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Religiöser Pluralismus und Toleranz
Entstehung
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POLICY Nr. 38 Politische Akademie Religiöser Pluralismus und Toleranz Unseremodernen Gesellschaften sind pluralistisch. Verschiedene Ethnien, Ange­hörige unterschiedlicher Nationen, Reli­gionen und Kulturen leben zusammen. Dieses Zusammenleben verläuft nicht kon­fliktfrei, die Gründe hierfür sind vielfältig. Wir fragen danach, welche Rolle die Reli­gion im Pluralismus spielt: Behindert sie ihn, fördert sie ihn, trägt sie zum friedli­chen Zusammenleben bei oder entfacht sie durch ihre Wahrheits- und Gestaltungs­ansprüche Verfeindungen? Brauchen Reli­gionen einen inneren Pluralismus, um in der Gesellschaft pluralismusfähig zu sein? Der säkulare Staat akzeptiert religiösen Pluralismus durch die Gewährleistung von Religionsfreiheit. Sie gilt für alle Religionen und Weltanschauungen gleichermaßen. Doch Religionsfreiheit ist nicht schran­kenlos, sie findet ihre Grenze, wenn die Grundrechte Dritter oder Güter von Ver­fassungsrang verletzt werden. Doch wann ist das der Fall? Wenn eine Lehrerin Kopf­tuch trägt? Oder ein Schüler sein rituelles Gebet in der Schule verrichten will? Es scheint, dass es schwieriger geworden ist, Umfang und Qualität von Religionsfreiheit zu bestimmen