17th Congress London 30 Oct. 2 Nov. 1973 Tätigkeitsund Finanzbericht für die Zeit von 1970 bis 1973 FIET Internationaler Bund der Privatangestellten Tätigkeitsund Finanzbericht für die Zeit von 1970 bis 1973 FIET Internationaler Bund der Privatangestellten 19 aliexpitist bnu reds Eter aid otet nov ties elb 10+ Bibliothek Archiv * Z 2299 der ab bu8 anosmein Suzialen Nachrufe Knapp 67 Jahre alt war unser Kollege Werner Hansen, als er am 15. Juni 1972 in Neuss starb. Zwölf Jahre hatte er in unserem Vorstand mitgewirkt. Geboren in Rethem, setzte sich das spätere Vorstandsmitglied des Deutschen Gewerkschaftsbundes zuerst im Zentralverband der Angestellten ein und wirkte später, ab 1937, in der illegalen Gewerkschaftsbewegung mit. Zu Beginn des Krieges im Exil in Frankreich, dann in England, kehrte er nach dem Zusammenbruch des Naziregimes in die Heimat zurück. Damals vertraute ihm Hans Böckler, der erste DGB- Vorsitzende, sein Zonensekretariat in Bielefeld an. Und 1949 tritt Hansen die Nachfolge von Hans Böckler als Bezirksvorsitzender für Nordrhein- Westfalen an. Sieben Jahre später wird er in den Bundesvorstand des DGB gewählt, wo er die Abteilung Angestellte und Werbung leitet. Im Juli 1958 in London bestätigt ihn unser 12. Kongress in seinem Amt als Vorstandsmitglied der FIET, von dem er erst Anfang 1969, drei Jahre vor seinem Tode, zurücktrat. Miklos Kertesz ist im Alter von 79 Jahren verstorben, teilte uns seine Landsmännin Anna Kethly in einem Brief im Dezember 1972 mit. Der ehemalige Generalsekretär des ungarischen Privatangestelltenverbandes( M.M.S.) hatte sein Land von 1934 bis zum Kriege im Vorstand der FIET vertreten. Mitglied der sozialdemokratischen Fraktion des Parlaments, wurde er, wie viele freie Gewerkschafter, nach dem Zusammenschluss der Sozialdemokratischen und der Kommunistischen Partei verhaftet und erst 1956 aus dem Gefängnis entlassen. Einer der Vorkämpfer der schweizerischen Alters- und Hinterlassenenversicherung( AHV), Philipp Schmid- Rueddin, ist am 23. Februar 1972 im Alter von 83 Jahren gestorben. Er war Nationalrat von 1925 bis 1963 und hat einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau des Schweizerischen Kaufmännischen Vereins ( S.K.V.) geleistet, dessen Zentralsekretär er nach dem 1. Weltkrieg wurde und dessen Generalsekretär er von 1930 bis 1956 war. Anschliessend war er Präsident, bis zu seinem Tode Ehrenpräsident des S.K.V. Im Laufe seiner vierzigjährigen Tätigkeit erlebte der S.K.V. die Umwandlung von einer anfänglich beruflichen Schulungsorganisation zu einer echten Berufsorganisation, die Bildung einer Arbeitslosenkasse, die Ausweitung ihrer Krankenkasse, die Modernisierung ihrer Jugendorganisation, die Herausgabe vieler kaufmännischer Leitfäden und die Eröffnung eines eigenen Schulungszentrums. Von 1960 bis zu seinem Rücktritt als Nationalrat war Philipp Schmid- Rueddin stellvertretendes Mitglied der schweizerischen Gruppe von Beobachtern beim Europarat. noedd Am 12. Dezember 1971 ist der Kollege Werner Ziemann im Alter von 62 Jahren gestorben. Der ehemalige 1. Vorsitzende der Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen( DGB) der Bundesrepublikov Deutschland war seit dem Kongress in Berlin, im Juli 1961, bis Anfang 1966 Mitglied des FIET- Vorstands. Aber seine Mitwirkung in unserem Bund reicht weiter zurück: bereits im Oktober 1953 war Werner Ziemann Vorstandsmitglied des Fachgruppenausschusses der Geschäftsreisenden und behielt dieses Amt, bis dann im Jahre 1960 beschlossen wurde, diese Fachgruppe mit der Fachgruppe Handel zusammenzulegen. Während seiner Amtsperiode als 1. Vorsitzender der HBV von 1961 bis 1966 gehörte er zu den ersten Mitgliedern des Gehaltspolitischen Ausschusses, den unsere Internationale im Jahre 1958 in London gebildet hatte. Unser Freund Desmond Gerald Nolan, Sekretär und Kassierer des Neuseeländischen Büroangestelltenverbandes ist Anfang Februar 1972 verschieden. Er war 46 Jahre alt. Anfänglich Anwerber für die Arbeitergewerkschaft von Wellington, wurde er vor 11 Jahren Gewerkschaftssekretär der Büroangestellten und noweg gleichzeitig Sekretär der Gewerkschaft der Arbeitnehmer der Lebensmittelindustrie und der chemischen Industrie. Im Jahre 1965 wird ihm das Sekretariat des Neuseeländischen Büroangestelltenverbandes anvertraut. Er war 1971 ein Initiator des neuseeländischen Rates der Angestellten und Geistesarbeiter, aber er ist stets ein eifriger Verteidiger der Gleichberechtigung der Geschlechter geblieben. Trotz zunehmender Krankheit hat er seine Anstrengungen in dem Ausschuss für gleiche Löhne fortgesetzt und wird damit sicherlich zu der Anwendung dieses Grundsatzes auf die Betriebe seines Landes beigetragen haben. Ein guter holländischer Kollege, Otto de Coole, stellvertretender Direktor der Levensverzekeringsbank" De Centrale", ist am 15. April 1972 in Den Haag gestorben. Er war in dieser Stadt ein einflussreiches Mitglied des Rates des uns angeschlossenen Verbandes der Handels-, Bank- und Versicherungsangestellten und Geistesarbeiter" Mercurius", der ihn verdientermassen als" grossen Gewerkschafter" bezeichnet hat. Der" Centrale" hat er 47 Jahre seines Lebens gewidmet. How do u nister inutat so alden Wopallox 15 18w is set to q Der Kollege Willi Richter, ehemaliger Vorsitzender des DGB, Träger des grossen Bundesverdienstkreuzes mit Stern und Schulterband, ist am 27. November 1972 in Frankfurt am Main gestorben, wo er 78 Jahre zuvor geboren war. Mitglied des Metallarbeiterverbandes seit 1913 wurde er hauptamtlicher Funktionär im Jahre 1926. Unter den Nazis verfolgt, beteiligte er sich nach dem Krieg sofort an dem Wiederaufbau des Freien Gewerkschaftsbundes und gleichzeitig auch am politischen Leben als Mitglied der SPD. Willi Richter wird DGB- Vorsitzender und dann Vizepräsident des Internationalen Bundes Freier Gewerkschaften, wo er zum Aufbau und zur Stärkung des Internationalen Solidaritätsfonds beiträgt. Im Jahre 1962 tritt er zurück, setzt aber trotzdem seine Bemühungen für die Verbreitung der freien Gewerkschaftsbewegung in den überseeischen Ländern fort. plochus aboT man manies ie ni Wir werden den Beitrag, den Arne Hagen zum Aufschwung der freien Gewerkschaftsbewegung geleistet hat, nicht vergessen. Unser Kollege, der von 1962 bis zu seinem Rücktritt im Jahre 1966 Generalsekretär des Internationalen Bundes der Bau- und Holzarbeiter war, ist am 12. Januar 1973 in Oslo gestorben. mezus meb roen 1sttsdoblewe sie obuwaniemals zeb noite nerositelomeb Mit einem grossen Foto Otto Brenners auf der 1. Seite, einer illustrierten Seite und 2 Seiten Todesanzeigen gedachte die DGB- Zeitung" Welt der Arbeit" unseres Kollegen und Freundes, der am 15. April 1972 gestorben ist. Der Vorsitzende der mächtigen Industriegewerkschaft Metall war nur 64 Jahre alt. Wie Carl Legien und Hans Böckler, war der Kollege Brenner nach der Meinung des DGB" einer der grossen Gewerkschaftsführer, der weit über die nationalen Grenzen hinaus die Menschen angerührt und in Bewegung gesetzt hat". Er war ein" leidenschaftlicher... Demokrat", für den es sich zu leben lohnte," weil er die Werte der Menschenwürde, der Gerechtigkeit und der politischen Freiheit zu seinem Teil mit verwirklichen wollte". aid A sw 088r ad Am 27. Juli 1973 erhielt unser Sekretariat die traurige Nachricht vom Tode des Kollegen Howard Hicks, des Sekretärs und Kassierers der Office and Professional Employees International Union( OPEIU) in den Vereinigten Staaten. Er hatte gerade an der 2. Konferenz der IRO- FIET in Bogotá teilgenommen, wo er in den Vorstand der IRO- FIET gewählt worden war. Die letzten sechs Jahre bis zum Dubliner Kongress im Jahre 1970 war er Mitglied des FIET- Vorstands. Mobet nib eqo miod ism Das Sekretariat erfuhr tiefbewegt den Tod unseres Freundes und Kollegen Corr Jakobson von unserem holländischen Mitgliedsverband" Mercurius". Seine Tätigkeit als Kassierer der FIET bis zum Kongress von Berlin im Jahre 1961 war von allen sehr geschätzt worden.bnsH loexhew abrestinov absteoV- T313 seb bailgiM 8301 poinA aid 18eilul minihed ni aas minihed ni zagno mob is now brairi Zusammen mit der Schwedischen Industriearbeiter- Gewerkschaft( SIF) gedenken wir unseres am 9. September 1972 verstorbenen Kollegen Harald Adamsson, dem" Vereiniger" der Gewerkschaftsbewegung der schwedischen Angestellten. Im Alter von 35 Jahren wird Adamsson im Frühjahr 1931 zum Präsidenten der Sektion Stockholm des Schwedischen Verbands der Angestellten in der mechanischen Industrie ( S.V.T.F.), welche zu der Zeit insgesamt 700 Mitglieder vereinigt. Doch im Jahre darauf wird dieser Verband zu der uns heute bekannten SIF, in deren Vorstand unser Kollege vertreten ist. Und 28 Jahre später, als er vom Präsidentenamt der SIF zurücktritt, umfasst diese bereits 150.000 Mitglieder; für viele der Angestellten ist dies der Anfang einer" neuen Epoche", umso mehr als Adamsson, der inzwischen ebenfalls Präsident der T.C.O. geworden ist, seinen Einfluss nicht nur auf die SIF, sondern auch auf andere Angestelltengewerkschaften ausüben kann. Mit dem Arbeitgeberverband SAF führte er erfolgreich sehr wichtige Verhandlungen über die Zusatz- Altersrente für Industrieangestellte. jai vo iods -> ina1X 18b us stort dolheroiz timb briw bnu sto290101 nedari ne swa2 asb mill briw 300 eris a nsrozibnälessun asb 10tsisin nie ter naw 13 junt osob prugi pitrios nedribiel ab epibisheV epitie mis erste FIETzurdeauA meb ni napnupnestanA eniez 19 tari tid cenics edelte sib tus estesbruno zosib grubnownA rebus 2299 11 FINLAND - dem sechAm letzten ordentlichen FIET- Kongress zehnten, vom 19. bis 22. Oktober 1970 in Dublin, haben mehr als 340 Personen teilgenommen. Anwesend waren: der Premierminister von Irland, der Arbeitsminister und die Leiter der nationalen Gewerkschaftszentrale ICTU. = HI C Unser Generalsekretär Erich Kissel wird nach mehr als 15 Dienstjahren in der FIET in den Ruhestand treten, und zwar während des Kongresses in London, dem sechsten, den er seit seiner Amtsübernahme 1958 organisiert. Nebenstehend die grossen Etappen seiner Laufbahn: 1. 12. Kongress, London 1958: Kollegen Suffridge, Jönsson, Kissel und Hillegeist. 2. 13. Kongress, Berlin 1961: Hillegeist, späterer Bundeskanzler Willy Brandt und Kissel. 3. 14. Kongress, Tel Aviv 1964: der israelische Präsident mit Mitgliedern unseres Vorstandes. 4. 15. Kongress, Washington 1967: von links nach rechts, Suffridge, Präsident Lyndon Johnson und Erich Kissel. 5. 16. Kongress, Dublin 1970, Präsident de Valera empfängt FIET- Vorstandsdelegation. IV CAL IFSCTE SLE LE 3 4 2 1 EMPLOYEES IN ТУЗИИНОЗА AL CLERICAL ONY 5 LO ORIE PRIMER CONGRESO INTERAMERIC VI ORI FIET 1 2 3 Amerika 1. Konferenz der IRO- FIET, Caracas, September 1970. 2. Kollege Kissel hat das Wort. 3. Präsident der IRO- FIET, der venezolanische Kollege Juan Hernandez. Europa 4. Alfred Allen, Präsident der FIET und der Europäischen Regional organisation, EURO- FIET. 5. Europäische Fachgruppenausschussitzungen, Luxemburg, Ende 1971. 6. Gründungsversammlung des Europäischen Gewerkschaftsbundes, Brüssel 1973. 7. Gründungskonferenz der Europäischen Regionalorganisation der FIET in Kopenhagen, November 1972. HOTEL FALKE 14 6 LO 5 Employees of Europe Unite Arbeitnehmer Furopas vereinigt Euch! Salares de Europe, unissez vous! Lonmodtagere Europa foren er EURO- FIET- KONFEREE CYPRUS VII 7 ASIA- FIET FOUNDING CONFERENCE FIET SINGAPORE, 22nd- 25th May, 1973 NEW ZE 2 UNDI FIET SINGAPOR nd- 2 3 VIII Asien Oben: Kollege Kissel bei der Gründung unserer asiatischen Regional organisation im Mai 1973. Rechts von ihm der Präsident der ASIA- FIET, Kollege Yeoh Tech- Chye( Malaisien). Links: Blick auf die Konferenz in Singapur. Unten: Seminar zur Vorbereitung der ASIA- FIET in Honolulu im Juli 1972. IAPAN AUST LIA Eser Mitgliederzahlen der angeschlossenen Verbände Land Organisation 1010042 1000€ Insgesamt 1.4.1973 1.026 Argentina 1. Asociación Bancaria.. Bungy to 2. Asociación Supervisores de la Industria Metalurgica 3. Asociación Viajantes de Industria y Comercio 4. Confed. Gen. de Empleados del Comercio cob 5. Federated Clerks' Union of Australia 83 000* 4 500* 12 000* 260 000** 11. Australia 50 000 . 6. Shop, Distributive and Allied Employees Association. 101 778 Austria 7. Gewerkschaft der Privatangestellten 193 593 IV. Bangladesh zob.viv 8. National& Grindlays Bank Employees' Federation d ves of Bangladesh. 458 V.ORS Barbados 9. The Barbados Workers' Union( non- manual section). 2 180 VI. Belgium 10. Syndicat des employés, techniciens et cadres t de Belgique 95 000 VII. Bolivia 11. Confederación Sindical de Trabajadores Bancarios Y.R.A. de Bolivia 10 000* 12. Federación Nacional de Trabajadores de ComercioEmpleados de Industria Y.R.A.. 21 230* 13. Federación de Sindicatos de Empleados del Banco Central 1 000* • VIII. Brazil 14. Confederaçao Nacional dos Trabalhadores no Comercio 800 000** IX. Cameroon 15. Industrial, Commercial and Bank Workers Union 16. Syndicat professionnel des employés de commerce du Cameroun... 1.000* . 2 335* OK X. Canada 17. Office and Technical Workers' Department United Steelworkers of America.. 3 500* XI. Chile 00 bne 18. Confederación de Empleados de Industria y Comercio de Chile.. 125 000* XII. Colombia 19. Federación Nacional de Sindicatos Bancarios Colombianos.. 5 000** IX Land Organisation nb heb neldoziebeilgi Insgesamt 1.4.1973 XIII. Costa Rica 20. Federación de Empleados Bancarios y de Seguros 21. Federación Costarricense de Trabajadores de la Medicina 1935* • 3 000* XIV. ES Curaçao 22. Curaçao Federation of Workers( non- manual) 750 XV. Cyprus 23. Cyprus Union of Bank Employees. 24. Federation of Commercial Employees of Cyprus 1 520 . 858* XVI. Dahomey 25. Syndicat national des employés et cadres. 850* XVII. Denmark 26. Dansk Funktionaerforbund 5 271 27. Handels- og Kontorfunktionaerernes Forbund i Danmark 132 739 XVIII. Ecuador 28. Federación de Empleados Bancarios Privados del Ecuador 29. Federación de Empleados del Guayas. 3 000* 5.000* XIX. Fiji 30. National Union of Factory and Commercial Workers. 890** XX. Finland 31. Liiketyöntekijain Liitto R.Y... 61 000 XXI. France 32. Fédération des employés et cadres 50 000 2.000* 33. Fédération nationale des ingénieurs et cadres 34. Fédération nationale F.O. des syndicats de voyageurs, représentants et placiers de l'industrie et du commerce 1.600 XXII. 000 Germany b35. Deutscher Gewerkschaftsbund 388 751 36. Deutsche Angestellten- Gewerkschaft 341 544 37. Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen. 191 071 XXIII. Ghana 38. Industrial& Commercial Workers Union 2 000 XXIV. Great Britain 39. Association of Clerical, Technical and Supervisory Staff( Subsidiary of the TGWU). 10 000 40. Association of Professional, Executive, Clerical and Computer Staff 121 740 41. National Union of Insurance Workers( Prudential Section).. 13 172 42. Union of Engineering Workers( Technical and Supervisory Section) 43. Union of Shop, Distributive and Allied Workers XXV. Grenada 44. Commercial and Industrial Workers' Union 94000 260 000 396* Land Organisation XXVI. Guyana 45. Clerical and Commercial Workers' Union. 46. National Association of Agricultural, Commercial and Industrial Employees Insgesamt 1.4.1973 3 000 500 XXVII. Honduras 47. Sindicato de Trabajadores del Banco Nacional de Fomento 500 XXVIII. Iceland 48. Landssamband Islenzkra 5 242 XXIX. India 49. All India Bank Employees' Federation. 38 927** 50. All India National Life Insurance Employees Federation 51. Indian National Commercial and Salaried Employees 11 650* Federation.. 46 336* 52. All India Reserve Bank Karamchari Federation. 1 883** XXX. Indonesia 53. Banking, Monetary and Insurance Workers' Union.. 54. State Pawnshop Employees Union 1.000* 4.000* XXXI. Ireland 55. The Irish Union of Distributive Workers and Clerks 14.500 XXXII. Israel 56. Technicians' Union 10 000 57. Union of Public Service, Clerical& Administrative Employees in Israel.. 90 000 XXXIII. Italy 58.. Federazione Italiana Bancari 28 500** 59. Federazione Italiana Sindacati Addetti Servizi, ** Commerciali Affini del Turismo. 80 000* 60. Unione Italiana Bancari 5.064* 61. Unione Italiana Dipendenti, Aziende Turistiche Commerciali ed Affini.. 95 686** XXXIV. Jamaica 62. National Workers' Union of Jamaica 63. Port Supervisors' Union 1000* 500** XXXV. Japan 64. Japan Federation of Commercial Workers' Unions.. 60 000 XXXVI. Lebanon 65. Syndicat des employés de commerce 550 • XXXVII. Luxemburg 66. Syndicat des employés de banque du Liban 67. Fédération des employés privés du Grand Duché de Luxembourg 1 500* 12 500 XXXVIII. Malawi 68. Commercial and General African Workers' Union.. 2 447* XXXIX. Malaysia 69. All Malaysian Estates Staff Union X1 1 887 Land XXXIX. Malaysia Organisation be Insgesamt 1.4.1973 noin 70. National Union of Bank Employees 71. National Union of Commercial Workers 72. Rubber Research Institute Staff Union 73. Sabah Banking Employees Union 74. The Sabah Commercial Employees' Union 75. Sarawak Bank Employees' Union . 76. Sarawak Commercial Employees' Union 6 722 9 343 1.050 320 1 183 161 493 XL. Malta 77. National Association of Clerical and Supervisory Staff 1 500* XLI. Mauritius 78. Shop and Commercial Workers' Union. 950* noite's 79. The Artisans, Taxi Drivers and other Manual Labours' Union 910* XLII. Monaco 80. Syndicat des Employés de Banque de Monaco XLIII. Netherlands 81. Centrum Hoger Personneel in het NVV 82. Algemene Bond" Mercurius". XLIV. New Zealand 83. The New Zealand Clerical Employees Association.. niva2 sildus XLV. Nigeria 387 2 500 30 537 84. CFAO and Associated Companies African Workers' Union 85. Nigeria Mercantile Companies and Allied Workers' Union 86. Nigerian Union of Bank, Insurance and Allied Workers 87. SCOA African Workers Union of Nigeria 88. UAC and Associated Companies African Workers' Union 24.000** 1.000* 600 6 022 2.000* 4 350* XLVI. Norway 89. Norges Handels- og Kontorfunksjonaerers Forbund 90. Norsk Forbund for Arbeidsledere og Tekniske Funksjonaerer. XLVII. Pakistan 91. Pakistan Insurance Employees' Federation 92. West Pakistan Bank Employees' Federation XLVIII. 038 Panama 93. Federación de Sindicatos de Trabajadores Independientes, Comercio e Industria de la República de Panama 42 253 9 244 1 330* 1 648* 1.500 XLIX. Peru 94. Central Sindical de Empleados Particulares del Peru 95. Federación de Empleados Bancarios del Peru 96. Federación de Trabajadores en Hospitales y Ramos Similares del Peru 50 000* 15.000* . 3.000* L. Philippines 97. Philippine Commercial and General Workers' Union 98. Visayas Mindianao Conf. of Trade Unions( non- manual) 3 358* • 15 000** XII Land Organisation L. Philippines Insgesamt 1.4.1973 99. Confederation of Unions in Government Corporations and Offices.. 100. Associated Port Checkers' and Workers' Union 101. Federación Nacional de Trabajadores de la Salud 50 000* 5.000* 1 500 LI. LII. Republica Dominicana Republic of South Korea 102. National Bank and Financial Workers' Union 7 128 LIII. Rhodesia 103. Rhodesia Commercial& Allied Workers' Union.. 3 731* LIV. San Salvador 104. Sindicato de Trabajadores de la Salud 850 LV. Sierra Leone 105. Clerical, Mercantile and General Workers' Union 2.000* . LVI. Singapore 106. Singapore Manual and Mercantile Workers' Union. 107. The Singapore Bank Employees' Union 11 275 . 4 000 108. The Singapore Insurance Companies Employees' Union 812 LVII. South Africa 109. National Union of Distributive Workers 110. National Union of Commercial and Allied Workers 5.000 . 1.000 LVIII. South Vietnam 111. Syndicat des Employés de Banque du Vietnam. 3 000 LIX. Sri Lanka 112. Nawa Lanka Mercantile Union 5 000* LX. St. Lucia 113. Union of Commercial Employees 400* LXI. St. Vincent 114. Commercial, Technical and Allied Workers' Union.. 453* LXII. Sweden 115. Försäkringsanställdas Förbund 116. Försäkringstjänstemannaförbundet. 117. Handelsanställdas Förbund 118. Handelstjänstemannaförbundet 119. Svenska Industritjänstemannaförbundet 120. Svenska Bankmannaförbundet 12 590 13 109 128.037 43 833 222 717 26 227 LXIII. Switzerland 121. Schweizerischer Kaufmännischer Verein 122. Société Suisse des Contremaîtres 41.000 . 10 310 123. Verband der Handels-, Transport- und Lebensmittelarbeiter der Schweiz.. LXIV. Togo 124. Syndicat des Employés de commerce XIII 8817 2 379* dman Land Organisation br Insgesamt 1.4.1973 LXV. Trinidad 125. Trinidad and Tobago Union of Commercial and Industrial Workers 1 144 LXVI. Turkey 126. Commercial and Clerical Employees' Union of Turkey 127. Türkiye Banka Isçileri Sendikasi Bankis Cagaloglu, Nurosmaniye Caddesi. 12 247* 10 000* LXVII. Upper Volta 128. Fédération des employés du commerce de l'industrie et des banques. 1 251* LXVIII. Uruguay 129. Federación Nacional de Empleados y Tecnicos 19 640* ** LXIX. U.S.A. 130. Insurance Workers' International Union 131. Office and Professional Employees' International Union 132. Retail Clerks' International Association 23 556* 50 000 600 000 133. Retail, Wholesale and Department Store Union. 50 000 LXX. Venezuela 134. Federación Nacional de Empleados. 126 000* 135. Federación de Trabajadores Bancarios y Afines de Venezuela • 136. Federación Nacional de Trabajadores de la Salud LXXI. Zaïre 137. Centrale Syndicale des Employés et Techniciens du Congo . 5.000 45 000 3 564* Total 5 775 764 * Diese Organisationen werden nach dem Kongress in London gemäss der FIET- Satzung Artikel 4 Absatz 2 auf die Assoziiertenliste gesetzt, falls die ausstehenden Mitgliedsbeiträge nicht bezahlt werden. ** Diese Organisationen haben Sonderabsprachen, die jährlich vom FIET- Vorstand überprüft werden. Suspendierte Mitglieder Griechenland 1. Fédération des employés privés. 14.000 2. Federation of Bank Employees in Greece. 18.000 XIV FIET- Vertretungen Vertreter des Internationalen Bundes waren in der Berichtsperiode auf den folgenden Tagungen anwesend und berichteten über die Auffassungen, die Rolle und die Tätigkeit der FIET: 2. 4. Oktober 1970 7. Oktober 1970 8. 9. Oktober 1970 18. 23. Oktober 1970 2. 5. November 1970 6. November 1970 10. 13. November 1970 18. 19. November 1970 25. 29. November 1970 7. Dezember 1970 8. 10. Dezember 1970 10. 16. Januar 1971 18. 29. Januar 1971 4. Februar 1971 13. Februar 1971 25. Februar 1971 26. Februar 1971 1. 5. März 1971 1. 6. März 1971 Ordentlicher Kongress des Handelstjänstemannaförbundet( H.T.F.), Stockholm. Der Generalsekretär vertrat die FIET. 1.B.F.G.- Konferenz über Kontakte mit kommunistisch kontrollierten Gewerkschaften, Brüssel. Der Generalsekretär nahm für die FIET daran teil. 6. Sitzung des I.B.F.G.- Finanzausschusses, Brüssel. Der Generalsekretär nahm als beigeordnetes Mitglied für die I.B.Se daran teil. 16. Weltkongress der FIET und Vorstandssitzungen, Dublin, Irland. 4th Seminar and Regional Conference of the International Voluntary Service( beratende Versammlung des Europarates), Strassburg. Der Generalsekretär vertrat die FIET. Zusammenkunft des Generalsekretärs mit dem Generaldirektor des I.A.A., W. Jenks. 7. Gewerkschaftstag und 25. Jubiläum der Gewerkschaft der Privatangestellten( G.P.A.), Wien. Der Generalsekretär vertrat die FIET und überreichte in ihrem Namen ein Geschenk. I.B.S.- Generalkonferenz, Genf. Die FIET wurde durch den Generalsekretär und die Kollegen Ch. Gray und E. Lewis vertreten. 5. Landsmøte, Norsk Forbund for Arbeidsledere og Tekniske Funksjonaerer( N.F.A.T.F.), Oslo. Der Generalsekretär nahm für die FIET daran teil. 7. Sitzung des I.B.F.G.- Finanzausschusses, Brüssel. Der Generalsekretär nahm als beigeordnetes Mitglied für die I.B.Se daran teil. 51. I.B.F.G.- Vorstandssitzung, Brüssel. Der Generalsekretär nahm als beigeordnetes Mitglied für die I.B.Se daran teil. 20jähriges Jubiläum der ORIT, Mexico City. Kollege E. Foster, Generalsekretär der IRO- FIET, vertrat die FIET. 9. Session des I.A.0.- Ausschusses für die Metallindustrie, Genf. Die FIET war vertreten durch die Kollegen E. Kissel, Ch. Gray und E. Lewis. I.B.F.G./I.B.S.-Tagung über gewerkschaftliche Bildungsprogramme in Afrika und Asien, Genf. Kollege Ch. Gray nahm im Namen der FIET an der Tagung teil. Sitzung des Permanenten Arbeitsausschusses des FIET- EWG- Ausschusses, Brüssel. Der Generalsekretär hat daran teilgenommen. FIET- Geschäftsführender Ausschuss, Stockholm. Vorbereitende Sitzung zur Bildung einer FIET- Regionalorganisation für Europa, Stockholm. 7. Interamerikanische Konferenz der I.P.T.T. in Mexico City. Kollege E. Foster nahm im Namen der FIET an der Konferenz teil. Nordamerika- Reise des Generalsekretärs; Treffen mit dem Exekutivrat, dem Beratenden Ausschuss und dem Ausschuss für Auswärtige AngeleXV 1. 6. März 1971 20. 22. April 1971 5. 6. Mai 1971 7. 10. Mai 1971 10. Mai 1971 15. 17. Mai 1971 16. 21. Mai 1971 • 21. 22. Mai 1971 22. 23. Mai 1971 26. 28. Mai 1971 2. 24. Juni 1971 6. 12. Juni 1971 - 9. Juni 1971 13. Juni 1971 22. 23. Juni 1971 24. 26. Juni 1971 28. Juni 1971 29. 30. Juni 1971 30. Juni 2. Juli 1971 2. 21. Juli 1971 17. 20. Juli 1971 19. 30. Juli 1971 26. 28. Juli 1971 genheiten der R.C.I.A., Miami. Treffen mit Vertretern der A.F.L.C.I.O. und der A.A.F.L. Kongress des Metaall Bedrijsbond NVV, Scheveningen. Die FIET war durch ihren Generalsekretär vertreten. Vorstandssitzung der IRO- FIET in Willemstad, Curaçao. Kollege E. Foster, Generalsekretär der IRO- FIET, vertrat die FIET. Kongress der Fédération des employés et cadres( FEC), Anger. Kollege E. Kissel nahm für die FIET daran teil. Jahresversammlung 1971 der Fédération des institutions internationales( FIIG), Genf. Unser Vertreter: Kollege A. Heyer, I.B.F.G., Genf. Kongress der Svenska Bankmannaförbundet( SBmf), Stockholm. Die FIET war durch ihren Generalsekretär vertreten. FIET- Jugendkonferenz, Stockholm. FIET- Jugendausschusssitzung, Stockholm. Kongress des Schweizerischen Kaufmännischen Vereins( SKV). Kollegin A. Bell, DGB, vertrat die FIET. 27. FIET- Vorstandssitzung, Washington D.C. 56. Internationale Arbeitskonferenz, Genf. FIET wurde durch die Kollegen E. Kissel, Ch. Gray und E. Lewis vertreten. 16. Kongress des Handelsanställdas Förbund, Malmö. Der Generalsekretär nahm für die FIET daran teil. Jahresversammlung des EWG- Ausschusses der FIET, Brüssel. Kollege E. Lewis vertrat die FIET. Konferenz der Union of Commercial and Industrial Workers( UCIW), Trinidad. Kollege E. Foster war für die FIET anwesend. Sitzung des FIET- Ausschusses über Berufsklassifikation, Genf. Weltwirtschaftskonferenz des I.B.F.G., Genf. FIET war durch die Kollegen E. Kissel, S. Jonasson und E. Lewis vertreten. 8. Sitzung des I.B.F.G.- Finanzausschusses, Genf. Der Generalsekretär nahm für die I.B.Se daran teil. 52. I.B.F.G.- Vorstandssitzung, Genf. Der Generalsekretär nahm für die 1.B.Se daran teil. Kongress der Internationalen Föderation der Plantagen- und Landarbeiter und verwandter Berufsgruppen, Genf. Der Generalsekretär vertrat die FIET. 5. Konferenz der Confederaciones Sindicales de Centro America y Panama. Kollege E. Foster, Generalsekretär der IRO- FIET, war anwesend. 3. Kongress der Curaçao Federation of Workers, Willemstad. FIET war durch den Kollegen E. Foster vertreten. 8. Sitzung des I.A.0.- Ausschusses für Hoch- und Tiefbau und öffentliche Arbeiten, Genf. Die Kollegen E. Lewis und H. Cammell vertraten die FIET. Konsultation zuständiger nichtstaatlicher Organisationen der UNESCO, Paris, über" Statut wissenschaftlicher und technischer Arbeitnehmer". FIET wurde durch den Kollegen E. Overtus von dem belgischen Syndicat des Employés, Techniciens et Cadres vertreten. XVI 4. 8. Oktober 1971 11. 15. Oktober 1971 21. Oktober 1971 22. Oktober 1971 26. 27. Oktober 1971 5. November 1971 9. November 1971 18. 23. November 1971 23. 24. November 1971 26. November 1971 29. 30. November 1971 30. Nov. 6. Dez. 1971 3. Dezember 1971 9. 14. Januar 1972 17. Januar 1972 18. 19. Januar 1972 27. Januar 1972 8.- 9. Februar 1972 12. 16. Februar 1972 17. Februar 1972 28. Februar 1972 28. Februar 1972 8. März 1972 Kongress und Seminar der Bankangestellten in Buenos- Aires, Argentinien. Kollege E. Foster vertrat die FIET. 10. Bundeskongress der Deutschen Angestellten- Gewerkschaft, Nürnlesberg. Der Generalsekretär vertrat die FIET. 9. Sitzung des I.B.F.G.- Finanzausschusses, Brüssel. Der Generalsekretär nahm für die I.B.Se teil. 53. Vorstandssitzung des I.B.F.G., Brüssel. Der Generalsekretär nahm für die I.B.Se teil. 7. Bundes- Angestelltentag des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Mainz. FIET war durch den Generalsekretär vertreten. Geschäftsführende Vorstandsausschusssitzung der FIET, Genf. Erstes Gespräch einer FIET- Delegation mit der Versicherungsgesellschaft Winterthur, Zürich. 9. Kongress der A.F.L.-C.I.O., Miami. FIET war durch den Generalsekretär vertreten. FIET- Sitzung über Berufsklassifikation in Stockholm. Handels- og Kontorfunktionaerernes Forbund i Danmark, Kopenhagen. Der Generalsekretär sprach über EWG- Fragen. FIET- Jugendausschuss- Sitzung, Luxemburg. FIET- Fachgruppenausschuss- Sitzungen, Luxemburg. Geschäftsführende Vorstandausschuss- Sitzung der FIET, Luxemburg. Internationale Konferenz über Entwicklungstendenzen der Sozial- und Arbeitsbeziehungen, organisiert vom Israelischen Institut der Arbeitsbeziehungen. FIET wurde durch ihren Generalsekretär vertreten. Geschäftsführende Vorstandsausschuss- Sitzung der FIET, Herzlia, Israel. FIET- Vorstandssitzung, Herzlia, Israel. Gespräche über den Gemeinsamen Markt zwischen dem Generalsekretär der FIET und den Kollegen J. ter Horst, Vorsitzender des FIET- EWGAusschusses, und Ch. de Vries, Präsident des N.V.V. Bond Mercurius, Holland. Sitzung der Arbeitsgruppe über Tätigkeitsklassifikation in Hamburg. FIET wurde durch Kollege E. Lewis vertreten. Der FIET- Generalsekretär traf in Miami mit den Kollegen J.A. Suffridge und J.T. Housewright von der Retail Clerks International Association, Washington, zu einer Diskussion über das Ost- Asien- Seminar in Honolulu zusammen, sowie mit den Kollegen G. O'Keefe und Ch. Gray in Washington. I.A.A.- Sitzung bezüglich Arbeiterbildungsprogramme in Afrika, Genf. Kollege E. Lewis nahm daran teil. Sitzung des Ausschusses zur Vorbereitung der EURO- FIET- Konferenz im FIET- Sekretariat in Genf. Geschäftsführende Vorstandsausschuss- Sitzung im FIET- Sekretariat in Genf. Der Generalsekretär traf in Rom mit den Kollegen G. Gatti( UIDATCA), L. Pettinelli( FISASCAT), L. Perinelli( FIB) und G. Pecci( UIB) zusammen, um die Tätigkeit der FIET in Europa zu diskutieren. XVII 24.- 25. März 1972 3. April 1972 5. 6. April 1972 24. 26. Mai 1972 7. Juni 1972 7. 27. Juni 1972 9. 11. Juni 1972 12. 13. Juni 1972 10. 14. Juli 1972 20. 24. Juli 1972 24. 28. Juli 1972 no- natile 16. 17. August 1972 12. September 1972 13. September 1972 15. 17. September 1972 17. 21. September 1972 1. 6. Oktober 1972 11. 12. Oktober 1972 13. Oktober 1972 16. 19. Oktober 1972 Ausserordentlicher Kongress der FISASCAT in Rimini. FIET wurde durch den Generalsekretär vertreten. on Delegiertentagung der Irish Union of Distributive Workers and Clerks ( IUDWC) in Galway. Kollege E. Kissel nahm daran teil. Allgemeine I.B.S.- Konferenz, London. FIET wurde durch den Generalsekretär vertreten. Konferenz der National Union of Insurance Workers, Blackpool. FIET wurde durch den Generalsekretär vertreten. Sitzung der Rechnungsprüfer im FIET- Sekretariat, Genf. Anwesend waren die beiden Rechnungsprüfer E. Overtus und J. Roovers, Kollege R. Maier- Neff, FIET- Kassierer, Kollege R. Landry und Kollegin H. Cammell vom FIET- Sekretariat. 57. Tagung der Internationalen Arbeitskonferenz, Genf. Unsere Internationale wurde durch das FIET- Vorstandsmitglied W.F. Fitzpatrick und den Kollegen E. Lewis und H. Cammell als Beobachter vertreten. 19. Ordentlicher Kongress des Verbandes der Arbeitnehmer in Handels-, Transport- und Lebensmittelbetrieben in der Schweiz( VHTL), Zürich. Kollege A. Hubschmid vertrat die FIET. Plenarsitzung des FIET- EWG- Ausschusses in Luxemburg. Kollege E. Lewis nahm daran teil. 10. I.B.F.G.- Weltkongress in London. Die Kollegen A. Allen, E. Magnusson, R. Maier- Neff und G. Stephan nahmen daran teil. Ost- Asien- Seminar der FIET, Honolulu. Die Kollegen E. Kissel, J.A. Suffridge und G.H. Doghty waren vertreten. Internationale Konvention der Retail Clerks International Association ( RCIA), Honolulu, Hawaii. Anwesend waren die Kollegen E. Kissel, J.A. Suffridge und G.H. Doughty. 29. FIET- Vorstandssitzung, Reykjavik, Island. Offizielle Abschiedsfeier für den ehemaligen Vorsitzenden der belgischen SETCA O. Leclercq, Brüssel, und FIET- EWG- Ausschusssitzung, Brüssel. Der FIET- Generalsekretär E. Kissel vertrat die FIET. IRO- FIET- Vorstandssitzung, Curaçao. FIET wurde durch den Regionalsekretär der IRO- FIET E. Foster vertreten. 23. Kongress der Norges Handels- og Kontorfunksjonaerers Forening, Oslo. Kollege E. Kissel nahm daran teil. 8. Ordentlicher Gewerkschaftstag der Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen( HBV), Dortmund. Anwesend war Kollege E. Kissel. Sekretärstagung der Deutschen Angestellten- Gewerkschaft( DAG), Landesverband Nordrhein- Westfalen, Düsseldorf. Der Generalsekretär nahm daran teil. za Gesamtbetriebsratssitzung von Woolworth, Frankfurt/ Main. Kollege E. Kissel war anwesend. 27. Sitzung des I.B.F.G./I.B.S.-Ausschusses für Probleme der berufstätigen Frau, Brüssel. Kollegin 1. Eklöf von der Svenska Industritjänstemannaförbundet( SIF) vertrat die FIET. XVIII 17. 19. Oktober 1972 og 23. 24. Oktober 1972 26. Okt. 4. Nov. 1972 5. November 1972 6. November 1972 7. 8. November 1972 14. November 1972 22. November 1972 28. November 1972 29. November 1972 30. Nov. 1. Dez. 1972 10. 12. Dezember 1972 15. Dezember 1972 7. Februar 1973 8.- 9. Februar 1973 26. Februar 1973 26. 27. Februar 1973 6. März 1973 7. 8. März 1973 9. März 1973 21. März 1973 2. 3. April 1973 12. 14. April 1973 I.B.F.G.- Konferenz über die Lohngleichheit, Brüssel. Kollegin 1. Eklöf vom SIF vertrat die FIET. Sitzung der FIET- Arbeitsgruppe über Tätigkeitsklassifikation, Wien. Kollege E. Lewis nahm daran teil. I.A.O.- Konferenz über Multinationale, Genf. Kollege E. Lewis war als Beobachter der FIET anwesend. Sitzung des Geschäftsführenden Vorstandsausschusses der FIET, Kopenhagen. 1. EURO- FIET- Vorstandssitzung, Kopenhagen. Gründungskonferenz der EURO- FIET, Kopenhagen. Abschliessende Sitzung des FIET- EWG- Ausschusses. Der Generalsekretär war anwesend. I.B.F.G./I.B.S.-Sitzung, Brüssel. FIET wurde durch Kollege E. Kissel vertreten. Sitzung des Geschäftsführenden Vorstandsausschusses der FIET im FIET- Generalsekretariat, Genf. Sitzung des FIET- Strukturausschusses im FIET- Generalsekretariat, Genf. E.B.F.G.- Konferenz, Luxemburg. Der Generalsekretär und Kollege M. t'Kindt vertraten die FIET. 10. Konferenz der Union of Clerical, Administrative and Public Service Employees( UCAPSE), Haifa. FIET wurde durch den Kollegen E. Kissel vertreten. Der Generalsekretär traf in Rom mit den italienischen Kollegen G. Gatti ( UIDATCA), G. Pecci( UIB) und L. Romano( FISASCAT) zusammen, um Beitragsfragen und Probleme in Italien zu diskutieren. I.B.F.G.- Tagung über die Entwicklung der gewerkschaftlichen Lage auf gesamtafrikanischer Ebene, Brüssel. Kollege E. Kissel nahm daran teil. Gründungskongress des neuen Europäischen Gewerkschaftsbundes ( EGB). Die FIET war durch die Kollegen E. Magnusson, E. Kissel, G. Stephan, M. Allegre, H. Brandt, J. ter Horst, K. Boeykens, M. t'Kindt und E. Lewis vertreten. Aussprache zwischen Kollege E. Magnusson, dem FIET- Generalsekretär und dem Präsidenten der schwedischen Zentralorganisation TCO, L. Bodström, und anderen TCO- Kollegen betreffend die Beziehungen zwischen FIET und TCO, Stockholm. I.B.F.G./I.B.S.-Arbeitsgruppe über multinationale Unternehmen, Brüssel. Kollege E. Lewis vertrat die FIET. 2. EURO- FIET- Vorstandstagung, West- Berlin. 30. FIET- Vorstandstagung in West- Berlin. Vorstandstagung des Europäischen Gewerkschaftsbundes( EGB), Brüssel. Kollege M. t'Kindt nahm daran teil. Vorstandstagung des Europäischen Gewerkschaftsbundes( EGB), Brüssel. Die FIET war durch Kollege E. Lewis vertreten. Allgemeine Konferenz der I.B.Se, Genf. Kollege E. Kissel nahm daran teil. Tagung des FIET- Jugendausschusses, Wien. Die Kollegen E. Kissel und G. Grassi waren anwesend. XIX 15. April 1973 29. April 1. Mai 1973 3. Mai 1973 4. Mai 1973 10. Mai 1973 15. 16. Mai 1973 19. 20. Mai 1973 22. 25. Mai 1973 24. Mai 1973 25. 26. Mai 1973 29. Mai 1973 31. Mai 1973 4. Juni 1973 5. Juni 1973 6. 27. Juni 1973 16. 19. Juni 1973 16. Juni 1973 16. Juni 1973 18. 22. Juni 1973 16. 20. Juli 1973 Jahreskongress und 21. Jahrestag der National Workers' Union of Jamaica( NWUJ), Kingston. Kollege E. Foster nahm daran teil. Jahreskonferenz der Union of Shop, Distributive and Allied Workers ( USDAW), Blackpool. Kollege E. Kissel vertrat die FIET. I.B.F.G./I.B.S.-Tagung in Brüssel. Kollege E. Kissel vertrat die FIET. Vorstandstagung des Europäischen Gewerkschaftsbundes( EGB), Brüssel. Kollege E. Kissel vertrat die FIET. Erste Tagung der Arbeitsgruppe des I.B.F.G. zu Fragen jugendlicher Arbeitnehmer, Strassburg. Kollege F. Baumgartner vertrat die FIET. Tagung des Beratenden I.B.F.G./I.B.S.-Ausschusses zu Fragen weiblicher Arbeitnehmer. Kollegin I. Eklöf( SIF) nahm daran teil. Kongress des Svenska Bankmannaförbundet( SBmf), Stockholm. Der Generalsekretär des Handelstjänstemannaförbundet, H. Lindholm, nahm daran teil. Gründungskonferenz der ASIA- FIET, Singapur. Tagung des Europäischen Gewerkschaftsbundes( EGB) über die Zulassung von Gewerkschaftsausschüssen. Kollege M. t'Kindt war anwesend. 100jähriges Jubiläum und ordentliche Delegiertenversammlung des .08 Schweizerischen Kaufmännischen Vereins( SKV), Luzern. Kollege E. Magnusson( HF) vertrat die FIET. Tagung des EURO- FIET- Programmausschusses, Paris. Die Kollegen E. Kissel, K. Boeykens, A. Dallinger, G. Hesse, E. Magnusson, G. Stephan, R. Maier- Neff, M. Allègre, W.F. Fitzpatrick, T. Thomas, E. Lewis, und G. Grassi nahmen daran teil. I.B.F.G./I.B.S.-Tagung über die französischen Kernwaffenversuche im Pazifik. Kollege E. Lewis vertrat die FIET. Zusammenkunft zwischen den Kollegen E. Kissel, A. Allen und J.T. Housewright, Genf. Tagung des Geschäftsführenden Vorstandsausschusses der FIET, Genf. 58. Internationale Arbeitskonferenz, Genf. Die Kollegen E. Kissel, E. Lewis und G. Grassi vertraten die FIET. Kongress des Försäkringsanställdas Förbund( FF), Stockholm. Kollege E. Magnusson( HF) nahm daran teil. Vorstandstagung des Europäischen Gewerkschaftsbundes( EGB), Rom. Kollege E. Kissel vertrat die FIET. Treffen des RCIA- Präsidenten J.T. Housewright mit den UIL- Gewerkschaften im Beisein des FIET- Generalsekretärs in Rom. Kongress des italienischen Gewerkschaftsbundes CISL, Rom. Kollege E. Kissel vertrat die FIET. 2. IRO- FIET- Kongress in Bogotà, Kolumbien. Kollege E. Kissel nahm daran teil. FIET XX Exer 2. LEITENDE ORGANE Kongress Der 16. Ordentliche Kongress des Internationalen Bundes der Privatangestellten( FIET) tagte vom 19. bis 22. Oktober 1970 in Dublin im Hotel Intercontinental unter dem Vorsitz des Kollegen James Suffridge ( USA). Teilnehmer 342 Personen haben diesem Kongress beigewohnt: 154 Delegierte und 74 Beobachter, die 48 angeschlossene Organisationen in 29 Ländern vertraten, ausserdem 36 Gäste und 78 Persönlichkeiten, unter ihnen der irische Ministerpräsident Jack Lynch, der Arbeitsminister Joseph Brennan, der Präsident der nationalen Gewerkschaftszentrale( I.C.T.U.), Kollege Maurice Cosgrave, und der Generalsekretär dieser Zentrale, Kollege Ruaidhri Roberts. Berichte In Ergänzung zu seinem Tätigkeitsbericht legte Generalsekretär Kissel ein Dokument vor, das sich insbesondere mit der Regionalisierung der FIET befasst. Ausserdem wurden Berichte über folgende drei Themen vorgelegt: die Rationalisierung, Kollege Heinz Viethheer; leitende Angestellte, Kollege Hermann Brandt; multinationale Unternehmen von den Kollegen Howard Coughlin, für Konglomerate( Mischkonzerne), James Housewright, für den Handel, Oscar Leclercq, für Banken, George Doughty, für die Metallwirtschaft, Sven Jonasson, für die chemische Industrie. Entschliessungen Auf der Dubliner Tagung wurde die neue Satzung der FIET beschlossen; die gedruckte Fassung wurde den Mitgliedsorganisationen am 15. März 1971 geschickt, ausserdem wurde sie im Anhang des Berichts des 16. Weltkongresses veröffentlicht. Die neue Satzung hat die Regionalisierung des Bundes erleichtert und die Erweiterung des Vorstandes durch die Aufnahme von drei neuen Mitgliedern ermöglicht. - Ferner hat der Kongress die nachstehend aufgeführten 9 Entschliessungen angenommen: betreffend einer Erhebung über den Schutz weiblicher und jugendlicher Angestellter im Handel und ihre Arbeitsbedingungen gegen jede Verlängerung der Oeffnungszeiten im Handel über die leitenden Angestellten als Bestandteil der Arbeitnehmerschaft über den Schutz der Angestellten gegen negative Auswirkungen der Automation betreffend Ausschüsse für internationale Unternehmen über einen Vergleich der Arbeitsbedingungen in internationalen Unternehmen betreffend die gewerkschaftliche Zusammenarbeit in multinationalen Unternehmen betreffend die Bildungspolitik über den bezahlten und gesetzlich garantierten Bildungsurlaub Vorstandswahlen Der Kongress hat folgende Kollegen gewählt, um die einzelnen Gebiete zu vertreten: Für Gebiet I( Grossbritannien und Irland): Alfred Allen( Grossbritannien) - - George Doughty( Grossbritannien) William Fitzpatrick( Irland) Tudor Thomas( Grossbritannien) Für Gebiet II( Skandinavien): Max Harvöe( Dänemark) Erik Magnusson( Schweden) Arne Nilstein( Schweden) Otto Totland( Norwegen) Für Gebiet III( Deutschland, Oesterreich, Schweiz): Hermann Brandt( Deutschland) Alfred Dallinger( Oesterreich) Richard Maier- Neff( Schweiz) Günter Stephan( Deutschland) Heinz Vietheer( Deutschland) Für Gebiet IV( Frankreich, Benelux, Südeuropa): - Marius Allègre Für Gebiet VI( Naher und Mittlerer Osten): - Moshe Bar- Tal Für Gebiet VII( Ferner Osten), nach Erfüllung der Voraussetzung gemäss Artikel 9,6 der neuen Satzungen: ||| Yeoh Teck- Chye( Malaysia) Für Gebiet IX( Nordamerika): Howard Coughlin( USA) Alvin Heaps( USA) James Housewright( USA) James Suffridge( USA) Für Gebiet X( Mittelamerika, Südamerika, Karibische Inseln), nach Erfüllung der Voraussetzung gemäss Artikel 9,6 der Satzung: - David Diskin( Argentinien) Juan Hernandez( Venezuela) Antonio Pereira Magaldi( Brasilien) Präsident Kollege Alfred Allen( Grossbritannien) wurde einstimmig zum Präsidenten der FIET gewählt. Erster Vizepräsident Der ehemalige Präsident der FIET, James Suffridge, wurde einstimmig zum ersten Vizepräsidenten gewählt. Zweiter Vizepräsident Kollege Erik Magnusson( Schweden) wurde einstimmig in seinem Amt bestätigt. Generalsekretär Kollege Erich Kissel wurde einstimmig wiedergewählt. Revisoren Als Revisoren wurden die Kollegen Emile Overtus( Belgien) und Jan Roovers( Niederlande) gewählt. 2 Vorstand Vorstandssitzungen in der Zeit vom 16. bis 17. Ordentlichen Kongress: - - Dublin, 22 Oktober 1970 Washington, 27.- 28. Mai 1971 Tel Aviv, 18.- 19. Januar 1972 Reykjavik, 16.- 17. August 1972 Berlin, 7.- 8. März 1973 Die 6. Vorstandssitzung wird am 19. Oktober, am Vortag des 17. Kongresses stattfinden. Auf den folgenden Seiten finden Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Beschlüsse, die der Vorstand seit dem Dubliner Kongress gefasst hat, wobei Routinebeschlüsse und diejenigen, die finanzielle Angelegenheiten des Bundes betreffen, nicht berücksichtigt sind. 26. Sitzung: Dublin, 22. Oktober 1970 Alle Mitglieder des gerade vom 16. Kongress gewählten Vorstandes sind anwesend. Alfred Allen, der neue Präsident, würdigt die Verdienste seines Vorgängers, des Kollegen Suffridge, und heisst die neuen Mitglieder willkommen: die Kollegen Housewright, Coughlin, Heaps, Harvöe, Totland und Yeoh Teck- Chye, wenn auch der letztere erst nach Erfüllung der Voraussetzung gemäss Artikel 9, Abs. 6 der Satzung als Vorstandsmitglied anerkannt werden kann. Der Kollege Maier- Neff wird einstimmig in seinem Amt als Kassierer bestätigt. Es wird beschlossen, dass den angeschlossenen Organisationen in Argentinien und Brasilien ihre Rückstände erlassen werden, dass die argentinischen Kollegen an die FIET für die Zeit vom 1. Juli 1970 bis 30. Juni 1973 Beträge in einer Gesamthöhe von 14.000 Dollar zahlen sollen und dass die Brasilianer ab 1. Juli 1971 für 200.000 Mitglieder Beiträge zahlen sollen. Hinsichtlich der asiatischen Organisationen beschliesst der Vorstand, dass ihre Region erst ihre satzungsgemässen Verpflichtungen erfüllen muss, ehe ihr Vertreter in seinem Amt als Vorstandsmitglied bestätigt werden kann. 27. Sitzung: Washington, 27.- 28. Mai 1971 Der Vorstand sieht mit Vergnügen dem Besuch des Senators H. Humphrey sowie der Kollegen Murphy( AFL- CIO), Hofer( RCIA) und Eichhorn( IG Chemie) entgegen. I I - Zuvor genehmigt der Vorstand den Beitritt von zwei Organisationen: Syndicat national des employés et cadres( SNEC), Dahomey Unión de empleados de la Caja de seguro social( UNDECA), Costa Rica Zu dem Kapitel der Regionalisierung berichtet der Generalsekretär über eine kurz zuvor in Hamburg stattgefundene Tagung von Vertretern der SIF( Schweden), der GPA( Oesterreich), des DGB und der DAG ( Deutschland), alle gleichzeitig Mitglieder des FIET- Vorstandes. Diese Tagung fand im Hinblick auf eine europäische Organisation der FIET statt. Der Generalsekretär verliest die Beschlüsse des provisorischen Vorstands der neuen Regional organisation, der in Washington gerade eine Sitzung abgehalten hat. Nachstehend auszugsweise dieser Text, der vom Vorstand gebilligt wird: " Die europäischen Mitglieder des FIET- Vorstandes trafen sich am 26. Mai, am Vortage der Weltvorstandssitzung, um eine europäische Regionalorganisation zu gründen. Sie beschlossen zunächst die ersten Schritte zur Errichtung einer solchen Organisation zu unternehmen, indem sie die europäischen Mitglieder des FIET- Vorstandes als provisorischen europäischen FIET- Vorstand einsetzen. Dieser provisorische Vorstand soll vor oder während der Vorstandssitzungen der FIET zusammenkommen, um zunächst die erste europäische Konferenz vorzubereiten." Der Text enthält ausserdem einen Entwurf für die Organisation der ersten europäischen Konferenz der FIET, einen Entwurf für die Umstrukturierung der Fachgruppen und einen Hinweis auf die Finanzierung:" Die Kosten für zusätzliche Arbeit, die im Zusammenhang mit der regionalen Tätigkeit entstehen, müssen von den angeschlossenen Gewerkschaften in Europa bezahlt werden." 3 Als der Generalsekretär auf die Interamerikanische Regional organisation zu sprechen kommt, bringt er dem Kollegen Elias Estefán, der nach fünf Jahren Arbeit für die Internationale in Lateinamerika wieder zur RCIA zurückkehrt, die Dankbarkeit der FIET zum Ausdrück. Bezüglich Lateinamerikas gibt Kollege Suffridge bekannt, dass seine Organisation der IRO- FIET für das laufende Jahr 125.000 Dollar zur Verfügung stellen will. Was Asien betrifft, weist der Generalsekretär auf die Schritte hin, die im Hinblick auf eine asiatische Regionalorganisation unternommen werden. Da die Tagesordnung eine Diskussion über die Beziehungen zwischen der AFL- CIO und den Organisationen der internationalen Gewerkschaftsbewegung vorsieht, verliest Kollege Kissel eine Entschliessung der allgemeinen Konferenz der Internationalen Berufssekretariate. Diese" empfiehlt, eine aus Generalsekretären bestimmter IBSe zusammengesetzte Delegation sollte sich mit dem IBFG und der AFL- CIO beraten, um zu klären, ob die gegenwärtigen Schwierigkeiten, die dem Wiederbeitritt der AFL- CIO in den IBFG in Frage stellten, überwunden werden können. Und die Konferenz hat E. Kissel( FIET), S. Nedzynski( IPTT), I. Noren( IMB) und Ch. Blyth( ITF) als Delegation diese Aufgabe zu übernehmen." Kollege Kissel ist der Ansicht, dass alles versucht werden müsse, um einen Wiederbeitritt der amerikanischen Zentrale zum IBFG zu bewirken. Der Vorstand unterstützt ihn darin, zumal Kollege Housewright mitteilt, dass seine Organisation die AFL- CIO aufgefordert hat, die Gründe für ihren Austritt aus dem IBFG erneut zu überprüfen. Nach einer Aussprache über die Finanzen der FIET beschliesst der Vorstand, dass die angeschlossenen Organisationen, die mit ihren Beiträgen über ein Jahr im Rückstand sind, aufgefordert werden sollen, diese Beitragsschulden zu bezahlen oder wenigsten dem Vorstand eine Regelung vorzuschlagen; dass jede Organisation, deren Antwort nicht ausreichend klar ist, dann als assoziiertes Mitglied der FIET angesehen wird; dass aber allgemein die assoziierten Mitglieder jährlich einen Beitrag von mindestens 150 Schweizer Franken zahlen müssen. Wie der Generalsekretär hervorhebt, handelt es sich darum, den vollbeitragzahlenden Mitgliedern die Vorteile zu sichern, auf die die Organisationen, die sich in finanzieller Hinsicht nicht an dem Leben der FIET beteiligen, keinen Anspruch erheben können..Anos erformses sonia ni spe198 EXB inul Die Washingtoner Tagung ist durch verschiedene Referate aufgelockert worden: Es sprachen Senator Humphrey über die politische Rolle der amerikanischen Gewerkschaftsbewegung, Kollege Housewright über den" Wahlklub" der RCIA, Kollege Murphy über das gewerkschaftliche" Etikett" der AFL- CIO, Kollege Hofer( RCIA) über Tarifverträge im amerikanischen Einzelhandel und Kollege Ferdinand Eichhorn über multinationale Unternehmen im Lichte der Erfahrungen seiner Gewerkschaft, der IG Chemie. 28. Sitzung: Tel Aviv, 18.- 19. Januar 1972 ms ( 013 Im Verlauf seiner Sitzung begrüsst der Vorstand ein bedeutenden Gast, den Kollegen Ben- Aharon, Generalsekretär der Histadrut, der über die israelische Gewerkschaftsbewegung spricht, sowie die Kollegin Senta Josephtäl, die ein Referat über die Kibuzzim und die Eigenarten des israelischen Lebens hält. Dann nehmen die Vorstandsmitglieder an einer Reihe von Ausflügen teil, durch die sie in drei Tagen einige der vom Staate Israel geschaffenen Einrichtungen kennenlernen.ed In Erledigung der Tagesordnung genehmigt der Vorstand die Beitrittsgesuche der nachstehend genannten Organisationen: Schweizerischer Werkmeister- Verband - Industrial and Commercial Workers Union( Ghana) Sindicato de trabajadores del Banco nacional de fomento( Honduras) Federación costarricense trabajadores de la medecina( Costa Rica) Sindicato de trabajadores de la salud( SITRASALUD, El Salvador) Federación de sindicatos de trabajadores independientes, comercio e indústria( Panama) Federación nacional de trabajadores de la salud FENATRASAL, Dominikanische Republik) Federación de trabajadores bancarios y afines de Venezuela( FETRABANCA) Die Aufnahme der lateinamerikanischen Organisationen wurde von dem Kollegen O'Keefe befürwortet. Allerdings erklärte der Vorstand hinsichtlich der Organisationen von El Salvador und Costa Rica, dass ihre der FIET angeschlossenen Mitglieder unter die Zuständigkeit dieser Internationale fallen müssen. Ausserdem erklärt er auf Verlangen der Internationalen Union der Lebens- und Genussmittelarbeiter- Gewerkschaften( IUL), dass unsere Internationale nicht für die Arbeitnehmer des Hotelgewerbes zuständig sei. Der Vorstand fasst dann eine Reihe von Beschlüssen. Bezüglich Italiens beauftragt er den Generalsekretär, mit den italienischen Mitgliedsorganisationen der FIET Kontakt aufzunehmen um Klarheit zu gewinnen über den Zusammenschluss der Gewerkschaften und seine Auswirkungen. Den griechischen Arbeitnehmerorganisationen und dem WGB gegenüber erklärt er erneut, dass er jede Zusammenarbeit mit ihnen ablehne. Der Bankangestelltengewerkschaft von Zypern( ETYK), die sehr schwierige Verhandlungen eröffnet hat, verspricht er die moralische Unterstützung der FIET und, falls notwendig, auch materielle Hilfe. Hinsichtlich eines Nachfolgers des Generalsekretärs Kissel beschliesst der Vorstand, einen neuen Generalsekretär durch Ausschreibung des Amtes zu suchen. Nach einer Aussprache über die Regionalisierung der FIET billigt der Vorstand die Idee einer asiatischen Organisation, die zu Beginn teilweise aus dem Regionalfonds finanziert werden soll. Er bittet den Präsidenten und die Vizepräsidenten, am 21. und 22. Juli 1972 in Honolulu an einem Vorbereitungsseminar für die geplante Organisation teilzunehmen. Die RCIA hat angeboten, für ungefähr zehn Teilnehmer die Reise- und Aufenthaltskosten zu bezahlen, wenn sie an ihrem Kongress teilnehmen wollen. Selbstverständlich werden alle Mitgliedsorganisationen in Asien aufgefordert, Vertreter zu schicken. Die derzeitigen Schwierigkeiten der Gewerkschaften der Freien Welt, sagt Kollege Kissel, machten es besonders notwendig, unsere Bewegung nach Regionen zu organisieren. Das sei im übrigen der Hauptgrund für die" EURO- FIET", deren Gründungskonferenz im Herbst stattfinden werde. Der Vorstand ist sich bewusst, dass für die zukünftige europäische Regional organisation Sonderbeiträge und eine eigene Satzung erforderlich sind. Er beschliesst, zum 28. Februar einen Ausschuss, dem die Kollegen Allen, Magnusson, Allègre, Dallinger, ter Horst und Kissel angehören, zu einer Sitzung im Generalsekretariat einzuberufen, um einen Satzungsentwurf auszuarbeiten, der der Gründungskonferenz vorgelegt werden kann. Der Vorstand beschliesst, diese Gründungskonferenz am 7. und 8. November 1972 abzuhalten. Der Jugendausschuss wird seine Tätigkeit in Zukunft im Rahmen der EURO- FIET ausüben. Der Generalsekretär schlägt vor, ihm den Status einer europäischen Fachgruppe zu gewähren. Daher verweist der Vorstand die Jugend an den provisorischen Vorstand, den die Europäer in Washington eingesetzt haben. Der Vorstand befasst sich anschliessend mit den multinationalen Unternehmen und stimmt einer Dezentralisierung der diesbezüglichen Arbeiten der FIET zu. In der darauf folgenden Aussprache wirft Kollege Nilstein jedoch eine andere Frage auf: Seine Organisation die SIF, möchte sich nicht nur an der Tätigkeit der FIET beteiligen, sondern auch an der anderer Internationaler Berufssekretariate im industriellen Bereich. Das wäre möglich, so versichert er, wenn sich die SIF den anderen sie interessierenden IBSen unmittelbar anschliessen könnte, dabei jedoch ihre Bindungen an die FIET über ihre nationale Zentralorganisation, die TCO, aufrechterhalten würde. Ort und Zeit des 17. Kongresses bilden den Gegenstand einer langen Diskussion, da der Allgemeine Bund der argentinischen Handelsangestellten( CGEC) den FIET- Kongress nach Buenos Aires und Mar del Plata einlädt. Trotz der ausgezeichneten Argumente des Kollegen Diskin, des Generalsekretärs dieses Bundes, vertagt der Vorstand aus finanziellen und politischen Gründen alle diesbezüglichen Beschlüsse auf seine nächste Sitzung. 29. Sitzung: Reykjavik, 16.- 17. August 1972 Der Allgemeine Bund der argentinischen Handelsangestellten( CGEC) ist durch den Kollegen Gimenez vertreten, der in Abwesenheit seines Generalsekretärs für die Abhaltung des 17. Kongresses in Argentinien plädieren wird. Nach Bekanntgabe des Todes von Kollege Werner Hansen verharrt der Vorstand in seinem Gedächtnis eine Minute in Schweigen. nen: - - In Erleiderung der Tagesordnung genehmigt der Vorstand die Aufnahmegesuche von drei OrganisatioConfederación sindical de trabajadores bancarios y ramos afines( Bolivien) Hong- Kong and Kowloon Free Clerical Workers Union Nigeria Mercantile Companies and Allied Workers Union 5 Auf Empfehlung des Kollegen Harvöe verlangt der Vorstand, dass der Dansk Bankfunktionaerers Lansforening( Dänemark) als Beobachter zu der Gründungskonferenz der EURO- FIET eingeladen werde, und einem Vorschlag des Kollegen Nilstein folgend, beschliesst er, eine entsprechende Einladung auch an den Försäkringstjänstemannaförbundet( TCO, Schweden) zu schicken. Kollege Magnusson( Handels, LO) erklärt sp sich damit einverstanden. Anschliessend beauftragt der Vorstand den Kollegen Kissel, auf dem Kongress des Norges Handels og Kontorfunksjonaerers Forbund Kontakt aufzunehmen mit gewissen norwegischen Organisationen, die nach Kopenhagen eingeladen werden könnten, vorausgesetzt, dass zwischen diesen Organisationen und den der FIET bereits angeschlossenen Gewerkschaften kein Zuständigkeitskonflikt besteht. Im weiteren Verlauf beschliesst er neue Schritte im Hinblick auf einen Beitritt der National Union of Bank Employees( Grossbritannien); nimmt zur Kenntnis, dass in Italien eine Dachorganisation gegründet worden ist, wodurch sich vorerst an der internationalen Mitgliedschaft der vier FIET- Mitgliedsgewerkschaften nichts ändert; vermerkt den kategorischen Einspruch der Fédération des employés et cadres( FO, Frankreich) gegen den Beitritt von Organisationen, die der CFDT angeschlossen sind, und beauftragt den Generalsekretär, Kontakt aufzunehmen einerseits mit unserem luxemburgischen Mitglied, der Fédération des employés privés( FEP), andererseits mit unserem ehemaligen Mitglied, der Association du personnel de la Caisse d'épargne de l'Etat ( APCEE), die nach ihrem Zusammenschluss mit der FEP aus dieser Organisation wieder ausgeschieden ist und jetzt eine Wiedereingliederung in unsere Internationale beantragt. Der Vorstand ist der Ansicht, dass nach Lage der Dinge unsere Internationale einen Wiederbeitritt der luxemburgischen" Association" nicht in Aussicht nehmen könne. Zum Kapitel der Neustrukturierung der FIET nimmt der Vorstand als erstes Kenntnis von der Absicht der SIF, ihren Beitritt zu anderen Internationalen Berufssekretariaten zu beantragen, sowie von dem Wunsch ihrer nationalen Zentralorganisation, die TCO, für alle im Privatsektor beschäftigten Mitglieder dieser Zentralorganisation den Beitritt zur FIET zu beantragen. Der Vorstand beschliesst die Aufgliederung der FIET- Mitglieder in vier Fachgruppen: Handel, Banken, Versicherung und Sozialversicherung und Industrieangestellte. Er überlässt es den einzelnen Fachgruppen, eine weitergehende Gliederung in Untergruppen vorzunehmen. Die Neustrukturierung wird einer der Tagesordnungspunkte der Vorstandssitzung sein, die nach der Gründungskonferenz der EURO- FIET stattfindet. Inzwischen wird ein Ausschuss, dem die Kollegen Allen, Brandt, Dallinger, Nilstein, Stephan und Thomas angehören, mit der Prüfung dieses Problems beauftragt. Einstimmig spricht sich der Vorstand für die Einrichtung des Sekretariats der zukünftigen europäischen Regional organisation in Genf aus, nachdem Kollege Brandt seinen Antrag auf ein Sekretariat in Brüssel zurückgezogen hat, weil die EURO- FIET dort ein Untersekretariat für die Europäischen Gemeinschaften eröffnet hat. Grundsätzlich erteilt der Vorstand auch der Aufnahme eines zusätzlichen Vertreters für das Gebiet IV in den EURO- FIET- Vorstand seine Zustimmung, und zwar handelt es sich hierbei um den ehemaligen Vorsitzenden des EWG- Ausschusses der FIET, der als solcher nicht mehr besteht. Er beschliesst dann, Israel und den Libanon zur Teilnahme an der Gründungskonferenz der EURO- FIET in der Eigenschaft als Beobachter einzuladen, und dass die Türkei und Zypern der neuen Regional organisation angehören sollen. Indem er sich mit Asien befasst, beschliesst der Vorstand, die Gründungskonferenz der ASIA- FIET Ende Mai 1973 in Singapur abzuhalten und dazu alle Organisationen der Region einzuladen. Kollege Bar- Tal ( Israel) ist der Meinung, dass die neue Regional organisation im Prinzip allen asiatischen Organisationen offenstehen sollte, dass aber seine Gewerkschaft, die UCAPSE, sich noch nicht über die Stellung, die sie im Rahmen der Regional organisation beanspruchen werde, geäussert habe. In seinem Bericht über das Seminar in Honolulu erinnert der Generalsekretär jedoch daran, dass die Teilnehmer, einem Antrag malaischer Kollegen folgend, dem Vorstand empfohlen haben, keine Organisationen des Nahen Ostens in die ASIA- FIET einzugliedern. Der Generalsekretär erinnert ausserdem daran, dass die Konferenz von Singapur aus dem Regionalfonds der FIET finanziert wird und er fordert alle Mitglieder auf, sich bei ihrem materiellen Beitrag zum Erfolg der FIET in Asien von der Grosszügigkeit der Skandinavier inspirieren zu lassen. Hinsichtlich seines Nachfolgers gibt der Generalsekretär bekannt, dass dieser sein Amt erst während des 17. Kongresses übernehmen werde, und der Vorstand nimmt Kenntnis von dem Gehalt, dass für den zu6 künftigen Generalsekretär vorgesehen ist und abhängen wird" von den Fähigkeiten, Kenntnissen, der Erfahrung und dem Alter"( s. unser Rundschreiben vom 25.3.1972 an die Mitgliedsorganisationen). Kollege Kissel gibt eine Abrechnung über den finanziellen Beitrag der FIET- ein Vorschuss von 50.000 Schweizer Franken- zum Erfolg des 44tägigen Streiks, den kurz zuvor die Zypriotische Bankangestellten- Gewerkschaft( ETYK) durchgestanden hat. Der Vorstand lehnt die Einrichtung eines Streikfonds ab und ist der Ansicht, dass es dem geschäftsführenden Vorstandsausschuss zukomme, ihm die Modalitäten für eine eventuelle Unterstützung von Streikenden im Rahmen irgandeiner Organisation vorzuschlagen. Er nimmt einen internationalen Kampf für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Handel in Aussicht. Nach einer erneuten Aussprache über den Ort des 17. Kongresses, wählt der Vorstand London, da sich nur fünf Mitglieder für Buenos Aires ausgesprochen hatten. Schliesslich gibt der DGB seine Absicht bekannt, an die Internationale einen einmaligen Betrag von DM 25.000 als Starthilfe für die EURO- FIET zu zahlen. 30. Sitzung: Berlin, 7.- 8. März 1973 Der Vorstand beschliesst, als Nachfolger für den ersten Vizepräsidenten James Suffridge, der in den Ruhestand getreten ist, den Kollegen Housewright vorzuschlagen. Bei der Behandlung von Aufnahmegesuchen lehnt der Vorstand die folgenden Organisationen ab, da die FIET nicht für sie zuständig ist: - Unión de sindicatos hospitaleros( Honduras) - - - Sindicato de trabajadores del Instituto guatemalteco de seguridad social( Guatemala) Federación industrial de trabajadores de alimentos, bebidas, hoteles y afines( Panama) Federación ecuatoriana de trabajadores hoteleros y ramos afines( Ecuador) Federación nacional de trabajadores de alimentos y afines( Dominikanische Republik) Vor Genehmigung des Beitritts der chilenischen Gewerkschaft" Confederación única de profesionales de Chile" ordnet der Vorstand eine Untersuchung an, um zu prüfen, ob unsere Internationale für diesen Verband tatsächlich die Zuständigkeit besitzt. Was die Dunlop Industries Employees Union von Malaysia betrifft, stellt der Vorstand ihre Aufnahme zurück, bis er sich vergewissert hat, dass es dort keine Nationalgewerkschaft für die Gummiindustrie gibt. Bezüglich der IRO- FIET wünscht der Vorstand dringend, dass sie die Tätigkeiten, die zur Zuständigkeit der FIET und ihrer Fachgruppen( Handel, Banken, Versicherungen, Industrieangestellte) gehören, stärker betreibe. Die internationale Gewerkschaftsbewegung habe ihre Regeln, die die Regional organisationen beachten müssen, insbesondere hinsichtlich der Zuständigkeiten. Zum Thema Europa nimmt der Vorstand Kenntnis von der Teilnahme der EURO- FIET( Gründung: November 1972) an der Gründungsversammlung des Europäischen Gewerkschaftsbundes( EGB) im Februar 1973 in Brüssel, und er ist sich einig hinsichtlich der Bedeutung, die der Anerkennung der EURO- FIET als " Gewerkschaftsausschuss" des neuen Bundes zukommt. Er nimmt auch Kenntnis von den Tätigkeiten unserer neuen europäischen Regional organisation: Eröffnung in Brüssel eines Untersekretariats für die Europäischen Gemeinschaften, erste Aktionen im Rahmen dieses Sekretariats, Vorstandssitzung am 6. März, Entwurf eines europäischen Programms und Vorbereitungen für die Fachgruppenkonferenzen im Jahre 1974. Für die Region Asien bestätigt der Vorstand, dass die Gründungskonferenz der ASIA- FIET völlig aus unserem Regional fonds finanziert wird, zu dem die Mitgliedsorganisationen der skandinavischen Zentralverbände( LO) für das Jahr 1972 einen Beitrag von annähernd 50.000 Schweizer Franken geleistet haben. Er genehmigt einen Satzungsentwurf für die neue Regional organisation, wobei er jedoch daran erinnert, dass zur Zeit asiatische Beiträge für die ASIA- FIET erforderlich seien. Der Vorstand stellt klar, dass aus Gründen der Sparsamkeit die Reise- und Unterbringungskosten der Teilnehmer an Vorstandssitzungen der ASIA- FIET zu Lasten ihrer jeweiligen Organisationen gehen. Obgleich die Organisationen, die ihren finanziellen Verpflichtungen gegenüber der FIET nicht ausreichend nachkommen, nicht mehr als vollberechtigte, sondern nur als assoziierte Mitglieder angesehen werden, macht der Vorstand eine Ausnahme zugunsten der Angestelltengewerkschaften von Singapur, die, nachdem ihnen ihre Rückstände erlassen worden sind, ihre Beiträge bezahlt haben. Der Vorstand stellt fest, dass unser Mitglied, die RCIA, in Afrika und Asien die Organisierung von Seminaren fortsetzt und vermerkt, dass der nordamerikanische Verband es nie versäumt, den Gewerkschaften 7 dieser Regionen den Beitritt zur FIET zu empfehlen. Er beschliesst jedoch, dass diese ihren Namen nur für Veranstaltungen oder Seminare hergeben kann, die sie selbst geplant, organisiert und finanziert hat. Indem der Generalsekretär sich auf einen Brief des Kollegen Housewright bezieht, bringt er die Besorgnis der amerikanischen Kollegen bezüglich der Wahl seines Nachfolgers zur Sprache, die FIET habe indessen alles getan, um den Mitgliedsorganisationen die Einreichung von Bewerbungen um dieses Amt zu ermöglichen, und von den beiden einzigen Bewerbern, Maier und Lihme( der amerikanische Kollege Gray hatte sich nicht beworben) habe der Vorstand einstimmig den Kollegen Heribert Maier ausgewählt. Obwohl er bedauert, dass nur zwei Bewerbungen eingegangen seien, billigt der Vorstand die Art, in der das Amt des Generalsekretärs ausgeschrieben worden ist. Er billigt ausserdem die Bestimmungen des Anstellungsvertrages, den der Kollege Kissel vorliest. Es ergibt sich eine lange Aussprache über die Möglichkeit, das Amt des Generalsekretärs in Personalunion mit dem des Regionalsekretärs auszuüben, und der Vorstand bespricht dies ausführlich mit dem Kollegen Maier selbst der gebeten worden war, sich als Bewerber vorzustellen. Dieser macht geltend, wie wichtig für die FIET der Zusammenhalt und wie notwendig die Organisierung ihrer Konfrontation auf Weltebene mit den multinationalen Unternehmen sei. Aber Kollege Maier hebt auch die europäischen Aufgaben der Internationale hervor, die so wichtig seien, dass er sich verpflichtet fühle, den Vorstand zu bitten, ihn damit zu beauftragen, indem er ihm auch das Sekretariat der EURO- FIET anvertraue. Nachdem er die Möglichkeit gehabt habe, sich in Europa zu bewähren, könne der Vorstand sich in Kenntnis des Sachverhalts für oder gegen die Bestellung eines Sekretärs für die EURO- FIET entscheiden. Im Bewusstsein der Bedeutung der europäischen Fachgruppen betont Kollege Maier die Notwendigkeit, seine gründlichen Kenntnisse der Entwicklungsländer, die er bei dem IBFG erworben habe, durch direkte Erfahrungen auf dem Gebiet der Berufsprobleme der FIET in Europa zu ergänzen. Der Vorstand beschliesst, dem FIET- Kongress in London die Wahl des Kollegen Heribert Maier zum Nachfolger von Generalsekretär Erich Kissel zu empfehlen. Er beschliesst die Wahl eines Sekretärs der europäischen Regional organisation unseres Bundes zu vertagen. Ein Jahr nach Abschluss des 17. Weltkongresses der FIET müsse von dem Vorstand entgültige eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob ein europäischer Sekretär zu bestellen sei oder nicht. Der Vorstand stimmt den Vorschlägen der Sitzung über die FIET- Strukturen, die am 29. November 1972 in Genf stattfand, zu, d.h. - in den Wirtschaftsbereichen Handel, Banken und Versicherungen wird keine Doppelmitgliedschaft zugelassen. In diesen Bereichen ist ausschliesslich die FIET zuständig. - Doppelmitgliedschaft wird bei der TCO in gleicher Weise akzeptiert werden wie beim DGB. Der Vorstand beschliesst deshalb: - reter dass mit Ausnahme von Industrieangestelltengewerkschaften alle zur Zuständigkeit der FIET gehörenden Gewerkschaften dieser direkt und ausschliesslich angeschlossen sein müssen; dass Industrieangestelltengewerkschaften in gewissen Fällen die Mitgliedschaft in der FIET und gleichfalls die Mitgliedschaft in anderen Internationalen Berufssekretariaten anstreben können; dass in solchen Fällen der Beitritt zur FIET indirekt über eine nationale Dachorganisation, wie DGB oder TCO erfolgen kann. Der Vorstand nimmt einen Briefwechsel zwischen dem Generalsekretär und der Association du personnel de la Caisse d'Epargne de l'Etat( APCEE) in Luxemburg über die" Aufrechterhaltung" ihrer Mitgliedschaft in der FIET zur Kenntnis. Einstimmig schliesst er sich der Meinung des Geschäftsführenden Vorstandsausschusses an, nach der die APCEE nicht Mitglied der FIET ist. Der Vorstand schlägt eine Aenderung der FIET- Satzung dahingehend vor, dass einer Organisation, die der FIET nicht angeschlossen ist, das Recht zur Berufung an den Kongress nicht gewährt werden kann. Für den Bereich der Fachgruppen beschliesst der Vorstand, insbesondere gemäss Artikel 15, Abs. 11, der Satzung, dass die vier von der EURO- FIET in Kopenhagen eingerichteten Fachgruppen( Handel, Banken, Versicherungen und Industrieangestellte) als Muster dienen sollen für die anderen Regionalorganisationen. Er nimmt zur Kenntnis, dass geplant ist, im September die europäischen Fachgruppenausschüsse Banken 8 und Versicherungen und später auch die Fachgruppenausschüsse Handel und Industrieangestellte zu Sitzungen einzuberufen und im Laufe des Jahres 1974 Fachgruppenkonferenzen zu veranstalten. Er stellt fest, dass die IRO- FIET die Errichtung eines" Amerikanischen Bundes der Bankangestellten"( CAB) unterstützt, ist aber auch der Ansicht, dass es notwendig sei, diesen" Bund" in eine wirkliche Fachgruppe der Interamerikanischen Regionalorganisation der FIET umzuwandeln. Im Hinblick auf die Erarbeitung einer internationalen Strategie der FIET für den Streikfall beschliesst der Vorstand die Zusammenstellung von Vergleichsdaten über Streikdurchführungen in verschiedenen Ländern sowie eine Aussprache über diese Angaben in den Fachgruppenkonferenzen des nächsten Jahres. Bei der Behandlung der Vorbereitungen für den 17. Kongress der FIET stellt der Vorstand die folgende Tagesordnung auf: 1. 11. III. IV. V. Strategie gegenüber multinationalen Unternehmen Tätigkeitsklassifikation Gleiche Bezahlung und Chancengleichheit Arbeitnehmer- Erfinderrecht Bezahlten Bildungsurlaub Für den ersten Punkt wird eine internationale Gruppe von Berichterstattern mit der Ausarbeitung der grundlegenden Dokumente betraut werden. Für den zweiten Punkt wird Kollege Sven Jonasson, Vorsitzender der FIET- Arbeitsgruppe für die Klassifikation, Sorge tragen, den dritten hat die USDAW übernommen, den vierten der Kollege George Doughty, der für die im Jahre 1966 von der FIET ausgearbeiteten Richtlinien bezüglich des Arbeitnehmer- Erfinders verantwortlich zeichnete. Mit dem grundlegenden Dokument für den fünften Punkt ist der Kollege W. Fitzpatrick betraut worden. Ausser zu den Berichten über diese fünf Punkte und ihre Schlussfolgerungen wird der Kongress zu drei Anträgen Stellung nehmen können, die folgendes anstreben: - Eine Stärkung des Beratenden Ausschusses der IAO für Angestellte und Geistesarbeiter( Antrag des Generalsekretärs) Eine Garantie der Vollbeschäftigung( Antrag der APEX) Eine Verbesserung der Stellung der leitenden Angestellten( Antrag des DGB) Bezüglich der Gewaltanwendung, Luftpiraterie usw. beschliesst der Vorstand, darauf zu vertrauen, dass Spezialorganisationen, wie die Internationalen Transportarbeiter- Föderation, oder der IBFG entsprechende Entschliessungen fassen. Einen Vorschlag des Generalsekretärs, der hinzielt auf eine Satzungsänderung, um eine Verminderung der Zahl der Mitglieder des Weltvorstandes bei seiner gleichzeitigen Ausweitung auf eine Vertretung aller Kontinente zu ermöglichen, betrachtet der Vorstand schliesslich als vorläufig zurückgenommen. Bezüglich der Ehrengäste des 17. Kongresses beschliesst der Vorstand dementsprechende Einladungen an die ehemaligen FIET- Präsidenten Hallsworth, Young, Hiscock und Suffridge sowie an den früheren Generalsekretär Spiekman ergehen zu lassen. Er genehmigt die Teilnahme am Kongress von Kollegen aus Entwicklungsländern auf Kosten des Regionalfonds. Der Vorstand beschliesst, auf dem Weg über das IAA und im Einvernehmen mit dem IMB gegen die politische Inhaftierung von zwei freien spanischen Gewerkschaftern, den Bankangestellten Zufiaur Narvaiza und Zaguirre Cano, zu protestieren. Er bekräftigt erneut seinen Wunsch, jedem Kollegen, der sich in Schwierigkeiten befindet, zu helfen, verlangt jedoch jeweils ins einzelne gehende Angaben über die Fälle, für die sein Eingreifen erbeten wird. Die von der Rhodesia Commercial and Allied Workers Union für einen Kollegen erbetene Kaution wird der Vorstand erst genehmigen, wenn er im Besitz einer vollständigen Dokumentation ist. Der Vorstand lehnt grundsätzlich Anträge auf die Finanzierung von Studien ab, wenn diese nicht der rein gewerkschaftlichen Ausbildung dienen. Er ermächtigt Generalsekretär Kissel zu einem Protest im Namen der FIET, anlässlich einer Pressekonferenz, gegen die Bestrebungen, in West- Berlin spätere Ladenschlusszeiten einzuführen. FIET 6 AUSSCHÜSSE UND KOMMISSIONEN Geschäftsführender Vorstandsausschuss beib Der Geschäftsführende Vorstandsausschuss der FIET, dem der Präsident, die beiden Vizepräsidenten, der Generalsekretär, der Kassierer und der Kollege G. Stephan( DGB) angehören, ist vom Vorstand für die Zeit zwischen den Vorstandssitzungen mit der Geschäftsführung des Bundes beauftragt. Seit dem 16. Kongress haben neun Sitzungen des Geschäftsführenden Vorstandsausschusses stattgefunden: am 25. Februar, 5. November und 3. Dezember 1971, am 17. Januar, 28. Februar, 5. und 28. November 1972, am 5. Juni und 25. September 1973. Seine Vorschläge, mit Ausnahme der Verwaltungsgelegenheiten, sind im Bericht über die Sitzungen des Vorstandes enthalten. Strukturausschuss Auf Veranlassung des Schwedischen Industrieangestellten- Verbandes( SIF) hatte sich der Vorstand mit der Frage der Doppelmitgliedschaft befasst, d.h. der Mitgliedschaft in der FIET bei gleichzeitigem Anschluss an andere Internationale Berufssekretariate. Während seiner Sitzung vom 16. und 17. August 1972 hatte er die Prüfung dieser Frage einem Ausschuss übertragen, dem die Kollegen A. Allen, H. Brandt, A. Dallinger, A. Nilstein, G. Stephan und T. Thomas angehören. - Der am 19. November 1972 in Genf zusammengetretene Ausschuss befasste sich als erstes mit den vier Fachgruppen Handel, Banken, Versicherungen, Industrieangestellte, die von der EURO- FIET auf ihrer einige Wochen zuvor abgehaltenen Gründungskonferenz eingerichtet worden waren. Es handelte sich darum, die Situation der Mitglieder der letztgenannten Fachgruppe in ihrem Verhältnis zur gesamten Gewerkschaftsbewegung zu klären, nachdem der Deutsche Gewerkschaftsbund( DGB) für seine Industrieangestellten- Mitglieder bereits die Mitgliedschaft in der FIET bei gleichzeitiger Mitgliedschaft in anderen Internationalen Berufssekretariaten, die in den betreffenden Industriezweigen aktiv vertreten ist, erlangt hatte. Unter Betonung, dass unsere Internationale für die internationale Organisation der Arbeitnehmer in Handel, Banken und Versicherungen die ausschliessliche Zuständigkeit besitze, hat der Ausschuss in seiner Sitzung vom 29. November drei Möglichkeiten prüfen können: 1) Industrieangestellte werden, mit Ausnahme der DGB- Gewerkschaften, die über den DGB Doppel- Mitgliedschaft haben, weiterhin nur als Vollmitglieder akzeptiert; 2) Doppelmitgliedschaft der Industrieangestellten wird grundsätzlich abgelehnt; 3) Beschränkung der Internationale auf folgende Bereiche: Gross- und Einzelhandel, Warenhäuser, Genossenschaften, Banken, Versicherungen und Sozialversicherungen. Der Strukturenausschuss machte eine Reihe von Vorschlägen, die der Vorstand in einer Entschliessung über die Strukturen der FIET berücksichtigt hat. Der diesbezügliche Text ist aus dem Bericht über die Vorstandssitzung vom 7. und 8. März 1972 ersichtlich. Europäischer Organisationsausschuss Der am 18. und 19. Januar in Tel Aviv tagende Vorstand setzte einen aus den Kollegen A. Allen, E. Magnusson, R. Maier- Neff, M. Allègre, A. Dallinger und J. ter Horst bestehenden Ausschuss ein, dem die Leitung der Vorbereitungen für die Gründung unserer Europäischen Regional organisation übertragen wurde. Dieser Ausschuss ist am 28. Februar 1972 zusammengetreten. 10 Als erstes hat er folgendes zum Grundsatz erhoben: 1) Die Mitglieder des Regionalvorstandes sind von der Regionalkonferenz zu wählen, einschliesslich des Regionalpräsidenten, der Regionalvizepräsidenten und des Regionalsekretärs. 2) Die zu wählenden Kollegen sollen Mitglieder des FIET- Vorstandes sein. 3) Der Generalsekretär kann eventuell die Funktion des europäischen Sekretärs in Personalunion übernehmen. 4) Trotz eigener Verantwortung sind alle Regionalorganisationen der FIET und ihre Regionalsekretäre der FIET unterstellt, die die Gesamtverantwortung trägt. Der Ausschuss empfahl insbesondere, dass das Regionalsekretariat der neuen Regionalorganisation in Genf am Sitze des Generalsekretariats der FIET eingerichtet werden sollte, dass der europäische Vorstand es sich aus Sparsamkeitsgründen zur Gewohnheit machen sollte, seine Sitzungen unmittelbar vor oder nach denen des Weltvorstandes abzuhalten, dass der EWG- Ausschuss in die Regional organisation integriert werden sollte und dass die Tagesordnung der Gründungskonferenz dieser Organisation ausser den geschäftsordnungsmässigen folgende drei Punkte vorsehen sollte: 1) Aussprache des FIET- Präsidenten, 2) Referat des Generalsekretärs über die Ziele und Aufgaben der EURO- FIET, 3) Referat über den Gemeinsamen Markt und seine Bedeutung für die FIET, Redner: J. ter Horst. Schliesslich haben die Vorschläge des Ausschusses es ermöglicht, für die zu gründende Regionale einen Satzungs- und einen Budgetentwurf auszuarbeiten. 08.00 00: 800 00 nov noñ cubiles FIET 11 SOLIDARITÄT ceb Msinsdong seabound mus abneglot veteri atas alA w us shesinalno pob Streiks elis bniz grup tos Im Hinblick auf eine internationale Strategie, die dazu geeignet wäre, den Erfolg einer Arbeitseinstellung in einem bestimmten Land zu gewährleisten, hat unser Vorstand im März 1973 in Berlin eine Zusammenstellung von Daten über die Durchführung von Streiks bei verschiedenen nationalen Gegebenheiten in Auftrag gegeben und dabei vorgesehen, dass diese Daten bei Aussprachen zugrunde gelegt werden, insbesondere anlässlich der europäischen Fachgruppenkonferenzen im Jahre 1974. Der Vorstand hat sich seit dem Kongress von 1970 über zwei Streiks berichten lassen, mit denen unser Sekretariat sich befasst hat: der eine in Italien, der andere in Zypern. nstru Zypern Am 18. Mai 1972, nach 48 Tagen Streik und Aussperrung, war die Krise der zypriotischen Banken beendet. Unsere Mitgliedsorganisation, die Bankangestellten- Gewerkschaft ETYK hatte für 1.300 Streikende eine Reihe von Vorteilen durchgesetzt, wodurch der Konflikt beigelegt wurde, der seit dem 3. April sieben grosse Institute der Insel lahmgelegt hatte: Chartered, Barclay's, National- Grindlay, Lombard, Bank of Cyprus, Cyprus Popular and Cooperative Central. Die ETYK schickte uns folgendes Telegramm: " Streik letzte Nacht erfolgreich beendet. Das Uebereinkommen enthält prinzipiell neue vom Präsidenten am 12. Mai gemachte Vorschläge. Es sieht 16prozentige Gehaltserhöhung vor. Sozialleistungen 3 Prozent. Gleicher Lohn, gleiche Arbeit. 90prozentiger Ersatz für Lohnausfall durch Aussperrung. Vielen Dank für Ihre Hilfe und Unterstützung. Organisieren schnelle Rückzahlung aller Darlehen. Bitte übermitteln Sie an die angeschlossenen Organisationen den Dank der ETYK. Grüsse Michaelides, Generalsekretär ETYK." Die FIET ist stolz, zu diesem Ergebnis beigetragen zu haben. Vom 27. April bis 2. Mai 1972 hatte Kollege Kissel am Konfliktsort die Streikenden in ihrem Kampf unterstützt. Und bis zum Zeitpunkt der Beilegung hatte die FIET für sie 126.031,50 Schweizer Franken aufgebracht, ungefähr ein Viertel der Kosten ihrer Aktion bis dahin. Ausser unserem Sekretariat, das für sie ein zinsloses Darlehen von 50.000 Franken erhalten hatte, ist dieser Erfolg folgenden 15 Organisationen zu verdanken: Clerical and Commercial Workers Union( Guyana) Schweizer Franken Association of Professional, Executive, Clerical and Computer Staff( Grossbritannien) Technical and Supervisory Section, A.R.E.W.( Grossbritannien) Deutsche Angestelltengewerkschaft( Deutschland) Irish Union of Distributive Workers and Clerks( Irland) Gewerkschaft der Privatangestellten( Oesterreich) Retail Clerks International Association( USA) 96,50 1008,00 504,00 1.213,50 502,50 50 000,00 3 850,00 Handels( Schweden) Svenska Bankmannaförbundet( Schweden) General Workers Union( Malta) 4 031,50 4 025,50 1 029,00 Tjänstemännens Centralorganisation( Schweden) 8 063,00 Syndicat des employés de banque de Monaco 100,00 Retail, Wholesale and Department Store Union( USA) 385,00 - Union of Clerical, Administrative and Public Service Employees( UCAPSE, Israel) Fédération des employés et cadres( France) 916,00 307,00 Italien In dem Wunsch, sich Klarheit zu verschaffen über die Situation in der italienischen Gewerkschaftsbewegung, traf unser Generalsekretär am 15. Dezember 1972 in Rom mit Spitzenfunktionären unserer vier ita12 lienischen Mitgliedsorganisationen zusammen, d.h. mit den Kollegen Perinelli( Federazione Italiana Bancari), Pecci( Unione Italiana Bancari), Romano( Federazione Italiana Sindacati Addetti Servizi, Comerciali Affini e del Turismo) und Gatti( Unione Italiana Dipendenti, Aziende Turistiche Commerciali ed Affini). Es handelte sich insbesondere um eine Orientierung über den Zusammenschluss der Gewerkschaften in Italien und vor allem über die Krise, in der sich die bedeutende christlich- demokratische Zentrale, die CISL, befand, in der man nach Presseberichten von einer Spaltung sprach. An Stelle einer Einheitsgewerkschaft, die sie vorübergehend geplant hatten, beschlossen die italienischen Gewerkschafter einen Bund der drei bestehenden Zentralorganisationen. Daher hatten die CISL( der zwei unserer Mitglieder, die FIB und die FISASCAT, angehören), die UIL( mit unseren Mitgliedern UIB und UIDATCA) und die sozialistisch- kommunistische CGIL am 24. Juli 1972 den Bündnispakt bestätigt, den ihre Spitzenfunktionäre ausgearbeitet hatten. Aber in der Unterredung vom 15. Dezember 1972 wurde auch über die Streikbewegung gesprochen, die sich in den Banken der Halbinsel ausgebreitet hatte. Zum Zietpunkt der Arbeitsniederlegung hatte sich Kollege Kissel nach Genua, Florenz und Mailand begeben, um sich an Ort und Stelle über die Entwicklung der Bewegung zu informieren. Nachdem die Streikaktion Anfang Januar 1972 beendet war, hatte uns die Organisation des Kollegen Perinelli diesbezüglich einen Brief geschickt, aus dem wir hier die Uebersetzung einiger Auszüge wiedergeben:"... der Konflikt hinsichtlich der Erneuerung der nationalen Vereinbarungen für die Angestellten der italienischen Kreditinstitute begann mit der Uebersendung des Forderungsprogramms seitens der Gewerkschaftsorganisationen der Arbeitnehmer der Banken, die sich als nationale" Intersyndikale" konstituiert hatten, an die Arbeitgeberverbände: die ASSICREDITO und die ACRI. *** Die" Nationale Intersyndikale" ordnete am 3. November einen nationalen Streik an, wie auch eine Reihe von Teilstreiks( Sciòperi articolati), die von den Provinz- Gewerkschaften geleitet wurden, die die Teilstreikmethode auf Bankengruppen, Arbeitsstunden, Dienstleistungen und Büros angewendet haben. Insgesamt hatten die Banken ungefähr siebzig Streikstunden zu verzeichnen. Die" Nationale Intersyndikale" hat in der Leitung und Aktion eine äusserst positive einigende Rolle gespielt. Die Beziehungen zwischen der FIB, der UIB, der FIDAC und den anderen autonomen Organisationen waren herzlich und zufriedenstellend..." Stellungnahmen Seit ihrem 16. Kongress hat unsere Internationale sich mehrere Male für die Grundsätze der Internationalen Arbeitsorganisation eingesetzt, insbesondere für das Uebereinkommen Nr. 87 über die Vereinigungsfreiheit und den Schutz des Vereinigungsrechtes und für das Uebereinkommen Nr. 98 über die Anwendung der Grundsätze des Vereinigungsrechtes und des Rechtes zu Kollektivverhandlungen. In Südafrika meinen viele Kollegen, dass ihr Land" afrikanische Gewerkschaften erleben wird, ob wir das wollen oder nicht; die Frage ist, welche Formen sie annehmen werden, denn, falls die afrikanische Gewerkschaftsbewegung in der Antipathie gedeiht, dann ist unsere Zukunft wahrhaft düster". Daher hielt es unser Sekretariat für wichtig, an der gegen die offizielle Rassentrennung in Südafrika gerichteten Konferenz der 380 Delegierten von über 200 Gewerkschaftsorganisationen der ganzen Welt teilzunehmen, die am 15. und 16. Juni in Genf im Völkerbundspalast abgehalten wurde. Die Einladung zu dieser Veranstaltung, die vom IBFG gefördert wurde und am Rande der 58. Internationalen Arbeitskonferenz stattfand, erhielt unser Bund von dem Kollegen Joseph Morris, Präsident der Arbeitnehmergruppe im Verwaltungsrat des IAA und auch Vorsitzender des" Vorbereitungsausschusses" für die Konferenz über die Apartheid. Indem sie" die kolonialistische und rassistische Allianz Portugals, Südafrikas und des illegalen Regimes der weissen Minderheit von Salisbury und ihr Bestreben zur Aufrechterhaltung des Kolonialismus und Rassismus in Afrika" verurteilte, beschloss die Konferenz," dass eine konzertierte Aktion unternommen werden muss, um die Apartheid in Südafrika zu beseitigen". 13 In dem Text, der von der Konferenz angenommen wurde, werden alle Arbeitnehmer und ihre Gewerk schaftsorganisationen, gleich welcher Tendenz, dazu aufgefordert," den unterdrückten Arbeitnehmern Südafrikas, die einen berechtigten Kampf gegen das rassistische Minderheitsregime Südafrikas führen, ihre volle Unterstützung zu gewähren". Vorgeschlagen werden darin mehrere gewerkschaftliche Massnahmen( Kampagnen, Mobilisierung der öffentlichen Meinung, finanzielle Unterstützung des südafrikanischen Volkes usw.), die dazu dienen sollen, dass die südafrikanische Regierung ihr Unrecht einsieht, sowie eine nachdrückliche Einwirkung auf die Regierungen( u.a. bezüglich der Ratifizierung der internationalen Uebereinkommen gegen die Apartheid). Ausserdem werden die Vereinten Nationen aufgefordert, die Mitglieder des Vorbereitungsausschusses für die Konferenz vom 15. und 16. Juni zu den Arbeiten und der Aktion des Sonderausschusses für die Apartheid hinzuzuziehen, um die Vertreter der internationalen und afrikanischen Gewerkschaftsbewegungen verschiedener Tendenzen bei der Anwendung aller getroffenen Massnahmen zur Beendigung der Apartheid zu beteiligen. Die 11 praktischen Massnahmen, die von der Konferenz der Gesamtheit der Arbeitnehmerorganisationen empfohlen worden sind, erstrecken sich auf: - - eine energische Opposition gegen die Auswanderung von Fachkräften nach Südafrika; die Druckausübung auf Wirtschafts- und Finanzgruppen, die mit Südafrika zusammenarbeiten, um zu bewirken, dass sie diese Zusammenarbeit einstellen; einen Boykott der Verladung und Löschung von Waren, deren Bestimmungs- oder Ursprungsland Südafrika oder Namibia ist, sowie der südafrikanischen Schiffe und Flugzeuge; die Organisierung des Boykotts von Waren, die direkt oder indirekt aus der Republik Südafrika eingeführt werden, im Einvernehmen mit Verbraucherorganisationen; die Druckausübung, über die betreffenden Arbeitnehmer, auf Unternehmen, die Niederlassungen in der Republik Südafrika haben, damit diese Unternehmen in den in Frage kommenden Niederlassungen das System der Diskriminierung bei der Bezahlung ihrer afrikanischen Arbeitnehmer abschaffen; Boykott aller sportlichen und kulturellen Veranstaltungen, an denen Vertreter von Südafrika teilnehmen; die regelmässige und laufende Unterrichtung ihrer Mitglieder und der Oeffentlichkeit in ihren Ländern, unter Einsatz aller Informationsmedien, über die Situation in Südafrika; die nachdrückliche Forderung, dass der Beschluss zur Anwendung gelangt, der von der 56. Internationalen Arbeitskonferenz im Jahre 1971 über die Apartheid und den Beitrag der IAO zum Internationalen Jahr der Aktion für den Kampf gegen den Rassismus und die Rassendiskriminierung angenommen wurde und der die Grundlage bildet für ein langfristiges Programm der IAO für die Beseitigung der Diskriminierung auf dem Gebiet der Arbeit und die Wiederherstellung der Menschenrechte und der grundlegenden Gewerkschaftsrechte in der Republik Südafrika; die Einsetzung eines Gewerkschaftsausschusses auf nationaler Ebene gegen die Apartheid und die rassistischen und kolonialistischen Regime, der damit zu beauftragen ist, auf diesem Gebiet konkrete Aktionen der Arbeitnehmerorganisationen zu entwickeln; eine aktive Beteiligung an dem Jahrzehnt der Unterdrückung des Rassismus und der Rassendiskriminierung, das gemäss der Entschliessung der Vollversammlung der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1973 anlässlich des 25. Jahrestages der Allgemeinen Deklaration der Menschenrechte beginnen soll; die Organisierung einer Woche internationaler Kampfmassnahmen gegen die diskriminatorische Apartheidspolitik in Südafrika, die am 10. Dezember 1973 beginnen soll. In Nigerien verschlechterte sich die soziale Lage gegen Ende des letzten Jahres. Am 15. Oktober hatte der IBFG einen Protest des Präsidenten des United Labour Congress( ULC) gegen die Aufrechterhaltung eines Antistreik- Erlasses bekanntgegeben. Am 23. erfuhren wir dann, dass Spitzenfunktionäre des ULC, unter ihnen auch der Kollege N. Pepple, Generalsekretär unseres Mitglieds, der NUBIAW, verhaftet worden waren, und später erreichte uns die Nachricht, dass auch der Kollege Okon Eschiett, Generalsekretär unserer Mitgliedsorganisation CFAO African Workers Union, verhaftet worden war. Diese Kollegen hatten sich in der Verteidigung ihrer Ideen gegen eine Blockierung der Löhne ziemlich weit vorgewagt. Kollege Kissel zö14 gerte daher nicht und schickte am 24. Oktober an den Staatschef, General Gowon, ein Telegramm, dessen Uebersetzung hier folgt: M " Im Namen von fünf Millionen Angestellten in 61 Ländern protestiert mein Bund, die FIET, heftig gegen die Verhaftung am 11. Oktober von drei Gewerkschaftsführern, darunter Nat Pepple von der Gewerkschaft der Banken und Versicherungen NUBIAW. Die von Pepple vorgebrachte Ablehnung einer einseitigen Blockierung der Gehälter steht voll im Einklang mit den Grundsätzen der freien Gewerkschaftsbewegung. Die Verhaftungen werden auf äusserst starken internationalen Widerstand der Arbeitnehmer stossen. Mit ergebenen Grüssen Erich Kissel." Zum Glück forderten uns unsere Kollegen von der NUBIAW mit ihrem Telegramm von 20. November auf, ihre Freude mit ihnen zu teilen:"... Pepple, Eschiett freigelassen". In Griechenland war es zu einem staatlichen Eingriff bezüglich der zusätzlichen Kranken- und Versicherungskassen der Bankangestellten gekommen, wie uns der Kollege Georgios Michaelides, Generalsekretär unseres zypriotischen Mitgliedsorganisation ETYK mitgeteilt hatte. Auf dessen Vorschlag schickte unser Sekretariat am 23. November 1972 ein Telegramm an den Ministerpräsidenten Papadopoulos, dessen Uebersetzung wir hier wiedergeben: " Seitens des Internationalen Bundes der Privatangestellten( FIET), der mehr als sechs Millionen Arbeitnehmer einschliesslich der Bank- und Versicherungsangestellten vertritt, fordern wir Sie auf, der griechischen Gewerkschaftsbewegung ihre volle Freiheit zurückzugeben. Wir protestieren auch energisch gegen die Aktion, die darauf abzielt, die Rechtsstellung der Versicherungsvereine der griechischen Bankangestellten zu ändern. Das ist eine offenkundige Verletzung der internationalen Uebereinkommen und Grundsätze bezüglich der Sozialversicherung. Wir protestieren gegen diese illegale Massnahme bei der IAO usw. Am 28. November teilte uns Kollege Michaelides telegrafisch mit, dass die von der Regierung beabsichtigten Massnahmen rückgängig gemacht worden seien. Aber am 6. Dezember sahen wir uns zur Zurückweisung der Annäherungsversuche gezwungen, die eine unserer ehemaligen griechischen Mitgliedsorganisationen aufgrund unseres Telegramms an den Regierungschef glaubte machen zu können. Unsere Haltung fand am 6. März 1973 in Berlin die Billigung des EURO- FIET- Vorstandes, der auch unseren Einspruch gegen die Versuche der griechischen Behörden, die Rechte der Arbeitnehmer noch weiter zu schmälern, guthiess. Bezüglich Spaniens hat unser Generalsekretär am 11. April 1973 in einem Schreiben an den Generaldirektor des IAA folgendes ausgeführt:" Im Auftrage meines Vorstandes bitte ich Sie, einen starken Protest der FIET gegen die erneute und schwere Missachtung der Grundsätze der IAO, deren sich gegenwärtig die spanische Regierung schuldig macht, zur Kenntnis zu nehmen. Es ist jetzt über ein Jahr, dass sich zehn spanische Arbeitnehmer im Gefängnis befinden, anscheinend wegen ihrer Zugehörigkeit zum Arbeitergewerkschaftsverband( USO), einer freien und daher verbotenen Organisation, die Mitglied unserer Schwesterorganisation ist, des Internationalen Metallgewerkschaftsbundes. Es handelt sich um die Herren José- Luis Zunzarren Aberasturi und José- Luis Aldasoro, beide aus Pamplona, José- Domingo Martinez Badiola, José de la Hoz aus Barcelona, Isidoro Galvez García aus Cadiz, JoséLuis Longarte aus Bilbao, Nicolas- David Mora aus Valencia und Antonio Martinez Obejero aus Murcia. um zwei Bankangestellte: die - Es handelt sich auch und das ist der Hauptgrund meines Briefes Herren Manuel Zaguirre Cano aus Barcelona und José- Maria Zufiaur Narvaiza. Gegen den ersten hat der Staatsanwalt am 20. Februar in Madrid 12 Jahre, gegen den zweiten 13 Jahre Gefängnis beantragt, indem er sie beschuldigte, sich aktiv an der USO beteiligt und ausserdem Beziehungen zu freien Gewerkschaften im Ausland, insbesondere der Force ouvrière in Frankreich, unterhalten zu haben. Ich bitte Sie, Herr Generaldirektor, sich mit dem Schicksal unserer Kollegen zu befassen, und zu tun, was in ihren Kräften steht, um zu verhindern, dass wieder einmal die Grundsätze, auf die sich notwendigerweise die Mitglieder ihrer Organisation berufen, verhöhnt werden." Portugal. Am 28. Januar 1972 musste unser Generalsekretär dem portugiesischen Ministerpräsidenten Marcelo Costa ein Telegramm folgenden Inhalts schicken:" Die FIET protestiert gegen die Inhaftierung 15 des hervorragenden Gewerkschafters Daniel Cabrita der gegen die Prinzipien der Internationalen Arbeitsorganisation verstösst und die Menschenrechte, das Vereinigungsrecht sowie das der Kollektivverhandlung verletzt, die durch das Uebereinkommen 98 garantiert werden. Wir fordern Sie im Namen von fünfeinhalb Millionen in 129 freien Gewerkschaften organisierten Angestellten auf, nicht länger gegen die Würde der portugiesischen Arbeitnehmer zu verstossen. " Das Urteil war gefällt. Mit zwei Jahren Gefängnis und Entzug der bürgerlichen Ehrenrechte für 15 Jahre musste der Kollege Daniel Isidro Cabrita, Generalsekretär der Bankangestelltengewerkschaft von Lissabon, büssen, wie es scheint, für seine Unterzeichnung eines an die IAO gerichteten Protestes gegen die willkürliche Delegierung von portugiesischen Arbeitnehmern zu der Internationalen Arbeitskonferenz 1971. Gerade diese Konferenz nahm übrigens ein Uebereinkommen an zum Schutz der Arbeitnehmervertreter in den Unternehmen und über die ihnen zu gewährenden Erleichterungen... FIET 16 mA NEUSTRUKTURIERUNG Fachgruppen Wie bekannt, hat unser Bund auf seinem 16. Kongress eine umfassende Revision seiner Satzung vorgenommen und darin den Artikel 15 aufgenommen, der die Bestimmungen für die Bildung regionaler Fachgruppen enthält. Damals, im Oktober 1970, verteilten sich die Mitglieder der FIET auf folgende 4 Gruppen: - - Handel Banken, Versicherungen und Sozialversicherungen Industrieangestellte Techniker und Werkmeister Auf ihrer Gründungskonferenz im Oktober 1972 in Kopenhagen hat sich unsere Europäische Regionalorganisation, einem 2 Monate zuvor gefassten Beschluss des Weltvorstandes folgend, ebenfalls für 4 Fachgruppen entschieden. Sie beschloss jedoch eine Verschmelzung der Europäischen Fachgruppe Techniker und Werkmeister mit der Fachgruppe der Industrieangestellten sowie die Bildung einer besonderen Fachgruppe für Bankangestellte, so dass die EURO- FIET folgende Fachgruppen umfasst: Handel Banken Versicherungs- und Sozialversicherungsangestellte Industrieangestellte Ausserdem sollte jede dieser Fachgruppen innerhalb ihres Rahmens Untergruppen bilden können. Nachdem der Weltvorstand im Jahre 1973 beschlossen hatte, dass diese 4 Fachgruppen als Modell dienen sollten für diejenigen, die von anderen Regional organisationen eingerichtet werden, beschloss die Asiatische Regionalorganisation im Mai 1973 auf ihrer Gründungskonferenz, dass die fachliche Organisation nach dem Kopenhagener Modell durchgeführt werden solle. Die IRO- FIET hat auf ihrer Konferenz in Bogotá ( 16. 20. Juli 1973) damit begonnen, diesem Vorbild nachzuleben. Fachgruppe der kaufmännischen Angestellten im Handel In der Berichtszeit hat am 5. und 6. Dezember 1971 in Luxemburg unter dem Vorsitz des Kollegen W. Fitzpatrick eine Sitzung des Fachgruppenausschusses stattgefunden. Der Ausschuss behandelte folgende Gegenstände: Erhebungen über Arbeitsbedingungen Bis zu dem Zeitpunkt, von dem die neuen Tätigkeitsklassifikationen anzuwenden sind, wünschte der Ausschuss die traditionellen Erhebungen fortzusetzen. Die für diesen Zweck verwendeten Fragebogen seien jedoch zu vereinfachen, und Vergleiche der Kaufkraft von Gehältern sollten angestellt werden. Das neue System der Tätigkeitsklassifikation sollte als erstes auf dem Gebiet der Datenverarbeitung in multinationalen Gesellschaften erprobt werden. Es wurde vorgeschlagen, dass bei den Erhebungen Bezug genommen werden sollte auf Aenderungen, die im Vergleich mit früheren Erhebungen über die in den verschiedenen Ländern bezahlten Löhne eingetreten seien. Daten über kaufmännische Angestellte im Handel, einschliesslich des Einzelhandels, sollten nicht auf die EWG- Länder beschränkt werden. Das war der Fall bei der Erhebung über die Kaufkraft. Erhebungen sollten bezüglich der von den Gewerkschaften geschlossenen Tarifverträge durchgeführt werden. FIET- Vergleiche, die über Europa hinausgehen, würden die Lohnpolitik in mehreren Ländern anregen. Kaufkraftparitäten könnten aus den EWG- und OECD- Vergleichen des sozialen Niveaus entnommen und von der Internationalen Vereinigung für Soziale Sicherheit beschafft werden. Praktische Beispiele könnten noch besser sein als rein statistische Vergleiche. 17 Arbeitszeiten im Handel und Ladenschlusszeiten Löhne und Gehälter hätten sich in der Industrie besser entwickelt als im Handel. Die Frage der Ladenschlusszeiten sollte auf der Grundlage einer Untersuchung über die in den verschiedenen Ländern gültigen Bestimmungen diskutiert werden. Es wurde festgestellt, dass Frauen mehr an Freizeit für ihre Familien als an Lohnzulage interessiert seien. Der Ausschuss forderte alle Mitgliedsorganisationen im Handel auf, alle sachdienlichen Informationen über Ladenschlusszeiten und Löhne an das Genfer Sekretariat zu schicken. Aufgrund dieser Unterlagen würde das Sekretariat dann eine Uebersicht über die gesetzlichen und vertraglichen Bestimmungen in den verschiedenen Ländern ausarbeiten, die der europäischen Fachgruppenkonferenz vorgelegt werden sollten. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit Der Ausschuss war einstimmig der Meinung, dass der Grundsatz des gleichen Lohns für gleiche Arbeit noch nicht überall angewandt werde und dass die Gewerkschaften den Kampf gegen die Diskriminierung der Frauen fortsetzen müssen. Die FIET sollte einen Vergleich der Löhne von Männern und Frauen in verschiedenen Ländern anstellen. Berufsausbildung, Fortbildung und Beförderungen Nach einem Ueberblick über die diesbezügliche Lage in den verschiedenen Ländern war der Ausschuss der Meinung, dass Arbeitnehmern, die Bildungsurlaub nehmen, keine Kosten entstehen dürften. Formen und Auswirkungen der Fünftagewoche im Einzelhandel v Der Ausschuss führte eine Aussprache über dieses Thema und schlug vor, dass diesem Punkt auf der europäischen Fachgruppenkonferenz besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden sollte. Multinationale Gesellschaften In diesem Zusammenhang wurde anerkannt, dass es notwendig sei, für die FIET zu einer internationalen Politik zu gelangen, die den Erfordernissen der angeschlossenen Organisationen angepasst sei. Es wurde ein Ueberblick gegeben über verschiedene Aktionen in Deutschland, Belgien, Schweden und der Schweiz. Die Regionalisierung der FIET werde es ermöglichen, in Zukunft in dieser Hinsicht besser zu reagieren. Es wurde der Vorschlag gemacht, mittels eines Fragebogens von den Mitgliedsorganisationen im Handel Auskunft einzuholen, wie viele Organisationen auf internationaler Ebene aktiv seien. Aus dem Fragebogen sollte zu ersehen sein, welche multinationale Gesellschaften unseren Mitgliedern Schwierigkeiten bereiten. Der Ausschuss beschloss, streikenden Arbeitnehmern durch eine Botschaft ihre Sympathie zum Ausdruck zu bringen. Fachgruppe der kaufmännischen Angestellten in der Industrie In der Berichtsperiode hielt der Fachgruppenausschuss unter Vorsitz des Kollegen Sven Jonasson am 2. und 3. Dezember 1971 in Luxemburg eine Sitzung ab. Der Ausschuss behandelte folgende Punkte: Tätigkeitsklassifizierung Ein Bericht wurde erstattet über die Arbeit, die von der Arbeitsgruppe für die Tätigkeitsklassifizierung unter Vorsitz des Kollegen Jonasson geleistet wurde. Das internationale System der Klassifikation von Angestelltentätigkeiten hätte solche Fortschritte gemacht, dass es bald auf dem Gebiet der elektronischen Datenverarbeitung( E.D.V.) erprobt werden und danach auf multinationale Gesellschaften angewendet werden könnte. Die Notwendigkeit wurde erkannt, bezüglich der Probleme aller nichtmanueller Arbeitnehmer 18 auf das I.A.A. Druck auszuüben und mit anderen IBSen zusammenzuarbeiten, um zu gemeinsamen Lösungen zu gelangen. Erhebungen über Arbeitsbedingungen Es wurde festgestellt, dass vorläufig die traditionellen Erhebungen( unter Benutzung von Kaufkraftvergleichen der EWG) fortgesetzt werden sollten, bis das Tätigkeitsklassifikations- System verfügbar sei, und dass sie auf folgende Angaben beschränkt werden sollten: Brutto- und Nettoeinkommen, Arbeitsstunden, Urlaubsgeld und Weihnachtsgratifikationen, Regelungen für Alterspensionen und Leistungen bei Krankheit und Unfall. Die chemische Industrie und die Metallindustrie wurden für Untersuchungen über bestimmte Funktionen ausgewählt. Das FIET- Sekretariat wurde aufgefordert, die erforderlichen Informationen über die gesetzlichen Bestimmungen auf den verschiedenen Gebieten zu beschaffen, damit diese als Grundlagen für Aussprachen auf der europäischen Fachgruppenkonferenz dienen könnten. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit und Frauenfragen Es wurde festgestellt, dass das I.A.O.- Uebereinkommen Nr. 100 trotz Ratifizierung von vielen Ländern nicht angewendet werde. Die tatsächlichen Löhne, Beschäftigung und Beförderungschancen von Frauen seien immer noch viel schlechter als die der Männer. Wenn Frauen eine bessere Ausbildung erhielten, würden sie besser bezahlte Stellungen bekommen können. Vorgeschlagen wurde, dass die FIET einen Ausschuss für Familienpolitik einrichten sollte, der Fragen, die sich innerhalb der Gesellschaft ergeben, zu behandeln habe. Ein derartiger Ausschuss könnte die Probleme der berufstätigen Frau prüfen, um der I.A.O. entsprechende Vorschläge zu unterbreiten. Bezahlter Bildungsurlaub BAG 10 Es wurde empfohlen, bei der I.A.O. in dieser Frage Schritte zu unternehmen, um zu einer internationalen Regelung in der Form eines I.A.O.- Uebereinkommens zu gelangen. Die nächste Fachgruppenkonferenz sollte sich mit dem bezahlten Bildungsurlaub für alle Angestellten zum Zwecke der beruflichen, gewerkschaftlichen, wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Weiterbildung befassen. Eine internationale Erhebung über die Gesetzgebung, Kollektivvereinbarungen und die tatsächliche Lage in verschiedenen Ländern sollte durchgeführt werden. Anzugeben wären hierbei die Angestellten kategorien, für die der Bildungsurlaub gefordert wird, die für solche Bildungsarbeit geeigneten Institute und der Träger der Kosten des Bildungsurlaubs( Staat, Arbeitgeber oder Gewerkschaft). Der Ausschuss war der Ansicht, dass auszubildende Arbeitnehmer unter keinen Umständen einen Einkommensverlust erleiden dürften. Kündigungsschutz Aussprachen fanden statt über den Schutz des einzelnen Arbeitnehmers bei der Freisetzung infolge von Automation, Rationalisierung, Konzentration und Zusammenschlüssen. Die Mitglieder wurden gebeten, Informationen über diesbezüglich erzielte praktische Erfolge einzuschicken. Die Ergebnisse des Fachgruppenausschusses sollten über das FIET- Sekretariat dem I.A.A. zugeleitet werden. * Fachgruppe der Bank-, Versicherungs- und Sozialversicherungsangestellten In der Berichtsperiode hielt der Fachgruppenausschuss unter dem Vorsitz des Kollegen J. ter Horst am 30. November und 1. Dezember in Luxemburg eine Sitzung ab. Der Ausschuss behandelte folgende Punkte: 19 Erhebungen über Arbeitsbedingungen bau Bis zur Anwendbarkeit der Tätigkeitsklassifikation werden die jährlichen Erhebungen unter Heranziehung der Kaufkraftvergleiche der EWG fortgesetzt. Sie sollten vereinfacht und auf folgende Gegenstände beschränkt werden: Brutto- und Nettoeinkommen, Arbeitszeiten, Urlaubsgeld, Weihnachtsgratifikationen, Alterspensionen, Leistungen bei Krankheit und Unfall. Die Fachgruppe beschloss, dass die internationale Tätigkeitsklassifikation nach deren Abschluss auf dem Gebiet der elektronischen Datenverarbeitung geprüft werden solle und dass sie später für Untersuchungen und echte Vergleiche bezüglich multinationaler Gesellschaften benutzt werden könne. Berufsausbildung, Fortbildung und Umschulung einschliesslich des bezahlten Bildungsurlaubs Es wurde empfohlen, dass man sich an die I.A.O. wenden solle in dieser Angelegenheit, damit für den bezahlten Bildungsurlaub internationale Normen in der Form eines Uebereinkommens festgesetzt werden. Die nächste Fachgruppenkonferenz sollte sich mit dem bezahlten Bildungsurlaub für Zwecke der beruflichen, gewerkschaftlichen, wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Bildung und Ausbildung befassen. Zur Erlangung von Informationen über die Gesetzgebung, Kollektivvereinbarungen und Verfahrensweisen in den verschiedenen Ländern sollten internationale Erhebungen durchgeführt werden. Besonderes Augenmerk sei zu richten auf die Angestellten kategorien, für die Bildungsurlaub verlangt wird, auf Zweck und Dauer des Bildungsurlaubs und die Einrichtungen, die in der Lage sind, die verlangte Bildungsarbeit zu leisten, sowie die Träger der Kosten des bezahlten Bildungsurlaubs( Staat, Arbeitgeber oder Gewerkschaft). Welches auch immer die Regelungen sein mögen, der Ausschuss stimmte dahingehend überein, dass die Arbeitnehmer keinen Einkommensverlust erleiden dürften. Ein Bericht der DAG über Berufsausbildung im Bankensektor sollte der nächsten Fachgruppenkonferenz vorgelegt werden. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit In der Praxis lägen die Löhne, die Frauen gezahlt würden, immer noch unter denen der Männer, obwohl sie theoretisch Anspruch hätten auf das gleiche Entgelt. Beförderungen zu höheren Stellungen würden gewöhnlich auf Männer beschränkt. Das I.A.0.- Uebereinkommen Nr. 100 werde trotz Ratifikation nicht voll angewendet. Frauen müssten in den Gewerkschaften aktiver werden. Der Ausschuss schlug vor, dass die bei den verschiedenen Fachgruppen eingehenden Informationen an das Internationale Arbeitsamt weitergeleitet werden sollten und dass dieses aufgefordert werden solle, die erforderlichen Schritte zu unternehmen, um die Regierungen zur Einhaltung ihrer Verpflichtungen zu veranlassen. Die Gewerkschaften müssten tun, was in ihren Kräften stehe, um Verletzungen des 1.A.0.- Uebereinkommens Nr. 100 zu bekämpfen. Mindestlöhne für Frauen müssten erhöht und ihre Berufsausbildung und-fortbildung gefördert werden, um ihre Beförderungschancen zu verbessern. Es wurde die Ansicht geäussert, dass der offenbare Mangel an Interesse für die Uebernahme grösserer Verantwortung am Arbeitsplatz zusätzlich zu den Verpflichtungen der Familie gegenüber, der von Frauen bekundet werde, möglicherweise auf das Fehlen von Ausbildungsmöglichkeiten und Beförderungschancen zurückzuführen sei. Es wurde beschlossen, dass ein HBV- Bericht der europäischen Fachgruppenkonferenz vorgelegt werden solle. Kündigungsschutz Der Ausschuss diskutierte, wie Angestellte gegen Arbeitslosigkeit geschützt werden könnten. Es sollte eine Erhebung über gegenwärtige Bestimmungen von Gesetzen und Kollektivvereinbarungen durchgeführt werden. Zwei Aspekte zeichneten sich ab: 1. Ueberzähligkeit als Folge von Rationalisierungen und Fusionen, 2. ungerechtfertigte Entlassungen. 20 20 Zum besseren Schutz gegen technisch bedingte Arbeitslosigkeit bedürften Angestellte einer umfassenden Berufsausbildung, um ihnen zu ermöglichen, dass sie sich binnen kurzer Zeit in neuen Stellungen eingewöhnen. Die Gewerkschaften müssen grösseren Einfluss auf die Wirtschafts- und Sozialpolitik ausüben. Sicherheitsmassnahmen für Banken Die Aussprache konzentrierte sich auf Banküberfälle. Man stimmte dahingehend überein, dass die Sicherheit der Arbeitnehmer wichtiger sei als Geld. In Deutschland enthält ein Kollektivvertrag diesbezügliche Bestimmungen. Dort besteht auch eine Arbeitsgruppe, die sich unter Mitwirkung des Innenministeriums mit solchen Angelegenheiten befasst. In Schweden haben die Gewerkschaften einen Ausschuss von Vertretern der Banken und der Polizei gebildet, um die Sicherheit zu erhöhen. Die Mitglieder sollten dem Sekretariat alle diesbezüglichen Informationen schicken, da anlässlich der nächsten Fachgruppenkonferenz dieses Thema zur Aussprache gestellt werden solle. Aushilfskräfte In dieser Hinsicht weichen die Bedingungen in den verschiedenen Ländern stark voneinander ab. Während in der Schweiz diese Arbeitnehmer zu besonderen Sozialbedingungen angestellt werden, sind in Schweden Agenturen wie" Manpower" gesetzlich verboten. In Frankreich ist ein Kollektivvertrag zwischen der CGT und Manpower unterzeichnet worden. Es wurde vorgeschlagen, diese Angelegenheit während der 1. europäischen Fachgruppenkonferenz zur Aussprache zu stellen. Multinationale Gesellschaften Von den Kollegen Hubschmid und Offermann ist eine Untersuchung über die schweizerische Versicherungsgesellschaft" Winterthur" durchgeführt worden. Es wurde festgestellt, dass bei multinationalen Gesellschaften die Gewinne an die Muttergesellschaft fliessen, während Personalprobleme dezentralisiert auf nationaler Ebene geregelt werden. Es wurde vorgeschlagen, dass im Hinblick auf ein internationales Abkommen mit" Winterthur" die Verhandlungen zuerst auf folgende Punkte beschränkt werden sollten: Vereinigungsrecht, Unterrichtung der Arbeitnehmer, Freizügigkeit und Berufsausbildung. A.1 job Hinsichtlich des Bankensektors wurde erklärt, dass Kollege Steinborn von der HBV bereit sei, eine Untersuchung über 3 Kreditinstitute durchzuführen: Commerzbank( Deutschland), Crédit Lyonnais( Frankreich) und Banco di Roma( Italien), die eng zusammenarbeiten. Es wurde der Wunsch geäussert, dass die Gewerkschaften, die für die Banken dieser Gruppe zuständig sind, eine Zusammenkunft veranstalten sollten. ab Vorbereitungen für eine europäische Fachgruppenkonferenz Datum und Ort dieser Konferenz sollten von der Gründungskonferenz der EURO- FIET in Kopenhagen festgesetzt werden. Die folgenden Themen sollten zur Aussprache gestellt werden: Berufsausbildung ( DAG), gleicher Lohn für gleiche Arbeit( HBV), multinationale Banken und Versicherungen( SKV) und Sicherheitsmassnahmen für Banken( FEC). Es wurde vorgeschlagen, dass auch ein Vertreter der Polizei eingeladen werden sollte, um ein Referat über Sicherheitsmassnahmen für Banken zu halten. Das FIET- Sekretariat sollte über die Arbeitslosigkeit im allgemeinen und über Freistellungen infolge von Rationalisierungsmassnahmen und Fusionen berichten. Vorschläge für den Beratenden Ausschuss der I.A.0. Die Ergebnisse der Sitzungen des Fachgruppenausschusses sollten vom FIET- Sekretariat dem I.A.A. zugeleitet werden. 21 21 Fachgruppe der Meister und technischen Angestellten In der Berichtsperiode wurde unter Vorsitz des Kollegen Hedrich( Stellvertretender Vorsitzender) eine Sitzung des Fachgruppenausschusses am 3. und 4. Dezember in Luxemburg abgehalten. Der Ausschuss behandelte folgende Gegenstände: Erhebungen über Arbeitsbedingungen Es wurde auf die internationale Tätigkeitsklassifikation aufmerksam gemacht, die ausgearbeitet werde, um internationale Vergleiche anstellen zu können. Bis diese Klassifikation verwendet werden könne, sollten die jährlichen Erhebungen fortgesetzt und die Fragebogen vereinfacht werden. Nach Fertigstellung der internationalen Tätigkeitsklassifikation sollte ein Bericht an die Mitgliedsorganisationen geschickt werden mit der Bitte um Vorschläge für zukünftige Erhebungen. Arbeitnehmer- Erfinderrecht Ein Ausschuss von Sachverständigen unter dem Vorsitz des Kollegen Doughty sollte einberufen werden, um einen Entwurf für ein I.A.O.- Uebereinkommen über den Schutz der Erfinderrechte von Arbeitnehmern auszuarbeiten. Die diesbezüglichen Kapitel der kürzlichen Untersuchung des I.A.A. über die Beschäftigung und Arbeitsbedingungen von hochqualifiziertem wissenschaftlichem und technischem Personal böten zusätzliche Informationen über dieses Problem. Die Mitglieder werden aufgefordert, Informationen über die nationalen Gesetze und Bestimmungen bezüglich der Arbeitnehmer- Erfinderrechte zu beschaffen. Konkurrenzklausel Nachdem er sich mit dem Arbeitnehmer- Erfinderrecht befasst habe, sollte der Sachverständigenausschuss auch ein I.A.O.- Uebereinkommen über die Konkurrenzklausel vorbereiten. Die Mitglieder werden gebeten, auch diesbezüglich Informationen zu beschaffen. Bezahlter Bildungsurlaub Um zu bewirken, dass der bezahlte Bildungsurlaub für berufliche, gewerkschaftliche und staatsbürgerliche Schulung für alle Arbeitnehmer auf der Grundlage von internationalen Bestimmungen verwirklicht wird, wird die FIET der I.A.O. Vorschläge unterbreiten. Die Frage der Umschulung jedoch ist von der des Bildungsurlaubs gesondert zu behandeln. Die Arbeitnehmer dürfen keinen Einkommensverlust erleiden, wenn sie Bildungsurlaub nehmen. Die Kosten für die Arbeitnehmer, das Lehrpersonal, die Schulungseinrichtungen usw. müssen auf den Staat, den Arbeitgeber und die Gewerkschaft aufgeteilt werden. Der europäischen Fachgruppenkonferenz sollten mehrere Berichte vorgelegt werden, die die Frage des bezahlten Bildungsurlaubs von dem Gesichtspunkt aller Angestellten behandeln. In diesem Zusammenhang sollte sowohl auf die beruflichen als auch auf die staatlichen Aspekte Bezug benommen werden. Einer der Berichterstatter sollte, zusätzlich zu den allgemeinen Aspekten und denen, die die Vergütung betreffen, über besondere fachliche Fragen, die für die Fachgruppe wichtig seien, referieren. Multinationale Gesellschaften Die FIET wird ihre Tätigkeit auf dem Gebiet der multinationalen Gesellschaften im Dienstleistungssektor und in der Industrie fortsetzen, und zwar in enger Zusammenarbeit mit anderen IBSen. Die FIET sollte nicht nur allgemeine Informationen liefern, sondern auch Erhebungen durchführen und eine Art Katalog zusammenstellen, aus dem Angaben über die Arbeitsbedingungen, Mitbestimmung und Personalfragen in multinationalen Firmen zu entnehmen seien. Kontakte mit multinationalen Unternehmen sollten auf höchster Ebene hergestellt werden, damit Abkommen auf der Betriebsebene ermöglicht werden. 22 22 Vorbereitungen für die europäische Fachgruppenkonferenz Ort und Zeit hierfür müssten von der Gründungskonferenz der EURO- FIET in Kopenhagen festgesetzt werden. Folgende Gegenstände sollten auf die Tagesordnung gesetzt werden: Haftpflichtversicherung und die Gleichwertigkeit von Diplomen. Hingewiesen wurde auf die dringende Notwendigkeit, Angestellten probleme beim I.A.A. mit Nachdruck vorzutragen. Ausser im Beratenden Ausschuss der I.A.O. sollte die FIET auch in den Industrieausschüssen wirksam vertreten sein. Enge Zusammenarbeit mit den anderen IBSen sei erforderlich, um gemeinsame Lösungen zu erzielen. Die beiden vorläufigen Fachgruppenausschüsse der Versicherungs- und der Bankangestellten hielten am 18., 19. und 20. September 1973 in Genf Sitzungen ab. Sie behandelten folgende Gegenstände: Wahl der Vorsitzenden, Untersuchungen über die Arbeitsbedingungen von Versicherungs- und Bankangestellten, die gleitende Arbeitszeit, Sonderprobleme der Aussendienstmitarbeiter von Versicherungen, gleiche Gehälter und Beschäftigungsmöglichkeiten für Männer und Frauen, multinationale Gesellschaften, bezahlter Bildungsurlaub, Bank- Arbeitszeiten, Sicherheitsmassnahmen, Freisetzungsprobleme, Streikstrategien, Beförderungsstufen, Vorbereitungen für die Fachgruppenkonferenzen 1974, Forderungen an die europäischen Institutionen, Vorschläge für den Beratenden Ausschuss der I.A.0. und Vorschläge für das EURO- FIET- Programm. Die beiden vorläufigen Fachgruppenausschüsse der EURO- FIET- Handel und Industrieangestellte- treten Anfang 1974 zusammen. Die entsprechenden vier Fachgruppenkonferenzen werden im Laufe des Jahres 1974 stattfinden, einige bereits im Mai. FIET 23 23 FORDERUNGEN Multinationale Unserem Bericht an den 16. Kongress hatten wir einen Bericht über eine überberufliche Konferenz beigefügt, die unter dem Motto" die FIET gegenüber den multinationalen Unternehmen" am 8. und 9. Juni 1970 in Oslo stattfand. Er enthält den Text von zwei Entschliessungen, die der Kongress dann übernahm. Die erste Entschliessung betraf die Bildung von Gewerkschaftsausschüssen," die bestimmte multinationale Unternehmungen untersuchen, die eine grosse Zahl von Angestellten in vielen Ländern beschäftigen und in denen die FIET Mitgliedsorganisationen hat". Die zweite enthielt die Aufforderung zur" Ausarbeitung eines einheitlichen Systems der Qualifikationen in Angestelltenberufen..., damit ein Vergleich der Arbeitsbedingungen der Angestellten bestimmter Kategorien möglich wird, ohne Rücksicht darauf, um welche Filiale und um welchen Wirtschaftssektor es sich handelt". Die Klassifikationsarbeit, die durch diese Entschliessung veranlasst wurde, bildet den Gegenstand eines besonderen Kapitels des vorliegenden Berichtes. Hier wollen wir nur die Bemühungen der FIET schildern, die gemacht wurden, um eine Bestandsaufnahme und Mobilisation der FIET- Mitglieder in den uns interessierenden Unternehmen vorzunehmen, um den besagten Ausschüssen zu ermöglichen, ihre Arbeit auszurichten auf konkrete Forderungen und entsprechende Druckmittel, mit denen die Verwaltungen zur Einsicht gebracht werden können. Bei gewissen internationalen Banken- und Versicherungskonzernen und multinationalen Industriekonzernen ergibt sich aus der geographischen Streuung der Betriebe ein Problem. Zum Zeitpunkt unserer ersten Erhebungen, im Juni 1970, waren die 350 Niederlassungen, 232 Rechenzentren, 17 Werke und 7 Forschungszentren der Gruppe IBM World Trade Corporation auf 105 Länder verteilt. Die First National City Bank war in 81 Ländern tätig: 12 europäische, 24 südamerikanische, 23 afrikanische, 14 asiatische, fünf arabische und ein ozeanisches sowie die USA und Kanada. Die Bank National- Grindlays verfügte über Niederlassungen oder 100prozentige Tochtergesellschaften in 6 afrikanischen, 3 asiatischen, 3 europäischen und 2 arabischen Ländern, während von der Bankgesellschaft Bolsa Betriebe in 28 europäischen und 18 südamerikanischen Ländern sowie in je einem Land Asiens und Nordamerikas dirigiert wurden. Für die Lösung dieses Problems, das Zusammenkünfte von internationalen Gewerkschaftsausschüssen dieser Unternehmen schwierig macht, rechnet die FIET mit ihrer eigenen Regionalisierung, die es ihr ermöglicht, solchen multinationalen Unternehmen in einem begrenzten Bereich gegenüberzutreten. Am 8. September in Kopenhagen hat die Gründungskonferenz ihrer Europäischen Regional organisation zwei Entschliessungen über multinationale Unternehmen gefasst. In Singapur hat ihre Asiatische Regional organisation auf ihrer Gründungskonferenz am 25. Mai 1973 ebenfalls Initiativen vorgeschlagen. Gewerkschaftlich zu organisieren wären u.a. sicherlich noch die afrikanischen und arabischen Länder, in denen derartige Unternehmen einen nicht unbedeutenden Teil ihrer Geschäfte abwickeln. Ausser der weiten Streuung der Betriebe von multinationalen Unternehmen unseres Zuständigkeitsbereichs kommt bei den meisten internationalen Bank-, Versicherungs- und Einzelhandelsgesellschaften noch ein weiteres Problem hinzu: die grosse Zahl ihrer Niederlassungen und insbesondere der geringe Personalbestand der einzelnen Betriebe. Die Firma F.W. Woolworth zum Beispiel hat 100.000 Arbeitnehmer. Aber die meisten sind verteilt auf 2.800 Niederlassungen mit verschiedenen Bezeichnungen in den USA, 1.200 in Grossbritannien, 350 in Kanada und 160 in Deutschland. Die Gesellschaft J.C. Penney beschäftigt in den USA ungefähr 150.000 Arbeitnehmer, in Belgien 8.000 und in anderen Ländern noch ca. 4.000 weitere Arbeitnehmer. Für den gröss24 ten Teil dieser 162.000 Arbeitnehmer sind annähernd 3.000 Betriebe in Amerika und 90 Niederlassungen in Europa zuständig. Die Familie Brenninkmeyer beschäftigt anscheinend 35.000 Personen in ihren C& A- Geschäften: in Holland ungefähr 3.000 in 35 Betrieben, in Belgien 800 in 12 Betrieben. In Deutschland haben die Brenninkmeyers, wie uns mitgeteilt wurde, 90 Geschäfte und in Grossbritannien ungefähr 50. Im Bankensektor gab die Lloyds bereits 1970 eine Zahl von mehr als 31.000 Angestellten an, die sich auf 15 Niederlassungen und ungefähr 15 Tochtergesellschaften verteilen. Die National Grindlays hatte 65 Niederlassungen oder 100prozentige Tochtergesellschaften in Afrika, 26 in Asien, 10 in Europa, ohne Grossbritannien, und fünf in der arabischen Welt, während das Bankhaus Bolsa über 38 Niederlassungen oder 100prozentige Tochtergesellschaften in Europa, 83 in Lateinamerika, 1 in Japan und 1 in Nordamerika verfügt. - - Zu der gleichen Zeit unterhielt die Versicherungsgesellschaft Winterthur ungefähr 30 Niederlassungen und Tochtergesellschaften oft unter dem gleichen Dach- in 16 Ländern. Natürlich ist ihr Personal vor allem in der Schweiz konzentriert: 3.300 Angestellte bei der Unfallversicherung von Winterthur, 1.400 bei der Lebensversicherung, 150 bei" La Fédérale" und 70 bei der" Turica". In Schweden beschäftigte dieser Konzern nur 85 Personen( 50 Büroangestellte, 30 im Aussendienst- alle gewerkschaftlich organisiert), in Oesterreich 150, in Italien 350, in Belgien ebenfalls 350. 940 Ausser der Ausdehnung gewisser grosser multinationaler Konzerne und der weiten Streuung ihres Personals, das auf eine Unzahl von relativ kleinen Betrieben verteilt ist, wo manche Arbeitnehmer Sondervereinbarungen, andere regionalen, nationalen, kategoriellen oder innerbetrieblichen Verträgen unterworfen sind, ergab sich für die FIET als weitere Schwierigkeit die ausgesprochen antigewerkschaftliche Haltung mancher Gesellschaften, z. B. Woolworth( ausser vielleicht in Deutschland), Brenningmeyer und IBM, sowie auch das alte Problem der gewerkschaftlichen Organisierung von männlichen und weiblichen Angestellten, ein Problem, dessen Lösung durch die Zunahme der Aushilfskräfte und Teilzeitbeschäftigten noch erschwert wird. Die FIET hat daraus geschlossen, dass ihre Mitglieder eine grundlegende Aufgabe haben: die hartnäckige Voran treibung der gewerkschaftlichen Organisation in den Multinationalen, Betrieb für Betrieb, indem sich die Mitglieder von den Erfolgen, die ihre Kollegen im gleichen Unternehmen in anderen Ländern erzielen, inspirieren lassen, selbst wenn in ihrem Land die Anzahl der organisierten oder organisierbaren Arbeitnehmer gering zu sein scheint. Inzwischen hat der FIET- Vorstand in seiner letzten Sitzung beschlossen, dass der 17. Kongress unseres Bundes seine Stellung" gegenüber den Multinationalen" bestimmen muss. Das Thema ist für die FIET nicht neu; sie hatte ihm 1970 bereits einen Kongress gewidmet. Aber in Dublin hatten die Redner die Frage vom Standpunkt der einzelnen Berufszweige angeschnitten, während sie sich in London mit den regionalen und überregionalen Problemen einer Zusammenarbeit in unserem Bereich befassen werden und das Thema nacheinander vom nordamerikanischen, europäischen, asiatischen, südamerikanischen und afrikanischen Gesichtspunkt behandeln werden. Hinsichtlich der praktischen Bemühungen der FIET seit ihrem 16. Kongress geben wir Ihnen nachstehend einen Ueberblick: WINTERTHUR.- Unser erster Kontakt mit der Direktion dieser schweizerischen Versicherungsgesellschaft datiert vom 15. September 1971, als der Direktor der Genfer Niederlassung der Winterthur unserem Sekretariat auf Wunsch seiner Generaldirektion einen Besuch abstattete. Eine Delegation der FIET unter der Leitung des Kollegen Alfred Hubschmid( S.K.V.) führte ein zweites Gespräch am 9. November 1971 mit drei Direktoren der Gesellschaft. Obwohl scheinbar aufgeschlossen, hoben diese Direktoren systematisch die weitgehende Dezentralisation der Winterthur hervor, d.h. die Schwierigkeit, bei einer Aussprache mit einem internationalen Bund wie dem unsrigen Lösungen für die sich ergebenden Sozialprobleme zu finden. Aber sie machten kein Hehl daraus, dass die Muttergesellschaft in der Schweiz über den Geldbeutel bestimm25 25 te, welches auch immer die Rechtsstellung ihrer ausländischen Tochtergesellschaften oder Niederlassungen sein mochte. Bei der Winterthur sieht sich demnach die FIET einem klassischen multinationalen Problem gegenübergestellt. Um jedoch ihre Position zu stärken, haben sich die Mitgliedsverbände in Frankreich, Holland und Deutschland ihr gegenüber zu besonderen Anstrengungen in der Mitgliederwerbung verpflichtet. Wenn diese erfolgreich verlaufen, wird die FIET in sechs Ländern in dem Unternehmen vertreten sein. METRO- MAKRO.- Die USDAW( Grossbritannien) hatte uns am 13. Juni 1972 geschrieben, dass die multinationale Grosshandelsfirma" Makro einen klassischen Fall darstellt, in dem unsere Internationale und sicherlich unsere eigene Gewerkschaft Nutzen ziehen würde aus einer engeren Verbindung" mit den gleichfalls zuständigen Verbänden im Ausland. Auf ihren Wunsch haben wir mit unseren Kollegen in Holland, Belgien, Deutschland, Oesterreich, Dänemark und Frankreich Kontakt aufgenommen. In einem Schreiben an die USDAW vom 19. September haben wir ihr mitgeteilt, dass die Hauptaktionäre der" Makro Cash and Carry Limited" die deutsche Firma Metro- Grossmärkte( 30 Prozent), die holländische Steenkolen( 44 Prozent) und die englische Firma Bishop- Watson- Phillip( 26 Prozent) seien. Anscheinend ergeben sich hinsichtlich der Gesellschaft Metro in Deutschland, Oesterreich und Dänemark Organisierungsprobleme, aber unsere Kollegen in diesen Ländern legen Wert auf einen Informationsaustausch. In Belgien hingegen unterhält das Unternehmen Makro vier Verkaufsstellen, die ungefähr 2.000 Personen beschäftigen, von denen viele unserem Mitgliedsverband, der SETCA, angehören. Die USDAW meinte hierzu in ihrem Schreiben:"... es könnte für alle von diesem Unternehmen betroffenen Gewerkschaften vorteilhaft sein, später an einem vereinbarten Ort zusammenzukommen, um unsere Organisationstätigkeit innerhalb dieser multinationalen Gesellschaft zu konsolidieren." BRENNINKMEYER.- Dieses äusserst eigenartige Unternehmen konzentriert seine Tätigkeit in Europa auf die C& A- Geschäfte und in den USA auf ungefähr zehn Ohrbach- Warenhäuser. Der israelische Kollege Eli Marx, der zu der Zeit im Generalsekretariat der Internationalen Textil-, Bekleidungs- und Lederarbeiter- Vereinigung tätig war, erhielt von unserem Sekretariat am 19. April 1972 einen Ueberblick über die gewerkschaftliche Situation in den Verzweigungen der Gesellschaft im Einzelhandelssektor, und zwar im Hinblick auf einen Bericht über die gesamte Gruppe, deren Industriezweige bedeutend sind. Am 27. Oktober 1972 hatten die Kollegen Kissel und Lewis ein Gespräch mit dem Generalsekretär der ITBLV über eine eventuelle gemeinsame Aktion im Hinblick auf die gewerkschaftliche Organisation bei Brenninkmeyer. Bisher hatten unsere holländischen, belgischen, englischen und deutschen Kollegen Probleme bei der gewerkschaftlichen Erfassung der Angestellten der C& A- Kette, was insbesondere auf die guten Arbeitsbedingungen in dieser Gesellschaft zurückzuführen ist. WOOLWORTH.- In der Erkenntnis, dass als Ganzes gesehen, die gewerkschaftliche Organisation bei Woolworth unzulänglich ist, erklärte der Generalsekretär der USDAW( Grossbritannien) in der Sitzung des Fachgruppenvorstands Handel im Dezember 1971, dass unsere Internationale dieses Unternehmen zwingen müsste, mit der FIET zu rechnen. Unser Bund ist mehr oder weniger bei Woolworth in den drei Ländern repräsentiert, in denen das Unternehmen den wesentlichen Teil seiner Gewinne einstreicht: USA, Grossbritannien und Deutschland, aber auch in Irland. Wir möchten die Bedeutung unserer gewerkschaftlichen Organisationstätigkeit in Grossbritannien hervorheben, wo der Gruppe 38 Prozent ihrer Gewinne zufliessen( gegen 37 Prozent in den USA und 25 Prozent in Kanada, Deutschland und Mexiko). Wir weisen hier noch darauf hin, dass die Situation für unsere deutschen Kollegen bei Woolworth anscheinend etwas besser ist als in anderen Ländern. Schliesslich noch die Feststellung, dass internationale Vergleiche der Arbeitsbedingungen in einer solchen Gesellschaft, die in den USA ungefähr zehn verschiedene Betriebs- Tarifverträge geschlossen hat, sehr schwierig sind. NATIONAL- GRINDLAYS.- Durch die gewerkschaftliche Organisation innerhalb dieser Gruppe können wir auf einen Teil ihrer Betriebe Druck ausüben. Bereits im Jahre 1971 war unser Bund in vier Ländern, in denen die National- Grindlays tätig ist, vertreten, und zwar mit relativ beachtlichen Mitgliederzahlen: in Ost- Pakistan( dem heutigen Bangla Desch) mit 458 von 500, in West- Pakistan mit 443 von 498, auf Zypern mit 150 von 160. In Indien arbeiten, wie es scheint, uns angeschlossene Angestellte in diesem Unternehmen, während in einem fünften Land, Uganda, 240 der 495 Angestellten von National- Grindlays Mitglieder der N.U.C.C.T.E. waren, die unserer Internationale angeschlossen war. 26 BOLSA. Zu der gleichen Zeit war die FIET in fünf Ländern G Schweiz, Monaco, Peru, Belgien, Holland - mit geringen Mitgliederzahlen in den Verzweigungen der Bank of London and South America( BOLSA) vertreten, von der damals gerade die" Lloyds Europe" geschluckt worden war. Hinweisen möchten wir darauf, dass in Lima das gesamte Personal einer dortigen Niederlassung der FIET angeschlossen ist. I.B.M.- Unsere Aktion in diesem ausgesprochen gewerkschaftsfeindlichen Unternehmen müsste von unserem zuständigen Ausschuss erneut vorangetrieben werden, nachdem die meisten Verbände, die zu einem Gewerkschaftstreffen in Stockholm am 24. und 25. November 1971 eingeladen waren, zu entmutigt waren und aufgrund ihrer geringen Mitgliederzahlen bei IBM auf eine Teilnahme verzichtet hatten. Die Aussprache unseres Industrie- Fachgruppen vorstands in Luxemburg, Dezember 1971, ergab, dass die Begründung dieser Kollegen Lücken aufwies: Angesichts des grossen Problems der gewerkschaftlichen Organisierung der IBMArbeitnehmer wird die FIET die positiven Erfahrungen, die in verschiedenen Ländern, z.B. Schweden und Argentinien, gemacht worden sind, bekanntgeben und an Stelle eines billigen" Pragmatismus" eher dynamische Stellungnahmen befürworten. J.C. PENNEY.- Hauptsächlich interessiert sind z.Z. unsere nordamerikanischen Mitgliedsverbände und die belgische Gewerkschaft" Syndicat des employés, techniciens et cadres", der 3.946 von 7.463 Angestellten der SARMA- Kette angeschlossen sind. Diese Firma ist seit Januar 1970 eine 98prozentige Tochtergesellschaft von Penney. Seit 1972 fördert unser Sekretariat einen Informationsaustausch, insbesondere auf finanziellem Gebiet, zwischen den belgischen und amerikanischen Kollegen, denen es gelungen ist, sich die Angestellten von mehreren Dutzend Niederlassungen anzugliedern. Wie Woolworth ist auch die Gesellschaft Penney ziemlich gewerkschaftsfeindlich und versucht, jeden internationalen Druck zu verhüten, indem sie sich den sozialen Gegebenheiten der Länder, in denen sie sich niederlässt, stark anpasst. Ein Beweis hierfür ist folgende vom 7. August 1972 datierte Erklärung der belgischen Kollegen:" Wir sind niemals mit den Penney- Stores in Verbindung getreten, und um diese Situation beurteilen zu können, muss man wissen, dass die Sarma A.G. immer ihre belgische Rechtspersönlichkeit bewahrt hat... Die Amerikaner leiten die Absatz-, Kaufs- und Expansionspolitik der SARMA, aber die belgischen Direktoren sind weiterhin für die Personalpolitik zuständig." Wie bei Woolworth sind auch in den meisten Verzweigungen dieser Gruppe die Vielfalt der betrieblichen Kollektivvereinbarungen ein Hindernis für den internationalen Vergleich von Arbeitsbedingungen. obnogogo bnu nep rote Klassifizierungsarbeit Wie erinnerlich hatte unsere Fachgruppenkonferenz Industrie in Eastbourne am 13. Mai 1969 in einer Entschliessung bezüglich einer" Revision der internationalen Standardklassifikation der Berufe" verlangt, dass eine Arbeitsgruppe von Sachverständigen gebildet werden sollte. Eine Sitzung dieser Arbeitsgruppe fand im Mai 1970 im Generalsekretariat der FIET statt, und zwar unter Vorsitz des Kollegen Sven Jonasson, der von dem Schwedischen Verband der Industrieangestellten( SIF) mit Untersuchungen beauftragt ist. In unserem Tätigkeitsbericht für Dublin haben wir einiges darüber ausgeführt. Eine gemeinsame Fachgruppenkonferenz der FIET, die am 9. Juni in Oslo tagte, schlug vor, dass die Gruppe des Kollegen Jonasson mit einer Klassifizierung von Tätigkeiten beauftragt werden sollte, die in multinationalen Unternehmen Verwendung finden könnte. In Dublin, am 22. Oktober 1970, bestätigte dann der 16. Kongress den Beschluss," dieser Gruppe die Ausarbeitung eines einheitlichen Systems der Qualifikationen in Angestelltenberufen anzuvertrauen, damit ein Vergleich der Arbeitsbedingungen der Angestellten bestimmter Kategorien möglich wird", und genehmigte, dass" das schwedische System der Einreihung von Angestelltenberufen als Grundlage gewählt wird und zunächst homogene Gruppen, z. B. die Berufe der Datenverarbeitung berücksichtigt werden sollen". Im Anschluss an den Kongress, noch in Dublin, trat die Gruppe dann zusammen. 27 Im" Privatangestellten" Nr. 32( Febr. 1971) hat unser Sekretariat einen Ueberblick über das schwedische System gegeben, das unseren" Klassifizierern" als Grundlage dienen soll. Es ist in der Broschüre" Position Classification System Salaried Employees" dargelegt, die gemeinsam von dem Schwedischen Arbeitge berverband und drei Gewerkschaften der TCO herausgegeben worden ist. Daraus ist zu ersehen, dass 60 Berufe zuerst" horizontal", gemäss ihren wesentlichen Merkmalen, in eine Anzahl von Hauptgruppen zusammengefasst werden. Nachdem der Rahmen der horizontalen Berufsklassifikation umrissen ist, wird in der Broschüre ausgeführt, dass jeder Beruf Schwierigkeitsgrade aufweist, dass jeder Grad einer genau bestimmten Berufskategorie entspricht und dass die Kategorieneinreihung eine" vertikale" Tabelle der Aufgaben in jedem Beruf ergibt. Seit Veröffentlichung dieses Artikels, der unsere Mitglieder über die neue Klassifikation unterrichten sollte, haben unsere Sachbearbeiter 5 Sitzungen abgehalten: Genf, Stockholm, Hamburg, Wien, Stockholm, 22. und 23. Juni 1971 23. und 24. Nov. 1971 8. und 9. Februar 1972 23. und 24. Okt. 1972 10. und 11. Juli 1973 Nachdem die Arbeitsgruppe zu Beginn eine Klassifikation und Beschreibung der Tätigkeiten der EDV unternommen hatte, wobei versucht wurde, zu einer Synthese der in fünf Ländern( Schweden, Deutschland, Oesterreich, Belgien und Frankreich) gültigen Klassifikationen zu gelangen, kam die Gruppe schliesslich zu den Ergebnissen, auf die in dem Bericht und dem Antrag hingewiesen wird, die die Gruppe dem 17. Kongress der FIET vorzulegen beabsichtigt. Zweifellos werden diese Texte den Anstoss geben zu weiteren Klassifikationen, die fortschreitend alle Angestelltentätigkeiten umfassen sollen, damit noch genauere internationale Vergleiche von Arbeitsbedingungen angestellt werden können. Veröffentlichungen und Propaganda Texte zu liefern, die für unsere Mitglieder bezüglich ihrer nationalen Forderungen von immer grösserem Nutzen sind, das ist eine vordringliche Sorge unseres Pressesekretärs. Seit Juni 1972 sind den uns angeschlossenen Gewerkschaften durch eine Reihe von" Dokumenten" in fünf Sprachen" die besten Texte hinsichtlich der durch den gewerkschaftlichen Kampf im Ausland erzielten Errungenschaften" sowie ebenfalls die wichtigsten Dokumente anderer internationaler Organisationen zur Verfügung gestellt worden. Bisher wurden veröffentlicht: das norwegische Gesetz von 1970 über Arbeitnehmer- Erfinder, ein Uebereinkommen über die Rationalisierung in der schwedischen Industrie, die im vergangenen Jahr gefasste Entschliessung der I.A.O. über die sozialen Auswirkungen der Automation und die Schlussfolgerungen der Konferenz der I.A.O. von 1972 bezüglich der multinationalen Firmen. Parallel dazu zielen die Mitteilungsblätter unseres Sekretariats ab auf eine gemeinverständliche Verbreitung von vergleichenden Untersuchungen der Arbeitsbedingungen, wobei Informationen von allgemeinerem Interesse stärker zusammengefasst werden, aber ohne das Wesentliche zu übergehen. So sind von Juni 1972 bis Januar 1973 z.B. eine Reihe von Untersuchungen über" die Vierzigstundenwoche im Handel" veröffentlicht worden. In der Vorstandssitzung im Mai 1971 war die Frage der Verbesserung der technischen Zusammenarbeit unserer Mitgliedsverbände auf dem Gebiet der gewerkschaftlichen Informationen der FIET und ihrer Oeffentlichkeitsarbeit besprochen worden. Damals hatte indessen unser Pressesekretär, nach detaillierten Ausführungen über die Finanzierung unserer Publikationen, ein Problem aufgeworfen: die Verbreitung dieser Publikationen beschränkt sich in vielen Fällen auf die Sekretariate der Mitgliedsverbände, internationale 28 28 - - Organisationen, die allgemeine und die Gewerkschaftspresse sowie auf eine zweifellos bedeutende Anzahl von Rechercheuren, Instituten und Dokumentationszentren. Nach einem Meinungsaustausch über die allgemeine Organisation bezüglich der Informationen in der FIET, kam der Vorstand überein, die Diskussion gelegentlich fortzusetzen. Trotz der praktischen Erfordernisse, die durch die Neustrukturierung der FIET bedingt waren, ist es fast immer möglich gewesen, unsere Veröffentlichungen fortzusetzen: die Pressekommuniqués, mit denen wir unsere französischsprachigen, lateinamerikanischen und skandinavischen Kollegen über unseren Bund auf dem laufenden halten, sowie das Mitteilungsblatt" Perspectives", in dem wir über die Veranstaltungen und Errungenschaften unserer Mitgliedsverbände berichten, wie auch die beiden Zeitschriften, in denen für deutschsprachige und englischsprachige Gewerkschafter die in den vervielfältigten Publikationen enthaltenen Informationen vereinigt sind. Bei unseren Publikationen waren wir bestrebt, die Aufmachung, d.h. die leichte Fasslichkeit der Texte der FIET, zu verbessern, ein Beispiel dafür ist der Bericht des 16. Weltkongresses und die Satzung der Europäischen Regional organisation der FIET. Ergänzt wurde diese Tätigkeit durch zahlreiche Sonderaufgaben: Botschaften, Teilnahme an nationalen Kongressen, Empfang von Besuchen und Pressekonferenzen. Von den letzteren heben wir die folgenden hervor: Dublin, Oktober 1970, während unseres 16. Kongresses Reykjavik, August 1972, nach der 29. Vorstandstagung der FIET Kopenhagen, November 1972, während der Gründungskonferenz der EURO- FIET Berlin, Februar 1973, Ladenschlusszeiten im Berliner Einzelhandel Singapur, Mai 1973, anlässlich der Gründungskonferenz der ASIA- FIET sxer FIET 29 29 GEWERKSCHAFTSBEWEGUNG Beziehungen zu den IBSen Die 16 internationalen Berufssekretariate( IBS), die wie die FIET im Bereich des Internationalen Bundes Freier Gewerkschaften arbeiten, sind bekanntlich sehr auf ihre Unabhängigkeit bedacht. Aber ihre Spitzenfunktionäre treffen sich dennoch jedes Jahr auf der Allgemeinen Konferenz, um in Gegenwart des Generalsekretärs des IBFG ihre gemeinsamen Probleme zu erörtern, ihre Streitigkeiten gütlich beizulegen und ihre Vertreter in den leitenden Organen des Bundes zu benennen. Seit November 1964( s. unseren Washingtoner Bericht) fanden diese Konferenzen unter dem Vorsitz des FIET- Generalsekretärs, des Kollegen Kissel, statt. Aber die Londoner Konferenz vom 5. und 6. April 1972, an der ausser dem Kollegen Kissel die Vertreter von zehn weiteren IBSen( Baugewerbe, Oelindustrie, öffentliche Dienste, Bergbau, Landwirtschaft, Textilindustrie, Kunst und Unterhaltung, Lehrer, PTT und Transportgewerbe) teilnahmen, erlebte den Rücktritt unseres Generalsekretärs von seinem Amt als Vorsitzender der Allgemeinen Konferenz, aber auch als Vertreter der IBSe im Vorstand des IBFG und im Ausschuss für Finanzen und allgemeine Aufgaben. Wie bekannt, teilte Kollege Kissel unseren Mitgliedsorganisationen am 25. Mai 1972 mit, dass er" mit Vollendung des 60. Lebensjahres... pensionsberechtigt" sei und dass er sich entschlossen habe" von diesem Recht Gebrauch zu machen, trotz der vielen an mich herangetragenen Wünsche noch weiter im Amt zu bleiben..." und dass er beabsichtige, sich bis zum Ende seiner Amtszeit im wesentlichen der FIET zu widmen. Die Londoner Konferenz bestellte daraufhin als Vertreter der IBSe im Vorstand des IBFG die Kollegen Bavin( Landwirtschaft), Blyth( Transportgewerbe), Löfblad( Baugewerbe) und Nedzynski( PTT), ausserdem vier Stellvertreter, die Kollegen Noren( Metallindustrie), Braconier( Lehrer), Franken( öffentliche Dienste) und Haskin( Oelindustrie), und als Vertreter im Ausschuss für Finanzen und allgemeine Aufgaben die Kollegen Nedzynski und Bavin. Zum Vorsitzenden wurde Kollege Blyth von der ITF gewählt. Im übrigen wies die Konferenz auf die Notwendigkeit engerer Bindungen zwischen dem IBFG und den Berufssekretariaten hin, erörterte eine gute Verwendung der Internationalen Arbeitsorganisation und befasste sich mit Spanien und Portugal. Die meiste Zeit widmeten sie jedoch den Ländern Westeuropas. Die Vertreter der IBSe waren besorgt über die Situation der Gewerkschaftsbewegung in diesem Gebiet, insbesondere, was Frankreich und Italien betrifft. Sie waren durchaus für die Schaffung einer gemeinsamen gewerkschaftlichen Organisation auf europäischer Ebene, vorausgesetzt, dass diese in den Rahmen der IBFG eingegliedert wird. Bei dem Europäischen Bund Freier Gewerkschaften in der Gemeinschaft( der im Februar 1973 in den" Europäischen Gewerkschaftsbund" umgewandelt wurde) glaubten sie Autonomie- Anwandlungen feststellen zu können, und sie hatten den Eindruck, dass der IBFG ihnen diesen Bund betreffende Auskünfte nur zögernd zukommen liess. Die Besorgnis der meisten IBSe erreichte ihren Höhepunkt, als der Satzungsentwurf bekannt wurde, der im Hinblick auf die" Erweiterung der gewerkschaftlichen Zusammenarbeit in Europa" am 6. Juni 1972 in Genf und am 4. Oktober in Luxemburg von den Spitzenfunktionären der europäischen Gewerkschaftszentralen ausgearbeitet worden war. Diese Satzung( Artikel 4) sah vor, dass der zukünftige europäische Bund eine Reihe von" Gewerkschaftsausschüssen" umfassen sollte, die von dem" Exekutivausschuss des Bundes" anerkannt werden müssten. Weiter hiess es darin:..." als Gewerkschaftsausschüsse gelten alle Zusammenschlüsse demokratischer europäischer Gewerkschaften für einen oder mehrere Wirtschaftsbereiche... Sie konstituieren sich selbst und geben sich eine eigene Geschäftsordnung..." der Exekutivausschuss sei dafür zuständig, die Entscheidung zu treffen" über die Beteiligung eines Gewerkschaftsausschusses an den Arbeiten der Organisation" und dass diese" die Bildung von Gewerkschaftsausschüssen in allen Wirtschaftsbereichen" fördern werde. 30 Mit diesem Problem befassten sich die Vertreter von zehn IBSen( Metallindustrie, Transportgewerbe, Bergbau, öffentliche Dienste, Landwirtschaft, Oelindustrie, Baugewerbe, P.T.T., Lehrer und FIET), die am 7. Februar 1972, am Tage vor der Gründungsversammlung des europäischen Bundes, im Sekretariat des IBFG zusammengetreten waren. Und am folgenden Tage, in der Vollversammlung forderte der Generalsekretär der Internationale der Personals der PTT im Namen mehrerer IBSe, dass ein Gewerkschaftsausschuss von dem Europäischen Gewerkschaftsbund( EGB) nicht anerkannt werden dürfe, ehe der EGB dazu die Meinung des für seinen Bereich repräsentativen internationalen Berufssekretariats eingeholt habe. Die Versammlung nahm den Artikel 4 des Satzungsentwurfes in seiner vorliegenden Fassung an. Jedoch auf der folgenden Allgemeinen Konferenz der IBSe, zu der in Genf am 2. und 3. April 1973 die Vertreter der Internationalen der Transportarbeiter, der öffentlichen Dienste, der Petroleumarbeiter, der Textilarbeiter, der Lehrer, der Plantagen- und Landarbeiter, der Metallgewerkschaften, der Bauarbeiter, der PTT und der FIET zusammengekommen waren, wurde einstimmig beschlossen, dass der Konferenzvorsitzende vom EGB offiziell verlangen sollte, sich mit den internationalen Berufssekretariaten zu beraten, ehe die Anerkennung der Gewerkschaftsausschüsse erfolgt, die dazu ausersehen sind, in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen tätig zu werden. Und der Exekutivausschuss des EGB befasste sich in seinen Sitzungen vom 4. und 24. Mai mit der Frage der Anerkennung, insbesondere unter Berücksichtigung der Ansicht der internationalen Berufssekretariate, die für die ihn interessierenden Bereiche repräsentativ sind. ( Wir möchten hier hinzufügen, dass am 19. April 1973 unsere europäische Regionalorganisation, die sich in der Gründungsversammlung des EGB durch neun Beobachter vertreten liess und auch in den Sitzungen seines Exekutivausschusses vom 9. März, 4. und 24. Mai 1973 vertreten war, dem neuen Bund ihren offiziellen Antrag auf Anerkennung als Gewerkschaftsausschuss geschickt hat. Am 16. Juni 1973 wurde die EURO- FIET durch den EGB aufgenommen.) Aber wir wollen uns noch mit der Allgemeinen Konferenz vom 2. und 3. April 1973 befassen. Diese Sitzung bot die Gelegenheit zu einer Bilanz über die Bemühungen der IBSe im Rahmen der Industrieausschüsse der Internationalen Arbeitsorganisation, über die Sitzung am Sitz des IBFG von 26. und 27. Februar über die multinationalen Unternehmen und besonders über die Regionalisierung der Gewerkschaftsbewegung. Diesbezüglich betonte unser Generalsekretär in einem langen Diskussionsbeitrag die Unvermeidbarkeit des derzeitigen Regionalisierungsprozesses und die Notwendigkeit, die Strukturen der Gewerkschaftsbewegung diesen Gegebenheiten anzupassen, dass dabei jedoch der Beweis für die Nützlichkeit der weltweiten gewerkschaftlichen Zusammenschlüsse erbracht werden müsse. Soweit über die letzten beiden Allgemeinen Konferenzen der internationalen Berufssekretariate. Die einzige weitere Allgemeine Konferenz seit unserem Dubliner Kongress fand am 18. und 19. November 1970 in Genf unter dem Vorsitz des Kollegen Kissel statt. Ueber ihren wichtigsten Beschluss, d.h. die Empfehlung, eine Delegation zu bestimmen, die in der Lage wäre, über einen eventuellen Wiederbeitritt der AFL- CIO zum Internationalen Bund Freier Gewerkschaften zu verhandeln, sind nähere Angaben in unserem Bericht über die FIET- Vorstandssitzung in Washington enthalten. Die Konferenz bestätigte den Kollegen Kissel in seinem Amt als Vertreter der Berufssekretariate beim IBFG. Im übrigen drehten sich die Debatten um die IAO, den Beratungsausschuss IBFG- IBS: Probleme der berufstätigen Frau, die gewerkschaftliche Ausbildung, Zuständigkeitsprobleme zwischen verschiedenen IBSen und um zwei von unserem Sekretariat vorgeschlagene Themen: die multinationalen Unternehmen und die Zusammenarbeit der IBSe im Rahmen eines gemeinsamen Programms für Untersuchungen und Forschungen. Als Kollege Kissel diesen Punkt anschnitt, gab er einen Ueberblick über die von unserer Internationale durchgeführten und geplanten Arbeiten. Bei der Durchsicht von Veröffentlichungen anderer internationaler Berufssekretariate, stellte er Ueberschneidungen und unnütze Wiederholungen fest und damit eine Verschwendung von Zeit und Geld. Er erklärte, dass die FIET bei der Durchführung ihres eigenen Programms zur Zusammenarbeit mit allen anderen internationalen Berufs sekretariaten bereit sei. 31 Beziehungen zum IBFG Mit seinem Rücktritt als Vorsitzender der Allgemeinen Konferenz der IBSe am 6. April 1972, 18 Monate vor seiner Pensionierung, stellte unser Generalsekretär auch seine Aemter, die er bis dahin in den Organen des Internationalen Bundes Freier Gewerkschaften ausgeübt hatte, zur Verfügung. Seit 1964 war er einer der Vertreter der IBSe im Vorstand des IBFG( mit den Generalsekretären der Internationalen der Plantagen- und Landarbeiter, der Transportarbeiter und der PTT), in seinem Unterausschuss( mit dem Generalsekretär der IPTT) und in seinem Ausschuss für Finanzen und allgemeine Aufgaben ( ebenfalls mit dem Generalsekretär der IPTT). Diese Aemter waren ihm von der Allgemeinen Konferenz der IBSe im November 1970 erneut übertragen worden und dann am 8. und 9. des folgenden Monats von der 51. Vorstandssitzung des IBFG. Die Konferenz der IBSe hatte bekanntlich auch eine Delegation konstituiert, die die Verhandlungen über den Wiederbeitritt der nordamerikanischen Gewerkschaftszentrale AFL- CIO zum IBFG führen sollte. Einen mündlichen Bericht über das letzte im Juni 1970 geführte Gespräch zwischen Vertretern des IBFG und der AFL- CIO erstattete der Generalsekretär des Bundes dem Vorstand am 8. und 9. Dezember. Er teilte den Vorstandsmitgliedern mit, dass die amerikanische Zentrale erneut den Grund für ihren Bruch mit dem IBFG bekräftigt hatte: die von gewissen Mitgliedern des Bundes anscheinend zu Arbeitnehmerorganisationen der Ostländer geknüpften Beziehungen. Aber es schien, dass die Amerikaner sich seit einiger Zeit auch Sorge machten über eine Aenderung, wie sie sagten, der Prioritäten und grundlegenden Ziele des IBFG. Fest steht, dass der IBFG- Vorstand sich eine Empfehlung zu eigen machte, die am 7. Oktober 1970 von einer Konferenz über Kontakte zu kommunistisch beherrschten Gewerkschaften angenommen worden war. An dieser Konferenz hatten u.a. die Vertreter von 16 nationalen und freien Gewerkschaftszentralen und zwei IBSen( IPTT und FIET) teilgenommen. In dem betreffenden Text werden die Mitglieder des IBFG gebeten, den polnischen Vorschlag einer paneuropäischen Gewerkschaftskonferenz abzulehnen und" unsere eigenen Bemühungen um Einberufung der Zweiten Europäischen Regionalkonferenz der Internationalen Arbeitsorganisation fortzusetzen( diese ist tatsächlich für Anfang 1974 vorgesehen). In der Vorstandsitzung vom 8. und 9. Dezember 1970 wurde auch die Möglichkeit einer europäischen Konferenz der freien Gewerkschaften, die Spanien und Griechenland betreffenden Aktionen des IBFG und die derzeitige Lage des Bundes besprochen. Vorher, am 8. und 9. Oktober und am 7. Dezember hatten zwei Sitzungen des Ausschusses für Finanzen und allgemeine Aufgaben stattgefunden, an denen unser Generalsekretär ebenfalls teilgenommen hatte. In diesen Sitzungen befasste sich der Ausschuss mit dem IBFG- Budget für das folgende Jahr und mit der Möglichkeit, aus dem Internationalen Solidaritätsfonds 300.000 Dollar zur Deckung des zu erwartenden Defizits zu entnehmen. Seitdem hat Kollege Kissel noch an zwei Vorstandssitzungen des IBFG teilgenommen: an der 52. im Juni und an der 53. im Oktober 1971. Aber an der 54. Vorstandssitzung, die im Januar 1972 abgehalten wurde, und an der 55. Vorstandssitzung im März 1972 nahm er nicht mehr teil. Vom 10. bis 14. Juli 1972 fand in London im Hotel Bloomsbury Center der 10. Kongress des IBFG statt, an dem 188 Delegierte, 55 Berater und 18 Beobachter sowie die Vertreter von 14 internationalen Berufssekretariaten teilnahmen. Unsere Internationale war vertreten durch vier Beobachter, die Kollegen Allen ( Präsident der FIET), Magnusson( Vizepräsident), Maier- Neff( Kassierer) und Günter Stephan( Vorstandsmitglied); Generalsekretär Kissel befand sich zu der Zeit in Honolulu wegen der Vorbereitungskonferenz für unsere Asiatische Regional organisation. Die Ueberlebenschancen des IBFG waren zu einem Thema der internationalen Presse geworden; die Journalisten hatten einen Ausspruch des kanadischen Gewerkschafters Donald Mac Donald aufgegriffen:" Man verlangt von uns tatsächlich zu entscheiden, ob der IBFG bestehen bleiben soll oder nicht." Der Kongress nahm 24 Entschliessungen an, die vor allem folgendes zum Gegenstand haben: die Ueberprüfung der IBFG- Strukturen, die Einrichtungen einer Arbeitsgruppe über multinationale Firmen, die Durchführung von Ausbildungsprogrammen freier Gewerkschaften, die Neufassung der Charta über die Rechte der 32 32 berufstätigen Frau, neue Aktionen zur Verteidigung der Gewerkschaftsrechte, die Zusammenarbeit mit dem Weltverband der Arbeitnehmer, den Wiederbeitritt der AFL- CIO und die Wiederbelebung der afrikanischen Regionalorganisation des IBFG:" AFRO". Die Delegierten bestellten als Generalsekretär des Bundes den Kollegen Otto Kersten, Funktionär des Deutschen Gewerkschaftsbundes, den der Vorstand im Januar 1972 als Nachfolger des Kollegen Buiter eingesetzt hatte, der im Juni des vorhergehenden Jahres zurückgetreten war. Zum Ende des Kongresses wählte der Vorstand den Kollegen Mac Donald vom Kanadischen Gewerkschaftskongress zum Präsidenten des Bundes. Er wurde damit Nachfolger des Kollegen Bruno Storti, des Generalsekretärs des Italienischen Freien Gewerkschaftsverbandes( CISL), der seit 1965 Präsident des IBFG gewesen war und auf eine Wiederwahl verzichtet hatte. Ausser an dieser Veranstaltung und den bereits erwähnten Vorstandssitzungen hat unsere Internationale im Rahmen des IBFG noch an folgenden Tagungen teilgenommen: - Tagung über die gewerkschaftliche Ausbildung in Entwicklungsländern, am 4. Februar 1971 in Genf, die den Vertretern des IBFG und mehrerer internationaler Berufssekretariate die Gelegenheit bot, sich über Pläne, Probleme und Verwirklichungen zu orientieren. Unser Vertreter: Kollege Gray. - Weltwirtschaftskonferenz des IBFG, auf der unser Generalsekretär seine Auffassung von der Konfrontierung der Gewerkschaftsbewegung mit den multinationalen Unternehmen vortrug( dem IBFG kommt es zu, Lösungen für die allgemeinen Probleme zu finden, die IBSe müssen sich auf die praktischen Forderungen konzentrieren) und unseren Willen zur Zusammenarbeit mit den anderen internationalen Berufssekretariaten bekräftigte. An dieser Konferenz, die vom 24. bis 26. Juni 1971 in Genf stattfand, nahmen als Vertreter unserer Internationale ausser dem Kollegen Kissel auch die Kollegen Jonasson und Lewis teil. Konferenz über Lohngleichheit, die, vom IBFG organisiert, vom 17. bis 19. Oktober 1972 in Brüssel stattfand, und zwar gleichzeitig mit der 27. Sitzung des Beratungsausschusses IBFG- IBS: Probleme der berufstätigen Frau. Unsere Vertreterin: Kollegin Eklöf. Tagung über den IBFG und die IBS, auf der u.a. folgende Gegenstände behandelt wurden: die Bezie hungen unserer Bewegung zum Weltverband der Arbeitnehmer, Regionalprobleme, Bangla Desch und die Internationale Arbeitsorganisation. Auf dieser am 22. November in Brüssel veranstalteten Tagung war unsere Internationale durch den Kollegen Kissel vertreten. - Tagung über den Zusammenschluss afrikanischer Gewerkschaften, die am 7. Februar in Brüssel stattfand. Die Vertreter des IBFG und von sieben IBSen einschliesslich unserer Internationale analysierten die Lage, die durch die bevorstehende Gründung der Afrikanischen gewerkschaftlichen Einheitsorganisation entstanden war. Unser Vertreter: Kollege Kissel. Tagung über multinationale Firmen am 26. und 27. Februar 1973 in Brüssel. Den Vertretern von sieben europäischen Zentralverbänden und der Zentralverbände von Tunesien, Israel und Singapur sowie von sieben internationalen Berufssekretariaten( Metallindustrie, Baugewerbe, Oelindustrie, Landwirtschaft, PTT, Graphiker und FIET) war hier die Gelegenheit geboten zu einer Aussprache über eine eventuelle internationale Strategie der Arbeitnehmer in einer Konfrontation mit multinationalen Unternehmen. Unser Vertreter: Kollege Lewis. - Tagungen gegen die französischen Kernwaffenversuche, die am 31. Mai und 9. Juni 1973 in Genf stattfanden, aufgrund derer wir uns entschieden, gegen die Kernwaffenversuche im allgemeinen und die diesbezüglichen Pläne der französischen Regierung zu protestieren. FIET 33 ZWISCHENSTAATLICHE ORGANISATIONEN Beziehungen zur IAO Endlich ist es so weit! Der Ausschuss wird einberufen werden, unser Ausschuss im Rahmen der Internationalen Arbeitsorganisation, der Beratende Ausschuss der Angestellten und Geistesarbeiter, und zwar spä testens zu einer Tagung im September nächsten Jahres. In seiner Sitzung im Mai und Juni 1973 hat der Verwaltungsrat des IAA die Zeit für die Ausschusstagung( wenn auch nicht das genaue Datum) festgesetzt, die siebte, die in reichlich einem Vierteljahrhundert stattfindet. Wir möchten hier daran erinnern, dass dieser Ausschuss, der 1948 seine erste Tagung abhielt, dann 1952, 1954, 1957 und 1959 zusammentrat, im Jahre 1967 am 4. und 5. Dezember seine letzte Tagung abhielt und damals das IAA aufgefordert hatte, ihn" in regelmässigeren Zeitabständen von nicht mehr als drei Jahren" einzuberufen. Am 6. November 1970 hatte unser Generalsekretär in einem Gespräch mit dem Generaldirektor des IAA das Problem der Regelmässigkeit, Leistungsfähigkeit und Zusammensetzung dieses wichtigen Elements der Internationalen Arbeitsorganisation aufgeworfen. Bezüglich der Regelmässigkeit hatte er den Eindruck, dass der Ausschuss im Laufe des Jahres 1972 zusammentreten könnte. Was das Problem der Zusammensetzung betrifft, teilte der Generaldirektor den Standpunkt des Kollegen Kissel und teilte ihm seinen Wunsch mit, den Ausschuss in der Weise zu reorganisieren, dass er sich stärker auf Arbeitnehmer, wie z. B. die der FIET angeschlossenen, und weniger auf kleine Gruppen mehr oder weniger unabhängiger Geistesarbeiter konzentrieren würde. Im Dezember 1970, September 1971 und insbesondere im April/ Mai 1972 versuchte unser Sekretariat den Ausschuss durch seine Pressekommuniqués zu reaktivieren. Und im Februar/ März 1971 wurde dem Verwaltungsrat des IAA ein Bericht vorgelegt über die Ergebnisse der letzten Ausschusstagung mit dem Vorschlag, eine neue Tagung im Laufe des Jahres 1972 einzuberufen. Aber am 11. Februar 1972 schickte unser Sekretariat, in dem Bewusstsein, dass für eine Tagung im Jahre 1972 keine weitere Hoffnung bestand, einen Brief an den Generaldirektor des IAA, in dem der Wunsch ausgesprochen wurde, dass der Beratende Ausschuss 1973 zusammentreten möge. In diesem Schreiben wurden die Forderungen unserer Internationale bezüglich der einige Monate zuvor aufgestellten Hauptpunkte der Tagesordnung für die Ausschusssitzung klargelegt: - Arbeits- und Lebensbedingungen der Handels- und Büroangestellten, insbesondere ihre Vergütung Probleme und Möglichkeiten der Beschäftigung und der Wiederbeschäftigung älterer nicht manueller Arbeitnehmer im Handel und in Büros Um die Zuständigkeit des Ausschusses abzugrenzen, wird darin des weiteren betont, dass" dieser, um gut arbeiten zu können, eines festen Rahmens bedarf, dass er anerkannt sein muss als für den Privatsektor ausschliesslich zuständig für alles, was einerseits die Angestellten und leitenden Angestellten der Industrie, anderseits die Angestellten des Handels, der Banken und Versicherungen betrifft". Das IAA hatte bereits einen Schritt in dieser Richtung getan. Im Mai 1970 hatte sein Verwaltungsrat beschlossen, den Ausschuss versuchsweise auf Probleme des Handels und der Büros zu beschränken. Die finanzielle Situation des IAA besserte sich im April 1972, als man vorhersehen konnte, dass die Regierung der Vereinigten Staaten die Zahlung ihrer Beitragsrückstände, die seit der Verschlechterung der Beziehungen zwischen ihr und dem IAA gegen Ende 1970 aufgelaufen waren, in Aussicht nehmen würde. Aber für den Beratenden Ausschuss verbesserte sich die Lage kaum. Unter dem Vorwand der Dollarabwertung und seiner Auswirkung auf das Budget bewies das IAA weiterhin, dass die Sitzungen der Industrieausschüsse der IAO, folglich auch diejenigen unseres Ausschusses," an erster Stelle annulliert oder gekürzt" werden," wenn sich für das Internationale Arbeitsamt finanzielle Probleme ergeben", wie die Allgemeine Konferenz der Internationalen Berufssekretariate im April 1972 feststellen musste. ad 34 Der Generaldirektor teilte uns am 23. Februar 1972 mit, dass die in unserem Schreiben von 11. September vorgebrachten Forderungen bei der Ausarbeitung der Berichte für die 7. Tagung des Beratenden Ausschusses" mit äusserster Sorgfalt geprüft werden und dass die Beamten, die hierfür zuständig sind, diesbezüglich dauernd mit Ihrem Bund in Verbindung bleiben werden". Tatsächlich mussten wir am 4. Mai 1973 dem IAA auf seine Aufforderung für einen Bericht an die 7. Ausschusstagung eine ziemlich grosse Anzahl von Unterlagen über Probleme des Handels schicken. Ausser diesen Bemühungen hinsichtlich des Beratenden Ausschusses der Angestellten und Geistesarbeiter, war eine weitere Aufgabe des Sekretariats die Teilnahme an verschiedenen Tagungen im Interesse der uns angeschlossenen Industrieangestellten: 9. Tagung des Maschinenbau ausschusses der IAO( Genf, 18.- 29. Januar 1971) auf der unser Generalsekretär in der Vollversammlung nachdrücklich darauf hinwies, dass die Zahl der Angestellten und Kader, insbesondere in der Flugzeug- und Raumfahrtindustrie, zugenommen hätte, und forderte, dass alle Industrieausschüsse sich mit den speziellen Problemen der Angestellten befassen müssten. 8. Tagung des Ausschusses für Hoch- und Tiefbau und öffentliche Arbeiten des IAO( Genf, 19.- 30. Juli 1971), auf der namentlich die unheilvollen Auswirkungen des technischen Fortschrittes in der Bauindustrie hervorgehoben wurden. Der Ausschuss forderte das IAA auf, Dokumentationen über die Beschäftigung, die Lohngarantien, die Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer bei der Anwendung völlig neuer Techniken zu verschaffen. Unsere Vertreter: der Kollege Lewis und die Kollegin Cammell. Nachstehend ein Ueberblick über die Internationalen Arbeitskonferenzen, an denen unser Bund seit seinem Kongress 1970 teilgenommen hat: 56. Internationale Arbeitskonferenz( 2.- 24. Juni 1971) Dieser Konferenz, auf der unsere Internationale durch die Kollegen Kissel, Gray und Lewis vertreten war, ist es gelungen das bedeutende Uebereinkommen" über Schutz und Erleichterungen für Arbeitnehmer im Betrieb" zustande zu bringen. Der volle Text ist im Privatangestellten Nr. 36( Juni/ Juli 1971) enthalten. 57. Internationale Arbeitskonferenz( 7.- 27. Juni 1972) Unser Vorstandsmitglied, Kollege Fitzpatrick, unterstützt von dem Kollegen Lewis und der Kollegin Cammell, hat auf dieser Konferenz unsere Internationale vertreten. Sie hatte einen langen und wichtigen " Beschluss über die sozialen Auswirkungen der Automation und anderer technischer Neuerungen" zum Ergebnis. Dieser Text wie auch die diesbezügliche Rede des Kollegen Fitzpatrick sind im" Privatangestellten" Nr. 44( Sept./Okt. 1972) abgedruckt. - 58. Internationale Arbeitskonferenz( 6.- 27. Juni 1973) Die Kollegen Kissel, Fitzpatrick, Lewis und Grassi haben die FIET auf der 58. Internationalen Arbeitskonferenz vertreten, die eine Reihe von Beschlüssen fasste im Hinblick auf spätere Uebereinkommen und eine ergänzende Empfehlung bezüglich des bezahlten Bildungsurlaubs. In dem Wunsch, das Zustandekommen eines Uebereinkommens wie auch einer Empfehlung zu fördern, hatte unser Sekretariat für den Abend des 8. Juni eine Sitzung organisiert, an der unter dem Vorsitz von James Housewright, des 1. Vizepräsidenten der FIET, ungefähr 20 Mitglieder und Freunde unseres Bundes teilnahmen. Zweck dieser Zusammenkunft war es, die Teilnehmer für ihre Stellungnahmen durch die Ausführungen von Generalsekretär Kissel und Herrn Komba- Kono, eines IAA- Beamten, zu orientieren und diese Stellungnahmen, soweit möglich, zu konzertieren. Die Konferenz nahm ausserdem einen wichtigen Beschluss über Agenturen für Aushilfsarbeiten an und befasste sich mit einem Bericht über die Anwendung der im Jahre 1964 von der Internationalen Arbeitskonferenz angenommenen Erklärung gegen die Apartheid in Südafrika sowie mit einem Bericht des Generaldirektors des IAA, der insbesondere der Wirtschafts- und Finanzpolitik in der Welt gewidmet war. 55 35 Wir möchten noch hinzufügen, dass in Genf vom 26. Oktober bis 4. November 1972 im IAA eine Tagung über die Beziehungen zwischen den multinationalen Gesellschaften und der Sozialpolitik stattfand, auf der sich unser Sekretariat durch den Kollegen Lewis vertreten liess. Die Schlussfolgerungen dieser Tagung mit einigen Kommentaren waren Gegenstand der FIET- Publikationen von Februar/ März 1972. Beziehungen zur Unesco Unser Kollege Overtus vom Syndicat des employés, techniciens et cadres de Belgique nahm im Namen unserer Internationale vom 26.- 28. Juli 1971 an einer Tagung der UNESCO teil, die eine Empfehlung bezüglich des Status der wissenschaftlichen und technischen Arbeitnehmer zum Ergebnis hatte. Unter Zugrundelegung der 4. Entschliessung unseres Dubliner Kongresses verteidigte unser Kollege die Grundsätze der freien Gewerkschaftsbewegung:" Was die Arbeitsbedingungen betrifft, kann nur die Einbeziehung dieser Kräfte, abgesehen von den freiberuflich tätigen, in die jeweiligen nationalen Sozialversicherungssysteme ihnen die Sicherheit geben bezüglich einer ihren Arbeitsleistungen entsprechenden Vergütung." Beziehungen zur OECD Der Beratende Gewerkschaftsausschuss des IBFG bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung( OECD) hat sich im Juni 1972 verpflichtet, uns bei allen Initiativen hinzuzuziehen, die irgendwie die Interessen der Privatangestellten berühren. In einem Brief vom 19. Mai hatte der Generalsekretär der FIET den Ausschuss nämlich darauf hingewiesen, dass unsere Internationale keine Einladung erhalten hatte zur Teilnahme an einer Delegation, die am 13. April von Herrn Jean Rey empfangen worden war. Diese Delegation, der ungefähr 10 Kollegen der freien und der christlichen Gewerkschaften angehörten, hatte eine Aussprache mit Herrn Rey über Verbesserungen der Beschäftigung und der Arbeitsbedingungen in Industrie- und Entwicklungsländern und machte ihm verschiedene Vorschläge. Hierzu erklärte Kollege Kissel in seinem Schreiben:"... es ergibt sich, dass mein Bund diesbezüglich bestimmte Vorstellungen hat und dass er niemals eine Gelegenheit versäumt, diese darzulegen." FIET 36 REGIONEN Fortsetzung Dublin In dem Tätigkeitsbericht für den 16. Kongress war zu lesen, dass der Vorstand in seiner Mai- Sitzung im Jahre 1969 die gegen Ende des vorhergehenden Jahres erfolgte Gründung unserer ersten Regionalorganisation, der interamerikanischen IRO- FIET, gutgeheissen hatte. Und in dem Bericht über den Kongress kommt zum Ausdruck, dass unser Weltbund mit seiner neuen Satzung das Tor geöffnet hat für weitere Regionalorganisationen und auch für" regionale Fachgruppen, welche sich aus bestimmten Mitgliedsgruppen der dem Internationalen Bund angeschlossenen Verbände zusammensetzen". Die Satzung ermöglichte die Gründung der Europäischen Regional organisation- EURO- FIET- im November 1972 in Kopenhagen sowie der ASIA- FIET. Diese Regionalorganisation in Asien wurde im Mai dieses Jahres in Singapur konstituiert. Auf den folgenden Seiten werden wir auf diese Entwicklung zurückkommen. Aber die Dubliner Satzung hat noch weitere Auswirkungen gehabt. Um die Regionalorganisationen auf einer soliden Grundlage zu errichten, indem die reale Mitgliederzahl festgestellt wird, konnte jetzt laut Satzung klar unterschieden werden zwischen aktiven und assoziierten Mitgliedern, denn Artikel 4, Abs. 2 besagt:" In Sonderfällen kann der Vorstand Gewerkschaften, die zum Zuständigkeitsbereich der FIET gehören, als assoziierte Mitglieder aufnehmen. Diese haben keinen Anspruch auf die Rechte, die den eigentlichen Mitgliedsorganisationen zustehen." In Washington beauftragte der Vorstand den Generalsekretär, von den Mitgliedsorganisationen, die ihre Beiträge länger als zwei Jahre schuldig geblieben waren, zu verlangen, dass sie entweder ihre Rückstände bezahlen oder dem Vorstand eine diesbezügliche Regelung vorschlagen. Am 25. November schickte unser Sekretariat 57 Mitgliedsverbänden( 13 afrikanischen, einem nordamerikanischen, 17 südamerikanischen oder karibischen, 17 asiatischen, 7 europäischen, einem aus dem Nahen Osten und einem ozeanischen) einen Brief mit Bezug auf Artikel 4 Absatz 2 der Satzung und einem Hinweis auf den Washingtoner Beschluss," alle Organisationen, die ihren Beitragsverpflichtungen nicht nachkommen, auf die Liste der assoziierten Mitglieder zu setzen". In dem Schreiben wurden diese Organisationen gefragt, ob sie beabsichtigen, ihre Beiträge zu zahlen oder nicht, und ihnen mitgeteilt, dass aufgrund ihrer Entscheidung" der Vorstand beschliessen wird, ob Artikel 4 Absatz 2 auf sie anzuwenden ist". Eine Liste mit 57 potentiellen assoziierten Mitgliedern wurde dem Vorstand im Januar 1972 vorgelegt, und im August des gleichen Jahres musste sich der Vorstand mit drei neuen Listen befassen, die unser Sekretariat aufgrund der auf das Schreiben vom 25. November eingegangenen Antworten zusammengestellt hatte: eine Liste mit 71 Organisationen, denen ihre vollberechtigte Mitgliedschaft bestätigt werden musste, eine mit 40 Organisationen, deren Assoziierung sicher zu sein schien, und eine mit 24, bei denen die Stellung nach Prüfung der einzelnen Fälle vom Vorstand entschieden werden musste. Die Liste der assoziierten Organisationen wird nach dem Londoner Kongress noch zu bereinigen sein, denn viele unter ihnen haben inzwischen ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllt. Amerika Vom 16. bis 20. Juli 1973 fand in Bogotá( Kolumbien) die 2. Konferenz der IRO- FIET, unserer Interamerikanischen Regional organisation, unter dem Vorsitz ihres Präsidenten Juan Hernandez statt. Annähernd 200 Personen nahmen an dieser Tagung teil. Die Konferenz nahm mit Befriedigung den Bericht über die im Zusammenhang mit den vielen Seminaren geleistete Arbeit und über die Entwicklung des Mitgliederbestandes der IRO- FIET zur Kenntnis. Der 33 37 Generalsekretär der FIET und die Konferenz brachten dem Regionalsekretär Elmer Foster, der das Büro der IRO- FIET in Curaçao leitet, und seinen Mitarbeitern für ihre erfolgreiche Tätigkeit ihren wärmsten Dank zum Ausdruck. Vor und während der Konferenz fanden Fachgruppensitzungen für Handels-, Bank-, Versicherungs-, Sozialversicherungs- und Industrieangestellte statt. Wir werden später einen eingehenden Bericht über die Konferenzergebnisse bringen. Der Kollege Juan Hernandez aus Venezuela, der die letzten drei Jahre Präsident der IRO- FIET war, trat wegen seiner stärkeren beruflichen Belastung von seinem Amt zurück. Als neuer Präsident der IROFIET wurde Ismario Gonzalez, ebenfalls aus Venezuela, gewählt. Kollege Elmer Foster wurde durch Akklamation in seinem Amt als Regionalsekretär bestätigt. Der demnächst von seinem Amt zurücktretende Generalsekretär der FIET wurde besonders herzlich geehrt. Hervorgehoben wurde seine Tätigkeit in Lateinamerika im Laufe von 15 Jahren, die zum gegenwärtigen Erfolg der IRO- FIET geführt hat. In seiner Ansprache an die Konferenzteilnehmer bezeichnete Kollege Kissel den ehemaligen Präsidenten der FIET, James Suffridge, als den" Motor" für die Entwicklung der FIET in der Westlichen Hemisphäre. Die FIET sieht sich einem Wunsch der lateinamerikanischen Mitgliedsverbände gegenübergestellt, die ihre Tätigkeit auf die Angestellten von Krankenhäusern und Fremdenverkehrs- Unternehmen ausdehnen möchten. Was den Handel betrifft, sollten alle Arbeitnehmer( z. B. auch die" meat- cutter") inbegriffen sein. Europa Die Gründungskonferenz unserer Europäischen Regionalorganisation, der EURO- FIET, fand am 7. und 8. November 1972 im Hotel Tre- Falke in Kopenhagen statt. An dieser Konferenz haben 168 Personen teilgenommen: 94 Delegierte, 50 Beobachter, 9 Vorstandsmitglieder und 15 Gäste, unter ihnen Kollege Gerard O'Keefe, Sachbearbeiter für internationale Beziehungen der nordamerikanischen R.C.I.A. In Kopenhagen waren Gewerkschaftsorganisationen aus 15 Ländern vertreten: Belgien, Dänemark, Deutschland, Grossbritannien, Finnland, Frankreich, Irland, Island, Italien, Niederlande, Norwegen, Oesterreich, Schweden, Schweiz. Die Satzung, die die Konferenz angenommen hat, ist diesem Bericht beigefügt. In der Form einer Broschüre von 10 Seiten ist sie am 18. Dezember 1972 in deutscher, französischer und englischer Fassung verschickt worden. Die sieben Entschliessungen des Kongresses, die am 30. November an die europäischen Organisationen geschickt worden sind, wurden Dezember/ Januar in den Welt- Kommuniqués des Sekretariats veröffentlicht. Sie haben folgende Titel: Sozialprogramm Für ein europäisches Gesamtprogramm Allgemeines Aktionsprogramm bezüglich der multinationalen Konzerne Richtlinien für die Aktion in multinationalen Konzernen Über ein Programm bezüglich der leitenden Angestellten Über eine Koordinierung der Gewerkschaftspolitik Für den bezahlten Bildungsurlaub Dem von der Konferenz gewählten Vorstand gehören ausser dem Kollegen Erich Kissel 16 weitere Kollegen an, die alle Mitglieder des Weltvorstandes sind: A. Allen( USDAW, Grossbritannien), Präsident E. Magnusson( H.F., Schweden), Vizepräsident R. Maier- Neff( S.K.V., Schweiz), Kassierer M. Allègre( F.E.C., Frankreich) M. Bar- Tal( UCAPSE, Israel) H. Brandt( DAG, Deutschland) 38 38 - A. Dallinger( G.P.A., Oesterreich) G. Doughty( TASS, Grossbritannien) W. Fitzpatrick( I.U.D.W.C., Irland) M. Harvøe( H.K., Dänemark) A. Nilstein( SIF, Schweden) G. Stephan( DGB, Deutschland) J. ter Horst( Mercurius, Niederlande) T. Thomas( APEX, Grossbritannien) O. Totland( N.H.K.F., Norwegen) H. Vietheer( H.B.V., Deutschland) Zum Sekretär der neuen Organisation ist Kollege E. Kissel bestellt worden, der dieses Amt in Personalunion mit dem des Generalsekretärs der FIET ausüben wird. Seit Kopenhagen hat die EURO- FIET eine Reihe von Initiativen ergriffen, wodurch sie zum Motor des Weltbundes geworden ist, die aber auch ermöglichen, die europäischen Errungenschaften in den Dienst der anderen Regionalorganisationen zu stellen. Am 26. Februar 1971 fand in Stockholm ein Treffen statt, an dem alle europäischen Mitglieder des FIET- Vorstandes teilnahmen, um die Satzung der zukünftigen Regionalorganisation und Fragen ihrer Finanzierung zu besprechen. Dort nahm auch die Idee der europäischen Organisation, wie wir sie heute kennen, Gestalt an, und der FIET- Generalsekretär wurde gebeten, diesbezüglich ein Memorandum zu redigieren, einen Vorentwurf der Satzung auszuarbeiten und einen Budget- Voranschlag zu erstellen. Aber erst in Washington, am 26. Mai 1971, wurde der" provisorische Vorstand" der entstehenden Organisation konstituiert und der Beschluss zu einer ersten europäischen Konferenz gefasst. Der Weltvorstand billigte diesen Beschluss, dessen wesentlicher Inhalt in dem Abschnitt über die 27. Weltvorstandstagung wiedergegeben ist. Im Januar 1972 beauftragte der FIET- Vorstand einen Ausschuss, über den wir an anderer Stelle berichten, damit, die Satzung der europäischen Organisation auszuarbeiten und ihre Gründungskonferenz vorzubereiten, die am 7. und 8. November in Kopenhagen stattfinden sollte, wie später festgesetzt wurde. Auf seiner nächsten Tagung, die er in Kopenhagen am Vortag der Gründungskonferenz abhielt, brachte der Vorstand den Satzungsentwurf zum Abschluss. Hinsichtlich des Nahen Ostens hatte der Generalsekretär den Mitgliedern des provisorischen Vorstands am 16. Oktober 1972 den Text des Schreibens zugestellt, das ihm der israelische Kollege M. Bar- Tal im Hinblick auf die Eingliederung seiner Gewerkschaft in die Europäische Regionalorganisation geschickt hatte. Der Generalsekretär der UCAPSE machte darin geltend, dass, geographisch gesehen, Israel dort liege," wo der Westen und Osten einander begegnen, und seit seiner Entstehung hat es sehr enge wechselseitige Wirtschaftsund Handelsbeziehungen zu den europäischen Ländern entwickelt. Ausserdem bestehen seit vielen Jahren zwischen unserer Gewerkschaft und den europäischen Gewerkschaften enge und freundschaftliche Beziehungen. Aus diesen und weiteren Gründen sind die wirtschaftlichen und sozialen Probleme Europas und die von den Gewerkschaften zu ihrer Bewältigung eingeschlagene Politik von lebenswichtigem Interesse für uns". Er schliesst damit, dass er den offiziellen Antrag( auf die vollberechtigte Mitgliedschaft in der EUROFIET) stellt. Der provisorische Vorstand empfahl der Gründungskonferenz einstimmig die Aufnahme der israelischen Gewerkschaft in die EURO- FIET sowie auch die Aufnahme von 2 libanesischen Mitgliedsorganisationen der FIET. Einstimmig nahm dann die Konferenz diesen Vorschlag des Vorstandes an. Der europäische Vorstand wurde um ein Mitglied erweitert. Es ist dies der holländische Kollege ter Horst, ehemaliger Vorsitzender unseres EWG- Ausschusses und Mitglied des Weltvorstandes, nachdem die Region inzwischen genügend Mitglieder aufweist. Dieser Vorschlag und die vorhergehenden wurden von der Gründungskonferenz angenommen. Um seine Tätigkeiten in" Kleineuropa" wieder anzukurbeln, hatte unser ehemaliger EWG- Ausschuss, der am 12. Juni 1972 in Luxemburg zusammengetreten war, beabsichtigt, einen hauptamtlichen Sekretär anzustellen, um den Anfang Dezember 1971 zurückgetretenen nebenamtlichen Sekretär, den Kollegen 39 Franz Hermann, zu ersetzen. Seine Wahl war auf den belgischen Kollegen Mirval t'Kindt gefallen, der am 23. August in Genf, anlässlich einer Unterredung mit dem FIET- Generalsekretär, beauftragt wurde, Anfang September in Brüssel ein Büro zu eröffnen, das dem Genfer Sekretariat der Internationale unterstellt werden sollte. Der Lebenslauf des Kollegen t'Kindt wurde am 24. Oktober an die Mitglieder des provisorischen Vorstands der EURO- FIET geschickt. Diese hatten ungefähr 10 Tage zuvor auch einen neuen Satzungsentwurf erhalten, bei dessen Ausarbeitung der im August gefasste Beschluss des Weltvorstandes berücksichtigt war, das heisst, weder für den Gemeinsamen Markt noch für die EFTA sollten Sonderausschüsse vorgesehen werden; die entsprechenden Tätigkeiten der EURO- FIET in diesen Zonen seien vielmehr von dem Sekretariat der Regionalorganisation auszuüben, unter der Voraussetzung, dass dieses in Brüssel über ein Untersekretariat für die Europäischen Gemeinschaften verfüge. Der provisorische Vorstand machte sich diese Vorschläge zu eigen und die Konferenz nahm sie in der Form von Artikel 10 Abs. 8 der EURO- FIET- Satzung an. Es wurde vereinbart, dass die Vorstandsmitglieder, die einerseits in den EWG- Ländern, andererseits in denen der EFTA tätig sind, sich auf 2 Ausschüsse verteilen, für jede Zone einen, um für die Tätigkeiten der EURO- FIET im Rahmen der europäischen Institutionen die Leitung wahrzunehmen, und dass der für die EWG vorgesehene Ausschuss es übernehmen würde, dem Brüsseler Sekretariat der Regionalorganisation seine Richtlinien zu geben. Es wurde ausserdem vereinbart, dass dem europäischen Vorstand ein Vertreter der belgischen Gewerkschaft" Syndicat des employés, techniciens et cadres" mit beratender Stimme angehören solle, der aber bei Abstimmungen, die die Europäischen Gemeinschaften betreffen, stimmberechtigt sei( dieser Vorschlag wurde in die Satzung unter Art. 7 Abs. 2 aufgenommen). Dann nahm der provisorische Vorstand noch das Budget an, das für die neue Regionalorganisation( einschliesslich seines Sekretariats für die Europäischen Gemeinschaften) aufgestellt worden war, und zwar auf der Basis eines Jahresbeitrages von 100 Schweizer Franken für 1000 Mitglieder der angeschlossenen Organisationen, die diese zusätzlich zu den FIET- Beiträgen entrichten. Am 7. und 8. November nahm die Gründungskonferenz der EURO- FIET das Budget der neuen Organisation sowie die 14 Artikel ihrer Satzung an. Die meisten Artikel wurden einstimmig angenommen, eine Ausnahme bildeten Artikel 6( eine Enthaltung), Artikel 11( 8 Enthaltungen) und Artikel 12( 11 Gegenstimmen), der die Einrichtung eines Jugendausschusses der EURO- FIET betrifft. So wurde die EURO- FIET gegründet, die zur Zeit der Kopenhagener Konferenz bereits 2.620.905 den vollen Beitrag zahlende Mitglieder in 19 europäischen Ländern umfasst. Zwei nichtangeschlossene skandinavische Organisationen waren durch Beobachter vertreten: die Dansk Bankfunktionaerers Landsforening( Dänemark) und die Försäkringstjänstemannaförbundet( Schweden). In Berlin nahm am 6. März 1973 der Vorstand der neuen Organisation die ersten Bemühungen des Sekretariats und deren Ergebnisse zur Kenntnis. Es hat in Genf den Kollegen Guy Grassi als Fachgruppensekretär angestellt, eine allgemeine Erhebung über Arbeitsbedingungen unternommen, die Vorbereitungen für die Sitzung der Fachgruppenvorstände, die noch vor Ende des Jahres 1973 stattfinden soll, sowie für die europäischen Fachgruppenkonferenzen des nächsten Jahres in Angriff genommen, die Einrichtung des Brüsseler Büros beendet und den Kontakt mit den EWG- Behörden wiederaufgenommen. 9 Vertreter der EURO- FIET haben am 8. und 9. Februar 1973 in Brüssel an der Gründungsversammlung des Europäischen Gewerkschaftsbundes sowie an seinem 1. Kongress teilgenommen, und an der 1. Sitzung des Exekutivausschusses dieses Bundes hat Kollege Kissel in seiner Eigenschaft als Vertreter der EURO- FIET teilgenommen. Im Hinblick auf die Anerkennung der EURO- FIET als Gewerkschaftsausschuss des neuen Bundes gemäss Artikel 4 der Satzung des EGB beauftragte der Vorstand das Sekretariat, die erforderlichen Schritte zu unternehmen. Dementsprechend wurde am 19. April 1973 beim EGB ein offizieller Antrag auf Anerkennung eingereicht. Um für die EURO- FIET eine solide Grundlage zu schaffen, beschliesst der Vorstand ausserdem, ein Aktionsprogramm ausarbeiten zu lassen, und setzt zu diesem Zweck einen Ausschuss ein, dem die folgenden 12 Kollegen angehören: A. Allen, E. Magnusson, E. Kissel, M. Allègre, H. Brandt, A. Dallinger, W. Fitzpatrick, J. ter Horst, R. Maier- Neff, G. Stephan, T. Thomas und K. Boeykens. Dieser Ausschuss ist beauftragt, bei der Ausarbeitung eines Vorentwurfs mit dem Sekretariat zusammenzuarbeiten. Was die Bestellung eines europäischen Regionalsekretärs betrifft, beschliesst der Vorstand, das Ergebnis der Unterredung abzuwarten, die am folgenden Tag zwischen dem Kollegen Maier, Kandidaten für das Amt des FIET40 Generalsekretärs, und dem Weltvorstand stattfinden soll. Nähere Angaben über diese Unterredung sind in dem Abschnitt über die 30. Sitzung des FIET- Weltvorstandes enthalten. Bezüglich der Bildung unserer europäischen Fachgruppe für Bankangestellte haben wir seit Oktober 1972 einen längeren Schriftwechsel mit dem neuen Generalsekretär der" National Union of Bank Employees"( Grossbritannien), dem Kollegen Leif Mills, gehabt. Sein Vorgänger, der Kollege A. Brooks, hatte im Oktober 1970 am 16. Kongress unseres Bundes teilgenommen. Mit mehr als 100.000 Mitgliedern ist die NUBE bei weitem die bedeutendste Gruppe der Union europäischer Bankpersonalverbände( U.E.B.), deren weitere Mitgliedsverbände nach den Ergebnissen einer Umfrage, die von unserem Sekretariat im Dezember 1972 durchgeführt wurde, mehr oder weniger unabhängige Sondervereine sind.lochon In ihrem Mitteilungsblatt" NUBE News" erklärte die eindeutig gewerkschaftliche Organisation des Kollegen Mills, dass sie versuche, neue Kontakte mit dem Internationalen Bund der Privatangestellten und vor allem mit seiner europäischen Organisation herzustellen und auch die Möglichkeit von Kontakten mit verschiedenen skandinavischen Bankangestellten- Gewerkschaften prüfe. Im skandinavischen Bereich hatten wir es besonders mit der Nordiska Bankmannaunion( N.B.U.) zu tun. Nach einem Briefwechsel mit ihrem Generalsekretär sahen wir uns veranlasst, am 29. März 1973 an alle unsere europäischen Mitgliedsverbände folgendes Rundschreiben zu schicken: "... mit einem Brief der Nordiska Bankmannaunion vom 21. März 1973 wurde uns mitgeteilt, dass diese Organisation, welche als solche nicht Mitglied unserer Internationale ist, vom 24.- 25. Mai 1973 in Kopenhagen eine europäische Konferenz der Bankangestellten veranstaltet. Eingeladen zu dieser Sitzung sind FIET- Gewerkschaften und einige Bankangestelltenvereine, wovon einige in ihren jeweiligen Ländern von der Gewerkschaftsbewegung nicht anerkannt sind. Nachdem wir uns mit den betroffenen Vorstandsmitgliedern beraten haben, bitten wir Sie, an dieser o.a. Sitzung nicht teilzunehmen. Wie wir Ihnen mit unserem Rundschreiben vom 29. März 1973 mitteilten, beschloss der EURO- FIETVorstand an der letzten Tagung in Berlin, dass am 19. und 20. September 1973 eine Sitzung des europäischen Komitees der Bankangestellten in Genf stattfinden wird. Der Vorstand wird, neben vielen anderen aktuellen Problemen, die für Mai 1974 vorgesehene Konferenz der europäischen Gewerkschaften für Bankangestellte vorbereiten." Asien Einige Monate später als ihre europäischen Kollegen hielten die asiatischen und ozeanischen Mitglieder unseres Bundes vom 22. bis 25. Mai 1973 in der Conference Hall von Singapur die Gründungskonferenz ihrer Regionalorganisation, der ASIA- FIET, ab. Zum Zeitpunkt ihrer Konstituierung umfasste sie 454.545 Arbeitnehmer in 33 der FIET angeschlossenen oder assoziierten Gewerkschaften, die sich auf 18 Länder verteilen: Australien, Bangla Desch, Fidschi Inseln, Hongkong, Indien, Indonesien, Japan, Malaysia, Neuseeland, Pakistan, Philippinen, Sabah, Sarawak, Singapur, Sri Lanka( Ceylon), Süd- Korea und Süd- Vietnam. Einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen der Konferenz leisteten die Kollegen in Singapur und der Generalsekretär der SNTUC Devan Nair. Die Konferenz, bei der auch unser Generalsekretär anwesend war, fand unter dem Vorsitz des Kollegen Joseph Tan, des Generalsekretärs der Singapur Manual and Mercantile Workers' Union( S.M.M.W.U.), statt. An ihr nahmen 118 Personen teil( 38 Delegierte, 30 Beobachter und 50 Gäste). Weitere Besucher wa41 41 ren der Aussenminister von Singapur, der Generalsekretär der örtlichen Gewerkschaftszentrale und einige ausländische Kollegen, unter ihnen Gerard O'Keefe und David Wade, von unserem nordamerikanischen Mitgliedsverband R.C.I.A. Von Generalsekretär Kissel persönlich vorbereitet, befasst sich die Konferenz mit einem Satzungsentwurf für die ASIA- FIET, der am 10. Februar an alle Mitgliedsverbände der Region verschickt worden war. Sie nahm den Text an, der im Anhang wiedergegeben ist. Sie befasste sich auch mit einer Reihe von Berichten: Aufgaben der neuen Regionalorganisation( Kollege Kissel), ihre Organisationsprobleme( Kollege Yamamoto, Japan), ihre Politik gegenüber transnationalen Firmen( Kollege Egan, Australien), Arbeitsbedingungen für Handelsangestellte( Kollege Vasagam, Malaysia), für Industrieangestellte( Kollege Maynes, Australien) und für Bankangestellte( Kollege Lim, Singapur). Die Konferenz fasste vier Entschliessungen: Über die Gewerkschaftsbewegung der Angestellten in Asien Über multinationale Unternehmen Über die Arbeitsbedingungen für Versicherungs- und Industrieangestellte Gegen französische Kernwaffenversuche im Süd- Pazifik. Schliesslich wählte die Konferenz einstimmig die Spitzenfunktionäre der neuen Regionalorganisation: Präsident: Yeoh Teck- Chye( Vorsitzender der National Union of Bank Employees, Malaysia) 1. Vizepräsident: J.P. Maynes( Bundesvorsitzender der Federated Clerks Union, Australien) 2. Vizepräsident: Katsuischi Yamamoto( Generalsekretär der Schogyororen, Japan) 3. Vizepräsident: Democrito Mendoza( Vorsitzender des Gewerkschaftsbundes von Visayas- Mindanao, Philippinen) Sekretär: Lim Kim- Hian( Generalsekretär der Singapore Bank Employees Union, Singapur). Um den Berichterstattern ihre Aufgabe zu vereinfachen, hatte unser Sekretariat die asiatischen Mitgliedsverbände gebeten ebenfalls am 20. Februar jedem einen Ueberblick über das, was sie in seinem - - Themenbereich an Wesentlichem erreicht hatten, zu schicken. Mit den Vorbereitungen wurde ein Empfangsausschuss betraut, dem Vertreter unserer 3 Mitgliedsverbände in Singapur sowie der Kollege Lawrence Sia, Stellvertretender Generalsekretär des nationalen Zentralverbandes, angehörten. Die Vorarbeiten für die Gründungskonferenz der ASIA- FIET wurden von einem Seminar in Honolulu in Angriff genommen. Ausser mit der Konferenz befasste sich das Seminar mit 4 Problemen: 1) Die Stellung des Nahen Ostens in den Regionalstrukturen der FIET, 2) die Bedeutung unseres asiatischen Mitgliederbestandes, 3) die Finanzierung der ASIA- FIET und 4) ihre Satzung. Bezüglich der ersten Frage verweisen wir unsere Kollegen auf unseren Abschnitt über die Regionalisierung der FIET in Europa und beschränken uns darauf, hier die von dem Kollegen Kissel in Honolulu ausgesprochene Empfehlung, dass ein Beobachter aus dem Nahen Osten zur Konferenz von Singapur eingeladen werden sollte, anzuführen. Zu dem Thema" Mitgliederbestand in Asien" erklärte der Generalsekretär:" Artikel 9 Abs. 6 der FIET- Satzung bestimmt eindeutig, dass eine Region nicht im Vorstand vertreten sein kann, wenn dort nicht mindestens 100.000 vollberechtigte Mitglieder vorhanden sind. Und das ist zur Zeit in Asien nicht der Fall." Darauf gab der japanische Kollege Yamamoto zur Antwort:"... wir müssen uns an den Gedanken gewöhnen, dass die Satzung befolgt werden muss und dass, wenn wir nicht 100.000 Mitglieder haben, wir auch nicht einen Vertreter in den Vorstand entsenden können. Infolgedessen ist die beste Lösung für uns, asiatische Kollegen, dass wir alle in stärkerem Masse versuchen, uns in naher Zukunft mehr als 100.000 beitragzahlende Mitglieder anzugliedern, und zwar durch grosse Bemühungen in jedem Land." Kurz vor" Honolulu" sollten ungefähr 20 asiatische und ozeanische Verbände wegen Nichtzahlung der Beiträge auf die Liste der assoziierten Organisationen der FIET gesetzt werden. In seiner Sitzung vom 28. November 1972 konnte der Geschäftführende Vorstandsausschuss zur Kenntnis nehmen, dass die vom Generalsekretär aufgenommenen Verhandlungen wahrscheinlich zur Uebernahme von drei der genannten Organisationen in die Liste der vollberechtigten Mitglieder führen werden. Es handelte sich dabei um die 42 42 Shop Assistants and Warehouse Employees Federation of Australia, die sich verpflichtet hatte, für 102.000 Mitglieder zukünftig Beiträge zu zahlen; Federated Clerks Union of Australia, die sich verpflichtet hatte, zukünftig Beiträge für 60.000 Mitglieder zu zahlen; APUO All- India Bank Employees' Federation, die versprochen hatte, Beiträge für 2.000 Mitglieder zu zahlen; Visayas- Mindanao Confederation of Trade Unions, die anbot, für 15.000 der FIET angeschlossene Mitglieder Beiträge zu zahlen. Ted Afrika Das bedeutenste Ereignis der letzten Monate war zweifellos die in Addis Abeba in den Tagen vom 6.14. April 1973 erfolgte Gründung einer Afrikanischen gewerkschaftlichen Einheitsorganisation( OUSA): mit den diesbezüglichen Folgen werden wir bei unseren zukünftigen Bemühungen um Schaffung einer afrikanischen Regional organisation rechnen müssen. Zu Beginn dieses Jahres hatten die Vorbereitungen für die Gründung dieser Organisation, zu der 100 Delegierte und 12 Beobachter zusammengekommen waren, bei dem IBFG ziehmliche Besorgnis erregt, so dass dieser die Vertreter von ungefähr 10 internationalen Berufssekretariaten zu einer Aussprache hierüber einlud, die am 7. Februar 1973 in Brüssel stattfand. Die Vertreter der IBSe erfuhren, dass die OUSA" von allen internationalen Gewerkschaftszentralen unabhängig" sein sollte und" dass sie sich aus nationalen Gewerkschaftsorganisationen zusammensetzen wird, die auf keinen Fall internationalen Gewerkschaftsorganisationen angeschlossen sein dürfen. Die OUSA, deren Präsident der guineische Kollege Sylla Lanciné und deren Generalsekretär der Kollege Denis Akumu aus Kenia ist, umfasst ungefähr 30 Gewerkschaftszentralen von 26 Ländern einschliesslich 8 der Länder, auf die die 11 assoziierten Organisationen und die 3 vollberechtigten Mitglieder unserer Internationale in der afrikanischen Region verteilt sind. - - In Dahome hat sich der OUSA die" Confédération nationale des syndicats libres" angeschlossen, der unser beitragzahlendes Mitglied" Syndicat national des employés et cadres" angehört. In Nigerien ist der" United Labour Congress" Mitglied der OUSA; dem ULC ist die" Nigerian Union of Bank, Insurance and Allied Workers"( NUBIAW), ein beitragzahlendes Mitglied unser Internationale, angeschlossen. In Obervolta ist die OUSA vertreten durch die" Organisation voltaïque des syndicats libres", zu deren Mitgliedern die" Fédération des employés du commerce, de l'industrie et des banques" gehört, die ihrerseits der FIET angeschlossen ist. In Togo gehört die" Confédération nationale des travailleurs" der OUSA an; der togoischen Organisation ist unser assoziiertes Mitglied" Syndicat des employés de commerce angeschlossen. In 4 weiteren Ländern, in denen wir Mitglieder haben, ist die OUSA ebenfalls vertreten: in Zaïre durch die" Union nationale des travailleurs"( UNTZA), in Kamerun durch die" Union nationale des travailleurs"( UNTC), in Ghana durch den" Trade Union Congress" sowie auch in Sierra- Leone. Seinerseits versäumt unser Sekretariat keine Gelegenheit, gegenüber seinen afrikanischen Mitgliedern die Bedeutung einer Regionalisierung der FIET zu betonen, entsprechend derjenigen, die in Amerika, in Europa und in Asien betrieben wird. Das Sekretariat wendet viel Zeit und Mühe auf für die Organisierung dieser schwierigen Region. Noch vor einigen Monaten schienen wir mit diesen Bemühungen kurz vor einem Ergebnis zu stehen. - In Kenia ergab sich eine sehr bedeutsame Annäherung zwischen der FIET und der" Kenya Union of Commercial, Food and Allied Workers"( 30.000 beitragzahlende Mitglieder), Nachfolgerin der K.D.C.W.U., 43 die 1964 zu den Mitgliedern unserer Internationale gehörte( s. Tätigkeitsbericht von Tel Aviv), aber auf ihre Mitgliedschaft verzichten musste. Diese Organisation, die uns am 31. August 1972 mitteilte, dass die beabsichtige, der FIET beizutreten, ist Mitglied der" Central Organisation of Trade Unions"( COTU) von Kenia, deren Generalsekretär, der Kollege Denis Akumu, auch Generalsekretär der OUSA ist. Elfenbeinküste: dort hatte zur gleichen Zeit das" Syndicat national des cadres et employés de banques, assurances et crédits"( 3.000 beitragzahlende Mitglieder) ebenfalls eine Annährung an die FIET in Aussicht gestellt. Diese Angestelltengewerkschaft, die der" Union générale des travailleurs de la Côte d'Ivoire", Gründungsmitglied der OUSA, angeschlossen ist, aber mit der freien Gewerkschaftsbewegung sympathisiert, hält es für schwierig, sofort der FIET beizutreten, beabsichtigt jedoch, den Beitritt vorzubereiten. - In Obervolta ist die" Fédération des employés du commerce, de l'industrie et des banques"( 1.200 beitragzahlende Mitglieder), die unserer Internationale angeschlossen ist, bereit, an der Gründung einer AFRO- FIET mitzuwirken. Unsere Kollegen von der nordamerikanischen RCIA veranstalteten mehrere Seminare für afrikanische Gewerkschaften in unserem Bereich. FIET 44 ВИЗНАН Moneds FIET- Vorstandsmitglieder A.W. Allen, C.B.E. J.T. Housewright E. Magnusson E. Kissel R. Maier- Neff M. Allègre M. Bar- Tal H. Brandt Y. Teck Chye H. Coughlin A. Dallinger D. Diskin G.H. Doughty W.J. Fitzpatrick M. Harvøe 00 00.000: 06 A.E. Heaps J. Hernandez A. Magaldi A.H. Nilstein G. Stephan T. Thomas O. Totland 00.000.0 Präsident 1. Vizepräsident( ab 7. März 1973) 2. Vizepräsident Generalsekretär Kassierer Manchester Washington Malmö Genf Zürich Paris Tel Aviv Hamburg Kuala Lumpur New York Wien Buenos Aires Richmond Dublin Kopenhagen New York Caracas Rio de Janairo Stockholm Düsseldorf London Oslo H. Vietheer J.A. Suffridge, in den Ruhestand getreten nach der Vorstandssitzung in Reykjavik, am 16./17.8.1972, Nachfolger: MAJIB G. O'Keefe J. ter Horst( ab 7. März 1973) GESCHÄFTSFÜHRENDER VORSTANDSAUSSCHUSS A.W. Allen, Präsident J.T. Housewright, 1. Vizepräsident( ab 7. März 1973) E. Magnusson, 2. Vizepräsident E. Kissel, Generalsekretär R. Maier- Neff, Kassierer G. Stephan 45 Düsseldorf Washington Amsterdam Manchester Washington Malmö Genf Zürich Düsseldorf Finanzbericht SOLL HABEN BETRIEBSRECHNUNG 1970 S.Fr. Beiträge angeschlossener Verbände тан Bankzinsen. S.Fr. 983.046,95* 5.713,20 Andere Einnahmen 26,75 Kongress Vorstand Geschäftsführender Vorstandsausschuss Fachgruppenkonferenzen Revisoren 207.664,19 59.114,10 2.679,00 37.338,60 1.472,30 Repräsentation und Reisekosten. 41.606,05 Gehälter 243.296,55 A.H.V., Familienzulagen, Kranken- u. Unfallversicherung, Pensionsversicherung, Nachtrag zur Altersversicherung von ehemaligen Mitarbeitern Miete, Heizung, Licht, Reinigung 184.250,00 31.200,05 Büromaterial, Drucksachen, PTT, Ausgaben für das Personal, Bankspesen, allgemeine Versicherungen, Unterhalt und Reparaturen, sonstige Verwaltungskosten 68.882,12 Dokumentation, Ungarische Flüchtlingshilfe, Abschreibungen( Büroeinrichtung) 9.391,05 Beitrag an IRO- FIET 109.983,46 Beitrag an den E.W.G.- Ausschuss der FIET 769,85 Zurücknahme der alten Kongressreserve Sozialfonds Kongressreserve Reserve für Fachgruppen Ueberschuss 1970 215.000,00 50.000,00 125.000,00 2A 30.000,00 1.139,58 1.203.786,90 1.203.786,90 * Mitgliedsbeiträge für 1970 erhalten in 1970 für 1968 und 1969 TOTAL 961.452,75 21.594,20 983.046,95 BILANZ PER 31. DEZEMBER 1970 AKTIVEN PASSIVEN S.Fr. S.Fr. Kassenbestand Genossenschaftliche Zentralbank( Kontokorrent) Genossenschaftliche Zentralbank( Spezialkonto) Schweizerischer Bankverein( Kontokorrent).. Schweizerischer Bankverein( Anlagekonto I).. Schweizerischer Bankverein( Anlagekonto II) Verrechnungssteuer. Inventar. Transitorische Aktiven. Regionalfonds. Transitorische Passiven. IRO- FIET. Sozialfonds Vermögen am 31.12.1970. 46 5.820,40 419.222,38 2.010,50 215.833,45 200.000,00 200.000,00 8.324,75 35.400,00 63.706,90 615.833,45 244.534,20 59.771,40 1.150.318,38 150.000,00 80.179,33 1.150.318,38 BETRIEBSRECHNUNG 1971 MSGAN 3.2 1108 SOLL HABEN S.Fr. S.Fr. Beiträge angeschlossener Verbände Bankzinsen. Kongress Vorstand Geschäftsführender Vorstandsausschuss 994.731,42 17.312,60 30.446,75 112.901,42 8.945,38 Fachgruppen und multinationale Unternehmen. 3.529,12 Revisoren 1.469,35 • Repräsentation und Reisekosten. 30.155,60 Gehälter 268.568,75 A.H.V., Familienzulagen, Kranken- und Unfallversicherung, Pensionsversicherung von ehemaligen Mitarbeitern 269.781,56 Miete, Heizung, Licht, Reinigung 31.770,25 Büromaterial, Drucksachen, P.T.T., Dokumentation, Bankspesen, allgemeine Versicherungen, Unterhalt und Reparaturen, sonstige Verwaltungskosten, Verschiedenes. 71.902,50 Ungarnhilfe( Frau A. Kethly). 1.748,63 . Abschreibung( Büroeinrichtung). Beitrag an IRO- FIET Zurücknahme der alten Reserve für Kongressbericht 6.067,30 95.000,00 30.000,00 Kongressreserve Ueberschuss 1971 . 100.000,00 9.757,41 1.042.044,02 1.042.044,02 BILANZ PER 31. DEZEMBER 1971 AKTIVEN S.Fr. PASSIVEN S.Fr. Kassenbestand Genossenschaftliche Zentralbank( Kontokorrent) Genossenschaftliche Zentralbank( Spezialkonto) 2.198,75 151.758,75 2.040,50 Genossenschaftliche Zentralbank( Anlagekonto) 500.000,00 Schweizerischer Bankverein( Kontokorrent) 294.315,00 Schweizerischer Bankverein( Anlagekonto I). 200.000,00 Schweizerischer Bankverein( Anlagekonto II) 200.000,00 Internationale Bank in Luxemburg. 19.591,10 Regionalfonds. Verrechnungssteuer Inventar.. Transitorische Aktiven Transitorische Passiven. Sozialfonds Gebäude, Uebergangskonto Vermögen am 31.12.1971. 11.245,70 34.200,00 25.714,30 797.935,80 543.845,31 30.000,00 4.636,05 73.919,04 1.445.700,15 1.445.700,15 47 47 BETRIEBSRECHNUNG 1972 SOLL HABEN S.Fr. S. Fr. Beiträge angeschlossener Verbände 1.065.235,17 Bankzinsen. . 17.357,00 Kongress Vorstand Geschäftsführender Vorstandsausschuss Multinationale Unternehmen. 11.690,45 122.174,96 8.783,64 7.086,99 Revisoren 1.632,80 Repräsentation und Reisekosten. 0036.596,45 Gehälter 297.339,35 A.H.V., Familienzulagen, Kranken- und Unfallversicherung, Pensionsversicherung von ehemaligen Mitarbeitern 302.628,07 • Miete, Heizung, Licht, Reinigung 33.356,25 P.T.T., Dokumentation, Bankspesen, allgemeine Versicherungen, Unterhalt und Reparaturen, sonstige Verwaltungskosten, Verschiedenes 72.384,24 Ungarnhilfe( Frau A. Kethly).. 1.962,15 Abschreibung( Büroeinrichtung). 6.079,00 Beitrag an IRO- FIET. 95.000,00 Spenden an EURO- FIET. EURO- FIET Konferenz Kongressreserve Ueberschuss 1972 41.567,70 70.053,65 50.000,00 7.391,87 1.124.159,87 1.124.159,87 BILANZ PER 31. DEZEMBER 1972 AKTIVEN S.Fr. PASSIVEN S.Fr. Kassenbestand 4.553,75 Genossenschaftliche Zentralbank( Kontokorrent) 298.107,20 Genossenschaftliche Zentralbank( Spezialkonto) Genossenschaftliche Zentralbank( Anlagekonto) Schweizerischer Bankverein( Kontokorrent). Schweizerischer Bankverein( Anlagekonto I). 2.064,00 500.000,00 88.518,00 200.000,00 Schweizerischer Bankverein( Anlagekonto II) 200.000,00 415,22 18.650,60 Ghana Commercial Bank, Accra Verrechnungssteuer Inventar. Transitorische Aktiven. Regionalfonds.. Transitorische Passiven. Sozialfonds Gebäude, Uebergangskonto Vermögen am 31.12.1972 48 34.500,00 1.537,65 840.739,51 385.709,65 30.000,00 10.586,35 81.310,91 1.348.346,42 1.348.346,42 FIET- Regionalfonds ABRECHNUNG DES FIET- REGIONALFONDS Saldo des Regionalfonds am 31. Dezember 1969 1970 SOLL HABEN S.Fr. S. Fr. 554.650,55 Spende des Nordiska Samarbets Komitten, Skandinavien Bankzinsen. Zurückerstattung an den Regional fonds infolge der Schliessung des Büros 57.471,26 13.306,65 in Kuala Lumpur. 1.756,30 Ausgaben der Hauptverwaltung, Reisen, Vertretungen, Aussenarbeit, usw. Unterstützungsprogramm in Sierra Leone. 24.083,81 677,10 Unterstützungsprogramm in der Türkei 3.775,05 Saldo am 31. August 1970 598.648,80 627.184,76 627.184,76 ABRECHNUNG DES FIET- REGIONALFONDS 1971 SOLL S.Fr. Saldo des Regionalfonds am 31. Dezember 1970. HABEN S.Fr. 615.833,45 Spende des Handelsanställdas Förbund, Schweden. 100.000,00 Spende des Nordiska Samarbets Komitten, Skandinavien 70.789,84 Bankzinsen. 20.184,11 . Zurückerstattung an den Regionalfonds infolge der Schliessung des Büros in Tokio 2.688,65 Bankspesen 2,50 Ausgaben der Hauptverwaltung, Reisen, Vertretungen, Aussenarbeit, usw. Unterstützungsprogramm in Nigeria 9.724,25 1.833,50 Saldo am 31. Dezember 1971 797.935,80 809.496,05 809.496,05 ABRECHNUNG DES FIET- REGIONALFONDS 1972 Saldo des Regionalfonds am 31. Dezember 1971 Spende des Nordiska Samarbets Komitten, Skandinavien Spenden der Japan Federation of Commercial Workers' Unions, Japan Bankzinsen. Unkosten Streik Zypern Ausgaben der Hauptverwaltung, Reisen, Vertretungen, usw. Saldo am 31. Dezember 1972 Demokratle sozialen 49 49 Bonn * * Bibliothek SOLL S.Fr. HABEN S. Fr. 797.935,80 54.680,66 5.799,00 7.524,45 52,50 25.147,90 840.739,51 865.939,91 865.939,91 ndige Erklärung der Rechnungsprüfer Die Unterzeichner erklären hiermit, dass sie die Bücher und Finanzunterlagen des Internationalen Bundes sowie diejenigen der Regional fondstätigkeiten für die Jahre 1970, 1971 und 1972 geprüft haben. Vom Kassierer sind ihnen alle zur Erledigung ihrer Aufgabe notwendigen Auskünfte und Erklärungen hinsichtlich der Einnahmen, Ausgaben sowie finanziellen Voranschläge erteilt worden. Die Rechnungsprüfer stellen fest, dass die Finanzverwaltung in vorzüglicher Weise erfolgte und gratulieren hierzu dem Kassierer. Wir genehmigen die verschiedenen Jahresrechnungen und schlagen dem Kongress vor, dasselbe zu tun und den Vorstand für die Finanzverwaltung während der obengenannten Jahre zu entlasten. 00,000.001 Genf, den 6. April 1973 02.5 Rechnungsprüfer gez. E. OVERTUS gez. J.H. ROOVERS 314 230 M Ster 50 50 ANLAGE I Entschliessung 1 Entschliessungen der EURO- FIET Gründungskonferenz SOZIALPROGRAMM Die am 7. und 8. November 1972 in Kopenhagen tagende Gründungskonferenz der Europäischen Regional organisation des Internationalen Bundes der Privatangestellten( FIET) stellt fest, - dass der Internationale Bund der Privatangestellten und die ihm angeschlossenen Organisationen den technischen Fortschritt bejahen und stets unterstützt haben, weil er eine wesentliche Voraussetzung für eine Verbesserung des Lebensstandards aller Teile der Bevölkerung schafft; dass es dank der Wachsamkeit der Gewerkschaften und ihrer fundierten Massnahmen und Vorschläge in den meisten Ländern gelungen ist, Schäden, die aus dem technischen Fortschritt und der Automation für die Arbeitnehmer erwachsen können, weitgehend abzuwenden; dass wir jedoch noch weit entfernt sind von absolut befriedigenden und insbesondere für die Zukunft ausreichenden Lösungen, vor allem auch von einer Umverteilung des Vermögens und des Volkseinkommens; dass unabhängig von den rein ökonomischen Auswirkungen sich in den letzten Jahren eine immer stärkere Veränderung der Berufsstruktur der Angestellten anbahnt, dass mit der Zunahme der Zahl der beschäftigten Angestellten sich auch die geforderten beruflichen und fachlichen Qualifikationen ändern werden, und dass neue Managementmethoden und Veränderungen in der Arbeitsorganisation eine starke Zunahme im Bereich der technischen und administrativen" Kader" und der vollinformierten, teilkontrollierten Exekutive bewirken; dass den Arbeitgebern aus dieser Entwicklung ein neues und willkommenes Machtmittel erwachsen kann, nämlich die Heranbildung einer neuen Führungsgruppe unter den Angestellten, die sie an sich und das Unternehmen binden und von den Gewerkschaften fernhalten wollen; dass es aus dieser Sicht nach wie vor erforderlich ist, der technischen Entwicklung und insbesondere der neuen Methoden des Managements grösste Aufmerksamkeit zu widmen und rechtzeitig geeignete Massnahmen zu ergreifen und dass zu den bereits klassischen gewerkschaftlichen Forderungen und Aktivitäten neue hinzutreten müssen. Die Gründungskonferenz beschliesst daher am 8. November 1972, dass unser gewerkschaftliches Programm folgendes enthalten muss: 1) 2) 3) 4) Vollbeschäftigung. Durch eine gezielte Politik des Wirtschaftswachstums muss in allen Ländern Vollbeschäftigung angestrebt werden. Arbeitsmarkt- und Berufspolitik. Trotz ständiger Forderung durch die Gewerkschaften hat die Arbeitsmarkt- und Berufspolitik mit der Entwicklung nicht Schritt gehalten. Es muss daher schnellstens dafür Sorge getragen werden, dass Arbeitsmarkt- und Berufsforschung- im besonderen Interesse der Arbeitnehmer- mit Berufsberatung und Aufklärung über die weitere Entwicklung der Berufe und Tätigkeiten verwirklicht wird. Die gesellschaftliche Entwicklung und die aus der Forschung und Erfahrung gewonnenen Erkenntnisse müssen zu neuen Massstäben und Inhalten des gesamten Bildungswesens führen, und zwar besonders des beruflichen Bildungswesens und das der Erwachsenenbildung. Der bezahlte Bildungsurlaub ist gesetzlich oder tarifvertraglich zu regeln. Rationalisierungsschutz für Angestellte.- Rationalisierungsschutz muss künftig in den Mittelpunkt der tarifpolitischen Massnahmen gestellt werden. Es muss erreicht werden: - Mitwirkung der Arbeitnehmer bei Personal- und Sozialplanung der Unternehmer( Mitwirkung: Mitbestimmung, Information und Mitsprache), Verpflichtung der Betriebe, Fortbildung und Umschulung zu betreiben oder für ihre Arbeitnehmer zu finanzieren; bei Umsetzung ist der Besitzstand zu garantieren, Unkündbarkeit der älteren Arbeitnehmer, Uebergangshilfe für von Freisetzung Betroffenen durch längere Kündigungsschutzfristen und durch Entschädigung( Abfindungen), weitere Arbeitszeitverkürzungen, Urlaubsverlängerung, Herabsetzung des Ruhestandsalters. Bildungsmassnahmen. Die Gewerkschaften sollten sich verpflichten, durch eigene Bildungsmassnahmen oder durch Förderung geeigneter anderer Massnahmen die Angestellten rechtzeitig mit den vielfältigen Aufgaben insbesondere auch Managementmethoden- vertraut zu machen, damit die Angestellten in die Lage versetzt werden, unternehmerische Entscheidungen zu durchschauen und eine echte Mitsprache der Arbeitnehmer zu garantieren. - Entschliessung 2 FÜR EIN EUROPÄISCHES GESAMTPROGRAMM 3DAJMA Die am 7. und 8. November 1972 in Kopenhagen tagende Gründungskonferenz der Europäischen Regionalorganisation des Internationalen Bundes der Privatangestellten( FIET) beschliesst am 8. November wie folgt: Das Sekretariat wird beauftragt, den Entwurf eines Aktionsprogrammes mit den wichtigsten gesellschaftspolitischen, sozialpolitischen und wirtschaftspolitischen Zielsetzungen zu erarbeiten. Entschliessung 3 ALLGEMEINES AKTIONSPROGRAMM BEZÜGLICH DER MULTINATIONALEN KONZERNE Die am 7. und 8. November 1972 in Kopenhagen tagende Gründungskonferenz der Europäischen Regional organisation des Internationalen Bundes der Privatangestellten( FIET) stellt fest, dass parallel mit der immer stärker werdenden Verflechtung der Grossunternehmen zu multinationalen Konzernunternehmen sich besonders im Angestelltenbereich eine überregionale Personalplanung, Personalwirtschaft und, damit verbunden, überregionale Richtlinien zur Gehaltsfestsetzung und-findung bemerkbar machen; dass ein verstärkter Kontakt der gewerkschaftlichen Vertrauensleute der von diesen Regelungen betroffenen Bereiche in diesen Unternehmen notwendig ist, wenn die nationalen Gewerkschaften wirksam die Interessen der Angestellten in diesen Konzernbereichen vertreten wollen. Deshalb beauftragt die Gründungskonferenz am 8. November 1972 den Europäischen FIET- Vorstand, gegliedert nach auftretenden Schwerpunkten gemeinsam mit den nationalen Gewerkschaftsvertretungen der Angestellten und nach Möglichkeit mit den anderen Internationalen Berufssekretariaten auf Konzernebene Tagungen durchzuführen, um 1. den Informationsstand über die nur in den seltensten Fällen öffentlich betriebene Planung zu verbessern, und 2. damit Taktiken zu wirksamen, überregional abgestimmten regionalen Interessenvertretungen zu erarbeiten. Entschliessung 4 RICHTLINIEN FÜR DIE AKTION IN MULTINATIONALEN KONZERNEN Die am 7. und 8. November 1972 in Kopenhagen tagende Gründungskonferenz der Europäischen Regionalorganisation des Internationalen Bundes der Privatangestellten( FIET) beschliesst am 8. November 1972 wie folgt: Vorstand und Sekretariat der FIET werden beauftragt, eine wirkungsvolle gewerkschaftliche Tätigkeit den durch Expansion und Fusion immer mächtiger werdenden multinationalen Unternehmen und Konzernen gegenüberzustellen, um so die Interessen der Angestellten in diesen Unternehmen intensiver vertreten zu können. Die Gründungskonferenz empfiehlt, dafür ein Programm zu erarbeiten und sodann Ausschüsse für die Behandlung spezieller Probleme einzusetzen. Diese Ausschüsse müssen eng mit den Internationalen Berufssekretariaten zusammenarbeiten, um den Bestrebungen der multinationalen Unternehmen eine koordinierte Internationale Gewerkschaftsarbeit gegenüberzustellen. 1. 2. 3. 4. 5. Die Ausschüsse sollten sich mit folgenden Aufgaben beschäftigen: Kollektivverträge- Entgeltsfindung- Anstellungs- und Arbeitsbedingungen. Betriebsverfassung, Betriebsvereinbarungen, Schutzverträge, Untersuchung der jeweiligen nationalen Gesetzgebung; Möglichkeiten von übernationalen Betriebsvertretungen und Aufsichtsräten. Arbeits- und Sozialrecht: Gegenüberstellung der jeweiligen nationalen Gesetzgebung und der Harmonisierungsbestrebungen der Europäischen Gemeinschaften. Steuervergünstigungen, Kreditvorteile, Währungsspekulationen u.dgl.m. Untersuchung von Möglichkeiten, auf nationale Gesetzgebung einzuwirken. Internationale Wirtschaftsfragen in Zusammenarbeit mit den internationalen Abteilungen und Ausschüssen der Berufssekretariate und der angeschlossenen Organisationen. Entschliessung 5 ÜBER EIN PROGRAMM BEZÜGLICH DER LEITENDEN ANGESTELLTEN Die am 7. und 8. November 1972 in Kopenhagen tagende Gründungskonferenz der Europäischen Regionalorganisation des Internationalen Bundes der Privatangestellten( FIET) stellt fest, dass in allen Industrieländern eine ständige zahlenmässige Steigerung der beschäftigten Angestellten zu verzeichnen ist; dass diese Tendenz sich trotz zu erwartender Freisetzungen durch verstärkte Rationalisierungsmassnahmen im Ange2 stelltenbereich wahrscheinlich nicht ändern wird, dass im Gegenteil die Angestelltenzahlen durch Anpassung an die technische Entwicklung durch Veränderung der wirtschaftlichen Struktur und Anpassung an die Marktgegebenheiten ansteigen werden; Dass im besonderen aber zu befürchten ist, dass die Zahl derjenigen Angestellten, die bisher noch nicht von den Kollektivverträgen erfasst werden, überproportional, vor allem in kapital- und forschungsintensiven Wachstumsindustrien, ansteigen wird; dass strukturelle Veränderungen, insbesondere Rationalisierungs- und Konzentrationsvorgänge, stark beeinflusst von den Massnahmen internationaler Konzerne, diese Gruppe der Angestellten in den letzten Jahren wieder an ihre Arbeitnehmersituation erinnern; dass das Bewusstsein der Unsicherheit- bezogen auf Arbeitsplatz, Einkommenshöhe, Lebensstandard und Alterssicherung- zu einem verstärkten Schutzbedürfnis und gewissen Solidarisierungstendenzen, gelegentlich auch zu einem Anlehnungsbedürfnis an die Gewerkschaften, geführt hat; wenngleich der gezeigte Solidarisierungswille allerdings bisher den Gewerkschaften nicht in grösserem Umfange zugute gekommen ist. Die Gründungskonferenz gelangt daher am 8. November zu der Folgerung, dass es für die Gewerkschaften in verstärktem Masse notwendig ist, sich auch solcher Angestellten, deren Anforderungsmerkmale nach Tätigkeit und Qualifikation über den Merkmalen der derzeitigen Kollektivverträge liegen, die also Führungskräfte oder in Stabs- und wissenschaftlichen Bereichen und Funktionen tätig sind und keine Arbeitgeberfunktionen ausüben, also eindeutig nach ihrer wirtschaftlichen und sozialen Stellung Arbeitnehmer sind, besonders anzunehmen. Sie schlägt deshalb insbesondere folgende Massnahmen vor: 1. 2. 3. 4. 5. Eine ständige Analyse der sozialen Lage sowie des Gesellschaftsbildes dieses Personenkreises, weil nur dadurch eine realistische Einschätzung der bestehenden eigenen Situation möglich ist. Laufende Information der Betroffenen wie auch der Oeffentlichkeit, Behörden und Regierungen, über die Ergebnisse der vorgenannten Analysen. Die Ausdehnung der durch die Betriebsvertretung erreichten Massnahmen auf dem Gebiete der Personal- und Sozialpolitik auf den Kreis der Angestellten, die zur Zeit noch nicht von den Tarifverträgen erfasst werden. Die kollektive Regelung der materiellen und immateriellen Arbeitsbedingungen durch Tarifverträge, unter Berücksichtigung der spezifischen Probleme der leitenden Angestellten. Dem besonderen Weiterbildungsbedürfnis der leitenden Angestellten ist durch entsprechende gewerkschaftliche Zielsetzungen entgegenzukommen. Eine solche Verbesserung der Arbeitsbedingungen dieses Personenkreises lässt sich nur durch die Oeffnung der Mitgliederorganisationen und die Solidarität aller Arbeitnehmer erreichen. Entschliessung 6 ÜBER EINE KOORDINIERUNG DER GEWERKSCHAFTSPOLITIK Die am 7. und 8. November 1972 in Kopenhagen tagende Gründungskonferenz der Europäischen Regionalorganisation des Internationalen Bundes der Privatangestellten( FIET) beschliesst am 8. November 1972 wie folgt: Die Gründungskonferenz erkennt die Notwendigkeit, die Bande zwischen den Gewerkschaften in der Europäischen Regionalorganisation zu festigen, besonders im Hinblick auf die Bekämpfung von Gefahren, die sich aus den internationalen Kapitalbewegungen in multinationalen Gesellschaften ergeben, sowie zum Schutze der gewerkschaftlichen Rechte, der Einkommen und der Sicherheit der Arbeitsplätze ihrer Mitglieder. Sie ist deshalb der Meinung, dass die Europäische Regionalorganisation bestrebt sein muss, die Ansichten der betreffenden Gewerkschaften zu koordinieren, damit die Gewerkschaftsvertreter eine klare Politik verfolgen können. Entschliessung 7 FÜR DEN BEZAHLTEN BILDUNGSURLAUB Die am 7. und 8. November 1972 in Kopenhagen tagende Gründungskonferenz der Europäischen Regionalorganisation des Internationalen Bundes der Privatangestellten( FIET) stellt fest, dass im Zeitalter des technischen Fortschritts in der sich immer schneller wandelnden Umwelt die berufliche wie auch die gesellschaftspolitische Bildung nicht mehr bis zu einem bestimmten Lebensalter als abgeschlossen gelten kann, dass es vielmehr verstärkt notwendig ist, für eine ständige berufliche und gesellschaftspolitische Fortbildung zu sorgen; dass der einzelne Arbeitnehmer jedoch dazu einer entsprechenden Freizeit und einer finanziellen Absicherung für diese permanente Weiterbildung bedarf; dass die Qualifizierung sowohl der Wirtschaft als auch dem Staat zugute kommt und daher beide die Aufgabe haben, entsprechende Voraussetzungen zu schaffen. 3: Die Gründungskonferenz fordert deshalb am 8. November 1972 die in der FIET zusammengeschlossenen Gewerkschaften auf, sich dafür einzusetzen, dass entweder durch tarifvertragliche Vereinbarungen oder durch Gesetz jeder Arbeitnehmer einen garantierten Anspruch auf bezahlte Freistellung zur Teilnahme an Bildungsveranstaltungen( Bildungsurlaub) erhält; dass der Bildungsurlaub sowohl der gesellschaftspolitischen wie auch der beruflichen Fortbildung dient; dass die Dauer der Freistellung so bemessen wird, dass ein effektives Weiterbildungsergebnis erzielt werden kann und dass sie mindestens 12 Werktage( 2 Wochen) pro Jahr beträgt. 4 ANLAGE/ I Entschliessungen der ASIA- FIET Gründungskonferenz Entschliessung 1 FÖRDERUNG DER GEWERKSCHAFTSBEWEGUNG DER ANGESTELLTEN IN ASIEN Die Gründungskonferenz der Asiatischen Regionalorganisation des Internationalen Bundes der Privatangestellten ( ASIA- FIET), die vom 22. bis 25. Mai 1973 in Singapur tagt, hat sich mit der Tatsache befasst, dass u.a. folgende Probleme die Entwicklung der freien und demokratischen Gewerkschaftsbewegung in Asien behindern: 1. 2. 3. ( 1) Wir stellen fest, dass in vielen Fällen harte und ungerechte Arbeitsgesetze die Rechte der Gewerkschaften einschränken. In vielen Fällen haben die Gewerkschaften auf nationaler Ebene alles, was ihnen möglich war, versucht, um ihre Stellung zu verbessern, und offensichtlich ist jetzt eine weitergehende Aktion und Beteiligung erforderlich. Durch solche harten Gesetze wird offensichtlich, dass die Arbeitgeber die Rolle der Gewerkschaften in der Gesellschaft missachten und die Rechte der arbeitenden Bevölkerung nicht anerkennen. Da die Gewerkschaftsbewegung in Asien nicht auf eine lange Geschichte zurückblickt, erkennen wir, dass viele organisatorische und finanzielle Schwierigkeiten bestehen, die unsere Ausbreitung und Entwicklung beschränken. Die Finanzierung kann nicht einfach durch das Einkassieren von hohen Beiträgen geregelt werden. Umfassendere Massnahmen sind notwendig. Wir fordern daher die Konferenz auf, am heutigen Tag, dem 25. Mai 1973, die folgende Entschliessung anzunehmen: Dass wir die FIET ersuchen, die Unterstützung der I.A.O. für die Abschaffung aller harten und ungerechten Arbeitsgesetze in Asien anzustreben. Wir ersuchen die FIET auch, direkt oder indirekt Druck auszuüben auf die Regierungen, damit alle harten, einschränkenden Gesetze und strafandrohenden Arbeitsgesetzgebungen abgeschafft und moderne, fortschrittliche Arbeitsgesetze, einschliesslich der Anerkennung der Gewerkschaften, sowie ein gerechtes System der Beziehungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern und das Recht aller Gewerkschaften auf freie Vertragsverhandlungen eingeführt werden. Wir stellen fest, dass die der ASIA- FIET angeschlossenen Verbände ihre Solidarität und Aktivität gegen gewerkschaftsfeindliche Arbeitgeber verstärken müssen durch: ( 2) ( a) ( b) ( 3) Gemeinsames Vorgehen der Gewerkschaften in der Form von internationalen Verhandlungen, Unterstützungen und, falls angebracht, Embargo- oder Boykottaktionen. Festsetzung des Rechtes der Gewerkschaftsfunktionäre, die Arbeitnehmer in ihren Betrieben aufzusuchen. Wir informieren die FIET über die Notwendigkeit, finanziell und in personeller Hinsicht Hilfe zu leisten, um Schulungs- und Ausbildungseinrichtungen für die Gewerkschaftsführer der FIET- Mitgliedsverbände in Asien zu schaffen. Entschliessung 2 MULTINATIONALE UNTERNEHMEN Die Gründungskonferenz der ASIA- FIET, die vom 22. bis 25. Mai 1973 in Singapur tagt, hat sich mit der Rolle der multinationalen Unternehmen befasst und mit den Auswirkungen, die die multinationalen Unternehmen auf die wirtschaftliche, soziale und politische Stabilität der Länder Asiens haben, und ist sich bewusst, dass sie gegenüber den Mitgliedern der angeschlossenen Organisationen verpflichtet ist, eine Folge von Aktionen für ihren Zuständigkeitsbereich als Teil des weltweiten gewerkschaftlichen Vorgehens einzuleiten. Die Konferenz ersucht den Regionalvorstand der ASIA- FIET, der Unterstützung der angeschlossenen Gewerkschaften bei der Verstärkung ihrer Organisation durch Anwerbung bisher nicht organisierter Arbeitnehmer und bei der Verbesserung der Mitgliederschulung den Vorrang zu geben. Die Konferenz schliesst sich der Asien- Erklärung über multinationale Unternehmen der 10. Asiatischen Regionalkonferenz des IBFG an. Die Konferenz unterstützt überdies die Vorschläge, die von dem Ausschuss der Arbeitnehmer- Sachverständigen der 1.A.O.- Tagung von Oktober 1972 über die Beziehungen zwischen den multinationalen Gesellschaften und der Sozialpolitik unterbreitet worden sind: Dass dringend Untersuchungen über einen weiten Bereich von Angelegenheiten auf internationaler, nationaler, regionaler und betrieblicher Basis durchgeführt werden, einschliesslich der Einführung von Verhaltensrichtlinien für multinationale Unternehmen, insbesondere hinsichtlich der Gewerkschaftsrechte und der Vollbeschäftigung. Die Konferenz fordert den Regionalvorstand der ASIA- FIET auf, eine Person zu bestimmen, die einen Fragebogen ausarbeitet, um festzustellen, welche multinationalen Unternehmen in den Ländern der angeschlossenen Gewerkschaften Betriebe unterhalten: ( 1) In ihrem eigenen Mitgliedschaftsbereich( 2) In dem potentiellen Mitgliedschaftsbereich( 3) Sonst noch in ihrem Land 1 Diese Konferenz fordert den Weltkongress der FIET auf, die Rolle der multinationalen Unternehmen und ihre besondere Wirkung im Zuständigkeitsbereich der ASIA- FIET zu erwägen und seine Politik dem IBFG, den IBSen und der I.A.O. bekanntzugeben. Diese Konferenz ersucht den Regionalvorstand der ASIA- FIET, bei den Regierungen der Länder unserer angeschlossenen Verbände dahingehend vorstellig zu werden, dass sie ihre Gewerkschaftsbewegung zu Rate ziehen, ehe eine Politik bezüglich multinationaler Unternehmen festgesetzt wird, ausserdem, falls die multinationalen Unternehmen sich über mehr als ein Land ausbreiten, so ersuchen wir diese Länder, mit Vertretern der ASIA- FIET eine Aussprache über diese Frage zu veranstalten. Die Konferenz ersucht den ASIA- FIET- Vorstand, die angeschlossenen Verbände jederzeit über die Massnahmen zur Durchführung dieser Entschliessung zu informieren. Entschliessung 3 VERTRÄGE VON INDUSTRIE- UND VERSICHERUNGSANGESTELLTEN Die Gründungskonferenz der Asiatischen Regional organisation des Internationalen Bundes der Privatangestellten hat beschlossen, zum Zweck der gegenseitigen Zusammenarbeit und Unterstützung der angeschlossenen Verbände und ihrer Mitglieder eine Asiatische Regional organisation zu errichten, und wegen der zunehmenden Notwendigkeit von internationalen Aktionen zur Förderung der Interessen der Industrie- und Versicherungsangestellten in der Region hat sie, als positive Massnahme, eine Ueberprüfung der Gehälter, Arbeitszeiten, Arbeitsbedingungen und Sicherheit der Arbeitsplätze vorgenommen. Sie erkennt, dass diese Kernprobleme in engem Zusammenhang miteinander stehen und wesentlich beeinflusst werden von nationalen und regionalen Faktoren, aber zusätzlich von der Entwicklung der multinationalen Gesellschaften und in unterschiedlich starkem Ausmasse, von der Anwendung technologischer Aenderungen. Die Konferenz ist der Meinung, dass es das Ziel der Mitgliedsverbände sein muss, im Zusammenwirken mit den nationalen Gewerkschaftszentralen eine Politik der Vollbeschäftigung in ihren eigenen Ländern zu fördern, und diese, wo sie im wesentlichen bereits besteht, aufrechtzuerhalten. Die Entwicklung einer grösseren Kaufkraft durch Gehaltserhöhungen und die Ausdehnung der bezahlten Freizeit, bei gleichzeitiger Anwendung geeigneter Zusatztarife zur Einschränkung der Ueberstunden, wird grössere Beschäftigungsmöglichkeiten zum Ergebnis haben und dadurch dazu beitragen, dass die Beschäftigungszahlen zunehmen. Aber wenn die Industrie- und Versicherungsangestellten in den Genuss höherer Gehälter und einer verlängerten Freizeit kommen und auch ihre relative Stellung innerhalb der arbeitenden Bevölkerung behaupten sollen, so müssen sie durch Steigerung des Mitgliederbestandes und stärkere Beteiligung starke Organisationen aufbauen. Die Konferenz stellt fest, dass die normalen Arbeitszeiten in den verschiedenen Ländern der Region zwischen 40 und 48 Wochenstunden liegen und dass in ein paar Ländern die 35- Stundenwoche nachdrücklich gefordert wird. Jedoch in einigen Ländern besteht für eine bedeutende Zahl von Angestellten eine anerkannte normale wöchentliche Arbeitszeit von 35 oder 36 1/4 Stunden. Aehnlich ist in einer Anzahl von Ländern als Ueberstunden- Zusatztarif das Eineinhalbfache bis Doppelte des Normaltarifs anerkannt und wird an Feiertagen und während der Urlaubszeit usw. angewandt. Ebenfalls besteht die Tendenz, einen Jahresurlaub von zwei Wochen als Minimum anzuerkennen, wobei einige Angestellte in verschiedenen Ländern einen Jahresurlaub von vier Wochen erhalten. In einer Minderzahl von Fällen wird anerkannt, dass ein Zuschlag zu dem jährlichen Urlaubsgeld gezahlt werden sollte, um einen Beitrag zu den Ferienkosten zu leisten. Wenn auch in diesem Stadium eine Ueberprüfung der Gehälter, ihrem effektiven Werte nach, nicht völlig durchgeführt ist, wird doch von den Arbeitgebern allgemein anerkannt, dass das Gehaltsniveau je nach Erfahrung, Ausbildung und Verantwortung steigen muss. Eine Bewertung der Gehälter, nach ihrer realen Kaufkraft, für ausgewählte und bestimmte Funktionen, auf der Basis einer Tätigkeitsbewertung, bei gleichzeitigen Vergleichen mit den Tarifen für Facharbeiter, könnte für die Mitgliedsverbände bei Tarifverhandlungen sehr wertvoll sein. Die Konferenz ist überzeugt, dass eine detaillierte Untersuchung des Teils von Kollektivvereinbarungen, der die Bedingungen behandelt, und der nicht nur die Gegenstände dieser Konferenzsitzung, sondern auch ähnliche Bedingungen umfasst, wertvoll sein könnte für Verhandlungen über diese Angelegenheiten, insbesondere, wenn einige oder alle daran beteiligten Arbeitgeber in anderen Ländern der Region vertreten sind; wenn auch in bezug auf einige Länder die Schwierigkeit der Uebersetzung von Kollektivvereinbarungen anerkannt wird, werden daher dennoch die Mitgliedsverbände ersucht, zumindest Auszüge aus den Kollektivvereinbarungen zu machen bezüglich derjenigen Klauseln( und damit in Beziehung stehenden Klauseln), die die Anstellung eines solchen Vergleiches ermöglichen. Entschliessung 4 KERNWAFFENVERSUCHE IM SÜD- PAZIFIK Die Gründungskonferenz der Asiatischen Regionalorganisation des Internationalen Bundes der Privatangestellten ( ASIA- FIET), die vom 22. bis 25. Mai 1973 in Singapur tagt, 2 STELLT mit grosser Sorge fest, dass die französische Regierung die Absicht hat, im Süd- Pazifik Kernwaffenversuche trotz des starken Protests von Regierungen sowie auch von Gewerkschaften des pazifischen Bereiches und anderer Teile der Welt fortzusetzen; BEKRÄFTIGT in Uebereinstimmung mit der allgemeinen Politik der freien Gewerkschaftsbewegung ihre völlige Ablehnung aller Kernwaffenversuche, die nicht nur im Bereich des Süd- Pazifik von den Franzosen durchgeführt werden, sondern auch in allen Teilen der Welt von allen anderen Nuklearmächten, einschliesslich eventueller Anwärter auf nuklearen Ruhm; IST ÜBERZEUGT, dass die Naturschätze der Welt und die von Menschen geschaffenen Werte nicht für die Zerstörung des menschlichen Lebens eingesetzt werden dürfen, sondern entwickelt und allen Menschen zugänglich gemacht werden müssen, um die Welt von Armut, Krankheit und Hunger zu befreien; FORDERT die französische Regierung auf, sofort alle weiteren Kernwaffenversuche einzustellen und verpflichtet sich zur vollen Unterstützung aller Anstrengungen, die von Gewerkschaften und Regierungen des südpazifischen Raumes gemacht werden in ihrem Bestreben, die Kernwaffenversuche der französischen Regierung im südpazifischen Raum zu verhindern. 3 Nachrufe Mitgliedschaft. Inhaltsverzeichnis Vertretung der FIET 1.11.III.LEITENDE ORGANE Kongress Vorstand AUSSCHUESSE UND KOMMISSIONEN Geschäftsführender Vorstandsausschuss Strukturausschuss Europäischer Organisationsausschuss SOLIDARITÄT Streiks Stellungnahme . IV.V.VI.NEUSTRUKTURIERUNG Fachgruppen FORDERUNGEN Multinationale Klassifizierungsarbeit Veröffentlichungen und Propaganda INTERNATIONALE BEZIEHUNGEN Beziehungen zu den IBSen Beziehungen zum IBFG Beziehungen zur IAO Beziehungen zur UNESCO Beziehungen zur OECD VII.REGIONEN Fortsetzung Dublin Amerika. Europa Asien Afrika VIII. FIET- VORSTANDSMITGLIEDER. IX.- FINANZBERICHT Betriebsrechnungen und Bilanzen X.FIET- Regionalfonds. ERKLÄRUNG DER RECHNUNGSPRUEFER Entschliessungen der EURO- FIET Gründungskonferenz Entschliessungen der ASIA- FIET Gründungskonferenz. Entschliessungen der IRO- FIET IX XV 13 10 10 100 10 12 13 23 17 228 24 27 28 30 32 34 36 36 37 37 38 41 33342 45 46 49 49 50 50 Anlage I Anlage II ( separat verteilt) 6303 SMADNO SO 美 閒 nosheld ba