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Dossier zur Schulentwicklungsplanung: Landkreis Hohenlohe : Tragfähigkeit und Versorgungsleistung der Schulen 2010-2020/25
Entstehung
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In den anderen fünf Gemeinden besteht bereits eine Realschule, die in der Regel tragfähig bleibt. Hier würde die Verbundschule nur zur Sicherung des hauptschulischen Bildungsganges beitragen. Bei der integrierten Sekundarschule haben weit mehr Gemeinden die Option, nicht nur den Ver­lust der Hauptschule zu kompensieren, sondern zudem das Spektrum der Bildungsgänge und Ab­schlüsse am Ort zu erweitern und aufzustocken. Mit einer zweizügigen Sekundarschule bei ge­meinsamen Lernen bis Klasse 10 würden fünf Gemeinden den hauptschulischen Bildungsgang gleichsam wohnortnah wahren und das Bildungsangebot zugleich erweitern: in Forchtenberg, Schöntal, Ingelfingen, Neuenstein und Kupferzell. Dies wäre daher eine wichtige Option, um der Verödung der Schullandschaft im ländlichen Raum entgegen zu wirken. Mit der dreizügigen Se­kundarschule(mit Oberstufe) könnten sich vier Gemeinden als Schulstandort entscheidend auf­werten, da sie nun das gesamte Spektrum der Bildungsgänge und Abschlüsse anbieten könnten: Pfedelbach, Bretzfeld, Niedernhall und Krautheim. Volles Spektrum der Optionen Im Kreis können zwei Gemeinden unter jeder Struktur des Schulwesens das gesamte Spektrum der Bildungsgänge, gegliedert oder integriert, zukünftig anbieten. Dies sind die beiden größten Orte im Kreis: Öhringen(22.766 Einw.) und Künzelsau(14.940 Einw). Aber auch die Stadt Neuen­stein mit Waldenburg, die Städte Niedernhall und Forchtenberg, zudem Ingelfingen(mit Künzel­sau), eventuell auch Krautheim mit Schöntal, jeweils mit funktionaler Schulversorgung für Nach­bargemeinden, könnten und sollten das volle Spektrum der Bildungsgänge und Abschlüsse in der Sekundarstufe anbieten, sei es in gegliederter oder noch effizienter und gehaltvoller in der integ­rierten Alternative der Sekundarschule. 8 Bilanz und Empfehlungen Im Vergleich der Versorgungsleistung von Fortschreibung und den beiden Alternativen wird eindrücklich ersichtlich, wie unterschiedlich sie ausfällt. Dazu werden drei Zahlen bilanzierend ge­genübergestellt(vgl. Tabelle 19): ­Gemeinden ohne Schulangebot in der Sekundarstufe, ­Gemeinden mit haupt- und realschulischem Bildungsgang und Abschluss ­sowie Gemeinden mit allen Bildungsgängen und Abschlüssen der Sekundarstufe(bis zur Hochschulreife). Tabelle 19: Versorgungsleistung der verschiedenen Modelle zur Schulentwicklung in der Sekundarstufe für die 16 Gemeinden im Landkreis Hohenlohe Fortschreibung: Alternative I: Alternative II 16 Gemeinden gegliedert zwei Säulen integrierte Sekun­HS(1z.)+ RS(2z.) VS(2-3z.)+ GY(2- darschule + GY(2-3z.) 3z.) 2z.-3z.+ Gemeinden ohne Schulangebot in der Sekundarstufe(bislang 3) 9 9 5 Gemeinden mit Schulangebot in der Sekundarstufe(bislang 13) 7 7 11 Gemeinden mit allen Abschlüssen der Sekundarstufe(bislang 2) 2(+3) 2(+3) 6 28