Wir bauen eine vereinte globale Gewerkschaftsbewegung in der Bau- und Holzindustrie und in der Forstwirtschaft समान शिवा सम मजदूरों की Z 13364 IBBH, 22. kongress Buenos Aires, 7-8 Dezember 2005 Der Internaionale Bund der Bau- und Holzarbeiter( IBBH) ist das führende globale Gewerkschaftsorgan zum Schutz der Arbeitnehmer in der Bau-, der Baumaterialen-, und Holzindustrie sowie der Forstwirtschaft und verwandten Industriezweigen. 289 Gewerkschaften aus 125 Ländern gehören dem IBBH mit einer gesamten Mitgliedszahl von rund 10 Millionen angegliederten Mitgliedern an. Der IBBH hat den Auftrag, ie Entwicklung der Gewerkschaften in seinen Industriesektoren weltweit zu fördern sowie Arbeitnehmerrechte im Kontext einer nachhaltigen Entwicklung zu fördern und durchzusetzen. www.ifbww.org Veröffentlicht durch den Internationalen Bund der Bau- und Holzarbeiter Genf, Juli 2005 213364 Wir bauen eine vereinte globale Gewerkschaftsbewegung in der Bau- und Holzindustrie und in der Forstwirtschaft Inhalt Kongresstagesordnung& Geschäftsordnung Report on Activities 2001-2005 Auditors& Financial Report स्थान शिव सम Ebert Friedrich Bonn -Stiftung * Bibliothek IBBH, 22. kongress Buenos Aires, 7-8 Dezember 2005 Z 13364 enis peusd TW eb Jieriai 300ab10after 8 gnunb1029gs12201gnox 2008-100S 29ifivile A no hoge подея Shogen: Isionen& 210tibuA ADEE S 2009 1edmesed 8-120A consue huwda3 Entwurf Kongresstagesordnung Punkt 1 der Tagesordnung: Kongresseröffnung Punkt 2 der Tagesordnung: Annahme der Kongresstagesordnung Punkt 3 der Tagesordnung: Annahme der Geschäftsordnung des Kongresses Punkt 4 der Tagesordnung: Wahl des Mandatsprüfungsausschusses und Entschliessungsausschuss Punkt 5 der Tagesordnung: Tätigkeitsbericht 2001- 2005 Zusätzliche Berichte aus den Regionen Punkt 6 der Tagesordnung: Bericht des Kontrollausschusses 2001- 2005 Punkt 7 der Tagesordnung: Diskussion zur Gründung einer neuen globalen Gewerkschaftsföderation in unseren Sektoren 01 BagnoX 5 LO 6 CO Entwurf Geschäftsordnung Allgemeines 1. hown] gnunbioasgetaa9igno ploug Die vorliegende Geschäftsordnung ergänzt die in der Rechtsform enthaltenen Bestimmungen über den Kongreẞ. 2. Die Sitzungen des Kongresses beginnen zu den festgelegten Zeiten. 3. Der Kongreẞ ist nicht öffentlich. Delegierte und Besucher haben Zulassungskarten vorzuweisen. Sitzungen des Kongresses 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. Der Kongreß wird vom Vorsitzenden und in seiner Abwesenheit vom stellvertretenden Vorsitzenden geleitet. Der Generalsekretär ist zuständig für das Kongreẞprotokoll. Wortmeldungen an den Kongreß werden an den Vorsitzenden in schriftlicher Form unter Angabe des Namens und des Namens der Gewerkschaft nach Aufnahme des betreffenden Punktes der Tagesordnung abgegeben, ausser wenn es sich um einen Geschäftsordnungs- oder Verfahrensantrag handelt. Die Wortmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt. Niemand kann mehr als dreimal zum gleichen Thema, und nicht länger als fünf Minuten beim ersten, und nicht mehr als drei Minuten beim zweiten und dritten Mal sprechen. Der Vorsitzende kann weitere Beschränkungen der Redezeit festlegen oder die Diskussion beenden. Die Behandlung von Geschäftsordnungsanträgen ist auf eine Wortmeldung für und eine gegen den Antrag beschränkt. Die Redezeit ist auf je fünf Minuten begrenzt. Der Generalsekretär hat jederzeit das Recht, zu jedem Thema das Wort zu ergreifen. Der Vorsitzende kann eingeladenen Kongreßgästen das Wort erteilen, zum Kongreß zu sprechen. Wenn ein Antrag auf Schluß der Debatte gestellt wird, gibt der Vorsitzende die Namen der Delegierten, die das Wort beantragten, bekannt. Gelangt der Vorsitzende zur Auffassung, daß keine Meinungsverschiedenheiten zwischen den Delegierten bestehen, ist er ermächtigt, die Debatte zu beenden oder auf Antrag eine Abstimmung vorzunehmen. Kongreẞausschüsse 11. Nach der Eröffnung wählt der Kongreß die nötigen Ausschüsse( Mandatsprüfungsausschuẞ, Resolutionsausschuß, Wahlausschuß). Die Sitzungen dieser Ausschüsse sind nicht öffentlich. Mandatsprüfungsausschuß 12. Der Bericht des Mandatsprüfungsausschusses wird dem Kongreß am ersten Tag vorgelegt. 13. Der Mandatsprüfungsausschuß überprüft, inwieweit die Delegationen ihren satzungsgemäßen Verpflichtungen durch die Bezahlung von Mitgliedsbeiträgen vor dem Kongreß nachgekommen sind, erstellt die Stimmrechte nach ArHIMtikel 12 der Satzung und berichtet dem Kongreß. Der Ausschuß prüft auch die Zusammensetzung der Delegationen mit mehr als zwei Vertretern und weist den Frauenanteil beim Kongreß aus. Anträge, Resolutionen, Änderungsanträge 14. 15. 16. 17. Anträge, Resolutionen, Änderungsanträge und Satzungsänderungen sollten beim Sekretariat mindestens vier Monate vor Kongreßbeginn eingereicht worden sein, damit sie von den zuständigen Organen behandelt werden können. Sie sollen in den offiziellen Arbeitssprachen verbreitet werden. Dringlichkeitsresolutionen und Änderungsanträge mit Ausnahme von Anträgen auf Satzungsänderung können während dem Kongreß eingereicht werden. Solche Anträge sollen in schriftlicher Form in einer der offiziellen Sprachen an den Generalsekretär in erster Instanz und dann an den Resolutionsausschuss spätestens um 09.30 Uhr am 8. Dezember 2005 gestellt werden. Dringlichkeitsresolutionen müssen vom Antragsteller unterschrieben sein und den Namen seiner Organisation tragen. Die Annahme von Dringlichkeitsresolutionen wird vom Resolutionsausschuss geprüft, der auch die Reihenfolge in welcher sie diskutiert werden, bestimmt. 5 Der Resolutionsausschuß ist für die Prüfung der vom Gesamtvorstand oder von angeschlossenen Organisationen unterbreiteten Anträge, Vorschläge oder Änderungsanträge zuständig und empfiehlt, in welcher Form sie diskutiert werden sollen, damit die Geschäfte des Kongresses zügig abgewickelt werden können. Bei dieser Arbeit kann der Ausschuß wo nötig zusammenfassen, neue Entwürfe aufsetzen, kürzen und dem Kongreß seine Empfehlungen vorlegen. Geschäftsordnungsanträge können mündlich und ohne vorherige Ankündigung gestellt werden bei einem: i) Antrag, die Angelegenheit zurückzuverweisen; gung 7 ii) Antrag, die Behandlung der Frage zu verschieben; iii) Antrag, die Sitzung zu vertagen; iv) Antrag, die Debatte über eine besondere Frage zu vertagen; v) Antrag, über das Diskussionsthema abzustimmen; vi) Antrag, den folgenden Tagesordnungspunkt vom Kongreẞ behandeln zu lassen; vii) Antrag auf Schluß der Debatte. Abstimmungen 18. Stimmberechtigt beim Kongreß sind die Vertreter/ innen der anwesenden Mitgliedsorganisationen. a) Die Zahl der Stimmen pro Mitgliedsverband ergibt sich aus dem Durchschnittsbetrag, der in den vergangenen vier Jahren bezahlten Mitgliedsbeiträge. 00 8 19. 20. b) c) Neue Mitglieder, die weniger als vier Jahre vor dem Kongreß beigetreten sind, haben Stimmrechte auf Grundlage des durchschnittlich bezahlten Mitgliedsbeitrages seit ihres Beitritts. Jeder Mitgliedsverband hat eine Stimme für je 1000 abgerechnete Mitglieder oder einen Teil davon. Der Kongreẞ faßt seine Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit der abgegeben Stimmen. Verlangt jedoch ein Mitgliedsverband eine geheime Abstimmung, dann stellt der Generalsekretär die Mittel dafür bereit. Eine geheime Abstimmung wird auf Grundlage der Stimmrechte für jedes Mitglied, wie in Artikel 11 vorgesehen, durchgeführt. Jede Resolution oder eine andere Abstimmung für Änderungen der Satzung erfordert eine Zweidrittelmehrheit. Sprachen 21. Die offiziellen Sprachen des Kongresses sind: Englisch, Französisch, Schwedisch, Deutsch und Spanisch. Wir bauen eine vereinte globale Gewerkschaftsbewegung IBBH Tätigkeitsbericht 2001-2005 Ge crite sarben Jung 5001-5002 jronedatiexgitsT IBBH nis neued iW Inhaltsverzeichnis Ein starkes globales Gewerkschaftsnetz Zusammenarbeit mit anderen Organisationen Informationsdienste 12 12 13 223 Nachhaltige Industrieentwicklung in den Sektoren 16 Forstwirtschaft 16 Baugewerbe 20 Internationale Arbeitsnormen Multinationale Unternehmen Globale Unternehmensabkommen Globaler Sozialdialog Diskriminierung Arbeitsmigranten/ entsandte Arbeitskräfte Jugend 22 22 24 25 29 222 29 31 Gleichstellung der Geschlechter 32 11 Beseitigung von Kinder- und Zwangsarbeit 35 Arbeitsschutz Gewerkschaftsrechte Projekte zur Gewerkschaftsentwicklung Anlagen( auf Englisch) 37 37 44 50 IBBH Sekretariat und Büros Sitzungen des Geschäftsführenden Vorstands 559 56 57 Sitzungen des Gesamtvorstands 59 Rechnungsprüfer Nachruf 64 65 12 Ein starkes weltweites Gewerkschaftsnetzlerinl Der IBBH- Kongress im Jahre 2001 in Dänemark nahm einen strategischen Plan an, der das Ziel verfolgte, einen Beitrag zum Aufbau globaler Solidarität zu leisten. Die neun vorrangigen Bereiche dieses Plans für den Zeitraum 20012005 waren: der Aufbau eines starken globalen Netzes von Gewerkschaften, Unterstützung einer nachhaltigen Industrieentwicklung im Baugewerbe, in der Holzindustrie, in der Forstwirtschaft und in verwandten Sektoren, Förderung weltweiter Arbeitsnormen, Bekämpfung der Diskriminierung, Förderung und Unterstützung von Frauen, Beseitigung von Kinder- und der Zwangsarbeit, Förderung des Arbeitschutzes, Durchführung von Solidaritätsaktionen und Entwicklung von Gewerkschaften und gewerkschaftliche Ausbildung. Der nachstehende Bericht schildert die Tätigkeiten des IBBH in der Kongressperiode 20012005. Zusammenarbeit mit Organisationen In der vergangenen Kongressperiode setzte der IBBH seine enge Zusammenarbeit mit der Europäischen Föderation der Bau- und Holzarbeiter( EFBH), dem Nordischen Bund der Bau- und Holzarbeiter( NBBH), dem Internationalen Bund Freier Gewerkschaften( IBFG) und den Globalen Gewerkschaftsverbänden( GGV) fort. Der IBBH förderte außerdem seine politische Arbeit bei internationalen Organisationen wie der Internationalen Arbeitsorganisation( IAO), hauptsächlich über das Büro für Tätigkeiten für Arbeitnehmer( ACTRAV). Der IBBH setzte ferner den Dialog mit internationalen Institutionen wie der Weltbank, der Welthandelsorganisation( WTO) sowie mit multinationalen Unternehmen und der Vereinigung der internationalen Bauunternehmerverbände( CICA) fort. Weitere Organisationen, mit denen der IBBH besondere Kontakte unterhielt, sind die Internationale Tropenholzorganisation( ITTO), die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen( FAO) und internationale UmweltARIAN BALLB Founder ILOD Chiun earn not to f 04 GLOL UNIONS AG NST CHIL IFBWW FITCM דו organisationen, die Internationale Vereinigung für Soziale Sicherheit( IVSS) und der Gewerkschaftliche Beratungsausschuss bei der OECD ( TUAC). Darüber hinaus aktivierte der IBBH mehr als 1000 Mitglieder zur Teilnahme am Weltsozialforum, das 2005 in Porto Alegre, Brasilienien und 2004 in Mumbai, Indien stattfand. Der IBBH beteiligte sich aktiv am Weltjugendforum, dem Weltgewerkschaftsforum„ Solidarität Mobilisieren" und an verschiedenen Foren des IBFG/ FES und versuchte, Wege zu finden, um zukunftsorientiert auf die negativen Auswirkungen der Globalisierung auf seine Sektoren zu reagieren. Er konzentrierte sich auf die Beseitigung der Kinderarbeit und das Recht auf Bildung und Selbstbefähigung der Jugend. Der IBBH rief ferner zur Umsetzung der internationalen Arbeitsnormen in den globalen Unternehmensabkommen mit multinationalen Unternehmen und in den Abkommen mit internationalen Finanzinstitutionen sowie zur Gleichstellung und zu Verhandea lungsrechten für Frauen und zu einer nachhaltigen Forstwirtschaft und Waldzertifizierung auf. Er nahm auch am Weltwirtschaftsforum( WEF) in der Schweiz teil, um nachdrücklich auf die Notwendigkeit einer Verbesserung des Image des modo Sektors angesichts von Bestechung und Korruption und der Aufstellung von Verhaltenskodizes zu Arbeitsnormen auf Baustellen in aller Welt hinzuweisen. Mit seinem großen Engagement auf den IAO- Konferenzen leistete der IBBH bib meinen Beitrag zu den Diskussionen über die informelle Wirtschaft( 2003), zur Annahme eines multilateralen Rahmenansatzes für Arbeitsmigranten/ innen ( 2004), zur Entwicklung eines globalen IAO- Plans für Arbeitsschutz( 2003) und zum IAO- Verfahrenskodex für Arbeitsschutz in der Forstwirtschaft. Der IBBH pflegt ferner äußerst intensive Kontakte und eine enge Zusammenarbeit mit seinen verschiedenen Projektpartnern und führt regelmäßig Lagebeurteilungen in den Projektländern durch. Sein Globales IT- Programm leistete auch einen Beitrag zum Aufbau globaler Solidarität, indem es die Bereitstellung verschiedener Dienstleistungen für die Mitgliedsorganisationen in seine Dienste einbezog. Im Jahre 2003 befürworteten der Geschäftsführende Vorstand und der Gesamtvorstand des IBBH die Aufstellung gemeinsamer Arbeitsprogramme und eine engere Zusammenarbeit mit dem Weltverband der Bau- und Holzarbeiterorganisationen( WVBH). In einem zweiten Schritt wurden Vorbereitungen zur Errichtung einer neuen internationalen Organisation für die Beschäftigten im Baugewerbe, in der Holzindustrie und in der Forstwirtschaft getroffen, deren Gründungskongress im Dezember 2005 stattfinden wird. Informationsdienste FITCM- Federatión Internacional de Trabajadores de lan Construcción y la Madera- Microsoft Internet isoleers|| 0x Fle Edi View Favorites Tocks Help Go: geFIERD Sobre to FITUM Noticias Calendario Industrias Publicaciones Vinculos Contacto Buscar Gol GLOBAL UNIONS Addrest hilp: //www.fitcm.org/index.cfm? n- 281-28 Search Web Links>>> 1363 blocked 0 20p>> Federación Internacional de Trabajadores de la Construcción y la Madera English Español Français FITCM En Línea: El Comité Director de la FITCM sanciono la declaración sobre el documento de consulta de la ICFTU, la Resolución sobre Nepal y la Declaración sobre el Tsunami. ( 19/05/2005) La reunión del Comité Director de La Federación Internacional de Trabajadores de la Construcción y la Madera( FITCM) realizada en abril en Ginebra apoyo la declaración sobre los documentos de consulta de la ICFTU, la Resolución sobre Nepal y recomendaron al Secretariado a redactar una declaración para los afiliados miembros victimas del Tsumani. Tento Compisto Campaña de Solidaridad: Únase a la campaña de Solidaridad de KFCITU en su llamado por la liberación de los trabajadores recientemente arrestados. ( 19/05/2005) La Federación Internacional de Trabajadores de la Construcción y la Madera( FITCM) llama a sus afiliados a unirse a la campaña de solidaridad en apoyo a nuestros compañeros y compañeras de KFCITU, sindicato local de Ulsan en Corea afiliado a la FITCM. ACTUE AHORA y proteste contra los recientes arrestos de 825 trabajadores durante la marcha del 8 de abril. Texto Complet Seit seinem letzten Kongress verfügt der IBBH über eine neue Informationsbeauftragte, die dem Bereich Informationen und Nachrichten neuen Auftrieb verlieh. Nach der Einführung der IBBHNachrichten, dem wichtigsten Medium zur Verbreitung von Nachrichten über die Tätigkeiten der Atividades tehr Mitgliedsorganisationen des Bundes, wurde der boil Informationstätigkeit des Sekretariats eine zeitgerechte Grundlage gegeben. Im Dezember 2003 wurde nach der Herausgabe von 40 Ausgaben der IBBH- Nachrichten die IBBH Online lanciert. Dank moderner Technik und der Tatsache, dass immer bale mehr Mitgliedsorganisationen Zugang zu e- Mail haben, stellte der IBBH die IBBH Online Mitgliedsorganisationen, nahestehenden Organisationen, den Global Unions, Projektpartnern, Unternehmen, der Gewerkschaftspresse und sonstigen Mitgliedern der internationalen Gewerkschaftsbewegung häufiger bereit. Der IBBH- Informationsdienst erreicht nunmehr eine breitere Leserschaft- über 800 Empfänger – mit einer umfassenderen Beschreibung bestimmter Ereignisse und Entwicklungen in den IBBH- Sektoren. Im Jahre 2004 begann der IBBH ferner mit der Herausgabe eines monatlichen Nachrichtenflashs zu Gewerkschaftsrechten, um die Leser über das Engagement des IBBH an der weltweiten Aktion gegen Verletzungen der Gewerkschafts- und Menschenrechte auf dem Laufen- Done Día conmemorativo de los trabajadores: LA FITCM RECUERDA: ¡ DEBEMOS ORGANIZARNOS! SINDICATOS FUERTES= TRABAJO CON SEGURIDAD ( 18/04/2005) Cada año todas las organizaciones afiliadas organizan actividades para el Dia conmemorativo de los trabajadores el 28 de abril. El tema que deseamos promover es la naturaleza previsible de los accidentes y enfermedades profesionales, destacándolo mediante campañas. informativas y actividades de sindicalización encaminadas a fomentar la salud y la seguridad en el trabajo. También es un día para recordar a todos los que han muerto debido a su trabajo. Tito Compisto Flash Junio 2005 01-16 Conferencia di Octubre 2005 03-07 Cosers és Noviembre 2005 01 Reeded Diciembre 2005 04-09 22 media: dx s Buenos Aires Diciembre 2005 MOURN for the Dead FIGHT WORK Internet Argentina 13 14 den zu halten. Ferner stellt der Bund den Mitgliedsorganisationen nunmehr eine im Hause angefertigte spanische, französische und arabische Übersetzung sowie eine russische Fassung( seit Juli 2002) bereit. Auch IBBH Info, IBBH- Solidaritätskampagnen, Pressemitteilungen und Kampagnen werden in diese Sprachen übersetzt. Hund Online- Solidaritätskampagnen wurden erstmals Ende 2003 herausgegeben, usa um Mitgliedsorganisationen zu unterstützen, die sich in einer auf nationaler Ebene nur schwer beizulegenden Konfliktsituation befinden. Sie werden in die Websites der Global Unions und von LabourStart gestellt. Im Jahre 2003 führte der IBBH Kampagnen gegen die Legalisierung des Sozialabbaus durch die WTO und im Jahre 2005 zugunsten der Beschäftigten in Angkor Wat. A Artikel verschiedenster Art werden in die im Sommer 2003 eingeführte neue englische Website des Bundes gestellt. Diese gewährt den Lesern raschen Zugang zum Katalog der Gewerkschaftsrechte, der über Solidaritätsaktionen und-kampagnen berichtet, und zum Katalog über Gewerkschaftsentwicklung, der eine kurze Schilderung der Projekte des IBBH in aller Welt vermittelt. Im November 2004 begrüßten die französisch- und spanischsprachigen Mitgliedsorganisationen die Websites in ihren Sprachen, die vom Sekretariat verwaltet werden. Um die Dienstleistungen für die Mitgliedsorganisationen zu verbessern, arbeitet der IBBH nach wie vor an einer sichtbareren, attraktiveren und interaktiven Website, die mittels Interviews vermehrt Beiträge der Regionalbüros und Mitgliedsorganisationen anbietet. Angesichts dieses Potenzials für die Erreichung der Öffentlichkeit und die Verständigung ist die Nutzung des Internets und sonstiger damit verbundener Technologien für die gewerkschaftliche Organisierung und andere Gewerkschaftstätigkeiten keine Option mehr, sondern eine Notwendigkeit. Die geringen Kosten, die hohe Geschwindigkeit und die weltweite Reichweite dieser Technologie machen sie zu einem überlegenen Kommunikationsmittel, wenn eine rasche Aktion unter Beteiligung zahlreicher Partner erforderlich ist. Das Internet versetzt die Gewerkschaften außerdem in die Lage, ihre Transparenz und Legitimität zu erhöhen und dadurch größere Unterstützung für ihre Politik sowie Interesse an ihren Organisationen, insbesondere seitens der jugendlichen Arbeitnehmer/ innen, zu gewinnen. Im Jahre 2002 wurde ein neuer IT- Projektleiter eingestellt, der die Arbeit am IBBH- Projekt über Informationstechnologie, Die digitale Kluft überwinden', weiterführt. Dieses Projekt soll den Mitgliedsorganisationen in den Entwicklungsländern dabei behilflich sein, die Informationstechnologien zur Stärkung ihrer Gewerkschaften zu BROADBAND nutzen. Das Projekt untersuchte zunächst folgende Bereiche im Hinblick auf etwaige Lösungen für die Mitgliedsorganisationen: Basisdaten und Datenverwaltung, Computerausrüstungen, Computerqualifikationen, Nutzung der IT für die Gewerkschaftsarbeit, Informationspolitik, Informations- und Kommunikationspersonal, Internetanschluss, Vernetzung, Ausbildungsund Unterstützungsbedarf, IT- Infrastruktur im betreffenden Land. Im Jahre 2003 wurde der Schwerpunkt auf die Ausbildung der Mitgliedsgenetwerkschaften im Bereich der Nutzung neuer Technologien zur rascheren Ver agiba ständigung und Vernetzung verlagert. Vier Hauptstrategien wurden entwickelt, um mittels eines verbesserten Informationsaustausches sowie einer verstärkten Zusammenarbeit und Beteiligung zur Stärkung der Mitgliedsorganisationen beizutragen: Kommunikation: Nutzung von E- Mail und MailingListen zur rascheren Verständigung, Diskussionen: Nutzung neuer Technologien, um demokratische Online- Diskussionen zu ermöglichen, Konsolidierung und Informationsaustausch: Nutzung von Online- Datenbanken für den Austausch von Informationen, die für die Gewerkschaften von entscheidender Bedeutung sind, wie beispielsweise Tarifabkommen, Kampagnen: Nutzung des Internets als Plattform für Online- Kampagnen, um Unterstützung seitens einer breiteren weltweiten Öffentlichkeit zu gewinnen. Im Juni 2004 hob eine Tagung im Libanon die Bedeutung der Nutzung der IT für den Prozess der Überwachung und Umsetzung der internationalen Rahmenabkommen hervor. Es wurde beschlossen, ein E- MailNetz für die Zementgewerkschaften in der arabischsprachigen Region aufzubauen. In zahlreichen Ländern wurde für die Mitgliedsorganisationen eine entsprechende IT- Ausbildung bereitgestellt. Bei den Mitgliedsorganisationen wurde Führungskräften und Aktivisten eine Ausbildung angeboten. In den vergangenen vier Jahren erhielten 500 Gewerkschafter eine Ausbildung in den Bereichen grundlegende Computerqualifikationen, Internet, E- Mail und weiteren Vernetzungshilfsmitteln. Rund 2 000 Gewerkschaftsmitglieder nehmen an 100 Online- Netzen teil und erörtern verschiedene Themen. timol 15 16 Nachhaltige Industrieentwicklung in den Sektoren Diese Kongressperiode konzentrierte ihren Arbeitsschwerpunkt auf ein zukunftsorientiertes Vorgehen für die Entwicklung nachhaltiger, menschenwürdiger Arbeitsplätze in den IBBH- Sektoren. Der IBBH förderte das Konzept der nachhaltigen Industrieentwicklung, das auf den drei Pfeilern der Wirtschafts-, Umwelt- und Sozialpolitik beruht, und betonte die Notwendigkeit der Beteiligung der Gewerkschaften am nationalen Entscheidungsprozess. Die IBBH- Industrieausschüsse traten für aktionsorientierte Reaktionen auf Industrieprobleme ein, mit denen die Gewerkschaften in den IBBH- Sektoren in aller Welt zu kämpfen haben. Die Industrieausschüsse befassten sich anhand von Forschungsarbeiten, Studien und Seminaren mit sektoralen Fragen, um Informationen bereitzustellen und eine Politik zu entwickeln. Forstwirtschaft Das Globale Holz- und Forstprogramm( GWF) entwickelte sich in den vergangenen vier Jahren weiter. Das GWF- Programm bemüht sich, eine umfassende Gewerkschaftsreaktion auf die neoliberale Globalisierung zu formulieren, indem es für soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Fairness eintritt. Angetrieben von seinem zentralen Auftrag, die nachhaltige Entwicklung und menschenwürdige Arbeit in aller Welt zu fördern, Ein mangelhaftes Entwicklungsmodell Beispiele aus Indonesien und Ghana Trotz einer pulsierenden, vitalen Forstproduktindustrie verfügten diese beiden Länder ein allgemeines Abholzungsverbot, um internationale Finanzhilfe zu erwirken. Zehntausende unserer Mitglieder wurden praktisch über Nacht in die Armut getrieben. Der Wertverlust von Waldgebieten hatte eine erhöhte Nutzung für andere Zwecke zur Folge, und unsere Mitglieder kämpfen weiterhin ums Überleben. Das unvermeidliche Ergebnis waren eine drastische Zunahme der illegalen Arbeit und weitere Vernichtung von Waldgebieten. Nun weist die internationale Gemeinschaft der Verbesserung der Forstbewirtschaftung und Durchsetzung des Rechts Hunderte Millionen Dollar zu und nutzt die Macht der Regierung, um den Überlebenskampf unserer Mitglieder in ein Verbrechen umzuwandeln. Das GWF- Programm setzt sich für eine öffentliche Politik ein, die einräumt, dass man nur dann den Wald retten kann, wenn man zunächst die Menschen rettet. trat das GWF- Programm für eine Definition der nachhaltigen Forstbewirtschaftung( Sustainable Forest Management, SFM) ein, die die Erfordernisse der Arbeitnehmer/ innen als deren zentralen Inhalt etabliert, trat es bei verschiedenen internationalen Foren für eine Industriepolitik ein, die soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Fairness fördert, anstelle der derzeitigen Politik, die die Entwicklung behindert, Arbeitnehmer/ innen zwingt ihre gewohnte Umgebung zu verlassen und die Gewinne aus armen ländlichen Gegenden in städtische Zentren transferiert, die zumeist in den Industrieländern gelegen sind, und hat globale Instrumente entwickelt, um die Mitgliedsorganisationen bei regionalen und nationalen Krisen zu unterstützen. Für unsere Mitglieder ist es von allerhöchster Bedeutung, dass die Definition der SFM menschenwürdige Arbeit, ein angemessenes Entgelt, sichere Arbeitsbedingungen und formelle Beschäftigung beinhaltet, damit sie in die Lage versetzt werden, die Armut zu überwinden und die Abholzung zu reduzieren. Somit müssen die Waldressourcen in einer Weise bewirt schaftet werden, die zum Lebensunterhalt der Forstarbeitnehmer/ innen beiträgt und nachhaltige Wälder fördert. Allzu häufig wird der Beziehungen zwischen SFM und den Fragen sozialer Gerechtigkeit und wirtschaftlicher Fairness zu wenig Beachtung zuteil. Es ist wichtig, dass die annähernd 2,5 Millionen IBBH- Mitgliedsorganisationen in den Sektoren als wichtige Ansprechpartner anerkannt wird, damit sie am Entscheidungsprozess über Forst- und Holzfragen teilhaben können. Das GWF- Programm nimmt das Waldforum der Vereinten Nationen( United Nations Forum on Forests, UNFF) in Anspruch, um die Aufmerksamkeit auf unsere Anliegen und Forderungen zu lenken. Als Brennpunkt finanzierte das GWF- Programm für die bedeutende Gruppe der Arbeitnehmer/ innen und Gewerkschaften Nebenveranstaltungen, hielt Referate und nahm auf der UNFF 4 an einer Debatte im Plenum mit Mitgliedstaaten über die Bedeutung menschenwürdiger Arbeit und die Verringerung der Armut in der Definition der nachhaltigen Forstwirtschaft teil. Die Armut ist nach wie vor die größte Bedrohung für menschenwürdige Arbeit und die größte Ursache der Abholzung. Die Rolle der Forstwirtschaft bei der Förderung der Armutsreduzierung und der ländlichen Entwicklung wird nach wie vor durch den in diesem Sektor üblichen Sozialabbau beeinträchtigt, der für viele unserer Mitglieder abträglich ist. Damit die Forstwirtschaft als rechtmäBige Wirtschaftstätigkeit überleben kann, muss sie menschenwürdige Arbeit in der gesamten Wertekette bereitstellen, und zwar von der Anpflanzung bis zum Versand des Endverbraucherprodukts. Die Rolle der Gewerkschaften bei der Armutsverringerung wird noch immer unterschätzt. Eine jüngste GWF- Studie überprüfte über 36 strategische Pläne des IWF und der Weltbank zur Armutsreduzierung( Poverty Reduction Strategic Plans, PRSP) und stellte fest, dass kein einziger PRSP die Gewerkschaften in der Forstwirtschaft auswies oder auch nur erwähnte, doch stellt praktisch jede Studie über die Armutsverringerung und Wirtschaftsentwicklung fest, dass wirtschaftliche Fairness eine Schlüsselvoraussetzung für eine erfolgreiche Entwicklung ist. Keine andere soziale Einrichtung verfügt über die Reichweite und den Geltungsbereich der Gewerkschaftsbewegung, um ein entgeltorientiertes Biz Wachstum und soziale Gerechtigkeit zu fördern. Die Einbeziehung sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Anliegen ist für die langfristige Stabilität des Forstproduktsektors von entscheidender Bedeutung. Für den IBBH ist die Waldzertifizierung ein Mittel zur Förderung nachhaltiger Forstverfahren und Arbeitsbedingungen. Das GWF- Programm fördert die Aufnahme sozialer Normen in die Waldzertifizierung. Der IBBH arbeitete aktiv mit internationalen Finanzinstitutionen und Armutsreduzierungsplänen zusammen, um Verfahren zu ermitteln, die aufzeigen, dass die Waldzertifizierung die Armut verringern kann. Der IBBH dringt ferner auf globale Unternehmensabkommen, die die Rolle der Zertifizierung 17 18 Gewerkschaftliche Organisierung der Arbeitnehmer anerkennen. Die Zertifizierung sollte als Mindestsozialschutz die einschlägigen IAO- Normen enthalten und dem IAO- Verfahrenskodex über Arbeitsschutz in der Forstwirtschaft in vollem Umfang Rechnung tragen. Diesbezüglich beteiligten sich zahlreiche IBBH- Mitgliedsorganisationen an Zertifizierungsaktivitäten auf nationaler Ebene, um die sozialen und die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Außerdem arbeiteten der IBBH und seine Mitgliedsgewerkschaften auf den Abschluss von Zertifizierungsabkommen hin, um die Anliegen der Arbeitnehmer/ innen in allen Phasen des Produktionsprozesses, nicht nur in den Wäldern, in vollem Umfang zu erfassen. In Chile, Burkina Faso, Kenia, Indien und Malaysia stellt die durch das GWF unterstützte gewerkschaftliche Organisierungsarbeit die Verbindung zwischen internationaler Kampagnentätigkeit und örtlicher Aktion her. In Indien und Burkina Faso liegt das Gewicht auf den informellen Beschäftigten. Die Strategie besteht darin, die Aufforstungsarbeit und die Entwicklung der auf der Gemeinschaft basierenden Wirtschaftstätigkeit zu nutzen, um die Beschäftigten gewerkschaftlich zu organisieren, die kein formelles Beschäftigungsverhältnis haben. In Chile und Malaysia liegt der Schwerpunkt auf der Nutzung vorhandener Mittel, wie der nationalen Arbeitsschutzgesetzgebung und der Waldzertifizierung, um den drastischen gewerkschaftsfeindlichen Aktivitäten der Arbeitgeber entgegenzuwirken. Die Macht der Global Unions gegen die Arbeitgeber zu nutzen, die die Beschäftigten ausbeuten, ist ein Weg zur Unterstützung der nationalen Gewerkschaften bei der gewerkschaftlichen Organisierungsarbeit. In vielen Ländern ist das Problem der Vertragsarbeit äußerst schwer wiegend, da der Sektor versuchte, die regulären Arbeitnehmer/ innen durch Vertragsarbeitnehmer/ innen zu ersetzen, die über weniger Sozialschutz verfügen. Die Reaktion des GWF umfasst: • die Unterstützung der nationalen Gewerkschaften bei der gewerkschaftliche Organisierung der Beschäftigten, die im informellen Sektor arbeiten, Druckausübung zugunsten der Vollzeitarbeit mit einem formellen Beschäftigungsverhältnis und • eine weltweite Umfrage zur Ermittlung der Erfordernisse der Beschäftigten, die im informellen Sektor tätig sind, sowie einen Versuch, das Ausmaß festzustellen, in dem die Arbeitgeber die Vertragsarbeit zur Umgehung ihrer sozialen Verantwortlichkeiten benutzen. Delegierte aus der Tschechischen Republik, Finnland, Ungarn, Polen, Rumänien, Ghana, Kenia, Burkina Faso, Mali, Brasilienien, Argentinien, Chile, Peru, Indonesien und Malaysia nahmen an Arbeitstagungen über Waldzertifizierung teil und lernten, wie die Waldzertifizierung als gewerkschaftliches Organisierungsmittel in ihren Ländern genutzt werden kann. In den letzten Jahren setzte sich der IBBH mit Erfolg dafür ein, dass ein starker Sozialschutz in die internationalen Normen aller bedeutenden internationalen Zertifizierungssysteme aufgenommen wurde. Dank dieser Arbeit sind die Kernübereinkommen der IAO nunmehr in den globalen Normen vieler dieser Systeme verankert. Die zertifizierten Forstunternehmen sind verpflichtet, die Beschäftigten zu schützen- und wenn sie dies nicht tun, verfügen die Gewerkschaften nunmehr über ein weiteres Mittel, sie dazu zu veranlassen, ihre Praxis zu ändern. Unser Gewerkschaftsbund war federführend bei der Aufnahme von Sozialnormen bei der Produktionskette( chain of Custody) des Malaysian Timber Certification Council( Malaysischer Rat für Holzzertifizierung, MYCC). Das System wurde im November 2004 verabschiedt und ist das fortschrittlichste aller bestehenden Waldzertifizierungssysteme. Das MTCC- System dehnt den Schutz auf die gesamte Produktionskette aus. S mtcc Die Kriterien der MTCC- Chain of Custody stellen sicher, dass die örtliche Bevölkerung bei der Beschäftigung vorrangig behandelt wird, alle Arbeitsschutzvorschriften erfüllt oder übertroffen werden, und die Rechte der Arbeitnehmer/ innen auf gewerkschaftlichen Zusammenschluss und Kollektivverhandlungen, wie in den IAOÜbereinkommen Nr. 87 und 98 vorgesehen, garantiert werden. Aufgrund dieser Normen ist das MTCC- System das sozial höchstentwickelte und fortschrittlichste Waldzertifizierungssystem der Welt. Das GWF- Programm erweitert seine Tätigkeit auch in China. China ist nunmehr der größte Käufer von Rohholzfaser und der größte Exporteur von Holzerzeugnissen der Welt. Es ist unmöglich, eine Industriepolitik ohne ausdrückliche Pläne für die Behandlung der stetig wachsenden Rolle Chinas in diesem Sektor zu entwickeln. Dies ist besonders wichtig bei der Bekämpfung der Multinationalen Konzerne, die sich bemühen, überall in der Welt Profit aus Niedriglöhnen und unsicherer Arbeit zu schlagen. Ein internationales Seminar für chinesische Holz- und Forstarbeitnehmer/ innen wurde im September 2002 in Guilan veranstaltet und verfolgte das Ziel, den chinesischen Gewerkschaftern bei der Fortführung ihres Kampfes zur Förderung von Kollektivverhandlungen in privaten wie in staatlichen Betrieben behilflich zu sein. Das GWF arbeitet über das globale Rahmenabkommen mit IKEA an der Verbesserung der Arbeitsbedingungen bei den chinesischen Lieferanten von IKEA. de Die neoliberale Globalisierung drängte mit Erfolg die Frage der Arbeitsnormen an den Rand. Dies tritt nirgends deutlicher zutage als bei interdemnationalen Wirtschaftsverhandlungen. Anlässlich eel dieser Handelsgespräche werden die Arbeitsnormen nur selten erwähnt, geschweige denn in den Wortlaut eines internationalen Handelsabkommens aufgenommen. Das GWF- Programm tritt nach wie vor für Arbeitsnormen in Handelsabkommen ein. Der derzeitige Entwurf zur Erneuerung des Internationalen Tropenholzabkommens enthält zurzeit Formulierungen, die sich auf die IAO- Arbeitsnormen beziehen. Der Neoliberalismus schwächte ferner effektiv die Bereitschaft und Entschlossenheit der Regierungen, angemessene Arbeitsnormen durchzusetzen. Dies stellt eine reale Bedrohung für die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in allen Ländern dar. Das GWF- Programm ist zunehmend bestrebt, Beziehungen mit Regierungen herzustellen, um deren Fähigkeit zur Durchsetzung der Normen zu erhöhen. Als Teil dieser Bemühungen entwickelte das GWF- Programm in Zusammenarbeit mit der IAO ein Ausbildungsprogramm für nationale Für die Neoliberalen sind wir das Problem Eine kürzlich veröffentlichte Forschungsarbeit des GWF- Programms überprüft, wie weder die Forstarbeitnehmer/ innen noch ihre Gewerkschaften an den nationalen Strategieprozessen zur Verringerung der Armut beteiligt werden, obwohl die Forstwirtschaft ein entscheidender Faktor für die Arbeitsbekämpfung ist und Einkommen für zahlreiche hoch verschuldete Länder erzeugt. Da die Förderung der sozialen Gerechtigkeit und wirtschaftlichen Fairness als Hindernisse für die Bereicherung der Eliten auf internationaler wie auf nationaler Ebene angesehen wird, passen unsere Forderungen nicht in ihre Vorhaben. Doch die Forschung über die Verringerung der Armut zeigt auf, dass wirtschaftliche Fairness, insbesondere in Bezug auf die Frauen, und soziale Gerechtigkeit eine Schlüsselrolle dabei einnehmen, ob sich das Wirtschaftswachstum positiv auf die Verringerung der Armut auswirkt. 19 20 Arbeitsinspektoren und Waldzertifizierungsexperten über die Art und Weise, wie Verletzungen der Arbeitsnormen bei der Durchführung von Inspektionen zu erkennen und zu behandeln sind. Die Entwicklung einer arbeitnehmerfreundlichen Industriepolitik und ihre Verteidigung in der ganzen Welt reicht jedoch nicht aus. Die nationalen Gewerkschaften müssen in der Lage sein, bei ihrer gewerkschaftlichen Organisierungsarbeit Nutzen aus diesen Bemühungen zu ziehen. Diesbezüglich geht das GWFProgramm im Bereich der gewerkschaftlichen Organisierung Partnerschaften mit einer Reihe von Gewerkschaften ein( siehe Kasten). Baugewerbe Da wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, Umweltschutz und soziale Verantwortung die drei Pfeiler der Zukunft des Baugewerbes bilden, leistete der IBBH Beiträge zu den Wirtschaftssektorberichten der Vereinten Nationen über das Baugewerbe und die Forstwirtschaft anslässlich des Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung( WSSD) im September 2002 in Südafrika. An dieser Veranstaltung nahmen 48 Teilnehmer/ innen des Regionalausschusses und des Frauenausschusses für Afrika sowie Mitgliedsorganisationen aus Südafrika und Europa teil, um die Notwendigkeit hervorzuheben, die Gewerkschaften an den Initiativen zur nachhaltigen Entwicklung zu beteiligen. Der IBBH unterstützte zwar die drei Pfeiler, betonte jedoch, dass es notwendig sei, die Zusammenarbeit zu intensivieren, um das Image und die Qualität des Baugewerbes zu verbessern. Die Gesellschaft ist zunehmend besorgt über die Arbeitsbedingungen, die Ausbeutung und die Verlagerung von Fertigungsanlagen in Regionen mit billigerer Arbeitskraft. Die multinationalen Unternehmen beginnen die öffentliche Meinung und die öffentlichen Forderungen zu beachten. Die Förderung der Aufnahme der Arbeitnehmerrechte in globale Unternehmensabkommen und der Einsatz qualifizierter Arbeitskräfte bei der Zusammenarbeit mit seriösen Beratungs- und Bauunternehmen und die Verbesserung des Planungsprozesses sind die wichtigsten Zielsetzungen. Im Kielwasser des WSSD verteidigte der IBBH die drei hauptsächlichen Pfeiler auf dem Konsultationstreffen des UNEP mit Vertretern von Industrieverbänden im Oktober 2002 in Paris sowie auf anderen Tagungen über nachhaltiges Baugewerbe. Der IBBH betonte u. a. nachdrücklich, dass die Entwicklung von Fähigkeiten und Qualifikationen der Bauarbeitnehmer/ innen und die Verbesserung der Arbeitsschutznormen auf Baustellen wichtige Voraussetzungen für eine Stärkung der drei Pfeiler seien. Der Welttag für Habitat im Oktober 2003 machte die öffentliche Meinung auf die Dringlichkeit einer Verbesserung der menschlichen Siedlungen aufmerksam, insbesondere für die mittellose städtische Bevölkerung. Eine von sechs Personen lebt ihn einem Elendsviertel. Diese Zahl dürfte sich in den kommenden dreißig Jahren noch verdoppeln. Der IBBH drang darauf, dass die Politik bezüglich der Elendsviertel mit der breiteren, auf Menschen ausgerichteten Politik zur Armutsreduzierung in den Städten zusammengefasst werde, die sich mit den verschiedenen Aspekten der Armut, einschließlich der Themen Beschäftigung und Einkommen, Unterkunft, Ernährung, Gesundheit, Bildung und Zugang zu grundlegenden städtischen Infrastrukturen und Dienstleistungen, befasst. Der IBBH spielte eine aktive Rolle auf den dreigliedrigen und Fachtagungen der IAO für das Baugewerbe. Im November 2003 nahm der IBBH an der dreigliedrigen Planungstagung für die nachhaltige Entwicklung des Baugewerbes und die Erhöhung der Qualität der Arbeitsplätze im Baugewerbe, einschließlich Fremdvergabe, Gelegenheitsarbeit, Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten, Ausbildung und Schaffung von Beschäftigung, teil. Ferner war er ein den Jahren 2003 und 2004 an den IAO- Konferenzen über die informelle Wirtschaft und Arbeitsmigranten/ innen beteiligt. Für den IBBH sind Tarifverhandlungen und Gesetzgebung der wirksamste Weg zur Sicherstellung dessen, dass die Interessen der Arbeitnehmer/ innen im Betrieb geschützt werden. Er leistete zusammen mit den GGV und der IAO Lobbyarbeit zugunsten der Umsetzung angemessener Normen für die Beschäftigten in seinen Sektoren. Die Frage der gewerkschaftlichen Erfassung der Arbeitsmigranten/ innen stellt insbesondere im Baugewerbe eine Herausforderung für den IBBH und seine Mitgliedsorganisationen dar, da diese Arbeitnehmerkategorie allgemein diskriminiert wird. Die deutschen und schweizerischen Mitgliedsorganisationen im Baugewerbe, IG BAU und GBI/ SIB, leisteten in dieser Hinsicht besonders wirksame Arbeit. Der IBBH arbeitete im Februar 2004 während eines Zeitraums von sechs Monaten mit der Weltbank zusammen. Der IBBH- Berater entwickelte die Bestimmungen über Arbeitsnormen für die Projekte der Weltbank im Bereich der Armutsreduzierung weiter. Mitte 2004 gab der IBBH detaillierte Empfehlungen zur Umsetzung der Kernarbeitsnormen und sozialen Kriterien in den Beschaffungsverträgen im Baugewerbe an die Weltbank ab. 21 Internationale Arbeitsnormen 22 Der IBBH räumt der Entwicklung eines konstruktiven Sozialdialogs und eianer Grundlage für solide Arbeitsbeziehungen und nachhaltige Entwicklung in seinen Sektoren hohe Priorität ein. Der IBBH vertritt daher die Ansicht, dass es von entscheidender Bedeutung ist, dass sich seine Industriepolitik bemühen muss, die Unternehmen auf internationaler Ebene zur Förderung der Arbeitnehmerrechte als Ergänzung zum laufenden Dialog mit zwischenstaatlichen und Regierungsorganisationen zu verpflichten. Der IBBH tritt für die Aufnahme der Arbeitnehmerrechte in die Abkommen mit Unternehmen, Regierungen und internationalen Institutionen als Mittel zur Förderung der Arbeitnehmerrechte ein. Multinationale Unternehmen Eine wachsende Zahl multinationaler Grossunternehmen( MNK) tritt zur Zeit infolge von Initiativen und Druck seitens der Vereinten Nationen, der OECD, von Regierungen und anderen Gruppen in einen Prozess der sozialen Verantwortung der Unternehmen( Corporate Social Responsibility, CSR) ein, der auf nachhaltiger Entwicklung beruht, einschließlich der drei Pfeiler soziale Verantwortung, Umweltschutz und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Die große Mehrheit der MNK hält jedoch diese Normen in ihrer Geschäftstätigkeit nicht ein. Ferner ist bekannt, dass zahlreiche Regierungen in Entwicklungsländern sowie in den mittel- und osteuropäischen Ländern keinen Druck auf ausländische MNK ausüben, damit diese die Arbeitsnormen einhalten, weil es das oberste Ziel dieser Regierungen ist, Investitionen anzulocken. Es gibt jedoch zahlreiche Beispiele für MNK, die eine hohe Produktivität und positive Geschäftsergebnisse erzielen, indem sie die Arbeitsnormen einhalten und die Beschäftigten motivieren und ausbilden. Zum Schutz der Arbeitnehmerrechte in seinen Sektoren nahm der IBBH eine Strategie bezüglich der MNK an, die eine sozial verantwortliche Geschäftstätigkeit auf internationaler Ebene fördert und die uneingeschränkte Einhaltung der Gewerkschaftsrechte und die volle und wirksame Umsetzung der IAO- Kernübereinkommen sowie das IAO- Übereinkommen Nr. 94( öffentliche Verträge) als Mindestnormen einschließt. Der IBBH will die MNK zu dem Verständnis veranlassen, dass diese grundlegenden Arbeitnehmerrechte keine möglichen Optionen, sondern unausweichliche internationale Verpflichtungen sind, und zwar ungeachtet der Tatsache, ob die Länder, in denen sie tätig sind, die entsprechenden IAO- Übereinkommen ratifiziert haben oder nicht. Der IBBH hält die MNK mittels der Einhaltung der Arbeitnehmerrechte, eines konstruktiven Sozialdialogs als Grundlage für solide Arbeitsbeziehungen und nachhaltige Entwicklung dringend dazu an, ihre Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, den Ländern, in denen sie tätig sind, und den von ihnen beschäftigten Arbeitnehmern/ innen zu übernehmen. Die internationalen Arbeitsnormen und innerstaatliche Rechtsvorschriften, die mit diesen übereinstimmen, müssen von allen Unternehmen eingehalten werden, und die Regierungen haben die Pflicht, die volle Umsetzung sicherzustellen. Diejenigen MNK, die Abkommen mit dem IBBH schließen, garantieren als Minimum die Einhaltung A der Gewerkschaftsrechte und die wirksame Umsetzung aller Kernübereinkommen der IAO. Der IBBH räumt ferner der Nutzung seiner internationalen, regionalen und subregionalen Strukturen sowie der Stärke seiner Mitgliedsorganisationen hohe Priorität ein. Diese Unterstützung leistete einen beträchtlichen Beitrag zur Aushandlung mehrerer globaler Unternehmensabkommen, die Normen setzen und eine Überwachung sowie Folgemaßnahmen vorsehen. dale Neben dem Schwerpunkt Arbeitnehmerrechte konzentrierten sich die der Diskussionen mit den MNK und CICA auf andere für die Zukunft des Baugein werbes wichtige Aspekte, wie ethisches Verhalten und Transparenz im Beschafnem fungswesen, öffentlich- private Partnerschaften und IT. In Europa fand eine enge ban( regionale Zusammenarbeit zwischen dem CICA- Mitgliedsverband FIEC und der EFBH und in Asien/ Pazifik zwischen IFAWPCA und dem IBBH in den Bereichen Arbeitsschutz, Jugend und Arbeitsmigranten/ innen statt. Die CICA stellte ferner positive Beziehungen zu IBBH- Mitgliedsorganisationen auf den Philippinen her, und in Lateinamerika und der Karibik fand eine Zusammenarbeit zwischen FIIC und dem IBBH im Bereich des Arbeitsschutzes statt. 20 Zur Entwicklung seiner Strategie bezüglich der MNK veranstaltete der IBBH mehrere Arbeitstagungen und Seminare in den Regionen. Im Oktober 2001 bewertete ein Seminar in Brasilienien die Ergebnisse seiner Abkommen, und es fand eine Besichtigung eines Unternehmens im Besitz von Faber- Castell statt. Die IBBH- Arbeitstagung für Gewerkschaften in Nordamerika im Oktober 2001 befasste sich mit dem Einfluss der globalen Unternehmensabkommen auf die Arbeitsbeziehungen im amerikanischen Baugewerbe und in der Forstwirtschaft. Diese Arbeitstagung hielt die Gewerkschaften in den USA und Kanada dazu an, diese Abkommen als Hilfsmittel für den Sozialdialog und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen über das in den Abkommen vorgesehene Mindestor niveau hinaus zu verbessern. Das IBBH- Seminar über globale Unternehmensabkommen im Juli 2002 in Peru analysierte den Inhalt der IBBH- Abkommen mit Skanska und Faber- Castell, legte Umsetzungsstrategien fest und erörterte die Überwachung und die Folgemaßnahmen. Im September 2002 hob die IBBH- Publikation, Die Meilensteine der Globalisierung im Bau-, dem Baumaterialen-, dem Holzsektor und der Forstwirtschaft, die starken Trends hin zu Globalisierung und Konzentration in den IBBH- Sektoren hervor. Sie betonte, dass sich die Gewerkschaften die modernen Technologien zunutze machen müssen, da die Unternehmen sich blitzschnell wandeln. Soziale Errungenschaften müssen gesichert und mittels nachhaltiger Entwicklung und Abkommen über Arbeitnehmerrechte ausgebaut werden. Die Ausbildung der Beschäftigten in den weniger entwickelten Ländern wird die Migrationsströme verringern und die Beschäftigten weniger prekär machen. Das Regionalseminar über vorbildliche Verfahren für Südosteuropa im November 2002 in Borovec vereinbarte, die Tätigkeiten bezüglich der MNK im Jahre 2003 fortzusetzen, da diese die Haupttriebkräfte des Privatisierungsprozesses sind. 23 24 Der IBBH hielt außerdem die Mitgliedsorganisationen dazu an, über die Arbeitnehmerrechte in chinesischen Unternehmen Bericht zu erstatten, da China Afrika und Lateinamerika nicht nur für bedeutende Exportmärkte, sondern auch für wichtige Zielorte für Investitionen hält. China drängt seine Unternehmen zurzeit zu Investitionen im Ausland. Eine der IBBH- Tagungen über diese Frage wurde im Jahre 2004 in Tansania abgehalten. Globale Unternehmensabkommen Die vergangenen vier Jahre zeichneten sich durch einen positiven Sozialdialog mit mehreren MNK aus. Zu erwähnen sind folgende Entwicklungen: Der IBBH schloss ein Abkommen mit Impregilo( Hoch- und Tiefbau, Italien) und Veidekke( Bau, Norwegen) ab. Die Gespräche mit Lafarge( weltführend im Bereich Baustoffe, Frankreich) über nachhaltige Entwicklung, das Arbeitsschutzmanagementsystem des Unternehmens und die HIV/ AIDS- Initiativen gehen weiter. Lafarge und der IBBH hielten im Jahre 2005 regelmäßig Zusammenkünfte ab, um zu einem Abkommen zu gelangen. Ferner fanden Verhandlungen über künftige globale Unternehmensabkommen statt mit: Holcim( Zement, Schweiz), der Royal BAM GRUPPE( Hoch- und Tiefbau, Niederlande) und Colas( Bouygues, Bau, Frankreich). Das IBBH- Abkommen mit Ballast Nedam wurde im Jahre 2004 un verlängert. Der IBBH untersuchte ferner die Bedeutung einer Nutzung des chinesischen Marktes von IKEA, Faber Castell und Lafarge, um Beschäftigte in den IBBH- Sektoren auf Unternehmensebene gewerkschaftlich zu organisieren. Die Partnerunternehmen geben zu verstehen, dass sie angemessene Arbeitssbeziehungen im Betrieb befürworten, sich für die gesamte Versorgungskette in ihren Unternehmen verantwortlich fühlen und den Gewerkschaftstätigkeiten gegenüber aufgeschlossen sind. Für den IBBH besteht das Ziel dieser Abkommen darin, eine anhaltende Arbeitsbeziehung und einen Dialog zwischen dem IBBH und dem betreffenden Unternehmen aufzubauen, um alle Fragen im Zusammenhang mit der Nichteinhaltung der Bestimmungen des Abkommens beizulegen und eine sozial verantwortliche Geschäftspraxis auf internattonaler Ebene zu edo erzielen. Die im Jahre 2004 herausgegebene Studie, Die Erfahrung des IBBH mit globalen Unternehmensabkommen, weist auf die fünf Abkommen hin, die der IBBH mit großen MNK geschlossen hat. Sie hebt ferner klar hervor, dass der Abschluss globaler Unternehmensabkommen mit MNK von Bedeutung ist, da Letztere sich in diesen Abkommen zur Einhaltung der auf den IAO- Kernübereinkommen beruhenden Arbeitnehmerrechte sowie zu angemessenen Arbeitsbedingungen, Arbeitsschutz, HIV/ AIDS- Prävention sowie Regeln über die Beziehung zwischen Wohnungswesen und Beschäftigung verpflichten. Die Abkommen sehen ferner einen Prozess zur Überwachung und Weiterverfolgung vor. Die globalen Unternehmensabkommen gelten auch für die Arbeitsverfahren der Liefeoranten und Vertragsunternehmen eines Unternehmens. Im Rahmen des globalen Abkommens mit IKEA wurden gemeinsame Arbeitsprogramme für 2003-2004 vereinbart. IKEA ersuchte den IBBH, an der A Verbesserung der Arbeitsbedingungen der chinesischen Beschäftigten bei IKEA- Lieferanten in ganz China mitzuwirken. IKEA ersuchte ferner die IBBH Mitgliedsorganisationen in Malaysia und Indonesien, sich an einer Einhaltungsprüfung in jedem Land zu beteiligen, um die Gewerkschafter über den Prozess und die Verfahren des IWAY zu informieren. IKEA entwickelt im Rahmen eines Dialogs mit dem IBBH weiterhin Prüfungsverfahren, die zu größerer Transparenz der Prüfungsverfahren und-ergebnisse führen sollen. Im Fall von Faber Castell hat der IBBH mit dem Unternehmen Sozialaudits in Asien und dem eb pazifischen Raum und in Lateinamerika durchgeführt. Im Zusammenhang mit oth Skanska ersuchte die Baugewerkschaft in Peru den IBBH um Unterstützung. Im Jahre 2004 leisteten die schwedischen IBBH- Mitgliedsorganisationen und gander IBBH Beiträge zur Erzielung eines zufriedenstellenden Abkommens für die sb Beschäftigten in Peru. Da die große Mehrheit der MNK jedoch weiterhin arbeitet, ohne die internationalen Arbeitsnormen einzuhalten, empfahl der IBBH seinen Mitgliedsorganisationen, in dieser Angelegenheit proaktiver zu handeln. In diesem Zusammenhang hielt der IBBH mehrere Seminare in den Regionen ab, um die Grundlage für die weitere Arbeit auf internationaler und regionaler Ebene im Hinblick auf detaillierte Arbeit an der Umsetzung zu errichten. Diese Seminare hielten insbesondere die Mitgliedsorganisationen dazu an, diese Abkommen zur gewerkschaftlichen Organisierung im Betrieb und zur Verbesserung ihrer Rechte zu nutzen und am Überwachungs- und Überprüfungsprozess zu arbeiten, indem sie dem IBBH Bericht erstatten und/ oder Beschwerden an ihn richten, um die unverzügliche Einhaltung zu gewährleisten. Ferner hielt der IBBH sie dazu an, die OECD- Leitsätze für multinationale Unternehmen zur Belebung des Dialogs zu nutzen. Die Mitgliedsorganisationen unterrichten ferner die Beschäftigten, die örtlichen Vertragsunternehmen und Lieferanten über die Existenz dieser Abkommen. Die polnischen und schwedischen Mitgliedsorganisationen des IBBH leiteten im Jahre 2002 in Polen ein Sozialdialogprojekt ein, das die Herstellung solider Arbeitsbeziehungen und einer Gewerkschaftsvertretung auf Unternehmensebene bezweckt. Im Oktober 2003 berichteten die polnischen Mitgliedsorganisationen, sie hätten neun von 12 Swedwood- Betrieben( Unternehmen im Besitz von IKEA) gewerkschaftlich organisiert. Die polnischen Gewerkschaften begrüßten diesen Management- Gewerkschafts- Ansatz, der die Gewerkschaften in die Lage versetzt, ihre Mitgliedschaft zu erhöhen und Tarifverhandlungen aufzunehmen. Globaler Sozialdialog A Unternehmen, Regierungen und internationale Finanzinstitutionen sind die Hauptakteure, da sie direkten Einfluss auf die Armut nehmen können. Der IBBH trat energisch für die Aufnahme internationaler Arbeitsnormen in die Abkommen mit Unternehmen, Regierungen und internationalen Institutionen als Mittel zur Förderung der Arbeitnehmerrechte ein. Mit dieser Strategie erzielte er einigen Erfolg. Der IBBH leistete ferner Lobbyarbeit bei den internationalen Finanzinstitutionen und der WTO im Hinblick auf die Aufnahme von Arbeitsnormen in deren Beschaffungsdokumente oder-regeln. Die Weltbankprojekte sind größtenteils Finanzierungsprojekte in den Entwicklungsländern, in denen der Schutz 25 26 der grundlegenden Arbeitnehmerrechte begrenzt ist und die Gewerkschaften nachdrücklich abgelehnt werden. Ein erheblicher Anteil der Infrastrukturfinanzierung wird auch von den Regionalen Entwicklungsbanken geleistet. Diese Verträge schaffen für Tausende Arbeitnehmer/ innen Beschäftigung, von denen viele in den IBBH- Sektoren tätig sind. Der IBBH ist der Ansicht, dass die Aufnahme klarer, durchsetzbarer Bestimmungen bezüglich der Arbeitnehmerrechte die Arbeitsbedingungen Tausender Beschäftigter in seinen Sektoren in aller Welt verbessern wird. Diese Institutionen müssen als Hauptakteure ihre Verantwortung bei der Auftragsvergabe für diese Projekte wahrnehmen. Die Weltbankgruppe und die Regierungen gehören zu den größten Arbeitgebern im Baugewerbe. Die Bedingungen der Weltbankverträge sind zurzeit bezüglich der Frage der Einhaltung der Kernarbeitsnormen nicht klar genug. Der IBBH übte Druck zugunsten der uneingeschränkten Einhaltung der Gewerkschaftsrechte und der wirksamen Umsetzung der IAO- Kernübereinkommen in den Beschaffungsrichtlinien, den Standard- Ausschreibungsdokumenten( SBD) und den Kreditverträgen aus. Die IBBH- Politik beruht ferner auf den im IAO- Übereinkommen Nr. 94( öffentliche Verträge) verankerten Grundsätzen, da zahlreiche Beschäftige in den IBBH- Sektoren gezwungen werden, aus den herkömmlichen Beschäftigungsverhältnissen auszuscheiden und informelle Arbeitsregelungen zu akzeptieren. Der IBBH arbeitete ab Februar 2004 während eines Zeitraums von sechs Monaten mit der Weltbank zusammen. Der IBBH- Berater entwickelte die Bestimmungen über Arbeitsnormen für die Projekte der Weltbank im Bereich der Armutsreduzierung weiter. Mitte 2004 gab der IBBH detaillierte Empfehlungen zur Umsetzung der Kernarbeitsnormen und sozialen Kriterien in den Beschaffungsverträgen im Baugewerbe an die Weltbank ab. Trotz einer Studie der Weltbank, aus der hervorgeht, dass hohe gewerkschaftliche Erfassungsraten zumeist zu einer gerechteren Einkommensverteilung, weniger Lohndiskriminierung von Frauen und Minderheiten sowie zu einer verbesserten Wirtschaftsleistung führen, enthalten die Entwürfe der Beschaffungsrichtlinien der Weltbank für Regierungen lediglich einen Hinweis auf das Verbot der Kinderarbeit und der Zwangsarbeit sowie auf soziale Aspekte der Bautätigkeit. Der IBBH übte Kritik an der Weltbank, weil sie doppelte Normen einführte- eine Serie für Privatunternehmen, die andere für Regierungen. Der IBBH wird weiterhin angemessene Sozial- und Umweltnormen in allen Verträgen der Weltbank fordern, um einen lauteren Wettbewerb im Ausschreibungsprozess und die Qualität der Bauarbeiten sicherzustellen. Der IBBH war ferner am Fortschritt bei der Internationalen Finanzkorporation( IFC) beteiligt. Deren soziale und ökologische Leistungsnormen reflektieren nunmehr sämtliche Kernarbeitsnormen und Arbeitsschutzanforderungen als Bedingung für künftige IFC- Kreditverträge. Außerdem soll auch das Recht auf gewerkschaftlichen Zusammenschluss und Kollektivverhandlungen in die Kreditkonditionen der IFC aufgenommen werden. Einzelne Entwicklungsbanken befolgten ebenfalls diesen Trend. Die Asientische Entwicklungsbank( ADB) beispielsweise nahm im Oktober 2001 eine Politik an, die festlegt, dass sie sicherstellen will, dass Bauunternehmen, Vertragsunternehmen und Lieferanten das Arbeitsrecht eines Landes und die Kernarbeitsnormen bei der von der ABD Her finanzierten Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen einhalten. Hinsichtlich des IWF riefen die Global Unions die Institution gemeinsam dazu auf, ihre Politik zu ändern, um in Übereinstimmung mit den Empfehlun gen der IAO- Weltkommission zur sozialen Dimension der Globalisierung eine Verringerung der Armut sowie Wachstum und höhere Beschäftigungsniveaus zu erreichen. Darüber hinaus führte der IBBH eine Kampagne gegen die GATS- Verhandlungen( Allgemeines Abkommen der WTO über den Handel mit Dienstleistungen), insbesondere gegen die Präsenz natürlicher Personen( Mode 4) und die Regeln für das staatliche Beschaffungswesen, die keine Hinweise auf die Sozial- und Arbeitnehmerrechte enthalten. Zahlreiche IBBH- Mitgliedsorganisationen im Baugewerbe machten die Erfahrung, dass die liberalisierte grenzüberschreitende Arbeit eine Unterbietung der innerstaatlichen Sozialnormen, Arbeitsbedingungen und Löhne/ Gehälter durch ausländische Unternehmen, die Beschäftigte ins Ausland entsenden, zur Folge hat. Die EU hatte die grenzüberschreitende Arbeit im Baugewerbe durch europäische Rechtsvorschriften mit der Bezeichnung ,, Richtlinie über die Entsendung von Arbeitnehmern im Rahmen der Erbringung von Dienstleistungen" neu zu regeln. Da die WTO die Legalisierung des Sozialabbaus im Baugewerbe auf weltweiter Ebene in Betracht zog, lancierte der IBBH eine Kampagne, die die Mitgliedsorganisationen aufforderte, bei ihren Regierungen zu lobbyieren. Für den IBBH muss die Öffnung der Baugewerbemärkte für Unternehmen und ihre Beschäftigten garantieren, dass die internationalen Arbeitsnormen sowie das innerstaatliche Arbeitsrecht und die bestehenden Tarifabkommen des Landes, in dem die Arbeit ausgeführt wird, in vollem Umfang eingehalten werden. Der IBBH nahm an zahlreichen weiteren hochrangigen Tagungen teil, wie derjenigen des Globalen Paktes der Vereinten Nationen, die im Juni 2004 einen 10. Grundsatz über Bestechung und Korruption annahm. Die Global Unions riefen zu Integritätsmaßnahmen auf, die den Pakt glaubwürdiger machen sollen, wenn sich Unternehmen zu den Grundsätzen der sozialen Verantwortung verpflichten. Der IBBH unterstützte die Festlegung von Sanktionen, wenn die Bemühungen scheitern, ein Unternehmen zur Einhaltung zu verpflichten, wie beispielsweise die Streichung der Unternehmen aus dem Globalen Pakt. Die IBBH- Generalsekretärin war bis Ende 2004 Mitglied des Vorstandes der Global Reporting Initiative( GRI). Dies bot dem IBBH Gelegenheit, auf die neue Serie von Richtlinien zu dringen, die wirtschaftliche, ökologische und soziale Leistungsindikatoren für Privatunternehmen umfassen. Obwohl sie freiwillig sind, bieten sie einen international akzeptierten Rahmen für die Berichterstattung über die Nachhaltigkeit. Der IBBH nahm ferner am Weltwirtschaftsforum( WEF) in der Schweiz teil, um nachdrücklich auf die Notwendigkeit einer Verbesserung des Image des Sektors angesichts von Bestechung und Korruption und der Aufstellung von Verhaltenskodexen über Arbeitsnormen auf Baustellen in aller Welt hinzuweisen. Im Jahre 2004 nahmen 19 weltweit tätige Hoch- und Tiefbauunternehmen aus 15 Ländern in aller Welt, u. a. Hochtief und Skanska, eine Politik zur Bekämpfung der Korruption an als Maßnahme, um gegen Bestechung vorzugehen und die Grundsätze der Transparenz, Rechenschaftspflicht und Verantwortung zu fördern. Außerdem rief der IBBH die Industrie dringend dazu auf, die Arbeitsbedingungen und die Fachausbildung zu verbessern, um jugendliche Arbeitnehmer/ innen zu gewinnen. 27 28 Der IBBH nahm an einer vom schwedischen Minister für internationale Entwicklungszusammenarbeit und internationalen Organisationen veranstalteten Tagung teil, die sich mit Wegen zur Nutzung der Entwicklungshilfe im Hinblick auf die Förderung einer verantwortungsvollen Geschäftspraxis und angemessenen öffentlichen und privaten Unternehmensführung sowie auf die Bekämpfung der Korruption befasste. Im Jahre 2004 brachte die IBBH- Arbeitstagung im Libanon Wege zur Entwicklung einer Kultur des Sozialdialogs in der arabischen Region zur Sprache, indem für die nachhaltige Entwicklung durch die Medien und die Ausbildung sensibilisiert, eine Arbeitsgesetzgebung über den Sozialdialog gemäß den IAONormen entwickelt, Druck auf die Regierungen zur Ratifizierung der IAO- Übereinkommen Nr. 87, 98 und 167 ausgeübt und Beschäftigte in den IBBH- Sektoren gewerkschaftlich organisiert und Vertragsunternehmen und Beschäftigte registriert werden sollen. 216 Diskriminierung Die Frage der gewerkschaftlichen Erfassung von ArbeitsmigrantenInnen stellt insbesondere im Baugewerbe eine Herausforderung für den IBBH und seine Mitgliedsorganisationen dar, da diese Arbeitnehmerkategorie allgemein diskriminiert wird. Auch Jugendliche, die die Zukunft der Gewerkschaftsbewegung sind, werden diskriminiert. Arbeitsmigranten/ entsandte Arbeitskräfte Für den IBBH ist die zunehmende Ausbeutung der Beschäftigten im Zusammenhang mit Migration und grenzüberschreitender Arbeit in seinen Sektoren eine Herausforderung, die unverzüglich bewältigt werden muss. Die zumeist im Baugewerbe tätigen Arbeitsmigranten werden häufig ausgebeutet und sind mit schwierigen und gefährlichen Arbeitsbedingungen konfrontiert, und ihre Menschen- und Gewerkschaftsrechte werden allgemein verletzt. Wenn sie nicht in Gewerkschaften organisiert sind, werden Arbeitsmigranten schlecht bezahlt und sind durch die Sozial- und Arbeitsgesetzgebung nicht geschützt. Frauen, illegale Migranten und Personen, die Opfer des Menschenhandels sind, werden besonders stark diskriminiert. Die Hauptgründe für die zunehmende Ausbeutung von Arbeitsmigranten sind die herrschende Beschäftigungspraxis auf Baustellen, beispielsweise Fremdvergabe und Einstellung über Leiharbeitsagenturen, und die fehlende Kontrolle und Durchsetzung der Gesetze durch die Regierungsbehörden. Diese Praxis begünstigt die Schein- Selbständigkeit und die nicht gemeldete und illegale Beschäftigung. Arbeitsmigranten werden sehr häufig über Schmuggelnetze eingestellt. In der Holzindustrie macht die Vertragsarbeit in den meisten Ländern einen hohen und wachsenden Anteil der Forstbeschäftigten aus. Die an einem äußerst wettbewerborientierten Markt unter Kosteneinsparungsdruck stehenden Unternehmer greifen zu illegalen Praktiken wie Schwarzarbeit und Einstellung nicht gemeldeter Migranten. Große Holz- und Forstunternehmen verlagern ihre Produktion in Länder mit Billiglöhnen und niedrigen Kosten. In diesem Kontext veranstaltete der IBBH Seminare für die Mitgliedsorganisationen aus den Herkunfts- und den Gastländern und forderte sie dringend auf, die Arbeitsmigranten gewerkschaftlich zu organisieren, damit alle Beschäftigten gleiche Behandlung und gleiche Bedingungen erhalten. Dies ist die wirksamste Waffe gegen skrupellose Arbeitgeber, deren einziges Anliegen es ist, billig an Arbeitskräfte zu kommen. Im April 2005 unterzeichneten unsere Mitgliedsorganisationen NFCCWU aus Taiwan und NUBCW aus den 「 營造 工程 工業 同業公會 全國 聯合會 · 综合 營造 工程 工業 同業公會 團體 協約 簽約 儀式 遺傳 工 總工會 Philippinen ein gegenseitiges Abkommen zu Arbeitsmigranten. Gemäss diesem Abkommen erhalten Arbeitnehmer, die in das eine oder andere Land migrieren, um dort zu arbeiten, eine Garantie auf den selben Lohn und Dienstleistungsbedingungen und auf ihre Zugehörigkeit in der Gewerkschaft wie im Heimatland. 29 30 Das FNV- Migrationsprojekt und die FES in den Philippinen unterstützen diese Initiative. Die Mitgliedsorganisationen wurden ferner aufgefordert, bei ihren Regierungen zu lobbyieren, damit diese die IAO- Übereinkommen Nr. 97 und 143 über Wanderarbeit und Wanderarbeitnehmer ratifizieren. In Südkorea wurde die Beschäftigungsgenehmigung für Arbeitsmigranten/ innen( Employment Permit for Migrant Workers, EPS) revidiert, und das Arbeitsrecht gilt für sie in gleicher Weise wie für die einheimischen Arbeitnehmer/ innen. Arbeitsmigranten/ innen bildeten eine eigene Gewerkschaft, die Equality Trade Union Migrant Workers Branch. Im Jahre 2003 unterstützte der IBBH die Gewerkschaft insbesondere während ihrer über 100- tägigen Sitzdemonstration vor der Kathedrale von Myongdeung als Protest gegen die EPS. In Südkorea können Arbeitsmigranten/ innen lediglich drei Jahre und nur für einen einzigen Arbeitgeber arbeiten. Die Arbeitgeber haben die volle Kontrolle über die Bezahlung und die Arbeitsbedingungen der Arbeitsmigranten/ innen. Die koreanischen IBBH- Mitgliedsorganisationen übten Druck auf ihre Regierung aus, das IAO- Übereinkommen Nr. 143 zu ratifizieren. Im Jahre 2003 empfahl die IBBH- Studie Ausbeutung von Arbeitsmigranten und Grenzgängern in der Bau- und Holzindustrie sowie der Forstwirtschaft insbesondere, dass die Mitgliedsorganisationen ihre Gewerkschaften sensibilisieren, indem sie Informationskampagnen über nicht gemeldete Arbeitnehmer/ innen, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit veranstalten und sich für die Rechte der Arbeitsmigranten/ innen, einer Gewerkschaft beizutreten, einsetzen. Dies soll über eine direkte gewerkschaftliche Organsierung am Arbeitsplatz erreicht werden. Der IBBH forderte ferner dringend Abkommen zwischen den Gewerkschaften über die Übertragung der Mitgliedschaft zwischen den Herkunfts- und den Gastländern, und drang auf umfassendere gegenseitige Vereinbarungen, wie in Deutschland, Italien, den nordischen Ländern, Österreich, Polen, Spanien und Ungarn. Darüber hinaus brachte der IBBH das Thema der Wanderarbeit bei der Weltbank, der WTO und der OECD zur Sprache. Er stimmte sich mit der IAO im Hinblick auf die Erörterungen auf der Internationalen Arbeitskonferenz im Juni 2004 ab. Die Öffnung der Grenzen und Märkte mittels Verhandlungen im Rahmen des Allgemeinen Abkommens der WTO über den Handel mit Dienstleistungen( GATS) und die EU- Erweiterung werden das Problem noch verschärfen. Die IBBH- Kampagne vor der WTO- Ministerkonferenz in Cancún( Verhandlungen über den ,, Mode 4") im September 2003 konzentrierte sich auf den temporären Verkehr natürlicher Personen. Der IBBH forderte eine Garantie dafür, dass die internationalen Arbeitsnormen und die innerstaatlichen Arbeitsnormen sowie die bestehenden Tarifabkommen des Gastlandes eingehalten werden. Für den IBBH sollten die Arbeitsmigranten/ innen vor allen Formen der Diskriminierung geschützt werden, und ihre Beiträge an die Pläne für soziale Sicherheit und Sozialversicherung müssen an Institutionen überwiesen werden, die ihre Ansprüche schützen. Die IBBH- Mitgliedsorganisationen wurden ersucht, in Bezug auf diese Anliegen an ihre Regierungen heranzutreten. Der IBBH war ferner aktiv an der Annahme eines facettenreichen IAO- Aktionsplans auf der IAO- Konferenz im Juni 2004 beteiligt. Dieser sieht einen multilateralen Rahmen, eine Serie von Richtlinien und Beispielen für vorbildliche Praxis, vor, um Anleitung für die Migrationspolitik zu geben. Ferner sucht ber Organisationen wie die WTO zu einer Haltung zu verpflichten, die die Arbeit nehmerrechte achtet, um ihren Einfluss auf die temporäre Migration zu zügeln und Gleichbehandlung und Chancengleichheit für die Arbeitsmigranten/ innen sicherzustellen. Dieser Rahmen ist für den IBBH angesichts der Verahndlungen bei der WTO über den befristeten Verkehr natürlicher Personen?- GATS Mode 4- und der potenziellen Zunahme der vorübergehenden? Migration ungelernter Arbeitskräfte von besonderem Belang. Der IAO- Aktionsplan erinnert daran, dass eine nationale Politik angenommen werden muss, die auf Gleichbehandlung von Arbeitsmigranten/ innen und Inländern/ innen abzielt. Diesbezüglich wird der IBBH weiterhin fordern, dass einige der Lücken der IAO- Übereinkommen angegangen werden, insbesondere die Tatsache, dass einzelne Arbeitnehmerkategorien- namentlich Grenzgänger und bestimmte entsandte Arbeitskräfte- von wichtigen Bestimmungen ausgeschlossen sind. entle Der Ausschuss und die Konferenz des IBBH für Europa im Oktober 2002 in Bratislava erörterte die Lage des europäischen Arbeitsmarktes im Licht der EU- Erweiterung und billigte die Erklärung von Bratislava über die Arbeitsmarktmobilität. Es wurde vereinbart, die Arbeitsmigranten gewerkschaftlich zu organisieren und gleiche Bezahlung der Arbeitskräfte für gleichwertige Arbeit sicherzustellen, ungeachtet ihrer Herkunft und Staatsangehörigkeit- die Arbeitsmigranten/ entsandten Arbeitskräfte müssen mindestens gleiche Bedingungen wie die einheimischen Arbeitskräfte zugesichert bekommen. Der IBBH veranstaltete zahlreiche Seminare und Tagungen über Arbeitsmigranten/ entsandte Arbeitskräfte, u. a.: IBBH- Seminare für Gewerkschaften in den Herkunfts- und Gastländern in allen Regionen im Jahre 2003( in Taiwan, Tansania, Argentinien und Bulgarien). IBBH/ IAO- Seminar über die Ost- Ost- und Ost- West- Migration, Dezember 2001, Warschau, Polen. IBBH- Regionalseminar über Arbeitsmigranten/ innen, November 2002, Libanon. Die europäischen IBBH- Tagungen im September 2003 in Bulgarien befassten sich mit Strategien zur gewerkschaftlichen Organisierung der Arbeitsmigranten/ innen und mit der Planung einer IBBH- EFBH- Strategie für europäische MNK, Tarifverhandlungen und Wanderarbeit. Internationaler Tag der Migranten 2004. Der IBBH führte sein erstes Interview in Anlehnung an das erfolgreiche Beispiel für gewerkschaftliche Organisierung seiner schweizerischen Mitgliedsorganisation UNIA ein. 31 Jugend Der IBBH verfügt nicht über ein getrenntes Jugendprogramm, doch ermutigt seine Politik auf nationaler und regionaler Ebene Jugendliche weiterhin, Geban werkschaften beizutreten und Programme auf der Grundlage der IBBH- Charta der Grundrechte für jugendliche Arbeitnehmer( 1997) und des Aktionsplans für jugendliche Gewerkschafter aufzustellen( 1996). Daher hält der IBBH hält seine Mitgliedsorganisationen dazu an, Jugendfragen in die Gewerkschaftsbildung einzubeziehen, kreative Wege zur gewerkschaftlichen Organisierung jugendlicher Arbeitnehmer vorzubringen, und Jugendsensibilisierungs- Programme auf nationaler und regionaler Ebene durchzuführen. 32 Gleichstellung der Geschlechter ST SEXUAL HARASSMENT! BUILDING& WOOD WORKERS 5000 MAKE OUR WORKPLACE SAFE/ Frauen machen heute weltweit rund 20% der IBBHMitgliedschaft aus. Sie sind nach wie vor mit ungleicher Behandlung, harter und gefährlicher Arbeit, Schwierigkeiten bei der Vereinbarung von Familien- und Berufsleben und geringer Vertretung im Entscheidungsprozess und in den entsprechenden Strukturen konfrontiert. Der IBBH nahm eine Frauenförderungspolitik an, um seine Gleichstellungspolitik in die Praxis umzusetzen, und er hält die Mitgliedsorganisationen dazu an, eine Gleichstellungspolitik und entsprechende Programme anzunehmen, die sicherstellen, dass sie sich für gleiche Bezahlung für gleichwertige Arbeit einsetzen und lobbyieren, sowie Frauenfragen in die Verhandlungsgegenstände aufzunehmen. Das Gleichstellungsprogramm stellt Gewerkschaftsstrukturen, Bildungsprogramme und Führungskräfte bereit, die die Gleichstellung fördern, und sieht Kampagnen für Kinderbetreuungsstätten, Lobbyarbeit bei den Regierungen zur Ratifizierung und Umsetzung der IAO- Übereinkommen Nr. 183 und 156 und Aufnahme in die Forderungen bei Tarifverhandlungen, die gewerkschaftliche Erfassung von Teilzeitbeschäftigten, die Überprüfung der bestehenden Tarifabkommen und die Gewährleistung dessen vor, dass diese Rechte und Grundsätze auch Beschäftigte in prekären und informellen Beschäftigungsverhältnissen erfassen. Der IBBH nahm ferner eine Politik bezüglich der sexuellen Belästigung an, um die Gewerkschaften dazu anzuhalten, dafür zu sorgen, dass bei ihnen kein wurde derartiges Fehlverhalten vorkommt. Die Vorsitzende des Internationalen Frauenausschusses( IWC) und die Vorsitzenden der Regionalen Frauenauschüsse( RWC) in jeder Region wiesen den künftigen Weg. Die Regionalen Frauenauschüsse( RWC) und die nationalen Frauenausschüsse motivierten die Frauen zur Teilnahme an Gewerkschaften und leisteten zugleich Lobbyarbeit bei der Gewerkschaftsleitung, um ein günstiges Umfeld für die Frauen zu schaffen. Der Europäische Frauenausschuss wurde im Jahre 2003 eingesetzt. Im Jahre 2001 förderte das Gleichstellungsprogramm die Umsetzung der Rechte der Frauen und ihre Teilnahme an der internen Gewerkschaftsarbeit und den Strukturen und bekämpfte zugleich sexuelle Belästigung, Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen. Der Internationale Frauenausschuss des IBBH unterstrich im Oktober 2002 den Erfolg des Programms, das seit über zehn Jahren durchgeführt wird, und räumte den Vorrang Arbeitstagungen über Diskriminierung, einer Studie über Arbeitsmigrantinnen, der Aufnahme von Frauenfragen in die Gewerkschaftsarbeit und dem Kodex und den Verfahren bezüglich der sexuellen Belästigung ein. Die weltweiten Kampagnen des IBBH am Internationalen Frauentag in den Jahren 2002, 2003 und 2004 forderten die Mitgliedsorganisationen dringend dazu auf, ein Umfeld zu schaffen, in dem der Fortschritt in Richtung der Gleichstellung der Geschlechter natürlicher Bestandteil all ihrer Aktionen ist. Im Jahre 2004 wurde das Gewicht auf das Thema„ Gewerkschaften für Frauen und Frauneben für Gewerkschaften", HIV/ AIDS, Gewalt gegen Frauen, gleiches Entgelt und Arbeitsmigrantinnen gelegt. Die Forschungsarbeiten über Arbeitsmigrantinnen im Baugewerbe, in der Holzindustrie und in der Forstwirtschaft wurden in die Anfang 2004 veröffentlichte globale Studie des IBBH aufgenommen. In den Regionen wurden Plakate und Broschüren produziert, um auf die Frauenfragen aufmerksam zu machen. Diese Informationen werden nunmehr genutzt, um Themen von höchstem Belang ins Visier zu nehmen. Das Globale Frauenprojekt prüfte Strategien zur Anwerbung von Frauen im informellen Sektor und untersuchte die Frage der sexuellen Belästigung. Im Rahmen dieses Projekts wurden mehrere Kinderbetreuungsstätten eingerichtet. Diese sind ein vorzügliches Hilfsmittel zur gewerkschaftlichen Organisierung von Frauen im Baugewerbe. Der IBBH setzt über seinen Internationalen Frauenausschuss und die Regionalen Frauenausschüsse ein Gender- Mainstreaming- Programm um und nahm einen umfassenden Ansatz zur Einbindung der Geschlechter in all seine Programme und Tätigkeiten auf. In Afrika führte der IBBH ein Gender- Mainstreaming- Programm in 12 Ländern durch, das vom FNV Mondiaal und vom LO Norwegen finanziert wurde, mit dem Ziel, starke, gendersensitive Gewerkschaftsorganisationen im IBBHSektor zu organisieren und zu entwickeln, die sich wirksam für die Gewerkschaftsrechte und gendersensitive Programme, eine entsprechende Politik und Tarifabkommen einsetzen, Themen aufzeigen, die die Frauen im Baugewerbe betreffen, um mögliche Kampagnen zu ermitteln und die Zusammenarbeit zwischen Arbeitnehmerinnen im Baugewerbe zu stärken, und eine Plattform für Gleichstellungsaktivisten/ innen in Afrika im Hinblick auf einen Informationsund Erfahrungsaustausch schaffen. Das Programm unterstützte die Mitgliedsorganisationen bei der Entwicklung einer Gleichstellungspolitik, der gewerkschaftlichen Organisierung einer größeren Zahl von Frauen in den IBBH- Sektoren, der Aufnahme von Gleichstellungsfragen in die Tarifverhandlungsgegenstände, der Führung von Kampagnen zugunsten eines gendersensitiven Umfeldes und der Verstärkung der Vernetzung der Mitgliedsorganisationen im Bereich der Gleichstellung. Im Raum Asien/ Pazifik setzte der IBBH in Zusammenarbeit mit dem FNV ein Gleichstellungsprogramm zur Behandlung von Gleichstellungsfragen und Förderung der Rechte weiblicher Beschäftigter um. Ziel des Programms ist es, weibliche Mitglieder zu befähigen und die Männer mittels Bildungsveranstaltungen, Kampagnen und Interessenvertretung über Gleichstellung, Vernetzung und Entwicklung von Material zu sensibilisieren. Ferner organisiert es weibliche Beschäftigte bei den IBBH- Mitgliedsorganisationen. Das Asientisch- pazifische Programm wurde in Indien, den Philippinen und Indonesien bei 21 Mitgliedsorganisationen umgesetzt. Es war äußerst zweckdienlich in der Kampagne zugunsten der IBBH- Politik bezüglich der sexuellen Belästigung und unterstützte die Mitgliedsorganisationen bei der Aufnahme 33 34 SEXC Calder Gleichstellungsfragen in die Programme der Gewerkschaften. Es entwickelsette außerdem eine Interessengemeinschaft von Aktivisten/ innen im Bereich der HARASSME Gleichstellungsfragen, die in der Lage sind, den Frauenaktivismus zu stimulieren und zu fördern. Das Projekt errichtete außerdem Kinderbetreuungsstätten, die von den Mitgliedsorganisationen koordiniert und kontrolliert werden. In Lateinamerika führte die Region mit Unterstützung des FNV Mondiaal ein Versuchsprogramm in vier Ländern durch. Innerhalb kurzer Zeit konnten die Arbeitsbedingungen, die Beteiligung und Vertretung der Frauen in den Betrieben und Gewerkschaften sowie das Potenzial für ihre gewerkschaftliche Erfassung festgestellt werden. Dies wird zur Entwicklung eines weiteren Programms für die Region beitragen. Ziel der Frauensekretariate bei den fünf Organisationen ist es, die Gleichstellungsanliegen in die Entwicklungsvorhaben einzubeziehen. Im Jahre 2004 fanden Bildungsveranstaltungen statt; es wurde eine neue Gewerkschaft für junge Frauen( FECCA) in Kolumbien gegründet. In Lateinamerika sind die Frauenauschüsse nach wie vor in vielen Fällen isoliert, werden nicht als Teil der Gewerkschaftsstruktur betrachtet und verfügen nicht über einen eigenen Etat. Die nächste Aufgabe wird es sein, PlanungsArbeitstagungen in jeder der am Projekt beteiligten Gewerkschaften abzuhalten und Netze zu errichten, um die Gleichstellung der Geschlechter zu erreichen. In Europa veranstaltete der Regionale Frauenausschuss Seminare zur Behandlung von Geschlechtergleichstellungsfragen, wie Diskriminierung am Arbeitsmarkt und Fragen, die Frauen in Osteuropa betreffen. Beseitigung der Kinderarbeit Skrupellose Unternehmer und Arbeitgeber nutzen sehr häufig die billigste verfügbare Form von Arbeitskraft, um die Produktionskosten zu senken, selbst auf die Gefahr hin, dass das Leben von Kindern gefährdet wird, die am längsten arbeiten und am schlechtesten bezahlt werden. Kinder arbeiten sehr häufig unter gefährlichen Bedingungen, die negative Folgen für die Sicherheit,( physische und psychische) Gesundheit und charakterliche Entwicklung der Kinder zeitigen. Risiken ergeben sich auch aus übermäßiger Arbeitsbelastung, physischen of Arbeitsbedingungen und/ oder Arfladebeitsintensität in Bezug auf die Dauer fidder Arbeit oder Arbeitszeit. शिक्षा हमारा मौलिक अधिकार है EDUCATION IS OUR FUNDAMENTAL RIGHT Darüber hinaus wird geschätzt, dass rund 8,4 Millionen Kinder von den im IAO- Übereinkommen Nr. 182 definierten schlimmsten Formen der Kinderarbeit erfasst werden. Rund 5,7 Millionen von ihnen leisten Zwangs- oder Pflichtarbeit. Die IBBH- Politik ist nach wie vor ein richtungsweisender Faktor bei der Entwicklung und Umsetzung der Projekttätigkeiten bezüglich der Kinderarbeit. Das IBBH- Kinderarbeitsprojekt in Indien, dem Land mit der höchsten Kinderarbeitsrate der Welt, umfasst Schulbildung, gewerkschaftliche Organisierung, Kampagnen, Unterricht in Lesen und Schreiben für Erwachsene sowie Gleichstellungsprogramme. Das Projekt zählt mittlerweile 18 Schulen, die zumeist in der Nähe der Arbeitsbetriebe in vier großen Bundesstaaten gelegen sind: Bihar( HKMP), Pandschab( BMS), Uttar Pradesh( UPGMS) und Orissa( INBCWWF). Das Projekt wird mit Unterstützung des BAT- KARTEL( Dänemark), der CFMEU( Australien), des FNV und des FNV- Bouw( Niederlande), der CLC( Kanada) und der NFCCWU ( Taiwan) durchgeführt. Die Ausdehnung des Projekts auf Orissa, einen der rückständigsten Bundesstaaten Indiens, wurde Anfang 2004 eingeleitet. Das IBBH- Kinderarbeitsprojekt befreite durch direktes oder indirektes Eingreifen nicht nur rund 10 000 Kinder von der Arbeit, sondern arbeitete auch effizient auf die Verteidigung der Arbeitnehmerrechte, die Sicherung besserer Löhne und Nebenleistungen, die Stärkung der Gewerkschaften und die Schaffung eines gendersensitiven Umfeldes hin. Das Projekt erwies sich als ein äußerst wirksames Hilfsmittel zur gewerkschaftlichen Organisierung der Beschäftigten in Ziegeleien, Steinbrüchen und im Baugewerbe und hatte eine erhebliche Erhöhung der Mitgliederbasis der Partnergewerkschaften des Projekts( eine mehr als vierfache Zunahme- von 25 680 auf 134 910) und eine Erweiterung ihres Einflussbereichs( das Projekt erstreckt sich nunmehr auf über 20 Bezirke) zur Folge. Die Partnergewerkschaf35 36 ten setzten über 425 Ausschüsse in Ziegeleien ein, und zur Entwicklung der Führungseigenschaften der Frauen auf Ebene der Gewerkschaftsbasis wurden 208 Frauenausschüsse in den Dörfern/ Bezirken in und um die Schulen für arbeitende Kinder eingesetzt. Insgesamt wurden in den drei Bundesstaaten Bihar, Pandschab und Uttar Pradesh 20 Dörfer als kinderarbeitsfrei' erklärt. Außerdem wurden rund 150 Ziegeleien durch den Abschluss von Abkommen mit den Ziegeleibesitzern, keine Kinderarbeit einzusetzen und die Arbeitnehmerrechte zu achten ,, kinderarbeitsfrei' gemacht. Das Projekt legt das Gewicht auf die Vernetzung mit der Regierung, den Medien, den Gewerkschaften und den Nichtregierungsorganisationen( NRO) und der Gemeinschaft ganz allgemein, einschließlich der Arbeitnehmer/ innen, und zielt auf eine gemeinsam geleitete und finanzierte Schulen für arbeitende Kinder im Hinblick auf eine nachhaltige Zukunft ab. Das im April 2003 in Agra, Indien, gegründete gemeinnützige Unternehmen des IBBH, CHILD LEARN, bereitete den Weg für eine nachhaltige Zukunft für die Schulen für arbeitende Kinder in Indien. Die Vision von CHILD LEARN ist eine Welt, die frei von Kinderarbeit ist, in der jedes Kind Zugang zu angemessener Schulbildung hat und Kinder- und Arbeitnehmerrechte geachtet werden. Mitgliedsorganisationen und Einzelpersonen, die einen Beitrag leisten möchten, können dies tun, indem sie über den Fonds von CHILD LEARN die Patenschaft für ein Kind übernehmen. Ein Betrag von lediglich 50 CHF kann die Schulbildung eines Kindes in einer der IBBH- Schulen finanzieren. Der IBBH erhielt Beiträge aus vielen Teilen der Welt. Vertreter des IBBH, der Projektpartner und der Partnergewerkschaften des Kinderarbeitsprojekts sitzen im Vorstand dieses gemeinnützigen Unternehmens. Es ist dies das erste Mal, dass ein Globaler Gewerkschaftsverband eine derartige Initiative wagte. Der IBBH und seine Mitgliedsorganisationen begannen sich außerdem für die Ratifizierung der IAO- Übereinkommen Nr. 138 und 182 einzusetzen. Der IBBH unterstützte voll und ganz den Globalen Marsch gegen Kinderarbeit und die Kampagnen zur Aufdeckung von Kinderarbeit und unzulänglicher Arbeitsbedingungen in der Sportartikelindustrie, um zu gewährleisten, dass die Zusagen, die die FIFA in den letzten Jahren abgab, schließlich in die Tat umgesetzt werden. Der IBBH spielte ferner eine aktive Rolle bei der Petition bezüglich des FIFA- Weltcups im April 2002. doun Arbeitsschutz bol mu Der IBBH lancierte sein Globales Arbeitsschutzprogramm im Jahre 2000. Heute sind rund 100 Gewerkschaften in über 60 Ländern an den Tätig199 keiten des Programms zur Verbesserung der Bedingungen der Arbeitnehmer im Baugewerbe, in der Forstwirtschaft und im Holzhandel weltweit beteiligt. Das Programm unterstützt die Mitgliedsorganisationen bei der Entwicklung und Stärkung ihrer Struktur, der gesetzgeberischen und politischen Verhandlungsgegenstände und der Strategie zur gewerkschaftlichen Organisierung. Safe work is a human right Two million workers die every year because af bad and illegal working conditions. Many employers use informal work to avoid their legal responsibilities. Stop exploitation by negligent employers. All workers have the right to * safe and healthy working *** tment #organise a trade union collective bargaining representation 206 paration information and naising #refuse dangerous t Join the union Fight for your rights strong unions safe jobs www Im Baugewerbe kommen jährlich über 100 000 Beschäftigte auf Baustellen ums Leben. Das bedeutet, dass alle fünf Minuten eine Person wegen schlechter und illegaler Arbeitsbedingungen getötet wird. Das Baugewerbe hat zu Recht den schlechten Ruf, schmutzig, schwierig und gefährlich zu sein. Die Holzfäller in tropischen Gebieten haben eine Chance von 1 zu 10, dass sie im Laufe ihres Arbeitslebens umkommen. Die Sägewerkarbeiten werden zunehmend ausgelagert und immer gefährlicher, während die Holzverarbeitungsindustrie weiterhin auf die Qualifikationen der Beschäftigten anstatt auf Präventionsmaßnahmen setzt, um Verletzungen zu vermeiden. Die Holzverarbeitungsmaschinen verursachen nach wie vor mehr Verletzungen als Maschinen in jedem beliebigen anderen Sektor. without victimisation Berufserkrankungen sind für viele hunderttausend vorzeitige Todesfälle in unseren Sektoren verantwortlich. Todesfälle infolge von Asbesteinwirkung übersteigen mit der erschreckenden Zahl von hunderttausend pro Jahr in mehreren Ländern nunmehr die Zahl der Todesfälle durch Arbeitsunfälle oder Todesfälle im Straßenverkehr. Taubheit, Hauterkrankungen, Muskel- Skelett- Schädigungen, Atemwegserkrankungen, Schädigung von Organen und des Fortpflanzungssystems sind sämtlich Berufskrankheiten, die in unseren Sektoren auftreten. Die Krankheiten werden jedoch weder gemeldet, amtlich mitgeteilt, behandelt, entschädigt noch- was am Wichtigsten ist- verhütet. Es handelt sich um einen meline Teufelskreis, der durch die Unsichtbarkeit der Berufserkrankungen in der Gesellschaft verursacht wird. Beschäftigte werden bei der Ausführung von Routinearbeiten getötet, verletzt und krank. Die Gefahren sind wohl bekannt, ebenso die Präventionsmaẞnahmen. Die überwältigende Mehrheit der„ Unfälle" sind durchaus voraussehbar und vermeidbar. Sie werden durch unterlassenes Risikomanagement oder durch schiere Fahrlässigkeit seitens des Arbeitgebers verursacht. noma Alle Beschäftigten haben das Recht auf gewerkschaftlichen Zusammeninschluss, Kollektivverhandlungen, Unterrichtung und Ausbildung, Vertretung und Verweigerung gefährlicher Arbeiten, doch die Realität sieht völlig anders aus. 37 38 Die weit verbreitete Inanspruchnahme flexibler Beschäftigungsformen untergräbt in schwer wiegender Weise die Fähigkeit der Gewerkschaften zur Erfassung der Beschäftigten. Redimensionierung, Auslagerung, Weitervergabe von Akkordarbeit an Subunternehmer und informelle Arbeit schaffen schlechte Arbeitsbedingungen. Um alles noch schlimmer zu machen, legen die Regierungen zumeist eine tolerante, passive Haltung gegenüber Arbeitgebern an den Tag, die die Arbeitsschutzgesetze ignorieren, selbst wenn ihre Fahrlässigkeit zum Tod von Beschäftigten führt. Starke Gewerkschaften bedeuten sichere Arbeitsplätze Das IBBH- Programm führt Ausbildungslehrgänge für Gewerkschafter durch, um ihnen dabei behilflich zu sein, sich im Bereich des Arbeitsschutzes wirksam zu organisieren. Hierzu gehört die Unterstützung bei der institutionellen Beteiligung zur Verbesserung der Gesetze und der Politik sowie die Beteiligung im Betrieb über Arbeitsschutzvertreter und-ausschüsse. Ferner führt der IBBH Kampagnen zugunsten eines weltweiten Asbestverbots sowie strenger Arbeitsschutzgesetze, die angemessen gefördert und durchgesetzt werden sollen, und unsere Mitgliedsorganisationen in der ganzen Welt begehen jeweils am 28. April den Internationalen Arbeitergedenktag, der eine ständige Organisierungskampagne ist, um die Vermeidbarkeit von Arbeitsunfällen und Berufserkrankungen hervorzuheben und soziale Gerechtigkeit zu fordern. Globale Tätigkeiten Internationale Arbeitsorganisation Im Jahre 2001 wirkte der IBBH in der Expertengruppe mit, um den IAO- Leitfasedo den für Arbeitsschutzmanagementsysteme( ILO- OSH 2001) zu erarbeiten. Ein wesentliches Element dieses Systems ist die aktive Beteiligung der Beschäftigten an der Prävention im Betrieb mittels Sicherheitsvertretern und betrieblichen Arbeitsschutzausschüssen. Im Dezember 2001 erörterte die dreigliedrige Tagung der IAO über das Baugewerbe die Verschlechterung der Arbeitsschutznormen im Baugewerbe und gab Empfehlungen dazu ab, wie diese Probleme angegangen ellele werden könnten. Im Jahre 2002 verschärfte die IAO- Konferenz die Anforderungen an die exe Arbeitgeber und Regierungen, Berufskrankheiten zu melden und zu registrieren. gid Muskel- Skelett- Erkrankungen infolge manueller Arbeiten und Krebserkrankungen infolge von Holzstaub wurden erstmals auf die aktualisierte Liste der IAO manis der anerkannten Berufskrankheiten gesetzt. Im Jahre 2003 erörterte die IAOKonferenz Strategien zur Verhütung von Berufskrankheiten und Arbeitsunfällen. Das Ergebnis war die Entscheidung, nationale Präventionspläne zu fördern, u. a. die Einsetzung dreigliedriger Arbeitschutzausschüsse und die Ausrufung des 28. April zum Internationalen Tag des Arbeitsschutzes. Im Jahre 2004 wirkte der IBBH maßgeblich an der Gestaltung des IAO- Aktionsprogramms für das Baugewerbe mit und leistet Unterstützung mit Arbeitsschutzausbildung in den für das Versuchsprogramm ausgewählten Ländern. Der IBBH wendet erhebliche Ressourcen zur Förderung der IAO- Agenda für menschenwürdige Arbeit und der entsprechenden Übereinkommen bei allen Mitglieds- und nahestehenden Organisationen auf. Weltbank Der IBBH betreibt weiterhin Lobbyarbeit bei der Weltbank im Bereich der Arbeitsklauseln zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen bei den garvon der Weltbank finanzierten Bauvorhaben. Im Jahre 2004 wurde der Leiter des Programms in die Beschaffungsabteilung der Weltbank abgestellt, um einen detaillierten Bericht mit klaren Empfehlungen auszuarbeiten. Die Weltbank erklärte sich einverstanden, den Einsatz von Kinderarbeit und Zwangsarbeit in all ihren Bauvorhaben zu untersagen. Ferner stimmte sie Verbesserungen der Arbeitsschutznormen zu und führte neue Anforderungen bezüglich der HIV/ AIDSPrävention und der Unterlagenführung ein. Globale Unternehmensabkommen IKEA und Skanska führten eine verbesserte Arbeitsschutzpolitik ein, und der IBBH leistet Unterstützung mit Inspektionen und Ausbildung für Sicherheitsvertreter und Mitglieder von Arbeitsschutzausschüssen. Internationaler Arbeitsschutzausschuss des IBBH Der Ausschuss tritt zusammen, um die Arbeitsschutzpolitik zu erörtern, Empfehlungen an den Geschäftsführenden Vorstand abzugeben, und hat eine Aufsichtsfunktion in dem vom IBBH durchgeführten Tätigkeitsprogramm für Arbeitsschutz inne. 28. April wis Über 100 IBBH- Mitgliedsorganisatiwonen veranstalteten internationale, ero nationale und örtliche Anlässe, um ebden Internationalen Arbeitergereftede denktag zu begehen. Asbest 28 ABRIL DIA INTERNACIONAL DE LA SALUD LABORAL S -6 * SINCS- G Der IBBH leistet weiterhin Lobbyarbeit beim IBFG, der IAO, der WHO und UNEP bezüglich der Notwendigkeit, die Verwendung aller Arten von Asbest weltweit zu verbieten und die Asbesteinwirkung auf Arbeitnehmer/ innen in Gebäuden bei Wartungs-, Renovierungs-, Abriss- oder Asbestentfernungsarbeiten zu verhindern. IBBH- Delegierte nahmen am Globalen Asbestkongress im Jahre 2001 in Brasilienien und 2004 in Tokio teil. Auf dem Kongress von Tokio gaben der IBBH, die WVBH und die UITBB eine gemeinsame Erklärung zu Asbest ab. Nationale Asbestkampagnen, insbesondere in Lateinamerika, verzeichnen positive Ergebnisse, u. a. ein Asbestverbot in Chile, Argentinien, Honduras und Uruguay, und die Aussichten auf weitere Verbote in allen Regionen sind gut. Ressourcen Das Programm gewann in der ganzen Welt an Beliebtheit. In den Jahren 2001 und 2002 absolvierten rund 700 Vertreter jedes Jahr Ausbildungslehrgänge von mindestens drei Tagen Dauer, und weitere 3 500 Gewerkschaftsaktivisten nahmen jährlich an eintägigen Ausbildungslehrgängen teil. Diese Zahl nahm 39 40 im Jahre 2003 zu, und 2 345 Gewerkschaftsvertretern wurde eine dreitägige Ausbildung vermittelt, während über 35 000 Mitglieder eintägige Lehrgänge A absolvierten. Eine entsprechende Anzahl wurde im Jahre 2004 ausgebildet. Das Programm wird hauptsächlich vom schwedischen LO- TCO finanziert, und auch die spanische Geberorganisation UGT ISCOD leistet finanzielle Unterstützung. Die Projektmitarbeiter/ innen des IBBH in den Regionen sind ausgebildet und engagieren sich für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen. Da sie regelmäßig mit den Mitgliedsgewerkschaften des IBBH zusammenarbeiten, sind sie in der Lage, Unterstützung und Entwicklungsarbeit und nach Bedarf technische Hilfe zu leisten. Viele Mitgliedsorganisationen verfügen über reiche Erfahrung mit der gewerkschaftlichen Organisierung aufgrund des Arbeitsschutzes und sind in der Lage, diese auf subregionalen und regionalen Tagungen zu vermitteln und dadurch andere Gewerkschaften zu unterstützen, die sich vermehrt an diesem wichtigen Bereich der Gewerkschaftsarbeit beteiligen. Der IBBH produzierte zwei Dokumentarfilme über Arbeitsschutz und Arbeitsbedingungen der Frauen im indischen Baugewerbe, die in Englisch, Hindi, Tamil und Gujarati verfügbar sind. Ausbildungs- und Kampagnenmaterial wurde in Englisch, Französisch und Spanisch erarbeitet und für den örtlichen Gebrauch in viele Sprachen übersetzt und adaptiert. Die Gewerkschaften stellten unzählige Broschüren und Kampagnen- und Ausbildungsmaterial her und erweben zunehmend Kompetenzen im Bereich der Kontaktaufnahme mit den Medien, um die Botschaften der Kampagnen der Allgemeinheit bekannt zu machen. Global denken- lokal handeln Die globale Politikarbeit bei internationalen Institutionen muss von den IBBHGewerkschaften in den Regionen eingeleitet werden. Die Strategie des Arbeitsschutzprogramms besteht darin, als zentrales Programm zu funktionieren, das die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen in allen IBBH- Sektoren umfasst und sich in die Tätigkeiten in den Bereichen Menschenrechte, Kinderarbeit, Frauenrechte und Informationstechnologie einklinkt. Die Gewerkschaften treten mindestens einmal jährlich zu subregionalen Tagungen zusammen, um gemeinsame Strategien zu erörtern und zu planen. Auf nationaler und örtlicher Ebene werden Aktionspläne durchgeführt und jährlich bewertet und angepasst. Die großen Züge dieser Arbeit sind: Südliches Afrika Holz- und Forstgewerkschaften aus sieben Ländern arbeiteten an Mitgliederwerbungskampagnen, indem sie grundlegende Arbeitsschutzrechte als prakdanda tische Hilfsmittel für die gewerkschaftliche Organisierung nutzten. Dadurch konnten sie ihre Mitgliedschaft erhöhen, gewerkschaftliche Arbeitsschutzvertrebter wählen und ausbilden und in einer Reihe von Betrieben paritätische Gewerkschafts- Management- Arbeitsschutzausschüsse einsetzen. Sie waren ferner in der Lage, die Unternehmenspolitik bezüglich des Arbeitsschutzes und insbesondere der HIV/ AIDS- Prävention zu verbessern und dank der Nutzung des IAO- Leitfadens für die Praxis zu HIV/ AIDS und Arbeitswelt die Arbeitsschutzrechte und -strukturen in Anspruch nehmen, um freiwillige Abkommen über die HIV/ AIDSPrävention auszuhandeln und umzusetzen. Zehn Baugewerkschaften im südlichen Afrika nutzen die Arbeitsschutzrechte zur Bekämpfung informeller und ausbeuterischer Arbeitsmethoden. Sie arbeiteten im Rahmen eines Netzes - mit Gewerkschaften aus Tansania und Ghana zusammen, die ebenfalls im IAO- Aktionsprogramm für das Baugewerbe aktiv sind, und errichteadaten ein elektronisches Netz, um den Informationsaustausch, die Solidaritätsarbeit und die Online- Unterweisung im Bereich des Arbeitsschutzes zu erleichtern. Diese Gewerkschaften Alunternehmen Forschungsarbeiten über die Tätigkeit der multinationalen Unstande ternehmen in der Region und richten ot ihr Augenmerk auf die auf Rechten orbe basierende Arbeit mit Mitgliedern und ob el potenziellen Mitgliedern, u. a. auch Beschäftigten im informellen Sektor und Arbeitsmigranten/ innen- sowohl grenzüberschreitenden als auch ländliasbrochen- städtischen Migranten/ innen. Sie konzentrieren sich insbesondere auf das erhöhte HIV/ AIDS- Risiko bei anfälligen Gruppen. Die Gewerkschaften verfolgen ferner einen dreigliedrigen Ansatz für die Arbeit bei Arbeitgeberorganisationen und Regierungsämtern. Sie dringen beispielsweise auf eine Arbeitsschutzausbildung, strengere Kontrollen der Vertragsunternehmer und arbeiten iting darauf hin, dass Arbeitsschutzvorschriften und sonstige Arbeitsklauseln in Bauaufträgen, die durch öffentliche Ausschreibung vergeben werden, zwingend sind. Bei den Bemühungen zur Verwirklichung dieser Ziele nehmen sie auch die Unterstützung der IAO, der Internationalen Organisation für Migration sowie anderer gleichgesinnter Fachleute in Anspruch. studb Gewerkschaftliches Organisierungsprojekt für das französischsprachimage Afrika Dreizehn Holz, Forst- und Baugewerkschaften aus zehn Ländern der Region führen Mitgliederwerbungs- und gewerkschaftliche Organisierungskampagnen unter Nutzung des Arbeitsschutzes als starker Komponente ihrer Arbeit. Nachdem sie nun Aktivisten in den Bereichen Arbeitsschutz und HIV/ AIDS ausgebildet haben, sind die Gewerkschaften in der Lage, die Kampagnen über diese Grundrechte für die Gewinnung neuer Mitglieder zu nutzen, und sie verbesserten erheblich den Dialog mit Arbeitgebern und Regierungen. Zu den Prioritäten gehören die Förderung der Arbeitsschutzregelungen mittels eines dreigliedrigen Dialogs, die Entwicklung von Strategien für die Arbeitsschutzprävention und die Bekämpfung der Diskriminierung im Zusammenhang mit HIV/ AIDS. efsuaige All unsere afrikanischen Mitgliedsorganisationen reagierten in großartiger Weise auf die Mobilisierungs- und gewerkschaftlichen Organisierungsveranmustaltungen am und um den 28. April, der nunmehr in der Region als ständige gewerkschaftliche Organisierungskampagne fest etabliert ist. lb 10 g 41 42 Lateinamerika Vierundzwanzig Gewerkschaften in 13 Ländern bilden das lateinamerikanische Arbeitsschutznetz. Der Schwerpunkt der Arbeit im Bereich des Arbeitsschutzes lag auf dem Baugewerbe mit besonderem Gewicht auf der Verhütung der Asbestrisiken. Die Asbestkampagne wurde durch die stetig zunehmende Verwendung von Asbest( rund 7% pro Jahr seit 2000) motiviert, und das Ziel ist es, die Verwendung von Asbest bei Baustoffen zu untersagen und die Beschäftigten zu schützen, die möglicherweise in bestehenden Gebäuden einer Asbesteinwirkung ausgesetzt waren. Der IBBH produzierte Plakate und Ausbildungsmaterial über die Asbestrisiken und wie sie vermieden werden können. Ein weiteres Ziel ist die Mitgliederwerbung und gewerkschaftliche Organisierung. Es fanden mehrere dreigliedrige Konferenzen über Arbeitsschutz im Baugewerbe statt: in Argentinien Uruguay, Paraguay, Peru, Kolumbien, Guatemala und der Dominikanischen Republik. Diese wurden auch von gleichgesinnten Fachleuten und der IAO unterstützt. Diese Gelegenheit zum Sozialdialog ebnete den Weg für nationale Tarifabkommen und einheitlichere nationale Präventionsstrategien und Aktionspläne. Im Mittelpunkt stehen nicht lediglich technische Aspekte der Unfallverhütung, sondern vielmehr die tatsächlichen Merkmale des Sektors: Beschäftigungspolitik, Arbeitsverfahren und Fachausbildung sowie die Arbeitsbedingungen im Sektor. Der 28. April wurde in der gesamten Region zum festen Termin im Kalender der Gewerkschaften. Mittel- und Osteuropa 6910100 Die Holz, Forst- und Baugewerkschaften traten Ende 2004 in Wien zusammen, um Aktionspläne für die Verbesserung des Arbeitsschutzes zu erörtern. Die Tagung hatte zahlreiche Forschungs- und gewerkschaftliche Organisierungsinitiativen und-veranstaltungen zur Folge, um den 28. April zu begehen. Arabische Region Der Arbeitsschutz in der Zementindustrie bildete den Schwerpunkt der Gewerkschaften in der Region mit dem Ziel, die Tarifverhandlungen, die Arbeitsschutzpolitik und die Gewerkschaftsbeteiligung an der Verhütung von Verletzungen und Erkrankungen zu verbessern. Der 28. April wird jedes Jahr in mehr Ländern begangen. Südasien Der Schwerpunkt lag auf dem Arbeitsschutz für Beschäftigte im Baugewerbe. Dreizehn Gewerkschaften führen bedeutende Kampagnen über Sozialversicherungsschutz und Arbeitsschutz. Das Gesetz über das Wohlergehen der Beschäftigten im Baugewerbe( Construction Workers Welfare Act) und das Gesetz über die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten im Baugewerbe( Construction Workers Conditions of Employment Act) sind zwei äußerst wichtige Gesetzgebungsakte für die Arbeit der Gewerkschaften in Indien. Mehrere subregionale Ausbildungsseminare wurden durchgeführt, um Organisatoren und Arbeitsschutzausbilder zu schulen. Anschließend fanden zahlreiche Folgeveranstaltungen für die Ausbildung statt, die von 16 beteiligten Gewerkschaften durchge führt wurden. Es wurde umfangreiches Ausbildungs- und Kampagnenmaterial für die örtliche Verwendung ausgearbeitet und übersetzt. Besonderes Gewicht wird auf die Frauen im Baugewerbe gelegt, verbunden mit den Programmen des IBBH für Frauen sowie für Kinderarbeit. Südostasien Die Holz-, Forst und Baugewerkschaften in der Region richten ihr Augenmerk auf Tarifverhandlungen, Ausbildung von Organisatoren und Gewerkschaftsvertretern, Einsetzung von Arbeitsschutzausschüssen und in zunehmendem Maße auch auf die dreigliedrige Beteiligung von Institutionen. Als Folgetätigkeit zu den jährlichen subregionalen Tagungen werden nationale und örtliche Tagungen veranstaltet, um die Ausbildung und sonstige Tätigkeiten durchzuführen. In Asien war der IBBH eines der Gründungsmitglieder des Asienn Workers occupational health and safety and envirnomental Institute, einem Institut zu Fragen des Arbeischutzes und der Umwelt, das 2001 in Bangkok Thailand gegründet wurde. In Asien traten die Asbestrisiken infolge der vermehrten Verwendung von Asbest im Baugewerbe und aggressiver Marketingkampagnen in den Entwicklungsländern stärker in den Vordergrund. In Indien beispielsweise nahm die Verwendung von Asbest um über 9% zu. Im Jahre 2003 wurde ein subregionales Seminar über Berufskrankheiten in Verbindung mit der Themenkonferenz des Asientischen Instituts abgehalten. Im Jahre 2004 nahm eine Delegation Asientischer Gewerkschaftsleiter am Globalen Asbestkongress in Tokio teil. Bei den Gewerkschaften der Region herrscht wachsende Besorgnis über die Verbreitung von HIV/ AIDS, und die Arbeit in diesem Bereich geht weiter. Der 28. April bildet den Mittelpunkt der Kampagnen zur Hervorhebung der Vermeidbarkeit von Krankheiten, Verletzungen und Todesfällen, die durch ungouze zulängliche und illegale Arbeitsbedingungen verursacht werden. 43 44 Gewerkschaftsrechte In dieser Kongressperiode war die Zahl der Rechtsstreitigkeiten, in die Mitgliedsorganisationen in unseren Sektoren verwickelt waren, im Vergleich zur vorherigen Periode insbesondere in Lateinamerika und der Karibik leicht rückläufig. Es wurden 110 Fälle gemeldet: 20 in Lateinamerika, 40 in Asien/ Pazifik, 19 in Afrika und 31 in Europa. Der IBBH reichte ferner mehrere Klagen bei der IAO ein. Die dem Sekretariat oder den Regionalbüros des IBBH gemeldeten Arten von Verletzungen betrafen Mordfälle, Todesdrohungen, Verschwinden von mahan Personen, Polizeiinterventionen, Inhaftierungen und Massenentlassungen von Gewerkschaftsmitgliedern und-vertretern. Es fanden auch weniger schwer wiegende Verletzungen statt, die Rechtsverfahren, Kundgebungen und Streiks oder sonstige Kampfmaßnahmen zur Folge hatten. Der IBBH wurde ersucht, Maßnahmen zu treffen und Proteste an Regierungen und Unternehmen zu richten. Der IBBH hielt außerdem die Gewerkschaften in aller Welt dazu an, sich durch dringliche Aktionen oder Solidaritätsaufrufe der Solidaritätskette anzuschließen. Die Datenbank für Gewerkschaftsrechte enthält eine Zusammenfassung aller jüngsten oder in jüngerer Zeit dem Sekretariat gemeldeten Solidaritätsfälle, Reaktionen der Mitgliedsorganisationen, les Folgemaßnahmen und Ergebnisse sowie das Musterschreiben, das jedesmal in die IBBH- Website gestellt, wenn Mitgliedsorganisationen aufgefordert werden, sich der Kette der Solidaritätskampagnen anzuschließen. Auf den Websites der Global Unions und von Labour Start sind Links zu den IBBH- Aktionen zu finden, und die Aufrufe werden in die Websites gestellt, um ein breiteres Publikum zu informieren. In Fällen wie Korea im Jahre 2002 tat sich der IBBH mit anderen GGV zu direkten gemeinsamen Protesten bei der diplomatischen Vertretung 건설 산업 연맹 울산 지역 플랜트 노동 조합 Koreas in Genf zusammen, um die Freilassung des KCTU- Präsidenten und zahlreicher weiterer Gewerkschafter zu fordern. Die Mitgliedsorganisationen wurden dringend aufgefordert, Proteste und Petitionen gegen die repressive Politik der Regierung von Präsident Kim Daejung vor den koreanischen Botschaften in ihren jeweiligen Ländern zu organisieren. In anderen Fällen, wie Myanmar, rief der IBBH seine Mitgliedsorganisationen auch dazu auf, Druck auf ihre eigenen Länder auszuüben, damit sie die Handelsbeziehungen mit einem Land aussetzen, das die Rechte verletzt. Hinsichtlich der Verletzung von Gewerkschaftsrechten durch Unternehmen wurde der IBBH auch ersucht, spezifische Forschungsarbeiten durchzuführen oder Kampagnen zu lancieren. Um nur einige zu nennen: Recchi, Doba Logistics, Lobogénie( 2002), Kolon, James Hardie( 2004) und L& P Baltic Bygg AB ( 2005). In vielen Fällen berichteten die betreffenden Gewerkschaften, dass die Solidarität und Unterstützung des IBBH erfolgreich gewesen sei. In Anbetracht dessen hält der IBBH die Mitgliedsorganisationen dazu an, mit seiner IT- Unter stützung Solidaritätsnetze aufzubauen. Die IBBH- Arbeitstagung über Privatisierung in der Zementindustrie in den arabische Ländern im Mai 2003 in Marokko forderte die Errichtung eines Solidaritätsnetzes über MNK in der Region. Im September 2004 wies die Studie Zementsektor in den arabischen Ländern Privatisierung und Einflussnahme auf Multinationale Unternehmen darauf hin, dass der Privatisierungsprozess im staatseigenen Zementsektor in den Nahost- und nordafrikanischen Ländern( MENA) zumeist ohne Beteiligung der Gewerkschaften stattfindet. Die Studie hebt ferner die positiven Ergebnisse für die Beschäftigten in Bezug auf Arbeitslosenleistungen bei Holcim Libanon und Tunesien und die Wiedereinstellungsprogramme bei Lafarge Marokko hervor. Der IBBH beteiligte sich aktiv am Projekt bezüglich der Kamerun- TschadPipeline mit der Weltbank. Diesbezüglich schloss unsere Mitgliedsorganisation im Tschad, FENATRABAT, im November 2002 ein Abkommen mit Willbros West Afrika Inc.& SPIE CAPAG, das die Abgeltung von Überzeitarbeit, Lohn- und Gehaltsskalen, einen freien Tage nach einer Arbeitswoboche, Sonderverfahren für Entlassungen, Einstellung örtlicher Beschäftigter aus dem Tschad, Sozialversicherungsleistungen la und Mahlzeitenzulagen vorsieht. Lateinamerika Lateinamerika ist nach wie vor die Region, in der jährlich die größte Zahl von Gewerkschaftern ums Leben kommt. Regionale Seminare und Arbeitstagungen über Gewerkschaftsrechte bildeten eine der hauptsächlichen Prioritäten des Programms für Menschen- und Gewerkschaftsrechte. Trotz der Ausbildungsangebote für die Mitgliedsorganisationen waren sie weniger in der Lage, Verletzungen der Gewerkschaftsrechte zu melden und sich der Solidaritätskette bei Solidaritätskampagnen anzuschließen. Kolumbien behielt seine berüchtigte Stellung als das gefährlichste Land der Welt für Gewerkschafter bei. Die meisten IBBH- Solidaritätsaktionen in Kolumbien melden die Ermordung von Gewerkschaftsleitern. Am 10. Dezember 2004, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, erklärte der IBBH, er werde ,, Solidaritätsarbeit für die Arbeitnehmer/ innen in Kolumbien unternehmen". Er rief zu einer Beendigung der Ermordung von Gewerkschaftern und der Straffreiheit in Kolumbien auf. Die Mitgliedsorganisationen aller Regionen wurde ersucht, sich der Solidaritätskette anzuschließen, doch nur wenige taten dies- es reagierten 10 von ihnen. Im Jahre 2003 wurden der IBBH und die GGV vom Botpillschafter in der Vertretung Kolumbiens in Genf empfangen. Der IBBH verfolgte die Entwicklungen in Venezuela nach der Volksbefragung im Jahre 2001. Er unterstützte ferner die Gewerkschaftsbewegung in diesem Land, nachdem ein Haftbefehl gegen den Präsidenten der CTV erlassen worden war. Der IBBH forderte in mehreren Protestbotschaften an Präsident Chávez dringend ein Ende der Gewalt gegen Gewerkschafter. 45 46 Nordamerika Nordamerika ist keineswegs über jeden Tadel erhaben. Im Jahre 2004 waren die IBBH- Mitgliedsorganisationen in einen erbitterten Konflikt mit dem Unternehmen J.D. Steel verwickelt. Die deutschen IBBH- Mitgliedsorganisationen beteiligten sich intensiv am Dialog, und der Konflikt wurde schließlich beigelegt. Afrika Allzu viele Länder in Afrika versuchen, ihre Gewerkschaften zu kontrollieren, indem sie die Rechtsvorschriften nutzen oder missbrauchen. Andere gingen brutaler vor, doch in der Regel war die Haltung mehr oder weniger auf dem gesamten Kontinent gleich, und das Ergebnis war weitere Unterdrückung. Simbabwe war eines der Länder, in denen sich die Einhaltung der Gewerkschaftsrechte und der bürgerlichen Freiheiten seit 1999 weiterhin verschlechterte. Mehrmals fanden Anschläge auf das Leben des Stellvertretenden Generalsekretärs der ZCTU statt. Die Regierung von Dschibuti mischte sich weiterhin in eklatanter Weise und regelmäßig in Gewerkschaftsangelegenheiten ein mit dem Ziel, die unabhängigen, demokratischen Gewerkschaften zu vernichten. Die IBBH- Mitgliedsorganisation in Dschibuti, Syndicat du Personnel du Bâtiment et des Travaux Publics( SP- BTP, öffentliche Arbeiten), teilte dem Sekretariat mit, ihrem Generalsekretär, der auch Kassierer der Union Djiboutienne du Travail( UDT) ist, sei eine Entscheidung des Ministers für Wohnen und Umwelt( MHUEAT) übergeben worden, die ihm seine Gewerkschaftsarbeit mit Wirkung ab 5. Oktober 2002 untersagte. Der MHUEAT hatte den Generalsekretär schikaniert, indem er ihn in ein Amt versetzte, das seinen Qualifikationen nicht entsprach, und ihm sein Gehalt verweigerte. Der IBBH forderte in Protestbotschaften an den Präsidenten von Dschibuti dringend zur Zurücknahme der willkürlichen Entscheidungen, die eindeutig mit der Gewerkschaftstätigkeit zusammenhingen, und rief den Präsidenten dazu auf, die IAO- Übereinkommen Nr. 87 und 98 einzuhalten, indem er die gewerkschaftsfeindlichen Praktiken beende. Der IBBH dankt der ITF und dem IBFG für ihre Mitwirkung in diesem Fall. Nahen Osten Im Nahen Osten gewährt das neue Arbeitsrecht in Bahrain den Beschäftigten erstmals Vereinigungsfreiheit und das Recht auf gewerkschaftlichen Zusammenschluss und Kollektivverhandlungen. Im Juni 2002 hielt die Generalversammlung des General Committee of Bahrain Workers eine demokratische Abstimmung zur Errichtung des Allgemeinen Verbandes der Arbeitnehmer/ innen von Bahrain( General Federation of Bahrain Workers) als freier Gewerkschaft ab. Nur Tage später forderte der Arbeitsminister, dass die Abstimmung für ungültig erklärt werde, doch unter dem Druck des IBBH und der internationalen Gewerkschaftsbewegung wurde in diesem Golfstaat schließlich ein erheblicher Fortisazschritt erzielt. Asien/ Pazifik In der Region Asien/ Pazifik ging die Unterstützung der Gewerkschaften im Allgemeinen weiter. Die beiden Länder, die noch immer am schlechtesten abschneiden, sind Myanmar und die Volksrepublik China. In China wurden zahlreiche Inhaftierungen von Aktivisten gemeldet. In Myanmar wird weiterhin Zwangsarbeit für militärische Zwecke sowie für große Infrastrukturprojekte in Anspruch genommen. In der Division Tenasserim wurde gemeldet, dass ein Oberst angeordnet habe, dass im Juni 2004 annähernd 300 Personen aus 10 verschiedenen Dörfern eine Naturstrasse mit Steinen pflastern sollten. Das itaalienisch- thailändische Unternehmen Italian- Thai Development Public Company Limited erhielt den Auftrag für den Straßenbau. Der IBBH forderte die thailändische Bauunternehmen dringend dazu auf, unverzüglich seine Verbindungen zu Myanmar abzubrechen, da der Einsatz von Zwangsarbeit gegen die grundlegenden Menschenrechtsnormen verstoße. Es wird keine Gewerkschaftsarbeit geduldet, und die inhaftierten Gewerkschafter wurden nicht freigelassen Die Kontakte zwischen einigen von ihnen und der IAO in Genf wurden als Begründung für die gegen sie vorgebrachten Anschuldigungen benutzt. Nach einer nachdrücklichen Kampagne des IBBH und seiner MitgliedsBlorganisation KFCITU nahm die südkoreanische Regierung ihre Entscheidung zurück, einzelne Baustellen während des Weltcups im Jahre 2002 zu schließen. Davon waren über 150 000 Bauarbeitnehmer/ innen betroffen. Der IBBH und die KFCITU unterstützten auch den Gewerkschaftsbund KCTU bei der Lancierung einer internationalen Kampagne zur Freilassung ihres Präsidenten sowie zahlreicher weiterer Gewerkschafter, die anlässlich einer friedlichen Versammlung inhaftiert worden waren. Der IBBH reichte im Jahre 2004 eine Klage bei der IAO bezüglich dieses Vorfalls ein. Im Jahre 2003 unterrichteten die IBFG- Mitgliedsorganisation, der japanische Gewerkschaftsbund( Japanese Trade Union Confederation, JTUC- RENGO) und bansein Verbindungsausschuss für den öffentlichen Sektor( Public Sector Liaison Council, RENGO- PSLC) den IBBH über ihre Klage gegen die Regierung Japans wegen der Verletzung der IAO- Übereinkommen Nr. 87 und 98, die von Japan bau ratifiziert worden waren. Bei der Reform des Systems des öffentlichen Dienstes und der Gesetzgebung war keine vorherige Anhörung der japanischen Gewerkschaftsbewegung vorgesehen. Auf Ersuchen des JTUC- RENGO, des IBBH- JAC und der japanischen IBBH- Mitgliedsorganisationen Zenrinya und Nichirinro schloss sich der IBBH dieser Klage offiziell an. Von der Tsunami- Katastrophe Ende 2004 am stärksten betroffen waren die IBBH- Mitgliedsorganisationen in der indonesischen Provinz Aceh, im indischen Bundesstaat Tamil Nadu und in Sri Lanka. Als Reaktion auf Ersuchen stellte der IBBH einen Solidaritätsaufruf in seine Website, in dem erläutert wurde, wie er die Verteilung von Hilfsgütern in Aceh mit dem Indonesischen Roten Kreuz koordinieren werde, und die Mitgliedsorganisationen weltweit ersucht wurden, Spenden zu überweisen, um die längerfristige Wiederaufbauarbeit zu unterstützen. M3 47 48 Im Jahre 2005 setzte sich der IBBH für die Beschäftigten in Angkor Wat ein. Als politische Solidaritätsbekundung zugunsten der Gewerkschaftsbeweegung in Kambodscha fanden die Asientisch- pazifischen Tagungen des IBBH in Siem Reap, Kambodscha, statt. An den Solidaritätsbesuchen auf den Baustellen. des Instandsetzungsprojekts in Angkor Wat nahmen 97 Gewerkschafter aus 15 Ländern teil. Da sich die ausländischen Unternehmen, die an der Instandsetzung beteiligt sind, weigerten, mit der Gewerkschaft zu verhandeln, empfahlen bm diese Tagungen nachdrücklich die Durchführung einer IBBH- Kampagne. Die UNESCO, die über Autorität verfügt, hat eine rechtliche und moralische Verantngo wortung, die IAO- Kernarbeitsnormen zu fördern. in DAL Europa Auch in Europa waren die Wirtschaftstrends zu spüren. Die Globalisierung und Liberalisierung zeitigten verheerende Auswirkungen auf die osteuropäischen Länder im Übergang zur Marktwirtschaft, was sich im anhaltenden Problem der Nichtzahlung der Löhne äußerte. Der IBBH wurde aktiv in Fällen wie Russland, wo zahlreiche Beschäftigte in Streik traten, um die Auszahlung rückständiger Löhne sowie Lohnerhöhungen und soziale Reformen zu fordern. In Belarus gibt es keine Rechtsnormen, und die Gewerkschaftsrechte wurden systematisch verletzt. Präsident Lukaschenko wird nach wie vor als der schlimmste Verletzer von Menschen- und Gewerkschaftsrechten in der Region betrachtet. Im Juli 2002 hatte der IBBH in einem Fall einzuschreiten, in dem Beschäftigte von Budexpol Skanska nach einem Streik in Deutschland entlassen wurden. Das polnische Unternehmen im Besitz von Skanska entließ fristlos 21 bo polnische Beschäftigte von der Baustelle in Hagen, nachdem sie an einer Streinoe kaktion der IG BAU teilgenommen hatten. Sie wurden gezwungen, Deutschland zu verlassen, da ihre Arbeitsgenehmigungen und Visa abgelaufen waren, und erhielten keine Arbeitslosenleistungen. Der Solidaritätsaufruf des IBBH an 2010 Skanska, das globale Skanska- IBBH- Unternehmensabkommen einzuhalten und die polnischen Arbeiter wieder einzustellen, führte schließlich zu einer positiven Einigung. ANNUAL SURVEY 2004 * 14sions 1 de anica tighin Auf allgemeinerer Ebene Auf allgemeinerer Ebene erteilten der IBBH und seine Mitgliedsorganisationen Informationen für die jährliche Erhebung des IBFG über Gewerkschaftsrechte, für die jährlich rund 23 Antworten eingehen. Der IBBH nahm außerdem am Ausschuss für die Anwendung der internationalen Arbeitsnormen auf der IAO- Konferenz 2002 teil, der eine lange Liste von Fällen untersuchte, u. a. Zwangsarbeit in Birma( Myanmar), die Lage in Belarus und mehrere dringliche Fälle wie Kolumbien, Venezuela, Kroatien und Kuba. Im April 2004 nahm der IBBH ferner an der Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen teil, die sich mit Schlüsselfragen für die IBBH- Mitgliedsorganisationen weltweit befasste. Es gab krasse Meinungsverschiedenheiten bezüglich der Frage der besetzten arabischen Gebiete. Ferner wurden Zypern, die besorgniserregende Lage in Tschetschenien, Aserbaidschan und Armenien, die Unterdrückung der politi schen Opposition in Kuba, Simbabwe und Togo sowie die Gewalt in Haiti, Nepal und Indonesien zur Sprache gebracht, über die sich die Regierungsdelegationen heftig stritten. Besondere Beachtung wurde auch dem Prozess gegen den ehemaligen Präsidenten Perus, Alberto Fujimori, Myanmar mit der Sieben- PunkteRoadmap und dem Übergang im Kongo zuteil. Der IBBH unterstützte ferner die Diskussionen über die Verantwortung der MNK und den im Jahre 2003 von der Unterkommission der Vereinten Nationen zur Förderung und zum Schutz der Menschenrechte angenommen Wortlaut, der in einem einzigen Dokument die lauf Unternehmen anzuwendenden hauptsächlichen internationalen Gesetze, Normen und vorbildlichen Verfahren bezüglich der Menschenrechte zusammenfasst. A 49 50 Projekte zur Gewerkschaftsentwicklung Die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Gewerkschaftsentwicklung ist das Instrument des IBBH zur Stärkung und Entwicklung demokratischer, unabhängiger und lebensfähiger Gewerkschaften. Der IBBH wandelte seine Entwicklungsprojekte von bloßen Gewerkschaftsbildungsprogrammen um in einen Mehrfachansatz und eine Strategie zur Stärkung der gewerkschaftlichen Organisierungsfähigkeit der Mitgliedsorganisationen. Ferner werden die Entwicklungsprojekte dahin gehend gestaltet und die Prioritäten so gesetzt, dass die strategischen Ziele der Stärkung der Gewerkschaften, Förderung globaler Normen und Wahrung der Gewerkschaftsrechte verwirklicht werden können. Das IBBH- Programm zur Entwicklung der Gewerkschaften ist eine umfassende, facettenreiche Tätigkeit, die gewerkschaftliche Organisierung, Bildung, Kampagnen, Sozialdialog, Vernetzung, Fachausbildung, Programme zur Entwicklung von Führungseigenschaften, Publikationen, Sensibilisierung für Gleichstellung, Informationstechnologie usw. umfasst. Es befasst sich mit verschiedenen Fragen, wie Gleichstellung der Geschlechter, Beseitigung der Kinderarbeit, Arbeitsschutz, nachhaltiger Forstwirtschaft, Privatisierung, globalen Normen bei den MNK, Migration und weiteren dringlichen Aspekten, die sich auf die Arbeitnehmer/ innen auswirken. Das Programm weist örtliche, nationale, subregionale, regionale und internationale Elemente auf. Das Programm für Gewerkschaftsentwicklung wird mittels verschiedener Projekttätigkeiten umgesetzt, die bei zahlreichen Mitgliedsorganisationen Änderungen der Programme zur Folge haben. All diese Projekttätigkeiten sind auf die Verwirklichung des strategischen Ziels ausgerichtet, die Gewerkschaften zu stärken. Der IBBH entwickelte Indikatoren zur Messung des Erfolgs der Projekte und ihres Beitrags zur Verwirklichung seiner strategischen Ziele. Globale Indikatoren Seit dem Jahr 2001 führte der IBBH über 100 Projekte zur Gewerkschaftsentwicklung durch, an denen sich 150 Mitgliedsorganisationen und andere nahestehende Organisationen in 84 Ländern beteiligten. Nachstehend sind einige der globalen Erfolgsindikatoren aufgelistet: Zunahme der Gewerkschaftsmitgliedschaft. Die Mitgliedsorganisationen meldeten einen Jahresdurchschnitt von 70 000 neuen Gewerkschaftsmitgliedern( 20% Frauen), insbesondere Beschäftigte im informellen Sektor, Leiharbeitnehmer/ innen im Baugewerbe, weibliche Beschäftigte, Beschäftigte von Lieferanten und Vertragsunternehmen von MNK, Zementarbeitnehmer/ innen und Forstbeschäftigte. Der IBBH verzeichnete einen Anstieg der Mitgliedschaft von mindestens 50% bei seinen Mitgliedsorganisationen in Indien, Nepal, Südkorea, Indonesien, den Philippinen, Malawi, Simbabwe, Burkina Faso, Polen, Russland und Kolumbien. Ausbildung neuer und junger Führungskräfte. Der IBBH bildete jährlich 5.000 Gewerkschaftsleiter aus. Das Ausbildungsprogramm erhöhte die Fähigkeit der Gewerkschaften in den Bereichen Tarifverhandlungen, Gewerkschaftsverwaltung, organisatorische Entwicklung, Kampagnen und Bildungsprogramme. Interessanter noch ist jedoch die Aus bildung neuer Gewerkschaftsführungskräfte. Zahlreiche Teilnehmer des IBBHAusbildungsprogramms wurden zu Gewerkschaftsfunktionären gewählt und in verschiedene Gewerkschaftsausschüsse bestellt. Erfolgsbeispiele sind: Studienzirkelleiter in Russland wurden zu regionalen Präsidenten gewählt, geschulte Ausbilder in Südosteuropa und den arabischen Staaten wurden in Vorstände gewählt, Förderer der Gewerkschaftsrechte in Lateinamerika wurden GewerkBoschaftsfunktionäre, regionale Ausbilder und Führungskräfte in Indonesien wurden in Führungspositionen gewählt, und ausgebildete weibliche Führungskräfte in Indien und im südlichen Afrika wurden in Vorstände gewählt. Dies erfolgte zusätzlich zur Ausbildung zahlreicher bereits vorhandener Führungskräfte, die in verschiedenen Führungseigenschaften und Verhandlungsfähigkeiten ausgebildet wurden und nunmehr eine führende Rolle bei nationalen Kampagnen, dreigliedrigen Ausschüssen und im Sozialdialog mit Regierungen und Arbeitgebern übernehmen. Verbesserung der Arbeitsschutzbedingungen Die Mitgliedsorganisationen führten Tausende von Seminaren zur Sensibilisierung für Arbeitsschutz in Hunderten Betrieben durch. Dies erwies sich als äußerst wirksames Hilfsmittel zur gewerkschaftlichen Organisierung und Mobilisierung der Arbeitnehmer/ innen. Um einige positive Ergebnisse zu nennen: Viele Mitgliedsorganisationen meldeten erhebliche Änderungen in den Betrieben: In Lateinamerika wurden Hunderte Sicherheitsausschüsse eingesetzt, in Südkorea, Malaysia und Südafrika wurde der Arbeitsschutz in die Tarifabkommen aufgenommen, in Simbabwe wurden die Unfälle in gewerkschaftlich organisierten Betrieben reduziert. Tarifabkommen. Trotz Attacken zur Aushöhlung des Tarifverhandlungssystems in zahlreichen Ländern meldeten die Mitgliedsorganisationen den erfolgreichen Abschluss hoqqneuer und die Erneuerung bestehender Tarifabkommen. Einzelne Mitgliedsorganisationen berichteten ferner über Erfolge bei der Erzielung von Betriebsabkommen. Beseitigung der Kinderarbeit und bessere Arbeitsbedingungen. Diese Kampagne trug u. a. zu einer Erhöhung der Mitgliedschaft um 400% und Löhnerhöhungen von 30% bei. eden Bildung von Industriegewerkschaften und Allianzen Der IBBH erleichterte den Zusammenschluss und die Bildung von Industriegewerkschaften auf Fidschi, Papua- Neuguinea, in Südkorea und den Philippinen. Die Bildung nationaler Räte der Mitgliedsorganisationen in Indien, Nepal, Kolumbien, Brasilienien, Argentinien und Kenia stärkte die nationale Kampagnenund Interessenvertretungsarbeit. stab Gender Mainstreaming. seb ovijan Die Beteiligung der Frauen an verschiedenen Gewerkschaftstätigkeiten und- strukturen stand im Mittelpunkt der Kampagne. Die Frauenbeteiligung wurde in allen Projekttätigkeiten nach Möglichkeit satzungsgemäß verankert. Die meisten Projekttätigkeiten erzielten die Frauenquote von 30%. Die Zahl der Frauen in der Gewerkschaftsführung und die Bildung von Frauenausschüssen nahmen zu. 51 52 Projektstrategien und Ansätze Der IBBH unterstützte und leitete mit über 40 Projektkoordinatoren und regionalem Person die Mitgliedsorganisationen bei der Entwicklung verschiedener Strategien und Ansätze. Sie waren in der Lage, innovative, kreative und nichtebtraditionelle Gewerkschaftsansätze bei der Organisation von Gewerkschaften zu entwickeln. Die Kampagnen zur Beseitigung der Kinderarbeit erhöhte die Gewerkschaftsmitgliedschaft um 400%. Die Kampagnen über die Rechte der Frauen erhöhte die Zahl der Gewerkschaftsmitglieder, insbesondere der weiblichen Beschäftigten im Baugewerbe in Indien. Als die Gewerkschaften in Ghana, Kenia und Burkina Faso die gemeinschaftliche Forstwirtschaft einführten, wurden die Gewerkschaften anerkannt, und die Beschäftigten begannen, der Gewerkschaft beizutreten. Das Studienzirkelprogramm stärkte die regionale Struktur in Russland. Rahmenabkommen wurden zum Aufbau von Gewerkschaften in Polen, Malaysia und Indien genutzt. Diese neuen Ansätze befassen sich mit konkreten Arbeitnehmeranliegen und stärken und erhöhen zugleich die Gewerkschaftsmitgliedschaft. Der IBBH verzeichnete Fortschritte beim Projekt für regionale Vernetzung. Dieses wird zunächst den Austausch von Erfahrungen und Strategien erleichtern, wie im Falle des gewerkschaftlichen Organisierungsprojekts in der Reginen on Mekong, des Bildungsprojekts in Südosteuropa, des Projekts für Gewerkschafts- und Menschenrechte in Lateinamerika und des Arbeitsschutzprojekts im südlichen Afrika. Dieser Ansatz erleichterte die Wiederholung erfolgreicher Erfahrungen und den Austausch von Ressourcen. Während sich die Zusammendoil arbeit verstärkte, begannen diese regionalen Netze die Arbeit an regionalen und globalen Fragen. Strategische Partnerschaft Der IBBH entwickelte eine strategische Partnerschaft mit der Organisation für die Unterstützung der Gewerkschaftssolidarität( Trade Union Solidarity Support Organisation, TUSSO), d. h., LO- TCO- Schweden, FNV- Niederlande, SASK - Finnland, LO- FTF- Dänemark, LO- Norwegen und FES- Deutschland. In den vergangenen vier Jahren erhielt der IBBH von seinen verschiedenen Partnern und Mitgliedsorganisationen durchschnittlich 4 Mio. CHF pro Jahr. IBBH- Projekte, 2004 NFBH NorwegenDeutschlandFinnland Dänemark FNV Australien Kanada IAO Taiwan. Schweden Die interessanteste Entwicklung ist die wachsende Teilnahme der Mitgliedsorganisationen und nahestehender Organisationen an der Arbeit im Bereich der Gewerkschaftsentwicklung. Am konsequentesten sind die Mitgliedsorganisationen aus Schweden, Deutschland, Finnland, Dänemark, den Niederlanden und Norwegen. Ferner wird der IBBH unterstützt von CLC- Kanada, 3F- Dänemark, ISCOD- Spanien und CFMEU/ CLSC- Australien. Die ermutigendste Entwicklung ist die Initiative der Mitgliedsorganisationen aus Taiwan und Singapur, die Projekttätigkeiten im Raum Asien/ Pazifik zu unterstützen. Die Mitgliedsorganisationen in Südafrika und Simbabwe beginnen die Unterstützung auf andere Mitgliedsorganisationen im südlichen Afrika auszudehnen. bau ne об Projektentwicklung und Leitung Die Projektleitung und die finanzielle Verwaltung sind Schlüsselelemente zur Sicherung stabiler, anhaltender Finanzhilfe. In dieser Hinsicht nahm der IBBH den logischen Rahmensatz als Hilfsmittel zur Entwicklung und Leitung der Projekte an. Er errichtete regionale und globale Berichterstattungs-, Überwachungsund Bewertungsmechanismen, um die Umsetzung des Ansatzes sicherzustellen. Das Finanzsystem des IBBH sichert eine effiziente Verwendung der Geldmittel sowie die finanzielle Rechenschaftspflicht. Ferner nahm der IBBH eine Politik bezüglich betrügerischen Verhaltens an. Der IBBH führte ein regionales Befähigungsprogramm durch, um den Projektkoordinatoren und dem regionalen Personal weitere Unterstützung bei der Projektentwicklung und-leitung sowie bei der Interessenvertretungs- und Kampagnenarbeit zu gewähren. Die jährliche Regionaltagung bietet die Plattform zur Bewertung, Strategieentwicklung und Planung der Umsetzung der Projekte in jeder Region. Im Rahmen der Unterstützung der Gewerkschaften in Entwicklungsprojekten, die die Zielsetzungen der IBBH vorantreiben, erarbeitete der IBBH eine Rahmenstrategie für Gewerkschaftsentwicklung. Dieses Hilfsmittel wurde gemeinsam von seinen Projektkoordinatoren und Gewerkschaftsleitern aufgrund der Projekterfahrungen des IBBH erarbeitet. Dies ist der Versuch des IBBH, einen strategischen Rahmen zu konsolidieren und aufzuwerten, der als Anleitung für die Genehmigung von Projekten und die Unterstützung der Partner bei der Gestaltung und Umsetzung ihrer Projektstrategien dienen. Der IBBH- Rahmen für Gewerkschaftsentwicklung Unsere Rahmenstrategie ist in vier Phasen mit entsprechenden Indikatoren in jeder Phase aufgegliedert, die als Anleitung für die Projektgestaltung dienen sollen. Dieser wird in der Folge durch vorgeschlagene Tätigkeiten und Strategien unterstützt, die im Hinblick auf die Erfüllung der vorgegebenen Indikatoren auf die Verhältnisse in den Gewerkschaft anwendbar sind. Der Rahmen endet sodann mit etwaigen Problemen, auf die die Gewerkschaft oder das Projekt in jeder Phase stoßen können. Durch Ermittlung der etwaigen Probleme in jeder Phase können sowohl die Gewerkschaft als auch der IBBH potenzielle Risiken, Schwächen und Probleme vorwegnehmen, die durch die Entwicklung einer ausreichenden Vorbereitungsarbeit, Sicherheiten und im schlimmsten Fall Notreaktionen, wenn die Probleme unvermeidlich werden, verhindert werden können. Bei der Gestaltung einer Projektstrategie für die Gewerkschaftsentwicklung ist es wichtig, die Projektphase auszuweisen. Die Ermittlung der Projektphase der Strategie zur Gewerkschaftsentwicklung ist aufgrund der fünf wichtigsten Ergebnisbereiche( Key Result Areas, KRA) der Gewerkschaftsstärke zu bewerten, d. h.: 1) Organisation, 2) Verwaltung und Finanzen, 3) Bildung, 4) Interessenvertretung/ Kampagnen und 5) Auswirkungen auf die Beschäftigten. 53 54 Projektrahmen HERE Die Projektphasen beschreiben aufgrund der Indikatoren das Niveau der Entwicklung und der Reife der Gewerkschaft. Die Dauer der Entwicklung der Gewerkschaft von der Vorprojektphase bis zu Phase 4 wird auf sechs bis zehn Jahre Projektunterstützung geschätzt. PROJEKT- GESTALTUNG WICHTIGSTER ERGEBNISBEREICH( KEY RESULT AREA, KRA) Organisatorisch Verwaltung Bildung Kampagnen Auswirkungen TÄTIGKEITEN PROBLEME Phase Vorprojekt Phase 1 Phase 2 Phase 3 Phase 4 Phase Ausbildung und Phase Expansion der MitBefähigung gliedschaft und Phase institutioneller Aufbau und NachhalPhase Aufbau regionaler und globaler Netze organisatorische tigkeit Entwicklung ( 1-2 Jahre) ( 2-3 Jahre) ( 1-2 Jahre) ( 2-3 Jahre) VORPROJEKTPHASE Die Vorprojektphase ist der Ausgangspunkt. Der Beschluss des IBBH, den Beginn des Projekt zu empfehlen und seine Einleitung zu billigen, wird durch eine Reihe von Kriterien geleitet. Für den IBBH ermöglicht diese Phase eine solide Entscheidung darüber, ob er einen Projektantrag unterstützen oder revidieren, die antragstellende Gewerkschaft dabei unterstützen soll, sich für das Projekt zu qualifizieren, oder einen Projektantrag gänzlich ablehnen soll. Was die antragstellende Gewerkschaft betrifft, stellen die Mindestanforderungen eine Kontrollliste dafür bereit, was sie erfüllen muss, um sicherzustellen, dass sie in der Lage sein wird, das Projekt erfolgreich umzusetzen und somit die Durchführbarkeit des Projektantrags zu verteidigen. Mit anderen Worten ist Phase 1 eine Vorbereitungsphase, in der die grundlegenden Voraussetzungen vorhanden sein sollten, damit die Gewerkschaft befähigt ist, das Projekt erfolgreich umzusetzen. PHASE 1: Ausbildung und Befähigung Phase 1 ist die Phase der Ausbildung und Befähigung, da sie sich auf die Entwicklung der grundlegenden Kernfähigkeiten einer Gewerkschaft konzentriert, gewerkschaftlich zu organisieren, auszubilden, Betriebsfragen zu verfechten und einfache Projekte zu verwalten. Das Gewicht dieser Phase liegt auf folgenden Themen: gewerkschaftliche Organisierung und Ausbildung der Mitglied schaft in Gewerkschafts- und Menschenrechten, Entwicklung der Führungseigenschaften, Forschungsarbeit und Durchführung von Analysen für einfache Interessenvertretung und Einführung einer soliden Verwaltungsstruktur, die in der Lage ist, hinreichend Bericht zu erstatten, Rechenschaft abzulegen und einfache Projekte zu verwalten. Projekte dieser Art erfordern in der Regel ein bis zwei Jahre Bemühungen zur Kompetenzentwicklung. PHASE 2: Organisatorische Entwicklung und Expansion der Mitgliedschaft 1000 Nachdem eine Gewerkschaft die Phase Ausbildung und Befähigung im Hinblick auf ihre Kernfunktionen als Gewerkschaft durchlaufen hat( d. h. gewerkschaftliche Organisierung, Ausbildung, Projektleitung und verwaltung und einfache Interessenvertretung), konzentriert sich die zweite Phase auf die organisatorische Entwicklung und die Expansion der Gewerkschaft. Die zweite Phase entwickelt eine umfassendere und höher profilierte Gewerkschaft, die über eine erweiterte Basis zahlender Mitglieder mit mehreren Ausschüssen verfügt, gleichzeitige Projekte über verschiedene Aspekte umsetzt( örtliche BetriebsIndustriezweig- oder nationale Politikfragen) und den Mitgliedern konkrete Dienstleistungen auf vermehrt programmorientierter Basis erbringt. Projekte dieser Art benötigen in der Regel zwei bis drei Jahre. PHASE 3: Institutioneller Aufbau und Nachhaltigkeit In dieser Phase sollte die Gewerkschaft in der Lage sein, sich in erster Linie auf ihre eigenen Ressourcen und ihre Organisation zu verlassen, bevor sie externe Finanzierung und Unterstützung in Anspruch nimmt. Die internen Mittel( d. h. die Mitgliedsbeiträge), die organisatorische Solidität, eine fähige, demokratische Führung, eine umfassende, aktive Mitgliederbasis und der Erfolgsausweis der North Gewerkschaft werden zur wichtigsten Quelle der Stärke in ihrer alltäglichen Gewerkschaftsarbeit. Nach der Befähigung, der organisatorischen Entwicklung und der Expansion der Mitgliedschaft konzentriert sich die dritte Phase auf die Sicherung der demokratischen Strukturen, die Nachhaltigkeit und die weitere Relevanz der Gewerkschaft. PHASE 4: Aufbau regionaler und globaler Netze Die Gewerkschaft bewegt sich nun in Richtung eines regionalen und globalen Niveaus des Engagements und der Perspektiven, von Abhängigkeit zu Unabhängigkeit, von örtlicher zu nationaler und regionaler zu globaler Ebene. Von einfachen zu komplexen Organisationen, verankert im grundlegenden Gewerkschaftswesen, sollten sich die IBBH- Mitgliedsorganisationen idealerweise zu regionalen und globalen Gewerkschaftsnetzen entfalten, die nicht nur auf örtlicher Ebene handeln und etwas bewirken, sondern auch global denken, handeln und gemeinsam etwas zustande bringen. Angesichts der Globalisierung, die die Arbeitnehmerbedingungen beeinträchtigt und sogar bedroht, wird es zum Gebot, globale Organisationen zu fördern und starke regionale und globale Gewerkschaftsnetze zu organisieren, die weltweit agieren. 55 PRO Anlagen: IBBH Sekretariat und Büros 1) Mitarbeiter Im Verlauf der Kongressperiode hat sich die Anzahl der Mitarbeiter verringert. 2001 waren im Genfer Sekretariat 16 Mitarbeiter beschäftigt; nunmehr sind 14 Personen angestellt. In den Regionalbüros, hat sich die Anzahl der Mitarbeiter von 45 im Jahr 2000 auf 33 Ende 2004 verringert. Übersicht der Mitarbeiter, Stand: Dezember 2004 Mitarbeiter in Afrika/ Mittlerer Osten Asien Europa Latein Amerika IBBH Sekretariat Regional/ Subregional offices Projektbüros Schweiz 14 Südafrika 3 Malaysien 5 Australien 1 Indien 9 Panama 7 Bulgarien 1 Argentinien 1 Burkina Faso 1 Brasilien 1 Kenia 1 Libanon 1 Mitarbeiter insge00 8 15 15 9 47 samt 31.12.2004 2001 56 13 25 18 8 64 2) Büros Im Verlauf des behandelten Zeitraums wurden sieben Büros geschlossen( Simbabwe, Ghana( 2), Philippinen, Japan, Indonesien, PNG). Drei neue Büros wurden eröffnet in Südafrika, Argentinien und Brasilien). : 3) Wichtigste Errungenschaften während der Kongressperiode Entwicklung und umsetzung der Administrativen Richtlinien zur effizienteren Gestaltung täglicher Interaktionen und zur verbesserung der Sozialleistungen auf allen Ebenen wie bau nilaba Verbesserung der Kapazitäten vorhandener Mitarbeiter durch interne und externe Schulung Verwaltungsprüfungen wurden in allen Regionen durch die internen Rechnungsprüfer durchgeführt Engmaschige Überprüfung der Kosten für Mitarbeiter und Verwaltung Sitzungen des Geschäftsführenden Vorstands: Sitzungen des Geschäftsführenden Vorstands: 6. Februar 2002, Genf, Schweiz 1. November 2002, Genf, Schweiz 18. März, Nyon, Schweiz 26. November 2003, Genf, Schweiz 31. März 2004, Genf, Schweiz 26. November 2004, Genf, Schweiz 22. April 1 2005, Genf, Schweiz 6. Dezember 2005, Buenos Aires, Argentinien Presidium IFBWW President, Roel de Vries, FNV Bouw Netherlands IFBWW Deputy President, Klaus Wiesehügel, IG BAU Germany IFBWW General Secretary, Anita Normark Vice- Presidents Africa, Wafulla Wa Musamia, KQMWU, Kenya Asia, Rama Chandra Khuntia, INBFCWF, India Europe, Klaus Wiesehügel, IG BAU Germany Latin America, Gerardo Alberto Martínez, UOCRA, Argentina North America, Larry McDonald, Teamsters, Canada Members Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: Member: Roel de Vries, FNV Bouw, Netherlands Alain Clauwaert, La Centrale Générale, Belgium Dick van Haaster, FNV Bouw, Netherlands Klaus Wiesehügel, IG BAU, Germany Christoph Burmester, IG BAU, Germany 1st Substitute: 2nd Substitute: Frank Schmidt- Hullmann, IG BAU, Germany Member: Hans Tilly, BYGGNADS, Sweden 1st Substitute: Arne Johansen, TIB, Denmark 2nd Substitute: Kalevi Vanhala, Puu- ja Erityisalojen Liitto, Finland Johann Driemer, GBH, Austria Member:. 1st Substitute: Vasco Pedrina, Unia, Switzerland 2nd Substitute: Vacant 57 Member: Alain Emile, FO, France 1st Substitute: 2nd Substitute: Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: Übersicht Saturnino Gil, MCA- UGT, Spain Gerardo de Gracia Pastor, FECOMA- CC.00., Spain Rudolf Kyncl, OS DLV, Czech Republic Dusan Barcik, OZ STAVBA, Slovak Republic loanis Parteniotis, FCIW- PODKREPA, Bulgaria Boris Soshenko, Construction& Building Materials Industry Workers' Union, Russia Rizakhmet Moldozhanov, Trade Union of Construction and Building Materials Employees, Kazakhstan Vacant 58 Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: Larry McDonald, Teamsters Canada, Canada Rodney Kelty, IAM& AW, United States of America Norman Rivard, USWA, Canada Baba El Madane Touré, FENIBABCOM, Mali Yawovi Amento, SYNBARCOT, Togo Rosine Soubeiga Ouedraogo, FNTCS, Burkina Faso Wafulla Wa Musamia, KQMWU, Kenya Jeremias Timana, SINTICIM, Mozambique Henry Adekweh, NUCECFWW, Nigeria Noboru Kawada, SINRIN ROREN, Japan Mohd. Khalid Bin Atan, KPPPSM, Malaysia Vacant Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: Rama Chandra Khuntia, INBFCWF, India Vacant Vacant Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: Gerardo Alberto Martínez, UOCRA, Argentina José Luís Fernández, UECARA, Argentina Jorge Bison, SOCAMGLYP, Argentina Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: Women Co. Chair: 1st Substitute: 2nd Substitute: Manuel José Cova Fermin, FETRACONSTRUCCION, Venezuela Hugo Dávila Villanueva, FENATIMAP, Peru Olide Herrera, FETRAMAQUIPES, Venezuela Irmgard Meyer, IG BAU, Germany Ana Da Conceição Pedro Garcia, SNIMCMA, Angola Vacant Sitzungen des Gesamtvorstands: Sitzungen des Gesamtvorstands: 6. September 2001, Copenhagen, Denmark 26.- 27. November 2003, Genf, Schweiz 7. Dezember 2005, Buenos Aires, Argentinien Members GROUP 1: Member: Denmark, Finland, Iceland, Norway, Sweden Hans Tilly, BYGGNADS, Sweden Christina Johansson, SIF, Sweden 1st Substitute: 2nd Substitute: Hans O. Felix, EL& IT, Norway Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: dugo Kalevi Vanhala, Puu- ja Erityisalojen Liitto, Finland Finnbjörn Hermansson, Samidn, Samband Idnfélaga, Iceland Vacant Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: GROUP 2: Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: Arne Johansen, TIB, Denmark John Larsen, Fagligt Faelles Forbund, Denmark Erna C. Dynge, NAF, Norway Belgium, Luxemburg, Netherlands Roel de Vries, FNV Bouw, Netherlands Dick Van Haaster, FNV Bouw, Netherlands Ben Wilms, FNV Bouw, Netherlands Alain Clauwaert, La Centrale Générale, Belgium Jean- Claude Humbert, La Centrale Générale, Belgium Rik Desmet, La Centrale Générale, Belgium GROUP 3: Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: Member Germany Klaus Wiesehügel, IG BAU, Germany Christoph Burmester, IG BAU, Germany Frank Schmidt- Hullmann, IG BAU, Germany Wolfgang Rhode, IGM, Germany Reinhard Hahn, IGM, Germany 1st Substitute: 2nd Substitute: Wolfgang Bonneik, IGM, Germany GROUP 4: Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: Austria, Switzerland Johann Driemer, GBH, Austria Anton Korntheuer, GBH, Austria Alexander Czauderna, GBH, Austria bn 59 60 Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: GROUP 5: Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: GROUP 6: Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: Vasco Pedrina, Unia, Switzerland Jacques Robert, Unia, Switzerland Franz Cahannes, Unia, Switzerland France, Portugal, Spain vimas asb negnus 12 Alain Emile, Bâtiment, Travaux Publics, Bois, Papier- carton, Céramique, Carrières, Matériaux de construction, Exploitation thermique( FO), France Francis Billaudeau, FNCB( CFDT), France Pierre Le Gars, FNCB( CFDT), France Saturnino Gil, MCA- UGT, Spain Gerardo de Gracia Pastor, FECOMA- CC.00., Spain José Luis López, FECOMA- CC.00, Spain Republic of Ireland, United Kingdom George Brumwell, UCATT, United Kingdom Phil Davies, GMB- CFTA, United Kingdom Bob Blackman, T& G, United Kingdom GROUP 7: Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: GROUP 8: Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: GROUP 9: Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: Italy Francesco Marabottini, FENEAL- UIL, Italy Domenico Pesenti, FILCA- CISL, Italy Francesco Martini, FILLEA- CGIL, Italy Estonia, Latvia, Lithuania, Poland Zbigniew Janowski, ZZ Budowlani, Poland Mara Tomsone, LCA, Latvia nadmet br Rauka Petras- Algirdas, Federation of Forest and Wood Workers' Trade Unions, Lithuania Croatia, Czech Republic, Hungary, Slovak Republic, Slovenia Rudolf Kyncl, OS DLV, Czech Republic Borislav Majtan, OZ DLV, Slovak Republic Vacant Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: GROUP 10: Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: Member: 1st Substitute: Dusan Barcík, OZ STAVBA SR, Slovak Republic Stanislav Antoniv, OS STAVBA CR, Czech Republic Stipe Kirigin, Trade UNion of Construction Industry, Croatia Albania, Bosnia/ Herzegovina, Bulgaria, Cyprus, Greece, Macedonia, Moldova, Montenegro, Romania, Serbia loanis Parteniotis, FCIW- PODKREPA, Bulgaria Zivko Mitrevski, Trade Union of Workers in Forestry and Wood Industry, Macedonia Zaina Trandafir, FGS Familia, Romania Vasile Badica, FSLIL, Romania Yiannakis loannou, CCWMF, Cyprus 2nd Substitute: Oleg Budza, SINDICONS, Moldova GROUP 11: Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: Azerbaijan, Georgia, Kazakhstan, Kyrgyzstan, Uzbekistan Rizakhmet Moldozhanov, TU of Construction& Building Materials Employees, Kazakhstan Chitayia Badri, Independent Trade Union of Georgian Architects and Workers of Construction and Building Materials Industry, Georgia Vacant GROUP 12: Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: Russia, Ukraine Boris Soshenko, Construction and Building Materials Industry Workers' Union, Russia Valery Ochekurov, Timber and Related Industries Workers' Union, Russia Vassily Janshin, Construction and Building Materials Industry Workers' Union, Ukraine GROUP 13: Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: GROUP 14: Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: Israel, Turkey Tevfik Özcelik, YOL- IS, Turkey Solomon Cohen, National Union of Building, Wood, Ceramic and Glass Workers, Israel Hasan Akmehmet, CIMSE- IS Sendikasi, Turkey Canada, United States of America Norman Rivard, USWA, Canada Rodney Kelty, IAM& AW, USA Harvey Arcand, USWA, Canada Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: GROUP 15: Larry McDonald, Teamsters, Canada Rodney Kelty, IAM& AW, USA Chris Carlough, SMWIA, USA 61 Benin, Burkina Faso, Cameroon, Cape Verde, Chad, Congo, Gabon, Guinea, Ivory Coast, Mali, Niger, Senegal, Togo Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: Baba El Madane Touré, FENIBABCOM, Mali Rosine Soubeiga Ouedraogo, FNTCS, Burkina Faso Zibrina Hamani, SYNBBAROUTES, Niger Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: Yawovi Amento, SYNBARCOT, Togo M'baye Thiam, SYNACO, Senegal Vacant GROUP 16: Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: GROUP 17: Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: Ghana, Liberia, Nigeria, Sierra Leone Vacant Abraham Okine, PSWU, Ghana Joseph Gbondo, GCWU, Sierra Leone Angola, Botswana, Lesotho, Malawi, Mauritius, Mozambique, Namibia, Swaziland, South Africa, Zambia, Zimbabwe Jeremias Timana, SINTICIM, Mozambique Lall Dewnath, AGWU, Mauritius Vacant Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: Vacant Narius Moloto, BCAWU, South Africa Mulemwa Kawana, NUBEGW, Zambia GROUP 18: Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: Burundi, Djibuti, Ethiopia, Kenya, Rwanda, Seychelles, Tanzania, Uganda Wafulla Wa Musamia, KQMWU, Kenya Mesilamu Oloka, UBCCECAWU, Uganda Gebre Michael Sirmay, EIFCWMCTU, Ethiopia GROUP 19: Member: 1st Substitute: Algeria, Egypt, Morocco, Tunisia Hassan Chebil, Fédération Générale du Bâtiment et du Bois( UGTT), Tunisia Mohamed Aguini, Fédération Nationale des Matériaux de Construction, Bois et Liège, Algeria 2nd Substitute: Vacant Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: Sayed Taha, GTUBWW, Egypt Mohamed Aguini, Fédération Nationale des Matériaux de Construction, Bois et Liège, Algeria Vacant 62 GROUP 20: Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: GROUP 21: Member: Hong Kong, Japan, Mongolia, South Korea, Taiwan Noboru Kawada, SINRIN ROREN, Japan Isao Sasaki, SINRIN ROREN, Japan Dagvatsuren Gombo, Fed. of Trade Union Construction Workers, Mongolia Kan Wen Nan, NFWU, Taiwan Baek Hun KiFKUWU, Korea Chan Che Leung, CSGWU, Hong Kong Indonesia, Malaysia, Philippines, Singapore, Thailand Mohd Khalid Bin Atan, KPPPSM, Malaysia Gerard Seno, ALU, Philippines 1st Substitute: 2nd Substitute: Jance Frans, DPP FSP Kahutindo, Indonesia Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: GROUP 22: Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: Teresita M. Borgonos, NUBCW, Philippines Vacant Norazlan bin Yaacob, KPPPSM, Malaysia Bangladesh, India, Nepal, Pakistan, Sri Lanka K.M. Ratnam, UNIFRONT, India MD. Azizul Haque, NCWLF, Bangladesh Vacant Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: Rama Chandra Khuntia, INBFCWF, Indial Jeetendra Shrestha, CUPPEC, Nepal Madhusudan Khandait, ACMS, India M GROUP 23: Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: Fiji Islands, New Zealand, Papua New Guinea, Solomon Islands, Vanuatu Jim Jones, NDU, New Zealand Len Wilson Parr, NZFMAWU, New Zealand Vacant Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: John A. Paul, FEAWU, Fiji Islands Vacant David Tuhanuku, SINUW, Solomon Islands GROUP 24: Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: GROUP 25: Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: GROUP 26: Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: Bolivia, Colombia, Equador, Peru, Venezuela Manuel José Cova Fermin, FETRACONSTRUCCION, Venezuela Hugo Dávila Villanueva, FENATIMAP, Peru Juan Pablo Camargo, FETRAMECOL, Colombia Argentina, Brazil, Chile, Paraguay, Uruguay Gerardo Alberto Martínez, UOCRA, Argentina José Antonio Di Santo, USIMRA, Argentina Gabriel Yafar, UOLRA, Argentina José Luís Fernández, UECARA, Argentina Victor Hugo Brandán, UOCRA, Argentina Stella Maris Fortunato, UECARA, Argentina Costa Rica, Dominican Republic, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Panama Luís Barbosa Chavarría, SNSCAASC, Nicaragua Luís Miguel Martínez, FENTICOMMC, Dominican Republic Rafael Chavarría, FENATRACOMAP, Panama GROUP 27: Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: GROUP 28: Member: 1st Substitute: 2nd Substitute: Barbados, Bermuda, Curaçao, Guyana Clifford O. Mayers, BWU, Barbados George Scott, BIU, Bermuda Moses Lourens, SEBI, Curaçao Jordan, Palestine, Yemen Shaher Sae'd, NUBWW, Palestine Mahmoud Al Hiary, GTUCW, Jordan Muhammed Ganem, GTUBCW, Yemen 63 64 Mitglieder des Kontrollausschusses Steinar Karlsen, Fellesforbundet, Norway Johann Driemer, GBH, Austria Michael von Felten, Unia, Switzerland Vorsitzende der Industrieausschusse Wood and Forestry: Kalevi Vanhala, Puu- Ja Liitto, Finland Building: Hans Raes, Centrale Générale, Belgium Health and Safety: Anton Korntheuer, GBH, Austria Womens Committee: Irmgard Meyer, IG BAU, Germany 29 WORD M Nachruf Carlos Villalta Unatropyt, Costa Rica James Akuntam IFBWW Forester, Ghana Charles Osei Ofori IFBWW Forester, Ghana K. Ramamurthy INRLF, India José l'Espérance GSA, Mauritius Shang Yu Chih nte globale Gewerk Bericht Rechnungsprüfer ante National Federation of Chinese Construction Form workers union, Taiwan Valerian Mutekanga Uganda Building, Construction, Civil Engineering, Cement and Allied Workers' Union, Uganda 65 Mitglieder Vors nswis nou exhow monollout fundos menu asmel hot0 1920 29her sibal LIMI dino uY aneda sbregu noinU Jiémo Kommentar der Generalsekretán Wir bauen eine vereinte globale Gewerkschaftsbewegung Bericht der Rechnungsprüfer und Finanzberichte 85-2005 gnugewedaftsflaxhews sisdolg idoieg 198 nie neusd iW 1stü qanundЯ 19b stoned bu لا Fo Kommentar der Generalsekretärin Der IBBH konzentrierte sich in der Kongressperiode 2001-2005 auf die Konsolidierung und Intensivierung seiner Tätigkeiten und Dienstleistungen an die Mitgliedsgewerkschaften, um zur gemeinsamen globalen Stärke beizutragen. Der phaib IBBH zählt im Bau-, Holz- und Forstsektor zahlreiche Mitgliedsgewerkschaften in den Entwicklungsländern mit Mitgliedern, die Niedrigsteinkommen verdienen, jedoch auch starke, leistungsfähige Gewerkschaften in den Industrielänalledern. Infolge der Globalisierung und des verschärften weltweiten Wettbewerbs und Drucks verlieren zahlreiche Gewerkschaftsmitglieder ihre Arbeitsplätze pen und viele Gewerkschaften ihre Mitglieder. Dies hatte einen erheblichen Rückgang der beitragsbeitragszahlenden Mitgliedschaft aus vielen Ländern, nicht zuletzt den Industrieländern, zur Folge. Dank einer äußerst strikten Haushaltskontrolle weltweit und in den Regionen gelang es dem IBBH jedoch, die Organisation finanziell zu stärken und zugleich die Tätigkeiten zu intensivieren. Hierzu trägt auch die ausgedehnte Zusammenarbeit im Rahmen der Projekte bei, die der IBBH mit zahlreichen Geberorganisationen, hauptsächlich in Europa, unterhält. Diese Beiträge zu unseren Tätigkeiten wären ohne die aktive Teilnahme und Unterstützung unserer Gewerkschaften in den Geberländern nicht möglich gewesen- dies ist praktizierte Gewerkschaftssolidarität. Die Bemühungen zur Erhöhung der beitragszahlenden Mitgliedschaft in allen Regionen der Welt gehen weiter, ebenso diejenigen zur möglichst effizienten Verwendung der Mitgliedsbeiträge und Geberbeiträge, was zur Stärke jeder nationalen Gewerkschaft beiträgt. Ein weiterer Schritt zur Stärkung der beitragszahlenden Mitgliedschaft wurde als Ergebnis der praktischen Zusammenarbeit mit und der Verhandlungen zwischen IBBH und WVBH( Weltverband der Bau- und Holzarbeiterorganisationen) unternommen. Das Ergebnis ist ein Vorschlag, auf dem Kongress in Buenos Aires 2005 einen neuen internationalen Bund, die Internationale der Bau- und Holzarbeiter, BHI, zu gründen. Anita Normark IBBH IFBWW FITBB IBTU FITCM 4 500 000 4 000 000 IBBH- STATISTIK 1985-2005 Mitgliedsbeiträge in CHF Beitragszahlende Mitgliedschaft IBBH- Reserve in CHF Tätigkeiten( Projektkosten in CHF) 3 500 000 3 000 000 2 500 000 2 000 000 1 500 000 1 000 000 500 000 1985* 1986 1987 1988 1989* 1990 1991 1992 1993* 1994 (* 1995 1996 Kongressjahr) 1997* 1998 1999 2000 2001* 2002 2003 2004 2005* 69 Wichtigste Zahlen( salstone) Job einemmoN Reserve in Monaten 15 10 5 5,8 11,7 Gemäß einem Beschluss des Geschäftsführenden Vorstandes im Jahre 1997 bestand das Ziel darin, Reserven zu bilden, die 12 Monaten Nettobetriebskosten 12 entsprechen. Ende Dezember 2000 beliefen sich diese Reserven auf 5,8 Monate. 0 2000 2004 Zielsetzung Im Zeitraum 2001-2004 gelang es dem IBBH, die Ausgaben im Rahmen des oder unter dem Haushaltsvoranschlag zu halten, und seine Finanzreserven nahmen um 1'287'110 CHF(+ 67%) zu. Zum 31.12.2004 deckten die Reserven 11.7 Monate Nettobetriebskosten. Diese Zahl dürfte bis Ende 2005 auf über 12 Monate ansteigen. Der IBBH finanziert seine reguläre Tätigkeit und seine Struktur hauptsächlich mit Mitgliedsbeiträgen. Die Einnahmen des IBBH blieben mit jährlich durchschnittlich 3,9 Mio. CHF unverändert, obwohl der IBBH im Zeitraum 2001-2004 rund 120'000 beitragszahlende Mitglieder verlor( Verlust von 400'000 Mitgliedern in den vergangenen zehn Jahren). Durchschnittliche Mitgliederzahl 4 000 000 3 500 000 70 3 000 000haust ob el co 2 500 000 2 000 000 200 1 500 000 на 1986-89 1990-93 1994-97 98-2001 2002-05 Kongressperioden Mitgliedsbeiträge beitragszahlende Mitgliedschaft Der IBBH nimmt auch Geldmittel( jährlich durchschnittlich 4,2 Mio. CHF) von verschiedenen Geberorganisationen und Mitgliedsorganisationen für die Zusammenarbeit bei der Gewerkschaftsentwicklung ein. Der IBBH entwickelte ein Finanzverwaltungssystem, das auf drei wichtigen Pfeilern beruht: Kontrolle, Transparenz und Befähigung. Seit mehreren Jahren unternimmt der IBBH ständige Bemühungen zur Verbesserung seines Buchführungssystems( bessere Darstellung, Konsolidierung, Rechnungsprüfungsrichtlinien, Bilanzierungsverfahren, tätigkeitsbasierte Rechnungsprüfung); 4.200. bar Entwicklung dokumentierter Hilfsmittel wie: Finanzrichtlinien für die Regional- und Projektbüros, Grundsatzerklärung und Verfahren bezüglich betrügerischen Verhaltens; Aktualisierung seines Projektverwaltungssystems, um höhere Verwaltungs- und Finanzanforderungen der Geberorganisationen zu erfüllen; Durchführung interner Rechnungsprüfungen in den Regional- und Projektbüros; Ausbildung des Personals in den Regionen. Interne Rechnungsprüfung, IBBH- Büro in Neu- Delhi, November 2004 Regelmäßige interne Rechnungsprüfungen in den Regional- und Projektbüros * interne Rechnungsprüfung durch den vom IBBH gewählten Rechnungsprüfer interne Rechnungsprüfung durch den Buchführer des Hauptsitzes interne Rechnungsprüfung durch die regionalen Buchführer administrative Rechnungsprüfung A Jahr Kuala Lumpur| Panama| Johannesburg| Neu- Delhi * A 2000 2001 Harare * Sonstige Büros ▲ Ouagadougou, Beirut * Pazific, Indonesien Philippinen 2002 2003 2004 2005 * * A * ** Sofia * Pakistan, Papua- Neuguinea, Indonesien * PNG, Südkorea * Ghana, Kenia * Chile * India, Ghana * Kambodscha Seit dem Kongress 2001 besuchten die IBBH- Rechnungsprüfer jedes Jahr ein Büro( Harare 2001, Panama 2002, Kuala Lumpur 2003, Neu- Delhi 2004 und Johannesburg 2005). Die hauptsächlichen Ziele bestanden darin zu kontrollieren, ob die Büros in den Regionen die Anforderungen der Satzung erfüllen und die Anweisungen des Hauptsitzes befolgen, sowie sicherzustellen, dass die Tätigkeiten im Rahmen des IBBH durchgeführt werden. 2009 71 Gesamtbewertung der internen Rechnungsprüfung( bis Januar 2005, basierend auf den jüngsten Berichten über die interne Rechnungsprüfung) = zufriedenstellend, in Ordnung = verbessert sich = zu verbessern oder demnächst zu regeln Im November 2002 billigte der Gesamtvorstand die IBBH- Grundsatzerklärung und die Verfahren bezüglich betrügerischen Verhaltens. Dieser Beschluss war ein deutliches Signal dafür, dass der IBBH gegenüber betrügerischem Verhalten Nulltoleranz IBBH- Richtlinienfür Genauigkeit undZuverläsFinanz- Verwaltung berichtsverfahren Weiterverfolgung von internes sig- keit der erstatRechnungsIT- System und Sicherheit Rechnungsprüfungs- sysBuchführung tungüber Projekte , Eintragun g, Versicherungen, prüfungsfragen aus früheren Steuerstatus Jahren Mitarbeit des Personals während der Rechnungsprüfung und Verfügbarkeit der Daten Haupt- sächli- tem che Büros Kuala Lumpur Neu- Delhi Panama Johannesburg @ @ Ⓡ e ④ @ @ 1: e 72 betreibt. Jedes Personalmitglied auf allen Ebenen hat die Pflicht sicherzustellen, dass die Mittel des IBBH oder externe Projektgelder geschützt werden, ungeachtet dessen, ob sie mit Bargeld oder Zahlungssystemen und Belegen oder mit Auftragnehmern oder Lieferanten zu tun haben. Alle sollten sich auf allen Ebenen ehrlich verhalten und betrügerisches Verhalten vermeiden. Letzteres ist untragbar, und dies trifft nicht nur auf das Personal, sondern auch auf folgende Personen zu: gewählte Mitglieder in allen IBBH- Funktionen auf Kongressen, Satzungstagungen oder Seminaren; alle Mitgliedsorganisationen oder andere Organisationen, die in den Genuss von Projektgeldern, Reisezuschüssen, Solidaritäts- oder sonstiger Unterstützung gelangen. Interne Rechnungsprüfung in Johannesburg Januar 2005 Das Vorhandensein von Verfahren an sich kann dazu beitragen, als Abschreckungsmittel zu wirken, da es zeigt, dass er IBBH bereit ist, Betrugsrisiken abzuwehren. Aufgrund dieses Dokuments untersuchten unsere Personalmitglieder in den Regionen Anschuldigungen wegen betrügerischen Verhaltens und konnten sie rasch entschärfen. Die betreffenden Geldmittel wurden teilweise oder vollständig eingetrieben und die beteiligten Gewerkschaften vorläufig von den IBBH- Tätigkeiten ausgeschlossen. Bedeutende Bilanzierungsverfahren . Die Aktiva und Passiva der IBBH- Büros in Johannesburg, Panama, Kuala Lumpur, Melbourne und Neu- Delhi wurden in die Bilanz des Bundes einbezogen. Der Bund ist von der schweizerischen Einkommensteuer und von der Erhebung der Mehrwertsteuer befreit und erhält die Verrechnungssteuer auf Anlageerträgen zurückerstattet. Der Erwerb von Mobiliar und Ausrüstung wird zum Zeitpunkt der Ausgabe verbucht. Die Aktien und Obligationen werden am Jahresende zum Marktsatz bewertet. Die Gewinne oder Verluste werden in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Transaktionen in Fremdwährungen werden aufgrund des am Tag der Transaktion geltenden Wechselkurses in Schweizer Franken umgerechnet. Aktiva und Passiva in Fremdwährungen am Tag des Bilanzabschlusses werden zu dem am Tag der Transaktion geltenden Wechselkurs in Schweizer Franken umgerechnet. Die Differenzen aus der Umrechnung werden in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Die Einnahmen des IBBH werden beim Eingang verbucht. Die Mitgliedsbeiträge für das laufende Jahr werden jedoch verbucht, wenn sie vor Ende Februar eingehen, und die ausstehenden Zinsen werden am Jahresende verbucht. Die Ausgaben werden periodengerecht und abzüglich der Beiträge an die Projektverwaltung ausgewiesen. In der Bilanz wird eine Rückstellung vorgenommen, wenn der Bund eine gesetzliche, vertragliche oder satzungsgemäße Verbindlichkeit hat und bekannt ist, dass eine Bargeldausgabe für die Begleichung der Verbindlichkeit erforderlich sein wird. ⚫ Die IBBH- Reserven werden für spezifische Zwecke und/ oder zur Deckung künftiger Verluste aus dem Überschuss gebildet. Sie sind unter Anmerkung 8 aufgelistet und werden nur verwendet, wenn die Kosten cae durch den ordentlichen Haushalt nicht gedeckt werden können. Der 1037828 Internationale Solidaritätsfonds wird gemäß den nachstehenden Vorschriften geregelt. 73 180'STY 00 000008 BILANZAUSZUG ZUM 31. DEZEMBER AKTIVA Barbestand, Bankguthaben, Wertpapiere An2004 2003 2002 2001 merCHF CHF CHF CHF kung 1 4'667'320 3'713'215 2'613'433 2'362'674 Barbestand Gewerkschaftsentwicklungs- und 2 1'404'982 1'673'502 1'268'618 984'277 dungsprojekte Ausstände, Anzahlungen und antizipative Aktival Anlagevermögen 3 276'764 290'126 185'004 134'509 4 1 1 1 1 6'349'067 5'676'844 4'067'056 3'481'461 PASSIVA Kurzfristige antizipative Passiva und Rechnungsab- 5 grenzungsposten 602'197 611'046 488'114 481'583 Gelder für Gewerkschaftsentwicklungs- und Bildungs6 1'404'982 1'673'502 1'268'618 984'277 projekte Rückstellungen 7 Reserven 8 1'140'000 860'000 1'816'570 1'220'234 280'000 100'824 765'343 681'516 Gewinnvortrag 1'385'318 1'312'062 1'264'981 1'233'261 6'349'067 5'676'844 4'067'056 3'481'461 ZUSAMMENFASSENDE EINNAHMEN- UND AUSGABENRECHNUNG ZUMENDE DES ZEITRAUMS EINNAHMEN Mitgliedsbeiträge Finanzerträge Sonstige Einnahmen Anmer2004 2003 2002 2001 kung CHF CHF CHF CHF 9 3'686'123 3'766'295 10 54'864 102'654 3'678'061 3'828'873 51'461 88'507 61'511 98'675 52'062 93'134 3'843'641 3'911'491 3'818'029 3'989'059 NETTOAUSGABEN 74 Personalkosten 11 Reisen, Repräsentation, Überwachungskosten Büro, Unterhaltskosten Regionale Tätigkeiten, Regionalbüros 12 Veröffentlichungen, Dokumente, Übersetzungen Satzungstagungen 13 1'517'569 1'491'802 1'622'312 1'716'939 256'605 247'690 260'045 300'292 365'069 351'478 380'619 367'151 606'385 542'430 551'818 922'945 47'134 103'455 125'759 80'029 130'386 289'215 222'963 144'341 2'923'148 3'026'070 3'163'514 3'531'697 Ergebnis vor außerordentlichen Posten 920'493 885'421 654'515 457'362 Außerordentliche Zuschüsse, Einnahmen/(- Ausga- 14 45'138 210'535-249'795-274'144 ben) Ergebnis vor Überweisungen Überweisungen an Rückstellungen und Reserven Ergebnis vor zusätzlichen Überweisungen 965'631 1'095'956 404'720 183'218 -392'375-323'875-373'000-248'281 573'256 772'081 31'720-65'063 Zusätzliche Überweisungen an Rückstellungen und Reserven -500'000 -725'000 0 0 Nettoergebnis zu Gewinnvortrag 73'256 47'081 31'720 -65'063 Die auf den Seiten 76-82 enthaltenen Anmerkungen bilden Bestandteil dieses Bilanzabschlusses und sollten in Verbindung mit diesem gelesen werden. ZUSAMMENFASSENDE AUFSTELLUNG DERTÄTIGKEITEN ( mit Gewerkschaftsentwicklun gs- und Bildungs- projekten) Einnahmen Für Gewerkschaftsentwicklungs- und Bildungsprojektezum 1. Januar verfügbare Geldmittel An2004 2003 2002 2001 merkung CHF CHF CHF CHF Für Gewerkschaftsentwicklungs- und Bildungs15 projekteeingegangene Geldmittel Für Gewerkschaftsentwicklungs- und Bildungsprojektezum 31. Dezember verfügbare Geldmittel Einnahmen insgesamt 3'843'641 3'911'491 3'818'029 3'989'059 1'673'502 1'268'618 984'277 1'144'274 4'318'330 4'286'282 4'092'152 4'170'024 -1'404'982-1'673'502-1'268'618 -984'277 8'430'491 7'792'889 7'625'840 8'319'080 Bruttobetriebsaufwand Beiträge aus Projekten Nettobetriebsaufwand 4'073'596 4'083'272 4'175'510 4'650'875 -1'150'448-1'057'202-1'011'996-1'119'177 2'923'148 3'026'070 3'163'514 3'531'698 Ausgaben für Gewerkschaftsentwicklungs- und Bildungsprojekte 4'586'850 3'881'398 3'807'810 4'330'020 Ausgaben insgesamt 7'509'998 6'907'468 6'971'324 7'861'718 Ergebnis vor außerordentlichen Posten 920'493 885'421 654'516 457'362 Außerordentliche Zuschüsse, Einnahmen/(- Ausgaben) 45'138 210'535 -249'795 -274'144 Ergebnis vor Überweisungen 965'631 1'095'956 404'721 183'218 Überweisungen an Rückstellungen und Reser-392'375 -323'875 -373'000 -248'281 ven Zusätzliche Überweisungen an Rückstellungen und Reserven Nettoergebnis zu Gewinnvortrag -500'000 -725'000 73'256 47'081 0 0 31'721 -65'063 75 Die auf den Seiten 76-82 enthaltenen Anmerkungen bilden Bestandteil dieses Bilanzabschlusses und sollten in Verbindung mit diesem gelesen werden. 76 BAZA Anmerkungen zum Jahresabschluss zum 31.12.2004 ZUM 1. Barbestand, Bankguthaben, Wertpapiere Kassenbestand Bankguthaben Bankguthaben" Child LEARN" Bankguthaben Mietgarantie Barbestand in anderen Büros in den Regionen Marktfähige Wertpapiere Abzüglich Barguthaben für Projekte mus CHF 24'062 CHF 1'050'153 CHF 170'497 CHF 26'065 CHF 126'795 CHF 3'320'431 CHF -50'683 Insgesamt CHF 4'667'320 2. Barbestand Gewerkschaftsentwicklungs- und Bildungsprojekte Bankguthaben Hauptsitz Bankguthaben Büros in den Regionen Barbestand vor Ort Vom IBBH fälliger Barbestand CHF 1'139'944 CHF 148'528 CHF 65'827 CHF 50'683 Insgesamt CHF 1'404'982 aere 3. Ausstände, Anzahlungen und antizipative Aktiva Rückzahlbare Steuern und andere im Voraus bezahlte Kosten Anzahlungen für Kongresshotel und Tagungsräume Kongressbarguthaben im Kongressbankkonto der UOCRA CHF 19'052 CHF 89'953 CHF 28'496 Aufgelaufene Zinsen und andere ausstehende Einnahmen Bankkonten in Ägypten und Burkina Faso CHF 80'701 CHF 14'649 Sonstige Ausstände, Bankguthaben und Anzahlungen in den Büros in den Regionen CHF 43'913 Insgesamt CHF 276'764 4. Anlagevermögen Der Erwerb von Mobiliar und Ausrüstung wird zum Zeitpunkt der Ausgabe verbucht. Der Wert der versicherten Aktiva belief sich zum 31.12.2004 auf 515'000 CHF( Genf 347'000 CHF+ Regionen 168'000 CHF). 5. Kurzfristige antizipative Passiva und Rechnungsabgrenzungsposten Antizipative Passiva und Verbindlichkeiten CHF 264'041 IBBH" Child LEARN" CHF 170'497 Gelder von FO und UNIA für das Gewerkschaftshaus in Burkina Faso CHF 11'702 Rechnungsabgrenzungsposten CHF 5'872 Sonstige Kreditoren CHF 150'085 Insgesamt CHF 602'197 6. Gelder für Gewerkschaftsentwicklungs- und Bildungsprojekte FNV Niederlande CHF 315'698 FNV Niederlande( im Voraus erhaltene Projektgelder 2005-2007) LO- TCO Schweden CHF 508'076 CHF 254'966 FNV Bouw CHF 150'566 LO- FTF, BAT, SASK, NTAF, LO- N, NBBH, CLC, CLSC- CFMEU CHF 175'676 Insgesamt CHF 1'404'982 7. Rückstellungen In 1000 CHF Kongress Tagungen Regionen Insgesamt Saldo zum 1. Januar 2001 0 0 0 0 im Jahre 2001-verwendet/+ gebildet 100 100 im Jahre 2002-verwendet/+ gebildet im Jahre 2003- verwendet/+ gebildet Überweisung aus dem Überschuss 2003 im Jahre 2004-verwendet/+ gebildet Saldo zum 31. Dezember 2004 230 50 -100 180 230 230 150 50 150 350 230 50 280 840 150 150 1'140 Die Rückstellung von 100'824 CHF( 100) wurde zur Deckung der Kosten der Schließung des Büros in Harare vorgenommen und verwendet. Die veranschlagten Kosten im Jahre 2005 für den Kongress und die damit verbundenen Tagungen werden größtenteils durch die Rückstellungen gedeckt werden. Eine Rückstellung von 150'000 CHF wurde für die Altersversorgung und/ oder Entlassungsabfindungen für das regionale Personal gebildet. Der Geschäftsführende Vorstand billigte diese Rückstellungen. 8. Reserven GewerkAufgelau- fener ÜberIn 1000 CHF schuss Internationale Solidarität Eventual- Wertpapier-| Verwalschaftsverbindlich- keiten und Wechtung und tätigkeiten sel- kursAusbilund kampa- Insgein Moverluste dung gnen samt naten Jahr 2001 1'233 681 0 0 0 0 1'914 5.8 Jahr 2002 32 84 Jahr 2003 772 80 Überweisungen an Rückstellungen -350 Überweisungen an Reserven -375 100 20 175 100 Jahr 2004 573 76 * Vorgeschlagene Überweisungen an Reserven -500 150 100 250 Saldo 31/12/2004 1'385 1'021 20 325 200 250 3'201 11.7 2. nov grubowy dad us aid solene 77 78 An Auf Beschluss des Geschäftsführenden Vorstandes soll die Summe aller Reserven( betriebliche und allgemeine) mindestens 12 Monaten Nettobetriebskosten entsprechen. Zum 31. Dezember 2004 machten der aufgelaufene Überschuss und sonstige Reserven in Höhe von insgesamt 3'201'888 CHF annähernd ein Jahr Reserven für Nettobetriebskosten aus( einschließlich der jährlichen Zuweisungen an den Kongress und den Solidaritätsfonds). Der Geschäftsführende Vorstand billigte diese Überweisungen.(* Überweisungen aus dem Überschuss 2004 an die Reserven wurden dem Geschäftsführenden Vorstand am 6. Dezember 2005 vorgeschlagen). Die IBBH- Reserven werden für einen spezifischen Zweck oder für die Deckung eines künftigen Verlustes gebildet. Sie werden daher nur verwendet, wenn die Kosten nicht durch den ordentlichen Haushalt gedeckt werden können. Liste der Reserven per Ende der Kongressperiode 2002-2005 ( Sie wurden aus Überschüssen bis zum Jahr 2004 gebildet und decken 11,7 Monate Nettobetriebskosten): 082 R1. Internationaler Solidaritätsfonds CHF 1'021'569 1001 Eine jährliche Zuweisung von 2,5% der Mitgliedsbeiträge ist für den Solidaritätsfonds bestimmt, und dieser Fonds wurde ebenfalls aus dem Überschuss 2003 erhöht. Dieser Fonds umfasst außerdem zwei Unterfonds: R1.1 Projektpufferfonds CHF 151'716( zur Deckung von Fehlbeträgen bei Projekttätigkeiten oder Überbrückung zwischen zwei Projektphasen). R1.2 Südosteuropa CHF 43'398( Dieser Betrag wurde im Jahre 2000 für die Finanzierung der Tätigkeiten in Südosteuropa zweckbestimmt). Die nachstehenden Richtlinien für die Verwendung des Internatonalen Solidaritätsfonds( ISF) wurden vom Geschäftsführenden Vorstand und vom Gesamtvorstand im November 2002 gebilligt: Die jährliche Zuwendung von zweieinhalb Prozent( 2,5%) wird dem bestehenden Internationalen Reservekonto für Solidarität zugeführt oder ist für die nachstehend definierten Solidaritätsaktionen aufzuwenden: 1. 2. 3. Humanitäre Hilfe an Mitglieds- oder andere Organisationen und ihre Vertreter oder Mitglieder; Rechtshilfe an Mitglieds- oder andere Organisationen, ihre Vertreter oder Mitglieder; Sonstige finanzielle oder personelle Mittel, die für die erfolgreiche. Durchführung von Solidaritätsaktionen wie Missionen, materielle, Ausbildungs- oder organisatorische Unterstützung erforderlich sind. Die Beschlüsse über die Unterstützung sind zu treffen: in Höhe von bis zu 50'000 CHF von der Generalsekretärin für größere Transaktionen bis zur jährlichen Zuwendung von 2,5% vom Präsidium Ausgabe für Transaktionen, die die jährliche Zuwendung von 2,5% überschreiten, vom Geschäftsführenden Vorstand. R2. Gewerkschaftstätigkeiten und-kampagnen CHF 250'000 Diese Reserve wurde aus dem Überschuss* 2004 gebildet. Sie ist für die Deckung spezifischer Gewerkschaftstätigkeiten wie Themenkonferenzen oder globale Kampagnen bestimmt. R3. Verwaltung und Ausbildung CHF 200'000 Diese Reserve wurde aus dem Überschuss 2003 gebildet und aus dem Überschuss* 2004 erhöht. Sie ist für die Finanzierung und Entwicklung der Personalbefähigung sowie nach Bedarf für die Gehälter der globalen Koordinatoren bestimmt. R4. Wertpapier- und Wechselkursverluste CHF 225'000 Diese Reserve wurde aus dem Überschuss 2003 gebildet und aus dem Überschuss* 2004 erhöht. Sie ist für die Deckung von Defiziten infolge von Wechselkurs- und/ oder Wertpapierverlusten bestimmt. R5. Eventualverbindlichkeiten CHF 20'000 Diese Reserve wurde aus dem Überschuss 2003 gebildet. Sie ist u.a. für die Deckung von Eventualverbindlichkeiten wie Mehrwertsteuer oder örtliche Steuern bestimmt. R6. Gewinnvortrag CHF 1'385'318 Dieser entspricht der allgemeinen Reserve für die Deckung von Defiziten. CESION THO nomien Friedrich- Ebe Stiftung Bonn Bibliothek 79 80 Einnahmen 9. Mitgliedsbeiträge Die Mitgliedsbeiträge beliefen sich 2001 und 2002 pro Mitglied auf 1,90 CHF und 2003 und 2004 auf 1,95 CHF. Der IBBH nahm zum 31. Dezember 2004 folgenden Betrag ein: 2004 Europa CHF 3'284'972 Asien- Pazific CHF 127'571 Afrika, Naher Osten CHF 113'223 Lateinamerika und Karibik CHF 36'895 Nordamerika CHF 93'654 Rückstände CHF 29'808 Haushalt 2003 2005 Insgesamt CHF 3'686'123 3'695'000 3'766'295 Statistik der beitragszahlenden Mitgliedschaft( zum 22. April 2005): dos In 1'000 beitragszahlenden Mitgliedern 2001 2002 2003 2004 Zunahme Rückgang 2001-2004|| 2001-2004 Nettovariation 2001-2004 Europa 1'749 1'759 1'726 1'686 71 -134 -63 Asien- Pazifik 90 72 67 66 8 -32 -24 Afrika, Naher Osten 41 36 53 51 29 -19 10 Lateinamerika und Karibik 37 20 20 19 4 -22 -18 Nordamerika 83 58 58 58 0 -25 -25 Beitragszahlende Mitglieder insgesamt | 2'000 1'945| 1'924| 1'880 112 -232 -120 ghosha Die nachstehend aufgelisteten Länder sind nur solche, die eine Zunahme oder einen Rückgang von mehr als 2'500 beitragszahlenden Mitgliedern verzeichneten. Der IBBH gewann beitragszahlende Mitglieder hauptsächlich in folgenden Ländern: Frankreich, Italien, Russische Föderation, Spanien, Südafrika, Brasilien. Der IBBH verlor beitragszahlende Mitglieder hauptsächlich in folgenden Ländern: Österreich, Tschechische Republik, Deutschland, Polen, Niederlande, Slowakische Republik, Großbritannien, Australien, Japan, Algerien, Ägypten, Marokko, Argentinien, Venezuela und USA. 10. Sonstige Einnahmen Zuschüsse von Geberorganisationen aus der Projektüberwachung: LO- TCO Schweden LO Norwegen CHF CHF Insgesamt CHF 101'239 1'415 102'654 Ausgaben 11. Personalkosten Personalgehälter und-zulagen Abzüglich Beitrag aus Projekten Soziallasten CHF 1'502'156 CHF -365'383 CHF 348'818 Sonstige Kosten CHF 31'978 Insgesamt CHF 1'517'569 BE 12. Regionale Tätigkeiten, Regionalbüros Die Nettogesamtkosten von 606'385 CHF wurden mit Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen finanziert und wie folgt auf die nachstehenden Regionen verteilt: Asien- Pazifik( Büros in Kuala Lumpur, Neu- Delhi und Melbourne, 15 Mitarbeiter/ innen) Afrika( Büro in Johannesburg, 3 Mitarbeiter/ innen) Lateinamerika( Büro in Panama, 7 Mitarbeiter/ innen) Die übrigen Projektbüros( Burkina Faso, Kenia, Beirut, Sofia, Argentinien und Brasilien) werden in vollem Umfang durch Projektbeiträge finanziert. Kosten 2004 in CHF Asien- Pazifik Afrika Lateiname- Insgesamt rika Personal 340'943 144'776 Büro, Reisen 209'344 67'177 Rechnungsprüfung 30'178 Regional- und Frauenausschüsse 31'763 Brutto insgesamt 612'228 Abzüglich Projektbeiträge Netto insgesamt -336'128 276'100 15'060 59'909 286'922 -112'402 174'520 124'308 610'027 72'569 349'090 8'824 54'062 22'972 114'644 228'673 1'127'823 -72'908-521'438 155'765 606'385 81 13. Satzungstagungen Geschäftsführender Vorstand CHF 104'538 Kontrollausschuss CHF 3'989 Europakonferenz CHF 33'533 Abzüglich Projektbeiträge für Europakonferenz CHF -11'674 Insgesamt CHF 130'386 Ein 14. Außerordentliche Einnahmen(-Ausgaben) Zuschüsse für" Child LEARN" nedsgeuA CHF 43'120 -Überweisung an den" Child LEARN"-Fonds CHF -43'120 Für internationale Solidarität erhaltene Zuschüsse CHF 31'337 Überweisung aus dem Internationalen Solidaritätsfonds CHF 16'039 -Internationale Solidaritätshilfe CHF -47'376 Reisezuschüsse von der IAO CHF 35'154 Reisezuschüsse von der FES CHF 50'973 STE -Wertpapierverlust in Fremdwährungen -Sonstige CHF -34'515 CHF -6'474 Insgesamt CHF 45'138 15. Eingegangene Projektgelder Im Zeitraum 2001-2004 erhielt der IBBH von verschiedenen Geberorganisationen 16,9 Mio. CHF. Der Bund führte über 100 Gewerkschaftsentwicklungsprojekte zugunsten von 150 Mitgliedsorganisationen und sonstigen nahestehenden Organisationen in 84 Ländern durch. Die weltweiten Erfolgsindikatoren sind im Tätigkeitsbericht, Kapitel 9, ausführlich beschrieben. 2001-2004 nach Regionen erhaltene Projektgelder Nach Regionen Afrika Arabische Länder 82 Asien- Pazifik Mittel- und Osteuropa Weltweite Programme Lateinamerika 2001-2004 % 1'945'182 12% 584'206 3% 6'330'498 38% 1'225'952 7% 3'972'667 24% 2'808'283 17% 16'866'788 100% Eingegangene Projektgelder 2001-2004 Lateinamerika Afrika Weltweite Programme Asien- Pazifik Mittel- und Osteuropa Arabische Länder Bericht der Rechnungsprüfer Bilanzauszüge für die Jahre 2001-2004 Bericht der Rechnungsprüfer an die Generalversammlung des Internationalen Bundes der Bau- und Holzarbeiter Wir prüften die Jahresabschlüsse des IBBH für die Jahre zum 31. Dezember 2001, 2002, 2003 und 2004, aus denen die Bilanzauszüge abgeleitet wurden ( Bilanzauszug und zusammenfassende Einnahmen- und Ausgabenrechnung). In unseren Berichten vom 18. April 2002, 16. April 2003, 30. April 2004 und 29. April 2005 gaben wir uneingeschränkte Meinungen zu den Jahresabschlüssen ab, aus denen die Bilanzauszüge abgeleitet wurden. Unseres Erachtens entsprechen die anliegenden Bilanzauszüge in jeder wesentlichen Hinsicht den Jahresabschlüssen, aus denen sie abgeleitet wurden. Zum besseren Verständnis der Finanzlage des Bundes und der Ergebnisse seines Betriebs im geprüften Zeitraum sowie des Umfangs unserer Buchprüfung sollten die Bilanzauszüge in Verbindung mit den Jahresabschlüssen, aus denen sie abgeleitet wurden, sowie mit unseren entsprechenden Rechnungsprüfungsberichten gelesen werden. KPMG Fides Peat [ UNTERSCHRIFT] Tea David Curry [ UNTERSCHRIFT] ppn, Hugues Favard Verantwortlicher Rechnungsprüfer Genf, den 20. Mai 2005 Anlage: Bilanzauszüge 83 Summarized financial statements A tripinga BILANZAUSZUG Anm. 2004 2003 2002 2001 120 ZUM 31. DEZEMBER CHF CHF CHF CHF CHE AKTIVA Barbestand, Bankguthaben, Wertpapiere 1 4'667'320 3'713'215 2'613'433 2'362'674 Barbestand Gewerkschaftsentwicklungs- und Bil2 1'404'982 1'673'502 1'268'618 984'277 dungsprojekte Ausstände, Anzahlungen und antizipative Aktiva 3 276'764 290'126 185'004 134'509 Anlagevermögen 4 1 111 6'349'067 5'676'844 4'067'056 3'481'461 PASSIVA Kurzfristige antizipative Passiva und Rechnungsab5 602'197 611'046 488'114 481'583 grenzungsposten Gelder für Gewerkschaftsentwicklungs- und Bil6 1'404'982 1'673'502 1'268'618 984'277 dungsprojekte Rückstellungen 7 Reserven 8 Gewinnvortrag ZUSAMMENFASSENDE EINNAHMEN- UND Anm. 1'140'000 860'000 1'316'570 1'220'234 765'343 1'885'318 1'312'062 1'264'981 1'233'261 6'349'067 5'676'844 4'067'056 3'481'461 2004 2003 2002 2001 CHF CHF CHF CHF 280'000 100'824 681'516 AUSGABENRECHNUNG ZUMENDE DES ZEITRAUMS EINNAHMEN Mitgliedsbeiträge Finanzerträge Sonstige Einnahmen 9 10 3'686'123 54'864 102'654 3'843'641 3'766'295 3'678'061 52'062 93'134 3'828'873 61'511 98'675 3'911'491 3'818'029 3'989'059 51'461 88'507 NETTOAUSGABEN Personalkosten 11 1'517'569 1'491'802 1'622'312 1'716'939 84 Reisen, Repräsentation, Überwachungskosten 256'605 247'690 260'045 300'292 Büro, Unterhaltskosten 365'069 351'478 380'619 367'151 Regionale Tätigkeiten, Regionalbüros 12 606'385 542'430 551'818 922'945 Veröffentlichungen, Dokumente, Übersetzungen Satzungstagungen 13 Ergebnis vor außerordentlichen Posten 47'134 130'386 2'923'148 920'493 103'455 125'759 80'029 289'215 222'963 3'026'070 3'163'514 3'531'697 885'421 654'515 457'362 144'341 Außerordentliche Zuschüsse, Einnahmen/(-Ausga14 45'138 210'535-249'795-274'144 ben) Ergebnis vor Überweisungen Überweisungen an Rückstellungen und Reserven Ergebnis vor zusätzlichen Überweisungen Zusätzliche Überweisungen an Rückstellungen und Reserven 0 965'631 1'095'956 404'720 183'218 -392'375-323'875-373'000-248'281 573'256 772'081 31'720-65'063 -725'000 0 0 Nettoergebnis zu Gewinnvortrag 573'256 47'081 31'720 -65'063 Es liegt ein Vorschlag der IBBH- Rechnungsprüfer vor, 500'000 CHF aus dem Überschuss 2004 der Reserve zuzuführen. Dieser ist vom Geschäftsführenden Vorstand auf seiner nächsten Tagung im Dezember 2005 zu billigen. Die auf den Seiten 76-82 enthaltenen Anmerkungen bilden Bestandteil dieses Bilanzabschlusses und sollten in Verbindung mit diesem gelesen werden. Bericht der Rechnungsprüfer an den IBBH- Kongress 2005 in Buenos Aires Calle Aufgabendefinition des Kontrollausschusses Die Aufgabendefinition des Kontrollausschusses ist in der IBBH- Satzung, Artikel 18, Absätze 3 und 4, dargelegt: 3. 4. Der Kontrollausschuss soll mindestens einmal im Jahr eine Revision der Wirtschafts- und Geschäftsführung des Sekretariates und/ oder des Generalsekretärs und der Regionalbüros durchführen und sich davon überzeugen, dass: a) die Ausgaben in Übereinstimmung mit der Satzung des IBBH und den Beschlüssen des Gesamtvorstandes und des Geschäftsführenden Vorstandes getätigt werden und hierfür entsprechende Belege vorhanden sind, und b) die Geschäftsführung in Übereinstimmung mit der Satzung und Beschlüssen der zuständigen Organe des IBBH erfolgt. Der Kontrollausschuss legt dem Geschäftsführenden Vorstand einen ausführlichen schriftlichen Jahresbericht vor. Die Berichte des Kontrollausschusses werden dem Gesamtvorstand zur Information vorgelegt. Der Kontrollausschuss erstattet außerdem einen ausführlichen schriftlichen Bericht über seine Tätigkeit während der Kongressperiode an jeden IBBH- Kongress. Dieser Bericht muss den angeschlossenen Organisationen mindestens einen Monat vor der Eröffnung des Kongresses vorliegen. Tätigkeit des Kontrollausschusses Der Kontrollausschuss führte jährliche Prüfungen der Jahresabschlüsse und der Bilanz im IBBH- Hauptsitz in Genf durch. In diesem Zusammenhang wurden auch Zusammenkünfte mit der externern Buchprüfungsfirma KPMG und der IBBH- Generalsekretärin abgehalten. Der Kontrollausschuss arbeitete die Rechnungsprüfungsberichte aus. Diese wurden den leitenden Organen zur Beratung vorgelegt. Die Mitglieder des Kontrollausschusses nahmen an den Tagungen des Gesamtvorstandes und des Geschäftsführenden Vorstandes teil. Der Kontrollausschuss führte ferner die Rechnungsprüfung in den Regionalbüros durch. Die Rechnungsprüfungsberichte der Regionalbüros werden zusammen mit Empfehlungen zu Maßnahmen und Verbesserungen zur Stärkung der Organisation in administrativer und finanzieller Hinsicht an die Generalsekretärin übersandt. Empfehlungen des Kontrollausschusses in der Kongressperiode Der Kontrollausschuss gab in seinen Berichten über die Rechnungsprüfung dem Geschäftsführenden Vorstand Empfehlungen zu Verbesserungen des IB BH ab. Der Kontrollausschuss empfahl dem Geschäftsführenden Vorstand u.a. Folgendes: der IBBH muss sich um eine Erhöhung der Anzahl beitragszahlender Mitglieder bemühen; 85 86 der IBBH muss sich bemühen sicherzustellen, dass die Mitgliedsorganisationen die Mitgliedsbeiträge gemäß der Satzung entrichten; der IBBH muss sicherstellen, dass die Vorschriften für die Entrichtung der Mitgliedsbeiträge, die niedrigere Beträge als in der Satzung vorgesehen gewähren, gemäß den Absichten funktionieren; dem IBBH- Solidaritätsfonds kann ein neues Zuweisungsprofil verliehen werden, um die Entwicklung der Organisation zu verstärken; die vorgelegten Jahresabschlüsse sind von den leitenden Organen in der dem Kontrollausschuss vorgelegten Form zu billigen; 7461 der IBBH sollte die betrieblichen und die finanziellen Risiken für die Organisation laufend beurteilen. Einhaltung der Empfehlungen des Kontrollausschusses Der Kontrollausschuss stellt fest, dass der Geschäftsführende Vorstand und die Generalsekretärin die Empfehlungen des Ausschusses befolgten. Einzelne der vorgeschlagenen Verbesserungen wurden in der Kongressperiode in vollem Umfang umgesetzt, während andere Vorschläge je nach Umfang der Aufgabe und des damit verbundenen Zeitrahmens noch nicht geklärt sind. Der Kontrollausschuss stellt fest, dass sowohl der Geschäftsführende Vorstand als auch die Generalsekretärin die Erörterungen über die IBBH- Finanzen und die Herausforderungen äußerst ernsthaft führten. Infolge dieser Bemühungen ist der IBBH nun in der Lage, Abschlüsse vorzulegen, die einen Überschuss ausweisen, und einen Pufferfonds, der sich trotz eines Rückgangs der Anzahl voll beitragszahlender Mitglieder erhöht hat. Organisatorische und finanzielle Herausforderungen für den IBBH Der Kontrollausschuss stellt fest, dass es dem IBBH trotz eines Rückgangs der Anzahl voll beitragszahlender Mitglieder gelang, ein hoch professionelles und politisches Profil beizubehalten, zahlreiche Projekte durchzuführen und dass es ihm auch gelungen ist, den Pufferfonds der Organisation zu erhöhen. Die Notwendigkeit einer Erhöhung des Pufferfonds wurde jahrelang hervorgehoben, und der Kontrollausschuss stellt mit Genugtuung fest, dass der Organisation dies gelungen ist. Die vom IBBH laufend durchgeführten zahlreichen Projekte machen die Organisation auch anfällig. Die Beziehungen zwischen Geberorganisationen und dem IBBH werden als gut bezeichnet, was der Kontrollausschuss bestätigen kann. Trotz des erfreulichen Dialogs zwischen dem IBBH und seinen Geberorganisationen wird der IBBH stets von den Entscheidungen der Geber oder der Behörden in den Geberländern abhängig sein. Daher muss sich der IBBH dieser Tatsachen besonders bewusst und darauf vorbereitet sein, den auftretenden Herausforderungen in einer für den IBBH positiven Weise zu begegnen. Der Mitgliedsbeitrag wird auf dem IBBH- Kongress festgelegt, und es gilt als vereinbart, dass alle Mitgliedsorganisationen den vollen Beitrag an die Organisation entrichten sollten. Dennoch stellt der Kontrollausschuss Diskrepanzen zwischen den Angaben einzelner Gewerkschaften bezüglich der Zahl ihrer voll beitragszahlenden Mitglieder und der Anzahl beitragszahlender Mitglieder fest, für die der IBBH Beiträge erhält. Diese Praxis steht, wie der Kontrollausschuss bereits früher hervorhob, nicht im Einklang mit der IBBH- Satzung. Daher wiederholt der Kontrollausschuss seine Besorgnis und erwartet, dass der Verletzung der Regeln Einhalt geboten wird. Der Kontrollausschuss wird gan sich außerdem direkt auf die Gewährung von Befreiungen von der Entrichtung aue des vollen Mitgliedsbeitrags durch den Geschäftsführenden Vorstand konzenttaderieren. Die Arbeit in diesem Bereich sollte intensiviert werden, um sicherzustellen, dass immer mehr Mitgliedsorganisationen in der Lage sind, die Satzung in vollem Umfang einzuhalten. Während der gesamten Kongressperiode bestand ein anhaltender Trend in Richtung eines Rückgangs der beitragszahlenden Mitglieder voll beitragszahlender Organisationen. Dies wurde bis anhin ausgeglichen durch auf administrativer Ebene eingeführte Maßnahmen, die zu einer erhöhten Effizienz führten, oder weil es gelang, von den Geberorganisationen höhere Beiträge zu erwirken. Diese derartige Entwicklung ist höchst besorgniserregend, insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass der Rückgang der Mitgliederzahl in vielen Ländern bei denjenigen Organisationen am bedeutendsten ist, die Spendengelder bereitstellen. Der IBBH wird dringend aufgefordert, diese Entwicklung genau zu verfolgen. Der Kontrollausschuss stellt mit Genugtuung fest, dass der IBBH und der WVBH ihre Bemühungen um einen Vereinigungsprozess und einen Vorschlag, der nun dem Kongress vorgelegt werden kann, erfolgreich vorangetrieben haben. Dies entspricht den früheren Empfehlungen des Kontrollausschusses. Schlussfolgerungen und Empfehlungen Nebst der Empfehlung, dass der IBBH die oben erwähnten Herausforderungen verfolgen sollte, empfiehlt der Kontrollausschuss Folgendes: • • dass eine weitere Neubeurteilung bezüglich der Wahl des externen Rechnungsprüfers vorgenommen wird. Zu diesem Zweck sollten die Ausschreibungen auf die Aufgaben gestützt werden, die der IBBH dem externen Rechungsprüfer zusätzlich zu den üblichen gesetzlichen oder von der Geberorganisation verlangten Anforderungen übertragen will; dass die erfolgreiche Arbeit zur Verbesserung der Verwaltungsverfahren der Organisation und zur Entwicklung von Richtlinien in der gesamten Organisation fortgesetzt wird; dass die Bemühungen zur Erhaltung einer angemessenen Beziehung mit den Geberorganisationen in einer Weise fortgesetzt werden, die dem IBBH weiterhin eine angemessene Stellung hinsichtlich korrekter Berichte sichert, die die Geberanforderungen an den IBBH erfüllen; dass der IBBH den Pufferfonds aufrechterhält oder erhöht, um seine Position in der vom IBBH zu leistenden Gewerkschaftsarbeit und politischen Arbeit zu stärken. 87 88 Schlussbemerkungen Der Kontrollausschuss dankt der Generalsekretärin und dem gesamten Verwaltungspersonal für die Unterstützung, die sie dem Ausschuss bei der Rechnungsprüfung zukommen ließen. Der Kontrollausschuss erhielt vollen Zugang zu allen bebeinschlägigen Unterlagen während der Rechnungsprüfung, und die Verwaltung verhielt sich auf hoch professionelle Weise. Bei allen von der Verwaltung ausgeführten Arbeiten werden angemessene Normen eingehalten, und die Bücher sind ordnungsgemäß geführt. Die dem Kongress vorgelegten Jahresabschlüsse und Bilanzen vermitteln einen korrekten Überblick über die Finanzlage des IBBH. Genf, den 1. Juli 2005 [ UNTERSCHRIFT] [ UNTERSCHRIFT] Steina Karlsen Vorsitzender Michael von Felten Mitglied 1 2 Centimetres Inches ers 5 9 7 8 10 11 12 13 14 15 16 17 Grayscale C YM Sachverständigen- Zubehör.de 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 100% 50% 11 12 13 14 18% 0% Centimetres Inches 2 Blue # C9C9FF # 0000FF 10. 5 2 7 6 10 11 12 13 14 15 16 17 S Sachverständigen- Zubehör.de # 9D9E9E # D9DADA Black # 5B5B5B # 000000 Cyan Green Yellow Red Magenta White Grey # C0E5FC # 009FFF # 759675 # 008B00 # FFFFC7 # FFFF00 # FFC9C9 # F10000 # FFC9FF # FF00FF #FFFFFF Color chart IFBWW FITC IBLO MOT IBLH IFBWW ค วา IFBWW ww IFBWWW 1BB FIT BB FITC te www.ifbww.or www.ifbww.o Cute: www.if bww BB FIT www.ifbww