04. 2012 Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde der Friedrich-Ebert-Stiftung, am 24. Oktober stattete der Emir von Katar, Hamad bin Khalifa al-Thani, dem Gazastreifen einen Besuch ab. Von vielen Beobachtern und Kommentatoren wurde der Besuch als eine Aufwertung der bis dato weitestgehend isolierten Hamas gesehen. Bislang beschränkten sich Kontakte und Beziehungen der islamischen Bewegung, die seit der gewaltsamen Machtübernahme im Jahr 2007 den Gazastreifen regiert, auf Iran und Syrien. Mit dem arabischen Frühling und dem Aufstieg von Parteien des politischen Islam in Regierungsämter konnte die Hamas ihre Beziehungen in der letzten Zeit zu Tunesien, Ägypten und der Türkei ausbauen. Ob der katarische Besuch die palästinensische Einheit gefährdet oder ihr im Gegenteil förderlich ist, wurde in den palästinensischen Medien kontrovers diskutiert. Die rivalisierenden Parteien Hamas und Fatah stehen seit mehreren Jahren in Verhandlung, wie die nationale Spaltung, die dem Wahlsieg der Hamas 2006 folgte, überwunden werden kann. Die Rolle des Vermittlers kam in der Vergangenheit zunächst Ägypten zu. Mit dem Umzug von Khaled Meshal, der momentanen Spitze der Hamas-Auslandsführung von Damaskus nach Doha, scheint nun aber auch das Gewicht Katars zugenommen zu haben. In seiner Rede vor der Islamischen Universität in Gaza unterstrich Emir Al-Thani die Bedeutung der innerpalästinensischen Aussöhnung. Vielleicht vermag das Engagement Katars tatsächlich Bewegung in die festgefahren Gespräche zu bringen. Sicher ist jedenfalls, dass die Aufbauhilfe für Infrastrukturprojekte im Gazastreifen von der dort lebenden Bevölkerung sehr begrüßt wurde. Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihr Team der FES in den Palästinensischen Gebieten Gaza hebt den Boykott des Emirs auf Nasser Al-Laham, Maan News Agency, 25.10.2012 Mit großer Freude verfolgte ich die Reise des Emirs von Katar nach Gaza. Einige meiner Freunde kritisierten meinen Enthusiasmus, doch ich beharrte auf meiner Meinung, dass diese Reise gut und lobenswert sei. Es ist eine Ehre für uns, wenn ein arabisches Staatsoberhaupt eine palästinensische Stadt besucht, auch unter israelischer Besatzung. Der politische Diskurs zwischen Unterstützern und Kritikern war jedoch viel zu überzogen. Während die Befürworter den Besuch der Eroberung von Mekka gleichsetzten, brachten Kritiker den Besuch mit großen Verschwörungstheorien in Verbindung. Der Besuch sollte jedoch aus neutraler Sicht betrachtet werden.[…] Jeder, der versucht die wahren Gründe des Besuches des Emirs und seiner Gemahlin herauszufinden, sollte den Emir selbst fragen, denn die Antwort liegt weder bei Hamas noch bei Fatah. Ich bin der Meinung, dass der Emir sein gutes Image in den letzten zwei Jahren verloren hat. Zum einen ist dies auf seine politische Position zurückzuführen, zum anderen liegt es an seinem berühmten Nachrichtensender„Aljazeera“, welcher seit zwei Jahren keine objektive Berichterstattung mehr leistet.[…] Der größte amerikanische Militärstützpunkt im Nahen Osten liegt in Katar und es gibt eine israelische Vertretung in der Hauptstadt Doha. Doch gleichzeitig unterstützt Katar die Aufstände in der arabischen Welt finanziell und militärisch. Paradoxer weise bezeichnen sie sich zum Gespött arabischer Intellektueller als objektiv. Design: eryfoto Seite 1 04. 2012 Es scheint, als diene der Besuch des Emirs der Verbesserung seines Images. Er ist sich gewiss bewusst, dass die Palästinafrage eine wichtige Frage ist und nirgendwo in der Welt genießt er ein besseres Ansehen als in Palästina. Aber in den Geschichtsbüchern wird später stehen, dass Gaza dem Emir mehr genützt hat, als er Gaza. Mit aller Höflichkeit heiße ich dennoch den Emir und seine Frau willkommen in Gaza. Es ist uns eine Ehre, sie in unserem Land begrüßen zu dürfen, und wir werden ihre Unterstützung Palästinas in solch einem kritischen Moment nie vergessen. Qatari emir’s Gaza visit seen as move to wean Hamas away from Syria, Iran Adel Zaanoun, Arab News, 25.10.2012 The Qatari emir’s visit to Gaza may have been a political coup for the Palestinian enclave’s Hamas rulers, but it was not aimed at supporting a separate entity there, analysts say. And many commentators believe that in receiving Sheikh Hamad bin Khalifa AlThani, the first head of state to visit sin ce Hamas took over Gaza in 2007, Hamas is seeking closer ties with the Gulf states while pulling away from Syria and Iran. “The idea of pouring millions of dollars into rebuilding Gaza is aimed at taming Hamas and creating a normal life far from armed resistance, and getting them involved in a state-building project,” ex plained Bassem Zubeidi, professor of political science at Bir Zeit University near the West Bank city of Ramallah. “Hamas is very well aware of Qatar’s relationship with the United States and its ex cellent ties with Israel,” he said.“It is acting pragmatically and knows very well in which basket to place its eggs, taking account of what is happening in Syria and the international threats against Iran” over its disputed nuclear program, Zubeidi added. Yoel Guzansky, research fellow at Tel Aviv University’s Institute for National Security Studies agreed that the emir’s highprofile visit was linked to Hamas’ attempts to distance itself from Iran and Syria. “In general, the visit is perceived as a reward to Hamas for its disengagement from Iran and Syria,” he wrote in Wednesday’s Maariv newspaper.“Hamas is exploiting this for a psychological achievement vis-à-vis Israel(portraying it) as success in breaking the Israeli siege on Gaza,” he said, referring to a political boycott of the Hamas government and a physical embargo which has since 2006 banned the import of construction materials into the territory. Almost all of the Gaza-based representatives of the PLO factions boycotted the visit because they felt it would only ex acerbate the political divide between Hamas and President Mahmoud Abbas’ rival Fatah movement, which dominates the West Bank-based Palestinian Authority. “Everyone believes Hamas will use this to reinforce the split,” Azzam Al-Ahmad, a senior member of Fatah’s Central Committee, told the official Voice of Palestine radio, although he did note that the Qatari leader had been careful in how he related to Hamas.“Sheikh Hamad did not mention the word‘government’ in his speeches nor did he visit the so-called prime minister’s headquarters,” he said. In his speech at Gaza’s Islamic University, the emir urged the rival factions to overcome their bitter political rift.“The division between the West Bank and the Gaza Strip is what is most damaging to your cause,” he said, in a tone markedly different from that of his hosts.“It’s about time the Palestinians turned over the page of division and opened a new chapter for Design: eryfoto Seite 2 04. 2012 reconciliation and agreement, based on the agreements in Doha and Cairo, with sincere efforts from Palestinian President Mahmoud Abbas and head of the Hamas political bureau Khaled Meshaal,” he said. “There are neither peace negotiations nor a clear strategy of resistance and liberation. So why don’t the Palestinians try to unify their positions and face the world with its long-overdue obligation(to ensure) a just peace acceptable to Israel and to which it would be held accountable?” he said. […] But others questioned the emir’s sincerity.“The emir only spoke of reconciliation so that Qatar will not be accused of taking sides,” said Mukhaimer Abu Saada, professor of political science at Gaza’s Al-Azhar University.“The visit will have a negative impact on the division which could, however be overcome by political will,” he said, saying the visit“could encourage other Arab heads of state” to make the same trip. But he was quick to point out that the visit did not signal Qatar’s recognition of a separate political entity in Gaza.“The emir of Qatar didn’t come to recognize the state of Gaza, but to provide political, moral and humanitarian support,” he said.[…] Der Besuch des Emirs von Katar- Die Sache ist viel einfacher… Dr. Ghazi Hamad Sama News Agency, 30.10.2012 Ein jedes Ereignis, egal welcher Art und Größe, ruft Autoren und Analysten auf den Plan, die dazu neigen, willkürliche Thesen aufzustellen.[…] Oft versagen sie, obwohl einige von ihnen bekannte Namen in Politik oder Journalismus tragen. Warum? Weil sie vom Begriff des„geheimen Agenten“ besessen sind. Sie leben und ernähren sich von der großen Verschwörungstheorie des politischen Islam.[…] Sie machen die Dinge kompliziert und beginnen dann, sie durch geniale Analysen zu lösen. Ihr Problem ist, dass ihnen genaue Informationen fehlen, dass sie nicht wissen, was hinter den Kulissen geschieht, was sie dazu verleitet, nach ihrem Gefühl zu handeln- das manchmal zutrifft und manchmal eben nicht. In den vergangenen Tagen habe ich viele Kommentare über die Stippvisite des Emirs von Katar gelesen und war geschockt über die übertriebene Analyse seines Besuches.[…] Unsere Politik ist viel einfacher als oft angenommen. Begriffe wie„die Allianz der Muslimbrüder“ oder„die Katarische Allianz“ sind Unsinn und basieren auf purer Fantasie, ebenso wie die Darstellung, dass die Legitimität von Abbas wackeln würde, weil der Emir nach Gaza kam, um das„Gaza Emirat“ zu krönen. Diese Leute sahen den Besuch zu schwarz. Ich verlange nicht, dass sie den Besuch positiv sehen sollten- lediglich objektiv, nicht mehr und nicht weniger. Ein Besuch, der nur einige Stunden dauerte und keinen einzigen Termin hinter geschlossenen Türen beinhaltete, sollte objektiv beurteilt werden und nicht in das Muster der„Verschwörungstheorie“ gepresst werden. Legitimität wird nicht durch Besuche erlangt, sondern durch den Willen des Volkes.[…] Der Besuch des Emirs ist ebenso zu werten wie sein Besuch im Libanon nach dem Krieg 2006. Er besucht ein Katastrophengebiet, das Hilfe benötigt. Die Hilfsprojekte sollen die Gesellschaft unterstützen und nicht die Kassen von Hamas oder der Regierung in Gaza. In seiner Rede machte der Emir deutlich, dass im Zuge des scheiternden Friedensprozesses und in Abwesenheit einer Befreiungsstrategie, es unabwendbar ist, gemeinsam an einem Tisch zu sitzen. Fatah und die PA sollten den Besuch nicht fürchten. Das Elend der Menschen im Gazastreifen zu lindern, ist ein enormer wichtiger Faktor des Versöhnungskurses. Ich sage es ganz deutlich: Hamas Design: eryfoto Seite 3 04. 2012 lehnt es strikt ab, sich für Spendengelder zu verkaufen. Es ist kein Geheimnis, dass Länder, NGOs und Parteien Hamas finanziell unterstützen, aber diese Län der haben Hamas nicht in der Tasche. Hebt der Besuch des Emirs die Blockade auf oder fördert er die Spaltung? Shreen Attallah Alquds Zeitung,30.10.2012 Es ist der erste Besuch eines arabischen Staatschefs in Gaza seit sechs Jahren. Emir Hamad Bin Khalifa von Katar ergriff die Initiative für einen historischen Besuch. Empfangen wurde er von Ismail Hanyia, der ihn willkommen hieß und den Besuch zum offiziellen Anlass nahm, um zu verkünden, dass die Blockade des Küstenstreifens aufgehoben sei. Von ägyptischer Seite wurden dem Emir alle Einrichtungen und logistischen Mittel zur Verfügung gestellt. Auf Anordnung des ägyptischen Präsidenten war es dem Emir möglich, über den Rafah Grenzübergang nach Gaza einzureisen. Dies geschah als Reaktion auf katarische Investitionen in Höhe von$18 Mrd. in Ägypten. Während seines Besuchs in Gaza versprach der Emir eine weitere Erhöhung der Finanzierung des Wideraufbaus von$254 Mio. auf$400 Mio. Im Gegensatz dazu zeigte Israel offen seine Ablehnung des Besuches durch vermehrten Beschuss des Küstenstreifens. Israels Intention hierbei ist die Bedeutung seiner Rolle in Gaza hervorzuheben und Hamas als Akteur zu unterminieren. Israelische Politiker und Militär-Generäle sorgten vor diesem Hintergrund für folgende Schlagzeilen:„Der Krieg auf Gaza ist unabwendbar“;„Elimination aller Hamas-Führer“ und„Gegossenes Blei II“. Der Besuch in Gaza erfolgte während einer Phase der tiefen innerpalästinensischen Spaltung zwischen Fatah und Hamas. Kurz zuvor wurde die erste Phase der Lokalwahlen im Westjordanland abgeschlossen, welche von Hamas boykottiert wurden. Die Doha Deklaration von Februar 2012 zur Bildung einer technokratischen Einheitsregierung hat folglich keinerlei Erfolgsaussichten mehr. Mit anderen Worten: Der Besuch impliziert deutlich die Machtverhältnisse im Gazastreifen. Wir erinnern uns an die Situation von vor 1967, als Gaza unter ägyptischer Verwaltung stand. In hiesigem Fall wird diese durch eine katarische Verwaltung ersetzt. Katar versucht im Zuge des arabischen Frühlings, während dem alle Länder, insbesondere Ägypten, mit sich selbst beschäftigt sind, eine regionale Vorreiter Rolle zu erlangen. Nicht zu leugnen ist hier die Bedeutung der Medien, insbesondere des katarischen Senders Al-Jazeera. Klar bezog der Sender Position in den Ereignissen in Tunesien, Ägypten, Libyen und Jemen und stellte sich auf die Seite der Aufständischen. Ohne Frage ist Al-Jazeera ein wirkungsvolles Instrument, um die Positionen Katars nach außen zu tragen. Katar hat mittlerweile mehr Gewicht sowohl in der Arabischen Liga als auch im Golf Kooperationsrat erlangt. Zweifellos erleben wir im Zuge des arabischen Frühlings eine neue regionale Machtverteilung. Während Syrien und Saudi Arabien untergetaucht sind, steigt neben Ägypten nun eine neue regionale Kraft in Katar auf. Sheikh Hamad: ahlan wasahlan(welcome to Palestine) Khalid Amayreh Palestine Information C e n t e r, 23.10.2012 It is very difficult to underestimate or down play the visit of the Qatari Emir, his highness Sheikh Hamad bin Khalifa al Thani to the Gaza Strip. The visit, short in its duration, will be proven monumental in its symDesign: eryfoto Seite 4 04. 2012 bolism as well as its practical ramifications. The fact that an Arab statesman has decided to fly in the face of Israeli hege mony and the so-called„international consensus“ by visiting the thoroughly abandoned, thoroughly blockaded, thoroughly starved and thoroughly tormented Gaza is a badge of honor for Qatar and its gallant and generous Emir. Much of the Gaza Strip was flattened by a diabolical,[…] Zionist blitzkrieg a few years ago. Gaza and its abandoned 1.7 million human beings cried out for help, only to find empty words or even indifference from the bulk of Arab regimes. Some Arab states have been too cowardly to identify with a wounded Gaza lest they upset America and Israel. Hence these states opted to leave Gaza to die quietly rather than displease the Pharaohs of our time. Others were so hostile to the Islamic ideology of the rulers of Gaza that they preferred to watch thousands of Gazans fall victim to starvation and poverty than extend a helping hand to the last def enders of Arab honor and Islamic dignity. It was mainly Qatar that rolled the sleeves up, hastening to the rescue of Gaza, unfazed and undeterred by criticisms from friends and foes alike.[…] Qatar is not a superpower, neither in the political nor in the economic sense. However, Qatar is a moral super power in its own right. One may not agree with everything the Emir of Qatar and state of Qatar have done, including hosting American military bases on the small island. None the less, whatever one‘s objections about this dimension of Qatar‘s internal policies, one should never forget or ignore the positive role the small emirate has carried out in the Arab world. Qatar played an indispensable role in enabling Libya to get rid of its infamous tyrant. Qatar is also generously helping post-revolutionary Egypt overcome its chronic economic troubles which accumulated during decades of mismanagement, corruption and dictatorship by the defunct Mubarak regime. […]On this occasion, we must salute Qatar and its brave emir for their unselfish ness and self-abnegation. We salute Qatar for its heroic solidarity with the people of Gaza. We salute Qatar for doing its duty on behalf of an Umma that is yet to wake up from its prolonged dormancy. May the Almighty help Qatar achieve more prosperity and give its emir good health and longevity. Kudos(Praise) to Qatar Daoud Kuttab 25.10.2012 Discussions about pan-Arab issues these days undoubtedly include the name of the Gulf country Qatar, repeated in various contexts, often negative. Qatar is behind this or that conspiracy, it is a US puppet, an Israeli collaborator the brain behind this or that problem or conflict. Wherever there is an issue or a problem in the Arab world that one cannot easily explain, Qatar is often used to explain the unexplainable. I happen to differ. I am impressed with what this tiny Gulf emirate has done since its ruler, Emir Sheikh Hamad Ben Thani, took over the reign of power in a bloodless coup while his father was away, in June 1995. Since then, Qatar has become a household name in the Arab world and much farther.[…] But what Qatar has done for the Arab world goes much further than this narrow view. It is true that the country is blessed with much money, but so are so many other countries in the region and outside, yet none leveraged its resources for a larger good than Qatar. While it is easy to criticise or find a pro blem with every action of the QataDesign: eryfoto Seite 5 04. 2012 ris, one cannot ignore that they at least are trying to do things, unlike so many who just complain and do nothing. When it comes to media, Qatar has done more to advance free media in the Arab world than anyone. Al Jazeera broke so many taboos in the Arab world and introduced a level of professionalism that forced many in the region to follow suit.[…] But perhaps the biggest success of Qatar is to have become visible in the political and diplomatic fields. While this tiny coun try has the largest US air base, it has not shied away from taking strong positions throughout the Arab world. It has been a strong advocate of the Arab Spring, led the fight for the liberation of Libya from Qadhafi and is a key player in suppor ting the rights of the people of Syria.[…] Qatar has also been active on Palestine, to the anger or pleasure of different groups and at different times. A supporter of Palestinian rights from the beginning, Qatar has tried to keep good terms with all parties, with the Palestinian and even with the Israelis, and of course with the US and other internationally influential players. This week, the Qatari ruler made a historic and unprecedented visit to Gaza. This was the first visit by a head of state to Gaza since the Israeli army withdrew and since the Hamas-led government took over. The trip is a big boost for the people of Gaza and will surely be reflected in the coming years in various construction projects. Some said that the visit is a payment to Hamas for its decision to leave Damascus since the revolution against Bashar Assad. That may be partly true, but the most important aspect for Qatar can and will be if it can succeed in bringing together Palestinians. Speaking at the Islamic University in Gaza, the Qatari leader called on Palestinians to unite and, at the same time, impressed on them the need for a reasonable negotiating position vis-à-vis Israel. These words of moderation have been spoken by many and often, but when they are said by an Arab head of state in Gaza, they resonate much more. Since 1995, Qatar has certainly left its mark on the regional and world maps. Bringing about reconciliation between Palestinians and playing a role in Palestinian-Israeli peace will certainly give this Gulf country a deserved unprecedented status worthy of a Nobel Peace Prize. QUELLEN Al-Quds, Jerusalem Tageszeitung, unabhängig und liberal www.alquds.com Arabic Media Internet Network(AMIN) http://www.amin.org/articles. php?t=ENews&id=3985 Arab News ist eine in Saudi-Arabien erscheinende, englischsprachige Zeitung http://www.arabnews.com/qatariemir%E2%80%99s-gaza-visit-seenmove-wean-hamas-away-syria-iran Maan News Agency, Bethlehem Internetzeitung, unabhängig und liberal www.maannews.net Palestine Information Center, Gaza Internetseite, der Hamas nahe stehend www.palestine-info.co.uk/en/ Samanews, Gaza Internetzeitung, unabhängig http://www.samanews.com/ AUTORENINFOS Nasser Al-Laham, ist der Chefredakteur der Maan News Agency in Bethlehem Design: eryfoto Seite 6 Dr. Ghazi Hammad ist hochrangiges Hamas Mitglied aus Gaza und war früher Chefredakteur der Hamas Zeitung Risala. Daoud Kuttab ist ein in Amman lebender palästinensischer Kolumnist und schreibt für mehrere arabischsprachige Zeitungen. Zusammengestellt von Dr. Usama Antar, Friedrich-Ebert-Stiftung, Gaza 04. 2012 Design: eryfoto Seite 7