6 Alternativen für die Schulentwicklung Für die Alternative des"Zwei-Säulen-Modells" in der Sekundarstufe werden hauptschulische und realschulische Bildungsgänge und Abschlüsse zusammengeführt(HS und RS) bei Erhalt des bisherigen Gymnasialangebotes. Diese teilintegrierte Schulform wird oft als Mittelschule oder Regionalschule geführt; hier wird sie als"Verbundschule" bezeichnet. Die Alternative der integrierten Schulform in der Sekundarstufe, öfters"Gemeinschafts-" oder "Gesamtschule" genannt, hier als"Sekundarschule" bezeichnet, versammelt alle Kinder der Gemeinde. Für sie wird eher Dreizügigkeit verlangt, um die Möglichkeit einer Oberstufe zu eröffnen; aber auch die zweizügige Einrichtung(bis Klasse 10) ist eine wichtige Option für die Gemeinden als Schulträger und Schulstandort. 6.1 Alternative I: Zwei-Säulen-Modell mit Verbundschule Für die Berechnung der Möglichkeiten für das Angebot der Verbundschule in den einzelnen Gemeinden werden, ausgehend vom langfristigen Prognosewert für die Jahrgangsbreite, drei Varianten berechnet, die unterschiedliche Ausmaße der Akzeptanz beinhalten. Es ist zu beachten, dass ein nicht unerheblicher Teil des Jahrgangs weiterhin ein Gymnasium besucht. Eine hohe Akzeptanz liegt demnach bei 60% Übergangsquote in die Verbundschule vor. Eine mittlere Akzeptanz ist bei 55% und eine geringe bei 50% Übergang gegeben. Für jeden der erreichten Werte des Schülerpotentials wird die Möglichkeit der Einrichtung dieser Schulform ausgewiesen, wobei zugleich das Ausmaß der gesicherten Tragfähigkeit, durch eine Kommune allein oder in Kooperation mit einer anderen, berücksichtigt wird. Auf diese Weise kann schrittweise für die Gemeinden nachvollzogen werden, ob das Schülerpotential für eine Verbundschule ausreichend wäre. Anhand des Vergleichs mit dem gegenwärtigen und zukünftigen Schulangebot wird zudem ersichtlich, ob dadurch eine Wahrung und Sicherung des Bildungsangebotes oder sogar dessen Erweiterung erreichbar ist. Zur Orientierung kann dienen: Bei einem Übertritt von 55% in die Verbundschule muss die Jahrgangsbreite in der Gemeinde zumindest 60 Schüler/innen aufweisen, damit planerisch eine gesicherte Zweizügigkeit mit 36 Schüler/innen erreicht wird. Auf Grund der Einwohnerzahl erreichen zwölf Gemeinden des Lkrs. Hohenlohe dieses Quorum der Jahrgangsbreite von zumindest 60 Schüler/innen ab 2015 nicht – sie kommen deshalb auch nicht für die Alternative mit der teilgegliederten Lösung einer Verbundschule isoliert in Frage(vgl. Tabelle 16). Im Kreis Hohenlohe ließen sich bis zu acht tragfähige Verbundschulen einrichten, je nachdem wie oft sie zweizügig bleiben oder auch mehrzügig geführt werden, wie dies in den größeren Städten möglich ist. Insgesamt können acht Gemeinden aufgrund des erwartbaren Schüleraufkommens eine Verbundschule eröffnen, darunter sind drei Gemeinden, die auf den Zugang aus Nachbargemeinden angewiesen wären: Niedernhall(aus Forchtenberg), Krautheim(aus Dörzbach und Mulfingen), Neuenstein(aus Kupferzell und Waldenburg). Gewinn durch Verbundschulen: Sicherung und Erweiterung Die Sicherung des hauptschulischen Bildungsganges und die Erweiterungen um den realschulischen Bildungsgang sind durch die Einrichtung einer Verbundschule möglich. Im Kreis Hohenlohe ließe sich an drei Standorten die bedrohte Hauptschule sichern und in einer Gemeinde zusätzlich der realschulische Bildungsgang und Abschluss anbieten: in Pfedelbach, Niedernhall(bzw. Forchtenberg), Krautheim und Neuenstein. 22
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Dossier zur Schulentwicklungsplanung: Landkreis Hohenlohe : Tragfähigkeit und Versorgungsleistung der Schulen 2010-2020/25
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