Tätigkeitsbericht 1991-1995 fiet work World Congress Vienna 95 am 24 Juni 19 und setzte FIET- Tätigkeitsbericht 1. Mai 1991- 15. März 1995 Inhaltsverzeichnis Mitstreiter Nachrufe Gewerk 3 Kapitel 1: Einleitung 7 Kapitel 2: Feier zum 90. Jahrestag der FIET 12 Kapitel 3: Leitende Organe Weltkongress Weltvorstand..... Geschäftsführender Vorstandsausschuss Kapitel 4: Sekretariat und Büros 223 19 27 35 36 Kapitel 5: Regionalorganisationen AFRO- FIET. APRO- FIET 43 45 60 EURO- FIET. 71 IRO- FIET Kapitel 6: Fachgruppen Banken........... 87 99 101 Thomas KahnIndustrie. Industrie.............. Kapitel 7: Handel.... Frisör- und Kosmetikberufe Versicherungen......... Wartungs- und Sicherheitsdienste Sozialversicherung und Gesundheitsdienste Tourismus und Freizeitindustrie Zwischenberufliche Gruppen Rigoberto BoxAngestellte in Leitungsfunktionen 115 127 130 142 148 159 167 169 ..... 171 Frauen..... 183 Jugend.. Jugend................ 196 Kapitel 8: Tätigkeiten auf dem Gebiet der multinationalen Gesellschaften 202 Kapitel 9: Bildungstätigkeiten 205 Kapitel 10: Auch er Solidarität: Verteidigung der Menschen- und Gewerkschaftsrechte...... 220 Kapitel 11: Internationale Beziehungen. 232 Dande Kapitel 12: Mitgliedschaft. 243 rince $ 300 08 T TOT 211 FST DET SAI 80 ear E8I dbidali gië- H 2001 M.21-1QQI isMP aindia19vallsdal Tad rob estradel.00 s surdosM 900 bio I EstiquX bastrovilo 208 b Istiqn 19000saimsoldige Istiq21 TBH- OAHA TEH- 089A T- OU noggingd : Istiqu .noxne@ fabite H stoditom20b- 2 ............ mognunodoje plansbaodredbi big- agaw ormsibation but bougainvisio? eizubniki bon somehoT maq sotmedasdoaiw Tfstiqu Gasgul bal solum bomb bus noliopigiT 8 JaliqoX Istiq 20S USS addaghowo budem bugibisibilo? 01 Istiqu nomadoledom! 11 Jstign SEE * fedeborgtiM : Si Istiqo Bonn Bibliothek Чадрана * Z 22300 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 görzocchising Nachrufe ever hide To A mie 157252 15 21 ere aid mA 2929 Avraham Alon, Leiter der Abteilung für internationale Fragen der HISTADRUT, Israel, verstarb am 24. Juni 1991 im Alter von 59 Jahren. Er stand seit über 20 Jahren im Dienste der HISTADRUT und setzte sich mit grosser Hingabe für ihre internationalen Tätigkeiten ein. word v Mary Ntseke, starb am 18. November 1991 im Alter von 68 Jahren. Mary, eine der langjährigsten Mitstreiterinnen der Gewerkschaftsbewegung in Südafrika, war Generalsekretär der Brushes and Cleaners Workers' Union( BCWU) seit der Gründung der Gewerkschaft im Jahr 1982 und Mitglied des Zentralvorstandes des National Council of Trade Unions. James Knox, Präsident der New Zealand Federation of Labour in der Zeit von 1979 bis 1988, verstarb am 1. Dezember 1991. Hans Ulrich Hug, Zentralpräsident des Schweizerischen Kaufmännischen Verbandes( SKV) seit 1977, starb am 5. Dezember 1991. Er war Mitglied der sozialdemokratischen Partei und gehörte von 1974 bis 1981 dem Grossen Rat des Kantons Bern an. inolue 20 Abdulla Bastürk, Präsident des progressiven Gewerkschaftsbundes( DISK) seit 1977 und Mitglied des EGB- Exekutivausschusses, verstarb am 19. Dezember 1991. François Staedlin, Vorsitzender des Wirtschafts- und Sozialausschusses der Europäischen Gemeinschaft seit Oktober 1990, starb am 30. Dezember 1991. asb ai Charles Moono, Generalsekretär der Zambia Union of Financial Institutions and Allied Workers ( ZUFIAW), verstarb am 22. März 1992. Er war seit vielen Jahren als Funktionär und Bildungsbeauftragter der ZUFIAW tätig und wurde Ende 1991 zum Generalsekretär der Gewerkschaft gewählt. ail de tags Thomas Kahn, der seit 1986 die Abteilung für internationale Fragen des AFL- CIO leitete, starb am 27. März 1992. Thomas Nielsen, gewählter Generalsekretär der LO Dänemark und seit 1967 bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1982 Präsident der Gewerkschaftsorganisation, verstarb am 6. Mai 1992. Rigoberto Borja Blanco, ein Gewerkschaftsführer in Honduras, wurde am 15. Juli 1992 ermordet. Emilio Vasquez Vallecillas, Vizepräsident der CTC, Kolumbien, wurde am 17. Juli 1992 ermordet. Miguel Angel Alveranga, ein Gewerkschaftsführer in El Salvador, der zahlreiche Morddrohungen erhalten hatte, wurde am 23. Juli 1992 umgebracht. -JUI lismic w boy Salvador Ivan Ramirez, ein Gewerkschaftsführer in El Salvador, wurde am 31. Juli 1992 ermordet. Auch er hatte zahlreiche Morddrohnungen erhalten. 18.02. D.V.K. Sastry, Landessekretär der Hind Mazdoor Sabha( HMS), Indien, seit Februar 1992 und Veteran der Gewerkschaftsbewegung, verstarb im August 1992. FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 3 الا 4 Max Harvoe, früherer Präsident der dänischen Mitgliedsorganisation Handels- og Kontorfuntionaerernes Forbund( HK), starb am 18. August 1992 im Alter von 71 Jahren. 1969 wurde er zum Präsidenten der HK gewählt und bekleidete dieses Amt bis 1979, als er Schatzmeister der Gewerkschaftszentrale LO wurde. Während seines Präsidentschaftsmandates war er auch Mitglied des FIET- Weltvorstandes. LAURA AS MUS sixte bou Pedro Orellana, ein Verantwortlicher der peruanischen Gewerkschaftszentrale CGTP, wurde am 27. August 1992 von bewaffneten und maskierten Angreifern umgebracht. IBM ismatiM Juan Antonio Giraldo, der viele Jahre im Dienst der argentinischen Gewerkschaftsbewegung stand, verstarb am 30. August 1992. Er leitete während langer Zeit die IRO- FIET- Fachgruppe Handel und war auch stellvertretender Generalsekretär der argentinischen Mitgliedsorganisation CGEC, die heute unter dem Namen FAECYS bekannt ist. eute unter dem N Nel Tegelaar, Mitglied des Vorstandes des niederländischen NVV von 1972 bis 1976 und des FNV von 1976 bis 1978 sowie des IBFG- Vorstandes von 1972 bis 1975, starb am 8. September 72 bis 1975, starb am 8. September 1992. rrer Oscar Pauloni, Sekretär für internationale Fragen der argentinischen FIET- Mitgliedsorganisation FAECYS, verstarb am 15. September 1992. Er spielte eine bedeutende Rolle in der IRO- FIETtember 1992. Er spi TA Fachgruppe Handel. fox- 809 aob Carlos Colazo, ein argentinischer Gewerkschafter von besonderem Format und früherer Regionalvertreter der IRO- FIET, ist am 21. September 1992 von uns gegangen. Zur Zeit der Militärdiktatur in den 70er Jahren war er zum Verlassen seines Landes gezwungen worden und floh nach Venezuela, ein Land, das zu seiner zweiten Heimat wurde. Carlos Colazo war fast fünfzehn Jahre lang als Regionalvertreter für die IRO- FIET tätig; 1991 trat er in den Ruhestand. WAIRUS) Willy Brandt starb am 8. Oktober 1992. Auf dem FIET- Weltkongress im Jahre 1960 war der damalige Bürgermeister von Westberlin der prominente Gastreferent. Er war Friedensnobelpreisträger und leitete vor seinem Tod eine Nord- Süd- Kommission, die einen Bericht zum Thema: 1, die einen Bericht zum Thema: " Das Überleben sichern" veröffentlichte. sperm VS ms John R. Ngwiri starb am 10. Oktober 1992. Dieser aussergewöhnliche Gewerkschafter aus Malawi war Mitarbeiter des IBFG von 1961 bis 1964, als er wieder in sein Land zurückkehrte und ein hohes Amt im Arbeitsministerium des jungen unabhängigen Staates Malawi übernahm. Später wurde er Kabinettssekretär. Casubr stootedogi Thomas W. Gleason, langjähriger Vorsitzender des AFL- CIO- Zentralvorstandes und seines Ausschusses für internationale Angelegenheiten. und ehemaliger Präsident der ITF, verstarb am 24. Dezember 1992. logo A langi Ishmail Nedziwe, IUL- Regionalsekretär für Afrika, ist am 11. Januar 1993 unerwartet gestorben. Er stand seit 1963 im Dienst der Gewerkschaftsbewegung und war auch Generalsekretär der United Food and Allied Workers' Union of Zimbabwe. siladas semundo dojezdexed 19 A Chandersendsing Bhagirutty, früherer Präsident des Mauritius Labour Congress und Mitglied des IBFG- Vorstandes, verstarb am 6. Februar 1993. FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Erwin Kristoffersen, der während 20 Jahren die Abteilung für internationale Fragen der deutschen FIET- Mitgliedsorganisation DGB geleitet hat, verstarb am 14. Februar 1993 im Alter von 60 Jahren. Katsuichi Yamamoto, ehemaliger Generalsekretär der Japan Federation of Commercial Workers' Union, ist am 18. März 1993 im Alter von 60 Jahren völlig unerwartet gestorben. Auf der da Gründungskonferenz der ASIA- FIET im Mai 1973 wurde er zum 2. Vizepräsidenten der old Regionalorganisation gewählt und 1974 als Nachfolger des verstorbenen Yeoh Teck Chye zum Botse ASIA- FIET- Präsidenten. Er wurde dann auf jeder Regionalkonferenz in diesem Amt bestätigt, und zwar bis 1986, als die Regionalorganisation in APRO- FIET umbenannt wurde. Er war auch langjähriges Mitglied des FIET- Weltvorstandes. Chris Hani, Generalsekretär der South African Communist Party( SACP) und prominenter ANCFührer, wurde am 10. April 1993 ermordet. Bashir Ahmed Khan Bakthiar, Gründer- Präsident der All Pakistan Federation of Trade Unions und Veteran der Gewerkschaftsbewegung, verstarb am 15. April 1993. Tausende von arbeitenden Männern und Frauen aus ganz Pakistan haben den allgemein beliebten Gewerkschaftsführer auf seinem letzten Gang begleitet. Cesar Chavez, der legendäre Leader der Farm- Wanderarbeiter in Kalifornien, USA, starb am 23. April 1993 im Alter von 66 Jahren. Mit Hungerstreiks, Boykotten und anderen Aktionen ist es Cesar Chavez gelungen, die Wanderarbeiter auf den kalifornischen Feldern zu organisieren und Verhandlungsrechte für ihre Gewerkschaft, United Farm Workers, durchzusetzen. Paulo César Vinha, Generalsekretär der CUT- Ortsgewerkschaft im Staate Espiritu Santo, Brazilien, wurde am 28. April 1993 ermordet. Oliver Tambo, ein prominentes Mitglied des African National Congress( ANC), starb im April 1993. Als der ANC in Südafrika 1960 verboten wurde, verliess Oliver Tambo das Land, um Tätigkeiten anderswo aufzubauen, und während der Gefangenschaft von Nelson Mandela wurde er 1967( in Sambia) zum amtierenden Präsidenten des ANC und 1977 zum Präsidenten dieser Organisation ernannt. Mihaly Köber, stellvertretender Vorsitzender der ungarischen FIET- Mitgliedsorganisationen BBDSZ, starb am 7. August 1993 im Alter von 63 Jahren. Er stand während vielen Jahren im Dienste der Bankangestellten und war seit dem Beitritt seiner Gewerkschaft im Jahre 1991 zur FIET ein Mitglied des FIET- Fachgruppenausschusses der Bankangestellten. David Burton, ehemaliger Funktionär der BIFU, Grossbritannien, und Generalsekretär einer Bausparkasse, ist im September 1993 im Alter von 56 Jahren unerwartet gestorben. Aufgrund seiner Tätigkeiten bei der BIFU in internationalen Banken war er den FIET- Mitgliedsorganisationen bestens bekannt. V.G. Gopal, Vizepräsident des INTUC, Indien, und Präsident der beiden Organisationen Tata Workers' Union und Indian National Metal Workers' Federation, wurde am 14. Oktober 1993 in seinem Büro erschossen. Die internatio er. Dies bilden die Busi FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 处 5 6 Bruno Storti, Präsident des IBFG von 1965 bis 1972 und früherer Generalsekretär der CISL, Italien, verstarb am 11. Januar 1994. bis 1979 Schatznatel Elijah Barayi, der erste Präsident des COSATU, der dieses Amt seit der Gründung der Organisation im November 1985 bis 1991 innehatte, ist am 22. Januar 1994 nach kurzer Krankheit im Alter von 63 Jahren gestorben.nu gillov 81 tai noinU John Kelly, International President der nordamerikanischen FIET- Gewerkschaft Office& Professional Employees International Union( OPEIU), starb im März 1994 unerwartet. Er gehörte von 1979 bis 1983 dem FIET- Weltvorstand an. Hans- Werner Meyer, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes, verstarb unerwartet am 9. Mai 1994 im Alter von 61 Jahren. Er begann seine berufliche Laufbahn als Bergmann und wurde 1990 zum Vorsitzenden des DGB gewählt. Rt. Hon. John Smith, Mitglied des Unterhauses und Leader der Labour- Partei, starb unerwartet am 12. Mai 1994 im Alter von 55 Jahren. Er war der Gastreferent auf dem EURO- FIET- Symposium" Nach Maastricht", das 1992 in London stattfand, auf dem er Gewerkschaftsführer aus aller Welt mit seinem Plädoyer für ein soziales Europa beeindruckt hatte. Paul Barton, ein hoher AFL- CIO- Funktionär im Büro der Organisation in Paris, der während vielen Jahren an der Arbeit des IBFG mitwirkte, starb am 31. Mai 1994 im Alter von 75 Jahren. Roger Varnier, Landessekretär der Sektion Handel der französischen FIET- Mitgliedsorganisation FEC- FO, ist am 10. Juni 1994 im Alter von 61 Jahren an Krebs gestorben. Als Mitglied des EURO- FIET- Fachgruppenausschusses Handel wirkte er aktiv an den Tätigkeiten der FIET mit. abouw slabios Tosib tabia muy asb sinsbla obtime mus( siding ni) raer 19 Jasm szing M mit neboli bat gauge diss2@ 10 stab ja w bad signs ob stansiⱭ bH- T314 zeb boilgilMais TEH Dangle/ more model 82 And 2001 100mq2 mi tai s Debbie M Tob to sw na nat daini U18 ob ideig misa United Vil 25b mob W IM on no goin show Jessories out blogised FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Kapitel 1 Einleitung " Wir sind uns bewusst, dass wir den Fortschritt in unserem Kampf ohne die internationale Unterstützung ganz allgemein und ohne die aktive Unterstützung der organisierten Arbeitnehmer rund um die Welt im besonderen nie erreicht hätten. Im Namen von ganz Südafrika übersende ich Euch diese Grussbotschaft als Dank für Eure selbstlosen Solidaritätskampagnen und in tiefer Verbundenheit. Wir wünschen Euch viel Glück für Euren unablässigen solidarischen Kampf für die Arbeitnehmer über alle Grenzen hinweg, die die Menschen künstlich trennen." Die Botschaft übermittelte Nelson Mandela der FIET anlässlich der Feier ihres 90. Jubiläums im März 1994 in Amsterdam. Das Thema des letzten FIET- Weltkongresses im Jahre 1991 lautete:" Gestaltung der Zukunft durch internationale Gewerkschaftssolidarität". Der Sieg über die Apartheid war ein spektakulärer Erfolg für die Bevölkerung Südafrikas und für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf der ganzen Welt. Dieser Bericht bezeugt: die internationale Gewerkschaftssolidarität ist zu einer treibenden Kraft im Kampf für Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit geworden. Die letzte Vierjahresperiode gehörte zu den dynamischsten in unserer 91jährigen Geschichte. Die FIET tritt nun in eine neue Ära ein. Die Zahl der Gebiete, auf denen sie sich betätigt, nimmt ständig zu. Sie wird aber nur in der Lage sein, den neuen Herausforderungen gerecht zu werden, wenn die Mitgliedsorganisationen stärker am Arbeitsalltag der Organisation mitwirken. Die FIET- Gewerkschaften organisieren in Sektoren der Wirtschaft, in denen der Wandel allgegenwärtig ist. Die Beschäftigung im privaten Dienstleistungssektor wächst zwar weiterhin, doch darf uns dieses Wachstum nicht über die Umstrukturierungen und Re- engineeringsverfahren im Bereich der Unternehmen und der Arbeitsplätze hinwegtäuschen. In diesem Sektor sind starke Gewerkschaften unerlässlich. Organisieren lautet für uns die Herausforderung, der wir uns im Vorfeld des 21. Jahrhunderts stellen müssen. Es ist eine Zeit, in der wir unser Denken in Frage stellen und nach neuen Aktionsformen suchen müssen. Die FIET- Mitgliedsorganisationen arbeiten unter schwierigen Bedingungen, die ihnen keine Ruhepause lassen. Unsere Gewerkschaften haben gezeigt, dass sie in der Lage sind, dieser Herausforderung zu begegnen. Die in vielen Teilen der Welt in jüngster Zeit beobachtete wirtschaftliche Wiederbelebung mag zur Annahme verleiten, dass das Schlimmste hinter uns liegt. Der Härte der heutigen Unternehmenspraktiken sind aber offenbar keine Grenzen gesetzt. Die globale Wirtschaft weist ein starkes Defizit im sozialen Bereich auf. Der UNO- Sozialgipfel in Kopenhagen ist vielleicht ein Zeichen für eine Trendwende. Demokratie, Vollbeschäftigung, soziale Gerechtigkeit und eine geschützte Umwelt müssen feste Bestandteile des Programms für das 21. Jahrhundert sein. Die dem Gipfel vorangegangenen Wochen waren von der Finanzkrise in Mexiko, Brasilien und Argentinien geprägt sowie vom Kurssturz des USDollars, gefolgt vom Zusammenbruch der Barings, der ältesten Bank des Vereinigten Königreichs. Es ist gibt wohl keine anschaulicheren Beispiele für die Anfälligkeit der heutigen globalen Wirtschaft. In Wien werden wir in unseren Debatten Möglichkeiten erörtern, die erlauben, der Globalisierung eine soziale Dimension zu verleihen. Für 80% der Weltbevölkerung kommen nun marktwirtschaftliche Prinzipien zur Anwendung. Der nicht standortgebundene Kapitalismus hat einige wenige unendlich reich gemacht und zu einer Verringerung der Kaufkraft der Massen geführt. Es gibt wohl keine Regierung auf der ganzen Welt, die sich nicht davor fürchtet, dass sich die Marktkräfte eines Tages gegen sie wenden könnten. In geringer Entfernung vom FIET- Sekretariat wurde kürzlich die Welthandelsorganisation( WTO) aus der Taufe gehoben. Über die WTO werden wir unseren Kampf für eine soziale Dimension des Welthandels fortsetzen. Es wäre zwecklos, einem freieren Handel den Weg zu bahnen, wenn nicht gleichzeitig ergänzende Massnahmen zur Verbesserung des Wohlergehens der Menschen ergriffen werden. Die internationale Staatengemeinschaft hat eine Gruppe von wesentlichen IAO- Arbeitsnormen angenommen. Diese bilden die Basis unserer Forderung nach einer Sozialklausel. FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 7 Unsere Zielsetzungen stellen in keiner Weise eine Übertreibung dar und enthalten auch keine protektionistischen Elemente. Die Strukturen des globalen Handels nehmen konkrete Formen an, und wir schulden es daher den künftigen Generationen, bereits heute eine soziale Dimension in diese Struktur einzubauen. Selbst wenn heute mehr Menschen das allgemeine Stimm- und Wahlrecht zugestanden wird, als noch vor vier Jahren, geht der Kampf für Gewerkschaftsrechte unvermindert weiter. Tausende von Menschen sind Opfer von Unterdrückung. Ein Schlüsselelement in der Arbeit der FIET ist die Förderung der Gewerkschaftsrechte. Ist es nicht reine Ironie, dass ausgerechnet autoritäre Regime ungezügelte Marktkräfte befürworten, die Arbeitnehmerschaft jedoch am Zügel halten. Bei unseren Anstrengungen zur gewerkschaftlichen Organisierung von Angestellten stehen wir weiterhin gesetzlichen Hürden gegenüber. Wir sehen nicht ein, weshalb man zum Beispiel Fach- und Führungskräften in vielen Teilen der Welt den Beitritt zu Gewerkschaften untersagt. itabilo In den emporstrebenden Volkswirtschaften beobachten wir einen raschen wirtschaftlichen Fortschritt und den Einsatz von Spitzentechnologie und modernen Produktionstechniken. Sehr oft aber sind die Arbeitsgesetze auf Kontrolle und Unterdrückung ausgerichtet, wodurch die Vereinigungsfreiheit der Arbeitnehmer häufig verhindert wird. Die FIET setzt sich unablässig für die Achtung der Gewerkschaftsrechte ein. Dies war auch eine der Botschaften, die die FIET an das Weltwirtschaftsforum 1995 in Davos richtete, ein wichtiges Treffen von politischen und wirtschaftlichen Spitzenvertretern, zu dem sie eingeladen worden war. Unsere Bildungstätigkeiten gehören zu den Beiträgen, die wir zur Förderung der Organisierung leisten. Seit 1991 haben 6'000 Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter an unseren Solidaritätsprojekten teilgenommen. Wir bilden Organisatoren von heute und Gewerkschaftsführer von morgen aus. inogrO TS Die FIET hat ausserdem Massnahmen zur Entwicklung ihres eigenen Informations- Systems eingeleitet und zu diesem Zweck in allen ihren Büros Investitionen im Bereich der Technologie getätigt. Die FIET Info und die FIETVeröffentlichungen erscheinen nun in einer modernen Aufmachung, und es ist jetzt an der Zeit, unsere Informationsund Kommunikationspraktiken neu zu überdenken. Unsere Leistungsfähigkeit wird letztlich von unserer Repräsentativität abhängen. Heute ist die FIET in allen Regionen und in allen Fachgruppen repräsentativer denn je. Im vergangenen Jahrzehnt verzeichnete die Internationale das grösste Wachstum in ihrer Geschichte. Bei der Eröffnung des Kongresses in San Francisco erreichte uns die Nachricht vom Putschversuch in Moskau. Die Kongressteilnehmer gingen auf die Strasse, um diesen Putsch zu verurteilen und um gegen die gewerkschaftsfeindliche Politik von Apple Computer zu protestieren. CNN sandte Bilder von dieser Kundgebung rund um die Welt. Heute, vier Jahre später, sind die Anstrengungen für die Schaffung einer Demokratie in Russland trotz grosser Instabilität immer noch im Gange. Die FIET hat jetzt einen Vertreter in Moskau, der die Verbindung mit der Gewerkschaftsbewegung herstellt. Unsere Botschaft wird nun auch in die anderen Republiken in der GUS getragen, und in naher Zukunft werden wir Organisationen aus dieser Region aufnehmen können. aus dieser Regionn die anderen in 1 tsb SDW W Unsere Mitgliedsorganisationen aus Mittel- und Osteuropa haben heute einen festen Platz in unserer Arbeit eingenommen. Sie führen einen schwierigen Kampf, in dem sie versuchen, ihren Mitgliederbestand aufrechtzuerhalten und neue Strukturen im Bereich der Arbeitsbeziehungen aufzubauen. Unsere Mitglieder waren die ersten, die die Auswirkung der Privatisierung mit voller Wucht zu spüren bekamen. Unser Bericht ,, Gemeinsam in Europa" hat gezeigt, dass die FIET und ihre Mitgliedsorganisationen weiterhin alle ihre Kräfte zum Aufbau starker Gewerkschaften und zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in dieser Region einsetzen müssen. obz dig In Afrika haben wir zum ersten Mal Gewerkschaften aus Kamerun, der Zentralafrikanischen Republik, Kongo, Mosambik, Namibia, Tansania und Zaire aufgenommen. Tamo gd. 15sg al In der Region Asien und Pazifik, die heute das weltweit grösste Wirtschaftswachstum aufweist, konnte die Zahl der Mitglieder weiter erhöht werden. Im Dienstleistungssektor besteht nach wie vor ein gewaltiges Organisierungspotential, und die APRO- FIET stellt die gewerkschaftliche Organisierung zunehmend in den Mittelpunkt ihrer Tätigkeiten. ziz0d sib FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 In der IRO- FIET- Region wurde der grösste Mitgliederzuwachs in Brasilien verzeichnet. Trotz der Angriffe der Regierungen und der Arbeitgeber bleiben die Mitglieder ihren Gewerkschaften treu. Im Rahmen der neoliberalen Wirtschaftspolitik wurden systematische Anstrengungen zur Schwächung der Gewerkschaftsbewegung unternommen, doch diese Gewerkschaften leisten wirksamen Widerstand und versuchen, dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten. Wir leben in einer globalen Wirtschaft, die sich auf eine wachsende Zahl regionaler Wirtschaftsabkommen stützt. Die FIET, eine weltweite Struktur, die harmonisch mit den vier Regionen AFRO- FIET, APRO- FIET, EURO- FIET und IRO- FIET zusammenarbeitet, ist somit bestens in der Lage, sich dieser globalen und regionalen Herausforderung zu stellen. Jede der vier Regionen hat einen gewählten Vorstand und führt Regionalkonferenzen durch. Örtliche Angelegenheiten werden im Rahmen einer globalen Struktur behandelt. Die einzelnen Regionen werden von unserem Sekretariat in Genf und unseren Büros in Brüssel, Singapur, Costa Rica und Moskau unterstützt. Zum ersten Mal seit über 20 Jahren haben wir jetzt auch eine direkte Vertretung in Afrika. Die Arbeitslast für unsere Mitarbeiter in den Regionen nimmt ständig zu, und der Bericht ,, FIET 2000" hat zum Ziel, ihre Organisationen zu stärken. Mein Dank gilt an dieser Stelle im besonderen Christopher Ng, Regionalsekretär der APRO- FIET; Jimmy Sierra, früherer Regionalsekretär und Raúl Requena, gegenwärtiger Regionalsekretär der IRO- FIET; Bernadette TeschSégol, Direktor des EURO- FIET- Büros in Brüssel, und den Mitarbeitern, die ihre Tätigkeiten in jüngster Zeit aufgenommen haben, Gregory Peta, Programmkoordinator in der APRO- FIET, und Sasha Denisow, Vertreter in Moskau. Wir setzen uns alle für die Schaffung einer sozialen Dimension der regionalen Wirtschaftsabkommen ein. In Europa hat die EURO- FIET grosse Fortschritte beim Aufbau eines sozialen Europas erzielt. In der Praxis hat der Vertrag von Maastricht trotz der ihm anhaftenden Mängel, mit denen sich die Regierungskonferenz 1996 befassen wird, der EURO- FIET die Möglichkeit gegeben, die Gesetze zu beeinflussen und einen sozialen Dialog einzuleiten. coloribil62 STU Howls squad Siz Wir haben auch Neuland beschritten. Es konnten Vereinbarungen mit Arbeitgebern getroffen werden, im Handel betreffend Ausbildung und den Schutz der Beschäftigten vor Gewalt am Arbeitsplatz; in Wartungs- und Sicherheitsdiensten über Arbeitszeit, Ausbildung und Zulassung, und in Finanzdiensten im Zusammenhang mit einer umfassenden Gewerkschafts-/ Arbeitgeber- Studie über den Zusammenschluss von Banken. Die IRO- FIET darf ausserdem das Verdienst für die Entscheidung in Anspruch nehmen, dass ein Wirtschafts- und Sozialausschuss für MERCOSUR gebildet wurde. Hartnäckige Anstrengungen der nordamerikanischen FIETMitgliedsorganisationen haben die Regierung unter Clinton dazu verpflichtet, verschiedene, den ursprünglichen NAFTA- Vertrag ergänzende Zusatzverträge zu verabschieden. Dazu gehören Überwachungs- und Beschwerdeverfahren, deren Einleitung von einzelnen Gewerkschaften angeregt werden kann. Die APRO- FIET hat wesentlich zu der Schaffung der IBFG/ APRO- Sozialcharta beigetragen. 1994 verabschiedete die APRO- FIET- Regionalkonferenz eine Entschliessung über die wirtschaftliche Integration, die der Organisation als Leithilfe für die Zukunft dienen soll. Die Regionalorganisationen APRO- FIET und IRO- FIET werden in bezug auf das APEC- Abkommen eng miteinander zusammenarbeiten. A AAD 2001 Im Zuge des sich weltweit vollziehenden Wandels werden unsere sieben Fachgruppen Änderungen erfahren. Das Tempo der Privatisierung, Veränderungen im Unternehmensbereich und die Entwicklung neuer Dienstleistungsbetriebe verlangen von der FIET, dass auch sie mit der Zeit geht. Im Vorfeld des nächsten Kongresses werden die Beschäftigungstrends in Dienstleistungsbetrieben zum Gegenstand von gründlichen Untersuchungen gemacht, damit wir unsere Strukturen entsprechend anpassen können. Die Arbeit der Fachgruppe Industrie trat besonders hervor. Industrie, Dienstleistungen im gewerblichen Bereich und Informationstechnologie werden in den kommenden Jahren im Brennpunkt stehen. Im IT- Sektor konnten wir viele Mitgliedsorganisationen veranlassen, ihre Organisierungsbemühungen auf IT- Grosskonzerne auszurichten. Selbst die herkömmlichen Aktionsmethoden der Gewerkschaften hatten ihren Platz in den modernsten Industrien, wie dies die grosse Kundgebung zeigte, die im Juni 1994 in Genf zur Durchsetzung von Gewerkschaftsrechten bei Digital FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 9 veranstaltet wurde. Diese Fachgruppe wird ihre Projekttätigkeiten in Zusammenarbeit mit den ihr nahestehenden IBSen weiter ausbauen. Im Bereich der Banken und Versicherungen standen die FIET- Gewerkschaften durchgreifenden Rationalisierungsmassnahmen gegenüber sowie dem Zusammenbruch einzelner Banken und in einigen Fällen sogar der ganzen Branche. Unsere Mitgliedsorganisationen in den beiden Fachgruppen werden in Zukunft noch enger zusammenarbeiten müssen. Wir erwarten mit Spannung die Weltkonferenzen Banken und Versicherungen, die 1996 in Genf stattfinden werden. Der Handel stand ganz im Zeichen der Internationalisierung. Die Unternehmensstrategien waren offenbar völlig auf eine Deregulierung der Öffnungszeiten, der Arbeitszeit und der Beschäftigungsverträge ausgerichtet. Unter Berücksichtigung der Globalisierung des Handels werden wir im Jahre 1996 einen zweiten FIET/ UFCW- Gipfel der Handelsangestellten in Washington D.C. veranstalten. sid 06 radu als loss wolzo bo sta cor beer use Der Sektor Wartungs- und Sicherheitsdienste hat zahlreiche neue Mitglieder gewonnen. Wir konnten hier eine grosse Lücke in der gewerkschaftlichen Tätigkeit im Dienstleistungssektor schliessen, zu dem auch die Leiharbeitsfirmen gehören. Die erste Weltkonferenz dieser Fachgruppe fand 1992 in New York statt; sie bahnte den Weg für bessere Arbeitsbedingungen und Ausbildungsnormen sowie für strengere Regelungen in bezug auf die Zulassung und Überwachung von Unternehmen. Higdis M Die Fachgruppe Sozialversicherung und Gesundheitsdienste spielte eine wichtige Rolle bei der Verteidigung des sozialen Schutzes der Angestellten. Auch die IAO hat sich aktiv auf diesem Gebiet betätigt, und es wurden im besonderen Untersuchungen über die Finanzierung von Sozialversicherungssystemen durchgeführt. 1995 haben die ITF, die IUL und die FIET eine neue Initiative im Bereich des Tourismus eingeleitet. Im Gefolge einer Reihe gemeinsamer Konferenzen wurde ein paritätischer Verbindungsausschuss gebildet. Unsere Mitgliedsorganisationen in der Frisör- und Kosmetikbranche haben auch in der Berichtszeit in diesem für die Gewerkschaften schwierigen Sektor sehr wertvolle Arbeit geleistet. Schätzungen zufolge sind heute weltweit 37'000 multinationale Unternehmen tätig. Unsere Solidaritätsaktionen sind wirksam: an bestimmten Tagen übernehmen wir die Rolle der Feuerwehr, an anderen versuchen wir, eine Flamme aufrechtzuerhalten, und bisweilen sind wir Musterdiplomaten. sd S 12 Die Gesetzgebung über Europäische Betriebsräte der Europäischen Union ist von beispielloser Wichtigkeit. Wir verfügen nun über gesetzliche Bestimmungen, die Unternehmen verpflichten, ihren Mitarbeitern internationale Informations- und Konsultationsrechte zuzugestehen. Wir organisierten mehr Gewerkschaftstagungen in multinationalen Gesellschaften als je zuvor. Die FIET und die ihr angeschlossenen Gewerkschaften setzen sich für die Gewinnung von Anerkennungsrechten in den grössten Konzernen in unseren Sektoren ein. Dieses Vorhaben wird uns aber nur dann gelingen, wenn wir auf die volle Unterstützung unserer Mitglieder zählen können, ganz besonders derjenigen in den Ländern der Hauptsitze dieser Unternehmen. Unsere Aufgabe besteht nun darin, diese europäischen Regelungen in globale Strukturen einzubauen. sib 1900 TatalionoigsЯDie FIET hat auch drei zwischenberufliche Gruppen. Unmittelbar vor dem Kongress in Wien wird die Weltfrauenkonferenz tagen. Im Brennpunkt der künftigen Tätigkeiten wird die Organisierung stehen, und wir hoffen, 1995 auch das globale Gleichstellungsprojekt zu lancieren. Unser Ziel ist es, die Tätigkeiten gleichzeitig in allen Regionen voranzutreiben, um mehr Frauen für die Sache der Gewerkschaften zu gewinnen. Im Rahmen ihrer Jugendtätigkeiten hat die FIET grosse Anstrengungen unternommen, um neue Generationen mit dem Gewerkschaftsgedanken vertraut zu machen. Wir gehören zu den wenigen IBSen, die Mittel für die jungen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einsetzen, eine Aufgabe, die sich lohnt. Die Arbeit des Jugendausschusses im Zusammenhang mit Kinderarbeit fand bei unseren Mitgliedsorganisationen ein sehr positives Echo. si magazisini siaubo zbirozed on simbal sqqysh tisdA SIC Im November 1994 organisierten wir unsere 3. Weltkonferenz für Angestellte in Leitungsfunktionen. Man ist sich allgemein über die Bedeutung der gewerkschaftlichen Organisierung von Fach- und Führungskräften einig. Unsere Projektgruppen müssen nun in Afrika, im Raum Asien und Pazifik sowie in Amerika zum Einsatz kommen. Wir stellen ausserdem Verbindungen zu der Gemeinschaft der Forscher und Wissenschaftler her. In Europa konnte 1993 mit der 10 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 aktiven Unterstützung der EURO- FIET die Organisation EUROCADRES ins Leben gerufen werden, deren Sekretariat die EURO- FIET führt. EUROCADRES gehört zu den anerkannten Sozialpartnern in der Europäischen Union. Wir haben in der Berichtszeit weiterhin die Interessen unserer Mitglieder in der internationalen Gemeinschaft wahrgenommen. Im Rahmen unserer Arbeit mit der IAO, die ihren Sitz in Genf hat, konnten wir eine dynamische Entwicklung und eine Umstrukturierung der Tätigkeiten beobachten, die den besonderen Anliegen der Sektoren Handel, Finanzdienste, Wartungs- und Sicherheitsdienste, Industrie und gewerbliche und professionelle Dienstleistungen Rechnung trägt. Die IAO hat den Auftrag erhalten, neue dreigliedrige Strukturen für alle diese Sparten zu bilden. Die IAO konnte somit einen Grossangriff der Arbeitgeber überwinden, die die IAO von ihrer normensetzenden Tätigkeit abbringen und ihre Rolle zur Förderung der Vereinigungsfreiheit schwächen wollten. In der Berichtszeit hat die FIET dem IAO- Ausschuss für Vereinigungsfreiheit verschiedene Fälle unterbreitet und bedeutende Erfolge erzielt. Dieser Mechanismus muss unbedingt aufrechterhalten werden. Mit grosser Genugtuung haben wir festgestellt, dass die IAO- Konferenz 1994 ein Übereinkommen über Teilzeitbeschäftigung verabschiedet hat. Auf der Internationalen Arbeitskonferenz 1995 werden Beratungen über ein Übereinkommen betreffend Heimarbeit aufgenommen. Der Bericht gibt ferner einen Überblick über die weitreichenden Beziehungen zwischen der FIET und zahlreichen internationalen Institutionen. Wir haben bei dem Internationalen Währungsfonds und bei der Weltbank oft Kritik an den Folgen der Strukturanpassungsmassnahmen geübt. Mit unserer Unterstützung wurde ein neues IBFG/ IBS- Büro in Washington D.C. eröffnet, das uns erlauben soll, eine direkte Lobbytätigkeit bei diesen Institutionen zu betreiben. Im Dezember 1994 wählte der IBFG einen neuen Generalsekretär, Bill Jordan, ehemaliger Präsident der Engineers and Electricians Union im Vereinigten Königreich, als Nachfolger von Enzo Friso. In der kurzen Zeit seiner bisherigen Amtstätigkeit hat sich Bill Jordan schon massgeblich für die Festigung der Beziehungen mit der Familie der IBSe eingesetzt. Wir erkennen an, dass die FIET und der IBFG der gleichen Familie angehören, selbst wenn beide Organisationen ihre eigene Satzung haben. Dieses Modell hat sich bewährt. Die FIET strebt eine enge Zusammenarbeit mit den ihr nahestehenden IBSen an. Wir hoffen ausserdem, mit der IPTT in Genf ein neues Sekretariatsgebäude zu bauen. Ich möchte an dieser Stelle allen Mitarbeitern im Sekretariat in Genf und in den Büros in den Regionen für ihre wertvolle Arbeit und ihren Einsatz für die FIET danken. Dabei möchte ich aber auch die regionalen Präsidenten, Shangwa Chifamba von der AFRO- FIET, Mamoru Shibata von der APRO- FIET, Karel Boeykens und Garfield Davies von der EURO- FIET und Juan Zanola von der IRO- FIET nicht vergessen, die keine Anstrengungen scheuen, um eine stärkere Präsenz in der Region zu gewährleisten. Ferner möchte ich die Vorsitzenden aller Fachgruppen und zwischenberuflichen Gruppen in diesen Dank einschliessen, die viel Zeit und Energie für unsere Aktivitäten aufwenden. Mein besonderer Dank gilt den Mitgliedern des Geschäftsführenden Vorstandsausschusses, namentlich dem Präsidenten, Jochen Richert, dem Schatzmeister, Rita Gassmann, und den Vizepräsidenten, Gary Nebeker und MajLen Remahl. Wenn wir in Wien zum Thema:" Eine Welt- eine Stimme- Solidarität" tagen, werden wir die Schlüsselfragen, die die Weichen für unsere Zukunft stellen, zur Sprache bringen. Die dort getroffenen Entscheidungen werden die FIET auf entscheidende Weise prägen. Wir geben unserer Hoffnung Ausdruck, dass wir auf unserem Weg ins Jahr 2000 und zu unserem 24. Weltkongress im März 1999 in Sydney weiterhin Zeugnis für die Wirksamkeit der globalen Gewerkschaftssolidarität ablegen können. Philip Kenung Philip Jennings FIET- Generalsekretär März 1995 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 11 Kapitel 2 bobsgoda 210 indoshi singloiso 3-0 stavilo Feier zum 90. Jahrestag der FIET Die FIET feierte am 15. März 1994 in Amsterdam ihren 90. Jahrestag. In der Stadt, in der 1904 die Gründungskonferenz stattfand, wurde eine besondere Feier veranstaltet. - Aus diesem Anlass ist eine Broschüre mit dem Titel ,, FIET 1904-1994" veröffentlicht worden, die die wichtigsten Etappen in der Geschichte der FIET aufzeichnet, die sich nunmehr zu einer der weltweit grössten internationalen Gewerkschaftsorganisationen entwickelt hat. Im Jahre 1904 vertrat die Organisation vier Gewerkschaften aus vier Ländern mit insgesamt 30'000 Mitgliedern. Heute ist die FIET mit mehr als 11 Millionen Mitgliedern in 393 Gewerkschaften und 119 Ländern repräsentativer denn je. Allein im letzten T- Usib bsduck W comunionsgidow dfsbH SCH? Jahrzehnt sind der FIET über 150 Gewerkschaften beigetreten. Das Programm in Amsterdam umfasste Ansprachen des holländischen Ministers für Entwicklungszusammenarbeit, Jan Pronk, des Präsidenten von FNV Dienstenbond, Martin Spanjers, des amtierenden Bürgermeisters von Amsterdam, Frank De Grave, und des FIET- Präsidenten, Jochen Richert. Im Verlauf der Eröffnungszeremonie fand auch die Uraufführung des aus diesem Anlass in Auftrag gegebenen Theaterstücks: ,, Die FIET in einer sich wandelnden Welt" statt. Dieses Stück in drei Akten hatte die Jahre 1904, 1949 und 2004 zum Gegenstand. Die FIET wurde 1904 ins Leben gerufen, und der erste Akt des Theaterstücks hatte die Form eines all asb tim Die FIET, die 1904 in Amsterdam gegründet wurde, kehrte am 15. März 1994 in diese Stadt zurück, um ihr 90jähriges Bestehen zu feiern. Die Feierlichkeiten umfassten eine bewegende Darbietung des Kinderchors Amsterdam, die von den über 500 Teilnehmern aus allen Regionen der Welt sehr geschätzt wurde. sulibrisdA slov 313-071419b now do w Dwgpd2 FIETS 12 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Man ist s Der holländische Minister für Entwicklungszusammenarbeit, Jan Pronk, sprach über das Nord- Süd- Gefälle und die sich weitende Kluft zwischen reichen und armen Nationen. Er wies auf den kritischen Zustand der gesellschaftlichen Entwicklung in der Welt hin, wobei über 20% der Weltbevölkerung unter der Armutsgrenze leben. In den kommenden Jahrzehnten werden die Entwicklungsländer Afrikas, Asiens und Lateinamerikas 95% des Bevölkerungszuwachses verzeichnen. Um mit dieser Bevölkerungsexplosion Schritt zu halten, müssten jene Länder allein um einen weiteren Anstieg der gegenwärtigen Arbeitslosigkeit zu verhindern, jährlich 2% mehr Arbeitsplätze schaffen. Dialogs zwischen zwei Delegierten an der Konferenz, die über ihre Rechte und Lebens- und Arbeitsbedingungen zu jenem Zeitpunkt sprachen. Der zweite Akt führte uns dann ins Jahr 1949 und an den 9. FIET- Weltkongress in Wien, der einen Wendepunkt in der Geschichte der Internationale darstellte, da er Im Verlauf der Eröffnungszeremonie wurde auch ein Theaterstück," Die FIET in einer sich wandelnden Welt" aufgeführt. Dieses von der FIET in Zusammenarbeit mit ihren holländischen Mitgliedsorganisationen FNV Dienstenbond und UNIE BLHP inszenierte Stück in drei Akten beschrieb die Verhältnisse zwischen 1904 und 1949, vermittelte einen Ausblick in die Zukunft und schloss mit einer Szene, die sich im Jahr 2004 abspielt. Unter der Leitung von Joost Tijdink wurden die Rollen von Teun Luijendijk, Cornelis Schenk und Paula Udondek gespielt. Das Manuskript schrieb Ann Raine Thomson. FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 13 FIET 1904- 1994 Der erste, die Zeremonie aus Anlass des 90jährigen Bestehens der FIET eröffnende Referent, Martin Spanjers, Präsident der holländischen FIETMitgliedsorganisation FNV Dienstenbond, begrüsste die Teilnehmer und wies darauf hin, dass die FIET im Jahre 1904 in Amsterdam gegründet wurde. Jis own sty die Form CIRCS 101315 V MI CIVILS Die Broschüre ,, FIET 1904-1994" wurde indust englischer, französischer, deutscher, spanischer und schwedischer Sprache veröffentlicht. ihren Wiederaufbau einleitete. Der letzte Akt vermittelte einen Ausblick in die Zukunft mit einer Darstellung der möglichen Gewerkschaftszusammenarbeit in einer globalen Wirtschaft im Jahr 2004. Das In seiner Ansprache erklärte FIET- Präsident Jochen Richert: ,, Die FIET kann auf ihre lange Geschichte mit Stolz zurückblicken. Die grundlegenden Prinzipien, für die wir uns einsetzen, der Schutz der Würde aller Arbeitnehmer, die Erhaltung von Frieden, Freiheit und Demokratie und der Kampf gegen Rassismus, sind heute so wichtig wie vor 90 Jahren. Wir können jedoch nicht davon ausgehen, dass jeder unsere Überzeugung teilt. Nur intensive Organisationsarbeit in allen unseren nationalen Mitgliedsorganisationen, mit besonderem Augenmerk auf junge Arbeitnehmer, Frauen und Angestellte in Leitungsfunktionen, kann uns die starken Gewerkschaften bringen, die wir brauchen, um auf internationaler Ebene durchsetzungskräftig und überzeugend zu sein. Alle Mitglieder in den weltweiten FIET- Regionen sind aufgerufen, die Zukunft der arbeitenden Menschen aktiv zu gestalten." 14 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 sib sbw bUT потот злівал Stück löste bei den Teilnehmern grosse Begeisterung aus. Den Abschluss der Feierlichkeiten bildete eine bewegende Darbietung des Kinderchors von Amsterdam. Nelson Mandela, Präsident des ANC, übermittelte der FIET eine besondere Grussbotschaft zum Jubiläum mit folgendem Wortlaut: " Im Namen von ganz Südafrika übersende ich Euch diese Grussbotschaft als tiefempfundenen Dank für Eure selbstlosen Soldaritätskampagnen. Wir wünschen Euch viel Glück für Euren unablässigen solidarischen Kampf für die Arbeitnehmer über alle Grenzen hinweg, die die Menschen künstlich trennen. Ich möchte die FIET zu dieser wichtigen Feier ihres 90jährigen Bestehens beglückwünschen." Die Botschaft wurde auf der Konferenz von Shangwa Chifamba, AFRO- FIET- Präsident, verlesen. FIET- Welt kongress Kitty Roozemond, stellvertretende Vorsitzende der holländischen FIET- Mitgliedsorganisation FNV Dienstenbond, fungierte als Zeremonienmeister und spielte eine massgebliche Rolle bei der Organisation dieser Veranstaltung. Geschäftsführender Vorstandsaws FIET Die Teilnehmer an der Feier des 90. Jahrestags der FIET wurden bei ihrer Ankunft mit Schlagzeug- Klängen begrüsst. FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 15 19babysuso stul robabllor bodrazid zum Ausd asb Tam 16 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 mabalid asb isd stabl2 ebaM US wowed isb alaM 3 isb tim muklidul ib Bruw anebiloa เด 2108 50 D ser und 28 0920670197 196 D Susalist si Kapitel 3 Leitende Organe FIET FIET- Weltkongress FIET- Weltvorstand 22nd World Geschäftsführender Vorstandsausschuss der FIET nehrgeiziges Programm dato de bois fichier Organi auf die Getra verabse Sowjeru in Geist grosse: Enisc ilie ufid die fortige setzung ale Anerkennung der Unabhängigk Stasien verlangte Anlässlich der feierlichen Eröffnung des Kong ergriff auch Die Kongress stand uner dia thmen der AFL- CId- Pritsident Lane Kirkland, die Präsidentin Gender the Gech Jahren 987 bit 1991 ds Präsids Labour Cong Azaleden Joc DCB BR Deutschlands. FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 17 908910 sbastis.I THI balW- TH тан THE 15bezudos2b121019b9 18 FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 E IstiqoX FIET- Weltkongress Der Weltkongress ist das höchste leitende Organ der FIET. Er findet alle vier Jahre statt, bestimmt die Gewerkschaftspolitik und wählt den Weltvorstand, den Präsidenten und den Generalsekretär. Alle Mitgliedsorganisationen können Delegierte entsenden und dem Kongress Anträge unterbreiten. Der Weltvorstand vereinbarte an seiner Sitzung in Kopenhagen im Jahr 1992 Änderungen betreffend Struktur und Verfahren an den FIET- Kongressen. Diese Änderungen werden in einem separaten Dokument erklärt, was sich ,, Kongressverfahren“ nennt und als Ergänzung zu der FIET- Satzung und der Kongress- Geschäftsordnung zu betrachten ist. FIET Den über 800 Delegierten aus 75 Ländern, die aus Anlass des FIET- Weltkongresses vom 19. bis 23. August 1991 in San Francisco zusammentraten, bot sich die einzigartige Gelegenheit, das Kongressthema« Gestaltung der Zukunft durch internationale Gewerkschaftssolidarität» konkret umzusetzen. 22nd World Congress San Francisco, August 19-23, 1991 Die Kongressteilnehmer verabschiedeten nicht nur ein ehrgeiziges Programm für die nächsten vier Jahre, das in der beispiellos hohen Zahl von 82 Entschliessungen enthalten ist, die dem Kongress in San Francisco unterbreitet wurden, sondern sie nahmen auch an zwei konkreten Aktionen teil, als sie zur Unterstützung örtlicher Organisierungskampagnen auf die Strasse gingen. Getragen von einem Geist grosser Entschlossenheit verabschiedeten die Delegierten am ersten Kongresstag einstimmig eine Erklärung, die den Putsch in der Sowjetunion verurteilte und die sofortige Wiedereinsetzung der verfassungsmässigen Regierung sowie die Anerkennung der Unabhängigkeit der baltischen Staaten verlangte. Anlässlich der feierlichen Eröffnung des Kongresses ergriffen zahlreiche Persönlichkeiten das Wort, unter ihnen der AFL- CIO- Präsident Lane Kirkland, die Präsidentin des Canadian Labour Congress Shirley Carr, IBFG- Generalsekretär John Vanderveken und gress HILTON Der Kongress stand unter der Leitung von Bengt Lloyd ( Handels, Schweden), der die Geschicke der FIET in den Jahren 1987 bis 1991 als Präsident leitete. Am 22. Weltkongress im Jahr 1991 legte er sein Amt nieder und wurde abgelöst von Jochen Richert( DGB, BR Deutschland). FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 19 Der 22. FIET- Weltkongress wurde am 19. August 1991 im Hilton Hotel in San Francisco eröffnet. Den Auftakt zu der Eröffnungsfeier gab ein gigantischer chinesischer Drache. Für die musikalischen Einlagen zwischen den Reden sorgten die Edwin Hawkins Singers. der Bürgermeister von San Francisco, Art Agnos. UFCW- Präsident William H. Wynn sprach im Namen der FIET- Mitgliedsorganisationen in den Vereinigten Staaten und in Kanada. Gegen den Putsch und die Politik von Apple Computer Unmittelbar nach der Eröffnung schlossen sich alle Kongressteilnehmer in solidarischer Unterstützung dem Gebäudewartungspersonal bei Apple Computer und den Hunderten von Ortsgewerkschaftsmitgliedern auf ihrem Marsch zum Union Square in San Francisco an, wo eine Massenkundgebung veranstaltet wurde. Diese Kundgebung wurde auch zum Anlass genommen, um die Solidarität mit den sowjetischen Arbeitnehmern und der Bevölkerung in ihrem Kampf gegen den einige Stunden zuvor erfolgten Putschversuch zu bekunden. Dem Gebäudewartungspersonal bei Apple wurde ein Gewerkschaftsvertrag verweigert und diese Angestellten wurden von der Reingungsvertragsfirma Shine Building Maintenance schikaniert. Die Kongressdelegierten hatten die Gelegenheit, Apple Computer klar vor Augen zu führen, dass eine zweigleisige Beschäftigungspolitik niemals geduldet würde. Diese Frage war auch Gegenstand einer Entschliessung über Arbeitsorganisation, die vom Kongress zu einem späteren Zeitpunkt verabschiedet wurde.obab - 2 ni mob sib jai astarling negnua dous nomdan sia mobmos.nobrow toisista opzio Protest bei der Bank of American lows s morequansizing101adpilno gus Weitere Aktionen praktischer internationaler Gewerkschaftssolidarität wurden auch am Donnerstag, den 22. August, ergriffen; in diesem Fall versammelten sich die Kongressteilnehmer vor dem Hauptsitz der das Stadtbild von San Francisco überragenden Bank of America. Sie riefen die multinationale Bank auf, die Gewerkschaftsrechte im Inland und im Ausland anzuerkennen. Bei dieser Kundgebung wurde die gewerkschaftsfeindliche Haltung der Bank of America herausgestellt, und der Präsident der Bank, Richard Rosenberg, der sich geweigert hatte, eine Delegation zu empfangen, wurde aufgefordert, seinen Mitarbeitern einen ungehinderten Beitritt zu der Gewerkschaft ihrer Wahl zu ermöglichen. 90- DRBIQ 20 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Edward's Unusual Fabrics GTS CIPRES Bud FRX HEISEIDO Justice Justice ustice SERVICE UNION ERVICE Justice YEES - stice ustice Justic S SERVICE 198 EMPLOYEES UNION el Justice SERVICE EMPLOYEES Justice NION SERICE EMPLICES UNUN Justice CE FOR Unmittelbar nach der Eröffnung schlossen sich alle Kongressteilnehmer in solidarischer Unterstützung dem Gebäudewartungspersonal bei Apple Computer und den Hunderten von Ortsgewerkschaftsmitgliedern auf ihrem Marsch zum Union Square in San Francisco an, wo eine Massenkundgebung veranstaltet wurde. Dieser Marsch wurde angeführt vom FIETPräsidenten Bengt Lloyd sowie von Art Magnos, Bürgermeister von San Francisco, Lane Kirkland AFL- CIO- Präsident, b John Sweeney, SEIU- Präsident, Bill Wynn, UFCW- Präsident und von John Vanderveken, IBFG- Generalsekretär. Dema Gebäudewartungspersonal bei Apple war ein Gewerkschaftsvertrag verweigert worden und diese Angestellten wurden von der Reingungsvertragsfirma Shine Building schikaniert. Die Kongressdelegierten hatten die Gelegenheit, Apple Computer klar vor Augen zu führen, dass eine zweigleisige Beschäftigungspolitik niemals geduldet würde. Diese Kundgebung wurde auch zum Anlass genommen, um die Solidarität mit dem sowjetischen Volk in ihrem Kampf gegen den Putsch zu bekunden. FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 21 homes Die zweite Kundgebung fand am 22. August statt; die Kongressteilnehmer demonstrierten diesmal vor dem Hauptsitz der das Stadtbild von San Francisco überragenden Bank of America zur Verteidigung der Gewerkschaftsrechte. Der Marsch und die Kundgebung wurden organisiert, nachdem sich der Präsident der BankAmerica Corp., Richard Rosenberg, geweigert hatte, eine Delegation von Bankgewerkschaftsführern zu empfangen. Unter Bezugnahme auf offizielle Beschwerden über die Arbeitspraktiken der Bank of America aus Argentinien, Australien, Belgien, Frankreich, Deutschland, Grossbritannien, D Malaysia, Pakistan, der Türkei und den Vereinigten Staaten hatten FIET- Funktionäre gehofft, mit Richard Rosenberg zusammenzutreffen und ,, einen Sozialdialog aufzunehmen, der zu konstruktiven Arbeitsbeziehungen zwischen der Bank und den Gewerkschaften führen könnte, die Bankangestellte in allen Ländern, in denen die Bank tätig ist, vertreten." A mus raud 22 FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 FIET TRADE UNIONS for a better living and working environment 9999 22ND FIET WORLD CONGRESS Shaping the Future though feverational Union Spadedant zudem die Bedeutung des Ausbaus der internationalen Zusammenarbeit der Gewerkschaften im Rahmen der FIET und ihrer Regionalorganisationen. Abgesehen von der Förderung der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung auf weltweiter Ebene wurden auch eine ständige und beschleunigte Abrüstung und durchgreifende Massnahmen zum Schutz der Lebensund Arbeitsumwelt gefordert. Im Verlauf der Kongressdebatten wurde ferner der Standpunkt, den die FIET in bezug auf die Überwindung der Schuldenkrise schon seit langem vertritt, bestätigt: Strategien, die zu der Verschlechterung der wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen der Bevölkerung der Länder der Dritten Welt führen, können nicht akzeptiert werden. Einschneidende Massnahmen, zu denen gegebenenfalls auch die Abschreibung von Schulden gehört, sind unerlässlich, um eine soziale Dimension der wirtschaftlichen Entwicklung zu gewährleisten. Son Francisco, 19-21 August 1991 Konfer Multinationale Konzerne untergraben Arbeitsnormen 02.2002 2nio m 02 zonie om/ leanA sib signshov Im Verlauf der Diskussionen zur Weltwirtschaft ergriff Gastreferent Jeff Faux, Präsident des Instituts FIET für soziale Gerechtigkeit in der Weltwirtschaft Wort. J. Faux beschrieb die beobachtete rasche für Wirtschaftspolitik mit Sitz in Washington, das sat Die Beratungen des Kongresses waren drei Hauptthemen gewidmet, die jeweils mit Grundsatzreferaten und in einigen Fällen mit audiovisuellen Beiträgen eingeleitet wurden. Diese Themen lauteten: Gewerkschaften für soziale Gerechtigkeit in der Weltwirtschaft; Gewerkschaften für eine bessere Lebens- und Arbeitsumwelt und die FIET stellt sich der Herausforderung: Aufbau starker Gewerkschaften in den 90er Jahren. Die Delegierten wiesen in ihren Beiträgen nachdrücklich darauf hin, dass starke Gewerkschaften sowohl in Industriestaaten als auch in Entwicklungsländern notwendig sind, um sich den neuen Herausforderungen zu stellen: der beschleunigten regionalen Integration in verschiedenen Teilen der Welt, der wachsenden Bedeutung der multinationalen Gesellschaften, den Unternehmenszusammenschlüssen und Übernahmen, den neuen organisatorischen Strukturen in den Unternehmen und am Arbeitsplatz, jedoch auch den zunehmend ernsten Umweltproblemen. Die Delegierten forderten die Gewerkschaften auf, ihre eigenen Tätigkeiten regelmässig zu prüfen und der gewerkschaftlichen Organisierung und den Bildungstätigkeiten Vorrang einzuräumen; sie unterstrichen FIET FIET and the organising challenge: BUILDING STRONG UNIONS IN THE 1990's 2000 22ND FIET WORLD CONGRESS " Shaping the Future through International Union Solidarity" San Francisco, 19-23 August 1991 FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 23 Internationalisierung des Dienstleistungssektors. Er stellte das mit dieser Entwicklung verbundene, immer ausgeprägtere gewerkschaftsfeindliche Verhalten der die Weltwirtschaft beeinflussenden drei grossen Einrichtungen heraus: multinationale Gesellschaften, Landesregierungen und internationale Institutionen ( wie zum Beispiel der IWF und die Weltbank). Allein aufgrund der Tatsache, dass die Multis in einer wachsenden Zahl von Ländern tätig sind, werden weitere Voraussetzungen für eine Untergrabung der Arbeitsnormen geschaffen. Wenn es nur einen Markt gäbe, müssten die Arbeitgeber akzeptieren, dass die Kaufkraft der Arbeitnehmer verteidigt werden muss, um sicherzustellen, dass sie die Produkte, die sie herstellen, auch kaufen können. Der ausgesprochen internationale Charakter des Marktes hat jedoch zur Folge, dass das einzige Anliegen der Arbeitgeber die Senkung der Produktionskosten ist. Eine Rekordzahl von Entschliessungen Die Behandlung der grossen Zahl von Anträgen verlangte die Annahme eines Sonderverfahrens. 56 Einzelanträge wurden in 17 zusammengesetzten Anträgen gruppiert. Zusammen mit den restlichen Anträgen kamen sie in Verbindung mit der an den verschiedenen Tagen stattfindenden Debatte zur Sprache. Dank diesem rationelleren Abwicklungsverfahren war es möglich, dem Inhalt dieser Anträge eine grössere Aufmerksamkeit zu widmen, als dies in der Vergangenheit geschehen konnte. So war die Debatte über die Weltwirtschaft am Dienstag von der Annahme von Anträgen begleitet, die soziale und wirtschaftliche Gerechtigkeit, eine soziale Dimension der Wirtschaftsintegration, Frieden, Sicherheit, Abrüstung und die Umwandlung von Rüstungsausgaben zum Gegenstand hatten. Im Rahmen der Debatte am Mittwoch wurden Anträge über Umweltpoltik und Bildung, über Ausbildung, technologischen Wandel, die Arbeitsumwelt und die Arbeit betreffende Fragen geprüft. Die Organisierungsfragen geltende Debatte am Donnerstag umfasste die Behandlung von Anträgen über Menschenrechte und Gewerkschaftsrechte, Eine Rekordzahl von 82 Anträgen zur Vorlage am Kongress wurde in Sonderverfahren behandelt. 56 Einzelanträge wurden in 17 zusammengesetzten Anträgen gruppiert. Der Entschliessungsausschuss des Kongresses wurde von Roy Grantham von der britischen GMB/ APEX Partnership geleitet. 24 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 medt FUTURE THROUGH World Congress FIET ob musba San Francisco, August 13, 1991 SAN FRANCISCO HILTON ON Ein Teil der Beratungen am 19. August war dem früheren FIET- Generalsekretär, Heribert Maier, gewidmet, der sich an die Konferenzteilnehmer wandte, gefolgt von FIET- Präsident Bengt Lloyd und den Präsidenten der vier Regionalorganisationen der FIET. cheb nob 8m2 spes Südafrika, Solidarität mit Mittel- und Osteuropa, multinationale Unternehmen, Frauenfragen und die gewerkschaftliche Organisierung in Gebäudewartungsdiensten. In einem am Freitag verabschiedeten Antrag wurde beschlossen, den FIET- Mitgliedsbeitrag von 1992 bis 1995 um jährlich SFr. 0.05 pro Mitglied zu erhöhen, so dass er im letztgenannten Jahr SFr. 1.04 beträgt. gehörte der Antrag über Bildschirmgeräte. San Francisco hatte kurz zuvor eine innerstaatliche Gesetzgebung betreffend den Einsatz solcher Geräte verabschiedet. Die Landespresse und das Fernsehen ( einschliesslich CNN) haben den Ausschnitt aus der Eröffnungsrede des AFL- CIO- Präsidenten Lane Kirkland wiedergegeben, in dem er erklärte, seine Organisation habe die amerikanischen Arbeitnehmer aufgefordert, den Gütertransport in die UdSSR während der Dauer des Putsches einzustellen. Die FIET- Kundgebung am Montag wurde von CNN in allen Teilen der Welt ausgestrahlt. FIET- Videoschau In Verbindung mit dem Bericht des Generalsekretärs wurde erstmals ein 15 Minuten dauernder Videofilm über die FIET gezeigt. Dieser Videofilm wurde später dann im Zusammenhang mit dem FIET- Bildungsprogramm sowie bei anderen Gelegenheiten zur Einführung der FIET und zur Darstellung ihrer Tätigkeiten verwendet. Er wurde den Mitgliedsorganisationen in den fünf Arbeitssprachen der FIET zur Verfügung gestellt. Zu den vom Kongress erörterten Fragen, die in der lokalen Presse auf besonderes Interesse stiessen, Das neue Führungsteam Der neu gewählte FIET- Weltvorstand umfasst erstmals seit dem zweiten Weltkrieg Vertreter neuer FIET- Mitgliedsorganisationen aus Mittel- und Osteuropa. Alle Kandidaten wurden einstimmig gewählt. Gebiet I( Vereinigtes Königreich und Irland): Garfield Davies, Roy Grantham, Leif Mills, Tony Whiteley. Gebiet II( Dänemark, Finnland, Island, Norwegen FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 25 und Schweden): Sidsel Bauck, Jorgen Eiberg, Inge Granqvist, Kenth Pettersson, Maj- Len Remahl. Gebiet III( Österreich, Bundesrepublik Deutschland und Schweiz): Siegfried Bleicher, Rita Gassmann, Lore Hostasch, Roland Issen, Margret Mönig- Raane, Jochen Richert, Dieter Steinborn. Gebiet IV( Belgien, Frankreich, Luxemburg, Monaco, Niederlande): Karel Boeykens, Lodewijk De Waal, Yves Simon. Gebiet V( Zypern, Griechenland, Italien, Malta, Portugal, Spanien und Türkei): Manuel Barbosa de Oliveira, Mario Cesino, Elio Porino, Metin Tiryakioglu. Gebiet VI( Mittel- und Osteuropa): Marianne Blazso, László Mohacsi, Andrezej Opilowski, Juraj Segec. Gebiet VII( Afrika): Shangwa Chifamba, Doudou Issa Niasse, Emmanuel N. Okongwu. Gebiet VIII( Naher und Mittlerer Osten): Moshe Beit- Dagan. Gebiet IX( Asien): Akira Adachi, Jai Yong Kim, Mamoru Shibata, Sakool Zuesongdham. Gebiet X( Australien, Neuseeland und Pazifik): Kevin Davern, Paul Goulter, Vince Higgins, James Maher. Gebiet XI( Nordamerika: Vereinigte Staaten und Kanada): Richard Cordtz, Lenore Miller, Gary Nebeker, Pat Scarcelli. Gebiet XII( Lateinamerika und Karibik): Armando Cavalieri, Juan Diaz Aguirre, Lourenço Do Prado, Edilberto La Riva Blanco, Juan José Zanola. Vorsitzende der Arbeitsgruppe der FIET für berufstätige Frauen: Irene Sundelin. Generalsekretär: Philip J. Jennings. Zum Abschluss des 22. FIET- Weltkongresses fanden Wahlen statt. Jochen Richert( DGB Deutschland) wurde als Nachfolger von Bengt Lloyd( Handels, Schweden), der sich am Kongress nicht zur Wiederwahl stellte, zum neuen FIET- Präsidenten gewählt, Gary Nebeker, UFCW( USA) zum ersten Vizepräsidenten und Maj- Len Remahl, LA( Finnland) zur zweiten Vizepräsidentin. Erstmals in der Geschichte der FIET wurde eine Frau in dieses Amt gewählt. Die Kongressteilnehmer wählten ferner Philip J. Jennings, der in den letzten zwei Jahren vor dem 22. Weltkongress als amtierender Generalsekretär fungierte, zum Generalsekretär der FIET. Beim Antritt seines Amtes als FIET- Präsident wies Jochen Richert darauf hin, dass die internationale Gewerkschaftsbewegung mehr ins Licht treten müsse, um die Gewerkschaften, die auf örtlicher Ebene durch die unter neue Vorzeichen gestellte weltweite Wirtschaftslage herausgefordert werden, zu stärken. Der FIET- Generalsekretär Philip Jennings erklärte in bezug auf seine Wahl, dass das Sekretariat mit aller Entschlossenheit praktische Massnahmen fördern werde, um den Bedürfnissen der wachsenden FIET- Mitgliedschaft gerecht zu werden. Goldene FIET- Ehrennadel Die Goldene FIET- Ehrennadel wurde verliehen dem ehemaligen FIET- Generalsekretär Heribert Maier, dem ausscheidenden FIET- Präsidenten Bengt Lloyd, dem ehemaligen IRO- FIET- Präsidenten Rodolfo Mario Campos Bravo, der ehemaligen Vorsitzenden der FIET- Arbeitsgruppe für berufstätige Frauen Helga Stubianek, dem IBFG- Generalsekretär John Vanderveken sowie den ausscheidenden Weltvorstandsmitgliedern Sergio Ammannati, John Maynes, Reginaldo Medeiros de Souza, Herbert Nierhaus, Victor Hugo Sequeira, Raffaele Vanni, Muthusamy M. Vasagam, Günter Volkmar und Monika Weber. 26 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Weltvorstand Der Weltvorstand wird auf der Grundlage von Gebieten gewählt, um sicherzustellen, dass alle Teile der Welt vertreten sind. Der Weltvorstand tritt einmal pro Jahr zusammen und ist verantwortlich für die Leitung der Arbeit der FIET zwischen den Kongressen. Er amtiert auch als Geschäftsordnungsausschuss des Kongresses. In der Berichtszeit trat der Weltvorstand siebenmal zusammen: • • • 59. Tagung: San Francisco, 18. August 1991 60. Tagung: San Francisco, 20. August 1991. 61. Tagung: San Francisco, 20. August 1991 62. Tagung: San Francisco, 23. August 1991 63. Tagung: Kopenhagen, 27.- 29 Mai 1992 64. Tagung: Genf, 29. Juni- 1. Juli 1993 65. Tagung: Amsterdam, 16.- 17. März 1994 59. Tagung ( San Francisco) U1512 Im Mittelpunkt der Beratungen standen die Vorbereitungen für den 22. Weltkongress. Der Vorstand stimmte einem dem Kongress zu unterbreitenden Dringlichkeitsantrag betreffend die Revision von Artikel 9 der FIET- Satzung zu. Er einigte sich auf Kandidaten, die dem Kongress für den fünf Mitglieder umfassenden Mandatsprüfungsausschuss und für den 18 Mitglieder umfassenden Entschliessungsausschuss vorgeschlagen werden sollten, sowie auf die zwei Kandidaten für das Amt der FIETRechnungsprüfer. Der Vorstand stimmte den Beitrittsgesuchen von 43 Gewerkschaften aus folgenden Ländern zu: Argentinien, Belgien, Bulgarien, Burkina Faso, Zentralafrikanische Republik, Tschad, Tschechoslowakei, Dänemark, Ägypten, Frankreich, Grossbritannien, Ungarn, Indien, Italien, Korea, Luxemburg, Malaysia, Mexiko, Peru, Polen, Portugal, Rumänien, Senegal und Zaire. Der Vorstand bestätigte den Ausschluss von drei Gewerkschaften aus Malaysia und Peru. Das FIET- Budget für 1991 und der Finanzbericht für 1990 sowie die Budgets und Finanzberichte der Regionalorganisationen wurden gutgeheissen. Er bestätigte ferner ein neues IBFG/ IBS- MailänderAbkommen und verabschiedete Erklärungen zu der Lage in Korea und Thailand( siehe Anhang). Am 15. März 1995 setzte sich der FIET- Weltvorstand wie folgt zusammen: Jochen RICHERT( DGB, BR Deutschland)- Präsident Gary NEBEKER( UFCW, Vereinigte Staaten)- 1. Vizepräsident - Maj- Len REMAHL( LA, Finnland) 2. Vizepräsident Shinya AMISHIRO( ZENSEN, Japan) Manuel BARBOSA DE OLIVEIRA( SBSI, Portugal) Sidsel BAUCK( HK, Norwegen) Moshe BEIT- DAGAN( UCAPSE, Israel) Marianne BLAZSO( TDDSZ, Ungarn) Siegfried BLEICHER( DGB, BR Deutschland) Armando CAVALIERI( FAECYS, Argentinien) Mario CESINO( FISASCAT, Italien) Shangwa CHIFAMBA( CWUZ, Simbabwe) Richard CORDTZ( SEIU, Vereinigte Staaten) John DAHL( HK, Dänemark) Kevin DAVERN( FSU, Australien) Garfield DAVIES( USDAW, Vereinigtes Königreich) Wibe DRIJVER( FNV DIENSTENBOND, Niederlande) Lourenço FERREIRA DO PRADO( CONTEC, Brasilien) Rita GASSMANN( VHTL, Schweiz)- Schatzmeister Paul GOULTER( FinSec, Neuseeland) Mick GRAHAM( GMB/ APEX, Vereinigtes Königreich) Vince HIGGINS( FCUA, Australien) Lore HOSTASCH( GPA, Österreich) Roland ISSEN( DAG, BR Deutschland) Philip J. JENNINGS, Generalsekretär Edilberto LA RIVA BLANCO( FETRASALUD, Venezuela) Nam- Soon LEE( KFBU, Korea) James MAHER( SDA, Australien) Miguel H. MANZO GODINEZ( SNTISSSTE, Mexiko) Lenore MILLER( RWDSU, Vereinigte Staaten) Leif MILLS( BIFU, Vereinigtes Königreich) Margret MÖNIG- RAANE( HBV, BR Deutschland). Emmanuel N. OKONGWU( NUSDE, Nigeria) Kenth PETTERSSON( HF, Schweden) Carlos POLENUS( SETCa, Belgien) Elio PORINO( UIB, Italien) Pat SCARCELLI( UFCW, Vereinigte Staaten) Jürgen SCHATTA( HBV, BR Deutschland) Juraj SEGEC( GAHR, Slowakei) Mamoru SHIBATA( JUC, Japan) Yves SIMON( FEC- FO, Frankreich) Gösta SÖDERBERG( SIF, Schweden) Irene SUNDELIN( SIF, Schweden)- Vorsitzende der Arbeitsgruppe der FIET für berufstätige Frauen Jadwiga TARNAWA( SPOLEM, Polen) Metin TIRYAKIOGLU( BASISEN, Türkei) Tony WHITELEY( MSF, Vereinigtes Königreich) Juan José ZANOLA( AB, Argentinien) Şakool ZUESONGDHAM( FBFT, Thailand) FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 27 Schliesslich würdigte der Vorstand den Einsatz des ausscheidenden FIET- Schatzmeisters, Monika Weber, die in San Francisco nicht anwesend sein konnte. 60. und 61. Tagung ( San Francisco, 20. August 1991) Auf den zwei kurzen Treffen während des Weltkongresses erörterte der Vorstand die Lage in der Sowjetunion und verabschiedete nach einer Abänderung und bei einer Enthaltung einen Antrag, der vom Sekretariat im Zusammenhang mit den Entwicklungen in diesem Land ausgearbeitet worden war, so dass er dem Weltkongress unterbreitet werden konnte, der den Antrag später angenommen hat( siehe Anhang). 62. Tagung) ( San Francisco, 23. August 1991) Die Sitzung, auf der der neugewählte Vorstand eingesetzt wurde, stand unter der Leitung von FIET2AD Präsident Jochen Richert. Er begrüsste alle neuen Mitglieder und erwähnte im besonderen die Vertreter des neuen Gebiets Mittel- und Osteuropa. Der Vorstand wählte Rita Gassmann( VHTL, Schweiz) zum neuen FIET- Schatzmeister; sie übernahm die Nachfolge von Monika Weber, die sich nicht zur Wiederwahl gestellt hatte. 15 8 isb nl Der Vorstand nahm zur Kenntnis, dass Vorbereitungen für den 23. Weltkongress im Jahre 1995 in Wien eingeleitet wurden. 63. Tagung ( Kopenhagen, 27.- 28. Mai 1992) Der Vorstand verlieh dem in den Ruhestand getretenen Mitglied Roy Grantham die Goldene FIETEhrennadel. Mick Graham( GMB, Vereinigtes Königreich) und Laouali Moutari( SUSAS, Niger) wurden als Mitglieder der Weltvorstandes an der Stelle von Roy Grantham, bzw. Doudou Niasse, bestätigt. Maigrof ni Die Vollversammlung des Weltvorstandes im Mai 1992 war die erste seit dem Weltkongress im Jahre 1991. A Ensurbibu YES YES 28 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 gleider snow br M Tagung des FIET- Weltvorstandes 1992 in Kopenhagen( von links nach rechts): IRO- FIET- Präsident Juan José Zanola; APRO- FIET- Vizepräsident Vince Higgins; AFRO- FIET- Präsident Shangwa Chifamba; EURO- FIET- Tis Präsident Karel Boeykens; FIET- Präsident Jochen Richert; APRO- FIET- Präsident Mamoru Shibata und FIETGeneralsekretär Philip J. Jennings. DR TEE sib THIE sib sib, yougun bou asins? nintatu eguno sds tisW 19b aslist asilo In bezug auf die Folgetätigkeiten zu den vom 22. Weltkongress verabschiedeten Entschliessungen traf der Vorstand folgende Entscheidungen: Die FIET soll sich systematisch für eine soziale Dimension der wirtschaftlichen Integration in allen Regionen einsetzen. Solidaritätsaktionen im Zusammenhang mit multinationalen Unternehmen sollen ausgebaut werden. Für die Bereiche Lean Management, Lean Production, Stress, Telearbeit und Beschäftigungsschutz sollen grundsätzliche Strategien ausgearbeitet werden. Die Kampagne gegen die Deregulierung der Ladenschlusszeiten soll verstärkt werden. Alle Fachgruppen werden ihre Tätigkeiten auf dem Gebiet der Gesundheit und Sicherheit prüfen und Leitlinien zur Erleichterung der Rehabilitierung von Mitgliedern, die Opfer von Raubüberfällen, Drohungen oder Gewalttätigkeiten sind, einführen. Die Tätigkeiten im Bereich der Touristik sollen mit denjenigen anderer IBSe koordiniert werden. Die FIET soll grundsätzliche Strategien in bezug auf die Kinderarbeit ausarbeiten. Der Vorstand gab auch grünes Licht für das Projekt " FIET 2000", um zu prüfen, wie die FIET den künftigen Anforderungen der Mitgliedsorganisationen gerecht werden kann. Der Vorstand nahm einen Bericht über die Verbesserung der Kongressverfahren zur Kenntnis. Nach einer eingehenden Debatte wurden folgende Entscheidungen getroffen: • Die Zahl der von den Mitgliedsorganisationen eingereichten Anträge soll nicht begrenzt werden. Der Entschliessungsausschuss soll weiterhin mit der Redaktion von zusammengesetzten Anträgen für die Kongressdebatten beauftragt werden. Die Verfahren für die Zusammenlegung sollen weiterentwickelt und die Fristen für die EinFIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 29 reichung von Anträgen und Änderungsanträgen neu geregelt werden. Der Vorstand stellte fest, dass sich die bereits für den 22. FIET- Weltkongress eingeführten Änderungen in der Regel bewährt haben, jedoch weiter ausgefeilt werden müssen. Im besonderen wurde eine strengere Einhaltung der Redezeiten gefordert. Der Vorstand bestätigte verschiedene Änderungen des Weltaktionsprogramms, gemäss den auf dem Kongress durchgeführten Debatten; es wurden folgende neue Themen in das Programm aufgenommen: wirtschaftliche Integration; Umwelt, Familie; Heimarbeit und Stress. Abgesehen von den Tätigkeitsberichten, den Finanzberichten und Budgets der FIET und der vier Regionalorganisationen verabschiedete der Vorstand auch zwei Entschliessungen betreffend Thailand und den Umweltgipfel von Rio( siehe Anhang). Der Vorstand nahm einen Bericht über die Lage in Mittel- und Osteuropa zur Kenntnis und genehmigte ein Tätigkeitsprogramm für diese Region. Er stimmte der Aufnahme von 13 Organisationen in die FIET aus folgenden Ländern zu: Argentinien, Costa Rica, Korea, Mexiko, Niederlande, Nigeria, Portugal, Rumänien, Spanien und Uruguay. Der Vorstand bestätigte die für die IRO- FIET- Satzung vorgeschlagenen Änderungen und die von der 7. IROFIET- Konferenz verabschiedeten Entschliessungen. 64. Tagung ( Genf, 29. Juni 1. Juli 1993) - Wibe Drijver( Dienstenbond FNV, Niederlande), Nam- Son Lee( KFBU, Korea), Miguel H. Manzo Godinez( SNISSSTE, Mexiko), Carlos Polenus ( SETCa, Belgien) und Jadwiga Tarnawa( SPOLEM, Polen) wurden als Mitglieder des Weltvorstandes bestätigt; sie ersetzen Lodewijk de Waal, bzw. Jai Yong Kim, Juan Diaz Aguirre, Karel Boeykens und Adrejek Opilowski. Der Vorstand gedachte mit ehrenden Worten des Kollegen Katsuichi Yamamoto, ehemaliges Mitglied des Weltvorstandes und früherer Präsident der APROFIET, der am 18. März 1993 im Alter von 60 Jahren unerwartet gestorben ist. FIET World Action Programme tobiasV- THE- Cloro Eine der Aufgaben des FIET- Weltvorstandes ist die Nachführung des FIET- Weltaktionsprogramms im Lichte der auf dem Kongress durchgeführten Diskussionen. Dieses Programm enthält Mindestforderungen, die die FIET im Namen ihrer angeschlossenen Organisationen in allen Teilen der Welt erhebt. Der Vorstand verabschiedete Entschliessungen zu folgenden Themen: Die Uruguay- Runde der multilateralen Handelsgespräche des GATT und Friedensbemühungen im Nahen Osten( siehe Anhang). Ferner genehmigte der Vorstand Erklärungen im Zusammenhang mit dem gewerkschaftsfeindlichen Verhalten des Konzerns Zürich Versicherungen im Vereinigten Königreich und der Einzelhandelskette Food Lion in den Vereinigten Staaten. Der Vorstand nahm Berichte von vier Gastreferenten entgegen: Papi Kganare, Generalsekretär der FIETMitgliedsorganisation SACCAWU, gab einen umfassenden Überblick über die Lage in Südafrika. Raffaele Vanni, Generalsekretär der FIET- Mitgliedsorganisation UILTUCS, Italien, und Mitglied des IAA- Verwaltungsrates, und Heribert Maier, ehemaliger FIET- Generalsekretär und heute stellvertreten30 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 der Generaldirektor des IAA, berichteten über Entwicklungen in der IAO und über die Schwierigkeiten, mit denen diese Organisation zu kämpfen hat. Carlos West Ocampo, Generalsekretär der FIETMitgliedsorganisation FATSA, Argentinien, sprach ausführlich über ein IRO- FIET- Seminar, das im Juni in Buenos Aires einberufen wurde und Probleme im Zusammenhang mit dem Abbau des Sozialversicherungssystems auf diesem Kontinent zum Gegenstand hatte. Im Mittelpunkt der Beratungen stand das Projekt " FIET 2000"- eine eingehende Überprüfung der Strukturen und der organisatorischen Beziehungen der FIET. Der Vorstand erörterte einen ersten Bericht, der vom Geschäftsführenden Vorstandsausschuss der FIET zusammen mit den regionalen Präsidenten auf einer Tagung im November 1992 diskutiert worden war. Der Vorstand schlug verschiedene Änderungen vor und beschloss, den Bericht dann allen regionalen Vorständen zur Stellungnahme zu unterbreiten, bevor er auf seiner Tagung im Jahre 1994 in die endgültige W- THP.2 Form gebracht wird und schliesslich dem FIETWeltkongress im Jahre 1995 vorgelegt werden kann. Der Vorstand genehmigte den Bericht des Generalsekretärs für die Zeit vom 1. April 1992 bis 30. April 1993. 23 Gewerkschaften aus folgenden Ländern wurden in die FIET aufgenommen: Belgien, Benin, Botswana, Brasilien, Chile, Kongo, Estland, Fidschi, Frankreich, Ghana, Elfenbeinküste, Japan, Lettland, Litauen, Nepal, Südafrika und Sri Lanka. Der Vorstand nahm die Änderungen in der Mitgliedschaft der Gewerkschaften in der Tschechischen und der Slowakischen Republik, in Ungarn und Lesotho zur Kenntnis und stimmte der Streichung der beiden Gewerkschaften in Peru, die nicht mehr bestehen, zu. Der FIET- Finanzbericht für 1992 und das Budget für 1993 wurden genehmigt, ebenso wie die Berichte und Budgets der Regionalorganisationen. TER sib beeb 15 si TT# V hus is d Jag Das FIET- Sekretariat in Genf. Zusammen mit der IPTT, einem befreundeten IBS, möchte die FIET diese in ihrem Besitz befindliche Liegenschaft in Genf erschliessen. Geplant ist die gemeinsame Erstellung eines neuen Gebäudes mit modernen Büro- und Sitzungsräumen. Das bestehende Gebäude, in dem die Organisation seit mehr als 30 Jahren untergebracht ist, entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Der FIET- Weltvorstand hat den Geschäfts- a führenden Vorstandsausschuss beauftragt, das Bauprojekt, das langfristig verwirklicht wird, zu überwachen. schlager FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 31 Der Vorstand stimmte den von den Präsidenten der vier Regionalorganisation der FIET vorgelegten Berichten über die Tätigkeiten in der Region zu. Er bestätigte die Entschliessungen, die auf der 4. AFROFIET- Konferenz verabschiedet wurden, und brachte seine Besorgnis über die weiterhin beunruhigende Lage in Togo zum Ausdruck. Der Vorstand bestätigte ferner die im Bericht über die Entwicklungen in Mittel- und Osteuropa und im Bericht über Russland enthaltenen Empfehlungen des EURO- FIETVorstandes, die auch die Veranstaltung eines FIETSeminars für Gewerkschaften in FIET- Sektoren in Russland vorsehen. Der Vorstand beschloss, den Mitgliedern nach der Tagung schriftliche Kommentare zu einem Bericht über Beschäftigungssicherheit im Hinblick auf seine spätere Veröffentlichung zu unterbreiten. Der Vorstand genehmigte einen ausführlichen Bericht betreffend das FIET- Bauprojekt für die Erstellung eines neuen FIET- Sekretariats auf der bestehenden Liegenschaft in Genf; er beschloss, dass die FIET und IPTT ihre Tätigkeit zur Verwirklichung des Projekts mit den örtlichen Behörden gemeinsam fortführen sollen und beauftragte den Geschäftsführenden Vorstandsausschuss der FIET, das Projekt laufend zu überwachen und dem Weltvorstand entsprechend Bericht zu erstatten. 65. Tagung ( Amsterdam, 16.- 17. März 1994) Die Vorstandstagung fand in Verbindung mit der EURO- FIET- Regionalkonferenz und der Feier zum 90. Jubiläum der FIET statt. Der Generalsekretär des IBFG, Enzo Friso, nahm als Gastreferent an den Beratungen teil. - Im Mittelpunkt der Beratungen standen die Vorbereitungen für den 23. FIET- Weltkongress. Der Vorstand bestätigte das Kongressthema wie folgt: Eine Welt Eine Stimme- Solidarität, und er genehmigte die vorläufige Tagesordnung und das vorläufige Programm für den Kongress. Der Vorstand beschloss ferner, unmittelbar vor dem Kongress die 5. FIET- Weltfrauenkonferenz zu organisieren. Aloitsols2- THTH 200 adaizsa Die Tagung des FIET- Weltvorstandes im März 1994 in Amsterdam, gefolgt von der Feier zum 90. Geburtstag der FIET FIET 32 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Der Vorstand beschloss einstimmig, eine Erhöhung der FIETMitgliedsbeiträge in der Zeit von 1995 bis 1999 um 6 Rappen( 0,06 SFR) pro Jahr vorzuschlagen. Der Vorstand beschloss ferner, dass ein Appell an die Mitgliedsorganisationen ergehen soll, Teilnehmer aus den ärmeren Regionen finanziell zu unterstützen, damit sie an der FIETWeltfrauenkonferenz und am 23. FIET- Weltkongress teilnehmen können. ( 130 • SYDNEY 2000 800 share the spirit. sb Auf seiner Tagung im März 1994 beschloss der Vorstand, eine Einladung der australischen Mitgliedsorganisationen anzunehmen und den 24. FIETWeltkongress vom 22. bis 26. März 1999 in Sydney, Australien, zu organisieren. FIET- Präsident Jochen Richert gab bekannt, dass er sich in Wien nicht zur Wiederwahl als Präsident stellen wird. Der Vorstand beschloss, Gary Nebeker als Präsidentschaftskandidaten für die Zeit von 1995 bis 1999 zu bestätigen. Ferner wurde beschlossen, Maj Len Remahl, die 1991 zur 2. FIETVizepräsidentin gewählt wurde, für das Amt der 1. Vizepräsidentin vorzuschlagen. Der Vorstand schlug ausserdem vor, dass Margret MönigRaane, Vorsitzende der HBV, vorbehaltlich weiterer Beratungen im betreffenden Gebiet, das Amt des 2. Vizepräsidenten übernimmt; Philip J. Jennings wurde für eine Wiederwahl als Generalsekretär vorgeschlagen. Der Vorstand beschloss, den 24. FIET- Weltkongress gemäss einer Einladung der australischen Mitgliedsorganisationen vom 22. bis 26. März 1999 in Sydney, Australien, zu organisieren. Das FIET- Sekretariat hat einen Hintergrundbericht zum Thema:" Welthandel und Arbeitsnormen" ausgearbeitet, der die Auswirkungen der GATT- Uruguay- Runde auf den Dienstleistungssektor im allgemeinen und die FIET im besonderen zum Gegenstand hatte. Der Vorstand verabschiedete in diesem Zusammenhang eine Entschliessung zum Thema:" Eine soziale Dimension für den Welthandel" ( siehe Anhang). Der Vorstand begrüsste die Anregung der AFROFIET, ein FIET- Beobachterteam zu den Wahlen in Südafrika zu entsenden( siehe Kapitel 5). Der Vorstand hat der Aufnahme von 11 Organisationen aus folgenden Ländern zugestimmt: Zentralafrikanische Republik, Kongo, Kroatien, Korea, Mauritius, Mosambik, Niger, Slowenien, Tansania und Türkei. Dem Vorstand wurde eine Liste über den Stand der Bezahlung der Mitgliedsbeiträge per Ende 1993 unterbreitet, und er traf folgende Entscheidungen: • • Die regionalen Vorstände werden eine Liste erhalten, die über die Entrichtung der ihre Region betreffenden Beiträge Aufschluss gibt. Alle von Mitgliedsorganisationen eingereichten Gesuche um Beitragsbefreiung werden zuerst vom Sekretariat geprüft, wonach der Regionalvorstand entsprechend informiert wird. Der Regionalvorstand wird dem Geschäftsführenden Vorstandsausschuss der FIET dann eine angemessene Empfehlung unterbreiten. Für die den Mitgliedsorganisationen in der Form von Bildungsprojekten, Reisezuschüssen oder materieller Hilfe zu gewährende Unterstützung sowie für ihre Wählbarkeit für Sitze im Weltvorstand, bzw. Regionalvorstand wird das Kriterium der bezahlten oder nicht bezahlten Mitgliedsbeiträge ausschlaggebend sein. Alle Mitgliedsorganisationen müssen der FIET einen Beitrag zahlen. Ein Abweichen von diesem Grundsatz FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 33 kommt nur für Gewerkschaften in Frage, die sich in Schwierigkeiten befinden; das Sekretariat hat zu diesem Zweck einen Fragebogen ausgearbeitet, den die betreffenden Organisationen ausfüllen, damit ihre Lage genau beurteilt und entsprechend berücksichtigt werden kann. Der Vorstand genehmigte den FIET- Tätigkeitsbericht für die Zeit vom 1. Mai 1993 bis 31. Januar 1994. Der Vorstand wurde über Gespräche mit der UCAPSE, Israel, informiert und genehmigte deren Einladung zur Durchführung einer Mission in Israel, Gasa und Westjordanland. Der Vorstand richtete einen Appell an alle Mitgliedsorganisationen, Beiträge zu dem FIET- Fonds für Regionaltätigkeiten zu leisten. Der Vorstand stimmte einem Bericht mit dem Titel: " FIET 2000" zu, der dem FIET- Weltkongress im Jahre 1995 in Wien zur Debatte vorgelegt werden soll. Im Rahmen der Diskussion über" FIET 2000" wurde vereinbart, die Tätigkeiten der FIETTechnologiegruppe aufzulösen. Die Verantwortung für Durchführung von Forschungsarbeiten in diesem Bereich soll dem Weltvorstand übertragen werden, und die Fachgruppen werden die Aufgabe haben, diesen Punkt in ihr Arbeitsprogramm aufzunehmen. nik neb A pia timeba FIET- Präsident Jochen Richert überreichte Inge Granqvist( SIF, Schweden) und Jorgen Eiberg( HK, Dänemark), die den Weltvorstand verlassen haben, die Goldene FIET- Ehrennadel. Als Nachfolger dieser beiden Mitglieder bestätigte der Vorstand Gösta Söderberg und John Dahl von den gleichen Gewerkschaften. Der Vorstand verabschiedete ferner eine Erklärung betreffend die IAO, die zur Zeit ihre sektorspezifischen Tätigkeiten überarbeitet( siehe Anhang). sinsand oinople agilidiuzoM authe ishThou gnoldsss& hubli nov diwag mile debuxov nitobiassiv Iob mA asb -gingMaz nov mobizzus guide bastanov how doleriodov V& H job obnostianoV 250 mA 2b is obsted mi nagnut Strünw against... qilidis immundi nains. moonbesyone els Iriswershot onto stit O asida 34 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 basov biansmis A aib Miqua odsiz) Geschäftsführender Vorstandsausschuss der FIET 1 Genf, 19. November 1991 Die Beschlüsse des Geschäftsführenden Vorstandsis Genf. 19. Nov ausschusses werden dem Weltvorstand zur Bestätigung unterbreitet. Der Geschäftsführende Vorstandsausschuss ist verantwortlich für finanzielle und verwaltungstechnische Angelegenheiten der FIET und für die allgemeine Leitung der Arbeiten im Zeitraum zwischen den Vorstandssitzungen. 2 ymmil gox Der Geschäftsführende Vorstandsausschuss setzt sich aus FIET- Funktionären zusammen; Ende Februar 1995 waren dies: der Präsident, Jochen Richert; der 1. Vizepräsident, Gary Nebeker; die 2. Vizepräsidentin, Maj- Len Remahl; der Schatzmeister, Rita Gassmann, und der Generalsekretär, Philip J. Jennings. поганящая ота полиста эја In der Berichtszeit fanden neun Tagungen des Geschäftsführenden Vorstandsausschusses statt: 10 bau • Genf, 28.- 29. Mai 1991 inus no San Francisco, 17. August 1991 be IngA wigh ob 17. Kopenhagen, 26. Mai 1992 Genf, 17.- 18. November 1992 • Genf, 29. Juni 1993 • Toronto, 29.- 30. Juli 1993 Zürich, 18.- 19. November 1993 Amsterdam, 16. März 1994 Weitere Tagungen sind für den 17. und 18. Mai 1995 in Genf sowie für den 8. Juli in Wien geplant. Mindestens einmal pro Jahr werden die Präsidenten der vier Regional organisationen der FIET zur Teilnahme an Sitzungen des Geschäftsführenden Vorstandsausschusses eingeladen. Sie waren auf den Sitzungen im Jahre 1991 in Genf und San Francisco, im Jahre 1992 in Genf, im Jahre 1993 in Genf und im Jahre 1994 in Amsterdam anwesend. Sie werden auch an den Sitzungen in Genf und in Wien im Jahre 1995 mitwirken. ments nov ISM 451270 mux And nodotinoid ob Von links nach rechts: Philip J. Jennings, Generalsekretär; Maj- Len Remahl, 2. Vizepräsidentin; Jochen Richert, Präsident; Rita Gassmann, Schatzmeister; Gary Nebeker, 1. Vizepräsident. -Executors Bild 35 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Kapitel 4 seer malevoV 19bn swaldo29egt werden FIET- Sekretariat und Büros cassion über" FIET 2000 Tätigkeiten der FIET 250 250 92201 si neser been in diesem mob nabaw 2022 ( 0290 190 19 g Für die Verwaltungsarbeit der FIET sind ein Sekretariat in Genf und Büros in Brüssel, Costa Rica und Singapur zuständig. In der Berichtszeit wurden verschiedene neue Initiativen ergriffen: Die FIET hat nun einen Vertreter in Moskau. Alexander Denisow ist seit Januar 1994 für die FIET tätig. Seine Dienste werden auch vom IBFG in Anspruch genommen. In Afrika wurde ein neuer Koordinator ernannt. Gregory Peta, der früher im Dienst der CWUZ, Simbabwe, stand, begann seine Tätigkeit in der AFRO- FIET im September 1994; sein Standort ist Harare, Simbabwe. Hiermit wurde zum erstenmal seit über zehn Jahren ein vollamtlicher Mitarbeiter für die AFRO- FIET eingestellt. In der IRO- FIET wird das Amt des Regionalsekretärs zum ersten Mal von einem Lateinamerikaner bekleidet: Raúl Requena Martinez aus Chile. Der frühere Generalsekretär der chilenischen Bankangeonismoglie sib zü bu stelltengewerkschaft übernahm diese Aufgabe im April 1994. Er trat die Nachfolge von Jimmy Sierra an, der zu seiner Gewerkschaft, der UFCW, in den Vereinigten Staaten zurückgekehrt ist. T311 208 Stew ceer Im FIET- Sekretariat wurden 1994 zwei neue Mitarbeiter aus nichteuropäischen Ländern eingestellt. Craig Hill von der FinSec, Neuseeland, und Catherine Sanchez von der UFCW, Vereinigte Staaten. Sie ersetzten Arno Rasmussen, bzw. Penny Clarke. Arno Rasmussen war von Oktober 1992 bis Oktober 1993 Sekretär der FIET- Fachgruppen Banken und Versicherungen und kehrte dann nach Norwegen zurück, wo er das Amt des Generalsekretärs der FSU übernahm. Penny Clarke war Sekretär der Fachgruppe Handel und der Arbeitsgruppe für berufstätige Frauen von Oktober 1991 bis April Im FIET- Sekretariat in Genf sind 24 Personen beschäftigt. 36 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 DO DA biz 1994, als sie die FIET verliess, um einen Posten im EGB in Brüssel zu übernehmen. die In der Berichtszeit sind ferner zwei Mitarbeiter des FIET- Sekretariats in den Ruhestand getreten: Lilly Pfenninger, verantwortlich für die Koordination der Reisen und der Übersetzungen, und Juan Callau, Assistent in der Abteilung für Druckarbeiten und allgemeine Dienste. Der Mitarbeiterstab im EURO- FIET- Büro in Brüssel wurde ausgebaut, und es besteht die Absicht, den Personalbestand auch in den anderen Regionalbüros zu erhöhen. A Die Arbeitslast im Sekretariat hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Es Der FIET- Generalsekretär und der Exekutivsekretär im Gespräch mit werden beispiellos hohe Anforderungen an dem Finanzsekretär und den Fachgruppensekretären. Von links nach die Organisation und an die Mitarbeiter rechts: Jan Furstenborg, Philip J. Jennings, Hans J. Schwass, Judith gestellt. Dank Computer- Technologie Meile, Cathy Sanchez, Nick Beck, Craig Hill und Gerhard Rohde. konnte die Leistungsfähigkeit gesteigert und die Veröffentlichung von Dokumenten verbessert werden; dennoch fällt ständig mehr Arbeit an. Eine Alternative ist die Erhöhung des Mitarbeiterstabs, eine andere die vermehrte Unterstützung des Sekretariats und der regionalen Büros durch die Mitgliedsorganisationen. Die FIET- Gewerkschaften könnten der Organisation für eine bestimmte Zeit Funktionäre zur Verfügung stellen oder in zunehmendem Masse die Verantwortung für Forschungsarbeiten oder die Vorbereitung von Dokumenten übernehmen und auf diese Weise der Internationale helfen, sich den neuen Herausforderungen in bezug auf die Arbeitslast zu stellen. Reg Sa Eine neue, von FIET- Exekutivsekretär Hans J. Schwass geleitete Abteilung umfasst nun Bildungs- und Regionalaktivitäten. Von links nach rechts: Cristina Pineda, Assistentin; Benny Wiklund, Bildungssekretär, Carin Andersson, Projektleiterin, und Hans J. Schwass. Bild is and Farsi FIET- Hauptsitztal Band Die Bürostruktur des Generalsekretariats in Genf sieht folgendermassen aus: kten bit. FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Büro des Generalsekretärs Philip J. Jennings Generalsekretär der FIET Regionalsekretär der EURO- FIET Assistentinnen: Sally Chablais- French Redaktionsassistentin Liselotte Girou Direktionsassistentin Anne- Françoise Meuris Redaktionsassistentin( Übersetzungen) Ulrike Riva Redaktionsassistentin( Übersetzungen) 37 Exekutivsekretär Hans J. Schwass Verantwortlich für das Sekretariat in Abwesenheit des Generalsekretärs. Beziehungen zu den Regional organisationen ( ausgenommen der EURO- FIET) und Gewährleistung des Beitrags der FIET zu deren Aktivitäten in Zusammenarbeit mit den Sekretären der Fachgruppen und der zwischenberuflichen Gruppen. Überwachung der politischen und gewerkschaftlichen Entwicklungen( auch auf dem Gebiete der Menschenrechte und der Gewerkschaftsrechte) in den Regionen und in einzelnen Ländern. Verantwortlich für den Regionalaktivitätenfonds in Zusammenarbeit mit dem Finanzsekretär. Koordination von Solidaritätsaktionen. Verantwortlich für Bildungsprojekte, Unterrichtsmaterial, Verbindungen mit den Spenderorganisationen, einschliesslich der Mittel- Beantragung, Berichterstattung und Bewertung. Assistenten der Abteilung für Bildungstätigkeiten: Carin Andersson, Projektleiterin Benny Wiklund, Bildungssekretär und Sekretär des Jugendausschusses Assistentin: Cristina Pineda Fachgruppen Banken/ Versicherungen als ARRI Craig Hill, Fachgruppensekretär 9 Verantwortlich für die vorstehend genannten Fachgruppen. abb 191dM Verantwortlich für die Koordinierung der Beziehungen zu der IAO. Assistentin: Regula Khemiri sib 101 is bou Hosi msolls bou ni atensi I sa Fachgruppe Handel/ Mittel- und Osteuropa e im Jan Furstenborg, Fachgruppensekretär Verantwortlich für die Fachgruppe Handel und Tätigkeiten im Zusammenhang mit Frisör- und Kosmetikberufen. Verantwortlich für Tätigkeiten in Mittel- und Osteuropa. Assistentin: Frieda Gazzini Abteilung für Gleichstellung/ Tourismus und Freizeitindustrie Catherine Sanchez, Fachgruppensekretär Sekretär der Arbeitsgruppe für berufstätige Frauen. Sekretär des FIET- Ausschusses für KasinoAngestellte. Die FIET hat ihre eigene Abteilung für technische Wartung und Druck, die die FIET Infos und alle FIET- Publikationen herausgibt. Die Aufnahme zeigt das technische Personal: Ramon Casanova, Raul Bedos und Valentin Callau. Verantwortlich für Tätigkeiten im Bereich Tourismus und Freizeitindustrie. Assistentin: Patricia Schneiter Finanzen und Verwaltung Judith Meile, Finanzsekretär Verantwortlich für Finanzen und Personalfragen. 38 Gestetner 413CD FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Ausschuss für Angestellte in Leitungsfunktionen/ Fachgruppe Industrieangestellte Gerhard Rohde, Fachgruppensekretär Verantwortlich für die Fachgruppe Industrie. Sekretär des Ausschusses für Angestellte in Leitungsfunktionen. Assistentin: Patricia Armand Fachruppe Wartungs- und Sicherheitsdienste/ Fachgruppe Sozialversicherungen und Gesundheitsdienste/ Multinationale Gesellschaften Nicholas Beck, Fachgruppensekretär Verantwortlich für die vorstehenden Fachgruppen. Verantwortlich für die Festlegung allgemeiner wirtschaftspolitischer Grundsätze der Internationalen. Verantwortlich für Tätigkeiten im Zusammenhang mit Multinationalen. Verantwortlich für die Koordination des ComputerNetzwerkes am FIET- Hauptsitz. Assistentin: Sibylle Attia- Beyeler Koordination von Reisen und Übersetzungen Helga Cammell W Druckarbeiten und allgemeine Dienste now An Valentin Callau Verantwortlich für die Druckerei, Postsendungen und allgemeine Aufgaben. Assistenten: Raul Bedos Ramon Casanova FIET- Bildungsberater Alessandro Fogarin im Gespräch mit AFRO- FIET- Präsident Shangwa Chifamba. AFRO- FIET Bis September 1994 wurden die AFRO- FIET- Bildungs- und Fachgruppenprojekte von der Abteilung Gregory Peta wurde im September 1994 zum AFROFIET- Programmkoordinator ernannt. Er hat seinen Sitz in Harare, Simbabwe. SisboATS& Rov briw jszit ni or- T31-0 > ms12isacagmurba no12 anal bru für Regional- und Bildungstätigkeiten des FIETSekretariats in Zusammenarbeit mit den Mitgliedsorganisationen, Mitgliedern des Regionalvorstandes und den zwei AFRO- FIET- Koordinatorinnen für Frauentätigkeiten verwaltet. bbw doug doug mobus bur Der FIET- Bildungsberater, Alessandro Fogarin, der seinen Sitz in den Niederlanden hat, wirkt seit 1985 aktiv an der Durchführung von AFRO- FIETBildungsprojekten mit. Seine Aufgabe ist mit zahlreichen Reisen in Afrika verbunden, und umfasst die Organisation vieler regionaler Lehrgänge und die Unterstützung von Mitgliedsorganisationen bei der Planung und Durchführung von nationalen Bildungstätigkeiten. Er wird diese Tätigkeit im Juli 1995 nach dem FIET- Weltkongress aufgeben. Im Einvernehmen mit AFRO- FIET- Präsident Shangwa Chifamba wurde Gregory Peta im September 1994 zum AFRO- FIET- Programmkoordinator ernannt. Er ist von den Büros der FIET- Mitgliedsorganisation CWUZ in Simbabwe aus tätig und zuständig für die Koordination von gewerkschaftlichen Bildungsprogrammen und die Vorbereitung der ordentlichen AFRO- FIET- Tagungen und Fachgruppentätigkeiten. FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 39 APRO- FIET- Büro Das Büro wird von Regionalsekretär Christopher Ng geleitet, der bei seiner Tätigkeit von Anthony Wong und einer Assistentin, Elsie Juay, unterstützt wird. Das Büro befindet sich im Zentrum der Aktivitäten in der Region; es arbeitet eng mit dem FIET- Sekretariat zusammen und ist für die Durchführung von Bildungsprogrammen und Fachgruppentätigkeiten verantwortlich. In den letzten Jahren wurde Singapur zum Mittelpunkt der internationalen Gewerkschaftsarbeit in der Region; die IBFG- Regionalorganisation APRO hat ihr Sekretariat nach Singapur verlegt und mehrere IBSe haben hier Büros eröffnet. APRO- FIET- Regionalsekretär Christopher Ng wird bei seiner Tätigkeit von Anthony Wong und Elsie Juay unterstützt. EURO- FIET- Büro Brüssel Bernadette Tesch- Ségol ist der Direktor dieses Büros. Sie wird von zwei Forschungsassistenten, Nicola Konstantinou und Jens Storup sowie von Sonja Trekkels unterstützt, die für die gesamte Sekretariats- und Verwaltungsarbeit verantwortlich ist. Das Büro in Brüssel war ausgesprochen aktiv, nicht nur in den Beziehungen zu der Europäischen Union und zum EGB, sondern auch zu den verschiedenen Arbeitgeber- Gruppen, zum Wirtschafts- und Sozialausschuss und zum Europäischen Parlament. jim der adegluA uslia nineleV Das EURO- FIET- Büro in Brüssel wird von Bernadette Tesch- Ségol geleitet. Sie wird von zwei Forschungsassistenten, Nicola Konstantinou und Jens Storup sowie von einer Assistentin, Sonja Trekkels, unterstützt. EURO- FIET- Vertretung in Moskau Seit dem 1. Januar 1994 ist für die FIET ein Vertreter für Russland und für die Gemeinschaft Unabhängiger Alexander Denisow hat seinen Sitz in Moskau; er ist auf Teilzeitbasis für die FIET in Russland und in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten tätig. 40 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Staaten tätig. Alexander Denisow ist auch halbzeitlich im IBFG- Büro in Moskau tätig; auf diese Weise können die Kosten für seine Beschäftigung geteilt werden. Regionalor IRO- FIET- Büro Das Büro wird nun von Regionalsekretär Raúl Requena Martinez geleitet, der Jimmy Sierra, Regionalsekretär von September 1989 bis April 1994, abgelöst hat. Er wird bei seiner Tätigkeit vom Bildungsbeauftragten Luis Malma, einer Assistentin, Brigitte Valverde, und einem Buchhalter, Fernando Herrera, unterstützt. Das Büro ist in Zusammenarbeit mit dem FIET- Sekretariat für die Durchführung von Fachgruppen- und Bildungstätigkeiten verantwortlich. AFRO- FIET ist die Re Jährliche Mitarbeitertagungen im FIETSekretariat JRO- FIE nimmt Um eine wirksamere Koordinierung der Tätigkeiten zu gewährleisten, finden jedes Jahr Tagungen im FIET- Sekretariat statt, an denen sich die Regionalsekretäre, die Regionalvertreter und die Mitarbeiter des Sekretariats beteiligen. Region Die Regional organisationen sind dem Weltoestand rtlich. IRO- FIET- Regionalsekretär Raúl Requena Martinez trat sein Amt im April 1994 an. Er wird bei seiner Tätigkeit vom Bildungsbeauftragten Luis Malma, einer Assistentin, Brigitte Valverde, und einem Buchhalter, Fernando Herrera, unterstützt. Kontin Asien thre finden FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 41 20 sibl Bobrow 083-021 Я aaqquigdos doilhow insel wird von Bernadette Forschungsand Jens Storup Thekkels, unter RO- FIET ng in Moskea dem 1. Januar 1994 ist für die FIET ein Vertreter Russland and für die Gemei at Unabhängiger Denisów hat seine Sitz in Moskauer ist de FIET in Russland und in der dagiger Staaten tang. 42 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Kapitel 5 Die wir zwei Jahrze Mindestlohne um Regionalorganisationen Der Die FIET ist eine weltweite Organisation. Sie besitzt vier regionale Komponenten, die sicherstellen, dass ihre Tätigkeiten den Anforderungen der Mitgliedsorganisationen gerecht werden, wo immer diese Organisationen auch lokalisiert sind. AFRO- FIET ist die Regionalorganisation für Afrika. APRO- FIET umfasst die Region Asien und Pazifik. EURO- FIET nimmt die Interessen der europäischen Angestellten wahr. IRO- FIET gewährleistet die Präsenz der Internationale auf dem amerikanischen Kontinent. Jede der FIET- Regional organisationen hat ihre eigene Satzung und wählt ihre eigenen Vorstandsmitglieder, die alljährlich einmal zusammentreten. In den Regionen finden auch Fachgruppentätigkeiten statt, und es bestehen ehrgeizige Bildungsprogramme in Afrika, Asien und im pazifischen Raum sowie auf dem amerikanischen Kontinent. Alle vier Jahre finden Regionalkonferenzen statt. Die Regionalorganisationen sind dem Weltvorstand gegenüber gemäss den von ihm festgelegten Richtlinien verantwortlich. FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 43 44 menoitsinsgnolsnog Jariqn nsil Tommi ow noisy boog ooiteainegrozboilgti sb asgatastrolA ob natigi endi azb Baia noiaillol raus nonoiteainego sasib TH- OSA autow nails bau A noise pib team T- S Anoraks rab natalib immis TH- O daim mob tue slowpite sb ingat sib jotaiohdäwag T- myslimo siboboilgrimabasaTV monogi od dw bau gaust? smogie oudited monolog Ta ob obst Hous asbait nooi bontineaux isminis binds sizAA nt emmanggagnabli8 bixigido aoristed as bru asban viel i llAndalioms mob tus piwo z ustilyqqing must noroatieq mi bau This extolenoiЯ notgeist midi nov gob zatming isdlingsg bocianovile mob brianmoussinsgrölni si FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 bishowing indi sidik idmaM AFRO- FIET und soziale Krise in Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, denen Afrika gegenübersteht, haben ständig zugenommen. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die Pro- Kopf- Leistung um 10% verringert, und in der gleichen Zeit sind die Mindestlöhne um 50% bis 70% gesunken. Im IAO- Weltarbeitsbericht 1994 heisst es:" In Afrika südlich der Sahara gibt es kaum Anzeichen dafür, dass in naher Zukunft eine Trendwende bei dem andauernden Rückgang der formellen Beschäftigung und der Löhne und der weitverbreiteten Schattenwirtschaft in diesen Ländern sans and a eintreten könnte." ОЯТА sib Der Misserfolg der vom IWF und von der Weltbank vorgeschriebenen Strukturanpassungsprogramme, die den gesamten Kontinent jeglicher wirtschaftlichen Vitalität berauben, wurde von der FIET und der AFRO- FIET immer wieder herausgestellt. Auch die Ansicht, die der Internationale Währungsfonds und die Weltbank in einem im Juni 1994 veröffentlichten Bericht vertreten, kann nicht geteilt werden:" Die Erfahrung der erfolgreichen Reformer in Afrika zeigt, dass die Anpassung den ersten, unumgänglichen Schritt darstellt, um das Wirtschaftswachstum wieder in Gang zu setzen und den Lebensstandard zu verbessern..... Mit einem Wort: es gibt keinen Zweifel darüber, dass eine ungehinderte Durchführer legten der FIET sie02 bau shadi. Lai donA führung der Anpassungspolitiken die Wachstumsaussichten in diesen Ländern verbessern." 10v siw dos dois nex lands Die Alltagserfahrung der Männer, Frauen und Kinder in Afrika sieht jedoch anders aus. Das Schicksal dieser Menschen ist eine tiefere Armut und eine Verschlechterung der Ernährungs- und Beschäftigungslage sowie der Zusammenbruch des Bildungswesens und der Gesundheitversorgungs- und Sozialdienste. Und dennoch hatten die 90er Jahre so verheissungsvoll begonnen. Seit 1989 haben mehr als 30 Nationen neue Verfassungen verabschiedet oder wichtige Verfassungsreformen durchgeführt. Der Sieg über die Apartheid und der Durchbruch der Ougadougou, die Hauptstadt von Burkina Faso, ist eine Mischung von Tradition und Moderne, wie dies in vielen westafrikanischen Großstädten beobachtet werden kann. Ultramoderne Banken stellen den Hintergrund zu wachsender Armut dar, und dies ist der Preis, den die arbeitenden Menschen und ihre Familien für die OV TIST Auslandsschulden ihrer Länder bezahlen müssen. Englischspr 10 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 45 Demokratie in Südafrika waren Meilensteine in der der Geschichte. Jetzt geht es um die Bewältigung des Erbes der Apartheid. Trotz dieser Fortschritte herrscht in Afrika nach wie vor politische Instabilität. Viele Teile des Kontinents werden weiterhin von Bürgerkriegen, Unruhen und Kriegen heimgesucht. Die Ereignisse in Ruanda sind das wohl tragischste und dramatischste Beispiel für ethnische Spannungen. In Algerien sind über 10'000 Menschen dem in diesem Land herrschenden Konflikt zum Opfer gefallen. Auch in Liberia und Somalia kommt der Bürgerkrieg nicht zum Stillstand. Nigeria und Zaire geben ebenfalls zu Besorgnis Anlass; die beiden grossen Länder Afrikas widersetzen sich nach wie vor jeglichem Demokratisierungsprozess.illAG Die FIET und die AFRO- FIET müssen ihren Kampf für den Frieden und die Demokratie fortsetzen. Friede und Demokratie sind die wichtigsten Voraussetzungen, um den wirtschaftlichen und sozialen AufbnU schwung in Gang zu bringen. el 2 monnoged Die Zahl der AFRO- FIET- Mitglieder hat sich seit 1991 ständig erhöht, und in der Berichtszeit konnten Gewerkschaften aus Kamerun, der Zentralafrikaai.25b siw smsboM bau noir wo ni nischen Republik, Kongo, Mosambik, Namibia, Tansania und Zaire in die Internationale aufgenommen werden. siwroz silodaiw sid 4. AFRO- FIET- Regionalkonferenzl jews POZ mu andöl1z9briM Al and Niamey, die Hauptstadt von Niger, war der Tagungsort der vom 1. bis 5. Februar 1993 veranstalteten 4. AFRO- FIET- Regionalkonferenz. An dieser bisher repräsentativsten Konferenz nahmen 130 Vertreter von 61 Gewerkschaften in 26 Ländern teil. Das Konferenzthema, Aufbau starker Gewerkschaften in einem sich wandelnden Afrika, brachte die Dynamik der AFRO- FIET, der jüngsten Regionalorganisation im Kreis der FIET, zum Ausdruck, grisW alsnoitemafal isb sibirisianA noidsilinsförsy API inut mi msais ni asiloW sib In den Diskussionen und den Beschlüssen der Konferenz brachten die afrikanischen Mitgliedsorganisationen klar zum Ausdruck, dass sie eine führende Rolle im Kampf für die Demokratie und das Wohlergehen in dieser von Unruhen geprägten Region spielen wollen. Diese Gewerkschaften sind bestens in der Lage, auf eine soziale Dimension in Mais izlozba novoiziqpH sib wrogirobogio An der 4. AFRO- FIET- Regionalkonferenz, die vom 1. bis 5. Februar 1993 in Niamey, Niger, stattfand, nahmen 130 Vertreter von 61 Gewerkschaften aus 26 Ländern teil.stid sib asb zis Azam isb sib bu ob slipsed 1960s A 19bnszfoow bluzbalaA 46 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 der nationalen und regionalen Entwicklung hinzuwirken. In einer Erklärung über die wirtschaftliche und soziale Krise in Afrika wurde nachdrücklich betont, dass es den Regierungen der einzelnen Länder und den internationalen Finanzinstituten obliege, dem Niedergang der Wirtschaften in dieser Region Einhalt zu gebieten. Die afrikanischen Gewerkschaftsführer betrachten die Demokratie als" einen unentbehrlichen Faktor in der Entwicklung", und sind bereit, am Demokratisierungsprozess mitzuwirken. Sie betonten aber gleichzeitig, dass alle sozialen und wirtschaftlichen Anliegen der Arbeitnehmer angesprochen werden müssen:" Es bringt weder die Gewerkschaft noch ihre Mitglieder weiter, wenn der einzige Beitrag dieses Prozesses darin besteht, zu ermitteln, welche zusätzlichen Opfer von den Arbeitnehmern gefordert werden können". Die Konferenz begrüsste die Anstrengungen der FIET im Hinblick auf die Einrichtung eines ständigen Dialogs mit dem Internationalen Währungsfonds und der Weltbank, die eine entscheidene Rolle bei der Festlegung der Entwicklungspolitik in Afrika spielten. Die Gewerkschaftsführer legten der FIET nahe, weiterhin auf die prekäre Lage dieses Kontinents hinzuweisen und" bei der Festsetzung der Bedingungen laufender und zukünftiger Kredite konstruktive Ersatzlösungen vorzuschlagen, die den sozialen und politischen Faktoren, einschliesslich der Achtung der Menschen- und Gewerkschaftsrechte, gebührend Rechnung tragen." In den Diskussionen kam die optimistische Stimmung zum Ausdruck, die sich bei den Völkern Afrikas wieder eingestellt hatte. Dies war das Ergebnis des Demokratisierungsprozesses, der in einer wachsenden Zahl afrikanischer Länder eingeleitet worden war und der von dieser neuen Hoffnung genährt wird. In Niger selbst fiel die Eröffnung der Konferenz durch Premierminister Amadou Cheiffou mit dem Auftakt der Kampagne für die Parlamentswahlen zusammen. Nach Beendigung einer zweijährigen Übergangszeit waren dies die ersten demokratischen und pluralistischen Wahlen in der Geschichte dieses Landes, zu deren Zustandekommen die Gewerkschaftsbewegung in Niger, und ganz besonders die FIET- Mitgliedsorganisationen massgeblich beigetragen haben. Im Verlauf der fünftägigen Konferenz befassten sich die Teilnehmer mit verschiedenen Problemen, für die ☐ Arbeitsunterlagen unterbreitet worden waren. Die Lage in Südafrika wurde in einem getrennten Dokument erörtert, und die Konferenz nahm in einer Entschliessung klar zu dieser Frage Stellung. Auch die Krise in Togo, wo die demokratische Bewegung durch die Armee auf brutale Weise unterdrückt wurde, kam zur Sprache, und die Teilnehmer verabschiedeten eine Entschliessung, in der sie ihre volle Unterstützung der Menschen- und Gewerkschaftsrechte zum Ausdruck brachten. Weitere Punkte auf der Tagesordnung betrafen die gewerkschaftliche Organisierung, Ausbildung sowie Frauen und die Gewerkschaften. Die Konferenzteilnehmer nahmen 6 Entschliessungen im Zusammenhang mit folgenden Themen an: Wirtschaftliche und soziale Krise in Afrika;- Südafrika;- Bildung und Organisierung;- Förderung Die an der 4. AFRO- FIET- Konferenz gewählten AFRO- FIET- Vorstandsmitglieder: AFRO- FIET- Präsident T- 0 Shangwa CHIFAMBA( CWUZ, Simbabwe) Vizepräsidenten: Englischsprachiges Westafrika fter Chief E.N. OKONGWU( NUSDE, Nigeria) Napoleon KPOH( ICU, Ghana) Französischsprachiges Westafrika Laouali MOUTARI( SUSAS, Niger) Zakari KOUDOUGOU( FESBACI, Burkina Faso) Nordafrika Ahmed YACOUB( GTUCW, Ägypten) Zentralafrika Oumar MARAS( FESCIT, Tschad) Ostafrika Benjamin NZIOKA( KUCFAW, Kenia) Südliches Afrika Papi KGANARE( SACCAWU, Südafrika) Peter MULENGA( ZUFIAW, Sambia) Koordinatorinnen für Frauentätigkeiten Englischsprachiges Afrika Annie MUMBA( ZUFIAW, Sambia) in Französischsprachiges Afrika Fatoumata BERETE( FSPC, Guinea) FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 47 02 912AFRO- RET b FIET 4eme CONFERENCE REGIONALE DE L'AFRO FIET CONSTRUIRE DES SYNDICATS FORTS dans une AFRIQUE EN MUTATION NIAMEY 1 2 1993 AFRO- FIET FIT 4TH AFRO- FIET REGIONAL CONFERENCE BUILDING STRONG UNONS NACHAN NG RICA 5 5 Ein nach Abschluss der 4. AFRO- FIET- Regionalkonferenz im Februar 1993 in Niamey entstandenes Gruppenbild des neuen AFRO- FIET- Vorstandes. Von links nach rechts: Zachari Koudougou, Ahmed Yacoub, Laouali Moutari, Napoleon Kpoh, Annie Mumba, Peter Mulenga, Philip J. Jennings, Oumar Maras, Shangwa Chifamba, Fatoumata Berete, Chief E.N. Okongwu, Papi Kganare und Benjamin Nzioka. der Frauen;- Menschenrechte und Gewerkschaftsrechte;- Privatisierung. Die Teilnehmer an der Konferenz brachten schliesslich den Wunsch zum Ausdruck, die nächste Konferenz im Jahre 1997 in einem freien und demokratischen Südafrika zu veranstalten. atib Tho lux bon tabmatust degnugnibsa asb sib gelbe ex als AFRO- FIET- Vizepräsident und Mitglied des FIET- Weltvorstandes zurück, nachdem er in ein hohes Amt im Gesundheitsministerium in Niger berufen worden war. In der Berichtszeit führte der Vorstand fünf Tagungen durch: 22. Tagung, Kairo, 18.- 20. Februar 1992 23. Tagung, Niamey, 31. Januar 1993. 24. Tagung, Niamey, 5. Februar 1993 - 25. Tagung, Durban, 13. 15. Januar 1994 26. Tagung, Akosombo, Ghana, 26.- 28. Januar 1995 AFRO- FIET- Vorstand Seit den Wahlen an der 4. AFRO- FIET- Konferenz sind folgende Änderungen eingetreten: Auf der Vorstandstagung im Januar 1994 übernahm Bright Nyirenda, ZUFIAW, die Nachfolge von Peter Mulenga, der in den diplomatischen Dienst von Sambia berufen wurde. Auf der Vorstandstagung im Januar 1995 trat Bones Skulu, SACCAWU, die Nachfolge von Papi Kganare an, der in das Parlament der Provinz Freistaat gewählt und später zum Minister in der Provinzregierung ernannt wurde. Auf der Vorstandstagung im Jahre 1995 trat Laouali Moutari Kairo, 18. 20. Februar 1992 mod Im Verlauf der ersten, von FIET- Präsident Jochen Richert geleiteten Sitzung wurde Shangwa Chifamba, Mitglied des FIET- Weltvorstandes und Generalsekretär der Commercial Workers' Union of Simbabwe( CWUZ) zum amtierenden Präsidenten 48 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 der AFRO- FIET gewählt. Mit dieser Wahl wurde er bis zu der AFRO- FIET- Konferenz im Jahre 1993 in diesem Amt bestätigt. Diese besondere Situation hat sich ergeben, weil D.I. Niasse nicht mehr in der Lage war, seine Aufgaben als AFRO- FIET- Präsident fortzuführen. Diese besonderen Umstände, mit denen sich der Geschäftsführende Vorstandsausschuss der FIET befasst hatte, waren darauf zurückzuführen, dass seine Gewerkschaft FETBACS die für Bildungsprojekte geltenden FIET- Verfahren nicht eingehalten hatte. Der AFRO- FIET- Vorstand ernannte ferner L. Moutari, Syndicat Unique de la Santé et de l'Action Sociale( SUSAS), Niger, zum Nachfolger von D.I. Niasse im FIET- Vorstand. Der AFRO- FIETVorstand würdigte den Beitrag, den D.I. Niasse zu der Entwicklung der AFRO- FIET geleistet hat und wünschte ihm viel Erfolg bei seiner Tätigkeit in Senegal. Der Vorstand legte ferner den Tagungsort und das Thema der nächsten AFRO- FIET- Regionalkonferenz fest. Er erörterte einen Bericht über Südafrika mit dem Titel:" Der Kampf gegen die Apartheid", der dem FIET- Weltvorstand auf seiner Tagung im Mai 1992 unterbreitet wurde. Der HA Vorstand verabschiedete zwei Erklärungen über Südafrika und über Demokratisierung, Entwicklung, Wirtschaftsintegration und die Rolle der Gewerkschaften. Niamey, 31. Januar 1993 Auf der unmittelbar vor der 4. AFRO- FIETRegionalkonferenz durchgeführten Tagung wurden letzte Vorbereitungen für die Konferenz getroffen. Niamey, 5. Februar 1993 Die Tagung fand unmittelbar nach Abschluss der Konferenz statt. Der Vorstand führte eine erste kritische Analyse der Ergebnisse der bisher grössten und repräsentativsten Konferenz durch. Er schlug vor, in Verbindung mit der nächsten Regionalkonferenz umfassendere und besser strukturierte Fachgruppenkonferenzen sowie eine Frauenkonferenz zu organisieren. Er beschloss ferner, eine Revision der AFRO- FIET- Satzung, die seit der Gründung der Regionalorganisation im Jahre 1981 in Kraft ist, zu Die Tagung des AFRO- FIET- Vorstandes im Februar 1992 in Kairo/ Ägypten wurde auf Einladung von Ahmed Yacoub, Präsident der General Trade Union of Commercial Workers und AFRO- FIET- Vizepräsident für Nordafrika, und der beiden anderen FIET- Gewerkschaften in Ägypten, der General Trade Union of Administrative and Social Services und der National Trade Union of Banks, Insurances and Financial Affairs, organisiert. الاجتماع الافريقي الثاني والعشرون للإتحاد الدولى شمال الحياة القـ ۱۹۹۲ تاهرة- فبراير ١٩٩٢ ١٨. 22M AFRO- FIET EXECUTIVE COMMITTEE MEETING. CAIRO 18 20 Feb 1992 E QU LE EX UTIF FRO T 20 1992 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 49 planen und die diesbezüglichen Vorschläge der nächsten Regionalkonferenz zu unterbreiten. Der Vorstand dankte dem Mandatsprüfungsausschuss der Regionalkonferenz für seine Tätigkeit und beschloss, die Prüfung der Beitragszahlung zu einem festen Punkt auf der Tagesordnung der Sitzungen des Regionalvorstandes zu machen. Ferner fanden ausführliche Diskussionen über künftige Prioritäten statt. Die Vorstandsmitglieder gelangten zum Schluss, dass die Bildungstätigkeiten weiterhin im Vordergrund stehen und auch Ausbildungslehrgänge für Organisatoren und Verwaltungsbeauftragte vorsehen müssen, und dass eine Forschungs- und Aufklärungsarbeit im Bereich des Arbeitsschutzes unter besonderer Berücksichtigung von HIV/ AIDS unerlässlich ist. Er betonte, dass die Frauen unbedingt in alle diese Tätigkeiten einbezogen werden müssen. Zu den weiteren Prioritäten gehörten die Solidaritätsaktionen zur Verteidigung von Menschenrechten und Gewerkschaftsrechten, und Massnahmen, die sicherstellen, dass diese Aktionen von den afrikanischen Regierungen toleriert werden. Der Vorstand nahm Erklärungen zu der Lage in Togo und der Situation der palästinensischen Zwangsverschleppten an. Durban, 13.- 15. Januar 1994 TO Dieser Tagung kam eine ganz besondere Bedeutung zu: es war die erste ordentliche FIET/ AFRO- FIETTagung, die in Südafrika zur Durchführung gelangte. Abgesehen von den Vorstandsmitgliedern waren auch die zweite Vizepräsidentin Maj Len Remahl und Emma Mashinini, ehemaliger Generalsekretär der CCAWUSA und seinerzeit stellvertretende Vorsitzende der National Manpower Commission, an der Tagung anwesend. Ferner nahmen Beobachter von allen FIET- Mitgliedsorganisationen in Südafrika an den Beratungen teil. Die Vorstandsmitglieder befassten sich mit Folgetätigkeiten zu der 4. Regionalkonferenz und erneuerten ihren Aufruf an den IWF und die Weltbank, alle verbleibenden Schulden zu streichen. Sie wiesen ferner erneut nachdrücklich darauf hin, dass die Gewerkschaften in alle Diskussionen über strukturelle Anpassungsprogramme und über neue Kredite für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung einbezogen werden müssen. Er betonte, dass die Entwertung des Franc CFA am 10. Januar 1994 die Schuldenlast dieser Länder weiter erhöhe und die Inflation anheize. All diese negativen sozialen und wirtschaftlichen ugs sid Gastgeberin der AFRO- FIET- Vorstandstagung 1995 war die Industrial and Commercial Workers' Union( ICU), deren Generalsekretär, N. Kpoh, einer der AFRO- FIET- Vizepräsidenten ist. and a to 50 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 { Entwicklungen stellten eine potentielle Gefahr für die Demokratie dar. Im Zusammenhang mit einer Entschliessung über die Gleichstellung berichteten die Frauenkoordinatorinnen über positive Entwicklungen bei der Einbeziehung der Frauen in die AFROFIET- Gewerkschaftsarbeit und ihrer aktiven Mitwirkung. Die Diskussion über Südafrika konzentrierte sich vor allem auf die Wähler- Schulung und die Wahlen im April. Der Vorstand legte der FIET nahe, ein Beobachter- Team zu den Wahlen zu entsenden. Das Strategiepapier" FIET 2000" war ebenfalls Gegenstand einer angeregten Diskussion. Akosombo, Ghana, 26. bis 28. Januar 1995 Der Vorstand stimmte dem Tätigkeitsbericht und dem Bericht über Bildungstätigkeiten zu, die die wachsende Tätigkeit in der Region zum Ausdruck brachten. Es wurde beschlossen, die Aktivitäten in Togo wieder aufzunehmen. Im Mittelpunkt der Fachgruppenarbeit stand das Projekt betreffend multinationale Unternehmen im Handel im südlichen Afrika und die Tätigkeiten der Gewerkschaften im Finanzsektor im Anschluss an die Entwertung des Franc CFA. Die Frauen waren im Zentrum der Aktivitäten der zwischenberuflichen Gruppen. Nach einer Diskussion über die Schlussfolgerungen der FIET- Weltkonferenz für Angestellte in Leitungsfunktionen beschloss der Vorstand, eine Erhebung über die potentielle Mitgliedschaft von Fach- und Führungskräften durchzuführen. Er beschloss ferner, das Thema der Werbung und Organisierung, namentlich von Frauen, Jugendlichen und Fach- und Führungskräften auf die Tagesordnung der nächsten Zusammenkunft zu setzen. Auf eine Einleitung zu einem Papier über politische, wirtschaftliche und soziale Entwicklungen folgten Berichte der Vizepräsidenten über die Lage in den jeweiligen Regionen. Dabei wurde betont, dass die Demokratie noch nicht gefestigt ist und viele Länder von inneren Wirren und Bürgerkriegen heimgesucht werden. Von den von der Weltbank und dem IWF auferlegten Strukturanpassungsprogrammen, die äusserst schwierige wirtschaftliche und soziale Bedingungen schaffen, seien vor allem die Arbeitnehmer betroffen. Die Mitglieder des Vorstandes befassten sich auch eingehend mit der Frage der Beitragszahlung. Dabei wurde auf die prekäre Lage verschiedener Organisationen hingewiesen, jedoch betont, dass alle Gewerkschaften einen Beitrag leisten müssen. Die d. mov Die erste Phase der nun regelmässig in zwei Phasen durchgeführten regionalen AFRO- FIET- Lehrgänge für die Schulung von Ausbildern fand vom 30. März bis 3. April 1992 in Abidjan, Elfenbeinküste, statt. d. FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 51 gesamte Unterstützung für Bildungstätigkeiten und die Zuschüsse für Reisen und Infrastruktur seien von der Leistung von Mitgliedsbeiträgen abhängig. Der Vorstand erörterte Vorbereitungen für den FIETWeltkongress und die FIET- Weltfrauenkonferenz im Juli 1995 in Wien. Es wurde beschlossen, die nächste Tagung im Januar 1996 im französischsprachigen Westafrika und die 5. AFRO- FIET- Regionalkonferenz im Mai 1997 in Kapstadt zu organisieren. Der Vorstand verabschiedete eine Erklärung über Gewerkschaftsrechte in Afrika und eine Empfehlung über den optimalen Einsatz von Humanressourcen in Gewerkschaften. Fachgruppen und zwischenberufliche Gruppen - Die AFRO- FIET- Fachgruppen Banken und Versicherungen, Handel, Wartungs- und Sicherheitsdienste sowie Sozialversicherung und Gesundheitsdienste tagten während der 4. AFRO- FIETKonferenz; im Verlauf dieser Tagungen ermittelten sie ihre Prioritäten und verabschiedeten Schluss- folgerungen. Weitere Einzelheiten sind in den einschlägigen Kapiteln dieses Berichts enthalten. Fachgruppenspezifische Forschungs- und Bildungstätigkeiten wurden fortgeführt, im besonderen die Redaktion des Schlussberichts für das Projekt betreffend die Finanzkrise im Finanzsektor im französischsprachigen West- und Zentralafrika und das Projekt über multinationale Handelsbetriebe im südlichen Afrika. In der Berichtszeit galten die Tätigkeiten der zwischenberuflichen Gruppen vornehmlich den Frauen; es wurden zwölf regionale Frauenlehrgänge organisiert( siehe einschlägiges Kapitel). Die beiden AFRO- FIET- Frauenkoordinatorinnen, Annie Mumba für das englischsprachige Afrika und Fatoumata Berete für das französischsprachige Afrika, spielten eine zentrale Rolle bei diesen Tätigkeiten. Der AFRO- FIET- Vorstand wird sich auf seiner Tagung im Jahre 1996 mit Fragen der Mitgliederwerbung und Organisierung befassen, unter besonderer Bezugnahme auf Frauen, Jugendliche und Fach- und Führungskräfte. Vom 11. bis 16. November 1991 fand in Lusaka ein Seminar für 34 Gewerkschafterinnen aus den englischsprachigen Ländern Afrikas statt. Es handelte sich um eines der zwölf regionalen Frauenseminare der AFRO- FIET, die in der Berichtszeit zur Durchführung gelangten.dub.0 mov brot misblizu nov guluris S NTU 52 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 -Semin SH& brz Im März 1993 gab eine in Simbabwe durchgeführte Bewertungsmission der FIET und Vertretern der Spender- H organisation, dem Gewerkschafts- Solidaritätszentrum Finnlands, SASK, Gelegenheit, mit Delegierten der am Projekt beteiligten Organisation, der Commercial Workers' Union of Zimbabwe, zusammenzutreffen. Es fanden Unterredungen mit der Führungsspitze der Gewerkschaft sowie mit Bildungsbeauftragten, Gewerkschaftsfunktionären und aktiven Mitgliedern statt, die an den Lehrgängen, Workshops und Seminaren teilgenommen hatten. fand, and Zakari Ko A nodbilbüz msby aus men Bildungstätigkeiten im bindo sub Die AFRO- FIET räumt den Bildungstätigkeiten weiterhin einen sehr wichtigen Platz ein. Abgesehen von zahlreichen nationalen Lehrgängen und regionalen Fachgruppen- und Frauentagungen fanden in der Berichtszeit zwei spezialisierte regionale Lehrgänge über Tarifwesen und Verwaltung/ Organisation statt. Eine wichtige Initiative, war das AFRO- FIET- Seminar über HIV/ AIDS am Arbeitsplatz, das vom 7. bis 10. Dezember 1992 in Accra unter Mitwirkung von Experten der WGO, der SEIU und Vertretern des Ghana National AIDS Programme stattfand. Aufgrund dieses Seminars steht nun das Problem HIV/ AIDS auf dem Programm aller AFRO- FIETGrundausbildungslehrgänge. Tu Alessandro Fogarin, der sich als FIET- Bildungsberater an der Durchführung zahlreicher Lehrgänge sd типі фли погіэтн in Afrika beteiligt hat, wird diese Tätigkeit nach dem FIET- Weltkongress 1995 aufgeben. Im September 1994 wurde Gregory Peta zum AFRO- FIET- Programmkoordinator ernannt. Missionen und Besuche Der AFRO- FIET- Präsident, die Vizepräsidenten und die Frauenkoordinatorinnen führten zahlreiche Missionen in der Region durch und führten Gespräche mit Mitgliedsorganisationen und beitrittswilligen Organisationen. Der FIET- Generalsekretär und Vertreter der FIETBildungsabteilung führten ebenfalls Missionen durch, in einigen Fällen in Begleitung von Vertretern von Gewerkschaften, die Bildungsprojekte in den Ländern der Region finanzieren.b bustan 31 mi bru QAI FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 53 Harare, Simbabwe, war der Tagungsort für die zweite Phase des regionalen AFRO- FIET- Ausbilderlehrgangs für das südliche Afrika, der vom 11. bis 21. April 1994 organisiert wurde. 20 Delegierte von FIET- Mitgliedsorganisationen in Botswana, Südafrika, Swaziland, Sambia und Simbabwe schlossen den ganzen Lehrgang ab. Die erste Phase war im Mai 1993 in Lusaka, Sambia, durchgeführt worden. U talinois Studienreisen und finanzielle Trägerschaft 1991 fanden zwei in Zusammenarbeit mit der deutschen Friedrich- Ebert- Stiftung( FES) organisierte Studienreisen statt. Neun Gewerkschaftsfunktionäre aus Ghana, Kenia, Nigeria, Uganda, Sambia und Simbabwe nahmen an einer Studienreise teil, die sie in der Zeit vom 9. bis 20. Juni nach Brüssel und nach Genf führte. Sie wirkten an einem zwei Wochen dauernden Seminar in Brüssel mit, gefolgt von einem intensiven Programm im FIETSekretariat und in der IAO in Genf, wo sie auch Gelegenheit hatten, an der internationalen Arbeitskonferenz der IAO teilzunehmen. Zehn Gewerkschafterinnen aus Südafrika, Swaziland, Sambia und Simbabwe beteiligten sich an einer Studienreise nach Deutschland und nach Genf, die vom 29. Juli bis 10. Juli dauerte. In Deutschland wurde für sie in Zusammenarbeit mit der deutschen FIET- Mitgliedsorganisation HBV ein zweiwöchiges Seminar veranstaltet, und das Programm wurde dann in der IAO und im FIET- Sekretariat in Genf fortgeführt. Gewerkschafterinnen aus dem südlichen Afrika nahmen an einer Studienreise teil, die vom 23. August bis 2. September 1992 in Deutschland durchgeführt wurde. Sie wirkten an einem einwöchigen Seminar in Deutschland mit, das in Verbindung mit der HBV veranstaltet wurde, sowie an einer Informationssitzung im FIET- Sekretariat und an einem Studienprogramm in der IAO und der WGO in Genf. In der Berichtszeit nahmen Gewerkschafterinnen aus Ghana, Guinea, Mauritius, Uganda, Sambia und Simbabwe an Lehrgängen teil, die im Internationalen Institut in Tel Aviv organisiert wurden. Beziehungen Die Organisation für Afrikanische Gewerkschaftseinheit( OATUU) war auf der 4. AFRO- FIETRegionalkonferenz sowie auf der Tagung des AFRO54 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 FIET- Vorstandes im Jahre 1995 in Ghana vertreten. An der Regionalkonferenz nahmen auch mehrere IBS- Vertreter, offizielle Vertreter des afro- amerikanischen Arbeitszentrums und der FES sowie der Generalsekretär der PANACOM teil. Der IBFG konnte seine Mitgliedschaft in Afrika weiter ausbauen; in der Berichtszeit eröffnete er ein neues Büro in Nairobi und wählte Andrew Kailembo zum neuen Regionalsekretär. AFRO- FIET- Präsident Shangwa Chifamba und Vizepräsident Papi Kganare vertraten die FIET/ AFRO- FIET auf der 11.1 Regionalkonferenz der afrikanischen IBFGRegionalorganisation AFRO und am Symposium über Strukturanpassungsprogramme in Harare im April 1993; die AFRO- FIET nahm an IBFG- AFROVorstandssitzungen teil. Alban Kahari, CWUZ, war im Oktober 1993 auf der IBFG- AFRO- Bildungskonferenz in Kampala anwesend. Der AFRO- FIETPräsident nahm an der IFBG/ AFRO- Konferenz über die soziale Dimension der Strukturanpassung teil, die vom 15. bis 17. August 1994 in Kampala, Uganda, zur Durchführung gelangte. Gregory Peta wirkte an einem regionalen IBFG/ AFRO- Seminar über die Entwicklung von Studienmaterial in Afrika mit, das vom 22. bis 26. August 1994 in Kisumu, Kenia, organisiert wurde. Auf der gesamtafrikanischen IBFG/ AFRO- Konferenz über Gewerkschaftsrechte, die vom 27. bis 30. September 1994 in Cotonou, Benin, stattfand, waren die Vizepräsidenten Laouali Moutari und Zakari Koudougou anwesend. Wahl abgebe Stimme bei Der IBFG- Koordinationsausschuss im südlichen Afrika und der Ausschuss für die Verteidigung der Menschenrechte und Gewerkschaftsrechte in Afrika bestehen jetzt nicht mehr. Projekte in Südafrika und in der Region südliches Afrika werden nun vom IBFG- Projektausschuss durchgeführt. Für Fragen im Zusammenhang mit Menschenrechten und Gewerkschaftsrechten in allen Teilen der Welt ist nunmehr der IBFG- Ausschuss für Menschenrechte und Gewerkschaftsrechte zuständig, der einen weltweiten Auftrag hat. Die FIET war auf den Tagungen dieser Ausschüsse vertreten. Ab Pierre Gendre, FEC- FO, Frankreich, nahm am ersten Kongress der Gewerkschaftsorganisation der Maghreb- Länder, USTMA, teil, der vom 3. bis 5. Dezember 1992 in Tunis organisiert wurde. Die FIET wirkte über die FGBEF in Tunesien auch an der Tagung der Sozialpartner aus der Europäischen Union mit, die im November 1993 in Tunis stattfand. Ghana wurde als Musterbeispiel für eine erfolgreiche wirtschaftliche Umstrukturierung in Afrika bezeichnet. Heute ist die Realität für die Arbeitnehmer des Landes eine andere. Weitverbreitete Arbeitslosigkeit und rückläufige Löhne schaffen Härten für die ärmeren Familien, weil gleichzeitig auch die Sozialdienste gekürzt wurden. Der AFRO- FIET- Präsident war an der 8. IAORegionalkonferenz, die vom 19. bis 16. Januar 1994 in Mauritius veranstaltet wurde, anwesend. Zakari Koudougou vertrat die FIET/ AFRO- FIET auf einem dreigliedrigen Seminar über die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Abwertung des Franc CFA für das französischsprachige Afrika, das vom 17. bis 20. Oktober 1994 in Dakar zur Durchführung gelangte. edmustid asd bo ช่ ว Die FIET/ AFRO- FIET war durch AFRO- FIETVizepräsident Bright Nyirenda auf der IBFG/ EGB/ OATUU- Konferenz in Lusaka, Sambia, vertreten, die vom 29. bis 31. August 1994 zum Thema" Ausbau der Rolle der Gewerkschaften im Abkommen Lomé IV" organisiert wurde. Auf dieser Konferenz waren 60 AKP- Staaten( afrikanische, karibische und Pazifik- Länder) und die Europäische Union anwesend. 132 ngsini FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 55 KEYSTONE PRESS AG. sib 15d 18mins2-0A\ Deniger mais In einer Botschaft aus Anlass des im März 1994 in Amsterdam gefeierten 90. Jubiläums der FIET erklärte Nelson Mandela:" Wir wissen sehr wohl, dass wir ohne internationale Hilfe ganz allgemein und die aktive Unterstützung der organisierten Arbeitnehmer rund um die Welt im besonderen in unserem Kampf niemals den heutigen Fortschritt erreicht hätten. Im Namen von ganz Südafrika und aus tiefstem Herzen möchte ich Euch für Eure selbstlosen Solidaritätskampagnen danken. Wir wünschen Euch viel Erfolg bei Euren weiteren Anstrengungen für Solidaritätsaktionen über Grenzen hinweg, die die Menschheit künstlich trennen." Hesbiziqesiv sibi bisa nina Endlich! Die ersten demokratischen Wahlen in Südafrika fanden vom 26. bis 29. April 1994 statt. Nach Diskussionen im Januar 1994 mit den FIETMitgliedsorganisationen in Südafrika, COSATU und ANC, entsandte die FIET/ AFRO- FIET ein Beobachterteam nach Südafrika, das aus vier Personen bestand: Margret Mönig- Raane, Präsidentin der HBV, Deutschland; Shangwa Chifamba, Präsident der AFRO- FIET und Generalsekretär der Gewerkschaft der Handelsangestellten, Simbabwe; Wibe Drijver, Generalsekretär des Dienstenbond FNV, Niederlande, und Hans J. Schwass, FIET- Exekutivsekretär. Garfield Davies, EURO- FIET- Präsident, leitete eine britische Delegation der USDAW. Lenore Miller vom RWDSU- Rat wurde zusammen mit Funktionären der SEIU und der UFCW in die AFL- CIO- Delegation integriert. Roger Lyons, MSF, war Mitglied der TUCGew dem südlichen Afrika Delegation. Mit Mönig- Raane, Miller, Davies, Chifamba und Drijver waren fünf Mitglieder des FIET- Weltvorstands mit der Beobachtung des Wahlvorgangs beauftragt. Das Team traf sich in Johannesburg, wo es mit anderen internationalen gewerkschaftlichen Beobachtern, die bei der IBFG- Delegation und der AFL- CIODelegation akkreditiert waren, von der Independent Electoral Commission( IEC), der unabhängigen Wahlkommission, in seine Aufgabe eingeführt wurde. Es nahm ferner an einer gemeinsamen Sitzung der drei Gewerkschaftsbünde COSATU, NACTU und FEDSAL teil. 19 Tob noiteaine) Unmittelbar vor der Wahl versuchte die extreme Rechte, den Wahlverlauf mit Bombenattentaten zu stören. Bei der Explosion von zwei Autobomben in Johannesburg und Germiston und einem Bombenattentat in Pretoria am 24. und 25. April starben 21 Menschen und Hunderte wurden verletzt. Eine 56 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Bombe richtete im Internationalen Jan SmutsFlughafen grossen Schaden an, und es gab auch dort mehrere Verletzte. Konfron Weile Nach den Einführungssitzungen trennte sich das Team und die Mitglieder begaben sich zu ihren Einsatzgebieten: nach KwaZulu/ Natal mit Basis in Durban und in den Oranje- Freistaat( OFS) mit Basis in Bloemfontein. Nach einer Zusammenkunft mit dem Regional- Koordinator der IEC wurden zusammen mit Papi Kganare, Generalsekretär der SACCAWU und Kandidat für das OFS- Provinzparlament, genaue Zeitpläne für den Besuch der Wahllokale und der Stimmenzählbüros ausgearbeitet. Bei der Bestimmung der Wahllokale, die aufgesucht werden sollten, achtete die Gruppe besonders darauf, dass sie einen Querschnitt durch die schwarzen und gemischtrassigen Townships, die weissen Vororte und die ländlichen Gebiete darstellten. + BALLOT PAPER 1979 HA Make your mark next to the party you choose Etsa leeshwao pela mokgatio co o okgethang. Tents luphawo eceleni kwelikembu lolikhetsako. Endia mfungho etlheio ka vandia teri ushlawulaks Baya leeshwao ga lebagana le lekoko la gago Tenza uphawu lakho eduze nehiangano aykhethako. PAN AFRICANIST CONGRESS OF AZANIA SPORTS ORGANISATION FOR COLLECTIVE CONTRIBUTIONS AND EQUAL RIGHTS THE KEEP IT STRAIGHT AND SIMPLE PARTY VRYHEIDSFRONT- FREEDOM FRONT WOMEN'S RIGHTS PEACE PARTY WORKERS' LIST PARTY SAMPLE ONLY Plaas u merk langs die party van u keuse Dira leswao ia gago go lebana le phathi yeo o ekgethago. Kha vha ite iuswayo phanda ha ezangana line vha khetha. Yenza uphawi wakho ecaleni kwegela ela ulikhethayo. Dweba uphawa sikhalen: esiseduze kwenhlangana oy: khethayo SOCCER PARTY PAC SOCCER KISS F VF- FF WRPP WLP PARTY 26. April, erster Wahltag. Die Wähler stehen schon Stunden vor der Eröffnung der Wahllokale um 7 Uhr morgens Schlange. Etwa 10% der 10'000 Wahllokale wurden für ältere Menschen, Körperbehinderte und schwangere Frauen bereitgestellt, und mobile Wahlbüros fahren zu Krankenhäusern, Polizeizellen und Gefängnissen. Eingehüllt in Wolldecken zum Schutz gegen die morgendliche Kälte, im Rollstuhl oder auf Verwandte gestützt, warten die Menschen geduldig auf den Moment, da sie zum ersten Mal ihre Stimme bei einer Wahl abgeben können." Auf diesen Augenblick haben wir ein ganzes Leben lang gewartet, jetzt kommt es auf ein paar Stunden auch nicht mehr an", erklären sie. Unser Team besucht zwei Wahllokale in Thaba Nchu, im früheren Homeland Bophutatswana. Diese Homeland- Struktur, ein Teil des umfassenden Apartheid- Konzepts, brach einige Wochen vor den Wahlen unter dem Druck der Kritik der öffentlichen Meinung zusammen. Mitternacht, 26. April. Die alte südafrikanische Fahne wird abgenommen, und zum Klang der zwei Nationalhymnen" Die Stem( Die Stimme)" und" Nkosi sikele i'Afrika( Gott segne Afrika)" wird die neue Fahne gehisst. 27. April, öffentlicher Feiertag. Vor einigen Wahllokalen haben sich kilometerlange Schlangen gebildet, aber die Menschen bleiben geduldig trotz der Wartezeit. Unvergessliche Augenblicke der Freude und des Stolzes in den ärmlichen Städten der Schwarzen. Die Bevölkerung erwartet viel von der XIMOKO PROGRESSIVE PARTY AFRICA MUSLIM PARTY AFRICAN CHRISTIAN DEMOCRATIC PARTY AFRICAN DEMOCRATIC MOVEMENT xx XPP AMP ACDP ADM AFRICAN MODERATES CONGRESS PARTY AMCP AFRICAN NATIONAL CONGRESS DEMOCRATIC PARTY- DEMOKRATIESE PARTY DIKWANKWETLA PARTY OF SOUTH AFRICA FEDERAL PARTY LUSO SOUTH AFRICAN PARTY MINORITY FRONT NATIONAL PARTY- NASIONALE PARTY ANC LANC DP DP DPSA FP LUSAP MF CNP NP Presented by the Voter Education Programme of the Independent Electoral Commission. slsiv vodo Auf dem Wahlzettel figurierten 19 Parteien( auf diesem Exemplar erscheint die Inkatha- Freiheitspartei, die erst sechs Tage vor Abstimmungsbeginn beschloss, an den Wahlen teilzunehmen, nicht). Die Reihenfolge der Parteien auf dem Wahlzettel wurde durch das Los bestimmt. ANC, NP, IFP, VF- FF, DP, PAC und ACDP sind in der 400 Sitze zählenden Nationalversammlung vertreten, der ANC hat 252 Sitze inne. Nur ANC, NP und IFP erhielten genügend Wählerstimmen, um Kabinettsposten in der Regierung der nationalen Einheit zu besetzen. Der ANC stellt den Präsidenten, Nelson Mandela, und den ersten Vizepräsidenten, Thabo Mbeki; die NP den zweiten Vizepräsidenten, F.W. De Klerk. FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 57 Papi Kganare, Generalsekretär der FIETMitgliedsorganisation South African Commercial, Catering and Allied Workers' Union ( SACCAWU), wurde in das Provinzparlament des Oranje- Freistaats gewählt. Der ANC erzielte ein hervorragendes Resultat; er gewann 24 der 30 Sitze in der Provinz- Legislative. Papi Kganare trat mit Wirkung vom 31. Mai 1994 von seinem Amt als Generalsekretär der SACCAWU zurück. achterteam führt Gespräche mit den regionalen Gewerkschaftsführern in den Büros von COSATU und SACCAWU in Bloemfontein. 30. April. Die Auszählung beginnt. An den von dem Team beobachteten Orten treten zwar technische Probleme auf und es kommt zu Verzögerungen, aber im Vergleich zu anderen Regionen sind diese Probleme von geringer Bedeutung. Als die Beobachtergruppe die Region am Nachmittag verlässt, ist die Auszählung in vollem Gange. Auf der Rückfahrt nach neuen Regierung. Die Beobachter werden auf die gewaltigen Aufgaben bei Aufbau und Entwicklung hingewiesen, die es nun zu bewältigen gilt: 18 Millionen Schwarze von insgesamt 30 Millionen leben in Haushalten mit einem Einkommen, das unter der Armutsgrenze liegt; für diejenigen, die in Behelfssiedlungen leben, müssen 50'000 neue Schulräume und Millionen Häuser gebaut werden; Südafrika erzeugt mehr Elektrizität als der übrige Teil des Kontinents, aber Millionen von Wohnungen sind noch ohne elektrischen Strom. Vier Mischkonzerne teilen sich in 75% der Kapitalisierung der Börse in Johannesburg, auf Anglo American allein entfallen 40%. Die Hinterlassenschaft der Apartheid, das soziale und wirtschaftliche Ungleichgewicht, das sie verursacht hat, sind eine schwere Bürde. Die Beobachtergruppe verfolgt das Wahlgeschehen in der Batho Community Hall in einer schwarzen Township in Bloemfontein. Hier wurde 1912 der ANC gegründet. 28. April. Auch dieser Tag wurde kurzfristig zum öffentlichen Feiertag erklärt. Die Wahlbeobachter besuchen kleine Städte in ländlichen Gebieten im Süden des Oranje- Freistaats. Der Transport der Wähler aus den weissen Farmen ist gut organisiert, aber viele Wahlberechtigte besitzen nicht die notwendigen Personalausweise. Es werden zeitlich begrenzte Wählerkarten ausgestellt; so erhält jeder Wähler die Möglichkeit, seine Stimme abzugeben. 29. April. Die Auszählung kann noch nicht beginnen, da in KwaZulu/ Natal und in einigen anderen Gebieten, wo in den Wahllokalen nicht genügend Wahlmaterial vorhanden ist, die Wahlen um einen Tag verlängert werden müssen. Die Wahllokale im Oranje- Freistaat bleiben geschlossen. Das BeobIm Mai 1994 sandte Emma Mashinini, ehemaliger Generalsekretär der der FIET angeschlossenen Handelsangestelltengewerkschaft und heutige stellvertretende Vorsitzende der Manpower Commission, der FIET eine bewegende Botschaft. Emma, die allen FIET- Mitgliedern bestens bekannt ist, schrieb: " Die Regierung und der Präsident wurden nun vom Volk gewählt, und ich möchte Euch allen herzlich für Euren Beitrag zur Erringung unserer Freiheit danken. Ich habe das mir aufgrund meines Alters gewährte Privileg eines Sonderabstimmungsrechtes zurückgewiesen, weil ich mit meinen Landsleuten Schlange stehen wollte. Ich habe dies mit grosser Freude getan, weil ich dabei verschiedene Meinungen und Geschichten, die sich die Menschen erzählten, mitanhören durfte. Für mich war dies eine Abstimmung von drei Generationen, an der meine Enkelin, meine Töchter und ich selbst teilnahmen. Das Kreuz auf dem Wahlzettel habe ich mit einem Kugelschreiber der FIET angebracht, und ich habe in der Schlange zahlreiche Kugelschreiber von internationalen Gewerkschaften 20 verteilt. Ich betrachtete dies als ein wichtiges Zeichen der Solidarität, der Herzlichkeit und der Unterstützung, die wir weltweit empfangen durften. Nach langjähriger Abwesenheit werden wir in der IAO im Juni in Genf wieder unseren rechtmässigen Platz einnehmen. Euren Wahlbeobachtern sage ich ein herzliches Dankeschön!" 58 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Johannesburg hören die Teilnehmer dieser Mission die ersten Wahlergebnisse über das Autoradio. Einige Wahlbezirke melden, dass sie mit grossen Schwierigkeiten konfrontiert sind. Es wird eine Weile dauern, bis die ersten zuverlässigen Hochrechnungen möglich sind. Im Verlauf der drei Wahltage besuchte das FIET- Team im Oranje- Freistaat über 30 Wahllokale und legte 1'400 km zurück. Während der Mission wurde die Gruppe von dem Gewerkschaftsfunktionär Modisaotsile Seabelo begleitet, der ihr als Fremdenführer und Dolmetscher zur Seite stand. Die Berichte über alle besuchten Wahllokale wurden sofort dem regionalen IEC- Büro vorgelegt und dem COSATU in Johannesburg per Fax übermittelt. Die Beobachtergruppe notierte zahlreiche technische Probleme und Verzögerungen aufgrund von Materialmangel. Dies war nicht überraschend angesichts der kurzen Zeit, die für die Vorbereitung der Wahlen zur Verfügung stand, und der gewaltigen Dimension des Vorhabens. Die Zahl der Wähler wurde auf 23 Millionen geschätzt, gegenüber 3 Millionen bei den früheren Wahlen, als nur Weisse zum Urnengang zugelassen waren. Die IEC hatte die Aufgabe, 200'000 Wahlhelfer und Auszähl- Beauftragte auszubilden und einzusetzen; es bestanden keine Wählerlisten; die Wähler konnten ihr Wahlrecht an jedem Ort einer Provinz ausüben; das Doppelwahlsystem für die Nationalversammlung und für die neun Provinzparlamente wurde nur zwei Monate vor dem Wahltermin eingeführt, und erst sechs Tage vor den Wahlen beschloss Buthulezis Inkatha- Freiheitspartei, an den Wahlen teilzunehmen. Neunzehn Parteien hatten sich zur Wahl gestellt. Bei der Verkündigung der endgültigen Ergebnisse blieben nur drei Parteien als nationale und provinzvertretende Kräfte übrig. Der ANC erzielte einen überwältigenden Erfolg mit 62,6% der Stimmen, erreichte jedoch nicht die Zweidrittelmehrheit. Führende ANCMitglieder werden sieben Provinz- Regierungen vorstehen. Die NP blieb als Zweite mit 20,4% weit hinter dem ANC zurück, aber sie gewann die Wahl in der westlichen Kap- Region. Die IFP erreichte die Mehrheit im Provinzparlament in KwaZulu/ Natal und erhielt landesweit 10,5% der Stimmen. Die Zahl A Der Generalsekretär der FIET beglückwünschte Nelson Mandela und alle Kandidaten der Landes- und Provinzlisten zu ihrem grossartigen Sieg bei den ersten demokratischen Wahlen in Südafrika. Er brachte in seiner Gratulationsbotschaft zum Ausdruck, dass die FIET stolz darauf ist, dass sie in den langen Jahren des erbitterten Kampfes gegen die Apartheid, der zu diesem historischen Triumph geführt hat, eng mit den demokratischen Gewerkschaften Südafrikas zusammengearbeitet hat. Die FIET und ihre Mitgliedsorganisationen sind sich der Tatsache bewusst, dass die Durchführung des Aufbau- und Entwicklungsprogramms eine Mobilisierung aller Ressourcen erfordert, und sie sichern den Mitgliedsgewerkschaften in Südafrika die Fortsetzung der Kooperation durch Programme zu, die ihnen helfen können, die Hinterlassenschaft der Apartheid, d.h. das soziale und wirtschaftliche Ungleichgewicht in der südafrikanischen Gesellschaft, zu überwinden. der ungültigen Stimmen war sehr gering: nur 1%; die Wähler- Information hatte sich bewährt. Das FIET/ AFRO- FIET- Team kam zu dem Schluss, dass in den Gebieten, in denen es das Wahlgeschehen verfolgt hatte, die Wahlen frei und vorschriftsmässig abgelaufen waren, trotz einiger logistischer Probleme und Verzögerungen. Im ganzen Land war es während der Wahlen praktisch nicht zu Gewalthandlungen gekommen, es war seit vielen Jahren die ruhigste Woche in Südafrika. Die Mitglieder des Beobachterteams hatten das Privileg, an diesem historischen Ereignis teilnehmen zu können, und sie waren stolz auf ihren Beitrag, als sie das Land verliessen. Am 10. Mai wurde Nelson Mandela als Präsident der Republik Südafrika vereidigt. Endlich. FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 59 APRO- FIET 231 baiz W 5 Sb sunt schusedlitw Das 21. Jahrhundert wird oft als das Jahrhundert der Region Asien und Pazifik bezeichnet.brid " Aus wirtschaftlicher Sicht ist die Region Asien und Pazifik die am schnellsten wachsende Region in der Welt. Die United Nations Conference on Trade and Development( UNCTAD) spricht in ihrem" Trade und Development Report" von Ost- und Südostasien als dem" hellsten Fleck auf der internationalen Wirtschaftslandkarte.... Darin wird auch erwartet, dass Asien als Region in der noch verbleibenden Zeit dieses Jahrzehnts den Rest der Welt in bezug auf die wirtschaftliche Leistung weit übertreffen wird. Laut diesen Prognosen wird Asien Nordamerika und Westeuropa überholen und im Jahr 2000 der grösste Markt der Welt sein. iboM 20X Leider kann aber für die soziale und gewerkschaftliche Entwicklung nicht das gleiche positive Bild gezeichnet werden. In vielen Ländern der Region sind die Gewerkschaften mit einem Sozialdefizit und mit weitverbreiteter Missachtung der Menschenrechte und Gewerkschaftsrechte konfrontiert. nob 7. APRO- FIET- Konferenz Welche sind die Herausforderungen für die Arbeitnehmer und die Gewerkschaften, einschliesslich der FIET- Mitgliedsorganisationen, in der Region Asien und Pazifik und was steht für sie und für die internationale Gewerkschaftsbewegung auf dem Spiel? Wie kann die Gewerkschaftsbewegung diesen Herausforderungen begegnen? Dies waren einige der wichtigsten Fragen, die die Delegierten an der vom 26. bis 28. Oktober 1994 in Kuching, Sarawak( Ostmalaysia) veranstalteten 7. APRO- FIET- Konferenz eingehend diskutierten. Der Konferenz gingen verschiedene Tagungen der Fachgruppenausschüsse und die 4. regionale APROFIET- Frauenkonferenz voran. An der Konferenz, die dem Thema:" Die APRO- FIET stellt sich der Zukunft" gewidmet war, waren über Auf der 7. APRO- FIET- Konferenz, der bisher repräsentativsten Veranstaltung dieser Art, trafen sich über 200 Teilnehmer aus 15 Ländern. ' छात्र and APRO FIET FACES THE FUTURE 60 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 foard naldsW 200 Delegierte aus 15 Ländern anwesend. Es war die bisher repräsentativste Konferenz in der Geschichte der APRO- FIET. Bei der Eröffnung der Konferenz, an der über 1000 Personen teilnahmen, ergriff Y.B. Datuk George Chan Hong Nam, Finanzminister, das Wort. Zu den weiteren Referenten gehörten T. Iszumi, Generalsekretär des IBFG- APRO und der 1. FIET- Vizepräsident, Gary Nebeker. Der FIET- Generalsekretär hielt ein Grundsatzreferat über" Die Internationale auf dem Weg ins 21. Jahrhundert- wichtige Herausforderungen für FIET und APRO- FIET". Im Rahmen einer Sondersitzung wurde das Thema: regionale Wirtschaftsintegration in einer globalen Wirtschaft erörtert. Die Konferenz verlangte, dass alle Massnahmen und Abkommen, die zur Förderung des Handels und der regionalen und globalen Wirtschaftsintegration getroffen werden, eine soziale Dimension umfassen müssen, die soziale Gerechtigkeit, eine ausgewogene wirtschaftliche Entwicklung, die Schaffung von Arbeitsplätzen, einen sozialen Jim Maher von der SDA, Australien, ist eines der Gründungsmitglieder der APRO- FIET. Die Konferenz sprach ihm und seiner Gewerkschaft ihre Anerkennung für ihren Beitrag zur Entwicklung der APRO- FIET aus. bristand KU FIET FACES TH TH REGIC 26-28 0 KUCHING AYS Dialog sowie die Einhaltung der IAO- Arbeitsnormen und die Anwendung dreigliedriger Verfahren gewährleistet. Ein Hintergrundbericht wurde an die Delegierten verteilt; ferner wurde eine Podiumsdiskussion veranstaltet. Unter den Gastreferenten befanden sich Sven Erik Sterner von der IAO und Professor Hing Ai Yun von der Universität Singapur. Die Konferenz verabschiedete vier Entschliessungen, die folgende Themen zum Gegenstand hatten: Gleichstellung, Ausbildung, Revision der APROFIET- Satzung und Menschenrechte und Gewerkschaftsrechte. In der Entschliessung über Menschenrechte und Gewerkschaftsrechte wurde auf die unablässig voranschreitende Wirtschaftsintegration in der Region hingewiesen und die von der FIET und der APRO- FIET seit langem gestellte Forderung bekräftigt, gemäss der alle Massnahmen und Vereinbarungen zur Förderung der Handels- und Wirtschaftsintegration auf regionaler und globaler Ebene eine soziale Dimension umfassen müssen, die Folgendes sicherstellt: • . soziale Gerechtigkeit, eine ausgewogene wirtschaftliche Entwicklung, die Schaffung von Arbeitsplätzen, den sozialen Dialog, bosiziovienig die Anwendung der IAO- Normen und die Einhaltung der dreigliedrigen Verfahren der IAO. ( neqel Mara( 35) onl Die Konferenz verlangte eine wirksamere Strategie zur Verteidigung und Förderung von Menschenrechten und Gewerkschaftsrechten und schlug vor, vermehrte Anstrengungen zu unternehmen um: · die Gewerkschaftsbewegung zu stärken; die Öffentlichkeit auf Menschenrechte und Gewerkschaftsrechte aufmerksam zu machen; Verletzungen von Menschenrechten und Gewerkschaftsrechten zu überwachen und darüber zu berichten; die Ratifizierung von IAO- Übereinkommen zu gewährleisten; Versuchen einer Abschwächung der Wirksamkeit internationaler Urkunden über Menschenrechte und Gewerkschaftsrechte entgegenzuwirken; die Abstimmung von Kampagnen zur Verteidigung von Menschenrechten und Gewerkschaftsrechten zu verbessern; internationale Mechanismen zur Klageführung und zur Wiedergutmachung von Verletzungen der Menschen- und Gewerkschaftsrechte zu stärken. FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 61 Die Konferenz bestätigte ferner die IBFG- APROSozialcharta für eine demokratische Entwicklung, die sie als ein wertvolles Instrument zur Gewährleistung einer sozialen Dimension des Wandels in der Region betrachtet. by OA) e tha 2 dola na Mamoru Shibata, Präsident des JUC, Japan, wurde für eine weitere Amtszeit als APRO- FIET- Präsident bestätigt. Joe de Bruyn, Finanzsekretär der SDA, Australien, wurde zum Vizepräsidenten gewählt, und Christopher Ng, der 1986 erstmals das Amt des Regionalsekretärs übernahm, wurde erneut in diesem Amt bestätigt. Ferner wurden Reiji Arita( SOMPOROREN, Japan) und Willie Tan( SIEU, Singapur) als interne Rechnungsprüfer wiedergewählt. Die Konferenz sprach den Kollegen Charles Coutto, Tadayoshi Kusano, Vince Higgins und James Maher Dank und Anerkennung aus für ihren langjährigen Einsatz im Dienste der FIET und die Stärkung der Tätigkeiten in der Region Asien und Pazifik. nions ustice 1901 APRO- FIL LA 155 TH BY RENAL CONFERE STOBER 19 SARAWAK APRO- FIET- Vorstand in der Region Asien Nach den Wahlen der 7. APRO- FIET- Konferenz setzt sich der Regionalvorstand wie folgt zusammen: eib bow na Gebiet I: Ostasien Shinya Amishiro( ZENSEN, Japan) Lee Nam- soon( KFBU, Südkorea) Mamoru Shibata( JUC, Japan)- Regionalpräsident be Yoshio Takahashi( JAW, Japan) Gebiet II: Südostasien ibishe ux Jose P. Umali( NUBE, Philippinen) Sakool Zuesongdham( FBFT, Thailand) Gebiet III: Südasien Iftikhar A. Shaikh( PBEF, Pakistan) Gebiet IV: Pazifik Joseph De Bruyn( SDA, Australien)- Vizepräsident Michael O'Sullivan( ASU, Australien) Keith Westgarth( FSU, Australien) Regionalsekretär Christopher Ng Koordinatorin für Frauentätigkeiten Joan Warners Der Präsident der APRO- FIET würdigte im Namen der Konferenz die hervorragende Leistung von Vince Higgins von der ASU, Australien, der von seinem Amt als APRO- FIET- Vizepräsident zurücktrat, und dankte ihm für seinen unermüdlichen Einsatz. by muli bo goti di et trafen sich über 200 In der Berichtszeit trat der APRO- FIET- Vorstand siebenmal zusammen: 37. Tagung: San Francisco, USA, 16. August 1991 38. Tagung: Kota Kinabalu, Sabah, Malaysia, 4.- 5. Mai 1992 39. Tagung: Seoul, Südkorea, 20.- 21. April 1993 40. Tagung: Bangkok, Thailand, 23.- 24. Februar 1994 41. Tagung: Kuching/ Sarawak, Malaysia, 23. Oktober 1994 42. Tagung: Kuching/ Sarawak, Malaysia, 28. Oktober 1994 43. Tagung: Singapur, 5.- 7. Februar 1995. San Francisco, 16. August 1991 Die Tagung fand in Verbindung mit dem 22. FIETWeltkongress statt. Der Vorstand prüfte die 62 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Strong For Uncons Justice 2 APROCIET TH REGIONAL CONFERENCE 26-28 OCTOBER 1994 KUCHING SARAWAK MALAYSIA Full Social Dialogue For Better Quality Of Life Der neue APRO- FIET- Vorstand, der auf der 7. APRO- FIET- Konferenz gewählt wurde. Von links nach rechts: Michael O'Sullivan, Yoshio Takahashi, Philip J. Jennings, Sakool Zuesongdham, Joe de Bruyn, Mamoru Shibata, Chris Ng, José Umali, Joan Warners, Iftikhar Shaikh und Keith Westgarth. Shinya Amishiro und Lee Nam- soon konnten bei der Aufnahme der Photographie leider nicht anwesend sein. Lage auf den Pazifik- Inseln er getrennten Erk gewerkschaftliche Lage in der Region und verabschiedete Entschliessungen zur Unterstützung der Arbeitnehmer und ihrer Gewerkschaften in Thailand und Südkorea in ihrem Kampf für Gewerkschaftsrechte. Der Vorstand genehmigte ein umfassendes Programm zur Unterstützung der Arbeitnehmer im Finanzsektor in Nepal, die ihre eigene Gewerkschaft bilden wollen. Der Vorstand beurteilte die finanzielle Situation der APRO- FIET und bestätigte den Vorschlag des Regionalsekretärs betreffend die Einführung einer Einschreibegebühr für die Teilnahme an allen regionalen Tätigkeiten und von Verwaltungsmassnahmen, um die Empfängergewerkschaften zu einer stärkeren Mitwirkung an den Kosten von Bildungstätigkeiten, die mit der Unterstützung der APRO- FIET durchgeführt werden, anzuregen. Der Vorstand nahm die starke Erhöhung der Beitrittsgesuche von Betriebsgewerkschaften und Gewerkschaften mit weniger als 500 Mitgliedern zur Kenntnis und bat den Regionalsekretär, Leitlinien für die Aufnahme solcher Gewerkschaften vorzubereiten. Kota Kinabalu, 4.- 5. Mai 1992 Es war die erste Tagung des APRO- FIET- Vorstandes, die auf Einladung der FIET- Mitgliedsorganisationen in Sabah stattfand. Die Vorstandsmitglieder prüften die Aktivitäten und die finanzielle Situation der APRO- FIET und sie verabschiedeten ein Budget sowie ein umfassendes Tätigkeitsprogramm. Der Vorstand genehmigte ferner Richtlinien im Zusammenhang mit dem Beitritt von Betriebsgewerkschaften und Gewerkschaften mit weniger als 500 Mitgliedern. Das Regionalsekretariat wurde ersucht, den Stand der Mitgliedschaft von Organisationen in bezug auf die FIET- Satzung, Artikel 6.2, Beitragszahlungen, zu prüfen. Ferner fanden Gespräche über den Ausbau der Beziehungen mit Gewerkschaften der pazifischen Inseln statt sowie über die Auswirkungen der regionalen Wirtschaftsintegration auf die Beschäftigten und ihre Gewerkschaften. Aus Solidarität mit Mitgliedsorganisationen in Ostmalaysia( Sabah, Sarawak) und Thailand nahm der FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 63 38TH APRO FIET EXECUTIVE COMMITTEE MEETING 3-5 MAY 1992 KOTA KINABALU, SABAH, MALAYSIA 32 6113 Vor seiner Sitzung in Sabah im Mai 1992 traf sich der APRO- FIET- Vorstand mit dem Vorstand der Sabah Banking Employees' Union und der Sabah Commercial Employees' Union und stattete dem Gouverneur von Sabah einen Höflichkeitsbesuch ab. sb isd stand Get Ostasien Vorstand zwei Erklärungen an. In der Erklärung über Ostmalaysia zeigte er sich solidarisch mit den FIETGewerkschaften, die von der Regierung eine Ausweitung des Beschäftigungsgesetzes auf IN A CHANGING The sib to sick basters feds2 ni ACHINGING WORLD SA Ostmalaysia fordern. In der Erklärung über Thailand legte er den angeschlossenen Organisationen nahe, die der FIET angehörende FBFWU und die thailändische Gewerkschaftsbewegung in ihrem Kampf um die Wiederherstellung der Gewerkschaftsrechte und der Demokratie in diesem Land zu unterstützen. ob nosuti siline sib allismod Katsuichi Yamamoto ist am 18. März 1993 im Alter von 60 Jahren verstorben. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Japan Federation of Commercial DOV Workers Unions( JUC) und spielte eine entscheidende Rolle bei der Vertretung der FIET in Japan. Er war maßgeblich an der Schaffung der ASIA- FIET beteiligt. Auf der ASIA- FIET- Gründungskonferenz 1973 wurde er zum 2. Vizepräsidenten gewählt; 1974 übernahm er das Amt des Präsidenten, das er bis 1986 ausübte. In seiner Mandatszeit stieg die Zahl der APRO- FIETMitglieder von 400'000 auf 1.3 Millionen an. Katsuichi Yamamoto war viele Jahre lang Mitglied des Der Vorstand prüfte die FIET- Weltvorstands. 64 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Seoul, 20.- 21. April 1993 piezas Zu Beginn der Tagung gedachte der Vorstand in einer Schweigeminute des am 18. März 1993 verstorbenen Katsuichi Yamamoto, ehemaliger Präsident der APRO- FIET. Im Mittelpunkt der Beratungen standen die finanzielle Situation der APRO- FIET, Beitrittsfragen und Bildungstätigkeiten. Der Vorstand stellte eine leichte Verbesserung der finanziellen Verhältnisse der APRO- FIET fest und empfahl dem Regionalsekretariat die Einführung kostensparender Massnahmen. Er prüfte einen umfassenden Bericht über den Stand der Mitgliedschaft von Organisationen in bezug auf die FIET- Satzung, Artikel 6.2 ( Beitragszahlungen). Der Vorstand betonte, dass Fach- und Führungskräfte unbedingt in die Gewerkschaftsbewegung einbezogen werden müssen und beauftragte das Regionalsekretariat, die Organisierung und die Tarifverhandlungen für diese Gruppe vermehrt zu unterstützen. Ein weiteres Anliegen stellte die Lage auf den Pazifik- Inseln dar. 철회 하라! sob azuidpe thedistimp Koreanische Arbeitnehmer, die wegen ihrer Teilnahme an Gewerkschaftstätigkeiten entlassen worden waren, traten in den Hungerstreik, um die Einleitung eines Gerichtsverfahrens zu erwirken, das ihre Wiedereinstellung veranlassen sollte. Anläßlich der Tagung des APROFIET- Vorstands in Seoul im April 1993 besuchte der FIET- Generalsekretär zusammen mit Mitgliedern des Vorstands die im Hungerstreik stehenden Arbeitnehmer. In vier getrennten Erklärungen verlangte der Vorstand nachdrücklich Gewerkschaftsrechte in der Region: Die Regierung Koreas wurde aufgefordert, die Arbeitsgesetze zu überarbeiten, die weiterhin inhaftierten Gewerkschafter freizulassen und die aufgrund gewerkschaftlicher Betätigung entlassenen Arbeitnehmer wieder einzustellen; die Fiji Bank Employees' Union wurde in ihrem Konflikt mit der Bank of Baroda unterstützt; der Vorstand brachte seine Solidarität mit dem New Zealand Council of Trade Unions zum Ausdruck, der bei der IAO eine Klage gegen die Regierung des Landes aufgrund des neuen Beschäftigungsvertrags- Gesetzes eingereicht hat, und er zeigte sich solidarisch mit der Alliance of Free Workers auf den Philippinen in ihrem Kampf für Organisierungs- und Verhandlungsrechte in zwei Krankenhäusern. Der Vorstand legte ferner Daten und Tagungsort der 7. APRO- FIET- Konferenz fest. Er empfahl der FIET, den 24. FIET- Weltkongress im Jahre 1999 in Sydney, Australien, zu veranstalten. M T asgusted neb pluqli ml A OV 19Ɑ 15 196 1 Die Tagungsteilnehmer prüften die Tätigkeiten der APRO- FIET sowie ihre finanzielle Situation, und sie stimmten einem umfassenden Arbeitsprogramm und dem Budget für das Jahre 1994 zu. Der Vorstand nahm einen ausführlichen Bericht über die vom Regionalsekretariat ergriffenen Folgemassnahmen und die Antwort der Mitgliedsorganisationen mit ausstehenden Mitgliedsbeiträgen zur Kenntnis. Der Bangkok, 23.- 24. Februar 1994 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 65 Vorstand empfahl der FIET, entsprechende Massnahmen einzuleiten, um sicherzustellen, dass alle Mitgliedsorganisationen ihre Mitgliedsbeiträge entrichten, dass bestimmten Gewerkschaften gegebenenfalls eine Beitragsverringerung gewährt wird und dass alle Gewerkschaften, die ohne triftige Gründe weiterhin keine Beiträge zahlen, ausgeschlossen werden. Nach einer längeren Diskussion bestätigte der Vorstand den Bericht" FIET 2000" und empfahl der FIET, die Revision einzuleiten. Die Vorstandsmitglieder waren sich darüber einig, dass die Regionalorganisation gefestigt werden müsse und legten der FIET nahe, sich für den Ausbau der Tätigkeiten einzusetzen. Der Vorstand befasste sich mit den Vorbereitungen für die 7. APRO- FIETRegionalkonferenz; er legte das Thema fest und einigte sich auf Kandidaten für die bei diesem Anlass durchzuführenden Wahlen. Kuching, 23. Oktober 1994 Auf dieser unmittelbar vor der 7. APRO- FIETKonferenz durchgeführten Tagung wurden letzte Vorbereitungen für die Konferenz getroffen. Der Vorstand bestätigte ferner den Tätigkeitsbericht, den Finanzbericht und einen der Konferenz zu unterbreitenden Hintergrundbericht. Kuching, 28. Oktober 1994 Der unmittelbar nach Abschluss der 7. APRO- FIETKonferenz zusammengetretene Vorstand legte das Datum für die nächste APRO- FIET- Vorstandstagung fest. lungshilfeprojekt, das zur Stärkung der bereits angeschlossenen Organisationen beitragen und ihnen helfen soll, die grosse Zahl potentieller Mitglieder in vielen Ländern der Region zu organisieren. Der Vorstand erwähnte verschiedene Länder, die besonderer Aufmerksamkeit bedürfen. Das Aktionsprogramm verlangte auch vermehrte Anstrengungen, um den Einfluss der FIET in der Region zu verstärken. Dies würde unter anderem eine engere Zusammenarbeit mit anderen IBSen, dem IBFG und weiteren in der Region tätigen Organisationen erforderlich machen. Ferner fand eine Diskussion über China statt, und es wurde empfohlen, eine FIET/ APRO- FIET- Erkundungsmission in diesem Land durchzuführen, um die wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen vor Ort zu prüfen. Es sollen auch Missionen in Indonesien und Vietnam geplant werden; diese Länder haben die FIET um Unterstützung gebeten. Das Gewerkschaftszentrum in der Mongolei hat ebenfalls ein Treffen mit FIETVertretern gewünscht. Der Vorstand wurde über die Situation verschiedener Mitgliedsorganisationen informiert und beschloss, dem FIET- Weltvorstand den Ausschluss von acht Gewerkschaften gemäss Artikel 6.2 der Satzung zu empfehlen und die Gesuche um Beitragsermässigung von sieben Organisationen zu prüfen. Der Vorstand stellte eine weitere Verbesserung der finanziellen Lage der APRO- FIET fest und beauftragte das Regionalsekretariat, das Kostensenkungsprogramm fortzuführen und zusätzliche Mittel einzubringen, um die expandierenden Tätigkeiten und Dienstleistungen zu UTA Singapur, 6.- 7. Februar 1995 Im Mittelpunkt der Beratungen standen die Folgetätigkeiten nach der 7. APRO- FIET- Konferenz. Der Vorstand bestätigte das Arbeitsprogramm, das in der Zeit bis zu der 8. Regionalkonferenz verwirklicht werden soll. Diese Konferenz wird 1999 in Sydney in Verbindung mit dem 24. FIETWeltkongress stattfinden. Das Programm sieht eine eingehende Prüfung der Bildungstätigkeiten sowie den Ausbau der Tätigkeiten der Fachgruppen und zwischenberuflichen Gruppen vor. Es sollen neue Dienstleistungen eingeführt und mehr Untersuchungen durchgeführt werden. Das Programm umfasst ferner ein breitangelegtes Entwickgaugin& dildo Unmittelbar nach den ersten Berichten über LA das Erdbeben, das am 17. Januar 1995 die Region von Kyoto heimsuchte und in der Stadt Kobe eine unvorstellbare Verwüstung anrichtete und zahlreiche Tote und Verletzte forderte, sandte der FIET- Generalsekretär Philip J.U | Jennings eine Solidaritäts- und Beileidsbotschaft an alle Mitgliedsorganisationen in | Japan. Nach Angaben des FIET- JLC lautete die traurige Bilanz am 30. Januar wie folgt: 5'094 Tote, 13 Vermißte und 26'798 Verletzte, während die Zahl der zerstörten Wohnstätten mit 99'515 angegeben wurde. Die Folgen T dieser Katastrophe werden in Japan über Jahr hinweg spürbar sein. 19 66 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 finanzieren. Der Vorstand wurde vom FIETGeneralsekretär über den Stand der Vorbereitungen für den 23. FIET- Weltkongress informiert und stimmte den Vereinbarungen betreffend die Mitwirkung und die Beiträge der APRO- FIET zu. Der Vorstand bestätigte die Ernennung von Koordinatoren für Tätigkeiten im Zusammenhang mit Frauen, Jugendlichen und Angestellten in Leitungsfunktionen. zwischen den Vorstandssitzungen, und seine Beschlüsse müssen von diesem Vorstand bestätigt werden. In der Berichtszeit trat der Geschäftsführende Ausschuss wie folgt zusammen: • Kota, Kinabalu, Sabah, Malaysia, 4. Mai 1992 Kopenhagen, Dänemark, 26. Mai 1992 • • Seoul, Südkorea, 19. April 1993 Kuching/ Sarawak, Malaysia, 11. Juli 1994 Kuching/ Sarawak, Malaysia, 21. Oktober 1994 Singapur, 6. Februar 1995. Geschäftsführender Ausschuss der APROFIET Der Geschäftsführende Ausschuss der APRO- FIET, dem der Regionalpräsident, der Vizepräsident und der Regionalsekretär angehören, ist verantwortlich für die Leitung der Arbeiten der Regionalorganisation Während einer Mission in Japan im Februar 1992 legte die FIET/ APRO- FIET- Delegation im Namen der Internationale zum Gedenken an alle Menschen, die bei der Explosion der ersten Atombombe am 6. August 1946 in Hiroshima starben, einen Kranz nieder. Um die internationale Verständigung für den Frieden zu fördern, wurde ein Friedenspark zur Erinnerung an die 200'00 Atombombenopfer eingerichtet. FIET- Präsident Jochen Richert trug vier schlichte Worte in das goldene Besucherbuch der Gedenkstätte ein:" Frieden lernen, Frieden leben". Bildungstätigkeiten Die Bildungstätigkeiten stehen seit der Gründung der Regionalorganisation im Mittelpunkt der APROFIET- Aktivitäten. Die Lehrgänge werden auf verschiedenen Ebenen organisiert: Lehrgänge für die Grund- und Mittelstufe auf nationaler Ebene, Folgelehrgänge und spezialisierte Lehrgänge auf regionaler Ebene. In der Berichtszeit führte die APRO- FIET Ausbildungslehrgänge für Jugendliche und Frauen sowie für Organisatoren, Forscher und Ausbilder durch. Alle diese Lehrgänge wurden von Fachkräften durchgeführt, die von der APRO- FIET geschult oder von Mitgliedsorganisationen zur Verfügung gestellt wurden. Das Regionalsekretariat wird das APRO- FIETBildungsprogramm 1995 einer eingehenden Prüfung unterziehen, um dieses entsprechend den neuen Herausforderungen und Bedürfnissen der Mitgliedsorganisationen neu auszurichten und neue Prioritäten zu setzen und es auf diese Weise noch wirksamer zu gestalten. FIET 役 員 代表 Organisierungstätigkeiten Abgesehen von den Ausbildungsprogrammen für gewerkschaftliche Organisierungsbeauftragte gewährte die APRO- FIET den Gewerkschaften, die Organisierungskampagnen durchführten, solidarische, moralische und technische Hilfe. In der Berichtszeit führte die APRO- FIET ein umfassendes Organisierungsprojekt in Nepal durch, wo eine Gewerkschaft für Angestellte in Finanzdiensten geschaffen werden soll. FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 67 APROFIT APRO FET WORKSHOP FOR TRADE UNION EDUCATORS 16 TH TO 18 TH MARCH 1993 PENANG MALAYSIA 93 3 18 Die Bildungsarbeit ist nach wie vor der Schwerpunkt der APRO- FIET- Tätigkeiten. Dazu gehört eine Reihe highe einfallsreicher Programme, die von nationalen Ausbildungskursen für Vertrauensleute im Betrieb bis zu Programmen für Frauen, Jugendliche und Angestellte in Leitungsfunktionen reichen. Es besteht eine große Nachfrage für fachkundliche Ausbildung, wie z.B. Kurse für Verhandlungsführer. Boy Bbw gasgris ezib allA lub oblidayA nov a A tob mov sib grabig grub nofulds gov nbow bo turiz islang gaugino Pais siur Fachgruppentätigkeiten ter 7. APRO Tog Im Rahmen der Anstrengungen zum Ausbau der APRO- FIET- Fachgruppentätigkeiten hat der APROFIET- Vorstand die Empfehlung der vier Fachgruppenkonferenzen, die im August 1992 in Penang, Malaysia, veranstaltet wurden, bestätigt, gemäss der Fachgruppenausschüsse für die Sektoren Banken, Versicherungen, Handel und Angestellte in der Industrie geschaffen werden sollen. Der Vorstand wird die Zweckmässigkeit der Schaffung eines Fachgruppenausschusses für Sozialversicherung und Gesundheitsdienste, bzw. für Wartungs- und Sicherheitsdienste zu einem späteren Zeitpunkt prüfen. Mittlerweile wird sich die Regional organisation um eine Ausweitung der Mitgliedschaft in diesen beiden Fachgruppen bemühen. Zwischenberufliche Tätigkeiten sdsl sbsi Die APRO- FIET hat Koordinatoren für die verschiedenen zwischenberuflichen Tätigkeiten ernannt. Im Februar 1995 wurde Joan Warners von der FinSec, Neuseeland, zur Frauenkoordinatorin ernannt; sie trat die Nachfolge von Maureen Yap an, die im September 1993 befördert wurde und ihr Amt als Präsidentin der Sabah Banking Employees' Union aufgeben musste. Das Amt des Jugendkoordinators hat seit Februar 1995 Alice Chang von der SBEU, Sri Lanka, inne; sie ersetzte Jayasri Priyala von der CBEU, Sri Lanka. John De Payva, Generalsekretär der Singapore Manual and Mercantile Workers' Union( SMMWU), stand weiterhin als Koordinator für Tätigkeiten im 68 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Zusammenhang mit Angestellten in Leitungsfunktionen im Einsatz. Im Mittelpunkt der APRO- FIET- Tätigkeiten für Frauen, Jugendliche und Angestellte in Leitungsfunktionen stand weiterhin die Bildungsarbeit. Abgesehen von der Unterstützung von Mitgliedsorganisationen bei der Durchführung von zahlreichen Lehrgängen auf nationaler Ebene, organisierte die APRO- FIET in der Berichtszeit auch drei regionale Ausbildungslehrgänge für weibliche Führungskräfte, eine regionale APRO- FIETFrauenkonferenz und vier regionale Ausbildungslehrgänge für junge Gewerkschaftsführer und zwei regionale Workshops für Angestellte in Leitungsfunktionen. Die Bildungstätigkeiten werden auch in Zukunft das zentrale Anliegen darstellen, jedoch durch andere Tätigkeiten ergänzt werden, um stärkere Verbindungen zwischen den Tätigkeiten für diese Gruppen und den Tätigkeiten der Fachgruppen zu schaffen. Verbindungsausschüsse Zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsorganisationen eines Landes wird die Bildung nationaler Verbindungsausschüsse empfohlen. Diese haben sich als besonders wirksam im Zusammenhang mit der Verbreitung von Informationen über die FIET- und APRO- FIET- Tätigkeiten und der Durchführung von nationalen Bildungsprogrammen erwiesen. Missionen und Besuche In der Berichtszeit reiste APRO- FIET- Regionalsekretär Christopher Ng mehrmals in die Region zu ihrem Zuständigkeitsbereich ich au der Im Februar 1992 feierte der FIET- Japan- Verbindungsausschuß( FIET- JLC) den 10. Jahrestag seiner Gründung. Der FIET- JLC war der erste Verbindungsausschuß, der von der FIET ins Leben gerufen wurde; er stellt ein überzeugendes Beispiel für die positive Rolle einer solchen Einrichtung dar. Die Mitgliedsgewerkschaften in Japan gehören der FIET mit ca. 400'000 Arbeitnehmern an. Der Verbindungsausschuß organisiert Jahreskonferenzen und fördert die Anliegen der FIET in Japan. FIET 日本 加盟 組織 連絡 協議 会 FIET- JLC 設立 10 周年 記念 総会 1992@ 2 78 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 69 59 : Gesprächen mit Mitgliedsorganisationen. Es fanden ferner Tagungen im Regionalbüro in Singapur mit Vertretern von Mitgliedsorganisationen und befreundeten Gewerkschaften statt. Der Regionalsekretär begleitete zudem den regionalen Präsidenten und den FIET- Generalsekretär bei mehreren Missionen in dieser Region. Beziehungen Die APRO- FIET unterhielt weiterhin freundschaftliche und konstruktive Beziehungen zum IBFG/ APRO, dessen Büro sich ebenfalls in Singapur befindet. In der Berichtszeit wirkte die APRO- FIET an zahlreichen Tagungen und Aktivitäten des IBFG/ APRO mit, unter anderem auch an den jährlichen Vorstandstagungen. Die Zusammenarbeit mit anderen IBSen wurde weiter verstärkt und ausgebaut. Zusammen mit anderen IBSen in der Region wirkte die APRO- FIET an der Durchführung von Regionalkonferenzen über Gewerkschaftsrechte, Menschenrechte und demokratische Grundrechte mit. Die APRO- FIET unterstützte auch die internationale Konferenz für Gewerkschaftsrechte in Südkorea, die vom 18.- 19. November 1993 in Seoul, Südkorea, tagte. Diese Konferenz wurde von der FES, Deutschland, in Zusammenarbeit mit acht IBSen organisiert. Die APRO- FIET beteiligte sich ferner an Tätigkeiten der IAO in der Region und stand in Kontakt mit dem IAO- Büro in Bangkok. Die Dazu gehört eine Reihe Die APRO- FIET veranstaltete in Zusammenarbeit mit IUF, IFBWWU, IFJ, ITGLWF/ WARO und ICEF eine Konferenz über Gewerkschaftsrechte, Menschenrechte und demokratische Grundrechte in Nord- Ost- Asien, die vom 8.- 11. Juni 1993 in Hongkong stattfand. Es war die zweite Konferenz in einer Reihe von Gewerkschaftstagungen, die gemeinsam von den sechs IBSen organisiert wurden. 70 FBWW- IUF- ITGLWF/ TWARO- ICEF- FIET- IFJ Joint Conference on Trade Union, Human& Democratic Rights in North East Asia organised in co- operation with FES and ILO June8-11, 1993, Hong Kong FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 EURO- FIET Die EURO- FIET hat sehr viel Energie für den Aufbau eines neuen Europas verwendet. Im Mittelpunkt standen dabei der Einsatz für ein soziales Europa, der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit und die Anstrengungen zur Festigung des demokratischen Umbruchs, der sich in Mittel- und Osteuropa vollzieht. Der Vertrag von Maastricht eröffnete eine neue Ära der wirtschaftlichen und politischen Integration Europas. Die Kernpunkte der darin enthaltenen Vorschläge betrafen die Einführung einer gemeinsamen Währung und die Schaffung einer Europäischen Zentralbank. Elf der damaligen zwölf Mitgliedstaaten verabschiedeten das Protokoll über die Sozialpolitik; mit der Weigerung, das soziale Protokoll zu unterzeichnen, stellte sich die britische Regierung in der Sozialpolitik ein Armutszeugnis aus. In der Berichtszeit eröffneten sich auch neue Möglichkeiten im Bereich der Arbeitsbeziehungen auf sektoraler und betrieblicher Ebene. Die EUROFIET führt einen Dialog mit mehreren ArbeitgeberOrganisationen und versucht, in den Sektoren in ihrem Zuständigkeitsbereich aufgrund der 1994 verabschiedeten EU- Richtlinie Europäische Betriebsräte zu schaffen. 1995 sind der Europäischen Union Österreich, Finnland und Schweden beigetreten, und die nächste grosse Herausforderung wird für diese Union die Integration der Länder Mittel- und Osteuropas sein. Die Integrationsbemühungen werden vor dem Hintergrund einer unvermindert hohen Arbeitslosigkeit vorangetrieben. Zwölf Prozent der Erwerbsbevölkerung sind ohne Arbeit, und zu dieser Zahl kommen diejenigen hinzu, die die Suche nach einem Arbeitsplatz aufgegeben haben. Die Mitgliedsorganisationen führen systematische Kampagnen für die Schaffung von Arbeitsplätzen in einem Umfeld durch, in dem die Arbeitgeber eine Deregulierung des Arbeitsmarktes anstreben. 7. EURO- FIET- Konferenz Die EURO- FIET führte ihre 7. Regionalkonferenz vom 13. bis zum 15. März 1994 in Amsterdam durch. Mehr als 400 Teilnehmer waren in Vertretung von 112 Organisationen in 34 Ländern anwesend und debattierten unter dem Thema: Gewerkschaften verlangen ein soziales Europa Mehr Demokratie! Arbeitsplätze für alle! Dialog- Jetzt! Die offiziell von EURO- FIET- Präsident Karel Boeykens von der SETCa, Belgien, eröffnete Konferenz nahm Grussbotschaften von Vertretern der gastgebenden Organisationen, Martin Spanjers, Präsident des FNV Dienstenbond, und Johan Stekelenburg, Präsident des FNV, entgegen. Im Verlauf der Konferenz wurden mehrere Grundsatzreferate gehalten. Emilio Gabaglio, Generalsekretär des EGB, sprach über die Bedeutung der sektoriellen Gewerkschaftsarbeit in Europa, namentlich im Bereich des sozialen Dialogs mit den Arbeitgeberorganisationen. Verschiedene Vertreter von Arbeitgeberorganisationen waren an der Konferenz anwesend, um an den Debatten über den sozialen Dialog teilzunehmen. Zu den Gastreferenten gehörte auch Evangelos Staikos, Generalsekretär des griechischen Arbeitsministeriums; er ergriff im Namen des griechischen Vorsitzes der Europäischen Union das Wort. Der Konferenz wurden 34 Anträge zu zahlreichen Themen unterbreitet, die von der allgemeinen Politik in bezug auf die Arbeitslosigkeit und ein soziales Europa bis hin zu gezielten Strategien für die Umwelt in der Form einer CO2- Steuer und Massnahmen zur Bekämpfung von Stress am Arbeitsplatz reichten. Der Entschliessungsausschuss war in der Lage, im Zusammenhang mit allen Anträgen einen Konsens zu erreichen, und er nahm eine Zusammenlegung zahlreicher Anträge in drei Gruppen vor. Die drei zusammengesetzten Anträge betrafen folgende Themen: Europa angesichts der wirtschaftlichen Herausforderung, ein Soziales Europa und der Soziale Dialog in multinationalen Unternehmen. Alle eingebrachten Anträge wurden von der Konferenz gutgeheissen; in der grossen Mehrheit der FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 71 EURO- FIET ni po ob ni douazov bau monosainsg10 Diese nach der Eröffnung der 7. EURO- FIET- Regionalkonferenz( Amsterdam, 13. bis 15. März 1994) entstandene Aufnahme zeigt von links nach rechts: Jochen Richert, FIET- Präsident; Bernadette Tesch- Ségol, Direktor des EUROFIET- Büros, Brüssel; Garfield Davies, EURO- FIET- Vizepräsident( der später zum EURO- FIET- Präsidenten gewählt wurde); Emilio Gabaglio, EGB- Generalsekretär; Karel Boeykens, EURO- FIET- Präsident; Martin Spanjers; Präsident des FNV Dienstenbond; Johan Stekelenburg, FNV- Präsident und Philip J. Jennings, EURO- FIETRegionalsekretär. Die holländischen Gewerkschaften haben ihre Gastfreundschaft auf mannigfache Weise bekundet und eine wichtige Rolle bei der tadellosen Organisation der FIET- und EURO- FIET- Veranstaltungen( 1994) in Amsterdam gespielt. Fälle erfolgte ihre Annahme einstimmig. Raffaele Vanni von der UILTUCS, Italien, hatte den Vorsitz des Entschliessungsausschusses inne. Zu den drei Hauptthemen der Konferenz: Aufbau starker Gewerkschaften in einem demokratischen Europa; Beschäftigung- eine Herausforderung für Europa und die EURO- FIET und der Soziale Dialog wurden Podiumsdiskussionen organisiert. Die erste, von Lore Hostasch, GPA, Österreich, geleitete Podiumsdiskussion war dem Thema Aufbau starker Gewerkschaften in einem demokratischen Europa gewidmet und hatte im besonderen die Probleme der Gewerkschaften in Mittel- und Osteuropa sowie in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten( GUS) zum Gegenstand. Diesen Diskussionen lag ein umfassender Bericht mit dem Titel: Gemeinsam in Europa zugrunde, der einen Überblick über die Lage der Gewerkschaften in Mittel- und Osteuropa sowie über die wirtschaftlichen und sozialen Probleme ihrer Mitglieder gab. Das zweite Podiumsgespräch wurde von Margret Mönig- Raane, HBV, Deutschland, geleitet und befasste sich mit dem Thema Beschäftigung- eine Herausforderung für Europa. In dem vom Sekretariat zu dieser Frage ausgearbeiteten Hintergrundbericht wird geltend gemacht, dass die Arbeitslosigkeit in Europa in erster Linie ein europaweites Problem ist, das durch abgestimmte europäische Aktionen einer Lösung zugeführt werden muss. Die Teilnehmer berichteten über ihre Erfahrungen betreffend die wachsende Arbeitslosigkeit im Dienstleistungssektor und die Unfähigkeit der Regierungen, entschlossene 72 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Massnahmen zur Überwindung dieser Schwierigkeiten zu ergreifen. Leiter der dritten Podiumsdiskussion über die EUROFIET und den Sozialen Dialog war Garfield Davies von der USDAW, Vereinigtes Königreich; diese Diskussion war der Förderung der sozialen Dimension der Europäischen Integration gewidmet. In der diesbezüglich der Konferenz vorgelegten Arbeitsunterlage wird geltend gemacht, dass dem sozialen Dialog auf Sektorebene eine Vorrangstellung eingeräumt werden muss, wenn die europaweiten Diskussionen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften für die arbeitende Bevölkerung wirklich von Belang sein sollen. Ein vom Regionalsekretär unterbreiteter Tätigkeitsbericht für den Zeitraum 1990-1994 wurde von den Konferenzteilnehmern einstimmig angenommen. Der vom Schatzmeister, Rita Gassmann, vorgelegte Finanzbericht und der vom EURO- FIET- Rechnungs( band 18 DAC 3221. baslo НИЛАЯ prüfer, Gilbert Clajot, vorgelegte Bericht der Rechnungsprüfer wurden einstimmig angenommen. Die Konferenzteilnehmer stimmten einem Vorschlag zu, der die Erhöhung des EURO- FIET- Beitrags um SFr. 0.02 von SFr. 0.10 auf SFr. 0.12 pro Mitglied und Jahr ab dem 1. Januar 1995 vorsieht. Die EURO- FIET verabschiedete sich von ihrem Präsidenten Karel Boeykens von der SETCa, Belgien, der dieses Amt während 8 Jahren innehatte, und wählte Garfield Davies von der USDAW, Vereinigtes Königreich, zum neuen EURO- FIETPräsidenten für eine Amtszeit von vier Jahren. Lore Hostasch von der GPA, Österreich, wurde zur EURO- FIET- Vizepräsidentin gewählt und Philip J. Jennings als EURO- FIET- Regionalsekretär erneut bestätigt. Gilbert Clajot, SETCa, Belgien, und Carl Jensen, Finansforbundet, Dänemark, wurden zu Rechnungsprüfern gewählt. Die Konferenz hat auch einen neuen EURO- FIET- Vorstand bestellt. Auf die EURO- FIET- Konferenz folgten die Feiern zum 90. Tag der Gründung der FIET. Die hier abgebildeten Vertreter haben einen Teil der EURO- FIET- Geschichte mitgeschrieben( von links nach rechts): der neugewählte EURO- FIET- Präsident Garfield Davies, der ausscheidende EURO- FIET- Präsident Karel Boeykens, der dieses Amt seit 1986 innehatte, die ehemaligen EURO- FIET- Präsidenten Tudor Thomas und Bill Whatley sowie der EUROFIET- Regionalsekretär Philip J. Jennings. asabik FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 73 EURO- FIET- Vorstand Im Berichtszeitraum trat der EURO- FIET- Vorstand mehrmals zusammen: . 28. Sitzung: Kopenhagen, 25.- 26. Mai 1992 29. Sitzung: Prag, 30.- 31. März 1993 • 30. Sitzung: Amsterdam, 12. März 1994 . • ● 31. Sitzung: Amsterdam, 15. März 1994 32. Sitzung: Genf, 24. November 1994 33. Sitzung: Brüssel, 22.23. März 1995 Kopenhagen, 25./26. Mai 1992 An dieser Sitzung waren zum erstenmal Mitgliedsorganisationen aus Mittel- und Osteuropa vertreten. Im Mittelpunkt der Debatte stand der Vertrag von Maastricht über die Europäische Union. Der Vorstand betonte, dass sich die EURO- FIET den Herausforderungen dieses Abkommens stellen muss, und er prüfte Wege, um die Position der EURO- FIET in den Bereichen der Europäischen Währungsunion und der Sozialpolitik zu konsolidieren. Der Vorstand stellte fest, dass das Soziale Protokoll Bestimmungen enthält, die erlauben, die Beziehungen zwischen EURO- FIET und Arbeitgebern auf Gemeinschaftsebene auszubauen, besonders im Hinblick auf eine Konsultation zu Fragen der EG- Sozialpolitik und auf die Schaffung von Rahmenvereinbarungen für die einzelnen Sektoren. Der Vorstand stellte ferner fest, dass die EURO- FIET immer häufiger aufgefordert wird, an Verhandlungen über Vereinbarungen betreffend europäische Betriebsräte mit verschiedenen multinationalen Gesellschaften teilzunehmen. Er prüfte auch mögliche Strategien für die Bildung solcher europäischer Betriebsräte. Im Zusammenhang mit der Wirtschafts- und Währungsunion forderte der Vorstand, dass die Gewerkschaften konsultiert werden und die Möglichkeit erhalten, an den Verhandlungen über die Durchführung und Anwendung von Konvergenzkriterien mitzuwirken. Er unterstützte die Forderung der EURO- FIETFachgruppe Banken nach der Einführung eines sozialen Dialogs mit dem Ausschuss der Präsidenten der Zentralbanken der Europäischen Gemeinschaft. Der Vorstand kam überein, eine EURO- FIETArbeitsgruppe' Sozialer Dialog und multinationale Gesellschaften' zu bilden, die alle einschlägigen Fragen im Hinblick auf die Festlegung künftiger Tätigkeiten auf diesem Gebiet prüfen soll. Der Vorstand beschloss ferner, in London ein EURODer EURO- FIET- Vorstand gemäss den Wahlen an der 7. EURO- FIET- Konferenz Gebiet I: Vereinigtes Königreich und Irland Garfield DAVIES( USDAW, Vereinigtes Königreich) Präsident - Mick GRAHAM( GMB, Vereinigtes Königreich) Leif MILLS( BIFU, Vereinigtes Königreich) Tony WHITELEY( MSF, Vereinigtes Königreich) Gebiet II: Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden Sture ARNTZEN( HK, Norwegen) Kenth PETTERSSON( HF, Schweden) Jens PORS( HK, Dänemark) Maj- Len REMAHL( LA, Finnland) Gösta SÖDERBERG( SIF, Schweden) Gebiet III: Österreich, Bundesrepublik Deutschland und Schweiz Rita GASSMANN( VHTL, Schweiz) Lore HOSTASCH( GPA, Österreich)- Vizepräsidentin Roland ISSEN( DAG, BR Deutschland) Margret MÖNIG- RAANE( HBV, BR Deutschland) Egon SCHÄFER( DGB, BR Deutschland) Joachim TÖPPEL( DGB, BR Deutschland) Franziska WIETHOLD( HBV, BR Deutschland) Gebiet IV: Belgien, Frankreich, Luxemburg, Monaco und die Niederlande Pierre GENDRE( FEC- FO, Frankreich) Carlos POLENUS( SETCa, Belgien) Pierre PRAVATA( CNE, Belgien) Kitty ROOZEMOND( FNV Dienstenbond, Niederlande) Lucien STRAGIER( LBC, Belgien) Gebiet V: Griechenland, Italien, Malta, Portugal, Spanien, Türkei und Zypern Eligio BONI( FIBA, Italien) Gianni BARATTA( FISASCAT, Italien) Jorge DIEZ GOMEZ( FES- UGT, Spanien) Dimitris TSOUKALAS( OTOE, Griechenland) Gebiet VI: Mittel- und Osteuropa Roma DOVYDENIENE( LTUTCCW, Litauen) Frantisek HINZ( OSPPP, Tschechische Republik) József SALING( KASZ, Ungarn) Gebiet VII: Israel und der Libanon Moshe BEIT DAGAN( UCAPSE, Israel) Regionalsekretär Philip J. Jennings 74 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 H Im Mittelpunkt der Tagung des EURO- FIET- Vorstandes im Mai 1992 in Kopenhagen stand das Maastrichter Vertragswerk und im besonderen das Kapitel über die Wirtschafts- und Währungsunion sowie das dem Vertrag beigefügte Protokoll über die Sozialpolitik. Der Vorstand beanstandete das mangelnde Gleichgewicht zwischen der wirtschaftlichen und monetären Dimension einerseits und der sozialen und politischen Dimension andererseits. FIET- Symposium unter dem Thema ,, EURO- FIET, sozialer Fortschritt und europäische Integration" durchzuführen, und bei diesem Anlass sollen alle diese Fragen vertieft werden. Er verabschiedete ferner eine Erklärung zu der Europäischen Union. Prag, 30./31. März 1993 Der Vorstand verabschiedete drei Erklärungen über Rassismus und Fremdenhaẞ; Mittel- und Osteuropa; Gegenseitige Bereitstellung von GewerkschaftsInformationsdiensten. Es wurde auch eine Solidaritätsbotschaft für die MSF angenommen, die sich in einem Konflikt mit der Zürich Versicherungsgesellschaft im Vereinigten Königreich befand, sowie eine für die HF, die schwedische Handelsangestelltengewerkschaft, bestimmte Erklärung, die eine Streikaktion einzuleiten beabsichtigte. Es fanden längere Diskussionen über die von der EURO- FIET im Zusammenhang mit dem sozialen Dialog und mit multinationalen Gesellschaften unternommenen Anstrengungen statt. Der Vorstand verabschiedete zwei Erklärungen über multinationale Unternehmen und den sozialen Dialog. Der Vorstand vereinbarte Daten, Tagungsort, Themen sowie verschiedene Vorkehrungen für die 7. EURO- FIET- Regionalkonferenz und kam auch hinsichtlich der Nominierungen für die Wahlen an der Konferenz überein. Zur Vorbereitung der Konferenzdebatte über die Arbeitslosigkeit hat der Vorstand eine EURO- FIETTask Force für die Beschäftigung gebildet. Der Vorstand bestätigte ferner einen Antrag, der der Konferenz in Hinsicht auf eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge für die EURO- FIET von SFr. 0,10 auf SFr. 0,12 mit Wirkung vom 1. Januar 1995 unterbreitet werden soll. Der Vorstand stimmte schließlich einer Mission in der Türkei zu, die von Leif Mills, Vorsitzender der EURO- FIET- Fachgruppe Banken, angeführt werden soll und zum Ziel hat, die Entwicklungen der Gewerkschaftsrechte und die gewerkschaftliche Organisierung im Banksektor dieses Landes zu prüfen. FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 75 Amsterdam, 12. März 1994 Der Vorstand traf letzte Vorbereitungen für die 7. EURO- FIET- Konferenz, einschliesslich der Ernennungen für den Mandatsprüfungs- Ausschuss und den Entschliessungsausschuss. Er gab Empfehlungen zu Beitrittsgesuchen ab, die dem Weltvorstand unterbreitet wurden. Ferner stimmte er dem EUROFIET- Finanzbericht für die Zeit von Januar bis Oktober 1993 und dem EURO- FIET- Budget für 1994 zu. Der Vorstand genehmigte auch den Bericht ,, FIET 2000", der dem FIET- Weltvorstand unterbreitet wurde. Abschliessend befasste sich der Vorstand mit dem Vorschlag für eine Richtlinie über die Information und Konsultation von Beschäftigten in gemeinschaftsweit tätigen Unternehmen. Amsterdam, 15. März 1995 Der neu gewählte Vorstand trat nach Abschluss der 7. EURO- FIET- Konferenz zu einer kurzen Sitzung zusammen. Genf, 24. November 1994 Auf dieser Sitzung wurden zwei Hauptthemen erörtert: Folgetätigkeiten zu den Entschliessungen der 7. EURO- FIET- Konferenz und der soziale Dialog in einem sozialen Europa. In bezug auf die Durchführung der Beschlüsse wurde betont, dass die Anwendung der Richtlinie über Europäische Betriebsräte, die Entwicklung des sozialen Dialogs, die Reform des Vertrags von Maastricht und der Aufbau von Gewerkschaften in Mittel- und Osteuropa in der kommenden Vierjahresperiode zu den vorrangigen Anliegen der EURO- FIET gehören werden. Die beiden wichtigsten von der Regionalkonferenz verabschiedeten Entschliessungen betrafen Europa angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen und ein soziales Europa. Die Gespräche des Die EURO- FIET führt einen sozialen Dialog in fünf Wirtschaftszweigen. Dieser Dialog wird durch die Abteilung für den sektoralen Dialog der GD V der Europäischen Kommission gefördert. Im September 1993 traf eine EURO- FIETDelegation, die Vertreter der IBOA, Irland, umfasste, mit Kommissar Padraig Flynn, zusammen, um ihn mit den sid Tätigkeiten der EURO- FIET und im besonderen ihren Anstrengungen zur Förderung des sozialen Dialogs und der Arbeit für EUROCADRES vertraut zu machen. Ein weiteres Gesprächsthema war das Grünbuch über die europäische Sozialpolitik. Von links nach rechts: Padraig Flynn, Philip J. Jennings und IBOA- Generalsekretär Ciaran Ryan. eihe Ka und 76 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Das EURO- FIET- Symposium zum Thema:" Sozialer Fortschritt und Europäische Integration", das im November 1992 in London veranstaltete wurde, verlangte europäische Wiederbelebungs- und BeschäftigungsförderungsProgramme. Von links nach rechts: EURO- FIET- Präsident Karel Boeykens, Generalsekretär Philip J. Jennings, Chef der Labour Partei John Smith, Vorsitzender der Fachgruppe Banken, Leif Mills sowie EURO- FIET- Vizepräsident und Vorsitzender der Fachgruppe Handel, Garfield Davies. Vorstands waren hauptsächlich diesen beiden Themen gewidmet. Im Zusammenhang mit der ersten Frage wird das Sekretariat eine umfassende Untersuchung über die im Wandel befindlichen Beschäftigungsstrukturen und Arbeitsbedingungen einleiten. Ferner soll auch ein Strategiepapier erarbeitet werden, das Gewerkschaftsalternativen zu dem sich in der Welt der Arbeit vollziehenden Wandel aufzeigt. Betreffend die zweite Entschliessung wird die Tätigkeit des Sekretariates im besonderen auf die für 1996 anberaumte Regierungskonferenz über die Verträge von Maastricht ausgerichtet sein. Ferner wurden auch Leitlinien hinsichtlich der Lenkungsausschüsse der Fachgruppen verabschiedet. Der Vorstand hat einer Reihe von Verhandlungsgrundsätzen zugestimmt, die im Umgang mit multinationalen Unternehmen eingehalten werden müssen. EURO- FIET- Symposium über den Sozialen Fortschritt und die Europäische Integration Ein europäisches Programm für wirtschaftliche Wiederbelebung und Arbeitsplatzschaffung lautete die wichtigste Forderung am EURO- FIET- Symposium, das nach Maastricht zum Thema' Sozialer Fortschritt und Europäische Integration' am 10. und 11. November 1992 in London veranstaltet wurde. An diesem Symposium nahmen 165 Vertreter von 55 Gewerkschaften in 17 europäischen Ländern teil; das Grundsatzreferat wurde vom Leader der Labour Partei, John Smith, gehalten. Die Tatsache, dass die Arbeitslosigkeit ein vorrangiges Anliegen für die arbeitende Bevölkerung in Europa darstellt, kam in den Beratungen klar zum Ausdruck, wobei in zahlreichen Wortmeldungen auf dringliche konkrete Massnahmen der Gewerkschaften hingewiesen wurde. Die britischen Gewerkschaftsführer betrachteten die anti- soziale Politik der konservativen britischen Regierung als zutiefst bedauerlich, weil sie den sozialen Fortschritt in ganz Europa zum Stillstand gebracht hat und auch die Ratifizierung der Verträge FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 77 von Maastricht verzögert. Sie erklärten, dass sie auch in Zukunft zum Herzstück Europas gehören wollen und alle Anstrengungen zur Gewährleistung einer sozialen Dimension der europäischen Integration vorbehaltlos unterstützen werden. Die Teilnehmer am Symposium kritisierten das offenkundige Demokratiedefizit in der Gemeinschaft. Die Befugnisse des Europäischen Parlaments reichten nicht aus, um den Meinungen der Bevölkerung im europäischen Entscheidungsprozess Geltung zu verschaffen und der Ministerrat träfe Entscheidungen hinter verschlossenen Türen, ausserhalb des öffentlichen Kontrollbereichs. In den Diskussionen wurde auf die Bedeutung der Einführung Europäischer Betriebsräte hingewiesen, und zahlreiche Teilnehmer verlangten rechtsverbindliche Vorschriften, mit denen die Gesellschaften zu der Einrichtung solcher Strukturen verpflichtet werden. Zahlreiche Anwesende begrüssten die Fortschritte, die in der EURO- FIET bei der Schaffung freiwilliger Strukturen für Informations- und Konsultationsrechte in europäischen Unternehmen erzielt wurden. Die Delegierten stellten mit grosser Besorgnis fest, dass die in den Verträgen von Maastricht im Hinblick auf die Einführung einer einheitlichen Währung festgelegten Konvergenzkriterien sehr stark deflationär ausgerichtet sind. Sie machten geltend, dass diese Konvergenzkriterien nicht rein technisch aufgefasst werden sollten, sondern dass die EWU durch ausgewogene, ständige Fortschritte im wirtschaftlichen und im sozialen Bereich erreicht werden müsse. Die durch die Rezession bedingten massiven Einschränkungen der öffentlichen Ausgaben haben die Wiederbelebungsaussichten getrübt und werden die Zahl der Arbeitslosen weiter in die Höhe treiben und zu noch grösserer Armut führen. Die Schaffung einer Europäischen Zentralbank werde sich nachhaltig auf die Beschäftigungsaussichten und Am 2. April 1993 nahmen EURO- FIET- Mitgliedsorganisationen an einem vom EGB veranstalteten Europäischen Aktionstag teil. Tausende von Arbeitnehmern gingen an diesem Tag in Brüssel, Maastricht und den meisten anderen europäischen Städten auf die Strasse. Der Aktionstag zeigte den politischen Entscheidungsträgern mit aller Deutlichkeit, dass die europäischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und ihre Gewerkschaften der sich verschärfenden Beschäftigungskrise nicht tatenlos zusehen werden. Ihre Botschaft war unmissverständlich: ohne wirksame beschäftigungsfördernde Massnahmen der Gemeinschaft und ohne soziale Gerechtigkeit kann es kein stabiles und erfolgreiches Europa geben. 78 SOCIAL HOOVER FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 die Arbeitsbedingungen der Zentralbankangestellten auswirken. Die Teilnehmer betonten, dass die Einrichtung einer Europäischen Zentralbank zum Gegenstand von Verhandlungen mit den Gewerkschaften gemacht werden müsse, so wie dies in der EURO- FIET- Sozialcharta für Europäische Zentralbankangestellte gefordert wird. Die Einführung der EWU hätte zudem zur Folge, dass die Tarifverhandlungsstrategien in allen Teilen Europas stärker aufeinander abgestimmt werden müssten, wobei den Strukturen der EURO- FIET eine wichtige Rolle zukommt. Bei den Diskussionen über den sozialen Dialog und Rahmenvereinbarungen wurde betont, dass es notwendig sei, den mit den Europäischen Arbeitgeber- Organisationen geschaffenen Dialog als Ausgangsbasis für künftige Rahmenverträge zu benützen, deren Geltungsbereich mit der Annahme des Maastrichter Sozialprotokolls erheblich erweitert würde. Die EURO- FIET habe unter Beweis gestellt, dass sie in der Lage sei, einen echten sozialen Dialog mit den Arbeitgebern in Fragen wie berufliche Ausbildung, Arbeitszeit, neue Technologien und Chancengleichheit zu entwickeln. Die künftige Aufgabe sei nun die Vertiefung dieser Diskussionen, damit weitere, für die arbeitende Bevölkerung in Europa wichtige Anliegen einbezogen werden können. EURO- FIET- Büro in Brüssel Das EURO- FIET- Büro in Brüssel ist unter der Leitung seines Direktors Bernadette Tesch- Ségol für EURO- FIET- Aktivitäten und Beziehungen zu den Einrichtungen der Europäischen Gemeinschaft, das heisst zu der Europäischen Kommission, dem Europäischen Parlament und dem Wirtschafts- und Sozialausschuss zuständig. Diese Tätigkeiten wurden in den letzten Jahren stark ausgebaut, ganz besonders seitdem die EURO- FIET einen sozialen Dialog mit Arbeitgebern in den Sektoren Banken, Versicherungen, Einzelhandel, Grosshandel und Wartungsund Sicherheitsdienste entwickelt hat. Das Büro verfolgt mit grösster Aufmerksamkeit die in der Gemeinschaft getroffenen Entscheidungen und unterhält regelmässige Kontakte mit den Abteilungen der Europäischen Kommission, die sich mit Fragen befassen, die für die EURO- FIET von unmittelbarer Bedeutung sind. Das EURO- FIET- Büro steht auch in Verbindung mit dem EGB. Fachgruppen und zwischenberufliche Gruppen Die Tätigkeiten der EURO- FIET- Fachgruppen und zwischenberuflichen Gruppen werden in den jeweiligen Kapiteln des Berichts erwähnt. 0 Europäischer Gewerkschaftsbund Die EURO- FIET ist ein anerkannter Gewerkschaftsausschuss des EGB. Sie ist im EGB- Exekutivausschuss und in verschiedenen Ausschüssen des EGB vertreten. FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 79 FIET- Tätigkeiten in Mittel- und Osteuropa Beitritte Die ersten Mitgliedsorganisationen der FIET aus Mittel- und Osteuropa stammten aus den Reihen der neugebildeten unabhängigen Gewerkschaften. Die allererste Organisation, die in die FIET aufgenommen wurde, war die Demokratische Gewerkschaft des wissenschaftlichen Personals Ungarns, TDDSZ, im Februar 1990, gefolgt von Branchengewerkschaften der Solidarnosc in Polen, Fratia in Rumänien und Podkrepa in Bulgarien. In der damaligen Tschechoslowakei verlief die Entwicklung anders; dort erfolgte die Gewerkschaftsreform von innen, und verschiedene CS- KOKGewerkschaften traten der FIET im August 1991 bei. Nach der Trennung der beiden Länder gehören die Gewerkschaften der Tschechischen Republik und der Slowakischen Republik weiterhin der FIET an. Auch in Ungarn durchliefen die Gewerkschaften in den FIET- Sektoren einen raschen Wandlungsprozess, und die neuen Führungsgremien beantragten schon nach kurzer Zeit einen Beitritt zur FIET. In Deutschland haben die in der BRD bestehenden FIET- Mitgliedsorganisationen DGB, HBV und DAG ihre Mitbürger aus den neuen Bundesländern in die bereits vorhandenen Strukturen eingebunden. Ein weiteres wichtiges Ereignis in den Tätigkeiten der FIET in Mittel- und Osteuropa war die Aufnahme der ersten Gewerkschaften aus der früheren UdSSR in die FIET im Jahre 1992. Es waren dies OrganiVom 23.- 26. Januar 1992 führte die FIET in Tallinn, Estland, eine Erkundungsmission durch, wo sie mit Gewerk- m schaftsvertretern aller drei baltischen Staaten zusammentraf. Die FIET war durch ihren Präsidenten, Jochen Richert, die 2. Vizepräsidentin, Maj- Len Remahl, und den Generalsekretär, Philip J. Jennings, vertreten. Aus den im Verlauf der Mission geführten Gesprächen ging klar hervor, dass die Gewerkschaften dringend technische Hilfe und Unterstützung im Bereich der Ausbildung benötigen. Sie alle stehen rückläufigen Mitgliederzahlen und Umstruktierungen in ihren Sektoren gegenüber sowie neuen, gewerkschaftsfeindlichen Arbeitgebern. Erschwerend kommt noch ein Klima der Unsicherheit in bezug auf die Unabhängigkeit dieser Länder vor dem Hintergrund einer katastrophalen Wirtschaftslage hinzu. arbequ 80 D FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Teilnehmer am ersten regionalen FIET- Seminar für Bankangestellte in Mittel- und Osteuropa, das vom 10. bis 12. Juni 1992 in Ungarn stattfand. Dieses Seminar, das von den nordischen Bankangestellten- Gewerkschaften, NBU, b mitfinanziert wurde, gestattete den Teilnehmern, bilaterale Kontakte zu vertiefen und angesichts der Folgen der Austeritätspolitik, die den Übergang zur Marktwirtschaft begleitet, Anliegen der Bankangestellten- Gewerkschaften in der Region zu erörtern. Zu den weiteren Gesprächsthemen gehörten Tarifverhandlungs- Techniken, Geltungsbereich und Inhalt von Tarifverträgen, die Beilegung von Streitfällen und interne Gewerkschaftsstrukturen und Demokratie. 6 sationen aus den baltischen Ländern, Estland, Lettland und Litauen, die nach 50 Jahren sowjetischer Besetzung 1991 ihre Freiheit wiedererlangt haben. Im Jahre 1994 wurden Handels- und Bankangestellten- Gewerkschaften aus Kroatien und Slowenien in die FIET aufgenommen. Mitwirkung an FIET- Tätigkeiten Die FIET hat es sich grundsätzlich zur Aufgabe gemacht, Beziehungen zu den Gewerkschaften in dieser Region aufzubauen, wobei sie es den jeweiligen Gewerkschaften überliess, die Form dieser Beziehungen zu bestimmen, indem sie ihnen die Möglichkeit einräumte, an FIET- Aktivitäten teilzunehmen und selbst zu entscheiden, ob sie einen Beitritt als vorteilhaft erachten. Dieses Vorgehen erwies sich als erfolgreich und hat der FIET erlaubt, zahlreiche aktive Mitgliedsorganisationen aus diesen jungen Marktwirtschaften zu gewinnen. Heute ist die Region auf allen Ebenen der Internationale, einschliesslich im FIET- Weltvorstand und im EUROFIET- Vorstand, gut vertreten. Durch ihre Mitwirkung an der Fachgruppenarbeit und anderen Tätigkeiten waren diese Gewerkschaften aus Mittel- und Osteuropa besser in der Lage, sich den neuen Herausforderungen, wie zum Beispiel der Privatisierung und dem Eindringen multinationaler Gesellschaften in ihre Arbeitsmärkte zu stellen. Ferner hat die FIET in der Region spezifische Seminare und Konferenzen über zahlreiche, für die Arbeitnehmer und ihre Gewerkschaften wichtige Themen organisiert. In vielen Fällen, in denen die Gewerkschaften Beratungsbeistand aus dem Ausland wünschten, hat die FIET bilaterale Bildungs- und Entwicklungsprojekte eingeleitet. Die Mitgliedsorganisationen im westlichen Europa und anderen Ländern mit Marktwirtschaft haben diese Anstrengungen massgeblich unterstützt. FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 81 81 Zusammenarbeit und Aktivitäten in der Region Für die nationalen Gewerkschaften im Dienstleistungssektor war der Reformprozess mit grossen Herausforderungen verbunden. Sie mussten sehr hart kämpfen, um die Arbeitsplätze ihrer Mitglieder zu erhalten und sich gleichzeitig den unvermeidlichen strukturellen Veränderungen anzupassen, die mit der Zeit einen produktiveren Dienstleistungssektor schaffen werden. In vielen Ländern der Region Mittel- und Osteuropa brauchen die Gewerkschaften Unterstützung für die Entwicklung ihrer Strukturen und Aktivitäten. Sie sind auf die über Jahrzehnte hin gewonnenen Erfahrungen und das Know- how der Gewerkschaften in Marktwirtschaftsländern angewiesen und möchten daraus Nutzen ziehen. Ferner brauchen sie Beratungsdienste und Unterstützung bei der Ausarbeitung ihrer eigenen, für die Mitglieder bestimmten Bildungsprogramme. In den ärmeren Ländern der Region wird auch materielle Hilfe benötigt, um eine lebensfähige Gewerkschaftsbewegung aufzubauen. Um diesen Bedürfnissen zu entsprechen hat die FIET zahlreiche internationale Tagungen, Seminare und Konferenzen veranstaltet, im Bestreben, die Integration der Gewerkschaften in Mittel- und Osteuropa voranzutreiben und die Mitgliedsorganisationen mit ihren neuen Aufgaben vertraut zu machen. Das FIETSekretariat hat mehrere Missionen in der Region durchgeführt, mit dem Ziel, im Gespräch mit den Gewerkschaften vor Ort Projekte und Aktivitäten vorzubereiten. Die Gewerkschaften dieser Region treten jährlich zu Beratungen zusammen, und es werden regelmässig regionale Seminare zu besonders aktuellen Fragen durchgeführt. Folgende regionale Tagungen haben stattgefunden: im Januar 1992 in Bratislava, shen Die FIET gehörte einer IBFG- Delegation an, die im Oktober 1993 in Ungarn Gespräche mit Gewerkschaftsvertretern durchführte. Im Verlauf ihrer Mission wurde die Delegation vom Präsidenten Ungarns, Dr. Arpad Göncz, empfangen. Dr. Göncz ist einer der führenden Staatsmänner im heutigen Mittel- und Osteuropa, ein Schriftsteller, der unter der kommunistischen Unterdrückung litt und nach dem Aufstand im Jahre 1956 lange Zeit in Gefängnishaft war." Wenn es eine Gewerkschaft für Präsidenten gäbe, würde ich ihr sofort beitreten", erklärte er der Delegation, womit er seine vorbehaltlose Unterstützung der freien und demokratischen Gewerkschaftsbewegung zum Ausdruck brachte. کہ 82 82 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 RUSSIA Ohne wissenschaftliche Forschung kann sich in Mittel- und Osteuropa keine wettbewerbsfähige Industrie entwickeln. Zu diesem Schluss gelangten ostmitteleuropäische Gewerkschaften im wissenschaftlichen Bereich, die am 3. November 1993 in Genf zusammengetreten waren, um die Lage ihrer Mitglieder zu prüfen und gemeinsame Aktionen zur Verteidigung der Interessen von Wissenschaftlern und Forschern in den einzelnen Ländern zu erörtern. Sie verabschiedeten eine Erklärung, die später vom FIET- Ausschuss für Angestellte in Leitungsfunktionen bestätigt wurde. Die Region war durch die nachfolgend aufgeführten Gewerkschafter vertreten( von links nach rechts): Antonin Kneifl, Tschechische Republik; Mihail Szalai, Ungarn; Jerzy Rachwalski, Polen; Gheorghe Constantin, Rumänien; Alexander Denisow, IBFG- Büro, Moskau, Russland, und Vladimir Khlebodarow, Russland. sib bau neloThisted ob tim plaje H Slowakei, im April 1993 in Prag, Tschechische Republik, und im Dezember 1994 erneut in Bratislava. Ausserdem wurden auch verschiedene EURO- FIETund FIET- Tagungen in Mittel- und Osteuropa veranstaltet. Der EURO- FIET- Vorstand tagte im April 1993 in Prag. Dies war die erste Zusammenkunft eines leitenden Organs der Internationale in der nachkommunistischen ostmitteleuropäischen Region. Im Mai 1994 wurde die Konferenz der Fachgruppe Industrie in Budapest, Ungarn durchgeführt. Die Fachgruppe Versicherungen organisierte ihre Jahrestagung 1992 in Prag. Die Fachgruppe Handel trat im September 1993 in Bratislava zusammen. Die FIET- Arbeitsgruppe für berufstätige Frauen tagte im April 1993 in Prag, und im August 1994 wurde eine FIET- Jugendkonferenz in Bratislava veranstaltet. Abgesehen davon fanden separate Tagungen und Seminare für die Gewerkschaften der Region statt. Im Juni 1992 wurden zwei Konferenzen in Budapest organisiert, eine für Bank- und Versicherungsangestellte und eine für Angestellte in Leitungsfunktionen, mit dem Ziel, die Voraussetzungen für eine dauernde Zusammenarbeit der FIET mit den Gewerkschaften in diesen Sektoren zu schaffen. Die Zusammenarbeit zwischen Gewerkschaften, die Fach- und Führungskräfte vertreten, wurde mit einer Tagung in Genf im November 1993 gefestigt, in deren Mittelpunkt die schwierige Situation des wissenschaftlichen Personals in den im Umbruch befindlichen Ländern stand, das unter drastischen Haushaltskürzungen zu leiden hat. Im Dezember 1994 fand eine weitere Tagung in Moskau statt. Im Dezember 1994 wurde in Bratislava eine Konferenz für Handelsangestellten- Gewerkschaften FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 83 organisiert. Im Mittelpunkt der Beratungen standen die Auswirkungen des Reformprozesses auf die wirtschaftliche und soziale Lage der Handelsangestellten der Region sowie die Folgen der EURichtlinie über Europäische Betriebsräte, wobei betont wurde, dass Vertreter aus Nicht- EU- Ländern als vollberechtigte Partner an den Tätigkeiten dieser Betriebsräte mitwirken müssen. Die Gewerkschaften der Region zeigten ferner grosses Interesse an dem europäischen sozialen Dialog zwischen der EUROFIET und EuroCommerce. Auf dieser Konferenz wurde beschlossen, ein Forschungsprojekt über den stets an Bedeutung gewinnenden grauen Sektor im Handel in den ostmitteleuropäischen Ländern einzuleiten, und Anfang 1995 wurden in Zusammenarbeit mit dem IAO- Forschungsteam für Mittel- und Osteuropa in Budapest und der ungarischen Handels1994 veröffentlichte die FIET die Untersuchung: " Gemeinsam in Europa: ein FIET- Bericht über Gewerkschaften in den neuen Demokratien Europas". Der Bericht prüft die seit 1989 eingetretenen Veränderungen. Er stellt die gewaltigen Anstrengungen heraus, die die Gewerkschaften zur Reform und zum Wiederaufbau ihrer Strukturen und der Entwicklung von Dienstleistungen für ihre Mitglieder unternommen haben. Dieser Bericht, der auch die von der FIET in der Region durchgeführten de Tätigkeiten beleuchtet, war Gegenstand von Diskussionen auf der 7. EURO- FIET- Regionalkonferenz. FIET A FIET Report on Trade Unions in Europe's New Democracies angestellten- Gewerkschaft( KASZ) diesbezügliche Ermittlungstätigkeiten aufgenommen. Im März 1994 wurde in Tallinn, Estland, in Zusammenarbeit mit der FIET, der nordischen Föderation der Bankangestellten, NBU, und den FIET- Mitgliedsorganisationen in Estland, Lettland und Litauen eine Konferenz für baltische Bankangestellte veranstaltet. Im September 1994 gelangte in Riga, Lettland, eine FIET- Konferenz für Handelsangestellten- Gewerkschaften zur Durchführung, an der sich die dänische FIET- Mitgliedsorganisation HK beteiligte. Ein wichtiger Teil der Arbeit der FIET in der Region ist die Unterstützung, die den Mitgliedsorganisationen und anderen Gewerkschaften bei ihren Anstrengungen zur Organisierung von Angestellten in ihren Sektoren und zur Entwicklung ihrer eigenen Strukturen und Tätigkeiten gewährt wird. Die meisten Projekte betreffen Bildungstätigkeiten, doch wird in bestimmten Fällen auch Unterstützung in anderer Form gewährt. Die Mitgliedsorganisationen spielen eine entscheidende Rolle bei den FIET- Projekten. Nach der Einleitung eines Projekts durch die FIET übernimmt die betreffende Mitgliedsorganisation in der Regel die Verantwortung für die Durchführung der Tätigkeiten. So beteiligen sich zum Beispiel die schwedischen Organisationen Handels und HTF an einem Bildungsprojekt mit der SolidarnoscHandelsangestellten- Gewerkschaft in Polen und die dänische Organisation HK an einem Projekt mit der rumänischen Gewerkschaft des wissenschaftlichen Personals und mit den drei baltischen Handelsangestellten- Gewerkschaften, wo Anfang 1995 ein von der EU unterstütztes PHARE- Demokratieprojekt eingeleitet wurde, an dem auch andere nordische Handelsangestelltengewerkschaften mitwirken. Die FIET unterstützt zudem Bildungstätigkeiten ihrer Mitgliedsorganisationen im Handel in der Tschechischen und in der Slowakischen Republik. 84 = 4 OF THE PET Russland und die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten( GUS) Die ersten offiziellen Kontakte der FIET mit der Russischen Föderation gehen auf Oktober 1992 zurück, als eine von EURO- FIET- Präsident Karel Boeykens geleitete Delegation Gespräche mit Gewerkschaften, die Arbeitnehmer in FIET- Sektoren FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 mis misdobulbiz al Anb sidor sbord snag is noigs 1325ih si ills labas mi" sobis? Drei Gewerkschaftspräsidenten auf der ersten FIET- Konferenz in Russland( Moskau, 25.-26. August 1993): Sergei Khramow von Sotsprof; Juri Kosarew von der Gewerkschaft für Personal in Klein- und Mittelbetrieben, und Juri Bobkow von der Handelsangestellten- Gewerkschaft" Einheit". An der Konferenz nahmen 90 russische Gewerkschaftsführer teil, um wirtschaftliche und soziale Fragen, gewerkschaftliche Entwicklungen und die künftige inter-. nationale Zusammenarbeit zu erörtern. Die FIET- Delegation setzte sich wie folgt zusammen: Karel Boeykens, EUROFIET- Präsident; Garfield Davies, EURO- FIET- Vizepräsident und Mitglied des FIET- Weltvorstandes, Lore Hostasch, Mitglied des EURO- FIET- und des FIET- Vorstandes, Philip J. Jennings, FIET- Generalsekretär, und Jan Furstenborg, Sekretär für Mittel- und Osteuropa. vertreten, führte. Auf diese Initiative folgte im August 1993 eine hochrangige FIET- Konferenz in Moskau, in deren Verlauf eine FIET- Delegation, bestehend aus Garfield Davies, EURO- FIETVizepräsident, Lore Hostasch, Vorsitzende der Österreichischen Mitgliedsorganisation GPA und Mitglied des Weltvorstandes, Philip J. Jennings, FIET- Generalsekretär, und Jan Furstenborg, verantwortlich für die Tätigkeiten der FIET in Mittelund Osteuropa und Sekretär der Fachgruppe Handel, mit russischen Gewerkschaften zusammentraf. Diese Gespräche zeigten, dass eine ständige Präsenz in Russland und in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten äusserst wertvoll sein könnte, und daher wurde im Januar 1994 ein Vertreter in Moskau eingesetzt. Diese Aufgabe hat Alexander( Sascha) Denisow übernommen, der weiterhin auf Teilzeitbasis auch als stellvertretender Leiter des IBFG- Büros in Moskau fungiert. Er ist ausserdem für die Kontakte mit Gewerkschaften in anderen Ländern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten zuständig. Im November 1994 hat die FIET zusammen mit der Gewerkschaft des Personals der Russischen Akademie der Wissenschaften in Moskau eine grössere Konferenz organisiert, an der zum ersten Mal nach den Veränderungen in der ehemaligen Sowjetunion Wissenschaftler und ihre Gewerkschaften aus verschiedenen Ländern der GUS teilnahmen. Gewerkschaften aus Weissrussland, der Ukraine und Kasachstan sowie aus zahlreichen Regionen Russlands waren auf der Konferenz vertreten, auf der eine strukturierte Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Organisationen, die vornehmlich Fach- und Führungskräfte vertreten, eingeleitet wurde. Die FIET war auf dieser Veranstaltung durch Garfield Davies, EURO- FIET- Präsident, Philip J. Jennings, FIETGeneralsekretär, Michel Rousselot, Vorsitzender von EUROCADRES und des FIET- Ausschusses für Angestellte in Leitungsfunktionen, und Jan FurstenFIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 85 borg, FIET- Sekretär für Mittel- und Osteuropa, vertreten. Im Februar 1995 nahm die FIET als eines der drei Internationalen Berufssekretariate in Moskau an einer grossen IAO- Konferenz über Privatisierung und Gewerkschaften teil. Die FIET- Delegation, die die Teilnehmer über die Gewerkschaftsarbeit im privaten Dienstleistungsbereich informierte, bestand aus Alexander Leiner, Vorsitzender der tschechischen Handelsangestelltengewerkschaft, György Takacs, amtierender Vizepräsident der ungarischen Gewerkschaft im Finanzsektor, Joszef Sáling, Präsident der ungarischen Handelsangestelltengewerkschaft und Mitglied des EURO- FIET- Vorstandes, und Jan Furstenborg vom FIET- Sekretariat. Veröffentlichungen Über die Tätigkeiten der FIET in Mittel- und Osteuropa wurden drei umfassende Berichte veröffentlicht. 1990 erschien der erste Bericht mit dem Titel: " Mittel- und Osteuropa; die revolutionären Entwicklungen von 1989 und die Gewerkschaftsbewegung". 1992 gab die FIET die Broschüre" Russland- Bericht einer FIET- Erkundungsmission in Moskau im Oktober 1992" heraus und im Dezember veröffentlichte sie erneut eine Studie über Mittel- und Osteuropa zum Thema:" Gemeinsam in Europa: ein Bericht über Gewerkschaften in den neuen Demokratien Europas". Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Arbeitnehmer in Mittel- und Osteuropa als vollberechtigte Partner in den künftigen Europäischen Betriebsräten mitwirken können. Auf einer Tagung vom 29. November bis 2. Dezember 1994 in Bratislava wiesen die FIET- Gewerkschaften in der Region nachdrücklich darauf hin, dass die Tätigkeiten im Zusammenhang mit multinationalen Unternehmen und die Mitwirkung am sozialen Dialog mit europäischen Arbeitgebern für ihre Mitglieder mindestens ebenso wichtig sind wie für die Arbeitnehmer in Westeuropa. Der" graue Sektor" im Handel stellt in dieser Region ein ganz besonderes Problem dar. Es handelt sich dabei um Unternehmen, die am Rande der formellen Wirtschaft tätig sind. Es ist sehr schwierig, an sie heranzutreten; sie verkörpern eine Form des sozialen Dumpings im Inland und gestehen den Beschäftigten nicht die geringsten sozialen Leistungen zu. Die FIET wird nun in Zusammenarbeit mit der ungarischen Handelsangestellten- Gewerkschaft( KASZ) und dem IAOBüro in Budapest ein Forschungsprojekt zur Beleuchtung dieses grauen Sektors der Wirtschaft in Mittel- und Osteuropa einleiten. Gewerkschaftsvertreter aus neun ostmitteleuropäischen Ländern nahmen an dieser Veranstaltung in Bratislava teil, die ein zweitägiges Seminar für Handelsangestellten- Gewerkschaften sowie die darauffolgende Jahrestagung der Mitgliedsorganisationen der Region umfasste. screa FIET 86 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 IRO- FIET Der lateinamerikanische Kontinent, der in den zwei vergangenen Jahrzehnten von sehr unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklungen und von einem radikalen Umbruch in Richtung auf die Demokratie geprägt war, konnte vor allem in politischer Hinsicht massgebliche Fortschritte erzielen. Ende der 80er Jahre hat sich für mehrere der damals von Militärdiktaturen regierten Länder das Tor zur Demokratie geöffnet. Das sogenannte" verlorene Jahrzehnt", das aufgrund der negativen wirtschaftlichen Entwicklungen so bezeichnet wurde, hatte auch seine positiven Aspekte in der politischen Arena, wo sich demokratische Regierungen bildeten, die einen umfassenderen sozialen Dialog ermöglichten, der bis heute aber noch nicht die erwarteten Ergebnisse gezeitigt hat. Die Stabilisierung der Demokratie erweist sich als ein langsamer und schwieriger Prozess. Verschiedene Länder weisen heute zwar eine recht erfreuliche wirtschaftliche Leistung aus, doch ist das grosse Problem nach wie vor die Verteilung des Gewinns, der aus dem erhöhten Wachstum entstanden ist. Die Forderung nach einer gerechten Verteilung hat in Ländern wie Argentinien, Bolivien, Chile, Kolumbien und Peru zu anhaltenden sozialen Spannungen geführt, die die Gewerkschaftsbewegung vermehrt zum aktiveren Handeln veranlasste. Die in mehreren Ländern beobachteten makroökonomischen Verbesserungen und der Plan, eine Freihandelszone zu bilden, haben eine Debatte über den Integrationsprozess und seine sozialen und wirtschaftlichen Folgen ausgelöst. Die IRO- FIET hat diese Debatte mit grösster Aufmerksamkeit verfolgt Annis& Auf ihrer Tagung im April 1994 in Chile ehrten die Mitglieder des IRO- FIET- Vorstandes die Menschen, die im Kampf für Demokratie, Freiheit und Menschenrechte unter der Diktatur von Pinochet zu Märtyrern wurden. Dieses Denkmal trägt die Inschrift:" Meine ganze Liebe ruht für alle Zeiten hier in den Felsen, dem Meer und den Bergen"; es erinnert an die düsteren Tage des Terrorregimes Pinochets und mahnt die heutige Generation: Nie wieder! IRO- FIET ESTAMOS PRESENTE SES SPLOS LUCH FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 88 87 Beinahe die Hälfte der Bevölkerung Lateinamerikas lebt unterhalb der Armutsgrenze, und die Armen werden stets ärmer. Dieses Elendsviertel in der Mitte der Hauptstadt Paraguays, Asunción, stellt keine Ausnahme in den Großstädten dieses Kontinents dar. Die Zeiten sind hart, und grössere Konflikte sind unvermeidbar, wenn es der Regierung nicht gelingt, den Dialog aufzunehmen und Partizipations- Alternativen zu bieten. Durch ihren Kampf für eine wirtschaftliche Entwicklung mit einer sozialen Dimension sind die Gewerkschaften Hoffnungsträger für die Ärmsten unter den Armen. Die IRO- FIET hat in ihrer Arbeit immer wieder auf die notwendige Aufnahme einer 29 Sozialklausel in die Handelsverträge hingewiesen, und sie ist bemüht, die Gewerkschaften auf das neue Zeitalter vorzubereiten, indem sie die Bildungstätigkeiten zu einem vorrangigen Anliegen macht. und auf verschiedenen Foren eine echte Mitwirkung der Gewerkschaften gefordert, da die Integrationsbemühungen bisher nur wirtschaftliche Aspekte berücksichtigen und den Dialog über soziale Fragen und Arbeitsbedingungen, der ein echte soziale Dimension gewährleisten könnte, völlig vernachlässigen. Die IRO- FIET hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Gewerkschaften Werkzeuge bereitzustellen, und zwar in der Form von Studien, Konferenzen, Lehrgängen, Seminaren, usw., mit dem Ziel, ihre Tätigkeiten zu verbessern und die Verteidigung der Arbeitsgesetze und der Gewerkschaftsrechte wirksamer zu gestalten. Trotz wirtschaftlichem Fortschritt in verschiedenen Ländern und geringerem Investitionsrisiko leidet ein grosser Teil der nahezu 784 Millionen Menschen im Einzugsbiet der an den Wirtschaftsabkommen beteiligten 32 Länder Nord-, Mittel- und Südamerikas und der Karibik weiterhin unter Armut und Arbeitslosigkeit sowie unter der Erweiterung des informellen Sektors und der sozialen Marginalisierung. In den letzten vier Jahren fanden verschiedene Wahlen statt, doch bestehen im grossen und ganzen keine wesentlichen Unterschiede zwischen den politischen Blöcken. Die neoliberalen Kräfte stellen weiterhin einen entscheidenden Faktor in der Region dar: sie sind den Gewerkschaften gegenüber feindlich gesinnt und versuchen, bestehende Rechte zu untergraben. Allein im Jahre 1994 fanden fünf Gipfeltreffen von Präsidenten statt, die allerdings keine greifbaren Ergebnisse für die Arbeitnehmer brachten. Die neugebildeten Demokratien haben noch eine Schuld zu begleichen. 88 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 7. IRO- FIET- Regionalkonferenz und Symposium Vom 11. bis 15. August 1991 fand in San Francisco die 7. Regionalkonferenz und das Symposium der IRO- FIET statt. Mehr als 100 Delegierte aus ganz Amerika nahmen an dieser Veranstaltung teil. Der im März 1991 gefasste Beschluss, einen neuen gemeinsamen Markt der Länder der Südspitze zu bilden( MERCOSUR), die Neubelebung des Andenpaktes, Anstrengungen im Hinblick auf eine wirtschaftliche Integration in Mittelamerika, eine Freihandels- Gemeinschaft im karibischen Raum ( Caricom) sowie das Freihandelsabkommen Nordamerikas( ein potentieller Markt für 360 Millionen Menschen) wurden als Entwicklungen betrachtet, die für die Arbeitnehmer in Amerika enorme Gefahren in sich tragen aber auch neue Möglichkeiten schaffen. Aus den Diskussionsbeiträgen ging hervor, dass die ausgesprochen liberale Wirtschaftspolitik, die fast überall eine Kürzung der Sozialdienste zur Folge hatte, bei den Arbeitnehmern in dieser Region grösste Beunruhigung auslöste. Es wurde betont, die Schuldenkrise habe nach wie vor ernste Folgen für den Lebensstandard der Bevölkerung und beeinträchtige die Fähigkeit der Regierungen, ein stetiges Wachstum zu erreichen. In zahlreichen Ländern stelle auch die ständige Verletzung von Gewerkschaftsrechten und Menschenrechten ein ernstes Problem dar.blo Die an der Konferenz anwesenden Delegierten brachten erneut ihre Entschlossenheit zum Ausdruck, mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln sicherzustellen, dass uneingeschränkte Rechte der Arbeitnehmer und der Gewerkschaften ein fester Bestandteil aller neuen wirtschaftlichen Vereinbarungen sind. Sie verlangten eine soziale Dimension der wirtschaftlichen Integration, wobei die Integrationsbemühungen von Massnahmen zum Sozialschutz, von Beschäftigungsschutz- und AusbildungsBestimmungen sowie von Umweltschutzregelungen und internationalen Mechanismen zur GewährMit der Beschleunigung der regionalen Wirtschaftsintegration haben auch die Gewerkschaften der Region Schritte unternommen, um ihrer Forderung nach einem diese wirtschaftliche Integration begleitenden sozialen Schutz und Fortschritt vermehrt Nachdruck zu verleihen. Die IRO- FIET befasste sich mit dieser Frage auf einer wichtigen Gewerkschaftskonferenz, die im Dezember 1991 in Buenos Aires organisiert wurde, um die sozialen Auswirkungen des MERCOSUR- Pakts zu prüfen, der die Schaffung einer Freihandelszone in vier Ländern der Südspitze, Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay, einleitete. FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 89 68 leistung der Arbeitnehmervertretung und kollektiver Verhandlungen begleitet sein müssen. Nach der Konferenz verfasste die FIET ein Schreiben an alle Staatschefs, in dem diese aufgefordert wurden, ihren Integrationsbemühungen eine echte soziale Dimension zu verleihen. Die Konferenz nahm vier Entschliessungen zu folgenden Themen an: Gewerkschaftsrechte und Menschenrechte; IRO- FIET, die Schuldenkrise und die strukturelle Anpassung; Organisierung, Bildungsarbeit und Solidarität und die soziale Dimension der regionalen Integration. Die Konferenzteilnehmer verabschiedeten einstimmig die neue Satzung der IRO- FIET, die die Grundlage für die Wahl des Vorstandes in dem Sinne verändert, dass er die Region besser vertritt, und die Stellung der Fachgruppen stärkt. Der IRO- FIET- Präsident Rodolfo Campos Bravo stellte sich nicht zur Wiederwahl. Die Konferenz wählte Juan José Zanola, Präsident der Asociación Bancaria, Argentinien, einstimmig zum neuen Präsidenten der IRO- FIET. Jimmy Sierra wurde zum Regionalsekretär gewählt. Im Verlauf der Beratungen der Konferenz wurden der Tätigkeitsbericht, der Finanzbericht und verschiedene Anträge verabschiedet. Die einzelnen IRO- FIET- Fachgruppen traten ebenfalls zusammen. IRO- FIET- Konferenz über MERCOSUR - Teilnehmer aus Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay und Chile, traten vom 2. bis 4. Dezember 1991 in Buenos Aires zu einer wichtigen Gewerkschaftskonferenz zusammen, die die sozialen Auswirkungen des MERCOSUR- Pakts einer Freihandelszone in vier Ländern der Südspitze, Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay, zum Gegenstand hatte. Die Veranstaltung, an der über 150 Delegierte teilnahmen, wurde vom IRO- FIETPräsidenten, Juan Zanola, sowie von Armando Cavalieri, Generalsekretär der FAECYS, Argentinien, und von Philip J. Jennings, FIET- Generalsekretär, eröffnet. Im Mittelpunkt der Beratungen standen folgende Themen: M Ein Teil der auf der Konferenz über MERCOSUR durchgeführten Diskussionen fand in Arbeitsgruppen statt, die später der Vollversammlung ihre Resultate vorlegten. 90 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 A . Sozialschutz: Da sich die Länder auf einen Deregulierungsswettlauf eingelassen haben, um vagabundierendes internationales Investitionskapital anzuziehen, drängen sich internationale SozialschutzNormen in zunehmendem Masse auf, um wettbewerbsbedingte Ausbeutung zu verhindern; Mitspracherecht der Gewerkschaften auf regionaler Ebene: Da die Entscheidungen, die nationale Mindestnormen der Sozialpolitik festlegen, und die Wettbewerbsgrundregeln, die gleiche Bedingungen auf den inländischen Märkten schaffen, auf die regionale und internationale Ebene verlagert wurden, muss eine ebensolche Verlagerung in bezug auf den Beitrag der Arbeitnehmer und ihrer Gewerkschaften erfolgen, um zu verhindern, dass sie von der sozialen Gleichung ausgeschlossen werden. Auswirkungen der MERCOSUR- Freihandelszone auf Sektorebene in den für die FIET wichtigen Bereichen, namentlich Banken und Versicherungen, Handel, Gesundheitsdienste und Sozialversicherung, Industrie und Gebäudewartungsdienste. Es wurde darauf hingewiesen, dass der Pakt von Asuncion, mit dem die MERCOSUR- Initiative eingeleitet wurde, die soziale Dimension dieser regionalen Wirtschaftsintegration mit keinem Wort erwähnt. Die Konferenz verabschiedete eine Erklärung, in der die betreffenden Regierungen aufgefordert wurden, dieses Versäumnis nachzuholen, indem sie dreigliedrige Gespräche aufnehmen, an denen sich Regierungen, Arbeitgeber und Gewerkschaften beteiligen. Von Anfang an müssen Mindestnormen in bezug auf Arbeitsbedingungen, Gesundheit und Sicherheit, die Arbeitsumwelt, Beschäftigungsrechte und Gewerkschaftrechte festgesetzt werden. Die am MERCOSUR- Projekt mitwirkenden Regierungen müssen einsehen, dass Freihandelsabkommen ihren Zweck nur dann erfüllen können, wenn sie eine entsprechende soziale Dimension umfassen, die eine uneingeschränkte Mitwirkung der Arbeitnehmer und ihrer Vertreter vorsieht. Der Grundsatz der Dreigliedrigkeit, auf dem die IAO- Normen beruhen, sollte den Ausgangspunkt für den Aufbau einer sozialen Dimension des MERCOSUR- Paktes bilden. IRO- FIET- Vorstand Am 15. März 1995 setzte sich der IRO- FIET- Vorstand wie folgt zusammen: Gebiet I( USA und Kanada) A Lenore Miller( RWDSU, USA) Eugene Moats( SEIU, USA) Gary Nebeker( UFCW, USA) Gebiet II( Mexiko und Mittelamerika) Miguel H. Manzo Godinez( SNTISSSTE, Mexiko) Eduardo Irias Mora( FECTSALUD, Costa Rica) Carmen Villar( FITABHA, Panama) Gebiet III( Bolivien, Chile, Ecuador und Peru) Elías Grijalva( CUTIPSS, Peru) Carlos Garay( CSTEBA, Chile) Gebiet IV( Brasilien, Kolumbien und Venezuela) Clemencia Baquero Hernandez ( SINTRABANCOM, Kolumbien) Lourenço Ferreira do Prado( CONTEC, Brasilien) Américo Gomez da Silva( CONTRATUH, Brasilien) ratiores.ebonibile 2 José Efigenio Lopez( FETRASALUD, Venezuela) Gebiet V( Argentinien, Paraguay und Uruguay) Víctor Insfran Dietrich( FETRABAN, Paraguay) Alberto Mansilla( FAECYS, Argentinien) José Ramón Valle( SSRA, Argentinien). Carlos West Ocampo( FATSA, Argentinien) A Juan José Zanola( AB, Argentinien)- Präsident Gebiet VI( Karibik, einschliesslich Guyana und Surinam) Daphne Kibbelaar( CBV, Curaçao) Gordon Todd( CCWU, Guayana) Frauenkoordinatorin Lourdes Orue Pozzo( FETRABAN, Paraguay) Regionalsekretär Raúl Requena Martinez Interner Rechnungsprüfer Francisco Garcia C.( SNTISSSTE, Mexiko) In der Berichtszeit hat der IRO- FIET- Vorstand folgende Tagungen durchgeführt: • • • 21. Tagung: San Francisco, USA, 10. August 1991 22. Tagung: San Francisco, USA, 15. August 1991 23. Tagung: Caracas, Venezuela, 20.- 22. März 1992 24. Tagung: Toronto, Kanada, 26.- 27. Juli 1993 25. Tagung: Santiago, Chile, 15.- 16. April 1994 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 91 San Francisco, 10. August 1991 Zida for Der Vorstand traf letzte Vorbereitungen für die 7. IROFIET- Regionalkonferenz und das Symposium; diese beiden Veranstaltungen waren für den 11. bis 15. iboD oxasMH longiM August 1991 geplant. fur den 11. bis San Francisco, 15. August 1991 ( oxixe M denise und Der neu gewählte Vorstand trat nach Abschluss der 7. IRO- FIET- Regionalkonferenz zu einer kurzen Sitzung zusammen.20) VED 20 Jizna) VI sids Caracas, Venezuela, 20. bis 22. März 1992 IRO- FIET- Präsident J. Zanola erklärte bei der Eröffnung, dass diese Tagung als Zeichen der Solidarität mit den venezolanischen FIET- Mitgliedsorganisationen zu betrachten sei und die Missbilligung des fehlgeschlagenen Putschversuchs vom 4. Februar 1992 zum Ausdruck bringen soll. Die Gewerkschaften aus Venezuela berichteten über die schwierige Lage, in der sich das Land befindet, lehnten aber die Auffassung, wonach diese Probleme durch eine Militärjunta beseitigt werden könnten, kategorisch ab. Venezuela besitze eine der ältesten demokratischen Traditionen in Lateinamerika, doch haben andauernde wirtschaftliche Härten, Armut und der Zusammenbruch der Infrastrukturen zu einer allgemeinen Unzufriedenheit in der Bevölkerung geführt. Der Vorstand, an dessen Beratungen auch der FIET- Präsident, Jochen Richert, und der FIETGeneralsekretär, Philip J. Jennings, teilnahmen, verabschiedete eine Erklärung über Demokratie und Gewerkschaftsrechte. Auf der Tagesordnung standen ferner die Prüfung der Tätigkeiten der Regionalorganisation, Bildungsprojekte und die Folgetätigkeiten der jüngsten Regionalkonferenz. Es wurden IRO- FIET- Präsident J. Zanola erklärte bei der Eröffnung der IRO- FIET- Vorstandstagung im März 1992 in Caracas, dass diese Versammlung als Zeichen der Solidarität mit den venezolanischen FIET- Mitgliedsorganisationen zu anden betrachten sei und die Missbilligung des misslungenen Putschversuchs vom 4. Februar zum Ausdruck bringe. Die Gewerkschaften aus Venezuela berichteten über die schwierige Lage, in der sich das Land befindet, lehnten aber die Auffassung, wonach diese Probleme durch eine Militärjunta beseitigt werden könnten, kategorisch ab. Venezuela besitze eine der ältesten demokratischen Traditionen in Lateinamerika; andauernde wirtschaftliche Härten, Armut und der Zusammenbruch der Infrastrukturen haben nun aber zu einer allgemeinen Unzufriedenheit in der Bevölkerung geführt. 9019 nelan Jarlsw nobiologtus magnusigsЯ nebnsilsad sib ieb ni 92 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 FIET Richtlinien verabschiedet, mit dem Ziel, die Fachgruppen wirksamer zu gestalten, und es wurden verschiedene Fachgruppentagungen geplant, für Banken, Versicherungen, Sozialversicherung und für den Handel. Der Vorstand sprach sich ferner für eine Fortführung des FIET/ WHO AIDS- Projekts aus. Der Vorstand beschloss, die Auswirkungen der wirtschaftlichen Integration in der Region eingehender zu prüfen und dieses Thema in den Mittelpunkt seiner nächsten Tagung zu stellen. Toronto, 26. und 27. Juli 1993 Abgesehen von den satzungsgemässen Punkten auf der Tagesordnung befasste sich der Vorstand eingehend mit dem Strategiepapier" FIET 2000". Wie in anderen Regionen kamen auch die Statistiken über die Bezahlung von Mitgliedsbeiträgen zur Sprache, und es wurde beschlossen, vor der nächsten IROFIET- Regionalkonferenz im Jahre 1995 Massnahmen zu ergreifen, um zu gewährleisten, dass alle Organisationen ihre Beiträge entrichten. Der Vorstand erörterte ferner Fragen der regionalen Integration, namentlich unter Bezugnahme auf das Nordamerikanische Freihandelsabkommen NAFTA und die Befürchtungen der nordamerikanischen Gewerkschaften, dass dieses zu umfassenden Arbeitsplatzverlusten führen könnte. Im Zusammenhang mit der Privatisierung und dem wirtschaftlichen Reformprozess wurde betont, dass die Gewerkschaften in alle einschlägigen Diskussionen einbezogen werden müssen, um die negativen Auswirkungen für die arbeitende Bevölkerung auf ein Mindestmass zu beschränken. Es wurde betont, dass der Kampf gegen die Verletzung von Gewerkschaftsrechten fortgesetzt und eine Trendwende in dem allgemein verbreiteten gewerkschaftsfeindlichen Verhalten herbeigeführt werden müsse. Dem Vorstand wurde ferner ein umfassender Bericht über Bildungstätigkeiten Vor der Tagung des IRO- FIET- Vorstandes im Jahre 1994 führte FIET- Generalsekretär Philip J. Jennings eine Mission in Argentinien durch, wo er Gespräche mit IRO- FIET- Präsident Juan José Zanola, Generalsekretär der Asociación Bancaria, führte und an der Eröffnungsfeier des Ausbildungszentrums der Gewerkschaft teilnahm. In Begleitung von Juan José Zanola, Armando Cavalieri, FAECYS, José Ramón Valle, SSRA, und Carlos West Ocampo, FATSA, traf er auch mit dem Arbeitsminister des Landes zusammen, um ihn von der Notwendigkeit des Einschlusses einer Sozialklausel in den MERCOSUR- Vertrag zu überzeugen. Von links nach rechts: Víctor Santa Maria, FATERYH; J. Valle; A. Cavalieri; Carlos Cassia, der neugewählte Generalsekretär der CGT; P.Jennings; J. Zanola, der auch stellvertretender Generalsekretär der CGT ist, sowie C. West Ocampo. FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 93 REUN UTI IET Raúl Requena Martinez wurde vom IRO- FIET- Vorstand auf seiner Tagung im April 1994 in Chile zum IRO- FIETRegionalsekretär ernannt. Bevor er dieses Amt übernahm, war er Generalsekretär der CSTEBA in Chile. Seit über 20 Jahren ist er ein engagiertes Gewerkschaftsmitglied, und er setzte sich massgeblich für die Gewährleistung eines erfolgreichen Übergangs zur Demokratie in Chile ein. Er übernahm die Nachfolge von Jaime Sierra, der zu seiner ther Gewerkschaft, der UFCW in den Vereinigten Staaten, zurückkehrte. unterbreitet. Der Vorstand nahm mit Genugtuung zur Kenntnis, dass das IRO- FIET- Sekretariat Einsparungen erzielen konnte, was eine Verbesserung der finanziellen Lage zur Folge hatte, so dass für 1992 eine positivere Bilanz vorgelegt werden konnte. Der Regionalorganisation stand im Vergleich zu den Vorjahren ein geringeres Budget zur Verfügung, und wie in anderen Regionen wurde auch sie von der von den Spenderorganisationen vorgenommenen Mittelkürzung betroffen. An der Tagung waren FIETPräsident Jochen Richert, der 1. Vizepräsident Gary Nebeker und die 2. Vizepräsidentin Maj- Len Remahl anwesend. Santiago, 15.- 16. April 1994 Es handelte sich um die erste IRO- FIET- Vorstandstagung, die in Chile stattfand. Die Koordination der Tagung besorgte IRO- FIET- Vizepräsident Raúl Requena, der zu Beginn der Tagung zum neuen IROFIET- Regionalsekretär ernannt wurde, als Nachfolger von Jaime Sierra, der in die Vereinigten Staaten zu isiz seiner früheren Gewerkschaft, der UFCW, zurückkehrte. Der Vorstand würdigte den Einsatz Jaimes im Dienste der IRO- FIET. Der Vorstand erörterte eine reichlich befrachtete Tagesordnung und besuchte auch Islas Negras, das Haus des Nobelpreisträgers Pablo Neruda. Der Vorstand begab sich zu dem Denkmal, das in Erinnerung an die Menschen errichtet wurde, die unter der Diktatur Pinochets ihr Leben verloren haben und im Kampf für Frieden, Demokratie und Menschenrechte in Chile zu Märtyrern wurden. Der Vorstand verabschiedete den Tätigkeitsbericht und wies dabei auf die Notwendigkeit hin, die Bildungsprojekte in der Region einer umfassenden Prüfung zu unterziehen und vermehrte Anstrengungen zur Durchführung von selbstfinanzierten Tätigkeiten zu unternehmen. Die Mitglieder befassten sich mit einem Hintergrundbericht über wirtschaftliche und soziale Entwicklungen in der Region sowie über die jüngsten Fortschritte bei der regionalen Integration, im besonderen im Zusammenhang mit den Abkommen NAFTA und MERCOSUR, die zu Besorgnis Anlass geben, weil darin die Fragen betreffend Gewerkschaften nicht angemessen 94 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 behandelt wurden. Zu den weiteren Anliegen des Vorstandes gehörten die gewerkschaftliche Organisierung von Angestellten in Leitungsfunktionen, das Datum und der Tagungsort für die nächste IRO- FIETRegionalkonferenz, finanzielle Fragen, die Zahlung von Mitgliedsbeiträgen sowie Solidaritätsaktionen zur Verteidigung der Gewerkschaftsrechte. Der Vorstand bestätigte die Ernennung von Luis Miguel Victoria, SNISSSTE, Mexiko, zum Jugendkoordinator, als Nachfolger von José Luis Acosta von der gleichen Gewerkschaft. Er dankte dem letzteren für seinen unermüdlichen Einsatz für die Jugend in der andindo Region.men und TRO- FIE Karibischer IRO- FIET- Solidaritätsausschuss reer begleitete er Im August fand in Barbados eine Sitzung statt, auf der die Lage in der karibischen Region geprüft und Empfehlungen in bezug auf künftige Tätigkeiten abgegeben wurden. Die Teilnehmer verlangten die Durchführung von Untersuchungen über die Gewerkschafts- Mitgliedschaft und die Ermittlung der Bereiche, in denen tarifliche Regelungen zur Anwendung kommen sowie über die in dieser Region bestehenden Datenverarbeitungszentren. Es wurde beschlossen, einen karibischen IRO- FIETSolidaritätsausschuss zu bilden, dem Vertreter aus Barbados, Jamaica, Guyana und Curaçao angehören. Dieser von Gordon Todd, Mitglied des IRO- FIETVorstandes und Generalsekretär der CCWU in Guyana geleitete Ausschuss hat die Aufgabe, in enger Zusammenarbeit mit dem IRO- FIET- Büro in Costa Rica und dem Vorstand die Tätigkeiten der FIET in der Region zu fördern und Solidaritätsprojekte zu entwickeln. squillundas betw Die 120- FIET war auf einer dreigtied Fachgruppen en IAOgibnjaus Die IRO- FIET hat sechs grössere Fachgruppen: now sni ow dowzed milion EQQ to nonings Anlässlich einer Mission, die der FIET- Generalsekretär in Guyana durchführte, fand eine Unterredung mit dem Präsidenten dieses Landes, Cheddi B. Jagan, und einer Delegation der FIET- Mitgliedsorganisation CCWU statt. Der Präsident Guyanas ist ein ehemaliger Gewerkschaftsführer, der offene Kritik an den strukturellen Anpassungsprogrammen und ihren Auswirkungen in Entwicklungsländern übt. Von links nach rechts: B. Philadelphia, CCWUGeneralsekretär; Philip J. Jennings; Präsident Jagan; Gordon Todd, CCWU- Präsident und Reginald Mendes, CCWU- Organisator. FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 95 • Bank- und Versicherungsangestellte( CABS) Handelsangestellte( SPEC) Personal in Sozialversicherungs- und Gesundheitsdiensten( FIATSSS) Personal in Wartungs- und Sicherheitsdiensten ( SESIN) Angestellte im Tourismus und in der Industrie ( FIETPIT) Handelsreisende( SPAV) Die Tagungen der Fachgruppen werden in den einschlägigen Kapiteln des Berichts im einzelnen erwähnt. Ab April 1995 wird Lourdes Orue Pozzo ( FETRABAN, Paraguay) als IRO- FIET- Frauenkoordinatorin fungieren; sie ersetzt in diesem Amt Eva Calderon( ASIMRA, Argentinien). Im September 1992 fand in Argentinien ein IRO- FIETFrauenseminar statt. Im Mai 1994 übernahm Luis Miguel Victoria ( SNTISSSTE, Mexiko) das Amt des IRO- FIETJugendkoordinators; er ersetzte José Luis Acosta von der gleichen Gewerkschaft. Im Februar 1992 gelangte in Mexiko ein IRO- FIET- Jugendseminar zur Durchführung. Zwischenberufliche Gruppen Die Fachgruppe FIETPIT ist auch für die IRO- FIETTätigkeiten für Angestellte in Leitungsfunktionen zuständig. Bildungstätigkeiten Die Bildungsarbeit hat der IRO- FIET erlaubt, eine grössere Zahl von Gewerkschaftsmitgliedern und Gewerkschaftsfunktionären zu bilden und gleich2nA Eine von FIET- Präsident Jochen Richert angeführte FIET- Delegation hat im März 1993 Brasilien besucht, wo Zusammenkünfte mit den der FIET bereits angeschlossenen Organisationen sowie mit den drei dem IBFG angehörenden Gewerkschaftszentralen, CUT, Força Sindical und CGT und mit beitrittswilligen Gewerkschaften dieser drei Zentralen stattfanden. In Sao Paulo traf die Delegation mit Lula( Luís Inácio de Silva), Präsident der P.T.- Partei, zusammen. Lula( Mitte) erklärt der Delegation seine Absicht, eine als Siebenjähriger gemachte Reise vom Norden des Landes nach Sao Paulo zu wiederholen, um auf die Armut und auf die Notwendigkeit der sozialen Gerechtigkeit in Brasilien hinzuweisen. BRASIL 96 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 zeitig die Dienstleistungen der Regionalorganisation zu verbessern. Ferner konnte die IRO- FIET aufgrund neuer und wirksamer Kontakte mit der IBFGRegionalorganisation ORIT ihr Bildungsangebot verbessern. Mit der Unterstützung der Organisationen LO- TCO, FNV, AIFLD und FES- ILDIS und verschiedener FIET- Mitgliedsorganisationen aus Industrieländern wurden umfassende Programme bereitgestellt, die eine echte Verbesserung der IROFIET- Bildungsmöglichkeiten darstellen. Missionen und Besuche Der IRO- FIET- Regionalsekretär führte mehrere Missionen in Lateinamerika und in der Karibik durch. Ferner begleitete er den FIET- Generalsekretär auf verschiedenen Reisen, die dieser in der Region durchführte. folgenden Banken Handel Frisör- und Kosmekberufe Beziehungen Die IRO- FIET unterhielt weiterhin konstruktive Beziehungen mit der ORIT, der Regionalorganisation des IBFG für Amerika, die in der Berichtszeit ihr Büro von Mexico City nach Caracas verlegt hat. Die IRO- FIET wirkte an ORIT- Tätigkeiten sowie an gemeinsamen IBS/ ORIT- Aktivitäten in der Region mit. Der IRO- FIET- Präsident und der Regionalsekretär nahmen zusammen mit dem FIET- Exekutivsekretär am 13. Kongress der ORIT teil, der vom 21. bis 24. April 1993 in Toronto stattfand. Die IRO- FIET war auf einer dreigliedrigen IAOTagung über die Soziale Sicherheit vertreten, die im Oktober 1993 in Mexiko organisiert wurde. Industr Versic Wartun Sozial herheitsdienste Tourismus- und und Gesundheitsdicaste Titig die Wege geleitet, die Entschliessung ber Arbeitsbezich to Bereich Tourismus- und Freizeitbranche wird eine nene initiative in feiner am FIB Weltkongress Fabr 1993 angenommenen IUL wurden auf europäischer Ebené nd es wurde auch ei Organisation Im Zuge der for danced die FIST in der Zu Strukturen prüfen vorgenommen wo und der Privasiringen wird and itre Fachgruppenwird dezeit borellend Europa FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 97 Digest by sugarstransfore goi doen v M by 08 vi bachist motor ni E001 AAS zid Zwischenberufliche CAI geghbailgintonia Jus new Tal- 02 sid mi 9fb Thighsthow Hotelhigo off JIM ABE JHA VOOT- OJ M- Ta teneboidba157 bita uble Tarpin bar 1992 gelangte agendseminar zuf 8 bizz -ОЯТ 190 4515b dimnists.I ni nonoizziM BUT neb 19 statislged me полізя половы 98 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 und gleich der Reise Kapitel 6 Fachgruppe Banken Bungestellten ist da Banken sektor, der bish iche Lautbahn but Fachgruppen derungen ein, mit dem Ziel, die Kosten einen und die Rentablick zu steigern. Die FIET hat eine Reihe von Fachgruppen, um die spezifischen Interessen von Angestelltengruppen in den folgenden Bereichen zu vertreten: Banken wat gewahr ad.hob Banken . Handel ⚫Frisör- und Kosmetikberufe Industrieangestellte Versicherungen Wartungs- und Sicherheitsdienste D Mit den enen Berichst eine Sozialversicherung und Gesundheitsdienste Tourismus- und Freizeitbranche Mit den Tätigkeiten im Bereich der Tourismus- und Freizeitbranche wird eine neue Initiative in die Wege geleitet, die ursprünglich auf einer am FIET- Weltkongress im Jahr 1991 angenommenen Entschliessung beruht. Zwischen FIET, ITF und IUL wurden auf europäischer Ebene Arbeitsbeziehungen entwickelt, und es wurde auch ein Verbindungsausschuss der drei europäischen Organisationen eingesetzt. Im Zuge der fortdauernden Entwicklungen im Dienstleistungssektor und der Privatisierungen wird die FIET in der Zukunft ihren Mitgliedschafts- Zuständigkeitsbereich und ihre FachgruppenStrukturen prüfen müssen. Eine erste diesbezügliche Analyse wird derzeit betreffend Europa vorgenommen, woraufhin die anderen Regionen folgen sollen. mschen, wie FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 * Stiftung uuog Friedrich99 99 guide 剁 0 Istiqo sqqingstilstasgnA nov seassa nabatisqa sib mu, noqqungdanov ortionis led THIR sia novus nadbis nonaglot nob nilabusH atured ditama bu özi stlistagnatzubal 9gan dias alansibatisthedsiz bnu zgnoW sandriaxial bag-zumanoT ni ovimmin open onis briw odonsidiosion buy- aumano sb bisis mi igiT nobiM obsmosgits 101st miaasiga sonistus tilgninqisib istislag ogsW'sib ahoddiquius tue mobw Judaised gauzasidan erbals i babain is dous obwas bou Hazbine nogmusixsdalidA Juzni nanizing > w.oghurtsizifi baga mbwbmpusbrot bogus mi Homurali bu doisedatiogibniz- afted pabeigu dib ni Tari sib sq3 photo seb briw seylon A srbilgidesibel szüm noting subun alla moglo monoge.nobelbidushow asmmonsgrov 100 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 • • • Fachgruppe Banken Im Bankgewerbe haben sich in den vier Jahren seit 1991 tiefgreifende Veränderungen vollzogen. Die Bankangestelltengewerkschaften stehen heute vor Problemen, die sie vor ein paar Jahren noch nicht für möglich gehalten hätten. Die Fachgruppentätigkeiten haben ständig an Wichtigkeit gewonnen, denn die Gewerkschaften haben es mit der wahrscheinlich globalsten Branche überhaupt zu tun. Der Austausch von Ideen und Informationen zwischen den Gewerkschaften bei ihrer Suche nach Lösungen für die Gegenwartsprobleme der Bankangestellten ist daher von grosser Bedeutung. Der Bankensektor, der bisher Gewähr für eine stabile berufliche Laufbahn bot, geht heute einer völlig ungewissen Zukunft entgegen. Das Bankwesen zeichnete sich stets durch hohe Schutzbestimmungen und strenge Regelungen aus. Zinsen und Gewinnmargen unterlagen in vielen Fällen Vorschriften, und der Wettbewerb wurde durch Marktzutrittsschranken und Marktsegmentierung begrenzt. Die Rentabilität der Banken war gewährleistet, der Beschäftigungsstand erhöhte sich ständig und die beruflichen Aussichten waren gut. In den 80er Jahren setzte eine zunehmende Internationalisierung der Banktätigkeiten ein, und eine unvermittelte Rechtsorientierung der Wirtschaftspolitik hatte die Deregulierung des Banksektors in praktisch allen Teilen der Welt zur Folge. Diese Deregulierung umfasst: die Privatisierung der staatlichen Finanzinstitute; die Aufhebung der Zinsregulierung und der Devisenkontrollen; die Öffnung der Märkte, auch für ausländische Banken; Anstrengungen, die Zentralbanken von den Regierungen unabhängiger zu machen. Die anfängliche Begeisterung für das deregulierte Umfeld liess jedoch rasch nach. Deregulierung bedeutete mehr Wettbewerb und das Ende der festen und oft beträchtlichen Zinsspannen. Mit den reduzierten Margen verringerte sich auch die Rentabilität. Dieser Rückgang koinzidierte mit einer Schuldenkrise im Bankensektor. Die von Haus aus vorsichtigen Bankiers waren durch Darlehenshändler ersetzt worden, die Ländern und Unternehmen Kredite gewährten, ohne sich darüber Sorge zu machen, wie diese das geliehene Geld wieder zurückbezahlen werden. Nach Ausbruch der Schuldenkrise erhielten die Banken neue Vorschriften in bezug auf die erforderliche Kapitalunterlegung und die Bilanzkennzahlen. Viele Banken gerieten aufgrund dieser neuen Anforderungen in Schwierigkeiten und leiteten kurz danach massive Umstrukturierungen ein, mit dem Ziel, die Kosten einzudämmen und die Rentabilität zu steigern. Die Umstrukturierung umfasste folgende Massnahmen: • Zusammenschluss und Übernahmen von Banken, namentlich durch multinationale Bankinstitute; Einführung neuer Technologien, zum Beispiel Bildverarbeitung und direkte TransaktionsMit dem 1992 herausgegebenen Bericht" Für eine bessere Bankregulierung und Bankenbeaufsichtigung" leistete die FIET einen wichtigen Beitrag zu der weltweiten Debatte über Bank- Regulierungs- und Aufsichtsbestimmungen. FIET TOWARDS BETTER BANKING REGULATION AND SUPERVISION BANK FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 101 erfassung, die Arbeitsplätze wegrationalisierten und die Arbeitnehmer dequalifizierten; Umstrukturierung des Banksektors, wobei die herkömmlichen Bankfilialen aufgeteilt wurden in Verkaufsstellen und Datenverarbeitungszentren; • Reorganisation der Aufgaben der Bankangestellten: Zunahme der Auftragsvergabe und Facilities Management( Vergabe hochspezialisierter Aufgaben); • ** Einleitung von Neugestaltungsprozessen und Reengineerings- Verfahren. nemmanis asta sib si mis Diese Umstrukturierungsmassnahmen hatten nachhaltige Auswirkungen: sie führten einerseits zu massiven Arbeitsplatzverlusten in der Branche und andererseits zu einem Wandel im Firmenkundengeschäft, in dessen Mittelpunkt anstelle des Kundendienstes nunmehr der Gewinn steht. donemsn bigs8 slenoitenfondsub dilemm Neu im Bankbereich ist auch das Aufkommen neuer Personalmanagement- Praktiken und Arbeitsmarktstrategien. Diese Strategien sehen eine Reihe von Reformen vor, mit dem Ziel, SDH seel mob M argis minis TT sib stizia! • die Tarifverträge und tariflichen Strukturen zu sprengen und sie durch individuelle Regelungen und individuelle Arbeitsverträge zu ersetzen; die Gewerkschaften unwirksam zu machen und Aoiz nedod dr auszuschliessen; • grundlegende Arbeitsrechte wie Mindestlöhne und Arbeitszeitregelungen aufzuheben; storing • Leistungslohn und individuelle Prämienlohnsysteme zur Anwendung zu bringen; wood flexible Arbeitszeit einzuführen, damit der Einsatz der Arbeitnehmer rasch verändert werden kann; Überstunden, die zu erhöhten Sätzen abgegolten werden müssen, zu verringern; dus adoifted der 5- Tage- Arbeitswoche ein Ende zu setzen; nu ⚫ Zeit- und Vertragsarbeit einzuführen und endoiss Lohnnebenleistungen, einschliesslich Rentenanbrsprüchen und medizinischer Versorgung, abzubauen. M donub sbtw diewed 1W tob 19b bob desЯ si norged gamismga Die zahlreichen grundlegenden Veränderungen in der Branche und in den Beziehungen zwischen den Tarifparteien stellten die Mitgliedsorganisationen und die Fachgruppe Banken vor gewaltige Herausginsimaistainavu nis baunis notion ab gonilu sib.studiiloqaftedbeniW 19b TUX NOW ob nolist molls doable ni noblesa Die Währungsspekulationen auf den internationalen Finanzmärkten haben gewaltige Ausmasse angenommen. Der Umfang der täglich abgewickelten kurzfristigen Kapitaltransaktionen übertrifft die gesamten Währungsreserven der Industrie staaten. hennemories ob grupas visib ob bu nusilpni ob gaudemtuA sib Photo: J. Maillard, International Labour Office 10 102 FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 forderungen. Die Antwort des Fachgruppenausschusses erfolgte sowohl auf internationaler als auch regionaler Ebene. Die globale Antwort Dreigliedrige IAO- Tagung über den strukturellen Wandel im Bankwesen Im November/ Dezember 1993 wurde in Genf die erste dreigliedrige IAO- Tagung über die sozialen Auswirkungen des strukturellen Wandels im Bankwesen einberufen. Diese Tagung war für die FIET und ihre Mitgliedsorganisationen von grösster Bedeutung. Es war nicht nur die erste Veranstaltung, die die Internationale Arbeitsorganisation Problemen im Banksektor widmete, sondern es war auch das erste Treffen von Vertretern der Bankangestelltengewerkschaften, Arbeitgebern aus dem Bankwesen iche " Ausweg aus der Krise: ein Plan für den Banksektor" lautet der Titel einer FIET- Veröffentlichung aus dem Jahre 1995, die die Schlussfolgerungen der dreigliedrigen IAO- Tagung über die sozialen Auswirkungen des Strukturwandels im Banksektor enthält. OUT OF THE RED A BLUE PRINT FOR BANKING BANK BANK FIET und Regierungen aus allen Teilen der Welt. Alle an der Tagung anwesenden Gewerkschaften waren FIET- Mitgliedsorganisationen, wodurch die Ausarbeitung einer gut abgestimmten gewerkschaftlichen Position stark erleichtert wurde. Die von den Tagungsteilnehmern verabschiedeten Schlussfolgerungen wurden von der FIET veröffentlicht. Diese Schlussfolgerungen bringen ganz allgemein die wesentlichen Normen, die den Arbeitsbeziehungen im Banksektor in allen Ländern zugrundeliegen sollten, zum Ausdruck. Für viele Regierungen sind diese Normen wesentlich fortschrittlicher als die in ihrem Lande heute geltenden Arbeitsgesetze und Verhaltensweisen, und auch für viele Arbeitgeber gehen sie weit über ihre heutige Politik und Praxis hinaus. Die FIET ist der Auffassung, dass die Gewerkschaften nun die Aufgabe haben, die Regierungen und die Arbeitgeber mit diesen Normen zu konfrontieren und einen entsprechenden Dialog anzustreben. Sib b 32 Nach der Tagung hat die FIET ihre Lobbytätigkeit bei der IAO fortgeführt und gefordert, dass die Organisation ihre sektoriellen Tätigkeiten erweitere und Tagungen dieser Art regelmässig durchführen solle. Im November 1994 wurden die Bemühungen der FIET belohnt; die IAO gab zu diesem Zeitpunkt bekannt, dass sie einen ständigen sektoriellen Ausschuss für Finanzdienste schaffen wird. Beziehungen mit internationalen Organisationen Internationaler Währungsfonds und Weltbank Im November 1992 nahm eine FIET- Delegation mit weiteren 45 Gewerkschaftsfunktionären an einem viertägigen Seminar mit IWF- und Weltbankvertretern in Washington D.C. teil. Der FIET- Delegation gehörten Leif Mills, Vorsitzender der EUROFIET- Fachgruppe Banken, K. Sanmugam, Malaysia, Vorsitzender der APRO- FIET- Fachgruppe Banken, Juan José Zanola, Argentinien, Präsident der IROFIET, an sowie Arno Rasmussen, Sekretär der FIETFachgruppe Banken. Der IWF und die Weltbank waren in den letzten Jahren aufgrund ihrer Strukturanpassungsprogramme in Entwicklungsländern ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Die wichtigsten, von den Gewerkschaftsvertretern aufgeworfenen Fragen betrafen den FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 103 Finanzsektor, und es fanden spezielle Gruppengespräche über diesen Sektor mit den Bankexperten des IWF und der Weltbank statt. Im Verlauf dieser Gespräche wurde im besonderen auf die Folgen der unkontrollierten Deregulierung des Finanzsektors, die Schuldenkrise und die Währungsspekulationen hingewiesen. Die FIET- Vertreter machten geltend, dass diese Faktoren die Probleme, denen die Beschäftigten in vielen Ländern gegenüberstehen, weiter verschlimmert haben. Diese Fragen stehen seit mehreren Jahren auf der Tagesordnung der Fachgruppenausschuss- Sitzungen. loa Die FIET- Delegation verlangte weitere Beratungen über diese Fragen im Rahmen der IWF/ WeltbankZusammenarbeit mit den Gewerkschaften. Es wurde vorgeschlagen, dass die beiden Organisationen, in den Ländern, in denen sie tätig sind, auch mit den dort tätigen Gewerkschaften Gespräche aufnehmen. Die FIET schlug die Durchführung weiterer Seminare und die Aufrechterhaltung von Kontakten auf sektorieller Ebene vor. nityddoddi Tabib tad gauge ob das Im Juli verabschiedete der amerikanische Kongress einen Gesetzesantrag, der von der Weltbank und vom Internationalen Währungsfonds( IWF) verlangt, stärker auf die Bedürfnisse und Rechte der Arbeitnehmer und ihrer Gewerkschaften einzugehen. Gemäss den neuen Gesetzesbestimmungen werden die US- Geschäftsführer dieser internationalen Finanzinstitute verpflichtet, ihre Kreditzusagen davon abhängig machen, dass in den Darlehen beantragenden Ländern" gesetzliche Bestimmungen vorhanden sind und durchgesetzt werden, die den Arbeitnehmern international anerkannte Rechte zugestehen". Dieses Gesetz stellt für die FIETMitgliedsorganisationen, die im Rahmen von Kampagnen vom IWF und von der Weltbank ein verantwortungsvolleres soziales Verhalten verlangen, einen wichtigen Durchbruch dar. Die Bedeutung des Dialogs mit dem IWF und der Weltbank wurde mit der Schaffung eines gemeinsamen IBS/ IBFG- Büros in Washington D.C. im Jahre 1994 anerkannt. Dieses Büro wird es erlauben, effizientere Verbindungen mit dem IWF und der Weltbank herzustellen und den Informations- und Meinungsaustausch zu fördern. Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung( OECD) Im November 1991 fand ein Treffen mit dem Leiter der OECD- Task Force" Geldwäsche" statt, auf dem FIET- Vertreter die Besorgnis der Bankangestellten über die Vorschläge der OECD zur Behandlung des Problems der Geldwäsche zum Ausdruck bringen konnten. dola sid Im Oktober 1993 trafen Vertreter der Fachgruppe Banken und der OECD zusammen, um Möglichkeiten für die Schaffung engerer Beziehungen in Bankfragen zwischen den beiden Organisationen zu erörtern. Dabei kamen unter anderem folgende Themen zur Sprache: die Strukturen der OECD und ihre Tätigkeiten; die Notwendigkeit eines sektoriellen sozialen Dialogs; Probleme der Geldwäsche und Fragen der Beschäftigung, bzw. Arbeitslosigkeit. Aufgrund dieser Gespräche erklärte sich die OECD bereit, einen sozialen Dialog einzuleiten, und sie erkannte die Notwendigkeit, im Zusammenhang mit den sozialen Folgen der Wirtschaftsreformen mit der FIET Konsultationen durchzuführen. dem Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung( Osteuropabank- EBRD) HerausDie Osteuropabank( EBRD) spielt eine entscheidende Rolle bei der Beratung über die Reform des Finanzsektors und der Entwicklung von Spar- und Investitionssystemen in den Ländern Mittel- und Osteuropas. Eine vom Vorsitzenden der EURO- FIETFachgruppe Banken angeführte FIET- Delegation traf mit Beamten der EBRD zusammen, um die Einleitung eines ständigen sozialen Dialogs zu erörtern. Es wurden Themen wie Ausbildung und Umschulung von Angestellten in den Finanzdiensten in der Region besprochen sowie Massnahmen, um die durch die Finanzsektorreformen bewirkten Verlagerungen in Grenzen zu halten. Es wurde vereinbart, dass sich die EBRD und die FIET regelmässig treffen, um die Entwicklungen im Finanzsektor der Länder dieser Region zu prüfen. Bericht über Bankregulierung und Bankenaufsicht Der Zusammenbruch der Bank of Commerce and Credit International, BCCI, im Jahre 1991 hatte weitreichende Folgen für das Bankgewerbe in allen Teilen der Welt. Er löste eine wachsende Beunruhigung über die in vielen Ländern erfolgte unkontrollierte Deregulierung des Banksektors aus. Aufgrund dieses Zusammenbruchs rückten die Forderungen der 104 FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 FIET nach einer grundlegenden Überprüfung der Bankregulierungs- und Aufsichtssysteme im Sinne einer Verschärfung der Kontrollvorschriften und der Erhöhung der Sicherheit von Bankkunden und Bankangestellten unvermittelt wieder ins Rampenlicht. Mit der Veröffentlichung ihres Berichts" Für eine bessere Bankregulierung und Bankenbeaufsichtigung" im Jahre 1992 leistete die FIET einen wesentlichen Beitrag zur weltweiten Debatte. Der Bericht wurde von Dr. Max Hall von der britischen Universität Loughborough, einem führenden Experten auf diesem Gebiet, verfasst. Die FIET und ihre Mitgliedsorganisationen im Bankensektor bringen auch weiterhin die im Bericht angesprochenen Probleme in vielen Ländern zur Sprache. Es fanden auch Gespräche mit Sir Leon Brittan, dem für den Finanzsektor zuständigen Europäischen Kommissar, statt. Er hat schliesslich eine Reihe von Vorschlägen zur Verstärkung der auf diesem Gebiet bestehenden europäischen Gesetze gemacht und zahlreiche der im FIET- Bericht enthaltenen Anregungen übernommen. Der Bericht diente auch als Grundlage für eine Debatte, die in Neuseeland ausgelöst wurde, wo das Banksystem in beispielloser Art und Weise dereguliert worden ist. Die der FIET angeschlossene Bankangestelltengewerkschaft FinSec hat auf der Basis dieses Berichts Diskussionen mit der New Zealand Reserve Bank und mit Mitgliedern des Parlaments eingeleitet und fand damit ein grosses Echo in der Presse. AFRO- FIET Die Tätigkeiten der AFRO- FIET- Fachgruppe Banken und Versicherungen wurden in den letzten vier Jahren stark ausgebaut. Die Vertreter von Bank- und Versicherungsangestellten- Gewerkschaften haben bei den regionalen Tätigkeiten der FIET, einschliesslich Ausschusstagungen und Ausbildungslehrgängen, stets eine wichtige Rolle gespielt. Fachgruppenausschuss Die Fachgruppen tagten in Verbindung mit der AFRO- FIET- Regionalkonferenz, die alle vier Jahre stattfindet. Im Februar 1993 trat die Fachgruppe in Niamey zum Zeitpunkt der AFRO- FIET- Regionalkonferenz zusammen. Die Tagungsteilnehmer erörterten Entwicklungen im Banksektor in Afrika, prüften die Tätigkeiten der Fachgruppe und legten Prioritäten für die Zukunft fest. Während des im Bericht behandelten Zeitraums wurden ferner neue Initiativen eingeleitet, die der Fachgruppenarbeit Auftrieb geben sollen. Sie sind das Ergebnis des stärkeren Einsatzes der FIET in der Region und der Anerkennung der wichtigen Rolle, die diese Fachgruppe in Afrika zu spielen hat. Regionales Seminar über die Bankkrise im französischsprachigen Westafrika Im Rahmen eines Seminars, das vom 20. bis 23. Januar 1992 in Anwesenheit von 20 Vertretern aus 9 Ländern stattfand, wurde ein Aktionsplan mit praktischen Vorschlägen zur Bewältigung der Krise im Banksektor ausgearbeitet. Zu den wichtigsten Punkten gehörten: die Forderung nach einer 196 & mi sa Die Schlussfolgerungen des AFRO- FIET- Seminars für das französischsprachige Afrika im Januar 1992 enthielten Anhaltspunkte für eine Untersuchung, die zur Prüfung praktischer Antworten der Gewerkschaften auf die Krise im Banksektor im französischsprachigen Afrika eingeleitet wurde. 1994 wurde ein Bericht mit dem Titel:" La crise dans le secteur bancaire africain de la zone franc" veröffentlicht. FIET La crise dans le secteur bancaire africain de la zone franc Projet de la FIET soutenu par le Syndicat des employés de banque Finlandais, PTL FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 105 Verbesserung der Bankenregulierung und der Aufsichtsstrukturen, die klar von unbefugten staatlichen Eingriffen getrennt werden müssen; bessere Ausbildungsnormen und berufliche Qualifikationen für die höheren Bankbeamten, die für die Kreditüberwachung verantwortlich sind; die Notwendigkeit, der Umstrukturierung einen Dialog mit den Gewerkschaften zugrunde zu legen, um die Sozialkosten so weit wie möglich zu verringern; die Ausarbeitung von Anpassungsprogrammen durch den IWF und die Weltbank, die den Finanzsektor berücksichtigen und die in vollem Einvernehmen mit den Gewerkschaften durchgeführt werden. Das Seminar wurde von der finnischen FIET- Mitgliedsorganisation im Banksektor, Ptl, unterstützt. Auf der Grundlage der Ergebnisse dieses Seminars wurde eine umfassende Studie eingeleitet, mit dem Ziel, die praktischen Vorschläge der Gewerkschaften zur Überwindung der Krise im Bankwesen Afrikas zu prüfen. au Die im Verlauf des Seminars gemachten Anregungen wurden auf der Tagung des AFRO- FIET- Vorstandes im Februar 1992 in Kairo erörtert. Regionales Seminar über die Antwort der Gewerkschaften auf die Bankenkrise im französischsprachigen Afrika Ein regionales Seminar für Gewerkschaften im französischsprachigen Afrika fand vom 7.- 9. Dezember 1994 in Abidjan statt. Es bildete den Auftakt für ein Vierjahres- Tätigkeitsprogramm für die Bankangestelltengewerkschaften dieser Region. Der Grund für die Planung des Programms, für das die PTL, Finnland, erneut die finanzielle Trägerschaft übernommen hat, waren die vielen Probleme, mit denen Gewerkschaften aufgrund der zu Beginn des Jahres 1994 erfolgten Abwertung des Franc CFA konfrontiert waren. Durch diese Abwertung wurden die Anstrengungen der Gewerkschaften bei ihren Verhandlungen für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen und ihrer Organisierungsarbeit weitgehend untergraben. Im Verlauf des Seminars ergriffen verschiedene Sachverständige das Wort, die die Gründe für diese Abwertung und ihre Auswirkungen erläuterten. Die Seminarteilnehmer befassten sich anschliessend mit Fragen der gewerkschaftlichen Organisierung, Tarifverhandlungen, BildungstätigLeif Mills, Generalsekretär der BIFU, Vereinigtes Königreich, und Vorsitzender der EURO- FIET- Fachgruppe Banken, wirkte an der Ausarbeitung der Satzung für die Financial Institutes Employees' Union of Nepal( FIEUN) mit. T/ FIEUN HOP ON CIAL SECTOR EMPLOYEES IN NEPAL IDU, NEPAL CTOBER 106 FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 keiten und Werbeprogrammen, um die Bereiche zu ermitteln, in denen eine weitere Schulungs- und Entwicklungsarbeit notwendig ist. Regionales Seminar für Gewerkschaften im englischsprachigen Westafrika Im Dezember 1994 wurde in Accra ein regionales Seminar für Gewerkschaften im englischsprachigen Westafrika organisiert, in dessen Mittelpunkt die Politik der Banken und die strukturellen Veränderungen in der Region standen. Im Verlauf des Seminars ergriffen Regierungs- und Arbeitgebervertreter das Wort; die Themen bezogen sich auf die wirtschaftlichen und politischen Folgen der Regierungspolitik, auf das grundsätzliche Verhalten der Gewerkschaften, im besonderen im Bereich der Organisierung und der Verhandlungen, sowie auf Prognosen für die zukünftige Entwicklung der Branche aus der Sicht der Arbeitgeber. Über das Seminar wurde in den Medien ausführlich berichtet, die sich auch stark für die Aktivitäten der FIET interessierten. Die Seminarteilnehmer prüften ferner laufende Organisierungs-, Verhandlungs- und asmdon pan 2 b 19pzDTV odmolo ni EQRT Bildungsprogramme und legten Prioritäten für die zukünftige Tätigkeit fest. APRO- FIET Die APRO- FIET- Region gehört zu den Gebieten, die in den letzten vier Jahren das weltweit schnellste Wirtschaftswachstum verzeichneten. Auch der Finanzsektor erfuhr einschneidende Veränderungen: eine ganz in den Anfängen stehende Industrie hat sich zu einem der kompliziertesten, globalen Systeme entwickelt. Der rasche Wandel hat für die Bankangestellten und ihre Gewerkschaften zahlreiche Probleme geschaffen. Die Bankangestelltengewerkschaften gehören heute zu den stärksten in der Region, und sie wirken sehr aktiv an den FIET- Tätigkeiten mit. Fachgruppenausschuss Vorsitzender der APRO- FIET- Fachgruppe Banken ist K.Sanmugam von der NUBE, Malaysia, und der stellvertretende Vorsitzende K. Westgarth von der FSU, Australien. nd edin In Verbindung mit der 7. APRO- FIET- Regionalkonferenz in Kuching, Malaysia, führten die APRO- FIET- Fachgruppen Banken und Versicherungen am 25. Oktober 1995 eine gemeinsame Tagung durch, die von Keith Westgarth von der FSU, Australien, geleitet wurde. stilsupands.I 11-09 obito gauboidis APROT BY AND RANCE TRADE SECTION C ITTEE MEETIN 25 OCTOBER 1998 KUCHING, SARAWAK MALAYSIA FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 107 WELCOME Leaders of Financial Sector Trade Unions in SAARC Region for FIET/ FES/ CBEU SEMINAR 7-10 Nov. 1983 SLFL Colombo im Februar 1992 in Kairo erörtert nailedaA U27 20 Vertreter von Gewerkschaften im Finanzsektor in Bangladesch, Indien, Nepal, Pakistan und Sri Lanka nahmen an einem Seminar über Umstrukturierung und Finanzreformen teil, das im November 1993 in Colombo veranstaltet wurde. Bis 1992 wurden die Tagungen der Fachgruppen in Verbindung mit den APRO- FIET- Regionalkonferenzen veranstaltet. Auf der Konferenz 1992 in Penang hat der APRO- FIET- Vorstand jedoch beschlossen, Ausschüsse für die einzelnen Fachgruppen zu bilden, einschliesslich eines gemeinsamen Ausschusses für die Fachgruppen Banken und Versicherungen. Der kombinierte Fachgruppenausschuss Banken und Versicherungen tagte zum ersten Mal im August 1993 in Kuala Lumpur, Malaysia. An den Beratungen nahmen 31 Gewerkschafter von 19 Gewerkschaften im Finanzsektor aus 12 Ländern teil. Die Anwesenden befassten sich eingehend mit Fragen betreffend die Finanzdienste und erörterten ein Aktionsprogramm für die Gewerkschaft. Zu den Gesprächsthemen gehörten unter anderem: die Anerkennung von Gewerkschaftsrechten; die Missachtung von IAO- Konventionen und internationalen Arbeitsnormen; die Auswirkungen der regionalen Wirtschaftsintegration; • • • nodionoigs1-13-01Asb tim grubnids al Deregulierung und Bankenaufsicht; 195 mo Arbeitsbedingungen und Lebensqualität; Beschäftigung und Sicherheit der Arbeitsplätze; Ausbildung und Sicherheit in Banken. Die Tagungsteilnehmer beschlossen ferner, Erhebungen über die Anwendung von flexiblen Lohnsystemen sowie über die Teilzeitbeschäftigung durchzuführen und eine Datenbank mit Informationen über multinationale Banken in der Region zu erstellen. Die Fachgruppentagung 1994 wurde unmittelbar vor der Regionalkonferenz in Kuching durchgeführt und gab den Teilnehmern Gelegenheit, sich erstmals eingehend mit den im Aktionsprogramm herausgestellten Fragen zu befassen. Die Fachgruppe beschränkte sich ausschliesslich auf zwei Themen. Das erste bezog sich auf den Problemkreis Arbeit, Beschäftigung und Technologie im Finanzsektor. FinSec aus Neuseeland legte einen Bericht vor, der eine intensive Debatte über die Antworten der Gewerkschaften auf den sich in Banken und Versicherungen vollziehenden Wandel auslöste. Das 108 FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 zweite Thema hatte Gehälter und Einstufungen zum Gegenstand. Die SBEU aus Singapur legte einen Bericht über die Entwicklung eines im Banksektor Singapurs zur Anwendung kommenden flexiblen Lohnsystems vor, und die ASU aus Australien erläuterte ein neues Lohn- und Einstufungssystem, das vor allem im australischen Versicherungssektor eingeführt wird. en wenig hilfreic Diese Vorträge erlaubten den Teilnehmern, wertvolle Erfahrungen über tarifliche Entwicklungen in diesem Sektor auszutauschen. Ferner wurde auf konzertierte Anstrengungen der Arbeitgeber in der Region hingewiesen, die versuchen, leistungsabhängige Lohnmodelle einzuführen und kollektive Lohnverhandlungen auszusetzen. Banken hat Seminar über Umstrukturierung und Finanzreformen Prioritatealiste in Arbeit 20 Vertreter von Gewerkschaften im Finanzsektor in Bangladesch, Indien, Nepal, Pakistan und Sri Lanka haben im November 1993 in Colombo an einem Seminar teilgenommen. Sie forderten die Regierungen der Region auf, mit den Gewerkschaften einen Dialog aufzunehmen und eine ausreichende Flexibilität der Umstrukturierungsprogramme zu gewährleisten. Die Teilnehmer betonten, dass die Gewerkschaftsrechte und die Verhandlungsstärke in der Region unbedingt aufrechterhalten werden müssen. Sie wiesen auf die Bedeutung eines ständigen Dialogs zwischen der FIET und der Weltbank und dem IWF hin, um soziale Reformen bei den Strukturanpassungsprogrammen sicherzustellen. Aufbau einer neuen Gewerkschaft in Nepal Die APRO- FIET hat sich an der vordersten Front für die Bildung einer neuen Bankangestelltengewerkschaft in Nepal eingesetzt. Im Oktober 1991 organisierte die Regionalorganisation einen Workshop, um praktische Aspekte des Aufbaus einer nationalen Gewerkschaft zu erörtern. Leif Mills, Vorsitzender der EURO- FIET- Fachgruppe Banken, und K. Sanmugam, Vorsitzender der APRO- FIETFachgruppe Banken, vermittelten den Teilnehmern ihre Erfahrungen für die Planung der neuen Gewerkschaft. Nach dem Workshop unterstützten Die Unterzeichner des Abkommens, das die Schaffung eines Europäischen Betriebsrates für die Angestellte der französischen Grossbank Crédit Lyonnais besiegelt. In der Mitte der Präsident des Crédit Lyonnais, Jean Peyrelevade. 25b nagi FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 109 で JOB FIET SECURITY IN THE BANKING SECTOR Für die Tagung des Fachgruppenausschusses im Jahre 1992 in Prag wurde ein Hintergrundbericht über die Beschäftigungssicherheit in verschiedenen europäischen Ländern und über tarifliche Bestimmungen betreffend Beschäftigungsschutz und Entlassungen ausgearbeitet. Die darin enthaltenen Angaben wurden später in einen EURO- FIET- Bericht über Beschäftigungssicherheit in Banken aufgenommen. APRO- FIET und verschiedene Spenderorganisationen die Kollegen in Nepal bei der Durchführung von Ausbildungslehrgängen für die Arbeitnehmer. EURO- FIET Fachgruppenausschuss Die Zahl der Mitglieder der EURO- FIET- Fachgruppe Banken hat sich in der Berichtszeit weiter erhöht. Die Tagung im Jahre 1994 in Genf mit über 70 Teilnehmern war die grösste dieses Ausschusses, die jemals veranstaltet wurde. In den jüngsten Diskussionen der Fachgruppe standen vor allem Beschäftigungsfragen im Mittelpunkt sowie die wichtigen Anstrengungen, die die Gewerkschaften unternehmen, um eine koordinierte Antwort auf Probleme im Zuge der Umstrukturierungen geben zu können. Leif Mills von der BIFU im Vereinigten Königreich ist der Vorsitzende der Fachgruppe; Fritz Johansen von der FSU in Norwegen und Eligio Boni von der FIBA, Italien, sind die stellvertretenden Vorsitzenden. Während des Berichtzeitraums trat der Fachgruppenausschuss wie folgt zusammen. Prag, April 1992 Genf, März 1993 Genf, April 1994 Ferner wurde im Januar 1993 in Brüssel eine ausserordentliche Sitzung des Fachgruppenausschusses einberufen, in deren Mittelpunkt Entwicklungen beim sozialen Dialog im Banksektor standen. Sozialer Dialog Nachdem während mehreren Jahren nur geringe Fortschritte auf diesem Gebiet erzielt werden. konnten, ist es im September 1993 gelungen, mit den drei europäischen Bankarbeitgeberverbänden eine Vereinbarung über die Einleitung eines sozialen Dialogs zu treffen. Es wurde beschlossen, die Europäische Kommission mit der Durchführung einer Studie über die" Praktiken im Personalmanagement bei Bankfusionen" zu beauftragen, die in den Mittelpunkt des Dialogs gestellt werden soll. sta Im April 1994 nahmen EURO- FIET- Vertreter an einem von der Kommission in Athen organisierten Seminar über Beschäftigung teil. Auf der Grundlage von Länderberichten und Analysen unabhängiger Experten erörterten die Teilnehmer an diesem Seminar Beschäftigungsprobleme in Banken und in Versicherungen. Am 3. November 1994 lud die Kommission die Sozialpartner zu einem Informationstreffen im Zusammenhang mit der am 22. September 1994 angenommenen Richtlinie über Europäische Betriebsräte ein. Dialog mit der GD XV Die EURO- FIET trifft seit mehreren Jahren regelmässig mit der GD XV zusammen, um die Entwicklung der europäischen Bankgesetze zu erörtern. Eine solche Tagung fand auch im Februar statt. Die Regionalorganisation misst diesen Treffen grösste Bedeutung bei, da die Gesetze die Grundpfeiler für die Umstrukturierung der Branche und 110 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 folglich auch für die Beschäftigung darstellen. Sie hat daher versucht, konstruktive und positive Beziehungen zu den Beamten der Kommission aufzubauen. Die jüngsten Tagungen mit der GD XV erwiesen sich jedoch trotz der Anstrengungen der EURO- FIET als höchst frustrierend und enttäuschend. Die Beamten der Kommission trugen nicht zur Überwindung der Hindernisse bei und waren wenig hilfreich. Im Juni 1994 hat sich die EURO- FIET in einem Schreiben an die GD XV gewandt und forderte angesichts dieser Entwicklungen eine Unterredung mit der Kommission. Multinationale Banken derten die Die EURO- FIET- Arbeitsgruppe für multinationale Banken hat sich mit EURO- FIET- Initiativen in multinationalen Bankinstituten befasst und eine Prioritätenliste in bezug auf die künftige Arbeit festgelegt. Die letzte Tagung der Gruppe fand am 30. November und 1. Dezember 1994 statt. Die Gruppe bestätigte eine Strategie, gemäss der sie sich in Zukunft auf eine kleine Zahl von EURO- FIETKonzernausschüssen beschränken will, mit dem Ziel, mit den Geschäftsleitungen der betreffenden multinationalen Banken formelle Vereinbarungen über europäische Informations- und Konsultationsrechte für die Gewerkschaften auszuhandeln. Crédit Lyonnais- Europäischer Betriebsrat: Im September 1994 hat die EURO- FIET die erste Vereinbarung im privaten Dienstleistungssektor zur Bildung eines Europäischen Betriebsrats für die Angestellten der französischen Grossbank, Crédit Lyonnais, unterzeichnet. Diese Vereinbarung stellt einen Durchbruch für alle FIET- Mitglieder im Banksektor dar und ist das Ergebnis zahlreicher Gespräche mit der Geschäftsleitung, die beinahe drei Jahre gedauert haben. Es handelt sich um die erste Vereinbarung dieser Art, und sie stellt einen wichtigen Präzedenzfall dar. Die EURO- FIET hatte den Auftrag, im Namen aller Gewerkschaften, die Angestellte der Bank ausserhalb Frankreichs vertreten, zu verhandeln. Die Vereinbarung sieht die Schaffung eines europaweiten Informations- und KonsultationsAusschusses vor. Im Rahmen dieses Ausschusses werden Geschäftsleitungs- und GewerkschaftsPhilip J. Jennings und Peter Coldrick vom EGB im Gespräch mit Dr. Alexander Lamfalussy, Präsident des Europäischen Währungsinstituts. Philip Jennings C Alexander Lamfalussy FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 111 t vertreter aus ganz Europa die Möglichkeit haben, für die Bank wichtige Fragen im wirtschaftlichen, finanziellen oder sozialen Bereich zu erörtern. Banque Nationale de Paris: Der EURO- FIETKonzernausschuss für die Banque Nationale de Paris tagte im Juli 1993 in Paris in Anwesenheit von 45 Vertretern aus 10 Gewerkschaften in 5 europäischen Ländern. Die Teilnehmer erörterten zahlreiche Fragen in bezug auf die Tätigkeiten der Bank und die Gewerkschaftsarbeit, im besonderen die Strategie der BNP in Europa, Fortschritte im Zusammenhang mit der Europäischen Richtlinie über Betriebsräte, Ziele der FIET für ihre Tätigkeiten bezüglich multinationaler Banken sowie den FIET- Mustervertrag für einen Informations- und Konsultations- Ausschuss und das FIET- Handbuch über die BNP. Internationale Nederlanden Group( ING): Der EURO- FIET- Konzernausschuss für ING trat ist am 20. und 21. September 1993 in Amsterdam in Anwesenheit von 24 Gewerkschaftsvertretern aus 7 Gewerkschaften in 5 Ländern zusammengetreten. Auf dieser Tagung ergriff ein Vertreter der INGGeschäftsleitung das Wort; er erläuterte die Prioritäten und Strategien der Bank in den kommenden Jahren und beantwortete verschiedene Fragen der Teilnehmer. Die Anwesenden waren sich darüber einig, dass bei ING ein Europäischer Betriebsrat geschaffen werden muss. Banca di Roma: Der EURO- FIET- Konzernausschuss für die Banca di Roma trat am 10. und 11. November 1993 in Rom zusammen. An den Beratungen nahmen 33 Gewerkschaftsvertreter aus 6 Ländern teil. Die auf der Tagung gehaltenen Vorträge hatten Fragen wie die Struktur der Bank und ihre Geschäftspolitik, Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen sowie die Haltung der Bank gegenüber den Gewerkschaften und ihre Politik auf dem Gebiet der Arbeitsbeziehungen zum Gegenstand. Zu den weiteren Diskussionsthemen gehörte die Schaffung eines Europäischen Betriebsrates. ABN- AMRO: Im Februar 1995 tagte in Amsterdam erstmals der EURO- FIET- Konzernausschuss für die ABN- AMRO Bank. 25 Arbeitnehmervertreter aus 7 Ländern nahmen an dieser Sitzung teil, die mit der Vorlage eines Unternehmensprofils eingeleitet wurde, das über die Struktur der Bank, ihre Geschäftsstrategien und ihre Schwächen Aufschluss gab. Die Tagungsteilnehmer befassten sich anschliessend mit der Richtlinie über Europäische Betriebsräte. Im Rahmen von Gesprächen in Arbeitsgruppen wurden Möglichkeiten für die Schaffung eines Betriebsrates für die Bank erörtert. Zentralbanken пого Zum Zeitpunkt des Eintritts Europas in die Phase III der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion bleibt die Zukunft der Zentralbanken weiterhin ungewiss. In dieser Phase wurde das Europäische Währungsinstitut eingerichtet, das nun den Weg bereiten soll für eine Europäische Zentralbank und für ein Europäisches System der Zentralbanken, welches auch die Möglichkeit einer einheitlichen Währung vorsieht. All diese wichtigen Änderungen werfen Fragen über die höchst komplizierten Beziehungen zwischen nationalen Zentralbanken, Landesregierungen, der Europäischen Zentralbank( EZB) und dem Europäischen Parlament auf. Zur Behandlung dieser Fragen hat der Fachgruppenausschuss eine spezielle Task Force für Zentralbanken eingesetzt. Diese von Jim Lowe von der BIFU, Vereinigtes Königreich, geleitete Task Force trat erstmals im Juni 1992 in Genf zusammen und verabschiedete unter anderem eine Sozialcharta für Europäische Zentralbankangestellte. Die Sozialcharta bildete in der Folge die Grundlage für die Gespräche mit dem Ausschuss der Präsidenten der Zentralbanken der Europäischen Gemeinschaft, mit den Zentralbanken der Europäischen Union sowie mit den Mitgliedern der Europäischen Parlaments. Im Jahre 1994 nahm die Task Force Beratungen mit dem mittlerweile gebildeten Europäischen Währungsinstitut auf. Zu den Gesprächsthemen gehörten im besonderen die Bedingungen, zu denen nationale Zentralbankangestellte dem EWI zur Verfügung gestellt werden, und die für dieses Personal zur Anwendung kommenden Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen. Aufgrund der Tätigkeiten der FIET konnten die vorläufigen Beschäftigungsbedingungen dieser Angestellten massgeblich verbessert und klarer definiert werden. Im Juli 1994 befasste sich die Task Force mit der ungewissen Zukunft, denen viele Zentralbankangestellte in den nordischen Ländern entgegengehen, namentlich in Norwegen und Schweden, wo über einen EU- Beitritt abgestimmt werden musste. Zur Erörterung dieser Fragen hat die FIET- Task Force 112 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Zentralbanken ein Seminar für Gewerkschaftsführer aus Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland und Island veranstaltet. Im Oktober 1994 organisierte die EURO- FIET- Task Force Zentralbanken für rund 70'000 Zentralbankangestellte in Europa ein Seminar, das der Zukunft dieser Beschäftigten und der Zukunft der Zentralbanken gewidmet war. Im Verlauf dieses Seminars ergriffen unter anderem Dr. Alexander Lamfalussy, Präsident des Europäischen Währungsinstituts, und Christa Randzio- Plath, Vorsitzende des Währungspolitischen Ausschusses des Europäischen Parlaments, das Wort. Die Seminarteilnehmer forderten die europäischen Zentralbanken auf, im Sinne des Protokolls über die Sozialpolitik der Maastrichter Verträge mit der FIET Verhandlungen aufzunehmen und einen Dialog auf europäischer Ebene aufzubauen. Mittel- und Osteuropa lung tragen müssen. Die Teilnehmer verlangten ein auf internationaler Solidarität beruhendes geeintes Vorgehen. Aufgrund des besonderen Charakters der Probleme der Mittelmeerregion wurde die Veranstaltung einer zwischenberuflichen Folgetagung für die Mittelmeerländer befürwortet, damit die politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen dieser Region weiter erörtert werden können. Eine weitere Tagung fand im Januar 1995 in Rom statt. IRO- FIET Die Auswirkungen der vom IWF und der Weltbank verfolgten Strukturanpassungs- Politik standen im Mittelpunkt der Anliegen der IRO- FIET- Fachgruppe Banken und Versicherungen( CABS). Seminar über Schulden, strukturelle Anpassung und Bankgewerbe Im Juni 1992 organisierte die FIET mit der finanziellen Unterstützung der nordischen Bankangestelltengewerkschaften ein Seminar für Gewerk- Ländern an einem Seminar teil, das dem Thema: schaften im Banksektor der Region Mittel- und Osteuropa. Die bei diesem Seminar anwesenden 30 Gewerkschaftsvertreter hatten Gelegenheit, ihre Kontakte auszubauen und Probleme und Anliegen der Gewerkschaften in diesen Ländern zur Sprache zu bringen. Zu den Diskussionsthemen gehörten auch tarifliche Entwicklungen, Umfang und Inhalt von Tarifverträgen, Gewerkschaftsstrukturen und Fragen betreffend die Gewerkschafts- Demokratie. Banken im Mittelmeerraum Gemäss einer Entschliessung der 6. EURO- FIETKonferenz in Sorrent wurde im Oktober 1992 in Athen ein Seminar veranstaltet, mit dem Ziel, die Probleme zu prüfen, die den Mittelmeerländern bei der Annäherung an EG- Regelungen erwachsen. Zu den besonderen Anliegen der Teilnehmer gehörten Probleme im Zusammenhang mit der Haltung der Regierungen, die Gewerkschaftsrechte und Sozialleistungen zur Zielscheibe von Angriffen machen, unter dem Vorwand, dass die Verwirklichung der Forderungen der EU in der vorgegebenen Zeit keinen Raum für den sozialen Dialog lasse. Die Delegierten befürchteten ferner die Schaffung eines zweigleisigen Europas, in dem die schwächsten und ärmsten Bevölkerungsgruppen die Hauptlast dieser EntwickIm Mai 1992 nahmen über 60 Delegierte aus 12 " Schulden, strukturelle Anpassung und Bankgewerbe" gewidmet war. Gestützt auf ein Grundsatzreferat und Länderberichte erörterten die Anwesenden die vom IWF und von der Weltbank in Süd- und Mittelamerika gespielte Rolle, und im besonderen die Auswirkungen der von diesen Finanzinstituten verlangten Privatisierung und Deregulierung und der stark restriktiven Geld- und Steuerpolitik. Die Tagungsteilnehmer riefen die FIET auf, den Dialog mit dem IWF und der Weltbank im Hinblick auf die Aufnahme einer soziale Dimension in den Anpassungsprozess auf regionaler und internationaler Ebene fortzuführen, und betonten, dass diesem Dialog angesichts des starken Einflusses der beiden Organisationen in der IRO- FIET- Region eine entscheidende Bedeutung zukommt. Fachgruppenausschuss Vorsitzender der CABS ist Carlos A. Peralta von der AB, Argentinien. Die Frage der IWF/ Weltbank- Strukturanpassungspolitik stand erneut im Mittelpunkt der Beratungen der CABS auf ihrer Tagung im April 1994 in Santiago. Die Teilnehmer stellten mit Genugtuung fest, dass der Dialog zwischen der FIET und dem IWF und der Weltbank nun im Gange sei. FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 113 FEDERACION INTERNACIONAL DE EMPLEADOS, TECNICOS Y PROFESIONALES SEMINARIO " DEUDA, AJUSTE ESTRUCTURAL Y EL SECTOR BANCARIO" 4.5 DE MAYO EJTIVO BS COM DC M 199. JOSE WA RICA Seminar der CABS über Schulden, Strukturanpassung und Bankgewerbe, das im Mai 1992 in Anwesenheit von 60 Delegierten aus 12 Ländern durchgeführt wurde. oy bour Auf der Tagung im Jahre 1994 kam auch eine von der IRO- FIET in Auftrag gegebene Untersuchung über Entwicklungen im Bankgewerbe in Süd- und Mittelamerika zur Sprache. Der Bericht analysierte die in den 70er, 80er und 90er Jahren eingetretenen Veränderungen in den Bankstrukturen in der Region und wies auf mögliche Neuerungen hin, die im Banksektor in der nahen Zukunft zu erwarten sind. In der anschliessenden Diskussion über den Bericht wurden folgende Punkte herausgestellt: · • Umstrukturierungen und Privatisierung; Schliessung von Filialen und Arbeitsplatzverluste und Anstrengungen in Richtung auf eine zunehmende Unabhängigkeit der Zentralbanken. Die Mitglieder der Fachgruppe wiesen darauf hin, dass weitere Tätigkeiten in diesem Bereich notwendig sind und riefen die FIET auf, die Auswirkungen dieser Reformen auf die Gewerkschaften und die Arbeitsbedingungen zum Gegenstand von Untersuchungen zu machen. Hierbei seien auch die Reaktionen von Gewerkschaften in anderen Regionen, in denen solche Veränderungen stattfanden und derartige Strategien eingeführt wurden, zu berücksichtigen. Entsprechende Analysen sollten auch in der Versicherungswirtschaft der Region durchgeführt werden. Eine weitere Forderung der Mitglieder betraf die Schaffung einer CABS- Datenbank. Schliesslich forderten sie die IRO- FIET und die FIET auf, sich für die Durchführung der Schlussfolgerung Nr. 23 der IAO- Tagung für das Bankgewerbe einzusetzen, das von der IAO verlangt, ständige dreigliedrige Strukturen zu schaffen, die die Verfolgung von Entwicklungen auf sektorieller Ebene ermöglichen. Die Tagungsteilnehmer bestätigten ferner die an die IAO gerichtete Aufforderung, eine entsprechende dreigliedrige Tagung für den Versicherungssektor zu veranstalten. 114 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Fachgruppe Handel Für die Handelsangestellten ist heute die Gefahr, ihren Arbeitsplatz zu verlieren, ebenso gross, wie dies für die Kohle-, Stahl- oder Textilarbeiter in der Vergangenheit der Fall war. Die Beschäftigung auf Lebenseit ist im Verschwinden begriffen. Die Beschäftigungsqualität sinkt. Arbeitnehmer, die in prekären finanziellen Verhältnissen leben, sind im Handel keine Seltenheit. Abgesehen von niedrigen Löhnen und geringen Qualifikationen sowie der Auflösung von Dauerbeschäftigungsverträgen stellt man in dieser Branche auch fest, dass sich die Arbeitgeber ihrer Verantwortung auf dem Gebiet der Ausbildung und im sozialen Bereich entziehen. Der ständig zunehmende Wettbewerb und die starke Verbreitung von DiscountGeschäften verschärfen den Druck auf die Arbeitskosten. In Afrika, Lateinamerika und vielen Teilen Asiens leben zahlreiche im Handel tätige Personen in bitterer Armut ohne die geringste Aussicht auf eine stabile und angemessen bezahlte Anstellung. In vielen der neuen Marktwirtschaften in Mittel- und Osteuropa und in der früheren Sowjetunion sind die Handelsangestellten und ihre Familien von der gleichen sozialen Tragödie betroffen. Noch sind die meisten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Handel weiterhin in kleinen Läden oder Nachbarschafts- Supermärkten tätig, die wenig Personal beschäftigen. Für viele FIET- Mitgliedsorganisationen stellt dieser Sektor ein grosses Anliegen dar. Oft sind diese Läden in der Nachbarschaft nicht das, was man eigentlich erwarten würde. Viele der offenbar kleinen Läden werden von grösseren Gesellschaften, häufig multinationalen Firmen kontrolliert und sind Teil eines internationalen Unternehmens- oder Franchise- Netzes. Selbst wenn sich heute multinationale Grosskonzerne Marktanteile im Einzel- und Grosshandel erobern, bilden die kleinen Läden in vielen Ländern weiterhin das Rückgrat des Handels. Das Überleben der kleinen und mittleren Unternehmen ist eine zwingende Voraussetzung für die Aufrechterhaltung des Beschäftigungsstandes ganz allgemein. and internation इट वॉशिंग पावडर Gewähr शाइन इंट ल्हे टेलर ISHAT SON NED REP. IR? व्हेजन स्टोर्स गुप्ता सहाक एन्ड सन्ता SION STORES Phone 445587- GUPTA VEGIABLES MERCHANT एम. FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 115 assis- said rob nais ni gaullstan A stidexed noemens bau Die positiven Auswirkungen des Gipfels der Handelsangestellten im Jahre 1990 waren der Anlass für die Planung eines zweiten, weltweiten Gipfeltreffens, das 1996 zur Durchführung gelangen soll. Die Aufnahme zeigt Robert Harbrant, Präsident von FAST, AFL- CIO, Douglas H. Dority von der UFCW und FIET- Generalsekretär Philip J. Jennings im Gespräch anlässlich des Gipfels im Jahre 1990. 52 12dis? anisli ANU t Das Wachstum der multinationalen Unternehmen im Handel war in der letzten Kongressperiode ausgesprochen gross. Weltweite Einzelhandelsunternehmen wie IKEA, Carrefour und Toys" R" Us verzeichneten eine starke Expansion und werden auf allen Kontinenten zu einem Begriff. Metro und Makro zeigen, dass im Grosshandel eine vergleichbare Globalisierung stattfindet. Nordamerikanische und japanische Einzelhandelsfirmen lassen sich in Europa nieder, während europäische Unternehmen ihren Expansions- Feldzug in Übersee fortführen. Für viele der weltweit grössten Handelsunternehmen werden Länder wie China, Indien, Indonesien, Malaysia, Thailand und Vietnam, die ein enormes Marktpotential besitzen, schon bald im Mittelpunkt stehen. Die regionale Integration hat führenden nationalen Einzelhandelsunternehmen neue Möglichkeiten eröffnet und Anreize gegeben, angesichts der Sättigung der inländischen Märkte im Ausland nach Marktanteilen Ausschau zu halten. In Europa gehört der grenzüberschreitende Einzel- und Grosshandel seit längerem zur gängigen Praxis. Nun folgen auch andere Regionen, wie Asien und Pazifik, Südamerika und das südliche Afrika diesem Beispiel. Discountgeschäfte, wie zum Beispiel ALDI und Lidl & Schwarz, die sich als Preisbrecher einen Namen gemacht haben, zeigen, welch starken Einfluss expandierende Einzelhandelsunternehmen auf den Wettbewerb im Handel haben können, ganz gleich, wo sie sich niederlassen. Bis vor kurzem wurde der Handel als eine überwiegend einheimische Branche betrachtet, die vor allem von Kleinunternehmern beherrscht wird. Heute ist der Handel Teil des internationalen Grossunternehmertums. Auch die HandelsangestelltenGewerkschaften stellen fest, dass ihre tägliche Arbeit zum Schutz der Interessen ihrer Mitglieder eine stets an Bedeutung gewinnende internationale Dimension umfasst. Diese Entwicklung kommt in den Tätigkeiten der FIET- Fachgruppe Handel klar zum Ausdruck, wobei die internationale Komponente in bestimmten Problembereichen besonders ausgeprägt ist, wie zum Beispiel im Zusammenhang mit: 116 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 • der Arbeitslosigkeit und dem Aufkommen neuer Beschäftigungsmuster; der Verschlechterung der Einkommen und Sozialversicherungsleistungen; der Deregulierung von Tarifverträgen und as arbeitsrechtlichen Bestimmungen; erhöhter Arbeitsleistung während unsozialer Arbeitszeit und der Deregulierung der Ladenöffnungszeiten: Weltweite Fachgruppentätigkeiten Mmigof Gipfeltreffen der Handelsangestellten Auf Einladung der nordamerikanischen FIETMitgliedsorganisation UFCW fand im August 1990 in Washington D.C. ein Gipfeltreffen der Handelsangestellten statt. Diese Tagung war in verschiedener Hinsicht massgebend für die Entwicklung der FIETFachgruppe Handel in den 90er Jahren, wobei die Tätigkeiten gezielter gestaltet wurden als zuvor. Angesichts der sich schnell vollziehenden Entwicklungen im internationalen Einzelhandel betrachteten die Gewerkschaftsführer eine globale Antwort der Gewerkschaften auf die wachsende Herausforderung durch multinationale Unternehmen als eine zwingende Notwendigkeit. Im Mittelpunkt des Vorgehens der FIET standen daher Organisierungstätigkeiten und internationale Kampagnen zur Gewährleistung von Anerkennung und Tarifverhandlungsrechten. Die erfreulichen Ergebnisse des Gipfels der Handelsangestellten im Jahre 1990 veranlassen die Fachgruppe, 1996 einen zweiten weltweiten Gipfel zu veranstalten. FIET TACKLING VIOLENCE AT WORK Shop manager attacked EMPLOYEE SAYS, " I'LL NEVER FORGET" Stand ratione ibi verelegetortag adulescens cafes patar princip ob eam canem qund regar CASHIER INJURED IN TILL SNATCH ATTACK LEAVES MANAGER IN FEAR Mione ibi vercingetoric o sans ajus pater principatum ga causam quod reonum appejab જાણો દ્વારકા ગા poclovers camae potentiee Bank teller speaks of three- hour ordeal Staff threatened in knife attack poter prinópotum golie totus obtinuer yum appetebat, ob evitate ent injeé le incendit. Cognito eus DISGRUNTLED CUSTOMER LASHES OUT SECURITY GUARD KILLED potentiae adulescens cujus pat alliae totius obtinuerat et ob ear gnum appetebat, ab civitate vocatis suis clientibus facile Cleaner assaulted scens cujus pater principatum golie totius altin pousom quod regnum appetebat, ob divitate er vocatis suis dientibus focle incendit. Cognito eju concuntur prohibetur ob gobannitione patruo napibus qui hanc tentandam fortunam non * fine di evingatonix arvemus Ad 1994 veröffentlichte die FIET eine Broschüre über " Bekämpfung der Gewalt am Arbeitsplatz". Die M Gewalt gegen Personal im Einzelhandel wird von der FIET als eines der grössten Probleme im Bereich der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz betrachtet. In zahlreichen Ländern besteht im Kampf gegen diese Gewalt eine wirksame Zusammenarbeit zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften im Handel, die nun auch auf die internationale Ebene ausgedehnt werden soll. Der Bericht befasst sich mit zahlreichen Fragen im Zusammenhang mit arbeitsbezogener Gewalt und schlägt Massnahmen vor, die von Regierungen und von den Sozialpartnern ergriffen werden können. Internationale Arbeitsorganisation Vom 4. bis 12. Mai 1994 fand am IAA- Hauptsitz in Genf die 10. Tagung des Ausschusses für Angestellte und Akademiker statt. Dabei handelte es sich zwar nicht um eine gezielt für den Handel bestimmte Veranstaltung, doch nahmen dort Fragen der Ausund Weiterbildung von Angestellten in Grosshandelsund Einzelhandelsbetrieben einen wichtigen Platz ein. An den Beratungen nahmen zahlreiche FIETMitgliedsorganisationen im Handel teil. Im Anschluss an die Überarbeitung der sektoriellen Tätigkeiten der IAO in der zweiten Hälfte des Jahres 1994 kam es schliesslich zur Bildung eines eigenen Industrieausschusses für den Handel; die IAO entsprach damit einer Forderung, die die FIET seit vielen Jahren gestellt hat. Eine weitere wichtige IAO- Tagung fand vom 19. bis 25. Oktober 1994 in Genf statt; sie vereinigte Regierungen, Arbeitgeber und Gewerkschaften und war der Produktivität im Handel gewidmet. Im Schlussdokument dieser Tagung wurden zahlreiche wichtige Anliegen der Gewerkschaften aufgenommen, und die Bedeutung harmonischer Arbeitsbeziehungen wurde darin klar herausgestellt; dazu gehört auch der Abschluss von Tarifverträgen, die zur Schaffung von Arbeitsplätzen und gleichzeitig FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 117 n FOSTER'S zur Erhaltung von Produktivitätsgewinnen beitragen können. 1994 ist der langjährige Wunsch der FIET- Fachgruppe Handel endlich in Erfüllung gegangen, als die IAO beschlossen hat, im Rahmen ihrer eigenen Tätigkeiten einen spezifischen Sektor für den Handel zu schaffen und dort regelmässige Tagungen zu veranstalten. Somit wurde die Möglichkeit geschaffen, Anliegen der Handelsangestellten und ihrer Gewerkschaften direkter zu behandeln. Weltweite Tätigkeiten im Zusammenhang mit multinationalen Unternehmen Zwei weltweit bekannte multinationale Konzerne standen im Brennpunkt enger Zusammenarbeit zwischen Mitgliedsorganisationen in Europa und den Vereinigten Staaten. Die der UFCW angeschlossenen Beschäftigten bei der französischen Hypermarktkette Carrefour konnten nach einem langen Anerkennungskampf mit der Unterstützung der FIET und ihren französischen Mitgliedsorganisationen im Handel im Jahre 1991 schliesslich normale Arbeitsbeziehungen schaffen. Die amerikanische Tochter des belgischen Handelsunternehmens Delhaize, Food Lion, ist eine weitere, in europäischem Besitz befindliche Firma, die sich hartnäckig gegen eine gewerkschaftliche Präsenz und den Aufbau echter Arbeitsbeziehungen wehrt. In Begleitung von Vertretern der drei belgischen Gewerkschaften im Handel, SETCa, LBC und CNE, reiste eine FIET- Delegation im März 1993 in die Vereinigten Staaten, wo sie mit UFCWVertretern und Personal der Food Lion zusammentraf. Ferner fand auch ein Treffen zwischen FIETGewerkschaften in Nordamerika und in der Tschechischen und Slowakischen Republik statt betreffend den Einzelhandelskonzern K- Mart und dessen Investitionspolitik in Mittel- und Osteuropa. Im Kampf für faire Bedingungen im Einzelhandel wurde im März 1993 ein wichtiger Schritt getan, als die FIET eine Erkundungsmission in den Vereinigten Staaten durchführte, um die Beschäftigungsbedingungen bei der Einzelnaganl handels- Grossfirma Food Lion zu untersuchen. Unfaire Arbeitspraktiken und die Missachtung der Rechte der sib Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei Food Lion- einer von der belgischen Firma Delhaize le Lion kontrollierten Gesellschaft wurden bereits früher von der FIET und ihren Mitgliedsorganisationen herausgestellt. Drei FIETMitgliedsorganisationen im Handel, SETCa- BBTK, LBC und CNE, beteiligten sich an der Mission. Im Anschluss an die Mission wurde ein Bericht veröffentlicht, auf den sich die Gewerkschaften in Gesprächen mit der belgischenb Geschäftsleitung des Unternehmens stützten.20 THI O odeb mobaste Ta ob Ch UG LIGHT 118 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Auf Initiative der FIET wird die IAO 1995 eine weltweite Studie über die Auswirkungen multinationaler Unternehmen auf die Arbeitsbeziehungen im Handel durchführen. Handelsreisende und Handelsvertreter Die FIET befasst sich seit vielen Jahren mit Handelsreisenden und Handelsvertretern, namentlich in Europa, jedoch auch in Amerika, wo die IRO- FIET eine Fachgruppe für Handelsreisende, die SPAV, geschaffen hat. Vorsitzender dieser Fachgruppe ist Azar Cabezas von der RNACV, Chile. In Europa standen in den letzten Jahren vor allem Tätigkeiten im Hinblick auf die Annahme einer Europäischen Richtlinie zum Schutz der Handelsreisenden im Mittelpunkt. Im Jahre 1989 verabschiedete die Europäische Gemeinschaft eine solche Richtlinie, die jedoch nur die selbständigen Handelsreisenden betraf. Während mehreren Jahren hat sich die Kommission wenig für diese Fragen interessiert; 1994 erklärte sie, die regionale Integration habe zu einer neuen Situation für die angestellten Handelsreisenden geführt, weshalb sie bereit sei, dieses Thema 1995 wieder aufzunehmen. Diese und andere, die Handelsreisenden betreffenden Anliegen wurden anlässlich der Zusammenkunft einer kleinen Arbeitsgruppe im November 1994 in London, Vereinigtes Königreich, erörtert, als beschlossen wurde, eine EURO- FIETTask Force für Handelsreisende ins Leben zu rufen, die im Verlauf des Jahres 1995 die Gespräche mit der Europäischen Kommission aufnehmen soll. AFRO- FIET Die AFRO- FIET- Fachgruppe Handel konzentrierte ihre Tätigkeiten vor allem auf die Bildungsarbeit, und sie hat zahlreiche Bildungsprojekte mit den Handelsangestellten- Gewerkschaften der Region durchgeführt. 35 Gewerkschaftsvertreter und Gewerkschaftsfunktionäre aus Botswana, Kenia, Lesotho, Namibia, Südafrika, Swaziland, Tanzania, Sambia und Simbabwe nahmen an der AFRO- FIET- Konferenz über multinationale Handelsbetriebe im südlichen Afrika teil, die im November 1994 in Kapstadt veranstaltet wurde. Die Konferenz bildete den Abschluss eines Dreijahresprojekts, das eine Untersuchung der in der Region tätigen multinationalen Einzel- und Grosshandelsfirmen sowie die Förderung der Zusammenarbeit von Handelsangestellten- Gewerkschaften im südlichen Afrika zum Ziel hatte. FL AFRO- FIET CONFERENCE ON MULTI- NATIONAL COMPONIES COMMERCE SOUTHERN FRICA AF FI FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 119 Auf regionaler Ebene konnte im Jahre 1994 ein Projekt betreffend multinationale Handelsbetriebe im südlichen Afrika abgeschlossen werden. Das Projekt hatte zum Ziel, die multinationalen Handelsunternehmen in der Region zu analysieren und die Zusammenarbeit der Handelsangestellten- Gewerkschaften im südlichen Afrika zu fördern, um ihre Verhandlungsposition zu stärken, damit sie die Interessen ihrer Mitglieder in diesen multinationalen Einzelhandelsfirmen wirksamer vertreten können. Während des Berichtzeitraums wurden Workshops in Zimbabwe und Südafrika durchgeführt, die mit einer Konferenz in Kapstadt, Südafrika, im November 1994 ihren Abschluss fanden. Jay Naidoo, der für das Wiederaufbau- und Entwicklungsprogramm zuständige Minister in der Präsidialkanzlei, sowie Papi Kganare, Mitglied des Exekutivrates( Minister) der Provinz Freistaat und ehemaliger Generalsekretär der SACCAWU, ergriffen anlässlich dieser Konferenz das Wort. Das Projekt wurde von der 15b dänischen FIET- Gewerkschaft HK unterstützt, deren Präsident, John Dahl, ebenfalls anwesend war. APRO- FIET Während des Berichtzeitraums hat die APRO- FIETFachgruppe Handel drei Tagungen durchgeführt: • • Penang, Malaysia, 6.- 7. August 1992; Sydney, Australien, 18.- 20. Oktober 1993; Kuching, Malaysia, 24. Oktober 1994 Die Tagung im Jahre 1992, an der 30 Delegierte teilnahmen, war der Diskussion von Möglichkeiten zur Verbesserung der Qualität von Arbeitsplätzen im Einzelhandel gewidmet. Es wurde betont, dass die Fachgruppe regelmässige Tagungen durchführen und die Kommunikation zwischen den Mitgliedsorgaginow 90.28 Unter dem Vorsitz von Jim Maher aus Australien trat die APRO- FIET- Fachgruppe Handel im Oktober 1994 in Sydney zusammen. Die Anwesenden tauschten Informationen über Löhne und Arbeitsbedingungen, über die Anwendung neuer Technologie sowie über Organisierungsstrategien aus. Besondere Aufmerksamkeit wurde den Tätigkeiten der multinationalen Einzelhandelskonzerne geschenkt, die vor allem in Australien, Indonesien, Japan, Malaysia, Singapur und Thailand eine immer wichtigere Rolle spielen. Die grossen Einzelhandelsfirmen sind mit einer Sättigung der einheimischen Märkte konfrontiert, so zum Beispiel in Australien, wo die Myers- Coles- Kette IA rund zwei Drittel des gesamten Marktes beherrscht. Dieses Unternehmen richtet seinen Blick nun auf die lukrativen Einzelhandelsmärkte in den Wirtschaften der asiatischen Tiger. 201D nsdail 120 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 2 APRO FIET COMMERCE TRADE SECTION COMMITTEE MEETING 24 OCTOBER 1994 KUCHING, SARAWAK MALAYSIA ben Der APRO- FIET- Fachgruppenausschuss Handel verabschiedete auf seiner Tagung im Oktober 1994 in Malaysia eine Erklärung über Arbeitszeit und führte eine längere Diskussion über Strategien in multinationalen Unternehmen durch. Jim Maher führte zum letzten Mal den Vorsitz des Fachgruppenausschusses, und die Teilnehmer dankten ihm für seinen Einsatz in diesem Gremium. Gary Nebeker, 1. FIET- Vizepräsident, sprach auf dieser Tagung über die Tätigkeiten seiner Gewerkschaft( UFCW) auf dem Gebiet der Organisierung in multinationalen Unternehmen. Die Aufnahme zeigt von links nach rechts: Philip J. Jennings, Chris Ng, Jim Maher, Gary Nebeker und Mamoru Shibata. nisationen verbessern müsse, um eine in bezug auf Qualität und die Entlohnung befriedigende Beschäftigung gewährleisten zu können. Die Teilnehmer wiesen ferner auf die notwendige Verbesserung der Laufbahnstrukturen und des Dienstleistungsangebots hin und betonten, dass die Tätigkeiten im Zusammenhang mit multinationalen Unternehmen ausgebaut und die Auswirkungen der neuen Technologien in Zukunft aufmerksam verfolgt werden müssen. Die gewerkschaftliche Organisierung stand im Mittelpunkt der Tagung im Jahre 1993, die sich auch mit den Auswirkungen neuer Technologien auf die Handelsangestellten der Region befasste. Zu den weiteren vorrangigen Anliegen gehörten die multinationalen Unternehmen, wobei die Teilnehmer im besonderen darauf aufmerksam gemacht wurden, dass der koreanische Einzelhandelsmarkt nunmehr auch ausländischen Konkurrenten zugänglich ist. Die Mitglieder waren sich darüber einig, dass allseitige Organisierungsanstrengungen notwendig sind, um die Position der Gewerkschaften im Umgang mit diesen multinationalen Firmen zu stärken. Auf der Tagung im Jahre 1994 wurde eine Erklärung über Arbeitszeit verabschiedet, und es standen erneut Strategien in bezug auf multinationale Unternehmen auf der Tagesordnung. Es wurde beschlossen, einen Bericht über die Internationalisierung des Gross- und Einzelhandels in der Region Asien und Pazifik auszuarbeiten. Der Fachgruppenausschuss verlangte ferner eine internationale Untersuchung über den Konzern Toys" R" Us. Zu den weiteren Diskussionsthemen gehörten Organisierungsstrategien und gezielte Initiativen, die 1995 eingeleitet werden sollen. Jim Maher, SDA, Australien, hat die APRO- FIETFachgruppe Banken bis 1994 geleitet. Auf der Tagung in Kuching wurde er in diesem Amt von Ian Blandthorne, SDA, abgelöst, während John de Payva, SMMWU, Singapur, sein Amt als stellvertretender Vorsitzender fortführte. FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 121 EURO- FIET Während des Berichtzeitraums wurden die Tätigkeiten der EURO- FIET- Fachgruppe Handel grundlegend umstrukturiert. Der Austausch von Informationen über tarifliche Entwicklungen und Erfahrungen nimmt zwar nach wie vor einen wichtigen Platz in der Fachgruppenarbeit ein, wird jedoch in zunehmendem Masse durch den europäischen sozialen Dialog und die Tätigkeiten der Fachgruppe auf dem Gebiet der multinationalen Gross- und Einzelhandelsunternehmen vervollständigt. Wenn die Grundlagen für Verhandlungen mit diesen Grosskonzernen geschaffen werden, kommt der Frage der gewerkschaftlichen Organisierung eine völlig neue Bedeutung zu. Die Entwicklungen in der Europäischen Union haben für die EURO- FIETFachgruppe Handel zudem neue Aufgaben gebracht und den nationalen Handelsangestellten- Gewerkschaften neue Perspektiven für ihre Zusammenarbeit in der Region eröffnet. In Europa stellte die Aufnahme zahlreicher Handelsangestellten- Gewerkschaften aus Mittel- und Osteuropa in die FIET eine entscheidende Entwicklung dar, die sich auf die Prioritäten und auf die Fachgruppentagungen auswirkte und zu der Einleitung einer grossen Zahl von Projekten und FIET- Aktivitäten in der Region selbst führte. Fachgruppenausschuss Aufgrund des starken Wachstums der EURO- FIETMitgliedschaft im Handel wurden die bisherigen Fachgruppenausschuss- Tagungen vermehrt in Form von Jahreskonferenzen der Mitgliedsorganisationen organisiert mit durchschnittlich 50 bis 100 Teilnehmern. Abgesehen vom Umfang dieser Tagungen musste auch die wachsende Zahl von Problemen, die die Fachgruppe zu behandeln hat, berücksichtigt werden. Gleichzeitig verlangte der Ausbau des europäischen sozialen Dialogs raschere Beratungsund Entscheidungsverfahren innerhalb der FachDer EURO- FIET- Fachgruppenausschuss Handel richtete auf seiner Tagung in Bratislava eine Herausforderung an alle grossen multinationalen Einzelhandelsunternehmen Europas. Er rief sie auf, mit der EURO- FIET Gespräche über den Abschluss von Informations- und Konsultationsvereinbarungen auf internationaler Ebene aufzunehmen. Es wurde betont, dass zwar viele Handelsangestellte- die etwa 14% der Erwerbstätigen in den meisten europäischen Ländern ausmachen- nicht von multinationalen Konzernen beschäftigt werden, dass es jedoch gerade diese Firmen sind, die Veränderungen in den Einzelhandelspraktiken und den Arbeitsbedingungen, namentlich in bezug auf die Arbeitszeit, herbeiführen. 122 FIET FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 gruppe. Im Bestreben, diesen Anforderungen gerecht zu werden, hat die Fachgruppe daher auf der Konferenz im Jahre 1994 ihre Strukturen grundlegend überprüft und beschlossen, einen Lenkungsausschuss, in dem ein Vertreter aus jedem europäischen Wahl- Gebiet vertreten ist, einzusetzen, der zweimal pro Jahr tagt. chiedenen Der FIET- Fachgruppenausschuss Handel ist in der Zeit zwischen 1991 bis 1994 viermal zusammengetreten: Berlin, Deutschland, 7.- 8. November 1991 Bern, Schweiz, 22.- 23. Oktober 1992 • Bratislava, Slowakei, 16.- 17. September 1993 • Amsterdam, Niederlande, 13. März 1994 Auf der Tagung im Jahre 1991 standen Themen wie niedrige Löhne und Gleichstellung im Mittelpunkt, und die Teilnehmer legten Strategien zur Bekämpfung der Diskriminierung fest. Die Tätigkeit auf dem Gebiet der multinationalen Unternehmen wurde als vorrangig bezeichnet und soll auch in Zukunft ganz oben auf der Prioritätenliste stehen. Ein weiteres zentrales Anliegen stellten die Ladenöffnungszeiten dar. Die Beratungen auf der 1992 durchgeführten Tagung galten im besonderen einer FIET- Studie über multinationale Unternehmen und der Erörterung einer " Hit- Liste", die 50 Unternehmen erwähnte, in denen in der Zukunft wahrscheinlich Europäische Betriebsräte eingerichtet werden. Der Ausschuss wies darauf hin, dass unbedingt zusätzliche Informationen über bestimmte Unternehmen eingeholt werden müssen. Zu den weiteren wichtigen Gesprächsthemen gehörten Gleichstellungsfragen sowie Wege zur Verbesserung der Beschäftigungsbedingungen und Beschäftigungsmöglichkeiten der Frauen. bildoinus no sib Die Tagung 1993 galt im besonderen der Frage der Europäischen Betriebsräte, wobei auf die den Gesetzgebungsprozess verzögernden Anstrengungen der Arbeitgeber hingewiesen wurde. Die Fachgruppe erklärte sich ferner bereit, schon vor der Annahme der diesbezüglichen europäischen Richtlinie direkt mit multinationalen Handelsunternehmen über die Einsetzung von Betriebsräten zu verhandeln. Zu den weiteren Diskussionspunkten gehörten die besonderen Herausforderungen, denen sich Mitgliedsorganisationen in Mittel- und Osteuropa stellen müssen, und die Mitglieder bestätigten, dass alle Strategien und Programme für europäische Handelsangestellte auch für die Kollegen in den im Übergang befindlichen Ländern volle Gültigkeit haben. Die vierte Tagung kam am 13. März 1994 in Amsterdam, Niederlande, unmittelbar nach der Konferenz der Fachgruppe Handel zur Durchführung, in deren Verlauf die Zusammensetzung des Lenkungsausschusses bestätigt wurde. Bis 1994 war Garfield Davies( USDAW, UK) Vorsitzender der EURO- FIET- Fachgruppe Handel und Dieter Steinborn, HBV, Deutschland, stellvertretender Vorsitzender bis 1993. Sein Amtsnachfolger war Kenth Pettersson, Handels, Schweden, bis zur Fachgruppenkonferenz im März 1994, als er das Amt des Vorsitzenden von Garfield Davies übernahm. Auf der gleichen Konferenz wurden Hubert Gartz, DAG, Deutschland, und Claudio Treves, FILCAMS, Italien, zu stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Ende 1994 gehörten dem Lenkungsausschuss folgende Mitglieder an: Kenth Pettersson, Schweden - Vorsitzender; Hubert Gartz, Deutschland- stellvertretender Vorsitzender; Claudio Treves, Italien stellvertretender Vorsitzender; Bill Connor, Vereinigtes Königreich; Erwin DeDeyn, Belgien; Jürgen Glaubitz, Deutschland; Jörgen Hoppe, Dänemark; Jozsef Sáling, Ungarn. 5. EURO- FIET- Konferenz der Fachgruppe Handel Mehr als 200 Delegierte aus 44 Gewerkschaften in 29 Ländern nahmen an der 5. Konferenz der EUROFIET- Fachgruppe Handel teil, die somit die bisher grösste und repräsentativste EURO- FIET- Konferenz für Handelsangestellte in der Geschichte der Regionalorganisation war. Die Konferenz, die vom 10. bis 12. März 1994 in Amsterdam stattfand, fiel in eine Zeit, in der multinationale Grosshandels- und Einzelhandelsgiganten durch eine rasche Expansion und Festigung ihrer führenden Stellung in verschiedenen Teilen Europas den regionalen Integrationsprozess voll ausnutzen wollten. Flexibilität und Deregulierung, einschliesslich der Einführung der Geschäftsöffnung am späten Abend und am Sonntag, sind die Eckpfeiler dieser Strategie, die wenig oder überhaupt keinen Spielraum für eine Rücksichtnahme auf die wirtschaftliche und soziale Lage der Handelsangestellten und ihrer Familien lässt. Auf der Suche nach einer schlagkräftigen Antwort der Gewerkschaften unterstrich die Konferenz, dass die nationalen Tätigkeiten der Gewerkschaft FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 123 cambio er comercio europeo H FURO FIET Die EURO- FIET- Konferenz der Fachgruppe Handel, die im März 1994 in Amsterdam stattfand, und an der über 200 Delegierte aus 44 Gewerkschaften in 29 Ländern teilnahmen, war die bisher mit Abstand grösste und repräsentativste EURO- FIET- Konferenz für Handelsangestellte in der Geschichte der Regionalorganisation. Die Konferenz wurde organisatorisch neu gestaltet: die Beratungen fanden einerseits im Rahmen von Arbeitsgruppen und andererseits in einer eintägigen Vollversammlung statt. Die Diskussionen in den Arbeitsgruppen betrafen im besonderen die Organisierung der Angestellten in multinationalen Unternehmen und die Gestaltung der Arbeitszeit. Garfield Davies, der seit 1986 den Vorsitz der Fachgruppe Handel führte, trat auf der Konferenz von diesem Amt zurück. Er wurde von der Regionalkonferenz, die nach der Handelskonferenz tagte, einstimmig zum Präsidenten der EURO- FIET gewählt. unbedingt auf europäischer und globaler Ebene ergänzt werden müssen. Zu den vorrangigen Anliegen der Konferenzteilnehmer gehörten der soziale Dialog in Europa und Anstrengungen zur Einrichtung von Europäischen Betriebsräten sowie auch laufende Anstrengungen zur Beeinflussung der europäischen Gesetzgebung. In einer Sondererklärung brachte die Konferenz die Entschlossenheit der Fachgruppe, sich für die Beibehaltung von Ladenschluss- Regelungen einzusetzen, zum Ausdruck. Auf der Konferenz trat der neugewählte EURO- FIET- Präsident Garfield Davies, der den Vorsitz der Fachgruppe seit 1986 innehatte, von diesem Amt zurück, und es wurde ein neues Führungsgremium gewählt, das sich wie folgt zusammensetzt: Vorsitzender: Kenth Pettersson, Mitglied des Vorstandes und Präsident der Handels, Schweden. Stellvertreter: Hubert Gartz, DAG, Deutschland, und Claudio Treves, FILCAMS, Italien. Der Europäische Sozialdialog Im Rahmen der sozialen Dimension des EU- Vertrags von Maastricht wurden die Voraussetzungen geschaffen, die den Arbeitgeberorganisationen und den Gewerkschaften erlauben, ihren sozialen Dialog auf die europäische Ebene auszudehnen. Im Handel haben die Arbeitgeberorganisation Euro- Commerce und die EURO- FIET von diesen Möglichkeiten regen Gebrauch gemacht und in verschiedenen Bereichen einen solchen Dialog entwickelt. Die berufliche Ausbildung und Weiterbildung ist der Bereich, der im europäischen sozialen Dialog im Handel auf die längste Tradition zurückblicken kann. Auf der Grundlage eines gemeinsamen Protokolls aus dem Jahre 1988 befassten sich die EURO- FIET und EuroCommerce mit verschiedenen Projekten. Das Projekt Euroqualifikationen hat zum Ziel, die Mobilität der Handelsangestellten zu fördern, indem die damit verbundenen Qualifikationserfordernisse ermittelt werden. Im Rahmen des FORCE- Programms wurden in Zusammenarbeit mit verschiedenen Berufsausbildungs- Instituten in EU- Ländern im Jahre 1994 124 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Unterlagen betreffend Fernunterricht für europäische Handelsangestellte veröffentlicht. Mit einem weiteren Projekt im Rahmen des FORCE- Programms wurden Informationen über empfehlenswerte Praktiken für die Berufsausbildung in Handelsbetrieben verschiedener europäischer Länder eingeholt. Das Assist- Programm erlaubte den Sozialpartnern in verschiedenen Ländern eine enge Zusammenarbeit auf dem Gebiet der beruflichen Ausbildung, und es konnten mehrere erfolgreiche Gespräche am runden Tische zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften durchgeführt werden. Anfang 1994 wurde ein weiteres Anliegen, die Bekämpfung von Gewalt gegen Personal im Handel, in den sozialen Dialog aufgenommen. Nach einem äusserst schwierigen Prozess konnten sich die Sozialpartner auf eine gemeinsame Erklärung einigen, die Leitlinien für die Behandlung dieser Frage sowohl auf europäischer als auch auf einzelstaatlicher Ebene enthält. Die Erklärung wurde auf einer Tagung mit der Europäischen Kommission im März 1995 von den Sozialpartnern offiziell gutgeheissen. 050 Im Verlauf des Jahres 1994 fanden regelmässige informelle Beratungen zwischen der EURO- FIET und EuroCommerce über die Fortführung dieses sozialen Dialogs statt. Bei diesen Gesprächen wurde klar, dass beide Parteien daran interessiert sind, den sozialen Dialog zu verstärken und auszudehnen. An den im Zusammenhang mit dem sozialen Dialog veranstalteten Arbeitssitzungen und Tagungen der Sozialpartner und der Europäischen Kommission haben die EURO- FIET und ihre Mitgliedsorganisationen im Handel aktiv mitgewirkt und sich unmittelbar an der Gestaltung von Tätigkeiten und Unterlagen beteiligt. Die Beziehungen zwischen der Fachgruppe Handel und der Europäischen Kommission hatten in erster Linie den sozialen Dialog und direkt damit verbundene Fragen zum Gegenstand. Die Fachgruppe hat jedoch auf die Notwendigkeit hingewiesen, dass sie im Zusammenhang mit allen Tätigkeiten, die die Kommission im Handel durchführt, konsultiert wird und aktiv daran mitwirken muss. Es wurden wiederholte Anstrengungen zum Ausbau der Kontakte mit der GD XXII, der Generaldirektion für Handel und Verteilung, unternommen. Die EUROFIET wurde im März 1995 eingeladen, im Handelsausschuss der GD XXIII einen Vortrag zu halten. Multinationale Unternehmen Bereits seit mehreren Jahren finden Tagungen von EURO- FIET- Konzernausschüssen im Einzelhandel und Grosshandel statt, doch wurde diesen Veranstaltungen mit der 1994 erfolgten Annahme der Richtlinie über Europäische Betriebsräte nun eine neue Dimension verliehen. Im Bereich des Handels fallen mehr als 50 Unternehmen unmittelbar in den Geltungsbereich der Richtlinie, und in vielen Fällen wurden die Verfahren im Hinblick auf die Einsetzung von Europäischen Betriebsräten bereits eingeleitet. Während des Berichtzeitraums fanden Tagungen mit folgenden Unternehmen statt: mit dem deutschen Handelskonzern Tengelmann im Januar 1992; mit der belgischen Einzelhandelskette Delhaize im Juni 1993; mit der Europäischen Einzelhandels- Allianz im März 1994 in den Niederlanden, mit der multinationalen Grosshandelsfirma Metro im November 1992, im Februar 1994 und im Januar 1995; mit dem Lebensmittel- Discountgeschäft Aldi Nord im Dezember 1992, im Januar 1994 und im Februar 1995; mit dem Möbelkonzern IKEA im Juni 1991 in Dänemark, im September 1993 und im Februar 1995, und schliesslich mit dem britischen multinationalen Einzelhandelsunternehmen Marks& Spencer im März 1995. Mit wenigen Ausnahmen waren auf allen Tagungen Vertreter der Geschäftsleitung anwesend; diese Vertreter sprachen sich zum Teil grundsätzlich für eine Aufnahme von Verhandlungen über die Bildung eines Europäischen Betriebsrates mit der EUROFIET aus. Mit keinem dieser Unternehmen wurden jedoch offizielle Verhandlungen aufgenommen. Da viele dieser Firmen auch in Nicht- EU- Staaten Niederlassungen haben, macht die EURO- FIETFachgruppe Handel immer wieder geltend, dass auch die Angestellten aus diesen Ländern in den Geltungsbereich der Richtlinie einbezogen werden müssen. In einigen dieser Unternehmen wird es unerlässlich sein, eine Zusammenarbeit mit Mitgliedsorganisationen ausserhalb Europas aufzubauen. Tätigkeiten der Fachgruppe Handel in Mittel- und Osteuropa Die FIET- Mitgliedsorganisationen in Mittel- und Osteuropa sind mehrheitlich HandelsangestelltenGewerkschaften. Der Handel war zudem der erste Sektor, der in den meisten dieser Länder privatisiert FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 125 und umstrukturiert wurde. Diese Entwicklung hat die Fachgruppenarbeit massgeblich beeinflusst, und in der Berichtszeit wurden daher zahlreiche Tagungen und andere Veranstaltungen mit den Gewerkschaften in dieser Region durchgeführt. Im Dezember 1994 wurde in Bratislava, Slowakei, eine Handelsangestellten- Konferenz organisiert, auf der die Auswirkungen des europäischen sozialen Dialogs auf diese im Übergang befindlichen Länder zur Sprache kamen und betont wurde, dass die Gewerkschaften dieser Region unbedingt in die Verhandlungen im Hinblick auf die Bildung Europäischer Betriebsräte einbezogen werden müssen. Um den Gewerkschaften bei der Bewältigung der Probleme mit dem sich immer stärker ausbreitenden, nicht regulierten" grauen Sektor" im Einzelhandel behilflich zu sein, hat die FIET Anfang 1995 ein Projekt in Form einer Untersuchung eingeleitet, die in Zusammenarbeit mit dem IAOTeam für Mittel- und Osteuropa und der ungarischen Handelsangestellten- Gewerkschaft KASZ durchgeführt wird. Von grosser Bedeutung für die ostmitteleuropäischen Handelsangestellten- Gewerkschaften ist die mit den Gewerkschaften dieses Sektors in den westeuropäischen Ländern entwickelte intensive Projektzusammenarbeit, die in der Regel von der FIET eingeleitet und laufend unterstützt wurde. So haben zum Beispiel ihre dänische Mitgliedsorganisation HK und die anderen nordischen HandelsangestelltenGewerkschaften ein umfassendes Organisierungsund Bildungsprojekt mit den HandelsangestelltenGewerkschaften in Estland, Lettland und Litauen eingeleitet; dieses Projekt wird von der Europäischen Union im Rahmen des PHARE- Demokratieprogramms unterstützt. In Polen beteiligen sich die schwedischen Organisationen im Handel an Projekttätigkeiten mit der Solidarnosc- Branchengewerkschaft Handel und in Rumänien arbeitet HK, Dänemark, mit der Handelsangestellten- Gewerkschaft FSLC zusammen. Die GPA, Österreich, unterstützt die Bildungs- und Gewerkschaftsentwicklungsarbeit der Handelsangestellten im benachbarten Ungarn und in der Slowakei; die FIET ihrerseits fördert Projekte mit den tschechischen und slowakischen Organisationen im Handel. Ausserdem bereitet die FIET zusammen mit den italienischen Handelsangestellten- Gewerkschaften Projektaktivitäten mit der kroatischen HandelsangestelltenGewerkschaft vor. Ähnliche Projekte wurden bereits im Jahre 1994 mit den Organisationen im Handel der Gemeinschaft unabhängiger Staaten eingeleitet. IRO- FIET pib Die IRO- FIET- Fachgruppe Handel( SPEC) wurde im Verlauf der IRO- FIET- Regionalkonferenz im Jahre 1991 in San Francisco neu gebildet. Die IRO- FIETHandelsangestellten- Gewerkschaften sind besonders stark in Argentinien, Brasilien, Venezuela und den Vereinigten Staaten und Kanada. Die Regionalorganisation hat sich zum Ziel gesetzt, auch in anderen Ländern, und ganz besonders in Chile und Paraguay, eine stärkere Präsenz zu schaffen. Vorsitzender der SPEC ist Jorge Benze von der FAECYS, Argentinien. Seminar für Handelsangestellte gationis tus Multinationale Gesellschaften, die Qualität der Beschäftigung im Handel und Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen waren die Themen eines IRO- FIET- Seminars für Handelsangestellte, das vom 7. bis 10. September 1992 in Montevideo, Uruguay, stattfand. An diesem Seminar nahmen 30 Gewerkschaftsvertreter aus 10 Ländern der Region teil, die in zunehmendem Masse von Armut und Ungleichheit beherrscht wird. Betreffend die multinationalen Unternehmen wiesen die Teilnehmer auf das als" el grande shopping" bekannte Phänomen in der Region hin, das stets an Bedeutung gewinnt, sowie auf die Herausforderungen im Zuge der voranschreitenden Wirtschaftsintegration. Sie verlangten ferner einen verstärkten Informationsaustausch zwischen den Gewerkschaften über die Tätigkeiten bestimmter multinationaler Firmen. Weitere wichtige Themen waren die Arbeitszeit und die geringen Löhne. In einigen Ländern Lateinamerikas müssen Handelsangestellte bis zu 72 Stunden pro Woche arbeiten und erhalten nur einen freien Tag für 20 Arbeitstage. Die Teilnehmer gelangten zu dem Schluss, dass diese Probleme nur von starken Gewerkschaften gelöst werden können, die sich vermehrt auf die Alltagsprobleme ihrer Mitglieder konzentrieren müssen. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn sie versuchen, Frauen für die Sache der Gewerkschaften zu gewinnen. 126 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Fachgruppe für Frisör- und Kosmetikberufe Seit 1988 haben die Beschäftigten in der Frisör- und Kosmetikbranche ihre eigene Fachgruppe. Der grösste Teil ihrer Tätigkeiten gelangte im Rahmen der EURO- FIET zur Durchführung. Ganz besonders in der Europäischen Union sind wichtige Entwicklungen eingetreten: der soziale Dialog mit den Arbeitgebern wird demnächst aufgenommen, und es besteht nun eine enge Zusammenarbeit mit der Arbeitsschutzbehörde der Kommission. Die Angestellten in Frisör- und Kosmetikberufen sind gutausgebildete Fachkräfte, die aufgrund ihrer Tätigkeit eine grosse Verantwortung gegenüber ihren Kunden tragen. Diese Verantwortung findet jedoch in der Stellung, die sie im Arbeitsleben einnehmen, keinen Niederschlag; sie sind im besonderen mit folgenden Problemen konfrontiert: • Arbeitslosigkeit und Unsicherheit der Beschäftigung; niedrige Löhne und ein ständiger Sozialabbau; erhöhte Arbeitslast während unsozialer Arbeitszeit und ernste Gesundheits- und Sicherheitsgefahren aufgrund der verwendeten Chemikalien, sowie ergonomische Probleme. Viele dieser Probleme sind eine direkte Folge der Ungleichheit im Arbeitsalltag in dieser Branche, in der vornehmlich Frauen beschäftigt sind. Der EURO- FIET- Fachgruppenausschuss für Frisörund Kosmetikberufe verabschiedete auf seiner Tagung vom 24. April 1991 in Genf einen Bericht über Gesundheitsgefahren in diesen Berufen, der die Grundlage für Initiativen und Massnahmen bildete, die in der Folge auf dem Gebiet des Arbeitsschutzes eingeleitet wurden und die auch regelmässige Kontakte mit den Gesundheits- und Sicherheitsbehörden der Europäischen Kommission umfassten. nsbus iceb Erste Konferenz der FIET- Fachgruppe für doa nov Frisör- und Kosmetikberufe Die 1. Konferenz der FIET- Fachgruppe Frisöre fand am 10. und 11. März 1992 in Genf statt. Die Konferenz befasste sich eingehend mit Gesundheitsund Sicherheitsfragen, wobei betont wurde, dass weitere Anstrengungen im Hinblick auf die Ausschaltung der in der Kosmetikbranche benützten gefährlichen Stoffe notwendig sind und Regeln für die Produktbeschriftung ausgearbeitet werden müssen. Die Konferenz verlangte ferner die Schaffung weltweit geltender Normen für die in der Frisör- und Kosmetikbranche verwendeten chemischen Stoffe und forderte die FIET auf, diese Frage offen mit den Herstellern dieser Produkte zur Sprache zu bringen. Abgesehen von den Arbeitsschutzfragen befasste sich die Konferenz auch mit der gewerkschaftlichen Organisierung und verlangte die Ausarbeitung neuer Mitgliederwerbungs- Techniken, bei denen die Probleme der Frauen und der Jugendlichen besonders berücksichtigt werden. Schliesslich standen auch die im Wandel befindlichen Beschäftigungsstrukturen und die zunehmende Zahl von Franchise- Gesellschaften in diesem Sektor zur Diskussion. Auf der Konferenz wurde Poul Monggaard von der dänischen Frisörgewerkschaft DFKF als Nachfolger von Arnold Hansen zum neuen Vorsitzenden der Fachgruppe gewählt. Elisabeth Kopitz von der HGPD, Österreich, übernahm das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden, das zuvor von Richard Thöndel bekleidet wurde. Fachgruppenausschuss tim gasdasm Im Jahre 1993 tagte der EURO- FIET- Fachgruppenausschuss am 14. und 15. Juni in Amsterdam. Auf der Tagesordnung standen der soziale Dialog, die Arbeitsumwelt, Organisierungsstrategien sowie eine FIET- Studie über Gehälter und Arbeitsbedingungen. Im September des gleichen Jahres fand eine Sitzung in Genf statt, die die Tätigkeiten der Fachgruppe prüfte und ein Arbeitsprogramm verabschiedete. Am 6. und 7. Juni 1994 tagte der EURO- FIETFachgruppenausschuss in Brüssel und traf auch mit Vertretern der Kommission zusammen, um Fragen der Gesundheit und Sicherheit in Frisörberufen zu erörtern. In diesen Diskussionen wurde im besonderen auf ernste chemische Gefahren für Frisöre im FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 127 baited fobrisW mi pbnamdones sib ba Photo: J. Maillard, International Labour Office In den Frisörberufen gibt es zahlreiche Gesundheits- und Sicherheitsgefahren. Die FIET- Fachgruppe für Frisörund Kosmetikberufe hat Gesundheitsgefahren chemischer und ergonomischer Natur herausgestellt und darauf hingewiesen, dass viele Produkte, die bei einem gelegentlichen Gebrauch als sicher betrachtet werden, für Personen, die diese Produkte in ihrem Beruf täglich verwenden, gefährlich sein können. Diese Erkenntnis bestätigten Studien, die die Weltgesundheitsorganisation durchführte, und die zur Folge hatten, dass die Frisörberufe in die Gruppe der Berufszweige eingestuft wurden, in denen eine echte Krebsgefahr besteht. Die Fachgruppe will diese Fragen betreffend Gesundheit und Sicherheit in Kontakten mit internationalen und einzelstaatlichen Behörden sowie mit Arbeitgebern und führenden Kosmetika- Herstellern zur Sprache bringen. eif en nd Litauen Zusammenhang mit der Verwendung von Haartönungs- und Färbemitteln aufmerksam gemacht. Die EURO- FIET wies die Kommission bei dieser Gelegenheit auf eine Gefahren- Klassifizierung hin, die die für diese Frage zuständige Abteilung der Weltgesundheitsorganisation( WHO) veröffentlicht hat, und in der die Krebsgefahren in den Frisörberufen besonders hoch eingestuft wurden. Der Fachgruppenausschuss rief die Kommission auf, im Lichte der jüngsten Forschungsergebnisse ihre eigene Toxizitäts- Klassifikation der Substanzen, die im Frisörgewerbe verwendet werden, zu überarbeiten. Im Verlauf des Jahres 1994 wurde die Fachgruppe bei der Kommission auch im Zusammenhang mit anderen, durch chemische Stoffe bedingte Gesundheits- und Sicherheitsgefahren vorstellig, mit dem ab taids Ziel, Regelungen durchzusetzen, die die Verwendung bestimmter gefährlicher Bestandteile in kosmetischen Produkten oder in Chemikalien verbieten. In verschiedenen europäischen Ländern wurden zudem die Arbeitgeberorganisationen angesprochen, damit sie ein Übereinkommen treffen, das die Verwendung von schädlichen oder gefährlichen chemischen Stoffen in Frisörsalons untersagt. Die Fachgruppe Frisör- und Kosmetikberufe hat sich ferner für die Ausarbeitung von europäischem Bildungsmaterial über Arbeitsschutzfragen eingesetzt. Diese Anstrengungen werden in Zusammenarbeit mit den dänischen Arbeitsumwelt- Behörden unternommen; das Material wird in Form einer interaktiven Computer- Animation herausgegeben werden. 128 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Auf seiner Tagung in Brüssel führte der Fachgrup- ber penausschuss ausserdem Gespräche mit Vertretern der EU- Behörde für Berufsausbildung, in der Absicht, mit den zuständigen europäischen Arbeitgeberorganisationen einen strukturierten sozialen Dialog über diese Fragen zu führen. In der Berichtszeit haben als Auftakt zu einem formalisierten sozialen Dialog die ersten inoffiziellen Treffen zwischen den Sozialpartnern stattgefunden. en in best Die EURO- FIET- Fachgruppe Frisör- und Kosmetikberufe hat ferner eine Untersuchung über Löhne und Arbeitsbedingungen in diesem Sektor abgeschlossen. Daraus ging im besonderen hervor, dass die Beschäftigungssicherheit während des Mutterschaftsurlaubs und unmittelbar danach gefährdet ist, weil die Arbeitnehmer zögern, Angestellte wieder einzustellen, die während ihrer Abwesenheit einen Teil ihres Kundenkreises verloren haben. Dieses Thema wird im Mittelpunkt der künftigen Tätigkeiten der Fachgruppe sowie des europäischen sozialen Dialogs stehen. -Dan Mans ha moltoubor Dal 1ob sibitasgabadys asm Bob doffmob briw to br Digital Equipment, John Derek A bay bay bajtylab gabagy al by situa is8 sigsten onsilozi anisa dion sqqingsid sib ishd tadbilgogr sid dog omrissin fisdiens elenomalum m 20 bib risb 1318 bu asmdamiste FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 129 Fachgruppe Industrie gauge ise A Die Fachgruppe der Industrieangestellten, die Aufsichtspersonal, Büro- und Verwaltungsangestellte, technisches und EDV- Personal sowie Arbeitnehmer/ innen in verwandten Berufszweigen in allen Branchen der Industrie vertritt, ist ein grundlegender Bestandteil der Struktur von FIET, deren Wurzeln bis in die Anfänge der FIET zurückreichen. Da sich die Dienstleistungen in der Industrie stark entwickeln, wird auch die Fachgruppe ihren Tätigkeitsbereich erweitern müssen und Industrie, industriebezogene Dienstleistungen sowie neue Technologien insgesamt berücksichtigen müssen. Die Fachgruppe umfaßt alle Industriebranchen und eine Vielzahl von Berufen. Sie stellt ein einzigartiges internationales Forum dar, auf dem die ureigenen Belange von Industrieangestellten analysiert und diskutiert und konkrete Maßnahmen vorbereitet werden können, die dann in die Praxis umgesetzt werden. Die Fachgruppe nutzt diese einmalige Gelegenheit und behandelt angestelltenpolitische Themen in aller Offenheit, wobei die unterschiedlichen Gewerkschaftsstrukturen in der Welt berücksichtigt werden. Die Fachgruppe spielt eine führende Rolle in wichtigen Fragen, die Gewerkschaften und Industrieangestellte betreffen. Die Fachgruppe betreibt keine isolierte Strategie. Bei der praktischen Umsetzung ihrer Strategien sucht sie die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und strebt eine möglichst breite Kooperation an, wenn es um multinationale Unternehmen geht. Die Fachgruppe Industrie fördert die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Gewerkschaften. In ihrer analytischen und praktischen Arbeit befaßt sich die Fachgruppe Industrie mit angestelltenpolitischen Themen auf drei Ebenen: Branche, Unternehmen und Beruf. In der Zukunft wird eine Intensivierung der projektbezogenen Arbeit und der Vernetzung zwischen den Mitgliedsorganisationen zu verzeichnen sein. Die Fachgruppe vertritt außerdem die Interessen der Angestellten bei Europäischen Arbeitgeberverbänden, der EU- Kommission und anderen internationalen Organisationen. S Unternehmen neuen Auftrieb erhalten. EURO- FIET hat diese Mittel genutzt, um Treffen von GewerkÜber Lean Management und seine Anwendung wurden zahlreiche Studien und Artikel veröffentlicht, doch gibt es nur wenige präzise Analysen über die Auswirkungen dieses Systems auf die Angestellten, ganz besonders, die in Verwaltungs-, Aufsichts- und Führungsfunktionen beschäftigten Personen. Die FIET beauftragte Tommy Nilsson vom Königlichen Technologieinstitut in Stockholm, Schweden, zu untersuchen, inwieweit sich die Arbeitswelt für diese Beschäftigten verändert hat. Der von T. Nilsson ausgearbeitete Bericht stellt die mit der Einführung der Lean Production und Lean Management- Systeme verbundenen Veränderungen für die Angestelltenarbeit heraus, und es wird deutlich, daß alle Aspekte der Beschäftigung und der Arbeitsbedingu gungen von dieser Entwicklung betroffen sind.nen, D FIET LEAN PRODUCTION LEAN MANAGEMENT Multinationale Unternehmen Die Arbeit mit multinationalen Unternehmen ist ein zentrales Anliegen der Fachgruppe Industrie. Dank der finanziellen Mittel, die das Europaparlament zur Verfügung gestellt hat, um Kontakte von Arbeitnehmern und den Austausch auf europäischer Ebene zu fördern, hat die Tätigkeit in den multinationalen 130 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Impact on white- collar workers, working conditions, collective bargaining and trade union strength schaftern und Arbeitnehmervertretern/ innen sowie die IT- Foren zu organisieren. EURO- FIET stützt sich bei der Arbeit mit Multinationalen auf die von den Mitgliedsverbänden festgelegten politischen Leitlinien, die von der Fachgruppe Industrie erörtert worden sind. Sie sehen vor, daß eine mit der Koordination beauftragte Gewerkschaft zusammen mit EURO- FIET Aktivitäten in bestimmten, in ihrem Land ansässigen Multinationalen organisiert. Die koordinierenden Gewerkschaften errichten und unterhalten zu diesem Zweck ein Informationsnetz untereinander, um Kontakte und Informationsaustausch zu fördern. FIET und EURO- FIET haben seit 1991 Kooperationsabkommen mit dem IMB- EMB und der EALIUL, die vorsehen, daß Informationen über Tagungstermine ausgetauscht werden. Jede Organisation ist berechtigt, Vertreter zu diesen Tagungen zu entsenden. EURO- FIET Mitglieder haben an gemeinsamen Treffen teilgenommen, die Alcatel, BSN, Bull, Canon, DAF, Ford, Fujitsu, Grundig, mi siziquibH- Jogi IBM, ICL, Landis& Gyr, Nestlé, Nokia, Philips, Sharp, Texas Instruments, Thomson CE, Thyssen und Vandermoortele betrafen. 1991 und 1992 haben EURO- FIET und EMB Tagungen für Arbeitnehmervertreter von Digital Equipment durchgeführt. Auf der 2. Tagung wurde ein europäischer Betriebsrat für Digital Equipment gegründet. EURO- FIET hat im Juli 1993 und im Juli/ August 1994 zwei 2- wöchige Englischlehrgänge für die Mitglieder des europäischen Betriebsrats in Irland bzw. in Eastbourne/ VK organisiert. Der Europäische Betriebsrat hat 1992 in Dublin, 1993 in London und 1994 in Wien getagt. Das Unternehmen verweigert dem Gremium die Anerkennung. Mit der aktiven Unterstützung von FIET und IMB wurde am 8. Juni 1994 vor dem europäischen Digital- Hauptsitz in Genf eine Protestkundgebung durchgeführt. Über 400 Gewerkschafter aus verschiedenen europäischen Ländern haben sich in Genf versammelt, um ihre Entrüstung über den massiven Arbeitsplatzabbau und die unangemessene Umstrukturierung von Digital, Zu den Referenten an der Kundgebung vor dem europäischen Digitalhauptsitz am 8. Juni 1994 in Genf gehörten ( von links nach rechts): FIET- Generalsekretär Philip J. Jennings; der Vorsitzendes des Europäischen Betriebsrats von Digital Equipment, John Derek Lee, und IMB- Generalsekretär Marcello Malentacchi. muxabiston noudatta olmeasg asb sib e daloge en arem bN gough FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 131 We are u to workin min and not IR WOLLEN ÜBE erSCHICKSAL no future HR HA ITENTSCHEIDEN TEINEN for DEC custom statt VE Sea WIR WE VI affex und T wefen. Zu den Forderungen anläßlich der Kundgebung vor dem europäischen Digital- Hauptsitz im Juni 1994 in Genf and gehörten u.a. die Schaffung eines sozialen Dialogs zur Erhaltung der Arbeitsplätze und zur Rettung des Unternehmens. t die das gesamte Unternehmen gefährdet, zum Ausdruck zu bringen. Mitglieder des Europäischen Parlaments trafen am 26. Oktober 1994 in Straßburg mit Vertretern des Europäischen Betriebsrates bei Digital zusammen. Diese Tagung hatte zum Ziel, die Europarlamentarier über jüngste Entwicklungen bei Digital Europa zu informieren und ihre Unterstützung bei den Bemühungen zur Anerkennung des Europäischen Betriebsrats bei Digital zu erhalten. Das Treffen fand auf Anregung des dänischen Europarlamentariers Freddy Blak statt; die EURO- FIET stellte den ständigen Beschäftigungsabbau und die Methoden der Digital- Geschäftsleitung heraus, mit denen das Unternehmen von einem Hardware- Hersteller in eine Vertriebs- und Dienstleistungsgesellschaft umgewandelt wird. Das Vorgehen der Geschäftsleitung wurde von den in Straßburg anwesenden Parlamentariern, unter ihnen Stephen Hughes, Vorsitzender des Ausschusses für soziale Angelegenheiten, und der stellvertretende Vorsitzende, Winfried Menrad, scharf kritisiert. Sie machten geltend, daß eine echte Dialog- und Konsultationsbereitschaft Intigiano/ unerläßlich sei. Die diesbezügliche Lobbytätigkeit wurde auch am 11. November 1994 von einer internationalen Gewerkschaftsdelegation anläẞlich der Digital- Jahresversammlung in Boston fortgesetzt. Diese Lobby wurde von der FIET und vom IMB durch die Mitgliedsorganisationen der beiden IBSe in den Vereinigten Staaten unterstützt. Über diese Aktion wurde in der Presse und im Fernsehen ausführlich berichtet. Die EURO- FIET hat auch an den Vorbereitungstreffen des europäischen Betriebsrats von Bull mitgewirkt. In Paris und Luxemburg haben Treffen zusammen mit dem EMB stattgefunden. Die Angestelltenvertreter der Verkaufsgesellschaften der europäischen Mercedes Benz haben 1992 in Italien und 1993 in den Niederlanden getagt. Mercedes Benz weigert sich, diese Gruppe anzuerkennen. Das Unternehmen bezieht sich dabei auf die fehlende gesetzliche Grundlage in Europa. Auf dem Treffen wurde ein Lenkungsgremium gewählt. Die Teilnehmer würdigten die Unterstützung durch EURO- FIET. 132 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 bardin fods Posi- dim D Die Stud Memorandum bezieht sich auch auf die Der Europäische Gewerkschaftsrat für Rank Xerox trat am 20. und 21. Oktober 1993 in Dänemark zu seiner dritten Tagung zusammen. Die anwesenden dreissig Vertreter aus 8 Ländern beschlossen, die Kampagne im Hinblick auf die Schaffung eines Europäischen Betriebsrates in diesem Informationstechnologie- Großkonzern zu verstärken. Europan SIF das Sch und SIF Die Im Jahr 1991 hat ein Treffen von Arbeitnehmervertretern/ innen von Rank Xerox in Belgien, im folgenden Jahr im Vereinigten Königreich stattgefunden. Es wurde ein Rank Xerox Gewerkschaftsrat gebildet, und mehrfach wurden Versuche unternommen, mit dem Unternehmen ins Gespräch zu kommen. Mitglieder des Europaparlaments haben die Initiative von EURO- FIET durch ein an den Vorstandsvorsitzenden gerichtetes Schreiben unterstützt. Im Oktober 1993 hat in Dänemark ein drittes Rank Xerox- Treffen stattgefunden, auf dem die Teilnehmer Grundsatzerklärungen über Altersdiskriminierung, individuelle Arbeitsverträge und Leistungsentgelt, Chancengleichheit und zeitlich befristete Arbeitsverträge verabschiedeten. Am 11. April 1994 wurde ein vom Gewerkschaftsrat und der EURO- FIET gemeinsam vorbereiteter Aktionstag veranstaltet. Gewerkschaftsvertreter/ innen in zahlreichen europäischen Rank Xerox- Betrieben ergriffen diese Gelegenheit, um die Angestellten mit der Idee eines Europäischen Betriebsrats bei diesem Unternehmen vertraut zu machen und die Medien entsprechend zu informieren. Eine vierte Rank Xerox- Tagung fand im November 1994 statt. Die Geschäftsleitung lehnt aber nach wie vor jegliche Kontakte mit dem Gewerkschaftsrat ab und versucht nun, mit nicht gewerkschaftlich organisierten Personalvertretern einen Europäischen Betriebsrat zu bilden. Im Juni 1993 hat in Hamburg das erste Treffen von Arbeitnehmervertretern/ innen von Unisys stattgefunden, an dem rund 30 Gewerkschafter aus 8 Ländern teilnahmen. Bei dieser Gelegenheit wurde ein Lenkungsausschuß zwecks Verhandlungen mit dem Unternehmen gebildet. Auf dem zweiten Treffen von Gewerkschaftsvertretern bei Unisys am 19. und 20. September 1994 in Nizza berichteten die Teilnehmer über ihre Tätigkeit im Unternehmen und trafen Vorbereitungen für die Einsetzung eines Europäischen Betriebsrates. Am Schluß der Sitzung kamen die Gewerkschaftsvertreter der europäischen Unisys- Betriebe überein, mit der Geschäftsleitung Verhandlungen aufzunehmen, damit so rasch wie möglich ein Europäischer Betriebsrat gebildet werden kann. FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 133 Im September 1993 tagten Arbeitnehmervertreter/ innen von Cap Gemini Sogeti( CGS), dem größten Dienstleistungsunternehmen im europäischen ITSektor, in Paris. Auf dem Treffen wurde eine Erklärung verabschiedet, in der die Direktion aufgefordert wird, unverzüglich Verhandlungen über die Einsetzung eines Europäischen Betriebsrats aufzunehmen. Unter der Schirmherrschaft der EURO- FIET traten Arbeitnehmervertreter von Cap Gemini Sogeti( CGS) am 7. und 8. Dezember 1994 in Paris zusammen. Die Teilnehmer betonten, daß ein systematischer europaweiter Austausch von Informationen zwischen Personalvertretern im Rahmen eines Ausschusses unerläßlich ist. Der Vorsitzende des Unternehmens, Serge Kampf, wurde in einem Schreiben gebeten, so rasch wie möglich ein Sondierungsgespräch anzuberaumen, um erste Informationen in diesem Zusammenhang auszutauschen. SETCa, Belgien, koordinierte ein Treffen für Philips, an dem Angestellte der EURO- FIET- Verbände teilnahmen. Auf der Tagung, die im September 1993 in Blankenberge/ Belgien stattfand, wurde ein Lenkungsausschuß gebildet, der Verbindung zum EMB aufnehmen und eine Kampagne zur Bildung eines europäischen Betriebsrats bei Philips vorbereiten sollte. Im Jahr 1992 hat in Deutschland ein weltweites Treffen von Gewerkschaftern von IBM stattgefunden, das von IWISS( IBM Workers International Solidarity Internationale Solidarität der Arbeitnehmer von IBM), EMB, IG Metall und EURO- FIET vorbereitet worden war. Am 8. und 9. Dezember 1994 traten in Paris Personalvertreter von Electronic Data System( EDS) aus 6 europäischen Ländern zusammen, um die Bildung eines Europäischen Betriebsrates für EDS vorzubereiten. An der von der EURO- FIET organisierten Tagung nahmen Gewerkschaftsvertreter, Mitglieder von Betriebsräten und Gewerkschafter aller größeren Betriebe in Europa teil. EDS beschäftigt über 15'000 Angestellte und ist das weltweit größte unabhängige Dienstleistungsunternehmen. Das im Besitz des amerikanischen Automobil- Riesens General Motors befindliche Acht Länder waren an der Sitzung des Computergiganten Unisys vertreten, die im Juni 1993 in Hamburg stattfand. Die Geschäftsleitung zeigte nur wenig Verständnis für die Forderung nach einem Europäischen Betriebsrat, doch wird die Kampagne weitergeführt. FIET Euroäisches 134 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Die Ratprofis Unternehmen verzeichnet eine rasche Expansion in Europa. Die Tagungsteilnehmer forderten die europäische Geschäftsleitung auf, im Hinblick auf die Bildung eines Europäischen EDS- Betriebsrates so rasch wie möglich Gespräche und Verhandlungen mit den Personalvertretern einzuleiten. Das diesbezügliche Abkommen sollte auf freiwilliger Basis getroffen werden und in Anlehnung an die Richtlinie über Europäische Betriebsräte gezielt auf die Bedürfnisse von EDS zugeschnitten sein. Gemeinsames internationales Forschungsprojekt über neue Formen der Arbeitsorganisation Die Tätigkeit der Industrieangestellten befindet sich in einem tiefgreifenden, raschen Wandel. Im Januar 1994 ist ein gemeinsames internationales Forschungsprojekt ins Leben gerufen worden, um eine bessere Vorstellung von Tempo, Richtung und Auswirkungen des Wandels zu erhalten und eine solide Grundlage für die Planung politischer Strategien zu schaffen. Die Studie befaßt sich mit neuen Formen der Arbeitsorganisation. Die FIET arbeitet an diesem Projekt zusammen mit dem Internationalen Metallgewerkschaftsbund( IMB), dem Europäischen Metallgewerkschaftsbund( EMB) und SIF aus Schweden. Die Ergebnisse sollen an einem gemeinsamen internationalen Seminar vom 27. bis 28. April 1995 in Genf unterbreitet werden. Informationstechnologie Ende 1991 ist eine Arbeitsgruppe der Fachgruppe Industrie zur Beobachtung und Analyse aktueller Entwicklungen im IT- Sektor eingesetzt worden. Die IT- Arbeitsgruppe konzentriert sich auf sektorspezifische Fragen wie etwa wirtschaftliche Entwicklungen, Strukturwandel, Auswirkungen auf Datenverarbeitungsfachleute, Arbeitsbedingungen, Gehaltssysteme und Einkommen, berufliche Bildung, Entwicklung von Humanressourcen sowie fachliche Fragen wie Arbeitsethik und Arbeitsplatzbeschreibung. Die Arbeitsgruppe verfolgt darüber hinaus industriepolitische Initiativen der Kommission im europäischen IT- Sektor. Sie hat außerdem die Aufgabe, gewerkschaftliche Initiativen in der Branche zu koordinieren und die gewerkschaftliche Zusammenarbeit zu fördern. Dazu wird auch eine Datenbank eingerichtet, die die Verbindung zwischen multinationalen Unternehmen und den zuständigen Gewerkschaftsfunktionären in verschiedenen Ländern Europas herstellt und außerdem grundlegende Daten über Tarifverträge in diesem Sektor bereithalten soll. Damit soll die Arbeitsgruppe auch Grundlagen schaffen für die Durchführung von internationalen Aktionen in der Branche. Die ITArbeitsgruppe ist mittlerweile eine ständige Einrichtung der Fachgruppe geworden. Auf der 7. EURO- FIET- Regionalkonferenz, die im März 1994 in Amsterdam stattgefunden hat, wurde ein Antrag angenommen, der die Tätigkeit der ITArbeitsgruppe unterstützt und Leitlinien für die zukünftige Arbeit enthält. Die IT- Arbeitsgruppe hat ein Memorandum über die Lage der europäischen Computerindustrie und die Situation der EDV- Fachkräfte herausgegeben, das den Strukturwandel und die hohen Arbeitsplatzverluste in der Branche untersucht, die Ursachen und die Tendenz des Wandels zu klären sucht und auch die Auswirkungen auf die EDV- Fachkräfte analysiert. Dieses Memorandum bezieht sich auch auf die Industriepolitik der EU und auf gewerkschaftliche Standpunkte. Dieses Memorandum soll den Weg ebnen für einen sozialen Dialog im europäischen ITSektor. Es ist EU- Institutionen, internationalen Organisationen, Arbeitgeberverbänden und der europäischen Presse zugestellt worden. Osterreich In der Berichtszeit hat diese Gruppe drei Informations- technologie- Foren organisiert, die 1992, 1993 und 1994 in Nizza stattfanden: em mdonlist 0 nolds- T1 nov gansizingpro ob nofterio Europäisches Computerforum, 1992: An dieser sehr erfolgreichen Tagung nahmen über 70 Vertreter von Unternehmen wie Bull, IBM, Digital Equipment, ICL und Olivetti sowie verschiedener großer Softwarefirmen teil. Sie verlangten, von ihren Arbeitgebern besser informiert und konsultiert zu werden. Ferner wurden die Arbeitgeber aufgefordert, sich an einem sozialen Dialog zu beteiligen, in dem auch Elemente einer europäischen Industriepolitik für den IT- Sektor entwickelt werden sollen. In den Schlußfolgerungen wurden internationale Organisationen wie die IAO und die OECD aufgerufen, den Problemen der Angestellten im IT- Sektor größeres Augenmerk zu schenken. Informationstechnologie- Forum, 1993: Das zweite Forum, das in IT- Forum umbenannt wurde, um die FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 135 2e FORUM EUROPEEN DE L'INFORMATIQUE 2nd INFORMATION TECHNOLOGY FORUM FIE Die FIET führte ihr 2. Informationstechnologie- Forum im Oktober 1993 in Nizza durch. Die neunzig an den Beratungen anwesenden Teilnehmer betonten, daß die Gewerkschaften die Organisierungsbemühungen in den Vordergrund stellen müssen und daß diese sich auch eingehender mit Fragen wie Qualifikationen und Ausbildung sowie Arbeitszeit und Arbeitsorganisation befassen sollten. Dabei ist die internationale Zusammenarbeit ein tid wichtiger Aspekt, denn sie erleichtert den Gewerkschaften die gegenseitige Abstimmung ihrer Tätigkeiten in den multinationalen Unternehmen, die diesen Sektor beherrschen.( EM) b nello 38aindegisinst 2 mst 2 Aus 12 bu t Vielfalt der Branche abzudecken, hat vom 13.- 15. Oktober 1993 in Nizza stattgefunden. Die mehr als 90 Teilnehmer machten deutlich, daß die Gewerkschaften der Organisierung von IT- Fachkräften höheren Stellenwert beimessen sollten. Die Gewerkschaften müßten sich um spezifische Lösungen für Fragen kümmern, die z.B. Qualifikationen und berufliche Weiterbildung, Arbeitszeit und Arbeitsorganisation der IT- Fachkräfte betreffen. Die Teilnehmer betonten auch, daß FIET und andere IBSe, die in dieser Branche tätig sind, an der Gestaltung einer Strategie für den gesamten Sektor mitwirken müssen. Hierzu sollten sie auch Verbindung zu EDV- Anwendern aus anderen Wirtschaftsbereichen herstellen und die Gewerkschaften bei der Koordination von Aktionen und dem Austausch von Erfahrungen unterstützen. Informationstechnologie- Forum, 1994: Aus Anlaẞ des 3. IT- Forums, das vom 21.- 23. September 1994 in Nizza stattfand, trafen sich über 100 Teilnehmer aus der europäischen IT- Branche in 15 europäischen Ländern. An den Beratungen wirkten auch Gewerkschaften mit, die Angestellte der Sektoren Medien und Telekommunikation vertreten. Das Forum erörterte wirtschaftliche, soziale, strukturelle und technologische Entwicklungen im europäischen ITSektor. Fragen wie Beschäftigung, Arbeitszeit, Mobilität, Entlohnung, Chancengleichheit, Entwicklung der Humanressourcen und Umwelt wurden eingehend besprochen. Im Mittelpunkt der Debatten stand die Entwicklung unserer Gesellschaft zu einer ,, Informationsgesellschaft". Dieser Trend bewirkt, daß die Grenzlinien, die zuvor die verschiedenen Sektoren wie Hardware, Software, Telekommunikation und Medien voneinander trennten, zusehends verwischt werden. Die Tatsache, daß sich diese ganze Entwicklung ohne Beteiligung der Gewerkschaften vollzieht, wurde von den Konferenzteilnehmern scharf kritisiert. In einer von den Teilnehmern verabschiedeten Erklärung wird betont, daß die Förderung eines demokratischen europäischen 136 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Gesprächs über die zukünftige Informationsgesellschaft und die formelle Beteiligung der Gewerkschaften als Sozialpartner an den kommenden Maßnahmen der Bangemann- Initiative zu den unmittelbaren Gewerkschaftszielen gehören müssen. TUAC/ OECD Die FIET leitete eine TUAC- Delegation bei einer Tagung des OECD- Ausschusses für Information, Computer und Kommunikationspolitik. Bei dieser Tagung auf hoher Ebene, die im Oktober 1992 in Paris stattgefunden hat, stand die Politik in Fragen Datenverarbeitungstechnik im Mittelpunkt der Debatten. Ungarn und die Weltbank hatten Beobachter entsandt. Die TUAC- Delegation erklärte, daß die von den Regierungen in der Datenverarbeitungsbranche verfolgte Politik Defizite aufweise und zu stark auf technologische und wirtschaftliche Aspekte fixiert sei und daß die grundlegende Bedeutung des EDV- Sektors für Beschäftigung, Arbeit und Gesellschaft nicht genügend beachtet werde. Die FIET wirkte als Vertreter von TUAC in einer OECD- Expertengruppe für' Leitlinien für die Sicherheit von Informationssystemen' mit. In Übereinstimmung mit den Leitlinien, die von den OECD- Regierungen Ende 1992 gebilligt worden waren, sollen Politik, Gesetze, Erlasse, Vorschriften und internationale Abkommen zum Schutz der Daten von Computer- und Kommunikationsnetzen ausgearbeitet werden. Mit der starken Zunahme von EDVSystemen haben Fragen der Sicherheit und des Datenschutzes entscheidende Bedeutung bekommen. FIET ist seit langem über das Fehlen internationaler Normen in diesem Bereich besorgt. die IAO Der Ausschuß für die metallverarbeitende Industrie hat seine 13. Tagung vom 12. bis 20. Januar 1994 in Genf abgehalten. Das Sekretariat der IAO legte einen Bericht über die jüngste Entwicklung in der metallverarbeitenden Industrie vor. An der dreigliedrigen Tagung nahmen über 200 Personen teil. Am Ende der Konferenz wurden Schlußfolgerungen über die Auswirkungen der Strukturanpassung auf Beschäftigung, Ausbildung, Fortbildung und Umschulung in der metallverarbeitenden Industrie angenommen. Nach schwierigen Debatten wurden Entschließungen über Arbeitszeitregelungen, PREVENTING STRESS AT WORK Tackling occupational stress through trade union strategies Professor Werner Wilkening aus Deutschland war von der FIET beauftragt worden, einen Bericht über Streßbekämpfung zu schreiben, der dann im Jahr 1994 veröffentlicht wurde. Eine kleinen Gruppe von Experten unterstützte ihn: Inge Kaufmann vom DGB, BRailista Deutschland, Claudia Kral- Bast von der GPA, Österreich, und François Philips von SETCa, Belgien. Der Bericht bezieht sich auf das, was FIET als eines der kritischen Gesundheitsthemen des 21. Jahrhunderts betrachtet. Schaffung von Arbeitsplätzen im Zuge des Wandels in der Rüstungsindustrie, sowie über multinationale Unternehmen, die Globalisierung der metallverarbeitenden Industrie, Gewerkschaftsrechte, weibliche Arbeitnehmer und die zukünftige Tätigkeit der IAO angenommen. Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Organisationen und Fachverbänden ob nogugnibsdatischA tob Im Dezember 1991 war die FIET an einem Kongreẞ von Wissenschaftlern und Ingenieuren vertreten, der in Berlin unter dem Thema' Herausforderungen Wissenschaft und Frieden in einer sich rasch wandelnden Umwelt' stattfand. Der DGB arbeitet FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 137 t mit der deutschen Sektion dieser Initiative zusammen. Auf dem Kongreẞ kamen Abrüstung und Umwandlung von Rüstungsressourcen, Umweltprobleme und ökologische Fragen sowie die Abschätzung der Folgen der Computerwissenschaft zur Sprache. Unter den 2.000 Teilnehmern befanden sich nur wenige Gewerkschafter, doch sprachen sich viele Redner für einen besseren Dialog und eine intensivere Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften aus. Die FIET war auch an einer Konferenz über' Networking'( Arbeiten in/ mit Netzwerken) im Juni 1993 in Wien vertreten, die von IFIP( International Federation of Information Processing- Internationaler Verband für Informationsverarbeitung) in enger Zusammenarbeit mit der Technologieabteilung der GPA veranstaltet wurde. Es wurde angeregt, die Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit IFIP in bestimmten, für beide Seiten wichtigen Fragen zu prüfen. APRO- FIET Fachgruppenkonferenz Die APRO- FIET- Fachgruppe der Industrieangestellten tagte am 6. und 7. August 1992 in Penang, Malaysia. Gestützt auf Länderberichte der anwesenden Delegationen prüften die Konferenzteilnehmer die Entwicklungen in bezug auf die Gewerkschaftsrechte. Daraus ging hervor, daß zahlreiche Regierungen der Region versuchten, ausländische Firmen für Niederlassungen in den sogenannten freien Exportzonen zu gewinnen, indem sie in bezug auf Arbeitsnormen ein Auge zudrücken und den potentiellen Investoren ein gewerkschaftsfreies Umfeld versprechen. Die Konferenzteilnehmer befaßten sich vor allem mit der Situation in den Ländern, in denen die schwerwiegendsten Übertretungen internationaler Arbeitsnormen festgestellt worden waren. Die Fachgruppenkonferenz erörterte ferner Trends im Industriesektor und befaßte sich mit der Entwicklung der Arbeitsbedingungen, der Gewerkschaftsarbeit in bezug auf multinationale Firmen, dem Kampf für gleiche Rechte am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft sowie mit der Gewerkschaftsbewegung als solcher. Zu den weiteren Gesprächsthemen gehörten die Organisierungstätigkeiten und die Entwicklung von gewerkschaftlichen Dienstleistungen, die zu der Gewinnung neuer Mitglieder beitragen könnten.ilsa 2 als asited a Der FIET- Fachgruppensekretär Gerhard Rohde sprach über neue Bürotechnologie und über Hardware- und Software- Ergonomie. Er erwähnte ferner Probleme wie Überbeanspruchung und Streß und schlug gewerkschaftliche Strategien zur Bewältigung dieser Probleme vor. In ihren Schlußfolgerungen forderte die Konferenz die Regierungen der Region auf, die internationalen Arbeitsnormen, und im besonderen die IAOÜbereinkommen Nr. 87, 98, 100 und 111 einzuhalten. Sie legte ferner der APRO- FIET nahe, weitere Gewerkschaften, die Angestellte in der Industrie vertreten, in ihre Reihen aufzunehmen und sie in die Tätigkeit der Fachgruppe einzubeziehen. Sie forderte eine Intensivierung der Arbeit der Fachgruppe, indem der Schwerpunkt auf Industrie, industriebezogene Dienstleistungen und neue Technologien gelegt wird. Die Konferenzteilnehmer waren ferner der Auffassung, daß ein Arbeitsprogramm als Orientierungshilfe für ihre Anstrengungen um eine soziale Dimension der regionalen Wirtschaftsintegration in Asien und im pazifischen Raum notwendig sei. hodol2 Die Konferenz der APRO- FIET- Fachgruppe Industrie wurde von Vince Higgins, Australien, geleitet, der als Vorsitzender der Fachgruppe wiedergewählt wurde. EURO- FIET 6. Fachgruppenkonferenz Industrie PT OV en Fr szeit, Die 6. EURO- FIET- Industriekonferenz fand vom 25. bis zum 27. Mai 1994 in Budapest statt. Das Thema der Konferenz lautete ,, Starke Gewerkschaften für eine humane Dimension des industriellen Wandels". An der Konferenz nahmen über 150 leitende Funktionäre von 36 Gewerkschaften und 20 Ländern in Vertretung von mehr als 1,75 Millionen Industrieangestellten aus ganz Europa teil. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen vier spezifische Themen: Industriestrukturen im Wandel, Lean Management und Lean Production, Streß und Arbeitsorganisation sowie gewerkschaftliche Organisierung im Informationstechnologie- Sektor. 138 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 EURO- FIET Strong Unions for a Human Dimension to Industrial Change 6TH EURO FIET INDUSTRY TRADE SECTION CONFERENCE Budapest, 25-27 May 1994 . Biazso EURO- FIET Die EURO- FIET- Industriekonferenz, die im Mai 1994 in Budapest stattfand, verabschiedete ein ehrgeiziges mus Programm für ihre internationale Gewerkschaftsarbeit. An der Konferenz nahmen über 150 leitende Funktionäre von 36 Gewerkschaften und 20 Ländern teil. Von links nach rechts: Janos Vago, Vizepräsident der ungarischenz Gewerkschaftszentrale MSZOSZ; Philip J. Jennings, FIET- Generalsekretär; Marianne Blazso von der TDDSZ, Ungarn; Heinz Vogler, Vorsitzender des Fachgruppenausschusses; Gerhard Rohde, Fachgruppensekretär; Olle Hammarström, Vizevorsitzender des Fachgruppenausschusses und Helga Cammell vom Sekretariat. Zwei Expertenberichte, die in Auftrag gegeben worden waren, wurden der Konferenz vorgelegt. In einem dieser Berichte wurden die Auswirkungen des Lean Management- und Lean Production- Konzepts auf die Arbeitsplätze, die Arbeitsbedingungen und die Arbeitsorganisation im Angestelltenbereich untersucht. Es wurde darauf hingewiesen, daß diese Entwicklung einerseits Möglichkeiten zur Schaffung anspruchsvoller Arbeitsaufgaben in sich berge, andererseits jedoch den Verlust an Arbeitsplätzen beschleunigen könne. Ein weiterer Bericht befaẞte sich mit Streß und seinen Auswirkungen auf den Alltag von Millionen von Angestellten. Dieser Bericht gibt einen Überblick über den Umfang des Problems und seine Folgen für die Angestellten, und er enthält ferner einen Leitfaden für gewerkschaftliche Maßnahmen. Für die Zukunft legte die Konferenz mehrere Prioritäten fest: Aufbau starker Gewerkschaften in Mittel- und Osteuropa; Verbesserung von Strategien zur Mitgliedergebn winnung bei Angestellten; daib 15mdonlist Untersuchungen der Auswirkungen von Ausgliederungen( outsourcing); • • bag Prüfung der Auswirkungen von Datenautobahnen; Prüfung der Möglichkeiten zur Rüstungskonversion; • Bildung von Betriebsräten in multinationalen Unternehmen; distliman jen Entwicklung eines sozialen Dialogs im europäischen Informationstechnologie-Sektor.is bo Fachgruppenausschuß Vorsitzender der Fachgruppe Industrie ist Heinz Vogler( GPA, Österreich). Im Mai 1993 wurde Olle Hammarström( SIF, Schweden) in Oslo zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Er trat die FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 139 t Nachfolge von Roy Grantham( APEX Partnership, Großbritannien) an, der diesen Posten seit 1982 bekleidet hatte und in den Ruhestand getreten war. Heinz Vogler und Olle Hammarström wurden an der 6. Industrie- Fachgruppenkonferenz im Mai 1994 wiedergewählt. Genf, 4.- 5. Mai 1992: Im Mittelpunkt der Debatten standen aktuelle Entwicklungen im europäischen Informationstechnologie- Sektor( IT). Weitere Schwerpunkte bildeten Gewerkschaftsstrategien und die Bemühungen um den Aufbau europäischer Betriebsräte im IT Sektor. Weitere Fragen, die auf diesem Treffen behandelt wurden, betrafen die berufliche Bildung und die Fortbildung sowohl auf Gemeinschafts- als auch auf nationaler Ebene. Eine Vertreterin der Task Force zur Förderung der Humanressourcen der Europäischen Kommission gab einen Überblick über die Entwicklung der Qualifikationen in Europa und die Bemühungen der Kommission, Nachfrage und Angebot von qualifiziertem Personal miteinander zu vereinbaren. Die Fachgruppe befaßte sich auch mit multinationalen Unternehmen und verabschiedete ein vorläufiges Arbeitsprogramm zum Thema Streßbekämpfung, dessen Ergebnisse der 6. EURO- FIET- Industriekonferenz vorgelegt werden sollten. Oslo, 15.- 17. Mai 1993: Die beiden zentralen Themen, die von der Fachgruppe beraten wurden, waren Streẞ in der Arbeitswelt und Rationalisierungstendenzen im IT- Sektor. Außerdem untersuchten die Sitzungsteilnehmer den Einfluß von Lean Managementstrategien auf Angestellte und besprachen einen Bericht über die Forschungs- und Entwicklungspolitik der Europäischen Gemeinschaft. Die Teilnehmer diskutierten ferner die Rolle und Verantwortung der Fachgruppe bei der Formulierung und Umsetzung internationaler gewerkschaftlicher Angestelltenpolitik. Olle Hammarström wurde zum Vizevorsitzenden der Fachgruppe gewählt. Budapest, 27. Mai 1994: Der Fachgruppenausschuẞ trat unmittelbar nach Abschluß der 6. Fachgruppenkonferenz Industrie zusammen und beschloẞ, eine kleinere Arbeitsgruppe einzusetzen, um seine Arbeitsmethoden zu prüfen und künftige Tätigkeiten zu planen. Sozialer Dialog Bisher ist es keinem der Industrieausschüsse, die den industriellen Bereich der europäischen Wirtschaft vertreten, gelungen, die für einen ständigen Dialog mit den europäischen Arbeitgeberverbänden erforderlichen Strukturen zu schaffen. Alle Versuche sind am Widerstand der Arbeitgeber gescheitert. Die Industrieausschüsse versuchen, sich auf einzelne Unternehmen zu konzentrieren und die Einrichtung von europäischen Betriebsräten auf Basis freiwilliger Vereinbarungen voranzutreiben. EURO- FIET hat alle einschlägigen Organisationen angeschrieben, die den europäischen IT- Sektor EURO- FIET hat ein Diskussionspapier über Telearbeit, das von der Technologieabteilung des DGB ausgearbeitet worden ist, veröffentlicht. Im Bericht werden die Verbreitung und die verschiedenen Formen der Telearbeit erläutert und ihre Vor- und Nachteile diskutiert. Außerdem werden Aspekte besprochen, die in Verhandlungen über Tarifverträge beachtet werden sollten. Abschließend werden wichtige Fragen hervorgehoben, die entweder durch Gesetz oder Tarifverträge geregelt werden müssen. Auf dem IT- Forum befaßte sich eine Arbeitsgruppe mit den Themen Telearbeit und ,, offshore"- Programmierung( Dateneingabe, Programmierung in entfernten Ländern über Satelliten). Hedva Sarfati von der IAO hielt dazu ein Referat, in dem sie jüngere Forschungsergebnisse ihrer Organisation vorstellte. FIET TELEWORK WORKING WHERE ONE WOULD LIKE TO LIVE? International Federation of Commercial, Clerical. Professional and Technical Employees 140 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 gegenüber der EU vertreten. EURO- FIET äußerte in dem Schreiben Besorgnis darüber, daß der gegenwärtige Umbruch in der Industrie vor allem zu Lasten der Arbeitnehmer gehe. Es wurde hervorgehoben, daß EURO- FIET und die Arbeitgeberverbände sicherlich ein gemeinsames Interesse daran hätten, eine wettbewerbsfähige europäische IT- Industrie zu erhalten. Ein beiderseitiges Interesse bestehe sicher auch an Fragen wie der europäischen Forschungsund Entwicklungspolitik, Bildung und Weiterbildung sowie Mobilität der Arbeitnehmer. Es könne daher für beide Teile interessant sein, darüber einen Meinungsaustausch zu eröffnen. EURO- FIET hat auch Schreiben an P. Flynn, den Kommissar für Sozialfragen, und an den Direktor der Generaldirektion V gesandt, in dem darauf hingewiesen wird, daß die EURO- FIET das Memorandum als Zeichen ihrer Bereitschaft zu Gesprächen veröffentlicht hat. Die Antwort des Kommissars war positiv. Energiepolitik Die britische Mitgliedsorganisation EMA( Gewerkschaft für Ingenieure und Manager) vertritt die EURO- FIET- Fachgruppe Industrie im Energieausschuß des EGB. Auf der 7. EURO- FIET- Regionalkonferenz sind zwei von EMA eingebrachte Anträge über eine europäische Energiepolitik und eine CO₂- und Energiesteuer angenommen worden. Die europäischen Regierungen und die Kommission werden aufgerufen, möglichst umgehend eine europäische Energiepolitik zu erarbeiten. Zu dem von der GD XVII erarbeiteten Entwurf eines Grünbuchs für eine europäische Energiepolitik hat Terry Lane von der britischen Mitgliedsorganisation EMA eine Stellungnahme vorbereitet; T. Lane nahm ferner als EURO- FIETVertreter im EGB- Energieausschuß im Juni 1994 in Griechenland an einer Konferenz über" Erneuerbare Energiequellen und Arbeitsplätze" teil. Mittel- und Osteuropa Der Beschluß, die Konferenz der Fachgruppe Industrie in Budapest abzuhalten, zeigt die Entschlossenheit der EURO- FIET, die wachsende Zahl ostmitteleuropäischer Mitglieder zu unterstützen, die hart kämpfen müssen, um dem Wandel in Industrie und Gesellschaft eine menschliche Dimension zu verleihen. Die Industriekonferenz befaßte sich mit der Umstrukturierung der Industrie in Mittel- und Osteuropa, mit Privatisierung und ausländischen Direktinvestitionen in der verarbeitenden Industrie sowie mit dem Einfluß dieser Veränderungen auf die Angestellten. Zahlreiche Gewerkschaften dieser Region nahmen an der Fachgruppenkonferenz teil; vor der Konferenz wurde ein gesondertes Treffen mit diesen Organisationen veranstaltet, um ihre Beteiligung an der zukünftigen Arbeit der Fachgruppe zu erörtern. Richtung auf getan. Sie eröf Madbalagnus Ende S dous dozemstaya deadba Romagnus B dea bat nov omrismus sib Hrob gautusbo obedoc sib ( 1973) does oibren gob FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 141 Fachgruppe Versicherungen que ni bi 10258 sdfdo? msb In der Versicherungswirtschaft haben sich in den letzten vier Jahren ebenso wie in der ihr verwandten Bankbranche tiefgreifende Veränderungen vollzogen. ME Die Versicherungswirtschaft gehörte während vielen Jahren traditionsgemäss zu den konservativsten und am dichtesten regulierten Branchen in Europa, in der die Unternehmen vergleichbare Organisationsformen und Verteilungssysteme aufweisen und ähnliche Produkte anbieten. Im Verlauf der 80er Jahre hat sich die Nachfrage nach Versicherungsprodukten ständig erhöht. In den meisten europäischen Ländern nahmen die Ausgaben für Versicherungen rascher zu als das BIP, während diese Wachstumsraten in der Region Asien regelmässig über 25% lagen. 0019 Für dieses Wachstum waren verschiedene Faktoren ausschlaggebend, unter anderem auch: • steigende Einkommen; die Nachfrage nach zunehmend spezialisierten Finanzdienstleistungen; ⚫ mehr Privatbesitz( Autos und Eigenheime); Verringerung der staatlichen Ausgaben für Altersrenten und folglich eine Verlagerung in Richtung auf private Rentensysteme; ⚫ Kürzungen der staatlichen Gesundheitsgelder und Zunahme der privaten Krankenversicherungen; eine alternde Bevölkerung; • en ei die Zunahme von Verbrechen und die wachsende Bedeutung der Haftpflichtversicherung. Die Die steigende Nachfrage und eine mittels Marktzugangsbeschränkungen geregelte Branche sowie ein begrenzter Wettbewerb schufen die Voraussetzungen für Rentabilität und ständiges Wachstum. Dieses Wachstum des Geschäftsvolumens war auch von einem Beschäftigungswachstum begleitet. Bis 1991 nahm die Beschäftigung in diesem Sektor in den meisten europäischen Ländern, in Japan und in Asien und den Vereinigten Staaten zu. Die besten Expansionsmöglichkeiten boten sich jedoch eher in den Bereichen Marketing und Verteilung als in den traditionsgemäss gewerkschaftlich organisierten Bereichen der Provisionen und Verwaltung. Zu Beginn der 90er Jahre setzte in der Versicherungsus spidistediswedsw wirtschaft jedoch eine Trendwende ein. Die Versicherungsbranche ist stark von allgemeineren Wirtschaftsfaktoren abhängig. Die Ende der 80er Jahre aufgetretene weltweite Rezession hat sich besonders stark auf diese Branche ausgewirkt, wobei die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen sank und die Schadensfälle vor allem im NichtlebenBereich stark zunahmen. In diesem Zeitraum war zudem eine starke Zunahme der Schadenslast aufgrund zahlreicher Natur- und Man- Made- Katastrophen( vom Menschen direkt verursachte Grossereignisse) zu verzeichnen. Zwischen 1983 und 1992 haben sich Schäden aufgrund von Katastrophen um das Zwölffache erhöht, und allein im Jahre 1992 kosteten die Naturkatastrophen die Versicherungsbranche weltweit 25 Milliarden US- Dollar. Die Versicherungsgesellschaften reagierten auf die erhöhten Forderungen aus Schadensfällen mit erhöhten Prämien. Der Markt konnte sich jedoch keine Prämienerhöhung leisten und die Verbraucher reagierten scharf auf diese Massnahmen, indem sie die jeweils günstigste Versicherungsmöglichkeit wählten. Die Prämien wurden wieder gesenkt, und Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre überstieg für viele Versicherungsunternehmen die für Versicherungsschäden bezahlte Summe diejenige der Prämieneinnahmen. Die Liberalisierung der Versicherungswirtschaft zeitigte erste Auswirkungen. Ende der 80er Jahre haben die Banken begonnen, systematisch auch Versicherungsprodukte anzubieten und ihrer bereits bestehenden Kundenbasis sowie umfassenden Privatkundennetzen günstigere Versicherungsprodukte zu verkaufen. Dieser als" Bancassurance" bezeichnete Trend hatte nachhaltige Auswirkungen auf dem Markt und in kürzester Zeit bedeutende Marktanteile gewonnen. In Frankreich und im Vereinigten Königreich zum Beispiel entfallen die Lebensversicherungspolicen zu 40% auf Banken. Der zweite, für die Versicherungsmärkte der einzelnen Länder wichtige Faktor war die weltweite 142 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Zunahme des Eindringens ausländischer Versicherer in inländische Märkte. Während in einigen Fällen örtliche Geschäftsstellen und Filialen gebildet, bzw. vergrössert wurden, kam es doch in den meisten Fällen zu Übernahmen oder Zusammenschlüssen von Unternehmen. Grosse Versicherungskonzerne ziehen es vor, Führungsfunktionen in ausländischen Filialen zu haben, um sie in ihr strategisches und finanzielles Kontroll- System einzubeziehen. Kosteneinsparungen werden durch Grössenvorteile und die Zentralisierung von Management- und Verwaltungsaufgaben erzielt. Übernahmen durch ausländische Firmen förderten oft auch inländische Übernahmen und Fusionen, da kleinere Unternehmen versuchen, ihre inländischen Märkte zu schützen und die Kosten einzudämmen. Diese Übernahme-/ Fusions- Strategie erlangte in Europa einen Höhepunkt, wo mit verschiedenen, aufeinanderfolgenden EU- Richtlinien ein europäischer Binnenmarkt für Versicherungen geschaffen werden sollte. Dies hat zu einer starken Zunahme der grenzüberschreitenden Übernahmen, Zusammenschlüsse und Gemeinschaftsunternehmen geführt. Diese Entwicklungen fielen in eine Zeit, in der die Versicherungsgesellschaften versuchten, aus der ständig voranschreitenden Marktöffnung Nutzen zu ziehen und gleichzeitig auch ihre herkömmlichen Märkte vor der neuen Konkurrenz zu schützen. Diese Firmen unternahmen ausserdem Anstrengungen, Niederlassungen in Niedriglohnländern zu eröffnen, was zu einer neuen Welle des Sozialdumpings geführt hat. Am 1. Juli 1994 wurden die Leben- und Nichtleben- Richtlinien( Nr.3) umgesetzt. Mit diesen Richtlinien wurde ein wesentlicher Schritt in Richtung auf die Verwirklichung des Binnenmarktes getan. Sie eröffnen den Unternehmen zahlreiche neue Möglichkeiten, eine Geschäftstätigkeit ausserhalb ihrer Stammländer aufzunehmen. Unter diesem neuen Wettbewerbsdruck und angesichts der rückläufigen Prämieneinnahmen und Rentabilität leiteten die traditionellen Versicherungsgesellschaften, die durch hohe Vertriebskosten, bürokratische Strukturen und starre Produktstrategien charakterisiert sind, nun einen sehr schmerzlichen Umstrukturierungsprozess ein. Zu den ersten Umstrukturierungs- Massnahmen gehörten die Verringerung des Personalbestandes, die Einschränkung der Gemeinkosten durch Re- engineeringVerfahren sowie die Einführung neuer Technologien und neuer Absatzwege. Auswirkungen auf die Gewerkschaften sid Diese Umstrukturierungen hatten auch nachhaltige Auswirkungen auf die Zahl der Arbeitsplätze und auf die Verhandlungsgegenstände. Beschäftigungsschutz und Entlassung sind nunmehr die wichtigsten Fragen am Verhandlungstisch. Die Arbeitgeber im Versicherungssektor versuchen nach dem Vorbild ihrer Kollegen im Banksektor neue HumanressourcenStrategien einzuführen. Teamarbeit, Qualitätskreise und neue Kommunikationssysteme lauten die neuen Schlagworte, mit denen sie ihre Mitarbeiter für sich gewinnen wollen, oft mit dem Ziel, einen Keil zwischen die Arbeitnehmer und ihre Gewerkschaft zu treiben. Sie haben neue flexible Beschäftigungsbedingungen und Beschäftigungsmuster eingeführt, wie zum Beispiel der vermehrte Einsatz von Teilzeitarbeit, Zeitarbeit und Leiharbeit, Auftragsvergabe und Heimarbeit. Die Lohn- und Leistungssysteme wurden verändert; der Schwerpunkt wird heute namentlich im Bereich der Verkaufstätigkeit und der Umsatzziele auf die Leistung und Leistungsbewertung gelegt. Multinationale Versicherungskonzerne glond asdeiquel mogibnitz zonio gnusant Angesichts der Entwicklungen im Bereich der einschlägigen europäischen Gesetze und der daraus resultierenden Zusammenschlüsse, Übernahmen und Joint Ventures ist es durchaus verständlich, dass die Versicherungswirtschaft im Brennpunkt verschiedener, von der EURO- FIET und ihren Mitgliedsorganisationen organisierter Konzernausschuss- Tagungen stand. ia sib lus gus Generali: Der EURO- FIET- Konzernausschuss für den Versicherungskonzern Generali veranstaltete seine erste Tagung im Februar 1993 in Venedig und die zweite im März 1994 in Blankenberge. An beiden Veranstaltungen nahmen jeweils rund 30 Delegierte aus 5 europäischen Ländern teil. Im Mittelpunkt der Beratungen stand der in den verschiedenen Unternehmen der Generali beobachtete Personalabbau. Dieser Trend hält trotz der sich ständig verbessernden Finanz- und Marktlage des Unternehmens an. Zu den weiteren Gesprächspunkten gehörten auch Fragen im Zusammenhang mit den Tarifverhandlungen. Die Vertreter der einzelnen Länder stellten tarifliche Probleme heraus, die sich den Gewerkschaften auf landesweiter und auf betrieblicher Ebene stellen. Dazu gehörten Lohnerhöhungen, Rentenansprüche und Zulagensysteme. Ein weiteres Diskussionsthema FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 143 betraf die Anstrengungen, die in den letzten zwei Jahren im Hinblick auf die Erzielung einer Einigung mit der Geschäftsleitung betreffend die Bildung eines ständigen Europäischen Betriebsrates unternommen wurden. TA 510 Allianz: Der EURO- FIET- Konzernausschuss für Allianz wurde im Jahre 1987 ins Leben gerufen und tritt seither regelmässig einmal pro Jahr zusammen. Seit 1991 fanden folgende Tagungen statt: 1992 in Lissabon, 1993 in Frankfurt und 1994 in Barcelona. Diese Tagungen haben dazu beigetragen, das Verständnis zwischen den Teilnehmern der einzelnen Länder zu fördern. Die Beratungen galten unter anderem Entwicklungen in den Allianz- Gesellschaften der einzelnen Länder, der paneuropäischen Strategie der Allianz sowie der ganz im Zeichen des Wandels stehenden Personalpolitik dieses Versicherungskonzerns. Die Tagungsteilnehmer verwendeten ausserdem viel Zeit für die Diskussion über die Rolle, die Erfolgsaussichten und die notwendige Einsetzung eines ständigen Europäischen Betriebsrates. Vertreter der Geschäftsleitung von Allianz nahmen ebenfalls an diesen Tagungen teil. Sie äusserten sich zu verschiedenen Fragen, im besonderen zu den Umstrukturierungsvorhaben und der Reaktion der Geschäftsleitung auf die Richtlinie über Europäische Betriebsräte.szin In bezug auf die Einsetzung eines Europäischen Betriebsrates bei Allianz zeigte sie sich jedoch sehr zurückhaltend und erklärte, dass solche Anstrengungen zur Zeit noch verfrüht seien. ZUR CH MPAGNIE D'ASSURANCE UNE> YES FIET- Generalsekretär Philip J. Jennings und MSF- Generalsekretär Roger Lyons vor dem Hauptsitz der Zürich Versicherungen in der Stadt Zürich. 1993 leitete die FIET eine Unternehmenskampagne gegen die Zürich Versicherungen ein, um die Anerkennung der MSF in der britischen Tochtergesellschaft der Zürich zurückzugewinnen. Bei der Übernahme der MMI im Vereinigten Königreich hat die Zürich der MSF im März 1993 die Anerkennung entzogen und 6 Monate später 250 Mitarbeiter entlassen. Die Kampagne, die auf nationaler und internationaler Ebene durchgeführt wurde, war ein voller Erfolg. Die FIET hat sich dafür eingesetzt, dass diese Angelegenheit in den Parlamenten Grossbritanniens und der Schweiz sowie im Europäischen Parlament zur Sprache kam. Zürich: Der EURO- FIET- Konzernausschuss für die Zürich wurde 1993 im Rahmen einer Kampagne der FIET und ihrer britischen Mitgliedsorganisation MSF gebildet. Nach der Übernahme der Municipal Insurance durch die Zürich im Jahre 1992 war der dort vertretenen Gewerkschaft, MSF, die Anerkennung abgesprochen worden. Die im Jahre 1993 im Vereinigten Königreich veranstaltete Tagung des Konzernausschusses für die Zürich war ein wichtiger Teil dieser Kampagne, die wesentlich zu dem erfolgreichen Ausgang dieser Angelegenheit beigetragen hat. Die Tagung im Jahre 1994 in Barcelona war der Versicherungsgesellschaft selbst, ihrer Struktur und ihrer europäischen Geschäftsstrategie gewidmet. Zu Beginn der Tagung fand auch eine längere Diskussion über die Richtlinie über Europäische Betriebsräte statt, wobei vor allem 144 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Army KUCHING, SARAWAK MALAYSIA Eine gemeinsame Tagung der APRO- FIET- Fachgruppenausschüsse Banken und Versicherungen fand vom 21. bis 23. August 1993 in Kuala Lumpur, Malaysia, statt. rob noitseing as olb Fragen betreffend Struktur, Rolle sowie Ausbildungsund Planungsforderungen von Betriebsräten zur Sprache kamen. Die Geschäftsleitung hatte eine Einladung zur Teilnahme an den Beratungen abgelehnt. trends Andere Konzernausschüsse bing Die FIET- Mitgliedsorganisationen haben auch Tagungen für andere Konzernausschüsse organisiert, an deren Planung und Vorbereitung die FIET mitwirkte. Auf den Tagungen selbst berichtete die FIET über Fortschritte bei der europäischen Gesetzgebung betreffend Betriebsräte und über die Tätigkeiten bereits bestehender Konzernausschüsse. Solche Tagungen fanden betreffend Winterthur; AXA, UAP; Royal Insurance; Royal Guardian Exchange und AGF statt. richtl AFRO- FIET Aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Instabilität in der Region befindet sich hier die Versicherungswirtschaft noch ganz in ihren Anfängnuge amanismog onio basl PRI det mi doA nahon nonfaxism& stige mi sibera gen. Die AFRO- FIET hat daher eine einzige Fachgruppe für Banken und Versicherungen eingesetzt. Über die Tätigkeiten dieser Fachgruppe wird im Kapitel Banken ausführlich berichtet. der APRO- FIET Fachgruppenausschuss In der Berichtszeit ist der APRO- FIET- Fachgruppenausschuss dreimal zusammengetreten: Penang, August 1992 $ 12 091917197 Kuala Lumpur, August 1993 Kuching, Oktober 1994 wa nov nonsigl oblożegnad Die Tagung im Jahre 1992 wurde in Verbindung mit der Regionalkonferenz durchgeführt und von Kevin Davern der FSU, Australien, geleitet. Im Mittelpunkt der Gespräche stand der härter werdende Wettbewerb in der Versicherungswirtschaft, der zu wesentlichen Veränderungen in den Unternehmensstrukturen und der Arbeitsorganisation führte und somit auch die Beschäftigungsaussichten und die Arbeitsbedingungen der Versicherungsangestellten beeinflusste. Die FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 145 Teilnehmer legten Prioritäten für die künftige Tätigkeit fest, die sich in erster Linie auf Gewerkschaftsrechte und Verhandlungen für eine bessere Arbeits- und Lebensumwelt bezogen. Die Mitglieder prüften ferner die Politik der in der Region tätigen multinationalen Versicherungskonzerne in bezug auf die Verhaltensnormen der OCED und der IAO. Die FIET wurde aufgerufen, Massnahmen für die Schaffung einer Datenbank betreffend die Aktivitäten dieser Firmen einzuleiten. Die Teilnehmer stellten fest, dass sich auch im Banksektor ähnliche Veränderungen vollziehen und verlangten daher eine stärkere Zusammenarbeit der die Bank- und Versicherungsangestellten vertretenden Gewerkschaften. Nach diesem Aufruf und unter Berücksichtigung der Entscheidung des APRO- FIET- Vorstandes wurde 1993 eine gemeinsame Tagung der APRO- FIETFachgruppenausschüsse Banken und Versicherungen veranstaltet. Das Programm umfasste wichtige Fragen betreffend Banken und Versicherungen, über die im einzelnen im Kapitel Banken berichtet wird. Auch im Jahre 1994 fand eine gemeinsame Tagung statt, die im Kapitel Banken im einzelnen erörtert wird. ОЯЗА FIET- JLC- Konferenz für Beschäftigte im Finanzsektor in Japan Diese Konferenz wurde in Zusammenarbeit mit den Ausschüssen FIET- JLC und JIL im Juni 1993 in Tokio organisiert. Die neuen Herausforderungen, mit denen die Gewerkschaften aufgrund der jüngsten Veränderungen im Bank- und Versicherungssektor konfrontiert sind, standen im Mittelpunkt der Beratungen. Die FIET war auf dieser Konferenz durch Tony Whiteley, stellvertretender Vorsitzender der EURO- FIET- Fachgruppe Versicherungen, vertreten. Sie wurde in Anwesenheit von 55 Delegierten von Gewerkschaften im Finanz- und Versicherungssektor Japans durchgeführt. EURO- FIET Fachgruppenausschuss Der EURO- FIET- Fachgruppenausschuss Versicherungen hat in der Berichtszeit drei Tagungen veranstaltet: V ob nog . Prag, April 1992 Genf, März 1993 Genf, April 1994 Vorsitzender des Fachgruppenausschusses ist Gilbert Clajot von der SETCa, Belgien. Die beiden stellvertretenden Vorsitzenden sind Tony Whiteley von der MSF, Vereinigtes Königreich, und Riccardo Billi von der FIBA, Italien. Die Ausschusstagungen der letzten Jahre galten im besonderen den tiefgreifenden Veränderungen, die sich in der Versicherungswirtschaft in Europa vollziehen. Zu den immer wiederkehrenden Fragen gehörten Arbeitsplatzverluste sowie Angriffe auf die Rechte der Arbeitnehmer und der Gewerkschaften. Sozialer Dialog Der soziale Dialog in der Versicherungswirtschaft kam nur schleppend voran. Seit 1990 besteht eine Arbeitsgruppe, der Vertreter folgender Organisationen angehören: EURO- FIET; Europäischer Versicherungs- Ausschuss( CEA), Europäischer Genossenschaftlicher Versicherungsverband( AECI), die europäische Organisation der Internationalen Versicherungsmakler( BIPAR) sowie der Europäische Ausschuss der Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit( AISAM). Diese Arbeitsgruppe und der ebenfalls gebildete Lenkungsausschuss sind mehrmals zusammengetreten. Die Arbeitgeberorganisationen haben zwar grosses Interesse an Fragen im Zusammenhang mit Themen wie Ausbildung, Mobilität und Gleichstellung gezeigt, zögern jedoch, sich aktiv mit den Gewerkschaften in diesen Fragen zu engagieren. Ausserdem machte der Europäische Versicherungs- Ausschuss ( CEA) klar, dass er den sozialen Dialog im Versicherungssektor zwar grundsätzlich befürworte, Gespräche, die auf die Annahme einer Empfehlung hinauslaufen, jedoch nicht unterstütze. Die Situation wurde auch dadurch erschwert, dass die Arbeitgeber keine Bereitschaft zeigten, über Beschäftigungsprobleme und Beschäftigungsaussichten zu diskutieren. Sabre Auf einer Tagung der Sozialpartner im Juni 1994 kam der soziale Dialog dann wieder in Gang. Nach der Vorlage einer Untersuchung über künftige Aussichten in der Versicherungswirtschaft standen Beschäftigungstrends und Faktoren, die den Beschäfti146 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 IDA EURO- FIET BANK AND INSURANCE SECTION MEETING PRACUE 70 4 1992 gozaciAz aishali? braguri ob bu alsnoginis balaiozusHb Mitglieder des EURO- FIET- Fachgruppenausschusses Versicherungen auf ihrer Tagung im April 1992 in Prag.stud bis gungsstand und den Beschäftigungscharakter beeinflussen, auf dem Programm. Abschliessend wurde vereinbart, weitere Untersuchungen über quantitative Aspekte der Beschäftigung, Beschäftigungstrends und Beschäftigungsprognosen durchzuführen. Die Sozialpartner kamen ferner überein, ihre Tätigkeiten in bezug auf Stress, berufliche Anforderungen, Tätigkeitsprofile und Job Rotation fortzuführen. Dialog mit der GD XV Die EURO- FIET trat regelmässig mit Vertretern der GD XV zusammen, um bereits angenommene und vorläufige EU- Richtlinien für die Versicherungswirtschaft zu erörtern. In den letzten Jahren kamen im besonderen die Vorschläge für die Rahmenrichtlinien für die Leben- und Nichtleben- Versicherungen, Projekte für Richtlinien über Pensionsfonds, über Liquidationsverfahren, über KraftfahrzeugHaftpflichtversicherung und den freien Dienstleistungsverkehr sowie Entwicklungen im Binnenasb tim isoz monio 1 iM and dildoined by lobise Tus misdagtiadiA markt für Versicherungen zur Sprache. Nachdem die EURO- FIET schriftlich die Einberufung einer Tagung im Jahre 1994 beantragt hat, wurde ihr von der Kommission zu verstehen gegeben, dass ihr Haushalt für dieses Jahr zu diesem Zweck keinen Betrag vorsieht. Die EURO- FIET hat ihre Enttäuschung über diesen Sachverhalt zum Ausdruck gebracht und der Kommission klargemacht, dass sie diese Tagungen unter Berücksichtigung der europaweiten Folgen der vor kurzem angenommenen Richtlinien als äusserst wichtig betrachtet. Die EURO- FIET setzt sich nun mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln für die Anberaumung einer Tagung im Jahre 1995 ein. IRO- FIET In der IRO- FIET- Region verfügt die FIET über eine gemeinsame Fachgruppe für Bank- und Versicherungsangestellte. Über die Tätigkeiten dieser Fachgruppe wird im Kapitel Banken ausführlich berichtet. FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 pigels 001 pdUse 147 Wartungs- und Sicherheitsdienste Die Fachgruppe Wartungs- und Sicherheitsdienste verzeichnete in den letzten vier Jahren ein ständiges Wachstum, da sich viele neue Gewerkschaften der FIET angeschlossen haben, um in der Fachgruppe mitzuwirken, die Personen vertritt wie z.B. das Reinigungspersonal, das Wartungspersonal, die Schutzwachen, das administrative und technische Personal und die Hausmeister, die sich um unsere Gebäude kümmern und dafür sorgen, dass sich in ihnen sicher leben und arbeiten lässt. Diese Arbeitnehmerkategorie ist zwar unabdinglich für die reibungslose Abwicklung der modernen Dienstleistungswirtschaft, aber sie tritt weitgehend überhaupt nicht in Erscheinung und wird von den Arbeitskollegen oft übersehen. Erste Zielsetzung der Fachgruppe Gebäudewartungsdienste ist es daher, diesen" unsichtbaren Personen" ein besser erkennbares Profil zu geben und sie den Arbeitgebern als Gewerkschafter vor Augen zu führen. Die Fachgruppe führt weiterhin jährlich weltweite Tagungen durch, die sich als eine wichtige Stütze für internationale Kampagnen und gewerkschaftliche Solidaritätsaktionen erwiesen haben. Aufgrund der wachsenden Mitgliederzahl und der Erweiterung des Tätigkeitsbereichs erschien es jedoch zweckmässig, bei einem Teil der Fachgruppenarbeit regionale Aspekte zu entwickeln. In der IRO- FIET- Region war die Fachgruppe in bezug auf Anliegen und Probleme der Hausmeister, des Reinigungspersonals und der Schutzwachen im gesamten nord- und südamerikanischen Raum sehr aktiv. In Europa wurden die Möglichkeiten für einen sozialen Dialog mit den Arbeitgebern auf sektoraler und betrieblicher Ebene wahrgenommen. In der AFRO- und der APRO- FIET werden nun die Grundlagen für gleichgeartete Tätigkeiten geschaffen. Die Fachgruppe hat ferner einige gezielte Themen aus dem breiten Problemkreis der Wartungs- und Sicherheitsdienste herausgegriffen und vertieft. Die Fachgruppe gliedert ihre Aktivitäten nach folgenden vier Beschäftigungsbereichen auf: Vertragsreinigungsdienste, private Sicherheitsdienste, Leiharbeitsfirmen und Hausmeister- und Wärterdienste. Die Fachgruppe hat ferner verschiedene Kampagnen fortgeführt: so hat sie am 15. Juni 1994 eine Charta für lauteren Wettbewerb veröffentlicht, und dieser Tag wurde zum Internationalen Tag der Gerechtigkeit erklärt. ten in 22 Ländern versammelten sich aus diesem Anlass am Sitz der Ortsgewerkschaft 32 B 32 J der 1 Million Mitglieder zählenden Service Employees International Union( SEIU AFL- CIO, CLC) in New York. Die Konferenzteilnehmer traten unter der Leitung des Vorsitzenden der Fachgruppe, John Sweeney von der SEIU, zusammen. Das Aktionsprogramm für Wartungs- und Sicherheitsdienste umfasst Ziele und Strategien für die Fachgruppe und behandelt Fragen wie gewerkschaftliche Organisierung, multinationale Unternehmen, Ausbildung, Arbeitsschutz, Gewerkschaftsrechte und Strategien zur Förderung der Gleichstellung. ACTION PROGRAMME FOR PROPERTY SERVICES 1. FIET- Weltkonferenz für Angestellte in Wartungs- und Sicherheitsdiensten 22LUT Die erste, dieser Gruppe von Beschäftigten und ihren Gewerkschaften gewidmete Weltkonferenz wurde vom 1. bis 3. Dezember 1992 in New York veranstaltet. Über 100 Delegierte von 28 Gewerkschaf148 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 サ An der ersten FIET- Weltkonferenz für Personal in Gebäudewartungsdiensten, die im Dezember 1992 in New York stattfand, nahmen über 100 Delegierte von 28 Gewerkschaften in 22 Ländern teil. Auf der Tagesordnung der Konferenz standen Fragen wie die Herausforderung der Organisierung, die Verbesserung der Gesundheits- und Sicherheitsnormen für Personal in Wartungs- und Sicherheitsdiensten und der Austausch von Informationen über Tarifverhandlungen und Arbeitsbedingungen. In den Schlussfolgerungen und Prioritäten für die Zukunft forderten die Delegierten internationale Arbeitsnormen, die diese Arbeitnehmer vor Ausbeutung schützen, Verfahren für die Zulassung der Unternehmen, um unlautere Geschäftspraktiken auszuschalten, sowie einen internationalen Aktionstag zur Verbesserung der Stellung dieser Arbeitnehmer. Zu den Gastreferenten gehörte Tom Donahue, Secretary- Treasurer des AFL- CIO, der die Initiative der FIET begrüsste. Heribert Maier, stellvertretender Generaldirektor des IAA, sprach im Namen der IAO. Dr. Steven Levin, Direktor der Irving J. Selikoff Clinic im Mt. Sinai Hospital in New York hielt ein Grundsatzreferat über Gesundheits- und Sicherheitsprobleme der Beschäftigten in diesem Sektor. In Verbindung mit der Konferenz wurden zwei Workshops über Organisierung und die Durchführung von Kampagnen sowie über die Möglichkeiten der Verbesserung der Gesundheit und Sicherheit der Wartungsdienstangestellten am Arbeitsplatz durchgeführt. 15. Juni Internationaler Tag der Gerechtigkeit " Vollzeitrechte für Teilzeitbeschäftigte". Unter diesem Motto wurden am 15. Juni 1994, dem Internationalen Tag der Gerechtigkeit, verschiedene aufeinander abgestimmte Tätigkeiten durchgeführt. Der 15. Juni wurde in Erinnerung an den Tag im Juni 1990 gewählt, an dem die Polizei in Century City, Kalifornien, eine von streikenden Gebäudewartungsangestellten durchgeführte friedliche Kundgebung gewaltsam unterdrückte. Seither haben Gewerkschaften rund um die Welt Anstrengungen unternommen, um den 15. Juni zu einem Tag der Gerechtigkeit zur Würdigung der" unsichtbaren Arbeitnehmer" zu machen. FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 149 Die Gewerkschaften, die Personal in Reinigungs-, Haus- und Sicherheitsdiensten vertreten, führten am gleichen Tag von der FIET koordinierte Tätigkeiten durch. Einige dieser Aktionen werden in der nachfolgenden Liste aufgeführt. Die FIET lanciert eine Charta für lauteren Wettbewerb; Philip J. Jennings, FIET- Generalsekretär ergreift auf der IAO- Konferenz in Genf das Wort; Nicholas Beck, Sekretär der FIET- Fachgruppe Wartungs- und Sicherheitsdienste, spricht auf einer Sondersitzung der GMB- Konferenz in Blackpool, Vereinigtes Königreich; Weltweite Stunde der Gerechtigkeit" Faxathon", die von den Arbeitnehmern genutzt wird, um allen grossen multinationalen Unternehmen in diesem Sektor Botschaften zu übermitteln; Veranstaltung von Treffen, Kundgebungen, Bildungs- Workshops und Informationstagungen in allen Ländern, in denen Gewerkschaften Arbeitnehmer in Wartungs- und Sicherheitsdiensten vertreten. Fachgruppenausschuss Der Schlüssel zu der Arbeit der FIET- Fachgruppe Wartungs- und Sicherheitsdienste ist der Fachgruppenausschuss, der einmal pro Jahr zusammentritt und in dem alle Mitgliedsorganisationen, die Personal in Wartungs- und Sicherheitsdiensten vertreten, mitwirken können. Der Ausschuss wird von John Sweeney, dem Präsidenten der FIET- Mitgliedsorganisation Service Employees International Union geleitet. Der stellvertretende Vorsitzende war bis Mai 1993 Bert- Ove Petterson, Präsident der Fastighets in Schweden. Er wurde anläßlich der FachgruppenDer 15. Juni wurde von der FIET zum Internationalen Tag der Gerechtigkeit ernannt. Dieses Datum wurde in Erinnerung an den Tag im Juni 1990 gewählt, an dem die Polizei in Century City, Kalifornien, eine friedliche Kundgebung von Gebäudewartungspersonal gewaltsam unterdrückte. Die City of Los Angeles hat sich später bereit erklärt, A den Opfern dieses Angriffs durch die Polizei eine Entschädigung von 3,5 Millionen zu zahlen. lichkeiten fix cinch Unter dem Motto" Justice for Janitors"( Gerechtigkeit für Gebäudewartungspersonal) führt die nordamerikanische FIET- Mitgliedsorganisation SEIU seit mehreren Jahren eine erfolgreiche Kampagne zur gewerkschaftlichen Organisierung dieses Personals und zur Gewinnung von Verhandlungsrechten durch. STRIKE JUSTICE F JANITORS 150 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 tagung im Jahr 1993 von Karsten Hansen von der DFSf in diesem Amt abgelöst. In der Berichtszeit hat der Fachgruppenausschuss viermal getagt: . Genf, 22.- 23. Oktober 1991 New York, 1. Dezember 1992 . Rom, 8.- 9. November 1993 . London, 28.- 29. November 1994 Genf, Oktober 1991 Die Tagung, an der 40 Vertreter von 22 Gewerkschaften aus 15 Ländern teilnahmen, forderte höhere Normen für die Zulassung, die Ausbildung und die Gestaltung der Arbeitsbedingungen im privaten - Aus dem Teufelskreis ausbrechen der Status als Ausgangspunkt. Eines der wichtigsten Anliegen der FIETFachgruppe Wartungs- und Sicherheitsdienste war die Verbesserung der Stellung der Beschäftigten in diesem Sektor, bei denen es sich oft um Frauen oder um ethnische Minderheiten handelt, die zweifach benachteiligt sind, einmal durch die direkte Diskriminierung und zum anderen durch die Unterbewertung ihrer Arbeit. Photo: J. Maillard, International Labour Office Bewachungsgewerbe. Während einer Sonderdiskussion über das Bewachungsgewerbe, in deren Verlauf leitende Verantwortliche des britischen Bewachungssektors referierten, wurde festgestellt, dass eine lange Arbeitszeit und schlechte Lohn- und Arbeitsbedingungen in diesem Dienstleistungsbereich an der Tagesordnung sind. Die Delegierten äusserten die Befürchtung, dass nach der Schaffung des Europäischen Binnenmarkts 1992 die Normen noch weiter herabgesetzt werden könnten, weil die nationalen Zulassungssysteme von unzuverlässigen Firmen unterlaufen werden. Man müsse die durchaus vorhandene Gefahr in Betracht ziehen, dass unseriöse " Cowboy- Firmen" die erstklassigen Unternehmen im Bewachungsgewerbe vom Markt verdrängen, indem sie an der Ausrüstung und an der Ausbildung sparen und geringere Löhne und schlechtere Arbeitsbedingungen einführen. Die Gewerkschaften und die echten Arbeitgeber dieses Sektors haben ein gemeinsames Ziel: die Anhebung der Normen in diesem Bereich. Man wolle bei der Europäischen Gemeinschaft vorstellig werden mit dem Vorschlag, bessere Normen in Kraft zu setzen. Die FIET hat sich auch an das Internationale Arbeitsamt gewandt mit der Bitte, zusammen mit der FIET geeignete Arbeitsnormen für die Arbeitnehmer der Gebäudewartungsdienste zu entwickeln. Auf der Tagung wurde auch eine Warnung an die Computerfirma Apple gerichtet, die für den Abschluss des Reinigungsdienst- Vertrags in dem Hauptsitz der Firma und in den Einrichtungen in San Jose, Kalifornien, nur zwei von sieben Gewerkschaftsvertragspartnern vorgesehen haben. Die Fachgruppe kritisierte den gegenwärtigen Vertragsnehmer Shine Building Maintenance, der seine Arbeitnehmer ausnutzt und Mindestlöhne mit geringen oder keinen Gesundheitsleistungen zahlt. Die Fachgruppe brachte auch ihre Solidarität mit der neuseeländischen Mitgliedsgewerkschaft Service Workers Federation of Aotearoa zum Ausdruck, die eine umfassende Kampagne gegen die gewerkschaftsfeindliche Politik der Regierung von Neuseeland eingeleitet hatte. Zu den Fragen, die von der Fachgruppe behandelt wurden, gehörte auch eine Übersicht über die Eigentumsstrukturen im internationalen Gebäudewartungsdienst, die eine Erweiterung der FIETDatenbank für multinationale Gesellschaften durch Einbeziehung der bedeutendsten Unternehmen und Investoren sowie Vertragsfirmen im GebäudeFIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 151 wartungsdienst bedingt und somit praktische Solidaritätsaktionen erleichtert. New York, Dezember 1992 diA Der Fachgruppenausschuss tagte kurz, um letzte Vorbereitungen für die FIET- Weltkonferenz für Personal in Wartungs- und Sicherheitsdiensten, die erste Veranstaltung dieser Art für diese Branche, zu treffen. CLEAN Competition FIET Rom, November 1993 Die Mitglieder haben eine Charta für Qualität in Wartungs- und Sicherheitsdiensten angenommen. Dieses Dokument mit dem Titel:" Lauterer Wettbewerb" beleuchtet die einzelnen Aspekte der Vergabe von Unteraufträgen und die für Arbeitnehmer und Gewerkschaften daraus erwachsenden Probleme. Wenn es nicht gelingt, Mindestnormen und Kontrollen einzuführen, befürchten die Gewerkschaften, dass sich die Auftragsvergabe auf einem Schlachtfeld ohne Regeln vollziehen könnte, was vor allem der Qualität der Dienstleistungen und den Arbeitsbedingungen abträglich wäre. Die Vertragsfirmen unterbieten sich gegenseitig in einem erbitterten Preiskampf und drücken damit Löhne und Arbeitsbedingungen in einem Wirtschaftszweig, in dem die Betriebskosten zur Hauptsache Lohnkosten sind. Damit herrscht hier das Gesetz des Dschungels. Es entsteht ein Teufelskreis mit rückläufigen Löhnen, sich ständig verschlechternden Arbeitsbedingungen und sinkender Qualität der Dienstleistungen. Mindestnormen sind folglich unerlässlich, um aus dieser Abwärtsspirale auszubrechen. London, November 1994 Im Rahmen der FIET- Kampagne für lauteren Wettbewerb im Sektor der Untervergabe ist der FIETFachgruppenausschuss Wartungs- und Sicherheitsdienste am 28. und 29. November 1994 in London zusammengetreten. Diese Tagung fand auf Einladung der beiden britischen FIET- Mitgliedsorganisationen der Fachgruppe, GMB und TGWU, am Hauptsitz des TUC statt. Der Präsident des TUC, Leif Mills sowie der Stellvertretende Generalsekretär, Brandan Barber, ergriffen an dieser Sitzung das Wort. Ganz oben auf der Tagesordnung stand die Frage der wohlerworbenen Rechte; Francisco de las Heras von FIET Charter of Clean Competition for Property Maintenance and Security Services. Comprehensive Collective Bargaining. Where effective minimum gay levels and working conditions can be negotiated an appiled to all employers whether nationally, regionally or localsy then this estabeshes a standard four for all comractors and can prevent uncleah competition Obligation to Bargain in Good Faith and Right of Extension. A particularly effective means of coing this is were an odigme to bargain in good fact with recognised trade uniony exists and where there is a right to extension of any agréement all employers in the sector Trese provisions www decend largely as" ational industrial relations wow. Maintenance of Acquired Rights. The destructive effects of unclean competition can be reduced combat mang mass contracts under competitive tendering iiig: 31 13 nties Endoned to alterg wrbots.su rly o+ san kniseed be g presious contractor. Equally important is that as and working condons should be maintained alongside other employment rights such as union recognition and collective agreemente. Minimum Standards of Licensing and Regulation. in some awry of the Perperty Maintenance may Security Services sector, such as the private security industry, systems of licensing and regulation are panitulary important in estapushing nimum standeres in order in underpen clean competitive Employers showd the scenesd to as they are fit to operate a private security company, and follow guidelines on overallra vocature, raming, employment policy etc. Employees should siss de cemfies as fit to work in the private security industry with where cussion a certificate of training Minimum Standards of Training and Qualifications. The undes vad fects of clear competition can be relicon f mimmerings collgatory  3rded U) is a boxerosis. STPLAC Quality Accreditation Through 190 9000 or Equivalent. Quality accreditation through the 150 9001 Anes as implemented by national quality standards agencies to a positive effect in cutting my unclean competition. However * F EFIT YUBLE IncrediIt is only tes CONTRACT Rec camed out folowing full negotiation with trade anions, to ensure that the human component in quality is fully integrated Training for quality is de important say or the jump to quality accreditation which must be integrated the process on the basis of negotiation wor ade unions Reorganisation of Working Time. Praserty Maintenance and Security Services are hampered by the way that working time is organised in such a way to allow sctivities such as cleansing to be carried out in other cases for example the pearlong hours stat many static security guards work the origins of the problem have more to do with low pay. in all cases however meer is some for reorganising working time for the boner Where at shits are common the equivalent compensation, in terms of time off or salary should be given for the of minimum daily rest. Where normal weakly hours limits are drakened, then pay should de raisen so as to make overtime truly voluntary Where provisions on madmum weekly working time are breached then equivalent compensation should be negotiated with trade unices Improving Health and Safety. The Property Maintenance and Secunity Services inclunky can take many stews to improves Anty and safety recen. Some procal areas were standards of best as xiies pold bo use bol niece 3 FORT particularly post traumatic stress disorder in the security industry), the use and abelling of chemicals in the cleaning sector training to prad posture injuries in lifting, carrying and asding and impmsed ensement of everything from backpack varium cleaners to Call--hall FSHATIKE. Full Payment of Secial Security Contributions. Due to the prevalence of part time wo the industry many Property Maintenance and Many Avancer caminantie take auantope -= ESTDF in meist for point Share Barbative many dummy te employ workers for a number ones which Call just below the thresholds the dearwing the workers of the benefits to which they ntowir die entitled The offerences erwaen those contractors who may their passa security comprbutions and those who manage arond then begant sectangues Man distry commention undermining clean competition Prevention of Discrimination. Am 15. Juni 1994 wurde die FIET- Charta für lauteren Wettbewerb lanciert. Diese Charta soll eine Stütze für Gewerkschaften und andere interessierte Gruppen darstellen, die sich für neue, gerechte Spielregeln in Sektoren wie den Reinigungs- und privaten Sicherheitsdiensten einsetzen, wo die Vergabe von Unteraufträgen stark verbreitet ist. Die EURO- FIET hat diese Probleme in der Europäischen Union zur Sprache gebracht, wo Diskussionen mit der Europäischen Kommission und Arbeitgeberorganisationen über Konzessionserteilung, Prüfverfahren und Fragen der Ausbildung stattfanden. Die Fachgruppe verlangt für ganz Europa geltende gesetzliche Bestimmungen, um einen sauberen Wettbewerb auf dem Gebiet der Auftragsvergabe sicherzustellen; die EURO- FIET hat die Europäische Kommission aufgefordert, die Probleme, die für die Arbeitnehmer durch die Verbreitung der Auftragsvergabe entstanden sind, im Rahmen von gründlichen Untersuchungen zu beleuchten. 152 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 der Europäischen Kommission gab einen Überblick über die geplante Revision der Richtlinie über den Besitzstand. Die Tagungsteilnehmer machten der Europäischen Kommission unmissverständlich klar, dass die Richtlinie in ihrer heutigen Form bestehen bleiben und weiterhin für Arbeitnehmer gelten muss, die mit Auftragsvergabe oder dem Transfer von Verträgen konfrontiert sind. M Die Tagungsteilnehmer befassten sich ferner mit Fragen der Gesundheit und Sicherheit, die den Beschäftigten im privaten Dienstleistungssektor, namentlich in Wartungs- und Sicher- heitsdiensten, zu wachsender Besorgnis Anlass geben. Es wurden Fachvorträge über das arbeitsbedingte CervicoSchulter- Hand- Syndrom( Work Related Upper Limb Disorders) einschliesslich Wiederholungs- Belastungsschäden( Repetitive Strain Injury) sowie über Stress, im besonderen über das posttraumatische Stress- Syndrom in Sicherheitsdiensten, gehalten. Die Teilnehmer prüften die Auswirkungen des am 15. Juni veranstalteten Internationalen Tags der Gerechtigkeit und anderer Kampagnen, die von Mitgliedsorganisationen im Zusammenhang mit tariflichen Fragen durchgeführt wurden. Bruce George, Mitglied des Unterhauses, berichtete auf der Tagung über sein Vorhaben, im Vereinigten Königreich Gesetze zur Regulierung der privaten Sicherheitsdienste einzubringen, denen die von der FIET und ihren Mitgliedsorganisationen auf europäischer Ebene entwickelten Gewerkschaftsstrategien zugrundeliegen. Ein besonderes Anliegen der Tagungsteilnehmer waren die Probleme der Hausmeister und Wärter, die aufgrund der zunehmenden Verbrechen und Gewalttätigkeit besonders gefährdet sind und deren Sicherheit auch durch die Verbreitung der Auftragsvergabe und die Ungewissheit in bezug auf ihre Unterkunft zunehmend in Frage gestellt ist. Die FIET wird eine Studie über die Schwierigkeiten der Hausmeister und Wärter sowie über innovative Strategien veröffentlichen, die Gewerkschaften zur Überwindung dieser Probleme entwickelt haben. Ferner wurde über die Fortschritte beim sozialen Dialog mit den Arbeitgebern auf europäischer Ebene berichtet. Ein Höhepunkt dieser Tagung war der Empfang durch den Sprecher des Unterhauses, Frau Betty Boothroyd, an ihrem Amtssitz im Westminster- Palast. John Sweeney, Leiter der amerikanischen FIET- Mitgliedsorganisation SEIU und Vorsitzender der Fachgruppe, überreichte Frau Boothroyd, die weiterhin der GMB angehört, ein Geschenk im Namen der halben Million Arbeitnehmer, die heute weltweit in dieser Fachgruppe vertreten sind. Multinationale Unternehmen Eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Organisation erfolgreicher Solidaritätsaktionen auf internationaler Ebene sind zuverlässige, aktuelle Informationen über multinationale Unternehmen und Immobiliengesellschaften. Die Ermittlung der Struktur, der Eigentumsverhältnisse und der Zweigniederlassungen von multinationalen Unternehmen im Wartungs- und Sicherheitsdienst gehört zu den vorrangigen Anliegen der FIET- Fachgruppe. Aufgrund des raschen Wachstums und der Veränderung der Strukturen sowie der zahlreichen Zusammenschlüsse und Übernahmen sind solche Informationen beim Aufbau einer Gewerkschaftsorganisation unerlässlich. Die FIET hat eine Datenbank mit Informationen über Wartungsdienst- Vertragsfirmen und die wichtigsten Immobilieneigentümer geschaffen, mit dem Ziel, die Mitgliedsorganisationen in ihrem Kampf für bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen für Personal in Wartungs- und Sicherheitsdiensten zu unterstützen. ISS: Nach der erfolgreichen Kampagne in den Vereinigten Staaten, die zum Ziel hatte, ISS an den Verhandlungstisch zu bringen und tarifliche Regelungen für ISS- Personal im Einzugsgebiet von Los Angeles zu erreichen, wurden die Gespräche zwischen der FIET und ISS fortgesetzt. Ein erstes Treffen zur Erörterung von Fragen im Zusammenhang mit einem Informations- und Konsultationsabkommen mit ISS fand im Jahre 1991 in Dänemark statt. In der Folge versuchten die nordischen FIET- Mitgliedsorganisationen eine Informations- und Konsultationsvereinbarung für ISSAngestellte in Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland auszuhandeln. Diese Anstrengungen blieben bisher allerdings erfolglos. Die Diskussionen mit der ISS- Geschäftsleitung werden fortgeführt; die FIET organisiert im Frühling 1995 eine weitere Tagung. BET: FIET- Gewerkschaften im Bereich der Wartungs- und Sicherheitsdienste haben erste Schritte FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 153 eingeleitet, um Verbindungen zwischen den zahlreichen Zweigniederlassungen der BET, der Nummer 2 unter den europäischen Reinigungs- und Sicherheitsdienst- Firmen, aufzubauen. Im Gegensatz zu ISS, die ein klar definiertes öffentliches Image besitzt und eine klare Unternehmensphilosophie verfolgt, handelt es sich bei BET um einen wildwuchernden Mischkonzern, der sich willkürlich aus einem Verteilungsunternehmen zu einer weltumspannenden Gesellschaft mit über 100'000 Angestellten entwickelt hat. Nach endlosen Übernahmeschlachten Ende der 80er Jahre, in denen BET grosse Reinigungsfirmen, wie zum Beispiel IS Initial aufkaufte, und die Schulden schwindelnde Höhen erreichten, wurde ein neues ManagementTeam eingesetzt, um ein strategisches Konzept zu entwickeln. Dies hat zu grundlegenden Umstrukturierungen, zum Abbau von 30'000 Arbeitsplätzen und zum Verkauf verschiedener Tochtergesellschaften geführt, denen in der künftigen Entwicklung der BET keine entscheidende Bedeutung beigemessen wurde. Securicor: Auf der ersten, ausschliesslich den Anliegen der Arbeitnehmer in privaten Sicherheitsdiensten gewidmeten internationalen Gewerkschaftstagung leitete die FIET Diskussionen über die mögliche Bildung eines Europäischen Betriebsrates bei Securicor im Vereinigten Königreich ein. Die Tagung fand auf Einladung der APEX- GMB im Bildungszentrum dieser Gewerkschaft in ManchesDer 22. FIET- Weltkongress, der im August 1991 in San Francisco tagte, wurde zur Unterstützung des Gebäudewartungspersonals bei Shine Building Maintenance, einer Reinigungs- Vertragsfirma mobilisiert, die im Dienste von Apple Computer steht. Die Beschäftigten konnten keine Gewerkschaftsverträge abschliessen und wurden aufgrund ihrer gewerkschaftlichen Betätigung schikaniert und in bestimmten Fällen sogar entlassen. Die 1000 Delegierten, die am 19. August an der Eröffnungszeremonie des FIET- Weltkongresses anwesend waren, beteiligten sich an einem Marsch zur Unterstützung des Gebäudewartungspersonals, das von der SEIU organisiert wird. Den Höhepunkt dieser Veranstaltung bildete eine Massenkundgebung im Union Square von San Francisco, wo Lane Kirkland, Präsident des AFL- CIO, John Sweeney, Präsident der SEIU, Philip J. Jennings, FIET- Generalsekretär, Art Agnos, der Bürgermeister von San Francisco, sowie Mitarbeiter des Unternehmens und örtliche Gewerkschaftsführer das Wort ab ergriffen. Diese langwierige Kampagne hat schliesslich Früchte getragen: Shine Building Maintenance hat sich bereiterklärt, die Gewerkschaft als Tarifverhandlungspartner anzuerkennen, was für die Beschäftigten garantierte jährliche Lohnerhöhungen, bezahlten Krankheitsurlaub und die Einführung eines Gewerkschafts- Beschwerdeverfahrens bedeutet, das sie gegen unfaire Behandlung am Arbeitsplatz und gegen sexuelle Belästigung schützen soll. Justice Justice LAGS Justice ice: Justice SERVICE EMPLOYEES ICE UNION YES ON VICE DYEES ION NICE FOR 154 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 EMPLOYEES SERVICE UNION PICKET CAPTAIN ter statt, die auch die Koordinierung für diese Veranstaltung besorgte. Aus den Vorträgen über Struktur und Aktivitäten des Unternehmens ging hervor, dass Securicor ihre traditionelle Geschäftsbasis, das heisst, Sicherheitsdienste und Werttransporte, ausweitet und nunmehr auch Paketzustellungs- und Kurier- Dienste anbietet. Die Delegierten vermuteten, dass Securicor ihre auf 1 Milliarde£ geschätzte Beteiligung an Cellnet verkaufen könnte, um ihren Einstieg in das Paketzustellungsgeschäft zu finanzieren, wobei die Firma wahrscheinlich Parcels Force, die privatisierte Paketzustellungs- Abteilung der britischen Postbetriebe übernehmen wird. Solche strukturellen Veränderungen hätten massgebliche Folgen für die Aushandlung europäischer Betriebsrats- Strukturen. Die auf der Tagung anwesenden Delegierten waren fest entschlossen, mit der Frage der Europäischen Betriebsräte an die Gesellschaft heranzutreten, selbst wenn das Vereinigte Königreich sehr wahrscheinlich von den Bestimmungen der einschlägigen Richtlinie ausgeklammert wird. Reinigungsindustrie führt Manpower, Adia und ECCO: Es handelte sich um die erste Tagung, die für Beschäftigte in Leiharbeitsfirmen veranstaltet wurde. Da relativ wenig über die Beschäftigung in diesem Sektor und über den Grad der gewerkschaftlichen Vertretung bekannt ist, wurde beschlossen, eine Tagung für die grössten Unternehmen im Bereich der privaten Arbeitsvermittlung durchzuführen. Diese Zusammenkunft, die am 25./26. November 1993 in Brüssel stattfand, hatte zum Ziel, die Tätigkeiten der wichtigsten multinationalen Agenturen für Leiharbeit zu prüfen. Die drei grössten Firmen, Manpower aus den USA, ECCO aus Frankreich und ADIA aus der Schweiz standen im Brennpunkt der Beratungen, doch waren auch andere Firmen, wie Randstad und Vedior in Holland Gegenstand von Gesprächen. Ein Hintergrundbericht über Leiharbeitsfirmen, der für diese Tagung in Auftrag gegeben worden war, gab einen Überblick über die Entwicklungen in diesem Sektor. Die Tagungsteilnehmer kamen überein, mit allen fünf Unternehmen Kontakt aufzunehmen, um Möglichkeiten der Aufnahme von Verhandlungen im Hinblick auf die Einsetzung von Europäischen Betriebsräten zu erörtern. Group 4 Securitas und Securitas AB: Diese Tagung war die erste, die für Beschäftigte der Group 4 Securitas stattfand, und die zweite, die von der FIET für Personal in privaten Bewachungsdiensten organisiert wurde. Sitzungsort war Blankenberge in Photo: J. Maillard, International Labour Office X Gesundheit und Sicherheit: Unlautere Praktiken. Im Rahmen der Fachgruppe Wartungs- und Sicherheitsdienste behandelt die FIET regelmässig Fragen im Zusammenhang mit der Gesundheit und Sicherheit. So wurden zum Beispiel die Gefahren bei der Verwendung von Chemikalien und Detergenzien eingehend geprüft. Die Weltkonferenz für Personal in Wartungs- und Sicherheitsdiensten in New York befasste sich ebenfalls mit Arbeitsschutzfragen, und im besonderen mit den Gefahren von Asbest in Gebäuden. Belgien. Im Verlauf der Vorarbeiten wurde klar, dass zwei Unternehmen den Namen Securitas tragen und einen gemeinsamen Ursprung in Schweden haben. Es wurde beschlossen, über jeden Zweigbetrieb eine Untersuchung einzuleiten, um zu ermitteln, ob eine formelle Verbindung zwischen den Gesellschaften besteht. Es wurden daher Berichte über die in Grossbritannien beheimatete Group 4 Securitas und Securitas AB mit Sitz in Schweden vorbereitet. AFRO- FIET Der Sektor der Wartungs- und Sicherheitsdienste, der vor allem Personal in Reinigungs- und Sicherheitsdiensten umfasst, gehört zu den wichtigen, ständig FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 155 expandierenden Beschäftigungsbereichen in Afrika. Vor allem Bewachungsangestellte sind eine bekannte Erscheinung in der Geschäftswelt auf diesem Kontinent. Bislang werden Dienstleistungen dieser Art vor allem von kleinen örtlichen Firmen angeboten. Hier wie anderswo haben kleine Unternehmen in diesem Sektor die Möglichkeit, rasch zu expandieren und international tätig zu werden. Selbstverständlich wächst auch bei multinationalen Wartungs- und Sicherheitsdienst- Gesellschaften das Interesse an diesem Markt in Afrika. Der FIET- Fachgruppe Wartungs- und Sicherheitsdienste gehören heute Gewerkschaften aus ganz Afrika an. An der ersten Weltkonferenz, die die FIET für diese Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Ende 1992 in New York veranstaltete, waren acht Delegierte von Gewerkschaften in Afrika anwesend. Die Gewerkschaften aus Afrika nehmen zwar regelmässig an den Tagungen dieser Fachgruppe teil, doch gab ihnen diese FIET- Konferenz eine internationale Plattform, um die Anliegen der afrikanischen Beschäftigten in Wartungs- und Sicherheitsdiensten vorzubringen. Die Delegierten auf der Konferenz waren schockiert über die Bedingungen, unter denen zahlreiche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer tätig sein müssen. Besorgniserregend war vor allem die Tatsache, dass diese Menschen während einer erschreckend langen Zeit und ohne Ruhepausen im Einsatz stehen müssen und somit grossen Gefahren für ihre Gesundheit und Sicherheit ausgesetzt sind. Es ist daher nicht erstaunlich, dass viele von ihnen unter Stress, Bluthochdruck und allgemeiner Erschöpfung leiden. Der Gesundheitsschutz und die Sicherheit dieser Beschäftigten in Afrika sind ganz allgemein bedenklich gering, und auch die Ausbildung lässt sehr zu wünschen übrig. Anlässlich der AFRO- FIET- Regionalkonferenz 1993 fand auch ein Treffen von Gewerkschaften in Wartungs- und Sicherheitsdiensten statt. Zu den vorrangigen Anliegen der FIET gehört nun die Aufnahme dieser Gewerkschaften in die Internationale und die Entwicklung gezielter Aktivitäten für Gewerkschaften in Wartungs- und Sicherheitsdiensten in Afrika. grosse Anstrengungen, um die Mitgliedschaft in diesem Sektor in der Region zu erhöhen. Mittlerweile werden diese Beschäftigten unmittelbar von der FIET- Fachgruppe Wartungs- und Sicherheitsdienste betreut. EURO- FIET IM Am 14. März 1994 fand in Amsterdam die Eröffnungstagung der EURO- FIET- Fachgruppe Wartungsund Sicherheitsdienste statt. Barbro Palmerlund, FASTIGHETS, Schweden, wurde zum Vorsitzenden gewählt, und es werden ihm drei Vizepräsidenten zur Seite stehen: Renata Bagatin, FILCAMS, Italien, für den Reinigungssektor; Karl Ehrlich, HGPD, Österreich, für den Wartungsdienst und Mick Graham, GMB, Vereinigtes Königreich, für die Sicherheitsdienste. Die Tagungsteilnehmer erörterten Empfehlungen betreffend die ständige Aus- und Weiterbildung, zukünftige Tätigkeiten für Haus1993 hat die FIET ein Profil des privaten Bewachungsgewerbes veröffentlicht, das die wichtigsten, indredi gewerblichen Bewachungsdiensten in Europa, in den USA und Australien tätigen Unternehmen untersucht. FIET PROFILE OF THE PRIVATE SECURITY SERVICES SECTOR Securi APRO- FIET Die APRO- FIET beabsichtigt, einen Fachgruppenausschuss für Personal in Wartungs- und Sicherheitsdiensten zu bilden und unternimmt zur Zeit 156 BANK FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 meister/ Pförtner sowie die Einleitung eines sozialen Dialogs mit den europäischen Agenturen für Leiharbeit. Sozialer Dialog mit den Arbeitgebern Vertrags- Reinigungsfirmen: In Europa hat die Fachgruppe die sich nun bietende Gelegenheit wahrgenommen, um einen sozialen Dialog mit Arbeitgeberorganisationen einzuleiten. Mit der Unterstützung der Europäischen Kommission fanden Diskussionen im Reinigungssektor und im Sektor der privaten Sicherheitsdienste statt, und es wurde auch eine grundsätzliche Vereinbarung betreffend die Aufnahme von Gesprächen im Bereich der Leiharbeits- Vermittlungsfirmen getroffen. Im Rahmen des sozialen Dialogs konnten mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union Untersuchungen durchgeführt werden, namentlich im Bereich der beruflichen Ausbildung im Reinigungs- und Sicherheitsdienst- Sektor. Der soziale Dialog in der Reinigungsindustrie führte auch zu der Unterzeichnung von zwei Vereinbarungen mit der Arbeitgeberorganisation. Der erste Text bezieht sich auf die Arbeitszeit; er wurde verabschiedet, weil die europäische Richtlinie über Arbeitszeit die Reinigungsindustrie von ihrem Geltungsbereich ausschliesst. Diese Vereinbarung definiert, wie die Aushandlung von Ruhezeiten oder Ersatz- Ausgleichsregelungen für Personal im Reinigungssektor gestaltet werden soll. Der zweite Text betrifft die im Gefolge dieser Vereinbarung verabschiedeten Leitlinien, die die berufliche Ausbildung im Reinigungssektor zum Gegenstand haben. In diesem Zusammenhang verpflichteten sich die Sozialpartner, Anstrengungen im Hinblick auf die Ausarbeitung von Mindestnormen für die Grundausbildung in der Reinigungsindustrie zu unternehmen.b Private Sicherheits- und Bewachungsdienste: Ein zentrales Anliegen im sozialen Dialog in den privaten Sicherheitsdiensten waren Bemühungen zur Schaffung einheitlicher Normen in bezug auf die Konzessionserteilung und Regelungen in Sicherheitsund Bewachungsdiensten in der Europäischen Union. Die EURO- FIET hat ferner eine im VereinigAusgliederung der Gebäudewartungsdienste ist die Losung des Wartungsdienstsektors in ganz Lateinamerika. Gewerkschaftsvertreter aus Argentinien, Brasilien und Uruguay erörterten im Juni 1993 in Buenos Aires gemeinsame Strategien, um sich den neuen Herausforderungen zu stellen. FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 157 ten Königreich eingeleitete Kampagne unterstützt, mit der versucht werden soll, die Normen in diesem Land mit den für die Sicherheitsdienste in den übrigen europäischen Ländern geltenden Bestimmungen in Einklang zu bringen. Nicholas Beck, Sekretär der Fachgruppe Wartungs- und Sicherheitsdienste, sprach auf einer hochrangigen Konferenz, die vom LabourAbgeordneten Bruce George im April 1994 im britischen Unterhaus organisiert wurde. Er erklärte, der britische Sicherheitsdienst- Sektor könne im europäischen Binnenmarkt nicht mehr länger in einem Zustand der Gesetzlosigkeit verharren, eine Regelung sei unumgänglich. Es fanden weiterhin regelmässige Diskussionen zwischen der EUROFIET und den europäischen Arbeitgeberverbänden im Sektor der Sicherheitsdienste, COESS und IPSA, statt, mit dem Ziel, strengere Normen im Bereich der beruflichen Ausbildung und der Konzessionserteilung sowie eine umfassende Regelung dieser Branche zu erreichen. Diese Gespräche werden fortgeführt, und im Rahmen des sozialen Dialogs wurde vereinbart, vor Ende 1995 in Anwesenheit von Innenministern und Polizeibehörden eine grössere Konferenz zu diesem Thema einzuberufen. Auf einer im Rahmen des sozialen Dialogs am 7. März 1995 veranstalteten Vollversammlung standen Fragen der beruflichen Ausbildung sowie die Möglichkeiten der Arbeitsbeschaffung in Sicherheitsdiensten ganz im Vordergrund. Leiharbeits- Vermittlungsfirmen: Die Europäische Kommission wurde Mitte 1994 aufgerufen, Voruntersuchungen über die Rolle und den Umfang von Kollektivverhandlungen im Bereich der Leiharbeitsvermittlung durchzuführen und die hier bestehenden Möglichkeiten der Arbeitsbeschaffung in Erfahrung zu bringen. Anfang 1995 reagierte die Europäische Kommission positiv auf diese Anfrage; mittlerweile haben bereits Sondierungsgespräche in diesem Zusammenhang stattgefunden. Um diesen Prozess in Gang zu bringen und zusätzliche Vorbereitungen für die Bildung von Europäischen Betriebsräten in diesem Sektor zu treffen, wurde am 16. und 17. Februar 1995 in London ein weiteres Treffen für Mitgliedsorganisationen organisiert, für die der Sektor der Leiharbeitsfirmen und der Zeitarbeit von Bedeutung ist. IRO- FIET ginia spiso? Ausgliederung der Hauswartarbeit ist die Losung des Wartungsdienstsektors in ganz Lateinamerika. Gewerkschaftsvertreter aus Argentinien, Brasilien und Uruguay erörterten auf einer Tagung am 5. und 6. Juni 1993 in Buenos Aires, Argentinien, gemeinsame Strategien, um sich den neuen Herausforderungen zu stellen. 30b Unter der Leitung des Vorsitzenden der IRO- FIETFachgruppe für Wartungs- und Sicherheitsdienste ( SESIN), Pepe Santa Maria, FATERYH, und mit der Unterstützung ihres Generalsekretärs, Amerigo Gomez da Silva aus Brasilien, befassten sich die Tagungsteilnehmer mit zahlreichen Fragen, die für das Personal in Wartungs- und Sicherheitsdiensten auf diesem Kontinent von entscheidender Bedeutung sind. Die Gewerkschaften sprachen sich für eine aktive Beteiligung an dem im Juni 1994 geplanten internationalen Tag der Gerechtigkeit für das Gebäudewartungspersonal( Justice for Janitors) aus. Diese Angestellten sahen sich mit vielen besonderen Problemen konfrontiert, die die Gewerkschaften aufgreifen mussten; das ernsteste war aber zweifellos die Arbeitslosigkeit. Der Kampf gegen Drogen, vor allem bei den jungen Arbeitnehmern in diesem Sektor, stellte ebenfalls ein wichtiges Anliegen der Gewerkschaften dar. Im Verlauf des Seminars wurden auch die Auswirkungen der regionalen Integration auf die wirtschaftliche und soziale Lage der arbeitenden Bevölkerung erörtert. Für die teilnehmenden Gewerkschaften war die Bewältigung der Probleme im Zusammenhang mit dem Freihandelsabkommen MERCOSUR, an dem Argentinien, Brasilien, Uruguay und Paraguay sowie Chile als assoziiertes Mitglied beteiligt sind, von entscheidender Bedeutung. 158 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Fachgruppe Sozialversicherung und Gesundheitsdienste Die Fachgruppe Sozialversicherung und Gesundheitsdienste vertritt Mitglieder in Sozialversicherungseinrichtungen und in privaten Gesundheitsdiensten. Für die Mitglieder dieser Fachgruppe ist eine besonders turbulente Zeit angebrochen. Sie müssen eine Antwort auf die entscheidende Frage der Aufrechterhaltung grundlegender Sozialschutz- und Gesundheitsversorgungsbestimmungen finden, nachdem Arbeitgeber und Regierungen früher eingegangene Verpflichtungen in keiner Weise mehr einhalten. Der Konsens, wonach angemessene Sozialversicherungs- und Rentensysteme und die allgemeine Gesundheitsvorsorge eine Notwendigkeit darstellen, wird von denjenigen in Frage gestellt, die den Standpunkt vertreten, dass der Staat und die Arbeitgeber in diesem Bereich nur noch eine unbedeutende Rolle spielen sollten und die Verantwortung für die Finanzierung auf den Einzelnen übertragen werden muss. Die FIET- Mitgliedsorganisationen nehmen aktiv an dieser Debatte teil. Sie wollen sich zwar der Herausforderung des Wandels stellen, doch lautet ihre unmissverständliche Botschaft, dass sich alle Regierungen, die sich für das Wohl, den Zusammenhalt und die Stabilität der Gesellschaft einsetzen, zu der Gewährung eines angemessenen Sozial- und Gesundheitsschutzes bekennen müssen. Gewerkschaften, die Beschäftigte in Sozialversicherungseinrichtungen organisieren, stehen neuen Management- Methoden, neuer Technologie und Kostenüberwachungsmassnahmen gegenüber, die die Leistungserbringung gefährden. Die Beschäftigten sind aufgrund langer Arbeitszeit und eines unzureichenden Personalbestandes überfordert, was wiederum Frustrationen bei den Kunden zur Folge hat. Die Fachgruppe befasst sich auch mit neuen Anliegen, wie HIV/ AIDS, neuen Sozialversicherungs- Finanzierungsmöglichkeiten, der Entwicklung neuer Aktivitäten in der IAO und der Mitwirkung an Gewerkschaftskampagnen zum Schutz der Sozialversicherung und Gesundheitsdienste. be IAO- Ausschuss für Gesundheitsdienste und medizinische Versorgung Zum ersten Mal seit 1985 berief die IAO eine spezielle Tagung für Probleme der Arbeitnehmer im Gesundheitsdienst ein. FIET- Mitgliedsorganisationen aus allen Regionen nahmen an den Beratungen teil, wobei Yves Simon, FEC- FO, die FIET vertrat. Die bedeutendste technische Frage auf der Tagesordnung war die Chancengleichheit der in Gesundheitsdiensten beschäftigten Männer und Frauen. Als wichtigste Probleme wurden die Beseitigung der Diskriminierung und die Organisation der Tätigkeit Im Anschluss an die Tagung des Ständigen Technischen IAO- Ausschusses für Gesundheitsdienste und medizinische Versorgung Ende 1992 haben die FIET und die Internationale der Öffentlichen Dienste ( IÖD) gestützt auf ihre Zusammenarbeit während der Tagung einen gemeinsamen Bericht über" Gesundheitsdienste unter Druck" veröffentlicht. Der Bericht enthält eine Zusammenfassung der Debatten über Chancengleichheit und Gleichbehandlung von Männern und Frauen in Gesundheitsdiensten und der ärztlichen Versorgung, sowie die in diesem Zusammenhang angenommenen Schlussfolgerungen. Der Bericht enthält ferner die Entschliessung, die die Tagungsteilnehmer betreffend die zukünftigen Tätigkeiten der IAO im Bereich der Gesundheitsdienste verabschiedet haben. Health Services under Stress www FIET/ PSI Joint Report of the ILO Health and Medical Services Meeting Geneva, September October 1992 100 SKA FIET FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 159 in Gesundheitsdiensten unter Berücksichtigung der Bedürfnisse und Pflichten der Frauen herausgestellt. Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen schlugen gemeinsam praktische Lösungen zur Überwindung dieser Schwierigkeiten und zahlreicher anderer Probleme vor, die im Anschluß an die im Oktober 1992 in Genf veranstaltete Tagung des Ständigen Technischen IAO- Ausschusses für Gesundheitsdienste und medizinische Versorgung in Betracht gezogen werden können. Die FIET, die Personal in privaten Gesundheitsdiensten und verwandten Bereichen vertritt, versucht nun gemeinsam mit der IÖD( Internationale der Öffentlichen Dienste), sicherzustellen, daß Regierungen und internationale Organisationen wie die IAO die gemachten Vorschläge berücksichtigen und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Die FIET und die IÖD haben eine gemeinsame Erklärung verabschiedet, die die Schlußfolgerungen des Ausschusses enthält; und die benützt werden soll, Einfluß auf die Regierungen auszuüben, ganz besonders auf diejenigen, die im IAA- Verwaltungsrat und in anderen IAO- Ausschüssen, die sich mit Gesundheitsfragen befassen, vertreten sind. AFRO- FIET Die wichtigste Herausforderung für die Arbeitnehmer im Sozialversicherungs- und GesundheitsdienstSektor in Afrika ist die Belastung der Sozialversicherungssysteme im Gefolge von strukturellen Anpassungungen, Mittelknappheit und Bevölkerungswachstum. Die Arbeitsbedingungen der Angestellten in diesem Sektor sind somit unmittelbar von solchen äusseren Faktoren betroffen. In diesem Zusammenhang drängt sich die Feststellung auf, dass die Gewerkschaften in der Sozialversicherung und in Gesundheitsdiensten in vielen Ländern Afrikas an der vordersten Front an den Demokratisierungsbemühungen mitwirkten und sich dabei auf ihre Erfahrung mit den häufig anzutreffenden Ungleichheiten in Systemen, die keiner demokratischen Rechenschaftspflicht unterliegen, stützen konnten. Beschäftigte in Sozialversicherungs- und Gesundheitsdiensten müssen mit stark eingeschränkten Mitteln angesichts der wachsenden Nachfrage im Zuge des Bevölkerungswachstums und der Herausforderungen, wie zum Beispiel der raschen Zunahme der AIDS- Kranken, ihr Bestes tun. Alle diese Entwicklungen verschlimmern den in diesem Sektor bereits herrschenden Stress und die Überbeanspruchung des Personals. Vom 7. bis 10. Dezember 1992 fand in Accra, Ghana, ein AFRO- FIET- Seminar über HIV/ AIDS am Arbeitsplatz statt. Die 23 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 12 afrikanischen Ländern betonten in ihren Schlussfolgerungen, dass die Gewerkschaften sich aktiv am weltweiten Kampf gegen HIV und AIDS beteiligen müssen. Susan Leather von der Weltgesundheitsorganisation( WHO) und Brenda Moon, Vertreterin der nordamerikanischen FIETMitgliedsorganisation SEIU, waren die Gastrednerinnen und Beraterinnen an diesem Seminar. Beamten des Ghana National AIDS Programme nahmen ebenfalls an den Arbeiten des Seminars teil, das von der FIET- Projektleiterin Carin Andersson und dem Bildungsbeauftragten Benny Wiklund organisiert wurde. Eines der vorrangigen Anliegen der Gewerkschaften der AFRO- FIET- Fachgruppe Sozialversicherung und Gesundheitsdienste ist daher die Gewinnung neuer Mitglieder, die ihre gewerkschaftliche Stärke erhöhen und ihnen erlauben, direkter in die Planung, Verwaltung und Modernisierung der Dienststellen einzugreifen. Nachfolgend einige der wichtigsten Prioritäten der Fachgruppe: Es müssen laufende Anstrengungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Angestellten in diesem Sektor unternommen werden, namentlich durch eine angemessene Entlohnung, durch längere Ausbildung, bessere Arbeitszeitregedlungen, Entfaltung der Fertigkeiten und klar formulierte Beförderungskriterien sowie einen verlängerten Urlaub. Es müssen Arbeitszeitregelungen, Bildungsprogramme und Laufbahnentwicklungsstrategien ausgearbeitet werden, die den speziellen Anliegen der in diesem Sektor sehr stark vertretenen Frauen Rechnung tragen. Im besonderen muss der 24Stundentag der Gesundheitsdienste mit den men Familienpflichten zahlreicher Beschäftigter, is namentlich Frauen, in Einklang gebracht werden, indem menschlich vertretbare Arbeitszeitpläne geingeführt werden. Calisinua ni. bad sib isw Ferner sind praktische Schritte zur Beseitigung 15b der Diskriminierung der Frauen einzuleiten, denn sie müssen sich oft mit den am schlechtesten 160 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 EXIT Nach Abschluss des AFRO- FIET- Seminars über HIV/ AIDS am Arbeitsplatz, das im Dezember 1992 in Accra, Ghana, veranstaltet wurde, erhalten die Teilnehmer einen Ausweis. Im Mittelpunkt des Seminars standen Bildungsprogramme, die über HIV- Übertragung und Prävention aufklären. Dieses Seminar hat dazu geführt, dass die HIV/ AIDS- Problematik in allen AFRO- FIET- Grundausbildungsprogrammen behandelt wird. bezahlten und den undankbarsten Arbeitsaufgaben begnügen, was nicht nur einer persönlichen Ungerechtigkeit sondern auch einer Verschwendung von Ressourcen gleichkommt. ⚫ Von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz sind no viele Frauen betroffen; dieses Problem ist aber besonders akut in Sektoren, wie die Gesundheitsads und Sozialdienste, in denen viele Frauen beschäftigt sind. Zahlreiche Arbeitgeber weigern sich nach wie vor, die sexuelle Belästigung als ein Problem zu betrachten und die zu ihrer Verhinderung notwendigen Massnahmen zu ergreifen und gegen die Arbeitsplatz- Kultur vorzugehen, die diese Belästigung zulässt. Im Rahmen der IAO haben die Gewerkschaften und Arbeitgeber spezifische Grundsätze für diesen Sektor ausgearbeitet, die in der Form von hempfehlenswerten Praktiken in die Tarifverträge aufgenommen werden müssen. Da wo Ungleichheit und Diskriminierung fortbemisa nába म AID estehen, kann eine Politik für die Chancengleichheit lediglich dazu beitragen, dass sich die Ungerechtigkeit nicht verschärft. Es sind aber Dpositive Aktionen für Frauen notwendig, um die Kluft, die in bezug auf die Gleichheit zwischen Männern und Frauen besteht, zu schliessen. ⚫ Ferner muss eine spezifische Gesundheits- und Sicherheitspolitik formuliert und eingeführt werden, ganz besonders im Sektor der Gesundnab heitsdienste, wo die weitverbreitete Kontamine nierung mit dem AIDS- Virus eine besondere smt Gefahr darstellt. Einfache vorbeugende Massnah-IR men im Bereich der Gesundheitsdienste können die Gefahr einer Kontamination durch Unachtmed samkeit, durch Nadelstiche oder direkten Kontakt gib mit infiziertem Blut verringern. Fortschrittliche no Massnahmen allein reichen jedoch auf diesem ab Gebiet nicht aus, sondern sie müssen von einer nengründlichen Ausbildung begleitet sein, damit die tob Arbeitnehmer die besten Normen anwenden abg können. FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 161 EURO- FIET Sozialversicherungssysteme sind überall in Europa in Gefahr. Durch die massive Zunahme der Arbeitslosigkeit werden sie finanziell unterhöhlt, und der wachsende demographische Druck, dem Rentensysteme ausgesetzt sind, bringt sie zusehends ins Wanken. Ausserdem werden sie auch von Regierungen und Arbeitgebern, die sich ihrer Verantwortung entziehen wollen, in Frage gestellt. Alle sprechen von den Herausforderungen, die sich den Sozialschutz- Systemen stellen, doch gibt es nur wenige, die versuchen, konstruktive Lösungen für diese Probleme zu finden. Die FIET ist fest entschlossen, mit der Einleitung einer breit angelegten Debatte über die Erneuerung der Sozialschutzsysteme diesen Weg zu beschreiten, wobei sie positive Alternativen vorschlägt, die auf den diese Systeme stützenden universellen Werten beruhen. Die Sozialversicherungssysteme haben eine gesunde dreigliedrige Grundlage, weshalb Gewerkschaften, Arbeitgeber und Regierungen einen Beitrag zu dieser Debatte leisten müssen. Fachgruppenausschuss rest, bef Dimaz zab bugle Yves Simon von der FEC- FO, Frankreich, führte sein Amt als Vorsitzender fort; die beiden stellvertretenden Vorsitzenden sind Börje Johansson von der FF, Schweden, und Peter Stattmann von der GPA, Österreich. Im Berichtszeitraum sind die Mitglieder des Ausschusses dreimal zusammengetreten: ⚫ Brüssel, 19./20. Mai 1992 • Genf, 10./11. Mai 1993 Genf, 27./28. Juni 1994 In di Brüssel, Mai 1992 von Maastricht vorgesehenen Konvergenzkriterien bereits zu jenem Zeitpunkt nachhaltige Auswirkungen auf die Programme für Sozialausgaben und somit unmittelbar auf das in der Sozialversicherung und in Gesundheitsdiensten beschäftigte Personal. Zu den weiteren, vom Ausschuss geprüften Fragen gehörte das gravierende Problem der AIDS- Krankheit und ihre Auswirkungen auf die Arbeitnehmer im allgemeinen und ganz besonders auf diejenigen, die einer Infektionsgefahr am Arbeitsplatz ausgesetzt sind, wie zum Beispiel Personal in der Gesundheitsversorgung. Die Tagungsteilnehmer trafen auch Vorbereitungen für die Tagung des technischen IAOAusschusses für Gesundheitsdienste und medizinische Versorgung, der Ende September 1992 tagte. Genf, Mai 1993 Aus den in Anwesenheit von Delegierten aus Argentinien und den Vereinigten Staaten geführten Gesprächen ging klar hervor, dass die Sozialversicherungs- und Gesundheitsdienstsysteme in allen Teilen der Welt unter Druck stehen. Es wurde 20a darauf hingewiesen, dass in verschiedenen Ländern die zunehmende Tendenz besteht, Kapitalrücklagen bwilsbandsdes Sozialversicherungsfonds für staatliche Zwecke einzusetzen und dadurch die Autonomie und finanzielle Existenzfähigkeit dieser Fonds zu untergraben. In Europa stellten die in Maastricht im Hinblick auf die Schaffung einer einheitlichen Währung beschlossenen einengenden Konvergenzkriterien eine starke Belastung für die Sozialversicherungssysteme dar, zumal dies in eine Zeit der Rezession falle. Im Bereich der Gesundheitsdienste wirken sich vor allem kostensparende Massnahmen als eine zusätzliche Belastung aus, und, im Fall der USA, hat die neue Regierung Clinton versucht, den minimalen Gesundheitsschutz auf die Gesamtheit der Bevölkerung auszudehnen. Diese restriktive Ausgabenpolitik führte zu einem Personalabbau, und das verbleibende Personal ist aufgrund der dadurch geschaffenen zusätzlichen Arbeitslast überfordert. Dies führt zu Stress, Arbeitsermüdung und den immer häufiger auftretenden Erschöpfungszuständen. Die Personalfluktuation in vielen Bereichen der Sozialversicherung und Gesundheitsdienste ist ausgesprochen hoch, und gemäss Erhebungen wären vor allem bei den Krankenschwestern, deren Lohn- und Arbeitsbedingungen besonders schlecht sind, nicht weniger als 75% der Angestellten bereit, ihren Beruf für einen anderen aufzugeben, wenn sie Gelegenheit dazu Im Mittelpunkt der Beratungen in Brüssel standen die Aufnahme von Kontakten mit der Europäischen Kommission und Möglichkeiten der Einflussnahme auf die Entwicklung der Politik für die Sozialversicherung von morgen. Im Verlauf der Sitzung ergriff Herr Curell von der GD V der Europäischen Kommission das Wort; er ist verantwortlich für die Ausarbeitung von Strategien, die Mindestleistungen und Ressourcen und gleichzeitig die Konvergenz der Politiken in bezug auf den Sozialschutz garantieren. Zweifellos hatten die im Zusammenhang mit der Wirtschafts- und Währungsunion in den Verträgen 162 FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 hätten. Die Tagungsteilnehmer verabschiedeten eine Entschliessung, in der die Gefährdung des Sozialschutzes herausgestellt und die Regierungen sowie die Europäische Gemeinschaft aufgefordert werden, wirksame Massnahmen zum Schutz der Sozialversicherungssysteme zu ergreifen. Genf, Juni 1994 Der Ausschuss beschloss, im Oktober 1995 ein Symposium über die Zukunft des Sozialschutzes zu organisieren. Dieses Symposium, das in Frankreich durchgeführt werden soll, wird sich nicht nur auf die Analyse der heutigen Probleme beschränken sondern auch positive Lösungen vorschlagen. Mit dieser Veranstaltung soll eine breite gewerkschaftliche Zuhörerschaft aus allen FIET- Fachgruppen angesprochen werden. Die IAO, die Europäische Kommission und Mitglieder des Europäischen Parlaments sollen zur Teilnahme an diesem Symposium eingeladen werden. Den Auftakt der Diskussionen über die Zukunft des Sozialschutzes bildete eine von den Teilnehmern angenommene Entschliessung über die im Weissbuch der Europäischen Kommission über Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung enthaltenen umstrittenen Vorschläge betreffend die Senkung der Sozialabgaben der Arbeitgeber. Der Ausschuss forderte die Europäische Kommission auf, mit der EURO- FIET und ihren Mitgliedsorganisationen, die Sozialversicherungsangestellte vertreten und die von einer Verringerung der Sozialabgaben massgeblich betroffen wären, Konsultationen aufzunehmen. Die Tagung befasste sich ferner mit einer Reihe anderer Themen, einschliesslich der raschen Zunahme von arbeitsbezogenen Schulter-, Arm- und GelenkBeschwerden, namentlich bei Büro- und Verwaltungsangestellten, die an Bildschirmarbeitsplätzen tätig sind. Untersuchungen haben gezeigt, dass viele Arbeitnehmer ,, im Stillen" an Schmerzen in Händen, Handgelenken, Schultern und Nacken leiden, die zu körperlicher Behinderung führen können. In Europa, den USA und Australien häufen sich Entschädigungsforderungen in Fällen von Wiederholungs- Belastungsschäden und Karpaltunnel- Syndrom, doch werden diese behindernden Beschwerden nur selten offiziell als Krankheit anerkannt. Die FIET und ihre Mitgliedsorganisationen verlangen daher weitere Untersuchungen über das Vorkommen von arbeitsbezogenen Schulter-, Arm- und Gelenkbeschwerden und die offizielle Anerkennung dieser Leiden durch die IAO und die WHO, und sie ermutigen die Arbeitgeber, Vereinbarungen über Ruhepausen und Job Rotation auszuhandeln, um eine Zunahme dieser Gesundsheitsschäden in der Zukunft zu vermeiden. IRO- FIET Die Fachgruppe für Gewerkschaften im Sozialversicherungs- und Gesundheitsdienst- Sektor ( FIATSSS) ist eine aktive Komponente der IROFIET. Der Vorsitzender der FIATSSS ist Miguel Manzo Godinez von der SNTISSSTE, Mexiko. In der Berichtszeit fanden folgende wichtige Tagungen statt: VA ein regionales Seminar über die Privatisierung der Sozialversicherung und Gesundheitsdienste, das im Mai 1992 in Costa Rica organisiert wurde; ein regionales Seminar über die Reform der Sozialen Sicherheit, das im Juni 1993 in Buenos Aires stattfand; ⚫ ein regionales Seminar für Mitgliedsorga_nisationen in Süd- und Zentralamerika, das en Entwicklungen in den Renten- und Sozialsversicherungssystemen in der Region zum Gegenstand hatte und im April 1994 zur Durchführung gelangte. trastubb flow din mosa Die Fachgruppe hat folgende Schlussfolgerungen verabschiedet, die nun die Grundlage der IRO- FIETPolitik bilden, nachdem sie vom IRO- FIET- Vorstand ratifiziert wurden: Die Marktwirtschaft spielt zwar eine immer - wichtigere Rolle in der Produktion und im Güter35% und Dienstleistungsverkehr, doch ist sie völlig unwirksam, wenn es um die Soziale Sicherheit sgeht. Die Leistungen des Marktes sind auf die nas Deckung der Bedürfnisse des Einzelnen ausgeatrrichtet, während die Soziale Sicherheit auf der Solidarität der Einzelnen und ihrer kollektiven und buniversellen Verbundenheit beruht. • Deregulierte Märkte führen zu erhöhter Ungleichob heit; die Privatisierung wird daher ein zweigleisigdiges System schaffen, in dem eine winzig kleine Gruppe wohlhabender Bürger, die den Preis für FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 163 COMITE EJECUTIVO FIAT 9 DE MAYO 1992, SAN JOSE- COSTA CA FIET Vierzig Delegierte aus 12 Ländern nahmen an dem FIATSSS- Seminar über die Privatisierung der Sozialversicherungs- und Gesundheitsdienste teil, das vom 7. bis 9. Mai 1992 in Costa Rica durchgeführt wurde. Unmittelbar nach dem Seminar fand eine Tagung des FIATSSS- Vorstandes statt; beide Veranstaltungen wurden vom Vorsitzenden der FIATSSS, Trinidad Reyes Alcaraz, geleitet. die Sozialversicherung bezahlen kann, einer grossen Mehrheit gegenübersteht, die sich diese Versicherung nicht leisten kann. Ein solches System führt in die Katastrophe, weil dadurch nicht nur unsere Sozialversicherungssysteme und die soziale Gerechtigkeit sondern unsere Gesellbuschaftsordnungen in ihrem Kern getroffen würden. Durch eine seit über zehn Jahren andauernde Wirtschaftskrise und eine verfehlte Strukturanpassung, die sich über die sozialen Kosten dieser Anpassung hinwegsetzte, wurden die Sozial☐ versicherungssysteme geschwächt. Das simplistische und destruktive neoliberale Vorgehen muss durch ausgewogenere, gut durchdachte Methoden ersetzt werden. Die ernsten Probleme, mit denen die Wirtschaften Lateinamerikas und der Karibik konfrontiert sind, können nur in Demokratien mit einer breiten Dialog- und Diskussionsgrundlage behandelt und nach der Schaffung eines sozialen Konsens einer Lösung zugeführt werden. 02 Regierungen, die versuchen, sich der Verantwortung gegenüber der Gesellschaft zu entziehen, indem sie die Privatisierung fördern und die Last dauf unfaire Weise auf die arbeitenden Menschen aabwälzen, sollten dazu gebracht werden, die Sozialversicherung zu verbessern und auszumobauen. Dies ist eine notwendige Voraussetzung für die Gewährleistung sozialer Gerechtigkeit und wirtschaftlicher Entwicklung, ganz besonders in einer Zeit, in der die Wirtschaft einen schmerzlichen Anpassungsprozess durchläuft. Alle Bürger müssen in die grundlegenden Sozialversicherungssysteme einbezogen werden, um ein für alle wirksames soziales Sicherheitsnetz 10 zu schaffen. Die dabei angewandten Normen werden von der wirtschaftlichen Entwicklung abhängen, jedoch mit den Gewerkschaften am Verhandlungstisch festgelegt, damit die Interessen aller Beschäftigten berücksichtigt werden. Dabei sind Sozialfürsorge- Massnahmen, Einkommenszuschüsse und Ausbildungsprogramme zusammen mit einer aktiven Politik gegen die soziale 164 FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 10- FIET SEMINARIO INTERNACIONAL " REALIDADES Y DESAFIOS DE LOS SISTEMAS DE PENSIONES Y DE LA SEGURIDAD SOCIAL REALIZ ND CHALLENGES OF PE SYSTEM AND SOCIAL SECURITY” GO DE DE 19 Über 40 Gewerkschaftsführer von FIET- Mitgliedsorganisationen in Süd- und Zentralamerika versammelten sich vom 18. bis 20. April 1994 in Santiago, Chile, um Entwicklungen im Bereich der Renten- und Sozialversicherungssysteme in der Region zu diskutieren. Chile war der geeignete Tagungsort für das Seminar, da das Rentensystem und die Sozialversicherungsleistungen dieses Landes von Regierungen und Arbeitgebern oft als ein nachahmenswertes Modell bezeichnet wird. Das Seminar prüfte das chilenische System eingehend, um sich ein genaues Bild von seiner Funktionsweise zu machen. Die einzelnen Themen wurden im Rahmen von Arbeitsgruppen diskutiert, und diese Gruppen formulierten auch Schlussfolgerungen. Darin wurden die Gewerkschaften in der IRO- FIET- Region be aufgefordert, aktiv an der Schaffung von Renten- und Sozialversicherungssystemen mitzuwirken, die den Arbeitnehmern zugute kommen und ihnen erlauben sollen, sich massgeblich an der Verwaltung dieser Systeme zu beteiligen. Die Anwesenden stellten die wichtige Rolle des Staates heraus, der als einziger rechtmässiger Garant für Sozialversicherungssysteme zu betrachten ist. TUL/ FIET Konfer • voin 17. bis 19 Ausgrenzung wesentliche Voraussetzungen für den Erfolg von Strukturanpassungen. Sozialversicherungssysteme müssen transparenter Grgestaltet werden, was jedermann erlaubt, die Ausgabenpolitik nachzuvollziehen. Dabei ist sicherzustellen, dass die Regierungen keinen GeRaubbau an den Sozialversicherungsreserven di betreiben. Staat und Arbeitgeber müssen ihre BeSozialversicherungsbeiträge rechtzeitig leisten; 20 ferner sind unter Mitwirkung der Gewerkschaften si angemessene öffentliche Aufsichtssysteme zu schaffen. Ein nationales Konsultations- und die Verhandlungsforum über Sozialschutz könnte den he Gewerkschaften erlauben, die Interessen der Beschäftigten wirksam zu vertreten. Beschäf Das Recht auf Gesundheit ist ein anerkanntes Grundrecht des Menschen. Der Zugang zu der Gesundheitsfürsorge muss universell sein und bei Bedarf von allen, ohne Rücksicht auf die finanzielle Lage, in Anspruch genommen werden können. Ein am Markt orientiertes Gesundheitswesen ist selbst in den fortschrittlichsten Industriestaaten nicht in der Lage, den Bedürfnissen der gesamten Bevölkerung zu entsprechen. Die Krise in der Gesundheitsfürsorge der Vereinigten Staaten, wo 40 Millionen Menschen keine Krankenversicherung haben, während andere Industriestaaten den doppelten Anteil des Volkseinkommens für die Gesundheitsvorsorge ausgeben, lässt die Unzulänglichkeit der an der Marktwirtschaft orientierten privatisierten SozialFIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 165 t versicherungssysteme zu Tage treten. Eine auf dem Prinzip der Solidarität aufgebaute kollektive Gesundheitsvorsorge ist nicht nur wirksamer sondern gewährleistet auch eine gerechtere Verteilung der knappen Mittel. Es gibt viele Varianten der auf Solidarität beruhenden Sozialversicherungssysteme; in Amerika kommen zahlreiche verschiedenartige Modelle zur Anwendung, deren Entstehungsgeschichte eng mit den jeweiligen örtlichen Verhältnissen verknüpft ist und die dann entsprechend angepasst wurden. Die IAOÜbereinkommen und Empfehlungen über Soziale Sicherheit legen den Rahmen für den Aufbau spezieller Formen der auf dem Solidaritätsprinzip beruhenden Sozialversicherungssysteme fest. Der Vorbeugung und der primären Gesundheitsversorgung sollte in diesen Systemen ein höherer Stellenwert eingeräumt werden. Wie bei den Rentensystemen trägt auch hier die Solidarität zu einer erhöhten Wirksamkeit und zur Förderung der sozialen Gerechtigkeit bei. Ferner muss eine Leistungsuntergrenze festgesetzt werden. Kollektive oder individuelle Zusatzsysteme sind nur dann akzeptierbar, wenn angemessene Mindestleistungen auf der Grundlage eines kollektiven Kriteriums festgelegt wurden. • • Fürsorgesysteme, die auf Kapitalisierung beruhen, die angeblich eine allgemeine Deckung bieten, sind wirtschaftlich nicht realistisch und auch sozial nicht wünschenswert. Die Geldmärkte sind nicht in der Lage, diese Fonds wirksam aufzunehmen und gleichzeitig die notwendige Liquidität, Transparenz und Rendite langfristig zu gewährleisten. Die Wirtschaftskrise und der Druck der sozialen Anpassung stellen eine Herausforderung für unser System der Sozialen Sicherheit dar. Unsere Sozialversicherungssysteme müssen daher erweitert und verstärkt werden, damit sie die Bevölkerung im Zuge der bevorstehenden Wirtschaftsreform entsprechend schützen. Die sozialen Kosten der Wirtschaftsreform werden mit der Unterstützung der Sozialen Sicherheit und mit zusätzlichen Massnahmen auf ein Mindestmass verringert und auf gerechte Weise verteilt werden können. Unter Berücksichtigung dieser Erwägungen kann daher eine Reform der Sozialversicherung in demokratischen Gesellschaften nur im Dialog mit den Gewerkschaften verwirklicht werden, die als einzige in der Lage sind, im Namen aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im ab Interesse der Gesamtheit der Bürger zu verhandeln. dada nicht and dis cbracht werden, di erbessern und auszu botwindige Voraussetzung 29 Jai bus tus box and bebM asb bob winch qeblum? nowglobdob einer Zeit in der die Wirtschaft einen schmerz Isixo2 sibidostio Recarobe zewnobrow totintasg 166 รา EX boss ine fit.com FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 bi mi ditioqiais Tourismus und Freizeitindustrie sobredags mi noizzudaia bau bail asbain me srb gusta 1929ib as ogiba2 bedroog Der Tourismus gehört heute zu den weltweit am raschesten wachsenden Sektoren in der Dienstleistungsindustrie; auf diese Branche entfallen schätzungsweise 12% des weltweiten BIP bei einem Umsatz von 5 Milliarden USDollar pro Tag. Ein Mammut- Arbeitgeber: Schätzungen der IAO zufolge sind in den im Rahmen einer Erhebung befragten 60 Ländern rund 35 Millionen Personen in Hotel- und Gaststätten gewerbe und Tourismus beschäftigt. Bei der Fremdenverkehrs- und Freizeitindustrie handelt es sich keineswegs um einen homogenen Sektor. Sie umfasst eine Vielfalt von Dienstleistungsbetrieben, wie zum Beispiel Hotels, Urlaubszentren, Verpflegung für Flugzeuge, Schiffe, usw., Reisebüros, Reiseleiter, Touristen- Informationsstellen, Konferenz- und Schulungszentren, sowie wichtige Bereiche des Transports( Zivilluftfahrt, Schiffahrt, Reisebusse, Eisenbahn). Die höchst komplizierte Struktur dieses Sektors verlangt eine Zusammenarbeit der jeweils zuständigen Internationalen Berufssekretariate, und an dieser Erkenntnis hat sich auch die FIET orientiert. In einer vom 22. FIET- Weltkongress verabschiedeten Entschliessung über Tourismus schlug die FIET eine enge Zusammenarbeit mit der IUL und der ITF auf diesem Gebiet vor. Dieser Grundsatz wurde befolgt; es wurde ein Verbindungsausschuss gebildet, dem Mitgliedsorganisationen der drei IBSe angehören. Abgesehen von den hier erwähnten Konferenzen fanden auch regelmässige Gespräche auf der Ebene der IBS- Sekretariate statt. E astlistasgnsonia obog A sib themani In der Berichtszeit fanden zwei gemeinsame ITF/ IUL/ FIET- Konferenzen über Tourismus statt: 2 atisdiA bau sigelonrost soon bastioned na • vom 17. bis 19. November 1993 in Granada, Spanien, und 2 neb nt azab 1891 zing jo vom 6. bis 7. März 1995 in Brüssel, Belgien. bau alaixos do Die Konferenzteilnehmer erwähnten im besonderen folgende Merkmale der Beschäftigung im Tourismusgewerbe: obo 18 asb Posibil 81029ib gains que al gnugindestru eine grosse Zahl schlecht bezahlter Arbeitsplätze, die wenig Qualifikationen verlangen; y d ⚫ ein hoher Anteil weiblicher Arbeitnehmer, die hauptsächlich auf Teilzeitbasis beschäftigt sind; • ein hoher Anteil junger Arbeitnehmer, meistens Leiharbeitskräfte und oft Studenten in den Semesterferien oder junge Menschen, die die Zeit dbzwischen der vollzeitlichen Ausbildung und einer sfesten Anstellung überbrücken; sidor hav wenig oder keine berufliche Ausbildung; bu bod lange, unsoziale Arbeitszeit; • • keine oder unzureichende Krankengelder, Mutterschaftsgelder oder Rentensysteme; 15 ⚫ weit verstreute Arbeitsplätze. Die Konferenz empfahl den leitenden Organen der drei Internationalen eine Verstärkung der Arbeitsbeziehungen in bezug auf die Fremdenverkehrsdienste, mit dem Ziel, den Informationsaustausch auf internationaler Ebene zu fördern und die IBSe bei der Ausarbeitung und Durchführung von gemeinsamen Strategien und Programmen für die Beschäftigten dieses Sektors zu beraten. Künftige gemeinsame Initiativen sollten Fragen wie Fremdenverkehrspolitik, Organisierung im Bereich des Tourismus, Ausbildung, Qualifikationen, Lizenzerteilung sowie multinationale Unternehmen im Tourismusgewerbe umfassen. Nasib Granada, November 1993 Auf der Konferenz, die dem Thema: ,, Internationale Gewerkschaftszusammenarbeit in Fremdenverkehrsdiensten" gewidmet war, wurde die wachsende Bedeutung der Beschäftigung im Fremdenverkehrsgewerbe, die geringe gewerkschaftliche Organisierung, die äusserst geringen Löhne und die unterdurchschnittlichen Arbeitsbedingungen in diesem Sektor sowie die unzureichenden Sicherheitsbestimmungen für die hier Beschäftigten herausgestellt. Brüssel, März 1995 An dieser Konferenz über die Zukunft des europäischen Tourismusgewerbes: wirtschaftliche und soziale Aussichten" waren 60 Personalvertreter aus EU- Mitgliedstaaten sowie aus Ländern des Mittelmeerraums und der Region Mittel- und Osteuropa anwesend. Abgesehen von Vertretern der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments und der IAO nahmen auch ArbeitFIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 167 geberverbände, Unternehmen im Fremdenverkehrs- ⚫ Beschäftigung und Sozialpolitik im Fremdengewerbe und Sachverständige an dieser Veranstaltung teil. Die Konferenzteilnehmer stellten fest, dass sich der Tourismus in vielen europäischen Ländern zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig entwickelt hat. Dieser Sektor schuf zahlreiche Arbeitsplätze und war die Antriebskraft für eine wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung in den einzelnen Regionen Europas. Die Teilnehmer wiesen auf die Dynamik dieser Branche hin, die 6% des BIP oder 6% der gesamten Beschäftigung in Europa entspricht. Die von ernsten wirtschaftlichen Problemen betroffenen Regionen haben versucht, ihre Wirtschaft über den Tourismus neu zu beleben. Es wurde betont, dass dieser Sektor zur Förderung der europäischen Integration und zum Bau eines geeinten Europas beiträgt. Mit der zweifellos wünschenswerten Entfaltung dieser Branche treten jedoch auch vermehrt Probleme auf, die eine dauerhafte soziale und umweltverträgliche Entwicklung verhindern. For Ziel der Konferenz war es, unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Bedeutung der Fremdenverkehrsindustrie einerseits und der durch sie aufgeworfenen sozialen und ökologischen Fragen andererseits die Probleme in dieser Branche zu erkennen und herauszustellen.talib bibehovesbosib tu gused mi negausix Auf der Tagesordnung der Konferenz standen folgende Themen: . me now andblow by tiodica A 196 wa gustodiaAb Tourismus in Europa: wirtschaftliche und soziale Entwicklung; 09 • Tourismus und Umwelt; los apviisitial smse EU- Strategien und Massnahmen zur Förderung des Tourismus in Europa; ublidanA.audanud Berufliche Ausbildung im Fremdenverkehrsdienst; 2021 Mazzir bib isdanse differenzy( diswegaman 1989ib@A quive 00 mA sise- bu verkehrsdienst; Gespräche am runden Tisch und Diskussion im Plenum; Schlussfolgerungen und künftige Aufgaben. Spielkasinoangestellte nd Die FIET befasst sich seit vielen Jahren mit Anliegen der Croupiers. In vielen Teilen der Welt ist es den Mitgliedsorganisationen gelungen, Verhandlungsrechte für Spielkasinoangestellte durchzusetzen. Spielkasinos befinden sich in zunehmendem Masse im Besitz von multinationalen Unternehmen, weshalb eine Zusammenarbeit der Gewerkschaften auf internationaler Ebene unerlässlich ist. Im Zuge des Ausbaus der Tätigkeiten im Bereich des Tourismus und der Freizeitindustrie wurden die Tätigkeiten für Croupiers nun dieser Sektion zugeordnet. An der am 28. und 29. November 1991 in Genf veranstalteten Tagung des FIET- Ausschusses für Spielkasinoangestellte nahmen 40 Gewerkschafter aus zahlreichen europäischen Ländern und aus Malaysia teil. Der Ausschuss verabschiedete eine Entschliessung, in der die Europäische Kommission aufgefordert wurde, bei ihren Tätigkeiten im Zusammenhang mit Glücksspielen im europäischen Binnenmarkt die Anliegen der Kasinoangestellten entsprechend zu berücksichtigen. Ferner kamen Sozialversicherungsleistungen und Rentenansprüche, Fragen betreffend neue Technologie und Arbeitsbedingungen zur Sprache. Der Ausschuss stellte mit Besorgnis fest, dass in den Spielkasinos aus Sicherheitsgründen, jedoch auch zur Bewertung der Arbeitsleistung immer mehr Überwachungsanlagen eingerichtet werden. EPRI xodimsvoй obor olenoismista, e mohoibinob to A britischensmusefterlozhswe obradosw sib obuw new tambiwag," notensib andlashmoreni gaugifted ob gautob ismo spilledsweg gning sib odisweg sib boy saddening 80% sib.gqusiz eni ni megnugnibodatisd Anodiindbados doi? nobeadoissa sib shoe ol2. masib dogs oid sibi nogumisdation ob noisimmo JisdiA thus gomila OAL ob bu einsehe 2 168 FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 Kapitel 7 Der FIET- Ausschuss f Angestellte in Leitungsfunktionen Tingsfunksionen in de Die zwischenberuflichen Gruppen besteht darin, diese Beschäftigten in der ferner Anstrengungen zur Gruppe von Ar Ge der Unter in dieser Der FIET- Ausschuss für funktionen: te in Leitungs um die Interessen von Angestellted in Lei fungsfunkt Im Bestreben, den Anforderungen von Schlüsselgruppen von Angestellten gerecht zu werden, organisiert die FIET Aktivitäten zur Förderung der Erfassung und Einbeziehung solcher Gruppen in Mitgliedsorganisationen. Über die beruflichen Abgrenzungen der FIET- Fachgruppen hinweg betreuen diese zwischenberuflichen Gruppen: nisse, die Angestellte in ⚫g Angestellte in Leitungsfunktionen Hinde Frauen Jugend en ausschliessen diese Der gewerkschaftlichen Erfassung von Angestellten in Leitungsfunktionen, berufstätigen Frauen und jungen Arbeitnehmern wird besondere Aufmerksamkeit geschenkt, da diese Arbeitnehmergruppen die Grundlage für die künftige Entwicklung der Gewerkschaftsbewegung darstellen. Der FIET- Ausschuss für funktionen arbeite Der FIET Aussch s vertint die Leffungsfu Organis Arbeitgebe Zus der tungsMichel Roussell Tuce CFDT, Frankenstod wurde nach den Ruck vert Brundes Inter AD Er arbeilt eng Bertil FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 169 Europ ung im Fredation and Diskussion in noqqu nebiju9ddelwx 914 ww9inige Aufgaben. at. Dieser Klate den einzelnen Regionen wiesen auf die- Dyannak Spie dieser Branche hin, die 6% des BIP oder 6% der gesamten Beschanging in Europa entspricht. chicken Problemen en Versucht ihre Wirtschaf you a beleben. Es wurde berem, betriffenen Regiones wen mit Anliegen len der Welt ist es des en Verhandlungs gestellte durchzusetzes in zunehmendem Mass den Unternehmen ieser Sektion anche treten jedoch auch die eine dauerhafte soziale Entwicklung silistesgnA Gen bhagul afgewondented A Sabib and g der Konferenz des Th 作 soziale adidassahmen zur Förderung Berufliche Ausbilding im Fremdenverkehrsaus Ma defe eins mission keiten in Spielen im europäische der Kasinoangestellten tigen, Ferner Kamer ngen und Rentegansprüche Techmologie und Arbeits Der Ausschuss stellte mi ass in den Spielkasinos aus jedoch auch zur Bewertung der mer mehr Überwachungsanlagen 170 FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 Diskus chaftliche Orgas Angestellte in Leitungsfunktionen пож Der FIET- Ausschuss für Angestellte in Leitungsfunktionen setzt sich aktiv dafür ein, Angestellte in Leitungsfunktionen in der allgemeinen Gewerkschaftsbewegung zu organisieren. Die Aufgabe dieses Ausschusses besteht darin, diese Kampagne zu koordinieren und zu gewährleisten, dass die Interessen dieser Gruppe von Beschäftigten in der internationalen Gewerkschaftsbewegung gewahrt werden. Der Ausschuss unternimmt ferner Anstrengungen zur Beseitigung gesetzlicher und praktischer Hindernisse, die der Organisierung dieser Gruppe von Arbeitnehmern im Wege stehen, und er bekämpft die Entstehung von Personalverbänden, die von der Unternehmerseite in diesem Sektor organisiert werden. முதல் Jax sib Der FIET- Ausschuss für Angestellte in Leitungsfunktionen: 156 1 organisiert Informations- und Erfahrungsaustausch unter den Mitgliedsgewerkschaften über erfolgreiche Werbestrategien und attraktive Mitglieder- Serviceleistungen. untersucht gesetzliche und praktische Hemm12nisse, die Angestellte in Leitungsfunktionen tbeit an gewerkschaftlicher Organisierung hindern oder von Tarifverträgen ausschliessen. versucht Strategien auszuarbeiten, diese Hindernisse zu überwinden. knüpft Kontakte mit Hochschulen, Wissenschaftlern und Studentenorganisationen, um Informationen auszutauschen über die Entwicklung der Ausbildung und die zukünftige Rolle von Absolventen im Beruf. Der FIET- Ausschuss für Angestellte in Leitungsfunktionen arbeitet auf globaler und regionaler Ebene. Der FIET- Ausschuss auf globaler Ebene: vertritt die Interessen von Angestellten in Leitungsfunktionen bei internationalen Organisationen, wie UNO, IAO, OECD und Arbeitgeberorganisationen. Er arbeitet eng zusammen mit dem Internationalen Bund Freier Gewerkschaften( IBFG) und der demokratischen Gewerkschaftsbewegung in aller Welt. prüft die Auswirkungen regionaler Wirtschaftsintegration wie z.B. Europäische Union( EU), Nordamerikanische Freihandelsgemeinschaft ( NAFTA), Verband Süd- Ost- Asiatischer Staaten( ASEAN) und entwickelt Vorschläge, cod um die Interessen von Angestellten in Leitungsfunktionen zu schützen.U.ibited nomslevardiol soinnutzymatis.] ni ⚫ovorganisiert internationale Foren für demokragrusetische Diskussion und Entwicklung zukunfts220orientierter Strategien. dagang Der FIET- Ausschuss auf regionaler Ebene: analysiert spezifische Probleme von Angestellten in Leitungsfunktionen und erarbeitet regional- spezifische Strategien. unterstützt den Aufbau von Gewerkschaftsstrukturen für Angestellte in Leitungsfunktionen in den FIET- Regionen AFRO, APRO, EURO und IRO. unterstützt Gewerkschaften in den Entwicklungsländern und in Mittel- und Osteuropa bei der gewerkschaftlichen Organisierung von Angestellten in Leitungsfunktionen. organisiert Solidaritätsaktionen, wann immer und wo immer notwendig. Michel Rousselot( UCC- CFDT, Frankreich) wurde nach dem Rücktritt von Evert Brandgard( SIF, Schweden) im Jahr 1990 zum Vorsitzenden gewählt. Bertil Blomqvist( SIF, Schweden) wurde zum Vizevorsitzenden gewählt. In der Berichtszeit ist der Ausschuss für Angestellte in Leitungsfunktionen mehrmals zusammengetreten: Bern, 14./15 Oktober 1991 Genf, 5./6. November 1992 Genf, 4./5. November 1993 Genf, 21. November 1994 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 171 Bern, Oktober 1991 nonoiblautegautusw. Der Ausschuß forderte die FIET ferner zu ர்ஜாபர் Im Mittelpunkt der Tagung stand die Prüfung von Aussagen, wonach die Leistungslohnsysteme, die heute in zahlreichen Ländern zur Anwendung kommen, zu Ungerechtigkeiten und zu einer mangelnden Transparenz der Lohnstrukturen führen. Aus einer von der' London School of Economics' durchgeführten Studie geht hervor, daß die stimulierende Wirkung des Leistungslohns bei dem befragten Personal im besten Fall als sehr bescheiden bezeichnet werden kann. Der Ausschuß verfolgt mit größter Aufmerksamkeit verschiedene gewerkschaftliche Untersuchungen über die von Angestellten in Leitungsfunktionen mit Leistungslohnsystemen gemachten Erfahrungen. Der Ausschuß verabschiedete ein Tätigkeitsprogramm zur Verbesserung der Beschäftigungsbedingungen von Führungskräften, die im Ausland tätig sein müssen. Das Programm umfaßt die Behandlung von Fragen wie Anerkennung von Diplomen, Übertragbarkeit von Zusatzrenten, Informationen über den Arbeitsmarkt, A mpv smol Patio de batt deals migdalisqe- lenoige -alled 2xhows nov usdtu.A nobi Initiativen mit Gewerkschaften auf, die Führungskräfte in Mittel- und Osteuropa organisieren. Genf, Oktober 1992 oqmasasib usb 1912 Die wichtigsten Punkte auf der Tagesordnung waren eine Erhebung über die Repräsentativität der der EURO- FIET angeschlossenen Führungskräfte und die Kontakte mit dem EGB betreffend Maßnahmen, um die Aufmerksamkeit vermehrt auf die in Europa gewerkschaftlich organisierten Angestellten in Leitungsfunktionen zu lenken. Zu den weiteren Anliegen des Ausschusses gehörten Vorschläge für eine wirksamere Gestaltung seiner Arbeitsmethoden. Der Ausschuß nahm einen Bericht des Leiters der IAO- Abteilung für Geistesarbeiter und Angestellte zur Kenntnis. Die Tatsache, daß trotz wiederholter Forderungen bisher keine dreigliedrige Tagung über die Durchführung des IAO- Kompendiums für mebaid stu howag ns goth nov isbo ST nsbniwadi) ux saaimobniH Der FIET- Ausschuss für Angestellte in Leitungsfunktionen anlässlich. Sitzung im Oktober 1991 in Bern. habui2 boy molfiers 172 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 C Geistesarbeiter geplant wurde, gab im Ausschuß zu scharfer Kritik Anlaß. Nach einer eingehenden Diskussion wurde ein Bericht über die gewerkschaftliche Organisierung von Studenten erörtert. Es wurde betont, daß die Gewinnung von Studenten für die Sache der Gewerkschaften eine wesentliche Investition für die künftige Entwicklung der Gewerkschaften darstelle. ofobex nsh Diese Priori Rahmen für de Genf, November 1993 ne diagon ilsuprbod 190 Der Ausschuss zeigte sich zutiefst besorgt über die zunehmende Arbeitslosigkeit bei Angestellten in Leitungsfunktionen. Die Auswirkungen der Rezession auf die Beschäftigung von Führungskräften werden durch eine ganze Reihe von Faktoren verschlimmert: Veränderte Beschäftigungsmuster und neue Konzepte der Arbeitsorganisation, wie zum Beispiel' Lean Management', haben zur Folge, dass die Führungskräfte heute wie nie zuvor um ihren Arbeitsplatz bangen müssen. Abgesehen von Beschäftigungsfragen befasste sich der Ausschuss auch mit Einstellungsstrategien und prüfte das IAOKompendium:" Arbeitsbedingungen und Beschäftigung von Geistesarbeitern und Führungskräften". Dem Ausschuss wurde ein Bericht von einem Vertreter des GATT- Sekretariats vorgelegt, der die im Rahmen der Uruguay- Runde erörterten Möglichkeiten zur Verbesserung des Schutzes geistiger Eigentumsrechte zum Gegenstand hatte. Der Ausschuss bestätigte eine vorläufige Tagesordnung für die 3. FIET- Weltkonferenz der Angestellten in Leitungsfunktionen. Genf, November 1994 Der Ausschuss befasste sich mit der Tagesordnung und den letzten Vorbereitungen für die vom 21. bis zum 23. November 1994 in Genf stattfindende 3. FIET- Weltkonferenz für Angestellte in Leitungsfunktionen. st Organi ung Der FIET- Ausschuss für Angestellte in Leitungsfunktionen anlässlich seiner Sitzung im November 1993 in Genf. FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 173 M 3. FIET- Weltkonferenz für Angestellte in Leitungsfunktionen Die 3. FIET- Weltkonferenz für Angestellte in Leitungsfunktionen wurde vom 21. bis 23. November 1994 im IAA- Gebäude in Genf durchgeführt. 200 Delegierte nahmen an dieser Konferenz teil, die von Michel Rousselot, dem Vorsitzenden des FIETAusschusses für Angestellte in Leitungsfunktionen geleitet und vom IAA- Generaldirektor, Michel Hansenne, eröffnet wurde. Es war das bisher grösste FIET- Treffen von hochqualifizierten Angestellten. Auf der Konferenz waren Vertreter aller Kontinente anwesend, die aktiv an den Debatten teilnahmen, unter ihnen auch Delegierte aus Mittel- und Osteuropa. Die Konferenz fiel in eine Zeit, in der Fach- und Führungskräfte zum ersten Mal an der vordersten Front radikaler Veränderungen stehen, die die Arbeit unter völlig neue Vorzeichen stellen. Führungskräfte sind heute die Opfer des Right- sizing, Re- engineering und Down- sizing. Der Jargon stammt zwar aus der Computerwelt, im Alltag aber bedeuten diese neuen Schlagwörter Personalabbau, erhöhten Stress und wachsende Unsicherheit. Herkömmliche Hierarchien werden demontiert, und die mittleren Führungskräfte stehen unter Druck. Lean Production ist der letzte Schrei, und die Belastung der Menschen, ganz besonders der hochqualifizierten Kaderkräfte, nimmt ständig zu. der der ifte und Die Konferenz wurde nach einem neuen Konzept, in der Form von Podiumsgesprächen, organisiert, an denen aussenstehende Experten und Vertreter von FIET- Mitgliedsorganisationen teilnahmen, um Standpunkte verschiedener Gewerkschaften aus verschiedenen Ländern darzulegen. Die dabei erörterten Themen waren: Soziale und ethische Verantwortung der Angestellten in Leitungsfunktionen, moderne Managementverfahren, Angestellte in Leitungsfunktionen in einer globalen Wirtschaft, Organisierungsstrategien und Gewerkschaftsrechte. Mehr als 200 Delegierte aus allen Teilen der Welt nahmen an der Konferenz teil, die zum Thema:" Vorbereitung auf das 21. Jahrhundert" einberufen wurde. Préparer le XXIe siècle 174 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Die Konferenz verabschiedete einstimmig ein Papier über" Prioritäten für die künftige Arbeit", das von einem für die Konferenz eingesetzten Schlussfolgerungs- Ausschuss unter der Leitung von Bertil Blomqvist, SIF, Schweden, ausgearbeitet worden war. Diese Prioritäten werden nun den Rahmen für die künftigen Tätigkeiten des FIET- Ausschusses für Angestellte in Leitungsfunktionen bilden. CADRES FIET PI . · Zu den vorrangigen Anliegen gehören: Verstärkung der Tätigkeiten in der EURO- FIET, APRO- FIET, IROFIET und AFRO- FIET; Förderung der Kontakte, Zusammenarbeit und Netzwerke zwischen den Mitgliedsorganisationen; Ausarbeitung gezielter Lehrgänge und Gewerkschaftsstrategien im Hinblick auf die Organisierung von Führungskräften; Untersuchung der Folgen neuer Management- Methoden; Einleitung von Kampagnen für die Gewerkschaftsrechte der Fach- und Führungskräfte; Untersuchung der Auswirkungen der Globalisierung, und der regionalen Integration auf Fach- und Führungskräfte, besonders in bezug auf die Mobilität, die Ausbildung, die Anerkennung von Qualifikationen, den Schutz des geistigen Eigentums und die regionalen Aktivitäten für Fach- und Führungskräfte; Von links nach rechts: Chris Ng, APRO- FIET- Regionalsekretär; Philip J. Jennings, FIET- Generalsekretär; Gerhard Rohde, Sekretär des FIETAusschusses für Angestellte in Leitungsfunktionen; Michel Hansenne, IAA- Generaldirektor, Michel Rousselot, Vorsitzender des FIETAusschusses; Heribert Maier, stellvertretender IAA- Generaldirektor; Bertil Blomqvist, stellvertretender Vorsitzender des FIET- Ausschusses. Förderung der Chancengleichheit, damit mehr Frauen in Führungspositionen eingestellt werden; Entwicklung von Leitlinien in bezug auf die ethische und soziale Verantwortung der Fach- und Führungskräfte und Ausarbeitung eines FIET- Passes für Fach- und Führungskräfte. Die Konferenz rief den Ausschuß ferner auf, seine Untersuchungen über Arbeitsbedingungen, Arbeitszeit, Organisierungskampagnen und Verwirklichung der Chancengleichheit fortzuführen, ebenso wie seine Anstrengungen zum Aufbau von Beziehungen mit Universitäten und Forschungsinstituten. Es wurde festgestellt, dass dabei die Mitwirkung von Gewerkschaften, die Ingenieure und Wissenschaftler betreuen, im FIET- Ausschuß für Angestellte in Leitungsfunktionen von größter Bedeutung wäre. FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 175 Aktionsprogramm für Angestellte in Leitungsfunktionen Ein neues Aktionsprogramm für Angestellte in Leitungsfunktionen wurde vom FIET- Weltvorstand im Mai 1992 in Kopenhagen verabschiedet. Seit der Veröffentlichung des ersten Aktionsprogramms haben sich die Verhältnisse in der Welt in bezug auf die Wirtschaft, die Technologie und die Arbeitsbeziehungen wesentlich verändert. Das Aktionsprogramm hat nun auch für die neuen Mitgliedsorganisationen in Mittel- und Osteuropa Gültigkeit, was zum Zeitpunkt der Annahme der ersten Programms im Jahre 1984 völlig undenkbar gewesen wäre. Das Aktionsprogramm behandelt zahlreiche Themen, darunter: Management- Methoden im Wandel, Ausbildung und Weiterbildung, Qualität der Arbeit und Lebensqualität, die Lebens- und Arbeitsumwelt, Entlohnung, Mobilität, Chancengleichheit, Organisieren für die Zukunft sowie Massnahmen des Ausschusses für Angestellte in Leitungsfunktionen auf regionaler und weltweiter Ebene. SHAPING THE FUTURE OF ACTION A PROGRAMME FOR PROFESSIONALS AND MANAGERS Eine kleine Redaktionsgruppe( siehe untenstehende Abb.), bestehend aus Mitgliedern des FIET- Ausschusses für M Angestellte in Leitungsfunktionen, hat den neuen Entwurf ausgearbeitet, der anlässlich der Ausschusstagung im November 1991 erörtert und unter Berücksichtigung der bei diesem Anlass unterbreiteten Vorschläge revidiert wurde. A 176 FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 Tätigkeiten für Angestellte in Leitungsfunktionen in den FIET- Regionen eb ginis nadinsb dia m THE DA AFRO- FIET Es bestehen klare Anzeichen für eine nunmehr auch in Afrika mögliche gewerkschaftliche Organisierung von Angestellten in Leitungsfunktionen. Der AFROFIET- Vorstand hat sich auf seinen Tagungen im Januar 1994 in Südafrika und im Januar 1995 in Ghana eingehend mit dieser Frage befasst. Die gewerkschaftliche Organisierung von Führungskräften wurde nun als fester Punkt in das Programm des AFRO- FIET- Vorstandes aufgenommen. In früheren Diskussionen bestand hinsichtlich der Einbeziehung der Fach- und Führungskräfte in die allgemeine Gewerkschaftsbewegung eine gewisse Zurückhaltung. Heute geht es nun aber darum, Zeitplan und Methoden für diese Organisierung festzulegen. Donismaglis sib ni legnind ab Der AFRO- FIET- Vorstand holt Informationen über die von den Gewerkschaften bei der Organisierung von Führungskräften erzielten Fortschritte ein und plant die Veranstaltung kleiner Workshops auf subregionaler Ebene, um dieses Problem zur Sprache zu bringen. Eines der wichtigsten Hindernisse für die gewerkschaftliche Organisierung dieser Gruppe von Beschäftigten war ja stets die mangelnde Anpassung der einzelstaatlichen Gesetze, die Führungskräften eine Zugehörigkeit zu Gewerkschaften bisher nicht erlaubten. IRO- FIET In der IRO- FIET befasst sich der Regionalvorstand mit der Organisierung von Angestellten in Leitungsfunktionen. In ganz Mittel- und Südamerika gibt es Gewerkschaften, die traditionsgemäss diese Angestellten vertreten. In den USA werden die Gewerkschaften oft aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen und richterlichen Verfügungen an der Organisierung von Führungskräften gehindert. Die FIET- Mitgliedsorganisationen erzielen jedoch Fortschritte bei der Organisierung von Fachpersonal( professionals). Auf diesem Gebiet arbeitet die FIET eng mit dem Department of Professional Employees des AFL- CIO zusammen. Die IRO- FIET beabsichtigt, 1995 einen Workshop durchzuführen, mit dem Ziel, als Folgetätigkeit zu der 3. FIET- Weltkonferenz für Angestellte in Leitungsfunktionen künftige Prioritäten festzulegen. APRO- FIETS TE 15) Sus afli plasur bay- down noti Im Februar 1994 wurde John De Payva, Generalsekretär der Singapore Manual and Mercantile Workers' Union, zum APRO- FIET- Koordinator für die Aktivitäten betreffend Fach- und Führungskräfte ernannt. Regionale APRO- FIET- Workshops über gewerkschaftliche Organisierung von Angestellten in Leitungsfunktionen SMT Penang, Malaysia, 8.- 9. August 1992 bru msboile Siebzig Gewerkschafter aus 32 Gewerkschaften in 12 Ländern der Region Asien und Pazifik nahmen an diesem Workshop teil. Sie stellten fest, dass der Anteil der Führungskräfte auf dem Arbeitsmarkt ständig zunimmt, dass diese jedoch weitgehend unorganisiert sind. In vielen Ländern hindern Gesetze diese Angestellten an einem Gewerkschaftsbeitritt. Auch die Haltung der Arbeitgeber in dieser Frage ist oft negativ, und viele Gewerkschaftsorganisationen zögern, Führungskräfte in ihre Reihen aufzunehmen. Es gibt sogar Gewerkschaftssatzungen, die den Führungskräften den Zugang ausdrücklich versagen. Für weibliche Führungskräfte ist der Preis für eine Gewerkschaftszugehörigkeit offenbar besonders hoch. Auch die Angestellten in Leitungsfunktionen selbst sind den Gewerkschaften und der gewerkschaftlichen Organisierung gegenüber nicht sehr positiv eingestellt. Die Teilnehmer am APRO- FIET- Workshop machten die Gewerkschaften auf das IAO- Kompendium für Geistesarbeiter aufmerksam und betonten, dass dieses alle Geistesarbeiter und Führungskräfte, mit Ausnahme der Spitzenmanager, als Arbeitnehmer definiert. Die Gewerkschaften sollten unter Bezugnahme auf dieses Kompendium Regierungen und Arbeitgeber zur Einhaltung der auch für diese Gruppe von Beschäftigten geltenden GewerkFIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 177 schaftsrechte drängen. Die Gewerkschaften sollten sich ferner bemühen, die Führungskräfte auf ihre Rechte, so wie sie im IAO- Dokument definiert sind, aufmerksam zu machen. Der FIET wurde schliesslich nahegelegt, bei der IAO vorstellig zu werden, damit sie sich für eine wirksamere Durchsetzung des Kompendiums einsetzt. Die APRO- FIET wurde zur Fortführung ihrer Tätigkeiten für Fach- und Führungskräfte aufgerufen, namentlich im Rahmen ihrer Bildungsarbeit, die das Interesse an einer Gewerkschaftszugehörigkeit fördert, sowie durch ihre Lehrgänge für Organisatoren. Die Teilnehmer forderten ferner die Durchführung von Untersuchungen über rechtliche und praktische Schranken, die Angestellte in Leitungsfunktionen an einem Gewerkschaftsbeitritt hindern. Auf der Grundlage der daraus gewonnenen Erkenntnisse sollten neue Strategien entwickelt werden, um die Führungskräfte der Region Asien und Pazifik über die APRO- FIET- Mitgliedsorganisationen in die freie und demokratische Gewerkschaftsbewegung einzugliedern. Singapur, 28.- 30. April 1994 Antig inutegnutio.I Die Teilnehmer waren sich darüber einig, dass Angestellte in Leitungsfunktionen ,, aufgrund ihrer Qualifikationen, ihrer Erfahrungen und ihrer Entscheidungsfähigkeit eine strategisch wichtige Arbeitnehmergruppe darstellen" und dass sie, während ihre Zahl zunimmt, nach und nach von den Entscheidungen des Top- Management ausgeschlossen werden und dringend einer organisierten Vertretung ihrer kollektiven Anliegen bedürfen. Die anwesenden Gewerkschaften unterstützten den entschiedenen Einsatz der FIET und der APRO- FIET für die weltweite Förderung der Interessen der Angestellten in Leitungsfunktionen und forderten die FIET und ihre Regionalorganisation dringend auf, in den einzelnen Ländern Kampagnen zur Organisierung der Führungskräfte durch entsprechende nationale Konferenzen einzuleiten. Da die FIET seit Jahrzehnten auf diesem Gebiet tätig ist, wurde sie aufgefordert, die Bemühungen um die Einbeziehung der Führungskräfte in die allgemeine GewerkschaftsDie gewerkschaftliche Organisierung der ständig zunehmenden Arbeitnehmergruppe der Angestellten in Leitungsfunktionen ist eine vorrangige Aufgabe für Gewerkschaften in Asien und im pazifischen Raum. Mamoru Shibata, der Präsident der APRO- FIET- Regionalorganisation wendet sich an die Teilnehmer des Workshops in Penang. ESSIONAL MANAGERIAL STAFF 8TH 9TH AUGUST 92 PENANG MALAYSIA 178 FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 32 88 IX bewegung anzuführen und in deren Namen Initiativen bei der IAO zu ergreifen. Die am Workshop teilnehmenden Gewerkschaften haben ferner beschlossen, regionale Werbe- und Organisierungskampagnen mit Bildungsprojekten, Infos, Seminaren, Konferenzen, persönlichen Kontakten auf allen Ebenen und der Nutzung der Medien einzuleiten. Es wurde beschlossen, dass die Gewerkschaften in der Region ihre Tätigkeiten nicht auf die Unternehmen beschränken sondern darüber hinaus den Dialog mit Gruppen der Angestellten in Leitungsfunktionen, die noch nicht organisiert sind, aufnehmen sollen. In allen zukünftigen gewerkschaftlichen Bildungsprogrammen sollen die für Führungskräfte wichtigen Fragen Teil des Lehrplanes sein, und es sollen besondere Sitzungen über die gewerkschaftliche Organisierung von Angestellten in Leitungsfunktionen durchgeführt werden. Der Workshop wurde vom APRO- FIET- Koordinator für Angestellte in Leitungsfunktionen, John de Payva, Generalsekretär der SMMWU, Singapur, geleitet. Zu den Gastreferenten gehörten der APRO- FIETRegionalsekretär Christopher Ng sowie Sven- Erik Sterner, IAO- Vertreter, und Gerhard Rohde, Sekretär des FIET- Ausschusses für Angestellte in Leitungsfunktionen. EURO- FIET Im Jahr 1992 wurde vom EURO- FIET- Vorstand ein spezifischer Ausschuss für Fach- und Führungskräfte in Europa, nämlich der EURO- FIET- Ausschuss für Angestellte in Leitungsfunktionen gebildet. Die Ausschüsse für Angestellte in Leitungsfunktionen der FIET und der EURO- FIET führen ihre Sitzungen jeweils gleichzeitig durch. Der Vorsitzende sowie der Vizevorsitzende des FIET- Ausschusses stehen ebenfalls dem europäischen Ausschuss vor. مياء Michel Rousselot( links), Vorsitzender des FIET- sowie des EURO- FIET- Ausschusses für Angestellte in Leitungsfunktionen, gehörte der Delegation an, die von Frau Vasso Papandreou( rechts), Mitglied der Kommission der Europäischen Gemeinschaft, im April 1992 in Brüssel empfangen wurde. Diese Zusammenkunft folgte auf die Arbeiten des Ausschusses im Zusammenhang mit Fragen der Mobilität und Beschäftigungsproblemen der Fachund Führungskräfte in Europa und auf Kontakte mit verschiedenen Abteilungen der Kommission. FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 179 Mehr als 40 Teilnehmer von 10 Gewerkschaften aus 5 mittel- und osteuropäischen Ländern nahmen an dem FIETSeminar für Angestellte in Leitungsfunktionen teil, das im Juni 1992 in Ungarn stattfand. saoiblan N A b Europäische Konferenzen für Angestellte in Leitungsfunktionen Brüssel, 26./27. November 1991 Eine EURO- FIET- Konferenz für Angestellte in Leitungsfunktionen, an der mehr als 90 Teilnehmer anwesend waren, fand am 26./27. November 1991 in Brüssel statt. Unter dem Thema" 1992: Mobilität in Europa für Angestellte in Leitungsfunktionen" wurde hervorgehoben, daß- aufgrund der verstärkten Integration der europäischen Wirtschaft- die Fachund Führungskräfte vermehrt mit der Frage der Versetzung ins Ausland konfrontiert werden. Die Konferenzteilnehmer lenkten die Aufmerksamkeit auf die mit der Mobilität verbundenen praktischen Schwierigkeiten und erörterten Probleme wie die Anerkennung von Diplomen, Renten und den Zugang zu Informationen über Arbeitsmarkt, Arbeitsbedingungen und soziale Bedingungen. An der Konferenz nahmen eine Reihe von Vertreter der EGKommission statt, und ein Kommissar der EGAbteilung für Soziale Angelegenheiten richtete eine Botschaft an die Teilnehmer. Brüssel, 30. November- 1. Dezember 1992 Der EURO- FIET- Ausschuss für Angestellte in Leitungsfunktionen veranstaltete am 30. November und 1. Dezember 1992 in Brüssel in Anwesenheit von über 120 Gewerkschaftern aus 15 europäischen Ländern eine weitere wichtige Konferenz, an der der europäische Arbeitsmarkt und die notwendige Entwicklung von Humanressourcen erörtert wurden. Unter diesem Thema befassten sich die Konferenzteilnehmer mit künftigen Arbeitsmarkttrends für Fach- und Führungskräfte in Europa; der Entwicklung der beruflichen Anforderungen, Qualifikationen und der notwendigen ständigen Weiterbildung; Maßnahmen der Gemeinschaft, der Hochschulen und der Arbeitgeber zur Gewährleistung einer angemessenen Ausbildung von Führungskräften und der künftigen Gewerkschaftspolitik. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Vertretern der UNICE, des EGB und der EURO- FIET wurde die Bedeutung des sozialen Dialogs als Instrument für die Verbesserung der Vorbedingungen für die Mobilität und den lebenslangen Lernprozess in Europa herausgestellt. 180 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 EURO- FIET- Aktivitäten für Angestellte in Leitungsfunktionen in Mittel- und Osteuropa nov Im Rahmen eines vom 15. bis 17. Juni 1992 in Budapest veranstalteten Seminars befaßten sich über 40 Gewerkschafter aus 10 Organisationen in 5 Ländern Mittel- und Osteuropas mit der Frage der gewerkschaftlichen Organisierung von Angestellten in Leitungsfunktionen. Das Seminar fand auf Einladung der ungarischen FIET- Mitgliedsorganisation KSZSZ statt. 452316 201 In ihren Schluẞfolgerungen wiesen die Teilnehmer darauf hin, daß die Führungskräfte in der Region Mittel- und Osteuropa aus einer ausgesprochen prekären Lohnlage herauskommen müssen, in die sie durch die falsche Ideologie der früheren Zentralverwaltungswirtschaft gedrängt worden waren. Im Mittelpunkt der Beratungen standen die sich wandelnde Rolle der" intellektuellen" Arbeitnehmer in der Gesellschaft und im Unternehmen, Tarifverhandlungen und Angestellte in Leitungsfunktionen, Gewerkschaftsstrukturen und Demokratie sowie die Gewerkschaftsarbeit mit Angestellten in Leitungsfunktionen. Die Anwesenden wiesen nachdrücklich darauf hin, daß die Führungskräfte eine wichtige Rolle bei der Festigung der Demokratie und der Entwicklung von marktwirtschaftlichen Ordnungen, die eine ausgeprägte soziale Dimension umfassen, spielen müssen. Auf ihrer Tagung im November 1993 begrüssten die Mitglieder des Ausschusses für Angestellte in Leitungsfunktionen Gewerkschaften von Beschäftigten im wissenschaftlichen Bereich aus der Tschechischen Republik, Ungarn, Polen, Rumänien und Russland sowie einen Vertreter des IBFG- Büros in Moskau. Auf ihre Anregung hin verabschiedete der Ausschuss eine Erklärung, die nun die Grundlage für zukünftige internationale Gewerkschaftstätigkeiten für Beschäftigte im wissenschaftlichen Bereich in Mittel- und Osteuropa bilden soll. 230 Vide Von links nach rechts: Jens Störup, EURO- FIET- Büro; Gerhard Rohde, FIET; Michel Rousselot, Präsident EUROCADRES; Bertil Blomqvist, Vizepräsident EUROCADRES; Padraig Flynn, Europäische Kommission und Peter Lamb, Vizepräsident EUROCADRES. Dieses Bild wurde anlässlich eines EURO CADRES- Symposiums im September 1994 in Brüssel aufgenommen, an dem über Beschäftigungstendenzen und Arbeitslosigkeit der Fachund Führungskräfte in Europa diskutiert wurde. L'EMPLOI DES CADRES EM ROPE UXE 1994 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 181 EUROCADRES Der EURO- FIET- Vorstand bestätigte auf seiner Tagung am 30. und 31. März 1993 in Prag die Schaffung von" EUROCADRES". Der eigentlichen Gründung von EUROCADRES im Jahre 1993 ging eine ausführliche Debatte im Exekutivausschuss des EGB auf seiner Tagung am 3. und 4. Dezember 1992 in London voraus. Der EGB- Exekutivausschuß beschloẞ: . • daß ein EGB- Ausschuß für Fach- und Führungskräfte errichtet werden sollte, daß das Sekretariat dieses neuen Ausschusses von der EURO- FIET in Zusammenarbeit mit dem Sekretariat des EGB geführt werden sollte, daß der EGB die Mittel bereitstellen würde, die für die Arbeit des neuen Gremiums erforderlich sind. Das neue Gremium, dessen volle Bezeichnung Rat der europäischen Angestellten in Leitungsfunktionen lautet, hielt seine Gründungsversammlung am 24. Februar 1993 in Luxemburg. Die Versammlung beschloß, das neue Organ kurz EUROCADRES zu nennen. Ein Lenkungsausschuß sowie ein Präsident und zwei Vizepräsidenten wurden gewählt. Als Präsident wurde Michel Rousselot von der UCC- CFDT in Frankreich, als Vizepräsidenten Bertil Blomquist vom SIF in Schweden und Peter Lamb als Vertreter von EPSC gewählt. EUROCADRES vertritt Angestellte in Leitungsfunktionen in ganz Europa, die in Gewerkschaften mit sehr unterschiedlichen Strukturen organisiert sind. Nach einer Untersuchung des Sekretariats vertritt EUROCADRES europaweit über 4 Millionen gewerkschaftlich organisierte Angestellte in Leitungsfunktionen und ist somit die weitaus repräsentativste Organisation dieser Art. EUROCADRES soll die Präsenz gewerkschaftlich organisierter Fach- und Führungskräfte erhöhen, ihre Kräfte bündeln und sie auf europäischer Ebene mit einer Stimme sprechen lassen gegenüber der EU, den europäischen Arbeitgeberverbänden und anderen internationalen Organisationen. Die Hauptaufgabe von EUROCADRES besteht darin, die Entwicklungen, die für die europäischen Angestellten in Leitungsfunktionen von Belang sind, zu verfolgen, zu analysieren, öffentlich zu kommentieren und zu beeinflussen. EUROCADRES organisiert Aktionen, um die Interessen der Angestellten in Leitungsfunktionen zu schützen und zu fördern. Im Dezember 1993 wurde EUROCADRES von der Europäischen Kommission offiziell als Sozialpartner anerkannt. Mit dem Inkrafttreten des Vertrages über die Europäische Union und dem Protokoll über die Sozialpolitik ist die Kommission verpflichtet, die Sozialpartner zu konsultieren, wenn sie Vorschläge auf dem Gebiet der Sozialpolitik unterbreitet. 182 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Frauen stenous b sib db do In den letzten Jahrzehnten sind auf dem Arbeitsmarkt tiefgreifende Veränderungen eingetreten. Durch das Wachstum der Beschäftigung im Dienstleistungsbereich sind weltweit Millionen von Frauen auf den Arbeitsmarkt gelangt. Der Anteil dieses Gewerbezweigs an der Gesamtbeschäftigung hat stark zugenommen. In vielen modernen Wirtschaftssystemen ist die Zahl der Arbeitnehmer im Einzel- und Großhandel, im Bank- und Versicherungswesen, im Bereich der Spitzentechnologie, der Wartungsdienste und der Fach- und Führungskräfte, also den traditionellen Tätigkeitsbereichen der FIET, sprunghaft angestiegen. Nach Ansicht von Expertenberichten, wird der Dienstleistungssektor im Jahr 2000 mehr Arbeitsplätze bieten als die Fertigung. Angesichts dieser stark gestiegenen Präsenz der Frau im Arbeitsmarkt sind FIET und die Mitgliedsorganisationen zutiefst besorgt, weil die berufstätigen Frauen bei Entlöhnung und Aufstiegsmöglichkeiten benachteiligt werden und geeignete Einrichtungen und die erforderliche Infrastruktur für Arbeitnehmer mit Familienpflichten fehlen. Der Kampf für Das Aktionsprogramm für weibliche Angestellte umfasst die Zielsetzungen der FIET in bezug auf gleiches Recht auf Bildung; Recht auf Arbeit; Mutterschutz und Elternurlaub; Arbeitszeit; Lösungen für die Probleme berufstätiger Frauen und Männer mit Familienpflichten und die Einbeziehung der Frauen in die Gewerkschaftsarbeit. 29 101 sqqmDob nogaugstasiel isws tus -austinentologinaw do gib jim nonsig FIET Gleichstellung war und wird auch in Zukunft für die FIET ein vordringliches Anliegen bleiben. FIET- Arbeitsgruppe für berufstätige Frauen Die FIET- Arbeitsgruppe für berufstätige Frauen besteht aus Vertreterinnen aus den Mitgliedsorganisationen, die vom FIET- Weltvorstand ernannt werden. Die Gruppe tritt jährlich zusammen, um die Tätigkeit zwischen zwei Weltfrauenkonferenzen zu koordinieren. Die Vorsitzende wird von der Gruppe gewählt. Die Gruppe setzt sich für die Verwirklichung der Ziele des FIET- Programms für weibliche Angestellte ein, unter denen folgende genannt seien: ( AZU WOTU) illeo1602 19 Abschaffung jeder Art von Diskriminierung auf Grund von Geschlecht oder Familienstand A Beseitigung von Vorurteilen über die Rolle von Frau und Mann und ihre Beschäftigung Verwirklichung von Chancengleichheit bei der Beschäftigung. ACTION PROGRAMME FOR WOMEN SALARIED EMPLOYEES 092) sliy2 stod af stemuote? Regionale Frauenkoordinatorinnen ni Die regionalen Frauenkoordinatorinnen der FIET vertreten und fördern die Anliegen der weiblichen FIET- Gewerkschaftsmitglieder. Koordinatorinnen überwachen, beurteilen und beeinflussen Entwicklungen, die sich auf die Frauen ihrer Region auswirken. Sie sind an der Planung und Durchführung der FIET- Bildungsaktivitäten für Frauen beteiligt. Die Koordinatorinnen wirken bei der Schaffung der geeigneten Frauenstrukturen in den Gewerkschaften mit, die die Voraussetzung dafür sind, dass die Frauen eine aktivere Rolle in den Gewerkschaften übernehmen können. Die FIETFrauenkoordinatorinnen fördern Führungsfähigkeiten FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 183 und Erfahrung in der internationalen Gewerkschaftsbewegung, wodurch letztlich auch die Struktur der FIET gestärkt wird. Det bib Mitglieder der FIET- Arbeitsgruppe für berufstätige Frauen Vorsitzende: Irene Sundelin( SIF, Schweden) Vivian Bell( GMB, Vereinigtes Königreich) Dina Bosch( DAG, Deutschland) Rose Boutaric( FEC- FO, Frankreich) Renate Csörgits( GPA, Österreich) Anne Gibson( MSF, Vereinigtes Königreich) Wanda Guimaraes( SBSI, Portugal) Edwina Hart( BIFU, Vereinigtes Königreich) Bernadette Hillon( USDAW, Vereinigtes Königreich) w obresting/ bio Liselotte Knudsen( HK, Dänemark) Annie Massay( SETCa, Belgien) Ulrike Oestreich( HBV, Deutschland) Pat Scarcelli( UFCW, USA) Lillemor Smedenvall( FSU, Schweden) Ans Van Uffelen( Dienstenbond, nov bi Niederlande). Regionalkoordinatorinnen: AFRO- FIET: Annie Mumba( ZUFIAW, Sambia) für das englischsprachige Afrika Fatoumata Binta Berete Sylla( FSPC, Guinea) für das französischsprachige Afrika APRO- FIET: Joan Warners( FinSec, Neuseeland) die im Oktober 1994 die Nachfolge von Maureen | Yap( SBEU, Malaysia) angetreten hat. IRO- FIET: Lourdes Orue Pozzo( FETRABAN, Paraguay), die Eva Calderón( ASIMRA, | Argentinien) im April 1995 ersetzt hat. rob Tod#show Sekretärin: D. Catherine Sánchez( seite August 1994), als Nachfolgerin von Penny Clarke, die dieses Amt von Oktober 1991 bis April 1994 innehatte. bai 4. FIET- Weltfrauenkonferenz Vertreter Dies war eine Konferenz mit besonderer Note. Zur 4. FIET- Weltfrauenkonferenz, die im August 1991 in San Francisco stattgefunden hat, waren 267 Teilnehmer/ innen aus 48 Ländern gekommen. bom Das Thema lautete: ,, Frauen am Arbeitsplatz, Frauen in der Gesellschaft: FIET kämpft für Chancengleichheit". Joyce Miller, Vizepräsidentin und Leiterin der Abteilung soziale Dienste der ACTWU, und Präsidentin der CLUW; Lenore Miller, Präsidentin der RWDSU; und Shirley Carr, Präsidentin des Canadian National Trade Union Centre, CLC, hielten bei der Konferenz Ansprachen. notis sib bau Im Verlauf der Konferenz wurden verschiedene Ziele erreicht. Das Treffen von Gewerkschafterinnen aus aller Welt stärkt die kollektive Solidarität, die den Frauen aus den verschiedensten Teilen Asiens, Europas, Afrikas und Nord- und Lateinamerikas ein Gefühl der Kraft verleiht. Die FIET- Arbeitsgruppe für berufstätige Frauen unter Leitung von Irene Sundelin( SIF, Schweden) hat sich auf zwei Jahrestagungen der Gruppe für eine Änderung des Konferenzablaufs eingesetzt. Dementsprechend fanden wesentlich weniger Plenarsitzungen statt, wodurch die Delegierten mehr Zeit für die Beratung der Konferenzthemen hatten. Die Delegierten, die in sieben Gruppen unterteilt waren, besprachen folgende Unterthemen: Verbesserte Bedingungen durch Gewerkschaftsaktionen; und Aufbau starker Gewerkschaften durch die Organisierung von Frauen. Kleine Arbeitsgruppen boten den Teilnehmer/ innen Gelegenheit zu fundierten Diskussionen. Auf der Konferenz konnten die Delegierten einen Austausch von Ansichten und Beispielen darüber führen, wie Gleichstellung in der Praxis gefördert und verwirklicht werden kann. Dieses Ziel wurde trotz der Unterschiede von Sprache, Geschichte und Kultur erreicht. Sitzung der FIET- Arbeitsgruppe für berufstätige Frauen Die Arbeitsgruppe für berufstätige Frauen ist seit der 4. FIET- Weltfrauenkonferenz in San Francisco im Jahre 1991 jährlich zusammengetreten: 184 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 th FIET World Women's Conference FIET San Francisco, August 15- 18, 1991 WOMEN AT WORK, IN SOCIETY: FIET FIGHTS FOR EQUALITY Lobelichheit big kunftiger Strategi wirklich An der 4. FIET- Weltfrauenkonferenz, die im August 1991 unmittelbar vor dem 22. FIET- Weltkongress in San Francisco veranstaltet wurde, waren 267 Delegierte aus 48 Ländern anwesend. Zu den Gastrednerinnen gehörten: A Joyce Miller, Vizepräsidentin und Leiterin der Abteilung Soziale Dienste der ACTWU, und Präsidentin der CLUW; Lenore Miller, Präsidentin der RWDSU, und Shirley Carr, Vorsitzende des Canadian National Trade Union Centre, CLC. - Genf, 23.- 24. April 1992 Prag, 1. 2. April 1993 Genf, 11.- 12. April 1994 Genf, April 1992 Es handelte sich um eine Anschlusstagung an die FIET- Weltfrauenkonferenz von San Francisco, auf der die Prioritäten für die zukünftige Tätigkeit der Gruppe besprochen wurden. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Themen: FIET- Leitlinien für Kinderbetreuung, das IAO- Gleichstellungsprojekt für Frauen bei der Beschäftigung, die Bildungs- und Solidaritätsaktivitäten der FIET, sowie die Entwicklungen in der Europäischen Gemeinschaft. Vorrangige Fragen waren: Familienpolitik, die Beteiligung der Frau an den Gewerkschaften, Schulung und Bildung sowie Arbeitszeit. Im Zusammenhang mit der Familienpolitik erörterte die Gruppe erstmals ein Handbuch mit Leitlinien über Kinderbetreuung für FIET- Mitgliedsorganisationen. Die Gruppe hob hervor, dass gute Kinderbetreuung sowohl für Frauen als auch für Männer ein wichtiges Anliegen sei und ihnen zur Verfügung stehen müsse. Sie betonten, dass Kinderbetreuung eine Priorität innerhalb der Gewerkschaftsthemen einnehme. " FIET- Bildungstätigkeit für Gewerkschafterinnen" war ein weiteres Thema der Tagesordnung. Die Gruppe wurde von den vier FIET- Frauenkoordinatorinnen über Gleichstellungsfragen in den betreffenden Regionen unterrichtet. Die Gruppe hiess Fatoumata Binta Bérété Sylla vom FSPS, Guinea, willkommen, die erstmals als neue FIET- Frauenkoordinatorin für das französischsprachige Afrika an der Tagung teilnahm. Die Berichte der regionalen Frauenkoordinatorinnen zeigten, dass die grössten Hindernisse für die Gleichstellung der Frau insbesondere auf höherer Ebene nur mit Hilfe von Bildung und Schulung beseitigt werden können. FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 185 WOMEN OMEN AT WOR IN SOCIETY: FIET FIGHTS FOR EQUALITY Die 4. FIET- Weltfrauenkonferenz würdigte den Einsatz von Helga Cammell, die ihr Amt als Sekretär der FIET- sh Arbeitsgruppe für berufstätige Frauen niederlegte. Ihre Nachfolgerin wurde Penny Clarke vom britischen TUC. Penny war Sekretär der Gruppe zwischen Oktober 1991 und April 1994. Diese Aufgabe hat im August 1994 Cathy Sanchez übernommen, die von der UFCW in den Vereinigten Staaten zur FIET überwechselte. Ulrike Oestreich( HB) schland) Prag, April 1993 bord, KI Die Teilnehmerinnen erörterten wirtschaftliche Rezession und Arbeitslosigkeit sowie die sich daraus ergebenden Folgen für die Frau. Sie zeigten sich besorgt darüber, dass die Frauen von beiden Krisen besonders betroffen seien. Sie prüften eine Reihe von Entwicklungen innerhalb der EG, die für alle Mitgliedsorganisationen wichtig sind und zu denen die Einführung von gemeinschaftsweiten Massnahmen zur Bekämpfung sexueller Belästigung, für Kinderbetreuung und Mutterschutz gehört. Die Gruppe besprach auch die Vorbereitungen für die Frauenkonferenz des Jahres 1995, die unmittelbar vor dem FIET- Weltkongress stattfinden soll. Teilnehmerinnen aus der Tschechischen und Slovakischen Republik waren ebenfalls beunruhigt angesichts der Tatsache, dass den Arbeitsplätzen von Frauen- insbesondere während einer Rezession oder einer wirtschaftlichen Umstrukturierung immer noch weniger Wert als denjenigen der Männer zugemessen wird. Sie betonten, dass die Gewerk- schaften Aktionsprogramme für Gleichstellung am Arbeitsplatz ausarbeiten müssten, um beispielsweise die Frage der Entlassungen zu regeln. Sie forderten positive Massnahmen für Frauen im Bereich der Ausbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten. Das Bankwesen gilt in Mittel- und Osteuropa seit eh und je als ein Sektor mit" niedrigem Status", in dem hauptsächlich Frauen beschäftigt sind. Er wurde als Beispiel dafür angeführt, dass die Frauen im Zuge der Umstrukturierung und Privatisierung von ihren Arbeitsplätzen verdrängt werden. Die Teilnehmerinnen wiesen darauf hin, dass in ganz Europa mehr Frauen als Männer arbeitslos seien. Die Gruppe war der Ansicht, dass die Frau nicht als" flexible" Arbeitskraft betrachtet werden dürfe, die in Beschäftigungsfragen diskriminiert werden könne. Sie hob hervor, dass die Ausmerzung des Begriffs " der Mann als Brotverdiener" immer noch eine wichtige Aufgabe für FIET sei. gnobil& Ein weiteres Diskussionsthema war die Werbung von Frauen, das in einer breitangelegten Debatte 186 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 behandelt wurde. In diesem Zusammenhang wurden auch die verschiedenen Gewerkschaftsinitiativen zur Prüfung und Erarbeitung von Werbestrategien besprochen. Die Gruppe betonte, dass die Gewerkschaften in der Lage sein müssten, zwischen spezifischen Gruppen von Arbeitnehmerinnen und deren Arbeitsplätzen zu unterscheiden, um weibliche Gewerkschaftsmitglieder zu werben und, was vielleicht noch wichtiger ist, in der Organisation zu halten. Die Gruppe prüfte auch Aktivitäten in Afrika, Asien, dem pazifischen Raum und Nord- und Lateinamerika. Eine Sprecherin der Abteilung für Chancengleichheit der Europäischen Kommission erläuterte der Gruppe die Fortschritte innerhalb des Dritten Aktionsprogramms der Gemeinschaft. Sie machte auf die Erfolge der Gemeinschaft in Frauenfragen aufmerksam und erwähnte unter anderem das demnächst herauskommende Handbuch über sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Sie berichtete auch über Bemühungen, Frauenanliegen in die Politik und Programme der Gemeinschaft aufzunehmen und wies auf die Initiativen zur Verwirklichung der Lohngleichheit hin.c ni gm astad 13 d sib- runswalsias Genf, Januar 1994 Alice natsid guliere sib w asmorows Eine kleine Arbeitsgruppe traf sich am 27. und 28. Januar 1994 in Genf, um die 5. FIET- Weltfrauenkonferenz 1995 vorzubereiten. Die Gruppe besprach Themen, Tagesordnung und Programm der Konfegagifists bib diboilguM renz. Bains grozbsifgriM- TEST gugifie Genf, April 1994 ob grudaswo nob nagsilaAnabilim ob glx bou Das Hauptthema der Tagesordnung waren die Vorbereitungen der Weltfrauenkonferenz, die vom 6. bis 9. Juli 1995 vor dem Weltkongress in Wien stattfindet.ns FRO FIET по Die Gruppe besprach Ziele, Struktur und Inhalt der Konferenz. Sie stützte sich dabei auf zwei Unterlagen, die das Sekretariat nach der Sitzung der vorbereitenden Arbeitsgruppe im Januar angefertigt hatte. Die Teilnehmerinnen vereinbarten, dass die Konferenz den weiblichen FIET- Mitgliedern Gelegenheit zu einem Erfahrungsaustausch und zur Ausarbeitung zukünftiger Strategien zur Verwirklichung der Gleichbus nous ammog Im Jahre 1993 trat die FIET- Arbeitsgruppe für berufstätige Frauen am 1. und 2. April in Prag zusammen. Antonella Braucks- Schulte von der Abteilung für Chancengleichheit der GD V rechts neben Irene Sundelin, der Vorsitzenden der Gruppe, spricht über Frauen in der Europäischen Union. FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 187 stellung bieten sollte. Ausserdem wurden folgende zwei Themen für die Weltkonferenz festgelegt: " Unsere Welt und unser Privatleben gestalten" und " Frauenförderung am Arbeitsplatz". Die Gruppe stellte einen Fragebogen für FIETMitglieder über die Beteiligung der Frauen in FIETGewerkschaften fertig, der zur Bewertung der Beteiligung der Frau in FIET- Mitgliedsorganisationen, zur Überwachung der Beteiligung der Frauen und zur Prüfung der unterschiedlichen Anliegen der Frauen in den verschiedenen Regionen und Gewerkschaften gute Dienste leisten wird. Der FIETSekretär wird eine Zusammenfassung der Ergebnisse für die 5. FIET- Weltfrauenkonferenz in Wien anfertigen. Des weiteren wurden Berichte über FIET- Aktivitäten vorgelegt, wobei die Tätigkeit der Koordinatorinnen für Afrika im Mittelpunkt stand. In den englisch- und französischsprachigen Ländern besteht Bedarf an umfassender Aktivität für die Frauen. Ausserdem müssen die Frauen sich an allen gemischten FIETLehrgängen beteiligen. Es wurde der Vorschlag gemacht, mehr Netze für Frauen zu schaffen. Ausserdem wurde angeregt, dass die Mitglieder nach Möglichkeit der FIET mehr Frauennachrichten senden sollten. Da Penny Clarke zum letztenmal als Sekretärin an dieser FIET- Tagung teilnahm, dankte ihr die Gruppe für die während ihrer Amtszeit geleistete Arbeit. Gegenwärtig ist Penny Assistentin für Chancengleichheit beim EGB in Brüssel. Mitte August hat D. Catherine Sánchez vom UFCW, USA und Kanada, den Bereich Frauen und Gleichstellung am Sitz der FIET übernommen. treuungseinrichtungen ist zu einem wichtigen Anliegen der Gewerkschaften geworden. Die FIETBroschüre kann den Gewerkschaftsunterhändlern in ihren Verhandlungen mit Arbeitgebern und Behörden über Kinderbetreuung gute Dienste leisten. Sie befasst sich mit den Grundsätzen der richtigen Kinderbetreuung und bietet viele praktische Informationen über die Auslegung und Einrichtung der Stätten für Kinder. Ausserdem enthält sie einen Fragebogen zur Erfassung des Bedarfs der Eltern. Filling the Gap( Die Kluft überbrücken): So lautet der Titel eines Bildungshandbuchs, das von AFROFIET- Frauen im südlichen Afrika entworfen und verfasst worden ist. An dieser Arbeit waren folgende Personen beteiligt: Annie Chabala Mumba, FIETDie FIET- Broschüre über Kinderbetreuung befasst sich mit den Grundsätzen einer anspruchsvollen, fachgerechten Kinderbetreuung und enthält auch zahlreiche praktische Informationen über Lösungen bei der Gestaltung und Ausrüstung von Kindertagesstätten. Die Broschüre umfasst auch einen Fragebogen, deravit berufstätigen Eltern helfen soll, ihre Bedürfnisse zu ermitteln, wenn die Frage der Kinderbetreuung in ihren Unternehmen mit dem Arbeitgeber zur Sprache kommt. FIET CHILDCARE 18 FIET- Veröffentlichungen Während der Berichtszeit sind folgende Veröffentlichungen erschienen; Kinderbetreuung: Heute sind in den meisten Ländern beide Eltern berufstätig. Die Familien sind oft auf zwei Einkommen angewiesen, und durch die weltweiten Wirtschaftstendenzen werden beide Brotverdiener unter immer stärkeren Druck gesetzt. Ihr Hauptproblem ist die Betreuung der Kinder. Die Schaffung erschwinglicher und guter Kinderbe188 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Koordinatorin, Sambia; Lucius Gladys Matibenga, CWUZ, Simbabwe; Judith Simwaka Chama, ZUFIAW, Sambia; M. Irene Motidi, SACCAWU, Südafrika. Die mühselige Arbeit an diesem Handbuch ist in Harare, Simbabwe, zwischen dem 14. und 18. November 1994 abgeschlossen worden. Eine Gruppe von Frauen verschiedener FIET- Mitgliedsorganisationen hat sich in Harare getroffen und nach intensiven Beratungen die endgültige Fassung von " Filling the Gap" vorgelegt. Die Gewerkschafterinnen haben nicht nur das Handbuch überarbeitet, sondern auch an einer sehr informativen Sitzung zur " Ausbildung der Ausbilder" teilgenommen, die auf die Verwendung des neuen Handbuchs als Bildungsmittel abgestellt war. So hatten die Frauen Gelegenheit, während der Woche ihre Planungs-, Darstellungs- und Kommunikationsfertigkeiten zu üben. " Filling the Gap" soll dieses Jahr auf der 5. Weltfrauenkonferenz in Wien, Östereich, vorgestellt und verteilt werden. La Femme à Mille Bras( Die Frau mit tausend Händen): Dieses Handbuch wurde 1994 in französischer Sprache verfasst. Es wurde im Rahmen eines von der LO/ TCO getragenen Projektes, in Zusammenarbeit zwischen Frauen im französischsprachigen Westafrika, der für die Region zuständigen AFRO- FIET Frauenkoordinatorin und einem schwedischen Projektbeauftragten erarbeitet. Das Handbuch ist für Frauen- Arbeitsrkeise im französisch sprechenden Afrika bestimmt. Regionale Aktivitäten In den vier Regionen stand die Bildungsarbeit im Mittelpunkt. Nachstehend ein Überblick über die Aktivitäten der einzelnen Regionen. AFRO- FIET Frauenaktivitäten im englischsprachigen Afrika Regionales Frauenseminar Vierunddreissig Gewerkschaftsvertreterinnen aus englischsprachigen Ländern Afrikas haben vom ll. bis 16. November 1991 an einem Seminar in Lusaka Unmittelbar vor der AFRO- FIET- Konferenz im Jahre 1993 in Niamey wurde ein Workshop für Gewerkschafterinnen aus Ländern der Sahelzone organisiert. Vor allem seit dem FIET- Weltkongress im Jahre 1987 in Togo unternehmen die Frauen in der Region grosse Anstrengungen, um eine wichtigere Rolle in der nationalen und der gesamtafrikanischen Gewerkschaftsbewegung zu spielen. bar vor LES FEMMES SYNDICALISTES DU SAHEL EN LUTTE POUR LE DEVELOPPEMENT L'EGALITE ET LA SOLIDARITE NIAMEY 1997 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 189 Die Gruppe, die die letzte redaktionelle Bearbeitung des Handbuchs Filling the Gap( oder die Kluft überbrücken) vornahm, das von AFRO- FIET- Frauen im südlichen Afrika verfasst und gestaltet wurde, ist im November 1994 in Harare zusammengetreten. Das Handbuch soll zu einem festen Bestandteil von Bildungsseminaren im englischsprachigen Afrika werden. teilgenommen. Diese Zusammenkunft bot Frauen aus 11 Ländern eine ausgezeichnete Gelegenheit, um die Rolle der Frau in der afrikanischen Gesellschaft und bei den AFRO- FIET- Mitgliedsorganisationen zu beurteilen. Ostafrikanischer regionaler AFRO- FIET- FrauenWorkshop Vom 21. bis 23. Mai 1992 hat in Kampala, Uganda, der erste ostafrikanische subregionale Frauen- Workshop stattgefunden. Das Treffen schloss an das erfolgreiche regionale Frauenseminar für das englischsprachige Afrika an, das im November 1991 in Lusaka, Sambia, durchgeführt worden war. Subregionaler Workshop für das englischsprachige Westafrika Neunzehn Frauen nahmen vom 28. Juni bis zum 2. Juli 1993 in Accra an einem subregionalen Workshop für das englischsprachige Westafrika teil. Ostafrikanisches Seminar Nairobi war der Tagungsort für ein Seminar für Ostafrika, das vom 19. bis zum 23. Juli 1993 unter Beteiligung von 24 Personen stattgefunden hat. Regionaler Workshop für das südliche Afrika Vom 15. bis 18. August 1993 ist in Mbabane ein regionaler Workshop für 15 Teilnehmer aus Gewerkschaften des südlichen Afrikas organisiert worden. Die Leitung hatte Annie Mumba. Regionalseminar für das englischsprachige Westafrika In Accra, Ghana, hat vom 18. bis 22. Juli 1994 ein Regionalseminar für Frauen stattgefunden, an dem sich 18 Mitglieder von 9 Gewerkschaften des englischsprachigen Westafrikas beteiligt haben. 190 FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 Regionales AFRO- FIET- Frauenseminar für das südliche Afrika Insgesamt 23 Gewerkschafterinnen aus dem südlichen Afrika haben vom 14. bis 19. November an einem regionalen Frauenseminar in Harare, Simbabwe, teilgenommen, um dem Schulungshandbuch" Filling the Gap" den letzten Schliff zu verleihen. Frauenaktivitäten im französischsprachigen Afrika Regionalseminar für das französischsprachige Afrika In Conakry, Guinea, hat vom 7. bis 11. Oktober 1991 ein Regionalseminar für Gewerkschafterinnen des französischsprachigen Afrikas stattgefunden. Die 32 Teilnehmerinnen aus neun Ländern untersuchten die Rolle der Frau in der Gesellschaft und im westafrikanischen Arbeitsalltag. Workshop für Gewerkschafterinnen der Sahelzone Vor der Regionalkonferenz wurde in Niamey vom 29. bis 31. Januar 1993 ein erster Workshop für Gewerkschafterinnen der Sahelzone durchgeführt, an dem 14 Frauen teilnahmen. Die Koordination lag in Händen von Fatoumata Binta Bérété Sylla. Projekt für Westafrika und Tschad/ LO- TCO Das Projekt des LO/ TCO für das französischsprachige Westafrika und Tshad wurde unter der Koordinatorin Fatoumata Bérété und der schwedischen Projektberaterin May Gauffin vom SIF, Schweden, weitergeführt. Die Beraterin besuchte vom 15. Dezember 1994 bis 6. Januar 1995 die vier Länder Elfenbeiküste, Burkina Faso, Niger und Tschad, die zu diesem Projekt gehören. Während ihrer Dienstreise organisierte sie Treffen mit Gewerkschaftsführern und aktiven Gewerkschafterinnen. May Gauffin führte auch Workshops für Leiterinnen von Frauenstudienzirkeln durch. Dieses Projekt geht im Juni 1995 zu Ende. adsbolzz stop at bass bow bodisi zipi misis id sib sibi zingis szigeti sb doom svipt, is dobio babe sindi stolov ass minnali bi sillaz.asniqilish nongsis- sido 200 gruti 192b m Teilnehmer an der 4. APRO- FIET- Frauenkonferenz, die am 22. und 23. Oktober 1994 in Kuching, Sarawak/ Malaysia, unmittelbar vor der APRO- FIET- Regionalkonferenz stattfand und folgendem Thema gewidmet war: ,, Kampf für die Gleichstellung der Frauen in einer im Wandel befindlichen Welt: Herausforderungen und Strategien". A FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 191 APRO- FIET 4. APRO- FIET- Ausbildungskurs für Gewerkschaftsführerinnen Am 4. APRO- FIET- Ausbildungskurs für Gewerkschaftsführerinnen, der vom 29. April bis zum 4. Mai 1991 in Singapur stattgefunden hat, haben achtundzwanzig Frauen, die 26 Gewerkschaften aus 10 Ländern vertraten, teilgenommen. 5. APRO- FIET- Kurs für Gewerkschaftsführerinnen Am 5. APRO- FIET- Ausbildungskurs für Gewerkschaftsführerinnen haben 28 Frauen teilgenommen, die 25 Gewerkschaften aus 9 Ländern der Region Asien und Pazifik vertraten. Der Lehrgang hat vom 17. bis 24. Mai 1992 in Singapur stattgefunden. Die Leitung dieser Kurse hatte Maureen Yap, APROFIET Koordinatorin für Frauenaktivitäten, die vom Regionalsekretariat unterstützt wurde. 8. Regionaler APRO- FIET- Ausbildungskurs für Organisatoren Am jährlichen Ausbildungslehrgang für Organisatoren haben FIET- Gewerkschafterinnen aus Pakistan, Singapur und Korea teilgenommen. Sie arbeiteten gemeinsam mit männlichen Kollegen in den verschiedensten Workshops, in denen Kenntnisse in Organisation und Kommunikation sowie Techniken für Studienzirkel und Ausbildung von Arbeitskräften als Mittel zur Organisierung von Arbeitnehmern vermittelt wurden. 4. APRO- FIET- Regionalfrauenkonferenz Am 22. und 23. Oktober 1994 hat in Kuching die 4. APRO- FIET- Regional frauenkonferenz stattgeAnlässlich der 4. APRO- FIET- Frauenkonferenz gedachten die Teilnehmer einer Feier sichtlich bewegt der acht Frauen, die bei einem tragischen Hotelbrand während der APRO- FIET- Frauenkonferenz im Jahre 1984 in Baguio ihr Leben verloren haben. Die Gedenkfeier fand am 23. Oktober, genau zehn Jahre nach dem tragischen Ereignis statt; Jim Maher, der selbst an der damaligen Konferenz teilgenommen hatte, APRO- FIET- Präsident M. Shibata, und Philip J. Jennings ergriffen im Verlauf dieser Veranstaltung das Wort. Die Delegation der Philippinen stellte in einem Pantomimenspiel die letzten Lebenstage der Opfer dar. APRO FIET REGIONAL WOMEN CONFERENCE 12-13 OCTOBER 1994 FOR EQUALITY WOMEN IN A CHANGING WORLD JRATEGIES192 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 ST 303 grozhsilgeM- T3: 00 19 Der Kampf für die Gleichstellung wurde auf der 4. APRO- FIET- Frauenkonferenz im Rahmen einer besonderen Ausstellung veranschaulicht. nov 27 mahu grullatos ab bosib bu isdrosfe nagsilná zling is als gullatadois BFG- Frauenkonferen sibilad siz by ni sluzilo bissad siz bu minst slow gw sti Globales Gleichstell funden, die unter dem Thema stand:" Kampf für die Gleichstellung der Frauen in einer sich im Wandel befindlichen Welt: Herausforderungen und Strategien". Die Region begrüsste Joan Warners von FinSec, Neuseeland, die neue regionale Frauenkoordinatorin von APRO- FIET, und D. Catherine Sánchez, die neue FIET- Sekretärin für Gleichstellungsfragen, die beide Erfahrung in der Werbung und Organisierung von Arbeitnehmern haben. Joan Warners hielt einen Vortrag über" Die Gleichstellung der Frau in der Gewerkschaft", und Jacinta Collins, National Industrial Officer von SDA, Australien, sprach über ,, Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz", " Arbeit und Familienpflichten" und" Tarifverhandlungen für Chancengleichheit und Gleichbehandlung am Arbeitsplatz". Im Tagungsprogramm war genügend Zeit für einen Meinungsaustausch über Fragen und Initiativen zur Förderung der Gleichstellung der Frau vorgesehen. Joan Warners, die Regionalkoordinatorin von APRO- FIET, verfasste im Anschluss an diese Tagung den ersten Newsletter für APRO- FIET- Gewerkschafterinnen. Gedenken an Baguio Die philippinische Delegation der APRO- FIETRegionalfrauenkonferenz führte ein Mimenspiel zum Gedenken an die acht Gewerkschafterinnen auf, die am 23. Oktober 1984 bei einem Brand im Pines Hotel Baguio, Philippinen, dem Tagungsort der 2. APROFIET- Regional frauenkonferenz, umgekommen waren. Die Gedenkveranstaltung fand am 23. Oktober, genau zehn Jahre nach dem Tag der Tragödie, statt. Die Gedenkreden hielten Jim Maher, ein Teilnehmer der Konferenz des Jahres 1984, M. Shibata, Präsidentin der APRO- FIET, und P. J. Jennings. EURO- FIET Dreigliedriges Seminar über Berufsausbildung Die Sekretärin der Gruppe hat am 17. und 18. Februar 1992 in Spanien an einem dreigliedrigen Seminar FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 193 über Berufsausbildung für Frauen teilgenommen, auf dem Gewerkschaftsvertreterinnen betonten, dass Ausbildungsmassnahmen notwendig seien, um die Frauen in die Politik zur Verwirklichung der Chancengleichheit einzubeziehen. EURO- FIET- Seminar für weibliche Verhandlungsbeauftragte in Brüssel An diesem Seminar, das am 5. und 6. Juli 1992 stattgefunden hat, haben 70 leitende weibliche Verhandlungsbeauftragte teilgenommen. Im Mittelpunkt der Beratungen stand unter anderem die Verbindung zwischen Arbeitszeit und fortgesetzter ungleicher Entlohnung von Männern und Frauen. Die Teilnehmerinnen hatten Gelegenheit, an der Schaffung einer EURO- FIET- Strategie in diesem Bereich mitzuwirken. IRO- FIET Seminar für Gleichstellung in Argentinien Über 60 Gewerkschafterinnen von FIET- Mitgliedsorganisationen aus Argentinien, Brasilien, Chile, Mexiko, Paraguay, Peru und Venezuela haben vom 14. bis 16. September 1992 an einem Frauenseminar in Buenos Aires teilgenommen, auf dem über die Stellung der Frau in IRO- FIET- Gewerkschaften, am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft gesprochen wurde. Dieses Seminar, das von den argentinischen Mitgliedsorganisationen organisiert und von teilnehmenden Gewerkschaften gesponsort worden ist, ist ein Novum in der IRO- FIET- Region. Es hat gezeigt, dass das Verständnis der IRO- FIETMitglieder für Gleichstellungsfragen und die Rolle Über 60 Vertreterinnen von FIET- Mitgliedsorganisationen in Argentinien, Brasilien, Chile, Mexiko, Paraguay, Peru und Venezuela nahmen an einem IRO- FIET- Frauenseminar teil, das im September 1992 in Buenos Aires, Argentinien, veranstaltet wurde. In den Schlussfolgerungen verlangten die Anwesenden eine stärkere Beteiligung der Frauen an der Gewerkschaftsarbeit und die Förderung der Gleichstellung auf dem Weg von Tarifverhandlungen. Die Seminarteilnehmerinnen wiesen auch auf den Zusammenhang zwischen der vermehrten gewerkschaftlichen Organisierung der Frauen und ihrer Mitwirkung auf allen Stufen hin und sie bezeichneten die Gleichstellung als ein zentrales Anliegen der Gewerkschaften. 194 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 der Gewerkschaften zur Verbesserung der Lage in diesem Bereich weiter zunimmt. Erkundungsmission Die FIET- Sekretärin für Gleichstellungsfragen D. Catherine Sánchez hat zwischen dem 4. und 8. Januar 1995 auf einer Erkundungsmission über Gleichberechtigungsfragen in der IRO- Region Lourdes Orue Pozzo von FETRABAN, Paraguay, und verschiedene FIET- Mitglieder gesprochen. Der Regionalsekretär Raul Requena und der Bildungskoordinator Luis Malma organisierten verschiedene Treffen für die neue Sekretärin, auf denen sie Gelegenheit hatte, sich mit einigen der wichtigsten Fragen der berufstätigen Frauen in dieser Region vertraut zu machen. Internationale Kontakte Ständiger Kontakt besteht zu den Frauenausschüssen des EGB und IBFG sowie zur Internationalen Arbeitsorganisation( IAO). Ausserdem nehmen Gewerkschafterinnen regelmässig an deren Tagungen teil und verfolgen ihre Veröffentlichungen. Internationale Arbeitsorganisation Im Jahr 1993 nahm die FIET an Beratungen der Internationalen Arbeitsorganisation über neue Normen für Teilzeitarbeitnehmer teil. Die Internationale Arbeitskonferenz 1994 hat das Übereinkommen( Nr. 175) und die Empfehlung( Nr. 182) über Teilzeitarbeit angenommen. Damit haben die FIET und ihre Mitgliedsorganisationen einen schönen Erfolg erzielt, denn dank der Unterstützung von angeschlossenen Gewerkschaften war es gelungen, dieses Thema auf die Tagesordnung setzen zu lassen. Der FIET- Sekretär hat vom 21. bis 25. November 1994 an der dreigliedrigen Sachverständigentagung der IAO über" Soziale Sicherheit und Sozialschutz: Gleichbehandlung von Männern und Frauen" teilgenommen. Auf dieser Tagung wurden Schlussfolgerungen verabschiedet, in denen der Grundsatz der Gleichbehandlung von Männern und Frauen in der sozialen Sicherheit nachdrücklich bekräftigt wurde. 6. IBFG- Frauenkonferenz Vom 25. bis 28. Oktober 1994 sind über 300 Gewerkschafterinnen aus 62 Ländern in Den Haag, Niederlande, zur 6. IBFG- Weltfrauenkonferenz zusammengekommen. Im Mittelpunkt der Konferenz stand das Thema:" Die Welt durch Gleichstellung verändern". FIET- Vertreterinnen auf der Konferenz waren Irene Sundelin, Vorsitzende der Arbeitsgruppe für berufstätige Frauen, Renate Csörgits- GPA Österreich, Wanda Guimaraes- SBSI Portugal, Florence Daka- ZUFIAW, Sambia, und die FIETSekretärin D. Catherine Sánchez. Ausserdem waren noch verschiedene andere Vertreterinnen von FIETMitgliedsorganisationen anwesend. Globales Gleichstellungsprojekt 1995-1999 Die FIET hat ein neues Vierjahresprojekt beantragt, um die Gleichstellung der Frau durch Fortbildung von Arbeitskräften und organisierte Frauenstrukturen in der AFRO-, APRO- und IRO- FIET- Region weiter zu fördern. Der Antrag ist beim niederländischen FNV eingereicht worden. Die ersten Treffen zur Erfassung von Daten sowie Forschungsarbeiten, die die Grundlage dieses Projekts darstellen, haben schon begonnen. Ein Teil dieser Arbeit wird durch einen vor kurzem versandten Fragebogen ergänzt, in dem FIET- Mitgliedsorganisationen gebeten werden, über die Beteiligung der Frauen an FIET- Gewerkschaften Auskunft zu geben. FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 195 Jugend shows 156 imminus natiow doissa maasib izzim29 nubuha Nur wenige IBSe organisieren spezifische Jugendtätigkeiten. Zu diesen gehört die FIET. In den einzelnen Regionen wurden verschiedenartige Methoden gewählt: In Asien führt die APRO- FIET ein umfassendes Ausbildungsprogramm für junge Gewerkschaftsführer durch. In Europa wurde bisher so vorgegangen, dass jährliche Seminare zu speziellen Themen veranstaltet wurden, an die sich Tagungen des Jugendausschusses zur Diskussion künftiger Prioritäten anschlossen. Dadurch konnten junge Gewerkschaftsführer zahlreich an solchen Veranstaltungen teilnehmen. In der AFRO- FIET, der APRO- FIET und der IRO- FIET wurden Jugendkoordinatoren ernannt, die die Durchführung der Jugendtätigkeiten erleichtern sollen. 6. EURO- FIET- Jugendkonferenz Die wichtigste Veranstaltung in der Berichtszeit war die 6. EURO- FIET- Jugendkonferenz, die vom 11. bis 14. Oktober 1993 in Sevilla, Spanien, organisiert wurde. An dieser Konferenz waren 136 junge Gewerkschafter in Vertretung von 22 Ländern und 46 Organisationen anwesend, um Probleme wie Jugendarbeitslosigkeit und andere, für junge Arbeitnehmer heute wichtige Fragen zu erörtern. Sie oblib bu enaupa lue forderten die europäischen Regierungen auf, sich ernsthafter mit der Jugendarbeitslosigkeit auseinanderzusetzen, die das eigentliche Fundament der demokratischen Gesellschaft zu überwerfen droht. Viele junge Menschen werden zu Randfiguren in ihrer Gesellschaft, verfallen in Passivität oder aber entschliessen sich für Gewalt, Fremdenhass und Rassismus, erklärten die Konferenzteilnehmer. Sie forderten die FIET und ihre Mitgliedsorganisationen auf, der Stimme der jungen Arbeitnehmer im A lis) Keine Arbeit an Sonn- und Feiertagen. Die Teilnehmer an der FIET- Jugendkonferenz gingen mit den jungen spanischen Handelsangestellten in Sevilla auf die Strasse, um die Regierung Spaniens unter Druck zu setzen. Sie machten geltend, dass strengere Gesetze im Bereich der Ladenöffnungszeiten unerlässlich sind, um den Einzelhandel als stabilen, von grosser Professionalität und anspruchsvollem Kundendienst geprägten Wirtschaftszweig aufrechton grosser Professionalität und anspruchs zuerhalten. FIET FIET NO AL TRABAJO EN DOMINGOSY FESTIVOS NO A LA PROLONGACIÓN DE HORARIOS " LEY DECOMERCIO YA" 196 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 FIET E I E Die FIET- Jugendkonferenzen vermitteln vielen jungen Gewerkschaftern die ersten Erfahrungen mit internationaler Gewerkschaftsarbeit. Sie stellen auch ein Forum dar, das ihnen erlaubt, ihre Anliegen und Wünsche vorzubringen. An der Konferenz in Sevilla nahmen 140 Delegierte aus 46 Gewerkschaften in 22 Ländern teil. europäischen Entscheidungsprozess vermehrt Gehör zu verschaffen. In einer Entschliessung zeigten die Konferenzteilnehmer Möglichkeiten zur Bekämpfung der sich ständig verschlechternden Beschäftigungslage auf. Eine grundlegende Verpflichtung besteht für jedes Land darin, allen jungen Menschen eine gute Allgemeinbildung und Berufsausbildung zu gewährleisten. Die Regierungen müssen der Schaffung von Arbeitsplätzen für die jungen Menschen absoluten Vorrang einräumen, um sicherzustellen, dass sie nach Abschluss der Ausbildung eine Beschäftigung finden. Die Konferenzteilnehmer erklärten, dass niedrige Löhne für Auszubildende nicht zu der Überwindung der Arbeitslosigkeit beitragen sondern im Gegenteil zusätzliche Probleme schaffen. Die Verkürzung der Arbeitszeit könne jedoch eine beschäftigungsfördernde Wirkung haben. Die Teilnehmer beanstandeten ferner die Einschränkung der den jungen Arbeitnehmern gezahlten staatlichen Arbeitslosengelder und machten geltend, dass auch diese jungen Menschen in Zeiten der Beschäftigungslosigkeit Anspruch auf einen vernünftigen Lebensstandard haben. Die Bekämpfung der Kinderarbeit gehörte zu den weiteren wichtigen Themen auf der Tagesordnung der Konferenz in Sevilla, in deren Verlauf auch die vorgeschlagene EU- Richtlinie über den Schutz junger Arbeitnehmer zur Sprache kam. Abgesehen von den europäischen Delegierten nahmen an den Beratungen auch die Jugendkoordinatoren der IRO- FIET und APRO- FIET, José Luis Acosta aus Mexiko und Jayasri Priyalal aus Sri Lanka teil. Zu den weiteren Gästen gehörten Alioune Diop aus Senegal und Tokozile Mchuno aus Südafrika; sie berichteten über die Lage der jungen Menschen in ihren Ländern und Regionen. Arbeitsgruppe Jugend wiM Zur Vorbereitung der 6. EURO- FIET- Jugendkonferenz wurde eine kleine Arbeitsgruppe gebildet, die am 29.- 30. April 1993 in Genf zusammentrat. FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 197 12TH APRO FIET REGIONAL OUTLE HIP TRAINING COURSE CH 19 A Teilnehmer am 12. APRO- FIET- Bildungslehrgang für junge Gewerkschaftsführer, der vom 8. bis 18. Mai 1993 in Penang, Malaysia, organisiert wurde. Dieses APRO- FIET- Programm zur Ausbildung junger Gewerkschafter wurde 1978 eingeführt. Viele Teilnehmer übernahmen später Führungsaufgaben in ihren Gewerkschaften und bilden ihrerseits ein Reserve- Team von Ausbildern, die für diese gewerkschaftlichen Bildungsprogramme eingesetzt werden. en Kundendienst eerderen Wirtschaftszweig aufrechtJugendtätigkeiten in den FIET- Regionen AFRO- FIET Die AFRO- FIET- Mitgliedsorganisationen werden aufgerufen, junge Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter in die AFRO- FIET- Bildungsprojekte einzubeziehen. In Afrika wächst eine neue Generation von jungen Gewerkschaftsführern heran, die sich an Solidaritätsaktionen und Bildungstätigkeiten der AFRO- FIET beteiligen. APRO- FIET Das unmittelbare Ziel der APRO- FIET- Jugendtätigkeiten besteht darin, junge Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter unter 35 Jahren auf die aktive Mitwirkung in Gewerkschaftsorganisationen vorzubereiten. Auf lange Sicht sollen sie schrittweise in die Gewerkschaften integriert werden, damit sie höhere Funktionen übernehmen können. Jugendkoordinator briqu Im Februar 1995 wurde Alice Chang von der SBEU, Malaysia, zur APRO- FIET- Jugendkoordinatorin ernannt. Sie übernahm die Nachfolge von J. Priyalal von der CBEU, Sri Lanka. Regionales Ausbildungsprogramm für junge Gewerkschaftsführer Die Durchführung des regionalen APRO- FIETAusbildungsprogramms für junge Gewerkschaftsführer wurde fortgesetzt. Diese Jahreslehrgänge wurden 1978 eingeführt. Sie haben vielen Teilnehmern erlaubt, in leitende Stellungen in ihren Gewerkschaften aufzusteigen, und sie stellen auch ein Reservoir von Referenten dar, die häufig herangezogen werden, um bei der Durchführung von FIET- Bildungsseminaren in ihren Ländern Vorträge zu halten. Die APRO- FIET war ihren Mitgliedsorganisationen ausserdem bei der Veranstaltung zahlreicher Lehrgänge für junge Gewerkschafter behilflich. 198 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 EURO- FIET In Europa wurde bisher so vorgegangen, dass jährliche Seminare zu speziellen Themen veranstaltet wurden, auf die Tagungen des Jugendausschusses zur Erörterung künftiger Prioritäten folgten. Jugendausschuss Die Tagungen des Ausschusses wurden in Verbindung mit der Jugendkonferenz und den Jugendseminaren wie folgt durchgeführt: 24. Mai 1991 in Genf: Es wurde beschlossen, das FIET- Jugendaktionsprogramm zu überarbeiten. Die Mitglieder der Ausschusses wurden gebeten, Änderungsvorschläge zu unterbreiten. 23. September 1992 in Budapest: Leif Iversen( HK, Norwegen) wurde zum neuen Vorsitzenden und Franz Bernthaler( GPA, Österreich) zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Der Ausschuss nahm ein neues APARTHEID NO YOUTH FOR A BETTER FUTURE YES TO UNION RIGHTS JOBS FOR ALL Das FIET- Plakat gegen Rassismus kam erstmals zur Veranschaulichung des Themas der 5. EURO- FIETJugendkonferenz im April 1989 in Athen zum Einsatz. FIET MDAN 1991 beschloss der Jugendausschuss, das FIETJugendaktionsprogramm nachzuführen. Zahlreiche Mitgliedsorganisationen trugen durch die von ihnen unterbreiteten Vorschläge zu dieser Revision bei. Weitere Grundlagen des neuen Programms waren die Schlussfolgerungen und Entschliessungen, die an früheren Jugendkonferenzen und Seminaren verabschiedet wurden. RACISM NO! FIET- Jugendaktionsprogramm an. Ferner wurden erste Vorbereitungen für die 6. EURO- FIETJugendkonferenz erörtert. 14. Oktober 1993 in Sevilla: Der Ausschuss beschloss, eine kleine Arbeitsgruppe zu bilden, die sich mit der FIET- Kampagne" Kampf der Kinderarbeit" befassen soll. 7. September 1994 in Bratislava: Flemming Jörgensen aus Dänemark wurde zum Vorsitzenden gewählt und trat somit die Nachfolge seines norwegischen Kollegen Leif Iversen an. Der stellvertretende Vorsitzende, Franz Bernthaler aus Österreich, stellte sich nicht zur Wiederwahl und wurde durch Joël Simon aus Luxemburg ersetzt. Gemäss einem Beschluss des Jugendausschusses wird die Organisierung junger Menschen in Gewerkschaften den ersten Platz auf der Liste der FIETFIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 199 12 Auf der Tagung des Jugendausschusses im September 1994 in der Slowakischen Republik übernahm eine" neue Generation" die Führungsaufgaben in diesem Gremium. Von links nach rechts: Leif Iversen, HK, Norwegen, wurde ausscheidender Vorsitzender des EURO- FIET- Jugendausschusses, Flemming Jörgensen, HK, Dänemark, neuer Vorsitzender; Aloisz Englis, Vorsitzender der Gewerkschaftszentrale der Slowakischen Republik; Joël Simon, neuer stellvertretender Vorsitzender des Jugendausschusses, Simona Mikovicová, Regionalsekretär der GAHR Puchov, und Juraj Segec, Präsident der GAHR. Tätigkeiten für die Jugend in den kommenden Jahren einnehmen. Jugendseminare 1991: Vom 22. bis 24. Mai befassten sich in Genf 53 junge Gewerkschafter aus 24 angeschlossenen Gewerkschaften in 17 europäischen Ländern mit der Integration junger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Gewerkschaften und mit Organisierungsanforderungen in Mittel- und Osteuropa. Sieben Delegierte aus Bulgarien, der Tschechoslowakei, Ungarn, Polen und Rumänien nahmen zum ersten Mal an einer FIET- Jugendtagung teil. Diese Vertreter stellten ihre Gewerkschaften vor und wiesen auf die Schwierigkeiten hin, mit denen Gewerkschaften im allgemeinen konfrontiert sind, insbesondere im Zusammenhang mit der Anwerbung junger Beschäftigter. Es fand ein Meinungsaustausch über bilaterale Kontakte, die zwischen vielen Gewerkschaften geknüpft worden sind, statt. In Arbeitsgruppen wurde über die Gewinnung junger Mitglieder diskutiert ( Gewerkschaftsstrukturen, Motivation, Kampagnen, von der Öffentlichkeit unterstützte Programme, usw.). 1992: Das Seminar wurde vom 21.- 23. September in Budapest, Ungarn, abgehalten. An dieser Veranstaltung, der ersten dieser Art, die in der Region Mittel- und Osteuropa zur Durchführung gelangte, waren 70 Teilnehmer aus 30 Gewerkschaften in 16 Ländern anwesend. Die Beratungen waren dem Thema:" Ausbildung und Beschäftigung junger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer: Qualifikationen für das Jahr 2000" gewidmet. 1994: An dem vom 5.- 7. September in Bratislava veranstalteten Seminar waren etwa 100 Delegierte aus allen Teilen Europas anwesend. Im Mittelpunkt der Beratungen stand die FIET- Kampagne" Kampf der Kinderarbeit" und die sich ständig verschlimmernde Jugendarbeitslosigkeit. Diese beiden Fragen stehen eindeutig miteinander im Zusammenhang, und die Teilnehmer stellten auch Verbindungen zu den 200 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Themen: Bildung, Ausbildung und Gewerkschaftszugehörigkeit heraus. IRO- FIET Jugendkoordinator Im Mai 1994 wurde Luis Miguel Victoria als Nachfolger von José Luis Acosta zum Jugendkoordinator ernannt. Jugendseminar Im Februar 1992 fand in Mexiko ein IRO- FIETJugendseminar statt, an dem 60 Delegierte teilnahmen. STOP CHILD LABOUR IBFG- und EGB- Jugendtätigkeiten Das Sekretariat hält auch weiterhin Kontakte zum IBFG und EGB in bezug auf junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aufrecht. Der Vorsitzende des FIET- Jugendausschusses und das FIET- Sekretariat nahmen an Sitzungen der IBFG- Arbeitsgruppe zu Fragen junger Arbeitnehmer und an den Generalversammlungen des EGB- Jugendausschusses teil.gruppen übernommen. Die Handelsangestelltenghdas In Kingston, Jamaica, fand vom 12. bis 16. August 1991 das dritte IBFG- Jugendtreffen statt. Viele Vertreter von FIET- Mitgliedsorganisationen nahmen an den Workshops und Seminaren teil, die während dieser Woche stattfanden. An diesem Treffen waren über 3'200 Personen anwesend. Vom 24. bis 28. August 1994 fand in Seoul das dritte IBFG- APRO- Jugendtreffen statt. Aus diesem Anlass versammelten sich mehr als 500 Delegierte aus 39 Organisationen in 30 Ländern. Die Teilnehmer verabschiedeten ein Aktionsprogramm für junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Region Asien und Pazifik. In Verbindung mit diesem Treffen fand eine Sitzung von IBFG/ IBS- Jugendkoordinatoren statt, auf der die APRO- FIET durch ihren Jugendkoordinator Jayasri Priyalal vertreten war. Die 8. Hauptversammlung des EGB- Jugendausschusses wurde am 1. und 2. März 1993 in Rom, Italien, veranstaltet. Auf dieser Veranstaltung wurden sechs Entschliessungen zu folgenden Themen verabschiedet: Europa und der Mittelmeerraum; Jugendarbeitslosigkeit und Arbeitsmarkt, UnterDie vom Jugendausschuss eingeleitete Kampagne gegen Kinderarbeit wurde nun auch von den FachA Gewerkschaften haben die Frage mit grossen Einzelhandelsunternehmen zur Sprache gebracht und Möglichkeiten einer Schliessung der Märkte für solche Produkte erörtert. Auf europäischer Ebene hat die FIET dieses Problem zum Gegenstand von Gesprächen mit Arbeitgebervertretern gemacht. Ferner wurde auf Anregung der FIET der Missbrauch der Kinderarbeit auch im Rahmen der dreigliedrigen IAO- Tagung für Handels- und Büroangestellte verurteilt. Die am Seminar in der Slowakei anwesenden Jugendvertreter beschlossen, die diesbezüglichen Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen und neue Initiativen einzuleiten, um dem Einsatz von Kinderarbeit Einhalt zu gebieten. Der FIET- Weltkongress 1995 wird für die Kampagne " Kampf der Kinderarbeit" eine wichtige Veranstaltung sein, die der internationalen FIET- Familie Gelegenheit geben wird, die bisher erzielten Ergebnisse zu beurteilen und neue Ziele für die künftige Tätigkeit zu setzen. stützung von friedenssichernden Initiativen im ehemaligen Jugoslawien, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und Kinderarbeit; ferner wurde auch eine allgemeine Entschliessung angenommen, die Arbeitslosigkeit, Umwelt, Mittel- und Osteuropa und Rassismus zum Gegenstand hatte. FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 201 Kapitel 8 bau grublidzuA.gaublinom Laucis ignoring Tätigkeiten auf dem Gebiet der multinationalen Gesellschaften 7-081 Weltumspannende Konzernausschüsse Die FIET hat ihre Tätigkeiten im Zusammenhang mit multinationalen Unternehmen weiter ausgebaut. Mit der unaufhaltsamen Internationalisierung, der Erschliessung neuer Märkte für die internationale Geschäftstätigkeit und der Zunahme des Handels mit Dienstleistungen hat sich auch die Zahl der in FIETSektoren tätigen Unternehmen erhöht. Allein in den letzten vier Jahren wurden mehr Tagungen für multinationale Unternehmen organisiert als im Verlauf des gesamten, vorangegangenen Jahrzehnts. Es fanden Tagungen für folgende Konzerne statt: ABN- AMRO Holding; Adia; Ahold; Aldi; Allianz; Argyll; Banca di Roma; BET; BNP; Brinks; Cap Gemini Sogetti; Casino; Crédit Lyonnais; Delhaize; Digital Equipment Corporation; ECCO; EDS; ERA, Generali; Group4 Securitas; IBM; IKEA; ING; ISS; Manpower; Marks& Spencer; Mayne Nickless; Metro; Olivetti; Randstad; Rank Xerox; Securicor; Securitas; Unisys; Vendex und Zürich. An diesen Veranstaltungen nahmen nicht nur Gewerkschaftsführer und Landessekretäre sondern auch eine ständig steigende Zahl von Belegschaftsvertretern und Gewerkschaftsvertretern im Betrieb tus omdentischAbou ULTER Am 8. Juni 1994 haben FIET und IMB aktiv eine Protestkundgebung des Europäischen Betriebsrats von Digital Equipment unterstützt, welche vor dem europäischen Digital- Hauptsitz in Genf stattfand. Arbeitnehmervertreter/ innen von Digital- Betrieben in Österreich, Belgien, Frankreich, Deutschland, Holland und Italien hatten sich in Genf versammelt, um ihre Entrüstung über den massiven Arbeitsplatzabbau und die unangemessene Umstrukturierung von Digital, die das gesamte Unternehmen gefährdet, zum Ausdruck zu bringen. aid SI may bust, coismeli al ch AZUBIS VERSAGT brauchen IHR HABT gioni Ida WIR WERDEN rspektiven ERJAGT N Kunftskonzepte its now time statt ACTION inhaltetaktik 202 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 DEC IS DI DELHAIZE SILENCE MEANS OFF TI APPROVAL OF O FOOD L PRO LAWLESS DELHAIZE/ FOOD BY MINU.. LION PRIORITIES 1. GREED 2 MONEY PROFITS Bricsy gaunsbro sibul doibloiden nichtiow FOOD BELGIAN UN LAWBREAKE E abai matisdiM 000 Fale ni 1000 Falism in namen Die Aufnahme zeigt Gewerkschaften, die sich zusammen mit religiösen und Bürgerrechtsgruppen im Mai 1994 an einem Marsch vor der belgischen Botschaft beteiligten, um auf die missbräuchlichen Praktiken und die Gesetzesübertretungen der in belgischem Besitz befindlichen Food Lion hinzuweisen. nojaaud zob gruboi teil. Diese Tätigkeit wird in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Die Arbeit der FIET in bezug auf multinationale Unternehmen kann in vier Bereiche aufgeteilt werden: Solidarität Die FIET wird regelmässig gebeten, die Mitgliedsorganisationen im Zusammenhang mit besonderen Problemen in multinationalen Firmen zu unterstützen. Normalerweise beteiligen sich auch die Gewerkschaften der Länder, in denen diese Unternehmen ihren Hauptsitz haben, an diesen Hilfsaktionen, indem sie bei der zentralen Geschäftsleitung vorstellig werden, damit sie zu einer Lösung der Konflikte beitragen. Beispiele für Tätigkeiten in dieser Form sind im Kapitel über Solidaritätsaktionen enthalten. Information, Untersuchungen und Datenbanken Zur Bewältigung des im Zusammenhang mit multinationalen Unternehmen ständig wachsenden Arbeitsanfalls hat die FIET ihre Kapazität im Bereich sobo di Wans instudsturstud odozi qos tus noitsuago bau poitsumotal 1sb der Information, der Forschungstätigkeiten und Datenbanken weiter erhöht. Bei Ermittlungen über Unternehmen benutzt die FIET kommerzielle Online- Datenbanken, und sie verfügt über eine Datenbank mit Angaben über mehr als 7'000 Firmen auf CD- ROM. Ausserdem hat die FIET eine auf ihre eigenen Bedürfnisse zugeschnittene Datenbank entwickelt, die Informationen über mehr als 500 führende Unternehmen in ihren Sektoren speichert. Gezielte Unternehmensstrategien In Fällen, in denen Probleme nicht rasch einer Lösung zugeführt werden können, kann sich ein gemeinsames Vorgehen gegen multinationale Unternehmen in bezug auf ganz spezifische Probleme, wie zum Beispiel die Anerkennung von Gewerkschaften oder das Recht zu Kollektivverhandlungen, als wirksam erweisen. Diese Kampagnen stützen sich vermehrt auch auf Taktiken wie Gemeindekampagnen, Koalitionsbildung oder Medienereignisse. Beispiele für Konflikte, in denen die FIET ihre Mitgliedsorganisationen bei Unternehmenskampagnen unterstützt hat, sind die Zürich Versicherungen, eine FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 203 multinationale schweizerische Versicherungsgesellschaft, die die FIET- Mitgliedsorganisation MSF im Vereinigten Königreich nicht mehr als Verhandlungspartner anerkannte, und die langwierige Kampagne gegen Food Lion in den USA, die Verhandlungen mit der der FIET angeschlossenen UFCW ablehnte. In den Kapiteln über die Fachgruppentätigkeiten wird ausführlicher über solche Unternehmenskampagnen berichtet. Schaffung einer gewerkschaftlichen Präsenz in multinationalen Unternehmen In einer kleinen Zahl von multinationalen Unternehmen, in denen ein konstruktiveres Vorgehen bei der Einleitung des sozialen Dialogs möglich ist, hat die FIET ihre Anstrengungen zur Schaffung internationaler Konzernausschüsse fortgesetzt. In Europa haben diese Tätigkeiten mit der Annahme der Richtlinie über Europäische Betriebsräte durch die Europäische Union im September 1994 neue Impulse erhalten. Diese Richtlinie wird im September 1996 rechtskräftig werden und von allen Unternehmen mit mehr als 1'000 Mitarbeitern in der Europäischen Union und 150 Mitarbeitern in zwei oder mehr Mitgliedstaaten verlangen, Verhandlungen über die Einsetzung von Europäischen Betriebsräten aufzunehmen. Zur Vorbereitung dieser neuen Phase der Information und Konsultation auf europäischer Ebene stellt die Europäische Union den Gewerkschaften finanzielle Mittel zur Veranstaltung internationaler Tagungen zur Verfügung. - Im September 1994 hat die FIET in Paris mit der französischen Grossbank Crédit Lyonnais die erste Vereinbarung für die Schaffung eines Europäischen Betriebsrates unterzeichnet. Mit mehreren anderen multinationalen Unternehmen sind Diskussionen betreffend solche Vereinbarungen im Gange. Obwohl die Europäischen Betriebsräte nur Personal in den EU- Mitgliedstaaten zur Zeit mit Ausnahme des Vereinigten Königreichs, das sich weigerte, das diese Initiativen regelnde Protokoll über die Sozialpolitik zu unterzeichnen- erfassen müssen, setzt sich die FIET grundsätzlich dafür ein, diese Strukturen zum Vorteil all ihrer Mitgliedsorganisationen weltweit zum Tragen zu bringen. Die Gesetze, die sich aus der EBR- Richtlinie ergeben, werden auch für verschiedene nicht europäische Unternehmen, zu denen auch eine ganze Reihe amerikanischer und japanischer Firmen gehören, Gültigkeit haben. Die FIET strebt die Einrichtung weltumspannender Betriebsräte an. Die FIET hat sich auf der Seite der Gewerkschaften weiterhin nachdrücklich für die Förderung verbindlicher Verhaltensnormen für multinationale Unternehmen eingesetzt. Gestützt auf die von der IAO und der OECD veröffentlichten freiwilligen Verhaltensnormen wird weiterhin versucht, die UNO zu der Verabschiedung des seit vielen Jahren zur Diskussion stehenden verbindlichen Verhaltenskodizes zu bringen. Die grossen Anstrengungen auf diesem Gebiet haben leider noch keinen Erfolg gezeitigt. 204 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Kapitel 9 Bildungstätigkeiten Die Bildungstätigkeiten sind Teil des weltweiten Solidaritäts- Programms der FIET. Für ihre Bildungstätigkeiten beantragt die FIET die Unterstützung von Spenderorgansationen. Die seit dem letzten Weltkongress verstrichene Zeitspanne stand im Zeichen der Konsolidierung und der Uberlegung, nicht nur innerhalb der FIET und ihrer Regionalorganisationen, sondern auch bei den Einrichtungen für Gewerkschaftsförderung, die als Spenderorganisationen bezeichnet werden. In bezug auf diese Organisationen hat eine Diversifizierung stattgefunden, wobei heute eine grössere Zahl von Spendern die FIET- Projekte unterstützen. Die wesentlichen Ziele der Bildungsarbeit sind zwar nach wie vor die gleichen, doch wurden neue Projekte auf regionaler Ebene eingeleitet, die Forschung und Ausbildung verbinden, und neue Lehrgänge eingeführt, zum Beispiel über Kommunikation, Ausbilderschulung für Tarifverhandlungen, Gewerkschaftsorganisation und Verwaltung. In Afrika wurde eine erste Konferenz über HIV/ AIDS veranstaltet, die eine aufklärende Funktion hatte und dazu führte, dass dieses Thema nun auf dem Programm aller nationalen Bildungslehrgänge steht. In der Berichtszeit fanden erneut verschiedene regionale Lehrgänge für junge Gewerkschaftsführer und weibliche Führungskräfte sowie Kurse für Ausbilder und Organisatoren statt. bain Die Gewerkschaften werden immer wieder ermutigt, eine ausgewogene Mitwirkung von Männern und Frauen an ihren Bildungstätigkeiten sicherzustellen und zu diesem Zweck gegebenenfalls auch gezielte Frauentätigkeiten durchzuführen. Teilnehmerinnen an einem Seminar, das die FESTASST, Tschad, zum Thema: Gewerkschaften und Demokratie organisiert hat. 205 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Ziele Das allgemeine Ziel der Bildungstätigkeiten ist der Aufbau starker, freier und demokratischer Gewerkschaften und die Förderung ihrer Fähigkeit, sich selbst zu erneuern. Diese Tätigkeit stützt sich auf die Erkenntnis, dass die gewerkschaftliche Bildung für den Aufbau unabhängiger und leistungsstarker Gewerkschaften unerlässlich ist. Dabei wird auch die zwischen Bildung, Mitgliederwerbung und Organisierung bestehende Verbindung anerkannt, die den Gewerkschaften erlaubt, ihren Mitgliederbestand auszubauen und die Zahlung der Mitgliedsbeiträge zu verbessern. Eine umfassende und gut informierte Mitgliedschaft, die repräsentativ ist für den Sektor, den die Gewerkschaft vertritt, und eine geschulte und fähige Führungsspitze sind wichtige Garanten für die Stärke und den Einfluss der Gewerkschaft bei ihren Verhandlungen und ihrem Einsatz für eine soziale Dimension der wirtschaftlichen Entwicklung der jeweiligen Länder sowie für die Rolle, die sie zur Förderung der Demokratie und der Verteidigung der Gewerkschaftsrechte spielen kann. Die Bildungsanforderungen sind je nach Gewerkschaft verschieden. Europals Eine klare Bedarfs- Analyse ist unerlässlich, um Projekte zu wählen, die diesen Anforderungen im Rahmen eines realistischen Haushalts und mit den Beiträgen, die die Gewerkschaft selbst aufbringen kann, entsprechen. Diese Tätigkeiten werden durch Bildungsunterlagen unterstützt, die den örtlichen oder regionalen Erfordernissen angepasst sind. Für die FIET und ihre Regional organisationen stellt die Mitwirkung der Frauen in der Bildungsarbeit ein vorrangiges Anliegen dar. Gezielte Aktivitäten für Frauen sind eine zwingende Voraussetzung, um Frauen in Gewerkschaften einzubeziehen. Die Frauen müssen gleichzeitig auch an gemischten Lehrgängen teilnehmen. Die Tätigkeiten für Frauen und ihre Mitwirkung an anderen Lehrgängen haben einen beachtlichen Stand erreicht, eine Entwicklung, zu der die Frauenkoordinatorinnen massgeblich beigetragen haben. Ergebnisse agnubl Die Gewerkschaften, die Anstrengungen auf dem Gebiet der gewerkschaftlichen Ausbildung nicht Unter Abgesehen von ihren jährlich durchgeführten Ausbildungslehrgängen für junge Gewerkschaftsführer unterstützt die APRO- FIET ihre Mitgliedsorganisationen auch bei der Veranstaltung von nationalen Lehrgängen für junge Gewerkschafter. Teilnehmer an einem Lehrgang für junge Gewerkschaftsführer, der vom 6. bis 10. September 1993 für Mitgliedsorganisationen in Ostmalaysia organisiert wurde. Being des seit viniamson APRO- FIET hen Verhalter YOUTH LEADERSHIP TRAINING COURSE 06-10 SEPT 1993 KUCHING COORDINATED BY SBEU SAR S 206 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 AFRO- FIET und APRO- FIET haben die Ausbildung von Ausbildern in den Mittelpunkt ihrer Programme gestellt. In der Berichtszeit fanden zahlreiche regionale und nationale Lehrgänge für Gewerkschaftsausbilder statt. Die Aufnahme zeigt Teilnehmer an einem gemeinsamen Lehrgang für Mitgliedsorganisationen in Burkina Faso. tans Heav mov sib.goli gescheut haben, konnten beachtliche Ergebnisse in bezug auf den Mitgliederzuwachs, die Verbesserung ihrer Arbeit und die Stärkung ihrer Position in Tarifverhandlungen oder bei der Verteidigung der wirtschaftlichen und sozialen Rechte der Beschäftigten, die sie vertreten, erzielen. Zahlreiche FIETMitgliedsorganisationen wirkten an der vordersten Front des Demokratisierungsprozesses ihrer Länder mit, eine Rolle, die sie aufgrund des durch die gewerkschaftliche Bildungstätigkeit geschaffenen Zusammenhalts und der Unterstützung ihrer Mitglieder übernehmen konnten. Die allgemeinere Aufgabe der Gewerkschaften kam auch in ihrem Beitrag zur sozialen und wirtschaftlichen Umstrukturierung ihrer Länder zum Ausdruck. Die Anstrengungen für eine umfassendere Mitarbeit der Frauen haben zu erfreulichen Ergebnissen geführt. Die Frauen beteiligen sich aktiver an der Gewerkschaftsarbeit und sind besser in der Lage, höhere Ämter in den Gewerkschaftsorganisationen zu übernehmen. Die Schaffung von Frauenausschüssen hat ferner bewirkt, dass Frauenfragen im Rahmen der allgemeinen Gewerkschaftspolitik behandelt werden. 19V sib bpu In Ländern, in denen die FIET mehrere Mitgliedsorganisationen vertritt, hat die Schaffung von gemeinsamen Ausschüssen für die Durchführung von Bildungstätigkeiten die Solidarität unter diesen Gewerkschaften gefestigt, selbst dann, wenn sie verschiedenen nationalen Zentren angehören. Für Gewerkschaften, die nur über äusserst knappe finanzielle Mittel verfügen, ist die Erhöhung der eigenen Beiträge und Budgets für Bildungstätigkeiten ein schwieriger, langwieriger Prozess. So weit dies möglich war, haben die Gewerkschaften versucht, einen Teil ihrer Einnahmen für die Bildungsarbeit abzuzweigen und damit ihrer Eigenständigkeit einen Schritt näher zu kommen. Auf regionaler Ebene wurde dank der Ausbilderlehrgänge und Kurse zu spezifischen Themen ein Team von Lehrkräften ausgebildet, das Tätigkeiten auf nationaler Ebene zur Durchführung bringen kann. Diese Investitionen im Bereich der Ausbildung haben auch zu einem Ausbau der Aktivitäten der Regionalorganisationen selbst und ihres Beitrags zu den weltweiten Tätigkeiten der FIET geführt. AFROFIET, APRO- FIET und IRO- FIET bestimmen die FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 207 Gewerkschaftspolitik in ihren eigenen Regionen in Fragen wie: Menschenrechte und Gewerkschaftsrechte, die soziale Dimension der regionalen Integration, die Schuldenkrise, Privatisierung und Umstrukturierung und die Verteidigung der Sozialversicherungssysteme wesentlich mit. Dieser Beitrag wurde durch die Projekttätigkeiten der FIET massgeblich gefördert. Unser Bericht hat allerdings nicht zum Ziel, alle nationalen und regionalen Aktivitäten im einzelnen zu beschreiben. Projekttätigkeit Partnergewerkschaften Die FIET- Mitgliedsorganisationen in Entwicklungsländern stehen im Mittelpunkt der Bildungsarbeit. Die Gewerkschaften formulieren ihre eigenen Programme in Übereinstimmung mit ihren Bedürfnissen und sind für die Durchführung zuständig. In einigen Ländern war eine direkte Beratung notwendig und die Gewerkschaften wurden bei der Formulierung und Durchführung der Projekte unterstützt. Die gewerkschaftlichen Bildungstätigkeiten nehmen einen wichtigen Platz in der allgemeinen Gewerkschaftsarbeit ein. Eine Gewerkschaft, die auf die Ausbildung ihrer Mitglieder verzichtet, setzt ihre Zukunft aufs Spiel. Die Bildungsprojekte der FIET sind nicht als ständige gewerkschaftliche Einrichtungen gedacht und dienen auch nicht der Finanzierung grundlegender Gewerkschaftstätigkeiten; die damit verbundenen Kosten müssen mit den von der Gewerkschaft selbst erhobenen Mitgliedsbeiträgen bestritten werden. Die von der FIET gewährte Unterstützung ist zeitlich begrenzt. Die Projekte sind dazu bestimmt, die Fähigkeit der Gewerkschaften, die Interessen ihrer Mitglieder aus eigener Kraft wahrzunehmen, zu fördern, was auch angesichts der knapperen Mittel, die Spenderorganisationen zur Verfügung stellen, einer Notwendigkeit entspricht. Im Hinblick auf die Erreichung der Eigenständigkeit muss zum Beispiel von allen teilnehmenden Gewerkschaften verlangt werden, dass sie einen Teil der Bildungskosten aus eigenen Mitteln bestreiten oder bei regionalen Lehrgängen eine Teilnahmegebühr bezahlen. Ausserdem muss den Empfänger- Gewerkschaften nahegelegt werden, ihren finanziellen Verpflichtungen gegenüber der FIET nachzukommen. Partnergewerkschaften haben Bildungsabteilungen oder Ausschüsse geschaffen und Bildungsbeauftragte eingesetzt. Einige Organisationen sehen nun Mittel für Bildungsprogramme in ihrem Haushalt vor. Bei der Berichterstattung und Rechnungslegung wurden Fortschritte erzielt. Die Partnergewerkschaften wissen, dass ein strenges Einhalten der Leitlinien für die Planung und Durchführung von gewerkschaftlichen Bildungstätigkeiten sowie der Berichterstattungs- und Rechnungslegungs- Vorschriften von grosser Bedeutung ist. Dabei handelt es sich um eine Pflicht für die EmpfängerGewerkschaften gegenüber der FIET, die die FIET ihrerseits gegenüber den Spenderorganisationen zu erfüllen hat, was schliesslich auch der Gewerkschaft selbst zugute kommt. Die FIET und ihre Regionalorganisationen Die Projektverwaltung erfolgt durch das FIETSekretariat in enger Zusammenarbeit mit den Regionalbüros. Im Rahmen einer Umstrukturierung im FIET- Sekretariat im Jahre 1992 wurde auch die Bildungs- Abteilung reorganisiert. Eine neue Abteilung, die vom FIET- Exekutivsekretär, Hans J. Schwass, geleitet wird, umfasst nun Bildungs- und Regionaltätigkeiten, wodurch auch die Koordination der verschiedenen Aktivitäten, die die Regionalorganisationen selbst durchführen, erleichtert wird. Eine Projektleiterin, Carin Andersson, und ein Bildungsbeauftragter, Benny Wiklund, der seit November 1992 zum FIET- Mitarbeiterstab gehört, sind für alle Aspekte der Bildungsarbeit zuständig. Der Bildungsberater, Alessandro Fogarin, der vornehmlich in Afrika tätig ist, wird nach dem Weltkongress von diesem Amt zurücktreten. Im September 1994 wurde Gregory Peta zum AFRO- FIET- Programmkoordinator ernannt. Es soll nun auch ein Programmkoordinator für das französischsprachige Afrika eingesetzt werden. Auch die IRO- FIET beschäftigt einen vollamtlichen Bildungssekretär, Luis Malma, und in der APRO- FIET- Region arbeitet das Regionalsekretariat, das im Bereich der Bildungsarbeit eine lange Erfahrung besitzt, mit nationalen Koordinatoren zusammen. Die Beziehungen zu den einzelnen Spenderorganisationen sind mit einem gewaltigen administrativen Aufwand verbunden. Die Spenderorganisationen verwenden unterschiedliche verwaltungstechnische 208 FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 Andern Page für Delegierte der drei FIET- Mitgliedsorganisationen in Pakistan, APFTU, PBEF und PIEF an einem nationalen Lehrgang für Organisierungsbeauftragte, der im Dezember 1994 in Lahore stattfand. Gemeinsame nationale Lehrgänge in Ländern, in denen die FIET mehrere Organisationen vertritt, haben die Solidarität zwischen den Gewerkschaften gestärkt. unterstützt die Verfahren und Abrechnungsperioden, haben unterschiedliche Offenlegungspflichten und schreiben verschiedenartige Kriterien in bezug auf Projektanträge und Projektfortführung vor. Die FIET hält sich streng an die von diesen Organisationen herausgegebenen Leitlinien. Die FIET hat ausserdem ihr eigenes Handbuch für die Durchführung ihrer Bildungsprogramme ausgearbeitet, das von allen Mitgliedsorganisationen, die sich an Projekten beteiligen, benutzt wird. In der Regel unterbreitet eine der FIET angeschlossene Organisation der Internationale ein Projekt, das vom Regionalbüro oder vom Programmkoordinator überprüft wird. Die Projektvorschläge werden auf der jährlichen Tagung der FIET- Regionalsekretäre in Genf erörtert. Die regionalen Vorstände spielen eine wichtige Rolle bei der Formulierung der Bildungsstrategien, und sie stimmen auch den Tätigkeitsprogrammen zu. Die regionalen Büros und die Programmkoordinatoren sind für die praktische Durchführung der Projekte zuständig. Der FIETWeltvorstand wird auf allen seinen Tagungen über diese Aktivitäten informiert. tim Die Projekte umfassen regionale und subregionale Bildungslehrgänge, mehrheitlich aber Projekte, die in Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften auf der nationalen Ebene zur Durchführung gelangen. In Ländern, in denen der FIET mehr als eine Organisation angeschlossen ist, werden grundsätzlich gemeinsame Projekte für alle Mitgliedsorganisationen ausgearbeitet. Im Anschluss daran bereitet die FIET- Bildungsabteilung vollständige Projektvorschläge für jede Spenderorganisation vor und legt diese innerhalb der vorgeschriebenen Fristen und unter Mitwirkung der FIET- Mitgliedsorganisationen im Lande der Spenderorganisation zur Annahme vor. Bevorzugt werden in der Regel mittelfristige Projekte mit einer Laufzeit von 3 bis 4 Jahren. Gegen Ende jedes Projektjahres wird ein Bewertungs- Workshop organisiert, so dass die Tätigkeiten für das darauffolgende Projektjahr dann entsprechend angepasst werden können. FIET- Mitgliedsorganisationen Der Mitwirkung von FIET- Mitgliedsorganisationen in Industrieländern an der EntwicklungszusamFIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 209 menarbeit kommt eine wachsende Bedeutung zu. Die FIET betrachtet diesen Sachverhalt als sehr positiv, denn er zeigt der Gewerkschaft und ihren Mitgliedern die in Entwicklungsländern bestehenden Bedürfnisse auf, schafft direkte solidarische Verbindungen mit den Partnergewerkschaften und erleichtert die Diskussionen mit den Spenderorganisationen. Das Fachwissen dieser Gewerkschaften auf dem Gebiet der gewerkschaftlichen Ausbildung ist sehr wertvoll und kann somit Eingang in die Lehrpläne, Lehrmethoden und Techniken finden und die Durchführung von Bildungstätigkeiten erleichtern. Die Beteiligung an diesen Projekten erfolgt je nach Spenderland in unterschiedlicher Form. Besondere Regelungen werden nachstehend erwähnt. Von verschiedenen Mitgliedsorganisationen wird zudem verlangt, dass sie mit eigenen Mitteln zu den Gesamtkosten der Projekte beitragen. De Spenderorganisationen die Ge Die Spenderorganisationen stellen praktisch die wichtigste Finanzierungsquelle der von der FIET unterstützten Projekte dar. Aufgrund ihres Fachwissens auf dem Gebiet der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit und der guten Kenntnis der Regionen und Länder sind sie bestens in der Lage, Länder sind sie bestens in der Lage, Projektvorschläge zu beurteilen und die Ergebnisse zu bewerten. CLEANCH FINAL PLANNED 1994- PROGRAMME HOME DUR PT TEM BØGET ENG ૧૧) 25 AIR 200.00 1810 ch.225 MIR 4005 12 Res. L.SC ( Ref. 60 di Damit eine Gewerkschaft für ihre gewerkschaftlichen Bildungstätigkeiten in den Genuss der Unterstützung der FIET kommen kann, muss sie bereit sein, in Übereinstimmung mit den Kom einschlägigen Leitlinien der FIET ihr eigenes Bildungsprogramm auszuarbeiten und vorzustellen. Somon Kapwepwe von der NUCIW, Sambia, spricht auf einem Bewertungsseminar, das im Januar 1994 in Siavonga durchgeführt wurde. In den letzten vier Jahren revidierten die meisten Spenderorganisationen ihre Ziele und Einsatzmethoden, zum Teil aufgrund der Einschränkungen der für die Entwicklungshilfe eingesetzten Budgets und zum Teil aufgrund der verstärkten Nachfrage nach Entwicklungshilfegeldern von anderen nichtstaatlichen Organisationen. Dänischer Gewerkschaftsrat für Internationale Entwicklungszusammenarbeit( LO/ FTF), Dänemark In der Berichtszeit wurden zwei neue DreijahresProjekte mit der Unterstützung der LO/ FTF und der dänischen FIET- Mitgliedsorganisationen eingeleitet; eines für drei afrikanische Länder: Ghana, Kenia und Togo, und ein weiteres für drei Länder in Südasien: Bangladesch, Indien, Pakistan. Das Projekt in Togo konnte aufgrund der dortigen politischen und gewerkschaftlichen Lage erst im Januar 1995 aufgenommen werden. Diese Projekte sehen unter anderem die Unterstützung der nationalen und regionalen Projektkoordination und die Bewertung der Workshops mit den dänischen Mitgliedsorganisationen und der FIET sowie finanzielle Mittel für die Bereitstellung von Unterlagen vor. Zwei weitere Projekte für Mitgliedsorganisationen in Burkina Faso und in Guinea wurden 1994 gutgeheissen. siz bou.naige Die LO/ FTF hat die finanzielle Trägerschaft für ein Projekt betreffend multinationale Handelsbetriebe im südlichen Afrika mit einem Projekt- Koordinator von der HK, Dänemark, übernommen. Dieses Projekt wurde mit einer Konferenz im November 1994 in 210 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Kapstadt abgeschlossen. Ferner hat die LO/ FTF ein Projekt mitfinanziert, das den Aufbau von Rechtsabteilungen in der SACCAWU, Südafrika, zum Ziel hatte, das jedoch nach den im Dezember 1993 eingetretenen politischen Veränderungen in Südafrika abgeschlossen wurde. Als Folgetätigkeit zum Projekt für multinationale Unternehmen wurde ein gesamtafrikanisches Projekt für den Handel vorgelegt, das zusammen mit einem Projekt in Lateinamerika, das die Länder Bolivien, Kolumbien, Peru und Paraguay umfasst, noch gutgeheissen werden muss. Dänische Projekt- Ausschüsse mit Vertretern von FIET- Mitgliedsorganisationen in Dänemark tagen regelmässig und treffen auch mit FIET- und LO/ FTFVertretern zusammen, um die Projektzusammenarbeit zu erörtern. Gewerkschafts- Solidaritätszentrum Finnlands ( SASK), Finnland Das SASK unterstützt in Zusammenarbeit mit der finnischen Handelsangestellten- Gewerkschaft LA eines der grössten Projekte im Gesamtprogramm der FIET, das heisst, die Kooperation mit der Commercial Workers' Union of Simbabwe( CWUZ). LA unterstützt die CWUZ auch in der Form von Ausrüstungen. Im März 1993 wurde eine Bewertung dieses Projekts vorgenommen. Es wird fortgeführt, mallerdings in einer leicht abgeänderten Form, wobei man das nationale Projekt auslaufen lässt und durch ein Projekt zwischen Ortsgewerkschaften ersetzt, bei dem Ortsverbände der LA, Finnland, mit Ortsverbänden der CWUZ, Simbabwe, zusammenarbeiten. Friedrich- Ebert- Stiftung( FES), Deutschland Die in Zusammenarbeit mit der FES durchgeführten stProjekte beziehen sich vornehmlich auf regionale Tätigkeiten in Afrika, Asien und Lateinamerika, die auch vom DGB und der HBV finanziell und praktisch unterstützt werden. Diese Aktivitäten haben massgeblich zu der Entwicklung der regionalen Strukturen der FIET und zum Ausbau der Fachgruppenarbeit in den Regionen beigetragen. Die Stiftung hat ferner einen wertvollen Beitrag zu nationalen US Projekten in Thailand, Nepal und Sri Lanka geleistet. ob brungtus briw Ein neuer Projektantrag ist im Herbst 1995 fällig; zuvor wird die FES einen Workshop für alle IBSe organisieren. TH The General Federation of Labour( Histadrut), Israel Der israelische Gewerkschaftsbund Histadrut besitzt sein eigenes Programm für Entwicklungszusammenarbeit. In dem vor kurzem eröffneten internationalen Bildungszentrum, das die früher regional ausgerichteten Institute umfasst, von denen das älteste auf das Jahr 1958 zurückgeht, werden zahlreiche Bildungslehrgänge durchgeführt. Eine grosse Zahl von Mitgliedern von FIET- Gewerkschaften haben an den im neuen Institut organisierten Lehrgängen teilgenommen. Holländische Landeszentrale, FNV, Niederlande Die Projekttätigkeit, die mit der Unterstützung der FNV und in Zusammenarbeit mit Dienstenbond zur Durchführung gelangt, wurde im Lauf der Jahre ständig ausgebaut. Die Projekte umfassen regionale Tätigkeiten in Afrika, wobei vor allem subregionale Ausbilderlehrgänge und Lehrgänge für Frauen im Vordergrund stehen. Dank dieser Ausbilderlehrgänge verfügen die AFRO- FIET- Gewerkschaften in vielen Ländern über gut geschulte Ausbilder, wodurch in vielen Ländern die Grundlage für landesweite Projekte geschaffen wurde. Die Lehrgänge für Frauen haben bei den Gewerkschafterinnen ein stärkeres Bewusstsein und ein besseres Verständnis für Gewerkschaftsfragen geschaffen und folglich ihre aktive Beteiligung an der Gewerkschaftsarbeit erhöht; zudem gibt es heute Frauen, die höhere Gewerkschaftsämter bekleiden. Die Zusammenarbeit mit FNV Dienstenbond umfasst nationale Projekte in Ländern wie Tschad, Elfenbeinküste, Mauritius, Swaziland und Sambia. Dated Die Zusammenarbeit im Rahmen der IBSe wird von der FNV nachhaltig unterstützt. In Anwesenheit der FNV, der IBSe und ihrer Mitgliedsorganisationen in den Niederlanden wurde im Januar 1995 ein Workshop organisiert. Auf dieser Veranstaltung wurde ein neuer Vorschlag für die Zeit zwischen 1995-98 vorgelegt, der ein globales Gleichstellungsprojekt beinhaltet, das weltweite Frauentätigkeiten umfasst. Norwegische Gewerkschaftszentrale LO, Norwegen Die Projektzusammenarbeit der FIET und der LO Norwegen, an der sich auch HK, Norwegen, beteiligt, nahm 1994 mit der Billigung eines DreijahresProjekts in Uganda ihren Anfang. Das LO- Projekt, das in Chile mit der Landeszentrale CUT durchgeführt wird, umfasst auch sektorspezifische Tätigkeiten, unter anderem für den Handel, an denen sich nun alle der FIET angeschlossenen HandelsangeFIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 S211 STOP AUD FIET AFRO- FIET ALDS sigwashes! 11 gelbrun sib b Das Thema: HIV/ AIDS steht nun auf dem Programm aller von der FIET in Afrika organisierten Grundausbildungslehrgänge. Dieser FIET- Informationsstand, der über HIV/ AIDS Auskunft gibt, wurde auf der AFRO- FIET- Regionalkonferenz im Februar 1993 in Niamey gezeigt. stellten- Gewerkschaften beteiligen. Die APRO- FIET wird ein neues Projekt für Handelsangestellte in ASEAN- Ländern vorbereiten, um es anschliessend der LO Norwegen vorzulegen. bat Daelixsw Solidaritätsprojekt FIET- Schweden In der Periode 1992-1993 hat der LO- TCO- Rat für Internationale Gewerkschafts- Zusammenarbeit seine Projekttätigkeit mit internationalen Gewerkschaftsorganisationen einer grundlegenden Prüfung unterzogen. Die wichtigsten Ergebnisse dieser Prüfung lauteten wie folgt: für die Projekte werden nunmehr die schwedischen Mitgliedsorganisationen zuständig sein; diese Gewerkschaften werden ermutigt, bei der Durchführung von Projekten mit ihren IBSen zusammenzuarbeiten. Unter Berücksichtigung dieser Entwicklungen wurde vorgeschlagen, einen Solidaritätsausschuss FIET- Schweden zu bilden, über den die Gesamtprojektkoordination erfolgen soll. Im März 1994 wurden Leitlinien für die Projektzusammenarbeit zwischen der FIET und ihren schwedischen Mitgliedsorganisationen unterzeichnet.m ob ni doge SUWO sib istilasing In der Berichtszeit wurden Bildungsprojekte mit der Unterstützung der LO/ TCO in Costa Rica, Korea, Malaysia, Niger, Peru und Südafrika durchgeführt, sowie ein regionales Frauenprojekt für das französischsprachige Westafrika und den Tschad. is badisvero mob Die Projekte in Korea und Malaysia sowie das regionale Frauenprojekt sind weiterhin im Gange. Neue Anträge wurden für Costa Rica und Südafrika ( in Zusammenarbeit mit der IUL) sowie für Botswana, Guyana und, mit der IUL, für die gemeinsame FIET/ IUL- Mitgliedsorganisation in Namibia bibunterbreitet. Die FSU- S hat ein Projekt für FETRABAN, Paraguay, vorgelegt. Die Genehmigung aller dieser Projekte durch den LO/ TCO- Rat steht noch aus. Gewerkschaften in Südafrika haben ferner vom LO/ TCO- Rat Unterstützung für Rechtshilfe und Schulung in Rechtsfragen erhalten. Die Mittelzuwendung für die Rechtshilfe wird aufgrund der politischen Veränderungen in Südafrika in den nächsten Jahren auslaufen. K212 2001 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 AFL- CIO Institutes for Free Labour Development, USA Die Gewerkschaftsdachorganistion AFL- CIO hat vier Entwicklungsinstitute: das American Institute for Free Labor Development( AIFLD) für die westliche Halbkugel; das Asian- American Free Labor Institute ( AAFL), das African- American Labor Center ( AALC) und das Free Trade Union Institut( FTUI) für Mittel- und Osteuropa. Alle diese Institute führen Gewerkschaftsprogramme mit den amerikanischen FIET- Mitgliedsorganisationen UFCW und SEIU unter dem Motto: Gewerkschaften für Gewerkschaften durch. Das Institut AIFLD gewährte der IRO- FIET und ihren Mitgliedsorganisationen in der Region finanzielle Unterstützung. Im Februar 1995 gelangte im George Meany Center ein Lehrgang für Handelsangestellte aus Lateinamerika zur Durchführung. AAFLI und AALC arbeiteten bei der Durchführung von Tätigkeiten in den Regionen Asien und Afrika zusammen. Internationale Arbeitsorganisation( IAO) Die IAO gewährte dringend benötigte Unterstützung in Form von Reise- Zuschüssen für regionale Seminare sowie für die Teilnahme an Lehrgängen, die vom Internationalen Institut in Tel Aviv und im TUTA- College in Wodonga, Australien, veranstaltet wurden. Die von der IAO im Rahmen der Arbeiterbildung herausgegebenen Veröffentlichungen werden bei der Projektarbeit eingesetzt, und die FIET hat zudem die einschlägigen Erfahrungen der IAOAbteilung für Arbeiterbildung in Anspruch genommen. FIET- Mitgliedsorganisationen Abgesehen von diesen Spenderorganisationen haben verschiedene FIET- Mitgliedsorganisationen die Projektzusammenarbeit mit Partnergewerkschaften in Entwicklungsländern finanziell unterstützt. Der DF- Serviceforbundet, Dänemark unterstützte Infrastruktur- Projekte in Ghana, Uganda und Peru, sowie in Estland. Dem Solidaritätsprogramm in Ghana und Uganda liegt eine Entscheidung des FIETKongresses im Jahre 1987 in Lomé zugrunde. Das Projekt wurde im Dezember 1994 abgeschlossen. Der DFSf beteiligt sich nun an einem bilateralen Projekt in Tansania. Die Bankangestelltengewerkschaft Finnlands( PTL), Finnland hat die finanzielle Trägerschaft für ein regionales Projekt übernommen, das die Krise im Banksektor im französischsprachigen West- Afrika und in Zentralafrika zum Gegenstand hatte. Im Januar 1992 fand ein erstes Seminar statt, und im Dezember des gleichen Jahres wurde ein erster Untersuchungsbericht veröffentlicht. Als Folgetätigkeit zu diesem subregionalen Projekt wurden die Hilfeleistungen 1993 auf die Gewerkschaften im Finanzsektor in Burkina Faso und in Guinea ausgeweitet. Nach der Abwertung des Franc CFA im Januar 1994 erwies sich die Fortführung des Projekts unter Berücksichtigung der Auswirkungen dieser Massnahmen auf den Sektor als unerlässlich, und für 1994-95 wurde ein Folgeprojekt gutgeheissen. Im Dezember 1994 wurde ein erster regionaler Workshop durchgeführt, an dem sich die FEC- FO, Frankreich, beteiligte. Die Gewerkschaft für den Finanzsektor( FSU), früher Schwedische Bankangestellten- Gewerkschaft, ( Sbmf), Schweden, sicherte abgesehen von ihrem Beitrag in den FIET- Regionalfonds Projekten in Bangladesch, Nepal, Thailand, Kolumbien, Burkina Faso, Mali, Simbabwe und Südafrika finanzielle Unterstützung zu. ob ni doiling ons basifi Die Union of Shop, Distributive and Allied Workers, USDAW, Vereinigtes Königreich, hat ihre solidarische Unterstützung, namentlich in Afrika, stark ausgebaut. 1994 hat die USDAW der SACCAWU, Südafrika, während sechs Wochen ihren Beauftragten für Verwaltungsdienste zur Verfügung gestellt, mit dem Ziel, Empfehlungen für die Verbesserung des Finanzund Verwaltungssystems der Gewerkschaft auszuarbeiten. Die United Food& Commercial Workers International Union( UFCW), USA, unterstützt weiterhin Gewerkschaften in den Regionen AFRO- FIET, APRO- FIET und IRO- FIET sowie in Mittel- und Osteuropa durch die zwischen Gewerkschaften verwirklichten Projekte mit den AFL- CIO- Instituten. Die UFCW unterstützt zudem regelmässig den Haushalt des IRO- FIET- Regionalbüros mit jährlichen Beiträgen. Sie wirkte auch an der Durchführung des IRO- FIET- Seminars für Handelsangestellte im Februar 1995 im George Meany- Zentrum mit. Die Service Employees' International Union( SEIU), USA, beteiligte sich aktiv am AIDS- Projekt in Lateinamerika und in der Karibik sowie am AFROFIET- AIDS- Seminar in Accra im Dezember 1992, indem sie Experten und materielle Hilfe zur Verfügung stellte. Ferner unterstützte sie verschiedene Seminare in allen drei Regionen und in MittelFIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 213 und Osteuropa durch die mit den AFL- CIO- Instituten zwischen Gewerkschaften verwirklichten Programme, die auch FIET- Mitgliedsorganisationen zugute kamen. Im Rahmen der Projektzusammenarbeit wurden im Jahre 1994 Gespräche mit folgenden Organisationen durchgeführt oder eingeleitet: Flämische Sektion der SETCa, Belgien( Südafrika); HBV, Deutschland ( Südafrika); FNV Dienstenbond, Niederlande ( Bolivien und Tansania); UNIE, Niederlande( Nepal) und Finansforbundet, Norwegen( Karibik). Es ist an dieser Stelle nicht möglich, alle Mitgliedsorganisationen zu erwähnen, die Beiträge zum Bildungsprogramm der FIET geleistet haben, sei es durch die Entsendung von Experten, die Bereitstellung von Bildungsmaterial und Ausrüstungen, die Organisation von Studienreisen und den Empfang von Studiengruppen oder durch die Gewährung von Unterstützung in anderer Form. Die oben erwähnten Gewerkschaften beteiligen sich unmittelbar an der Projektarbeit, während andere, namentlich in der AFRO- FIET- Region, ihre Solidarität durch zusätzliche Beiträge zugunsten der Regional organisationen bekunden. Der FIET- Regionalfonds In diesem Zusammenhang sei auch auf die Gewerkschaften hingewiesen, die dem FIET- Regionalfonds und dem APRO- FIET- Fonds regelmässig Beiträge zukommen lassen. Diese beiden Fonds ergänzen die finanziellen Mittel, die von Spenderorganisationen für Bildungstätigkeiten zur Verfügung gestellt werden. Die Kriterien für die Verwendung dieser Mittel aus dem Regionalfonds wurden vom Geschäftsführenden Vorstandsausschuss der FIET im Jahre 1986 wie folgt festgelegt: • . Soforthilfe aus humanitären Gründen; Unterstützung von Tätigkeiten der Regionalorganisationen für ordentliche Tagungen und Seminare; Zuschüsse für Reisespesen für Gewerkschafter und Gewerkschafterinnen aus Entwicklungsbisländern, die an FIET- Tagungen teilnehmen. WAQZU TUT Lehrgänge werden oft in mehreren Sprachen durchgeführt. Iftikhar A. Shaikh von der PBEF, Pakistan, spricht über die Rolle und Struktur der FIET auf einem gemeinsamen nationalen Ausbilderlehrgang für Mitgliedsorganisationen in Pakistan, der im Dezember 1994 in Lahore veranstaltet wurde. nublid E UNION EDUCATORS HORE 16-20 DEC. 1994 214 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 FIET APRO- FICT\ Fat APRO- FIE A Bildungsmaterial bereitgestellt, wobal systematisch stützen Projekts von Fraden im frag Die Bewertung erlaubt den Partnern der Entwicklungszusammenarbeit, Erfolge zu beurteilen, Probleme zu ermitteln und die künftigen Tätigkeiten in der Folge entsprechend anzupassen. Vertreter der LO/ FTF, Dänemark, und der FIETGewerkschaft FCGMB in Burkina Faso während einer Bewertungsmission im September 1994. In Anbetracht der bestehenden Bedürfnisse ist eine laufende Unterstützung in Form freiwilliger Beiträge zum FIET- Regionalfonds und zum APRO- FIETFonds auch in Zukunft unerlässlich, um die weltweite aktive Solidarität aufrechtzuerhalten. ib bu nommoneroy un 2280 Internationale Koordination Die Vielfalt der Entwicklungshilfe- Projekte verlangt eine entsprechende Koordinierung zwischen den Spenderorganisationen, dem IBFG, den IBSen und den Partnern in den Entwicklungsländern. Die FIET wirkt mit dem IBFG und anderen IBSen an den Tätigkeiten des Projektausschusses und den regionalen Konferenzen für die Koordinierung der Gewerkschafts- Unterstützungsprogramme mit. Die FIET nahm an Tagungen der Spenderorganisationen teil, auf denen Grundsatzfragen und Projektkoordination zur Sprache kamen. Die regelmässigen Zusammenkünfte der IBFG/ IBS- Arbeitsgruppe für Bildungstätigkeiten erlauben dem IBFG unter anderem, seine Politik in bezug auf die gewerkschaftliche Bildung festzulegen und nachzuführen, und sie stellen auch eine wichtige Gelegenheit dar, ad mit anderen IBSen und mit dem IBFG Informationen über die Verbesserung der Unterlagen und Methoden auszutauschen. Vom 29. Mai bis 3. Juni 1994 veranstaltete der IBFG in Helsingör, Dänemark, seine zweite Weltkonferenz über gewerkschaftliche Bildung. Die FIET nahm an dieser Konferenz teil, auf der in Anwesenheit von Vertretern aus allen Regionen bildungspolitische Grundsätze sowie ein Tätigkeitsprogramm ausgearbeitet wurden. Bewertung Die Bewertung durch die Teilnehmer unmittelbar nach Abschluss von Lehrgängen und Seminaren ist nun zu einem festen Bestandteil aller Bildungstätigkeiten geworden. Die Projekte sehen automatisch eine jährliche Bewertung und Planungs- Workshops vor. Da bestimmte Projekte seit längerer Zeit laufen, sind nunmehr auch Bewertungsmissionen, an denen sich unabhängige Bewerter und Vertreter der Spenderorganisationen beteiligen, notwendig. Die Bewertung ermöglicht allen Partnern, die sich an der EntwickFIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 215 HANGING AFRICA 1993 Die AFRO- FIET- Frauenkoordinatorinnen, Annie Mumba für das englischsprachige Afrika( links) und Fatoumata Binta Berete Sylla für das französischsprachige Afrika( rechts), spielen eine wichtige Rolle in der Bildungsarbeit der FIET in Afrika. In der Berichtszeit wurden zwölf regionale Lehrgänge und eine grosse Zahl von nationalen we Lehrgängen für Frauen organisiert. Die Frauenkoordinatorinnen wirkten auch massgeblich an der Ausarbeitung der beiden Ausbildungshandbücher" Filling the Gap" und" La Femme à Mille Bras" mit, die in Englisch, bzw. in Französisch herausgegeben wurden. lungszusammenarbeit beteiligen, den Erfolg der durchgeführten Programme zu beurteilen und Probleme zu ermitteln, so dass künftige Programme entsprechend angepasst werden können. Im Jahre 1993 hat ein Sachverständiger der LO Norwegen mit der LA Finnland und FIET- Mitarbeitern eine Bewertung des mit finnischer Trägerschaft in Simbabwe durchgeführten Projekts vorgenommen. Die Zusammenarbeit mit FNV hat 1986 begonnen, und im Verlauf des Jahres 1994 wurde unter Mitwirkung der FIET und des IBFG eine Bewertung der Projekte in Swaziland, Sambia und der Elfenbeinküste eingeleitet. Vertreter von zwei dänischen Projekt- Ausschüssen haben mit der FIET die Durchführung von Projekten in Afrika und Asien überwacht und im Verlauf von 1994 Ghana, Burkina Faso, Indien und Bangladesch besucht. Bildungsprojekte in Südafrika wurden 1994 von einem Vertreter der LO Schweden unter Mitwirkung der Gewerkschaft Handels und der FIET geprüft. Die Bewertung zeigte in der Regel positive Resultate, und die Spenderorganisationen sind bereit, die Projektzusammenarbeit fortzuführen. Die notwendigen Anpassungen werden nun vorgenommen und die Schwachpunkte im Bereich der Methodik und der Verwaltung sollen behoben werden. Eine stärkere Beteiligung von FIET- Mitgliedsorganisationen in den Spenderländern trägt zu der Verstärkung der Solidarität bei. Das durch eine solche Zusammenarbeit geweckte Interesse wird auch zu einer Erhöhung der Zahl der Missionen führen, die Delegationen von FIET- Mitgliedsorganisationen aus Industriestaaten in den betreffenden Entwicklungsländern durchführen. Regionale und nationale Bildungstätigkeiten 1991- 1994 Regionale Bildungstätigkeiten werden in der Regel zur Förderung der Wirksamkeit nationaler Bildungs216 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 programme der Mitgliedsorganisationen veranstaltet. Dabei handelt es sich um verschiedenartige Aktivitäten. In bestimmten Fällen werden regionale Bildungstätigkeiten mit Fachgruppen- Seminaren oder Aktivitäten für die zwischenberuflichen Gruppen, zum Beispiel für Frauen, Jugendliche oder Fach- und Führungskräfte, kombiniert. Die Ausbildung von Ausbildern und Organisatoren ist Teil der traditionelleren Bildungsarbeit, die in der Berichtszeit zur Durchführung gelangte. Ferner wurden Fachseminare und Workshops zu folgenden Themen veranstaltet: HIV/ AIDS, Gewerkschaftsverwaltung und Organisation; Förderung der Kommunikation; Forschungstätigkeiten; Tarifverhandlungen und Frauen in den Gewerkschaften. Es wurden ferner kombinierte Projekte verwirklicht, die Entwicklungen in folgenden FIET- Sektoren zum Gegenstand hatten: Banken, Versicherungen, Handel, Sozialversicherung und Gesundheitsdienste. Im Zusammenhang mit der Bildungsarbeit wurde in den vergangenen vier Jahren auch ein umfangreiches Bildungsmaterial bereitgestellt, wobei systematisch Gewerkschaftsvertreter, die diese Unterlagen dann verwenden, in die Ausarbeitung einbezogen wurden. Bei einer Prüfung der nachstehenden Tabelle, die eine Aufgliederung zwischen Männern und Frauen enthält, muss folgendes berücksichtigt werden: Da die Frauen in den Bildungstätigkeiten im allgemeinen ungenügend vertreten sind, werden spezifische Tätigkeiten für Frauen organisiert. Aus den statistischen Angaben ist nicht ersichtlich, dass die Lehrgänge für Frauen auch Themen wie Tarifpolitik sowie Verhandlungsfragen und sektorspezifische Anliegen berücksichtigen. AFRO- FIET Regionale Tätigkeiten HIV/ AIDS 1 10 14 1252 Banken 2 42 Handel Multinationale Unternehmen( Handel) Insgesamt Unterlagen 1 24 14 4 24 24 46 46 10 34 3 37 18 55 25 204 296 500 Filling the Gap( Die Kluft überbrücken)- ein Handbuch, das die Frauen zur Mitwirkung in den Gewerkschaften anregen soll( in Englisch, 1994/95) und im Rahmen eines von FNV, Niederlande unterstützten Projekts von einer Gruppe von Frauen im südlichen Afrika unter Mitwirkung des FIETSekretariats ausgearbeitet wurde. La Femme à Mille Bras( Die Frau mit tausend Armen) Studienkreis- Material für Frauen( in Französisch, 1994), das im Rahmen eines von LO/ TCO unterstützten Projekts von Frauen im französischsprachigen Westafrika zusammen mit der AFROFIET- Frauenkoordinatorin für dieses Gebiet und einem schwedischen Projektberater ausgearbeitet wurde.shop Nationale Programme adaildise Die Gesamtzahl der von der FIET unterstützten Lehrgänge und Seminare in der AFRO- FIET- Region, die von den Gewerkschaften selbst durchgeführt wurden, blieb in der Berichtszeit praktisch unverändert. In bezug auf die Mitwirkung von Frauen zeichnete sich allgemein ein sehr positiver Trend ab. Gegen Ende der Berichtszeit haben sich auch neue Länder an den Projekten beteiligt, woraus sich der verhältnismässig starke Zuwachs zwischen 1993 und 1994 erklärt. Die nachfolgende Tabelle gibt Aufschluss über die Zahl der Länder, Tätigkeiten und Mitglieder. Zielgruppe/ Thema Anzahl Tätigkeiten Teilnehmerzahl M F Insgesamt Länder Aktivitäten Teilnehmer M F Insgesamt Ausbilder 4 60 33 93 93 1991¹) 11 71 71 Frauen 12 206 206 1992 9 78 1,230 420 1,650 Tarifverhandlungen 1 17 5 222 1993 10 72 1,185 442 1,627 Verwaltung & Organisation 1 14 6 20 20 1994 13 114 1,453 664 2,117 1) Statistiken über Teilnehmerzahlen sind nicht verfügbar. FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 217 APRO- FIET Regionale Tätigkeiten Zielgruppe/ Anzahl Tätigkeiten Teilnehmerzahl Thema M F Insgesamt Ausbilder 2 37 10 Organisatoren 4 73 17 77 Jugend 4 77 30 Frauen 2 56 30 56 47 47 90 96 107 56 56 Lehrgänge und Seminare in der APRO- FIET- Region, die von den Gewerkschaften selbst durchgeführt wurden, hat sich in der Berichtszeit erhöht. Zahlreiche Bildungstätigkeiten wurden auch mit zusätzlichen Mitteln aus dem APRO- FIET- Regionalfonds finanziert. Diese Aktivitäten sind in den nachfolgenden Zahlen nur teilweise enthalten. In bezug auf die Mitwirkung von Frauen zeichnete sich im vergangenen Jahr ein sehr positiver Trend ab. Die nachfolgende Tabelle gibt Aufschluss über die Zahl der Länder, Tätigkeiten und Mitglieder. Fach- und Führungskräfte 1 23 1 24 24 Länder Aktivitäten M Teilnehmerzahl F Insgesamt Forschungstätigkeit 2 39 39 4 443 1991¹) 7 31 43 1992 9 49 885 325 1,210 Insgesamt 15 249 118 367 1993 8 57 1,281 295 1,576 Nationale Programme 1994 7 65 65 1,081 505 1,586 Die Gesamtzahl der von der FIET unterstützten 1) Statistiken über Teilnehmerzahlen sind nicht verfügbar. S aublia bee Teilnehmerinnen an einem nationalen Ausbildungslehrgang für Gewerkschafterinnen, der im Juli 1994 von der FIETGewerkschaft BKF in Bangladesch durchgeführt wurde. Abgesehen von der Organisation regionaler Lehrgänge für weibliche Führungskräfte hat die APRO- FIET die Mitgliedsorganisationen auch bei der Durchführung zahlreicher Frauenlehrgänge auf nationaler Ebene unterstützt. SCI brow g thed asbneglo aaum.fledms 218 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 ALMUERZO HACRA BA 941 C INAUGURION DEL SEMINARIO IRO- FIET " MUJER SINDI CALZA 14/9/92 DE LA DECADA DEL 90" sddagensg abne bru DRAI Teilnehmerinnen an einem IRO- FIET- Seminar über Gewerkschafterinnen und die Herausforderungen der 90er Jahre, das im September 1992 in Argentinien veranstaltet wurde. Die IRO- FIET- Frauenkoordinatorin Eva Calderon ( stehend, zweite von links), leistete einen aktiven Beitrag zu den IRO- FIET- Frauentätigkeiten; sie hat dieses Amt Mitte 1994 niedergelegt. og mogil IRO- FIET Regionale Tätigkeiten in Barcelona minu: AZU IQR1 Hut in commozal Teilnehmerzahl basbi nogogo Zielgruppe/ Anzahl Tätigkeiten Thema M F Insgesamt Jugend 1 35 15 1 60 Frauen Banken/ 60 050 60 60 der Nationale Programme bom AMIRA Die Gesamtzahl der von der FIET unterstützten Lehrgänge und Seminare in der IRO- FIET- Region, die von den Gewerkschaften selbst durchgeführt wurden, ist in der Berichtszeit aufgrund der Mittelknappheit leicht zurückgegangen. Auch in dieser Region zeichnete sich in bezug auf die Mitwirkung von Frauen ein positiver Trend ab. Die nachfolgende Tabelle gibt Aufschluss über die Zahl der Länder, Tätigkeiten und Mitglieder. Versicherungen Handel Sozialversicherung/ Gesundheitsdienste HIV/ AIDS Verwaltung & Finanzen Personal in Wartungs- und Sicherheitsdiensten Insgesamt 197 68 265 25 25 Länder Aktivitäten Teilnehmer M F. Insgesamt 2 56 4 139 targi 56 30 98 86 1991¹) 7 45 1801 ni 10520 82 32 118 200 1992 12 nu 50 A as fun 1,263 1993 8 33 472 466 938 22 30 30 D2 1994 10 39 39 662 603 1,265 1 17 3 20 20 15 434 302 HOW 736 1) Statistiken über Teilnehmerzahlen sind nicht verfügbar. FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 219 Kapitel 10 Solidarität: Verteidigung der Menschen- und Gewerkschaftsrechte Ein wichtiger Aspekt der Tätigkeiten der FIET ist die Unterstützung einzelner Mitgliedsorganisationen, die Problemen mit Arbeitgebern oder mit Regierungen gegenüberstehen. Diese Schwierigkeiten reichen von Arbeitskonflikten und der Verweigerung der Anerkennung von Gewerkschaften bis zur völligen Missachtung von Gewerkschaftsrechten und zur direkten Verfolgung von Gewerkschaftsführern. Die FIET erhält ständig Gesuche aus allen Teilen der Welt, in denen sie zu Solidaritätsaktionen zugunsten von Mitgliedsorganisationen aufgerufen wird. Die wichtigsten Fälle, in denen die FIET in der Berichtszeit um Unterstützung gebeten wurde und entsprechende Massnahmen ergriffen hat, werden nachstehend aufgeführt. Ferner hat die FIET weiterhin zusammen mit dem IBFG und anderen IBSen sowie mit wichtigen nationalen Gewerkschaftszentralen an den Tätigkeiten des Ausschusses für die Verteidigung von Menschenrechten und Gewerkschaftsrechten mitgewirkt und sich aktiv an Kampagnen und regionalen Konferenzen beteiligt. Mai 1991 Argentinien: Konflikt zwischen ASIMRA und Acindar SA aufgrund von Massenentlassungen und Verletzungen der Arbeitnehmerrechte. Bangladesch: Beitrag zum Hilfsfonds für die Opfer des Wirbelsturms, der am 29.4. grosse Schäden im Land verursachte. Costa Rica: Beitrag zum Hilfsfonds für die Opfer des Erdbebens vom 22. April. Frankreich: Gewerkschaftskampagne zum Schutz der Arbeitsbedingungen und der Tarifverhandlungsrechte im Versicherungssektor. Neuseeland: Solidaritätskampagne gegen Arbeitsvertrags- Gesetz, das am 15. Mai 1991 in Kraft trat. Türkei: Kampagne für Organisierungsrechte im öffentlichen Bankensektor und für das Streikrecht im privaten Bankensektor. Ein anschliessender Beschluss der IAO ruft zur Achtung dieser Rechte auf. Sambia: Protest gegen die Verkündung des Gesetzes über Arbeitsbeziehungen aus dem Jahre 1990. Juni 1991 Österreich: GPA- Kampagne gegen die Verlängerung der Ladenöffnungszeiten. Guatemala: Konflikt zwischen FESEBS und Banco del Ejército aufgrund der Weigerung der Bank, ihren Angestellten das Recht auf Organisierung und Tarifverhandlungen zuzugestehen. Die FIET schloss sich einer Klage bei der IAO an. Korea: Protest gegen die Inhaftierung des Präsidenten der FCFWU, Jae- ho Choi, und des amtierenden Generalsekretärs der CHONNOHYOP, J.E. Hyun, wegen angeblicher Verletzungen des Gesetzes betref❘fend Kommunalwahlen. fend Kommunalwahlen. Sis Demulsatis Niger: SYNATREN, Streik für Demokratie. Südafrika: Kampagne für die Freilassung des ehemaligen gewerkschaftlichen Vertrauensmanns der CCAWUSA, Mzazile William Ntombela. Sri Lanka: Kampagne gegen die Privatisierung von zwei führenden Banken. THE USA: Konflikt mit drei Hotels in San Francisco wegen Gewerkschafts- Anerkennung. Juli 1991 Lesotho: Streik der LUBE gegen Standard Chartered und Barclays Bank wegen Verhandlungs- Stillstand, Entlassungen und Festhaltung von Gewerkschaftsführern. Sri Lanka: Protest gegen Nachforschungen der Polizei bei Gewerkschaftsfunktionären der CBEU. BCCI: FIET- Rundschreiben im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch der BCCI( Bank of Credit and Commerce International). August 1991 Korea: Protest gegen die Inhaftierung von Jae- ho Choi, Präsident der FCFWU, und von anderen Gewerkschaftern. Sowjetunion: Protest gegen den Putsch der vormaligen kommunistischen Machthaber. Verabschiedung einer Entschliessung durch den FIETWeltkongress. Thailand: Kampagne gegen gewerkschaftsfeindliche 220 FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 consEl gerbeing a rebord noriai ladybu Massnahmen der Regierung und Protest gegen das Verschwinden des Präsidenten des LCT( Labour Congress of Thailand), Thanong Pho- arn. USA: SEIU- Kampagne zur Unterstützung des Gebäudewartungspersonals bei Apple Computer. Protestmarsch anlässlich des FIET- Weltkongresses. Die für Apple tätige Reinigungsfirma, Shine Building Maintenance, unterzeichnete am 27. Februar 1992 ein Anerkennungs- Abkommen mit der SEIU. USA: UFCW- Kampagne zwecks GewerkschaftsAnerkennung durch Bank of America. Kundgebung anlässlich des 22. FIET- Weltkongresses. September 1991 Argentinien: FAECYS- Kampagne gegen den angedrohten Verlust von 15'000 Arbeitsplätzen bei der Kredit- und Verbraucher- Genossenschaft El Hogar Obrero. Brasilien: CONTEC- Streiks im privaten und öffentlichen Banksektor wegen Verhandlungs- Stillstand mit der Bankarbeitgeber- Organisation. HasbParaguay: Verbüssung einer Haftstrafe durch Victor Baéz Mosqueira, Präsident der Gewerkschaftszentrale CUT. Peru: Konflikte der SEMSAGA und SINTRACOR im Zusammenhang mit gewerkschaftlicher Anerkennung und mit Entlassungen. Südafrika: SACCAWU- Streikaktion gegen Edgars und Pop- Ackermans zur Erlangung von Lohnerhöhungen, Anerkennung der Landesfeiertage und einer Vereinbarung betreffend Elternrechte. O Spanien: Konflikt zwischen FETHT und dem Kasino in Barcelona. Oktober 1991 95129101 ls 192 Bangladesch: Protest gegen gewerkschaftsfeindliche Strategien der Geschäftsleitung der Grameen Bank. Haiti: Verurteilung des Militärputsches. Neuseeland: Kampagne der SWFA gegen die gewerkschaftsfeindliche Politik der Regierung.h Portugal: Konflikt der STSSRA mit der Versicherungsgesellschaft Eagle Star wegen Entlassung von Gewerkschaftsmitgliedern. bng nagangaibod Südafrika: Aufruf zum Generalstreik gegen die Mehrwertsteuer. Südafrika: Protest gegen die Verurteilung von COSATU- Funktionären- Jay Naidoo, Sydney Mafumadi, Moses Mayekiso und Baba Schalk- wegen Entführung und tätlichem Angriff. Türkei: Konflikt der BASISEN mit Yapi Kredi Bankasi wegen Entlassung von 400 Gewerkschaftsmitgliedern Uganda: Erfolgreiche Beilegung des Konfliktes abbas aldeas zwischen NUCCTE und der Uganda Commercial Bank. on 02 USA: SEIU- Kampagne für Gerechtigkeit für Gebäudewartungspersonal bei Apple Computer. November 1991 Argentinien: Konflikt der FAECYS wegen Aufhebung des CASFEC, eines gemeinsam von Gewerkschaften und Arbeitgebern verwalteten Unterstützungsfonds für Handelsangestellte, AA Chile: Konflikt der CSTEBA mit Banco de Chile wegen Entlassungen. Plan an Fidschi: Protest gegen einseitig vorgenommene Änderungen der Arbeitsgesetze, die das Vereinigungsrecht und das Recht auf Arbeitskampfmassnahmen massgeblich einschränken. Irland: MSF- Kampagne zum Schutz von Arbeitsplätzen bei der Versicherungsgesellschaft Zürich. Korea: Protest gegen die Festnahme von Tae- won Kwak, Generalsekretär der KFCFWU. Korea: Kampagne der FKTU gegen Anstrengungen der Regierung, eine gewerkschaftsfeindliche Arbeitsgesetzgebung einzuführen.tal Neuseeland und Australien: Fortführung der Kampagne gegen die Zerstörung der Gewerkschaftsbewegung durch die Regierung. Philippinen: Streik der NUBE gegen die' Bank of the Philippine Islands' wegen des Zusammenbruchs der Tarifverhandlungen. Inoore Portugal: Konflikt der STSSRA mit der Versicherungsgesellschaft Commercial Union wegen Entlassung von Personal. Portugal: Konflikt der STSN wegen Entlassungen bei der Versicherungsgesellschaft Phoenix im Zuge der Übernahme durch die Sun Alliance- Gruppe. Dezember 1991 QA Chile: Kampagne der CSTEBA zwecks Erhaltung der Arbeitsplätze in der Bank of Chile. Chile: Streik der CSTEBA gegen Financiera Condell wegen Verhandlungsstillstand. Vereinigtes Königreich: Protest gegen die Unfähigkeit der Regierung, die Einhaltung des Gesetzes über Geschäftsöffnungszeiten zu gewährleisten. Bm- 23001bgedisys 195 Januar 1991 Frankreich: Konflikt der CFDT mit Metro Bobigny wegen gewerkschaftsfeindlicher Massnahmen. Deutschland: Lohnverhandlungen der HBV/ DAG im Bankensektor. Griechenland: Konflikt der OIYE mit den griechischen Raffinerien von Aspropirgos wegen verweigerFIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 221 ter Gehaltsauszahlung an den Generalsekretär der Gewerkschaft. ang ib bow STOOM Undows Malaysia: Konflikt der AMESU mit United Plantations Berhad wegen Aussperrung von Angestellten im Anschluss an einen Streik. Uruguay: Konflikt der ABEU mit einer Zweigstelle ( Salto) der Lloyds Bank in Montevideo. 0 -BuA A nogaw 2Y3A 1b liftnox: nsi iftnox nsinitagA Februar 1992 aniomag zonis O asb gud Deutschland: HBV/ DAG- Streik im Bankensektor. Am 4. April konnte eine Regelung erreicht werden. Guinea: Streik der FESBAG gegen vier führende Banken im Anschluss an einen VerhandlungsStillstand betreffend Gehälter, Lohngruppenverfahren und Gleichstellung von örtlichem und im Ausland tätigem Personal. Der Konflikt wurde erfolgreich beigelegt. Kenia: Konflikt der KUCFAW mit' Kenya Duty Free Complex' im Zusammenhang mit Gewerkschaftsanerkennung und der Entlassung von 420 Angestellten. 190 Namibia: Protestkundgebung der NUNW gegen den neuen Entwurf des Arbeits- Gesetzbuches. dab Venezuela: Verurteilung des Putschversuchs vom 4. Februar. März 1992 ten sub gu El Salvador: An den Präsidenten gerichteter Protest wegen Ermordung eines Gewerkschaftsführers und andauernder Aktivitäten von Todesschwadronen.b Griechenland: Streik der OTOE als Protest gegen den Regierungserlass, der die Lohnentwicklung im öffentlichen Sektor stoppt. good Niger: Solidarität mit im Generalstreik befindlichen Gewerkschaften im Zuge einer Meuterei von Soldaten. Do Pakistan: Anlässlich der Tagung im März 1992 nahm der Verwaltungsrat der IAO einen Bericht des Ausschusses über Vereinigungsfreiheit an, der sich auf eine Beschwerde der FIET stützt. Die Regierung Pakistans wird nachdrücklich dazu aufgerufen, die Verordnung über Arbeitgeber-/ ArbeitnehmerBeziegungen aus dem Jahr 1969 abzuändern, um eine Schwächung der Möglichkeiten der gewerkschaftlichen Organisierung zu verhindern. Panama: An die Regierung gerichteter Protest wegen Einschränkungen der Tarifverhandlungs- und Gewerkschaftsrechte. Peru: Protest gegen Regierungsbeschluss, das Sozialversicherungssystem zu privatisieren. April 1992 lbs otisans.mi Belgien: Arbeitsstreitigkeiten der SETCa mit der CCBanque, der belgischen Tochter der spanischen Banco Santander, über Massenentlassungen. mens M Bulgarien: Arbeitsstreitigkeiten der FCSTPODKREPA mit der bulgarischen Tochter der deutschen Gesellschaft Asko- Denitza. Frankreich: Arbeitsstreitigkeiten mit der Pariser Gewerkschaft der Presse über die Vertretung durch die Gewerkschaften. auginis sgh siggAsia Bundesrepublik Deutschland: Arbeitskonflikt im deutschen Banksektor betreffend Lohnerhöhungen und Arbeitsplatzeinstufungen. Bundesrepublik Deutschland: Arbeitskonflikt im Sektor der öffentlichen Dienste betreffend Kollektivverhandlungen. Irland: Landesweiter Streik der IBOA gegen die ganztägige Öffnung der Banken. Korea: Klage bei der IAO wegen der Verletzung des Rechtes auf Vereinigungsfreiheit.isitionsb Malawi: Verhaftung von Chakufwa Chihana, Generalsekretär des Southern African Trade Union Coordination Council( SATUCC), und von Mitarbeitern des Büros dieser Organisation in Lilongwe durch die Sicherheitsdienste Malawis. 2003. go Niederlande: Arbeitskampf der Gewerkschaft Dienstenbond FNV für eine Erhöhung der Löhne im Supermarkt- Sektor. Paraguay: Arbeitsstreitigkeiten der FETRABAN mit der Lloyds Bank betreffend die Anerkennung, die Erfüllung des Kollektivvertrags und die Betriebsordnung sowie die Schikanen gegen Gewerkschaftsmitglieder. Entlassung des Gewerkschafters Oscar Ozuna, Chef des Schalterpersonals. dic Peru: Protest gegen die Verhängung des Ausnahmezustands in Peru und gegen die Verhaftung zahlreicher oppositioneller Politiker und Gewerkschafter. Spanien: Streik als Protest gegen die schlechten Arbeitsbedingungen vieler Arbeitnehmer im Sektor Touristik. batuqitiliM gab gnulishing beng Mai 1992 ATW Argentinien: Arbeitskonflikt der AB mit der Banco de la Nación Argentina, einer staatseigenen Geschäftsbank, bezüglich der Löhne und Arbeitsbedingungen und der Verfolgung der Gewerkschaftsvertreter.alenons mux tutoAtobu? Bolivien: Arbeitskonflikt der CONSTBRA mit der Banco del Estado wegen Massenentlassungen. Kolumbien: Arbeitskampf der SINTRABANCOM wegen der Verletzung der gesetzlichen Bestimmungen und der Rechte der Arbeitnehmer bei der Übernahme der Banco del Comercio durch die Banco Bogota. Griechenland: Arbeitskonflikt mit der ASTIR S.A. 222 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 TETX Entlassung von Kiriakos Stavrakis, einem aktiven Mitglied der FIET- Gewerkschaft OASE.aigis Kenia: Kampagne der KUDHEIHA gegen die Abschaffung der Darlehen für Bildungseinrichtungen durch die Regierung. sa bmi smolog Korea: Protest gegen die Verhaftung von Kwak Tae Won, Generalsekretär der FIET- Mitgliedsorganisation KFCFWU, wegen der Einleitung einer Streikaktion, nachdem die Verhandlungen mit der Hyundai Machine and Fire Insurance Co. in eine Sackgasse geraten waren. bagay Korea: Protest aufgrund eines Haftbefehls gegen Yang Gun- mo, Präsidentin der FIET- Mitgliedsorganisation KFHWU nach ihrer Vorlesung in der Seoul National University Trade Union. Peru: Forderung nach der Wiederherstellung der demokratischen Rechte in Peru und Protest gegen die Verfolgung der Gewerkschafter. Sierra Leone: Protest gegen den Militärputsch und die Belästigung von Kandeh Yilla, Generalsekretär des AFRO- Regionalbüros des IBFG. Thailand: Protest gegen die Angriffe des Militärs auf thailändische Demonstranten, die für die Wiederherstellung der Demokratie auf die Strasse gingen. Forderung nach der Freilassung aller Inhaftierten und der Wiederherstellung demokratischer Verhältnisse. Uganda: Arbeitsstreitigkeiten der NUCCPTE mit der Co- operative Bank wegen Kollektivverhandlungen sowie mit dem Coffee Marketing Board im Zusammenhang mit der Verletzung des Kollektivvertrags und mit Massenentlassungen. Juni 1992 Sans 059 Spanien: Arbeitskonflikt der FEBASO- UGT mit Gavial Alexander( Alexander& Alexander Europe) betreffend die Entlassung von Elvira Lamarca Zafrilla, einem Mitglied der Gewerkschaft. Türkei: Arbeitskonflikt der Gewerkschaft BASISEN mit der Inan Insurance Company aufgrund erzwungener Austritte aus der Gewerkschaft. Juli 1992 TU sib 05999 Bulgarien: Arbeitskampf der CL- PODKREPA mit dem Ziel, die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Protest gegen die Verschlechterung der Arbeitsbeziehungen. Tschad: Streik der Landeszentrale UST, zu der auch das FIET- Mitglied FESCIT gehört, als Protest gegen den Beschluss der Regierung, die Einkommenssteuer zu erhöhen. 002 nov 195 Kolumbien: Protest gegen den Mord an Emilio Vasquez Vallecillas, Vizepräsident der CTC, Kolumbien. El Salvador: Protest gegen die Ermordung der Gewerkschaftsführer Salvador Ivan Ramirez und Miguel Angel Alveranga. Honduras: Protest gegen die Ermordung des Gewerkschaftsführers Rigoberto Borja Blanco. Malawi: Protest gegen die erneute Festnahme des Generalsekretärs der SATUCC, Chakufwa Chihana. Marokko: Forderung nach der Freilassung inhaftierter Gewerkschafter und nach der Einstellung der Schikanen gegen UMT- Mitglieder. Swaziland: Protest gegen das Eingreifen der Regierung in den Streik der SUFIAW gegen den National Provident Fund; der Streik musste aufgrund einer einstweiligen Verfügung abgebrochen werden. Thailand: Arbeitsstreitigkeit mit der Banque Indosuez. Sambia: Arbeitskonflikt der ZUFIAW mit der Zambian Bankers' Association betreffend die Entlassung von 500 Arbeitnehmern, einschliesslich führender Gewerkschaftsfunktionäre, und die einseitige Aufhebung der Anerkennungsvereinbarung. adthay UTA 20 August 1992 Griechenland: Kampagne der OIYE gegen die Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten auf den Samstagabend und den Sonntagmorgen. Korea: Protest gegen die Verhinderung der Teilnahme von Yang Gun- Mo, Präsidentin der KFHWU, an einer IAO- Tagung, durch einen Haftbefehl. Peru: Protest gegen die Ermordung des peruanischen Gewerkschaftsführers Pedro Orellana und gegen die versuchte Entführung von Juan Luna, Generalsekretär der CTP, einer Mitgliedsorganisation der CGTP. Südafrika: Generalstreik und Massenaktion des COSATU/ ANC zur Verstärkung seiner Forderung nach der Einsetzung einer Übergangsregierung und nach demokratischen Wahlen, nach entscheidenden Schritten zur Abschaffung der Gewalt, der Beendigung der einseitigen Umstrukturierung der Wirtschaft und der Korruption innerhalb der Regierung und nach der Abschaffung der vom Staat finanzierten Todesschwadrone. Türkei: Arbeitskonflikt der BASS mit Osmanli Bankasi A.S. wegen der Entlassung von 20 Gewerkschaftsmitgliedern. Türkei: Arbeitskonflikt der BASISEN mit der Sekerbank wegen deren Weigerung, über einen neuen Tarifvertrag zu verhandeln. September 1992 Argentinien: Arbeitsstreitigkeiten mit der Banco Central wegen dem Einfrieren der Löhne, der einseitigen Streichung der Sozialleistungen, der NichtFIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 223 einhaltung des Kollektivvertrags und der Weigerung des Arbeitgebers, über einen neuen Kollektivvertrag zu verhandeln, sowie wegen der Verfolgung von Gewerkschaftsvertretern. OH Griechenland: Kampagne der OTOE gegen die Abänderung des Gesetzesentwurfs über" die Regelung von Fragen betreffend die Organisation der öffentlichen Verwaltung und deren Personal", der hauptsächlich die Banken betrifft. den bag 19 Montserrat: Arbeitskampf der MAWU mit der Royal Bank of Canada wegen des Eingriffs des Arbeitgebers in den Versuch der Bankangestellten, sich gewerkschaftlich zu organisieren.b Pakistan: Protest gegen die Inhaftierung von Abdul Aziz Memon, Präsident der United Bank Labour Union. Peru: Bei dem Präsidenten des Landes wurde Protest gegen die wiederholte Verfolgung von Gewerkschaftsführern eingelegt. mdom Südafrika: Protest gegen das Massaker, das in der Ciskei an friedlichen Teilnehmern einer Demonstration des ANC/ COSATU verübt wurde; 28 Menschen wurden getötet und über 200 verletzt. Forderung nach der Absetzung des Führers der Militärjunta, Brigadier Gqozo, und der Entlassung und strafrechtlichen Verfolgung der Offiziere, die an dem Massaker beteiligt waren.bh sib nag Swaziland: Arbeitskonflikt der SUFIAW mit den Arbeitgebern wegen der Verweigerung der bezahlten Freistellung der Gewerkschaftsvertreter und Vertrauensleute zur Teilnahme an Schlichtungsverhandlungen und Treffen mit den Behörden zwecks Beilegung einer Arbeitsstreitigkeit mit dem Swaziland National Provident Fund und der Swaziland Building Society. UTA 200 Türkei: Arbeitskonflikt der BASISEN mit der Yapi Kredi Bank anlässlich der Entlassung von 435 Arbeitnehmern. tamu nagiisanto ob mug Oktober 1992 sai nogumo tsb bau El Salvador: Internationale Gewerkschaftskampagne gegen die Verletzung der Menschenrechte und der Gewerkschaftsrechte in diesem Land; Protest gegen die gewalttätige Verfolgung der Gewerkschaftsführer und gegen die Unfähigkeit der Regierung, das Leben ihrer Bürger zu schützen. Neuseeland: Die SWU bekämpft gewerkschaftsfeindliche Gesetze, die von der konservativen Regierung eingeführt worden waren. Spanien: Arbeitskonflikt der FETC- UGT mit der Thomson Espanola SA wegen der Entlassung von Jose Luis Casero Martinez, einem aktiven Gewerkschaftsmitglied.maissiso2ab gaudois? naghise November 1992 V12 20shinov gitura Belgien: Arbeitskonflikt der SETCa mit der CCBanque Belgique, einer Tochtergesellschaft der Banco Santander, in bezug auf Arbeitsbeziehungsprobleme und gegen Gewerkschaftsvertreter gerichtete Massnahmen. Korea: Arbeitsstreitigkeiten, einschliesslich eines Streiks mit der Citibank in Seoul, betreffend Kollektivverhandlungen und Verletzungen der Gewerkschaftsrechte.nsan si bos boo H Malawi: Protest gegen die Verurteilung des Gewerkschaftsführers Chakufwa Chihana. Norwegen: Arbeitskampf der NBF gegen die Kostensenkung, die von der norwegischen Regierungsbehörde Statens Banksikringsfond ohne vorherige Konsultation der Sozialpartner vorgeschlagen wurde und die Arbeitsplätze von 2'000 Bankangestellten gefährdet. sb ganglohe sib Pakistan: Arbeitskonflikt der PIEF mit der Commercial Union Assurance Co. wegen der Personalpolitik der Gesellschaft, die direkt auf die Untergrabung der Rechte der Arbeitnehmer und der Stellung der Gewerkschaften ausgerichtet ist.msdbeibnelied Uganda: Arbeitsstreitigkeiten der NUCCTE mit der Ugandan Bankers' Association betreffend Verhandlungen über einen neuen Kollektivvertrag sowie über die Senkung der Reallöhne und gewerkschaftsbrechende Praktiken. 59ow Vereinigte Staaten: Streik bei Diamond Walnuts in Kalifornien, durchgeführt von der International Brotherhood of Teamsters, betreffend die Sicherheit der Arbeitsplätze und die medizinische Betreuung. Venezuela: Protest gegen den versuchten Staatsstreich. ZA A ASIA) 15xLA Isive Januar 1993 Sib bo Chile: Arbeitskampf der CSTEBA bei der Banco de Crédito e Inversiones wegen Schikanen gegen Gewerkschaftsmitglieder während der Tarifverhandlungen 1992. dba Paraguay: Kampagne der CUT und ein Hungerstreik gegen die Verfolgung und die ungerechte Behandlung der Gewerkschaftsorganisationen durch das Justizund Arbeitsministerium, wobei allein 1992 1'500 Arbeitnehmer nach einem Streik entlassen wurden. Peru: Kampagne der CUTIPSS gegen den Beschluss der Regierung, das System der Sozialen Sicherheit zu privatisieren. Hasb Grossbritannien: Streik der BIFU bei der TSB wegen der Entlassung von 500 leitenden Angestellten und dem Beschluss der Gesellschaft, in verschiedenen Dienstleistungsbereichen eine Auftragsvergabe an Vertragsfirmen vorzunehmen. mulo 224 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Februar 1993 ORIS Grossbritannien: Arbeitskonflikt der TGWU mit Dalgety PLC wegen der ungerechten Entlassung von 10 Reinigungskräften als Folge des Beschlusses des Unternehmens, eine neue Reinigungsfirma zu beschäftigen, deren Löhne, Arbeitszeit und Arbeitsbedingungen unter der Norm liegen. Vereinigte Staaten: Arbeitskampf der in der SEIU organisierten Hauswarte gegen die Beauftragung einer Vertragsfirma, die von der Toyota Motor Corporation an ihrem Hauptsitz in Kalifornien beschäftigt wird. März 1993 Neuseeland: Unterstützung der von der Gewerkschaftszentrale NZCTU, der zwei Mitgliedsorganisationen der FIET im Bank- und Dienstleistungssektor angehören, bei der IAO eingereichten Klage über die Gewerkschaftsgesetze der Regierung. Russland: Solidaritätsbotschaft zur Weiterführung des Reformprozesses und zur Unterstützung der Bemühungen der Gewerkschaften um die Sicherung des sozialen und wirtschaftlichen Wohls der russischen Arbeitnehmer. Spanien: Arbeitskonflikt der FEBASO- UGT mit der Arbeitgeberorganisation wegen der zum Stillstand gekommenen Kollektivverhandlungen im privaten Banksektor. Vereinigte Staaten: Erkundungsmission einer FIETDelegation bei Food Lion, der Tochtergesellschaft der belgischen Einzelhandelsgesellschaft Delhaize le Lion; Vertreter der drei belgischen FIET- Mitgliedsorganisationen- SETCa- BBTK, CNE und LBC nahmen an dieser Mission teil. Vereinigte Staaten: Arbeitsstreitigkeiten der SEIU mit Reinigungs- Vertragsfirmen in New York wegen deren Weigerung, sich mit der Gewerkschaft gemäss dem mit den Gebäudebesitzern abgeschlossenen Vertrag zu einigen. April 1993 vagnu Brasilien: Arbeitskonflikt der CNB mit der Banco Economico. El Salvador: Protest gegen die Einführung einer gesetzlichen Amnestie, die allen zugute käme, die für schwere Verletzungen der Menschenrechte verantwortlich sind. El Salvador: Protest gegen die Entführung des Kindes eines Gewerkschaftsführers. Fidschi: Streik der FBEU in der Bank of Baroda aufgrund des völligen Stillstands der Kollektivverhandlungen. Haiti: Protest gegen die Verhaftung von Gewerkschaftsführern. V firs Pakistan: Konflikt der PIEF mit der Commercial Union wegen deren gewerkschaftsbrechenden Praktiken in Pakistan. whobiolog stund Paraguay: Protest gegen ein Dekret, das die Autonomie der Gewerkschaften beeinträchtigt. Schweden: Arbeitskonflikt der HF im Zusammenhang mit Kollektivverhandlungen, in deren Verlauf die Arbeitgeberverbände SAF und HAO mit der Unterstützung der konservativen Regierung versuchten, das System der Kollektivverträge zu ändern und zu schwächen. msmdsari Südafrika: Verurteilung des Mordes an Chris Hani, dem Generalsekretär der Kommunistischen Partei Südafrikas und prominenten Gewerkschaftsführer des ANC. Schweden: Forderung nach der Freilassung des SIFMitglieds Lars Westberg und seiner beiden Kollegen, die von den irakischen Behörden festgenommen wurden, als sie versehentlich die Grenze zum Irak überschritten. Grossbritannien: Arbeitskonflikt der MSF mit der Zürich- Versicherungsgesellschaft im Zusammenhang mit der Übernahme der MMI und dem Beschluss, die bestehende Anerkennungsvereinbarung aufzuheben und den automatischen Abzug der Gewerkschaftsbeiträge vom Lohn abzuschaffen. Mai 1993 bou53 Brasilien: Protestaktionen nach der Ermordung eines CUT- Funktionärs. Deutschland: Konflikt der IG Metall im Metall- und Elektroniksektor aufgrund der Weigerung der Arbeitgeber, die Tarifverträge einzuhalten, die eine Angleichung der Gehälter in den östlichen Bundesländern an die westlichen vorsehen. Guatemala: Protest gegen den" selbstinszenierten" Putsch von Präsident Serrano, mit dem er seine eigenen Machtbefugnisse ausbauen wollte. Haiti: Festnahme und Inhaftierung von Bajuste Lexjuste, Phabonord Saint Vil und Saveur Orelus, Mitglieder der General Confederation of Labour. Kenia: Festnahme und Inhaftierung von J.J. Mugalla, Generalsekretär der COTU und der FIET- Mitgliedsorganisation KUCFAW, und anderer Gewerkschaftsführer am 1. Mai. sib dob momdemisch A 000' Neuseeland: Unterstützung der Klage, die die NZCTU bei der IAO eingereicht hat. Panama: Konflikt der SITACA mit der Zuckerfabrik La Estrella aufgrund von Massenentlassungen und Nichteinhaltung des Tarifvertrags, einschliesslich der Unterdrückung streikender Arbeitnehmer durch die Sicherheitskräfte. FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 225 Rumänien: Streik der Fratia zur Verteidigung ihrer Mitglieder, mit dem gleichzeitig ein erfolgreicher Abschluss der Reformpolitik zum Wohle der Bevölkerung gefordert wurde. Südafrika: Überfall der Polizei auf die Wohnungen von Kaiser Thiebedi, stellvertretender Generalsekretär der SACCAWU, bzw. von Lesli Ntuli, Ortsgewerkschaftssekretär der SACCAWU.um gasd Spanien: Konflikt der ELA im Zusammenhang mit Tarifverhandlungen für das Reinigungspersonal von Biskaia, einschliesslich eines Streiks von 6'000 Arbeitnehmern. Spanien: Konflikt der CC.OO. und der UGT mit der BNP aufgrund der Diskriminierung von Gewerkschaftsvertretern, tanimong bao 2 602 Vereinigtes Königreich: Konflikt der MSF mit der Gesellschaft Zürich Versicherungen, die nach der Übernahme der Mutual Municipal Insurance die Anerkennung der MSF aufgehoben hat. boy sin bia als asbu Juni 1993 Chile: Unterstützung der RNACW- Kampagne für Gesetze betreffend Handelsreisende. Kolumbien: Solidarität mit Lehrern in Kolumbien aufgrund einer Erklärung der Behörden, wonach Protest- und Streikaktionen der Lehrer ungesetzlich seien. Ecuador: Inhaftierung von 70 Personen und Ausrufung des Notstandes als Reaktion auf einen von der FUT organisierten Generalstreik. Ex- Jugoslawien: Unterstützung der Forderung des IBFG, wonach alle Mitgliedsorganisationen in den jeweiligen Ländern Druck ausüben sollten, um eine lückenlose Einhaltung der Sanktionen sicherzustellen. Deutschland: Konflikt der IG Metall mit Digital Equipment, einschliesslich Streikaktionen, die zu der Unterzeichnung eines Tarifvertrags führten. do Guatemala: Verhaftung und Verschwinden des Generalsekretärs und eines Mitgliedes der STOJ, der Gewerkschaft für Gerichtsangestellte, nach einer Kundgebung, auf der die Auflösung des Obersten Gerichts gefordert wurde. Peru: Konflikt zwischen dem Gewerkschaftsbund und PESCAPERU aufgrund der Entlassung von 1'600 Arbeitnehmern durch die Gesellschaft. Südafrika: Konflikt zwischen der SACCAWU und Shoprite/ Checkers aufgrund der einseitigen Auflösung des Anerkennungsvertrages durch Pepkor nach der Übernahme von Checkers; Pepkor war bereits Eigentümerin von Shoprite.unistioik Spanien: Streikaktionen der CC.00 und der UGT im Versicherungssektor aus Protest gegen Angriffe der beiden spanischen Versicherungs- Arbeitgeberverbände auf die den Angestellten gewährten Leistungen. gm Schweden: SIF- Kampagne für die Freilassung von drei schwedischen Ingenieuren, die von einem irakischen Gericht zu 7 Jahren Gefängnis verurteilt worden waren, weil sie aus Versehen die Grenze zwischen Kuwait und Irak überschritten. Thailand: Brand in der Thai Chiu( Kader)-Spielzeugfabrik, bei dem 200 Arbeitnehmer umgekommen sind und 500 verletzt wurden. He no Vereinigtes Königreich: Konflikt der MSF mit der Gesellschaft Zürich Versicherungen: Eskalation der Unternehmenskampagne. Juli 1993 M 1ows 19b Banks ERQI gsfond partner Costa Rica: Protest gegen die beim Institut Banco de la Nacion geplanten Entlassungen. Guatemala: Protest gegen gewalttätige Angriffe auf Gewerkschafter durch unbekannte, schwer bewaffnete Gruppen. Kenia: Protest gegen den Angriff der Polizei auf das COTU- Sekretariat. Korea: Protest gegen den Haftbefehl, der gegen Dan Byung- ho, den Präsidenten des Korean Trade Union Congress und andere Gewerkschaftsfunktionäre erlassen wurde; die Betroffenen werden des Eingreifens Dritter in den Konflikt des Hyundai- Personals beschuldigt. Mauritius: Appelle an die Regierung, mit der Gewerkschaft zu verhandeln und nach annehmbaren Lösungen für die Probleme des Landes zu suchen. Pakistan: Konflikt mit dem Unternehmen Daewoo im Zusammenhang mit Schikanierungsmassnahmen und gewerkschaftsfeindlichen Taktiken gegen Gewerkschaftsmitglieder in seinen Betrieben in Pakistan.mg Peru: Protest gegen den Beschluss der Regierung, das Bildungswesen zu privatisieren. noginio us Südafrika: Protest gegen die Erstürmung des World Trade Centre durch eine ultra- konservative Gruppe von Weissen, gegen die Passivität der Sicherheitskräfte und das Zögern der Vollstreckungsbehörden, Massnahmen gegen die Täter einzuleiten. sib August 1993 A dail China: Protest gegen die Ausweisung des unabhängigen Gewerkschaftsführers Han Dongfang aus China. Er wurde gewaltsam aus seinem Land vertrieben, als er am 13. August versuchte, nach China zurückzukehren. Finnland: Konflikt der Ptl mit Arbeitgebern im Banksektor aufgrund der Nichteinhaltung von 226 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Tarifverträgen und Versuchen, das bestehende System der Tarifverhandlungen zu zerstören. Frankreich: Konflikt mit den Virgin- Läden in Frankreich aufgrund der Geschäftsöffnung am Sonntag. Konflikt zwischogni 1288 Gambia: Konflikt der GCIWU mit der BICI aufgrund von Löhnen und Arbeitsbedingungen. Nigeria: Protest gegen die Massnahmen der Militärregierung, die die Wahlergebnisse annullierte. September 1993 bibsbusobni El Salvador: Drohung des Gesundheitsministers, als Antwort auf einen Streik im Gesundheitssektor 400 Angestellte zu entlassen. Korea: Konflikt der KFBFLU mit der Citibank Seoul nach dem Zusammenbruch der Arbeitsbeziehungen und einer Kampagne gegen Gewerkschaftsvertreter. Russland: FIET- Rundschreiben an alle Mitgliedsorganisationen, in dem ein ununterbrochener Reformprozess in Russland unterstützt und gleichzeitig eine IBFG- Erklärung zu der Lage in diesem Land bestätigt wurde. Senegal: Streik der CNTS und ihrer Mitgliedsorganisationen als Teil des Kampfes um soziale und wirtschaftliche Gerechtigkeit. Slowenien: Streik der Beschäftigten des Einzelhandelsbetriebes KOCNA aufgrund schwerwiegender Unregelmässigkeiten bei dessen Privatisierung. Thailand: Konflikt mit der Chase Manhattan nach einem Zusammenbruch der Verhandlungen über Arbeitsbedingungen. Türkei: Konflikt zwischen BASISEN und der Holantse Bank, der türkischen Filiale der ABN AMRO Bank, nachdem diese die Angestellten zum Verlassen der Gewerkschaft gezwungen hat. Vereinigte Staaten: Vorsprache beim Arbeitsminister im Zusammenhang mit der Politik der Food Lion betreffend Arbeitgeber- Arbeitnehmer- Beziehungen. Vereinigte Staate Oktober 1993 Marokko: Konflikt der USIB- UMT im Banksektor aufgrund der Weigerung der Arbeitgeberorganisation, mit der Gewerkschaft Verhandlungen aufzunehmen. Pakistan: Konflikt der PIEF mit der Commercial Union aufgrund des Einsatzes von Vertragspersonal und der Vornahme künstlicher Beförderungen, um die Angestellten an einem Gewerkschaftsbeitritt zu hindern. Swaziland: Konflikt der SUFIAW mit der Barclays Bank nach dem Zusammenbruch der Lohnverhandlungen. Türkei: Kampagne für die Gewährleistung der Gewerkschaftsrechte und der Vereinigungsfreiheit für öffentlich Bedienstete, einschliesslich derjenigen im Banksektor, sowie für das Streikrecht der Bankangestellten.fon November 1993 ghunk Kolumbien: Ermordung von Jairo A. Serrano Rincón, eines Funktionärs der SINALTRAVARIA. Costa Rica: Konflikt der SEBAC mit dem Institut Banco Anglo Costarricense. Fidschi: Aufforderung an den Arbeitsminister, die Arbeitsgesetze mit den IAO- Normen in Einklang zu bringen. Nigeria: Verurteilung der Machtübernahme durch die Militärs, die dem Demokratisierungsprozess in diesem Lande ein Ende setzte. Swaziland: Konflikt der SUFIAW mit der Swaziland Development and Savings Bank( Swazi Bank) im Zusammenhang mit Problemen auf dem Gebiet der Arbeitsbeziehungen. Dezember 1993 Malaysia: Konflikt der RWBEU mit der Resort World Berhad betreffend die Anerkennung der Gewerkschaft durch die Geschäftsleitung. Januar 1994 Kolumbien: Protest gegen die Ermordung von drei Verwandten eines Gewerkschaftsführers. Südafrika: SACCAWU- Kampagne für die Wiedereinstellung der von Gill and Hasden während eines Streiks entlassenen Arbeitnehmer.lo Spanien: Unterstützung des Generalstreiks, der aus Protest gegen die Sparmassnahmen der Regierung ausgerufen wurde. Swaziland: Konflikt der SUFIAW mit Standard Chartered Bank aufgrund des Scheiterns des Versuchs, Rentenansprüche und beschäftigungsbezogene Rechte eines Bankangestellten, der nach 23 Dienstjahren aus Gesundheitsgründen in den Ruhestand treten musste, auf faire Weise zu regeln. Vereinigtes Königreich: Unterstützung für den 10. Marsch und die Kundgebung aus Protest gegen das im GCHQ erlassene Gewerkschaftsverbot und die nachfolgende Entlassung von Gewerkschaftsmitgliedern. gungen bei Februar 1994 Brasilien: Konflikt zwischen der CNB- CUT und dem Crédit Lyonnais aufgrund der geplanten Umstrukturierung dieser Bank, die die Entlassung eines Drittels ihrer Mitarbeiter in Brasilien zur Folge haben würde. Frankreich: Streik der Staatsbankangestellten zur FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 227 Erwirkung von Verhandlungen über Löhne, Beschäftigung und Arbeitsbedingungen. Indonesien: Streik von 150'000 Arbeitnehmern zur Durchsetzung von höheren Mindestlöhnen, der Aufhebung einer Verordnung zur Inkraftsetzung eines Monopols betreffend die Gewerkschaftsvertretung, der Anerkennung der inoffiziellen Gewerkschaft SBSI und der Freilassung von Gewerkschaftsführern. Irland: Eindringen des Crédit Agricole in den irischen Banksektor durch seine Beteiligung an der ICC- und der ACC- Bank. Schweden: Konflikt der SBmf mit dem Crédit Lyonnais aufgrund dessen Weigerung, den Tarifvertrag für ausländische Banken in Schweden einzuhalten. I s März 1994 2) as agaive? bas omgele Burkina Faso: Protest gegen die Entlassung von Patrick Sedgo, Generalsekretär der FESBACI- Sektion bei der Landeslotterie, LONAB, aufgrund seiner gewerkschaftlichen Betätigung. Er wurde später wieder eingestellt. Kamerun: Unterstützung des vom IBFG an die Regierung gerichteten Aufrufs, die Gewerkschaften im Zusammenhang mit wirtschaftlichen und sozialen Massnahmen, die die arbeitende Bevölkerung des Landes betreffen, zu konsultieren. Protest gegen Disziplinarmassnahmen und Entlassungen, die die Einschüchterung von Gewerkschaftsführern und Mitgliedern zum Ziel hatten.yob gmullsfanis Kolumbien: Protestnote an die Regierung wegen der ungehinderten Gewalt gegen die Gewerkschaftsbewegung des Landes und wegen der Missachtung der IAO- Übereinkommen Nr. 87 und Nr. 98. Aufruf zur unverzüglichen Freilassung inhaftierter Gewerkschafter. фотоап Mexiko: Verurteilung der Ermordung des PRIPräsidentschaftskandidaten Luis Donaldo Colosio. Südafrika: Protest gegen den Angriff auf den SACCAWU- Regionalsekretär, Important Mkhize, der schwer verletzt wurde. Togo: Unterstützung der IBFG- Kampagne für die Freilassung von Komi Dackey, Generalsekretär der togolesischen Gewerkschaft ASCECNA. April 1994 der Chile: Unterstützung der CSTEBA in ihrer seit langem andauernden Auseinandersetzung mit dem Institut Banco de Credito e Inversiones wegen der Diskriminierung von Gewerkschaftsmitgliedern. Ecuador: Unterstützung der Forderungen der Staatsangestellten, die gegen das Privatisierungsprogramm der Regierung protestierten und Verurteilung der Bedrohung und Einschüchterung streikender Arbeitnehmer durch die Regierung.mata Indonesien: Protest gegen das von der Regierung gegen die unabhängige indonesische Gewerkschaft SBSI verhängte Verbot. curen; die von 940002 Italien: Protest nach der von Digital angekündigten Entlassung von 296 Angestellten in Italien. Unterstützung des gemeinsamen FILCAMS/ FISASCAT/ UILTuCS- Streiks. ib.guinigerM Pakistan: Konflikt zwischen der PBEF und der Banque Indosuez, die der Gewerkschaft die Anerkennung verweigert und Gewerkschaftsfunktionäre am Betreten der Büros hindert. mowinA Peru: Protest gegen die Inhaftierung der beiden peruanischen Gewerkschaftsführer, Manuel Llancari Cuba und Rosario Olivera Jara, denen angebliche Verbindungen zu subversiven Gruppen zur Last gelegt werden; Forderung nach unverzüglicher Freilassung der Betroffenen. itinago Portugal: Solidarische Unterstützung der portugiesischen Versicherungsangestellten in ihren schwierigen Lohnverhandlungen.pw.dgid bal Südafrika: Verurteilung des Autobomben- Anschlags in Johannesburg, bei dem 9 Personen getötet und über 90 verletzt wurden und der den Sekretariaten des ANC, des PAC und der SACCAWU grossen Schaden zugefügt hat. Uruguay: Konflikt zwischen ABU und der Citibank aufgrund ihres Austritts aus der Arbeitgeberorganisation und ihrer Weigerung, die Gehälter anzupassen, was im Widerspruch zum Tarifvertrag steht. USA und Kanada: Konflikt zwischen der UFCW und der Firma Yaohan aufgrund ihres Versuchs, den Tarifvertrag mit der Gewerkschaft einseitig aufzulösen. und Jed Mai 1994 dsAmiod Argentinien: Unterstützung der APUAYE- Kampagne zum Schutz der Tarifverhandlungsrechte während des Privatisierungsprozesses. Italien: Protest gegen die Weigerung der DigitalGeschäftsleitung, die Umstrukturierung des Unternehmens in Italien zum Gegenstand von Diskussionen zu machen, und gegen die angekündigte Entlassung von 296 Mitarbeitern. Unterstützung des Streiks der Angestellten von Digital in Italien.noted diffani smemo sb bou Korea: Protest gegen ungesetzliches Vorgehen der Geschäftsleitung der Korean Automobil Insurance, mit dem Ziel, die Gewerkschaft in diesem Unternehmen zu unterdrücken, wobei sie Gewerkschaftsangehörige zwang, aus der Organisation auszutreten und gezielt Gewerkschaftsmitglieder für Entlassungen vorsah. 228 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Paraguay: Unterstützung des Generalstreiks zur Forderung eines Teuerungsausgleichs unter Berücksichtigung des Reallohnrückgangs von 40% im Jahre 1989. Adu bai/ U Swaziland: Konflikt zwischen der SUFIAW und der Meridien Biao Bank und der Bausparkasse von Swaziland, die einseitig einen Personalabbau angekündigt hatten. Juni 1994 Digital: Kundgebung vor dem europäischen Hauptsitz der Digital in Genf am 8. Juni aus Protest gegen den massiven Arbeitsplatzabbau und die unangemessene Umstrukturierung des Unternehmens. Guatemala: Verurteilung der Ermordung von German Alfredo De León, Mitglied der Unión de Trabajadores de Quetzaltenango sowie der gegen andere Gewerkschafter ausgesprochenen Todesdrohungen. A Internationaler Tag der Gerechtigkeit: Unter der Schirmherrschaft der FIET haben Gewerkschaften, die Personal in Reinigungs-, Haus- und Sicherheitsdiensten vertreten, am 15. Juni in allen Teilen der Welt Veranstaltungen durchgeführt, um auf den Kampf der Beschäftigten in diesem Sektor hinzuweisen.noMarssin aid nodig is ongoi Korea: Konflikt zwischen der KFILU und der Korea Automobile, Fire& Marine Insurance Company nach einem Angriff auf die Arbeitsbeziehungen im Unternehmen und einer" gewerkschaftsbrechenden" Kampagne, die die vollständige Zerstörung der Gewerkschaftsorganisation zum Ziel hatte. Der Konflikt kam schliesslich zu einem erfolgreichen Abschluss. Niger: Unterstützung des Generalstreiks der USTN gegen die gewerkschaftsfeindlichen Gesetze und für eine Lohnverbesserung. b gauti b Vereinigte Staaten: Konflikt zwischen der SEIU und LEGO aufgrund der Weigerung der Firma, eine Reinigungsvertragsfirma zu beschäftigten, die von der Gewerkschaft festgesetzte Lohnsätze gewährt. 15b bau TMU Juli 1994 30 Indonesien: Aufruf zur bedingungslosen Freilassung aller in Untersuchungshaft befindlichen Arbeitnehmer und aktiven SBSI- Mitglieder und Appell an die Behörden und das Militär, die Belästigung, Einschüchterung und Unterdrückung von SBSIFunktionären und-Mitgliedern einzustellen. Korea: Protest gegen die Verhaftung zahlreicher Gewerkschafter sowie gegen die Haftbefehle, die gegen Kwon Young- kil, Präsident der KCIIF, und Yang Kyu- heon, Präsident des KTUC, wegen Einmischung als Dritte im Zusammenhang mit Konflikten der Eisenbahn- und UntergrundbahnArbeiter erlassen wurden. Türkei: Unterstützung im Konflikt zwischen BankSen und der Garanti Bankasi aufgrund der systematischen Belästigung und Einschüchterung von Gewerkschaftsmitgliedern durch die Bank, einschliesslich der Entlassung von Mitarbeitern, die den Austritt aus der Gewerkschaft ablehnten. 15 Simbabwe: Konflikt zwischen der ZIBAWU und der Bankarbeitgeberorganisation nach dem Zusammenbruch der Lohnverhandlungen. August 1994 Indonesien: Protest gegen die anhaltende Einschränkung grundlegender Gewerkschaftsrechte, im besonderen das wiederholte Eingreifen in gewerkschaftliche Tätigkeiten durch Regierungsbehörden, Militär, Polizei und Arbeitgeber. Appell zur sofortigen Freilassung von Muchtar Pakpahan, Vorsitzender der SBSI, und anderer Mitglieder dieser Gewerkschaft. Nigeria: Protest gegen die willkürliche Entlassung der Führungsspitze des Nigeria Labour Congress, der Erdölarbeiter- Gewerkschaft NUPENG und der Beamtengewerkschaft PENGASSAN, und die Ernennung von Verwaltern, die die Geschäfte der Gewerkschaften führen sollten. Aufruf zur unverzüglichen Freilassung des NUPENG- Funktionärs, Frank Kokori, und aller anderen inhaftierten Gewerkschafter. Pakistan: Konflikt der PIEF mit der Handelsangestellten- Gewerkschaft aufgrund eines neuen Tarifvertrags, der für die Beförderung angewandten Kriterien und der Vergabe von Reinigungs- und Sicherheitsdiensten. Der lang andauernde Streitfall konnte im Dezember 1994 beigelegt werden. Peru: Konflikt aufgrund der Umstrukturierung des Instituts Banco de Nación nach dem Diktat der peruanischen Regierung, mit massiven Entlassungen, von denen gezielt nationale, regionale und örtliche Funktionäre der in der Bank vertretenen Gewerkschaft SINATBAN betroffen waren. Südafrika: Arbeitskampfmassnahmen der SACCAWU für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen bei Pick' n Pay und Shoprite/ Checkers. Der landesweite Streik bei Pick' n Pay war von Gewaltakten gegen Streikposten und von der Verhaftung von Gewerkschaftsmitgliedern begleitet. Der Konflikt bei Shoprite/ Checkers wurde durch gezielte Management- Aktionen gegen Vertrauensleute und aktive Gewerkschaftsmitglieder ausgelöst. FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 229 September 1994 Indonesien: Eröffnung der Gerichtsverhandlungen gegen den SBSI-Vorsitzenden, Muchtar Pakpahan, und andere Gewerkschaftsführer, die im Zusammenhang mit dem Generalstreik vom April 1994 in Medan und den nachfolgenden Gewaltakten gemäss Art. 60 des Strafgesetzbuchs der" Aufwiegelung" beschuldigt werden. Aufruf zur unmittelbaren Einstellung der Strafverfolgung und zur Freilassung der Betroffenen. Irland: IBOA- Streik bei der Northern Bank. bogs Korea: Protest gegen die unverminderte Unterdrückung freier und demokratischer Gewerkschaften, einschliesslich der Inhaftierung von Gewerkschaftern und der Ausgabe von Haftbefehlen gegen Gewerkschaftsführer. Nigeria: Aufforderung an die Regierung, inhaftierte Gewerkschaftsführer freizulassen und Schritte einzuleiten, um die Erlasse 9 und 10 rückgängig zu machen und damit eine Rückkehr zu einer freien Betätigung der Gewerkschaften zu erlauben. Südafrika: Unterstützung des Marsches der BIFAWU, mit dem sie gegen Personalabbau und niedrige Löhne protestierte. Schweden: Beileidsbotschaften an die schwedischen Mitgliedsorganisationen nach dem tragischen Untergang der Fähre" Estonia", bei dem Hunderte von Menschen den Tod fanden, unter ihnen auch Delegierte von Gewerkschaften im öffentlichen Dienst, im Metall- und im Dienstleistungssektor. Oktober 1994 Costa Rica: Aufruf an die Behörden, den im September unterzeichneten Vertrag, der Ausgleichsleistungen für Arbeitsplatzverluste nach der Schliessung des Instituts Banco Anglo- Costarrincese, die 1'700 Stellen gekostet hatte, zu erfüllen. Digital: Treffen von Mitgliedern des Europäischen Parlaments und Vertretern des Europäischen Betriebsrates bei Digital im Rahmen der FIETKampagne zur Erreichung der Anerkennung des Betriebsrates durch das Unternehmen. Griechenland: Konflikt zwischen der OTOE und der griechischen Filiale der Bank ABN AMRO aufgrund der Diskriminierung von Gewerkschaftsmitgliedern und Nichteinhaltung des Tarifvertrags. Der Streitfall konnte beigelegt werden. Griechenland: Konflikt zwischen der OTOE und American Express im Zusammenhang mit Umstrukturierungen und der Entlassung des Präsidenten der Gewerkschaft bei der American Express, Elias Economopolous. Dieser Streitfall konnte beigelegt werden. Italien: Generalstreik aus Protest gegen die von der Regierung angeordneten ungerechten Sozialmassnahmen und Rentenkürzungen. Korea: Konflikt zwischen der KFILU und der American Home Assurance, einem Mitglied der American AIU Group, aufgrund der gewerkschaftsfeindlichen Haltung des Geschäftsstellenleiters. Diese Streitfrage konnte gelöst werden. Spanien: Konflikt zwischen der UGT- FES und Amaya Seguros, einem Mitglied der BernerWaadtländer- Gruppe. headbar Antig Sambia: Aufruf an die Polizeibehörden, der ZUFIAW eine Bewilligung für eine friedliche Kundgebung zu gewähren.b November 1994 Digital: Protest gegen den Personalabbau anlässlich der Aktionärsversammlung der Digital Equipment Corp. in Boston. Frankreich: Arbeitskampfmassnahmen der FEC- FO gegen Caixa Geral de Depositas- France zur Durchsetzung von Forderungen im Bereich der Löhne und Arbeitsbedingungen. Indonesien: Protest gegen die dreijährige Haftstrafe für den Vorsitzenden der SBSI, Muchtar Pakpahan, und gegen die Verurteilung örtlicher SBSI- Funktionäre zu sieben bis fünfzehn Monaten Gefängnis. Italien: Kundgebung im Rahmen der aus Protest gegen das Sozialprogramm der Regierung durchgeführten Kampagne. Portugal: Konflikt zwischen der SPBC und Solverde aufgrund der Entlassung von zwei Gewerkschaftsvertretern. azuldba Dezember 1994 Kroatien: Protest aufgrund des Ausbleibens von Konsultationen mit den kroatischen Gewerkschaften bei der Vorbereitung der Reform der Arbeitsgesetzgebung. Italien: Konflikt zwischen FILCAMS/ FISASCAT/ UILTUCS und Lidl& Schwarz aufgrund der Schikanierung von Gewerkschaftsmitgliedern. Marokko: Konflikt zwischen der UMT und der Citibank wegen der unfairen Entlassung von Razzi Khalid sowie wegen der gewerkschaftsfeindlichen Haltung des geschäftsführenden Direktors. ai tells Portugal: Konflikt zwischen der STSSRA und Arbeitgebern in der Versicherungswirtschaft aufgrund des hier angeordneten Lohnstopps. Vereinigtes Königreich: Konflikt zwischen MSF und RIBA, die versuchte, die Anerkennung der Gewerkschaft rückgängig zu machen. -gamoy по подо 230 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 und Ver Januar 1995 Vertreter der APRO- FIETS Tschechische Republik: Protest aufgrund des Ausbleibens von Konsultationen der Regierung mit der CSKOS im Hinblick auf die Reform der staatlichen Altersversicherung. Japan: Beileidsbotschaft an die japanischen Mitgliedsorganisationen nach dem Erdbeben in der Region Kyoto, bei dem Tausende von Menschen den Tod fanden oder verletzt wurden. Spanien: Konflikt zwischen der FES- UGT und Allianz- Raz aufgrund der willkürlichen Versetzung von Angestellten in die Geschäftsstellen in verschiedenen Landesteilen. Februar 1995 Deutschland: Unterstützung des Streiks der IG Metall zur Durchsetzung von Lohnforderungen im Metallsektor. Paraguay: Konflikt zwischen der FETRABAN und der Lloyds Bank aufgrund gezielter Anstrengungen, jede gewerkschaftliche Präsenz in der Bank auszuschalten, einschliesslich der Weigerung, den rechtsverbindlichen Tarifvertrag einzuhalten. Türkei: Konflikt zwischen Tez- Koop- Is und Carrefour aufgrund der Entlassung aller Mitarbeiter, die Gewerkschaftmitglieder sind; seit der Eröffnung der ersten Zweigstelle dieses Unternehmens in der Türkei im Jahre 1993 wurden bereits 800 Angestellte entlassen. März 1995 banggi El Salvador: Verurteilung der Ermordung von Julia Esperanza Quintanilla, Mitglied einer Gewerkschaft, die bei der Gabo S.A., einem Unternehmen in einer freien Exportzone, gebildet worden war. Marokko: USIB- UMT- Streik bei SGMB aufgrund von Arbeitsbedingungen und Gewerkschaftsrechten. Gener Friso ab isdagi norge sb ni nasha sim sbi Bay Strossos Machadi JAQ fanden in den R 4-01A sib stisdin p .281 1 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 231 Kapitel 11 Aloisg bungtos dos abyol.15b bandolerowas obst #tiedoe folis Generalstreik aus Protest gegen Repu Repb brugt dooldus sozia im gausigo obagoierano nov ansdisldau A Internationale Beziehungen Daib Die FIET- ein fester Bestandteil pb mi ishiT sealing der internationalen freien Gewerkschaftsbewegung Die FIET, in ihrer Eigenschaft als Internationales Berufsekretariat( IBS), ist als ein wesentlicher Bestandteil der internationalen freien und demokratischen Gewerkschaftsbewegung tätig. Den Beziehungen zwischen den IB Sen und dem Internationalen Bund freier Gewerkschaften( IBFG) liegt das ,, Abkommen von Mailand" zugrunde, das vom IBFG 1951 ratifiziert und anschliessend in den Jahren 1966, 1967 und 1991 abgeändert wurde. In dieser Vereinbarung anerkennt der IBFG die Autonomie der IBSe, und sowohl der IBFG als auch die IBSe und can flame A valeriltaciz loerodebioltaspl மற anerkennen, dass sie Teil der gleichen internationalen Gewerkschaftsbewegung sind. Spa bau, TO- 2.7.19 10bp nsbust bor 2 In der Berichtszeit haben Vertreter der FIET regelmässig an folgenden Sitzungen des IBFGVorstands und seinen Ausschüssen teilgenommen: Südafrika, berufstätige Frauen, Menschen- und Gewerkschaftsrechte in Lateinamerika, multinationale Gesellschaften, jugendliche Arbeitnehmer, Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, gewerkschaftliche Bildung und Mittel- und OstDigital Equiprionis eiws plifino europa. imen der FEC 50 Ausserdem nahmen Vertreter der AFRO- FIET an Sitzungen teil, die vom IBFG- AFRO einberufen ischen für Haftstrafe die drea SBSI Muchtar Pakpahan, Während der Berichtszeit arbeitete die APRO- FIET mit verschiedenen anderen in der Region tätigen IBSen bei der Veranstaltung verschiedener gemeinsamer IBS- Konferenzen über Gewerkschaftsrechte, Menschenrechte und ents demokratische Grundrechte zusammen. Aus Anlass dieser Konferenz traten im Juni 1993 68 Gewerkschaftsführer aus 31 Organisationen in Nordostasien sowie Vertreter von sechs IBSen in Hongkong zusammen. urchgeIFBWW- IUF- ITGLWF/ TWARO- ICEF- FIET- FJ Joint Conference on Tode Union,& organised in co- operation with FES and 10 June8-11, 1993. Hong Kong 232 FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 worden waren, und Vertreter der APRO- FIET und der IRO- FIET an Sitzungen des IBFG- APRO bzw. des IBFG- ORIT. Zweimal im Jahr, und zwar im Januar und im Juni, treten die Generalsekretäre der fünfzehn IBSe und des IBFG zu einer Sitzung zusammen, die als Allgemeine Konferenz der IBSe bekannt ist. Den Vorsitz der Allgemeinen Konferenz der IBSe führt zum gegenwärtigen Zeitpunkt Marcello Malentacchi, Generalsekretär des IMB. Abgesehen von diesen regelmässigen Sitzungen stand die FIET auf der Grundlage von Briefwechsel, Diskussionen über Angelegenheiten gemeinsamen Interesses und Teilnahme an verschiedenen Sitzungen weiterhin in ausgezeichneten Arbeitsbeziehungen zu den anderen IBSen. Am 1. Januar 1995 übernahm Bill Jordan, ehemaliger Vorsitzender der Amalgamated Engineering and Electrical Union im Vereinigten Königreich, das Amt des Generalsekretärs des IBFG als Nachfolger von Enzo Friso. Die FIET und die Internationale Arbeitsorganisation Die FIET pflegt eine enge Zusammenarbeit mit dem Büro für Arbeitnehmer- Aktivitäten und mit der Abteilung für Angestellte und Geistesarbeiter der IAO. Die FIET wirkt auch bei der Vorbereitung von Forschungsunterlagen mit; 1995 zum Beispiel wird die FIET die IAO bei ihrer Untersuchung über multinationale Unternehmen im Einzelhandel unterstützen. In der Berichtszeit entsandte die FIET Delegationen zu allen Internationalen Arbeitskonferenzen, auf denen auch der FIET- Generalsekretär das Wort ergriff. Bei dieser Gelegenheit trifft die FIET jeweils mit Arbeitgebern, Ministern und Gewerkschaftsführern aus allen Teilen der Welt zusammen. Nach langjährigen Debatten kam es im Jahre 1994 schliesslich zu der Annahme eines neuen IAO- Übereinkommens über die Teilzeitarbeit. Die FIET hat in der Arbeitnehmer- Gruppe massgeblich dazu beigetragen, dass eine Einigung in bezug auf diesen Text erreicht Die FIET nimmt in bezug auf die Internationale Arbeitsorganisation( IAO) einen beratenden Status ein. Vertreter der IAO waren häufig an FIET- Sitzungen anwesend, und alle bedeutenden, in Genf durchgeführten FIET- Sitzungen fanden in den Räumlichkeiten des Internationalen Arbeitsamts statt. S FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 233 In seiner Ansprache an die Internationale Arbeitskonferenz der IAO im Jahr 1994 erklärte der FIET- Generalsekretär: " Es sei mit aller Deutlichkeit gesagt, dass die FIET den freien und fairen Handel und die internationale Wirtschaftszusammenarbeit nachhaltig unterstützt. Wir sind von den Vorteilen einer globalen Wirtschaftsentwicklung, die Ressourcen zur Verbesserung der sozialen Normen der Arbeitnehmer in allen Teilen der Welt schafft, überzeugt. Unsere wirtschaftliche Entwicklung ist von gegenseitiger Abhängigkeit geprägt. Wir müssen jedoch auch die Gefahren einer Entwicklung erkennen, die den Bedürfnissen der Menschen nicht voll Rechnung trägt." Er erklärte ferner:" eine Sozialklausel ist nicht als eine den Zugang zum Markt begrenzende Klausel zu betrachten. Es handelt sich auch nicht um eine protektionistische Klausel zur Wiedereinführung von Zöllen und Quoten im Exporthandel. Es ist weder ein Versuch, den Regierungen einen Mindestlohn aufzudrängen, noch ein Weg, Lohngefälle zwischen den einzelnen Ländern auszugleichen. Eine Sozialklausel bezieht sich auf Grundrechte der Menschen, die den Arbeitnehmern in allen Ländern zustehen. Es sind dies grundlegende Gewerkschaftsrechte, wie das Vereinigungsrecht und das Recht zu Kollektivverhandlungen, der Schutz vor Zwangsarbeit, vor Kinderarbeit und vor Diskriminierung." wurde. 1995 steht die Frage der Heimarbeit auf der Tagesordnung, und die FIET bereitet zusammen mit dem IBFG den Beitrag der Arbeitnehmer- Gruppe vor. Zwischen 1992 und 1995 fand eine beispiellos hohe Zahl von Veranstaltungen statt, die für die FIET von unmittelbarer Bedeutung waren: • Der Ständige Technische IAO- Ausschuss für Gesundheitsdienste und medizinische Versorgung tagte in der Zeit vom 23. September bis 1. Oktober 1992. Auf der Tagesordnung stand die Gleichstellung von Mann und Frau in den Gesundheitsdiensten und der medizinischen Versorgung. Es handelte sich um die erste Tagung für diesen Sektor, die in Anwesenheit von 20 Arbeitnehmer-, 4 Arbeitgeber- und 16 Regierungs- Vertretern durchgeführt wurde. Die Arbeitnehmer- Gruppe setzte sich aus Teilnehmern der IÖD und der FIET zusammen. Es wurden Schlussfolgerungen verabschiedet, und die IÖD und die FIET veröffentlichten einen gemeinsamen Bericht. Im Oktober 1993 fand eine Sachverständigentagung über Arbeitszeit statt. Die Tagungsteilnehmer gelangten jedoch nicht zu konkreten Schlussfolgerungen und die Arbeitgebervertreter weigerten sich, die Frage der Arbeitszeitverkürzung zur Sprache zu bringen. Vom 23. November bis 1. Dezember 1993 fand eine dreigliedrige Tagung über die sozialen Aus234 FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 Teilnehmer an der dreigliedrigen IAO- Tagung über die sozialen Folgen des strukturellen Wandels im Banksektor, der ersten Tagung dieser Art, die im November/ Dezember 1993 stattfand. Nach dieser Veranstaltung setzte die FIET ihre Lobby- Tätigkeit bei der IAO fort und rief die Organisation auf, ihre sektorspezifischen Aktivitäten auszubauen und diese Tagung zu einem festen Bestandteil ihres Programms zu machen. Im November 1994 wurden die Anstrengungen der FIET belohnt: die IAO kündigte zu diesem Zeitpunkt die Bildung eines ständigen Ausschusses für Finanzdienste an. tab bau gnu isoa 1525ib isd 1 TR sic noted us gauzasonmablime wirkungen des strukturellen Wandels im Banksektor statt. Es handelte sich um die erste WZusammenkunft dieser Art. Später beschloss der IAA- Verwaltungsrat, eine ständige, dreigliedrige Struktur für den Finanzdienst- Sektor zu schaffen. • Der IAO- Ausschuss für die Metallbranche tagte vom 12. bis 20. Januar 1994. An dieser Veranstaltung nahmen über 200 Personen teil. Es wurden Schlussfolgerungen über die Folgen der 250 Strukturanpassung für die Beschäftigung, die Ausbildung, Weiterbildung und Umschulung im Metallsektor verabschiedet. • Der Beratende Ausschuss für Angestellte und Geistesarbeiter führte vom 4. bis 12. Mai 1994 seine 10. Tagung durch. Die letzte Tagung dieses Ausschusses- die wichtigste, die in den FIETSektoren organisiert wird- fand im Jahre 1985 statt. An dieser dreigliedrigen Veranstaltung nahmen 161 Delegierte teil. Auf der Seite der to Gewerkschaften waren fast ausschliesslich Teilnehmer von FIET- Mitgliedsorganisationen nbanwesend. Im Mittelpunkt der Beratungen standen jis zwei wichtige Berichte, die folgenden Themen the gewidmet waren:" Qualifikationen, Ausbildung bund Umschulung, die zur Anpassung an die neuen Berufsprofile im Handel und in Büros erforderlich sind" und" Jüngste Entwicklungen betreffend Angestellte und Geistesarbeiter". Die Tagungsteilnehmer waren in der Lage, eine ganze Reihe dovon Schlussfolgerungen sowie sechs Entschliessungen anzunehmen, die zahlreiche, für Angestellte und Geistesarbeiter wichtige Fragen zum Gegenstand hatten. " Produktivität und Beschäftigung im Handel" bri lautete das Thema einer dreigliedrigen Tagung, die vom 19. bis 25. Oktober 1994 veranstaltet rab wurde. Die FIET koordinierte die Tätigkeiten der Arbeitnehmergruppe. 14 der 15 an den Beratun13bgen aus allen Teilen der Welt anwesenden Delegierten waren Vertreter von FIET- Mitgliedsorganisationen. Die 45 Regierungs-, ArbeitgeberFIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 235 • und Arbeitnehmervertreter gelangten in zahlreichen, die Beschäftigung und Produktionssteigerung beeinflussenden Fragen zu einer Übereinstimmung. Vom 21. bis 25. November 1994 fand eine dreigliedrige Sachverständigentagung zum Thema: ,, Soziale Sicherheit und Sozialschutz: Gleichbehandlung von Männern und Frauen" statt. Die Tagungsteilnehmer verabschiedeten Schlussfolgerungen, die den Grundsatz der Gleichbehandlung von Männern und Frauen im Bereich der Sozialen Sicherheit klar bestätigten. Die IAO und das 21. Jahrhundert: Im Anschluss an Entscheidungen des IAA- Verwaltungsrates hat die IAO im Verlauf des Jahres 1994 eine Revision ihrer sektoriellen Aktivitäten durchgeführt. Für die FIET und ihre Mitgliedsorganisationen kam der Überarbeitung ihrer sektorspezifischen Tätigkeiten, die auf der Tagung des IAA- Verwaltungsrates im November 1994 abgeschlossen wurde, eine ganz besondere Bedeutung zu. Das für diese Aktivitäten beschlossene neue Vorgehen stellt für die FIET einen entscheidenden Durchbruch dar. Anlässlich seiner Tagung im März 1994 im Amsterdam veröffentlichte der FIET- Weltvorstand eine Erklärung über die Gestaltung der zukünftigen sektoriellen Tätigkeiten der IAO. Darin wurde die wichtige Rolle des sektoriellen Tätigkeitsprogramms der IAO herausgestellt und verlangt, dass die IAO der Zunahme der Beschäftigung im privaten Dienstleistungssektor vermehrte Aufmerksamkeit schenkt und sektorspezifische Aktivitäten entwickelt, an denen sich Gewerkschaften, Arbeitgeber und Regierungen beteiligen, um die Arbeitsbeziehungen in spezifischen Sektoren zu prüfen. Von der IAO werden jetzt drei getrennte Beschäftigungsbereiche anerkannt: Finanzdienste, Fachdienste/ Dienstleistungen und Handel. Für diese drei neuen Bereiche werden in Zukunft. dreigliedrige Diskussionen stattfinden. d Weitere für die FIET wichtige Sektoren, in denen sie nunmehr mit anderen IBSen zusammenarbeiten wird, sind z.B. die Gesundheits- und Fremdenverkehrsdienste sowie verschiedene Industriesektoren. Auch die Struktur der Tagungen soll verändert werden. Die Dauer dieser Tagungen wird begrenzt: in der Vergangenheit dauerten diese Sitzungen 10 Tage, inc Zukunft werden es nur noch 5 Tage sein. Die Tätigkeiten der IAO im Zusammenhang mit Gewerkschaftsrechten sind von grösster Bedeutung, und die FIET nahm in der Berichtszeit erneut die einschlägigen IAO- Einrichtungen in Anspruch, um verschiedene Beschwerden zu unterstützen, die bei der IAO wegen Verletzung von Gewerkschaftsrechten eingereicht wurden. Die FIET setzt sich an der Seite des IBFG und der IBSe nachhaltig dafür ein, dass die wichtige Rolle, die die IAO in bezug auf die Beschäftigungsförderung, die Normensetzung und die Entwicklung eines sozialen Dialogs spielt, aufrechterhalten wird. Der Internationale Währungsfonds und die Weltbank Im November 1992 wurde in Washington D.C. ein IWF/ Weltbank- Symposium über Strukturanpassung organisiert. An diesem Symposium waren Vertreter des IBFG, des WVA und der FIET anwesend. Die FIET- Delegation umfasste L. Mills, Vorsitzender der EURO- FIET- Fachgruppe Banken; J. Zanola, IROFIET- Präsident; K. Sanmugam, Vorsitzender der APRO- FIET- Fachgruppe Banken, und A. Rasmussen vom FIET- Sekretariat. azsib Am 7. Oktober 1993 wurde die FIET eingeladen, in der Weltbank einen Vortrag über die Rolle des sozialen Dialogs bei der Entwicklung und der Strukturanpassung zu halten. Die FIET hat bei dieser Gelegenheit immer wieder betont, dass die Strukturanpassung eine soziale Dimension umfassen muss, eine Auffassung, die von der Weltbank und vom IWF in zunehmendem Masse geteilt wird. Es fanden ferner Gespräche mit Vertretern der Abteilung Finanzdienste sowie mit der Abteilung für Personalplanung der Weltbank statt, die für die Finanzierung von Ausbildungsprojekten im Rahmen der Strukturanpassungsprogramme zuständig ist. tob 1994 wurde in Washington D.C. ein gemeinsames IBFG/ IBS/ IWF/ Weltbank- Verbindungsbüro eröffnet. Somit erhält die internationale Gewerkschaftsbewegung zum ersten Mal eine ständige Vertretung bei diesen Einrichtungen. Allgemeines Zoll- und Handelsabkommen ( GATT) Dis2 nA J Die FIET hat sich auch in dieser Berichtszeit massgeblich für die Förderung einer sozialen Dimension 236 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 im internationalen Handel eingesetzt. Nach Abschluss der Uruguay- Runde hat sie ihre Mitgliedsorganisationen aufgerufen, ihren Regierungen den Einschluss einer Sozialklausel in das GATT nahezulegen. Mitglieder des Sekretariats trafen wiederholt zu Gesprächen mit GATT- Vertretern zusammen, die ihrerseits auf verschiedenen Tagungen von FIETFachgruppen das Wort ergriffen. In einer 1993 verabschiedeten Entschliessung über ,, Die Uruguay- Runde der multilateralen Handelsgespräche des GATT" forderte der FIET- Weltvorstand das Sekretariat auf, sich weiterhin für eine echte soziale Dimension des Welthandels einzusetzen und ermutigte die Mitgliedsorganisationen, ähnliche Anstrengungen zu unternehmen. Auf seiner Tagung im Jahre 1994 nahm der FIET- Weltvorstand eine weitere Entschliessung an, die ,, eine soziale Dimension für den Welthandel" forderte. Die FIET und die Welthandelsorganisation ( WTO) Die WTO hat ihre Tätigkeit mittlerweile aufgenommen; sie hat ihren Sitz im gleichen Gebäude wie das GATT in Genf. Das Ziel der FIET besteht nun darin, engere Beziehungen zwischen den einzelnen Fachgruppen und dem WTO- Sekretariat zu schaffen. ob ni SED JIAT Die FIET und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Zusätzlich zu den regelmässigen Tätigkeiten des Sekretariats im Zusammenhang mit den OECDRichtlinien für multinationale Gesellschaften verfolgt die FIET die Aktivitäten der OECD durch ihre engen Verbindungen mit dem Beratenden Gewerkschaftsausschuss( TUAC) der OECD. Im November 1991 fand eine Tagung mit dem Leiter der OECD Task Force für Geldwäsche statt. Diese Tagung erlaubte Vertretern der FIET, die Besorgnis der Bankangestellten in bezug auf die OECDVorschläge zur Bewältigung des Problems der Geldwäsche zum Ausdruck zu bringen. Die FIET leitete eine TUAC- Delegation auf einer Sitzung, die der OECD- Ausschuss für Informations-, EDV- und Kommunikationspolitik im Oktober 1992 in Paris veranstaltet hat. Ferner wirkte die FIET auch im Namen des TUAC in der OECD- Expertengruppe mit, die Leitlinien für die Sicherheit von Informationssystemen ausarbeitete. Diese Leitlinien wurden von den OECD- Regierungen Ende 1992 gutgeheissen. Im Oktober 1993 erörterten Vertreter der FIETFachgruppe Banken mit der OECD Möglichkeiten einer engeren Zusammenarbeit in Fragen betreffend den Banksektor. Dieses Treffen folgte auf eine Untersuchung, die die OECD im Banksektor ohne Rücksichtnahme auf den Standpunkt der Gewerkschaften durchgeführt hatte. Die OECD erklärte sich nach diesen Beratungen bereit, einen sozialen Dialog einzuleiten und die FIET im Zusammenhang mit den sozialen Folgen von Wirtschaftsreformen zu konsultieren. Die FIET und die Weltgesundheitsorganisation( WGO) Im November 1993 hat die WGO- Abteilung für Gesundheitserziehung eine informelle Konsultation mit dem IBFG und den IBSen durchgeführt. Dieses Treffen hatte zum Ziel, Informationen über die Aktivitäten der anwesenden Parteien auszutauschen und nach Wegen zu suchen, die internationalen Gewerkschaftsorganisationen erlauben, mit der WGO, namentlich im Bereich der Gesundheitserziehung zusammenzuarbeiten. Im Anschluss an diese Konsultation wurde vereinbart, eine kleine Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern der IBSe, einschliesslich der FIET, mit Folgetätigkeiten zu beauftragen. Diese Arbeitsgruppe trat erstmals im Juni 1994 zusammen. Die FIET und die Weltorganisation für geistiges Eigentum Die FIET ist als Sonderberater des IBFG in Fragen betreffend das geistige Eigentum( Patente, Warenzeichen, Urheberrechte, usw.) tätig und nimmt im Namen des IBFG an Sitzungen der Weltorganisation für geistiges Eigentum( WIPO) teil. Die FIET und der Internationale Normenausschuss Die FIET hat den Verbindungsstatus Kategorie Amit dem Unterausschuss 4( Signale und Kontrollen) des FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 237 FIET.Pr m: Vorsitzender der Zu den Gästen an der Feier zum 90. Jahrestag der FIET gehörte auch Marcello Malentacchi, Generalsekretär des Internationalen Metallgewerkschaftsbundes, hier im Gespräch mit FIET- Präsident Jochen Richert und Generalsekretär Philip J. Jennings. MED blw abunde sabiola mi siz nomi ed siz: 05m am ntieb nun idsteed Tab leis asalne ni TTAD 1180 911911 996 ististivicA gestion diag Technischen Ausschusses 159( Ergonomie) der ISO. Die FIET erhält Einladungen und Unterlagen für Sitzungen des Unterausschusses und allen Arbeitsgruppen. doil Die FIET hat Kontakte mit dem Forum ISO 9000, und die Fachgruppe der Industrieangestellten prüft die Auswirkungen der ISO 9000 Normen und der Zertifizierungsverfahren für Angestellte. sib bau T Die FIET und Amnesty International Fach Die FIET unterhält Beziehungen mit dem Sekretariat von Amnesty International und unterstützt diese Organisation mit finanziellen Mitteln. 18 asb assi Sen zus Die FIET und die Vereinten Nationen sowilasbah Ho Vom 6. bis 12. März 1995 fand in Kopenhagen ein grosses UNO- Gipfeltreffen für soziale Entwicklung statt. Dies war nach dem Umweltgipfel( Rio de Janeiro, 1992) und dem Bevölkerungsgipfel( Kairo, B2 OTW 1994) die dritte Veranstaltung dieser Art, die in den letzten Jahren zur Durchführung gelangte. An diesem Treffen nahmen über 100 Staats- und Regierungschefs teil. Internationale und nationale Gewerkschaftsorganisationen haben sich aktiv an den Vorarbeiten für diesen Gipfel beteiligt. Die FIET war auf diesem Sozialgipfel vertreten und hat ihren Beitrag in Zusammenarbeit mit dem IBFG vorbereitet. Die Teilnehmer verabschiedeten ein 90 Seiten umfassendes Aktionsprogramm und eine Schlussdeklaration. IBFG- Generalsekretär Bill Jordan erklärte:" Der UNO- Sozialgipfel stellt einen Wendepunkt dar. Die führenden Staatschefs haben erkannt, dass es sozial untragbar und politisch gefährlich und unproduktiv wäre, eine Weltordnung zu schaffen, die sich ausschliesslich an globalen Märkten orientiert." a 815b ob amaldo19 asb gnugil we sogletov Die FIET und das Weltwirtschaftsforum Atigemeines Zoll- und Händelsabkommen Gewerkschaften verlangen neues Denken von den Wirtschaftsführerner Im Jahr 1995 hat das Weltwirtschaftsforum zum 238 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 ersten Mal in seinem 25jährigen Bestehen eine Gruppe von prominenten Gewerkschaftsführern zur Teilnahme an ihrer Jahrestagung im vornehmen Höhenkurort Davos eingeladen. Dieser Gipfel, an dem insgesamt jedes Jahr etwa 1'000 politische und wirtschaftliche Spitzenvertreter teilnehmen, ist heute gleichbedeutend mit" power broking" und persönlicher Diplomatie. Von diesem Treffen, das nach den Worten der Organisatoren" der globalen Partnerschaft für wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt gewidmet ist", waren die Gewerkschaften bisher stets ausgeschlossen. Die FIET war eine der führenden GewerkschaftsAnlässlich des Weltwirtschaftsforums erklärte der IBFG- Generalsekretär Bill Jordan:" Die Gewerkschaften verlangen zwar keine Beschäftigung auf Lebenszeit, sie wollen jedoch die Gewähr haben, dass in schlechten Zeiten- und diese treten zwangsläufig ein der Abbau der Arbeitsplätze die zuletzt gewählte Lösung ist." Er bezog sich auf die phänomenale Umwandlung des britischen Automobilkonzerns Rover als Beispiel für die Übertragbarkeit neuer Personalführungsstrategien und für die Rolle, die die Gewerkschaften in diesem Prozess spielen können. Die Leistungsbereitschaft der Arbeitnehmer könne nur dann erhöht werden, wenn jeder einzelne die Gewissheit habe, dass seine Fähigkeiten gefördert werden. organisationen, die diesmal eine Einladung zur Mitwirkung am Weltwirtschaftsforum erhalten hat. Zu den Vertretern der internationalen Gewerkschaftsbewegung gehörten: Bill Jordan, der neugewählte IBFG- Generalsekretär, John Monks, Generalsekretär des britischen TUC, Klaus Zwickel, Vorsitzender der 3,5 Millionen starken IG Metall in der Bundesrepublik Deutschland, Sam Shilowa, Generalsekretär des COSATU in Südafrika, und Tsuyoshi Takagi, Generalsekretär von ZENSEN, Japan, der sich an die weltweit führenden Unternehmen in den Sektoren Textilien und Einzelhandel richtete, sowie FIET- Generalsekretär Philip J. Jennings. In seiner Begrüssungansprache auf dem diesjährigen Weltwirtschaftsforum erklärte der Präsident des Forums, Klaus Schwab:" In den 25 Jahren seines Bestehens hat sich da Weltwirtschaftsforum zum wichtigsten Treffpunkt für Spitzenleute aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Medien entwickelt." Nach den Worten von K. Schwab hatte das diesjährige Weltwirtschaftsforum in erster Linie zum Ziel," zum Spiegel der zunehmenden Komplexität grenzüberschreitender Fragen zu werden und in dieser von Desintegration, Fragmentation und Marginalisierung geprägten Welt als Integrationskraft Ansätze zur Lösung dringender Probleme der Weltgemeinschaft zu entwickeln". Redbani Aus Anlass des 50. Geburtstags der Vereinten Nationen wurde ferner UNO- Generalsekretär Dr. Boutros Boutros- Ghali nach Davos zu der Eröffnungsveranstaltung des Forums 1995 eingeladen. In seiner über Satellit gehaltenen Ansprache betonte Präsident Clinton, dass die Regierungen weltweit die Erfahrung machen, dass ihre Anliegen im Bereich der Binnenwirtschaft eng mit der Weltwirtschaft verknüpft sind. Es wies darauf hin, dass unvermindert hohe Investitionen im Bereich der Humanressourcen notwendig sind, um weltweit wettbewerbsfähig zu bleiben. Das bedeutet, dass die Regierungen ihre Inlandsinvestitionen in Bereichen wie Bildung und Ausbildung verstärken müssen. Das stark befrachtete Programm des diesjährigen Davoser Symposiums, das Führungsfragen zum Thema:" Herausforderungen jenseits des Wirtschaftswachstums" gewidmet war, umfasste auch verschiedene Vorträge von Gewerkschaftsdelegierten sowie anschliessende Diskussionen. dserin FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 239 WORLD ECONOMIC FO 1970 Em 8 alo Die Gewerkschaftsdelegation während einer angeregten Pressekonferenz in Davos. Von links nach rechts: Philip J. Jennings, FIET- Generalsekretär, Dolmetscher von K. Zwickel, Klaus Zwickel, Vorsitzender der IG Metall, John Monks, Generalsekretär des britischen TUC, und Sam Shilowa, COSATU- Generalsekretär. In einer Sitzung mit Spitzenvertretern der Wirtschaft am 30. Januar, die dem Thema: Neue ArbeitnehmerManagement- Beziehungen gewidmet war, gab Philip J. Jennings mit seinem Vortrag über die wichtigen Anliegen der Gewerkschaftsbewegung in der globalen Wirtschaft den Ton an. angeste singled odoraA constledog allst2 and is al Bill Jordan, IBFG- Generalsekretär, leitete eine Debatte zum Thema: Macht der Menschen: Wettbewerbsvorteil durch die Mitarbeiter. b John Monks, Generalsekretär des britischen TUC, sprach in dieser Diskussionsrunde zum Thema: Verbesserung des Entscheidungsprozesses in Unternehmen: neue Wege für Management, Direktion, Angestellte und Aktionäre. gaubliuA Klaus Zwickel, Vorsitzender der IG Metall, hielt ein Grundsatzreferat im Rahmen der Podiumsdiskussion über den Wettbewerb für die Zukunft. Am 31. Januar sprang Philip J. Jennings für Fritz Verzetnitsch, Vorsitzender des ÖGB, Österreich, und 1994) die dritte Verans OTS ADb gilo z zanbador is fleser Art, die in den Präsident des EGB, ein, der aufgrund von Verhandlungen über die Haushaltsplanung mit der Regierung in Davos nicht anwesend sein konnte; Philip J. Jennings sprach vor Spitzenvertretern der Wirtschaft über den Nutzen des Dialogs. Verschiedene Nebenveranstaltungen in Davos boten auch Gelegenheit für Gespräche mit den obersten Geschäftsführern einiger wichtiger Unternehmen, mit denen die FIET Verhandlungen über die Einsetzung eines Europäischen Betriebsrates führt. Der FIETGeneralsekretär nahm ferner an Gesprächen mit prominenten Wirtschaftsvertretern im Sektor der Finanzdienste teil. Die Finanzkrise, die Mexiko erschütterte und die Anfälligkeit der globalen Wirtschaft erneut deutlich herausstellte, gehörte zu den Tagesgesprächen des Forums. Obwohl auf dem Weltwirtschaftsforum keine offiziellen Entscheidungen getroffen werden, bietet 240 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 die Jahrestagung in Davos eine wichtige Gelegenheit für die freimütige und offene Diskussion über zahlreiche Wirtschaftsprobleme. Das diesjährige Treffen war von Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Ideen und der Bereitschaft geprägt, die ernsten sozialen und kulturellen Probleme, die durch die wechselseitigen Beziehungen in der globalen Wirtschaft aufgeworfen werden, eingehend zu behandeln. Soziale Fragen standen nicht nur aufgrund der Anwesenheit von Gewerkschaftsführern in Davos auf dem Programm. Sie liefen auch wie ein roter Faden durch die Schlussveranstaltung, die am Dienstag, den 31. Januar stattfand. Der Berichterstatter für das Jahrestreffen 1995 war Raymond Barre, der frühere französische Premierminister. Jacques Delors hielt ein Grundsatzreferat. Den Abschluss der Konferenz bildeten die Referate von zwei Nobelpreisträgern. Der berühmte nigerianische Schriftsteller, Wole Soyinka, forderte die Weltöffentlichkeit auf, eine Frist für die Durchsetzung eines globalen ethischen Verhaltens aufzustellen, gestützt auf Demokratie und grundlegende humanistische Prinzipien, die alle Staaten unterschreiben müssten, um in der globalen Wirtschaft eine Rolle spielen zu können. Elie Wiesel, Friedensnobelpreisträger und Überlebender von Auschwitz, gedachte mit tiefempfundenen Worten all jener, die in Konzentrationslagern umgekommen sind; er erinnerte an die Befreiung dieser Lager vor genau 50 Jahren. Die folgende Aufs seit 1921. dber die Entwi Jahr Gewerkschaften 1994 393 119 1991 322 102 Mitg Neder 11'010'063 10: 005: 002 1987 248 92 8369 568 1983 210 86 1979 179 6396 068 1976 146 1973 137 21 1970 128 1967 112 1964 87 1961 1958 46 26 1955. 502 3/ 890.165 2.949'998 2006 229 210002000 1949 1937 12 822 265 607.718 1921 854'600 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 241 slow photaftido 242 1900 aizzuda sna sib till obnogalbaug isbni basd gent der Wichschaft ogluA saddow sib dorob dolg dod, ux ferent la Davox, Von tiska nach rechts: Philip Klaus Zwickel, Vordinzender der 16 Metall, John Generalsekretar gen Präsident des BGB, ein, der aufgrund von Verhand hungen über die Haushal mung mit der Regierung in Davon nicht anwesend sein konnte: Philip J Jennings sprach vor Spitzenvertretern der Wirtschaft über den Nutzen des Dialogs Verschiedene, Nebenveranstaltungen in Davos hoten auch Gelegenheit für Gespräche mit den obersten Geschä wern einiger wichtiger Untern en mit denen die FIET Vehandlungen über eines Europlüschen Betriebsrates führt. Der FIEThelt mit tzung Fin Wirtschaftsver ern im Sektor der Die Biszköse, die Mexiko ers ein Anfaltige herausste FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 und die globalen Wirtschaft erneut deutlich gehörte zu den Tagesgesprächen des auf dem Weltwirtschaftsforum, kezde getroffen werden, bietet Kapitel 12 The Antigua Workers Union( AWL Ase Asociación Bancaria( AB) Actinción de Profesionales Unive 16n Supervisores de la Industri Asociación Viajantes de Comercio Mitgliedschaft la Re Federación Argentina de Empleados da Conagrcio y Servicios Federación Argentina de Trabaj Federación de Asoci Sindicate de Obre Horiz Argentha Association( SDA) Gewerkschaften 393 Sindic Sindicato Unic Im Jahr 1994 belief sich die Mitgliedschaft der FIET auf etwas mehr als 11 Millionen Arbeitnehmer/ innen in 393 Gewerkschaften und 119 Ländern. Die FIET ist nun repräsentativer denn je zuvor in ihrer Geschichte. Die folgende Aufstellung gibt einen Überblick über die Entwicklung der Mitgliedszahlen seit 1921. Australi Finance Shop Jahr Bangladesh Bank and I Ban 1994 68 545 Union MU) 112050 215000 Länder Mitglieder ( BIEF) 119 11'010'063 1991 322 102 10'005'002 Barba 1987 _248 92 8'369'568 1983 210 The Pablic Workers 86 7'563'819 1979 179 79 6'396'068 Belgie 1976 146 73 5'933'476 Contin T 1973 137 71 Cont 5'775'764 1970 128 68 5'237'909 Lan 1967 Nato 112 62 5'022'261 1441 Syn1964 ens et 87 ( SE 50 3'890'165 1961 69 38 2'949'998 1958 46 26 2'006'229 1955 1949 Bolivi 1937 Cont 1921 25 2222 34 Assi 19 2'000'000 19 12 822'265 32 18 607'718 12 854'600 BrazolCo oes Liberais( CNPL) rios( CNB- CUB hope FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 243 itsdebilgiM Si IstiqoX nonoilliM M als domas nun tai Ta si moba tus Ta el bao ob furbabsilgiiM sib doia tailed AQQI del ml sitadoechowoD EQƐ ni asilomdenied A sidendi ai novux si aneb svitsinsenger noldsseboilgim ob gubim sibted oiled genis idig gnullstatuA obrsglot siⱭ sel jisz hobail griM isbn I nssdowsD del 800101011 ert. ερε peer 500'200'01 SOF SSE reet 802 908 8 se 8AS T8QI 68 OIS E8QI 800 E er err erei PAEE2 DAI arei Arra IT ΓΕΙ erer QOTES 2 80 8ST over So SIL rael 2010082 02 58 Aber 88 ед ess'800's as 000'000'S el St 815900 81 000 28 SIS # 2583 8201 2201 QARI SE FERI Iser 244 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 uache Bond Van Werknemo in( MUTATO Antigua The Antigua Workers Union( AWU)( TUD- 200) Argentinaion of Bank Employees( ETYK) 000'02 pobelled subisco balaba on blade aoblenoiosospesha 500 ( OST) otiboob sa nobilleden zob isnotorosprisbel Asociación Agentes de Propaganda Médica de la República Argentina( AAPM) bavi ober1'677 Asociación Bancaria( AB) Asociación de Profesionales Universitarios del Agua y la Energía Eléctrica( APUAYE) Asociación Supervisores de la Industria Metalmecánica de la República Argentina( ASIMRA) Asociación Viajantes de Comercio( AVC) Zazioni( OSPSC 150'000 1'200 5'000 basis 4'000 W Federación Argentina de Empleados de Comercio y Servicios( FAECYS) ( DAQ) bahawa nilla 250'000 Federación Argentina de Trabajadores de Edificios de Renta y Horizontal( FATERYH)( 800) 49'352 Federación de Asociaciones de Trabajadores de la Sanidad Argentina( FATSA) do boobed 200'000 Sindicato de Obreros de Maestranza( SOM) Sindicato de Obreros y Empleados de la Educacion y la Minoridad( SOEME) Sindicato del Seguro de República Argentina( SSRA) 18'699 35'000 Hand Aruba Sindicato Unico de Trabajadores del Automovil Club Argentino( SUTACA) Union Personal de Seguridad de la República Argentina( UPSRA) Ace& zabolasibing? noise auous Aanotis) agrono asb soi mumo sb anoais Maob yoqm asb foils 18'326 4'000 5'000 ( 1040) Arubaanse Bond van Werknemers in Verplegende Instellingen( ABV) Australia 529 2) A 19 og bussby? abo to space! Australia Services Union( ASU) 68'548 Australian Liquor, Hospitality and Miscellaneous Workers Union( LHMU) bombejder ob nibui? ob obis 5'000 Finance Sector Union of Australia( FSU) 112'050 Shop, Distributive& Allied Employees' Association( SDA) olabo yaoifini sb Innojos by bootesibai? ob lenolo 215'000 Bangladesh e Union of ( HO) Bank and Insurance Employees' Federation of Bangladesh( BIEF) lab assobsjeder ob actesibniz ob lanoios 370 Bank Karmachari Federation( BKF) 5'500 dores de la Sal Barbados The Barbados Workers' Union( BWU) The National Union of Public Workers( NUPW) MART2) oila slob obesigm ob obute ( 221ATIV12) also blob obejds ob ini ole 1'600 6( BLA- STV) 2'080 ( MODASTR8) smo mub aquellisvat sob alsofbev2 dist Belgique Estaral de Banca y Ahorro( FEA- CC.00 Centrale Chrétienne de l'Alimentation et des Services( CCAS) A 1 jan obrusili zob slaba 2 hod 15'466 Centrale Nationale des Employés( CNE- CSC) 66'005 Thermolad no solenizator oblaci 17'500 La Centrale Générale( CG- FGTB) Landelijke Bedienden Centrale- Nationaal Verbond voor Kaderpersoneel( LBC- NVK) Syndicat des Employés, Techniciens et Cadres de Belgique( SETCa) 144'118 158'412 soista& oignons lob zobsofqměl ob of Boala ab lennieM.com lob zobesigm ob otsaibnič Bénin Syndicat National des Travailleurs du Commerce Indo- Libanais et Assimilés du Benin( SYNTRACILAB) Syndicat National des Travailleurs du Secteur Bancaire et Assimilé du Bénin( SYNTRABANC) Bolivia Confederación Sindical de Trabajadores Bancarios y Ramas Afines de Bolivia( CONSTBRA) Federación Departamental de Trabajadores de Comercio y R.A.( FDTC) ild up bob enota 1142 Botswana ROHMY2) ovib s180 sb apaivie? στον Botswana Bank Employees' Union( BBEU) y( PL) Botswana Commercial and General Workers' Union( BCGWU) Brazil Confederaçao Nacional das Profissoes Liberais( CNPL) Confederaçao Nacional dos Bancarios( CNB- CUT) 2'500 150 o ob zing A ab Day2 to obbyolqum ab1'050 ( 10- AHAMY2) 900 300 OUTD) lot to oin shart ( WTO) how obso 15'000 200'000 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 245 25'000 73'988 50'000 # 25'000 Confederaçao Nacional dos Trabalhadores em Turismo e Hospitalidade( CONTRATUH) Confederaçao Nacional dos Trabalhadores no Comércio e Serviços( CONTRACS- CUT)( UWA) UW sugar Confederaçao Nacional dos Trabalhadores nas Empresas de Credito( CONTEC) Federaçao Interestadual de Sindicatos de Engenheiros( FISENGE- CUT) Secretariado Profissional do Setor Comercio e Similares- Força Sindical( SEPROCOS) Mebagen ab astrogA no 100'000 ( HA) shsons noiosiooaA ( EYAUTA) sono stran al you A lob sointiasovineslanolestor ob posion A Apildiq 000'021 Bulgaria Podkrepa Commercial Workers' Union( PODKREPA) diqlal ob nominal situbal al ob apaiviqu2 noi 10'660 Bundesrepublik Deutschland QVA) im ob soinsisiV noiosios A no Deutsche Angestellten- Gewerkschaft( DAG)( 2) alivyoimb absolqm ob sungA 395'663 Deutscher Gewerkschaftsbund( DGB)( HYTA) InoxinoH y al ob actoftib ob sonobajedarf ab aninogA no 696'960 Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen( HBV) ning1A bebina al ob osobajadeT ob sonoiosios.A ab no 583'055 ( MOZ) Mob and ob otesibai2 ( 8M802) bebini afrobe bob sobsofqmy soxando ab otsib Fédération des Concièrges( Gardiens, Assureurs des Parkings et Gens de Maison( FCGMB) Fédération des Employés des Maisons de Commerce des Industries et des Banques( FEMCIBAN) Fédération Syndicale des Banques, Assurances, Etabliss. Financiers, du Commerce et de l'Industrie ( FESBACI) Burkina Faso Burundi 3'073 1'330 Bobajader ob osin ote 1'758 bebingo2 ob lenoa oin sduxA Fédération des Syndicats des Banques et Assurances( FSTBA) illa omagolva who may broad 1125 Chile ( U2A) noinU assivi silsi Asociación Gremial Registro Nacional de Agentes Comerciales y Viajantes( RNACV) RAM bus viflstigao Houpil nail 12'90 Confederación de Sindicatos de Trabajadores de Empresas Bancarias y Afines( CSTEBA) to hoinU 101002 Confederación Nacional de Sindicatos y Federaciones de Trabajadores del Comercio( CONSFECOVE) ovitudinal Confederación Nacional de Sindicatos, Federaciones y Asociaciones de Trabajadores del Sector Privado de Chile( CEPCH) 500 12'900 7'000 6'078 daobalans 8 Federación Nacional de Sindicatos de Trabajadores del Comercio( FENATRADECO) 200 yolga consial bas 5'790 Colombia Sindicato de Empleados del Banco del Comercio( SINTRABANCOM) CD18) nosobo nedosmins& Sindicato Nacional de Trabajadores del Instituto de Seguros Sociales( SINTRAISS) sob: 400 ( UWB) Boiqu'ashow sobsch 6'000 ( WчTUM) W pildo lo noin Innobod 515 Congo Fédération Syndicale des Travailleurs du Commerce( FESTRACOM) Fédération Syndicale des Travailleurs de Santé et Affaires Sociales( FESYTRASAS) A1 1'000 ( 020-8MD) ayolga sob oisnodeMola ( 8T04-00) is latin 1400 Costa Rica Asociación Nacional de Profesionales en Enfermeria( ANPE) Federación Costarricense de Trabajadores de la Salud( FECTSALUD) brachoV Isanoits- olens nobusibo of 1'000 Sindicato de Empleados del Banco Anglo Costarricense( SEBAC) upigloff abortionsTavolam asb tasib 500 Sindicato de Empleados del Banco Nacional de Costa Rica( SEBANA) Côte d'Ivoire 1'000 1'000 Unión del Personal del Instituto Nacional de Seguros( UPINS) medi- obal mob gellisvar esb lenob ainsЯub elimizzA 1992 b wolfiever zoblanibay? Syndicat des Agents de Nettoyage- Sanitaire, de Surveillance et de Sécurité Civile( SASSS- CI) Syndicat des Employés du Petit Commerce d'Abidjan( SYEPECOA) Y 1'000 sacobs jeder ob lepibniz- notoss 510 qabi 2'850 S5'000 Syndicat National des Agents des Banques, Etablissements Financiers et Assurances de Côte d'Ivoire ( SYNABEFA- CI) Syndicat National des Employes et Cadres du Commerce et des Services de Côte d'Ivoire( SYNECCSCI) Croatia ( 0888) noinUseyolmans answato ( W) W La bas sinomo answe 52'830 Commercial Trade Union of Croatia( CTUC) Curaçao Curaçao Federation of Workers( CFW) 246 ( A) india0ozador asb Innoine osobotno ( TUD- 80) ane cob lenols.org) 550 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Curaçaosche Bond Van Werknemers in Verplegende en Verzorgende Instellingen( CBV) bolmel ob noite 1'425 Cyprus ( TOHO- 36R) is abofle ( LV)( 04-278) avio2 sob to arrogans zob Jasb 5'190 10 on 102 to 8 ob ebay? s pat nous Cyprus Union of Bank Employees( ETYK) Free Trade Union of Commercial Employees( CWC) Czech Republic spur ja asuphill ob ano nout slob to supodia 2'900 also inoi obial baleno ob Bob 08 sanoite not 136'805 15'000 ( TCHD- 22-1) xuel02-02 mon 18'000 3'500 Odborovy svaz Pracovniku Obchodu CESKA KOMORA( OSPO) Odborovy Svaz Pracovníku Peneznictvi a Pojistovnoctvi( OSPPP) Odborovy Svaz Pracovniku Spolecenskych Organizaci A Hospodarskych Zarizeni( OSPSOHZ) Odborovy Svaz PROJEKT( PROJEKT- C) Danmark M Centralforeningen for Danske Assurandorer( CDA) ingal to b ( TCH- 30U) 2010 gal zob olind Dansk Frisor& Kosmetiker Forbund( DFKF) Feds of miles to souped ISU) ( AVY 2) A sob isnot obtai 1'966 4'648 Dansk Funktionærforbund- Serviceforbundet( DFSf) Danske Forsikringsfunktionærers Landsforening( DFL) Finansforbundet( FSU- DK) ( SBISBE) ( 010) how ishballem 47'439 ( UWIJD) on 12'759 7'128 Handels- og Kontorfunktionærernes Forbund i Danmark( HK) ( SESPER Kvindeligt Arbejderforbund( KAD) 211'000 ( UW2H) noin abo 6'500 Teknisk Landsforbund( TL) Dominica Waterfront& Allied Workers Union( WAWU) 200 Egypt ( UO) noinUaWhislain21'863 ( BOTO) anoin voit ob 240 ( H2AO) U zdolal to in ( BYIO) savolom aleviri to moil 2055 mode General Trade Union of Administrative and Social Services( GTUASS)) som to noin 100'000 General Trade Union of Commercial Workers( GTUCW) National Trade Union of Banks, Insurances& Financial Affairs( NTUBIFA) El Salvador Sindicato de Trabajadores de la Salud( SITRASALUD) 90'000 ( UWTO) on ( UWATD) noinU FALCRI) how listanbul basic W boillA bas sendo ba788 España Tiskans Bancari Federación de Empleados, Técnicos y Alimentación( ELA- STV) ob poolematu oturan leb zobje ob 1600 Federación de Servicios( FeS- UGT) 123'000 Federación Estatal de Banca y Ahorro( FEBA- CC.00.) 3. ob legais 11'500 Federación Estatal de Comercio( FEC- CC.00.) 15'000 Federación Estatal de Seguros( FES- CC.OO.) 3'300 Federación Estatal de Trabajadores y Empleados de Servicios( FETESE- UGT) 22 al ob oliennoissstory lesibaya mode CONST kipas seb monotoA alesibuy? nobe 60'000 Faroe Islands Lavor Starvsmannafelagid( SF) uballonnoizestor! oleoibny2 noisyb 1'200 Fiji Fiji Aviation Workers' Association( FAWA) Fiji Bank Employees' Union( FBEU) ( UWOO) moinU'W fimm basi ( 0280) noin visque olixue se 130 ( UWM) coinU' etroW saiM 2'258 le Insurance Officers' Association( IOA)( AAM) 200volqm feroambal ban lako lelong to noisinoga 200 National Union of Factory and Commercial Workers( NUFCW) Finland Liikealan Ammattiliitto r.y.( LA) Pankkitoimihenkilöliitto Bankmannaförbundet r.y.( Ptl) Suomen Teollisuustoimihenkilöiden Liitto r.y.( STL) Vakuutusväen Liitto- Försäkringsmannaförbundet r.y.( VvL- Fmf) France 500 Sonoll optimal lob obejder 106'513 33'744 oboT( Wolio? to nonober 40'016 9'605 Food and Alked Industons Werkend ( 208) favoles of Antipoli ( UWOMB) noinU sbarT nobria baloch Wivi bns Maniliu imis Shaila 8'000 Fédération de la Protection Sociale du Travail et de l'Emploi( FPSTE- CFDT) as FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 247 Fédération des Employés et Cadres, Force Ouvrière( FEC- FO) Fédération des Services( FdS- CFDT) Vi W nV bao edad 60'000 10'600 50.1'500 18'500 TOD 2'900 oildugo 1'000 Fédération FO de l'Equipement, des Transports et des Services( FETS- FO) QYTE yolgato noin au Fédération Française des Syndicats de Banques et Sociétés Financières CFDT( FFSBSF- CFDT) to noinU ober ammo Fédération Française des Syndicats Chrétiens de Banques et Etablissements Financiers( FFSCBEF- CFTC) Fédération Nationale de la Coiffure, de l'Esthétique et de la Parfumerie( FNCEP- FO) Fédération Nationale FO des VRP et Commerciaux( VRP- FO) 920) AMI A 1'000 Fédération Santé- Sociaux( FSS- CFDT) ( 99920) indonvojaijo s ivtoinen L'Union des Cadres et Ingénieurs de la CGT Force Ouvrière( L'UCI- FO) sing10 do plansoolog? uoliavoor Rev2 y Union Confédérale des Ingénieurs et Cadres( UCC- CFDT) ( ОТ) ТНТ Gabon ubododo ilievo SE2 y 18'000 10'000 696 25 000 Syndicat des Banques et Etablissements Financiers du Gabon( SYBEFG)( AUD) obsA plans 101 nagninoti 1'220 Syndicat National des Assurances( SYNA) Gambia ( C) budi odiom 500 choloois- boob Gambia Commercial& Industrial Workers' Union( GCIWU) Ghana Health Services Workers' Union( HSWU) Industrial& Commercial Workers' Union( ICU) ( 1960) gainst Broilantegnilizosam Commerce et de adstrie( IC- U24) tobanchotan ( H) mme i boudi minulonoX go- alobasH ( CIA) baudrotrabjadiA igilah 3'000 ( IT) baucholabas: 60'413 2'000 Greece spiuimod Greek Federation of Bank Employees Unions( OTOE) ica y Viajantes( RNAUWAW) moin UW boillA& non 50'000 Greek Federation of Insurance Employees Unions( OASE)( CSTEBA) Greek Federation of Private Employees( OIYE) Panhellenic Union of Casino Employees( Croupiers)( PUCE)( OUTDW Grenada 4( 22AUTO 3'500 17'331 A to noinU oberT Lon mob 18 noinU shert leth 321 ( AUT) aristA Isibasmi asosantana to goinU obert lenobs ( PENATRADBCO) Tobsvis ( CUJAZAЯT12) bula2 al ob obajaderT ob otsoibnic 773 875 SINTRABANCOM) Commercial and Industrial Workers' Union( CIWU) Grenada Technical and Allied Workers' Union( GTAWU) Guatamala del Banco del Sindicato de Trabajadores del Instituto Guatemalteco de Seguridad Social( STIGSS) LA y 200inoT sobolqm ob noi 1'886 Guinea- Bissau ail ( TOU- 20) aiivis2 ob noosobo Sindicato Nacional do Comercio, Serviços e Gastronomia( SITRACOSEGA)-A) orsodA y sons& ob stata gois 10'000 100.00-384) aioromo ob laista noi Guinée ( 00.00-284) ago? ob istata pivm2 obalama yaoiobada Fédération Syndicale Professionnelle de la Santé( FSPS) 5'000 Fédération Syndicale Autonome des Banques et Assurances de Guinée Assurances de Guinée( FESABAG) oblasti 129 Fédération Syndicale Professionnelle du Commerce( FSPC) Guyana Clerical and Commercial Workers' Union( CCWU) Guyana Bauxite Supervisors' Union( GBSU) Guyana Mine Workers' Union( GMWU) abuslal 1'790 ( 12) bigalstenmarie12 1'000 3'200 ( AWA) noteizzA W nosivA 1300 ( UHH) noin ayolqml 81'854 Honduras National Association of Agricultural Commercial and Industrial Employees( NAACIE)( AQI) nosio88A' so some 865 ( WORUM) W( simo be voted to doinu lanobak Get Ass Côte d'Ivoire Sindicato de Trabajadores del Instituto Hondureño de Seguridad Social( SITRAIHSS) 201 Hungary ( Democratic Trade Union of Scientific Workers), Tudományos Dolgozók Demokratikus Szakszervezete ( TDDSZ) Bankok, Biztositok Dolgozoinak Szakszervezete( BBDSZ) 2830 1'200 1'470 ..tiebaudensmagnotti nova Building Maintenance and Civic Workers' Independent Trade Union( BMCWU) 27'173 4'000 Kereskedelmi Alkalmazottak Szakszervezete( Trade Union of Commercial Employees)( KASZ) 2 nolostort si ob no 87'200 248 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Magitios: Iceland ( AHIBHCU), pow. bailLA bhe aleigaoHanobuitenantot at Federation of Icelandic Bank Employees( SIB) Landssamband Islenzkra Verzlunarmanna( LIV) ProESO India Max For ociation( S1QAY lave bow boiltA nagnideildu gün To noin 3'404 W ( OU) anino 14'682 ( 02) Sotto open to All India Bank of Baroda Employees' Federation( AIBBEF)( F) anlamda men to notedoba: 25'000 All India Dena Bank Staff Federation( AIDBSF) All India National Life Insurance Employees' Federation( AINLIEF)( UHS) moins All India Overseas Bank Employees' Union( AIOBEU) ( ISD) anoiaUods All India Punjab National Bank Staff Federation( AIPNBSF) noia' ancioindooT bus iiaator to obers Sin Food Corporation of India Employees' Union( FCIEU)( golqu MacIndian Managerial and Professional Employees' Centre( IMPEC) 4'000 gen to notes 5'927 and to mailbo 20'165 movinU to 10'000 15'000 5'000 Si Indian National Salaried Employees and Professional Workers Federation( INSEPWF) Si National Confederation of Bank of India Staff Unions( NCBOISU) 20'000 em to goial oberf 2'500 35'000 by 4'525 Mog State Bank of India& Subsidiary Bank and Employees' Union( SBISBEU) The National Commercial, Technical& Salaried Employees' Association( NCTSEA) Indonesia 2) ob volom sob atibay? aab noite yobt Bank, Commercial, Financial and Insurance Workers' Union( SESPEKA- GASBIINDO) ( UWAGDELI) noin now beill A& ovoudrai Ireland Irish Bank Officials' Association( IBOA) Manufacturing Science Finance( MSF- Ire) ( BU) apoyolga # 32'577 leiosam odloss. sto in odpa 15'500 3'000 The Union of Retail, Bar and Administrative Workers( MANDATE) has 14'500 Israel Union of Clerical, Administrative and Public Service Employees( UCAPSE) bus bar otros 100'000 200 Union of Technical Engineers and Technicians in Israel( TU) Italia L.d. Ab to oupas fab aby 10'000 Federazione Autonoma Bancari Italiani( FABI)( 0210-8001) and stained aboziosgodmax ob69'402 Federazione Autonoma Lavoratori del Credito e del Risparmio Italiani( FALCRI) Federazione Italiana Bancari e Assicurativi( FIBA) volqm ab baguiodmexu.co algas sub 14'000 77'522 100'000 70'661 115'500 7'000 d) noin 12 sh Federazione Italiana Lavoratori Commercio Turismo Servizi( FILCAMS- CGIL) Federazione Italiana Sindacale Lavoratori Assicurazioni e Credito( FISAC- CGIL) Federazione Italiana Sindacati, Addetti Servizi, Commerciali Affini e del Turismo( FISASCAT- CISL) Federazione Nazionale Assicuratori( FNA) Unione Italiana Bancari( UIB- UIL) Unione Italiana Lavoratori delle Assicurazioni( UILASS) Unione Italiana Lavoratori Turismo Commercio Servizi( UILTuCS) Jamaica Bustamente Industrial Trade Union( BITU) National Workers Union of Jamaica( NWU- J) ( CAH HIMU noinU savolga GAHA888 289) bobivor's 9) noin 2 busof bio obivor 30'000 ( AUM) voltooi 1'500 100'000 ( UBA) in svib8bWxT ( B) rosvolqm abito W and 5'133 Booyoqm Seochonetes) court fitant dosa2'845 Union of Technical Administrative& Supervisory Personnel( UTASP) pet Unique des Agents des Travail Public, de Habitat et de Japan volum sai 2002) boin' soogolqu laistom $ 500 -U382) Confederation of Japan Automobile Workers' Unions( JAW) 80'000 Federation of Non- Life Insurance Workers' Unions of Japan( SOMPO- ROREN) 30'000 THU) anoin oba mi svolam Japan Federation of Commercial Workers' Unions( JUC) 130'000 Japanese Confederation of Aviation Labour( JCAL) 4'000 National Federation of General Workers' Unions( IPPAN- DOMEI) 4'000 The Japanese Federation of Textile, Garment, Chemical, Commercial, Food and Allied Industries Workers' Unions( ZENSEN) 156'000 allsM A 12 lambiron biT Kenya Kenya Union of Commercial, Food and Allied Workers( KUCFAW) CAR 26'000 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 249 bo2'096 Kenya Union of Domestic, Hotels, Educational Institutions, Hospitals and Allied Workers( KUDHEIHA) Kenya Union of Printing, Publishing, Paper Manufacturers and Allied Workers( KUPRIPUPA)& oibnalool to noits1'800 Korea( South) Federation of Korean United Workers' Unions( FKUWU) Korean Federation of Bank& Financial Labour Unions( KFBU) Korean Federation of Free Clerical and Financial Workers' Unions( KFCFWU) Korean Federation of Hospital Workers' Union( KFHU)( Korean Federation of Insurance Labour Unions( KFILU) Korean Federation of Professional and Technicians' Unions( KFPTU) Korean Federation of University Employees' Unions( KFUEU) 0002 Latvia Latvian Trade Union of Commerce( LTUC) Lebanon Visaalal basis. 30'000 Ha to ne si 139'206 Net2 as 8 ssib 42'478 coolgood olienos kib/ 30'000 ( UBA) soba yolga TVO Rib 12'000 sasa NIA) noileaba spots dainu sib 13'000 in ( UE) non pofsito noite 10'000 nois volqa isoissstor bas isinagensM naibal polatot bak dovolqa boils 2 Innois O anoint to feto noisoboto ( 0882182) noioso yolga bus dos vibiadu? sibul to in bistando somo las 2'000 ( DEM) Fédération des Syndicats des Employés de Banques au Liban( FSEBL) Fédération des Syndicats des Employés de Commerce( FSEC) Lesotho ( ОТИВ 120 17'934 nos 400 2 1'000 sizomobni ( OCMIRZAO- AX89282) noi band bas izionano ne somm Lesotho Commercial, Distributive& Allied Workers Union( LECDAWU) Lesotho Union of Bank Employees( LUBE) 00221 1'973 br 151 ( AOSI) nosio088 A' alaiono ine& dan ( ol- 12M) somni consiz gain Liberia Domestic, Commercial, Clerical and General Services Union( DCCGSU) Wovitusintub A based listalo noin 1'400 Lithuania abil to 12'500 7'863 six 5'150 Lithuanian Trade Union for Trade and Consumer Cooperation Workers( LTUTCCW) bas ovitsainimbA Luxembourg ( UT) lostal ai anelindos bus ponign indoor to noinU Association Luxembourgeoise des Employés de Banque et d'Assurance a.s.b.l.( ALEBA) Confédération Luxembourgeoise des Syndicats Chrétiens( LCGB- CLSC)( ISA) insile in Fédération des employés privés Fédération Indépendante des travailleurs et Cadres( FEP- FIT et Cadres) monoluA noise 12'000 Onofhängege Gewerkschaftsbond Département des Employés Privés( OGB- L) ideoizaA o icons 8 ensilst noise 7'070 Malaysia mamansill noise All Malayan Estates Staff Union( Kesatuan Kakitangan Ladang- Ladang Seluruh Tanah Melayu)( AMESU) nois 2'726 Association of Bank Officers Peninsular Malaysia( ABOM) is nobbA pobai? Ensilsil oneixer 805 DMIB. BERHAD Employee Union( DMIB. BERHAD) ( AMH) A secoИonoison ( JU- 80) hous& snailed Employees Provident Fund Board Staff Union( EPFBSU) National Union of Bank Employees( NUBE) A silob vanila 26'679 Tholos.I ansilall of 11'500 National Union of Commercial Workers( Kesatuan Kebangsaan Pekerja2 Perdagangan)( NUCW) Resorts World Bhd. Executive Union( RWBEU) Resorts Worlds Employees' Union( RWEU) 900 618 216 ( UTI) noin short iniuaubala 650 Rubber Research Institute Staff Union( Kesatuan Perkerja2 Pusat Penyelidekan Getah)( RRISU) to noinU W 750 Sabah Banking Employees' Union( Persatuan Perkerjah2 Bank Sabah)( SBEU- Sabah) vainimbA IspindasT to no1'801 Sabah Commercial Employees' Union( SCEU- Sabah) Sarawak Bank Employees' Union( SBEU- Sarawak) Sarawak Commercial Employees' Union( SCEU- Sarawak) Union of Employees in Trade Unions( UETU) Urban Development Authority Staff Union( UDASU) 1'063 ial Employee( NAACIE) S ( WA) ani WalidomotA neqel to noimoboln negal to anal how to to noso 22 ( Out) anainU W lai sumo lo noisisbonag 347 ( JADI) 100da noileivA lo noilobato zonaql Web 1'500 901 Mali Syndicat National du Commerce des Banques du Crédit et des Assurances( SYNCAB) sliteT to notebal 8'000 Malta ( ИНГИНХ) 0 173 Supervisory, Technical and Professional Staff Association Subsidiary of the General Workers' Union ( STPSA) baillA Bne boo Lemmo 302'200 250 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Mauritius Distributive Trade Workers' Union( DTWU) Plantation Workers' Union( PWU) SKOTER) Professionals and Technical Officers Association( PTOA) Sugar Industry Overseers' Association( SIOA) Mexico Federación Nacional de Sindicatos Bancarios( FENASIB) Sindicato Nacional de los Trabajadores del ISSSTE( SNTISSSTE) Sindicato Nacional de Trabajadores de Banco Obrero C.T.M.( SNTBO) Sindicato Nacional de Trabajadores de la Secretaria de Salud( SNTSA) Clique Moçambique Syndics Travaille ( 90) stans Secteur Privé( FST3P) 850 ( M- 087) badm 1'050 20 102 800 ( AM). baudholzbambid AaroM GAM) bandro110'000 60'000 ( ASD) naillafagastavil obfe doodswglas JoHodo 446 130'000 Sindicato Nacional dos Empregados Bancarios( SNEB) Defense National Ashar to notebo 2'000 Sindicato Nacional dos Empregados de Comércio, Seguros e Serviços( SINECOSSE) Monaco oment( PSC) 1'500 ( 489) bo povolique emble ( 2014) yolga omal nat 317 250 Tob nois Syndicat des Employés, Gradés et Cadres de Banque de Monaco( SEGCBM) Syndicat Monégasque des Cadres et des Employés de Jeux de la Société des Bains de Mer de Monaco ( SMCEJ/ SBMM) stof asbide, aotmomilA ob sobada berubat be Montserrat Montserrat Allied Workers' Union( MAWU) கார் so we sug JWDA) hoinagoge boles 300 Nederland Dienstenbond FNV( DIENSTENBOND) Kappersbond FNV( KAPPERSBOND) ( LABARTEH) valob oisons& obsjeds 77'043 6'887 Vakbond voor Administratief, Technisch en Commercieel Personeel( UNIE BLHP) fob torji z ob mbi 50'849 Nepal Financial Institutions Employees' Union( FIEUN) New Zealand otia lab sobe jeder sb 10'000 Service Workers Union of Aotearoa( SWU) The Finance Sector Union( FinSec) back ob gobaalqm ab o ( 222) 22 labota obisnis Motor? 2'250 qom ob nosalejada ab lancio.ctc 18'800 ( 200 Nicaragua zanigifid, Federación de Trabajadores Hoteleros, Meseros y Similares de Managua( FETRAHOMESIMA) to 1'312 Niger Syndicat National de Transport et Mécanique Générale( SYNTRAMEG) Syndicat National des Agents de la Sécurité Sociale( SNASS) 2009 धना ( UIA) SOUT- anoinU odal besoaaA iods. nailivi onigi 1'325 #ayolga xns to U 713 62 Last m 2'000 Syndicat National des Banques, Assurances et Etablissements Financiers du Niger( SYNBANK- N) 500 Syndicat National des Travailleurs de l'Energie du Niger( SYNATREN)( ALIA noitsioonA gooyoqlanib A saiqq 500 Syndicat National des Travailleurs du Commerce( SYNTRACOM) volqadrimming 800 Syndicat National des Travailleurs de l'Industrie du Niger( SNTIN) ( UTAW) anoinu bar sonillA500 Syndicat Unique de la Santé et de l'Action Sociale( SUSAS) Syndicat Unique des Agents des Travaux Publics, de l'Habitat et des Transports( SUATPHT) 1'525 Nigeria lasajo Association of Senior Staff of Banks, Insurance and Financial Institutions( ASSBIFI) 12) Ile lu? 8b opens apb 13'000 Food, Beverage and Tobacco Senior Staff Association( FOBTOB) National Union of Banks, Insurance& Financial Institutions Employees( NUBIFIE)( 82) toob koostab 70'000 National Union of Shop and Distributive Employees( NUSDE) ( 232) 2 outgoЯ ab eoriadnagh zob on 15'500 ob siamolation of 500 Precision, Electrical and Related Equipment Senior Staff Association( PERESSA) Shop and Distributive Trade Senior Staff Association of Nigeria( SHOPDIS) ( 082) othe 500 1'300 ( 020398) FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 251 Norge Finansforbundet( FSU- N) shing Paper Forbundet for Ledelse og Teknikk( FLT) res and Allied Work amitius M 24'135 Institutions, operated Allied World W sex svifudimai DHHWAY ( UWTC) somU 20 PRIPUPA ( UWT) noin 2100 W no ( AOT) noitsioozA O LepidooT bas alsno 10'428 ( AO12) naisi508A 26808 Forsikringsfunksjonærenes Landsforbund( FL) Handel og Kontor i Norge( HKIN) Norsk Arbeidsmandsforbund( NA) Norske Assurandorers Förbund( NAF) Österreich ions( KFBU) Workers Unio ( PRU) ( KEILU) 40'660 7'819 OM ( 812) ons soloibniz ob Isnoiosno 1581 ( 8T22212) 812221 lob anobetsdaT apl ob lenoir ( 082) M.T. O ob robsjedsT ob temoine Monsibi Union( 22) bule2 ob 2 al ob zobsident ob fanoiak sha2 2024012 202'401 Gewerkschaft der Privatangestellten( GPA) Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönliche Dienste( HGPD) Pakistan 12'200 oupidispoM ( 2) zobegom zob Iscoise otsibai? 1'500 All Pakistan Federation of Trade Unions( APFT) 12) bom sobami 65 Pakistan Bank Employees' Federation( PBEF) Pakistan Insurance Employees' Federation( PIEF) Panama 2'765 1'150M ( MED) OM eb supas ob sobe to zaber abolqm asb tibay? Syndi Msh Mabang 02 al ob xual ob savolam Federación Industrial de Trabajadores de Alimentos, Bebidas, Hoteles y Afines( FITABHA) & Allied Workers Union( 1 ( MMA) 5'000 973 1'000 ( UWAM) noinU W DillA JETIO bashoboй 1'290 Papua New Guinea Amalgamated General Workers' Union( AGWU) Paraguay Federación de Trabajadores Bancarios y Afines del Paraguay( FETRABAN) Perú Asociación de Agentes Viajeros del Perú( AAVP) ( COMIC) VMH baodas ( MAX) VMbaodanoqqs to desireT toimainitubA 100v bbc1'000 Centro Unión de Trabajadores del Instituto Peruano de Seguridad Social( CUTIPSS) Federación de Trabajadores de Compañias de Seguros del Perú( FETCOS)(( UE) noinUros volqm notital Sindicato de Empleados de Sociedad Andina de los Grandes Almacenes( SEMSAGA) Sindicato Nacional de Enfermeras del IPSS( SNEIPSS) 3'600 2'000 320 basis 1'000 Sindicato Nacional de Trabajadores de la Corporación Peruana de Aeropuertos y Aviación Comercial S.A. W ( SINTRACOR) Philippines St 1'400 ( 052) coin 10192 ani odT vh Panah Melaye) AMESU CHAM) augen Mob som 2012 2011 zerobjedan ob noin 7749 BERH 5'000 Manob isnous 6'000 ( 22A12) sisi02 tius2 al ob aineg A zob innois pad asb lenobe Asupan 6'000 5'000 2'000 Alliance of Filipino Workers( AFW) Associated Labor Unions- TUCP( ALU) Federation Filipino Civilian Employees' Association( FFCEA) ЯTMY2) National Union of Bank Employees( NUBE/ BIFU) Philippine Agricultural Commercial& Industrial Workers' Union( PACIWU) Philippine Airlines Employees' Association( PALEA)( MSTAИY2) Mub eigenbelieva ab eos Philippine Technical Clerical, Commercial Employees Association( PTCCEA) Workers Alliance Trade Unions( WATU). Poland TTM) giubbio ever asb leno 1'655 lisvert ab Isnoitsi 741 Bak Sabab( 2A8U2) alsina noiaA! oh to stre2 al ob supinu 14stbay? NSZZ Solidarnosc National Section of Commerce and Consumer Cooperatives( SPOLEM) Tab ainegA 29b supinU 1403'000 Portugal 1500 По 1822A) Engiusitani leioneni bassonantined to fit moins2 to mois 48'269 ( FOTO) noipoza ( UM) som Sindicato dos Bancarios do Sul e Ilhas( SBSI) Sindicato dos Bancarios do Centro( SBC) Sindicato dos Bancarios do Norte( SBN)( 8) voll anomitant Isions Sindicato dos Engenheiros da Regiao Sul( SERS) Sindicato dos Profissionais de Banca dos Casinos( SPBC) 12 102 doT bat gevel 5'338 consent to noin is 18'759 vi bas qod2 lo noigu Isn1'700 innomgiup botslas bus leontool, nate 347 q Sindicato dos Profissionais de Escritório, Comerçio, Serviços e Correlativos das Ilhas S. Miguel e St Maria udinibas 985 ( SPECSC) Usion 252 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Sindicato dos Quadros e Technicos dos Transportes( SIQTER) Sindicato dos Trabalhadores de Seguros do Norte( STSN) hoir T 776 4'118 38'993 bellA bos af k 5'036 6'023 Sindicato dos Trabalhadores de Escritorio Commercio, Servicios e Novas Tecnologias( SITESE) Sindicato dos Trabalhadores de Seguros do Sul e Regiones Autonomas( STSSRA) Sindicato Livre dos Trabalhadores de Serviços de Limpeza, Portaria, Vigilancia, Manutençao, Beneficiencia, Limpeza, Po Domestico( SLEDA) República Dominicana billA Bus ( UWDT) soins has moge Federación Nacional de Trabajadores de la Salud( FENATRASAL) Unión Nacional de Servicios de Enfermería Dominicana( UNASED) 000 1'500 2 ( USED) 500 République Centrafricaine ( UMU29) noin sa batin 2'700 12 Fédération Syndicale des Travailleurs du Secteur Privé( FSTSP) Syndicat des Agents, Employés et Cadres Civils de la Defense Nationale( SAEC- DN) Woths W210 Romania Federatia Sindicatelor Libere din Comert( FSLC) 12 ( UWATO) coi show beinA brindo Tisio5 59'364 22'500 KOOP Federation of Research and Design Trade Unions in Romania( FSLCPR) ret, Schweiz/ Suisse/ Svizzera ( UTOB) noinUeberTaleomo ( UT2D) non ober12 br8'296 Gewerkschaft Verkauf, Handel, Transport, Lebensmittel( VHTL/ FCTA) Schweizerische Kader- Organisation( SKO) Association Suisse des Cadres( ASC)( SKO) Sénégal 6'294 abodabas.I saH av tansi gi sono nav brod onemoglA ( 288A) sani2 ni loonoza 100v brod onor 300 VO) using02'000 Way s500 Syndicat des Travailleurs des Enterprises de Spectacles( STES) Syndicat des Travailleurs des Banques et Etablissements Financiers du Sénégal( SYTBEFS) Syndicat National des Employés et Cadres des Entreprises d'Assurances( SNECEA) Syndicat National des Employés et Cadres du Commerce du Sénégal( SNECCS) Syndicat National des Travailleurs de la Caisse de Sécurité Sociale( SNTCSS) Syndicat National des Travailleurs de la Santé Privée( SNTSP) 15'000 987 574 ( 2T HOITZA) bandhasbilätanset ( 2- U2) jobmudrotz Syndicat National des Travailleurs de la Caisse de Péréquation et de Stabilisation des Prix( SNT/ CPSP) ablibansagr 500 Seychelles National Workers Union( NWU- S) Sierra Leone ( HTT) sebaudits ansutan jaga ( 2.GAH) baucho zablans 5'000 T2) jabuchonasians2 3'900 TTH) tobauchotesn Clerical, Insurance, Banks, Accounting, Petroleum, Industrial and Commercial Employees' Union ( CIB APICE) Singapore Food, Drinks and Allied Workers' Union( FDAWU) ( UWAD2) noinU arrow boillA has embra to boill A bos anoindian Isionsail to noia bas 2'500 Singapore Airport Terminal Services Workers' Union( SATSWU) Singapore Bank Officers' Association( SBOA) 1'920 1'745 The Singapore Bank Employees' Union( SBEU) The Singapore Insurance Employees' Union( SIEU) ( 00) Wisinio bas lehotubal to noin 6'107 1'450 The Singapore Manual and Mercantile Workers' Union( SMMWU) manobant- cob alpiny zob sismos United Workers of Petroleum Industry( UWPI) 11'000 1'139 A basilieved sob olasibny? nolle Slovak Republic noisou Odborovy zväz pracovnikov obchodu a cestovneho ruchu na Slovensku( GAHR) Odborovy zväz Pracovníkov Obchodu s Celostátní Pusobností( OZPO) to anoin how isihan passion to nois Odborovy zväz pracovníkov peñazníctva a poistovníctva( OZPPP) Odborovy zväz PROJEKT( PROJEKT- S) Slovenia 35'000 2'000 4'500 2'000 ( Y2) ogoTub sonomo ab abolem a Sindikat Delavcev Poslovnih Bank v Sloveniji( Slovenian Commercial Bank Employees' Union)( SCBEU) 8'462 FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 253 South Africa ( 012) 20hoqarunT aob aooindooT 201be00 sob otsoibniz ( MAT) short of 2010 ge2 sb zosobenieder zob oi? ob Banking, Insurance, Finance and Assurance Workers Union( BIFAWU) National Services and Allied Workers' Union( NASAWU) National Union of Distributive and Allied Workers( NUDAW) South African Commercial, Catering and Allied Workers' Union( SACCAWU) Transport and General Workers' Union( TGWU) Sri Lanka Ceylon Bank Employees' Union( CBEU) Public Services United Nurses' Union( PSUNU) St Lucia 6'500 mo ortofrab asobediede T aob of sobotoniz lu2 ob amigo? oh soobsdisdayT zob ong ob sopiva ob azobediedenT aob Sivil 1'300 9'471 86'000 ( ACH) 12'128 anssinimo soilde. A ( LAZAЯTAM) bulsa el saobjedan ob isnois noiosob 22'000 ( CEZAMU) time an ab soioivis& ab innoiss 5'000 onisoitetus ouplan ( 4812) Svi pub solliverT zob olsoibny? noits benoted at pb alio ayolga asb son Seamen, Waterfront& General Workers' Trade Union( SWGWTU) St Vincent Commercial, Technical and Allied Workers' Union( CTAWU) Sudan Bank's Officals Trade Union( BOTU) Clerks and Storekeepers Trade Union( CSTU) Surinam 500 sinto 518 ( 02) homo nib sodi.I zolotsoibai2 situ ( 2) inson beagles bas de lo nobo 4'500 5'000 ( ATOMITH) snimanda qast Jobach lus Dob saain2 noitsioonA( O2) noiteaias g10-1oba odoniraxiswda? 500 500 Baob sollievSIT zob jo 550 247 Algemene Bond van Personeel in Dienst van Het Landsbedrijf Academisch Ziekenhuis( ABPAZ) Algemene Bond voor Bankpersoneel in Suriname( ABBS) E.B.S. Werknemers Organisatie( OWOS) Organisatie van Werknemers in Dienst van de Assurantie- Bedrijven in Suriname( ORWASS) Sverige Perd M2)# 592 gb 392 gb bagi 8 ab alive soyolqm asb Isno jeb ayolqm8 zob lenob xlsb sollieva 35b soit 42'200 del Paré( TM) vs al ob moslliever asb lenobй 44'526 obdobial ob zollisvert zob Lanois 116'934 Fastighetsanställdas Förbund( FASTIGHETS) T Finansförbundet( FSU- S) Försäkringsanställdas Förbund( FF) Försäkringstjänstemannaförbundet( FTF) ETESS) ración Porusos de Aeropuertos y Aviación) W Handelsanställdas Förbund( HANDELS) Corporación Persos de Statstjänstemannaförbundet( ST) 今 Svenska Industritjänstemannaförbundet( SIF) 15'654 UWM) noinU are how note 636 150'000 2 Tjänstemannaförbundet( HTF) immo bus antebal store. 94501 baseball Swaziland Swaziland Commercial and Allied Workers Union( SCAWU) 100780 Swaziland Union of Financial Institutions and Allied Workers( SUFLAW)( UWA) poinU few boillA bas zani1'394 Tanzania A/ WZEAC) waiqU W ajo? LaniToqA szoqe80 UoW 2 ( AQ82) A 108 10 ( 0882) noin olmaq Tanzania Union of Industrial and Commercial Workers( TUICO) Tchad ( 2) non 10'954 sonosni od Fédération Nationale des Syndicats des Institutions Financières( FENASIF) WellM bas leone Moqagai2 443 Fédération Syndicale des Travailleurs des Affaires Sociales et de la Santé du Tchad( FESTASST) slot to be 600 Fédération Syndicale du Commerce et de l'Industrie du Tchad( FESCIT) Thailand oildags 1'500 ( THAD) aanval s dom odsavola's abogado voliavos savs Federation of Bank and Financial Workers' Unions of Thailand( FBFT) into a ubodod vozliavosi sävy 26'600 ( 4990) avioliqvotais avons vous save vosodbo ( 2-) T sävyvazodb Togo ( Syndicat des Employés de Commerce du Togo( SYNECTO) Syndicat des Employés et Cadres des Banques, des Etablissements Financiers et des Assurances du Togo ( SYNBANK- T) 2'000 1'900 254 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 ( WIOUM) ansolo baizabal bas leito noin M 700 Syndicat des Travailleurs de l'Office des Produits Agricoles du Togo( SYNTOPAT) to go sid41 Syndicat des Travailleurs de la Sécurité Sociale du Togo( SYNTRASSTO) Syndicat National des Coiffeurs et Coiffeuses du Togo( SYNACOIFTO) 00081 Trinidad and Tobago Bank Employees Union( BEU) Union of Commercial and Industrial Workers( UCIW) Tunisie owd 350 ( SUWD) owdedmi to noin' amphoW Inforatumo ( OWA) noin how bill Abad wed Fédération Générale des Banques et Etablissements Financiers/ UGTT( FGBEF) Syndicat Général de la Sécurité Sociale Sociate- UGTT( SGSS) Turkey Bank and Insurance Workers' Union( BANKSIS) Banka ve Sigorta Iscileri Sendikasi( BASS) Banka- Sigorta Iscileri Sendikasi( BASISEN) Progressive Union of Workers in Bank and Insurance Companies of Turkey( BANK- SEN) Türkiye Ticaret, Kooperatif, Egitim, Büro ve Güzel Sanatlar Iscileri Sendikasi( TEZ- KOOP- IS) Uganda 1'057 1'538 7'000 1'000 12'000 7'500 30'300 11'819 30'000 Manufacturing, Science, Finance( MSF) National Union of Insurance Workers( NUIW) The Banking, Insurance and Finance Union( BIFU) Union of Shop, Distributive and Allied Workers( USDAW) National Union of Clerical, Commercial, Professionnal and Technical Employees( NUCCTE) National Union of Cooperative Movement Workers( NUCMW) 4'014 2'089 United Kingdom Association of Clerical, Technical and Supervisory Staffs( T& G) T- V Weltvorsta 6'000 G.M.B.( GMB/ APEX) Engineers'& Managers' Association( EMA) Graphical, Paper& Media Union( GPMU) 21'799 100'000 19'681 75'000 12'519 140'924 225'000 United States and Canada International Federation of Professional and Technical Enginneers AFL- CIO, CLC( IFPTE) 3'000 Office& Professional Employees International Union AFL- CIO, CLC( OPEIU) 50'000 Retail, Wholesale and Department Store Union AFL- CIO, CLC.( RWDSU) 50'000 Service Employees International Union AFL- CIO, CLC( SEIU) 200'000 United Food& Commercial Workers International Union, AFL- CIO, CLC( UFCW) 725'000 Uruguay Federación Uruguaya de Agentes Comerciales( FUAC) Sindicato Autónomo Trabajadores de Manzanares( SATM) 3'200 1'500 Venezuela Federación de Trabajadores Bancarios y Afines de Venezuela( FETRABANCA) 15'190 Federación de Trabajadores de Tiendas, Comercio y sus Similares de Venezuela( FETRACOMERCIO) 10'000 Federación Nacional de Empleados( FENADE) 5'000 Federación Nacional de Trabajadores de la Salud( FETRASALUD) 40'000 Zaire Fédération Nationale des Cadres( FNC) Fédération Nationale du Personnel de la Santé( FNPS) Zambia Guards Union of Zambia( GUZ) 12'062 30'664 10'000 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 255 National Union of Commercial and Industrial Workers( NUCIW) Zambia Union of Financial Institutions and Allied Workers( ZUFIAW) Zimbabwe ( OT Commercial Workers' Union of Zimbabwe( CWUZ) Zimbabwe Banks and Allied Workers' Union( ZIBAWU) ooh bori zob somo ob auollieverT Bob te 11'000 10'016 UFIAW) Tubolaio iioè al ob atus! lievsTT abby? oT ab 20ausio to amelio sob lenosibny? ogsdoT bas 2015 ( UE) noin 20 9416'000 b 8502'015 28 ( WIDU) Waimaubal bas leisemmo to moin 22'000 2208jainn 280'S ( 2202) TTOU- co2 so02 thus al ob Isono molbuy? OPT ( 212) poinUershow songmanl basins& ( 82A8) iaslibss2 inolina! ahogi ove ( 212) laslibns2 halibal shogi ( MH2- XMAH) yeni lo asineqmdo sonsan! hos da ni aroW to aoinU ovizasiyor! ( 21-400) inedibas2 olioel aftens 2 laxov 8 miiga qoog Trade Union( CSTU) 50 Basz ( OU) ayolga LisindooT bus lannalzastor Jato non so ( WMOUM WOW Mavis good to noinU lenje mobgain betiaU ( DT) 2 roaivisqu2 bus feoindos TJspinel to noisiaaA & is Sufinam( AFBS) Onie van W 000'001 ds Assurantie Bedrijven in Suriname( ORAMED nonicoA Ter Orbund( FASTIGHETS) ( UMD) noia ( 12M) ( WIUM) show da Forbund( FE) ( URI) noin sons has consen, gnis.pd ( ETP) Stai 00002 600/005 ( C) ( 2) ( XAMD) MD sib Midg sonoio2 anitutatusM ontuanl to noin ( WAC2U) loW beill A bus ovitudinaid god? poin shens bas sobi nadebud( ETH) omnian inondos bas lanoiassion toob ostal A noinU anomal volume lanosolomo A noin 2 inonthego bas sigaolod W fisto ( THE) DOHA noin olisi oyoqm spjy102 noin handsmotal son boogia Tab Union of Industrial and Commercial Work TUICO) 002 YeagonU ( OAUR) disimo asinsgA ob syang b ( MTA2) asenneMob sexobajadeit omonòu A oleoibai? Syndicats des institutions Fina ( ADMASTER) 000012 0002 obseden ob noibo OMMODATE lumi ar y fomo asbasi ob robsident ob noipar ( CAE) zobssiqma ob lenos nomb ( QUAZAT) bols2 al ob astobeissi ob lenoi An Federat Rack and Pinsotial Workers Unity Workers Unch of Real( FBFT) 36600 CTO) ( 29) ( O) beach sanoite 2 al ob lanno ub olanoite noi notab ers of des Assurances dit Togo sidmes ( SUD) sidme to noinU abren 256 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Anhang Stellungnahme za Korea Auf seinem Treffen am 18. August 1991 in San PriaBesch cisco hat der HET darüber zum Ausdruck getracht, dass President der FUT Mitgliedsorganl koreanischen Gewerks cal and Financial Workers' Unions( Freie Finanzangestele) am 30. August verbalet wurde. Dieses ist die jüngste koreanischen Regierung Ihre Pührer: Fried wide sch 500 Der Vorstand erinnert darum, dass mehr Gewerkschafter immernoch inhaftlert sind gewerkschaftl tischen Alle Orga edery die Erklärungen angenommen vom FIET- Weltvorstand Was in ande arbeit, betrachtet ist hier Gesetze über na being Streik, Falle de Verletzung Der Vorstand verlangt die des Kollegen Choi und der Gewerkschaft Regierung industrielle and die Einklang geme den international, er Standards Konventionen Be Der FIET San chen len Fri Eckung über Thailand and, des am 18. August 1991 Gewerkschaf FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 257 Zambia Dazon of Financial estimations and died Workers( ZURIAW) Zimbabwe Commersial Workers' Union of Zimbabwe( CWUZ) Zimbabwe Boaks and Allied Workers' Union( ZABAWU подпи ELKISLOEGD SURGNOININGH AO EIELMCHAL 258 FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 g 10'016 16.000 2015 sib Hash Stellungnahme zu Korea Auf seinem Treffen am 18.August 1991 in San Francisco hat der FIET Weltvorstand seine tiefe Besorgnis darüber zum Ausdruck gebracht, dass Jae- Ho Choi, President der FIET Mitgliedsorganisation der koreanischen Gewerkschaft Federation of Free Clerical and Financial Workers' Unions( Freie Büro- und Finanzangestellte) am 10. August verhaftet wurde. Dieses ist die jüngste und gravierendste Attacke der koreanischen Regierung gegen Gewerkschaften und ihre Führer.228 eg neded 190 ellos endi di Der Vorstand erinnert daran, dass mehr als 500 Gewerkschafter immer noch inhaftiert sind wegen gewerkschaftlicher Aktivitäten, die in demokratischen Gesellschaften als normal angesehen werden. Alle koreanischen Gesetze, die das Recht auf Organisierung, Tarifverhandlungen und die Vereinigungsfreiheit berühren, fallen hinter die Regelungen zurück, die in den einschlägigen IAO- Konventionen niedergelegt sind. ab Was in anderen Ländern als normale Gewerkschaftsarbeit betrachtet würde, ist hier ebenfalls durch Gesetze über nationale Sicherheit eingeschränkt, wie Streik, Versammlungen und Demonstrationen, und im Falle des Kollegen Choi war es die angebliche Verletzung des Wahlgesetzes für Gemeinderäte. Der Vorstand verlangt die unverzügliche Freilassung des Kollegen Choi und der anderen inhaftierten Gewerkschafter und fordert die koreanische Regierung auf, die Arbeitsgesetze und die Praxis der industriellen Beziehungen in Einklang zu bringen mit den international anerkannten Standards der IAO Konventionen. *** 20 Gewerkschaften in den Staatsunternehmen Ta aufzulösen und Streiks und andere Aktionen der * Beschäftigten dort zu verbieten, bd nob b& M ⚫ lehnt die Erklärung Nr 54 des Rates für Nationalen Frieden ab, die eine Teilnahme von Beratern an Tarifverhandlungen verbietet und Gewerkschaften em damit jeglicher Expertenunterstützung bei 19 Vertragsverhandlungen beraubt, dom 20geheveinbau 29015 widerspricht der Behauptung der Behörden aufs schärfste, dass freie und demokratische Gewerkschaften die ökonomische und soziale Entwicklung behinderten, • betont, dass diese ungerechtfertigten Massnahmen 918eine eklatante Verletzung international anerkannsib ter Normen darstellen und einen Bruch der Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation( IAO) bedeuten, in der Thailand Mitglied bist, nallov sib ist zutiefst besorgt über das Verschwinden von Thanong Pho- an, Präsident des Labour Congress of Thailand( LCT) und verlangt eine Untersuchung dieses Falles, ker • bringt seine volle Unterstützung für die nationalen Gewerkschaftsbünde LCT und TTUC zum Ausdruck und für die FIET Mitgliedsorganisation, die Federation of Bank and Financial Workers of Thailand( FBFT) in ihrem Kampf um die Wiederherstellung der Gewerkschaftsrechte und die Konsolidierung ihrer Organisation, TH bib b ba bad bumbau A erinnert an die von IBFG/ FIET/ IÖD/ IPTT/ ITF gemeinsam bei der IAO eingebrachte Klage gegen die Regierung von Thailand und drängt die Behörden, die antigewerkschaftlichen Massnahmen einzustellen und uneingeschränkt die international anerkannten Normen der IAO Konventionen zu akzeptieren. Erklärung über Thailand Der FIET Weltvorstand, der am 18. August 1991 in San Francisco tagt, • verurteilt aufs schärfste die antigewerkschaftlichen Massnahmen, die der Thai Rat für Nationalen Frieden in der Folge des Militärputsches am 23. Februar 1991 eingeleitet hat, verurteilt die Entscheidung der Behörden, alle asb ** gous Entschliessung über die jüngsten und Entwicklungen in der Sowjetunion 15b giuda Der 22. FIET- Weltkongress, der vom 19.- 23. August 1991 in San Francisco stattfindet, zeigt sich zutiefst bestürzt über die Ereignisse, die sich im Moment in der Sowjetunion entwickeln. FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 259 Im Namen von 11 Millionen Arbeitnehmern, aus 365 Gewerkschaften in 107 Ländern, verurteilt die FIET den Putsch der vormaligen kommunistischen Machthaber. Die Koalition aus Armee, Sicherheitskräften, KGB und Hardlinern aus dem kommunistischen Parteiapparat hat in völliger Missachtung des Willens der Völker der Sowjetrepubliken sich selbst als neues repressives, diktatorisches Regime im Kremel etabliert und dies am Vorabend der Unterzeichnung eines neuen Bündnisvertrages zwischen den Sowjetrepubliken.bbw how dostomb- bau edil asb.902718 Der sowjetischen Junta muss klargemacht werden, dass es keine Abkehr vom Pfad in Richtung Demokratie und Verwirklichung der Menschenrechte geben darf, den das Land unter der Regierung Gorbatschows eingeschlagen hat. Die jüngste Geschichte sollte deutlich gemacht haben, dass wirtschaftliche und soziale Entwicklung, die für die verarmte sowjetische Bevölkerung so dringlich ist, nur erreicht werden kann, wenn Freiheit und Demokratie herrschen, einschliesslich der vollen Anerkennung freier und demokratischer Gewerkschaften mit Tarifverhandlungsfreiheit und der vollständigen Achtung der AO- Ubereinkommen. zolls 2925ib goudou Das Recht nationaler Unabhängigkeit ist unveräusserlich für alle Völker. Die Welt wird den Putschisten bhi zeigen müssen, dass jegliche Einmischung in die Unabhängigkeit der Baltischen Republiken durch die Sowjetunion nicht geduldet werden wird. Die FIET bringt ihre volle und bedingungslose Unterstützung für all die sowjetischen Republiken zum Ausdruck, die ihre Souveränität auf der Basis einer demokratischen Willenserklärung ihrer Völker erreichen wollen. Ebenfalls unterstützt die FIET all diejenigen, die jetzt den Kampf um Freiheit und Demokratie aufnehmen gegen eine rücksichtslose Diktatur, die sich in der Sowjetunion wieder zu etablieren sucht und erklärt ihre Solidarität mit den freien und demokratischen Gewerkschaften, die in diesem Land bereits gebildet wurden. Die demokratisch gewählten Führer und die Bevölkerungen der Russischen Föderation spielen jetzt eine Schlüsselrolle für das weitere Schicksal der gesamten Sowjetunion und sie brauchen die volle und nachdrückliche Unterstützung der übrigen Welt. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen muss die erneute Unterdrückung der Menschen- und Gewerkschaftsrechte verurteilen, die sich in einem seiner Mitgliedsländer ereignet haben und die einen Bruch der UN- Charta und der UNErklärung über Menschenrechte darstellen. Die Völker der Welt werden nicht erlauben, dass die Ereignisse in der Sowjetunion die positiven Entwicklungen gefährden, die in den Beziehungen der Supermächte eingetreten sind. Der Abrüstungsprozess, der mit dem jüngsten Abkommen über die Reduzierung strategischer Waffen vielversprechende Zeichen weiteren Fortschrittes gesetzt hat, darf nicht unterbrochen werden, sondern muss vielmehr mit beschleunigtem Tempo fortgesetzt werden. Die Werte, die auf dem Spiel stehen, sind so enorm, dass die Menschheit sich keine neue Phase der Spannungen und Unsicherheit leisten kann. Die Ereignisse in der Sowjetunion haben gezeigt, dass die Vereinten Nationen und ihre Rolle im Abrüstungsprozess gestärkt werden müssen, um grössere Kontinuität und Stabilität in einer sich schnell ändernden Welt zu garantieren. ibivi diferbeweg bigns ision als staballos adozi Um wieder einen Prozess in Gang zu setzen, der zu einer Gesellschaft führt, wo Menschenrechte und demokratische Institutionen vorherrschen, stellt die FIET folgende Forderungen: medied diedienagmug monovnoж- OAI nagigi Idoanis nob ni sibhs die unverzügliche Freilassung von Michail Gorbatschow und die Wiedereinsetzung der -an verfassungsmässigen Regierung; mobs ai asW ⚫ den Rückzug von Militär- und Polizeieinheiten siwaus den Strassen und den besetzten Einrichtungen; ⚫die Verwirklichung der Menschen- und Gewerkortschaftsrechte; w lod nagello asb alle mi Nichtbehinderung der Entwicklung in Richtung Souveränität der einzelnen Sowjetrepubliken; • Garantien für die S Garantien für e Sicherheit und gleiche Rechte nofur d für die nationalen Minderheiten in den verschiedeodonen nen Republiken; • Gewährleistung der Souveränität der Länder Mittel- und Osteuropas. e isnoismstni neb Die FIET ruft ihre Mitgliedsorganisationen ferner auf, geeignete Massnahmen zu ergreifen, mit denen sie ihre Empörung über die Machtergreifung zum Ausdruck bringen. And I 19dü g ** mb ni 1901 12uguA 8 banovila Entschliessung zu der Konferenz der in Vereinten Nationen über Umwelt und mwelt und nois 10 Entwicklungs Morro me 250 Rio De Janeiro, Brasilien, Juni 1992 ted totislegnis reeds.£ Der FIET- Weltvorstand, der am 27. und 28. Mai 1992 in Kopenhagen seine 63. Tagung veranstaltet, ruft 260 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 die Entschliessungen und den Bericht über" Gewerkschaften für eine bessere Lebens- und Arbeitsumwelt" in Erinnerung, die vom 22. FIET- Weltkongress 1991 in San Francisco verabschiedet wurden; bin Für je Angesichts des weltumspannenden Charakters der Umweltprobleme ist in der Umweltpolitik eine internationale Zusammenarbeit erforderlich. Die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit darf indessen nicht zum Vorwand für die Untätigkeit im eigenen Land werden. Der FIET- Weltvorstand adbalismec ⚫ fordert daher eine Verstärkung der internationalen In Umweltpolitik, die ein hohes Schutzniveau anstrebt, das Vorsorge- und Verursacherprinzip durchsetzt und die Schaffung von Arbeitsplätzen shund den Umweltschutz miteinander verbindet; ⚫ betont, dass der Energieumsatz angesichts der babaufgrund des Treibhauseffekts drohenden ni Klimakatastrophe weltweit drastisch verringert werden muss. Dazu gehören alle Formen der Energieeinsparung, eine rationellere Energieverwendung und die vermehrte Nutzung und Anwendung regenerativer Energiequellen sowie die bessere Energienutzung. Überall dort, wo klimaverändernde Stoffe zum Treibhauseffekt beitragen, sind Gegenmassnahmen zu treffen. Gegen die drohende Klimakatastrophe durch den Gif Treibhauseffekt ist der Energieumsatz weltweit, alle vor allem aber in den Industrieländern, durch eine 9aeffiziente und rationelle Nutzung drastisch zu verringern; unterstreicht, dass sofortige Massnahmen einzuleiten sind, um der Zerstörung der Ozonschicht entgegenzuwirken. Fluorchlorkohlenwasserstoffe( FCKW) und andere für diese Zerstörung verantwortliche Stoffe sind durch umwelt- und ingesundheitsverträgliche Substanzen zu ersetzen; weist ferner nachdrücklich darauf hin, dass der Schutz der Wälder der Welt, insbesondere der tropischen Regenwälder, ein Bündel von Massnahmen verlangt. Im Rahmen einer Entschuldungskampagne gegenüber Ländern der Dritten Welt drängen sich u. a. die Einrichtung von Tropenwaldfonds, die Erhebung einer Tropenholzabgabe, die den Ländern der Dritten Welt zur nad Verfügung gestellt werden und die Durchführung von Massnahmen der nachhaltigen Forstwirtisschaft auf. Der FIET- Weltvorstand verlangt ferner, dass • die Informations-, Beteiligungs- und Mitbestimbox mungsrechte der Beschäftigten und der betriebsplichen Interessenvertretung auf dem Gebiet des ot betrieblichen Umweltschutzes erweitert werden; die Rechte von Betriebsräten, Angestellten und gewerblichen Arbeitnehmern sowie der Öffentlichkeit auf Information über ökologische Auswirkungen betrieblicher Vorgänge Vorrang vor dem Schutz des Betriebsgeheimnisses und dem 25 Datenschutz haben sollen; Arbeitnehmer, die sich in betrieblichen UmweltHerfragen engagieren, arbeitsrechtlich stärker geschützt werden; • eine gesetzliche Verpflichtung für alle grösseren, bzw. umweltsensiblen Betriebe zur Erstellung betrieblicher Umweltberichte durch unabhängige Umweltbeauftragte eingeführt wird; die internationale Völkergemeinschaft sich für sepeine Verstärkung der gesetzlichen Beschränkungen betreffend Ausfuhr, Transport, Lagerung und Entsorgung von Chemie- und Giftmüll, besonders in Entwicklungsländern, einsetzt und diese Vorschriften unterstützt, indem sie Mittel für die Ausbildung von ge- werkschaftlichen Arbeitsschutz- Beauftragten bereitstellt. Der FIET- Weltvorstand begrüsst die Einberufung der UNO- Konferenz für Umwelt und Entwicklung( UNCED) in Rio de Janeiro, Brasilien, im Juni 1992; ruft alle Regierungen auf, aktiv an der Ausarbeitung und Durchführung eines weltweiten Aktionsprogramms zum Schutz der Umwelt und no für eine Entwicklung auf lange Sicht mitzuwirken; ⚫ betont, dass die Gewerkschaften nicht nur auf der Konferenz in Rio sondern auch bei den Folgetätigkeiten zu der Konferenz ein wichtige Rolle spielen und die Umsetzung der dabei getroffenen Entscheidungen fördern und überwachen müssen; bestätigt das Engagement der freien und FIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 261 unabhängigen Gewerkschaften, die Umwelt zu schützen und zu verbessern, und sichere, sozial wertvolle und umweltverträgliche Arbeitsplätze Mazu schaffen und zu erhalten; betont, dass ein UNO- Umweltrat geschaffen werden muss, um den zur Aufstellung und Umsetzung von umweltpolitischen Massnahmen inst auf internationaler Ebene notwendigen organisatoUn rischen Rahmen zu verbessern; dieses Gremium ist mit den für seine Aufgaben notwendigen Kompetenzen auszustatten, und die Gewerkpdoschaften müssen sich an seiner Arbeit beteiligen doy können; ⚫ ruft alle Konferenzteilnehmer auf, ihr möglichstes zu tun, um der Konferenz zum Erfolg zu verhelfen eis und greifbare Ergebnisse zu erzielen, die der ständigen Verschlechterung der Umwelt Einhalt Yergebieten und auf diesem Gebiet eine Trendwende nur herbeiführen und somit den Weg für eine bessere The Lebens- und Arbeitsumwelt für alle ebnen. gnalis *** kratie zu ihren Erfolgen bei der teilweisen Wiederherstellung der Demokratie in Thailand und der Wiedereinführung von demokratischer Grundrechten und Menschen- und Gewerkschaftsrechten; über die ⚫ fordert die Behörden Thailands auf, einen sinnvollen Dialog mit Vertretern der demokratischen Bewegung aufzunehmen und aktiv an der Wiederherstellung demokratischer Verhältnisse in diesem Land mitzuwirken; • verlangt ferner von den thailändischen Behörden den Rückzug aller gewerkschaftsfeindlichen Gesetze sowie eine umfassende und unparteiische * Ermittlung betreffend das Verschwinden des Gewerkschaftsführers Thanong Phodhi- an im Juni OV asb adat 1991. Die FIET wird in Zusammenarbeit mit der internationalen Gewerkschaftsbewegung den Kampf der thailändischen Gewerkschaften um die Wiederherstellung der Demokratie und der Menschen- und Gewerkschaftsrechte in diesem Land weiterhin unterstützen.ofts i Erklärung zu der Lage in Thailand dois fledanismagnalov sienoismstni sib Der FIET- Weltvorstand, der am 27. und 28. Mai 1992 in Kopenhagen tagte, ⚫ zeigt sich zutiefst bestürzt über das blindwütige Massaker, das thailändische Truppen an unbeewaffneten Demonstranten der DemokratieBewegung verübt haben, bei dem Hunderte von Menschen ums Leben kamen und Tausende verletzt wurden; ⚫ bekundet den Familien der Opfer sein aufrichtiges Beileid und bringt seine Bewunderung angesichts ihres Engagements für die Demokratie zum Ausdruck; den. • verlangt, dass die thailändischen Behörden eine Böffentliche Untersuchung einleiten, um die Urheber dieses Blutbades vor Gericht zu stellen; ruft alle Regierungen auf, den Aggressoren, und ganz besonders denjenigen, die unmittelbar für ☐ die Anwendung von Gewalt verantwortlich sind, kein Asyl zu gewähren, und verurteilt die den Urhebern dieser Verbrechen gewährte Amnestie; ⚫ beglückwünscht die Bewegung für die Demosivna dollsupais ** ibbelgaubte OW Die Uruguay- Runde der multilateralen Dette Handelsgespräche des GATTtibl Die im Rahmen der GATT- Handelsgespräche durchgeführte Uruguay- Runde ist nun in die entscheidende und endgültige Phase eingetreten. Falls es zu einer Einigung kommen sollte, wird diese unmittelbare Auswirkungen auf alle Arbeitnehmer in der Weltwirtschaft und auf ihre Gewerkschaften haben. Die nachhaltigsten Folgen wären in diesem Fall jedoch für die Beschäftigten im Dienstleistungsbereich und für die FIET- Mitgliedsorganisationen zu erwarten. Der Grund dafür ist die vorgeschlagene Schaffung eines Allgemeinen Abkommens für den Dienstleistungsverkehr( GATS), das Regelungen für den Handel mit Dienstleistungen vorsieht, die bisher vom GATT nicht berücksichtigt wurden. Die dadurch entstehende stärkere Öffnung der internationalen Märkte für den Dienstleistungsverkehr wird vor allem für die Mitglieder von FIET- Gewerkschaften einschneidende Folgen haben. Das zur Liberalisierung des Dienstleistungsverkehrs vorgeschlagene Abkommen GATS umfasst jedoch keine Bestimmungen über die Konsultation der Sozialpartner, wie dies zum Beispiel in der OECD und der Europäischen 262 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 Gemeinschaft der Fall ist. Diese grossen Lücken müssen unbedingt vor der Unterzeichnung der Schlussakte der Uruguay- Runde geschlossen werden. sib sb Für den Dienstleistungs- und den Warenverkehr müssen daher solide und gleichwertige internationale Grundlagen geschaffen werden, die dem durch die zunehmend integrierte Weltwirtschaft geschaffenen Druck zu widerstehen vermögen. Die vorgeschlagene Multilaterale Handelsorganisation( MTO) muss die notwendigen Instrumente erhalten, die ihr erlauben, Überwachungsfunktionen auszuüben und einen freien und fairen Handel zu gewährleisten. Ein freier Handel kann aber nur dann frei bleiben, wenn durch entsprechende soziale Schutzbestimmungen sichergestellt wird, dass er auch fair ist. Zu diesem Zweck sind Mindestvorschriften notwendig, die gewährleisten, dass bestimmte Wirtschaften die Menschenrechte und die Gewerkschaftsrechte nicht missbrauchen, um unfaire und unmenschliche Wettbewerbsvorteile zu erreichen. Als Mindestregeln müssen die IAO- Normen gelten. Die sozialen Ziele des GATT müssen durch eine wirksame Sozialklausel in die Praxis umgesetzt werden. suon sibeabb Abgesehen vom Einschluss einer Sozialklausel zur Gewährleistung eines fairen Handels muss das MTO verpflichtet werden, die Sozialpartner in allen Fragen, die soziale Auswirkungen haben, besonders im Bereich der Beschäftigung und der Rechte der Arbeitnehmer, zu konsultieren. Im Hinblick darauf sind angemessene Mechanismen festzulegen, nach dem Vorbild der in der OECD und in der Europäischen Gemeinschaft bestehenden Konsultationssysteme. Die GATT- und GATS- Mitgliedstaaten sollten verpflichtet werden, über SozialschutzSysteme Bericht zu erstatten und auf nationaler Ebene mit den Sozialpartnern dreigliedrige Konsultationen zu veranstalten. OAI 295 Der FIET- Weltvorstand ruft das Sekretariat auf, die Kampagne zur Erreichung dieser Ziele fortzuführen und die Mitgliedsorganisationen zu ermutigen, alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel einzusetzen, damit eine solide und gerechte Basis für den Welthandel geschaffen werden kann, die eine echte soziale Dimension umfasst. Die FIET hat Konsultationsverfahren mit der EG, der OECD, dem IWF und der Weltbank aufgebaut, und es sollten nun entsprechende Verfahren mit dem GATT geschaffen werden. nid. Idowoa 15b POP us aid) 15mi *** Friedensbemühungen im Nahen Ostende Auf seiner Tagung vom 5. Februar 1993 in Niamey, Niger, hat der AFRO- FIET- Vorstand seiner tiefen Besorgnis über die Entscheidung der israelischen Regierung betreffend die Deportation von 418 Palästinensern, denen Gewaltakte in den besetzten Gebieten vorgeworfen wurden, zum Ausdruck gebracht. Der AFRO- FIET- Vorstand hat den FIETWeltvorstand aufgefordert, die Lage in bezug auf die Menschenrechte im Nahen Osten ganz allgemein zu prüfen. baiz obect sib jedi: sobnom alobudow Der 15. Weltkongress des IBFG, der vom 17. bis 24. März 1992 in Caracas stattfand, verabschiedete einstimmig eine ausführliche Erklärung über friedensbildende Massnahmen im Nahen Osten, die sich im Anhang zu dieser Erklärung befindet. Der Text befasst sich auch mit den Gewerkschaftsrechten in der Region, und es wird vorgeschlagen, dass die FIET ihn zur Grundlage ihrer Politik macht. Die vor kurzem wieder aufgenommenen NahostFriedensgespräche haben sich als sehr schwierig erwiesen, und die Gegner des Friedensprozesses werden zweifellos versuchen, ihn mit Gewalt und Provokationen zu unterbrechen. ainsi nolasiel tead W aslanous mob tim bou medits on Die FIET befürchtet, dass die geringen Fortschritte in den Friedensverhandlungen zusammen mit den sich ständig verschlechternden wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen im Westjordanland und im Gaza- Streifen den Friedensprozess weiter untergraben könnten. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Arbeitnehmer und ihre Familien in den besetzten Gebieten unverzüglich angemessene Sozialhilfe erhalten und dass Massnahmen zur Erhöhung der Beschäftigungsmöglichkeiten eingeführt werden. Der Schaffung von Arbeitsplätzen für die palästinensischen Arbeitnehmer kommt in diesem Friedensprozess auf lange Sicht eine entscheidende Bedeutung zu. bauginsini hay us dlow mus agnaguesb Der FIET- Weltvorstand wird aufgerufen, • 050 . Bobni meb tim die Erklärung über die ,, Friedensbemühungen im Nahen Osten", die der IBFG auf seinem 15. Weltkongress( 17.- 24. März 1992) in Caracas, Venezuela, verabschiedet hat, zu bestätigen; an alle Parteien im laufenden Nahost- Friedensprozess zu appellieren, damit sie ernste AnstrenFIET- Tätigkeitsbericht 1991-1995 263 gungen unternehmen, um eine Lösung am Verhandlungstisch zu erreichen; uni in Zusammenarbeit mit dem IBFG und den IBSen die Lage in bezug auf die Gewerkschaftsrechte in der Region zu prüfen. ** Eine soziale Dimension für den Welthandel Die Verhandlungen über die Liberalisierung des Welthandels im Rahmen der Uruguay- Runde sind jetzt beendet. Die Schlussakte wird auf der Ministerkonferenz, die vom 12.- 15. April 1994 in Marrakesch stattfindet, unterzeichnet. Mitte 1995 werden die Vorschläge, die in der Uruguay- Runde ausgearbeitet wurden, in die Praxis umgesetzt. Dies stellt die umfassendste Reform des Welthandels seit der Gründung des GATT nach dem Zweiten Weltkrieg dar. Die GATT- Regeln werden auf den Dienstleistungs- Handel und auf das geistige Eigentum ausgedehnt, die Zölle werden gesenkt und es wird innerhalb des GATT ein verstärktes Verfahren zur Beilegung von Streitfällen im Handel geschaffen; das GATT erhält den vollen Status einer multilateralen Organisation, auf gleicher Stufe mit der Weltbank und mit dem Internationalen Währungsfonds. Die neue Welthandelsorganisation wird für die Bearbeitung aller Handelsfragen im GATT zuständig sein. mi be Diese Entscheidungen wurden ohne Erwähnung der sozialen Dimension im Welthandel getroffen. Es wurde keine Verbindung zwischen den Rechten der Arbeitnehmer und dem Zugang zum Welthandelssystem hergestellt. Alle Mitgliedsländer des GATT können auch heute noch grundlegende Menschenrechte verletzen, wie das Vereinigungsrecht, das Recht zu Kollektivverhandlungen, das Verbot der Zwangsarbeit, das Verbot der Kinderarbeit und die Nicht- Diskriminierung, und dies, ohne die Gewähr des Zugangs zum Welthandelssystem zu verlieren. Das Fehlen jeglicher Verbindung der Menschenrechte mit dem Handel ist völlig unannehmbar, denn so entsteht eine Verzerrung des Welthandels und das Prinzip des komparativen Vorteils verliert seinen Sinn. Die Tatsache, dass die soziale Dimension im Welthandel nicht berücksichtigt wird, gibt Diktaturen und autoritären Regimen gewaltige, unfaire Wettbewerbsvorteile und untergräbt die Demokratie. In der Weltwirtschaft, so wie sie sich heute entwickelt, mit einem sich ständig verschärfenden Wettbewerb im Handel, ist es von grösster Bedeutung, dass Handelsfragen mit den Menschenrechten verknüpft werden. Zu Beginn der Uruguay- Runde wurde die Möglichkeit der Aufnahme einer Sozialklausel in das GATT erwogen, aber später verworfen. Es wurde jedoch versichert, dass man diese Frage nach dem Abschluss der Uruguay- Runde wieder aufgreifen werde. Diese Zusage muss jetzt eingehalten werden. sib Der FIET- Weltvorstand ruft daher auf seiner Sitzung in Amsterdam am 16./17. März 1994 alle FIETMitgliedsorganisationen auf, ihre Regierungen dringend zu bitten, diese Frage auf der Ministerkonferenz des GATT im April 1994 zur Sprache zu bringen. Der Vorstand besteht darauf, dass die formelle Verpflichtung, Handel und Arbeitnehmerrechte zu verbinden, eine Vorbedingung für die Unterzeichnung des GATT- Vertrags sein muss. GATT und IAO sollen ein gemeinsames Arbeitsprogramm entwickeln, das festlegt, wie Verfahren zur Verknüpfung von Arbeitnehmerrechten und Handel in der Praxis angewandt werden sollen. AD abd Gewerk bibwdiesespairin Der FIET- Weltvorstand betont, dass die neue Welthandelsorganisation Verfahren für die Konsultation von Arbeitgebern und Gewerkschaften zu Fragen des Welthandels einführen muss. ob do *: ** afb Josib xoildniH ml insistiuenox us asmdsmidi de Gestaltung der zukünftigen sektoriellene obra Tätigkeiten der IAO blida she pains Der FIET- Weltvorstand, der am 16./17. März 1994 in Amsterdam tagt, arted unterstreicht die Bedeutung des sektoriellen Tätigkeitsprogramms der IAO für die Erreichung der grundlegenden Ziele der IAO; misal oibus nebu ⚫ begrüsst die derzeitig laufende Überprüfung des Programms durch den Verwaltungsrat der IAO als eine Möglichkeit zur Verstärkung der sektoriellen Tätigkeiten der IAO und zu deren Anpassung an old die veränderte Verteilung der Beschäftigung; weist erneut darauf hin, dass die Beschäftigung Burim privaten Dienstleistungssektor in den Industrieländern und in den Entwicklungsländern ständig zunimmt, sowohl hinsichtlich der Zahl der Arbeitnehmer( bis zu 70% der Gesamtbeschäftigung), als auch hinsichtlich des Wertes 264 FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 dieser Dienstleistungen für die betreffenden Gesellschaften; ⚫ stellt die ausgezeichnete Tagung über strukturelle Anpassungen im Banksektor heraus, die vor kurzem stattgefunden hat; ⚫ fordert den Verwaltungsrat der IAO auf, ein sektorielles Tätigkeitsprogramm anzunehmen, das: - - einen globalen Rahmen der Tätigkeiten unterhält; die Bedürfnisse und Anliegen der Internationalen Berufssekretariate berücksichtigt: der heutigen Verteilung der Beschäftigung, im besonderen der Bedeutung der Beschäftigung im Privatsektor, vermehrt Rechnung trägt; neuen und aufkommenden Wirtschaftszweigen Beachtung schenkt und sich mit den Problemen der Arbeitnehmerinnen befasst, deren Zahl ständig zunimmt; - - ausreichende Mittel für die Vorbereitung, die Durchführung, die Folgetätigkeiten und die Kontinuität des Programms gewährleistet; den sozialen Dialog auf Unternehmensebene zwischen Gewerkschaftsvertretern und Arbeitgebervertretern fördert; die Gewerkschaftsorganisation in Regionen unterstützt, wo die Arbeitnehmer gegenwärtig nicht ausreichend vertreten sind; Sitzungen und andere Tätigkeiten organisiert, die spezifischen Themen gewidmet sind, die für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den jeweiligen Sektoren von Bedeutung sind; kleinere, kürzere und häufigere Sitzungen anberaumt; ein Programm von regelmässigen Tätigkeiten in den FIET- Sektoren, d.h. für Finanzdienste, Handel, Reinigungs- und Sicherheitsdienste, Angestellte in Leitungsfunktionen und Informationstechnologie vorsieht. FIET- Tätigkeitsbericht 1991- 1995 265 sib gaminochov sibi Mabodoinued sib aut qua oglo sib ged ozialdweg ammo zob.unio Uus golai nossos gab beg manavadno doziws glischA honige mi noi saingoafteriarwo sib bria dotsov basdoistare doin bustiz pib, bala jambling of pozitie gib boja das GA Bes chie die in der Uniqu Reform des ATT nach dem Zweitge 1299 Statis efner mul den Organ auf gleicher Stufe mit der and mit dem Internationalen Währungstion wird für die GATT im Handel, ist es op grösster pooftariellaplXos Handelsfragen mit den Menschenrechten verkutipft alpuria gadi gnuggetandaosges blaaie ox sibulasi 228 As aber sier sbattaglia mole och weicher, dass man diese Frage nach dem ais tos OAI ob istagantiew nsmroausos magiellonplea : asb nd ruft daher auf seiner Sitzung gitab nomdeЯnoledolg 90 T men auf ihre hangen diese Frage auf der Ministe-aitmatul gob angeila A bau saainhub sibh zu dialled staten die Handel und Arbeitnehmerin gnugifirbes 196 gulistyogis die wickeln, das festlegt, wie Verfahren zur Verknüp rogiowaftedbeni asbrommous bau asupan der paidong asb im dois bou bloedoe grunds mosb Jaasted nanimentisdiA 1sb nom Der FIET- Weltverstalaiminus gibnite des neue Welthandelsorganisation Verfahren für die Konsultation von Arbeitgebern und Gewerkschaften zu Fragen des Welthandels einfiren muss. Diese Entscheidengen wurden ohne Erwähnting der Das the wung zwischen den Rechien dér zum WellingdelsGAIT l; das der beit und die ind das Gestaltung der zukünftigen sektoriellen > Tätigkeiten der IAO Der FIET- Wellvorstand, der am 16./17. März 1994 la Amsterdam funterstreicht die Bedeutung des sektoriellen Tätigkeitsprogramms der IAO für die Erreichung der grundlegenda Ziele der IAO; begrüsst die derzeitig laufende Überpriifung des Programms durch den Verwaltungsraf der IAO als cine Meglichkeit zur Verstärkung der sektoriellen Taligkeiten der LAO und zu deren Anpassung an die veränderte Verteilung der Beschäftigung. weist erent darauf hin, dass die Beschäftigung im priviuen Dienstleistungssektor in den Industrieländern und in den Entwicklungsländern standig zunimmt, sowolil hinsichtlich, der Zahl der Arbeitnelager( bis zu 70% der Gesamtbe schäftigung), als auch hinsichtlich. Wertes, FIET 15, avenue de Balexert CH 1219 Châtelaine- Genève Schweiz Telex: 418 736 FIET CH Telefax:( 022) 796 53 21 Tel.:( 022) 979 03 11 FIET 1995 Beer TEIT fixele sb sunsva 21 averso- saisles- HD. siswibbe HD TRI 80-81 xolsT ( SSO) celsisT I see( SSO) IST TBIR fiet FIET, Avenue de Balexert 15, CH- 1219 Châtelaine, Geneva, Switzerland telephone: 022/979 03 11 telex: 418736 FIET CH telefax: 022/796 53 21 Z