tätigkeitsund finanzbericht für die Zeit vom 1. April 1964 bis 31. August 1967 FIET Internationaler Bund der Privatangestellten Λ In Memoriam. Vorwort.. TAETIGKEITSBERICHT für die Zeit vom 1. April 1964 bis 31. August 1967 1. Angeschlossene Verbände Allgemeines....... 0 Mitgliederliste.. Neuanschlüsse... C - Inhaltsverzeichnis0° . . @ 0 C e e •. . Von der Mitgliederliste gestrichene Verbände. Vertretungen. o •° 2. Leitende Organe Kongress.. Vorstand.. 3. Durch den Vorstand eingesetzte Ausschüsse Geschäftsführender Vorstandsausschuss. Regionalausschuss.. Tarifpolitischer Ausschuss.. Sozialpolitischer Ausschuss. 4. Fachgruppen Allgemeines. ° Fachgruppenvorstand der kaufm. Angestellten im Handel. Fachgruppenvorstand der kaufm. Angestellten in der Industrie... Fachgruppenvorstand der Bank-, Versicherungs- und Sozialversicherungsangestellten... e O Fachgruppenvorstand der Techniker und Werkmeister. @ 6 .... Seite 3 .Seite 5 .Seite 7 6 ..Seite 8 o ..Seite 13 ..Seite 14 .Seite 15 .Seite 19 .Seite 21 ..... Seite 30 ..Seite 30 O .Seite 30 O . Seite 30 ..Seite 31 ... Seite 31 .Seite 32 ..Seite 33 C ..Seite 33 ... Seite 34 .Seite 40 O o .Seite 45 ... Seite 48 Fachgruppenkonferenz der kaufm. Angestellten im Handel. Fachgruppenkonferenz der kaufm. Angestellten in der Industrie... Fachgruppenkonferenz der Bank-, Versicherungs- und Sozialversicherungsangestellten.. Fachgruppenkonferenz der Techniker und Werkmeister. - 2- 5. Ad Hoc Sitzungen und Konferenzen Expertentagung über das Arbeitnehmer- Erfinderrecht.. Allgemeine Konferenz der FIET über das Arbeitnehmer- Erfinderrecht. 6. Regionalarbeit Allgemeines. Afrika... ..Seite 50 .Seite 50 ... Seite 53 ..Seite 56 Asien... Europa.. ° e G B Westliche Hemisphäre. 7. Besondere Aktionen Kongo( Brazzaville).... Zypern.. Griechenland. Grossbritannien. Rhodesien.. 0 Pakistan.. Südafrika... • · St. Vincent.. о Vereinigte Staaten.. 000 o © e C e อ ව ° 0 o ° . ది ° G ° ° ° о ° 0 e .Seite 59 0 e 8. Informations- und Pressewesen. 9. Beziehungen mit anderen Internationalen Berufssekretariaten.. 10. Beziehungen mit dem IBFG.. 11. Beziehungen mit überstaatlichen Organisationen.. 12. Abkürzungen.. 13. Vorstände und Ausschüsse.... 14. Finanzbericht. 15. Revisionsbericht. 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0. 0 00 .Seite 65 ..Seite 68 ... Seite 74 .Seite 74 ° ° 0 . 0 .Seite 74 0° • ..Seite 75 0 0 0 о .Seite 75 ° ° ° ° ..Seite 75 ° .Seite 76 0 O 0 1.Seite 76 G ..Seite 76 ..Seite 77 ..Seite 80 Seite 81 ... Seite 82 .Seite 86 ..Seite 87 Seite 89 ... Seite 95 ZUM GEDENKEN FAMILLE SIDRO 1886 - 3- IN MEMORIAM == Seit unserem letzten Kongress sind zahlreiche Freunde unserer Internationale von uns gegangen. Wir werden Ihnen ein ehrendes Andenken bewahren. Wir möchten uns hier darauf beschränken, die international bedeutsamsten Persönlichkeiten zu erwähnen, die mit der FIET eng verbunden waren. Wir betrauern den Verlust unseres lieben Freundes Adolphe SIDRO, 1. Vizepräsident der FIET und Generalsekretär des französischen Angestelltenverbandes. Adolphe SIDRO verstarb am 11. Januar 1965 im Alter von 58 Jahren. Schon früh begann er sich für die gewerkschaftlichen Ziele einzusetzen. Im Jahre 1946 übertrug ihm der FIET- Kongress in Malmö den Vorsitz der Fachgruppe der kaufmännischen Angestellten im Handel. Gleichzeitig wurde er Mitglied des FIETVorstandes. In Anerkennung seiner Verdienste berief ihn der 14. Kongress( Tel Aviv, Mai 1964) zum Vizepräsidenten der FIET. Am 15. Januar 1965 nahm unser Generalsekretär in Paris in einer bewegenden Ansprache von dem Verstorbenen Abschied. Anlässlich seiner Tagung in Nizza im November 1965 veranstaltete der FIET- Vorstand eine Gedächtnisfeier am Grabe Adolphe SIDROS. Am 7. Dezember 1964 wurde unser ebenfalls im Alter von 58 Jahre stehender Kassierer Arnold MEIER- RAGG während einer Sitzung des Grossen Rates des Kantons Zürich von einem Herzinfarkt dahingerafft. Seit 1927 war er für den der FIET angeschlossenen Schweiz. Kaufmännischen Verein tätig gewesen, zunächst als Angestellter, später als Zentralsekretär für Berufsausbildungsfragen und schliesslich als Generalsekretär. In dieser Eigenschaft war er in zahlreichen gewerkschaftlichen und politischen Ausschüssen tätig. Als Mitglied und späterer Kantonsvorsitzender der demokratischen Partei gehörte er seit 1959 dem Grossen Rat des Kantons Zürich und seit 1963 dem Bundesparlament an. Unser Kongress in Tel Aviv übertrug ihm in Würdigung seiner Verdienste das Amt des FIET- Kassierers. Der österreichische Gewerkschafter Ernst LAKENBACHER verstarb im Alter von 76 Jahren. Als Leiter des Pressedienstes der Wiener Arbeiterkammer und Chefredakteur der Zeitung" Arbeit und Wirtschaft" schrieb er über gewerkschaftliche, wirtschaftspolitische, soziologische und geschichtliche Themen. Diesem schon zu der Zeit der Habsburger tätigen Pionier verdanken wir ein Werk über die Gewerkschaftsgeschichte der österreichischen Angestellten. Der Sekretär der Europäischen Regional- Organisation des IBFG, Walter SCHEVENELS starb am 6. März 1966. 1894 geboren, begann er seine gewerkschaftliche Laufbahn im Jahre 1921 in Antwerpen als Metallarbeitersekretär. 1924 wurde er zum Professor an der Arbeiterhochschule in Brüssel berufen. Im Jahre 1930 wurde er Generalsekretär des Int. Gewerkschaftsbundes, nach dem 2. Weltkrieg stellvertr. Generalsekretär des WGB, den er 1949 mit den nichtkommunistischen Gewerkschaften wieder verliess. Alsdann war er als Sekretär des Beratungsausschusses für den Marshallplan und Gewerkschaftsvertreter bei der OECE, von 1951 bis zu seinem Tode als Sekretär des IBFG tätig. Walter SCHEVENELS hat die schwierigen Jahre des freien Gewerkschaftswesens miterlebt, gekennzeichnet durch Arbeitslosigkeit und den Kampf gegen Faschismus und Kommunismus. Er berichtete darüber in einem 1956 in Brüssel erschienenen, berühmt gewordenen Buch:" Quarante- cinq années".( 45 Jahre). - 4- Am 25. Juni 1967 starb in Paris der frühere Generalsekretär des tunesischen Gewerkschaftsbundes Ahmed TLILI. Am 10. Oktober 1916 in Gafsa geboren, wurde er Postangestellter, später Aufsichtsbeamter. Im Alter von 30 Jahren wurde er Sektionssekretär des Postverbandes in Gafsa, 1948 wurde er Mitglied des Verwaltungsausschusses des tunesisichen Gewerkschaftsbundes UGIT, von 1957 bis 1963 war er dessen Generalsekretär. Er beteiligte sich aktiv am politischen Leben seines Landes. 1956 wurde er zum Bürgermeister von Gafsa und in die tunesische Nationalversammlung gewählt, in der er das Amt des Vizepräsidenten bekleidete. 1962 wurde TLILI Präsident des in Casablanca gegründeten afrikanischen Gewerkschaftsbundes ATUC. 1957 wurde er in den Vorstand des IBFG, später zu dessen Vizepräsidenten gewählt. 1960 präsidierte er die 3. Afrikanische Regionalkonferenz des IBFG. Am 1. August 1965 erreichte uns die Nachricht vom Hinschied des langjährigen Freundes unserer Internationale, Dr. Wilhelm DOBBERNAK. Dieser trat 1952 in die Dienste des Int. Arbeitsamtes, wurde alsdann zum Berater und stellvertretenden Leiter der Abteilung für Soziale Sicherheit, 1960 zum Leiter der Angestelltenabteilung ernannt. Wir sind ihm besonders dankbar für seine Mitwirkung bei der Ausarbeitung des Uebereinkommens über den Gesundheitsschutz im Handel und in Büros, das im Juni 1964 von der Int. Arbeitskonferenz angenommen wurde. Als Vertreter des Int. Arbeitsamtes nahm Dr. DOBBERNAK an zahlreichen FIET- Konferenzen teil. Die Opfer des Warenhausbrandes in Brüssel Am 22. Mai 1967 fanden 300 Personen, darunter 80 Angestellte, den Tod in einem Grossbrand, der das Brüsseler Warenhaus" L'Innovation" zerstörte. Die Internationale teilt den Schmerz ihres belgischen Mitgliedsverbandes der Angestellten und Techniker, der zahlreiche Gewerkschafter verloren hat. Den Familien der Opfer spricht sie ihr herzlichstes Beileid aus. - 5- VOR WORT Verantwortungsvolle Führung Seit unserem letzten Kongress in Tel Aviv hat der Internationale Bund der Privatangestellten( FIET) wiederum erstaunliche Fortschritte erzielt. Neubeitritte aus allen Teilen der Welt haben der Internationale ein grösseres Mass an Vertretung der Angestellten in der Privatwirtschaft überantwortet als je zuvor. Unsere regionalen Nebenstellen sind in Lagos, Kuala Lumpur und Tokio drei Jahre lang tätig gewesen. Die Vertretungen in Lima und Sao Paulo haben ihre Tätigkeit fortgesetzt. Kontinentale Fachgruppen, wie der Interamerikanische Ausschuss der Bankangestellten und der FIET/ EWG- Ausschuss wurden gebildet und sind wirksam geworden. Sowohl der Bereich unserer Tätigkeit als auch die Art der durch die FIET geleisteten Arbeit wurden damit in den sich industrialisierenden wie auch in den Industriegebieten der Welt bedeutend erweitert. Man darf wohl behaupten, dass unser Internationaler Bund niemals in seiner langen und erfolgreichen Geschichte besser bekannt, aktiver und einflussreicher war als heute, wo ihm mehr als fünf Millionen organisierte Angestellte in über 62 Ländern und 112 Mitgliedsgewerkschaften angehören. Wir dürfen zweifellos mit dem Erfolg und der Entwicklung der FIET, wie sie in diesem, drei Jahre umfassenden Geschäftsbericht in knapper Form dargestellt sind, zufrieden sein. Dieser Aufschwung war nur möglich dank der tatkräftigen Mitwirkung unserer angeschlossenen Gewerkschaften und ihrer Vertreter in den verschiedenen Organen des Internationalen Bundes. Ihnen gilt unser aufrichtigster Dank für ihre vorzügliche und wertvolle Mitarbeit. Wirken zweifellos stark beeinflussen. Die Geschwindigkeit sich abspielende B CO Unsere Internationale war schon immer eine fortschrittliche, der Zukunft aufgeschlossene Organisation. Wir richten unser Augenmerk deshalb nicht so sehr auf das in der Vergangheit Erreichte, als auf die uns bevorstehenden Aufgaben und Bewährungsproben. Gesellschaftliche Umwandlungsprozesse werden unser zukünftiges allerdings mit unterschiedlicher Entwicklung der menschlichen Gemeinwesen von landwirtschaftlichen zu industriellen, ja hochindustrialisierten Gesellschaften bedingt eine gewaltige Zunahme der Angestelltenzahl überall in der Welt. Es stellt sich damit nicht nur das Problem der gewerkschaftlichen Erfassung dieser Angestellten, sondern auch dasjenige der Wahrnehmung und Förderung ihrer Interessen angesichts des raschen, tiefgreifenden Wandels der Wirtschafts- und Gesellschaftsstruktur. Wir müssen fähig sein, die Rolle und den Einfluss der Angestelltenschaft im Sinne einer positiven Entwicklung geltend zu machen. Wir haben die Entwicklung auf internationaler Ebene verfolgt und uns eingehend mit ihr befasst. Aus diesem Grunde wählten wir als Thema unseres 15. Kongresses: " Die Rolle der Angestellten in einer sich wandelnden Welt" Damit wird uns die Möglichkeit geboten, die sich stellenden Probleme im Weltmassstab zu beleuchten und Massnahmen zu ihrer Lösung zu erwägen. - 6- Welche Rolle werden wir als Angestellte in dem wirtschaftlichen, sozialen und politischen Leben der sich entwickelnden Gemeinschaften zu spielen haben? Wie können wir die nichtmanuellen Arbeitnehmer innerhalb der neuen Strukturen am besten organisieren und ihnen dienen? Welches wird unsere Aufgabe beim Ausbau der freien Gewerkschaftsbewegung sein? Dies sind nur einige der zahlreichen brennenden Fragen, die wir auf dem Kongress und in den kommenden Jahren prüfen und behandeln müssen. Wir vertrauen darauf, dass es uns dank der so oft erwiesenen Solidarität der angeschlossenen Gewerkschaften und der tatkräftigen Unterstützung und Mitwirkung ihrer Vertreter gelingen wird, die Aufgaben der Zukunft zu meistern. Als grösste Arbeitnehmergruppe dürfen und müssen wir die Verantwortung und die Führung übernehmen und in der ganzen Welt eine wahrhaft entscheidende Rolle bei der Gestaltung von neuen Gesellschaftsformen spielen, die der gesamten Arbeitnehmerschaft grösstmöglichen Nutzen bringen können und deren Rechte und Interessen voll zu schützen vermögen. Die Schlüssel zu einer positiven und fruchtbaren Zukunft für uns alle sind: FUEHRUNG ORGANISATION SOLIDARITAET brich hissel Erich Kissel Generalsekretär Allgemeine Bemerkungen - 7- ANGESCHLOSSENE VERBAENDE Ende März 1964 hatte unsere Internationale insgesamt 87 Mitgliedsorganisationen in 50 Ländern mit einer Gesamtmitgliedschaft von 3.890.165. Die nachstehend aufgeführte Liste der Mitgliedsorganisationen des Internationalen Bundes der Privatangestellten umfasst 112 Organisationen in 62 Ländern mit einer Gesamtmitgliedschaft von 5.022.261. Die Gegenüberstellung dieser Zahlen beweist deutlich die erfreuliche Entwicklung sowohl in Bezug auf Beitritte neuer Mitgliedsorganisationen als auch Mitgliederzuwachs der bereits angeschlossenen Organisationen. Die angeschlossenen Organisationen sind mit den Mitgliederzahlen aufgeführt, für die sie die vollen Beiträge zu entrichten haben. Für die Confederaçao Nacional dos Trabalhadores no Comercio( Brasilien) werden jedoch Beiträge für nur 150.000 Mitglieder gezahlt, wei nur diese Mitglieder über den landesüblichen Organisationsbeitrag hinaus zusätzliche Gewerkschaftsbeiträge bezahlen. Die Building Service Employees International Union( USA) wird vorläufig noch mit der vollen Mitgliederzahl aufgeführt, bis wir die Arbeiterkollegen des Verbandes in eine andere Internationale überführen können. Der Verband zählt 50.000 Angestellte. Mitgliederzahlen der angeschlossenen Verbände Fachgruppe für: Techniker u. Werkmeister Bank-, Vers. U. Soz. Vers. Angest. Angestellte im Handel Land Organisation I Aden II 1. Banks Local Staff Union.. Argentinien 2. Asociacion Bancaria.... O O O O O O O O O O O 0 0 0 0 0 0 0 3. Asociacion Supervisores de la Industria Metalurgica..... 0 0 0 0 0 0 0 4.500 1.200 59.976 Angestellte Insgesamt 1.d. Industr. 30. April 1967 1.200 59.976 III A> IV 4. Asociacion Viajantes de Industria y Comercio... 000 5. Confed. Gen. de Empleados del Comercio... Australien 6. Federated Clerks Union of Australia 7. Shop Assistants and Warehouse Employees Federation of Australia... 00000 Oesterreich 8. Gewerkschaft der Privatangestellten 9. The Barbados Workers Union... oooooo. 10. Syndicat des Employés, Techniciens et Cadres de Belgique. VI Barbados Belgien VII Bolivien VIII Bresilien 11. Confederacion de Trabajadores de Comercio de Bolivia... 12. Confederaçao Nacional dos Trabalhadores no Comercio..000 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 O 0 0 0 0 0 0 0 0 IX Kamerun 8.000 260.000 4.500 8.000 260.000 60.000 60.000 35.000 35.000 31.850 32.350 46.780 67.870 178.850 200 200 10.000 18.400 19.200 17.400 65.000 5.000 5.000 300.000 500.000 800.000 X Kanada XI Chile 13. Industrial Union of Commercial, Clerical and Allied Workers....... 14. Syndicat Professionnel des Employés de Commerce de Cameroun. 15. Office and Technical Workers Department; United Steelworkers of America 16. Confederacion de Empleados de Industria y Comercio de Chile.. OOO GO 500 500 1.000 0 0 0 0 75 275 800 350 1.500 3.500 3.500 4.000 2.000 6.000 XII XIII Kongo Kolumbien 17. Sindicato Nacional de Trabajadores de Almacenes TIA de Colombia Ltda 18. Centrale Syndicale des Employés et Techniciens du Congo... 925 925 18 1.146 900 1.700 3.564 XIV Curaçao XV Zypern XVI Dänemark 19. Curaçao Federation of Workers..... 20. Cyprus Union of Bank Employees.... 21. Federation of Commercial Employees of Cyprus. 22. Dansk Funktionaerforbund. 520 55 55 575 937 937 858 858 0000 0 0 0 339 2.997 2.722 6.058 XVII Equador 23. Handels- og Kontorfunktionaerernes 24. Federacion de Empleados del Guayas 5. Federacion de Empleados Bancarios Privados del Ecuador. 3.250 61.850 35.000 100.100 5.000 5.000 3.000 3.000 VIII KIX Finnland Fiji 26. Liiketyöntekijain Liitto R.Y....... 27. Factory Workers' Union( AngestelltenAbteilung)... Frankreich 28. Fédération des Employés et Cadres.. 29. Fédération Nationale des Ingenieurs et Cadres.. 30. Fédération Nationale F.O. des Syndicats de Voyageurs, Réprésentants et Placiers de l'Industrie et du Commerce.. Deutschland 31. Deutscher Gewerkschaftsbund.. 209 22.141 1.516 23.866 1.000 1.000 32.000 7.500 10.500 50.000 2.000 2.000 2.000 2.000 XI ... 32. Deutsche Angestellten- Gewerkschaft 33. Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen.. 156.036 75.498 9.357 30.350 155.009 350.752 77.095 80.940 109.989 343.522 37.955 95.110 133.065 XII Grossbritannien 34. Clerical and Administrative Workers Union, 35. Draughtsmen's and Allied Technicians Association. 36. National Union of Commercial Travellers... 9.108 66.901 76.009 ece ea 69.659 69.659 301 301 37. National Union of Cooperative Offials.. 102 7.398 7.500 38. Transport and General Workers' Union 39. Union of Shop, Distributive and Allied Workers... 10.000 10.000 8.000 252.000 260.000 XXIII Griechenland 40. Federation of Bank Employees in Greece.. 18.000 18.000 41. Federation of Clerical Employees in Greece. 14.000 14.000 XXIV Grenada 42. Commercial and Industrial Workers' Union... XXV Guiana XXVI Indien XXVII Irland 43. Clerical a.Commercial Workers Union 44. National Association of Agricultural Commercial and Industrial Empl. 45. All India Bank Employees Federation 46. General and Commercial Empl. Union 47. The Irish Union of Distributive Workers and Clerks. 396 2.000 396 2.000 1.000 1.000 31.421 31.421 980 980 701 13.286 478 14.465 XXVIII Israel 48. Technicians Union... 49. Union of Public Service, Clerical 5.500 5.500 and Adminstrative.Employees i.Israel 5.000 7.000 38.000 50.000 Land XXIX Italien Organisation 50. Federazione Italiana Bancari...... 51. Federazione Italiana Sindacati Addetti Servizi, Commerciali Affini del Turismo 52. Unione Italiana Bancari Fachgruppe für Techniker und Werkmeister Bank, Ver's u. Angestellte 3 Soz Vers Ange: t. im Handel Angestellte Insgesamt i.d. Industr. 30. April 1967 21.315 21.315 80.000 80.000 6.503 6.503 XXX Jamaika XXXI Libanon 53. Unione Italiana Dipendenti, Aziende Turistiche Commerciali ed Affini.. 54. National Workers Union of Jamaica 55. Port Supervisors Union. 56. Syndicat des Employés de Commerce 57. Syndicat des Employés de Banque du Liban. 85.369 10.317 95.686 1.000 1.000 1.000 1.000 575 575 1.500 1.500 XXXII Luxem burg 58. Association du Personnel de la Caisse d'Epargne de l'Etat 309 309 10 59. Fédération Nationale des Cheminots et des Travailleurs du Transport. Luxembourgeois. 250 250 XXXIII Malaisien XXXIV Malawi 60. Fédération des Employés Privés du Grand Duché de Luxembourg.. 61. National Union of Bank Employees... 62. National Union of Commercial Work.. 63. Rubber Research Institute Staff Un. 64. Commercial and General African Workers Union.. 120 1.253 5.169 2.587 4.866 2.129 4.866 1.019 5.321 8.660 15.000 793 793 2.000 10.000 12.000 XXXV Malta 65 XXXVII NiederNigeria.. XXXVI Mauritius lande XXXVIII Nigerien National Association of Clerical and Supervisory Staff. 66. Shop and Commercial Workers Union e 67 The Artisans, Taxi Drivers and other Manual Labourers Union. 68. Algemene Bond" Mercurius" 69. Contactorgaan v. Be ambten in het NVV 70. Nigerian Union of Bank, Insurance and Allied Workers 71. S.C.0.A. African Workers Union of 72. UAC and Associated Companies African Workers Union. 73. CFAO and Associated Companies African Workers Union. 15.745 1.500 1.500 500 450 950 402 50 7.675 485 375 910 17.570 25.647 8.395 24.140 1.700 1.700 OOOOOCO 2.000 2.000 4.350 4.350 1.000 1.000 XXXIX Neuseeland 74. The New Zealand Clerical Employees Association.... XL Norwegen 75. Norsk Forbund for Arbeidsledere og Tekniske Funksjonaerer 76. Norges Handels- og Kontorfunksjonaerers Forbund. • 24.000 24.000 6.497 6.497 21.000 17.009 38.009 XLI Pakistan XLII Peru 77. Pakistan Insurance Employees Fed. 78. West Pakistan Bank Employees Fed. 79. Central Sindical de Empleados Particulares del Peru. 1.330 1.330 1.648 1.648 3.500 1.000 13.000 33.000 50.500 XLIII XLIV Saba XLV Santa Domingo XLVI XLVII Sarawak St. Vincent Philipinen 80. Commercial and General Workers Organisations 81. The Sabah Commercial Employees Union. 82. Federacion Nacional de Empleados de Comercio de la Republica Dominicana 83. Sarawak Commercial Employees Union 84. Commercial, Technical and Allied Workers Union.... 1.700 1.700 1.000 1.000 22 11= 2.500 2.000 4.500 536 558 267 267 XLVIII St.Lucia XLIX Sierra L Leone Singapur 85. Union of Commercial Employees.. 86. Clerical, Mercantile and General Workers Union.. 400 400 200 1.400 400 2.000 87. Singapore Manual and Mercantile Workers' Union. 17.000 17.000 88. The Singapore Bank Employees Un. 89. The Singapore Insurance Companies 3.000 3.000 Employees Union.. 1.000 1.000 LI Südafrika 90. National Union of Distributive Workers. 5.000 5.000 LII Südkorea 91. National Bank and Financial Workers' Union. 5.467 5.467 LIII SüdLIV rhodesien Schweden 92. Southern Rhodesian Commercial and Allied Workers Union.. 93. Försäkringsfunktionärernas Förbund. 94. Handelsanställdas Förbund.. 96. Svenska Industritjänsten annaförbundet. ६ 3.731 3.731 000 15.803 15.803 95. Handelstjänstemannaförbundet.... 104.551 28.945 104.551 28.945 167.858 167.858 97. Svenska Bankmannaförbundet. 18.732 98 Sveriges Arbetsledare Förbund. 53.325 18.732 53.325 Land organisation Fachgruppe für Techniker und Werkmeister Bank, Vers. und Soz Vers Angest. Angestellte im Handel Angestellte Insgesamt i.d. Industrie 30 April 1967 Schweiz 99. Schweizerischer Kaufmännischer Verein.... 41.000 41.000 VI 100. Verband der Handels-, Transport und Lebensmittelarbeiter der Schweiz.. Trinidad 101 Trinidad and Tobago Union of Com mercial and Industrial Workers. 10.330 10.330 9 VII Türkei 102. Commercial and Clerical Employees Union of Turkey. 305 555555 50 768 285 1.103 2.317 3.150 202 5.974 103. Türkiye Banka Isçileri Sendikasi Bankis Cagaloglu, Norosmaniye Caddesi.. VIII Uganda [ X Uruguay 104. National Union of Clerical, Commercial and Technical Employees.. 105. Asociacion de Empleados del Banco de la Republica Oriental del Uruguay. 10.000 10.000 500 1.500 2.000 ง 1.673 - 121.673 K U.S.A. ° 106. Building Service Employees International Union. 107. Insurance Workers International 260.000 260.000 Union.... 21.000 21.000 C 108. Office and Professional Employees International Union. 300 2.600 5.000 42.100 50.000 • 109. Retail Clerks International Association.. 500.000 500.000 110. Retail, Wholesale and Department Store Union. 00000 Venezuela 111. Federacion Nacional de Empleados 112. National Union of Commercial and KI XII Zambia 160.000 6.000 160.000 6.000 Industrial Workers 2.000 4.058 6.058 435.741 475.331 2.489.960 1.621.229 5.022.261 13Neuanschlüsse In der Zeit zwischen dem 31. März 1964 und 30. April 1967 nahm der Vorstand insgesamt 31 Gewerkschaften in die FIET auf: Mai 1964 1. Argentinien 2. Kamerun 3. St. Vincent 4. Luxemburg 5. Brasilien 6. Dominikanische Rep. 7. Pakistan März 1965 8. Luxemburg 9. Pakistan 10. Türkei November 1965 11. Singapur Asociacion Supervisores de la Industria Metalurgica Syndicat des Employés de Commerce Commercial, Technical and Allied Workers' Union Association du Personnel de la Caisse d'Epargne Confederaçao Nacional dos Trabalhadores no Comercio Federacion Nacional de Empleados de Comercio Pakistan Insurance Employees Federation Fédération des Employés Privés Pakistan Bank Employees Federation Turkish Bank Employees Federation 12. Singapur 13. Nigerien 14. Nigerien 15. Uruguay 16. Mauritien 17. Curaçao 18. Philippinen Juni 1966 19. Barbados 20. Guyana 21. Malaisien 22. Nigerien 23. Nigerien 24. Sarawak April 1967 25. Ecuador 26. Fiji 27. Jamaika 28. Malta 29. Indien 30. Neuseeland 31. Saba Singapore Bank Employees Union Singapore Insurance Companies Employees Union SCOA African Workers' Union Barclay's Bank DCO African Staff Union Asociacion de Empleados del Banco Artisans, Taxi Drivers and other Manual Laborers Union ( Angestellten- Abteilung) Federation of Workers( Angestellten Abteilung) Commercial and General Workers Organisation Barbados Workers' Union( Angestellten- Abteilung) Sugar Estates Clerks' Union Rubber Research Institute Staff Union UAC and Associated Companies African Workers' Union CFAO and Associated Companies African Workers' Union Sarawak Commercial Employees Union Federacion de Empleados Bancarios Privados del Ecuador Factory Workers Union( Angestellten- Abteilung) Port Supervisors Union National Association of Clerical and Supervisory Staffs General and Commercial Employees' Union New Zealand Clerical Employees' Association The Sabah Commercial Employees' Union 14Die Mitgliederschaft folgender Organisationen wurde in der Berichtszeit gestrichen: 1. Kenia Kenya Distributive and Commercial Workers' Union ( Regierungsseitige Einmischung) 2. Tansania Tanganyika Transport and General Workers' Union ( Regierungsseitige Einmischung) 3. Grossbritannien Association of Supervisory Staffs Executives and Technicians Die beiden folgenden Organisationen haben zu existieren aufgehört: The Sherbo Amalgamated Workers' Union und eine Angestelltengewerkschaft in der Türkei. ANWESENHEIT DER FIET 1. Der Generalsekretär, Herr u. Frau Morse, Jean Möri, Erling Dinesen. 2. Unterhaltung mit dem koreanischen Arbeitsminister. 3. VIII. Kongress des I.B.F.G. AMSTERDAM 1965 ICFTU- CISL IBFG- CIOSL 3 2 1 15 VERTRETUNGEN Vertreter des Internationalen Bundes waren in der Berichtszeit auf den folgenden Tagungen anwesend und beschrieben die Auffassungen, Rolle und Tätigkeit der FIET: 3. Zweijahres- Delegiertenkonferenz, Nationale Union of Commercial Workers.. 6. Ordentlicher Kongress der Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen. ... Kuala Lumpur 15. August 1964 F. Audie .Nürnberg 14.- 16. Sept. 1964 E.Kissel Kongress, Handels- og Kontorfunktionaerers Forbund... ... Oslo 14.- 17. Sept. 1964 H. Gran E.Kissel 3. Kongress, National Bank and Finance Workers' Union... 5. Panamerikanischer Kongress der Geschäftrei enden. Allgemeine Konferenz der IBS...... Tagung des ISF- Ausschusses. Ausserordentlicher Kongress, Confederacion General de Empleados de Comercio. 6. Kongress der ORIT. Jahreskonferenz, All Diamaru Labor Council.. 7. Konferenz ARO/ IBFG..... ... Seoul Buenos Aires . Genf 25. September 1964 W.Stack 28.Sept.- 3. Okt. 1964 J.Bernal 5. 6. Nov. 1964 .Brüssel 3. 5. Dez. E.Kissel Ch. Gray 1964 E.Kissel ... Buenos Aires 12.- 15. Dez. 1964 J.Bernal 0 Mexiko City 2ND - 2. 6. Feb. 1965 J.Bernal .Tokio 15.- 16. März 1965 W.Stack ..Neu Delhi GPC 1. 6. April 1965 E.Kissel F. Audie 1. Zweijahreskonferenz, Clerical, Mercantile and General Workers' Union.. 60. Jubiläumskongress, Sveriges Arbetsledare Förbund.... 0 .Freetown 22.- 23. April 1965 P. Barrette ... Stockholm 7.- 8. Mai 1965 E.Kissel Kongress Schweizerischer Kaufmännischer Verein.. - .Lugano 1615.- 16. Mai 1965 E.Kissel Kongress, Algemene Nederlandse Bedrijfsbond.... .. Scheveningen 20.- 21. Mai 1965 E.Kissel Kongress, Svenska Industritjänstemannaförbundet... .Stockholm 21.- 22. Mai 1965 E.Kissel Ausserordentlicher Kongress, Malayan Trades Union Congress...... Kuala Lumpur 23. Mai 1965 F. Audie 6. Zweijahreskonferenz, Barclay's Bank Staff Union......... Lagos Kongress, Svenska Bankmannaförbundet. Tagung des ISF- Ausschusses... Jahreskonferenz, United Labour Congress of Nigeria... .Stockholm • . Amsterdam 27.- 30. Mai 1965 P.Barrette 12.- 13. Juni 1965 G.Johansson 2. 3. Juli 1965 E.Kissel Port Harcourt 2. 4. Juli 1965 P.Barrette 8. Weltkongress des IBFG. . Amsterdam 7.- 15. Juli 1965 J. Suffridge G.H.Doughty E.Kissel Allgemeine Konferenz der IBS....... Folkestone Kongress, Dansk Funktionaerforbund... Kongress, Fédération des Employés Ch, Gray 15.- 17.Sept. 1965 E.Kissel ..Kopenhagen 8. 10. Okt. 1965 E.Kissel et Cadres... ... Kolmar 8. 11. Okt. 1965 E.Kissel Kongress, Handels- og Kontorfunktionaerernes Forbund i Danmark.... .Kopenhagen 24.- 28. Okt. 1965 E.Kissel Dreijahreskongress, Algemene Bond" Mercurius" .Amsterdam 25.- 26. Okt. 1965 E.Kissel 5. Bundesangestelltentag, Deutscher Gewerkschaftsbund........ Bad Godesberg 8. 11. Nov. 1965 E.Kissel Tagungen des IBFG- Vorstandes und des ISF- Ausschusses. .. Brüssel 1. 4. Nov. 1965 E.Kissel Tagungen des IBFG- Vorstandes und des ISF- Ausschusses. .Brüssel 31. Januar. 4.Februar 1966 E.Kissel 1 2 3 C PRESIDENT C SECRETARY ANWESENHEIT DER FIET 1. VII. Konferenz A.R.O.-I.B.F.G., Neu Delhi, 1965. 2. Beim Präsidenten der Philippinen. 3. Der Generalsekretär, Frau Nordenskiöld u. der schwed. Ministerpräsident Tage Erlander. IG- Chemie, AngestelltenKonferenz.. Jugendgruppenleiterkonferenz, Handels- og Kontorfunktionaerernes Forbund... - 17- ..Nürnberg 3. 5. März 1966 E.Kissel .Kopenhagen 19.- 20. März 1966 Ch. Gray Kongress, Handelstjänstemannaforbundet.. ..Stockholm - 3. 5. Juni 1966 E.Kissel Kongress, Verband der Handels-, Transport- und Lebensmittelarbeiter der Schweiz... ... Zürich 3. 5. Juni 1966 R.Maier- Neff Kongress, Handelsanställdas Förbund... .Malmö 12.- 18. Juni 1966 E.Kissel Tagungen des IBFG- Vorstandes und des ISF- Ausschusses. Brüssel 28.- 30. Juni 1966 E.Kissel 4. Zweijahreskonferenz, National Union of Bank Employees.. .Kuala Lumpur 20.- 21. Aug. 1966 F.Audie 30. Aug. 1. Sept. 1966 E.Kissel Ch. Gray Allgemeine Konferenz der IBS........ Genf Bundesberufsgruppentag der Kaufmännischen Angestellten, Deutsche Angestellten- Gewerkschaft... 5. Jahreskonferenz, All India Bank Employees Federation... .Mannheim さ 17.- 18. Sept. 1966 B.Kiss! .Kalkutta 16.- 20. Sept. 1966 F.Audie 5. Kongress, National Bank and Financial Workers' Union.... ... Seoul 7. Bundestag der Meister, DAG........ Sindelfingen 23.- 24. Sept. 1966 W.Stack 15.- 16. Okt. 1966 F.Hanny ad 3. Interamerikanische Konferenz FIET( IBP)..... .Rio de Janeiro 7.- 11. Nov. 1966 J.Suffridge E.Kissel Ch. Gray E.Foster 5. Weltkongress, IFPCW.. .Caracas 20.- 24. Nov. 1966 E.Foster Tagungen des IBFG- Vorstandes und des ISF- Ausschusses.. ..Barbados 22.- 24.Nov. 1966 E.Kissel - - 18- 3. Kongress, Carribean Congress of Labor... Automationskonferenz, • ..Bridgetown Deutscher Gewerkschaftsbund......... Bonn 16. Jahreskonferenz, Malayan Trades Union Congress. 25.- 26.Nov. 1966 E. Kissel 6.- 7.Dez. 1966 E. Kissel ..Kuala Lumpur 9.- 11.Dez. 1966 F. Audie 15.- 16.Dez. 1966 F.Audie 3. Regionalkonferenz ARO/ IBFG....... Hong Kong 6. Kongress und 75. Jubiläum, Gewerkschaft der Privatangestellten... Wien 13.- 16.Feb. 1967 E.Kissel Tagung des IBFG- Vorstandes.. ... Brüssel 14.- 15. März 1967 E.Kissel Kongress, Schweizerischer Kaufmännischer Verein... ... Biel 20.- 21.Mai 1967 Ch.Gray Kongress, Svenska Bankannaförbundet.. .Stockholm 20.- 21.Mai 1967 E.Kissel 50. Jubiläum, Liiketyöntekijain Liitto R.Y.... ..Helsinki 27.- 28.Mai 1967 E. Kissel 25. Kongress, Retail Clerks International Association... Allgemeine Konferenz der IBS... ..Miami Beach 17.- 21. Juli 1967 E. Kissel ........ Brüssel 31.Aug. 1. Sept. 1967 E.Kisset 19- LEITENDE ORGANE KONGRESS Der 14. Ordentliche Kongress des Internationalen Bundes der Privatangestellten fand unter dem Vorsitz von J.D.Hiscock, Manchester, in Tel Aviv statt. 131 Delegierte und 108 Beobachter vertraten 50 Mitgliedsorganisationen in 26 Ländern. Dazu kamen 18 Vorstandsmitglieder, 3 Angehörige des Personals und 54 Gäste. Berichterstatter E. Kissel, Genf T. Cynog- Jones, London Revives E. Kissel, Genf Gewerkschaftliche Erfassung der Angestellten Gehälter, Arbeitsbedingungen und Lebensstandard- das Problem internationaler Vergleiche Fortschritte der Gewerkschaftsbewegung in den Entwicklungsländern Ausserdem berichteten die Vorsitzenden der verschiedenen Fachgruppen über deren Tätigkeit. Die Vorsitzenden des Tarifpolitischen und des Sozialpolitischen Ausschusses berichteten dem Kongress ebenfalls über das Wirken ihrer Ausschüsse. Der Kongress nahm zu folgenden Themen Entschliessungen an: 1. Entschliessung über den Weltfrieden 2. Entschliessung über regionale Tätigkeiten 3. Entschliessung des Tarifpolitischen Ausschusses 4. Entschliessung des Sozialpolitischen Ausschusses Wahlen Vorstand: Region I Gebiet A) Gebiet B) Region VI Region VIII Gebiet C) Gebiet D) A. W. Allen, USDAW, Grossbritannien A.Sidro, FEC, Frankreich A.Skoda, GAP, Oesterreich E.Magnusson, HF, Schweden ( Nordamerika පසු USA und Kanada) J.H.Hicks, OPEIU, USA ( Südamerika) F.Loli, CSEEP, Peru 400 20- Gemäss Artikel 9, Absatz 2( e) der Satzung( Organisationen mit über 100.000 Mitgliedern) Confederacion General de Empleados del Comercio..... Confederação Nacional dos Trabalhadores no Comercio....... Deutscher Gewerkschaftsbund.. 000000 @ 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 Deutsche Angestellten Gewerkschaft........... Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen.... Handels- og Kontorfunktionaeres Forbund..... 0 Retail Clerks International Association.... Svenska Industritjänstemannaforbundet..... .... A.March ... A.Magaldi ..... W.Hansen ..... R.Spaethen W.Ziemann .H. Gran .... J.A. Suffridge ... G.Johansson 0 0 0 0 0 Gemäss Artikel 9, Absatz 2( f) der Satzung( 1 Vertreter des Landes, in dem der Internationale Bund seinen Sitz hat) Schweiz... 0 0 0 0 0 Fachgruppenvorsitzende * 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0...........R.Maier- Neff Bank-, Versicherungs- und Sozialversicherungsangestellte.......... O.Leclercq Kaufmännische Angestellte im Handel...... Kaufmännische Angestellte in der Industrie..000. Werkmeister und Techniker... SETCA, Belgien ..... F.Willems " Mercurius" Holland ..T. Thomas, CAWU Grossbritannien ..G.H.Doughty DATA Grossbritannien Präsident J.A.Suffridge wurde einstimmig zum Präsidenten der FIET( IBP) gewählt als Nachfoger des amtierenden Präsidenten J.D. Hiscock, der seinen Rücktritt nahm und dessen Verdienste um den Internationalen Bund gewürdigt wurden. Vizepräsident A. Sidro wurde einstimmig als 1. Vizepräsident gewählt. G.H.Doughty wurde einstimmig als 2. Vizepräsident gewählt. Generalsekretär E. Kissel wurde einstimmig wiedergewählt. ke C ם והטכנאים M14 LONGRESS OF INTERNATIONAL FEDERATION OF COMMERCIAL CLERICAL AND FEDERATION OF IFCCTE COMMERCIAL CAL EMPLOYEES Der frühere Präsident, Joseph Hiscock Beim Präsidenten Israels Teilnehmer an der Vollversammlung CLERICAL CAL AND מלון שרתון תל- אבי. חלון לורתון DER XIV. ORDENTLICHE KONGRESS DER FIET TEL AVIV, MAI 1964 - 21- VORSTANDSTAGUNGEN Seit dem 14. Ordentlichen Kongress in Tel Aviv haben folgende Vorstandstagungen stattgefunden: 1. 26. Mai 1964.... ..Tel Aviv 2, 10.- 11. März 1965... .Dublin 3. 3.- 4. November 1965... .Nizza 4. 26.- 27. Juni 1966... .. Genf O 5. 5.- 6. April 1967..... . Athen Vor dem 15. Ordentlichen Kongress, am 20. Oktober 1967, wird der Vorstand in Washington, D.C. zusammentreten. Zusammenfassung der Vorstandsbeschlüsse( ohne Verwaltungs- und Finanzfragen): Tel Aviv, 19. und 26. Mai 1964 Folgende Gewerkschaften wurden in die FIET( IBP) aufgenommen: Asociacion Supervisores de la Industria Metalurgica, Argentinien Syndicat des Employés de Commerce, Kamerun Commercial, Technical and Allied Workers Union, St. Vincent Association du Personnel de la Caisse d'Epargne de l'Etat, Luxemburg Confederaçao Nacional dos Trabalhadores no Comercio, Brasilien Federacion Nacional de Empleados del Comercio, Dominikanische Republik Insurance Employees Federation, Pakistan Der Vorstand bedauerte die Weigerung der Internationalen Transportarbeiterföderation, an einer gemeinsamen Zivilluftfahrtskonferenz teilzunehmen. A. Meier- Ragg, Generalsekretär des Schweizerischen Kaufmännischen Vereins, wurde einstimmig zum Kassierer der FIET( IBP) gewählt. G.H. Doughty, DATA, Grossbritannien, und W.Hansen, DGB, Deutschland wurden einstimmig zu weiteren Mitgliedern des Geschäftsführenden Vorstandsausschusses bestimmt. Die Beschlussfassung über das Aufnahmegesuch des Svenska Fastighetsarbetareförbundet wurde auf die nächste Vorstandstagung verschoben. Der Generalsekretär wurde ermächtigt, mittlerweile mit dem IBFG Verbindung aufzunehmen, um abzuklären, welchem IBS diese und ähnliche Gewerkschaften beitreten könnten. Dublin, 10. 11. März 1965 P Wegen Erkrankung des Präsidenten Suffridge führte G.H. Doughty den Vorsitz. Der Vorstand ehrte das Andenken der seit der letzten Vorstandstagung verstorbenen Mitglieder Adolphe Sidro, 1. Vizepräsident, und Harold Meier- Ragg, Kassierer. 22- M. Allègre, FEC, Paris wurde als Vorstandsmitglied für Region I, Gebiet B) aufgenommen, bis der nächste ordentliche Kongress satzungsgemäss einen Vertreter wählen kann. Es wurden aufgenommen: Fédération des Employés Privés, Luxemburg Bank Employees Federation, Pakistan Bank Employees Union, Türkei Angesichts der Entwicklung seit dem Kongress in Tel Aviv verzichtete der Vorstand auf die Durchführung einer Konferenz der FIET,( IBP) über die Zivilluftfahrt. Nach einem Bericht des Generalsekretärs über die Empfehlung eines besonderen IBS- Ausschusses beschloss der Vorstand, die Empfehlung auf Schliessung des Verbindungsbüros der IBS zu unterstützen und sich nicht länger an diesem zu beteiligen. Mit Befriedigung nahm der Vorstand Kenntnis von der Annahme des Uebereinkommens und der Empfehlung der IAO über den Gesundheitsschutz in Handelsbetrieben und Büros. In diesem Zusammenhang lobte der Vorstand die Arbeit des Kollegen Fitzpatrick, IUDWC, Irland, der als Vorsitzender der Arbeitnehmergruppe im Ausschuss über den Gesundheitsschutz in Handelsbetrieben und Büros geamtet hatte. Der FIET( IBP)-Vorstand hatte auf eine Tagung des Beratenden Angestelltenausschusses der IAO gedrängt und wusste deshalb die Mitteilung des Generaldirektors der IAO zu schätzen, wonach dieser Ausschuss im Dezember 1967 zusammentreten wird. Der Vorstand war mit der Empfehlung des Geschäftsführenden Ausschusses einverstanden, wonach der Generalsekretär ermächtigt wurde, eine Konferenz der Redakteure der von FIET- Verbänden veröffentlichten Zeitungen einzuberufen. Kollege Willems wurde aufgefordert, das Amt des Kassierers vorläufig weiterzuführen, bis die Schweizer Organisation einen Nachfolger für den Kollegen Meier- Ragg gewählt hat. Der Vorstand stimmte grundsätzlich einer Erhöhung der Mitgliedsbeiträge des Internationalen Bundes und der Unterbreitung eines entsprechenden Antrags an den nächsten Kongress zu. Der Vorstand befürwortete einen nachdrücklichen Appell an die angeschlossenen Organisationen um zusätzliche Beiträge an den Regionalfonds, verbunden mit der Anregung, dass diese mindestens den halben Jahresbeitrag für 1965 und 1966 ausmachen sollten. Der Präsident, der Vizepräsident und der Generalsekretär wurden mit der Vertretung der FIET( IBP) auf dem 8. Weltkongress des IBFG beauftragt. Die Tagungen der Fachgruppenvorstände wurden für die Zeit vom 31. Mai bis 5. Juni 1967 in Genf festgesetzt. Für den 28. bis 30. Juni wurden Sitzungen des Tarifpolitischen und des Sozialpolitischen Ausschusses in Genf anberaumt. - 23- Man kam überein, die Fachgruppenkonferenzen im Mai 1966 in Brüssel durchzuführen und den genauen Termin von den Fachgruppenvorständen festlegen zu lassen. Die dritte Interamerikanische Konferenz der FIET( IBP) würde zwischen September und November 1966 in Brasilien abgehalten. Man besprach die Möglichkeit, den 15. Ordentlichen Kongress der FIET in Washington durchzuführen. Mehrere Vorstandmitglieder äusserten Vorbehalte wegen der hohen Kosten. Der Generalsekretär wurde ermächtigt, weitere Einzelheiten bezüglich der Kosten eines Kongresses in Washington beizubringen. Es wurde beschlossen, die nächste Vorstandstagung in Nizza durchzuführen, um eine Gedächtnisfeier zu Ehren des verstorbenen 1. Vizepräsidenten der FIET, Adolphe Sidro, veranstalten zu können. ( Nizza, 3./4. November 1965 Folgende Gewerkschaften wurden aufgenommen: Singapore Bank Employees Union% 3B Singapore Insurance Companies Employees Union; S.C.0.A. African Workers Union of Nigeria; Barclay's Bank D.C.O. African Staff Union of Nigeria; Asociacion de Empleados del Banco, Uruguay; Angestelltenabteilung der Artisans, Taxi- Drivers and other Manual Labourers Union, Mauritius; Angestelltenabteilung der Federation of Workers, Curaçao; Commercial and General Workers Organisation, Philippinen. Der Vorstand fasste den Grundsatzbeschluss, dass Organisationen mit weniger als 500 Mitgliedern nicht in die FIET aufgenommen werden sollen, es sei denn, es liegen ausserordentliche Umstände vor. Die Fachgruppenvorsitzenden berichteten über die Tagungen der Fachgruppenvorstände und die geplante Tätigkeit im Zusammenhang mit den bevorstehenden Fachgruppenkonferenzen. Der Vorstand beschloss, den Tarifpolitischen und den Sozialpolitischen Ausschuss als getrennte Organe beizubehalten. Der Vorstand war damit einverstanden, dass die IBS einen grösseren Beitrag zu der Wirksamkeit des IBFG und der freien Gewerkschaftsbewegung leisten sollten. Die FIET dürfe jedoch nicht auf ihre Autonomie verzichten. Gemäss dem IBFG/ IBS- Abkommen( Mailand) müssen die IBSse die allgemeine Politik des IBFG befolgen. Aus diesem Grund sollten die IBSse einen direkten Einfluss auf solche Beschlüsse und ein Stimmrecht bei Entscheidungen über die Politik und internationale Massnahmen besitzen. Es sollten struktuelle Aenderungen des IBFG ausgehandelt werden. Der Vorstand nahm zur Kenntnis, dass ein Bedarf an weiteren Mitteln für die Regionalarbeit besteht. Die Mitgliedsverbände sollten die Fortsetzung der freiwilligen Beiträge erwägen. Namens des nordischen Zusammenarbeitsausschusses unterrichtete Kollege Magnusson den Vorstand, dass der Ausschuss beschlossen habe, die Zinsen des gemeinsamen Streikfonds für die Regionalarbeit der FIET( IBP) bereitzustellen. Der erste diesbezügliche Beitrag erfolge Ende Juni 1966; er werde rund 70.000 Schwedische Kronen pro Jahr ausmachen. 24- Der Vorstand unterstützte den Beschluss des IBFG, wonach keine direkt oder indirekt, d.h. über den entsprechenden Gewerkschaftsbund, mit dem WGB verbundene Organisation in die freie internationale Gewerkschaftsbewegung aufgenommen werden soll. Die Internationale Graphische Föderation hat über ein solches Beitrittsgesuch einer dem WGB angeschlossenen Organisation zu entscheiden. Der Vorstand der FIET( IBP) bestätigte den Beschluss der allgemeinen Konferenz der IBS, das IBS- Verbindungsbüro in Genf zu schliessen. Er erklärte die Bereitschaft der FIET, zusammen mit Vertretern des IBFG neue Formen der Zusammenarbeit mit der IAO und anderen internationalen Einrichtungen zu besprechen. Er begrüsste die Wiederwahl des FIET- Generalsekretärs als Vorsitzender der Allgemeinen Konferenz der IBS und als assoziiertes Mitglied des IBFG- Vorstandes sowie des Internationalen Solidaritätsfondsausschusses. Die mit der schwedischen Arbeiterreiseorganisation RESO getroffenen Vorkehrungen für den 15. Kongress wurden genehmigt. Der Vorstand erklärte sich bereit, RESO die Organisation der Reisen europäischer Kongressteilnehmer zu überlassen. Es wurde beschlossen, die Zahl der Beobachter nicht einzuschränken. Der Kongress würde vom 19. bis 26. Oktober 1967 im Shoreham Hotel, Washington D.C., durchgeführt. Als allgemeines Kongressthema wurde bestimmt: 11 Die Rolle der Angestellten in einer sich wandelnden Welt." Die Automation im Handel und in den Büros und ihre Auswirkungen auf die Angestellten würden behandelt. Es wurde beschlossen, die Fachgruppenkonferenzen 1966 wie folgt abzuhalten: 20.- 21. Mai 1966 Meister und Techniker 22.- 23. Mai 1966 Kaufmännische Angestellte im Handel 24.- 25. Mai 1967 Kaufmännische Angestellte in der Industrie 26.- 27. Mai 1966 Bank-, Versicherungs- und Sozialversicherungsangestellte Der Vorstand befasste sich mit der unterschiedlichen Bedeutung des Wortes" Angestellter" in verschiedenen Teilen der Welt und kam überein, dass die FIET( IBP) aus Gewerkschaften des Dienstleistungsgewerbes nur diejenigen Personen aufnehmen kann, die eine nichtmanuelle Tätigkeit ausüben, wie z.B. Friseure, die in Friseurgeschäften auch Kosmetika usw. verkaufen. Genf, 26./27. Juni 1966 Als neue Vorstandsmitglieder wurden folgende Kollegen begrüsst: Koll. Vietheer als Nachfolger von Koll. Ziemann, HBV, Deutschland Koll. Fitzpatrick als Nachfolger von Willems als Vorsitzender der Fachgruppe der kaufmännischen Angestellten im Handel Koll. ter Horst als Nachfolger von Koll. Leclercq als Vorsitzender der Fachgruppe Bank-, Versicherungs- und Sozialversicherungsangestellte. - 25- Folgende Gewerkschaften wurden in die FIET( IBP) aufgenommen: Barbados Workers Union; Sugar Estates Clerks' Union, Guyana; Rubber Research Institute Staff Union, Malaisia; Sarawak Commercial Employees Union. Ein Bericht über die Tagung der Regionalvertreter in Washington wurde angenommen. Der Vorstand fasste in diesem Zusammenhang folgende Beschlüsse: 1. 2. 3. 4. Alle Regionalvertreter sind genau wie die Mitarbeiter am Hauptsitz des IBP dem Generalsekretär unterstellt. Sie sind nicht berechtigt, von irgendeiner anderen Seite Anweisungen entgegenzunehmen. In Zukunft sollen Regionalvertreter in Genf eingearbeitet werden, bevor sie ihre Arbeit in der jeweiligen Region aufnehmen. Die Dauer dieser Einarbeitung soll grundsätzlich mindestens 6 Monate betragen. Planung, Durchführung und Leitung von Sitzungen hauptamtlicher Kollegen, einschliesslich der Regionalvertreter, ist Angelegenheit des Generalsekretärs. Die Berichterstattung der Nebenstellen des IBP erfolgt nur an die Zentrale in Genf. Der Generalsekretär oder die von ihm beauftragten Kollegen haben das Recht, alle Finanz-, Korrespondenz- oder sonstigen Verwaltungsunterlagen in den Nebenstellen einzusehen. Der Generalsekretär fasste die Entschliessungen der ersten Asienkonferenz( Seminar) der FIET zusammen, die vom 24. April bis 5. Mai 1966 in Manila stattgefunden hatte. Die Konferenz habe um die Einsetzung eines Gebietsausschusses aus mindestens einem Vertreter aus jedem Land ersucht, dieser Ausschuss wäre auf Ersuchen des Generalsekretärs einzuberufen, wann immer es als nötig erachtet würde. Der Vorstand war der Auffassung, dass diese Frage wegen ihrer finanziellen und anderen möglichen Auswirkungen später noch gründlich geprüft werden müsse, bevor bestimmte Schritte unternommen werden könnten. Die vier Fachgruppenvorsitzenden berichteten über die Tagungen in Brüssel vom 20. bis 27. Mai 1966 und legten die von den Konferenzen angenommenen Entschliessungen vor. 9 Der Vorstand genehmigte die Beschlüsse der Fachgruppenkonferenzen an denen sich 12 Vorstandsmitglieder beteiligt hatten. Der Vorstand nahm die unzulängliche Beteiligung seitens der gastgebenden Gewerkschaft SETCA zur Kenntnis und äusserte Besorgnis über den Inhalt einer von dem. SETCA Kongress angenommenen Entschliessung über internationale Beziehungen. Der Vorstand beauftragte einen aus den Kollegen Allègre, Hansen und Kissel bestehenden Ausschuss, mit dem SETCA- Vorstand zusammenzukommen, um die Auswirkungen dieser Vorkommnisse zu besprechen. Der Vorstand bestätigte einstimmig die Politik der FIET( IBP), wonach der Internationale Bund der Privatangestellten mit keiner Organisation zusammenarbeiten kann, die auf internationaler Ebene mit kommunistischen Organisationen gemeinsame Gewerkschaftsaktionen unternimmt. Solche Organisationen können nicht in der FIET verbleiben. Es wurde vereinbart, dass die vier Fachgruppenvorstände in der Woche vom 15. Januar 1967 in Mönchengladbach zusammentreten würden. - 26- In der Zukunft wird es notwendig sein, die Fachgruppentätigkeit auf weitere Gebiete der Welt auszudehnen. Unsere Regionalkonferenzen sollen mit Fachgruppentagungen verbunden werden. Die Vertreter der Fachgruppen sollten ein oder zwei Tage vor dem FIET- Kongress auf Weltebene zusammentreten, um ihre Vorsitzenden zu wählen und die Politik bezüglich der Fachgruppenarbeit zu bestimmen. Der Vorstand war der Auffassung, dass er aufgrund der Satzung die notwendige Befugnis besitzt, eine Organisation auszuschliessen, die nach dem Beitritt zu der FIET( IBP) ihre Politik ändert. Der Vorstand ernannte einen aus den Kollegen Doughty, Magnusson und Kissel bestehenden Ausschuss, um mit den Parteien in dem Streit in Schweden zusammenzukommen, und zu einer gütlichen Regelung beizutragen. Ein Antrag der Internationalen Arbeitsgemeinschaft der Angestellten jugend( IAAJ) und der Deutschen Angestelltengewerkschaft( DAG) auf Bildung eines europäischen Jugendausschusses innerhalb der FIET( IBP) wurde zurückgestellt, um dem Generalsekretär die Möglichkeit zur Besprechung dieser Frage mit der IAAJ zu geben. Das IBFG/ IBS- Abkommen wurde erneut besprochen. Es herrschte die einstimmige Auffassung, dass die IBS selbst bei einer etwaigen Angliederung an den IBFG autonom bleiben müssten. Die Einhaltung der Politik des IBFG könne nur zugesichert werden, wenn die notwendigen Einrichtungen geschaffen würden, innerhalb derer die IBS die Möglichkeit hätten, die Entscheidungen zu beeinflussen. Es wurde beschlossen, einen Antrag an den FIET- Kongress zur Erhöhung der Mitgliedsbeiträge durch den Kassierer ausarbeiten zu lassen und den Vorstandsmitgliedern vor der nächsten Vorstandstagung zuzustellen. Der Vorstand war der Auffassung, dass die FIET in der Gestaltung ihrer Regionalarbeit nicht vom Internationalen Solidaritätsfonds abhängig sein sollte. Nachdem Mittel zur Fortsetzung des Tätigkeitsprogramms bis zum Kongress 1967 verfügbar waren wodurch das zunächst genehmigte Dreijahresprogramm erfüllt wird fand eine Diskussion darüber statt, ob ein Programm für eine weitere Dreijahresperiode genehmigt werden sollte. CHECO Der Vorstand war der Auffassung, dass falls ein weiteres Dreijahresprogramm in Angriff genommen wird, das betreffende Personal dem Mitarbeiterstab der FIET angehören sollte, wobei die Internationale für die Bezahlung der Gehälter usw verantwortlich wäre. Auf dieser Grundlage würde die FIET( IBP) rund$ 450.000 benötigen, um die Tätigkeit während einer weiteren Dreijahresperiode auf dem gegenwärtigen Stand weiterzuführen. Kollege Magnusson von dem schwedischen Verband der Handelsangestellten gab bekannt, dass die Delegierten kürzlich auf dem Kongress seiner Organisation beschlossen hätten, 100.000 Schwedische Kronen an den Regionalfonds der FIET beizutragen. Der Vorstand beschloss, dass vorläufig keine Stipendien gewährt werden können. Der Vorstand beschloss, die dritte Interamerikanische Konferenz am 7. bis 11. November 1966 in Rio de Janeiro abzuhalten. Unmittelbar vor der Konferenz könne eine Tagung der lateinamerikanischen Bankangestellten stattfinden, um auf diesem Gebiet mit der Fachgruppenarbeit zu beginnen. Der Generalsekretär( rechts) konferiert mit dem Präsidenten. HL DER VORSTAND versammelt in Genf im Juni 1966 ( nebenstehend) und in Athen, im April 1967. - 27- Der Vorstand beschloss, die FIET( IBP)-Dokumente auch in einer der skandinavischen Sprachen herauszugeben. Athen, 5./6. April 1967 Folgende Gewerkschaften wurden aufgenommen: Federacion de Empleados Bancarios Privados del Ecuador; Angestelltenabteilung der Factory Workers' Union, Fidji; Port Supervisors Union, Jamaika; National Association of Clerical and Supervisory Staffs, Malta; General and Commercial Employees' Union, Indien; New Zealand Clerical Employees Association; Sabah Commercial Employees' Union. Der Vorstand nahm Berichte über die Fachgruppenvorstandstagungen in Mönchengladbach entgegen. Er stimmte dem Wunsch der Fachgruppen zu, die Erhebungen jeweils am Jahresende auf den neuesten Stand zu bringen. Es wurde beschlossen, nach dem Kongress im Vorstand die Einsetzung eines Unterausschusses zu prüfen, der ein allgemeines Wirtschafts- und Sozialprogramm der FIET aufstellen würde.. Es wurde festgestellt, dass die FIET aus dem Internationalen Solidaritätsfonds stärker unterstützt wurde als jedes andere IBS mit Ausnahme des Internationalen Bundes der Plantagenarbeiter. In der Zukunft wird diese Unterstützung zurückgehen. Zur Deckung der Verwaltungskosten von regionalen Zweigstellen oder Beibehaltung von Regionalvertretern wird keine Unterstützung mehr gewährt. Der Vorstand genehmigte den Bericht der dritten Interamerikanischen Konferenz der FIET. Der Vorstand war der einstimmigen Auffassung, dass die Verteilung von Artikeln gegen die freie Gewerkschaftsbewegung unvereinbar sei mit den Aufgaben eines Beamten einer internationalen Organisation wie IAO, VN oder UNESCO, und protestierte gegen Schritte dieser Art. Der Vorstand beschloss, die weitere Behandlung eines derartigen Falles dem Ermessen des Generalsekretärs zu überlassen. Der Vorstand bestäti te seine früheren finanzpolitischen Beschlüsse. Demnach werden nur von den angeschlossenen Organisationen Mittel entgegengenommen. Ueber deren Verwendung haben ausschliesslich die entsprechenden Organe der FIET( IBP) zu verfügen. Beiträge internationaler Institutionen wie IAO oder OECD für Bildungszwecke dürfen weiterhin von der FIET entgegengenommen werden. Der Vorstand nahm zur Kenntnis, dass die Deutsche Angestellten- Gewerkschaft ( DAG) der FIET Mi tel zur Verfügung stellte, welche sie von der Friedrich Naumannstiftung erhal en hatte. Nach den Aussagen des DAG- Vertreters trägt diese Gewerkschaft mehr als 30% der entsprechenden Gelder bei. Der Präsident der FIET( IBP) unterrrichtete den Vorstand, die Retail Clerks International Association( RCIA) habe bekanntlich ebenfalls von Stiftungen Gelder erhalten, die aber nicht aus Regierungsquellen stammten. Die Unterstützung der FIET( IBP) durch die RCIA stehe in der Gewerkschaftsgeschichte einmalig dar und sei ohne irgendwelche Einmischung erfolgt. - 28Der Vorstand war einverstanden, die Abkürzung FIET in allen Sprachen zu verwenden, dagegen wurde keine Namensänderung des Internationalen Bundes der Privatangestellten ins Auge gefasst. Eine solche Namensänderung könne in der Zukunft erwogen werden, wenn es darum gehe, die leitenden Angestellten( Cadres, Supervisory Staff) ausdrücklich einzubeziehen. Bezüglich der ernsten Aussperrungsaktion gegen die Draughtsmen's and Allied Technicians Association( D.A.T.A.) in Grossbritannien fasste der Vorstand den einstimmigen Beschluss die angeschlossenen Verbände zur Unterstützung der D.A.T.A. zu veranlassen. Als Richtlinie wurde ein zinsfreies Darlehen in Höhe von mindestens einem FIET- Jahresbeitrag festgesetzt. In der Frage der Regionalarbeit fasste der Vorstand folgende Beschlüsse: 1. 2. 3. 4. 5. Die Regionalarbeit in Afrika, Asien und Lateinamerika soll fortgesetzt werden. Falls sie wegen Geldmangel eingeschränkt werden muss, ist der Erhaltung einer festen Nebenstelle in Asien Vorrang einzuräumen. Der Internationale Bund der Privatangestellten wird ausserdem versuchen, eine Nebenstelle in Afrika aufrecht zu erhalten. Sollte dies nicht möglich sein, so wäre diese Tätigkeit von Genf aus zu leiten. Die Arbeit in Lateinamerika wird, in Uebereinstimmung mit dem in Düsseldorf gefassten Beschluss des Vorstandes, wie bisher fortgesetzt. Alle angeschlossenen Organisationen werden aufgefordert, die dem 15. Ordentlichen Kongress vorgeschlagene Erhöhung der Mitgliedsbeiträge zu unterstützen. Von diesen soll ein Teil zur Finanzierung der Regionalarbeit benützt werden, damit diese wichtige Arbeit nicht nur von freiwilligen Beiträgen abhängig ist. Trotzdem soll auch in Zukunft um freiwillige Beiträge und um Mitarbeiter für diese Tätigkeit gebeten werden. Für besondere Aufgaben auf kurzfristiger Grundlage( 2 bis 4 Monate) sollen die angeschlossenen Gewerkschaften aufgefordert werden, den Internationalen Bund zu unterstützen, indem sie der FIET( IBP) erfahrene Gewerkschafter als Sondervertreter zur Verfügung stellen. Die angeschlossenen Gewerkschaften in den Entwicklungsländern sollen gebeten werden, die internationale Tätigkeit in ihrer Region stärker zu unterstützen, mit dem Ziel sobald wie möglich ihre Tätigkeit aus eigenen Mitteln bestreiten und in eigener Verantwortung durchführen zu können. Der Vorstand genehmigte die Kongresstagesordnung und nahm die endgültige Ernennung der Berichterstatter anlässlich des 15. Ordentlichen Kongresses in Washington vor. 29- Die Vorstandsmitglieder gaben ihrer Enttäuschung darüber Ausdruck, dass die von RESO getroffenen Chartervorkehrungen abgelehnt worden waren. Man kam überein, dass RESO unverzüglich an die angeschlossenen Organisationen schreiben und dabei die neuen Vorschläge erläutern würde. Die Organisationen könnten frei über die zu treffenden Vorkehrungen entscheiden. Der Vorstand nahm zur Kenntnis, dass die RCIA der FIET( IBP) entsprechend den üblichen Gepflogenheiten einen Betrag bis zu$ 8000.- zur Deckung der im Zusammenhang mit dem Kongress anfallenden Ausgaben zur Verfügung stellt. Der Vorstand war grundsätzlich damit einverstanden, dass der Generalsekretär vor dem kommenden Kongress in Washington eine Pressekonferenz abhält. Der Vorstand beschloss, die Kollegen Hiscock und Spiekman als Gäste der FIET und auf deren Kosten zum Kongress einzuladen. Der Vorstand war ferner damit einverstanden, den dänischen Arbeitsminister Erling Dinesen, ein früheres FIETVorstandsmitglied, zum Kongress einzuladen. Im Zusammenhang mit der Prüfung von Unterstützungsgesuchen zwecks Besuchs des Kongresses fasste der Vorstand den grundsätzlichen Beschluss, keine Hilfe zu gewähren, um Beobachtern die Kongressteilnahme zu ermöglichen. Bezüglich SETCA stellte der Vorstand fest und war damit einverstanden, dass der FIET- Ausschuss nach wie vor bereit ist, mit dem SETCA- Vorstand jederzeit bis zu der nächsten Vorstandstagung zusammenzutreffen, die andernfalls eine SETCA- Delegation empfangen könnte. Der Vorstand stellte fest, dass mit den TCO- Organisationen einerseits und SALFVertretern andererseits in Stockholm Zusammenkünfte stattgefunden hatten, die Schwierigkeiten jedoch nicht ausgeräumt werden konnten. Der Vorstand kam überein, nach dem Kongress einen kleinen Unterausschuss zwecks Prüfung der FIET- Satzung und Ausarbeitung von Aenderungsvorschlägen einzusetzen. Berichte über die Tätigkeit des FIET/ EWG- und des FIET/ EFTA- Ausschusses wurden entgegengenommen und genehmigt. Im Zusammenhang mit der möglichen Schaffung eines FIET- Jugendausschusses erbaten sich die britischen, irischen und U.S.- Vorstandsmitglieder eine weitere Bedenkzeit. Der Vorstand kam überein, diese Frage auf der nächsten Tagung erneut zu behandeln. Mit 11 gegen 4 Stimmen und einer Enthaltung beschloss der Vorstand, dem 15. Ordentlichen Kongress eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge an die FIET( IBP) vorzuschlagen, wodurch die Beiträge in drei Jahresstufen von 151.- Schweizer Franken auf 300.- Schweizer Franken für 1000 Mitglieder erhöht würden. Ein von der allgemeinen Konferenz der IBS ausgearbeitetes neues Abkommen über die Zusammenarbeit zwischen dem IBFG und IBS zur Ablösung des sogenannten Mailand- Abkommens wurde vom Vorstand genehmigt. - 30- Der Vorstand stimmt den Grundsätzen in einer durch die griechischen Mitgliedsgewerkschaften vorgelegten Entschliessung zu, wonach die griechische Regierung aufgefordert wurde, die Bestimmungen der von ihr ratifizierten IAO- Uebereinkommen Nr. 87 und 98 vorbehaltlos anzuwenden. * DURCH DEN VORSTAND EINGESETZE AUSSCHUESSE Geschäftsführender Vorstandsausschuss Dieser von dem Vorstand zwecks Erledigung laufender Geschäfte zwischen den Vorstandstagungen eingesetzte Ausschuss trat in der Berichtszeit viermal zusammen. In Uebereinstimmung mit der Satzung erweiterte der Vorstand den Geschäftsführenden Ausschuss um die Kollegen Doughty und Hansen. Sämtliche Beschlüsse des Geschäftsführenden Vorstandsausschusses wurden durch den Vorstand anschliessend bestätigt. Regionalausschuss Dieser durch den Vorstand zur Behandlung von Fragen im Zusammenhang mit dem Regionalfonds der FIET( IBP) eingesetzte Ausschuss trat in der Berichtszeit dreimal zusammen. Die gefassten Beschlüsse wurden durch den Vorstand genehmigt. Tarifpolitischer Ausschuss Anlässlich seiner Tagung vom 28. Juni 1965 in Genf besprach der Tarifpolitische Ausschuss eingehend die Fragebogen und brachte diejenigen bezüglich der Erhebungen über die Arbeitsbedingungen und Gehälter der Angestellten verschiedener Wirtschaftszweige in Uebereinstimmung. Nach Vorbereitung der Fachgruppenkonferenzen 1966 in Brüssel schlug er den Kollegen Sven JONASSON als Sachverständigen für den neuen Experten- Ausschuss vor, den das IAA zur Ausarbeitung eines Berichtes über die Berufsklassifikation einzusetzen wünschte. Kollege BIEDING wurde mit der Ausarbeitung eines Berichtes über Lohnfindungsmethoden beauftragt. In einem Vortrag über die Tätigkeit der IAO zugunsten der Angestellten lobte Dr. Karl GRUENBERG, Leiter der Dienststelle für allgemeine Arbeitsbedingungen der Angestellten innerhalb des IAA, Abteilung für Arbeits- und Lebensbedingungen, die enge Zusammenarbeit seiner Dienststelle und der FIET( IBP). 2 Sozialpolitischer Ausschuss Unter dem Vorsitz des Kollegen Skoda, Oesterreich, trat der Sozialpolitische Ausschuss am 29. und 30. Juni 1965 in Genf zusammen und befasste sich mit den Beschlüssen der 1963 in Amsterdam durchgeführten Fachgruppenkonferenzen. Der Ausschuss setate es sich zur Aufgabe, die in den verschiedenen Ländern bestehenden - 31- Systeme der Sozialen Sicherheit zu untersuchen. Der Vorsitzende wurde zum Berichterstatter ernannt. Ausserdem äusserte der Ausschuss den Wunsch, die angeschlossenen Organisationen möchten sich bemühen, die Anpassung der Leistungen ( Renten) der Sozialen Sicherheit an die Gehaltsentwicklung und den Lebensstandard und nicht nur an die Kaufkraft oder die Lebenshaltungskosten zu erreichen. Schliesslich vertraten die Ausschussmitglieder die Auffassung, dass die beiden Ausschüsse( Tarifpolitischer und Sozialpolitischer Ausschuss) gemeinsame Sitzungen durchführen sollten, wenn gemeinsame Probleme zu behandeln sind. Herr RYS, Leiter des Dokumentationsdienstes der Internationalen Vereinigung für Soziale Sicherheit, hielt einen aufschlussreichen Vortrag über die Soziale Sicherheit in der Welt sowie über die Tätigkeit und Aufgaben der IVSS. ***** FACHGRUPPEN Mit zu den wichtigsten Tätigkeiten unserer Internationale gehören diejenigen der Fachgruppen. Innerhalb der vier bestehenden Fachgruppen, von denen jede einen eigenen Vorstand besitzt, prüft man die Sonderprobleme der Angestellten der verschiedenen Berufe und Länder. Man vergleicht Arbeitsbedingungen, Löhne und Gehälter, sowie andere allgemeine Beschäftigungsbedingungen. Fachgruppenvorstand der Kaufmännischen Angestellten im Handel Zum ersten Mal in der Geschichte der FIET( IBP) hat der Mitgliederstand einer Fachgruppe die Zweimillionengrenze überschritten. Am 30. April 1967 umfasste die Fachgruppe der Kaufmännischen Angestellten im Handel 71 Organisationen mit insgesamt 2.489.960 Mitgliedern. Der Fachgruppenvorstand trat in der Berichtszeit dreimal zusammen. Die erste Sitzung fand am 4. und 5. Juni 1965 in Genf unter dem Vorsitz des Kollegen Frits Willems statt. Der Vorstand befasste sich mit der Vorbereitung der Fachgruppenkonferenz in Brüssel( 1966). Im Hinblick darauf wurde beschlossen, die Erhebungen über die Ladenöffnungszeiten, die Arbeitszeit und die Teilzeitbeschäftigung im Handel sowie über die soziale Lage der Handelsangestellten fortzuführen und die Frage dés gleichen Lohns für gleiche Arbeit zu behandeln. Eine neue Studie über die Auswirkungen neuer Methoden auf dem Verteilungssektor wurde dem Kollegen W.J.Fitzpatrick( Dublin) anvertraut. Die Sonderprobleme der Geschäftsreisenden werden Gegenstand eines Sonderberichtes sein. Die zweite Sitzung zur Treffung der letzten Konferenzvorbereitungen fand am 21. Mai 1966 in Brüssel statt, die dritte am 16. und 17. Januar 1967 in Mönchengladbach( Deutschland). Letztere war der Prüfung der Ergebnisse der Fachgruppenkonferenz in Brüssel und der Erörterung der zukünftigen Arbeit gewidmet. In einer Mitteilung an Rundfunk und Presse protestierte der Vorstand gegen die Tendenz, späte Abendsöffnungszeiten einzuführen. Er wiederholte die Forderung, dass auch im Handel die 5- Tage- Woche mit einem Maximum von 40 Arbeitstunden verwirklicht werden soll, umso mehr, als die Arbeitszeit im Handel der Vereinigten Staaten seit langem unter 40 Stunden liegt. CLISH 24 - 32- Die Tagung in Mönchengladbach nahm diese Forderung, sowie diejenige, dass der Grundsatz des gleichen Entgelts für gleiche Arbeit in der Praxis verwirklicht werden muss, ebenfalls in ihre Beschlüsse auf. Die technische Entwicklung, die Einführung neuer Methoden auf dem Sektor der Warenverteilung und ihre Auswirkungen auf die Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen müssen genau verfolgt werden. Dasselbe gilt für die Teilzeitarbeit. Betreffend der IAO ist der Vorstand der Auffassung, dass vermehrte Mittel für den Beratenden Angestelltenausschuss bereitgestellt werden sollten, und dass die Abteilung für allgemeine Arbeitsbedingungen und insbesondere die Dienststelle der nichtmanuellen Arbeitnehmer einer Erweiterung bedarf. Andererseits sollten die Angestellten auch im Verwaltungsrat vertreten sein. Fachgruppenvorstand der Kaufmännischen Angestellten in der Industrie Am 30. April 1967 umfasste diese Fachgruppe 1.621.229 Mitglieder in 44 Organisationen und 37 Ländern. In der Berichtszeit trat der Fachgruppenvorstand dreimal zusammen. Die erste Tagung fand am 3. und 4. Juni 1965 in Genf statt. Sie war einerseits der Prüfung der Ergebnisse der Fachgruppenkonferenzen in Amsterdam( 1963) und den daraus zu ziehenden Schlussfolgerungen und andererseits der Besprechung der zukünftigen Tätigkeit gewidmet. Bei dieser Gelegenheit bestimmte der Vorstand die zu behandelnden Themen, bezeichnete die Berichterstatter und legte die Tagesordnung der Fachgruppenkonferenz 1966 fest. Die zweite Tagung wurde am 23. Mai 1966 in Brüssel abgehalten. Ihr Zweck bestand lediglich in der Treffung der letzten Vorkehrungen für die Fachgruppenkonferenz. Die dritte Tagung wurde am 18. und 19. Januar in Mönchengladbach( Deutschland) in Anwesenheit eines Beobachters des IAA durchgeführt. Anlässlich dieser Tagung befasste sich der Fachgruppenvorstand mit den Ergebnissen der Fachgruppenkonferenz in Brüssel. Er zog die Schlussfolgerung, dass die FIET die IAO auffordern sollte, abzuklären: 1. Weshalb gewisse Länder das Uebereinkommen Nr. 100( gleiches Entgelt für gleichwertige Arbeit) noch nicht ratifiziert haben. e 2. Welche Schritte die Länder im Hinblick auf die Ratifikation beziehungsweise die praktische Durchführung nach erfolgter Ratifikation unternommen haben. Auf dem Gebiet der Berufsberatung erarbeitete der Fachgruppenvorstand die Auffassung, dass nicht nur Aerzte und Psychologen, sondern vor allem Menschen mit eingehenden Berufskenntnissen Berufsberater und-beraterinnen sein sollten. Im Zusammenhang mit der Entwicklung der modernen Technik war der Fachgruppenvorstand übrigens der Auffassung, dass die Soziale Sicherheit der Angestellten durch verschiedene Massnahmen verbessert werden sollte: - 33- Herabsetzung des Rentenalters Verbesserung der Arbeitslosenversicherung Verkürzung der Arbeitszeit Einführung von Entlassungsentschädigungen Schaffung beruflicher Pensionskassen mit Freizügigkeit Verlängerung der Kündigungsfristen, Wahrung des Besitzstandes usw. Der Fachgruppenvorstand beschloss ausserdem, die Erhebungen über die allgemeinen Arbeitsbedingungen der kaufmännischen Angestellten in der Industrie fortzusetzen und anlässlich einer der nächsten Sitzungen das Problem der Funktionsbewertung zu behandeln. Fachgruppenvorstand der Bank-, Versicherungs- und Sozialversicherungsangestellten Am 30. April 1967 umfasste diese Fachgruppe 45 Organisationen in 34 Ländern mit insgesamt 475.331 Mitgliedern. In der Berichtszeit 1964/1967 trat der Fachgruppenvorstand viermal zusammen. Die erste Tagung wurde am 31. Mai und 1. Juni 1965 in Genf abgehalten. Sie war der Prüfung der Ergebnisse der Fachgruppenkonferenz von Amsterdam( 1963) und der Vorbereitung der Konferenz in Brüssel( 1966) gewidmet. In dieser Hinsicht beschloss der Vorstand, die Erhebungen über die soziale Lage der Bank- und Versicherungsangestellten fortzusetzen und neue Erhebungen in Angriff zu nehmen, die eine über Entlohnungsmethoden in den Versicherungsaussendiensten, die andere über die Möglichkeiten eines internationalen Austauschs junger Angestellter. Ausserdem wurde der Entwurf einer Tagesordnung für die Fachgruppenkonferenz in Brüssel ausgearbeitet. apy Die zweite Vorstandstagung fand am 25. Mai 1965 in Brüssel statt. Ihr einziger Zweck lag in der Treffung der letzten Vorkehrungen für die Fachgruppenkonferenz. Die dritte Sitzung fand am 27. Mai 1965 während einer kurzen Konferenzpause vor der Erneuerung des Fachgruppenvorstandes statt. Mehrere anwesende Mitglieder des FIET- Vorstandes wohnten dieser Sitzung ebenfalls bei, deren Aufgabe es war, eine der Konferenz vorzuschlagende Kandidatur für das Amt des Fachgruppenvorsitzenden auszuarbeiten, Die Wahl entfiel auf den Kollegen Joop ter Horst, Niederlande. Die letzte Tagung fand am 19. und 20. Januar 1967 in Mönchengladbach( Deutschland) statt, In Anwesenheit eines Beobachters des IAA befasste sie sich mit den Ergebnissen der Fachgruppenkonferenzen in Brüssel( 1966) und insbesondere mit der Forderung nach einem bezahlten Bildungsurlaub, dem Schutz gegen schädliche Auswirkungen der Automation, dem internationalen Austausch jugendlicher Angestellter und der Fortsetzung der Erhebungen über die soziale Lage der Bank-, Versicherungs- und Sozialversicherungsangestellten. Der Fachgruppenvorstand besprach ausserdem die Probleme, die von der IAO bzw. deren Angestelltenausschuss behandelt werden sollten. Fachgruppenvorstand der Werkmeister und Techniker Am 30. April 1967 umfasste diese Fachgruppe 21 Organisationen in 19 Ländern mit insgesamt 435.741 Mitgliedern. 34Der Fachgruppenvorstand trat in der Berichtszeit dreimal zusammen, zunächst am 1. und 2. Juni 1965 in Genf, wo die Ergebnisse der Fachgruppenkonferenz von Amsterdam( 1963) sowie die zukünftige Tätigkeit besprochen wurden. Es wurde beschlossen, die Erhebungen über die soziale Lage der verschiedenen von der Fachgruppe erfassten Angestelltenkategorien weiterzuführen, die Bemühungen um die Harmonisierung und internationale Anerkennung technischer Diplome und Zeugnisse fortzusetzen, die Arbeitsbedingungen der freischaffenden Techniker zu prüfen und den Entwurf eines Uebereinkommens über das Arbeitnehmer- Erfinderrecht auszuarbeiten. Um letzteres Thema unter bestmöglichen Voraussetzungen behandeln zu können, wurde angeregt, Ende November 1965 in Düsseldorf eine Sachverständigentagung durchzuführen. Die zweite Fachgruppenvorstandstagung fand am 19. Mai 1966 in Brüssel statt. Ihr einziger Zweck lag darin, die letzten Vorbereitungen für die Fachgruppenkonferenz und die allgemeine Konferenz über das Arbeitnehmer- Erfinderrecht zu prüfen. Die dritte Fachgruppenvorstandstagung wurde am 15. und 16. Januar 1967 in Mönchengladbach( Deutschland) abgehalten. Das IAA war durch den neuen Leiter der Dienststelle der nichtmanuellen Arbeitnehmer, E. Thompson, vertreten. Die Tagung hatte sich mit den Ergebnissen der allgemeinen Konferenz in Brüssel zu befassen und einen Programmentwurf für die zukünftige Tätigkeit aufzustellen. Bei dieser Gelegenheit wurde die Entschliessung über das Arbeitnehmer- Erfinderrecht vervollständigt. Andererseits wurde die Debatte über Fragen der Harmonisierung und internationalen Anerkennung technischer Diplome und Zeugnisse innerhalb der FIET( IBP) vorläufig abgeschlossen, das IAA und dessen internationale Informations- und Forschungsstelle für berufliche Ausbildung( CIRF). jedoch aufgefordert, dieses Problem weiter zu verfolgen. Der Fachgruppenvorstand äusserte ferner den Wunsch, die IAO möge sich mit der Wettbewerbsklausel befassen und internationale Normen aufstellen, die es den Arbeitnehmern ermöglichen, ihre beruflichen Kenntnisse jederzeit voll auszunützen. Fachgruppenkonferenz der Kaufmännischen Angestellten im Handel Unter Beteiligung von 127 Delegierten, Beobachtern und Gästen, die 23 Organisationen in 14 Ländern vertraten, versammelte sich die Konferenz am 22. und 23. Mai 1966 in Brüssel unter dem Vorsitz des Kollegen Frits Willems( Niederlande). Nach Vorlage der Tätigkeitsberichte des Generalsekretärs und des Fachgruppensekretärs hörte und besprach die Konferenz die folgenden Berichte: 1. Ladenschlusszeiten; Arbeitszeit und Teilzeitarbeit im Einzelhandel( Berichterstatter: M. Rosengart, Hamburg) 2. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit( Berichterstatterinnen: J.Shears, Grossbritannien, und A.Kuppermann, U.S.A.) GREAT BRITAIN NEDERLA DEUTSCHLAND DIE FACHGRUPPENKONFERENZEN in BRÜSSEL 20.- 27. Mai 1966 Wm. Fitzpatrick, Vorsitzender der Fachgr. der Handelsangestellten J. ter Horst, Vorsitzender der Fachgr. der Bank- und Versicherungsangestellten. T. Thomas, Vorsitzender der Fachgr. der Industrieangestellten. G. Doughty, Vorsitzender der Fachgr. der Werkmeister u. Techniker. - 353. Die Auswirkungen der neuen Verkaufsmethoden im Einzelhandel( Berichterstatter: W.J. Fitzpatrick, Dublin) 4. Die soziale Lage der kaufmännischen Angestellten im Handel( Berichterstatter: F.Willems, Amsterdam) 5. Probleme der Geschäftsreisenden( Berichterstatter: G. Bisbal, Paris) - 36- Die fünf folgenden Entschliessungen wurden von der Fachgruppenkonferenz angenommen und später durch den FIET- Vorstand gutgeheissen: ENTSCHLIESSUNG UEBER LADENSCHLUSSZEITEN, ARBEITSZEIT UND TEILZEITARBEIT IM EINZELHANDEL Die Fachgruppenkonferenz der kaufmännischen Angestellten im Handel am 22. und 23. Mai 1966 in Brüssel dankt dem Kollegen Rosengart für seinen Bericht zur Erhebung über die Ladenschlusszeiten, Arbeitszeit und Teilzeitarbeit im Einzelhandel und erklärt unter Berücksichtigung der nachfolgenden Diskussionen und der gegebenen Informationen: 1. 2. 3. 4. Die regelmässige Arbeitszeit darf wöchentlich 40 Stunden nicht überschreiten und ist auf 5 Tage in der Woche zu verteilen. Dabei ist ein verlängertes freies Wochenende mit 2 aufeinanderfolgenden freien Tagen anzustreben. Zur Sicherung dieser Arbeitszeit sind geeignete gesetzliche Ladenschlussbestimmungen anzustreben bzw. zu erhalten. Die Konferenz protestiert gegen alle Versuche späte Abendverkaufszeiten einzuführen und wird diese mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpfen. Die Arbeitsbedingungen für Teilzeitbeschäftigte sollen( wo solche notwendig sind) im Verhältnis zu den geleisteten Arbeitsstunden in jeder Beziehung( Gehalt, Urlaub, Krankengeld usw.) nicht ungünstiger sein als für die Vollzeitbeschäftigten. ******* ENTSCHLIESSUNG BETREFFEND GLEICHES GEHALT FUER GLEICHE ARBEIT Die internationale Fachgruppenkonferenz der kaufmännischen Angestellten im Handel stellt am 22./23. Mai 1966 in Brüssel nach Entgegennahme und Diskussion des Berichtes über die internationale Erhebung betreffend dem Lohngleichheitsgrundsatz fest, dass in der Beseitigung der Diskriminierung Fortschritte erzielt worden sind. 1. Die Konferenz stellt aufgrund der eingegangenen Antworten mit Befriedigung fest, dass die ausländischen Arbeitnehmer hinsichtlich der Lohnund Gehaltssätze keiner Diskriminierung ausgesetzt scheinen und fordert in Uebereinstimmung mit den IBP- Grundsätzen die Gewerkschaftsvertreter aller Länder, in denen noch Unterschiedlichkeiten bestehen, auf, unter Einsatz geeigneter Rechtsmittel in jeder Hinsicht gleiche Rechte für die ausländischen Arbeitnehmer durchzusetzen. - 37- 2. 3. Die Konferenz ist der Ansicht, dass Lohn- und Gehaltsunterschiede zwischen Gross- und Kleinstädten bei gleicher Arbeit nicht gerechtfertigt und deshalb zu beseitigen sind. Die Konferenz begrüsst den Fortschritt, der auf dem Gebiete der Verringerung der Unterschiede zwischen Männer- und Frauenlöhne erreicht wurde: Dieser Fortschritt geht aus folgenden Tatsachen hervor: a. 51 Länder haben das IAO- Uebereinkommen Nr. 100 ratifiziert. b. Art. 119 des Vertrages von Rom, der auf die sechs Länder der EWG Anwendung findet, wurde durch Beschluss des Ministerrates im Januar 1965 voll in Kraft gesetzt. c. Die Regierung der Vereinigten Staaten hat das Gesetz über die Lohngleichheit und das Gesetz über die bürgerlichen Rechte( Kap. VII) erlassen. Die Konferenz bedauert jedoch,( 1) dass andere Länder, darunter mehrere sogenannte hochindustrialisierte Länder, das IAO- Uebereinkommen Nr. 100 noch nicht ratifiziert haben und( 2) dass die Durchführung der Bestimmungen des Vertrages von Rom den Wünschen der betroffenen Arbeitnehmer noch nicht ganz entspricht. Die Konferenz unterstützt und ermutigt die Gewerkschaften in diesen Ländern bei der Fortführung ihrer Bemühungen, ihre Regierung von der Notwendigkeit geeigneter Massnahmen zu überzeugen. Die Anerkennung des Lohngleichheitsgrundsatzes durch die Regierung ist nur ein erster Schritt zur Beseitigung der Diskriminierung. Dieser Grundsatz wird erst dann voll verwirklicht sein, wenn die Arbeitgeber ihn" de genre" und" de facto" anwenden. ENTSCHLIESSUNG UEBER DEN SCHUTZ DER IM HANDEL BESCHAEFTIGTEN VOR SCHAEDLICHEN AUSWIRKUNGEN NEUER VERTEILUNGSMETHODEN. Die am 22. und 23. Mai 1966 in Brüssel tagende Fachgruppenkonferenz der kaufmännischen Angestellten im Handel hat den Bericht über die Auswirkung neuer Verteilungsmethoden im Einzelhandel geprüft. Sie ist sich der Tatsache bewusst, dass die bereits eingetretenen und noch kommenden Veränderungen die Art der Beschäftigung, die Struktur der Arbeitskräfte und die Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmer im Handel wesentlich beeinflussen werden. Die Konferenz erkennt an, dass so bedeutsame Veränderungen den Angestellten und ihren Gewerkschaftsvertretern Anlass zur Besorgnis geben müssen. Sie glaubt, dass der Fortschritt in Richtung eines höheren Lebensstandards notwendigerweise die Bejahung des Wandels voraussetzt; die Gewerkschaften haben jedoch die Pflicht, dafür zu sorgen, dass mitten im Wandel die Sicherungen geschaffen werden, die zum Schutz der Arbeitnehmer notwendig sind. - 38- Dazu gehören in erster Linie: 1. 2. 3. 4. Eine realistische Beschäftigungspolitik, verbunden mit einer richtigen Ausbildung des Personals ohne enge Spezialisierung, wodurch der Arbeitnehmer vor Arbeitslosigkeit geschützt wird. Das Recht des Arbeitnehmers auf einen Anteil an den Ergebnissen und dem Nutzen der neuen Methoden und Technik; einschliesslich der Durchführung der Politik des gleichen Gehalts für gleiche Arbeit. Kontrolle der Arbeitsbelastung, sowie Methoden, um eine ungebühliche Intensivierung der Arbeit zu vermeiden. Volle Beratung und Besprechung aller geplanten Veränderungen mit der Gewerkschaft und deren Mitglieder. Die Konferenz ersucht den Fachgruppenvorstand, die Entwicklung im Hinblick auf die Unterrichtung und Beratung der angeschlossenen Gewerkschaften zu beobachten. * ENTSCHLIESSUNG ZUM VERGLEICH DER ARBEITSBEDINGUNGEN DER HANDELSANGESTELLTEN VERSCHIEDENER LAENDER Die Konferenz der Fachgruppe der kaufmännischen Angestellten im Handel des IBP, tagend am 22./ 23. Mai 1966 in Brüssel, empfiehlt für die Erarbeitung statistischen Materials, das wirklich vergleichbar ist: 1. 2. 3. Eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Fachgruppenvorstand und dem Tarifpolitischen Ausschuss. Der I.B. P. wird gebeten, mit den statistischen Aemtern der internationalen Organisationen eng zusammenzuarbeiten. Darüber hinaus ist die Konferenz der Auffassung, dass geeignete Fachleute konsultiert werden sollen mit denen einheitliche Definitionen erarbeitet werden, die es ermöglichen, brauchbare Vergleiche durchzuführen. Die angeschlossenen Verbände werden aufgefordert, durch rechtzeitiges Uebersenden des notwendigen Materials an der Lösung dieser wichtigen Aufgabe in ihrem eigenen Interesse mitzuarbeiten. *** - 39- ENT SCHLIESSUNG UEBER DIE SCHAFFUNG EINES INTERNATIONALEN STATUTS DER GESCHAEFTSREISENDEN Anlässlich der am 22. und 23. Mai 1966 in Brüssel tagenden IBP- Fachgruppenkonfe renz der kaufmännischen Angestellten im Handel trat der Ausschuss der Geschäftsreisenden zusammen. Nach Prüfung des Berichtes über den Vergleich der Arbeitsbedingungen der Geschäftsreisenden in den Ländern, in denen der IBP angeschlossene Gewerkschaften besitzt, stellen die Ausschussmitglieder bedeutende Unterschiede bezüglich der Rechtsstellung, der Sozialen Sicherheit, der Berufsausübung, der Steuervorschriften sowie des Problems der Vertreter mit einem bzw, mehreren Arbeitgebern fest. Die Wirtschaftsentwicklung der Welt erfordert eine Koordinierung unserer gewerkschaftlichen Tätigkeit im Hinblick auf die Verwirklichung eines möglichst günstigen internationalen Statuts der Geschäftsreisenden. Die neuen Handelsmethoden bewirken eine Umgestaltung der Mittel und Arbeitsbedingungen der Geschäftsreisenden. Um unseren jungen Vertretern entgegenzukommen, sollten wir eine analytische Untersuchung der Weltwirtschaftslage vorsehen. Der internationale Handel ist ein wichtiger Faktor zur allgemeinen Verbesserung des Lebensstandards; wir fordern deshalb eine bessere Vertretung unserer Gewerkschaften in den internationalen Organisationen. Wir hoffen, dass der IBP die notwendigen Schritte zur Durchführung dieser Entschliessung und zur Förderung der gewerkschaftlichen Erfassung der Geschäftsrei-, senden in allen Ländern der freien Welt unternehmen wird. Wegen Uebernahme einer neuen Funktion trat Kollege F.Willems von seinem Amt als Fachgruppenvorsitzender zurück. Als Nachfolger wählte die Konferenz W.J.Fitzpatrick, Generalsekretär der IUDWC/ Irland. Der Fachgruppenvorstand wurde wie folgt zusammengesetzt; W.J.Fitzpatrick, Präsident A.W.Allen F.Baumann G.Bisbal K.Kolhorn Ed.Leballeur R.Maier- Neff A.March G.P.O'Keefe M. Pop M.Rosengart 0.Skritek O.Totland IUDWC/ EIR USDAW/ GB HBV/ D VRP/ F Mercurius/ NL FEC/ F SSEC/ CH CGEC/ RA RCIA/ USA Mercurius/ NL DAG/ D GP/ A NHKF/ N 40Fachgruppenkonferenz der Kaufmännischen Angestellten in der Industrie 121 Delegierte, Beobachter und Gäste, die 18 angeschlossene Organisationen in 11 Ländern vertraten, nahmen am 24. und 25. Mai 1966 in Brüssel unter dem Vorsitz des Kollegen T.Thomas( Grossbritannien) die Tätigkeitsberichte des Generalsekretärs und des Fachgruppensekretärs entgegen. Die Konferenz hörte und besprach die folgenden Berichte: Berichterstatter: Jan Velema: Annedore Bell: Joseph Kuntscher: Annedore Bell: Die soziale Lage der kaufmännischen Angestellten in der Industrie Berufsausbildung und Aufstiegsmöglichkeiten weiblicher Arbeitnehmer Anpassung an die moderne Technik Psychische und physische Auswirkungen der Mechanisierung und der Automation. Zu jedem Bericht arbeitete ein Ausschuss eine Entschliessung aus, die nach ihrer Besprechung durch die Konferenz angenommen wurde.( Die vier Entschliessungen sind am Ende dieses Kapitels zu finden.) Bei den Wahlen in den Fachgruppenvorstand bestätigte die Konferenz zunächst einstimmig das Mandat des Vorsitzenden T.Thomas, CAWU,( Grossbritannien) vor der Wahl bzw. Wiederwahl der weiteren Mitglieder: Annedore Bell A. Jensen S. Jonasson J. Kuntscher R. Maier- Neff E. Overtus* 0. Placek J. Velema DGB/ D HK/ DK SIF/ S DAG/ D SSEC/ CH SETCA/ B GP/ A NVV/ NL * trat später zurück * * - 41- ENTSCHLIESSUNG BETREFFEND INTERNATIONALE ERHEBUNGEN UEBER DIE ARBEITSBEDINGUNGEN DES INDUSTRIEANGESTELLTEN Die Fachgruppenkonferenz der kaufmännischen Angestellten in der Industrie, tagend am 24. und 25. Mai 1966 in Brüssel: genehmigt den Bericht über die Gehälter und Arbeitsbedingungen der verschiedenen Angestelltenkategorien innerhalb der Fachgruppe. Die Konferenz ersucht den Fachgruppenvorstand, die Prüfung der Gehälter und Arbeitsbedingungen in der üblichen Weise fortzusetzen und die Erhebung jährlich zu wiederholen. Nichtsdestoweniger ist die Konferenz der Auffassung, dass der Fachgruppenvorstand soweit möglich die Fragebogen vereinfachen sollte, um klare und vollständige Informationen zu erhalten. Der Fachgruppenvorstand wird ersucht, die Fragebogen auf die folgenden Punkte zu beschränken: a) Primäre Bedingungen: 1. Länder, die Angaben gemacht haben und Industriezweige, auf die sich die Angaben beziehen; 2. Gehälter nach dem Tarifvertrag; B 3. Gehälter, wie sie in der Praxis gezahlt werden; 4. 13. Monatsgehalt; 5. 14. Monatsgehalt; 6. Zusätzliches Urlaubsgeld; 7. Weinachtsgratifikation 8." Tantiemen" und andere Formen der Gewinnbeteiligung; Zulagen; 10.( früher 12) Total Jahreseinkommen. u. a.; 9. weitere b) Sekundäre Bedingungen: 1. Land und Industriezweig; 2. Anzahl der Arbeitstage pro Woche; B 3. Anzahl der Arbeitsstunden pro Woche; 4. Ueberstundenbezahlung; 5. Bezahlte öffentliche Feiertage; 6. Urlaub; 7. Sonderferien für jugendliche Angestellte; 8. Zusätzliche Ferien für langjährige Dienste 9.( früher 11) Kündigungsfrist mit Ueberarbeitung der Punkte 9( früher) Weiterbezahlung des Gehalts bei Arbeitsunfähigkeit, 10( früher) Weiterzahlung des Gehalts bei Ableben des Angestellten und 11( früher) Kündigungsfrist, so dass nur Angaben geliefert werden, soweit die gewährten Bedingungen die gesetzlichen Vorschriften überschreiten-. - c) Geänderte Funktionsbeschreibungen: Die unter C und D erwähnten Funktionen sind so zu bereinigen, dass die erste Zeile wie folgt lautet:" Männliche Angestellte im Alter von 35 Jahren oder auf der obersten Gehaltsstufe" in den nachstehend aufgeführten Funktionen( NB Funktion D gilt entsprechend für die weiblichen Arbeitskräfte). Damit können die angeschlossenen Gewerkschaften gemäss den auf Seite 3 des Berichtes erwähnten Anforderungen verlässliche Antworten rechtzeitig einsenden. Die Konferenz ersucht ausserdem den Fachgruppenvorstand, zu prüfen, ob weitere Industrien in die Erhebung aufgenommen werden können, sodass der Vergleich erweitert werden kann. 42- Schliesslich wird der Fachgruppenvorstand ersucht, diese Entschliessung dem IBPVorstand vorzulegen, so dass sie im Tarifpolitischen Ausschuss zwecks weiterer Koordinierung mit allen anderen Fragebogen ausführlich besprochen werden kann. ***** ENTSCHLIESSUNG UEBER DIE BERUFSAUSBILDUNG UND WEITERBILDUNG DER WEIBLICHEN ANGESTELLTEN Die Internationale Konferenz der Fachgruppe der kaufmännischen Angestellten in der Industrie des IBP, tagend am 24./25. Mai 1966 in Brüssel, stellt auf Grund ihrer Erhebung über die Berufsausbildung und Aufstiegschancen der weiblichen Angestellten fest, dass eine der wesentlichsten Voraussetzungen für eine Beseitigung jeglicher Diskriminierung die Verwirklichung des Grundsatzes" gleicher Lohn für gleiche Arbeit" ist. Die Konvention Nr. 100 ist noch bei weitem nicht in allen Ländern verwirklicht. Die Konferenz fordert deshalb erneut, dass sich die dem IBP angeschlossenen Organisationen für eine Ratifizierung der Konvention und Verwirklichung dieses alten gewerkschaftlichen Grundsatzes einsetzen mögen. Die Erhebung hat im Hinblick auf die Berufsausbildung und berufliche Weiterbildung der weiblichen Angestellten ergeben, dass zwar der Zugang zu dem kaufmännischen Beruf allen jungen Menschen- Jungen und Mädchen gleichermassen offensteht. Während in den meisten Ländern mehr Mädchen als Jungen eine kaufmännische Ausbildung wählen, lässt ihre Beteiligung an der beruflichen Weiterbildung sehr zu wünschen übrig. Dementsprechend sind weibliche Angestellte nur selten in höheren, verantwortungsvollen oder gar leitenden Stellen zu finden. Die Konferenz fordert deshalb neben dem gleichen Zugang zu allen Einrichtungen der Berufsausbildung und beruflichen Weiterbildung für Jungen und Mädchen, dass alle Mitgliedsländer aufgefordert werden, eine Aufklärung der weiblichen Angestellten über Beruf, berufliche Weiterbildung und Berufschancen vorzunehmen. Die Konferenz fordert weiterhin, dass den Frauen gleiche Aufstiegs chancen geboten werden; dazu ist eine Ueberwindung vieler Vorurteile, traditioneller Hindernisse und Stärkung des Selbstbewusstseins der Frauen erforderlich. Schliesslich empfiehlt die Konferenz mehr gewerkschaftlichen Einsatz für eine positivere Einstellung der gesamten Bevölkerung gegenüber der Frauenberufstätigkeit und einen Abbau der heute leider noch weit verbreiteten Vorurteile und negativen Haltung berufstätigen Frauen gegenüber. ***** - 43ENTSCHLIESSUNG UEBER MASSNAHMEN ZUR ERLEICHTERUNG DER ANPASSUNG AN DIE MODERNE TECHNIK Die Internationale Fachgruppenkonferenz der kaufmännischen Angestellten in der Industrie des IBP hat am 24./ 25. Mai 1966 in Brüssel in Anlehnung an die Entschliessung von Amsterdam( 1963) einen Bericht über die Probleme der Anpassung an die moderne Technik entgegengenommen. Darin wurde festgestellt, dass es notwendig ist, auch in dieser Frage eine gemeinsame gewerkschaftliche Politik im internationalen Rahmen in die Wege zu leiten. Als wichtigste Einzelforderungen zur Erleichterung der Anpassung werden empfohlen: a) Rechtzeitige und stetige Information der Angestellten durch alle zuständigen Stellen über den Stand der technischen Entwicklung in der Büro- Automation. b) Förderung von Massnahmen zur kostenfreien Umschulung von kaufmännischen Angestellten, die durch die technische Entwicklung notwendig werden. c) Anpassung der Berufsberatung nicht nur zur Vermeidung von Ueberkapazitäten in solchen Berufen, die durch die technische Entwicklung zum Rückgang verurteilt werden, sondern auch zur Förderung von Berufen, die in Zukunft gute Entwicklungschancen bieten werden. d) Bezahlter Bildungsurlaub für Angestellte. e) Anpassung der schulischen und betrieblichen Berufsausbildung an die moderne Technik, die auch vom kaufmännischen Angestellten mehr technisches Wissen und Verständnis erfordern. f) Die kaufmännische Ausbildung muss auf einer breiten theoretischen und praktischen Grundlage beruhen. Eine Spezialisierung soll erst möglichst spät erfolgen, um die Berufschancen der Angestellten nicht zu gefährden. g) Die Gewerkschaften sollen in allen Organen vertreten sein, die sich mit Fragen der Berufsausbildung und-weiterbildung beschäftigen. Die soziale Sicherheit der Angestellten im Zusammenhang mit der fortschreitenden Technik ist so wichtig, dass der IBP aufgefordert wird, diese Frage auf die Tagesordnung einer allgemeinen Konferenz zu setzen. Darüber hinaus ersucht die Konferenz der kaufmännischen Angestellten in der Industrie den IBP die Internationalen Institutionen zu bitten, entsprechende Studien über diese Fragen durchzuführen. * * * * * ** 44 GUD ENTSCHLIESSUNG BETREFFEND DEN SCHUTZ GEGEN DIE SCHAEDLICHEN AUSWIRKUNGEN DER MECHANISIERUNG, RATIONALISIERUNG UND AUTOMATION DER BUEROARBEIT Die Internationale Konferenz der Fachgruppe der kaufmännischen Angestellten in der Industrie des IBP, tagend am 24./25. Mai 1966 in Brüssel, befasste sich mit den physischen und psychischen Belastungen, die Mechanisierung, Rationalisierung und Automation der Büroarbeit mit sich bringen, Die Konferenz hält nach wie vor Massnahmen zum Schutz der Angestellten für erforderlich, wie sie bereits in der Entschliessung aus 1963 in Amsterdam zum Ausdruck kamen. Nach erneuten Beratungen erhebt die Konferenz darüber hinaus nachstehende Forderungen: 1. Alle Einflüsse, die aufgrund der Mechanisierung und Automation der Büroarbeit auf die Angestellten einwirken, wie Monotonie, Zeitdruck, Intensität wie auch Optik, Akustik, Visualität und Klima sollten wissenschaftlich erforscht werden. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sollten sodann zur Erarbeitung von Richtlinien, Normen oder Mindestmassen führen und als Grundlagen für anzustrebende gesetzliche Bestimmungen gelten. 2. An Universitäten und Hochschulen sollten mehr Lehrstühle für Arbeitswissenschaften errichtet werden. Alle angehenden Mediziner und Aerzte müssten die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeitsmedizin erlangen. 3. An allen berufsausbildenden, weiterbildenden oder berufsbegleitenden Schulen sind die Grundlagen eines modernen Arbeitschutzes zu vermitteln. 40 An allen weiterbildenden Schulen, an Fachschulen, Techniker- und Ingenieurschulen, Wirtschaftsfachschulen usw. sind arbeitskundliche Fächer wie Betriebspsychologie, Menschenführung usw. mit in die Lehrpläne aufzunehmen. 5. Für technische- konstruktive Berufe sind die Grundlagen des Arbeitsschutzes und die einschlägigen Kenntnisse des Maschinenschutzes zu vermitteln, damit schon bei der Konstruktion von Maschinen, Geräten, Anlagen und technischen Gebrauchsgegenständen, Bürogeräten und-mittel die erforderlichen Arbeitsschutz- Voraussetzungen mit berücksichtigt werden können. 6. Bei allen Rationalisierungsmassnahmen ist auch darauf zu achten, dass die seelischen und geistigen Kräfte der dadurch betroffenen Angestellten nicht unnötig verkümmern und dass ihre berufliche Mobilität nicht in untragbarer Weise behindert wird. - 45- Fachgruppenkonferenz der Bank-, Versicherungs- und Sozialversicherungsangestellten In Anwesenheit von 130 Delegierten, Beobachtern und Gästen aus 14 Ländern trat die Konferenz am 26. und 27. Mai 1966 unter dem Vorsitz von O.Leclercq( SETCA, Belgien) in Brüssel zusammen. Neben den Berichten des Generalsekretärs und des Fachgruppensekretärs sah die Tagesordnung folgende Berichte vor: Die soziale Lage der Bankangestellten ( Berichterstatter: G.Volkmar) Die soziale Lage der Versicherungsangestellten ( Berichterstatter: H.Offermann) Vergütungsmethoden im Versicherungsaussendienst ( Berichterstatter: F.Wendler und G.Volkmar) Internationaler Arbeitsaustausch junger Angestellter ( Berichterstatter: R.Maier- Neff) Gewerkschaftliche Erfassung ( Berichterstatter: A.Dallinger) Nach der Vorlage und Diskussion der Berichte nahm die Konferenz folgende Entschliessungen an: ENTSCHLIESSUNG UEBER ALLGEMEINE FRAGEN DER FACHGRUPPE DER BANK-, VERSICHERUNGS- UND SOZIALVERSICHERUNGS ANGESTELLTEN Die Delegierten von über 50 Gewerkschaften mit über 600.000 Mitgliedern in Banken, Versicherungen und Sozialversicherungen, die im Internationalen Bund der Privatangestellten zusammengeschlossen sind, haben am 26. und 27. Mai 1966 in Brüssel ihre 4. Internationale Fachgruppenkonferenz durchgeführt. Sie behandelten neben den besonderen beruflichen Problemen der Mitglieder ihrer Gewerkschaften auch allgemeine gewerkschaftspolitische Forderungen aller Arbeitnehmer. Die Konferenz begrüsste die erstmalig anwesenden Vertreter der griechischen Gewerkschaften besonders herzlich und erklärte sich mit ihrem nationalen Kampf gegen Diskriminierung und Willkür solidarisch. In den Berichten und Diskussionen wurde erneut festgestellt, dass die Arbeitsbedingungen in allen Ländern durch den gewerkschaftlichen Einsatz verbessert und die soziale Sicherheit verstärkt wurde. Die erreichten Gehalts- und Lohnerhöhungen haben jedoch mit den günstigen Ergebnissen der Bank- und Versicherungswirtschaft nicht Schritt gehalten. Ein Teil der Gehaltsverbesserungen ist durch die Erhöhung der Lebenshaltungskosten wieder aufgehoben worden. Die Delegierten verlangen von den Regierungen eine Politik, die den Geldwert sichert. Von den Arbeitgebern in den - 46Banken, Versicherungen und Sozialversicherungen fordern sie eine angemessene Erhöhung der Gehälter und die volle Anerkennung der Leistungen der Angestellten. Die Politik der Verkürzung der regelmässigen Arbeitszeit und der Erweiterung des jährlichen Erholungsurlaubs muss fortgesetzt werden. Sie ist eine notwendige Konsequenz der technischen Entwicklung bis zur umfassenden Automation mit allen ihren Folgen, Die Delegierten setzen sich mit Nachdruck dafür ein, dass die 40- Stundenwoche bei 5 Arbeitstagen und ein jährlicher Mindesturlaub von 4 Wochen überall dort verwirklicht wird, wo noch ungünstigere Regelungen bestehen. Sehr eingehend beschäftigten sich die Delegierten mit der Entschliessung des Internationalen Arbeitsamtes, durch die ein bezahlter Bildungsurlaub für alle Arbeitnehmer gefordert wird. Der Bildungsurlaub hat auch für die Bank-, Versicherungsund Sozialversicherungsangestellten grosse Bedeutung. Die Konferenz fordert, ihn in allen Ländern durch gesetzliche und tarifvertragliche Regelungen einzuführen. Die Konferenz der Fachgruppe der Bank-, Versicherungs- und Sozialversicherungsangestellten betonte erneut, die Notwendigkeit der ständigen Verstärkung der gewerkschaftlichen Geschlossenheit. In einigen Ländern werden freie und unabhängige Gewerkschaften noch offen bekämpft. Die Interessen der Arbeitnehmer in Banken, Versicherungen und Sozialversicherungen müssen der Macht der Arbeitgeber gegenüber überall durch starke Gewerkschaften geschützt werden. Die Konferenz beschloss, die eigenen Untersuchungen und Vergleiche der Genälter, der sonstigen Arbeitsbedingungen und der sie betreffenden sozialen Gesetzgebung fortzusetzen und die Zusammenarbeit mit anderen internationalen Institutionen, insbesondere mit dem Internationalen Arbeitsamt noch enger und produktiver zu gestalten. Sie erwartet den Beitritt und die Mitarbeit auch der Gewerkschaften, die dem IBP bisher noch nicht angeschlossen sind. Die Delegierten erklären sich mit den Bestrebungen aller freien Gewerkschaften im IBFG solidarisch. Sie rufen die Angestellten der Banken, Versicherungen und Sozialversicherungen in allen Ländern auf, sich in ihren Gewerkschaften zusammenzuschliessen. ******** ENTSCHLIESSUNG UEBER DEN INTERNATIONALEN AUSTAUSCH JUNGER ANGESTELLTER Die Konferenz der Fachgruppe der Bank-, Versicherungs- und Sozialversicherungsangestellten des IBP vom 26./27. Mai 1966 in Brüssel stellt fest, dass der beruflichen Aus- und Weiterbildung in Anbetracht der tiefgreifenden. Strukturänderungen der Wirtschaft wachsende Bedeutung zukommt. Im Zusammenhang mit der zunehmenden Internationalisierung der Wirtschaft müssen Arbeitgeber und Gewerkschaften ein gemeinsames Interesse daran haben, die berufliche Bildung durch den Austausch junger Angestellter zu fördern. Dieser Austausch wird zu einem besseren gegenseitigen Verständnis der Menschen beitragen, ihren Horizont erweitern helfen und damit dem Frieden dienen. Der internationale Arbeitsaustausch entspricht den Zielsetzungen des Internationalen Bundes der Privatangestellten und seiner internationalen Arbeit. 47 1975 Die Fachgruppenkonferenz appelliert an die angeschlossenen Mitgliedsorganisationen, in ihren Ländern bei den zuständigen Behörden sowie allen in Frage kommenden Gremien und Organisationen daraufhin zu wirken, dass die Möglichkeiten für den Arbeitsaustausch junger Angestellter verbessert und die notwendigen Formalitäten hierfür vereinfacht und erleichtert werden. Die Organisationen des IBP werden aufgerufen, sowohl durch die nationalen Gewerkschaften als auch die betrieblichen Arbeitnehmervertretungen den jungen ausländischen Arbeitskräften behilflich zu sein und darüber zu wachen, dass ihnen die gleichen beruflichen Bedingungen und Vorteile wie den einheimischen Arbeitskräften geboten werden. Die Konferenz ersucht die zwischenstaatlichen Organisationen, wie die UNO, IAO, UNESCO, OECD, Europarat, EWG, EFTA und sonstige überstaatliche Organisationen, alles in ihrem Bereich mögliche zu tun, um den internationalen Austausch junger Angestellter zu fördern. * * ENTSCHLIESSUNG FUER DIE VEREINIGUNGSFREIHEIT IN ZYPERN UND GRIECHENLAND Die am 26. und 27. Mai 1966 in Brüssel tagende Internationale Fachgruppenkonferenz der Bank-, Versicherungs- und Sozialversicherungsangestellten, die über 600.000 Beschäftigte dieser Wirtschaftszweige in 50 nationalen Gewerkschaftsorganisationen vertritt, hat mit tiefster Besorgnis die Schwierigkeiten zur Kenntnis genommen, denen die Bruderorganisationen in Griechenland und Zypern gegenüberstehen. Die Konferenz verurteilt das Vorgehen der Arbeitgeber Griechenlands und Zyperns, das darauf abzielt, den freien Zusammenschluss der Arbeitnehmer und insbesodere der leitenden Bankangestellten zu verhindern. Die angewandten Methoden stellen eine eindeutige Verletzung der IAO Uebereinkommen Nr. 87 über die Vereinigungsfreiheit und den Schutz des Vereinigungsrechtes, Nr. 95 über den Lohnschutz und Nr. 98 über das Vereinigungsrecht und das Recht zu Kollektivverhandlungen dar. Die Konferenz ersucht den I.B.P., bei der Internationalen Arbeitsorganisation und anderen zuständigen internationalen Stellen, notfalls auch bei den betref.. fenden Regierungen, die erforderlichen Schritte zu unternehmen, damit die Vereinigungsfreiheit gewährleistet und den leitenden Angestellten die Möglichkeit der kollektiven Behandlung ihrer Probleme gegeben wird. * * **** * * * - 48- Vor der Wahl des Fachgruppenvorsitzenden wurde eine kurze Sitzungspause eingelegt, während welcher die Mitglieder des Fachgruppenvorstandes und mehrere FIETVorstandsmitglieder zusammentraten, um einen Vorschlag für die Besetzung des Amtes des Fachgruppenvorsitzenden anstelle des Kollegen 0.Lerclercq auszuarbeiten, der erklärt hatte, er verzichte auf eine Wiederwahl. Einstimmig bezeichnete die Konferenz als neuen Fachgruppenvorsitzenden den Kollegen Joop ter Horst, Sekretär des" Mercurius", Niederlande. Die Wahl der weiteren Fachgruppenvorstandsmitglieder ergab folgende Zusammensetzung: W.Gruber J.Hacker GP/ A DAG/ D A.Hubschmid SSEC/ CH L.Larsen DFF/ DK A.Montagne FEC/ F G. Pecci UIB/ I G.Swedborg G.Volkmar SBMF/ S HBV/ D Fachgruppenkonferenz der Techniker und Werkmeister Unter dem Vorsitz von G.Doughty, Grossbritannien, tagte die Fachgruppenkonferenz der Techniker und Werkmeister am 20. Mai 1966 in Brüssel unter Beteiligung von 108 Delegierten, Beobachtern und Gästen. Neben den Tätigkeitsberichten des Generalsekretärs und des Fachgruppensekretärs hörte und besprach die Konferenz einen Bericht des Kollegen G.Doughty über die Arbeitsbedingungen der technischen Angestellten. Kollege J.Velema behandelte das Thema der internationalen Harmonisierung und Anerkennung technischer Diplome und Zeugnisse und Kollege G.Sonnenburg berichtete über die Arbeitsbedingungen der freischaffenden Techniker. Während die weitere Behandlung dieses Berichts dem Fachgruppenvorstand übertragen wurde, bildeten die beiden anderen Themen den Gegenstand nachstehender Entschliessung: ENT SCHLIESSUNG UEBER DIE INTERNATIONALE ANERKENNUNG DER DIPLOME UND DIE BILDUNGSPOLITIK Die Konferenz der Fachgruppe der Techniker und Werkmeister des IBP hat am 20. Mai 1966 in Brüssel den Bericht über die Bewertung der technischen Diplome zur Kenntnis genommen. Die Konferenz begrüsst es, dass die Behandlung der Resolution der Konferenz 1963 befriedigende Fortschritte erzielt hat. Sie stimmt damit überein, dass die internationale Anerkennung und Eewertung nicht nur im Interesse der Techniker und Werkmeister zu beachten sind, Erwägt: dass die Bewertung und Anerkennung technischer Diplome und Zeugnisse zu einem grösseren Gebiet, dem der Ausbildung und Schulung, gehören, 49- dass Bildung und Unterricht nicht nur in Berufsschulen lokalisiert sind. dass eine einheitliche Beurteilung der Diplome und Zeugnisse nur geschehen kann, wenn die Ziele der Berufsausbildung in den einzelnen Staaten weitgehend vergleichbar sind. Die Konferenz ist deshalb der Auffassung, dass die nachfolgenden Grundsätze vom IBP vertreten werden sollten. Die einzelnen Mitgliedsorganisationen des IBP sollten sich dafür einsetzen, dass diese Prinzipien in der Bildungspolitik ihrer Länder als Richtlinien eingeführt werden, soweit sie noch nicht verwirklicht sind a) b) In der Ausbildung( sei es Volksschule, Berufsschu e oder eine andere Form der Weiterbildung) ist der modernen technischen und wirtschaftlichen Entwicklung Rechnung zu tragen. Das heisst, dass technischen und administ tiv- ökonomischen Fragen grössere Aufmerksamkeit geschenkt werden muss. 4 Die Spezialisierung in Fachrichtungen soll zugunsten der Allgemeinbildung möglichst lange hinausgeschoben werden. Insbesondere soll die Fach- und Berufswahl von einer solchen Ausbildung begleitet werden, dass die Mobilität des Arbeitnehmers auch nach Beendigung seiner Studien nicht beeinträchtig wird und er mit verhältnismässig geringem Aufwand neue Anforderungen der Gesellschaft meistern kann. ******* Anlässlich der Wahlen wurde G. Doughty einstimmig als Fachgruppenvorsitzender wiedergewählt. Die Konferenz hatte keine Einwände gegen eine Erweiterung des Fachgruppenvorstandes, der wie folgt bestellt wurde: S.Eriksson F.Hannestad SALF/ S NFATF/ N * trat später zurück K.Hedrich GP/ A M.Massay* SETCA/ B J.Seregard SIF/ S G.Sonnenburg DAG/ D J. Velema W.Wachtendonk NVV/ NL DGB/ D Anschliessend besprach der Fachgruppenvorstand den Bericht über die Arbeitsbedingungen der freischaffenden Techniker. Er war der Auffassung, dass man sich schon jetzt mit den Niederlassungsbedingungen befassen sollte, die innerhalb des Gemeinsamen Marktes für freischaffende Techniker vorgesehen werden, wei dieselben Bedingungen in der Folge analog auf Gehaltsempfänger angewandt werden können. - 50- Expertentagung über das Arbeitnehmer- Erfinderrecht Unter dem Vorsitz von G. Doughty, Grossbritannien, trat am 26. November 1965 in Düsseldorf eine Sachverständigentagung zur Behandlung der Frage des Arbeitnehmer- Erfinderrechts zusammen. Bei dieser Gelegenheit wurde beschlossen, dem FIET- Vorstand vorzuschlagen, den zweiten Tag der Fachgruppenkonferenz der Techniker und Werkmeister in Brüssel als allgemeine Konferenz zu betrachten, die sämtlichen Fachgruppen offen steht und nur die Frage des Arbeitnehmer- Erfinderrechts behandelt G.Doughty, Grossbritannien, würde den Vorsitz führen, Karl Günther, Deutschland, den Bericht erstatten. Nach einem Informationsaustausch über die Rechtslage in den verschiedenen Ländern wurden Richtlinien für eine internationale Regelung des ArbeitnehmerErfinderrechts besprochen, und zwar im Hinblick auf die Unterbreitung an die Konferenz und die Annahme einer Entschliessung bezüglich eines internationalen Uebereinkommens. Die IAO sollte aufgefordert werden, sich mit einem solchen Uebereinkommen zu befassen, dies umso mehr, als ein dem britischen Parlament vorgelegter Gesetzentwurf zurückgezogen wurde, nachdem das IAA erklärt haben soll, es bestehe die Absicht, eine internationale Regelung auszuarbeiten. An dieser Tagung nahmen teil: G.H.Doughty DATA/ GB B.Bergström SIF/ S K. Günther DGB/ D Hafner DGB/ D K.Hedrich GP/ A G.Sonnenburg DAG/ D L. Strömland SALF/ S J. Velema NVV/ NL Die FIET war durch die Kollegen Kissel und Schmid vertreten. Allgemeine Konferenz der FIET über das Arbeitnehmer- Erfinderrecht Diese sämtlichen Fachgruppen offenstehende allgemeine Konferenz fand am 21. Mai 1966 in Brüssel statt. Sie stand unter dem Vorsitz von G Doughty, Grossbritannien und umfasste 110 Teilnehmer. Der Zweck dieser Tagung lag ausschliesslich in einer Beratung der Richtlinien für eine internationale Regelung zum Schutz der Arbeitnehmeransprüche im Zusammenhang mit ihren Erfindungen. Diese Konferenz folgte auf eine Expertentagung, die am 26. November 1965 in Düsseldorf stattgefunden hatte. Der Bericht war durch den Kollegen Karl Günther( DGB) ausgearbeitet worden. Wegen dessen Erkrankung wurde er jedoch durch den Kollegen Karl Scholz( IG- Metall, DGB) vorgelegt und kommentiert. Nach einem Informations- und Meinungsaustausch fasste die Konferenz eine Entschliessung, in der die Notwendigkeit der Ausarbeitung eines internationalen Uebereinkommens begründet und unsere Hauptforderungen aufgeführt wurden. ( Nachstehend die Entschliessung Nr. 1 in der neuen, abgeänderten Fassung. Der unterstrichene Text unter 10. und 11. stellt die von dem Fachgruppenvorstand der Techniker und Werkmeister anlässlich seiner Tagung in Mönchengladbach vorgenommenen Aenderungen dar) F. Schmid, Fachgruppensekretär EXPERIENTAGUNG ÜBER DAS ARBEITNEHMER- ERFINDERRECHT ( DÜSSELDORF, NOVEMBER 1965). - 51- ENTSCHLIESSUNG Richtlinien für eine internationale Regelung des Arbeitnehmer- Erfinderrechts, angenommen anlässlich der Allgemeinen Konferenz der Fachgruppen, des IBP, Brüssel, 21. Mai 1966 Präambel Alle Erfindungen, die über den jeweiligen Stand der Technik hinausgehen, sind als schutzfähige technische Neuerungen und mithin als geistiges Eigentum des Erfinders zu werten. Es entspricht dem allgemeinen Wohl, wenn jede geschützte Erfindung auch eine zweckmässige Verwendung findet und nach einer vertretbaren, international übereinstimmenden Schutzfrist zu einer ungehinderten Benutzung freigegeben wird. Darüber hinaus sollten geschützte Erfindungen nach einer angemessenen Frist und Entschädigungsgewährung an den Erfinder im öffentlichen Interesse durch den Gesetzgeber mit begrenzten Benutzungsrechten bedacht werden können. Es liegt im Interesse der Allgemeinheit und des technischen Fortschritts, wenn Erfindungen gefördert werden. Dem Grunde nach stehen alle geistigen und materiellen Rechte a n und a us einer Erfindung nur dem wirklichen Erfinder zu. 1. 2. 3. Erfindungen im vorerwähnten Sinne sind alle schutzfähigen technischen Neuerungen ohne Rücksicht auf die Art und das Ausmass ihrer Verwertbarkeit. Auf die Erteilung eines Schutzrechtes und der damit verbundenen ideellen und materiellen Rechte hat nur der wirkliche Erfinder oder dessen Rechtsnachfolger Anspruch. Alle Arbeitnehmer haben die gleichen Rechtsansprüche an und aus ihren während der Dauer eines Arbeits- oder Dienstverhältnisses gemachten Erfindungen. 4. Dem Arbeitnehmer- Erfinderrecht müssen die Erfindungen aller Arbeiter, Angestellten, Beamten und Soldaten, sowie die in einer geordneten beruflichen Ausbildung stehenden Personen unterliegen. 5. Diensterfindungen liegen nur dann vor, wenn die Erfindung mit der persönlichen Arbeit des Arbeitnehmers unmittelbar verbunden ist, während des Arbeitsverhältnisses zustande kam und mit dem Tätigkeitsbereich des Beschäftigungsbetriebes in direktem Zusammenhang steht. 6. Wird dem Arbeitgeber eine Diensterfindung gemeldet, so muss er-sofern im Einvernehmen mit dem Arbeiter sie nicht in Anspruch nehmen will nehmer- Erfinder unverzüglich dessen Erfinder- Prioritätsrecht sichern. Im übrigen beträgt die reguläre Inanspruchnahmefrist für den Arbeitgeber längstens 2 Monate, vom Datum der Meldung an gerechnet. In Ausnahmefällen kann die Frist im gegenseitigen Einvernehmen auf nicht länger als 4 Monate ausgedehnt werden. Die Annahme oder Ablehnung einer Inanspruchnahme der gemeldeten Diensterfindung hat schriftlich zu erfolgen. · 52- 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. Bei einer Schutzrechtsanmeldung durch den Arbeitgeber ist der Erfinder( gegebenenfalls auch Miterfinder) zu benennen. Bis zur Schutzrechtsanmeldung und Vorliegen der Bestätigung ist sowohl der Arbeitgeber als auch der Arbeitnehmer zur absoluten Geheimhaltung der Erfindung gegenüber Dritten verpflichtet. Die Geheimhaltungspflicht schliesst die Verpflichtung zur unverzüglichen Sicherung der Erfindungs- Prioritätsrechte durch den Arbeitgeber im Einvernehmen mit dem Erfinder nicht aus. Die anfallenden Gebühren für die Anmeldung und Aufrechterhaltung der Schutzrechte im In- und Ausland sind vom Arbeitgeber zu tragen, sobald er die ihm gemeldete Erfindung in Anspruch nimmt. Vom Arbeitnehmer vor Inanspruchnahme aufgewendete Gebühren aller Art sind ihm nach der Inanspruchnahme vom Arbeitgeber zu ersetzen. Dem Erfinder steht für die Ueberlassung seiner Erfindung an den Arbeitgeber, bzw. für die vertragliche Einräumung seines Benutzungsrechts, obligatorisch eine gesonderte, angemessene Vergütung zu. Die Höhe der Vergütung richtet sich vorwiegend nach der wirtschaftlichen Verwertbarkeit der Diensterfindung, ausserdem nach den Aufgaben und der Stellung des Arbeitnehmers im Betrieb und nach dem Anteil des Betriebes an der Diensterfindung. Der Arbeitgeber ist dem Erfinder gegenüber verpflichtet, ihm Auskunft über den Ertrag der wirtschaftlichen Verwertung seiner Erfindung zu erteilen und im Zweifelsfalle diese Auskünfte auch zu belegen. Die Rechte und Pflichten aus Erfindungs- Vereinbarungen werden durch die Auflösung des Arbeits- oder Dienstverhältnisses nicht berührt. Durch gesetzliche Massnahmen sind Voraussetzungen zu schaffen, dass auszeitlichen und finanziellen Gründen bei Arbeitnehmer- Erfindungsstreitigkeiten sachverständige Schiedsstellen geschaffen werden, die eine gütliche Einigung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer herbeizuführen haben. Auf Antrag desjenigen, der die Schiedsstelle anruft, ist eine Erweiterung der Schiedsstelle durch Hinzuziehung eines Arbeitgeber- und eines Arbeitnehmer- Beisitzers vorzunehmen. Die Benennung von Beisitzern erfolgt durch die zuständigen Organisationen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Führt dieses Schiedsverfahren in angemessener Frist zu keiner Einigung, so kann erst dann ein gerichtliches Verfahren eingeleitet werden. Alle Rechte des Erfinders. a n und a us seiner Erfindung gehen auf seine Erben oder Rechtsnachfolger über. Uebereinkommen, die der Arbeitgeber mit dem Arbeitnehmer vor oder während der Dauer eines Beschäftigungsverhältnisses trifft, wonach sich der Arbeitnehmer verpflichtet, auf Erfindernennung, Sicherung und Aufrechterhaltung von Schutzrechten, Gewährung einer gesonderten angemessenen Erfindervergütung und Uebergang seiner Erfinderrechte auf die Erben oder Rechtsnachfolger zu verzichten, sind unwirksam. Gleichermassen sind Vereinbarungen unzulässig, die dem Arbeitgeber Rechtsansprüche an Erfindungen geben, die ausserhalb des Dienstverhältnisses bzw. nach seiner Beendigung zustande kommen. ** * * ** - 53- DIE REGIONALARBEIT Allgemeines Nach dem Kongress in Tel Aviv errichtete der Internationale Bund der Privatangestellten für eine Zeit von 3 Jahren Nebenstellen in Lagos( Nigerien), Kuala Lumpur( Malaisia) und Tokio( Japan). Um unserem Büro in Lima die Arbeit zu erleichtern, wurde in Sao Paulo( Brasilien) eine Zweigstelle eröffnet. Die gesamte Regionaltätigkeit der FIET( IBP) ist darauf ausgerichtet, Gewerkschafter auszubilden, die fähig und in der Lage sind, die Angestellten ihres Landes zu organisieren. Der weitere Beistand der FIET verfolgt den Zweck, die gebildeten Gewerkschaften zu schützen und ihre Interessen zu verteidigen. Die gewährte Ausbildung bezieht sich auch auf Fragen der Gewerkschaftsverwaltung. Das regionale Wirken der FIET( IBP) kann infolgedessen in drei Hauptgebiete eingeteilt werden: Ausbildung in Organisations fragen, Hilfe bei der gewerkschaftlichen Erfassung der Angestellten, Bereitstellung von Büroausrüstungen und-material. Mit kleineren Abweichungen zur Berücksichtigung der örtlichen Lage und des Entwicklungsstands der betreffenden Organisationen sind die FIET- Seminare in allen Regionen grundsätzlich so aufgebaut, dass für diese Organisationen Gewerkschaftsfunktionäre herangebildet werden, die sich auf dem Gebiet der gewerkschaftlichen Erfassung der Angestellten auskennen. Besonders betont werden dabei die Organisierungsmethoden und-verfahren, die Führung einer Organisierungskampagne, die Verwendung von Werbematerial usw. Die Ausbildung in Fragen des Kollektivverhandlungswesens sowie das Studium der Arbeits- und Sozialgesetze der betreffenden Länder gehören ebenfalls dazu. Die Ausbildung umfasst ferner Fragen der Gewerkschaftsverwaltung und-finanzen sowie der Dienstleistungen an die Mitglieder. Als notwendige Ergänzung und Unterstützung der vorstehend beschriebenen Tätigkeit widmet jeder Regionalvertreter einen Grossteil seiner Zeit der Unterstützung von Lokalgewerkschaften bei der Planung und Durchführung von Organisationskampagnen sowie bei der Errichtung nationaler Gewerkschaften bzw. der Verschmelzung bestehender Gewerkschaften zu landesumfassenden Organisationen. Falls nötig werden dabei die Organisationskampagnen finanziell unterstützt und die Gehälter der örtlichen Organisationsekretäre mitfinanziert. Obwohl diese den örtlichen Organisationen angehören, sind sie in erster Linie dem Regionalvertreter der FIET( IBP) und damit dem Sekretariat verantwortlich. Am Anfang ist es oft unerlässlich, dass die Lokalgewerkschaften mit der nötigsten Büroausrüstung versehen werden, damit sie ihre Aufgaben erfüllen können. Ausserdem ist manchmal das Material zur Herstellung eigener Werbeschriften und Zeitungen erforderlich. Zur Leistung dieser wichtigen und wesentlichen Arbeit wurde ein Regionalfonds errichtet, und die angeschlossenen Gewerkschaften wurden aufgefordert, daran beizutragen. Seit dem Kongress in Tel Aviv sind folgende Spenden eingegangen: - 54- 1. Clerical and Administrative Workers Union, London S. Fr. 6'040.-US 1.395. 2. Dansk Funktionaerforbund, Kopenhagen 3'134.41 725.-3. Draughtsmen's and Allied Technicians Association, Richmond 4.800.-1'120. 4. Fédération des Employés et Cadres, Paris 2 480.-5. Gewerkschaft der Privatangestellten, Wien 10'825.-573. 2'500.-6. Handels- og Kontorfunktionaerernes Forbund, Kopenhagen 28'080.-6 487.7. Handelsanställdas Förbund, Malmö 83° 472.-13 293.-8. Handels jänstemannaförbundet, Stockholm 4.175.-964.-9. National Union of Co- operative Officials, Manchester 600.140.-10. 11. 12. National Union of Commercial Travellers, London Retail Clerks International Association, Washington Schweizerischer Kaufmännischer Verein, Zürich 60.-14.-43'300.-10'000.-3.000.-693.-13. Svenska Industritjänstemannaforbundet, Stockholm 10'879.-2'513.14. Svenska Bankmannaforbundet, Stockholm 29 095.-6.730.-15. Sveriges Arbeitsledareförbund, Stockholm 8.365.-1'922.16. Soumen Liiketyöntekijain Liitto, Helsinki 5: 494.-11270.-17. Försäkringsfunktionaers Förbund, Stockholm 1.673.-386.-18. Union of Shop Distributive and Allied Workers, Manchester 23'000.-41550.-Neben den vorstehend erwähnten Spenden wurde der FIET- Regionalfonds auch durch das " Nordiska Samarbets Kommitten" unterstützt. Dieser Ausschuss setzt sich wie folgt zusammen: Handels- og Kontorfunktionaerernes Forbund, Dänemark; Liiketyöntekijain Liitto, Finnland; Handels- og Kontorfunksjonaerers Forbund, Norwegen; Handelsanställ das Förbund, Schweden; Landsamband Islenzk a Verzlunarmanna, Island. Dieser Ausschuss bildete einen gemeinsamen Streikfonds, und als dieser die vorgesehene Höhe erricht hatte, beschloss er grosszügigerweise, die Streik fondszinsen jährlich an die FIET zu überweisen. Für 1966 betrug diese Spende 54'257 Schweizer Franken, und man hat uns unterrichtet, dass für 1967 ein Betrag von 70.000 schwedischen Kronen zu erwarten ist. Die" Retail Clerks International Federation"( RCIA) hat weiterhin sozusagen die gesamten Kosten der FIET- Arbeit in Lateinamerika getragen und ausserdem einen grosszügigen Beitrag an die Kosten der anderen Regionalvertretungen geleistet. Die Deutsche Angestellten- Gewerkschaft( DAG) hat an die Kosten der Seminartätigkeit in Afrika und Asien beigetragen. Während der Berichtszeit wurde die FIET( IBP) aus dem Internationalen Solidaritätsfonds des IBFG mit einem Gesamtbetrag von$ 85'500 unterstützt. Ferner erhielten wir von der Bildungsabteilung der Internationalen Arbeits- Organisation$ 2'000 als Beitrag an die Kosten des 1. Asienseminars. Nebenstelle Kuala Lumpur E. Foster, Nebenstelle Lima W. Stack, Nebenstelle Tokio P. Barrette F. Audie, Erich Kissel, umgeben von den Leitern einer jungen kongolesischen Gewerkschaft DIE FIET IN DER WELT C. Gray, Koordinator der Tätigkeit in den Entwicklungsländern. 55Bei der Leistung der Regionalarbeit hat der Internationale Bund sich nach Kräften bemüht, die ihm zur Verfügung stehenden beschränkten Mittel möglichst gut zu nutzen. Der gegebene Beistand wird laufend vermindert und ist als Hilfe zur Selbsthilfe zu verstehen. In dem Masse, wie sich die Organisationen entwickeln, übernehmen sie einen immer grösseren Teil der Kosten und schliesslich die gesamte Verantwortung. Wenn sich innerhalb einer vernünftigen Zeitspanne keine positive Ergebnisse einstellen, werden die Vorhaben abgebrochen. Nachdem die Regionalvertreter die Gelegenheit gehabt hatten, die regionalen Nebenstellen anlaufen zu lassen und einen Ueberblick über die Bedürfnisse ihrer Gebiete anzustellen, fand im August 1965 in Washington eine Tagung der Regionalvertreter statt, um die Tätigkeit zu koordinieren, die notwendigen Prioritäten aufzustellen und die Rolle der FIETklar zu umreissen. Unsere Anwesenheit in den Regionen zur Beurteilung einzelner Situationen und Erteilung von Ratschlägen hat sich als wertvolle Hilfe für die angeschlossenen Gewerkschaften dieser Gebiete erwiesen und verschiedene Regierungen im Sinne sozialer Reformen beeinflusst. Obwohl unsere Tätigkeit insgesamt gute Fortschritte gezeitigt hat, bleibt vieles noch zu tun. Diese Arbeit kann nur mit der Unterstützung geleistet werden, die unsere angeschlossenen Gewerkschaften zu geben bereit sind. Wir sind nur so stark wie die internationale Solidarität der angeschlossenen Gewerkschaften. Obwohl den betreffenden Organisationen jeweils gebührend gedankt wurde, möchten wir hier namens der FIET( IBP) und der Kollegen in den sich industrialisierenden Gebieten öffentlich unsere aufrichtige Dankbarkeit für die gewährte Unterstützung zum Ausdruck bringen, die es dem Internationalen Bund ermöglichte, in den verschiedenen Weltteilen wirksam zu sein. Es ist jedoch unsere aufrichtige Hoffnung, dass die in der Vergangenheit gewährte Unterstützung fortgesetzt werden kann und dass die angeschlossenen Gewerkschaften in der Lage sein werden, uns das Personal und die Finanzen zur Verfügung zu stellen, die es dem Internationalen Bund gestatten werden, bei der Entwicklung des freien, demokratischen Gewerkschaftswesens in den sich industrialisierenden Gebieten der Welt mitzuwirken. Als Gewerkschafter können wir keinen grösseren Beitrag zu dem Fortschritt der Menschheit und der Sache des Weltfriedens leisten. - 56- Afrika Im April und Mai 1964 besuchte der FIET- Regionalvertreter für Afrika, P.E. Barrette, verschiedene afrikanische Länder und traf die notwendigen Vorkehrungen für die Eröffnung einer Nebenstelle in Lagos( Nigerien), die am 10. Oktober 1964 erfolgte. Um den Kontakt mit den zahlreichen Angestelltengewerkschaften Afrikas herzustellen, und die Möglichkeiten und Prioritäten zu würdigen sowie die Zusammenarbeit zwischen den Gewerkschaften zu fördern, wurden zwei Regional seminare veranstaltet. Das erste fand vom 23. November bis 4. Dezember 1964 in Lagos statt und war den er g- lischsprachigen Ländern Afrikas gewidmet. Dieser erfolgreichen Tagung wohnten 42 Teilnehmer aus 11 Ländern einschliesslich fünf Gewerkschafterinnen bei. Es war das erste seiner Art, das jemals in Afrika stattgefunden hatte. Neben dem FIET- Generalsekretär und dem Regionalvertreter wirkten drei Funktionäre angeschlossener europäischer Gewerkschaften als Referenten: T. Thomas und T. Cynog- Jones( Grossbritannien) sowie Dr. H. Nierhaus( DAG, Deutschland), Das zweite Seminar wurde von 15. bis 25. November 1965 in Lomé( Togo) für die Vertreter von Angestelltengewerkschaften in den französischsprachigen Teilen Afrikas veranstaltet. 33 Teilnehmer aus 10 Ländern waren anwesend. Neben dem Regionalvertreter der FIET wirkten als Referenten: B. Christophe( Kanada), A.Miffre( Frankreich) und H. Ortmann( Deutschland). Beide Seminare waren in erster Linie organisatorischen Fragen gewidmet. Sie besprachen aber auch die Verwendung von Werbematerial, die Führung von Tarifverhandlungen, die Arbeits- und Sozialgesetzgebung der verschiedenen Länder, die Gewerkschaftsfinanzen, sowie die Qualifikationen und Pflichten von Gewerkschaftsfunktionären. Ausserdem besuchte der Regionalvertreter eine Reihe von afrikanischen Ländern und half bei der Planung von örtlichen Bildungsveranstaltungen. Diese Reisen umfassten die Beteiligung an lokalen Tagungen sowie Zusammenkünfte mit örtlichen Gewerkschaftsfunktionären zwecks ihrer Beratung und Unterstützung in Organisierungsbemühungen. Im Laufe der Berichtszeit wurden mehrere Beistandsvorhaben durchgeführt. Diese umfassten die Bereitstellung verschiedener Büroausrüstungsgegenstände, die Ausarbeitum von Bildungs- und Organisationsplänen und die Beschäftigung von örtlichen Organisationssekretären zur Durchführung der Vorhaben. Diese Tätigkeit bezog sich auf den englisch- und französischsprachigen Teil von Kamerun, den Kongo( Kinshasa) Malawi, Mauritius, Nigerien, Rhodesien, Sierra Leone, Südafrika und Uganda. Eine der bedeutsamsten Errungenschaften der Lagos- Nebenstelle während der Berichtszeit war die Planung und erfolgreiche Durchführung der Verschmelzung verschiedener nigerianischer Gewerkschaften von Bankangestellten zu einem nationalen Bankangestelltenverband. Die Gewerkschaftsbewegung Nigeriens entsprach bisher der Unternehmensstruktur, wobei die verschiedenen" Hausgewerkschaften" klein und deshalb unwirksam blieben. In enger Zusammenarbeit mit örtlichen Gewerkschaftsführern gelang es dem Regionalvertreter zunächst, 10 Organisationen zu der ersten nationalen Gewerkschaft Nigeriens zusammenzuschliessen. Diese wurde später auf die Versicherungsangestellten ausgedehnt. Nach eingehenden Bemühungen wurde die neue Gewerkschaft im Mai 1966 von der nigerianischen Regierung anerkannt und als" National Union of Bank, Insurance and Allied Workers" im Register eingetragen. Die neue Organisation, welche die Einbehaltung der Gewerkschaftsbeiträge vereinbaren konnte, umfasst derzeit 15 frühere - 57- Hausgewerkschaften mit einer Gesamtmitgliederzahl von 7.456. Die Vertreter der Organisation bekundeten öffentlich ihre Dankbarkeit gegenüber der FIET, indem sie vor der Presse erklärten, dass diese Errungenschaften ohne die Hilfe der Internationale nicht möglich gewesen wären. Aehnliche Bemühungen wurden im Handel unternommen, wo die Zahl der in verschiedenen Gewerkschaften organisierten Arbeitnehmer auf über 100.000 geschätzt wird. Im Mai 1966 stimmten 11 Organisationen auf einer Tagung für den Zusammenschluss zu einer Nigerianischen Gewerkschaft der Handelsangestellten, Techniker und verwandten Arbeitnehmer mit mehr als 12.000 Mitgliedern. Inzwischen haben weitere Organisationen ein Interesse an dem Zusammenschluss bekundet, doch wird die weitere Entwicklung durch die politischen Ereignisse in Nigerien ernstlich behindert. Die Verbindung mit den Angestelltengewerkschaften in Nordafrika wurde durch das Sekretariat in Genf aufrechterhalten. Auf der Reise zum ersten Afrikanischen Regionalseminar traf der Generalsekretär mit dem ägyptischen Arbeitsminister zusammen und besuchte Angestelltengewerkschaften in Aegypten und Aethiopien. Im Jahre 1966 konnte der Regionalvertreter unser Beistandsvorhaben in Malawi weiterführen, das wir wegen regierungseitiger Einmischung in die Angelegenheiten un-seres Verbandes vorübergehend eingestellt hatten. Während seines Besuchs kam er mit Vertretern des Arbeitsministeriums, des Gewerkschaftsbundes und unseres Mitgliedsverbandes zusammen. Es wurde ein Programm ausgearbeitet und eine Reihe von Wochenend- Ausbildungskursen für Ortsfunktionäre veranstaltet. Nachdem die einseitige Unabhänigikeitserklärung Rhodesiens die Möglichkeiten eingeschränkt hatte, in dieses Land einzureisen bzw. Gelder aus Lagos zu überweisen, lief unser dortiges Programm weiterhin über den gemeinsamen IBFG/ IBS Vertreter W. G. Lawrence. Bis zu der einseitigen Unabhängigkeitserklärung hatte die Gewerkschaft wesentliche Fortschritte erzielt, seither musste ihre Arbeit jedoch wegen. der Verfolgung seitens der Regierung stark eingeschränkt werden. 38 Funktionäre und Mitglieder unseres angeschlossenen Verbandes wurden verhaftet oder in Sperrgebiete abgeschoben. Mit Ausnahme der Lehrergewerkschaft handelt es sich bei weitem um die grösste Häftlingsgruppe aus einer einzelnen Organisation. Gemeinsam mit dem IBFG hat die FIET namens dieser Kollegen bei der IAO Klage geführt. In Kamerun gestattete die Hilfe der FIET den beiden angeschlossenen Organisationen die Durchführung von 15 Wochenend- Veranstaltungen für organisatorische und Bildungszwecke in verschiedenen Teilen des Landes. Ein kleiner Beitrag wurde zur Finanzierung eines Organisationssekretärs je Gewerkschaft geleistet und es wurden verschiedene Büroausrüstungsgegenstände zur Verfügung gestellt. Unsere angeschlossene Gewerkschaft in Sierra Leone erhielt Beistand zwecks Eröffnung von zwei Nebenstellen. Nach einem Jahr der teilweisen Unterstützung dieser Zweigstellen war die Mitgliedsschaft der Gewerkschaft so stark angewachsen, dass sie diese Tätigkeit aus eigenen Mitteln bestreiten konnte. Die" Shop and Commercial Workers Union" in Mauritius veranstaltete für ihre Mitglieder Abendkurse für Büroverwaltung, Maschinenschreiben, Kurzschrift usw. Zur Unterstützung dieser Bemühungen stellte die FIET Schreibmaschinen zur Verfügung, die während des Tages im Büro, abends für Schulzwecke verwendet wurden. - 58- Bei dieser Tätigkeit wurde mit dem IBFG und den anderen IBS eng zusammengearbeitet. Der Regionalvertreter beteiligte sich an einer Reihe von Kontinent- und Regionaltagungen in Afrika über die Entwicklung der freien Gewerkschaftsbewegung dieses Kontinents. Ferner vertrat er den Internationalen Bund auf Konferenzen und Kongressen von Gewerkschaftsbünden und angeschlossenen Gewerkschaften. Im November 1966 verliess Kollege Barrette die Dienste der FIET, um eine andere Stellung anzunehmen, die ihm eine langfristige Laufbahn eröffnete. Es wurde vorübergehend während einer Zeit von 3 Monaten durch den Kollegen Ernst Koch ersetzt, einen im Ruhestand befindlichen früheren Funktionär eines der FIET angeschlossenen schweizerischen Verbandes. Der Generalsekretär traf die notwendigen Vorkehrungen für die Beibehaltung der Nebenstelle bis Ende September 1967, in welchem Zeitpunkt der Mietvertrag abläuft und ein endgültiger Beschluss über die Aufrechterhaltung der Nebenstelle getroffen werden kann. 59Asien In der Berichtszeit eröffnete die FIET( IBP) zwei regionale Nebenstellen in Asien die eine in Kuala Lumpur( Malaisia) für Südostasien, die andere in Tokio( Japan) für den Fernen Osten und Australasien. Gemeinsam mit dem Regionalvertreter für Südostasien, F.Audie, besuchte der Generalsekretär dieses Gebiet im April und Mai 1965. Im Laufe seiner Reise nahm er ausserdem an der 7. Asiatischen Regionalkonferenz der ARO/ IBFG in Neu Delhi teil. In Begleitung von W.Stack unternahm er eine zweite Reise im Frühjahr 1966 unmittelbar vor der Abhaltung der ersten Asienkonferenz( Seminar) der FIET( IBP), in deren Verlauf er den Fernen Osten und Australasien besuchte In allen 16 besuchten asiatischen Ländern fanden Zusammenkünfte mit den Leitern von Angestellten- Gewerkschaften, Funktionären der Gewerkschaftsbünde, Arbeitsministern und anderen führenden Persönlichkeiten der Arbeitswelt zur Besprechung der spezifischen Angestelltenprobleme statt. Es wurde ausnahmslos festgestellt, dass in allen Ländern dieses Gebiets ein Interesse für die FIET und ihre Tätigkeit besteht, Die führenden Persönlichkeiten der Gewerkschaften und der Regierungen anerkennen die wichtige Rolle, welche die Angestellten innerhalb der asiatischen Gemeinwesen als Beitrag zu der sozialen, wirtschaftlichen und politischen Entwicklung ihrer Länder zu spielen berufen sind. Auch während der Internationalen Arbeitskonferenz in Genf fanden Gespräche mit verschiedenen asiatischen Vertretern über. Sonderprobleme statt, für die sie Interesse bekundeten. So kamen wir z.B. mit dem malaysischen Arbeitsminister und Vertretern des malaischen Gewerkschaftsbundes zusammen, um das in diesem Land verhängte Streikverbot, die Zwangsschlichtung, die amtliche Anerkennung des MTUC als nationaler Gewerkschaftsbund, die Einführung von Systemen der Sozialen Sicherheit und die Ausrufung des 1. Mai zum öffentlichen Feiertag der Arbeit zu besprechen. Nach weiteren, zwischen der Regierung und den Arbeitnehmern in Malaisia abgehaltenen Besprechungen wurden Lösungen erzielt, die für die Arbeitnehmer befriedigend waren. Der für die Entwicklungsländer zuständige Assistent des Generalsekretärs, Ch. Gray, besuchte Ende Januar 1966 die regionalen Nebenstellen in Asien, um in Zusammenarbeit mit den Regionalvertretern die notwendigen Vorbereitungen für die erste Asienkonferenz( Seminar) zu treffen. Er war ausserdem einer der beiden ausländischen Referenten anlässlich eines Seminars, das in Tokio für Warenhausgewerkschaften durchgeführt wurde. Die unter der Schirmherrschaft der DAG stehende erste Asienkonferenz( Seminar) der FIET( IBP) wurde vom 24. April bis 5. Mai 1966 im Arbeiterbildungsinstitut der Universität der Philippinen abgehalten. Insgesamt 45 Delegierte und Beobachter aus Ceylon, Indien, Japan, Malaisia einschliesslich Sabah und Sarawak, Neuseeland, Pakistan, den Philippinen, Australien, Singapur und Südvietnam nahmen an dieser wichtigen Tagung teil. Ausserdem wohnten Gäste aus anderen Gewerkschaften, Vertreter der philippinischen Regierung und eine Reihe von Sozialattachés verschiedenen Sitzungen bei. - 60- Der Generalsekretär eröffnete und präsidierte die Konferenz, auf der u. a. der Arbeitsminster der Philippinen eine offizielle Grussbotschaft des Präsidenten Ferdinand E.Marcos überbrachte, der die Konferenzteilnehmer später zu einer besonderen Audienz im Präsidentenpalast empfing. Unter dem Thema" Die Rolle der Angestellten und ihre Bedeutung für Asien" fanden Vorträge und Diskussionen über einschlägige praktische Themen statt wie: Arbeitsrecht, Tarifverhandlungswesen, Organisationsmethoden und Gewerkschaftsstruktur in den verschiedenen Ländern. In einem breiteren Rahmen wurden die Themen der Sozialen Sicherheit und der staatlichen Sozialleistungen, Altersrenten, Arbeitslosenversicherung sowie Mittel und Wege zur Verhinderung der Unterbeschäftigung und Arbeitslosigkeit besprochen, und zwar unter besonderen Betonung der Probleme, denen die nichtmanuellen Arbeitnehmer der Länder Asiens in dieser Hinsicht gegenüberstehen. Als Referenten wirkten D.Nolan( Neuseeland), J.Riordan( Australien), R. Oca und R.Jimines( Philippinen), die Kollegen Nierhaus und Ortmann von der DAG, der Generalsekretär und die Kollegen Gray, Audie und Stack von der FIET( IBP). Kuala Lumpur Der Regionalvertreter der FIET( IBP) für Südostasien, F. Audie, traf Ende Juni 1964 in Kuala Lumpur ein. In der Zeit nach der offiziellen Eröffnung unserer Nebenstelle am 10. September 1964 kam er mit Funktionären des malaiischen Gewerkschaftsbundes, des Gewerkschaftsbundes von Singapur sowie den Funktionären und Vorständen unserer angeschlossenen Gewerkschaften in Malaisia zusammen. Ferner traf er sich mit Beam n des malaiischen Arbeitsministeriums und hielt im ganzen Land zahlreiche Vorträge über die Geschichte, Ziele und Bestrebungen des Internationalen Bundes. Das erste Asien- Seminar der FIET fand vom 15. bis 22. November 1964 mit insgesamt 40 Teilnehmern aus Malaia, Singapur, Sabah und Sarawak in Kuala Lumpur statt. Thema und Inhalt des Seminars" Grösserer Arbeitsfrieden durch besseres Verständnis" mit Vorträgen über Arbeitskonflikte fanden Lob und Zustimmung seitens der Gewerkschaftsführer wie auch der Regierungsbeamten. Der Ministerpräsident dankte dem Internationalen Bund für die Abhaltung eines solchen Seminars in Malaisien und unterstrich den grossen Beitrag der Gewerkschaften zu dem Fortschritt und der Stabilität des Landes. In seiner Ansprache an das Seminar führte der Arbeitsminister aus, die Eröffnung eine Nebenstelle in Kuala Lumpur und die Ernennung eines Vertreters für Südostasien seine klare Anzeichen des Glaubens der FIET( IBP) an den Fortschritt des freien Gewerkschaftswesens in Malaisia und ganz Südostasien. Im Herbst 1964 nahm der Regionalvertreter ausserdem an einer Serie von 6 lokalen Wochend- Seminaren teil. Im Jahre 1965 wurden zwei Besichtigungs- und Erkundungsreisen unternommen. Die eine galt den Gebieten auf Borneo, um den dortigen Gewerkschaftsgruppen bei dem Zusammenschluss zu nationalen Gewerkschaften beizustehen. Die zweite erfolgte im Zusammenhang mit dem Besuch des Generalsekretärs in Südostasien. Mit 36 für die Aufnahme in Frage kommenden Gewerkschaften wurden Verbindungen gepflegt; einige unter ihnen sind inzwischen dem Internationalen Bund beigetreten. DIE GEWERKSCHAFTLICHE AUSBILDUNG DER ANGESTELLTEN 1. Seminar in Sarawak, November 1965. 2 Seminar über Lohnfragen, Japan, Februar 1966. Seminar über die Gewinnbeteiligung, Korea, Juli 1967. UME TO I.F.C.C.T.E.'S FIRST SEMINAR FOR SABAH SARAWAK KUCHING- NOV. 21ST- 28TH 1965 1 国際 商業 事務 技術 労連 INTERNATIONAL FEDERATION OF COMERCIAL CLERICAL AND IRONICAL EMPLOYEES 国際 賃金 セミナー INTERNATIONAL WAGE SEMINAR JAN 31 FEB 4 1966 全国 百貨店 海外 事情 研究 協議 会 ALL JAPAN DEPARTMON: STORE UNIONS COUNCE FOR INTERNATIONAL 1* 38 AFFAIRS D 2 2ND KOREAN SEMINAR 적정성 과 배분 을 위한 효율적 노조 활동 UNION EFFECTIVENESS FOR BETTER PROFIT DISTRIBUTION 국제 상업 사무 기술자 노란 · 전국 금융 노동 조합 공동 주최 CO- SPONSORED BY IFCCTE AND BFWU 2 3 - 61- Eine Bücherei, die den Gewerkschaften der ganzen Region und insbesondere denen in Malaisia für Konsultationszwecke zur Verfügung steht, wurde im Regionalbüro aufgebaut. Diese Bücherei entspricht einem bis zu ihrer Einrichtung ungedeckten Bedürfnis und stellt für die Gewerkschaftsorganisationen Südostasiens eine leicht zugängliche Quelle ausführlicher Informationen über die nationalen und internationalen Gewerkschaftsbewegungen dar. Sie erwies sich als besonders nützlich bei der Vorbereitung von Schiedsgerichtsverhandlungen und als Mittel zur Einsichtnahme in die durch denselben Arbeitgeber in andren Ländern bereits abgeschlossenen Verträge als Hilfsmittel in Tarifverhandlungen. Vom 7. bis 17. Juli 1965 befand sich der Regionalvertreter in Pakistan, wo er zur Beilegung mehrere Auseinandersetzungen und einer ernsten Streikaktion des uns angeschlossenen pakistanischen Verbandes der Versicherungsangestellten beitrug. Die Gewerkschaft gab ihrer aufrichtigen Wertschätzung für die gewährte Hilfe Ausdruck. Die FIET war im Hinblick auf den erfolgreichen Abschluss der Tarifverhandlungen und eine befriedigende Beendigung der Streikaktion bei der Regierung vorstellig geworden. Im November 1965 wurde in Kuching( Sarawak) unter dem Thema" Gewerkschaftskenntnisse- des Arbeitnehmers Schlüssel zur Sozialen Gerechtigkeit" ein Organisationsseminar durchgeführt. Dieses war von 40 Teilnehmern aus Angestelltenorganisationen in Sabah und Sarawak besucht. Neben dem Regionalvertreter referierten die Kollegen Nierhaus und Ortmann von der DAG und John von der malaisischen Gewerkschaft der Bankangestellten über Beschwerdeverfahren, Betriebsvertreter, Kollektivverhandlungen, Gewerkschaftsverwaltung und-finanzen sowie Organisationsmethoden und-verfahren. Die Nebenstelle in Kuala Lumpur gewährte der malaiischen Gewerkschaft der Bankangestellten eingehende Hilfe in einer Reihe langer, schwieriger Verhandlungen mit dem entsprechenden Arbeitgeberverband. Eine weitere Leistung unseres Regionalvertreters in Malaisia war die Vermittlung in einer sich auf Grundsatzfragen beziehenden Auseinandersetzung zwischen unserem Mitgliedsverband der Handelsangestellten( NUCW) und dem malaiischen Gewerkschaftsbund( MTUC). Als zweitgrösste malaisische Gewerkschaft hatte die NUCW den MTUC Anfang 1966 nach einer bitteren, in der Oeffentlichkeit ausgetragenen Kontroverse verlassen. Dem Regionalvertreter gelang es jedoch, die Parteien zusammenzuführen, und im April 1967 trat die NUCW wieder dem MTUC bei. Seit der Errichtung unserer Nebenstelle in Kuala Lumpur hat sich die Mitgliederzahl des Bankangestelltenverbandes( NUBE) nahezu verdoppelt. Heute vertritt er 95% der Bankangestellten des Landes. Es ist der Gewerkschaft gelungen, ihren Zuständigkeitsbereich auf verwandte Gebiete( Darlehensgesellschaften usw.) auszudehnen. Gegenwärtig führt die FIET gemeinsam mit NUBE auf diesem Gebiet eine 12- monatige Organisationskampagne. Nach Wiederherstellung normaler Verhältnisse in der freien Gewerkschaftsbewegung Indonesiens besuchte der Regionalvertreter dieses Land Ende 1966 und nahm mit mehreren Gewerkschaftszentralen Verbindung auf. Daraufhin wurde unter Beteiligung der FIET, Friedrich- Ebert- Stiftung, der IFPCW und des indonesischen Gewerkschaftsbundes GASBIINDO ein einmonatiges Seminar geplant und im April 1967 durchgeführt. 47 Teilnehmer aus 5 nationalen Gruppen wohnten der Tagung bei. Das Hauptziel lag in der Schaffung eines Verbindungsausschusses aus Vertretern der verschiedenen Zentralen und der diesen angehörenden Angestelltengewerkschaften mit der Aufgabe, Mittel und Wege zur Verschmelzung der Gruppen zu einer landesumfassenden Organisation zu finden. 62In enger Zusammenarbeit mit unserem Mitgliedsverband der indischen Bankangestellten führen wir gegenwärtig auch eine intensive Organisationskampagne unter den unorganisierten Bankangestellten Indiens durch. Der Internationale Bund beteiligte sich ferner an den Kosten der Abhaltung einer ersten Konferenz von Bankgewerkschaften in Malaisia und Singapur. Der Zweck dieser Tagung bestand in einer Ueberprüfung der bestehenden Tarifverträge im Hinblick auf ihre Vereinheitlichung und die Koordinierung zukünftiger Forderungen in den verschiedenen Gebieten. Der Regionalvertreter unternahm Anfang 1967 eine Reise nach Pakistan, um den beiden angeschlossenen Gewerkschaften in diesem Land beizustehen, die gemeinsam mit dem Gewerkschaftsbund in eine Reihe ernster Streiks verwickelt waren. Trotz starker Bedrängung durch Regierungsstellen wurden diese Aktionen erfolgreich abgeschlossen. Ausserdem stellte der Internationale Bund den Hauptbüros der angeschlossenen Gewerkschaften mehrere Ausrüstungsgegenstände zur Verfügung. Im Juni 1967 fand in Jesselton( Sabah) ein Seminar für Angestellten- Gewerkschaften im Handel und im Bankwesen der beiden malaisischen Gebiete auf Borneo- Sabah und Sarawak- statt. Tokio Nach einem ersten Erkundungsbesuch nahm unser Regionalvertreter W. B. Stack im August 1964 seine Tätigkeit in Japan auf. Die FIET- Nebenstelle in Tokio wurde noch in demselben Monat eröffnet. Wegen der grossen Anzahl der organisierten Angestellten in Japan konzentrierten sich die Bemühungen des Regionalvertreters weitgehend auf dieses Land, obwohl er auch in Korea und den Philippinen tätig wurde. Mit den nur in beschränktem Umfang vorhandenen Angestelltenorganisationen in Hong- Kong, der Republik China und auf Okinawa wurden Kontakte hergestellt und aufrecht erhalten. Repräsentationsbesuche erfolgten bei angeschlossenen und für die Aufnahme in Frage kommenden Verbänden in Australien und Neuseeland. Der Regionalvertreter hat sein Gebiet gründlich bereist. Dabei hielt er Vorträge und führte kurze Ausbildungskonferenzen und- seminare durch. Es herrschte jederzeit ein Geist der Zusammenarbeit mit anderen IBS, die in diesem Gebiet tätig sind, sowie mit der Regional organisation des IBFG für Asien und der IBFG- Vertretung in Tokio. Dank dieser Zusammenarbeit war es einer Reihe asiatischer Gewerkschaftskollegen möglich, Studienreisen ins Ausland zu unternehmen. Gegenwärtig bestehen Pläne, wonach unsere Nebenstelle in grösserem Umfang Bildungsreisen asiatischer Gewerkschafter veranstalten wird. Dadurch soll gleichzeitig ein besseres gegenseitiges Verständnis geschaffen und die internationale Solidarität gefördert werden. Diese Programme sollen ausschliesslich durch die beteiligten Organisationen finanziert werden. Die Herausgabe einer regionalen Angestelltenzeitung, " Asian News Letter" genannt, wurde in Zusammenarbeit mit der FIET- Nebenstelle in Kuala Lumpur an die Hand genommen. Diese Veröffentlichung, die Nachrichten aus ganz Asien enthält, wird in Tokio herausgegeben und in der gesamten Region verteilt. Sie erscheint in englischer und japanischer Sprache. Der Regionalvertreter vertrat den Internationalen Bund der Privatangestellten anlässlich der 2. Konferenz der Arbeitsminister Asiens in Manila, der 8. Regionalkonferenz der ARO/ IBFG in Hong- Kong und der 2. Internationalen Konferenz über Arbeitsbeziehungen in Tokio sowie auf Kongressen und Konferenzen von Angestelltengewerkschaften und Gewerkschaftsbünden innerhalb der Region. - 63- In Japan fand im November 1964 eine eintägige nationale Konferenz von Warenhausgewerkschaftsfunktionären statt. Diese Tagung, die von über 100 Vertretern der japanischen Warenhausgewerkschaften besucht war, stand unter dem Vorsitz des FIETPräsidenten J.A. Suffridge, der die Reise nach Japan unternommen hatte, um als Gastdelegierter dem Kongress des japanischen Gewerkschaftsbundes Domei Kagi beizuwohnen. Diese erfolgreiche Konferenz war im Februar 1965 durch das erste nationale Seminar gefolgt, das jemals in Japan für Warenhausgewerkschaften stattgefunden hatte. Unmittelbar nach dem Seminar traten die Teilnehmer unter der Schirmherrschaft der FIET zusammen und bildeten den Gesamt japanischen Rat der Warenhausgewerkschaften für internationale Gewerkschaftsangelegenheiten( DILA- Rat). Zur Förderung der Arbeit des DILA- Rates wurden im Jahre 1965 ausserdem unter Mitwirkung der FIET vier regionale Organisationsprogramme durchgeführt. Sowohl 1966 als auch 1967 fanden erfolgreiche nationale Seminare statt, deren Kosten zu gleichen Teilen durch die FIET und den DILA- Rat getragen wurden. Vertreter des Sekretariats wie auch angeschlossener Gewerkschaften in Australien, Deutschland und den Vereinigten Staaten wirkten anlässlich dieser Seminare als Referenten. Die regionale Nebenstelle half ausserdem dem DILA- Rat bei der Organisierung seines ersten Jugendtreffens im August 1966 und beteiligte sich im Herbst an einer Reihe von 7 regionalen Ausbildungskonferenzen in verschiedenen Teilen Japans, an denen mehr als 300 Gewerkschaftsfunktionäre teilnahmen. Diese nationalen und regionalen Seminare trugen zu der Stärkung des DILA- Rates bei. Dieser besitzt jetzt eine feste satzungsmässige Grundlage und hat bedeutende Massnahmen ergriffen, um zu der ersten nationalen Angestelltengewerkschaft Japans zu werden. Er umfasst derzeit über 50 Mitgliedsgewerkschaften, die insgesamt mehr als 100.000 organisierte Warenhausangestellte vertreten. Der Regionalvertreter beteiligte sich als Hauptreferent an dem 3. nationalen Seminar des Verbandes der Lebensversicherungsangestellten Zenseiho, und im Mai 1967 wurde gemeinsam mit diesem Verband ein nationales Seminar veranstaltet, und zwar im Hinblick auf die Umwandlung seiner Struktur von einer lockeren Vereinigung von Unternehmensgewerkschaften zu einem Landesverband mit über 85.000 Mitgliedern. Ende Mai 1967 führte die FIET eine zweitägige Konferenz( Seminar) für den neugebildeten Verband der Supermarktangestelltengewerkschaften durch. In der Berichtszeit beteiligten sich über 850 Teilnehmer an Lehrgängen und Konferenzen, die von der FIET( IBP) angeregt worden waren. Nicht mitgerechnet sind Vorträge und Zusammenkünfte mit anderen japanischen Organisationen wie dem Verband der Bankangestelltengewerkschaften( 97.000 Mitglieder) und dem Verband der Arbeitnehmer von Lebensversicherungsgesellschaften( 107.000 Mitglieder). Neben diesen Tagungen und Vorträgen gewährte die regionale Zweigstelle auch eine wesentliche technische Hilfe an zahlreiche Gewerkschaften in Form von Uebersetzungen von FIET- Fachgruppenkonferenzberichten, ausländischen Tarifverträgen usw. Gemeinsam mit unserem koreanischen Mitgliedsverband der Bankangestellten führte die FIET zwei nationale Seminare in Korea durch. Eine weitere Hilfe bestand aus der Uebersetzung von europäischen und asiatischen Banktarifverträgen sowie anderer Unterlagen in die koreanische Sprache, um der Gewerkschaft in ihrer Arbeit und ihren Verhandlungen beizustehen. Seit der Aufnahme der Beziehungen mit dieser Organisation im Jahre 1961 konnte diese ihre Mitgliederzahl verdreifachen, den - 64Organisationsgrad der Bankangestellten auf 100% erhöhen und sich zu der stärksten Gewerkschaft des Landes entwickeln. Die Gewerkschaft hat mehrmals ihre Wertschätzung für den durch die FIET gewährten Beistand zum Ausdruck gebracht, der wesentlich zu der positiven Entwicklung beigetragen hatte. Im Sommer 1967 fand in Cebu( Philippinen) ein nationales Seminar für Vertreter von Angestelltengewerkschaften des Gewerkschaftsrates und des Gewerkschaftsbundes der Philippinen statt. 3 2 1 1966 D CONFEDERA OMÉRCIO COMER UNU DILA 地区 会議 OLA REGIONAL SEMUAR * DIE GEWERKSCHAFTLICHE AUSBILDUNG DER ANGESTELLTEN 1. Interamerikanisches Seminar der Bankangestellten, Brasilien, November 1966. 2. Seminar für die japanischen Warenhausangestellten, Oktober 1966. 3. Interafrikanische Gewerkschaftskonferenz, Togo, November 1965. FEDERATION INTERNATIONALE DES EMPLOYÉS ET DES TECHNICIENS CONFERENCE SYNDICALE INTERNATIONALE FRANCOPHONE – AFRİCAÎNE LOME- TOGO 15 NOMBRE AU 25 NOVEMBRE 65 65- Euro ра Neben der Tätigkeit innerhalb der EWG und der EFTA führte der Internationale Bund ein Hilfsprogramm zur Unterstützung der angeschlossenen Gewerkschaften in der Türkei durch. Das Programm unterstand der Aufsicht eines gemeinsamen Vertreters: des IBFG und der IBS, J. Purvis, der in diesem Land etwa 18 Monate lang tätig war. Für die Gewerkschaft der kaufmännischen Angestellten wurde eine Vervielfältigungsmaschine, eine Schreibmaschine und einiges Büromaterial gekauft. Der Bankangestelltengewerkschaft wurde in ähnlicher Weise durch einen Beitrag an die Anschaffungskosten einer Vervielfältigungsmaschine geholfen. Die Mitgliederwerbung lag vollständig in den Händen dieser beiden Organisationen. FIET Gewerkschaftsausschuss für den Gemeinsamen Markt Dieser Ausschuss umfasst sämtliche in den 6 Ländern des Gemeinsamen Marktes bestehenden Organisationen der Angestellten, leitenden Angestellten und Techniker, die der FIET angehören. Die sich daraus ergebenden Kosten werden ausschlies:- lich durch die beteiligten Gewerkschaften getragen. Der Ausschuss besitzt ein eigenes Sekretariat, in dem der Kollege Herrmann halbamtlich als Sekretär tätig ist. Seit der Verfassung des letzten Tätigkeitsberichtes ist dieser Gewerkschaftsausschuss sieben mal zusammengetreten. Dabei sind die Sitzungen von Sonderausschüssen zur Behandlung einzelner Probleme( Europäisches Statut der Geschäftsreisenden, Probleme der Bankangestellten usw.) nicht mitgezählt. Die erste Tagung fand am 25. September 1964 in Brüssel statt. Es wurden besprochen: das Budget, die Beiträge der Organisationen, die Arbeitsweise des Gewerkschaftsausschusses und das Arbeitsprogramm. Es wurde der halbamtliche Sekretär gewählt und eine Delegation bezeichnet, um mit den christlichen Bankangestelltenvertretern zusammenzukommen. Der Ausschuss protestierte gegen die Tendenz gewisser Arbeitgeberkreise, die Ladenöffnungszeiten auszudehnen. Am 28. Januar 1965 fand in Brüssel eine zweite Tagung statt, in deren Verlauf die Geschäftsordnung des Gewerkschaftsausschusses angenommen wurde. Ausserdem wurde die Einsetzung einer Sonderkommission beschlossen, die beauftragt wurde, ein europäisches Statut der Geschäftsreisenden auszuarbeiten. Anlässlich seiner Sitzung vom 3. März 1965 nahm der Gewerkschaftsausschuss die Ergebnisse der Aussprache mit den christlichen Gewerkschaften zur Kenntnis und kam überein, dass nur" die Berufsausbildung der Bankangestellten" das Thema für eine gemeinsame Kontaktaufnahme mit der Bankenvereinigung der EWG sein könnte. Am 27. September 1965 konnte der Gewerkschaftsausschuss an einer Informationstagung teilnehmen, die von der Generaldirektion III der EWG( Herr de Crayencourt) in Brüssel veranstaltet wurde und den Zweck verfolgte, die Arbeitnehmerkreise über die ausgearbeiteten Richtlinien bezüglich des Niederlassungsrechts der freischaffenden Ingenieure bzw. der pharmazeutischen Unternehmungen zu unterrichten. Die 5. Tagung fand am 24. Februar 1966 statt. Es wurde beschlossen, bei der EWG vorstellig zu werden, um zu erreichen, dass sie die Probleme der in einem Beschäftigungsverhältnis stehenden Geschäftsreisenden getrennt von denen der selbständigen Vertreter behandelt. Dem FIET- Vorstand wurde vorgeschlagen, die Frage - - 66- der leitenden Angestellten auf die Tagesordnung zu setzen, um zu verhindern, dass die CGC, die sowohl Gehaltsempfänger als auch Angehörige der freien Berufe umfasst, sich als Sozialpartner für den Abschluss von Tarifverträgen anerkennen lassen kann. Der Ausschuss wählte ferner einige Fragen zur baldigen Behandlung aus: Frauenarbeit, Ausbildungsprobleme, Arbeitsbedingungen und Entlohnung der Bank- und Versicherungsangestellten, Arbeitnehmer- Erfinderrecht. 6. Tagung: 24. Oktober 1966 in Brüssel anlässlich einer weiteren durch die EWG veranstalteten Informationstagung. Abgesehen von internen und administrativen Problemen beschloss der Ausschuss, das Thema des Arbeitnehmer- Erfinderrechts der" Sozialtagung am Runden Tisch" vorzulegen, die durch den Europäischen Gewerkschaftssekretär am 7. November 1966 in Rom veranstaltet wurde. Am 16. Dezember 1966 trat der Gewerkschaftsausschuss zum 7. Mal zusammen. Nach der Anpassung der Beiträge und der Beschlussfassung über das Budget setzte der Ausschuss einen" Vorstand" oder" Ständigen Arbeitsausschuss" ein, der sich aus folgenden Kollegen zusammensetzt: Ter Horst( Präsident), Allègre( Vizepräsident) Bieding, Ortmann und Pettinelli( Mitglieder). Auf dem Gebiet der europäischen Lohnerhebungen beschloss der Ausschuss, in den verschiedenen Kommissionen dahin zu wirken, dass eine Gliederung zwischen Arbeitern und Angestellten sowie zwischen ungelernten, gelernten Arbeitskräften und leitenden Angestellten erfolgt. FIET- Gewerkschaftsausschuss für die EFTA- Länder Anlässlich seiner Tagung vom 10. und 11. März 1965 in Dublin erklärte sich der FIET- Vorstand mit dem Vorschlag des Vizepräsidenten Doughty einverstanden, der analog zu dem bestehenden EWG- Ausschuss der FIET( IBP) die Bildung eines Ausschusses der angeschlossenen Gewerkschaften in den Ländern der Europäischen Freihandelszone anregte. Unter dem Vorsitz des Kollegen Doughty fand eine erste Tagung der kaufmännischen und technischen Angestellten umfassende Organisationen am 15. März 1967 in London statt. 34 Vertreter von 15 der FIET angeschlossenen Organisationen in 6 Ländern sowie 8 Beobachter befreundeter Organisationen waren anwesend. Die Sozialattachés der EFTA- Länder( mit Ausnahme Portugals) waren ebenfalls eingeladen worden. Die FIET war durch ihren Generalsekretär vertreten. Anlässlich dieser ersten Tagung kam man überein, einen Ausschuss für die der FIET angeschlossenen Organisationen aus EFTA- Ländern zu bilden und ihn insbesondere mit dem Studium der wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Entwicklung der Europäischen Freihandelszone zu beauftragen. Dazu gehören u.a. folgende Themen: Auswirkungen der Unterbeschäftigung Politik der beruflichen Aus- und Weiterbildung Sozialleistungen Politik der Rentensicherung Niederlassungsfreiheit der Arbeitnehmer Kosten der Sozialen Sicherheit u.s.w. 67Ausserdem soll der IBFG aufgefordert werden, für sämtliche Gewerkschaftsorganisationen der EFTA- Länder in demselben Sinne tätig zu werden, wie es in Brüssel durch den Europäischen Gewerkschaftsausschuss geschieht. Andererseits sollte der FIET/ EFTA- Ausschuss einen Informations- ud Meinungsaustausch mit seinem Gegenstück, dem FIET/ EWG- Ausschuss, pflegen. Eine Unterredung mit dem Sekretariat der EFTA in Genf fand am 4. Juli 1967 statt. Auf gewerkschaftlicher Seite waren daran ein Delegierter aus dem Vereinigten Königreich, zwei aus Schweden, einer aus der Schweiz und einer aus Dänemark beteiligt. Sie waren begleitet durch den Generalsekretär und den Fachgruppensekretär der FIET( IBP). Westliche Hemisphäre - 68- Hier haben sich die Arbeit und Tätigkeit des Internationalen Bundes seit dem Kongress in Tel Aviv bedeutend entwickelt. Wegen der gewaltigen Grösse Brasiliens und der wachsenden Probleme, denen die brasilianischen Angestellten gegenüberstehen, wurde Mitte 1964 in Sao Paulo eine FIET( IBP)-Zweigstelle eröffnet. Sie steht unter der Leitung unseres Vertreters B. Medeiros. Nach Abschluss seiner Dienstzeit kehrte unser Regionalvertreter J. Bernal im Mai 1965 zu seiner Lokalgewerkschaft in den Vereinigten Staaten zurück. Er wurde durch den Kollegen E.Foster ersetzt, der auf eine mehr als 25jährige Erfahrung als Gewerkschafter zurückblicken kann. Die dritte Interamerikanische Konferenz der FIET( IBP) wurde vom 7. bis 11. November 1966 in Rio de Janeiro durchgeführt. Es beteiligten sich daran 104 Gewerkschaftsfunktionäre aus 30 Organisationen in 15 Ländern. Vertreter der IAO, ORIT, OAS, AIFLD und eine Reihe von Sozialattachés wohnten der Tagung ebenfalls bei. Unser Präsident J.Suffridge und zwei weitere Mitglieder des FIET- Vorstandes"- die Kollegen A.March und A.Magaldi nahmen ebenfalls an der Konferenz teil, auf der der FIET- Generalsekretär die programmatische Rede hielt. Die Konferenz stand unter dem Vorsitz des Kollegen A. Alves de Almeida, Präsident des brasilianischen Dachverbandes der Handelsangestellten, der seinerseits 23 Verbände mit insgesamt 5 Millionen Mitgliedern umfasste. Die Diskussionen, Debatten und Beschlüsse der Konferenz befassten sich mit internationalen Gewerkschaftsproblemen, der Erklärung von Cundinamarca und dem Carabelleda- Plan, der Industrialisierung und der Genossenschaftsbewegung, vor allem aber mit der Sozialgesetzgebung und dem Arbeitsrecht sowie der Gewerkschaftsbildung. Die Konferenz legte die Mittel fest, die es dem Internationalen Bund gestatten, können, sich in ganz Lateinamerika für die Einführung des Tarifverhandlungswesens einzusetzen. Die FIET( IBP) wurde aufgefordert, ein Mustersystem der Sozialen Sicherheit auszuarbeiten, um die Errichtung gewerkschaftlicher Kranken-> Arbeitslosen- und Pensionskassen zu erleichtern, denn die Sozialgesetze sind in Lateinamerika oft unzulänglich und unwirksam. Der Internationale Bund wurde ferner aufgefordert, Einzelheiten über das Genossenschaftswesen zu veröffentlichen und einen internationalen Fonds zu schaffen, der bei der Errichtung von Genossenschaften mitwirken könnte. Die Konferenz ersuchte die FIET( IBP), die Möglichkeit der Errichtung eines Instituts für höhere Gewerkschaftsstudien innerhalb des Internationalen Bundes zu prüfen, das von den Mitgliedsorganisationen finanziert würde. Bei der Vorlage seines Berichts über die Entwicklung und Tätigkeit in diesem Gebiet gab der Regionalvertreter der FIET, E. Foster, eine Zusammenfassung der geleisteten Arbeit einschliesslich der Organisationsseminare, die von der FIET durchgeführt worden waren. Der Regionalvertreter erwähnte ferner die gute Zusammenarbeit mit anderen Internationalen Gewerkschaftsverbänden( IBS) und mit ORIT in Lateinamerika zur Verteidigung der Gewerkschaftsrechte. Die Tätigkeit der FIET- Nebenstelle in Lateinamerika war darauf ausgerichtet, unter der Leitung gut ausgebildeter nationaler Gewerkschaftsführer den örtlichen Gewerkschaftsfunktionären Kenntnisse auf dem Gebiet praktischer Gewerkschaftsfragen zu vermitteln. SUFFMOGE SSEL A. March A. Pereira Magaldi A. Alves de Almeida TERA PRESIDEN CONFEREN KISSEL III. INTERAMERIKANISCHE KONFERENZ RIO DE JANEIRO 7. 11. NOVEMBER 1966 N. Posada im Plenum 2 69- Entsprechend dieser Zielsetzung führte die FIET auch in den Jahren 1964 und 1965 regionale Organisationsseminare durch. Ein diesbezüglicher Höhepunkt war die Veranstaltung eines intensiven, 10- wöchigen Lehrgangs für Arbeiterbildungsbeauftragte in Zusammenarbeit mit dem Institut der Universität Puerto Rico für Arbeitsbeziehungen. 12 Vertreter aus 10 angeschlossenen Gewerkschaften in 7 lateinamerikanischen Ländern nahmen daran teil. Typisch für die Vorhaben zur Ausbildung örtlicher Gewerkschaftsfunktionäre war ein zweiwöchiger Abendkurs über Organisationsmethoden, verbunden mit dem Erwerb praktischer Erfahrung in der täglichen Organisations- und Gewerkschaftsarbeit, der in Peru für Vertreter aus den verschiedenen Provinzen des Landes veranstaltet wurde. Nach Abschluss dieses Programms kehrten die einzelnen Gewerkschafter in ihre Provinzen zurück, wo sie unter der Aufsicht eines nationalen Koordinators und des FIET- Vertreters ihrerseits Bildungs- und Organisationsarbeit leisten. Solche Programme sind oft durch kurze Seminare in den verschiedenen Provinzen gefolgt, die den örtlichen Gewerkschaftsfunktioären eine weitere Ausbildungsmöglichkeit gewähren. Während der Berichtszeit hat man sich bemüht, auf kontinentaler Ebene eine direkte Zusammenarbeit zwischen den Organisationen zu bewerkstelligen, die sich mit denselben Arbeitnehmerkategorien befassen. Diese Arbeit wurde für die Handels angestellten, die Geschäftsreisenden und die Bankangestellten geleistet. Im Jahre 1965 führte die FIET das erste Interamerikanische Seminar für Bankangestellten unter Beteiligung von Bankgewerkschaften aus 10 Ländern durch. Das von der Konferenz angenommene Programm fordert die Errichtung von Ausbildungsstätten für angehende Bankangestellte sowie zur Weiterbildung älterer Angestellter, die Förderung des Austausches von Angaben aus Tarifverträgen und die Einführung eines Systems der Arbeitsklassifikation und-bewerung als Grundlage des Arbeitseinsatzes und der Beförderung. Als Ergebnis dieser Tagung wurde ein Interamerikanischer Koordinationsausschuss der Bankangestellten gebildet, der vorstehende Ziele anstreben und eng mit den Gewerkschaftsbünden bei der Schaffung von Bankangestellten in den Ländern zusammenarbeiter soll, wo sie bisher nicht organisiert sind. Der Koordinationsausschuss soll fere r aus eigenen Mitteln gewerkschaftliche Ausbildungs- und Organisationsprogramme auf allen Ebenen veranstalten. Unmittelbar vor der 3. Interamerikanischen Konferenz veranstaltete der Internationale Bund ein Seminar der Bankangestellten über Bankverwaltung und die Auswirkungen der Automation. Nach diesem Seminar, an dem Vertreter aus 10 Organisationen teilnahmen, wurden unter Einschaltung des vorstehend erwähnten Koordinationsausschusses Schritte zur Bildung einer Fachgruppe der Bankangestellten Lateinamerikas unternommen. Der Vorsitzende der Asociacion Bancaria( Argentinien), J. Pomarés, wurde zum Vorsitzenden des Interamerikanischen Ausschusses der Bankangestellten ( CIB) gewählt. Tätigkeit und Programm der neuen Fachgruppe sollen mit denen der europäischen Fachgruppe anlässlich des FIET- Kongresses 1967 koordiniert werden. Auf lokaler, nationaler und regionaler Ebene fanden während der Berichtszeit mehr als 50 Seminare und gewerkschaftliche Ausbildungskurse statt. Im Mai 1965 stellten sämtliche Tageszeitungen Perus die FIET( IBP) anlässlich der Graduierung des 2500. Gewerkschaftsführers im Rahmen der Ausbildungsprogramme der FIET( IBP) besonders heraus. Darunter befanden sich 131 Gewerkschafter aus Argentinien, 604 aus Brasilien, 355 aus Chile, 119 aus Ecuador, 237 aus Bolivien, 162 aus dem Karibischen Raum, 53 aus Kolumbien, 752 aus Peru, 11 aus Puerto Rico, 87 aus der Dominikanischen Republik und 85 aus Venezuela. Die Zeitungsartikel enthielten - 70- eine ausführliche Beschreibung unserer Tätigkeit auf den Gebieten der Bildung, der Organisation und der Wirtschaft. In enger Zusammenarbeit mit den Bankangestellten Uruguays half der Regionalvertreter dieser Gewerkschaft bei der Führung erfolgreicher Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern. Infolgedessen trat die Gewerkschaft dieses Landes- ein bis dahin von den Kommunisten beherrschtes Gebiet der FIET bei. In Venezuela erzielte unser Mitgliedsverband einen bedeutenden Erfolg, als es ihm gelang, eine Gesetzesänderung zu erwirken, wonach er mit Gruppen von kleinen Arbeitgebern, von denen jeder nur wenige Arbeitkräfte beschäftigt, Kollektivverhandlungen führen darf. Gegen Ende 1966 gipfelten mehr als 5jährige Bemühungen in Kolumbien in der Bildung eines nationalen Verbandes der Bankangestellten, auf einem Gebiet, auf dem bis dahin Extremisten die Oberhand hatten. Der Stellvertretende Regionalvertreter der FIET in Brasilien half dem dortigen Dachverband der Handelsangestellten( CNTC) bei der Schaffung eines guten Koordinationssystems unter den 23 diesem Dachverband angehörenden Gewerkschaften sowie bei der Errichtung eines Bildungsausschusses, dessen Aufgabe es ist, die gewerkschaftliche Ausbildung in Organisationsfragen in die örtliche Gewerkschaftsebene hineinzutragen. Das" Arbeiterherd"-System, wonach die Regierung von jedem Arbeitnehmer jährlich einen Tageslohn einzieht, der für den Aufbau von Pensionskassen und die Verteilung an die Gewerkschaften bestimmt ist, existiert in Brasilien weiter. Die von unserer Zweigstelle gemeinsam mit dem CNTC entfalteten Bemühungen sind darauf ausgerichtet, die Selbstfinanzierung der Ortsgewerkschaften sicherzustellen, damit diese nicht von den Regierungszuschüssen abhängig sind. Als Beispiel eines der zahlreichen diesbezüglichen Erfolge darf Curitiba erwähnt werden, wo unser Vertreter der Ortsgewerkschaft half, einen Organisator einzustellen. Es wurde ein Programm ausgearbeitet, wonach eine Reihe von gesellschaftlichen Veranstaltungen durchgeführt wurde, um das Interesse der Mitglieder zu beleben. Es wurden ferner eine Frauenabteilung und eine Konsumgenossenschaft gebildet, welche die Gewerkschaftsmitglieder zu vernünftigen Preisen mit Lebensmitteln und anderen Gütern des täglichen Bedarfs versorgt. Dadurch wurde die Gewerkschaft gefestigt und um 1.800 zahlende Mitglieder erweitert. Sie wurde finanziell unabhängig und konnte sich einen Organisationssekretär leisten. Anfangs 1967 erreichten die Gewerkschaften Brasiliens zum ersten Mal in der Geschichte ihres Landes die Aufnahme einer Bestimmung in die brasilianische Verfassung, die ihnen das Recht gibt, mit den Arbeitgebern Tarifverhandlungen zu führen. Ein Grossteil dieses hervorragenden, historischen Erfolgs wurde von den brasilianischen Gewerkschaften unserem Stellvertretenden Regionalvertreter W. Medeiros zugeschrieben. Die regionale Nebenstelle half einer Reihe von Gewerkschaften in Argentinien, Peru, der Dominikanischen Republik, Brasilien und Guayana bei der Planung von Genossenschaften und Arbeitersiedlungen sowie bei der Beschaffung der dazu erforderlichen Darlehen. Das grösste Projekt dieser Art wurde in Peru in Angriff genommen, wo dank des Beistandes der FIET( IBP) eine Arbeitergenossenschaft( ASINCOOP) ein Darlehen von$ 10 Millionen für den Bau einer Arbeitersiedlung erhielt. - 71 eine ausführliche Beschreibung unserer Tätigkeit auf den Gebieten der Bildung, der Organisation und der Wirtschaft. In enger Zusammenarbeit mit den Bankangestellten Uruguays half der Regionalvertreter dieser Gewerkschaft bei der Führung erfolgreicher Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern, Infolgedessen trat die Gewerkschaft dieses Landes bis dahin von den Kommunisten beherrschtes Gebiet der FIET bei. ein In Venezuela erzielte unser Mitgliedsverband einen bedeutenden Erfolg, als es ihm gelang, eine Gesetzesänderung zu erwirken, wonach er mit Gruppen von kleinen Arbeitgebern, von denen jeder nur wenige Arbeitskräfte beschäftigt, Kollektivverhandlungen führen darf. Gegen Ende 1966 gipfelten mehr als 5jährige Bemühungen in Kolumbien in der Bildung eines nationalen Verbandes der Bankangestellten auf einem Gebiet, auf dem bis dahin Extremisten die Oberhand hatten. Der Stellvertretende Regionalvertreter der FIET in Brasilien half dem dortigen Dachverband der Handel sangestellten( CNTC) bei der Schaffung eines guten Koordinationssystems unter den 23 diesem Dachverband angehörenden Gewerkschaften sowie bei der Errichtung eines Bildungsausschusses, dessen Aufgabe es ist, die gewerkschaftliche Ausbildung in Organisationsfragen in die örtliche Gewerkschaftsebene hineinzutragen. Das" Arbeiterherd"-System. wonach die Regierung von jedem Arbeitnehmer jährlich einen Tageslohn einzieht, der für den Aufbau von Pensionskassen und die Verteilung an die Gewerkschaften bestimmt ist, existiert in Brasilien weiter. Die von unserer Zweigstelle gemeinsam mit dem CNTC entfalteten Bemühungen sind darauf ausgerichtet, die Selbstfinanzierung der Ortsgewerkschaften sicherzustellen, damit diese nicht von den Regierungszuschüssen abhängig sind. Als Beispiel eines der zahlreichen diesbezüglichen Erfolge darf Curitiba erwähnt werden, wo unser Vertreter der Ortsgewerkschaft half, einen Organisator einzustellen. Es wurde ein Programm ausgearbeitet, wonach eine Reihe von gesellschaftlichen Veranstaltungen durchgeführt wurde, um das Interesse der Mitglieder zu beleben. Es wurden ferner eine Frauenabteilung und eine Konsumgenossenschaft gebildet, welche die Gewerkschaftsmitglieder zu vernünftigen Preisen mit Lebensmitteln und anderen Gütern des täglichen Bedarfs versorgt. Dadurch wurde die Gewerkschaft gefestigt und um 1.800 zahlende Mitglieder erweitert. Sie wurde finanziell unabhängig und konnte sich einen Organisationssekretär leisten. Anfangs 1967 erreichten die Gewerkschaften Brasiliens zum ersten Mal in der Geschichte ihres Landes die Aufnahme einer Bestimmung in die brasilianische Verfassung, die ihnen das Recht gibt, mit den Arbeitgebern Tarifverhandlungen zu führen. Ein Grossteil dieses hervorragenden, historischen Erfolgs wurde von den brasilianischen Gewerkschaften unserem Stellvertretenden Regionalvertreter W. Medeiros zugeschrieben. Die regionale Nebenstelle half einer Reihe von Gewerkschaften in Argentinien, Peru, der Dominikanischen Republik, Brasilien und Guayana bei der Planung von Genossenschaften und Arbeitersiedlungen sowie bei der Beschaffung der dazu erforderlichen Darlehen. Das grösste Projekt dieser Art wurde in Peru in Angriff genommen, wo dank des Beistandes der FIET( IBP) eine Arbeitergenossenschaft( ASINCOOP) ein Darlehen von$ 10 Millionen für den Bau einer Arbeitersiedlung erhielt. - 72- Die FIET- Vertreter wirkten massgeblich bei einer Regelung mit, wonach es einer unserer angeschlossenen Gewerkschaften in Guayana gelang, für 700 Mitglieder Lohnnachzahlungen in Höhe von$ 5.000 zu erreichen. In Ecuador wurde Beistand gewährt, so dass es der Gewerkschaft zum ersten Mal gelang, mit mehreren Grossbanken dieses Landes Kollektivverträge abzuschliessen. In Zusammenarbeit mit den anderen in Lateinamerika tätigen IBS befasst sich unsere regionale Nebenstelle mit einem umfassenden Organisationsplan für Zentralamerika, wobei die Entwicklungen innerhalb des neugebildeten gemeinsamen Marktes in diesem Gebiet beachtet werden, der die Regierungen stabilisiert und günstige Vorbedingungen für gewerkschaftliche Organisierungsbemühungen schafft. Erste Bemühungen im Rahmen dieses gemeinsamen Planes werden in Kostarika unternommen, das alsdann als Vorbild ähnlicher Bestrebungen in anderen Ländern dienen soll. Auch in Barbados waren wir zusammen mit unserem dortigen Mitgliedsverband" Barbados Workers Union organisatorisch tätig. Es handelt sich um eine Industriegewerkschaft, die sämtliche Arbeitnehmer dieser Insel aufnimmt. Die Gewerkschaft ist ein Beispiel dafür, wie stark man sein kann, wenn alle Gewerkschaftsmitglieder eines kleinen Landes zusammenarbeiten. Die weitere Tätigkeit in Lateinamerika umfasste: Rechtsberatung und-beistand an verschiedene Mitgliedsgewerkschaften, Schaffung und Förderung von Arbeitnehmer- Austauschprogrammen innerhalb des Kontinents, Beschaffung von UNESCO- Spenden zwecks Besuchs der ORIT/ IBFG- Gewerkschaftsschule in Mexiko durch Angestelltengewerkschafter, regelmässige Veröffentlichung unseres Interamerikanischen Bulletins und von Pressemitteilungen in spanischer, portugiesischer und englischer Sprache, Herausgabe von Handbüchern über Fragen der gewerkschaftlichen Organisation, des Kollektivverhandelns und der Sicherung des Alters, Werbung und wöchentliche Rundfunkprogramme zur Unterstützung der Organisationsbemühungen und Bekanntmachung der Gewerkschaftsbewegung. Als Beispiel für letztere Tätigkeit darf unser wöchentliches Rundfunk programm in Sao Paulo erwähnt werden, das weniger als$ 35.- pro Monat kostet und zahlreiche Anfragen bezüglich des Beitritts und der Zugehörigkeit zu einer Gewerkschaft hervorgerufen hat. Im Durchschnitt gehen dort wöchentlich etwa 200 Briefe ein. Das Hauptziel der gegenwärtig geleisteten Arbeit liegt darin, ein ausgewogenes, nützliches Tätigkeitsprogramm zu entwickeln, das nach und nach von den angeschlossenen Organisationen in diesem Gebiet übernommen und auf deren eigene Verantwortung geleistet, betrieben und finanziert werden kann. In der Berichtszeit wurde der Kontakt mit unseren angeschlossenen Gewerkschaften in den Vereinigten Staaten und Kanada über das Sekretariat und das Interamerikanische Büro aufrecht erhalten. Unsere Vertreter wohnten den Vorstandstagungen und Kongressen einiger dieser Mitgliedsverbände bei. Ausserdem veranstaltete der Generalsekretär seit dem letzten Kongress mehrmals Zusammenkünfte mit Vertretern aller angeschlossenen Gewerkschaften innnerhalb der Region. Die Mitgliedsverbände beider Länder beteiligten sich an Angestellten- Austauschprogrammen mit Gewerkschaften in Lateinamerika, so z. B. mit Organisationen in Argentinien, Brasilien und Peru. - 73Die Internationale unterstützte weiterhin den durch die RCIA gegen" Sears Roebuck" verhängten Boykott, der in der Berichtszeit verschärft und schliesslich im Mai 1967 beigelegt wurde. Der Generalsekretär besuchte den 25. Kongress der Retail Clerks International Association und hielt dort einen Vortrag über die Tätigkeit der FIET( IBP) auf internationaler Ebene. 61643 74BESONDERE AKTIONEN Kongo( Brazzaville) Auf dem Wege zu dem 1. Afrika- Seminar der FIET in Lagos legten zwei unserer Kollegen aus Malawi im Kongo( Brazzaville) einen Zwischenhalt ein. Während sie sich am Flughafen in der Tansithalle befanden, wurden sie verhaftet. Man legte ihnen Handschellen an, schlug sie, warf sie ins Gefängnis und verurteilte sie zum Tode. Nach mehr als 4 Tagen Haft ohne Verpflegung wurden sie ohne irgendeine Erklärung für diese brutale Behandlung freigelassen und des Landes verwiesen. Proteste wurden an die kongolesische Regierung, die IAO, die Vereinten Nationen und andere internationale Organisationen gerichtet. Der Ausschuss der IAO für Gewerkschaftsfreiheit befasste sich mit dieser Angelegenheit und verurteilte das schändliche und ungerechtfertigte Verhalten der kongolesischen Behörden. Zypern Anlässlich der Fachgruppenkonferenz der Bank-, Versicherungs- und Sozialversicherungsangestellten wurde auf Ersuchen unserer angeschlossenen Gewerkschaften in Zypern und Griechenland eine Entschliessung angenommen, welche die Haltung der Banken dieser Länder verurteilte, die es ihrem Personal und insbesondere den leitenden Angestellten nicht gestatten, sich frei in Gewerkschaften zusammenzuschliessen. Die Entschliessung bezeichnete solche Praktiken als flagrante Verletzung der IAOUebereinkommen Nr. 87 über die Vereinigungsfreiheit und den Schutz des Vereinigungsrechtes, Nr. 95 über den Lohnschutz und Nr. 98 über das Vereinigungsrecht und das Recht zu Kollektivverhandlungen. Die Internationale unterstützte nachdrücklich die von diesen Mitgliedsgewerkschaften bei der IAO unternommenen Schritte und nahm auch mit den entsprechenden Regierungen und zuständigen Arbeitgeberorganisationen Verbindung auf. Griechenland Anlässlich seiner Tagung in Athen im April 1967 entsprach der FIET- Vorstand einem Ersuchen des griechischen Bankangestelltenverbandes und forderte die gr chische Regierung auf, Schritte zu unternehmen, um die Einhaltung der Bestim mungen der von Griechenland ratifizierten IAO- Uebereinkommer Nr. 87 und 98 sicherzustellen. Während der Berichtszeit protestierte der Internationale Bund zweimal schä festens bei der griechischen Regierung. Der erste Anlass war die Einmischung der Regierung in die Gewerkschaftsbewegung. Dies ereignete sich im Jahre 1965, als sämtliche Gewerkschaften in Griechenland der Verwaltung durch die Gerichte unterstellt wurden. Internationaler Druck zwang die Regierung, die Gewerkschaften und deren Vorstände wieder den gewählten Arbeitnehmervertretern zu überlassen. Der zweite Protest erfolgte unmittelbar nach dem Militärputsch im April 1967 und wandte sich nachdrücklichst gegen jede Massnahme zur Einschränkung der Gewerkschaftsfreiheit auf der Ebene des Gewerkschaftsbundes oder der Angestellengewerkschaften. 1+ - 75- Grossbritannien Zur Unterstützung einer am 10. Januar 1966 ausgelösten Streikaktion der britischen Zeichner- und Technikergewerkschaft DATA gegen Millspaugh Ltd. in Sheffield( England) nahm die FIET( IBP) mit den angeschlossenen Gewerkschaften in Deutschland, Italien, Oesterreich und der Schweiz, wo dieselbe Gesellschaft unter anderen Namen ebenfalls Betriebe besitzt, Verbindungen auf, um sicherzustellen, dass die von den Streikenden in Grossbritannien niedergelegte Arbeit nicht in einem dieser Betriebe ausgeführt würde. Um die DATA in ihren Verhandlungen mit dem Unternehmen zu unterstützen, wurden Auskünfte über die in den Betrieben auf dem Kontinent herrschenden Arbeitsbedingungen eingeholt und übermittelt. Ein im Februar 1967 begonnener Streik von DATA- Mitgliedern führte zu dem ersten Lockout in Grossbritannien seit über 40 Jahren, als der Verband der Schiffbauunternehmer 1.800 DATA- Mitglieder am 9. März 1967 aussperrte. In Beantwortung eines Appells der DATA um internationale Unterstützung in dieser äusserst schwierigen Lage gewährte der Internationale Bund ein zinsfreies Darlehen in Höhe von£ 5.000 aus dem Regionalfonds und erliess einen dringenden Appell an die angeschlossenen Gewerkschaften, die DATA durch zinsfreie Darlehen zu unterstützen, die möglichst die Höhe ihres Jahresbeitrages an die FIET( IBP) erreichen sollten. Rhodesien Nach der ungerechtfertigten Verhaftung des Generalsekretärs unseres Mitgliedsverbandes in Rhodesien, E.G.Watungwa, gemeinsam mit einer Reihe anderer Gewerkschafter im August 1964 sandte der Internationale Bund ein Protesttelegramm an die rhodesische Regierung und verlangte die Ueberprüfung des Falles und die sofortige Freilassung des Kollegen Watungwa. Ferner wurden Protestschreiben an den Generalsekretär der Vereinten Nationen und die Ministerpräsidenten Grossbritanniens und Rhodesiens gerichtet. Unsere angeschlossenen Gewerkschaften in Grossbritannien wurden diesbezüglich ebenfalls bei ihrer Regierung vorstellig. Kollege Watungwa wurde daraufhin freigelassen. Gemeinsam mit dem IBFG wurde bei der IAO ein Protest bezüglich der systematischen Unterdrückungsmassnahmen der rhodesischen Regierung gegen afrikanische Gewerkschafter eingereicht. Es handelt sich um einen bewussten Versuch, die afrikanische Gewerkschaftsbewegung dieses Landes auszuschalten. Diese Angelegenheit wird gegenwärtig durch den zuständigen Ausschuss der IAO geprüft. Pakistan Im Zusammenhang mit einer bedeutenden Streikaktion und unter Koordinierung unseres Regionalvertreters an Ort und Stelle wurden Proteste an die zuständigen Stellen in Pakistan einschliesslich des Präsidenten dieses Landes sowie an die betreffenden Arbeitgeber gerichtet. Wie aus dem Abschnitt über die Regionalarbeit hervorgeht, wurde eine erfolgreiche Regelung erzielt. 76- Südafrika Anfangs Juli 1964 wurden wir durch unseren britischen Mitgliedsverband der Zeichner und Techniker( DATA) unterrichtet, dass ein Mitglied dieser Gewerkschaft, I.D. Kitson, aufgrund des berüchtigten südafrikanischen 90- Tage- Gesetzes verhaftet worden war. Der südafrikanischen Regierung wurde ein Protesttelegramm zugestellt, Der IBFG stellte diesen Fall in seinen Veröffentlichungen stark heraus und bat die angeschlossenen Gewerkschaftsbünde um Unterstützungsmassnahmen. Am 19. November 1964 wurde Kollege Kitson nach 130 Tagen Einzelhaft schliesslich vor Gericht gestellt und zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt. Seine Frau, die wegen ihres Eintretens für ihren Mann ebenfalls verhaftet worden war, und ihre beiden kleinen Kinder blieben mittellos zurück. Die DATA sammelte über£ 5000, um Kitson in seinem Prozess beizustehen und seine Familie zu unterstützen. St. Vincent Am 15. September 1964 übersandte uns die uns angeschlossene Gewerkschaft der kaufmännischen und technischen Angestellten in St. Vincent ein Memorandum, in dem sie sich über die Verletzung des Vereinigungsrechts in St. Vincent beschwerte und den Internationalen Bund ersucht, diese Angelegenheit der IAO zu unterbreiten, was denn auch geschah. Diese Frage wurde auch durch den Ausschuss des IAO- Verwaltungsrates für Vereinigungsfreiheit auf zwei Sitzungen geprüft. Der Ausschuss bezeichnete die Klage als berechtigt und forderte die Regierung Grossbritanniens auf, die notwendigen Schritte zur Bereinigung der Lage in ihrer Kolonie zu unternehmen, worauf eine befriedigende Regelung erzielt wurde. Vereinigte Staaten Am 9. Juli 1964 wurde die FIET( IBP) durch die" Office and Professional Employees International Union" über einen Streik einer ihrer Ortsgewerkschaften gegen die" US Book Exchange" unterrichtet. Diese Gesellschaft war im Begriff, mit der Agentur für internationale Entwicklung einen grösseren Vertrag auszuhandeln. Unser Mitgliedsverband ersuchte uns, bei US State Department gegen die Vergabe eines Auftrages an eine bestreikte Gesellschaft zu protestieren. Auf unseren Protest ging eine längere Antwort ein, in der die Agentur versprach," alle Schritte zu vermeiden, die einer Einmischung in die freien Tarifverhandlungen zwischen den Konfliktsparteien gleichkäme". Gleichzeitig wurden wir darüber unterrichtet, dass das Arbeitsdepartement den Parteien die Vermittlung in ihrer Auseinandersetzung angeboten habe. - 77- 77INFORMATIONS- UND PRESSEWESEN Für die Ausarbeitung und Verbreitung der FIET- Veröffentlichungen sind folgende Grundsätze massgebend: Schaffung eines Dienstes, der die Welt- und Gewerkschaftspresse über die aktuellen Ereignisse auf dem Angestelltensektor auf dem laufenden halten kann. Herausgabe einer eher dokumentarischen, sich an die Gewerkschaftsfunktionäre richtenden Monatsschrift. Ausarbeitung eines Systems zur Klassierung der die kaufmännischen und technischen Angestellten interessierenden Veröffentlichungen. Eine am 21. und 22. September 1965 in Genf durchgeführten Konferenz der Redakteure behandelte das" Zukunftsschema der FIET- Veröffentlichungen" und die" Mittel zur Verstärkung des Informationsaustausches" zwischen dem Sekretariat und den Mitgliedsverbänden der Internationale. Die Konferenz befürwortete den Ausbau und die Verbesserung des Presse- und Reportagendienstes der Internationale, sprach sich jedoch gegen eine periodische Zeitschrift mit Texten in verschiedenen Sprachen aus, der sie die Herausgabe eines Bulletins in mehreren Ausgaben, von denen jede sich an einen bestimmten Sprachkreis wendet, vorzog. In dem Kollegen Edward Lewis haben wir einen tüchtigen Mitarbeiter als Pressesekretär gefunden. Er ist seit Januar 1966 in dieser Eigenschaft tätig. Pressedienst Drei bis fünf Pressemitteilungen erscheinen monatlich in englischer, deutscher, französischer, spanischer, seit November 1966 auch in" skandinavischer" Sprache. Unsere Nachrichten werden häufig durch die Gewerkschaftspresse der Bundesrepublik Deutschland, der skandinavischen Länder, Luxemburg und Indiens, öfter auch von der französischen, englischen, österreichischen, schweizerischen und holländischen Presse übernommen. Die unentgeltliche Zustellung der Pressemeldungen erfolgt nicht nur an die Mitgliedsverbände der FIET( IBP) und die anderen freien Gewerkschaftsorganisationen, sondern auch an die Korrespondenten der schweizerischen und ausländischen Presse, die Informationsdienste der zwischenstaatlichen Organisationen auf Regional- und Weltebene, die Sozialattachés der Botschaften, die Bibliotheken und gewisse Forschungsinstitute. Während der Einrichtung des Sekretariats in Genf zwischen Ende 1964 und Ende 1965 konnte die Unterrichtung der Mitgliedsverbände durch die monatlich zweioder dreimalige Aussendung eines mehrseitigen Mitteilungsblattes in englischer deutscher, französicher und spanischer Sprache sichergestellt werden. - 78- FIET( IBP)-Monatsschrift" Der Privatangestellte in der freien Welt" Seit Februar 1966 erscheint das FIET- Bulletin in neuer Gestalt. Diese zunächst unter dem Titel" Internationale Angestellten- Rundschau" herausgegebene Monatsschrift ist als Fortsetzung der" Mitteilungen" gedacht, deren Veröffentlichung 1964 anlässlich der Ueberführung des Sekretariats nach Genf unterbrochen wurde. Die Monatsschrift trägt ihren gegenwärtigen Namen seit Januar 1967. ?? " Der Privatangestellte" erscheint in englischer, französischer, deutscher und skandinavischer" Sprache. Letztere Ausgabe besteht seit August 1966. Die spanische Ausgabe, deren Erscheinen im Juli aus Budgetgründen unterbrochen wurde, soll wieder veröffentlicht werden, sobald die Mittel zu ihrer Finanzierung beschafft werden können. " Der Privatangestellte" enthält nur Beiträge, die geeignet sind, die gewerkschaftliche Aktion zu fördern. Indem sie in knapper Form die positiven Ergebnisse des Kampfes um die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Angestellten aller Länder schildern, bezwecken sie: 1) Die Tätigkeit der FIET ( IBP) im Rahmen der allgemeinen Entwicklung des freien Gewerkschaftswesens zu erläutern; 2) die angeschlossenen Organisationen laufend über die Errungenschaften ihrer ausländischen Kollegen zu unterrrichten; 3) ihnen nützliche Studien und Erhebungen zur Kenntnis zu bringen; 4) die Tätigkeit der Internationalen Organisationen herauszustellen, so weit sie die Interessen der angeschlossenen Organisationen berühren. Die Zusammenstellung der Artikel nach dem Thema und nicht nach dem Land, wie es in den meisten internationalen Veröffentlichungen geschieht, erleichtert den internationalen Vergleich der Angaben über bestimmte Einzelfragen. Die angeschlossenen Organisationen haben unsere Pläne, die ohne ihre aktive Mitwirkung nicht realisierbar sind, zur Kenntnis genommen. Die Zahl der unveröffentlichten Informationen, die dem Sekretariat seitens der Mitgliedsverbände zugehen, ist noch relativ gering. Sichtung und Klassierung der Veröffentlichungen Das Sekretariat sorgt für die systematische Sichtung und Klassierung von mehr als 238 Veröffentlichungen und Fachzeitschriften in 14 Sprachen aus 39 Ländern. Es ist damit in der Lage, die angeschlossenen Organisationen über die Tätigkeit von 119 nationalen Organisationen und 29 internationalen Organisationen zu unterrrichten. Fünf Tageszeitungen werden durch das Sekretariat ebenfalls durchgesehen. Regionale Veröffentlichungen Für die freien Gewerkschaftsorganisationen Amerikas, veröffentlicht die FIET Nebenstelle in Lima das" Interamerican Bulletin", eine gedruckte Monatszeitung, die in englischer, spanischer und portugiesischer Sprache erscheint. Die regionale Nebenstelle in Tokio verbreitet in den Ländern des Fernen Osten das Informationsblatt" Asian Newsletter", von dem jährlich 10 Nummern erscheinen. Seit 1966 wird dieses Nachrichtenblatt in englischer und japanischer Sprache veröffentlicht. « Pour un ordre social basé sur l'utilisation en commun des resso mondiales et l'union de tous les hommes dans la liberté et dans l'éga La Fédération internationale des Employés et des Techniciens ( 5 millions de cotisants non manuels dans 60 tiendra les conférences de ses sections professi de ses sections professi à Bruxelles du 20 au 27 mai Du 20 au 27 mai, se tiendront à| rences des sections professionnelles versaliser Bruxelles( au Palais des Congrès,( S. P.), qui se tiendront à Bruxelles égal à trav salle A les deux premiers jours, du 20 au 27 mai, auront l'audience formation salle Benelux les jours suivants) outre celle des 250 partici- promotion i- grands ob L'OUVERTURE TARDIVE DES MAGASINS en ehrena International federation of clerica Some 240 delegates represent in take part from 20 to 27 May 1966 in of the International Federation of trade sections include those for te il and clerica Le problème de l'égalité des salaires reau International du Travail se national Association), ont soul salaires des travailleurs et des femmes les La convention n° 100 ou le Bu- Etats- Unis Retail Clercks Inter déclare en faveur de l'égalité des gné la nécessité d'accorder au s mêmes possibilite travailleuses, a été ratifiée. jus- de promotion qu'aux homme qu'à présent, par les gouverne- d'accroitre leur participation ments de 51 pays. L'article 119 la lutte syndicale de pousse du Traité de Rome qui stipule l'étude comparée de leurs cond l'égalisation des salaires dans les tions de travail dans les diffe pays membres du Marché Com- rents pays du monde. A ces pro mun a été adopté en 1965 par dé- blemes s'ajoute celui de la forma cision du Conseil des Ministres tion de l'employée qui sera trait de la C.E.E. aux Etats- Unis, deux demain par Madame A. Bell d nual Pay Act et le Civil la Fédération Syndicale allemar Act) garantissent à la de DCB. e même salaire qu'à son masculin qui fait le méail. ichtet Des syndicalistes représentan les organisations libres de tra vailleurs non manuels de dix- hui nstatations faites, les par- pays européens et extra- eurc à la troisième confé- péens ont participé aux travau : s sections professionnel- de la troisième conférence de F.I.E.T. Fédération In- sections professionnelles. Marcè ale des Employés et des le Dehareng, secrétaire du Comi ens) qui se tient actuel- té des Femmes de la C.I.S.L Bruxelles ont rappelé MM. E. Gherardi, chargé des af galité des salaires existe faires des travailleurs non ma en principe, elle se tra- nuels au Bureau Internationa ez rarement dans les du Travail et S. Nedszynski, se que. si importante soit- crétaire général de l'Internatic e égalité ne suffit pas nale de P.T.T., ont assisté au niner la discrimination travailleurs et les traT Attend IFCCTE Meeting in Brussels dieser KNTERNATIONAL Vice President Charles J. Kelleher headed Les syndicats des dix- huit pays h, Elmsho the RCIA delegation to the Trade européens et extra- européens représentés aux conférences des sec- rger Brau Section Conference of the Internations professionnelles de la Fédé- jed. Er vitional Federation of Commercial, ration internationale des employés et techniciens réunis au palais des nferenz ¡ Clerical and Technical Employees, which met at the Pallais de Congress in Brussels, Belgium, May Congrès, à Bruxelles, ont fait conmaître leur opposition presque unanime au principe de l'ouverture tardive des magasins dans le com- Am B20-27. About 240 delegates repremerce de détail. Dans certains pays, a Belgique, les Etats- Unis, la Suè- schon in der europäischen Politik de notamment, l'insistance patro- durch die jüngsten Ereignisse in Each group dealt with the social and economic problems facing its members in the different countries of the world. The agenda for the trade section for employees in commerce included discussion of working hours, part- time employment, equal pay for equal work, effects of new methods of distribua availleurs non manuels organisations libres de 1 ars non manuels de dix p bens, des Etats- Unis et d e seront représentées aux p conférences de la Fédérat ationale des employés et te F.I.E.T.) qui auront lie lles du 20 au 27 mai. Les se pencheront sur les x non manuels. internationaux des trav IE.T. declare qu'elle rass millions de travailleurs els dans soixante pays Ladenschluß ein Problem INTERNATIONALE KONFERENZ DER REDAKTEURE ( oben) E. Lewis, Pressesekretär Vers une convention internationale. oft zur V Privatangestellten zusa zeiten a Verbrauc tionen in einer Berufsgr zum Ein visant à sauvegarder les orden. Auch für das Verk eines Ver lung nich droits du salarié inventeur Dans quatre ulement, la: Allemagne, la istent qui vis S droits du oyeur. qui n- Wonho 35 Les syndicats des dix- huit pays té dans la même proportion( de européens et extraeuropéens re- à 8 pour cent) que celui des en présentés aux Conférences des treprises pratiquant l'horair Sections professionnelles de la« normal»: 9 h. à 18 h 30 sans in Fédération Internationale des terruption. Employés et Techniciens à BruLa conférence de la F.I.E.T. su xelles ont fait connaitre leur op- les problèmes des employés d position presque unanime au prin- commerce s'est déroulée en la pré cipe de l'ouverture tardive dans sance da MEGherardi résen Internationale Tagung der Techniker und Werkmeister in Brüssel ans six pays Der Internationale Bund der Privatangestellten( IBP) tagte mit r seinen Fachgruppen Ende Mai d. J. in Brüssel. Dem IBP sind 99 enéfices consi Gewerkschaften in 60 Ländern mit 5 Millionen Angestellten angeentions faites schlossen. Die Fachgruppenkonferenz„ Techniker und Werkme!- e son personn unserer Gewerkschaft sein, unseren Mitgliedern die Möglich keit einer selbständigen Berufstätigkeit und damit einer freier Selbstgestaltung ihres Berufsschicksals möglichst weit offenzu halten und alle Tendenzen, Beschränkungen einzubauen, die $ 79- Ersetzung der 4 offiziellen Abkürzungen durch das Wort FIET Mit dem Einverständnis des FIET- Vorstandes sind die Abkürzungen IBP, IFCCTE und DIF in den für die Länder deutscher, einglischer und skandinavischer Sprache bestimmten Veröffentlichungen in Anlehnung an andere internationale Organisationen wie UNESCO, CERN, CIRF, GATT usw. durch die Abkürzung FIET ersetzt worden. In den Ländern französischer, spanischer, italienischer und portugiesischer Sprche ist unsere Internationale bereits unter dem Namen FIET bekannt. Die Abkürzung FIET hat sich auch in anderen Ländern und internationalen Institutionen eingebürgert. Das neue FIET- Abzeichen Entsprechend dem Rat eines bekannten Graphikers der auch die neuen Veröffentlichungen des IAA und der EFTA gestaltete hat das Sekretariat dem Vorstand die" Modernisierung" des FIET- Abzeichens vorgeschlagen. Nachdem dieser im April 1967 in Athen einverstanden war, wird das neue Emblem das Wort FIET, umgeben von einer Weltkarte nach und nach das grosse weisse I auf rotem Hintergr nd ersetzen. Es entspricht mit einigen Verfeinerungen dem Emblem, das seit 1964 auf den Pressemitteilungen der Internationale figuriert. Pressekonferenzen Anlässlich ihrer Konferenzen und Kundgebung en sowie der von ihren ständigen Vertretern in den verschiedenen Weltteilen unternommenen Reisen ergriff der Internationale Bund die Gelegenheit zur Durchführung von Pressekonferenzen. In der Zeit zwischen 1964 und 1967 haben solche Pressekonferenzen insbesondere in Brüssel, Genf, Mönchengladbach, Manila, Karachi, Neu Delhi, Kuala Lumpur, Cebu, Sidney, Sao Paulo, Rio de Janeiro, Lagos, Taipeh und Athen stattgefunden. - 80- CELSEN 30 eta d BEZIEHUNGEN MIT ANDEREN INTERNATIONALEN BERUFSSEKRETARIATEN Die Allgemeinen Jahreskonferenzen der IBS dienen der Stellungnahme der Internationalen Berufssekretariate in Fragen gemeinsamen Interesses. Sie bieten ausserdem Gelegenheit zur Koordinierung und Zusammenarbeit zum gegenseitigen Nutzen der betreffenden Organisationen. Anlässlich der am 5./6. November 1964 in Genf abgehaltenen Allgemeinen Konferenz wurde der FIET( IBP)-Generalsekretär zum Konferenzvorsitzenden gewählt, ein Amt, das er auch heute noch innehat. Im Laufe dieser Tagung wurde ein Unterausschuss, dem auch unser Generalsekretär angehörte, mit einer objektiven Prüfung der Arbeit des IBS- Verbindungsbüros beauftragt. Dieser Unterausschuss sollte Mittel und Wege finden, um das volle Vertrauen in die Arbeit des Verbindungsbüros wiederherzustellen, bzw. andere Vorkehrungen enpfehlen. Der IBFG wurde eingeladen, mit einem Beobachter an den Arbeiten des Unter ausschusses teilzunehmen. Die Konferenz besprach die Tätigkeit der Industrie- und ähnlichen Ausschüsse der IAO. In einer Entschliessung wurden u, a. gefordert: Häufigere Tagungen der Industrieausschüsse, die Errichtung von Ausschüssen für bisher nicht berücksichtigte Wirtschaftszweige, sowie die laufende Beobachtung der Entwicklungen zwischen Industrieausschusstagungen, verbunden mit der Veröffentlichung der Feststellungen. Es wurde ferner um eine grössere Zahl von drei- und zweigliedrigen Tagungen ersucht, auf denen die Probleme einzelner Gruppen von Lohn- und Gehaltsempfängern sowie spezifische Probleme von allgemeinen Interesse unter den Auspizien der IAO geprüft und zum Gegenstand von Beschlüssen erhoben werden könnten. Der Generalsekretär der FIET( IBP) wurde zum IBS- Vertreter im Vorstand und Solidaritätsfondsausschuss des IBFG gewählt. Die am 15./16. September 1965 in Folkestone zusammengetretene Allgemeine Konferenz beschloss, das Verbindungsbüro am 31. März 1966 zu schliessen. Dessen den IBS geleisteten Dienste bezüglich der Beziehungen mit der IAO und anderen internationalen Stellen würden durch die Genfer Zweigstelle des IBFG übernommen. Anlässlich ihrer Konferenz am 30./31. August 1966 in Genf behandelten die IBS die Frage der Verteilung der aus dem ISF bereitgestellten Mittel, die Beziehungen des IBFG und der IBS mit der IAO, die Gewerkschaftstätigkeit auf dem Gebiet von Handel und Entwicklung, die geplante, Weltwirtschaftskonferenz des IBFG und das Mailand- Abkommen. Letzteres Abkommen zur Regelung der Beziehungen zwischen dem IBFG und den IBS war seit dem im Jahre 1951 abgahaltenen Kongress des IBFG unverändert in Kraft geblieben. Eine Reihe der in dem Abkommen enthaltenen Bestimmungen war veraltet, so dass die Konferenz einen neuen Abkommens text, annahm, der nach Bestätigung durch den IBFG und die IBS an die Stelle des Mailand Abkommens treten soll. In der Zeit seit dem letzten Kongress hat die FIET( IBP) im Rahmen der IAO mit mehreren IBS, insbesondere der IOD und der IPTT zusammengearbeitet. Eine ähnliche Zusammenarbeit bestand in der Regionalarbeit. - 81- BEZIEHUNGEN MIT DEM IBFG Die FIET( IBP) hat während der Berichtszeit weiterhin enge Beziehungen mit dem IBFG gepflegt. Der IBFG hat den Internationalen Bund zu einer Reihe von Tagungen eingeladen, mit ihm in mehreren gemeinsamen Vorhaben zusammengearbeitet und ihn in zahlreichen Fragen konsultiert. Der IBFG und seine Regional organisationen und-büros haben unsere Aussenarbeit tatkräftig unterstützt und enge Beziehungen mit unseren Regionalvertretern aufrechterhalten. Die betreffenden Gewerkschaftsbünde wurden aufgefordert, die Tätigkeit unserer Regionalvertreter zu erleichtern. Der ISF- Ausschuss des IBFG hat sehr stark zu der Finanzierung unserer Regionalprogramme beigetragen. Während der Berichtszeit erhielt unser Internationaler Bund, von der Internationalen der Plantagenarbeiter abgesehen, mehr Hilfe aus dem Internationalen Solidaritätsfonds als irgendein anderes Internationales Berufssekretariat. Wir sind sehr dankbar für diesen wertvollen Beistand, ohne den es uns schwer gefallen wäre, unsere wichtige Arbeit zur Unterstützung unserer Kollegen in den Entwicklungsgebieten zu leisten. 8. Weltkongress Der 8. Weltkongress des IBFG fand vom 7. bis 15. Juli 1965 in Amsterdam statt. Die FIET( IBP) war durch die Kollegen Suffridge, Doughty, Kissel und Gray vertreten. Ausserdem waren 7 Mitglieder des FIET- Vorstandes sowie andere Kollegen aus zahlreichen angeschlossenen Organisationen als Delegierte ihrer Gewerkschaftszentralen anwesend. Auf diesen Kongress verteidigte der Generalsekretär der FIET( IBP) die Interessen des Internationalen Bundes und betonte die Notwendigkeit einer wirksamen Zusammenarbeit zwischen dem IBFG und den IBS. Er forderte den IBFG auf, den einzelnen IBS volle Rechte als IBFG- Mitgliedsorganisationen einzuräumen. Die nationalen Zentren würden die Stützpfeiler des IBFG bleiben, so wie die einzelnen nationalen Gewerkschaften die Träger der IBS sind. Die IBS würden auf internationaler Ebene jedoch dieselbe Stellung einnehmen wie die einzelnen Gewerkschaften gegenüber ihrem Gewerkschaftsbund. Seit der 38. Vorstandstagung des IBFG und der 23. Tagung des Internationalen Solidaritätsfondsausschusses hat der Generalsekretär an sämtlichen Zusammenkünften dieser Organe als assoziiertes Mitglied in Vertretung der IBS teilgenommen. Die FIET( IBP)-Vorstandskollegen March und Suffridge sind Vollmitglieder des IBFGVorstandes als Vertreter ihrer entsprechenden nationalen Organe. Andere IBFG- Tagungen Wenn Fragen von besonderem Interesse auf der Tagesordnung der verschiedenen IBFGAusschüsse stehen, ist der Internationale Bund ebenfalls vertreten. Während der Berichtszeit beteiligten wir uns z.B. an Tagungen des Beratenden IBFG/ IBS Ausschusses für Frauenfragen, des Arbeiterbildungsausschusses, des Ausschusses für Handel und Entwicklung, des Jugendausschusses usw. 0100 82- BEZIEHUNGEN MIT UEBERSTAATLICHEN ORGANISATIONEN Internationale Arbeitsorganisation( IAO) Die Zeit zwischen 1964 und 1967 war durch eine aktive Beteiligung der FIET( IBP) an der Tätigkeit der Internationalen Arbeitsorganisation gekennzeichnet. Es ist der Internationale gelungen, sich im Verwaltungsrat des Internationalen Arbeitsamtes( IAA), auf Expertentagungen, auf der Internationalen Arbeitskonferenz, im Ausschuss für Vereinigungsfreiheit und im Zusammenhang mit den Vorbereitungen für die 6. Tagung des Beratenden Ausschusses für Angestellte und Geistes arbeiter Gehör zu verschaffen. Sie setzt sich für die Verwirklichung eines Zieles ein, das ihr am Herzen liegt- die Intensivierung der Tätigkeit des Beratenden Angestelltenausschusses. Annahme des Uebereinkommens Nr. 120 durch die 48.Tagung der Internationalen Arbeitskonferenz( 17. Juni 9. Juli 1964) Der Entwurf eines Uebereinkommens und einer Empfehlung über den Gesundheitsschutz im Handel und in Büros( Nr. 120), der in enger Zusammenarbeit mit der FIET ausgearbeitet worden war, wurde durch den Ausschuss für Gesundheitsschutz einstimmig angenommen und anschliessend der Konferenz unterbreitet. Diese nahm das Uebereinkommen( siehe Anhang) mit 311 Stimmen und 5 Enthaltungen ohne Gegenstimmen an. Diese Frage war anlässlich der 150. Tagung des Verwaltungsrates des IAA im November 1961 auf die Tagesordnung der Internationalen Arbeitskonferenz gesetzt worden. Das ebereinkommen trat am 29. März 1966 in Kraft. Anfangs 1967 hatten es 11 Länder ratifiziert: Norwegen, Schweden, Schweiz, Bulgarien, Kostarika, Ghana, Guinea, Jordanien, Madakaskar, Senegal und Syrien. Nachdem der Bericht des General direktors an die 48. Tagung sich auf Programm und Struktur der IAO bezog, erläuterte der FIET- Generalsekretär, der als Beobachter anwesend war, in der Vollsitzung den diesbezüglichen Standpunkt der Internationale. 49. Tagung der Internationalen Arbeitskonferenz( 2.- 23. Juni 1965) Zwei Konferenzbeschlüsse sind von besonderem Interesse für die Mitgliedsorganisationen der FIET: 1. Die Annahme einer Empfehlung betreffend die Beschäftigung von Frauen mit Familienpflichten und 2. die Annahme von Schlussfolgerungen als Grundlage für eine Empfehlung über die Rolle von Genossenschaften in der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Entwicklungsländer. 50.Tagung der Internationalen Arbeitskonferenz( 1. 22. Juni 1966) " Die Rolle der Genossenschaften in der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Entwicklungsländer"," Die Revision der Uebereinkommen Nr. 35, 36, 37, 38 und 40 über Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenrenten" und" Beschwerdeverfahren und Kommunikationswesen im Betrieb" so lauteten die Themen, die für die FIET( IBP) von besonderem Interesse waren. 51. Tagung der Internationalen Arbeitskonferenz( 7. 29. Juni 1967) In dem ersten Teil seines Berichtes an die 51. Tagung behandelte der Generaldirektor des IAA die nichtmanuellen Arbeitnehmer: Probleme und Zukunftsaussichten. Diese Konferenz war für die FIET und deren Mitgliedsverbände von besonderer Bedeutung. Schon im Juli 1966 hatte die FIET der Generaldirektion des Der Generalsekretär im Gespräch mit dem Generaldirektor des I.A.A., David Morse. Links: Edward Thompson, Leiter der Angestelltenabteilung des Int. Arbeitsamtes ( Foto: Landenberg). Tagung des Verwaltungsrates des I.A.A. BEZIEHUNGEN MIT DEM I. A. A. - 83- IAA die Referate der Fachgruppenkonferenzen in Brüssel sowie die durch diese Konferenzen im Mai 1966 angenommenen und im Juni durch den FIET- Vorstand bestätigten Entschliessungen übermittelt. 6. Tagung des Beratenden Ausschusses für Angestellte und Geistesarbeiter( 4.- 15. Dezember 1967) Anlässlich seiner 163. Tagung im November 1965 beschloss der Verwaltungsrat des IAA, im Jahre 1967 eine 6. Tagung des Beratenden Angestelltenausschusses der IAO durchzuführen. Auf unseren Wunsch enthält der auf der Tagesordnung vorgesehene allgemeine Bericht eine knappe Darstellung der Lage der Arbeitnehmer- Erfinder. Die beiden technischen Berichte beziehen sich auf die" Auswirkungen des wirtschaftlichen und sozialen Fortschritts auf Lebens- und Arbeitsbedingungen im Handel( insbesondere das Problem der Arbeitszeit im Einzelhandel) bezw. die" Rolle der Angestellten im Rahmen der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung und die Notwendigkeit ihrer Ausbildung". Anlässlich der vom 20. bis 27. Mai 1966 in Brüssel durchgeführten FIET- Fachgruppenkonferenzen wurden dem Vertreter des IAA, Herrn G. Gherardi, Unterlagen für den Bericht über das Arbeitnehmer- Erfinderrecht überreicht. Dazu gehörten insbesondere der von dem Kollegen Karl Günther( DGB) ausgearbeitete Bericht über das Arbeitnehmer- Erfinderrecht und die diesbezüglich von der Konferenz am 21. Mai angenommenenen Richtlinien. Bei gleicher Gelegenheit überhändigte das Sekretariat dem Vertreter des IAA nützliche Dokumente für die Ausarbeitung der beiden technischen Berichte, die dem Beratenden Angestelltenausschuss vorgelegt werden: Die Entschliessungen der Fachgruppen betreffend Ladenschlusszeiten, Arbeitszeit und Teilzeitarbeit; gleiches Gehalt für gleiche Arbeit; die Auswirkungen neuer Verteilungsmethoden; Anpassung an die moderne Technik; Bildungspolitik; sowie mehrere Mitteilungen. Das Sekretariat hat die angeschlossenen Organisationen aufgefordert, bei den zuständigen Stellen ihres Landes Schritte zu unternehmen, um dafür zu sorgen, dass ihre Vertreter in die Arbeitnehmerdelegationen zu der Tagung des Angestelltenausschusses aufgenommen werden. Inzwischen sind im Pressedienst bzw. in der Monatsschrift der FIET sechs Artikel erschienen, die ganz oder teilweise dem Beratenden Angestelltenausschuss gewidmet waren. Intensivierung der Tätigkeit des Beratenden Angestelltenausschusses Anlässlich ihrer Tagung am 5./6. November 1964 und am 30./31. August 1966 nahm die Allgemeine Konferenz der Internationalen Gewerkschaftsverbände( IBS) unter dem Vorsitz des FIET- Generalsekretärs Stellung zugunsten einer Erweiterung der Tätigkeit der Industrie- und ähnlichen Ausschüsse der IAO. Der die FIET interessierende Beratende Ausschuss für Angestellte und Geistes arbeiter ist beauftragt, den Verwaltungsrat des IAA über die sich im Angestelltenbereich stellenden Probleme zu unterrichten. Er bietet den Sozialpartnern eine wertvolle Gelegenheit zur Zusammenarbeit. Das IAA scheint sich jedoch davon abzuwenden und die Hauptbemühungen auf die Durchführung von Sachverständigentagungen zu richten. - 84Im Dezember 1966 widmete das FIET- Sekretariat den Leitartikel der FIET- Monatsschrift der Darstellung dieses Problems. Im Januar 1967 forderten die in Mönchengladbach versammelten Fachgruppenvorstände eine Intensivierung der Tätigkeit des Beratenden Angestelltenausschusses. Im darauffolgenden Monat forderte das Sekretariat die Mitgliedsverbände der FIET auf bei den zuständigen Dienststellen ihrer Regierungen vorstellig zu werden, um zu erreichen, dass diese bei der Internationalen Arbeitsorganisation eine Verstärkung der Tätigkeit des Beratenden Ausschusses fordern. Andererseits wurde die Aufforderung an sie gerichtet, mit ihren Vertretern im Verwaltungsrat der IAA in dieser Hinsicht Verbindung aufzunehmen. Schritte im Hinblick auf eine internationale Regelung des Arbeitnehmer- Erfinderrechts. Die Wiederaufnahme der Bemühungen um eine internationale Regelung des Arbeitnehmer- Erfinderrechts durch die IAO wurde durch unseren Fachgruppenvorstand der Werkmeister und Techniker anlässlich seiner Tagung am 1. und 2. Juni 1965 in Genf vorgeschlagen. Schon im Jahure 1958 hatte das Sekretatiat dem IAA Vorschläge zur Lösung dieses Problems unterbreitet, Diese Vorschläge wurden im Lichte der Besprechungen in Düsseldorf im November 1965, in Brüssel im Mai 1966 und in Mönchengladbach im Januar 1967 überarbeitet, und es wurde dem IAA ein neuer Text vorgelegt. Neue Bemühungen um internationale Normen bezüglich der Wettbewerbsklausel Die FIET( IBP) hat neue Bemühungen vorgeschlagen, um das IAA zu einer internationalen Regelung in der Frage der Wettbewerbsklausel zu bewegen. Das Sekretariat wird zu erreichen versuchen, dass diese Frage auf die Tagesordnung der Internationalen Arbeitskonferenz gesetzt wird. Internationale Berufsklassifikation Kurz nach der 162. Tagung des Verwaltungsrates des IAA( 28./29. Mai und 24. Juni 1965) gelang es der FIET, den Kollegen Sven Jonasson, Forschungsdirektor unseres schwedischen angeschlossenen Verbandes S.I.F. zum Mitglied der Arbeitsgruppe für die Revision der Internationalen Standardklassifikation der Berufe ernennen zu lassen. Vom 6. bis 17. Dezember 1965 nahm Kollege Jonasson an der Tagung dieser Gruppe teil, deren neuer Entwurf insbesondere eine getrennte Kategorie für Direktoren und höhere Verwaltungsangestellte sowie drei getrennte Hauptgruppen für Abteilungsleiter vorsieht. Zusammenarbeit mit der Dienststelle für Automation Das Sekretariat hat Herrn K.Walker von der Forschungs- und Planungsabteilung des IAA( Dienststelle für Automation) Unterlagen überreicht, aus denen der Standpunkt der FIET auf dem Gebiet" Automation und Angestellte" hervorgeht. Nachdem für die Zeit vom 8. bis 17. Mai 1967 eine Sachverständigentagung des IAA über Programme zur Anpassung an die Automation und den technischen Wandel vorgesehen war, fand im Oktober 1966 eine Unterredung mit dem Leiter der Automationsdienststelle, Herrn R.Bergmann, statt. - 85- Klage der FIET wegen St. Vincent Anlässlich seiner Tagung vom 16. bis 19. November 1965 genehmigte der Verwaltungsrat des IAA die Empfehlungen seines Ausschusses für Vereinigungsfreiheit bezüglich der von der FIET eingereichten Klage gegen die britische Regierung betreffend St. Vincent( eine britisch- westindische Insel, Hauptstadt Kingstown.). Am 2. Oktober, 24. November und 15. Dezember 1964 hatte die FIET dem IAA verschiedene Mitteilungen des westindischen Mitgliedsverbandes C.T.A.W.U.( Gewerkschaft der kaufmännischen und technischen Angestellten, geleitet von Duff James) zugestellt, die eine Reihe von Anschuldigungen bezüglich der Verletzung der Gewerkschaftsfreiheit auf St. Vincent enthielten. Diese Mitteilungen und die Stellungnahme der Regierung von St. Vincent wurden durch den Ausschuss für Vereinigungsfreiheit im Mai 1965 geprüft. Klage der FIET gegen die kongolesische Regierung( Brazzaville) Auf dem Wege zum ersten Afrikaseminar der FIET in Lagos legten zwei Mitglieder der unserer Internationale angeschlossenen Gewerkschaft" Commercial and General African Workers Union" in Brazzaville einen Zwischenhalt ein. Man verhaftete sie, legte ihnen Handschellen an, misshandelte sie und steckte sie 4 Tage lang ohne Verpflegung ins Gefängnis. Die FIET protestierte beim IAA. das diese Angelegenheit dem Ausschuss für Vereinigungsfreiheit unterbreitete. Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung( O.E.C.D.) Im Laufe des Jahres 1965 forderte die O.E.C.D. den FIET- Generalsekretär zur Teilnahme an einem internationalen Gewerkschaftsseminar über Arbeitskraftprobleme im Dienstleistungsgewerbe auf. Das Seminar besprach allgemeine Arbeitskraftprobleme des Dienstleistungssektors wie z. B. die Teilzeitarbeit, sowie Fragen der Arbeitspolitik. Der die allgemeinen Schlussfol gerungen des Seminars enthaltende Schlussbericht wurde dem Generalsekretär der FIET anvertraut. 86ABKUERZUNGEN IBS IBFG ISF OECD EWG EFTA ARO/ IBFG ORIT/ IBFG IAA IAO IAK UNO UNCTAD UNESCO EGKS EURATOM FAO IÖD IPTT Internationale Berufssekretariate Internationaler Bund freier Gewerkschaften Internationaler Solidaritätsfonds Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Europäische Wirtschaftsgemeinschaft Europäische Freihandels assoziation Regionale Asiatische Organisation des IBFG Gesamtamerikanische Regional organisation der Arbeitnehmer des IBFG Internationales Arbeitsamt Internationale Arbeitsorganisation Internationale Arbeitskonferenz Die Vereinten Nationen Die Konferenz für Handel und Entwicklung Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl Europäische Atomgemeinschaft Ernährungs- und Landwirtschafts- Organisation der Vereinten Nationen Internationale des öffentlichen Dienstes Internationale des Personals der Post-, Telegraphen- und Telephon- Betriebe -0-0-0-0-0-0 cib 87- J.A.Suffridge, Präsident G.H.Doughty, Vizepräsident E.Kissel, Generalsekretär R.Maier- Neff, Kassierer A.W. Allen M. Allègre W.J.Fitzpatrick H. Gran W.Hansen J.H.Hicks G.Johansson F.Loli A.Magaldi E.Magnusson A.March A. Skoda R.Spaethen J.H.ter Horst T. Thomas H.Vietheer FIET VORSTAND HAUPTAMTLICHE FUNKTIONAERE Washington D.C. Richmond Genf Zürich Manchester Paris Dublin Kopenhagen Düsseldorf Washington D.C. Stockholm Lima Sao Paulo Malmö Buenos Aires Wien Hamburg Amsterdam London Düsseldorf E.Kissel, Generalsekretär C.D.Gray, Assistent des Generalsekretärs F.Schmid, Fachgruppensekretär und Leiter der Wirtschaftsabteilung E.Lewis, Pressesekretär E.Foster, Interamerikanischer Vertreter F. Audie, Regionalvertreter für Südostasien W.B.Stack, Regionalvertreter für den Fernen Osten W.Medeiros, Stellvertretender Interamerikanischer Vertreter E.Estefan, Stellvertretender Interamerikanischer Vertreter AUSSCHUESSE Geschäftsführender Vorstandsausschuss J.A Suffridge, Prasident G.H.Doughty, Vizepräsident E.Kissel, Generalsekretär R.Maier Neff, Kassierer W.Hansen Regionalfondsausschuss J.A.Suffridge, Präsident G.H.Doughty, Vizepräsident E.Kissel, Generalsekretär R.Maier- Neff, Kassierer W.Hansen E.Magnusson R.Spaethen Tarifpolitischer Ausschuss F.Bieding A.Brandt T.Cynog Jones E.Leballeur S.Jonasson J.Mortimer W. Rothe C20 88- Düsseldorf Hamburg London Paris Stockholm A. Skoda J.Velema G.Volkmar Sozialpolitischer Ausschuss A. Skoda M. Allègre D.Currie H.Gran S.Eike R.Maier Neff W.Rothe J.Velema G.Volkmar Richmond Düsseldorf Wien Amsterdam Düsseldorf Wien Paris London Kopenhagen Hamburg Zürich Düsseldorf Amsterdam Düsseldorf Werkmeister und Techniker G.H.Doughty, Vorsitzender S.Eriksson K. Günther F.Hannestad K.Hedrich Fachgruppenvorstände Kaufmännische Angestellte im Handel W.J.Fitzpatrick, Vorsitzender Dublin M. Allègre Paris A.W. Allen Manchester R.Baumann Düsseldorf G.Bisbal Paris K.Kolhorn E.Leballeur Amsterdam R.Maier Neff A.March G.P.O'Keefe M. Pop M.Rosengart 0.Skritek 0.Totland Paris Zürich Buenos Aires Washington Amsterdam Hamburg Wien Oslo Kaufmännische Angestellte in der Industrie T.Thomas, Vorsitzender A.Bell A.Jensen R.Maier- Neff S.Jonasson O. Placek J. Velema J.Seregard G.Sonnenburg J.Velema Richmond Stockholm Düsseldorf Oslo Wien Stockholm W.Wachtendonk Hamburg Amsterdam Düsseldorf Bank-, Versicherungs- und Sozialversicherungsangestellte J.H.ter Horst, Vorsitzender Amsterdam J.Hacker London Düsseldorf W. Gruber Kopenhagen Stockholm Zürich Wien Amsterdam A.Hubschmid L.Larsen A.Montagne G. Pecci G.Swedborg G.Volkmar Wien Hamburg Zürich Kopenhagen Paris Rome Stockholm Düsseldorf Beiträge Zinsen Kongress Vorstand 89. 0 BETRIEBSRECHNUNG 1964 Geschäftsführender Vorstandsausschuss Tarifpolitischer Ausschuss SOLL HABEN 4241515.77 6'370.9510'499.44 24'254.20 959.90 2'681.60 Sozialpolitischer Ausschuss 3'169.50 Repräsentation 21'323.37 Gehälter 82'878.83 Beitrag Verbindungsausschuss IBS( 1963-1964) 9'597.10 Maschinenschreiben- Vervielfältigung 231004.45 A.H.V., Familienzulagen, Kranken- und Unfallversicherungen, Pensionsversicherung 431733.39 Drucksachen, PTT, Bankspesen, allg. Versicherungen, Unterhalt und Reparaturen, sonstige Verwaltungskosten 30'231.48 Miete, Strom, Heizung, Reinigung 15'052.81 Dokumentation, Ungarnhilfe, Abschreibung Inventar, unvorhergesehene Ausgaben 46'582.18 Ueberschuss 1964( einschl. Rücklagen für die Fachgruppen) 116'918.47 430° 886.72 430'886.72 BILANZ per 31. Dezember 1964 AKTIVEN PASSIVEN Kassenbestand Genossenschaftliche Zentralbank Verrechnungssteuer 863.81 279'972.23 873.-Mobiliar 5'000.-Liegenschaft, Av. Balexert 15 465'000.-Transitorische Aktiven 25'456.01 Regionalfonds 224'623.83 Hypothek 154'700.-Transitorische Passiven 28'200.95 Vermögen am 31.12.63 252'721.80 Ueberschuss 116'918.47 369'640.27 777'165.05 777'165.05 Beiträge Zinsen Kongress Vorstand Tarifpolitischer Ausschuss Sozialpolitischer Ausschuss - 90- ESTRIERSRECHNUNG 1965 SOLL HABEN 443° 200.63 5'617.10 55'257.40 56° 400.16 886.65 1'108.90 Fachgruppen 24° 337.84 Revisoren Repräsentation Gehälter 1° 276.30 22'958.39 156'575.35 Maschinenschreiben- Vervielfältigung A.H.V., Familienzulagen, Kranken- u. Unfallversicherungen, Pensionsversicherungen 8° 555.80 45° 464.-Miete, Strom, Heizung, Reinigung 25'510.95 Drucksachen, PTT, Bankspesen, allg. Versicherungen Unterhalt und Reparaturen, sonstige Verwaltungskosten 39° 197.52 Dokumentation, Ungarnhilfe, Abschreibung Inventar, unvorgesehene Ausgaben 9'490.94 Betriebsrechnung Liegenschaften 1° 351.62 Ueberschuss 1965 445.91 448'817.73 448 817.73 BILANZ per 31. Dezember 1965 SP AKTIVEN PASSIVEN Kassenbestand 1'218.80 Genossenschaftliche Zentralbank 305° 071.55 Schweizerische Bankgesellschaft 349° 880.-Verrechnungssteuer 2° 389.70 Mobiliar 23'000.-Liegenschaft, Av. Balexert 15 458'000.-Transitorische Aktiven 38° 238.85 Regionalfonds 595'220.27 Hypothek 151° 300.-Transitorische Passiven 61'192.45 Vermögen am 31. 12. 64 369'640.27 Ueberschuss 1965 445.91 370'086.18 1'177 798.90 1'177'798.90 贊助 - 91- BETRIEBSRECHNUNG 1966 SOLL HABEN Beiträge 475'350.90 Zinsen 21735.50 Liegenschaftsertrag 4'313.70 Kongress 20'000.-Vorstand 18'482.39 Geschäftsführender Vorstandsausschuss 418.-Fachgruppen 64'589.26 Revisoren 907.15 Repräsentation 16'152.02 Gehälter 165'363.-Maschinenschreiben Vervielfältigung 12'906.75 A. H. V., Familienzulagen, Kranken- und Unfallversicherungen, Pensionsversicherungen 99.829.16 Miete, Strom, Heizung, Reinigung 22'606.75 Drucksachen, PTT, Bankspesen, allg. Versicherungen, Unterhalt und Reparaturen, sonstige Verwaltungskosten 43'963.99 Dokumentation, Ungarnhilfe, Abschreibung Inventar, unvorhergesehene Ausgaben Ueberschuss 1966 10'095.37 7'086.26 482'400.10 482'400.10 BILANZ per 31. Dezember 1966 AKTIVEN 10'562.81 PASSIVEN 69'347.-597 488.-. 5'855.40 Kassenbestand Genossenschaftliche Zentralbank Schweizerischer Bankverein Verrechnungssteuer Mobilar Werschriften Liegenschaft, Av. Balexert 15 Transitorische Aktiven Regionalfonds 1. Hypothek 2. Hypothek Fachgruppen Vermögen am 31.12.65 Ueberschuss 1966 Transitorische Passiven, Rücklage für Kongress und 370'086.18 7'086.26 26'500.-150'000.-451'000.-23'126.80 589'435.57 147'90C.-150'000.69'372.-377'172.44 1'333'880.01 1'333'880.01 - 92- ABRECHNUNG DES FIET- REGIONALFONDS 1964 SALDO DES REGIONALFONDS am 31. Dez.1963 1. Unterstützung seitens des Int. Solidaritätsfonds 1964 2. Spenden der angeschlossenen Organisationen a) Handels- og Kontorfuktionaerernes Forbund, Kopenhagen b) Retail Clerks International Association, Washington c) Gewerkschaft der Privatangestellten, Wien 3. Unterstützung in Südrhodesien 4. Unterstützung in der Türkei 5. Unterstützung in Indien 6. Unterstützung in Südafrika 7. Unterstützung in Zypern 8. Unterstützung in Kamerun SOLL S.Fr. 11'866.58 4'368.30 4.320.-1'499.60 3'624.-289.20 9. Unterstützung afrikanischer und asiatischer Kollegen zur Teilnahme am 14. Ordentlichen Kongress 21'009.65 10. Ausgaben der Hauptverwaltung, Reisen, Vertretung, PTT, usw. 7'692.54 11. Betriebsmittel der Nebenstelle Lagos 106'472.53 12. Betriebsmittel der Nebenstelle Kuala Lumpur 58'471.55 13. Betriebsmittel der Nebenstelle Tokio 79'576.55 HABEN S. Fr. 369'030.63 33 118.80 18 702.40 86'362.50 16'680.-SALDO AM 31. DEZEMBER 1964 224'623.83 5231894.33 523'894.33 93- ABRECHNUNG DES FIET- REGIONALFONDS 1965 SOLL S.Fr HABEN S.Fr. 2241623.83 SAIDO DES REGIONALFONDS am 31. Dez. 1964 1. Unterstützung seitens des Int. Solidaritätsfonds 1965 2. Erstattung der Kosten des LomeSeminars durch die DAG 3. Spenden der angeschlossenen Organisationen a) Försäkringsfunktionärernas Förbund, Stockholm b) Draughtsmen and Allied Technicians Ass., Richmond c) Fédération des Employés et Cadres, Paris d) Dansk Funktionaerforbund, Kopenhagen e) Handels- og Kontorfunktionaerernes Forbund, Kopenhagen f) National Union of Commercial Travellers, London g) Svenska Industrti jänstemannaförbundet, Stockholm h) Liiketyöntekijain Liitto R.Y., Helsinki i) Handelstjänstemannaförbundet, Stockholm j) Svenska Bankmannaförbundet, Stockholm k) Schweizerischer Kaufmännischer Verein, Zürich 1) Sveriges Arbetsledare Förbund, Stockholm m) Retail Clerks International Association, Washington n) Union of Shop, Distributive and Allied Workers, Manchester o) Clerical and Administrative Workers, London p) National Union of Co- operative Officials, Manchester 4. Gehälter der Regionalvertreter 5. Unterstützung Südrhodesiens 31'254.-6'412.20 418 504.-32 349.85 1'686.36 4.860.-2'480.-3'134.41 9'407.93 60.40 25 095.-1'624.70 4'175.-2'511.-3'000.-8'365.-43 125.19'630.-6'040.-605.-6. Ausgaben der Hauptverwaltung, Reisen, Vertretung, Tagung der Regionalvertreter, Tagung des Regionalausschusses, PTT, usw. 7. Betriebsmittel Nebenstelle Tokio 291666.36 331878.80 8. Betriebsmittel Nebenstelle Kuala Lumpur 15'490.89 9. Betriebsmittel Nebenstelle Lagos, einschl. Lomeseminar 99'354.96 SALDO AM 31. DEZEMBER 1965 595'220.27 811'277.48 811'277.48 94ABRECHNUNG DES FIET- REGIONALFONDS 1966 SALDO DES REGIONALFONDS am 31. Dez. 1965 1. Unterstützung seitens des Int. Solidaritätsfonds 1966 2. Erstattung der Seminarkosten 1964 durch die DAG 3. Spende des" Handelsanställdas Förbund" 4. Spende des" Nordiska Samarbets Kommitten" ( Handels- og Kontorfunktionaerernes Forbund, Dänemark, Liiketyöntekijain Liitto R.Y., Finnland; Handels- og Kontor funktionaerernes Forbund, Norwegen; Handelsanställdas Förbund, Schweden) SOLL HABEN 595'220.27 161'518.25 3'017.80 83'472.45 54'257.10 5. Beitrag der IAO zum Manila- Seminar 8'652.85 6. Gehälter der Regionalvertreter 89'597.50 7. Kosten des Manila- Seminars 11'805.42 8. Ausgaben der Hauptverwaltung, Reisen, Aussenarbeit, Vertretungen, Verwaltungskosten, PTT, usw 621550.21 9. Betriebsmittel Nebenstelle Tokio einschl. Seminare 1966 und 1967 84'129.25 10. Betriebsmittel Nebenstelle Kuala Lumpur 36'242.05 11. Betriebsmittel Nebenstelle Lagos 26'073.90 12. An Regionalkontos bezahlte Beiträge 1966 4'461.-13. Bankspesen 1966 508.99 14. Bankzinsen 1966 10'100.30 15. Kassabestand, Vorschüsse 11'435.13 SALDO AM 31. DEZEMBER 1966 589'435.57 916'239.02 916'239.02 - 95- ERKLAERUNG DER RECHNUNGSPRUEFER Die Unterzeichner erklären hiermit, dass sie die Bücher und Finanzunterlagen des Internationalen Bundes sowie diejenigen der Regionalfondstätigkeiten für die Jahre 1964, 1965 und 1966 geprüft haben. Vom Kassierer sind ihnen alle zur Erledigung ihrer Aufgabe notwendigen Auskünfte und Erklärungen hinsichtlich der Einnahmen, Ausgaben sowie finanziellen Voranschläge erteilt worden. Die Rechnungsprüfer stellen fest, dass die Finanzverwaltung in vorzüglicher Weise erfolgte und gratulieren hierzu dem Kassierer. Wir genehmigen die verschiedenen Jahresrechnungen und schlagen dem Kongress vor, dasselbe zu tun und den Vorstand für die Finanzverwaltung während der oben genannten Jahre zu entlasten. Genf, den 23, Mai 1967 gezeichnet) E. Overtus für 1964 und 1965 J. Velema für 1964, 1965 und 1966