56 Internationaler Bund der Bau- und Holzarbeiter Tätigkeitsbericht 1994-1997 MODERNISING OUR UNIONS. HARARE, 3-5 SEPT. 1997 IFBWWW IBBH IBTU BOFITCM FITCM 20th WORLD CONGRESS 20. IBBH Weltkongreẞ Harare, Simbabwe 3.- 5. September 1997 IBBH IFBWW FITBB IBTU FITCM Der Internationale Bund der Bau- und Holzarbeiter, IBBH, wurde 1934 gegründet, als sich zwei unabhängige Gewerkschaftssekretariate, die Internationale der Bauarbeiter und die Internationale der Holzarbeiter zusammenschlossen. Im Jahre 1947 traten auch das Internationale Sekretariat der Maurer, das Internationale Sekretariat der Maler und ähnliche Berufszweige dem IBBH bei. Der IBBH ist ein vom Internationalen Bund Freier Gewerkschaften( IBFG) und der Generalkonferenz der Internationalen Berufssekretariate( IBS) anerkanntes internationales Gewerkschaftssekretariat, das die Arbeiter in den freien und demokratischen Gewerkschaften in den Sektoren Bau, Holz und Forstwirtschaft vertritt. Der IBBH fördert die Grundsätze der internationalen Solidarität, verteidigt aktiv die Menschen- und Gewerkschaftsrechte und bekämpft die Ausbeutung der Arbeiter überall in der Welt. Die Arbeitsschwerpunkte des IBBH sind die gewerkschaftliche Arbeitnehmerbildung, die Koordinierung der internationalen Solidaritätsaktionen, Frauenförderprogramme, Jugendförderung, Kampf gegen Kinderarbeit und die Forschung über Probleme in unseren Wirtschaftssektoren. Gegenwärtig vertritt der IBBH 12,9 Millionen Mitglieder in 259 Gewerkschaften aus 110 Ländern. Der Hauptsitz befindet sich in Genf( Schweiz). IBBH Regionalbüros befinden sich in Panama, Simbabwe und Malaysia und subregionale Büros und Bildungsbüros in Togo, Indien, Australien und Japan. Präsident des IBBH ist Bruno Köbele, aus Deutschland, und Generalsekretär ist Ulf Asp, aus Schweden. Herausgeber Internationaler Bund der Bau- und Holzarbeiter Genf März 1997 Erscheint auch in Französisch, Spanisch, Schwedisch, Englisch Internationaler Bund der Bau- und Holzarbeiter Tätigkeitsbericht 1994-1997 ( 14) 20. IBBH- Weltkongreẞ Harare, Simbabwe 3.- 5. September 1997 Epete Z 5956 Friedrich * EbertBonn Bibliothek Stiftung * MODERNISING OUR UNIONS. HARARE. 3-5 SEPT. 1997 IFBWW ITBB IBTU FITCM Inhalt 20th WORLD CONGRESS Einleitung( 5) Entwicklung des IBBH und der Mitgliedsorganisationen Stetiges Wachstum des IBBH Verteidigung der Gewerkschaftsrechte durch den IBBH Jährliche Regionalkonferenzen Konzentration auf Fragen von direktem Belang für die Arbeitnehmer Regionaltagungen und bedeutende Missionen Tätigkeit im Bereich der Gewerkschaftsentwicklung Frauenveranstaltungen Jugendarbeit und Tätigkeit bezüglich der Kinderarbeit Schlußfolgerungen Region Afrika( 10) Politische Entwicklungen Missionen nach Afrika Solidaritätsarbeit Veranstaltungen in der Region Entwicklung der Mitgliedschaft Schlußfolgerung Region Asien und Pazifik( 14) Einleitung Niedriglohnwirtschaft Kinderarbeit Baugewerbe Holzindustrie und Forstwirtschaft Menschen- und Gewerkschaftsrechte Arbeitsschutz Mitgliedsorganisationen und Verwaltung Regionaltagungen in der Region Asien und Pazifik Schlußfolgerung Region Lateinamerika und Karibik( 18) Einleitung Ergebnisse der Gewerkschaftsarbeit Subregionale Gewerkschaftsausschüsse Koordinierungstagungen zwischen IBFG- ORIT/ IBS/ FES Gewerkschaftsstruktur Gewerkschaftseinheit Informationsblatt Regionalbüro IBBH 20. Weltkongreẞ Seite 3 Industrietätigkeit des IBBH und Europa- Ausschuß( 22) Bau- Ausschuß- eine Gewerkschaftsplattform für die Entwicklung der Politik IBBH- Holz- und Forstausschuß Entwicklung der Organisation- Integration spezifischer Zielgruppen Arbeitsschutz- ein Hauptanliegen Europa- Ausschuß- eine Kontaktstelle Solidaritätsaktionen- Gewerkschafts- und Menschenrechte( 32) IBBH- Prioritäten für die Tätigkeit im Bereich der Gewerkschaftsrechte Intensivierung der Bemühungen zur Wahrung der Gewerkschafts- und anderer Menschenrechte Einsatz der neuen Technologie zur Stärkung der Solidarität Beispiele für Solidaritätsaktionen 1994-1997 Bedeutende Kampagnen, einschließlich grenzüberschreitender Solidarität Aufbau verstärkter Zusammenarbeit mit IBFG, IBS und entsprechenden NGO Gewerkschaftsentwicklung( 41) Bildung Tätigkeit zur Gewerkschaftsentwicklung Frauen Jugend Kinderarbeit Personal( 48) Anlagen 1. 2. ( 0+) Gesamtvorstand, Geschäftsführender Vorstand und Kontrollausschuß- gewählt auf dem 19. Kongreẞ Tagungen des Gesamtvorstandes, des Geschäftsführenden Vorstandes und des Kontrollausschusses in der Kongreẞperiode Seite 4 IBBH 20. Weltkongreß MOPERNISING OUR UNIONS. HARARE. 3-5 SEPT. 1997 IFBU FITCM Einleitung Tätigkeitsbericht 1994-1997 20th WORLD CONGRESS Einleitung Seit dem 19. IBBH- Weltkongreß in Den Haag, Niederlande, leitete der IBBH unter aktiver Beteiligung der Mitgliedsorganisationen eine umfangreiche Palette neuer Aktivitäten ein. Ein neues, systematisches Vorgehen wurde mit der Aufstellung des IBBH- Aktionsprogramms 1994-1997 konzipiert, das aufgrund der Forderungen der Mitgliedsorganisationen die Tätigkeit des IBBH leitete. Während der 18. Weltkongreß( 1989 in Singapur) die Modernisierung des IBBH verkörperte, der sich zu einem zukunftsgerichteten, aktionsorientierten und für die Mitgliedschaft aufgeschlossenen internationalen Gremium wandelte, war der 19. Weltkongreẞ Symbol für das Gedeihen dieser Initiative. Dies wurde in erster Linie infolge der Öffnung der IBBH- Strukturen für eine verstärkte Beteiligung der Mitgliedschaft am Beschlußfassungsprozeß auf allen Ebenen erzielt. Entwicklung der koordinierten Aktion des IBBH und der Mitgliedsorganisationen Diese neue Ära verstärkten interaktiven Wachstums der Tätigkeit entwickelte sich als Ergebnis der 1989 gelegten Grundlagen. Überall werden sich die Gewerkschaften in zunehmendem Maße der Notwendigkeit internationaler Gewerkschaftsantworten und einer Zusammenarbeit zur Lösung immer komplexerer lokaler und nationaler Probleme bewußt. Viele dieser Probleme stammen aus dem" laissez- faire"-Effekt der Globalisierung, die von den Regierungen und bestimmten zwischenstaatlichen Organisationen gefördert und den Gesellschaften auferlegt wird. Stetiges Wachstum des IBBH, Gewinnung neuer Mitglieder und Aufbau der Zusammenarbeit erheblich verstärkt, um die Arbeit zu koordinieren und Doppelarbeit zu vermeiden. Ebenso stand der IBBH an der Spitze der Entwicklung gemeinsamer Aktionen mit anderen IBS in Bereichen von gemeinsamem Interesse. Er beteiligte sich ferner aktiv an der neuen IBFG/ IBS- Strategie zur Verstärkung der Partnerschaft, die auf dem 16. IBFG- Kongreẞ 1996 in Brüssel angenommen wurde. Die Mitgliedschaft des bedeutende neue Anforderungen Die Zusammenarbeit zwischen IBBH nahm seit 1993 von 185| an die Organisation, sowohl in| IBBH, EFBH und NBTF wurde Gewerkschaften mit 6 Millionen bezug auf Geldmittel als auch Mitgliedern in 90 Ländern auf auf das Dienstleistungsangebot. den derzeitigen Stand von 259 Auf halbem Weg in der KonMitgliedsorganisationen mit greẞperiode erlitt der IBBH ein annähernd 13 Millionen Mit- finanzielles Defizit infolge gliedern in 110 Ländern zu. Im erheblicher Mitgliederverluste Laufe der vergangenen Kon- bei einigen der größten IBBHgreẞperiode intensivierte der Beitragszahler, die insbesondere IBBH seine Organisierungsbe- in Europa die Folge einer niedrimühungen in der Erkenntnis, daß der Aufbau einer einzigen starken internationalen Gewerkschaftsstruktur für alle Arbeitnehmer in seinen Sektoren notwendig ist. Das rasche Wachstum des IBBH stellte auch IBBH 20. Weltkongreß gen, unstabilen Wirtschaftswachstumsrate waren. Durch eine Neuordnung und sorgfältige Haushaltsplanung erholte sich der IBBH von dem Defizit im Jahre 1994 und verzeichnete 1995 einen Finanzüberschuẞ. Seite 5 Verteidigung der Gewerkschafts- und Menschenrechte schafts1993 wurde dem Kongreẞ berichtet, daß der IBBH nach der Einführung seines neu errichteten Dienstes für Gewerkschaftsrechte im Zeitraum 1989-1993 auf mehr als 118 Solidaritätsaufrufe reagiert habe. In der letzten Kongreßperiode beantwortete der IBBH über 250 derartige Aufrufe. Es besteht kein Zweifel, daß die Arbeitnehmer und die Mitgliedsorganisationen des IBBH nunmehr häufigeren Angriffen ausgesetzt sind. Viele Regierungen der" Neuen Rechten" geben offen zu, daß sie die Vernichtung der Gewerkschaften anstreben. Im derzeitigen politischen Umfeld und mit einer größeren Zahl von Mitgliedern hatte der IBBH naturgemäß mehr denn je zuvor internationale Unterstützung für die unter Beschuß stehenden Mitgliedsorganisationen zu mobilisieren. Jährliche Regionalkonferenzen behandeln internationale Themen, die unsere Wirtschaftssektoren betreffen In der letzten Kongreßperiode verstärkte der IBBH auch seine Industrietätigkeit, um den Mitgliedsorganisationen dabei behilflich zu sein, auf die komplizierten Verzweigungen, die die Globalisierung für seine Sektoren zur Folge hatte, zu reagieren. Eine umfangreiche Industrietätigkeit während der Kongreßperiode folgte auf eine Reihe jährlicher Regionalkonferenzen, die in weltweiten Tagungen gipfelten mit dem Ziel, eine Industriepolitik des IBBH bezüglich der internationalen Trends, die seine Mitgliedsorganisationen in Mitleidenschaft ziehen, zu formulieren. Sib Folgende Themen wurden in den Regionen behandelt 1994" Migration und regionale Integration und deren Auswirkungen auf die IBBH- Sektoren" 1995" Globalisierung und Strategien zur Stärkung der Tarifverhandlungen" 1996" Modernisierung unserer Gewerkschaften" наят Weitere bedeutende Industrietagungen waren: 281 1994" Die erste IBBH- Ostseekonferenz", Nykøbing, Dänemark mom 1995" Die internationale Konferenz über Forstwirtschaftsfragen und Herkunftsbezeichnung", doi Ludvika, Schweden AD1996" Die IBBH- Europakonferenz über die' Förderung der Tarifverhandlungen"" Warschau, Polen 1996" Die IBBH- EFBH- NBTF- Konferenz über organische Lösemittel", Kopenhagen, Dänemark 1996" Die IBBH- EFBH- NBTF- Tagung über' Herkunftsbezeichnung von Holz- und mob Holzerzeugnissen"", Luxemburg 1996" Die Pazifische Konferenz über Forstwirtschaftsfragen", Rotorua, Neuseeland Seite 6 IBBH 20. Weltkongreß Themen, die für Arbeitnehmer wichtig sind Weitere industriebezogene Fragen, die in diesem Zeitraum behandelt wurden, betrafen " Privatisierung"," Vertragsarbeit und andere Formen nicht fester Beschäftigung"," Globalisierung und transnationale Konzerne"," Arbeitsschutzanliegen"," Wohnbaupolitik", eine Umfrage der Mitgliedsorganisationen über" die Anliegen der Angestellten", Studien über" Krebs und Magnetfelder"," Ergonomie und Arbeitsumgebung" und die Entwicklung von Vorgehensweisen bezüglich der" optimalen Praxis und des Managements bei der nachhaltigen Entwicklung der Forstwirtschaft". Tagungen des Bau- und des Holzausschusses und sonstiger entsprechender Arbeitsgruppen In den vergangenen vier Jahren traten alle IBBHIndustrieausschüsse und-Arbeitsgruppen gemäß den Beschlüssen des 19. IBBH- Weltkongresses zusammen. Regionaltagungen und bedeutende IBBH- Missionen Der IBBH führte auch in| Die aktive Beteiligung der entwickelte verschiedene Forder vergangenen Kongreßpe- Mitgliedsorganisationen an der riode je eine Regionalausschuß- Ausarbeitung des politischen tagung pro Jahr in Afrika, Asien/ Pazifik und Lateinamerika/ Karibik durch. meln für eine verbesserte Entrichtung der Mitgliedsbeiträge Kurses und der Aktivitäten, die in den Regionen. Dies hatte den Erfordernissen der verschie- erhebliche Steigerungen der denen Regionen der Welt spe- Beitragszahlungen zur Folge. zifisch angepaẞt sind, verstärkte Schließlich wählte jede Regiodie regionalen und interna- nalkonferenz einstimmig neue tionalen IBBH- Strukturen. Jede Regionalausschüsse, die vom Beiträge und verstärkten die Regionaltagung prüfte ferner Gesamtvorstand bestätigt wurIBBH- Präsenz in den Regionen. eingehend die Finanzen und den. Alle Regionalausschußtagungen und Regionalkonferenzen leisteten bedeutende Zu den bedeutenden IBBH- Missionen, die in der Kongreẞperiode in den Regionen durchgeführt wurden, gehörten Untersuchungsmissionen in: Indonesien, Korea, Palästina, Rußland, Slowenien, der Türkei, Tunesien, der Volksrepublik China und Zypern. IBBH 20. Weltkongreẞ Seite 7 Die" Tätigkeit im Bereich der Gewerkschaftsentwicklung" erfaßte nach wie vor eine Palette Aktivitäten Gewerkschaftsentwicklung von Aktivitäten, die die Unabhängigkeit verstärken sollen. Eine wachsende Zahl von Aktivitäten wird mit den Mitgliedsorganisationen in den osteuropäischen Ländern und in den Entwicklungsregionen durchgeführt. Ein Teil dieser Tätigkeiten zur Gewerkschaftsentwicklung stärkte nicht nur die Gewerkschaften, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsorganisationen in Ländern, in denen der IBBH mehrere Mitgliedsorganisationen zählt. Gemeinsame Seminare förderten ebenfalls die Zusammenarbeit und leiteten die Arbeit im Hinblick auf strategische Allianzen oder Zusammenschlüsse in verschiedenen Ländern ein. Frauenaktivitäten REGIONAL WORK OP ON TIVE BARGAININ 1995 LOME Die erste IBBH- Konferenz für weibliche Beschäftigte wurde kurz vor dem Kongreẞ in Den Haag durchgeführt. Die Vorschläge dieser Tagung führten zur Annahme von Entschlieẞungen im Jahre 1993, die die Einsetzung einer IBBH- Arbeitsgruppe für weibliche Beschäftigte, die Annahme eines politischen Vorgehens des IBBH bezüglich der Frauenfördermaßnahmen sowie spezifische regionale Veranstaltungen forderten, die die Beteiligung der Frauen in den IBBH- Gewerkschaften fördern sollen. 1993 führte der IBBH offiziell die Stelle einer Frauenbeauftragten in der Organisation ein, und über die Mitgliedsorganisationen wurden weltweite Veranstaltungen für Frauen lanciert. Die erste Tagung der neu eingesetzten Arbeitsgruppe für weibliche Beschäftigte wurde im April 1994 in Bombay, Indien, abgehalten. Ebenfalls in jenem Jahr fand eine Frauenarbeitstagung für Lateinamerika in Panama statt. Im September 1995 traten eine europäische Frauenkonferenz und eine Tagung der IBBH- Arbeitsgruppe für weibliche Beschäftigte in Frankfurt, Deutschland, zusammen, auf denen Informationen über die Frauenarbeit erörtert und Empfehlungen abgegeben wurden. Seite 8 Das ganze Jahr 1995 über wurden- nebst der Veranstaltung der regionalen Arbeitstagung für Afrika in Ghana- erhebliche Fortschritte bei der Errichtung von Frauenstrukturen in den Regionen erzielt. Zahlreiche eindrückliche Publikationen über Frauenanliegen in den IBBH- Sektoren wurden herausgegeben und an die Mitgliedsorganisationen verbreitet. 1996 trat die Arbeitsgruppe für weibliche Beschäftigte in Rotschuo, Schweiz, zusammen, um die mit der Politik und dem Programm des IBBH für Frauen erzielten Fortschritte zu beurteilen und Vorschläge auszuarbeiten, die dem 20. Kongreẞ vorgelegt werden sollen. IBBH 20. Weltkongreß Jugendarbeit und Kinderarbeit 1994 lancierte der IBBH seine Jugendarbeit. Im Juni 1995 wurde ein Europäisches IBBH- Jugendlager in Deutschland durchgeführt, an dem rund 230 Jugendliche aus 15 Nationen teilnahmen. 1995/1996 fanden regionale Jugendarbeitstagungen in Afrika, Asien und Lateinamerika statt. Außerdem wurde in enger Koordinierung mit der Jugendarbeit, durch Bekanntmachung in der Öffentlichkeit und Bildungsarbeit, die Tätigkeit zur Bekämpfung der Kinderarbeit eingeleitet. Von Gewerkschaften finanzierte Schulen wurden eingerichtet, um den Zugang der Kinderarbeitnehmer zur Bildung zu fördern. Im Juli 1996 hielt der IBBH nach mehrjähriger Vorbereitungsarbeit eine Weltjugendkonferenz ab, deren Gastgeberin die dänische Mitgliedsorganisation war und die von annähernd 5.000 Gewerkschaftern besucht wurde. Diese Konferenz arbeitete Vorschläge für die erste" Charta des IBBH für die Rechte Jugendlicher" aus, die Bestandteil der IBBH- Strategie zur" Modernisierung unserer Gewerkschaften" bilden wird. Schlußfolgerungen Der Zeitraum 1994-1997 war keineswegs eine ruhige oder stabile Zeit für die Mitgliedsorganisationen des IBBH. Die Gewerkschaften leiden zunehmend unter Mitgliederverlusten und finanziellen Engpässen mit offensichtlichen Auswirkungen auf den IBBH. Außerdem erzwangen bestimmte interne Konstellationen einen gewissen Grad an Reorganisation, um die IBBH- Dienste aufrechtzuerhalten und zugleich ständig auf die Erfordernisse der Mitgliedsorganisationen zu reagieren. Trotzdem kann der IBBH auf seine Leistungen bei der Erhaltung und Ausweitung seiner bestehenden Dienste zur Unterstützung der Mitgliedsorganisationen im Zeitraum 1994-1997 stolz sein. Der Informationsfluß zwischen der Internationale und den Mitgliedsorganisationen wurde mittels rascher, effizienter Kommunikationen ständig aufrechterhalten: vierteljährliche Bulletins, zweimonatliche FaxNews, Pressemitteilungen und Dringliche Aktionen sowie Solidaritätsaufrufe. Die laufende Orientierung der Mitglieder über die Entwicklungen bildete eine bedeutende Zielsetzung, die im Zeitraum 1994-1997 erfolgreich verwirklicht wurde. zukunftsgerichtete Programme entwickelt werden können. In diesem Prozeß ist eine wesentliche Aussage klarzustellen: Die Gewerkschaften sind dazu da, um zu bleiben, und sind bereit, positive Beiträge zur Entwicklung der modernen Gesellschaft zu leisten. Der IBBH sieht die künf- zu sichern und die Verteidigung werden kann und angemessene, tigen Herausforderungen an der der Arbeitnehmer fortsetzen zu Schwelle zum 21. Jahrhundert. können. Der 20. IBBH- Kongreß Der IBBH wird mittels starker im September 1997 wird sich auf nationaler und internationaler das Thema" Modernisierung Gewerkschaftsorganisationen in unserer Gewerkschaften" konder Lage sein, die bevorstehen- zentrieren und ein Programm für den Herausforderungen anzu- Wandel- radikale Veränderung nehmen. Die Gewerkschafts-- aufstellen, das Vorschläge für bewegung muẞ stärker werden die Modernisierung der Gewerkund ihre Rolle in der Gesellschaftsbewegung vorlegt, damit schaft finden, um ihr Überleben der Realität entgegengetreten IBBH 20. Weltkongreẞ Seite 9 IBTU MODERNISING OUR UNIONS. HARARE. 3-5 SEPT. 1997 IFBWW FITBR FITCM 20th WORLD CONGRESS Region Afrika Politische Entwicklungen In Afrika sind seit dem letzten IBBH- Weltkongreẞ 1993 zahlreiche Ereignisse eingetreten. Der Prozeß der Entkolonialisierung wurde 1994 in Afrika endlich abgeschlossen, als in Südafrika freie Wahlen stattfanden. Im Berichtszeitraum erfuhr Afrika rasche politische Umwälzungen, den Sturz von Diktaturen, die Eskalation von Bürgerkriegen und in extremen Fällen auch Völkermord. Diese politischen Umwälzungen verursachten im Verein mit wirtschaftlichen Veränderungen und der schlimmsten Dürre, die in Afrika jemals wütete, Leiden für Nationen, in denen bereits jämmerliche Lebensbedingungen herrschen, die durch die Abwertung der Währungen verursacht wurden. Folgende Fallstudien sind hervorzuheben: Liberia Die Lage in diesem Land ist nach wie vor unsicher, und die Waffenruhe hält nie länger als einen Monat an. Die westafrikanischen Länder, die versuchen, am Friedensprozeß mitzuwirken, sollen die Geduld verloren haben, da die Kriegsherren ihre Armeen entsenden, um Widersacher zu bekämpfen. Das menschliche Leiden in diesem Land ist unfaẞbar. Der IBBH hat hier zwei Mitgliedsorganisationen und versucht, dabei mitzuhelfen, die Gewerkschaften am Leben zu erhalten. Ruanda und Zaire Der Abschuß des Flugzeugs mit den Präsidenten von Burundi und Ruanda an Bord im Jahre 1994 löste den schlimmsten Völkermord aus, den Afrika jemals erfahren hat, und forderte eine Million Todesopfer. Dies hatte eine blutige Stammesfehde zur Folge, die Flüchtlinge in die benachbarten Länder vertrieb. Heute erweist sich die Heimschaffung der Flüchtlinge aus Zaire als schwierig, da die Menschen nur widerstrebend zurückkehren, weil sie Angst vor Rachemorden in Ruanda haben. In Zaire ist nun ein Bürgerkrieg ausgebrochen, der bewirkt, daß die Flüchtlinge aus Ruanda in ihr Land zurückströmen. Eine Guerillatruppe, die versucht, die 30jährige Regierung Mobutus zu stürzen, hat Teile Zaires erobert. Diese Lage stürzte Zentralafrika noch tiefer in die Krise und rückte die Region erneut ins Rampenlicht. Den Hilfsund internationalen Organisationen gelang es nicht, die prekäre Flüchtlingslage zu bewältigen. Seite 10 Sierra Leone Die 1995 in diesem kleinen westafrikanischen Land abgehaltenen Wahlen brachten der Nation kaum Erfreuliches. Die Entwicklung wird durch Androhung von Staatsstreichen und mangelndes Vertrauen zwischen den Machthabern und ihrem Volk behindert. Das an Goldvorräten reiche Land genießt indessen nicht den ihm gebührenden Reichtum, da der Großteil des Erlöses in private Taschen fließen soll. IBBH 20. Weltkongreß Missionen nach Afrika im Berichtszeitraum Folgende bedeutende Missionen wurden im Berichtszeitraum unternommen: Eritrea 1995 trafen der Stellvertreter des IBBH- Generalsekretärs, der Vorsitzende der ägyptischen Baugewerkschaft und der Regionalvertreter mit Funktionären der einzigen Gewerkschaftsorganisation des Landes zusammen. Die Mission stellte fest, daß die Gewerkschaft erhebliche Veränderungen erfährt und daß es wichtig sei, die Gründung von Industriegewerkschaften abzuwarten, bis der IBBH weitere Aktivitäten durchführt. Äthiopien 1995 trafen der IBBH- Generalsekretär und der Regionalvertreter mit der IBBHMitgliedsorganisation, dem äthiopischen Verband der Bauund Holzgewerkschaften, zusammen. Sie führten Gespräche über die Allianz der Mitgliedsorganisation mit der Regierung in einer Aktion zur Suspendierung des nationalen Gewerkschaftsbundes. Tansania 1995 trafen der IBBH- Generalsekretär und der Regionalvertreter mit Funktionären von IBBHMitgliedsorganisationen und Vertretern der Gewerkschaftszentrale zusammen. Dabei wurden die allgemeinen Gewerkschaftsentwicklungen erörtert und künftige Strategien mit den IBBH- Mitgliedsorganisationen vereinbart. Kenia 1995 hielten der IBBH- Generalsekretär und der Regionalvertreter Zusammenkünfte mit Funktionären der Kenya Building, Construction, Timber, Furniture and Allied Industries Employees' Union und der Kenya Quarry and Mine Workers' Union ab, um diese kennenzulernen. Mosambik 1995 führten der IBBH- Generalsekretär und der Regionalvertreter Gespräche über Gewerkschaftsentwicklung mit Funktionären der IBBHMitgliedsorganisationen SINTICIM und SINTAF. Dies war die erste Gelegenheit, die der IBBH- Generalsekretär hatte, Mosambik zu besuchen, seit die beiden Gewerkschaften dem IBBH beitraten. Die Ergebnisse dieses Besuches waren äußerst positiv und werden die reibungslose Durchführung künftiger Aktivitäten in Mosambik ermöglichen. IBBH 20. Weltkongreß Seite 11 Südafrika 1995 wurde ein vorbereitendes Seminar für ein Arbeitsschutzprojekt mit allen südafrikanischen Mitgliedsorganisationen des IBBH abgehalten. Das Seminar arbeitete einen Projektvorschlag aus, der nun durchgeführt und vom LO/ TCO finanziert wird. Ghana 1996 kamen der Generalsekretär und der Regionalvertreter mit Funktionären aller vier IBBH- Mitgliedsorganisationen des Landes zusammen, um die künftige Arbeit und die Entwicklungen in Ghana zu erörtern. Togo 1996 wurde eine administrative Tagung mit den beiden IBBH- Projektkoordinatoren durchgeführt, die im IBBH- Büro in Lomé stationiert sind. Ferner wurden Zusammenkünfte mit den beiden IBBH- Mitgliedsorganisationen in Togo abgehalten, um sich gegenseitig kennenzulernen. Elfenbeinküste 1996 besuchte eine sechsköpfige Delegation, die sich aus dem Generalsekretär, dem Regionalvertreter, dem afrikanischen IBBH- Personal und Kollege George L. Mannah, Mitglied des Regionalausschusses für Afrika, zusammensetzte, dieses Land und hielt Zusammenkünfte mit den IBBH- Mitgliedsorganisationen und dem IAO- Regionalbüro in Abidjan ab. Burkina Faso 1996 besuchten der IBBHGeneralsekretär und der Koordinator für das französischsprachige Afrika Burkina Faso und kamen bezüglich der Tätigkeit des IBBH in diesem Land mit den Mitgliedsorganisationen zusammen. Liberia 1996 besuchte eine Delegation, die sich aus dem Regionalvertreter, dem IBBHKoordinator für das englischsprachige Afrika und Kollege George L. Mannah zusammensetzte, das Land, um die Gewerkschaftslage und insbesondere die Stellung der National Union of Public Works zu untersuchen, die den Beitritt zum IBBH beantragt hatte. Der Regionalausschuß für Afrika hatte empfohlen, die Mission zu unternehmen, um die widersprüchlichen Informationen seitens des IBBH- Koordinators für das englischsprachige Afrika zu klären, die vom Generalsekretär der Baugewerkschaft in Liberia, Kollege Taylor, bestritten worden waren. Die Delegation traf mit zwei Gewerkschaften in Liberia zusammen und besuchte auch eine der nationalen Zentralen in Monrovia. Die Delegation wurde zu einer geführten Besichtigung der medizinischen Klinik mitgenommen, die von der NTUPAW für intern vertriebene Gewerkschaftsmitglieder betrieben wird. Im Anschluß an die Besichtigung empfahl die Delegation die Aufnahme der NTUPAW. Seite 12 IBBH 20. Weltkongreß Solidaritätsarbeit Das Regionalbüro reagierte auf verschiedene Solidaritätsaufrufe von Mitgliedsorganisationen, mobilisierte internationale Unterstützung über das Genfer Sekretariat und hielt die Mitgliedsorganisationen in der Region dazu an, Protestschreiben an die Regierungen und Arbeitgeber zu richten. Die afrikanischen IBBH- Mitgliedsorganisationen wurden durch Bulletins, FaxNews und Dringliche Aktionen auf dem laufenden gehalten und dazu motiviert, auf verschiedene Ereignisse zu reagieren, die in der Region und darüber hinaus eintraten. Der IBBHRegionalvertreter unterhält enge Kontakte mit dem IBFG und anderen IBS, die in der Region tätig sind. Er nahm außerdem im Berichtszeitraum an verschiedenen IBFG- AFRO- Tagungen teil. Regionale Aktivitäten Während der Kongreßperiode hielt der IBBH hielt eine Reihe von Seminaren über regionale Politik und spezifische Themen ab. Diese versetzten den IBBH in die Lage, eine angemessene Politik über aktuelle Themen wie Vertragsarbeit, multinationale Konzerne, Tarifverhandlungen und Wirtschaftsfreizonen zu entwickeln. Folgende Regionalseminare für Afrika fanden im Berichtszeitraum statt: Wirtschaftliche Integration im südlichen Afrika nach der Apartheid, November 1994, Johannesburg, Südafrika Beteiligung der Frauen im Baugewerbe in den Gewerkschaften, November 1995, Akosombo, Ghana Förderung der Tarifverhandlungen in Afrika, November 1995, Lomé, Togo Regionale Jugendarbeitstagung für Afrika, Juli 1996, Nairobi, Kenia Frauenseminar für Afrika, Oktober 1996, Nairobi, Kenia Modernisierung unserer Gewerkschaften, Oktober 1996, Nairobi, Kenia Folgende satzungsgemäße Tagungen wurden 1994, 1995 und 1996 in Afrika abgehalten: AFRECO Tagung, November 1994, Johannesburg, Südafrika AFRECO Tagung, November 1995, Lomé, Togo AFRECO Tagung, Oktober 1996, Nairobi, Kenia Mitgliederentwicklung Der IBBH verzeichnete in der Region Afrika weiterhin einen Mitgliederzuwachs. Auf dem Weltkongreẞ 1993 hatte er lediglich in 15 Ländern der Region Mitgliedsorganisationen, während die Mitgliedschaft im Dezember 1996 auf 700.000 aus 55 Gewerkschaften in 34 Ländern gestiegen war. IBBH 20. Weltkongreß Schlußfolgerung Im Berichtszeitraum verstärkte der IBBH seine Rolle in der Region Afrika. In dieser Zeit nahm der Kalte Krieg mit den sich daraus für Afrika ergebenden Auswirkungen ein Ende. In Afrika entstehen immer mehr freie, demokratische Gewerkschaften. Infolge der Globalisierung und einer zunehmend schwierigeren Wirtschaftslage für die Beschäftigten war jedoch der Bedarf an Gewerkschaftssolidarität noch niemals so dringlich. Seite 13 A MODERNISING OUR UNIONS. HARARE. 3-5 SEPT. 1997 BH IFBWW IBTU FITCM 20th WORLD CONGRESS Einleitung In der vergangenen Kongreẞperiode entwickelten sich die asiatischen Volkswirtschaften nach wie vor äußerst schwungvoll, und einzelne Länder verzeichRegion Asien& Pazifik sich dasselbe von den sozialen Ent- balisierung herrscht nunmehr wicklungen nicht sagen. Der Man- nicht nur ein freier Güter, gel an sozialem Fortschritt wirkt| Dienstleistungs- und Kapitalsich nachteilig auf die Arbeit- verkehr, sondern auch ein freier nehmer und ihre Familien in Verkehr der Arbeitnehmer. zahlreichen Ländern Asiens un des Pazifiks aus. Im Raum Asien und Pazifik ist die Globalisierung der Volkswirtschaften infolge der wirtDas Hauptziel dieser wirtschaftlichen Integration und Liberalisierung besteht darin, neten ein eindrückliches die Arbeitskosten möglichst Wirtschaftswachstum von bis niedrig zu halten. Ein Beispiel zu 9%. Dies ist hauptsächlich schaftlichen Integration zwischen ist das Beschäftigungsgesetz in der liberalen Handels- und vielen Ländern der Region bereits Neuseeland von 1991, deren Niedriglohn- Wirtschafts- recht weit fortgeschritten. Die einziger Zweck es war, die Bildung der ASEAN- Freihan- Arbeitskosten zu senken. Das delszone( AFTA) und die Asia- ist, was viele Regierungen der tisch- Pazifische Wirtschafts- Region anstreben:" billige zusammenarbeit( APEC) sind gut Arbeitskraft". verankert. Angesichts dieser Glopolitik zuzuschreiben, die von vielen asiatischen Ländern betrieben wird. Obwohl diese Länder wirtschaftlich gute Fortschritte verzeichnen, läßt Niedriglohnwirtschaft Vorwiegend in China, Indonesien, Südasien und Vietnam gibt es eineinhalb Milliarden Menschen, die nach wie vor weniger als 1$ US pro Tag verdienen und die weiterhin in Armut leben. Viele Regierungen dieser Region sind davon überzeugt, daß eine freie, starke Gewerkschaft für das Wirtschaftswachstum eine Bedrohung bedeutet und daß ihre Stärke und ihr Einfluß in der Gesellschaft verringert, wenn nicht gar vollständig beseitigt werden müssen. Daher stehen die Gewerkschaftsrechte, insbesondere die Rechte auf gewerkschaftlichen Zusammenschluß und Tarifverhandlungen, unter ständigem Beschuß. Diese Verstöße gegen die Gewerkschaftsrechte sind in Ländern offensichtlich, in denen freie Gewerkschaften nicht zugelassen sind. Selbst in Ländern, in denen freie Gewerkschaften vorhanden sind, erlegen die Regierungen durch Gesetzgebung und Arbeitspolitik Einschränkungen auf. Dies behinderte in hohem Maße das Wachstum und den Einfluß der Gewerkschaften in Gesellschaften, die die Gewerkschaften auch daran hinderten, für die Arbeitnehmer einen angemessenen Anteil am Reichtum der Nation zu sichern. Kinderarbeit Der Einsatz von Kinderarbeit nahm aufgrund der Armut, der hohen Arbeitslosenrate und der Gleichgültigkeit der Regierungen in der Region nach wie vor zu. Die schlimmsten Fälle werden aus China, Indien, Nepal und Pakistan gemeldet. Viele dieser Kinder werden in Ziegelei-, Holzschnitzerei- und Zimmerhandwerkbetrieben beschäftigt. Die Beschäftigung von Kindern ist das größte soziale Übel unserer Zeit. Wir sollten alle für die Abschaffung der Kinderarbeit kämpfen. Kinder sollten in Schulen und nicht in Betrieben sitzen. Der IBBH gründete Schulen in Indien, um für einige dieser arbeitenden Kinder eine Schulbildung zu erreichen. Diese Schulen werden über den IBBH finanziert und von seinen Mitgliedsorganisationen betrieben. Sie dürften in den kommenden Jahren zahlenmäßig zunehmen. Was immer wir unternommen haben, ist im Vergleich zur Anzahl der beschäftigten Kinder indessen lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein. Daher ist es die Verantwortung der Regierungen in der Region, die Kinderarbeit zu beseitigen. Die Gewerkschaften sollten alles unternehmen, einschließlich einer Kampagne zur Aufnahme von Mindestarbeitsnormen in internationale Handelsabkommen, um die Regierungen zu unverzüglichen Maßnahmen zur Beseitigung der Kinderarbeit zu zwingen. Baugewerbe Die Lage wird auch in Hongkong, Japan, Korea und Taiwan chaotisch. Viele Wanderarbeitnehmer reisen illegal in die Gastländer ein. Sie werden äußerst schlecht behandelt und beziehen Einkommen, die unter dem Normalsatz liegen, werden unzulänglich untergebracht und genießen keine sonstigen grundlegenden Vorteile. Der IBBH hielt die örtlichen Gewerkschaften, insbesondere seine Infolge des beschleunigten beitnehmer in Malaysia und Wirtschaftswachstums in vielen Singapur beispielsweise sind asiatischen Ländern, insbeson- ausländische Wanderarbeiter. dere in Ost- und Südostasien wird das Baugewerbe zu einer Schlüsselindustrie. Mit Ausnahme des Südpazifik steuerte das Baugewerbe in den übrigen asiatischen Ländern in den letzten Jahren 3 bis 9% zum BIP bei. Das hohe Wirtschaftswachstum in vielen Länder ließ auch zahlreiche soziale und Beschäftigungsprobleme entstehen. Die Beschäftigungsstruktur im Baugewerbe wandelte sich dahingehend, daß nun Mitgliedsorganisationen in den weniger örtliche und weit mehr Wanderarbeitnelimer eingestellt werden. Über 90% der BauarIBBH 20. Weltkongreẞ Gastländern, dazu an, die ausländischen Wanderarbeiter im Baugewerbe gewerkschaftlich zu erfassen. Seite 15 Holz- und Forstwirtschaft Der Arbeitsschutz der Forstarbeitnehmer verschlechtert sich in der Region Asien/ Pazifik. Aus der Forstindustrie werden, insbesondere in den südostasiatischen Ländern und den kleineren pazifischen Nationen, nach wie vor zahlreiche tödliche Unfälle gemeldet. Die Arbeitnehmer in der Forstwirtschaft und in der holzverarbeitenden Industrie sind täglich Gefahren ausgesetzt, werden unzulänglich ausgebildet und haben häufig keine Sicherheit in bezug auf eine feste Anstellung. In vielen Ländern ist die langfristige Zukunft der Industrie in diesen Sektoren gefährdet, da eine nicht nachhaltig betriebene Abholzung die verbleibenden Waldbestände erschöpft. IBBH und der SPOCTU für die Gewerkschaften im Holz- und Dies könnte bedeuten, daß die Forstsektor durchgeführt wurde. Wälder als angemessen bewirt-| Dieses Seminar wurde für schaftet gekennzeichnet werden, wichtig erachtet, da auf diesen obwohl die Arbeitsbedingungen Inseln die Abholzung in großen unannehmbar sind. Die Ge- Umfang von ausländischen werkschaften müssen rasch Unternehmen ohne entsprehandeln, um zu gewährleisten, chende Rücksicht auf eine nachdaß die sozialen Forderungen in haltige Forstbewirtschaftung die Kennzeichnungsvorhaben betrieben wird. aufgenommen werden. Die Gewerkschaften müssen auch handeln, um Einfluß auf die Entwicklung der Kennzeichnung und der Normen für die Forstbewirtschaftung zu nehmen. Das dritte Seminar fand im November 1996 mit 35 Teilnehmern aus sechs Gewerkschaften in Malaysia für die IBBH- Mitgliedsorganisationen in Malaysia und Indonesien statt. Am Schluß des viertägigen In der Erkenntnis, wie Seminars arbeiteten die Teildringend die Beteiligung der nehmer einen Vorschlag über Gewerkschaften an der Ent- Sozialfragen aus, die in alle wicklung der Kennzeichnung Kennzeichnungsvorhaben für und der Normen für die Forst- nachhaltige Forstbewirtbewirtschaftung ist, führte der schaftung in Malaysia aufgeIBBH bereits drei Konferenzen/ nommen werden sollen. Weitere Die Auswirkungen der Seminare über Sozialfragen und derartige Seminare sollen in Waldkennzeichnung verbreiten Waldkennzeichnung durch. Im Zukunft in Indonesien und ansich zur Zeit rasch in der Region März 1996 fand die Konferenz deren Ländern der Region, die Asien/ Pazifik. Die Wälder sind für den Südpazifik in Rotorua, tropische Hölzer erzeugen, vernunmehr in einzelnen Ländern Neuseeland, mit 30 Teilnehmern anstaltet werden. als" nachhaltig bewirtschaftet" aus allen Ländern des Südgekennzeichnet worden. Die pazifik, die Holz- und ForstAnliegen der Gewerkschafts- produkte herstellen, statt. Die bewegung blieben in den Kenn-| zweite Veranstaltung war ein zeichnungsvorhaben indessen Seminar auf den Salomonweitgehend unberücksichtigt. Inseln, das gemeinsam vom Menschen- und Gewerkschaftsrechte Die vergangenen vier Jahre waren eine schwierige Zeit für Gewerkschafter bei der Wahrung und Förderung der Menschen- und Gewerkschaftsrechte. Die IBBH- Solidaritätsaktionen bestätigen dies und deuten auch an, daß Verstöße gegen Gewerkschaftsrechte in der Bau-, Holz- und Forstindustrie zunehmen. Der IBBH trat den Regierungen Chinas, Fidschis, Indonesiens, Myanmars, Neuseelands, Pakistans und Südkoreas, um nur einige davon zu nennen, aktiv gegenüber. Angesichts der Globalisierung der Volkswirtschaften wächst die Erkenntnis, daß internationaler Druck häufig zur Lösung örtlicher Probleme beitragen kann. Arbeitsschutz ist nach wie vor ein ernsthaftes Problem für die Bau-, Holz- und Forstarbeitnehmer in dieser Region. Vielen Ländern fehlt es noch immer an einer angemessenen Arbeitsschutzgesetzgebung in den IBBH- Sektoren. Es ist nach wie vor in vielen Ländern der Region ein üblicher Anblick, Gerüste aus Bambus zu sehen. Noch immer wird in einigen Ländern Asbest verwendet, obwohl viele diesen Stoff nun verboten haben. In der Kongreẞperiode hielt der IBBH eine Reihe von Seminaren über Arbeitsschutz für die Mitgliedsorganisationen Arbeitsschutz der Region ab. Die Mitgliedsorganisationen verwenden nunmehr in ihren allgemeinen Gewerkschaftsbildungslehrgängen und in der Ausbildung weitgehend Lehrbausteine über Arbeitsschutz. Diese Gewerkschaftslehrgänge sind ein Beweis dafür, daß Fortschritte erzielt werden, doch ist dies nicht genug. Der IBBH ist davon überzeugt, daß die Regierungen im Einklang mit dem IAO- Übereinkommen Nr. 167 eine Gesetzgebung für die Bauarbeitnehmer und eine ähnliche für die Forstarbeitnehmer erlassen sollten. Die IAO- Übereinkommen Nr. 162 und 167 sind noch von keiner Regierung dieser Region ratifiziert worden. Mitgliederverwaltung Die Zahl der Mitgliedsorganisationen in der Region nahm bis Juni 1996 auf 84 Mitgliedsgewerkschaften in 21 Ländern zu. Dieser Anstieg läßt sich auf ein wachsendes Bewußtsein der Gewerkschaften bezüglich der internationalen Solidarität zurückführen. Dies ist in einer Zeit, in der die Volkswirtschaften der Region zunehmend stärker globalisiert werden, als positiv zu werten. In Anerkennung der wachsenden Zahl von Mitgliedsorganisationen errichtete der IBBH im Berichtszeitraum zwei neue Subregionalbüros, das erste für Südasien im April 1995 in Neu- Delhi, das andere für den Südpazifik im Januar 1996 im Büro der CFMEU für den Pappe- und Papiersektor in Melbourne, Australien. Das andere Subregionalbüro für Ostasien befindet sich in Tokio. Das Regionalbüro für Asien/ Pazifik ist nach wie vor von Kuala Lumpur, Malaysia, aus tätig. Regionaltagungen Asien und Pazifik Folgende Regionalausschuẞtagungen und-konferenzen wurden in den vergangenen vier Jahren abgehalten: 5. Regionalkonferenz im November 1995 in Shatin, Hongkong ✓ Tagung des Regionalausschusses für Asien/ Pazifik im November 1994 in Cebu, Philippinen ✓ Tagung des Regionalausschusses für Asien/ Pazifik im November 1995 in Hongkong ✓ Tagung des Regionalausschusses für Asien/ Pazifik im Oktober 1996 in Langkawi, Malaysia Schlußfolgerung Der IBBH ist davon überzeugt, daß Gewerkschaften entscheidende Elemente sind, die die Funktionsweise jeder demokratischen Gesellschaft schützen. Das Recht auf Vereinigungsfreiheit, freie Tarifverhandlungen und Streik zur Wahrung des Rechts der Arbeitnehmer auf Teilnahme an und freie Einflußnahme auf ihre Beschäftigungsbedingungen sind grundlegende Rechte in jeder Demokratie. Die Verstöße gegen diese Rechte waren noch nie häufiger und stellen die Gewerkschaftsbewegung dieser Region vor eine große Herausforderung. Der Kampf um Menschen- und Gewerkschaftsrechte muẞ höchste Priorität für die Gewerkschaftsbewegung in der Region Asien und Pazifik haben. Die Fähigkeit der Arbeitnehmer, sich gewerkschaftlich zu organisieren und sich zu verteidigen, hängt davon ab. Die Arbeit des IBBH in der Kongreẞperiode zielte auf die Verwirklichung dieser Ziele ab. Obwohl nach wie vor viel zu tun ist, wird er seine Arbeit bis zum Erfolg fortsetzen. Seite 17 MODERNISING OUR UNIONS. HARARE. 3-5 SEPT. 1997 H881 IFBWW IBTU FITBR FITCM Region Lateinamerika 20Th WORLD CONGRESS und Karibik th Einleitung In den vier Jahren zwischen 1993 und 1997 setzte sich der IBBH in der Region für soziale Gerechtigkeit und für die Anerkennung und den Schutz der Rechte der arbeitenden Männer und Frauen ein. Ein bedeutender Arbeitsbereich konzentrierte sich auf die Förderung der Rechte der Wanderarbeitnehmer, insbesondere im Mercosur. Außerdem setzte sich der IBBH nachhaltig für die Verbesserung der Arbeitsschutzbedingungen der Beschäftigten an ihrem Arbeitsplatz sowie zur Vertiefung ihrer Berufsausbildung ein. Der IBBH legte besonderes Gewicht auf die Gleichstellung der weiblichen Beschäftigten und ihre Vertretung in Betrieben und Gewerkschaften. Die Arbeit zur Förderung der Beteiligung der Jugendlichen, die besonderer Aufmerksamkeit und spezifischer Aktivitäten bedürfen, wurde aufgenommen. Der IBBH kämpfte ferner für die Beseitigung der Kinderarbeit in allen Industriezweigen der Region. Konkret ausgedrückt, wurden folgende Erfordernisse und Prioritäten unter sieben strategischen Überschriften behandelt: ✔ Ausbildung von Gewerkschaftsausbildern; Ausbildung von Gewerkschaftsleitern im Bereich Menschen- und Gewerkschaftsrechte; Ausbildung von Arbeitnehmern zum Verständnis der Gefahren, die ihre Gesundheit am Arbeitsplatz bedrohen, und Aufklärung, wie sie damit umgehen sollen; Ausbildung von Gewerkschaftsleitern in wirtschaftlichen Fragen, hauptsächlich der Frage der Wirtschaftsintegration; Ausbildung von Arbeitnehmern zum Verständnis der Bedeutung eines richtigen Umgangs mit Forstressourcen und des Bodens und der Bevölkerung, die damit verbunden sind; ✓ Ausbildung von Arbeitnehmern zur Förderung und Entwicklung der Gleichstellung für weibliche Beschäftigte; ✓ Einsatz häufiger Bewertungs- und Planungsübungen, die die Gewerkschafter befähigen sollen, das Klima, indem sie tätig sind, sowie die optimalen Wege zum Wachstum und zur Verstärkung zu verstehen. Ergebnisse der Gewerkschaftsarbeit( 1993-1996) Die Ziele der Anhebung der Mitgliedschaft in der Region und der Verstärkung der organisatorischen Strukturen verzeichnen zufriedenstellende Fortschritte. Auch in bezug auf das Ziel der Steigerung der Solidaritätsaktionen der Gewerkschaften und der bürgerlichen Gesellschaft werden angemessene Fortschritte erzielt. Das Ziel besteht hier darin, die Gewerkschaftsbeteiligung an Aktionen, die die Arbeitnehmerrechte schützen, und an Arbeitskonflikten im Zusammenhang mit der von den Regierungen der Region betriebenen Wirtschafts- und Sozialpolitik zu fördern. Das damit verbundene Ziel der Gewerkschaftsunabhängigkeit aufgrund einer geringeren finanziellen Abhängigkeit von externer Unterstützung und einer verstärkten Fähigkeit zum Umgang mit Verwaltungsangelegenheiten und interner Betriebsführung ist bei weitem noch nicht erreicht. Seite 18 Das Regionalbüro für Lateinamerika führte von Oktober 1993 bis November 1996 175 Arbeitsmissionen durch. Diese betrafen 2.118 Teilnehmer aus 18 Ländern Lateinamerikas und der Karibik und erreichten weitere rund 20.000 Arbeitnehmer im Baugewerbe, in der Holzindustrie und in der Forstwirtschaft der Region. IBBH 20. Weltkongreẞ Es wurden Pilotprojekte über die nachhaltige Entwicklung der Wälder mit Gewerkschaftsbeteiligung durchgeführt. An dieser Frage wird wachsendes Interesse bekundet. Viele Gewerkschaften führten Aktivitäten auf verschiedenen Ebenen im Hinblick auf die Lösung der schwerwiegenden Umweltprobleme durch, die durch eine unsinnige, weitverbreitete Ausbeutung der Wälder verursacht werden. Im Berichtszeitraum wurden 66 Ausbildungsmaßnahmen in einer Größenordnung von 992.321,11$ US durchgeführt. Im gleichen Zeitraum führte das Regionalbüro für Lateinamerika Tätigkeiten in Höhe von 516.376$ US durch. Subregionale Gewerkschaftsausschüsse Infolge der wachsenden wirtschaftlichen Bedeutung Südamerikas wurde beschlossen, einen MercosurGewerkschaftsausschuß der Bau-, Holz- und Forstgewerkschaften einzusetzen. Dieser Ausschuß trat seither regelmäßig zusammen, um Fragen wie Wanderarbeit, Arbeitsschutz und Arbeitsklauseln zu erörtern. Mitgliedsund nahestehende Organisationen in Zentralamerika und der Karibik bildeten in Anlehnung an Südamerika 1995 ebenfalls einen Ausschuß. 1996 fand eine Reihe von Tagungen statt, um das vorgeschlagene zentralamerikanische Arbeitsrecht sowie Arbeitsklauseln zu erörtern. Ein bedeutender, umfassender Erfolg, der indessen schwierig zu quantifizieren ist, war die Konsolidierung der Gewerkschaftseinheit in den IBBH- Sektoren. Dies war keine leichte Aufgabe, doch wurde sie dank der Reife der IBBH- Mitgliedsorganisationen und der Kollegen in der Region bewältigt. Der Trend zur Einheit wurde durch gegenseitige Achtung und Durchführung gemeinsamer Aktionen verstärkt. Die Anwesenheit nicht angeschlossener Gewerkschaften auf regionalen und subregionalen Tagungen läßt auf eine außerordentliche Fähigkeit zum Verständnis der heutigen historischen Zeit sowie zur Erörterung von Fragen, die allen Arbeitnehmern ohne Unterschied gemeinsam sind, schließen. Im Zuge einer weiteren erfolgreichen Anwerbungskampagne, die Mitglieds- und nahestehende Organisationen umfaßte, traten 1994 drei Gewerkschaftsverbände mit nominal insgesamt 5.236 Mitgliedern, 1995 ein nationaler Verband und zwei nationale Gewerkschaften mit insgesamt 3.480 Mitgliedern bei, und 1996 ist der IBBH im Begriff, eine regionale Gewerkschaft und eine Angestelltengewerkschaft mit insgesamt 1.825 Mitgliedern zu gewinnen. Insgesamt wurden bis November 1996 10.541 neue Mitglieder aufgenommen. IBBH 20. Weltkongreẞ Seite 19 Koordinierungstagungen zwischen IBFG- ORIT/ IBS/ FES Die Beziehungen zur IBFG- ORIT( lateinamerikanische Regionalorganisation des IBFG) und den IBS wurden im Berichtszeitraum verstärkt, und die Zusammenkünfte, die abgehalten wurden, trugen hierzu bei. Die Beziehungen wurden auch verbessert und erweitert durch Konferenzen, ein besseres Arbeitsklima, Informationsaustausch, Solidarität und internationale Zusammenarbeit. Die IBS ernannten einen Koordinator, der als Kontaktperson mit der IBFG- ORIT für den Austausch von Informationen über Veranstaltungen auftritt, die in der Region durchgeführt werden. Gewerkschaftsstruktur Für die Gewerkschaften war es von entscheidender Bedeutung, ihre Strukturen anzupassen und umzugestalten, damit sie rascher und effizienter auf Probleme reagieren und Fragen, die sich aus den Mitgliedererfordernissen ergeben, lösen können. Damit die Gewerkschaftsstrukturen modernisiert werden können, sind folgende Aspekte anzuwenden und zu verbessern: Seite 20 ✓ Qualität und Quantität der Führungspersönlichkeiten, die bereit und fähig sind, sich mit einschlägigen organisatorischen und politischen Aufgaben zu befassen; ✓ die Gewerkschaften müssen über aktualisierte Akten bezüglich der Mitglieder, Aktivitäten, Vorhaben und laufenden Projekte verfügen, sie benötigen Bibliotheken und müssen ihre Kommunikationssysteme verbessern, damit sie ihre Mitglieder auf dem laufenden halten können ( obwohl zu betonen ist, daß direkte Kontakte und Besuche nach wie vor das effizienteste Mittel sind); ✓ die Demokratisierung und Modernisierung der Gewerkschaften ist eine grundlegende, vorrangige Aufgabe. In den vergangenen vier Jahren konzentrierte sich das IBBHRegionalbüro auf die Bewältigung dieser Erfordernisse und Veränderungen. IBBH 20. Weltkongreẞ Gewerkschaftseinheit Der IBBH nahm nach wie vor Verbindung mit ihm nicht angeschlossenen Gewerkschaften im Bau-, Holz- und Forstsektor auf, und zwar nicht nur durch Dialog zwischen Gewerkschaften, sondern auch mittels Solidaritätsaktionen und gemeinsamer Diskussionen über Probleme, die alle betreffen. Weitere Verbindungen lassen sich auch durch Gewerkschafts- und Berufsausbildungsprogramme sowie Ideen für die Verbesserung der Arbeitsschutznormen und der bedingungslosen Einhaltung der Menschenrechte herstellen. Eine Aufgabe der Mitglieds- und nahestehenden Gewerkschaften besteht darin, den Weg für einen Austausch und eine zwischengewerkschaftliche Zusammenarbeit in konkreten, praktischen Fragen zu ebnen. Informationsblatt Eines der besten Kommunikationsmittel, das dem Regionalbüro für Lateinamerika zur Verfügung steht, ist die Zeitschrift" Construcción y Madera"( Bau und Holz). Sie trägt zur Bildungsarbeit der Organisation bei, vermittelt Informationen und schildert auf instruktive Weise die Tätigkeit und die Politik des IBBH und seiner Mitgliedsorganisationen in der Region. 1994 erschienen fünf Ausgaben, aus finanziellen Gründen nur eine im Jahre 1995, und vier Ausgaben im Jahre 1996. Zur Verbesserung der Qualität der Zeitschrift und anderer Veröffentlichungen wurden modernere Ausrüstungen erworben. Regionalbüro 01219.19 Die Arbeit des Regionalbüros nahm im Laufe des Berichtszeitraums erheblich zu, weitgehend dank Beiträgen von Geberorganisationen für spezifische Programme. Zugleich nahm der Kernhaushalt des IBBH geringfügig zu. Das Regionalbüro war daher in der Lage, neue Programmkoordinatoren für die Programme für Arbeitsschutz und für Gewerkschaftsrechte einzustellen. Dies verbesserte erheblich die Qualität des Dienstes und der Ausbildung, die das Regionalbüro interessierten Mitgliedsorganisationen anbieten kann. Die Informationsdienste verbesserten sich durch interne Ausbildung, und das Bulletin wird nun gedruckt. Die Bildungsabteilung verfügt über einen vollzeitlichen Verwaltungsassistenten. Somit kann der Ausbildungssekretär mehr Zeit für die Fachausbildung aufwenden. Das Buchführungssystem wurde auf EDV umgestellt, und die Kontrolle der Projektberichterstattung und die Finanzen systematischer gestaltet. Alle Rechnungen werden nunmehr auswärts geprüft. Das Regionalbüro zog zweimal im Berichtszeitraum in neue Räumlichkeiten um. Es ist nun in Büros untergebracht, die direkt über jenen der langjährigen Mitgliedsorganisation des IBBH in Panama liegen. Der IBBH wird in der Gewerkschaftsbewegung und im UNO- System in Lateinamerika weitherum geachtet und unterhält enge, wertvolle Beziehungen zu den NGO, insbesondere in Bereichen, die mit der Arbeitnehmerbildung, den Menschenrechten, der Umwelt und Entwicklungsfragen zusammenhängen. IBBH 20. Weltkongreẞ Seite 21 MODERNISING OUR UNIONS. HARARE. 3-5 SEPT. 1997 IFBWW BBH FITBB IBTU FITCM 20th WORLD CONGRESS IBBH Industrieaktivitäten und Europaausschuß Der 19. IBBH Kongreß beschloß die IBHH- Industriestrukturen stärker auszubauen. Seit dieser Zeit hat der IBBH eine Arbeitsgruppe für Sicherheits- und Gesundheitsfragen sowie zwei Industrielenkungsausschüsse gebildet, deren Aufgabe es ist, die Arbeit des IBBH Bauausschusses sowie des IBBH- Holz- und Forstausschusses zu leiten und zu koordinieren. Wir setzen unsere Arbeit in den Industrieausschüssen der Bauindustrie, der Holzindustrie, der Forstwirtschaft und des Europaausschusses fort. In diesem Zusammenhang bestellte der IBBH folgende Vorsitzende: Poul Eric Skov Christensen, SiD- Dänemark- Bauausschuß; Gunnar A. Karlsson, Schwedische Holzarbeitergewerkschaft- Holz- und Forstausschuß; Loeki Hendricks, Bouw- en Houtbond- Europaausschuß; Niels Krause, ST- Dänemark- Arbeitsgruppe Gesundheit und Sicherheit. Der IBBH- Bauausschuß- Bauausschuẞsitzungen Der erste Lenkungsausschuß Bau fand im September 1994 in Wien, Österreich statt. 1995 fand der erste IBBHBauausschuß nach dem Kongreß im Mai in Lissabon, Portugal statt. Der Ausschuß diskutierte folgende Themen: Den Bericht der zukünftigen IBBHSitzung zu Sozial- und Arbeitsfragen hinsichtlich Wanderarbeiter in der Bauindustrie, IAOAktivitäten in den Sektoren und das neue Programm für die sektoralen Sitzungen im Zeitraum von 1996 bis 1997; die UN- Konferenz über das menschliche Siedlungswesen ( HABITAT II) in Instanbul; das neu verhandelte Welthandelsabkommen, das ebenfalls Bestimmungen zur Vergabe von Staatsaufträgen, inklusive der Vergabe von Aufträgen in der Bauindustrie, enthält und das IBBH Regionalseminar im Jahr 1995 zur Weiterentwicklung von Tarifverhandlungen. Seite 22 eine gewerkschaftliche Plattform für die Entwicklung von Strategien fragen in Bezug auf Wanderarbeiter in der Bauindustrie wurden ebenfalls besprochen. Der zweite Bauausschuß, der im Februar 1996 in Chexbres, Schweiz stattfand, konzentrierte sich auf die Vorbereitung der UN HABITAT IIKonferenz, diskutierte die IBBHPolitik der Weltbankbeschaffungs- ausschuß vor dem nächsten richtlinien und leistete Vorberei- Kongreß fand im Mai 1997 tungsarbeit zur kommenden dreigliedrigen Sitzung der IAO zu Sozial- und Arbeitsfragen hinsichtlich Wanderarbeitnehmern in der Bauindustrie. Wie der Holz- und Forstausschuß besprach dieser die Ergebnisse des Regionalseminars zu Kollektivverhandlungen. Der IBBH- Bauausschuß trat erneut im September 1996 in Kopenhagen zusammen. Im Mittelpunkt der Diskussionen stand das Thema Vertragsarbeit- Vorbereitung auf die Internationale Arbeitskonferenz 1997. Des weiteren wurden das UNHABITAT II Gewerkschaftsforum und die entsprechende Konferenz in der Türkei sowie das öffentliche Beschaffungswesen und Arbeitsklauseln behandelt. Die Ergebnisse der Sitzung zu Sozial- und ArbeitsDer letzte IBBH- Baustatt und diskutierte die nächste IAO- Konferenz zu Fragen der Werkvertragsarbeit. Der 19. IBBH- Weltkongreẞ verabschiedete eine Entschließung zur Förderung des Konzeptes der " Nachhaltigkeit" in der Bau-, Holz- und Forstwirtschaft. Damit soll eine Stabilität von Arbeitsplätzen, die Verbesserung von Arbeitsund Lebensbedingungen sowie eine entwicklungsgerechte und umweltverträgliche Planung in unseren Industriezweigen erreicht werden. IBBH 20. Weltkongreß Wirtschaftliche Integration und Globalisierung 1994 veranstaltete der IBBH Regionalseminare zu Fragen der wirtschaftlichen und sozialen Konsequenzen wirtschaftlicher Integration für Bau- und Holzarbeiter in Afrika, Asien und Lateinamerika. Fragen internationaler Migration wurden ebenfalls diskutiert. Die Seminare wurde im Hinblick auf die weitere Entwicklung einer gemeinsamen Gewerkschaftsstrategie in Zusammenhang mit wirtschaftlicher Integration organisiert. Tarifverhandlungen Das Recht auf Durchführung von Kollektivmaßnahmen oder das Recht auf Anerkennung und das Recht auf Führen von Verhandlungen sind in Gefahr. Der IBBH begegnete dieser Herausforderung indem er 1995 Workshops in allen seinen Regionen durchführte, die Strategien und Arbeitspläne behandelten, welche es den Bau-, Holz- und Forstarbeitern ermöglichen sollen, derartige Tendenzen zu bekämpfen. Weltentwicklungsgipfel Im März 1995 nahm eine Delegation des IBBH am Weltgipfel für soziale Entwicklung teil. Am Vorabend dieser Veranstaltung hatten der IBFG und der dänische Gewerkschaftsbund ( LO Dänemark) in Kopenhagen ebenfalls eine Konferenz organisiert, an der auch der IBBH teilnahm. Dem IBBH bot der Sozialgipfel Gelegenheit, seiner Ablehnung gegenüber neoliberalen Strömungen der 80iger Ausdruck zu geben und einen Wertewandel hin zu größerer sozialer Verantwortung und entsprechendem politischen Handeln seitens der Regierungen zu propagieren. Die IBBH Wirtschaftszweige sind von der anhaltenden Wirtschaftskrise stark betroffen. IBBH Regionalseminare zur Weiterentwicklung von Kollektivverhandlungen in der Bau-, Holz- und Forstwirtschaft fanden im Oktober 1995 in Hong Kong, für Afrika in Lomé und für Lateinamerika in Barranquilla im November 1995 und für Europa im Januar 1996 in Warschau, Polen statt. MercoSur IBBH Mitgliedsverbände aus Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay trafen im August 1995 in Buenos Aires zusammen, um Entwicklungen im MercoSur und entsprechende Vorschläge zu einer sozialen Gestaltung dieser Vereinbarungen zu besprechen. Sie diskutierten die Koordination zwischen Bauund Holzarbeiterorganisationen und entwickelten politische Konzepte für die Arbeitnehmer im Einzugsgebiet von Mercosur. Fünf Themengebiete von besonderer Wichtigkeit wurden identifiziert: Probleme im Zusammenhang mit der Wanderarbeit, instabile und unsichere Arbeitsbedingungen, Unfallprävention und Gesundheit und Sicherheit, berufliche Bildung sowie Weiterbildung und Umschulung in Zusammenhang mit der Einführung neuer Technologien und den Auswirkungen der wirtschaftlichen Integration auf das Ökosystem. IBBH 20. Weltkongreẞ Seite 23 Städtische Beschäftigung Ein internationales Symposium zur Zukunft der Beschäftigung in den Städten wurde im Dezember 1995 in Turin abge- beitsplatzbeschaffung zur Linhalten. Zweck dieses von der derung dieses Mißstandes zu IAO im Zusammenhang mit der untersuchen. Die Teilnehmer HABITAT II Konferenz im Juni verabschiedeten die Charta zu 1996 organisierten Symposiums städtischer Beschäftigung. war es, die städtische Krise und die potentielle Rolle von ArWanderarbeitnehmer Eine dreigliedrige Sitzung zu Sozial- und Arbeitsfragen hinsichtlich Wanderarbeitnehmer in der Bauindustrie fand im März 1996 in Genf statt. Regierungen, Arbeitnehmer und Gewerkschaftsvertreter aus mehr als 30 Ländern nahmen an dieser Veranstaltung teil. Nach eingehender Beratung mit dem IBBH und der IAO Arbeitnehmergruppe wurden Vertreter aus folgenden Ländern eingeladen: Brasilien, China, Deutschland, Honduras, Japan, Malaisien, Mexiko, Mosambik, Philippinen, Polen, Portugal, Südafrika, Tunesien, Türkei und Venezuela. Der Großteil der geladenen Gewerkschaften sind Mitgliedsverbände des IBBH. HABITAT II Der IBBH nahm aktiv an den Vorbereitungen für die 2. Konferenz über menschliche Siedlungen der Vereinten Nationen teil, die im Juni 1996 in Istanbul stattfand. Der IBBH und sein Mitgliedsverband, die türkische Straßen- und Bauarbeiter- Gewerkschaft, Yol- IS, wurden von den Vereinten Nationen eingeladen, ein globales Gewerkschaftsforum durchzuführen, das kurz vor der KonArbeitsklauseln ferenz stattfand. Das Forum| dem IBFG, dem EFBH und sollte einen gewerkschaftlichen verschiedenen anderen OrganiStandpunkt zur städtischen sationen durchgeführt, die sich Entwicklung und eine gemeinsame Stellungnahme zum weltweiten HABITAT- Aktionsplan ausarbeiten. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, daß die Aufgaben und Rechte von Arbeitnehmern und ihren entsprechenden Organisationen respektiert werden. Das Forum wurde in Zusammenarbeit mit mit den Problemstellungen der Urbanisierung sowie der Migration beschäftigen. Auch türkische Gewerkschaftsdachverbände sowie andere internationale Gewerkschaftsorganisationen waren an der Vorbereitung und Durchführung der Konferenz beteiligt. Die Schutzbedürftigkeit von Arbeitnehmern, die nicht den Schutzumfang eines regulären Arbeitsverhältnisses genießen können, ist von der IAO anerkannt worden. Das Problem der Werkvertragsarbeit wird im Rahmen der IAO- Konferenzen 1997 und 1998 im Hinblick auf die Festsetzung entsprechender Normen behandelt werden. Der IBBH unterstützt diese Initiative der IAO. Der IBBH ist ferner der Ansicht, daß die Verantwortung der Weltbank und anderer internationaler Agenturen für Entwicklung hinsichtlich der Förderung von Arbeitnehmerrechten auf dem Weg über Verträge und Darlehensabkommen geprüft werden muß. Der IBBH stellte seine Politik gegenüber der Weltbank und zu Arbeitsklauseln in öffentlichen Verträgen dem gemeinschaftlich von LO/ NFS/ TUAC durchgeführten Seminar zu Arbeitsnormen im globalen Handel und dem Investmentsystem vor, das im April 1996 in Kopenhagen stattfand. Gespräche zwischen dem IBBH und der Weltbank Im September 1996 und Februar 1997 traf eine IBBH- Delegation mit Weltbankvertretern zusammen, um die Aufnahme von Arbeitsklausen in Weltbankdarlehensverträge und in den Richtlinien für das öffentliche Beschaffungswesen zu besprechen. Während des offenen und konstruktiven Dialogs erfuhr die Delegation, daß die Weltbank bereits Überlegungen bezüglich Arbeitnehmerrechte und der möglichen Einsetzung von Arbeitsklauseln in die Vereinbarung angestellt hat. Obwohl nunmehr Arbeitsklauseln in verschiedene Dokumente der Weltbank aufgenommen worden sind, ist ihre Durchführung nicht verpflichtend. IBBH Holz- und Forstausschuß Im Anschluß an die Veröffentlichung des Forstprogrammes, hat der IBBH weiterhin eine aktive Rolle in Holz- und Forstfragen eingenommen. Besonderes Augenmerk wurde auf Umweltfragen wie z.B. den Schutz der tropischen Regenwälder und Wälder gemäßigter Klimazonen sowie auf Zertifikate für Holz gelegt. Der IBBH setzt sich außerdem für die Förderung und Verbreitung seines Forstprogrammes bei anderen internationalen Organisationen ein. Ausschußsitzungen Die erste Sitzung des Holzund Forst- Lenkungsausschusses fand im September 1994 in Wien, Österreich statt. Der erste IBBH Holz- und Forstausschuß nach dem Kongreß im Mai 1995 in Lissabon, Portugal, beschäftigte sich mit den jüngsten Trends und Entwicklungen in der Holzindustrie. Die Diskussionen konzentrierten sich auf IBBH- Aktivitäten in der Internationalen Tropenholzorganisation( ITTO), dem IBBH- Workshop über Wälder in gemäßigten und borealen Zonen und die IBBH- Mitgliedschaft im Forest Stewardship Council ( FSC). IBBH 20. Weltkongreẞ Der IBBH Holz- und Forstlenkungsausschuß traf im Februar 1996 in Chexbres, Schweiz, zusammen. Die Mitglieder untersuchten die IBBH- Politik zu Zertifikaten- ein System zur Bewertung der Nachhaltigkeit von forstwirtschaftlichen Managament- und bewerteten das Ergebnis des Forst- Workshops in Ludvika, Schweden, vom September 1995. Ferner wurden Vorbereitungsarbeiten für eine zukünftige, gemeinsame Holz- und Forstausschuẞsitzung zwischen IBBH, EFBH und NBBH geleistet. Seite 25 Forst- Workshop für die Amazonas- Regenwälder Brasiliens Der IBBH leistete finanzielle Unterstützung zum Workshop für nachhaltige Entwicklung der Wälder in der Amazonasregion, der im Dezember 1993 in Manaus, Brasilien, stattfand. Der IBBHMitgliedsverband in Brasilien, die Federaçao Nacional dos Trabalhadores nas Industrias da Contração e da Madera( FNTCM- CUT), organisierte diesen Workshop mit Interessensgruppen der Ureinwohner und Umweltschutzverbänden, um ein gemeinsames Forum für die Verteidigung und die nachhaltige Entwicklung der Amazonaswälder zu schaffen. Im August 1995 hielt der IBBH einen weiteren Workshop zum Thema nachhaltige Entwicklung des Amazonas- Waldes ab, der an das zuvor abgehaltene Seminar anknüpfte und in Rio Branco stattfand. Dieses Treffen kann als historisches Ereignis betrachtet werden, da sich zum ersten Mal Vertreter aller Interessensgruppen der Amazonasregion auf eine gemeinsame Strategie für eine regionale Entwicklungspolitik einigten. Das Dokument, die sogenannte Rio Branco Charta, definiert die notwendigen wirtschaftlichen, ökologischen und organisatorischen Bedingungen für eine nachhaltig praktizierte Forstwirtschaft. ITTO Der IBBH begrüßte eine Initiative der Internationalen Tropenholzorganisation( ITTO), wonach verschiedene Aktivitäten in Bezug auf Zertifikate für Nutzhölzer koordiniert werden sollen. Der IBBH unterstützt die Kennzeichnung von Nutzholz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und leistete einen Beitrag zur 16. Sitzung des ITTO- Rates und zu einer Arbeitsgruppe über Zertifikate für alle Nutzhölzer und Nutzholzprodukte, die vom 12.- 23. Mai 1994 in Cartagena, Kolumbien, stattfand. Der IBBH war auch bei den ITTO Treffen, die 1995 und 1996 stattfanden, vertreten. Ludvika Forst- Richtlinien UN- Klima Konferenz Eine IBBH- Delegation nahm an der UNKlima Konferenz teil, die im April 1995 in Berlin stattfand. Der IBBH glaubt, daß eine Reduktion von Schadstoffemissionen eine Voraussetzung für die Rettung der Wälder und somit auch der Erhaltung der Arbeitsplätze in der Holz- und Forstwirtschaft ist. Der IBBH sorgt sich ebenfalls um die anhaltenden Gesundheitsprobleme von Bau- und Forstarbeitern, da diese in besonderem Maße den schädlichen Auswirkungen im Zusammenhang mit der Zerstörung der Ozonschicht und UV- Bestrahlung ausgesetzt sind. Delegierte aus europäischen IBBH- Mitgliedsverbänden für den Bereich Holz- und Forstwirtschaft, sowie Vertreter aus Kanada und Australien trafen sich im September 1995 in Ludvika, Schweden und verabschiedeten die IBBH- Ludvika- Forstrichtlinien, die einen gewerkschaftlichen Standpunkt in Bezug auf Wälder in kalten und gemäßigten Klimazonen definieren. Die Konferenz unterstrich, daß Wälder von zentraler Bedeutung für den Fortbestand der Menschheit sind, sowohl in wirtschaftlicher als auch ökologischer Hinsicht. Seite 26 IBBH 20. Weltkongreẞ Arbeitnehmerrechte und nachhaltiger Umgang mit Rohstoffen im Pazifik Rund 30 Teilnehmer aus 10 Ländern nahmen an der IBBH- Pazifik- Konferenz zu Arbeitnehmerrechten und nachhaltiger Entwicklung von Rohstoffen in der Bau- und Holzindustrie sowie der Forstwirtschaft im pazifischen Raum teil, die im März 1996 in Rotorua, Neuseeland stattfand. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Wechselwirkung zwischen Arbeitnehmerrechten und dem nachhaltigen Umgang mit den Rohstoffen, die die Grundlage für ihre Arbeitsplätze bieten. Durch die Teilnahme von Vertretern aus dem gesamten pazifischen Raum erhielt der IBBH einen Einblick in die Struktur und Rolle sowie die jeweiligen Aktivitäten der Gewerkschaften in der Bauund Holzindustrie sowie der Forstwirtschaft im Pazifik. Soziale Fragen und Holzzertifikate Mehr als 30 Gewerkschaftsvertreter und Experten aus Organisationen, die als Gäste geladen waren, wie z.B. die IAO, der Forest Steward Council( FSC) und die Europäische Kommission nahmen an der IBBH/ EFBH/ NBBH Holz- und Forstausschuẞsitzung über soziale Fragen und Holzzertifizierung im April 1996 in Luxemburg teil. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Beteiligung des IBBH und seiner Mitgliedsorganisationen an der Zertifikatsdiskussion. Weltweites Forstprogramm Es wurde eine dreimonatige Machbarkeitsstudie durchgeführt, um einen Vorschlag für ein weltweites Forstprogramm zu erarbeiten. Zweck der Studie war es, mit verschiedenen Mitgliedsverbänden spezifische Vorschläge für Forstprojekte zu erarbeiten und einen weltweit brauchbaren Vorschlag zu entwickeln. Vier afrikanische und asiatische Staaten wurden hinsichtlich der Mitgliederstärke ihrer Mitgliedsverbände und der Art der dort bestehenden Waldprobleme ausgewählt. Es handelte sich im einzelnen um Ghana, Indonesien, Malaisien und Simbabwe. Der niederländische FNV unterstützt ab 1997 die Umsetzung des IBBH- Vorhabens für zunächst drei Jahre. IAO- Treffen über Gesundheit und Sicherheit im Forstwesen Der IBBH Holz- und Forstausschuß übernahm eine führende Rolle bei der Vorbereitung der IAO- Expertensitzung zu Gesundheits- und Sicherheitsfragen in der Forstwirtschaft, die im September 1997 in Genf stattfand. Im April 1997 diskutierte der Lenkungsausschuẞ in Kanada den Entwurf einer IAO- Anleitung über Gesundheit und Sicherheit in der Forstwirtschaft, überprüfte die laufende Diskussionen zu Zertifikaten und informierte sich über die Praxis der Forstarbeit in Kanada. IBBH 20. Weltkongreß Seite 27 Organisationsentwicklung- Integration von spezifischen Zielgruppen Der IBBH unterstützte seine Mitgliedsverbände auch weiterhin aktiv bei der Schaffung von Strategien zur Integration spezifischer Zielgruppen. Es fanden Regionalseminare zum Thema " Modernisierung unserer Gewerkschaften" statt, in denen auch die Belange von Angestellten erörtert wurden. Angestellte Der IBBH nahm als Beobachter an der 10. Sitzung des IAOAusschusses für Angestellte, Fachund Führungskräfte teil, die im Mai 1994 in Genf stattfand. Regierungsvertreter und Delegierte der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite( koordiniert durch die FIET) aus 36 Ländern diskutierten zwei durch das IAA erarbeitete Berichte zu jüngsten Entwicklungen in diesen Bereichen. Die Sitzung forderte den Generaldirektor der IAO auf, die IAO solle im Rahmen ihrer Aktivitäten auch der Rolle von Gehaltsempfängern sowie Fach- und Führungskräften in den modernen Volkswirtschaften Rechnung tragen. Im September 1996 organisierte der IBBH in Zusammenarbeit mit EFBH und NBBH eine Sondersitzung für Angestellte in unseren Wirtschaftszweigen, die in Luxemburg stattfand. Es wurde festgestellt, daß die Zahl der Mitarbeiter, die bei Bauunternehmen im Ingenieurbereich sowie in technischen Berufen tätig sind, in Zukunft wahrscheinlich ansteigen wird. Ferner stellte der IBBH seine Politik zur gewerkschaftlichen Organisierung von Angestellten vor. Die Teilnehmer regten an, daß das EFBHSekretariat eine Analyse über die neuesten Trends und Entwicklungen bei Angestellten in unseren Branchen durchführen sollte. Außerdem sollte die Diskussion mit Eurocadres fortgesetzt werden und eine Arbeitsgruppe gebildet werden, die sich mit der Ausarbeitung weiterer Aktivitäten so auch von Workshops für 1997 beschäftigt. Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz ist ein Bereich, der zu größter Sorge Anlaß gibt. Zwischen 1993 und 1997 konzentrierte sich der IBBH auf die Umsetzung von politischen Richtlinien zu Gesundheits- und Sicherheitsfragen. Bildungs- und Trainingsprogramme in den Regionen standen ebenfalls im Mittelpunkt der Bemühungen. Asbest Der IBBH führt seit Jahren Kampagnen mit dem Ziel eines Asbestverbots durch. Gewerkschafter und Wissenschaftler fordern das Verbot von Asbest und die Förderung von Ersatzstoffen. Diese Forderungen wurden auch im Rahmen des internationalen Asbest- Seminars" Kontrollierter Gebrauch oder Verbot" unterstrichen, das im Seite 28 März 1994 in Sao Paolo, Brasilien, stattfand. Das Treffen wurde vom brasilianischen Arbeitsministerium, FUNDACENTRO, den brasilianischen Gewerkschaftsbünden CUT und Fuerza Sindical organisiert. Der IBBH unterstützte dieses Seminar finanziell und war durch den IBBHBildungsbeauftragten für Lateinamerika vertreten. IBBH 20. Weltkongreß Arbeitsgruppe Gesundheit und Sicherheit Die erste Arbeitsgruppe Gesundheit und Sicherheit nach dem letzten Kongreß fand im September 1994 in Wien, Österreich statt. Es wurde vereinbart, daß der IBBH weiterhin Nachdruck auf sein weltweites Gesundheits- und Sicherheitsprogramm legen und seine Aktivitäten in diesem Bereich ausbauen sollte. Die Arbeitsgruppe beschäftigte sich in Lissabon im Mai 1995 mit einer breiten Bandbreite von Problemen inklusive PVC, Unfallprävention, gewerkschaftliche Bildung, Kampagnen, einem Aktionsplan für Gesundheit und Sicherheit und zukünftigen Aktionen. Weltgesundheitsorganisation Die erste gemeinsame IBBH/ EFBH/ NBBH Arbeitsgruppe fand im Februar 1996 in Luxemburg statt. Mehr als 30 Gesundheits- und Sicherheitsexperten aus Europa, Malaisien, Panama und Südafrika diskutierten die Prioritäten Sicherheit. Die Arbeitsgruppe regte an, die für den IBBH- Aktionsplan Gesundheit und Mitgliedsverbände sollten anläßlich des Workers Memorial Day( Arbeitnehmergedenktag) am Weiterhin wurde empfohlen, eine Konferenz zu 28. April 1996 eine Kampagne durchführen. organischen Lösungsmitteln durchzuführen. 1997 konzentrierte sich die Arbeitsgruppe auf die geplanten IAO- Handlungsanleitungen und auf Fragen der Gesundheit und Sicherheit, die im Rahmen des 20. Weltkongresses behandelt werden. Die Weltgesundheitsorganisation organisierte eine internationale Expertensitzung zur " Bewertung und Kontrolle von Lärmbelastung in der Arbeitsumwelt", die im September 1995 in Genf stattfand. Ziel dieser Veranstaltung war, ein Dokument auszuarbeiten, das sich mit Aspekten von Lärm im Berufsleben beschäftigt. Die Auswirkungen von Lärm auf Menschen, insbesondere der Beeinträchtigung des Gehörs, Geräuschpegelmessungen und die Bewertung von Lärmbelastungen waren zu untersuchen. Die Sitzung wurde von Delegierten aus 15 Ländern besucht. Zwei Kollegen aus IBBH- Mitgliedsverbänden aus Großbritannien und Dänemark nahmen an der Veranstaltung teil und lieferten dem Expertenteam Beispiele für Lärmreduktion wie sie in der Bauund holzverarbeitenden Industrie zur Anwendung kommen. Mineralfasern Die IBBH- Mitgliedsverbände im BATKartell in Dänemark führten 1996 eine Im Rahmen der IBBH- Helsingør- Erklärung und der IAO trafen sich zu einer Diskussion zu KMF bat der IBBH den Generaldirektor der darüber im September 1996 in Washington. IAO im November 1993 ein Regelwerk zur Handhabung von Isolierwolle und anderen künstlichen Mineralfasern( KMF) zu erstellen, und die Vorbereitungen einer international anerkannten Handlungsanleitung in die Hand zu nehmen. Die IAO lud den IBBH ein, zum Entwurf" Handlungsanleitung zur Sicherheit beim Umgang mit Isolierwolle" Stellung zu nehmen. Vertreter aus der Mineralfaserindustrie, des ICEM( Bund der Chemiearbeiter), des IBBH Organische Lösungsmittel Kampagne durch, die sich mit dem Gebrauch von Mineralwolle und dem Einsatz möglicher Alternativen beschäftigt. Die Initiative des BATKartels erhielt die Anerkennung und das Lob des dänischen Arbeitsministers und belebte ebenfalls die Diskussion innerhalb der IAO zur Schaffung einer neuen Handlungsanleitung beim Umgang mit Mineralwolle. Rund 50 Vertreter aus Gewerkschaften für die Bau- und Holzindustrie sowie der Forstwirtschaft, die dem IBBH, dem EFBH und dem NBBH angeschlossen sind, nahmen an einer Konferenz zu organischen Lösungsmitteln teil, die im September 1996 in Kopenhagen, Dänemark stattfand. Auch Sicherheits- und Gesundheitsexperten aus Belgien, Dänemark, Finnland, Deutschland, Litauen, Mali und den Niederlanden, Schweden und den Vereinigten Staaten waren anwesend. Die Versammlung verabschiedete die Vereinbarung von Kopenhagen, welche eine Gewerkschaftspolitik hinsichtlich organischer Lösungsmittel in der Forstwirtschaft, der Holz- und Bauindustrie definiert. IBBH 20. Weltkongreß Seite 29 Europaausschuß- ein Treffpunkt Die politischen Entwicklungen in Mittel- und Osteuropa veränderten grundlegend die Weltpolitik. Der lang anhaltende Ost- Westkonflikt, der kalte Krieg, konnte beigelegt werden. Ungerechtigkeit, Armut und Arbeitslosigkeit stellen heute größere Probleme denn je dar. In der Holzindustrie gelangen Billigprodukte in unüberschaubarer Quantität aus Niedriglohnländern über die Grenzen in die Industrieländer. In der Bauindustrie konkurrieren Unternehmen mit billigen Arbeitskräften aus dem Ausland untereinander um Ausschreibungsprojekte der öffentlichen Hand und der Privatwirtschaft. Tarifverträge und Arbeitsnormen werden dabei außer Acht gelassen. Der Europaausschuß hat daher die Aufgabe, die IBBH- Aktivitäten in ganz Europa zu koordinieren und spielt insbesondere eine bedeutende Rolle als Begegnungsforum oder Schnittstelle für Gewerkschaften aus West-, Mittel- und Osteuropa. Der Ausschuß bietet eine wichtige Plattform zur Diskussion und zum Informationsaustausch zwischen allen europäischen Gewerkschaften in unseren Branchen. Der erste IBBH- Lenkungsausschuß für Europa fand im September 1994 in Wien, Österreich statt. Der IBBH- Europaausschuß traf im Januar 1996 in Warschau, Polen zusammen. Im Mittelpunkt der Diskussionen dieser Sitzung standen die wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen in Mittel- und Osteuropa und der Aufbau der Gewerkschaftsbewegung. Außerdem wurde die Kooperation zwischen den IBBH- Mitgliedsverbänden in Mittel- und Osteuropa und den GUS- Staaten erörtert. Eine vom IBBH angestellte Untersuchung zu multinationalen Unternehmen in der europäischen Bau-, Holz- und Forstwirtschaft wurde diskutiert ebenso wie das IBBHProgramm für europäische Gewerkschafterinnen und die Probleme mit denen junge Gewerkschafter konfrontiert sind. Nicht zuletzt stand auch die allgemeine Frage der Beschäftigung innerhalb Europas auf der Tagesordnung. Der Lenkungsausschuß für Europa trat im Mai 1997 zusammen, um den IBBH- Tätigkeitsbericht 1994 bis 1997 zu besprechen. Bei dieser Sitzung wurde auch ein Diskussionspapier zur IBBH- Strategie für Europa erörtert. Die Ostsee- Anrainer- Staaten Gewerkschaftsvertreter aus der Tschechischen Republik, Dänemark, Estland, Finnland, Deutschland, Lettland, Litauen, Norwegen, Polen, Rußland, der Slowakei und Schweden trafen sich im April 1994 in Nykøbing, Dänemark um" die Zukunft der baltischen Staaten" und die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen auf Arbeiter in der Bau-, Holz und Forstwirtschaft zu erörtern. Die Teilnehmer zeigten sich besorgt über die stetig wachsende wirtschaftliche und soziale Kluft zwischen Ost- und Westeuropa. So forderten die Delegierten verstärkte finanzielle Hilfe von Regierungen und der Europäischen Union. Insbesondere seien Maßnahmen zur Beseitigung der Armut sowie zur Verminderung der Umweltverschmutzung und-zerstörung in Mittel- und Osteuropa dringend erforderlich. Seite 30 IBBH 20. Weltkongreß Tarifverhandlungen weiterentwickeln Rund 100 Gewerkschafter aus 24 Staaten nahmen an der IBBH- Konferenz" Tarifverhandlungen in der europäischen, Bau- und Holzindustrie und der Forstwirtschaft voranbringen" teil, die im Januar 1996 in Warschau, Polen stattfand. Diese Veranstaltung war die letzte einer ganzen Reihe von IBBH- Regionalsitzungen zum Thema Tarifverhandlungen. Andere Veranstaltungen dieser Art hatten zuvor in Afrika, Asien und Lateinamerika stattgefunden. Engere Zusammenarbeit Der IBBH intensivierte seine Zusammenarbeit mit dem EFBH und dem NBBH im Verlauf der letzten Kongreẞperiode und führte gemeinsame Aktivitäten zu Gesundheits- und Sicherheitsfragen sowie Themenbereichen aus der Forstwirtschaft durch. Das IBBH- Sekretariat nahm an verschiedenen Sitzungen der beiden Organisationen teil. Hier seien nur einige genannt: Die 7. Generalversammlung des EBBH im November 1995 in Blankenberge, Belgien. Die NBBH- Konferenz" Änderung des Arbeitsmarktsystems in den nordischen Ländern" im November in Nykøbing, Dänemark. Der NBBH hielt im Oktober 1995 in Sikkaranta Finnland eine Sitzung ab. Kernthema dieser Veranstaltung war" Wie können Tarifverhandlungen in den nordischen Ländern geschützt werden?". Forschung: industriepolitische Ziele erreichen Der IBBH arbeitete an der Erreichung spezifischer industriepolitischer Ziele wie sie im Aktionsprogramm für Bau- Holz- und Forstarbeiter sowie für die Arbeitnehmer verwandter Branchen weltweit festgelegt sind. Die IBBH- Forschungsaktivitäten seit dem letzten Kongreẞ umfassen Studien zu Wirtschaftsintegration und Globalisierung: sowie Gesundheit und Sicherheit in unseren Wirtschaftszweigen; eine Untersuchung hinsichtlich Gewerkschaften in unseren Branchen, die Angestellte organisieren einschließlich der Mitgliedschaft und eine Studie zu den wichtigsten multinationalen Unternehmen und Konzernen in unseren Wirtschaftszweigen. IBBH 20. Weltkongreẞ Seite 31 MODERNISING OUR UNIONS. HARARE. 3-5 SEPT. 1997 FITE IFBWW IBTU FITCM 20th WORLD CONGRESS Solidaritätsaktionen- Gewerkschaftsrechte und andere Menschenrechte IBBH Schwerpunkt Gewerkschaftsrechte Seit dem letzten Kongreẞ hat der IBBH seine Arbeit auf dem Gebiet Verteidigung und Stärkung von Gewerkschaftsrechten intensiviert: In den letzten vier Jahren hat der IBBH folgende Arbeit geleistet: ✓ hat der IBBH seine Bemühungen für die Verteidigung von Menschen- und Gewerkschaftsrechten weiter intensiviert; ✓ engere Zusammenarbeit mit dem IBFG, den übrigen IBS und betroffenen Nichtregierungs- Organisationen angestrebt, insbesondere bezüglich der Einhaltung von Mindestarbeitsnormen; ✓ dazu beigetragen die Autorität der IAO und anderer Stellen der Vereinten Nationen in ihren Bemühungen zu untermauern, damit dem Mißbrauch von Gewerkschaftsrechten effizient entgegengewirkt werden kann; der IAO wurde ein Antrag für ein Projekt auf internationaler Ebene unterbreitet. Es sieht die Erarbeitung von Seminaren vor, die der Aufklärung und der Bewußtseinsbildung hinsichtlich Gewerkschaftsrechten und internationalen Arbeitsnormen dienen; ✓ brachte Frauenrechte auf allen Ebenen zur Sprache und koordinierte Kampagnen zum Protest gegen die Verletzung der Rechte von Frauen; ✓ stellte neue Information zum Thema Verletzung von Gewerkschaftsrechten zur Verfügung und verstärkte seine Bemühungen im Rahmen von Solidaritätsaktionen; ✓ arbeitete an der Schaffung eines stärkeren Bewußtseins unter den IBBHMitgliedsverbänden hinsichtlich der Rechte von Eingeborenen und einheimischen Völkern; spezielle Bildungsprogramme für Gewerkschaftsrechte wurden durchgeführt. Kernthema waren Kampagnen und Aktionen für die Verteidigung von Gewerkschaftsrechten in den Regionen; ✓ ✓ die Mitgliedsverbände wurden auch weiterhin dazu ermuntert, freiwillige Kollekten unter den Mitgliedern durchzuführen, deren Erlös den Gewerkschaften im Fall der Verletzung von Gewerkschaftsrechten in verschiedenen Teilen der Welt zugute kommt; ✓ Informationsmaterial wurde entwickelt, das dazu dient, verschiedene Mechanismen zum Schutz von Gewerkschaftsrechten zu erläutern; Verschiedene Delegationsreisen wurden unternommen, um im Fall der Verletzung von Gewerkschaftsrechten einzugreifen oder entsprechende Vorkommnisse zu untersuchen und auf die zufriedenstellende Lösung im Sinne der jeweiligen Mitgliedsverbände zu dringen. Seite 32 IBBH 20. Weltkongreß Intensivierung der Bemühungen zur Verteidigung von Gewerkschafts- und anderen Menschenrechten Zwischen 1994 und 1996 erhielt der IBBH verschiedene Aufrufe aus folgenden Ländern mit der Bitte aktiv zu werden und Druck auf Regierungen und Unternehmen auszuüben: ( Länder und Anzahl der Interventionen) Argentinien-4, Australien- 2, Bangladesch- 3, Belarus - 2, Bolivien- 5, Brasilien 6, Burma 1, Tschad- 2, Chile 10, Kolumbien 16, Costa Rica- 7, Kroatien- 3, Curacao 2, Zypern- 1, Tschechische Republik- 1, Dominikanische Republik- 2, El Salvador- 1, Frankreich 4, Gabon 2, Deutschland- 1, Ghana- 2, Guatemala- 29, Honduras- 3, Hong Kong- 1, Indien- 2, Indonesien- 7, Korea- 6, Lesotho- 4, Liberia- 4, Luxemburg 1, Mauritius- 1, Mexiko 4, Niederlande - 1, Nicaragua- 3, Nigeria.3, Pakistan- 8, Panama- 5, Paraguay- 12, Peru- 4, Philippinen- 3, Rumänien- 1, Rußland 5, Ruanda- 1, Slowakische Republik- 1, Südafrika- 7, Spanien- 1, Sri Lanka- 2, Swaziland- 2, Türkei 4, Arabische Emirate 1, Vereinigtes Königreich-2, Uruguay- 2, Vereinigte Staaten von Amerika 10, Venezuela · 6, Simbabwe- 5. -- Der IBBH hat seine Veröffentlichungen wie" IBBHDringlichkeitsappelle"," Solidaritätsappelle" und andere Informationsdienste zur Unterstützung unserer Mitgliedsverbände und befreundeter Organisationen, die während der letzten Kongreẞperiode entstanden sind, in seiner Broschüre" IBBHSolidarität, 1994- 1997" festgehalten. Zwischen 1994 bis 1996 reagierte der IBBH auf mehr als 250 Appelle um Solidarität. Während der vorangegangenen Kongreẞperiode hatte der IBBH 118 Solidaritätsaktionen durchgeführt. Obwohl die dem IBBH zur Kenntnis gebrachten Fälle aus ganz unterschiedlichen Regionen kommen, ist dennoch ein deutlicher Anstieg an Solidaritätsapellen aus den Industrieländern zu verzeichnen, obgleich viele dieser Länder noch bis vor kurzem relativ solide und faire Beziehungen zwischen den Tarifpartnern pflegten. Zum Teil entstehen schwerwiegende Arbeitskämpfe aus diesen Konflikten. Bei der Beilegung von örtlichen Auseinandersetzungen bitten die Mitgliedsorganisationen den IBBH immer häufiger darum, auf internationaler Ebene Druck zu machen. Es werden uns leichte bis schwere Verstöße gegen Gewerkschaftsrechte gemeldet. Schwere Verletzungen dieser Rechte nehmen innerhalb der IBBH- Solidaritäts- Aktionen folgenden prozentualen Anteil an: ✓ Morde, Morddrohungen, Folter und das Verschleppen von Personen= 10.13% ✓ Willkürliche Angriffe, polizeiliche Übergriffe, Festnahmen= 17.62% ✓ Entlassungen oder Massenentlassungen von Gewerkschaftern oder Gewerkschaftsmitgliedern= 11.9% Verstöße werden auch im Rahmen von gerichtlichen Verfahren, Demonstrationen, Streikmaßnahmen oder anderen Arbeitskampfmaßnahmen oder in Form von rückschrittlichen Gesetzgebungen verzeichnet. Auch Appelle zum Schutz von eingeborenen Völkern werden an uns gerichtet. Frauen sind in fast allen dem IBBH gemeldeten Fällen Betroffene. Es zeichnet sich jedoch eine besorgniserregende Tendenz ab, da in mindestens sieben Fällen Frauen das unmittelbare Ziel von Aggression oder Einschüchterungsversuchen wurden. Gewerkschaftsaktivistinnen wurden auf Grund ihres Tätigwerdens zum Schutz von Frauen oder weil sie versucht hatten, andere Frauen in Gewerkschaften zu organisieren, ermordert. Bei all diesen Vorkommnissen unternahm der IBBH konzertierte Aktionen zum Schutz der Frauen, die sich in unseren Wirtschaftszweigen organisieren. Seite 33 Der IBBH reagiert auf Angriffe gegen Gewerkschaftsrechte, indem er ✓ ✓ ✓ direkte Protestschreiben an Regierungen und Unternehmen richtet; Mitgliedsverbände über Konflikte auf nationaler Ebene unterrichtet; Gewerkschaften weltweit dazu aufruft, Protestschreiben zu versenden; Humanitäre Hilfsfonds einrichtet und streikenden oder entlassenen Arbeitnehmern zur Verfügung stellt oder deren Gerichts- oder Anwaltskosten übernimmt; Fundierte internationale Informationskampagnen lanciert, um Mitgliedsverbände, Internationale Berufssekretariate( IBS), den Internationalen Bund Freier Gewerkschaften( IBFG), Amnesty International, die IAO, die Vereinten Nationen, internationale Entwicklungshilfeagenturen, die dort Projekte finanziell unterstützen, wo ein Arbeitskonflikt stattfindet, und die Presse zu mobilisieren; Delegationen an den Ort des Disputes sendet oder mit der jeweiligen Unternehmensleitung spricht; den tatsächlichen Sachverhalt beim Unternehmenshauptsitz einer in einen Konflikt verwickelten Tochtergesellschaft vorträgt; den Generaldirektor der IAO bittet, bei der jeweiligen Regierung, die gegen die Arbeitnehmerrechte verstößt, vorstellig zu werden und gegebenenfalls Druck auszuüben; offizielle Beschwerden über Regierungen beim IAO- Ausschuss für Versammlungsfreiheit einreicht: beim IAO- Ausschuß für die Anwendung von Normen vorstellig wird; der Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen entsprechende Fälle nennt; direkt bei der Botschaft des Landes, in der die Rechte der Arbeitnehmer verletzt werden, protestiert und die Mitgliedsverbände dazu aufruft, in ihrem Land in der gleichen Weise zu verfahren; An andere Länder appelliert, die Finanzhilfe leisten oder wichtige Handelspartner sind, Handelsbeziehungen zu Staaten einzustellen, in denen ein Mitgliedsverband unterdrückt wird oder die Gewerkschaftsrechte ganz allgemein miẞachtet werden bzw. Entwicklungshilfe auszusetzen. Ein IBBH" Dringlichkeitsappell" wird versandt, wenn eine Gewerkschaft, ihre Vertreter oder Mitglieder ernstlich bedroht werden. Auch im Falle von Massenentlassungen kommt er zur Anwendung oder wenn Arbeitnehmer Opfer von Gewalttaten werden. Mit Hilfe der " Dringlichkeitsappelle" mobilisieren wir die Mitgliedsverbände zum Protest gegen Regierungen einzelner Staaten oder Arbeitgeber. Da wir wissen, daß auch unsere Mitgliedsverbände ein großes Arbeitsvolumen bewältigen müssen, und weil dieses Instrument nicht überbeansprucht werden darf, bleibt diese Form des Informationsdienstes wirklich schwerwiegenden Fällen vorbehalten. Die IBBH" Solidaritätsappelle", die 1994 eingeführt wurden, kommen zum Einsatz wenn eine Mitgliedsorganisation Unterstützung von anderen Gewerkschaften benötigt. Dies kann z.B. im Verlauf von Tarifverhandlungen eintreten, bei Arbeitskampfmaßnahmen oder wenn Verhandlungen abgebrochen werden. EMEK BIZIM YEMEK SİZİN Seite 34 CAGDAS. KRAS IBBH 20. Weltkongreẞ Informationstechnologien zur Stärkung der Solidarität Abhängig von der Schwere oder der Dauer eines Konfliktes schreibt der IBBH direkt an die jeweilige Regierung oder an den Arbeitgeber. Untersuchungen über das Unternehmen können angestellt werden, um die Unternehmensaktivitäten lokalisieren zu können. Auf diese Weise können Zweigstellen oder Tochtergesellschaften eines Unternehmens über einen Arbeitskonflikt in der Unternehmensgruppe in einem anderen Teil der Welt unterrichtet werden. So kann der IBBH um gewerkschaftliche Unterstützung am Ort des Unternehmenssitzes oder bei anderen Tochtergesellschaften nachsuchen und Druck ausüben. Die Globalisierung erschwert häufig klarzustellen, " wer wem gehört". Bei der Suche nach der Identifikation der Eigentümer eines Unternehmens setzt der IBBH nunmehr das Internet als Hilfsmittel ein, um Informationen über Unternehmen und ihre Tochtergesellschaften, deren Profite, Adressen und internationale Tätigkeitsbereiche einzuholen. Information dieser Art kann hilfreich sein, wenn es darum geht, ein Unternehmen unter Druck zu setzen. Bei der Informationsgewinnung über mulitnationale Unternehmen und Konzerne beziehen wir uns auch auf die von der Unternehmensleitung erstellten Jahresberichte. Fallstudie 1 Beispiele für Solidaritätsaktionen 1994- 1997 Asien Pazifik: Daewoo in Pakistan- eine Serie von Gewerkschaftsrechtsverletzungen Der IBBH engagiert sich Lücken im Gesetz und wendet stan über die Verletzung von seit vier Jahren im Arbeits- Verzögerungstaktiken an, um Gewerkschaftsrechten bei diekonflikt zwischen der Awami die Anerkennung zu verhindern. Labour Union beim Daewoo Autobahnprojekt und der Daewoo Corporation in Pakistan. Die Awami Labour Union Doewoo Motorway Project ist eine Mitgliedsorganisation des pakistanischen IBBH- Mit- Solidaritätsaufrufe an alle gliedsverbandes, des pakistanischen Bundes für Bau- und Holzarbeiter. Der IBBH bringt seine Solidarität mit der Awami Gewerkschaft mit Hilfe verschiedener Maßnahmen zum Ausdruck: Mitgliedsverbände; ✔ Dringlichkeitsappelle an alle Mitgliedsverbände und befreundete Organisationen; sem Projekt. Der IAO- Ausschuß für Versammlungsfreiheit entschied diesbezüglich zu Gunsten des IBBH und forderte die Regierung auf, die Gewerkschaft zu registrieren und die Gewaltanwendung gegen Arbeitnehmer zu untersuchen. ✔ Eine Abordnung von Delegierten des IBBH und des Koreanischen Verbandes der Baugewerkschaften, die Bauarbeiter bei Daewoo in KoDie Awami Gewerkschaft organisiert Arbeitnehmer beim Daewoo Autobahnprojekt zwischen Lahore und Islamabad in Corporation in Pakistan und rea vertritt, traf sich mit VerPakistan. Die Gewerkschaft fordert die Festlegung und Anerkennung ihres Rechts auf Organisierung und das Führen von Tarifverhandlungen im Namen der Arbeiter auf der ✔ Protestnoten an die Daewoo Korea; ✓ Protestbriefe an die Regierung von Pakistan; ✔Finanzhilfe für die Awami Labour Union; Baustelle. Dieses Recht wurde ✓ Delegationsreisen hochranihnen vom Management bisher giger Funktionäre nach Pakiversagt. Statt dessen greift Daewoo zu Gewalt, sucht nach IBBH 20. Weltkongreß stan; eine IBBH/ IBFG- Beschwerde bei der Regierung von Pakitretern der Hauptverwaltung der Daewoo Corporation Construction and Engineering in Seoul, Korea. Obwohl der Konflikt bis heute nicht beigelegt werden konnte, gibt die durch den IBBH und seine Mitgliedsverbände geleistete Hilfe und Solidarität der Gewerkschaft Kraft, ihren Kampf nicht aufzugeben. Seite 35 Fallstudie 2 Afrika Lesotho- 15 Arbeitnehmer wurden erschossen und 30 weitere verletzt 192 Seite 36 Zuletzt wurde der IBBH am 5. September 1990 in dieser Sache tätig. Er reichte eine Beschwerde gegen die Regierung in Lesotho ein. Der IAOAusschuss für Versammlungsfreiheit empfahl der Regierung von Lesotho die IAO- Übereinkommen 87 und 98 zu respektieren. Ferner hätten Einmischungen in die Arbeit von Gewerkschaftsfunktionären und die in unserer Eingabe dokumentierten Verletzungen von Gewerkschaftsrechten zu unterbleiben. Am 4. Mai 1994 informierte der IBBH die IAO, daß die Regierung von Lesotho die IAO- Empfehlungen grob miẞachtet.. Am 14. September informierte der Mitgliedsverband( CAWULE) den IBBH über die Ermordung von 15 Arbeitnehmern durch die Staatspolizei beim Lesotho Higland Projekt in Butha Buthe. Weitere 30 Arbeiter waren bei den Übergriffen im Verlauf einer Protestaktion, die auf die Entlassung von 2 300 Arbeitern bei diesem Projekt erfolgte, verletzt worden. Der IBBH reagierte umgehend mit der Entsendung des afrikanischen Regionalvertreters. Er übernahm die Rolle eines Vermittlers, damit erneut Gespräche zwischen den Arbeitgebern LHPC und MHPC und der CAWULE stattfinden konnten. Die Verhandlungen hatten verschiedene positive Resultate. Die Arbeitgeberseite, LHPC und MHPC bestanden jedoch darauf, die Regierung von Lesotho sei für die Erschieungen verantwortlich. Alle Parteien kamen darin überein, daß mit Hilfe von Verhandlungen eine solide Basis für die Beziehungen zwischen der Arbeitgeber- und der Arbeitnehmerseite geschaffen werden könne und ähnliche Vorkommnisse in Zukunft vermieden werden sollten. Der IBBH protestierte gegen die Erschießungen bei der Regierung von Lesotho und lancierte einen " Dringlichkeitsappell", in welchem er alle Mitgliedsverbände aufrief, das Gleiche zu tun. IBBH 20. Weltkongreẞ Zusammenfassung aller Aktionen im Rahmen des IBBH- Regional- Pilotprojektes für Menschen- und Gewerkschaftsrechte in Lateinamerika, 1994-1996. blo2: siburtalle Solidaritätsaktionen bildeten den Schwer-| Interventionen durch den ORL wurden von punkt im Pilotprojekt für Menschen- und Rundschreiben begleitet, die unsere Mitglieder Gewerkschaftsrechte in Lateinamerika. Seit oder entsprechende uns nahestehende Beginn des Projektes im September 1994 hat das Organisationen zum solidarischen Handeln Regionalbüro für Lateinamerika( ORL) seine aufrufen. Die meisten Solidaritätsaktionen Kompetenzen erweitert, auf Berichte über erfolgten als direkte Antwort auf Verletzungen Gewerkschaftsrechtsverletzungen zu reagieren, des Rechts auf Versammlungsfreiheit, des Rechts die ihm von IBBH- Mitgliedsorganisationen oder Kollektivverhandlungen zu führen oder zu anderen befreundeten Organisationen in streiken( 40%). Es gab auch Aktionen wegen Lateinamerika zur Kenntnis gebracht werden. Verfolgungen oder Morddrohungen gegen Seit Beginn des Projektes hat der ORL/ IBBH| Gewerkschafter. mehr als 100 unterschiedliche Solidaritätsaktionen ins Leben gerufen. Diese direkten Nationale Seminare Im Rahmen des Pilotprojekts wurden fünf nationale Seminare und zwei Regionalseminare über Menschen- und Gewerkschaftsrechte durchgeführt. Sie fanden in Kolumbien, HonduDringlichkeitsappelle Im Rahmen des Pilotprojektes führte der ORL/ IBBH 49 Solidaritätsappelle als Antwort auf Übergriffe gegen Menschen- und Gewerkschaftsrechte, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Region, durch. Zwischen 1994 und 1995 nahmen die Solidaritätaktionen um rund 42% zu. Zwischen 1995 und 1996 hingegen wurden 101% mehr Solidaritätsappelle benötigt. ras, Paraguay und Peru statt. Ein Seminar über IBBH Gewerkschaftspolitik in der Karibik, Barbados( November 1995) wurde ebenfalls unterstützt. IBBH 20. Weltkongreẞ Veröffentlichung zusätzlichen Materials Im Verlauf dieses Pilotprojektes wurden verschiedene Dokumente veröffentlicht, um die Schulung von IBBH- Mitgliedsgewerkschaften oder befreundeten Organisationen zu erleichtern. Unter anderem sind erschienen: a) Derechos Humanos y Sindicales en America Latina"( Gewerkschafts und Menschenrechte in Lateinamerika); hierzu zählt auch eine Erklärung des IBBH- Regionalprogrammes für Menschen- und Gewerkschaftsrechte und eine Zusammenfassung der grundlegenden Gewerkschaftsrechte, wie sie in internationalen Arbeitsnormen oder den Arbeitsgesetzgebungen der einzelnen Staaten verankert sind; b) Nosotros tambien tenemos derechos"( Wir haben auch Rechte). In dieser Broschüre sind international anerkannte Normen zum Schutz von Arbeitnehmerinnen zusammengefaßt, c) La Solidaridad no tiene Fronteras"( Solidarität kennt keine Grenzen). Dies ist ein Leitfaden für die Formulierung von Berichten über Menschenund Gewerkschaftsrechtsverletzungen. Ein Poster über Menschen- und Gewerkschaftsrechte wurde auch produziert. Seite 37 Größere Kampagnen mit grenzübergreifender Solidarität Fallstudie 3: Soldiarität zwischen Nordamerika, Europa und Asien 1994 informierte die Labo- schäftsleitung der Volvogruppe dern und zudem existierende rers International Union of und sandte eine Delegation zur Beschäftigungsbestimmungen North America( LIUNA) den Baustelle, um mit dem örtlichen miẞachten. Der IBBH schrieb an IBBH, daß Volvo plane, ihre Management von Volvo in seine japanischen, deutschen Werksgelände in Dublin, North North Carolina zu sprechen. und belgischen MitgliedsverCarolina zu erweitern. Berichten Leider konnten keine positiven bände, informierte sie über den zufolge sollten hierbei nichtor- Ergebnisse erzielt werden und Sachverhalt und bat sie in der ganisierte Arbeitskräfte zum die Verträge wurden an Bau- Angelegenheit aktiv zu werden. Einsatz kommen. Der IBBH bat firmen ohne gewerkschaftliche den NBBH und unseren schwe- Bindung vergeben. dischen Mitgliedsverband, die schwedische Metallarbeitergewerkschaft, sich mit Volvo in Verbindung zu setzen. Sie sollten versuchen das Management davon zu überzeugen, bei dem Bauprojekt in Dublin, Arbeitnehmer zu beschäftigen, die innerhalb der Laborers Union gewerkschaftlich organisiert seien. Die schwedische Metallarbeitergewerkschaft erörterte die Angelegenheit mit der Ge1995 informierten die Teamsters den IBBH über einen Konflikt mit zwei ausländischen Firmen: Lone Star Northwest, deren Eigentümer die Cichibu Onada( Japan) ist und Cadman Inc., im Besitz von CBR- Belgien und der Heidelberger Zement, Deutschland. Die Geschäftsleitungen hatten versucht, die Unterzeichnung eines neuen Tarifvertrages zu verhinDie Teamsters informierten uns später, daß im März 1995 in den USA zufriedenstellende Verträge für die betreffenden Tochtergesellschaften abgeschlossen werden konnten. Die Teamsters dankten dem IBBH, den belgischen, deutschen und japanischen Mitgliedsverbänden für die Information, die diese über die jeweiligen Unternehmen in Japan, Belgien und Deutschland geliefert hatten und für ihre Intervention bei den Mutterfirmen. Fallstudie 4 Solidarität zwischen Asien und Europa Im Juli 1994 teilte uns die burmesische Gewerkschaftsbewegung im Exil mit, eine Schiffsladung Teakholz, die in Zwangsarbeit eingebracht worden sei, würde demnächst im Hamburger Hafen einlaufen. Der IBBH, deutsche Mitgliedsverbände und Amnesty International organisierten eine Degh MANDALAY 3BBH und GHK für ksoftsschenrechte in Burma amnesty international Ch monstration am Dock des burmesischen Schiffes, Mandalay, an Bord dessen sich die fragliche Holzladung befand. Die deutschen Gewerkschaften brachten den Fall auch bei den Käufern der Ware vor und informierten sie, daß das Holz in Zwangsarbeit gefällt und bearbeitet worden sei. Dorfbewohner seien mit vorgehaltener Waffe vom Militär gezwungen worden, die Bäume zu fällen. Die Gewerkschaften forderten die Käufer auf, auf Holzlieferungen aus Burma zu verzichten. Seite 38 IBBH 20. Weltkongreß Verstärkte Zusammenarbeit zwischen dem IBFG, den IBS und verschiedenen NRO. Der IBBH unternahm gemeinsam mit anderen IBS und dem IBFG Initiativen zur Verteidigung von Gewerkschaftsrechten. Es wurden gemeinsame Konferenzen, Seminare, Sitzungen oder Projekte organisiert. Der IBBH nimmt regelmäßig am IBFG- Ausschuß für Gewerkschaftsrechte teil. Der IBBH beteiligte sich ebenfalls aktiv an IBFG/ IBS- Delegationsreisen nach Indonesien, Korea, Mongolei und Palästina, mit dem Zweck die allgemeine Gewerkschaftssituation zu untersuchen und zu prüfen, ob die Arbeitnehmer die Freiheit genießen, Gewerkschaften zu bilden oder Gewerkschaften ihrer Wahl beitzutreten. Der IBBH arbeitet eng mit dem IBFG und anderen IBS zusammen, um den globalen Angriff gegen die Gewerkschaftsrechte und die Versuche der Arbeitgeber, IAO- Normen außer Kraft zu setzen, abzuwehren. Es finden regelmäßige Sitzungen zwischen der IAO- Arbeitnehmergruppe, den IBS und dem IBFG statt. Hier werden die IBS über neue Entwicklungen und Probleme informiert, mit denen die Gruppe der Arbeitnehmervertreter konfrontiert ist. Im Rahmen dieser Arbeit werden gemeinsame Strategien koordiniert, die den Versuchen der Arbeitgeber zur Schwächung der IAO- Industrieaktivitäten entgegenwirken sollen. Internationales IBBH/ IAO- Projekt für Gewerkschaftsrechte und internationale Arbeitsnormen- spezielle Bildungsprogramme insbesondere für Kampagnen und Aktionen zur Verteidigung von Gewerkschaftsrechten in den Regionen Im Verlauf der letzten Kongreßperiode ist es dem IBBH gelungen, ein internationales Projekt für Gewekschaftsrechte zu starten, für das er von der IAO finanzielle Unterstützung erhält. Dieses Projekt soll den Mitgliedsverbänden beim Umgang mit Problemen in der Arbeitsgesetzgebung oder bei Schwierigkeiten mit internationalen Arbeitgebern in unserern Wirtschaftszweigen helfen. Das Projekt bot Gewerkschaftsvertretern benachbarter Länder Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch. Sie verglichen die jeweiligen Arbeitsgesetze mit internationalen Arbeitsnormen und arbeiteten an Methoden für die Bewußtseinsbildung hinsichtlich bestehender IAO- Übereinkommen und Empfehlungen. Das IBBH- Handbuch zu Gewekschaftsrechten wurde im Verlauf dieses Projektes häufig zu Rate gezogen. Eine überarbeitete Ausgabe der Broschüre zu Verteidigungsmechanismen für Gewerkschaftsrechte ist in Planung. Folgende Aktivitäten wurden 1995 im Rahmen dieses Projektes organisiert 1) Seminar für die Subregion südliches Afrika zu Beschäftigungspolitik und den Auswirkungen von Exportzonen- August, Simbabwe; 2) Regionalseminar zu Frauenrechten und IAO- Normen, Ghana; 3) Tarifverhandlungen, Gewerkschaftsrechte und Seminar zu IAONormen- Oktober, Hong Kong; 4) Sub- Regionales Seminar zu Gewerkschaftsrechten und IAO- Normen in Zusammenhang mit multinationalen Unternehmen- Oktober, Guatemala; 5) Gewerkschaftsrechte, Tarifverhandlungen und IAO- Standards- November, Kolumbien; 6) Gewerkschaftsrechte, Tarifverhandlungen und IAO- Standards- November, Togo; 7) Regionalseminar zu Gewerkschaftsrechten und IAO- Normen- September, Kolumbien 8) Seminar auf nationaler Ebene für Gewerkschaftsrechte und IAO- Normen- März, Peru. IBBH 20. Weltkongreß Seite 39 Der IBBH vertärkt seine Rolle im System der Vereinten Nationen Um seinen Einfluß innerhalb des Systems der Vereinten Nationen zu erhöhen wurde der IBBH 1995 Mitglied des UN- Rates für Wirtschaft und Soziales. Dieses Organ beschäftigt sich mit einer Bandbreite von Menschenrechtsfragen. Außerdem trat der IBBH dem UNO- System für NichtRegierungsorganisationen bei, der sogenannten" Konferenz der Nichtregierungsorganisationen" ( CONGO). Diese Konferenz eröffnet neue Wege, um Regierungsvertreter und die UNO- Ausschüsse auf besondere Sachverhalte aufmerksam zu machen. Der IBBH trug dem UN- Unterausschuß für die Förderung von Menschenrechten und gegen die Diskriminierung von Minderheiten im Juni 1995 das Problem der Zwangsarbeit in Indien vor. Dabei betonte der IBBH insbesondere die Schwierigkeiten, mit denen seine indischen Mitgliedsverbände bei der Befreiung von Bauarbeitern aus der Leibeigenschaft und hinsichtlich der Forderung nach Respektierung und Anwendung indischer Gesetze gegen Zwangsarbeit zu kämpfen haben. Der IBBH wird dem IAO- Ausschuss zur Einhaltung von Normen eine weitere Beschwerde vorlegen. Es handelt sich dabei um die Miẞachtung des Übereinkommens Nr. 29 durch die indische Regierung. Schlußfolgerung Gewerkschaften und Gewerkschaftsrechte werden immer häufiger zur Zielscheibe von Angriffen seitens der Regierungen und der Arbeitgeber. Sie versuchen auf diese Weise, die Rechte Erwerbstätiger zu beschneiden und deren Erwartungen herabzusetzen. Diese Angriffe beschränken sich keineswegs auf einzelne Länder oder Regionen, es handelt sich Verantwortungslos macht arbeitslos. Arbeitslos macht obdachlos. Für sid STOPPT TROUSTRIEGE ERK VERBAND BERLIN ST STOPPT vielmehr um einen globalen Angriff. Mit Hilfe strategischer Planung, gezielten internationalen Unternehmenskampagnen, konzertierter Aktionen und kollektiver Anstrengungen kämpft der IBBH für den Schutz der Gewerkschaftsrechte. Er wird sich auch weiterhin mit vollem Engagement diesem Ziel widmen und mit allen Kräften versuchen, Arbeitnehmerrechte zu verteidigen. Seite 40 IBBH 20. Weltkongreß MODERNISING OUR UNIONS. HARARE. 3-5 SEPT. 1997 དེ་ BBH IFBWWW IBTU FITBB FITCM 20th WORLD CONGRESS Aufbau von Gewerkschaften Bildung Der IBBH verfolgt mit seiner Bildungsarbeit folgende Ziele: Bei Themenbereichen mit internationalem Aspekt, die Auswirkungen auf unsere Mitglieder haben, wird die Zusammenarbeit mit der internationalen Gewerkschaftsbewegung insgesamt angestrebt. Eine Bindeglied zwischen der Arbeit der Gewerkschaften und anderen Gesichtspunkten des Lebens in der Gesellschaft zu schaffen. ✔Bildungsaspekte und Studien zu Gewerkschafts- und Menschenrechten zu entwickeln. Weltweite Kontakte zwischen den Gewerkschaften der nördlichen und der südlichen Hemisphäre zu schaffen, um ihnen Hilfestellung bei der gemeinsamen Bewältigung allgemein herrschender Probleme zu bieten und sie bei der Entwicklung neuer Ideen und Ansätze zu unterstützen. Aktivitäten zu fördern, die sich insbesondere mit Belangen von Frauen und der stärkeren Vertretung junger Menschen in den Gewerkschaften und somit einem weiter gefaßten Kontext der Gesellschaft befassen. Besonders wichtig erscheint uns der geschlechtsspezifische Aspekt unserer Bildungsarbeit. Expertenwissen für die aktive Bildungsarbeit und die Schulung von Ausbildern zur Verfügung stellen. Ein Netzwerk für Bildungsbeauftragte könnte zur Unterstützung und für das Management von Bildungsprojekten eingesetzt werden. Weiterbildungsmöglichkeiten für ein effizientes Projektmanagement, die Gestaltung und Bewertung von Projekte.. Solche Maßnahmen könnten den Gewerkschaften auf internationaler Ebene helfen, aus ihren begrenzten Geldmitteln optimalen Nutzen zu ziehen. Die Förderung nachhaltiger Entwicklung, die auf effizientem Training und dem Einsatz von Personal basiert. Die IBBH- Bildungskoordinatoren Der IBBH ist davon überzeugt, daß Bildungsprogramme ein sehr wirksames Mittel zur Stärkung von Gewerkschaften in den Entwicklungsländern sind. Aus diesem Grunde sind eine solide Organisation, gute Kommunikationsmöglichkeiten, Information und Hilfestellung von größter Bedeutung, um sicherstellen zu können, daß Gewerkschaftsmitglieder auch auf lange Sicht Nutzen aus Bildungsprogrammen ziehen. Mit der Absicht Mitgliedsverbände bei der Haushaltsplanung und der Durchführung ihrer Bildungsaktivitäten zu unterstützen, hat der IBBH sein Netzwerk regionaler und subregionaler Bildungs- und Projektkoordinatoren weiter ausgebaut. Das IBBH-Büro in Genf nimmt folgende wichtige Aufgaben wahr: O Programmentwicklung ○ Fertigstellung von eingereichten Projektentwürfen O Kontaktaufnahme mit Organisationen, die Geldmittel zur Verfügung stellen O Vorbereitung von Seminar- und Finanzberichten O Ausarbeitung von Projektrichtlinien und Bildungsmaterialien O Training von Bildungsbeauftragten und Projektmitarbeitern O Koordination von Aktivitäten der IBBH- Mitarbeiter auf regionaler und subregionaler Ebene M IBBH 20. Weltkongreß Seite 41 In jeder der IBBH- Regionen wurde ein Team von Bildungskoordinatoren gebildet, dessen Aufgabe die Beratung von Gewerkschaften ist. Dieses Team hilft auch bei der Aus- und Weiterbildung und bei der Entwicklung von Bildungsmaterialien. Programmplanung und Administration, die Abwicklung von Geldtransfers und die Buchhaltungsarbeiten in Zusammenhang mit Bildungsarbeit zählen auch zu ihrer Arbeit. Die Leitung dieses Bereiches untersteht den IBBH- Regionalvertretern, die dafür sorgen, daß die IBBH- Bildungsarbeit den Notwendigkeiten der Gewerkschaften und den Zielsetzungen des IBBH gerecht werden. IBBH Spenderorganisationen Der IBBH hat die guten Arbeitsbeziehungen mit den größeren Spenderorganisationen weiter ausgebaut und sie als Partner in die Bildungsarbeit des IBBH einbezogen. Im Verlauf der vergangenen vier Jahre ist es uns trotz der widrigen wirtschaftlichen und politischen Umstände in den Ländern der Spenderorganisationen gelungen, vermehrt Geldmittel zu erhalten. Durch ihre Geldspenden und als Projektpartner beteiligen wir die Mitgliedsorganisationen in den Industrieländern aktiv an unseren Projekten und sind bemüht diese Zusammenarbeit zu erweitern. Regionale Bildungsaktivitäten Im Verlauf der letzten 4 Jahre hat sich die Bildungsarbeit in den Regionen auf die Stärkung und Unterstützung der Gewerkschaften konzentriert. Zu diesem Zweck wurden Zielsetzungen der internationalen Politik in die tariflichen und organisatorischen Bedürfnisse unserer Mitgliedsverbände einbezogen. IBBH- Bildungsarbeit in Afrika Für Afrika ist die Schaffung starker und demokratisch strukturierter Gewerkschaften noch immer Arbeitsschwerpunkt. Wie auch in anderen Region der Welt wurde der Gewerkschaftsaufbau durch die herrschende politische und wirtschaftliche Unsicherheit und gravierende Veränderungen behindert. Zusätzlich enstanden in vielen Ländern Probleme z.B. durch Massenentlassungen auf grund von Strukturanpassungsprogrammen. Bildungsinitiativen konzentrieren sich in dieser Region daher in erster Linie auf die Gewerkschaftsorganisation und die Aufbauarbeit. Dazu zählen Aktiväten am Arbeitsplatz, auf sektoraler und nationaler Ebene. Ferner wurden Strategien entwickelt, mit Hilfe derer Frauen und junge Menschen zur aktiven Gewerkschaftsarbeit motiviert werden können. Gewerkschaftsrechte, Techniken bei Tarifverhandlungen und berufliche Gesundheit und Sicherheit sind auch weiterhin zentrale Themen für die Mitglieder in der Bau- und Holzindustrie sowie der Forstwirtschaft. Bewußtseinsbildungsmaßnahmen und spezielle Schulungen für die Gewerkschaftsleitung und Ausbilder sind in diesem Zusammenhang sehr hilfreich. Zusätzlich zu gewerkschaftsspezifischen Projekten wurden andere, neue Programme gestartet. Mit ihrer Hilfe soll es gelingen, eine engere Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Gewerkschaften auf nationaler und regionaler Ebene zu erreichen und das gegenseitige Verständnis zu fördern. Der IBBH ist ganz besonders stolz auf diese Programme, die die Süd- SüdZusammenarbeit und den Erfahrungsaustausch beleben, nicht zuletzt weil solche Aktivitäten zur Überwindung von Sprachbarrieren und Rassenvorurteilen beitragen. Seite 42 IBBH 20. Weltkongreß IBBH- Bildungsarbeit für die Region Asien- Pazifik Unsere Aktivitäten für die Gewerkschaftsentwicklung bildeten den Arbeitsschwerpunkt für diese Region. Der IBBH setzt sich insbesondere für den Aufbau freier, demokratischer, starker und unabhängiger Gewerkschaften ein. Die Aktivitäten umfassen Programme für Gewerkschaftsführer, Aktivisten und Mitarbeiter an der Basis. Die Belange von Frauen und jungen Menschen in der Bau- und Holzwirtschaft der sich entwickelnden Volkswirtschaften in dieser Region liegen uns dabei ganz besonders am Herzen. Neue Wege konnten auch in bezug auf den informellen Sektor erschlossen werden. Berufliche Gesundheit und Sicherheit bietet weiterhin Anlaß zu Sorge in dieser Region. Die IBBH- BildungsThank WOOD IND MOVING aktivitäten konzentrieren sich auf präventive Maßnahmen, die Schulung von Ausbildern und die Vorbereitung adequater Materialen und Kampagnen. Die IBBH- Bildungsprogramme in der Asien- Pazifik- Region tragen dazu bei, stärkere und besser organisierte Gewerkschaften aufzubauen. Mittlerweile zeichnet sich auch eine vermehrte Beteilung von Frauen an der Gewerkschaftsarbeit in dieser Region ab. IBBH- Bildungsaktivitäten in Mittel- und Osteuropa Die Bildungsprogramme für Mittel- und Osteuropa wurden in den vergangenen vier Jahren ständig erweitert. Die IBBH- Bildungsarbeit half den Gewerkschaften in diesen Ländern maẞgeblich bei der Erarbeitung neuer Ansätze und Strategien für die wirkungvolle Verteidigung der Arbeitnehmerinteressen. Der IBBH stand den Mitgliedsverbänden dieser Region insbesondere bei der Schulung ihrer Mitglieder hinsichtlich der Rolle der Gewerkschaften in der Marktwirtschaft und für Tarifverhandlungen bei. Unsere Bildungsprogramme halfen auch bei der Entwicklung von neuen Gewerkschaftsrichtlinien zu Themen wie Beschäftigungsrechte, soziale Sicherheit und Sozialversicherung. Von zentraler Bedeutung war auch die Schulung von Ausbildern. Sie wurden in erster Linie in Techniken IBBH 20. Weltkongreẞ eingewiesen, die die Auszubildenden zur aktiven Teilnahme an Bildungsmaßnahmen motivieren. Der IBBH hat in Zusammenarbeit mit den westeuropäischen Mitgliedsgewerkschaften ein eindrucksvolles Bildungsprogramm geschaffen. Zusätzlich konnte die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsverbänden in Ost- und Westeuropa entscheidend verbessert werden. Diese Zusammenarbeit geht weit über die Grenzen regulärer Bildungsarbeit hinaus und ist für die Stärkung der Gewerkschaften in Mittel- und Osteuropa von großer Bedeutung. Seite 43 Die IBBH- Bildungsaktivitäten in Lateinamerika und dem karibischen Raum Die Bildungsprogramme in Lateinamerika und der Karibik wurden in den letzten vier Jahren stark erweitert. Die Bildungsarbeit hatte immer den Anspruch, in Relevanz zu den unmittelbaren sozialen und politischen Problemen zu stehen, mit denen die Gewerkschaften in Lateinamerika konfrontiert sind. Bildungsmethoden unter aktiver Einbeziehung der Teilnehmer kommen zur Anwendung. Häufig wird den Arbeitnehmern Passivität und Mißtrauen gegenüber Kollektivmaßnahmen suggeriert. Mit Hilfe des IBBHBildungsprogrammes werden sie hingegen ermutigt, Lösungen zu ihren Problemen zu finden. Gewerkschaften in Lateinamerika müssen sich reorganisieren, ihre Strukturen und Arbeitsmethoden überprüfen. Bildungsprogramme können eine wichtige Rolle bei der Stärkung und Erneuerung der organisatorischen Grundlage unserer Mitgliedsverbände spielen. In Lateinamerika beinhalteten die Bildungsprogramme grundlegende Gewerkschaftsbildung. Sie spezialisierten sich ferner auf die Ausbildung der Bildungsbeauftragten sowohl auf nationaler wie auch regionaler Ebene. Seminare zu Gewerkschaftsplanung und ihrer Ziele, Schulung zu Fragen der Gesundheit und beruflicher Sicherheitspraxis und die Herstellung von Materialien für Kampagnen und ein Regionalprogramm zur Förderung von Gewerkschafts- und Menschenrechten wurden durchgeführt. Der IBBH hat für die Maya Biosphäre in Zentralamerika ein Pilotprojekt für nachhaltige Waldbewirtschaftung und gewerkschaftlicher Organisierung erarbeitet. Zusätzlich wurden verschiedene Programme auf regionaler und subregionaler Ebene durchgeführt, die auch die Bildung von Gewerkschafterinnen auf regionaler Ebene, Alphabetisierungskurse für Frauen und ein regionales Trainingsprogramm für junge Arbeitnehmer beinhalten. Der IBBH unterstützt ein Pilotprojekt für eine Bauberufsschule in Mittelamerika. Ausbildungsprogramme und Förderung des Informationsaustausches für Bau- und Holzarbeitergewerkschaften in der Mercosur Wirtschaftsunion und in Mittelamerika bildeten einen Schwerpunkt in seiner Bildungsarbeit. Die Bildungsarbeit verfolgte das Ziel, die Zusammenarbeit und die Einigkeit innerhalb der lateinamerikanischen Gewerkschaften im Geiste des politischen Pluralismus und gegenseitigen Respektes zu stärken. Gesundheits- und Sicherheitsbildung Gesundheits- und Sicherheitserziehung bildet einen Schwerpunkt in der Arbeit des IBBH. Die Bau- und Holzindustrie sowie die Forstwirtschaft zählen zu den gefährlichsten Wirtschaftszweigen mit sehr hoher Unfallrate und großem Gesundheitsrisiko. Der IBBH sieht in der Bewältigung dieser Probleme eine wichtige Aufgabe der Gewerkschaften. Die Verantwortung für diese Fragen darf nicht einfach den Arbeitgebern und Regierungsstellen überlassen werden, da diese häufig nicht aktiv werden. Aus diesem Grund nehmen die IBBH Gesundheits- und Sicherheitsprogramme einen so wichtigen Stellenwert in unserer Arbeit ein. Seite 44 IBBH 20. Weltkongreẞ Örtliche Gewerkschaftsvertreter und Gewerkschaftsmitglieder müssen sich der herrschenden Gefahren, sowie ihres Rechts auf Arbeit in Sicherheit bewußt sein. Ebenso müssen sie lernen mit Gefahren, denen sie täglich am Arbeitsplatz begegnen, umzugehen. Bildung und Erziehung sind daher wichtige Waffen im Kampf um Sicherheit bei der Arbeit. އ Mit Unterstützung von LO Norwegen konnte der IBBH folgende Maßnahmen durchführen: Gewerkschaftsführer wurden in Regionalkursen in Sicherheitsfragen und der Rolle der Gewerkschaften ausgebildet. ✓ Ausbilder und Sicherheitsbeauftragte wurden auf nationaler Ebene geschult, um so Gewerkschaften bei der Schaffung von Strukturen zu helfen, die sie für einen sinnvollen Arbeitsschutz benötigen. ✓ Gewerkschaften zu ermutigen, Gesundheits- und Sicherheitskurse in alle Ausbildungsprogramme aufzunehmen. Gesundheits- und Sicherheitsmaterialien zu Themen zu entwickeln, die die Arbeiter in der Bau-, Holzund Forstindustrie direkt betreffen. Die Bildungsarbeit des IBBH trug dazu bei, die Mitgliedsverbände mit dem notwendigen Wissen auszustatten, die für eine weitreichende Ratifizierung entsprechender IAO- Übereinkommen benötigt werden; insbesondere handelt es sich dabei um Übereinkommen Nr. 167 zu Gesundheitsund Sicherheitsfragen in der Bauindustrie. Entwicklung von Bildungsmaterialien Der IBBH hat sein Bildungsmaterial im Verlauf der letzten Kongreẞperiode erheblich erweitert. Es wurden Handbücher zu administrativen Fragen und Unterrichtsmethoden erarbeitet. Der IBBH hat außerdem die Arbeit an Handbüchern unterstützt und gefördert, die nach Beratung mit örtlichen Gewerkschaften oder ganz unter der Regie örtlicher Gewerkschaften entstanden sind. Spezielle Materialien für Frauen, für die Region Westafrika und zum Thema Gewerkschaften im Umbruch und zu Gesundheit und Sicherheit und Gewerkschaftsrechte wurden entwickelt. A Aktivitäten beim Gewerkschaftsaufbau big bnu zein hibod Arbeiterinnen, junge Arbeitnehmer und arbeitende Kinder sind die Grundthemen, die die Frage nach dem richtigen Ansatz zur Erreichung spezieller Zielgruppen und ihren besonderen Bedürfnissen stellen. Neue Strategien und sorgfältige Planung sind hierzu erforderlich und bilden das Kernstück einer weitreichenden Forderung nach der Modernisierung unserer Gewerkschaften. Im Rahmen seiner regionalen und internationalen Bildungsstrukturen, stellt der IBBH Dienstleistungen zur Verfügung, mit denen wir mit Mitgliedsverbänden einen Organisierungsplan gestalten helfen können. IBBH 20. Weltkongreß Frauen Die IBBH- Bildungsprojekte konzentrieren sich darauf, den Gewerkschaftsaufbau so zu gestalten, daß arbeitsfähige Organisationen entstehen, die in der Lage sind, die Interessen ihrer Mitglieder zu verteidigen. Ein besonders wichtiges Ziel von Bildungsprojekten ist die Förderung der gemeinsamen Mitarbeit aller Gewerkschafter, sowohl Männern als auch Frauen. Beide Geschlechter müssen an den Diskussionen und dem Entscheidungsprozeß in den Gewerkschaften teilnehmen. Frauen können nur dann eine gleichberechtigte Rolle in der Gewerkschaftsarbeit übernehmen, wenn sie gleichermaßen und zusammen mit den Männern von den Bildungsprojekten ihrer Gewerkschaften profitieren können. Frauen stellen 18% der Mitglieder beim IBBH. Allerdings sind sie nicht ebenso stark und gleichberechtigt bei den Bildungsprogrammen vertreten. Der IBBH unterstützt daher die vermehrte Teilnahme von Frauen und ersucht seine Mitgliedsverbände auf folgende Punkte zu achten: Anhörung: Die weiblichen Mitglieder müssen gefragt werden, wie ihrer Meinung nach sichergestellt werden kann, daß die gewerkschaftliche Bildungsarbeit und die Weiterbildungsmaßnahmen den spezifischen Erfordernissen von Frauen gerecht werden. Fördermaßnahmen für Frauen: Es ist festzulegen, wie Frauen an den Aktivitäten teilnehmen und auch aus ihnen Nutzen ziehen können. Kann eine frauengerechte Gestaltung von Kursen und Seminaren die Teilnahme von Frauen hinsichtlich ihrer Bedürfnisse und Möglichkeiten fördern? Frauenquote: Eine realistische Quote für die Teilnahme von Frauen an Bildungsprogrammen von rund 15% bis 30% ist festzulegen. Kursdauer und Tagungsort: Frauen sollten zur Teilnahme ermuntert werden, indem z.B. die Kursdauer verkürzt wird. Auch die Ausarbeitung von flexiblen Stundenplänen, ein Angebot an Fernkursen und Tagungsorten, die nicht zu weit vom Wohnort der Frauen entfernt sind, können positiv zur Erreichung dieses Ziels beitragen. Seite 46 Programmgestaltung: Im Rahmen eines Bildungsprojektes sollten speziell auf Frauen ausgerichtete Kurse angeboten werden. Bisweilen bevorzugen Frauen Kurse, die nur ihnen vorbehalten sind. Die Gründe dafür erklären sich aus dem jeweiligen kulturellen Hintergrund oder weil solche Maßnahme dazu beitragen, das Selbstbewußtsein dieser Frauen zu stärken Kinderbetreuungseinrichtungen: Die Möglichkeit der Kinderbetreuung oder andere Hilfestellungen sollte angeboten werden, die den Frauen die Teilnahme an Bildungsaktivitäten erst ermöglichen. Bildungsmaterialien: Frauenspezifische Themen sind in gewerkschaftliche Bildungsmaterialen aufzunehmen. So hat der IBBH z.B. Bildungsinformationen zu Verhandlungen für Gleichstellungsfragen erarbeitet, die insbesondere in Trainingsprogrammen für Frauen zur Anwendung kommen können. IBBH 20. Weltkongreß Jugend Der IBBH startete seine Kampagne für unsere jeweiligen regionalen und nationalen junge Arbeitnehmer in der letzten Kongreẞ-| Bildungsprogramme aufzunehmen. periode. Wir konzentrierten uns auf die Erarbeitung einer Charta zu Grundrechten junger Menschen. Auf diese Weise konnten der IBBH und seine Mitgliedsverbände die Bereiche für die Der IBBH achtet darauf, daß diese Rechte klar zum Ausdruck gebracht und akzeptiert werden. Er hat aber auch erkannt, wie wichtig es ist, auf bessere, arbeitsbezogende Ausbilzukünftige Arbeit bzw. die von den Gewerk- dungsmöglichkeiten für junge Menschen zu schaften zu treffenden Maßnahmen klar definieren. Diese Charta wurde im Rahmen verschiedener örtlicher, regionaler und auf internationaler Ebene durchgeführter Veranstaltungen erarbeitet. Es wird Aufgabe des IBBH sein, die dort besprochenen Themen in bestehen. Die Aus- und Weiterbildung junger Menschen kann ist eine Basis für die Gewerkschaften der Zukunft. Informelle, politische Entscheidungsfindung kann auf diese Weise gefördert werden, da junge Menschen die Rolle der Gewerkschaften bei der Verteidigung der Arbeitnehmer und ihre Aufgabe innerhalb der Gesellschaftssysteme und der Volkswirtschaften verstehen lernen. Im Verlauf der vergangen Jahre hat der IBBH junge Arbeitnehmer zur Teilnahme an Bildungsaktivitäten ermuntert. Mehr und mehr Mitgliedsverbände fordern einen" Schwerpunkt Jugendarbeit" in ihren Bildungsprogrammen. Daher werden wir auch in Zukunft die Ausbildung junger Gewerkschafter und den Ideenaustausch zwischen jungen Menschen unterstützen. Kinderarbeit- wie kann gewerkschaftliche Bildungsarbeit helfen? Die Arbeit des IBBH im Kampf gegen die Kinderarbeit hat großes Interesse gefunden und wird von Mitgliedsverbänden aus verschiedenen Industrieländern und der Spendergemeinde gefördert. Die nordischen Mitgliedsverbände leisten großen Einsatz bei der Unterstützung des IBBH in seinen Bemühungen zur Verringerung des Ausmaßes von Kinderarbeit. Den IBBH- Bildungs- und Entwicklungsaktivitäten wird durch folgende Merkmale Nachdruck verliehen: Machbarkeitsstudien für integrierte Hilfsprogramme. Die Erstellung von Bildungsmatierialien zum Thema Kinderarbeit. Unterstützung des Bewußtmachungsprozesses und die Entwicklung von strategischen Diskussionen mit Mitgliedsverbänden in Ländern, in denen Kinderarbeit weit verbreitet ist. Internationale Lobbyarbeit und Durchführung von Kampagnen. Örtliche Programme, die Aktivitäten zur Neuwerbung von Mitgliedern anbieten; Programme, welche die Verbesserung des Realeinkommens von Müttern thematisieren und Initiativen für die formale und informelle Bildung von arbeitenden Kindern. IBBH 20. Weltkongreß Seite 47 IBTU MODERNISING OUR UNIONS. HARARE. 3-5 SEPT. 1997 IFBWWW FITBE FITCM 20th WORLD CONGRESS Das IBBH- Sekretariat in Genf Die Mitarbeiter des IBBH Generalsekretär, Ulf Asp, ist hauptamtlicher Funktionär beim IBBH. Er ist für die Durchführung der vom Kongreß, dem Gesamtvorstand und des geschäftsführenden Vorstandes gefaßten Beschlüsse sowie das IBBH- Sekretariat in Genf und die Geschäftsstellen der Regionen verantwortlich. Im IBBH- Sekretariat in Genf ist Robin Whitehouse stellvertretender Generalsekretär. Marion F. Hellmann ist als Sekretär für die Industriebeziehungen zuständig und erfüllt die Aufgaben des Sekretärs für die Industrieausschüsse. Nora Wintour ist Bildungs- und Frauenbeauftragte. Piotr Zeydler ist der Informationsbeauftragte. Sten Toft Petersen ist Bildungsbeauftragter. Susanna Miller und Faith O'Neill sind die Bildungsassistentinnen. Für die Büroverwaltung ist Sylviane Decollogny verantwortlich. Partick Fonjallaz ist unser Buchhalter. Sylviane Muller ist Sekretärin und Rezeptionistin. Camilla Jelmini ist als Übersetzerin für Schwedisch zuständig. Geneviève Kalina organisiert den Bereich Übersetzungen und hilft bei Solidaritätsaktionen. Raquel Gonzalez arbeitet im Bereich Finanzen und Verwaltung. Rosenell Dubois ist unsere Büroangestellte. Seit Juni 1990 war Andrew Fairclough der Bildungsbeauftragte des IBBH. Andy verstarb im November 1996 nach langer, schwerer Krankheit. Unter seiner Leitung entwickelte der IBBH effiziente regionale Teams für die Bildungsarbeit und eine weite Bandbreite neuer Programme. Die IBBH- Regionalbüros sind Teil des IBBH- Sekretariats. Die Regionalvertreter werden vom Gesamtvorstand ernannt und sind dem Generalsekretär unterstellt. Aufgabe der Regionalvertreter ist, den IBBH- Generalsekretär zu repräsentieren und ihre Aufgaben im besten Interesse des IBBH wahrzunehmen. Im Regionalbüro Harare, Simbabwe arbeiten Walter Mugadza als Regionalbeauftragter und Canisius Zharare als Biltinnen sind Charity Sacirarwe, Morris Muchenje and Shelter Mudongo. Für Asien- Pazifik befindet sich das IBBH- Regionalbüro in Kuala Lumpur, Malaysia. Balan Nair ist Regionalvertreter. Elena Tan ist Verwaltungs- angestellte dungsbeauftragter. Die Assistenund Jenny Luck regionale Bildungsbeauftragte. Von Tokio aus arbeitet ein subregionales Büro für die Region Ost- Asien. Takeo Ikawa leitet das Büro. Im IBBH Sub- Regional- Büro in Melbourne, Australien arbeitet Sarah Fitzpatrick als Vertreterin für die Subregion und als Projektkoordinatorin. Das IBBH Südasien Subregional- und Projektbüro in Neu- Delhi wird von BK Sood als Vertreter für Das IBBH- Büro Lome ist für West-, Zentral- und Nordafrika zuständig. Abdou Ouedraogo ist Projektkoordinator für das französischsprachige Afrika. Michael Ofosu ist der ProjektIn Lateinamerika steht dem Regionalbüro in Panama Pablo Arosemena als Regionalvertreter vor. Vincente Carrera ist regionaler Bildungsbeauftragter. Iradia Cano ist für Sicherheits- und Gesundheitsfragen zuständig und Marcelina Samaniego koordiniert das Programm für Gewerkschaftsund andere Menschenrechte. Zur Verwaltung gehören Lucila de Gutiérrez, Manuel Jiménez, Melkys Miranda, Celestina Jurado de Ortega, Raquel de Rodriguez und Damaris Samakoordinator für das englischsprachige Afrika. Im Büro arbeiten außerdem Vivon- Amegan niego. Afatchao, Godwin Ayeh- Fianko die Subregion und Projektkoor- und Patado Simon. dinator geleitet. Anhang 1 Gesamtvorstand, geschäftsführender Vorstand, rebellgliM Kontrollausschuß beim 19. Kongreß gewählt jeho A loo Die Zusammensetzung einiger Gruppen und Ausschüsse änderte sich während der Kongreẞperiode und Nachwahlen fanden statt. Die gegenwärtige Zusammensetzung ist in fett gedruckt. A. IBBH Gesamtvorstand isballpiiM Gruppe 1: Nordische Länder und Dänemark, einschl. Faeroe Inseln- 3 Vertreter, 6 Stellver. Mitglieder Åke Wänman Heikki Peltonen P. E. Skov Christensen Ove Bengtsberg Heikki Peltonen vacant 1. Stellvertreter Gunnar A Karlsson Pekka Hynönen Arne Johansen Gunnar A Karlsson Pekka Hynönen Arne Johansen 2. Stellvertreterloo vse Anton Solheim Gretar Torsteinsson Anders B Rodal Anton Solheim Gretar Torsteinsson Anders B Rodal Mitglieder Hans Raes Roel de Vries Hans Raes Roel de Vries Mitglieder Gruppe 2: Benelux- 2 Vertreter, 4 Stellvertreter 1. Stellvertreter Ferdi Dewolf Ad Kamp Ferdi Dewolf Ad Kamp hebellgliM 2. Stellvertreter be do OGB- Luxembourgobu Loekie Hendriks Valerio de Matteis n Loekie Hendriks Gruppe 3: Bundesrepublik Deutschland- 3 Vertreter, 6 Stellvertreter ebeliptiM 1. Stellvertreter 2. Stellvertreter Ernst- Ludwig Laux Irmgard Meyer Peter Riemer Wilfried Adams Siegfried Markwordt ( b Bruno Köbele Gerhard Leuschner Horst Morich Bruno Köbele Gerhard Leuschner Gisbert Schlemmer Klaus Wiesehügel Irmgard Meyer Frank Schmidt Wolfgang Rhode Ernst- Ludwig Laux Siegfried Markwordt Bert Römer hebeilpti Gruppe 4: Österreich/ Schweiz- 2 Vertreter, 4 Stellvertreteronu 1. Stellvertreter Hubert Wipplinger Franz Cahannes 2. Stellvertreter sabel de Anton Korntheuer Michel Buchs Mitglieder Johann Driemer Vasco Pedrina Gruppe 5: Spanien/ Frankreich/ Portugal/ Italien/ Griechenland- 2 Vertreter, 4 Stellvertreter Mitglieder Manuel Garnacho Raffaele Bonanni IBBH 20. Weltkongreß 1. Stellvertreter Jean- Jacques Peyre Carla Cantone -Stiftung Ebert* Bonn Bibliothek 2. Stellvertreter Joaquim Martins Francesco Marabottini M Seite 49 Mitglieder Gruppe 6: Großbritannien/ Irland- 1 Vertreter, 2 Stellvertreter Colin A. Christopher/ George Brumwell George Brumwell Mitglieder Shlomo Dahan Sammy Cohen 1. Stellvertreter George Brumwell/ Colin A. Christopher vacant 2. Stellvertreter onsdnA Gerard Fleming Gerard Fleming Gruppe 7: Israel/ Zypern- 1 Vertreter, 2 Stellvertreter 1. Stellvertreter Andreas Klitou Andreas Klitou 2. Stellvertreter David Galanos David Galanos Mitglieder Tevfik Özcelik Mitglieder Robert Zednik Rudolf Horvath vacant Dusan Barcik Mitglieder vacant vacant Gruppe 8: Turkei- 1 Vertreter, 2 Stellvertreter 1. Stellvertreter Güral Ercakir 2. Stellvertreter Tamer Eralan Gruppe 9: Mittel- und Osteuropa- 2 Vertreter, 4 Stellvertreter 1. Stellvertreter Marian Sârbu Mara Tomsone Gheorghe Mares Mara Tomsone 2. Stellvertreter Janos Nagymihaly Dimitar Manolov Janos Nagymihaly 20 Zbigniew Janowski Gruppe 10: Nordamerika- 2 Vertreter, 4 Stellvertreter 2. Stellvertreter 1. Stellvertreter vacant vacant vacant( G.Stoney im Ruhestand) vacant vacant vacant vacant vacant vacant vacant Mitglieder Gruppe 11: West-/ Zentralafrica& Tunesien- 2 Vertreter, 4 Stellvertreter Ousseynou T. Gueye R.O. Sanyaolu Baba El Madane Toure vacant Mitglieder 1. Stellvertreter George Mannah Amento Komla Yawovi George Mannah Amento Komla Yawovi 2. Stellvertreter Hassen Chebil Jean Pambhoo Hassen Chebil Félicien Makaya Gruppe 12: Süd-/ Ostafrica& Ägypten- 2 Vertreter, 4 Stellvertreter Mounir El Dorghamy Mathew Oliphant 1. Stellvertreter Musamia Wa Wafula Edward Njekesa 2. Stellvertreter Rajpalsingh Allgoo Kester Kaamba Seite 50 IBBH 20. Weltkongreẞ vacant Mathew Oliphant Mitglieder Yoshio Suzuki Mitglieder S. Santhanasamy S. Santhanasamy Musamia Wa Wafula vacant Rajpalsingh Allgoo Kester Kaamba Gruppe 13: Ostasien- 1 Vertreter, 2 Stellvertreter 1. Stellvertreter Lin Wu Tong 2. Stellvertreter Kim Rak Ki Gruppe 14: Südostasien- 1 Vertreter, 2 Stellvertreter 1. Stellvertreter Saralen Purba Ibarra Malonzo 2. Stellvertreter Ibarra Malonzo Goh Choon Kiat Mitglieder Gruppe 15: Südasien- 1 Vertreter, 2 Stellvertreter K.A. Khan Saeed Malik vacant 1. Stellvertreter Saeed Malik/ K.A. Khan vacant 2. Stellvertreter Mitglieder Trevor Smith M.R. Chowdhury M.R. Chowdhury Gruppe 16: Ozeanien/ Südpazifik- 1 Vertreter, 2 Stellvertreter 1. Stellvertreter Chris Northover 2. Stellvertreter Len Wilson- Parr Gruppe 17: Andenländer- 1 Vertreter, 2 Stellvertreter Mitglieder Ramiro Moncada 1. Stellvertreter Hugo Davila Manuel José Cova Fermin Hugo Davila lauge ede Mitglieder 2. Stellvertreter Luis Carlos Guarin Luis Carlos Guarin Gruppe 18: Südamerika- 2 Vertreter, 4 Stellvertreter 1. Stellvertreter Jorge González 2. Stellvertreter Ramon Elbio Benitez Jorge González Edison Bernardes Victor Hugo Brandan Pedro A. Gimenez Edison Bernardes Marcos Hartung José Antonio Di Santo Mitglieder Gruppe 19: Zentralamerika/ Karibik- 1 Vertreter, 2 Stellvertreter Luís Alonzo Mayorga Mitglieder 1. Stellvertreter Juan Medina Solano 2. Stellvertreter Nilo Salazar Aguilar Gruppe 20: GUS( Russische Föd., Moldawien)- 1 Vertreter, 2 Stellvertreter Boris Soshenko 1. Stellvertreter Valery Ochekurov 2. Stellvertreter Oleg Budza IBBH 20. Weltkongreẞ Seite 51 B. IBBH Geschäftsführender Vorstand Präsident BRUNO KÖBELE IG Bauen- Agrar- Umwelt, Bundesrepublik Deutschland Vize- Präsident MANUEL GARNACHO Federación Estatal de Madera, Construcción y Afines, FEMCA- UGT, Spanien Generalsekretär ULF ASP Mitglieder: OVE BENGTSBERG( ÅKE WÄNMAN) Svenska Byggnadsarbetareförbundet, Schweden EDISON BERNARDES( RAMON ELBIO BENITEZ) FNTICM- CUT, Brasilien RAFFAELE BONANNI Federazione Italiana Lavoratori Costruzioni e Affini, FILCA- CISL, Italien JOHANN DRIEMER Gewerkschaft der Bau- und Holzarbeiter, Österreich MATHEW OLIPHANT( OUSSEYNOU T. GUEYE) Construction and Allied Workers Union, CAWU, Südafrika YOSHIO SUZUKI KENSETSU RENGO, Japan ROEL DE VRIES Bouw- en Houtbond( FNV), Holland VACANT ( ROBERT ZEDNIK) Odborovy Svaz Stavba Ceské Republiky, Tschechische Republik C. IBBH Kontrollausschuß OLIVER PETERS( ARMIN FREI) Gewerkschaft Bau& Industrie, GBI/ SIB/ SEL, Schweiz GISBERT SCHLEMMER( HORST MORICH) Gewerkschaft Holz und Kunststoff, GHK, Bundesrepublik Deutschland STEINER KARLSEN( KJELL MARTINSEN) Fellesforbundet, Norwegen Seite 52 M 2 IBBH 20. Weltkongreẞ Anhang 2 Sitzungen Gesamtvorstand, Geschäftsführender Vorstand und Kontrollausschuß während der Kongreẞperiode Sitzungen Gesamtvorstand 1994 19.- 20. Mai Chexbres, Schweiz 1995 1.- 2. Juni Lissabon, Portugal 1996 28.- 29. Mai Rotschuo, Schweiz 1997 2. September Harare, Simbabwe Sitzungen Geschäftsführender Vorstand 1994 13.- 14. Januar Genf, Schweiz 18. Mai Chexbres, Schweiz 28.- 29. September Wien, Österreich 1995 14.- 15. Januar Kairo, Ägypten 1. Juni Lissabon, Portugal 1996 9. Februar 28. Mai 1997 8.- 9. Mai Chexbres, Schweiz Rotschuo, Schweiz Genf, Schweiz 1. September Harare, Simbabwe Sitzungen Kontrollausschuß 1994 14. März Genf, Schweiz 1995 14. März Genf, Schweiz 1996 19. März Genf, Schweiz 1997 14. März Genf, Schweiz IBBH 20. Weltkongreẞ Seite 53 bu bastano abei slowdo siswis Jas IBBH VERÖFFENTLICHUNGEN Sprach- code: A( arabisch), E( englisch), F( französisch), G( deutsch), P( portugiesisch), R( russisch), SP( spanisch), SW( schwedisch) Zeitschriften IBBH FaxNews( E) IBBH Bulletin" bau und holz"( alle zwei Monate)( E, F, G, SP, SW) IBBH Bulletin" Education News"( zweimal im Jahr)( E, F, SP) Information ㅁㅁ Die Arbeit des IBBH( E, F, G, R, SP, SW) " Gewerkschaftliche Organisierung für die Zukunft"- ein 25 Minuten Video über den IBBH ( E, F, G, SP, SW) Wir bauen die Zukunft. 100 Jahre internationale Zusammenarbeit. Eine Chronik von Knut Johansson und Jan- Erik Norling.( E, F, SP, SW) IBBH Solidarität Handbuch über Gewerkschaftsrechte( A, E, F, R, SP) IBBH Programme IBBH Strategie für Beschäftigung und Stabilität in der Bau-, Holz- und Forstindustrie( E, F, G, SP, SW) IBBH Waldprogramm( E, F, G, SP, SW) IBBH Berner Asbest Manifest( E, F, G, P, SP, SW) IBBH/ EFBH Helsingør Erklärung künstliche Mineralfasern( E, F, G, P, SP, SW) Privatisierung: Für soziale Gerechtigkeit bei struktureller Anpassung( A, E, F, G, SP, SW) Nicht feste Beschäftigung: Schutz aller Beschäftigungsformen( E, F, G, SP, SW) Weltzementmarkt in Bewegung: Konzerne auf Einkaufstour( E, F, G, SP, SW, Italienisch) Wohnungsbau die Sicht des IBBH: Baut bessere Wohnungen für alle!( E) - Gewerkschaftliche Organisierung junger Arbeitnehmer- Frauen und Männer( E) IBBH Handbücher für die Bildungsarbeit Projekt Handbuch( E, F, SP) Gewerkschaften im Übergang( E, R) IBBH Reihe Arbeits- und Gesundheitsschutz Verbietet Asbest( E, F, SP) Macht Bauarbeit sicher( A, E, F, P, SP, Thai) Gefahren durch Lösungsmittel und Farbstoffe( E, F, SP) Holzstaub - - Nein Danke!( E, F, G, SP, SW) Gefahren durch Lösemittel und Farben( E, F, SP) Künstliche Mineralfasern in der Bauindustrie( E, F, G, SP, SW) Sicherheit, Gesundheit und Fürsorge auf der Baustelle. Ein Handbuch.( E) Berichte über Frauen Der IBBH- Frauenfragebogen( E, F, SP) Neue Stimmen im IBBH. Ein Bericht über den internationalen Frauen- Workshop, Den Haag- 1993( E, F, SP) " Frauen bei der Arbeit". Ein Bericht des regionalen Workshops Asien:" Die Mitbestimmung der Frauen in den Gewerkschaften aufbauen"( E) Vorhang auf für neue Chancen: Ein Bericht des IBBH Seminars für Gewerkschafterinnen in Europa( Steinbach, Deutschland- September 1995)( E, G) IBBH Diskussionspapiere " 12 Stunden am Tag jeden Tag"- Kinderarbeit in der Ziegelindustrie Indiens( E) Wirtschaftliche Integration in Amerika- MERCOSUR und NAFTA( E, SP) Wirtschaftliche Integration in Asien/ Pazifik- ASEAN und APEC( E) Wirtschaftliche Integration im südlichen Afrika( E) Die Ostseeregion- Perspektiven für die Bau-, Holz- und Forstindustrie( G, R, SW) Die Bau- und Holzkonzerne im Zeichen der Globalisierung. Eine IBBH- Studie( E, G, SW) IBBH Konferenzberichte IBBH Europakonferenz, Berlin, 7.- 9. November 1990( E, F, G, SP, SW) Konferenz über den Übergang von Gesellschaften und Auswirkungen auf die Bau-, Holz- und Forstindustrie, Budapest, 10-12 Februar 1992( E, R) Konferenz über den Mittelmeerraum, Palermo, 27-29 April 1992( A, E) IBBH VERÖFFENTLICHUNGEN Sprach- code: A( arabisch), E( englisch), F( französisch), G( deutsch), P( portugiesisch), R( russisch), SP( spanisch), SW( schwedisch) Zeitschriften 0 IBBH FaxNews( E) 2 5 7 8 Centimetres Inches 2 Color chart 6 10 11 122 S 13 14 15 16 17 Sachverständigen- Zubehör.de Blue Cyan Green Yellow Red Magenta White Grey Black # 0909FF # 0000FF # C0E5FC # 009FFF # 759875 # 008800 # FFFFC7 # FFFF00 # FFC9C9 # FF0000 # FFC9FF # FF00FF #FFFFFF # 9D9E9E # D9DADA # 5B5B5B # 000000 uuntur cuti Anpassung( A, E, F, G, SP, SW) Nicht feste Beschäftigung: Schutz aller Beschäftigungsformen( E, F, G, SP, SW) Weltzementmarkt in Bewegung: Konzerne auf Einkaufstour( E, F, G, SP, SW, Italienisch) Wohnungsbau- die Sicht des IBBH: Baut bessere Wohnungen für alle!( E) Gewerkschaftliche Organisierung junger Arbeitnehmer- Frauen und Männer( E) IBBH Handbücher für die Bildungsarbeit Projekt Handbuch( E, F, SP) Gewerkschaften im Übergang( E, R) eite und Gesundheitsschutz 5 7 Centimetres Inches Grayscale 01 1 2 3 4 5 6 100% 10 11 12 13 14 15 16 17 C YM Sachverständigen- Zubehör.de 7 8 9 10 11 12 13 50% 18% 14 " TZ Stunden am y j - Wirtschaftliche Integration in Amerika MERCOSUR una NAIM* Wirtschaftliche Integration in Asien/ Pazifik- ASEAN und APEC( E) Wirtschaftliche Integration im südlichen Afrika( E) Die Ostseeregion- Perspektiven für die Bau-, Holz- und Forstindustrie( G, R, SW) Die Bau- und Holzkonzerne im Zeichen der Globalisierung. Eine IBBH- Studie( E, G, SW) IBBH Konferenzberichte ㅁㅁ IBBH Europakonferenz, Berlin, 7.- 9. November 1990( E, F, G, SP, SW) Konferenz über den Übergang von Gesellschaften und Auswirkungen auf die Bau-, Holz- und Forstindustrie, Budapest, 10-12 Februar 1992( E, R) Konferenz über den Mittelmeerraum, Palermo, 27-29 April 1992( A, E) 0% IBBHO IFBWWW. BTU FITBB FITCM IFBWW/ FITBB/ IBBH Postfach 1897 ICC Gebäude A CH- 1215 Genf 15 Airport Schweiz Tel.(+41 22) 788 08 88 Telefax(+41- 22) 788 07 16 Internet: www.ifbww.org e- mail: info@ifbww.org Z 5