zwischen den Malerverbänden in Dänemark und Schweden und den ent- Maler. sprechenden Gruppen der Bauarbeiterverbände in Norwegen und Finnland ein ähnliches Kartell zustande gekommen ist, das indessen eine Fortsetzung der Gegenseitigkeitsverträge bildet, die bereits von 1914 bis 1923 und von 1924 bis 1928 bestanden hatten. Ferner ist 1934 eine skandinavische Zusammenarbeit zwischen den Verbänden der dänischen Klempner, der dänischen Schmiede und Rohrleger, der Klempner. schwedischen Klempner und der entsprechenden Berufsgruppe des norwegischen Bauarbeiterverbandes in die Wege geleitet worden. Internationale Arbeitsorganisation. Unsere Beziehungen zu der Internationalen Arbeitsorganisation in Genf, die sich bekanntlich in zwei Teile, das Internationale Arbeitsamt und die ihm überordnete, alljährlich stattfindende Internationale Arbeitskonferenz, gliedert, waren auch in dieser Berichtszeit sehr eng und wichtig. Das hängt in erster Linie mit den dort zur Behandlung stehenden Fragen des Bauarbeiterschutzes und der Arbeitszeitverkürzung zusammen, worüber in den betreffenden Abschnitten ( siehe S. 64 bzw. 61) ausführlich berichtet ist. Von den weiteren Problemen, die zur Zeit in Genf auf der Tagesordnung stehen oder in Vorbereitung sind, erwähnen wir hier noch die des bezahlten Urlaubs, der Berufskrankheiten im Bau- und Holzgewerbe( siehe S. 65) und der Anwerbung von Arbeitskräften in Kolonien und Gebieten mit ähnlichen Arbeitsbedingungen. Letztere Frage hat auch für unseren IBBH. Bedeutung, weil sie unter anderen die in gewissen tropischen Waldgebieten beschäftigten Arbeiter betrifft, über deren vielfach äusserst schwere Lage die IUH. und später der IBBH. wiederholt berichtet hat.*) Für einen Gesamtüberblick über die Tätigkeit der Internationalen Arbeitsorganisation in den Jahren 1933-1935 verweisen wir im übrigen auf den Tätigkeitsbericht des IGB. AAL C Unser IBBH. und das IAA. - *) Internationale Union der Holzarbeiter: Arbeiterelend im Dunkel des Urwaldes. Die Lage der Waldarbeiter in Argentinien, Brasilien und Niederländisch- Indien ( Bulletin 2/3/1928; illustriert). Tätigkeitsbericht 1925-1928; Abschnitt: Die Waldarbeiter in den Tropen( S. 45). Kapital und Arbeit im Tropenwald: Die Bedeutung der Tropen für die Zukunft der internationalen Holzwirtschaft; II. Die Holzwirtschaft im tropischen Asien; III. Die Holzwirtschaft im schwarzen Weltteil( Bulletin 1/2; 3; 4/5/1930; ill.). Streiflichter auf die Holzindustrie des Ostens( Bulletin 1/2/1931; ill.). Aus der Hölle des Urwaldes( Bulletin 1/1934). Internationaler Bund der Bau- und Holzarbeiter: Für die Waldarbeiter in den Tropen( Bulletin 5/1935). - - 73 191 Das Internationale Arbeitsamt, das nach dem am 8. Mai 1932 so plötzlich erfolgten Tode Albert Thomas' ebenso umsichtig wie zielbewusst von Direktor Harold Butler geleitet wird, und in dem Kollege Adolf Staal den verantwortungsvollen Posten des Leiters des Verbindungsdienstes mit den Arbeiterorganisationen bekleidet, hat uns in der Berichtszeit wiederholt mit Auskünften verschiedenster Art bereitwilligst zur Seite gestanden, wofür ihm hier der beste Dank ausgesprochen sei. Durch den Beitritt der Vereinigten Staaten von Nordamerika und der Sowjet- Union hat das IAA. eine Erweiterung erfahren, die den Das IAA erweitert Verlust Deutschlands zwar nicht weniger bedauerlicher macht, aber seinen Tätigkeits- ihn doch mehr als aufwiegt. Für die internationale Gewerkschaftsund Wirkungs- bewegung haben diese Beitritte gleichfalls grosse Bedeutung. Die bereich, zunehmende Verflechtung von Sozial- und Wirtschaftspolitik stellt das IAA. in letzter Zeit vor immer neue und umfassendere Aufgaben, zu deren Erfüllung die Mitarbeit der USA. und der USSR. von grösster Wichtigheit ist. Wenn die unmittelbar greifbaren Ergebnisse der Internationalen Arbeitsorganisation auch manchmal enttäuschen mögen, so verkennt die Arbeiterklasse doch keineswegs ihren grossen dreifachen Wert als internationale Sammelstelle sozialpolitischer Erfahrungen, als Instrument zur Förderung der nationalen Sozialgesetzgebung, vor allem in rückständigen Ländern, und als Tribüne und Zentrum internationalen Verkehrs für die Arbeiterbewegung. Wir möchten in dieser Beziehung unterschreiben, was der IGB. in seinem Bericht an den Brüsseler Kongress vom Jahre 1933 schrieb: ,, Meinungsverschiedenheiten über die Notwendigkeit der Beteiligung an der Arbeit des IAA. bestehen in der Gewerkschaftsbewegung unserer Richtung nicht. Dies bedeutet allerdings nicht, dass der IGB. AAI B und die ihm angeschlossenen Organisationen alles Heil von Genf erwarten, sondern nur, dass die Gewerkschaften international wie auch national alle Mittel benutzen, um die sozialpolitischen Forderungen der Arbeiterschaft vorwärts zu treiben. Es geht nicht an, die Tätigkeit des IAA. und dessen Erfolge von dem kleinlichen Gesichtspunkt zu betrachten, ob diese oder jene Bestimmung einer internationalen Konvention nicht schon seit langem in diesem oder jenem Lande und in einer für die Arbeiter günstigeren Fassung in Kraft ist, sondern man muss sich fragen, was damit für die internationale Arbeiterklasse als Ganzes erzielt wird und welche Anregungen und Förderungen für die nationale Gesetzgebung hierdurch gegeben werden.... Das IAA. und die Internationalen Arbeitskonferenzen gehören zu den vielen Wegen, auf denen die internationale Arbeiterklasse ihrem Ziel zustrebt". 74 HJWEGERIF Erk ZWEITER TEIL KASSENBERICHT FÜR DIE ZEIT VOM 1. APRIL 1934 BIS 31. DEZEMBER 1935 812 31 DESEWBEK 1832 SELL LOK DIE SEU NOW KV22EMBEKICHI H. J. WEGERIF ACCOUNTANT -NO AMSTERDAM( Z.) Gabriël Metsustraat 6 - Telef. 23830 Erklärung Der Unterzeichnete, H. J. Wegerif, Bücherrevisor in Amsterdam, erklärt, dass im Auftrag des Vorstandes des Internationalen Bundes der Bau- und Holzarbeiter die nachstehenden Bilanzen und Gewinnund Verlustrechnungen über die Perioden vom 1. April bis 31. Dezember 1934 und vom 1. Januar bis 31. Dezember 1935 von ihm mit Belegen und Büchern kontrolliert worden sind. Die Ergebnisse dieser Revision hat er in zwei Berichten, vom 14. Mai 1935 bzw. 6. Mai 1936, niedergelegt. Er ist dabei zur Schlussfolgerung gekommen, dass über die Vermögenslage seit und infolge der Beschlagnahme eines Teiles der Bücher und Belege durch die Behörden in Berlin keine vollständige Klarheit erlangt werden konnte. Im übrigen sind die genannten Bücher und Jahrrechnungen von ihm richtig und in Ordnung befunden. Bücherrevisor. ( gez.) H. J. Wegerif, AMSTERDAM, den 4. Dezember 1936. balus hob rab brudelis: ( HUI) Tidaxonov, alsda abootepmature 77 A 78 s. Erläuterungen auf S. 85-87 Aktiva Eröffnungsbilanz per 1. April 1934 ¹. Passiva Sofort verfügbar: Hfl. Hfl. Schulden: Hfl. Hfl. Incasso- Bank, Amsterdam 36.310,27 Allg. Niederl. Möbelarbeiter- Verband, In Treuhand übernommen Portokosten, Bürobedarf 40.241,86 Amsterdam 2.126,11 Übersetzungen 83.33 440,26 Allg. Niederl. Bauarbeiter- Verband, 40.765,45 Amsterdam 5.406,76 Im voraus erhalten: Forderungen und Vorauszahlungen: Verband der Arbeiter in der Bau-, Stein- und Keramindustrie, Prag 5.095,76 Rückständige ordentliche Beiträge für 1933 Hfl. 1.351,29 " 1934 2.297,50 99 3.648,79 Unterstützungen, vorausgezahlt 250,- Rückständige Beiträge für Unterstützungsfonds 244,19 Gehalt, vorausgezahlt 315,90 Vorschuss, persönlich 200,- Vorschuss Portokasse 25,- Portokosten und Bürobedarf, vorausgezahlt 17,50 Büroeinrichtung Pro Memoria: Effektenbesitz( nominell) RM. 25.000,- Bank der Deutschen Arbeit, Berlin 43.843,14 Ordentliche Beiträge 9.797,14 671,- Beiträge für Unterstützungsfonds Beiträge für Fonds gegen Faschismus und für Demokratie und Freiheit.. Kapital Pro Memoria: An verschiedene Verbände wegen Bürgschaft für Darlehen an Verband der Arbeiter in der Bau-, Stein- und Keramindustrie, Prag An Allg. Niederl. Möbelarbeiter- Verband wegen Bürgschaft für Darlehen an ungarischen HolzarbeiterVerband An Allg. Niederl. Bauarbeiter- Verband wegen Bürgschaft für Darlehen an ungarischen BauarbeiterVerband Zinsen 6.276,02 10.000,- 7 5.927,-7 4.217,40 73,50 378,29 4.669,19 8.876,64 ( IUH.) RM. 8 5.192,24 Anerkanntes Guthaben der BI. beim Reichsbund der Deutschen Verbrauchergenossenschaften, burg HamRM. 88.414,69 Forderung an Verband der Arbeiter in der Bau-, Stein- und Keramindustrie, Prag, wegen verschiedener Bürgschaften Hfl. 6.276,02€ 6 Forderung an ungarische Bauarbeiterund Holzarbeiter- Verbände wegen Bürgschaften Zinsen U 5 ( S) MAQЯATEMATИATMUОODA 54-31T 54.311,2 HQ MEGEKIL s. Erläuterungen auf S. 85-87 Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April bis 31. Dezember 1934 2. Debet: Gehälter, einschl. Zulagen. Nachzahlung( BI) Hfl. 5.651,11 Hfl. 297,98 5.949,09 1.381,26 3.264,47 2.078,76 464.72 2.543.48 2.766,55 79.47 248,85 429,87 470,80 250,- Übersetzungen Sitzungen des Gesamtvorstandes und des engeren Vorstandes Delegationen, sonstige Reisen Nachzahlungen für Reisen BI. und IUH.( 1933) Bürobedarf, Verwaltungskosten Abschreibung auf Büroeinrichtung Bücher, Zeitungen, Sammelbezug ,, Faschismus" Juridische Gutachten Porto, Telegramme, Fernsprecher Unterstützungen nicht zu Lasten des Unterstützungsfonds Unterstützungsfonds: Leistungen Beiträge Jahresberichte 1932( BI.) Sonstige Ausgaben Kredit: Beiträge für 1933 Beiträge für 1934 Zurückgezahlte Kongresskosten( IUH.) Zinsen Verlust H MST ( HUD) mind 750,- 697,- 53,- 1.353,95 57.53 18.848,32 Hfl. Hfl. 3 572,07 10.601,71 3 11.173,78 18,- 81,22 7.575,32 18.848,32 79 08 80 s. Erläuterungen auf S. 85-87 Bilanz per 31. Dezember 1934. Aktiva Sofort verfügbar: Incasso- Bank, Amsterdam Forderungen und Vorauszahlungen: Verband der Arbeiter in der Bau-, Stein- und Keramindustrie, Prag 2.248,68 Rückständige ordentliche Beiträge 670,64 Unterstützung vorausgezahlt Passiva Hfl. Hfl. Schulden: Hfl. Hfl. 43.188,97 In Treuhand übernommen 39.360,71 Allg. Niederl. Bauarbeiter- Verband. Büro- und Verwaltungskosten 3.600,65 371,02 Übersetzungen 71,72 Porto 13,36 Jahresberichte 1932( BI.) 213,20 43.630,66 250,- Rückständige Beiträge für Unterstützungsfonds 140,- Gehalt, vorausgezahlt Vorschuss, persönlich Bürobedarf usw., vorausgezahlt Büroeinrichtung 315,90 Vermögen: Fonds gegen Faschismus und für Demokratie und Freiheit: 215,- Bestand am I.IV.34 378,29 33,56 3.873.78 Einnahmen I.IV.- 31.XII. 34 4.298,78 Ausgaben 1.IV.- 31.XII.34 1.572,30 974,- 2.726,48 3.104,77 Pro Memoria: Effektenbesitz( nominell) RM. 25.000,- Bank der Deutschen Arbeit, Berlin ( IUH.) RM. 8 5.192,24 Kapital: Kapital am 1. April 1934 8.876,64 7.575.32 bau 1.301,32 Anerkanntes Guthaben der BI. beim Reichsbund der Deutschen Verbrauchergenossenschaften, burg HamRM. 88.414,695 Forderung an Verband der Arbeiter in der Bau-, Stein- und Keramindustrie, Prag, wegen verschiedener Bürgschaften Hfl. 6 4.919,10 Forderung an ungarische Bauarbeiterund Holzarbeiter- Verbände wegen Bürgschaften Zinsen 48.036,75 Verlust 1.IV.- 31.XII.34 Pro Memoria: An verschiedene Verbände wegen Bürgschaft für Darlehen an Verband der Arbeiter in der Bau-, Stein- und Keramindustrie, Prag An Allg. Niederl. MöbelarbeiterVerband wegen Bürgschaft für Darlehen an ungarischen Holzarbeiter- Verband An Allg. Niederl. Bauarbeiter- Verband wegen Bürgschaft für Darlehen an ungarischen BauarbeiterVerband Zinsen 4.919.10 18) 10.000,- 6 7 5.927.48.036,75 s. Erläuterungen auf S. 85-87 Gewinn- und Verlustrechnung über das Jahr 1935. Debet: Hfl. Gehälter, einschl. Versicherung und Zulagen 7.331,48 Übersetzungen 990,76 Sitzungen des Gesamtvorstandes und des engeren Vorstandes 3.179,71 Delegationen, sonstige Reisen 3.188,41 Bürobedarf, Verwaltungskosten 1.638,93 Abschreibung auf Büroeinrichtung 158,40 Drucksachen 419,22 Bücher, Zeitungen, Sammelbezug ,, Faschismus' 277,64 Porto, Telegramme, Fernsprecher 670,36 Unterstützungen, nicht zu Lasten des Unterstützungsfonds Verschiedenes 72,50 73,17 Gewinnsaldo I.193,04 19.193,62 Kredit: Ordentliche Beiträge über 1934 und frühere Jahre. Ordentliche Beiträge über 1935 Extrabeiträge über 1935.. Zinsen Kursgewinne ( IAI)) EU 81 Hfl. 900,68⁹ 15.130,51 2.979,63* 9 4 Hfl. 19.010,82 154.69 28,11 19.193,62 82 s. Erläuterungen auf S. 85-87 Bilanz per 31. Dezember 1935. Aktiva Passiva Sofort verfügbar: Hfl. Hfl. Schulden: Hfl. Hfl. Incasso- Bank, Amsterdam 4.813,76 In Treuhand übernommen 678,82 Cooperative Wholesale Society Ltd., Allg. Niederl. Bauarbeiter- Verband, London(£ 2503.14.8) 18.170,84 Amsterdam 6.519,94 22.984,60 Allg. Niederl. Möbelarbeiter- Verband Forderungen und Vorauszahlungen: Amsterdam 5.000,- Rückständige ordentliche Beiträge Portokosten, Bürobedarf 384,36 2.068,18 Drucksachen Extrabeiträge 1935 17,94 2.979,63 Rückständige Beiträge für UnterÜbersetzungen 100,52 Ordentliche Beiträge, vorausgezahlt. 38,50 stützungsfonds 67,50 12.740,08 Gehalt, vorausgezahlt Vorschuss, persönlich 277,- 125,- Vermögen: Noch nicht verrechneter Saldo des Guthabens der Bauarbeiter- Internationale in Deutschland: RM. 4.658,70, geschätzt auf Unterstützungsfonds: Beiträge ab: Unterstützungen 1.000,- 5 1.016,45 I.000.16,45 6.517,31 Büroeinrichtung Pro Memoria: 1.000,- Effektenbesitz( nominell) Bank der Deutschen Arbeit, Berlin ( IUH.) Zinsen RM. 25.000,- RM. 8 5.192,24 Fonds gegen Faschismus und für Demokratie und Freiheit: Bestand am 1.I.35 zuz.: Beiträge ab: Ausgaben Kapital: Kapital am 1.I.35 3.104,77 2.505,03 5.609,80 1.474,41 4.135,39 1.301,32 30.501,91 Aus Guthaben der Bauarbeiter- Internationale, Berlin 11.115,63 Gewinnsaldo über 1935.. 1.193,04 olden 13.609,99 17.761,83 30.501,91 Anlage Eingänge an ordentlichen Beiträgen in der Zeit vom 1.IV.34 bis 31.XII.35.0. Land Australien Belgien Dänemark Verband Möbelarbeiter Bau- und Holzarbeiter Maurer Zimmerer Stukkateure Holzarbeiter- Sekretariat Tapezierer Korbmacher 1933 1934 1935 Hfl. Hfl. Hfl. 59.90 14.97 - 209.64 1.880.20 67.165.- 5.81.5.I 12.50 5. 425. - Korkarbeiter Finnland Bauarbeiter Maurer 21.Holzarbeiter Frankreich.... Grossbritannien und Irland Jugoslawien Bauarbeiter 234. - Holzarbeiter 7.50 62.50 72.50 17.50 37.50 - 52.50 225.40.Bauarbeiter( NFBTO.) 4.284.42 4.591.41 Bürstenmacher 57.10 56.47 Kistenmacher 37.50 62.50 Bauarbeiter 50.47.50 Holzarbeiter, Slowenien " Bosnien- Herzegowina 60.43 Serbien IO. Niederlande. Bauarbeiter 291.44 702.50 Stukkateure 61.62 50. Möbelarbeiter 170. Norwegen Bauarbeiter Maurer 203.50 350.54.65.55. Sägewerksarbeiter 95.97.50 Holzindustriearbeiter 65.Waldarbeiter 257.50 Palästina Polen Bauarbeiter 43.65 Bau- und Holzarbeiter 13.85 Schweden Maurer 253.32 215.Sägewerksarbeiter 683.75 Tapezierer Schweiz Spanien Ungarn Bauarbeiter Tschechoslowakei Holzindustriearbeiter Zimmerer und Bautischler Waldarbeiter und Flösser Bau- und Holzarbeiter Bauarbeiter Holzarbeiter( Prag) Bauarbeiter Eingänge 1.IV- 31.XII.34 Eingänge 1.I.- 31.XII.35 1.923.36 8.011.17 1.571.32 13.062.33 303.75 417.50 II2. 555. 72.80 585. 40.50 574.67 552.50 300.. 765.50 946.29 1.080.I.035.342.50 100.83 s. Erläuterungen auf S. 85-87 al station and Fonds gegen Faschismus und für Demokratie und Freiheit¹¹. Einnahmen: 1933 Dänemark ..... Maurer Hfl. Hfl. 378,29 1934 Dänemark Maurer 328,14 Holzarbeiter- Sekretariat 559,48 Niederlande .. Bauarbeiter 1.500.Norwegen .Bauarbeiter 547,94 Maurer 443,40 Holzindustriearbeiter 92,11 Schweden Maurer 434,08 Spanien .Bauarbeiter 318,05 Tschechoslowakei Holzarbeiter, Prag 30,58 Ungarn Holzarbeiter 45.4.298,78 1935 Norwegen Sägewerksarbeiter 145,60 Schweden . Zimmerer und Bautischler 931,96 Sägewerksarbeiter 1.116.― Tschechoslowakei.Bauarbeiter 311,47 2.505,03 7.182,10 Ausgaben: 1934 1935 1.572,30 1.474.41 3.046.71 Einnahmen Hfl. 1933 378,29 1934 1935 4.298,78 2.505,03 Ausgaben د, 1.572,30 1.474,41 Mehreinnahmen Hfl. 378,29 2.726,48 1.030,62 Bestand am 31.XII Hfl. 378,29 3.104,77 4.135,39 ( 1.IV.34) 84 Erläuterungen: 1) Da die Verschmelzung der IUH. und der BI. am 1.IV.34 in Kraft trat, wurde von den Beiträgen für 1934( einschl. der an diesem Datum noch ausstehenden) jener Teil, der auf die Zeit vom 1.I. bis 31.III.34 entfällt, in den respektiven Gewinn- und Verlustrechnungen der IUH. und der BI. aufgenommen; diese Rechnungen sind im Kassenbericht für die Zeit vom 1.V.33 bis 31.XII.34 enthalten, dessen Verbreitung auf die angeschlossenen Organisationen beschränkt blieb. Den übrigen Teil der Beiträge für 1934 findet man auf der Eröffnungsbilanz des IBBH. per I.IV.34 als ,, im voraus erhaltene ordentliche Beiträge" für soweit sie bereits vor der Verschmelzung eingezahlt waren( und zwar im Betrage von Hfl. 4.217,40) und, soweit sie noch nicht entrichtet waren, zusammen mit den noch ausstehenden Beiträgen für 1933 und frühere Jahre als ,, rückständige ordentliche Beiträge" im Gesamtbetrage von Hfl. 3.648,79. Ebenso wurde verfahren mit dem Sonderbeitrag für den Unterstützungsfonds, der nur von den früher der BI. angeschlossenen Verbänden erhoben wird. 2) Die Gewinn- und Verlustrechnung für das 2.- 4.Vierteljahr 1934 enthält im Prinzip nur jene Einnahmen und Ausgaben, die sich auf die betreffende Geschäftsperiode beziehen. Allerdings mussten gewisse Nachzahlungen für die Zeit, in der die IUH. und die BI. noch ihren Sitz in Berlin hatten, aufgenommen werden, weil die Kassengebarung in der Zeit vom 1.I. bis 31.IV.33 nicht genau feststellbar ist und folglich für diese Periode keine Abrechnung gegeben werden kann. Ferner ist zu berücksichtigen, dass, nachdem die Gewinn- und Verlustrechnungen der IUH. und der BI. bereits abgeschlossen waren, der IBBH. noch verschiedene Forderungen an diese beiden Internationalen beglichen hat; die betreffenden Beträge konnten folglich in den gesonderten Rechnungen der IUH. und der BI. nicht mehr aufgenommen werden, sondern mussten auf die Rechnung des IBBH. übernommen werden. 3) Eingegangen für 1933 und frühere Jahre in der Zeit vom 1.IV- 31.XII.34( s. Anlage)........ Hfl. 1.923,36 ab: rückständige ordentl. Beiträge laut Bilanz per 1.IV.34 " 1.351,29 572,07 Beiträge für 1933 zugunsten von 1934. Hfl. 85 147.000 rente. Eingegangen für 1934 in der Zeit vom 1.IV.31.XII.34( s. Anlage) Anteil IBBH. am Beitragseingang vor 1.IV.34 laut Bilanz per I.IV.34 Beitragsaussenstände am 31.XII.35 ab: rückständige ordentl. Beiträge laut Bilanz per 1.IV.34 Hfl. 8.011,17 دو " 4.217,40 670,64 Hfl. 12.899,21 2.297,50 Beiträge für 1934 zugunsten von 1935. Hfl. 10.601,71 4) Laut Beschluss des Geschäftsführenden Ausschusses in Ausübung der ihm vom Gesamtvorstand im August 1934 übertragenen Vollmacht wurde im Dezember 1935 ein Extrabeitrag von Hfl. 5. pro 1000 Mitglieder zur Deckung des zu erwartenden Defizits ausgeschrieben; dieser Extrabeitrag, von dem die ausseneuropäischen Organisationen ausgenommen sind, war am Tage der Bilanzaufstellung noch von allen Verbänden zu entrichten. 5) Der von der Bauarbeiter- Internationale in Berlin herrührende Posten von RM. 88.414,69, der in der Bilanz per 31. Dezember 1934 Pro Memoria" aufgenommen und inzwischen mit Zins auf RM. 93.753,65 aufgelaufen war, wurde 1935 durch einen bevollmächtigten Vertrauensmann zu Geld gemacht. Davon wurden£ 2.500, Gegenwert von RM. 89.094.95, gekauft und bei der Cooperative Wholesale Society Ltd., London, angelegt. Da über diese Transaktion am Tage der Bilanzaufstellung noch keine vollständige Abrechnung vorlag, ist der noch restliche Betrag von RM. 4.658,70, taxiert auf Hfl. 1.000.-, als Forderung in der Bilanz von 1935 aufgenommen worden. 6) Da der Verband der Arbeiter in der Bau-, Stein- und Keramindustrie in der Tschechoslowakischen Republik die 1921 aufgenommenen Darlehen, für welche der IBBH. Bürgschaft leistete, im Laufe der Jahre 1934 und 1935 restlos getilgt hat, konnten die entsprechenden Soll- und Haben- Promemoriaposten in der Bilanz per 31. Dezember 1935 gestrichen werden. 7) Der Allgemeine Niederländische Möbelarbeiter- Verband und der Allgemeine Niederländische Bauarbeiter- Verband haben sich unter gewissen Bedingungen bereit erklärt, gegen Zahlung von ca. 50% ihrer Forderungen den IBBH. von seinen Bürgschaftsleistungen zu entheben, so dass diese Promemoriaposten in der Bilanz per 31. Dezember 1935 in Wegfall gekommen sind; die entsprechenden Abfindungen( Bauarbeiter Hfl. 3000.-, Möbelarbeiter Hfl. 5000.-) treten in der Bilanz unter ,, Schulden" in Erscheinung. 8) Von der Geheimen Staatspolizei gesperrt. 86 9) Eingegangen für 1934 und frühere Jahre ( s. Anlage) ab: Forderungen laut Bilanz per 31.XII.34 Beiträge für 1934 und frühere Jahre zugunsten von 1935 Eingegangen für 1935( s. Anlage) Beitragsaussenstände am 31.XII.35 Hfl. 1.571,32 670,64 99 Hfl. 900,68 Hfl. 13.062,33 2.068,18 " Hfl. 15.130,51 10) Die obige Zusammenstellung enthält nur die in der Zeit vom 1.IV.34 bis 31.XII.35 wirklich eingenommenen und gebuchten Beträge auf Konto ordentliche Beiträge. Die für die Geschäftsperioden 1.IV.- 31.XII.34 und 1.I.- 31.XII.35 getrennt aufgeführten Gesamtsummen für die einzelnen Jahre haben folglich rein buchmässige Bedeutung( s. Anmerkungen 3 und 9 zu den Gewinn- und Verlustrechnungen). Eine vollständige, am 1.X.36 abgeschlossene Übersicht der tatsächlichen Beitragsleistung für die einzelnen Jahre 1933, 1934 und 1935, ohne Rücksicht auf den Zeitpunkt der Einzahlung, findet man in der Tabelle am Schluss des Kassenberichtes. 11) Der Fonds gegen Faschismus und für Demokratie und Freiheit wurde 1933 von der Bauarbeiter- Internationale gegründet und später, laut Beschluss des Gesamtvorstandes vom August 1934, vom IBBH. fortgesetzt. Aus Gründen der Vorsicht kann eine Spezifikation der Ausgaben nicht gegeben werden. 87 81 be tisdis Die Tabelle über die Beitragsleistung 1933-1935 auf S. 88* ist für sich, d.h. nicht als Teil des vorstehenden Kassenberichtes für die Zeit vom 1. April 1934 bis 31. Dezember 1935 zu betrachten. s. Erläuterungen auf der Rückseite Beitragsleistung 1933-1935 ( abgeschlossen am 1. Oktober 1936) ordentliche Beiträge Unterstützungsfonds ( nur BI.) ExtraKongressumlage Nr. Nr. Land und Verband beitrag 1935 1933 ( nur IUH.) 1933 1934 1935 1934 I 2 Australien: 1935 I Möbelarbeiter 59.901 14.97¹ + + + + Belgien: 2 Bau- und Holzarbeiter 1.707.80 1.922.50 1.880.20 402.86 142.117.50 113.95 Bulgarien: Holzarbeiter 2 + + + + + Dänemark: 6/13 34545Maurer Zimmerer 3 172.79 + 160.— + 165.112.50 36.. 15.45. + Stukkateure Holzarbeiter 25 Tapezierer 25 Korbmacher 4 Korkarbeiter Schiffszimmerer 3.30 5. 5.I. 15.+ 2.50 231.420.79.ཀ 425.94.50 45.81.13.2.50 5. 5.9.5.7.50 14 + + +11 0.50 1.50 3 LANDE Maurer Holzarbeiter Deutschland: Bauarbeiter 5 Zimmerer 5 Holzarbeiter Tapezierer 3.480. .5 ++++ ++++ 4 Estland: 17 Bauarbeiter 6 + 12.50 12.50 5 18 19 20 8900 Finnland: Bauarbeiter ++++ 53.62.50 72.50 17.50 21. 17.50 37.50 30.45.52.50 7.50 15.++++ + ++ oo ++++ + ++++ + 5. I.75 8.50 + 7.50 + nit 6 Frankreich: Bauarbeiter 21 255.Holzarbeiter 25.234.25.225.-21 22 Böttcher 14.34 Grossbritannien: 23/38 Bauarbeiter Holzarbeiter 39 Bürstenmacher 40 Kistenmacher 3.031.42 I.575.32.34 37.50 4.284.42 57.10 62.50 4.730.56.47 58.18 1.150.73 7536.50 + + 17.50 +++ + 15.20.++ 428.50 20.+ 472.50 ++ 8 Irland: siehe Grossbritannien 6 Italien: 4 I Bauarbeiter ⁹ IO Jugoslawien: 42 Bauarbeiter ( 43/46) 43 44 45 46 Holzarbeiter Slowenien Kroatien- Slawonien Bosnien- Herzegowina Serbien 12 Sägewerksarbeiter Kuba: Holzarbeiter 2 Luxemburg: 13 Bau- und Holzarbeiter 14 Stukkateure 20 Memel: 50.47.50 48.75 35.4311 12.50 10 11 12.50 + IO.9.78 + + + ||||+ + + +++ - 2.50 4.87 +++++ + + + +1 ++ ++ ++ ++ ++ Maurer 15 + + + + I I 12 47 4849 50 12345 13 51 52 53 54 55 14 5555 56} Niederlande: Bauarbeiter Stukkateure Möbelarbeiter Neuseeland: Möbelarbeiter 16 Maler 20 Norwegen: Bauarbeiter Maurer Sägewerksarbeiter Holzindustriearbeiter Waldarbeiter Österreich: 878.82 64.— 727.50 61.62 702.50 50.140.9.50 108.44 215.94 170.31.50 ++ 72.50 70. 5. 36.50 + gint 5. + 1+ +1 1+ ++ ++ ++ ++ 452.70 54.302.50 350.87.54 17.50 22.50 55.65.+ 7.50 25.7.50 59.45 95.97.50 19.50 35. 60.65.12.50 10.50 120.257.50 9 40.Bauarbeiter Holzarbeiter 17 17 2.436.25 18 171.72 319.16 9 9 +3 53.50 15 Palästina: மம் 57 Bauarbeiter 19 + 58 Holzarbeiter 9.74 + 9.74 43.65 ++ ++ 16 Polen: 59 17 41 Bauarbeiter Holzarbeiter ⁹ Rumänien: 9 13.8521 M +1 +1 ++ ++ 1+ _ 9 ++ 61 959 60 Bauarbeiter 9 Holzarbeiter ||. || +1 +1 18 Schweden: 62 Maurer 244.18 253.32 215.46.50 + 20.20.63 Sägewerksarbeiter 593.25 690.― 683.75 135.50 197.64 Holzindustriearbeiter 253.11 415.75 417.50 86.12 83.50 65 Zimmerer und Bautischler 327.564.555.127.50 109.66 Wald- und Flössereiarbeiter 210.612.80 Tapezierer 25 + + 585.40.50 131.61 7.50 66.+ +++++ +++++ 19 11 Schweiz: 67 Bau- und Holzarbeiter 725.83 764.13 832.50 167.50 56.50 50.50.— 20 Spanien: 68 Bauarbeiter 1.515.50 1.065.50 312.5026 69 Holzarbeiter I 20.99 +1 114.+ Südafrika: Zimmerer- und Bautischler 22 31.26 + + + 2 I 70 Trinidad: Bau- und Holzarbeiter 20 + + + + ++ + + T+ + + 22 Tschechoslowakei: 7 1 Bauarbeiter 72 73 Holzarbeiter( Prag) Holzarbeiter( Reichenberg) 23 1.168.29 225.I.080.420.1.035.212.50 100. 210.342.50 185.68.50 37.+ 75.107.50 105.32.50 23 23 Tapezierer Ungarn: 74 75 76 776 Bauarbeiter Holzarbeiter Bildhauer 9 9 15. + + +++ +++ 50.50.911 911 +11 itt 9++ USA.; Kanada: Holzarbeiter 24 + + + + hipla Beitragsleistung 1933-1935( Anmerkungen): Der obenstehende Nachweis der Beitragsleistung der einzelnen Organisationen für die Jahre 1933, 1934 und 1935 schliesst, soweit die früher der IUH. angeschlossenen Verbände in Frage kommen, an den im Tätigkeitsbericht 1929-1932 der IUH. an, doch ist zu beachten, dass die Beiträge der Verbände, die sowohl der IUH. als auch der BI. angehörten, auch für die Zeit, in der diese beiden Internationalen noch gesondert bestanden, zusammengezogen sind. Die Numerierung der Verbände, die dem IBBH. am 1.I.36 angehörten, entspricht der im Adressenverzeichnis( Anhang II). Die Zusammenstellung enthält die wirklich für das betreffende Jahr geleisteten Beiträge, ohne Rücksicht auf den Zeitpunkt des Einganges. Um die tatsächliche Beitragsleistung möglichst vollständig und übersichtlich in Erscheinung treten zu lassen, sind auch jene Beträge eingesetzt, die noch bei der BI. oder der IUH., d.h. vor der Gründung des IBBH. am I.IV.34, oder auch erst im Jahre 1936 ( bis 1.X.) eingezahlt wurden; über diese Beträge ist indessen im Kassenbericht auf S. 78-87 keine Rechenschaft abgelegt, da dieser sich nur auf die Geschäftsperiode 1.IV.34-31.XII.35 bezieht. Die Beitragssumme in der Gewinn- und Verlustrechnung für das Jahr 1934( 2.- 4. Vierteljahr) bzw. 1935 ist auch deshalb nicht mit der in der obigen Zusammenstellung ausgewiesenen tatsächlichen Beitragsleistung identisch, weil erstere ja auch die fälligen, aber noch ausstehenden Beiträge für die betreffende Geschäftsperiode( allerdings ohne die gestundeten oder dubiösen Beiträge) enthält. -) Beitrag schuldig, aber nicht entrichtet. - +) Kein Beitrag schuldig. - - - - 1) Nur Neusüdwales; der Beitrag für 1933 gilt zur Niederschlagung der Beitragsschuld 1929-1933. 2) Eingegangen; seit 1.I.34 nicht mehr geführt. 3) Angeschlossen seit 1.VI.35; der Beitrag für 1935 gilt folglich für die letzten 7 Monate des Jahres. 4) Bezahlte ausserdem 1933 Hfl. 35,00 zur Niederschlagung einer durch Missverständnis aufgelaufenen Beitragsschuld. 5) Am 2.V.33 infolge Übernahme durch die Nationalsozialisten ausgeschieden. 6) Angeschlossen seit 1.I.34. 7) Bezahlte ausserdem 1933 Hfl. 60.- für - die Jahre 1931 und 1932. - - 8) Wiederangeschlossen seit 1.1.33.9) Beiträge gestundet. 10) Seit einschliesslich 1932 keine Beiträge mehr geleistet. 11) Slowenien und Bosnien- Herzegowina bezahlten - - 12) Angeschlossen 14) Wegen Nicht15) Wegen Nicht1935 insgesamt Hfl. 35,43 für die Jahre 1930-33. seit 1.I.34. 13) Ende 1933 ausgeschlossen. bezahlung der Beiträge am 1.I.34 gestrichen. bezahlung der Beiträge am 1.I.35. gestrichen.- 16) Seit einschliesslich 1933 keine Beiträge mehr geleistet. 17) Beide Verbände wurden im Februar 1934 behördlich aufgelöst, existieren aber ,, illegal" weiter und haben sich, nach ihrer Verschmelzung zu Ostern 1935, dem IBBH. wieder angeschlossen. 18) Beitrag 1931-1933. schlossen seit 1.I.35. 1.I.35 vereinigt. - 20) Seit 1.I.36 angeschlossen. - - 19) Ange21) Seit 22) Erklärten zum 1.I.34 den Austritt. 23) Erklärten 1934 den Austritt. 24) Seit einschliesslich 2. Halbjahr 1932 keine Beiträge mehr geleistet; 1934 gestrichen. 25) Die Beiträge für 1933 und 1934 der Tapezierer unter Dänemark schliessen die für die schwedischen Tapezierer ein; seit dem am 1.I.35 erfolgten Anschluss der dänischen Tapezierer an das Dänische HolzarbeiterSekretariat wird deren Beitrag durch dieses Sekretariat bezahlt, während der für die schwedischen Tapezierer nach wie vor gesondert entrichtet wird. 26) 1. Halbjahr. - H H bible DRITTER TEIL LÄNDERÜBERSICHTEN 1934-1935 1834 1832 ГУИДЕКОВЕВІСНІЕЙ DBILIEK Die folgenden sehr gedrängten Übersichten über die hervorstechendsten Momente der Lage und Tätigkeit der angeschlossenen Verbände in den Jahren 1934 und 1935 basieren zu einem erheblichen Teil auf Originalberichten aus den betreffenden Ländern, jedoch musste sehr vieles, mitunter alles, aus anderen Quellen geschöpft werden. Die Übersichten knüpfen an die im maschinenschriftlich vervielfältigten Tätigkeitsbericht 1933 an. Dieser Bericht, der, soweit vorrätig, vom Sekretariat des IBBH. kostenlos bezogen werden kann, wolle man zum Vergleich ziehen; ebenso die eingehenderen Aufsätze über die Ereignisse und das Verbandsleben in den einzelnen Ländern. die 1934 und 1935, zum Teil auch 1936, in den jeweils an entNummern des ,, Bulletin" des sprechender Stelle bezeichneten IBBH. erschienen sind. - - Bei der Beurteilung der einzelnen Länderübersichten ist zu berücksichtigen, dass zur Vermeidung von ermüdenden Wiederholungen das sich von Jahr zu Jahr ergebende und grösstenteils für sich sprechende Zahlenmaterial in den verschiedenen Tabellen nach einheitlichem Schema erfasst ist. Das gilt sowohl für die Verbandsangaben über Mitgliederbestand( Tabellen V, a, b; VI), Einnahmen, Ausgaben und Vermögensbestand( VIII, a, b), Unterstützungen( IX, a, b) und Lohnbewegungen( X) als auch für die aus anderen Quellen stammenden Angaben über die Lage auf dem Arbeitsmarkt( I, IV), die Bautätigkeit( II) und den Weltholzhandel( III, a, b). Ferner sei ausdrücklich auf die ersten drei Abschnitte des Berichtes, nämlich ,, Wirtschaft und Politik" ,,, Die Bauwirtschaft" und ,, Holzwirtschaft und Holzindustrie", hingewiesen. Ein ausführliches Adressenverzeichnis, das auch die Namen der wichtigsten Spitzenfunktionäre und der Verbandszeitungen enthält, befindet sich auf S. 135-142. Zu bemerken ist, dass die grosse Ziffer im Fettdruck, die sich hinter jedem Ländernamen befindet, die Nummer andeutet, die das betreffende Land in den verschiedenen Tabellen einheitlich erhalten hat; ebenso beziehen die gewöhnlichen Ziffern sich auf die Nummern, unter welchen die dem IBBH. angeschlossenen Verbände des betreffenden Landes laufend aufgeführt sind. Ausführlicheres Material über viele der allgemeinen Ereignisse und Probleme, die im vorliegenden Bericht nur kurz gestreift werden konnten, findet der interessierte Leser in handlicher Zusammenstellung in den Berichten des Direktors des Internationalen Arbeitssamtes( IAA.) an die 19. und 20. Tagung der Internationalen Arbeitskonferenz, Genf 1935 bzw. 1936, in dem vom IAA. herausgegebenen Internationalen Jahrbuch der Sozialpolitik 1934-35( Bd. I und II) und 1935-36, im Internationalen Jahrbuch der Sozialstatistik 1935-36, gleichfalls vom IAA.( nur englisch und französisch), und ferner im Tätigkeitsbericht 1933-35 des Internationalen Gewerkschaftsbundes, der im Anhang u.a. die Berichte der dem IGB. angeschlossenen gewerkschaftlichen Landeszentralen enthält. 91 Australien( 1, 1) Die 1933 begonnene Erholung der australischen Wirtschaft, die durch ihre agrarische Struktur auf Gedeih und Verderb mit dem Weltmarkt verbunden ist, hat sich während der Berichtszeit stetig fortgesetzt. Die Verbesserung geht zum grossen Teil auf das Anziehen der Wollpreise und auf eine, wenn auch geringere, Erholung der Weizen- und Butterpreise zurück. Folglich ist eine sehr wesentliche Belebung der Bautätigkeit eingetreten. Die Messziffer der Bauerlaubnisse stieg- 1931 gleich 100 gesetzt bis Juli 1934 auf 267,3 und bis Juli 1935 sogar auf 419,1. Diese günstige Entwicklung des Baumarktes hat ihre natürliche Rückwirkung auf die Holzindustrie, die, von der Ausfuhr einiger Hart- und Spezialhölzer abgesehen, praktisch nur für den Inlandbedarf arbeitet, nicht verfehlt. - - Infolgedessen war es sowohl der Bau- als auch der Holzarbeiterschaft möglich, ihre Lohn- und Arbeitsverhältnisse wesentlich zu verbessern. Im Möbelgewerbe wurden Lohnerhöhungen um 2 bis 3½ Shilling pro Woche erzielt. Von besonderer Bedeutung erscheint, dass am 1. Juli 1935 in Queensland die 40- Stunden- Woche für das Baugewerbe eingeführt wurde, allerdings ohne Lohnausgleich( s. Bull. 3/1935). Im Dezember wurde ferner die Arbeitswoche im Möbelund Tapeziergewerbe der Gliedstaaten Victoria, Südaustralien( hier erst ab Januar 1938) und Tasmanien von 48 auf 44 Stunden verkürzt und damit auf eine Linie mit der in den übrigen Staaten Neusüdwales, Queensland und Westaustralien gebracht, während die Arbeitszeit in der eigentlichen Holzindustrie, d.h. in den Sägewerken, Kistenfabriken, Türen- und Fenster fabriken u.dgl., von 48 auf 46 Stunden herabgesetzt wurde( s. Bull. 2/1936). - In diesem Zusammenhang verdient Erwähnung, dass der australische Gewerkschaftskongress vom Jahre 1934 mit 72 gegen 48 Stimmen einen Antrag ablehnte, wonach das Zwangsschiedsverfahren zugunsten direkter Verhandlungen mit den Arbeitgebern abzuschaffen, sei. In organisatorischer Hinsicht hat die Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse nicht nur eine allgemeine Erhöhung der Mitgliederzahlen zur Folge gehabt, sondern sie hat auch den Zusammenhalt zwischen den Gewerkschaften der einzelnen Bundesstaaten, der durch die verheerende Krise sehr gelockert worden war, wieder verstärkt. So ist die interstaatliche Föderation der Möbelarbeiterverbände auf einer Anfang 1935 in Melbourne stattgefundenen Konferenz neu belebt worden, wobei besonders erfreulich ist, dass sie ihre Mitgliedschaft beim IBBH. bestätigt hat( s. Bull. 1/1935). Auch in der Bauarbeiterbewegung, die noch stark nach Berufen zersplittert ist, macht sich in den letzten Jahren ein Streben nach grösserer Einheit bemerkbar, das sich in der Bildung oder Neubelebung von das ganze Gewerbe umfassenden Kartellen in den einzelnen Bundesländern äussert. Da aber die baugewerblichen Organisationen bisher dem IBBH. nicht angehören, fällt dies ausserhalb des Rahmens dieses Berichtes. 92 Zum Schluss sei noch mitgeteilt, dass die starke Zunahme der Labour- Stimmen bei den Bundeswahlen vom Jahre 1934 leider nicht genügte, um die konservative Bundesregierung, die immer versucht hat, die Härten der Krise auf die Arbeiter abzuwälzen, aus dem Sattel zu heben. In mehreren der sechs Gliedstaaten ist jedoch bereits seit längerer oder kürzerer Zeit eine Arbeiterregierung am Ruder. Belgien( 2, 2) Bis März 1935 war Belgien der Leidensgefährte von Holland, Frankreich und der Schweiz. Der Ausbruch der Weltkrise im Jahre 1929 hatte es besonders schwer getroffen, weil seine Wirtschaft im Aussenhandel und Verkehr so stark international ver flochten ist. Die in schneller Folge sich ablösenden Bürgerblockregierungen, gehorsame Dienerinnen des Grosskapitals, führten eine scharfe Deflationspolitik durch. Von 1929 bis 1934 sanken die Preise im Grosshandel im Jahresdurchschnitt um 45%, im Kleinhandel um ca. 20%, während die Löhne sukzessive um 15-25% abgebaut wurden, zum Teil auch noch bedeutend mehr. Sinkende Produktion, steigende Arbeitslosigkeit und Schrumpfung des Handels und des Verkehrs erschütterten die Wirtschaft immer mehr und verarmten das an sich schon nie sehr wohlhabend gewesene Volk. Es folgten eine Bankenkrise, zunehmende Geldverknappung und Zerrüttung der Staatsfinanzen. Das Misstrauen im In- und Auslande stieg zusehends. Durch die Devisenkontrolle, die notwendig wurde, trat praktisch bereits eine Entwertung des belgischen Franken ein, bevor die Devaluierung offiziell wurde. Als dann im März 1935 der zweite Pfundsturz eine neue Abbauwelle in nächste Nähe rückte, musste die Regierung Theunis dem Druck, den die gewaltigen Erfolge der Propaganda für den Plan der Arbeit im Volke ausgelöst hatte, weichen; sie trat zurück. Die neue Regierung van Zeeland, in der die Arbeiterklasse massgebend vertreten ist, brachte die Deflation durch eine offizielle Kurssenkung des Franken zum Stillstand. Sie rückte aber gleichzeitig der Krise mit konstruktiven Massnahmen auf den Leib. In kaum einem Jahr sank die Arbeitslosenzahl um 110.000 oder 40%, trotzdem das umfassende Arbeitsbeschaffungsprogramm, das allein 85.000 Arbeitern Beschäftigung bieten soll, erst 1936 richtig in Fluss kam; dieses Programm sieht u.a. eine energische Bekämpfung der Elendswohnungen vor. Ein Nachteil wäre darin zu erblicken, dass, trotzdem die Regierung nach besten Kräften bemüht war, die unvermeidliche, ja beabsichtigte Preissteigerung zu steuern, die Löhne im Wettlauf mit den Preisen im allgemeinen ins Hintertreffen gerieten. Nach dem erfolgreichen Vorstoss der gesamten belgischen Arbeiterklasse im letzten Juni darf man aber damit rechnen, dass der völlige Ausgleich bald erzielt und sogar eine Erhöhung des schon immer recht niedrig gewesenen Reallohnniveaus möglich sein wird. Im Bau- und Holzgewerbe, das erst nach dem Kurswechsel sich 93 allmählich von der verheerenden Krise, in der es sich befand, erholen konnte, war die Streikbewegung in den Jahren 1934 und 1935 zwangsläufig recht bescheiden. Weitaus am wichtigsten war der Streik der 2.285 Ziegeleiarbeiter in der Gegend der Rupel, der vom 18. November 1935 bis 9. März 1936 dauerte und mit einem vollen Erfolg abgeschlossen werden konnte( s. Bull. 1/1936). Von den wenigen Streiks, die 1934 stattfanden, sei der der Bürstenmacher in Iseghem hervorgehoben; er dauerte vom 2. bis 9. Juni, umfasste 763 Arbeiter und endete mit einem Erfolg. Die vielen Lohnbewegungen ohne Arbeitseinstellung hatten bis März 1935 fast nur Abwehrcharakter; später war das Gegenteil der Fall. Von grosser Bedeutung war die im April erfolgte Erhöhung der Löhne bei den öffentlichen Arbeiten( s. Bull. 3/1935), die auch die Verhältnisse im privaten Baugewerbe günstig beeinflusste. Für das Baugewerbe und die öffentlichen Arbeiten wurde der Erlass vom 16. Juli 1932, wodurch der Erlass vom 26. Juni 1923 ausser Kraft gesetzt wurde, der die Aufhohung der durch Wetterunbilden verloren gegangenen Arbeitsstunden in der guten Jahreszeit gestattete, im Oktober 1934 bzw. 1935 jeweils um ein Jahr verlängert ( s. Bull. 11/1934). Dasselbe geschah am 10. April 1935 für die offenen Steinbrüchen, und zwar vorläufig bis 1. November 1936( s. Bull. 3/1935), und am 3. Juli 1935 für die mechanisierten Ziegeleien. Der dem IBBH. angeschlossene Verband der Bau-, Holz- und Fabrikarbeiter hielt im Juli 1934 seinen Verbandstag ab( s. Bull. 8/1934). Es waren damals 25 Jahre vergangen, seit die örtlichen Bauarbeitergruppen sich zu einem Landesverband zusammenschlossen. Erwähnt sei noch, dass am 1. Januar 1936 der kleine wallonische Pflastererverband sich mit den Bau- und Holzarbeitern vereinigte ( s. Bull. 2/1936). Dänemark( 3, 3-16) Dank der ebenso zielbewussten wie umsichtigen Wirtschafts- und Sozialpolitik seiner Arbeiterregierung( die, seit 1929 im Amte, durch die Wahlen vom Oktober 1935 nur noch gestärkt wurde) entwickelt das kleine Dänemark sich rasch zu einem Land ohne Armut. Eine konstruktive Krisenpolitik, die durch die 1931 vorgenommene Kronenabwertung und eine die Industrialisierung des bisher zu einseitig agrarischen Landes fördernde Devisenbewirtschaftung wirkungsvoll unterstützt wird, hat, trotz gewisser international bedingter Rückschläge, die ökonomische Lage 1934 und 1935 auf einem befriedigenden Niveau zu halten vermocht. Die Bautätigkeit hielt sich bis in die zweite Hälfte des Jahres 1935 hinein vor allem in den Städten auf einem sehr guten Niveau, wozu nicht nur die seit 1933 gewährte Staatshilfe in Form von 3. Hypotheken zu 4-5% für Neubauten, sondern auch die grosse Flüssigkeit des Kapitalmarktes beitrug. Im Sommer 1934 zählte das Maurergewerbe nur 1-2% Arbeitslose. Aber im Sommer 1935 waren 94 es schon wieder 3-4%, und der weitere Verlauf des Jahres liess die rückläufige Tendenz noch stärker in Erscheinung treten. Das Abflauen der Baukonjunktur, das auf die Erschöpfung der Staatskredite und eine bewusste Drosselung durch die Banken zurückzuführen war und Teile des Holzgewerbes in Mitleidenschaft zog, beschränkte sich indessen auf die Städte; auf dem flachen Lande trat infolge der verbesserten Lage der Landwirtschaft sogar etwas Belebung ein, die einen gewissen Ausgleich bewirkte. Die meisten Branchen der Holzindustrie profitierten weiter von der mit der Devisenpolitik verbundenen künstlichen Einfuhrbeschränkung. Während Dänemark z.B. früher fast all sein Bauholz importierte, sind in den letzten Jahren in den waldreichen Gegenden des Landes zahlreiche kleinere Sägewerke entstanden, die einen wesentlichen Teil des Bedarfs aus dänischem Holz zu befriedigen imstande sind. Dasselbe gilt übrigens auch für andere Holzwaren, so für Parkettbodenbretter und Furniere aus einheimischem Buchenholz, letztere vor allem für Emballagezwecke. Von den kleinen Branchen wies vor allem das Bürstenmachergewerbe eine merkliche Belebung auf; andere dagegen, wie das Korbmacher-, das Vergolderund das Böttchergewerbe, lagen trotz relativer Besserung Ursachen, die in wohl allen Ländern beobachtet werden, weiter schwer danieder. Eine bedenkliche Erscheinung ist überhaupt, dass trotz der guten Wirtschaftslage die dänische Arbeitslosenziffer sogar im Sommer noch recht hoch 1935: 13% ist, was zu einer kräftigen Aktion für die Verkürzung der Arbeitszeit mahnt. - - aus Die vielen neuen Arbeitskräfte, die dem Bau- und Holzgewerbe aus der Landwirtschaft zuströmten, haben in den meisten Verbänden zu nicht unbeträchtlichen Mitgliederzunahmen geführt. Sowohl 1934 als auch 1935 traten die Unternehmer, ihrer fast zur Tradition gewordenen Übung getreu, auf der ganzen Linie wieder mit der Forderung nach ca. 20% Lohnabbau auf den Plan. Beide Male kam es jedoch erneut zur Verlängerung sämtlicher Tarifverträge, ohne dass irgendwelche Verschlechterungen eintraten. In zahlreichen Fällen konnten die Arbeiter 1935 sogar kleine Verbesserungen erzielen. So machte die Urlaubsregelung weitere Fortschritte, während für viele Gewerbe die Mindestlöhne, die allerdings meist nur geringe praktische Bedeutung haben, um einige Prozent erhöht wurden. Erwähnenswert ist, dass verschiedenen Tarifverträgen 1934 eine Bestimmung einverleibt wurde, wonach während der Vertragsdauer für einzelne Betriebe höhere Löhne gefordert werden dürfen, wenn die Verhältnisse dies rechtfertigen. Auf diesem Wege erhielten 1934-35 u.a. ca. 700 Mitglieder des Holzindustriearbeiterverbandes 3-4 Øre Aufschlag pro Stunde. Die Verlängerung der Tarifverträge im Frühjahr 1935 erfolgte auf Grund des Gesamtergebnisses der Urabstimmungen, die gleichzeitig in den beteiligten Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbänden über die 86 einzelnen Vergleichsvorschläge der staatlichen Schlichtungsinstanz vorgenommen wurden; bemerkt sei in diesem Zusammen95 hang, dass diese Verkoppelung der Abstimmungsresultate für die verschiedenen Gewerbe, die es insbesondere den kleineren nicht mehr gestattet, selbständig über die Gestaltung ihrer Lohn- und Arbeitsverhältnisse zu entscheiden, auf den späteren Verbandstagen mehrerer Organisationen einer scharfen Kritik unterzogen wurde. Auf organisatorischem Gebiete verdient neben dem zum 1. Juni 1935 erfolgten Anschluss der Zimmerer an den IBBH. zunächst Erwähnung, dass 1934-35 eine ganze Reihe von Verbandsjubiläen gefeiert wurden. So konnten die Korkarbeiter und die dänischen Tapezierer 1934 auf einen 60jährigen Bestand zurückblicken, während der Zusammenschluss der letzteren mit ihren schwedischen Kollegen 40 Jahre alt wurde. Die Holzindustriearbeiter feierten 1935, die Vergolder 1934 ihr 40jähriges Jubiläum, während 1935 sowohl die Tischler als auch die Böttcher ihr 50jähriges begingen. Die Stukkateure hielten im Mai, die Bildhauer im Juli, die Vergolder im August 1934 ihren Verbandstag ab( s. Bull. 8/1934). Im Juli 1935 tagten ferner die Maurer, die Bürstenmacher, die Böttcher und die skandinavischen Tapezierer( s. Bull. 6/1935), im August die Tischler( s. Bull. 6/1935), im Oktober die Korbmacher( s. Bull. 1/1936). Vom Verbandstag der Tischler sei hier hervorgehoben, dass Martin Petersen seinen Abschied nahm, nachdem er 26 Jahre hindurch den Posten des Vorsitzenden bekleidet hatte. Die Maurer sprachen sich auf ihrer Tagung für ein engeres Zusammengehen mit den übrigen Berufsverbänden des Baugewerbes aus. Der Landesverband der Maurer trat am I. November 1935 wieder der gewerkschaftlichen Landeszentrale bei, die er vor 23 Jahren wegen einer Differenz verlassen hatte( s. Bull. 4/1935); enttäuschend war dagegen die Haltung der Kopenhagener Maurer, die mit grosser Mehrheit ablehnten, ihren 1919 erfolgten Austritt aus dem Landesverband der Maurer rückgängig zu machen( s. Bull. 1/1936). ib Eine wichtige Neuerung ist, dass die Holzindustriearbeiter seit 1934 auch Lehrlinge im letzten Lehrjahr sowie jugendliche Hilfsarbeiter von 16 bis 18 Jahren im Verbande organisieren( s. Bull. 11/1934), womit 1935 eine vertragliche Regelung der Arbeitsverhältnisse der letzteren verknüpft wurde. In der dänischen Gewerkschaftsbewegung ist das bisher Ausnahme, wenn auch das Lehrlingswesen in Dänemark dank der gewerkschaftlichen Einflussnahme schon sehr früh eine anständige Regelung erfahren hat. Estland( 4, 17) Estland wird, gleich Litauen und Lettland ,,, autoritär" regiert. Die Arbeiterschaft hat wenig davon, dass dies ,, im Namen der Demokratie", d.h. angeblich zur Abwehr des aus Deutschland aufdringenden Nationalsozialismus, geschieht. Die Diktatur der reaktionären Grossbauern, deren Repräsentant die Regierung Päts ist, unterdrückt die Arbeiterklasse und deren Organisationen wo und wie sie nur kann, immer unter der Rechtsmaske eines ,, legalen" Ausnahmezustandes, 96 und sie bereitet Schritt für Schritt eine Neugestaltung des Staatswesens auf ,, ständischer" Grundlage vor. Die wirtschaftliche Lage Estlands ist unverändert schlecht. Die Bevölkerung lebt in grösster Armut. Obwohl die Arbeitsnachweise in ihren Berichten den Eindruck zu erwecken versuchen, als habe das Land keine Erwerbslosigkeit aufzuweisen, ist die Zahl der Arbeitslosen keineswegs gering. Registriert werden nämlich nur jene, die sich für öffentliche Arbeiten Waldarbeiten im Winter, Meliorationsarbeiten im Sommer zur Verfügung stellen. Die dabei geltenden Arbeitsbedingungen sind jedoch so schlecht, dass die Erwerbslosen es vorziehen, individuelle Lösungen zu suchen. - - Von den ca. 10.000 Beschäftigten im Bau- und Holzgewerbe waren im Mai 1934 nur etwa 1.000 organisiert. Davon gehörten 400 dem Estländischen Bauarbeiter- Verband an, der Ende 1933 der BI. beitrat, und weitere 350 verteilten sich auf örtliche Gewerkschaften in Tallinn, Tartu, Narva und Järvakandi. Die übrigen 200-250 waren wohl örtlich organisiert, gehörten aber nicht der gewerkschaftlichen Landeszentrale an. Der Versuch, eine Fusion aller Bau- und Holzarbeitergewerkschaften zu bewerkstelligen, wurde von der Regierung hintertrieben. So war es zunächst( im Mai 1934) nur möglich, den Eintritt der Tallinner Holzarbeitergewerkschaft in den später entsprechend umgetauften Bauarbeiterverband durchzuführen. Die neue Einheitsorganisation zählte Ende 1935 etwa 800 Mitglieder, während damals in ganz Estland etwa 2.000 Bau- und Holzarbeiter organisiert waren. - Die dem IBBH. angeschlossene Organisation hat in der Berichtszeit mehrere erfolgreiche Lohnkämpfe geführt. Davon muss vor allem der Tallinner Töpferstreik im April 1934 hervorgehoben werden, bei dem es unter Führung unseres Verbandes gelang, 98% der im Beruf beschäftigten Arbeiter in einer besonderen Gewerkschaft zusammenzufassen. Dadurch war es möglich, einen Tarifvertrag und 60 bis 70% Lohnerhöhung durchzusetzen. Bei einem Streik der Steinbrucharbeiter im Mai desselben Jahres war es ebenfalls zum ersten Mal möglich, einen Vertrag und 30% Lohnerhöhung zu erkämpfen. Eine Reihe von kleineren Bauarbeiterstreiks litt unter der Tatsache, dass die zahlreichen Wanderarbeiter, die sich zum grossen Teil aus der russischen Grenzgegend rekrutieren, die Bedeutung eines Kollektivvertrags und der Organisation nicht einsehen können. Mit Hilfe des IBBH. soll nun versucht werden, unter diesen Wanderarbeitern eine besonders intensive Agitation zu führen. Die Lage der Bau- und Holzarbeiterschaft wird auch dadurch erschwert, dass durchweg im Akkord gearbeitet wird und die Akkordsätze so niedrig sind, dass II bis 14 Stunden Arbeit nötig sind, um auf einen einigermassen erträglichen Tagelohn zu kommen. Dieser stellt sich dann auf 2 bis 3 Kronen. Der freie Gewerkschaftsbund hat festgestellt, dass für Essen, kaum Kleidung und Einzimmerwohnung für 3 Personen das Existenzminimum 89 Kronen pro Monat beträgt. Verdient werden jedoch durchschnittlich nur 45 bis 50 Kronen! 97 Dass in einem Lande, wo solch traurige soziale Verhältnisse von der Regierung geduldet, ja, gefördert werden, die Ende 1934 gesetzlich eingeführte Urlaubsregelung nur eine Farce ist, liegt auf der Hand. Der Verband hat seine Bemühungen, einen Zusammenschluss aller Bau- und Holzarbeiter zu verwirklichen, unermüdlich fortgesetzt. Für den Herbst des Jahres 1936 war eine Landeskonferenz angesetzt, aber die neueste Entwicklung in Estland hat nun alles wieder in Frage gestellt. Finnland( 5, 18-20) Die bereits 1933 fühlbar in Erscheinung getretene wirtschaftliche Belebung nahm 1934 teilweise geradezu den Charakter einer Hochkonjunktur an und blieb auch 1935 auf annäherend gleicher Höhe. Die für Finnland ausschlaggebende Holzwirtschaft fand glänzende Auslandsabsätze, vor allem in England, so dass das gesamte Wirtschaftsleben des Landes davon befruchtet wurde. Die industrielle Produktion lag sogar etwas höher als in der letzten Hochkonjunkturperiode. Auch politisch nahm Finnland eine erfreulichere Entwicklung. Das Ergebnis der Reichstagswahl vom Juli 1933, das eine Schwächung der extremen Rechten und eine Stärkung der Linken bedeutete, wirkte sich günstig aus. Die faschistische Lappobewegung, die sich in ,, Vaterländische Volksbewegung" umgetauft hat, erleidet Schlappe auf Schlappe. Trotz der politischen Erleichterung herrschen in Finnland aber immer noch Verhältnisse, die in den alten demokratischen Ländern unvorstellbar sind. Die Arbeiterbewegung wird mit allen denkbaren Mitteln schikaniert, die Gesetzgebungsmaschine wird meist nur gegen die Arbeiterklasse angewandt und von sozialen Reformen kann kaum gesprochen werden. Das Baugewerbe konnte nach langer Stagnation endlich von der allgemeinen Belebung profitieren. Eine fühlbare Ankurbelung des Wohnungsbaues war aber erst 1935 und dann vor allem nur in Helsingfors zu verzeichnen, aber allgemein konnte auch eine Zunahme der Industriebauten festgestellt werden. Dabei handelte es sich in allererster Linie um Zellstoffabriken. Im Jahre 1934 hatte der Bauarbeiterverband immer noch 52,8% erwerbslose Mitglieder, gegenüber ca 60% im Vorjahre. Die Löhne, die von 1928 bis 1933 um 40-50% gesunken waren, während die Lebenshaltungskosten nur um ca. 20% zurückgingen, konnten aber merklich verbessert werden. Seit langer Zeit gelang es auch wieder, Kollektivverträge abzuschliessen. Während z.B. Anfang 1934 nur 4 Tarife bestanden, waren es am Ende des Jahres 28, die ca. 8.000 Arbeiter erfassten. Besonders die Steinarbeiter und Maler konnten, zum Teil erst nach langwierigen Streiks, in einer Reihe von Orten Tarifverträge erobern, während die Maurer, die in Finnland einen eigenen Verband bilden, vom Mai bis August 1934 in Helsingfors einen erfolgreichen Streik durchführten. Die Folge von allen diesen Bewegungen war, dass die Lohnwillkür der Unter98 nehmer eingedämmt und Lohnerhöhungen von 15-25% erzielt wurden. - - Im Holzgewerbe lagen die wirtschaftlichen Verhältnisse noch weit günstiger. Die Ausfuhr von Nadelschnittholz, Bautischlereiprodukten und Holzwaren aller Art konnte 1934 gegen 1933 um 33% gesteigert werden, nachdem 1933 bereits eine Zunahme um 37% gegenüber dem Vorjahre eingetreten war; im Jahre 1935 hielt sich die Ausfuhr auf annäherend gleicher Höhe. Infolgedessen verzeichnete der Holzarbeiterverband 1934 nur noch 8,6% erwerbslose Mitglieder( 1933 14,8%). Leider aber war es ihm trotz dieser günstigen Situation nicht möglich, die Arbeitsbedingungen so zu verbessern, wie es wünschenswert gewesen wäre. Dazu ist der Widerstand der mächtigen scharfmacherischen Holzbarone Finnlands zu stark und die Zahl der Gewerkschaftsmitglieder kaum 10% der finnischen Holzarbeiterschaft sind organisiert zu klein. Nur im Tischlereigewerbe gelang es, einige Tarifverträge abzuschliessen; Ende 1934 bestanden 4 Ortsverträge mit 400 Beschäftigten, Ende 1935 II mit 1.500 erfassten Arbeitern. In der Sägewerksindustrie sind die Arbeiter nach wie vor dem Diktat der Unternehmer, die jeden Organisationsversuch mit schärfsten Repressalien unterdrücken, ausgeliefert. So stark waren ihre Löhne während der Krise gesunken, dass sogar die konservative Regierung sich veranlasst sah, eine Untersuchung einzuleiten und durch die Gewerbeinspektoren auf Erhöhung der Löhne drängen zu lassen; viel scheint indessen dabei nicht herausgekommen zu sein. Die eifrige Tätigkeit unserer finnischen Verbände, die von den skandinavischen Bruderverbänden kräftig unterstützt wurden, hat ihnen einen sehr beträchtlichen Mitgliederzuwachs gebracht. So stieg die Zahl der organisierten Holzarbeiter von 1933 bis 1934 um 74% und von 1934 bis 1935 abermals um 12%; bei den Bauarbeitern betrug die Zunahme 44,7 bzw. 23,1%, bei den Maurern 21,4 bzw. 76,4%! Die Holzarbeiter hielten im Mai, die Maurer im Oktober 1934 ihren Verbandstag ab( s. Bull. 4/1934 bzw. 6/1934). Frankreich( 6, 21, 22) Die innerpolitische Entwicklung Frankreichs in den Jahren 1934 und 1935 war bestimmt durch den faschistischen Putschversuch vom 6. Februar 1934 und die dadurch ausgelöste allmähliche Sammlung der Linken einerseits, und durch die sozialen Auswirkungen der rein deflationistischen Währungspolitik andererseits. Mit der Februar- Revolte, unter deren Druck Regierung und Kammer anfänglich zu erliegen drohten, war die faschistische Gefahr grell sichtbar geworden. Aber die Arbeiterschaft antwortete sechs Tage später mit einem machtvollen eintägigen Generalstreik. Das Land wendete sich bald eindeutig nach links, wobei die im Juli 1934 zustande gekommene Aktionsgemeinschaft der beiden grossen Arbeiterparteien ( der nach vielen Verhandlungen im Jahre 1935 im März 1936 die organisatorische Gewerkschaftseinheit folgte) eine grosse Rolle - Friedrich- Ebe * Stiftung Bonn Bibliothet 99 * spielte. Wenn es in der Berichtszeit trotzdem nicht zu einer Linksregierung kam, so liegt das grösstenteils an dem zwiespältigen Charakter der bürgerlichen Sozialradikalen, die zwar politisch zu einem grossen Teil nach links tendieren, aber unter der Führung Herriots in den sozialen und wirtschaftlichen Fragen immer wieder den Anschluss nach rechts suchten.( Die nach den Kammerwahlen von April/ Mai im Juni 1936 gebildete Volks frontregierung unter Führung des Sozialisten Blum wurde erst möglich, nachdem Herriot Ende 1935 nach heftigen Differenzen als Vorsitzender seiner Partei zurückgetreten war.) Die am 7. Juni 1935 gebildete Regierung Laval unternahm, mit weitgehenden Vollmachten ausgestattet, einen letzten verzweifelten Versuch, der Krise durch eine rigorose Deflationspolitik Herr zu werden. Bis Ende Oktober wurden über 300 Verordnungen erlassen, die der Drosselung des gesamten Staatshaushalts um 10% sowie der Senkung der Preise, Lasten und Löhne dienten. Der Versuch schlug restlos fehl er steigerte nur noch die schon unerträglich gewordenen sozialen Spannungen, ohne die Wirtschaft irgendwie anzukurbeln. Die Bautätigkeit, die seit 1930 ständig zurückgegangen war, erreichte 1935 nur die Hälfte ihres Standes von 1930. Folglich war auch das Steinbruchgewerbe( s. Bull. 2/1936) sowie die Holzindustrie, die allerdings auch stark auf Ausfuhr angewiesen ist, sehr schlecht beschäftigt. Der regen Propaganda der Organisation der französischen Kollegenschaft für eine durchgreifende Arbeitsbeschaffungspolitik, wozu übrigens der Millionenplan des früheren Arbeitsministers Marquet bereits eine gesetzliche, aber leider nicht angewandte Handhabe bot, war kein wirklicher Erfolg beschieden. Am 16. Juni 1935 wurde in Paris unter den Auspizien des freien Gewerkschaftsbundes und im Rahmen der Agitation für dessen Plan der Arbeit sogar ein besonderer Kongress für grosse öffentliche Arbeiten veranstaltet ( s. Bull. 3/1935). Unzählige Male auch sind die Wortführer des Verbandes bei den Behörden vorstellig geworden, um die Rechte und Ansprüche der bei den öffentlichen Arbeiten Beschäftigten zu vertreten. Von Bedeutung ist, dass es ihnen gelang, ein fast absolutes Verbot von Überstunden im Baugewerbe( s. Bull. 11/1934) und später, im März 1935, auch im Holzgewerbe zu erwirken. Auch auf rein gewerkschaftlichem Gebiete hat der Verband sich im Rahmen der beschränkten Möglichkeiten, die ihm seine damals noch sehr geringe Mitgliederzahl und ungenügende finanzielle Untermauerung gestatteten, nach Kräften gewehrt. Es fand eine Reihe von Streiks statt, die jedoch nicht immer den erhofften Erfolg brachten. Mit dem scharfen Kurswechsel im Jahre 1936 hat sich dann allerdings das Blatt völlig zugunsten unserer Kollegenschaft gewendet. Die freigewerkschaftlichen Bauarbeiter und Holzarbeiter Frankreichs vereinigten sich am 1. Januar 1935. Die neue Einheitsorganisation hielt im Juni 1935 ihren Verbandstag ab( s. Bull. 3/1935). Ferner tagte im September 1935 der Verbandstag des kleinen Böttcherverbandes, der dem IBBH. angeschlossen ist( s. Bull. 6/1935). 100 DOUU Grossbritannien und Irland( 7/8, 23-38, 39, 40) Die Politik des ,, billigen Geldes", die im September 1931 mit der Aufgabe der Goldwährung eingeleitet wurde, hat die Wirtschaftslage Grossbritanniens in den beiden Berichtsjahren weiter gehoben. Ende 1935 war die Zahl der Beschäftigten grösser als je zuvor und ca. 1.300.000 höher als im 1932 erreichten Krisentief. Wenn die Arbeitslosigkeit trotzdem auch prozentual noch wesentlich umfangreicher war als vor der Weltkrise, so drückt sich darin einmal die starke Rationalisierung aus, wofür nur eine Verkürzung der Arbeitszeit den Ausgleich schaffen kann, und andererseits die in einigen alten Exportindustrien beobachtete Dauerkrise, von der besonders der Norden betroffen ist. Die starke Belebung der Wirtschaft vollzog sich vor allem auf dem Binnenmarkt, insbesondere im Baugewerbe, das einen geradezu überraschenden Aufschwung nahm. Den Löwenanteil hatte dabei der Wohnungsbau. Der Wertindex der Bauerlaubnisse für Wohnbauten erreichte, 1929 gleich 100 gesetzt, seinen Tiefpunkt 1931 bei einem Stande von 91,5, um 1934 auf 157,2 und 1935 auf 177,2 zu steigen. Allein von März 1934 bis März 1935 wurden ca. 330.500 Wohnhäuser gebaut, davon 286.000 privat und 44.500 mit staatlicher oder gemeindlicher Hilfe. Da die stark spekulative Natur des privaten Wohnungsbaues die Gefahr einer Übersättigung des freien Wohnungsmarktes und folglich eines jähen Abbruchs der jetzt so überwiegenden privaten Bautätigkeit in sich birgt, ist es für die Fortdauer der Baukonjunktur sehr wichtig, dass sich 1935 eine Verschiebung zugunsten der bis dahin sehr zurückgebliebenen gewerblichen und öffentlichen Bautätigkeit angebahnt hat. Für die Industrie- und Handelsbauten lag der Tiefpunkt 1932 bei 64,5; die Messziffer stieg dann bis 1934 langsam auf 91,5, um 1935 auf 128,5 emporzuschnellen. Auch die öffentliche Hochbautätigkeit erfuhr erst 1935 eine wesentliche Belebung, nachdem sie 1934 gegenüber dem Vohrjahre sogar einen gewissen Rückgang aufgewiesen hatte. Rechnet man zu den eigentlichen. öffentlichen Bauten die privat errichteten Kirchen, Schulen, Krankenhäuser, Theater u.dgl. sowie alle Erneuerungs- und Umbauarbeiten hinzu, so stand der Index 1932 auf 69,1, 1934 auf 89,1 und 1935 auf 121,5. Sehr schlecht schnitt in der Berichtszeit der öffentliche Tiefbau ab. Von seinen 277.400 gegen Erwerbslosigkeit versicherten Arbeitern waren im Juli 1935 noch 125.200 arbeitslos; eine wirklich ins Gewicht fallende Belebung trat erst 1936 ein leider nicht zuletzt dank der Rüstungskonjunktur! Wenn die entsprechenden Ziffern für das Hochbaugewerbe 976.800 bzw. 139.600 auch ein bedeutend günstigeres Bild aufwiesen, so blieb die Arbeitslosigkeit indessen auch dort noch recht beträchtlich. Zwar war die Mitte 1935 erreichte Beschäftigtenziffer von 837.200 ein absoluter Rekord, aber im Durchschnitt des Jahres zählte man immerhin 16,8% erwerbslose Bauarbeiter( 1934 18,7%), und der hie und da vorübergehend festgestellte Mangel an Facharbeitern, über den sich ein Teil der bürger- - - - 101 lichen Presse nicht genug tun konnte, um doch nur eifrig Stimmung gegen die Arbeitszeitverkürzung zu machen, war denn auch grösstenteils rein örtlich bedingt, obgleich der in fast allen Ländern beobachtete Ausfall an fachlichem Nachwuchs infolge der Krise natürlich ebenfalls eine Rolle spielte. Erwähnung bedarf, dass 1934 die staatliche Beihilfe für billige Wohnungen auf solche beschränkt wurde, die die Bewohner der zu räumenden Elendsviertel, der sogenannten ,, slums", aufnehmen müssen. Der 1934 dafür aufgestellte Bauplan bezweckt, innerhalb 5 Jahre derartige Wohnungen im Gesamtwerte von 115 Mill. Pfund zu schaffen, und 1935 wurde der Umfang dieser Umsiedlung noch bedeutend erweitert, indem im neuen Gesetz ein neuer, sehr wichtiger Grundsatz aufgenommen wurde, wonach Wohnviertel auch dann geräumt werden können, wenn sie zwar nicht ausgesprochen gesundheitsgefährlich oder baufällig sind, aber trotzdem einer Neuplanung nach modernen städtebaulichen und wohnungshygienischen Prinzipien bedürfen. Laut amtlicher Schätzungen waren 1934 noch etwa 300.000 Wohnungen nötig, um die Frage der Elendsviertel und der Überbevölkerung zu lösen( s. IBBH.- Rundschau 1/1936). Die Baustoffindustrien und viele andere Nebengewerbe profitierten vom Aufschwung des Baugewerbes. Besonders stark war die Beschäftigtenzunahme in der sich rasch entwickelnden Ziegeleiindustrie ( von 69.400 in 1932 auf 91.200 in 1935, wenn man das Baukeramgewerbe hinzuzählt), bedeutend geringer dagegen in den Sägewerken und mechanischen Bautischlereien, wo die Zahl der Beschäftigten, wohl infolge der starken Rationalisierung, in derselben Zeit nur von 46.800 auf 53.200 stieg. Sehr befriedigend gestaltete sich die Lage in der Möbelindustrie, deren Beschäftigtenzahl sich von 104.800 auf 120.900 erhöhte, wenn auch die Zahl der Erwerbslosen 1932, 1934 und 1935, jeweils im Juli, 29,1 bzw. 18,3 und 16,7% recht hoch blieb. Nach zuverlässigen Beobachtern ist die gesamte Steigerung des Beschäftigungsgrades in Grossbritannien und Nordirland zu fast 2/5 auf Rechnung des Baugewerbes und der unmittelbar oder mittelbar davon abhängigen Nebengewerbe zu stellen. - - Der stufenweise Rückgang der Löhne, der Anfang 1929 eingesetzt hatte, kam 1934 zum Stillstand und bog 1935 in das Gegenteil um, während die Lebenshaltungskosten seit Aufgabe der Goldwährung, von kleineren Schwankungen abgesehen, kaum gestiegen sind. Im ganzen Lande stiegen die Löhne 1935 im Durchschnitt um 1%. Die Bauarbeiter standen dabei mit an erster Stelle. Im Februar 1934 hatten durch Versetzung von 170 Orten in eine höhere Ortsklasse bereits 11.000 Bauarbeiter eine Zulage bekommen. Am 1. Juli 1935 wurde dann, trotzdem die amtlich festgestellte Steigerung der Lebenshaltungskosten zu gering war, um eine automatische Erhöhung nach der gleitenden Lohnskala vorzuschreiben, infolge einer allgemeinen Neuregelung der Löhne für sämtliche Facharbeiter in England und Wales ein Aufschlag um 2 Penny pro Stunde erzielt, dem am 1. Januar 1936 ein zweiter in gleicher Höhe folgte. Die Hilfsarbeiter, 102 die in allen Ortsklassen 75% des Facharbeiterlohnes erhalten, bekamen eine proportionelle Zulage. Eine ähnliche Regelung kam später für das gesamte Baugewerbe Schottlands, mit Ausnahme der für sich gebliebenen schottischen Maler und Stukkateure, zustande, doch wurden die Raten dort am I. August 1935 und 1. Februar 1936 fällig( s. Bull. 3/1935). Für Liverpool und Umgebung wurde in einem bis 1938 befristeten Vertrag eine Zulage von 1 Pence für Facharbeiter und 1 Penny für Hilfsarbeiter vereinbart, die in 3 Raten zahlbar ist, von denen die erste am I. Juli 1935 und die beiden anderen 1936 in Kraft traten. Ferner gelang es in Belfast( Irland), gleichfalls ab 1. Juli 1935 2 Penny Zulage für Facharbeiter und 4 Penny für Hilfsarbeiter zu erreichen, während eine weitere Erhöhung 1936 erfolgte. Durch diese Lohnbewegungen erhielten ca. 800.000 Bauarbeiter insgesamt 7-8 Mill. Pfund Lohnerhöhung im Jahr. Hinzu kommt, dass am 1. Februar 1936 durch Neueinteilung in GrossLondon und die nordöstlich von London gelegenen Grafschaften eine weitere Erhöhung um 2 bis I Penny pro Stunde erfolgte( s. Bull. 2/1936). Auf organisatorischem Gebiet verdient zunächst Erwähnung, dass fast sämtliche baugewerbliche Verbände für 1934 und 1935 eine beträchtliche Zunahme ihrer Mitgliederzahl berichten können. Das dem IBBH. angeschlossene Landeskartell der baugewerblichen Arbeiter( NFBTO.) wurde ausserdem gestärkt durch den Beitritt der Stukkateure am 1. Januar 1934, der Sägewerksarbeiter am I. Oktober 1934 und der Asphalteure am I. Januar 1936. Ein kleinerer Bauhilfsarbeiterverband vereinigte sich am 1. Juli 1934 mit dem grossen, gleichfalls angeschlossenen Verband der Verkehrs- und ungelernten Arbeiter. Die 30.000 Maler, die seit jeher zur NFBTO. gehören, vollzogen am 1. Januar 1936 den Übertritt von der Maler- Internationale zum IBBH.( s. Bull. 5/1935). Die NFBTO. hielt 1934 und 1935 ihre Jahrestagungen ab, über die im Bulletin 4/1934 bzw. 3/1935 ausführlich berichtet ist. Das ausgezeichnete Ergebnis der 1935 unter ihrer Leitung geführten allgemeinen Lohnbewegung, die durch Verhandlungen im paritätischen Ausschuss für das Baugewerbe ausgetragen wurde, ist ein erneuter Beweis für die Zweckmässigkeit der in ihrem Rahmen gepflegten Zusammenarbeit der baugewerblichen Arbeiterverbände Grossbritanniens und Irlands. Ferner nahm sie lebhaften Anteil an der Propaganda für eine umfassende öffentliche Wohnungsbautätigkeit und eine planmässige Neugestaltung des Baugewerbes, die von dem 1933 gegründeten ,, Building Industries National Council", einem Koordinationsorgan zahlreicher am Baugewerbe interessierter Organisationen, eifrig betrieben wird. Erwähnt sei noch, dass Anfang 1935 in Dublin eine Konferenz abgehalten wurde, auf der die Organisationsverhältnisse in Irland durchgesprochen und ein Bezirksrat gebildet wurde. Von den kleinen Verbänden der Bürstenmacher und der Kistenmacher, die dem IBBH. angeschlossen sind, lässt sich im Rahmen 103 dieses Berichtes wenig Hervorstechendes berichten. Die Bürstenmacher, die wohl mit Recht Anspruch darauf erheben, die älteste noch bestehende Gewerkschaft der Welt zu sein( ihre Organisation geht nachweislich auf das Jahr 1806, wahrscheinlich jedoch sogar auf das Jahr 1747 zurück!), erzielten im Januar und im Dezember 1935 auf Grund der gleitenden Lohnskala je 2%% Lohnerhöhung. Um das Bild abzurunden, sei noch erwähnt, dass bei den Parlamentswahlen vom November 1935 die Arbeiterpartei sehr viele Stimmen und auch Mandate gewann, aber leider reichte der Zuwachs nicht aus, um die konservative ,, nationale" Regierung zu stürzen. Dagegen wurde die im März 1934 zustande gekommene rote Mehrheit im Londoner Grafschaftsrat( s. IBHH.- Rundschau 1/1936) durch die glänzend verlaufenen Gemeinderatswahlen vom November 1934 nur noch gefestigt. Ende August 1934 wurde die Jahrhundertfeier der ,, Märtyrer von Tolpuddle" in Anwesenheit einer grossen Zahl von Vertretern der Gewerkschaftsbewegungen einer Reihe von Ländern gefeiert; unter ihnen befand sich der Gesamtvorstand des IBBH., der um dieselbe Zeit zu seiner jährlichen Tagung in England versammelt war( s. Bull. 2/1934, Beilage). Italien( 9, 41) Die Machtergreifung des Faschismus in Deutschland und Österreich hat 1933/34 die öffentliche Aufmerksamkeit etwas von der Lage und Entwicklung im Innern Italiens abgelenkt. Erst mit der Zuspitzung des italienisch- abessinischen Konfliktes, die sich im Oktober 1935 in offenen Krieg entlud und anfänglich sogar einen neuen Weltbrand zu verursachen drohte, wandte sich das Interesse des Auslandes über die aussenpolitische Frage wieder auch den inneritalienischen Zuständen zu. Der ungesunde Charakter der Scheinkonjunktur, die während der ganzen Berichtszeit in Italien zu beobachten war und aus einer nur in diktatorial regierten Ländern möglichen Verquickung von deflationistischer Sozialpolitik und versteckt- inflationistischer Währungsund Finanzpolitik zu erklären ist, konnte auch durch die kunstvollste Selbstbeweihräucherung des in der kraftmeierischen Figur des ,, Duce" verkörperten Regimes nicht verhüllt werden. Ein stillschweigendes Eingeständnis, dass es etwas zu verbergen gibt, ist übrigens wohl, dass seit Herbst 1935 keine wirtschaftsstatistischen Messziffern mehr veröffentlicht worden sind. Die letztverfügbaren Statistiken liessen eine starke Zunahme des Notenumlaufes und ein Anziehen der Preise erkennen. Wenn sie ausserdem einen raschen Rückgang der Zahl der eingetragenen Arbeitslosen aufzuweisen schienen, so lag das einmal daran, dass eine immer grössere Zahl von Männern unter die Waffen gerufen wurde, und andererseits an dem durch den Krieg bedingten und nur durch inflationistische Methoden ermöglichten Aufschwung der Rüstungsindustrie. Im Jahre 1934 erlebte Italien eine starke Erhöhung der Bautätigkeit. 104 Darin drückte sich jedoch nicht, wie manche bürgerlichen Bewunderer Mussolinis es wahr haben möchten, eine Gesundung seiner Wirtschaft aus, sondern im Gegenteil eine durch Angst vor Inflation verursachte Flucht in die Sachwerte, während auch die Tatsache, dass die Gewährung von Steuerfreiheit auf 25 Jahre für Neubauten bis Ende 1935 befristet war, eine Rolle spielte. Im Jahre 1935 wurde die Bautätigkeit ausserdem in steigendem Masse durch die völlig unreproduktive Aufrüstung bedingt, die das Abgleiten Italiens nach dem wirtschaftlichen Ruin nur noch beschleunigen dürfte. Die Arbeiterklasse hatte selbstverständlich die Lasten der inflationistischen Kriegsfinanzierung zu tragen. Die Preise der wichtigsten Lebensmittel sind seit Mitte 1936 um 20-25% gestiegen, ohne dass irgend ein Teuerungsausgleich zugestanden wurde. Im Oktober 1935 verdiente ein gelernter Bauarbeiter in den grössten Städten kaum mehr als 2,50 bis 3 Lire pro Stunde, das waren damals etwa Hfl. 0,25 bis Hfl. 0,30. Möbelarbeiter kamen in den Grossstädten auf 2,30 bis 3,20 Lire, während der Durchschnittverdienst in der Holzindustrie sogar nur 1,60 Lire betrug. Vom Juni 1927, als die Lira stabilisiert wurde, bis Mitte 1935 sind die Geldlöhne in der italienischen Industrie um 40-50% gesenkt worden, während die Lebenshaltungskosten nur zögernd und in weitem Abstand folgten, bis sie schliesslich etwa 27% tiefer lagen als im Jahre 1927. Eine weitere Verdiensteinbusse erlitt ein grosser Teil der Arbeiterschaft, als Ende 1934 die Arbeitszeit von 48 auf 40 Stunden verkürzt wurde, ohne dass die so stark gesenkten Stundenlöhne eine Erhöhung erfuhren; nur Arbeiter mit kinderreichen Familien erhalten eine gewisse Entschädigung in Form van Familienzulagen, die ihnen aus einer zur Hälfte aus Beiträgen ihrer Kolle- gen mit keinem oder weniger reichlichem Kindersegen gespeisten- Ausgleichskasse gewährt werden, damit sie und ihre Angehörigen wenigstens das nackte Leben weiterfristen können( s. IBBH- Rundschau 1/1936). Trotz dieser starken Senkung des Realeinkommens wurde beim Anziehen der Preise keinerlei Lohnerhöhung gewährt, obwohl die Unternehmer aus den riesigen Staatsaufträgen notorisch grosse Gewinne einheimsten. Der italienische Bauarbeiterverband, der seinen Sitz in Paris hat, erlitt am 13. Juli 1935 einen herben Verlust durch den Tod seines langjährigen Sekretärs Felice Quaglino, der im Alter von 65 Jahren in der Verbannung einer schleichenden Krankheit erlag( s. Bull. 4/1935 sowie ,, Unsere Toten" und S. 67/68 im vorliegenden Bericht). Jugoslawien( 10, 42-46) Die vor einigen Jahren gehegten Hoffnungen auf eine Demokratisierung des öffentlichen Lebens in Jugoslawien haben sich nicht erfüllt. Die Diktatur war gerade dabei, sich im Interesse der Staatseinheit etwas zu ,, mildern", als sie im Oktober 1934 durch die Ermordung des Königs Alexander in Marseille ihres Oberhauptes 105 beraubt wurde. Nach wie vor ist das Land Opfer eines schlimmen Kliquenkampfes. Die nationalistischen Spannungen zwischen den einzelnen Stämmen haben sich nur noch verschärft und die politische Befriedigung scheint weiter entfernt als je. Die wirtschaftliche Lage Jugoslawiens, die bereits 1934 recht trostlos war, hat 1935 durch die Auswirkungen der Sanktionen gegen Italien eine weitere, besonders fühlbare Verschlechterung erfahren. Der Export des Landes geht zu einem sehr erheblichen Teile nach Italien, so dass die ohnehin herrschende Wirtschaftskrise durch den Fortfall dieser Ausfuhr ganz unerträglich wurde. Besonders die Holzwirtschaft in Slowenien und in Bosnien und Herzegowina, die zunächst durch den erhöhten Holzbedarf Italiens eine gewisse Belebung erfahren hatte, wurde schwer getroffen. Die Folgen der auf diese Weise noch mehr gesteigerten Arbeitslosigkeit waren um so furchtbarer, als der Staat keinerlei Unterstützungsmassnahmen trifft. Das Fehlen sozialer Einrichtungen und öffentlicher Fürsorge bringt es mit sich, dass die verelendeten Massen auf die private Mildtätigkeit angewiesen sind. So haben denn auch die Gewerkschaften trotz ihrer zahlenmässigen Schwäche ganz aussergewöhnliche Unterstützungsleistungen zu vollbringen. Dazu wird die Tätigkeit der freien Gewerkschaften von den Behörden, die fast restlos die gelben ,, nationalen" Gewerkschaften begünstigen, noch sabotiert. Verfolgungen und Anklagen gegen die freien Gewerkschaften stehen auf der Tagesordnung. Das Gros der 13 Millionen Einwohner Jugoslawiens wurzelt mit seiner Existenz und Mentalität in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft. Das gilt auch für die Arbeiterbevölkerung. So sind die Bauarbeiter, auch jene, die in den Städten Beschäftigung finden, zum grossen Teil kleine Bauern, die für jeden Lohn arbeiten. Sie sind für die Gewerkschaftsbewegung schwer zu gewinnen, und diese ist denn auch, trotzdem sie über oft ausgezeichnete Kräfte verfügt und gewiss auch mit praktischen Resultaten aufwarten kann, noch recht wenig entwickelt. Man schätzt, dass in Jugoslawien rund 60.000 Arbeiter im Baugewerbe beschäftigt sind. Davon sind aber erst 3.000 freigewerkschaftlich organisiert, und von diesen können wiederum im Durchschnitt nur etwa 1.000 als zahlende Mitglieder betrachtet werden. Die Fluktuation ist sehr gross in den Jahren 1932-35 nahm der dem IBBH. angeschlossene Bauarbeiterverband nicht weniger als 16.000 Personen auf, doch davon sind nur 16% geblieben. - Dasselbe gilt für die Holzindustrie, die noch weit mehr als 60.000 Arbeiter zählt. Hier kommt allerdings noch hinzu, dass die freigewerkschaftliche Bewegung der Holzarbeiter durch nationalistische Gegensätze gespaltet ist; zwar gelang es im Dezember 1935, eine gewisse föderative Verbindung zwischen den vier Provinzverbänden in Serbien- Mazedonien, Kroatien- Slawonien, Slowenien und BosnienHerzegowina zustande zu bringen( s. Bull. 1/1936), aber diese ist noch recht prekär. 106 Indessen gestaltete sich die gewerkschaftliche Tätigkeit der Bauund Holzarbeiter sehr rege, vor allem in der Hauptstadt Belgrad. Waren bis 1933 Streiks fast unmöglich, so setzte 1934 eine richtige Streikwelle ein, die sich 1935/36 nur noch verstärkt hat. Das war auch sehr nötig, denn obwohl die Geldlöhne 1935 im Durchschnitt um 400% höher lagen als im Jahre 1914, ist ihre Kaufkraft stark gesunken. Auch in bezug auf die Arbeitszeit liegt alles noch im argen. In den grösseren Städten beträgt sie 8 bis 10, in den Provinzstädten sogar 10 bis 16 Stunden, während auf dem flachen Lande überhaupt von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geschafft werden muss. Dabei bleiben die Arbeiterschutzgesetze völlig unbeachtet. Es ist deshalb besonders zu begrüssen, dass in der Berichtszeit sowohl die Holzarbeiter als auch die Bauarbeiter in Belgrad durch machtvolle Streiks einen Tarifvertrag und verschiedene bedeutende Verbesserungen ihrer Lohn- und Arbeitsverhältnisse haben erzwingen können. Luxemburg(-) Während das zwischen Deutschland, Frankreich und Belgien eingekeilte Ländchen Luxemburg eine hochentwickelte Schwerindustrie aufweist, hat das dortige Bau- und Holzgewerbe noch ausgesprochen kleingewerblichen Charakter. Die Facharbeiter trachten immer wieder danach, sich selbständig zu machen und einen eigenen Betrieb einzurichten. Im Baugewerbe kommt hinzu, dass es viele Einwanderer zu beschäftigen pflegt, die zum Teil noch sehr rückständig sind. Solche Verhältnisse sind der gewerkschaftlichen Organisation natürlich nicht gerade zuträglich und es nimmt denn auch nicht Wunder, dass trotz wiederholter Versuche von einer kräftigen Bau- und Holzarbeiterbewegung bisher keine Rede ist. Das kleine Grüppchen organisierter Bau- und Holzarbeiter wurde Mitte 1931 dem Verband der Berg-, Metall- und Industriearbeiter einverleibt, in dessen Rahmen es jedoch, wohl hauptsächlich infolge der sich rasch ausbreitenden Krise, lange Zeit keine sonderliche Tätigkeit entfaltete. Mit der Besserung der allgemeinen Wirtschaftslage wurde dann allerdings Anfang 1936 ein selbständiger Verband der Gipser und Stukkateure gegründet, der sich bald darauf dem IBBH. anschloss. Daneben trat auch die Bauarbeitersektion des vorerwähnten Gesamtverbandes wieder in Aktion. Es ist zu hoffen, dass es mit vereinten Kräften nunmehr gelingen möge, eine wirklich lebensfähige Bewegung unserer Kollegenschaft in Luxemburg aufzubauen. Neuseeland( 12, 50) Das ferne Inselreich Neuseeland beherbergt auf einer Fläche, die etwa so gross ist wie Grossbritannien und Irland zusammen, nur knapp 1 Millionen Menschen. Das Land ist überwiegend agrarisch und hatte infolgedessen besonders schwer unter der allgemeinen Krise 107 zu leiden. Sein konservatives Bauernkabinett verfolgte dabei eine Politik, die alle Härten der drückenden Wirtschaftslage der Arbeiterklasse aufbürdete. Statt zu versuchen, durch eine positive Krisenpolitik, deren wichtigster Bestandteil die Ausführung umfassender öffentlicher Arbeiten zu normalen Löhnen hätte sein sollen, die Wirtschaft wieder anzukurbeln, benutzte es im Gegenteil die missliche Lage dazu, möglichst alle öffentlichen Arbeiten als Notstandsarbeiten zu entsprechend niedrigen Löhnen ausführen zu lassen. Kein Wunder, dass trotz des milden Klimas, das auch im Winter sämtliche Bauarbeiten gestattet, am Tiefpunkt der Krise 75% der Bauarbeiter erwerbslos waren. Nicht besser sah es übrigens in den verschiedenen Branchen des Holzgewerbes aus. Wenn auch infolge einer Neuordnung der Währungs- und Finanzpolitik und unter Einfluss der allgemein gebesserten Weltlage im Jahre 1934 eine gewisse Belebung der Wirtschaft eintrat, so blieb die Lage Neuseelands doch während der ganzen Berichtszeit schlecht genug. Das Möbelgewerbe hatte bereits 1934 etwas besser zu tun, aber die Bautätigkeit kam erst 1935 wieder einigermassen in Fluss. Die kleine Verbesserung des Geschäftsganges gestattete den Zimmerern und Bautischlern im März und den dem IBBH. angeschlossenen Möbelarbeitern im August 1935, unter Inanspruchnahme des staatlichen Schlichtungsamtes eine Erhöhung ihrer Stundenlöhne um I Penny( 1/12 Shilling) zu erzielen. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass z.B. den Möbelarbeitern Mitte 1933 der Tariflohn um 2 Pence, d.h. um knapp 10%, gekürzt worden war, und dass die Lebenshaltungskosten eine steigende Tendenz aufwiesen. Erwähnt sei, dass, nachdem die Zwangsschlichtung aufgehoben worden ist, während der Krisenjahre auf Betreiben der Unternehmer eine ganze Reihe von Tarifen hinfällig wurde, weil infolge allzu übertriebener Abbauforderungen in der Lohnfrage keine Einigung erzielt werden konnte. Das gilt u.a. für den Tarif der Stukkateure, die dadurch in eine erschwerte Lage gerieten. Die grosse allgemeine Unzufriedenheit über die negative Politik der Konservativen führte dazu, dass die Arbeiterpartei bei den Wahlen im November 1935 einen eklatanten Erfolg erzielte. Sie erhielt 54 Mandate, während die Opposition sich mit nur 16 begnügen musste. Infolgedessen wurde das Bauernkabinett bald darauf von einer reinen Arbeiterregierung abgelöst, die sofort einen radikalen Kurswechsel eingeleitet hat. Aber dessen erfreuliche Ergebnisse gehören schon nicht mehr zum Bericht über 1935. Niederlande( 11, 47-49) Als eine Hauptstütze des Goldblocks hatte Holland während der ganzen Berichtszeit den vollen Druck der Krise zu tragen. Die Eigenart seiner Wirtschaft, die auf Handel, Schiffahrt und Gartenbauexport basiert, machte die Lage noch schwieriger. Die Abschnürung fremder Märkte, vor allem des deutschen, hat in dem kleinen 108 Lande eine katastrophale Agrarkrise entwickelt. In schnellem Tempo sind die Anbauflächen zurückgegangen, die Häfen liegen leer, die Handelshäuser veröden. Der Wert der Einfuhr und der Ausfuhr ist auf ungefähr ein Drittel des Standes von 1929 gesunken. Der Versuch der bürgerlichen Regierung Colijn, die Schwierigkeiten durch eine drastische Deflationspolitik zu überwinden, ist restlos gescheitert. Sie zog daraus jedoch nicht die selbstverständliche Konsequenz eines Kurswechsels, sondern bemühte sich nur, ihre Anpassungsmethoden noch hartnäckiger durchzuführen. Leidtragend ist in erster Linie die Arbeiterschaft und dann der kleine Mittelstand. Das einst so wohlhabende Volk ist in rapider Verarmung begriffen. Die kurzsichtige Regierungspolitik hat neben den üblichen sozialen Auswirkungen zum Erstarken der faschistischen Bewegung geführt, die bei den Provinzialratswahlen im April 1935 8% der Stimmen erhielt, sei es ausschliesslich auf Kosten der bürgerlichen Parteien. Die Arbeiterbewegung konnte sich vollkommen behaupten. Im Baugewerbe war der wirtschaftliche Niedergang mit am empfindlichsten zu verspüren. Die Gesamtziffer der Submissionen betrug 1934 mit rund 93 Millionen Gulden nur noch ca. 50% von der des Jahres 1930, während die Arbeitslosigkeit unter den Bauarbeitern im Durchschnitt 37,5%( gegenüber 37,4% im Vorjahre und 11,4% im Jahre 1930) ausmachte. Der Regierung war 1934. durch den Druck der Linken ein Arbeitsbeschaffungsprogramm abgerungen, aber es zeigte sich bald, dass die Regierung nicht sonderlich gewillt war, die an sich schon unzureichenden 60 Millionen Gulden, die vorgesehen waren, auch wirklich in die Wirtschaft zu stecken. Eine Arbeitsvermehrung hat der Plan denn auch jedenfalls für die Organisationsvertreter gehabt, die in unzähligen Konferenzen mit Behörden ihr Bestes taten, um die bewilligten Beträge auch verwendet zu bekommen, während sie gleichzeitig in manchmal sehr langwierigen Verhandlungen dafür sorgen mussten, dass die Löhne, die im allgemeinen 10-15% unter dem örtlichen Tariflohn liegen, eine anständige Regelung erfuhren. Neben dieser produktiven Arbeitsbeschaffung läuft die beschleunigte Ausführung von öffentlichen Arbeiten, die aus dem Strassenbaufonds bezahlt und in der Regel zu normalen Löhnen ausgeführt werden. Ferner gibt es noch die eigentlichen Notstandsarbeiten, bei denen Krisenlöhne gezahlt werden, die nur wenig über der Arbeitslosenunterstützung liegen. Hier gilt es vornehmlich, darauf zu sehen, dass normale Bauvorhaben nicht als Notstandsarbeiten ausgeführt werden, was trotz der Wachsamkeit der Organisation nur allzu oft geschieht. Wenn es angesichts der misslichen Lage sowohl dem Bauarbeiterverband als auch dem Stukkateurverband gelungen ist, während der Jahre 1934 und 1935 die Tarifverträge, von einem Abbau der Bauarbeiter- Spitzenlöhne um 5% abgesehen, zu halten und sogar in einzelnen Punkten noch zu verbessern, so ist das ein Beweis für die Kraft der Organisation. Die Stukkateure erzielten um die Jahreswende 109 1935/36 in Haag und Umgebung sogar die 40- Stunden- Woche mit teilweisem Lohnausgleich( s. Bull. 1/1936). Das Möbel- und Tapezierergewerbe hatte 1934 44,5% und 1935 50% erwerbslose Verbandsmitglieder aufzuweisen. Die Organisationstätigkeit war unter diesen Umständen besonders mühevoll. Konnten im Frühjahr 1934 Verschlechterungen im grossen und ganzen noch abgewehrt werden( s. Bull. 2/1934), so musste ein Jahr später eine Kürzung der Tariflöhne um ca. 6% hingenommen werden; im Vergleich mit anderen Gewerben hat der Möbelarbeiterverband allerdings noch recht gut abgeschnitten. Andders Im Mai 1934 hielten sowohl die Bauarbeiter als auch die Möbelarbeiter ihren Verbandstag ab( s. Bull. 2/1934); von Bedeutung ist vor allem der auf ersterem gefasste Beschluss, den Verbandsbeirat zu erweitern und ihm die Befugnis zu übertragen, Tarifverträge abzuschliessen. Die niederländischen Gewerkschaften haben gegenwärtig ihre Hauptkraft auf den ,, Plan der Arbeit" konzentriert, der von ihnen gemeinsam mit der sozialdemokratischen Arbeiterpartei aufgestellt worden ist. Dieser Plan enthält ein praktisches Programm der Wirtschaftsbelebung und Wirtschaftsordnung, wofür 600 Millionen Gulden aufgewendet werden sollen. Norwegen( 13, 51-55) Die nicht unwesentliche Belebung, die bereits 1934 in der norwegischen Wirtschaft eingetreten war, hat sich 1935 dank der positiven Wohlfahrtspolitik der im März gebildeten, von der Bauernpartei unterstützten Arbeiterregierung noch bedeutend verstärkt. Das Baugewerbe wurde mit beträchtlichen Staatsmitteln angekurbelt. Wenn trotzdem im Durchschnitt des Jahres 1935 noch 30,2% der organisierten Bauarbeiter erwerbslos waren( gegenüber 41,7% im Vorjahre), so ist das jedoch ein Beweis dafür, dass der Arbeitsmarkt einer weiteren Entlastung bedarf, die nur durch eine Verkürzung der Arbeitszeit erzielt werden kann. Dasselbe gilt für die verschiedenen Branchen des Holzgewerbes, in denen die Arbeitslosigkeit trotz einer merklichen Abnahme gleichfalls ziemlich hoch blieb. Sowohl die Möbel- als auch die Sägewerksindustrie zog indessen aus der flotten Bautätigkeit beträchtlichen Nutzen. Für die Wald- und Sägewirtschaft kam die allgemein beobachtete Belebung des internationalen Holzverkehrs konjunkturverstärkend hinzu, wenn auch der starke Verfall der Ausfuhrpreise in 1935 die Geschäftsergebnisse wesentlich beeinträchtigte. Die norwegische Arbeiterschaft, die ihre Löhne und Arbeitsverhältnisse während der Krise gut zu halten vermochte, benutzte die Belebung der Wirtschaft dazu, 1934 und 1935, als die wichtigeren Verträge, die 1931 nach 22wöchigem Grosskampf abgeschlossen worden waren, zum Ablauf kamen, gewisse Verbesserungen durchzusetzen. Besonders lebhaft war 1934 die Tarifbewegung in der Sägewerks110 brecher irgendwie zu beeinflussen versuchen, mit Bussen bis zu 25.000 Kronen und Gefängnis bis zu einem Jahr bedrohte, beseitigt wurde. Dagegen besteht das im Bericht 1933 genannte Boykottgesetz noch weiter. Nicht unerwähnt soll hier bleiben, dass die norwegische Landeszentrale, die 1922 aus dem IGB. austrat, um in dem inneren Meinungsstreit über den internationalen Anschluss( IGB. oder Rote Gewerkschafts- Internationale) nicht Partei ergreifen zu müssen, sich am 1. Januar 1936 wieder dem IGB. angegliedert hat( s. Bull. 1/1936). Österreich( 14, 56) Der tapfere, aber aussichtslose Verzweiflungskampf, mit dem die Vorhut der masslos provozierten Arbeiterschaft Österreichs sich im Februar 1934 dem frech aufs Ganze gehenden schwarzgrünen Faschismus der Dollfuss, Fey und Starhemberg entgegenwarf, ist im Tätigkeitsbericht 1933 im Abschnitt ,, Der Kampf in Österreich" ausführlich gewürdigt worden. Als die faschistische Reaktion das Proletariat blutig niedergeschlagen hatte, löste sie auch seine wirtschaftlichen Interessenvertretungen auf und setzte an deren Stelle die gelbe ,, Einheitsgewerkschaft"( EG.), die der Regierung untersteht und deren Funktionäre von dieser ernannt werden. Die Wiener Bauarbeiter bekamen als erste zu spüren, was der Verlust der freien Gewerkschaft bedeutet. Als die Kanonen noch gegen die Wohnhäuser, die das sozialistische Wien geschaffen hatte, donnerten, schloss der christliche Bauarbeiterverband, der der Vater der EG. wurde, einen neuen Kollektivvertrag ab, der ihnen eine Verschlechterung ihres Einkommens um 14-20% brachte. Noch schlimmer erging es der kleinen Gruppe der Baupoliere, die aus Angst ums Brot geschlossen zur EG. übergetreten war. Als Dank dafür erhielten sie am 22. November 1934 einen neuen Vertrag, der ihren Wochenlohn von 96 auf 85 Schilling, die Bauzulage von 12 auf 10 Schilling, den Aufschlag für Nacht- und Sonntagsarbeit von 100 auf 50% und den für gewöhnliche Ueberstunden von 50 auf 25% senkte. So musste die eine Branche nach der anderen dran glauben. Die Wiener Maler, Anstreicher und Lackierer erfuhren einfach durch eine Zeitungsmeldung, dass man sie mit einem neuen Tarif beschert hatte, der ihnen ausser anderen Verschlechterungen eine glatte 12prozentige Lohnkürzung für Facharbeiter nach dem 3. Jahre nach der Auslehre von 1,62 auf 1,42 Schilling auferlegte. Am tollsten trieb man es aber bei den Wiener Holzarbeitern. Sie hatten einen Vertrag, der bis zum 1. März 1935 gültig war. Ohne jeden sichtbaren Grund schloss aber schon am 21. März 1934(!) die EG. einen Vertrag mit 7% Lohnherabsetzung ab! So gross war jedoch die Empörung, dass die Arbeiterkammer eingriff und die EG. sich am 15. Juni zu einem neuen Vertrag bequemen musste, der zwar den vorigen etwas verbesserte, aber den alten lange nicht erreichte. Dieser Vertrag wurde übrigens am 1. März 1935 um ein Jahr verlängert. 112 - - Auch in der Provinz wurden in den beiden Berufsgruppen eine Reihe von Tarifverträgen verschlechtert oder nicht mehr erneuert und die Arbeiter so den Unternehmern, die die fürchterliche Arbeitslosigkeit nach Strich und Faden ausnützen, schutzlos preisgegeben. Diese Beispiele zeigten den Bau- und Holzarbeitern, dass die faschistische EG. kein Ersatz für die freien Gewerkschaften ist. Ihre Ablehnung gegenüber diesem Instrument des reaktionären Unternehmertums war daher eindeutig. Mehr sogar: es entstand in beiden Berufsgruppen die ,, illegale" Organisation als Fortsetzung der aufgelösten freien Gewerkschaften. Kaum war im Februar 1934 in Wien der grosse Schlag gefallen, da funktionierte auch schon der ,, illegale Apparat". Bereits im März gingen die ersten Flugblätter heraus, und Ende April wurde sogar wieder mit der Beitragskassierung angefangen. Allerdings sind die Einnahmen aus diesen auf ein Minimum reduzierten Beiträgen sehr gering und stehen in keinem Verhältnis zu den grossen Kosten, die die geheime Agitation erfordert. Im Hinblick auf die Spitzelgefahr kann die illegale Organisation ja auch nur ganz zuverlässige Personen aufnehmen, aber jedes ihrer Mitglieder ist ein Vertrauensmann, der einen Kreis von 5 bis 10 Personen agitatorisch erfasst und bearbeitet. Ungemein viel Arbeit und Zeit erfordert, neben der antifaschistischen gewerkschaftlichen Tätigkeit, die Hilfsaktion für die inhaftierten Kollegen. Von den Bauarbeitern wurden drei Mitglieder hingerichtet, und Hunderte von braven Bau- und Holzarbeiterkollegen sassen lange und sitzen zum Teil heute noch im Kerker oder im Konzentrationslager. Namentlich in Steiermark ist der Funktionärkörper arg mitgenommen worden. - - Hatte es bisher für die Bau- und Holzarbeiter getrennte Verbände gegeben, so kam bald unter dem Druck der Umstände die früher schon lange gewünschte Vereinigung zustande. Sie wurde auf einer geheimen Reichskonferenz der Bau- und Holzarbeiter Österreichs, die im April 1935 unweit von Wien stattfand, feierlich bestätigt. Die Konferenz legte die Methoden für die weitere Aktion unter der Kollegenschaft fest und nahm eine Entschliessung an, in der dem faschistischen System schärfster Kampf angesagt wird. Dieser Kampf soll geführt werden ,, für die Wiederherstellung der vollen Koalitionsfreiheit der Arbeiter, gegen den von der Einheitsgewerkschaft begünstigten Raub an den Lohnbezügen und an den sozialen Errungenschaften, und schliesslich und endlich für die restlose Zerschlagung des Faschismus, die Wiederherstellung der Freien Gewerkschaften und aller Arbeiterrechte". Für diese Agitation leistet, neben den zahlreichen Flugblättern, das monatlich im Kleinformat erscheinende, auf dünnem Papier gedruckte Organ ,, Die Bau- und Holzindustrie", das in den Betrieben von Hand zu Hand geht und bereits eine Auflage von 3.500 erreicht hat, treffliche Dienste. Einzelheiten über die Lage der Bau- und Holzarbeiterschaft im faschistischen Österreich findet man in grosser Zahl im Bulletin 3/1935, 2/1936 und vor allem in der Beilage I zum Bulletin 3/1936. 113 Siehe im übrigen den Abschnitt: Kampf gegen Faschismus und Reaktion, in diesem Bericht. Palästina( 15, 57, 58) Während ringsum die Krise noch mit aller Heftigkeit tobte, setzte Palästina seinen 1929 begonnenen Aufstieg fort. Dieser ist seit 1933, als das Land in steigendem Masse zum Zufluchtsort des gehetzten und geschundenen Judentums wurde, infolge der starken Einwanderung und des Zuflusses von deutsch- jüdischem und anderem Kapital nur noch beschleunigt worden. Infolgedessen war die Bautätigkeit während der Berichtsperiode sehr lebhaft, und deren Aufschwung erstreckte sich naturgemäss auch auf die Nebengewerbe. Waren im März 1931 in Tel- Aviv 400 Bauarbeiter beschäftigt, so betrug die Zahl Anfang 1935 über 6.000, die Nebengewerbe nicht eingerechnet. In Haifa stieg die Zahl von 250 auf 4.000, und so war es überall im Lande. In ganz Palästina wurden 1935 etwa 15.000 jüdische Bauarbeiter gezählt, die zu 80% organisiert waren. Daneben gab es im arabischen Sektor, der von der allgemeinen Konjunktur nicht unberührt blieb, eine grosse Zahl nicht- jüdischer Arbeiter. Ferner sind in den verschiedenen Branchen des Holzgewerbes mehrere Tausend Arbeiter beschäftigt. Es wurden verschiedene grössere Fabriken für die Herstellung von Baumaterialien, so von Zement und Ziegel, sowie grosse, modern ausgestattete Tischlereien gegründet, die alle vollauf zu tun haben. - - Der Allgemeine Arbeiter- Verband, der heute, bei einer Gesamtmitgliederzahl von 75.000, im ganzen Lande ca. 12.000 Bauarbeiter und 3.000 Holzarbeiter umfasst, nahm unter diesen Umständen einen grossen Aufschwung. Die Aufgabe, die massenhaft hereinströmenden Einwanderer vom Juli 1933 bis Juli 1935 nahm Palästina 90.000 Personen auf einzugliedern, hat er glänzend gelöst. Ohne viel Streiks gelang es, die Löhne in den Jahren 1933-34 um insgesamt 50-70% zu erhöhen und vertraglich festzulegen. Dazu hat der Umstand, dass die Arbeitslosigkeit unbedeutend, dagegen ein spürbarer Mangel an guten Facharbeitern vorhanden war, natürlich eine grosse Rolle gespielt; denn die Unternehmer in Palästina sind ja nicht besser als anderswo und bemühen sich sogar, eine ,, nationale", d.h. gelbe Streikbrecherorganisation ins Leben zu rufen. Die Bauarbeiter in Tel- Aviv, der wichtigsten Stadt des Landes, traten am 1. Januar 1935 dem IBBH. bei, während die Tel- Aviver Holzarbeiter bekanntlich schon seit 1. Juli 1931 angeschlossen sind. Von Interesse ist, dass unsere Kollegen auf dem Gebiete der Produktivgenossenschaften Hervorragendes leisten. Allein in TelAviv führte die Genossenschaft 1934 für£ 270.000 Arbeiten aus, wobei 500 Arbeiter beschäftigt wurden. Die grössten Arbeiten in der Stadt, sowohl private als öffentliche, werden fast immer ihr übertragen. Während in der Berichtszeit die Beziehungen zwischen der 114 jüdischen und der arabischen Arbeiterschaft sich in mancher Hinsicht besserten, erfuhr das allgemeine Verhältnis zwischen den Juden und den von den Grossgrundbesitzern aufgepeitschten Arabern eine tragische Zuspitzung, die sich 1936 sogar in zahlreichen blutigen Ueberfällen auf jüdische Niederlassungen entlud. Solange dieses Kernproblem nicht gelöst ist, bleibt die Zukunft Palästinas und das Schicksal seiner fleissigen jüdischen Bevölkerung, deren stetige Aufbauarbeit Bewunderung erzwingt, in Frage gestellt. Polen( 16, 59) Die organisierte Arbeiterschaft Polens kämpft politisch auf zwei Fronten gegen die verbürokratisierte Oberstendiktatur der Erben Pilsudskis und gegen die faschistische Bewegung der Mittelschichten ( s. Bull. IUH. 1/1934). Gleichzeitig aber muss sie tagein, tagaus einen schweren Kampf führen um ihre nackte Existenz. Die wirtschaftliche Lage Polens steht in den letzten Jahren ständig im Zeichen des Währungskampfes. Die unter Pilsudski selbst noch rigoros durchgeführte Deflationspolitik wurde von Jahr zu Jahr unhaltbarer. Die ungeheuren Lasten, die die überentwickelte Armee verursacht, haben das Land an den Rand des Ruins gebracht. Rechnet man die getarnten Rüstungsausgaben zu den offiziellen hinzu, dann ergibt sich, dass Polen 45% seiner Ausgaben für das Heer verwendet! Selbst in den herrschenden Gruppen sind Zweifel aufgetaucht, ob mit dem Festhalten an dem Währungsstandard eine solche Ausgabenverteilung beibehalten werden kann. Trotzdem ist immer wieder versucht worden, die Lösung des Problems auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung vorzunehmen. Lohnsenkung über Lohnsenkung wurde erzwungen und die Sozialpolitik zu einem Schattendasein verurteilt. Hand in Hand damit geht eine fortschreitende Knebelung der Arbeiterschaft. Nachdem zunächst ihre politischen Organisationen an Ketten gelegt worden sind, wird jetzt mit Hilfe der gelben ,, nationalen" Scheingewerkschaften und durch offenen oder verhüllten Terror versucht, auch ihre wirtschaftlichen Interessenvertretungen zu zerschlagen. - Die natürliche Folge davon waren und sind Verzweiflungskämpfe der Arbeiterschaft. Riesenstreiks, von denen Millionen Menschen in Mitleidenschaft gezogen werden allein im Jahre 1935 streikten 500.000 Arbeiter! lösen sich mit Erwerbslosenunruhen ab, und bei dem rücksichtslos angewandten Polizeiterror ergeben sich wiederholt bürgerkriegartige Zustände. - Dass die dem IBBH. angeschlossene Organisation unter diesen Verhältnissen einen schweren Stand hatte, versteht sich von selbst. Es sei daran erinnert, dass sie am I. Januar 1935 aus der Fusion der bis dahin selbständigen Verbände der Holzarbeiter und der Bauarbeiter hervorgegangen ist. Diese hatten auf ihren im Juni( s. Bull. 8/1934) bzw. im September 1934 stattgefundenen Verbandstagen den entsprechenden Beschluss gefasst. Die neue Einheitsorganisation 115 umfasst gleichzeitig auch die Arbeiter in den Baustoffindustrien, d.h. die Keram- und Steinarbeiter; sie zählt heute 200 Ortsgruppen mit rund 40.000 Mitgliedern, von denen allerdings ein hoher Prozentsatz arbeitslos und ausserstande ist, die Beiträge zu bezahlen. Litt die Holzindustrie 1934 noch unter schlechtem Geschäftsgang, so trat 1935 eine fühlbare Belebung ein. Daneben waren auch die Ziegeleien gut beschäftigt, während die Bautätigkeit erst im Jahre 1936 etwas flotter wurde. Unter dem Schutz einer Devisenkontrolle, die praktisch das Ausscheiden Polens aus dem Goldblock bedeutete, konnte der Staat Baukredite in Höhe von 45 Millionen Zloty gewähren. In einer Reihe von Streiks gelang es den Bauarbeitern, die bessere Konjunktur für eine Erhöhung der Löhne( die während der Krise vielfach auf die Hälfte der 1928 geltenden Sätze gesunken waren) auszunutzen. Dagegen hatten die Holz- und Waldarbeiterstreiks hauptsächlich Abwehrcharakter; auch sie hatten teilweise Erfolg. Die Organisation ist bemüht, Durchschnittsstundenlöhne von 1,30 Zl. pro Stunde für Facharbeiter und 1 Zl. für Hilfsarbeiter zu erzielen. Das entspricht Hfl. 0,37 bzw. 0,28 in niederländischer Währung. Rumänien( 17, 60, 61) Das von der Agrarkrise besonders schwer heimgesuchte Rumänien fand 1934/35 vorübergehend Anschluss an die Devaluierungskonjunktur. Das vollkommen von ausländischem Kapital beherrschte Land begann fühlbar aufzuleben, so dass Mitte 1935 die Erwerbslosenziffern zusammenschmolzen. Leider war es der Arbeiterschaft nicht möglich, hieraus die naheliegenden Vorteile zu ziehen. Dazu war ihre gewerkschaftliche Bewegung viel zu schwach und der Terror der Reaktion viel zu gross. Unter der Maske des Liberalismus wird der politische und wirtschaftliche Aufstieg des Proletariats verhindert. Vom Parlament, von den Behörden, von den Unternehmern wird eine systematische Bekämpfung aller gewerkschaftlichen Regungen vorgenommen, ja, die unteren Behörden, vor allem in den kleinen Städten und auf dem flachen Lande, schrecken nicht vor offenen Verfolgungen zurück. Eine grosse Gefahr bedeutet im übrigen das Vordringen ausgesprochen faschistischer Strömungen, das sich u.a. in Überfällen. auf Volkshäuser und einzelne Personen äussert. Die Bautätigkeit nahm 1935 besonders in Bukarest, wo ca. 30.000 Kollegen, d.h. 60% der Bauarbeiterschaft des Landes, beschäftigt sind, einen gewaltigen Aufschwung. Waren im ersten Halbjahr noch 33% der Bauarbeiter erwerbslos, so trat Mitte des Jahres sogar ein Mangel an qualifizierten Arbeitskräften ein. Der Bauarbeiterverband trat sofort in Aktion, um zu versuchen, die Lage für eine Verbesserung der sozialen Verhältnisse im Gewerbe auszunutzen. Diese waren in der Krise immer trostloser geworden. Die Löhne waren um 50 bis 70% gefallen, die Arbeitszeit bewegte sich zwischen 10 und 16 Stunden, die Unfälle häuften sich. So gross war das Elend, dass viele 116 Arbeiter auf den Baustellen schliefen, oft mit Frau und Kind. Nur dort, wo es der Organisation gelang, Fuss zu fassen, konnten diese Zustände jedoch gemildert werden. Da der Verband nur 15 Ortsgruppen mit 1.500 Mitgliedern umfasst, mussten seine Erfolge zwangsläufig auf die grösseren Städte beschränkt bleiben. Die 16 Lohnbewegungen, die in der Berichtszeit stattfanden, konnten allerdings mit relativ gutem Erfolg abgeschnitten werden. Vier Streiks brachten Lohnaufbesserungen von 30 bis 70% und den Achtstundentag. So konnte der Tagelohn in Bukarest durch Vertrag auf 13-20 Lei und in Cluj( Siebenbürgen), wo der alte Stamm der Organisation sitzt, sogar auf 18-26 Lei erhöht werden. Leider aber hat die enorme Auflebung der Bautätigkeit im Jahre 1936 nicht angehalten. Das Holzgewerbe verzeichnete 1934 nur 26.375 Beschäftigte, das sind 37% weniger als im Jahre 1930. Im folgenden Jahre trat zwar durch die Baukonjunktur ein wenig Belebung ein, doch war die Arbeitszunahme nicht ausreichend, um die Erwerbslosigkeit zu überwinden. Der Kampf der Organisation musste sich ausschliesslich auf die Verhinderung weiterer Lohnsenkungen beschränken, an Lohnforderungen war überhaupt nicht zu denken. Ganz besonders wird darüber geklagt, dass in der Bukowina, wo die grossen Sägewerke liegen, alle Behörden, vom Präfekten bis zum kleinsten Beamten, finanziell an den Unternehmen interessiert sind, so dass die Verbandsfunktionäre schärfsten Repressalien ausgesetzt sind. Es ist denn auch zu verstehen, dass der Holzarbeiterverband es erst auf 13 Ortsgruppen mit ca. 850 Mitgliedern gebracht hat und die Lage der Holzarbeiter auch gemessen am niedrigen allgemeinen Niveau in Rumänien sehr ungünstig ist. So liegen ihre Löhne im grossen und ganzen etwa 6% unter dem rumänischen Durchschnitt. Schweden( 18, 62-66) Schweden, dessen im September 1932 ans Ruder gekommene Arbeiterregierung durch spätere Wahlen noch verstärkt wurde, liefert wohl das beste Schulbeispiel für die Erfolge, die mit einer entschlossenen Politik staatlicher Wirtschaftsordnung und einer planmässigen Währungspolitik erzielt werden können. Die Messziffer der Herstellung von Produktionsmitteln erreichte im Januar 1935 mit 100,9 wieder den Stand von 1929(= 100) und stieg bis November desselben Jahres um weitere 12%. Beschränkte sich die Belebung zunächst grösstenteils auf die Ausfuhrindustrien, so griff sie im Laufe der Berichtszeit in immer stärkerem Masse auch auf die für den Binnenmarkt tätigen Wirtschaftszweige über. Diese letztere Entwicklung war besonders fühlbar im Baugewerbe, das dank der gemeinsamen Wirkung billigen Geldes, staatlicher Förderung des Wohnungsbaues und einer durch die allgemeine Erhöhung der Kaufkraft bewirkten Nachfrage nach besseren, neuzeitlichen Ansprüchen genügenden Wohnungen alle bisherigen Höchstzahlen überstiegen hat. Dasselbe gilt übrigens für die industrielle und 117 die öffentliche Bautätigkeit. Allerdings kam das Baugewerbe erst Mitte 1934 richtig in Fluss, nachdem der grosse Konflikt, der es fast elf Monate hindurch lahmgelegt hatte, im Februar- März abgewickelt worden war. Die umfassenden öffentlichen Arbeiten zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit haben zweifellos sehr viel dazu beigetragen, die Wirtschaft anzukurbeln und die allgemeine Lage zu heben. Im Haushaltsjahre 1933/34 wurden für diesen Zweck 250,6 Mill. und 1934/35 220 Mill. Kronen, d.h. nahezu ein Viertel des gesamten Haushalts, durch Anleihen aufgebracht. Dann war die Entlastung des Arbeitsmarktes so weit fortgeschritten, dass für das Finanzjahr 1935/36 beschlossen werden konnte, zu dem alten Grundsatz zurückzukehren, die Mittel für alle nicht- werteschaffenden öffentlichen Arbeiten, d.h. für die eigentlichen Notstandsarbeiten, nur noch aus den ordentlichen Einnahmen zu entnehmen und ausserdem die 1933 und 1934 zu diesem Zweck aufgenommenen kurzfristigen Anleihen, in Höhe von insgesamt ca. 218 Mill. Kronen, zurückzuzahlen. Das ist ein tatkräftiger Beweis für die Zweckmässigkeit einer Finanzpolitik, die das Gleichgewicht des Staatsbudgets nicht doktrinär in einem einzelnen Jahr, sondern über mehrere Jahre verteilt zu verwirklichen suchte. Ein Abflauen der Bautätigkeit steht anscheinend noch nicht zu befürchten, denn die Regierung hat ein neues umfassendes Programm für die Verbesserung der Wohnungsverhältnisse ausgearbeitet, das u.a. eine kräftige Förderung der Binnensiedlung vorsieht. Ausserdem wird eine amtliche Erhebung durchgeführt, deren Zweck ist, alle öffentlichen Arbeitsobjekte zu ermitteln, die bei einem Nachlassen der Wirtschaft in Angriff genommen werden könnten, um den Rückschlag aufzufangen. Die für Schweden so lebenswichtige Holzwirtschaft hat in der Berichtszeit viel weniger gut abgeschnitten. Zwar wies 1934 der Export von gesägtem und gehobeltem Holz nach Menge wie nach Wert noch eine gewisse Steigerung gegenüber dem gleichfalls günstig verlaufenen Vorjahr auf, aber 1935 trat ein um so empfindlicher Rückschlag ein. Mengenmässig betrug der Rückgang in diesem Jahr 16.6% und wertmässig sogar 23,6%. Ursache dieser einschneidenden Verschlechterung war einmal der starke Preisverfall, der sich bereits im 2. Halbjahr 1934 geltend gemacht hatte. Hinzu kam die beträchtliche Verminderung des schwedischen Absatzes auf dem britischen Markt von dessen gewaltig gestiegener Aufnahmefähigkeit Schweden übrigens schon 1933 und 1934 geringeren Nutzen gezogen hatte als etwa die Sowjetunion oder Finnland sowie die durch andauernde Wirtschaftskrise( Frankreich, Belgien, Holland), Zahlungsstockung( Deutschland) oder politische Unsicherheit( Spanien) bedingte Schrumpfung der Ausfuhr nach den Hauptmärkten Schwedens auf dem europäischen Festland. Nur wenig besser war es um den für den Export arbeitenden Teil der Holzverarbeitungsindustrie, d.h. der ganz auf das Ausland eingestellten grossen Türen-, Kistenund sonstigen Holzwarenfabriken, bestellt. Nur der günstigen Ent118 - - wicklung der Ausfuhr von Holzstoff, Papier und Pappe- heute der weitaus wichtigste Exportartikel Schwedens ist es zu verdanken, dass der wertmässige Rückgang der Produkte der Gesamtgruppe , Waldindustrie" in der Ausfuhrstatistik für 1935 auf 4,8% beschränkt blieb. دو Da Schweden selbst nur gut sechs Millionen Einwohner zählt, liegt es auf der Hand, dass die bedeutende Zunahme des Inlandsabsatzes der Holzindustrie die ungünstigen Ergebnisse des Auslandsgeschäftes im Jahre 1935 zwar mildern, aber bei weitem nicht wettmachen konnte. Infolgedessen blieben die Arbeitslosenziffern trotz einer unverkennbaren Verringerung gegenüber den Krisenjahren noch recht hoch eine Tatsache, in der sich allerdings auch die starke Rationalisierung widerspiegelt. Von den Wald- und Flössereiarbeitern waren in den beiden Berichtsjahren über 50% arbeitslos, und auch die Sägewerksindustrie wies, trotzdem sie weniger stark Saisoncharakter hat, im Durchschnitt fast 40% erwerbslose Verbandsmitglieder auf. Sogar in der eigentlichen Holzindustrie, die stärker als die Wald- und Sägewirtschaft die Belebung auf dem Binnenmarkt verspürte, zählte man 1935 noch 23,9% arbeitslose Gewerkschaftsmitglieder; hier war jedoch gegenüber 1934 und 1933-32,9 bzw. 44,6%- ein Fortschritt unverkennbar. In diesem Zusammenhang verdient Erwähnung, dass am 1. Januar 1935 endlich eine( freiwillige) Arbeitslosenversicherung mit Staatszuschuss in Kraft trat. Von der Möglichkeit, eine dem Gesetz entsprechende ,, anerkannte" Arbeitslosenkasse zu bilden, haben allerdings, soweit die dem IBBH. angeschlossenen Verbände in Frage kommen, bisher nur die der Holzindustriearbeiter und der Tapezierer Gebrauch gemacht( s. Bull. 2/1936 ¹ bzw. 6/1934). Es ist jedoch anzunehmen, dass mit Ausnahme der Wald- und Flössereiarbeiter, die fast generell vom Gesetz ausgenommen sind die übrigen Organisationen allmählich folgen werden, vorausgesetzt, dass über gewisse Fragen, die sich aus dem saisonmässigen Charakter der betreffenden Gewerbe ergeben, eine Einigung mit der Regierung erzielt wird. - - Im Jahre 1934 gelang es der schwedischen Arbeiterschaft, dem Lohnabbau, der während der Krise erfolgt, jedoch dank der starken gewerkschaftlichen Organisation auf ein erträgliches Mass beschränkt worden war, Einhalt zu bieten. Im darauffolgenden Jahr kam es dann in den meisten Gewerben zu einem kräftigen und erfolgreichen Vorstoss, um das Verlorene zurückzugewinnen. Eine Ausnahme bildete allerdings das Baugewerbe, oder vielmehr trat dort der Lohnabbau erst 1933/34 ein. Das Baugewerbe wurde bekanntlich in dieser Zeit von einem grossen Konflikt heimgesucht, den die Unternehmer vom Zaun gebrochen hatten, um ihren Abbaugelüsten frönen zu können. Dieser Kampf, der fast II Monate lang 1) Der Schlusssatz dieser Notiz, wonach die Kasse der Holzindustriearbeiter auch für die Zimmerer und Bautischler funktioniere, beruht auf einem Versehen. 119 die Bautätigkeit völlig stillegte und die sich gerade erholende Gesamt wirtschaft in Mitleidenschaft zog, musste am 17. Februar 1934 unter dem Druck der wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse mit einem Vergleich beendet werden, der insbesondere für die Akkordlöhne eine empfindliche Kürzung bedeutete. Über Verlauf und Abschluss des Konfliktes, an dem ca. 15.000 Mitglieder der dem IBBH. angeschlossenen Verbände der Maurer und der Zimmerer und Bautischler beteiligt waren, ist seinerzeit sowohl von der BI. als auch von der IUH.( s. deren Bull. 2/1934) ausführlich berichtet worden. Der neue Vertrag, der rund 50.000 Arbeiter erfasst, gilt bis 1. April 1937. Eine interessante Nebenwirkung des Konfliktes ist, dass eine amtliche Untersuchung der Verhältnisse im Baugewerbe angeordnet wurde, von der unsere Kollegen sich die Zerstörung des Märchens des Wucheranteils" der Bauarbeiter an den Mietzinsen versprechen. دو Die Sägewerksarbeiter erneuerten im Oktober 1935 ihren Landesvertrag mit den organisierten Arbeitgebern, wobei sie den bezahlten Urlaub von 4 auf 5 bis 6 Tage erhöht und auch sonst etwas verbessert bekamen; diese Regelung trat am I. Februar 1936 in Kraft und ist auf ein Jahr befristet. Der Vertrag, der zwar nur ca. 10.000 Arbeiter erfasst, aber für das ganze Gewerbe massgebend ist, war zuletzt im Februar 1932 verlängert worden; die damals vereinbarte 6-8prozentige Kürzung der Tariflöhne gilt vorläufig noch weiter. Dagegen wurden sowohl 1934 als vor allem auch 1935 verhältnismässig zahlreiche Einzelbewegungen geführt, um dort, wo die Löhne und sonstigen Arbeitsbedingungen hinter dem Landesvertrag zurückblieben, eine Verbesserung zu erzielen. Diese Bewegungen konnten im allgemeinen mit gutem Resultat beendet werden; offene Konflikte blieben vereinzelt und von geringem Umfang. Ähnlich verlief die Tarifbewegung der Wald- und Flössereiarbeiter, für die es allerdings keinen Landesvertrag gibt, sondern nur Bezirks- und Betriebstarife. Die weitaus meisten davon wurden Ende Oktober 1933 und 1934 ohne Änderung jeweils um ein Jahr verlängert. Die offenen Konflikte nahmen einen grösseren Umfang an als in der Sägewerksindustrie; besondere Erwähnung verdient der grosse Kampf der etwa 10.000 Waldarbeiter und Flösser zweier grosser Gesellschaften in Nordschweden( s. Bull. 2/1936). Dieser Konflikt, der von der dem IBBH. angeschlossenen Organisation und vom Verband der Landwirte im engsten Einvernehmen geführt wurde, empfand in der Öffentlichkeit starken Widerhall; er dauerte vom 1. November 1935 bis 19. Februar 1936 und endete mit einem vollen prinzipiellen Erfolg der Arbeiterschaft, da die bisherige Lohnwillkür der Unternehmer gebrochen wurde. Der im Oktober 1933 nach zweimonatiger Aussperrung mit 3-5% Lohnabbau erneuerte Landesvertrag für die eigentliche Holzindustrie ( Möbel- und Bautischlerei, Kisten- und Holzwarenerzeugung, Bootsbau usw.) wurde arbeiterseits zum Ablauf am 31. Dezember 1934 gekündigt. Nach langwierigen Verhandlungen, wobei eine abermalige 120 Ausperrung mit knapper Not vermieden wurde, gelang Anfang 1935 der Abschluss eines neuen, bis 1. Januar 1937 befristeten Vertrags; der bezahlte Urlaub wurde von 4 auf 5 Tage erhöht und wichtige Arbeitergruppen erhielten eine Lohnzulage, vor allem die, welche in Fabriken, die genormte Holzhäuser herstellen, beschäftigt sind, sowie die einer Reihe von Betrieben, die seit Ende 1933 dem Arbeitgeberverband beigetreten waren, aber sich nicht an den alten Vertrag gebunden gefühlt hatten. Auch die übrigen Tarifbewegungen des Holzindustriearbeiter- Verbandes waren im allgemeinen erfolgreich. Dasselbe gilt für die Bewegungen, die 1934 und 1935 von den Tapezierern geführt wurden und, zum Teil erst nach offenem Konflikt, durchweg mit Lohnerhöhungen und 1935 auch mit Verlängerung des bezahlten Urlaubs von 4 auf 5 Tage endeten. Alle dem IBBH. angeschlossenen Organisationen Schwedens verzeichneten in der Berichtszeit kleinere Mitgliedergewinne, wodurch die Einbussen der Krisenzeit ausgeglichen wurden, und zum Teil sogar mehr als das. Besondere Erwähnung verdient, dass der Sägewerksarbeiter- Verband am 1. Januar 1934 fast 11.000 Waldarbeiter, d.h. gut ein Viertel seiner Mitgliederzahl, dem Wald- und Flössereiarbeiter- Verband abtrat. Die Maurer hielten im Mai( s. Bull. 3, 4/1934), die Wald- und Flössereiarbeiter im Juni/ Juli, die Zimmerer und Bautischler im August- September 1934( s. Bull. 8/1934) ihren Verbandstag ab. Im Jahre 1935 tagten nur die skandinavischen Tapezierer, und zwar im Juli( s. Bull. 6/1935). Die Umbildung des Kartells der Verbände baugewerblicher Arbeiter ( Samverkande Byggnads fackförbunden) zu einem Industrieverband schien Ende 1935 in greifbare Nähe gerückt zu sein; die 1936 durchgeführte Urabstimmung über den in vielen arbeitsreichen Sitzungen aufgestellten Verschmelzungsentwurf hat die Frage jedoch wenigstens für die nächste Zukunft anders entschieden. Das Kartell musste in der Berichtszeit einen energischen Kampf gegen die von syndikalistischen Elementen gegründeten ,, Baugilden"( produktive Baugenossenschaften) führen, da die Tatsache, dass das Betriebskapital dieser Unternehmen von den beteiligten Arbeitern durch eine direkte Einlage und Verzicht auf den Akkordüberschuss aufgebracht werden musste, eine schwere Gefährdung des gesamten Tarifwesens im Gewerbe bedeutete. Das Kartell veröffentlichte u.a. zwei Broschüren über die Angelegenheit. Ende 1935 konnte diese als erledigt betrachtet werden. Bezeichnend ist wohl, dass der Hauptvertreter dieser ungesunden ,, kooperativen" Bautätigkeit sich als privater Unternehmer etablierte und dem Arbeitgeberverband beitrat. Was das Kartell der Verbände der Sägewerksarbeiter, Wald- und Flössereiarbeiter und Papierindustriearbeiter betrifft, so gilt die mehrfach diskutierte Möglichkeit einer Verschmelzung zur Zeit als nicht aktuell. Seit 1. Januar 1936 erscheint aber für die drei Verbände eine gemeinsame Monatszeitung ,,, Skogsindustriarbetaren". Erwähnt sei noch, dass in dem Mitte 1933 eingesetzten amtlichen Ausschuss, 121 der 1934/35 eine eingehende Untersuchung aller mit der für Schweden so lebenswichtigen Sägewerks- und Zellstoffindustrie zusammenhängenden Fragen durchführte, die Arbeiterschaft durch den Vorsitzenden des Sägewerksarbeiterverbandes vertreten war. Der Ausschuss beriet die Regierung über die Gewährung von Staatshilfe zur Wiederinbetriebsetzung und Modernisierung von infolge der Krise stillgelegten Sägewerken an einer Reihe von Orten, vor allem im Norden und im Sundsvall- Bezirk, wo die Arbeitslosigkeit am dringendsten Abhilfe bedurfte. Ausserdem arbeitete sie Vorschläge aus für eine rationellere Gestaltung des gesamten Wirtschaftszweiges unter Berücksichtigung der zu erwartenden Zukunftsmöglichkeiten und aller mit der Standortverteilung, Arbeiterzahl usw. zusammenhängenden wirtschaftlichen und sozialen Momente. Schweiz( 19, 67) Während die Arbeiterklasse 1933-35 in Zürich, im Kanton Genf und in Basel die Führung erobern konnte, befindet sich die eidgenössische Bundesregierung noch in den Händen der konservativen Bürgerlichen. Ihre scharfe Deflationspolitik hat das kleine Land immer tiefer in den Morast der Wirtschaftskrise hineingestossen. Wenn die Schweiz trotzdem nicht ganz so schlecht gefahren ist wie etwa Frankreich, so verdankt sie das nur den grossen materiellen Reserven, über die sie beim Ausbruch der Krise verfügte. Diese ermöglichten z.B., dass in den ersten Jahren die Wohnungsproduktion sich noch ausdehnte die Zahl der vollendeten Wohnungsbauten in den beobachteten Orten stieg von 12.912 in 1929 auf 17.260 in 1932 und den Arbeitsmarkt entlastete. Aber 1933 bröckelte der Wohnungsbau, der fast völlig der privaten Initiative überantwortet worden war, bereits ab. Zwar erholte er sich anfänglich etwas im nächsten Jahr, aber das 2. Halbjahr 1934 und mehr noch das Jahr 1935 brachten einen völligen Zusammenbruch. Sowohl die Zahl der fertiggestellten Wohnungen als auch die der erteilten Baubewilligungen sank 1935 gegenüber dem Vorjahre um 40%! - Es ist kennzeichnend für die negative Krisenpolitik der Bundesregierung, dass sie in der Krise die öffentlichen Zuschüsse für den Wohnungsbau fast restlos einstellte. Auch ihr im Dezember 1934 angenommener Arbeitsbeschaffungsplan für 1935/36, der übrigens weniger auf soziales Verantwortlichkeitsgefühl als auf die Bedürfnisse der auch in der Schweiz lebhaft betriebenen Aufrüstung zurückzuführen ist, konnte keine sehr wesentliche Besserung bringen, da er allzu einseitig auf Tiefbauarbeiten eingestellt ist. Angesichts der umsichgreifenden Krise war es dem Bau- und Holzarbeiter- Verband nicht möglich, das Lohnniveau völlig zu halten. Sowohl 1934 als 1935 mussten Kürzungen hingenommen werden, jedoch gelang es, diese auf ein erträgliches Mass, das mit dem Rückgang der Lebenshaltungskosten in Einklang steht, zu beschränken. In den allgemeinen Arbeitsverhältnissen konnte sogar 122 hie und da eine Besserung erzielt werden, so z.B. für die Holzarbeiter in Basel, die 1934 ihren Urlaubsanspruch von 6 auf 9 Tage erhöht bekamen( s. Bull. 6/1934). Die schweizerische Kollegenschaft hielt im September 1935 ihren Verbandstag ab; dieser sanktionierte die Massnahmen, die einige Male ergriffen werden mussten, um die in Bedrängnis geratene Arbeitslosenkasse zu sanieren, und sprach sich für den von Partei und Gewerkschaften gemeinsam aufgestellten ,, Plan der Arbeit" aus, der ausser einem umfassenden Bauprogramm eine planmässige Gestaltung des Baugewerbes vorsieht( s. Bull. 6/1935). Spanien( 20, 68, 69) Obgleich die Ereignisse in Spanien während der bewegten Jahre 1934 und 1935 bei aller wirtschaftlichen und sozialen Bedingtheit vorwiegend der politischen Sphäre angehörten, sollen sie hier doch kurz gestreift werden, da sie die Lage der Bau- und Holzarbeiter und ihrer Organisationen einschneidend beeinflusst haben. Die im Tätigkeitsbericht 1933 ausgesprochene Befürchtung, dass Spanien bald wieder vor ernste Entscheidungen gestellt werden dürfte, hat sich leider in nur allzu tragischer Weise bewahrheitet, Seit im April 1931 durch den fast sensationellen Linksruck bei den Gemeinderatswahlen das vermorschte Königreich der Bourbonen über Nacht in sich zusammengebrochen war, hatte die Reaktion von ihren Schlupfwinkeln aus im Dunkeln gearbeitet und ihre Fäden gezogen. Die feile radikale Partei, vom Glücksritter Lerroux geführt, wurde bald zur Verräterin an der Sache des Volkes; sie ging in die Opposition und verkaufte sich den Parteien der extremen Rechten. Diese selbst schlossen sich im Februar 1933 zur CEDA. zusammen, um, wie von jeher gestützt auf ein sonst unfähiges Militär, einen dunkelmännischen Klerus und eine korrupte Bürokratie, gemeinsam die Geschäfte der erzreaktionären oligarchischen Adelssippe, d.h. der in fast unvorstellbarem Luxus badenden Grossgrundbesitzer, zu besorgen. Es kam zu einem förmlichen Kreuzzug gegen die Sozialisten, die in der demokratisch- republikanischen Koalitionsregierung drei Vertreter, darunter Caballero als Arbeitsminister, hatten. Als das Kabinett im September 1933 vor dem Sturm zurückwich und demissionierte, hatte man nichts Eiligeres zu tun, als neue Wahlen auszuschreiben. Die Hoffnungen der Reaktion erfüllten sich der politische Flugsand schlug sich aus Unzufriedenheit darüber, dass die junge Republik nicht sofort alle seine Wünsche hatte erfüllen können, und zum Teil sicher auch aus einer gefühlsmässigen, von der faschistischen Lügen-. propaganda geschürten Abneigung gegen die organisierte Arbeiterschaft, auf die Seite der Rechten. Die Sozialisten wurden geschwächt, die linksbürgerlichen Parteien nahezu aufgerieben, die klerikalen und faschistischen Parteien unter Gil Robles gewaltig verstärkt. Die CEDA. blieb jedoch zunächst noch hinter den Kulissen, es den häufig wechselnden rechtsbürgerlichen Minderheitskabinetten überlassend, nach ihren Weisungen als die Totengräber der Demokratie aufzu123 treten. Die Richtung war eindeutig: Abbruch des mit der unblutigen Umwälzung vom April 1931 begonnenen wirtschafts- und sozialpolitischen Werkes( Arbeitsgesetzgebung, Agrarreform), Wiedereinsetzung der Kirche in ihre mittelalterliche Machtstellung, eine Entwicklung in der Richtung des Klerikofaschismus österreichischen Musters! - Die Periode seit September 1933 war von ständigen Herausforderungen der Arbeiterklasse erfüllt. In einem Jahre wurde das Parteiblatt ,, El Socialista" mehr als hundert Mal beschlagnahmt. Immer klarer zeigte sich, dass die Reaktion bald aufs Ganze gehen würde. Am 8. September 1934 nahm die Regierung einen in vorbildlicher Disziplin durchgeführten eintägigen Proteststreik gegen die Aushöhlung und Verschleppung der Agrarreform zum Vorwand, um das Volkshaus in Madrid, wo die Partei und die Gewerkschaften ihren Sitz hatten, behördlich zu schliessen. Ganz nach österreichischem Vorbild wurde auch das alte Märchen in Umlauf gesetzt, im Volkshaus seien Waffen und Munition gefunden worden. Um das Mass voll zu machen, bildete Lerroux am 4. Oktober ein neues Kabinett, in das drei Mitglieder der CEDA. eintraten. Diese letzte Nachricht wirkte wie ein Alarmschuss. Die Arbeiter sahen die Republik ihren Todfeinden offen ausgeliefert. Ihre Geduld war erschöpft. Sie wollten nicht kamp flos untergehen wie in Deutschland. Sie fürchteten, zu lange zu warten wie in Österreich. In der Hauptstadt Madrid, im Bergbaudistrikt Asturien, in den Industriestädten Kataloniens flammte der Aufstand auf. Unvorbereitet, aussichtslos. In Madrid und Katalonien blieb es praktisch bei einem Generalstreik, der nach kurzer Zeit abgebrochen werden musste; in Asturien wurde die Bewegung nach anfänglichem Erfolg und heldenmütigem Widerstand durch ein riesiges Aufgebot von Fremdenlegionären, marokkanischer Soldateska, Flugzeugen und Kriegsschiffen grausam unterdrückt. Die Greuel, die sich sogar nach der Niederwerfung in den überfüllten Gefängnissen abgespielt haben, lassen sich nicht beschreiben. Nur dem Druck des von der internationalen Arbeiterbewegung aufgerüttelten Weltgewissens war es zu verdanken, dass wenigstens die Vollziehung der zahlreichen Todesurteile verhindert wurde. So gross war indessen auch in bürgerlichen Kreisen Spaniens die Empörung über die Bestialität der ,, Befreier", dass diese ihres Sieges nicht froh wurden. Die Arbeiterbewegung errang sich Schritt um Schritt wieder einige Bewegungsfreiheit. Zwar wurde im Mai 1935. die Zahl der CEDA.- Vertreter in der Regierung noch erhöht, aber der Gegendruck wuchs zusehends. Der ,, linke" Flügel, der sich angesichts der ständigen Drohung einer offenen Konterrevolution bereits im Februar 1934 in der Arbeiterbewegung durchgesetzt hatte, gewann rasch an Ansehen. Mitte 1935 kam es zu einer Einheits front aller proletarischen Parteien und Gruppierungen, der gegen Ende der Jahres die Bildung einer Volksfront aller demokratischen und republikanischen Parteien folgte. 124 Es sei hier vollständigkeitshalber noch daran erinnert, dass die Volks front bei den Parlamentswahlen im Februar 1936 einen grossen Sieg errang, wonach unter Führung Azañas eine von der Arbeiterbewegung unterstützte Regierung der linksrepublikanischen Bürgerlichen zustande kam. Aber noch war der Leidensweg des unglücklichen Spaniens nicht zu Ende. Eine neue tragische Phase in seinem Kampfe um die Freiheit hat im Juli begonnen, als die Reaktion mit Hilfe der Armee und der faschistischen Mächte Europas jenen bewaffneten Aufstand gegen die gesetzliche Regierung entfesselte, der zu dem gewaltigen Ringen geführt hat, dessen Ablauf in dem Augenblick, in dem diese Zeilen geschrieben werden, noch nicht abzusehen ist. Es liegt auf der Hand, dass die politischen Ereignisse der Berichtszeit die wirtschaftliche und soziale Entwicklung, die ihnen zugrunde lag, überschattet haben. Erwähnt sei jedoch, dass die ökonomische Lage Spaniens sich unter den unfähigen Minderheitsregierungen, die sich 1934 und 1935 fast alle paar Monate ablösten, immer schlechter gestaltete. Sowohl das Baugewerbe als auch das von ihm völlig abhängige Holzgewerbe lag schwer danieder; das im Juni 1935 angenommene Gesetz zur Ankurbelung der Bautätigkeit durch Steuerbefreiung und Bardarlehen konnte nur eine ganz geringfügige Belebung bringen. Die 1933/34 geführten Streiks der Bauarbeiter hatten am 18. März 1934 in Madrid und am 29. Oktober 1934 in Asturien eine Regierungsverordnung erzwungen, die die Arbeitszeit von 48 auf 44 Stunden, ohne Lohnkürzung, herabsetzte; in der Folgezeit wurden jedoch alle Tarifverträge, Sozialgesetze usw. praktisch hinfällig, während die paritätischen Tarifämter ihre Tätigkeit fast einstellten. Die Folge davon war, dass im Sommer 1935 verschiedene erbitterte Arbeitskämpfe ausgetragen werden mussten( so in Asturien), um die Arbeitgeber zur Einhaltung der Verträge zu zwingen. Die dem IBBH. angeschlossenen Verbände der Bau- und der Holz-. arbeiter wurden durch die vor und mehr noch nach dem Oktoberaufstand ergriffenen Unterdrückungsmassnahmen schwer mitgenommen. Zwar waren die Zentralsekretariate rechtzeitig aus dem besetzten Volkshaus in Madrid verlegt worden, aber in der Provinz wurden viele Ortsgruppen behördlich geschlossen und die gewerkschaftliche Tätigkeit unterbunden. Nur durch zähe Wiederaufbauarbeit war es unseren Organisationen möglich, allmählich ihre Kräfte neu zu sammeln. Aber kaum hatten sie ihre Tätigkeit wieder voll aufgenommen, da brach über Spanien der Orkan des von den faschistischen Generälen entfesselten Bürgerkriegs herein, dessen wechselndes Geschick von der ganzen Welt mit verhaltenem Atem verfolgt wird. Trinidad( 21, 70) Da der kurze Zeit vorher gegründete Verband der Bau- und Holzarbeiter Trinidads( Britisch- Westindien) erst am 1. Januar 1936 dem IBBH. beitrat, müssen wir davon Abstand nehmen, bereits in diesem Bericht eine Übersicht seiner Tätigkeit zu geben. Die 125 Organisation befindet sich im übrigen noch im Aufbau, so dass er erst wenig Positives zu leisten imstande war. Die Kollegenschaft in Trinidad nimmt indessen ausserordentlich regen Anteil an der Arbeit unserer Internationale, was zu den besten Hoffnungen berechtigt. Trinidad ist eine fast 5.000 qkm grosse britische Insel der Kleinen Antillen, an der Nordostküste Südamerikas, mit einer Einwohnerzahl von rund 425.000; die verhältnismässig geringe weisse Bevölkerung besteht hauptsächlich aus Engländern, Franzosen, Spaniern und Portugiesen. Die Mitgliederzahl des Verbandes betrug z.Zt. seines Anschlusses ungefähr 300. Tschechoslowakei( 22, 71-73) Die Abwertung der tschechischen Krone im Februar 1934 hat zwar zunächst eine gewisse wirtschaftliche Belebung hervorgerufen, jedoch war es trotz dieses währungspolitischen Eingriffs nicht möglich, eine wirkliche Entlastung des Arbeitsmarktes herbeizuführen, wenn er auch dazu beigetragen haben dürfte, eine weitere Schrumpfung zu verhüten. Die künstliche Absperrung des wichtigen deutschen Marktes liess keine Steigerung der Ausfuhr zu. Hinzu kommt, dass der Produktionsapparat in den letzten Jahren besonders modernisiert worden war und die Rationalisierungsmassnahmen Produktionssteigerungen sogar bei verringertem Beschäftigungsstand möglich machten. Der Erzeugungsindex stieg vom Januar 1934 bis zum Dezember 1935 um ca. 35%, während die Arbeitslosenziffer in der gleichen Zeit nur um 5% zurückging. Die Konzentration der Betriebe schritt fort, während auf der anderen Seite aber auch die Betriebsstillegungen aus Auftragsmangel zunahmen. Im Juni 1935 sah sich die Regierung gezwungen, Schutzmassnahmen gegen Massenentlassungen zu treffen, die sich recht gut bewährt haben, aber doch nicht imstande waren, die Lage durchgreifend zu beeinflussen. Das Beispiel der Tschechoslowakei zeigt, dass Produktionsausweitung mit dem vorhandenen Wirtschaftsapparat ohne Vergrösserung der Beschäftigtenziffer zu keinem sinnvollen Ergebnis führt. Deshalb fordern die tschechoslowakischen Gewerkschaften mit besonderem Nachdruck die allgemeine Einführung der 40- Stunden- Woche. Das politische Gesicht der Tschechoslowakei war in den beiden vergangenen Jahren durch die Gleichschaltungsversuche des deutschen Faschismus und durch den Abwehrkampf der verfassungstreuen Elemente gekennzeichnet. Die im November 1934 vorgenommene Auflösung der faschistischen Organisationen hat, wenigstens im deutschsprachigen Gebiet, nicht vermocht, die faschistische Welle einzudämmen, die von Deutschland aus die letzte wahrhaft demokratische Insel im diktatorial regierten Mitteleuropa zu überfluten droht. Die Parlamentswahlen vom Mai 1935, bei denen die Nazipropaganda mit den skrupellosesten Methoden und mit unbeschränkten finanziellen Mitteln geführt wurde, ergaben im deutschen Grenzgebiet, das besonders schwer unter der Krise leidet, einen grossen Sieg der Faschisten. Der demokratisch- republikanische Regierungs126 kurs wurde aber unverändert beibehalten und hat durch die Wahl Beneschs zum Staatspräsidenten, als Nachfolger Masaryks, eine bedeutsame Bestätigung erfahren. Im Baugewerbe hat sich die geringe Wirtschaftsbelebung nicht bemerkbar gemacht. War 1934 etwas besser als 1933, so trat 1935 sogar ein empfindlicher Rückschlag ein. Die 1933 von der Regierung aufgenommene Arbeitsanleihe führte nicht zu dem gewünschten Erfolg. Auch die verschiedenen Steuererleichterungen haben das Baugewerbe nicht nennenswert angekurbelt, weil die private Bautätigkeit infolge der Geldknappheit immer mehr zurückging. Nur auf dem Gebiete der Hausreparaturen war 1935 eine kleine Belebung feststellbar. Bei den vom Staate unternommenen oder geförderten öffentlichen Arbeiten- Land- und Wasserstrassenbau, Meliorationsarbeiten u. dgl. werden hauptsächlich nur Tiefbauarbeiter beschäftigt; von Bedeutung war hier die 1934 erfolgte Einführung der 40- Stunden- Woche ohne Lohnausgleich. - Im Holzgewerbe wirkte sich die staatliche Investitionstätigkeit überhaupt nicht aus. Die Bau- und Möbeltischlerei sowie die meisten kleineren Holzbranchen liegen vollkommen danieder, so auch die für die Wirtschaft des Landes so wichtige Sägewerksindustrie, die durch die Abschnürung des deutschen Marktes fast keinen Absatz findet. Die Holzarbeiterverbände haben Ende 1935 bei der Regierung Schritte unternommen, um durch handelspolitische Massnahmen und die Schaffung eines Reichstarifvertrags eine Verbesserung der Lage anzustreben. Obwohl durch das Eingreifen der Regierung sämtliche 1934 gültigen Tarifverträge und Lohnschiedssprüche bis März 1936 verlängert wurden und dadurch das Argste vermieden werden konnte, traten unter dem Lohndruck der Unternehmer doch fast überall empfindliche Kürzungen ein, wobei zu bemerken ist, dass die Lebenshaltungskosten nur unwesentlich sanken, ja, im Jahre 1935 sogar wieder anstiegen; die Arbeiter mussten sich diesen Abbau stillschweigend gefallen lassen, da ihre Arbeitsplätze sonst von ,, Gelben" eingenommen worden wären. Der Verband der Arbeiter in der Bau-, Stein- und Keramindustrie hielt im September 1934( s. Bull. 10/1934), der Einheitsverband der Holzarbeiter im April 1935( s. Bull. 3/1935) seinen Verbandstag ab. Zu erwähnen ist noch, dass der Holzarbeiterverband im deutschsprachigen Gebiet im Dezember 1934 im Hinblick auf seine in Aussicht genommene( und 1936 erfolgte) Fusion mit dem Verband der land- und forstwirtschaftlichen Arbeiter eine Namensänderung vornahm. Ungarn( 23, 74-76) Obwohl die industrielle Produktion Ungarns 1934 gegenüber dem Vorjahr um 15% und 1935 um weitere 10% stieg, wurde die Gesamtlage dadurch nicht entscheidend beeinflusst. Die Missernten des Jahres 1934 brachten eine trostlose Verelendung der ländlichen Be127 völkerung und grosse Preissteigerungen im ganzen Lande. In diesem Jahre wies die Lebenshaltung der ungarischen Arbeiterschaft gegenüber 1913 eine Verschlechterung von 11% auf eine Erscheinung, in der sich die politische und soziale Ohnmacht der Arbeiterklasse ausdrückt. Die politische Entwicklung wurde 1934 durch die österreichischen Vorgänge stark beeinflusst. Die Position der arbeiterfeindlichen Regierung Gömbös stärkte sich. Unter der Tarnung einer sozialen Volksregierung wird ein scharfer Kurs gegen die politische und gewerkschaftliche Arbeiterbewegung gesteuert. Lediglich die Zersplitterung des rechten Lagers hat bisher verhindert, dass es unter Verzicht auf die parlamentarische Rechtsmaske zur offenen Diktatur kam. Als Vorbereitung des ,, totalitären" Staates steht auf dem Regierungsprogramm die Schaffung von Korporationen mit staatlich dirigierten Gewerkschaften. Das Baugewerbe liegt nahezu vollkommen danieder. Die Bautätigkeit hatte sich 1934 gegenüber 1927 um 61,2% vermindert, während die Zahl der beschäftigten Bauarbeiter sogar um 72% gesunken war. Neben der allgemeinen Krise sind daran vor allem die Bodenspekulation, die falsche Steuerpolitik der Regierung und die verhängnisvolle Preispolitik der baugewerblichen Kartelle Schuld. Wenn man sich vergegenwärtigt, dass von Staat und Gemeinden keinerlei Arbeitslosenunterstützung gezahlt wird und die Gewerkschaft finanziell am Ende ihrer Kraft ist, so kann man sich vorstellen, wie unbeschreiblich gross das Elend der Erwerbslosen ist. Die Kollegen, die noch Arbeit haben, leben allerdings kaum besser. Durch den grossen Budapester Bauarbeiterstreik im Herbst 1933 war es gelungen, die Löhne um ca. 25% zu erhöhen. Aber bereits im Frühjahr 1934 bröckelten sie wieder ab, da die Unorganisierten, die aus den ländlichen Gebieten in die Städte strömten, die vereinbarten Sätze stark unterboten. Dabei handelt es sich oft um Kleinmeister, die sich auf diese Weise vor dem Verhungern schützen wollen. Im Laufe des Jahres 1934 sanken die Löhne um 33%, so dass sie sogar unter dem Niveau des Vorjahres lagen. Im nächsten Jahr stieg die Arbeitslosigkeit im Baugewerbe noch weiter. Die Verschlechterungen wurden immer unerträglicher: in Budapest wurden zuletzt nur noch 40-45, in der Provinz 20-25 Heller pro Stunde gezahlt, und die Arbeitszeit betrug sogar in der Hauptstadt 12-14 Stunden pro Tag. So kam es am 24. Juli zum Ausbruch eines gewaltigen Verzweiflungskampfes der Budapester Bauarbeiter, der bald auf alle verwandten Berufe sowie auf andere Städte übergriff. Durch die unermüdliche Aufklärungsarbeit der Gewerkschaftsleitung gelang es, die öffentliche Sympathie auf die Seite der vielen Tausende von Streikenden zu bringen, und, obwohl der Kampf zahlreiche blutige Zusammenstösse mit der Polizei brachte, nach 4 Wochen, am 19. August, einen grossen Erfolg zu erringen. Dabei war nicht nur entscheidend, dass die Ende 1933 vereinbarten Lohnsätze wieder erkämpft wurden, sondern vor allem wurde die Regierung gezwungen, durch Verordnung Mindest128 öhne einzuführen. Das geschah zunächst in Budapest, wo Sätze von 54-72 Heller für Facharbeiter und 30-32 Heller für Hilfsarbeiter festgelegt wurden, und später auch in 15 anderen Städten. Die erzielte Lohnerhöhung ging vielfach bis 30, 40, ja 50%. Von Bedeutung ist ferner, dass nummehr für jeden Bezirk des Landes eine besondere Lohnkommission besteht. Die Arbeitszeit wurde auf 9 Stunden festgesetzt, jedoch ist Aussicht auf Einführung der 48- Stunden- Woche vorhanden. Auch das Holzgewerbe hat einen harten Stand. Im Jahre 1935 betrug die Beschäftigtenzahl nur noch 32,4% von der vor einem Jahrzehnt. Unter dem Druck eines gewaltigen Überangebots von Arbeitskräften sanken die Löhne unaufhaltsam. Im Frühjahr 1934 führten die Budapester Holzarbeiter einen elfwöchigen Kampf gegen ihre Ausbeuter, jedoch leider ohne nachhaltigen Erfolg. Ein besseres Resultat zeitigte ihr Streik im Juni 1935, der die Regierung veranlasste, durch Verordnung die gesetzliche 48- Stunden- Woche für das Bau-, Möbel- und Modelltischlergewerbe einzuführen( s. Bull. 4/1935), die später, im März 1936, auf das Tapezierer- und Polsterergewerbe ausgedehnt wurde. Bisher wurde vielfach bis zu 70 Stunden. gearbeitet. Ausserdem wurde eine paritätische Kommission eingesetzt, die für Budapest und Umgebung Mindestlöhne für Tischler und Tapezierer von 0,36-0,70 Heller festgesetzt hat; in der Provinz liegen die Sätze um 10% niedriger. Die Bauarbeiter hielten im Mai, die Holzarbeiter im Dezember 1934 ihren Verbandstag ab( s. Bull. 4/1934 bzw. 1/1935); letztere konnten dabei ihr 30jähriges Verbandsjubiläum feiern. Erwähnt sei noch, dass die Bauarbeiter sich genötigt sahen, im Mai 1934 einen besonderen Verbandstag abzuhalten, der zu einer scharfen Abrechnung mit der seit langer Zeit hemmungslos wühlenden Opposition der Kommunisten wurde. Einen schlagenden Erfolg erzielten die freien Gewerkschaften bei den 1934 stattgefundenen Wahlen zur Landes- Arbeiter- Krankenkasse. Der von der Regierung begünstigte ,, Nationale Block" erzielte in Budapest 14.000 Stimmen gegen 112.000 der freien Gewerkschaften. Im gesamten Lande vereinigten die ,, Gelben" 45.000 Stimmen auf sich und die freien Gewerkschaften 152.000. Die Bedeutung dieser Wahlergebnisse wird erst ganz klar, wenn man bedenkt, unter welchen Umständen die Wahlen vor sich gingen und mit welchen Mitteln sie von den Gegnern korrigiert worden sind. 129 Grossbritannien Frankreich Italien Holland Belgien Spanien Portugal Tabelle VII Kursverhältnis der verschiedenen Währungen ( Durchschnittskurse: 15. Dezember 1935 bis 15. Januar 1936.) Die nachstehende Tabelle gibt in einfacher Weise das Kursverhältnis zwischen den Währungen von zwei beliebigen Ländern. Wenn man z.B. feststellen will, wieviel Dollarcents einem holländischen Gulden gleichkommen, so braucht man nur die wagerechte Spalte Holland zu verfolgen, bis man die senkrechte Spalte USA. erreicht. Die dort befindliche Zahl stellt die Anzahl Dollarcents vor, die einem Gulden gleichkommen. Schweiz Deutschland Norwegen Schweden Dänemark Indien Grossbritannien Frankreich £ I Italien Holland I Fr. I Lire I Fl. Belgien Spanien I Bel¹) I Pes. Portugal Schweiz I Esc. I Fr. Deutschland. 2 I Mark Norwegen I Kr. Schweden I Kr. Dänemark I Kr. Indien I R. Japan USA. I Yen $ 1 Argentinien I Peso Brasilien 2 Kanada Rumänien 2 I Milr. $ 1 I Leu I Kr. I Din. Tschechoslowakei Jugoslawien Pence Frank. 3.2 -- Lire Gulden Belga) Peset. Esc. - - Frank. Mark Kron. Kron. Kron. Rupees Yen Cents - - - Peso Milreis Cents Leu Kron. Dinar 17.11 493.6 15.00 56.47 496.1665.4 119.0216.8. 0.23 6.6 0.20 0.76 6.6 8.91 1.59 2.90 0.28 8.0 0.24 0.92 8.1 10.85 1.94 3.53 2.35 67.9 2.06 7.77 68.2 91.53 16.37 29.82 0.58 16.9 0.51 1.93 16.9 22.73 4.06 7.40 0.47 13.7 0.42 1.57 13.8 18.46 3.30 6.01 0.16 4.5 0.14 0.51 4.5 6.04 1.08 1.97 1.13 32.5 0.99 3.72 32.7 43.83 7.84 14.28 1.40 40.3 1.22 4.61 40.5 54.27 9.71 17.68 0.86 24.8 0.75 2.84 24.9 33.42 5.98 10.89 0.88 25.4 0.77 2.91 25.6 34.30 6.13 11.18 0.59 0.76 22.0 0.67 2.52 22.1 29.71 5.31 9.68 1.29 37.3 1.13 4.27 37.5 50.29 8.99 16.37 28.8 0.88 3.30 29.0 38.88 6.95 12.67 74.72 61.35 7.27 29.28 36.05 110.13 15.18 12.26 19.91 19.40 22.40 13.23 0.82 0.10 0.39 0.48 1.47 C.20 0.16 0.27 0.26 0.30 0.18 3.9 1.22 0.12 0.48 0.59 1.80 0.25 0.20 0.32 0.32 0.37 0.22 33.0 10.28 8.44 4.03 4.96 15.15 2.09 1.69 2.74 2.67 3.08 1.82 8.2 2.55 2.10 0.25 I.23 3.76 0.52 0.42 0.68 0.66 0.76 0.45 6.7 2.07 1.70 0.20 0.81 3.05 0.42 0.34 0.55 0.54 0.62 0.37 2.2 0.68 0.56 0.07 0.27 0.33 0.14 0.11 0.18 0.18 0.20 0.12 15.8 4.92 4.04 0.48 1.93 2.37 0.81 1.31 1.28 1.48 0.87 19.6 6.09 5.00 0.59 2.39 2.94 1.62 1.58 1.83 1.08 12.1 3.75 3.08 0.37 1.47 1.81 0.97 1.13 0.66 12.4 3.85 3.16 0.37 1.51 1.86 I.15 0.68 10.7 3.34 2.74 0.32 1.31 1.61 18.1 5.65 4.64 0.55 2.21 2.72 14.0 4.37 3.59 0.42 1.71 48.615.14 12.43 1.47 5.93 7.30 16.0 4.98 4.09 0.48 1.95 2.40 4.2 1.32 1.09 0.13 0.52 0.64 48.4 15.06 12.37 1.46 5.90 7.26 0.4 0.11 0.09 0.01 0.04 0.05 2.0 0.63 0.52 0.06 0.25 0.30 1.1 0.34 0.28 0.03 0.14 0.17 2.II - - 7.25 8.98 1.24 5.53 0.76 0.62 5.68 0.78 0.63 1.03 4.92 0.68 0.55 0.89 0.87 8.32 1.15 0.93 1.50 1.47 1.69 6.44 0.89 0.72 1.16 1.13 1.31 0.77 22.31 3.08 2.48 4.03 3.93 4.54 2.68 7.34 1.01 0.82 1.33 1.29 1.49 0.88 I.95 0.27 0.22 0.35 0.34 0.40 0.23| 22.20 3.06 2.47 4.01 3.91 4.52 2.67 0.17 0.02 0.02 0.03 0.03 0.03 0.02 0.93 0.13 0.10 0.17 0.16 0.19 0.1I 0.51 0.07 0.06 0.09 0.09 0.10 0.05 0.08 - 3.76 33.1 44.36 7.93 14.45 3.47 1.14 32.9 0.30 8.7 0.27 3.45 0.03 0.14 3.04 11.44 100.5 134.81 24.11 43.92 - 8.8 11.78 2.11 3.84 99.5 3.02 11.38 0.7 0.02 0.08 0.8 - 134.13 23.98 43.37 0.18 0.33 4.1 0.13 0.47 4.2 5.59 1.82 - 2.3 0.07 0.26 2.3 3.07 0.55 In der nachstehenden Tabelle ist noch der Wert des englischen Pfunds in verschiedenen anderen Währungen angegeben: Finnland Finn. Mk. Estland Polen Österreich 1) I Belga == 5 Franken. 2) Nominalwert. Ungarn Australien Südafrika 16.50 I.250 1.009 - Pengö 226.9 £( A.) Kronen Zloty Schilling 18.25 £( S.A.) 26.15 26.50 ( Bearbeitet nach dem" Bulletin of the Federation of British Industries"). Japan USA. Argentinien Brasilien Kanada Rumänien slowakei TschechoJugoslawien Tabelle VIII, a Hauptkasse Line Reference Target LRT- BE4- V2 Einnahmen, Ausgaben und Vermögensbestand der angeschlossenen Organisationen im Jahre 1934. Arbeitslosenkasse Sonstige Sonderkassen Gesamtausgaben Vermögensbestand am 1. Januar 1935 Land Gesamteinnahmen WähNr. Nr. und rung Verband Gesamteinnahmen davon davon Eintritts- Mitgliedsgeld beiträge Gesamteinnahmen davon Mitgliedsbeiträge davon Zuschuss aus öffentlicher Hand Gesamtein- Mitgliedsnahmen beiträge davon ( alle Kassen alle Kassen zusammen) Hauptkasse Arbeitslosenkasse zusammen sonstige Sonderkassen alle Kassen Hauptkasse Arbeitslosenkasse zusammen sonstige Sonderkassen 2 3 Böttcher 3 IO Vergolder 3 II Korkarbeiter 3 ( 6/14) 35768901346 Belgien 2 Bau- und Holzarbeiter 1 Dänemark Maurer 3 Stukkateure 3 Holzarbeiter- Sekretariat: Tischler 3 Fr. 10.724.296 2.571 Kr. " 249.472 2.844 3.232 190.892 2.709 9.108.512 154.715.209 2.431.4146 48.849 10.084.513 44.557.706 1.105.2456 23.534 847.5066 81.7144 24.425 79.8264 " 459.808 Bürstenmacher 3 19.918 18.145 160 171 " 7.079 361.163 16.172 13.863 5.742 Holzindustriearbeiter 3 3.119.493 61.193 221.336 56.421 1.258.879 28.948 78.158 21.979 1.187.546 30.793 138.893 33.601 53.9477 218.088 * * " Stellmacher 3 800.292 * * 7.697 1.7408 212.689 53.9477 7.383 I.7408 * 165.439.505 2.762.600 51.693 3.633.248 81. III 247.179 64.241 1.331.069 24.225.5272 9.916.503 1.839.004 23.502 114.317 2.525 14.309.0232 1.656.5236 20.977 - * * * - 68.1654 3.986.142 61.961 4.742 1.594.19513 2.319.2936 57.219 72.6544 2.355.721 39.998 161.663 32.241 775.780 332.061 IO. 142 17.009 4.028 83.100 1.977.060 29.856 131.502 26.258 577.683 46.6007 2.659.995 156.320 13.151 370.420 I 955 94.997 74.306 1.326.442 73.813 108.750 13.770 I.333.552 82.506 242.500 * 19.170 I.448.692 954.971 " 58.934 I14 Tapezierer 9 3 " 141.493 934 14.552 45 35.820 125.003 II.484 315.630 4 Estland 589.196 34.586 122.805 249.999 14.019 189.534 250.463 19.669 374.564 284.695 730.689 633.573 2.34111 2.30811 51.478 35.938 40.212 105.877 13.197 244.483 527.690 20.821 383.401 141.312 60.444 158.798 242.090 928 334.923 829.640 1.92011 147.820 214 450 101.838 615.190 44.656 1.39811 17 5 18 19 20 7800 Bau- und Holzarbeiter Kr. 427 331 96 - - Finnland 427 424 424 774 747 Bauarbeiter Fmk. 220 658 Maurer 302.05212 Holzarbeiter 205.281 13 14.349 8.845 14.301 202.566 59.309 146.457 98.958 42.133 5I 573 44.269 27.466 ΙΟ 70 Grossbritannien und Irland 13.741 319.617 302.052 249.550 331.640 924.739 452.526 39 Bürstenmacher £ Jugoslawien 42 Bauarbeiter Din. 44 Holzarbeiter( Kroatien- Slawonien) 1.807 240.683 89.801 13 8 1.650 1.904 1.904 16 95915 * 4.670 3.255 233.484 924.739 415.26213 I.487 98.156 37.264 313.668 49.791 174.306 49.791 (-) 112.225(-) 118.69814 139.361 6.473 888 88015 4.736 1.926 I.977 83315 11.852 5.211 200.484 45 Holzarbeiter 68.372 240.683 89.801 ( Bosnien- Herzegowina) 108.028 I.978 59.829 - I I 1 Niederlande 47 49 484 Bauarbeiter 1 Hfl. Stukkateure Möbelarbeiter 565.712 56.376 147.293 712 505.618 25 164 55.033 137.000 1.683.850 191.215 301.933 565.340 1.036.135 73.447 100.641 117.516 201.282 72.12517 43.16918 2.0057 12.12920 72.12517 180.154 224.254 99 966 114.164 224.254 99.96613 * * 36.579 104.691 - * 19 1.8227 8.66520 2.257.806 249.596 13 Norwegen 461.355 2 190.540 239.419 474.557 493.527 53.736 164.878 1.683.850 185.264 308.519 9.47317 13.16318 420 1.16020 331.013 36.57913 268.361 1.930.228 1.703.120 62.65217 227.10918 * 380.444 51 54 55 145 Bauarbeiter 1 Kr. 995.783 6.902 817.931 Holzindustriearbeiter * * * * * Waldarbeiter 1 311.665 " 4.209 62.001 |*| - 995.783 656.896 656.896 * * 179.557 150.000 * 8.641 * 17 Rumänien 320.306 324.346 321.046 60 Bauarbeiter Lei 173.075 61 Holzarbeiter 217.313 10.722 * 153.998 * || || || 173.075 " 18 19 85556 6 62 63 64 66 Schweden Maurer Sägewerksarbeiter Holzindustriearbeiter Zimmerer und Bautischler Wald- und Flössereiarbeiter Schweiz 217.313 173 075 120.288 G"""" Kr. 772 37222 554.547 1.640.405 294.449 556.312 10.943 3.186 8.084 13.464 7.115 252.179 556.312 575.787 414.402 1.523.598 271.201 772.371 388 528 388.428 1.99924 1.65824 945.073 - 1.640.405 294.449 253 943 1.423.240 460.202 568.843 1.128.423 120.288 1.423.240 460.202 280.586 1.128.423 253 943 I |*| H || 1.326.028 67 Bau- und Holzarbeiter 1 Fr. 22 Tschechoslowakei AAA 71 Bauarbeiter 1 Kc 72 Holzarbeiter( Prag) " 73 Holzarbeiter( Reichenberg) 4.422.293 2.340.088 4.425 I.525 I.357.678 7.199 II.470.0605 32.380 10.783.647 4.362.752 II.571.862 2.227.052 5.274.358 1.088.893 9.873.254 2.689.602 7.153.394 643.04023 588.64923 II.873.980 - 1.467.498 556.603 10.104.364 4 627.678 23 Ungarn II.470 060 15.994.155 7.614.446 10.788.518 20.809.5855 20.809.585 16.169.557 8.388.304 799.056 15.370.501 1.134.078 7.254.236 1.082.039 - 74 Bauarbeiter Pengö 15.092 75 Holzarbeiter 168.65410 890 384 10.156 60 317 15.092 168.654 15.150 III.528 15.150 III.528 * * * 312.978(-) 16.212 83.679 20 903.232 * * 903.232 * 29.557 * 3.300 I.732 I.732 2.678 2.678 97.025 97.025 679.272 679.27221 2.455.784 2.455.784 288.091 166 II.553 507.447 30.834 507.447 30.834 9.042.648 663.83123 I.440.305 1.253.854 1.067.013 1.067.013 1.130.226 834.740 * 295.486 1.100.360(-) 3.404.992 * * 21.489 21.489 I.314.475 186.45123 Für Umrechnungskurse siehe Tabelle VII Die Numerierung in dieser Tabelle entspricht der im Adressenverzeichnis( Anhang II). Vgl. auch Tabelle IX, a. Die Kasseneinrichtung weist von Verband zu Verband mitunter sehr erhebliche Unterschiede auf. Um eine möglichst übersichtliche, d.h. einheitliche Einteilung zu erzielen, wurden die Verbände gebeten, ihre Angaben nach einem bestimmten Schema zu gruppieren. Da eine Überprüfung der gemachten Angaben aus mehreren Gründen nicht möglich war, kann jedoch für die Genauigkeit derselben keine absolute Gewähr übernommen werden. Auch sind in der Tabelle nur die berichtenden Organisationen berücksichtigt. *) Angabe fehlt.-) Nicht vorhanden.- 1) Gesamtverband; vgl. Tabelle VI. 2) Ausser Zuschüssen aus der öffentlichen Hand für Arbeitslosenunterstützung. 3) I.IV.34-31.III.35; Vermögensbestand am 31.III.35.4) Unfallversicherung. 5) Einschl. Arbeitslosenkasse. 6) Einschl. ca. 3.000 Maurer in Kopenhagen, die nicht dem Landesverband, wohl aber dessen Ar- - beitslosenkasse angehören. 7) Begräbniskasse.- 8) 2.- 4. Vierteljahr; Krankenkasse. 9) Einschl. Tapezierer in Schweden sowie Sattler in Dänemark und Schweden; vgl. Tabelle VI. 10) Davon Pengö 97.503 Erlös Verkauf des Verbandshauses. 11) Weihnachtsunterstützungskasse. 12) Einschl. Unterstützung der skandinavischen Maurerverbände. 13) Einschl. Lokalkassen. 14) Schuld Hauptkasse Fmk. 181.342; Bestand Lokalkassen Fmk. 62.644. 15) Kranken- und Sterbekasse; Altersrentekasse. 16) Verbandsarbeitslosenkasse getrennt von Staatsunterstützung. 17) Invaliditätskasse. 18) Altersrentekasse. 19) Hfl. 34.924 aus Hauptkasse.- 20) Invalidenaltersrentekasse. 21) Davon Lokalkassen Kr. 346.771.- 22) Einschl. Kr. 346.771 an Beiträgen für Unfallversicherung. 23) Krankenkasse.- 24) Garantiefonds für Kassierer. - Tabelle IX, a Ausgaben für Unterstützungen der angeschlossenen Organisationen im Jahre 1934. Land Nr. Nr. und Verband 2 2 3 Belgien Bau- und Holzarbeiter 1 35 Dänemark Maurer 3 Stukkateure 3 ( 6/14) Holzarbeiter- Sekretariat: |: ཤཱ ཌཱ Fr. Kr. Währung Unterstützungen insgesamt Betrag in Landeswährung In% der ausgaben GesamtArbeitslosenunterstützung Streik- und GemassregeltenKranken-, Unfallund SterbeAltersunterstützung beihilfe unterstützung Invalidenunterstützung Rechtsschutz Sonstige Unterstützungen Betrag in Landeswährung In% der Gesamtunterstützungen Betrag in Landeswährung In% der Gesamtunterstützungen Betrag in Landeswährung In% der Gesamtunterstützungen Betrag in Landeswährung In% der Gesamtunterstützungen Betrag in Landeswährung In% der GeBetrag Betrag in Landesin Landeswährung währung 16.051.7022 66.2 12.720.6562 79.2 1.642.266 I.332.223 8.3 319.3524 2.0 89.3 1.547.017 19.678 83.7 94.2 18.678 94.9 18.150 I. I 67.303 1.0005 4. I 5.I 120.185 732 0.8 I. 559.28611 9.7 9.064 0.6 6 Tischler 3 " 1.772.308 75.2 I.723.532 8 Bürstenmacher 3 33 25.861 64.7 Böttcher 3 " 135.525 83.7 IO Vergolder 3 " I I Holzindustriearbeiter 3 " 13 Stellmacher 3 14 Tapezierer 13 16 Korkarbeiter 3 دو 28.213 87.5 665.458 85.8 239.714 84.2 261.152 41.2 20.815 57.9 97.2 25.108 97.1 124.234 91.8 26.258 93.0 631.855 94.9 236.815 98.8 246.496 94.4 16.540 79.5 2.176 0.2 46.600 2.6 525 2.0 228 10 1.820 I.3 9.471 6.9 1.9556 7.0 24.603 3.7 9.000 I.4 2.507 I.O 3.3505 2.355 II.3 I.3 I.2 2.899 12 8.799 10 3.3 1.920 12 9.2 5 Finnland 18 Bauarbeiter Fmk. 19 Maurer 20 Holzarbeiter " 105.212 31.7 411.394 193.283 42.7 * - 8 31.095 80.056 76.1 16.1 4.960 4.7 396.924 96.5 144.298 74.7 20.0967 19.1 10 14.070 3.4 14.204 7.3 III IOO O. I 13 2.050 I. I 400 I.472 0.1 0.8 ΙΟ 70 Grossbritannien und Irland 39 Bürstenmacher 42 £ I.794 55.1 888 49.5 5 0.3 578 32.2 303 17.0 2 Jugoslawien 1 42 Bauarbeiter Din. 44 Holzarbeiter( Kroatien- Slawonien) 17.244 7.9 33.297 33.3 18.001 10.043 58.2 54.1 45 Holzarbeiter( Bosnien- Herzegowina) " 47.779 41.9 13.004 27.2 = I I Niederlande 17 18 19 22 489 445 65 55 5 33 92 47 Bauarbeiter 1 Hfl. Stukkateure " Möbelarbeiter 37 1.752.750 80.0 188.585 78.8 344.413 72.6 1.685.878 96.2 185.264 98.2 309.417 89.8 Norwegen 51 Bauarbeiter 1 Kr. Holzindustriearbeiter " 55 Waldarbeiter 1 " 153.749 23.4 130.000 86.7 150.018 46.3 8 76.070 58.5 8 302 I.8 12.836 38.5 22.827 47.8 8.537 0.5 2.901 I.5 6.379 1.9 102.837 66.9 30.000 23.1 147.018 98.0 I.230 7. I IOO 960 2.9 680 0.6 2.0 5.569 164 10 18 10 O. I I.O 32.3 - 10 820 10 2.5 - - - 10.893 22.7 1.055 10 2.3 43.619 2.5 13.163 0.6 I.553 0.2 420 26.846 0.3 7.8 I. I 18 0.3 653 0.2 50.9127 33.I 12.732 9.8 3.0005 2.0 ||! II. 198 8.6 Rumänien 60 Bauarbeiter Lei 61 Holzarbeiter " 61.337 35.4 21.597 18.0 8 - - 10.650 49.3 6,000 27.8 4.147 19.2 800 3.7 Schweden 62 Maurer Kr. 63 Sägewerksarbeiter او 64 Holzindustriearbeiter " 65 Zimmerer und Bautischler " 751.432 52.8 34.697 7.5 365.675 64.3 770.330 68.3 8 - 716.326 95.3 35.106 4.7 8 34.244 98.7 288.091 78.8 8 66 Wald und Flössereiarbeiter Schweiz 67 Bau- und Holzarbeiter 1 Fr. Tschechoslowakei 45.605 18.0 9.807.538 90.9 8.845.051 8 90.2 I 10.125 I.I 73 723 71 Bauarbeiter 1 Kc. 72 Holzarbeiter( Prag) " Holzarbeiter( Reichenberg) 8.482.103 3.947.233 1.767.772 21.7 40.7 * 8.264.406 97.4 3 798.6399 96.2 1.727.3289 97.7 23 Ungarn 76.627 21.0 757.061 98.3 43.780 96.0 119.776 1.4 9.202 0.2 4.356 0.2 1.8004 4.0 649.246 6.6 28.570 0.3 116.013 2.9 .25.306 I.4 74 75 45 Bauarbeiter Pengö Holzarbeiter " 4.990 32.9 37.983 34.1 ― 8 - 1.736 34.8 9.640 25.4 2.391 6.3 10.129 26.7 || 453 1.3 - 3.368 25 0.4 957 10 9.901 10 0.2 1.3 - 10.502 65.220 0.8 15.525 0.4 6.350 0.4 O. I 192.614 2.0 4.1311 7.85410 10 O. I 0.3 10 62.8 3.134 11.569 30.5 2.409 4.432 0.3 - I 2010 2.4 6.3 I. .845 4.8 Für Umrechnungskurse siehe Tabelle VII Die Numerierung in dieser Tabelle entspricht der im Adressenverzeichnis ( Anhang II).- Vgl. auch Tabelle VIII, a. Das Unterstützungswesen ist in den einzelnen Verbänden sehr verschieden geregelt. Um eine möglichst übersichtliche, d.h. einheitliche Einteilung zu erzielen, wurden die Verbände gebeten, ihre einschlägigen Ausgaben nach einem bestimmten Schema zu gruppieren. Da eine Überprüfung der gemachten Angaben aus mehreren Gründen unmöglich war, kann jedoch für die Genauigkeit derselben keine absolute Gewähr übernommen werden. Auch sind in der Tabelle nur die berichtenden Organisationen berücksichtigt. 1) Gesamtverband; vgl. Tabelle VI. 2) Ausserdem Fr. 154.034.471 aus dem Nationalen Krisenfonds und Fr. 394.962 an nicht- genehmigter, vom Verband übernommener Unterstützung. 3) 1.IV.34-31.III.35. - - 6) 2.- 4. Viertel4) Nur Krankenunterstützung. 5) Nur Sterbebeihilfe. jahr 1934; nur Krankenunterstützung. 7) Nur Unfall- und Sterbebeihilfe. 8) Keine Arbeitslosenkasse. 9) Nur Verbandsunterstützung. 10) Reiseunterstützung. 11) Davon Fr. 394.962 an nicht- genehmigter, vom Verband übernommener Arbeitslosenunterstützung, Fr. 6.591 an Reiseunterstützung, Fr. 1.066.503 an Hilfe für andere Verbände und Fr. 91.230 an sonstiger Unterstützung.-12) Weihnachtsunterstützung. 13) Fmk. 115.724 Streikdarlehen an den schwedischen Maurerverband gemäss Gegenseitigkeitsabkommen. bas. Tabelle VIII, b Line Reference Target LRT- BE4- V2 Einnahmen, Ausgaben und Vermögensbestand der angeschlossenen Organisationen im Jahre 1935. Hauptkasse Arbeitslosenkasse Sonstige Sonderkassen Gesamtausgaben Vermögensbestand am 1. Januar 1936 Land WähNr. Nr. und Gesamteinnahmen rung Verband Gesamteinnahmen davon Eintrittsgeld davon Mitgliedsbeiträge Gesamteinnahmen davon Mitgliedsbeiträge davon Zuschuss aus öffentlicher Hand Gesamteinnahmen davon Mitgliedsbeiträge ( alle Kassen zusammen) alle Kassen Hauptkasse Arbeitslosenkasse zusammen sonstige Sonderkassen alle Kassen sonstige Hauptkasse Arbeitslosenkasse zusammen Sonderkassen 3 Dänemark: ( 6/14) 3968 Maurer 3 Kr. 289.471 Holzarbeiter- Sekretariat: Tischler " 464.821 Bürstenmacher" دو 21.818 196 10 Vergolder 3 " 7.710 21 I I Holzindustriearbeiter دو 218.088 - 179.204 382.981 19.299 6.041 156.166 2.272.115 2 1.160.747 2 2 1.019.337 4 90.540 4 85.044 2.652.126 2.982 345 593.083 2.306.071 2 83.191 3.428.706 1.414.690 5 1.938.301 2 75.7144 2.622.434 1.290.615 12 Bildhauer 58.188 41.808 1.012.981 30.462 16.569 536.334 " 14.574 82 13 Stellmacher " 51 712 160 8.928 36.807 75.067 14 Tapezierer 8 3 " 181.309 I 080 138.722 233.588 510.307 40.044 109.480 263.254 I.238.782 23.840 23.511 454.145 33.239 119.144 203.988 55 878 6 3.6247 3.6247 55 8786 3.143.133 80.006 53.142 1.231.069 89.641 2.070.726 54.885 34 600 311.653 18.555 5.616 755.780 59.466 83.100 285.300 210.675 24.315 31.905 691.616 595.209 194.660 1.713.273 36.330 26.005 672.680 35.151 178.770 400.549 45.800 2.978 7 6 4.295.168 1.190.419 3.104.749 * 181.415 90.989 1.448.692 132 441 438.932 76.676 14.926 104.739 75.325 738 7 954.971 23.974 161.119 493.721 108.467 277.813 977.364 150.254 827.110 5 Finnland: 19 Maurer Fmk. 20 Holzarbeiter 246.905 352.016 5 6.750 15.921 189.991 241 420 60 198 37.379 19.919 || 246.905 159.381 459.798 159.381 404.854 5 54.944 (-) 198.139 198.969 198.969 (-) 209.8659 11.726 7 Grossbritannien und Irland: ( 23/38) NFBTO.: 25 Maler 1 £ 271.396 10 2.476 99.408 30 Schieferarbeiter, Schottland " 873.5 5 I 20 31 Steinarbeiter, Schottland وو 9.990 183 753 5 9.056 1.549 I 462 2.141 35 Stukkateure " 27.541 632 25.785 39 Bürstenmacher 7.377 1*| 6 دو 1.845 6 1.680 I 932 1.932 958 12 IO Jugoslawien: 43 33 Holzarbeiter, Slowenien Din. 146.211 2.888 143.323 40.516 II Niederlande: 47 49 44 444 Bauarbeiter 1 48 Stukkateure " Möbelarbeiter 113 Norwegen: 51 Bauarbeiter 1 Kr. 1.071.881 271 396 * * * * 81.849 4.5635 9.990 3.842 8.799 6 525 34.918 958 12 4.735 33.479 3.257 1.038 8.799 22.230 I.479 I.237 1.566 4.552 81.849 2.658 5 907 II.086 II.086 11.249 34.272 19.485 987 14.787 927 851 12 6.214 2.494 2.837 883 12 40.516 186.727 * * * Hfl. 485.780 651 " 39.113 120.580 30 147 424.557 36.290 110.746 1.435.157 176.984 281.164 521.857 68.070 96.948 913.181 108.913 184.202 36.785 20 1.904 6 28.696 20 1.679 6 10.894 13 13 7.545 1.957.722 218.002 412 638 1.720.631 494.886 195.144 46.215 409.674 126.927 1.208.258 148.299 281.164 17.487 630 6 1.583 13 2.173.338 1.700.032 226.899 * * * 383.408 306.631(-) 16.213 246.407 20 92.990 13 II.540 953 908 1.071.881 624.608 624.608 * 729 729 1.350.505 I.350.505 18 Schweden: 23000 62 Maurer Kr. 63 Sägewerksarbeiter " 743-493 14 760.819 15 13.780 64 Holzindustriearbeiter " 564.311 3.304 7.724 712.440 568.127 14 743.493 147.689 147.689 760.819 429 636 429.636 475.279 65 Zimmerer und Bautischler 415.776 415.776 39 805.941 18.431 762.718 66 Wald- und Flössereiarbeiter " 248.837 6.910 239.328 1.976 16 9.926 17 657 16 982.062 483.888 253.793 229.854 16 240 937.070 2.786.967 1.832.036 937.070 2.786.967 1.729.418 89.330 805.941 323.132 9.926 17 258.763 244.000 323.132 243.210 1.800 17 1.018.432 74.986 1.018.432 36.461 13.289 38.525 17 19 Schweiz: 67 46 Bau- und Holzarbeiter Fr. 1.610.021 5.776 I.347.909 11.024.727 2.720.815 8.283.356 643 840 7 7 586.372 13.278.588 13.864.887 1.091.619 12.096.219 677.0497 1.660.890 1.527.659 153.241 7 20 Spanien: 68 Bauarbeiter Pes. 28.618 27.968 28.618 20.177 20.177 39.654 39.654 22 Tschechoslowakei: 71 Bauarbeiter 1 Kr. 73 Holzarbeiter, Reichenberg دو 10.765.059 19 1.786.439 40.175 I.224 10.064.692 1.777.198 775.300 775.300 18 * 10.765.059 2.561.740 9.141.267 19 2 684.790 9.141.267 19 427.780 2.257.010 2.690.806 19 2 690.806 19 960.863 5.862.110(-) 4.901.247 23 Ungarn: 75 Holzarbeiter Pengö 89.852 765 61.396 89.852 92.594 92.594 8.576 8.576 Für Umrechnungskurse siehe Tabelle VII. Vgl. Tabelle IX, b, und die allgemeinen Bemerkungen( im Kursiv druck) zu Tabelle VIII, a. *) Angabe fehlt. Nicht vorhanden. 1) Gesamtverband; vgl. Tabelle VI. 2) Einschl. ca. 3.000 Maurer in Kopenhagen, die nicht dem Landesverband, wohl aber dessen Arbeitslosenkasse angehören. 3) 1.IV.35-31.III.36; Vermögensbestand am 31.III.36. 4) Unfallversicherung. 5) Einschl. Lokalkassen. 6) Begräbniskasse. 7) Krankenkasse. 8) Einschl. Tapezierer in Schweden sowie Sattler in Dänemark und Schweden; vgl. Tabelle VI. 9) Schuld Hauptkasse Fmk. 281.746; Bestand Lokalkassen Fmk. 71.880.10) Einschl. Staatszuschuss zur Arbeitslosenunterstützung. 11) Verbandsarbeitslosenkasse getrennt von Staatsunterstützung. 12) Kranken- und Sterbekasse; Altersrentekasse.- 13) Invalidenaltersrentekasse. 14) Einschl. Extrabeitrag( 20 Wochen à Kr. 3) zur Stärkung des 1933/34 infolge des Grosskampfes im Baugewerbe verminderten Vermögens. 15) Einschl. Kr. 134.194 an Prämien für Unfallversicherung. 16) Bürgschaftseinlagen der Kassierer. 18) Einschl. Kr. 184.043 an Sonderbeiträgen von den Unterstützten, aber ohne Staatszuschuss, 19) Einschl. Arbeitslosenkasse, aber ohne Staatszuschuss. 20) Altersrentekasse. 17) Tuberkulose fonds. - Tabelle IX, b Land Nr. Nr. und Verband Währung Unterstützungen insgesamt Arbeitslosenunterstützung Ausgaben für Unterstützungen der angeschlossenen Organisationen im Jahre 1935. Betrag in Landeswährung In% der Gesamtausgaben Betrag in Landeswährung In% der Gesamtunterstützungen Streik- und GemassregeltenKranken-, UnfallAltersund Sterbeunterstützung unterstützung Betrag in Landeswährung In% der Gestützungen samtunterbeihilfe Betrag in Landeswährung In% der Gestützungen samtunterBetrag in Landeswährung In% der Gestützungen samtunterInvalidenunterstützung Betrag in Landeswährung samtunterIn% der Gestützungen Rechtsschutz Betrag in Landeswährung In% der Gesamtunterstützungen Sonstige Unterstützungen Betrag in Landeswährung In% der Gesamtunterstützungen 19 10234 920 3 Dänemark: 3 Maurer 2 ( 14) Holzarbeiter- Sekretariat: Tischler 2 8 Bürstenmacher 2 33 IO Vergolder 2 Kr. 2.667.759 89.4 2 185 615 81.9 399.109 15.0 82.7324 3.1 303 - Kr. 1.463.170 70.7 1.416.521 96.8 849 0.1 45.800 33.840 61.6 32.055 94.7 I.235 33 25.898 74.6 22.760 87.9 Bildhauer 33 45.378 76.3 Stellmacher 2 دو 176.820 83.4 Tapezierer 12 " 213.597 36.9 30.794 67.9 170.859 96.6 208.652 97.7 77 13.259 3.7 0.3 29.2 3.1 400 I.2 2.978 810 11.5 1.8 50 50 O. I - I.020 0.5 3.9253 1.8 11 1506 0.4 836 0.3 4656 I.O 5.961 3.4 - Finnland: Maurer Fmk. Holzarbeiter " 38.873 24.4 133.321 29.0 8 40.740 30.6 246 0.6 53.189 39.9 38.4525 98.9 20.290 15.2 175 2.785 2. I 15.911 0.5 II.9 4066 - 0.3 7 Grossbritannien und Irland: IO to wwwwww ( 2338) NFBTO.: Maler 1 £ Schieferarbeiter, Schottland " Steinarbeiter, Schottland 202.980* 2.505 65.2 3.575 40.6 167.444 82.5 I.373 0.7 Stukkateure " Bürstenmacher 25.921 1.800 77 I 55.3 " I.237 49.4 2.317 64.8 2.974 II.5 927 51.5 7 0.3 179 0.7 11.9935 5.9 1.181 47.1 I.258 35.2 II.255 43.4 540 30.0 17.989 8.9 2.945 1.4 375 0.2 861 0.4 80 3.2 10.945 42.2 311 17.3 568 2.2 ||| - 226 I.2 Jugoslawien: 43 II Holzarbeiter, Slowenien Niederlande: Din. 145.481* 97.566 67.1 - 485 47 Bauarbeiter 1 Hfl. 48 Stukkateure " 49 Möbelarbeiter " 1.303.436 75.8 151.031 77.4 307.085 74.9 1.208.258 92.7 148.299 98.2 281.881 91 8 31.914 2.102 2.4 I.4 1.139 0.8 44.5405 3.4 12.075 8.3 17.487 I.4 630 0.4 765 0.3 22.466 13 Norwegen: 51 Bauarbeiter 1 Kr. 54 Holzindustriearbeiter دو 106.764 17.1 99.519* _ 8 66.671 67.0 56.348 52.8 24.363 24.5 18 Schweden: 19 26556 6. Maurer Kr. 50.456 34.2 8 16.333 32.4 7.3 50.4163 47.2 7.9503 8.0 33.200 65.8 1.580 0.5 || 63 Sägewerksarbeiter " 26.071 6.1 8 26.071 100.0 64 Holzindustriearbeiter 235.770 4.9 196.234$ 3.2 " Zimmerer und Bautischler " 32.196 10.0 8 Wald- und Flössereiarbeiter 39.918 16.4 8 د, Schweis: 67 Bau- und Holzarbeiter 1 Fr. 12.599.155 9.1 22 Tschechoslowakei: 71 Bauarbeiter 1 Kč 73 Holzarbeiter, Reichenberg 33 33 23 Ungarn 75 Holzarbeiter Pengö 5.566 410 60.9 2.191.771 81.6 36.602 39 5 II. 860.894 94.2 5.285.095 95.0 2.170.737 99.0 39.536 16.8 25.130 78.0 38. 118 95.5 65.109 122.706 1.800 0 5 4.5 660.172 5.2 || 1 || ||||| 2.480 I.7 32.2217 22.1 1.237 O. I 393 0.1 - 535 0.5 923 1.8 6.469 20.1 2.2 33.610 0.6 395 6.207 0.3 || 9.530 26.0 2.701 7.4 9.2833 25.4 5976 1.9 - - 12.514 O. I 4666 107.433 1.9 10.247 0.5 17.5666 0.3 4.1856 0.2 12.533 34.2 2.424 6.6 1316 0.4 Für Umrechnungskurse siehe Tabelle VII Die Numerierung in dieser Tabelle entspricht der im Adressenverzeichnis ( Anhang II). Vgl. auch Tabelle VIII, b, sowie die allgemeinen Bemerkungen im Kursivdruck zu Tabelle IX, a. 1) Gesamtverband; vgl. Tabelle VI.- 2) 1.IV.34-31.III.35. 3) Nur Sterbebeihilfe. Sterbebeihilfe. unterstützung. 4) Nur Unfallunterstützung. 5) Nur Kranken- und 6) Reiseunterstützung. 7) Einschl. 527 Din. Reise8) Keine Arbeitslosenkasse. d.HIV sladeT Tabelle X. Lohnbewegungen usw. der angeschlossenen Organisationen, 1934-1935. Bewegungen ohne Arbeitseinstellung Streiks und Aussperrungen 720 16 1.383 755 21 4.912 2.477 ** ** ** * * * * I ***||| 24 4 ||* │ |*|||| ** ** ** |*| 1.1*| |*|||| * ||| 74 N l I.162 * 2 ** 400 129 Gesamtzahl Vollerfolg Teilerfolg Erfolglos Gesamtzahl Vollerfolg Teiler folg Erfolglos Land Nr. Nr. und Verband der Zahl der der beteider Zahl der beteiZahl der Zahl der beteiZahl der Zahl der beteider beteiligten Zahl der BeweVerbeteiligten Zahl der beteiligten Zahl der ligten beteiBeweligten gungen Personen bandsmitglieder gungen ligten Personen VerbandsmitBewegungen ligten Personen VerbandsmitBeweligten gungen Personen Verbandsmitder Bewegungen beteiligten Personen glieder glieder glieder der beteiligten Verbandsmitglieder Zahl der Zahl der beteiZahl der beteiligten BeweVerZahl der BeweZahl der beteiZahl der beteiZahl der Zahl der beteiligten Zahl der beteiligten ligten bandsligten gungen gungen Personen mitPersonen VerbandsmitBewegungen Verligten Personen bandsmitglieder glieder glieder * * * * * ** **||*** 2 Belgien: 2 Bau- und Holzarbeiter 1934 1935 ** ** * ** * Dänemark: 9 Böttcher 1934 * * * I I Holzindustriearbeiter 1934 1935 13 Stellmacher 1934 1935 5243 34 35 3.500 3.500 42 2.335 2.335 * 300 * 450 14 Tapezierer 1934 * * 1935 * * ** ** **** I ** ** ** ** 2.335 225 125 * * * * * * 42 2.335 * * 250 I * * * * *** ** ** ****** ****** * * * * 6.075 * 800 3.945 600 891 181 4 I * I 2 2 * I I 211 * 211 IO 32 32 77 75 75 55 ** ||** = 29 *||| 74 4 * * 133 566 344 IIO 40 I I 1103 621 *** **** IIO 64 520 I.200 152 320 4 Estland: 17 Bauarbeiter 1935 * * * * * * 5 Finnland: 18 800 Bauarbeiter 1934 I I 6.075 * 19 Maurer 1934 I 800 600 - 20 Holzarbeiter 1934 1935 IO 401 4.555 996 I ΙΟ 10 1.179 575 4 523 380 10 Jugoslawien: 444 43 Holzarbeiter( Slowenien).. 1935 44 Holzarb.( Kroatien- Slaw.). 1934 45 Holzarb.( Bosnien- Herzeg.) 1934 = I I Niederlande: 47 49 484 Bauarbeiter 1934 1935 48 Stukkateure 1935 783 **** 676 408 744 272 [.200 320 143 ** Möbelarbeiter 1934 * * **** **** 1935 31 I.200 I.200 I I ***** ***** * 14 13 13 Norwegen: 51 Bauarbeiter 1934 52 1.892 1.809 36 1.521 I.455 1935 II7 10.669 10.052 67 54 Holzindustriearbeiter 8.106 7.640 1934 20 1.800 1.800 20 1.800 1.800 1935 28 391 366 28 391 366 24 600 474 3 96 95 154 2 144 **** * * 400 400 3 400 400 I.162 881 703 * 486 448 23 || 211 80 337 283 5142 - 135 64 I 800 200 121 86 44 I 800 200 I5 5/76 1480 181 * * 6 * ***** 22 485 152 16 37 1.687 427 32 15 137 * * 8 185 69 357 ** w 5845 48 1-1 I 122 ** 664 322 - * 3 N 2 20 2 - 19 139 134 207 192 400 400 59 59 25 - 41 ** 1-2 3 722 428 3 722 428 * I 2 25 Ball 5 Ur 44 64 36 12 I 30 8 71 = I I 4 2 * 20 3 ** 12 12 12 - || - I = I I = I I 87 99 66 19 ** 29 - 2 375 270 2 75 * * 35||**~ ** 114 12 6 **** 5.341 85 237 36 ΙΟ 322 18 217 217 653 146 116 386 308 II.588 I 841 1** 5+ ** ||** 27 223 88 72 I **|| 8460** IO ****** 5.102 2 237 322 ** 15 386 308 4 875 356 2 II2 86 50 48 14 321 388 386 46 2.175 306 2.026 514 404 I I 294 275 1 || 400 400 A 70 70 ***** **** ** 15 239 158 ||**= 8 I I I **||**- 2 * * ** 74 * 5.892 94 * 6.059 **[ 0 * * * * IO 200 152 17 17 Rumänien: 61 Holzarbeiter 1934 2 57 43 43 2 57 43 443 18 Schweden: 62 Maurer 1934 * * 1935 63 Sägewerksarbeiter 1934 74 **** ** 5.892. 1935 94 6.059 64 Holzindustriearbeiter 1934 155 1935 139 3.087 7.614 2.660 6.674 65 Zimmerer und Bautischler 1935 69 1.761 1.489 66 Wald- und Flössereiarbeiter 1935 32 3.699 2.076 **||** 82 **||** **** 68 20 1.746 1.478 3.265 1.77I 19 Schweiz: 49 67 Bau- und Holzarbeiter 1934 1935 85 82 27.050 12.537 30 * * 55 3.128 1.892 16 * * 060 32 38 24 ** ** ||* ** 45 14 2 |||| 2.190 I.420 1.092 960 20 4.920 11866 211 26 1.780 * ** 11-11 150 = 11 1 20 I I 2= 0 I.944 255 1.890 255 * 70 * ||*| 1 ** 13 * * * * 16 I I ||** 71 10.6011 1.2361 I * - * 329 III 1.896 552 22 70 187 27 690 540 I 130 428 50 175 168 67 52 34 34222 848 27 23 27422 34 32 4.900 1.029 27 4.501 914 47 15.396 3.495 4 I 900 658 I 13.313 80 2.916 68 175 168 67 42 52 15 270 * 116 269 1.442 1.770 326 690 229 39 65 * 89 I.124 1.530 1.270 560 65 * 38 318 180 115 55 56 42 40 *| - бо 15 Die Numerierung in dieser Tabelle entspricht der im Adressenverzeichnis ( Anhang II), das die vollständigen Namen der hier nur mit Stichwort angedeuteten Organisationen enthält. Um eine möglichst einheitliche, d.h. übersichtliche Einteilung zu erzielen, wurden die Verbände gebeten, ihre einschlägigen Angaben nach einem bestimmten Schema zu gruppieren. Da eine mehr als oberflächliche Überprüfung der gemachten Angaben aus verschiedenen Gründen nicht möglich war, kann indessen für die Genauigkeit der in der Tabelle zusammengestellten Daten keine Gewähr übernommen werden. Zu berücksichtigen ist. dass eine Anzahl Organisationen den betreffenden Teil des Fragebogens offensichtlich unvollständig oder fehlerhaft ausgefüllt hat, während viele ihn überhaupt unbeantwortet gelassen haben. Zum Teil ist letzteres darauf zurückzuführen, dass die betreffenden Organisationen selbst die nötigen Unterlagen nicht zu sammeln pflegen. Bei der Beurteilung der obigen Tabelle ist denn auch zu berücksichtigen, dass sie nur ein sehr unvollständiges und auch sonst kaum einwandfreies Bild von den Lohnbewegungen usw. der dem IBBH. angeschlossenen Verbände zu gewähren vermag. Es ist klar, dass wohl fast alle Organisationen.. die in der Tabelle fehlen, in der Berichtszeit gleichfalls solche Bewegungen, sei es mit oder ohne Streik, geführt haben. Manche davon, so.B. dic allgemeinen Lohnbewegungen ohne Arbeitseinstellung in Dänemark, im Baugewerbe Grossbritanniens und Irlands und im niederländischen Baugewerbe, hatten sogar sehr beträchtlichen Umfang; darüber geben indessen die einzelnen Länderübersichten an anderer Stelle dieses Berichtes näheren Aufschluss. *) Angabe fehlt. 1) Einige dieser Streiks, mit ca. 10.000 Beteiligten Personen, wurden 1936 mit teilweisem Erfolg beendet. 1934 183 132.816 35.839 183 132.816 35.839 1935 194 141.030 1934 36 43.000 8.763 7.900 194 14 141.030 43.000 20 6.692 4.260 14 3.693 4.502 2.840 * 1935 16 1.092 960 23 Ungarn: 77 74 Bauarbeiter 1934 26 1.780 * 75 Holzarbeiter 1934 20 1935 164 466 1.056 138 20 466 980 164 1.056 138 980 22 Tschechoslowakei: 71 Bauarbeiter 223 72 Holzarbeiter( Prag) 73 Holzarbeiter( Reichenberg) 1934 Anhang I Richtlinien für die Verschmelzung der Internationalen Union der Holzarbeiter und der Bauarbeiter- Internationale. Einleitung: Entsprechend dem Auftrag, der ihnen von den beiderseitigen, im Juli bzw. August 1933 in Brüssel stattgefundenen Kongressen erteilt wurde, haben der Gesamtvorstand der Bauarbeiter- Internationale ( BI.) und das Exekutivkomitee der Internationalen Union der Holzarbeiter( IUH.) in ihrer am 16. Dezember 1933 in Paris abgehaltenen gemeinsamen Sitzung die Frage der Verschmelzung dieser beiden Internationalen anhand des Ergebnisses der Londoner Vorbesprechung vom 10. November 1933 und unter voller Berücksichtigung der obwaltenden Verhältnisse eingehend geprüft. Die gewerblichen Verhältnisse sind von Land zu Land verschieden gelagert, und es ist nur natürlich, dass ihre Eigenart im Rahmen jedes einzelnen Landes die organisatorische Gliederung und die Aufgaben der Gewerkschaften bedingt. Die Verschiedenheit der nationalen Organisationsformen braucht jedoch kein Hindernis für eine Verschmelzung im internationalen Rahmen zu sein; vielmehr muss festgestellt werden, dass das Nebeneinanderbestehen verschiedener Organisationsformen bereits im Rahmen der vorhandenen internationalen Organisationen ohne Schaden für die nationale oder internationale Tätigkeit möglich war. Indem die Vorstände sich die Empfehlung zur Verschmelzung verwandter Berufsinternationalen, die von der letzten Konferenz der Internationalen Berufssekretariate mit dem Vorstand des Internationalen Gewerkschaftsbundes( Brüssel, Juli 1933) aufgestellt wurde, zu eigen machen, und im Hinblick auf die Vorteile, die sich bei einer Fusion sowohl in bezug auf wirtschaftlichere Gestaltung und Ausnutzung der vorhandenen Arbeitsmöglichkeiten als auch auf die Erfassung wichtiger noch abseitsstehender Organisationen ergeben würden, halten die Vorstände die Verschmelzung der BauarbeiterInternationale und der Internationalen Union der Holzarbeiter für zweckmässig und geboten. Sie geben der Ueberzeugung Ausdruck, dass den Interessen der Arbeiter des Bau- und Holzgewerbes im weitesten Sinne durch schleunigste praktische Verwirklichung dieser Verschmelzung gedient sein würde. Um den Beratungen der 1934 fälligen Kongresse der Maler- und der Steinarbeiter- Internationale, deren Teilnahme an der Verschmelzung in Aussicht steht, nicht vorzugreiten, und in der Erkenntnis, dass es Empfehlung verdient, zunächst praktische Erfahrungen mit der Zusammenarbeit zu sammeln, sehen die Vorstände davon ab, schon jetzt in Einzelheiten gehende, Statuten gleichkommende Vorschläge für die endgültige Form der Verschmelzung aus131 zuarbeiten. Sie glauben, davon im Augenblick um so mehr absehen zu können, weil ein kritischer Vergleich der Statuten der beiden Internationalen keine wesentlichen Unterschiede ergibt, die nicht schon in den nachstehenden allgemeinen Richtlinien geregelt wären. Die Vorstände haben diese Richtlinien unter voller Würdigung der beiderseitigen Interessen unter sich vereinbart, in der Ueberzeugung, damit eine geeignete Grundlage für eine reibungslose, auf Treu und Glauben beruhende Zusammenarbeit bis zur endgültigen Festlegung der Organisations form durch den nächsten, in spätestens drei Jahren stattzufindenden internationalen Kongress geschaffen zu haben, und empfehlen ihren beiderseitigen Organisationen, auf dieser Grundlage die Verschmelzung der Bauarbeiter- Internationale und der Internationalen Union der Holzarbeiter zu beschliessen. 1. Name: Internationaler Bund der Bau- und Holzarbeiter( IBBH.). 2. Kongresse: Alle drei Jahre findet der ordentliche allgemeine Kongres statt. Ausserordentliche Kongresse sind einzuberufen, wenn mindestens ein Viertel der in der IBBH. vertretenen Stimmen einen dahingehenden, über den Hauptvorstand gemachten Antrag unterstützt. In zeitlicher und örtlicher Verbindung mit dem allgemeinen Kongress finden, wenn nötig, besondere Berufskonferenzen der Bau- und der Holzarbeiter statt, die alle einschlägigen Berufsfragen, welche ihr entweder vom Hauptvorstand zur Behandlung überwiesen oder von angeschlossenen Verbänden unterbreitet sind, zu prüfen haben. Die Beschlüsse der Berufskonferenzen sind dem allgemeinen Kongress zur Ratifizierung zu unterbreiten. Mit Zustimmung des Hauptvorstandes können besondere Berufskonferenzen einberufen werden, deren Beschlüsse dem Hauptvorstand eventuell auf schriftlichem Wege zur Genehmigung zu unterbreiten sind. - - Sowohl auf den allgemeinen Kongressen als auch auf den Berufskonferenzen regelt sich das Stimmenverhältnis nach der Zahl der Mitglieder, für welche der letztfällige Beitrag gezahlt wurde, und zwar nach folgender Skala: bis 5.000 Mitglieder bis 10.000 Mitglieder bis 20.000 Mitglieder I Stimme; 2 Stimmen; 3 Stimmen; bis 50.000 Mitglieder 4 Stimmen; für jede weitere angefangene 50.000 Mitglieder eine Stimme mehr. Wenn in einem Lande mehrere Organisationen desselben Gewerbes ( Bau- oder Holzgewerbe) der Internationale einzeln angeschlossen sind, haben diese nur dann Anspruch auf gesonderte Stimmabgabe, 132 wenn ihre Mitgliederzahl mindestens 2.000 beträgt. Die Verbände, die diese Mindestzahl nicht erreichen, haben sich über die Stimmabgabe untereinander zu verständigen, wobei dann ihre Gesamtmitgliederzahl als Berechnungsmassstab gilt. 3. Hauptvorstand: - beide aus Bis zum nächsten Internationalen Kongres bilden die je 6 stimmberechtigten Mitgliedern bestehenden- Vorstände der BI. und der IUH. den Hauptvorstand der Einheitsinternationale. Der Hauptvorstand tritt mindestens einmal im Jahr zusammen, oder wenn mindestens ein Drittel seiner Mitglieder einen dahingehenden, über den engeren Vorstand( siehe unten) gemachten Antrag unterstützt. Ein ausführliches Protokoll seiner Sitzungen ist den Vorständen der angeschlossenen Verbände in kürzester Frist zu unterbreiten. Auf dem nächsten internationalen Kongress, der in spätestens drei Jahren stattzufinden hat, ist vom Hauptvorstand ein Plan für angemessene Vertretung nach Ländern und Hauptberufsgruppen unter Wahrung des Prinzips der Parität und der besonderen Interessen der bisherigen internationalen Zusammenschlüsse zu unterbreiten, mit der Massgabe, dass die Zahl der Hauptvorstandsmitglieder möglichst 12 nicht überschreiten soll. 4. Engerer Vorstand: Zur Behandlung von Angelegenheiten, die in den Perioden zwischen den Sitzungen des Hauptvorstandes erledigt werden müssen, wird ein engerer Vorstand eingesetzt, bestehend aus einem Vorsitzenden, zwei Vizevorsitzenden und dem Sekretär, die vom Hauptvorstand aus seiner Mitte zu wählen sind, mit der Massgabe, dass zwei seiner Mitglieder der IUH. und zwei der BI. angehören sollen. Der engere Vorstand tritt im allgemeinen höchstens zweimal pro Jahr zusammen. Ein ausführliches Protokoll seiner Sitzungen ist in kürzester Frist sämtlichen Mitgliedern und stellvertretenden Mitgliedern des Hauptvorstandes zu unterbreiten. 5. Sekretariat: Das Sekretariat soll über ausreichendes und kompetentes Personal verfügen, um allen Anforderungen gerecht werden zu können. Alles Büropersonal sowie das Gehalt sind nur vom engeren Vorstand zu bestimmen. Der Sekretär soll Mitglied des Hauptvorstandes sein, und zwar ein gewählter Vertreter des Verbandes( bzw. eines der Verbände) des Landes, das als Sitz der Einheitsinternationale bestimmt worden ist. Der Sekretär ist dem Hauptvorstand für alle das Sekretariat betreffenden Angelegenheiten verantwortlich. Er wird zum Teil von der Internationale besoldet; das Gehalt bzw. die Entschädigung wird vom Hauptvorstand festgesetzt. 133 6. Beitrag: Der Beitrag der angeschlossenen Organisationen an die Einheitsinternationale wird auf 2.50 holländische Gulden pro angefangenes Hundert Mitglieder und pro Jahr festgesetzt. Er berechnet sich nach der Mitgliederzahl am Ende des Vorjahres, mit der Massgabe, dass er für alle Mitglieder, von denen der Verband Beiträge erhebt ( einschliesslich sog. Verwaltungsbeiträge), zu zahlen ist, und zwar jeweils im voraus für sechs oder zwölf Monate. Der Beitrag ist ab I. Januar 1934 zu entrichten; er wird fällig, so bald die Verschmelzung in Kraft getreten ist. Für aussereuropäische Verbände sowie für solche, die sich in besonders grossen finanziellen Schwierigkeiten befinden, können vom Hauptvorstand Ausnahmebestimmungen eriassen werden. 7. Vertretungen: Der engere Vorstand hat die Befugnis, auf Vorschlag eines seiner Mitglieder( insonderheit des Sekretärs) aus seiner Mitte bzw. aus der Mitte des Hauptvorstandes einen, bei wichtigen Anlässen auch mehrere Delegierte zur Vertretung der IBBH. auf deren Kosten an interessierende Tagungen( nationale Verbandstage, internationale gewerkschaftliche Konferenzen usw.) zu entsenden. 8. Ausarbeitung von provisorischen Statuten: Die Vorstände der BI. und der IUH. stellen mit Befriedigung fest, dass die Internationale Föderation der Maler und das Internationale Steinarbeiter- Sekretariat beabsichtigen, auf ihren 1934 fälligen Kongressen die Frage der Verschmelzung zu behandeln. Sie sprechen die zuversichtliche Hoffnung aus, dass auch diese beiden Internationalen sich an der Verschmelzung beteiligen werden, in welchem Falle bei der endgültigen Ausarbeitung der Organisations form ihre Wünsche und Interessen berücksichtigt werden können. Nachdem die Kongresse der Maler- und der Steinarbeiter- Internationale zu dieser Frage Stellung genommen haben, hat der engere Vorstand unter Berücksichtigung der Statuten der für die Verschmelzung in Frage kommenden Internationalen neue Statuten zusammenzustellen, welche dem Hauptvorstand zur Genehmigung zu unterbreiten sind und bis zum nächsten KKongress der Einheitsinternationale massgebend sein werden. Der nächste Kongress soll diese provisorischen Statuten prüfen und endgültig festsetzen. 9. Durchführung der Urabstimmung: Zur Vermeidung der mit einem ausserordentlichen Kongress verbundenen hohen Kosten haben die Vorstände beschlossen, die obigen allgemeinen Richtlinien den beiderseitigen angeschlossenen Verbänden zur schriftlichen Abstimmung zu unterbreiten. Die Vorstände der angeschlossenen Verbände sind deshalb gebeten, bis spätestens 1. März 1934 dem Sekretariat ihrer respektiven Internationale mitzuteilen, ob sie damit einverstanden sein können, dass auf obenstehender Grundlage die Verschmelzung der BI. und der IUH. vorgenommen wird. 134 Anhang II. ( Tg) = Verzeichnis der am 1. Januar 1936 dem IBBH. angeschlossenen Verbände, Telegrammadresse( Tf) - Telefonnummer ( 0) = Verbandszeitung Die Numerierung deckt sich mit der im Mitgliederverzeichnis( Tabellen V, a und b), in dem das betreffende Gewerbe kurz angegeben ist. Name, Adresse, Telegrammadresse, Nr. Land Nr. Telefon, Verbandszeitung I Australien I 2 Belgien Vorsitzender§ Sekretär* Federated Furnishing Trade Society M. Grealy§ of Australasia, Trades Hall, Mel- R. Boyce* bourne.( Tf) F 1932( O) The Furnishing Worker( Sydney). ( a) New South Wales Branch, Trades O. Schreiber* Hall, Goulburn Street, Sydney. ( Tf) MA 4580( O) The Furnishing Worker. ( b) Victoria Branch, Trades Hall, R. Boyce Melbourne.( Tf) F 1932. * ( c) Queensland Branch, Trades Hall, W. Rogers Brisbane. * ( d) South Australia Branch, Trades F. Goring* Hall, Adelaide.( Tf) 8451. * ( e) Tasmania Branch, Elizabeth Street, V. J. Shaw* Launceston. ( f) United Furniture Trades' Indus- W. Hodsdon* trial Union of Workers, 4 Trades Hall, Beaufort Street, Perth.( Tf) B 2695. 2 Centrale Générale du Bâtiment, de E. Gryson§ l'Ameublement et des Industries di- W. Hauwaert* verses, 6, Rue Watteeu, Brüssel. 4 5 ( Tg) Centrale Bâtiment, Rue Watteeu( Tf) 11.47.08 11.00.68( 0) L'Emancipation( franz.) - voogding( flämisch). 1 - OntMurerforbundet i Danmark, Dosse- M. Madsen§ ringen 36, Kopenhagen N.( Tf) Central 8054( O) Murernes Fagblad. Dansk Tømrer- Forbund, Tagensvej J. C. E. Sörensen§ 96, Kopenhagen N.( Tf) Taga 193 ( 0) Medlemsblad. Stukkatørernes Forbund, Vester- C. Larsen§ gaardsvej 26 A¹, Kopenhagen N. ( Tf) Taga 1817. 3 Dänemark 3 135 Nr. Land Nr. Name, Adresse, Telegrammadresse, 6-14 Dansk ( 6) ( 7) ( 8) ( 9) ( 10) ( 11) ( 12) ( 13) ( 14) 15 16 Telefon, Verbandszeitung Vorsitzender§ Sekretär* Træarbejder- Sekretariat, C. M. Carlsen§ H. C. Ørstedsvej 28c. Kopenhagen V. ( Tf) Eva 2713. Snedker forbundet, Rømersgade 24, N. Madsen§ Kopenhagen K.( Tf) Central 12753( O) Snedkeren Drejer forbundet, Colbjørnsensgade M. Arnsfeldt§ 20, St., Kopenhagen V.( Tf) Vester 8175( O) Fagblad. Børsteindustriarbejdernes Forbund, E. Knudsen§ Bangersgade 10, Kopenhagen. Bødker forbundet, Rosenørns Allé R. Rude§ 12, Kopenhagen V.( Tf) Nora 5318( O) Bødkernes Fagblad. Forgylder forbundet, Degnestavnen L. Overby§ 112, Kopenhagen N.( Tf) Taga 4969v. Træindustriarbejder forbundet, Ro- J. Jensen§ senørns Allé 12, Kopenhagen V. ( Tf) Nora 7306.( O) Fagblad. Billedskærer- og Dekorationsbilled- Knud V. Jensen§ hugger forbundet, Rømersgade 22³, Kopenhagen K.( Tf) Nora 6440 ( O) Fagblad. Dansk Karetmagerforbund, H.C. C. M. Carlsen§ Ørstedsvej 28 C, Kopenhagen V. ( Tf) Eva 2713( O) Fagblad. Skandinavisk Sadelmager- og Ta- Th. Clausen§ petserer forbund, Meinungsgade 16, Kopenhagen N.( Tf) Nora 7341. ( O) Medlemsblad. Kurvemager forbundet, Istedgade 1184, E. Johansen§ Kopenhagen V. Korkskærernes- og Sortererskernes V. Nilsson§ Forbund, Fiskergade 18, Kopenhagen N.( Tf) Nora 3520y. 4 Estland 17 Eesti Ehitus- ja Puutööliste Ametiü- J. Ollis§ hing, V. Parnu Mnt. 31, Tallinn. A. Piht* 5 Finnland 18 136 19 20 Suomen Rakennustyöläisten liitto, U. Nurminen* Sirkuskatu 5, Helsinki.( Tf) 71.138. Suomen Muurarien liitto, Sirkus- E. Härmä* katu 5, Helsinki.( Tf) 73.286. Suomen Puutyöväen liitto, Sirkus- J. Virtanen§ katu 5, Helsinki.( Tf) 71.897. A. Heinonen* Nr. Land Nr. 6 Frankreich 21 7 Grossbritannien 22 Name, Adresse, Telegrammadresse, Telefon, Verbandszeitung Vorsitzender§ Fédération Nationale Confédérée du Brout§ Sekretär* Bâtiment, du Bois, des Travaux Pu- B. Arrachard* blics et des Matériaux de Construction de France et des Colonies, 211 Rue Lafayette, Paris( Xe). ( Tf) Botzaris 73-54, 73-55( 0) L'Ouvrier du Bâtiment. 2 Fédération Nationale des Travail- C. Nicolas* leurs du Tonneau, Parties Similaires et Assimilés, 5 Rue du Carré du Roi, Montpellier( Hérault). 23-38 National Federation of Building G. Hicks§ Trades Operatives, Federal House, R. Coppock* Cedars Road, Clapham, London ( 23) ( IT ( 24) ( IT) SW 4.( Tg) Enefbeteo, Clapcom, London.( Tf) Macaulay 4584/5( 0) Building Operative Bulletin. Amalgamated Society of Wood- F. Wolstencroft* workers, 131, Wilmslow Road, Withington, Manchester.( Tg) Cohesive, Withington, Lancs.( Tf) Didsbury 3103( 0) Monthly Journal. Amalgamated Union of Building G. Hicks* Trade Workers, Crescent Lane, Clapham, London S.W. 4.( Tg) Buildcres, Clapcom, London.( Tf) Macaulay 2442/44( 0) Trade squoll ( 25) ( 26) ( 27) Circular& General Reporter. National Amalgamated Society of J. A. Gibson* Operative House and Ship Painters and Decorators, 4, Camp Street, Lower Broughton, Salford, 7, Lancs.( Tg) Natsopaint, Manchester( Tf) Blackfriars 9095( 0) Monthly Journal. Plumbers, Glaziers& Domestic J. W. Stephenson Engineers' Union, 15, Abbeville Road, Clapham, London S.W. 4. ( Tg) Unioplumb, Clapcom, London ( Tf) Tulse Hill 2598( O) Quarterly Report. Amalgamated Slaters'& Tilers' Provident Society, 19, Oswald Terrace, Gateshead- on- Tyne.( Tf) 71.528. - * 137 Nr. Land Nr. 138 ( 28) ( 29) 219 ( 30) ( 31) ( 0) ( 32) Name, Adresse, Telegrammadresse, Telefon, Verbandszeitung Vorsitzender§ Sekretär* National Amalgamated Operative| A. Gill* Street Masons, Paviors& Roadmakers' Society, 1, Kingston Grove, Woodhouse Lane, Leeds 2.( Tf) 27.217( O) Quarterly Report. National Builders' Labourers& G. Elmer* Constructional Workers' Society, 84, Blackfriars Road, London S.E. 1.( Tf) Waterloo 6762. Amalgamated Slaters' Society of W. Cross* Scotland, 15, Earlbank Avenue, Scotstoun, Glasgow W 4.( Tf) Scotstoun 2692. Building& Monumental Workers' H. M'Pherson* Association of Scotland, 65, West Regent Street, Glasgow C 2, Scotland.( Tf) Douglas 1752( O) The Building and Monumental Workers' Journal. National Union of General and Chas. Dukes* Municipal Workers, 5 Endsleigh Gardens. London W.C. I.( Tg) Unitude, Westcent, London( Tf) Museum 2887( 0) The N.U.G. M.W. Journal. ( 33) Transport& General Workers' E. Bevin* Union, Transport House, Smith T Square, London S.W. 1.( Tg) ( 34) rigadi ( 35) ( 0) ( 36) Transunion, Parl, London( Tf) Victoria 7671-5( O) The Record. Constructional Engineering Union, Geo. House* 9, Clapham Park Road, Clapham, London S.W. 4.( Tf) Macaulay 5280( 0) The Journal. National Association of Operative A. H. Telling* Plasterers, 37, Albert Street, Mornington Crescent, London N.W. I ( Tf) Museum 5491( Tg) Plastell, Norwest, London.( O) Quarterly Report. Amalgamated Society of Woodcut- Jas. Lyno* ting Machinists, 32, Milton Street, Manchester 13.( Tg) Woodcut, Manchester( Tf) Ardwick 4012. ( 37) Amalgamated Union of Asphalte F. W. Jenkin Workers, Clayson Clayson House, 88 * Blackfriars Road, London S.E. I ( Tf) Waterloo 4088. Nr. Land Nr. 8 Irland - 9 Italien 41 Name, Adresse, Telegrammadresse, Telefon, Verbandszeitung Vorsitzender§ Sekretär* Composite Section, Federal House, R. Coppock* Cedars Road, Clapham, London ( 38) S.W. 4.( Tg) Enefbeteo, Clapcom, London( Tf) Macaulay 4584/ 5- 39 40 National Society of Brushmakers, 15, G. F. Mayes* Hackney Road, London E. 2.( Tf) Bishopsgate IIOI( O) Monthly Report. National Union of Packing Case R. James* Makers, Box Makers, Sawyers and Mill Workers, 95 Farringdon Road, London E.C. 1.( Tf) Clerkenwell 3018.( O) Monthly Report. siehe Grossbritannien. Federazione Italiana Operai Edili, A. Vuattolo* 16, Rue de la Tour- d'Auvergne, Paris ( IXe).( Tf) Trudaine 93-91. ( Postfach Aussersihl, Zürich 4, Schweiz) Savez gradjevinskih radnika, Ne- A. Sandorov§ manjina ul. 282, Belgrad.( 0) Grad- P. Brankr* jevinskih Radnika. 43-46 Unija saveza drvodjeljskih radnika Jugoslavye, Nemanjina 28, Belgrad. ( 43) Zveza lesnih delavcev in sorodnih strok Jugoslavye, Miklosičeva cesta 22, Ljubljana,( Tf) 3478. Savez drvodjelskih radnika, Ilica 55, Zagreb. ( 44) ( 45) Savez drvodjelskih radnika, Radnicki Dom, Sarajevo.( Tf) 501. ( 46 10 Jugoslawien 42 - Luxemburg II Niederlande 47 48 Sindikat drvodjelskih radnika, Ne- V. N. Veličkovič§ manjina ul. 28, Belgrad. Landesverband J. Bosner* der Gipser- und N. Hansen* Stuckateurgesellen, Handelstrasse 25, Esch s/ Alz. 4 Algemene Nederlandse Bouwarbei- G. Klein§ dersbond, Vondelstraat 40, Amster- E. Sinoo* dam W.( Tf) 80591, 83791( O) De Bouwer. - De Jonge Bouwer ( Jugendblatt). Algemene Nederlandse Stukadoors- W. C. de Gans§ bond, Vondelstraat 52, den Haag. A. Poptie* ( Tf) 391739,( 0) De Stukadoor. 139 Nr. Land Nr. 49 49 12 Neuseeland 50 13 Norwegen 51 Name, Adresse, Telegrammadresse, Telefon, Verbandszeitung Vorsitzender§ Sekretär* Algemene Nederlandse Bond van C. Lammers§ Meubelmakers, Behangers, Houtbe- J. Spaltman* werkers en aanverwante Vakgenoten, Vondelstraat 170, Amsterdam W. ( Tf) 81837( O) Ons Vakblad. Ons Jeugdblad( Jugendblatt). - N.Z. Federated Furnishing Trades' J. Ferguson* Association, 126 Vivian Street, Wellington C. 2. N.Z. Painters' and Decorators' F. Cornwell* Association, Trades Hall, Vivian Street, Wellington C. 24 Norsk Bygningsarbeiderforbund, J. Tangen§ Storgaten 125, Oslo.( Tf) 13.757( O) H. Guneriussen* Bygningsarbeideren. Norsk Murerforbund, Storgaten 237, A. Schultz§ Oslo.( Tf) 11.771.( O) Fagblad. * olongu 52 1980A 53 Norsk Høvleriarbeider forbund, Fol- H. Eriksen§ kets Hus, Oslo.( Tg) Høvleriforbund( Tf) 27.202( O) Høvleriarbeideren. 54 Norsk Treindustriarbeider forbund, P. Ødegaard§ Storgaten 233, Oslo.( Tf) 11.574. 55 ( 0) Treindustriarbeideren. Norsk Skog- og Landarbeider for- P. H. Vestad§ bund, Folkets Hus V, Oslo.( Tg) J. Ødegård* Skogsarbeideren.( Tf) 11.255.( 0) oil Skog- og Landarbeideren. 14 Österreich 56 15 Palästina 57 16 Polen anis bri 58 coniz 59 Freie Gewerkschaft der österreichischen Bau- und Holzarbeiter.( O) Die Bau- und Holzindustrie. General Federation of Jewish Labour in Eretz- Israel( Gruppe Bauarbeiter) P.O.B. 303, Tel- Aviv.( Tg) Ovdim ( Tf) 250. General Federation of Jewish Labour in Eretz- Israel( Gruppe Holzarbeiter) P.O.B. 303, Tel- Aviv.( Tg) Ovdim ( Tf) 250.tralsto Centralny Zwiazek - Robotników Fr. Kowalewski§ 19W Przemyslu Budowlanego, Drzewnego, F. Socha* Ceramicznego i Pokrewnych Zawodow W Polsce, ul. CzerwonegoKrzyza 20, p. 38, Warschau.( O) Buletyn. 140 Nr. Land Nr. 17 Rumänien 60 18 Schweden 61 62 2 63 64 65 66 19 Schweiz 67 Name, Adresse, Telegrammadresse, Telefon, Verbandszeitung Vorsitzender§ Sekretär* Uniunea Muncitorilor din Industria P. Oltean§ Constructiei din România, Strada St. Wagner* Izvor 37, Bukarest VI.( Tg) Uniunea Constructor, Izvor 37( Tf) 3-27-66. Uniunea Muncitorilor din Industria I. Flueras§ Lemnului din România, Strada Izvor K. Bartha* 37, Bukarest VI.( Tg) Uniunea Lemn, Izvor 37( Tf) 3-27-66. Svenska Murare förbundet, Barnhus- V. Björkman§ gatan 16 I, Stockholm C.( Tf) 202789 ( O) Kvartalsrapport. Svenska Sägverksindustriarbetare- E. Nyström§ förbundet, Folkets Hus, Gefle.( Tg) Sägverks( Tf) 1077( O) Skogsindustriarbetaren 3. Svenska Träindustriarbetareförbun- O. Karlén§ det, Barnhusgatan 18, Stockholm C. K. Larsson* ( Tg) Träindustri.( Tf) 103999( 0) Träarbetaren. Svenska Byggnadsträarbetareförbun- N. Linde§ det, Barnhusgatan 18, Stockholm C. ( Tg) Byggnadsträ.( Tf) 10.39.4610.39.47( 0) Byggnadsträarbetaren. Svenska Skogs- och Flottningsarbe- Adolf Englund§ tareförbundet, Folkets Hus, Gefle. H. Sten* ( Tg) Skogsförbundet( Tf) 3426.( O) Skogsindustriarbetaren Bau- und Holzarbeiterverband der F. Reichmann* Schweiz, Postfach Aussersihl, Zürich 4.( Tg) Bauholzverband, Volkshaus. ( Tf) 35.075.( 0) Bau- und Holzarbeiter- Zeitung L'Ouvrier du - Bois et du Bâtiment( franz.) L'Edilizia Svizzera( ital.). Federación de la Industria de la Edi- Edmundo Arnim* ficación, San Lucas II, 1°, Madrid. 20 Spanien 68 ( Tf) 44.929( 0) Edificación 5) 69 Madera, Hortaleza 102, Madrid. Federación Nacional de Obreros en A. Génova* Amalgamated Building and Wood Ch. Atkinson* Workers' Union, Unity House, San 21 Trinidad( BritischWestindien) 70 Juan. 141 Nr. Name, Adresse, Telegrammadresse, Land Nr. 22 Tschechoslowakei 71 23 Ungarn 2 sbui. 72 08 73 74 74 75 76 amTelefon, Verbandszeitung Vorsitzender§ Sekretär* Verband der Arbeiter in der Bau-, V. Zacharda§( I.) Stein- und Keramindustrie in der F. Müller§( II.) Tschechoslowakischen Republ., Hav- V. Slach* lickova ul. 8 I, Prag- Karlin.( Tg) Bauarbeiterverband, Havlickova 8, Prag- Karlin,( Tf) 240-11( O) Der Bund( deutsch) Stavebnik ( tschechisch). - Einheitsverband der Holzarbeiter in Joh. Aleš§ der Tschechoslowakischen Republik, M. Smejkal* Hálkova ulice I, Prag II.( Tg) Holzarbeiter, Halkova 1.( Tf) 25271.( O) Drevodelnik( tschechisch). - Der internationale Holzarbeiter ( deutsch). Verband der Holz- und Landarbei- A. Krause§ ter in der Tschechoslowakischen Re- F. Kleiner* publik, Gutenbergstrasse 7, Reichenberg.( Tf) 4722( O) Verbandsrundschau. Magyarországi Epitöipari Munkások A. Szakasits§ Országos Szövetsége, Arena- ut 68, Budapest VII.( Tg) Mémosz Budapest.( Tf) 31.0.71.( O) Epitömunkás. Magyarországi Famunkások Szövet- S. Propper§ sége, Magdolna- utca 5-7, Budapest G. Horovitz* VIII.( Tg) Holzarbeiter Magdolnautca( Tf) József 315-64.( O) Famunkások Szaklapja. Budapesti Szobrászok Szakegylete, Nepszinház Utca 16, Budapest VIII. - - 1) Ausserdem gibt die Ortsgruppe Antwerpen ,, De Strijdkreet"( nur flämisch) und die Ortsgruppe Brüssel ,, Le Travailleur"( franz.) und ,, De Arbeider"( flämisch) heraus. 2) Ausserdem geben verschiedene grössere Ortsvereine eigene Zeitungen heraus. 3) Erscheint gemeinsam für die Verbände der Sägewerksarbeiter, der Wald- und Flössereiarbeiter und der dem IBBH. nicht angeschlossenen - - - Papierindustriearbeiter. - 4) Mit Rückwirkung vom 1. Januar 1936 angeschlossen; konnte jedoch im Mitgliederverzeichnis nicht mehr vermerkt werden. 5) Ausserdem gibt die Ortsgruppe Madrid ,, La Edificación" heraus. - svord DA 142 nobbAD book 62 ot baling) babini 7 Cabibal W 81 Inhaltsverzeichnis. Unsere Toten Erster Teil: Tätigkeitsbericht des IBBH., 1934-1935:.. Einleitung Seite 3 7 9 Wirtschaft und Politik: I I Planwirtschaft oder Chaos? II Planwirtschaft - echt und Surrogat 13 Die allgemeine Wirtschaftsentwicklung 14 Tabelle I: Der Arbeitsmarkt, 1930-1935 16 Die Spannungen nehmen zu 17 19 Die politische Entwicklung Ausblick Die Bauwirtschaft Tabelle II: Die Hochbautätigkeit, 1926-1935 Holzwirtschaft und Holzindustrie 2 I 23 24* 29 Tabelle III, a: Der Weltholzhandel nach Holzgattungen, 1934 Tabelle III, b: Die Weltausfuhr von Nadelschnittholz, 1933-1934. 33 Tabelle IV, a: Die Arbeitslosigkeit in der Bau- und Holzindustrie, 1927-1935 33 Tabelle IV, b: Messziffern der Beschäftigung in der Bau- und der Holzindustrie, 1927-1935 36* 36** Gründung des IBBH. 37 Verwaltungsorgane des IBBH.: 39 Gesamtvorstand 39 Engerer Vorstand 40 Sekretariat 40 Vertretungen 42 Angeschlossene Verbände 44 Tabelle V, a: Zahl der Mitglieder und Ortsgruppen am 1. Januar 1934 und 1935 Tabelle V, b: Zahl der Mitglieder am 1. Januar 1935( vorläufig) Tabelle VI: Berufszugehörigkeit der Mitglieder( Stand am 1. Januar 1935) 48* 48** 48*** Verschmelzungen Propaganda Informationsdienst: Bulletin 44 47 49 57 57 Tätigkeitsbericht 1933 58 20% ,, Faschismus" 58 Auskunft an einzelne Verbände 59 Materialsammlung Sonstiges 59 60 143 Berufskrankheiten novelsdal Seite Aktionen des IBBH.: Arbeitszeitverkürzung 61 61 Unfallverhütung 64 65 66 67 70 Internationaler Gewerkschaftsbund 70 71 Kampf gegen Faschismus und Reaktion Sonstige Tätigkeit Verhältnis zu anderen Organisationen: Maler- und Steinarbeiter- Internationalen Kartelle der Bau- und der Holzarbeiter Skandinaviens 72 Internationale Arbeitsorganisation ... 73 Zweiter Teil: Kassenbericht für die Zeit vom 1. April 1934 bis 31. Dezember 1935: Erklärung des Bücherrevisors Eröffnungsbilanz per 1. April 1934 Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April bis 31. Dezember 1934 Bilanz per 31. Dezember 1934 75 77 78 79 80 Gewinn- und Verlustrechnung über das Jahr 1935. 81 Bilanz per 31. Dezember 1935 82 Eingänge an ordentlichen Beiträgen in der Zeit vom 1. April 1934 bis 31. Dezember 1935( Anlage) Sonderabrechnung für den Fonds gegen Faschismus und für Demokratie und Freiheit 83 84 Erläuterungen 85 Beitragsleistung 1933-1935 88* Dritter Teil: Länderübersichten, 1934-1935: 89 Vorbemerkung 91 Australien 92 Belgien 93 Dänemark 94 Estland 96 Finnland 98 Frankreich 99 Grossbritannien und Irland IOI/ Italien 104 Jugoslawien 105 Luxemburg 107 Neuseeland 107 Niederlande 108 144 Seite Norwegen Österreich IIO II2 Palästina 114 Polen 115 Rumänien 116 Schweden II7 Schweiz I22 Spanien 123 Trinidad 125 Tschechoslowakei 126 Ungarn 127 II: Tabellen: I: Der Arbeitsmarkt, 1930-1935( vgl. auch Richtigstellung) 16 Die Hochbautätigkeit, 1926-1935( vgl. auch Richtigstellung) 24* Der Weltholzhandel nach Holzgattungen, 1934.... 33 Die Weltausfuhr von Nadelschnittholz, 1933-1934 33 Die Arbeitslosigkeit in der Bau- und der Holzindustrie, 1927-1935 ... 36* 36** 48* III, a: III, b: IV, a: IV, b: Messziffern der Beschäftigung in der Bau- und der Holzindustrie, 1927-1935 V, a: Zahl der Mitglieder und Ortsgruppen am 1. Januar 1934 und 1935 V, b: Zahl der Mitglieder am 1. Januar 1936( vorläufig) 48** Berufszugehörigheit der Mitglieder( Stand am I. Januar 1935) VI: VII: Kursverhältnis der verschiedenen Währungen ( Durchschnittskurse 15. Dezember 1935 bis 15. Januar 1936) 48*** 130 VIII, a: Einnahmen, Ausgaben und Vermögensbestand der angeschlossenen Organisationen im Jahre 1934.... 1301 IX, a: Ausgaben für Unterstützungen der angeschlossenen Organisationen im Jahre 1934 1302 VIII, b: Einnahmen, Ausgaben und Vermögensbestand der angeschlossenen Organisationen im Jahre 1935.... 1303 IX, b: Ausgaben für Unterstützungen der angeschlossenen Organisationen im Jahre 1935 X: Lohnbewegungen usw. der angeschlossenen Organisationen in den Jahren 1934 und 1935 1304 1305 145 Bilder: 772 Der VIII. Kongress der Internationalen Union der Holzarbeiter, Brüssel, August 1933 Die X. Konferenz der Bauarbeiter- Internationale, Brüssel, Juli 1933 Seite 38* 38* Der Gesamtvorstand des IBBH. in Kopenhagen, August'35 40* Anhang: I. Richtlinien für die Verschmelzung der Internationalen Union der Holzarbeiter und der Bauarbeiter- Internationale II. Verzeichnis der am 1. Januar 1936 dem IBBH. angeZweiler schlossenen Verbände( Name, Adresse, Telegramm31. De adresse, Telefon, Verbandszeitung, Vorsitzender, Sekretär) 131 135 Abkürzungen. IUH. BI. - Internationale Union der Holzarbeiter. IBBH. IGB. IBS. IAA. SAI. S. 34 - - - - Bauarbeiter- Internationale. Internationaler Bund der Bau- und Holzarbeiter. Internationaler Gewerkschaftsbund. Internationale Berufssekretariate. Internationales Arbeitsamt. Sozialistische Arbeiter- Internationale. Richtigstellung. Der letzte Randtitel zu lesen: Stagnation in Mittelund Südeuropa. Tabelle I Fussnote 3 und 4 zu streichen. Tabelle II 1935. - - Fussnote 15: letztes( statt drittes) Vierteljahr Tabelle III, a Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 1934. Tabelle V, a- - Die Zahl 285 in der Reihe Trinidad( Spalte ,, davon Lehrlinge") gehört in die Reihe Tschechoslowakei, Bauarbeiter, selbe Spalte. 146 1 2 3 Centimetres Inches S 10 11 12 13 14 15 16 17 Grayscale C Y M Sachverständigen- Zubehör.de 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 100% 2 Centimetres Inches Color chart 8 50% 9 18% 0% 10 11 12 13 14 15 16 17 Sachverständigen- Zubehör.de Blue Cyan Green Yellow Red Magenta White Grey Black # C9C9FF # 0000FF # C0E5FC # 009FFF # 759675 # 008B00 # FFFFC7 # FFFF00 # FFC9C9 # FF0000 # FFC9FF # FF00FF #FFFFFF # 9D9E9E # D9DADA # 5B5B5B # 000000 Z 59