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Klarer Sieg des "Uribismo" : aktuelle Situation und künftige Herausforderungen nach den kolumbianischen Kongresswahlen im März 2006
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QK=^éêáä=OMMS= Klarer Sieg des ‚Uribismo Aktuelle Situation und künftige Herausforderungen nach den kolumbianischen Kongresswahlen im März 2006 Staatspräsident Álvaro Uribe Vélez und die ihn unterstützenden Parteien sind die eindeutigen Gewinner der Parlamentswahlen. Die neugegründete uribistische ‚Partido de la U von Juan Manuel Santos stellt im ersten Wahlantritt die stärkste politische Kraft. Die Konservative Partei wird nach erfolgreichem Modernisierungsprozess die zweite Kraft in der Regierungskoalition. Die traditionell erfolgreiche Liberale Partei fährt dasschlechteste Ergebnis ihrer Geschichte ein; Parteichef und Ex-Präsident César Gaviria erwägt Rücktritt. Der liberale Dissident Germán Vargas Lleras, der Uribe unterstützt, erzielt mit seiner Partei ‚Cambio Radical einen Überraschungserfolg. Carlos Gaviria schlägt bei der internen Abstimmung des ‚Polo Democrático Alternativo überraschend und klar den Favoriten Antonio Navarro Wolff. ‚Neue Spielregeln der politischen Reform von 2003 verkomplizieren das Abstimmungsverfahren. Die erfahrungsgemäß niedrige Wahlbeteiligung entzieht dem schwachen politischen System Kolumbiens die notwendige demokratische Legitimationsbasis. Es findet eine Konsolidierung der politischen Parteien statt, die unabhängigen Kandidaten werden dagegen abgestraft. Internationale Wahlbeobachter bescheinigen Transparenz und Korrektheit. Sie sprechen von denruhigsten Wahlen seit Jahrzehnten. Wahlausgang Der Sieger der kolumbianischen Kongresswahlen am 12. März 2006 stand nicht zur Wahl: Staatspräsident Álvaro Uribe Vélez. Mit rund 60% Unterstützung im Senat ist er bestens gerüstet für die anstehenden Präsident­schaftswahlen am 28. Mai und kann im sehr wahrscheinlichen Falle seiner Wiederwahl mit einer komfortablen Mehrheit regieren. Uribes Koalition, bestehend aus den Parteien Ł ÇÉ= ä~=, den Konservativen,`~ãÄáç= o~ÇáÅ~ä und den Kleinparteien ^i^= Ó= Ł bèìáéç=`çäçãJ Äá~åçÛ bzw.`çäçãÄá~= aÉãçÅêíáÅ~Û konnte 61 der 102 Senatssitze erringen. Im Repräsentantenhaus sicherte sich der Ł rêáÄáëãçÛ 93 der 166 Mandate. Mit 20 Senatoren wird dabei die vier Monate vor den Kongresswahlen gegründete ‚Partido de la U von Juan Manuel Santos die stärkste Fraktion im Senat stellen und mit 30 Abgeordneten im Repräsentantenhaus vertreten sein. U steht dabei offiziell fürUnion, das Missverständnis, U als Uribe zu lesen ,war allerdings intendiert. Uribes Image, ein höchst professioneller Marketing Wahlkampf und dass sie eine ganze Reihe ehemaliger liberalerWahlbarone an sich binden konnte, führten zum Erfolg. Die Konservative Partei, deren Profil als Partei kaum noch sichtbar ist, konnte wegen ihres bedingungslosen Uribe-Gehorsams ihre Senats-