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Dossier zur Schulentwicklungsplanung: Landkreis Hohenlohe : Tragfähigkeit und Versorgungsleistung der Schulen 2010-2020/25
Entstehung
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2 Bestand und Probleme der Schulen Die Ausgangslage der Schulversorgung dient als Maßstab für den weiteren Weg und die zu­künftigen Möglichkeiten, die Schulangebote wohnortnah, tragfähig, stabil, gerecht und anspruchs­voll zu verteilen. Nachfolgend wird das Schulangebot des Kreises Hohenlohe behandelt, wobei das öffentliche Angebot in der Sekundarstufe im Mittelpunkt steht. 2.1 Struktur und Verteilung des Schulangebotes Die Konstellation zur Schulentwicklung für eine Kommune und ihr regionales Umfeld ergibt sich aus drei Größen, die zur Bestimmung des Zustandes der Schullandschaft und zur Einschätzung ihrer möglichen Zukunft gleichermaßen wichtig sind: ­der Schulbestand- mit den jeweiligen Klassen und Zügigkeiten; ­die Schülerzahlen- insgesamt und in den einzelnen Klassenstufen; ­die Übergänge- absolut und als Quote- in die Schularten der Sekundarstufe. Zu diesen drei Feldern werden nachfolgend die gegenwärtigen Verhältnisse dargestellt(in der Re­gel bezogen auf das Schuljahr 2008/09). Unter den allgemeinbildenden Schulen werden 2008/09 im Lkrs. Hohenlohe 31 als Grundschulen geführt(darunter eine private); sie umfassen somit fast die Hälfte der insgesamt 65 allgemeinbil­denden Schulen(öffentliche und private zusammen). Die Hauptschulen weisen vierzehn auf, da­von dreizehn in öffentlicher Trägerschaft. Die bisherige Werkrealschule, hier gezählt als Haupt­schule mit zehnter Klasse der Werkrealschule, war im Kreis zweimal vertreten, verteilt auf zwei Gemeinden. Im Kreis bestehen sieben Realschulen, davon sind sechs öffentlich; die Zahl der Gymnasien beträgt nur drei, alle in öffentlicher Trägerschaft(vgl. Tabelle 1). Es sind neun Förder- und Sonderschulen vorhanden, darunter drei private. Aufgrund der Bemü­hungen um Inklusion von behinderten und der besonderen Förderung bedürftigen Kindern in den allgemeinbildenden Grund- und Hauptschulen, wäre eine vertiefte Berücksichtigung dieses Schul­angebotes zwar angemessen, kann aber im Rahmen dieses Gutachtens nicht erfolgen. Hier bedarf es besonders der planerischen und pädagogischen Abstimmung der beteiligten Schulen in ihrem kommunalen und regionalen Kontext. Tabelle 1: Anzahl öffentlicher und privater allgemeinbildender Schulen im Landkreis Hohenlohe und in Baden­Württemberg, Stand 2008/09 Liste nach amtlicher Statistik Kreis GS HS RS GYM SuF öff. pr. öff. pr. öff. pr. öff. pr öff. pr. LK Hohenlohe 30 1 13 1 6 1 3 0 6 3 Land 2.473 82 1.176 40 427 51 377 67 427 150 Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg und eigene Berechnungen(Landesgutachten). Spannweite im Schulangebot der Gemeinden Das Schulangebot in den sechzehn Gemeinden des Landkreises ist durch eine große Spannweite gekennzeichnet. Alle Gemeinden verfügen über zumindest eine Grundschule; aber es gibt drei Gemeinden ohne öffentliche Hauptschule oder eine andere Schulform der Sekundarstufe(Dörz­bach, Weißbach und Zweiflingen: die drei Gemeinden mit weniger als 3.000 Einwohnern). Sieben Gemeinden verfügen nur über das Hauptschulangebot in der Sekundarstufe und vier Orte bieten zusätzlich noch eine Realschule an(Bretzfeld, Krautheim, Niedernhall und Pfedelbach). Die voll­ständige Palette möglicher Schulformen der Sekundarstufe findet sich nur in den Städten Öhringen und Künzelsau, wo auch eine private Hauptschule und eine private Realschule vorhanden sind (vgl. Tabelle 2). 7