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Helfer in der Not oder Entwicklungsblockade? : Der Internationale Währungsfonds in Serbien
Entstehung
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PERSPEKTIVE| FES BELGRAD Helfer in der Not oder Entwicklungsblockade? Der Internationale Währungsfonds in Serbien BOJAN LADJEVAC Juli 2012 n Für Serbien ist der IWF keine Krisenfeuerwehr, die im letzten Augenblick zum Einsatz kommt; vielmehr begleitet der IWF das Land seit dem Beginn der Demokratisierung im Jahre 2000. Nach den Jahren der Kriege und Embargos trug der IWF maßgeblich dazu bei, dass Serbien wieder in die internationale wirtschaftliche Gemeinschaft auf­genommen wurde. n Als Serbien 2006 zum ersten Mal in seiner Geschichte einen Haushaltsüberschuss erwirtschaftete, zog sich der IWF aus dem Land zurück. Er war jedoch schnell wieder da: Als Serbien 2008 von der globalen Finanzkrise angesteckt wurde, trug der IWF 2009 mit einem Beistandsabkommen dazu bei, dass das lokale Bankensystem nicht unter der Wucht der Krise zusammenbrach. n Der IWF hat aber in Serbien nicht nur die Grundlage für wirtschaftliches Wachstum (in den Jahren 2001 bis 2007) gelegt, sondern auch für die Defizite eines Wachstums ohne Exporte, ohne Industrie und ohne Beschäftigung, dessen mangelnde Nachhal­tigkeit in der Krise deutlich wurde.