I. B. P. Internationaler Bund der Privatangestellten New I.F.C.C.T.E. HEADQUARTERS Geneva 15 15 Z 474 GESCHÄFTSBERICHT FÜR DIE ZEIT VOM 1. JUNI 1961 BIS 31. MÄRZ 1964 Internationaler Bund der Privatangestellten Geschäftsbericht für die Zeit vom 1. Juni 1961 bis 31. März 1964 Genf- Châtelaine, 15, av. Balexert Tel. 44 75 30- 44 75 39 -3A Abte IAJ AA Tätigkeitsbericht. für die Zeit vom 31. Mai 1961 bis 13. März 1964 - Inhaltsverzeichnis Zum Gedenken _..... Vorwort 1. Angeschlossene Verbände Seite 7 Seite 80 Seite 10 Allgemeines Mitgliederliste Neuanschlüsse Von der Mitgliederliste gestrichene Verbände Vertretung des IBP. Seite 10 . . Seite 10 . Seite 18 Seite 19 . Seite 20 A 2. Leitung des IBP Kongress Vorstand. . Seite 23 • Seite 23 . Seite 26 3. Ausschüsse des IBP- Vorstandes Geschäftsführender Vorstandsausschuss Ausschuss für regionale Tätigkeiten Tarifpolitischer Ausschuss Sozialpolitischer Ausschuss от эт . Seite 38. • . Seite 38 . Seite 38 Seite 38 Seite 40 M IV oildig ATA N -44. Fachgruppen Allgemeines Kaufmännische Angestellte im Handel Kaufmännische Angestellte in der Industrie Werkmeister und Techniker Bank-, Versicherungs- und Sozialversicherungsangestellte 5. Ad hoc- Konferenzen ... IBP- Konferenz über Gesundheitsschutz im Handel und in den Büros • . Arbeitsausschuss- Sitzung über Gesundheitsschutz im Handel und in den Büros . IBP Ad hoc- Konferenz über Probleme der weiblichen 01 Arbeitnehmer.. 0 Jugendseminar... 01 9718. 6. Regionale Tätigkeiten ⚫Allgemeines Os Lateinamerika Afrika Asien. . . ES Nordamerika Europa... Seite 41 . Seite 41 Seite 41 Seite 44 -Seite 49 . Seite 53 · Seite 57 . Seite 57 Seite 59 Seite 60. Seite 61 all Seite 62 * M. Seite 62 Seite 63 . Seite 66 Seite 67.S Seite 68 Seite 68 81 25 70€ 7. Besondere Aktionen 88 Aden. BE Britisch Guayna 86Zypern O Grenada Mauritius . 981 Bebe Seite 70 Seite 70 Seite 70 Seite 70 I Seite 70 Seite 70 Seite 70 Peru · Spanien. . Tanganjika. 474 . art- Stiftung Friedrich- E Bonn * Bibliothak . Seite 71 Seite 71 Vereinigte Staaten Venezuela. . -58. Verbindungen mit anderen IBSen und dem IBFG.. Allgemeines . . • . . Jahreskonferenzen der IB Se; IBS- Verbindungsbüro. Verbindungen mit dem IBFG... Internationale IBFG- Konferenz für Angestellte 7. Weltkongress des IBFG... Gemeinsamer IBFG- IBS- Beratungsausschuss über Probleme weiblicher Arbeitnehmer. Gemeinsame IBFG- IBS- Sitzungen Seite 71 Seite 71 . Seite 72 Seite 72 . . Seite 72 . Seite 73 Seite 73 . Seite 74 Seite 74 Seite 75 9. Beziehungen mit überstaatlichen Organisationen - Vereinte Nationen( UNO).. ... Seite 76 Seite 76 deb Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur( UNESCO). • Internationale Arbeitsorganisation( IAO).. DOV BE -261 Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung( OECD). Europäische Wirtschaftsgemeinschaft( EWG). . Europäische Freihandelszone( EFTA). • Ordinary • Seite 76 Seite 76 Seite 77 Seite 78 Seite 79 • -6IP 38 spinists BlousonsV ST tobas in VL8 690 ST Dieser Geschäftsbericht ist absichtlich kurz gefasst. Nichts ist mit viel Worten dargestellt. Dies ist auch nicht erforderlich, da der Bericht nur von erfahrenen Gewerkschaftskollegen gelesen und analysiert wird, die Fakten zu beurteilen gewöhnt sind.# 1-018 .. Sie wissen, wieviel Arbeit erforderlich ist, um Mitglieder zu werben und erst recht, um sie zu betreuen. Dasselbe gilt in verstärktem Masse für die Anstrengungen, unsere Mitgliederverbände für den IBP zu gewinnen und unsere Internationale von einer kontinentalen Organisation zu einem wahrhaft weltweiten internationalen Bund auszudehnen. Sie wissen auch zu schätzen, wieviel Arbeit in der Durchführung von Konferenzen steckt und können beurteilen, welche Mehrarbeit und Vorausdenken erforderlich sind, internationale Zusammenkünfte durchzuführen. ( ATES 20 Scene from the 13th Ordinary Congress, West Berlin. EAT BRN BOLIVIE 13. KONGRESS DES INTERNATIONALEN BUNDES DER PRIVATANGESTELLTEN INTERNATIONAL FEDERATION ECCTE OF COMMERCIAL DEN AUSTRIA ما IFCCTE Executive Committee in action. ENGLI 0 GREAT BRITAIN INTERNATIONAL EMPLOYEES FEDERATION IFCCTE IET BP ET OF COMMERCIAL CLERICAL IFCCTE TRADE SECTION ONFERENCES 1963 Trade Section Conferences, Amsterdam. CYPRUS LIBAN TRINIDAD 6 Participants in the IFCCTE Conference on Hygiene in Shops and Offices, Amsterdam. Stichting Troelstra N.V.V.H IAAJ youth meeting. IFCCTE Study Tour Africa. O 呶 IFCCTE Study Tour Asia. CF. Secada S.A CONSTRUCCIONES DE ACERO TEL.39-830 POR FAVOR NO COMPRE EN LA ANTI- SINDICALS SEARS SEARS NO ES DEMOCRATICA ARUL ESTA DEMAS de RECHAZAN LA POLITICA DE TRABAJADORES SE EEUU CAMENTE ACTITUD SEARS 10.000.000 de TRABAJADORES EL MUNDO LIBRE RECHAZAN LA POLITICA DE SEARS INVERSION EXTRA PERO CON CONCIENCIA EVE SEARS YANQUISINO SON IMPERIAUSTAS SEARS SEARS ES ANTI- SINDICAL POR QUE ESTÁ AQUI? 05-85 SEARS Ex BANC MESE LTDO SEAR ESTA CONTI Human Sears Roebuck Boycott, protest action during International Trade Fair, Lima, Peru. LA HISTORIA DE SEARS ES LA MAS OSCURA* & POD QUE DEDRESENTA A UN DAIS DEMOCRATICO EN LA FERIA? JAC CARS A LIMA SERVICE MUNTRASPORTES Distribution of food to Strikers, Cashew Nut Company Strike, Dar Es Salaam, Tanganyika. امين 0 2 1 CHIS Relations with intergovernmental organisations: 1. 47th Session of the International Labour Conference; 2. President Hallstein of the EEC and the General Secretary; 3. Meeting with EEC Officials. 0 Executive Committee member, E. Dinesen, Appointed Minister of Labour in Denmark. IFCCTE Pioneers, Former Presidents, Hallsworth, Young and Hillegeist. ander teil, deren Aus 1 b meb ise prviot ev Jasi Der IBP trauert um: -7- ZUM GEDENKEN dos siben max Sir Alan Birch en Charles Everling Manchester, Generalsekretär der" Union of Shop, Distributive and Allied Workers" Brüssel, ehemaliger Vorsitzender des " Syndicat des Employés, Techniciens et Cadres de Belgique", früheres IBP- Vorstandsmitglied P. C. Gomez auto as Georgetown, Malaya, Vorsitzender der Interdotipom pbaldev sne Edy Hofer- Meyer. Algot Jönsson -sp neget be Per- Erik Larsson spaw meb Franz Lifka di briw Jean Marion stved nodo - national Union of Bank Employees" Zürich, Zentral- Sekretär des Verbandes der " Handels-, Transport- und Lebensmittelardoties abeiter" der Schweiz and Malmö, IBP- Präsident, Vorsitzender des d Handelsanställdas Förbund Malmö, Sekretär des" Handelsanställdas Förbund" Lox bows us and br arrows ea.I Wien, ehemaliger Vorsitzender der Gewerkschaft der Angestellten in der Privatwirtschaft dous desabat moded V Antwerpen, Mitglied des IBP- Fachgruppenvorstandes für Bank-, Versicherungs- und Soteams Ids zialversicherungsangestellte dow Hendrik Oesterhuis bad Carl Ruge Christian Schneider 295 Benno Schroeder Amsterdam, ehemaliger Vorsitzender dese Holländischen Gewerkschaftsbundes( NVV) Hamburg, stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Angestellten- Gewerkschaft Düsseldorf, ehemaliger Leiter der Werkmeister, Fachgruppe des Deutschen Gewerkschaftsbundes D Mov Hamburg, Deutsche Angestellten- Gewerkschaft, Mitglied des IBP- tarifpolitischen Ausschusses -ta3 stb bar Labrad3eW.asb ad VORWORT: -8Unserem Wahlspruch für die Berichtszeit" Noch grösser werden und Einfluss gewinnen" getreu, haben wir die geradezu stürmische Entwicklung seit dem Londoner Kongress fortgesetzt. 1961 konnten wir dem Berliner Kongress berichten, dass die Internationale zahlenmässig in drei Jahren fast verdoppelt werden konnte, dieses Mal wurden erneut rund eine Million neuer Mitglieder für den IBP gewonnen, der nunmehr in allen Kontinenten vertreten ist und fast 4 Millionen Mitglieder zählt. Der IBP wurde in den letzten 3 Jahren zur drittgrössten Internationale innerhalb der freien Gewerkschaftsbewejeans to tada ed gung. : Diese Entwicklung setzt eine verantwortungsbewusste Betreuung der angeschlossenen Verbände besonders in den Entwicklungsländern voraus, die nunmehr dank der opferbereiten Haltung der angeschlossenen Verbände möglich geworden ist. sinterede baT- Isbms H Neben unserer bestehenden Zweigstelle für die westliche Hemisphäre in Lima/ Peru haben wir die Voraussetzungen für die Errichtung von Regionalbüros in Brasilien, Ost- und Westafrika, Indien, Malaysia und Japan geschaffen. Mitarbeiter für diese schwierigen und verantwortungsvollen Positionen sind ausgewählt, vorbereitet und bis auf zwei Kollegen auf dem Wege in ihre zukünftigen Tätigkeitsbereiche. Wir haben in der Berichtszeit auch an Einfluss gewonnen. Unser Wort wird in internationalen Gewerkschaftskreisen besonders ernst genommen und unser Einfluss wächst weiter, je stärker wir auch zahlenmässig werden. Schon heute spricht der IBP z. B. ein entscheidendes Wort bei der Gestaltung internationaler Konventionen der IAO mit. CON J. BidmsH Der Vorstand des IBP hat den Sitz des Sekretariats nach Genf, dem traditionellen Mittelpunkt internationalen Geschehens, verlegt. Das war eine geschichtliche Entscheidung von grösster Bedeutung für die weitere Entwicklung des IBP und seine Wirksamkeit gegenüber jenen internationalen Körperschaften, die ihren Sitz in Genf haben. Als eine der ersten Auswirkungen dieser Entihren Sitz in Genf hab scheidung nehmen wir an der vom Generalsekretär der Vereinten Nationen, U Thant, eröffneten Konferenz der UNO über den Welthandel und die Ent -9wicklungsländer teil, deren Ausgang insbesondere für unsere Internationale von ausserordentlichem Interesse ist. Dank der Haltung, der Unterstützung, der Einsatzbereitschaft und des OpferTOD willens unserer Mitgliedsverbände und ihrer Vertreter im Vorstand, in den Fachgruppen und den verschiedenen Kommissionen und Konferenzen haben wir eine solch erfolgreiche Arbeit leisten können. Dank dieser Solidarität und Aufgeschlossenheit für die in Zukunft so entscheidende internationale Arbeit werden wir in den kommenden Jahren den IBP konsolidieren und ihn so einflussreich machen, dass er aus dem internationalen Leben nicht mehr wegzudenken ist. nokáU 11512 Ispod shioned nois aich kissel 500 shitaubal si sb salve sI 20: 789 Generalsekretär 150A A olotemoo Isb sobasiga bo 19 an A to mon gode 000 IIV 1. Angeschlossene Verbände: ** Allgemeine Bemerkungen: soran Wanispruch Fi -10basdant pas stab. Itet balapuiv us nov Ende Mai 1961 hatte unsere Internationale insgesamt 69 Mitgliedsorganisationen in 38 Ländern mit einer Gesamt mitgliedschaft von 2.949.998. Die untena aufgeführte Liste der Mitgliedsorganisationen des Internationalen Bundes der Privatangestellten umfasst 87 Organisationen in 51 Ländern mit einer Gesamt mitgliedschaft von 3.890.165. Sammitgliedschaft von Wir haben also unter Berücksichtigung aller Tatsachen während der Berichtsperiode ein beachtliches Wachstum sowohl neuer Mitgliedsorganisationen als auch neuer Zugänge von Mitgliedern der bereits angeschlossenen Organisationen zu verzeichnen gehabt. itgliederzahlen der angeschlossenen Verbände Organisation: Land: I Aden I Argentinien 2. Asociacion Bancaria 1. Bank Local Staff Union IS edeb II Australien TII Osterreich IV Belgien Bolivien VI Brasilien 3. Asociacion Supervisores de la Industria Metalurgica 4. Asociacion Viajantes de Industria y Comercio 5. Confederacion General de Empleados del Comercio 6. Federated Clerks Union of Australia 7. Shop Assistants and Warehouse Employees' Federation of Australia 8. Gewerkschaft der Privatangestellten 9. Syndicat des Employés, Techniciens et Cadres de Belgique 10. Confederacion de Trabajadores de Comercio de Bolivia 11. Fedecaçao dos Empregados no Comercio do Estado de Sao Paulo VII VIII Britisch Guiana Kanada 12. Clecial and Commercial Workers Union 13. Office Workers Department; United Stealworkers of America IX Kamerun 14. Cameroon Commercial and Allied Workers Union Übertrag: icht -11Fachgruppe für ab zobsegm adobesobeer bar .sbil sidmolo ab AIT IX Fachgruppe für: IIX Techniker u. Bank-, Vers. u. Werkmeister: Soz. Vers. Angest. Angestellte i/ Handel: Angestellte i.d. Industr. Ingesamt 31.3.1963 Ision 1.200 55.000 e sobruds 1.200 55.000 VIX. bauds of a 4.500 4.500 SYAHD lab eobssIqm 6.648 10boup IVX 6.648 basin.XIVX 2.000 260.000 mo 260.000 XXVX 60.000 60.000 baby 150.723 35.026 35.000 35.000 TS XIX 30.789021 30.500 45.000 66.000 172.289 betwed 8S 126.907 18.800 20.800 Isb 15.400 55.000 29.08 asvim 16tooeeA.06 5.000 5.000 61.446 going 446 noitsiooeeA D beiLIA 10.000 10.000 1.000 1.000 2.000 35.289 479 2.500 2.500 1.000 1.000 105.500 444.448 84.900 670.137 8.8 24001) IIXX Land: Organisation: -12X Chile 15. Confederacion de Empleados de Industria y Comercio XI Kolumbien XII Kongo XIII Zypern XIV. Dänemark Ubertrag: 16. Sindicato Nacional de Trabajadores de Almacones TIA de Colombia Ltda. 17. Centrale Syndical des Employés et Techniciens du Congo 18. Cyprus Union of Bank Employees. 19. Federation of Commercial Workers of Cyprus 20. Dansk Funktionserforbund 21. Handels- og Kontorfunktionaerernes Forbund i Danmark 002 A XVI. BAB XVII. XVIII. Equador Finnland Frankreich 22. Federacion des Empleados del Guayas 23. Soumen Liiketyöntekilän Liitto 24. Fédération des Employés et Cadres XIX. Deutsch28 land 002 25. Fédération Nationale des Ingénieurs et Cadrds 26. Fédération Nationale F.0. des Syndicats de Voyageurs, représentants et Placiers 27. Deutscher Gewerkschaftsbund 000.00 Shop A000 8A 28. Deutsche Angestellten- Gewerkschaft 281.08 ich 29. Handel Banken und Versicherungen XX. Grossbritannien 00 000.0 XXI. Griechenland XXII. Grena 30. Association of Supervisory Staffs Executives and Technicians 31. Clercial and Administrative Workers Union 32. Draughtsmen's and Allied Technicians Association 33. National Union of Commercial Travellers 34. National Union of Co- operative Officials 35. Transport and General Workers Union nion 36. Union of Shop, Distributive and Allied Workers 000 37. Federation of Unions of Bank Employees... 003.201 38. Federation of Clerical Employees of Griechenland 39. Commercial and Industrial Workers Union Ubertrag: 289.28 Fachgruppe für Techniker u. Werkmeister: 35.289 -13Bunic Bank-, Vers. u. Soz. Vers. Angest. Angestellte Ang im Handel: Angestellte i.d. Industr. Insgesamt: 31.3.1964 105.500 444.448 84.900 670.137 sib I IIA.OA aze 10 bas evid4.000 2.000 s 6.000 VIXX : SA svijeta nimbA basso ba 925 925 EA assvolg 500 717 1.500 2.000 bet TV XX pive 137ebb 717 omek Ibb 1.100 1.100 3.034 ibed as onU 3.034 TobasisA 1.850 28.000 32.042 61.892 U 5.000.8A 5.000. XX nou zo 17.465d snel 17.465 IVXX to 25.200. 13.200 13.600 52.000 XX 2.000 ab zob tababaya 6.000 29 150.723 35.096 76.021 75.354 odmex 4.398 ined to nonu 83.889 148.276 2.000 XXX 6.000 338,493 108.474 stafel IIXXX 343.738 318 20.800 106.107 126.907 A VIXXX 20.000 abd E 20.000 VVW sed andmed: v napto 9.998 64.531 74.529 sodbo VXXX 61.446 61.446 450 17308 308 20 8.690 10.000 3.500 199 Isb assiti 8.000 soint 14.258 252.000 8.690 Xxx 10.000 260.000 basse 14.258 VXXX 14.000, 396 14.000 XIXXX 396 345.479 290.309 1.001.424 463.823 2.101.235 Land: Organitation: -14Übertrag: XXIII. Indien 40. All India Bank Employees Federation XXIV. Irland 41. XXV. Israel 42. Irish Union of Distributive Workers and Clerks Technicians Union 43. XXVI. Italien 44. Union of Public Service, Clerical and Administrative Employees Federazione Italiana Bancari 45. Federazione Italiana Sindicati Addetti Servici, Commerciali, Affini et del Turismo 46. 47. Unione Italiane Bancari Unione Italiana Dipendenti Aziende Turistiche Comerdiali ed Affini XXVII. Jamaika XXVIII. Kenia 48. National Workers Union 49. XXIX. 10 Korea Kenya Distributive and Commercial Workers Union 50. National Bank and Finance Workers Union XXX. Libanon 51. Syndicat des Employés de Commerce 000.S 52. 000-3 XXXI. Luxemburg 53. Syndicat des Employés de Banque au Liban Fédération Nationale des Cheminots et des Travailleurs du Transport Luxembourgeois 00:20 EST.021 XXXI I. Malaia 54. National Union of Bank Employees 55. National Union of Commercial Workers. 190.00 XXXIV. Niederlande 56. Allgemene Bond" Mercurius" 57. Contactorgan v. Beambten in het NVVxecutives 05.0 XXXV. Nordrhodesien 58. National Union of Commercial and Industrial Workers XXXIII. Mauritius 59. Shop and Commercial Workers' Union XXXVI. Norwegen 60. 000.01 Norsk Forbund for Arbeidsledere og Tekniske Funks jonaerer fals 61. XXXVII. Nyassaland 62. XXXVIII. Peru XXXIX. 63. Sierra Leone 64. Clercial, Mercantile and General Workers Union 65. Sherbro Amalgamated Workers- Union.. Norges Handels- og Kontorfunksionaerers Forbund Commercial and General Afr. Workers Union Central Sindical de Empleados Particulares del Peru Ubertrag: Fachgruppe für Techniker u. Werkmeister: -345-479375. Bank-, Vers.u. -15Angestellte Soz. Vers. Angest. im Handel: -2-90.309 31.421 1.001.424. 5.500 14.358: belliA bas Isto Angestellte i. Insgesamt 31.3.1964: der Industrie 463.823--- 2101: 035 31.421 14.358.JX 5.500. No 5.000 TBM b 9.000 36.000 50.000 X 14.900 14.900 X H 80.000 6.503 58.901 80.000 6.503 SE 140.071 140.071 1.000 1.000 2.000 10.000 12.000 7.558 7.558 noin 2x9in Lex 450 450 1.550 1.550 Iasxibe8 070W.BI bas Isi bis 3.000. 250 batai 250 3.000 3X 10.302 23.678 20 533 809 8.960 notau Isol 318 7.258 16.102 oinU 15.417 sokall Iso COINU 1018 x 18.022 23.439 2.000 4.058 6.058 500 450 950 5.000 5.000 38.425 38.425 2.000 10.000 12.000 3.500 1.000 13.000 35.000 5.500 500 1.000 1.500 500 250 750 375.747 369.308 1.321.330 577.813 2.644.198 Land: F dost -26Organisation: Übertrag: XL. XLI.00 Südafrika Südrhodesien 66. National Union of Distributive Workers 67. Souther Rhodesi Commercial and Allied Workers Union XLII. Singapur 68. Singapore Manual and Merc ntile Workers Union XLIII. Schweden 69. Försäkringdfunktionäernas Förbund 70. Handelsanställdas Förbund 71. Handelstjänstemanna förbundet 72. Svenska Bankmannaforbundet 73. Svenska Industri jänstemannaförbundet 74. Sveriges Arbetsledare förbund XLIV. Schweiz 75. Schweizerischer Kaufmännischer Verein XIV. Tanganjika XLVI. Türkei XLVII. Trinidad XLVIII. Uganda XLIX. USA 002.2 76. Zentralsekretariat V.H.T.L. 77. Tanganyika Transport and General Workers Union 78. Non- manual Workers Trade Union of Turkey 79. Türkiye Tezgahtarlare ve Büro Iççileri Sendikasi 80. Trinidad and Tobago Union of Commercial and Ind. Workers 81. National Union of Commercial, Clerical and Technical Employees 208 82. Building Service Employees International Union 818 83. Insurance Workers International Union 84. Office Employees International Union 85. Retail Clerks International Assoc. 86. Retail, Wholesale and Department Store Union XL. Venezuela 87. Federacion Nacional de Empleados 6800 009,2 002.E -18Neuanschlüsse bay sex bds 193819XW In der Periode vom 31. Mai 1961 bis 31. März 1964 haben sich insgesamt 25 Organisationen unserer Internationale angeschlossen: Juli 1961 1. 000 Libanon 2: 3. Schweden Nigerien Syndicat des Employés de Commerce Svenska Bankmannaforbundet UAC and Associated Companies African Workers Unions Januar 1962 84. Uganda National Union of Commerce, Clercial and Technical Employees 5.. Mauritius .6. Bolivien Shop and Commercial Workers Union OES.SA Confederacion de Trabajadores de Commercio de Bolivia 882 Oktober 1962 Union 7. 8. Griechenland S Südkorea 9. Frankreich 10. Kamerun 11. Libanon 12. Kongo 13. Türkei 14. Vereinigte Staaten 15. Venezuela Fédération des Organisations des Employés de Banques National Bank and Finance Workers Union Fédération National des Ingénieurs et Cadres Cameroon Commercial and Allied Workers Union Syndicat des Employés de Banque au Liban Centrale Syndical des Employés et Techniciens du Congo nternational Union Non- manual workers trade union of Turkey sale and Department Union Building Service Employees International Union Federacion Nacional de Empleados März 1963 16. Schweden 17. Aden 18. Zypern 19. Brasilien 20. Türkei Svenska Industritjänstemannaforbundet Banks Local Staff Union Federation of Commercial Employees of Cyprus Federaçao des Empregados no Comercio do Estado. de Sao Paulo Türkiye Tezgahtarlari ve Büro Iççileri Sendikasi Oktober 1963 : 21. Argentinien 22. Argentienien 23. Jamaika 24. Singapur 25. Chile -19Asociacion Viajantes de Industria y Comercio Asociacion Bancario National Workers Union Singapore Manual and Mercantile Workers Union Confederacion de Empleados de Industria y Commercio de Chile Die Mitgliedschaft folgender Organisationen wurde in der Berichtszeit gestrichen: 1. 2. 3. 23 4. 5. 6. 7. The Engineers' Union, Israel Grund: Die Mitglieder dieser Gewerkschaft wurden auf andere Sektionen von Histadrut aufgeteilt und die Gewerkschaft aufgelöst. Clerks and Bazar Karmchari Sangh Blanganj, India Engineering Mazdor Sabha, India Grund: Keine Antwort auf unsere Korrespondenz und Nichtzahlung der Beiträge. Federacion Sindical de Trabajadores Bancarios de Cuba Federacion Nacional de Trabajadores de Seguros, Finanzas y sus Anexos, Cuba Federacion Nacional de Empleados y Obreros del Comercio, Cuba UAC and Associated Companies African Workers Union, Nigeria Grund: Die Gewerkschaften in Kuba und Ghana sind in Ubereinstimmung mit der politischen Situation in diesen Ländern aus allen freien internationalen Gewerkschaftsorganisationen ausgetreten. Unsere nigerianische Mitgliedsorganisation folgte dem Beispiel Ghanas. -21Kongress des Netherlands Federation of Trade Unions( NVV) Weltkongress des IBFG Rotterdam 28.- 30.6.1962 E. Kissel SEND Westberlin 5.- 13.7.1962 Stockholm 13.- 14.10.1962 Genf 30.- 31.10.1962. sape Athen 5.- 6.11.1962 E. Kissels R. Spaethen E. Kissel A E. Kissel Ch. Gray 0 E. Kissel Kongress des HandelsstjänstemannaDerförbundet SITS Ausserordentl. Generalkonferenz 17. Nationalkongress der Privatandesgestellten Griechenlands Her Kongress des Contactorgaan v. Beambten inhet N. V.V. 5. Kongress der Gewerkschaft der Angestellten in der Privatwirtschaft 50. Jubiläumskongress der Draughtsmen and Allied Technician Association Ko6. Angestelltenkonferenz der IG Chemie, Papier, Keramik To Kongress der Non- manual Workers- Federation of Chile( CEPCH) Kongress des Verbandes der Handels-, Transport und Lebensmittelarbeiter Kongress des Försäkringsfunktionäerernas Förbund Utrecht 17.11.1962 E. Kissel F. Falkeisen Wien 30.11.- 1.12.62 E. Kissel Glasgow 12.- 15.4.1963 E. Kissel Düsseldorf 3.- 4.5.1963 E. Kissel Santiago 18.- 21.5.1963 Interlaken 24.- 26.5.1963 J. Bernal E. Kissel Stockholm 24.- 26.5.1963 A. Dallinger Kongress des Svenska BankmannDe forbundet Stockholm 8.- 9.6.1963 E. Kissel bes 24. Kongress der Retail Clerks International Association IBFG- Welt jugendtreffen Chicago 24.- 28.6.1963 E. Kissel Ch. Gray Wien 6.- 16.7.1963 E. Kissel IBS- Konferenz Genf 30.- 31.7.1963 E. Kissel 8. Kongress der Deutschen Angestellten- Gewerkschaft Karlsruhe E. Kissel 16.- 17.9.1963 F. Willems -232. LEITENDE ORGANE DES IBP KONGRESS Der 13. ordentliche Kongress des Internationalen Bundes der Privatangestellten fand unter dem Vorsitz von Koll. Friedrich Hillegeist, Wien, in Westberlin statt. 111 Delegierte und 76 Beobachter nahmen daran teil, die. insgesamt 51 Mitgliedsorganisationen in 32 Ländern vertraten. Hinzu kamen noch 14 Mitglieder des Vorstandsausschusses und 31 Ehrengäste. Berichterstatter: Koll. H. Tulatz, Brüssel: Koll. G. Sternberg, München: Koll. A. Jönsson, Malmö: Koll. Fr. Hillegeist, Wien: Situation und Politik internationaler Gewerkschaften son Umwälzende Anderungen in der Beschäftigungsstruktur und die Aufgabe der Gewerkschaften Bericht über die Tätigkeit des tarifpolitischen Ausschusses Bericht des Ausschusses für Sozialversicherungsfragen über die Entwicklung der Sozialversicherung in den verschiedenen Ländern seit 1959 Entschliessungen: * * Antrag über Beitragserhöhung Der 13. Ordentliche Kongress des IBP, durchgeführt in Westberlin in der Zeit vom 25.- 31. Juli 1961, beschliesst: Ab 1. Januar 1962 wird der an den IBP zu entrichtende Beitrag von 100 auf 125 holländische Gulden pro 1000 Mitglieder pro Jahr erhöht; In Fällen gemäss Artikel 7, Absatz 5 der neuen Statuten des IBP, ist der Vorstand berechtigt, einen niedrigeren Beitrag zu bewilligen, der jedoch nicht weniger als 45 holländische Gulden pro 1000 Mitglieder pro Jahr betragen soll. -24Antrag über Neuaufteilung der Fachgruppen Der 13. Ordentliche Kongress des IBP, durchgeführt in Westberlin in der Zeit vom 25. bis 31. Juli 1961, beschliesst: a) Die Fachgruppe" Handels- und Büro angestellte in Handel und Industrie" wird in zwei Fachgruppen aufgeteilt, und zwar in: 1. Die Fachgruppe" Kaufmännische Angestellte im Handel" einschliesslich Geschäftsreisende. 2. Die Fachgruppe" Kaufmännische Angestellte in der Industrie". b) Die Fachgruppe" Geschäftsreisende" wird als Untergruppe der Fachgruppe " Kaufmännische Angestellte im Handel" zugeteilt. Die übrigen Fachgruppen bleiben bestehen. ** Entschliessung über regionale Tätigkeit .D Гол Der Kongress bestätigt, dass es eine seiner wichtigsten Aufgaben ist, in grösstmöglichem Ausmass zur Bildung und Entwicklung von freien Angestelltengewerkschaften in der ganzen Welt beizutragen. Der Kongress stellt mit Genugtuung die bereits in dieser Hinsicht gemachten Fortschritte fest, ist sich aber völlig des Umfanges der noch zu erledigenden Aufgaben bewusst. Im Hinblick auf die Tatsache, dass die Konsolidierung der neuentstehenden Gewerkschaften in den Entwicklungsgebieten Afrikas, Asiens und des Mittleren Osten eine wichtige Phase in der Arbeit darstellt, wird die Anwesenheit von Vertretern der angeschlossenen Verbände dieser Gebiete auf dem Kongress senen Ve wärmstens begrüsst. Der Kongress billigt die vom Vorstand bereits unternommenen Schritte und begrüsst, dass dieser Besprechungen mit den afrikanischen Vertretern führt, wie beim Aufbau ihrer Gewerkschaften praktische und tatkräftige Unterstützung geleistet werden kann; ermächtigt den Vorstand, ähnliche Besprechungen mit anderen Verbänden in den erwähnten Gebieten zu führen, soweit sich diese als notwendig erzeigt. is Der Vorstand wird ferner ermächtigt, in Zusammenarbeit mit dem IBFG und den betreffenden Gewerkschaften ein Hilfsprogramm aufzustellen, das den jeweiligen Bedürfnissen an Büroeinrichtungen, Propagandamaterial und gewerkschaftlicher Bildungsarbeit und Propaganda Rechnung trägt. -25Da die dem IRP zur Verfügung stehenden Mittel es ihm nicht ermöglichen, diese Aufgabe allein zu erfüllen, spricht der Kongress den Wunsch aus, dass der IBFG durch den internationalen Solidaritätsfonds grösstmögliche finanzielle Unterstützung leistet. Schliesslich bringt der Kongress seinen Dank für die von einigen angeschlossenen Verbänden zur regionalen Tätigkeit zur Verfügung gestellten Mittel zum Ausdruck. Er spricht die Hoffnung aus, dass auch andere angeschlossene Organisationen in entwickelten Ländern im Rahmen ihrer Möglichkeiten dem IBP ähnliche Unterstützung zur Förderung der erwähnten Ziele gewähren. A fox Neben diesen Entschliessungen nahm der Kongress neue Statuten für den IBP der an. Wahlen * * Vorstand: Region I: Gebiet A. Gebiet B. Gebiet C. J. D. Hiscock, USDAW, Grossbritannien A. Sidro, FEC, Frankreich Region VI: A. Skoda, GAP, Osterreich Gebiet D. A. Jönsson, HF, Schweden Nordamerika ( USA u. Kanada) J. D. Hicks, OEIU, USA Region VIII: Südamerika F. Loli, CSEP, Peru In Ubereinstimmung mit dem Artikel 9, Abs. 1( e) der IBP- Satzung( Organisationen mit mehr als 100.000 Mitgliedern): Retail Clerks International Association Deutscher Gewerkschaftsbund Deutsche Angestellten- Gewerkschaft Gewerkschaft Handel, Banken u. Versicherungen Confederacion General de Empleados del Comercio J. Suffridge W. Hansen R. Spaethen W. Ziemann S. Marcovecchio In Ubereinstimmung mit Artikel 9, Abs. 1( f) der IBP- Satzung( Vertreter des Landes, in dem sich der Sitz des IBP befindet): Holland Fr. Willems -26Fachgruppenvorsitzende: Kaufmännische Angestellte im Handel Bank-, Versicherungs- u. sicherungsangestellte SozialverKaufmännische Angestellte in der Industrie Techniker und Werkmeister ob sib sa E. Dinesen, HK, Dänemark 0. Leclercq, SETCA, Belgien T. Thomas, CAWU, Grossbritannien G. H. Doughty, DATA, Grossbritannien Präsident: Koll. A. Jönsson wurde einstimmig zum Präsidenten des IBP als Nachfolger des Koll. Fr. Hillegeist gewählt, der sein Amt niederlegte. Für seine Tätigkeit im Dienste der Internationalen wurde ihm herzlicher Dank ausgesprochen. Vizepräsidenten: Koll. J. D. Hiscock wurde einstimmig als 1. Vizepräsident, Koll. A. Suffridge wurde einstimmig als 2. Vizepräsident gewählt. Generalsekretär: Koll. E. Kissel wurde einstimmig wiedergewählt. JsideD Vorstandssitzungen: Seit dem 13. Ordentlichen Kongress in Westberlin fanden folgende Vorstandssitzungen statt: 1) 30. Juli 1961 2) 16./17. Januar 1962 3) 22.- 26. Oktober 1962 4) 27.- 29. März 1963 Westberlin Amsterdam Washington D.C. Kopenhagen. Genf 5) 8./9. Oktober 1963 Am 19. Mai 1964 wird eine letzte Vorstandssitzung vor dem 14. Ordentlichen Kongress in Tel Aviv stattfinden. Zusammenfassung von Beschlüssen, die ausser den Beschlüssen über die Routinearbeit und die finanziellen Probleme während der Vorstandssitzungen gefasst wurden: -27Westberlin 30. Juli 1961 - Koll. Fr. Willems, Algemene Bond" Mercurius", Holland, wurde einstimmig zum Kassierer des IBP gewählt. Das Beitrittsgesuch des Svenska Bankmannaförbundet wurde angenommen. bau. In Ubereinstimmung mit dem Beschluss der Vorstandssitzung in Wien wurde der Generalsekretär, Koll. E. Kissel, ermächtigt, eine Studienreise durch Afrika zu unternehmen. Koll. Ch. Gray wurde seinerseits ermächtigt, im Namen des IBP und unter der Verantwortung des Generalsekretärs eine Studienreise durch Asien zu unternehmen. Amsterdam 16./17. Januar 1962 Wegen Erkrankung des Präsidenten Jönsson führte Koll. J. D. Hiscock den Vorsitz. Die folgenden Gewerkschaften wurden als Mitglieder in den IBP aufgenommen: 1000 National Union of Commercial, Clerical and Technical Employees, Uganda; Confederacion de Trabajadores de Comercio de Bolivia%; B Shop and Office Workers Union, Mauritius. In Ubereinstimmung mit Artikel 9, Abs. 8 der IBP- Satzung wählte der Vorstand einen geschäftsführenden Vorstandsausschuss, bestehend aus dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten und dem Generalsekretär. Der Kassierer wurde ex officio Mitglied des geschäftsführenden Vorstandsausschusses. Die Kollegen Kissel und Gray berichteten über ihre Studienreisen durch Afrika und Asien. Koll. Nedzynski, stellvertretender Generalsekretär des IBFG, berichtete über die Tätigkeit des internationalen Solidaritätsfonds und die für ein Unterstützungsgesuch anzuwendenden Methoden und Verfahren. Der Vorstand erklärte sich einverstanden, dass die Bemtung zur Schaffung eines IBP- Hilfsfonds fortgesetzt und eine Unterstützung durch den ISF angestrebt werden sollte. Ein Streikfonds soll jedoch nicht eingerichtet werden. Für Streikfälle gelten weiterhin die bestehenden Praktiken, d.h. liegt bei Streikfällen ein Ansuchen auf Unterstützung vor, müssen die angeschlossenen Verbände informiert werden- wie dies bei dem belgischen Streik geschah. -28Der Vorstand beauftragte den geschäftsführenden Vorstandsausschuss, ein Programm für regionale Tätigkeiten auszuarbeiten und der nächsten Vorstandssitzung vorzulegen. Der Vorstand war der Ansicht, dass IBFG- Konferenzen für Angestellte nur organisiert werden sollten, wenn es sich um die Behandlung aktueller und praktischer Punkte handele, so z. B. Sitzungen vor den Tagungen des Beratenden Ausschusses der IAO. Es wurde beschlossen, Peru einen Betrag von 1.000 Hfl als Spende im Zusammenhang mit dem Erdrutsch zu überweisen. 295 Die Vorsitzenden der Fachgruppen erstatteten Berichte über ihre Vorstandssitzungen, wie auch über die vorgesehenen Diskussionsthemen für die im Jahre 1963 stattfindenden Fachgruppenkonferenzen. Der Vorstand billigte die Berichte und vorgeschlagenen Programme. % Koll. A. Skoda wurde zum Vorsitzenden des sozialpolitischen Ausschusses gewählt. Washington D.C. 22.- 26. Oktober 1962 - Infosmo 20 min. Wegen des Todes des Präsidenten A. Jönsson übernahm Koll. J. D. Hiscock gemäss den Statuten die vollen Pflichten des Präsidenten bis zum nächsten IBP- Kongress. bas goд3 Koll. J. Suffridge wurde amtierender Vizepräsident. Er wurde zum Mitglied des geschäftsführenden Vorstandsausschusses gewählt. Koll. O. Leclercq wurde zum Vorsitzenden des tarifpolitischen Ausschusses gewählt. Koll. E. Magnusson, Vorsitzender des Handelsanställdas Förbund, wurde als Regionalvertreter für Skandinavien in den Vorstand aufgenommen. Die Beitrittsgesuche der folgenden Verbände wurden bewilligt: 1) Fédération des Organisations des Employés de Banques, Griechenland, 2) National Union of Bank and Finance Workers, Südkorea, 3) Fédération Nationale des Ingenieurs et Cadres, Frankreich, 4. Cameroon Commercial and Allied Workers' Union, Kamerun, 5. Centrale syndicale des Employés et Techniciens de Congo, Congo 545284919( Leopoldville), 6) Syndicat des Emploés de Banque au Liban, Libanon, 7) Non- Manual Workers Trade Union of Turkey, 8) Building Service Employees International Union, USA, 9) Federacion Nacional de Empleados, Venezuela. 395 -29Das Gesuch der Commercial Workers Union von Sansibar und Pemba wurde diskutiert. Es wurde beschlossen, erneut mit der Organisation Verbindung aufzunehmen und festzustellen, ob es zutrifft, dass sie bereits der kommunistischen Internationale für Arbeiter in Handel und Industrie beigetreten ist. Im bejahenden Fall solle ihr Gesuch abgelehnt werden. Der Vorstand beschloss, die Gesuche der Angestellten- Gewerkschaften Cubas im Exil und der Bankangestellten- Gewerkschaft des Congo in der Schwebe zu lassen, um im Falle Cubas die Struktur und Zusammensetzung der Organisationen zu untersuchen und im Falle des Congo alles zu tun, um eine Verschmelzung der Gewerkschaften dieses Landes zu erzielen. Das zu erwartende Gesuch der United Automobile Workers Union( UAW) wurde diskutiert. Der Vorstand kam überein, dass die Einwände der nordamerikanischen Vorstandsmitglieder gegen eine etwaige Aufnahme zu berücksichtigen seien. Die folgenden Organisationen wurden von der Mitgliederliste in Ubereinstimmung mit Artikel 6, Abs. 2 der IBP- Statuten gestrichen: 1) Federacion Sindical de Trabajadores Bancarios de Cuba; 2) Federacion Nacional de Trabajadores de Seguros, Finanzas y sus Anexos, Cuba; 3) Federacion Nacional de Empleados y Obreros del Comercio, Cuba. Ein Antrag auf Unterstützung der Unione Italiana Dependenti, Aziende Commerciali ed Affini wurde abgelehnt. Es wurde beschlossen, in Verbindung mit den Fachgruppenkonferenzen im Jahre 1963 eine Sondersitzung für Angestellte der europäischen Zivelluftfahrt abzuhalten. Koll. E. Lee gab offiziell seinen Rücktritt als interamerikanischer IBP- Vertreter bekannt. Der Vorstand drückte sein tiefes Bedauern darüber aus und dankte ihm im Namen der Internationale für die geleistete ausgezeichnete Arbeit. Koll. J. Bernal wurde zu seinem Nachfolger ernannt. Der Generalsekretär zeigte sich besorgt, dass einige afrikanische Gewerkschaftskollegen, glaubten, er verfüge über grosse Geldmittel, sei jedoch nicht gewillt, ihnen zu helfen. In diesem Zusammenhang behandelte er mehrere Schreiben aus Kenya. Der Vorstand billigte Einstimmig das Handeln des Generalsekretärs in dieser Angelegenheit. -30-0 Der Vorstand kam überein, dass bei der Durchführung eines IBP- Regionalprogrammes Unterstützung weniger in Form von finanzieller, sondern technischer Hilfe, Beratung, Material, Büroeinrichtungsgegenständen usw. geleistet werden sollte. Der Generalsekretär wurde ersucht, sich an den IBFG und den Internationalen Solidaritätsfonds zu wenden, um festzustellen, wieviel Unterstützung der IBP vom I SF für regionale Tätigkeiten erhalten könne. Der Vorstand billigte die hinsichtlich der Unterstützung von Südrhodesien getroffenen Massnahmen. Der Vorst beschloss, dass vor der nächsten Vorstandssitzung in Afrika und Asien keine neuen Tätigkeiten entfaltet oder Unterstützung geleistet werden sollte. Bis zu diesem Zeitpunkt sollte ausserdem davon Abstand genommen werden, von den angeschlossenen Verbänden finanzielle Unterstützung für die Programme zu erhalten oder anzustreben. Dies schliesse jedoch nicht die Ermunterung der angeschlossenen Verbände zur Leistung freiwilliger Spenden an den IBPFonds aus. ob obose, ob ID Der Vorstand erklärte sich einverstanden, die 2. internamerikanische Konferenz des IBP in Buenos Aires, Argentinien, im Herbst 1963 abzuhalten, wobei der genaue Termin im Einvernehmen mit den Beteiligten festzusetzen sei. Es wurde vereinbart, falls nicht aussergewöhnlich hohe Ausgaben oder andere unvorhergesehene Schwierigkeiten dagegensprechen, den 14. Ordentlichen Kongress des IBP im Jahre 1964 in Israel abzuhalten. Dem Gesuch der Shop Workers Union in Mauritius auf Erlassung ihrer Beiträge für das Jahr 1962 wurde stattgegeben, da ein Sturm unerwartete finanzielle Schwierigkeiten verursacht hatte. Zur Erörterung stand ferner die Schwierigkeit unserer Mitgliedsorganisation in Nyasaland, der wegen Mietrückstände die Heraussetzung aus ihren Büroräumen drohte. Mit Rücksicht auf die besonderen Umstände beschloss der Vorstand, hier eine Ausnahme zu machen und die fällige Miete in Höhe von$ 532 als einmalige Unterstützung zu zahlen. Der Vorstand wurde unterrichtet, dass im Rahmen des ISF- Notstandsverfahren Geld bewilligt wurde, mit dem wir den Gewerkschaften in Südrhodesien, Nyasaland und Südafrika Hilfe zukommen lassen konnten. Dem Gesuch verschiedener afrikanischer Mitgliedsorganisationen, Delegierte zu den Fachgruppenkonferenzen auf unsere Kosten zu entsenden, -31-4 konnte nicht entsprochen werden. Als ein Ergebnis der Diskussionen mit der EWG beschloss der Vorstand, die Errichtung eines Sekretariats in Brüssel für die dem IBP angeschlossenen Verbände in den Ländern des Gemeinsamen Marktes. Während der Vorstand die Notwendigkeit eines solchen Sekretariats anerkannte, -war er jedoch der Ansicht, dass dem IBP ausser der Bezahlung der Dolmetscher und der Durchführung der ersten Sitzung keine weiteren finanziellen Verpflichtungen und Kosten mehr aufgebürdet werden dürften. Der Vorstand, dessen Sitzung in die Cuba- Krise fiel, nahm einstimmig die folgende Entschliessung an, die an die UNO, Präsident Kennedy, I den IBFG, die IB Se und andere internationale Organisationen gesandt wurde. df -A AYO " Der Vorstand des IBP ist über die Weltsituation, bedingt durch die Errichtung sowjetischer Raketenbasen auf dem kommunistischen Kuba, tief besorgt. Die Bedrohung der amerikanischen Länder, bedingt durch diese Basen, hat die vom Präsidenten der Vereinigten Staaten getroffenen Massnahmen herausgefordert. Angesichts der ernsten Situation fordert der Vorstand des IBP die Staatsmänner der betroffenen Staaten und die Vereinten Nationen auf, jeden Versuch zu unternehmen, um die kubanische Krise friedlich zu beseitigen." Kopenhagen 27.- 29. März 1963 Der Beitritt des schwedischen Industritjänstemannafrbundet ab 1.1.1963 wurde bestätigt und die Beitrittsgesuche der Banks Local Staff Union, Aden; Federation of Commercial Employees, Zypern; Turkish Salesmen and Commercial Workers' Union und Federacao des Empregados no Commercio do Estado de Sao Paulo, Brasilien, wurden angenommen. Der Vorstand beschloss, das Beitrittsgesuch der Commercial, Industrial and Allied Workers' von Sansibar und Pemba abzulehnen. Eine Beschlussfassung hinsichtlich des Beitrittsgesuches der Congo Bank Employees wurde- wie bereits auf der Washingtoner Sitzung- erneut aufgeschoben. Unterst Es erwies sich als unmöglich, sich ein klares Bild über die kubanischen Angestellten- Gewerkschaften im Exil zu machen. Der Vorstand beschloss, ihr Beitrittsgesuch abzulehnen. -32-84 Der Generalsekretär erhielt den Auftrag, sich mit unserer angeschlossenen Organisation in Ghana in Verbindung zu setzen, um eine Klärung der Sachlage herbeizuführen und die Organisation anzuhalten, ihre Beiträge ab 1.1.1963 zu zahlen. Entsprechend der erhaltenen Antwort wolle der Vorstand dann bei der nächsten Sitzung auf die Sachlage zurückkommen. Wegen der anderen afrikanischen Organisationen, die ebenfalls mit ihren Beiträgen im Rückstand waren, beschloss der Vorstand, diese Beiträge vorläufig nachzulassen und als zusätzliche Hilfe an die betreffenden Gewerkschaften. anzusehen. Der Vorstand ermächtigte den Generalsekretär, mit den Mitgliedsorganisationen in Italien eine Abmachung auf der Beitragsbasis von 45 Hfl pro 1.000 Mitglieder zu treffen. Die folgenden Verbände wurden von der Mitgliederliste gestrichen, weil sie weder auf Briefe antworten noch ihre Beiträge bezahlen: Clerks and Bazar Karmchari Sangh Ulanganj, Indien; 2) Engineering Mazdor Sabha, Indien. Der Vorstand hiess Koll. A. Carlsson willkommen und übermittelte ihm und seinem Verband, dem Handelsanställdas Förbund, die besondere Anerkennung und den herzlichen Dank des IBP für seine Arbeit in Kenya und Uganda. Der Vorstand billigte die Berichte des geschäftsführenden Vorstandsausschusses sowie die seit der letzten Vorstandssitzung getroffenen Massnahmen. Der Vorstand billigte ferner die Beteiligung an einem vorgeschlagenen gemischten OECD- IBP- Seminar in Griechenland und kam überein, dass Koll. A. Sidro die Leitung dieser Sitzung übernehmen sollte. Ein skandinavischer Kollege sollte ferner als Lehrer gebeten werden. Der Vorstand erwog weitere Massnahmen hinsichtlich der Beibehaltung der späten Ladenschlusszeiten des Bazar de l'Hôtel de Ville und anIsiderer Geschäfte in Paris. Es wurde beschlossen, dass neben den bereits versandten Protesttelegrammen des IBP und der angeschlossenen Verbände weitere Aktionen unternommen werden sollten. Eine Entschliessung wurde angenommen und an alle Pressestellen, den IBFG, die IB Se und andere Gewerkschaften mit der Bitte um Unterstützung unseres Standpunktes gesandt: Die Entschliessung stellte u. a. fest, dass Arbeitgeber im Einzelhandel für Paris spätere Ladenschlusszeiten erzwingen wollen ohne - - on rol xsesib ws -33jegliche Rücksicht auf bereits bestehende Praktiken oder die Ansichten der betreffenden Gewerkschaften. Ein Beispiel dafür sei die kürzliche Aktion des" Bazar des l'Hôtel de Ville" in Paris, das die Ladenschlusszeiten seiner Geschäfte auf 22.00 Uhr am Mittwoch ausdehnen wollte. Jeder Versuch, die festgelegten Ladenschlusszeiten zu verlängern, soll auf Schärfste missbilligt werden. Eine solche Verlängerung bedeute einen ungerechtfertigten Ubergriff auf die Freizeit der Angestellten. Eine solche Handlung kann nicht durch wirtschaftliche Gründe gerechtfertigt werden, da die z. Zt. gültigen Ladenschlusszeiten, seien sie nun durch Gesetz oder Praxis festgelegt, ausreichend seien, den Bedürfnissen des Verbrauchers gerecht zu werden. Andere Firmen müssten ähnliche Massnahmen ergreifen, bis letzten Endes jede Kontrolle und jeder Schutz für die Angestellten des Handels verloren sei. Ferner würde diese Massnahme sich auch nachteilig für den Verbraucher und die Wirtschaft auswirken, da sie unweigerlich die allalgemeinen Handelskosten und somit das Preisniveau erhöhen würden. Der Vorstand beschloss, die Unterstützungen an unsere Mitgliedsorganisation in Naysaland und Sudrhodesien fortzusetzen.03. Der I SF- Ausschuss des IBFG hatte beschlossen, den IB Sen noch keine Mittel zur Verfügung zu stellen. Das vom Sekretariat unterbreitete Programm für die Entwicklungsländer kann deshalb noch nicht voll ausgeführt werden. Der Vorstand beschloss, die Durchführung des Programms von der Antwort auf einen Appell abhängig zu machen, der an die angeschlossenen Verbände mit der Bitte um Mitarbeiter, technisches Material und Geldmittel zu senden sei. Ein eigener Fonds für Regional tätigkeiten sei zu gründen. Es wurde weiterhin beschlossen, dass, entsprechend der von den angeschlossenen Verbänden eingehenden Geldmittel, Leitpläne für Afrika und Asien aufgestellt und durchgeführt werden sollten. In Zentral- Afrika sowie in Malaysia sollten in diesem Falle Regionalbüros eingerichtet werden. Der Vorstand war sich darüber einig, dass der IBP nicht von der fi-nanziellen Unterstützung des ISF abhängen sollte. Man gab jedoch der Hoffnung Ausdruck, dass der IBP in der Lage sein werde, mit Unterstützung des ISF das volle Programm durchzuführen. Der Vorstand beschloss mit Stimmenmehrheit( 12: 3, bei einer Stimmenthaltung) eine Konferenz für das technische und Verwaltungspersonal der Zivilluftfahrt in Amsterdam vom 24.- 25. Sept. 1963 durchzuführen. -34Die ITF wurde eingeladen, Beobachter zu dieser Konferenz zu entsenden. Es wurde betont, dass die Konferenz für alle Angestellten, die in den Zuständigkeitsbereich des IBP fallen, durchgeführt werden sollte. Die endgültigen Vorkehrungen für die Fachgruppenkonferenzen wurden zur Kenntnis genommen und gutgeheissen. Der Vorstand billigte den Vorschlag des Generalsekretärs, eine Sondersitzung in Verbindung mit der 47. Tagung der IAO nach Genf einzuberufen, um an der Ausarbeitung einer Taktik für die Erreichung eines Ubereinkommens über das Thema" Der Gesundheitsschutz im Handel und in Büros" mitzuwirken. Es wurde endgültig beschlossen, den 14. Ordentlichen Kongress des IBP in Tel Aviv, Israel, abzuhalten. Zürich/ Schweiz wurde als Alternative angesehen, falls sich eine Durchführung in Israel aus irgendeinem Grunde als unmöglich erweisen sollte. Der Vorstand billigte den Vorschlag des geschäftsführenden Vorstandsausschusses, den IBP- Beitrag zum IBS- Verbindungsbüro auf der Basis der augenblicklichen Zahl der vollzahlenden Mitglieder festzusetzen. der. IBP Der Vorstand beschloss, dass in Zukunft alle Reisekosten, Touristenklasse, und Spesen aller Vorstandsmitglieder höchstens bis zu 3.600 Hfl( 1.000$) pro Sitzung tragen wird. Unkosten, die diesen Betrag überschreiten, gehen zu Lasten der Organisation, die das Mitglied vertritt.. Der Vorstand ermächtigte Koll. H. Braun, den IBP während der Weltjugendtagung und dem Seminar des IBFG zu vertreten und unterstützte die Anregung, während der Weltjugendtagung ein eintägiges Sonderseminar für jugendliche Angestellte zu organisieren. Es wurde vorgemerkt, dass der Generalsekretär bei beiden Seminaren als Referent betätig sein wird. Der Vorstand beschloss, in Ubereinstimmung mit einem früheren Beschluss, eine Ad hoc- Ausschussitzung über Fragen weiblicher Arbeitnehmer durchzuführen. Der Beschluss, nicht an einem EWG- Seminar über Automatisierung in den Büros teilzunehmen, wurde geprüft und gutgeheissen. Die deutschen Mitglieder des Vorstandes sprachen ihre Anerkennung über die gezeigte Solidarität aus und erklärten, warum sie nicht mit Vertretern der deutschen" christlichen" Gewerkschaft zusammenarbeiten können. Es wurde beschlossen, dass der EWG bei kommenden Verhandlungen klargemacht werden sollte, dass für Deutschland nur diejenigen -35ps deutschen Gewerkschaften zur Teilnahme an EWG- Programmen ermächtigt werden sollten, die im europäischen Wirtschafts- und Sozialrat vertreten sind. Der Vorstand billigte erneut eine Sitzung der Vertreter von Gewerkschaften in den 6 Ländern des Gemeinsamen Marktes, um über die Errichtung eines Sekretariats und über die Ziele unserer Gewerkschaften innerhalb der EWG Beschluss zu fassen. Die Kosten für Dolmetscher, Ausrüstung und Personel für die erste Sitzung würden vom IBP getragen. Alle anderen Kosten für weitere Tätigkeiten sind von den Gewerkschaften innerhalb der EWG zu übernehmen. Im Zusammenhang mit der evtl. Verlegung des Sekretariats nach Genf wurde der Generalsekretär gebeten, die genauen Kosten und Angaben über alle Faktoren, die eine Ubersiedlung nach Genf mit sich bringen würden, auszuarbeiten. Der Vorstand solle dann im Oktober in Genf zusammentreten und anhand dieser Vorlage einen Beschluss fassen. Ein Vorschlag von Koll. Skoda, die Mitgliederzahl des geschäftsführenden Ausschusses durch die Aufnahme eines Mitgliedes der deutschsprachigen Gruppe zu erweitern, wurde nach längerer Diskussion zurückgezogen. * Genf 8./9. Oktober 1963 - Die Associacion Viajantes de Industria y Comercio, Argentinien; die Associacion Bancaria, Argentinien; die National Workers Union, Jamaika; die Singapore Manual and Mercantile Workers' Union und die Confederacion de Empleados de Industria y Comercio, Chile, wurden als Mitgliedsorganisationen aufgenommen. Der Vorstand gab seine prinzipielle Zustimmung zur Aufnahme des schweizerischen Werkmeisterverbandes und der Mitglieder der Academic Workers Section of Histadrut, falls diese Organisationen während der Periode bis zur nächsten Vorstandssitzung ein Beitrittsgesuch vorlegen. Prinzipiell können Arbeitnehmer zur Unterhaltung von Gebäuden als Mitglieder aufgenommen werden. Koll. Hiscock warf die Frage auf, ob der IBP Friseur- Verbände aufnehmen könne. Es wurde erwähnt, dass Verbände, die sich dieser Berufsbranche annähmen, kürzlich in Kopenhagen zusammentraten, um die Gründung ihres ish eigenen IB Ses zu diskutieren. Der Vorstand beschloss, den Generalsekretär zu bitten, die Lage auf Grund der Ergebnisse dieser Sitzung -36zu sondieren. Sollten Friseure ihr eigenes IBS gründen, wäre die Frage somit gelöst. Sollten sie sich jedoch um einen Beitritt bemühen, wird der Vorstand die Angelegenheit erneut untersuchen. Hinsichtlich der vorgeschlagenen Konferenz für die Angestellten in der Zivilluftfahrt und der daraus hervorgehenden gewerkschaftlichen Auseinandersetzunten mit der ITF wurde beschlossen, dass der IBP versuchen solle.. 1. eine Sitzung mit den Vertretern der ITF anzustreben; 2. auf dieser Sitzung klarzulegen, dass der IBP die einzig zuständige Organisation für das gesamte Personal- Verwaltungspersonal, Werkmeister und Ingenieure einbegriffen der Zivilluftfahrt ist und dass er keineswegs die Absicht habe, auf seine Rechte auf diesem Gebiet zu verzichen; 3. alles in seiner Kraft Stehende zu tun, um mit der ITF zusammenzuarbeiten und eine gemeinsame Konferenz abzuhalten; dabei sollte jedoch darauf hingewiesen werden, dass der IBP in jedem Falle die Abhaltung einer Konferenz beabsichtige- ob mit oder ohne Beteiligung der ITF. Eine Delegation, bestehend aus den Kollegen Doughty, Hansen, Hiscock, Kissel und Thomas, wurde ernannt, mit der ITF über diese Frage zu diskutieren. * Die Ergebnisse der Fachgruppenkonferenzen wurden von den Vorsitzenden der Fachgruppen vorgetragen. Der Vorstand billigte- mit einer Ausnahme die Annahme aller Entschliessungen dieser Konferenzen. Die äusserst erfolgreiche Konferenz über" Gesundheitsschutz im Handel und Büros" und die in Genf geleistete Anbeit, die zu einer IAO- Konvention und Empfehlung in der ersten Lesung führte, wurde diskutiert. Der Vorstand berief einen Arbeitsausschuss, der die Arbeit fortsetzen und die Taktik für die internationale Arbeitskonferenz im Jahre 1964 festlegen soll. Der Ausschuss setzte sich zusammen aus den Kollegen Chapman, FitzpatrickHiscock, Kuntscher, Meier- Ragg, Sidro, Verdonck, Willems und Ziemann Es wurde allen Mitgliedern des Vorstandes freigestellt, an der Konferenz teilzunehmen. Unterstützungen und Aufbau des IBP- Fonds für regionale Tätigkeiten wurden diskutiert. Der Vorstand beschloss, eine Bitte an die angeschlossenen Verbände zu richten, geeignete Mitarbeiter als IBP- Regional -37vertreter zu finden. Es wurde beschlossen, in West- und Ostafrika, Malaysia, Indien und Japan IBP- Regionalbüros zu eröffnen. Ein IBP- Ausschuss für Regionaltätigkeiten, bestehend aus dem geschäftsführenden Vorstandsausschuss und den Kollegen Magnusson, Sidro und Spaethen wurde ernannt. Die Daten für den Kongress wurden endgültig auf den 20.- 26. Mai 1964 festgelegt. Der Vorstand beschloss, das Thema" Die gewerkschaftliche Erfassung der Angestellten" zusammen mit dem Geschäftsbericht zu Der Aus behandeln. Neben den in den Statuten vorgesehenen Punkten der Tagesordnung wurde ausserdem die Ausarbeitung von zwei Berichten für den Kongress beschlossen, und zwar ein Bericht mit dem Titel" Löhne, Arbeits- und Lebensbedingungen- das Problem internationaler Vergleiche" wird von Koll. T. Cynog- Jones, Grossbritannien, der zweite Bericht" Fortschritt der freien Gewerkschaften in den Entwicklungsländern vom Generalsekretär E. Kissel erstattet werden. Der Vorstand stellte übereinstimmend als die allgemeine Auffassung des Vorstandes fest, dass die IBP- Zentrale sobald wie möglich nach Genf verlegt werden soll. Der Generalsekretär wurde ermächtigt, alle Vorbereitungen zu treffen. Der Vorstand stellte mit grosser Befriedigung die Frnennung yon Koll. E. Dinesen, Vorstandsmitglied, als Arbeitsminister Dänemarks, fest. *** * * * * -383. Ausschüsse des IBP- Vorstandes Geschäftsführender Vorstandsausschuss Aufgabe dieses Ausschusses ist es, zwischen den Vorstandssitzungen sich mit Entscheidungen mehr verwaltungstechnischer Art zu befassen. Während der Berichtsperiode trat er sechs Mal zusammen. Alle seine Beschlüsse wurden in den folgenden Vorstandssitzungen gebilligt. Ausschuss für regionale Tätigkeiten Hier handelt es sich um einen neuen Ausschuss, der auf der Vorstandssitzung in Genf im Oktober 1963 einberufen wurde. Während seiner ersten Sitzung vom 18.12.1963 in Hamburg, wählte der Ausschuss die IBP- Regionalvertreter und befasste sich mit dem Hilfegesuch verschiedener angeschlossener Verbände. Diese Punkte werden in dem betreffenden Abschnitt dieses Berichtes über regionale Tätigkeiten ausführlich behandelt. Tarifpolitischer Ausschuss Der Ausschuss hielt während der Berichtsperiode drei Sitzungen ab: Brüssel, 12./13. März 1962 Genf, 13. Juni 1962 Wien, 15./16. Januar 1964 Mitglieder: 0. Leclercq Präsident H. Brandt - T. W. Cynog- Jones Jenkins C. E. Leballeur J. Mortimer W. Rothe A. Skoda J. Velema G. Volkmar F. Willems SETCA, Brüssel DAG, Hamburg USDAW, London ASSET, London FEC, Paris DATA, Richmond DGB, Düsseldorf GP, Wien CBN, Amsterdam HBV, Düsseldorf Mercurius, Amsterdam -39Sitzung in Brüssel, 12./13. März 1962 Wegen Erkrankung des Präsidenten Jönsson führte Koll. J. Mortimer den Vorsitz. Der Ausschuss hörte ein Referat über statistische Methodenin internationalen Studien, das von Herrn J. Faes vom Statistischen Amt der EWG gehalten wurde. Der Ausschuss befasste sich mit den Fragebogen für die Fachgruppenkonferenzen. Sitzung in Genf, 13. Juni 1962 Wegen der Erkrankung von Präsidenten Jönsson führte Koll. J. Mortimer den Vorsitz. Der Ausschuss diskutierte eingehend Form und Inhalt der Fragebogen für die Fachgruppenkonferenzen und unterbreitete verschiedene Vorschläge und Empfehlungen an die Berichterstatter. Er beschloss ebenfalls, dass Fragebogen künftig in drei Hauptteile zergliedert sein sollten: a) allgemeine Arbeitsbedingungen, b) Löhne und Gehälter, c) Tendenz der Tarifsätze im Verhältnis zu den Lebenshaltungskosten. Verschiedene Fragebogen wurden als Muster und Anleitung für zukünftige Ausarbeitungen ausgesucht. Man war der Ansicht, dass durch die Befolgung dieser Methoden sowohl die Koordinierung von Untersuchungen als auch die Auswertung erleichtert würden. Sitzung in Wien, 15./16. Januar 1964 Diese Sitzung fand unter dem Vorsitz des neuen Präsidenten des Ausschusses, Koll. O. Leclerc statt. Der Ausschuss beschränkte seine Arbeit auf die Vorbereitungen für den Kongress in Tel Aviv und entwarf eine Entschliessung für den Vorstand sowie zwei weitere Entschliessungen zur Prüfung durch den Vorstand und evtl. Weiterleitung an den Kongress. *** -40Sozialpolitischer Ausschuss Mitglieder: A. Skoda- Präsident C. Currie S. Eike H. Gran 10. Leclercq W. Rothe A. Sidro J. Velema G. Volkmar Fr. Willems GP, Wien CAW, London DAG, Hamburg HK, Kopenhagen SETCA, Brüssel DGB, Düsseldorf FEC, Paris BCN, Amsterdam HBV, Düsseldorf Mercurius, Amsterdam Dieser Ausschuss trat während der Berichtsperiode einmal zusammen, und zwar in Wien, vom 13.- 14. Januar 1964. Die Tagesordnung sah einen Uberblick über die bisherige und eine Diskussion über die zukünftige Tätigkeit des Ausschusses vor. Der Ausschuss beschloss, eine von der EWG für ihre Mitgliedsstaaten ausgearbeitete Studie über die Lage der sozialen Sicherheit der 6 EWGLänder zu prüfen und zu erweitern. Dieser Bericht sollte zunächst auf Grossbritannien, Schweden, die Schweiz und Österreich ausgedehnt werden. Der Ausschuss arbeitete zwei Entschliessungen aus; die erste für den IBPVorstand und die zweite für eine Prüfung durch den Vorstand und evtl. Vorlage an den Kongress. Live bror b * 头 * Sie -414. Die Fachgruppen Die Fachgruppenarbeit ist von ausserordentlicher Bedeutung für die Betreuung der Angehörigen der verschiedenen Berufe und deren internationale Vertretung. In vier Fachgruppen mit eigenen Vorständen werden die spezifischen Berufsprobleme einschliesslich der wirtschaftlichen und so sozialen Belange der Angestelltengruppe der einzelnen Länder untersucht. Fachgruppe: Kaufmännische Angestellte im Handel Am 31. März betrug die Mitgliederzahl dieser Fachgruppe 1.977.088. Während der Berichtsperiode hielt der Fachgruppenvorstand drei Sitzungen ab. Die erste fand vom 12.- 13.1.1962 in Amsterdam unter dem Vorsitz Koll. E. Dinesen statt. des Der Vorstand diskutierte die auf den Fachgruppenkonferenzen 1960 in die Wege geleitete Tätigkeit und wählte die Berichte für den Kongress von 1963 in Amsterdam aus. In Ubereinstimmung mit dem IB IBP- Vorstand und dem Kongress von 1961 wurde beschlossen, dass künftig zwei Gewerkschaftsvertreter, die mit der Organisation der Geschäftsreisenden in enger Verbindung stehen, an den Sitzungen der Fachgruppen als Berater über die Probleme dieser besonderen Gruppe teilnehmen sollten. Die Tagesordnung der Konferenz von 1963 enthielt einen Beitrag über die Probleme der Geschäftsreisenden. Der Vorstand trat noch einmal am Vorabend der Fachgruppenkonferenzen in Amsterdam zusammen. Er diskutierte letzte Vorbereitungsmassnahmen, nahm die Geschäftsordnung für die Konferenz an und arbeitete Vorschläge für die Entschliessungsausschüsse aus. Die Fachgruppenkonferenz fand vom 20.- 21.5.1963 statt. Der amtierende Präsident der Internationale, Koll. J. D. Hiscock, Grossbritannien, hiess die Delegierten der Konferenz willkommen. In Abwesenheit von Koll. E. Dinesen wählte die Konferenz Koll. O. Skritik, Osterreich, zum Vorsitzenden. Die folgenden Entschliessungen wurden vom IBP- Vorstand angenommen: -42Entschliessung -über Gleicher Lohn für gleiche Arbeit und Beförderungsmöglichkeiten für weibliche Angestellte im Handel Die IBP- Fachgruppenkonferenz" Kaufmännische Angestellte im Handel", die vom 20.- 21.5.1963 in Amsterdam tagte, nahm den Bericht" Gleiche Löhne für gleiche Arbeit für Männer und Frauen und die Beförderungsmöglichkeiten der weiblichen Angestellte im Handel" zur Kenntnis. Trotz anwachsenden Fortschritts in vielen Ländern weisen die Löhne der männlichen und weiblichen Arbeitnehmer für gleiche Arbeit im Handel noch immer erhebliche Unterschiede auf. Soziale Gerechtigkeit verlangt die Abschaffung solcher Unterschiede sowohl in der Theorie als auch in der Praxis. Hier sollten auf die Charta von Philadelphia, das IAO- Ubereinkommen und die Beschlüsse der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft auf diesem Gebiet hingewiesen werden. Die Tatsache, dass weibliche Arbeitnehmer in der Regel geringere Beförderungsmöglichkeiten haben, ist für die praktische Lösung dieses Problems hinderlich. Die Fachgruppe appelliert an die angeschlossenen Verbände, alles in ihren Kräften Stehende zu tun, um die uneingeschränte Verwirklichung des Prinzips" Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" für weibliche Arbeitnehmer im Handel zu erreichen und sich dort, wo dieses Prinzip noch nicht durchgesetzt wurde, aktiv für dieses Ziel einzusetzen. Die Fachgruppe appelliert ferner an die weiblichen Arbeitnehmer, sich einer Gewerkschaftsorganisation anzuschliessen, um so ihren Willen zur beschleunigten Erreichung dieses Zieles kundzutun. Berufsausbildung und Beförderungsmöglichkeiten sollten für männliche und weibliche Arbeitnehmer die gleichen sein. ffo] *** Entschliessung über 750 die Teilzeitbeschäftigung Die Konferenz hat den Bericht über Teilzeitbeschäftigung der kaufmännischen Angestellten in einer grossen Zahl von Ländern zur Kenntnis genommen. -43Sie erkennt an, dass die Teilzeitbeschäftigung bis zu einem bestimmten Grade dazu beitragen kann, die Arbeit des festangestellten Personals zu erleichtern und eine Verminderung der Arbeitszeit dieses Personals zu ermöglichen. Die Konferenz ist jedoch der Meinung, dass die Anstellung von Teilzeitbeschäftigten sobald wie möglich durch Kollektivverträge geregelt werden sollte. Die Konferenz bekräftigt, dass die Arbeitsbedingungen der Teilzeitbeschäftigten denen des fest angestellten Personals gleich sein sollen, um für die letzteren unvorteilhafte Ergebnisse zu vermeiden. Ferner sollten im allgemeinen die Bestimmungen der Sozialversicherung der Festangestellten auch bei den Teilzeitbeschäftigten zur Anwendung kommen. * Der Vorstand war der Ansicht, dass die folgende, auf der Konferenz angenommene Entschliessung eine Angelegenheit sei, die vom neu einzuberufenden EWG- Ausschuss bchandelt werden sollte. Entschliessung über die Rolle und die Arbeitsbedingungen der Geschäftsreisenden im Gemeinsamen Markt 1. Die in den Mitgliedsorganisationen des IBP vereinigten Geschäftsreisenden begrüssen den wirtschaftlichen Integrationsprozess im europäischen Raum in Hinblick auf den damit verbundenen Fortschritt im Zusammenleben der Völker und den Abbau von Schranken, die den Warenaustausch behindern. 2. Die damit verbundene Schaffung grösserer Märkte und neuer Absatzmöglichkeiten stellt sowohl die Wirtschaft der betroffenen Länder im Ganzen als auch die Geschäftsreisenden im europäischen Bereich vor neue und teilweise ausserordentlich schwierige Aufgaben. Jede Stellungnahme zur künftigen wirtschaftlichen Bedeutung und sozialen Stellung der Geschäftsreisenden muss davon ausgehen, dass der Funktion des Geschäftsreisenden angesichts der wachsenden Güterproduktion und des verschärften Wettbewerbs eine Schlüsselstellung für den Warenumsatz zukommen wird. Der Geschäftsreisende wird jedoch neben seinen bisherigen Aufgaben in zunehmendem Masse solche der Marktbeobachtung, Kundenberatung, Organisation und Werbung übernehmen. 3. Voraussetzung für die erfolgreiche Nutzbarmachung des Kräftepotentials, das die Wirtschaft in Gestalt der grossen Zahl der Geschäftsreisenden hat, wird die Antwort auf die Frage sein müssen, ob die Reisenden entsprechend ihrer Bedeutung und Leistung gerecht am Erfolg der Wirtschaft beteiligt sind.. -444. Die Geschäftsreisenden ersuchen den Internationalen Bund der Privatangestellten, unverzüglich eine gründliche Untersuchung über die verschiedenen Vertragstypen durchzuführen sowie einen Mustervertrag auszuarbeiten. Sie bitten ebenfalls den IBP, eine umfassende Studie über die Entwicklung der technischen Anforderungen durchzuführen. Koll. E. Dinesen, H. M. Dänemark, wurde einstimmig zum Vorsitzenden der Fachgruppe wiedergewählt. Zu Vorstandsmitgliedern der Fachgruppe wurden gewählt: A. W. Allen, USDAW, Grossbritannien R. Baumann, HBV, Deutschland G. Bisbal, VHP, Frankreich W. Fitzpatrick, IUCDW, Irland W. Leballeur, URC, Frankreich R. Meier- Ragg, SKV, Schweiz G. P. O'Keefe, RCIA, Washington M. Pop, Mercurius, Niederlande M. Rosengart, DAG, Deutschland D. Skritek, GP, Osterreich R. Verdonck, SETCA, BelgienF. Willems, Mercurius, Niederlande Im August 1963 wurde der Vorsitzende dieser Fachgruppe, Koll. E. Dinesen; zum Arbeitsminister Dänemarks ernannt. Es ist daher notwendig, einen neuen Vorsitzenden für diese Fachgruppe zu wählen. Fachgruppe: Kaufmännische Angestellte in der Industrie Am 31.1.1964 betrug die Mitgliederzahl dieser Fachgruppe 1.016.233. Während der Berichtsperiode wurden zwei Sitzungen des Fachgruppenvorstandes abgehalten. Die erste Sitzung vom 10.- 11.1.1962. in Amsterdam stand unter der Leitung des Vorsitzenden, Koll. T. Thomas. Es wurde beschlossen, die Arbeitsbedingungen der Büro angestellten in besonders ausgewählten Branchen zu untersuchen. Der zu verwendende Fragebogen sei so kurz wie möglich zu halten, ohne Angabe über jugendliche Angestellte oder leitendes Personal. -45Den Schutzmassnahmen für kaufmännische Angestellte gegen schädliche Auswirkungen der Automation in den Büros wurde viel Bedeutung ge- A schenkt. Der Vorstand legté anschliessend die Berichte für die Konferenz von 1963 in Amsterdam fest. Der Vorstand trat erneut am Vorabend der Fachgruppenkonferenz zusammen, um die letzten Vorbereitungsmassnahmen zu diskutieren, die Geschäftsordnung für die kommende Konferenz und Vorschläge für die Entschliessungsausschüsse auszuarbeiten. Die Konferenz fand vom 17.- 18.5.1963 statt. Neben dem Bericht des Generalsekretärs wurden folgende Berichte behandelt: 1) Die Arbeitsbedingungen der kaufmännischen Angestellten in der Industrie; Berichterstatter: J. Velema, CBN, Amsterdam 2) Berufsausbildung der kaufmännischen Angestellten; Berichterstatter: D. Mascaux, SETCA, Brüssel sic 3) Psychologische und physische Auswirkungen der Automation in den be Büros; Berichterstatter: A. Bell, DGB, Düsseldorf Die internationale Konferenz der kaufmännischen Angestellten in der Industrie wurde durch den amtierenden Präsidenten des IBP, Koll. J. D. Hiscock, Grossbritannien, eröffnet, der die Delegierten zu dieser ersten von dieser Fachgruppe seit ihrer Gründung durch den IBPKongress in Berlin vom Jahre 1961 einberufenen Konferenz willkommen hiess. 40 Delegierte von 12 angeschlossenen Verbänden aus 11 Ländern nahmen an der Konferenz teil. Dazu wohnten 34 Beobachter, Besucher und Gäste der Sitzung bei. Die folgenden Entschliessungen wurden vom IBP- Vorstand angenommen: Entschliessung über Gehalts- und Arbeitsbedingungen Die vom 17.- 18. Mai 1963 in Amsterdam tagende Fachgruppenkonferenz der si kaufmännischen Angestellten in der Industrie im Internationalen Bund ob der Privatangestellten hat den Bericht über die Gehalts- und Arbeitsbedingungen von kaufmännischen Angestellten in der Industrie zur Kenntnis genommen. -46Aus diesem Bericht geht hervor: Die Gehalts- und Arbeitsbedingungen der kaufmännischen Angestellten verschiedener Länder die die gleiche Funktion ausüben, weisen beträchtliche Unterschiede auf. ' Hinsichtlich des Lohns für männliche und weibliche Angestellte, die die gleichen Arbeiten verrichten, muss oft noch ein Rückstand der Gehalt sebdingungen der weiblichen Angestellten festgestellt werden. In Erwägung dessen, dass in diesem Bericht nur die Antworten verarbeitet werden konnten, die im Zusammenhang mit dem Fragebogen aus einer begrenzten Anzahl von Ländern zugeschickt wurden, billigt die Fachgruppe den Bericht, wie er der Konferenz vorgetragen wurde, ohne damit schon jetzt bestimmte Schlussfolgerungen zu verbinden. Die Fachgruppe fasst folgende Beschlüsse: Der Fachgruppenvorstand wird ersucht, die Untersuchungen von genau umschriebenen Funktionen, die in allen in die Untersuchung einbezogenen Ländern in gleicher Weise vorkommen, fortzusetzen. Die Fachgruppe wird sich an die angeschlossenen Organisationen richten, damit diese sich gemäss den internationalen Absprachen und Empfehlungen für einen gleichen Lohn von männlichen und weiblichen Arbeitnehmern einsetzen. Die angeschlossenen Organisationen werden aufgefordert, dafür zu sorgen, dass die Gehälter, Arbeitsbedingungen, übertariflichen Gehälter, Sozialleistungen usw. der Kontrolle der Gewerkschaftsbewegung unterstellt werden bzw. unterstellt bleiben." 1.1964. betrug Entschliessung über die psychischen und physischen Auswirkungen der Mechanisierung und Automation in den Büros Die internationale Konferenz der kaufmännischen Angestellten in der Industrie stellt fest, dass als Folge des raschen Fortschritts der Mechanisierung und Autamation in den Büros die psychisch- physiche Belastung der Büroangestellten einen neuen Höhepunkt erreicht hat. Die siche daraus ergebenden Probleme bedürfen einer grösseren Aufmerksamkeit, do in Die Konferenz ersucht daher dringend die angeschlossenen Verbände, diese Problemen besondere Aufmerksamkeit zu schenken und folgende Anforderungen geltend zu machen: -471) Rücksprache mit den Angestellten vor der Einrichtung neuer mechanischer und/ oder elektronischer Ausrüstung, 2) Massnahmen zum Schutz der Angestellten gegen Lärmbelästigung, 3) Regelung der sonstigen Umweltbedingungen, ( Temperatur, Luftbewegung, Luftfeuchtigkeit, Strahlungsverhältnisse, Beleuchtung), 4) Vermeidung von einseitigen Dauerbelastungen, 5) Gesetzliche Regelungen zum Arbeitsschutz auch für die Angestellten, 6) zeitgemässe Arbeitszeit- und Pausenregelung, 7) spezielle arbeitsmedizinische Untersuchungen über die psychischP physischen Belastungen der Büroangestellten, A 8) Schaffung objektiver Masstäbe für die Beurteilung dieser Belastung, 9) Massnahmen zur Vermeidung von Uberbelastungen, 10) Bessere Bezahlung durch zutreffende Gehaltskriterien für erhöhte Anforderungen durch die moderne Entwicklung, 11) Weiterbildungsmassnahmen zur besseren Anpassung. ** * -10V seb Entschliessung über Berufsberatung 107 asb.M Da die internationale Konferenz den grundlegenden Aspekt der Berufsausbildung im Leben der Büroangestellten in der Industrie nicht nur als Gewähr für eine passende Stellung, sondern ausserdemals ein wichtiges Element des technischen und sozialen Fortschritts betrachtet, 1) fordert sie die angeschlossenen Gewerkschaften auf, sich eingehend mit der Allgemeinbildung und der Berufsausbildung zu befassen durch Betätigung an den Körperschaften, deren Aufgabe es ist: a) Schulpläne auszuarbeiten, die sich in ständiger Entwicklung befinden; b) die Anforderungen der modernen Technik, sowohl der Menge als auch der Beschaffenheit nach, zu studieren; -48sich mit der Berufsberatung der Studenten zu befassen. льня( г th 2. empfiehlt sie die Planung von Verträgen, die feste Bestimmungen zur Anregung der Berufsausbildung enthalten: a) genaue Vorschriften in bezug auf die Lehrzeit; 2 b) Vorteile zugunsten von Angestellten, die versuchen, sich weiterhin beruflich auszubilden, Beförderungsgewähr infolge dieser Anstrengung; c) die Überwachung bei der Einstellung von Arbeitskräften, sowie bei der Beförderung nach Recht und Billigkeit durch die Gewerkschaft; 3. Dem Vorstand des IBP zu empfehlen: a) einen Ausschuss von Fachleuten zu bestellen, der sich mit dem Studium der Lehrprogramme zu befassen hat zum Zwecke, eine Normalisierung der Diplome und Bezeichnung der verschiedenen Berufe herbeizuführen, um auf diese Weise die Freizügigkeit der Ange selten in allen Ländern zu gewährleisten. b) die berufliche Einteilung, die in den verschiedenen Ländern üblich ist, gründlich zu untersuchen, um zu einem einheitlichen System, beruhend auf der funktionellen Einteilung zu gelangen. ( or 4. beschliesst, sich auch weiterhin mit dem Studium des Berufsausbildungsproblems zu befassen, indem man es aufs neue auf die Tagesordnung der nächsten Konferenz setzt." Koll. T. Thomas, CAWU, Grossbritannien, wurde einstimmig zum Vorsitzenden der Fachgruppe wiedergewählt. Anschliessend schritt man zur Wahl des Vorstandes. Die Mitglieder des Vorstandes sind: Fachgruppenvorstand" Kaufmännische Angestellte in der Industrie". T. Thomas, Vorsitzender A. Bell, DGB, Deutschland K. Häuser, GP, Österreich J. Kuntscher, DAG, Deutschland. D. Mascaux, SETCA, Belgien A. Meier- Ragg, SKV, Schweiz A. Nilsen, HK, Norwegen J. Velema, NVV, Niederlande bib s Tob Em den A stb( d -49Fachgrupee: Werkmeister und Techniker na Am 31.3.1964 betrug die Mitgliederzahl dieser Fachgruppe 476.858. Während der Berichtsperiode hielt der Fachgruppenvorstand zwei Sitzungen ab. Die erste Sitzung fand vom 14.- 15.1.1962 in Amsterdam statt und stand unter der Leitung des Vorsitzenden, Koll. G. H. Doughty. Der Vorstand beschloss, die Untersuchungen über Löhne und andere Bedingungen der Techniker und Werkmeister fortzusetzen, um auf diese Weise dem tarifpolitischen Ausschuss des IBP behilflich zu sein. Solche Untersuchungen sollten auf eine kleine Anzahl von Industriezweigen beschränkt bleiben und innerhalb der einzelnen Zweige sollten einige Fälle als Muster herausgegriffen werden. Der Vorstand bestimmte die Berichte für die Fachgruppenkonferenz von 1963 in Amsterdam. Der Vorstand trat erneut am Vorabend der Fachgruppenkonferenz zusammen, um die letzten Vorbereitungsmassnahmen zu diskutieren, die Geschäftsordnung für die Konferenz anzunehmen und Vorschläge für die Entschliessungsausschüsse auszuarbeiten. Die Fachgruppenkonferenz wurde vom 22.- 23.5.1963 abgehalten. Neben dem Bericht des Generalsekretärs wurden folgende Themen behandelt: 1) Internationale Gradierung technischer Diplome; Berichterstatter: J. Velema, CBN, Amsterdam und 2) Allgemeine Arbeitsbedingungen und Gehälter von technischen Zeichnern, Ingenieuren und Werkmeistern in bestimmten ausgesuchten Industrieen; Berichterstatter: G. H. Doughty, Grossbritannien 3) Demokratisierung der Berufsausbildung; Berichterstatter: M. Massay, SETC, Brüssel Die internationale Konferenz der Techniker und Werkmeister wurde offiziell durch den Vorsitzenden der Fachgruppe, Koll. G. H. Doughty, Grossbritannien, eröffnet. 36 Delegierte nahmen an der Konferenz teil. Sie vertraten 11 Verbände aus 9 Ländern. Darüber hinaus waren insgesamt 30 Beobachter, Besucher und Gäste anwesend. Die folgenden Entschliessungen wurden von der Konferenz angenommen und vom IBP- Vorstand gutgeheissen: -50.888. B Entschliessung über die Ausbildung von Werkmeistern E.IE MA Die Konferenz der Fachgruppe der Techniker und Werkmeister im Internationalen Bund der Privatangestellten hat den Bericht über Aus- und Weiterbildung von Werkmeistern diskutiert. Die Konferenz anerkennt die bisher geleistete Arbeit und nimmt zu folgenden Punkten Stellung: Die derzeitige technische Entwicklung stellt an die Werkmeister erhöhte Anforderungen. Deshalb ist es erforderlich, die Ausbildung der Werkmeister derart zu gestalten, dass diese ihre Funktionen auf die beste Weise ausführen können. Die Ausbildung der Werkmeister sollte auf Grund einer sorgfältigen Auswahl der Bewerber erfolgen und sogleich in Angriff genommen werden. Die Ausbildung soll sich modernster Methoden bedienen und jedem Arbeitnehmer, der Fähigkeit und Initiative besitzt, offenstehen. Mit Rücksicht auf die gesamtwirtschaftlichen Verhältnisse soll die Ausbildung in öffentlichen Schulen und Kursen erfolgen. Die Ausbildung kann auch in direktem Einvernehmen zwischen Arbeitnehmerund Arbeitgeberorganisationen stattfinden, damit die Organisationen der Werkmeister auf diese Ausbildung Einfluss nehmen können. Dies ist auch mit Rücksicht auf die verschiedenartigen Verh ltnisse im Arbeitsleben in den einzelnen Branchen und deren Grössenverhältnisse wichtig. Ausserdem ist eine möglichst breite Grundlage für die Weiterbildung im Hinblick auf die späteren Aufstiegsmöglichkeiten in höhere Stellungen zu schaffen. Im Hinblick darauf, dass die Werkmeister bei ihrer täglichen Arbeit zwischen Betriebsleitern und Arbeitern stehen, ist es gleichermassen wichtig, dass die Werkmeister sich als Arbeitnehmer und Angestellte fühlen, so dass sie zusammen mit den übrigen Arbeitnehmern ihre soziale und wirtschaftliche Stellung verbessern können. Die Gewerkschaften sollen auf nationaler und internationaler Ebene dafür eintreten, dass bei Ausbildung der Werkmeister dem Bedarf der Wirtschaft Rechnung getragen wird. Die Bemühungen der Fachgruppe auf diesem Gebiet sollen, dem Bericht und der Diskussion entsprechend, fortgesetzt werden.aspil old чат Bei den angeschlossenen Organisationen soll eine Umfrage durchgeführt werden, um die Verhältnisse in den einzelnen Ländern zu ermitteln. Die Ergebnisse dieser Umfrage sollen an die zuständigen Organisationen gesandt werden, wobei diese aufgefordert werden, sich weiter für eine -51sxinde bu xaiomis robotox sib testidad Xxxqquz alb hochwertige Ausbildung der Werkmeister einzusetzen, damit sie lohnmässig und sozial die Stellung erreichen können, auf die sie kraft ihrer Funktion Anspruch haben." sib *** 192 Entschliessung über Informationen über Arbeitsbedingungen Wegen der Notwendigkeit des Austausches von exaktem Informations- und Vergleichsmaterials über Gehälter und Arbeitsbedingungen, beschliesst die Konferenz 1) den Bericht über allgemeine Arbeitsbedingungen und Gehälter von technischen Zeichnern, Ingenieuren und Werkmeistern in gewissen ausgewählten Industrieen zu begrüssen und darum zu bitten, dass dieser Bericht nach Vervollständigung allen angeschlossenen Gewerkschaften, in denen diese Arbeitnehmer organisiert sind, zugeschickt wird; 2) dazu beizutragen, dass die Arbeit des tarifpolitischen Ausschusses auf diesem Gebiet wieder aufgenommen wird.": Entschliessung über internationale Graduierung technischer Zeugnisse und Diplome Die am 22. und 23. Mai 1963 in Amsterdam tagende Fachgruppenkonferenz der Werkmeister und Techniker des Internationalen Bundes der Privatangestellten hat den Bericht" Internationale Graduierung technischer Zeugnisse und Diplome" zur Kenntnis genommen. In Erwägung, dass die internationale Bewertung derartiger Diplome im Interesse derjenigen ist, die ein solches Diplom besitzen, dass diese Bewertung weiterhin ein Beitrag zur technischen Hilfe für die Entwicklungsländer sein kann, ie dass das Prinzip der Entwicklung eines Vergleichssystems, wie es in dem Bericht beschrieben ist, Möglichkeiten zur weiteren Ausarbeitung bietet, -52beschliesst die Fachgruppenkonferenz der Werkmeister und Techniker: phamadol sia mab a) den Bericht" Internationale Graduierung technischer Zeugnisse und b Diplome" und seine Schlussfolgerungen, wie sie von dem Vorstand dieser Fachgruppe ausgearbeitet wurden, zu billigen; b) den Vorstand der Fachgruppe zu ersuchen, in Uberlegung und Zusammenarbeit mit dem Vorstand und dem Sekretariat des Internationalen Bundes der Privatangestellten die Schritte zu znternehmen und die Verbindungen anzuknüpfen, die zu einer Verwirklichung der Gedanken des Berichtes führen können." Entschliessung über die Sonderkonferenz der Zivilluftfahrt Die Konferenz der Fachgruppe der Techniker und Werkmeister des IBP am 22. und 23. Mai 1963 in Amsterdam bittet die in Betracht kommenden angeschlossenen Gewerkschaften eindringlich, bei der frühzeitigen Zusammenstellung der Unterlagen für die abzuhaltende Sonderkonferenz über Arbeitsbedingungen und Gehälter des technischen und Verwalungs- Personals der Luftfahrt mitzuarbeiten und auf dieser Konferenz vertreten zu sein, damit auf diesem Gebiet, auf dem sich aus Tarifverhandlungen unmittelbar internationale Folgerungen erge en, feste kollegiale Verbindungen hergestellt werden können." ** zum Vor Koll. G. H. Doughty, DATA, Grossbritannien, wurde einstimmig zum Vorsitzenden der Fachgruppe wiedergewählt. Anschliessend wurde der Vorstand gewählt. Mitglieder des Vorstandes sind: Fachgruppenvorstand der Techniker und Werkmeister: bu G. H. Doughty, DATA, Grossbritannien, Vorsitzender S. Eriksson, SAF, Schweden. F. Hannestad, NFATF, Norwegen K. Heydrich, GP, Osterreich C. Jenkins, ASSET, Grossbritannien G. Sonnenburg, DAG, Deutschland C. Massay, SETCA, Belgien J. Velema, NVV, Niederlande W. Wachtendonck, DGB, Deutschland 255 -53-Fachgruppe: Bank-, Versicherungs- und Sozialversicherungsangestellte Am 31.3.1964 betrug die Mitgliederzahl dieser Fachgruppe 413.004. Zwei Fachgruppenvorstandssitzungen fanden während der Berichtsperiode statt. Die erste Sitzung wurde vom 8.- 9.1.1962 in Amsterdam unter der Leitung des Vorsitzenden, Koll. O. Leclercq, abgehalten. Der Vorstand beschloss, die bereits eingeleiteten Studien über die Arbeitsbedingungen der Bank-, Versicherungs- und Sozialversicherungsangestellten fort zusetzen, und einigte sich prinzipiell darüber, sie jährlich auf den neuesten Stand zu bringen. Was die psychisch- physische Belastung der Büro angestellten betrifft, so betrachtete der Vorstand den Schutz dieser Angestellten gegen die schädlichen Auswirkungen der Automation als äusserst wichtig. Der Ausschuss schlug die Abschaffung des Prämiensystems vor, sowie eine Herabsetzung der täglichen Arbeitszeit und die Einführung von Wechselschichten. Der Vorstand suchte die Berichte für die Fachgruppenkonferenz von 1963 in Amsterdam aus. Am Vorabend der Konferenz von Amsterdam trat der Vorstand noch einmal kurz zusammen, um die letzten Vorbereitungsmassnahmen zu diskutieren, die Geschäftsordnung für die Konferenz anzunehmen und Vorschläge für die Entschliessungsausschüsse auszuarbeiten. Die Konferenz fand vom 15.- 16.5.1963 statt. 35 Delegierte von 15 angeschlossenen Verbänden aus 10 Ländern waren vertreten. Ebenso wohnten 38 Beobachter, Besucher und Gäste der Sitzung bei. Neben dem Bericht des Generalsekretärs wurden folgende Themen behandelt: Die soriale Lage der Bankangestellten; Berichterstatter: G. Volkmar, HBV, Düsseldorf Die soziale Lage der Versicherungsangestellten; Berichterstatter: G. Becker, DAG, Hamburg Die soziale Lage der Sozialversicherungsangestellten; Berichterstatter: F. Spiller, GP, Wien Gewerkschaftliche Organisation der leitenden Angestellten; Berichterstatter: 0. Leclercq, SETCA, Brüssel -54beschliesst die Fachgruppenkonferenz der Werkmeister und Techniker: Einteilung der Angestellten in Tätigkeitsgruppen und Beförderungsmöglichkeiten im Bank- und Versicherungswesen; Berichterstatter: F. W. Heijjer, Mercurius, Amsterdam 2.IE Koll. J. D. Hiscock, amtierender Präsident der Internationale, eröffnete die Konferen, die vom Koll. O. Leclercq, dem Vorsitzender der Fachgruppe, geleitet wurde. 35 Delegierte von 15 angeschlossenen Verbänden aus 10 Ländern nahmen an der Sitzung teil. Ausserdem wohnten insgesamt 38 Beobachter, Besucher und Gäste den Sitzungen bei. Die folgenden Entschliessungen wurden von der Konferenz angenommen und vom IBP- Vorstand gebilligt: sedusb II dote stonie bau Entschliessung Die Konferenz der Fachgruppe Bank-, Versicherungs- und Sozialversicherungsangestellten im Internationalen Bund der Privatangestellten( IBP) am 15. und 16. mai 1963 in Amsterdam hat ihre Beratungen über die soziale Lage der Bank-, Versicherungs- und Sozialversicherungsangestellten im Anschluss an die Fachgruppenkonferenzen 1957 in München und 1960 in Paris fortgesetzt. Besonders herzlich wurden die zum ersten Male anwesenden Vertreter der Gewerkschaften aus Zypern und Libanon begrüsst. In besonderen Berichten wurde auf die Einteilung der Angestellten in Tätigkeitsgruppen und auf die Beförderungsmöglichkeiten im Beruf sowie auf gewerkschaftliche Fragen eingegangen, die für die leitenden und aufsichtsführenden Angestellten Bedeutung haben. die Aus den Berichten und den Diskussionen ergab sich, dass die Arbeitsbedingungen in allen beteiligten Ländern während der Berichtszeit verbessert wurden und die soziale Sicherheit verstärkt werden konnte. Der Wert der von den Gewerkschaften erreichten Gehaltsverbesserungen ist teilweise durch gestiegene Lebenshaltungskosten v.rringert worden. Der Erhöhung des Realwertes der Gehälter kommt deshalb auch in Zukunft besondere Bedeutung zu, um die Angestellten am steigenden Sozialprodukt angemessen zu beteiligen. den Vorstand. Mit Befriedigung konnte die Konferenz feststellen, dass die 40- StundenWoche bei einer Verteilung der Arbeitszeit auf 5 Tage und die Einführung arbeitsfreier Samstage in den meisten Ländern durchgesetzt worden ist. Das gilt nicht nur für die Versicherungs- und Sozialversicherungsangestellten, sondern inzwischen auch für die Mehrheit der Bankangestellten. Wo dieses Ziel noch nicht voll verwirklicht wurde, sollen die Anstrengungen der Gewerkschaften mit Nachdruck fortgesetzt werden. Die Konferenz fordert die Sicherung eines Mindesturlaubs von 4 Wochen für die Bank-, Versicherungs- und Sozialversicherungsangestellten in allen Ländern. -55Durch die Schaffung ausreichender Erholungsmöglichkeiten müssen die gestiegenen Anforderungen ausgeglichen werden. Die Beanspruchung des Menschen nimmt mit fortschreitender Rationalisierung und Technisierung der Betriebe weiter zu. Daneben vollzieht sich ein ständiger Strukturwandel in der Organisation der Betriebe und in der Zusammensetzung der Angestelltenschaft. Der Anpassung der Berufsausbildung und der beruflichen Fortbildung sowie der Verstärkung der sozialen Sicherungen werden die Gewerkschaften der Bank-, Versicherungs- und Sozialversicherungsangestellten auch in Lukunft besondere Aufmerksamkeit zuwenden. Sie werden dabei vor allem die Probleme der älteren Angestellten beachten. Die Delegierten aus 10 Ländern stellten einmütig fest, dass soziale Verbesserungen zu jeder Zeit und überall nur durch gewerkschaftlichen Kampf erreicht wurden. Die Haltung der Arbeitgeber hat sich verhärtet. Sie finden in einigen Ländern noch eine Stütze in den regierenden Kräften. Die Geschlossenheit aller Bank-, Versicherungs- und Sozialversicherung aangestellten in starken, mit allen freien Organisationen der Welt olidarischen Gewerkschaften ist deshalb heute wichtiger als je zuvor. Die Konferenz der Fachgruppe appelliert an die Angestellten der Banken, Versicherungen und Sozialversicherungen, sich zusammenzuschliessen und mit ihren Gewerkschaften im IBP die Voraussetzungen für weitere Erfolge zu schaffen." Entschliessung über die gewerkschaftliche Organisation der leitenden Angestellten Die Berufsgruppenkonferenz der Bank-, Versicherungs- und Sazialversicherungsangestellten des IBP hat die Frage der gewerkschaftlichen Organisation der leitenden Angestellten ausführlich behandelt und gibt dem Wunsche Ausdruck, der Vorstand des Internationalen Bundes der Privatangestellten möge es sich angelegen sein lassen, diesen Problemen im Sinne einer wirksamen Vertretung der Interessen der leitenden Angestellten weiterhin die erforderliche Aufmerksamkeit zuzuwenden. Die Konferenz weist besonders auf die ständig steigende Zahl und Bedeutung der leitenden Angestellten hin, deren Heranziehung zur gewerkschaftlichen Tätigkeit eine wichtige Aufgabe ist. Durch Herbeiführung einer Interessengemeinschaft aller Angestelltengruppen des gleichen Betriebes wird es möglich sein, die gewerkschaftliche Organisation wirksamer zu gestalten, wodurch sich für den Inter -56Minteilung der Angestellten in nationalen Bund der Privatangestellten ein besonders wichtiges Tätig- d keitsgebiet ergibt." 1qmsX Koll. O. Leclercq, SETCA, Brüssel, wurde einstimmig zum Vorsitzenden wiedergewählt. Anschliessend schritt man zur Wahl des Fachgruppenvorstandes. Die Mitglieder des Vorstandes sind: Fachgruppenvorstand der Bank-, Versicherungs- und Sozialversicherung sangestellten 0. Leclercq, SETCA, Belgien, Vorsitzender G. Becker, DAG, Deutschland G. Charreron, FEC, Frankreich. A. Dallinger, GP, Osterreich F. Heijjer, Mercurius, Niederlande G. Volkmar, HBV, Deutschland * NumbeA 10 -88 -575. Ad Hoc- Konferenzen- dowd Unter In kon IBP- Konferenz über Gesundheitsschutz im Handel und in Büros om fog now Am 19.5.1963 trafen sich 142 Delegierte und Gäste, die 29 angeschlossene Verbände in 17 Ländern vertraten, in Amsterdam, um die Frage des Gesundheitsschutzes im Handel und in Büros zu diskutieren. Koll. J. D. Hiscock, amtierender Präsident, führte den Vorsitz dieser Konferenz. zu Vertreter der Internationale der Offentlichen Dienste( IOD) und der Internationale des Personals der Post-, Telegrafen- und Telefonbetriebe ( IPTT), die ebenfalls Angestellte zu ihren Mitgliedern zählen, waren Arbanwesend. Ferner nahm Herr Dr. W. Dobbernack, Leiter der Abteilung für Angestellte und Angehörige freier Berufe des IAA, an der Konferenz teil und sprach zu den Delegierten. Die folgenden Berichte wurden der Der Konferenz vorgelegt: 1900 23 1) Gesundheitsschutz in Büros- J. Kuntscher, Hamburg 2) Gesundheitsschutz im Handel- R. Verdonck, Brüssel 3) Internationales Ubereinkommen über Gesundheitsschutz im Handel und in Büros- E. Kissel, Generalsekretär des IBP Ziel der Konferenz war es, die Aufmerksamkeit auf die dringliche Notwendigkeit einer wirksamen Aktion zu lenken und aus den oben erwähnten Berichten einen Standpunkt herauszuschälen, der von dem IBP der Internationalen Arbeitskonferenz unterbreitet werden könnte. Als Ergebnis der Diskussionen wurde die folgende Entschliessung angenommen: Entschliessung über Gesundheitsschutz im Handel und in Büros Die am 19.5.1963 in Amsterdam tagende Internationale Angestelltenkonferenz billigt die auf dieser Konferenz vorgelegten Berichte über den GesundBrheitsschutz im Handel und in Büros. Sie stellt fest, dass auf Grund der ständigen und langjährigen Bemühungen der Internationalen auf diesem Gebiet die Internationale Arbeits196 konferenz auf ihrer bevorstehenden Konferenz im Juni 1963 die Annahme von Massnahmen zur Förderung der Gesetzesvorschriften über GesundheitsAschutz im Handel und in Buros erwägt. Während die Konferenz diese Entwicklung begrüsst, möchte sie darauf hinweisen, dass die von der Internationalen Arbeitsorganisation vorgezuschlagene Konvention einen zu allgemeinen Charakter hat, wobei die besonderen Vorschriften für die verschiedenen speziellen Erfordernisse, die von einer wirksamen Gesetzgebung erfasst werden müssen, hierbei nicht berücksichtigt, sondern in Empfehlungen niedergelegt werden sollen. -58Obwohl die Konferenz anerkennt, dass eine Konvention mit gesetzlichen Normen für den Gesundheitsschutz, die sich auf alle Länder, selbst auf die fortschrittlichsten beziehen, nicht durchführbar sein mag, lehnt sie nichtsdestoweniger den Begriff eines Ubereinkommens von solch allgemeinem und nicht spezifiziertem Wortlaut als unwirksam ab. ed SAI do Sie erklärt: a) dass der Mangel an Normen für die einzelnen Angestelltengruppen es es zu einem Gebot der Stunde machen, ein wirksameres internationales Ubereinkommen anzunehmen; b) dass die Konvention Normen enthalten muss, die eine Garantie dafür sind, dass die Grunderfordernisse, die von der augenblicklichen Gesetzgebung gewährt werden sollte, angemessen festgelegt werden; dass die Konvention Mindestbedingungen auf der Grundlage des Berichtes über internationale Normen über den Gesundheitsschutz im Handel und in Büros, wie er von dieser internationalen Konferenz toned as[ des IBP angenommen wurde, vorsehen soll; - aos al by fobsH d) dass entweder durch Konvention oder Empfehlung Vorschriften vorgesehen werden: Für den Schutz gegen Feuergefahr, gegen gefähr- s liche Maschinen im Handel und in Büros; dass jugendliche Arbeitnehmer ohne entsprechende Ausbildung und Uberwachung an solchen Maschinen nicht arbeiten oder für die Reinigung gefährlicher Maschinen eingesetzt werden dürfen; für Massnahmen zur Bekämpfung der physischen und psychischen Beanspruchung und Störungen, die auf die Bedienung von Büromaschinen zurückzuführen sind; dass auf internationaler und nationaler Ebene der grösstmögliche Einfluss ausgeübt wird, um sicherzustellen, dass Regierungen, soweit durchführbar, nach diesen Grundsätzen ausser den im Ubereinkommen festgelegten Mindestnormen Gesetze erlassen; 918 f) dass die notwendigen Massnahmen zur Sicherstellung angemessener Uberwachung und wirksamer Durchführung als Hauptfaktor der Gesetzgebung angesehen werden müssen. Die Konferenz erkennt an, dass es noch weitere Faktoren gibt, die das Arbeitsleben der Angestellten im Handel und in Büros beeinflussen, die jedoch z. Zt. weder durch eine Konvention noch eine Empfehlung behandelt werden können. Solche Angelegenheiten müssten sobald wie möglich Gegenstand von Studien der IAO sein. Dazu gehöre auch die Durchführung einer systematischen -59Untersuchung der Anstrengungen und Belastungen am Arbeitsplatz unter Berücksichtigung der Mechanisierung und Automation. * In dieser Hinsicht wurden Dokumente zur Einfügung in ein IAO- Uberein- ov kommen wie auch eine IAO- Empfehlung ausgearbeitet. Wegen ihrer Länge sind sie jedoch nicht in diesem Bericht enthalten; Kopien dieser zwei Vorschläge sind jederzeit beim Sekretariat in Genf erhältlich. Arbeitsausschuss über: Gesundheitsschutz im Handel und in Buros, Wien 14.- 15.1.1964 Der Ausschuss setzte sich zusammen aus: J. D. Hiscock, amtierender Präsident, E. Kissel, Generalsekretär, H. Chapman, CAWU, London, W. J. Fitzpatrick, IUDWC, Ch. Gray, Amsterdam, J. Kuntscher, DAG, Hamburg, E. Magnusson, HF, Malmö, A. Meier- Ragg, SKV, Zürich, A. Sidro, FEC, Paris, A. Skoda, GP, Wien, 0. Skritek, GP, Wien, R. Verdonck, SETCA, Brüssel, Fr. Willems, Mercurius, Amsterdam. Der letzte IAO- Text der im Bericht IV( 1) enthaltenen vorgeschlagenen Empfehlung und des Ubereinkommens wurde diskutiert und viele detaillierte Beschlüsse wurden im Hinblick auf Anderungen im Empfehlungstext ergriffen. Koll. Fitzpatrick wird sie als unser Sprecher dem IAO- Ausschuss auf der 48. Tagung der Internationalen Arbeitskonferenz im Juni 1964 unterbreiten. owned Aus taktischen Gründen kam der Ausschuss überein, keine Anderungsanträge zu der vorgeschlagenen Konvention einzureichen, wenn die Arbeitgeber ein gleiches täten. Sollte es nicht zu einem Einvernehmen kommen, würden unsere Vertreter frei sein, Anderungsanträge zu einem Ubereinkommen einzubringen. * * * * -60Ad hoc Konferenz des IBP über Probleme weiblicher Arbeitnehmer - Diese Konferenz wurde am 10.10.1963 in Genf abgehalten. 23 Teilnehmer von 16 Mitgliedsorganisationen aus 10 Ländern waren anwesend. Kollegin Dehareng, Leiterin der Frauengruppe des IBFG, nahm als Beobachterin an der Konferenz teil. Diese Sitzung wurde vom amtierenden IBP- Präsidenten, Koll. J. D. Hiscock, eröffnet und fand unter dem Vorsitz der Kollegin Meyer- Riekenberg statt. Kollegin van den Born fungierte als Sekretärin der Konferenz. Die Konferenz befasste sich mit den Sitzungsberichten des Beratenden IBFG- IBS- Ausschusses über Probleme weiblicher Arbeitnehmer. Folgende Entschliessung wurde angenommen: " Die Konferenz der weiblichen Angestellten innerhalb des Internationalen Bundes der Privatangestellten, abgehalten in Genf am 10. Oktober 1963, ist der Auffassung, dass das Prinzip der gleichen Bezahlung für gleiche oder gleichwertige Arbeit noch nicht volle Anerkennung im Wirtschaftsleben gefunden hat. Die Konferenz verlangt daher, dass der praktischen Durchführung der IAO- Konvention Nr. 100 alle Aufmerksamkeit gewidmet wird. Insbesondere werden die Gewerkschaften aufgefordert, ausschliesslich Tarifverträge anzustreben, in denen der Grundsatz der gleichen Bezahlung für Mann und Frau gewährleistet ist. Die Konferenz fordert die Schaffung gleicher Voraussetzungen für den beruflichen Aufstieg ohne Unterschied des Geschlechts; entscheidend sollen nur die Fähigkeiten des Einzelnen sein. Voraussetzung hierfür ist die gleiche schulische und berufliche Ausbildung für Männer und Frauen. Die berufliche Weiterbildung muss auf dem Grundgedanken der gleichen Aufstiegsmöglichkeiten aufgebaut sein. Besondere Erleichterungen für die Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit nach längerer Unterbrechung sollten durch die zuständigen Behörden gewährt werden." 1167 TA Die Frage der zukünftigen IBP- Tätigkeiten zugunsten weiblicher Arbeitnehmer wurde ebenfalls untersucht. Die Konferenz stimmte mit dem Beschluss des Vorstandes überein, Ad hoc- Konferenzen über Probleme A der weiblichen Arbeitnehmer abzuhalten, zu denen die Mitgliedsorganisationen Vertreter entsenden sollten, deren Reise- und Spesenunkosten p zu ihren Lasten gehen. -61--Jugendseminar und Jugendtätigkeiten Der IBP- Vorstand beschloss, an der IBFG- Jugendtagung von Wien im Jahre 1963 teilzunehmen. Alle unsere Mitgliedsorganisationen wurden aufgefordert, Teilnehmer zu dieser Tagung zu schicken. Der Vorstand war ferner mit der Durchführung eines IBFG- Sonderseminars für die jungen Angestellten einverstanden, die an der Jugendtagung teilnehmen. Koll. H. Braun, GP, Osterreich, führte den Vorsitz dieser Tagung, an der 62 Personen teilnahmen. Generalsekretär Kissel hielt ein Referat über die Internationale, ihre Struktur und ihre zukünftige Rolle. Koll. Braun berichtete Uber die Tätigkeiten der internationalen Arbeitsgruppe für junge Angestellte, deren Vorsitzender er ist. Der IBFG hielt ebenfalls ein Seminar in Zusammenhang mit der Jugend-. tagung ab, in dessen Verlauf der Koll. Kissel über die" Jugendtätig-. keiten der internationalen Berufssekretariate" sprach. 86 Personen nahmen an diesem Seminar teil. Während der Berichtsperiode hat die Internationale weiterhin die Bemühungen der verschiedenen Mitgliedsorganisationen zur Förderung der Jugendtätigkeiten und zum Austausch von Ideen zwischen. den. jugendlichen Mitarbeitern unterstützt. Die Internationale setzte sich für die Tätigkeiten der IAAJ ein, der Jugendgruppen aus den IBP- Mitgliedsorganisationen in Österreich, Dänemark, Deutschland, Holland, Norwe-. gen und Schweden angehören. ΠΟΥ * * -62sbasput brimee 6. Regionale Tätigkeiten Arba Allgemeines In den drei Jahren seit dem Berliner Kongress hat die Internatianale ihre Tätigkeit in Lateinamerika weiter ausgebaut und besondere Projekte in Europa, Afrika und Asien durchgeführt. Zwei Studienreisen durch Afrika und Asien wurden unternommen. Als ein Ergebnis der regionalen Tätigkeiten des IBP wurde ein Fonds errichtet sowie gleichzeitig ein Ausschuss für Regional tätigkeiten gegründet, der für die Verwaltung dieses Fonds verantwortlich ist. Für diesen Zweck gingen bei der Internationale folgende Beiträge ein. 25.000,00 26.682,67 25.000,00 10.000,00 1. Handelsanställdas Förbund, Malmö, Schweden....... Skr. 349.143,86 2. Handelsjänstemannaforbundet, Stockholm Schweden.... Skr. 3. Forsäkringsfunktionernas Förbund, Stockholm...... Skr. 4. Svenska Bankmannaforbundet, Stockholm, Schweden... Skr. 5. Deutscher Gewerkschaftsbund, Düsseldorf ,. 6. Union of Shop, Distributive and Allied Workers, Manchester, 7. Draughtsmen and Allied Technicians Association, Richmond, .... DM DM ...£ 3.340,0.0 ....£ 8. National Union of Commercial Travellers, London... hfl. 9. Clerical and Administrative Workers Union, London.£ 10. National Union of Co- operative Officials, Manchester, .....£ 11. Retail Clerks International Association, Washingt.$ 12. Handels- og Kontorfunctionaerernes Forbund, Kopenhagen, spaudim 809,0.0 EM 50.00 850.0.0 inspo 93.10.0 25.000.00 ... Dkr. 45.000.00 Der Handelsanställdas Förbund, Malmö, übernahm zudem alle Unkosten für den neunmonatigen Aufenthalt von Koll. Carlsson in Afrika im Betrag von £ 17.200.00. Die Retail Clerks International Association, Washington, gewährte eine zusätzliche Unterstützung in Lateinamerika von£ 173.127,24. Die Deutsche Angestellten- Gewerkschaft, Hamburg, hat der Internationale mitgeteilt, dass sie bereit sei: a) mindestens 60% der Gesamtunkosten der IBP- Regional büros in Ost- und Westafrika und in Malaysia zu übernehmen und b) bis zu 80% der Kosten jedes in Afrika und Asien abgehaltenen Seminars zu bezahlen. Im Juli 1963 gewährte der Internationale Solidaritätsfonds eine Unterstützung für die in Afrika und Asien geplante IBP- Tätigkeit in Höhe von $ 59.505.00, so dass mit dieser Tätigkeit begonnen werden konnte. 65 -63Lateinamerika Allgemeines: Während der Berichtsperiode wurden unsere Tätigkeiten in Lateinamerika weiter ausgebaut. Unsere Vertreter in Lima standen den Mitgliedsorganisationen beratend zur Seite, organisierten Seminare und arbeiteten mit den in diesem Gebiet tätigen IB Sen und der Regional organisation des IBFG ORIT zusammen. Die Veröffentlichung unseres moratlichen" Interamerikanischen Bulletins" in drei Sprachen wurde fortgesetzt. Im April 1963 wurde ein stellvertrender interamerikanischer Vertreter eingestellt. Wir sind jetzt zusätzlich dabei, in Rio de Janeiro ein Zweibüro zu eröffnen, welches sich hauptsächlich mit den Bedürfnissen unserer Gewerkschaft in Brasilien befassen soll. Argentinien IdeB Während der Berichtsperiode wurden in Argentinien zwei Gewerkschaftsseminare mit der Asociacion Viajantes de Industria y Comercio, der Asociacion Bancaria und der Confederacion General de Empleados del Comercio durchgeführt. Bolivien Drei Seminare- ein nationales Seminar wurde in Zusammenarbeit mit der ORIT abgehalten und zwei Regional seminare wurden von dem IBP gefördert und in Zusammenarbeit mit unserer Mitgliedsorganisation, der Confederacion de Trabajadores de Comercio, durchgeführt. Britisch Guayana Ein zweiwöchiges Seminar für rund 45 Teilnehmer wurde im Frühjahr 1962 für unsere englisch sprechenden karibischen Mitgliedsorganisationen in Georgetown abgehhalten. Brasilien Zehn gemeinsame Seminare fanden in Zusammenarbeit mit der IPTT und der ORIT in Brasilien statt. Chile Während der Berichtsperiode wurden in China sechs Seminare abgehalten, die zum Beitritt der Confederacion de Empleados de Industria y Comercio führten. Kolumbien -64In Kolumbien wurde in Zusammenarbeit mit der Nationalzentrale ein Seminar abgehalten, um diesem Verband bei der gewerkschaftlichen Erfassung der Angestellten behilflich zu sein. Ekuador In Guayaquil lief ein Seminar für Mitglieder unserer Mitgliedsorganisation, der Federacion de Empleados del Guayas; es nahmen jedoch auch Mitglieder einer neuen Bankangestellten- Gewerkschaft daran teil. Eine Militärrevolte in diesem Land hat die Bemühungen zur Gewinnung weiterer Mitglieder gebremst. Grenada Mitte September 1963 wurde ein zweiwöchiges Seminar für das karibische Gebiet in Grenada abgehalten. Peru Im Jahre 1961 startete der IBP eine Gewerkschaftsschule in Peru, die sich der Ausbildungsmethoden der Seminare bediente. 18 zweiwöchige Kurse mit je 30 Studenten sind seither durchgeführt worden. Zwei dieser Seminare wurden für weibliche Angestellte organisiert. Die Erfahrung in Peru lieferte das Grundmodell für unsere weiteren erzieherischen Tätigkeiten im lateinamerikanischen Gebiet. Santo Domingo 25 Nach dem Sturz der Trujillo- Diktatur half unsere Internationale den Angestellten dieses Landes, sich selbst zu organisieren und als Gewerkschaften zu fungieren. Um diese Tätigkeit weiter zu verstärken, wurden zwei Seminare auf dieser Insel abgehalten, um den einheimischen Gewerkschaftsführern eine grundlegende gewerkschaftliche Ausbildung zu geben. Trinidad Im September 1962 wurde in Trinidad in Zusammenarbeit mit unserer Mitgliedsorganisation, der Trinidad and Tobago Union of Commercial and Industrial Workers, ein Seminar abgehalten. Venezuela Ende 1963 wurden zwei Seminare mit der Asociacion Nacional de Empleados durchgeführt. -65Seit unserem Kongress in Berlin wurden somit insgesamt 48 Gewerkschaftsseminare mit rund 1.500 Teilnehmern abgehalten. Der Grossteil dieser Seminare war nur vom IBP unterstützt worden. Darüber hinaus sind 20 Seminare im Verlaufe dieses Jahres geplant. Weitere Hilfe wurde in Form von technischer Hilfe geleistet wowie in der Unterstützung der organisatorischen Tätigkeit der Mitgliedsorganisationen in Argentinien, Brasilien, Chile, Grenada, Peru und Venezuela. bau II. Interamerikanische Konferenz des IBP Buenos Aires, 21.- 25.Dktober 1963 2619 93 Delegierte und Beobachter von 25 Mitgliedsorganisationen in 18 Ländern der westlichen Hemisphäre nahmen an dieser Konferenz teil. Darüber hinaus waren 25 Gastdelegierte und Gäste sowie Regierungsvertreter anwesend. Die Konferenz wurde vom Generalsekretär eröffnet, der ebenfalls einer besonderen Eröffnungszeremonie vorstand, in deren Verlauf die Hauptansprache vom Minister für Arbeit und Soziale Sicherheit Argentiniens, Dr. Fernando Solà, gehalten wurde. Dr. Sola drückte seine Zufriedenheit darüber aus, dass die Konferenz in Argentinien stattfand und erwähnte den bedeutenden Anteil der Angestellten am Wirtschaftswachstum. Er gab einen Überblick über die augenblickliche Lage in Argentinien und zeigte den festen Entschluss der Regierung auf, eine Zeit wirklicher sozialer Demokratie in diesem Lande einzuleiten. Er brachte seine Bewunderung für die Tätigkeiten der Internationale zum Ausdruck und wünschte ihr vollen Erfolg in ihren Bemühungen. Koll. S. Marcovecchio, Argentien, wurde zum Vorsitzenden der Konferenz gewählt. Die Konferenz beschäftigte sich u. a. mit den neuesten Entwicklungen auf dem Gebiete der tariflichen Lage, über die Gesetzgebung für Angestellte hinsichtlich der Vereinigungsfreiheit und des Streikrechts und sie machte Vorschläge zur Industrialisierung in der westlichen Hemisphäre. Dabei wurden besonderes die Auswirkungen der Inflation, Rationalisierung, Mechanisierung und Automation auf die Angestellten in Nord- und Sudamerika betont. 19 Entschliessungen wurden von der Konferenz angenommen, die z. B. die Wichtigkeit besserer Ausbildungsmöglichkeiten in Zusammenarbeit mit allen nationalen und internationalen Instanzen hervorhob. Afrika Allgemeines: -66- ca Anime obuw mild A 2010 20 I ST 002.1 bar tim me .nebrow 8370 61 mov IAV 8( Ende 1961 und Anfang 1962 unternahm Generalsekretär E. Kissel eine Studienreise durch Afrika, wobei er 17 Länder besuchte und mit Gewerkschaftsführern zusammentraf. Koll. Kissel diskutierte mit den Gewerkschaftsführern der verschiedenen zuständigen Gewerkschaften die allgemeinen Fragen wie auch die besonderen Bedürnisse. Im Herbst 1962 wohnte er einer ostafrikanischen Konferenz bei. Als ein Ergeb nis dieser Reisen wurde ein Bericht ausgearbeitet und vom Vorstand ein regionales Tätigkeitsprogramm gebilligt. Einige Projekte dieses Programmes wurden inzwischen durchgeführt, andere befinden sich noch in den verschiedenen Ausführungsstadien. Es wurden IBP- Regionalver- II treter für Ost- und Westafrika zur Eröffnung von IBP- Regional büros eingesetzt. Sudrhodesien Seit Mitte 1962 unterstützen wir unsere Mitgliedsorganisation in Südrhodesien. Eine Summe von$ 224 wurde gewährt und für den Kauf von Büroeinrichtungsgegenständen verwendet, während$ 1.260 für Lohnkosten der Organisatioren verwendet wurden. Zu Beginn des Jahres 1964 wurde dieses Programm um einen Betrag von$ 2.500 erhöht, der für das laufende Jahr vorgesehen ist. Bis zum Eintreffen unseres Vertreters in diesem Gebiet wird dieses Programm von W. Lawrence, dem gemeinsamen IBFG- IBS- Vertreter in Südrhodesien, in Zusamenarbeit mit Koll. E. Watunga, dem Generalsekretär unserer Mitgliedsorganisation durchgeführt. Der Ausschuss für regionale Tätigkeiten beschluss ausserdem, den Vorsitzenden dieses Verbandes, Koll. T. E. Mswake, das von der UNESCO angebotene Stipendium an dem Ruskin- College, Oxford, zu ermöglichen. Kenia und Uganda Am 1.4.1962 wurde Koll. E. Carlsson, ein Mitarbeiter des Handelsanställdas Förbund, Malmö, Schweden, nach Kenia gesandt, um unserer Mitgliedsorganisation in diesem Lande beratend zur Seite zu stehen. Er richtete seine Hauptstelle in Nairobi( Kenia) ein und arbeitete von hier aus für die einzelnen Branchen unserer dortigen Mitgliedsorganisation. Er verbrachte ferner zwei Monate in Uganda, wo er mit der International Union of Commercial, Clerial and Technical Employees zusammenarbeitete. Er hielt Forbildungskurse ab sowie zweiwöchige Seminare und half der Gewerkschaft bei der Ausarbeitung von Unterlagen für Verhandlungen mit den Arbeitgebern. Koll. Carlsson war insgesamt neun Monate in diesem Gebiet tätig und kehrte im Januar 1963 zurück. Bei seiner Anreise übergab er unserer Mitgliedsorganisation in Kenia im Namen des IBP eine elektrische Vervielfältigungsmaschine. -67-884 Südafrika Während der Berichtszeit wurde eine Solidaritätsspende von 10£ monatlich für die Dauer von sechs Monaten an die" Shop and Office Workers Union" geleistet. Leider hatte dieser Verband den Verlust seiner leitenden Funktionäre zu beklagen, die von der südafrikanischen Regierung verhaftet worden waren. Es werden Schritte unternommen, um bei dem Wiederaufbau der" Shop and Office Workers Union" zu helfen. Zur Zeit wird von uns ein Hilfsprogramm zum organisatorischen Aufbau der afrikanischen Gewerkschaft vorbereitet. Es ist der Kauf von von Büroeinrichtungsgegenständen und Hilfe für die Organisierung vorgesehen. Kongo enu datub bas teabaste EW Im Juni und Juli des Jahres 1962 unterstützte der Koll. O. Leclercq die Bankangestellten in Leopoldville und nahm an den Verhandlungen eines Tarifvertrages im Namen der Gewerkschaft mit den Banken teil. Njassaland ub 111532 Seit Ende des Jahres 1961 unterstützen wir unsere Mitgliedsorganisation in Njassaland, die" Commercial and General African Workers Union". Während dieser Periode wurde das Gehalt des Generalsekretärs und zweier Mitarbeiter bezahlt. Darüber hinaus wurde eine einmalige Unterstützung gewährt, um der Gewerkschaft bei der Lösung ihrer Mietschwierigkeiten behilflich zu sein. Die Gesamtunterstützung für diese Periode beläuft sich auf$ 5.892. eab Isbellp Asien: Allgemeines: Im Herbst 1961 unternahm der Stellvertreter des Generalsekretärs, Koll. Ch. Graz, eine Studienreise durch Asien. Koll. Graz besuchte 14 Länder in diesem Gebeit und traf mit vielen Gewerkschaftsführern, Regierungsbeamten und Arbeitgebern zusammen. Er befolgte damit das gleiche allgemeine Tätigkeitsprogramm wie der Generalsekretär auf seiner Reise durch Afrika. Ein ausführlicher Bericht und ein Programm für regionale Tätigkeiten wurden als ein Ergebnis dieser Reise ausgearbeitet. 008 nov ded as" 3 Inzwischen wurden IBP- Regionalvertreter für Malaysia, Indien und Japan ernannt, die in diesen Ländern Regionalbüros einrichten.us -68- a Indien Während der Berichtsperiode konnten wir unserer Mitgliedsorganisation, der" All India Bank Employees Federation", dabei behilflich sein, eine weitgreifende Werbekampagne unter den Bankangestellten dieses Landes durchzuführen. Für diesen Zweck wurden insgesamt$ 5.040 verwendet. Im Januar 1964 erhielt dieser Verband eine Unterstützung in Höhe von $ 1.000, die für den Kauf einer Schreibmaschine und einer elektrischen Vervielfältigungsmaschine ausgegeben wurden. Nordamerika Während der Berichtsperiode standen wir laufend durch unseren interamerikanischen Vertreter mit unserer Mitgliedsorganisation in den Vereinigten Staaten und Kanada in Verbindung. Unser Vertreter nahm an Vorstandssitzungen und Kongressen einiger Mitgliedsorganisationen teil. Eine Sitzung des IBP- Vorstandes wurde in Washington durchgeführt. Unsere Verbindungen mit unseren nordamerikanischen Kollegen wurden gestärkt durch diese Sitzung, und wir hatten Gelegenheit, ihnen einen konkreten Beweis der Rolle und der Wirksamkeit unserer Internationale zu geben. Der Generalsekretär wohnte dem 24. Kongress des" Retail Clerks International Association" in Chicago bei. Ausser einer offiziellen tagungsordnungsmässigen Rede stand er dem Ausschuss für internationale Angelegenheiten beratend zur Seite. Ferner waren verschiedene andere Mitglieder des IBP- Vorstandes aus Europa und Lateinamerika anwesend. Europa Griechenland: Die Internationale nahm an dem dritten gemeinsamen gewerkschaftlichen Bildungsseminar in Chalkis, Griechenland, teil. Das Seminar wurde vom 22. bis 25. Mai 1962 in Zusammenarbeit mit der OECD abgehalten. fol Koll. O. Loclercq vertrat die Internationale und hielt im Verlaufersw _der Seminarsitzungen mehrere Referate. Union 92 Zypern Der IBP- Ausschuss für regionale Tätigkeiten gewährte der" Federation of Commercial Employees of Cyprus" ein zinsfreies Darlehen von£ 300, um ihre Organisation weiter ausbauen zu können. Das Darlehen soll Anfand 1965 zurückgezahlt werden. -69-01Türkei Im November we 62 weilte der Generalsekretär mehrere Tage in der Türkei und traf mit Vertretern unserer Mitgliedsorganisation und des türkischen Gewerkschaftsbundes zusammen. Als Ergebnis dieses Besuches wurde ein Tätigkeitsprogramm für technische Unterstützung ausgearbeitet und vom Vorstand und dem ISF angenommen. Dieses Programm wird jetzt unter der Leitung von Koll. J. Purvis, dem gemeinsamen IBFG- IBS- Vertreter für die Türkei, durchgeführt. 7. Besondere Aktionen -70- a Itow, Sa 7. Besondere Aktionen Aden Die Internationale protestierte aufs schärfste gegen die der Gewerkschaftsbewegung in Aden durchgeführten Unterdrückungsmassnahmen. Diese Aktion bildete den Höhepunkt früherer Bemühungen des Generalsekretärs in Aden und führte zum Beitritt der" Bank Employees Union." Britisch Guayana Aus Anlass des Generalstreiks im Februar 1962 wurde eine Spende von 1.000 Hfl an unsere Mitgliedsorganisation überwiesen. Zypern Im August 1961 trat unsere Mitgliedsorganisation in Zypern, die" Union of Bank Employees" gegen die Ottoman Bank in Nicosia in Streik, die willkürliche Entlassungen durchgeführt hatte und Forderungen für gerechtere Gehälter zurückwies. Die Gewerkschaft wandte sich um Hilfe an den IBP. Mitgliedsorganisationen des IBP überwiesen insgesamt Hfl 8.000. Der Streik endete erfolgreich am 25.10.1961. Das gewährte Darlehen wurde voll von unserer Gewerkschaft an den IBP zurückgezahlt. Grenada Im Januar 1961 hatte unsere Mitgliedsorganisation in Grenada, die " Commercial and Industrial Workers Union", einen Streik durchzuführen. Der IBP unterstützte mit dem Jahresbeitrag dieser Gewerkschaft. Mauritius 11 Die Shop and Office Workers' Union" in Mauritius wurde von der Beitragszahlung für 1962 entbunden, da ein Sturm aussergewöhnliche finanzielle Belastungen für die Gewerkschaft verursacht hatte. Peru Der Vorstand überwies im Namen der Internationale eine Summe von Hfl 1.000 als Unterstützung im Zusammenhang mit dem dortigen Erdrutsch. Nach dem Militäraufstand in Peru im Juli 1962 sandten wir ein energisches Protesttelegramm an die Leiter dieses Aufstandes, in dem wir die Aktionen der Militärjunta verurteilten. Wir nahmen ferner mit dem IBFG und der IAO Verbindung auf und veranlassten insbesondere die IAO, Massnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass die Gewerkschaftsrechte nicht beschränkt und die IAO- Konventionen eingehalten würden. -72--- die Aktionen 8. Verbindungen mit anderen IBSen und dem IBFG bio sa€ 1,2. A a) Zusammenarbeit mit IBSen воло Obwohl der IBP völlig unabhängig ist, teilt er mit anderen IBSen und dem IBFG die grundlegenden Prinzipien der freien nichtkommunistischen Gewerkschaftsbewegung, die unabhängig von Regierungen, Arbeitgebern oder anderen aussenstehenden Kräften sind, so z. B.: Opposition gegen jegliche Form von Diktatur, Opposition gegen jede Art der Ausbeutung oder Unterdrückung und für die Erhaltung der Freiheit, für soso- 02 ziale Gerechtigkeit und für gleiche Möglichkeiten für alle. Unsere Internationele ist zusammen mit den anderen IBSen und dem IBFG ein Bestandteil der freien Gewerkschaftsbewegung. Bei einer Vielzahl von Problemen von beiderseitigem Interesse arbeiten wir aktiv zusammen. Seit dem Berliner Kongress haben wir z. B. mit der Internationale des Offentlichen Dienstes( IOD) und der Internationale der Post-, Telegrafen- und Telefonbetriebe( IPTT) zusammengearbeitet, die beide an unseren Sitzungen über Gesundheitsschutz im Handel und in Büros teilnahmen. In Lateinamerika hat unser Regionalbüro bei gemeinsamen Seminaren in verschiedenen Ländern mit der IOD, der IPTT und der Internationalen Transportarbeiter- Föderation zusammengearbeitet. Auch in verschiedenen Ländern Afrikas haben wir gelegentlich gemeinsam gehandelt, so z. B. in Süd rhodesien, in Nyassaland, im Kongo und in Nigerien. In Asien be- e stehen viele Möglichkeiten. Unsere Internationale war bei allen während der Berichtsperiode abgehaltenen IBS- Generalkonferenzen vertreten. Diese Jahreskonferenzen dienen der gemeinsamen Stellungnahme der IBSe zu Problemen, die für alle von Interesse sind. Sie bieten ebenfalls die Möglichkeit der Koordinierung und Zusammenarbeit auf verschiedenen Tätigkeitsgebieten zum Vorteil der betreffenden Organisationen. Ausserdem behandelte die Generalkonferenz auf unseren Wunsch die Themen IBFG- IBS- Zusammenarbeit in der westlichen Hemisphäre, Fragen der Jugend und Zusammenarbeit mit überstaatlichen Organisationen. Der IBP beteiligt sich an den Kosten des IBS- Verbindungsbüros in Genf. Dieses Büro erwies sich nicht als sehr wirksam. Aus diesem Grunde arbeitete der IBP Vorschläge zur Verbesserung der Arbeit dieses Büros aus, die der nächsten Generalkonferenz unterbreitet werden. Die nächste Generalkonferenz wird die evtl. Anderung des Namens" Internationale Berufssekretariate"( IBS) in" Internationale Gewerkschaftsföderationen" ( IGP) diskkutieren. -73b) Verbindungen mit dem IBFG rebbe sore e sb pimeni se 910 immbdenie 97 x Während der Berichtszeit hat der IBFG die Tätigkeiten der Internationale bei vielen Problemen unterstützt, z. B. während des Militäraufstandes in Peru und bei dem Sears Roebuck- Boykott. Der IBFG hat unsere Internationale eingeladen, an mehreren Sitzungen teilzunehmen, bei verschiedenen gemeinsamen Projekten mit zuarbeiten, und er hat sich in vielen Angelegenheiten, die Angestellte betreffen, an uns gewandt. Wir erhalten regelmässig Berichte, Veröffentlichungen und weiteres Material vom IBFG, die wertvolle Informationen sowohl allgemeiner als auch spezieller Art enthalten. Der IBFG und seine Regionalbüros halfen uns weitgehend bei unseren Studienreisen durch Afrika und Asien, indem sie die Unterstützung und die Zasammenarbeit der nationalen Zentralen, die mit dem IBFG verbunden sind, zur Verfügung stellten. nodes ab paasid sib domub senindept ed magam ab Wir möchten hiermit dem Ausschuss des Internationalen Solidaritätsfonds des IBFG für die äusserst wertvolle Unterstützung, die dieser Ausschuss dem IBP während der vergangenen neun Monate gewährt hat, herzlich danken. Diese konkrete Unterstützung wird uns weiterhin die Möglichkeit geben, engere und dauernde Verbindungen mit unseren Koleegen in den Entwicklungsländern aufzunehmen. mab qus saldor easib won Internationale IBFG- Konferenz für Angestellte, 3./4.11.1961 Die internationale Konferenz für Angestellte wurde vom IBFG in Brussel einberufen. Dieser Konferenz, an der 140 Gewerkschaftsvertreter teilnahmen, wurden folgende Berichte unterbreitet: fe bar 1 1) Tendenzen im Angestelltenberuf und ihre sozialen Auswirkungen; Berichterstatter: H. Coughlin( OEIU) und O. Nordenskjöld( TCO) 2) Organisganisationsprobleme: a) Methoden der gewerkschaftlichen Erfassung der Angestellten Berichterstatter: A. Skoda, OGB b) Der Platz der Angestellten in der Gewerkschaftsstruktur Berichterstatter: W. A. Widdem nedolidis meido sada 3) Internationale Tätigkeiten zur Förderung der Interessen der. Angestellten; Berichterstatter: E. Kissel, IBP Diese Sitzung wurde praktisch von den IBP- Organisationen getragen. Mit einer Ausnahme waren alle Redner Mitglieder von angeschlossenen Verbänden. ments as a sands V 1st bandesued as a ded -740981 meh jim nepubads.( d Die Konferenz erkannte einstimmig die stets wachsende Bedeutung der Angestellten in den industrialisierten Ländern an, bedingt durch die rasche technologische Entwicklung des Handels und der Industrie sowie der zunehmenden Bedeutung der Dienstleistungsbetriebe.b Die Konferenz stellte fest, dass zwischen Arbeitern und Angestellten gewisse Unterschiede bestehen. Alle Arbeitnehmer, also auch die Angestellten, haben jedoch ein gemeinsames Interesse hinsichtlich der Lösung gemeinsamer wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Probleme. Obwohl deshalb die Notwendigkeit für eine enge Zusammenarbeit zwischen Arbeitern und Angestellten selbstverständlich ist, stellte die Konferenz fest, dass kein allgemeines Schema für die Integration der Angestellten in die Gewerkschaftsbewegung bestehe. In einigen Län- nab dern mögen bessere Ergebnisse durch die Erfassung der Angestellten in Industriegewerkschaften erzielt werden, in anderen Fällen mögen W jecoch verschiedene Formen von Gewerkschaften für Angestellte geeigneter sein. Die Mittel und Erfahrungen der nationalen Gewerkschaftszentralen sollten für die Förderung der Organisierung der Angestellten eingesetzt werden. Der IBP- Vorstand beschloss, die Diskussionen dieser Probleme auf dem 14. Ordentlichen Kongress fortzusetzen. 7. Weltkongress des IBFG Der 7. Weltkongress des IBFG wurde vom 5.- 13.6.1962 in Westberlin abgehalten. Gewerkschaften aus 71 Ländern, die 56 Millionen Arbeiter und Angestellte vertreten, nahmen an diesem Kongress teil. Der Generalsekretär des IBP und Koll. R. Spaethen, IBP- Vorstandsmitglied und Vorsitzender der Deutschen Angestellten- Gewerkschaft, vertraten die Internationale. Generalsekretär E. Kissel sprach anlässlich des Kongresses über die Bedeutung der gewerkschaftlichen Erfassung von Angestellten für die gesamte freie Gewerkschaftsbewegung und unterstrich die wichtige Rolle der Angestellten in der Wirtschaft und in der Gesellschaft. Gemeinsamer IBFG- IBS- Beratungsausschuss über Probleme weiblicher Arbeitnehmer _ ( 8 Dieser Ausschuss hielt Sitzungen vom 9.- 10.10.1961, 15.- 16.5.1962 und am 29.4.1963, am 3.5.1963 und vom 16.- 17.7.1963 ab. Die Vertretung des FBP bei diesen Sitzungen wurde turnusmässig von den verschiedenen Mitgliedsorganisationen übernommen. Die Sitzungen d behandelten Probleme weiblicher Arbeitnehmer, gewerkschaftliche Ausbildungskurse für weibliche Arbeitnehmer usw. Wir nahmen ebenfalls an einem zehntägigen Seminar für weibliche Arbeitnehmer in Tegernsee/ Deutschland teil. -7513:10 d Gemeinsame IBFG- IBS- Sitzungen Eine Anzahl von Sitzungen wurden während der Berichtsperiode mit dem IBFG und den Vertretern verschiedener IBSe abgehalten, um gemeinProgra same Programme und Tätigkeiten zu diskutieren. Zweck dieser Sitzungen war es, doppelte Arbeit und Ausgaben zu vermeiden. IBP- Vertreter nahmen an fünf derartigen Sitzungen teil. 2010 at sadel Tab 2050 125 ブル godan .8 bitu Ber ad -769. Beziehungen mit überstaatlichen Organisationen Vereinte Nationen Die Beziehungen mit den Vereinten Nationen und ihrem Wirtschafts- und Sozialrat( ECOSOC) wurden durch das IBFG- Büro in New York, das unter der Leitung von Koll. Irving Brown steht, aufrechterhalten. Der Generalsekretär nimmt als Teilnehmer der IBFG- Delegation an der z. Zt. in Genf tagenden Welthandelskonferez der Vereinten Nationen teil. UNESCO Während der Berichtsperiode hat die Internationale die Wünsche einer Reihe von Mitgliedsorganisationen in Europa, Lateinamerika und Afrika zur Erlangung von UNESCO- Stipendien für ihre Mitglieder intensiv und erfolgreich unterstützt. jecoct ve IAO Internationale Arbeitsorganisation - Unsere Beziehungen mit der IAO waren während der Berichtsperiode in erster Linie der Ausarbeitung einer IAO- Konvention und einer IAOEmpfehlung über den Gesundheitsschutz im Handel und in Büros gewidmet. Im Juni 1962 fand auf Initiative des IBP- Sekretariates ein Meinungsaustausch über dieses Thema zwischen einer Delegation der Internationale, geführt vom amtierenden Präsidenten, Koll. J. D. Hiscock, und einer Gruppe der Abteilung für Angestellte und Angehörige freier Berufe des IAA, angeführt vom Leiter dieser Abteilung, Herrn Dr. Dobbernack, statt. Die Diskussion konzentrierte sich auf einen detaillierten Fragebogen, der vom IAA an die Regierungen zwecks Beantwortung geschickt werden sollte. Unsere Delegation brachte den Wunsch zum Ausdruck, ein internationales Ubereinkommen über den Gesundheitsschutz im Handel und in Büros möge auf der 47. und 48. Tagung der Internationalen Arbeitskonferenz im Jahre 1963 und 1964 zustande kommen, weil in vielen Ländern, namentlich in den Entwicklungsländern, keine gesetzlichen Vorschriften über den Gesundheitsschutz im Handel und in Büros bestehen und in anderen Ländern die allgemeine Gesetzgebung über den Gesundheitsschutz die besonderen Aspekte des Gesundheitsschutzes im Handel und in Büros nicht berücksichtige. Da die Antworten und Stellungnahmen der Regierungen zu solchen Fragebogen einen erheblichen Einfluss auf die Diskussionen der IAO- Konferenz ausüben, wurde ausserdem ein Rundschreiben an alle Mitgliedsorganisationen gesandt, in dem sie aufgefordert wurden, wenn möglich mit Hilfe ihrer nationalen Zentralen einen gewissen Druck auf den Inhalt der von ihren Regierungen auf den Fragebogen zu liefernden Antworten auszuüben. Das Rundschreiben wies auf einige unklare Stellen des Fragebogens hin und -77schlug gewisse Zusätze zu den Bestimmungen vor, die sich auf Sauberkeit, Temperatur, Sitzgelegenheiten, Lärm und Vibration bezogen. Wir baten ebenfalls die IOD und die IPTT, ähnliche Schritte zu unternehmen. Dieser Sitzung mit IAO- Beamten folgte die IBP- Konferenz über den Gesundheitsschutz im Handel und in Büros im Mai 1963. Die IAO war auf dieser Sitzung durch Herrn Dr. Dobbernack vertreten. Vor der Eröffnung der 47. Tagung der Internationalen Arbeitskonferenz im Juni 1963 erörterten der amtierende Präsident und der Generalsekretär in einer Vorsitzung mit den Herren Bell, Dr. Dobbernack und Gherardi vom IAA unsere Wünsche. Am 5.6.1963 hielt der IBP eine Sitzung mit mehr als 20 Vertretern von IBP- Mitgliedsorganisationen und anderen IBSen ab, die an der Konferenz teilnahmen, um taktische Fragen für die kommende Tagung zu diskutieren. Die Sitzung beschloss, Koll. W. J. Fitzpatrick von der" Irish Union of Distributive Workers and Clerks" zum Vorsitzenden der Arbeitsgruppe und zum stellvertretenden Vorsitzenden des Ausschusses über dieses Thema vorzuschlagen. Der amtierende Präsident Hiscock und Generalsekretär Kissel vertraten die Internationale als offizielle Beobachter während der 47. Tagung der Internationalen Arbeitskonferenz. 2 Die IAO- Konferenz nahm einstimmig einen Empfehlungs- und einen Ubereinkommensentwurf über dieses Thema an und setzte den Punkt auf die Tagesordnung der Konferenz für 1964. nomentos esb p Wie aus Vorstehendem hervorgeht, entwickelte sich während der Be- sh richtsperiode die Zusammenarbeit mit der Abteilung für Angestellte des IAA und ihrem Leiter, Dr. Dobbernack, weiterhin in erfreulicher Weise. Die Internationale war an der 46. Sitzung der IAO durch die Kollegen Hiscock und Kissel vertreten. Der Koll. Doughty nahm als unser Vertreter an der IAO- Tagung des Ausschusses für die metallverarbeitende Industrie vom 17.- 28. Sept. 1962 teil. e Darüber hinaus besuchten zahlreiche IBP- Delegationen das neu errichtete Institut für internationale Arbeitsstudien. OECD Ausser der Arbeit mit der Gewerkschaftsatteilung der OECD während des Seminars in Griechenland war der IBP ebenfalls an den Tätigkeiten des gewerkschaftlichen Beratungsausschusses der OECD beteiligt. Eine Sachverständigenkonferenz über Ausbildungsfragen im Handel wurde vom 16.18. Mai 1962 in Scheveningen durchgeführt. Koll. T. Cynog- Jones von unserer angeschlossenen Organisation USDAW war einer der bedeutendsten Referenten. Der IBP war durch den amtierenden Präsidenten und dem Generalsekretär vertreten. -78Beziens mit bestaatlichen Organisationen Eine OECD- Studiengruppe, bestehend aus sechs Vertretern der griechischen Gewerkschaftsbewegung, besuchte den Hauptsitz der Internationale, um Informationen über ihre Struktur, ihre Rolle und ihre Tätigkeiten zu erfahren. Zwei internationale Gewerkschaftsseminare wurden während des Jahres 1963 abgehalten: das erste in Wien über" Gegenwärtige Arbeitskraft" und das zweite in Paris über" Wirtschafts- und Sozialplanung". Vertreter von Mitgliedsorganisatioenn waren zur Teilnahme an beiden Seminaren aufgefordert worden. ob bau debt Verbindungen mit der EWG Am 3.7.1962 trat eine IBP- Abordnung, unter der Leitung des Generalsekretärs E. Kissel, mit dem Präsidenten der EWG, Prof. Dr. Hallstein, und dem Mitglied der EWG- Kommission für Sozialangelegenheiten, Prof. Levi- Sandri, zu einer ersten Diskussion über Probleme der Angestellten der EWG hinsichtlich sozialer Harmoniserung, Freizügigkeit der Arbeitskräfte und Berufsausbildung zusammen. Vertreter von Angestelltengewerkschaften der Länder des Gemeinsamen Marktes waren anwesend. bas Diese Sitzung erfolgte in Zusammenarbeit mit dem europäischen Gewerkschaftssekretariat, dessen Generalsekretär, H. Buiter, anwesend war. Prof. Dr. Hallstein wies darauf hin, dass die Zusammenarbeit zwischen der Internationalen Angestelltenbewegung und der EWG vom wirtschaftlichen und sozialen Standpunkt aus von grösster Bedeutung sei. Er hob hervor, dass durch die Entwicklung des Gemeinsamen Marktes die Anzahl der Angestellten zugenommen habe. 9329004 Man kam überein: 1) die Koordinierung der Angestelltenbedingungen und der Sozialversicherungen innerhalb des Gemeinsamen Marktes zu beschleunigen; 2) die notwendigen Bedingungen für eine bessere Freizügigkeit der Arbeitnehmer in bezug auf die Angestellten durch die Errichtung eines sog. europäischen Arbeitsamtes und durch internationale Anerkennung ihrer Zeugnisse und Diplome zu schaffen; 3) die Berufsausbildung der Angestellten zu koordinieren, wenn möglich in Zusammenarbeit mit anderen internationalen Organen; 4) eine Sonderabteilung für Probleme der Angestellten innerhalb der EWG- Verwaltung zu errichten. Der IBP würde gern mit einer solchen Abteilung zusammenarbeiten. Eine europäische Konferenz über Soziale Sicherheit wurde gemeinsam von der EWG, dem EURATOM und der EGKS vom 10.- 15.12.1962 in Brüssel durchgeführt. -79Ziel der Konferenz war es, u. a. eine Grundlage für den Harmonisierungsprozess zu geben. Vertreter der Gewerkschaften, Arbeitgeberorganisationen, soziale Organisationen und Beobachter von Regierungen nahmen an der Konferenz teil. Der IBP war durch seinen Generealsekretär vertreten. Die IBP- Mitgliedsorganisationen in den sechs Ländern des Gemeinsamen Marktes kamen Uberein, ein EWG- Sekretariat für Angestellte zu bilden. Dieses Sekretariat wird in engster Zusammenarbeit mit dem europäischen Gewerkschaftssekretariat stehen. Hauptziel dieser Gruppe ist es, Verbindungen zu erleichtern und eine koordinierte Aktion innerhalb der EWG Uber Probleme und sonstige Angelegenheiten, die für die Angestellten von Interesse sind, zu ermöglichen. Koll. 0. Leclercq, Belgien, ist Vorsitzender dieses Ausschusses. Gemäss dem Vorstandsbeschluss organisierte die Internationale vom 5.- 6.10.1963 eine Sitzung für diese Gruppe in Brüssel. Der Ausschuss diskutierte u. a. die Bestimmungen der IBP- Mitgliedsorganisationen in den sechs Ländern mit den Organisationen des europäischen Ausschusses sowie die Zusammenarbeit mit dem Sekretariat des Gemeinsamen Marktes. 16 Vertreter von 10 Mitgliedsorganisationen nahmen an der Sitzung teil. Die Gruppe billigte eine Erkälrung, die das Ziel, die Absichten und die Finanzierungsmethoden für die zukünftige Arbeit festlegte. Europäische Freihandelszone Die Entwicklungen innerhalb der EFTA wurden in unserem Informationsblatt verfolgt, jedoch bestand keine Notwendigkeit für eine Aktion unsererseits. Friedrich Bonn Bibliothek enoia inom ob 09 per als... 09/10 sab Isl size us publ bre 2016 nov dz sasib obneslav 900 20 Z