FIET TÄTIGKEITSBERICHT FRAUEN 1991-1995 FIET LIBRARY COPY 5. FIET- Weltfrauenkonferenz Wien, Österreich 6.- 9. Juli 1995 Ebert- Stiftun Z 8011 * Bonn Bibliothek * FIET 15, avenue de Balexert CH- 1219 Châtelaine- Genève Schweiz Telex: 418 736 FIET CH Telefax:( 022) 796 53 21 Tel.:( 022) 979 03 11 FIET 1995 Ta ob asnal Tätigkeitsbericht Frauen 1991-1995 nov nov grugbisa&* eib tus doi Einführung Die FIET ist heute eine der größten Gewerkschaftsorganisationen der Welt und vertritt 11 Millionen Privatangestellte in mehr als 100 Ländern. Fast die Hälfte der 11 Millionen FIETMitglieder sind Frauen, und Prognosen zufolge wird im Jahr 2000 dieser Anteil mehr als fünfzig Prozent betragen. Der Anstieg der weiblichen Mitglieder spiegelt die Zunahme der Beschäftigung Im Das Aktionsprogramm für weibliche Angestellte umfasst die Zielsetzungen der FIET in bezug auf gleiches Recht auf Bildung; Recht auf Arbeit; Mutterschutz und Elternurlaub; Arbeitszeit; Lösungen für die Probleme berufstätiger Frauen und Männer mit Familienpflichten und die Einbeziehung der Frauen in die Gewerkschaftsarbeit. FIET ACTION PROGRAMME FOR WOMEN SALARIED EMPLOYEES De von Frauen in den durch die FIET betreuten Bereichen wider. In den letzten Jahrzehnten sind auf dem Arbeitsmarkt tiefgreifende Veränderungen eingetreten. Durch das Wachstum der Beschäftigung im Dienstleistungsbereich sind weltweit Millionen von Frauen auf den Arbeitsmarkt gelangt. Der Anteil dieses Gewerbezweigs an der Gesamtbeschäftigung hat stark zugenommen. In vielen modernen Wirtschaftssystemen ist die Zahl der Arbeitnehmer im Einzel- und Großhandel, im Bank- und Versicherungswesen, im Bereich der Spitzentechnologie, der Wartungsdienste und der Fach- und Führungskräfte, also den traditionellen Tätigkeitsbereichen der FIET, sprunghaft angestiegen. Nach Ansicht von Expertenberichten, wird der Dienstleistungssektor im Jahr 2000 mehr Arbeitsplätze bieten als die Fertigung. Angesichts dieser stark gestiegenen Präsenz der Frau im Arbeitsmarkt sind FIET und die Mitgliedsorganisationen zutiefst besorgt, weil die berufstätigen Frauen bei Entlöhnung und Aufstiegsmöglichkeiten benachteiligt werden und geeignete Einrichtungen und die erforderliche Infrastruktur für Arbeitnehmer mit Familienpflichten fehlen. Der Kampf für Gleichstellung war und wird auch in Zukunft für die FIET ein vordringliches Anliegen bleiben. FIET- Arbeitsgruppe für berufstätige Frauen Die FIET- Arbeitsgruppe für berufstätige Frauen besteht aus Vertreterinnen aus den Mitgliedsorganisationen, die vom FIET- Weltvorstand ernannt werden. Die Gruppe tritt jährlich zusammen, um die Tätigkeit zwischen zwei Weltfrauenkonferenzen zu koordinieren. Die Vorsitzende wird von der Gruppe gewählt. Die Gruppe setzt sich für die Verwirklichung der Ziele des FIET- Programms für weibliche Angestellte ein, unter denen folgende genannt seien: FIET- Tätigkeitsbericht- Frauen 1991- 1995 1 • Abschaffung jeder Art von Diskriminierung auf Grund von Geschlecht oder Familienstand Beseitigung von Vorurteilen über die Rolle von Regionale Frauenkoordinatorinnen Frau und Mann und ihre Beschäftigung Die regionalen Frauenkoordinatorinnen der FIET Verwirklichung von Chancengleichheit bei der Beschäftigung. stunted T81 sib daiub nob ni nous no hobiw nadbis Mitglieder der FIET- Arbeitsgruppe für berufstätige Frauen Vorsitzende: Irene Sundelin( SIF, Schweden) RistnA 150 Vivian Bell( GMB, Vereinigtes Königreich) Dina Bosch( DAG, Deutschland) Rose Boutaric( FEC- FO, Frankreich) Renate Csörgits( GPA, Österreich) Anne Gibson( MSF, Vereinigtes Königreich) Wanda Guimaraes( SBSI, Portugal) Edwina Hart( BIFU, Vereinigtes Königreich) Bernadette Hillon( USDAW, Vereinigtes Königreich) Liselotte Knudsen( HK, Dänemark) Annie Massay( SETCa, Belgien) Ulrike Oestreich( HBV, Deutschland) Pat Scarcelli( UFCW, USA) Lillemor Smedenvall( FSU, Schweden) Ans Van Uffelen( Dienstenbond, Niederlande) atured sib lisw Regionalkoordinatorinnen: AFRO- FIET: biow toilistdoens Annie Mumba( ZUFIAW, Sambia) für das englischsprachige Afrika. im tomonis Fatoumata Binta Berete Sylla( FSPC, Guinea) für das französischsprachige Afrika.fla APRO- FIET: Joan Warners( FinSec, Neuseeland) die im Oktober 1994 die Nachfolge von Maureen Yap ( SBEU, Malaysia) angetreten hat. IRO- FIET: Lourdes Orue Pozzo( FETRABAN, Paranguay), die Eva Calderón( ASIMRA, Argentinien) im April 1995 ersetzt hat. isw Sekretärin: D. Catherine Sánchez( seit August 1994), als Nachfolgerin von Penny Clarke, die dieses Amt von Oktober 1991 bis April 1994 innehatte. vertreten und fördern die Anliegen der weiblichen FIET- Gewerkschaftsmitglieder. Koordinatorinnen überwachen, beurteilen und beeinflussen Entwick- lungen, die sich auf die Frauen ihrer Region auswirken. Sie sind an der Planung und Durch- führung der FIET- Bildungsaktivitäten für Frauen beteiligt. Die Koordinatorinnen wirken bei der Schaffung der geeigneten Frauenstrukturen in den Gewerkschaften mit, die die Voraussetzung dafür sind, dass die Frauen eine aktivere Rolle in den Gewerkschaften übernehmen können. Die FIET- Frauenkoordinatorinnen fördern Führungsfähig- keiten und Erfahrung in der internationalen Gewerkschaftsbewegung, wodurch letztlich auch die Struktur der FIET gestärkt wird. Folgende Gewerkschaftsvertreterinnen sind FIETRegionalkoordinatorinnen: FIET- Regionalorganisation für Afrika ( AFRO- FIET) 1220m studoz msidor silimo sib Annie Mumba- ZUFIAW, Sambia Fatoumata Binta Berete Sylla- FSPC, Guinea. Beide Gewerkschafterinnen setzen ihre Tätigkeit als Frauenkoordinatorinnen für das englisch- bzw. französischsprachige Afrika fort. Sie haben an einer Reihe von FIET- Aktivitäten in der Region mitgewirkt. FIET- Regionalorganisation für Asien und den Pazifik( APRO- FIET) Maureen Yap vom SBEU Malaysia, die Frauenkoordinatorin für die APRO- FIET- Region und Vizevorsitzende der Arbeitsgruppe für berufstätige Frauen, ist von ihrem Amt zurückgetreten. Joan Warners von der Finance Sector Union( FinSec), Neuseeland, ist auf der Sitzung des APRO- FIETVorstands, die in Kuching, Malaysia, im Oktober 1994 stattgefunden hat, zu ihrer Nachfolgerin ernannt worden. FIET- Regionalorganisation für Nord- und Lateinamerika( IRO- FIET) Eva Calderón von ASIMRA, Argentinien, hat Mitte 1994 ihren Posten zur Verfügung gestellt. An ihre Stelle ist im April 1995 Lourdes Orue Pozzo von FETRABAN, Paraguay, getreten. 2 8011 FIET- Tätigkeitsbericht- Frauen 1991- 1995 4. FIET- Weltfrauenkonferenz Dies war eine Konferenz mit besonderer Note. Zur 4. FIET- Weltfrauenkonferenz, die im August 1991 in San Francisco stattgefunden hat, waren 267 Teilnehmer/ innen aus 48 Ländern gekommen. Das Thema lautete:" Frauen am Arbeitsplatz, Frauen in der Gesellschaft: FIET kämpft für Chancengleichheit". Joyce Miller, Vizepräsidentin und Leiterin der Abteilung soziale Dienste der ACTWU, und Präsidentin der CLUW; Lenore Miller, Präsidentin der RWDSU; und Shirley Carr, Präsidentin des Canadian National Trade Union Centre, CLC, hielten bei der Konferenz Ansprachen. Im Verlauf der Konferenz wurden verschiedene Ziele erreicht. Das Treffen von Gewerkschafterinnen aus aller Welt stärkt die kollektive Solidarität, die den Frauen aus den verschiedensten Teilen Asiens, Europas, Afrikas und Nord- und Lateinamerikas ein Gefühl der Kraft verleiht. Die FIET- Arbeitsgruppe für berufstätige Frauen unter Leitung von Irene Sundelin( SIF, Schweden) hat sich auf zwei Jahrestagungen der Gruppe für eine Änderung des Konferenzablaufs eingesetzt. Dementsprechend fanden wesentlich weniger Plenarsitzungen statt, wodurch die Delegierten mehr Zeit für die Beratung der Konferenzthemen hatten. Die Delegierten, die in sieben Gruppen unterteilt waren, besprachen folgende Unterthemen: Verbesserte Bedingungen durch Gewerkschaftsaktionen; und Aufbau starker Gewerkschaften durch die Organisierung von Frauen. Kleine Arbeitsgruppen boten den Teilnehmer/ innen Gelegenheit zu fundierten Diskussionen. Auf der Konferenz konnten die Delegierten einen Austausch von Ansichten und Beispielen darüber führen, wie Gleichstellung in der Praxis gefördert und verwirklicht werden kann. Dieses Ziel wurde trotz der Unterschiede von Sprache, Geschichte und Kultur erreicht. Die 4. FIET- Weltfrauenkonferenz würdigte den Einsatz von Helga Cammell, die ihr Amt als Sekretär der FIETArbeitsgruppe für berufstätige Frauen niederlegte. Ihre Nachfolgerin wurde Penny Clarke vom britischen TUC. Penny war Sekretär der Gruppe zwischen Oktober 1991 und April 1994. Diese Aufgabe hat im August 1994 Cathy Sanchez übernommen, die von der UFCW in den Vereinigten Staaten zur FIET überwechselte. fisis 8 WOMEN OMEN AT WORK IN SOCIETY: FIET FIGHTS FOR EQUALITY FIET- Tätigkeitsbericht- Frauen 1991- 1995 3. Sitzung der FIET- Arbeitsgruppe für berufstätige Frauen Die Arbeitsgruppe für berufstätige Frauen ist seit der 4. FIET- Weltfrauenkonferenz in San Francisco im Jahre 1991 jährlich zusammengetreten: Genf, 23.- 24. April 1992 Prag, 1.- 2. April 1993 Genf, 11.- 12. April 1994 Genf, April 1992 safted. Es handelte sich um eine Anschlusstagung an die FIET- Weltfrauenkonferenz von San Francisco, auf der die Prioritäten für die zukünftige Tätigkeit der Gruppe besprochen wurden. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Themen: FIET- Leitlinien für Kinderbetreuung, das IAO- Gleichstellungsprojekt für Frauen bei der Beschäftigung, die Bildungs- und Solidaritätsaktivitäten der FIET, sowie die Entwicklungen in der Europäischen Gemeinschaft. Vorrangige Fragen waren: Familienpolitik, die Beteiligung der Frau an den Gewerkschaften, Schulung und Bildung sowie Arbeitszeit. Im Zusammenhang mit der Familienpolitik erörterte die Gruppe erstmals ein Handbuch mit Leitlinien über Kinderbetreuung für FIETMitgliedsorganisationen. Die Gruppe hob hervor, dass gute Kinderbetreuung sowohl für Frauen als auch für Männer ein wichtiges Anliegen sei und ihnen zur Verfügung stehen müsse. Sie betonten, dass Kinderbetreuung eine Priorität innerhalb der Gewerkschaftsthemen einnehme. Die Gruppe besprach auch Fragen der Europäischen Gemeinschaft und prüfte die wichtigsten Fortschritte bei den laufenden Gesetzesvorschlägen und im europäischen Sozialdialog. Sie ersuchte das Sekretariat, zu prüfen, ob eine EURO- FIETFrauentagung über spezifische EG- Fragen durchgeführt werden könne. Prag, April 1993 of die Die Teilnehmerinnen erörterten wirtschaftliche Rezession und Arbeitslosigkeit sowie die sich daraus ergebenden Folgen für die Frau. Sie zeigten sich besorgt darüber, dass die Frauen von beiden Krisen besonders betroffen seien. Sie prüften eine Reihe von Entwicklungen innerhalb der EG, die für alle Mitgliedsorganisationen wichtig sind und zu denen die Einführung von gemeinschaftsweiten Massnahmen zur Bekämpfung sexueller Belästigung, für Kinderbetreuung und Mutterschutz gehört. Die Gruppe besprach auch die Vorbereitungen für die Frauenkonferenz des Jahres 1995, die unmittelbar vor dem FIET- Weltkongress stattfinden soll. - Teilnehmerinnen aus der Tschechischen und Slovakischen Republik waren ebenfalls beunruhigt DD12 stangesichts der Tatsache, dass den Arbeitsplätze von Frauen insbesondere während einer Rezession oder einer wirtschaftlichen Umstrukturierung- immer noch weniger Wert als denjenigen der Männer zugemessen wird. Sie betonten, dass die Gewerkschaften Aktionsprogramme für Gleichstellung am Arbeitsplatz ausarbeiten müssten, um beispielsweise die Frage der Entlassungen zu regeln. Sie forderten positive Massnahmen für Frauen im Bereich der Ausbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten. Das Bankwesen gilt in Mittel- und Osteuropa seit eh und je als ein Sektor mit " niedrigem Status", in dem hauptsächlich Frauen beschäftigt sind. Er wurde als Beispiel dafür angeführt, dass die Frauen im Zuge der Umstrukturierung und Privatisierung von ihren Arbeitsplätzen verdrängt werden. " FIET- Bildungstätigkeit für Gewerkschafterinnen" war ein weiteres Thema der Tagesordnung. Die Gruppe wurde von den vier FIET- Frauenkoordinatorinnen über Gleichstellungsfragen in den betreffenden Regionen unterrichtet. Die Gruppe hiess Fatoumata Bérété Sylla vom FSPS, Guinea, willkommen, die erstmals als neue FIET- Frauenkoordinatorin für das französischsprachige Afrika an der Tagung teilnahm. Die Berichte der regionalen Frauenkoordinatorinnen zeigten, dass die grössten Hindernisse für die Gleichstellung der Frau insbesondere auf höherer Ebene nur mit Hilfe von Bildung und Schulung beseitigt werden können. Die Teilnehmerinnen wiesen darauf hin, dass in ganz Europa mehr Frauen als Männer arbeitslos seien. Die Gruppe war der Ansicht, dass die Frau nicht als" flexible" Arbeitskraft betrachtet werden dürfe, die in Beschäftigungsfragen diskriminiert werden könne. Sie hob hervor, dass die Aus4 FIET- Tätigkeitsbericht- Frauen 1991- 1995 KORUNY Im Jahre 1993 trat die FIET- Arbeitsgruppe für berufstätige Frauen am 1. und 2 April in Prag zusammen. Antonella Braucks- Schulte von der Abteilung für Chancengleichheit der GD V rechts neben Irene Sundelin, der Vorsitzenden der Gruppe, spricht über Frauen in der Europäischen Union. Ausbi merzung des Begriffs" der Mann als Brotverdiener" immer noch eine wichtige Aufgabe für FIET sei. Ein weiteres Diskussionsthema war die Werbung von Frauen, das in einer breitangelegten Debatte behandelt wurde. In diesem Zusammenhang wurden auch die verschiedenen Gewerkschaftsinitiativen zur Prüfung und Erarbeitung von Werbestrategien besprochen. Die Gruppe betonte, dass die Gewerkschaften in der Lage sein müssten, zwischen spezifischen Gruppen von Arbeitnehmerinnen und deren Arbeitsplätzen zu unterscheiden, um weibliche Gewerkschaftsmitglieder zu werben und, was vielleicht noch wichtiger ist, in der Organisation zu halten. Die Gruppe prüfte auch Aktivitäten in Afrika, Asien, dem pazifischen Raum und Nord- und Lateinamerika. Eine Sprecherin der Abteilung für Chancengleichheit der Europäischen Kommission erläuterte der Gruppe die Fortschritte innerhalb des Dritten Aktionsprogramms der Gemeinschaft. Sie machte auf die Erfolge der Gemeinschaft in Frauenfragen aufmerksam und erwähnte unter anderem das demnächst herauskommende Handbuch über sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Sie berichtete auch über Bemühungen, Frauenanliegen in die Politik und Programme der Gemeinschaft aufzunehmen und wies auf die Initiativen zur Verwirklichung der Lohngleichheit hin. Genf, Januar 1994 Eine kleine Arbeitsgruppe traf sich am 27. und 28. Januar 1994 in Genf, um die 5. FIET- Weltfrauenkonferenz 1995 vorzubereiten. Die Gruppe besprach Themen, Tagesordnung und Programm der Konferenz. Genf, April 1994 Das Hauptthema der Tagesordnung waren die Vorbereitungen der Weltfrauenkonferenz, die vom 6. bis 9. Juli 1995 vor dem Weltkongress in Wien stattfindet. Die Gruppe besprach Ziele, Struktur und Inhalt der Konferenz. Sie stützte sich dabei auf zwei FIET- Tätigkeitsbericht- Frauen 1991- 1995 5 Unterlagen, die das Sekretariat nach der Sitzung der vorbereitenden Arbeitsgruppe im Januar angefertigt hatte. Die Teilnehmerinnen vereinbarten, dass die Konferenz den weiblichen FIETMitgliedern Gelegenheit zu einem Erfahrungsaustausch und zur Ausarbeitung zukünftiger Strategien zur Verwirklichung der Gleichstellung bieten sollte. Ausserdem wurden folgende zwei Themen für die Weltkonferenz festgelegt:" Unsere Welt und unser Privatleben gestalten" und" Positive Aktion am Arbeitsplatz". Die Gruppe stellte einen Fragebogen für FIETMitglieder über die Beteiligung der Frauen in FIETGewerkschaften fertig, der zur Bewertung der Beteiligung der Frau in FIET- Mitgliedsorganisationen, zur Überwachung der Beteiligung der Frauen und zur Prüfung der unterschiedlichen Anliegen der Frauen in den verschiedenen Regionen und Gewerkschaften gute Dienste leisten wird. Der FIET- Sekretär wird eine Zusammenfassung der Ergebnisse für die 5. FIET- Weltfrauenkonferenz in Wien anfertigen. Des weiteren wurden Berichte über FIET- Aktivitäten vorgelegt, wobei die Tätigkeit der Koordinatorinnen für Afrika im Mittelpunkt stand. In den englisch- und französischsprachigen Ländern besteht Bedarf an umfassender Aktivität für die Frauen. Ausserdem müssen die Frauen sich an allen gemischten FIET- Lehrgängen beteiligen. Es wurde der Vorschlag gemacht, mehr Netze für Frauen zu schaffen. Ausserdem wurde angeregt, dass die Mitglieder nach Möglichkeit der FIET mehr Frauennachrichten senden sollten. Da Penny Clarke zum letztenmal als Sekretärin an dieser FIET- Tagung teilnahm, dankte ihr die Gruppe für die während ihrer Amtszeit geleistete Arbeit. Gegenwärtig ist Penny Assistentin für Chancengleichheit beim EGB in Brüssel. Mitte August hat D. Catherine Sánchez vom UFCW, USA und Kanada, den Bereich Frauen und Gleichstellung am Sitz der FIET übernommen. FIET- Veröffentlichungen der Frau Während der Berichtszeit sind folgende Veröffentlichungen erschienen; Kinderbetreuung Heute sind in den meisten Ländern beide Eltern berufstätig. Die Familien sind oft auf zwei Einkommen angewiesen, und durch die weltweiten Wirtschaftstendenzen werden beide Brotverdiener unter immer stärkeren Druck gesetzt. Ihr Hauptproblem ist die Betreuung der Kinder. Die Schaffung erschwinglicher und guter Kinderbetreuungseinrichtungen ist zu einem wichtigen Anliegen der Gewerkschaften geworden. Die FIET- Broschüre kann den Gewerkschaftsunterhändlern in ihren Verhandlungen mit Arbeitgebern und Behörden über Kinderbetreuung gute Dienste leisten. Sie befasst sich mit den Grundsätzen der richtigen Kinderbetreuung und bietet viele Die FIET- Broschüre über Kinderbetreuung befasst sich mit den Grundsätzen einer anspruchsvollen, fachgerechten Kinderbetreuung und enthält auch zahlreiche praktische Informationen über Lösungen bei der Gestaltung und Ausrüstung von Kindertagesstätten. Die Broschüre umfasst auch einen Fragebogen, der berufstätigen Eltern helfen soll, ihre Bedürfnisse zu ermitteln, wenn die Frage der Kinderbetreuung in ihren Unternehmen mit dem Arbeitgeber zur Sprache kommt. FIET CHILDCARE 6 FIET- Tätigkeitsbericht- Frauen 1991- 1995 praktische Informationen über die Auslegung und Einrichtung der Stätten für Kinder. Ausserdem enthält sie einen Fragebogen zur Erfassung des Bedarfs der Eltern. Filling the Gap( Die Kluft überbrücken) So lautet der Titel eines Bildungshandbuchs, das von AFRO- FIET- Frauen im südlichen Afrika entworfen und verfasst worden ist. An dieser Arbeit waren folgende Personen beteiligt: Annie Chabala Mumba, FIET- Koordinatorin, Sambia; Lucius Gladys Matibenga, CWUZ, Simbabwe; Judith Simwaka Chama, ZUFIAW, Sambia; M. Irene Motidi, SACCAWU, Südafrika. Die mühselige Arbeit an diesem Handbuch ist in Harare, Simbabwe, zwischen dem 14. und 18. November 1994 abgeschlossen worden. Eine Gruppe von Frauen verschiedener FIET- Mitgliedsorganisationen hat sich in Harare getroffen und nach intensiven Beratungen die endgültige Fassung von" Filling the Gap" vorgelegt. Die Gewerkschafterinnen haben nicht nur das Handbuch überarbeitet, sondern auch an einer sehr informativen Sitzung zur" Ausbildung der Ausbilder" teilgenommen, die auf die Verwendung des neuen Handbuchs als Bildungsmittel abgestellt war. So hatten die Frauen Gelegenheit, während der Woche ihre Planungs-, Darstellungs- und Kommunikationsfertigkeiten zu üben. " Filling the Gap" soll in erster Linie als Lehrmittel für Bildungsseminare im englischsprachigen Afrika dienen. Ausserdem hoffen die Gewerkschafterinnen des südlichen Afrikas, anderen Gewerkschafterinnen damit Hoffnung und Mut zu machen, aus eigener Initiative Bildungs- und Organisierungsmaterial zu schaffen. " Filling the Gap" soll dieses Jahr auf der 5. Weltfrauenkonferenz in Wien, Östereich, vorgestellt und verteilt werden. La Femme à Mille Bras( Die Frau mit tausend Händen) Dieses Handbuch wurde 1994 in französischer Sprache verfasst. Es wurde im Rahmen eines von der LO/ TCO getragenen Projektes, in Zusammenarbeit zwischen Frauen im französisch sprachigen Westafrika, der für die Region zuständigen AFROFIET Frauenkoordinatorin und einem schwedischen Projektbeauftragten erarbeitet. Das Handbuch ist für Frauen- Arbeitsrkeise im französisch sprechenden Afrika bestimmt. Regionale Aktivitäten In den vier Regionen stand die Bildungsarbeit im Mittelpunkt. Nachstehend ein Überblick über die Aktivitäten der einzelnen Regionen. AFRO- FIET Frauenaktivitäten im englischsprachigen Afrika November 1991: Frauenseminar für englischsprachige Länder Vierunddreissig Gewerkschaftsvertreterinnen aus englischsprachigen Ländern Afrikas haben vom 11. bis 16. November 1991 an einem Seminar in Lusaka teilgenommen. Diese Zusammenkunft bot Frauen aus 11 Ländern eine ausgezeichnete Gelegenheit, um die Rolle der Frau in der afrikanischen Gesellschaft und bei den AFROFIET- Mitgliedsorganisationen zu beurteilen. Die Koordinierung des Seminars lag in Händen von Annie Mumba, der FIET- Frauenkoordinatorin für das englischsprachige Afrika, Penny Clarke, der Frauensekretärin von FIET, und Alessandro Fogarin, dem Bildungsberater der FIET. Auf dem Seminar wurden die Fortschritte bei der Verwirklichung der Gleichstellung in den Gewerkschaften beurteilt und Kultur-, Bildungs- und andere Schranken aufgezeigt, die mit ein Grund sind, dass die Beteiligung der Frauen in den Gewerkschaften und der Gesellschaft von heute zu wünschen übrig lässt. Die Teilnehmerinnen berichteten über positive Entwicklungen in Gewerkschaften, von denen die meisten eine Frauenfunktionärin und/ oder einen Frauenausschuss haben. Sie erklärten, dass die Frauen in allen Bereichen immer noch unterrepräsentiert sind und dass die gewerkschaftlichen Frauenstrukturen oft zu wenig genutzt werden und keine angemessenen Entscheidungsbefugnisse haben. Das trifft sogar dort zu, wo die weiblichen Mitglieder in der Gewerkschaft überwiegen. Die Seminarteilnehmerinnen verabschiedeten eine Reihe von Schlussfolgerungen, die das Ziel haben, FIET- Tätigkeitsbericht- Frauen 1991- 1995 7 HANGING AFRICA 1993 Mimoseno shaagidasigadozifans leanor acetill HOV Die AFRO- FIET Frauenkoordinatorinnen, Annie Mumba für das englischsprachige Afrika( links) und Fatoumata Binta Berete Sylla für das französischsprachige Afrika( rechts) spielen eine wichtige Rolle in der Bildungsarbeit der FIET in Afrika. Während des angegebenen Zeitraums wurden zwölf Regionalseminare und eine große Anzahl von Frauenseminaren auf nationaler Ebene organisiert. Die Frauenkoordinatorinnen trugen auch zur Erarbeitung zweier Bildungshandbücher bei:" Filling the Gap"( Die Kluft überbrücken) in englischer Sprache und" La Femme à Mille Bras", das in französischer Sprache veröffentlicht wurde. gaub Hovi M ibio die Zahl der weiblichen Ausbilder, Verhandlungsbeauftragten und Organisatoren in den Gewerkschaften anzuheben. msb Mai 1992: Ostafrikanischer regionaler AFROFIET- Frauen- Workshop na gamis bau alishusd Vom 21. bis 23. Mai 1992 hat in Kampala, Uganda, der erste ostafrikanische subregionale FrauenWorkshop stattgefunden. Das Treffen schloss an das erfolgreiche regionale Frauenseminar für das englischsprachige Afrika an, das im November 1991 in Lusaka, Sambia, durchgeführt worden war. Unter dem Vorsitz von Annie C. Mumba, der Koordinatorin für Frauenfragen, wickelten die sechzehn Teilnehmerinnen aus Kenia, Tansania und Uganda ein ehrgeiziges Programm ab. Ein Teil der Arbeiten war der Rolle der Frau in den ostafrikanischen Ländern gewidmet. Die Gastgebergewerkschaften hatten Anna Magezi, eine erfahrene Referentin und Präsidentin des ugandischen Industriegerichtshofs eingeladen. Das hervorragende Referat von Frau Magezi gab zu einer lebhaften Diskussion Anlass. Mai 1993: Treffen der Redaktionsgruppe " Filling the Gap", das Gewerkschaftshandbuch für Frauen, war Anlass für das Treffen einer sechsköpfigen weiblichen Redaktionsgruppe, das vom 10 bis 15. Mai 1993 in Lusaka stattfand. Juni/ Juli 1993: Subregionaler Workshop für das englischsprachige Westafrika Neunzehn Frauen nahmen vom 28. Juni bis zum 2. Juli in Accra an einem subregionalen Workshop für das englischsprachige Westafrika teil. Juli 1993: Ostafrikanisches Seminar Nairobi war der Tagungsort für ein Seminar für 8 FIET- Tätigkeitsbericht- Frauen 1991- 1995 Ostafrika, das vom 19. bis zum 23. Juli 1993 unter Beteiligung von 24 Personen stattgefunden hat. Gewer August 1993: Regionaler Workshop für das südliche Afrika Dieses Vom 15. bis 18. August 1993 ist in Mbabane ein regionaler Workshop für 15 Teilnehmer aus Gewerkschaften des südlichen Afrikas organisiert worden. sid Die Leitung hatte Annie Mumba. Juli 1994: Regionalseminar für das englischsprachige Westafrika mob ms dmss In Accra, Ghana, hat vom 18. bis 22. Juli ein Regionalseminar für Frauen stattgefunden, an dem sich 18 Mitglieder von 9 Gewerkschaften des englischsprachigen Westafrikas beteiligt haben. Dieses Seminar ist in enger Zusammenarbeit mit ICU, Ghana, dem örtlichen Vertreter der Friedrich Ebert- Stiftung und AFRO- FIET/ FIET organisiert und durchgeführt worden. Die Schirmherrschaft hatte die deutsche FES übernommen. November 1994: Regionales AFRO- FIETFrauenseminar für das südliche Afrika Insgesamt 23 Gewerkschafterinnen aus dem südlichen Afrika haben vom 14. bis 19. November an einem regionalen Frauenseminar in Harare, Simbabwe, teilgenommen, um dem Schulungshandbuch" Filling the Gap" den letzten Schliff zu verleihen. Dieses Treffen war der Höhepunkt verschiedener anderer Sitzungen, auf denen dieses Gewerkschaftshandbuch vorbereitet und redigiert worden war. Erstmals waren Vertreterinnen von FIET- Mitgliedsorganisationen aus Mosambic anwesend. Mit Ausnahme der Seminare in Nairobi und Accra, die finanziell von der deutschen Friedrich- EbertStiftung unterstützt worden waren, fungierte der niederländische FNV als Sponsor dieser Aktivitäten. Die Gruppe, die die letzte redaktionelle Bearbeitung des Handbuchs Filling the Gap( Die Kluft überbrücken) him vornahm, das von AFRO- FIET- Frauen im südlichen Afrika verfasst und gestaltet wurde, ist im November 1994 in Harare zusammengetreten. Das Handbuch soll zu einem festen Bestandteil von Bildungsseminaren im englischsprachigen Afrika werden. FIET- Tätigkeitsbericht- Frauen 1991- 1995 Stiftung Friedrich 9 Frauenaktivitäten im französischsprachigen Afrika Oktober 1991: Regionalseminar für das französischsprachige Afrika In Conakry, Guinea, hat vom 7. bis 11. Oktober ein Regionalseminar für Gewerkschafterinnen des französischsprachigen Afrikas stattgefunden. Die 32 Teilnehmerinnen aus neun Ländern untersuchten die Rolle der Frau in der Gesellschaft und im westafrikanischen Arbeitsalltag. Die Teilnehmerinnen arbeiteten die Prioritäten ihrer Gewerkschaften auf den Gebieten heraus, die für weibliche Arbeitnehmer besonders wichtig sind. Sie erstellten gemeinsam Pläne für Frauenaktivitäten in ihren Heimatländern. Während des Seminars wurde angeregt, Fatoumata Binta Bérété Sylla, die Generalsekretärin der Gewerkschaft Health Workers' Union von Guinea, als neue Frauenkoordinatorin für das französischsprachige Afrika zu ernennen. FIET war auf dem Seminar durch Jan Furstenborg und Carin Andersson- Sjögren von der Abteilung für Bildungsfragen und durch Rigmor Mjörnell, den Projektberater des TCO, Schweden, vertreten. Januar 1993: Workshop für Gewerkschafterinnen der Sahelzone Vor der Regionalkonferenz wurde in Niamey vom 29. bis 31. Januar 1993 ein erster Workshop für Gewerkschafterinnen der Sahelzone durchgeführt, an dem 14 Frauen teilnahmen. Die Koordination lag in Händen von Berite Fatoumata Binta Sylla. Dezember 1994- Juni 1995: Projekt für Westafrika und Tschad/ LO- TCO Das Projekt des LO/ TCO für das französischsprachige Westafrika und Tshad wurde unter der Koordinatorin Fatoumata Bérété und der schwedischen Projektberaterin May Gauffin vom SIF, Schweden, weitergeführt. Die Beraterin besuchte vom 15. Dezember 1994 bis 6. Januar 1995 die vier Länder Elfenbeiküste, Burkina Faso, Niger und Unmittelbar vor der AFRO- FIET- Konferenz im Jahre 1993 in Niamey wurde ein Workshop für Gewerkschafterinnen aus Ländern der Sahelzone organisiert. Vor allem seit dem FIET- Weltkongress im Jahre 1987 in Togo unternehmen die Frauen in der Region grosse Anstrengungen, um eine wichtigere Rolle in der nationalen und der A sgido gesamtafrikanischen Gewerkschaftsbewegung zu spielen. LES FEMMES SYNDICALISTES DU SAHEL EN LUTTE POUR LE DEVELOPPEMENT L'EGALITE ET LA SOLIDARITE NIAMEY 1997 10 FIET- Tätigkeitsbericht- Frauen 1991- 1995 Tschad, die zu diesem Projekt gehören. Während ihrer Dienstreise organisierte sie Treffen mit Gewerkschaftsführern und aktiven Gewerkschafterinnen. May Gauffin führte auch Workshops für Leiterinnen von Frauenstudienzirkeln durch. Dieses Projekt geht im Juni 1995 zu Ende. APRO- FIET - April Mai 1991: 4. APRO- FIET- Ausbildungskurs für Gewerkschaftsführerinnen Am 4. APRO- FIET- Ausbildungskurs für Gewerkschaftsführerinnen, der vom 29. April bis zum 4. Mai 1991 in Singapur stattgefunden hat, haben achtundzwanzig Frauen, die 26 Gewerkschaften aus 10 Ländern vertraten, teilgenommen. Dieser Kurs gehört zur Strategie der APRO- FIETKampagne, mit der die Frauen stärker in die Gewerkschaften einbezogen werden sollen. Er war vor allem für die Mitgliedsorganisationen bestimmt, die in der Lage sein sollen, Funktionärinnen für die Übernahme von mehr Verantwortung in der Gewerkschaft auszubilden. Zu den Themen gehörten: Organisierung, Tarifverhandlungen, Bearbeitung von Beschwerden und gewerkschaftliche Ausbildung. Der Kurs wurde von einem Team von Ausbildern durchgeführt, die von APROFIET geschult worden waren. Es handelte sich um folgende Personen: Margaret Quick, früher beim SBEU, Singapur; Ng Siew Lan, RRISU, Malaysia; und Tennakoon, CBEU, Sri Lanka. Die Leitung des Kurses hatte Maureen Yap, APRO- FIET Koordinatorin für Frauenaktivitäten, die vom Regionalsekretariat unterstützt wurde. Mai 1992: 5. APRO- FIET- Kurs für Gewerkschaftsführerinnen Am 5. APRO- FIET- Ausbildungskurs für Gewerkschaftsführerinnen haben 28 Frauen teilgenommen, die 25 Gewerkschaften aus 9 Ländern der Region Asien und Pazifik vertraten. Der Lehrgang hat vom 17. bis 24. Mai in Singapur stattgefunden. In diesem Kurs sollten vornehmlich Fertigkeiten gefördert Teilnehmer an der 4. APRO- FIET- Frauenkonferenz, die am 22. und 23. Oktober 1994 in Kuching, Sarawak/ Malaysia, unmittelbar vor der APRO- FIET- Regionalkonferenz stattfand und folgendem Thema gewidmet war:" Kampf für die Gleichstellung der Frauen in einer im Wandel befindlichen Welt: Herausforderungen und Strategien". FIET- Tätigkeitsbericht- Frauen 1991- 1995 11 Der Kampf für die Gleichstellung wurde auf der 4. APRO- FIET- Frauenkonferenz im Rahmen einer besonderen Ausstellung veranschaulicht. Gew ST 19b gmdl werden, die für die Arbeit der Teilnehmerinnen wichtig sind, ausserdem sollten sie für Führungstätigkeit in ihrer Gewerkschaft geschult werden. Darüber hinaus umfasste das Programm einen eintägigen Workshop für Organisierungsstrategie, der den Teilnehmerinnen Gelegenheit zu einem Erfahrungsaustausch über erfolgreiche Strategien für die Organisierung und Einbeziehung der Frau in die Gewerkschaftsbewegung bot. Der Kurs wurde von einem Team von Ausbildern geleitet, die von APRO- FIET geschult worden waren. Die Leitung hatte Maureen Yap, die APRO- FIETKoordinatorin für Frauenaktivitäten. APRO- FIET hat zahlreichen angeschlossenen Gewerkschaften bei der Durchführung von Schulungskursen für Frauen auf Gewerkschaftsund Landesebene geholfen. 1993 hat APRO- FIET keine speziell für Frauen bestimmten Regionalaktivitäten durchgeführt, doch wurde an Plänen für die regionale Frauenkonferenz gearbeitet, und die Finanzierungsmöglichkeiten wurden geprüft. Oktober 1994: 8. Regionaler APRO- FIETAusbildungskurs für Organisatoren Am jährlichen Ausbildungslehrgang für Organisatoren haben FIET- Gewerkschafterinnen aus Pakistan, Singapur und Korea mit grosser Begeisterung teilgenommen. Sie arbeiteten gemeinsam mit männlichen Kollegen in den verschiedensten Workshops, in denen Kenntnisse in Organisation und Kommunikation sowie Techniken für Studienzirkel und Ausbildung von Arbeitskräften als Mittel zur Organisierung von Arbeitnehmern vermittelt wurden. Oktober 1994: 4. APRO- FIETRegionalfrauenkonferenz Am 22. und 23. Oktober hat in Kuching die 4. APRO- FIET- Regionalfrauenkonferenz stattgefunden, die unter dem Thema stand:" Kampf für die Gleichstellung der Frauen in einer sich im Wandel befindlichen Welt: Herausforderungen und 12 FIET- Tätigkeitsbericht- Frauen 1991- 1995 EURO- FIET Februar 1992: Dreigliedriges Seminar über Berufsausbildung Die Sekretärin der Gruppe hat am 17. und 18. Februar in Spanien an einem dreigliedrigen Seminar über Berufsausbildung für Frauen teilgenommen, auf dem Gewerkschaftsvertreterinnen betonten, dass Ausbildungsmassnahmen notwendig seien, um die Frauen in die Politik zur Verwirklichung der Chancengleichheit einzubeziehen.b April 1992: FIET- Arbeitsgruppe für berufstätige Frauen Auf der Tagesordnung des Treffens der FIETArbeitsgruppe für berufstätige Frauen, die am 23. und 24. April 1992 in Genf tagte, stand die Prüfung der Richtlinien der Europäischen Kommission, die Frauen betreffen. Juli 1993: EURO- FIET- Seminar für Unterhändlerinnen in Brüssel smdsalist si An diesem Seminar, das am 5. und 6. Juli stattgefunden hat, haben 70 leitende weibliche Verhandlungsbeauftragte teilgenommen. Im Mittelpunkt der Beratungen stand unter anderem die Verbindung zwischen Arbeitszeit und fortgesetzter ungleicher Entlohnung von Männern und Frauen. Die Teilnehmerinnen hatten Gelegenheit, an der Schaffung einer EURO- FIET- Strategie in diesem Bereich mitzuwirken. In den Schlussfolgerungen wurde bekräftigt, dass Frauen inbesonderem Masse von der Wirtschaftsrezession und Arbeitslosigkeit betroffen sind. Die Massnahmen der Europäischen Gemeinschaft in Fragen wie der sexuellen Belästigung, Kinderbetreuung und Mutterschaftsurlaub gehen im allgemeinen von einem Frauenprogramm, nicht jedoch von einem Programm der Gleichstellung aus. FIET begrüsste die Bemühungen der Europäischen Kommission, Frauenfragen in alle Bereiche der Gemeinschaftspolitik einzubeziehen. Das Seminar befasste sich auch mit einer Reihe von Fragen im Zusammenhang mit Arbeitslosigbeit von Mann und Frau und Arbeitszeitpolitik. Die Seminarteilnehmerinnen stellten fest, dass zwar seit 20 Jahren in Europa Gesetze über Gleichstellung existieren und es Gremien und Gewerkschaftsinitiativen zur Förderung der Gleichstellung gibt, dass aber Theorie und Praxis noch weit auseinanderklaffen und der Graben sich in vielen Fällen noch vertieft. Die Teilnehmerinnen berichteten über immer grössere Schwierigkeiten bei der Förderung der Gleichstellung infolge der steigenden Arbeitslosigkeit und der mangelnden Arbeitsplatzsicherheit. Sie prüften die örtliche Gewerkschaftspolitik sowie nationale und internationale Strategien, mit denen die Hindernisse bei der Verwirklichung der Gleichstellung überwunden und die Belange der berufstätigen Frauen gebührend berücksichtigt werden sollen. Sie stellten fest, dass die FIET- Mitgliedsorganisationen hierzu langund kurzfristige Strategien brauchen, um Probleme wie etwa die Umverteilung der Arbeit, Zeit für Haushalt und Freizeit, Arbeitsplatztrennung, sowie Ausbildung und Schulung anzupacken. Durch erfolgreiche Massnahmen in diesen Bereichen könnte die Lebensqualität von Mann und Frau verbessert werden. Beteiligung der Frauen an EURO- FIETAktivitäten A dal Die Hälfte der EURO- FIET- Mitglieder sind Frauen, und die Beteiligung der Frau in den Gewerkschaften, die von der FIET betreut werden, nimmt zu. Dennoch muss die Vertretung der Frau in den Fachgruppen gefördert werden. Bei Treffen von Gewerkschaftsvertreterinnen multinationaler Unternehmen wurde festgestellt, dass die Lage dort besser ist, da in den EURO- FIET- Bereichen viele weibliche Gewerkschaftsvertrauensleute zu finden sind. Auch im Jugendausschuss entspricht die zahlenmässige Vertretung der Frauen ihrer Gesamtmitgliedschaft. Der geringe Anteil von Frauen in den höheren Gewerkschaftsfunktionen spiegelt die Situation am Arbeitsplatz wider, die wir ändern wollen. Dieses Problem muss in den Fachgruppen und in der FIETArbeitsgruppe für berufstätige Frauen aufgegriffen werden, damit sich die Frauen in Zukunft vermehrt an FIET- Aktivitäten beteiligen können. Die Arbeitsgruppe für berufstätige Frauen hat sich daher das Ziel gesetzt, alle Fachgruppenaktivitäten unter dem Gesichtspunkt der Gleichstellung anzugehen und die EURO- FIET- Arbeit zur Förderung der Gleichstellung spezifisch auf Fachgruppen auszurichten. 14 FIET- Tätigkeitsbericht- Frauen 1991- 1995 Andere Aktivitäten oigad Andere, die Frau betreffende Aktivitäten befassen sich mit Gewerkschaften und Kinderbetreuung sowie Werbung und Einbindung von Frauen in die Gewerkschaften. Die Arbeitsgruppe für berufstätige Frauen hat Kontakte zu EURO- FIET- Frauen in Mittel- und Osteuropa angeknüpft. In dieser Region müssen vermehrte Anstrengungen unternommen werden, um die Lage der Frau auf dem Arbeitsmarkt, in Gewerkschaften und der Gesellschaft zu verbessern. Am 3. April 1993 ist ein Seminar für tschechische und slowakische Mitgliedsorganisationen durchgeführt worden. Auf den letzten Treffen der Arbeitsgruppe für berufstätige Frauen standen Gleichstellungsfragen innerhalb der Europäischen Union im Mittelpunkt. Das Büro in Brüssel spielt eine wichtige Rolle, um die EURO- FIET bei der Durchführung von Aktivitäten in diesem Bereich zu unterstützen. Verschiedene Frauen von angeschlossenen Gewerkschaften in Entwicklungsländern haben Verbindung zu EURO- FIET- Mitgliedern aufgenommen. Zu erwähnen ist beispielsweise der von HBV/ FES/ FIET unterstützte Besuch von Gewerkschafterinnen von Mitgliedsorganisationen aus dem südlichen Afrika im August 1993. IRO- FIET eb September 1992: Seminar für Gleichstellung in Argentinien Über 60 Gewerkschafterinnen von FIET- Mitgliedsorganisationen aus Argentinien, Brasilien, Chile, " Die Über 60 Vertreterinnen von FIET- Mitgliedsorganisationen in Argentinien, Brasilien, Chile, Mexiko, Paraguay, Peru und Venezuela nahmen an einem IRO- FIET- Frauenseminar teil, das im September 1992 in Buenos Aires, Argentinien, veranstaltet wurde. In den Schlussfolgerungen verlangten die Anwesenden eine stärkere Beteiligung der Frauen an der Gewerkschaftsarbeit und die Förderung der Gleichstellung auf dem Weg von Tarifverhandlungen. Die Seminarteilnehmerinnen wiesen auch auf den Zusammenhang zwischen der vermehrten gewerkschaftlichen Organisierung der Frauen und ihrer Mitwirkung auf allen Stufen hin und sie bezeichneten die Gleichstellung als ein zentrales Anliegen der Gewerkschaften. W FIET- Tätigkeitsbericht- Frauen 1991- 1995 15 5. IGBF- Frauenkonferenz, die vom 21. bis 25. April 1991 in Ottawa, Kanada, stattgefunden hat. Dreihundert Gewerkschafterinnen von 71 IBFGMitgliedsorganisationen waren gekommen, darunter auch Teilnehmerinnen aus Mittel- und Osteuropa. Darüber hinaus waren fünfzehn IBSe vertreten. In den Plenarsitzungen und in Arbeitsgruppen wurden folgende Themen behandelt: Ermächtigung der Frau, volle Beteiligung an der Gesellschaft, Forderung nach dem" rechtmässigen Platz und Wert" der Frau, Anerkennung des Wirtschaftsstatus der Frau, und volle Einbeziehung der Frau in die Gewerkschaften. Gastgeber der Konferenz war der Canadian Labour Congress ( CLC). Die CLC- Präsidentin Shirley Carr, sowie Joyce Miller, Mitglied des Vorstands des amerikanischen Gewerkschaftsdachverbands AFL- CIO, hielten jeweils eine Ansprache an die Delegierten. Unter den Schlussfolgerungen der Konferenz ist folgende Erklärung zu erwähnen: " Die Frauen in aller Welt haben niemals mehr verlangt als an den Freuden des Lebens teilzuhaben; die Frauen haben niemals mehr als gleiche Rechte gefordert- kurzum: wir wollen politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Gleichstellung- wir wollen Brot und Rosen!" Die FIET- Vertreterinnen auf der Konferenz waren Renate Csörgits vom österreichischen Mitglied GPA und Ilona Schulz- Müller von der DAG. Beide gehören der FIET- Arbeitsgruppe für berufstätige Frauen an. Oktober 1994: 6. IBFG- Frauenkonferenz Vom 25. bis 28. Oktober sind über 300 Gewerkschafterinnen aus 62 Ländern in Den Haag, Niederlande, zur 6. Weltfrauenkonferenz zusammengekommen, die vom Internationalen Bund Freier Gewerkschaften mit Sitz in Brüssel zusammen mit dem FNV, dem niederländischen Gewerkschaftsdachverband und IBFG- Mitglied, organisiert worden war. Im Mittelpunkt der Konferenz stand das Thema:" Die Welt durch Gleichstellung verändern". Die Delegierten arbeiteten drei Tage lang in verschiedenen Gruppen an Strategien, um Theorien in die Praxis umzusetzen. FIET- Vertreterinnen auf der Konferenz waren Irene Sundelin, Vorsitzende der Arbeitsgruppe für berufstätige Frauen, Renate Csörgits- GPA Österreich, Wanda Guimaraes- SBSI Portugal, Florence Daka- ZUFIAW, Sambia, und die FIET- Sekretärin D. Catherine Sánchez. Ausserdem waren noch verschiedene andere Vertreterinnen von FIET- Mitgliedsorganisationen anwesend. Oktober 1991: EGB Die Sekretärin der Arbeitsgruppe für berufstätige Frauen nahm an zwei Tagungen des EGBFrauenausschusses teil. Die erste Tagung, die am 14. und 15. Oktober 1991 stattfand, befasste sich mit der weiblichen Arbeitslosigkeit in der europäischen Gemeinschaft; die zweite, die vom 3. bis 4. Februar 1992 dauerte, mit atypischen( oder nicht standardkonformen) Beschäftigungsmustern und Entwicklungen der EG- Richtlinie über Mutterschutz. Wanda Guimaraes nahm als FIET- Vertreterin an einem EGB- Seminar über sexuelle Belästigung teil, das vom 15. bis 17. Dezember 1992 in Holland organisiert wurde. Die Teilnehmerinnen prüften die Frage, wie die Gewerkschaften Arbeitsplatzrichtlinien zu diesem Thema erarbeiten sollten. September 1994: EGB- Frauenausschusstagung Die FIET- Sekretärin nahm am 5. und 6. September in Brüssel an der Frauenausschusstagung teil, auf der folgende Themen eingehend erörtert wurden: Entwicklungen in der EU, Gleichbehandlung von Frauen und Männern im Sozialversicherungsssystem, EGB- Aktionsplan für Frauen, und Frauen und Gesundheit. Bei dieser Gelegenheit wurden die Aktivitäten, die Zusammensetzung und künftige Initiativen des EGBFrauenausschusses überprüft. Januar 1993: Internationale Arbeitsorganisation Im Jahr 1993 nahm die FIET an Beratungen der Internationalen Arbeitsorganisation über neue Normen für Teilzeitarbeitnehmer teil. Juni 1994: Internationale Arbeitskonferenz Die Internationale Arbeitskonferenz hat das Übereinkommen( Nr. 175) und die Empfehlung ( Nr. 182) über Teilzeitarbeit angenommen. Damit haben die FIET und ihre Mitgliedsorganisationen einen schönen Erfolg erzielt, denn dank der FIET- Tätigkeitsbericht- Frauen 1991- 1995 17 Unterstützung von angeschlossenen Gewerkschaften war es gelungen, dieses Thema auf die Tagesordnung setzen zu lassen. November 1994: Dreigliedrige IAO- Tagung Der FIET- Sekretär hat vom 21. bis 25. November 1994 an der dreigliedrigen Sachverständigentagung der IAO über" Soziale Sicherheit und Sozialschutz: Gleichbehandlung von Männern und Frauen" teilgenommen. Auf dieser Tagung wurden Schlussfolgerungen verabschiedet, in denen der Grundsatz der Gleichbehandlung von Männern und Frauen in der sozialen Sicherheit nachdrücklich bekräftigt wurde. Globales Gleichstellungsprojekt 1995-1999 Die FIET hat ein neues Vierjahresprojekt beantragt, um die Gleichstellung der Frau durch Fortbildung von Arbeitskräften und organisierte Frauenstrukturen in der AFRO-, APRO- und IRO- FIETRegion weiter zu fördern. Der Antrag ist beim niederländischen FNV eingereicht worden. Die ersten Treffen zur Erfassung von Daten sowie Forschungsarbeiten, die die Grundlage dieses Projekts darstellen, haben schon begonnen. Ein Teil dieser Arbeit wird durch einen vor kurzem versandten Fragebogen ergänzt, in dem FIETMitgliedsorganisationen gebeten werden, über die Beteiligung der Frauen an FIET- Gewerkschaften Auskunft zu geben. 1994 Jahr der Familie 1994 war das Internationale Jahr der Familie. Die Gewerkschaften haben die Regierungen nachdrücklich aufgefordert, das IAO- Übereinkommen Nr. 156 über Arbeitnehmer mit Familienpflichten zu ratifizieren. Der Weltvorstand ist bei seiner Tagung im März 1994 in Amsterdam ersucht worden, die Schritte des Sekretariats gutzuheissen, mit denen die FIETMitgliedsorganisationen ermutigt werden sollen, Druck auf die Regierungen auszuüben, damit diese das IAO- Übereinkommen Nr. 156 ratifizieren. 18 FIET- Tätigkeitsbericht- Frauen 1991- 1995 Z 801