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Alles exzellent? - Die Zukunft des Wissenschaftssystems : Ergebnisse einer Veranstaltung des Netzwerk Exzellenz an Deutschen Hochschulen, Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin, 11. November 2015
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Angela Borgwardt Alles exzellent? Die Zukunft des Wissenschaftssystems Ergebnisse einer Veranstaltung des Netzwerk Exzellenz an Deutschen Hochschulen, Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin, 11. November 2015 Am 29.1.2016 werden die Ergebnisse der Evaluie­rungskommission der Exzellenzinitiative veröffent­licht. Schon seit Dezember 2014 steht fest, dass die Ex­zellenzinitiative von Bund und Ländern weitergeführt werden soll. Die große Koalition will dafür mindestens 4 Mrd. Euro von 2018 bis 2028 zur Verfügung stellen, eine weitere Milliarde für die Verbesserung der Kar­rierechancen junger Wissenschaftler_innen. Welche Vorschläge gibt es aktuell für die konkrete Ausgestal­tung, welche Aspekte sollten berücksichtigt werden? Die Exzellenzinitiative von Bund und Ländern wird 2017 auslaufen. 1 Mit dem Programm wurden verschie­dene Ziele verfolgt: die universitäre Spitzenforschung zu stärken, die deutschen Universitäten international sichtbarer und konkurrenzfähiger zu machen, die Pro­filbildung und Strategiefähigkeit der Hochschulen zu unterstützen, für den wissenschaftlichen Nachwuchs mehr Stellen und bessere Arbeitsbedingungen zu schaffen sowie die Kooperationsstrukturen zwischen Universitäten und außeruniversitären Forschungsein­richtungen zu verbessern. Im Dezember 2014 haben Bund und Länder in einem Grundsatzbeschluss festgelegt, dass die Erfolge der Exzellenzinitiative in einem Nachfolgeprogramm ver­stetigt werden sollen. Die neue Bund-Länder-Initiative soll die deutschen Hochschulen weiter stärken, indem wissenschaftliche Spitzenleistungen, Profilbildungen und Kooperationen im Wissenschaftssystem geför­dert werden. 2 Die große Koalition hat sich im April 2015 darauf geeinigt, dafür mindestens 4 Mrd. Euro von 2018 bis 2028 also mindestens 400 Mio. Euro pro Jahr zur Verfügung zu stellen. Mit einer weite­ren Milliarde über den gleichen Zeitraum wollen Bund und Länder gemeinsam die Karrierechancen junger Wissenschaftler_innen in einemPakt für den wissen­schaftlichen Nachwuchs verbessern und neue Karri­erewege fördern. Die Neugestaltung der Exzellenzinitiative stellt eine erhebliche Herausforderung dar, da sich alle 16 Bun­desländer untereinander und mit dem Bund einigen müssen und dies in einem relativ kleinen Zeitfen­ster für Abstimmung und Entscheidungsfindung. Aktuell werden die Auswirkungen der Exzellenzini­tiative durch die Imboden-Kommission 3 evaluiert, die Ergebnisse werden im Januar 2016 erwartet. Bis Sommer 2016 soll der Gemeinsamen Wissenschafts­konferenz(GWK) ein Vorschlag zur konkreten Aus­gestaltung der neuen Förderperiode der Exzellenzini­tiative vorgelegt werden. Um trotz des Zeitdrucks zu einem fundierten Ergebnis zu kommen, diskutierten Wissenschaftler_innen und Politiker_innen am 11. November 2015 auf der KonferenzAlles exzellent? Die Zukunft des Wissenschaftssystems über die Frage, wie die neue Exzellenzinitiative ausgestaltet werden sollte und welche Aspekte bei der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses besonders be­rücksichtigt werden sollten.