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Frauen in der Obama-Administration : mit Zuhören und dem Reset-Knopf zu einer neuen Politik
Entstehung
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Frauen in der Obama-Administration Mit Zuhören und dem Reset-Knopf zu einer neuen Politik Dem Internationalen Frauentag wurde in den USA nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Die Verleihung der von Condoleezza Rice initiierten International Women of Courage Awards, bei der Michelle Obama und Hillary Clinton Frauen für ihr mutiges Handeln mit einem Preis auszeichneten, ging ebenso in der Öffentlichkeit unter wie die Verordnung Barack Obamas zur Gründung eines dem Weißen Haus angegliederten Rates für Frauen und Mädchen. Dieser Rat könnte eine große Bedeutung haben, denn damit erhält Gleichberechtigung eine hohe Priorität auf der politischen Agenda, die bisher stark von der Finanzkrise geprägt ist. Für Aufsehen wiederum sorgte das Titelbild eines konservativen Politikmagazins, welches die drei Frauen der Obama Administration Hillary Clinton, Susan Rice und Janet Napolitano alsObamas Angels in Anlehnung an die FernsehserieCharlies Angels zeigte. Die Verleger mussten dafür Kritik hinnehmen und sich den Vorwurf gefallen lassen, Frauen nicht Ernst zu nehmen, An dem Fortschreiten der Arbeit der weiblichen Regierungsmitglieder hinderte dieses Titelbild nichts. Mit US-amerikanischem Pragmatismus wird an einer neuen Politik gearbeitet, damit der versprochene Wandel stattfinden kann. Eine neue politische Kultur ist mit der Amtseinführung Obamas am 20. Januar in das Weiße Haus eingezogenlistening zuhören lautet die neue Prämisse der Innen- wie Außenpolitik. Clintons erster Besuch zum Zuhören führte sie nach Asien, denn die US-Chinesischen Beziehungen stellen die wichtigsten bilateralen Beziehungen zu Beginn des 21. Jahrhunderts dar. Besonders freundlich zuhören musste Clinton vor allem, um die US­Schuldenverschreibung in China trotz der Finanzkrise beibehalten zu können. Mit Russland wurden zunächst keineKleinigkeiten wie die Menschenrechtslage besprochen, sondern ein Neubeginn zwischen Washington und Moskau sollte in Brüssel gefeiert werden. Seitdem Clinton dem russischen Außenminister Sergej Lawrow einen roten Reset-Knopf schenkte, gestaltet sich die Verbindung vom Kreml zum Weißen Haus besser. Die Forderung nach neuen Mitgliedern in der NATO brachte Clinton freundlich aber bestimmt den russischen Partnern bei, ohne dabei die Beziehungen wie zu Bush Jr. Zeiten gefrieren zu lassen.