Sarah Pierenkemper, Gero Kunath, Anika Jansen, Fritz Orange Ohne sie geht nichts mehr Welchen Beitrag leisten Migrant_innen und Geflüchtete zur Sicherung der Arbeitskräfte­ bedarfe in Fachkraftberufen in Deutschland? AKTUALISIERUNG DER BUNDESLÄNDER FACT-SHEETS FES diskurs Mai 2024 Die Friedrich-Ebert-Stiftung Die Friedrich-Ebert-Stiftung(FES) wurde 1925 gegründet und ist die traditionsreichste politische Stiftung Deutschlands. Dem Vermächtnis ihres Namensgebers ist sie bis heute verpflich­ tet und setzt sich für die Grundwerte der Sozialen Demokratie ein: Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Ideell ist sie der Sozialdemokratie und den freien Gewerkschaften verbunden. Die FES fördert die Soziale Demokratie vor allem durch: – politische Bildungsarbeit zur Stärkung der Zivilgesellschaft; – Politikberatung; – internationale Zusammenarbeit mit Auslandsbüros in über 100 Ländern; – Begabtenförderung; – das kollektive Gedächtnis der Sozialen Demokratie mit u. a. Archiv und Bibliothek. Die Abteilung Analyse, Planung und Beratung der Friedrich-Ebert-Stiftung Die Abteilung Analyse, Planung und Beratung der Friedrich-Ebert-Stiftung versteht sich als Zukunftsradar und Ideenschmiede der Sozialen Demokratie. Sie verknüpft Analyse und Diskus­ sion. Die Abteilung bringt Expertise aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Politik zusammen. Ihr Ziel ist es, politische und gewerkschaftliche Entscheidungsträger_innen zu aktuellen und zukünftigen Herausforderungen zu beraten und progressive Impulse in die gesellschaftspolitische Debatte einzubringen. FES diskurs FES diskurse sind umfangreiche Analysen zu gesellschaftspolitischen Fragestellungen. Auf Grundlage von empirischen Erkenntnissen sprechen sie wissenschaftlich fundierte Handlungs­ empfehlungen für die Politik aus. Über die Autor_innen Sarah Pierenkemper ist Senior Economist für Fachkräftesicherung beim Institut der deutschen Wirtschaft(IW) im Themencluster„Berufliche Qualifizierung und Fachkräfte“ und betreut dort das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung(KOFA). Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen der Fachkräftesicherung und Rekrutierung sowie der Beschäftigung internationaler Fachkräfte. Gero Kunath ist wissenschaftlicher Referent beim Institut der deutschen Wirtschaft(IW) im Themencluster„Berufliche Qualifizierung und Fachkräfte“. Sein Forschungsschwerpunkt liegt in der empirischen Analyse verschiedenster Fragestellungen rund um die Themen Fachkräftemangel und berufliche Qualifizierung. Dr. Anika Jansen ist wissenschaftliche Referentin beim Institut der deutschen Wirtschaft(IW) im Themencluster„Berufliche Qualifizierung und Fachkräfte“ und betreut dort das Kompetenzzen­ trum Fachkräftesicherung(KOFA). Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen der Fachkräftesicherung, Rekrutierung internationaler Fachkräfte und Ausbildung. Fritz Orange ist studentischer Mitarbeiter beim Institut der deutschen Wirtschaft(IW) im Themen­ cluster„Berufliche Qualifizierung und Fachkräftesicherung“ und unterstützt dort das EmpirieTeam und das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung(KOFA). Für diese Publikation ist in der FES verantwortlich Hannah Newbery, Arbeitsbereich Migration und Integration, Abteilung Analyse, Planung und Beratung. Sarah Pierenkemper, Gero Kunath, Anika Jansen, Fritz Orange Ohne sie geht nichts mehr Welchen Beitrag leisten Migrant_innen und Geflüchtete zur Sicherung der Arbeitskräfte­ bedarfe in Fachkraftberufen in Deutschland? AKTUALISIERUNG DER BUNDESLÄNDER FACT-SHEETS VORWORT 3 ZENTRALE ERGEBNISSE 4 FACT-SHEET DEUTSCHLAND 6 FACT-SHEETS BUNDESLÄNDER Baden-Württemberg 10 Bayern 12 Berlin 14 Brandenburg 16 Bremen 18 Hamburg 20 Hessen 22 Mecklenburg-Vorpommern 24 Niedersachsen 26 Nordrhein-Westfalen 28 Rheinland-Pfalz 30 Saarland 32 Sachsen 34 Sachsen-Anhalt 36 Schleswig-Holstein 38 Thüringen 40 FRIEDRICH-EBERT-STIFTUNG 1 VORWORT Die 2021 veröffentliche FES-Studie„Ohne sie geht nichts mehr“ untersuchte, welchen Beitrag Migrant_innen und Geflüchtete zur Sicherung der Arbeitskräftebedarfe in Fachkraftberufen leisten. Durch die Aufbereitung der Daten in Fact-Sheets für jedes Bundesland, liefert die Studie wertvolle regionale Einblicke. Die Ergebnisse zeigten, dass Migrant_innen und Geflüchtete einen wesentlichen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Deutschland leisten. Derzeit braucht Deutschland jährlich eine Nettozuwanderung von schätzungsweise 400.000 Arbeitskräften nach Deutschland, um dem wachsenden Mangel an Fachkräften zu begegnen. Dies wird zu einem immer größeren Problem für Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Doch gibt es einige progressive gesetzliche Entwicklungen. Die Novellierung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes, das von November 2023 bis Juni 2024 schrittweise in Kraft tritt, stärkt eine zukunftsgerichtete und bedarfsgerechte Einwanderungs- und Arbeitsmarktpolitik mit wesentlichen progressiven Änderungen. Hierunter fallen neue Regelungen zur vereinfachten Anerkennung von ausländischen Berufsqualifikationen, die Chancenkarte zur Arbeitsplatzsuche, aber auch die Möglichkeit eines„Spurwechsels“. Hierbei können Asylsuchende aus dem Asylverfahren in den Aufenthaltstitel für Fachkräfte wechseln, wenn sie bis zum Stichtag des 29. März 2023 eingereist sind und entsprechende Qualifikationen und ein Arbeitsplatzangebot vorweisen können. Die Politik hat auch erkannt, wie wichtig das Potenzial Geflüchteter für den Arbeitsmarkt ist. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales(BMAS) und die Bundesagentur für Arbeit haben entsprechende Maßnahmen umgesetzt. So wurden ein Sonderbeauftragter ernannt, und eine drei-Phasen Initiative„Job-Turbo zur Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten“ angestoßen. Wie sich der Beitrag von Migrant_innen und Geflüchteten zur Schließung der Fachkräftelücke entwickelt hat, bleibt angesichts ihrer steigenden Zahl und des wachsenden Fachkräftebedarfs hochaktuell. Daher haben wir eine Aktualisierung der Bundesländer Fact-Sheets beim IW in Auftrag gegeben. Die Autor_innen der Studie zeigen anhand der aktuellen Zahlen, dass sich die Fachkräftelücke in Fachkraftberufen im Jahresdurchschnitt 2022/2023 um 12,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt vergrößert hat. Auch bleiben immer mehr Ausbildungsstellen unbesetzt. Die Anzahl an Migrant_innen und Geflüchteten in Fachkraftberufen sind im Jahr 2022 gestiegen. Die Auswertung der aktuellen Zahlen zeigt, dass Geflüchtete verhältnismäßig oft Ausbildungen in Engpassberufen annehmen. Auch zeigen sie, dass Migrant_innen und Geflüchtete – insbesondere in den am Arbeitsmarkt besonders stark nachgefragten Berufen – einen wichtigen und überdurchschnittlichen Beitrag zur langfristigen Fachkräftesicherung leisten. Seit 2020 ist sowohl der Anteil der Migrant_innen an allen Beschäftigten von 10,5 auf 11,9 Prozent als auch der Anteil der Geflüchteten von 0,7 auf 1,0 Prozent gestiegen (IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA, 2023). Wir hoffen, durch die Aktualisierung der Bundesländer Fact-Sheets neue Einblicke in die Beschäftigungslage von Migrant_innen und Geflüchteten zu geben und durch die detaillierten Aufschlüsselungen gezielte Erkenntnisse für Fachkräftestrategien und Arbeitsmarktpolitik zu ermöglichen – auf bundes-, länder- und kommunaler Ebene. Die Auswertung gibt aber auch Einblicke zur Lage unbesetzter Ausbildungsstellen und Engpassberufe, die gezielt beworben und gefördert werden können. Hannah Newbery Abteilung Analyse, Planung und Beratung Friedrich-Ebert-Stiftung 2 OHNE SIE GEHT GAR NICHTS MEHR  MAI 2024  FES diskurs FRIEDRICH-EBERT-STIFTUNG 3 ZENTRALE ERGEBNISSE 14,6 Prozent aller Menschen in Deutschland hatten im Jahr 2022 eine ausländische Staatsangehörigkeit(Destatis 2021, Ergebnisse der Bevölkerungsfortschreibung auf Grundlage des Zensus 2011 zum 31.12.2022). Seit 2020 ist sowohl der Anteil der Migrant_innen an allen Beschäftigten von 10,5 auf 11,9 Prozent als auch der Anteil der Geflüchteten von 0,7 auf 1,0 Prozent gestiegen(IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA, 2023). Angesichts der weiter steigenden Zahl von Migrant_innen in Deutschland und des wachsenden Fachkräftebedarfs bleibt die Frage, welchen Beitrag Migrant_innen und Geflüchtete zur Schließung der Fachkräftelücke leisten können, hochaktuell. FACHKRÄFTELÜCKE IN FACHKRAFT­ BERUFEN HAT SICH VERGRÖSSERT Die Fachkräftelücke in Fachkraftberufen belief sich in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2022/2023 auf 340.372 offene Stellen, für die keine entsprechend qualifizierten Arbeitslosen zur Verfügung standen. Damit verzeichnete Deutschland eine Vergrößerung der Fachkräftelücke um 12,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt 2021/2022. Insgesamt konnten im Jahr 2023 rund 4 von 10 (40,6 Prozent) aller offenen Stellen nicht mit geeigneten Fachkräften besetzt werden. Die Intensität des Fachkräftemangels unterscheidet sich in den einzelnen Bundesländern zum Teil erheblich. Den höchsten Anteil an offenen Stellen in Fachkraftberufen, die rein rechnerisch nicht besetzt werden konnten, hatte im Jahresdurchschnitt 2022/2023 der Arbeitsagenturbezirk Weiden in der Oberpfalz mit 77,3 Prozent. Hier konnten somit durchschnittlich rund 8 von 10 offenen Stellen rechnerisch nicht besetzt werden. Im Arbeitsagenturbezirk Solingen in Nordrhein-Westfalen konnten dagegen nur 5,6 Prozent aller Stellen nicht besetzt werden(IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023). Die insgesamt größten Fachkräftelücken in Deutschland fanden sich im Jahresdurchschnitt 2022/2023 in Berufen mit technischem Schwerpunkt wie beispielsweise der Bauelektrik oder der Kraftfahrzeugtechnik und in Sozialund Gesundheitsberufen wie der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Altenpflege(IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023). Auch die Nachfrage nach Fachkraftberufen unterscheidet sich zwischen den Bundesländern deutlich. ANZAHL DER MIGRANT_INNEN UND GEFLÜCHTETEN IN FACHKRAFTBERUFEN GESTIEGEN Im Jahr 2022 waren in Deutschland insgesamt über 2,1 Millionen Migrant_innen in Fachkraftberufen beschäftigt. Dies entspricht einem Anteil von 11,9 Prozent an allen Beschäftigten in Fachkraftberufen. 1,0 Prozent beziehungsweise rund 178.000 Beschäftigte in Fachkraftberufen hatten eine Staatsangehörigkeit aus einem der acht zugangsstärksten Asylherkunftsländer(Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia, Syrien). Damit hat sich deutschlandweit die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Migrant_innen in Fachkraftberufen von 2013 bis 2022 mehr als verdoppelt. Der höchste Anstieg war dabei in Brandenburg und Sachsen mit einer Steigerung von über 400 Prozent zu verzeichnen. In absoluten Zahlen arbeiteten deutschlandweit die meisten Migrant_innen als Berufskraftfahrer_innen(153.844) und im Verkauf(99.829). Im gleichen Zeitraum hat sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Geflüchteten mehr als versiebenfacht. Den höchsten Anstieg mit einer Versiebenundzwanzigfachung gab es in Brandenburg. Deutschlandweit arbeiteten die meisten Geflüchteten als Fahrzeugführer_innen(12.498) oder in der Lagerwirtschaft(10.793). In den Berufen mit dem im Jahresdurchschnitt 2022/2023 deutschlandweit größten Fachkräftemangel, der Bauelektrik mit 17.712, gefolgt von der Gesundheits- und Krankenpflege mit 17.104 nicht zu besetzenden Stellen, lag der Anteil der beschäftigten Migrant_innen im Jahresdurchschnitt 2022 bei 14,1 Prozent beziehungsweise 10,1 Prozent. Migrant_innen spielen demnach eine wichtige Rolle bei der Deckung des Fachkräftebedarfs in diesen Berufen(IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA, 2023). IMMER MEHR UNBESETZTE AUSBILDUNGS­STELLEN Deutschlandweit blieben zum Stichtag 30.9.2023 insgesamt 13,4 Prozent der gemeldeten Ausbildungsstellen unbesetzt. Damit ist der Anteil unbesetzter Ausbildungsstellen gegenüber 2020 nochmals um 2,0 Prozentpunkte gestiegen. Am höchsten ist der Anteil 2023 im Bundesdurchschnitt mit 19,5 Prozent unbesetzter Ausbildungsstellen in Bayern, am niedrigsten mit 7,9 Prozent in Berlin(Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023). Migrant_innen und Geflüchtete beginnen ihre Ausbildung im Vergleich zu deutschen Auszubildenden überdurchschnittlich häufig in einem Engpassberuf. Dieser Trend zeigt sich über den gesamten Betrachtungszeitraum in fast allen Bundesländern. Nach einem krisenbedingten allgemeinen Rückgang der Ausbildungsbeteiligung in Engpassberufen in den Jahren 2020 und 2021 steigt der Anteil in allen Bundesländern wieder an und übersteigt sogar das Vorkrisenniveau. Im Jahr 2022 haben deutschlandweit 85,0 Prozent aller Migrant_innen und 82,0 Prozent der Geflüchteten eine Ausbildung in einem Engpassberuf begonnen. Bei den Deutschen waren es 81,0 Prozent. Migrant_innen und Geflüchtete leisten somit insbesondere in den am Arbeitsmarkt besonders stark nachgefragten Berufen einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Fachkräftesicherung. Ausnahmen bilden die Bundesländer Berlin und Bremen, in denen seit 2021 mehr deutsche Jugendliche eine Ausbildung in Engpassberufen aufnehmen als Migrant_innen und Geflüchtete(„Datenbank Auszubildende“ des BIBB, 2023, auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder[Erhebung zum 31.12.]; IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023). 4 OHNE SIE GEHT GAR NICHTS MEHR  MAI 2024  FES diskurs FRIEDRICH-EBERT-STIFTUNG 5 Fact-Sheet: Deutschland Der Beitrag von Migrant_innen 1 und Geflüchteten 2 zur Arbeitskräftesicherung in Fachkraftberufen 3 Anteil von Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft an Bevölkerung 14,6% Anteil von Migrant_innen an allen Beschäftigten 11,9% Anteil der Geflüchteten an allen Beschäftigten 1,0% Quellen: Destatis, Ergebnisse der Bevölkerungsfortschreibung auf Grundlage des Zensus 2011 (Stand: 31.12.2022); IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA, 2023 ABB. 1 Stellenüberhangsquote 4 in den Arbeitsagenturbezirken in Deutschland (in Prozent) >_ 70% <_ 70% <_ 60% <_ 50% <_ 40% <_ 30% <_ 20% <_ 10% Emden Flensburg Neumünster Kiel Lübeck Heide Elmshorn Stade Bad Oldesloe Hamburg Schwerin Stralsund Rostock Greifswald Neubrandenburg Oldenburg Bremen Lüneburg Eberswalde Neuruppin Vechta Nienburg Celle Nordhorn Hannover Helmstedt Sachsen-Anhalt Nord Berlin Frankfurt (Oder) Rheine Herford Osnabrück Coesfeld AhlenMünster Bielefeld Detmold Hameln Hildesheim Braunschweig Sachsen-Anhalt West Potsdam Sachsen-Anhalt Ost Wesel RE Hamm G DO DU O E BO Krefeld ME Hagen D SG MG Iserlohn Meschede Paderborn Göttingen Kassel Thüringen Nord Sachsen-Anhalt Süd L Oschatz Aachen BG Köln Bonn Siegen Korbach Marburg Thüringen Mitte Thüringen Ost Zwickau Freiberg C Brühl Neuwied Limburg Gießen Bad Hersfeld Thüringen Südwest Plauen Annaberg Cottbus Riesa DD Pirna Bautzen Koblenz Montabaur BH Hanau Schweinfurt Wiesbaden F Trier OF AschaffenBamberg Bad Kreuznach Mainz burg Würzburg Darmstadt Bayreuth Weiden Saarland Deutschlandweit waren im Jahresdurchschnitt 2022/2023 5 45,9 Prozent aller offenen Stellen in Fachkraftberufen rein rechnerisch nicht zu besetzen. Den höchsten Anteil hatte der Arbeitsagenturbezirk Weiden in der Oberpfalz mit 77,3 Prozent. In Solingen in NRW waren hingegen lediglich 5,6 Prozent aller Stellen nicht zu besetzen. Kaiserslautern MA LU Heidelberg Schwäbisch Hall Landau Karlsruhe Heilbronn LB Waiblingen Aalen Offenburg Nagold Stuttgart Göppingen Reutlingen Fürth Nürnberg Schwandorf Ansbach Regensburg Deggendorf Donauwörth Ingolstadt Landshut Augsburg Freising Freiburg Lörrach Rottweil Ballingen Ulm Konstanz München Kempten Weilheim Rosenheim Traunstein Passau Hinweis: Jahresdurchschnitt 2022/2023 zum 30.6.2023 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 1 6 O O H H N N E E SI S E IE G G EH EH T T G N A I R CH N T IC S H M T E S H M R EH J R A NU M A A R I 2 2 0 0 2 2 4 4 F F E E S S d d i i s s kurs ABB. 2 Anteil unbesetzter Ausbildungsstellen an allen gemeldeten Ausbildungsstellen in Deutschland (in Prozent) >_ 70% <_ 70% <_ 60% <_ 50% <_ 40% <_ 30% <_ 20% <_ 10% Flensburg Neumünster Kiel Lübeck Heide Elmshorn Stralsund Rostock Greifswald Emden Stade Bad Oldesloe Hamburg Schwerin Neubrandenburg Oldenburg Bremen Lüneburg Eberswalde Neuruppin Vechta Nienburg Celle Nordhorn Hannover Helmstedt Sachsen-Anhalt Nord Berlin Frankfurt (Oder) Rheine Herford Osnabrück Coesfeld AhlenMünster Bielefeld Detmold Hameln Hildesheim Braunschweig Sachsen-Anhalt West Potsdam Sachsen-Anhalt Ost Wesel RE Hamm G DO DU O E BO Krefeld ME Hagen D SG MG Iserlohn Meschede Paderborn Göttingen Kassel Thüringen Nord Sachsen-Anhalt Süd L Oschatz Aachen BG Köln Bonn Siegen Korbach Marburg Thüringen Mitte Thüringen Ost Zwickau Freiberg C Brühl Neuwied Limburg Gießen Bad Hersfeld Thüringen Südwest Plauen Annaberg Cottbus Riesa DD Pirna Bautzen Koblenz Montabaur BH Hanau Schweinfurt Wiesbaden F Trier OF AschaffenBamberg Bad Kreuznach Mainz burg Würzburg Darmstadt Bayreuth Weiden Saarland Kaiserslautern MA LU Heidelberg Schwäbisch Hall Landau Karlsruhe Heilbronn LB Waiblingen Aalen Offenburg Nagold Stuttgart Göppingen Reutlingen Fürth Nürnberg Schwandorf Ansbach Regensburg Deggendorf Donauwörth Ingolstadt Landshut Augsburg Freising Passau In Deutschland blieben insgesamt 13,4 Prozent der gemeldeten Ausbildungsstellen zum 30.9.2023 unbesetzt. Am höchsten war dieser Anteil in Weiden in der Oberpfalz(26,9 Prozent), am niedrigsten in Hameln in Niedersachsen(1,78 Prozent). Freiburg Lörrach Rottweil Ballingen Ulm Konstanz München Kempten Weilheim Rosenheim Traunstein Hinweis: zum Stichtag 30.9.2023 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 FR IEDRIC C H H E E B B E E R R T T S S T T I I F F T T U U N N G G 2 7 . TAB. 1 Top-2-Fachkraftberufe am regionalen Arbeitsmarkt mit den meisten Migrant_innen und Geflüchteten in Deutschland Migrant_innen Geflüchtete Berufsgattung nach KldB 2010 Berufskraftfahrer_innen (G ü te r ve r ke h r/ Lk w) Verkauf(ohne Produktspezialisierung) Fahrzeugführer_innen Straßenverkehr Lagerwirtschaft Anzahl Anteil an allen Beschäftigten 153. 8 4 4 27,6% 99.829 11,8% 12.498 10.793 6,7% 2,4% Insgesamt waren 2022 in Deutschland über 2.100.000 Migrant_innen in Fachkraftberufen beschäftigt. Dies entspricht einem Anteil von 11,9 Prozent aller in Fachkraftberufen Beschäftigten. In absoluten Zahlen arbeiteten die meisten Migrant_innen als Berufskraftfahrer_innen (153.844) und im Verkauf(99.829). Die Anzahl sozialversicherungspflichtig beschäftigter Geflüchteter in Fachkraftberufen hat sich von 2013 bis 2022 mehr als versiebenfacht. Ihr Anteil an allen Beschäftigten in Fachkraftberufen lag 2022 bei 1,0 Prozent beziehungsweise etwa 178.000 Beschäftigten. Die meisten Geflüchteten arbeiteten als Fahrzeugführer_innen(12.498) oder in der Lagerwirtschaft(10.793). Hinweis: Jahresdurchschnitt 2022 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA, 2023 ABB. 3 Top-10-Fachkraftberufe mit der größten Fachkräftelücke 6 in Deutschland und der Anteil von Migrant_innen(mittelblau) und Geflüchteten(hellblau) an allen Beschäftigten in dem jeweiligen Beruf Personenanzahl 0 5.000 Bauelektrik 10.000 15.000 20.000 17.712 16.971 Gesundheits- und Krankenpflege 17.104 16.835 Altenpflege 16.493 18.278 Verkauf(ohne Produktspezialisierung) 9.463 16.461 Kraftfahrzeugtechnik 14.448 11.764 Sanitär-, Heizungsund Klimatechnik 12.792 14.011 Elektrische Betriebstechnik 6.102 11.731 Maschinenbau- und Betriebstechnik 10.962 7.496 Mechatronik Spanende Metallbearbeitung 9.624 6.938 9.172 6.137 Migrant_innen Geflüchtete 14,1% 10,1% 10,2% 11,8% 11,2% 12,5% 7,1% 6,8% 1,2% 0,4% 0,4% 1,2% 1,3% 1,0% 0,7% 0,4% 6,2% 9,2% 0,7% 0,5% Fachkräftelücke 2022/2023 Fachkräftelücke 2021/2022 Die größten Fachkräftelücken herrschten im Jahresdurchschnitt 2022/2023 in Deutschland in der Bauelektrik mit 17.712, gefolgt von der Gesundheits- und Krankenpflege mit 17.104 nicht zu besetzenden Stellen. Der Anteil beschäftigter Migrant_innen in diesen Berufen lag im Jahresdurchschnitt 2022 bei 14,1 Prozent beziehungsweise 10,1 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2022/2023 7 verzeichnete Deutschland im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt 2021/2022 eine Zunahme der Fachkräftelücke um 12,4 Prozent. Insbesondere in der elektrischen Betriebstechnik hat sich die Fachkräftelücke beinahe verdoppelt. Hinweis: Jahresdurchschnitte zum 30.6. Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 3 8 O O H H N N E E SI S E IE G G EH EH T T G N A I R CH N T IC S H M T E S H M R EH J R A NU M A A R I 2 2 0 0 2 2 4 4 F F E E S S d d i i s s kurs ABB. 4 Anteil neu abgeschlossener Ausbildungsverträge in Engpassberufen an Ausbildungsanfänger_innen in allen Berufen (Engpassberufe des jeweiligen Jahres; Jahresdurchschnitte, in Prozent) 100 80 60 40 20 0 2013 2014 2015 Deutsche Migrant_innen 2016 2017 Geflüchtete 2018 2019 2020 2021 85,0 82,0 81,0 2022 Migrant_innen und Geflüchtete beginnen ihre Ausbildung eher in Engpassberufen. Der Anteil der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge von Migrant_innen und Geflüchteten in Engpassberufen lag deutschlandweit 2022 mit 85,0 Prozent beziehungsweise 82,0 Prozent leicht über dem der deutschen Staatsangehörigen (81,0 Prozent). Hinweis: Ein Beruf gilt als Engpassberuf, wenn weniger als 100 passend qualifizierte Arbeitslose auf 100 offene Stellen kommen. Quelle:„Datenbank Auszubildende“ des BIBB auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder(Erhebung zum 31.12.). IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023. ANMERKUNGEN 1 Der Begriff Migrant_innen umfasst Personen mit ausschließlich nicht deutscher Staatsangehörigkeit. 2 Der Begriff Geflüchtete beschreibt Personen mit Nationalitäten der Top-8-Asylherkunftsländer(Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia, Syrien). Die Abgrenzung erfolgt aus Datengründen rein auf Basis der Nationalität einer Person, unabhängig davon, ob die Person tatsächlich eine Migrations- oder Fluchterfahrung hat. 3 Der Begriff Fachkraftberufe beschreibt Berufsgattungen auf Niveau 2 der KldB 2010 und umfasst Berufe, für deren Ausübung typischerweise eine(duale) Ausbildung vorausgesetzt wird. 4 Die Stellenüberhangsquote beschreibt den Anteil an offenen Stellen, für die es in der Region keine passend qualifizierten Arbeitslosen gibt, an allen offenen Stellen. 5 Der Jahresdurchschnitt 2022/2023 bezieht sich auf den 12-MonatsZeitraum zwischen dem 1.7.2022 und dem 30.6.2023. 6 Die Fachkräftelücke beschreibt die absolute Anzahl an offenen Stellen in einer Berufsgattung, die nicht mit passend qualifizierten Arbeitslosen besetzt werden können. 7 Analog zu 5. FR IEDRIC C H H E E B B E E R R T T S S T T I I F F T T U U N N G G 4 9 Fact-Sheet: Baden-Württemberg Der Beitrag von Migrant_innen 1 und Geflüchteten 2 zur Arbeitskräftesicherung in Fachkraftberufen 3 Anteil von Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft an Bevölkerung 17,8% Anteil von Migrant_innen an allen Beschäftigten 16,3% Anteil der Geflüchteten an allen Beschäftigten 0,9% Quellen: Destatis, Ergebnisse der Bevölkerungsfortschreibung auf Grundlage des Zensus 2011 (Stand: 31.12.2022); IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA, 2023 ABB. 1 Stellenüberhangsquote 4 in den Arbeitsagenturbezirken Baden-Württembergs (in Prozent) >_ 70% <_ 70% <_ 60% <_ 50% <_ 40% <_ 30% <_ 20% <_ 10% MA Heidelberg Schwäbisch Hall Karlsruhe Heilbronn Ludwigsburg Waiblingen Nagold Stuttgart Göppingen Aalen Offenburg Reutlingen Balingen Ulm Freiburg Rottweil ABB. 2 Anteil unbesetzter Ausbildungsstellen an allen gemeldeten Ausbildungsstellen in BadenWürttemberg (in Prozent) >_ 70% <_ 70% <_ 60% <_ 50% <_ 40% <_ 30% <_ 20% <_ 10% MA Heidelberg Schwäbisch Hall Karlsruhe Heilbronn Ludwigsburg Waiblingen Nagold Stuttgart Göppingen Aalen Offenburg Reutlingen Balingen Ulm Freiburg Rottweil Lörrach Konstanz Lörrach Konstanz Den höchsten Anteil offener Stellen in Fachkraftberufen, die rein rechnerisch nicht zu besetzen waren, hatte im Jahresdurchschnitt 2022/2023 5 der Arbeitsagenturbezirk Schwäbisch Hall mit 67,6 Prozent. In Heilbronn waren hingegen lediglich 36,1 Prozent aller Stellen nicht zu besetzen. Hinweis: Jahresdurchschnitt 2022/2023 zum 30.6.2023 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 In Baden-Württemberg blieben insgesamt 16,2 Prozent der gemeldeten Ausbildungsstellen zum Stichtag 30.9.2023 unbesetzt. Damit lag Baden-Württemberg etwas über dem bundesweiten Durchschnitt von 13,4, Prozent. Am höchsten war dieser Anteil in Reutlingen(26,5 Prozent), am niedrigsten in Mannheim(4,5 Prozent). Hinweis: zum Stichtag 30.9.2023 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 . TAB. 1 Top-2-Fachkraftberufe am regionalen Arbeitsmarkt mit den meisten Migrant_innen und Geflüchteten in Baden-Württemberg Migrant_innen Berufsgattung nach KldB 2010 Berufskraftfahrer_innen (G ü te r ve r ke h r/ Lk w) Verkauf(ohne Produktspezialisierung) Anzahl Anteil an allen Beschäftigten 26.113 38,1% 21.015 18,5% Geflüchtete Lagerwirtschaft Verkauf(ohne Produktspezialisierung) 1.498 1.207 Hinweis: Jahresdurchschnitt 2022 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA, 2023 2,1% 1,1% Insgesamt waren im Jahresdurchschnitt 2022 in Baden-Württemberg über 400.800 Migrant_innen in Fachkraftberufen beschäftigt. Dies entspricht 16,3 Prozent aller in Fachkraftberufen Beschäftigten. Damit ist Baden-Württemberg bundesweit das Land mit dem zweithöchsten Anteil an Migrant_innen. In absoluten Zahlen arbeiteten die meisten Migrant_innen als Berufskraftfahrer_innen(26.113) und im Verkauf (21.015). Die Anzahl sozialversicherungspflichtig beschäftigter Geflüchteter in Fachkraftberufen hat sich von 2013 bis 2022 mehr als versechsfacht. Ihr Anteil an allen Beschäftigten in Fachkraftberufen lag im Jahresdurchschnitt 2022 bei 0,9 Prozent beziehungsweise etwa 21.400 Beschäftigten. Die meisten Geflüchteten arbeiteten in der Lagerwirtschaft(1.498) oder im Verkauf(ohne Produktspezialisierung)(1.207). 7 10 O O H H N N E E SI S E IE G G EH EH T T G N A I R CH N T IC S H M T E S H M R EH J R A NU M A A R I 2 2 0 0 2 2 4 4 F F E E S S d d i i s s kurs ABB. 3 Top-10-Fachkraftberufe mit der größten Fachkräftelücke 6 in Baden-Württemberg und der Anteil von Migrant_innen(mittelblau) und Geflüchteten(hellblau) an allen Beschäftigten in dem jeweiligen Beruf Personenanzahl 0 1.000 Verkauf(ohne Produktspezialisierung) 2.000 3.000 4.000 4.225 3.316 Migrant_innen Geflüchtete 18,5% 1,1% Fachkräftelücke 2022/2023 Fachkräftelücke 2021/2022 Gesundheits- und Krankenpflege Bauelektrik Lagerwirtschaft Kraftfahrzeugtechnik Maschinenbau- und Betriebstechnik 2.135 2.343 2.050 1.943 1.940 1.549 1.648 1.430 1.645 977 14,9% 23,1% 26,6% 17,0% 10,3% 0,3% 1,1% 2,1% 1,2% 0,4% Die größten Fachkräftelücken herrschten im Jahresdurchschnitt 2022/2023 in Baden-Württemberg im Verkauf(ohne Produktspezialisierung) mit 4.225, gefolgt von der Gesundheits- und Krankenpflege mit 2.135 nicht zu besetzenden Stellen. Der Anteil beschäftigter Migrant_innen in diesen Berufen lag bei 18,5 Prozent beziehungsweise 14,9 Prozent. Spanende Metallbearbeitung Elektrische Betriebstechnik Medizinische Fachangestellte Zahnmedizinische Fachangestellte 1.623 1.176 1.622 829 1.598 1.984 1.581 1.465 15,2% 11,0% 7,8% 12,8% 0,4% 0,7% 0,2% 0,6% Im Jahresdurchschnitt 2022/2023 verzeichnete Baden-Württemberg im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt 2021/2022 7 eine Zunahme der Fachkräftelücke um 12,0 Prozent. Insbesondere im Verkauf(ohne Produktspezialisierung) hat sich die Fachkräftelücke um etwa ein Viertel vergrößert. Hinweis: Anteile von Migrant_innen und Geflüchteten als Jahresdurchschnitte 2022 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 ABB. 4 Anteil neu abgeschlossener Ausbildungsverträge in Engpassberufen an Ausbildungsanfänger_innen in allen Berufen (Engpassberufe des jeweiligen Jahres; Jahresdurchschnitte, in Prozent) 100 90,8 90,1 80 86,9 60 40 20 0 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 Deutsche Migrant_innen Geflüchtete Migrant_innen und Geflüchtete beginnen ihre Ausbildung eher in Engpassberufen. Der Anteil der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge von Migrant_innen und Geflüchteten in Engpassberufen lag 2022 mit 90,1 Prozent beziehungsweise 90,8 Prozent über dem der deutschen Staatsangehörigen(86,9 Prozent). Hinweis: Ein Beruf gilt als Engpassberuf, wenn weniger als zehn passend qualifizierte Arbeitslose auf zehn offene Stellen kommen. Quelle:„Datenbank Auszubildende“ des BIBB auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder(Erhebung zum 31.12.). IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023. ANMERKUNGEN 1 Der Begriff Migrant_innen umfasst Personen mit ausschließlich nicht deutscher Staatsangehörigkeit. 2 Der Begriff Geflüchtete beschreibt Personen mit Nationalitäten der Top-8-Asylherkunftsländer(Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia, Syrien). Die Abgrenzung erfolgt aus Datengründen rein auf Basis der Nationalität einer Person, unabhängig davon, ob die Person tatsächlich eine Migrations- oder Fluchterfahrung hat. 3 Der Begriff Fachkraftberufe beschreibt Berufsgattungen auf Niveau 2 der KldB 2010 und umfasst Berufe, für deren Ausübung typischerweise eine(duale) Ausbildung vorausgesetzt wird. 4 Die Stellenüberhangsquote beschreibt den Anteil an offenen Stellen, für die es in der Region keine passend qualifizierten Arbeitslosen gibt, an allen offenen Stellen. 5 Der Jahresdurchschnitt 2022/2023 bezieht sich auf den 12-MonatsZeitraum zwischen dem 01.07.2022 und dem 30.6.2023. 6 Die Fachkräftelücke beschreibt die absolute Anzahl an offenen Stellen in einer Berufsgattung, die nicht mit passend qualifizierten Arbeitslosen besetzt werden können. 7 Analog zu 5. FRIEDRIC C H H E E B B E E R R T T S S T T I I F F T T U U N N G G 1 8 1 Fact-Sheet: Bayern Der Beitrag von Migrant_innen 1 und Geflüchteten 2 zur Arbeitskräftesicherung in Fachkraftberufen 3 Anteil von Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft an Bevölkerung 15,5% Anteil von Migrant_innen an allen Beschäftigten 14,8% Anteil der Geflüchteten an allen Beschäftigten 0,9% Quellen: Destatis, Ergebnisse der Bevölkerungsfortschreibung auf Grundlage des Zensus 2011 (Stand: 31.12.2022); IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA, 2023 ABB. 1 Stellenüberhangsquote 4 in den Arbeitsagenturbezirken Bayerns (in Prozent) Schweinfurt Aschaffenburg Würzburg Bamberg Bayreuth Weiden Fürth Nürnberg Schwandorf Ansbach Regensburg Deggendorf Ingolstadt Landshut Donauwörth Augsburg Freising München Traunstein >_ 70% <_ 70% <_ 60% <_ 50% <_ 40% <_ 30% <_ 20% <_ 10% Passau Kempten Weilheim Rosenheim ABB. 2 Anteil unbesetzter Ausbildungsstellen an allen gemeldeten Ausbildungsstellen in Bayern (in Prozent) Schweinfurt Aschaffenburg Würzburg Bamberg Bayreuth Weiden Fürth Nürnberg Schwandorf Ansbach Regensburg Deggendorf Ingolstadt Landshut Donauwörth Augsburg Freising München Traunstein >_ 70% <_ 70% <_ 60% <_ 50% <_ 40% <_ 30% <_ 20% <_ 10% Passau Kempten Weilheim Rosenheim Den höchsten Anteil offener Stellen in Fachkraftberufen, die rein rechnerisch nicht zu besetzen waren, hatte im Jahresdurchschnitt 2022/2023 5 der Arbeitsagenturbezirk Weiden mit 77,3 Prozent. In München waren hingegen lediglich 37,4 Prozent aller Stellen nicht zu besetzen. Hinweis: Jahresdurchschnitt 2022/2023 zum 30.6.2023 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 In Bayern blieben insgesamt 19,6 Prozent der gemeldeten Ausbildungsstellen zum Stichtag 30.9.2023 unbesetzt. Damit hatte Bayern bundesweiten den höchsten Anteil unbesetzter Ausbildungsstellen. Am höchsten war dieser Anteil in Weiden(26,9 Prozent), am niedrigsten in AnsbachWeißenburg(10,3 Prozent). Hinweis: zum Stichtag 30.9.2023 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 TAB. 1 Top-2-Fachkraftberufe am regionalen Arbeitsmarkt mit den meisten Migrant_innen und Geflüchteten in Bayern Migrant_innen Geflüchtete Berufsgattung nach KldB 2010 Berufskraftfahrer_innen (G ü te r ve r ke h r/ Lk w) Verkauf(ohne Produktspezialisierung) Verkauf(ohne Produktspezialisierung) Lagerwirtschaft Anzahl Anteil an allen Beschäftigten 34.318 36,1% 20.508 15,4% 1.787 1.469 1,3% 1,8% Hinweis: Jahresdurchschnitt 2022 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA, 2023 Insgesamt waren im Jahresdurchschnitt 2022 in Bayern über 442.700 Migrant_innen in Fachkraftberufen beschäftigt. Dies entspricht 14,8 Prozent aller in Fachkraftberufen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. In absoluten Zahlen ist Bayern damit bundesweiter Spitzenreiter. Die meisten Migrant_innen arbeiten als Berufskraftfahrer_innen(34.318) und im Verkauf(20.508). Die Anzahl sozialversicherungspflichtig beschäftigter Geflüchteter in Fachkraftberufen hat sich von 2013 bis 2022 mehr als verfünffacht. Ihr Anteil an allen Beschäftigten in Fachkraftberufen lag im Jahresdurchschnitt 2022 bei 0,9 Prozent beziehungsweise etwa 25.900 Beschäftigten. Die meisten Geflüchteten arbeiteten im Verkauf(1.787) oder in der Lagerwirtschaft(1.469). 9 12 O O H H N N E E SI S E IE G G EH EH T T G N A I R CH N T IC S H M T E S H M R EH J R A NU M A A R I 2 2 0 0 2 2 4 4 F F E E S S d d i i s s kurs ABB. 3 Top-10-Fachkraftberufe mit der größten Fachkräftelücke 6 in Bayern und der Anteil von Migrant_innen(mittelblau) und Geflüchteten(hellblau) an allen Beschäftigten in dem jeweiligen Beruf Personenanzahl 0 2.000 Verkauf(ohne Produktspezialisierung) 4.000 6.000 8.000 4.828 7.005 Migrant_innen Geflüchtete 15,4% 1,3% Fachkräftelücke 2022/2023 Fachkräftelücke 2021/2022 Kraftfahrzeugtechnik Bauelektrik Gesundheits- und Krankenpflege Lagerwirtschaft Köche/Köchinnen Altenpflege Sanitär-, Heizungsund Klimatechnik Berufskraftfahrer_ innen(Güterverkehr/Lkw) Maschinenbau- und Betriebstechnik 3.623 2.779 3.620 2.956 3.459 3.008 3.295 2.212 2.791 2.476 2.788 2.804 2.731 2.631 2.645 2.372 2.602 1.887 14,5% 19,9% 15,7% 21,8% 37,2% 16,1% 18,3% 36,1% 7,0% 1,2% 1,1% 0,3% 1,8% 2,4% 0,4% 1,0% 0,5% 0,3% Die größten Fachkräftelücken herrschten im Jahresdurchschnitt 2022/2023 in Bayern im Verkauf (ohne Produktspezialisierung) mit 7.005, gefolgt von der Kraftfahrzeugtechnik mit 3.623 nicht zu besetzenden Stellen. Der Anteil beschäftigter Migrant_innen in diesen Berufen lag 2020 bei 12,0 Prozent beziehungsweise 14,0 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2022/2023 verzeichnete Bayern im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt 2021/2022 7 eine Zunahme der Fachkräftelücke um 23,0 Prozent. Besonders auffällig ist der Anstieg im Verkauf(ohne Produktspezialisierung), wo sich die Fachkräftelücke sogar um etwa 45 Prozent vergrößert hat. Hinweis: Anteile von Migrant_innen und Geflüchteten als Jahresdurchschnitte 2022 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 ABB. 4 Anteil neu abgeschlossener Ausbildungsverträge in Engpassberufen an Ausbildungsanfänger_innen in allen Berufen (Engpassberufe des jeweiligen Jahres; Jahresdurchschnitte, in Prozent) 96,0 100 94,3 91,8 80 60 40 20 0 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 Deutsche Migrant_innen Geflüchtete Migrant_innen und Geflüchtete beginnen ihre Ausbildung eher in Engpassberufen. Der Anteil der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge von Migrant_innen und Geflüchteten in Engpassberufen lag 2022 mit 94,3 Prozent beziehungsweise 96,0 Prozent über dem der deutschen Staatsangehörigen(91,8 Prozent). Hinweis: Ein Beruf gilt als Engpassberuf, wenn weniger als zehn passend qualifizierte Arbeitslose auf zehn offene Stellen kommen. Quelle:„Datenbank Auszubildende“ des BIBB auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder(Erhebung zum 31.12.). IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023. ANMERKUNGEN 1 Der Begriff Migrant_innen umfasst Personen mit ausschließlich nicht deutscher Staatsangehörigkeit. 2 Der Begriff Geflüchtete beschreibt Personen mit Nationalitäten der Top-8-Asylherkunftsländer(Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia, Syrien). Die Abgrenzung erfolgt aus Datengründen rein auf Basis der Nationalität einer Person, unabhängig davon, ob die Person tatsächlich eine Migrations- oder Fluchterfahrung hat. 3 Der Begriff Fachkraftberufe beschreibt Berufsgattungen auf Niveau 2 der KldB 2010 und umfasst Berufe, für deren Ausübung typischerweise eine(duale) Ausbildung vorausgesetzt wird. 4 Die Stellenüberhangsquote beschreibt den Anteil an offenen Stellen, für die es in der Region keine passend qualifizierten Arbeitslosen gibt, an allen offenen Stellen. 5 Der Jahresdurchschnitt 2022/2023 bezieht sich auf den 12-MonatsZeitraum zwischen dem 1.7.2022 und dem 30.6.2023. 6 Die Fachkräftelücke beschreibt die absolute Anzahl an offenen Stellen in einer Berufsgattung, die nicht mit passend qualifizierten Arbeitslosen besetzt werden können. 7 Analog zu 5. FRIEDRIC C H H E E B B E E R R T T S S T T I I F F T T U U N N G G 1 0 3 Fact-Sheet: Berlin Der Beitrag von Migrant_innen 1 und Geflüchteten 2 zur Arbeitskräftesicherung in Fachkraftberufen 3 Anteil von Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft an Bevölkerung 22,2% Anteil von Migrant_innen an allen Beschäftigten 16,7% Anteil der Geflüchteten an allen Beschäftigten 1,4% Quellen: Destatis, Ergebnisse der Bevölkerungsfortschreibung auf Grundlage des Zensus 2011 (Stand: 31.12.2022); IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA, 2023 ABB. 1 Stellenüberhangsquote 4 in den Arbeitsagenturbezirken Berlins (in Prozent) >_ 70% <_ 70% <_ 60% <_ 50% <_ 40% <_ 30% <_ 20% <_ 10% ABB. 2 Anteil unbesetzter Ausbildungsstellen an allen gemeldeten Ausbildungsstellen in Berlin (in Prozent) >_ 70% <_ 70% <_ 60% <_ 50% <_ 40% <_ 30% <_ 20% <_ 10% Berlin Berlin Im Jahresdurchschnitt 2022/2023 5 waren im Arbeitsagenturbezirk Berlin 12,6 Prozent der offenen Stellen in Fachkraftberufen rein rechnerisch nicht zu besetzen. In Berlin blieben insgesamt 7,9 Prozent der gemeldeten Ausbildungsstellen zum 30.9.2023 unbesetzt. Damit war in Berlin der Anteil unbesetzter Ausbildungsstellen im Bundesdurchschnitt am geringsten. Hinweis: Jahresdurchschnitt 2022/2023 zum 30.6.2023 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 Hinweis: zum Stichtag 30.9.2023 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 TAB. 1 Top-2-Fachkraftberufe am regionalen Arbeitsmarkt mit den meisten Migrant_innen und Geflüchteten in Berlin Migrant_innen Berufsgattung nach KldB 2010 Kaufm., techn. Betriebswirtschaft Büro-, Sekretariatskräfte Anzahl Anteil an allen Beschäftigten 13.132 27,2% 10.904 12,2% Geflüchtete Fahrzeugführer_innen Straßenverkehr Verkauf(ohne Produktspezialisierung) 1.841 601 11,3% 1,5% Hinweis: Jahresdurchschnitt 2022 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA, 2023 Insgesamt waren im Jahresdurchschnitt 2022 in Berlin knapp 126.700 Migrant_innen in Fachkraftberufen beschäftigt. Dies entspricht 16,7 Prozent aller in Fachkraftberufen Beschäftigten. Damit ist Berlin bundesweit das Land mit dem höchsten Anteil an Migrant_innen. In absoluten Zahlen arbeiteten die meisten Migrant_innen als kaufmännische, technische Betriebswirtschaftler_innen(13.132) und als Büro- und Sekretariatskräfte(10.904). Die Anzahl sozialversicherungspflichtig beschäftigter Geflüchteter in Fachkraftberufen hat sich von 2013 bis 2022 um mehr als das Zwölffache erhöht. Ihr Anteil an allen Beschäftigten in Fachkraftberufen lag im Jahresdurchschnitt 2022 bei 1,4 Prozent beziehungsweise etwa 10.700 Beschäftigten. Die meisten Geflüchteten arbeiteten als Fahrzeugführer_innen(1.841) oder im Verkauf(601). 11 4 O O H H N N E E SI S E IE G G EH EH T T G N A I R CH N T IC S H M T E S H M R EH J R A NU M A A R I 2 2 0 0 2 2 4 4 F F E E S S d d i i s s kurs ABB. 3 Top-10-Fachkraftberufe mit der größten Fachkräftelücke 6 in Berlin und der Anteil von Migrant_innen(mittelblau) und Geflüchteten(hellblau) an allen Beschäftigten in dem jeweiligen Beruf Personenanzahl 0 Mechatronik 200 112 400 291 Migrant_innen 10,% Geflüchtete 1,2% Fachkräftelücke 2022/2023 Fachkräftelücke 2021/2022 Gesundheits- und Krankenpflege Bauelektrik Altenpflege Sanitär-, Heizungsund Klimatechnik Elektrische Betriebstechik Triebfahrzeugführer_innen im Eisenbahnverkehr Überwachung und Steuerung des Eisenbahnverkehrsbetriebs Gleisbau Justizverwaltung 269 451 212 322 210 378 195 329 159 93 155 159 95 23 84 41 60 0 12,4% 15,7% 14,6% 11,5% 10,0% 3,3% 12,6% 6,0% 1,8% 0,6% 1,5% 0,4% 1,0% 1,9% 0,4% 1,2% 0,4% 0,0% Die größten Fachkräftelücken herrschten im Jahresdurchschnitt 2022/2023 in Berlin in der Mechatronik mit 291, gefolgt von der Gesundheits- und Krankenpflege mit 296 nicht zu besetzenden Stellen. Der Anteil beschäftigter Migrant_innen in diesen Berufen lag im Jahresdurchschnitt 2022 bei 10,0 Prozent beziehungsweise 12,4 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2022/2023 verzeichnete Berlin im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt 2021/2022 7 eine Abnahme der Fachkräftelücke um 13,2 Prozent. Entgegen dem allgemeinen Trend ist die Mechatronik besonders auffällig, hier hat sich die Fachkräftelücke um etwa das 2,5-Fache vergrößert. Hinweis: Anteile von Migrant_innen und Geflüchteten als Jahresdurchschnitte 2022 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 ABB. 4 Anteil neu abgeschlossener Ausbildungsverträge in Engpassberufen an Ausbildungsanfänger_innen in allen Berufen (Engpassberufe des jeweiligen Jahres; Jahresdurchschnitte, in Prozent) 60 40 29,5 20,4 20 20,1 0 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 Deutsche Migrant_innen Geflüchtete In Berlin ist deutschlandweit der Anteil neu abgeschlossener Ausbildungsverträge in Engpassberufen am geringsten. Neben Bremen ist Berlin das einzige Bundesland, in dem 2022 der Anteil der deutschen Ausbildungsanfänger_innen in Engpassberufen höher war als der von Geflüchteten und Migrant_innen. Der Anteil der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge von Migrant_innen und Geflüchteten in Engpassberufen lag 2022 mit 20,4 Prozent beziehungsweise 20,1 Prozent unter dem der deutschen Staatsangehörigen(29,5 Prozent). Hinweis: Ein Beruf gilt als Engpassberuf, wenn weniger als zehn passend qualifizierte Arbeitslose auf zehn offene Stellen kommen. Quelle:„Datenbank Auszubildende“ des BIBB auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder(Erhebung zum 31.12.). IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023. ANMERKUNGEN 1 Der Begriff Migrant_innen umfasst Personen mit ausschließlich nicht deutscher Staatsangehörigkeit. 2 Der Begriff Geflüchtete beschreibt Personen mit Nationalitäten der Top-8-Asylherkunftsländer(Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia, Syrien). Die Abgrenzung erfolgt aus Datengründen rein auf Basis der Nationalität einer Person, unabhängig davon, ob die Person tatsächlich eine Migrations- oder Fluchterfahrung hat. 3 Der Begriff Fachkraftberufe beschreibt Berufsgattungen auf Niveau 2 der KldB 2010 und umfasst Berufe, für deren Ausübung typischerweise eine(duale) Ausbildung vorausgesetzt wird. 4 Die Stellenüberhangsquote beschreibt den Anteil an offenen Stellen, für die es in der Region keine passend qualifizierten Arbeitslosen gibt, an allen offenen Stellen. 5 Der Jahresdurchschnitt 2022/2023 bezieht sich auf den 12-MonatsZeitraum zwischen dem 1.7.2022 und dem 30.6.2023. 6 Die Fachkräftelücke beschreibt die absolute Anzahl an offenen Stellen in einer Berufsgattung, die nicht mit passend qualifizierten Arbeitslosen besetzt werden können. 7 Analog zu 5. FRIEDRIC C H H E E B B E E R R T T S S T T I I F F T T U U N N G G 1 2 5 Fact-Sheet: Brandenburg Der Beitrag von Migrant_innen 1 und Geflüchteten 2 zur Arbeitskräftesicherung in Fachkraftberufen 3 Anteil von Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft an Bevölkerung 7,0% Anteil von Migrant_innen an allen Beschäftigten 7,1% Anteil der Geflüchteten an allen Beschäftigten 0,6% Quellen: Destatis, Ergebnisse der Bevölkerungsfortschreibung auf Grundlage des Zensus 2011 (Stand: 31.12.2022); IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA, 2023 ABB. 1 Stellenüberhangsquote 4 in den Arbeitsagenturbezirken Brandenburgs (in Prozent) ABB. 2 Anteil unbesetzter Ausbildungsstellen an allen gemeldeten Ausbildungsstellen in Brandenburg (in Prozent) Neuruppin Eberswalde Neuruppin Eberswalde Berlin Frankfurt (Oder) Frankfurt (Oder) >_ 70% <_ 70% <_ 60% <_ 50% <_ 40% <_ 30% <_ 20% <_ 10% Potsdam Cottbus Den höchsten Anteil offener Stellen in Fachkraftberufen, die rein rechnerisch nicht zu besetzen waren, hatte im Jahresdurchschnitt 2022/2023 5 der Arbeitsagenturbezirk Potsdam mit 58,4 Prozent. In Frankfurt(Oder) waren hingegen lediglich 30,0 Prozent aller Stellen nicht zu besetzen. Hinweis: Jahresdurchschnitt 2022/2023 zum 30.6.2023 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 >_ 70% <_ 70% <_ 60% <_ 50% <_ 40% <_ 30% <_ 20% <_ 10% Potsdam Cottbus In Brandenburg blieben insgesamt 17,3 Prozent der gemeldeten Ausbildungsstellen zum Stichtag 30.9.2023 unbesetzt. Damit lag Brandenburg über dem bundesweiten Durchschnitt von 13,4 Prozent. Am höchsten war dieser Anteil in Neuruppin(22,2 Prozent), am niedrigsten in Frankfurt(Oder)(10,8 Prozent). Hinweis: zum Stichtag 30.9.2023 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 TAB. 1 Top-2-Fachkraftberufe am regionalen Arbeitsmarkt mit den meisten Migrant_innen und Geflüchteten in Brandenburg Migrant_innen Berufsgattung nach KldB 2010 Berufskraftfahrer_innen (G ü te r ve r ke h r/ Lk w) Lagerwirtschaft Geflüchtete Kraftfahrzeugtechnik Fahrzeugführer_innen Straßenverkehr Anzahl Anteil an allen Beschäftigten 4.922 22,0% 2.483 325 21,4% 2,8% 290 6,0% Insgesamt waren im Jahresdurchschnitt 2022 in Brandenburg knapp 35.000 Migrant_innen in Fachkraftberufen beschäftigt. Dies entspricht 7,1 Prozent aller Beschäftigten in Fachkraftberufen. In absoluten Zahlen arbeiteten die meisten Migrant_innen als Berufskraftfahrer_innen(4.922) und in der Lagerwirtschaft(2.483). Die Anzahl sozialversicherungspflichtig beschäftigter Geflüchteter in Fachkraftberufen hat sich von 2013 bis 2022 um mehr als das 27-Fache erhöht. Ihr Anteil an allen Beschäftigten in Fachkraftberufen lag im Jahresdurchschnitt 2022 bei 0,6 Prozent beziehungsweise etwa 2.900 Beschäftigten. Die meisten Geflüchteten arbeiteten in der Kraftfahrzeugtechnik(325) oder als Fahrzeugführer_innen(290). Hinweis: Jahresdurchschnitt 2022 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA, 2023 13 6 O O H H N N E E SI S E IE G G EH EH T T G N A I R CH N T IC S H M T E S H M R EH J R A NU M A A R I 2 2 0 0 2 2 4 4 F F E E S S d d i i s s kurs ABB. 3 Top-10-Fachkraftberufe mit der größten Fachkräftelücke 6 in Brandenburg und der Anteil von Migrant_innen(mittelblau) und Geflüchteten(hellblau) an allen Beschäftigten in dem jeweiligen Beruf Personenanzahl 0 Bauelektrik 500 1.000 731 714 Migrant_innen 7,3% Geflüchtete 0,6% Fachkräftelücke 2022/2023 Fachkräftelücke 2021/2022 Altenpflege Lagerwirtschaft Gesundheits- und Krankenpflege Kraftfahrzeugtechnik Berufskraftfahrer_ innen(Güterverkehr/Lkw) Sanitär-, Heizungsund Klimatechnik Maschinenbau- und Betriebstechnik Elektrische Betriebstechnik Öffentliche Verwaltung 729 757 620 414 617 575 612 537 549 551 482 553 477 371 443 255 431 325 2,8% 21,4% 4,4% 16,1% 22,0% 4,9% 3,1% 2,9% 1,0% 0,1% 0,7% 0,2% 2,8% 0,4% 0,4% 0,2% 0,3% 0,1% Die größten Fachkräftelücken herrschten im Jahresdurchschnitt 2022/2023 in Brandenburg in der Bauelektrik mit 731, gefolgt von der Altenpflege mit 729 nicht zu besetzenden Stellen. Der Anteil beschäftigter Migrant_innen in diesen Berufen lag im Jahresdurchschnitt 2022 bei 7,3 Prozent beziehungsweise 2,8 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2022/2023 verzeichnete Brandenburg im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt 2021/2022 7 eine Zunahme der Fachkräftelücke um 6,4 Prozent. Insbesondere in der elektrischen Betriebstechnik hat sich die Fachkräftelücke um etwa drei Viertel vergrößert. Hinweis: Anteile von Migrant_innen und Geflüchteten als Jahresdurchschnitte 2022 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 ABB. 4 Anteil neu abgeschlossener Ausbildungsverträge in Engpassberufen an Ausbildungsanfänger_innen in allen Berufen (Engpassberufe des jeweiligen Jahres; Jahresdurchschnitte, in Prozent) 100 92,7 92,6 80 84,8 60 40 20 0 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 Deutsche Migrant_innen Geflüchtete Migrant_innen und Geflüchtete beginnen ihre Ausbildung eher in Engpassberufen. Der Anteil der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge von Migrant_innen und Geflüchteten in Engpassberufen lag 2022 mit 92,7 Prozent beziehungsweise 92,6 Prozent über dem der deutschen Staatsangehörigen(84,8 Prozent). Hinweis: Ein Beruf gilt als Engpassberuf, wenn weniger als zehn passend qualifizierte Arbeitslose auf zehn offene Stellen kommen. Quelle:„Datenbank Auszubildende“ des BIBB auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder(Erhebung zum 31.12.). IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023. ANMERKUNGEN 1 Der Begriff Migrant_innen umfasst Personen mit ausschließlich nicht deutscher Staatsangehörigkeit. 2 Der Begriff Geflüchtete beschreibt Personen mit Nationalitäten der Top-8-Asylherkunftsländer(Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia, Syrien). Die Abgrenzung erfolgt aus Datengründen rein auf Basis der Nationalität einer Person, unabhängig davon, ob die Person tatsächlich eine Migrations- oder Fluchterfahrung hat. 3 Der Begriff Fachkraftberufe beschreibt Berufsgattungen auf Niveau 2 der KldB 2010 und umfasst Berufe, für deren Ausübung typischerweise eine(duale) Ausbildung vorausgesetzt wird. 4 Die Stellenüberhangsquote beschreibt den Anteil an offenen Stellen, für die es in der Region keine passend qualifizierten Arbeitslosen gibt, an allen offenen Stellen. 5 Der Jahresdurchschnitt 2022/2023 bezieht sich auf den 12-MonatsZeitraum zwischen dem 1.7.2022 und dem 30.6.2023. 6 Die Fachkräftelücke beschreibt die absolute Anzahl an offenen Stellen in einer Berufsgattung, die nicht mit passend qualifizierten Arbeitslosen besetzt werden können. 7 Analog zu 5. FRIEDRIC C H H E E B B E E R R T T S S T T I I F F T T U U N N G G 1 4 7 Fact-Sheet: Bremen Der Beitrag von Migrant_innen 1 und Geflüchteten 2 zur Arbeitskräftesicherung in Fachkraftberufen 3 Anteil von Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft an Bevölkerung 21,0% Anteil von Migrant_innen an allen Beschäftigten 10,3% Anteil der Geflüchteten an allen Beschäftigten 1,3% Quellen: Destatis, Ergebnisse der Bevölkerungsfortschreibung auf Grundlage des Zensus 2011 (Stand: 31.12.2022); IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA, 2023 ABB. 1 Stellenüberhangsquote 4 in den Arbeitsagenturbezirken Bremens (in Prozent) Bremerhaven ABB. 2 Anteil unbesetzter Ausbildungsstellen an allen gemeldeten Ausbildungsstellen in Bremen (in Prozent) Bremerhaven >_ 70% <_ 70% <_ 60% <_ 50% <_ 40% <_ 30% <_ 20% <_ 10% Bremen Im Jahresdurchschnitt 2022/2023 5 waren im Arbeitsagenturbezirk Bremen 35,5 Prozent der offenen Stellen in Fachkraftberufen rein rechnerisch nicht zu besetzen. >_ 70% <_ 70% <_ 60% <_ 50% <_ 40% <_ 30% <_ 20% <_ 10% Bremen In Bremen blieben insgesamt 8,1 Prozent der gemeldeten Ausbildungsstellen zum Stichtag 30.9.2023 unbesetzt. Damit lag Bremen deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von 13,4 Prozent. Hinweis: Jahresdurchschnitt 2022/2023 zum 30.6.2023 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 Hinweis: zum Stichtag 30.9.2023 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 TAB. 1 Top-2-Fachkraftberufe am regionalen Arbeitsmarkt mit den meisten Migrant_innen und Geflüchteten in Bremen Migrant_innen Berufsgattung nach KldB 2010 Berufskraftfahrer_innen (G ü te r ve r ke h r/ Lk w) Lagerwirtschaft Geflüchtete Lagerwirtschaft Fahrzeugführer_innen Straßenverkehr Anzahl Anteil an allen Beschäftigten 1.110 24,3% 954 19,8% 185 3,9% 172 8,8% Insgesamt waren im Jahresdurchschnitt 2022 in Bremen knapp 17.400 Migrant_innen in Fachkraftberufen beschäftigt. Dies entspricht 10,3 Prozent aller in Fachkraftberufen Beschäftigten. Die meisten Migrant_innen arbeiteten als Berufskraftfahrer_innen(1.110) und in der Lagerwirtschaft(954). Die Anzahl sozialversicherungspflichtig beschäftigter Geflüchteter in Fachkraftberufen hat sich von 2013 bis 2022 mehr als verachtfacht. Ihr Anteil an allen Beschäftigten in Fachkraftberufen lag im Jahresdurchschnitt 2022 bei 1,3 Prozent beziehungsweise etwa 2.200 Beschäftigten. Die meisten Geflüchteten arbeiteten in der Lagerwirtschaft(185) oder als Fahrzeugführer_innen im Straßenverkehr(172). Hinweis: Jahresdurchschnitt 2022 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA, 2023 15 8 O O H H N N E E SI S E IE G G EH EH T T G N A I R CH N T IC S H M T E S H M R EH J R A NU M A A R I 2 2 0 0 2 2 4 4 F F E E S S d d i i s s kurs ABB. 3 Top-10-Fachkraftberufe 2020 mit der größten Fachkräftelücke 6 in Bremen und der Anteil von Migrant_innen(mittelblau) und Geflüchteten(hellblau) an allen Beschäftigten in dem jeweiligen Beruf Personenanzahl 0 150 Gesundheits- und Krankenpflege 300 337 294 Migrant_innen 8,4% Geflüchtete 0,4% Fachkräftelücke 2022/2023 Fachkräftelücke 2021/2022 Speditions- und Logistikkaufleute Maschinenbau- und Betriebstechnik Altenpflege Sanitär-, Heizungsund Klimatechnik Kraftfahrzeugtechnik 61 39 256 214 159 156 140 150 184 146 4,6% 6,3% 11,9% 13,2% 7,9% 0,3% 0,3% 1,1% 1,9% 1,3% Die größten Fachkräftelücken herrschten im Jahresdurchschnitt 2022/2023 in Bremen in der Gesundheits- und Krankenpflege mit 337, gefolgt von Speditions- und Logistikkaufleuten mit 256 nicht zu besetzenden Stellen. Der Anteil beschäftigter Migrant_innen in diesen Berufen lag im Jahresdurchschnitt 2022 bei 8,4 Prozent beziehungsweise 4,6 Prozent. Bauelektrik Berufskraftfahrer_ innen(Güterverkehr/Lkw) Mechatronik Elektrische Betriebstechnik 145 170 128 107 109 62 106 38 Hinweis: Anteile von Migrant_innen und Geflüchteten als Jahresdurchschnitte 2022 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 9,0% 24,3% 2,5% 6,4% 2,4% 2,0% 1,0% 2,4% Im Jahresdurchschnitt 2022/2023 verzeichnete Bremen im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt 2021/2022 7 eine Zunahme der Fachkräftelücke um 42,8 Prozent und somit die deutschlandweit am stärksten gewachsene Fachkräftelücke. Insbesondere in der Maschinenbau- und Betriebstechnik hat sich die Fachkräftelücke um etwa das 2,5-Fache vergrößert. ABB. 4 Anteil neu abgeschlossener Ausbildungsverträge in Engpassberufen an Ausbildungsanfänger_innen in allen Berufen (Engpassberufe des jeweiligen Jahres; Jahresdurchschnitte, in Prozent) 80 67,0 63,8 60 60,0 40 20 0 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 Deutsche Migrant_innen Geflüchtete Der Anteil der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge von Migrant_innen und Geflüchteten in Engpassberufen lag 2022 mit 63,8 Prozent beziehungsweise 60,0 Prozent leicht unter dem der deutschen Staatsangehörigen(67,0 Prozent). Hiermit stellt Bremen neben Berlin deutschlandweit eine Ausnahme dar. Hinweis: Ein Beruf gilt als Engpassberuf, wenn weniger als zehn passend qualifizierte Arbeitslose auf zehn offene Stellen kommen. Quelle:„Datenbank Auszubildende“ des BIBB auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder(Erhebung zum 31.12.). IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023. ANMERKUNGEN 1 Der Begriff Migrant_innen umfasst Personen mit ausschließlich nicht deutscher Staatsangehörigkeit. 2 Der Begriff Geflüchtete beschreibt Personen mit Nationalitäten der Top-8-Asylherkunftsländer(Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia, Syrien). Die Abgrenzung erfolgt aus Datengründen rein auf Basis der Nationalität einer Person, unabhängig davon, ob die Person tatsächlich eine Migrations- oder Fluchterfahrung hat. 3 Der Begriff Fachkraftberufe beschreibt Berufsgattungen auf Niveau 2 der KldB 2010 und umfasst Berufe, für deren Ausübung typischerweise eine(duale) Ausbildung vorausgesetzt wird. 4 Die Stellenüberhangsquote beschreibt den Anteil an offenen Stellen, für die es in der Region keine passend qualifizierten Arbeitslosen gibt, an allen offenen Stellen. 5 Der Jahresdurchschnitt 2022/2023 bezieht sich auf den 12-MonatsZeitraum zwischen dem 1.7.2022 und dem 30.6.2023. 6 Die Fachkräftelücke beschreibt die absolute Anzahl an offenen Stellen in einer Berufsgattung, die nicht mit passend qualifizierten Arbeitslosen besetzt werden können. 7 Analog zu 5. FRIEDRIC C H H E E B B E E R R T T S S T T I I F F T T U U N N G G 1 6 9 Fact-Sheet: Hamburg Der Beitrag von Migrant_innen 1 und Geflüchteten 2 zur Arbeitskräftesicherung in Fachkraftberufen 3 Anteil von Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft an Bevölkerung 19,2% Anteil von Migrant_innen an allen Beschäftigten 13,1% Anteil der Geflüchteten an allen Beschäftigten 1,8% Quellen: Destatis, Ergebnisse der Bevölkerungsfortschreibung auf Grundlage des Zensus 2011 (Stand: 31.12.2022); IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA, 2023 ABB. 1 Stellenüberhangsquote 4 in den Arbeitsagenturbezirken Hamburgs (in Prozent) >_ 70% <_ 70% <_ 60% <_ 50% <_ 40% <_ 30% <_ 20% <_ 10% ABB. 2 Anteil unbesetzter Ausbildungsstellen an allen gemeldeten Ausbildungsstellen in Hamburg (in Prozent) >_ 70% <_ 70% <_ 60% <_ 50% <_ 40% <_ 30% <_ 20% <_ 10% Hamburg Hamburg Im Jahresdurchschnitt 2022/2023 5 waren im Arbeitsagenturbezirk Hamburg 24,6 Prozent der offenen Stellen in Fachkraftberufen rein rechnerisch nicht zu besetzen. In Hamburg blieben insgesamt 9,5 Prozent der gemeldeten Ausbildungsstellen zum Stichtag 30.9.2023 unbesetzt. Damit lag Hamburg unter dem bundesweiten Durchschnitt von 13,4 Prozent. Hinweis: Jahresdurchschnitt 2022/2023 zum 30.6.2023 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 Hinweis: zum Stichtag 30.9.2023 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 TAB. 1 Top-2-Fachkraftberufe am regionalen Arbeitsmarkt mit den meisten Migrant_innen und Geflüchteten in Hamburg Migrant_innen Geflüchtete Berufsgattung nach KldB 2010 Büro-, Sekretariatskräfte Verkauf(ohne Produktspezialisierung) Fahrzeugführer_innen Straßenverkehr Verkauf(ohne Produktspezialisierung) Anzahl 4.527 Anteil an allen Beschäftigten 7,6% 3.562 16,6% 812 13,9% 668 3,1% Hinweis: Jahresdurchschnitt 2022 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA, 2023 Insgesamt waren im Jahresdurchschnitt 2022 in Hamburg knapp 63.100 Migrant_innen in Fachkraftberufen beschäftigt. Dies entspricht 13,1 Prozent aller in Fachkraftberufen Beschäftigten und ist im Vergleich zu anderen Bundesländern eher hoch. In absoluten Zahlen arbeiteten die meisten Migrant_innen als Büro- und Sekretariatskräfte(4.527) und im Verkauf(3.562). Die Anzahl sozialversicherungspflichtig beschäftigter Geflüchteter in Fachkraftberufen hat sich von 2013 bis 2022 mehr als vervierfacht. Ihr Anteil an allen Beschäftigten in Fachkraftberufen lag im Jahresdurchschnitt 2022 bei 1,8 Prozent beziehungsweise etwa 8.700 Beschäftigten. Die meisten Geflüchteten arbeiteten als Fahrzeugführer_innen im Straßenverkehr(812) oder im Verkauf(668). 1 2 7 0 O O H H N N E E SI S E IE G G EH EH T T G N A I R CH N T IC S H M T E S H M R EH J R A NU M A A R I 2 2 0 0 2 2 4 4 F F E E S S d d i i s s kurs ABB. 3 Top-10-Fachkraftberufe mit der größten Fachkräftelücke 6 in Hamburg und der Anteil von Migrant_innen(mittelblau) und Geflüchteten(hellblau) an allen Beschäftigten in dem jeweiligen Beruf Personenanzahl 0 Verkauf(ohne Produktspezialisierung) 200 255 Migrant_innen 400 444 16,6% Geflüchtete 3,1% Fachkräftelücke 2022/2023 Fachkräftelücke 2021/2022 Speditions- und Logistikkaufleute Bauelektrik Triebfahrzeugführer_innen im Eisenbahnverkehr Objekt-, Werte- und Personenschutz Elektrische Betriebstechnik Kraftfahrzeugtechnik Sanitär-, Heizungsund Klimatechnik Maschinenbau- und Betriebstechnik Mechatronik 231 277 205 219 178 100 162 17 158 64 156 151 129 205 125 8 105 67 9,2% 16,4% 6,6% 13,8% 7,7% 13,2% 9,2% 6,0% 7,3% 0,5% 3,2% 0,5% 3,9% 1,8% 3,3% 1,9% 0,7% 1,5% Die größten Fachkräftelücken herrschten im Jahresdurchschnitt 2022/2023 in Hamburg im Verkauf mit 444, gefolgt von Speditionsund Logistikkaufleuten mit 231 nicht zu besetzenden Stellen. Der Anteil beschäftigter Migrant_innen in diesen Berufen lag im Jahresdurchschnitt 2022 bei 16,6 Prozent beziehungsweise 9,2 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2022/2023 verzeichnete Hamburg im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt 2021/2022 7 eine Zunahme der Fachkräftelücke um 20,3 Prozent. Insbesondere in der Maschinenbau- und Betriebstechnik hat sich die Fachkräftelücke um etwa das 15,5-Fache vergrößert. Hinweis: Anteile von Migrant_innen und Geflüchteten als Jahresdurchschnitte 2022 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 ABB. 4 Anteil neu abgeschlossener Ausbildungsverträge in Engpassberufen an Ausbildungsanfänger_innen in allen Berufen (Engpassberufe des jeweiligen Jahres; Jahresdurchschnitte, in Prozent) 80 60 51,7 48,6 46,0 40 20 0 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 Deutsche Migrant_innen Geflüchtete Migrant_innen und Geflüchtete beginnen ihre Ausbildung eher in Engpassberufen. Der Anteil der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge von Migrant_innen und Geflüchteten in Engpassberufen lag 2022 mit 48,6 Prozent beziehungsweise 51,7 Prozent über dem der deutschen Staatsangehörigen(46,0 Prozent). Hinweis: Ein Beruf gilt als Engpassberuf, wenn weniger als zehn passend qualifizierte Arbeitslose auf zehn offene Stellen kommen. Quelle:„Datenbank Auszubildende“ des BIBB auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder(Erhebung zum 31.12.). IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023. ANMERKUNGEN 1 Der Begriff Migrant_innen umfasst Personen mit ausschließlich nicht deutscher Staatsangehörigkeit. 2 Der Begriff Geflüchtete beschreibt Personen mit Nationalitäten der Top-8-Asylherkunftsländer(Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia, Syrien). Die Abgrenzung erfolgt aus Datengründen rein auf Basis der Nationalität einer Person, unabhängig davon, ob die Person tatsächlich eine Migrations- oder Fluchterfahrung hat. 3 Der Begriff Fachkraftberufe beschreibt Berufsgattungen auf Niveau 2 der KldB 2010 und umfasst Berufe, für deren Ausübung typischerweise eine(duale) Ausbildung vorausgesetzt wird. 4 Die Stellenüberhangsquote beschreibt den Anteil an offenen Stellen, für die es in der Region keine passend qualifizierten Arbeitslosen gibt, an allen offenen Stellen. 5 Der Jahresdurchschnitt 2022/2023 bezieht sich auf den 12-MonatsZeitraum zwischen dem 1.7.2022 und dem 30.6.2023. 6 Die Fachkräftelücke beschreibt die absolute Anzahl an offenen Stellen in einer Berufsgattung, die nicht mit passend qualifizierten Arbeitslosen besetzt werden können. 7 Analog zu 5. FRIEDRIC C H H E E B B E E R R T T S S T T I I F F T T U U N N G G 2 18 1 Fact-Sheet: Hessen Der Beitrag von Migrant_innen 1 und Geflüchteten 2 zur Arbeitskräftesicherung in Fachkraftberufen 3 Anteil von Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft an Bevölkerung 18,7% Anteil von Migrant_innen an allen Beschäftigten 15,8% Anteil der Geflüchteten an allen Beschäftigten 1,4% Quellen: Destatis, Ergebnisse der Bevölkerungsfortschreibung auf Grundlage des Zensus 2011 (Stand: 31.12.2022); IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA, 2023 ABB. 1 Stellenüberhangsquote 4 in den Arbeitsagenturbezirken Hessens (in Prozent) >_ 70% <_ 70% <_ 60% <_ 50% <_ 40% <_ 30% <_ 20% <_ 10% Kassel Korbach Marburg Bad Hersfeld ABB. 2 Anteil unbesetzter Ausbildungsstellen an allen gemeldeten Ausbildungsstellen in Hessen (in Prozent) >_ 70% <_ 70% <_ 60% <_ 50% <_ 40% <_ 30% <_ 20% <_ 10% Kassel Korbach Marburg Bad Hersfeld Limburg Gießen Bad Homburg Wiesbaden Frankfurt Offenbach Hanau Limburg Gießen Bad Homburg Wiesbaden Frankfurt Offenbach Hanau Darmstadt Darmstadt Den höchsten Anteil offener Stellen in Fachkraftberufen, die rein rechnerisch nicht zu besetzen waren, hatte im Jahresdurchschnitt 2022/2023 5 der Arbeitsagenturbezirk Marburg mit 68,7 Prozent. In Bad Homburg waren hingegen lediglich 8,7 Prozent aller Stellen nicht zu besetzen. Hinweis: Jahresdurchschnitt 2022/2023 zum 30.6.2023 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 In Hessen blieben insgesamt 11,1 Prozent der gemeldeten Ausbildungsstellen zum Stichtag 30.9.2023 unbesetzt. Damit lag Hessen etwas unter dem bundesweiten Durchschnitt von 13,4 Prozent. Am höchsten war dieser Anteil in Bad Homburg(23,7 Prozent), am niedrigsten in Kassel(4,6 Prozent). Hinweis: zum Stichtag 30.9.2023 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 . TAB. 1 Top-2-Fachkraftberufe am regionalen Arbeitsmarkt mit den meisten Migrant_innen und Geflüchteten in Hessen Migrant_innen Berufsgattung nach KldB 2010 Berufskraftfahrer_innen (G ü te r ve r ke h r/ Lk w) Büro-, Sekretariatskräfte Geflüchtete Objekt-, Werte-, Personenschutz Lagerwirtschaft Anzahl Anteil an allen Beschäftigten 13.806 37,0% 11.185 8,5% 1.511 8,7% 1.112 3,4% Hinweis: Jahresdurchschnitt 2022 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA, 2023 Insgesamt waren im Jahresdurchschnitt 2022 in Hessen knapp 216.500 Migrant_innen in Fachkraftberufen beschäftigt. Dies entspricht einem Anteil von 15,4 Prozent aller in Fachkraftberufen Beschäftigten. Damit ist Hessen das Land mit dem dritthöchsten Anteil von Migrant_innen. In absoluten Zahlen arbeiteten die meisten Migrant_innen als Berufskraftfahrer_innen(13.806) und als Büro- und Sekretariatskräfte (11.185). Die Anzahl sozialversicherungspflichtig beschäftigter Geflüchteter in Fachkraftberufen hat sich von 2013 bis 2020 mehr als vervierfacht. Ihr Anteil an allen Beschäftigten in Fachkraftberufen lag im Jahresdurchschnitt 2022 bei 1,4 Prozent beziehungsweise etwa 19.200 Beschäftigten. Die meisten Geflüchteten arbeiteten im Objekt-, Werte- und Personenschutz(1.511) und in der Lagerwirtschaft(1.112). 1 2 9 2 O O H H N N E E SI S E IE G G EH EH T T G N A I R CH N T IC S H M T E S H M R EH J R A NU M A A R I 2 2 0 0 2 2 4 4 F F E E S S d d i i s s kurs ABB. 3 Top-10-Fachkraftberufe mit der größten Fachkräftelücke 6 in Hessen und der Anteil von Migrant_innen(mittelblau) und Geflüchteten(hellblau) an allen Beschäftigten in dem jeweiligen Beruf Personenanzahl 0 Altenpflege 1.000 977 1.238 2.000 Migrant_innen Geflüchtete 13,8% 0,8% Fachkräftelücke 2022/2023 Fachkräftelücke 2021/2022 Bauelektrik Sanitär-, Heizungsund Klimatechnik Gesundheits- und Krankenpflege Verkauf(ohne Produktspezialisierung) Elektrische Betriebstechnik Kraftfahrzeugtechnik Mechatronik Maschinenbau- und Betriebstechnik Steuerberatung 774 970 711 878 659 789 635 216 632 336 611 506 517 393 516 405 514 489 21,6% 17,0% 17,5% 17,5% 9,6% 14,5% 8,6% 8,1% 7,3% 1,8% 1,3% 0,6% 1,7% 1,0% 1,8% 1,0% 0,5% 0,0% Die größten Fachkräftelücken herrschten im Jahresdurchschnitt 2022/2023 in Hessen in der Altenpflege mit 977, gefolgt von der Bauelektrik mit 774 nicht zu besetzenden Stellen. Der Anteil beschäftigter Migrant_innen in diesen Berufen lag im Jahresdurchschnitt 2022 bei 13,8 Prozent beziehungsweise 21,6 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2022/2023 verzeichnete Hessen im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt 2021/2022 7 eine Zunahme der Fachkräftelücke um 7,8 Prozent. Insbesondere im Verkauf hat sich die Fachkräftelücke um etwa das Dreifache vergrößert. Hinweis: Anteile von Migrant_innen und Geflüchteten als Jahresdurchschnitte 2022 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 ABB. 4 Anteil neu abgeschlossener Ausbildungsverträge in Engpassberufen an Ausbildungsanfänger_innen in allen Berufen (Engpassberufe des jeweiligen Jahres; Jahresdurchschnitte, in Prozent) 100 81,9 80 79,6 79,6 60 40 20 0 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 Deutsche Migrant_innen Geflüchtete Migrant_innen beginnen ihre Ausbildung eher in Engpassberufen. Der Anteil der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge von Migrant_innen in Engpassberufen lag 2022 mit 81,9 Prozent über dem der deutschen Staatsangehörigen(79,6 Prozent). Der Anteil der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge von Geflüchteten entspricht dem der deutschen Staatsangehörigen. Hinweis: Ein Beruf gilt als Engpassberuf, wenn weniger als zehn passend qualifizierte Arbeitslose auf zehn offene Stellen kommen. Quelle:„Datenbank Auszubildende“ des BIBB auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder(Erhebung zum 31.12.). IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023. ANMERKUNGEN 1 Der Begriff Migrant_innen umfasst Personen mit ausschließlich nicht deutscher Staatsangehörigkeit. 2 Der Begriff Geflüchtete beschreibt Personen mit Nationalitäten der Top-8-Asylherkunftsländer(Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia, Syrien). Die Abgrenzung erfolgt aus Datengründen rein auf Basis der Nationalität einer Person, unabhängig davon, ob die Person tatsächlich eine Migrations- oder Fluchterfahrung hat. 3 Der Begriff Fachkraftberufe beschreibt Berufsgattungen auf Niveau 2 der KldB 2010 und umfasst Berufe, für deren Ausübung typischerweise eine(duale) Ausbildung vorausgesetzt wird. 4 Die Stellenüberhangsquote beschreibt den Anteil an offenen Stellen, für die es in der Region keine passend qualifizierten Arbeitslosen gibt, an allen offenen Stellen. 5 Der Jahresdurchschnitt 2022/2023 bezieht sich auf den 12-MonatsZeitraum zwischen dem 1.7.2022 und dem 30.6.2023. 6 Die Fachkräftelücke beschreibt die absolute Anzahl an offenen Stellen in einer Berufsgattung, die nicht mit passend qualifizierten Arbeitslosen besetzt werden können. 7 Analog zu 5. FRIEDRIC C H H E E B B E E R R T T S S T T I I F F T T U U N N G G 20 3 Fact-Sheet: Mecklenburg-Vorpommern Der Beitrag von Migrant_innen 1 und Geflüchteten 2 zur Arbeitskräftesicherung in Fachkraftberufen 3 Anteil von Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft an Bevölkerung 6,5% Anteil von Migrant_innen an allen Beschäftigten 4,5% Anteil der Geflüchteten an allen Beschäftigten 0,5% Quellen: Destatis, Ergebnisse der Bevölkerungsfortschreibung auf Grundlage des Zensus 2011 (Stand: 31.12.2022); IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA, 2023 ABB. 1 Stellenüberhangsquote 4 in den Arbeitsagenturbezirken Mecklenburg-Vorpommerns (in Prozent) >_ 70% <_ 70% <_ 60% <_ 50% <_ 40% <_ 30% <_ 20% <_ 10% ABB. 2 Anteil unbesetzter Ausbildungsstellen an allen gemeldeten Ausbildungsstellen in Mecklenburg-Vorpommern (in Prozent) >_ 70% <_ 70% <_ 60% <_ 50% <_ 40% <_ 30% <_ 20% <_ 10% Schwerin Stralsund Rostock Greifswald Neubrandenburg Schwerin Stralsund Rostock Greifswald Neubrandenburg Den höchsten Anteil offener Stellen in Fachkraftberufen, die rein rechnerisch nicht zu besetzen waren, hatte im Jahresdurchschnitt 2022/2023 5 der Arbeitsagenturbezirk Schwerin mit 52,6 Prozent. In Stralsund waren hingegen lediglich 30,3 Prozent aller Stellen nicht zu besetzen. Hinweis: Jahresdurchschnitt 2022/2023 zum 30.6.2023 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 In Mecklenburg-Vorpommern blieben insgesamt 13,5 Prozent der gemeldeten Ausbildungsstellen zum Stichtag 30.9.2023 unbesetzt. Damit lag Mecklenburg-Vorpommern in etwa bei dem bundesweiten Durchschnitt von 13,4 Prozent. Am höchsten war dieser Anteil in Greifswald (17,2 Prozent), am niedrigsten in Neubrandenburg(9,9 Prozent). Hinweis: zum Stichtag 30.9.2023 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 TAB. 1 Top-2-Fachkraftberufe am regionalen Arbeitsmarkt mit den meisten Migrant_innen und Geflüchteten in Mecklenburg-Vorpommern Migrant_innen Berufsgattung nach KldB 2010 Berufskraftfahrer_innen (G ü te r ve r ke h r/ Lk w) Gastronomieservice Geflüchtete Fahrzeugführer_innen Straßenverkehr Gastronomieservice Anzahl Anteil an allen Beschäftigten 1.504 11,7% 1.229 19,6% 99 3,3% 89 1,4% Hinweis: Jahresdurchschnitt 2022 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA, 2023 Insgesamt waren im Jahresdurchschnitt 2022 in MecklenburgVorpommern knapp 14.900 Migrant_innen in Fachkraftberufen beschäftigt. Dies entspricht 4,5 Prozent aller in Fachkraftberufen Beschäftigten. Damit ist Mecklenburg-Vorpommern bundesweit das Land mit dem niedrigsten Anteil sowie der niedrigsten Anzahl an Migrant_innen in absoluten Zahlen. Die meisten Migrant_innen arbeiteten als Berufskraftfahrer_innen(1.504) und im Gastronomieservice(1.229). Die Anzahl sozialversicherungspflichtig beschäftigter Geflüchteter in Fachkraftberufen hat sich von 2013 bis 2022 um mehr als das 23-Fache erhöht. Ihr Anteil an allen Beschäftigten in Fachkraftberufen lag im Jahresdurchschnitt 2022 bei 0,5 Prozent beziehungsweise etwa 1.500 Beschäftigten. Die meisten Geflüchteten arbeiteten als Fahrzeugführer_innen(99) oder im Gastronomieservice(89). 21 4 O O H H N N E E SI S E IE G G EH EH T T G N A I R CH N T IC S H M T E S H M R EH J R A NU M A A R I 2 2 0 0 2 2 4 4 F F E E S S d d i i s s kurs ABB. 3 Top-10-Fachkraftberufe mit der größten Fachkräftelücke 6 in Mecklenburg-Vorpommern und der Anteil von Migrant_innen(mittelblau) und Geflüchteten(hellblau) an allen Beschäftigten in dem jeweiligen Beruf Personenanzahl 0 250 Bauelektrik 500 530 461 Migrant_innen 4,1% Geflüchtete 0,5% Fachkräftelücke 2022/2023 Fachkräftelücke 2021/2022 Gesundheits- und Krankenpflege Köche/Köchinnen Altenpflege Berufskraftfahrer_ innen(Güterverkehr/Lkw) Verkauf(ohne Produktspezialisierung) 477 392 459 637 426 516 353 316 352 142 1,5% 14,8% 1,7% 11,7% 2,7% 0,1% 1,1% 0,1% 0,3% 0,4% Die größten Fachkräftelücken herrschten im Jahresdurchschnitt 2022/2023 in MecklenburgVorpommern in der Bauelektrik mit 530, gefolgt von der Gesundheitsund Krankenpflege mit 477 nicht zu besetzenden Stellen. Der Anteil beschäftigter Migrant_innen in diesen Berufen lag im Jahresdurchschnitt 2022 bei 4,1 Prozent beziehungsweise 1,5 Prozent. Sanitär-, Heizungsund Klimatechnik Gastronomieservice Kraftfahrzeugtechnik Elektrische Betriebstechik 350 356 340 469 336 284 243 146 3,6% 19,6% 2,8% 1,4% 0,3% 1,4% 0,4% 0,3% Im Jahresdurchschnitt 2022/2023 verzeichnete MecklenburgVorpommern im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt 2021/2022 7 eine Zunahme der Fachkräftelücke um 3,7 Prozent. Insbesondere im Verkauf hat sich die Fachkräftelücke um etwa das 2,5-Fache vergrößert. Hinweis: Anteile von Migrant_innen und Geflüchteten als Jahresdurchschnitte 2022 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 ABB. 4 Anteil neu abgeschlossener Ausbildungsverträge in Engpassberufen an Ausbildungsanfänger_innen in allen Berufen (Engpassberufe des jeweiligen Jahres; Jahresdurchschnitte, in Prozent) 100 94,3 87,5 80 79,6 60 40 20 0 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 Deutsche Migrant_innen Geflüchtete Migrant_innen und Geflüchtete beginnen ihre Ausbildung eher in Engpassberufen. Der Anteil der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge von Migrant_innen und Geflüchteten in Engpassberufen lag 2022 mit 94,3 Prozent beziehungsweise 87,5 Prozent über dem der deutschen Staatsangehörigen(79,6 Prozent). Hinweis: Ein Beruf gilt als Engpassberuf, wenn weniger als zehn passend qualifizierte Arbeitslose auf zehn offene Stellen kommen. Quelle:„Datenbank Auszubildende“ des BIBB auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder(Erhebung zum 31.12.). IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023. ANMERKUNGEN 1 Der Begriff Migrant_innen umfasst Personen mit ausschließlich nicht deutscher Staatsangehörigkeit. 2 Der Begriff Geflüchtete beschreibt Personen mit Nationalitäten der Top-8-Asylherkunftsländer(Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia, Syrien). Die Abgrenzung erfolgt aus Datengründen rein auf Basis der Nationalität einer Person, unabhängig davon, ob die Person tatsächlich eine Migrations- oder Fluchterfahrung hat. 3 Der Begriff Fachkraftberufe beschreibt Berufsgattungen auf Niveau 2 der KldB 2010 und umfasst Berufe, für deren Ausübung typischerweise eine(duale) Ausbildung vorausgesetzt wird. 4 Die Stellenüberhangsquote beschreibt den Anteil an offenen Stellen, für die es in der Region keine passend qualifizierten Arbeitslosen gibt, an allen offenen Stellen. 5 Der Jahresdurchschnitt 2022/2023 bezieht sich auf den 12-MonatsZeitraum zwischen dem 1.7.2022 und dem 30.6.2023. 6 Die Fachkräftelücke beschreibt die absolute Anzahl an offenen Stellen in einer Berufsgattung, die nicht mit passend qualifizierten Arbeitslosen besetzt werden können. 7 Analog zu 5. FRIEDRIC C H H E E B B E E R R T T S S T T I I F F T T U U N N G G 22 5 Fact-Sheet: Niedersachsen Der Beitrag von Migrant_innen 1 und Geflüchteten 2 zur Arbeitskräftesicherung in Fachkraftberufen 3 Anteil von Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft an Bevölkerung 11,8% Anteil von Migrant_innen an allen Beschäftigten 8,4% Anteil der Geflüchteten an allen Beschäftigten 0,9% Quellen: Destatis, Ergebnisse der Bevölkerungsfortschreibung auf Grundlage des Zensus 2011 (Stand: 31.12.2022); IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA, 2023 ABB. 1 Stellenüberhangsquote 4 in den Arbeitsagenturbezirken Niedersachsens (in Prozent) ABB. 2 Anteil unbesetzter Ausbildungsstellen an allen gemeldeten Ausbildungsstellen in Niedersachsen (in Prozent) Emden Oldenburg Stade Lüneburg Emden Oldenburg Stade Lüneburg Nordhorn >_ 70% <_ 70% <_ 60% <_ 50% <_ 40% <_ 30% <_ 20% <_ 10% Vechta Osnabrück Nienburg Celle Hannover Hameln Hildesheim Helmstedt Braunschweig Göttingen Den höchsten Anteil offener Stellen in Fachkraftberufen, die rein rechnerisch nicht zu besetzen waren, hatte im Jahresdurchschnitt 2022/2023 5 der Arbeitsagenturbezirk Nordhorn mit 73,3 Prozent. In Emden waren hingegen lediglich 25,3 Prozent aller Stellen nicht zu besetzen. Hinweis: Jahresdurchschnitt 2022/2023 zum 30.6.2023 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 Nordhorn >_ 70% <_ 70% <_ 60% <_ 50% <_ 40% <_ 30% <_ 20% <_ 10% Vechta Osnabrück Nienburg Celle Hannover Hameln Hildesheim Helmstedt Braunschweig Göttingen In Niedersachen blieben insgesamt 8,7 Prozent der gemeldeten Ausbildungsstellen zum Stichtag 30.9.2023 unbesetzt. Damit lag Niedersachen etwas unter dem bundesweiten Durchschnitt von 13,4 Prozent. Am höchsten war dieser Anteil in Göttingen(13,2 Prozent), am niedrigsten in Hameln(1,9 Prozent). Hinweis: zum Stichtag 30.9.2023 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 . TAB. 1 Top-2-Fachkraftberufe am regionalen Arbeitsmarkt mit den meisten Migrant_innen und Geflüchteten in Niedersachsen Migrant_innen Berufsgattung nach KldB 2010 Berufskraftfahrer_innen (G ü te r ve r ke h r/ Lk w) Fleischverarbeitung Anzahl Anteil an allen Beschäftigten 14.593 22,9% 8.080 66,0% Geflüchtete Lagerwirtschaft Fahrzeugführer_innen Straßenverkehr 1.175 918 2,7% 5,5% Hinweis: Jahresdurchschnitt 2022 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA, 2023 Insgesamt waren im Jahresdurchschnitt 2022 in Niedersachen knapp 142.200 Migrant_innen in Fachkraftberufen beschäftigt. Im bundesweiten Vergleich ist das eine eher hohe Anzahl und entspricht 8,4 Prozent aller in Fachkraftberufen Beschäftigten. In absoluten Zahlen arbeiteten die meisten Migrant_innen als Berufskraftfahrer_innen(14.593) und in der Fleischverarbeitung(8.080). Die Anzahl sozialversicherungspflichtig beschäftigter Geflüchteter in Fachkraftberufen hat sich von 2013 bis 2022 mehr als verachtfacht. Ihr Anteil an allen Beschäftigten in Fachkraftberufen lag 2022 bei 0,9 Prozent beziehungsweise etwa 15.200 Beschäftigten. Die meisten Geflüchteten arbeiteten in der Lagerwirtschaft(1.175) oder als Fahrzeugführer_innen im Straßenverkehr(918). 2 6 3 O O H H N N E E SI S E IE G G EH EH T T G N A I R CH N T IC S H M T E S H M R EH J R A NU M A A R I 2 2 0 0 2 2 4 4 F F E E S S d d i i s s kurs ABB. 3 Top-10-Fachkraftberufe mit der größten Fachkräftelücke 6 in Niedersachsen und der Anteil von Migrant_innen(mittelblau) und Geflüchteten(hellblau) an allen Beschäftigten in dem jeweiligen Beruf Personenanzahl 0 Altenpflege 1.000 2.000 Migrant_innen 2.339 2.600 7,4% Geflüchtete 0,4% Fachkräftelücke 2022/2023 Fachkräftelücke 2021/2022 Bauelektrik Gesundheits- und Krankenpflege Kraftfahrzeugtechnik Sanitär-, Heizungsund Klimatechnik Berufskraftfahrer_ innen(Güterverkehr/Lkw) Elektrische Betriebstechnik Maschinenbau- und Betriebstechnik Steuerberatung Holz-, Möbel- und Innenausbau 2.265 2.176 1.933 2.191 1.892 1.583 1.456 1.592 1.217 1.403 1.151 659 1.116 940 1.089 933 1.039 1.297 7,1% 6,8% 6,2% 7,2% 22,9% 7,1% 4,1% 1,7% 5,2% 1,1% 0,5% 0,9% 1,1% 0,7% 0,4% 0,3% 0,1% 0,9% Die größten Fachkräftelücken herrschten im Jahresdurchschnitt 2022/2023 in Niedersachsen in der Altenpflege mit 2.339, gefolgt von der Bauelektrik mit 2.265 nicht zu besetzenden Stellen. Der Anteil beschäftigter Migrant_innen in diesen Berufen lag im Jahresdurchschnitt 2022 bei 7,4 Prozent beziehungsweise 7,1 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2022/2023 verzeichnete Niedersachsen im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt 2021/2022 7 kaum eine Veränderung der Fachkräftelücke. Auffällig ist jedoch die elektrische Betriebstechnik, hier hat sich die Fachkräftelücke um etwa drei Viertel vergrößert. Hinweis: Anteile von Migrant_innen und Geflüchteten als Jahresdurchschnitte 2022 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 ABB. 4 Anteil neu abgeschlossener Ausbildungsverträge in Engpassberufen an Ausbildungsanfänger_innen in allen Berufen (Engpassberufe des jeweiligen Jahres; Jahresdurchschnitte, in Prozent) 100 93,4 92,8 80 84,6 60 40 20 0 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 Deutsche Migrant_innen Geflüchtete Migrant_innen und Geflüchtete beginnen ihre Ausbildung eher in Engpassberufen. Der Anteil der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge von Migrant_innen und Geflüchteten in Engpassberufen lag 2022 mit 93,4 Prozent beziehungsweise 92,8 Prozent über dem der deutschen Staatsangehörigen(84,6 Prozent). Hinweis: Ein Beruf gilt als Engpassberuf, wenn weniger als zehn passend qualifizierte Arbeitslose auf zehn offene Stellen kommen. Quelle:„Datenbank Auszubildende“ des BIBB auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder(Erhebung zum 31.12.). IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023. ANMERKUNGEN 1 Der Begriff Migrant_innen umfasst Personen mit ausschließlich nicht deutscher Staatsangehörigkeit. 2 Der Begriff Geflüchtete beschreibt Personen mit Nationalitäten der Top-8-Asylherkunftsländer(Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia, Syrien). Die Abgrenzung erfolgt aus Datengründen rein auf Basis der Nationalität einer Person, unabhängig davon, ob die Person tatsächlich eine Migrations- oder Fluchterfahrung hat. 3 Der Begriff Fachkraftberufe beschreibt Berufsgattungen auf Niveau 2 der KldB 2010 und umfasst Berufe, für deren Ausübung typischerweise eine(duale) Ausbildung vorausgesetzt wird. 4 Die Stellenüberhangsquote beschreibt den Anteil an offenen Stellen, für die es in der Region keine passend qualifizierten Arbeitslosen gibt, an allen offenen Stellen. 5 Der Jahresdurchschnitt 2022/2023 bezieht sich auf den 12-MonatsZeitraum zwischen dem 1.7.2022 und dem 30.6.2023. 6 Die Fachkräftelücke beschreibt die absolute Anzahl an offenen Stellen in einer Berufsgattung, die nicht mit passend qualifizierten Arbeitslosen besetzt werden können. 7 Analog zu 5. FRIEDRIC C H H E E B B E E R R T T S S T T I I F F T T U U N N G G 24 7 Fact-Sheet: Nordrhein-Westfalen Der Beitrag von Migrant_innen 1 und Geflüchteten 2 zur Arbeitskräftesicherung in Fachkraftberufen 3 Anteil von Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft an Bevölkerung 15,6% Anteil von Migrant_innen an allen Beschäftigten 11,5% Anteil der Geflüchteten an allen Beschäftigten 1,1% Quellen: Destatis, Ergebnisse der Bevölkerungsfortschreibung auf Grundlage des Zensus 2011 (Stand: 31.12.2022); IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA, 2023 ABB. 1 Stellenüberhangsquote 4 in den Arbeitsagenturbezirken Nordrhein-Westfalens (in Prozent) >_ 70% <_ 70% <_ 60% <_ 50% <_ 40% <_ 30% <_ 20% <_ 10% Rheine Herford Coesfeld AhlenMünster Bielefeld Detmold Wesel RE DU O G BO E Hamm DO Krefeld ME Hagen D SG Mönchengladbach Iserlohn BergischGladbach Köln Aachen Bonn Meschede Siegen Paderborn Brühl ABB. 2 Anteil unbesetzter Ausbildungsstellen an allen gemeldeten Ausbildungsstellen in Nordrhein-Westfalen (in Prozent) >_ 70% <_ 70% <_ 60% <_ 50% <_ 40% <_ 30% <_ 20% <_ 10% Rheine Herford Coesfeld AhlenMünster Bielefeld Detmold Wesel RE DU O G BO E Hamm DO Krefeld ME Hagen D SG Mönchengladbach Iserlohn BergischGladbach Köln Aachen Bonn Meschede Siegen Paderborn Brühl Den höchsten Anteil offener Stellen in Fachkraftberufen, die rein rechnerisch nicht zu besetzen waren, hatte im Jahresdurchschnitt 2022/2023 5 der Arbeitsagenturbezirk Coesfeld mit 63,5 Prozent. In Solingen waren hingegen lediglich 5,6 Prozent aller Stellen nicht zu besetzen. Hinweis: Jahresdurchschnitt 2022/2023 zum 30.6.2023 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 In Nordrhein-Westfalen blieben insgesamt 10,3 Prozent der gemeldeten Ausbildungsstellen zum Stichtag 30.9.2023 unbesetzt. Damit lag Nordrhein-Westfalen etwas unter dem bundesweiten Durchschnitt von 13,4 Prozent. Am höchsten war dieser Anteil in Oberhausen(16,9 Prozent), am niedrigsten in Recklinghausen(2,5 Prozent). Hinweis: zum Stichtag 30.9.2023 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 TAB. 1 Top-2-Fachkraftberufe am regionalen Arbeitsmarkt mit den meisten Migrant_innen und Geflüchteten in Nordrhein-Westfalen Migrant_innen Geflüchtete Berufsgattung nach KldB 2010 Berufskraftfahrer_innen (G ü te r ve r ke h r/ Lk w) Verkauf(ohne Produktspezialisierung) Fahrzeugführer_innen Straßenverkehr Lagerwirtschaft Anzahl Anteil an allen Beschäftigten 28.877 25,2% 21.605 12,5% 3.980 3. 251 8,9% 3,2% Hinweis: Jahresdurchschnitt 2022 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA, 2023 Insgesamt waren im Jahresdurchschnitt 2022 in Nordrhein-Westfalen über 432.500 Migrant_innen in Fachkraftberufen beschäftigt. Dies entspricht 11,5 Prozent aller in Fachkraftberufen Beschäftigten. In absoluten Zahlen ist Nordrhein-Westfalen damit bundesweit das Land mit der zweithöchsten Anzahl an Migrant_innen. Die meisten Migrant_innen arbeiteten als Berufskraftfahrer_innen(28.877) und im Verkauf(21.605). Die Anzahl sozialversicherungspflichtig beschäftigter Geflüchteter in Fachkraftberufen hat sich von 2013 bis 2022 mehr als verachtfacht. Ihr Anteil an allen Beschäftigten in Fachkraftberufen lag im Jahresdurchschnitt 2022 bei 1,1 Prozent beziehungsweise etwa 42.700 Beschäftigten. Die meisten Geflüchteten arbeiteten als Fahrzeugführer_innen im Straßenverkehr(3.980) oder in der Lagerwirtschaft(3.251). 2 8 5 O O H H N N E E SI S E IE G G EH EH T T G N A I R CH N T IC S H M T E S H M R EH J R A NU M A A R I 2 2 0 0 2 2 4 4 F F E E S S d d i i s s kurs ABB. 3 Top-10-Fachkraftberufe mit der größten Fachkräftelücke 6 in Nordrhein-Westfalen und der Anteil von Migrant_innen(mittelblau) und Geflüchteten(hellblau) an allen Beschäftigten in dem jeweiligen Beruf Personenanzahl 0 1.000 Gesundheits- und Krankenpflege 2.000 3.000 4.000 3.452 3.328 Migrant_innen Geflüchtete 8,6% 0,5% Fachkräftelücke 2022/2023 Fachkräftelücke 2021/2022 Altenpflege Bauelektrik Zahnmedizinische Fachangestellte Elektrische Betriebstechnik Sanitär-, Heizungsund Klimatechnik 3.121 3.383 3.003 2.903 2.198 1.868 1.052 2.188 2.146 2.477 8,9% 10,3% 8,7% 6,3% 10,1% 0,5% 1,4% 1,0% 0,7% 1,1% Die größten Fachkräftelücken herrschten im Jahresdurchschnitt 2022/2023 in Nordrhein-Westfalen in der Gesundheits- und Krankenpflege mit 3.452, gefolgt von der Altenpflege mit 3.121 nicht zu besetzenden Stellen. Der Anteil beschäftigter Migrant_innen in diesen Berufen lag im Jahresdurchschnitt 2022 bei 8,6 Prozent beziehungsweise 8,9 Prozent. Kraftfahrzeugtechnik Medizinische Fachangestellte Maschinenbau- und Betriebstechnik Mechatronik 1.985 1.358 1.947 1.922 1.881 1.076 1.615 1.011 11,4% 5,7% 7,1% 6,2% 1,7% 0,3% 0,4% 0,9% Im Jahresdurchschnitt 2022/2023 verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt 2021/2022 7 eine Zunahme der Fachkräftelücke um 9,4 Prozent. Insbesondere in der elektrischen Betriebstechnik hat sich die Fachkräftelücke etwa verdoppelt. Hinweis: Anteile von Migrant_innen und Geflüchteten als Jahresdurchschnitte 2022 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 ABB. 4 Anteil neu abgeschlossener Ausbildungsverträge in Engpassberufen an Ausbildungsanfänger_innen in allen Berufen (Engpassberufe des jeweiligen Jahres; Jahresdurchschnitte, in Prozent) 80 73,7 73,1 66,9 60 40 20 0 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 Deutsche Migrant_innen Geflüchtete Migrant_innen und Geflüchtete beginnen ihre Ausbildung eher in Engpassberufen. Der Anteil der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge von Migrant_innen und Geflüchteten in Engpassberufen lag 2019 mit 73,7 Prozent beziehungsweise 73,1 Prozent über dem der deutschen Staatsangehörigen(66,9 Prozent). Hinweis: Ein Beruf gilt als Engpassberuf, wenn weniger als zehn passend qualifizierte Arbeitslose auf zehn offene Stellen kommen. Quelle:„Datenbank Auszubildende“ des BIBB auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder(Erhebung zum 31.12.). IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023. ANMERKUNGEN 1 Der Begriff Migrant_innen umfasst Personen mit ausschließlich nicht deutscher Staatsangehörigkeit. 2 Der Begriff Geflüchtete beschreibt Personen mit Nationalitäten der Top-8-Asylherkunftsländer(Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia, Syrien). Die Abgrenzung erfolgt aus Datengründen rein auf Basis der Nationalität einer Person, unabhängig davon, ob die Person tatsächlich eine Migrations- oder Fluchterfahrung hat. 3 Der Begriff Fachkraftberufe beschreibt Berufsgattungen auf Niveau 2 der KldB 2010 und umfasst Berufe, für deren Ausübung typischerweise eine(duale) Ausbildung vorausgesetzt wird. 4 Die Stellenüberhangsquote beschreibt den Anteil an offenen Stellen, für die es in der Region keine passend qualifizierten Arbeitslosen gibt, an allen offenen Stellen. 5 Der Jahresdurchschnitt 2022/2023 bezieht sich auf den 12-MonatsZeitraum zwischen dem 1.7.2022 und dem 30.6.2023. 6 Die Fachkräftelücke beschreibt die absolute Anzahl an offenen Stellen in einer Berufsgattung, die nicht mit passend qualifizierten Arbeitslosen besetzt werden können. 7 Analog zu 5. FRIEDRIC C H H E E B B E E R R T T S S T T I I F F T T U U N N G G 26 9 Fact-Sheet: Rheinland-Pfalz Der Beitrag von Migrant_innen 1 und Geflüchteten 2 zur Arbeitskräftesicherung in Fachkraftberufen 3 Anteil von Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft an Bevölkerung 13,6% Anteil von Migrant_innen an allen Beschäftigten 10,7% Anteil der Geflüchteten an allen Beschäftigten 1,0% Quellen: Destatis, Ergebnisse der Bevölkerungsfortschreibung auf Grundlage des Zensus 2011 (Stand: 31.12.2022); IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA, 2023 ABB. 1 Stellenüberhangsquote 4 in den Arbeitsagenturbezirken von Rheinland-Pfalz (in Prozent) >_ 70% <_ 70% <_ 60% <_ 50% <_ 40% <_ 30% <_ 20% <_ 10% Neuwied Koblenz Montabaur ABB. 2 Anteil unbesetzter Ausbildungsstellen an allen gemeldeten Ausbildungsstellen in Rheinland-Pfalz (in Prozent) >_ 70% <_ 70% <_ 60% <_ 50% <_ 40% <_ 30% <_ 20% <_ 10% Neuwied Koblenz Montabaur Trier Bad Kreuznach Mainz Trier Bad Kreuznach Mainz Kaiserslautern Landau LU Landau Kaiserslautern Landau LU Landau Den höchsten Anteil offener Stellen in Fachkraftberufen, die rein rechnerisch nicht zu besetzen waren, hatte im Jahresdurchschnitt 2022/2023 5 der Arbeitsagenturbezirk Montabaur mit 68,4 Prozent. In Ludwigshafen waren hingegen lediglich 40,4 Prozent aller Stellen nicht zu besetzen. Hinweis: Jahresdurchschnitt 2022/2023 zum 30.6.2023 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 In Rheinland-Pfalz blieben insgesamt 15,2 Prozent der gemeldeten Ausbildungsstellen zum Stichtag 30.9.2023 unbesetzt. Damit lag Rheinland-Pfalz über dem bundesweiten Durchschnitt von 13,4 Prozent. Am höchsten war dieser Anteil in Kaiserslautern-Pirmasens(20,4 Prozent), am niedrigsten in Koblenz-Mayen(7,8 Prozent). Hinweis: zum Stichtag 30.9.2023 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 TAB. 1 Top-2-Fachkraftberufe am regionalen Arbeitsmarkt mit den meisten Migrant_innen und Geflüchteten in Rheinland-Pfalz Migrant_innen Berufsgattung nach KldB 2010 Berufskraftfahrer_innen (G ü te r ve r ke h r/ Lk w) Verkauf(ohne Produktspezialisierung) Anzahl Anteil an allen Beschäftigten 6.455 25,0% 3.482 9,3% Lagerwirtschaft 451 Geflüchtete Fahrzeugführer_innen 361 Straßenverkehr Hinweis: Jahresdurchschnitt 2022 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA, 2023 2,5% 4,9% Insgesamt waren im Jahresdurchschnitt 2022 in Rheinland-Pfalz über 84.400 Migrant_innen in Fachkraftberufen beschäftigt. Dies entspricht 10,7 Prozent aller in Fachkraftberufen Beschäftigten. In absoluten Zahlen arbeiteten die meisten Migrant_innen als Berufskraftfahrer_ innen(6.455) und im Verkauf(3.482). Die Anzahl sozialversicherungspflichtig beschäftigter Geflüchteter in Fachkraftberufen hat sich von 2013 bis 2022 verneunfacht. Ihr Anteil an allen Beschäftigten in Fachkraftberufen lag im Jahresdurchschnitt 2022 bei 1,0 Prozent beziehungsweise etwa 7.600 Beschäftigten. Die meisten Geflüchteten arbeiteten in der Lagerwirtschaft(451) oder als Fahrzeugführer_innen(361). 2 3 7 0 O O H H N N E E SI S E IE G G EH EH T T G N A I R CH N T IC S H M T E S H M R EH J R A NU M A A R I 2 2 0 0 2 2 4 4 F F E E S S d d i i s s kurs ABB. 3 Top-10-Fachkraftberufe mit der größten Fachkräftelücke 6 in Rheinland-Pfalz und der Anteil von Migrant_innen(mittelblau) und Geflüchteten(hellblau) an allen Beschäftigten in dem jeweiligen Beruf Personenanzahl 0 Bauelektrik 1.000 1.304 1.137 2.000 Migrant_innen Geflüchtete 11,7% 1,6% Fachkräftelücke 2022/2023 Fachkräftelücke 2021/2022 Verkauf(ohne Produktspezialisierung) Kraftfahrzeugtechnik Altenpflege Gesundheits- und Krankenpflege Sanitär-, Heizungsund Klimatechnik Berufskraftfahrer_ innen(Güterverkehr/Lkw) Lagerwirtschaft Elektrische Betriebstechnik Holz-, Möbel- und Innenausbau 1.166 483 1.107 770 1.036 1.082 982 757 885 886 876 902 783 585 718 361 671 661 9,3% 10,9% 9,5% 9,3% 12,6% 25,0% 19,0% 5,3% 7,4% 0,9% 1,5% 0,3% 0,3% 1,3% 0,9% 2,5% 0,8% 1,4% Die größten Fachkräftelücken herrschten im Jahresdurchschnitt 2022/2023 in Rheinland-Pfalz in der Bauelektrik mit 1.304, gefolgt vom Verkauf mit 1.166 nicht zu besetzenden Stellen. Der Anteil beschäftigter Migrant_innen in diesen Berufen lag im Jahresdurchschnitt 2022 bei 11,7 Prozent beziehungsweise 9,3 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2022/2023 verzeichnete Rheinland-Pfalz im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt 2021/2022 7 eine Zunahme der Fachkräftelücke um 21,0 Prozent. Insbesondere im Verkauf hat sich die Fachkräftelücke um etwa das 2,5-Fache vergrößert. Hinweis: Anteile von Migrant_innen und Geflüchteten als Jahresdurchschnitte 2022 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 ABB. 4 Anteil neu abgeschlossener Ausbildungsverträge in Engpassberufen an Ausbildungsanfänger_innen in allen Berufen (Engpassberufe des jeweiligen Jahres; Jahresdurchschnitte, in Prozent) 100 95,0 93,0 80 85,2 60 40 20 0 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 Deutsche Migrant_innen Geflüchtete Migrant_innen und Geflüchtete beginnen ihre Ausbildung eher in Engpassberufen. Der Anteil der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge von Migrant_innen und Geflüchteten in Engpassberufen lag 2022 mit 93,0 Prozent beziehungsweise 95,0 Prozent über dem der deutschen Staatsangehörigen(85,2 Prozent). Hinweis: Ein Beruf gilt als Engpassberuf, wenn weniger als zehn passend qualifizierte Arbeitslose auf zehn offene Stellen kommen. Quelle:„Datenbank Auszubildende“ des BIBB auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder(Erhebung zum 31.12.). IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023. ANMERKUNGEN 1 Der Begriff Migrant_innen umfasst Personen mit ausschließlich nicht deutscher Staatsangehörigkeit. 2 Der Begriff Geflüchtete beschreibt Personen mit Nationalitäten der Top-8-Asylherkunftsländer(Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia, Syrien). Die Abgrenzung erfolgt aus Datengründen rein auf Basis der Nationalität einer Person, unabhängig davon, ob die Person tatsächlich eine Migrations- oder Fluchterfahrung hat. 3 Der Begriff Fachkraftberufe beschreibt Berufsgattungen auf Niveau 2 der KldB 2010 und umfasst Berufe, für deren Ausübung typischerweise eine(duale) Ausbildung vorausgesetzt wird. 4 Die Stellenüberhangsquote beschreibt den Anteil an offenen Stellen, für die es in der Region keine passend qualifizierten Arbeitslosen gibt, an allen offenen Stellen. 5 Der Jahresdurchschnitt 2022/2023 bezieht sich auf den 12-MonatsZeitraum zwischen dem 1.7.2022 und dem 30.6.2023. 6 Die Fachkräftelücke beschreibt die absolute Anzahl an offenen Stellen in einer Berufsgattung, die nicht mit passend qualifizierten Arbeitslosen besetzt werden können. 7 Analog zu 5. FRIEDRIC C H H E E B B E E R R T T S S T T I I F F T T U U N N G G 2 3 8 1 Fact-Sheet: Saarland Der Beitrag von Migrant_innen 1 und Geflüchteten 2 zur Arbeitskräftesicherung in Fachkraftberufen 3 Anteil von Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft an Bevölkerung 14,0% Anteil von Migrant_innen an allen Beschäftigten 11,0% Anteil der Geflüchteten an allen Beschäftigten 1,2% Quellen: Destatis, Ergebnisse der Bevölkerungsfortschreibung auf Grundlage des Zensus 2011 (Stand: 31.12.2022); IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA, 2023 ABB. 1 Stellenüberhangsquote 4 in den Arbeitsagenturbezirken des Saarlands (in Prozent) >_ 70% <_ 70% <_ 60% <_ 50% <_ 40% <_ 30% <_ 20% <_ 10% ABB. 2 Anteil unbesetzter Ausbildungsstellen an allen gemeldeten Ausbildungsstellen im Saarland (in Prozent) >_ 70% <_ 70% <_ 60% <_ 50% <_ 40% <_ 30% <_ 20% <_ 10% Saarland Saarland Im Jahresdurchschnitt 2022/2023 5 waren im Saarland 50,2 Prozent der offenen Stellen in Fachkraftberufen rein rechnerisch nicht zu besetzen. Im Saarland blieben 2022/2023 insgesamt 12,5 Prozent der gemeldeten Ausbildungsstellen zum 30.9.2023 unbesetzt. Damit lag das Saarland etwas unter dem bundesweiten Durchschnitt von 13,4 Prozent. Hinweis: Jahresdurchschnitt 2022/2023 zum 30.6.2023 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 Hinweis: zum Stichtag 30.9.2023 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 TAB. 1 Top-2-Fachkraftberufe am regionalen Arbeitsmarkt mit den meisten Migrant_innen und Geflüchteten im Saarland Migrant_innen Geflüchtete Berufsgattung nach KldB 2010 Maschinen-, Gerätezusammensetzer_innen Berufskraftfahrer_innen (G ü te r ve r ke h r/ Lk w) Fahrzeugführer_innen Straßenverkehr Post- und Zustelldienste Anzahl Anteil an allen Beschäftigten 1.576 20,5% 1.126 20,5% 202 10,4% 189 8,8% Insgesamt waren im Jahresdurchschnitt 2022 im Saarland knapp 24.000 Migrant_innen in Fachkraftberufen beschäftigt. Dies entspricht 11,0 Prozent aller in Fachkraftberufen Beschäftigten. In absoluten Zahlen arbeiteten die meisten Migrant_innen als Maschinen- und Gerätezusammensetzer_innen(1.576) und als Berufskraftfahrer_innen(1.126). Die Anzahl sozialversicherungspflichtig beschäftigter Geflüchteter in Fachkraftberufen hat sich von 2013 bis 2020 um das 15-Fache erhöht. Ihr Anteil an allen Beschäftigten in Fachkraftberufen lag im Jahresdurchschnitt 2022 bei 1,2 Prozent beziehungsweise etwa 2.700 Beschäftigten. Die meisten Geflüchteten arbeiteten als Fahrzeugführer_innen im Straßenverkehr(202) oder im Post- und Zustelldienst(189). Hinweis: Jahresdurchschnitt 2022 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA, 2023 2 32 9 O O H H N N E E SI S E IE G G EH EH T T G N A I R CH N T IC S H M T E S H M R EH J R A NU M A A R I 2 2 0 0 2 2 4 4 F F E E S S d d i i s s kurs ABB. 3 Top-10-Fachkraftberufe mit der größten Fachkräftelücke 6 im Saarland und der Anteil von Migrant_innen(mittelblau) und Geflüchteten(hellblau) an allen Beschäftigten in dem jeweiligen Beruf Personenanzahl 0 200 Gesundheits- und Krankenpflege 400 400 365 Migrant_innen 5,6% Geflüchtete 0,5% Fachkräftelücke 2022/2023 Fachkräftelücke 2021/2022 Kraftfahrzeugtechnik Altenpflege Sanitär-, Heizungsund Klimatechnik Bauelektrik Berufskraftfahrer_ innen(Güterverkehr/Lkw) Medizinische Fachangestellte Spanende Metallbearbeitung Elektrische Betriebstechnik Zahnmedizinische Fachangestellte 54 81 267 233 262 316 233 258 232 253 228 208 206 255 192 166 166 163 9,4% 8,0% 13,2% 16,6% 20,5% 3,4% 11,6% 6,2% 6,7% 1,9% 0,8% 2,3% 1,7% 2,1% 0,3% 0,5% 0,6% 1,2% Die größten Fachkräftelücken herrschten im Jahresdurchschnitt 2022/2023 im Saarland in der Gesundheits- und Krankenpflege mit 400, gefolgt von der Kraftfahrzeugtechnik mit 267 nicht zu besetzenden Stellen. Der Anteil beschäftigter Migrant_innen in diesen Berufen lag bei 5,6 Prozent beziehungsweise 9,4 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2022/2023 verzeichnete das Saarland im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt 2021/2022 7 eine Vergrößerung der Fachkräftelücke um 19,0 Prozent. Entgegen dem allgemeinen Trend ist die spanende Metallbearbeitung besonders auffällig, hier hat sich die Fachkräftelücke etwa verdoppelt. Hinweis: Anteile von Migrant_innen und Geflüchteten als Jahresdurchschnitte 2022 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 ABB. 4 Anteil neu abgeschlossener Ausbildungsverträge in Engpassberufen an Ausbildungsanfänger_innen in allen Berufen (Engpassberufe des jeweiligen Jahres; Jahresdurchschnitte, in Prozent) 100 93,4 92,7 84,8 80 60 40 20 0 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 Deutsche Migrant_innen Geflüchtete Migrant_innen und Geflüchtete beginnen ihre Ausbildung eher in Engpassberufen. Der Anteil der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge von Migrant_innen und Geflüchteten in Engpassberufen lag 2022 mit 92,7 Prozent beziehungsweise 93,4 Prozent über dem der deutschen Staatsangehörigen(84,8 Prozent). Hinweis: Ein Beruf gilt als Engpassberuf, wenn weniger als zehn passend qualifizierte Arbeitslose auf zehn offene Stellen kommen. Quelle:„Datenbank Auszubildende“ des BIBB auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder(Erhebung zum 31.12.). IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023. ANMERKUNGEN 1 Der Begriff Migrant_innen umfasst Personen mit ausschließlich nicht deutscher Staatsangehörigkeit. 2 Der Begriff Geflüchtete beschreibt Personen mit Nationalitäten der Top-8-Asylherkunftsländer(Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia, Syrien). Die Abgrenzung erfolgt aus Datengründen rein auf Basis der Nationalität einer Person, unabhängig davon, ob die Person tatsächlich eine Migrations- oder Fluchterfahrung hat. 3 Der Begriff Fachkraftberufe beschreibt Berufsgattungen auf Niveau 2 der KldB 2010 und umfasst Berufe, für deren Ausübung typischerweise eine(duale) Ausbildung vorausgesetzt wird. 4 Die Stellenüberhangsquote beschreibt den Anteil an offenen Stellen, für die es in der Region keine passend qualifizierten Arbeitslosen gibt, an allen offenen Stellen. 5 Der Jahresdurchschnitt 2022/2023 bezieht sich auf den 12-MonatsZeitraum zwischen dem 1.7.2022 und dem 30.6.2023. 6 Die Fachkräftelücke beschreibt die absolute Anzahl an offenen Stellen in einer Berufsgattung, die nicht mit passend qualifizierten Arbeitslosen besetzt werden können. 7 Analog zu 5. FRIEDRIC C H H E E B B E E R R T T S S T T I I F F T T U U N N G G 30 3 Fact-Sheet: Sachsen Der Beitrag von Migrant_innen 1 und Geflüchteten 2 zur Arbeitskräftesicherung in Fachkraftberufen 3 Anteil von Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft an Bevölkerung 7,3% Anteil von Migrant_innen an allen Beschäftigten 5,7% Anteil der Geflüchteten an allen Beschäftigten 0,5% Quellen: Destatis, Ergebnisse der Bevölkerungsfortschreibung auf Grundlage des Zensus 2011 (Stand: 31.12.2022); IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA, 2023 ABB. 1 Stellenüberhangsquote 4 in den Arbeitsagenturbezirken Sachsens (in Prozent) ABB. 2 Anteil unbesetzter Ausbildungsstellen an allen gemeldeten Ausbildungsstellen in Sachsen (in Prozent) Leipzig Oschatz Riesa Bautzen Zwickau Freiberg Chemnitz Annaberg Dresden Pirna Plauen >_ 70% <_ 70% <_ 60% <_ 50% <_ 40% <_ 30% <_ 20% <_ 10% Den höchsten Anteil offener Stellen in Fachkraftberufen, die rein rechnerisch nicht zu besetzen waren, hatte im Jahresdurchschnitt 2022/2023 5 der Arbeitsagenturbezirk Riesa mit 59,6 Prozent. In Bautzen waren hingegen lediglich 37,3 Prozent aller Stellen nicht zu besetzen. Hinweis: Jahresdurchschnitt 2022/2023 zum 30.6.2023 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 Leipzig Oschatz Riesa Bautzen Zwickau Freiberg Chemnitz Annaberg Dresden Pirna Plauen >_ 70% <_ 70% <_ 60% <_ 50% <_ 40% <_ 30% <_ 20% <_ 10% In Sachsen blieben insgesamt 11,7 Prozent der gemeldeten Ausbildungsstellen zum Stichtag 30.9.2023 unbesetzt. Damit lag Sachsen etwas unter dem bundesweiten Durchschnitt von 13,4 Prozent. Am höchsten war dieser Anteil in Pirna(19,8 Prozent), am niedrigsten in Riesa(6,9 Prozent). Hinweis: zum Stichtag 30.9.2023 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 . TAB. 1 Top-2-Fachkraftberufe am regionalen Arbeitsmarkt mit den meisten Migrant_innen und Geflüchteten in Sachsen Migrant_innen Berufsgattung nach KldB 2010 Berufskraftfahrer_innen (G ü te r ve r ke h r/ Lk w) Gastronomieservice Geflüchtete Gastronomieservice Objekt-, Werte-, Personenschutz Anzahl Anteil an allen Beschäftigten 6.072 20,0% 2.717 362 22,7% 3,0% 250 3,0% Insgesamt waren im Jahresdurchschnitt 2022 in Sachsen knapp 51.500 Migrant_innen in Fachkraftberufen beschäftigt. Dies entspricht 5,7 Prozent aller in Fachkraftberufen Beschäftigten. In absoluten Zahlen arbeiteten die meisten Migrant_innen als Berufskraftfahrer_innen (6.072) und im Gastronomieservice(2.717). Die Anzahl sozialversicherungspflichtig beschäftigter Geflüchteter in Fachkraftberufen hat sich von 2013 bis 2022 um mehr als das 15-Fache erhöht. Ihr Anteil an allen Beschäftigten in Fachkraftberufen lag im Jahresdurchschnitt 2022 bei 0,5 Prozent beziehungsweise etwa 5.000 Beschäftigten. Die meisten Geflüchteten arbeiteten im Gastronomieservice(362) oder im Objekt-, Werte- und Personenschutz(250). Hinweis: Jahresdurchschnitt 2022 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA, 2023 31 4 O O H H N N E E SI S E IE G G EH EH T T G N A I R CH N T IC S H M T E S H M R EH J R A NU M A A R I 2 2 0 0 2 2 4 4 F F E E S S d d i i s s kurs ABB. 3 Top-10-Fachkraftberufe mit der größten Fachkräftelücke 6 in Sachsen und der Anteil von Migrant_innen(mittelblau) und Geflüchteten(hellblau) an allen Beschäftigten in dem jeweiligen Beruf Personenanzahl 0 Altenpflege 1.000 1.042 1.241 2.000 Migrant_innen Geflüchtete 3,2% 0,2% Fachkräftelücke 2022/2023 Fachkräftelücke 2021/2022 Bauelektrik Berufskraftfahrer_ innen(Güterverkehr/Lkw) Kraftfahrzeugtechnik Gesundheits- und Krankenpflege Spanende Metallbearbeitung Maschinenbau- und Betriebstechnik Sanitär-, Heizungsund Klimatechnik Elektrische Betriebstechnik Mechatronik 958 949 877 1.161 828 890 776 749 713 555 672 447 630 650 629 371 608 575 11,0% 20,0% 2,7% 3,0% 3,7% 3,0% 6,9% 4,3% 2,8% 0,5% 0,3% 0,4% 0,2% 0,3% 0,3% 0,2% 0,6% 0,3% Die größten Fachkräftelücken herrschten im Jahresdurchschnitt 2022/2023 in Sachsen in der Altenpflege mit 1.042, gefolgt von der Bauelektrik mit 958 nicht zu besetzenden Stellen. Der Anteil beschäftigter Migrant_innen in diesen Berufen lag bei 3,2 Prozent beziehungsweise 11,0 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2022/2023 verzeichnete Sachsen im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt 2021/2022 7 eine Abnahme der Fachkräftelücke um 6,2 Prozent. Entgegen dem allgemeinen Trend ist die elektrische Betriebstechnik besonders auffällig, hier hat sich die Fachkräftelücke um etwa drei Viertel vergrößert. Hinweis: Anteile von Migrant_innen und Geflüchteten als Jahresdurchschnitte 2022 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 ABB. 4 Anteil neu abgeschlossener Ausbildungsverträge in Engpassberufen an Ausbildungsanfänger_innen in allen Berufen (Engpassberufe des jeweiligen Jahres; Jahresdurchschnitte, in Prozent) 100 90,1 87,0 80 83,8 60 40 20 0 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 Deutsche Migrant_innen Geflüchtete Migrant_innen und Geflüchtete beginnen ihre Ausbildung eher in Engpassberufen. Der Anteil der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge von Migrant_innen und Geflüchteten in Engpassberufen lag 2022 mit 90,1 Prozent beziehungsweise 87,0 Prozent über dem der deutschen Staatsangehörigen(83,8 Prozent). Hinweis: Ein Beruf gilt als Engpassberuf, wenn weniger als zehn passend qualifizierte Arbeitslose auf zehn offene Stellen kommen. Quelle:„Datenbank Auszubildende“ des BIBB auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder(Erhebung zum 31.12.). IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023. ANMERKUNGEN 1 Der Begriff Migrant_innen umfasst Personen mit ausschließlich nicht deutscher Staatsangehörigkeit. 2 Der Begriff Geflüchtete beschreibt Personen mit Nationalitäten der Top-8-Asylherkunftsländer(Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia, Syrien). Die Abgrenzung erfolgt aus Datengründen rein auf Basis der Nationalität einer Person, unabhängig davon, ob die Person tatsächlich eine Migrations- oder Fluchterfahrung hat. 3 Der Begriff Fachkraftberufe beschreibt Berufsgattungen auf Niveau 2 der KldB 2010 und umfasst Berufe, für deren Ausübung typischerweise eine(duale) Ausbildung vorausgesetzt wird. 4 Die Stellenüberhangsquote beschreibt den Anteil an offenen Stellen, für die es in der Region keine passend qualifizierten Arbeitslosen gibt, an allen offenen Stellen. 5 Der Jahresdurchschnitt 2022/2023 bezieht sich auf den 12-MonatsZeitraum zwischen dem 1.7.2022 und dem 30.6.2023. 6 Die Fachkräftelücke beschreibt die absolute Anzahl an offenen Stellen in einer Berufsgattung, die nicht mit passend qualifizierten Arbeitslosen besetzt werden können. 7 Analog zu 5. FRIEDRIC C H H E E B B E E R R T T S S T T I I F F T T U U N N G G 32 5 Fact-Sheet: Sachsen-Anhalt Der Beitrag von Migrant_innen 1 und Geflüchteten 2 zur Arbeitskräftesicherung in Fachkraftberufen 3 Anteil von Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft an Bevölkerung 7,4% Anteil von Migrant_innen an allen Beschäftigten 4,9% Anteil der Geflüchteten an allen Beschäftigten 0,6% Quellen: Destatis, Ergebnisse der Bevölkerungsfortschreibung auf Grundlage des Zensus 2011 (Stand: 31.12.2022); IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA, 2023 ABB. 1 Stellenüberhangsquote 4 in den Arbeitsagenturbezirken Sachsen-Anhalts (in Prozent) Sachsen-Anhalt Nord >_ 70% <_ 70% <_ 60% <_ 50% <_ 40% <_ 30% <_ 20% <_ 10% ABB. 2 Anteil unbesetzter Ausbildungsstellen an allen gemeldeten Ausbildungsstellen in Sachsen-Anhalt (in Prozent) >_ 70% <_ 70% <_ 60% <_ 50% <_ 40% <_ 30% <_ 20% <_ 10% Sachsen-Anhalt Nord Sachsen-Anhalt West Sachsen-Anhalt Ost Sachsen-Anhalt Süd Sachsen-Anhalt West Sachsen-Anhalt Ost Sachsen-Anhalt Süd Den höchsten Anteil offener Stellen in Fachkraftberufen, die rein rechnerisch nicht zu besetzen waren, hatte im Jahresdurchschnitt 2022/2023 5 der Arbeitsagenturbezirk Sachsen-Anhalt Nord mit 50,1 Prozent. In Sachsen-Anhalt West waren hingegen lediglich 37,8 Prozent aller Stellen nicht zu besetzen. Hinweis: Jahresdurchschnitt 2022/2023 zum 30.6.2023 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 In Sachsen-Anhalt blieben insgesamt 10,2 Prozent der gemeldeten Ausbildungsstellen zum Stichtag 30.9.2023 unbesetzt. Damit lag Sachsen-Anhalt etwas unter dem bundesweiten Durchschnitt von 13,4 Prozent. Am höchsten war dieser Anteil in Sachsen-Anhalt Ost (14,1 Prozent), am niedrigsten in Sachsen-Anhalt Nord(8,6 Prozent). Hinweis: zum Stichtag 30.9.2023 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 TAB. 1 Top-2-Fachkraftberufe am regionalen Arbeitsmarkt mit den meisten Migrant_innen und Geflüchteten in Sachsen-Anhalt Migrant_innen Berufsgattung nach KldB 2010 Berufskraftfahrer_innen (G ü te r ve r ke h r/ Lk w) Fleischverarbeitung Anzahl Anteil an allen Beschäftigten 3.591 18,4% 2.172 62,9,% Geflüchtete Lagerwirtschaft Objekt-, Werte-, Personenschutz 261 2,5% 204 5,2% Hinweis: Jahresdurchschnitt 2022 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA, 2023 Insgesamt waren im Jahresdurchschnitt 2022 in Sachsen-Anhalt knapp 22.500 Migrant_innen in Fachkraftberufen beschäftigt. Dies entspricht 4,9 Prozent aller in Fachkraftberufen Beschäftigten. Bundesweit ist Sachsen-Anhalt damit das Land mit dem zweitniedrigsten Anteil an Migrant_innen. In absoluten Zahlen arbeiteten die meisten Migrant_ innen als Berufskraftfahrer_innen(3.591) und in der Fleischverarbeitung (2.172). Die Anzahl sozialversicherungspflichtig beschäftigter Geflüchteter in Fachkraftberufen hat sich von 2013 bis 2022 um mehr als das 22-Fache erhöht. Ihr Anteil an allen Beschäftigten in Fachkraftberufen lag im Jahresdurchschnitt 2022 bei 0,6 Prozent beziehungsweise etwa 2.700 Beschäftigten. Die meisten Geflüchteten arbeiteten in der Lagerwirtschaft(261) oder im Objekt-, Werte- und Personenschutz(204). 3 6 3 O O H H N N E E SI S E IE G G EH EH T T G N A I R CH N T IC S H M T E S H M R EH J R A NU M A A R I 2 2 0 0 2 2 4 4 F F E E S S d d i i s s kurs ABB. 3 Top-10-Fachkraftberufe mit der größten Fachkräftelücke 6 in Sachsen-Anhalt und der Anteil von Migrant_innen(mittelblau) und Geflüchteten(hellblau) an allen Beschäftigten in dem jeweiligen Beruf Personenanzahl 0 Bauelektrik Berufskraftfahrer_ innen(Güterverkehr/Lkw) Altenpflege Lagerwirtschaft Elektrische Betriebstechnik Kraftfahrzeugtechnik Mechatronik Sanitär-, Heizungsund Klimatechnik Maschinenbau- und Betriebstechnik Gesundheits- und Krankenpflege Migrant_innen 250 500 495 544 467 488 458 612 448 342 407 219 404 440 387 250 327 351 5,3% 18,4% 1,5% 13,5% 2,7% 2,3% 2,2% 2,7% 302 202 300 360 1,3% 1,7% Geflüchtete 0,6% 0,3% 0,1% 2,5% 0,3% 0,4% 0,1% 0,3% 0,2% 0,2% Fachkräftelücke 2022/2023 Fachkräftelücke 2021/2022 Die größten Fachkräftelücken herrschten im Jahresdurchschnitt 2022/2023 in Sachsen-Anhalt in der Bauelektrik mit 495, gefolgt von der Berufskraftfahrt mit 467 nicht zu besetzenden Stellen. Der Anteil beschäftigter Migrant_innen in diesen Berufen lag im Jahresdurchschnitt 2022 bei 5,3 Prozent beziehungsweise 18,4 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2022/2023 verzeichnete Sachsen-Anhalt im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt 2021/2022 7 eine Zunahme der Fachkräftelücke um 4,3 Prozent. Insbesondere in der elektrischen Betriebstechnik hat sich die Fachkräftelücke beinahe verdoppelt. Hinweis: Anteile von Migrant_innen und Geflüchteten als Jahresdurchschnitte 2022 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 ABB. 4 Anteil neu abgeschlossener Ausbildungsverträge in Engpassberufen an Ausbildungsanfänger_innen in allen Berufen (Engpassberufe des jeweiligen Jahres; Jahresdurchschnitte, in Prozent) 100 87,8 80 82,0 68,9 60 40 20 0 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 Deutsche Migrant_innen Geflüchtete Migrant_innen und Geflüchtete beginnen ihre Ausbildung eher in Engpassberufen. Der Anteil der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge von Migrant_innen und Geflüchteten in Engpassberufen lag 2022 mit 87,8 Prozent beziehungsweise 82,0 Prozent über dem der deutschen Staatsangehörigen(68,9 Prozent). Hinweis: Ein Beruf gilt als Engpassberuf, wenn weniger als zehn passend qualifizierte Arbeitslose auf zehn offene Stellen kommen. Quelle:„Datenbank Auszubildende“ des BIBB auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder(Erhebung zum 31.12.). IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023. ANMERKUNGEN 1 Der Begriff Migrant_innen umfasst Personen mit ausschließlich nicht deutscher Staatsangehörigkeit. 2 Der Begriff Geflüchtete beschreibt Personen mit Nationalitäten der Top-8-Asylherkunftsländer(Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia, Syrien). Die Abgrenzung erfolgt aus Datengründen rein auf Basis der Nationalität einer Person, unabhängig davon, ob die Person tatsächlich eine Migrations- oder Fluchterfahrung hat. 3 Der Begriff Fachkraftberufe beschreibt Berufsgattungen auf Niveau 2 der KldB 2010 und umfasst Berufe, für deren Ausübung typischerweise eine(duale) Ausbildung vorausgesetzt wird. 4 Die Stellenüberhangsquote beschreibt den Anteil an offenen Stellen, für die es in der Region keine passend qualifizierten Arbeitslosen gibt, an allen offenen Stellen. 5 Der Jahresdurchschnitt 2022/2023 bezieht sich auf den 12-MonatsZeitraum zwischen dem 1.7.2022 und dem 30.6.2023. 6 Die Fachkräftelücke beschreibt die absolute Anzahl an offenen Stellen in einer Berufsgattung, die nicht mit passend qualifizierten Arbeitslosen besetzt werden können. 7 Analog zu 5. FRIEDRIC C H H E E B B E E R R T T S S T T I I F F T T U U N N G G 34 7 Fact-Sheet: Schleswig-Holstein Der Beitrag von Migrant_innen 1 und Geflüchteten 2 zur Arbeitskräftesicherung in Fachkraftberufen 3 Anteil von Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft an Bevölkerung 10,2% Anteil von Migrant_innen an allen Beschäftigten 6,9% Anteil der Geflüchteten an allen Beschäftigten 1,2% Quellen: Destatis, Ergebnisse der Bevölkerungsfortschreibung auf Grundlage des Zensus 2011 (Stand: 31.12.2022); IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA, 2023 ABB. 1 Stellenüberhangsquote 4 in den Arbeitsagenturbezirken Schleswig-Holsteins (in Prozent) >_ 70% <_ 70% <_ 60% <_ 50% <_ 40% <_ 30% <_ 20% <_ 10% Flensburg ABB. 2 Anteil unbesetzter Ausbildungsstellen an allen gemeldeten Ausbildungsstellen in Schleswig-Holstein (in Prozent) >_ 70% <_ 70% <_ 60% <_ 50% <_ 40% <_ 30% <_ 20% <_ 10% Flensburg Neumünster Kiel Lübeck Heide Elmshorn Bad Oldesloe Neumünster Kiel Lübeck Heide Elmshorn Bad Oldesloe Den höchsten Anteil offener Stellen in Fachkraftberufen, die rein rechnerisch nicht zu besetzen waren, hatte im Jahresdurchschnitt 2022/2023 5 der Arbeitsagenturbezirk Bad Oldesloe mit 56,9 Prozent. In Flensburg waren hingegen lediglich 38,2 Prozent aller Stellen nicht zu besetzen. Hinweis: Jahresdurchschnitt 2022/2023 zum 30.6.2023 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 In Schleswig-Holstein blieben insgesamt 14,4 Prozent der gemeldeten Ausbildungsstellen zum Stichtag 30.9.2023 unbesetzt. Damit lag Schleswig-Holstein etwas über dem bundesweiten Durchschnitt von 13,4 Prozent. Am höchsten war dieser Anteil in Lübeck(21,0 Prozent), am niedrigsten in Heide(11,6 Prozent). Hinweis: zum Stichtag 30.9.2023 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 TAB. 1 Top-2-Fachkraftberufe am regionalen Arbeitsmarkt mit den meisten Migrant_innen und Geflüchteten in Schleswig-Holstein Migrant_innen Berufsgattung nach KldB 2010 Berufskraftfahrer_innen (G ü te r ve r ke h r/ Lk w) Verkauf(ohne Produktspezialisierung) Anzahl 4.031 1.811 Fahrzeugführer_innen 486 Straßenverkehr Geflüchtete Objekt-, Werte-, 411 Personenschutz Hinweis: Jahresdurchschnitt 2022 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA, 2023 Anteil an allen Beschäftigten 19,8% 5,3% 7,6% 4,7% Insgesamt waren im Jahresdurchschnitt 2022 in Schleswig-Holstein über 39.800 Migrant_innen in Fachkraftberufen beschäftigt. Dies entspricht 6,9 Prozent aller in Fachkraftberufen Beschäftigten. In absoluten Zahlen arbeiteten die meisten Migrant_innen als Berufskraftfahrer_innen(4.031) und im Verkauf(1.811). Die Anzahl sozialversicherungspflichtig beschäftigter Geflüchteter in Fachkraftberufen hat sich von 2013 bis 2022 mehr als verzehnfacht. Ihr Anteil an allen Beschäftigten in Fachkraftberufen lag im Jahresdurchschnitt 2022 bei 1,2 Prozent beziehungsweise etwa 6.700 Beschäftigten. Die meisten Geflüchteten arbeiteten als Fahrzeugführer_innen (486) oder im Objekt-, Werte- und Personenschutz(411). 3 8 5 O O H H N N E E SI S E IE G G EH EH T T G N A I R CH N T IC S H M T E S H M R EH J R A NU M A A R I 2 2 0 0 2 2 4 4 F F E E S S d d i i s s kurs ABB. 3 Top-10-Fachkraftberufe mit der größten Fachkräftelücke 6 in Schleswig-Holstein und der Anteil von Migrant_innen(mittelblau) und Geflüchteten(hellblau) an allen Beschäftigten in dem jeweiligen Beruf Personenanzahl 0 500 Verkauf(ohne Produktspezialisierung) 1.000 Migrant_innen 1.121 1.166 5,3% Geflüchtete 1,1% Fachkräftelücke 2022/2023 Fachkräftelücke 2021/2022 Altenpflege Gesundheits- und Krankenpflege Bauelektrik Sanitär-, Heizungsund Klimatechnik Kraftfahrzeugtechnik Köche/Köchinnen Elektrische Betriebstechnik Öffentliche Verwaltung Zahnmedizinische Fachangestellte 911 905 905 745 810 716 560 672 515 385 433 463 376 184 356 279 334 246 5,7% 5,6% 9,7% 6,8% 5,9% 21,5% 2,8% 1,4% 3,3% 0,3% 0,4% 1,8% 1,1% 1,7% 3,4% 1,0% 0,2% 0,6% Die größten Fachkräftelücken herrschten im Jahresdurchschnitt 2022/2023 in Schleswig-Holstein im Verkauf mit 1.121, gefolgt von der Altenpflege mit 911 nicht zu besetzenden Stellen. Der Anteil beschäftigter Migrant_innen in diesen Berufen lag bei 5,3 Prozent beziehungsweise 5,7 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2022/2023 verzeichnete Schleswig-Holstein im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt 2021/2022 7 eine Zunahme der Fachkräftelücke um 4,8 Prozent. Insbesondere in der elektrischen Betriebstechnik hat sich die Fachkräftelücke um etwa ein Drittel vergrößert. Hinweis: Anteile von Migrant_innen und Geflüchteten als Jahresdurchschnitte 2022 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 ABB. 4 Anteil neu abgeschlossener Ausbildungsverträge in Engpassberufen an Ausbildungsanfänger_innen in allen Berufen (Engpassberufe des jeweiligen Jahres; Jahresdurchschnitte, in Prozent) 100 93,2 91,7 80 81,7 60 40 20 0 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 Deutsche Migrant_innen Geflüchtete Migrant_innen und Geflüchtete beginnen ihre Ausbildung eher in Engpassberufen. Der Anteil der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge von Migrant_innen und Geflüchteten in Engpassberufen lag 2022 mit 91,7 Prozent beziehungsweise 93,2 Prozent über dem der deutschen Staatsangehörigen(81,7 Prozent). Hinweis: Ein Beruf gilt als Engpassberuf, wenn weniger als zehn passend qualifizierte Arbeitslose auf zehn offene Stellen kommen. Quelle:„Datenbank Auszubildende“ des BIBB auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder(Erhebung zum 31.12.). IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023. ANMERKUNGEN 1 Der Begriff Migrant_innen umfasst Personen mit ausschließlich nicht deutscher Staatsangehörigkeit. 2 Der Begriff Geflüchtete beschreibt Personen mit Nationalitäten der Top-8-Asylherkunftsländer(Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia, Syrien). Die Abgrenzung erfolgt aus Datengründen rein auf Basis der Nationalität einer Person, unabhängig davon, ob die Person tatsächlich eine Migrations- oder Fluchterfahrung hat. 3 Der Begriff Fachkraftberufe beschreibt Berufsgattungen auf Niveau 2 der KldB 2010 und umfasst Berufe, für deren Ausübung typischerweise eine(duale) Ausbildung vorausgesetzt wird. 4 Die Stellenüberhangsquote beschreibt den Anteil an offenen Stellen, für die es in der Region keine passend qualifizierten Arbeitslosen gibt, an allen offenen Stellen. 5 Der Jahresdurchschnitt 2022/2023 bezieht sich auf den 12-MonatsZeitraum zwischen dem 1.7.2022 und dem 30.6.2023. 6 Die Fachkräftelücke beschreibt die absolute Anzahl an offenen Stellen in einer Berufsgattung, die nicht mit passend qualifizierten Arbeitslosen besetzt werden können. 7 Analog zu 5. FRIEDRIC C H H E E B B E E R R T T S S T T I I F F T T U U N N G G 36 9 Fact-Sheet: Thüringen Der Beitrag von Migrant_innen 1 und Geflüchteten 2 zur Arbeitskräftesicherung in Fachkraftberufen 3 Anteil von Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft an Bevölkerung 7,6% Anteil von Migrant_innen an allen Beschäftigten 4,9% Anteil der Geflüchteten an allen Beschäftigten 0,6% Quellen: Destatis, Ergebnisse der Bevölkerungsfortschreibung auf Grundlage des Zensus 2011 (Stand: 31.12.2022); IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA, 2023 ABB. 1 Stellenüberhangsquote 4 in den Arbeitsagenturbezirken Thüringens (in Prozent) Thüringen Nord >_ 70% <_ 70% <_ 60% <_ 50% <_ 40% <_ 30% <_ 20% <_ 10% ABB. 2 Anteil unbesetzter Ausbildungsstellen an allen gemeldeten Ausbildungsstellen in Thüringen (in Prozent) >_ 70% <_ 70% <_ 60% <_ 50% <_ 40% <_ 30% <_ 20% <_ 10% Thüringen Nord Thüringen Mitte Thüringen Südwest Thüringen Ost Thüringen Mitte Thüringen Südwest Thüringen Ost Den höchsten Anteil offener Stellen in Fachkraftberufen, die rein rechnerisch nicht zu besetzen waren, hatte im Jahresdurchschnitt 2022/2023 5 der Arbeitsagenturbezirk Thüringen Südwest mit 54,0 Prozent. In Thüringen Mitte waren hingegen lediglich 38,0 Prozent aller Stellen nicht zu besetzen. Hinweis: Jahresdurchschnitt 2022/2023 zum 30.6.2023 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 In Thüringen blieben insgesamt 12,9 Prozent der gemeldeten Ausbildungsstellen zum Stichtag 30.9.2023 unbesetzt. Damit lag Thüringen etwas unter dem bundesweiten Durchschnitt von 13,4 Prozent. Am höchsten war dieser Anteil in Thüringen Südwest(17,4 Prozent), am niedrigsten in Thüringen Nord(9,7 Prozent). Hinweis: zum Stichtag 30.9.2023 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 TAB. 1 Top-2-Fachkraftberufe am regionalen Arbeitsmarkt mit den meisten Migrant_innen und Geflüchteten in Thüringen Migrant_innen Geflüchtete Berufsgattung nach KldB 2010 Lagerwirtschaft Berufskraftfahrer_innen (G ü te r ve r ke h r/ Lk w) Objekt-, Werte-, Personenschutz Maschinen-, Anlagenführer_innen Anzahl 1.583 Anteil an allen Beschäftigten 14,2% 1.527 10,4% 200 7,0% 187 1,9% Hinweis: Jahresdurchschnitt 2022 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA, 2023 Insgesamt waren im Jahresdurchschnitt 2022 in Thüringen knapp 22.400 Migrant_innen in Fachkraftberufen beschäftigt. Dies entspricht 4,9 Prozent aller in Fachkraftberufen Beschäftigten. In absoluten Zahlen arbeiteten die meisten Migrant_innen in der Lagerwirtschaft (1.583) und als Berufskraftfahrer_innen(1.527). Die Anzahl sozialversicherungspflichtig beschäftigter Geflüchteter in Fachkraftberufen hat sich von 2013 bis 2022 um mehr als das 25-Fache erhöht. Ihr Anteil an allen Beschäftigten in Fachkraftberufen lag im Jahresdurchschnitt 2022 bei 0,6 Prozent beziehungsweise etwa 2.900 Beschäftigten. Die meisten Geflüchteten arbeiteten im Objekt-, Werte- und Personenschutz(200) oder als Maschinen- und Anlagenführer_innen(187). 3 4 7 0 O O H H N N E E SI S E IE G G EH EH T T G N A I R CH N T IC S H M T E S H M R EH J R A NU M A A R I 2 2 0 0 2 2 4 4 F F E E S S d d i i s s kurs ABB. 3 Top-10-Fachkraftberufe mit der größten Fachkräftelücke 6 in Thüringen und der Anteil von Migrant_innen(mittelblau) und Geflüchteten(hellblau) an allen Beschäftigten in dem jeweiligen Beruf Personenanzahl 0 Lagerwirtschaft Migrant_innen 500 1.000 Geflüchtete 833 1.177 14,2% 0,9% Fachkräftelücke 2022/2023 Fachkräftelücke 2021/2022 Altenpflege Maschinen- und Anlagenführer_innen Mechatronik Gesundheits- und Krankenpflege Spanende Metallbearbeitung Elektrische Betriebstechnik Verkauf(ohne Produktspezialisierung) Kraftfahrzeugtechnik Bauelektrik 505 620 472 565 403 344 396 408 378 342 362 228 362 462 360 385 346 514 2,9% 11,9% 1,4% 2,6% 2,2% 6,3% 2,3% 2,6% 10,4% 0,1% 1,9% 0,4% 0,1% 0,3% 0,8% 0,6% 0,7% 0,5% Die größten Fachkräftelücken herrschten im Jahresdurchschnitt 2022/2023 in Thüringen in der Lagerwirtschaft mit 833, gefolgt von der Altenpflege mit 505 nicht zu besetzenden Stellen. Der Anteil beschäftigter Migrant_innen in diesen Berufen lag im Jahresdurchschnitt 2022 bei 14,2 Prozent beziehungsweise 2,9 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2022/2023 verzeichnete Thüringen im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt 2021/2022 7 eine Abnahme der Fachkräftelücke um 19,8 Prozent. Entgegen dem allgemeinen Trend ist die elektrische Betriebstechnik besonders auffällig, hier hat sich die Fachkräftelücke um etwa die Hälfte vergrößert. Hinweis: Anteile von Migrant_innen und Geflüchteten als Jahresdurchschnitte 2022 Quelle: IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023 ABB. 4 Anteil neu abgeschlossener Ausbildungsverträge in Engpassberufen an Ausbildungsanfänger_innen in allen Berufen (Engpassberufe des jeweiligen Jahres; Jahresdurchschnitte, in Prozent) 100 91,1 85,1 80 84,0 60 40 20 0 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 Deutsche Migrant_innen Geflüchtete Migrant_innen und Geflüchtete beginnen ihre Ausbildung eher in Engpassberufen. Der Anteil der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge von Migrant_innen und Geflüchteten in Engpassberufen lag 2022 mit 91,1 Prozent beziehungsweise 85,1 Prozent über dem der deutschen Staatsangehörigen(84,0 Prozent). Hinweis: Ein Beruf gilt als Engpassberuf, wenn weniger als zehn passend qualifizierte Arbeitslose auf zehn offene Stellen kommen. Quelle:„Datenbank Auszubildende“ des BIBB auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder(Erhebung zum 31.12.). IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA und des IAB, 2023. ANMERKUNGEN 1 Der Begriff Migrant_innen umfasst Personen mit ausschließlich nicht deutscher Staatsangehörigkeit. 2 Der Begriff Geflüchtete beschreibt Personen mit Nationalitäten der Top-8-Asylherkunftsländer(Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia, Syrien). Die Abgrenzung erfolgt aus Datengründen rein auf Basis der Nationalität einer Person, unabhängig davon, ob die Person tatsächlich eine Migrations- oder Fluchterfahrung hat. 3 Der Begriff Fachkraftberufe beschreibt Berufsgattungen auf Niveau 2 der KldB 2010 und umfasst Berufe, für deren Ausübung typischerweise eine(duale) Ausbildung vorausgesetzt wird. 4 Die Stellenüberhangsquote beschreibt den Anteil an offenen Stellen, für die es in der Region keine passend qualifizierten Arbeitslosen gibt, an allen offenen Stellen. 5 Der Jahresdurchschnitt 2022/2023 bezieht sich auf den 12-MonatsZeitraum zwischen dem 1.7.2022 und dem 30.6.2023. 6 Die Fachkräftelücke beschreibt die absolute Anzahl an offenen Stellen in einer Berufsgattung, die nicht mit passend qualifizierten Arbeitslosen besetzt werden können. 7 Analog zu 5. FRIEDRIC C H H E E B B E E R R T T S S T T I I F F T T U U N N G G 3 4 8 1 42 OHNE SIE GEHT GAR NICHTS MEHR  MAI 2024  FES diskurs FRIEDRICH-EBERT-STIFTUNG 43 WEITERE VERÖFFENTLICHUNGEN DIESER REIHE Helfer oder doch Fachkräfte? Migrantische Beschäftigte im deutschen Hochbau FES diskurs Mai  2024 Mit offenen Armen – die kooperative Aufnahme von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine in Europa – Eine Alternative zum Asylregime? FES diskurs Februar 2023 Für eine Reform der„Integrationskurse mit Alphabetisierung“ FES Impuls Juni 2022 Positive Maßnahmen für mehr Vielfalt in der öffentlichen Verwaltung – Ein Rechtsgutachten FES diskurs Mai 2022 Der Corona-Effekt: Was wissen wir über die Arbeitsmarktsituation von Migrant_innen und Geflüchteten in der Pandemie? FES diskurs Januar 2022 Ohne sie geht nichts mehr – Welchen Beitrag leisten Migrant_innen und Geflüchtete zur Sicherung der Arbeitskräftebedarfe in Fachkraftberufen in Deutschland? FES diskurs November 2021 Das Gründungspotenzial von Geflüchteten – Selbstständigkeit als Weg zur Arbeitsmarktintegration? FES diskurs November 2021 Volltexte und weitere Publikationen der Friedrich-Ebert-Stiftung unter www.fes.de /publikationen Impressum © 2024 Friedrich-Ebert-Stiftung Herausgeberin: Abteilung Analyse, Planung und Beratung Godesberger Allee 149, 53175 Bonn Fax 0228 883 9205 www.fes.de/apb apb-publikation@fes.de ISBN: 978-3-98628-485-5 Titelfoto: picture-alliance.com/ moodboard| DeeDee DeGelia& Brent Winebrenner& DeGelia Gestaltungskonzept: www.leitwerk.com Umsetzung / Satz: Büro Now Druck: FES Hausdruckerei Die in dieser Publikation zum Ausdruck gebrachten Ansichten sind nicht notwendigerweise die der Friedrich-Ebert-­Stiftung. Eine gewerbliche Nutzung der von der FES herausgegebenen Medien ist ohne schriftliche Zustimmung durch die FES nicht gestattet. Publikationen der Friedrich-Ebert-Stiftung dürfen nicht für Wahlkampfzwecke verwendet werden. 44 OHNE SIE GEHT GAR NICHTS MEHR  MAI 2024  FES diskurs Die 2021 veröffentliche FES-Studie„Ohne sie geht nichts mehr“ zeigte, dass Migrant_innen und Geflüchtete einen wesentlichen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Deutschland beitrugen. Angesichts der weiter steigenden Zahl von Migrant_innen und Geflüchteten in Deutschland und des wachsenden Fachkräftebedarfs bleibt die Frage, welchen Beitrag sie zur Schließung der Fachkräftelücke leisten können, hochaktuell. Die Aktualisierung der Bundesländer Fact-Sheets zeigt nun, dass seit 2020 sowohl der Anteil der Migrant_innen an allen Beschäftigten von 10,5 auf 11,9 Prozent als auch der Anteil der Geflüch­ teten von 0,7 auf 1,0 Prozent gestiegen ist.(IW-Berechnung auf Basis von Sonderauswertungen der BA, 2023). Die Auswertungen zeigen, dass Geflüchtete verhältnismäßig oft Ausbildungen in Engpassberufen annehmen. Auch zeigen sie, dass Migrant_innen und Geflüchtete – insbe­ sondere in den am Arbeitsmarkt besonders stark nachgefragten Berufen – einen wichtigen und überdurchschnittlichen Beitrag zur langfristigen Fachkräftesicherung leisten. Die detaillierten Erhebungen in den Bundesländer Fact-Sheets können Erkenntnisse für Fachkräftestrategien und Arbeitsmarktpolitik ermöglichen, auf bundes-, länder- und kommunaler Ebene. ISBN 978-3-98628-485-5