ein guter Bericht! FCCTE BP FIET 7.46 klären. 255 ergänzen 7.79/ 80 in 79/ intrannrik. ten ( erhalten wir jet aller Publikations Amsterdam- west 61 Vondelstraat- tel. 84735 Internationaler Bund der Privatangestellten Geschäftsund Kassenbericht für die Zeit vom 1. juli 1958 bis 31 Mai. 1961 - 3 TATIGKEITSBERICHT FUR DIE ZEIT VOM 1. JULI 1958- 31. MAI 1961 INHALTSVERZEICHNIS 1 I I 1 Seite ZUM GEDENKEN VORWORT 1. ANGESCHLOSSENE VERBANDE Allgemeines Mitgliederliste Neuanschlüsse Vertretung des IBP 2. LEITUNG DES IBP Kongress Vorstand 3. AUSSCHUSSE DES IBP- VORSTANDES Kleiner Vorstandsausschuss Satzungskommission Ausschuss für Sozialversicherungsfragen Gehaltspolitischer Ausschuss 4. FACHGRUPPEN Allgemeines Techniker und Werkmeister Handels- und Büroangestellte in Handel und Industrie Bank-, Versicherungs- und Sozialversicherungsangestellte Geschäftsreisende 5. UNTERSTUTZUNGS AKTIONEN Streik in Finnland Streik in Grenada Unterstützungsbeitrag in Chile Unterstützung der Organisation in Kenia Boykott von Sears Roebuck and Company Argentinien Belgischer Generalstreik 6. REGIONALE TATIGKEIT SENEN ORGANISATIONEN Allgemeines Europa Griechenland 2009 - 5 6 8- 18 8956 11 15 16 19- 26 19 20 20 27- 33 27 2288 - 30 34 43 ろろろ 34 34 38 41 43 44 - 46 46 46 4444444 45 VERBINDUNG MIT NOCH NICHT ANGESCHLOS47- 57 47 48 49 50 50 55 55 Programm des Seminars in Griechenland Nordamerika Lateinamerika Afrika Asien · 4- 7. VERBINDUNGEN MIT ANDEREN INTERNATIONALEN BERUFSSEKRET. Allgemeines IBS- Verbindungsbüro in Genf Allgemeine Konferenze der IBS Die IBS- Zusammenarbeit auf regionalem Gebiet Gemeinsamer IBS- IBFG Lenkungsausschuss für regionale 8. VERBINDUNGEN MIT DEM IBFG 6. Weltkongress Tätigkeit IBFG- Konferenz über gerechte Arbeitsnormen 3. Afrikanische Regionalkonferenz Gemeinsamer IBFG- IBS Beratungsausschuss weiblicher Arbeitnehmer Seite 58- 65 58 59 66 59 63 64 - 67 68 效 68 über Probleme 69 9. VERBINDUNG MIT UBERSTAATLICHEN ORGANISATIONEN Internationale Arbeitsorganisation Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen Europäisches Produktivitätsamt( EPA/ OECD- OEEC) Europäische Wirtschaftsgemeinschaften 10. DAS SEKRETARIAT Allgemeines Hauptbüro Amsterdam Interamerikanisches Büro in Lima/ Peru Publikationen 11. VERSCHIEDENES Sozialakademie in Dortmund; Internationale Konferenz Internationale Arbeitsgemeinschaft der Angestelltenjugend Besucher in Amsterdam 0000 69 70- 78 70 76 76 78 79- 80 79 79 80 80 81 84 81 81 82 2766 BERICHT ÜBER DEN GEHALTSPOLITISCHEN AUSSCHUSS KASSENBERICHT 0000000000 00000000 OOOOOO 85 1 2 15 O 14 HANDELSTJÄNSTEMANNEN NË 17 Vi hälsar på hos IBP i Amsterdam Vid Vondelstra ligare ut än nàg Centralstationen steg att gå. Rijks och för den som tusentals lampor som sagt inte fr nämns i dessa si The echos of a Continental Meeting: the first Interamerican Conference of I.F.C.C.T.E. ett internationel RESUME OF TH” tjänstemäns inti IBPS PARISKONFERENSER der I den ståtliga Unesco- byggnaden i Paris co-- 1 skiftet september- oktober ganisationer Vårt svenska Handels Brot set ti i international ya metoder inom varudistrirotande butionen samt A Sidro, Paris, om är topp an av jordbruksprotorn | American Cities, i. e. Río de Janeiro, o Paulo, Montevideo, Buenos Aiª Santiago. -tacts made by Brothe Labor Det internationale Funktionærforbunds Repræsentanter for 2½ million funktionærer, der er tilsluttet Funk- konference tionærinternationalen gennem 62 medlemsforbund, har været samlet i Paris til ordinær konference. Vor faggruppe sikringsfunktionærer Konferensen antog två uttalanden møde den 2.. -arvetsledare, handels- Distributionen vikontoris-| dukter. MANIOBRAS fast, att de facklieltog DELICTIVAS side sen. sygekas g forderes i Paris Jär ett htt let le er m EN CAJAS DE PREVISION M UCHO hemos repicado los sindicalistas obreros ante las autoridadom tes para lograr que los directorios de las distintas caiorDiscurso pronunciado por Erich Kissel na reunião da Federação dos también por auténticos representtamos seguros de ello, que úni manejo de estas graría desarı brautos finan Hasta el cansal tener éxito, hem calamitosos males ia previsión en m regrinajes y dece Americana de Trabalho Erich Kissel pronunciu interessante discurso na re do Comitê Executive CIO celebrada no F de Miami Beach - pass condia fòrça energica que proporciona o impacto necessário nas de trabalho, nível de vida e -^ ia.___Agregou que como -ssociações formamo sejam a nossos procedimostrando que positivametne estas declarações, a mentos são honestos em todas as atividades. Devemos atacar a infiltração comunista, o imperalismo e o capitalismo. Por que defender o que é correto? Devemos ar a exterminar o errado! mos gerais, o companda situação dos TrafikInternationaler Bund der Privatangestellten Im Rahmen verschiedener Arbeitstagungen wurde am 19. November in Hollanders in Parijs Arbeidsvoorwaarden internationaal bezien oks alle tegenstellingen in de ontstaat op het terrein ɩkbeweging een stere erking eenvolgen Köln eine Handelsund InJach der nter sich haftsvererichtete ge Erich Die Fachgruppenkonferenzen des IBP sollen im nächsten Jahr in Paris stattfinden, wozu vom Vorstand des IBP die Termine festgelegt werden. Dabei sollen die Probleme der Mechanisierung und Automation im Büro sowie die Entwicklung in der in Warenverteilung behandelt werden, um zu er. den Ausauf die Beschäftigung sin ▶ llung zu nehmen. Der Poderosa Federación Argentina Afiliase a FIET Al momento de to por Salvador Mar anunciando la decis la FIET. La Oficina sekreter tning över HITS Jutin recibimos el siguiente cable suscri- h hoppas att flera tjänsteIn CGEC de Argentina, organisationer i Sverige matt ansluta sig. HitSorgen um eine Arbeitsplatzabwertung dicha comunicación Die Auswirkungen der Bürorationalisierung und der Einführung neuer Verteilungsformen auf die Angestellten standen im Mittelpunkt LB325- Buenos Air ERNEST LEE Nicol der internationalen Fachgruppenkonferenz CONSEJO DIfder Handels- und Büroangestellten, die der \ BP nach Paris Salvador Marovecchio, Secretario General Conferufen hatte. Im IBP sind Argentina. Erfahrungen hätten gezeigt, daß hiervon auch höhere und höchste Positionen betroffen werden könnten. Die wachsende Programmierung enge den Bereich der freien Entschei dung ein und führe dazu, daß die mittleren Positionen ihren Charakter als Ausbildunas. anisationer 3 4 5 60 117 الندوة الافريقية الثالثة للنقاب آخري تونس و الله الحرية 3 CONFERENCE AFRICAINE DES SYNDICATS LIBRES TUNIS7-11 NOV60 3 AFRICAN CONFERENCE OF FREE TRADE UNIONS TUNIS711 NOV60 3 CONFERENCE AFRICAINE DES SYNDICATS LIBRES TUNIS 7-11 NOV 60 3 AFRICAN CONFERENCE OF FREE TRADE UNIONS TUNIS7-11 NOV60 6 4 O C TAP BEN- H Salve o 20 CONGRESSOS TRABALHADORES de São Paulo I CONFERENCIA INTERAMERIC DE EMPLEADOS PARTICULA ( F. I. E. T.) LIMA 20-26 DE MAYO DE 1960 60 O 5 8 ההסתדרות הכללית של העובדים העברים בישראל דה השמינית של הסתדרות הפקידים בישראו ז- ט אדר תשך 7-8 מרס 1960 - 5- ZUM GEDENKEN Der IBP trauert um: Walter Freitag, Düsseldorf ehemaliger Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Arthur Queisser, Hamburg, Mitglied unserer Fachgruppe Techniker und Werkmeister, Stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Angestellten Gewerkschaft. a Leo Kometer, Johann Böhm, Hamburg, Mitglied unserer Fachgruppe Banken, Versicherungen und Sozialversicherungen. Wien, Vorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsbundes. Alcizy Adamazyk, Brüssel Gilbert Hunter, Heinz Mayer, Mitarbeiter des Internationalen Bundes der Freien Gewerkschaften. Manchester, Vorstandsmitglied der Union of Shop, Distributive and Allied Workers. Hamburg, Vorsitzender der Gewerkschaftsrates der Deutschen Angestellten Gewerkschaft. Ismar Wachsner, Hamburg, ehemaliger Mitarbeiter der Deutschen Angestellten- Gewerkschaft; ehemaliges Mitglied der IBPFachgruppe Handels- und Büroangestellten in Handel und Industrie. Fred Woods, Karl Mizera, Fritz Mewes, London, ehemaliger Generalsekretär der Clerical and Administrative Workers Union; früher Mitglied der a IBP- Fachgruppe Handels- und Büroangestellte in Handel und Industrie. Wien, ehemaliger Vorsitzender der Abteilung Versicherungen der Gewerkschaft der Privatangestellten, Österreich. Hamburg, ehemaliger Vorsitzender der Bildungsabteilung der Deutschen Angestellten Gewerkschaft. Ihr Wirken für die internationale Angestelltenbewegung wird uns unvergessen bleiben. TUS 826180095 e 0000000000 OOOOOO Toux TOWN 36 * s1ebnoeed eate brassed als bbb011 medoftheb1016 odiev setledre tedra tec A eus adus be Meded VORWORT - 6- uedo ad wed GRÖSSER UND STÄRKER werden, das war unsere Parole für die Zeit seit dem Londoner Kongress Ende Juli 1958. Es galt zunächst den Internationalen Bund der Privatangestellten in Europa weiterhin zu fundieren, was durch das Hinzugewinnen neuer Organisationen in Gross- Britannien, Irland, Schweden, Griechenland und der Schweiz erreicht wurde, gleichzeitig aber galt es eine weltweite Entwicklung des IBP zu gewährleisten. Die bisherige Tätigkeit des IBP bis zum Londoner Kongress blieb in aussereuropäischen Regionen im allgemeinen auf schriftliche Verbindung beschränkt, in erster Linie bedingt durch den Mangel an Geld und an geeigneten Mitarbeitern. Dieser Mangel wurde für Nord- und Lateinamerika in der Berichtszeit in erster Linie durch die Hilfe der nordamerikanischen Retail Clerks I.A. überwunden, die dem IBP einen Mitarbeiter für die Arbeit in Nord-, Mittel- und Südamerika zur Verfügung stellte und ein in Lima errichtétes Büro finanzierte. Der Bericht weist aus, wie erfolgreich wir während der letzten zwei Jahre in diesen Gebieten gewesen sind. Neue Organisationen in Nordund Lateinamerika konnten als Ergebnis unserer Anstrengungen in der westlichen Hemisphäre angeschlossen werden. Unsere Arbeit in Afrika nimmt nunmehr Formen an. Durch die Opferbereitschaft unserer angeschlossenen Organisationen, wird es möglich sein, schon anlässlich unseres Kongresses in Westbérlin eine besondere Zusammenkunft unserer afrikanischer Vertreter durchzuführen, mit denen ein Programm für die weitere Gestaltung unserer Tätigkeit in Afrika ausgearbeitet werden soll. Dasselbe gilt für Asien. Kurze Zeit nach dem Kongress in Westberlin werden wir eine Mission nach Asien reisen lassen, die die Möglichkeiten in den dortigen Regionen erkunden soll. Mit Beginn des Kongresses in Westberlin zählt der IBP fast 3 Millionen Mitglieder. Zieht man in Betracht, dass die Retail Clerks I.A. ab 1. Oktober 1958 den vollen europäischen Beitrag an den IBP entrichtet, so ist die Internationale in der Berichtszeit zahlenmässig fast verdoppelt worden. Wieviel Arbeiten und welch ein Einsatz mit diesen Erfolgen verbunden waren, kann nur der ermessen, der bereits in der internationalen Arbeit tätig war. Aber nicht nur die Aufgabe, den IBP grösser und stärker zu machen, wurde gelöst, auch die sachlichen Arbeiten wurden trotz aller Schwierigkeiten verbessert: Ausser den Leistungen des Vorstandes und der Fachgruppen arbeitete eine besondere Satzungskommission die dem Kongress vorliegende Satzung aus; der Ausschuss für Sozialversicherungsfragen erarbeitete die vom Kongress zu behandelnden Forderungen für die internationale Arbeit in Sozialversicherungsfragen; der Tarifpolitische Ausschuss hat in mehreren Sitzungen das ebenfalls dem Kongress zur Beschlussfassung unterbreitete Material ausgearbeitet%; zwei Expertentagungen für die Techniker und die Werkmeister und eine besondere interamerikanische Konferenz wurden mit ausserordentlichem Erfolg durchgeführt. - - 7- Der Generalsekretär unternahm alle Anstrengungen um eine gute Zusammenarbeit mit den übrigen internationalen Berufssekretariaten und dem IBFG auf einer neuen Basis zu erreichen, nachdem der IBP noch vor dem Londoner Kongress aus dem IBFG- IBS Verbindungsausschuss ausgetreten war, da dieser keine effektive Arbeit leistete und ihm wichtigste IBSe nicht angehörten. Der IBP schloss sich als Mitglied dem auf sein Betreiben neu errichteten IBS- Verbindungsbüro in Genf an, welches unsere Verbindung zum Internationalen Arbeitsamt und anderen Körperschaften in Genf verbessern und gleichzeitig die Zusammenarbeit mit den übrigen IBS en verstärken soll. Den Genfer IBSVerbindungsbüro gehören bis auf die Bergwerksgewerkschaft alle IBSe an. Wir sind ausserdem durch den Generalsekretär in dem IBS/ IBFG- Lenkungsausschuss für Regional tätigkeiten vertreten und haben anlässlich der IBS- Generalkonferenzen durch Vorträge unsere Stimme zur Geltung gebracht. Auch die Verbindung zu den für uns in Betracht kommenden internationalen Körperschaften ist enger geworden. Wenn im Internationalen Arbeitsamt oder anderen überstaatlichen Körperschaften von Angestelltenfragen die Rede ist, wird der IBP zu Rate gezogen. Bei internationalen Zusammenkünften, Studientagungen oder EPA- Seminaren haben Vertreter des IBP Vorträge gehalten. Es besteht kein Zweifel darüber, dass unsere Arbeit in der Zukunft weiter forciert werden muss, wollen wir bis zu Beginn des Kongresses 1964 alle Angestelltenorganisationen der freien Welt im IBP zusammengefasst und unsere Mission in den Entwicklungsländern weitgehend erfüllt haben. Mit verhältnismässig geringen Mitteln und wenigen Mitarbeitern haben wir die Voraussetzung dafür geschaffen, dass der IBP mit der Parole: Noch grösser und besser werden" in den neuen Zeitabschnitt nach dem Kongress eintreten kann. Die Voraussetzung dafür muss der Kongress, durch eine Verbesserung der finanziellen Möglichkeiten des IBP schaffen, so dass wir in der Lage sein werden, geeignete Mitarbeiter für den IBP zu gewinnen, die Publikatione zu erweitern, die Vergleiche der Arbeits- und Organisations begingungen zu vertiefen und die Angestellten der freien Welt zu vertreten. Alles in allem kann gesagt werden, dass wir mit Stolz auf die Entwicklung in den letzten drei Jahren zurückblicken können. Diese Erfolge sind in erster Linie der harmonischen Zusammenarbeit der Mitglieder des IBP- Vorstandes, der Fachgruppenvorstände und der Ausschüsse zu verdanken. Wir sprechen ihnen und allen übrigen Mitarbeitern unsere besondere Anerkennung aus. Besonders eindruckerweckend war die Hilfeleistung der angeschlossenen Verbände an solche Organisationen die sich in Not befanden sowie die Bereitschaft, in den Entwicklungsländern das Aeusserste zu tun, um den Herausforderungen unserer Zeit gewachsen zu sein. Diese vorbildliche Solidarität ist auch in Zukunft die Voraussetzung dafür, dass der Kampf um die soziale Gerechtigkeit und die Erhaltung unserer freiheitlichen Demokratie gewonnen wird. 0000000000 00000000 000000 - 8- modus 1. ANGESCHLOSSENE VERBÄNDE xens 100 Allgemeine Bemerkungen destido neb 7m dictanem Ende Dezember 1957 hatte unsere Internationale insgesamt 46 Mit- b gliedsorganisationen in 26 Ländern mit einer Gesamtmitgliedschaft von 2.006.529. Die unten angeführte Liste der Mitgliedsorganisationen des Internationalen Bundes der Privatangestellten umfasst 69 Organisationen in 48 Ländern mit einer Gesamtmitgliedschaft von 2.949.998 Mitgliedern. In der Berichtsperiode ist also ein beachtliches Wachstum unserer Organisation eingetreten. Wir haben sowohl neue Mitgliedsorganisationen gewonnen als auch ein Ansteigen der Mitgliedschaft der bereits angeschlossenen Organisationen zu verzeichnen. by 981 ab 919201 bate exsbuota premo ob obseqm@ ( 1) 26 ( 3) er gone( 2) em to no 201ba de anelleretoimet tya( 2). 201 bas Isab cot ( 2) sdoit ob[ solo_ Edmolob aolson obat ads ab Issible mo osob ob sprobate 2012 cobae.com bb ( ID ( SI) t brudzo bo so Iba(+1) Iob sobsequ ( 31) ( 81) ( OS)" ( IS). ( ES) w to frifol be еле exellevant ( 89) LAND - 9- VERBAND MITGLIEDER ZAHLEN DER 1 H H II 1 ARGENTINIEN AUSTRALIEN ÖSTERREICH III IV BELGIEN V BRIT. GUYANA VI KANADA VII KOLUMBIEN VIII KUBA IX ZYPERN ☑ DÄNEMARK XI ECUADOR XII FINNLAND XIII FRANKREICH XIV DEUTSCHLAND XV GHANA XVI 2 ( 1) Confederacion General de Empleados del Comerci ( 2) Federated Clerks' Union of Australia ( 3) Shop Assistants and Warehouse Employees' Federa ion of Australia ( 4) Gewerkschaft der Angestellten in der Privatwir schaft ( 5) Syndicat des Employes, Techniciens et Cadres de Belgique ( 6) Clerical and Commercial Workers' Union ( 7) Office Workers Department; United Steelworker of America ( 8) Sindicato Nacional de Trobajadores Almacenes Tia de Colombia, Ltda ( 9) Federación Sindical de Trabajadores Bancarios de Cuba ①C ( 10) Federación Nacional de Trabajadores de Seguros Finanzas y sus Anexos ( 11) Federación Nacional de Empleados y Obreros del Comercio ( 12) Cyprus Union of Bank Employees ( 13) Dansk Funktionaerforbund ( 14) Handels- og Kontorfunktionaerernes Forbund i Danmark ( 15) Federación de Empleados del Guayas ( 16) Suomen Liiketyöntekijain Liito R.Y. ( 17) Fédération des Employés et Cadres ( 18) Fédération Nationale F.O. des Syndicats de Voyageurs, Représentants et Placiers ( 19) Deutsche Angestellten- Gewerkschaft ( 20) Deutscher Gewerkschaftsbund ( 21) Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen ( 22) Commercial and Allied Workers' Union GROSSBRITANNIEN( 23) Association of Engineering and Shipbuilding Draughtsmen ( 24) Association of Supervisory Staffs, Executives and Technicians ( 25) Clerical and Administrative Workers' Union ( 26) National Union of Commercial Travellers ( 27) National Union of Co- operative Officials ÜBERTRA ANGESCHLOSSENEN VERBÄNDE FACHGRUPPE DER - 10- INSGESAMT AM ECHNIKER BANK-, VERS.- U. HANDELS U. GESCHÄFTSR. ÜBRIGE . WERKM. SOZ.VERS.ANGEST. BÜROANGEST. KATEG. 3 4 5 6 7 8 31.- 5-161 1.- 7-158 9 220,000 220,000 60,000 60,000 7,000 7,000 7,000 23,000 27,000 90,000 9,000 6,114 155,114 131,644 19,500 19,500 1,500 9,500 1,027 50,000 38,934 1,027 2,500 2,500 1,500 925 925 750 750 750 1,919 1,919 1,919 4,642 4,642 4,642 709 709 3,159 3,159 1,400 Brie ev 152,898 2,000 56,298 53,386 5,000 5,000 156 15,357 1,011 16,524 15,864 +, 000 24,800 21,200 50,000 50,000 3,000 3,000 3,000 69,859 68,348 180,197 5,846 DGB 324,250 314,905 36,867 179,765 16,708 DAG 316,632 298,177 114,259 HBV 130,967 125,995 6,000 6,000 3,500 60,828 10,000 60,828 56,089 10,000 10,000 59,545 335 6,775 304,554. 164,449 1,046,590 725 22,406 59,545 53,526 335 352 7,500 16,625 1,554,624 1174,566 LAND 1 301 - 11- MITGLIEDER ZAHLEN DER VERBAND 2 XVII GRIECHENLAND XVIII GRENADA B.W.I. XIX INDIEN XX XXI IRLAND ISRAEL XXII ITALIEN XXIII KENIA XXIV XXV MALAYA LUXEMBURG XXVI NIEDERLANDE XXVII NORD- RHODESIEN XXVIII NORWEGEN XXIX NYASSALAND XXX PERU XXXI SIERRA LEONE 008. UBERTRAGEN ( 28) Transport and General Workers Union ( 29) Union of Shop, Distributive and Allied Worker ( 30) Federation of Private Employees of Greece ( 31) Commercial and Industrial Workers' Union ει ( 32) All India Bank Employees Federation ( 33) Clerks and Bazar Karmchari Sangh Blanganj ( 34) Engineering Mazdor Sabha( Sadguruprasad) ( 35) Irish Union of Distributive Workers& Clerks, ( 36) Engineers' Union ( 37) Technicians' Union ( 38) Union of Jewish Clerks and Office Employees ( 39) Federazione Italiana Bancari ( 40) Federazione Italiana Sindacati Addetti Servizi Commerciali ed Affini ( 41) Unione Italiana Bancari ( 42) Unione Italiana Dipendenti Aziende Commercial: ed Affini ( 43) The Kenya Distributive and Commercial Workers Union ( 44) Fédération Nationale des Employés ( 45) National Union of Bank Employees ( 46) National Union of Commercial Workers ( 47) Algemene Bond" Mercurius" ( 48) Contactorgaan v. Beambten in het N.V.V. ( 49) Commercial and General African Workers' Unior. ( 50) Norges Handels- og Kontorfunks jonaerers Forbur ( 51) Norsk Forbund for Arbeidsledere og Tekniske Funks jonaerer ( 52) Commercial and General African Workers' Union ( 53) Central Sindical de Empleados Particulares O del Peru ( 54) Clerical and Mercantile Workers' Union ( 55) Sherbro Amalgamated Workers' Union UBERTRAG ANGESCHLOSSENEN VERBÄNDE FACHGRUPPE DER - - 12- INSGESAMT AM CHNIKER BANK-, VERS.-U. HANDELS- U. GESCHAFTSR. UBRIGE WERKM. SOZ.VERS.ANGEST.BURO ANGEST. KATEG. 3 4 5 6 7 31.- 5-161 1.- 7-158 9 4,554 164,449 1,046,590 22,406 16,625 1,554,624 1,174,566 10,000 10,000 10,000 7,600 ( 82) 249,400 3,000 260,000 260,000 6,000 6,000 ( 82 2 284 34 320 ( e) 30,421 ( 02) 30,421 5,200 ( 18) 5,200 5,200 500 -anede 668 6,000 5,500 Ene 5,000 20 40,000 10,216 30,000 ( sa) 10,500 13,089 1 601 14,358 (+8) 6,000 5,500 5,000 50,000 50,000 10,216 9,113 30,000 30,000 4,503 4,503 3,000 69,035 69,035 6,000 6,000 1,900 10 19 198 9 64 300 272 2,340 2,340 3,000 3,000 265 7,504 11,775 2,064 21,608 20,650 3,753 7,171 20,924 18,264 2,060 2,060 2,010 32,470 32,470 32,556 3,959 3,959 3,817 280 280 280 30,000 30,000 1,000 1,000 500 500 +4,541 232,722 1,564,052 28,080 21,723 2,191,118 1,620,728 LAND 1 - 13- MITGLIEDER ZAHLEN DER VERBAND 2 UBERTRAGEN XXXII SUDAFRIKA XXXIII XXXIV SCHWEDEN ( 56) National Union of Distributive Workers SUD- RHODESIEN( 57) Southern Rhodesia Commercial Workers Union ( 58) Försäkringsfunktionärernas Förbund ( 59) Handels anställdas Förbund XXXV SCHWEIZ XXXVI TANGANYIKA XXXVII TRINIDAD B.W.I. XXXVIII VEREINIGTE STAATEN 780.80 ( 60) Handelstjänstemannaförbundet ( 61) Sveriges Arbetsledare Förbund ( 62) Schweizerischer Kaufmännischer Verein ( 63) Verband der Handels, Transport und Lebensmittelarbeiter der Schweiz ( 64) Tanganyika Commercial and Industrial Workers' Union ( 65) Trinidad& Tobago Union of Commercial and Industrial Workers ( 66) Insurance Workers International Union ( 67) Office Employees International Union ( 68) Retail Clerks International Association ( 69) Retail, Wholesale and Department Store Union doo 200 0000000000 Of čas 827 eze. SST, SESE ANGESCHLOSSENEN VERBÄNDE - 14- FACHGRUPPE DER INSGESAMT AM ECHNIKER BANK-, VERS.- U. HANDELS U. GESCHAFTSR. UBRIGE . WERKM. SOZ.VERS.ANGEST. BUROANGEST. 3 4 6 KATEG. 7 31.85-161 1.- 7-158 44,541 232,722 1,564,052 28,080 21,723 2,191,118 1,620,728 11,500 11,500 5,000 1,000 1,000 6,377 6,377 6,000 88,362 4,861 93,223 81,403 20,724 20.724 40,278 40,278 40,000 40,000 10,551 10,551 10,043 9% 2,000 2,000 2,000 866 1,361 2,227 1,951 21,000 21,000 12,604 300 2,200 47,100 400 50,000 410,000 410,000 260,000 50,000 50,000 85,985 262,299 2,246,650 28,480 26,584 2,949,998 1,999,729 V Isto ooooooooo0 sho - 15- Neue Anschlüsse In der Periode vom 1. Juli 1958 bis 31. Mai 1961 haben sich insgesamt 25 Organisationen an unsere Internationale angeschlossen. Juli 1958: 1. Ghana 80000 2. Indien o о ° RECIT 0000 о Union of Distributive, Retail and Allied Workers E 00 ° Engineering Mazdor Sabha о Engineers' Union 4. Britisch Guyana ooooooooo Clerical and Commercial Workers' Union 3. Israel 00000 00 о 0 Oktober 1958: April 1959: 5. Australien 6. Grenada BWI 000 ......... Federated Clerks' Union o o o 000 0 000 ° 0000 Commercial and Industrial Workers' Union Cyprus Union of Bank Employees 7. Zypern 000 000 о November 1959: 8. Griechenland............ Federation of Private Employees of Greece 9. Vereinigte Staaten Office Employees International Union Oktober 1960: 10. Schweden 00000 11. Grossbritannien ° 000 ° ° o 00 Handelstjänstemannaförbundet 228 12. Peru 13. Indien 14. Irland 15. Malaya 16. Malaya 17. Schweiz April 1961: 00 °°° 0 0° 0 ° 00 о° ° °° 0 ° 0 18. Schweden о 0 o °° 000 19. Argentinien °° 20. Sierra Leone 21. Sierra Leone ° o 0 o 0 ° о° 000 000000 о o 0 °° °° o 00 o 0 0 0000 o °°°° National Union of Co- operative Officials Central Sindical de Empleados Particulares del Peru All India Bank Employees Union Irish Union of Distributive Workers National Union of Commercial Employees National Union of Bank Employees Schweizerischer Kaufmännischer Verein °° 0° °° о O 22. Süd- Rhodesien 00 °° ° о o 23. Vereinigte Staaten 24. Kolumbien 25. Ecuador 000000 P ° 000 000 0000 ° 00 Sveriges Arbetsledareförbund Confederación General de Empleados des Comercio Clerical and Mercantile Workers' Union Sherbro Amalgamated Workers' Union Southern Rhodesia Commercial Workers' Union ..... Retail, Wholesale and Department Store 000 о Union Sindicato Nacional de Trabajadores de Almacenes Tia de Colombia, Ltda. Federación de Empleados del Guayas 0000000000 - 16- Vertretung des IBP. Die Internationale ist der Meinung, dass die Anwesenheit von Vertretern des IBP auf internationalen Sitzungen und Kommissionen der angeschlossenen Organisationen und anderen wichtigen Konferenzen von befreundeten Organisationen von grösster Bedeutung ist. Dies bietet die beste Möglichkeit, den Delegierten und anderen aktiven Funktionären der angeschlossenen Organisationen einen Einblick in die Arbeit des IBP zu gewähren und legt diesen die Ziele und Richtlinien der Arbeit der Internationale dar. Ausserdem bietet dies eine ausgezeichnete Gelegenheit, den IBP in das Blickfeld der Öffentlichkeit zu stellen und kann dazu dienen, unser Prestige und den Wert der internationalen Arbeit unseren Mitgliedsorganisationen deutlich vor Augen zu führen. 30 feb In der Berichtsperiode war die Internationale auf folgenden Kongressen vertreten: 50. Jahrestag der Norges Handels- og Kontorfunksjonaerers Forbund, 8. 9. August 1958 E. Kissel - SWO 28. September- 2. Oktober 1958 Oslo 4. Ordentlicher Kongress der Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen( DGB) Hannover A. Jönsson Comité International de 1'Organisation Scientifique Berlin 1.- 3. Oktober 1958 E. Kissel 4. Kongress der Holländischen Metallarbeiter- Gewerkschaft Hauptversammlung der IBS 3. Gewerkschaftskongress der Angestellten im DGB Kongress der Finnisch Liiketyontekyain Liitto Algemene Bond" Mercurius" 23. Convention%; Retail Clerks International Association Los Angeles Techniker( DAG) Genf 10. Jänner 1959 12.- 13. Februar 1959 Wiesbaden 14.- 15. April 1959 Helsinki 24.- 25. Mai 1959 Amsterdam 9.- 10. Juni 1959 22.- 27. Juni 1959 12.- 13. September 1959 E. Kissel ed W. Spiekman E. Kissel A. Jönsson E. Kissel E. Kissel J.D.Hiscock 0 287 82019/07 E. Kissel G.H.Doughty 4. Deutschland tagung( DAG) München 18.- 19. September 1959 E. Kissel Kongress des NVV Utrecht 30. September 2. Oktober 1959 E. Kissel IBS Generalkonferenz Genf 12.- 13. November 1959 E. Kissel Cadres 8. Kongress der Union of Jewish Clerks and Office Employees Tel Aviv Fédération des Employés et Kongress NVV Jugendorganisation" Jonge Strijd" 7.- 10. März 1960 E. Kissel Lille 14.- 16. Mai 1960 H.Emmering 16. Jänner 1960 F.Falkeisen 17Kongress der Los Trabajadores des Estado de Sao Paolo I.G. Metall- Angestelltenkongress VHTL- Kongress Kongress der Internationale der Post- Telegraphen- und Telephonbediensteten Sao Paolo 27. April- 1. Mai 1960 Nürnberg .Lausanne E. Kissel 9.- 11. Juni 1960 E. Kisseletb 25.- 27. Juni 1960 E. Kissel Teb he Wien ceb. bat 18.- 22.Juli 1960 F.Hillegeist 20. Kongress der Norges Handels- og Kontorfunks jonaerernes Forbund Oslo 12.- 15.September 1960 A. Jönsson I Kongress der Deutschen Angestellten Gewerkschaft Karlsruhe 19.- 23. September 1960 odno F.Hillegeist 60.- jähriges Jubiläum der Handels- og Kontorfunktio19 101 21919sd naerernes Forbund i Danmark Kopenhagen 23.September 1960 A. Jönsson 2. Kongress der Algemene Bedrijfsgroepen Centrale ( ABC) Konferenz des Contactorgaan voor Beambten in het NVV ( CBN) Internationale Arbeitsgemeinschaft der Angestelltenjugend Iego Amsterdam 22.- 24. September 1960 Amersfoort 15.Oktober 1960 Westberlin 24.- 25.Oktober 1960 taxe br I F.Falkeisen E. Kissel F.Falkeisen E. Kissel o 3. Afrikanische Regionalkonferenz des IBFG 01 Tunis IBS Generalkonferenz Genf 7.- 11.November 160 E. Kissel 15.- 16. Nov. 160 E. Kissel S Kongress der Syndicat des Employés, Techniciens et S Cadres de Belgique Liège 10.- 12. Dezember 1960 E. Kissel Kongress des Algemene Nederlandse Metaalbedrijfsbond Konferenz der I.G. Metallgruppe im DGB Den Haag Mühlheim 13.- 14. Jänner 1961 F.Falkeisen 12. März 1961 E. Kissel I redo NO Konferenz der Association of Engineering and Shipbuilding Draughtsmen Eastbourne 31. März 3. April 1961 Ch.D.Gray 8 Konferenz der Clerical and Administrative Workers' Union Morecombe 31. März- 3. April 1961 E. Kissel C" nott Kongress des Handelsan- 18- ställdas Förbund Konferenz der Handelstjänstemannaförbundet Kongress der Norges Handelsog Kontorfunks jonaerernes Förbund Malmö 8.- 13. Mai 1961 E. Kissel Stockholm 20.- 21. Mai 1961 E. Kissel Oslo 28. Mai 3. Juni 1961 A. Jönsson Weiter wurden viele schriftlichen Grussbotschaften übersandt. bad god b 0000000000 IIo nov Ess Le neded mode Ceto Ildz nebrew Job ed nov sou 192. LEITENDE ORGANE DES IBP Kongress Der 12. ordentliche Kongress des Internationalen Bundes der Privatangestellten wurde unter dem Vorsitz von Koll. Friedrich Hillegeist, Wien, abgehalten. Бешеточ Er wurde von 89 Delegierten und 30 Beobachtern besucht, die insgesamt 28 Mitgliedsorganisationen in 16 Ländern repräsentierten. Berichterstatter oooooooooo Koll. Friedrich Hillegeist, Wien: Koll. Algot Jönsson, Malmö: Koll. Erich Kissel, Amsterdam: Die verschiedenen Systeme der sozialen Sicherheit. Grundsätze und Koordinierung der internationalen Lohn- und Gehaltspolitik. Stellungnahme der Gewerkschaften zu betrieblichen Sozialeinrichtungen. 0000000000 Resolutionen 1. Der Kongress beauftragt den Vorstand, einen oder mehrere Ausschüsse zu errichten, deren Aufgabe es sein soll, die Lohn- und Gehaltspolitik und deren Auswirkung auf die Angestellten zu diskutieren und eine intensive Tätigkeit auf diesen Gebieten sowie auf denen, die sich im Zusammenhang mit der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft ergeben, vorzubereiten. 2. Der Kongress_billigt das Grundkonzept der 3 Punkte bezüglich der zukünftigen Entwicklung der Sozialversicherung, wie es von Koll. Hillegeist( siehe Fussnote) dargestellt wurde, wobei den besonderen Bedürfnissen und Interessen der Angestellten entsprechende Aufmerksamkeit gewidmet werden soll. Fussnote: Die 3 grundlegenden Punkte, die in dem Bericht von Koll. Hillegeist an den Kongress dargelegt wurden, sind: 1) Schaffung einer Pflichtversicherung für alle beschäftigten Personen und deren Eingliederung in ein Beitragssystem zur sozialen Sicherheit. 2) Zahlung von Leistungen, die in einem Verhältnis zu stehen haben zur Dauer der Versicherungszeit und zur Höhe der bezahlten Beiträge, um dem Versicherten bei Erreichung einer gewissen Altersgrenze oder im Falle der Arbeits- oder Berufsunfähigkeit, oder für seine Hinterbliebenen eine entsprechende Alterspension zu sichern, die dem erreichten Lebensstandard soweit wie möglich nahekommt. 3) Eine Kombinierung der Leistungen, deren Höhe durch das vorher verdiente Einkommen bestimmt wird, mit einer Mindestleistung, die genügend hoch ist, um das Existenzminimum zu sichern. Diese Mindestleistung soll je nach den in jedem Land herrschenden Bedingungen finanziert werden. 20- Der Kongress beauftragt den Vorstand, in Übereinstimmung mit dem bereits genehmigten Antrag einen permanenten Ausschuss zu errichten, der die Entwicklung auf diesem Gebiete ständig beobachten und geeignete Massnahmen zur Koordinierung unserer Politik auf nationaler Ebene fördern soll. Dieser Ausschuss soll auch dafür verantwortlich sein, die angeschlossenen Gewerkschaften bezüglich dieser Fragen auf dem Laufenden zu halten. Der Kongress betont, dass derartige Bemühungen, die Systeme der sozialen Sicherheit zu verbessern, eines der wirkungsvollsten Mittel sind um die Freiheit des Individuums zu stärken und zu schützen. Ein Resolutionsentwurf des DGB lautete wie folgt: " Der Kongress möge beschliessen, dass die Fachgruppe der Handelsund Büro angestellten in der Industrie, die im IBP bis 1934 bestand, neu errichtet werden solle. Dieser Antrag wurde mit folgender Empfehlung des Vorstandes dem Kongress vorgelegt: Der Antrag in Richtung auf eine Aufspaltung der derzeitigen Fachgruppe für Handels- und Büroangestellte in Handel und Industrie in zwei Fachgruppen: eine für die Industrieangestellten und eine andere für die Handelsangestellten, ist dem Kongress zur diskussion vorzulegen. Die Antragsteller stimmen zu, dass nach dieser Diskussion dieser Antrag an den Vorstand zurückverwiesen wird und dass eine allgemeine Überprüfung der Statuten, insbesondere bezüglich der Anzahl und des Aufbaues der Fachgruppen und der Sprachgruppen auf solche Art und Weise durchgeführt werden solle, dass dem nächsten Kongress ein Konkreter Antrag zur Beschlussfassung vorgelegt werden kann. In der Zwischenzeit sind die betreffenden Fachgruppenvorstände ermächtigt, getrennte Sitzungen einzuberufen, falls Probleme diskutiert werden sollen, die nur für eine Sektion einer der bestehenden Fachgruppen von Interesse sind." Wahlen Präsident 0000000000 Koll. Friedrich Hillegeist wurde einstimmig wieder gewählt. Generalsekretär Koll. Erich Kissel wurde einstimmig zum Generalsekretär des IBP als Nachfolger von Wim C. Spiekman gewählt, der für seine Dienste für die Internationale geehrt wurde. Vorstand Der Kongress wählte einstimmig: Englische Sprachgruppe O O O O O O O O Französische Sprachgruppe 000 oooooooooo O 0000 oooooooooo O Koll. Joseph D. Hiscock, Stellvertretender Generalsekretär, USDAW, Grossbritannien. Koll. Emile Heymans, Syndicat des Employés, Techniciens et Cadres de Belgique.. Koll. Algot Jönsson, Vorsitzender Handelsanställdas Förbund, Schweden. Koll. Cor W. Jacobsen, Vizepräsident Algemene Bond" Mercurius", Holland Skandinavische Sprachgruppe 00 Holländische Sprachgruppe 21- Deutsche Sprachegruppe. DOOoooo ooo Koll. Friedrich Hillegeist, Vorsitzender der Gewerkschaft der ed Angestellten in der Privatwirtschaft, Oesterreich. In Übereinstimmung mit Par. 14 Abschnitt( c) der Statuten des IBP ( Organisationen mit mehr als 100.000 Mitgliedern): Deutscher Gewerkschaftsbund..... Koll. Werner Hansen, VorstandsDeutsche Angestellten- Gewerkschaft ° Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen Fachgruppenvorsitzende: Techniker und Werkmeister 0 0.0 0 0 0 0 Handels- und Büroangestellte in Handel und Industrie Geschäftsreisende 0 0 0 ooooooooooo oooo Bank-, Versicherungs- und mitglied des DGB, Leiter der Hauptabteilung für Angestellte und die für Jugendliche, Deutschland. Koll. Fritz Rettig, Vorsitzender der DAG, Deutschland. Koll. Wilhelm Pawlik, Vorsitzender des" HBV", Deutschland. Koll. George H. Doughty, Generalsekretär der AESD, Grossbritannien. Koll. Adolphe Sidro, Generalsekretär der Fédération des Employés et Cadres, Frankreich. Koll. Erling Dinesen, Vorsitzender der Handels- og Kontorfunktionaerernes Förbund i Danmark, Dänemark. Sozialversicherungsangestellte.. Koll. George Charreron, Sekretär der Fédération des Employés et Cadres, Frankreich. Der Kongress wählte als Rechnungsprüfer: Koll. Oscar Leclercq, SETCA, Belgien. Koll. Fred Falkeisen, NVV, Holland( ab 1. Oktober 1959, nach seiner Bestellung zum IBP Funktionär durch Jan Velema, NVV, Holland, ersetzt. 0000000000 Vorstand Änderungen in der Zusammensetzung des Vorstandes seit dem letzten Kongress: C.W. Jacobsen trat am 30. September 1959 in den Ruhestand. H.M. Emmering, Vizepräsident des" Mercurius" trat an seine Stelle. Koll. H.M. Emmering zog sich ebenfalls aus seiner Stellung in der holländischen Gewerkschaft" Mercurius" zurück und F.J. Willems wurde von" Mercurius" an seiner Stelle nominiert und von der Vorstandssitzung am 10.- 12. April 1961 in Wien als Kassierer akzeptiert. - 22- In Übereinstimmung mit Par. 14 Abschnitt( c) der IBP- Statuten wurde James A. Suffridge, Vorsitzender der Retail Clerks International Association, Washington DC, USA, Mitglied des IBP- Vorstandes. Koll. Fritz Rettig, der sich von seiner Stellung als Präsident der DAG zurückzog, trat am 29. Oktober 1960 auch als Mitglied des IBPVorstandes zurück. Er wurde durch Koll. R. Spaethen, dem neuen Präsidenten der DAG, ersetzt. Der Vorstand ist derzeit wie folgt zusammengesetzt: Friedrich Hillegeist Algot Jönsson Erich Kissel Vorsitzender Frits Willems George Charreron Erling Dinesen George Doughty Werner Hansen Emile Heymann Joe D. Hiscock Wilhelm Pawlik Adolphe Sidro Rolf Spaethen James Suffridge Vorstandssitzungen Wien Malmö Amsterdam Amsterdam Paris Kopenhagen Richmond Düsseldorf Verviers Manchester Düsseldorf Paris Hamburg Washington 0000000000 Vize- Präsident Generalsekretär Kassierer Seit dem 12. ordentlichen Kongress in London haben folgende Vorstandssitzungen stattgefunden: 1) 31. Juli 1958 2) 28., 29. Oktober 1958 3) 21., 22. April 1959 4) 2009 5) 27.9 ° O° 21. November 1959 28. Oktober 1960 6) 10.- 12. April 1961 ° 0° 0 00000 London Amsterdam Düsseldorf o 009 Köln Stockholm o 00 о 0 0 Wien 00000 Zusammenfassung der Beschlüsse, die ausser der allgemeinen Routinearbeit und der finanziellen Probleme und Beschlüsse auf den Vorstandssitzungen gefasst wurden: London, 31. Juli 1958 Nach der Wahl des Vizepräsidenten und des Kassierers wurde die zukünftige Arbeit des IBP entsprechend den Beschlüssen des Kongresses diskutiert. Der Beschluss des Vorstandes der Fachgruppe der Techniker und Werkmeister, eine Expertentagung über das Thema" Berufsausbildung der Techniker" und" Schutz der Arbeitnehmer erfinder" einzuberufen, wurde gebilligt. Amsterdam, 28.- 29. Oktober 1958. Das Beitrittsgesuch der" Clerical and Commercial Workers' Union", Georgetown, Britisch Guyana, wurde genehmigt. Das Angebot der Retail Clerks International Association( RCIA), einen Kollegen für die Arbeit der Internationale in Lateinamerika zur Verfügung zu stellen, wurde angenommen. Weiters wurde beschlossen, dass dieser Kollege zum Vertreter des IBP ernannt werden sollte. 23Es wurde beschlossen, dass Präsident Friedrich Hillegeist den Vorsitz des Ausschusses für Sozialpolitik und Koll. Algot Jönsson den Vorsitz des Ausschusses fur Gehaltspolitik übernehmen sollte. totdea Die Errichtung eines Sonderausschusses zur Behandlung der Probleme im Zusammenhang mit der EWG und der Freihandelszone wurde mit 7 fo gegen Stimmen abgelehnt. DAC OV Ein Komitee, bestehend aus Präsident Hillegeist, Vizepräsident Jönsson, Generalsekretär Kissel und Kassierer Jacobsen wurde zur Durchführung einer Überprüfung der Statuten des IBP errichtet. Weiter wurde beschlossen, diesem Kleinen Ausschuss Vollmacht zu erteilen, einen stellvertretenden Generalsekretär zu ernennen, der sich mit weniger bedeutenden internen Problemen zu beschäftigen hat. Düsseldorf, 21.- 22. April 1959. Präsident Hillegeist begrüsste insbesondere Koll. J.A. Suffridge ( RCIA), der zum erstenmal ein nichteuropäisches Land im Vorstand vertritt. Die Federated Clerks' Union, Australien, die Commercial and Industrial Workers' Union, Grenada, BWI, und die Cyprus Union of Bank Employees, Zypern, wurden als Mitglieder in den IBP aufgenommen. Der Generalsekretär erstattet einen kurzen Bericht über den Entwurf der neuen Statuten, der vom Kleinen Vorstand ausgearbeitet wurde und folgendes vorsieht: einen Kongress, einen Vorstand, einen Leitungsausschuss und ein Sekretariat. Man kam überein, dass kein Generalrat gebildet werden sollte. Der Ausschuss beschloss auch grundsätzlich, dass die zukünftige Vertretung im Vorstand auf regionaler Basis aufgebaut sein solle, wobei die derzeitige Vertretung nach Sprachgruppen abgeschafft würde. Bezüglich der Fachgruppen beschloss der Vorstand, dass die neuen Statuten+ Fachgruppen vorsehen sollten und zwar Techniker und Werkmeister, kaufmännische Angestellte in Industrie, Handelsangestellte und Bank-, Versicherungs- und Sozialversicherungsangestellte. Die derzeitige Fachgruppe der Geschäftsreisenden sollte als Unterabteilung in die Fachgruppe der Handels angestellten eingegliedert werden. Diese Unterabteilung sollte einen eigenen Ausschuss von mindestens 3 Mitgliedern vorgesehen erhalten. Der Vorstand billigte das Aktionsprogramm des IBP für Lateinamerika und ernannte E.S. Lee zum interamerikanischen Vertreter des IBP unter der Leitung und Verantwortung des Generalsekretärs. Köln, 20. 21. November 1959. Die Federation of Private Employees of Greece und die Office Employees International Union, USA, wurden als Mitglieder in den IBP augenommen. Der Vorstand diskutierte einen Antrag, der vom schwedischen TCO dem 6. Weltkongress des IBP unterbreitet werden sollte und besagt, dass im Rahmen des Internationalen Bundes Freier Gewerkschaften( IBFG) ein permanenter beratender Ausschuss für Angestelltenfragen gebildet werden solle. Der Vorstand war einstimmig der Auffassung, dass ein derartiger Ausschuss überflüssig sei und die Vertreter des Internationalen Bundes beim IBFG- Kongress wurden beauftragt, sich entsprechend dieses Beschlusses zu verhalten. 24- Der Statutenentwurf wurde abermals diskutiert und es wurde unter anderem beschlossen, dass ein eigener Abschnitt dem Leitungsausschuss gewidmet sein soll, der so zu formulieren wäre, dass der Vorstand das Recht erhält, einen Leitungsausschuss zu errichten, der aus den vom Vorstand dazu bestimmten Mitgliedern zusammengesetzt ist. Der Vorstand beschloss weiter, dass als Bedingung für die Vertretung jeder neuen Regionalgruppe im Vorstand in den Statuten festgelegt werden solle, dass diese Gruppe zumindest 100.000 vollzahlende Mitglieder umfassen müsse. Vizepräsident Jönsson berichtete über die erfolgreichen Verhandlungen mit den schwedischen TCO- Organisationen, Verhandlungen, die seit 1950 geführt wurden. Er erklärte, dass, wenn das endgültige Übereinkommen von den betreffenden Parteien unterzeichnet wäre, sich die skandinavischen Gewerkschaften nicht länger gegen den Beitritt der schwedischen TCO- Organisationen in die Internationale stellen würden. Dieses Übereinkommen hätte unmittelbare Wirkung für die Gewerkschaft der Handelsangestellten, die Gewerkschaft der Werkmeister und die Gewerkschaft der Bankangestellten. Der Vorstand billigte einstimmig den schriftlichen Bericht von Koll. Lee über seine ersten Erfahrungen in Lateinamerika. In diesem Zusammenhang wurde beschlossen, im Laufe des April und Mai 1960 eine interamerikanische Angestelltenkonferenz in Lima, Peru, abzuhalten. Der Generalsekretär wurde ermächtigt, die endgültigen Vorbereitungsarbeiten durchzuführen. Der Vorstand ratifizierte die Beschlüsse der Fachgruppenvorstände, gegen Ende September 1960 die Fachgruppenkonferenzen und eine Expertentagung für Werkmeister in Paris abzuhalten. Generalsekretär Kissel berichtete über die kommende Sitzung der 5. Session des Beratenden Ausschusses für Angestellte und Geistesarbeiter und über die Arbeit, die während der 43. Session der Internationalen Arbeitskonferenz geleistet wurde, deren Ergebnisse als Grundlage für die 5. Session des Beratenden Ausschusses genommen werden könnten. Als Ergebnis der Diskussion beschloss der Vorstand, die Kollegen Friedrich Hillegeist, A. Jönsson, A. Sidro, W. Hansen, P. Hoey, Fr. Rettig, G.H. Doughty und H. Coughlin für die verschiedenen Funktionen während der 5. Session vorzuschlagen. Der Generalsekretär sollte als Sekretär der Arbeitnehmergruppe fungieren. Der Vorstand ernannte die Kollegen Jönsson und Kissel, den IBP auf dem 6. Weltkongress des IBFG, der vom 3.- 12. Dezember 1959 in Brüssel stattfinden sollte, zu vertreten. Koll. Rettig wurde ermächtigt dem 6. Kongress als Beobachter beizuwohnen. Stockholm, 27.- 28. Oktober 1960. Der Vorstand genehmigte den Beitritt folgender Organisationen zum IBP: Handelstjänstemannaförbundet, Schweden National Union of Co- operative Officials, Grossbritannien Central Sindical de Empleados Particulares del Peru, Peru Irish Union of Distributive Workers and Clerks, Irland National Union of Commercial Employees, Malaya National Union of Bank Employees, Malaya Schweizerischer Kaufmännischer Verein, Schweiz All India Bank Employees Federation, Indien. Koll. J. Suffridge gab einen kurzen Bericht über die Boykottaktion gegen Sears Roebuck, die von der RCIA lanciert wurde und brachte seinen - 25- Dank für die Unterstützung durch die Internationale zum Ausdruck. Er erklärte, dass die RCIA ihren Boykott fortsetzen und weiter intensivieren werde und ersuchte um weitere Unterstützung sowohl durch den IBP als auch durch die angeschlossenen Organisationen. Der Vorstand beschloss, die Aktion unserer amerikanischen Mitgliedsorganisationen durch Protestschreiben und wenn möglich durch Boy-. kottaktionen zu unterstützen. Es wurde weiters beschlossen, die Aufmerksamkeit des IBFG auf diesen Boykott zu lenken und dessen Solidarität anzurufen. Bei der Behandlung eines Antrages der Kenia Distributive and Commercial Workers' Union auf finanzielle Unterstützung ermächtigte der Vorstand den Generalsekretär, dieser Organisation auf Grundlage einer von ihm durchzuführenden Untersuchung der Situation während seiner Anwesenheit auf der 3. Afrikanischen Regionalkonferenz des IBFG in Tunis eine Subvention bis zu fl. 1.000.- zu gewähren. Der Vorstand brachte seine Befriedigung über die Ergebnisse der Lima- Konferenz und der Regionalarbeit des IBP in Lateinamerika zum Ausdruck. Es wurde beschlossen, in Übereinstimmung mit einem Antrag, der auf der Konferenz in Lima unterbreitet wurde, einen permanenten beratenden Ausschuss zu bilden, der die Tätigkeit der Internationale in der westlichen Hemisphäre unterstützen und koordinieren soll. Weiter wurde die Abhaltung von gewerkschaftlichen Seminaren und Bildungskursen genehmigt. 190 Entsprechend einem Kommentar des Generalsekretärs genehmigte der J Vorstand die Ernennung von Koll. Falkeisen zum Untergeneralsekretär des IBP mit Wirkung ab 1. Oktober 1960. より Die Vorsitzenden der 4 Fachgruppen berichteten über die Konferenzen ihrer Fachgruppen. Der Vorstand ratifizierte alle Resolutionen, die von den Konferenzen angenommen wurden und beschloss, dass sie auch den zuständigen internationalen Körperschaften zur Kenntnis gebracht werden sollten. Bezüglich der Vorbereitung des 13. ordentlichen Kongresses des IBP, der im Juli 1961 stattfinden wird, wurden die Vorbereitungsarbeiten diskutiert. Koll. G.H. Doughty wurde gebeten die Internationale auf einem EPASeminar, das sich mit der Frage der Werkzeugmaschinenindustrie beschäftigen wird, zu vertreten. Präsident Friedrich Hillegeist dankte Koll. Fr. Rettig und Koll. H.M. Emmering aus Anlass ihres Rücktrittes für die Dienste, die sie dem IBP geleistet hatten und brachte seine besten Wünsche für ihre H Zukunft zum Ausdruck. Wien, 10.- 12. April 1961. Der Vorstand genehmigte den Beitritt folgender Gewerkschaften zum IBP: Sveriges Arbetsledareförbund, Schweden Confederacion General de Empleados del Comercio, Argentinien Sherbro Amalgamated Workers' Union, Sierra Leone Southern Rhodesia Commercial Workers' Union, Süd- Rhodesien 3 Clerical and Mercantile Workers' Union, Sierra Leone - 26- Der Vorstand besprach die zukünftige Regionalarbeit in Afrika und Asien. Er stellte mit besonderer Befriedigung fest, dass der Handels anställdas Förbund einen Betrag von Skr. 142.000 für das Programm des IBP in Afrika zu Verfügung stellte. Es wurde beschlossen, Vertreter der angeschlossenen Organisationen aus beiden Regionen einzuladen, dem Kongress in Westberlin beizuwohnen, um mit diesen Kollegen Pläne zu besprechen und die zukünftige Tätigkeit und ZuSammenarbeit auszuarbeiten. Die angeschlossenen Organisationen sollten ersucht werden Beiträge zu einem Sonderfonds für diesen Zweck zur Verfügung zu stellen. Die Unterstützungsmassnahmen im Zusammenhang mit dem Streik in Belgien konnten als Erfolg gebucht werden. Es wurde beschlossen, die Vorschläge, die vom Sekretariat bezüglich der Errichtung eines Streik- und Unterstützungsfonds ausgearbeitet wurden, voll zu unterstützen. Laut diesen Bestimmungen wird ein Sonderausschuss errichtet werden, der für die Errichtung und allgemeine Verwaltung dieses Fonds verantwortlich sein wird. Der neue Entwurf für die Statuten wurde genehmigt. Das Sekretariat. wurde beauftragt, Exemplare dieses Entwurfes allen Mitgliederorganisationen zugehen zu lassen. Um dem IBP zu ermöglichen, seine zukünftigen Aufgaben zu erfüllen, wurde beschlossen, dem Kongress einen Antrag auf Beitragserhöhung auf Hfl. 125.- per 1.000 Mitglieder per Jahr zu unterbreiten. Im Zusammenhang mit den Bestimmungen des neuen Statutenentwurfes wurde die finanzielle Situation der Gewerkschaften in den Entwicklungsgebieten berücksichtigt und festgestellt, dass- wenn notwendig die Mitgliedsbeiträge auf Hfl. 45.- reduziert werden können. Der Vorstand billigte das Kongressprogramm, das vom Sekretariat ausgearbeitet worden war. Präsident Hillegeist erklärte, dass er keine Kandidatur für eine Wiederwahl auf dem Kongress in Westberlin annehmen werde und schlug Koll. Jönsson als seinen Nachfolger vor. Sein Beschluss wurde vom Vorstand mit Bedauern zur Kenntnis genommen. Sein Vorschlag, Koll. Jönsson als Kandidaten zu seinem Nachfolger zu nominieren, wurde begrüsst. Der Finanzbericht für das Jahr 1960 wurde unter der Voraussetzung genehmigt, dass die später zu erfolgende Bestätigung der Genauigkeit und Vollständigkeit der Zahlen von den Rechnungsprüfern vorgebracht wird. 0000000000 oooooooo 000000 273. AUSSCHÜSSE DES IBP- VORSTANDES Kleiner Vorstandsausschuss Ieb Der Kleine Vorstandsausschuss hatte die Aufgabe, sich zwischen den Vorstandssitzungen mit Entscheidungen zu befassen, die mehr verwaltungs technischer Art waren, z.B. Unterstützungsfragen, Mitarbeiterfragen, usw. Seine Hauptaufgabe bestand in der Vorbereitung eines Satzungsentwurfes. Alle Entscheidungen und Massnahmen wurden in den folgenden Vorstandssitzungen gebilligt. Amsterdam, 19. und 20. Oktober 1959 Auf dieser Sitzung wurden die letzten Änderungen des Statutenentwurfes, der der Kölner Sitzung zu unterbreiten war, durchgeführt. Der Kassierer, C.W. Jacobsen, der sich nach 25- jähriger Dienstzeit aus der aktiven Arbeit in seiner Gewerkschaft zurückzog, verabschiedete sich vom Kleinen Ausschuss. Weiter wurden einige Fragen bezüglich des Personals diskutiert. IJUW Wien, 6. April 1960 Der Kleine Ausschuss nahm mit Befriedigung zur Kenntnis von der Zuweisung von$ 5.000 aus dem IBS Solidaritätsfonds und billigte die Vorbereitungsarbeiten für die Abhaltung einer Konferenz für die westliche Hemisphäre. Es wurde beschlossen, einen Betrag von$ 25 für den Aufbau einer Gewerkschaft der Handels angestellten in Curaçao zur Verfügung zu stellen. Die Bilanz per 31. Dezember 1959, die vom Kassierer vorgelegt wurde, wurde eingehend geprüft. Karlsruhe, 19. und 20. September 1960. Auf dieser Sitzung wurden verschiedene Detailfragen im Zusammenhang mit der kommenden Vorstandssitzung in Stockholm besprochen. Vorschläge bezüglich des Ortes, des Zeitpunktes und der Tagesordnung für den ordentlichen Kongress 1961 wurden genehmigt. Amsterdam, 18. Januar 1961 Man diskutierte die Vorbereitung für die Wiener Vorstandssitzung und genehmigte den Entwurf einer Tagesordnung für diese Sitzung. Bezüglich der Vorbereitung des kommenden Kongresses wurden verschiedene Beschlüsse gefasst. Der Kleine Ausschuss nahm die Hilfsmassnahmen der angeschlossenen Gewerkschaften im Zusammenhang mit dem belgischen Generalstreik zur Kenntnis. Weiter wurden verschiedene Finanzfragen besprochen. 0000000000 - 28- Satzungskommission BIRD Der IBP- Vorstand bildete in seiner Sitzung am 27. Oktober 1960 in Stockholm eine Kommission zur Verabschiedung des endgültigen Satzungsentwurfes durch die Vorstandssitzung vom 10. 12. April 1961 in Wien. Die Kommission setzte sich zusammen aus den Mitgliedern des Kleinen Vorstandsausschusses, erweitert durch die Kollegen Hiscock und Sidro. Die Sitzung fand am 19. 20. Jänner 1961 in Amsterdam statt. Das Ergebnis der Arbeit liegt, nach Ergänzung durch den Vorstand, zur endgültigen Beschlussfassung durch den Kongress vor. 0000000000 Ausschuss für Sozialversicherungsfragen Aufgabe dieses Ausschusses war, wie vom Londoner Kongress festgehalten wurde: Diskussion und Studium der Sozialpolitik, sowie deren Auswirkungen auf die Gehaltsempfänger und Vorbereitung einer intensiven Tätigkeit auf diesem Gebiet, und der Fragen, die mit der EWG im Zusammenhang stehen. Mitglieder: Fr. Hillegeist( Vorsitzender), GAP, Wien E. Kissel( Generalsekretär), IBP, Amsterdam W. Rothe, DGB, Düsseldorf A. Skoda, GAP, Wien J. Velema, CBN, Amsterdam T. Thomas, CAWÚ, London E. . Dinesen, DHK, Kopenhagen F. Willems, Mercurius, Amsterdam 0. Leclerq, SETC, Brüssel A. Killat, HBV, Düsseldorf A. Sidro, FEC, Paris 0. Günther, DAG, Hamburg Sitzungen Wien, 20. 21. März 1961 Forderungen des sozialpolitischen Ausschusses des Internationalen Bundes der Privatangestellten zur sozialen Sicherheit In Wien fand eine Sitzung des sozialpolitischen Ausschusses des Internationalen Bundes der Privatangestellten statt. Auf der Tagesordnung stand die Beratung und Beschlussfassung über den Bericht zur Entwicklung der Sozialversicherung seit 1958. Auf dem 12. ordentlichen Kongress des IBP in London wurde beschlossen, dass danach getrachtet werden müsste, ein einheitliches Grundkonzept für den weiteren Ausbau der Sozialversicherung zu erstellen. In diesem Grundkonzept müssten drei Forderungen enthalten sein: 1. Aufbau einer Pflichtversicherung für sämtliche erwerbstätige Personen und ihre Einbeziehung in die Beitragspflicht zu ihrer Altersund Hinterbliebenenversorgung. - 29- 2. Statuierung von Leistungen, die nach der Dauer der Versicherungspflicht und der Höhe der Beitragsgrundlagen differenziert werden sollten mit dem Ziel, am Ende der Berufslaufbahn bei Erreichung 3 eines gewissen Lebensalters oder Eintritt der Berufsunfähigkeit eine angemessene- dem erarbeiteten Lebensstandard möglichst weitgehend angeglichene benen zu erlangen. Rente für sich selbst oder seine Hinterblie3. Kombinierung der gehaltsgebundenen Leistungen mit einer existenzsichernden Mindestleistung, deren Finanzierung den nationalen Verhältnissen angepasst sein sollte. Im Bericht des sozialpolitischen Ausschusses des IBP zu diesen Punkten heisst es: Pflichtversicherung 0000000000 UA net In allen Ländern mit einer allgemeinen Volksversicherung erstreckt sich der Kreis der Leistungsempfänger auf die ganze Bevölkerung. Auch in vielen Ländern mit der sogenannten klassischen Form der Sozialversicherung ist inzwischen ein immer grösserer Personenkreis in die gesetzliche Pflichtversicherung einbezogen worden. Diese Erweiterung auf Gruppen, die bisher noch nicht versichert waren, sollte nicht zu Lasten bereits bestehender Sozialversicherungseinrichtungen erfolgen. A CEH Die Ausdehnung der Versicherungspflicht auf sämtliche erwerbstätige Personen sollte unabhängig von der Höhe des Einkommens für alle Berufsangehörigen gelten. Leistungen a) Die Leistungen der Sozialversicherung können nur im Zusammenhang mit den Versicherungsjahren einschliesslich Ausfallzeiten und der Beitragshöhe gesehen werden. Die Beiträge sollten der tatsächlichen Höhe des Gehalts angepasst sein. Fixrenten ohne Rücksicht auf das Arbeitseinkommen sind unbefriedigend. Länder mit einer derartigen Mindestleistung sind bemüht, eine gehaltsabhängige Zusatzrente zu schaffen, z.B. Schweden und Grossbritannien. b) Die Leistungen sollten möglichst weitgehend dem erarbeiteten Lebensstandard angepasst werden. Damit wird ein zu grosses Absinken gegenüber dem Arbeitseinkommen vermieden. Als Grundlage für die Bemessung der Renten müsste dann allerdings nicht das Arbeitseinkommen während des ganzen Berufslebens herangezogen werden, sondern das höchste Arbeitseinkommen während eines bestimmten Zeitraumes. In I Schweden greift man auf die besten 15 Jahre zurück, in Österreich 20 werden für die Bemessung der Renten normalerweise die Einkommen der e letzten fünf Jahr vor dem Eintritt des Rentenfalles herangezogen.I Daneben gibt es eine Alternativ- Bemes sungsgrundlage, nämlich das Arbeitseinkommen der Jahre zwischen dem 40. und 45. Lebensjahr, die gewählt werden kann, wenn sie günstiger ist als die normale Bemes- of sungsgrundlage. homes c) Es genügt nicht nur, dass im Zeitpunkt der Rentengewährung das vorangegangene Arbeitseinkommen als Bemessungsgrundlage herangezogen wird, sondern die Rente muss laufend der Entwicklung des Arbeitseinkommens angepasst werden. I - 30- Die Anpassung dieser Leistungen von Zeit zu Zeit durch ad- hoc Gesetze ist unzureichend. Eine automatische Anpassung gemäss den gestiegenen Arbeitseinkommen, also die dynamische Rente, ist anzustreben. Für Österreich ist eine automatische Anpassung an die laufende Entwicklung des Arbeitseinkommens für 1963 vorgesehen. Mindestrenten Bei den gehaltsabhängigen Rentenleistungen kann es vorkommen, dass infolge eines zu geringen Arbeitseinkommens oder einer zu kurzen Versicherungsdauer die auf Grund dieser ungünstigen Voraussetzungen errechnete Rente zur Deckung des normalen Lebensunterhalts nicht ausreicht. Hier muss entweder durch eine Mindestrente oder durch soziale Ausgleichszulagen ein Existenzminimum gesichert werden. Diese Ausgleichszulage neben dem Versicherungsprinzip ist einer Mindestrente vorzuziehen. 0000000000 Gehaltspolitischer Ausschuss Aufgabe dieses Ausschusses war laut Beschluss des Londoner Kongresses die Diskussion der Lohn- und Gehaltspolitik und deren Auswirkungen auf die Gehalts empfänger sowie Vorbereitung einer intensiven Tätigkeit auf diesem Gebiet und in den Fragen, die sich ihm Zusammenhang mit der EWG ergeben. Mitglieder: A. Jönsson, Vorsitzender, Malmö B. Brodén, Malmö G. Charreron, T. Cynog- Jones, H. Knight, Paris Manchester London 0. Leclercq, Brüssel J. Mortimer Richmond H. Mumme( DGB), Hamburg B. Schroeder( DAG), Hamburg A. Skoda, Wien F. Willems, W. Ziemann( HBV), Sitzungen Amsterdam Düsseldorf Während der Berichtsperiode hielt der Gehalts politische Ausschuss folgende Sitzungen ab: Brüssel: Paris: Wien: 25.- 26. Februar 1959 28. . 29. April 1959 5. 6. April 1960 25.- 26. August 1960 1961 2. London: Malmö: - 3. März Zusammenfassung der Tätigkeit des Ausschusses Der Ausschuss beschloss, folgende Untersuchungen durchzuführen und die Verantwortung dafür den nachstehend angeführten Gewerkschaften zu überantworten. Diese Organisationen waren auch bereit, die Kosten im Zusammenhang mit der Durchführung der Untersuchingen einschliesslich der Übersetzungen in englisch, französisch und deutsch auf sich zu nehmen. - 31- ( 1) Gehaltsstudien( direkt und indirekt) für: a)" Handelsangestellte in privaten und genossenschaftlichen Einzelhandelsgeschäften"... Handels anställdas Förbund, Malmö, Schweden. 0 0 0 b)" Ingenieure und Techniker in der Metallindustrie" Association of Engineering and Shipbuilding Draughtsmen, Richmond, Grossbritannien. c)" Werkmeister in der Metallindustrie" schaftsbund, Düsseldorf. ned)" Bankangestellte" Hamburg. 000 0 0 0 Deutscher GewerkDeutsche Angestellten- Gewerkschaft, e)" Versicherungsangestellte": Gewerkschaft der Angestellten in der Privatwirtschaft, Wien, Österreich. ( 2) Steuern: " Sozialleistungen und Besteuerung" 000 Union of Shop, Distributive and Allied Workers, Manchester, Grossbritannien. ( 3)" Organisatorische Fragen einschliesslich der Gesetzgebung bezüglich des Vereinigungsrechtes und des Rechtes zu kollektiven Verhandlungen", Handelsanställdas Förbund, Malmö, Schweden. Sitzung in Paris Auf besondere Einladung hielt der Generalsekretär der Europäischen Regional organisation des IBFG, W. Schevenels, einen Vortrag über die Probleme im Zusammenhang mit der Ausführung internationaler Lohnvergleiche. Der Fragebogen bezüglich der Fragen, die auf der Brüsseler Sitzung ausgewählt worden waren, wurden dem Ausschuss zur allgemeinen Diskussion und Ergänzung vorgelegt. Weiters wurde mitgeteilt, dass alle Fragebogen den Vorsitzenden der zuständigen Fachgruppen vor einer allgemeinen Verteilung zugestellt werden würden, um ihre Kommentare kennen zu lernen. Es wurde beschlossen, Thema la auf die genossenschaftlichen Einzelhandelsläden zu beschränken. Die anderen vorgelegten Fragebogen, nämlich zu lb, lc und ld, wurden mit geringen Abänderungen genehmigt. Auch die Fragebogen zu Thema 2 und Thema 3 wurden mit geringen Änderungen gebilligt. Der Fragebogen für Werkmeister und Büroangestellte in der Metallindustrie stand dieser Sitzung noch nicht zur Verfügung. Koll. K. Ziemann wurde gebeten, mit der zuständigen Gewerkschaft des DGB Verbindung aufzunehmen, um auf die notwendige Ausarbeitung des Fragebogens bezüglich der Büroangestellten hinzuweisen. K.H. Knight übernahm die Verantwortung für die Ausarbeitung eines Fragebogens für die Werkmeister. Andere Beschlüsse dieser Sitzung bezogen sich auf die Behandlung und Verteilung der verschiedenen Fragebogenaktionen. Sitzung in Wien Folgende Berichte wurden als" erste Entwürfe" besprochen: " Organisatorische und gesetzliche Stellung der Gewerkschaften, und Mitbestimmung"; - 32- " Untersuchung der sozialen Dienstleistungen und der Besteuerung"; " Entlohnung der Handelsangestellten in genossenschaftlichen Lebensmitteleinzelhandelsgeschäften in verschiedenen Ländern". Bezüglich dieser Berichte wurde beschlossen, dass gewisse Änderungen und Korrekturen erforderlich wären und jede Organisation wurde ersucht, die Berichte neuerlich zu überprüfen und über das Sekretariat allfällige Anderungen und Zusätze an die Organisationen, die Herausgeber der Berichte waren, zu übermitteln. Was die übrigen Berichte betrifft, wurde von den verschiedenen Berichterstattern mitgeteilt, dass sie bis zu diesem Zeitpunkt nicht genügend Antworten auf die verteilten Fragebogen erhalten hätten und dass es unter diesen Umständen unmöglich wäre, einen umfassenden und gültigen Überblick zusammen zu stellen. Es wurde beschlossen, die Fragebogen an eine Reihe von Organisationen neuerlich zu verschicken und sie dringend zu ersuchen, möglichst bald eine Antwort einzusenden, damit der Ausschuss in seiner Arbeit fortfahren könne. Sitzung in London Während dieser Sitzung prüfte und diskutierte der Ausschuss die " zweiten Entwürfe" der Berichte über Soziale Dienstleistungen und Besteuerung"," Lohn- und Arbeitsbedingungen der Techniker in der Maschinenbauindustrie in einer Reihe von westeuropäischen Ländern" 9 " Entlohnung der Handelsangestellten in genossenschaftlichen Lebensmitteleinzelhandelsgeschäften in verschiedenen Ländern" und" Organisatorische und gesetzliche Stellung der Gewerkschaften und Mitbestimmung". Der Ausschuss diskutierte weiters die" ersten Entwürfe" über" Lohn- und Arbeitsbedingungen der Werkmeister" und" Die soziale Lage der Bankangestellten". Man war der Meinung, dass einige der Berichte genaues Material zur Verfügung haben müssten und es wurden Schritte unternommen, diese Informationen sicherzustellen, damit der nächsten Sitzung des Ausschusses die endgültige Fassung dieser Berichte vorgelegt werden könnte. Weiter zeigte eine nähere Prüfung gewisser Teile derselben Berichte, dass es notwendig wäre, den Bereich der ursprünglichen Berichte zu ändern oder( und) zu erweitern. Auch in dieser Hinsicht wurden entsprechende Massnahmen ergriffen. Sitzung in Malmö Die folgenden Berichte wurden zur Vorlage an die Delegierten des 13. ordentlichen Kongresses des IBP genehmigt: 1." Organisatorische und gesetzliche Stellung der Gewerkschaften und Mitbestimmung"( A. Jönsson); 2." Bericht über die Lohn- und Arbeitsbedingungen der Techniker in einer Reihe von westeuropäischen Ländern"( J. Mortimer); B 3." Lohn- und Arbeitsbedingungen der Werkmeister"( C. Jenkins)%; 4." Entlohnung der Handelsangestellten in genossenschaftlichen Lebensmitteleinzelhandelsgeschäften in verschiedenen Ländern"( A.Jönsson); 5." Der Wochenlohn, der ihm Jahre 1959 einem durchschnittlichen Handelsangestellten in genossenschaftlichen Lebensmitteleinzelhandelsgeschäften bezahlt wurde"( zusätzliche Untersuchung zu obenstehendem Bericht)( A. Jönsson); - 33- 6." Vergleiche des Lebensstandards"( vorläufiger Untersuchungsbericht)( T. Cynog- Jones); 7." Bericht über die sozialen Dienstleistungen und Besteuerung" ( vorläufiger Untersuchungsbericht)( T. Cynog- Jones). bru Diese Arbeit ist von den genannten Berichterstattern übernommen worden. Der Ausschuss beschloss weiter, alle diese Berichte in s einer einzigen Mappe zur Vorlage an den Kongress als Addendum zu dem" Bericht über die Tätigkeit des Gehaltspolitischen Ausschusses", der von Koll. Jönsson erstattet werden wird, zu sammeln. Die Be- esW richte über das Bank- und Versicherungsgewerbe werden dem Kongress fr infolge der zu geringen Beantwortung der Fragebogen nicht vorgelegt werden. Das Studium dieser Berichte sollte ihm Lichte der verschiedenartigen Bevölkerungs- und Wirtschaftsstruktur erfolgen. Der Ausschuss war boo der Meinung, dass es notwendig wäre, auch gute Verbindungen mit anderen Körperschaften, die auf diesem Gebiete von Interesse sind, wie Internationales Arbeitsamt, EFTA, EWG, usw., zu entwickeln. Was die Funktion des Ausschusses betrifft, erklärte Koll. Jönsson, W dass er in seinem Bericht zum Ausdruck bringen würde, 1) dass die Arbeit des Gehaltspolitischen Ausschusses und die des sozialpolitischen Ausschusses sich in keiner Weise überdecken sollte, und 2) dass der Kongress die Verbindungen zwischen dem Gehaltspolitischen Ausschuss und den Fachgruppen festlegen sollte. 0000000000 00000000 OOOOOO ada is ob sd do 12 EI I S - 35- G. Sonnenburg( DAG) nahm die Stelle von A., Queisser ein, der im September 1959 gestorben war; J. Velema( CBN/ NVV) übernahm den Platz von Fr. Falkeisen, der zum IBP übergegangen war, und E. Hofecker wurde durch K. Hedrich( GAP) ersetzt, da Kollege Hofecker ausschied um eine Stellung in der Wirtschaft zu übernehmen. Die Zusammensetzung des Vorstandes wurde dadurch: G.H. Doughty( Präsident) K. Hedrich Fr. Hannestad M. Massay Richmond, England AESD GAP Wien, Österreich NFATF Oslo, Norwegen SETCA Lüttich, Belgien DAG Hamburg, Deutschland CBN/ NVV Amsterdam, Holland DGB 上 Teiv GI LU G. Sonnenburg J. Velema J. Wachtendonk Aktivitäten Düsseldorf, Deutschland Ied ed In der Berichtsperiode wurden fünf Vorstandssitzungen abgehalten ( Februar 1958, Januar 1959, November 1959, September 1960- zweimal), wobei u.a. die folgenden Punkte behandelt wurden: edosred a) Formelle Genehmigung der Resolutionen bezüglich Automatisierung und des Arbeitnehmer erfinderrechts, die während der Fachgruppenkonferenz in München im Jahre 1957 angenommen worden waren; b) Der wirtschaftliche Zusammenschluss Westeuropas; c) Die internationale Arbeitskonferenz im Jahre 1959, wobei u.a. die gesamte Angestelltenfrage behandelt werden sollte. d) Genehmigung des Beschlusses über die Ausbildung von Ingenieuren und Technikern, welcher yom Sachverständigenausschuss der Fachgruppe( deren Sitzung im Dezember 1958 stattgefunden hatte) ausgearbeitet worden war; e) Vorbereitung der im September 1960 in Paris abzuhaltenden Konferenz der Fachgruppe, sowie einer Sachverständigentagung über Werkmeisterfragen. In der Berichtsperiode wurden zwei Sachverständigentagungen abgehalten. Die erste, im September 1958 in Hamburg, beschäftigte sich mit der Ausbildung von Ingenieur en und Techniker. Das Ergebnis dieser Tagung war die folgende Entschliessung, zur Förderung der technischen Ausbildung und zur Anerkennung der internationalen Stellung des Ingenieurs:" Der Vorstand der Fachgruppe Techniker und Werkmeister im IBP gründet seine Forderungen auf die Überzeugung dass ohne Ausschöpfung der praktischen und technischen Fähigkeit der Ingenieurs keine Steigerung des volkswirtschaftlichen Ertrages und damit des sozialen und Lebensstandards aller erreicht werden kann. Ied Es muss Ziel der Internationale sein, die berufliche und gesellschaftliche Stellung des Ingenieurs zu verbessern und sie der ständig wachsenden Bedeutung der technischen Entwicklung, der notwendigen Produktions- und Leistungssteigerung, insbesonders im Hinblick auf die weitere Ausbreitung der Automation und der damit verbundenen Aus- A weitung der Märkte, anzupassen. Zur Erreichung dieses Zieles werden folgende Förderungen aufgestellt: 0000000000 - 37- 4. Methoden und Mittel zur Ausbildung des Werkmeisters und insbesonders zur Weiterbildung, sind zu berücksichtigen." Die Fachgruppenkonferenz, die vom 27. bis 28. September 1960 in Anwesenheit von 92 Personen in Paris abgehalten wurde, besprach u.a. Berichte von Professor A. Rucker, München( Der Techniker in der Wirtschaftentwicklung des Westens) und J. Mortimer( AESD, England)( Gehälter und Arbeitsbedingungen der technischen Angestellten in einer Reihe von westeuropäischen Ländern) und nahm, nach animierten Diskussionen, die folgende Entschliessung an: bued ISIN " Die Fachgruppenkonferenz der Techniker und Werkmeister ist einverstanden, dem Gehaltspolitischen Ausschuss durch Beschaffung verlässlicher Auskünfte über die Gehälter und Arbeitsbedingungen der Techniker und Werkmeister beizustehen. Die Konferenz dankt dem Kollegen Mortimer für den ausführlichen Bericht, den er der Konferenz zu diesem Thema vorgelegt hat. Die Konferenz ist einverstanden, dass diese Untersuchungen. fortgesetzt werden. Sie fordert die angeschlossenen Gewerkschaften auf, die Auskünfte, auf einen bestimmten Stichtag bezogen, zu liefern. Der Bericht zeigt, dass die Praxis in den verschiedenen Ländern unterschiedlich ist, besonders hinsichtlich der Gehälter. Der Bericht bezweckt jedoch nicht eine Änderung der Lage, sondern die gegenseitige Unterrichtung der Länder. Dem Fachgruppenvorstand wird nahegelegt, einige geeignete Industrien auszuwählen, um Gehaltsvergleiche durchzuführen. Dabei sollten womöglich auch mehrere Musterfälle berücksichtigt werden, für die gültige Vergleiche zwischen den einzelnen Ländern angestellt werden können. Der Fachgruppenvorstand sollte einige geeignete Industrien für Gehaltsvergleiche auswählen und sich dabei auf Industrien konzentrieren, die es in sämtlichen Ländern gibt, nicht etwa auf die Automobil- oder die chemische Industrie, 2A) die gewöhnlich höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen w aufweisen. Jeder Vergleich sollte sich auf eine geeignete Grundlage stützen, bei der die Kaufkraft der Gehälter und die Sozialleistungen gebührend berücksichtigt werden. " Urlaub, Arbeitszeit, Krankenversicherung, Ruhestandspensionen und ähnliche Themen scheinen schon im einzelnen Land einem allgemeinen Vergleich besser zugänglich. Auf diesem Gebiet wären deshalb weitere Untersuchungen angezeigt. Ein weiterer Zweck der Erhebung wäre die Beschaffung von Aufschlüssen über das Tarifwesen und die Tarifverträge. Ferner könnte der Fachgruppenvorstand dem IBP und dem Gehalts politischen Ausschuss Vorschläge unterbreiten, wie die aus solchen Erhebungen gewonnen Informationen am besten zu verbreiten sind. Die Konferenz lenkt die Aufmerksamkeit der angeschlossenen Verbände auf die Gefahr, die ständige Überarbeit für die Bemühungen um weitere Arbeitszeitverkürzung bildet." Über die Vorstandswahlen in dieser Versammlung wurde bereits an anderer Stelle berichtet. Von den übrigen Aktivitäten im direkten Interesse der Fachgruppe in der Berichts periode, kann die Abfassung eines Berichtes durch das Sekretariat über die Frage der Vorschlagskästen erwähnt werden, der den in Betracht kommenden Verbänden übersandt wurde. TOW 39a) Formelle Genehmigung der Resolutionen bezüglich Automatisierung und wöchentliche Arbeits- und Ruhestunden im Handel; diese Resolutionen waren bei der Fachgruppenkonferenz in München im Jahre 1957 angenommen worden; b) Der wirtschaftliche Zusammenschluss Westeuropas; c) Die internationale Arbeitskonferenz im Jahre 1959, wobei u.a. die gesamte Angestelltenfrage behandelt werden sollte; d) Vorbereitung der im September 1960 in Paris abzuhaltenden Fachgruppenkonferenz; e) Eventuelle Teilung der Fachgruppe in eine für Handels- und Büroangestellte im Handel( einschliesslich der Geschäftsreisenden) und eine für Angestellte in der Industrie. Auf diesen Punkt wird noch näher eingegangen werden. Die Fachgruppenkonferenz, die vom 29. bis 30. September 1960 in Anwesenheit von 115 Personen und mit finanzieller und technischer Hilfe der EPA, in Paris abgehalten wurde, behandelte die Berichte der Kollegen H. Krommes, DGB, Deutschland,( Mechanisierung und A Automatisierung in Handel und Büros und ihre Auswirkungen für die Angestellten); T.W. Cynog- Jones, USDAW, England( Rationalisierung und neue Verteilungsmethoden und ihre Auswirkungen für den Arbeitnehmer); sowie A. Sidro, FEC, Frankreich,( Die Warenverteilung im Zusammenhang mit der agrarischen Produktion) und nahm, nach eingehender Diskussion, die folgenden zwei Entschliessungen an: ( Zum Referat des Kollegen Krommes) " Die Rationalisierung im Büro, die sich ständig verstärkt, entwickelt sich immer mehr zur Automation hin. Die elektronische Datenverarbeitung ändert die Funktionen der Büroarbeit und macht alte Betrieb organisationsformen hinfällig. Die Auswirkungen erstrecken sich auch nicht unmittelbar betroffene Abteilungen und auf verbundene Betriebe. Es ist damit zu rechnen, dass die Entwicklung sowohl an Umfang, wie auch an technischer Verbesserung weiterhin fortschreitet. 0 Hiervon werden die Angestelltentätigkeiten in allen Stufen quantitativ und qualitativ betroffen. Neben der Einsparung von Arbeitskräften ist besonders besorgniserregend die Abwertung vieler traditionneler Angestelltenfunktionen, selbst auf mittlerer und höherer Ebene. Die Aufstiegs chancen der kaufmännischen Angestellten werden eingeschränkt. Es ist die Aufgabe der Gewerkschaften, für eine in jeder Hinsicht vorteilhafte Entwicklung der Automation im Büro einzutreten. Dazu gehören wirkungsvolle Schutzmassnahmen aller Art für die betroffenen Angestellten, aber auch ein volles Mitspracherecht oder volle Mitbestimmung, bereits bei der Planung von Automationsmassnahmen im Rahmen einer allgemeinen Wirtschaftsplanung. Von grosser Wichtigkeit ist die Anpassung der gewerkschaftlichen Tarifpolitik. Besondere soziale Investionen werden durch die Automation notwendig und möglich. Die neuartigen Anforderungen der Automation machen einen verstärkten Gesundheitsschutz der Angestellten unerlässlich. Die berufliche Gleichstellung der weiblichen Angestellten, die durch die Automation besonders gefährdet wird, ist weiterhin anzustreben. Zu den wichtigsten Aufgaben der Gewerkschaft gehört die Einflussnahme auf die für die notwendigen Reformen der 40- allgemeinen und beruflichen Bildung und Fortbildung verantwortlichen Stellen. Um eine aktive Mitwirkung der Gewerkschaften bei der Steuerung der Automation im Sinne ihrer menschenwürdigen Anwendung zu gewährleisten, ist auf eine intensive Schulung gewerkschaftlicher Kräfte grösster Wert zu legen. Die Erfüllung dieser Forderungen ermöglicht eine positive Einstellung der Gewerkschaften zur Automation im Büro." ( Zum Referat des Kollegen Cynog- Jones) " Diese Fachgruppenkonferenz des IBP erklärt, dass die in der Warenverteilung Beschäftigten Anspruch auf einen steigenden Lebensstandard, eine längere Freizeit durch eine kürzere Arbeitswoche, einen längeren Jahresurlaub und eine bessere Altersversorgung haben. Die Konferenz vertritt die Auffassung, dass die gewünschten Verbesserungen bei steigender Produktivität in der Warenverteilung möglich sind. Sie erklärt deshalb, dass vor der Einführung von Veränderungen und weiterer Rationalisierung Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften notwendig sind, um für die Einführung neuer Methoden in der Warenverteilung eintreten zu können. Die Fachgruppenkonferenz erklärt ferner, dass die Lage der Arbeitnehmer gesichert werden kann, wenn die Arbeitgeber die vier nachstehenden Bedingungen erfüllén: 1. Eine realistische Beschäftigungspolitik, die die Arbeitnehmer vor Arbeitslosigkeit bewahrt und eine géeignete Ausbildung ohne zu starke Spezialisierung gewährleistet. 2. Daş Recht der Arbeitnehmer auf Beteiligung, an dem besseren Betriebsergebnis, einschliesslich des akzeptierten Grundsatz des gleichen Entgelts für gleichwertige Arbeit. 3. Kontrolle der Arbeitslast und Methoden zur Verhinderung jeder ungebührlichen Ausnutzung der Arbeitskraft. 4. Eingehende Beratung und Besprechung aller Stufen etwaiger Veränderungen mit den Gewerkschaften und ihren Mitgliedern. Die Fachgruppenkonferenz bestätigt die frühere Erklärung zu Gunsten der Rationalisierung in der Warenverteilung, damit durch ein wirtschaftliches System die grösste Dienstleistung für den Verbraucher erbracht wird und gleichzeitig die besten Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten in der Warenverteilung sichergestellt werden. Die Fachgruppenkonferenz ersucht den Vorstand des IBP ein Prüfung der Frage, wie die angeschlossenen Gewerkschaften zur Förderung obiger Grundsätze am besten den Informations- und Erfahrungsaustausch bewerkstelligen können." Es wurde weiter beschlossen, den Bericht des Kollegen Sidro zur Kenntnis des Internationalen Bundes Freier Gewerkschaft( IBFG) zu bringen. Über die Vorstandswahlen auf dieser Fachgruppenkonferenz wurde bereits berichtet. Von den übrigen Aktivitäten, die für die Fachgruppe von Interesse si können angeführt werden: 1. Die Sammlung und Veröffentlichung von Material über die Arbeitsbedingungen von Lochkartenpersonal; 2. Die Vorbereitung einer Broschüre über die Ladenschluss zeiten; 3. Eine Untersuchung des Problems der 40- Stundenwoche. Die Ergebnisse dieser Untersuchung wurden dem Internationalen Arbeitsamt, das sich mit einer ähnlichen Nachforschung beschäftigt, vorgelegt. 0000000000 41- Fachgruppe Bank-, Versicherungs- und Sozialversicherungsangestellten Mitgliederzahl und Zusammensetzung des Vorstandes Am 1. Januar 1958 betrug die Mitgliederzahl dieser Fachgruppe 191.909, am 1. Januar 1960 245.847 und am 1. Januar 1961 266.883. Der Vorstand der Fachgruppe bestand zur Zeit des im Jahre 1958 abgehaltenen Kongresses des IBP aus den folgenden Mitgliedern: G. Charreron( Präsident) Frl. Anne Godwin K. Hauser Fr. Heijjer L. Kometer I. Larsen FEC Paris, Frankreich CAWU London, England GAP Wien, Österreich Mercurius Amsterdam, Holland DAG DFF SETC HBV J. Marien G. Volkmar Hamburg, Deutschland Kopenhagen, Dänemark Antwerpen, Belgien Düsseldorf, Deutschland Bei der im Oktober 1960 in Paris abgehaltenen Fachgruppenkonferenz wurden folgende Vorstandsmitglieder gewählt: G. Charreron( Präsident) J. Haker K. Hauser Fr. Heijjer L. Larsen J. Marien L. Perinelli T. Thomas G. Volkmar FEC DAG Paris, Frankreich Hamburg, Deutschland GAP Wien, Österreich Mercurius DFF SETC FIB CAWU HBV Amsterdam, Holland Kopenhagen, Dänemark Antwerpen, Belgien Rom, Italien London, England Düsseldorf, Deutschland Hierbei sei vermerkt, dass Kollege T. Thomas die Stelle von Frl. Anne Godwin eingenommen hat und Kollege J. Haker die des verstorbenen Kollegen I. Kometer. Beim Kollegen L. Perinelli handelt es sich um einen statutenmässig vorgesehenen neuen Beitritt. Aktivitäten In der Berichtsperiode fanden vier Vorstandssitzungen statt( Februar 1958, April 1959, November 1959 und Oktober 1960), wobei u.a. die folgende Punkte behandelt wurden: a. Formelle Genehmigung der Resolutionen bezüglich Automatisierung sowie bezüglich der Arbeitsbedingungen der Bank-, Versicherungsund Sozialversicherungsangestellten, die auf der Fachgruppenkonferenz in München im Jahre 1957 angenommen worden waren; b. Der wirtschaftliche Zusammenschluss Westeuropas; c. Die internationale Arbeitskonferenz im Jahre 1959, wobei u.a. -die gesamte Angestelltenfrage behandelt werden sollte; d. Vorbereitung der im Oktober 1960 in Paris abzuhaltenden Fachedgruppenkonferenz. Die Fachgruppenkonferenz, die am 2. und 3. Oktober 1960 in Anwesenheit von 125 Personen in Paris stattfand, behandelte die Berichte der Kollegen Volkmar, HBV, Deutschland( Die soziale Lage der Bankangestellten), L. Kometer/ H. Offermann, DAG, Deutschland( Die soziale Lage der Versicherungsangestellten), F. Spiller, GAP, Österreich( Die soziale Lage der Sozialversicherungsangestellten), I 42G. Charreron, FEC, Frankreich( Die Systeme der Pensionsversicherung für Angestellte der Banken, Versicherungs- und Sozialversicherungsinstitute) und C. Clarstedt, FF, Schweden( Versicherungsangestellte im Aussendienst) und nahm die folgende Entschliessung an: Bank-, Versicherungs- und Sozialversicherungsangestellte fordern Hebung des Lebensstandards und soziale Sicherheit. Die Konferenz der Fachgruppen der Bank-, Versicherungs- und Sozialversicherungsangestellte im Internationalen Bund der Privatangestellten( IBP) hat sich in ihren Beratungen am 2. und 3. Oktober 1960 in Paris im Palais d'Unesco eingehend mit der sozialen Lage der Bank-, Versicherungs- und Sozialversicherungsangestellten, einschliesslich der Angestellten im Versicherungsaussendienst, beschäftigt. Die Konferenz hat mit Befriedigung festgestellt, dass die gewerkschaftliche Aktivität in allen Ländern vestärkt und dadurch weitere Verbesserungen der Arbeitsbedingungen für die Bank-, Versicherungs- und Sozialversicherungsangestellten erreicht werden konnten. Die Delegierten der Fachgruppenkonferenz fordern eine weitere Beteiligung der Angestellten an den Fortschritten der Wirtschaft durch Erhöhung der kollektivvertraglich gesicherten Gehälter. Im Rahmen der allgemeinen Hebung des Lebensstandards fordert die Konferenz einstimmig die volle Gleichberechtigung für alle weiblichen Angestellten, insbesonders hinsichtlich der Arbeitsvergütung und der beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten. Die der Konferenz gegebenen Berichte haben bestätigt, dass die 40- Stundenwoche bei einer Verteilung der Arbeitszeit auf 5 Tage und arbeitsfreien Samstagen, nicht nur bei den Versicherungen und Sozialversicherungen, sondern auch bei den Banken eingeführt werden kann. Die Anstrengungen zur Erreichung dieses Zieles sollen verstärkt fortgesetzt werden. Daneben muss durch einen Mindes turlaub von 18 Werktagen sichergestellt worden, dass die Angestellten für sich und ihre Familien ausreichende Freizeit und Erholungsmöglichkeiten erhalten. Die Rationalisierung und Technisierung in den Betrieben, die sich auch in den Banken, Versicherungen und Sozialversicherungen immer mehr bis zur vollen Automatisierung wichtiger Arbeitsbereiche entwickelt, macht ausserdem eine weitere Verstärkung der sozialen Sicherheit erforderlich. Die Ergebnissen der modernen technischen Entwicklung dürfen nicht nur den Unternehmern, sondern müssen, unter Ausschluss möglicher Gefahr, auch den Arbeitnehmern zugute kommen. Neben der Verkürzung der täglichen und wöchentlichen Arbeitszeit und ausreichendem Jahresurlaub ist deshalb auch eine Herabsetzung des vielfach noch zu hohen Pensionsalters zu fordern. Die wirtschaftliche Sicherheit bei Erwerbsunfähigkeit und im Alter ist durch überberufliche Pensionssysteme herzustellen, die zugleich die Wertbeständigkeit der Pensionsleistungen garantieren müssen. Für die Angestellten im Versicherungsaussendienst fordert die Konferenz eine volle Anpassung an die allgemeinen Arbeitsbedingungen und sozialen Sicherungen für die übrigen Angestellten durch Kollektivverträge. Die Delegierten aus 16 Ländern stellen einmütig fest, dass die bereits erreichten Verbesserungen überall das Ergebnis der gewerkschaftlichen Anstrengungen sind. Sie appellieren an alle Bank-, Versicherungs- und Sozialversicherungsangestellten in der Welt, die gewerkschaftliche Geschlossenheit weiter zu verstärken, ihre eigene Kraft zu erkennen und einzusetzen. 0000000000 - 43- Fachgruppe Geschäftsreisende Mitglieder zahl und Zusammensetzung des Vorstandes Am 1. Januar 1958 betrug die Anzahl der Mitglieder dieser Fachgruppe. 29.689, am 1. Januar 1960 31.424 und am 1. Januar 1961 28.480. Der Vorstand der Fachgruppe bestand zur Zeit des im Jahre 1958 abgehaltenen Kongresses des IBP aus den folgenden Mitgliedern: E. Dinesen( Präsident) J.F. Denning C.W. Jacobsen Fr. Hansen H. Moring DHK NUCT Amsterdam, Holland Hamburg, Deutschland Kopenhagen, Dänemark London, England Mercurius DAG SETC Brüssel, Belgien VRP GAP HB V Düsseldorf, Deutschland P.J. Piergy, 0. Skritek W. Ziemann Paris, Frankreich Wien, Österreich Die einzige Veränderung in dieser Zusammensetzung während der Berichtsperiode war die Ablösung des Kollegen Jacobsen, der pensioniert wurde, durch Kollegen M. Pop, Mercurius, Amsterdam, Holland. Aktivitäten In der Berichtsperiode wurden drei Vorstandssitzungen abgehalten ( Februar 1958, April 1959 und Oktober 1960), wobei u.a. die folgenden Punkte behandelt wurden: a. Formelle Genehmigung der Resolutionen bezüglich Automatisierung, die Probleme der Geschäftsreisenden, sowie garantierte Minimumgehälter, welche auf der Fachgruppenkonferenz in München im Jahre 1957 angenommen worden waren; b. Der wirtschaftliche Zusammenschluss Westeuropas; c. Die internationale Arbeitskonferenz im Jahre 1959, bei der u.a. die gesamte Angestelltenfrage behandelt werden sollte; B d. Vorbereitung der am 1. Oktober 1960 in Paris abzuhaltenden erweiterten Vorstandssitzung, die anstatt einer Fachgruppenkonferenz anberaumt wurde; 68 e. Eventuelle Auflösung der Fachgruppe und Unterbringung in einer neu zu bildenden Fachgruppe von Handels- und Büroangestellten im Handel. Bei der unter d. genannten Sitzung, an der 35 Personen teilnahmen, wurde der Bericht des Kollegen W. Ziemann, HBV, Düsseldorf: " Die Frage des Anstellungsverhältnis eines Geschäftsreisenden, der nur für ein Unternehmen im Aussendienst tätig ist' behandelt.a Nach einer ausführlichen Diskussion über diesen Bericht, beschloss die Versammlung einstimmig, dass versucht werden soll, ein Vademekum zu entwerfen, in dem die Arbeitsbedingungen der Geschäftsreisenden in möglichst vielen Ländern enthalten sind. Die günstigsten Bedingungen sollen als Leitfaden für Mindestforderungen be- 01 trachtet werden." Ausserdem wurde die Frage der eventuelle Auflösung der Fachgruppe informell behandelt. 0000000000 00000000 OOOOOO - 445. UNTERSTÜTZUNGS AKTIONEN Streik in Finnland Im Mai 1959 erhielten wir im Zusammenhang mit einem Streik der Finnischen Technikergewerkschaft gegen die Finnair ein Ansuchen auf Unterstützung. Wir nahmen mit den deutschen und holländischen Gewerkschaften, die die Arbeitnehmer der Lufthansa und der KLM organisieren, Kontakt auf, um sie zu ersuchen, den Streik der finnischen Gewerkschaft zu unterstützen. Bald danach konnte dieser Streik mit einem Sieg der Gewerkschaft erfolgreich abgeschlossen werden. Streik in Grenada 0000000000 Am 11. Dezember 1959 informierte uns unsere Mitgliederorganisation in Grenada, BWI, die Gewerkschaft der Handels- und Industrieangestellten, dass sie in einen ernsthaften Streik verwickelt war. Daher ersuchte sie uns, ihr den Rat und die Unterstützung der Internationale zuteil werden zu lassen. Das Sekretariat arbeitete sofort einen Plan für aktive und moralische Unterstützung aus und unterbreitete ihn der Gewerkschaft zur deren Billigung. Im Oktober 1960 erhielten wir ein gleichlautendes Ansuchen derselben Organisation im Zusammenhang mit einem Streik gegen die genossenschaftliche Nutmeg Association von Grenada. In diesem Falle hatte unsere angeschlossene Organisation die aktive Unterstützung der Arbeiterbewegung im karibischen Gebiet verlangt und einen Boykott des Transportes der Muskatnussprodukte erklärt. Wir antworteten abermals mit einem Aktionsplan zur Unterstützung der Bemühungen unserer Mitglieds organisation, der vom Sekretariat in Amsterdam wie auch von unserem Regionalbüro in Lima erfolgen konnte. Beide Streikaktionen waren erfolgreich und konnten zugunsten unserer Mitgliedsorganisation abgeschlossen werden. 0000000000 Unterstützungsbeitrag in Chile Generalsekretär Kissel teilte den Delegierten bei der 1. Interamerikanischen Angestelltenkonferenz, die unmittelbar nach einer Reihe von verheerenden Erdbeben in Chile stattfand, mit, dass der IBP diesem Lande im eigenen wie auch im Namen seiner Mitgliedsorganisationen eine Spende in der Höhe von 10.000 Soles übersenden werde. Entsprechend dieser Mitteilung wurde ein Betrag von 5.000 Soles an die" Confederacion de Empleados Particulares" und ein Betrag in der gleichen Höhe an die" Federacion de Industra y Comercio" übermittelt, um den obdachlosen Gewerkschaftern des betroffenen Gebietes eine Unterstützung gewähren zu können. 0000000000 Unterstützung der Organisation in Kenia Am 23. August 1960 teilte uns unsere Mitgliedorganisation in Kenia, die" Kenya Distributive and Commercial Workers' Union", mit, dass sie sich im Streik befände und die Internationale um finanzielle Unterstützung ersuche. Am 24. August wurde an diese Organisation ein Telegramm gesandt, in dem um vollständigere Einzelheiten über den Streik gebeten wurde. Weitere Informationen wurden aus Kenia an das Sekretariat geschickt und der Vorstandssitzung des IBP in Stockholm - 45- zur Beschlussfassung vorgelegt. Der Vorstand ermächtigte den Generalsekretär einen Betrag bis zu hfl. 1.000.- zur Unterstützung unserer Kollegen in Kenia zur Reorganisierung der Gewerkschaft zu übersenden. Dies wurde vom Generalsekretär über die Gewerkschaft von Kenia und Koll. Tom Mboya, Generalsekretär der Organisation, getan. Derselben Gewerkschaft werden von unserem schwedischen Mitgliedverband" Handels anställdas Förbund" über die Internationale ö.S. 18.000. für deren Bildungsprogramm zur Verfügung gestellt werden. 0000000000 Boykott von Sears Roebuck and Company Die RCIA der Vereinigten Staaten hat eine Boykottaktion gegen Sears Roebuck and Company, deren Jahresbruttoeinkommen über$ 3.000.000.000 hinausgeht, gestartet. Dieser Boykott war das Ergebnis einer Willküraktion, die von diesem internationalen Riesenkonzern von Kettengeschäften gegen eine Reihe von Mitgliedern der RCIA ergriffen worden war. Diese Mitglieder waren entlassen worden, weil sie die Streikposten einer anderen Gewerkschaft respektiert hatten, die in einem legalen Streik gegen Sears Roebuck wegen eines neuen Kollektivvertrages stand. Am 22. Juli sandte der Generalsekretär ein energisch gehaltenes Protesttelegramm an die Präsidenten dieses Konzerns. Abschriften dieses Telegramms wurden auch an den IBFG und an die RCIA geschickt. Wir erfuhren später, dass dieses Telegramm ein ausgezeichnetes Propagandamaterial für unsere Mitgliedsorganisation darstellte und in zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften wiedergegeben wurde. Die Internationale setzte ihre Unterstützung dieses Boykottaktion durch Mitteilungen im Nachrichtenblatt und die Versendung von Rundschreiben an alle Mitglieds organisationen fort. Die Boykottaktion erhielt einen neuen Aufschwung, da sie die volle Unterstützung der gesamten amerikanischen Gewerkschaftsbewegung erhielt, aber auch durch die vielen Protestschreiben unserer angeschlossenen Organisationen auf der ganzen Welt und die aktive Arbeit von Koll. Lee in Lateinamerika, dem es gelang, die aktive Unterstützung der Handelsangestellten in etlichen Ländern, in denen Sears Roebuck Detailgeschäfte besitzt, zu gewinnen. Auf der Sitzung des Vorstandes in Stockholm wurde beschlossen, die Unterstützung des Boykotts zu intensivieren. Der Vorstand genehmigte einstimmig folgende Empfehlung: " Mit dem IBFG sollte sofort Verbindung aufgenommen werden, um ihn dringlich zu ersuchen, auf jedwede Art und Weise, wie z.B. durch Protesttelegramme und andere geeignete Aktionen des IBFG und, wenn möglich, auch seiner Regional organisationen, die Boykottaktion, die von der RCIA, AFL- CIO, gegen Sears Roebuck, Chicago, Illinois, gestartet wurde, zu unterstützen. A Gleichzeitig mit dieser Empfehlung wurden umfassende Einzelheiten über die Boykottaktion mitgeteilt. Der IBFG antwortete sofort und teilte uns mit, dass er Protesttelegramme abgesandt, mit den nationalen Gewerkschaftsverbänden in den Gebieten, in denen Sears Roebuck eine Geschäftstätigkeit ausübt, Kontakt augenommen habe, um sie zu ersuchen, geeignete Massnahmen zu ergreifen, und dass er das IBFG- Büro in Genf beauftragt habe, die Möglichkeit zu untersuchen, die Frage a der Verletzung der Konvention Nr. 87 der IAO( Freiheit der Vereinigung und Schutz des Organisationsrechtes) durch den Konzern zu prüfen. 46Alle Berichte weisen darauf hin, dass der Boykott äusserst wirkungsvoll ist und auch weiterhin sein wird. Die Gegenmassnahmen durch Sears Roebuck bestanden unter anderem in einer teilweise erfolgreichen Presse-, Radio- und Nachrichtencampagne gegen die RCIAAktion, in der Veröffentlichung von Propagandaartikeln in Zeitschriften und Zeitungen und in der Einführung von" Käufen unter den Selbstkosten", um die Kunden in ihre Geschäfte zu locken. 0000000000 Argentinien Während der 1. Interamerikanischen Angestelltenkonferenz in Lima, Peru, ersuchte uns unsere argentinische Mitgliedorganisation " Confederacion General de Empleados del Comercio" um die Unterstützung der Konferenz gegen eine Willkürmassnahme der argentinischen Regierung, das Check- off- System der Gewerkschaftsbeiträge in diesem Land abzuschaffen. Es wurde eine positive Aktion in der Form einer Protestresolution ergriffen, deren Inhalt telegraphisch dem argentinischen Präsidenten Frondizi zugesandt wurde. Belgischer Generalstreik 0000000000 DGB Während des belgischen Generalstreiks haben die folgenden angeschlossenen Organisationen zur Unterstützung der in Not geratenenfür Familien unseres angeschlossenen Verbandes Syndicat des Employés Belge Techniciens et Cadres, die folgenden zinsenlosen Darlehen überwiesen: Norge Handels- og Kontorfunksjonaerers Förbund, Oslo: Nkr. 30.000 Norsk Forbund for Arbeidsledere og Tekniske Funksjonaerer, Oslo: Handelsanställdas Förbund, Malmö: Handels- og Kontorfunktionaerernes Forbund i Danmark, Kopenhagen: Clerical and Administrative Workers' Union, London: Cyprus Union of Bank Employees, Nikosia: Union of Shop, Distributive and Allied Workers, Manchester: Nkr. 3.000 Skr. 100.000 Dkr. 50.000 100 25 4747 40 Fédération des Employés et Cadres, Paris: Fédération Nationale des Employés de Luxembourg: Bund der Privatangestellten Griechenlands: Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen, Ortsabteilung Frankfurt: DM Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen, £ 10.000 Nf. 2.500 Bfr. 5.000 50 500 Düsseldorf: DM 10.000 Deutsche Angestellten- Gewerkschaft, Hamburg Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen, Spenden von Mitgliedern einer Ortsabteilung: DM DM 100.000 62,90 Gesamtbetrag ungefähr: 4,5 Millionen Bfr. GenB Weitere Beträge, z.B. von der Association of Engineering and Shipbuilding Draughtsmen, Richmond, wurden nicht mehr benötigt: Die Gelder sollen prompt zurückgezahlt werden. 0000000000 00000000 £ 1.000 000000 - 47- 6. REGIONALE TÄTIGKEIT; VERBINDUNG MIT NOCH NICHT ANGESCHLOSSENEN ORGANISATIONEN Allgemeines Lov In der Zeit nach dem Ende des 2. Weltkrieges entwickelte der IBP b schrittweise ein steigendes Interesse an einer Ausweitung und Ausbreitung seiner Tätigkeit auf internationalem Gebiet ausserhalb Europas. Die Notwendigkeit, ein wirklich internationales Aktionsund Tätigkeitskonzept zu fórmulieren, war natürlich beschränkt und verzögert durch gewisse finanzielle Erwägungen und die dringende Notwendigkeit, sich von den zerstörerischen Auswirkungen des Krieges. zu erholen. In der Berichtsperiode hat die Internationale eine intensive Tätigkeit in Lateinamerika entwickelt, hat konkrete Arbeit in Europa und den Vereinigten Staaten geleistet und steht an der Schwelle einer erhöhten Tätigkeit in Afrika und Asien. oooooooooo Was bedeutet regionale Tätigkeit für uns? Der IBP bezeichnet mit" regionaler Tätigkeit" die Arbeit, auf kontinentaler Grundlage( 1) den notwendigen Apparat zu schaffen, um Probleme regionaler Art entsprechend zu behandeln und lösen zu können, ( 2) die freien Gewerkschaften der kommerziellen, technischen und Büroangestellten in diesen Gebieten, wo sie noch schwach sind oder Unterstützung brauchen, zu stärken, und( 3) die Bestrebungen und Ziele der einzelnen Länder, Gebiete oder Regionen in einem gemeinsamen Programm auf internationaler Ebene zu koordinieren, das darauf abzielt, das soziale, wirtschaftliche und kulturelle Niveau der Angestellten, wo immer sie wohnen, zu heben und für alle unsere Mitglieder ein grösseres Mass an sozialem und wirtschaftlichem Nutzen ihrer Arbeit zu erreichen. Wir glauben, dass" regionale Tätigkeit" die folgenden Hauptgruppen unserer Arbeit umfassen soll: a Studien- und Propagandamissionen; b) Ernennung von Vertretern auf regionaler oder gebietsweiser Ebene; c) Konferenzen auf regionaler, gebietsweiser und, wenn notwendig, Landesebene; d) Wirtschaftliche und organisatorische Tätigkeit; e) Materielle, finanzielle und andere Unterstützung unserer Mitgliedorganisationen. 0000000000 Warum leisten wir regionale Arbeit? Es besteht ein absoluter Bedarf, auf weltweiter Ebene eine Vertretung der Angestellten zu erreichen und die Erreichung dieses Zieles ist abhängig von dem Bestehen einer internationalen Solidarität unter d den kommerziellen, technischen und Büroangestellten in allen Teilen der freien Welt. Auf dieser Grundlage der internationalen Solidarität wurde der IBP vor mehr als 57 Jahren gegründet und auf dieser Grundlage ist er stetig zu einer weltweiten Organisation herangewachsen. Wir stellen fest, dass in der Welt von heute der Begriff der internationalen Solidarität eine viel tiefere Bedeutung angenommen hat als in den Jahren unmittelbar nach der Gründung unserer Organisation. - 48- Damals bestand unsere Mitgliedschaft nahezu einzig aus Gewerkschaften, die nur in Notzeiten einer praktischen Hilfe bedurften. Derzeit jedoch kämpft eine beachtliche Anzahl von Organisationen, die bei uns Mitglieder sein sollten, einen bitteren Kampf gegen Unwissenheit, Armut und in einigen Fällen auch brutale Unterdrückung und Ausbeutung, um in relativ kurzer Zeit das zu erreichen, was andere unserer Mitgliedorganisationen nur nach lange dauernden Kämpfen erreichen konnten. Es ist unsere Aufgabe, ihnen zu helfen, dass sie diese Zeile und dieses Entwicklungsniveau in kurzer Zeit erreichen. Unsicherheit, Unterdrückung und menschliche Erniedrigung beinhalten den Samen für soziale und politische Unruhe. Die internationale Solidarität macht es daher für den IBP unbedingt notwendig, seine Rolle zu spielen, indem er alles, was in seiner Kraft steht, tut, um diese Faktoren durch die Gewährung von technischer Hilfe und Unterstützung, wann immer sie angefordert und wo immer sie möglich ist, auszulöschen. Die Probleme, die Bedürfnisse, die örtlichen Gebräuche und Bedingungen sind weit verschieden nicht nur von Region zu Region, sondern in vielen Fällen auch von einem Land zum anderen. Der IBP betrachtet es daher als wesentlicht, dass der erste Schritt beim Start eines regionalen Tätigkeitsprogrammes darin liegt, eine Untersuchung der in der betreffenden Region vorherrschenden Bedingungen anzustellen. Nur die Ergebnisse einer derartigen Untersuchung können dem IBP- Vorstand eine feste Grundlage bieten, auf der dann wirkungsvolle Beschlüsse und Empfehlungen aufgebaut werden können. In einem späteren Stadium können dann regionale oder gebietsweise Konferenzen und die Empfehlungen der regionalen Vertreter diese lebenswichtige Rolle erfüllen. Nach dem freien und demokratischen Begriff, nach welchem unser IBP arbeitet, ist die Gewerkschaft die eigene Organisation der Arbeiter. Ihr Fortschritt kann durch Leute von aussen unterstützt werden, es bleibt aber die einfache Tatsache bestehen, dass sie nur dann dauerhaft, lebensfähig und wirkungsvoll sein wird, wenn die Bemühungen ihrer eigenen Mitglieder und Funktionäre sie dazu instandsetzen. Die Gewerkschaft muss auf dem Geist des Selbstvertrauens und der Selbsthilfe aufgebaut sein. Man mag dies für eine Verallgemeinerung halten und doch haben diese Grundsätze praktische Konsequenzen für unsere regionele Tätigkeit. Das bedeutet, dass die Internationale welche Hilfe immer nur den Organisationen gewähren kann, die genügend wirkungsvolle Anstrengungen machen, sich selbst zu helfen. Eine Hilfe, die die Bemühungen auf eigenem Boden ersetzen soll, ist keine Hilfe. 0000000000 Europa, Griechenland In der Berichtsperiode nahm der IBP im Rahmen seiner Bemühungen, die griechische Mitgliedsorganisation zu unterstützen, an einer gemeinsamen IBFG- IBS Mission nach Griechenland teil, hielt verschiedene Sitzungen mit unseren griechischen Kollegen ab und unterstützte in Zusammenarbeit mit der EPA 2 Gewerkschaftsseminare. Am 31. Januar 1961 begab sich eine gemeinsame Delegation, die aus Vertretern des IBFG, der ERO und einigen internationalen Berufssekretariaten zusammengesetzt war, im Rahmen einer 4- tägigen Mission nach Athen. Zweck dieser Mission war es, festzustellen, auf welche praktische Art und Weise die internationale freie Gewerkschaftsbewegung den griechischen Gewerkschaften eine bessere Unterstützung 49- zuteil werden lassen könnte. Generalsekretär Kissel nahm als Vertreter des IBP an dieser Mission teil. Während dieses Besuches in Griechenland wohnte der Generalsekretär einer Sitzung der griechischen Bankangestellten in Athen bei und hielt dort einen Vortrag über internationale Fragen. Die Gewerkschaft versprach, sich im Laufe des Jahres 1961 an den IBP anzuschliessen. Die Mission rief die griechischen Gewerkschaften auf, danach zu streben, einen Zustand der finanziellen Autarkie zu erreichen und alle demokratischen Kräfte um sich zu scharen, um die Infiltrationsversuche der totalitären Kräfte zu besiegen. Programm der Seminare in Griechenland Der IBP führte im Jahre 1960 in Zusammenarbeit mit der griechischen Privatangestelltengewerkschaft und der European Productivity Agency 2 gewerkschaftliche Bildungsseminare in Athen durch. Das 1. Seminar stand unter der Leitung des Koll. A. Sidro, Generalsekretär der Fédération des Employés et Cadres, Frankreich, und Vorstandsmitglied des IBP. Das 2. Seminar stand unter der Leitung von Koll. T. CynogJones, Leiter der wissenschaftlichen Forschungstätigkeit der USDAW, Grossbritannien. Bei beiden Seminaren waren die genannten Kollegen in ihrer Arbeit durch Koll. Charles D. Gray vom Stab des Sekretariats unterstützt. Studiengegenstände der Seminare Geschichte des IBP. Geschichte der griechischen Gewerkschaft der Privatangestellten. Die Bedeutung der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit für die Entwicklung der freien Gewerkschaftsbewegung. Die Notwendigkeit einer gewerkschaftlichen Organisation im Hinblick auf die moderne wirtschaftliche und technische Entwicklung. Verschiedene Systeme der gewerkschaftlichen Organisation und der Beitragsleistung. Probleme der Organisation der Privatangestellten in Griechenland. Gesetzgebung, Arbeits- und Organisationsbedingungen für die Privatangestellten. Gewerkschaftliche Propaganda und Information. Die Notwendigkeit und die Methoden für Systeme der kollektiven Vereinbarungen in Westeuropa und in den Vereinigten Staaten. Systeme der Kollektivverträge in Griechenland. Grundsätze und Bedarf an bipartiter und tripartiter Zusammenarbeit. Organisatorische Probleme. Freiheit und Gewerkschaftsdemokratie. Vollbeschäftigung im Hinblick auf die letzte Entwicklung. Insgesamt haben 60 örtliche Gewerkschaftsfunktionäre an den beiden Seminaren teilgenommen. 0000000000 50Nordamerika Nach seiner Teilnahme an der ORIT- Konferenz in Bogota, Columbien, im Dezember 1958, kehrte der Generalsekretär über die Vereinigten Staaten nach Europa zurück. Während seines Aufenthaltes in den Vereinigten Staaten konnte er mit der American Federation of Technical Engineers und der Office Employees International Union Verbindung aufnehmen. Er traf weiter mit Vertretern der RCIA und der Versicherungsangestellten zusammen. Im Juni 1959 wohnte der Generalsekretär als Vertreter des IBP dem 23. Kongress der RCIA bei. Nach dem Kongress besuchte er das Büro der RCIA in Washington und konnte die Struktur und die Arbeitsmethoden dieser grossen Mitgliedorganisation kennen lernen. Gleichzeitig traf er abermals mit Vertretern der anderen Angestelltengewerkschaften in Washington zusammen. Als Ergebnis dieser Reise erhielten wir in der zweiten Hälfte des Jahres 1959 das Beitrittsgesuch der Office Employees International Union. Im Februar nahm der Generalsekretär an den Vorstandssitzungen der RCIA in Miami und dem Exekutivrat der AFL- CIO teil. Er richtete an beide Sitzungen eine Ansprache und war im letzten Falle der erste Vertreter eines internationalen Berufssekretariats, dem eine derartige Gelegenheit geboten wurde. Während seines Aufenthaltes traf der Generalsekretär mit Vertretern der Retail, Wholesale and Department Store Union zusammen und erhielt die offizielle Mitteilung ihres Anschlusses an den IBP. Weiter was es möglich, die Kontakte mit der durch Zusammenschluss entstandenen Insurance Workers International Union wieder herzustellen und zwar mit dem Ergebnis, dass diese Organisation ihre aktive Teilnahme am IBP wieder aufgenommen hat. 0000000000 Lateinamerika Obwohl der IBP einige Jahre hindurch mit den Organisationen in Lateinamerika auf dem Korrespondenzweg und über die 14- tägig erscheinende spanische Ausgabe unseres Nachrichtenblattes in Verbindung gewesen ist, begann er doch erst in der Berichtsperiode, eine umfangreiche Tätigkeit in diesem wichtigen Gebiet zu entwickeln. Im Oktober 1958 wurde auf der Amsterdamer Sitzung des Vorstandes mitgeteilt, dass die amerikanische RCIA bereit sei, einen ihrer Funktionäre dem IBP für die Arbeit in Lateinamerika zur Verfügung zu stellen. Auf derselben Sitzung wurde beschlossen, den Generalsekretär zu einer Konferenz der interamerikanischen Regionalorganisation ORIT des IBFG zu entsenden, die vom 9.- 12. Dezember 1958 in Bogota, Columbien, stattfand. Als Ergebnis der Kontakte, die der Generalsekretär während dieser Konferenz herstellen konnte, wurde der Vorstandssitzung in Düsseldorf im April 1959 ein Plan für die regionale Arbeit in Lateinamerika unterbreitet. Auf dieser Sitzung gab J. Suffridge eine Übersicht über die Situation in Lateinamerika und machte auf die Notwendigkeit aufmerksam, gewerkschaftliche Bildungsarbeit durchzuführen. Erste Aufgabe war es, feste Beziehungen zu den Organisationen in diesem Gebiet herzustellen und die RCIA machte sich erbötig, E.S. Lee als permanenten Vertreter des IBP nach Lateinamerika zu entsenden. 51- Nach der Diskussion über diesen Vorschlag wurde ein Antrag genehmigt, in welchem die Notwendigkeit von soliden internationalen Beziehung en zu den Angestelltengewerkschaften im Lateinamerikanischen Gebiet betont und die Ernennung von Koll. Lee zum Regionalvertreter des IBP genehmigt wurde. Koll. Lee sollte eine erste Reise durch die wichtigsten Länder von Zentral- und Südamerika durchführen, dem Generalsekretär seine Beobachtungen mitteilen, und die Möglichkeit der Abhaltung einer lateinamerikanischen Konferenz des IBP erforschen. Weiter wurde beschlossen, dass Koll. Lee die Verbindung mit dem Sekretariat des IBP aufrechterhalten und dem Generalsekretär, der zu einem späteren Zeitpunkt eine allgemeine good- will- tour durch Lateinamerika unternehmen sollte, regelmässig zu berichten. Auf Grundlage dieser Beschlüsse machte Koll. Lee im August und September 1959 eine erste Reise durch Südamerika und diskutierte dabei e die Probleme der Angestellten in Handel und Industrie mit verschiedenen Funktionären der nationalen Gewerkschaftsorganisationen. Diese Übersicht lieferte dem IBP genügend Informationen, um Pläne bezüglich der Errichtung eines permanenten Büros auszuarbeiten, zumal die hergestellten Kontakte bewiesen hatten, dass in Lateinamerika ein wirklicher Bedarf für die Dienste des IBP und ein Wunsch nach engerer Verbindung bestand. Entsprechend dem Wunsche, der von den peruanischen Organisationen geäussert wurde, wurden Verhandlungen eingeleitet, um das Büro in Lima zu errichten. Die Schwierigkeiten von offizieller Seite wurden mit Hilfe des Arbeitsministers und des amerikanischen Botschafters überwunden. Das Büro wurde am 11. Januar 1960 auf feierliche Art und Weise unter Anwesenheit des Arbeitsministers, von Mitgliedern verschiedener diplomatischer Missionen und von Funktionären der peruanischen Gewerkschaftsbewegung sowie der Presse offiziell eröffnet. Seit Januar 1960 hat Koll. Lee bei verschiedenen Gelegenheiten die nachstehend angeführten Organisationen besucht und mit ihnen einen eventuellen Anschluss an den IBP diskutiert: 1. General Confederation of Commercial Employees of Argentina 2. Federation of Employees in Commerce and Industry, Uruguay 3. Confederation of Commercial Employees, Brasilien 4. Confederation of Private Employees, Chile 5. Employees' Association of Quito, Ecuador 6. Federation of Commercial Employees of Guayas, Ecuador 7. Union of Labour and Confederation of Workers, Columbien 8. National Association of Employees, Venezuela 9. Confederation of Labour, Kuba 10. Confederation of Labour, Mexiko Während dieser Zeit beschloss der nationale Verband der Privatange- rob stellten in Peru, sich an unseren IBP anzuschliessen; sein Beitritt wurde genehmigt. Auch der Vorstand des Angestelltenverbandes von e Guayas, Ecuador, sprach sich für einen Beitritt aus. Schriftliche bas und mündliche Kontakte mit dem Allgemeinen Angestelltenverband in Argentinien haben schliesslich auch dazu geführt, dass diese Orga- o nisation ein Beitrittsgesuch einbrachte, was einen bedeutenden Er-. folg darstellte. 52Vom 20.- 25. Mai 1960 wurde eine interamerikanische Konferenz abgehalten. Der Generalsekretär benützte die Gelegenheit seiner Anwesenheit um vor und nach der Konferenz eine Reise durch eine Reihe von Ländern durchzuführen und Verbindungen mit den verschiedenen Angestelltenorganisationen aufzunehmen. Die Arbeiten der Konferenz wurden in Buchform aufgezeichnet, vervielfältigt und in englischer, spanischer und portugiesischer Sprache veröffentlicht. Das Büro hat verschiedenen Organisationen bei der Abhaltung ihrer Konferenzen in Lima technische Hilfeleistung und Unterstützung angedeihen lassen und ist somit ein Sammelpunkt für die demokratische Gewerkschaftsbewegung in dieser Hemisphäre geworden. Durch den Austausch von Informationen und Veröffentlichungen wurde auch eine Zusammenarbeit mit dem ORIT- Büro in Mexiko City hergestellt. Insbesondere wurden folgende Projekte ausgeführt: 1. Bestrebungen, um den Anschluss der Handels angestelltengewerkschaft von Quito zu erreichen und diese Organisation zu unterstützen, gemeinsam mit dem Angestelltenverband von Guayaquil einen nationalen Verband von kommerziellen, technischen und Büroangestellten zu errichten. 2. Versuche, um die beiden grossen Verbände von Columbien zu überzeugen, sich an ihre zuständigen Angestelltengruppen in der Internationale anzuschliessen. 3. Diskussion mit dem Verband der Handels angestellten von Brasilien bezüglich der Möglichkeit, die verschiedenen Gruppen, die in den Organisationsbereich der Internationale fallen, entweder als eigene nationale Einheiten oder als Sektionen des nationalen Verbandes anzuschliessen. Dieser nationale Verband ist aus Länderverbänden der Angestellten zusammengesetzt. . Schritte bei den Handels- und Industrieangestelltenverbänden in Uruguay, um deren Anschluss zu erreichen. Dieser Verband ist derzeit unabhängig vom Gewerkschaftszentrum an den IBFG angeschlossen. 5. Gespräche mit den Angestellten- und Bankangestelltenverbänden von Venezuela bezüglich ihres Beitrittes. 6. Besprechungen mit verschiedenen Funktionären des mexikanischen Gewerkschaftsbundes und der Angestelltenabteilungen, die vielleicht zu Beitritten aus Mexiko führen werden. 2. Kontakt und Unterstützung der Angestelltengruppen in den zentralamerikanischen Ländern( Guatemala, El Salvador, Kostarika, Honduras), die zu künftigen Beitritten führen könnten. 8. Unterstützung der Handelsangestelltengewerkschaft von Bolivien und Besprechungen bezüglich ihres Beitrittes. 2. Ausarbeitung eines Entwurfes für einen Lehrplan zur Verwendung in gewerkschaftlichen Bildungsseminaren, die unserer Organisations- b tätigkeit in dieser Hemisphäre entsprechen. Abschliessend darf gesagt werden, dass das interamerikanische Büro sehr aktiv und sehr leistungsfähig gewesen ist. 53Die interamerikanische Konferenz wurde feierlich eröffnet, wobei die Hauptansprachen vom Generalsekretär des IBP, Erich Kissel, dem Arbeitsminister von Peru, Sr. Dr. Luis Alvarado Garrido, und dem Generalsekretar des peruanischen Gewerkschaftsbundes, Arturo Sebròso Montoya, gehalten wurden. 2 Die Konferenz sammelte 76 Delegierte, die Organisationen aus 14 Ländern in Latein- und Nordamerika mit einer Gesamtmitgliedschaft von mehr als 1.500.000 vertraten. Ausserdem war eine grosse Anzahl v von Gastdelegierten, Beobachtern und Gästen anwesend. Es wurden folgende Einleitungsvorträge gehalten: Koll. Kissel, Generalsekretär: Koll. Arturo Jáuregui H.............. Stellvertretender Generalsekretär der ORIT Henry Vandries, Vertreter des IAA... H 1)" Bemerkungen zur Eröffnung, Begrüssung und Konferenzprogramm". 2)" Geschichte des IBP, seina Programm und seine Politik" 1)" Schaffung einer neuen, freien und demokratischen Geesellschaft". NOV tem 2)" Die Angestelltengewerkschaften in der Gesellschaft von heute". " Tätigkeit der IAO auf dem Gebiete der Sozialgesetzgebung". Dr. Roberto Pifarré, Rechtsberater des argentinischen Angestelltenverbandes Koll. Sol Lippman, Rechtsberater der RCIA 0 0 0 " Arbeitsgesetzgebung" etidaus " Arbeiterbildung und Erziehung zu einer demokratischen Lebensweise". Herr Dr. Gregorio Garayar, Direktor der statistischen Abteilung in einem peruanischen Ministerium.... 000000 " Internationale Wirtschaftslage". Es wurden 6 Ausschüsse gebildet, um die verschiedenen Probleme auf einem Bestimmten Gebiet im Lichte der Vorträge die in der Plenarsitzung gehalten wurden, und der persönlichen Erfahrung der Mitglieder zu diskutieren. Diese Ausschüsse beschäftigten sich mit: Arbeitsgesetzgebung, wirtschaftlichen Fragen, Sozialgesetzgebung, Gewerkschaftsorganisation, Kollektivverhandlungen und gewerkschaftlicher Bildung. Der Arbeit dieser Ausschüsse entsprang eine Reihe von Resolutionen, die von der Konferenz gebilligt wurden. Darunter befanden sich Empfehlungen bezüglich der gewerkschaftlichen und technischen Bildung und die Förderung eines Programmes, das die Vereinheitlichung der Arbeitsgesetzgebung in allen Ländern zum Ziele hat; ein Protest gegen die Unterdrückung der freien und demokratischen Gewerkschaftsbewegung in Paraguay, San Domingo, Haiti und Nikaragua; Resolutionen 0000000000 54bezüglich der Probleme, die sich aus Rationalisierung Mechanisierung und Automation ergeben; die Gründe der Inflation und die Mittel, sie zu bekämpfen; und schliesslich eine Empfehlung an die finanziell starken Organisationen, den Gewerkschaften, die derzeit nicht imstande sind, Dienstleistungen aus eigenen Mitteln zu gewähren, technische Hilfeleistung angedeihen zu lassen, wobei der IBP als koordinierende Körperschaft einzuschalten ist. Die Konferenz billigte auch eine Protestresolution, die dem Präsidenten von Argentinien zugestellt wurde; diese Resolution beschäftigte sich mit einem Beschluss des argentinischen Arbeits- und Sozialversicherungsministeriums, das Check- Off- System für die Gewerkschaftsbeiträge abzuschaffen. Eine Resolution der Konferenz soll hier in ihrem Wortlaut wiedergegeben sein: " Die 1. interamerikanischen Konferenz des IBP hat eine Reihe von Zielen und Richtlinien für die Angestelltengewerkschaften in unserem Kontinent, für die wir unermüdlich kämpfen, aufgestellt. Es erscheint der Konferenz daher notwendig, die praktischen Wege und Mittel bereitzustellen, damit der IBP durch seine interamerikanischen Vertreter das Vertrauen, das ihnen zuteil wird, rechtfertigen kann. Daher kommt die 1. interamerikanische Konferenz des IBP überein: 1) Einen beratenden und unterstützenden Ausschuss für das interamerikanische Büro des IBP zu schaffen, der aus 5 Mitgliedern zusammengesetzt sein wird, die die Organisationen, welche an der Konferenz teilnehmen, vertreten. 2) Der beratende Ausschuss wird eine wirkungsvolle Ausführung dieses Übereinkommens in die Wege leiten sowie jedes anderen Aktionsprogramms, das mit den Grundsätzen des IBP vereinbar ist. Der beratende Ausschuss wird einen engen Kontakt mit dem interamerikanischen Büro des IBP aufrecht erhalten, wenn es vom IBP ratifiziert ist." Die Sitzung des Vorstandes in Stockholm im Oktober 1960 ratifizierte diese Resolution. Alle zuständigen Organisationen der Lateinamerikanischen Region wurden von diesem Beschluss in Kenntnis gesetzt. Bei den ersten Diskussionen über eine erweiterte regionale Tätigkeit beschloss der Vorstand des IBP, dass die Internationale ihre Bemühungen jeweils auf eine Region konzentrieren und dabei mit Lateinamerika beginnen sollte. Im Rahmen unserer beschränkten finanziellen Mittel waren wir nach bester Möglichkeit bestrebt, neue Kontakte auch in Afrika und Asien herzustellen und unseren Mitgliedern und potentiellen Mitgliedern jedweden Dienst abgedeihen zu lassen. Unter anderem beinhaltet dies die Teilnahme an einer regionalen Sitzung, die regelmässige Versendung des Nachrichtenblattes, der Berichte über Sitzungen und andere Tätigkeiten, der Fragebogenaktionen, usw. - 55- Afrika In Afrika haben wir nach demselben Muster versucht, neue Kontakte herzustellen. Wir sind imstande gewesen, Verbindungen mit zahlreichen Organisationen, die über diesen sich entwickelnden und verändernden Kontinent verstreut sind, herzustellen. Die Anwesenheit und die Tätigkeit des Generalsekretärs auf der 3. Afrikanischen Regionalkonferenz des IBFG führte zur Herstellung weiterer Kontakte in Nigeria, Tunis und im Kongo. Es ist uns gelungen, neue Mitgliedsorganisationen von Sierra Leone und von Rhodesien zu gewinnen. 11 unserer Kollegen aus angeschlossenen Organisationen in Afrika haben die Gewerkschaftskurse, die von der IBFG- Gewerkschaftsschule in Kampala, Uganda, organisiert sind, besucht. Der Vorstand beschloss auf seiner Sitzung im April 1961 in Wien, die Organisationen aus Afrika und Asien zu unterstützen, Delegierte zum kommenden Berliner Kongress zu entsenden, da man der Meinung des ist, dass es wichtig wäre, die Möglichkeit zu besitzen, direkte Kontakte mit ihnen herzustellen und die weitere Tätigkeit in diesen Ländern zu diskutieren. In diesem Zusammenhang wurde ein Rundschreiben an die Mitgliedsorganisationen ausgeschickt, in welchen sie ersucht wurden, Beiträge für diesen Zweck zu leisten. Wir sind in der angenehmen Lage mitteilen zu können, dass bis Ende Mai folgende Beträge eingegangen sind: Handelsanställdas Förbund, Schweden: 2 Clerical and Administrative Workers' Union, Grossbritannien: Gewerkschaft der Angestellten in der Privatwirtschaft, Österreich: Retail Clerks International Association, USA: Handels- og Kontorfunktionaerernes Forbund i Danmark, Dänemark: Union of Shop, Distributive and Allied Workers, Grossbritannien: Deutsche Angestellten- Gewerkschaft, Deutschland: Association of Engineering and Shipbuilding Draughtsmen, Grossbritannien; Asien 0000000000 Skr. 5.000 CH? £ 50 8.5. 15.000 5.000 Dkr. 3.000 £ 250 DM 5.00010 200 4 A 47 Unsere Internationale ist mit den asiatischen Angestelltengewerkschaften in Briefwechsel gewesen und erwägt derzeit Pläne für eine M erweiterte Tätigkeit in diesem Gebiet. Im Hinblick auf die Pläne haben wir mit Interesse die Arbeit der 5. asiatischen Regionalkonferenz des IBFG zur Kenntnis genommen, die vom 29. Oktober- 4. November 1960 in Quezon City auf den Philippinen stattfand. In diesem Zusammenhang möchten wir die Hauptteile der" Empfehlungen über die Tätigkeit der IBS in Asien", die auf dieser Konferenz genehmigt wurden, wiedergeben. 56" Die Frage der Zusammenarbeit und der Koordinierung zwischen den IBS- en und der IBFG- ARO bezüglich ihrer Tätigkeit in der asiatischen Region ist ein ernsthaftes und dringendes Problem, das sofort in Angriff genommen werden muss. Um diese nutzbringende Zusammenarbeit, Koordinierung und Beratung auf alle IBS- e auszudehnen, die in der asiatischen Region tätig sind oder die Absicht haben, tätig zu werden, werden folgende Empfehlungen gemacht: 1. Es sollte eine wechselseitige Beratung, Austausch von Informationen und Erfahrungen zwischen den IBS- en und IBFG und ARO errichtet werden. 2. Die IBS- e sollten ihre Organisationspläne und Projekte einer regionalen Tätigkeit, einschliesslich Besuchen und Missionen nach der asiatischen Region mit der asiatischen Regionalorganisation des IBFG und über diese mit diesen betreffenden nationalen Gewerkschaftsverbänden besprechen und sie in Zusammenarbeit gemeinsam mit der asiatischen Regional organisation des IBFG ausführen. 3. Die Mitgliedschaft von Gewerkschaften aus der asiatischen Region sollte von den IBS- en erst nach Beratung mit der asiatischen Regional organisation des IBFG und den betreffenden nationalen Gewerkschaftsverbänden genehmigt werden. 4. Die Vertreter der IBS- e in der asiatischen Region sollen mit dem IBFG- Vertreter in dieser Region und( oder) der IBFG- ARO zusammenarbeiten. Es ist ratsam, dass derartige Vertreter gemeinsame Vertreter von IBFG und IBS- en sind, um die bestmöglichen Resultate und eine harmonische Arbeit zu garantieren. Dies wird nicht nur die Zusammenarbeit und Beratung zwischen hat beiden Körperschaften erleichtern, sondern auch der örtlichen Gewerkschaftsbewegung zeigen, dass IBFG und die IBS- e eine freie internationale Gewerkschaftsbewegung bilden. 5. Die Vertreter der IBS- e sollen die asiatische Regional organisation des IBFG und die IBS- e über ihre Beobachtungen der gewerkschaftlichen Situation in einer bestimmten Industrie oder in einem bestimmten Land informieren. Die asiatische Regional organisation des IBFG wird ihrerseits derartigen Vertretern in der asiatischen Region alle Informationen über die Gewerkschaftsbewegung in einer bestimmten Industrie oder einem bestimmten Land, die für diese Vertreter nützlich sein mögen, zur Verfügung stellen." Diese Empfehlungen schaffen unserer Meinung nach eine gesunde Grundlage für die zukünftige Zusammenarbeit und unsere Internationale wird sich sicherlich bei der Ausführung ihrer regionalen Programme von diesen Empfehlungen leiten lassen. In Asien ist es uns gelungen, in der Berichtsperiode Verbindungen mit potenziellen Mitgliedern in Japan, Indien, Burma, Korea, Malaya, Australien, Ceylon und den Philippinen herzustellen. Propagandamaterial, das Nachrichtenblatt und andere Informationen wurden diesen Organisationen wie auch allen nationalen Verbänden in ganz Asien zugeschickt und zwar als Teil unserer Bemühungen, diese Kollegen mit der Tätigkeit und den Diensten des IBP bekannt zu machen. Dieses Programm der Kontaktaufnahme hat bereits zu direkten Anschlüssen aus Indien und Malaya geführt. - 57- Darüber hinaus haben wir einen engen Kontakt mit der asiatischen Regionalorganisation des IBFG, ihren Nebenstellen in ganz Asien und der asiatischen Gewerkschaftsschule aufrechterhalten. Der Vorstand diskutierte auf seiner Sitzung in Wien die zukünftige Ausweitung des IBFG in Asien und beschloss, denselben allgemeinen Richtlinien zu folgen, wie sie auch für die Arbeit in Afrika festgelegt sind. In Vorbereitung dieser wichtigen Arbeit haben wir die Absicht, eine erste Studienreise durch Asien Ende des Jahres 1961 auszuführen. 9202 0000000000 00000000 000000 3 BUS Teb h I - 587. VERBINDUNGEN MIT ANDEREN INTERNATIONALEN BERUFSSEKRETARIATEN Allgemeines Auf dem Gebiete der Internationalen Berufssekretariate sind während der Berichtsperiode eine Reihe von wichtigen Veränderungen vor sich gegangen. Das alte Verbindungskomitee zwischen den IBS- en und IBFG wurde aufgelöst, verschiedene neue Komitees wurden errichtet, in Genf wurde ein IBS- Verbindungsbüro eröffnet und ein informatives Nachrichtenblatt wird nun veröffentlicht. Bezüglich der allgemeinen Struktur der IBSe möchten wir erwähnen, dass einige der IBSe sich mit anderen zusammengeschlossen haben und dass damit die Gesamtzahl der IB Se von 21 auf 17 zurückgegangen ist. Diese Zusammenlegungen wurden durchgeführt um die Gewerkschaftsbewegung auf dem betreffenden Gebiet zu stärken und sie in den Stand zu versetzen, bessere Dienste für ihre Mitglieder zu leisten. Auf jeden Fall sollen diese Zusammenschlüsse infolge der daraus resultierenden Steigerung der Mitgliederzahlen, der Finanzen usw., sich zum Wohle der gesamten Tätigkeit der IB Se auswirken, indem die internationale Gewerkschaftsbewegung nun mit einer stärkeren und wirksameren Tätigkeit auf verschiedenen Gebieten einsetzen kann. Weiter hat sich die Verbindung nicht nur zwischen den IBSen selbst, sondern auch zwischen ihnen und dem IBFG in der Berichtsperiode weiter entwickelt. Bei dieser Gelegenheit möchten wir neuerlich betonen, dass die Verbindungen zwischen den IB Sen immer noch denen zwischen unabhängigen Internationalen gleichen, von denen jede ihren eigenen Organisationsbereich in einer bestimmten Industrie oder einem bestimmten Beruf hat. Es gibt keine zentrale Organisation aller IBSe und keine Exekutive oder kein Organ für die Festlegung der Richtlinien und der Ausführung. Trotzdem hat sich in den vergangenen Jahren ein Geist der Zusammenarbeit und Koordinierung entwickelt, der dazu beitragen soll, die gesamte Schlagkraft und die Arbeit der IBSe zu fördern. Als Grundsatz für ihre Politik haben 18 IBSe folgende Erklärung abgefasst: " Im Hinblick auf die Diskussion über den Anschluss der IBSe die auf dem 6. IBFG- Weltkongress( Brüssel, Dezember 1959) stattfand, erachteten die 18 IBSe, die mit dem IBFG assoziiert sind, es für ratsam, ihre Stellung durch die Annahme folgender Er3 klärung klarzulegen: 1) Die IBSe sind der festen Überzeugung, dass die wirksamste Gewerkschaftsbewegung in jedem Land dort zu finden ist, wo die Arbeiter in nationalen Verbänden oder Gewerkschaften organisiert und wo derartige Verbände oder Gewerkschaften an das zuständige IBS angeschlossen sind. 2) Die IBSe, die in Zusammenarbeit mit dem IBFG arbeiten, wollen ohne Präjudizierung der Autonomie der IBSe mit den nationalen Gewerkschaftsverbänden zusammenarbeiten und ihre Tätigkeit soweit wie möglich koordinieren. 3) Es soll jedoch unterstrichen werden, dass die IBSe, die die Arbeitnehmer entsprechend ihrem Beruf oder ihrer Industrie organisieren, auf einer solchen Grundlage aufgebaut sind, - 59-- dass alle bona fide Gewerkschaften, die die statutarischen Erfordernisse der IBSe erfüllen, als Mitglieder Aufnahme fin/ den können, ob diese Gewerkschaften nun einem nationalen Gewerkschaftsverband angeschlossen sind oder nicht." IBS- Verbindungsbüro in Genf oooooooooo Mitte 1957 ernannte der Verbindungsausschuss der IBSe Koll. B. Zofka, einen Angestellten des IBFG, zum Verbindungsfunktionär zwischen den IBSen und dem IAA, sowie anderen zwischenstaatlichen Organisationen, die ihren Sitz in Genf haben. Als im Februar 1959 der Verbindungsausschuss zwischen den IBSen und dem IBFG aufgelöst wurde, erhielt Koll. Zofka die weitere aufgabe, die administrativen Pflichten, die vom Sekretär des genannten Ausschusses geleistet worden waren, weiterzuführen. Ein Vertrauensmännerausschuss, der aus den 4 IBSen zusammengesetzt ist, die ihren Sitz in der Schweiz haben, wurde errichtet, um die Tätigkeit des Verbindungsbüros in Genf zu leiten und zu überwachen. Diese Arbeit wird durch einen Beitrag der IBSe von 2 sh. 6 d. per 1000 Mitglieder per Jahr finanziert. Das Verbindungsbüro veröffentlicht ein Nachrichtenblatt, welches g Berichte über die Tätigkeiten und Pläne der IBSe, gemeinsame Arbeiten der IBSe und des IBFG eine Übersicht über die besonderen Ereignisse, Sitzungen, usw. enthält. 0000000000 Allgemeine Konferenz der IBSe Ews: Die Generalversammlung, die im allgemeinen einmal im Jahr zusammentritt, dient als Sammelpunkt für die kollektive Stellungnahme der IBSe zu Problemen, die für alle IBSe von Interesse sind. Dies zeigt sich deutlich in den Resolutionen, die dem IAA unterbreitet wurden und die in den Berichten der Konferenz erwähnt sind. Sie bietet auch ein ausgezeichnetes Forum für Diskussionen und Beratungen mit anderen IBSen über Probleme, die einen verwandten Sektor der Gewerkschaft betreffen, wie z.B. die Zusammenarbeit unserer Internationale mit der des öffentlichen Dienstes, dem IPTT und der Internationale der Lehrer vor und während der 5. Session des Beratenden Ausschusses der IAO über Probleme der Angestellten. Sie kann aber auch, wie es in der Vergangenheit bereits der Fall gewesen ist, dazu dienen, Ansichten und Meinungen über die Verbindungen zwischen den IBSen und dem IBFG zu äussern. Es sollte jedoch festgestellt werden, dass im Hinblick auf die organisatorische Unabhängigkeit.jeder Internationale die" Beschlüsse", die von der Generalversammlung getroffen werden, den Charakter von Empfehlungen an die einzelnen IBSe haben und diese nicht notwendigerweise binden. Während der Berichtsperiode sind 2 ordentliche und 1 ausserordentliche Generalversammlung der IBSe durchgeführt worden. Die Kurzberichte über diese Konferenzen befinden sich in diesem Abschnitt unserer Tätigkeitsberichtes. 588 0000000000 Ausserordentliche Konferenz, Februar 1959 19 ondo Die Versammlung, die am 12. und 13. Februar 1959 in Genf zusammentrat, empfahl die Auflösung des Verbindungsausschusses der IBSe, die Errichtung eines IBS- Verbindungsbüros in Genf, die Ernennung eines IBS- Verbindungsfunktionärs und eines IBS- Vertrauensmännerausschusses, die Fortführung eines Beitrages an das Büro in der 60- Höhe von 2 sh. 6 d. per 1000 Mitglieder. Die wirkliche Leistung dieser Sitzung liegt in dem Einfluss, denn sie auf das IAA hatte. Gleichzeitig mit der ausserordentlichen Generalversammlung versuchte die Arbeitgebergruppe, eine Kürzung der Tätigkeit der Industrieausschüsse des IAA zu erreichen. Diese Ausschüsse stellen die bedeutendsten Kanäle dar, durch welche die IB Se an der Tätigkeit der IAO teilhaben und sie beeinflussen können. Die Generalversammlung nahm folgende Resolution an, die dem IAA übermittelt wurde: " Die ausserordentliche Generalversammlung der IB Se, die am 12. und 13. Februar 1959 in Genf zusammentrat, diskutierte Probleme, mit denen sich die freie Gewerkschaftsbewegung im Rahmen des IAA auseinanderzusetzen hat und insbesondere die Frage der Industrieausschüsse des IAA; nachdem sie Berichte über die kommenden Reorganisierung der allgemeinen Mitgliedschaft und der Tätigkeit der Industrieausschüsse des IAA und der Körperschaften gleicher Art erhalten hat, fühlt sie sich beunruhigt durch die direkten und indirekten Angriffe gewisser Arbeitgeberkreise auf die industrielle Arbeit des IAA und deren Versuche, jede systematische Arbeit, die vom IAA auf industriellem Gebiet geleistet wird, zu sabotieren. Die Generalversammlung stellt mit tiefem Bedauern fest, dass die Budgetzuweisungen für die Tätigkeit des IAA auf diesem Gebiete schrittweise reduziert worden waren, wobei jedwede Ausweitung auf neue Industrien verhindert und sogar die Sitzungsfolge der bereits errichteten Ausschüsse verlangsamt wurde. Die Generalversammlung erinnert daran, dass das IAA auf Initiative der internationalen Gewerkschaftsbewegung gegründet wurde, um den wirtschaftlichen und sozialen Standard der arbeitenden Bevölkerung auf der ganzen Welt zu fördern und dass die freie Arbeiterbewegung die dynamischeste Kraft im Arbeitsamt war und verbleibt; die Generalversammlung bestätigt neuerlich ihre unverminderte Unterstützung für die Industrieausschüsse des IAA und gleichartiger Körperschaften im Hinblick auf die äusserst nützlichen Aufgaben, die diesen Ausschüssen zugewiesen wurden und die Arbeit, die sie geleistet haben; die Generalversammlung erklärt, dass zu viele industriellen Probleme sowohl in hochentwickelten wie auch in wirtschaftlich zu entwickelnden Ländern ungelöst bleiben und dass sowohl von den freien Gewerkschaften wie auch vom IAA eine energische und gründliche Aktion durchgeführt werden muss, um diese Probleme zo lösen. Die Generalversammlung erklärt, dass die Industrieausschüsse ein unumgänglich notwendiges Instrument für die Anleitung der Regierungen, der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen in ihren Bestrebungen zur Erfüllung der allgemeinen Grundsätze, die in der Verfassung der IAO, den Konventionen und den Empfehlungen niedergelegt sind, darstellen. Die Generalversammlung beschliesst: 1) Den Verwaltungsrat der IAO zu ersuchen: a. sich gegen jede Reorganisierung der industriellen Tätigkeit des IAA zu stellen, die eine Auflösung des Apparates der Industrieausschüsse oder einen grossen Mangel an Kontinuität dieser Arbeit oder eine Unsicherheit bezüglich der Zukünftigen Vorkehrungen mit sich bringen würde; 61- b. sich für die Aufrechterhaltung des derzeitigen Systems auszusprechen und gleichzeitig eine beweglichere Lösung des Problems der Sitzungshäufigkeit und die Einberufung neuer tripartiter technischer Sitzungen zu gewähren, 2) Die Regierungen auf zufordern, über die nationalen Gewerkschaftsverbände oder auf anderem Wege in der Zukunft mehr Mittel für die industrielle Tätigkeit des IAA zur Verfügung zu stellen, um eine Ausweitung dieser Arbeit zu ermöglichen; 3) Die einzelnen IBSe, die an dieser ausserordentlichen Generalversammlung teilnehmen, aufzufordern, den Programmen der IAO grössere Aufmerksamkeit zu widmen, insbesondere durch die Ausarbeitung von langfristigen Aktionsprogrammen und durch eine gründliche Vorbereitung für die Sitzungen der IAO und der daraus folgenden Arbeiten; 4) Den Generaldirektor des IAA zu ersuchen, diese Resolutionen der kommenden Session des Verwaltungsrates im März 1959 zu unterbreiten, um diese Mitglieder über den Wunsch auf engere Zusammenarbeit zwischen den in den IBSen zusammengeschlossenen Arbeitern und dem IAA zu informieren; 5) Den IBSen zu empfehlen, einzeln und über die Mitgliedorganisationen ihre Unterstützung für den auf der Ausserordentlichen Generalversammlung der IBSe in Genf gefassten Beschluss bezüglich des IAA zum Ausdruck zu bringen; 6) Den IBFG aufzufordern, eine entsprechende Aktion zur Unterstützung dieser Resolution zu ergreiffen." deb Diese Resolution scheint bedeutenden Einfluss auf die nachfolgenden Beschlüsse des Verwaltungsrates des IAA gehabt zu haben, der keine Reorganisierung der Industrieausschüsse beschloss, sondern anstatt dessen deren frühere Stellung im wesentlichen aufrecht erhielt. 0000000000. IBS Generalkonferenz, November 1959 Die Konferenz der IBSe im Jahr 1959 fand vom 12.- 13. November 1959 in Genf statt. Die Konferenz wählte J. Poulsen, Generalsekretär der IUL zum Vorsitzenden der Sitzung und gleichzeitig auch zum Vorsitzenden der IBSe. Auf dieser Generalversammlung waren 15 IBSe und der IBFG vertreten. Die Konferenz prüfte eine Reihe von Resolutionen, die dem 6. Weltkongress des IBFG und dem IBFG- Vorstand, der vor dem Kongress zusammentrat, unterbreitet werden sollten. Es fand eine gründliche Diskussion einer beantragten Ergänzung der Statuten des IBFG bezüglich der Zusammenarbeit zwischen dem IBFG und den IBSen und der Probleme des Anschlusses von bona fide Gewerkschaften, die nicht Mitglieder eines an den IBFG angeschlossenen nationalen Mitgliedsverbandes sind, an die IBSe statt. Die Konferenz sprach sich gegen den Ergänzungsantrag aus, der später in Übereinstimmung mit den Wünschen der IB Se bedeutend geändert wurde. Die Notwendigkeit, eine gesteigerte regionale Tätigkeit durchzuführen, war einer der Hauptpunkte der Diskussionen auf der Konferenz. Die Konferenz kam überein, den IBS- Ausschuss für regionale Fragen durch 62- einen Leitungsausschuss für regionale Arbeiten zu ersetzen. Die Sitzung beschloss, einstimmig zu empfehlen, dass die regionale Tätigkeit der freien Gewerkschaftsbewegung soweit wie möglich auf industrieller Grundlage durchgeführt werden und dass der Internationale Solidaritätsfonds wesentliche finanzielle Unterstützung leisten solle, um die IBSe in den Stand zu setzen, auf besser entsprechende Art und Weise diese Tätigkeit durchzuführen. 0000000000 IBS Generalkonferenz, November 1960 Die Konferenz der IBSe des Jahres 1960 fand am 15. und 16. November 1960 in Genf statt. 14 von den 16 mit dem IBFG in Verbindung stehenden Berufssekretariaten nahmen an der Sitzung teil. Der IBP war durch seinen Generalsekretär, Erich Kissel, vertreten. Unter den Punkten, mit denen sich die Konferenz beschäftigte, befanden sich auch das Verhältnis und die Koordinierung der Tätigkeit zwischen den IBSen und dem IBFG; die Tätigkeit der IBSe in Griechenland, der Türkei, der westlichen Hemisphäre und in den anderen Regionen; der Vorschlag der IFPAAW, einen gemeinsamen Stab von Aussenvertretern zu bilden; das IAA; und die Haltung der IBSe zu den Plänen für regionale wirtschaftliche Integration. Zusammenfassung der Beschlüsse Bezüglich der Beziehungen zwischen den IBSen und dem IBFG wurde durch Majoritätsbeschluss festgelegt, eine Forderung auf Vergrösserung der Vertretung der IBSe im Vorstand des IBFG und im Ausschuss des Internationalen Solidaritätsfonds von 2 auf 4 Mitglieder zu unterbreiten. Dabei war es klar, dass die erhöhte Vertretung aber keine organisatorische Verbindung zwischen den IB Sen und dem IBFG darstellen sollte und dass die IBS- Vertreter auch weiterhin ihre Funktion als Beobachter ausüber würden. Man kam überein, das gewerkschaftliche Bildungsprogramm, das von einer Reihe von IBS en in Griechenland gestartet wurde, im Jahre 1961 fortgesetzt und vielleicht auch erweitert werden sollte. C. Levinson vom IMB wurde mit der Koordinierung des Programmes betraut. Weiter kam man einstimmig überein, dass es notwendig sei, die Organisationstätigkeit in Nigeria zu intensivieren. Der Generalsekretär des IBP leitete eine Diskussion über die Tätigkeit in der westlichen Hemisphäre ein und gab einen Überblick über die Tätigkeiten und Erfahrungen des IBP in diesem Gebiet. Um eine Steigerung der an Ort und Stelle durchzuführenden Tätigkeit der demokratischen Gewerkschaftsbewegung zu ermöglichen, kam die Generalkonferenz überein, ein Kleines Gemeinsames Komitee( IBS- IBFG) zu errichten, das mit der Verantwortung für das Studium aller Aspekte des von der IFPAAW im Jahre 1960 unterbreiteten Vorschlags betraut wurde. Dieser Vorschlag zielte auf die Errichtung eines gemeinsamen IBS- IBFG Stabes von Aussenvertretern hin. Eines der bedeutendste Probleme bei der Errichtung eines derartigen Stabes ist die Ausarbeitung eines entsprechenden Sozialversicherungsplanes für die vorgesehenen Aussenvertreter. Die Konferenz genehmigte die folgende Resolution zur Vorlage an die Arbeitnehmergruppe des Verwaltungsrates des IAA auf seiner Sitzung im Februari und März 1961: - 63- " Die Generalversammlung der IBSe trat am 15. und 16. November 1960 in Genf zusammen und nahm die Entwicklung innerhalb des IAA bezüglich der Industrieausschüsse zur Kenntnis. Die IBSe haben ständig die praktischen und positiven Ergebnisse der Arbeit derartiger Ausschüsse betont, nachdem diese sich b besonders mit den Problemen beschäftigen, die die einzelnen shottaw Industriezweige berühren und dadurch die Möglichkeit für eine einmalige internationale Diskussion der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeziehungen, wie sie in der Industrie konkret entstehen, bieten. Daher brachte die Konferenz ihre tiefe Besorgnis über die deutliche Tendenz zum Ausdruck, die sich aus dem Druck und der Opposition der Arbeitgeber und gewisser Regierungen ergab und darauf abziehlt, die Anzahl der regelmässigen Sitzungen der Aus- ob schüsse zu reduzieren und Punkte auf die Tagesordnung zu setzen, die nach Meinung der IBSe nicht immer von besonderer Dringlichkeit sind. Die Konferenz bezweifelt z.B., dass gestattet sein U sollte, eines der beiden zur Verfügung stehenden technischen b Themen der Tagesordnung dazu zu benutzen, Dinge zu besprechen, die sich mit der industriellen Sicherheit und der Ausbildung beschäftigen, die- obwohl sie im allgemeinen von Bedeutung sind- doch der Priorität der Probleme, die sich heute in der Industrie entwickeln, nicht entsprechen. Die Generalkonferenz der IBSe ersucht daher die Arbeitnehmergruppe im Verwaltungsrat des IAA, ihre ausgezeichneten Bemühungen, die Tendenz, die Bedeutung der Industrieausschüsse zu verwässern und in ihr Gegenteil umzukehren, aufrecht zu erhalten und sie ub durch eine Verstärkung sowohl der Anzahl dieser Sitzungen als T auch der auf der Tagesordnung stehenden Punkte im Lichte der sob bedeutenden derzeitigen Entwicklungen in der Industrie zu bestätigen." Die IBS- Zusammenarbeit auf regionalem Gebiet Mit der Abschaffung des Verbindungsausschusses zwischen den IBSen und dem IBFG und im Hinblick auf die neueste Entwicklung, sowie die Möglichkeiten für eine regionale Tätigkeit, haben die IBSe ab dem Jahre 1959 versucht, einen leistungsfähigen Apparat für die Zusammenarbeit auf regionalem Gebiet zu entwickeln. Die ausserordentliche Konferenz im Februar errichtete einen IBS- Ausschuss für regionale Tätigkeit, der aus 7 Internationalen Berufssekretariaten, einschliesslich des IBP, zusammengesetzt war. Dieser Ausschuss trat im Juni 1959 mit Vertretern des IBFG zusammen und prüfte und diskutierte abt die Tätigkeit der IBSe und des IBFG in den verschiedenen Regionen der Welt. Die Generalversammlung vom November errichtete einen gemeinsamen IBFG- IBS Lenkungsausschuss für regionale Tätigkeit, in dem 5 IBSe und der IBFG vertreten waren. Der IBP war eines der 5 für diese Posten gewählten Sekretariate und ist durch seinen Generalsekretär vertreten. 9 Die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit und Koordinierung der Bestrebungen auf diesem Gebiet ist äusserst gross. Die finanziellen Kosten im Zusammenhang mit der Führung von Regionalbüros, den Reisen innerhalb einer Region oder Durchführung einer regionalen Studienübersicht sind äusserst hoch und jede Möglichkeit, diese Kosten durch - 64 - gemeinsame Projekte, die Verwendung von in der Region bereits vorhandenen Einrichtungen oder wechselseitigen Vertretungen auf regionalen Sitzungen und Kongressen zu reduzieren, sollte aufmerksam geprüft werden. Dieser Ausschuss ist im Laufe der Berichtsperiode dreimal zusammengetreten. Nachstehend finden Sie einen kurzen Bericht über diese Tätigkeit. 0000000000 Gemeinsamer IBS- IBFG Lenkungsausschuss für regionale Tätigkeit. Die von den IBSen kommenden Mitglieder des Ausschusses hielten am 14. Januar 1960 in Genf eine Vorberatung ab. Es wurde beschlossen, in Übereinstimmung mit dem IBFG eine gemeinsame Sitzung über die regionale Tätigkeit in Pakistan, Indien und Nigeria für den 25. und 26. Januar 1960 nach Genf einzuberufen, wobei alle IBSe, die in den oben erwähnten Ländern interessiert sind, zur Teilnahme an der Sitzung eingeladen werden sollten. Der Ausschuss war der Meinung, dass die IBSe, wenn sie organisatorische oder erzieherische Massnahmen ergreifen, ihre Bemühungen auf ein spezielles Gebiet oder eine Anzahl von bedeutenden Industrien konzentrieren sollten. Jedes IBS sollte selbst beschliessen, ob es an einem IBFG- oder IBS- Projekt teilnehmen möchte und obt eine Unterstützung in finanzieller, personeller oder anderer Art erfolgen solle. Die Sitzung diskutierte Vorschläge für eine Entwicklung der Arbeit in den drei obengenannten Ländern, für die Tätigkeit in Lateinamerika und für das allgemeine Personalproblem. Pakistan Die Sitzung kam zu der Schlussfolgerung, dass auf dem Gebiete der organisatorischen und erzieherischen Massnahmen sowohl in Ost- wie in west- Pakistan dringende Aktionen ergriffen werden müssten. Die IBSe und der IBFG kamen überein, alle bereits vorhandenen Informationen sowie die im Hinblick auf die Lage in Pakistan noch möglichen Auskünfte zu sammeln und einen genauen Aktionsplan zu gegebener Zeit auszuarbeiten. Indien Die Diskussion des Problems Indien zeigte, dass einer leistungsfähigen IBS- Arbeit in Indien zahlreiche Schwierigkeiten und Hindernisse entgegenstünden und dass diese überwunden werden müssten, bevor die Unterstützung durch die IBSe Resultate zeitigen könne, die mit den notwendigen Bemühungen im Einklang ständen. Eine der bedeutendsten Schwierigkeiten ist wie bisher die Rivalität innerhalb der indischen Gewerkschaftsbewegung. Nigeria Alle Teilnehmer kamen überein, dass die IBSe jede Anstrengung machen müssten, die nigerische Gewerkschaftsbewegung in ihrer Organisations campagne unter den unorganisierten Arbeitern zu unterstützen und die Struktur der Gewerkschaft in diesem Lande zu schaffen. Der nigerische Gewerkschaftsbund hat eine Reihe von Industrien genannt, die ihm Rahmen eines allgemeinen Organisationsplanes, der dem IBFG unterbreitet wird, Priorität erhalten sollten. Spezialpläne sollten auf diesen Vorschlag aufgebaut werden. we 65Lateinamerika ied Eine mündliche Diskussion der Situation und der IBS- Arbeit in Lateinamerika wurde auf dieser Sitzung durchgeführt. Unsere Internationale unterbreitete Vorschläge für die Errichtung einer besse- b ren Koordinierung der Tätigkeit. Etliche dieser Vorschläge wurden von der Sitzung genehmigt, so auch die Zusammenlegung der IBS- Büros und deren Ausrüstung, Koordinierung der Konferenzen und der Ausgaben im Zusammenhang mit organisatorischen und erzieherischen Arbeiten, usw. reb nov 10 Auf Einladung des IBFG wurde am 20. und 21. September 1960 in Brüssel eine gemeinsame Sitzung über die Regionalarbeit abgehalten. An dieser Sitzung nahmen 11 IBSe einschliesslich des IBP, der durch seinen Generalsekretär vertreten war, teil. An der Spitze der IBFG- Delegation stand der Generalsekretär, O. Becu. ob Auf dieser Sitzung wurde eine Anzahl von Problemen diskutiert, so unter anderem: die kommende Mission des IBFG nach Asien, zu der der IBP- Generalsekretär eingeladen war, aber nicht teilnehmen könnte; die regionale Tätigkeit in Indien, Nigeria, dem karibischen Gebiet, Brasilien, der Türkei und in Griechenland; und die Bildung eines gemeinsamen Stabes von Aussenvertretern. Weiter entwickelte sich eine inoffizielle Diskussion über die Beziehungen zwischen den IBSen und dem IBFG. Der gemeinsame Ausschuss trat am 14. und 15. November 1960 in Genf abermals zusammen. Ausser den 5 IBS- Mitgliedern des Ausschusses waren auch Delegierte der Petroleumarbeiter-, der graphischen Arbeiter- und der Textil- und Bekleidungsarbeiterinternationale anwesend. Die Delegation des IBFG stand unter der Leitung des Generalsekretärs, 0. Becu. I b b Es wurden Empfehlungen bezüglich der vorgeschlagenen Bildung eines gemeinsamen Stabes von Aussenvertretern, der Tätigkeit in Nigeria, A in Griechenland und in der Türkei angenommen, die später von der Generalkonferenz diskutiert und genehmigt wurden. Von besonderer Bedeutung war der Beschluss, die organisatorische Arbeit in Nigeria in Zusammenarbeit zwischen IBFG, interessierten IBSen und dem nigerischen Gewerkschaftsbund zu Beschleunigen. torto abbey 0000000000 00000000 OOOOOO of ed 2 ofb bro Jad A imp - 66- 8. VERBINDUNGEN MIT DEM IBFG Obwohl der IBP eine vollkommen autonome Organisation darstellt, teilt er mit anderen IBSen und dem IBFG die Grundsätze, auf denen die freie Gewerkschaftsbewegung aufgebaut ist, nämlich die Unabhängigkeit der Gewerkschaften von Regierungen, Arbeitgeber- und anderen aussens tehenden Kreisen; der Widerstand gegen jede Art der Diktatur und des totalitären Regimes. der Rechten oder der Linken; Widerstand gegen jede Art der Ausbeutung oder Unterdrückung; und der feste Glaube an Freiheit, Demokratie, soziale Gerichtigkeit und Gleichheit. 2. Verhältu JBFG Somit ist unsere Internationale Teil der freien Gewerkschaftsbewegung, die auch den IBFG und die anderen IBSe als Komponenten umfasst. Dies ist ein freiwilliges Verhältnis zwischen den IBSen und dem IBFG, das durch ein von beiden Partnern genehmigtes Abkommen geregelt ist. Dieses sieht vor, dass die IBSe zu den IBFG- Kongressen Beobachter entsenden können, dass sie bei den Sitzungen des IBFGVorstandes, im Ausschuss des Internationalen Solidaritätsfonds und in den Unterausschüssen des IBFG ebenfalls das Recht besitzen, durch kollektive Beobachter vertreten zu sein. Auf dieselbe Weise ist der IBFG berechtigt, auf den Generalkonferenzen der IBSe vertreten zu sein und wird immer zu den Kongressen der IBSe eingeladen. Ausserdem sind zum Zwecke der praktischen Zusammenarbeit gemeinsame Ausschüsse errichtet und es wird zwischen den IBSen und dem Sitz des IBFG, dessen Regional organisationen, Aussenvertretern und Aussenbüros im allgemeinen eine enge Beziehung unterhalten. Wir erhalten regelmässig Berichte und anderes Material vom IBFG, das wertvolle Informationen allgemeiner wie auch spezieller Natur beinhaltet. Einige dieser Informationen haben sich als äusserst nützlich erwiesen, wenn es galt, Kontakte mit Gewerkschaftsorganisationen in unserem Organisationsbereich herzustellen. Wir haben auch eine grosse Menge von Informationen und anderen Berichten erhalten, die uns dabei geholfen haben uns ein eigenes Archiv für regionale Informationen einschliesslich der Tätigkeitsberichte der IBSe, des IBFG von Berichten über Gewerkschaftsmissionen usw. zu errichten. Der IBFG hat auch die Aktionen unserer Internationale wie z.B. den Fall des Boykotts einer unserer amerikanischen Mitgliedsorganisationen unterstützt. Er hat uns eingeladen, an den Gewerkschaftsmissionen teilzunehmen und an etlichen Projekten mitzuarbeiten und hat sich mit uns in vielen Dingen, an denen er uns interessiert wusste, beraten. Bei dieser Gelegenheit möchten wir auch öffentlich dem Ausschuss des Internationalen Solidaritätsfonds und dem IBFG unseren aufrichtigen Dank für die sehr wertvolle Hilfe aussprechen, die unserer Internationale in der vergangenen Berichtsperiode zuteil wurde. Die Unterstützung des Ausschusses für unser Projekt in Lateinamerika und der Mission in Griechenland wie auch die versprochene Unterstützung für zukünftige Projekte in Asien und Afrika haben uns die Möglichkeit geboten, mit unseren Brüdern in diesen Gebieten enge und dauerhafte Verbindungen herzustellen und Programma einzuleiten, die die betreffenden Organisationen unterstützen und stärken sollen. 0000000000 - 67- 6. Weltkongress Der 6. Weltkongress des IBFG, der auch mit dem 10. Jahrestag seiner Gründung zusammenfiel, wurde vom 3. bis 11. Dezember 1959 in Brüssel abgehalten. Dem Kongress wohnten Delegierten aus 66 Mitgliedsorganisationen bei, die eine Gesamtmitgliedschaft von mehr als 50 Millionen repräsentiert. Weiter waren Beobachter von 17 Internationalen Berufssekretariaten wie auch von anderen nationalen und internationalen Organisationen anwesend. Der IBP war durch seinen Vizepräsident, A. Jönsson, und dem Generalsekretär, E. Kissel, vertreten. Koll. Rettig wohnte dem Kongress als Beobachter bei. Unter den bedeutungsvollen Resolutionen möchten wir gerne folgende erwähnen: " Dauerhafter Friede und universelle Abrüstung", in welcher der Kongress die tiefe Sehnsucht der freien Arbeiter der Welt für einen dauerhaften Frieden darstellte und die Hoffnung zum Ausdruck brachte, dass wirkungsvolle Kontrollen und Durchführungsmassnahmen gefunden werden mögen, um eine international kontrollierte universelle Abrüstung aller Kern-, chemischen-, bakteriologischen und konventionellen Waffen herbeizuführen. " Diktatur und Unterdrückung", in welcher der IBFG aufgefordert wurde, seine internationalen Aktionen zur Bloss- stellung aller Arten von Diktatur und Unterdrückungsmas snahmen fortzusetzen und zu intensivieren und freie Gewerkschaftsorganisationen aufzubauen und zu stärken, die die entschlossensten und dynamischesten Institutionen der Völker in der Verteidigung und des Vormarsches der Demokratie darstellen. " Kampf für gewerkschaftliche Rechte" Der Kongress anerkennt das Recht der arbeitenden Bevölkerung, sich frei in Gewerkschaftsorganisationen ihrer eigenen Wahl zu organisieren und die legitimen Arbeiten ohne Einmischung von aussenstehenden Kräften auszuführen und unterstützte die angeschlossenen Organisationen und die IBSe in ihrem entschlossenen Kampf zur Sicherung dieser Freiheiten in der Praxis. " Kampf gegen Kolonialismus und Rassendiskriminierung". Der Kongress verdammte die Apartheitspolitik der Südafrikanischen Regierung und betonte seinen Abscheu vor allen Taten der Rassendiskriminierung. " Internationaler Solidaritätsfonds". Der Kongress bestätigte neuerlich die Notwendigkeit einer fortdauernden, intensiven internationalen Solidaritätsaktion zur Aufrechterhaltung und Stärkung der demokratischen Institutionen und zur Steigerung des Lebensstandards der Arbeitnehmer. Eine Resolution, die den IBP direkt betrifft, wurde vom schwedischen TCO unter dem Titel" Intensivierung der gewerkschaftlichen Tätigkeit unter den Angestellten", eingebracht. Darin wurde der IBFG dringend ersucht," die Errichtung eines permanenten Ausschusses zu erwägen, der mit dem Vorstand des IBFG zusammenarbeiten soll, um die gewerkschaftliche Tätigkeit unter den Angestellten in den verschiedenen Ländern zu steigern und bessere Verbindungen zwischen den bestehenden Angestelltenorganisationen und dem IBFG zu fördern, sowie sich mit den Fragen bezüglich der Angestelltengruppen zu beschäftigen, die auf internationalem Gebiet von Bedeutung sind." - 68- Diese wichtige Frage wurde dem zuständigen Ausschuss zur Diskussion zugewiesen. Der Generalsekretär des IBP erklärte in diesem Ausschuss, dass er zustimmen könnte, dass es allgemeine Probleme gäbe, die alle Angestellten berühren und dass er billigen würde wenn der IBP diese Probleme mit den zuständigen IBSen in Erwägung ziehen würde. Er sei jedoch nicht der Auffassung, dass ein permanenter Ausschuss notwendig wäre. Es wurde beschlossen, dass der Vorstand des IBP die Frage im Hinblick auf diese Meinung säus serung weiter behandeln würde. Der Kongress beschloss dementsprechend. Zwei andere Resolutionen, die für die IB Se von Interesse sind, wurden auf dem Kongress diskutiert. In einer wurde ein Statutenzusatz beantragt, der sich mit der Frage der Verbindungen zwischen den IBSen und dem IBFG beschäftigt, in der anderen wurde beantragt, die IBSe zu verurteilen, die Gewerkschaften aus Lateinamerika als Mitglieder aufgenommen hatten, welche nicht Mitglieder des dem IBFG angeschlossenen nationalen Gewerkschaftsbundes wären. Der Text dieser Resolution wurde so geändert, dass nur mehr zum Ausdruck gebracht wurde, dass der IBFG diese Frage mit den zuständigen IBSen besprechen werde. Südafrikanischer Boykott Während des 6. Weltkongresses im Dezember 1959 genehmigte der IBFG eine Resolution, in welcher alle Mitgliedorganisationen aufgefordert wurden, wirksame Massnahmen zu ergreifen, um die Arbeitnehmer und Konsumenten in allen Ländern dazu zu bringen, einen gesamten Boykott von südafrikanischen Waren durchzuführen. Dem folgte im April 1960 ein vom IBFG veröffentlichtes Manifest, in welchem die freien Arbeitnehmer der Welt aufgerufen wurden, den weltweiten Boykott südafrikanischer Waren während der Monate Mai und Juni zu unterstützen. Der IBP ersuchte seine Mitgliedorganisationen mittels des Nachrichtenblattes, diese internationale Aktion zu unterstützen, der in Gewerkschaftskreisen weitestgehend Folge geleistet wurde. 0000000000 IBFG- Konferenz über gerechte Arbeitsnormen Diese Konferenz wurde am 4. Juni 1960 als Ergebnis einer Empfehlung der Weltwirtschaftskonferenz des IBFG( März 1959), wonach die GATT Bestimmungen bezüglich der den Grundsätzen der Billigkeit entsprechenden Arbeitsnormen berücksichtigen solle, in Genf abgehalten. Der Sitzung wohnten 43 Delegierte von Mitgliedorganisationen des IBFG in 21 Ländern und Vertreter von 3 IBSen bei. F. Falkeisen repräsentierte den IBP. Man kam überein, dem Vorstand des IBFG zu empfehlen, neuerlich eine Weltwirtschaftskonferenz einzuberufen, auf welcher die Probleme des internationalen Handels und insbesondere die Wege und Mittel zur Erweiterung des Handels zwischen den industrialisierten und weniger entwickelten Ländern behandelt werden sollten. 0000000000 3. afrikanische Regionalkonferenz Die 3. afrikanische Regionalkonferenz des IBFG wurde vom 7. bis 11. November 1960 in Tunis durchgeführt. Des IBP war durch seinen Generalsekretär vertreten. - 69- Unter den Resolutionen, die von der Konferenz genehmigt wurden, befand sich eine über die sozialen und wirtschaftlichen Probleme oa Afrikas, in der sofortige Massnahmen zur Beschleunigung der indus- A triellen Entwicklung vorgeschlagen wurden sowie eine andere, in g der die Fortdauer des Krieges in Algerien bedauert und alle Ar- w beitnehmer aufgerufen wurden, auf ein Ende der Festhaltung algerischer Gewerkschafter und für die Wiederherstellung der gewerkschaftlichen und anderen Rechte einzutreten. Eine andere Resolution beschäftigte sich mit den Sonderproblemen verschiedener afrikanischer Staaten. Die Konferenz ersuchte den IBFG dringlich, seine Campagne zur Ver- b teidigung der Rechte der Afrikaner zu intensivieren und der Apartheitspolitik und dem Kolonialismus ein Ende zu bereiten. SBI sib Auf diesen Sitzungen waren 8 Internationale Berufssekretariate vertreten: in ihrem Namen sprach der IBP- Generalsekretär zu der Konferenz und gab eine Erklärung über die Programme der IBSe in Afrika und deren Wunsch, diese in enger Zusammenarbeit mit dem IBFG durchzuführen. oooooooooo Gemeinsamer IBFG- IBS Beratungsausschuss über Probleme der weiblichen Arbeitnehmer. Dieser Ausschuss hielt am 8. Oktober 1959, am 18. und 19. November 1959 und am 26. und 27. Mai 1960 Sitzungen ab. Auf den ersten beiden Sitzungen war der IBP durch Frl. Van den Born, Holland, vertreten. Die Sitzung des Oktobers 1959 war in der Hauptsache einer kurzen Einführung für Vertreterinnen im IAA- Ausschuss für Frauen- et probleme gewidmet, der am nächsten Tag zusammentrat. Die beiden anderen Sitzungen beschäftigten sich mit Erklärungen des Generalsekretärs des IBFG über die Rolle, die die Frauen in der Gewerkschaftsarbeit spielen können. Weiter wurde ein Bericht über Bildungskurse für weibliche Gewerkschafter in Lateinamerika diskutiert und es wurde beschlossen, eine derartige Tätigkeit auch auf Afrika auszudehnen. Die Sekretärin des Ausschusses, Marcelle Dehareng, hatte eine im Zusammenhang mit ihrer Anwesenheit auf einer Sitzung der UN- Kommission über den Status der Frauen in Buenos Aires im April 1960 eine Reise durch verschiedene lateinamerikanischen Länder durchgeführt. Der Ausschuss brachte seine Meinung zum Ausdruck, dass die gleichen Zulassungsbedingungen den Frauen bei Berufsausbildung und im Lehrlingswesen, sowie auf dem technischen und wissenschaftlichen Gebiet gewährt werden sollten. 0000000000 00000000 000000 J rev - 70- 9. VERBINDUNG MIT ÜBERSTAATLICHEN ORGANISATIONEN 11 Internationale Arbeitsorganisation IAK, 43. Session, Juni 1959 Der IBP war auf der 43. Session der IAK durch seinen Vizepräsidenten, A. Jönsson, dem Generalsekretär, E. Kissel und Koll. G.H. Doughty vertreten. G.H. Doughty war Mitglied des Ausschusses für Angestelltenfragen und nahm an den tripartiten Sitzungen der Angestelltengruppe teil. A. Jönsson fungierte als Vorsitzender dieses Ausschusses. Koll. E. Kissel war dessen Sekretär. Der Angestelltenausschuss stellte den steigenden Anteil der Arbeitnehmer fest, die in Angestelltenarbeit beschäftigt sind, sowie die raschen Veränderungen in der Natur dieser Arbeit. Er nahm auch die steigende Bedeutung des technischen, betriebsführenden und aufsichtführenden Personals in der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung aller Länder zur Kenntnis. Er ersuchte die IAO, ihre Programme auf die Angestelltenprobleme zu erweitern, wobei die bedeutendsten dieser Probleme sich mit den Auswirkungen des wirtschaftlichen und technischen Fortschrittes, der Berufsausbildung, der Schulung und Nachschulung, des Transfers von Pensionsansprüchen und der Beschäftigung und Arbeitslosigkeit unter besonderer Berücksichtigung der gebildeten Arbeitslosen und der älteren Arbeitnehmer befassten. Im Bezug auf die Probleme einzelner Kategorien von Angestellten forderte der Ausschuss stärkere Bemühungen auf dem Gebiete von Spezialstudien und wenn notwendig Sondersitzungen bezüglich der zahlreichen Probleme auf dem Gebiete des Verteilerhandels, des technischen und aufsichtführenden Personals, der Schulung von Büropersonal und der Arbeitnehmererfinder. 133 Der Ausschuss diskutierte auch die Frage der Priorität, beschloss aber, diese Frage in dem tripartiten Ausschuss nicht zur Sprache zu bringen, um eine Opposition zu vermeiden. Es wurde jedoch beschlossen, die Wünsche des Ausschusses Sir Alfred Roberts, dem Vorsitzenden der Arbeitnehmergruppe im Verwaltungsrat des IAA, zur Kenntnis zu bringen. Es wurde folgende Reihenfolge aufgestellt: 1. Hygiene und Gesundheit in Büros und Läden; 2. Arbeitnehmererfinder; 3. Die Durchführung der IAA- Konvention nr. 81, nr. 81, nr. 87, nr. 98% 4. Beschäftigung und Arbeitslosigkeit unter besonderer Berücksichtigung der Probleme der gebildeten Arbeitslosen und der älteren Arbeitnehmer; 5. Berufsberatung, Schulung und Nachschulung; 6. Anrechenbarkeit von Diplomen oder Zeugnissen des technischen Personals; 7. Frage der Pensionssysteme und des Transfers von Pensionsansprüchen. Der Ausschuss brache auch seinen Wunsch zum Ausdruck, dass das erste dieser Themen auf die Tagesordnung der IAK von 1962 gesetzt würde. 0000000000 715. Session des Beratenden Ausschusses für Angestellte und Geistesarbeiter des IAA. Die 5. Session dieses Ausschusses trat vom 23. November bis 4. Dezember 1959 in Köln zusammen, Auf dieser Sitzung waren 21 Länder durch ungefähr 120 Delegierte und 45 Berater vertreten. Ausserdem wohnten Vertreter von 3 zwischenstaatlichen Organisationen und 32 Beobachter von 20 internationalen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen den Sitzungen bei. Unter diesen befanden sich der IBFG, der IBP, die Internationale des Öffentlichen Dienstes, die IPTT und die Freie Lehrerinternationale. K.H. Coughlin, Präsident der angeschlossenen amerikanischen Büroangestelltengewerkschaft fungierte als Vizevorsitzender der Konferenz im Rahmen der Arbeitnehmergruppe. Koll. A. Jönsson, Vizepräsident des IBP und Präsident des Handelsanställdas Förbund, Schweden, war der Vorsitzende. Generalsekretär Kissel war Sekretär der Arbeitnehmergruppe. In Übereinstimmung mit der üblichen Vorgangsweise richtete der Ausschuss 2 technische Unterausschüsse ein, wobei sich der eine mit den Problemen der Automation und der andere mit den der weiblichen Angestellten beschäftigte. Weiter wurde eine Arbeitsgruppe errichtet, um die Auswirkungen der Arbeit und der Schlussfolgerungen früherer Sessionen des Ausschusses zu prüfen. Diese Arbeitsgruppe lenkte die Aufmerksamkeit der Regierungen und des IAA auf eine Reihe von in d der Vergangenheit genehmigten Resolutionen, die weiterer Zusätze bedürfen. Die Sitzung, nahm den Berichte und die Empfehlungen der Ar- a beitsgruppe wie auch die Berichte der Unterausschüsse einstimmig zur Kenntnis. In Bezug auf die allgemeinen Resolutionen ist zu sagen, dass 5 davon eingereicht und genehmigt wurden. Diese Resolutionen wurden insgesamt von der Arbeitnehmergruppe ausgearbeitet. Sie beschäftigten sich mit Berufsausbildung, Hygiene und Gesundheit in Büros und Läden; zukünftiger Arbeit des IAA auf dem Gebiete der Angestellten; Problemen der Journalisten, usw. Die folgenden beiden Punkte wurden für die Tagesordnung der nächsten Session vorgeschlagen: 1. Berufsberatung, Schulung und Nachschulung aller Angestellten, einschliesslich des technischen und aufsichtführenden Personals und ausschliesslich der Betriebsführung. 2. Probleme und Möglichkeiten für Beschäftigung und Wiederbeschäftigung der älteren Angestellten. Zwei weitere Themen wurden von der Arbeitnehmergruppe zur Diskussion auf der IAK vorgeschlagen und dem IAA- Verwaltungsrat zugestellt. Diese waren: 1. Fragen der Pensionssysteme und des Transfers von Pensionsansprüchen 2. Beschäftigungsbedingungen im öffentlichen Dienst einschliesslich der Vertragsbediensteten. Nachstehend finden Sie die Schlussfolgerungen, die von den beiden Unterausschüssen ausgearbeitet wurden. Auswirkungen der Mechanisierung und Automation in den Büros 1. Die Einführung der Mechanisierung und Automation in den Büros ist als unvermeidbare Entwicklung auf der Suche nach verbesserten Methoden und steigender Affektivität anzuerkennen. Aus den neuen techni 72schen Massnahmen ergeben sich bereits Vorteile, die der ganzen Gesellschaft zugute kommen. 2. Die Entwicklung einer Technologie des Büros findet unter Bedingungen und in einem Ausmass statt, die zwischen den Ländern, Industrien und Betrieben beträchtlich variieren. In einigen Ländern steht die Mechanisierung gerade im Anfang, in anderen ist sie bereits voll entwickelt. 3. Die Büroautomatisierung steckt noch in ihren Kinderschuhen auch in den Ländern und Konzernen, die am meisten fortgeschritten sind. Der derzeitige Entwicklungsstand ist dergestalt, dass es schwierig ist, mit Sicherheit und Genauigkeit festzustellen, welche Folgeerscheinungen die Automation auf sozialer Ebene haben wird. 4. Daher konnte die IAO eine sehr nützliche Rolle spielen, indem Sie die Resultate der in gewissen Ländern gesammelten Erfahrungen zusammenführt und Informationen über diese Resultate allen Mitgliedländern zukommen lässt. 5. Aus verschiedenen Gründen hat die Einführung der Automation in den Büros bis jetzt noch nicht zu bemerkenswerten Personalentlassungen oder zu einem Absinken des allgemeinen Beschäftigungsniveaus für die Büroangestellten geführt. 6. Die Einführung der Büroautomation ist im allgemeinen in Zeiten einer hohen wirtschaftlichen Tätigkeit vor sich gegangen. Ihre Einführung in den Betrieben ist über eine längere Zeitperiode erstreckt, manchmals dauert sie bis zu drei Jahren, bevor sie angewendet werden kann, wobei es möglich gewesen ist, die potentiellen Auswirkungen auf das Personal sorgfältig in Erwägung zu ziehen. In einigen Fällen hat die Automation neue Informationen verfügbar gemacht und diese hat zu gesteigerten Arbeitsmöglichkeiten geführt. 7. Trotzdem ist es nicht möglich, über die zukünftigen Auswirkungen von Mechanisierung und Automation ein kategorisches Urteil abzugeben und es ist wünschenwert, die Probleme, die entstehen könnten, auch in Erwägung zu ziehen. 8. Das Beschäftigungsniveau könnte, zumindest für eine gewisse Zeit, in besonderen Betriebseinheiten, in denen die Automation eingeführt wird, absinken. Die Kündigung von Angestellten in diesen Betriebseinheiten kann auf ein Minimum reduziert, wenn nicht überhaupt ganz vermieden werden, wenn die folgenden Massnahmen ergriffen werden, von denen einige bereits in Betrieben, die die Büroautomation eingeführt haben, durchgeführt wurden: a) Eine Planung der Umstellung des Betriebes frühzeitig genug, um die Veränderungen, die in der Organisation notwendig sind, mit einem Minimum an Verwirrung, örtlicher Verlegung oder Kündigung der Arbeitskräfte durchführen zu können; b) Einführung automatischer Arbeitsgänge in genügend langsamem Takt, um der Organisation und dem Arbeitnehmer die Möglichkeit zu geben, sich an die neue Routine zu gewöhnen; c) Beschäftigung in anderen Betriebszweigen unter Beibehaltung der erworbenen Rechte; d) Transfer in eine andere Örtlichkeit innerhalb desselben Betriebes mit Bezahlung der Kosten, der Übersiedlung und der neuen Einrichtung eines Haushaltes, wo solche auftreten; wähf e) Aufschub oder Begrenzung der Einstellung von neuem Personal wäh rend der Übergangsperiode; - 73- f) Förderung der Pensionierung älterer Arbeitnehmer, wenn entsprechende Pensionssysteme bestehen; g) Rechtzeitige Bekanntgabe an die Angestellten bezüglich der durchzuführenden Veränderungen und wenn sich die Gelegenheit ergibt Unterstützung bei der Suche einer neuen Beschäftigung in anderen Betrieben, sowie diesbezügliche Mitteilung an die staatlichen Arbeitsämter. 2. Da das Problem eines möglichen Überflusses an Arbeitskräften in.. einem Betrieb besteht und da die Automation sich noch in einem Pionierstadium befindet, muss der Frage der Schulung besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Es mag notwendig sein, Möglichkeiten für eine Berufsausbildung für das Personal zur Verfügung zu stellen, damit dieses die notwendigen Kenntnisse und Qualifikationen für die neue Arbeitsfunktion erwerben kann. Für ältere Angestellte, insbesondere Ingenieure und Techniker, mag es wünschenwert erscheinen, Kurse zu organisieren, damit sie sich mit den letzten technischen Fortschritten auf dem laufenden halten können. Schulung könnte auch notwendig sein für technische Arbeiter, die auf andere Plätze überführt werden, die in dem Betrieb bereits bestanden haben. Möglichkeiten dieser Art der Ausbildung sollten auch- wo es angebracht ist entsprechende Freizeiten und finanzielle Unterstützung umfassen. 10. Mechanisierung und Automation in den Büros verursachen Veränderungen in der Berufsstruktur und in der Art der Fähigkeiten, die für die Büroarbeit notwendig sind. Da jedoch die Automation noch in ihren Anfängen steckt, können die bereits aufgetretenen Veränderungen noch weiteren Modifikationen unterworfen werden. Im Hinblick auf diese wahrscheinliche Entwicklung ist es wünschenwert, dass Studien über die zukünftige Entwicklung sowohl durch Initiative der Regierungen wie auch durch private Bemühungen eingeleitet werden, um die Reichweite und den Takt dieser Veränderungen sowohl auf kurze Frist wie auf lange Frist möglichst genau bestimmen zu können. Die Berufsberatung für junge Männer und Frauen in Richtung auf die verschiedenen Kategorien der Bürobeschäftigung sollten unter Berücksichtigung von deren persönlichen Fähigkeiten und dem Ergebnis der voraussagenden Studien durchgeführt werden, um eine technologische Arbeitslosigkeit zu vermeiden und die Notwendigkeit des Rückgriffes auf eine berufliche Neuanpassung im Laufe des Berufslebens möglichst gering zu gestalten. Lehr- und Berufsschulprogramme sollten revidiert und ständig angepasst werden, um auch die neuen Kenntnisse und Qualifikationen zu berücksichtigen, die die Automation und Mechanisierung der Büroarbeit von einer ständig steigenden Anzahl von Angestellten fordern wird. Ausserdem mag es ratsam sein, die Anzahl der technischen Schulen zu erhöhen und die Lehrpläne auf die veränderten Bedingungen der Technologie der Büros anzupassen. Es ist auch wünschenwert, dass die einzelnen Arbeitnehmer sich selbst mit diesen sich verändernden Erfordernissen auf dem Laufenden halten. 11. Es wurde festgestellt, dass es in den Büros, in denen die Mechanisierung und Automation eingeführt wurde, ratsam ist, den Arbeitsbedingungen als solche besondere Aufmerksamkeit zu widmen: -74- a) Geeignete ärtzliche Untersuchung; b) Entsprechende Hygiene, Beheizung, Beleuchtung, Belüftung und Reinigung; c) Einrichtung der Arbeitsplätze, insbesondere mit Rücksicht auf die Ausschaltung oder Verminderung des Lärms; d) Entsprechende Verlegung der Arbeitszeit und der Ruhepausen, wobei es klar ist, dass wenn es notwendig ist, Schicht zu die Nachtarbeit so weit wie möglich vermieden werden arbeiten sollte. 12. In Fällen, in denen die Überführung von Personal mit sich bringt, dass die Arbeitnehmer vorübergehend in niedrigere Angestelltenarbeiten eingereiht werden, sollen sie gleichzeitig keinen finanziellen Nachteil erleiden. 13. Im allgemeinen machen die derzeit und vorauszusagenden Bedingungen eine Beratung zwischen den interessierten Parteien ratsam: dies sind Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisationen; diese Beratung sollte in Übereinstimmung mit der.. üblichen Vorgangsweise in jedem Land durchgeführt werden. Themen, die auf diese Weise beraten werden könnten, sollten unter anderem folgende umfassen: a) Information über die Pläne bezüglich der Einführung der Automation in einem Betrieb; b) Änderungen in der Arbeitsplatzklassifizierung, der Entlohnung und den Aufstieg chancen; c) Auswirkungen der Anwendung neuer technischer Massnahmen auf die Arbeitsbedingungen. 14. Vom allgemeineren Standpunkt aus gesehen, kann die Ausbreitung der Mechanisierung und der Automation in den Büros gewisse allgemeine soziale Folgeerscheinungen nach sich ziehen, die Aktionen auf nationaler Ebene, z.B. im Hinblick auf Reformen der Ausbildung und der Berufsausbildung entsprechend Par. 9 und 10, allgemeine Massnahmen für die Aufrechterhaltung eines hohen Beschäftigungsniveaus und mögliche Anpassung der Bestimmungen der sozialen Sicherheit, notwendig machen können. Obwohl derartige Massnahmen in den Kompetenzbereich der Regierungsbehörden fallen, sollten sie doch in Übereinstimmung mit der nationalen Praxis zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern beraten werden. Die volle Zusammenarbeit von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und öffentlichen Behörden ist wesentlich, um zu garantieren, dass der Übergang zur Automation auf breiter Ebene ordnungsgemäss durchgeführt und dass die daraus resultierenden Gewinne der Gesellschaft als Ganzes zugute kommen. 15. Während die oben angeführten Schlussfolgerungen auf alle Länder Anwendung finden, ist es notwendig, der Lage in den Entwicklungsländern besonders Rechnung zu tragen, damit die Mechanisierung und Automation so eingeführt werden, dass die Sonderprobleme dieser Länder berücksichtigt werden. Probleme der weiblichen Angestellten Auf der Session des Beratenden Ausschusses für Angestellte und Geistesarbeiter wurde eine Resolution, die vom Unterausschuss für die Probleme der weiblichen Angestellten ausgearbeitet worden war, genehmigt. Nachstehend finden Sie die wesentlichsten Punkte dieser Resolution. - 75- Beschäftigung Was die Untersuchung des kommenden Arbeitskräftebedarfs betrifft, so sollte hier mehr getan werden. Die Angestelltenuntersuchungen sollen insbesondere die Berufe und Funktionen, die den weiblichen Angestellten bereits verfügbar sind, aber auch die sich ihnen neu eröffnenden Berufe und die dafür notwendigen Fähigkeiten und Kenntnisse berücksichtigen. Berufsberatung Diejenigen, die sich mit der Berufsberatung beschäftigen, sollten insbesondere bemüht sein, den beschäftigung suchenden Frauen zu helfen, damit sie die Probleme im Zusammenhang mit der Wahl eines Berufes verstehen, ihre Fähigkeiten und die in den verschiedenen Berufen vorhandenen Beschäftigungsmöglichkeiten, insbesondere auf den Gebieten, wo sich den weiblichen Angestellten neue Möglichkeiten bieten, in Rechnung stellen. Berufsschulung Für Mädchen und Jungen sollen die gleichen Möglichkeiten geschaffen werden. Nach- und Umschulung Die Behörden sollen gemeinsam mit den Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen Möglichkeiten für die Nach- und Umschulung von weiblichen Angestellten schaffen, die infolge der Einführung neuer Methoden ihren Arbeitsplatz verloren haben oder während einer Reihe von Jahren nicht unselbständig beschäftigt waren. Technische Hilfeleistung die hochindustrialisierDie IAO und im Rahmen der Möglichkeiten ten Länder sollen versuchen, den Entwicklungsländern in steigendem Masse technische Hilfeleistung auf solchen Gebieten wie Arbeitsmarktübersichten, Planung des Arbeitskräftebedarfs, Berufsberatung und Berufsschulung angedeihen lassen, wobei als Grundlage die Erfahrungen, die diese selbst gesammelt haben, genommen werden sollen. Entlohnung Es wurde abermals die Aufmerksamkeit auf die IAO- Konvention Nr. 100 des Jahres 1951 bezüglich des gleichen Lohnes gelenkt. Man hielt es für wünschenwert, dass das IAA, wenn es statistisches Material über die Lohne und Gehälter zusammenstellt, der Sammlung von Informationen über die Entlohnung der weiblichen Angestellten besondere Aufmerksamkeit widmet. Arbeitszeit Eine Verkürzung der Arbeitszeit ist durch die grösseren Anforderungen, die an die Angestellten gestellt werden, unbedingt notwendig geworden. Es sollte die Frage geprüft werden, ob es nicht wünschenswert wäre ein internationales Instrument bezüglich der Nachtarbeit von weiblichen Angestellten zu haben. - 76- Die Arbeitsbedingungen für weibliche Teilzeitangestellte sollen nicht geringer sein als die für männliche Teilzeitangestellte. Weibliche Teilzeitangestellte sollen auf keinen Fall zu einer Gefährdung der Beschäftigungsmöglichkeiten der ganztägig Angestellten führen. Beförderungsmöglichkeiten Die Beförderung von weiblichen Angestellten auf höhere Posten und in besser bezahlte Berufe sollten wegen ihres Geschlechtes keine Hindernisse entgegenstellt werden. Sicherung des Arbeitsplatzes Verehelichung darf kein Kündigungsgrund für weibliche Angestellte sein. Es wurden Massnahmen gefordert, um die Gesundheit der weiblichen Angestellten zu schützen sowie Schutzmassnahmen bezüglich der Mutterschaft und bezüglich der sozialen Sicherheit. 0000000000 Wirtschafts- und Sozialrat der UNO Während seiner Reise nach Nordamerika im Februar 1961 besuchte der Generalsekretär die UNO in New York und traf mit Koll. M. Schlaff, dem IBFG- Vertreter bei der UNO, zusammen.. Bezüglich der Tätigkeit und der Probleme des Wirtschafts- und Sozialrates der UNO wurden Diskussionen geführt mit dem Ergebnis, dass wir in der Zukunft erwarten dürfen, mehr Informationen über die Tätigkeit dieses wichtigen Ausschusses zu erhalten. Es kann in der Zukunft auch möglich werden, dass der IBP zu den Sitzungen des Rates, die für den IBP von Interesse sind, Beobachter entsenden kann. 0000000000 Europäisches Produktivitätsamt Allgemeines Das Europäische Produktivitätsamt( EPA) wurde innerhalb der Organisation für Europäische Wirtschaftliche Zusammenarbeit( OEEC) im März 1953 gebildet, um die Regierungen, Universitäten, Forschungsinstitute, Arbeitgeberorganisationen und Gewerkschaftsorganisationen in den Mitgliedstaaten zu unterstützen und praktische Massnahmen zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung und Erhöhung des Lebensstandards zu ergreifen. Unsere Internationale hatte häufig Verbindung mit der Gewerkschaftsabteilung im EPA, die sich immer als sehr hilfreich erwiesen hat. Ausser der Mitarbeit dieser Organisation bei den Fachgruppenkonferenzen von 1960 in Paris und dem Gewerkschaftsseminar in Griechenland, die an anderer Stelle in diesem Bericht behandelt wurden, möchten wir einige der Arbeiten der EPA erwähnen, an denen unsere Internationale teilhatte. 0000000000 78- Europäische Wirtschaftsgemeinschaften Dank der aktiven Mitarbeit von Charles Ford, Sekretär des Gemeinsamen Wirtschaftlichen Beratungsausschusses der Europäischen Regionalorganisation des IBFG, wurden wir über die Seminare und Studiengruppen an denen unsere Internationale interessiert sein könnte, regelmässig informiert. Dadurch war es uns auch möglich, an den Seminaren über Berufsausbildung, Mechanisierung der Büroarbeit, Selbstbedienung und Produktivität im Einzelhandel, teilzunehmen. Europäische Konferenz über" Technischer Fortschritt und gemeinSamer Markt". Eine gemeinsame Konferenz über" Technischer Fortschritt und gemeinSamer Markt' wurde im Rahmen der 3 europäischen Gemeinschaften vom 5. bis 10. Dezember 1960 in Brüssel veranstaltet. Dieser Konferenz wohnte der Generalsekretär als Beobachter bei. Die Konferenz beschäftigte sich mit einer Eihe von interessanten Berichten, die von Arbeitsgruppen über Beschäftigung, Wettbewerb, Industriebeziehungen, Berufsausbildung und Löhne ausgearbeitet worden waren. 0000000000 Zwischenstaatliche Organisationen Anfang Februar 1960 nahm der IBP Verhandlungen mit der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, der Montanunion und dem Euratom auf und ersuchte sie, entweder über permanente Ausschüsse oder über Sondereinrichtungen, wie im Falle des IAA, den Problemen der Angestellten besondere Aufmerksamkeit zu wiḍmen, nachdem diese Probleme mit steigender Dringlichtkeit nach einer Lösung rufen. Die Europäische Kohle- und Stahlgemeinschaft beschäftigte sich derzeit mit der Zusammensetzung eines Ausschusses für Angestellte. Herr Direktor Dörr von der EWG besuchte uns in Amsterdam, um Angestelltenprobleme zu diskutieren. 0000000000. 00000000 000000 - - 79 - 10. DAS SEKRETARIAT Allgemeines Wer um die umfassende Tätigkeit des Sekretariats weiss, ist erstaunt, mit welch verhältnismässig geringen Mitteln und mit wie wenig Mitarbeitern die Arbeiten geleistet wurden. In der Berichts zeit wurde die Korrespondenz, bedingt durch die erweiterten Ausschussarbeiten und die Regionaltätigkeit, verdreifacht, eine Bibliothek aufgebaut und die vielen zusätzlichen Aufgaben bewältigt, die dieser Bericht aufzeigt. Eine Reihe von Untersuchungen wurden über die Fragebogenaktionen des Tarif- und sozialpolitischen Ausschusses hinaus durchgeführt, z.B. über: Arbeitsbedingungen von Lochkartenpersonal; Arbeitsplatzbewertung für Werkmeister; Ladenschlusszeiten; Sonntagsruhe in Milchläden; Die 40- Stundenwoche; Vorschläge für betriebliche Verbesserungen( Seggestion- boxes); Ausserdem wurden die Publikationen verbessert und eine interamerikanische Zeitung herausgegeben. Hauptbüro Amsterdam 0000000000 Im Hauptbüro des IBP in Amsterdam werden zur Zeit den Generalsekretär nicht mitgerechnet nur 4 Mitarbeiter beschäftigt; dazu kommt der Koll. Ch. Gray, der uns von den Retail Clerks I.A., Washington seit September 1959 zur Verfügung gestellt wurde und der bei der Durchführung organisatorischer Aufgaben von grossem Nutzen gewesen ist. Nach längeren Bemühungen des Generalsekretärs, einen geeigneten Assistenten zu finden, gelang es, den Kollegen Fr. Falkeisen, Sekretär des holländischen Kontaktorgans für Angestellte im NVV,( CBN), für den IBP zu gewinnen, dessen Hauptaufgabe es ist unter der Verantwortung des Generalsekretärs die Fachgruppenarbeiten durchzuführen, die hierfür und darüber hinaus erforderlichen Untersuchungen zusammenzustellen und eine Bibliothek auf- und auszubauen. Kollege Falkeisen begann seine Tätigkeit am 1. Oktober 1959 und hat sich bereits bei der Durchführung der Fachgruppenkonferenzen im September 1960 in Paris bewährt. Er wurde per 1. Oktober 1960 vom IBP- Vorstand als Untergeneralsekretär bestätigt. Die Kollegin Vr. Bonettemaker ist die älteste Mitarbeiterin im IBP, die im September d.J. bereits auf eine 30- jährige gewerkschaftliche Tätigkeit zurückblicken kann. In der Berichtszeit war sie fast ausschliesslich mit der Zusammenstellung der monatlich erscheinenden " Mitteilungen" beschäftigt. Für Übersetzungsarbeiten und sonstige Arbeiten konnten wir die sehr erfahrene Kollegin Th. Asser gewinnen, die 2 bis 3 mal in der Woche mitarbeitet und ihre 35- jährige Erfahrung als Chefsekretärin bei der ITF in London in den Dienst des IBP stellt. Die Kollegin Asser - 80- ist jedoch nicht Angestellte des IBP. Die Kollegin R. van der Knoop hat sich als Aushilfe derart bewährt. dass wir sie für Stenotypisten- und sonstige Verwaltungsarbeiten seit April d. J. endgültig anstellen konnten. Für Vervielfältigungs- und einfache Verwaltungsarbeiten haben wir die 17- jährige T. Staleman seit dem 1. März d. J. verpflichtet. Bei Vorliegen von besonders viel Schreibarbeiten lassen wir diese durch Aushilfen oder ausserhalb des Hauses erledigen; Übersetzungen für Fragebogen oder grössere Berichte werden durch unsere bewährten Konferenzdolmetscher erledigt. 0000000000 Interamerikanisches Büro in Lima, Peru. In Lima, Peru, besteht seit dem 11. Januar 1960 ein interamerikanisches Büro mit 5 Mitarbeitern, das unter der Leitung unseres interamerikanischen Vertreters E. Lee steht. Ausserdem steht ein Rechtsanwalt als Berater zur Verfügung. 0000000000 Publikationen Die" Mitteilungen" sind in der Berichtszeit ausgebaut worden. Die Berichte über die Fachgruppenarbeit und unsere eigenen Untersuchungen wurden verbessert. Die Herausgabe des" Mitteilungen" erfolgt in 4 Sprachen, nämlich in englisch, französisch, deutsch und dänisch. Über Erhebungen haben wir an anderer Stelle berichtet. die sich mit Zurzeit sind besondere IBP- Broschüren in Vorbereitung der Geschichte des IBP befassen, mit IBP- Vorträgen bei Kongressen und Konferenzen, mit Erhebungen des IBP über Ladenschlusszeiten, usw. Für die westliche Hemisphäre gibt unsere Lima- Vertretung monatlich eine sehr wirkungsvolle Zeitung, das" Interamerikanische Bulletin" in englisch, spanisch und portugiesisch heraus. Diese Zeitung wurde in verschiedenen Gewerkschaftszeitungen Nord- und Südamerikas zitiert. Es werden in ihr Artikel veröffentlicht, die sich, neben Veröffentlichungen über den IBP, vor allem mit Problemen der dortigen Gebiete und der Freiheit der Gewerkschaften sowie deren Unterstützung beschäftigen. Es besteht kein Zweifel darüber, dass wir weitere Veröffentlichungen herausgeben müssen, die vor allem Wirkung auf die Entwicklungsgebiete haben, darüber hinaus aber auch für die Mitglieder der uns angeschlossenen Verbände von Interesse sind. Wir denken hierbei vor allem an die Herausgabe einer bebilderten Zeitung mit Originalartikeln in 4 Sprachen mit beigefügten Übersetzungen, die auch für Sprachbeflissene zur Weiterbildung verwandt werden können. Sobald die notwendigen Mittel vorhanden sind, wird sich unser Vorstand erneut mit dieser Frage beschäftigen. Vorbereitungen für die Inangriffnahme dieser Arbeiten sind bereits getroffen. 0000000000 00000000 000000 81- 11. VERSCHIEDENES 3. Internationale Konferenz der Sozialakademie in Dortmund Die 3. Internationale Konferenz der Sozialakademie in Dortmund fand daselbst vom 20.- 28. Juni 1960 statt. Es waren Vertreter von Gewerkschafts organisationen, wissenschaftlichen Körperschaften und Arbeitgeberorganisationen anwesend. Koll. Kissel vertrat unsere Internationale auf dieser Sitzung; es nahm auch eine Reihe von Mitgliedern der angeschlossenen Organisationen daran teil. W. Hansen, Vorstandsmitglied des IBP und des DGB, und Professor R. Croner vom Handelstjänstemanna Förbundet hielten auf dieser Konferenz Vorträge. Das Grundthema der 8- tägigen Sitzung war: " Angestellte zwischen Arbeitern und Betriebsleitung" 0 Herr Professor P. Kuin von Amsterdam und Herr Professor Lockwood behandelten die Frage der" Sozialen Schichtung in der modernen Gesellschaft". Professor Dr. Fritz Croner berichtete über" Der Angestellte von heute", Werner Hansen über die" Soziale und wirtschaftliche Lage der Angestellten". Weitere Vorträge wurden über folgende Themen gehalten: " Die Zukunft des Angestellten";" Die Probleme des Angestellten und die Gesetzgebung";" Wer is Manager";" Die Theorie der Betriebsleitung";" Betriebsleitung und Angestellter";" Betriebsleitung in der derzeitigen Gesellschaft". Nach der Konferenz wurde der Generalsekretär unserer Internationale eingeladen, einen Vortrag auf der Akademie über die Frage der sozialen und wirtschaftlichen Stellung des Angestellten in der freien Welt zu halten. Dieser Vortrag fand am 26. November 1960 vor deutschen Gewerkschaftsfunktionären und Studenten der Akademie in Dortmund statt. 0000000000 Internationale Arbeitsgemeinschaft der Angestellten jugend Unsere Internationale ist an den jungen Angestelltengewerkschaftern sehr interessiert. Die Initiative für eine Tätigkeit und die Programme in dieser Richtung wurden jedoch den einzelnen Mitgliedorganisationen überlassen, wobei die Internationale allerdings die bestehenden Bemühungen zur Förderung der Tätigkeit der Jugendlichen und zum Austausch von Ideen unter den jugendlichen Mitarbeitern unterstützte. Die internationale Arbeitsgruppe für junge Angestellte besteht aus Teilnehmern der an den IBP angeschlossenen Gewerkschaften in Holland, Schweden, Dänemark, Norwegen, Österreich und Deutschland. Während der Berichtsperiode hat diese Gruppe eine Reihe von interessanten und bedeutenden Sitzungen abgehalten. - Die Gruppe hielt vom 12. 18. April 1959 eine Jugendkonferenz in e Oberursel, Deutschland, ab Koll. Jönsson sprach zu der Sitzung und wies vor allem auf die aktuellen Probleme der schwedischen Gewerkschaftsbewegung hin. Der Generalsekretär wohnte einen Tag der Konferenz bei. 82- Vom 22.- 26. September versammelte sich die Studiengruppe in Kopenhagen und diskutierte die soziale Lage der jungen Menschen in den angeschlossenen Ländern und ein Tätigkeitsprogramm für die Zukunft. Die norwegische Angestellten- Jugendgruppe schloss sich dieser Sitzung an und zum ersten Male waren auch Vertreter von den Vereinigten Staaten anwesend. Vom 22.- 28. Mai 1960 wurde für Mitglieder der Studiengruppe eine Studienwoche in Wien abgehalten. Vom 24. 27. Oktober traf die Gruppe in Berlin zusammen. Fragen von allgemeinem Interesse für die Jugend wurden auf beiden Sitzungen diskutiert. Der Generalsekretär der Internationale wohnte der letzteren Sitzung bei. Die Gruppe sprach sich für eine Studienkonferenz vom 10.- 15. April in Egmond aan Zee, Holland, aus. Auf dieser Konferenz diskutierte man ein neues deutsches Gesetz bezüglich des Schutzes der jugendlichen Arbeiter, Berufsausbildung für junge Angestellte in Holland, Verkürzung der Arbeitszeit und die organisatorische Struktur der holländischen Jugendgruppe. Die Konferenz wurde in Amsterdam abgeschlossen, wobei auf dieser letzteren Sitzung der Generalsekretär der Internationale eine Rede hielt. Ausser den ständig teilnehmenden Organisationen waren auch Vertreter von Grossbritannien und Nigeria anwesen. Besucher in Amsterdam 0000000000 5. August 1958 22. September 1958 Herr Kalyati, Generalsekretär der Commercial and General African Workers' Union, Nord Rhodesien. Herr Agostenoni, EPA, Paris 24. September 1958 21. Oktober 1958 18. November 1958 Koll. K. Günther und Brandt, DAG, Hamburg Herr Hugh Reichard, US Sozialattache, Den Haag Frau Petel, EPA, Paris 19. November 1958 Herr Daniel Lazorchich, US Arbeitsministerium, Washington D.C., USA 14.- 18. Nov. 1958 3. März 1959 4. März 1959 Herr Koji Kameda, Vizepräsident der National Life Insurance Féderation Trade Union, Tokio. Herr H. Schick, I.G. Metall, Frankfurt Herr Harry Marsh, britischer Sozialattache, Brüssel 11. März 1959 Koll. Schreurs, Direktor der Sektion freie Berufe, DAG, Hamburg 30. April 1959 Koll. Joseph Mckenzie, Direktor der Organisation Canadian Labour Congress, Kanada 30. April 1959 19. Mai 1959 28. Mai 1959 21. Juli 2 1959 5. Oktober 1959 Frl. Margareth Knight, OEEC, Paris Herr Hugh Reichard, US Sozialattache, Den Haag Redakteur Lars Jonson, Malmö Professor Dr. Segal, Michigan State University, Michigan, USA Koll. A. Sidro, Generalsekretär der Fédération des Employés et Cadres, Paris 17. Dezember 1959 - 83- Koll. W. Ziemann, Düsseldorf,( HBV) 19. Januar 20. Januar 21. Januar 1960 1960 1960 Koll. J. Nash und P. de Jonge, IBFG, Brüssel Koll. H. Braun und H. Ortmann, GAP, Wien Koll. Büning und Ter Borch, Internationale Fabrikarbeitergewerkschaft 22. Januar 1960 17. Februar 1960 Koll. Volkmar( HBV), Kometer( DAG) und Spiller( GAP). Herr Harry Marsh, britischer Sozialattache Brüssel 18. Februar 1960 Dr. Dörr, EWG 24.- 25. März 1960 Herr Everett Kassalow, Direktor der Forschungsabteilung für Industriegewerkschaften. AFL- CIO, Washington, D.C., USA Koll. A. Anslev, Kopenhagen Koll. und Frau J. Nash, IBS Verbindungsfunktionär IBFG, Brüssel 9. Koll. W. Ziemann, HBV, Düsseldorf Herr Hugh Reichard, US Sozialattache, Den Haag Koll. Fr. Rettig, DAG, Hamburg 1. April 9. Mai 1960 1960 11. Mai 1960 16. Mai 1960 18. Juni 1960 21. Juni 1960 Herr Hays Hill, Israel 8. Juli 1960 3. August 1960 13. September 1960 16.und 19.Sept.1960 5. Oktober 1960 5. Oktober 1960 5.- 8. Oktober 1960 5.- 11. Oktober 1960 15.- 16. Oktober 1960 22. November 1960 17. Dezember 1960 27. Februar 1961 Herr Hugh Reichard, US Sozialattache, Den Haag Herr Hugh Reichard, US Sozialattache, Den Haag Koll. K. Kameda, Präsident der Mitsui Life Insurance Employees Trade Union, Tokio, Japan Koll. und Frau J. Levy, Kassierer der Histadrut, Tel Aviv, Israel. Professor Dr. F. Croner, Leiter der Forschungsabteilung der TCO, Stockholm, Schweden. Koll. Börje Häggestad, Handeltjänstemanna Förbund, Stockholm, Schweden Koll. M. Amir, Bundessekretär der Techniker Gewerkschaft, Histadrut, Tel Aviv, Israel Koll. A. Kyriallis, Cyprus Union of Bank Employees, Nicosia, Zypern Koll. G. O'Keefe, RCIA, Washington, D.C. Herr Everett Kassalow, Direktor der Forschungsabteilung der Industriegewerkschaften AFL- CIO, Washington D.C. Herr. R. Deverall, Personalmitglied, IBFG, Brüssel Professor K.H. Mccartney, Koprofessor für Wirtschaftswissenschaften, Smith College, Northampton, Massachusets 14.- 16. März 25. Mai 1961 1961 - 84- Herr Chiza Mkandawire, Generalsekretär der Commercial and General Workers' Union, Nyassaland Herren Max Greenberg und Alvin Heaps, Präsident und Kassierer der Retail, Wholesale and Department Store Union, New York. 0000000000 OOOOOOOO OOOOOO DILS. - 85- Anhang zum Punkt 12 der Tagesordnung BERICHT über die Tätigkeit des lohnpolitischen Ausschusses in der Periode 1959- 1961 ( an den Kongress des IBP in West- Berlin vom 25.- 31. Juli 1961) Der Hintergrund Im Zusammenhang mit den beginnenden Integrationsplänen in Europa beschloss der Vorstand des IBP vor dem Kongress in London im Sommer 1958, auf die Tagesordnung dieses Kongresses einen Bericht über die Prinzipien und die Koordinierung der internationalen Lohnpolitik zu setzen. Der Unterzeichnete wurde damit betraut, diesen Bericht zu erstatten. Wie bekannt, rechnete man in den ersten Plänen damit, dass es nicht nur wünschenswert sondern auch möglich sei, sämtliche europäischen Länder in einen gemeinsanen Handelsblock einzuordnen. Die Entwicklung in den fünfziger Jahren zeigte jedoch, dass diese Pläne sich nicht realisieren liessen, und statt dessen bekamen wir eine Aufteilung in verschiedene Gruppen, die zuerst ihren Ausdruck fand in der Entstehung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft( EWG), zu der sich später die sogenannte Freihandelszone( EFTA) gesellte. Diese Aufteilung in zwei Blöcke muss von gewerkschaftlichen Gesichtspunkten als unglücklich bezeichnet werden, aber hier ist nicht der Platz, die Gründe zu diskutieren, die zur Bildung von zwei Handelsblöcken geführt haben, sondern wir können nur die Tatsache konstatieren, dass dem so ist. Die Pläne und Beschlüsse betreffend eine europäische Integrierung liessen es als mehr angelegen erscheinen, dass sich auch der IBP für diese Entwicklung interessierte. Gegen diesen Hintergrund muss also der Bericht gesehen werden, den ich auf dem Kongress in London erstattete. Ich habe darin die verschiedenen Tendenzen in Europa aufgezeigt und versucht, die Folgen zu skizzieren, die sich aus der neuen Lage ergeben können. Zusammenfassung des London- Berichtes Dem Bericht folgte eine eingehende Diskussion und in meinem Schlusswort fasste ich das Ergebnis in folgenden sechs Punkten zusammen: 1. Die Gewerkschaftsbewegung begrüsst mit Genugtuung die Entwicklung in Richtung auf eine erweiterte und vertiefte wirtschaftliche Zusammenarbeit in Europa, die nun ihren Anfang nimmt in Form der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und- wie wir hoffen- auch in Form eines grösseren Freihandelsgebietes. 2. Diese Entwicklung kann ohne die positive Mitwirkung der Gewerkschaftsbewegung nicht in einer aus allen Gesichtspunkten zufriedenstellenden Weise vor sich gehen. Deshalb muss den Gewerkschaften Gelegenheit gegeben werden, in allen Organen vertreten zu sein, wo das möglich ist. - 86- 3. 4. 5. Wenn die Diskussion über eine Harmonisierung der Löhne und sozialen Bedingungen nicht wirklichkeitsfremde Wege und wenig konstruktive Gedankengänge einschlagen, sondern zu praktischen Resultaten führen soll, muss sie auf der Basis von Tatsachenunterlagen und einer genauen Kenntnis der Verhältnisse in den verschiedenen Ländern vor sich gehen. Ein solches Material zu Vergleichszwecken und von wirklicher Bedeutung kann nur durch intime Zusammenarbeit der nationalen und internationalen Gewerkschaftsorganisationen beschafft werden. Der Kongress sollte deshalb die angeschlossenen Organisationen auffordern, alles zu tun, um dem Sekretariat alle erforderlichen Angaben und Unterlagen übermitteln zu können. 6. Der Kongress soll es dem internationalen Vorstand überlassen, zu beurteilen, ob und wann spezielle Organe im Zusammenhang mit den hier behandelten Fragen eingesetzt werden sollen. Der Kongress hatte keine. Einwendungen gegen diese Schlüsse und Gedankengänge zu machen. Konstituierung des lohnpolitischen Ausschusses Nach dem Kongress in London beschloss der Vorstand des IBP in seiner Sitzung in Amsterdam am 28. und 29. Oktober 1958, zwei Ausschüsse einzusetzen, und zwar einen mit der Aufgabe, die lohnpolitische Situation und die Entwicklung in den berührten Ländern näher zu studieren, und einen zweiten mit der Aufgabe, die sozialpolitischen Probleme zu untersuchen. Dem Unterzeichneten wurde die Funktion des Vorsitzenden in dem erstgenannten Ausschuss anvertraut.. Im Zusammenhang mit seinem Beschluss konstatierte der Vorstand, dass der IBP nicht die Möglichkeit habe, die Arbeit und die Untersuchungen des Ausschusses zu finanzieren. Man empfahl deshalb den einzelnen Verbänden, die an der Arbeit des Ausschusses teilzunehmen beabsichtigten, selbst für die damit verbundenen Reisekosten sowie Ausgaben für Untersuchungen und Übersetzungen aufzukommen. Der IBP konnte für seinen Teil nur die Kosten für die Dolmetscher im Zusammenhang mit den notwendigen Sitzungen bestreiten. Nachdem bestimmt worden war, dass die konstituierende Sitzung des lohnpolitischen Ausschusses am 25. und 26. Februar 1959 in Brüssel stattfinden solle, wurden die europäischen Verbände ersucht, Vertreter zu dieser Sitzung zu entsenden. An der ersten Sitzung nahmen folgende Verbände bezw. Kollegen teil: Heinz Mumme, Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten( DGB), Westdeutschland, James Mortimer. AESD, England, T.W. Cynog- Jones, USDAW, England, Benno Schroeder, DAG, Westdeutschland, G. Charreron, Fédération des Employés et Cadres, Frankreich, Oscar Leclercq, Syndicat des Employés, Techniciens et Cadres de Belgique, Anton Skoda, Gewerkschaft der Angestellten in der Privatwirtschaft, Österreich, Belgien, H.M. Emmering, Mercurius, Holland. - 87- Der Unterzeichnete nahin an der Sitzung in seiner Eigenschaft als Vorsitzender und gleichzeitig als Vertreter sämtlicher skandinavischer Verbände teil. Angemeldet, aber an der Teilnahme verhindert war Kollege Werner Ziemann, HBV, Westdeutschland. Über die hier Genannten hinaus haben an der Arbeit des Ausschusses gelegentlich auch Vertreter anderer Verbände teilgenommen. Ausser der Konstituierenden Sitzung hat der Ausschuss noch vier weitere Tagungen abgehalten, und zwar am 28. und 29. April 1959 in Paris, am 4. und 5. April 1960 in Wien, am 25. und 26. August 1960 in London und am 2. und 3. März 1961 in Malmö. Entstehung des Arbeitsprogrammes In der konstituierenden Sitzung des Ausschusses in Brüssel wurde ein Handlungsprogramm skizziert. Auch wurden die ökonomischen und personellen Hilfsmittel inventiert, welche von den mitwirkenden Verbänden zur Verfügung gestellt werden konnten. Gleichzeitig wurde hervorgehoben, wie wichtig es sei, nach einem im vorhinein festgestellten Fahrplan zu arbeiten, klare Begriffsdefinitionen zustande zu bringen und, wenn möglich, Doppelarbeit zu vermeiden. Anlass zur Diskussion über die Hilfsmittel der Verbände war, dass man dadurch die Möglichkeit bekam, die Voraussetzungen zu beurteilen, die verschiedene Verbände für die Durchführung gewisser Untersuchungsaufträge hatten. Nach Behandlung aller dieser Fragen zeigte es sich, dass alle vertretenen Verbände daran interessiert waren, an der Arbeit des Ausschusses teilzunehmen, und dass sie auch für die entstehenden Reise- Erhebungs- und Übersetzungskosten aufkommen würden. Nach der Diskussion wurde ein Fahrplan festgelegt und das Jahr bestimmt, welchem die Erhebungen gelten sollten. Nachdem die Ausschussmitglieder mit dem oben Angeführten einverstanden waren, konnte das skizzierte Erhebungsprogramm präsentiert werden. Das geschah auf die Weise, dass 10 Hauptpunkte als Unterlage für die weitere Diskussion vorgeschlagen wurden. Es handelte sich um folgende Punkte: 1. 2. 3. Politische Probleme im Zusammenhang mit dem gemeinsamen Markt und einem eventuellen Freihandelsgebiet. Bevölkerungsstruktur in den berührten Ländern jetzt und in Zukunft. Struktur und Zukunftsmöglichkeiten der Wirtschaft. 4. Die Produktivität in den berührten Ländern. 5. Investierungstätigkeit und damit zusammenhängende Fragen. 6. Zölle und Steuern. 7. 8. Wirtschaftsgesetzgebung. Sozialgesetzgebung( Urlaub, Arbeitszeit, gleicher Lohn u.s.w.) 9. Lohnverhältnisse( bewegliche Lohnsysteme, Lohn skalen u.s.w.) Organisationsverhältnisse in den berührten Ländern. 10. Es wurde festgestellt, dass in erster Linie Untersuchungen betreffend die gewerkschaftlichen Organisationsverhältnisse sowie über die Lohnlage gewisser Gruppen durchgeführt werden sollen. Ausserdem wurde konstatiert, dass soziale - 88- Begünstigungen ebenso wie Zölle und Steuern von primärem Interesse seien. Nach einer eingehenden Diskussion der skizzierten Fragen teilten mehrere Vertreter mit, dass ihre Verbände bereit seien, spezielle Untersuchungsaufgaben zu übernehmen und auch die damit verbundenen Kosten, einschliesslich der Übersetzung ins Englische, Französische und Deutsche, zu bestreiten. Auf Grund dessen beschloss der Ausschuss, folgende Untersuchungen einzuleiten und mit d ihrer Durchführung nachstehend genannte Verbände zu betrauen: 1. Lohnuntersuchungen( direkter und indirekter Lohn) betreffend a) Verkaufspersonal( sowohl privat als auch genossenschaftlich) Untersuchender Verband: Handelsanställdas Förbund, Schweden. b) Techniker und Ingenieure in der Metallindustrie Untersuchender Verband: Association of Engineering and Shipbuilding Draughtsmen, England. D c) Arbeitsleiter und Werkmeister in der Metallindustrie Untersuchender Verband: Deutscher Gewerkschaftsbund, Düsseldorf. d) Bankpersonal Untersuchender Verband Deutsche Angestellten- Gewerkschaft, Hamburg. e) Versicherungspersonal Untersuchender Verband: Gewerkschaft der Angestellten in der Privatwirtschaft, Österreich. 2. Steuern Was wir bezahlen und was wir bekommen Untersuchender Verband: Union of Shop, Distributive and Allied Workers, England. 3. Organisationsfragen, einschliesslich Gesetzgebung betreffend Vereins- und Verhandlungsrecht. Untersuchender Verband: Handelsanställdas Förbund, Schweden. Ausarbeitung von Fragebogen Fertige und noch nicht fertige Untersuchungen Nach der Pariser Sitzung hatten die engagierten Verbände jeder für sich Fragebogen auszuarbeiten, die den Untersuchungen zugrundeliegen sollten. Danach sollten dann die Zusammenstellungen und Vergleiche vorgenommen werden. Wenn der Ausschuss nun das Resultat seiner Bemühungen dem Kongress in Berlin vorlegt, muss gesagt werden, dass aus verschiedenen Gründen nicht alle beschlossenen Untersuchungen zu Ende geführt werden konnten. Folgende Untersuchungen sind abgeschlossen: Die Lohnverhältnisse des Verkaufspersonals in den Genossenschaften ( Betreffend den privaten Handel waren im gegenwärtigen Stadium Vergleichsmöglichkeiten nicht gegeben). Die Lohnverhältnisse der Ingenieure und Techniker in der Metallindustrie Untersuchungen betreffend den sozialen Standard, Steuern und Zölle inbegriffen. - 89- Die gewerkschaftlichen Rechts- und Organisationsverhältnisse und das Mitbestimmungsrecht Die noch nicht abgeschlossenen Untersuchungen betreffen die Arbeitsleiter, das Bankpersonal und die Versicherungsangestellten. Sie sollten nach dem Kongress fortgesetzt und zu Ende geführt werden. Was die schon abgeschlossenen Untersuchungen betrifft, welche sich mit den Verhältnissen im Jahre 1959 beschäftigten, entsteht die Frage: Welche Gründe sprechen dafür, bach einiger Zeit neue Untersuchungen auf den gleichen Gebieten vorzunehmen? Ohne hier näher auf die Ursachen eingehen zu wollen, weshalb die abgeschlossenen Untersuchungen erneuert werden sollen, kann doch gesagt werden, dass eine einmalige Untersuchung mit der Zeit an Wert verliert und dass gerade die Veränderungen während einer gewissen Zeitperiode von Interesse und für die gewerkschaftliche Arbeit von Wert sind. Weiters kann auch festgestellt werden, dass eine zukünftige Untersuchung bedeutend leichter durchzu führensein dürfte, nachdem man nun im grossen und ganzen die Formen für deren Durchführung gefunden hat. Was zeigen die Untersuchungen? Die Untersuchungen, die abgeschlossen sind, zeigen gewisse Tendenzen auf, die im Zusammenhang mit den kommenden Harmonisierungsbestrebungen von grossem gewerkschaftlichen Wert sind, nämlich teils die starken Lohnunterschiede, die zwischen den europäischen Ländern vorliegen, teils die Unterschiede in Bezug auf Steuern und den sozialen Standard und teils die verschiedenartigen Gesetzgebungen und Organisationsverhältnisse. Vom Gesichtspunkt der verschiedenen Verbände scheinen diese Untersuchungen- wenn man darauf Rücksicht nimmt, dass ein gewisses Fehlprozent vorliegen kann die Voraussetzung zu haben, Impulse zu eventuellen Aktionen innerhalb der einzelnen Verbände zu geben. - Die Untersuchung der Löhne der genossenschaftlichen Laden angestellten konnte an weitesten vorgetrieben werden. Indem man nicht nur den direkten, sondern auch den indirekten Lohn untersucht hat, konnte konstatiert werden, dass das Vorkommen eines verhältnismässig niedrigen direkten Lohnes nicht immer eine niedrige totale Lohnlage im Verhältnis zu anderen Ländern bedeutet. Wäre eine Untersuchung nach den konventionellen Methoden vorgenommen worden, d. h. durch ein direktes Abschreiben dessen, was in den Kollektivverträgen der verschiedenen Länder angegeben ist, hätte sich natürlich eine andere Lohnlage ergeben als es der Fall ist, wenn sämtliche zum Lohn gehörenden Teilelemente mitgenommen werden.( Siehe die Berechnung der relativen Lohnlage ausschliesslich indirektem Lohn sowie die Tabelle über die relative Lohnlage einschliesslich indirektem Lolun in der Untersuchung der Lohnverhältnisse der Ladenangestellten!). In der Lohnuntersuchung werden auch die Begünstigungen betreffend Urlaub und Freitage, die es in den Gebieten der betreffenden Verbände gibt, sowie andere Begünstigungen von indirektem Charakter ausgewiesen. Eine Untersuchung der tatsächlichen Löhne allein ist doch nicht ausreichend, un den Wert der Lohnsetzung zu beurteilen, die man erhalten hat. Deshalb wurde parallel mit der Lohnuntersuchung auch eine Untersuchung der Lebenshaltungskosten und der verschiedenen sozialen Zuwendungen vorgenommen, die in den einzelnen Ländern vorkommen. Durch diese Untersuchung bekamen wir einen Masstab für den realen Standard, was natürlich von einer sehr grossen Bedeutung ist, wenn wir Harmonisierungsfragen diskutieren. - 90- Was die Untersuchung der gewerkschaftlichen Rechts- und Organisationsverhältnisse betrifft, so gibt es auch da Möglichkeiten zu Vergleichen zwischen den einzelnen Ländern. Es ist ganz natürlich von sehr grosser Bedeutung, wenn man die Lage der verschiedenen Verbände verstehen will, zu wissen, unter welchen Verhältnissen sie zu arbeiten haben. Jedes Land hat seine Gesetzgebung und seine Tradition. Natürlich wird da die Art und Weise, wie man in einem Lande die Dinge sieht und beurteilt, ebenso wie die politische Situation, von grosser Bedeutung für die neuen Gesetze und Bestimmungen, die ausgearbeitet werden. In sämtlichen Ländern gibt es sowohl bessere als auch schlechtere Bestimmungen. Aus Vergleichs- Gesichtspunkten ist sonach die Organisationsuntersuchung von einer gewissen Bedeutung. Ihr Wert besteht aber nicht ewig. Jahr für Jahr, Monat für Monat verändern sich die Gesetze unserer Länder, ebenso die Struktur und das Verhalten unserer Verbände. Um der Entwicklung ständig folgen zu können, müssten die Untersuchungen auf diesem Gebiete fortgesetzt werden. Die Schlüsse, die aus den Untersuchungen gezogen werden können, sind die, dass viele gemeinsame Züge zwischen den in die Untersuchung einbezogenen Ländern gibt, aber dass auch grosse Unterschiede vorliegen. Um diese Unterschiede ausgleichen zu können, was von grossem gewerkschaftlichen Interesse sein muss, sind diese Untersuchungen sehr bedeutungsvoll, vor allem wenn sie innerhalb verschiedener Gebiete komplettiert und vertieft werden. Untersuchungsschwierigkeiten Die Schwierigkeiten, Untersuchungen auf internationaler Basis durchzu führen, liegen vor allem in der Einsammlung des Materials, in der Bestimmung von Begriffen und Auffassungen und im Vorhandensein von vergleichbarem statistischen Material. Diese Schwierigkeiten können doch überwunden werden je mehr Erfahrung und Übung gesammelt werden kann. Niemand soll doch glauben, dass die Untersuchungsgruppe über alle Begriffe und Auffassungen durchaus einig ist, sondern es gibt immer noch viele Probleme, die gelöst werden müssen. Aber was mich optimistisch macht, ist der ehrliche Wille zum Einvernehmen und das Verständnis der Mitglieder dafür, dass Hilfsmittel und Anschauung in den verschiedenen Ländern nicht einheit- lich sind. Für die Untersuchungen, deren Ergebnis dem Kongress in Berlin vorgelegt wird, sind natürlich in letzter Hand die Verbände verantwortlich, die mit ihrer Durchführung beauftragt waren, auch wenn die Arbeit im Namen des lohnpolitischen Ausschusses erfolgte. Die Unterlagen, die im Zusammenhang mit der Untersuchung vom betreffenden Verband eingesammelt wurden, konnten nicht in allen Einzelheiten vom Ausschuss in seiner Gänze behandelt werden, sondern das hat aus praktischen Gründen der Verband getan, der für die Untersuchung verantwortlich war. Hinter den Ergebnissen liegt aber auch viel Arbeit des Ausschusses selbst in Form von Änderungen und Umschreibungen. Wenn Schwierigkeiten in Bezug auf die Vergleichbarkeit des Materials entstanden sind, sind die Unterlagen in der Regel ausgeschaltet worden. Um fehlerhafte Vergleiche zu vermeiden, haben wir lieber davon Abstand genommen, die Unterlagen überhaupt mitzunehmen. - 91- Die Zukunft Wenn man, ausgehend von den Berichten und den Erfahrungen, die der Ausschuss während seiner Arbeit gemacht hat, die zukünftigen Möglichkeiten zu beurteilen versucht, so will der Ausschuss empfehlen, dass die Untersuchungsarbeit fortgesetzt werden darf. Auch wenn der Ausschuss über die Mängel des vorgelegten Materials im klaren ist, so muss doch gesagt werden, dass wir in unserer Bestandsaufnahme ein gutes Stück vorwärts gekommen sind. In dem Ausschuss hat der IBP ein Untersuchungsorgan bekommen, das er sich kaum selber beschaffen könnte ohne eine bedeutende Verstärkung seiner ökonomischen Hilfsmittel. Unter den Massnahmen, denen der Ausschuss zunächst seine Aufmerksamkeit zuwenden möchte, ist die, alle Länder in Europa in die Untersuchungen einzubeziehen, also auch die, welche in den abgeschlossenen Untersuchungen nicht berücksichtigt waren. Dasselbe gilt die Frage einer Erweiterung der Tätigkeit auch auf eine Zusammenarbeit mit den internationalen Organen, die es gibt, beispielsweise mit ILO, EFTA, EWG und EPA. Wozu ebenfalls Stellung genommen werden muss, ist die Frage, ob nicht der Feststellung der Lohnverhältnisse auch in Zukunft der Totallohn pro Stunde in den verschiedenen Ländern zugrunde liegen muss. Das erscheint notwendig, wenn wir eine Auffassung über die Produktivität in den verschiedenen Ländern bekommen wollen. Die realen Kosten des Arbeitsgebers pro Umsatzeinheit, d. h. die Produktivität, sind nämlich entscheidend für die ganze Harmonisierungsdiskussion. Erst nachdem wir das zu wissen bekommen haben, können wir die Ursachen einer niedrigen oder hohen Lohnlage diskutieren. Wenn wir nun konstatiert haben, dass wir ein Stück auf den Weg gekommen sind in Bezug auf unsere ersten Untersuchungsaufträge, so entsteht die Frage: Was soll in Zukunft geschehen ausser Organisations- und Lohnuntersuchungen sowie Produktivitätsmessungen? Vielleicht muss doch zuerst die Frage aufgeworfen werden, ob zwei Ausschüsse notwendig sind, die doch im grossen und ganzen den gleichen Fragenkomplex zu bearbeiten haben. Das beste dürfte wohl sein, die beiden Ausschüsse zu einem gemeinsam arbeitenden Untersuchungsorgan unter direkter Leitung des IBP zusammenzuschliessen. Wenn das möglich ist, würde das Risiko einer Doppelarbeit wegfallen und die Gefahr aufhören, die ohnehin begrenzten Hilfsmittel für solche Untersuchungen zu zersplittern. Während der Tätigkeitsperiode ist hie und da eine gewisse Irritation zwischen einzelnen Fachgruppen und den lohnpolitischen Ausschuss entstanden. Diese Fachgruppen waren nämlich der Meinung, dass der lohnpolitische Ausschuss in ihr Arbeitsgebiet eingedrungen sei. Es ist schwer, eine gewisse Doppelarbeit zu vermeiden, aber so wie ich die Frage sehe, ist die Einsammlung von Lohnstatistiken und ähnlichem in den Fachgruppen mehr von informativem Charakter zur Hilfe in der täglichen Arbeit in den einzelnen Verbänden, während die Aufgaben des lohnpolitischen Ausschusses im Zusammenhang mit der ökonomischen Integration in Europa und damit auf weitere Sicht beurteilt werden müssen. Oder mit anderen Worten: Die Aufgaben des lohnpolitischen Ausschusses sind ganz andere als die der Fachgruppen. Unter allen Umständen sei hier betont, dass das lohnpolitische Komitee keinerlei Wunsch oder Anlass gehabt hat, den Fachgruppen Arbeitsaufgaben wegzunehmen, die ihnen von altersher zukommen. Damit habe ich eine kurze zusammenfassende Orientierung über die Tätigkeit des lohnpolitischen Ausschusses gegeben und über die Schwierigkeiten, die ihm in seiner Arbeit begegnet sind. Es hätte noch viel mehr hinzugefügt werden können, - 92- aber ich glaube, dass schon die vorliegenden Resultate und das, was eben gesagt wurde, eine Vorstellung davon geben, dass dieser Ausschuss auch in Zukunft nicht über einen Mangel an Arbeitsaufgaben wird klagen können. obr KASSENBERICHT FUER DIE JAHRE 1958, 1959 und 1960. BALANCE SHEET AS AT 31st DECEMBER 1958 BILAN ARRETE AU BILANZ PER 31 DECEMBRE 1958 31. DEZEMBER 1958 12 3 Twentsche Bank Cash Caisse- Kasse Office Equipment.- Inventaire- Inventar 4 Mortgage Hypothek Hypothèque 5 Third Party - Tiers- 245 Dritten 6 Affiliated Organisations Organisations affiliées Angeschlossene Verbände 8) General Fund Fl. 7,201.54 360.19 7 Taxes on salaries- Impôts appointements- Fl. Gehaltssteuer 2,273.36 3,000.-8 General Fund- Avoir- Kapital 58,511.62 40,231.43 562.02 9,429.80 60,784.98 COMMENTS ON BALANCE SHEET NOTES EXPLICATIFS ERLÄUTERUNG Avoir- Kapital BILAN BILANZ On balance sheet as at 1st January 1958. Bilan 1er janvier 1958 Bilanz per 1. Januar 1958 Surplus Fl. 42,911.41 15,600.21 11 Excédent de recettes- Gewinnsaldo Fl. 58,511.62 60,784.98 INCOME AND EXPENDITURE FOR THE YEAR 1958 RECETTES ET DEPENSES POUR L'EXERCICE 1958 EINNAHMEN UND AUSGABEN FÜR DAS JAHR 1958 INCOME RECETTES 1 2 I EINNAHMEN Affiliation fees- Cotisations- Beiträge 1958 Interest- Intérêts- Zinsen ACTUAL AMOUNT CHIFFRE REEL BETRAG BUDGET BUDGET VORANSCHLAG Fl. Fl. 185,248.87 175,000.-1,231.59 1,000.-186,480.46 176,000.-EXPENDITURE- DEPENSES- AUSGABEN 3 Congress 1958 Congrès 1958 Kongress 1958 4 Executive Committee meetings exécutif- Vorstandssitzungen Sessions du Comité 10,000.-10,000.-10,971.28 14,000.-5 Small Committee- Comité restreint- Kleiner Ausschuss Trade Sections' Committee meetings Sessions Comités 6 517.42 1,000.-7 Sections professionnelles- Fachgruppenvorstandssitz. Trade Section Conferences- Conférences sections profes4,009.31 5,000.-sionnelles- Fachgruppenkonferenzen 9,749.16 8,000.-8 Auditors' Committee- Commissaires aux comptes Revisionsausschuss 156.45 200.-9 Delegations- Délégations- Delegationen 13,035.84 12,000.-Representation- Frais de réprésentation- Repräsentation 2,270.91 1,000.-Car expenses General Secretary-. Frais auto Secrétaire général Autospesen Generalsekretär 1,679.90 2,000.-12 Salaries- Appointements- Gehälter 46,060.65 47,000.-13 Pensions Insurance Contribution- Primes d'assurances retraite Pensionprämien 22,047.18 22,000.-14 15 16 Translations- Traductions- Uebersetzungen Office Expenses Frais de bureau Bürokosten 17 Written off on office equipment Amortissements Social charges- Assurances sociales- Sozialversicherungen 1,390.89 3,000.-12,731.32 12,000.-17,016.67 13,000.-inventaire- Abschreibung Inventar 2,382.55 2,000.-18 Administrative expenses- Frais administratifs- Verwaltungskosten 6,244.28 7,000.-Research- Service documentation Dokumentation 1,104.47 1,000.-20 Assistance Hungary Secours réfugiés hongrois Ungarnhilfe 1,311.18 2,000.-Unforeseen Imprévu Unvorhergesehene Ausgaben 8,200.79 13,800.-170,880.25 176,000.-Surplus Excédent de recettes- Gewinnsaldo 15,600.21 186,480.46 COMMENTS NOTES EXPLICATIFS- ERLAUTERUNGEN 3) Congress London- Congrès Londres- Kongress London Expenses Dépenses- Ausgaben 1958 Restitution Wiedererstattung Fl. 28,982.60 19.90 28,962.70 Reserved- réservé- reserviert - 1956/1957 15,000.-13,962.70 Whereof on account Executive Committee Meetings Dont pour compte sessions Comité exécutif Wovon auf Rechnung Vorstandssitzungen 3,962.70 10,000.- BALANCE SHEET AS AT 31st DECEMBER 1959 BILAN ARRETE AU BILANZ PER 31 DECEMBRE 1959 31. DEZEMBER 1959 Fl. Fl. 1 2 Twentsche Bank - 19,035.03 7 Reserve Congress Cash Caisse- Kasse 310.78 Réserve Congrès 3 Office Equipment- Reserve Kongress 10,000.-Inventaire- Inventar 3,000.-8 Reserve Trade Section 4 Third Party- Tiers- Conferences 1960 Dritten 6,634.17 5 Mortgage Hypothèque- Réserve Conférences Sections professionnelles Hypothek 38,000.-Reserve Fachgruppen6 Affiliated Organisations konferenzen 1960 5,000.-Organisations affiliées 9 Taxes on salaries- Angeschlossene Verbände 15,396.98 Impôts appointements Gehaltssteuer 2,278.49 10 Affiliation fees- Cotisations- Mitgliedsbeiträge 1960 2,001.48 11 Reserve Writing off Affiliation fees Réserve amortissement cotisations Reserve Abschreibung Mitgliedsbeiträge 10,395.50 12 General Fund- Avoir- Kapital 52,701.49 82,376.96 82,376.96 COMMENTS ON BALANCE SHEET NOTES EXPLICATIFS BILAN ERLAUTERUNGEN BILANZ 3) Office Equipment- Inventaire- Inventar On balance sheet as at 1st January 1959 Bilan 1er janvier 1959- Bilanz per 1. Januar 1959 New purchases- Nouvelles acquisitions- Neuanschaffungen Written off in 1959- Amorti en 1959- Abgeschrieben in 1959 4) Third Party- Tiers Dritten Algemene Bond" Mercurius" 5) Mortgage Hypothèque- Hypothek Balance Bilan- Bilanz 1.1.1959 Redeemed in 1959- Remboursé en 1959- Zurückbezahlt in 1959 Fl. 11 3,000.2,279.42 Fl. 5,279.42 11 2,279.42 Fl. 3,000.-Fl. 6,634.17 Fl. 40,231.43 2,231.43 Fl. 38,000.-12) General Fund- Avoir- Kapital Balance sheet- Dilan- Bilanz 1.1.1959 Deficit Solde débiteur- Verlustsaldo - Fl. 58,511.62 5,810.13 11 Fl. 52,701.49 INCOME AND EXPENDITURE FOR THE YEAR 1959 RECETTES ET DEPENSES POUR L'EXERCICE 1959 EINNAHMEN UND AUSGABEN FÜR DAS JAHR 1959 ACTUEL AMOUNT BUDGET CHIFFRE REEL BUDGET BETRAG VORANSCHLAG Fl. Fl. INCOME RECETTES- EINNAHMEN 1 Affiliation fees- Cotisations- Beiträge 2 Interest- Intérêts- Zinsen 212,027.19 210,000.-826.38 1,000.-212,853.57 211,000.-. 34 4 EXPENDITURE- DEPENSES Reserve Congress- Réserve Congrès- Reserve Kongress 1961 Executive Committee meetings- Sessions Comité exécutif- Vorstandssitzungen AUSGABEN 10,000.-- 10,000.-567 5 6 8 Congress London- Congrès Londres- Kongress London Small Committee- Comité restreint- Kleiner Ausschuss 7 Trade Sections' Committee Meetings- Sessions Comités Sections professionnelles- Fachgruppenvorstandssitz. Reserve Trade Sections' Conferences. Réserve Conférences Sections professionnelles- Reserve Fachgruppenkonferenzen 1960 12,678.73 1,161.66 1,380.57 18,000.-1,000.-11,085.29 10,000.-5,000.-5,000.-Auditors' Committee- Commissaires aux comptes 278.10 200.-653.58 2,500.-21,986.16 16,700.-2 M 60,000.-Revisionsausschuss 10 Representation- Frais de représentation- Repräsentation Delegations- Délégations Delegationen Salaries- Appointements- Gehälter 11 12 13 14 15 16 17 18 19 21 Pensions Insurance Contribution Primes d'assurances retraite Pensionprämien Social Charges Assurances sociales- Sozialversicherungen Translations- Traductions Uebersetzungen Office Expenses Frais de bureau- Bürokosten Written off on Office Equipment Amortissements inventaire Abschreibung Inventar Administrative Expenses Frais administratifs- Verwaltungskosten AND Research Service documentation- Dokumentation Wages Policy Committee Commission des salaires Tarifpolitischer Ausschuss - Assistance Hungary Secours réfugiés hongrois Ungarnhilfe 59,239.32 34,133.29 40,000.-1,983.44 2,000.-12,609.38 12,000.-7,026.05 12,500.-2,279.42 2,500.-13,190.56 11,100.-1,378.31 1,200.-6,533.55 3,058.97 4,000.-22 Car Expenses General Secretary- Frais auto Secrétaire général Autospesen Generalsekretär 1,945.90 23 24 Reserve Writing off affiliation fees Réserve amortissements cotisations- Reserve Abschreibung Beiträge Unforeseen Imprévu Unvorhergesehene Ausgaben 10,395.50 2,000.-665.92 300.-218,663.70 211,000.. Deficit- Solde débiteur Verlustsaldo 5,810.13 212,853.57 COMMENTS ON INCOME AND EXPENDITURE NOTES EXPLICATIFS RECETTES ET DEPENSES 1959 1959 ER LAUTERUNG ZU DEN EINKOMMEN UND AUSGABEN 1959 2) Interest Intérêts- Zinsen Twentsche Bank Hypotheekbank 4) Executive Committee Meetings- Sessions Comité exécutif- Vorstandssitzungen Meetings Sessions- Sitzungen 1958 - 11 11 Fl. 198.38 628.-826.38 288.25 11 Düsseldorf, 20/ 21.4.1959 6,605.59 It Cologne Köln, 19/ 20.11.1959 5,784.89 12,678.73 7) Trade Sections' Committee Meetings- Sessions Comités Sections professionnelles Fachgruppenvorstandssitzungen Hamburg- Hambourg( Technicians- Techniciens- Techniker) Oslo ( Technicians- Techniciens- Techniker) Düsseldorf( Bank& Insurance, Commerce& Industry, Commercial Travellers Banque& Assurances, Commerce& Industrie, Voyageurs de Commerce Banken& Versicherungen, Handel& Industrie, Geschäftsreisenden) Cologne Köln sed 1,286.05 4,384.21 1,429.30 ( Technicians, Bank& Ins., Comm.& Ind. Techniciens, Banque& Ass., Comm.& Ind.- Techniker, Banken& Versich., Handel& Ind.) C 3,985.73 11,085.29 Sozialversicherungen 14) Social Charges) Assurances sociales Sickness Insurance and Sickness Costs Insurance Assurance maladie et Caisse d'assurance Krankenversicherung und Krankenkasse W Family Allowances- Allocations de Famille- Familienzuschlag Unemployment Insurance and Sickness Insurance premiums- Assurance chômage et primes assurance maladie Arbeitslosen- und Krankenversicherungsprämien Repayment premiums old age insurance Remboursement prime assurance vieillesse- Erstattung Altersversicherungsprämien 642.71 1,188.80 130.96 928.4 2,890.87 Repayment Sickness Costs- Remboursement frais maladie personnel- Erstattung Krankengeld 907.43 1,983.44 16) Office Expenses- Frais de bureau Bürokosten BLOW Telephone Téléphone Telephon 1,152.75 Lightening, Heating, Watchmen, Maintenance Eclairage, chauffage, surveillance, entretien- Beleuchtung, Heizung, Bewachung, Haushaltsausgaben 2,154.50 Rent Loyer- Miete 3,286.-Repair Réparations Wiederherstellungskosten Miscellaneous Divers Verschiedenes 396.80 36.-7,026.05 18) Administrative Expenses Frais administratifs kosten General Expenses Frais généraux Allgemeines VerwaltungsFl. 2,793.81 600.-Allowance Treasurer Allocation trésorier- Zuschlag Kassierer Stencils and Paper- Stencils et papier- Matrizen und Papier Printing Imprimés Imprimés- Drucksachen Postage Frais de port Porti Telegrams Télégrammes Telegramme Bank Charges- Frais de banque Bankkosten ssong 3,600.85 2,701.74 2,938.57 139.75 415.84 13,190.56 24) Unforeseen Imprévu Unvorhergesehene Ausgaben Jubilee Expenses etc. Jubilés etc.- Jubiläen usw. 371.75 Miscellaneous Divers - Verschiedenes 185.47 Customs Duties Films- Frais de douane films Frais de douane films- Zollkosten Film 108.70 665.92 60 0= 0= 0= 0= 0= 0 BALANCE SHEET AS AT 31st DECEMBER 1960 BILAN ARRETE AU BILANZ PER 31 DECEMBRE 1960 31. DEZEMBER 1960 1 2 3. Twentsche Bank Cash- Caisse. Kasse Office Equipment Inventaire- Inventar 4 Mortgage Hypothèque Hypothek Fl. 67,207.44 5 Fl. 1,106.32 6 3,936.60 Reserve Congress- Réserve Congrès- Reserve Kongress Taxes on salaries- Impôts appointements 20,000.-- 2,057.94 8 9 Gehaltssteuer 35,800.-- 7 Legal old age insurance Primes ass. vieilesse légal Prämien Altersversicherung Third Party- Tiers- Dritten Pension Premiums 406.17 315.09 Primes 10 pensions- Pensionsprämien Solidarity Fund- Caisse solidarité- Solidaritätsfonds 1,358.04 683.88 11 General Fund- Avoir- Kapital 83,229.24 108,050.36 108,050.36 COMMENTS ON BALANCE SHEET NOTES EXPLICATIFS BILAN ERLAUTERUNGEN BILANZ 11 3) Office Equipment- Inventaire- Inventar Balance sheet- Bilan- Bilanz- 1.1.1960 New purchases Nouvelles acquisitions Neuanschaffungen Fl. 3,000.-2,936.60 4) Mortgage- Hypothèque Balance sheet- Bilan- Bilanz- 1.1.1960 Written off in 1960- Amorti en 1960- Abgeschrieben in 1960 5,936.60 2,000.-3,936.60 Hypothek 38,000.-2,200.-35,800.-315.09 Redeemed in 1960- Remboursé en 1960- Zurückbezahlt in 1960 8) Third Party Tiers Dritten Amsterdamsche Bank 10) Solidarity Fund- Caisse solidarité- Solidaritätsfonds Received in 1960 from the ICFTU for Latin America Regu en 1960 de la CISL pour l'Amérique latine Empfangen in 1960 vom IBFG für Lateinamerika Travel Expenses Latin America and Lima Conference Frais de voyage Amérique latine et Conférence Lima Reisekosten Lateinamerika und Lima- Konferenz Assistance Chile- Secours Chilé- Hilfe Chile Assistance Kenya- Secours- Kenya- Hilfe Kenya Miscellaneous- Divers- Verschiedenes 11) General Fund- Avoir- Kapital Balance sheet- Bilan- Bilanz 1.1.1960 Surplus Excédent de recettes- Gewinnsaldo == $ 5,000.18,850.Fl. 15,576.12 " 1,500.-" 1,000.-90.18,166.12 683.88 52,701.49 30,527.75 83,229.24 INCOME AND EXPENDITURE FOR THE YEAR 1960 RECETTES ET DEPENSES POUR L'EXERCICE 1960 EINNAHMEN UND AUSGABEN FUER DAS JAHR 1960 INCOME RECETTES 1 - EINNAHMEN Affiliation fees- Cotisations 2 Interest- Intérêts- Zinsen Beiträge ACTUAL AMOUNT BUDGET CHIFFRE REEL BUDGET BETRAG VORANSCHLAG Fl. 216,948.63 Fl. 212,000.-41.4.43 p.m. 217,363.06 212,000.-7 .8 Revisionsausschuss 9 Delegations- Délégations 10 EXPENDITURE DEPENSES AUSGABEN 3 4 56 Reserve Congress- Réserve Congrès- Reserve Kongress Executive Committee Meetings.- Sessions Comité exécutif- Vorstandssitzungen Small Committee- Comité restreint- Kleiner Ausschuss Trade Sections' Executive Meetings- Sessions Comités Sections professionnelles- Fachgruppenvorstandssitzungen Trade Sections' Conferences- Conférences Sections professionnelles- Fachgruppenkonferenzen Auditors' Committee- Commissaires aux Comptes- Delegationen Representation- Frais de réprésentation. Repräsentation 10,000.-- 10,000.-11,840.15 6,500.-43.-1,500.-3,000.-21,114.03 7,000.-422.95 500.-16,172.15 15,000.-1,241.23 1,500.-11 Car Expenses General Secretary- Frais auto Secrétaire général Autospesen Generalsekretär 1,807.80 2,000.-12 Fee to ITS Liaison Committee- Contribution Comité de coordination SPI- Verbindungsausschuss IBS 2,713.05 3,000.-13 Salaries- · Appointements- Gehälter 58,018.49 60,000.-14 Pensionprämien Pensions Insurance Contribution- Primes d'assurances retraite 14,063.67 15,000.-15 16 17 18 Social Charges- Assurances sociales- Sozialversicherungen Translations- Traductions- Uebersetzungen Office Expenses Frais de bureau- Bürokosten Written off on office equipment- Amortissements inventaire- Abschreibung Inventar 4,191.18 3,600.-16,365.82 15,000.-12,901.51 10,000.-2,000.-2,000.-19 Administrative Expenses- Frais administratifs Verwaltungskosten 5644 6,903.-17,000.-. 20 Research- Service documentation- Dokumentation 21 Wages Policy Committee Commission des salaires- Tarifpolitischer Ausschuss 600.39 2,000.-3,034.25 6,000.-22 Committee on Social Security Problems- Commission des assurances sociales Ausschuss für Sozialversicherungsfragen 3,000.-23 Assistance Hungary Secours réfugiés hongrois Ungarnhilfe 2,093.47 4,000.-24 Unforeseen Imprévu- Unvorhergesehene Ausgaben 1,309.17 24,400.186,835.31 212,000.-Surplus Excédent de recettes- Gewinnsaldo 30,527.75 217,363.06