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Gesundheitsreform in Deutschland : sind Elemente aus anderen Ländern Europas übertragbar auf unsere Reform? ; Eine Fachkonferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung, Gesprächskreis Arbeit und Soziales, am 7. April 2003 in Berlin
Entstehung
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Vorbemerkung Sind Elemente des Gesundheitswesens aus anderen Ländern Europas übertragbar auf die geplante Gesundheitsreform in Deutschland? Es ist bereits seit längerem zu beo­bachten, dass sich Überlegungen zur einer Reform unseres Gesundheitswesens an den Systemen des Auslandes orientieren. Allerdings hat sich in jüngster Zeit die Einsicht durchgesetzt, dass nur noch einige wenige Länder entscheidende Anregungen für die Reformbemühungen in Deutschland liefern könnten. Staaten mit einer rein privaten Ver­sicherungslösung oder eines vollständig staatlich organisierten Gesundheitswesens spie­len in der Diskussion in Deutschland keine Rolle mehr. Die gegenwärtige Aufmerksamkeit ist insbesondere auf Elemente des Gesundheitssys­tems der Schweiz, der Niederlande und Frankreichs gerichtet. Deshalb hatte die Fried­rich-Ebert-Stiftung im Rahmen ihres Gesprächskreises Arbeit und Soziales Repräsentan­tinnen und Repräsentanten aus diesen Ländern darum gebeten, zentrale Leistungs- und Finanzierungsaspekte ihres Gesundheitswesens auf einer Veranstaltung im April dieses Jahres in Berlin vor deutschen Experten und Expertinnen vorzutragen und mit ihnen zu diskutieren. Wir haben Herrn Dr. Markus Schneider, BASYS Beratungsgesellschaft für angewandte Systemforschung in Augsburg darum gebeten, einen zusammenfassenden Überblick über die Vorträge aus der Schweiz, den Niederlanden und Frankreichs zu erstellen. Die Zusammenfassung ist in diesem Papier abgedruckt. Sie ist ergänzt durch die Einfüh­rungsrede, die die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Gudrun Schaich-Walch, MdB, auf der Veranstaltung des Gesprächskreises Arbeit und Soziales gehalten hat. In dieser Rede sind die zentralen Fragestellungen angeführt, die auf der Gesprächskreisveranstaltung an die Referentin und die Referenten aus dem Ausland ge­richtet wurden. Dr. Ursula Mehrländer Leiterin des Gesprächskreises Arbeit und Soziales der Friedrich-Ebert-Stiftung Peter König Referent für Sozialpolitik 3