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Dossier zur Schulentwicklungsplanung: Landkreis Hohenlohe : Tragfähigkeit und Versorgungsleistung der Schulen 2010-2020/25
Entstehung
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5 Fortschreibung des gegliederten Schulwesens Das gegliederte Schulwesen nimmt eine Trennung der Schülerschaft in Besucher von Haupt­schule, Realschule und Gymnasium ab dem 5. Schuljahr vor. Diese Aufteilung soll für die sech­zehn Gemeinden und die dreizehn Hauptschulen im Lkrs. Hohenlohe betrachtet werden, wobei eine Fortschreibung in die Zukunft vorgenommen wird. 5.1 Zukunft der Hauptschulen und Werkrealschulen Ausgangspunkte sind der Prognosewert für die Jahrgangsbreite zur Sekundarstufe ab 2020 und die Variation der Übergangsquote an die Hauptschule. Von der zukünftigen Jahrgangsstärke ausgehend und die Zugänge zur Hauptschule variierend(30%, 25%, 20% und 15%) kann somit ein gestuftes Bild der Schülerzahlen und Tragfähigkeit gezeichnet werden. Im Lkrs. Hohenlohe gibt es dreizehn Hauptschulen in dreizehn Gemeinden, davon bieten zwei eine Werkrealschule(10. Klasse) an. Auf kommunaler Ebene ergibt sich eine deutliche Stufung der Gefährdung dieser Hauptschulen, weil die Klassengröße(16 Schüler/innen) oder die Zweizügigkeit (31 Schüler/innen) zukünftig als Kriterien nicht erreicht werden. Trotz der im Lkrs. Hohenlohe noch relativ hohen Übertrittsquote an die Hauptschule(30%) werden, laut Verzeichnis des Kultusminis­teriums, im Schuljahr 2008/09 bereits zehn Hauptschulen nur einzügig geführt, ein sehr hoher An­teil(vgl. Tabelle 13). Sehr starke Gefährdung von 6 Hauptschulen: unter Klassenbildung Insgesamt sechs Hauptschulen erreichen zukünftig nicht die Stärke für eine Klasse, d.h. sie blei­ben unter 16 Schüler/innen im Jahrgang; an drei Hauptschulen wird die Schülerzahl sogar dauer­haft unter 10 bleiben. Insgesamt sind es im Kreis fast die Hälfte der Hauptschulen, denen unmittel­bar in den nächsten Jahren die Schließung droht, wenn nicht schon vollzogen: das sind Niedern­hall, Schöntal(oder Krautheim), Mulfingen, Ingelfingen, Kupferzell und Waldenburg(alle diese Schulen sind bereits 2008/09 nur einzügig mit Schüler/innen zwischen 7 bis 29 in der Eingangs­klasse der Hauptschule). In allen sechs Gemeinden handelt es sich um die einzige Schule der Se­kundarstufe am Ort, weshalb ihre Auflösung ein besonderen Verlust als Schulstandort bedeuten würde. Starke Gefährdung bei weiteren drei Hauptschulen: nur einzügig(öfters knapp) Weitere drei Hauptschulen haben kommunal allein wenige Schüler/innen in Klasse 5(zwischen 10 und 30). Sie könnten aber die Einzügigkeit zeitweise halten, allein oder mit einer Nachbargemein­de, die ohne Hauptschule ist und mitversorgt wird: bei Krautheim etwa Mulfingen, Dörzbach und auch Schöntal; bei Forchtenberg zudem Niedernhall und Weißbach, eventuell auch Zweiflingen; Pfedelbach bleibt kommunal allein. Zur weiteren Absicherung wäre zudem ein Zugang aus dem Nachbarkreis vonnöten(was aber nur auf Kosten der dortigen Hauptschullandschaft zu erreichen wäre). Gewisse Gefährdung bei drei Hauptschulen: nur kooperativ zweizügig Im Kreis werden drei weitere Hauptschulen zwar allein weniger als 31 Schüler/innen haben(zum Teil deutlich), aber mit Nachbargemeinden könnte die Größenordnung von 31 und mehr Schü­ler/innen erreicht werden: in Bretzfeld(eventuell mit Pfedelbach), Künzelsau(mit Ingelfingen) und Neuenstein(mit Waldenburg und Kupferzell). In diesen Fällen ist eine Zweizügigkeit und damit auch eine Werkrealschule(WRS) möglich, wobei aber nicht generell von einer langfristigen, trag­fähigen Sicherung gesprochen werden kann(etwa in Bretzfeld oder Neuenstein). Außerdem wird 18