Int. Federation of Journalists: Bericht: Vorstandssitzung der IFJ 1983 1986 Z 8172 INTERNATIONALE JOURNALISTEN- FOEDERATION IPC, Bvd. Charlemagne 1( Bte 5) B- 1041 BRUESSEL - Belgien flor BERICHT Vorstandssitzung der IJF Paris, 1.- 3. März 1983 Vom 1. bis zum 3. März 1983 fand unter Vorsitz von Kenneth B. ASHTON in Paris die 57. Vorstandssitzung der IJF statt. I. TEILNEHMER Helmut A. CROUS, Ehrenpräsident( nur für einige Stunden am ersten Tag anwesend) Kenneth B. ASHTON, Präsident Trygve MOE, 1. Vizepräsident Charles A. PERLIK, 2. Vizepräsident LEE Keung- kyu, Regionalberater für Asien Mokhtar TRIFI, Regionalberater für Afrika Georgos ANASTASSOPOULOS, Berater Aaron DOLAV, Berater Enrico MORRESI, Berater Max ROLLAND, Berater Theo BOGAERTS, Generalsekretär Marie- Anne PAQUET, Beigeordnete des Generalsekretärs Entschuldigt: Hans LARSEN, Berater( aus beruflichen Gründen verhindert) und José- Luis ROLDAN,( aus gesundheitlichen Gründen abwesend) Nach der Begrüssung der Teilnehmer spricht der Präsident von seinem Bemühen um eine Ausweitung der IJF auf die Entwicklungsländer. Diese hätten aber anscheinend noch mehr unter der weltweiten Rezession zu leiden als die Industrieländer und so müssten wir Ueberlegungen anstellen, wie wir ihnen eine aktive Teilnahme in der IJF garantieren könnten. Nach Hinzufügen einiger Zusätze wird die Tagesordnung angenommen. II. KONTAKTE MIT NATIONALEN JOURNALISTENORGANISATIONEN ( i) Portugal K. Ashton hat die IJF auf dem ersten Kongress der portugiesischen Journalisten vertreten, der vom 19. bis zum 22. Januar 1983 in der Stiftung Gulbenkian in Lissabon stat fand. Mehr als 600 Personen hätten daran teilgenommen, darunter Journalisten aus Angola, Brasilien, Mosambik, von den Kapverdischen Inseln, aus Guinea- Bissau, Macao... sowie die Vertreter der IJO und der FELAP. Der Versuch der IJO, eine Resolution zu den Ereignissen in Angola zur Verabschiedung zu bringen, habe durch den Delegierten der IJF vereitelt werden können. Friedrich- Ebe Z 8172 Bonn Biblioth Stiftung sone 2 FORD Was die Frage der rechtlichen Stellung der portugiesischen Gewerkschaft innerhalb der IJF anbelange, so scheine keine Aussicht auf Fortschritte zu bestehen. Zuerst müsse das Ergebnis der gewerkschaftsinternen Wahlen abgewertet werden. Ausserdem könnten diese wiederum von den allgemeinen Wahlen beeinflusst werden, die dort am 25. April 1983 stattfinden. Ausserdem hatte der Präsident der IJF Gelegenheit, sich mit portugiesische Journalistikstudenten zu unterhalten, die sehr gut über die Unterschiede zwischen der IJF und der IJO informiert zu sein schienen und sich für demokratische Prinzipien einer freien und pluralistischen Presse ausgesprochen hätten. Der Vorstand hat diesen Bericht zur Kenntnis genommen. ( ii) Peru Nachdem er zusammen mit Präsident ASHTON am Kongress der CLAT in Bogotá teilgenommen hatte, habe Carl H. HERNLUND seine Reise durch Lateinamerika fortgesetzt, um mit Journalisten in Mexiko, Brasilien und Peru Kontakte anzuknüpfen. Während der schwedische Kollege in Mexiko vergeblick versucht habe, eine wenigstens etwas repräsentative Journalistenorganisation zu finden, habe er sich dann in Peru mit den Führern des nationalen Journalistenverbandes dieses Landes treffen können. Die Diskussionen mit den Kollegen sowie mit dem versammelten Vorstand des ANP seien äusserst positiv gewesen und man habe ihm einen Brief an den Präsidenter mitgegeben, in dem die Aufnahme des peruanischen Verbandes in die IJF beantragt werde. Der GENERALSEKRETÄR hat diesen Brief am 18. Januar beantwortet und den ANP dazu aufgefordert, das Antragsformular auszufüllen und der IJF seine Satzung zuzuschicken. ( iii) Brasilien Carl HERNLUND habe den Journalistengewerkschaften in Sao Paulo und in Rio de Janeiro einen Besuch abgestattet und mit dem Präsidenten der nationaler Föderation der Berufs journalisten Brasiliens ein langes Telephongespräch geführt. Diese Föderation habe ihren Sitz in Brasilia und fasse 25 Gewerkschafte aus den verschiedenen Bundesstaaten zusammen. Es sei ersichtlich, dass sich d brasilianischen Journalisten sehr für Kontakte auf internationaler Ebene interessierten, aber bisher verbiete die brasilianische Gesetzgebung jede Mitgliedschaft bei einer internationalen Organisation. Sie hätten die Bitte ausgesprochen, zum nächsten IJF- Kongress im Jahre 1984 als Beobachter eingeladen zu werden. K. ASHTON merkt an, dass die ebenfalls vorhandene Sprachenbarriers wohl die Annäherung zwischen brasilianischen und portugiesischen Journalisten erkläre. G. ANASTASSOPOULOS ist der Meinung, dass wir im Rahmen unserer Ueberlegungen über die Zukunft der IJF eine Möglichkeit finden müssten, die auf den Reisen angeknüpften Kontakte weiterzuentwickeln und zu pflegen. Das werde EPS ST18 S - 3 - ber nicht nur finanzielle Mittel erfordern, sondern auch Personen, die für ine solche Aufgabe zur Verfügung stünden. C. PERLIK fragt, was die FIAP( Federación Ibero- Americana de Perioistas), von der er eine Informationszeitschrift erhalten habe, für eine Oranisation sei. Er bemerkt, dass die lateinamerikanischen Länder Spielball er verschiedenen Ideologien geworden seien. Die Journalisten würden bezahlte eisen zwar annehmen, man fände aber kaum Engagement oder berufliche Verantortung, die doch für eine Teilnahme dieser Art an Kongressen und Konferenzen rforderlich sei. K. ASHTON merkt an, dass Brasilianer, Peruaner und andere anscheinend ie Absicht hätten, bei der gewerkschaftlichen Organisierung der lateinameritanischen Journalisten voranzugehen und dass wir es uns schuldig seien, sie zu anterstützen. Der Vorstand hat von dem Bericht Carl Hernlunds und von den Kontakten, die er anknüpfen konnte, Kenntnis genommen. ( iv) Hong- Kong Am 23. September 1982 habe der GENERÄLSEKRETAR dem Journalistenverband von Hong- Kong die angeforderten Informationen bezüglich eines möglichen Beitritts zur IJF zugeschickt. Als T. MOE Anfang November 1982 auf der Durchreise in Hong- Kong Station gemacht habe, habe er vergeblich versucht, mit dem Verband Kontakt aufzunehmen. Der Verband, der vom Kommen T. Moes informiert gewesen sei, habe anscheinend auch versucht, den Kollegen der IJF zu erreichen, habe aber ebenfalls keinen Erfolg gehabt. K. ASHTON hofft, mehr Glück zu haben, wenn er auf seiner nächsten Reise hach Neuseeland und Australien in Hong Kong Zwischenstation machen werde. ( v) Israel Am 12. Oktober 1982 hat die" Union of Journalists in Public Services", die der allgemeinen israelischen Gewerkschaftsföderation angehört, sich an die IJF gewandt, um sich über die Aufnahmebedingungen zu informieren. Die der IJF angeschlossene nationale israelische Journalisten- Föderation ist der Ansicht, dass diese Organisation, die Beamte zusammenfasst, keinesfalls dazu geeignet sei, angeschlossenes oder assoziiertes Mitglied der IJF zu werden, da sie die Sprecher, nichtberuflicher Organisationen vertrete. Die Mitglieder dieser Organisation können der israelischen Gewerkschaft, die momentan der IJF angeschlossen ist, nicht beitreten. Am 21. November 1982 erkennt die" Union of Journalists in Public Services" den repräsentativen Charakter der Mitgliedsgewerkschaft der IJF an und stellt klar, dass sie nicht die Stellung eines der IJF angeschlossenen Mitglieds fordere, sondern hoffe, im Rahmen der für ähnliche Fälle vorgesehenen Bedingungen mit der IJF zusammenarbeiten zu können. Sie gibt jedoch zu verstehen, dass " unsere Union Berufsjournalisten des öffentlichen Dienstes zusammenfasst, die den Hauptanteil ihrer Zeit dem Beruf des Journalisten widmen und den grössten Teil ihres Arbeitsentgelts dadurch verdienen". 4 ( vi) Zaire 2. DER GENERALSEKRETAER informiert den Vorstand über den formellen Aufnahmenantrag der Presseunion des Zaire( UNPZa) vom 3. Februar 1983, der ihm schon von der Zairischen Delegation auf dem Kongress der Union Afrikanischer Journalisten im Otober 1982 in Kairo angekündigt worden sei. Die UNPZa biete ebenfalls an, alle noch ausstehenden Mitgliedsbeiträge zu zahlen. Diese Organisation, die sich vorher Nationale Presseunion des Zaire nannte, sei einer Entscheidung vom Kongress 1980 in Athen folgend von der Mitgliederliste IJF gestrichen worden. Ehe er die Frage im einzelnen behandelte hat der Vorstand entschiedens diesen Schritt als neuen Aufnahmeantrag( und nicht als Antrag zur Wiederaufnahme) anzusehen und zu behandeln in Anbetracht der Tatsache, dass es dem Vorstand nicht obliege, eine Entscheidung des Kongresses auszulegen und dass die S Zahlung von ausstehenden Beträgen unsere Grundsatzentscheidung nicht beeinflussen dürfe. M. TRIFI weist darauf hin, dass Kande Dzambulate, Präsident der UPZa und Unterzeichner des Aufnahmeantrags, Informationsminister des Zaire gewesen sei( und es auch noch ist, wie wir am 8.3.1983 beim Aussenministerium in Brüsse erfahren haben). Ausserdem gebe die UPZa zu, dass sie ausser den angestellten Journalisten auch die Zeitungsverleger vertrete. G. ANASTASSOPOULOS ist der Ansicht, dass man den Generalsekretär dazu auffordern sollte, mehr Informationen über die UPZa zu sammeln und u.a. die Namen sowie die Berufsangaben der Vorstandsmitglieder anzufordern. K. ASHTON möchte wissen, ob diese Organisation seit dem Ausschluss aus der IJF ihre Satzung geändert habe. M. TREFI weist auch auf die Antwort auf Frage 10 hin:" Die UPZa hält sich an die nationale Gesetzgebung über die Pressefreiheit, die durch einen gesetzlichen Erlass garantiert wird, dessen Text sie selbst vorgeschlagen hat" Was besage denn dieses Gesetz? Der Vorstand beauftragt den Generalsekretär, mit der UPZȧ Kontakt auf zunehmen, um ihr die verschiedenen im Laufe der Diskussion aufgekommenen Frager zu stellen. ( vii) Aegypten Im März 1982 hat die ägyptische Presse gewerkschaft( Egyptian Press Syndicate) einen formellen Aufnahmenantrag bei der IJF eingereicht. Da einige Antworten näherer Erläuterungen bedurften, hatte der Generalsekretär das Schreiben der Gewerkschaft beantwortet und u.a. eine Kopie der Satzung der SEP angefordert. Während seines Besuchs in Kairo im Oktober 1982 habe T. BOGAERTS Erläuterungen zu zwei Fragen erhalten: Die Bezüge der. Journalisten, die als eher zufriedenstellend betrachtet würden, seien vom obersten Presserat ( ein von den Regierung einberufenen Gremium, in dem die Journalisten vertreten sind) festgelegt, wobei die SEP ihre diesbezüglichen Empfehlungen ausspreche. Ausserdem nahme die SEP keine Zeitungsverleger auf, sondern beschränke sich au Berufs journalisten; hierbei müsse das Wort" employers" als" Chefredakteure" verstanden werden. Die SEP habe versprochen, sobald wie möglich eine englische Uebersetzung ihrer Satzung der IJF zuzuschicken. Bisher sei diese aber noch nicht eingetroffen. Beachtenswert sei die Tatsache, dass die SEP ein Gründungsmitglied der IJO und ihr jetztiger Präsident Salah Galal einer der IJO- Vizepräsidenten sei. - 5 - enn M. TRIFI bestätigt, dass es sich hierbei sicherlich um die bedeutendste ournalistengewerkschaft im arabischen Raum handele und spricht sich zugunsten hrer Aufnahme in die IJF auf. In Aegypten komme es vor, dass Journalisten ür einige Zeit Aufgaben in der Verwaltung übernähmen und dann wieder in ihrem Seruf weiterarbeiteten. Für die Organisation eines Seminars wäre es sicherlich on Interesse, dass die IJF mit der SEP zusammenarbeiten könne, und in diesem alle wäre es auch wichtig, die Unesco um ihre Unterstützung zu bitten. ( Zustimmung des Vorstands) K. ASHTON ist der Ansicht, dass es gut wäre, wenn es uns gelänge, ein Seminar in Aegypten abzuhalten und er fordert den Vorstand auf, ein solches Projekt zu unterstützen. STELLUNGNAHME VOM H. CROUS Da H. CROUS nur während eines halben Tages an den Diskussionen des Vorstands teilnehmen konnte, hat er um die Erlaubnis gebeten, zu zwei Punkten usserhalb der Tagesordnung Stellung zu nahmen: die Nachfolge des Generalseretärs und der Gebrauch des Deutschen als Arbeitssprache der IJF. Der Inhalt seiner Stellungnahme wird in den betreffenden Punkten der Tagesordnung wiedergegeben, d. h. auf den Seite III. PRESSEFREIHEIT ( i) Mission nach Polen 24. Der Generalsekretär erinnert an die Resolution von Lugano, an den Briefwechsel mit der IJO und dem Journalistenverband der Volksrepublik Polen( SDRLP), an die Erklärung, die der Vorstand im Oktober 1982 in Brüssel verabschiedet hat, an die Reaktion der IJO auf das Wort" reaktionär" und an den Aktionstag iber Polen. B Am 18. Februar 1983 sei im" Quotidien de Paris" ein Artikel erschienen hit der Ueberschrift" Die Jagd auf die Journalisten ist eröffnet", in dem der Druck beschrieben werde, den die polnische Regierung auf die kleinen Publikationen ausübe, bei denen eine ganze. Reihe von Journalisten aus dem Verband von ratkowski( SDP) beschäftigt seien.. T. MOE weist darauf hin, dass im Organ der schwedischen Journalistengewerkschaft soeben ein langer Artikel über die Lage der Journalisten in Polen veröffentlicht worden sei. Man müsste diese um eine Uebersetzung des Artikels bitten. Ausserdem habe die Gewerkschaft beschlossen, Stefan Bratkowski zu ihrem Congress im Juni 1983 einzuladen. Die Durchführung der Resolution von Lugano sei sehr schwierig und ein Delegierter der IJF werde kaum Chancen haben, die Jourhalisten, mit denen er sprechen möchte, zu treffen." G. ANASTASSOPOULOS ist der Ansicht, dass wir nicht das Recht hätten, einer Entscheidung des Kongresses nicht. Folge zu leisten unter dem Vorwand, ihre Durchführung sei zu schwierig. Man werde uns vielleicht die Einreise nach Polen fverweigern, wir müssten aber unsere Bemühungen umsomehr fortsetzen als JournaListen weiterhin unterdrückt würden. A. DOLAV erklärt sich mit seinem Kollegen einverstanden. Wenn unsere Bemühungen zu einem Misserfolg führen sollten, so würden wir den Mitgliedsgewerkschaften dies mitteilen, wir müssten aber die notwendigen Schritte einleiten. 7 - Wenn der Vorstand es jedoch wünsche, so werde er weiterhin für die Erfüllung dieser Aufgabe zur Verfügung stehen. Es handele sich darum, unsere Unterstützung für die inhaftierten und verfolgten Kollegen zu manifestieren, unsere Solidarität mit der uns angeschlossenen Gewerkschaft zu bekunden und es so einzurichten, dass die vor Ort gesammelten Informationen es uns erlaubten, eine Kampagne über dieses Thema zu starten. Aber würde ein" privater" Besuch uns erlauben, im Namen der IJF zu intervenieren? K. ASHTON weist auf sein Gespräch mit Hifzi TOPUZ in Lissabon hin, der gerade im Begriff sei, in die Türkei zurückzukehren und dort eine Stelle als Chefredakteur einer Zeitschrift anzutreten. Er habe die Absicht, der TGS beizutreten. Der Kontakt mit ihm werde für die Mission der IJF von Nutzen sein. Ausserdem habe Kenneth Morgan Anfang Februar an einer Seminar des IPI in der Türkei teilgenommen, das sich an Chefredakteure und Verleger gerichtet habe. Man habe die türkischen Kollegen beraten und kurz vor der angekündigten Restauration der parlamentarischen Demokratie auf die Behörden zugunsten der Pressefreiheit Einfluss nehmen wollen. en Morgan schreibe:" Wir haben feststellen können, dass das Kriegsrecht in Kraft war, dass Soldaten auf den Strassen umhergeben und dass sich Chefredakteure im Gefängnis befinden, genau wie es zum Zeitpunkt des 11. IJF- Weltkongresses im September 1972 der Fall war. Dass wir uns in den gleichen Räumen des TGS versammel. ten, in denen der IJF- Kongress stattfand, bestärkt uns in dem Eindruck, dass die Zeiten sich nicht geändert haben. Mit der türkischen Gewerkschaft habe ich keine förmlichen Gespräche geführt, habe aber die Gelegenheit genutzt, die TGS- Mitglieder, die an dem Seminar teilgenommen haben, über ihre Reaktion auf eine mögliche Mission der IJF, so formlos sie auch sein mag, zu befragen. Ich bin zu der festen Ueberzeugung gekommen, dass sie froh wären, trotz der Einschränkungen, die die Behörden ihr auferlegen könnten, eine Delegation der IJF empfangen zu dürfen." G. ANASTASSOPOULOS ist der Ansicht, dass wir die Fähigkeiten der IJF allzuoft unterschätzten. Auf jeden Fall könnten uns die voraussehbaren Schwierigkeiten nicht am Handeln hindern. Wir hätten uns nicht darum zu kümmern, ob die türkischen Behörden unsere Delegation als privat oder offiziell bezeichneten. Der VORSTAND gibt sein Einverständnis dafür, dass Max ROLLAND den Auftrag in der Türkei ausführt. ( iii) Lage der Presse und der Journalisten in den besetzten Gebieten Der GENERALSEKRETÄR erinnert daran, dass der Bericht der nationalen israelischen Journalisten- Föderation kommentarlos an die Mitgliedsgewerkschaften weitergeleitet worden sei. Nun bliebe es dem Vorstand überlassen, Schritte zur Ausführung des letzten Absatzes der in Lugano verabschiedeten Resolution einzuleiten: " Der Kongress beauftragt den Vorstand, anhand dieser Berichte alle geeigneten Massnahmen zu treffen, und beschliesst, die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, einen Ausschuss zur Untersuchung der Lage in dieser Region einzusetzen." M. TRIFI habe den Bericht der israelischen Kollegen gelesen und halte es nicht für notwendig, darauf zu antworten, da sein eigener Bericht auf dem Kongress in nichts widerlegt worden sei. Die PLO- freundlichen arabischen Journalisten seien der Subversion beschuldigt worden. Die Begründung der Israelis - 8 - do gliche stark den Argumenten, die die IJO in der polnischen Frage vorbringe. Er weist auf den im Januar 1983 im" CPJ Update"( Committee to Protect Journal-. ists, Washington) erschienenen Artikel" Kein Friede für die Presse. im Westjordanland" hin. M. Trifi bittet die israelischen Kollegen darum zu verstehen, dass sich die Kritikpunkte in seinem Bericht gegen die Regierung Israels und nicht gegen die edournalister dieses Landes richteten, die in der letzten Zeit in der Information der israelischen Offentlichkeit eine wichtige Rolle gespielt hätten Warum sollten wir uns innerhalb der IJF gegenseitig angreifen, wo doch unser gemeinsames Ziel der Kampf für die Meinungsfreiheit und das Recht auf freie Meinungsäusserung aller Journalisten sei. Er fordere, man solle eine Untersuchungsmission in die besetzten Gebiete und in den Libanon schicken, wo Zeitungen geschlossen und das palästinensische Informationszentrum völlig geplündert worden seien( alle Bücher und Unterlagen seien nach Israel geschafft und bisher noch nicht zurückgegeben worden). A. DOLAV berichtet, dass seine Gewerkschaft mit dem Ministerialdirektor des israelischen Aussenministeriums bezüglich der unter Hausarrest gestellten Chefredakteure der Zeitungen" El Fajr" und" Achaab" eine Unterredung geführt habe. Kurze Zeit später seien die restriktiven Massnahmen gegen die beiden Journalisten aufgehoben worden. Darauf erläutert A. Dolav den Unterschied zwischen den beiden Territorien diesseits und jenseits der Grenzlinie. In Israel würden die Journalisten alle demokratischen Freiheiten geniessen, während sie in den besetzten Gebieten der Militärverwaltung unterstünden und daher sich den restriktiven Massnahmen der Militärbehörden fügen müssten. Die israelische Gewerkschaft werde jedoch mit Hindernissen ganz anderer Art konfrontiert, wenn sie für die arabischen Journalisten eintreten wolle. Die Gewerkschaftssektion von Jerusalem habe versucht, im Hinblick auf eine Zusammenarbeit mit den arabischen Journalisten in Ostjerusalem Kontakt aufzunehmen, aber letztere hätten das vorgeschlagene Treffen abgeschlagen. Die Situation sei äusserst kompliziert. G. ANASTASSOPOULOS sagt, er wisse die Erklärungen, die man uns gegeben have, zu würdigen. Nur sei ein Punkt nicht klar, nämlich ob die arabischen Journalisten in den besetzten arabischen Gebieten tatsächlich diskriminiert würden. Wie stehe es denn um die gegen sie gerichteten Anschuldigungen wegen umstürzlerischer Umtriebe? Viele Militärregime würden den Journalisten, der die Ansichten der Regierung nicht teile, der Subversion anklagen, und es sei oft schwierig, den Dingen Rechnung zu tragen. Es wäre von Nutzen, einen Kollegen der IJF zu entsenden, der vor Ort Untersuchungen anstellen und uns so die Antwort auf unsere Fragen verschaffen könnte. Er schlage T. Moe oder E. Morresi vor. T. MOE ist der Ansicht, dass über die Presse und die Journalisten in den besetzten Gebieten viele Informationen zur Verfügung stünden. Wir könnten einen integren Kollegen bitten, diese Dokumentation zu bearbeiten und uns einer objektiven Bericht zur Vorlage beim Exekutivkomitee zu unterbreiten. A. DOLAV macht darauf aufmerksam, dass die Grenzlinie zwischen Israel und den besetzten Gebieten völlig durchlässig sei und dass viele Informationen aus diesen Gebieten herausgebracht würden. Welche Entscheidung der Vorstand auch immer treffen sollte, so hoffe er, dass die israelische Gewerkschaft das Vertrauen der IJF verdiene, um mit der Durchführung der Anordnungen des Vorstands beauftragt zu werden. Ausserdem weist er darauf hin, dass die Militärbehörden angehalten seien, die Genfer Konvention zu respektieren. Wenn ein Journalist wegen Subversion gerichtlich belangt würde, so habe dieser das Recht, seinen Fall dem Staatsgerichtshof zu unterbreiten. Dies sei ein wichtiges Detail, wenn wir Informationen im einzelnen überprüfen wollten. 9 - ab M. TRIFI unterstütze den Vorschlag für die Entsendung einer Mission. Wenn die Informationen auch erhältlich seien, so müsse man sie doch an Ort und Stelle überprüfen, damit sich der Vorstand eine eigene Meinung bilden könne. Wenn die Militärregierung Journalisten wegen, Subversion verfolge, gebe es denn auch Beweise dafür? Handele es sich nicht einfach um die Ausserung einer Meinung, die der Regierung missfalle? Dies sei ein einfacher und gefährlicher Vorwand, den alle Diktaturen benutzten. Ausserdem seien trotz der zur Verfügung stehenden Informationen nicht alle Fakten notwendigerweise bekannt. Man müsse sie sich an der Quelle verschaffen, dort, wo eben die Verstösse begangen worden seien. Welches sei übrigens der Wert des Berichts, den man anfertigen lassen wolle? Wer werde mit der Auswertung der verfügbaren Informationen beauftragt? Diese Alternative sei übrigens nicht mit der Resolution des Kongresses vereinbar. K. ASHTON stellt klar, dass in der Resolution von einer" Kommission" und nicht von einer" Mission" die Rede sei. Es sei auch klar, dass sowohl M. Trifi als auch A. Dolav mit der Wahl der Person, die den Bericht erstellen solle, einverstanden sein müssten. Er schlage vor, über den Vorschlag von T. Moe abzustimmen. Dieser sehe vor, einen( französischen oder englischen) Kollegen zu bitten, einen Bericht anhand der verfügbaren Informationen anzufertigen. Mit einer Mehrheit von 4 gegen 3 Stimmen nimmt der Vorstand diesen Vorschlag an. Der Antrag M. Trifis, zuerst über den an erster Stelle gemachten Vorschlag abzustimmen, d.h. eine Mission zu entsenden, wurde aus Verfahrensgründen abgelehnt. ( iv) Aktionstag 1983 K. ASHTON ist der Ansicht, dass wir erst darüber entscheiden könnten, ob unser diesjähriger Aktionstag der Türkei gewidmet werde, wenn wir über den Missionsbericht verfügten. Er hoffe, dass dieser auf der Sitzung des Exekutivkomittees in Dublin zur Verfügung stehen werde. T. MOE fragt sich, ob wir weiterhin jedes Jahr eine solche Aktion vorausplanen sollen. Während der Vorbereitung der Dokumentation und der Aktionen in Verbindung mit einem Aktionstag, könnten doch die aktuellen Geschehnisse das Problem auf ein anderes Land verlagern, dem wir dann in unserer Aktion Priorität einräumen müssten. ein Auf Vorschlag von Ch. PERLIK beschliesst der Vorstand, die Entscheidung über unseren Aktionstag auf Dublin zu vertagen und das Ergebnis der IJFMissionen nach Polen und in die Türkei abzuwarten. IV. BERUFSGEHEIMNIS Der PRAESIDENT erstattet Bericht über den Besuch, den er vom 7. bis zum 9. Februar 1983 zusammen mit G. ANASTASSOPOULOS in Strassburg gemacht hat. Man habe bei den verschiedenen im EP vertretenen politischen Parteien vorstellig werden wollen, um ihre Unterstützung für ein Resolutionsprojekt über das Berufsgeheimnis zu gewinnen. Sie seien mit Pieter DANKERT, dem Präsidenten des EP, mit Simon VEIL, der Vorsitzenden der Rechtskommission, sowie mit den Führern der meisten dort vertretenen politischen Formationen zusammengetroffen.. Der Empfang sei im allgemeinen freundlich gewesen, auch wenn es manchen schwergefallen sei einzusehen, dass den Journalisten mehr Rechte zugestanden werden sollten als den übrigen Bürgern. Der Deutsche liberals Abgeordnete habe die - 10 - deutlichste Zurückhaltung erkennen lassen und sei der Ansicht gewesen, dass man unmöglich definieren könne, was ein zu schützendes Geheimnis sei. Die IJF- Delegation habe ihren Aufenthalt in Strassburg ebenfalls dazu genutzt, Gaetano ADINOLFI, dem stellvertretenden Generalsekretär des Europarates, Hugh BESSLEY, dem Leiter des Presse- und Informationsdienstes, und Frits HONDIUS, dem stellvertretenden Direktor der Menschenrechte und Sekretär des Gremiums für Massenkommunikationsmittel( CDMM), einen Besuch abzustatten. Angesichts der Opposition Italiens in Europarat sei es unwahrscheinlich, dass unserem Antrag auf Organisation einer Konferenz über die Redaktionsfreiheit stattgegeben werde. Der Antrag der IJF- Delegation, bei dem Expertenkomitee für Informationsmittel als Beobachter zugelassen zu werden, sei auf eine eher zurückhaltende Reaktion gestossen: vorhergehende Beratungen würden notwendig erscheinen. Schliesslich sei die IJF zur Teilnahme an einer beratenden Sitzung der nichtstaatlichen Organisationen eingeladen worden, die am 23. Juni 1983 in Strassburg stattfinden werde. Der Schutz der Auslandskorrespondenten sei eine heikle Angelegenheit und man scheine diese Frage im Moment nicht mehr aufgreifen zu wollen. G. ANASTASSOPOULOS macht darauf aufmerksam, dass der Europarat und das Europarlament zwei völlig verschiedene Institutionen seien, wenn sie auch einen gewissen Einfluss aufeinander ausübten. Die Schritte der IJF hinsichtlich der Unterstützung eines Resolutionsprojekts über das Berufsgeheimnis seien sicher nicht umsonst gewesen. Auch wenn die Resolution nicht einstimmig angenommen. werde, so werde sie doch eine grosse Mehrheit auf sich vereinen können. Es sei sogar davon die Rede gewesen, einen Zusatzantrag einzuschliessen, der vorsehe, don Mitgliedsstaaten eine allgemeine Richtlinie zu übermitteln. Dies beinhalte jedoch juristische Aspekte, die zuvor überprüft werden müssten. Der Europarat arbeite momentan an einem auf zwei Jahre angesetzten Projekt über die Folgen des Satellitenfernsehens. Die staatliche Expertenkommission sei damit beauftragt worden, Empfehlungen auszuarbeiten. Da diese sich gerade zu dem Zeitpunkt getroffen habe, als die IJF- Delegation in Strassburg gewesen sei, habe letztere der Kommission den Standpunkt der IJF zum Thema" Berufsgeheimnis" darstellen können. Leider werde die IJF nicht von einer PR- Agentur unterstützt? Wenn einflussreiche Zeitungen unser Vorgehen in der Oeffentlichkeit bekannt machen könnten, so wäre unser Druck um so stärker. Der Vorstand nimmt diesen Bericht zur Kenntnis. V. URHEBERRECHT AUF PHOTOKOPIEN T. MOE teilt mit, dass seine Gewerkschaft im Namen der nordischen Gewerkschaftsunion bei Prof. Jon BING von der Universität Oslo eine Studie über die vom Kongress in Lugano aufgeworfenen Fragen in Auftrag gegeben habe. Dieser ziehe die Schlussforlgerung, dass der Unterzeichnung von Gegenseitigsverträgen zwischen Mitgliedsgewerkschaften der IJF und einer Ueberweisung der eingenommenen Gelder an die IJF keine formalen Hindernisse im Wege stünden. Mehr und mehr würden die Gewerkschaften feststellen, dass in Anwendung der Berner Konvention Vergütungen eingezogen werden könnten. G. ANASTASSOPOULOS ist der Ansicht, dass wir in diesem Bereich die Führung übernehmen. Viele Mitgliedsgewerkschaften seien noch nicht bereit, sich in dieses System einzugliedern. Sie würden nach und nach dazu kommen. Man müsse das Informationsmaterial mit einer Empfehlung des Vorstands an die Mitgliedsgewerkschaften verteilen. - 11 - Auf Vorschlag von T. MOE empfiehlt der Vorstand dem Exekutivkomitee, den Vertragsentwurf für die gegenseitige Ueberweisung der Vergütungen aus den Urheberrechten auf Photokopien zu billigen und fordert die Mitgliedsgewerkschaften der IJF dazu auf, solche Verträge untereinander zu unterzeichnen. VI. ARBEITSGRUPPEN ( i) Arbeitsgruppe IJF/ FNSI Der PRAESIDENT berichtet über die Sitzung der Vertreter der FNSI ( Piero AGOSTINI und Paolo MURIALDI) und der IJF( Max ROLLAND, Enrico MORRESI und K. ASHTON), die am 21. und 22. Februar in Mailand stattfand. Die Vorstandsmitglieder der IJF hätten einen ersten Meinungsaustausch dem Entwurf eines europäischen Mustervertrags gewidmet. Die Vertreter der FNSI seien der Ansicht gewesen, dass der Text der IJF ein ungeordnetes Gemisch aus Grundsätzen und praktischen Einzelheiten sei. Möglicherweise müsse man daran denken, den Text in zwei verschiedenen Kapitel zu trennen. Auch wünsche die FNSI die Bestimmungen in bezug auf die RedaktionsFreiheit zu verstärken. Die Grundsätze der Pressefreiheit für die geschriebene Presse müssten ebenfalls im audio- visuellen Bereich gelten. Das System der obligatorischen Veröffentlichung der Bilanzen durch die italienischen Verleger könnte ebenfalls Veranlassung zu einer Grundsatzerklärung sein. Ausserdem würde. die FNSI gerne das Kapitel über die neuen Techniken ausweiten. Die IJF- Delegierten hätten darauf hingewiesen, dass unsere Arbeitsgruppe über die neuen Techniken damit beauftragt worden sei, dazu einen Mustervertrag auszuarbeiten. Die Forderungen der Italiener schienen im grossen und ganzen mit denen der IJF übereinzustimmen. Auch hätten sich die Italiener sehr besorgt gezeigt über die Datenbanken und über den Gebrauch von Texten in Presseagenturen, die nicht von Journalisten geschrieben werden seien. Die FNSI werde der IFJ vor dem 15. Mai 1983 einen erweiterten Entwurf zukommen lassen. Eine weitere Sitzung der Arbeitsgruppe könne in der Zeit zwischen Juli und September 1983 in Brüssel oder Paris stattfinden. Der zweite Tag des Treffens zwischen IJF und FNDI sei dem Problem " Berufsgeheimnis" gewidmet worden. In Italien überlasse das Verfassungsgericht es den Zivilgerichten, für dieses Dilemma eine Lösung zu finden. Diese schienen der Ansicht, dass die Gerechtigkeit Vorrang vor der Freiheit haben müsse. Momentan orientiere man sich an Grossbritannien, um so etwas wie ein Berufsgeheimnis einzuführen. Drei Parteien würden sich mit dieser Frage beschäftigen, ihre Schlussfolgerungen seien aber noch nicht bekannt. Ausserdem werde sich die italienische Föderation mit ihren Europaparlamentariern in Verbindung setzen, un sie zur Unterstützung der Resolution über das Berufsgeheimnis zu bewegen. Die Frage eines eventuellen Beitritts der FNSI zur IJF sei nicht angesprochen worden. E. MORRESI unterstreicht die Bedeutung der Durchsichtigkeit der Gesetze und der Verfassungsbestimmung über die Presse in Italien. Die Verfassung erkenne an, dass die Presse von öffentlicher Wichtigkeit sei, was es dem Staat ermögliche, sie zu unterstützen, aber auch, ihr seine Regeln zu diktieren, um das öffentliche Recht zu schützen. Obwohl ein Presseunternehmen privat sei, müsse es seine Bilanz und seine politische Linie veröffentlichen, aber die Redaktion habe kein Vetorecht bei der Wahl des Chefredakteurs. G. ANASTASSOPOULOS weist auf eine interessante Bestimmung im neuen italienischen Pressegesetz hin: der Auftraggeber einer Werbesendung dürfe in 石 瓜 1.2 den audio- visuellen Informationsmitteln nur Werbung machen, wenn er den gleichen Betrag für Werbung in der Presse ausgegeben habe. Jedes Land habe sein eigenes System, um die Presse zu subventionieren; in manchen Ländern sei man der Ansicht, dass die Presse sich selbst überlassen werden sollte und dass es nicht Aufgabe des Staates sei, sie zu unterstützen. Die Erklärung, die der Europarat im letzten Jahr über die Pressefreiheit verabschiedet habe, stelle den ersten Versuch dar, mit Nachdruck darauf hinzuweisen, dass der Staat nicht nur die Verpflichtung habe, sich jeden Drucks gegen die freie Meinungsäusserung zu enthalten, sondern dass er sogar Massnahmen treffen müsse, um der Presse unter die Arme zu greifen und so den Pluralismus zu ermöglichen.. Der Vorstand nimmt diesen Bericht zur Kenntnis und wird sich mit den neuen Vorschlägen der FNSI auseinandersetzen, sofern sie in Dublin zur Verfügung stehen. ( ii) Arbeitsgruppe" Neue Techniken" K. ASHTON teilt mit, dass die IGF an einem weiteren Treffen mit der IJF interessiert sei, aber noch keinen konkreten Vorschlag gemacht habe. Ausse dem würde er gerne wissen, wie die Chancen für die Organisation einer zweiten internationalen Konferenz als Folgekonferenz zu Berlin stünden, da die Niederländische Journalisten gewerkschaft momentan nicht in der Lage zu sein schiene, an einem solchen Projekt mitzuarbeiten. Der Vorstand beauftragt Hans LARSEN und seine Arbeitsgruppe, sich mit dieser Frage zu beschäftigen und in Dublin Bericht zu erstatten.. ( iii) Arbeitsgruppe" Pressefreiheit" Der GENERALSEKRETAER teilt dem Vorstand mit, dass die Arbeitsgruppe ihren Bericht für die Sitzung des Exekutivkomitees ankündige. Karl GEIBEL teile mit, dass die Arbeitsgruppe sich später mit den ihr zusätzlich gestellten Aufgaben befassen werde( Charta über die Pressefreiheit, Studie über die Zensur).. Der Vorstand nimmt diesen Bericht zur Kenntnis. ( iv) Ausschuss" 3. Welt" Dieser Ausschuss, dem der Präsident, der 1. Vizepräsident, Carl HERNLUND( Organisator), José- Luis ROLDAN, Mokhtar TRIFI und der Generalsekretar angehören, wird am 4. März 1983 in Paris tagen. VII. UMFRAGEN DER IJF ( i) Presserate H.J. BRADLEY habe den Entwurf eines Fragebogens ausgearbeitet, Carl HERNLUND und H. CROUS seien dabei zu Rate gezogen worden. Die Antwort E. SPO0s, der ebenfalls konsultiert worden sei, sei der IJF noch nicht zuge gangen. Ch. PERLIK bemängelt an diesem, wie auch an den anderen Fragebögen der IJF, dass sie nicht flexibel genug seien, um sich den spezifischen Situationen in den einzelnen Ländern anpassen zu können. So gehe man z. B. davon aus, dass es einen nationalen Presserat gebe, und ziehe die Möglichkei nicht in Betracht, dass auch regionale Presseräte oder entsprechende private Einrichtungen existieren könnten. - 13 - medo tid M. TRIFI ist der Ansicht, dass der Fragebogen die eine oder andere Frage enthalten sollte, die es den Mitgliedsgewerkschaften ermögliche, eine ihnen eigene Situation, die dem System des Presserates eigentlich nicht entspreche, ausführlich zu schildern. T. MOE empfiehlt, eine Frage hinzuzufügen, wie z. B.: Wie wird in Ihrem Land die Selbstdisziplin von den Journalisten praktiziert? Welches Mandat hat Ihr Presserat? Sind die Zeitungen dazu verpflichtet, die vom Presserat auferlegten Sanktionen zu veröffentlichen? Kann er die Zahlung von Geldstrafen verlangen? M. ROLLAND ist der Ansicht, dass die erste Frage einer Zusatzfrage bedürfe, falls die Antwort' nein' laute. Es wäre von Nutzen zu erfahren, warum in diesem Land kein Presserat bestehe, ob die Gewerkschaft einen Presserat möchte oder nicht und warum. K. ASHTON wirft die Frage auf, wer denn in Ländern, wo es einen Ehrenkodex gebe, für dessen Respektierung zuständig sei, der Presserat oder die Journalistengewerkschaft? dem. A. DOLAV meint, es wäre interessant zu erfahren, zu welchen Sanktionsmassnahmen ein Presserat greifen könne. sade E. MORRESI ist der Ansicht, dass Frage 8 sich zwischen Frage 3 und 4 einordnen müsse. Ausserdem sei Frage 6 nicht klar. Habe der Rat das Recht, von sich aus gewisse Mängel zu überprüfen, oder könne er nur auf Anzeigen hin handeln? Der Vorstand beauftragt den Generalsekretär, H. J. BRADLEY diese Bemerkungen zu übermitteln und ihn zu bitten, seinen Fragebogen anhand dieser Bemerkungen zu überarbeiten. Danach könne der Fragebogen an die Mitgliedsgewerkschaften verschickt werden. Es sei nicht notwendig, dem Vorstand den neuen Fragebogen zu unterbreiten. ( ii) Urheberrecht der Radio- und Fernsehjournalisten Der Generalsekretär habe sich mit Stein Ove Grönsund in Verbindung gesetzt, der als Vertreter der IJF an mehreren Tagungen über das Urheberrecht in Paris und Genf teilgenommen habe. Er sei dazu bereit, einen Fragebogen auszuarbeiten, bitte aber um die Unterstützung eines Kollegen von Rundfunk oder Fernsehen. Der Generalsekretär werde sich diesbezüglich an die RFFU wenden. T. MOE teilt mit, dass Stein Ove Grönsund gerade von einer Afrikareise zurückgekehrt sei und die Antwort seiner deutschen Kollegen erwarte. ( iii) Wert des Presseausweises Der GENERALSEKRETAR teilt mit, dass F.F. LEHNI den Bericht über seine Umfrage unter den Mitgliedsgewerkschaften beinahe beendet habe, aber immer noch auf die Antwort der UGT- Spanien warte. 1 14 - Einige Vorstandsmitglieder stellen Fragen über den tatsächlichen. Wert des Presseausweises, aber der Praesident bittet, die Diskussion aufzuschieben, bis wir über den Bericht von F.F. LEHNI verfügten. Es sei gewiss dass wir unsere Bemühungen in Strassburg fortsetzen müssten, damit unser Ausweis vom Europarat anerkannt werde. VIII. BEZIEHUNGEN ZWISCHEN DER IJF UND DER IJO Der GENERALSEKRETAER stellt fest, dass die Angriffe der IJO auf die IJF immer mehr zunähmen, sowohl in den Publikationen der IJO als auch auf Konferenzen und anderen internationalen Veranstaltungen. Wir müssten zwei verschiedene Fragen erörtern: einerseits die Einladung der IJO vom 23. Dezember 1982 zu einem weiteren Treffen unserer beiden Organisationen, andererseits die Einladung der IJO zur 4. beratenden Versammlung der internationalen und regionalen Journalistenorganisationen. ( i) Treffen zwischen IJF und IJO In der Einleitung des Briefes der IJO vom 23. Dezember 1982" stellt sie mit Genugtuung fest, dass die Situation nun objektiver betrachtet wird und dass der Vorstand noch keine formelle Entscheidung bezüglich der Durchführung der Resolution des Kongresses getroffen hat". Die IJO sei der Meinung, dass in manchen Formulierungen noch das durchblicke, was man als" Anti- LignanoGeist von Lugano" bezeichnet habe, sie" teilt die Ansicht, dass man sich nicht in die Rechte der polnischen Journalisten einnischen darf..." und verteidige die neue polnische Journalistengewerkschaft. Der GENERALSEKRETAER stellt folgende Fragen: Nehmen wir die Einladung zu einen weiteren Treffen zwischen IJF und IJO an? ( 2) Wenn ja, wer soll die IJF vertreten? ( 3) Wie sollten wir auf die von der IJO vorgeschlagene Tagesordnung reagieren? So sehr E. MORRESI auch glaube, dass wir bei Versammlungen, an denen regionale und internationale Journalistenorganisationen teilnehmen, zur Aufrechterhaltung der Kontakte vertreten sein müssten, so sehr meine er jedoch, dass es nicht von Nutzen sei, allein mit den Delegierten der IJO zusammenzutreffen, nur um wieder dieselben uns schon bekannten Argumente zu wiederholen. M. TRIFI ist der Ansicht, dass ein Zusammentreffen mit den Verantwortlichen der IJO von Nutzen wäre, um an erster Stelle über die polnische Frage zu sprechen. Die anderen Fragen wie z. B. der Schutz der Journalisten müssten ebenfalls angesprochen werden. Ziel dieses Treffens müsste es sein, die IJO dazu zu veranlassen, zu diesen Fragen eine klare Stellung zu beziehen. Ch. PERLIK erinnert an den Beschluss von Lugano, die formellen Beziehungen zur IJO solange einzustellen, wie diese sich weigere, die Untersuchungsmission zu unterstützen. Ausserdem sei der Anfang des Briefes der IJO eindeutig: jetzt, wo die IJF wieder vernünftig geworden sei, könnten wir unsere normalen Beziehungen wieder aufnehmen. Unsere Antwort an die IJO sollte von deren Haltung gegenüber der IJF- Mission in Polen abhängig gemacht werden. Die Resolution von Lugano sei eindeutig und wir hätten kein Recht, sie zu interpretieren. M. ROLLAND ist der Ansicht, dass ein Treffen zwischen Vertretern der IJF und der IJO zu nichts führen würde und sogar Gefahr laufe, die Lage noch zu verschärfen. Wir müssten sie auf jeden Fall unter anderen Umständen treffen. - 15 Der Vorstand verabschiedet mit einer Mehrheit von 5 zu 1 Stimmen den folgenden Beschluss: " Nach Ueberprüfung des Schreibens der IJO vom 23.12.1982, bezugnehmend auf Punkt 4 der Resolution über Polen, die vom Kongress in Lugano verabschiedet wurde, - in Kenntnis der von der IJO dazu geäusserten Reaktionen und Ansichten bezweifelt der Vorstand der IJF, dass sin weiteres bilaterales Treffen von Nutzen ist und verweist die Frage an das Exekutivkomitee zu einer weiteren Ueberprüfung". ( ii) 4. beratende Versammlung der internationalen und regionalen Journalistenorganisationen in Prag( Juni 1983) Der GENERALSEKRETAER teilt mit, dass der IJF am 14. Januar 1983 eine te Einladung zugegangen sei. In einem Brief vom 20. Januar habe die IJO uns die von der Unesco vorgeschlagene Tagesordnung übermittelt deren Wortlaut von dem ursprünglich von der IJO vorgeschlagenen abweiche. Es werde jedoch nicht klargestellt, ob die IJO diese neue Tagesordnung auch annehme, die im Punkt 2 das Thema" Massnahmen zur Erleichterung der Arbeit der Journalisten und vor allem der Auslandskorrespondenten in aller Unabhängigkeit und Freiheit" vorsehe. M. ROLLAND, der die IJF bei dem 3. Treffen dieser Art 1981 in Bagdad vertreten hat, teilt mit, dass man dort wirklich beschlossen habe, die IJO mit der Organisation dieses 4. Treffens zu beauftragen. Es sei jedoch gesagt worden, dass es tatsamer sei, dieses Treffen nicht in Prag stattfinden zu lassen. Es sei zu bedenken, dass diese Art von Treffen unter der Schirmherrschaft der Unesco stattfänden. : T. BOGAERTS teilt mit, dass die Internationale Katholische Presseunion zögere, an diesem Treffen teilzunehmen, solange nicht der momentan aufgelöste polnische Journalistenverband( SDP) seine Funktion wieder aufnehmen dürfe. Im März 1983 habe in Budapest ein kleiner vorbereitender Ausschuss zusammentreffen llen, den die 2. Versammlung in Mexiko damit beauftragt hatte, einen Entwurf r einen Text über die Berufs deontologie auszuarbeiten. Die Internationale Katholische Presseunion habe die Teilnahme verweigert. Sollten wir diesmal noch auf der Teilnahme der Felatrap bestehen? Was die Tagesordnung angehe, so werde man wieder einmal feststellen, dass die gemeinsame Erklärung der acht internationalen und regionalen Journalistenorganisationen über den Schutz der Journalisten, den auch die IJO in Paris unterzeichnet habe, nicht erwähnt werde. T. MOE ist der Ansicht, dass Punkt 2 der Tagesordnung dieses Thema einschliesse, er empfehle der IJF aber, die Verteilung dieser Erklärung als vorbereitende Arbeitsunterlage für die Versammlung zu fordern. pol dez Batel11 ( Zustimmung des Vorstands) spekte - 16 - Ch. PERLIK schlägt vor, unsere Teilnahme an dieser Versammlung von einer Einladung an die Felatrap abhängig zu machen. M. TRIFI glaubt nicht, dass wir die Felatrap als solche erwähnen sollten, sondern die Teilnahme aller von der Unesco anerkannten regionalen Journalistenorganisationen fordern müssten. ( Zustimmung) 01 neb Auf Vorschlag des PRAESIDENTEN beauftragt der Vorstand den Generalsekretär, der IJO mitzuteilen, dass die IJF die von der Unesco vorgeschlagene Tagesordnung billige und die IJO dazu auffordere, sie ebenfalls zu unterzeichnen. Auf Vorschlag des GENERALSEKRETAERS beschliesst der Vorstand, dass die Erklärung der IJF vom Oktober 1982 über den Schutz der Journalisten ebenfalls zu den Arbeitsunterlagen der Versammlung zählen müsse. Der Vorstand bestimmt drei seiner Mitglieder, wovon zwei als Vertreter der IJF an der Versammlung in Prag teilnehmen werden, je nachdem, wer gerade zur Verfügung stehe/ K. ASHTON, G. ANASTASSOPOULOS und T. BOAGERTS. IX. BEZIEHUNGEN ZUR UNESCO ( 1) Erklärung über die Grundprinzipien bezüglich der Informationsmittel fa Der GENERALSEKRETAER erinnert daran, dass er sich auf Anfrage der Unesco am 17. September 1982 an die Mitgliedsgewerkschaften der IJF gewandt und sie um Mitteilung" jeglicher ihnen zur Verfügung stehender Informationen über die Art und Weise, wie die in der Erklärung formuliertenGrundsätze in die ab Tat umgesetzt wurden gebeten habe. Die IJF habe eine einzige Antwort erhalten, ea und zwar von der Norwegischen Journalistengewerkschaft. Diese Antwort sei anon die Unesco weitergeleitet worden. ( ii) Schutz der Journalisten Der GENERALSEKRETAER informiert den Vorstand darüber, dass die Arbeitsgruppe, die am 7. und 18. Oktober in Brüssel tagte, einen provisorischen... Entwurf einer Erklärung verabschiedet habe, der den Mitgliedsgewerkschaften am 29. Oktober 1982 übermittelt worden sei, damit sie Kommentare und Vorschläge anbringen könnten. eb Iog Die beiden Gewerkschaften der Schweiz, die Gewerkschaft der Niederlande und die SASJ( Südafrika) hätten geantwortet. Dabei handele es sich hauptsächlich um Kommentare. Nur die SJU( Schweiz) habe einige konkrete Aendereungen vorgeschlagen. Die niederländische Gewerkschaft drücke den Wunsch aus, dass die Gesprächsrunde, die unter der Schirmherrschaft der Unesco stattfinden sollte, sta in nicht allzu langer Zeit aber auf jeden Fall vor Ende 1983 abgehalten werden könne." Unter diesen Umständen wäre der Vorstand der NVJ der Ansicht, dass die Organisation einer speziellen Konferenz über" gefahrvolle Aufträge", die er anlässlich der Ermordung vierer niederländischer Journalisten vorgesehen hatte, nicht mehr unbedingt notwendig ist. Wenn es jedoch zu lange dauern sollte, bis die Konferenz stattfindet, so wäre der Vorstand bereit, mit Ihnen die Möglichkeit einer Besonderen Konferenz zu überprüfen". 17 SJU Der VORSTAND billigt die meisten Aenderungsvorschläge der und streicht auf Vorschlag von Ch. PERLIK die Klammer auf Seite 5( eventuell ein Beamter der Unesco). Dieser Text wird dem Exekutivkomitee unterbreitet und der IJO als Arbeitsunterlage für die Versammlung der internationalen und regionalen Journalistenorganisationen übermittelt werden. ( iii) Zusammenarbeit mit der Internationalen Vereinigung freier Lehrergewerkschaften( IVFL Die Internationale Vereinigung freier Lehrergewerkschaften( Mitglied des IBFG) habe mit dem GENERALSEKRETAER der IJF Kontakt aufgenommen, um über eine Zusammenarbeit im Rahmen der Unesco zu beraten. Das Projekt solle eine breitere Verständigung zwischen den Verantwortlichen. der Erziehungssysteme und den Spezialisten für Massenkommunikationsmittel im Bereich der Friedenserziehung und der Erziehung zur Beachtung der Menschenrechte wird ein Projekt und der Rechte der Völker bewirken. Dem Vorstand der IJF wird ur Organisation eines Seminars für Erzieher und Journalisten auf der Grundlage es zur der es Unesco- Programmes über Friedenserziehung und Erziehung zur Beachtung der Menschenrechte und der Rechte der Völker, unterbreitet. K. ASHTON fragt sich, ob die IJF die Möglichkeit und die Befähigung habe, um an einem solchen Projekt mitarbeiten zu können. Der Begriff" Information" könne viele Dinge bezeichnen. Der VORSTAND beauftragt den Generalsekretär, bei der IVFL nähere Einzelheiten in Erfahrung zu bringen, um so Grundlage und Tragweite des Projekts ausmachen zu können. X. EUROPARAT ( i) Kolloquium über die Rolle der nichtstaatlichen Organisationen in der heutigen Gesellschaft Der GENERALSEKRETAER teilt mit, dass unser ehemaliger Präsident Paul PARISOT sich bereiterklärt habe, an einem Kolloquium über" Die Rolle der nichttaatlichen Organisationen in der heutigen Gesellschaft" als Vertreter der IJF teilzunehmen. Das Kolloquium habe am 23. und 24. Februar 1983 in Strassburg stattgefunden. Er werde der IJF einen schriftlichen Bericht übermitteln. ( ii) Beratende Versammlung der nichtstaatlichen Organisationen aid 12 Die IJF sei dazu aufgefordert worden, einen Vertreter an einer Beratung der nichtstaatlichen Organisationen im Bereich der Kommunikation teilnehmen zu lassen, die am 23. Juni 1983 in Strassburg vom Europarat organisiert werde. Der VORSTAND beauftragt den Generalsekretär, die IJF bei dieser Versammlung zu vertreten. ( iii) Satellitenübertragung von Fernsehprogrammen Der GENERALSEKRETAER teilt mit, dass das Expertenkomitee für Medienpolitik( MM- PO) des Europarates den Beschluss gefasst habe, bestimmte Aspekte der Satellitenübertragung von Fernsehprogrammen zu untersuchen. Auf einer - 18 - Versammlung vom 21. bis zum 25. März 1983 in Strassburg werde diesbezüglich ein erster Meinungsaustausch stattfinden. Wäre es im Hinblick auf die von der IJF geplante Umfrage über das Urheberrecht in diesem Bereich nicht ratsam, z. B. Stein Ove Grönsund zu bitten, die IJF dort zu vertreten? T. MOE bezweifelt, dass die Anwesenheit der IJF bei dieser Versammlung von Nutzen sei. Die Föderation habe ihre diesbezügliche Politik noch nicht festgelegt. Ausserdem sei das Urheberrecht nur einer der zahlreichen Aspekte dieser Frage. G. ANASTASSOPOULOS glaubt nicht, dass unsere Politik unbedingt schon festgelegt sein müsse, wenn es sich um die Teilnahme an einer Diskussion handele, die es uns erlaube, über die diesbezüglichen Entwicklungen im Europarat auf dem laufenden zu bleiben. Es handele sich um einen zwei Jahre umfassenden Aktionsplan und das Expertenkomitee habe die Aufgabe, für den Minister- Ausschuss des Europarates Empfehlungen zu erarbeiten. K. ASHTON merkt an, dass wir sehr kurzfristig davon informiert worden seien. Freilich habe das Expertenkomitee seine Funktion aufgenommen, ehe die IJF überhaupt von seiner Existenz wusste. Dass die IJF nicht dazu Stellur genommen habe, bedeute aber nicht, dass einige unserer Mitgliedsgewerkschafte nicht daran interessiert seien, dem Expertenkomitee ihre Meinungen und Kommentare mitzuteilen. In Anbetracht der Wichtigkeit dieses Themas empfiehlt E. MORRESI. eine Arbeitsgruppe, ähnlich wie jene, die sich mit dem Schutz der Journalisten befasst habe, einzusetzten; ihre Aufgabe solle es sein, diese Frage gründlich zu untersuchen. K. ASHTON teilt mit, dass die Arbeitsgruppe" Neue Techniken" damit beauftragt worden sei, diese Frage zu untersuchen und dem Vorstand einen Bericht vorzulegen. Es sei unnütz, Delegierte nach Strassburg zu schicken, die nur mangelhaft über die Sachlage informiert seien. T. MOE empfiehlt, die IJF solle in einem Brief antworten, sie habe dieses Problem noch nicht erörtert und ihre diesbezügliche Politik nicht festgelegt, jedoch unsere besonderen Vorbehalte im Bereich des Urheberrechts hervorheben. Der Generalsekretär könnte dann die an dem Problem interessierten Mitgliedsgewerkschaften auffordern, ihre Kommentare und Informationen unmittelbar dem Expertenkomitee zu unterbreiten. Ausserdem sollte die IJF daran denken, ihre Arbeit an diesem Thema zu intensivieren. E. MORRESI weist darauf hin, dass die Mitgliedsgewerkschaften praktisch keine Zeit hätten, eine solche Dokumentation rechtzeitig bis zu der im März vorgesehenen Versammlung vorzubereiten. T. MOE macht auf den zwei Jahre umfassenden Arbeitsplan aufmerksam. Die Beiträge unserer Mitgliedsgewerkschaften wären auch noch nach dem Termin der ersten Versammlung von Nutzen. Bei der Abstimmung wird der Vorschlag von T. Moe mit einer Mehrheit von vier zu zwei Stimmen bei einer Enthaltung angenommen. G. ANASTASSOPOULOS bemerkt, dass die IJF in einer vom Exekutivkomitee in Helsinki verabschiedeten Resolution schon zu dem Thema Stellung genommen hätte. - 19 - XI. INTERNATIONALES ARBEITSAMT Auf Empfehlung des Vorstands, der im Oktober 1982 in Brüssel tagte, hat E. MORRESI mit dem IAA Kontakt aufgenommen, um den Entwicklungsstand des Berichts über die IAA- Umfrage zu den Arbeitsbedingungen der Journalisten in Erfahrung zu bringen: Herr Bohère sei inzwischen in den Ruhestand getreten und durch R. Cuvillier als Chef der Abteilung für geistige Arbeiter und Angestellte ersetzt worden. Herr Perret, einer seiner Mitarbeiter, habe E. Morresi bestätigt, dass der Bericht noch nicht in Druck sei, aber dass" die Entscheidung unverzüglich gefällt werde". Der Vorstand nimmt diesen Bericht zur Kenntnis. XII. BEZIEHUNGEN ZUM IBFG 1) In einer Mitteilung an die Vorstandsmitglieder hat der GENERALSEKRETAER kurz einen geschichtlichen Ueberblick über die Beziehungen der IJF zum IBFG gegeben und die Gründe aufgezeigt, die die Verantwortlichen der Föderation dazu veranlasst hätten, keine grundlegenden Bindungen mit dem IBFG einzugehen( nur wenige IJF- Mitglieder gehörten einem nationalen Gewerkschaftsbund an, der Mitglied des IBFG sei). Man könne jedoch behaupten, dass die IJF schon immer gute Beziehungen zum IBFG unterhalten habe, wie es auch heute noch der Fall sei. Ch. PERLIK ist der Ansicht, dass die Stellung eines assoziierten oder anderen Mitglieds beim IBFG wahrscheinlich bedeutende Vorteile mit sich bringen würde, so z. B. der Zugang zum Solidaritätsfonds, dem die amerikanischen Gewerkschaften grosse Summen beisteuerten. Ausserdem würde es von Nutzen sein nachzuprüfen, wie unsere Mitgliedsgewerkschaften, die keinerlei Verbindung zum IBFG hätten( oder über ihren nationalen Gewerkschaftsbund), auf einen möglichen Beitritt der IJF zum IBFG als assoziiertes Mitglied reagierten. Wäre es auch möglich nachzuprüfen, wer Zugang zu dem Solidaritätsfonds des IBFG habe? Wie hoch wären die Mitgliedsbeiträge, die man dem IBFG bei einem möglichen Beitritt zahlen müsste? Auf Vorschlag von G. ANASTASSOPOULOS beauftragt der Vorstand den Generalsekretär, alle diese Fragen im einzelnen auszuarbeiten und dem Exekutivkomitee dieses Problem zu unterbreiten. 2) Die IJF ist eingeladen worden, zum IBFG- Kongress in Oslo( 23.- 30. Juni 1983) einen Vertreter zu entsenden. Der Vorstand bittet T. MOE, sofern es ihm möglich sei die IJF dort zu vertreten.( Einverständnis von T. Moe). 3) Die IJF ist zur Teilnahme an einer internationalen Konferenz der freien Gewerkschaften über die Menschen- und Gewerkschaftsrechte in Chile eingeladen worden, die der IBFG am 11. und 12. März 1983 in Madrid organisiert. José- Luis ROLDAN war damit einverstanden, die IJF auf dieser Konferen treten. zu ver - 20 - ich XIII. BEZIEHUNGEN ZU REGIONALEN JOURNALISTENORGANISATIONEN ( i) Union Afrikanischer Journalisten Der GENERALSEKRETAER berichtet kurz über den Werdegang dieser #ad 1974 in Kinshasa gegründeten Organisation, die aber praktisch untätig geblieben e sei, und über den Neuanfang im November 1982 auf einem Kongress in Kairo, auf: dem ein neuer Vorstand gewählt worden sei. Die IJF müsste versuchen, die gute n Beziehungen zur UAJ aufrechtzuerhalten, in deren Vorstand mehrere Freunde der IJF vertreten seien. ( ii) FELATRAP und CLAT Carl HERNLUND, der den Präsidenten der IJF zum Kongress der CLAT vom 5. bis zum 12. Dezember 1982 begleitete, hat einen Bericht verfasst. K. ASHTON sei von der Zahl der dort teilnehmenden Delegierten und von der guten Organisation der Sitzungen sehr beeindruckt gewesen. Die Reden des. Präsidenten und des Generalsekretärs der CLAT hätten einen grossen Teil der Zeit in Anspruch genommen und der Präsident der IJF habe vor der Kommission für Menschenrechte und Gewerkschaftsbewegung das Wort ergriffen. Die Delegation der IJF habe fortlaufend Gespräche mit den dort anwesenden Verantwortlichen der FELATRAP geführt( Alfredo CARAZO und Amilcar GONZALEZ). Diese hätten ihre Probleme geschildert, die teilweise finanzieller Art seien. Die lateinamerikanischen Journalisten benötigten ein gewerkschaftliches Forschungs- und Schulungsinstitut. Die Gelder der IJO würden die Ausbildung einer Anzahl von Experten in den verschiedenen Bereichen der Kommunikation ermöglichen. So würden diese jedes Mal, wenn solche Fragen in internationalen Instanzen erörtert würden, als die Vertreter der Journalisten Lateinamerikas angesehen. Um dieser Entwicklung sinnvoll zu begegnen, müsste die IJF nach Ansicht der Verantwortlichen der FELATRAP eine Initiative dieser Föderation zur Gründung eines Forschungs- und Schulungsinstituts unterstützen. In Anbetracht der beschränkten finanziellen Mittel der IJF sei es den Delegierten nicht möglich gewesen, für ein solches Vorhaben, dass sie gleichwohl für interessant halten, Unterstützung in irgendeiner Art zu versprechen. ( iii) Arabische Journalisten- Föderation Der GENERALSEKRETAER teilt dem Vorstand mit, dass der Bericht, von dem die Delegation der AJF am 16. September 1983 in Brüssel gesprochen habe, ihm noch nicht zugegangen sei( siehe Bericht der letzten Vorstandssitzung). XIV. FINANZLAGE ( i) Die Beschlüsse von Lugano 1) Ergebnis des Rechnungsjahres 1982 M. ROLLAND gibt einen kurzen Ueberblick über die Finanzlage der IJF( Stand vom 31. Dezember 1982). Die Ueberprüfung der Buchführung sei noch nicht durchgeführt worden, der Bericht werde aber dem Exekutivkomitee in Dublin vorliegen. 2: 21 Das Rechnungsjahr 1982 sei mit einem scheinbaren Guthaben von etwa 150.000 bfr. abgeschlossen worden; da aber beschlossen worden sei, 5% der jährlichen Mitgliedsbeiträge dem Fonds zur gegenseitigen Unterstützung zu überweisen, ergebe sich ein tatsächlicher Defizit von etwa 170.000 bfr. Da man in Lugano beschlossen habe, die Mitgliedsbeiträge zu erhöhen, belaufe sich der Beitrag für angeschlossene, Mitglieder mit Wirkung vom 1.1.1983 auf 72 bfr. und für assoziierte Mitglieder auf 30 bfr. Dieses Jahr stelle man fest, dass die Mitgliedsgewerkschaften mit der Angabe ihrer Mitgliederzahlen in Verzug seien. Die RFFU( BRD) gebe 500 Mitglieder weniger an, während die Zahlen bei anderen unmerklich anstiegen. Schweden zähle mehr als 1000 zusätzliche Mitglieder. Einige Beitragszahlungen von 1982 seien noch nicht erfolgt, der Betrag sei aber relativ unbedeutend. Die Buchhaltung der IJF habe Mahnungen verschickt. Was die Schulden der Türkei von 1977 und 1978 für Presseausweise betreffe, so schlage der Ehrenschatzmeister vor, sie 1983 zu streichen. Er werde dies in seinem Haushaltsentwurf berücksichtigen. Der Vorstand fordert den Ehrenschatzmeister auf, den Haushaltsentwurf früher vorzulegen und für die nächste Vorstandssitzung nicht nur den Haushalt für 1983 aufzustellen sondern auch eine Vorausschau auf 1984 und eventuell 985 zu geben. M. ROLLAND bemerkt, dass der Haushalt von unserer allgemeinen Politik abhänge und dass Voraussagen schwierig seien, 2) Sri Lanka Der GENERALSEKRETAER teilt mit, dass er im Dezember der Journalisten- Union von Sri Lanka geschrieben habe, um so dhre Absichten zu erfahren. Der Vorstand beauftragt ihn, noch einmal zu schreiben und dabei deutlich klarzustellen, dass das Exekutivkomitee Ende Mai in Dublin darüber entscheiden müsse, ob ihre Zugehörigkeit zur IJF aufrechterhalten bliebe oder nicht. Nun sei aber das Nicht bezahlen der Mitgliedsbeiträge ein Grund zum Ausschluss. 3) Teilweise Befreiung von der Zahlung des Mitgliedsbeitrags T. MOE bemerkt, dass die Gewerkschaften, die einen Antrag auf Be freiung stellen wollten, diesen zeitig einreichen sollten, um uns zu ermöglichen ntsprechende Voranschläge für den Haushalt zu machen. 4) Strafe für Zahlungsverzug T. MOE ist der Ansicht, dass die Ende des Jahres noch unbeglichenen Beträge die Einführung eines Strafzahlungssystems nicht rechtfertigten, das, ohne an das Uebermass an Arbeit für die Buchhaltung zu denken, noch Gefahr laufe, in der Anwendung schwierig zu sein. Der Vorstand beauftragt den Ehrenschatzmeister, in Dublin eine Liste aller 1983 gezahlten Mitgliedsbeiträge mit dem Empfangsdatum vorzulegen. Dies dürfte es ermöglichen, uns von dem Ausmass des Problems eine reellere Vorstellung zu machen. 5) Differenziertes Beitragszahlungssystem Der GENERALSEKRETAER teilt mit, dass er Henriette MAIRE an ihr Versprechen von Lugano erinnert habe, nämlich eine Aufstellung der bei den Vereinten - 22 Nationen und dem IAA geltenden Systeme vorzulegen. Bis zur Vorstandssitzung habe man noch keine Antwort erhalten( in der Zwischenzeit ist sie im Sekretariat der IJF eingetroffen). 6) Revision der Bestimmungen zum Fonds zur gegenseitigen Unterstützung 000021 T. MOE erinnert daran, dass die jetztigen Bestimmungen eventuell überprüft werden müssten, um den Mitgliedsgewerkschaften in den Entwicklungsländern und den finanziell schlecht gestellten Gewerkschaften den Zugang zu erleichtern. Ausserdem sei die Frage gestellt worden, ob dieser Fonds nicht dazu genutzt werden sollte, den Vertretern unserer Mitgliedsgewerkschaften in der 3. Welt die Anwesenheit bei Versammlungen der IJF zu erleichtern, um so eine aktive Teilnahme am Leben der Föderation anzuregen. G. ANASTASSOPOULOS empfiehlt, dass diese Frage dem Ausschuss" 3. Welt" unterbreitet werden solle, der unmittelbar im Anschluss an die Vorstandssitzung in Paris tage, und dass T. Moe dann auf der nächsten Vorstandssitzung einen konkreten Vorschlag einbringe. ( Zustimmung des Vorstands) *** ( ii) Arbeitsbedingungen und Bezüge des IJF- Personals & M. ROLLAND erinnert daran, dass dieses Problem angesichts der veränderten Finanz- und Sozialpolitik Belgiens besonders akut werde und jetzt, wo man an die Nachfolge von Théo Bogaerts denken müsse, eine psychologische Bedeutung annehme. Es zwinge uns, an eine Arbeitsstruktur zu denken, mit der das Personal zurechtkäme, wenn man die Sachlage auf menschlicher, gewerkschaftlicher und finanzieller Ebene ändere. Wir wollten ernsthaft versuchen, dieses Problem zu lösen. Nachdem der" Finanzausschuss"( K. ASHTON, Ch. A. PERLIK, T. MOE und M. ROLLAND). darüber beraten habe, würde er dem Personal gerne versichern, dass er dessen Forderungen berücksichtigt habe und dass diese Frage zu umfassend sei, als dass sie hier im Laufe einer einfachen Beratung zufriedenstellend und vollständig gelöst werden könne. Deshalb schlage der" Ausschuss" vor,( 1) dass eine Erklärung auf finanzieller Ebene mit Wirkung vom 1.1.83 abgegeben werde und ( 2) dass die Verantwortlichen der Föderation mit dem Personal über die tatsächliche Arbeit und gleichwertige Beschäftigungen, die man anderswo finden könne, Gespräche aufnähmen. Also könnte man- das Einverstandnis des Vorstands vorausgesetzt- den Generalsekretär beauftragen, das gesamte Personal durch Rundschreiben über die Beschlüsse dieser Vorstandssitzung sowie über deren praktische Folgen zu informieren, nämlich über die Verhandlungen, die kurzfristig genug aufgenommen werden sollten, damit diese Beschlüsse auf der Vorstandssitzung in Dublin, die der Sitzung des Exekutivkomitees vorangehe, weiter ausgeführt würden. ( Gebilligt) G. ANASTASSOPOULOS äusserst sich ungeduldig über die mangelhafte Vorbereitung und die Vertagung von Entscheidungen, wo man doch Zeit gehabt hätte, auf dieser Sitzung darüber zu beschliessen. M. ROLLAND teilt zwei wichtige Punkte mit. & - 23 - 1) Der" Ausschuss" schlage vor, das Arbeitsentgelt mit Wirkung vom 1.1.83 einheitlich um 750 bfr anzuheben. Dies sei wohlgemerkt als symbolische Geste gedacht.( 2) Er fordere die Mitglieder des Personals auf, ihren Arbeitsplatz so zu beschroben, wie sie ihn empfinden, und die Art der Arbeit und die Anstrengung, die diese Arbeit fordere, ebenfalls hinzuzufügen. Theo BOGAERTS solle diese Definitionen der Arbeit und des Arbeitspensums, das das Sekretariat leiste, einsammeln und dem" Finanzausschuss" übermitteln. Der Ausschuss werde sich dann bemühen, Uebereinstimmungen zu finden, die es ermöglichten, eine Lohnskala für die Beschäftigungen innerhalb der IJF aufzustellen. 3 a G. ANASTASSOPOULOS begrüsse es, dass eine Definierung der Arbeitsplätze bei der IJF eingeführt werde. Er sei jedoch der Ansicht, dass man auch den Generalsekretär dazu auffordern sollte, seine eigene Arbeit, ihre vergangene und zukünftige Entwicklung zu bewerten. Ausserdem fordere er, die symbolische Geste von 750 bfr auf 1000 bfr aufzurunden. nicht Ch. PERLIK macht darauf aufmerksam, dass der" Finanzausschuss" seine Gründe gehabt habe, um den Betrag auf 750 bfr festzulegen, und fordert den Vorstand auf, sich daran anzuschliessen. T. MOE wiederholt, dass es sich um eine symbolische Geste. handele und dass der" Ausschuss" alle möglichen Konsequenzen kennen möchte, ehe er weitere Schritte unternehme. Bei der Abstimmung ist der Vorschlag von T. ANASTASSOPOULOS mit einer Mehrheit von vier gegen zwei Stimmen bei einer Enthaltung angenommen worden. ( iii) Nachfolge des Generalsekretärs K. ASHTON ist der Ansicht, dass diese Frage mit Aufmerksamkeit und Umsicht erörtert werden müsse. Die Ernennung eines neuen Generalsekretärs müsste dem IJF- Kongress von 1984 zur Billigung vorgelegt werden. Deshalb sei es nicht nötig, sich mit der Suche nach einem Nachfolger zu beeilen. Die IJF habe in diesem Bereich keinerlei Erfahrung, da Théo Bogaerts schon seit den Anfängen der Föderation dabei sei, erst nur teilzeitbeschäftigt und dann nach und nach vollzeitbeschäftigt. Ausserdem fordere das Personal der IJF bei der rnennung des neuen Generalsekretärs ein Mitberatungsrecht. Der Vorstand müsse das anzuwendende Verfahren entscheiden und an erster Stelle sich darüber informieren, welche Absichten Théo Bogaerts genau bezüglich seines Abschieds hege. Er würde es ebenfalls begrüssen, dessen Ansichten und Ratschläge darüber zu hören, wie er sich die Zukunft der Föderation vorstelle. G. ANASTASSOPOULOS weist darauf hin, dass wir keine Zeit mehr zu verlieren hätten, wenn wir zur Kandidatur aufrufen und die Kandidaten auswählen wollten. Wir müssten uns sobald wie möglich auf das anzuwendende Verfahren einigen. Wie gehe man denn bei ähnlichen Organisationen vor? Wir könnten auch das Exekutivkomitee um seine Meinung ersuchen. K. ASHTON ist der Ansicht, dass der Vorstand für Verfahrensfragen in diesem Bereich zuständig sei. katzen M. ROLLAND teilt mit, dass es bei vielen Organisationen neben dem Generalsekretär einen stellvertretenden Generalsekretär gebe, und dass dieser oft das neu zu besetzende Amt des Generalsekretärs übernehme. - 24. - G. ANASTASSOPOULOS meint, dass man das Exekutivkomitee nicht bei Verfahrensfragen zu Rate ziehen sollte, sondern vielmehr, um seine Ansichten und Wünsche bezüglich der Nachfolge von T. Bogaerts zu erfahren. H. CROUS unterstreicht, dass es zur Aufrechterhaltung der Kontakte mit den Mitgliedsgewerkschaften der IJF wichtig sei, einen Generalsekretär zu haben, der mehrere Sprachen sprache. Es werde vielleicht etwas schwierig sein, jemanden zu finden, dem der Umgang mit Fremdsprachen so leicht falle, wie T. Bogaerts, aber die deutschprachigen Gewerkschaften hofften, dass sein Nachfolger die deutsche Sprache wenigstens passiv beherrsche. Ausserdem hoffe er, dass der Sitz der IJF in Brüssel bleibe, dessen zentrale Lage keine besonderen Probleme stelle. Brüssel sei eine Stadt, die die Journalistengewerkschaften, die den verschiedensten Sprachgruppen angehörten, sehr gut akzeptieren könnten. nehmen. Der PRAESIDENT schlägt vor, diese Diskussion in Dublin wieder aufzuXV. DIE NÄCHSTEN SITZUNGEN DER IJF ( i) Exekutivkomitee & Das Exekutivkomitee wird vom 30. Mai bis zum 3. Juni 1983 in Dublin tagen. Die Arbeitssitzungen werden wahrscheinlich auf dem Schloss von Dublin stattfinden, wo normalerweise die EG- Kommission zusammentritt. Nähere Einzelheiten zu Unterkunft und sozialen Aktivitäten werden der IJF später mitgeteilt. Der Vorstand billigt die provisorische Tagesordnung des Exekutivkomitees, die den Mitgliedsgewerkschaften zugeschickt werden wird. ( ii) Die nächsten Vorstandssitzungen Der Vorstand der IJF wird am 29. Mai 1983 um 15 Uhr in Dublin tagen. Die Herbstsitzung des Vorstands wird in Brüssel stattfinden. Der Termin wird später festgelegt.. XVI. VERSCHIEDENES ( i) Deutsch als Arbeitsprache & Der Deutsche Journalisten- Verband gefolgt von den beiden anderen Gewerkschaften hat die IJF davon in Kenntnis gesetzt, dass sie sich weigern würden, die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge zu zahlen, wenn die deutsche Sprache nicht wieder als Arbeitssprache der IJF eingeführt werde, sowohl für die Sitzungen als auch für Arbeitsunterlagen, Berichte, H. CROUS weist darauf hin, dass die deutschsprachigen Gewerkschaften fast ein Viertel der Föderationsmitglieder ausmachten und die Zahl der französisch.. sprachigen Mitglieder bei weitem überträfen? Ganze Stösse von Unterlagen kämen bei den deutschen Gewerkschaften an und würden nicht bearbeitet, einfach weil sie vorher übersetzt werden müssten. Das habe zur Folge, dass ein Viertel der Föderationsmitglieder nicht wirklich am Leben der Föderation teilnehmen könnte. Wenn die Unterlagen zu umfangreich wären, um übersetzt zu werden, könnte man die wichtigsten Punkte zusammenfassen. - 25 - K. ASHTON versichert dem Ehrenpräsidenten, dass seine Bemerkungen berücksichtigt würden.. Obgleich er die Legitimität der Forderung seiner deutschen Kollegen anerkenne, sei G. ANASTASSOPOULOS der Meinung, dass der Vorstand mit den Er-, pressungsmethoden der deutschen Gewerkschaften nicht einverstanden sein könne. Dis Beschlüsse des Kongresses müssten von den Mitgliedsgewerkschaften respektiert werden. Auf dem Kongress sei darüber abgestimmt worden und die deutschen Gewerkschaften seien dort vertreten gewesen. T. BOGAERTS weist ausserdem darauf hin, dass es bei der Unesco und dem Europarat keine Arbeitsunterlagen auf Deutsch gebe. Der Vorstand beauftragt den Generalsekretär, den deutschen Gewerkschaften mitzuteilen, dass die IJF versuchen werde, ihrer Forderung zu entsprechen, dass der Vorstand aber die Methode; mit der sie ihre Forderung gestellt hätten, nicht billige. 198( ii) Werbung und Veröffentlichungen K. ASHTON spricht das Problem der mangelnden Werbung für die Tätigkeiten der IJF an. Uns fehle das Geld, um Werbung zu machen. Daher schlage er vor, das Einverständnis des Vorstands vorausgesetzt, bei einigen Stiftungen oder Trusts( Gulbenkian- Stiftung, Winston Churchill Trust,...) anzufragen, ob nicht die Möglichkeit bestehe, zu diesem Zweck Gelder zu erhalten. G. ANASTASSOPOULOS habe keine Einwände gegen ein solches Ersuchen, solange es sich dabei um Einrichtungen handele, die die IJF nicht kompromittierten. Ausserdem empfehle er, mit einer Reihe von Journalisten, die an spezifischen von der IJF behandelten Fragen interessiert seien, in ständigen Kontakt zu treten, um uns so eine gewisse Werbung zu sichern.b ( Zustimmung des Vorstands) I ( iii) Zukünftige Organisation der IJF K. ASHTON möchte, dass wir Ueberlegungen über die Zukunft der IJF stellen. Die einzige Möglichkeit, unsere Einrahmequellen zu vergrössern, bestehe in der Anhebung unserer Mitgliederzahlen. Die einzige Möglichkeit, neue Beitritte zu erreichen, bestehe in einer Ausweitung der Vorteile und Leistungen, die die Föderation biete. Wäre es nicht ratsam, den zeitlichen Abstand zwischen den IJF- Kongressen zu vergrössern? Wäre es nicht interessant, innerhalb der IJF regionale Sektionen zu bilden, die sich dann untereinander verständigen könnten? Dies würde natürlich eine Satzungsänderung erfordern. M. ROLLAND würde es sicherlich begrüssen, wenn wir Wege finden könnten, um die Belastungen durch die Teilnahme an Aktivitäten der IJF für die Mitgliedsgewerkschaften zu vermindern. Man müsse sich aber dessen bewusst sein, dass die Bildung von regionalen Sektionen automatisch Forderungen dieser Sektionen nach einer gewissen Autonomie nach sich ziehen würde. Dies würde auch voraussetzen, dass man sich um eine besser entwickelte Verbingung und Information bemühen müsste. - - 26 1 Jede Sektion werde ihre eigenen Versammlungen abhalten, aber der Vorstand müsse dort vertreten sein. Man laufe Gefahr, die Einsparungen durch einen vergrösserten Abstand zwischen den Kongressen schnell wieder für andere Versammlungen ausgeben zu müssen. Man müsse die. Konsequenzen, die sich aus der verstärkten Werbung, der Anwesenheit des Vorstands und der Befugnisse der regionalen Sektionen ergäben, sorgsam prüfen. M. TRIFI macht auf die Liste der IJF- Mitglieder aufmerksam und schliesst, dass eine regionale Organization, die diesen Namen auch wirklich verdiene, nur in Europa bestehen könne. In Anbetracht der geringen finanziellen Mittel der Gewerkschaften in der 3. Welt würden sich diese ausserdem angesichts einer starken und organisierten regionalen Organisation in Europa noch mehr vernachlässigt vorkommen. 14 M. ROLLAND weist darauf hin, dass Europa nicht unbedingt einen Block bilden müsse und dass man daran denken könnte, hier mehrere regionale Sektionen zu gründen. Der Vorstand bittet den PRAESIDENTEN, ihm schriftliche Ueberlegungen zu diesem Thema zu unterbreiten. Schlussmitteilungen = Charles A. PERLIK teilt mit, dass die Newspaper Guild am 27. Juni 1983 ihr 50 jähriges Bestehen feiern werde. Er fordere alle Mitgliedsgewerkschaften dazu auf, ihm Werbetexte, Plakate, Prospekte, Fähnchen, Abzeichen und anderes Werbematerial für eine Ausstellung zuzuschicken, die sie im Laufe der Sitzung des Exekutivkomitees organisieren möchten. Die Adresse der Newspaper Guild: 1125, 15th street N.W., Washington D. C. 20005. E. MORRESI teilt mit, dass der Verband der Schweizer Journalisten am 25. Juni 1983 sein 100 jähriges Bestehen feiere und bittet daher den Präsidenten und den Generalsekretär, dieses Datum in ihrem Terminkalender freizuhalten, da sie zu der Feier eingeladen würden. K. ASHTON teilt mit, dass die NUJ, die ihr 75jähriges Bestehen gefeiert habe, sich freue, diesen beiden Gewerkschaften Sympathie bekundungen zu übermitteln. INTERNATIONALE JOURNALISTEN- FOEDERATION IPC, Bvd. Charlemagne, 1( Bte 5) B- 1041 BRUESSEL- Belgien Verteilung: Mitglieder des Vorstands Mitgliedsverbände der IJF VORSTANDSSITZUNG DER IJF Dublin, den 30. Mai 1983 ( ALA) doo A Kürze Zusammenfassung der Beschlüsse Die 58. Sitzung des Vorstands der IJF fand am Montag, den 30. Mai 1983 in Dublin unter dem Vorsitz von Präsident Kenneth B. ASHTON statt. TEILNEHMER Henry J. BRADLEY, Ehrenpräsident Kenneth B. ASHTON, Präsident Trygve MOE, Erster Vize- Präsident Charles A. PERLIK, Zweiter Vize- Präsident Keung- kyu LEE, Regionaler Berater für Asien George ANASTASSOPOULOS, Berater Aaron DOLAV, Berater _ Hans LARSEN, Berater Max ROLLAND, Berater und Schatzmeister T. BOGAERTS, Generalsekretär Harry CULVER( USA), Beobachter Seon- kyu SOHN( Korea), Beobachter Marie- Anne PAQUET, Beigeordnete des Generalsekretärs Abwesend: E. MORRESI konnte nicht vor Ende des Tages in Dublin sein. J.L. ROLDAN and M. TRIFI, verhindert. I. BEZIEHUNGEN ZU JOURNALISTENVERBAENDEN Peru Nach Prüfung des von der" Asociación Nacional de Periodistas del Perú" gestellten Antrags auf volle Mitgliedschaft in der IJF, empfahl der Vorstand dem Exekutivausschuss, aufgrund des Abschnitts V, Art. 1 der Satzung, den ansuchenden Verband vorläufig in die Föderation aufzunehmen. Der Generalsekretär wurde beauftragt, der ANP einige weitere Fragen vorzulegen, u.a. über ihre" passiven" Mitglieder, sowie über die Lage der Kollektivverhandlungen in Peru und insbesondere über die Möglichkeiten der ANP auf diesem Gebiet. Hong- Kong K. Ashton berichtete über den Beschluss des Vorstands der" Hong- Kong Association of Journalists", die Mitgliedschaft bei der IJF anzufragen. Der formelle Antrag sollte der IJF bis zur nächsten Vorstandstagung vorliegen. Zaire Der Vorstand nahm zur Kenntnis, dass die" Union de la presse du Zaïre" die ihr gestellten zusätzlichen Fragen noch nicht beantwortet hatte. 2 - Aegypten Der Vorstand nahm zur Kenntnis, dass noch keine Antwort vom " Egyptian Press Syndicate" auf die ihm gestellten Fragen vorlag und bedauerte, dass J.L. ROLDAN, der die IJF im Februar 1983 an einer Tagung vom Journalisten aus den blockfreien Staaten in Kairo vertrat, der IJF nicht darüber berichtet hatte. Australien Während seiner Reise in Australien konnte Präsident Ashton feststellen, dass der Vorstand der" Australian Journalists' Association"( AJA) sich sehr für eine Mitgliedschaft in der IJF interessierte. Es mag jedoch noch einige Zeit brauchen, bevor die Mitglieder die Vorteile einer solchen Mitgliedschaft erkennen. Die damit verbundenen Beiträge spielen dabei ebenfalls eine nicht unbedeutende Rolle. Neuseeland Geld ist hier noch mehr ausschlaggebend. An erster Stelle will sich die" New Zealand Journalists' Association" für nähere Beziehungen mit den Journalisten- Verbänden der Nachbarländer einsetzen, insbesondere mit der AJA. Botswana Die" Botswana Association of Journalists" hatte den Wunsch geäussert, auf Kosten der IJF als Beobachter an der Tagung des Exekutivausschusses in Dublin teilnehmen zu können. Trotz unserem Interesse, nähere Beziehungen zu dieser Organisation zu pflegen, fehlen uns die notwendigen Mittel, um solchen Anfragen positiv entgegenzukommen. Spanien Der Generalsekretär wurde beauftragt, der" Asociación de Corresponsales de Prensa Española", die den Wunsch äusserte, Mitglied der IJF zu werden, die notwendigen Unterlagen zu schicken. Sri Lanka Per telegramm hat die" National Union of Journalists, Sri Lanka" die IJF auf ihre Forderung für die Zahlung von rückständigen Beitragen SIS I unter der Drohung eines Ausschlusses zu verzichten. Der Vorstand empfahl dem Exekutivausschuss den Beschluss, dem nächsten Kongress( Edinburgh 1984) zu überlassen und die Frage noch einmal an der nächsten Vorstands. tzung zu überprüfen. 2. PRESSEFREIHEIT a) Erkundigungsreise in die Türkei Hans LARSEN erklärte sich bereit, im Auftrag der IJF und auf ihre Kosten, im September 1983 in die Türkei zu reisen und dort die notwendigen Kontakte herzustellen und Auskünfte zu sammeln. Vorstandsmitglieder, die über nützliche Kontakte und Adressen in diesem Zusammenhang verfügen, verpflichteten sich diese dem dänischen Kollegen mitzuteilen. b) Reise nach Polen Der Vorstand wird den Exekutivausschuss informieren, dass er sich weiterhin bemüht, eine Vertretung der IJF nach Polen zu entsenden, entweder formell oder informell, auch ohne das Mitwirken der IJO. I - 3 -O c) Der Vorstand empfahl andererseits dem Exekutivausschuss, den Präsidenten und den Generalsekretär einzuladen, die polnische Frage mit den höheren Instanzen der IJO zu erörtern, wenn sie demnächst am 4. Treffen der internationalen und regionalen Journalisten- Organisationen in Prag( vom 18. bis zum 20. Juni 1983) teilnehmen werden%; B sie sollen der nächsten Vorstandssitzung darüber zu berichten. Arbeitsgruppe" Pressefreiheit" Der Vorstand stellte fest, dass der Bericht der Arbeitsgruppe noch nicht verfügbar sei. d) Besetzte arabische Gebiete E K. ASHTON versprach seinen bevorstehenden Besuch beim israelischen Verband dazu auszunutzen, um einigen Journalisten die Ausarbeitung eines Berichts aufgrund der verfügbaren Informationen vorzuschlagen. Wie vorgesehen, werden die Namen der Rapporteure den Kollegen Dolav und Trifi vorerst zum Gutheissen vorgelegt werden. 3. FINANZ a) differenzierte Beiträge Nach Prüfung des Berichts, den Max Rolland aufgrund der Studie von Henriette Maire( Schweiz) vorgelegt hatte, betrachtete der Vorstand, dass die Idee eines differenzierten Beitragssystems weiter erforscht werden sollte und dem Finanzausschuss beim nächsten Kongress in Edinburgh einen konkreten Vorschlag vorgelegt werden soll. Dieser Vorschlag soll ebenfalls von der Existenz des Fonds zur gegenseitigen Unterstützung Rechnung halten, da beide Punkte teilweise miteinander verbunden seien. b) Nachfolge des Generalsekretärs Da Theo Bogaerts am 2. Februar 1985 in den Ruhestand treten wird, bestimmte der Vorstand, auf Vorschlag eines dazu bestimmten Ausschusses, die Kriterien und Qualifizierungen von eventuellen Kandidaten wie folgt: -20V -BUS " Die Kandidaten müssen von ihrer eigenen Gewerkschaft sowie von mindestens einer andern Gewerkschaft unterstützt werden, journalistische Erfahrung haben und folgenden Vorschriften genügen: - eine Kenntnis von Gewerkschaftsarbeit und Verwaltung haben; - Sprachkenntnisse besitzen und mehr als eine Sprache sprechen; - mindestens 35 Jahre alt sein%; B - bereit sein, in einer vernünftigen Entfernung vom Sitz der IJF zu leben. Das Gehalt soll verhandelt werden, indem das vorige Gehalt des Kandidaten als Ausgangspunkt gelten soll." Ein Aufruf zur Einreichung von Kandidaturen wird an alle Mitgliedsverbände der IJF geschickt werden. Aufgabe des Vorstands wird es sein bis zur Sitzung in Frühling 1984 einen Kandidaten zu bestellen und diese imab ndi Ad - 4 Anstellung dem Kongress in Edinburgh zur Gutheissung vorzulegen. Der neue Generalsekretär sollte seinen Posten mindestens drei Monate vor dem Rücktritt von T. Bogaerts antreten. c) Arbeitsbedingungen und Bezüge des Personals Die dazu bezeichnete Arbeitsgruppe erhielt die Zustimmung des Vorstands zur Ausarbeitung von Grundregeln für die Arbeitsbedingungen und Bezüge des Personals der Föderation, aufgrund der ihr eingereichten Arbeitsbeschreibungen. 4. BEZIEHUNGEN ZUR IJO ( 5 Den an der letzten Sitzung des Vorstands in Paris( März 1983) getroffenen Beschlu se hat der Vorstand nichts beizufügen. dedeas 5. KOMMENDE TAGUNGEN DER IJF Der Vorstand wir das nächste Mal in Brüssel tagen, und zwar vom 2. bis zum 4. November 1983. Die Sitzung des Frühlings 1984 könnte eventuell in der Schweiz stattfinden, damit zugleich ein Treffen mit dem Vorstand der IGF geplant werden könnte, Nächstes Jahr tagt der Kongress der IJF in Edinburgh, wahrscheinlich in der ersten Hälfte Juni. Die genauen Daten werden später bekannt gegeben werden. 6. ENTWURF FUER EINEN EUROPAEISCHEN MUSTER- VERTRAG Der Vorstand empfiehlt dem Exekutiv- Ausschuss, dass er die vom italienischen Journalisten- Verband unterbreiteten Vorschläge diskutierte, damit die Vertreter der IJF so schnell wie möglich eine neue Zusammenkunft mit der italienischen Vertretung planen können, 7. TAGESORDNUNG DES EXEKUTIVAUSSCHUSSES Folgende Vorschläge werden vom Vorstand gemacht: a) Einfügung eines zusätzlichen Punktes zur Diskussion des Berichts des Arbeitsausschusses Dritte Welt( Punkt 11bis); b) Streichung von Punkt 15 b)" Beziehungen zur IVFL", da der Vorstand keine Zeit gehabt habe, den vorgeschlagenen Plan zu studieren und sich dazu zu äussern; c) Punkt 15 a)" Beziehungen zum IBFG" von der Tagesordnung zu streichen und zuerst die Mitgliedsgewerkschaften der IJF zu befragen. An der nächsten Vorstandssitzung soll die Frage erneut untersucht werden. 8. VERSCHIEDENES Internationale Pressekarte der FIEJ K. Ashton und T. Bogaerts werden gebeten, einen Resolutionsvorschlag auszuarbeiten, der dem Exekutivausschuss zur Verabschiedung vorgelegt werden soll. b) Brief von der DJU über die SJU auf den Gebiet der tarifvertraglichen Verhandlungen Der Vorstand beauftragte den Generalsekretär der DJU mitzuteilen, dass er diese Angelegenheit nur dann prüfen könne, wenn der betreffende Verband ihn damit befassen sollte. JI I. feggA.S.T INTERNATIONALE JOURNALISTEN- FÖDERATION IPC, Bvd. Charlemagne 1 B- 1041 BRÜSSEL- Belgien - Bte 5 T 2 Abw De 21 21 1A CE BERICHT der Vorstandssitzung der IJF Tel- Aviv( Israel), vom 12. bis zum 14. November 1984 05 OS Auf Einladung der Nationalen Israelischen Journalisten- Föderation ist der Vorstand der IJF vom 12. bis zum 14.November 1984 unter Vorsitz von Kenneth B. Ashton in Tel- Aviv zusammengetreten. S.2 S. 3 S. 4 INHALT 1. Teilnehmer 2. Kontroverse um den Sitzungsort 3. Annahme der Tagesordnung 4. Beziehungen zu den nationalen Journalistenorganisationen 4.1. Italien: Federazione Nazionale della Stampa ItalianaS. 4.2. Portugal: Sindicato dos Jornalistas S. 4 45 5 IS ES 4.3. Südafrika: Media Workers Association of South ES Africa S. ES 4.4. Hongkong: Unterstützung der HKJA S. 20 4.5. Zaire: Association de la pressedu Zaïre S 4.6. Indien: Federation of Working Journalists 4.7. St. Lucia S. S. S TS TS ES .2 567AA7 4.8. Ägypten 5. Beziehungen zu internationalen Gewerkschaftsorganisationen 5.1. IBFG 5.2. FISTAV 5.3. IGF WED TO 5.4. IAA is is is is S. S. & له الله S. 9 S. G 6. Schutz der Journalisten 10 6.1. Kolloquium der NVJ in Hilversum S. 10 6.2. Weltkonferenz über die Arbeitsbedingungen und die Sicherheit der Journalisten, Mexiko 1985 S. 10 7. Pressefreiheit 7.1. Untersuchungsmission der IJF in den von Israel besetzten arabischen Gebieten S. 12 7.2. Appell für Ismet Imset 7.3. Arbeitsgruppe" Pressefreiheit" 7.4. Ausführung der Resolutionen des Kongresses 7.5. Aktionstag 7.6. Kongress in Finnland 8. Finanzlage 9. Arbeit in der 3.Welt 10. Satzungsänderungen S.. 13 S. 13 is is is is S. 13 S. 14, S.. is is is is -4 16 17 17 S. 18 11. Neue Technologien 11.1. Genfer Konferenz S. 19 11.2. Die EG und die neuen Technologien S. 19 11.3." Fernsehen ohne Grenzen" S.. 20 11.4. Arbeitsgruppen der IJF S.. 20 12. Urheberrecht 12.1. IFRRO 12.2. Urheberrecht auf Phtokopien 2 S. 21 S.. 2 12.3. Untersuchung der IJF zum Urheberrecht der Radio- und Fernseh journalisten 12.4. Organisation einer Konferenz S. 21 S. 21 13. Berufsethik 13.1.Berufsgeheimnis 13.2. Ehrenkodex der IJF 14. Innere Pressefreiheit 15. Regionalisierung 16. Berufsspezifische Untersuchungen 17. Die nächsten Sitzungen der IJF 18. Verschiedenes 1. TEILNEHMER dess 18.1. Gewerkschaftsarbeit der IJF 18.2. Polenbrief 18.3. Bingo- Spiele S. is is is is is S. 21 23 S. 23 S. 23 S. 25 S. 25 is is is is S. 26 S. 27 in Großbritannien S.. 27 S. 27 18.4. Abzeichen, Aufkleber usw. Kenneth B. Ashton, Präsident Trygve Moe, 1. Vizepräsident Charles A. Perlik, 2. Vizepräsident Roman Frister, Regionalberater für Asien Erich Ernegger, Berder Eila Hyppönen, Beraterin Raimundo Garcia, Berater Yvonne Gille, Beraterin Max Rolland, Berater und Ehrenschatzmeister den soll. Verhanalon onde Verbafid 4.2 .eded Das noe Is Enrico Morresi, 1. stellvertretender Berater zur Vertretung von Wim Klinkenberg Théo Bogaerts, Generalsekretär Hans Larsen, zukünftiger Generalsekretär Marie- Anne Paquet, Beigeordnete des Generalsekretärs Abwesend: Emna Soula, Regionalberaterin für Afrika no984 höhu den nov. ed ng Europ Der Tunesische Journalistenverband bleibt weiterhin gegen eine Sitzung in Israel, und dies trotz des von der Israelischen Journalisten- Föderatior angebotenen Kompromisses, den Sitzungsort von Jerusalem auf Tel Aviv zu verlegen. Wim Klinkenberg,( weil er, wie er sagte, zu spät informiert worden sei) Roberto Mejia( es/ liegt keine Nachricht vor) Der PRÄSIDENT fordert, von jetzt an dem Kongreß eine Aufstellung der bei den Vorstandssitzungen der IJF abwesenden Personen im Rahmen des Berichts des Generalsekretärs vorzulegen. 2. KONTROVERSE UM DEN SITZUNGSORT stb Tebni -BA тгич дзь msblus " Isezid 28 1sb 3 Iemais. Der Präsident teilt mit, daß er dem Tunesischen Journalistenverband schriftlich sein Bedauern über den Druck geäußert habe, der von nicht zur Föderation gehörigen Organisationen hinsichtlich der Verlegung des Sitzungsortes auf die IJF ausgeübt wurde. Wenn der Kompromiß einer Sitzung in Tel Aviv für den AJT nicht akzeptabel sei, so hoffe er, daß der Verband weiterhin die IJF unterstützen werde und daß es möglich sein werde, den Plan einer Tagung in Tunis zur Lage der Journalisten in den besetzten arabischen Gebieten eingehend zu überprüfen. Mehrere Organisationen darunter die Internationale Journalisten- Organisation, die Arabische JournalistenFöderation, die Union Afrikanischer Journalisten und der Palästinensische Journalist verband, hatten Druck auf die IJF ausgeübt, damit diese ihren Sitzungsort verlegen solle. Ch. PERLIK ist der Ansicht, daß die Resolution, die die IJO verabschiedet und den Mitgliedsgewerkschaften der IJF übermittelt habe, eine nicht zu duldende Einmischung in die internen Beschlüsse der IJF darstelle. Auf die Frage, ob man der IJO schreiben solle, wurde mit 8 Ja- und einer NeinStimme beschlossen, unseren Unwillen über diese Einmischung auszudrücken. R. FRISTER weist darauf hin, daß seine Gewerkschaft beim israelischen Außenministerium vorgesprochen habe, damit E. Soula für seine Teilnahme an der Vorstandssitzung in Tel Aviv ein Visum ausgestellt würde. 7: 2 für. Ismet Inset Auf die Frage von E.Hyppönen, ob die IJF ebenfalls bei den anderen Organisation protestieren solle, die gleichfalls Druck auf die Föderation ausgeübt hatten, steht der Vorstand auf dem Standpunkt von R. Garcia, nämlich daß die anderen Organisatione der IJF gegenüber eine Meinung ausgedrückt hätten, während die IJO eine Resolution verabschiedet und dann unseren Mitgliedsgewerkschaften übermittelt habe. 18 3. ANNAHME DER TAGESORDNUNG : Nach Hinzufügen eines TOP's zum IAA und zur Konferenz über die KSZE in Finnland sowie zu einigen anderen Themen nimmt der Vorstand den Tagesordnungsentwurf US VIVA an, er kann jedoch zu Anfang eines jeden Tages über die vorrangige Reihenfolge der zu behandelnden Themen entscheiden. 20 дело neb lad Jellos 4. BEZIEHUNGEN ZU DEN NATIONALEN JOURNALISTENORGANISATIONEN 4.1. Italien: Federazione Nazionale della Stampa Italiana Der GENERALSEKRETÄR berichtet über den Besuch, den eine Delegation der FNSI am 25. Oktober 1984 Brüssel abstattete. Die Delegation setzte sich zusammen aus Sergio Borsi, Nationaler Sekretär, Paolo Murialdi, Berater für auswärtige Angelegenheiten, und Lorenzo Pozzo, Direktor. Als Vertreter der IJF nahmen Kenneth B. Ashto Präsident, Théo Bogaerts, Generalsekretär, und Hans Larsen, zukünftiger Generalsekre tär, an den Gesprächen teil. Die italienischen Delegierten hätten eine Reihe von Wünschen bezüglich ihrer zukünftigen Zusammenarbeit mit der IJF geäußert, insbesondere was die Zusammenarbeit zwischen Journalistengewerkschaften der EG- Länder, die ethischen Fragen, das Berufsgeheimnis eingeschlossen, sowie die apolitische Ausrichtung der Föderation betreffe. Man könne feststellen, daß die Wünsche der FNSI weitgehend mit der Resolution zur Regionalisierung in Einklang stünden, die auf dem Kongreẞ von Edinburgh verabschiedet worden sei. Ob der Vorstand den Standpunkt ter stützen könne, den die Vertreter der IJF bei der Begegnung mit der FNSI am 25. tol 1984 eingenommen hätten, und ob er seine Zustimmung geben könne, damit Anfang 1985 eine letzte beratende Sitzung zwischen den zwei Delegationen stattfinden könne? K.ASHTON fügt hinzu, daß die italienischen Kollegen von dem" Weg nach Brüssel" bhu Jebe sprächen. Dem Vorstand der FNSI, der Ende November 1984 zusammentreffen werde, solle -ndsbrein Bericht vorgelegt werden. Dann werde der nationale Rat der FNSI im März 1985 über den Aufnahmeantrag für die IJF beraten; ein formeller Aufnahmeantrag müßte der IJF vor ihrer nächsten Exekutivausschußsitzung im Mai 1985 zugehen. 15 -Emne8A Der Vorstand überläßt es dem Präsidenten und dem Generalsekretär, noch einmal mit den italienischen Kollegen zusammenzutreffen, sofern diese es wünschen. Bab ain IST at D See sb Is 4.2. Portugal: Sindicato dos Jornalistas Der GENERALSEKRETÄR weist auf den Besuch des portugiesischen Gewerksc sidenten hin, der eine positive Entwicklung hin zu einem Antrag um Aufnahme. IJF bestätigt habe. Es gebe da allerdings zwei heikle Probleme, nämlich einmal Gleichgewicht in den Beziehungen der Gewerkschaft zur IJF und zur IJO und dann finanzielle Belastung, die ein Beitritt als vollberechtigtes Mitglied mit sich br. Das Gehalt eines portugiesischen Journalisten sei eines der niedrigsten in Europa und bewege sich um etwa 200 Dollar monatlich. Die Verhandlungen, die die Portugiesi sche Journalistengewerkschaft mit den Arbeitgebern privater und staatlicher Unternehmen geführt hätten, um den Tarifvertrag zu erneuern, befänden sich seit Anfang 1984 in einer Sackgasse. Die Arbeitgeber lehren es ab, ihr Angebot einer Gehaltserhöhung um 12% zu verbessern. Die Inflation jedoch betrage 26%. ISJE Wie es im Gesetz für ähnliche Fälle vorgesehen sei, habe die Gewerkschaft den Staat als Schlichter angerufen. Am 25. Oktober sei in der Tages- und Wochenpres: sowie in den Presseagenturen des Landes ein" Kampftag" organisiert worden und die Gewerkschaft habe um die Unterstützung der IJF gebeten. In einem Schreiben vom 6. November 1984 an den Premierminister, Mario Soares, habe sich die IJF empört darüber geäußert, erfahren zu haben, daß" die Journalisten Portugals, eines Landes, das sich auf den Eintritt in die EG vorbereitet, gezwungen sind, ihren Informationsauftrag unter Bedingungen auszuführen, die mit ihrer Rolle Tabs on im Aufbau einer portugiesischen Demokratie absolut unvereinbar sind"; die Föderation habe" ein Gehalt, das keine Kränkung ihrer Berufsehre mehr darstellt" gefordert. ndo2 Dieser Brief habe in der portugiesischen Presse ein breites Echo gefunden und wahrscheinlich zu der Entscheidung der Regierung beigetragen, die Gehälter für 1984 um 20% und für 1985 um weitere 20% anzuheben, eine Entscheidung, die die portugiesischen Journalisten mit Befriedigung aufgenommen hätten. Die Wahlen zur neuen Führung der Journalistengewerkschaft würden im Februar 1985 abn stattfinden. Vorher hätten wir kaum Neuigkeiten zu warten. Auf Vorschlag von Ch. PERLIK nimmt der Vorstand der IJF mit Befriedigung von der erfolgreichen gewerkschaftlichen Unterstützung der IJF Kenntnis, die sie den portugiesischen Kollegen leisten konnte. 4.3. Südafrika:" Media Workers Association of South Africa" Den Vorstandsmitgliedern ist ein kurzer Bericht über den Besuch des ehemaligen nationalen Sekretärs der MWASA, Thami MAZWAI, bei der IJF in Brüssel sowie über das Treffen, das anschließend mit Kenneth B. Ashton in Paris stattfand, vorgelegt worden. atb å er beiden Trotz der verschiedenen Schlichtungssitzungen Lager, die am 31. Januar 1984bei einer Spaltung der Gewerkschaft entstanden sind, ist bisher noch keine Lösung für die beiden grundlegenden Probleme gefunden worden, die die beiden Fraktion rennen: Einmal geht es um den Beitritt der MWASA zur UDF ( United Democratic Front), den diejenigen ablehnen, die mit anderen politischen Oppositionsbewegungen sympathisieren, wie z.B. mit dem National Forum Committee, das aus der schwarzen Bewußtseinsbewegung hervorgegangen ist, oder mit der Inkatha de Buthelezi- Partei usw.; zweiter Streitpunkt ist die Öffnung der Gewerkschaft für die Arbeitnehmer des gewerblichen Drucksektors. Es wurde jedoch beschlossen, eine einzige MWASA- Delegation zur Erneuerung der Tarifverträge im November 1984 zu benennen. In der Zwischenzeit werden regionale Kongesse in Johannesburg und in Natal odbo stattfinden. Ein gemeinsamer Kongreß beider Fraktionen soll Anfang nächsten Jahres stattfinden. Bis dahin bleibt die MWASA handlungsunfähig. K.ASHTON meint, daß es schwierig sei zu entscheiden, ob man gegen die Unterin ihren politischen 291802, drückung der schwarzen Journalisten, die wohl eher als in ihren journalistischen Aktivitäten begründet sei, protestieren müsse. 89 821 bau ne Датоф Wie solle man die kürzlich erfolgte Verhaftung des schwarzen Journalisten Mono Badela in Port Elisabeth beurteilen, der zur gleichen Zeit inhaftiert war wie sein Sohn und seine Tochter? 4.4. Honkong: Unterstützung der HKJA 280 hov gnugt nogliam dgslegat 918 TZE She der FNSI Homz Auf Vorschlag von K. ASHTON, der in Briefwechsel mit den Kollegen aus stand, nimmt der Vorstand folgende Resolution an( Original in englischer Sprache " Nach Kenntnisnahme der Verpflichtung, die in dem Entwurf des Abkommens niedergelegt ist, das die Regierung Großbritanniens und Nordirlands sowie die Regierung der Volksrepublik China geschlossen haben, und die besagt, daß das System des Privatunternehmertums sowie die bestehenden Rechte und Freiheiten der Presse aufrechterhalten werden, unterstützt die Internationale Journalisten- Föderation den Journalistenverband Hongkong in seinen Bemühungen, diese Rechte und diese Verantwortung zu verteidigen und sie auszuweiten. нь 1985 Sie fordert insbesondere die Förderung pluralistischer Medien, den Bereich des Audiovisuellen einbegriffen, die in der Lage sind, die Interessen der Bevölkerung Hongkongs unabhängig von ihrer Hautfarbe, ihrem Glauben oder ihrer Religion widerzuspiegeln, sowie daß die Arbeit EAS 198 зівоч остор 11 osn3,19 -sdegna aib Qudose ath பே des Journalisten frei von jeder willkürlichen Kontrolle ist, se. von seiten Großbritanniens und Nordirlands oder von seiten der Volksrepublik China. Wir schätzen den zugesagten Schutz auf Gewerkschaftsgründung und -zugehörigkeit und sprechen die Hoffnung aus, daß jede Behinderung der internationalen Zusammenarbeit aus dem Weg geräumt wird. Mit dem Ziel, diese Entwicklung und die Interessen des Journalistenverbands Hongkong zu fördern, beschließt der Vorstand der IJF, bei den Regierungen Großbritanniens und Nordirlands sowie der Volksrepublik China vorzusprechen." abaw 4.5. Zaire:" Association de la presse du Zaire" JgB Der GENERALSEKRETÄR bestätigt, daß er der UPZa am 15. Juni 1984 geschrieben habe, um die zusätzlichen Informationen, die vom Ausschuß 1 auf dem Kongreß von Edinburgh verlangt worden seien, anzufordern. Bisher sei keine Antwort eingetroffen. Der Vorstand ist der Ansicht, daß ein Erinnerungsschreiben nicht notwendig sei. Judex asb usb ne al 91 4.6. Indien:" Indian Federation of Working Journalists" gewesen seien. ov does Der PRÄSIDENT berichtet, daß der Präsident der NUJ, Georges Findlay, im Juni T2H 19b 1984 an dem Kongreß der IFWF teilgenommen habe, bei dem nicht weniger als 1.200 steaed Delegierte anwesend Daraufhin habe er in London einen Besuch des IFWF- Präbusi sidenten M.K. Vikram Rao erhalten, der nach Prag eingeladen worden sei und auf der Heimreise einen Abstecher nach London gemacht habe. Rao sei an einer Art Assoziierung mit der IJF interessiert gewesen und habe K. Ashton zur Teilnahme an der Exekutivder IFWF ausschußsitzung im Mai 1985 in Assam eingeladen. 4.7. St. Lucia Der GENERALSEKRETÄR weist darauf hin, daß er ein Schreiben des" St.Lucia Media Workers' Association" erhalten habe, in dem dieser mitteile, er wolle in Beziehungen bau zur IJF eintreten. Eine Dokumentation über die Föderation sei dem Verband am 29. sbane Oktober 1984 zusammen mit einem Aufnahmeantragsformular zugeschickt worden. sib isa 19b 4.8. Ägypten Der GENERALSEKRETÄR erinnert daran, daß wir von der Pressegewerkschaft Ägyptens, die uns vor drei Jahren einen Aufnahmeantrag zugeschickt, den Text ihrer Satzung jedoch immer noch übermittelt habe, nichts mehr gehört hätten. Er habe die ägyptische Botschaft in Brüssel kontaktiert. Der Vorstand bestärkt das Sekretariat in seinen Bemühungen zu einer Wiederaufnah der Kontakte zu dieser wichtigen Gewerkschaft des arabischen Raumes. 5. BEZIEHUNGEN ZU INTERNATIONALEN GEWERKSCHAFTSORGANISATIONEN orden UDF 5.1. IBFG e, das Inke ha gle Bu Nach dem Beschluß des Kongresses in Edinburgh, beim IBFG eine assoziierte Positi der IJF als Internationales Berufssekretariat zu beantragen, hat der GENERALSEKRETÄR am Sitz des Gewerkschaftsbundes in Brüssel den beigeordneten Generalsekretär, Enzo Fri und den Verantwortlichen für Information, David Brombart, getroffen. Am 27. Juni 1984 wurde der schriftliche Antrag zur Anerkennung als IBS gestellt. In einer Empfangsbescheinigung vom 6. November 1984 bestätigt der IBFG, daß sein Exekutivausschuß die Angelegenheit auf seiner Sitzung vom 12. bis zum 14. Dezember 1984 überprüfen werde. Die IJF wird zur Teilnahme an der jährlichen Generalkonferenz der IBS eingelad am 8. und 9. Januar 1985 in Amsterdam stattfinden wird. Der Vorstand überträgt Präsidenten und dem Generalsekretär die Vertretung der IJF. Unter die 19b 00 gh 5.2. FISTAV und Der PRÄSIDENT hat am 9. und 10. Oktober 1984 in Paris an der Sitzung des Exekut ausschusses der Internationalen Föderation der Arbeitnehmer im audiovisuellen Sektor als Beobachter teilgenommenYfür die Vorstandsmitglieder einen kurzen Bericht vorbere tet. Er schlägt vor, die Föderation solle eventuell eine Zusammenarbeit mit der FIST enigen aufbauen, ähnlich der, die mit der Internationalen Graphischen Föderation bestehe. Der amtierende Generalsekretär, René Janelle, werde bald abtreten und durch Claude Quémy ersetzt werden. T.MOE ist damit einverstanden, den Kontakt zur FISTAV aufrechtzuerhalten, würde aber gerne mehr grundsätzliche Informationen, wie z.B. Satzung, Mitgliedsgewer schaften usw., zur Verfügung haben. Wie sehe es mit der nationalen Repräsentativität der FISTAV- Mitglieder aus? In den skandinavischen Ländern sei man diesbezüglich etwa skeptisch. at allow R.GARCIA äußert einige Zweifel. Wir arbeiteten mit der IGF zusammen und sie sei ein Partner, der Arbeitnehmer organisiere, die einen Beruf ausübten, der sich klar von dem des Journalisten unterscheide..Im audiovisuellen Sektor sei die Abgrenzung bei weitem nicht deutlich. Der Vorstand beschließt, das Problem auf die nächste Vorstandssitzung zu ver verta In der Zwischenzeit wird das Sekretariat den Vorstandsmitgliedern die Satzung der arpets FISTAV, ihre Mitgliederliste( 49 Gewerkschaften in 41 Ländern, wie auf der Sitzung in Paris mitgeteilt wurde) sowie eine Dokumentation über die Aktivitäten der FISTAV übermitteln. 1376 5.3. IGF H.LARSEN teilt mit, daß unser letzter formeller Kontakt zur IGF im Februar in Hörste stattgefunden habe, wo man die Organisation einer gemeinsamen Konferenz jenigen ähnlich der, die 1978 in Be in abgehalten wurde, sowie einer gemeinsamen Protesta. tion im Rahmen des Aktionstages erwogen habe. Bin weiteres Treffen sollte im Herbst 1984 oder im Frühling 1985 stattfinden, es sei aber diesbezüglich noch nichts geschehen. Dieses Mal scheine die IGF einige Schwierigkeiten zu haben. Der Vorstand beauftragt den Generalsekretär, der IGF in einem Schreiben unseren Wunsch nach einer Realisierung eines weiteren Treffens des gemischten Ausschusses mitzuteilen. 19 nob no 1360 sb 5.4. IAA doj Der GENERALSEKRETÄR bestätigt, daß er zwei Rundschreiben an die Mitgliedsgewerkschaften verschickt habe, in denen sie aufgefordert worden seien, auf ihre nationalen Delegierten im Internationalen Arbeitsamt einzuwirken, damit eine Dreier- Konferenz über die Arbeitsbedingungen der Journalisten in das Tätigkeitsprogramm der Organisati on in den kommenden Jahren aufgenommen werde. T.MOE teilt mit, daß er den norwegischen Minister, der dem IAA angehöre, nt negn kontaktiert habe; dieser habe versprochen, die Zuverfügungstellung von Mitteln zenie zur Finanzierung dieser Konferenz zu unterstützen. E.HYPPÖNEN teilt mit, daß sie den finnischen Sozialminister kontaktiert habe; nobiow dieser habe dann Kontakt zu den dänischen und norwegischen IAA- Vertretern aufgenommen. R.GARCIA fügt hinzu, daß die spanische UGT sich gleichfalls an den spanischen Delegierten der IAA gewandt habe. R.FRISTER schlägt vor, das Problem informell beim Abendessen mit dem Generalsekretär von Histadrut zu besprechen. bind by H.LARSEN ist der Ansicht, daß ein Einwirken auf die gewerkschaftliche Seite sth wichtiger sei als auf die Vertreter von Regierungen und Arbeitgebern. Allerdings nelle seien die Gewerkschaftsbünde, die ihre Delegierten zum IAA entsendeten, aufgeschlos sener für die Probleme der körperliche Arbeit verrichtenden Arbeitnehmer als nes für die der Geistesarbeiter. nis La nt nolau doobet nodots M.ROLLAND teilt mit, daß in Frankreich ebenfalls informelle Kontakte mit dem gleichen Ziel hergestellt worden seien. 701 C. Der Vorstand nimmt diesen Bericht zur Kenntnis und äußert die Ansicht, daß wichtig sei, daß die Gewerkschaften weiterhin in dieser Sac_he Druck ausübten. 6. Schutz der Journalisten Jad I noti ASPI 6.1. Kolloquium der NVJ in Hilversum Der Generalsekretär weist auf den kurzen Bericht hin, der in der Oktober- Aus gabe 1984 der" Direkt- Kurznachrichten" veröffentlicht wurde und über diese Verans tung informiert, die die niederländische Journalistengewerkschaft im Rahmen ihrer Hunder jahrfeier organisierte. Die endgültige Fassung der Resolution, die von den Teilnehmern verabschiedet wurde, ist noch nicht erhältlich, wird jedoch an die Mitgliedsgewerkschaften geschickt. Auf diesem Treffen stellte H.Larsen eine Übsicht über seine Mission in der Türkei vor. C 6.2. Weltkonferenz über die Arbeitsbedingungen und die Sicherheit der Journalisten Mexiko 1985 at no Der GENERALSEKRETÄR ordnet diese Initiative in den Rahmen der Beratungen der internationalen und regionalen Journalistenorganisationen unter der Schirmherrschaf nfs der Unesco ein. Die beiden summarischen Berichte der vorbereitenden Sitzungen in Genf, 5. und 6. Juli 1984, und in Prag, 29. September 1984, sowie der Text: eines langen Telexes, in dem die Unesco die geplante Beschränkung der in Genf aufgestellt Tagesordnung bedauerte, sind den Vorstandsmitgliedern übermittelt worden. Die Unesc war auf der Prager Sitzung, auf der die IJO das Aide- Mémoire mit einer reduzierten Tagesordnung vortrug. ten C Nun scheint aber eine Zwischeninitiative Gestalt anzunehmen. Das Internatio Rote- Kreuz- Komitee soll die Organisation einer Versammlung in Italien, voraussic im März 1985, beabsichtigen. Thema soll der Schutz der Journalisten auf gefährl Auftrag sein. Ein vom IAA in Zusammenarbeit mit dem IRRK ausgearbeiteter Frageb zu Art. 79( Schutzmaßnahmen für Journalisten) des Zusatzprotokolls der Genfer K tion zum Schutz der Opfer aus internationalen bewaffnetenKonflikten wird baldu den Mitgliedsgewerkschaften der IJF verbreitet. Die Antworten könnten für die v bereitung dieser Versammlung interessant sein. Nach Stattfinden dieses Treffense als wird es keinen Grund mehr geben, die Tagesordnung der Konferenz von Mexiko allein auf die Problematik der Journalisten auf gefährlichem Auftrag zu beschränken. auf die itzung K.ASHTON macht darauf aufmerksam, daß die in Genf angenommene Resolution in den" IJO- Nachrichten", Nr. 15- August 1984, verfälscht wiedergegeben worden sei. So sei z.B. der Satz" Wir erkennen das Recht auf Kommentar an, unterstreichen jedoch TO neb bab Ia To neb 19291b doo bads gleichzeitig die Bedeutung ehrlicher und wahrheitsgetreuer Berichterstattung u die Unesco und die Vereinten Nationen im allgemeinen...'" vergessen" worden Der Vorstand beschließt, diese Resolution in ihrer vollständigen Fassung in der nächsten Ausgabe der" Direkt- Kurznachrichten" abzudrucken, und beauftragt den Gene. sekretär, die IJO schriftlich an ihre" Vergeßlichkeit" zu erinnern. Appel H.LARSEN weist daraufhin, daß die Unesco nur Studien zum Schutz der Journaliste. und zu den Arbeitsbedingungen in diesem Beruf finanzieren könne, nicht aber die Organisation von Versammlungen. Auf eine Frage von Ch.PERLIK antwortet Théo BOGAERTS, daß seines Wissens die mexikanische Regierung sich bisher noch nicht bereiterklärt habe, die Organisation dieser Konferenz finanziell zu unterstützen. E.HYPPÖNEN zieht die Schlußfolgerung, daß die ganze Diskussion um die Tagesordnung der Konferenz in Mexiko wieder von vorne beginnen müsse. Enemmo Ibe Ch.PERLIK stellt fest, daß die: Initiative des IRRK eire bequeme. Ausrede für die Unesco sei. Dieses Treffen werde unseren Zielsetzungen, nämlich alle drei Aspekte des Schutzes der Journalisten, zu behandeln, kaum besser gerecht werden, als die verkürzte Tagesordnung von Prag. H.LARSEN ist der Ansicht, daß wir es uns nicht erlauben könnten, nicht an dem Treffen des IRRK teilzunehmen. Durch unsere Anwesenheit könnten wir unsere Forderung nach einem umfassenden Schutz des Journalisten in der Ausübung seines Berufes bekräftigen. Unter Berücksichtigung der von den Vorstandsmitgliedern geäußerten Meinungen schlägt T.MOE die folgende Lösung vor, die einstimmig angenommen wird: trs eld SOM.T M 193 LA P 89 bbl 11 " Der Vorstand der IJF nach Kenntnisnahme der Berichte über die vorbereitenden Versammlungen zu einer" Weltkonferenz über die Arbeitsbedingungen und die Sicherheit der Journalisten", die am 5. und 6. Juli 1984 in Genf und am 29. September 1984 in Prag stattfanden, sowie nach Kenntnisnahme des Feraschreibens, das die Unesco am 11.Oktober 1984 an die IJF gerichtet hat; - Hed beauftragt das Sekretariat, die exploratorischen Beziehungen zur Unesco und zu anderen Organisationen aufrechtzuerhalten, um eine größtmögliche Teilnahme und eine möglichst wenig beschränkte Tagesordnung, die alle Aspekte des Schutzes der Journalisten beinhaltet, für die geplante Konferenz zu erreichen; 20 - gibt dem Präsidenten und dem Generalsekretär den Auftrag, eine Einladu ນ 12 die das Internationale Rote- Kreuz- Komitee für eine Konferenz über die Sicherheit der Journalisten eventuell an uns richten wird, unter der Voraussetzung anzunehmen, daß diese Konferenz mit den Grundsätzen der IJF vereinbar ist." etb ούτος 7. PRESSEFREIHEIT 7.1. Untersuchungsmission der IJF in den von Israel besetzten arabischen Gebietca Die Untersuchungsmission der IJF, die sich aus Trygve MOE, Mia DOORNAERT und Hans LARSEN zusammensetzte, hat vom 26. August bis zum 3. September 1984 Israel besucht. Jedes Mitglied der Mission hat einen Bericht über zu verfassen, der ihm oblag. H.Larsen ist für die Endfassung zuständig. den Bereich Der PRÄSIDENT schlägt folgendes Verfahren vor: der Bericht in seiner Endfang solle zur Kommentierung vor Ende des Jahres an den Tunesischen Journalistenverband und an die Nationale Israelische Journalisten- Föderation übermittelt werden. Mit den Kommentaren der beiden Organisationen im Anhang solle der Bericht dann unter den Vor standsmitgliedern vor der nächsten Sitzung verbreitet werden. Der Vorstand könne dann den Bericht überprüfen und über die erforderlichen Maßnahmen beschließen. 19 der herrscha E.HYPPÖNEN drückt ihre Überraschung aus. Hatte der Bericht nicht auf dieser Sitzung in Israel überprüft werden sollen? gautebro senu ed ened esigned H.LARSEN teilt mit, daß die einzelnen Berichte beendet seien, daß jedoch Unes die Zusammenstellung noch etwas Arbeit bedeute. Außerdem müßten wir vorsichtig sein wenn wir einen Bericht veröffentlichen wollten, der ein gewisses Prestige habe und habe internationaler Prüfung standhalten solle. T.Moe weist darauf hin, daß unser Warten gerechtfertigt gewesen sei. Die Missio habe auf eine hervorragende Zusammenarbeit von seiten der Nationalen Israelischen Journalisten- Föderation zurückgreifen können und habe nach Klärung einiger Proble alle Journalisten der palästinensische ( auf Wunsch mit der Arabischen Journalisten- Föderation Presse treffen können, Die Mission habe sich einen guten Eindruck von der Lage verschaffen können. Die Mis usionsmitglieder hätten getrennt gewisse Gesprächspartner getroffen, um org ente danach ihre Fassungen dieser Gespräche miteinander vergleichen zu können. elb ubsInt onl Jado Lison ante hou Auf die Frage H.Larsens, ob es gut sei, den Bericht auch der AJF zur Kommentier zu geben, äußerte der Vorstand die Ansicht, daß es besser sei, den Bericht bis zur nächsten Vorstandssitzung innerhalb der IJF vertraulich zu behandeln. T.Moe ist der Meinung, daß es keinen Grund dafür gäbe, diesen Bericht erst zwei gliedsgewerkschaften vorzulegen, ehe er dem Vorstand unterbreitet würde, da es sich um eine unabhängige Untersuchung handele. unserer Mit sib adad Der Vorstand entscheidet sich jedoch für das vom Präsidenten vorgeschlagene Verfahren. 7.2. Appell für Ismet Imset K.ASHTON erläutert, daß der junge türkische Kollege zu 5 Jahren Gefängnis mit Bewährung verurteilt und in der Zwischenzeit für seinen regulären Militärdienst eingezogen worden sei. Auf Anraten des Anwalts hätten die Ehefrau und die Tochter Imsets die Türkei vor dem Prozeß verlassen und sich nach Großbritannien begeben. Die NUJ habe erreichen können, daß die Presseagentur UPI, für die Imset arbeitete, 70 Pfun wöchentlich bis zum Prozeß an seine Familie zahlte. Jetzt zahle die Agentur nichts mehr. Da die Hilfemöglichkeiten der NUJ beschränkt seien, fragt K. ASHTON die IJF, ob sie nicht ihre Mitgliedsgewerkschaften zur Unterstützung aufrufen könne. Mehrere Vorstandsmitglieder sind der Ansicht, daß es sich hier um einen nicht zu rechtfertigenden Präzedenzfall handele. Auf Vorschlag von H. LARSEN beauftragt der Vorstand den Generalsekretär, die Mitgliedsgewerkschaften über die Lage der Familie Imsets zu informieren und ihnen mitzuteilen, daß sie finanzielle Unterstützung an die " Natio 1 Union of Journalists" überweisen könnten. ihre us 7.3. Arbeitsgruppe" Pressefreiheit" abnegat sib Beb Der GENERALSEKRETÄR teilt mit, daß der Bericht der Arbeitsgruppe" Pressefreiheit trotz mehrmaliger Versprechungen von K. Geibel der IJF immer noch nicht zur Verfügung stehe. Da dieser Bericht nicht vorliege, scheine es schwierig, die beiden Dokumente, amlich die Mediencharta und der Vorschlag für die Weiterführung der Arbeit, die der Kongre dem Vorstand zur Überprüfung übertragen hatte, zu bearbeiten. Ява Der Vorstand beauftragt den Generalsekretär, K.Geibel schriftlich dazu auffordern, den Bericht vor Ende des Jahres abzuliefern, und ihm mitzuteilen, daß wir uns eine andere Lösung überlegen müßte, wenn der Bericht dann nicht vorläge. 7.4.Ausführungen der Resolutionen des Kongresses Der GENERALSEKRETÄR berichtet, welche: Schritte er unternommen habe, um die Resolution zu El Salvador durchzuführen. Die niederländische Regierung habe geantwortet, von der Seite der USA sei keine Antwort eingetroffen. -gizedestb bab sigion 1st bu sib b .53. Jdoto ner 91b ne gnu sindh Polen fragt E.Morresi, wie wir denn weiterhin über die Geschel nisse in der polnischen Presse informiert werden könnten. H.LARSEN stellt fest, daß das Sekretariat der IJF weitgehend auf die Informátionen aus den Mitgliedsgewerkschaften angewiesen sei. Man müsse ihnen schreiben und sie daran erinnern, daß wir auf sie bauen. E.HYPPÖNEN erinnert daran, daß ihre Gewerkschaft einen bild eralen Vertrag mit der SDP abgeschlossen habe, die damals schon zum großen Teil von unserer materiellen Unterstützung abgehangen habe. Als die SDP verboten worden sei, habe die finnische Gewerkschaft heftig protestiert. Sie habe persönlich zwei Journalisten aus Gdansk treffen können, die vorher in der SDP gewesen seien und nun die neue Gewerkschaft SDPRL eingetreten seien. Sie sei bereit, alle verfügbaren Informationen nach Brüssel zu übermitteln. Der GENERALSEKRETÄR teilt mit, daß die IJF eine Einladung der SDPRL zur T- nahme an einem internationalen Journalistentreffen in Jablonna( Polen) vom 26.1 zum 29. November 1984 erhalten habe. Thema dieses Treffens solle" Die Bedrohung des Frieden in der Welt und in Europa, verursacht durch die Eskalation des Wettrüstens und durch die Gefahr eines Atomkrieges" sein. conne Der Vorstand beschließt, diese Einladung nicht anzunehmen, da das behandelte Thema unsnicht betrifft. Außerdem unterstützt die IJF weiterhin die SDP und möchte der SDPRL in keiner Weise irgendeine Anerkennung geben. Der Vorstand nimmt zur Kennt daß die finnische Gewerkschaft nicht als solche an diesem Treffen teilnehmen werde. Drei Journalisten, die dem Ausschuß der finnischen Journalisten für den Frieden ange hören, werden privat daran teilnehmen. u. Zu der Türkei- Resolution nimmt der Vorstand zur Kenntnis, daß Hans Larsen am 15. und 16. Februar 1985 an einem Kolloquium über die Menschenrechte in diestul Land, das in Stockholm stattfindet, teilnehmen wird. Das Kolloquium wird von schwedischen Parlamentariern verschiedener Parteien organisiert und rechnet mit der Teilnahme von Experten verschiedener spezialisierter Organisationen, wie z. B. amnesty international, usw. treffe Lach Als Antwort auf eine Frage von CH.Perlik teilt der Generalsekretär mit, daß wir seit dem Kongreß von Edinburgh keine Nachricht mehr von den koreanischen Kolleg erhalten hätten. 7.5. Aktionstag A test tee A2U 15 sei, den Teb K.ASHTON stellt fest, das der anfängliche Enthousiasmus für die Aktionstage in der IJF abnehme. Es wäre nützlich, über unsere zukünftigen Aktionen diesbezüglich nachzudenken. Wenn wir es nicht schafften, Aktionstage mit Erfolg zustandubringen, wäre es dann nicht besser, diese Idee aufzugeben und unsere Energie und Mittel anderen effizienteren Projekten zu widmen? Anstatt sich nur mit einem bestim f Land zu beschäftigen, wie es uns das Tätigkeitsprogramm vorschreibe, könnten eine konzertierte Aktion, auch in Zusammenarbeit mit anderen Gewerkschaftsorgan: tionen wie der IGF, über die Arbeitsbedingungen, die Pressegesetzgebung und ande ähnlichgelagerte Probleme planen. M.ROLLAND ist der Ansicht, daß die Mitgliedsgewerkschaften eigentlich zuviel von ihren nationalen Problemen in Anspruch genommen seien, als daß sie noch die nötige Zeit finden könnten, einen Aktionstag über ein anderes Land zu organisieren. - 1929 Wenn jedoch die IJF ein allgemeineres Thema vorschlage, dann könnten die Gewerkschaf ten es ihrer nationalen Situation anpassen und Interesse an dieser Art von Aktion wecken. in der R.FRISTER weist z.B. auch auf den Vertrauensverlust der Medien Öffentlichkeit hin, eine Krise, die sich noch verschärfe. Eine Initiative in diesem Bereich würde es uns ermöglichen, die Bedeutung einer freien Presse und des Rechts auf frei Meinungsäußerung herauszustellen. ON R.GARCIA gibt zu bedenken, daß die vorbereitende Arbeit einer allgemeinen Kampagne dieser Art zum Teil beim Sekretariat liege, in größerem Maße jedoch bei der nationalen Gewerkschaft, die eine spezifische Dokumentation für ihr eigenes Land ausarbeiten müßte. Zu dem Zeitpunkt, an dem Israel von der Vertrauenskrise der Medien spreche, sei ganz Frankreich wegen der Verhaftung Abquchars in Afghanista in Aufruhr gewesen. H.LARSEN erklärt sich bereit, alles auszuführen, was der Vorstand beschließe. Aber wir hätten kaum eine Chance, einen Werbeerfolg durch einen Aktionstag zu erziel Jede Mitgliedsgewerkschaft habe ihr Programm für Aktionen und Projekte, und dann käme die IJF mit einem Aktionstag, den sie gar nicht eingeplant hätten. Dies sei ein grundsätzliches Problem, das dem Gelingen einer Aktion immer im Wege stehe, es sei denn, daß wir auf eine ganz andere Art und Weise die Sache in Angriff nähmen. Insga Vor drei Jahren schon habe T.MOE unseren Möglichkeiten, je les Jahr eine solche Kampagne zu organisieren, skeptisch gegenübergestanden. Er wolle anmerken, daß das Tätigkeitsprogramm eine Aktion in der Art, wie sie die Kollegen Ashton und Frister vorgeschlagen hätten, nicht erlaube. Auf Vorschlag des Präsidenten beschließt der Vorstand, die Frage dem Exekutivus ausschuß zur Diskussion vorzulegen und die Mitgliedsgewerkschaften aufzufordem, , der siah im Mai 1985 treffe, av us darüber nachzudenken. In der Zwischenzeit werde das Problem mit der IGF besprochen. abes hau 7.6. Kongreß in Finnland E.HYPPÖNEN überreicht der IJF und ihren Vorstandsmitgliedern persönlich eine Einladung zur Teilnahme an einem Journalistenkongreß, den die finnische Journaliste gewerkschaft vom 6. bis zum 9. September 1985 in Helsinki zu dem Thema" Die Journa listen und die KSZE, Helsinki 10 Jahre danach" organisieren will. Alle Journalister Isivus dar gewerkschaften der Unterzeichnerstaaten der Schlußakte von Helsinki, sowie auch stb die IJO, seien eingeladen worden. Eine vorläufige Antwort solle für den 15.Dezember 1984 gegeben werden, damit die finnische Gewerkschaft das Interesse an dieser Initiative abschätzen könne. Gewer neue Ge T.MOE teilt mit, daß die Gewerkschaften Norwegens und Schwedens diese Tagung für eine interessante Initiative hielten und an diesem Diskussionsforum teilnehmen würden. Er empfehle der IJF, an dem Kongreẞ teilzunehmen. SOPRI T.BOGAERTS fragt, ob die Organisatoren die Vorbereitung von Arbeitsunterl_en zum Thema Fortschritt und Beschränkung des freien Informationsflusses seit der Unterzeichnung der Schlußakte vorgesehen hätten. E.HYPPÖNEN erläutert, daß das Programm sich noch in der Ausarbeitung befinde, und daß alle Vorschläge willkommen seien. E.MORRESI unterstützt diese Initiative der finnischen Kollegen voll und ganz. Es wäre ratsam, daß die IJF eine Art kleines Weißbuch herausgebe, in dem die Bila der gegenwärtigen Situation gezogen würde und das Zeugenaussagen zu konkreten Fälle der Beachtung oder Nichtbeachtung der Schlußakte wiedergebe. Er glaube sich daran z erinnern, daß T.Bogaerts vor einigen Jahren schon einmal eine solche Arbeit vorbereitet habe. Ja P bau R.GARCIA beglückwünscht die finnischen Kollegen zu ihrer Initiative und erinn daran, daß nach Helsinki die Folgekonferenz in Madrid stattgefunden habe, wo man über neue Texte übereingekommen sei. T.MOE ist der Ansicht, daß der Bericht von T.Bogaerts wirklich auf den neuest Stand gebracht werden müsse; dazu könnte der Generalsekretär die Mitgliedsgewerksc -ten zur Mithilfe aufrufen. Auf eine Frage des Präsidenten antwortet E. HYPPÖNEN, daß die Organisatoren nicht die Absicht hätten, einen vollständigen Bericht dieser Konferenz zu veröffen lichen, die übrigens als Diskussionsforum vorgesehen sei und nicht als ein beschlu nooged fassendes Organ. Die Arbeitsunterlagen würden jedoch sicher verbreitet. Auf Vorschlag von T. Noe beschließt der Vorstand, bes nsere und за - daß die IJF an der Konferenz teilnimmt; Fassun daß die IJF ihren Mitgliedstaaten empfehlen wird, an dieser wichtigen Tagung teilzunehmen; - daß T. Bogaerts seinen Bericht über die Anwendung des 3." Korbes" der Schlußakte von Helsinki auf den neuesten Stand bringen und dazu an die Mitarbeit der Mitgliedsgewerkschaften appellieren wird. devgno 8. FINANZLAGE ederkes LI mada ' 13 M. ROLLAND drückt seine Befriedigung über die Schnelligkeit aus, mit der die Mitgliedsgewerkschaften in diesem Jahr ihre Beiträge gezahlt hätten. Alle Zahlungsrückstände des Jahres 1983 abgesehen von dem Rückstand des Tunesischen Journalistenverbandes Beiträge für 1983 und ein Restbetrag von 1982 sowie die 1983 ausgegebenen Presseausweise- seien beglichen worden. Alle Mitgliedsgewerkschaften hätten bereits ihren Beitrag für 1984 gezahlt, nur Luxemburg Südafrika-MWASA, Sri Lanka und Tunesien nicht. fur - Der Vorstand nimmt zur Kenntnis, daß das schriftliche Versprechen zur Beglei" innerhalb kürzester Zeit" chung der Schulden, das der Tunesische Journalistenverband dem Kongreẞ in Edinburgh bisher gegeben hat, nicht eingehalten wurde, und der Vorstand macht den Verband auf Abschnitt X, Artikel 3 der Satzung der IJF aufmerksam. A2 9. ARBEIT IN DER 3.WELT sandr Der GENERALSEKRETÄR ruft das Kapitel VII des Tätigkeitsprogramms der IJF in Erinnerung und hebt die Zweckmäßigkeit einer Rekonstituierung unseres 3.- Welt- Ausschus ses hervor. K.ASHTON teilt mit, daß er sich mit George ODIKO, Generalsekretär der Journalistenunion Kenia und beigeordneter Generalsekretär der Union Afrikanisch Journalisten, getroffen habe, der sehr an einer Zusammenarbeit mit der IJF für die Organisation eines Seminars interessiert sei. .01 etb neb nov ga SIIA Er erinnert ebenfalls daran, daß die Mittel, die in Schweden zur Finanzierung eines Programms der gewerkschaftlichen Weiterbildung der MWASA zur Verfügung stände nun wegen der Spaltung der Gewerkschaft gesperrt seien. Das gleiche gelte für das Angebot der NUJ, einem Gewerkschaftsführer der MWASA bei der NUJ in London eine sechswöchige Gewerkschaftsausbildung zu geben. Es scheine, daß es in Südafrika hauptsächlich an einer Grundausbildung für die freien Journalisten fehle. T.BOGAERTS erinnert an die Rede Neal Swancotts( Australien) auf dem Kongreẞ zu Edinburgh, in der er seiner Hoffnung Ausdruck gegeben habe, daß die IJF bald ein Seminar in Südost- Asien organisieren könnte, um die Bedürfnisse der Journalist in diesem Teil der Welt erkennen zu können. für.. Y.GILLE teilt mit, daß die Mittel der schwedischen Gewerkschaft Südafrika während des" Aktionstages" der IJF 1981 gesammelt worden seien. Wenn die IJF der Lage sei konkrete und bezifferte Projekte vorzuschlagen, wäre es sicher mögli finanzielle Unterstützung zu erhalten, damit diese durchgeführt werden eine könnten. 1 f -A E.HYPPÖNEN teilt mit, daß der beachtliche Beitrag, den die finnische Gewerkschaft im letzten Jahr auf den Fonds Mtimkulu- Mayet der IJF überwiesen habe, ebenfalls aus der Sammlung stamme, die die Gewerkschaft im Rahmen des Aktionstages für Südafrika veranstaltet hatte. Ein großer Teil dieses Geldes stehe der IJF noch zur Verfügung, da seit Anfang dieses Jahres die Beziehungen zwischen IJF und MWASA eingefroren worden seien. H.LARSEN weist darauf hin, daß wir genauere Informationen, an Ort und Stelle gesammelt, benötigten, wenn wir Projekte ausarbeiten wollten. Also müßte man zerst diese Reisen finanzieren können. Der VORSTAND beschließt, den 3.- Welt- Ausschuß der IJF zu rekonstituieren. Er wird aus dem Präsidenten, dem Generalsekretär, Yvonne Gille, Raimundo García, Max Rolland und, vorausgesetzt sie ist einverstanden, Emna Soula bestehen. Der Gene ralsekretär erhält den Auftrag, die tunesische Kollegin in einem Brief zu fragen, ob sie einverstanden sei. Der 3.Welt- Ausschuß könnte unmittelbar vor oder nach der nächsten Vorstandssitzung tagen. bib 10. SATZUNGSÄNDERUNGEN Der PRÄSIDENT erinnert an den Beschluß des Kongresses von Edinburgh, durch den der Vorstand beauftragt worden sei, seinen Vorschlag zur Satzungsänderung dahingehend zu ändern, daß auf den Sitzungen des Vorstands und des Exekutivausschusses Stellvertreter den Plat von den Regionalberatern einnehmen könnten. fax 30 E.HYPPÖNEN ist der Ansicht, daß es ausreichend sei, eine neue Fassung un. Vorschlags aufzusetzen, und sie innerhalb der in der Satzung vorgeschriebenen vor dem nächsten Kongreẞ einzureichen. K.ASHTON ist der Meinung, daß dies nicht so einfach sei. Wer ernenne die Stellvertreter der Regionalberater? Welche Regionen hätten das Recht, einen regionalen Stellvertreter zu bestimmen? Müsse dieser Mitglied der nationalen Delega tion auf dem Kongreß der IJF sein? Der VORSTAND fordert den Generalsekretär auf, sich über dieses Problem Gedanken zu machen und einen Text für eine Satzungsänderung aufzusetzen. bollo 11. NEUE TECHNOLOGIEN Ipe Is To do 11.1. Genfer Konferenz ou nag for hel sqqu Der PRÄSIDENT, Hans LARSEN und David EISEN von der Newspaper Guild haben die IJF auf einer internationalen Gewerkschaftskonferenz über den Einsatz von Bildschirm geräten vertreten, die am 29. und 30. Oktober 1984 in Genf vom Internationalen Bund der Privatangestellten( FET) in Zusammenarbeit mit der Generalkonferenz der Internationalen Berufssekretariate und mit Unterstützung des IAA organisiert wurde. Ca. 300 Delegierte hätten an dieser Konferenz teilgenommen und Arbeitsunterlagen zur Verfügung gehabt. Die große Mehrheit der Teilnehmer habe nach Richtlinien für die eigenen Tarifverhandlungen gesucht. Ein wichtiges Schlußdokument befinde sich in der Redaktion und werde den IBS nach Fertigstellung zugesandt. Die Konferenz habe sich übrigens an die Gewerkschafter aller Industriesektoren gerichtet. beachtliche H. LARSEN ist der Ansicht, daß die Richtlinien für die Verhandlungsführenden bei Tarifverhandlungen sehr interessant seien. Da gebe es z. B. ein wichtiges Kapitel über die elektro- magnetischen Auswirkungen und die Strahlungen. Am besten würde dieser Konferenz eine weitere folgen, die die für den Mediensektor nise DA spezifischen Probleme behandeln sollte. -2b1002 Auf Antrag von Y.GILLE beschließt der Vorstand, das Schlußdokument an die Mitgliedsgewerkschaften zu übermitteln, eventuell gegen Bezahlung, da es ziemlich umfangreich sein werde. 11.2 Die EG und die neuen Technologien leg( nale H.LARSEN hat an einem Kolloquium teilgenommen, das von der EG am 6. und 7. November 1984 in Brüssel organisiert wurde. Obschon auf der gesordnung vorgesehen behandelte die Debatte kaum die neuen Technologien in den Medien und Endes für die IJF von Interesse gewesen. geringem sei letzten T.MOE weist darauf hin, daß europäische Informatikexperten gegenwärtig europä ische Kriterien ausarbeiteten, um dieses Problem nicht allein IBM und großen amerikanischen Firmen zu überlassen. H.LARSEN antwortet, daß man auf der Konferenz davon gesprochen habe, daß es aber in Wirklichkeit um eine Initiative handele, die von einer Reihe kleiner Firm finanziert werde, die konkurrenzfähiger werden wollten. Kongr ninsbed 11.3." Fernsehen ohne Grenzen" bno sdsd Lagus 3M stb n # Jo Journalis H.LARSEN weist auf das umfangreiche Werk der Europäischen Gemeinschaften hn, das den Titel" Fernsehen ohne Grenzen" trage und ein Grünbuch über die Gründung eines gemein_samen Rundfunkmarktes, hauptsächlich über Satelliten und Kabel, sei. Es handele sich tatsächlich um das Vorhaben, einen europäischen Fernsehsender der EG zu gründen. In diesem 367 Seiten zählenden Bericht seien 2 1/ Seiten dem Urheberrecht gewidmet, das sehr oberflächlich behandelt werde. Für die IJF handele es sich nun darum, dieses Problem aufmerksam weiterzuverfolgen und zu gegebener Zeit die entsprechenden Schritte einzuleiten. Geve T.BOGAERTS teilt mit, daß das Dokument der RFFU sowie Stein Ove Grönsund zur Kommentierung vorgelegt worden sei. für Suda Der PRÄSIDENT ist der Ansicht, daß man die Zusammenfassung des Dokuments, die im Besitz T. Moes gewesen sei, unter den Mitgliedsgewerkschaften verbreiten sollte ebenso wie die möglichen Kommentare Stein Ove Grönsunds und unserer deutschen Kollegen. wollten( Angenommen) stb Bab J 11.4. Arbeitsgruppe der IJF до dat ( Angenommen) ted H.LARSEN weist darauf hin, daß es nur wenige gebe, die der Arbeitsgruppe " treu" blieben und daß erdem nicht weiterhin Koordinator dieser AG sein könne, da er ja eine neue Aufgabe übernehmenwerde. Es wäre ratsam, eine einzige in Untergruppen Gruppe beizubehalten, die sich dann intern derjenigen, die sich insbesonder mit der geschriebenen Presse befaßten, und derjenigen, die auf die audiovisuelle Presse spezialisiert seien, aufteilen müßte. bau T.MOE schlägt vor, W.Klinkenberg zu fragen, ob er sich nicht um die Koordinierung dieser Gruppe kümmern wolle.Gerhard Manthey von der DJU sei sicher an ein bau Fortsetzung dieser Arbeit interessiert; für Joannes Bresseleers( Belgien) gelte wahrscheinlich das gleiche. E.MORRESI meint, daß er einen schweizerischen Kollegen aus einer der beiden Mitgliedsgewerkschaften dafür gewinnen könnte. 12. URHEBERRECHT 12.1. IFRRO int retadata 8 ad Die Vorstandsmitglieder haben von dem Bericht Stein Ove Grönsunds über seine Teilnahme als Vertreter der IJF an der Tagung des" Internationalen Forums der Ur<( IFRRO) heberrechtsorganisationen, das in Norwegen gegründet wurde, Kenntnis genommen. S.O.Grönsund schlägt vor, die IJF solle in einem Brief der IFRRO unser Interesse an der Teilnahme an Tagungen des Forums mitteilen. ( Angenommen) bau Ism 12.2. Urheberrecht auf Photokopien T.MOE ist sich der Probleme, die viele Mitgliedsgewerkschaften in diesem Bereich haben, bewußt. Die Möglichkeit, gegenseitige Verträge zwischen Journalistengewerkschaften zu schließen, sei wahrscheinlich noch nicht ausgereift genug und man werde noch einige Zeit warten müssen. Die Teilnahme einer steigenden Anzahl von Urheberrechtsgesellschaften an den Diskussionen des IFRRO könnte die Sache voran treiben. Er weist auf den Vertrag hin, der kürzlich zwischen norwegischen und schwedischen Urheberrechtsgesellschaften und dem norwegischen Verband der Kabelntes fernsehgesellschaften geschlossen wurde. 09 Iss Ing nadeg th nol do A lus be ansv en 12.3. Untersuchung der IJF zum Urheberrecht der Radio- und Fernsehjournalisten Am 14. September 1984 hat der GENERALSEKRETÄR die Mitgliedsgewerkschaften an die Untersuchung erinnert und zusätzliche ausgefüllte Fragebögen erhalten. Mehrere wichtige Antwortbög fehlen jedoch immer noch. 12.4. Organisation einer Konferenz - Zu Punkt d) von Kapitel IV des Tätigkeitsprogramms Konferenz zur Diskussion äußert der Vorstand die Ansicht, daf über Medienprogramme über Kabel und Stelliten - man erst die Ergebnisse der IJF- Untersuchung abwarten einzuleitenden Schritte entscheiden solle. und dann über die 13. BERUFSETHIK 13.1. Berufsgeheimnis Der PRÄSIDENT weist darauf hin, daß seit der Wahl des neuen Parlamentes europäischen unsch keine konkreten Fortschritte in der Verabschiedung einer Resolution zum Schutz des Berufsgeheimnisses gemacht worden seien. Aus diesem Grund schlage er vor, die IJF solle die Initiative wieder übernehmen. G.GARC IA teilt mit, daß die spanische Regierung versprochen habe, das Berufsgeheimnis der Journalisten anzuerkennen. aB e Fin anisa -10 asb E.MORRESI hebt hervor, daß das Berufsgeheimnis ein heikles Problem Italien sei, wo es zwei kontradiktorisc_he Gesetze gebe. in T Ida H.LARSEN ist der Ansicht, daß es gefährlich sei, sich auf legislatorischer Ebene auf eine Diskussion über die Frage, wer Berufsjournalist gei und wer nicht, einzulassen. Es sei Sache der Gerichte in konkreten Fällen die berufliche Befähigung der Betroffenen zu überprüfen. L Bus E.HYPPÖNEN hat den Mitgliedern des Vorstands eine Broschüre vorgelegt, die vom finnischen Außenministerium in englischer Sprache herausgegeben wird und C alle Gesetzestexte des Presserechts wiedergibt, darunter auch den über den Schu der Quellen. jen R.FRISTER weist darauf hin, daß die Bestimmungen, die zur Zeit des britischen Mandats galten, heute immer noch in kraft seien. Die Nationale Israelische JournaTed listenföderation habe schon versucht, ihre Poschaffung zu erreichen, aber jedesmal sche ne die Definition des Berufsjournalisten das größte Hindernis gewesen zu sein. M.ROLLAND berichtet über die Beschlagnahmung von Pressephotos nach Demonstrationen, Streiks, usw. in Frankreich, obwohlein solches Vorgehen nur legal sei, wenn es auf Anordnung eines Gerichtes geschehe. E.MORRESI akzeptiert den Vorschlag desPräsidenten, nach dem sie beide die Sachlage überprüfen und sich bei Frau VIE nach dem gegenwärtigen Schicksal des Resolutionsentwurfes vor dem Europaparlament erkundigen sollten. Esgruppe Y.GILLE möchte klarstellen, daß wir nicht einen Schutz der Journalisten sich Lator anstreben würden, s_ondern den Schutz ihrer Arbeit, die unter gewissen Garantiebedingungen ableisten lassen müsse, was die Sammlung von Informationen betreffe E. ERNEGGER teilt mit, daß das Berufsgeheimnis in Österreich absolut kein Problem mehr darstelle und vollkommen von allen Parteien bis zum letzten Polizei17 beamten hin respektiert werde. Er schlage vor, der IJF eine kurze Information nach seiner Rückkehr nach Österreich zu übersenden. DJU EMORRES SI me Jaß er einen sc hen Kollegen aus einer der beiden Jelow 9 200 23 d 13.2. Ehrenkodex der IJF Der PRÄSIDENT nimmt Bezug auf die Resolution des Kongresses von Edinburgh ( Tätigkeitsprogramm, Kapitel 5), die den Vorstand beauftragt, über die Art und Weise eine Untersuchung durchzuführen, wie die verschiedenen Informationsmittel die wieder aufkommenden rassistischen, faschistischen und anderen demokratiefeindlichen Tendenzen unterstützen, und diesbezüglich eine Ausweitung des Ehrenkodexes in Erwägung zu ziehen. Er schlägt vor, das Sekretariat solle über dieses Problem nachdenken und ein Arbeitspapier für die nächste Vorstandssitzung vorbereiten.( Angenommen) neg Der GENERALSEKRETÄR nimmt Bezug auf die Resolution 1984/42, die die Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen am 12. März 1984 verabschiedet hat und deren Wortlaut der IJF von dem Unter- Generalsekretär für Menschenrechte übermittelt worden war. Dieser Text beziehe sich insbesondere auf notwendige Maßnahmen gegen alle Ideologien und Praktiken totalitärer oder anderer demokratie feindlicher Art. Théo Bogaerts schlägt vor, bei der Reform des Ehrenkodexes der IJF sich an dieser Formulierung zu orientieren.( Angenommen) Journaliste 14. INNERE PRESSEFREIHEIT 1983 fraten Der PRÄSIDENT nimmt Bezug auf Kapitel I, Punkt h) des Tätigkeitsprogramms nasib ni лог und fragt, was wir hinsichtlich dieses Punktes unternehmen würden. 538 R.FRISTER ist der Ansicht, daß wir als gutes Beispiel eine Beschreibung der vorbildlichsten Lage in einer unserer Mitgliedsgewerkschaften veröffentlichen sollten. BestimH. LARSEN ist der Ansicht, daß alle Mitgliedsgewerkschaften uns die die wir dann unter allen mungen zur inneren Pressefreiheit zuschicken sollten Sihrer Tarifverträge Gewerkschaften verbreiten könnten. Man müsse hierzu eventuell ein Rundschreiben in Umlauf setzen. Bezugnehmend auf das ganz neue Pressegesetz in Frankreich ist M. ROLLAND der Ansicht, daß die IJF ebenfalls ihre Mitgliedsgewerkschaften dazu auffordern sollte, ihr die Gesetzestexte zu schicken, damit sie sich ein vollständigeres Bild the diesbezüglichen davon machen könne. 15. REGIONALISIERUNG chen K.ASHTON äußert die Ansicht, daß ein Fortschritt immer schwerer erscheine, räumeich je mehr man sich mit dieser Frage beschäftige. Auf der einen Seite sei da der Wunsch unsere Aktivitäten in größerem Maße aufzuteilen, auf der anderen Seite bestehe die Gefahr einer Spaltung, wenn eine Region sich unabhängig von den anderen organisiere, ganz zu schweigen übrigens von der Gefahr, die benachteiligten Regionen zu vernachlässigen. -br keine T.BOGAERTS nimmt Bezug auf den Wunsch der FNSI nach einer Entwicklung hin zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen europäischen Journalistengewerkschaften. Die Verwirklichung einer solchen Kooperation würde, ohne eine besondere Struktur dgaudi zu erfordern, dem Mandat, das uns aufgetragen worden sei, entsprechen. Is bur in Richtung einer R.FRISTER ist der Ansicht, daß die Resolution des Kongresses eher Zusammenarbeit in bestimmten Fragen zwischen betroffenen Journalistengewerkschaften interpretiert werden könne. ischer T.MOE weist auf die Nordische Journalisten- Union hin, die tatsächlich eine regionale Struktur darstelle, die aber außerhalb der IJF gegründet worden sei. Man könnte sich sehr gut eine engere Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsgwerkschaften der Mittelmeerländer vorstellen. Die Initiative müßte jedoch ge von den Gewerkschaften selbst kommen. Der Kongreß, den die finnischen Kollegen im nächsten Jahr in Helsinki organisieren wollten, könne auch aus diesem Blickwinke gesehen werden. 78bGk ant JanuWeb Y.GILLE sieht sehr wohl die Gefahr, die die Schaffung regionaler Strukturen darstelle, ist aber der Ansicht, daß es gut wäre, wenn wir Seminare und Konferenzen in abgelegeneren Regionen organisieren könnten, um unseren Mitgliedern in diesen Ländern zu zeigen, daß wir uns für ihre Probleme interessierten. E.MORRESI ist ebenfalls gegen die Schaffung regionaler Strukturen, ist aber im Gegensatz zu T. Moe der Ansicht, daß die IJF die Initiative ergreifen müßte, die regionale Zusammenarbeit unter den Mitgliedsgewerkschaften zu veranlassen. Zum Beispiel könnten wir ein Treffen zwischen Journalisten Australiens, Hong kongs Indiens, Chinas und Indonesiens anregen, wo die spezifischen Probleme der Journa urna listen dieser Region besprochen werden könnten. Das Kolloquium, das die niederendische Journalistengewerkschaft kürzlich über den Schutz der Journalisten organisier habe, see in diesen Kontext einzuordnen. E.ERNEGGER gibt ein anderes Beispiel für regionale Zusammenarbeit: vor einigen Wochen hätten sich die Journalistengewerkschaften der Bundesrepublik Deutschland, Österreichs und der Schweiz zu einer dreitätigen Besprechung getroffen, um über das Problem des Urheberrechts in Verbindung mit den neuen Nadien zu diskutieren. Die Gewerkschaften hätten sich auf eine konzertierte Aktion bei ihrer jeweiligen Regierung geeinigt. Obwohl diese Art von Treffen einige sehr positive Aspekte aufzuweisen hätten, fänden dort auch kritische Diskussionen der IJF gegenüber statt, rent die nichts mehr mit dem eigentlichen Thema der Tagung zu tun hätten. DETA $ 2 obs R.GARCIA ist der Ansicht, daß wir auf einem anderen Gebiet unsere Zusammenarbeit mit den Regionen verbessern könnten, nämlich indem wir das Programm unserer Veröffentlichungen auf Themen erweitern würden, die die abgelegeneren Länder ressierten. Die Organisation regionaler Konferenzen, so z.B. die Konferenz voi Mexiko über den Schutz der Journalisten, erforderten sehr viel Geld, das wir abnicht hätten. Trotzdem sei unsere Präsenz in diesem Teil der Welt notwendig. I measib nov sich : Ch.PERLIK stellt die Frage, ob es gut sei, daß der Vorstand von jetzt an gegen die Einrichtung regionaler Strukturen aussprechen solle, oder ob wir zuerst das Sekretariat damit beauftragen sollten, die verschiedenen Möglichkeiten zu prüfen und auf der nächsten Vorst dssitzung davon zu berichten. hades amerikanischen Kollegen, Der Vorstand erklärt sich mit dem letzten Vorschlag einverstanden und bestimmt, daß diese Arbeit in Kooperation mit dem 3.- Welt- Ausschuß in Angriff genommen werden solle und daß man den Tunesischen Journalistenverband auffordern solle, seine Ideen mit einzubringen. 16. BERUFSSPEZIFISCHE UNTERSUCHUNGEN be Das Tätigkeitsprogramm sieht die Auswertung unserer Umfrage zu den freien Journalisten vor. Der britische Kollege G.Findlay babe 1983 in Dublin Interesse für diese Arbeit gezeigt. K.Ashton weist darauf hin, daß es mit der Gesundheit dieses Kollegen allerdings nicht zum besten stehe. Er werde ihn jedoch fragen, ob er sich um diese Umfrage kümmern und zuallererst den Entwurf eines Fragebogens nsides us vorbereiten wolle. ( Einverständnis des Vorstands) Existed 17. DIE NÄCHSTEN SITZUNGEN DER IJF bn neu US us 18IX ea Die nächste Vorstandssitzung der IJF wird vom 26. bis zum 28. Februar 1985 stattfinden. Der Generalsekretär erhält den Auftrag, mit den holländischen Kollegen in Verbindung zu treten, um zu erfahren, ob sie bereit sind, die Vorstandssitzung in Amsterdam auszurichten. Sollte dies nicht möglich sein, werde der Vorstand in Brüssel zusammentreffen. Der 3.- Welt- Ausschuß wird unmittelbar vor oder nach dieser Tagung zusammentreffen. Ch.PERLIK lädt den Vorstand ein, seine Sitzung im Herbst 1985 in Washington abzuhalten. - 19- ob les bobet Was die Sitzung des Exekutivausschusses betrifft, so fällt der von der belgischen Gewerkschaft festgelegte: Termin( 5.bis 10. Mai 1985) mit der Generalversammlung der norwegischen Gewerkschaft zusammen. Der Generalsekretär erhält den Auftrag, 280 Jus sont sich beim AGJPB zu erkundigen, ob man die Sitzung um zwei Wochen verschieben kön sodaß sie dann vom 21. bis zum 25. Mai 1984 stattfinden würde. Kichtung Der nächste Weltkongreß der IJF wird in Helsingør in Dänemark stattfinden, und zwar vom 2. bis zum 6. Juni 1986. BB. 18. VERSCHIEDENES 18.1.Gewerkschaftsarbeit der IJF esb bag Angesichts der Bedeutung, die die nordischen Gewerkschaften der Gewerkschaft arbeit der IJF beimessen, fordert Eila HYPPÖNEN den Vorstand dazu auf, diesem The einige Überlegungen zu widmen. Die IJF müßte ein besseres System für die Sammlung und die Verbreitung von Gewerkschaftsinformationen unter den MitgliedsgewerkWas könnten wir tun, um die Aufgabe schaften finden. u e füllen, die uns Artikel c) des 2.Kapitels unseres Tätigkeitsprogramms stelle K.ASHTON teilt mit, daß die NUJ und andere Gewerkschaften schon die Möglichkeit untersucht hätten, Recherche, Monitoring usw. mit Hilfe eines Computers durchzuführen. Ob wir aber die Mittel dazu hätten, eine Infrastruktur solcher Ferenze Art uns anzuschaffen? H.LARSEN ist der Ansicht, wenn die Mitgliedsgewerkschaften mehr Dienstleistungen von der IJF verlangten, dann müßten sie auch bereit sein, dafür zu zahler Es wäre sicherlich möglich, unsere Kommunikation mit den Mitgliedsgewerkschafter schneller werden zu lassen, schon angefangen bei der Kommunikation über Telex Die Mitglieder müßten auch über die Vielfalt des in Brüssel zur Verfügung stehen Informationsmaterials informiert werden und die Möglichkeit haben, im Bedarfsfall T darauf zurückzugreifen. Einige Dokumente seien sehr umfangreich und einen Te 200 bis 300 Seiten zu kopieren, komme uns sehr teuer. Wenn wir unseren Mitglie werkschaften bessere Dienstleistungen anbieten wollten, dann müßten wir zu aller erst ihre Bedürfnisse kennen. Der neue Generalsekretär werde sich darüber freuen Einladungen zu nationalen Versammlungen der Mitgliedsgewerkschaften annehmen zu können, um sich an Ort und Stelle besser über die Wünsche und Bedürfnisse klar zu werden. V E.MORRESI schlägt vor, das Sekretariat der IJF solle konkrete Vorschläge für die nächste Sitzung des Exekutivausschusses ausarbeiten, in denen z. B. die K sten für ein EDV- System, die möglichen Dienstleistungen und das erforderliche Personal beschrieben würden. H.LARSEN hat sich schon über diese Frage Gedanken gemacht und hofft, auf de nächsten Vorstandssitzung einen Entwurf vorlegen zu können. Dringender jedoch als die Speicherung der Informationen seien andere Fragen, wie z. B. welche Dienstlei stungen wir den Mitgliedern anbieten könnten( unsere Möglichkeiten zur Vervielf tigung, wie man die Anfangsinvestition mit der zukünftigen Entwicklung ve könne, die Verarbeitung von Texten usw. Zu Anfang wäre es möglich, beachtl. besserungen ohne zusätzliches Personal zu erzielen. Der Vorstand beauftragt das Sekretariat, auf der nächsten Vorstandssitzu einen bezifferten Entwurf vorzulegen. 18.2. Polenbrief Der Vorstand nimmt Kenntnis von einem Schreiben der niederländischen Journalistengewerkschaft, in dem der Fall eines polnischen Journalisten beschrieben werd, der in den Niederlanden lebt und einen Arbeitsplatz suche. 18.3. Bingo- Spiele in Großbritannien · Der PRÄSIDENT informiert ausführlich über die Sorge, die die NUJ in bezug Fabrian auf die in immer schwindelndere Höhen steigenden Summen hege, die die britischen Zeitungen den Gewinnern des Glücksspiels, das sie unter dem Namen Bingo betrieben, böten. Die NU hat ein Gerichtsverfahren angestrengt, um zu beweisen, daß diese Spiele illegal seien, wenn die Preise bis zu einer Million Pfund gingen und die Existenz der Zeitung, und damit auch die Sicherheit der Arbeitsplätze, in Gefahr gebracht werden könnten. Außerdem sei die Presse bisher im Genuß einer Steuerbefreiung gewesen, aber diese Bingo- Spiele, die nichts mit dem der Presse eigenen Auftrag zu tun hätten, könnten der Regierung einen willkommenen Anlaß bieten, Steuern zu verlangen. Auf Vorschlag von E.HYPPÖNEN fordert der Vorstand den Präsidenten auf, die IJF über das Urteil auf dem laufenden zu halten. Wenn eine konzertierte Aktion von seiten der Mitgliedsgewerkschaften der IJF nötig sei, solle er an Brüssel appe. lieren. 18.4. Abzeichen, Aufkleber usw. Der PRÄSIDENT hat sich über den Preis von Abzeichen mit dem Emblem der IJF/ wie sie von der NUJ für den Kongreẞ in Edinburgh bestellt worden sind sowie über den Preis für die Herstellung von Aufklebern informiert. die IJF kein Die Vorstandsmitglieder waren der Ansicht, daß Interesse daran habe, für diese Art Dinge Geld auszugeben, und beschließen, dieses Angebot abzulehnen. ev gnu: sich usiteabna Dering ter und 18. VE sch finden. pused at LUM -ed bau nsjeld Einlad πόλο 6.tb den. in alb nam slv gnugt3 stark stat en tsed nente Gewerkscha 29 700 Kes können w Aufgab Kapitels w die Möglic ned ite nitoring da 2 KEMO Verden and di Qual mob los Sob shed lichkeit hat 10 abo angreich und 195 narisa nov Wenn wir uns ale siv sib st nehmen zu Enisse klar che non liber liese Page Gedanke and hofft, auf de iederi ten kt Ve eviel de ( x. 7 D INTERNATIONALE JOURNALISTEN- FOEDERATION IPC, Bvd. Charlemagne 1- Bte 5 B- 1041 BRUESSEL - Belgien APRIL 1985 BERICHT Vorstandssitzung der IJF Amsterdam, Niederlande, 26.- 28. Februar 1985 Anmerkung: Dieser Bericht wurde noch nicht von Vorstand der IJF genehmigt. Auf Einladung der niederländischen Journalistengewerkschaft, NVJ, tagte der Vorstand der Internationalen Journalisten- Föderation unter Vorsitz von Präsident Kenneth B. Ashton vom 26. bis zum 28. Februar 1985 in Amsterdam, Niederlande. INHALT 1. TEILNEHMER S. 2 2. GENEHMIGUNG DES BERICHTS DER VORSTANDSSITZUNG IN TEL AVIV S. 3 3. ANNAHME DER TAGESORDNUNG S. 3 4. AENDERUNGSENTWURF ZUR SATZUNG DER IJF S. 3 5. BEZIEHUNGEN ZU NATIONALEN JOURNALISTENS. 5 ORGANISATIONEN 5.1. FNSI- Italien S. 5 5.2. Malaysia S. 5 5.3. Portugal 5.4. Kolumbien S. 5 S. 5 5.5. Spanien S. 6 5.6. Australien S. 6 5.7. Zaire S. 6 6. BEZIEHUNGEN ZU INTERNATILNALEN JOURNAS. 6 LISTENORGANISATIONEN 6.1. IBFG S. 6 6.2. Internationale Graphische Föderation 6.3. FISTAV und ISETU S. 7 S. 7 6.4. IBSL S. 8 6.5. WVA S. 8 7. BERICHT DER IJF- UNTERSUCHUNGSMISSION IN DEN VON ISRAEL BESETZTEN ARABISCHEN GEBIETEN S. 8 8. BEZIEHUNGEN ZU ZWISCHENSTAATLICHEN S. 9 ORGANISATIONEN 8.1. IAA 8.2. Europarat 8.3. Unesco 8.4. UNO 5.9 S. 10 S. 10 S. 10 9. SCHUTZ DER JOURNALISTEN S.10 9.1. Rundtischkonferenz S. 10 9.2. Weitere Beziehungen zur Unesco S. 11 9.3. Fragebogen des IAA S. 11 - 3. - Abwesend: Erich Ernegger, Berater, konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen. Roberto Mejia, Regionalberater für Lateinamerika, war aus finanziellen Gründen abwesend. Emna Soula, Regionalberaterin für Afrika. Der Generalsekretär verlas ein Schreiben von Roberto Mejia, in dem dieser erklärte, dass es für seine Gewerkschaft problemhaft sei, unter den zur Zeit in Peru herrschenden Bedingungen zu bestehen, und dass ihm die Teilnahme an der Vorstandssitzung wegen der damit verbundenen hohen Kosten nicht möglich sei. Der Vorstand wies den Generalsekretär an, R. Mejia auf unseren Solidaritätsfonds aufmerksam zu machen, aus dem Unterstützung zur Ermöglichung der Teilnahme an IJF- Versammlungen geleistet werde, und ihm gegenüber die Hoffnung des Vorstands auszudrücken, dass er auf der kommenden Sitzung des Exekutivausschusses, der im Mai dieses Jahres in Brüssel tage, anwesend sein werde. K. ASHTON setzte den Vorstand ausserdem davon in Kenntnis, dass er sich gegenwärtig in einer Konfliktsituation in seiner Gewerkschaft befinde. Die Ergebnisse der Untersuchung würden für Ende März erwartet. Er versprach, mit den Vizepräsidenten und dem Generalsekretär in Kontakt zu bleiben. H. LARSEN legte den Vorstandsmitgliedern ein Schreiben vor, in dem NUJ- Präsident, George Findlay, die Lage der Dinge bestätigte. ( Bericht zur Kenntnis genommen) 2. GENEHMIGUNG DES BERICHTS DER VORSTANDSSITZUNG IN TEL AVIV E. HYPPÖNEN äusserte die Ansicht, die Protokolle der Vorstandssitzungen seien eine Mischung aus Diskussionen und Beschlüssen, die man aber deutlich voneinander abgrenzen müsse. Zur Debatte über Polen schlug sie eine Berichtigung vor, und der Vorstand nahm folgende Aenderung in dem Protokoll der Vorstandssitzung in Tel Aviv an: S. 12, Absatz 6 heisst berichtigt," Der Vorstand beschliesst, diese Einladung nicht anzunehmen, da das behandelte Thema uns nicht betrifft. Ausserdem wurde die Ansicht geäussert, wir wollten weiterhin die SDP unterstützen..." Der Vorstand stimmte der Bemerkung W. Klinkenberg zu, dass aus der Seite 18 des Berichts nicht klar hervorgehe, dass den Mitgliedsne gewerkschaften ein Rundschreiben über die innere Pressefreiheit zugehen solle. Der Vorstand bestätigte, dass entsprechend gehandelt werden solle. Der Vorstand beschloss, in den künftigen Berichten der Vorstandssitzungen auf der ersten Seite den Vermerk:" Dieser Bericht wurde noch nicht vom Vorstand genehmigt" anzubringen. 3. ANNAHME DER TAGES ORDNUNG Es wurden einige Unterpunkte hinzugefügt, Nach dieser Ergänzung nahm der Vorstand den vorgeschlagenen Tagesordnungsentwurf an. 4. AENDERUNGSENTWURF ZUR SATZUNG DER IJF H. LARSEN hat der Anweisung, die er auf der letzten Vorstandssitzung in Tel Aviv erhielt, Folge geleistet und einen Entwurf für die vorgeschlagene Satzungsänderung vorbereitet, durch die die Ernennung stellvertretender Regionalberater ermöglicht werden soll, die dann im C 7 5- T vor, da die vom Kongress in Edinburgh gebilligte Aenderung einen Teil des früheren Art. 8 in Abschnitt II auslasse:" Wenn in der Zeitspanne zwischen zwei Kongressen ein beratendes Mitglied des Präsidiums endgültig daran gehindert ist, sein Amt fortzuführen ( Tod, Ausscheidung aus der angeschlossenen Gewerkschaft, usw.), kann er durch den ersten stellvertretenden Berater ersetzt werden". TheT. MOE war der Ansicht, dass dies ein vernünftiger Vorschlag sei, und der Vorstand beschloss, ihn dem Kongress 1986 zur Billigung zu unterbreiten. 5. BEZIEHUNGEN ZU NATIONALEN JOURNALISTENORGANISATIONEN 5.1. FNSI- Italien H. LARSEN informierte über seine Kontakte zu der italienischen Föderation, die in ihren Vorbereitungen zu dem Beitritt in die IJF normal vorankomme. Er sei überzeugt davon, dass das Ersuchen der FNSI um Mitgliedschaft in der IJF noch vor der nächsten Sitzung des Exekutivausschusses eintreffen werde. ( Bericht zur Kenntnis genommen) 5.2. Malaysia Nachdem H. Larsen von Denis MacShane informiert worden war, nahm er schriftlichen Kontakt mit der neuen Führung der Journalistengewerkschaft Malaysias, einem ehemaligen Mitglied der IJF, auf und erhielt sofort ein Antwortschreiben, in dem nach Informationen und Möglichkeiten für einen Beitritt nachgesucht wurde. Das Schreiben informierte die IJF ausserdem über den 10. Jahrestag der Gründung des Bundes der ASEAN- Journalisten, der im Juli 1985 in Kuala Lumpur feierlich begangen werden soll.( Bericht zur Kenntnis genommen) 5.3. Portugal. H. LARSEN berichtete, dass er das formelle Ersuchen der portugiesischen Journalistengewerkschaft um volle Mitgliedschaft in der IJF erhalten habe. Sie habe jedoch insbesondere auf ihre finanziellen Schwierigkeiten hingewiesen und um Unterstützung gebeten. - -HD Der Vorstand beschloss, dem Exekutivausschuss die Aufnahme der portugiesischen Journalistengewerkschaft gemäss Art. 1 Abschnitt V der Satzung zu empfehlen; den Generalsekretär anzuweisen, die portugiesische Gewerkschaft um Belege zu ihrer finanziellen Lage zu bitten, damit die IJF über eine Beitragsermässigung beschliessen könne. 5.4. Kolumbien Der GENERALSEKRETAER berichtete über den Besuch G. Viracachas, des Koordinators der" Interamerican Textile, Leather, Garment and Shoe Workers' Federation", in Brüssel. Viracacha sei ebenfalls Journalist und er habe die Lage des kolumbianischen Journalistenverbandes dargelegt und über seine Versuche, diesen zu einer Mitgliedschaft in der IJF zu bewegen, berichtet. Er habe die IJF gebeten, den kolumbianischen Staatschef auf eine Reihe von Morden an Journalisten in Kolumbien im Laufe des letzten Jahres anzusprechen. Der Vorstand nahm der Bericht zur Kenntnis und wies den Generalsekretär an, in dieser Sache die erforderlichen Schritte zu unternehmen. 6. 5.5. Spanien Der Generalsekretär berichtete über ein Schreiben der" Asociación de Corresponsales y Colaboradores de Prensa española", die in dem Brief behaupte, der negative Bescheid des Kongresses in Edinburgh auf ihr Beitrittsgesuch sei unfair, da die IJF nicht angebe, warum der Verband nicht die Bedingungen für eine Mitgliedschaft in der Föderation erfülle. 30% R. GARCIA erläuterte, dass es sich um eine Berufsorganisation handele, in der Personen organisiert seien, die gelegentlich für Zeitungen schrieben, ohne dabei jedoch Journalisten von Beruf zu sein. Der Verband sei keine Gewerkschaft. Die UGT, der Gewerkschaftsbund Spaniens, sei nicht gegen Berufsorganisationen, von denen es in Spanien viele gebe, aber gerade diese Vielfalt erschwere es, die echten Gewerkschaften zu erkennen. Der Vorstand wies den Generalsekretär an, der ACYCPE mitzuteilen, dass die IJF an den Kongressbeschluss gebunden sei, und die Stellen in der Satzung dieses Verbandes zu kennzeichnen, die unsere Anforderungen nicht entsprechen. 5.6. Australien Der Generalsekretär berichtete, dass er mit Neal Swancott, dem Generalsekretär des australischen Journalistenverbandes in Kontakt getreten sei und Vorgespräche über die Möglichkeit geführt habe, die möglichen Mitgliedsbeiträge im Hinblick auf die für die Teilnahme an IJFSitzungen anfallenden Kosten festzulegen. Wir könnten nun nur den Beitrittsantrag abwarten und dann darüber beraten. ( Bericht zur Kenntnis genommen) 1 5.7. Zaire Der Generalsekretär berichtete, er habe einen Brief der Presseunion des Zaire( UPZA) vom 15. Februar 1985 erhalten, in dem diese ihre Ueberrachung darüber ausdrücke, dass die IJF noch nicht über ihren Beitrittsantrag entschieden habe. Da die UPZA bisher die Fragen des Kongresses, die ihr in einem Schreiben vom 15. Juni 1984 zugeschickt worden seien, nicht beantwortet habe, habe er ihr eine Kopie dieses Schreibens geschickt mit der Bitte um Beantwortung. ( Bericht zur Kenntnis genommen) 6. BEZIEHUNGEN ZU INTERNATIONALEN JOURNALISTENORGANISATIONEN 6.1. IBFG Der Generalsekretär bestätigte, dass der IBFG wie auch die Generalversammlung der Internationalen Berufssekretariate, die vom 8. bis zum 9. Januar 1985 in Amsterdam stattfand, der Föderation den Status eines IBS zuerkannt haben. H. LARSEN äusserte seine Ueberzeugung, dass wir aus unserer Zusammenarbeit mit dem IBS Nutzen ziehen könnten, und dass einige der in Amsterdam angesprochenen Themen auch für uns von Interesse seien. Von der praktischen Seite her betrachtet sei es ebenfalls hilfreich, mit erfahrenen Generalsekretären anderer Weltorganisationen zusammenzutreffen. Ausserdem könnte der IJF das IBFG- Büro in Genf von Nutzen sein, das die IBS über die Vorgänge im IAA auf dem laufenden halte. Gleichermassen bestünden Beziehungen zu dem TUAC, dem Gewerkschaftlichen Beratungsausschuss bei der OECD, der dort die Gewerkschaften vertrete. Von dort könnten wir wertvolles statistisches Material erhalten. K. ASHTON wies darauf hin, dass die nächste Generalversammlung - 7 - 200 der IBS Anfang 1986 in London stattfinden werde. ( Bericht zur Kenntnis genommen) 6.2. Internationale Graphische Föderation H. LARSEN berichtete, dass er zwei Schreiben von den deutschen Gewerkschaften DJV und DJU erhalten habe, die darauf drängten, dass die IJF die Pläne für die Organisation einer Folgekonferenz zu den Themen" Neue Techniken" und" Monopolisierung in den Medien" vorantreibe. Es sei eine Begegnung mit A. Kaufmann, Generalsekretär der IGF, geplant gewesen; sie habe jedoch kurzfristig abgesagt werden müssen. Statt dessen hat sich H. Larsen mit G. Manthey von der DJU getroffen und über Schritte zur Organisation einer Konferenz Anfang 1986 in den Räumen des IAA in Genf beschlossen. Die Kosten für die Simultandolmetscher müssten von den Teilnehmern oder von den beiden ausrichtenden Organisationen getragen werden. Unsere Arbeitsgruppe" Neue Technologien" werde sich mit der Tagesordnung befassen müssen. Wir würden dem Exekutivausschuss genauere Pläne und eine Kostenschätzung unterbreiten. Ausserdem habe die IGF die Föderation aufgefordert, einen Beobachter zu ihrem Kongress, der vom 16. bis zum 20. September 1985 in Helsinki stattfinden werde zu entsenden. Der Vorstand beschloss, die IGF davon in Kenntnis zu setzen, dass die IJF von Eila Hyppönen und einem später zu bestimmenden leitenden Mitglied der Föderation vertreten werde. 6.3. FISTAV und ISETU Die Satzungen und Mitgliederlisten beider Organisationen waren an die Vorstandsmitglieder verteilt worden. Das ISETU, das Internationale Sekretariat der Gewerkschaften für Kunst und Unterhaltung, ist ein IBS. H. Larsen wies darauf hin, dass das ISETU sich in der Endphase der Verhandlungen zum Beitritt in den FIET, den Internationalen Bund der Privatengestellten, befinde. Das ISETU werde jedoch seine Selbständigkeit innerhalb des FIET beibehalten. Die IJF und das ISETU hätten viele gemeinsame Interessen, z. B. in bezug auf die Vertretung in der Europäischen Gemeinschaft. Und in bezug auf das Urheberrecht würde die FISTAV diesen Aspekt nicht für sehr wichtig halten, während dies bei dem ISETU sehr wohl der Fall sei. W. KLINKENBERG wollte wissen, ob der Gigant FIET auch die IJF irgendwann in seine Reihen integrieren wolle. H. LARSEN wies darauf hin, dass die Mitglieder des ISETU und der FISTAV in der Regel Techniker seien, dass aber tatsächlich die Abgrenzungen etwas verschwommen seien. Die IJF müsse darauf achten, dass die Gewerkschaften, die Berufs journalisten organisierten, es mit der IJF halten müssten,( wo sie auch hingehörten), und dass wir verhindern müssten, dass Organisationen, die für alle Medien zuständig seien, nicht schliesslich in dem ISETU oder der FISTAV landen würden. W. KLINKENBERG wies darauf hin, dass es in den Niederlanden schon jetzt innerhalb des Gewerkschaftsbunds ein beratendes. Medienorgan gebe, das gemeinsame Probleme und wechsende Konzepte über Mediengewerkschaften diskutiere. Früher oder später würden wir mit diesem Problem konfrontiert werden, und wir müssten eine feste Position in unseren beratenden Kontakten einnehmen. Y. GILLE äusserte die Ansicht, da das ISETU ein IBS sei, wären Beziehungen zu diesem Sekretariat natürlicher als solche zu der FISTAV. Es sei nicht ratsam, mit der FISTAV in Kontakt zu treten, ohne Bezie - 8 1 hungen zu dem ISETU zu unterhalten. II 16b Der Vorstand beschloss, die Beziehungen zu beiden Organisationen aufrechtzuerhalten und zum jetzigen Zeitpunkt keinen Beschluss zu fassen. Es fand sich niemand, der die IJF auf dem Kongress der FISTAV im März 1985 vertreten könnte. 6.4. IBSL Das Internationale Berufssekretariat der Lehrer, IBSL, lud die IJF zu seinem Kongress ein, der vom 28. Mai bis zum 1. Juni 1985 in Marseille stattfinden soll. Der Vorstand war der Ansicht, dass diese Organisation nicht zu denjenigen gehöre, die für die IJF vorrangig seien, und sagte deshalb die Einladung ab. 6.5. WVA H. LARSEN berichtete über sein Gespräch mit dem stellvertretenden Generalsekretär des Weltverbandes der Arbeitnehmer, Ernesto Molano, der die Besorgnis seiner Organisation über den Beitritt der IJF als Internationales Berufssekretariat zu dem IBFG äusserte. Nach Ansicht des WVA sei es wünschenswert, dass die IJF Ausgewogenheit an den Tag lege und die weiteren Beziehungen und die künftige Zusammenarbeit mit dem WVA offiziell bestätige. Der Vorstand wies den Generalsekretär an, dem WVA in einem formellen Schreiben unseren Beschluss von Edinburgh zu bestätigen und zu erklären, dass unser Status als IBS beim IBFG keinerlei Aenderung in unserer Zusammenarbeit mit dem WVA mit sich bringen werde. Der Generalsekretär solle in diesem Schreiben ebenfalls der Hoffnung der IJF Ausdruck geben, dass auch der WVA sich so verhalten werde. 7. BERICHT DER IJF- UNTERSUCHUNGSMISSION IN DEN VON ISRAEL BESETZTEN ARABISCHEN GEBIETEN : Der Bericht sowie die Stellungnahme der Nationalen Israelischen Journalisten- Föderation war den Vorstandsmitgliedern zugestellt worden. Die Stellungnahme des Tunesischen Journalistenverbandes erreichte den Vorstand über Fernschreiben in Amsterdam; es stand eine Uebersetzung zur Verfügung. Der PRAESIDENT forderte, erst den Bericht durchzudiskutieren, bevor wir uns den Stellungnahmen der beiden Organisationen zuwendeter. Mia DOORNAERT war zur Besprechung des Berichts zur Vorstandssitzung eingeladen worden, konnte jedoch dieser Einladung aus gesundheitlichen Gründen nicht nachkommen. T. MOE war der Ansicht, dass der Bericht für sich selbst spreche und es seiner Meinung nach nicht erforderlich sei, ihn durchzugehen. Er sei gerne bereit, eventuelle Fragen zu beantworten. Er bemerkte, dass beide Organisationen in ihren Reaktionen Zurückhaltung gezeigt hätten. Auf eine Frage W. Klinkenbergs nach der Vergabe von Presseausweisen antwortete R. FRISTER, das staatliche Presseamt sei die einzige Stelle, die Presseausweise ausgebe. Es bestehe ein gemeinsamer Ausschuss, der jedoch nicht offiziell sei. In dem Ausschuss, der alle Anträge überprüfe, seien zwei Mitglieder der Journalisten-- Föderation vertreten. Bisher sei noch kein Antrag abgelehnt worden, aber möglicherweise würden die Vertreter der Regierung dem gemeinsamen Ausschuss nicht - 9 alle Anträge vorlegen. Ted E. HYPPONEN wollte wissen, was denn der Benvenisti- Bericht bewirkt hätte. H. LARSEN meinte, anscheinend sehe jedermann diesen Bericht als eine faire Darstellung an, nur sei er nicht sehr bekannt. T. MOE wies auf die Wirkung in Israel hin%; B da sei z. B. der Rubenstein- Artikel in dem Jahrbuch der Nationalen Israelischer Journalisten- Föderation, der in die gleiche Richtung ziele. Nach einer Beratung über die Art der Veröffentlichung des Berichts und über die erforderlichen Schritte nach der Veröffentlichung billigte der Vorstand den von T. Moe vorgetragenen Vorschlag im folgenden Wortlaut: - - " Der Vorstand billigt den Bericht der Untersuchungsmission in den von Israel besetzten arabischen Ge-bieten und dankt den Missionsmitgliedern für ihre Arbeit. Der Vorstand beschliesst, den Bericht zu veröffentlichen; Q den Bericht den Mitgliedsorganisationen zuzusenden; mit Blick auf den Bericht und die Vorschläge von Mitgliedern in Exekutivausschuss auf dessen Sitzung im Mai 1985 in Brüssel über das weitere Vorgehen zu besabled o raten; - dem Generalsekretär Anweisung zu geben, den Bericht dem Premierminister Israels, Shimon Peres, und anderen wichtigen Politikern und Behörden zu übermitteln und dabei auf die Schlussfolgerungen der Missionsmitglieder hinzuweisen und darauf zu dringen, dass die Empfehlungen, die in dem Schlusskapitel des Berichts der Untersuchungsmission dargelegt sind, von der israelischen Regierung mit dem Ziel befolgt werden, den palästinensischen Journalisten gleichberechtigte Behandlung und bessere Arbeitsbedingungen zu gewährleisten." Unter Berücksichtigung des Vorbehaltes seitens der israelischen Mitgliedsorganisation zu der Erklärung des AJA( Anhang Nr. 1) erklärte sich der Vorstand damit einverstanden, die folgende Fussnote auf Seite 2 der Einleitung hinzuzufügen:" Die Mission hat die in dieser Erklärung abgegebenen Aussagen weder überprüft noch beurteilt." Der Vorstand war aber der Ansicht, dass der Anhang, einschliesslich der Erklärung des AJA, Teil des Berichts bleiben sollte. Es sei klar, dass nur der Bericht selbst von der IJF gutgeheissen werde, und dass der Anhang nur zur Hintergrundinformation diene. 8. BEZIEHUNGEN ZU ZWISCHENSTAATLICHEN ORGANISATIONEN 8.1. IAA Auf der Generalversammlung der IBS erfuhr H. Larsen, dass in dem IAA- Haushalt 1986-87 auch Mittel vorgesehen seien, um die Studie " Beruf- Journalist" auf den neuesten Stand zu bringen. Ausserdem werde die Generalversammlung des IAA vom 7. bis zum 27. Juni 1985 stattfinden. Die IJF werde von dem Genfer Büro des IBFG auf den laufenden gehalter. 10 8.2. Europarat Der Präsident und E. Morresi hatten sich auf der letzten Vorstandssitzung dazu bereiterklärt, über den Stand der Beratungen über eine Resolution zum Berufsgeheimnis beim Europäischen Parlament und beim Europarat Informationen bereitzustellen. Der Präsident drückte als sein Bedauern darüber aus, dass er nicht dazu in der Lage gewesen sei. Er versprach jedoch, Unterlagen vorzubereiten. 8.3. Unesco H. LARSEN teilte dem Vorstand seine Absicht mit, an der PIDCKonferenz, die vom 4. bis zum 11. März 1985 in Paris stattfindet, teilzunehmen. E. HYPPÖNEN teilte dem Vorstand seine Absicht mit, an der PIDCKonferenz, die vom 4. bis zum 11. März 1985 in Paris stattfindet, teilzunehmen. E. HYPPÖNEN wies auf die ertragreiche Arbeit des norwegischen Sekretariats des PIDC- Programms hin. Zu diesem Programm gehörten eine Reihe von Themen, die für die IJF von Interesse seien. Sie hoffe, der Generalsekretär werde uns einen gut dokumentierten Bericht vorlegen können. Möglicherweise könnte dies bewirken, dass Mitgliedsorganisationen auf ihre jeweilige Regierung einwirkten, damit diese mehr Mittel für dieses Programm zur Verfügung stellten. do H. LARSEN wies darauf hin, dass die IJF eine erste Ankündigung der diesjährigen Generalkonferenz der Unesco erhalten habe, die vom 8. Oktober bis zum 12. November in Sofia stattfinden werde. Es sei noch nicht bekannt, an welchen Tagen genau unsere Anwesenheit erforderlich sein werde. 8.4. UNO Zur Information des Vorstandes und der Mitgliedsorganisation berichtete H. Larsen, dass die IJF Informationen über seine UNO- Konferenz zur Beurteilung des Internationalen Jahrzehnts der Frau erhalten habe; sie solle im Juli 1985 in Nairobi stattfinden. Es wäre gut, wenn IJF- Journalisten, die an diesem Treffen teilnähmen, die IJF im Hinblick auf eine Kontaktaufnahme mit der kenianischen Journalistenunion te informieren würden. 9. SCHUTZ DER JOURNALISTEN 9.1. Rundtischkonferenz - H. LARSEN unterrichtete die Vorstandsmitglieder über die Einladung des Internationalen Rot- Kreuz- Komitees zu einer Rundtischkonferenz über die Sicherheit von Journalisten auf gefährlichem Auftrag, die am 22. und 24. April 1985 in Mont- Pèlerin sur Vevey, Schweiz, stattfinden solle. Eingeladen seien internationale und regionale Organisationen sowie weitere Presse-, Verleger- und Herausgeberverbände. Als Beobachter würden die Unesco, das IAA und die UNO anwesend sein. Nachden die Planungen für eine Konferenz in Mexiko sozusagen auf Eis gelegt worden seien, solle das Rote Kreuz mit dieser Initiative nicht die Sache zu einem Abschluss bringen, sondern vielmehr gewäh r- leisten, dass sich weiterhin damit beschäftigt werde, während die Unesco sich um die Lösung ihrer akuten Probleme bemühe. W. KLINKENBERG wies darauf hin, dass man Gefahr laufe, all das, was bisher auf diesem Gebiet geleistet worden sei, noch einmal zu tun. Er wies ausserdem auf die beschränkte Zuständigkeit des IRKK hin. Die beruflichen Probleme der Journalisten in ihren Heimatländern fielen 11. - 2.B. nicht unter seine Zuständigkeit. K. ASHTON meinte, er sei sich der Begrenztheit dieser Initiative bewusst, sei jedoch der Ansicht, dass es Sache der IJF- Vertreter sei zu entscheiden, wie die Angelegenheit weiter vorangetrieben werden könne. auchen H. LARSEN berichtete, bisher seien 6 Antworten auf die IAA-Fragebogen über den Schutz der Journalisten unter den Berner Konventionen bei der IJF eingegangen. Es werde eine Zusammenfassung der Antworten für das IRKK- Treffen vorbereiten. E. MORRESI äusserte sich, wie der Präsident, skeptisch über die Ergebnisse, die von diesem Treffen zu erwarten seien. Allerdings dürfe die IJF den Einfluss des IRKK in den Medien nicht unterschätzen. R. FRISTER stimmte dem zu. Das IRKK sei die einzige internationale Organisation, die in der Lage sei, gegenüber Guerillas und in kritischen Situationen usw. zu handeln, z. B. in Gebieten, wo Journalisten in Schwierigkeiten gerieten. So sei dank des Einschreitens des IRKK in israelischer Journalist aus der Gefangenschaft einer palästinensischen Organisation entlassen worden. Der VORSTAND bestimmte ein Mitglied der niederländischen Gewerkschaft in Erwägung der Arbeit, die diese bereits in diesem Bereich geleistet hat, sowie den Generalsekretär dazu, die IJF bei der Rundtischkonferenz des IRKK zu vertreten. 9.2. Weitere Beziehungen zur Unesco In Uebereinstimmung mit der IJO bestätigte Hans LARSEN der Unesco in einem Schreiben, dass wir weiterhin daran interessiert seien, zu den Studien über die Arbeitsbedingungen von Journalisten beizutragen, vorausgesetzt, dass die Mittel hierzu bereitgestellt würden. H. LARSEN knüpfte ebenfalls Kontakte zu dem neuen dänischen Unesco- Vertreter, Morton Giersing, der das Amt von Hifzi Topuz übernommen hat. eded Ihm sei mitgeteilt worden, dass die skandinavischen Länder eine Verbesserung der Information der Unesco planten. Die Publikationen der Organisation seien in der Tat so unprofessionell gemacht, dass man in den nationalen Unesco- Ausschüssen verstärkt darauf hingewiesen habe. 9.3. Fragebogen des IAA Der Generalsekretär berichtete, er habe sechs Antworten auf den IAA- Fragebogen zum Schutz der Journalisten erhalten, und zwar aus den Ländern Finnland, Israel, Mauritius, Norwegen, Spanien und USA. Ein weiterer Antwort bogen sei gerade aus Oesterreich eingetroffen. Alle anderen hätten nicht geantwortet. Ch. PERLIK informierte über eine gemeinsame Initiative des IAPA ( Interamerikanischer Presseverband) und des WPFC( Weltausschuss für Pressefreiheit). Die beiden Organisationen hätten ein Notizbuch mit Ratschlägen für Journalisten auf gefährlichem Auftrag herausgegeben. Dies sei der erste konkrete Schritt, den man auf diesem Gebiet unternommen habe, und es sei etwas unglücklich, dass diese Initiative gerade von der Seite der Arbeitgeber ausgegangen sei. Die Newspaper Guild habe nichts damit zu tun. Wir sollten eher das Problem an den Wurzeln anpacken, anstatt an Rundtischgesprächen und Konferenzen teilzunehmen. Das Notizbuch sei ein bisschen unpraktisch, aber das Faltblatt enthalte einige nutzvolle Hinweise. 12 - K. ASHTON machte die Feststellung, dass wieder einmal alles ohne die Journalisten erledigt würde. Einige Punkte würden wirklich eine typische Arbeitgeberhaltung widerspiegeln. Die IJF sollte ihren eigenen Kodex haben. 10. NEUE TECHNOLOGIEN 10.1. IJF- Arbeitsgruppe W. KLINKENBERG bestätigte seinen Willen, Koordinator dieser Arbeitsgruppe zu sein, und er warte darauf, dass praktische Vorkehrun gen getroffen würden. 10.2. VDU- Konferenz in Genf H. LARSEN berichtete, dass der Schlussbericht dieser Konferenz im Druck sei. Die IJF habe genügend. Exemplare für alle Mitgliedsgewerkschaften angefordert und der Bericht sei in mehreren Sprachen erhältlich. Er könne den Mitgliedsgewerkschaften zugestellt werden, scbald er bei uns eingetroffen sei. Zu bemerken sei noch, dass dieser Konferenz alle IBS beigewohnt hätten, und dass sie nicht speziell auf die Presse oder Medienindustrie ausgerichtet gewesen sei. K. ASHTON äusserte die Ansicht, eine Konferenz über den Einsatz von Bildschirmgeräten im Medienbereich wäre nutzbringend. Sie wäre sicherlich allen Verhandlungspartnern von Nutzen, obschon auch die allgemeinen Richtlinien, die auf der Genfer Konferenz festgelegt worden seien, eine wertvolle Hilfe darstellten. 10.4. FAST- Projekt H. LARSEN berichtete über den Besuch, den ihm ein Forscher der Europäischen Gemeinschaften abgestattet hat. Er arbeite an einem Projekt zur Organisation einer ehrgeizigen Konferenz mit einer interdisziplinären Methodik im Umgang mit den neuen Technologien, der Schaffung einer Datenbank usw. Er mache keine Versprechen, wollte aber die Sache im Auge behalten. T. MOE wies darauf hin, dass die Norweger sich mit dieser Frage auseinandersetzten. Die Datenbank des Schwedischen Telegraphenamtes habe werde ausgiebig benutzt. Das Frederikstad Journalisteninstitut eine Gruppe von Journalisten in die Vereinigten Staaten geschickt, um diese Sache im Detail zu untersuchen. 11. URHEBERRECHT 11.1. IJF- Umfrage über das Urheberrecht der Radiound Fernsehjournalister Stein Ove Grønsund fehlten zwei wichtige Antwort bögen, nämlich der aus Dänemark und der der deutschen RFFU. Er habe die Organisation an den Fragebogen erinnert und versprach, dem IJF- Sekretariat den Bericht rechtzeitig zuzusenden, damit er noch vor der Sitzung des Exekutivausschusses übersetzt und vervielfältigt werden könne. ( Bericht zur Kenntnis genommen) 11.2. Grünbuch der EG" Fernsehen ohne Grenzen" H. LARSEN berichtete über die Bemühungen der IJF, an einem Hearing teilzunehmen, das am 6. und 7. Januar 1985 am Sitz der EG in Brüssel stattfand und das Grünbuch der EG" Fernsehen ohne Grenzen" über die Errichtung eines Gemeinsamen Marktes für den Rundfunk, insbesondere Satelliten- und Kabelfernsehen, zum Thema. hatte. Die IJF sei - 13 - C weder zu dem Treffen eingeladen worden, noch habe man sie nachträglich zugelassen, als sie erfahren hätte, wo es stattgefunden habe. Die FISTAV habe daran teilgenommen, nicht aber die ISETU und keine der anderen internationalen Organisationen, die den Europäischen Gewerkschaftsbund angehörten. Dies sei eine vollkommen inakzeptable Situation. Die Mitgliedsgewerkschaften sollten Druck auf ihre jeweilige Regierung und diese wiederum auf die EG- Verwaltung in Brüssel ausüben. Der Generalsekretär legte einen Resolutionsentwurf von Stein Ove Grønsund vor, der der IJF als vorläufige Stellungnahme dienen könne, bis wir eine eingehendere Beratung auf der Grundlage der Ergebnisse unserer Unfrage durchführen könnten. Nach einer Aenderung im letzten Absatz, die die Aussage etwas bestimter formulierte, wurde die folgende Resolution einstimmig verabschiedet: " Umfragen der Internationalen Journalisten Föderation über die urheberrechtliche Stellung von Radio- und Fernseh- Journalisten im Verhältnis zu Sendegesellschaften haben ergeben, dass das Urheberrecht des einzelnen Journalisten. wesentlich schlechter geschützt ist als das anderer Urheberrechtsinhaber. Die von der EG- Kommission geplante Ausdehnung der Versorgung mit Rundfunkprogrammen wird eine weitere Schwächung der Rechte der Journalisten nach sich ziehen, insbesondere wenn die Tätigkeit eines Satelliten, der die EG- Staaten versorgt, durch die Einführung von Zwangslizenzen in die einzelstaatliche Gesetzgebung ermöglicht wird. Vor diesem Hintergrund gelangte der Vorstand der IJF, der vom 26. bis zum 28. Februar 1985 in Amsterdam tagte, zu der Auffassung, dass die Probleme im Zusammenhang mit der Ausdehnung der von nationalen Gesellschaften versorgten Gebiete durch fakultative Verhandlungen zwischen Urheberrechtsinhabern und Sendern ( Kabelgesellschaften) gelöst werden müssten. Eine andere Lösung wäre, das Verhandlungssystem durch gesetzliche Bestimmungen über ausgehandelte Lizenzen zu ergänzen, um die Repräsentativität der Verhandlungspartners zu erleichtern. In diesem Zusammenhang weist die IJF darauf hin, dass es in fast allen Ländern der Gemeinschaft Journalistenorganisationen gibt, die innerhalb eines solchen Systems die Interessen dieser Gruppe von Urheberrechtsinhabern voll und ganz vertreten würden. Der Vorschlag der EG- Kommission schafft zusätzliche Pround unveränbleme, wenn nämlich Satellitensignale direkt dert über Kabel übertragen werden sollen. In manchen Mitgliedsstaaten der EG sind Verwertungsgesellschaften entstander, aber diese sind nicht für alle Urheberrechtsinhaber zuständig. Eine Umfrage der IJF im Jahre 1984 hat ergeben, dass die Journalistenorganisationen in wenigen dieser Verwertungsgesellschaften vertreten sind, obwohl ein grosser Teil der durch Kabel übertragenen Programme von Journalisten gemacht wird. Dieses Problem könnte natürlich gelöst werden, indem die Journalistenorganisationen aktiv eine solche Vertretung anstreben und er 9.15 14 reichen würden. Dies wäre dadurch zu fördern, dass in der Gesetzgebung der einzelnen Staaten die Repräsentativität solcher Verwertungsgesellschaften vorgeschrieben würde. Leider behandelten die Fälle bezüglich Kabelübertragung von Fernsehprogrammen, die bisher in den EG- Ländern vor Gericht verhandelt wurden, hauptsächlich die Filmrechte. Die se Präze denzfälle nehmen einen grossen Raum in dem Grindbuch ein, sodass der Leser den Eindruck gewinnen könnte, dass Filmrechte den grössten Schutz verdienten. Ausserdem möchte die IJF darauf hinweisen, dass neue urheberrechtliche Probleme in dem Fall auftauchen, wenn bei einer direkten Uebertragung über Satellit auch Nichtmitglieder der Europäischen Gemeinschaft in den Versorgungsbereich des Satelliten fallen. In solchen Ländern wird die Kabelübertragung von Programmen aus den EG- Staaten zu Vergütungsansprüchen auf der Grundlage gegenseitiger Uebereinkommen oder einzelstaatlicher Gesetzgebung führen. Schliesslich stellt die IJF fest, dass die EG- Staaten eine Harmonisierung der europäischen Gesetzgebung planen. Dies ist jedoch nur dann annehmbar, wenn die in der Berner Konvention festgelegten Prinzipien respektiert werden, und wenn der erste Schritt auf dem Weg zu dieser Harmoni sierung nicht aus der Einführung der Zwangslizenzen besteht, die die Stellung der Urheberrechtsinhaber schwächen." T. NOE war der Ansicht, wir sollten unsere Mitgliedsgewerkschaften zum Beitritt in Verwertungsgesellschaften auffordern, wenn sie noch nicht Mitglied ceien. R. GARCIA berichtete, dass der UGT in Spanien auf eine Reform des veralteten Urheberrechtsgesetzes warte, das noch aus dem vorigen Jahrhundert stamme. Es müsse jedoch eine Menge für die Anerkennung der Urheberrechte der Journalisten getan werden. M. ROLLAND wies darauf hin, dass Journalisten in Frankreich überhaupt keine Urheberrechte besässen, wenn sie keine Ausschliesslichkeitsrechte aushandelten. In Grossbritannien gehöre das Urheberrecht angestellter Journalisten dem Arbeitgeber, so berichtete K. ASHTON. Die NUJ sei Mitglied im britischen Urheberrechtsrat, bisher seien jedoch noch keine Fortschritte erzielt worden. Es gebe eine Verwertungsgesellschaft für die Urheberrechte an Büchern. 11.3. WIPO/ UNESCO- Semina F. LARSEN berichtete, dass Stein Ove Grønsund, Norwegen, sich damit einverstanden erklärt habe, die IJF als Beobachter bei dem Treffen einer Expertengruppe zu vertreten, die die urheberrechtlichen Probleme in bezug auf direkte Satellitenübertragung untersuchen wolle. Dieses Treffen werde gemeinsam von der Unesco und der Weltorganisation für Geistiges Eigentum organisiert, und das Thema sei ein wichtiger Gesichtspunkt, auch im Hinblick auf unsere Umfrage. Der Vorstand beschloss, S.O. Grøncund als Beobachter zu der Sitzung des Exekutivausschusses der IJF einzuladen, damit er über seine Umfrage, über das Grünbuch und über seine Teilnahme an dem Unesco- WIPO C -O 15 Seminar in Paris Bericht erstatte. K. ASHTON drückte seine Hochachtung vor der enormen Arbeit aus, die Stein Ove für uns geleistet habe, Wenn wir seine Arbeit optimal ausnutzen wollten, dann sollten wir unsere Mitgliedsorganisationen dazu auffordern, ihre Urheberrechtsexperten zu einem Treffen in Brüssel oder an einem anderen Ort zu schicken. Dieser Vorschlag wurde von E. HYPPÖNEN unterstützt. Die Sachlage in den Mitgliedsorganisationen der IJF sei so verschiedenartig, dass wir einen kurzen Ueberblick darüber benötigten. Der Bericht Grønsunds werde dabei wahrscheinlich behilflich sein. T. MOE nahm Bezug auf Art. VI d) unseres Tätigkeitsprogramms: 11... die Organisation einer Konferenz zur Beratung über Probleme in Zusammenhang mit der Kabel- und Satellitenübertragung von Massenmedienprogrammen". Nach dem Bericht von Stein Ove Grønsund würden die Mitgliedsgewerkschaften eine klarere Uebersicht über diese Angelegenheit haben, und es sei zu hoffen, dass sie bereit seien, die Kosten für ein solches Treffen zu tragen. 12. TATIGKEITEN DER IJF IN DER 3. WELT K. ASHTON berichtete über das Treffen des Ausschusses" 3. Welt", des am 25. Februar 1985 in Amsterdam stattfand, und in dem der Präsident, der Generalsekretär, Y. Gille, R. Garcia und M. Rolland teilnahmen. Der Ausschuss habe unsere Beziehungen zu Journalistenorganisationen in Afrika, Asien und Lateinamerika überprüft. Man habe der Hoffnung Ausdruck gegeben, dass die Differenzen zwischen der IJF und der UAJ bald beigelegt werden könnten. Wir sollten uns bemühen, uns auch in der Einflusssphäre der UAJ zu etablieren. Nach dem Tod des UAJ- Präsidenten, Moneim El Sawi, sei noch ungewiss, wer ihm in diesem Amt nachfolgen werde. Unter den Schwarzafrikanern herrsche Unzufriedenheit über die Gewerkschaftsleitung in Kairo. Die Probleme der südafrikanischen Gewerkschaften SASJ und MWASA bereiteten zunehmende Besorgnis. Der IJF sei ein langes Ferschreiben der SASJ- Präsidentin, Pat Sidley, zugegangen, in dem sie die finanziellen Probleme ihrer Gewerkschaft darlege. Die Spaltung innerhalb der MWASA bestehe weiterhin, aber wenigstens gehe die Gewerkschaft gemeinsam gegen die Arbeitgeber vor. Die Frage nach der Verwendung des Geldes, das für ein bestimmtes Projekt der Gewerkschaftsschulung in der MWASA vorgesehen und wegen der Spaltung der Gewerkschaft eingefroren sei, stehe immer noch offen. Aus Lateinamerika seien Berichte der kolumbianischen, chilenischen und peruanischen Mitglieder eingegangen. Der chilenische" Colegio de Periodistas" suche finanzielle Unterstützung in Kampf um die Pressefreiheit. Die Mitgliedsgewerkschaft in Peru habe ihre finanziellen Schwierigkeiten auseinandergelegt. Ausserdem müssten wir uns mit den regionalen Organisationen FELAP und FELATRAP beschäftigen. Wir müssten in bezug auf künftige Programme und die Beziehungen, die wir in dieser Region Intipften, Aufgeschlossenheit zeigen. Die IJF sei als IBS zu dem Kongress der Internationalen der Oeffentlichen Dienste eingeladen worden, der im November 1985 in Caracas stattfinde. Es wurde vorgeschlagen, R. Garcia als Vertreter zu entsenden; er solle dann während der Reise in dieser Region so viele Kontakte wie möglich knüpfen. Die neue Führung der Journalistenunion Malaysias lud die IJF 16 zu dem Kongress anlässlich des 10. Jahrestages der Gründung des Bundes der ASEAN- Journalisten ein, der im Juli 1985 in Kuala Lumpur stattfinden solle. Als Vertreter wurde der Generalsekretär vorgeschlagen; auch er soll auf dieser Reise mehr Kontakte in dieser Region knüpfen. Die IJF habe ausserdem eine Einladung zu einem Kongress erhalten, der vom 9. bis zum 14. Juni 1985 in Tokio stattfinden solle. An diesem Treffen sollten wir jedoch nur teilnehmen, wenn wir vorher angemessene Beziehungen knüpfen könnten. H. LARSEN berichtete über sein Treffen in Stockholm mit Vertretern des Rates für die Zusammenarbeit internationaler Gewerkschaften, LO- TCO. Der Rat habe zur Zeit einen Beauftragten in Südafrika, der einen Bericht über die Lage der Gewerkschaften in diesem Land vorbereite. Sobald der Bericht erhältlich sei, sollten wir ein Exemplar bekommen. Der Rat plädiere für längerfristige Projekte, zwischen vier und fünf Jahren, die sich auf ein Land beschränkten und eine Gewerkschaftsschulung mit dem Ziel der Unabhängigkeit und Selbstverantwortlichkeit be inhalteten. Sollten unsere Versuchsprojekte zufriedenstellend sein, gebe es die Möglichkeit, einen Projektbeauftragten für die IJF voll zu finanzieren. Konkrete Möglichkeiten bestünden für die Organisation eines Seminars in Nairobi und zweier regionaler Treffen in Südostasien. Sobald genauere Informationen zur Verfügung stünden, müsse man jedoch daran denken, dass Lateinamerika gleichfalls bedacht werde. Der Ausschuss unterbreitete dem Vorstand seine Beschlüsse über die Entsendung von Vertretern nach Kuala Lumpur, Caracas und möglicherweise Tokio zur Bestätigung. W. KLINKENBERG fragte sich, ob wir das Geld zur Finanzierung und die Leute zur Durchführung dieser Vorhaben hätten. Würde das Folgen für die Gewerkschaften haben? Wie könnten wir Beschlüsse fassen, wenn wir den dafür vorgesehenen Haushalt nicht kennten? Es handele sich in unserer Diskussion um Versuchsprojekte, sagte H. LARSEN, für die wir die Mittel bei dem schwedischen Amt für Entwicklungshilfe beantragen würden. Die Frage der Möglichkeiten der IJT in punkto Finanzierung und Durchführung beziehe sich auf die beiden Reisen nach Caracas und Kuala Lumpur. Auf die Frage, ob wir zur Durchführung dieser Vorhaben fähig seien, gebe es nur eine Antwort: Wir müssen dazu fähig seien. Wenn wir die IJF in anderen Teilen der Welt präsent werden lassen wollten, müssten wir uns in diesem Regionen verstärkt profilieren. Dies beinhalte auch der Ruf einer weltweit stärker vertretenen Organisation. Wenn wir die Interessen unserer Mitgliedsgewerkschaften besser vertreten wollten, dann müssten wir Fakten vorzeigen. Wir müssten uns bemühen, diese Projekte baldigst zu starten, und dabei die Finanzierung eines hauptberuflichen Projektbeauftragten zum Ziel haben. Eila. HYPPÖNEN stellte Ueberlegungen zu den Folgen der Durchführung unserer Pilotprojekte an. Diese Projekte würden Anträge zur Aufnahme in die IJF nach sich ziehen. Wir würden neue Mitglieder aufnehmen und sie dann, nach ein paar Jahren, wieder ausschliessen, weil sie ihre Mitgliedsbeiträge nicht zahlen könnten. Es reiche nicht aus, Projekte durzuführen. Wir müssten weitsichtiger handeln. Wir seien für die Unterstützung von Mitgliedsorganisationen verantwortlich. Y. GILLE wies darauf hin, dass es ja das Ziel unserer Projekte sei, stärkere Gewerkschaften aufzubauen, indem wir ihnen die geeigneten Voraussetzungen zur Ausbildung böten. T. MOE meinte, es sei sicherlich möglich, abgesehen von Schweden auch von anderer Seite Mittel zu erhalten, wenn wir erst einmal D 17 vären über das Planungsstadium hinaus wären. H. LARSEN wies darauf hin, dass wir als bisher einziges IES keine Unterstützung für Entwicklungsfonds erhalten hätten. Das Bewilligungsverfahren des IBFG dauere länger, während die Gelder aus Schweden kurzfristig erhältlich seien. W. KLINKENBERG wollte wissen, ob dem Vorstand eine Kopie der Pläne für die Versuchsprojekte vorgelegt würde, ehe diese dem Rat in Schweden unterbreitet würden. H. LARSEN versprach, dies zu tun. Er wolle die Vorstandsmitglieder schriftlich um ihre Kommentare bitten( Angenommen). Der Vorstand beschloss förmlich, Raimundo García im November 1985 nach Caracas zu entsenden. Die Reise werde mit Besucher in anderen lateinamerikanischen Staaten gekoppelt. Hausalt: 2.500- 3.000 US- Dollar); - den Generalsekretär zu den Kongress in Kuala Lumpur zu entsenden und ihm die Aufnahme von Beziehungen in dieser Region zu ermöglichen( Hausalt: 2.500- 3.000 US- Dollar); - den Generalsekretär anzuweisen, Entwürfe für die Durchführung eines Versuchsprojektes in Kenia und zweier Konferenzen in Südostasien vorzubereiten; den Vorstandsmitglieder werden diese Entwürfe entweder zugeschickt oder auf der nächsten Vorstandssitzung in Brüssel vorgelegt; - dem Präsidenten und dem Generalsekretär die Entscheidung über die Entsendung eines IJF- Vertreters nach Tokio zu überlassen; - die Ernennung Y. Gilles als neuem Koordinator des Ausschusses" 3. Welt" zu bestätigen. Ch. PERLIK fragte, ob wir Roberto Mejia in bezug auf die Reise nach Lateinamerika angesprochen hätten, da er unser Regionalberater für diese Region cei. R. GARCIA meinte, es sei schwierig für ihn, nach Caracas zu reisen. Er sei der Ansicht, Mejia solle dies tun. Es werde ohnehin ein schwieriges Unternehmen werden. K. ASHTON bestätigte, dass Roberto Mejia natürlich in dieses Projekt mit einbezogen werden solle; er hoffe, dass wir eingehender daüber diskutieren könnten, wenn er im Mai an der Sitzung unseres Exekutivausschusses teilnehme. R. García sei jedoch das Verbindungslied zwischen unserem Ausschuss" 3. Welt" und den lateinamerikanischen Kollegen. Der Präsident meinte, R. García solle nach Caracas reisen, er schlug jedoch vor, eine endgültige Entscheidung erst dann zu treffen, wenn wir alles mit Roberto Mejia hätten besprechen können. ( Angenommen) 13. PRESSEFREIHEIT 13.1. Südafrika H. LARSEN informierte den Vorstand über ein langes Fernschreiben, das er von Pat Sidley, der Präsidentin der SASJ, erhalten habe, und in dem sie über die Einsparungsmassnahmen der Verlagsgesellschaften ARGUS und SAAN berichte%; B sie befürchte noch Schlimmeres. Die SASJ sei nicht in der Lage, an der Sitzung des Exekutivsausschusses in Brüssel 18 teilzunehmen. Die IJF habe Protestschreiben an die beteiligten Besitzer und Verlagsgesellschaften gerichtet.( Bericht zur Kenntnis genommen) 13.2. Chile Der Präsident des chilenischen" Colegio de Periodistas", der sich auf einer Rundreise in mehreren europäischen Ländern befand, hat dem Generalsekretär in Brüssel einen Besuch abgestattet und ihm die Lage der Presse in seinem Heimatland, insbesondere nach der nochmaligen Verhängung des Belagerungszustandes, geschildert. Die Journalisten der sechs verbotenen Zeitschriften erhalten aktive Unterstützung von dem " Colegio" für den illegalen Druck ihrer Blätter. Der chilenische Gast appellierte besonders an die IJF, eine Unterstützung dieser Bemühungen zu erwägen. Da es für die IJF schwierig ist, den" Colegio" direkt zu unterstützen, schlug H. Larsen vor, den Mitgliedsgewerkschaften die Unterlagen zuzuschicken und sie dazu aufzufordern, dem" Colegio" entweder direkt oder über die IJF Unterstützung zu leisten. ( Angenommen) T. MOE bestätigte, dass die Gewerkschaften Schwedens und Norwegens dem" Colegio" Unterstützung haben zukommen lassen. E. HYPPÖNEN berichtet, die finnische Gewerkschaft habe" Análisis", einer der verbotenen Publikationen, eine Finanzhilfe über 3.000 Fuk jährlich geleistet. Man erwäge eine andere Möglichkeit, nämlich den Magazin das Zeitungsdruckpapier für ein Jahr zu stiften. Die Angelegenheit werde im Rahmen der Nordischen Journalistenunion behandelt. 13.3. Türkei H. LARSEN nahm an einem Seminar über Menschenrechtsverletzungen in der Türkei teil, das am 16. und 17. Februar 1985 in Stockholm von einem Ausschuss aller politischen Parteien in Schweden organisiert wurde. In einer Erklärung, die zum Abschluss des Treffens einstimmig angenommer worden sei, habe man den roparat aufgefordert, in punkto Menschenrechte in der Türkei konsequent zu sein. Um frühere Informationen auf den neuesten Stand zu bringen, soll auf Beschluss des Vorstands der Beitrag H. Larsen zu diesem Forum allen Mitgliedsgewerkschaften zugeschickt werden. I. ASETON bedankte sich für zwei Spenden, die für Ismet Imset aus Norwegen und aus der Schweiz( SJU) eingetroffen seien.( Inzwischen ging eine dritte Spende von der schweizerischen FSJ ein). Das Geld sei zur Begleichung der Flugkosten Frau Imsets und ihrer Tochter benutzt worden. 13.4. HongKong K. ASETON berichtete, dass die Journalisten aus HongKong wirkungsvolle Protestdemonstrationen bei der Ankunft von Margaret Thatcher abgehalten hätten. Es habe sich als schwierig erwiesen, gemeinsame Protestaktionen in London zu organisieren. Es sei wichtig, dass der Journalistenverband von HongKong, der HKJA, vor 1997 eine stabile Gewerkschaft werde. W. KLINKENBERG war der Ansicht, wir sollten zusätzlich zu der Resolution von der Sitzung in Tel Aviv die wir an den Gesamtverband der chinesischen Journalisten geschickt hätten, uns zusammen mit unseren chinesischen Kollegen aktiver um dieses Anliegen kümmern, um Einfluss auf die chinesische Regierung ausüben zu können. K. ASHTON und T. MOE meinten, dass dies dem HKJA überlassen bleiben sollte, und dass es ohnehin noch länger als zehn Jahre dauere, ehe China etwas mit der Presse Hongkongs zu tun haben werde. 19 - 13.5. Bericht der IJF- Arbeitsgruppe In H. LARSEN berichtete, dass die IJF ein Schreiben von Karl Geibel vom 22. Februar 1985 erhalten habe, in dem er die Fertigstellung seines Berichts ankündige. sei dazu aufgefordert worden, den Bericht so bald als möglich der IJF zuzusenden, damit er noch vor der Sitzung des Exekutivausschusses übersetzt und vervielfältigt werden könne. 13.6. Philippinen Der Generalsekretär erhielt den Besuch einer Dame von den Philippinen, die ihm kurz über die Situation der Presse in ihrem Land berichtete; dort gebe es eine ziemlich aktive Journalistenorganisation. Viele Journalisten hätten erhebliche Schwierigkeiten und einige seien ermordet worden. Obwohl sie selbst keine Journalistin sei, habe sie versprochen, uns mehr Informationen zukommen zu lassen. Vielleicht wird die Reise des Generalsekretärs nach Malaysia eine gute Gelegenheit bieten, Beziehungen auf den Philippinen anzuknüpfen. 13.7. Polen schaft H. LARSEN berichtete, dass Mitglieder der polnischen GewerkSolidarnosc' ihm in Brüssel einen Besuch abgestattet hätten. Dabei hätten sie um finanzielle Unterstützung zur Lösung ihrer Probleme gebeten. Ausserdem habe er den Vorstandsmitgliedern ein Schreiben übermittelt, das er von den früheren Führern des verbotenen polnischen Journalistenverbandes, SDP, erhalten habe. In diesem Brief werde die IJF darum gebeten, eine Möglichkeit zu finden, polnischen Journalisten Ausweispapiere, d.h. den internationalen Presseausweis, auszustellen. Sie hätten die Mitgliedschaft einzelner Personen in der IJF vorgeschlagen, sowie den Wunsch ausgedrückt, die Möglichkeit der Fortbildung im Westen in Anspruch nehmen zu können. E. HYPPÖNEN sagte, ihre Gewerkschaft hätte ein bilaterales Abkommen mit dem SDP gehabt; mit dem SDPRL gab es jedoch kein solches Abkommen. Sie sehe keinen Grund, warum wir Journalisten in Polen nicht helfen sollten, und sie wies darauf hin, dass Journalisten, die zum SDPRL gehörten, sich ebenfalls in einer schwierigen Lage befänden und Kontakte zum Westen brauchten. W. KLINKENBERG wies darauf hin, dass seine Gewerkschaft sich gegen die Unterzeichnung eines Abkommens mit dem SDPRL entschlossen und polnischen Kollegen in Polen direkte Unterstützung geleistet habe. Der niederländische Gewerkschaftsbund habe Beziehungen zu' Solidarnosc' unterhalten, habe aber beschlossen, alle Unterstützungsleistungen an die ' Solidarnosc'- Vertretung in Amsterdam abzubrechen. Zu dem Schreiben des SDP meinte er, die IJF solle immer Journalisten unterstützen, die eine unabhängige Gewerkschaftsbewegung anstrebten, er sei jedoch nicht der Ansicht, die Föderation solle die Mitgliedsschaft von Einzelpersonen zulassen.( Das würde ohnehin eine Satzungsänderung erforderlich machen). T. MOE sprach die Hoffnung aus, die Mitglieder der IJF würden aus Polen geflüchtete Journalisten in ihren Ländern als Mitglieder aufnahmen. Der Vorstand beauftragte den Generalsekretär, dem SDP zu antworten, wir sähen keine Notwendigkeit, unsere Satzung zu ändern; und ausserdem solle er darauf hinweisen, dass unsere nationalen Mitgliedsorganisationen zur Unterstützung bereit seien, indem sie polnische Exiljournalisten als Mitglieder aufnähmen. Der Generalsekretär wurde angewiesen, das' Solidarnosc'- Büro in A - 20 - Brüssel davon zu informieren, dass ihr Ersuchen um Unterstützung nicht in unseren Zuständigkeitsbereich falle. 13.4. Liberia SS Isd 100 t Der Vorstand verabschiedete folgende, von Ch. PERLIK vorgeschlagene Resolution: 118 " Der Vorstand der IJF, auf seiner Sitzung vom 26. bis zum 28. Februar 1985 in Amsterdam, 1) nimmt mit Bedauern und steigender Besorgnis von der Untergrabung der Pressefreiheit in Liberia Kenntnis, die sich in der inzwischen fünften Schliessung des' Daily Observer' in der kurzen Geschichte dieser Zeitung am 16. Januar 1985 äussert; 2) weist darauf hin, dass die Tatsache, einen Artikel einem anderen wegen besserer Aufmachung vorzuziehen, eine Handlung darstellt, die für die Ausübung des redaktionellen Urteile und der redaktionellen Freiheit in jeder Gesellschaft, die von sich behauptet, Pressefreiheit zu haben, von vitaler Bedeutung ist%; B 3) fordert den liberianischen Staatschef, Samuel K. Doe, auf, die Schliessung des' Daily Observer' zu widerrufen und in Zukunft eine ununterbrochene Veröffentlichung zu gestatten." 13.9. Spanien R. GARCIA berichtete über die unannehmbare Diskriminierung von Gewerkschaftsvertretern bei der Nachrichtenagentur EFE. 51% der Anteile dieser Agentur gehörten dem Staat. So seien z. B. gegen J.L. Roldan benachteiligende Massnahmen ergriffen worden, nachdem die Gewerkschaft einen Tarifkonflikt vor Gericht gebracht hätte. Da. EFE eine internationale Nachrichtenagentur mit einer sehr grossen Resonan gerade in bezug auf lateinamerikanische Angelegenheiten, sei, habe der UGT Grund zu glauben, dass Druck vonseiten der IJF nützlich wäre. Er schlug folgende Resolution vor, die einstimmig verabschiedet wurde: Reso " Der Vorstand drückte seine Besorgnis über die schwerwiegenden Verletzungen der Pressefreiheit und die Beeinträchtigung von Gewerkschaftsvertretern bei der spanischen Nachrichtenagentur EFE aus. Die IJ fordert( in Anbetracht der Beteiligung des Spanischen Staates als Haupteigentümer von EFE) die verantwortliche staatliche Stelle auf, konkrete Hassnahmen zur Verbesserung der Lage in dem Unternehmen zu ergreifen." 13.10. Niederlande W. KLINKENBERG erläuterte, dass eine niederländische Wochenzeitschrift momentan in grossen Schwierigkeiten stecke; er legte folgende Entschliessung vor, die der Vorstand einstimmig verabschiedete: 21 " Der Vorstand hat mit Besorgnis davon erfahren, dass die Existenz der bekannten WochenzeitInschrift Haagse Post' aus finanziellen Gründen meated at auf dem Spiel steht. Er appelliert an diejenigen eb way staatlichen Stellen, die die Aufgabe und die Möglichkeiten haben die Pluralität in den niederländischen Medien aufrechitzuerhalten, in diesem Falle die erforderlichen Massnahmen zu ergreifen." 14. IJP- UMFRAGEN 14.1. Untersuchung zur Einhaltung der Bestimmunger des 3." Korbes" der Schlussakte von Helsinki T. BOGAERTS berichtete, dass er ein Rundschreiben an die Mitgliedsorganisationen verschickt habe, in dem er um die Darstellung konkreter Fälle bitte. Aus den USA, Finnland, der Schweiz( SJU) und Spanien sei geantwortet worden. Der Bericht sei fast beendet und basiere hauptsächlich auf Material aus den Archiven der IJF. Er sei sicherlich nicht vollständig, sollte aber einen guten Ueberblick über die Lage und über Beziehungen zwischen Journalisten aus Ost- und Westeuropa vermitteln. Auf Vorschlag von H. Larsen beschloss der Vorstand, den Bericht unter den Mitgliedsorganisationen zu verteilen, wenn möglich rechtzeitig vor der Sitzung des Exekutivausschusses in Brüssel. E. HYPPÖNEN ergriff hierbei die Gelegenheit, dem Vorstand zu berichten, dass die SSL 23 Zusagen von Journalistenorganisationen zur Teilnahme an den Kongress erhalten habe, der vom 6. bis zum 9. September 1985 in Finnland stattfinden solle. Von zehn Gewerkschaften sei noch keine Antwort eingetroffen, darunter unsere Mitgliedsorganisationen aus Spanien, Frankreich, Griechenland, der Türkei und Luxemburg. 14.2. Aktualisierung der Umfrage über freiberufliche Journalisten H. LARSEN berichtete, George Findlay( NUJ) sei daran interessiert, die Umfrage durchzuführen, und dazu bereit, einen Fragebogen auszuarbeiten. 15. IJF- EHRENKODEX H. LARSEN erinnerte an den Kongressbeschluss( 3. Punkt V des Tätigkeitsprogramms):" Der 17. Weltkongress der IJF drückt seine Ee-sorgnis über das starke Wiederaufleben rassistischer, faschistischer und anderer demokratiefeindlicher Tendenzen in einer Reihe von Ländern aus. Der Kongress weist den Vorstand an, Untersuchungen darüber anzustellen, wie solche Tendenzen durch die Medien gefördert werden, und in diesem Zusammenhang eine Erweiterung des Ehrenkodexes in Erwägung zu ziehen." Er habe einen neuen Abschnitt 6 ausgearbeitet, der unserem jetzigen Kodex hinzugefügt werden solle(" Der Journalist kennt die Gefahr, dass rassistische, faschistische oder andere demokratie feindliche Tendenzen durch die Medien gefördert werden können, und tut alles in seiner Macht stehende, einen Missbrauch seines Berufes durch Förderung solcher Propaganda zu vermeiden"), er sei aber nicht sehr glücklich darüber. Unser Kodex behandele nicht den Inhalt journalistischer Arbeit. Wenn wir diesen Pessus einfügten, würde das nicht auf der Linie der an-deren Punkte unseres Kodexes liegen, da wir so einer langen Reihe von weiteren Verpflichtungen Einlass gewährten. M 22 - W. KLINKENBERG meinte, er sei mit diesem Entwurf recht zufrieden. Er sei erstaunt über die Abneigung H. Larsens. In den letzten Jahren wären wir tatsächlich Zeugen eines Wiederauflebens solcher Tendenzen gewesen, die oft unbewusst durch Journalisten gefördert worden seien. Das Einfügen dieser Klausel stehe in keinem Falle im Widerspruch zu unseren Ehrenkodex. Er schlage nur vor, den Teil und tut alles in seiner Macht Stehende" zu streichen. E. MORRESI meinte, beide hätten recht. Die IJF solle die Verpflichtung der Journalisten bekräftigen, gegen faschistische, rassistische und andere demokratie feindliche Tendenzen zu kämpfen und für Frieden und gegenseitiges Verständnis zu arbeiten. Der Ehrenkodex sei jedoch nicht der geeignete Platz für eine solche Erklärung. Ch. PERLIK erinnerte an den Wortlaut des Kongressbeschlusses, in dem eine Untersuchung zu diesem Thema gefordert werde. Dies müsse ausgeführt werden, ehe man eine Aenderung unseres Ehrenkodexes in Erwägung ziehen könne. Er würde ohnehin dagegenstimmen müssen, da dies der Satzung des TNG zuwiderliefe, nach der Journalisten für nichts von dem, was sie schrieben, bestraft werden dürften. CH. LARSEN stimmte E. Morresi zu. Es wäre besser, wenn die IJF auf ihrem nächsten Kongress zu dieser Frage Stellung beziehe, als wenn einzelne Fersonen dazu ihre Meinung äusserten. Es sei wichtig, dass die IJF einen Ehrenkodex bezüglich des beruflichen Verhaltens und nicht einen Kodex voller Vorschriften für die Medien aufweisen könne. Die Grundsätze, die in unserem Ehrenkodex niedergelegt seien, würden allcemein anerkannt. Ec gebe keine allgemeine Uebereinstimmung über die Auffassung von Totalitarismus usw. Solche Begriffe würden nur unseren Kodex schwächen. W. KLINKENBERG meinte, es herrsche auch keine allgemeine Uebereinstimmung über Beiffe wie Verleumdung und ähnliches. Wir wollten den Journalisten ständig die Gefahr des Faschismus usw. in der Gesellschaft vor Augen führen. Wenn wir eine Erklärung im Kongress verabschiedeten, würde sie zu den Akten gelegt und vergessen. Es sei wichtig, dass dieser Grundsatz dort festgelegt würde, wo die Journalisten ihn tagtäglich sähen, wie z. B. im Ehrenkodex. - Auf Vorschlag von H. Larsen beschloss der Vorstand: die Frage den Mitgliedsgewerkschaften vorzulegen; sie un Beispiele zu bitten, wie in den vergangenen Jahren die Medien in ihrem jeweiligen Land rassistische, faschistische oder andere demokratiefeindliche Tendenzen gefördert hätten%; B - die Mitgliedsgewerkschaften um die Zusendung ihres Ehrenkodexes zu 5 bitten; - denn die Angelegenheit dem Exekutivausschuss vorzutragen. zed 16. FINANZLAGE 1. ROLLAND sagte, er habe nur vorläufige Zahlen für 1984 vorzuweisen, de die endgültige Abrechnung noch nicht erhältlich sei. Wir hätten aber ein Plus von 500.000 bfr. in diesem Jahr, und das trotz der doppelten Gehälter für die beiden Generalsekretäre im November und im Dezember. Die Reisekosten seien erheblich höher( IJF- Missionen nach Polen und Israel, zwei Vorstandssitzungen im Ausland, zusätzlich zum Kongress). Bis auf Luxemburg, Tunesien, MWASA- Südafrika und Sri Lanka hätten alle Mitgliedsorganisationen ihre Beiträge gezahlt. Presseausweise für Island und die USA seien bezahlt worden, aber Tunesien habe die technung für die Ausweise von 1983 immer noch nicht beglichen. Auf Vorschlag von T. Moe beschloss der Vorstand, den Preis ch 23 - des internationalen Presseausweises von 400 auf 500 bfr anzuheben. Die Erhöhung tritt in Kraft: 1) am 1. April 1985 für Bestellungen durch Mitgliedsgewerkschaften, und 2) am 1. Juli 1985 für Ausweise, die direkt am Sitz der IJF ausgestellt werden. In bezug auf unsere Untersuchung zu einem geeigneteren System zur Festlegung der Beitragssätze schlug T. MOE vor, die verschiedenen internationalen Berufsverbände anzuschreiben und sie um Informationen über ihr eigenes System zu bitten.( Angenommen) K. ASHTON erinnerte daran, dass in Edinburgh viele Gewerkschaften zu dem System einer Abgabe von 1 geneigt hätten. W. KLINKENBERG zeigte sich betroffen darüber, dass Luxemburg seine Rechnung nicht beglichen hätte. Die Organisation habe ebenfalls nicht an den regionalen Treffen zum Urheberrecht und anderen Problemen teilgenommen, obwohl sie eingeladen worden sei. Wir sollten versuchen, herauszufinden, ob die Organisation irgendwelche Probleme hätte. ( Angenommen) 17. IJF- VEROEFFENTLICHUNGEN, DIENSTLEISTUNGEN FUER DIE Лови MITGLIEDER UND BUROAUSSTATTUNG H. LARSEN war in Tel Aviv beauftragt worden, zu diesem Thema Vorschläge auszuarbeiten. Wenn wir damit einverstanden gewesen seien, uns in anderen Regionen der Welt zu etablieren, so müssten wir nun auch den Service zur Zufriedenheit unserer Mitglieder gestalten. Die Zusammenstellung der" Direkt- Kurznachrichten" nehme einen grossen Teil der Zeit des Sekretariats in Anspruch. Der niedrige Standard der jetzigen Büroausstattung behindere uns. Mit besserer Ausstattung würde man in der Lage sein, bessere Qualität und bessere Inhalte zu erzielen. Wir könnten eine getrennte Art von internem Rundbrief für die Mitglieder erstellen. Deshalb schlage er vor, nicht das Personal zu erhöhen, sondern in die Anschaffung zweier wichtiger Büromaschinen zu investieren, nämlich eine Offset- Maschine, einer kleinen Personal computer mit Textverarbeitung als Schwerpunkt, sowie das dazugehörige Mobiliar anzuschaffen. Dazu könnten 1.000.000 bfr. ausreichen. Höchstwahrscheinlich brauchten wir nicht einmal unseren Generalfonds anzugreifen. T. MOE und M. ROLLAND unterstützten diesen Vorschlag, da er vernünftig sei und eine" produktive Investition" darstelle. ( Einstimmig von Vorstand angenommen). 16. SITZUNGEN DER IJ 18.1. Exekutivausschuss Der VORSTAND erklärte sein Einverständnis zu dem Tagesordnungsentwurf für die Sitzung des Exekutivausschusses, die vom 20. bis zum 24. Mai 1985 in Brüssel stattfindet. Anmeldeformulare werden den Mitgliedsgewerkschaften unmittelbar nach der Vorstandssitzung zugeschickt. Einzelheiten zum Programm folgen nach. 16.2. Vorstandssitzungen 00 Der Vorstand wird sich am Sonntag, dem 19. Mai um 14 im ersten Stock des IPC treffen. Der Vorstand nahm die Einladung Ch. Perliks an, die Vorstanssitzung vom 18. bis zum 20. Oktober 1985 in Washington abzuhalten. Die Teilnehmer werden gebeten, am 17. Oktober einzutreffen, um abends an einem Empfang des neuen TNG- Vorstands teilnehmen zu können, - 24 -1 M. ROLLAND warnte vor den Kosten, aber das Sekretariat wurde aufgefordert, sich über Billigflüge zu erkundigen. werde. W. KLINKENBERG fragte sich, ob er wohl ein Visum bekommen Ch. PERLIK wolle sichergehen, dass alle Vorstandsmitgliedeer einreisen dürften, und habe nichts dagegen, dass das Treffen nicht in den USA stattfinde, wenn Mitglieder kein Visum erhielten. Der Vorstand nahm zur Kenntnis, dass der spanische UGT erwist, die IJF zu einer Vorstandssitzung 1986 nach Spanien einzuladen. 16.3. Stimmrecht für neue Mitgliedsgewerkschaften H. LARSEN wies darauf hin, dass wir keine klaren Richtlinien über die Frage besässen, ob Beobachter von Gewerkschaften, die sich um die Mitgliedschaft bewerben, bei den Sitzungen des Exekutivausschusses und des Kongresses anwesend cein dürften. Es wäre gut, wenn die Rechte neu zugelassener Gewerkschaften erst bei der nächsten Sitzung in kraft träten. Nach kurzer Beratung beschloss der Vorstand, - dass keine auswärtigen Beobachter zu den Sitzungen des Exekutivausschusses eingeladen werder dürfen; das gilt auch für die Vertreter der Gewerkschafter, die die Mitgliedschaft beantragt haben; - dass die IJF die Möglichkeit hat, zu ihrem Kongress Beobachter einzuladen. Der Vorstand beauftragte den Präsident und den Generalsekretär, Unterlagen zur Beratung vor dem Exekutivausschuss über die Stimmrechte von Journalistenorganisationen zusammenzustellen, die gemäss Abschnitt V, Absatz 1: - förmlich vom Kongress aufgenommen wurden, vorläufig von den Exekutivausschuss, vorhehaltlich der Zustimmung des Kongresses, aufgenommen wurden, und dabei zu bedenken, dass dies eine Aenderung der Satzung der IJF oder der Geschäftsordnung bedeuten könne. 19. VERSCHIEDENES Der Generalsekretär hat ein Schreiben von der schweizerischen Föderation( F. Geyer) erhalten, in dem Bedenken dagegen ausgesprochen würden, dass die IJ der Journalistenunion von Mauritius nur den Status eines assoziierten Mitglieds gewährt habe, während die IJO sie als vollberechtiges Mitglied aufgenommen habe. Der VORSTAND war der Ansicht, dass der Beschluss des Kongresses definitiv sei, und dass wir uns ihm zu beugen hätten. Der Generalsekretär erhielt den Auftrag, R. Geyer dies mitzuteilen. ein 500.000 Die IJ ist zur Generalversammlung des IPI eingeladen worden, sagt die Teilnahme aber ab, da andere Dinge vorrangig sind. red INTERNATIONALE JOURNALISTEN- FOEDERATION IPC, Bvd. Charlemagne 1- Bte 5 B- 1041 BRUESSEL - Belgien TEILNEHMER BERICHT Brüssel, Januar 1986 Vorstandssitzung der IJF Washington, 18./20. Oktober 1985 az Kenneth B. ASHTON, Präsident Trygve ME, I. Vizepräsident Charles A. PERLIK, jr., 2. Vizepräsident Roberto MEJIA, Regionalberater für Lateinamerika Erich ERNEGGER, Berater Eila HYPPÖnen, Beraterin Yvonne GILLE, Beraterin Wim KLINKENBERG, Berater Max ROLLAND, Berater und Ehrenschatzmeister Enrico MORRESI, stellvertretender Berater, in Vertretung für Raimundo GARCIA Abwesend: Roman FRISTER, Regionalberater für Asian Emna SOULA, Regionalberaterin für Afrika Raimundo GARCIA, Berater INHALT 2. 1. Eröffnung der Sitzung und Annahme der Tagesordnung Genehmigung des Berichts der vorhergehenden Sitzung S. 2 S. 2 3. Beziehungen zu Journalistengewerkschaften S. 3 ied Abla 3.1. Mitgliedsgewerkschaften der IJF 3.2. Anträge auf Aufnahme in die IJF S. 3 S. 3 S. 3 3.2.1. Australien S. 3 3.2.2. Kolumbien 3.2.3. Mauritius 3.2.4. Spanien S. 4 S. 4 4. 5. 3.2.5. Zaire 3.3. Kontakte mit anderen Journalistengewerkschaften Organisation des IJF- Sekretariats S. 4 S. 4 S. 4 S. 5 Finanzen 6. Aenderung der Satzung der IJF S. 5 ( stellvertretende Regionalberater) S. 5 7. Urheberrecht bab sau 7.1. Sitzungen der CPI und der UNESCO S. 5 Journa Dokan .../... - 2- 7.2. Urheberrechtskonferenz der IJF S. S. 5 8. Berufsgeheimnis 9. Neue Techniken 10. Ehren- Kodex der IJF S. 6 S. 6 S. 6 11. Aktivität der IJF in der Dritten Welt S. 6 11.1. Reise nach Süd- Ost- Asien S. 6 11.2. Reise nach Lateinamerika S. 6 11.3. Teilnahme eines Vertreters der MWASA an der Vorstandssitzung S. 7 11.4. Vorschlag des AFL- CIO zur Gewerkschaftskommunikation und Journalistenausbildung in Afrika 11.5. Pilotprojekte der IJF S. 7 S. 7 12. Empfehlungen aus dem Bericht über die Erhebung der IJF zum internationalen Presseausweis der Föderation 13. Presse- und Gewerkschaftsfreiheit S. 8 S. 8 do S. S. 9 a) Niederlande b) Polen 14. Kontakte mit internationalen Organisationen 14.1. UNESCO 14.2. 6. Beratende Versammlung der internationalen und regionalen Journalistenorganisationen 15. Schutz der Journalisten 15.1." Hot line" des IKRK 15.2. Koordinierung der Aktionen 16. Beziehungen zu internationalen Gewerkschaftsorganisationen 17. Beziehungen zu internationalen und regionalen Journalistenorganisationen 18. Erhebung dr IJF zu den freiberuflichen Journalisten 19. Nächste Sitzungen der IJF 19.1. Vorstandssitzung 19.2. Kongress 1986 1. ERÖFFNUNG DER SITZUNG UND ANNAHME DER TAGESORDNUNG S. 9 S. 10 S. 10 S. 10 S. 10 K. ASHTON begrüsst die Vorstandsmitglieder und bedankt sich bei 12 der Newspaper Guild für die Einladung nach Washington. R. Garcia kann an der Sitzung nicht teilnehmen, da er nur die Möglichkeit hat, sich einmal Urlaub zu nehmen- entweder für diese Sitzung oder für die anstehende Reise nach Lateinamerika. R. Frister hat seine Hotelbuchung per Telegramm rückgängig gemacht, hat jedoch nicht angegeben, ob er an der Sitzung teilnimmt oder nicht. Die Tagesordnung wird in der vorgeschlagenen Fassung angenommen. 2. GENEHMIGUNG DES BERICHTS DER VORHERGEHENDEN SITZUNG Der Vorstand stellt fest, dass an der englischen Fassung des Berichts der Exekutivausschusssitzung der IJF am 20./24. Mai 1985 in Brüssel einige Änderungen vorgenommen werden müssen. ……./ ….. D 3. 3. BEZIEHUNGEN ZU JOURNALISTENGEWERK SCHAFTEN Auen 3.1. Mitgliedsgewerkschaften der IJF a) Portugal Der Vorstand nimmt zur Kenntnis, dass die portugiesische Gewerkschaft uns bisher noch keine Unterlagen Über ihre Finanzen zugeschickt hat, um den Antrag auf Zahlung eines ermässigten Mitgliedsbeitrags zu rechtfertigen. b) Tunesien Der Vorstand beauftragt den Generalsekretär, sich wieder um bessere Beziehungen zum tunesischen Journalistenverband zu bemühen und eine Reise nach Tunesien zu erwägen. Der Vorstand drückt die Hoffnung aus, dass vor dem Kongress wieder klare Verhältnisse herrschen. c) Schweden Der Vorstand nimmt zur Kenntnis, dass die Unterstützung der IJF und ihrer Mitglieder für den von der schwedischen Gewerkschaft geplanten Streik positiven Anklang fand. d) Kongkong Der Vorstand nimmt zur Kenntnis, dass der HKJA die Vermittlung der IJF in bezug auf das Abkommen zwischen Grossbritannien und China sehr zu schätzen gewusst hat. Der HKJA hat nun einen ständigen Angestellten und hat eine Kampagne zur Werbung neuer Mitglieder gestartet. basde 3.2. Anträge auf Aufnahme in die IJF 3.2.1. Australien Der Vorstand nimmt H. Larsens Bericht über seinen Besuch in Australien sowie den Beitrittswunsch des AJA vorhehaltlich einer Einigung über die Beitragszahlungen zur Kenntnis. Der australische Verband zahlt für 10.000 Mitglieder und hofft, dass die IJF während der ersten vier Jahre die Teilnahmekosten für ein erforderliches Mindestmass an Sitzungen der Föderation aus ihrem Unterstützungsfonds bestreiten wird. Der Vorstand bestätigt, dass die Mitgliedschaft des australischen Verbands für die IJF von Interesse ist, und versichert, dass er jeden Antrag auf Beteiligung an den Reisekosten nach Aufnahme der Gewerkschaft in die Föderation wohlwollend prüfen wird. 3.2.2. Kolumbien Der Vorstand nimmt zur Kenntnis, dass zwei Journalistenverbände aus Kolumbien die Mitgliedsbedingungen und eine Dokumentation über die IJF angefordert haben. Bisher ist kein formeller .../... - 4- Antrag eingegangen. 3.2.3. Mauritius Ein Journalistenverband der Insel Mauritius hat die Bedingungen für eine Mitgliedschaft in der IJF angefordert. Das Sekretariat hat Antragsformulare beigelegt, bisher jedoch keinen formellen Antrag erhalten. 3.2.4. Spanien Der Vorstand nimmt den Bericht des Generalsekretärs über den Besuch zur Kenntnis, den der Generalsekretär der Föderation für Kommunikation und Graphik der baskischen Gewerkschaftszentrale ELA, die dem IBFG angehörte, der IJF in Brüssel abgestattet hat. H. Larsen wurde zu einem Besuch in Bilbao im November eingeladen. Möglicherweise wird vor der nächsten Vorstandssitzung ein formeller Antrag auf Mitgliedschaft in der IJF vorliegen. Das spanische Mitglied der Föderation wurde hiervon in Kenntnis gesetzt. 3.2.5. Zaïre H. Larsen hat dem Verband in einem Schreiben die ergänzenden Fragen des Exekutivausschusses übermittelt, hat aber bisher noch keine Antwort erhalten. 3.3. Kontakte mit anderen Journalistengewerkschaften Dieses Thema wird im wesentlichen unter Punkt 11( Berichte über die IJF- Missionen) behandelt. W. Klinkenberg schlägt vor, der Generalsekretär oder eine andere Person sollte Kontakt zu der französischen" Syndicat national des journalistes" aufnehmen, um die Haltung dieser Gewerkschaft gegenüber der IJF zu erörtern. Der Vorstand beschliesst, die Entscheidung über das geeignete Vorgehen dem Präsidenten und dem Generalsekretär zu überlassen. 4. ORGANISATION DES IJF- SEKRETARIATS Der Vorstand nimmt zur Kenntnis, dass gemäss eines früheren Beschlusses das Sekretariat nun mit einem Klein- Computer der Marke PRODATA mit 4 Stationen, einem Terminal und einem Drucker ausgerüstet ist; es besteht die Möglichkeit, das System durch zwei zusätzliche Terminals zu erweitern. Ausserdem wurde ergonomisch geeignetes Büromobiliar angeschafft. Die Räumlichkeiten der IJF wurden frisch gestrichen und die Deckenbekleidungen gereinigt. Der Vorstand nimmt zur Kenntnis, dass die Arbeitsbelastung des Sekretariats extrem hoch ist und der Generalsekretär hofft, als ersten Schritt freiberufliche Mitarbeiter für die Redaktion der" Direkt- Kurznachrichten" zu finden, wobei die IJF natürlich weiterhin für die Herausgabe des Informationsblattes verantwortlich bliebe. Der Vorstand nimmt ferner zur Kenntnis, dass der Preis des Computers die veranschlagten Kosten von 350 000 BFR übersteigt. 5. FINANZEN 7000 .../... b - 5- Der Vorstand nimmt den vorläufigen Bericht des Ehrenschatzmeisters zur Kenntnis. Die Ausgaben für 1985 bewegen sich mit Ausnahme der Kosten für die Büroausstattung und den Neuanstrich der Büros innerhalb der im Haushalt festgelegten Grenzen. Der Ehrenschatzmeister ist der Ansicht, dass die für das Haushaltsjahr 1986 veranschlagte Steigerung der Ausgaben um 5- 10% durch die in Edinburgh beschlossene Erhöhung der Mitgliedsbeiträge aufgefangen und die Haushaltsbilanz ausgeglichen sein wird. Er erwartet keine weitere Erhöhung der Mitgliedsbeiträge, da die erwarteten Neuzugänge zusätzliche Einnahmen bringen werden. R. MEJIA nimmt Bezug auf die beabsichtigte Ausweitung der IJF auf Länder der Dritten Welt und fordert eine gerechtere Methode zur Festlegung von Mitgliedsbeiträgen und ein weniger demütigendes Verfahren, nach dem die Mitglieder aus armen Ländern nicht ständig um Zahlungsbefreieung betteln müssen. Die Frage der IJF- Mitgliedsbeiträge wird wahrscheinlich in jedem Land, das die Delegation der Föderation in Lateinamerika besuchen wird, angesprochen werden. Warum sollen Mitglieder der Lateiname ikanischen Presse als Mitglieder zweiter Klasse angesehen werden, wenn sie der internationalen Gewerkschaftsbewegung den gleichen Anteil ihres Gehalts zahlen wie die europäischen Kollegen? Die peruanische Gewerkschaft möchte die Mitgliedsbeiträge an die IJF bezahlen, aufgrund der verheerenden Abwertung der dortigen Währung jedoch bedarf es zum Kauf von Devisen eines Vielfachen des Betrags vom vergangenen Jahr. Der Vorstand beschliesst, dass die IJF diese Angelegenheit noch einmal überprüfen wird. Der Präsident, der Generalsekretär und der Ehrenschatzmeister werden mit der Vorlage formeller Vorschläge beauftragt, bei deren Ausarbeitung sie den Ausschuss" 3. Welt" konsultieren sollen. Natürlich ist auch die Mitwirkung von R. Mejia willkommen. 6. ÄNDERUNG DER SATZUNG DER IJF( STELLVERTRETENDE REGIONALBERATER) Da das Thema Regionalisierung nach Ansicht des Vorstands nicht in direktem Zusammenhang mit der Ernennung von stellvertretenden Regionalberatern für die Vorstandssitzungen steht, beschliesst er, den vom Generalsekretär verfassten Entwurf mit einigen kleinen Änderungen dem Kongress zur Genehmigung zu empfehlen. 7. URHEBERRECHT 7.1. Sitzungen der OMPI und der UNESCO Der Vorstand nimmt zur Kenntnis, dass S.0. Grönsund die im Rahmen der OMPI und der UNESCO erörterten urheberrechtlichen Fragen, die für Journalisten von Interesse sind, verfolgt und auf der für November 1985 angesetzten Urheberrechtskonferenz Bericht erstatten wird. 7.2. Urheberrechtskonferenz der IJF Der Vorstand nimmt zur Kenntnis, dass die Konferenz .../... ak doobs - 6- am 19./20. November 1985 in Brüssel stattfinden soll und dass die Kosten durch die Spende der Norweger an die IJF gedeckt werden können. 8. BERUFSGEHEIMNIS Der Vorstand nimmt zur Kenntnis, dass die UNESCO die IJF mit einer vergleichenden Studie zu dem Recht der Journalisten auf Schutz ihrer Quellen beauftragt hat. In dieser Studie sollen die rechtlichen und die tatsächlichen Gegebenheiten in ausgewählten Ländern aus allen Teilen der Welt untersucht werden. Der Vorstand billigte die Unterzeichnung des Vertrags durch den Generalsekretär. Patricia Wilhelm von der belgischen Journalistengewerkschaft wurde gebeten, diese Studie, die zahlreiche Journalisten aus der ganzen Welt interessieren dürfte, durchzuführen. Man hofft, dass sie Mitte 1986 abgeschlossen werden kann. 9. NEUE TECHNIKEN Der Vorstand nimmt zur Kenntnis, dass die gemeinsame Konferenz von IJF und IGF am 4./5. Februar 1986 im Sitz der IAO in Genf stattfinden soll. Gerhard Manthey von der Deutschen Journalisten- Union hat den Mitgliedern beider Föderationen einen Fragebogen zugeschickt und wird die Ergebnisse auswerten sowie einen Bericht für die Konferenz verfassen. Die Arbeitsgruppe IJF- IGF wird im November zusammentreffen, um organisatorische. Fragen zu besprechen. 10. EHREN- KODEX DER IJF Der Vorstand erörtert ausführlich die vier Vorschläge eines Entwurfs der erste stammt von Hans Larsen, die anderen drei wurden auf der Sitzung des Exekutivausschusses in Brüssel von W. Klinkenberg, George Findlay und Trygve Moe vorgebracht- sowie eine von E. Morresi vorgeschlagene abgeänderte Fassung und beschliesst, mit 7 gegen 1 Stimme bei 1 Enthaltung, den Vorschlag des Generalsekretärs dem Kongress zur Annahme zu empfehlen. 11. AKTIVITÄT DER IJF IN DER WRITTEN WELT 11.1. Reise nach Süd- Ost- Asien Der Vorstand hört den Bericht des Generalsekretärs über dessen Reise nach Asien( siehe getrennten Bericht) und gibt ihm grünes Licht für die Vorbereitung weiterer Tätigkeiten- eine Konferenz in Hongkong im zweiten Halbjahr 1986; die IJF will jedoch zur Zeit noch keine verbindlichen Zusagen geben. - Der Vorstand nimmt zur Kenntnis, dass H. Larsen die konkreten Informationen wie Kontakte, Namen und besondere Informationen schriftlich beibringen wird. 11.2. Reise nach Lateinamerika Auf die Frage R. Mejias, welche Strategie die IJF in Lateinamerika angesichts der Angriffe der IJO anwenden soll, Hussert der .../... - 7- Vorstand die Ansicht, die Delegation der Föderation sollte verstärkt auf unsere gewerkschaftliche Arbeit und Bedeutung hinweisen und jegliche Polemik vermeiden. Zweck der Reise ist, Kontakte herzustellen, über die Arbeit der IJF zu informieren und Informationen im organisatorischen Bereich zu sammeln. Der Vorstand der IJF nimmt zur Kenntnis, dass die Delegation, bestehend aus den Vorstandsmitgliedern Raimundo GARCIA und Roberto MEJIA, die Reise am 8. November antritt und Peru, Chile, Argentinien, Brasilien, Kolumbien und Venezuela besuchen wird. Mit der Teilnahme an der Hauptversammlung der internationalen der Öffentlichen Dienste am 25./29. November 1985 in Caracas wird die Reise abgeschlossen. Für die nächste Vorstandssitzung werden die beiden Delegationsmitglieder einen ausführlichen Bericht verfassen. 11.3. Teilnahme eines Vertreters der MWASA an der Vorstandssitzung Der Vorstand hört einen Bericht von Sam MABE, einem der sechs Mitglieder des neuernannten nationalen Rates der wiedervereinten Media Workers Association of South Africa( MWASA). Dem Gast werden zahlreiche Fragen gestellt. Der Vorstand beauftragt den Generalsekretär, einen Vertreter der IJF nach Südafrika zu entsenden, um in Gesprächen mit dem neuen Rat den Bedarf der Gewerkschaft für das laufende Jahr und die kommenden Jahre abzuschätzen. Wenn möglich, soll die Reise vor Ende dieses Jahres stattfinden. Nach der Vorlage eines Budgets für die Einstellung eines Generalsekretärs durch die MWASA wird der Generalsekretär beauftragt, mit den Mitgliedsgewerkschaften über die Möglichkeiten einer Unterstützung für die MWASA zu beraten. endo 11.4. Vorschlag des AFL- CIO zur Gewerkschaftskommunikation und Journalistenausbildung in Afrika Der Vorstand nimmt der Bericht des Generalsekretärs über weitere Einzelheiten des Projekts des freien Gewerkschaftsinstituts des AFL- CIO zur Kenntnis und beschliesst, von einer Beteiligung an diesem Projekt abzusehen. Sollten zu einem späteren Zeitpunkt andere Vorschläge gemacht werden, wird der Vorstand diese zu gegebener Zeit prüfen. In Anbetracht dieses Beschlusses sieht der Vorstand die Forderung des Deutschen Journalisten- Verbandes, vor einer Beschlussfassung diesen Vorschlag dem Kongress zu unterbreiten, als hinfällig an.. 11.5. Pilotprojekte der IJF Der Vorstand nimmt zur Kenntnis, dass Y. GILLE nicht in der Lage gewesen ist, an der Konferenz des IKRK in Kenia teilzunehmen, wo sie Gelegenheit gehabt hätte, das Projekt der Gewerkschaftsausbildung mit den Frührern der kenianischen Journalistengewerkschaft zu erörtern. Der Vorstand beauftragt den Generalsekretär, mit der schwedischen LO- TCO Kontakt aufzunehmen und die Finanzierung eines Projektbeauftragten für die IJF- Arbeitsort Brüssel- zu beantragen. .../... - 8- Bevor hierzu ein Beschluss gefasst wird, muss dem Vorstand der Entwurf eines Vorschlags vorgelegt werden. 12. EMPFEHLUNGEN AUS DEM BERICHT ÜBER DEN INTERNATIONALEN PRESSEAUSWEIS DER FÖDERATION Der Vorstand beauftragt den Präsidenten und den Generalsekretär, Massnahmen im Zusammenhang mit den im Bericht über die Erhebung ausgesprochenen Empfehlungen zu erwägen. 13. PRESSE- UND GEWERKSCHAFTSFREIHEIT Nach mehreren anerkennenden Berichten über den Kongress " Helsinki, 10. Jahre danach", der von der finnischen Journalistengewerkschaft organisiert worden war, verabschiedet der Vorstand folgende Protestschreiben: a) Niederlande( auf Vorschlag von W. Klinkenberg) " Mit Bezug auf seinen früheren Aufruf zur Rettung des bekannten Wochenblattes" Haagse Post" appelliert der Vorstand der IJF nun an den Minister für Gesundheit, Kultur und Gemeinwohl, eine definitive Entscheidung zu treffen, damit die" Haagse Post" Uber ihre Zukunft im klaren ist." b) Polen( auf Vorschlag von Max Rolland) " Der Vorstand der IJF verurteilt in seiner Sitzung von 18./20. Oktober in Washington die rechtlichen Schritte gegen die Urheber und Verbreiter nichtoffizieller Literatur in Polen sowie die Verhaftung dieser Personen. Der Vorstand der IJF hofft, dass nach den Präsidentschaftswahlen eine echte Vielfalt an Meinungsäusserungen und Verbreitung ohne jegliche Beschränkungen in Polen wieder eingeführt wird." Der Vorstand beschliesst, der Forderung der tunesischen Gewerkschaft, gegen die Bombardierung des PLO- Hauptquartiers in Tunis durch die Israelis zu protestieren, nicht nachzukommen, da dies über sein Mandat hinausgeht. Er unterstützt jedoch die Protestaktion des Sekretariates gegen die Verhaftung einer tunesischen Journalistin, die über eine Demonstration gegen diesen Zngriff berichterstattete. Der Vorstand erteilt dem Generalsekretär den Auftrag, auf die Beschwerde R. Fristers zu antworten. Dieser hatte sich darüber beklagt, dass die IJF zugunsten palästinensischer Journalisten protestiert hatte, ohne vorher die israelische Mitgliedsgewerkschaft zu konsultieren. Keine Bestimmung verbietet der IJF dieses Vorgehen, das eigentlich meistens angewendet wird, wenn zuverlässige Informationen zur Verfügung stehen. In der Sache Polen wird der Generalsekretär den Mitgliedsgewerkschaften einen Appell zur humanitären Unterstützung polnischer Journalisten und ihrer Familien Übermitteln. Einzelne polnische Journalisten können nicht Mitglied in der IJF werden und auch .../... D - 9- die Gründung einer besonderen Gruppe für polnische Journalisten in der bra IJF ist nicht empfehlenswert. 14. KONTAKTE MIT INTERNATIONALEN ORGANISATIONEN 14.1. UNESCO Nach der Prüfung eines Entschliessungsantrags der IJO, in dem die UNESCO unterstützt wird, beschliesst der Vorstand, mit eigenen Worten eine allgemeine Zustimmung für eine weitere Unterstützung der UNESCO auszudrücken und bezieht sich auf Texte, die vor kurze angenommen wurden. Er sieht jedoch keine Notwendigkeit, die Erklärung der IJO anzunehmen. 14.2. 6. Beratende Versammlung der internationalen und regionalen Journalistenorganisationen Der Vorstand nimmt den Vorschlag des Generalsekretärs zur Kenntnis, eine 6. Beratende Versammlung der internationalen und regionalen Journalistenorganisationen in Verbindung mit der IPDC- Sitzung in Paris am 10./15. Januar 1986 zu veranstalten. Die UNESCO hat für die Veranstaltung dieses Treffens finanzielle Unterstützung zugesagt. Alle Organisationen scheinen an einem breiteren Informationsaustausch über die Technologie der neuen Medien interessiert zu sein. Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung sollte die Arbeit der" hot line" des IKRK sein. 14K 201 1 Da es jedesmal zu Differenzen kommt, wenn das Thema" Schutz der Journalisten" erörtert wird, bittet der Vorstand den Generalsekretär, keinen Beobachter des IKRK einzuladen, statt dessen jedoch eine schriftliche Erklärung zu diesem Thema anzufordern. 15. SCHUTZ DER JOURNALISTEN 15.1." Hot line" des IKRK Ted Der Vorstand nimmt den Bericht Hans Larsens über seine Kontakte mit dem Internationalen Komitee des Roten Kreuzes zur Kenntnis. Seit der Einrichtung dieses" heissen Drahtes" sind jedoch noch keine Erfahrungsberichte erhältlich des von der IJF vorgeschlagenen Clearing- Instituts hat das IKRK auf die Grenzen seines Mandats hingewiesen, jedoch noch keine abschlägige Antwort erteilt. 15.2. Koordinierung der Aktionen Der Vorstand nimmt den Bericht des Generalsekretärs über seine Kontakte mit dem" Committee to Protect Journalists"," Index on Censorship"," Amnesty International" und der niederländischen Journalistengewerkschaft zur Kenntnis. Diese Organisationen sollen sich in Amsterdam treffen, um Proteste und Aktionen zu koordinieren, den Informationsaustausch zu verbessern, usw. Der Vorstand hört einen ausführlichen Bericht von R. Mejia Uber die Gefahren für die lateinamerikanischen Journalisten. Dazu gehört auch die wachsende Bedrohung durch die mächtigen Bosse des .../... 10- Drogenhandels, einer neuen Wirtschaftsmacht, die in der Lage ist, die Politik, die Massenmedien und das Bankwesen zu kontrollieren. Der Vorstand nimmt zur Kenntnis, dass R. Mejia zur Erläuterung dieses letzten Punktes einen schriftlichen Bericht ausarbeiten wird. 16. BEZIEHUNGEN ZU INTERNATIONALEN GEWERK SCHAFTSORGANISATIONEN Der Vorstand weist den Generalsekretär an, die Schweizer Journalisten- Föderation zu bitten, die IJF auf einer von der FIET Ende November 1985 in Genf veranstalteten Sitzung über Personalkontrollsysteme zu vertreten. Die Einladung zum Kongress der israelischen Histadrut wird vom Vorstand abgelehnt. Der Vorstand nimmt zur Kenntnis, dass Michael Kress von der Österreichischen Journalistengewerkschaft die IJF auf dem Kongress des WVA am 22./26. Oktober in Baden- Baden vertreten wird. 17. BEZIEHUNGEN ZU INTERNATIONALEN UND REGIONALEN JOURNALISTENORGANISATIONEN Der Vorstand ist der Ansicht, dass die IJF sich nicht an der Organisation für die Feier des 40. Jahrestages der IJO in Kopenhagen im kommenden Juni beteiligen soll, und beschliesst, eine etwaige Einladung zur Entsendung eines Vertreters jedoch anzunehmen. 18. ERHEBUNG DER IJF ZU DEN FEIBERUFLICHEN JOURNALISTEN Der Vorstand nimmt zur Kenntnis, dass der Generalsekretär mit George Findlay Kontakt aufgenommen hat, dass jedoch noch kein endgültiger Entwurf verfügbar ist. 11 19. NACHSTE SITZUNGEN DER IJF 19.1. Vorstandssitzung Der Vorstand begrüsst es, auf Einladung der spanischen Mitgliedsgewerkschaft seine nächste Sitzung in Madrid abhalten zu können. Die Vorstandsmitglieder sprechen sich für die letzte Februaroder die erste Märzwoche aus. 19.2. Kongress 1986 Der Vorstand genehmigt die Liste der Organisationen, die zum Kongress eingeladen werden sollen, und schlägt vor, die 13 IBS ebenfalls einzuladen. Hinsichtlich des Wahlrechts neu aufgenommener Mitglieder in bestätigt der Vorstand, dass eine Gewerkschaft über das satzungsgemässe Wahlrecht verfügt, sobald der Kongress diese Gewerkschaft aufgenommen hat. H INTERNATIONALE JOURNALISTEN- FOEDERATION IPC, Boulevard Charlemagne 1, Bte 5 B- 1041 BRUESSEL, Belgien FROHNENUNGSOR MAERZ 1986 BERICHT Isa SLI 310 52080 Vorstandssitzung der IJF THORED Madrid, 24.- 26. Februar 1986 路 r D Auf Einladung der spanischen Gewerkschaft CEOV, die der UGT angehört, ist der Vorstand der Internationalen Journalisten- Föderation am 24./26. Februar 1986 unter Vorsitz von Kenneth B. Ashton in Madrid zusammengetreten. TEILNEHMER Kenneth B. ASHTON, Präsident Grust Trygve MOE, Vizepräsident Charles A. PERLIK, 2. Vizepräsident 20 Roman FRISTER, Regionalberater für Asien UX Der Vor Roberto MEJIA, Regionalberater für Lateinamerika Erich ERNEGGER, Berater Eila HYPPOENEN, Beraterin Raimundo GARCIA, Berater Yvonne GILLE, Beraterin Wim KLINKENBERG, Berater ХАТНОЖ JAMBOOL Max ROLLAND, Berater und Ehrenschatzmeister Hans LARSEN, Generalsekretär ХИЛИТЕ Marie- Anne PAQUET, Assistentin des Generalsekretärs Abwesend: Emna SOULA, Regionalberaterin für Afrika INHALT S. 3 1. EROEFFNUNG DER SITZUNG 2. GENEHMIGUNG DES BERICHTS DER VORHERGEHENDEN SITZUNG UND ANNAHME DER TAGESORDNUNG S. 3 S. 3 3. BEZIEHUNGEN ZU JOURNALISTENGEWERK SCHAFTEN 3.1. Mitgliedsgewerkschaften der IJF S. 3 - Tunesien 3.2. 3.3. - Portugal Hongkong - Australien Anträge auf Aufnahme in die IJF S. 4 - Spanien - Zaire Kontakte mit anderen Journalistengewerkschaften S. 5 - Neuseeland ……./ ….. 4. 45 5. Philippinen - Malaysia 4: 2009 Israel 10 - 2- GLED Oesterreich BROSCHUERE UEBER DIE IJF URHEBERRECHT 5.1. IJF- Konferenz über Urheberrecht 5.2. Veranstaltungen der WIPO BERUFSGEHEIMNIS S. 7 S. 7 6. S. 8 7. NEUE TECHNIKEN S. 8 8. IJF- ARBEIT IN DER DRITTEN WELT S. 9 8.1. Reise nach Lateinamerika 8.2. Beantragung eines Projektbeauftragten für die IJF 9. PRESSE- UND GEWERK SCHAFTSFREIHEIT S.10 9.1. Südafrika 9.2. Philippinen 9.3. Chile 9.4. Koordinierung der Aktionen für Journalisten in Schwierigkeiten 10. KONTAKTE MIT INTERNATIONALEN REGIERUNGSORGANISATIONEN 10.1. Europäische Arbeitsgruppe der IJF S. 12 10.2. IAO 11. BEZIEHUNGEN ZU INTERNATIONALEN GEWERKSCHAFTSORGANISATIONEN S. 13 11.1. Generalversammlung der IBS 11.2. Kongress des ITF 12. KONTAKTE MIT INTERNATIONALEN UND REGIONALEN JOURNALISTENORGANISATIONEN S. 14 12.1. Beratende Versammlung 12.2. IJO 12.3. FELAP/ FELATRAP 13. FINANZEN 14. - Bilanz 1985 Haushalt 1986 WELTKONGRESS 1986 14.1. Anträge an den Kongress 14.1.1. Schweden S. 15 S. 16 TARKT 14.1.2. Urheberrecht 14.1.3. Aenderung der Satzung der IJF 14.1.4. Aenderung des Verhaltenskodexes der IJF 14.1.5. Neue, noch auszuarbeitende Aenderung ID S OXU 14.1.6. Niederländischer Antrag zur Sicherheit des Journalisten 14.2. Kongressausschüsse 14.3. Entwurf des Tätigkeitsprograms der IJF für 1986-1988 14.4. Haushaltsentwurf 1986 14.5. Tagesordnung des Kongresses 14.6. Gäste beim Kongress 1986 X 15. VERSCHIEDENES 15.1. Presseausweis der IJF 15.2. Peace Lab, Malta 15.3. Generalversammlung des IPI bisfeesuell S. 20 ……./ ….. - 3- A 15.4. Forum europäischer Journalistikstudenten RI ein Zweifel 1. 2. 3. TLA as EROEFFNUNG DER SITZUNG Der Präsident begrüsst die Vorstandsmitglieder und dankt unserer spanischen Mitgliedsgewerkschaft dafür, dass die Sitzung unter hervorragenden Bedingungen stattfinden kann. Er überbringt die besten Wünsche seitens des Ehrenpräsidenten, H. J. BRADLEY, der, so hofft er, im Juni an dem Kongress in Dänemark teilnehmen wird. GENEHMIGUNG DES BERICHTS DER VORHERGEHENDEN SITZUNG UND ANNAHME DER TAGESORDNUNG Auf Antrag von W. Klinkenberg wird auf Seite 2 Punkt 1 folgender Hinweis zu Emna Soulas Abwesenheit eingefügt:" Bisher ist der Grund für die Abwesenheit Emna Soulas nicht bekannt". Der so geänderte Bericht wird genehmigt. Der Vorstand nimmt die vorgeschlagene Tagesordnung an und beschliesst, die Finanzdiskussion auf den letzten Tag der Sitzung zu verlegen. BEZIEHUNGEN ZU JOURNALISTENGEWERKSCHAFTEN do 3.1. Mitgliedsgewerkschaften der IJF Tunesien Auch nachdem der Generalsekretär den Bericht über seinen Besuch in Tunesien vom 13. bis 17. November 1986 ausgegeben hat, bleibt die Lage angespannt. Der Präsident des AJT protestierte gegen den Inhalt des Berichts, der, wie er sagte, Irrtümer enthält. Offensichtlich üben regierungsfreundliche Journalisten in der Gewerkschaft starken Druck auf die Führer des AJT aus. Am 18. Januar 1986 besuchte eine vierköpfige Delegation Brüssel. Sie konnte keine faktischen Irrtümer nachweisen, Hans Larsen war jedoch bereit zu erklären, dass 1. der Besuch auf seine eigene Initiative zurückgeht, 2. er seine Informationen aus zahlreichen Kontakten in Tunesien und nicht etwa ausschliesslich von Vertretern des AJT erhalten hat und dass 3. der Aufruf zu materieller Unterstützung eine Initiative des Generalsekretärs war. Später erfuhr die IJF, dass eine Generalversammlung des AJT stattgefunden hat, die ihre Unterstützung für die IJF ausdrückte. .../... - 4- 12.23 TRA 3.2. VEL 15. 15. Der GENERALSEKRETAER berichtet ferner, dass Mitgliedsgewerkschaften in Dänemark, Schweden und der Schweiz( FSJ) finanzielle Unterstützung für den AJT zugesagt haben. In Erwartung einer Antwort seitens des AJT bleibt das Geld vorläufig bei der IJF in Verwahrung. Der Vorstand beschliesst, weiterhin den AJT zu unterstützen, und hofft, dass die Angelegenheit vor dem nächsten Kongress geklärt werden kann und die ag Delegation aus Tunesien an der Versammlung in Dänemark teilnimmt. Portugal Das" Sindicato dos Jornalistas" beantragt eine 50% ige 39 Befreiung von den Mitgliedsbeiträgen und hat zur Unterstützung dieses Antrags Finanzbelege beigefügt. Die Gehälter für Journalisten in Portugal sind die AQUA niedrigsten in ganz Europa, die Verhandlungen für einen Tarifvertrag sind gescheitert. Die Empfehlung des Vorstands an den Kongress hinsichtlich der s Zahlungsbefreiung wird in der Diskussion über die Finanzen behandelt. Hongkong In einem Schreiben an den Vorsitzenden des HKJA wurde die Gewerkschaft aufgefordert, der Föderation mitzuteilen, ob die IJF weitere Beschlüsse über die Uebergangszeit fassen soll. Bisher ist keine Antwort eingegangen. Anträge auf Aufnahme in die IJF Australien Der Vorstand beschliesst, dem Exekutivausschuss und dem Kongress die Aufnahme des" Australian Journalists' Association" als vollberechtigtes Mitglied in die IJF zu empfehlen. Die Frage der genauen Anzahl der regulären Beitragszahler wird mit einem Vertreter des AJA erörtert werden( auf dem Antrag heisst es 6.638 Mitglieder). Spanien Die IJF hat einen Beitrittsantrag der" Federación de Papel, Artes Gráficas e Información FPA/ ELA" aus dem Baskenland erhalten. Obwohl es sich um eine regionale Gewerkschaft handelt ist die ELA vollberechtigtes Mitglied des IBFG und ihre Föderationen gehören den verschiedenen IBS an. H. LARSEN hat der Gewerkschaft in .../... - 5- Jad 19ds Bilbao einen Besuch abgestattet. Es besteht kein Zweifel daran, dass sie Gewerkschaftsarbeit leistet. R. GARCIA erläutert, dass die Mitgliedschaft der ELA im IBFG historische Gründe hat: unter der Franco- Diktatur wurde sie in ihrem Kampf gegen den Faschismus vom Ausland unterstützt. Seitdem hat sich die Lage in Spanien geändert und das Land hat nun eine demokratische Verfassung. Zu diesem Antrag möchte er zwei Punkte hervorheben: 1. Die FPA/ ELA ist eine regionale Organisation für den Bereich des Baskenlands und Navarras( siehe Art. I- 2 ihrer Satzung); 2. ihre politische Position scheint etwas zweifelhaft, denn die verneinende Antwort auf Frage 11 des Fragebogens der IJF- Gibt es noch andere Journalistengewerkschaften in Ihrem Land?- spricht anderen Gewerkschaften das Recht ab, Arbeiter im Baskenland zu vertreten. Dies wird von seiten der UGT als Provokation empfunden, da sie zahlreiche Mitglieder im Baskenland hat und ihr Generalsekretär von dort stammt. T. MOE und weitere Mitglieder des Vorstands sind der Ansicht, dass die FPA/ ELA die Voraussetzungen für eine Mitgliedschaft in der IJF als volles oder assoziiertes BRO Mitglied nicht erfüllt, da sie keine nationale Journalistengewerkschaft ist( Abschnitte I, II Ziffer 5, Der Abschnitt IV Ziffern 1 und 4). Kont Ch. PERLIK und andere argumentieren, dass ihr offensichtlicher Gewerkschaftscharakter zumindest den Status eines assoziierten Mitglieds rechtfertigen würde. Der Präsident lässt über die Empfehlung, diesen find Antrag abzulehnen, abstimmen: 7 Ja-, 1 Neinstimme und 2 Enthaltungen. Der Generalsekretär wird angewiesen, die FPA/ ELA von der Entscheidung des Vorstands auf der Grundlage von Abschnitt V Ziffer 2 der Satzung der IJF in Kenntnis zu setzen. Vo Auf Vorschlag des Generalsekretärs beschliesst der Vorstand, dem Kongress eine flexiblere Auslegung von Abschnitt IV Ziffer 4 der Satzung der IJF zu empfehlen. BES Zaire Das Schreiben des Generalsekretärs, in dem er weitere Erläuterungen verlangt hat, ist bisher nicht beantwortet worden. 3.3. Kontakte mit anderen Journalistengewerkschaften Neuseeland .../... -6Es besteht Anlass zu der Hoffnung, dass ein Antrag auf Aufnahme in die IJF noch vor dem nächsten Kongress eingeht. Philippinen Der Generalsekretär hat die Philippinen Anfang Dezember 1985 besucht und ist der Ansicht, dass wir die Lage in diesem Land genau verfolgen müssen. Neben den Kontakten zu unserer kleinen assoziierten Mitgliedsgewerkschaft hat er gute Beziehungen zu dem Nationalen Presseclub, der aber kaum die Mitgliedschaft in der IJF beantragen wird. Für die künftigen Bemühungen um die Organisierung der Journalisten wird die Unterstützung der IJF vonnöten sein. Der Generalsekretär verspricht, den Bericht über seine Asienreise bald auszugeben. Malaysia Keine Aussichten auf eine Mitgliedschaft in der IJF in der nächsten Zeit, aber gute Kontakte. Frankreich Die Zusammenarbeit zwischen Mitgliedsgewerkschaften der IJF und der EWG sowie unsere Studie zum Berufsgeheimnis könnten wir zum Anlass zur Kontaktaufnahme mit der SNJ nehmen. Die Bemühungen Kenneth B. Ashtons um Wiederaufnahme der Beziehungen blieben bisher ohne Erfolg. Israel R. FRISTER spricht die Frage von Aktionen der IJF bei Behörden von Ländern an, in denen sich eine Mitgliedsgewerkschaft der Föderation befindet. In solchen Fällen sollten die Mitgliedsgewerkschaften des entsprechenden Landes konsultiert werden, um die Aktionen möglichst wirkungsvoll zu gestalten. Der Vorstand beschliesst, den Sekretariat zu empfehlen, in derartigen Fällen die nationale Gewerkschaft zu konsultieren, dass es jedoch um der Flexibilität und der Effizienz willen nicht möglich ist, das Sekretariat vor der Ausgabe eines Protests allgemein zur Konsultation einer nationalen Gewerkschaft zu verpflichten. .../... - 7- 8 4. 5. Auf eines 13 bescht Oesterreich mindescens E. ERNEGGER informiert die Mitglieder des Vorstands, dass die österreichische Journalistengewerkschaft nach dem Ausschluss ihres Vorsitzenden Günther Nenning aus dem aun fe Gewerkschaftsverband KMFB, dem ihre Gewerkschaft 1986 encap Refil Das in De angehört, in eine schwere Krise hineingeraten ist. Zahlreiche Journalisten sind aus Protest gegen dieses undemokratische Vorgehen aus der Gewerkschaft ausgetreten, viele andere haben ihre Mitgliedschaft bis zur Wiedereinsetzung ihres Vorsitzenden ausgesetzt. Referendum unter der Mitgliedschaft beschloss die Gewerkschaft, aus dem Verband" Kunst, Medien, freie Berufe" auszutreten und die direkte Aufnahme in den Nach einem österreichischen Gewerkschaftsbund zu beantragen. Er fordert die IJF auf, beim OEGB für den Aufnahmeantrag der Gewerkschaft einzutreten. Der Vorstand weist den Generalsekretär an, auf der Grundlage des Vorschlags von E. Ernegger mit dem Oesterreichischen Gewerkschaftsbund Kontakt aufzunehmen. BROSCHUERE UEBER DIE IJF Er Der Generalsekretär arbeitet einen Text für eine Broschüre über die IJF aus. Diese Art von Information ist unbedingt erforderlich, um den Bekanntheitsgrad der IJF zu erhöhen. möchte die skandinavischen Gewerkschaften bitten, diese Broschüre vielleicht als Teil ihrer Vorbereitungen für den Kongress, zumindest in Englisch, zu veröffentlichen. Sollte dies nicht möglich sein, muss die IJF eigene Mittel und Wege finden. H. Larsen nimmt die verschiedenen Anmerkungen der Vorstandsmitglieder zur Ausarbeitung des Textes zur Kenntnis. gegebener Zeit werden die Mitgliedsgewerkschaften über die Zahl der gewünschten Exemplare befragt. Der Entwurf und die vorgeschlagenen Aenderungen werden angenommen, und der Generalsekretär wird beauftragt, die Arbeit an der Broschüre fortzusetzen. URHEBERRECHT 5.1. IJF- Konferenz über Urheberrecht Die Arbeitsgruppe" Urheberrecht" der IJF bereitet einen Bericht über die Urheberrechtskonferenz der IJF vor, die vom 18. bis 20. Oktober 1986 stattfinden soll. Dieser Bericht wird in die Arbeitsunterlagen für den Kongress aufgenommen. Die Arbeitsgruppe bereitet ausserdem drei Zu .../... 6. 7. - - 8- 5.2. Vorschläge an den Kongress vor, die unter Punkt 14 behandelt werden. Die Arbeitsgruppe" Urheberrecht" ist der Ansicht, dass erste offizielle Gespräche mit Vertretern der Union der Europäischen Rundfunkanstalten( UER) vorrangig behandelt. werden müssen, und dies noch vor unserem Kongress im Juni, da weitere europäische Satellitenprogramme im Laufe dieses Jahres geplant sind. Die IJF sollte nicht in letzter Minute die Gelegenheit versäumen, die Urheberrechtsbestimmungen mitzugestalten. offiziellen Vertreter zur Urheberrechtskonferenz der IJF entsandt hat, stehen die Chancen für derartige Gespräche gut. Der Vorstand benennt eine Gruppe von vier Da die UER einen sachverständigen Vertretern( Lutz Franke, Stein Ove Grönsund, Ludwig A. Minelli und den Generalsekretär der IJF), die ein Treffen mit der UER organisieren sollen, so dass sie dem Kongress über das Ergebnis dieser Kontakte Bericht erstatten können. Veranstaltungen der WIPO Die Vorstandsmitglieder nehmen einen Bericht von Stein Ove Grönsund über die Fortschritte in den Gesprächen bei der WIPO( Weltorganisation für geistiges Eigentum) zum Urheberrecht angestellter Urheber zur Kenntnis. Dieser Bericht wird an die Mitgliedsgewerkschaften verteilt. Da die nächste WIPO- Sitzung im Mai 1986 sich hauptsächlich mit Musik befassen wird, nimmt die IJF nicht daran teil.( Angenommen). BERUFSGEHEIMNIS idoazov sib Diese ov Die Vorstandsmitglieder nehmen den Entwurf einer Studie zur Kenntnis, die Patricia Wilhelm von der belgischen Journalistengewerkschaft für die IJF ausarbeiten soll. Studie wird von der UNESCO finanziert. Der Fragebogen soll nun an eine Reihe ausgewählter Länder in der ganzen Welt verschickt werden. Der Bericht wird wahrscheinlich im kommenden Herbst fertiggestellt. Möglicherweise werden dem Kongress einige Vorergebnisse zur Verfügung stehen.( Bericht zur Kenntnis genommen). NEUE TECHNIKEN W. Klinkenberg berichtet, dass die IJF/ IGF- Folgekonferenz über neue Techniken und die Konzentration in den Medien, die am 4./5. Februar 1986 in Genf stattfinden sollte, vertagt werden musste. .../... - 9- C 8. Auf einer Sitzung der gemeinsamen Arbeitsgruppe IJF/ IGF wurde beschlossen, die Konferenz erst bei einer Teilnehmerzahl von mindestens 50 zu veranstalten. Bis zum 20. Januar hatten sich jedoch nur 36 Teilnehmer angesagt, 11 von seiten der Mitgliedsgewerkschaften der IJF und 25 seitens der IGF- Gewerkschaften. Der neue Termin für die Konferenz steht nun fest: Sie soll am 10./11. November 1986 am Sitz der IAO in Genf stattfinden. Die Arbeitsgruppe wird in Düsseldorf im Mai 1986 und im September 1986 zusammentreten, um die Konferenz entsprechend vorzubereiten. Der erste Tagesordnungspunkt- Kapitalverflechtung im Medienbereich- wird in Form eines Referats mit anschliessender Diskussion im Plenum erörtert. Das zweite Thema- Arbeitsteilung in Redaktion und Technik- wird im Rahmen von zwei Arbeitsgruppen behandelt. Der Vorstand genehmigt den Beschluss der Arbeitsgruppe. IJF- ARBEIT IN DER DRITTEN WELT Y. GILLE berichtet über die Schlussfolgerungen des Ausschusses " 3. Welt", der am 23. Februar 1986 in Madrid zusammengetreten ist. 8.1. Reise nach Lateinamerika Der Ausschuss widmete den grössten Teil seiner Zeit einem ausführlichen Bericht über die Reise von Vertretern der IJF nach Lateinamerika. Ein Teil dieses Berichts steht bereits schriftlich zur Verfügung( Peru und Chile), der restliche Bericht wird noch vor dem Kongress verfügbar gnus sein. Der Vorstand wird entscheiden, in welcher Form dieser Bericht veröffentlicht wird. Roberto Mejía und Raimundo García besuchten Peru, Chile, Argentinien, Brasilien, Kolumbien und Venezuela und berichteten auf der Grundlage zusammengetragener Informationen über Ecuador. Auf dem Gebiet der Gewerkschaftsausbildung räumen beide Peru, Chile, Argentinien und Venezuela Vorrang ein. In diesen Ländern sind die bestehenden Journalistenorganisationen in der Lage, eine derartige Ausbildung durchzuführen. Ausserdem sollte die IJF die Strukturen von Journalistenorganisationen in Lateinamerika eingehender prüfen und für eine bessere Information über die IJF in spanischer Sprache sorgen. Da in nächster Zukunft in Lateinamerika einige Organisationen ihr Stiftungsfest feiern, könnte die IJF dies zum Anlass nehmen, ihre Präsenz in diesem Erdteil auch tatsächlich zu zeigen. Brasilien und Venezuela wird Vorrang eingeräumt. Dem Vorstand wird empfohlen, zur .../... 9. - 10- 8.2. Verstärkung der Kontakte den chilenischen Colegio de Periodistas zu unserem nächsten Weltkongress einzuladen. Nach einer Diskussion über das für und wider einer obligatorischen Mitgliedschaft von Journalisten in einem korporativen" Colegio de Periodistas" äussert der Vorstand die Ansicht, dass dieses Problem einer eingehenderen Prüfung bedarf, bevor die IJF Stellung dazu nehmen kann. Der Vorstand bittet Raimundo GARCIA, zusätzliche Informationen über Status und Funktion der Colegios zu sammeln und einen Bericht für den Kongress auszuarbeiten.( Angenommen). Der Vorstand beschliesst 1. eines der vier von dem Ausschuss" 3. Welt" vorgeschlagenen lateinamerikanischen Länder ( Argentinien, Chile, Peru, Venezuela) für ein IJF- Ausbildungsprogramm in Erwägung zu ziehen; 2. Informationsmaterial über die IJF in spanischer Sprache zu erstellen; e 3. die von der IJF- Delegation in Lateinamerika geknüpften Kontakte aufrechtzuerhalten und dem Generalsekretär die endgültige Prüfung künftiger Einladungen zu überlassen. Beantragung eines Projektbeauftragten für die IJF Der Generalsekretär bereitet den Entwurf eines Projekts vor, das dem schwedischen Gewerkschaftsrat LO/ TCO vorgelegt werden soll; gleichzeitig beantragt die IJF Unterstützung für die Einstellung eines ganztagsbeschäftigten Projektbeauftragten im Sekretariat der IJF, der Programme zur Gewerkschaftsausbildung für bau aliaN 03 Journalistengewerkschaften in Entwicklungsländern ausarbeiten und durchführen soll. Die Vor PRESSE- UND GEWERKSCHAFTSFREIHEIT 9.1. Südafrika vers Bisher ist es Y. GILLE nicht gelungen, ein Visum zu ere erhalten und zu Gesprächen mit dem neuen Rat der MWASA inig nach Südafrika zu reisen. Ausserdem scheint der IBFG Kennt beschlossen zu haben, die MWASA für die Einstellung eines Generalsekretärs finanziell zu unterstützen; davon hat PNEU der IBFG die IJF allerdings nicht informiert. In Südafrika sind Bestrebungen zur Gründung einer dritten W. Journalistengewerkschaft auf nichtrassistischer Grundlage im Gange. Dies könnte eine Bedrohung sowohl für die MWASA als auch für die SASJ darstellen. Zwei weitere .../... - 11- C © schwarze Journalisten wurden bei der Berichterstattung über Vorgänge in Alexandria verhaftet. Beide wurden nach Zahlung einer Kaution auf freien Fuss gesetzt. H. LARSEN hat ein Angebot von der norwegischen Mitgliedsgewerkschaft erhalten, sich an der Finanzierung eines Generalsekretärs für die MWASA zu beteiligen. Wir befinden uns nun in einer schwierigen Lage, da der IBFG uns nicht über seine Entscheidung, die MWASA zu unterstützen, unterrichtet hat. Dies steht in Widerspruch zu den Bestimmungen über die Zusammenarbeit mit den IBS. Die IJF hat zwei Anträge auf finanzielle Unterstützung aus Südafrika erhalten: 1. Der Fachbereich Journalistik 19 und Medien der Rhodes- Universität benötigt Mittel, um eine ausführliche Studie über die Berichterstattung der Medien über den gegenwärtigen Konflikt in Südafrika durchzuführen. 2. Die" Press Trust of South Africa", eine " alternative Nachrichtenagentur", bittet um moralische und materielle Unterstützung in einem Verleumdungsprozess der Agentur gegen Chefminister Buthelezi. 9.2. Obwohl der Vorstand beide Fälle für unterstützenswert hält, ist er der Ansicht, dass die Mittel der IJF zur direkten Unterstützung unserer Mitgliedsgewerkschaften verwendet werden sollten, und beschliesst auf einen abschlägigen Bescheid. Philippinen Die IJF hat ein Schreiben des" Visayan Daily Star", einer Lokalzeitung, die von einer Reihe Journalisten und Bürgerrechtler seit vier Jahren herausgegeben wird, erhalten. Die Zeitung bittet um finanzielle Unterstützung, um sich über Wasser halten zu können ( 500 US- Dollar monatlich). Der Vorstand weist den Generalsekretär an, dem Blatt seine Sympathien auszudrücken gleichzeitig aber zu erklären, dass die Mittel der IJF weniger zur Unterstützung der Medien sondern als Hilfeleistung für Journalistengewerkschaften eingesetzt werden. 9.3. Chile Die IJF und die belgische Journalistengewerkschaft wurgen gebeten, bei den belgischen Behörden dafür einzutreten, dass Ulises Gomez, ein Journalist, der zur Zeit in Chile im Gefängnis sitzt, ein Visum erhält. Er hat bereits Visa für Frankreich und Schweden erhalten. Man hofft, dass .../... - 12- 10. ஜேர 9.4. ein Visum für Belgien die chilenischen Behörden eher dazu veranlassen würde, Gomez unter der Bedingung, dass er ins Exil geht, auf freien Fuss zu setzen. s Der chilenische" Colegio de Periodistas" bedankt sich herzlich für das Eintreffen der Spende der dänischen Journalistengewerkschaft über 133.000 BF, die ihm von der IJF übergeben wurde. Koordinierung der Aktionen für Journalisten in Schwierigkeiten Der Vorstand nimmt zur Kenntnis, dass die IJF am 2. Dezember 1985 an einer Sitzung verschiedener Organisationen, die für in Not geratene Journalisten eintreten, in Amsterdam teilgenommen hat. Als ein erster Schritt wurde beschlossen, den Austausch von Informationen und Hintergrundmaterial über konkrete Fälle und Kontakte zu verstärken. Die niederländische " Index on Gewerkschaft befürwortete ein Projekt( CHIPP), das sie dem Kongress im Juni 1986 vorlegen wird. Censorship" schlug die Veröffentlichung eines" Jahrbuchs der Zensur" vor und unterbreitete einen detaillierten Vorschlag und ein Budget. Obwohl der Vorstand der Ansicht ist, dass diese Veröffentlichung sehr nützlich sein könnte, um das Bewusstsein der Oeffentlichkeit hinsichtlich der Zensur zu wecken, entscheidet er jedoch, dass die IJF für die Verwendung ihrer knappen Mittel anderen Dingen Vorrang geben muss. Der Generalsekretär wird beauftragt," Index on Censorship" über diesen Beschluss zu informieren. KONTAKTE MIT INTERNATIONALEN REGIERUNGSORGANISATIONEN 10.1. Europäische Arbeitsgruppe der IJF PRES R K. ASHTON hat ein Arbeitspapier für die Vorstandsmitglieder erarbeitet, in dem er die Schaffung einer Arbeitsgruppe der IJF vorschlägt, um zu gewährleisten, dass die Standpunkte der Föderation in geeigneten Kreisen verbreitet werden. Ohne erkennbare europäische Identität gesteht z. B. die EG der IJF keine repräsentative Verantwortlichkeit zu. Es wird die Ansicht geäussert, dass man am besten mit einer kleinen Arbeitsgruppe anfangen würde, die prüfen sollte, wie die Bedürfnisse und Wünsche genau aussehen, worin genau die Arbeit einer solchen Arbeitsgruppe bestünde. .../... - 13- 11. COV Nach Ansicht des Generalsekretärs sollte die o bizos Arbeitsgruppe strukturierte und systematische Arbeit zusammen mit der Europäischen Gemeinschaft, dem Europarat Parlament, dem Europäischen Rat leisten, da diese Aktionen auch für nichteuropäische Gewerkschaften von Bedeutung wären. Es finden sich sicherlich zahlreiche gute Arbeitsvorschläge. Es ist jedoch unbedingt erforderlich, die Möglichkeiten des IJF- Sekretariats realistisch zu betrachten. Neue Empfehlungen würden zu zusätzlichen Aktionen und damit zu Mehrarbeit führen. Es gibt keine regionale europäische Journalistenorganisation. Die IJF hat die einzigartige Gelegenheit, dieze regionale europäische Gewerkschaft innerhalb der Föderation zu bilden. Vor dem Kongress im Juni werden informelle Sitzungen verschiedener Gruppen der europäischen Mitglieder der IJF stattfinden. In der Abstimmung über den Vorschlag des Präsidenten, dem Kongress die Prüfung einer eventuellen Gründung einer Arbeitsgruppe für europäische Angelegenheiten zu empfehlen, beschliesst der Vorstand mit 6 Stimmen bei 1 Enthaltung, dies in den vorgeschlagenen Entwurf des Arbeitsprogramms 1986-1988, das dem nächsten Kongress 1 unterbreitet werden soll, aufzunehmen( Näheres unter Punkt 14.3.). 10.2. IAO 12 20 - Der Vorstand nimmt zur Kenntnis, dass die Generalversammlung der IAO vom 4. bis zum 24. Juni 1986 in Genf stattfinden wird. Das Büro des IBFG in Genf wird Gewerkschaftsfragen verfolgen und uns auf dem laufenden halten. Das Internationale Sekretariat der Gewerkschaften für Kunst und Unterhaltung- ISETU hat in einem Schreiben an Herrn Blanchard um Unterstützung für die Veranstaltung einer Dreierkonferenz während des Zeitraums 1987-89 über die Arbeitsbedingungen für Journalisten gebeten. Der Vorstand beauftragt den Generalsekretär, in einem Schreiben die Unterstützung der IJF für die Initiative des ISETU zum Ausdruck zu bringen. BEZIEHUNGEN ZU INTERNATIONALEN GEWERKSCHAFTSORGANISATIONEN 11.1. Generalversammlung der IBS Der Vorstand nimmt zur Kenntnis, dass der Präsident und der Generalsekretär die IJF auf der Generalversammlung der Internationalen Berufssekretariate vertreten haben, die am 7./8. Januar 1986 in London stattfand. Die Konferenz beschloss, den Informationsaustausch weiter zu koordinieren .../... 12. - 14- und ein Seminar über die Berichterstattung der Medien über Gewerkschaftsarbeit zu veranstalten. Die IBS beschlossen ausserdem, eine Konferenz für internationale Gewerkschaften über gewerkschaftsfeindliche Politik, Praktiken und Techniken, einschliesslich der Sprengung von Gewerkschaften, zu veranstalten. 11.2. Kongress des ITF Die IJF hat eine Einladung zum diesjährigen Kongress des Internationalen Transportarbeiterverbands erhalten, der vom 31. Juli bis zum 8. August 1986 in Luxemburg stattfinden wird. Der Vorstand ist der Meinung, dass die Föderation anderen Dingen Vorrang geben muss und weist den Generalsekretär an, uns zu entschuldigen und die Einladung auszuschlagen. KONTAKTE MIT INTERNATIONALEN UND REGIONALEN JOURNALISTENORGANISATIONEN 12.1. 6. Beratende Versammlung I Der GENERALSEKRETAER berichtet über die 6. Beratende Versammlung der internationalen und regionalen Journalistenorganisationen, die am 20./21. Januar 1986 von der IJF in Brüssel ausgerichtet wurde. An der Konferenz nahmen Vertreter der IJO, der FELAP, der FELATRAP, der UAJ, der IKUP und Beobachter der UNESCO, der IAO, des IKRK und der Vereinten Nationen teil. Die Teilnehmer begrüssten die" Hot Line" des IKRK und erörterten Aktionen, die die internationalen und regionalen Organisationen in der Zukunft durchführen könnten. Die Versammlung beschloss, dass jede Organisation ihre eigene Liste getöteter, verschwundener und verhafteter Journalisten aufstellen soll. Die nächste Beratende Versammlung wird diese Listen prüfen und die Möglichkeit einer Veröffentlichung erörtern. Die Versammlung wurde von der Absicht der IAO unterrichtet, die Studie" Beruf: Journalist" mit der aktiven Beteiligung der internationalen und regionalen Journalistenorganisationen auf den neusten Stand zu bringen. Korrekturen und neue Informationen sollten dem Sekretariat zusammen mit einem Verweis auf die entsprechenden Teile der derzeitigen Studie zugeschickt werden. Als Einsendefrist für neues Material ist vorläufig die nächste Beratende Versammlung vorgesehen. Die IJF hat mit der UNESCO einen Vertrag über die internationalen und regionalen Journalistenorganisationen .../... - 15- abgeschlossen. Gemäss diesem Vertrag sollen die Organisationen eine Studie über die Auswirkungen der neuen Technologien auf die Arbeit der Journalisten durchführen und einen Ueberblick über die jüngsten Entwicklungen hinsichtlich Satzungen, Rechte und Verantwortung der Journalisten erstellen. Der Vertrag sichert die Mittel zur Deckung der Kosten für die Sammlung von Informationen sowie für die Ausarbeitung der Studie und des Ueberblicks zu. Es wurde beschlossen, dass IJF und IJO jeweils die Verantwortung für eines der beiden Arbeitspapiere übernehmen: Die IJF führt die Studie über die neuen Technologien durch, die IJO erstellt die Uebersicht. Die IKUP und die regionalen Organisationen sind für das Informationsmaterial über die Situation in ihren Mitgliedsländern und-regionen verantwortlich. Die Studie und die Uebersicht sollen spätestens bis zum do Herbst dieses Jahres fertiggestellt sein. но Eine sweite Sitzung der 6. Beratenden Versammlung findet möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Jahr statt. 12.2. IJO Der Vorstand beauftragt den Generalsekretär, die IJO in einem Schreiben noch einmal auf etwas hinzuweisen, was bereits wiederholt während vorheriger Kontakte mit Vertretern der IJO und in Schreiben zum Ausdruck gebracht worden war, nämlich, dass die IJF die von der IJO veröffentlichten" Internationalen Grundsätze der Berufsethik der Journalisten" nicht unterzeichnet hat. 12.3. FELAP/ FELATRAP 19b den Der Vorstand nimmt die Erläuterungen R. Mejías zu der Gründung der beiden Organisationen FELAP und FELATRAP in den Jahren 1976-1977 zur Kenntnis. Beiden ist es gelungen, repräsentative Mitgliedsgewerkschaften zu gewinnen. Seit 1980 jedoch liegt die Arbeit der beiden lahm. Die FELAP veranstaltet noch einige Sitzungen, die FELATRAP jedoch nicht; allerdings wird dort eine Umstrukturierung erwogen. 13. FINANZEN Bilanz 1985 Der Ehrenschatzmeister weist darauf hin, dass das Jahr 1985 von einigen grossen Investitionen gekennzeichnet ist, nämlich von der Modernisierung unserer Büromaschinen, der Entsendung .../... 14. - 16- - mehrerer Missionen in ferne Länder usw.. Die Ausgaben überschreiten die Einnahmen nur um ein geringes. Die Mitgliedsgewerkschaften, die mit der Zahlung ihrer Beiträge für 1985 im Rückstand sind, werden gemäss Abschnitt X Ziffer 3 der Satzung der IJF vor Stattfinden des Kongresses von angemahnt. Besonders weist er auf Sri Lanka und Tunesien hin. Die französische CFDT hat wegen ihrer gegenwärtigen Umstrukturierung um eine Verlängerung der Frist gebeten, versprach jedoch, den Rückstand noch vor dem Kongress auszugleichen. Haushalt 1986 Der Haushalt ist von den in unserem Arbeitsprogramm für 1986-1988 vorgesehenen Tätigkeiten abhängig. Es wird darüber abgestimmt, ob der Vorstand dem Kongress eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge vorschlagen soll. 4 Stimmen sind dagegen( W. Klinkenberg bittet, seine Neinstimme im Bericht niederzuschreiben), 5 dafür. Darauf beschliesst der Vorstand mit 6 Ja- und 4 Neinstimmen( CH. Perlik möchte, dass seine Neinstimme im Bericht niedergeschrieben wird), dem Kongress eine 10% ige Erhöhung der Mitgliedsbeiträge zu empfehlen. M. Rolland hat einen anderen Lösungsvorschlag für das Problem der gestaffelten Mitgliedsbeiträge: Man soll den Mitgliedsgewerkschaften freistellen, entweder 2% ihrer Einnahmen aus den Mitgliedsbeiträgen oder den üblichen Pro- Kopf- Anteil zu zahlen. So hätten die Mitglieder in Entwicklungsländern die Möglichkeit, ihre Verbindlichkeiten zu erfüllen. Der Vorstand beauftragt den Ehrenschatzmeister, für den Kongress ein Arbeitsdokument vorzubereiten, das den Teilnehmern rechtzeitig im voraus ausgehändigt wird, damit sie dazu Stellung beziehen können. Der Vorstand beschliesst, dem Kongress die 50% ige Befreiung der portugiesischen Mitgliedsgewerk sachaft von der Zahlung der Mitgliedsbeiträge zu empfehlen. Der Vorstand wird den Haushaltsentwurf 1986 nach der Aussprache über den Entwurf des Tätigkeitsprogramms erörtern( siehe Punkt 14.4.). WELTKONGRESS 1986 14.1. Anträge an den Kongress 2801 at 14.1.1. Schweden .EI 118 290 .../... sib - 17- Per at Um den Kongressdelegierten die Möglichkeit zu egeben, Anträge an den Kongress zu prüfen, schlägt die schwedische Journalistengewerkschaft dem Vorstand vor, den Vorsitzenden des Kongresses zu empfehlen, nur noch solche Anträge zur Abstimmung im Plenum zu stellen, die vom Vorstand oder von mindestens einem Kongressausschuss vorbereitet worden sind. In Anlehnung an diesen Vorschlag beschliesst der Vorstand, eine Aenderung zur Arbeitsordnung für Kongresse der IJF auszuarbeiten. Es sollte weiterhin möglich sein, neue Anträge einzubringen, allerdings nur bei einstimmiger Zustimmung. In einem weiteren Antrag fordert die tonenschwedische Gewerkschaft den Kongress dazu auf, den 2 Prif Vorstand anzuweisen, weiterhin Informationen von ihren Mitgliedern über die Verstösse gegen die Schlussakte von Helsinki zusammenzutragen. Der Vorstand beschliesst, dies unter Punkt I b) des Entwurfs des Tätigkeitsprogramms einzufügen. Arb 14.4 14.1.2. Urheberrecht ( 83) - Der Antrag 1: Urheberrechtliche Leitlinien Vorstand beschliesst, dem Kongress die Annahme von Antrag 1 in der von der Arbeitsgruppe " Urheberrecht" der IJF ausgearbeiteten Fassung zu empfehlen. Der Antrag wird den Arbeitsdokumenten beigefügt, die die Teilnehmer vor dem Kongress erhalten. Antrag 2: Die Arbeitsgruppe" Urheberrecht" fordert den Vorstand auf, einen 5. Kongressausschuss einzurichten, der sich mit urheberrechtlichen Problemen befasst. Aus technischen Gründen sind nur 4 Kongressausschüsse möglich. Daher beschliesst der Vorstand, dass urheberrechtliche Probleme vom Ausschuss 4 behandelt werden sollen. Dieser Ausschuss kan dann gegebenenfalls beschliessen, einen Unterausschuss für Urheberrecht einzurichten. Antrag 3: Urheberrechtskampagne- Der Vorstand beschliesst, diesen Antrag in das Tätigkeitsprogramm 1986-1988 aufzunehmen( siehe Punkt 14.3.). 14.1.3. Aenderung der Satzung der IJF .../... - 18- Die vorgeschlagenen Aenderungen der Satzung ( Abschnitt VII Ziffern 6 und 8) sind am 2. Dezember 1985 an die Mitgliedsgewerkschaften verteilt worden. Der Vorstand hat die Annahme dieser Vorschläge empfohlen. 14.1.4. Aenderung des Verhaltenskodexes der IJF Gemäss dem Beschluss von Washington( siehe Bericht S. 6, Punkt 10) empfiehlt der Vorstand die vom Generalsekretär verfasste Aenderung dem Kongress zur Annahme. Der Vorschlag wird den Arbeitsdokumenten beigefügt, die die Teilnehmer vor dem Kongress erhalten. 14.1.5. Neue, noch auszuarbeitende Aenderung Der Vorstand empfiehlt dem Kongress, den neuen Vorstand zu beauftragen, einen Aenderungsantrag zur Satzung auszuarbeiten, der eine etwas flexiblere Auslegung von Ziffer 4 des Abschnitts III der Satzung der IJF ermöglicht( siehe Punkt 3.2. dieses Berichts). 14.1.6. Niederländischer Antrag zur Sicherheit des Journalisten Der Vorstand beschliesst, den niederländische abaen Antrag zur Einrichtung einer Arbeitsgruppe " Sicherheit des Journalisten" in den Entwurf des Tätigkeitsprogramms 1986-1988 aufzunehmen. 14.2. Kongressausschüsse Auf Vorschlag des Generalsekretärs beschliesst der Vorstand, dem Kongress die Benennung der folgenden Ausschüsse zu empfehlen: 1. Finanzen und Beitrittsanträge; 2. Referenzen, Wahlen, Aenderungen an Satzung und Ehrenkodex; 3. Tätigkeitsprogramm 1986-1988 ( Fragen zur Pressefreiheit); 4. Tätigkeitsprogramm 1986-1988( gewerkschaftliche Fragen). 14.3. Entwurf des Tätigkeitsprogramms 1986-1988 Der Vorstand erörtert ausführlich die vom Generalsekretär eingebrachten Vorschläge für den Entwurf des Tätigkeitsprogramms für die kommenden beiden Jahre und erwägt die verschiedenen Vorschläge für neue Aktivitäten. .../... - 19- Der Entwurf des Tätigkeitsprogramms 1986-1988 wird in seiner Gesamtheit vom Vorstand angenommen; dem Kongress wird die Annahme empfohlen. 19.2. Ueber die Aufnahme einer Empfehlung betreffend die mögliche Gründung einer europäischen Arbeitsgruppe kann jedoch keine Einigung erzielt werden. Schliesslich wird mit 7 gegen 1 Stimme beschlossen, vom Vorstand aus keine derartige Empfehlung auszusprechen, die Mitgliedsgewerkschaften jedoch über die folgenden drei Möglichkeiten zu informieren: 1. Einrichtung einer europäischen Arbeitsgruppe zur Beobachtung der Entwicklung von Gewerkschaften und Medien, zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen den europäischen Gewerkschaften und zur Empfehlung von 153 Aktionen an den Vorstand und das IJF- Sekretariat. 2. Prüfung der Durchführbarkeit einer europäischen Arbeitsgruppe. 3. Aufforderung an die europäischen Mitgliedsgewerkschaften, die Einrichtung einer europäischen Arbeitsgruppe zu prüfen. 14.4. Haushaltsentwurf 1986 Der Vorstand genehmigt den vom Ehrenschatzmeister vorgeschlagenen Haushaltsentwurf unter der Voraussetzung, dass die mit den neuen, im Tätigkeitsprogramm vorgeschlagenen Aktivitäten verbundenen Kosten noch veranschlagt werden. Der Generalsekretär unterbreitet einen Kostenvoranschlag für das Tätigkeitsprogramm 1986-1988, den der Vorstand dann genehmigt. Dieser Voranschlag wird in den endgültigen Haushalt zur Vorlage beim Kongress eingefügt. 14.5. Tagesordnung des Kongresses In der Erwägung, dass der Kongress zwei wichtige Funktionen hat, nämlich sich über die Tätigkeiten der vergangenen beiden Jahre zu informieren( Bericht des Generalsekretärs) und das Tätigkeitsprogramm für die kommenden zwei Jahre aufzustellen, beschliesst der Vorstand, die vorgeschlagene Tagesordnung zusammenzustreichen um Wiederholungen während des Kongresses zu vermeiden. Wenn schriftliche Berichte über Arbeitsgruppen und Missionen den Arbeitsunterlagen beigefügt werden, dann sind lange mündliche Berichte überflüssig. Die Anträge auf Mitgliedschaft in der IJF sollten unter .../... INTERNATIONALE JOU IPC Bvdi IPG, B- 1041 BRUEST Sept - 21- Vorschlag ihres Mitglieds in Hongkong die chinesische Sprache auf die Umschlagseite des Internationalen Presseausweises hinzugefügt hat. 15.2. Peace Lab, Malta Die IJF hat eine Einladung zur Teilnahme an einem internationalen Journalistenpreis zur Feier des Friedensjahres 1986 erhalten. DETOBER 1986 In der Erwägung, dass die IJF dringenderer Arbeit den Vorrang geben muss, beschliesst der Vorstand mit 8 Stimmen bei 1 Enthaltung, sich nicht daran zu beteiligen und Peace Lab von diesem Beschluss zu informieren. 15.3. Generalversammlung des IPI Der Vorstand beschliesst, dass wir nicht in der Lage sind, einen Beobachter zu der vom 11. bis 15. Mai 1986 in Wien stattfindenden Generalversammlung zu entsenden. 15.4. Forum europäischer Journalistikstudenten Charles Rons Rob Door Der Vorstand nimmt zur Kenntnis, dass W. Klinkenberg die IJF auf einem Treffen von Journalistikstudenten aus ganz Europa in Utrecht, Niederlande, vertreten hat. Die Teilnehmer beschlossen, ein Forum einzurichten, das einmal im Jahr zusammentrifft. Hans Larsen soll Hintergrundmaterial für die IJF- Archive erhalten. Harry Hand Genehmigung Genehm Finant 19 Zahl SEL Solidari J 5.1. Press 15, YERSCH #N der Per Norsta zur Kenntnis, .8.20 21 C INTERNATIONALE JOURNALISTEN- FOEDERATION IPC, Bvd. Charlemagne 1 Bte 5 B- 1041 BRUESSEL- Belgien - OKTOBER 1986 Dieser Bericht wurde noch nicht vom Vorstand genehmigt BERICHT Vorstandssitzung der IJF 30. September- 2. Oktober 1986 in Brüssel Der Vorstand der Internationalen Journalisten- Föderation ist vom 30. September bis zum 2. Oktober 1986 am Sitz der IJF in Brüssel zusammengetreten. Den Vorsitz über die Sitzung führte Mia Doornaert. TEILNEHMER Mia Doornaert, Präsidentin Lutz Franke, 1. Vizepräsident Charles A. Perlik Jr., 2. Vizepräsident Roman Frister, Regionalberater für Asien Roberto Mejía, Regionalberater für Lateinamerika Thami Mazwai, Regionalberater für Afrika Neal Swancott, Regionalberater für Australien Harry Conroy, Berater Eila Hyppönen, Beraterin Raimundo García, Berater Yvonne Gille, Beraterin und Ehrenschatzmeisterin Wim Klinkenberg, Berater Paolo Murialdi, Berater Hans Larsen, Generalsekretär Marie- Anne Paquet, Assistentin des Generalsekretärs INHALT 1. Eröffnung der Sitzung - Annahme der Tagesordnung 2. Genehmigung der Berichte vorhergehender Vorstandssitzungen 3. Genehmigung des Kongressberichts 4. Finanzlage der IJF Finanzlage 1986 Zahlungsrückstände Sri Lanka Solidaritätsfonds 5. IJF- Tätigkeitsprogramm 1986-1988 5.1. Pressefreiheit und Freiheit der Journalisten S. 3 S. 3 S. 3 S. 4 S. 5 S. 5 5.1.2. Arbeitsgruppe" Sicherheit der Journalisten" .../... - - 2- 5.2. Gewerkschaftsfreiheit und-arbeit 5.2.1. Europäische Arbeitsgruppe S. 7 AMSUOL JAMOITAMЯ 18 150 S. 8 5.2.2. Seminar für Herausgeber von Veröffentlichungen/ Zeitungen von Journalistengewerkschaften 5.3. Neue Technologien 5.3.1. Gemeinsame Konferenz von IJF und IGF 5.3.2. IJF- Arbeitsgruppe 5.3.3. Andere Tätigkeiten 5.4. Urheberrecht do 5.4.1. Arbeitsgruppe" Urheberrecht" 5.5. Berufsethik 5.5.1. IJF- Ehrenkodex 5.5.2. Colegios und Lizenzjournalismus 5.5.3. Berufsgeheimnis 5.6. Berufsspezifische Umfragen 5.6.1. Freiberufliche Journalisten 5.6.2. Aktualisierung der IAA- Studie 5.7. Entwicklungsländer 5.7.1. Ausschuss" 3. Welt" 5.7.2. Asiatisch- Pazifische Konferenz 5.7.3. Projektbeauftragter der IJF 5.7.4. Andere Tätigkeiten 5.8. Beziehungen zu internationalen Organisationen S.10 S.10 CV 150 S.12 S.12 S.15 5.8.1. Internationale und regionale Journalistenorganisationen 5.8.2. Zwischenstaatliche und nichtstaatliche Organisationen S.19 6. IJF- Sekretariat und Veröffentlichungen 6.1. Veröffentlichungen 6.2. IJF- Projektbeauftragter 7. Satzung der IJF 8. Verfahrungsregeln für Sitzungen der IJF 9. Kontakte mit nationalen Journalistengewerkschaften 9.1. Kontakte mit Mitgliedsgewerkschften der IJF 9.2. Andere Länder 9.2.1. Indien 9.2.2. Frankreich- SNJ 10. Pressefreiheit 10.1. Südafrika 10.2. Chile 10.3. Nicaragua 10.4. Paraguay 10.5. Polen 10.6. Der Fall Daniloff 10.7. Der Fall Thomas Ronse 10.8. Südostasien 11. Künftige Sitzungen der IJF 11.1. Vorstandssitzung, Frühjahr 1987 11.2. Exekutivausschusssitzung 1987 11.3. Weltkongress 1988 12. Verschiedenes S.22 SOS.23 1900s.23 Zora obaum S.24 eb 20 los M TJAHME S.28 E S.29 ab 10.1.2 .../... - 3- C O 1. EROEFFNUNG DER SITZUNG- ANNAHME DER TAGESORDNUNG Die Präsidentin heisst alle Vorstandsmitglieder willkommen und eröffnet die Sitzung. Nach einer Aenderung der Reihenfolge der Tagesordnungspunkte 4 und 6 wird die Tagesordnung angenommen. Der Fall des belgischen Journalisten Thomas Ronse, der sich in den Vereinigten Staaten in Schwierigkeiten befindet, wird zu gehöriger Zeit behandelt werden. Zum Abschluss der Sitzung soll eine Pressekonferenz stattfinden. 2. GENEHMIGUNG DER BERICHTE VORHERGEHENDER VORSTANDSITZUNGEN 2.1. Madrid, Februar 1986 In der englischen Fassung müssen zwei Tipfehler korrigiert werden: Auf Seite 5, Zeile 2, soll es nicht" Section III" sondern" Section IV" heissen. Seite 10, Zeile 9 wird wie folgt geändert:"... at appropriate quarters. Without...". 2.2. Helsingor, 6. Juni 1986 Die Teilnehmerliste wird wie folgt ergänzt: Henry J. Bradley, Ehrenpräsident. 3. GENEHMIGUNG DES KONGRESSBERICHTS Auf Seite 6, Punkt 6.5. Spanien, letzte Zeile des ersten Absatzes, wird folgendes geändert:"... mit grosser Mehrheit, einigen Enthaltungen und einer Gegenstimme...". Danach wird der folgende Absatz eingefügt: " Der Vertreter der spanischen UGT, R. García, bringt sein persönliches Interesse daran zum Ausdruck, zu erfahren, was denn eine- wie es in der Satzung der IJF heisst-" nationale Gewerkschaft" sei. Er weist auf den Präzedenzfall hin, der hier geschaffen werden könnte, und fragt sich, aus welchen Gründen die Athener Journalistengewerkschaft als Mitglied aufgenommen worden sei. Seite 18, Punkt 13.4.:" unterliegt mit" wird ersetzt durch" erhält". Seite 20, unter Punkt 15.3. folgenden Absatz einfügen: " Herr Nordenstreng erläutert die unterschiedlichen Auffassungen von IJF und IJO zur Erklärung zur Berufsethik aus der Sicht der IJO und schliesst mit den Worten:" Wir bedauern dieses Missverständnis." Der Kongressbericht wird in der geänderten Fassung genehmigt. .../... - 4- 4. FINANZLAGE DER IJF Finanzlage 1986 Als neue Ehrenschatzmeisterin der IJF hatte Y. Gille noch nicht die Zeit, sich einen tieferen Einblick in die Finanzen der Föderation zu ви verschaffen. Nach Abschluss der Plannung zur Durchführung des Arbeitsprogramms wird eine Basis für den Haushalt des kommenden Jahres vorhanden sein. Die Ausgaben für 1986 bewegen sich innerhalb der vom Haushalt gesetzten Grenzen. Nicht in Anspruch genommene Mittel aus dem Haushalt 1986, zum Beispiel für Reisen im Rahmen von Sondermissionen, sollen auf den Haushalt 1987 übertragen werden. Nach dem Willen des Vorstands soll die Buchhaltung der IJF in Zukunft über Sonderaktionen im Rahmen des Tätigkeitsprogramms der Föderation getrennt Buch führen sowie diese Buchführung im Rechnungsabschluss 1986 ausführlich darlegen. Einige Kostenvoranschläge, zum Beispiel für die Portokosten der Urheberrechtskampagne, für Uebersetzungen usw., sollen von den allgemeinen Ausgaben abgespalten und als Teil einer Sonderaktion aufgeführt werden. Das gleiche gilt für die Finanzierung eines/ r Projektbeauftragten der IJF zur gewerkschaftlichen Bildung durch die schwedische Gewerkschaft. Die Mittel werden an die IJF weitergeleitet, sobald ein/ e Projektbeauftragter ernannt und das Projekt gestartet ist. Zahlungsrückstände Da weder das französische Mitglied FO- France noch die tunesische Gewerkschaft AJT ihre ausstehenden Mitgliedsbeiträge bezahlt haben, obwohl sie dem zuständigen Kongressausschuss in Helsingor Zahlungsbelege vorgelegt hatten, beschliesst der Vorstand, noch vor dem nächsten Kongress die Mitglieder davon in Kenntnis zu setzen, dass die diesbezüglichen Bestimmungen strikt angewandt und nur solche Zahlungen berücksichtigt werden, die zum Zeitpunkt des Kongresses auch tatsächlich bei der IJF eingegangen sind. H. LARSEN weist darauf hin, dass nun nichts anderes übrigkeit, als Abschnitt X Absatz 3 der Satzung anzuwenden, der besagt:" Der Exekutivausschuss hat die Befugnis, eine Gewerkschaft, die mit der Zahlung ihres Beitrags mehr als 12 Monate in Verzug ist, von der Liste der angeschlossenen oder assoziierten Mitglieder zu streichen. Einem Vorschlag von Lutz Franke folgend wird der Generalsekretär angewiesen, den beiden Gewerkschaften dies schriftlich mitzuteilen und allen Vorstandsmitgliedern der betroffenen Gewerkschaften Kopien dieser Schreiben zuzusenden. Sri Lanka W now ab .../... : -5ein Der Generalsekretär teilt dem Vorstand mit, dass auf einen Antrag auf Unterstützung des assoziierten Mitglieds Sri Lanka hin dessen generalsekretär Senaratne ein bezahlter Flugschein zugesendet wurde, damit dieser an dem Kongress der IJF in Dänemark teilnehmen konnte. Der Flugschein wurde in Colombo ausgehändigt, Herr Senaratne erschien jedoch nicht auf dem Kongress. Seitdem versucht das Sekretariat der IJF, Herrn Senaratne zu erreichen, hat jedoch keine Antwort auf sein Telegramm erhalten. Auch der Fluggesellschaft KLM- Colombo gelang es nicht, Kontakt zu ihm aufzunehmen. Es ist Aufgabe dor erkunden N. SWANCOTT schlägt dem Generalsekretär vor, während seiner Indien- Reise im November Zwischenstation in Sri Lanka zu machen. Dann könnte der Vorstand die Fälle Sri Lanka, FO- France und Tunesien in seiner nächsten Sitzung behandeln. P. MURIALDI setzt den Vorstand von dem Wunsch seiner Gewerkschaft in Kenntnis, eine Delegation des tunesischen Journalistenverbandes nach Rom einzuladen, da sie ja Nachbarn sind. Diese Gelegenheit könnte man wahrnehmen, den AJT auf seine Beziehungen zur IJF anzusprechen. Der Vorstand nimmt diesen Vorschlag dankend an. busser Der Vorstand genehmigt den Bericht der Ehrenschatzmeisterin und bringt ihr und dem Personal der IJF gegenüber seinen Dank für die gute Buchführung zum Ausdruck. Solidaritätsfonds respektiert atelie Da die Unterstützung der IJF für Vorstandsmitglieder aus der Dritten Welt zunehmend steigt, beschliesst der Vorstand, den Ende 1986 verbleibenden Restbetrag zwischen 150 000 und 200 000 BFr nicht zur Hälfte den allgemeinen Mitteln der Föderation zuzuführen, wie Punkt 4 der Bestimmungen zur Anwendung des Hilfsfonds vorsieht, sondern ihn auf das nächste Jahr zu übertragen. 5. IJF- TAETIGKEITSPROGRAMM 1986-1988 5.1. Pressefreiheit und Freiheit der Journalisten 5.1.1. Wahrung der Schlussakte von Helsinki Der Vorstand nimmt zur Kenntnis, dass die österreichische Journalistengewerkschaft beabsichtigt, eine weitere Konferenz europäischer Journalisten in Zusammenhang mit der Folgekonferenz von Helsinki zu organisieren, die 1987 in Wien stattfinden soll. Auf Wunsch des Vorstands soll die IJF einen Bericht über die Anwendung der Schlussakte von Helsinki im Bereich der Information ausarbeiten. Yvonne Gille wird gebeten, in Zusammenarbeit mit den nordischen Gewerkschaften und unter Zugrundelegung der finnischen Erfahrungen, die Verantwortung hierfür zu übernehmen. Dieser Bericht soll dem Exekutivausschuss in seiner Sitzung im kommenden Jahr in West- Berlin zur Genehmigung vorgelegt werden. ( Angenommen) Zusammen mit der Bitte um Informationen soll den Mitgliedsgewerkschaften der IJF eine Kopie des Teils der Schlussakte von Helsinki zugesandt werden, der sich mit der Information befasst( dritter Korb). ( Angenommen) ……./ ….. -6E. HYPPONEN weist darauf hin, dass das Buch über die Konferenz im vergangenen Jahr am 17. Oktober 1986 erscheint.( Zur Kenntnis genommen). 5.1.2. Arbeitsgruppe" Sicherheit der Journalisten" Dem Vorstand wird zu Kenntnis gebracht, dass diese Arbeitsgruppe zum ersten Mal am 26. September 1986 zusammengetreten ist. Die vorrangigen Themen der Arbeitsgruppe sind: 1. Mitgliedsgewerkschaften der IJF und ihre Miglieder, 2. Sicherheit der Journalisten im allgemeinen. asianus bag 03-09 Ibaf Als ersten Schritt will die Gruppe folgende Aktionen durchführen: a) Verfassen eines Artikels für die" Direkt- Kurznachrichten" mit allgemeinen Informationen über die Arbeitsgruppe und ihre Arbeit zur Information der Gewerkschaftsfunktionäre; b) Verfassen ähnlicher Artikel für Gewerkschaftsorgane zur Information der Mitglieder; c) Entwicklung eines kurzfristigen Systems zur Sammlung, Aufbewahrung und Nutzung von Informationen über Fälle; d) Erstellen eines Handbuchs für Mitgliedsgewerkschaften der IJF: Wie ist in einem Notfall vorzugehen?; e) Praktische Vereinbarungen mit Organisationen wie CPJ, AI," Artikel 19" usw.; f) Vorschläge zur Aufnahme von Belästigung, Zusatzbezahlung für gefährliche Aufträge und Verweigerung der Tätigkeit in gefährlichen Ländern in Tarifverträge. Als ein" Hauptziel" bezeichnet die Arbeitsgruppe den" Aufbau eines weltweiten Zentrums für Dokumentation, Aktion und Zusammenarbeit in dem betreffenden Bereich". Das Amsterdamer Büro der niederländischen Journalistengewerkschaft könnte der Arbeitsgruppe als internationales Sekretariat dienen. neb 3898 Die endgültige Zusammensetzung der Arbeitsgruppe steht noch E nicht fest. Zur Zeit setzt sie sich zusammen aus Rob Bakker( NL), Jens Linde ( DK) und Michel Walter( CH). Die französische CFDT und die spanische UGT haben ihr Interesse bekundet. Das nächste Treffen der Arbeitsgruppe soll im Januar 1987 in Paris stattfinden. Die endgültige Zusammensetzung der Gruppe soll zur nächsten Vorstandssitzung als Vorschlag vorliegen. Da allen Arbeitsgruppen mindestens ein Vorstandsmitglied angehören sollte, erklärt sich Eila Hyppönen zur Mitarbeit in dieser Gruppe bereit. T. MAZWAI weist darauf hin, dass es erforderlich ist, in den Teilen der Welt, in denen Journalisten ständig in Gefahr sind, Krisenzentren einzurichten. R. MEJIA ist ausserdem der Ansicht, dass die IJF sofortige Massnahmen ergreifen muss, um dramatische Situationen, wie sie zum Beispiel in einigen lateinamerikanischen Ländern herrschen, zu entschärfen. noy ( drox 101 ( abamonegnA) .../... - 7- siedzA snis doses 49 msidor assi -BA Diese Meinungen werden an die Arbeitsgruppe weitergeleitet, der Vorstand macht jedoch darauf aufmerksam, dass vor allen Dingen eine umfassendere Kommunikation zwischen IJF und Mitgliedsgewerkschaften und umgekehrt erzielt werden muss. Eine bessere Koordinierung ist ausserdem vonnöten, um die Weiterleitung von Informationen in Notfällen und eine schnelle Beantwortung von Aktionsanträgen seitens der Mitgliedsgewerkschaften zu gewährleisten. Es ist Aufgabe der Arbeitsgruppe, Koordinierungs- und Aktionsmöglichkeiten zu erkunden. Der Generalsekretär warnt vor Doppelarbeit, d. h. Arbeit, die bereits anderweitig getan wurde( Amnesty International, Committee to Protect Journalists," Hot Line" des IKRK). Der Schutz der Pressefreiheit im allgemeinen ist Aufgabe des Generalsekretärs, des Vorstands, des Exekutivausschusses. Das Büro der niederländischen Journalistengewerkschaft ist das Sekretariat der Arbeitsgruppe, soll aber nicht als Zentrum für Informationsweitergabe dienen. W. KLINKENBERG lobt die Absichten Rob Bakkers, ist jedoch der Ansicht, dass sie zu hochgegriffen sind. Die Einrichtung eines ClearingInstituts( CHIPP- Projekt) in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen liegt ausserhalb des Wirkungskreises der Arbeitsgruppe. Zusammenfassend weist die PRAESIDENTIN darauf hin, dass das Vorstandsmitglied in der Arbeitsgruppe die Anmerkungen des Vorstands weiterzuleiten und zu gewährleisten hat, dass der Beschluss des Kongresses respektiert wird. Die Mitgliedsgewerkschaften der IJF in allen Teilen der Welt erfüllen die Funktion von Krisenzentren, aber der Informationsfluss in beide Richtungen muss verbessert werden. Die Vorhaben a) bis f) scheinen dem Vorstand durchführbar zu sein, es ist jedoch zweifelhaft, ob das vom Kongress erteilte Mandat auch das" Hauptziel" der Arbeitsgruppe umfasst. ( Angenommen) 5.2. Gewerkschaftsfreiheit und-arbeit 5.2.1. Europäische Arbeitsgruppe Seminars Uben Der Generalsekretär berichtet über das Treffen von Vertretern der europäischen Mitgliedsgewerkschaften( alle waren anwesend ausser Oesterreich, Griechenland, Portugal und Türkei), das am Montag, dem 29. September 1986, am Sitz der IJF in Brüssel stattfand. Folgende Beschlüsse wurden gefasst: 1. Das Treffen hat beschlossen, eine" Europäische Gruppe der IJF" zu gründen. Mitglied dieser Gruppe sind alle europäischen Mitgliedsgewerkschaften. 2. Die Gruppe wird sich strikt an die vom Kongress in Helsingbr verabschiedete Resolution halten. 3. Die Gruppe wird von der Präsidentin und vom Generalsekretär der IJF einberufen; den Vorsitz führt die Präsidentin der IJF, damit die Gruppe fest in der IJF verankert bleibt. 4. Die Gruppe hat eine leichte und praktische Struktur und arbeitet auf - - 8- Ad- hoc- Basis zu spezifisch europäischen Fragen. Besteht eine Arbeitsgruppe zu einem bestimmten Problem, kann die europäische Gruppe dieses Problem unter einem europäischen Gesichtspunkt betrachten. 5. Die Gruppe veranstaltet keine" Generalversammlung". Sie wird einberufen, wenn ein spezifisch europäisches Problem eine Stellungnahme der IJF erfordert. ( Bericht zur Kenntnis genommen) 5.2.2. Seminar für Herausgeber von Veröffentlichungen/ Zeitungen von Journalistengewerkschaften Nach den Worten des Generalsekretärs kann dieses Seminar für den Herbst 1987 vorgesehen werden. Er wird sich um die praktischen Vorbereitungen kümmern und einen Entwurf einschliesslich eines Kostenvoranschlags usw. vorlegen. Möglicherweise benötigt er die Mithilfe eines oder zweier erfahrener Herausgeber von Gewerkschaftszeitungen. Der Vorentwurf wird zur Frühjahrssitzung 1987 des Vorstands vorliegen. 5.3. Neue Technologien 5.3.1. Gemeinsame Konferenz von IJF und IGF A A Hans LARSEN erinnert daran, dass die ursprünglich für Februar vorgesehene Konferenz mangels Beteiligung von Mitgliedsgewerkschaften verlegt wurde. Sie findet nun am 10. und 11. November 1986 statt. In ihrer letzten Sitzung am 26. September 1986 in Amsterdam hat die gemeinsame Arbeitsgruppe IJF/ IGF erfreut festgestellt, dass das Quorum von 50 Teilnehmern erreicht worden ist( 25 von IJF und 30 von IGF). Die Konferenz behandelt zwei Haupthemen: 1) Medienkonzentration und internationale Kapitalverflechtung im Medienbereich; 2) Arbeitsteilung in Redaktion und Technik. Dem nachdrücklichen Wunsch der IJF zufolge soll sich die Konferenz auf den praktischen Informationsaustausch konzentrieren, statt hochfliegende Grundsatzerklärungen abzugeben. Die Konferenz soll vom Präsidenten der IGF eröffnet und von der IJF- Präsidentin geschlossen werden. DK) ( Bericht zur Kenntnis genommen) 5.3.2. IJF- Arbeitsgruppe H. LARSEN weist darauf hin, dass die Arbeitsgruppe der IJF neue Anregungen braucht. Gegenwärtig setzt sie sich aus W. Klinkenberg, Gerhard Manthey( DJU- Bundesrepublik Deutschland), Charles Haenni( FSJ- Schweiz) und dem Generalsekretär der IJF zusammen. Was Sachverständige in diesem Bereich betrifft, stützt sich die Arbeitsgruppe weitgehend auf Mitgliedsgewerkschaften. P. MURIALDI weist darauf hin, dass die FNSI neue Bestimmungen im Rahmen ihres Tarifvertrages ausgehandelt hat. Er wird erfragen, ob ein italienischer Kollege der Arbeitsgruppe beitreten kann. H. CONROY oder jemand von der NUJ wird der Arbeitsgruppe beitreten. 10 .../... 1 -9C C aaudoseuA nis Y. GILLE verspricht, unter den skandinavischen Gewerkschaften Nachforschungen anzustellen. Diese verfügen doch über einen grossen Erfahrungsschatz in diesem Bereich. soll and R. FRISTER betont, dass die IJF- Mitglieder aktuelle Informationen über die Geschehnisse in anderen Ländern erhalten müssen. Das bedeutet aber umgekehrt auch, dass die Mitgliedsgewerkschaften die IJF über die Situation in ihren Ländern informieren sollen. übernommen haH. LARSEN stimmt dem zu, dass ein Teil der Aufgabe der Arbeitsgruppe darin besteht, diesen Informationsaustausch zu organisieren. Die Arbeitsunterlagen für die November- Konferenz bieten gute, umfassende Informationen. L. FRANKE weist darauf hin, dass die Organisatoren der Arbeitsgruppen" Urheberrecht" und" Neue Technologien" eine gemeinsame Sitzung abhalten müssen, da eine Reihe von Problemen, mit denen sie sich befassen, von gemeinsamem Interesse sind und ein Informationsaustausch notwendig ist. 5.3.3. Andere Tätigkeiten 615 37 H. LARSEN informiert den Vorstand über die Fortschritte einer Studie über die Auswirkungen der neuen Technologien auf die Medien, die die IJF bei John Lawrence vom australischen Journalistenverband in Erfüllung eines Vertrages in Auftrag gegeben hat, den sie im Namen der regionalen und internationalen Journalistenorganisationen mit der Unesco abgeschlossen hat. Lawrence wurde eingeladen, an der nächsten Sitzung der internationalen und regionalen Organisationen im Oktober teilzunehmen und soll ebenfalls auf der Konferenz von IJF und IGF in Genf anwesend sein. Er versprach, seinen Bericht bei seiner Europareise mitzubringen. Da diese Studie von grossem Wert für die IJF ist, müssen wir uns eine Möglichkeit sichern, sie zu veröffentlichen, falls die Unesco nicht schnell handelt. ( Bericht zur Kenntnis genommen) W. KLINKENBERG bezieht sich auf Punkt III b) des Tätigkeitsprogramms und fragt sich, wie wir in bezug auf die Organisation des Seminars über neue Entwicklungen in den Medien, insbesondere in der Elektronik, vorgehen werden. 091 H. LARSEN ist der Ansicht, diese Frage sollte von der Arbeitsgruppe" Neue Technologien" in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe " Urheberrecht" geklärt werden. Betrachtet man die Sache realistisch, kann diese Veranstaltung nicht vor Herbst 1987, möglicherweise erst im Frühjahr 1988 stattfinden. R. FRISTER macht auf ein Gesetz aufmerksam, dass gerade in Israel durchgebracht wurde und einen neuen Satellitenfernsehen- Kanal mit der Sendererlaubnis für Werbespots zulässt. Mehrere Zeitungen haben die israelische Journalisten- Föderation aufgefordert, sich dem Protest gegen dieses Gesetz anzuschliessen, da die Presse so aus dem Werbemarkt verdrängt würde. H. CONROY berichtet, dass in Grossbritannien die Werbespots im Fernsehen die Zeitungen dazu anregen, neue Wege einzuschlagen. .../... - 10- N. SWANCOTT berichtet, dass in Westaustralien ein Ausschuss Anhörungen durchgeführt hat und zu dem Schluss gekommen ist, dass das kommerzielle Fernsehen den Zeitungen nicht schadet. Die Zeitungen bewegen sich in grösserem Masse auf den Bereich besonderer Beigaben oder Promotionsartikel zu, unter der Bedingung dass die Fernsehstationen gezwungen sind, ein Minimum an Nachrichten zu bringen. L. FRANKE weist darauf hin, dass deutsche Zeitungsbesitzer mehr und mehr im Bereich der neuen Medien tätig werden. asd 5.4. Urheberecht 5.4.1. Arbeitsgruppe" Urheberrecht" A Nach dem Kongress von Helsingør, so berichtet Lutz FRANKE, hat die Arbeitsgruppe im August ein Dokument ausgearbeitet, das allen Mitgliedsgewerkschaften, allen Europaparlamentariern und einigen ausgewählten Organisationen übermittelt wurde. Nun treffen die ersten Stellungnahmen von Mitgliedern des Europäischen Parlaments ein. Die Mitgliedsgewerkschaften waren aufgefordert worden, mit den Abgeordneten, den für EG- Politik no zuständigen Ministerien ihrer Länder und mit an der Medienpolitik interessierten Organisationen Kontakt aufzunehmen. Ende 1986 wird die EG die End fassung des Weissbuchs ausarbeiten, das im Europäischen Parlament chatted erörtert werden soll. Es wird erwartet, dass das Weissbuch im Februar oder März 1987 zur weiteren Erörterung wieder in Brüssel sein wird. Es war keine Zeit zu verlieren. Der nächste Schritt der Arbeitsgruppe ist eine Diskussion über eine weltweite Gründung von Verwertungsgesellschaften, über ihre Organisation und ihre rechtliche Grundlage. Im ersten Halbjahr 1987 wird dieses Material verfügbar sein. Die Arbeitsgruppe" Urheberrecht" beabsichtigt weiter, eine Reihe von Artikeln und Interviews zum 100jährigen Bestehen der Berner Konvention zusammenzustellen. W. KLINKENBERG berichtet, dass diese Angelegenheit in den Niederlanden nur vom Wirtschaftsministerium behandelt wird. Das Kulturministerium bestreitet seine Zuständigkeit. L. FRANKE fügt hinzu, dass der Europäische Gewerkschaftsbund diese Frage aufgegriffen hat und am 16.- 17. Oktober 1986 eine Konsultation in Luxemburg durchführt. Die IJF wurde zu diesem Treffen eingeladen und entsendet ein Mitglied der Arbeitsgruppe. H. LARSEN informiert den Vorstand darüber, dass die WIPO ( Weltorganisation für geistiges Eigentum) ein regionales Seminar in Indien durchführt( 24.- 28. November), um so zu versuchen, dieses Thema nicht nur auf die Industrieländer zu beschränken. Er sieht darin eine gute Gelegenheit, die Standpunkte der IJF auf einem hauptsächlich von Regierungsbeamten besuchten Treffen zur Geltung zu bringen. Aus diesem Grund wird er dorthin reisen und diesen Besuch dazu nutzen, vielversprechende Kontakte mit der_ indischen Journalistengewerkschaft zu verstärken. Auf Vorschlag von L. Franke wird der GENERAL SEKRETAER versuchen, einen Kollegen aus HongKong oder von den Philippinen zur Teilnahme an dem Seminar der WIPO zu bewegen. 5.5. Berufsethik .../... C C e - 11- по 5.5.1. IJF- Verhaltenkodex 2.2.2 Der Generalsekretär erinnert an den neuen Absatz, der in der vom Kongress angenommenen Fassung in den Verhaltenskodex aufgenommen werden soll und verweist auf Punkt V d) des Tätigkeitsprogramms:" den gesamten Wortlaut des Verhaltenskodexes der IJF zu überprüfen". Nach Ansicht vieler sollte der Verhaltenskodex der IJF allgemein formuliert sein und nicht zu sehr ins Detail gehen. Es sei daran erinnert, dass eine Reihe von Mitgliedsgewerkschaften der IJF den Verhaltenskodex der Föderation übernommen haben. Der Vorstand ist der Auffassung, dass sich der Sprachgebrauch seit 1954 geändert hat und dass der Text im wesentlichen überarbeitet werden muss. Neal Swancott übernimmt die Ueberarbeitung des gegenwärtigen Kodexes und wird sie in der nächsten Vorstandssitzung vorlegen. Möglicherweise muss auch die Reihenfolge der verschiedenen Punkte geändert werden.bi 5.5.2. Colegios und Lizenz journalismus Bezugnehmend auf die Resolution des Kongresses stellt H. LARSEN fest, dass keine besondere Aktion gefordert wurde. R. GARCIA ist der Ansicht, dass dieser Bericht noch nicht abgeschlossen ist. Die Situation entwickelt sich weiter, und es sind noch nicht alle Meinungen zum Ausdruck gekommen. Er wird die Frage weiterverfolgen und beabsichtigt, einen Artikel für die" Direkt- Kurznachrichten" zu schreiben. R. MEJIA ist der Auffassung, dass dieser Bericht zu Kontroversen führt und eine mehr in die Tiefe gehende Studie erforderlich ist. Obwohl er die Kongressbeschlüsse achtet, stimmt er einer Reihe von Punkten nicht zu, die als" Hintergrund" zu der Resolution über den Lizenz journalismus aufgegriffen wurden. Er als einer der Gründer des Colegio de Periodistas in Peru kann einige Positionen nur kritisieren. Lizenzen verfehlen ihren Zweck, wenn sie nicht verpflichtend sind. Die PRAESIDENTIN schlägt vor, den Bericht als Beitrag zu dieser Debatte zu veröffentlichen. Der Generalsekretär wird gebeten, eine Einleitung dazu zu schreiben. Der VORSTAND stimmt zu und beschliesst ausserdem, die" IJF Information" zusätzlich zu den üblichen Ausgaben in französischer und englischer Sprache in Spanish zu veröffentlichen. .../... - 12- 5.5.3. Berufsgeheimnis Der Bericht über den Schutz der Quellen, den die IJF für die Unesco ausarbeitet, macht gute Fortschritte. Patricia Wilhelm von der belgischen Gewerkschaft hat den ersten Teil der Unesco vorgelegt. Sie hatte jedoch mit den üblichen Problemen zu kämpfen, da sowohl Mitgliedsorganisationen der IJF als auch andere Organisationen häufig ihren Fragebogen nicht beantworteten, den sie in 24 ausgewählte Länder in der ganzen Welt verschickt hatte. Eine Veröffentlichung dieser Studie wäre sehr interessant, da sie wertvolles Material für Journalistengewerkschaften enthält, in deren Heimatland gerade Gesetze in diesem Bereich ausgearbeitet werden( z. B. Spanien). T. MAZWAI berichtet über den Fall eine Reihe südafrikanischer Journalisten, die unter Strafandrohung vorgeladen wurden, um über ihre Quellen auszusagen. Sie sind rechtlich völlig schutzlos. Der Vorstand schlägt vor, dieses Thema unter Punkt 10.1. der Tagesordnung wiederaufzugreifen. 5.6. Berufsspezifische Umfragen 5.6.1. Freiberufliche Journalisten Der GENERALSEKRETAER erinnert daran, dass George Findlay von adder NUJ, der diese Umfrage übernommen hat, durch gesundheitliche Probleme daran gehindert wurde. Aidan White hat zugesagt, die Arbeit zu übernehmen, und ist nun bei der Ausarbeitung eines Fragebogens, der an die Mitgliedsgewerkschaften weitergeleitet wird, sobald er am Sitz der IJF eintrifft. H. CONROY verspricht, eine Aktualisierung zu fordern. 5.6.2. Aktualisierung der IAA- Studie H. LARSEN erinnert daran, dass am 5. August eine Mahnung an die Mitgliedsgewerkschaften gegangen ist, in der sie aufgefordert werden, die in der IAA- Studie" Beruf: Journalist" enthaltenen Informationen zu aktualisieren. Abgesehen von den zwei Reaktionen, die wir auf unser erstes Rundschreiben vom 24. März aus der Schweiz( FSJ) und den USA erhielten, sind nur zwei Antworten eingegangen( Finland und Schweden). Das Hintergrundmaterial für die gemeinsame Konferenz von IJF und IGF zu den neuen Technologien wird dem IAA ebenfalls für diese Studie zugesandt. 5.7. Entwicklungsländer 5.7.1. Ausschuss" 3. Welt" Y. GILLE berichtet, dass der Ausschuss seit dem Kongress nicht mehr zusammengetreten ist. Nach der Neuzusammensetzung des Vorstands, setzt sich der Ausschuss nun nur noch aus Roberto Mejía, Raimundo García und ihr selbst zusammen. Auf einen Vorschlag von W. Klinkenberg beschliesst der Vorstand, ihn auf die Präsidentin, Thami Mazwai und Lutz Franke auszuweiten. Man einigt sich darauf, dass der oder die neue Bildungsbeauftragte nicht als Mitglied sondern in seiner/ ihrer Eigenschaft als Projektbeauftragte/ r an den Versammlungen teilnehmen wird. .../... - 13- = C C bmo sib VLA b 5.7.2. Asiatisch- Pazifische Konferenz Jass 780 Unter Bezugnahme auf Punkt VII f) des Tätigkeitssprogramms der IJF berichtet Neal Swancott über ein Treffen mit führenden Mitgliedern des Journalistenverbandes Hongkong während seiner Reise nach Europa. Er legt den Vorstandsmitgliedern einen schriftlichen Entwurf für die Organisation einer Asiatisch- Pazifischen Konferenz am 24.- 27. Februar 1987 in Hongkong vor. Folgende Themen sollen dort behandelt werden: 1) berufsspezifische Themen: Zugang zu neuen Quellen, Visumbeschränkungen, andere staatliche Beschränkungen, Anwendung von Ehrenkodizes, geltende Pressegesetze, Zugang zur Beschlussfassung der Regierung, Bestimmung gemeinsamer Aktionsgebiete, Bereiche gemeinsamer Zusammenarbeit und Informationsaustausch; 2) " gewerkschaftliche" Fragen: Einführung der neuen Technologien, geltende Arbeitsverträge, Zugang von Journalistenverbänden zu Kollektiverhandlungen, Schiedsverfahren usw. Eingeladen werden sollen Hongkong, China, Südkorea, Japan, Vietnam, Macao, Taiwan, die ASEAN- Staaten( Indonesien, Malaysia, Thailand, die Philippinen, Singapur, Brunei) und Ozeanien( Australien, Neuseeland, Fidschi, Papua- Neuguinea, Hawai, Vanuatu) sowie der Bund der ASEAN- Journalisten. Die Organisatoren schlagen vor, diese Konferenz mit einer Vorstandssitzung der IJF zu kombinieren, da eine Reihe von Vorstandsmitgliedern ohnehin zu dieser Konferenz reisen werden. Die PRAESIDENTIN schlägt vor, die Frage des Sitzungsortes des Bureaus wie vorgesehen unter Tagesordnungspunkt 11.1. zu erörtern. Ch. PERLIK regt an, sich dem Vorschlag Neal Swancotts anzuschliessen und die Vorbereitungen des HKJA und des AJV zu unterstützen. Der Vorstand muss sich an den Kongressbeschluss halten. Ihm wird ein Vorschlag vorgelegt, gegen den niemand etwas einwenden kann. Der Vorstand sollte dem Urteil von Menschen vertrauen, die die Region kennen und die er selbst kennt. L. FRANKE fragt sich, ob genug Zeit zur Verfügung steht, so kurzfristig eine Konferenz dieser Art zu organisieren. Wenn die Konferenz ein Erfolg werden soll, müssen die Führer der Journalistenorganisationen in den verschiedenen Ländern einzeln angesprochen werden. Y. GILLE unterstützt den Vorschlag von Ch. Perlik und erinnert daran, dass die Konferenz gemäss dem Kongressbeschluss im Dezember 1986 stattfinden soll. Wenn die Konferenz verschoben wird, beginnen die Vorbereitungen eben auch später.und es wird nicht mehr Zeit zur Verfügung stehen als jetzt. Nach einer ausführlichen Aussprache, im Laufe derer W. Klinkenberg nicht mit den möglichen Kosten und den vorgeschlagenen Terminen einverstanden ist, geht die PRAESIDENTIN zur Abstimmung über. Ch. Perliks Vorschlag wird mit 8 gegen 2 Stimmen bei 2 Enthaltungen angenommen. .../... - - 14- Der VORSTAND einigt sich auf folgendes Verfahren: Bis zum 15. Dezember informieren die beiden ausrichtenden Gewerkschaften, HKJA und AJV, die IJF über das Echo auf ihre Einladungsschreiben. Der Vorstand überlässt die Entscheidung, ob die Teilnehmerzahl ausreichend ist und das Projekt wie vorgeschlagen weiterverfolgt werden soll, der Präsidentin und dem Generalsekretär. Bezüglich der finanziellen Beteiligung der IJF kommt man überein, dass die Teilnehmer aus der Region für ihre eigenen Unkosten aufkommen. Die IJF deckt die Kosten für die Vertreter der Föderation, die an der Konferenz teilnehmen, und wird gegebenenfalls in Sonderfällen aus helfen, aber in keinem Fall bei mehr als einem oder zwei Teilnehmern. Der Vorstand beschliesst, dass die finanzielle Beteiligung der IJF keinesfalls den Betrag von 750 000 BFR überschreiten darf. 5.7.3. Projektbeauftrager der IJF Der Vorstand beschliesst, dieses Thema unter Punkt 6 der Tagesordnung, IJF- Sekretariat und Veröffentlichungen, zu behandeln. 5.7.4. Andere Tätigkeiten Bezugnehmend auf Punkt VII a) des Tätigkeitsprogramms(" Zu der Ausarbeitung und der Einführung einer neuen Weltinformations- und kommunikationsordnung beizutragen; ihre Einführung stellt einen Entwicklungsprozess dar, der einen freien und ausgewogeneren Informationsaustausch sowie die Beachtung des Rechts auf freie und ungehinderte Berufsausübung beinhaltet;") äussert W. KLINKENBERG die Auffassung, dass der Vorstand gewährleisten muss, dass diese Aussage keine Phrase bleibt. H. LARSEN sieht in unserer Arbeit zur Unterstützung und Stärkung der Journalistenorganisationen einen Beitrag dazu. Er stellt die Frage, ob eine formelle Stellungnahme vonnöten ist. Y. GILLE weist darauf hin, dass der Ausschuss" 3. Welt" zur Ausarbeitung eines Dokuments seine Arbeitsweise ändern muss. Erster Schritt in der nahen Zukunft wird nämlich die Plannung von Ausbildungsprogrammen in Zusammenarbeit mit dem des neuen Projektbeauftragten sein. Auf Anraten von H. Larsen beschliesst der Vorstand, dass der Ausschuss" 3. Welt" in seiner ersten Sitzung erörtern soll, wie dieses Thema anzugehen ist%; B R. MEJIA gesteht zwar die Bedeutung dieses Thema ein, weist jedoch darauf hin, dass sogar in Ländern der Dritten Welt keine Einigkeit hierüber besteht. Er schlägt vor, zu der Sitzung des Ausschusses ein Papier mitzubringen, das zu diesem Thema in Lateinamerika ausgearbeitet wurde.( Zur Kenntnis genommen). Ein anderes, an den Ausschuss" 3. Welt" zu überweisendes Thema ist die Mission nach Lateinamerika. Der Bericht ist immer noch nicht ganz fertiggestellt. R. García wartet auf die Teile, die von R. Mejía geschrieben werden sollen. Die Weiterentwicklung der Vorschläge, die in diesem Bericht gemacht werden, muss von dem Ausschuss überwacht werden. .../... C - 15- 5.8. Beziehungen zu internationalen Organisationen 5.8.1. Internationale und regionale Journalistenorganisationen IJO Die IJO hat die IJF zu ihrem 10. Kongress eingeladen, der vom 20. bis zum 23. Oktober 1986 in Sofia, Bulgarien, stattfindet. Die Präsidentin und der Generalsekretär vertreten die Föderation auf diesem Treffen. Zu der Kontroverse über die Beteiligung der IJF an der Ausarbeitung" internationaler Grundsätze der Berufsethik im Journalismus", von der IJO verschiedentlich veröffentlicht, legt H. Larsen den Vorstandsmitgliedern eine Aufzeichnung des IJO- Präsidenten Kaarle Nordenstreng vor. Da der IJO- Präsident in seiner Ansprache vor dem Kongress in Helsingor das Missverständnis bedauerte, regt H. Larsen an, in einem Schreiben dieser Organisation mitzuteilen, dass wir das Bedauern dieses Missverständnisses ihrerseits zur Kenntnis genommen haben und erwarten, dass die IJF nicht länger in Zusammenhang mit diesem Dokument erwähnt wird. nezem ident Auf Anregung Ch. perliks beschliesst der Vorstand, dass die Delegation der IJF auf dem Kongress der IJO diese Bemerkung vortragen soll, um die IJO- Delegationen und unsere eigenen Mitglieder davon zu informieren. ( Angenommen) W. Klinkenberg und Rob Bakker vertreten den NVJ auf diesem Kongress. Auch der Präsident der NUJ nimmt daran teilt. Die finnische Gewerkschaft entsendet eine dreiköpfige Delegation. Wahrscheinlich wird ein Vorstandsmitglied der FNSI nach Sofia reisen. Ch. Perlik hat eine Einladung erhalten, sie aber ausgeschlagen. dpis PH. Larsen stellt mit Befriedigung fest, dass die IJO nicht daran interessiert ist, Mitgliedsgewerkschaften der IJF direkt anzusprechen. Die IJO jedoch hat es übelgenommen, dass die IJF einige ihrer Mitglieder im Rahmen der Unesco- Studie über den Schutz der Quellen direkt kontaktiert hat, als Fragebogen in eine Reihe von Ländern verschickt wurden. Kurz nach dem Kongress erhielt die IJF ein Schreiben vom Bund der ASEAN- Journalisten, in dem dieser sein Interesse an einer ausgeweiteten Zusammenarbeit insbesondere im Bereich der beruflichen Weiterbildung kund tut. Dieses Thema wird auf der Asiatisch- Pazifischen Konferenz und gegenüber dem/ der neuen Projektbeauftragten zur Sprache kommen müssen. H. CONROY berichtet über Kontakte zwischen der NUJ und der Journalistengewerkschaft Nigerias. N. SWANCOTT gibt bekannt, dass seine Gewerkschaft eine Delegation des" All China Journalists' Association" empfangen wird. .../... - 16- Beratende Versammlung internationaler und regionaler Journalistenorganisationen die Das nächste Treffen soll unmittelbar im Anschluss an den IJO- Kongress in Sofia stattfinden. Das unter der Schirmherrschaft der Unesco stattfindende und von ihr finanzierte Treffen wird sich im wesentlichen mit zwei Studien befassen: Die Auswirkungen der neuen Technologien auf die Medien und ein Ueberblick über die jüngsten Entwicklungen in bezug auf Status, Rechte und Verantwortung von Journalisten. Die Entwürfe sollen bis zu dieser Sitzung fertiggestellt sein und werden später der Unesco übergeben. In Beantwortung einer Frage von W. Klinkenberg erläutert R. MEJIA, dass die Präsenz der IJO in Lateinamerika sehr gut ausgebaut ist. Sie nimmt" Colegios", Gewerkschaften, Bildungs- und Kulturinstitute als Mitglieder auf und bringt grosse Mengen an Informationsmaterial im Umlauf. Vor kurzem ist in Lima von zwei Hauptvertretern der IJO in Peru eine Tageszeitung namens" La Voz" gegründet worden. Die IJO befasst sich mit allen Aspekten des Journalismus. Die IJF steht erst am Anfang, und ihr Einfluss in der Arbeitswelt und der Arbeitsgesetzgebung ist gleich Null. H. LARSEN betont, dass wir vorsichtig sein müssen und nicht die Arbeit der IJF als Konkurrenz zur IJO auffassen dürfen. Vielmehr müssen wir unsere eigene Auffassung von Gewerkschaftsarbeit bewahren. Wir müssen Mittel und Wege finden, höchsteffiziente gewerkschaftserfahrungen zu sammeln, und versuchen, diese an die weniger entwickelten Länder weiterzugeben. Die Verteilung von Veröffentlichungen und Informationsmaterial ist schön und gut, aber unsere grundlegende Strategie muss in der Entwicklung unserer eigenen Stärke liegen. есетяпой W. KLINKENBERG nimmt bezug auf den" unpolitischen" Charakter der IJF, der in der Satzung festgelegt ist. Die IJF ist nicht in der Lage, Nicaragua gegenüber ihre Solidarität gegen die Reagan- Politik auszudrücken. Aber wir lehnen die Apartheid ab, eine doch eindeutig politische Stellungnahme. Was die Solidarität betrifft, unterscheidet sich unsere Position von der der IJO. Wir müssen eine bessere Formel finden, um für diejenigen, die wir erreichen wollen, erfolgreicher eintreten zu können. Wir müssen dieses Image loswerden, wir würden nur für den privilegierten Westen eintreten. H. LARSEN ist mit einem wesentlichen Punkt nicht ses einverstanden. Zur Pressefreiheit, zu Gewerkschaften und Menschenrechten hat die IJF klar Position bezogen, die Apartheid eingeschlossen. Die IJF zeigt keine Schwäche, wenn es um die Philippinen oder die palästinensische Presse geht, und erwiesenermassen sind die Betroffenen mit dem Vorgehen der Föderation überwiegend zufrieden. wurde. et ( Zuc te R. GARCIA bereitet diese Diskussion Sorge. Alle nationalen gewerkschaften arbeiten in einem politischen Rahmen und jede einzelne hat ihre eigene Art, damit fertig zuwerden. Gewerkschaften können nicht aus dem politischen Umfeld eines Landes herausgehalten werden, aber diese Frage ist Sache der einzelnen nationalen Organisationen. Die IJF darf sich nicht darin einmischen. dem .../... - 17- C H. CONROY ist der Ansicht, dass Abschnitt III von wesentlicher Bedeutung ist, um so verschiedene Organisationen wie die Mitgliedsgewerkschaften der IJF zusammenzuhalten. Die PRAESIDENTIN schliesst die Debatte, indem sie bekräftigt, dass die Verschiedenheit in der IJF ihren Reichtum darstellt. Wir möchten als Föderation angesehen werden, die aus eigenem Verdienst tätig ist. 5.8.2. Zwischenstaatliche und nichtstaatliche Organisationen IBFG- IBS Im Juni 1986 fand eine informelle Sitzung der Internationalen Berufssekretariate in Genf statt. Zu den erörterten Punkten gehörten die schwierigen Verhandlungen mit dem AIIC( Verband internationaler Konferenzdolmetscher) über ein Abkommen, das bei einer bestimmten gewährleisteten Stundenzahl im Jahr reduzierte Tarife vorsieht. Der Vorstand der IJF muss zu gegebener Zeit darüber befinden, ob die IJF diesem Abkommen beitritt. Der IBFG und die IBS bereiten ein relativ kleines Treffen vor, auf dem über gewerkschaftsfeindliche Praktiken einschliesslich des Phänomens der Zerschlagung von Gewerkschaften gesprochen werden soll. Der Generalsekretär der IJF ist Mitglied des Planungsausschusses, der die Organisationen auffordern wird, 4 oder 5 Teilnehmer zu entsenden. Der Generalsekretär wird die Informationen hierzu zu gegebener Zeit weiterleiten und feststellen, welche Gewerkschaften an einer Teilnahme interessiert sind. H. CONROY verspricht, konkrete Beispiele für die Zerschlagung von Gewerkschaften in Grossbritannien aufzuzeigen. W. KLINKENBERG hofft, dass dazu auch die Versuche seitens der Regierungen und der Arbeitgeber gehören, das ganze System der Tarifverträge auszuhöhlen, um die Gewerkschaftsbewegung zu schwächen und zu zerschmettern. L. FRANKE schlägt vor, dieses Thema auf der Sitzung des Exekutivausschusses im kommenden Jahr zu erörtern und eigene Strategien zu entwickeln. N. SWANCOTT weist darauf hin, dass Informationen für die IJF sich auf die Arbeitsmarkt praktischen beziehen sollten, die Journalisten und Journalistengewerkschaften betreffen. H. LARSEN:... insofern als dies von der gesamten gewerkschaftsbewegung getrennt werden kann. Wir werden spezifische Fallbeispiele verlangen. Dieses Material soll zusammen mit dem Bericht über die IBS- Sitzung die Grundlage für eine weitere Erörterung im Exekutivausschuss darstellen. M. DOORNAERT stellt eine Zersplitterung der arbeitenden Bevölkerung fest, da immer mehr Menschen zu Hause arbeiten. Die neuen Technologien geben der Gewerkschaftsarbeit einen neuen Aspekt. …../... - 18- N. SWANCOTT: Dies bezieht auch Gesundheits- und Sicherheitsaspekte ein, da zu Hause nicht die ergonoomischen Voraussetzungen gegeben sind. IAA Die IJF dringt auf ein IAA- Treffen über die Arbeits- und Gehaltsbedingungen von Journalisten( Dreier- Konferenz), das auch die Studie " Beruf: Journalist" weiterbehandeln soll. Der Generalsekretär wurde vom IBFG davon in Kenntnis gesetzt, dass wir diesem Ziel einen Schritt nähergekommen sind: Die Leitung des IAA hat im Sommer beschlossen, eine Reihe von fünf kleineren Treffen im Zeitraum 1988-1990 abzuhalten. Ueber drei dieser Treffen ist bereits beschlossen worden. Die Entscheidung über die letzten beiden, einschliesslich dessen, was für uns von Interesse ist, wird im November fallen. Die Lobbyarbeit der IJF war erfolgreich, da sie Unterstützung des IBFG und einer beträchtlichen Reihe von Regierungsvertretern hinter sich hatte. Das Problem lag auf der Seite der Arbeitgeber. In Beantwortung einer Frage von R. FRISTER erläutert H. LARSEN, dass das Stattfinden dieser Konferenz von grosser Bedeutung ist, da der Journalismus vom IAA als Beruf von Gehalts empfängern anerkannt werden muss. R. MEJIA ist der Auffassung, dass dies ebenfalls für Länder wie das seine wichtig ist, in denen es keine nationalen Garantien zum Schutz der Journalisten gibt. R. GARCIA weist darauf hin, dass sich die Sicherheit von Journalisten nicht allein auf Schlachten und Kriegszustände beschränkt, sondern dass hier auch die reine Ausübung des Berufes in zahlreichen Ländern einbezogen werden muss. Internationale Foren müssen den Journalisten die Gelegenheit bieten, über ihre Schwierigkeiten und moralischen Einschränkungen zu sprechen, und dies insbesondere in Entwicklungsländern, in denen sie die Rolle der Verteidiger der Demokratie spielen. UNESCO H. LARSEN hat bereits zu einem früheren Zeitpunkt die beiden Studien, die wir für die Unesco durchführen, sowie die beratende Versammlung internationaler und regionaler Journalistenorganisationen erwähnt. Die IJF bemüht sich, an Unesco- Sitzungen, die für die IJF von Interesse sind. W. KLINKENBERG fargt sich, ob wir nicht eine weitere Deklaration zur Unterstützung der Unesco veröffentlichen sollen, da weitere NATO- Länder sich anschicken, die Organisation zu verlassen. H. LARSEN ist der Ansicht, dass dies auf nationaler Ebene geschehen sollte. Die Rolle der IJF besteht darin, ihre Meinung in der Unesco und anderen Sitzungen zum Ausdruck zu bringen. Der VORSTAND stimmt L. Frankes Vorschlag zu, demzufolge der Generalsekretär den Mitgliedsgewerkschaften dies in Erinnerung bringen soll, damit sie es nicht vergessen. .../... C - 19- 38 N. SWANCOTT berichtet, dass möglicherweise ein drittes A Rundtisch- Gespräch der Unesco stattfinden wird, um die Beschränkungen, die den Journalisten von ihren eigenen Regierungen auferlegt werden, zu identifizieren. IKRK H. LARSEN berichtet, dass das Internationale Komitee des Roten Kreuzes eine Reihe regionaler Seminare über Journalisten und die internationalen Menschenrechte veranstaltet hat( Kenia, Ecuador). Die Veranstaltung eines weiteren Rundtisch- Gespräches hängt von dem Verlauf der IKRK- Generalkonferenz Ende Oktober ab. H. LARSEN wird die IJF dort vertreten und unmittelbar nach seiner Teilnahme in Sofia nach Genf reisen. Der Bericht über das Seminar in Nairobi ist erhältlich, der über die Veranstaltung in Ecuador noch nicht. Ch. Perlik stellt dem Sekretariat der IJF einen Bericht zu Verfügung, der in dem amerikanischen Magazin" Editor& Publisher" erschienen ist. CA 6. IJF- SEKRETARIAT UND VEROEFFENTLICHUNGEN Der GENERALSEKRETAER berichtet, dass die Arbeitslast des Sekretariats trotz des guten Willens, den die Mitarbeiter an den Tag gelegt haben, nicht abgenommen hat. Die Mitgliedsgewerkschaften und Arbeitsgruppen vergrössern ständig dem Umfang von Schreibarbeiten, Uebersetzungen usw. Bei der Ausarbeitung des Haushalts 1987 sollten wir die Ausweitung unseres Sekretariats auf eine Halbtagsstelle in Betracht ziehen. Da der Haushalt für die Bennennung eines/ einer Projektbeauftragten eine halbe Sekretariatsstelle vorsieht, könnten wir vielleicht diese Stelle aus dem IJF- Haushalt in eine Ganztagsstelle umwandeln. 6.1. Veröffentlichungen Wie bereits gesagt, enthält die diesjährige" IFJ Information" den Bericht über den Lizenzjournalismus und die Colegios. Zum ersten Mal erscheint auch eine spanische Fassung dieser Publikation. Gewerksch Die Broschüre der IJF, die auf dem Kongress in englischer Sprache verteilt wurde, wird nun in Französisch und Spanisch übersetzt und soll bald erscheinen. H. LARSEN hat den dänischen Layouter der Broschüre gebeten, ein neues Zeichen für die IJF zu entwerfen. Ein Vorschlag, eine Erdkugel mit einem Auge, liegt dem Vorstand zur Beurteilung vor. Es erweist sich als schwierig, die Initialen der IJF, die sich in den verschiedenen Sprachen unter schiedlich zusammensetzen, zu integrieren. Die meisten Vorstandsmitglieder sprechen sich gegen das vorgeschlagene Zeichen aus, da die Bedeutung des Auges nicht eindeutig ist, da die Erdkugel auch von der IJO benutzt wird, usw. T. MAZWAI schlägt einen Ideenwettbewerb unter den Mitgliedsgewerkschaften vor, um anregendere Vorschläge zu erhalten. .../... - 20- Y. GILLE warnt davor, einen profesionnellen Graphiker zu umgehen. Ausserdem würde ein solcher Wettbewerb etwa ein Jahr dauern, so dass wir erst dann neue Briefköpfe, Titelseiten für die" Direkt- Kurznachrichten" usw. bestellen können. Dabei gehen im Moment die Vorräte zur Neige. lol sh Schliesslich beschliesst der Vorstand, dass der Generalsekretär drei oder vier verschiedene Zeichen anfordern und sie in der nächsten Vorstandssitzung vorlegen soll. 6.2. IJF- Projektbeauftragter Studie H. LARSEN möchte dem Vorstand einige Vorausinformationen zu seiner Person geben. Aus strikt privaten und persönlichen Gründen denkt er daran, am 1. Januar 1987 seine Kündigung zum beginn des Jahres 1988 einzureichen. Ihm wurde die Stelle des Chefredakteurs einer dänischen Zeitung angeboten. Er möchte betonen, dass er mit der IJF und ihren Mitarbeitern nicht unzufrieden und auch nicht desillusioniert ist, er möchte nur nach Dänemark zurückkehren. Den Vorstandsmitgliedern sind die fünf Bewerbungen für die Stelle eines/ r Projektbeauftragten übermittelt worden. Es handelt sich um folgende der Personen: Stu 1) Herrn Cleland Clavecilla, 49, Redakteur und Nachrichtensprecher im Ueberseedienst von Radio Veritas, Quezon City, Philippinen; 2) Frau Barbara Gunnell, britische Journalistin, schreibt über Entwicklungsfragen, Mitglied des Exekutivausschusses der NUJ, Bewerbung wird durch die National Union of Journalists, Grossbritannien und Irland, unterstützt%; B rabbezo 3) Herrn Neal Swancott, nationaler Sekretär des australischen Journalistenverbandes, ausgebildeter Journalist. Bewerbung wird durch den AJV unterstützt. 4) Herrn Björn Carlsson, 53, schwedischer Journalist, bei einer Gewerkschaftszeitung tätig, umfassende Erfahrung in Entwicklungsprojekten, Bewerbung wird durch die schwedische Journalistengewerkschaft unterstützt; 5) Herrn Habchi Mouldi, tunesischer Journalist, arbeitet bei der Presseagentur TAP, ehemaliges Vorstandsmitglied des tunesischen Journalistenverbandes, stellvertretender Generalsekretär der Union afrikanischer Journalisten. ad Da Neal Swancott sich auch bewirbt, bietet er an, den Raum zu verlassen. Der Vorstand nimmt diesen Vorschlag dankend an. doe legubil Ch. PERLIK teilt dem Vorstand mit, dass die leitenden Mitglieder des Vorstands sich auf den folgenden Verfahrensvorschlag geeinigt haben: AM T soll .../... C - 21- " Der Vorstand überträgt der Präsidentin, dem ersten und zweiten Vizepräsidenten, dem Generalsekretär und der Ehrenschatzmeisterin seine Vollmacht gemäss Abschnitt IX, Absatz 5, der Satzung; nach Gesprächen mit einer Auswahl von zwei Bewerbern, nämlich Neal Swancott und Barbara Gunnell, sind diese fünf Vorstandsmitglieder berechtigt, die Anstellung eines/ r Projektbeauftragten vorzunehmen." Diese beiden Bewerber wurden aufgrund ihrer besseren Voraussetzungen, das heisst aufgrund ihrer hervorragenden Erfahrungen in der Gewerkschaftsarbeit und im Journalismus, ausgewählt. W. KLINKENBERG ist mit diesem Verfahren nicht einverstanden. Hier ist die Stelle eines internationalen Vertreters und keine Verwaltungsstelle zu besetzen. Die Entscheidung muss von dem gesamten Vorstand getroffen werden. Ch. PERLIK weist darauf hin, dass das Geld zur Verfügung steht, sobald die IJF die Stelle besetzt hat. Eine Vertagung der Entscheidung auf die. nächste Vorstandssitzung würde eine angesichts der Befähigung der Bewerber unnötige Verzögerung bedeuten. R. GARCIA ist der Ansicht, dass die Stellenbeschreibung gut durchdacht sein muss. Auf jeden Fall ist die Arbeit eng mit dem Generalsekretär verbunden. Ausserdem müssen diese fünf Funktionäre der IJF dem Vorstand in seiner nächsten Sitzung über den Beschluss Bericht erstatten, wenn wir in Einklang mit der Satzung handeln wollen. Es folgt eine langwierige und schwierige Diskussion über die Art und Weise, in der diese kurze Liste aufgestellt wurde, darüber, wieviele Personen den Beschluss zu fassen haben und wie der Beschluss zu genehmigen und durchzuführen ist. Da die Mehrheit der Vorstandsmitglieder sich über die Art, in der die Liste aufgestellt wurde, unzufrieden äussert, schlägt die PRAESIDENTIN vor, unter Mitspracherecht aller Mitglieder des Gremiums und auf der Grundlage der eingegangenen fünf Bewerbungen eine neue Liste aufzustellen. Nach dieser Abstimmung enthält die Liste drei Namen: Barbara Gunnell ( 10 Stimmen), Neal Swancott( 9 Stimmen) und Björn Carlsson( 7 Stimmen). Man ist der Ansicht, dass es den beiden übrigen Bewerbern an Erfahrung in der Gewerkschaftsausbildung fehlt. Verfahren. Ch. PERLIK wiederholt seinen Vorschlag zu dem einzuschlagenden vin W. KLINKENBERG spricht sich gegen Gespräche der fünf vorgeschlagenen Vorstandsmitglieder mit den Bewerbern aus. Ihre begründete Empfehlung soll der nächsten Vorstandssitzung vorgelegt werden. Er lehnt Ch. Perliks Vorschlag als nicht mit der Satzung vereinbar ab. Die PRAESIDENTIN lässt darüber abstimmen. Der Vorstand lehnt das Argument Klinkenbergs( Satzungswidrigkeit) mit 6 gegen 1 Stimme bei 4 Enthaltungen ab. Daraufhin wird über den Zusatzvorschlag R. Garcías abgestimmt (" Der Vorstand weist die fünf Funktionäre an, in der nächsten Vorstandssitzung über ihre Entscheidung Bericht zu erstatten; diese Entscheidung wird als Beschluss des Vorstands in das Protokoll aufgenommen"). Der Vorschlag wird mit 5 gegen 2 Stimmen bei 4 Enthaltungen angenommen. .../... - 22- Der Beschluss lautet nun folgendermassen: " 1. Der Vorstand überträgt den fünf Hauptfunktionären der IJF, das heisst der Präsidentin, dem Generalsekretär, dem ersten and Vizepräsidenten, dem zweiten Vizepräsidenten und der Ehrenschatzmeisterin, seine Vollmacht gemäss Abschnitt IX Absatz 5 der Satzung; nach Gesprächen mit einer Auswahl von Bewerbern, bestehend aus Barbara Gunnell, Björn Carlsson und Neal Swancott, sind die fünf Funktionäre berechtigt, die erforderlichen Schritte zur Anstellung eines/ r Projektbeauftragten einzuleiten. 2. Der Vorstand weist die fünf Funktionäre an, in der nächsten Sitzung des Vorstands über ihre Entscheidung Bericht zu erstatten; diese Entscheidung wird als Beschluss des Vorstands in das Protokoll aufgenommen.' 11 W. KLINKENBERG spricht sich gegen die Zugehörigkeit des Generalsekretärs in diesem Auswahlgremium aus, da dieser nicht stimmberechtigt ist. Y. GILLE bekräftigt, dass der Vorstand diesen fünf Funktionären die Vollmacht erteilt hat und dass diese selbst bestimmen werden, wie in der Sache vorzugehen ist. W. KLINKENBERG fordert, seinen Widerstand aktenkundig zu machen. 7. SATZUNG DER IJF H. LARSEN stellt fest, dass eine gründliche Prüfung der geänderten Fassung der IJF- Satzung in den vier Sprachen erforderlich ist, und sagt zu, sich unverzüglich darum zu kümmern. Für den Vorstand besteht kein Anlass, eine Satzungsänderung in einem anderen Bereich vorzuschlagen. na R. GARCIA erinnert an die auf dem Kongress in Helsingør zwischen den beiden spanischen Gewerkschaften ELA und UGT geschlossene Vereinbarung. ELA und UGT befürworten, dass eine Gewerkschaft dann als" nationale Gewerkschaft" angesehen wird, wenn sie in der Lage ist, Tarifabkommen auf landesweiter Ebene auszuhandeln. In einem Schreiben des Generalsekretärs der CEOV- UGT an die ELA wird eine gemeinsame Initiative zu einem Aenderungsantrag zur Satzung der IJF vorgeschlagen. Bisher wurde dieses Schreiben noch nicht beantwortet. Sollte keine Antwort seitens der ELA eingehen, wird die CEOV- UGT allein die Initiative ergreifen. T. MAZWAI ist der Ansicht, dass wir eine Geschäftsordnung für die Sitzungen der IJF benötigen. Der GENERALSEKRETAER schlägt vor, dies mit Punkt 8 der Tagesordnung zu verbinden. OV.290 .../... - 23- 8. VERFAHRENSREGELN FUER SITZUNGEN DER IJF Auf Vorschlag von H. LARSEN soll eine kleine Arbeitsgruppe, bestehend aus Lutz Franke als letztem Vorsitzenden des Kongresses der IJF, Harry Conroy und Eila Hyppönen, die bestehenden Verfahrensregeln und die Geschäftsordnung für IJF- Kongresse und Sitzungen des Exekutivausschusses prüfen und dem Vorstand Bericht erstatten. Auf Vorschlag von R. García wird die Arbeitsgruppe auf P. Murialdi erweitert. Natürlich können sie auf die Unterstützung von Mitgliedern des Vorsitzes des letzten Kongresses zählen. 9. KONTAKTE MIT NATIONALEN JOURNALISTENGEWERK SCHAFTEN 9.1. Kontakte mit Mitgliedsgewerkschaften der IJF US S bru Bundesrepublik Deutschland eni obawda L. FRANKE informiert den Vorstand kurz darüber, dass wenige Zeit nach dem Kongress sein Landesverband, der Südwestdeutsche Journalisten- Verband( SWJV), aus dem Bundesverband DJV ausgeschlossen wurde, da der SWJV beschlossen hatte, der kürzlich in der Bundesrepublik gegründeten IG Medien beizutreten, der die IJF- Mitglieder DJU und RFFU angehören. Die deutschen Gewerkschaften haben vereinbart, die IJF nicht in diesen internen Streit hineinzuziehen. Der Generalsekretär wird über die weiteren Entwicklungen auf dem laufenden gehalten. BRO 9.2. Andere Länder 9.2.1. Indien ( Bericht zur Kenntnis genommen) Auf einer Exekutivausschusssitzung der Journalistengewerkschaft Indiens( NUJ) in diesen Sommer wurde beschlossen, die Verbindungen zur IJF zu intensivieren. Der Generalsekretär erhielt eine Einladung nach Indien, um dort bestimmte Fragen zu erörtern. Er wird diese Reise mit seiner Teilnahme an dem WIPO- Seminar über Urheberrecht im November in Neu Dehli verbinden. 9.2.2. Frankreich -C SNJ - W. KLINKENBERG glaubt, da die IJF nun ihre eigene europäische Arbeitsgruppe hat ein wesentlicher Kritikpunkt der SNJ an der IJF war das Fehlen einer solchen Gruppe-, dass erneut versucht werden sollte, die SNJ zu einer Zusammenarbeit mit der Föderation zu bewegen. H. LARSEN ruft alle Mitgliedsgewerkschaften, die noch in Kontakt mit der SNJ stehen( Italien, Grossbritannien und Irland,...) auf, sich den Bemühungen um eine Wiederherstellung der Beziehungen zwischen der SNJ und der IJF anzuschliessen. 10. PRESSEFREIHEIT 10.1. Südafrika .../... - 24- 02 T. MAZWAI berichtet zunächst über seine eigenen Schwierigkeiten, zu dieser Vorstandssitzung zu reisen. Die Ausweispapiere, die er bereits vor einigen Monaten beantragt hatte, wurden ihm mit Absicht erst am allerletzten Tag vor seiner Abreise ausgehändigt, so dass er kein Visum mehr für Belgien erhalten konnte. Es gelang ihm schliesslich, das Flugzeug ohne Visum zu besteigen. Die gemeinsamen Bemühungen von IJF und IBFG ermöglichten ihm dann die Einreise nach Belgien. Die südafrikanischen Behörden geben sich jede erdenkliche Mühe, Gewerkschafter und Journalisten daran zu hindern, ins Ausland zu reisen und die Wahrheit über die Situation in Südafrika zu sagen. Seine Ausweispapiere sind nur einen Monat lang gültig, und dies auch nur für Belgien. Er regt an, dass die Mitgliedsgewerkschaften der IJF der MWASA Einladungen zu verschiedenen Veranstaltungen schicken, so dass die südafrikanischen Behörden durch die Beantragung von Pässen für alle möglichen Länder unter Druck gesetzt werden können. Was die allgemeine Situation in seinem Land betrifft, so sitzen zum Zeitpunkt der Vorstandssitzung immer noch sieben Journalisten im Gefängnis. In Südafrika sind die Informationsquellen nicht gesetzlich geschützt, und unter Strafandrohung vorgeladene Journalisten haben nur die Wahl, entweder ins Gefängnis zu gehen, oder mit den Behörden zusammenzuarbeiten und das von der schwarzen Gemeinde in sie gesetzte Vertrauen zu verlieren. Die Zeitungen dürfen über das Vorgehen der Sicherheitskräfte nicht berichten. Das vage Verbot der Veröffentlichung" subversiver Erklärungen" überlässt die Entscheidung, ob etwas subversiv ist oder nicht, den Zeitungen. Die Polizei ist ermächtigt, Journalisten aus allen Teilen des Landes auszuweisen. Die Tageszeitung für schwarze Leser," The Sowetan", wurde zweimal aus den Kiosken entfernt. Den Zeitungen ist es verboten, die Namen von Verhafteten zu veröffentlichen, obwohl fast 1 000 Gewerkschafter festgenommen wurden. Das MWASA- Mitglied Kutumela wurde von der Sicherheitspolizei ermordet. Seforde Zu dem Mtimkulu- Mayet- Fonds schlägt er vor, einen Ausschuss von Vertretern der MWASA und der SASJ zu bilden, die in Zusammenarbeit mit einem Vorstandsmitglied über die Verwendung der Gelder in Notfällen entscheiden können. H. LARSEN berichtet, dass seit dem letzten Kongress eine Reihe von Aktionen in enger Zusammenarbeit mit den beiden südafrikanischen Mitgliedern durchgeführt worden ist. Vor einem Monat wurde eine gemeinsame Erklärung in Brüssel und in Johannesburg veröffentlicht, die vom Generalsekretär und von dem Regionalberater für Afrika, T. Mazwai, unterzeichnet war. Was den Mtimkulu- Mayet- Fonds angeht, haben die Mitglieder der IJF Schreiben mit der Bitte um Spenden für diesen Fonds erhalten, der nun fast leer ist. Norwegen, Dänemark und die Schweiz haben bereits geantwortet. Die schwedische TCO spendet 100 000 Skr für den Fonds. Im Moment ist die IJF dabei, diesen Fonds aufzubauen, um dann in der Lage zu sein, auf dringende Anforderungen schnell zu reagieren. Es muss geprüft werden, auf welche Art und Weise das System am effizientesten funktionieren kann. ve LI .01 .../... C C Teb -25T. MAZWAI glaubt, dass er als Mitglied des Vorstands jegliche Unterstützung braucht, um aktiv zu bleiben und nicht zu einem Strohmann zu werden. Ausserdem werden bestimmte Personen ständig schikaniert, und ihre Angehörigen benötigen moralische Unterstützung. Aus diesen Gründen gibt er die private Telefonnummer von Joe Thloloe und ihm selbst an. H. LARSEN erinnert daran, dass T. Mazwai eines der IJF- Mitglieder ist, das die Pressekonferenz abhalten soll. 10.2. Chile R. GARCIA hat Informationen aus erster Hand von in Spanien im Exil lebenden chilenischen Journalisten erhalten. Auch die IJF hat Informationen aus verschiedenen Quellen erhalten. Der Vorstand verabschiedet einstimmig die folgende Resolution, die später auf der pressekonferenz vorgestellt wird: asdoains ประท้วง ปี ais AIDA Bussb drow] 109 die folg Dep. Vo " In seiner Sitzung vom 30. September bis zum 2. Oktober verurteilt der Vorstand der Internationalen Journalisten- Föderation die jüngste Welle der Unterdrückung und des Terrors gegen chilenische Journalisten. Das Vorgehen des Pinochet- Regimes seit der Verkündung des Belagerungszustands vor einem Monat zielt eindeutig darauf ab, das, was von den freien Medien und dem Recht auf freie Meinungsäusserung in diesem Land übriggeblieben ist, zum Schweigen zu bringen. Zu den Akten der Unterdrückung zählen: für die Der Mord an José CARRASCO TAPIA, redakteur für Ausland snachrichten des Wochenmagazins" Análisis" und einer der Führer des Colegio Metropolitano de Periodistas. Zusam nis ad OLI sib Die Inhaftierung von Gonzalo FIGUEROA, Chefredakteur des Magazins" Cauce", und von mindestens sieben weiteren Journalisten dieses Magazins. Die Inhaftierung von Alejandro GUILLIER, Journalist bei dem Magazin" Hoy". Die Inhaftierung des Journalisten und Fotografen Nelson ARAMBURU SOTO, Korrespondent des Züricher Wochenmagazins " Wochenzeitung"( WOZ), durch den chilenischen Geheimdienst. Die Beschlagnahmung und die Aussetzung der Veröffentlichung der Magazine" Análisis"," Apsi"," La Bicicleta"," Fortin Mapocho" und" Hoy". Die Schliessung von vier Rundfunksendern, darunter das in Santiago ansässige" Radio Chilena". Die Schliessung der Büros der Nachrichtenagenturen" Reuter" und" ANSA" nach Beschuldigungen," tendenziöse Informationen ins Ausland zu übermitteln".( Das Büro der" ANSA" durfte inzwischen wieder geöffnet werden). ……./ ….. - 26- Die Morddrohungen gegen mindestens 30 chilenische Journalisten, darunter viele Führer des Colegio de Periodistas de Chile und des Colegio de Periodistas de Santiago. Viele dieser Journalisten halten sich aus Angst um ihr Leben versteckt. Eine Reihe ausländischer Korres podnenten hat ähnliche Drohungen erhalten. der Der Vorstand der Internationalen Journalisten- Föderation verurteilt diese Akte der Unterdrückung aufs Schärfste; s fordert die sofortige und gründliche Untersuchung der begangenen Verbrechen und die Verurteilung und Bestrafung der Täter; fordert die unverzügliche Freilassung der inhaftierten Journalisten; fordert die Erlaubnis zur l Wiederheröffnung der geschlossenen Veröffentlichungen, Rundfunksender und Nachrichtenagenturen; fordert schliesslich einen sofortigen und angemessenen Schutz für diejenigen Journalisten, deren Leben bedroht wurde. Der Vorstand gibt seiner Solidarität mit allen chilenischen Kollegen Ausdruck, die für das Recht auf Ausübung ihres Berufes in Freiheit und Sicherheit kämpfen, und versichert ihnen die Unterstützung der Föderation in diesem Kampf.' 10.3. Nicaragua ist Der Generalsekretär erinnert daran, dass die IJF ein Protesttelegramm gegen die Schliessung von" La prensa" nach Nicaragua entsandt hat; 10.4. Paraguay R. GARCIA und das" Committee to Protect Journalists" haben Informationen über die Beeinträchtigung der Journalistengewerkschaft in Paraguay erhalten. Nach Absprache mit dem Generalsekretär hat R. GARCIA ein Schreiben an die Gewerkschaft verfasst, bisher jedoch noch keine Antwort darauf erhalten. 10.5. Polen Der Generalsekretär berichtet über den Protest, den die IJF in einer Reihe von Fällen, in denen polnische Journalisten verhaftet wurden, geäussert hat. Soweit der Föderation bekannt ist, wurden die meisten von ihnen im Rahmen der jüngsten Generalamnestie freigelassen. 10.6. Der Fall Daniloff et 100 Dieser Fall fand ein grosses Echo in den Medien. Die IJF hat ein formelles Protestschreiben an Gorbatschow gesandt und ein Schreiben an die IJO verfasst. Der Vorstand verabschiedet einstimmig die folgende Resolution, die später auf der Pressekonferenz verlesen wird: ab: .../... -27- " Der Vorstand der IJF begrüsst es, dass am Abend vor Beginn seiner Sitzung vom 30. September bis zum 2. Oktober der amerikanische Journalist Nicholas DANILOFF aus der schrecklichen und ungerechtfertigten Inhaftierung und Haft entlassen wurde, so dass er nun in der Lage ist, seinen beruflichen und privaten Angelegenheiten nachzugehen. Erneut bekräftigt die IJF, dass sie jede Nation verurteilt, die die Beeinträchtigung des Journalismus und der Journalisten als Instrument internationaler Politik gebraucht oder toleriert". 10.7. Der Fall Thomas RONSE Der Vorstand veröffentlicht die folgende, einstimmig vom Vostand angenommene Presseerklärung: 03 Der Vorstand der IJF bedauert, dass der belgische Journalist Thomas RONSE am 25. September durch die Einwanderungsbehörden der Vereinigten Staaten fesgenommen wurde, obwohl er im Besitz eines gültigen Pressevisums zur Einreise in dieses Land war. Obwohl er später wieder freigelassen wurde, hat man ihn und seine persönlichen Sachen intensiv durchsucht und ihn am Freitag, dem 3. Oktober wieder vor die Behörden zitiert, um eine Erklärung über einige in seinem Besitz befindliche Veröffentlichungen und Artikel, von denen er selbst nichts geschrieben hatte, abzugeben. Ronse, belgischer Bürger, ist in den Vereinigten Staaten als Korrespondent für die belgische Tageszeitung" De Morgen" und die niederländische Tageszeitung" Het Vrije Volk" tätig. Der Vorstand der IJF dringt darauf, dass der amerikanische INS ( Immigration& Naturalisation Service= Einwanderungs- und Einbürgerungsdienst) Ronse in Zukunft unbehelligt lässt, damit er seinen beruflichen und privaten Angelegenheiten nachgehen kann, und sich bei ihm für die Unannehmlichkeiten und die Demütigung in Zusammenhang mit diesem Zwischenfall entschuldigt. Dies wird man doch kabe von einer Regierung erwarten dürfen, die erst vor kurzem dazu aufrief, die UdSSR weltweit wegen der Verhaftung des Journalisten Nicholas Daniloff zu verurteilen". 10.8. Südostasien Auf Vorschlag von Neal Swancott verabschiedet der Vorstand einstimmig die folgende Resolution: In seiner Sitzung vom 30. September bis zum 2. Oktober 1986 in Brüssel, Belgien, bringt der Vorstand der IJF seine tiefe Beunruhigung über die alarmierende Verschlechterung der Pressefreiheit in der ASEAN- Region in den vergangenen Monaten zum Ausdruck. .../... - 2810 Insbesondere protestiert der Vorstand gegen die Ausweisung zweier Journalisten des" Asian Wall Street Journal" aus Malaysia und das dreimonatige Verbot dieser Publikation. Diese Massnahme wurde nach der Veröffentlichung von Faktenmaterial über wirtschaftliche ahodne Ereignisse ergriffen. Ferner nimmt der Vorstand mit Enttäuschung die fortgesetzte Weigerung der indonesischen Regierung, australischen Journalisten Einreisevisa zu erteilen, sowie die fortgesetzten Beschränkungen der Verteilung von Zeitungen in Singapur zur Kenntnis. Der Vorstand ruft die Mitgliedsgewerkschaften auf, ein wachsames Auge auf Bedrohungen der Pressefreiheit und der Bewegungsfreiheit von Journalisten in der ASEAN- Region zu haben und entsprechend für die bad Kollegen in dieser Region einzutreten". 11. KUENFTIGE SITZUNGEN DER IJF 11.1. Vorstandssitzung, Frühjahr 1987 Im Namen der FNSI lädt P. MURIALDI den Vorstand nach Rom ein. W. KLINKENBERG schlägt vor, die Einladung anzunehmen. H. CONROY erinnert daran, dass eine Einladung vorliegt, die Vorstandssitzung im Hongkong abzuhalten. Wegen vorhergehender Bemerkungen möchte er erst eine Grundsatzfrage klären. Sollte der Vorstand während des Zeitraums zwischen zwei Kongressen nicht in beiden Erdhälften zusammentreten? Wenn wir weiterhin den Grundsatz verfolgen, zwei Tagungen in Brüssel abzuhalten, ist es doch nichts weiter als fair, wenn wir eine Einladung aus dem" Norden" und eine Einladung aus dem" Süden" annehmen. N. SWANCOTT unterstützt H. Conroy und stellt klar, dass die andere Sitzung ebenfalls in Brüssel stattfinden würde, wenn keine Einladung vorläge. L. FRANKE möchte von P. MURIALDI erfahren, ob die italienische Einladung auch noch für die Herbstsitzung 1987 gilt, falls wir im kommenden Februar nach Hongkong gehen sollten. P. MURIALDI bestätigt, dass die Einladung, die er überbringen soll, für das Frühjahr 1987 gilt. Natürlich kann er diese Angelegenheit.01 dem Exekutivausschuss der FNSI unterbreiten, der höchstwahrscheinlich die Einladung für diesen späteren Zeitpunkt erneuern wird. Zeit und Geld stellen für einige Mitglieder hinsichtlich der Entscheidung für Hongkong ein Problem dar, obgleich sie den Wert des Vorschlags von H. Conroy anerkennen. W. KLINKENBERG spricht sich aus finanziellen Gründen entschieden gegen Hongkong aus. 130 Die PRAESIDENTIN fasst zusammen und fragt zunächst, ob Uebereinstimmung in der von H. Conroy aufgeworfenen Grundsatzfrage besteht. Der Vorstand stimmt einstimmig zu. .../... - 29- Daraufhin beschliesst der Vorstand, dass die Frühjahrssitzung in Hongkong stattfinden wird für den Fall, dass die Präsidentin und der Generalsekretär am 15. Dezember 1986 die Zahl der für die Asiatisch- Pazifische Konferenz eingeschriebenen Teilnehmer für ausreichend erachtet, diese Konferenz stattfinden zu lassen. Das Sekretariat der IJF wird Erkundigungen über Ermässigungen für Reisen von Europa nach Hongkong einziehen. Der VORSTAND bittet P. Murialdi, seiner Gewerkschaft für ihre Einladung zu danken und ihr gegenüber die Hoffnung des Vorstands auszudrücken, dass die FNSI ihre Einladung für die Herbstsitzung 1987 erneuert, falls die Vorstandssitzung im Februar in Hongkong stattfinden sollte. Der VORSTAND weist ausserdem die Ehrenschatzmeisterin an zu prüfen, ob eine Möglichkeit besteht, die Kosten aller Mitglieder für die Teilnahme an Vorstandssitzungen auszugleichen. 11.2. Exekutivausschusssitzung 1987 L. FRANKE berichtet, dass die bundesdeutschen Gewerkschaften Probleme hatten, für Mai Unterkünfte in Berlin zu reservieren. Die Vorbereitungen sind jedoch nun abgeschlossen und die Termine festgesetzt: Sonntag, 17. Mai 1987: Vorstandssitzung Montag, 18. Mai- Freitag, 22. Mai 1987: Exekutivausschusssitzung. Die vorläufigen Hotelbuchungen für die Teilnehmer gelten bis Freitag morgen. Nähere Einzelheiten werden zu gegebener Zeit mitgeteilt. 11.3. Weltkongress 1988 * Friedrich Ebert Bonn Ballothek Gumns Der Generalsekretär berichtet, dass er ein Schreiben von der österreichischen Gewerkschaft erhalten hat, in der diese mitteilt, dass sie nicht, wie ursprünglich geplant, in der Lage ist, den Weltkongress 1988 auszurichten, da sie gebeten wurde, die Journalistenkonferenz in Zusammenhang mit der Folgekonferenz von Helsinki 1987 zu organisieren. Die Gewerkschaft sieht sich nicht in der Lage, zwei grössere Veranstaltungen innerhalb so kurzer Zeit zu organisieren. Sie wiederholt die Einladung für 1990 und hofft, dass die niederländische Gewerkschaft in Zusammenarbeit mit den belgischen und deutschen Kollegen die Ausrichtung 1988 übernehmen kann. W. KLINKENBERG ist bereit, sowohl die finanziellen als auch die organisatorischen Möglichkeiten zur Veranstaltung des Kongresses zu prüfen. Sollte der NVJ den Kongress allein ausrichten, wird er möglicherweise Amsterdam und nicht Maestricht als Ort vorziehen. Er verspricht, den Generalsekretär zu informieren, sobald er nähere Informationen zur Verfügung hat. 12. VERSCHIEDENES W. KLINKENBERG erinnert daran, dass der Kongress den Vorstand angewiesen hat, seine Arbeit hinsichtlich eines Systems gestaffelter Mitgliedsbeiträge fortzusetzen. Dieser Punkt wird in die Tagesordnung der nächsten Vorstandssitzung aufgenommen. br Entsch Vorschlags dinanatete Vors ier Уздон 典 Aegnugi bal cate nedeixis sdagen der us gaubsfai 26b09dbbusaus heit von die IsoMania do gda nun docht bis Заздон sid 2.IL zob 3im bain sib seab alsvens gaugeV OV Ф 2 5 Centimetres Inches Blue # C9C9FF # 0000FF 7 8 10 11 12 13 14 15 16 17 5 Sachverständigen- Zubehör.de Cyan Green Yellow Red Magenta White Grey Black # C0E5FC # 009FFF # 759675 # 008B00 # FFFFC7 # FFFF00 # FFC9C9 # FF0000 # FFC9FF # FF00FF #FFFFFF # 9D9E9E # D9DADA # 5B5B5B # 000000 Color chart 11 Centimetres Inches 7 2 8 Grayscale 6 10 11 12 13 14 15 16 17 C Y M Sachverständigen- Zubehör.de 11 12 13 14 0% 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 50% 18% 100%