PROGRAMM Kompetenzen für den Journalismus von morgen 1. Halbjahr 2025 Journalist:innen Akademie Impressum Herausgeberin: Friedrich-Ebert-Stiftung e. V. Abteilung Politische Bildung und Dialog Referat Engagement, Qualifizierung und digitale Bildung Journalist:innen-Akademie Marcus Hammes Godesberger Allee 149 53175 Bonn info@fes.de Konzept, Gestaltung: Katja Arndt Creative Director, Visual Storytelling und Editorial Design, Berlin Redaktion: Luca Gerharz, Marcus Hammes(verantwortlich), Julia Möltgen Autor:innen: Volker Engels, Isabel Lerch, Steffen Kühne, Ulrike Schnellbach, Leonie Sontheimer, Dagmar Thiel Lektorat: Reiner Klähn Druck: Klimaneutral gedruckt von der Druckerei Brandt GmbH, Bonn Printed in Germany 2024 © Friedrich-Ebert-Stiftung e. V. Die in dieser Publikation zum Ausdruck gebrachten Ansichten sind nicht notwendigerweise die der Friedrich-Ebert-Stiftung(FES) e. V. Eine gewerbliche Nutzung der von der FES herausgegebenen Medien ist ohne schriftliche Zustimmung durch die FES nicht gestattet. Publikationen der FES dürfen nicht für Wahlkampfzwecke verwendet werden. Die FES ist im Qualitätsmanagement zertifiziert nach EFQM(European Foundation for Quality Management): Committed to Excellence. QUALIFIED BY EFQM 2023 2 Journalist:innen-Akademie Coverfoto: Maren Strehlau Journalist:innen-Akademie Programm 1. Halbjahr 2025 3 „Journalismus kann abdanken, wenn er harmlos wird.“ Willy Brandt, Bundeskanzler(1969–1974) und Friedensnobelpreisträger(1971) Friedrich-Ebert-Stiftung e. V. Journalist:innen-Akademie Godesberger Allee 149 53175 Bonn journalistenakademie@fes.de Leitung Marcus Hammes Telefon: 0228 883-7149 E-Mail: Marcus.Hammes@fes.de Pädagogische Assistenz Julia Möltgen Telefon: 0228 883-7124 E-Mail: Julia.Moeltgen@fes.de Organisation Lisa-Marie Rückwardt Telefon: 0228 883-7213 E-Mail: Lisa-Marie.Rueckwardt@fes.de 4 Journalist:innen-Akademie Foto: Elias El Ghorchi Vorwort Liebe Kolleg:innen, seit 1925 gestalten wir als Friedrich-Ebert-Stiftung(FES) Soziale Demokratie. Unser Namensgeber, Friedrich Ebert, der erste demokratisch gewählte Reichspräsident Deutschlands, hatte in seinem Testament verfügt, eine Stiftung zu gründen. Sie sollte dazu beitragen, Menschen aller Schichten im demokratischen Geist zu bilden, das Verständnis zwischen Deutschland und seinen Nachbarn zu verbessern und begabte junge Menschen zu fördern. Seit ihrem Gründungstag, dem 2. März 1925, tritt die FES für eine starke, lebendige und vielfältige Demokratie ein, in der die Teilhabe aller Menschen selbstverständlich ist. Als älteste politische Stiftung Deutschlands feiern wir nun unseren 100. Geburtstag. Ein wichtiger Teil unserer Arbeit ist die Förderung qualifizierter, unabhängiger, kritisch denkender Journalist:innen, die neben professionellem Handwerk auch über ein fundiertes Hintergrundwissen verfügen. Für unsere Soziale Demokratie, die sich auf die Meinungs- und Pressefreiheit als wichtigen Grundpfeiler stützt, sind Medienvertreter:innen unerlässlich. Denn sie bilden die Vielfalt an Perspektiven und Meinungen ab, die für eine lebendige Demokratie unerlässlich sind. Im Rahmen unserer politischen Bildungsarbeit setzen wir uns für einen qualitativ hochwertigen Journalismus ein. Denn objektive Berichterstattung und kritische Analyse fördern das Verständnis für und die Teilhabe unserer Gesellschaft an demokratischen Prozessen. Journalismus ermöglicht Orientierung. Es kann gar nicht genug betont werden, wie wichtig Nachrichtenkompetenz für Journalist:innen, aber auch gesamtgesellschaftlich ist. In Zeiten sich überlagernder Krisen und angesichts von digitaler Transformation und Künstlicher Intelligenz wird das besonders deutlich. Mit unseren Angeboten setzen wir uns als Journalist:innen-Akademie der FES auch für die Bekämpfung von Desinformation ein. Unser Programm für das erste Halbjahr 2025 beinhaltet viele Angebote, die Kolleg:innen in allen Phasen ihrer journalistischen Karriere qualifiziert – für den Umgang mit Fake News sowie mit auf KI basierenden Tools, die den Redaktionsalltag verändern, und mit vertiefenden Seminaren zum journalistischen Handwerk. Seit 1925 verteidigt die Friedrich-Ebert-Stiftung unsere Demokratie mit aller Kraft – insbesondere gegen rechte Hetze und Gewalt. Wir sind stolz, auch mit den Angeboten der Journalist:innen-Akademie dazu beitragen zu können und uns für eine Gesellschaft einzusetzen, die soziale Gerechtigkeit, politische Partizipation und unabhängigen Journalismus als essenziell für die Demokratie wertschätzt. Für das Team der Journalist:innen-Akademie Marcus Hammes Vorwort 5 Inhaltsverzeichnis Tipps und Beiträge unserer Trainer:innen 08 Schwerpunkt KI  „ Darum sollten sich Journalist:innen mit KI beschäftigen“ von Steffen Kühne 11 Schwerpunkt KI  „KI im Journalismus: Ein Appell, ethisch verantwortlich zu handeln“ von Isabel Lerch 20 5 Tipps, worauf es beim journalistischen Schreiben fürs Netz ankommt“ von Dagmar Thiel 23 „Aufklären, einordnen, hinterfragen“, Interview mit Ulrike Schnellbach 31 „Demokratie im Unternehmen nutzen und stärken“, Interview mit Tina Groll 41 Auf den Punkt gebracht“, Tipps für gelungene Interviews von Volker Engels 42 5 Wege zu guter Klimaberichterstattung“ von Leonie Sontheimer Basismodul Journalistische Kernkompetenzen 14 rundlagenkursus: Journalistisches Schreiben 16 N eu! Von der Ideenfindung bis zur erfolgreichen Pitch-Präsentation 18 S chwerpunkt KI Grundlagenkursus: So können Journalist:innen KI professionell für ihre Arbeit nutzen 21 J ournalistisches Schreiben fürs Netz 22 N eu! Kommentare mit Mehrwert: Politik überzeugend einordnen und bewerten Basismodul Berufsrolle und zusätzliche Qualifikationen 26 N eu! Geschlechtssensibel schreiben und berichten 27 N eu! Fachkräftemangel in der Medienbranche: So finden Redaktionen und Journalist:innen zusammen 28 und Kameratraining – Agieren vor der Kamera 30 N eu! Recherche in der Wirtschaft: So können Journalist:innen Betriebsräte und Gewerkschaften nutzen 6 Journalist:innen-Akademie Fotos: Elias El Ghorchi (2); Mark Bollhorst; Deniz San 32 N eu! Anleitung zum Widerstand: Lesung und Diskussion mit Arne Semsrott 33 N eu! Sammeln, Bereinigen, Sichten – Datenjournalismus für Einsteiger:innen 34 N eu! Schwerpunkt KI Ohne Audio-Know-how, mit GenAI und Automatisierung: Professionell podcasten 36 N eu! Schwerpunkt KI KI im Journalismus: OpenSource-Tools und kreative Transkriptionsauswertung Basismodul Politikberichterstattung 40 fragt, führt: Das politische Interview 43 Klimaberichterstattung auf Social Media: Komplexität in 30 Sekunden 44 Schwerpunkt KI Politische Meinungsbildung: Wie Journalist:innen Desinformation entgegenwirken können Spezialmodul Politische Hospitanzprogramme 48 Hauptstadtjournalismus und Bundespolitik live erleben 52 Einblicke in Berichterstattung und Politik aus der EU-Hauptstadt Brüssel Rubriken 56 Team der Journalist:innenAkademie und unsere Veranstaltungsorte 57 Aufbau der Journalist:innen-Akademie 58 Unsere Trainer:innen 64 Journalistische Nachwuchsförderung für Stipentiat:innen 65 Anmeldung und Teilnahme 66 Kalendarischer Überblick Inhaltsverzeichnis 7 Schwerpunkt KI Darum sollten sich Journalist:innen mit Künstlicher Intelligenz befassen Von automatisierten Transkriptionen bis hin zur Erstellung verschiedener Textvarianten bietet Künstliche Intelligenz(KI) großes Potenzial für den Journalismus. Doch KI ist auch ein Katalysator für Desinformation und Deep Fakes. von Steffen Kühne Der Autor: Steffen Kühne arbeitet als Tech Lead für das AI+ Automation Lab des Bayerischen Rundfunks. K I-Werkzeuge erleichtern redaktionelle Aufgaben und sparen wertvolle Zeit im Arbeitsalltag. Gute Beispiele dafür sind Trint oder Whisper, mit denen sich Sprachaufzeichnungen schnell in Texte verwandeln lassen. Auch wenn die Ergebnisse nicht perfekt sind, bieten moderne Speech-to-Text-Lösungen einen klaren Vorteil gegenüber der oft mühsamen manuellen Transkription: Sie sparen Zeit und Nerven. Doch auch bei anderen Tätigkeiten kann KI unterstützen: Die Fähigkeit, lange Texte zusammenzufassen und verschiedene Varianten eines Textes zu erstellen, ist nicht nur für Nachrichtenredaktionen nützlich. In der journalistischen Praxis kann man so schnell aus einem längeren Beitrag einen Nachrichtenartikel, eine Radiomeldung oder einen Social-MediaPost erstellen. Auch das formelle Redigieren von Texten hinsichtlich 8 Journalist:innen-Akademie Illustration: Ana Kova Rechtschreibung, Grammatik und Stil wird durch KI-Werkzeuge deutlich vereinfacht. Prompting als neue Schlüsselkompetenz Eines der gängigsten Werkzeuge ist der KI-Assistent ChatGPT von OpenAI. Auch wenn immer mehr Redaktionen auf eigene Lösungen setzen, sind die Arbeitsabläufe beim Arbeiten mit generativer KI weitestgehend vergleichbar. Die Kunst besteht darin, der KI durch geschriebene Anweisungen zu vermitteln, was sie tun soll. Diese Anweisungen heißen Prompts. Das Schreiben guter Prompts, das sogenannte Prompting, ist eine zentrale Fähigkeit, die Journalist:innen erwerben müssen, um generative KI sinnvoll einsetzen zu können. Die gute Nachricht ist, dass sich das Prompten relativ schnell lernen lässt und keine Vorkenntnisse im Bereich KI erfordert. Dennoch lohnt es sich für Journalist:innen, sich etwas tiefergehend mit KI und der Technologie dahinter auseinanderzusetzen. Zu wissen, wie große Sprachmodelle – der„Motor“ vieler KI-Werkzeuge – arbeiten, hilft, ihre Grenzen zu erkennen und zu verstehen, warum Sprachmodelle manchmal dazu neigen, Fakten zu erfinden(Halluzination). Große Datenbasis erschließen und Audios produzieren In vielen Anwendungsbereichen entfaltet sich das produktive Potenzial von KI vor allem dann, wenn man KI-Anwendungen mit eigenen Inhalten verknüpfen kann. Diese solide Wissensbasis hilft, Halluzinationen vorzubeugen und generierte „Die Technologie selbst ist nicht das Produkt. Sie ist ein Werkzeug.“ Vanessa Wormer, Leiterin SWR X Lab Inhalte noch stärker an den eigenen Stil anzupassen. KI-Suchmaschinen wie Perplexity.ai zeigen bereits heute, dass KI eine wertvolle Unterstützung bei der Recherche sein kann – insbesondere, wenn das gesamte Internet als Datenquelle dient. Besonders beeindruckend sind die Fortschritte im Bereich der KI-unterstützten Audioproduktion: Textbasierter Schnitt, Audioverbesserung und synthetische Stimmen sind wunderbare Helfer im Produktionsalltag. Künstliche Stimmen, wie die von ElevenLabs, klingen so natürlich, dass sie kaum noch von echten menschlichen Stimmen zu unterscheiden sind. Das hat dazu geführt, dass vollautomatisierte Podcasts, Radioprogramme und Sender keine Seltenheit mehr sind. Desinformation und Deep Fakes Doch die Fortschritte im Bereich KI haben auch ihre Schattenseiten. Künstliche Intelligenz ist ein Katalysator für Desinformation und Deep Fakes. Besonders im Vorfeld wichtiger Wahlen ist diese Entwicklung besorgniserregend. Daher ist es umso wichtiger, dass Journalist:innen lernen, die Methoden und Anreize hinter KI-getriebenen Desinformationskampagnen zu verstehen und manipulierte Inhalte zu erkennen. In KI-gestützten Desinformationskampagnen werden nicht nur glaubwürdige Falschinformationen verbreitet, KI und Journalismus 9 „KI macht es einfacher, die Informations-Sphäre mit Falschinformationen zu überfluten.“ Julia Angwin, Gründerin Proof News sie untergraben auch den kollektiven Wahrheitsbegriff. KI-generierte Bilder sind oft kaum noch von echten zu unterscheiden. Bedeutet das, dass wir Fotos nicht mehr vertrauen können? Nicht unbedingt, doch diese Unsicherheit lässt sich leicht ausnutzen. Im US-Präsidentschaftswahlkampf unterstellte Donald Trump seiner Konkurrentin Kamala Harris, Bilder von Menschenmengen bei einer Veranstaltung am Flughafen mit KI manipuliert zu haben. Eine Anschuldigung, die forensische Expert:innen später eindeutig widerlegten. Dennoch unterAlle KI-Webseminare auf einen Blick 18 Grundlagenkursus: So können Journalist:innen KI professionell für ihre Arbeit nutzen 44 Politische Meinungsbildung: Wie Journalist:innen Desinformation entgegenwirken können 34 Ohne Audio-Know-how, mit GenAI und Automatisierung: Professionell podcasten 36 KI im Journalismus: Open-Source-Tools und kreative Transkriptionsauswertung graben solche Vorwürfe das Vertrauen in Medien und Fakten – sie gefährden damit das Fundament unserer demokratischen Gesellschaft. Professionelles journalistisches Handwerk bleibt essenziell Trotz des KI-Hypes bleiben klassische journalistische Fähigkeiten unverändert wichtig, sei es bei der Themenauswahl, Recherche, Verifikation, Einordnung oder der Vermittlung von Inhalten. KI-Werkzeuge werden diese Tätigkeiten unterstützen, jedoch nicht ersetzen. Journalist:innen, die wissen, wie sie diese Werkzeuge sinnvoll einsetzen können, haben einen klaren Vorteil in der Berufswelt von morgen. Je verbreiteter der Einsatz von KI wird, desto wichtiger ist es, dass Journalist:innen auch kritisch darüber berichten. Die Chancen der Technologie aufzuzeigen, ohne die Risiken zu ignorieren, ist jedoch nicht einfach. Greifbar wird KI vor allem, wenn man sie als Software-Produkt betrachtet und den Fokus auf die dahinterstehende Industrie, deren Schlüsselfiguren und Machtstrukturen legt. Redaktionsaufgaben lohnend automatisieren KI wird unweigerlich Einzug in den Journalismus halten. Das ist auch gut so, denn KI kann uns helfen, mühsame und sich wiederholende Aufgaben zu automatisieren. Damit Redaktionen das Potenzial von KI jedoch gewinnbringend und verantwortungsvoll nutzen können, braucht es Menschen, die bereit sind, sich mit dieser wegweisenden Technologie auseinanderzusetzen und ihr Wissen in die Redaktionen zu tragen. ■ 10 Journalist:innen-Akademie Illustration: Ana Kova | Foto: Deniz San KI im Journalismus: Ein Appell, ethisch verantwortlich zu handeln Meinung von Isabel Lerch Beim„b° future festival 2024“ erklärte Isabel Lerch, woran Bildmanipulation zu erkennen ist. Die Autorin: Isabel Lerch, freie Journalistin NDR Data, Trainerin u. a. für KI-Themen E rst kommt die Technik, dann die Moral? Diese Frage drängt sich im Frühjahr 2023 auf. Die KI erfährt ihren ersten großen Höhepunkt, alle experimentieren wild damit herum. Und dann das: Das Boulevardmagazin„die aktuelle“ veröffentlicht ein vermeintliches Interview mit dem ehemaligen Formel-1-Fahrer Michael Schumacher. Es entsteht der Eindruck, dass Schumacher exklusiv antwortet – dabei kommen die Antworten von der KI Character.AI. Ein Fehlgriff, der mit Journalismus nichts zu tun hat. Gerade im Journalismus erfordert der Einsatz von KI besondere Vorsicht. Als Journalist:innen sollten wir meiner Meinung nach eine Art KI-Kompass entwickeln – also ein gut begründetes Gefühl für den ethisch richtigen Umgang mit KI in unserem Berufsalltag. Ich habe oft den Eindruck, dass wir alle immer noch sehr beeindruckt von den technischen Möglichkeiten der KI sind. Das ist verständlich: Jede Woche kommt eine Flut neuer Tools auf den Markt, KI kann scheinbar immer mehr. Doch diese Explosion an verfügbaren KI-Spielzeugen vernebelt leicht den Blick. Zum einen ist noch nicht klar, welcher Einsatz rechtlich unbedenklich ist. Zum anderen stellt sich jetzt, da wir die technischen Mittel haben, umso mehr die Frage: Sollten wir das überhaupt tun? Ein KI-Kompass fügt dem betörenden Rausch immer neuer KI-Anwendungen ein wichtiges Innehalten hinzu. KI-Kompass kalibrieren Klar ist: Was ethisch überhaupt vertretbar ist, liegt in unserem journalistischen Ermessen. Wir müssen den Kompass laufend kalibrieren. Deshalb ist es so wichtig, dass wir uns mit KI kritisch beschäftigen. Die gute Nachricht: Das tun wir! Es wird ausgelotet, ausgehandelt – in Redaktionskonferenzen, Managementsitzungen, journalistischen Diskussionsforen, internen Arbeitskreisen. Sehr gut! Viele Medienhäuser haben sich ethische Leitlinien für den Umgang mit KI gegeben: Danach solle immer ein Mensch den letzten Check übernehmen. Technologieoffenheit sei zu fördern, mit KI zu experimentieren. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Kennzeichnungspflicht. Wo und wie sollten wir kennzeichnen, dass wir KI für einen Text, einen Podcast oder ein Video genutzt haben? Wichtige Fragen, die wir diskutieren müssen. Kennzeichnungspflicht Für diesen Text habe ich übrigens nicht die KI angeworfen. Ich habe mir einfach Gedanken gemacht und nach den richtigen Wörtern gesucht. Ob das in Zukunft ein eigenes Label verdient? Etwa:„Dieser Text ist 100 Prozent KI-frei“? Auch das werden wir irgendwann vielleicht diskutieren. ■ KI und Journalismus 11 12 Journalist:innen-Akademie Foto: istockphoto/Mihajlo Maricic Basismodul Journalistische Kernkompetenzen In diesem Modul findest Du Seminare, in denen Du die Grundlagen des professionellen journalistischen Arbeitens lernst: Grundlagenkursus: Journalistisches Schreiben Von der Ideenfindung bis zur erfolgreichen Pitch-Präsentation Grundlagenkursus: So können Journalist:innen Künstliche Intelligenz professionell für ihre Arbeit nutzen Journalistisches Schreiben fürs Netz Kommentare mit Mehrwert: Politik überzeugend einordnen und bewerten 13 Grundlagenkursus: Journalistisches Schreiben Trainerin: Dagmar Thiel, freie Journalistin und Medientrainerin, Bad Bentheim I n diesem Seminar erarbeiten wir die Grundlagen des journalistischen Schreibens. Berufseinsteiger:innen erproben die Darstellungsformen Nachricht, Bericht und Feature. Darüber hinaus trainieren sie Kleintexte: Titel, Teaser und Bildunterschriften müssen die Leser:innen packen, sonst wird selbst der schönste Artikel überblättert oder weggeklickt. Im Seminar lernen die Teilnehmenden, informativ und attraktiv zugleich zu schreiben. Sie lernen die Grundlagen zum Thema Schreiben fürs Internet und Suchmaschinenoptimierung(SEO) kennen. Außerdem sprechen wir darüber, wie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz(KI) den Journalismus verändert – und wir diskutieren die Gefahren, die von der Verbreitung von Fake News und dem Missbrauch von KI ausgehen. Mit vielen Übungen und individuellem Feedback. 14 Journalist:innen-Akademie Titel Grundlagenkursus: Journalistisches Schreiben Die langjährige freiberufliche Journalistin Dagmar Thiel lehrt seit 2021 an der Journalist:innen-Akademie der Friedrich-EbertStiftung. Grundlagen: Einführung in journalistische Standards und journalistische Sprache texten: Sprache und Aufbau von Nachricht und Bericht K leintexte: Aller Anfang ist knackig: Titel, Teaser, Bildunterschriften S EO: Grundlagen Schreiben fürs Internet W ie KI den Journalismus verändert: Vorstellung von Tools und Möglichkeiten, diese praktisch und seriös im Fotos: istockphoto/Zorica Nastasic; Elias El Ghorchi; privat Beruf zu nutzen: Praktische Übungen, Ausprobieren und Diskussion politisches Framing: Wie wir mit Sprache manipulieren können Methoden Präsentationen mit Diskussion von Beispieltexten Clustern, Assoziieren in Einzel- und Gruppenarbeit und Feedback Kompetenzgewinn kennst die journalistischen Textsorten Nachricht und Bericht. kannst Nachrichten schreiben und sachlich informieren. weißt, wie Du Texte interessant aufbereitest. formulierst Überschriften, Vorspann/Teaser und Bildunterschriften kurz und knackig. erhältst individuelles Feedback zu Deinen eigenen Texten. profitierst von konstruktiven und kollegialen Rückmeldungen. Wann Mittwoch 19. Februar 2025 14.00 Uhr bis Freitag 21. Februar 2025 16.00 Uhr Wo Friedrich-EbertStiftung Berlin Teilnahmepauschale 300 Euro(inkl. Übernachtung im EZ, Frühstück und Mittagessen) Wichtig! Alle Teilnehmenden sollten ein Notebook zum Seminar mitbringen. Zielgruppe Ein Einsteiger:innenseminar für alle, die journalistische Texte für Print und Online schreiben möchten. Basismodul: Journalistische Kernkompetenzen 15 Von der Ideenfindung bis zur erfolgreichen Pitch-Präsentation Trainerin: Christina Denz, Journalistin, Trainerin und Kommunikatorin, Berlin F reie Journalist:innen und Redakteur:innen suchen regelmäßig Ideen für Storys, die sie etwa in Reportagen, Interviews, Blogbeiträgen, Newsletter oder Podcasts behandeln. Doch unter Zeit- und Themendruck fällt es uns mitunter schwer, etwas Neues, Unverbrauchtes zu entwickeln. In diesem Seminar lernen die Teilnehmenden, wie sie ihrem kreativen Einfall systematisch auf die Sprünge helfen und den Ideenfindungsprozess steuern können. In vier Schritten – von den ersten Ideen bis zur konkreten Story und ihrer Präsentation – gibt das Seminar den Teilnehmenden eine Fülle von Übungen an die Hand, die sie auch unter Zeitdruck anwenden können. Sie erleben, wie sie mithilfe der freien Assoziation erste Ideen finden und diese weiter ausarbeiten. Sie trainieren kreative Fragetechniken und erfahren, wie sie KI und andere Online-Tools für die Ideenfindung nutzen können. Außerdem stellt das Seminar 16 Journalist:innen-Akademie Fotos: Christina Denz; Alina König kreative Feedback-Methoden vor, die helfen, die eigene Themenidee zu präzisieren. Am Ende des zweitägigen Seminars haben die Teilnehmenden eine konkrete Geschichte inklusive der möglichen Protagonist:innen und der Produktionsbedingungen entwickelt. Damit sie ihre Geschichte erfolgreich„verkaufen“ können, lernen sie im Seminar außerdem verschiedene Präsentationstechniken kennen und üben diese im„Pitch“ vor den anderen Teilnehmenden. Methoden Assoziationstechniken und Mindmapping für mehr Ideen Recherchetechniken und kreative FeedbackTechniken Ideenrecherche in der Gruppe und Kleingruppenübungen Kompetenzgewinn weißt, welcher Kreativtyp Du bist. hast dein Wissen über den kreativen Prozess erweitert. kennst den Stand des Wissens über Kreativität. kannst freie Assoziation verstehen und anwenden. kannst erste Ideen weiterentwickeln und strukturieren. kannst kreative Feedback-Methoden für die persönliche Arbeitssituation adaptieren. hast verschiedene Online- und KI-Tools für die Ideenrecherche kennengelernt und kannst sie bewerten. hast eine persönliche Strategie zur Ideenfindung entwickelt. hast Selbstwirksamkeit bei der Ideen- und Themenentwicklung erfahren. kannst Ideen und Themen selbstsicher präsentieren. Titel Von der Ideenfindung bis zur erfolgreichen Pitch-Präsentation Wann Montag 17. März 2025 9:00 Uhr bis Dienstag 18. März 2025 16:00 Uhr Wo Friedrich-EbertStiftung Berlin Teilnahmepauschale 210 Euro(inkl. Übernachtung im EZ, Frühstück und Mittagessen) Wichtig! Alle Teilnehmenden sollten ein Notebook zum Seminar mitbringen. Zielgruppe Ein Seminar für all jene, die in ihrem journalistischen Alltag viele Ideen für Artikel, TV- oder Radiobeiträge, Blogs, Podcasts oder Social-MediaPosts suchen. Basismodul: Journalistische Kernkompetenzen 17 Grundlagenkursus: So können Journalist:innen KI professionell für ihre Arbeit nutzen Schwerpunkt KI Trainer: Bernd Oswald, Journalist, Autor und Trainer für digitalen Journalismus, München Input: Isabel Lerch, freie Journalistin NDR Data, Trainerin u. a. für KI-Themen 18 Journalist:innen-Akademie Fotos: Elias El Ghorchi (2); Claudia Timmann; privat D ieses interaktive Webseminar vermittelt einen fundierten Überblick über die Anwendungsmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz(KI) im Journalismus. Ein Fokus liegt auf generativer KI: Die Teilnehmenden lernen, wie Chatbots in den Etappen des journalistischen Workflows eingesetzt werden können, von der Themenfindung, über die Recherche und vor allem in der Produktion. Wir erproben, wie Journalist:innen generative KI sinnvoll und verantwortungsvoll einsetzen können. und ihre Teildisziplinen/ Funktionsweise von generativer KI und Urheberrecht: Rechtliche Fragen bei der Nutzung von generativer KI Sprachmodelle/Chatbots im Vergleich(inklusive OpenSource-Modelle) Kunst des Promptens: Wie Journalist:innen ChatGPT und Co. passende Anweisungen geben von multimodaler generativer KI(Bild, Ton, Video) Fragen beim Einsatz von generativer KI und Auswirkungen auf das Berufsbild Journalist:in Methoden Präsentationen zahlreicher KI-Tools und Beispiele von journalistischem KI-Einsatz praktische Übungen: gemeinsames Ausprobieren von KITools, Einzelarbeit, Gruppenarbeit zu KI-Anwendungen im journalistischen Kontext mit anschließender Besprechung der Ergebnisse von Chancen und Gefahren generativer KI, von rechtlichen Fragen und den Auswirkungen auf das Berufsbild Journalist:in Dokumentation der vermittelten Inhalte anhand eines begleitenden Seminar-Dokuments samt Linkliste Kompetenzgewinn hast Dein Verständnis von Künstlicher Intelligenz, deren Funktionsweise und Auswirkungen auf den Journalismus erweitert. kennst verschiedene KI-Tools und ihre Einsatzmöglichkeiten im Arbeitsprozess – auch unter Berücksichtigung ethischer Gesichtspunkte. weißt, wie Du KI-Tools für die journalistische Recherche einsetzen kannst. hast Dein Verständnis rechtlicher Rahmenbedingungen beim Einsatz von KI-Tools erweitert und bist dazu sprechfähig. Bei der#MedienAkademie23 moderierte Bernd Oswald(2. v. l.) ein Podium zum Thema KI im Journalismus. Titel So können Journalist:innen KI professionell für ihre Arbeit nutzen Wann Montag 24. März 2025 und Dienstag 25. März 2025 jeweils 9.00 – 10.30 Uhr, 10.45 – 12.15 Uhr, 13.30 – 15.00 Uhr Wo Webseminar Teilnahmepauschale 60 Euro Zielgruppe Journalist:innen, die sich auf den neuen Stand zum Thema generative KI im Journalismus bringen wollen. Vorkenntnisse sind nicht nötig, das Seminar beginnt bei den Grundlagen. Es ist inhaltlich jedoch so angelegt, dass auch Kolleg:innen, die sich bereits mit KI befasst haben, von der Teilnahme profitieren können. Basismodul: Journalistische Kernkompetenzen 19 Die Autorin: Dagmar Thiel arbeitet als freie Journalistin und Dozentin in der Ausund Weiterbildung. Einer ihrer Lehrschwerpunkte ist das journalistische Schreiben. Sie selbst schreibt über Qualität im Journalismus. 5 Tipps, worauf es beim journalistischen Schreiben fürs Netz ankommt Um die Zielgruppe mit guten Inhalten zu erreichen, müssen Journalist:innen Texte im Internet so aufbereiten, dass sie gefunden werden – und gleichzeitig zum Klicken motivieren. von Dagmar Thiel 1 Suchmaschinen kennen und clever nutzen: Gute Suchmaschinenoptimierung(SEO) und guter Journalismus schließen sich nicht aus. Wollen doch beide fundierte und korrekte Informationen vermitteln, die genau dem Informationsinteresse der Nutzer:innen entsprechen. Der Einsatz von SEOKenntnissen trägt dazu bei, dass Texte online gefunden und gelesen werden. 2 Keywords sind zentrale Elemente: Technische Innovationen verändern die journalistische Branche rasant. Wer das Handwerk des nachrichtlichen Schreibens gelernt hat, versteht sofort, welches Keyword ein Text braucht. Praktische Tools erleichtern die Suche – und tragen dazu bei, Texte spielerisch zu verbessern. Dabei hilft es zu wissen, was Nutzer:innen von Texten im Internet erwarten: Einfachheit und Verständlichkeit, einen persönlichen Ton und Mehrwert. 3 Titel und Teaser sind wichtig: Sie sind das Erste, was User:innen lesen(können). Und sind daher entscheidend, ob jemand klickt und weiterliest. Künstliche Intelligenz kann hier gute Vorschläge liefern, aber auch mit journalistischem Gespür und kreativen Techniken lassen sich Zeilen texten, die die Zielgruppe gleichzeitig informieren und neugierig machen. 4 Die gute Aufbereitung des OnlineTextes ist ein Gewinn für alle, die gerne lesen: Hervorgehobene, strukturierte Inhalte wie Zwischentitel, Fettungen und Links ermöglichen es, Inhalte klar, angenehm und schnell zu erfassen. Das Leseverhalten im Netz ist anders als bei Printmedien. Wer das berücksichtigt, weiß, wie Online-Texte gestaltet sein sollten: Nutzer:innen skimmen(überfliegen die Seite), scannen(filtern relevante Inhalte) oder lesen (nehmen den Text vollständig auf). Gute Online-Texte bieten Leser:innen für alle drei Leseweisen etwas. Das umzusetzen, ist keine Hexerei, sondern erlernbares Handwerk. 5 Social Media für Emotionen nutzen. Gutes Storytelling ist auch in Textkacheln möglich. Medienhäuser experimentieren mit Geschichten, die Leser:innen über Instagram und Co. zu den Artikeln locken sollen. Ein spannender und kreativer Spielraum für neue digitale journalistische Textformen. ■ 20 Journalist:innen-Akademie Fotos: Mark Bollhorst (2); privat Journalistisches Schreiben fürs Netz D er erste Teil des Seminars widmet sich dem Schreiben fürs Internet und für journalistische Online-Auftritte: Wir befassen uns insbesondere mit Titeln, Teasern und Keywords. Bei vielen journalistischen Portalen kommen weit mehr als die Hälfte der Besucher:innen über Suchmaschinen wie Google auf die Seite. Redaktionelle Inhalte müssen deshalb den Anforderungen der Suchmaschinenoptimierung(SEO) entsprechen. Im zweiten Teil geht es ums Schreiben für Social Media: Wie sehen Postings für Instagram oder Facebook idealerweise aus? Wo liegen die Chancen, welche Risiken gibt es? Wir analysieren die Plattformen und schreiben Texte zielgruppengerecht. Künstliche Intelligenz(KI) verändert das journalistische Arbeiten stark. Das Seminar befasst sich auch mit dem aktuellen Stand der KI und stellt Tools vor. und Sprache online Mehr Traffic mit guten Titeln knackigen Teasern in den Text ziehen Texten für Instagram und Facebook und Tricks aus der Praxis Methoden Präsentationen mit Diskussion von Beispieltexten in Einzel- und Gruppenarbeit und Feedback Kompetenzgewinn weißt, wie Du Texte internetgerecht aufbereitest. formulierst Überschriften und Teaser kurz, knackig und suchmaschinengerecht. weißt, wie Du Keywords ermittelst. kennst die Anforderungen der Social-Media-Plattformen. kannst journalistische Inhalte für Social Media aufbereiten. profitierst von konstruktiven und kollegialen Rückmeldungen. erhältst individuelles Feedback auf Deine journalistischen Texte. erhältst ein Skript mit den wichtigsten Inhalten des Seminars zum Nachlesen. Titel Journalistisches Schreiben fürs Netz Wann Dienstag 8. April 2025 und Mittwoch 9. April 2025 jeweils 9.00 – 10.30 Uhr, 11.00 – 12.30 Uhr, 13.30 – 15.00 Uhr Wo Webseminar Teilnahmepauschale 60 Euro Zielgruppe Das Seminar ist als Grundlagenkursus für Einsteiger:innen konzipiert. Es richtet sich an Medienschaffende, die verschiedene Kanäle mit professionellen Texten bespielen möchten. Trainerin: Dagmar Thiel, freie Journalistin und Medientrainerin, Bad Bentheim Basismodul: Journalistische Kernkompetenzen 21 Trainerin: Ulrike Schnellbach, Journalistin, Trainerin, Moderatorin, Freiburg Kommentare mit Mehrwert: Politik überzeugend einordnen und bewerten L eser:innen wollen nicht nur informiert werden, sie wollen Ereignisse und Entwicklungen auch eingeordnet bekommen. Das ist die Aufgabe des journalistischen Kommentars. Ein guter Kommentar hat eine pointierte These, eine stringente Argumentation und einen Schluss, der über den Tag hinausweist. Wer im Kommentar überzeugen will, muss solide recherchieren, sauber analysieren, logisch argumentieren, präzise formulieren und im Idealfall kreativ(quer)denken. All das lernen die Teilnehmenden in diesem Workshop anhand zahlreicher Beispiele und Übungen. zeichnet einen guten Kommentar aus? Dos und Dont’s ommentar-Typen: Welcher eignet sich für welchen Anlass? zum Kommentarschreiben – ein Bauprinzip, das(fast) immer funktioniert er Anfang zieht in den Text – Tipps für Kommentar-Einstiege unter Zeitdruck – wie kann ich trotzdem überzeugend argumentieren? Methoden und Diskussion von Beispieltexten in Gruppen und im Plenum Kompetenzgewinn kennst die Bestandteile und Bauprinzipien des Kommentars. überzeugst mit fundiertem Wissen und scharfsinniger Analyse, anstatt auf oberflächliche Floskeln zurückzugreifen. gewinnst Souveränität und traust Dir zu, auch komplexe Themen zu kommentieren. erarbeitest Strategien, auch unter Zeitdruck eine schlüssige Argumentation zu entwickeln. 22 Journalist:innen-Akademie Titel Kommentare mit Mehrwert: Politik überzeugend einordnen und bewerten Wann Dienstag 6. Mai 2025 11.00 Uhr bis Mittwoch 7. Mai 2025 16.00 Uhr Wo Friedrich-EbertStiftung Berlin Teilnahmepauschale 210 Euro(inkl. Übernachtung im EZ, Frühstück und Mittagessen) Wichtig! Alle Teilnehmenden sollten ein Notebook zum Seminar mitbringen. Zielgruppe Berufseinsteiger:innen und Journalist:innen, die bislang wenig kommentiert haben und sich mehr Meinung zutrauen wollen. Fotos: Elias El Ghorchi (2); privat „Aufklären, einordnen, hinterfragen“ Die schnell geschriebene steile These bringt keinen Mehrwert fürs Publikum, findet die Autorin und Trainerin Ulrike Schnellbach. Die Autorin: Ulrike Schnellbach unterrichtet seit vielen Jahren an Journalist:innenschulen und Akademien. Eines ihrer Lieblingsthemen ist der politische Kommentar. Sie selbst kommentiert(e) als Redakteurin bei der Badischen Zeitung und der Zeitung zum Sonntag sowie als freie Autorin vor allem zu den Themen Migrationspolitik und Rechtsextremismus. W arum ist Meinung im politischen Journalismus wichtig? Ich bin mir gar nicht so sicher, ob Meinung an sich so wichtig ist. Meinungen in Form von steilen Thesen begegnen uns permanent, vor allem in sozialen Medien. An den politischen Journalismus habe ich andere Ansprüche: Hier muss eine Meinung fundiert sein. Das bedeutet, dass sich Kommentierende im Thema auskennen und gründlich recherchiert haben müssen. Mit ein bisschen Routine lässt sich auch ohne profunde Kenntnisse relativ leicht ein scheinbar schlüssiger Kommentar zimmern – doch solche Texte bringen keinen Mehrwert fürs Publikum. Schlimmer noch: Wer im Thema zu Hause ist, merkt sofort, wenn ein Text mit heißer Nadel gestrickt wurde und die These sich bei genauerem Hinsehen nicht halten lässt. Solche Kommentare finde ich überflüssig bis ärgerlich. Welche Funktionen hat ein politischer Kommentar? Im besten Fall überzeugt er – das wird allerdings selten gelingen. Deshalb hänge ich die Latte tiefer: Ein guter Kommentar trägt zur Meinungsbildung bei. Indem er aufklärt, einordnet, hinterfragt, eine überraschende Perspektive einnimmt oder einen neuen Aspekt einbringt. Er kann eine aufgeheizte Debatte versachlichen und damit einen wertvollen Beitrag zum gesellschaftlichen Diskurs leisten. Welche Art von Kommentaren liest Du am liebsten? Natürlich freue ich mich, wenn ein Kommentar mir aus der Seele spricht! Aber ich lese ganz gezielt auch Kommentare, die nicht meine Sichtweise widerspiegeln. Das erweitert meinen Horizont, weil ich lerne, wie anders man über ein Thema denken kann. Sehr gewinnbringend finde ich auch Pro- und Contra-Beiträge. Ich ertappe mich oft dabei, wie ich beiden Seiten irgendwie recht geben muss – und das bringt mich selbst ins Nachdenken. Im Grunde könnte man oft noch einen dritten oder vierten Text dazustellen. Denn die meisten Themen haben ja nicht nur ein Für und Wider, sondern viele verschiedene Aspekte. Auch deshalb finde ich die steile, schnell geschriebene These wenig seriös. Zum Thema„Kommentieren“ hast Du aber eine sehr klare Meinung … Na klar, damit beschäftige ich mich ja auch seit Jahren – als Leserin, Autorin und Trainerin. ■ Basismodul: Journalistische Kernkompetenzen 23 24 Journalist:innen-Akademie Foto: Elias El Ghorchi Basismodul Berufsrolle und zusätzliche Qualifikation Dieses Modul beinhaltet Veranstaltungen, die über die journalistischen Kernkompetenzen hinaus zusätzliche Qualifikationen vermitteln: schreiben und berichten in der Medienbranche: So finden Redaktionen und Journalist:innen zusammen Medien- und Kameratraining – Agieren vor der Kamera in der Wirtschaft: So können Journalist:innen Betriebsräte und Gewerkschaften nutzen zum Widerstand: Lesung und Diskussion mit Arne Semsrott Bereinigen, Sichten – Datenjournalismus für Einsteiger:innen Ohne Audio-Know-how, mit GenAI und Automatisierung: Professionell podcasten KI im Journalismus: Open-Source-Tools und kreative Transkriptionsauswertung 25 Trainerin: Lotte Laloire, Journalistin, Buchautorin, Berlin Geschlechtssensibel schreiben und berichten M uss ein Bauer gendern? Darüber lässt sich streiten. Wir als Medienschaffende tragen allerdings eine besondere Verantwortung für unsere Sprache, denn mit ihr erreichen wir Massen. Nicht nur unsere Inhalte, auch unsere Worte prägen das Bewusstsein unseres Publikums. Es liegt in unserer Hand, ob wir Klischees verfestigen oder abbauen. Wir können Menschen sichtbar oder unsichtbar machen, verletzen oder bestärken. Wenn wir Gleichheit fördern wollen, sollten wir mit Bedacht formulieren. Doch nicht nur Werte und Visionen sprechen eine geschlechtssensible Sprache, auch unser journalistisches Ethos gebietet sie: Denn die Welt ist vielfältig und es ist unsere Aufgabe, das auch möglichst korrekt und präzise journalistisch abzubilden. Wer also keine Beißreflexe hat, sondern einfach lernen will, sich geschlechtssensibel auszudrücken, ist hier richtig. Das Seminar beginnt mit einer wissenschaftlichen Einführung über die praktischen Arten zu gendern, diskutiert die Implikationen für die journalistische Praxis und ermöglicht den Teilnehmenden, sich in praktischen Übungen im geschlechtssensiblen Schreiben und/oder Sprechen sowie Recherchieren zu üben. Methoden Kurzer Input Gruppenarbeit Gespräch und Diskussion Praktische Übungen Kompetenzgewinn kannst begründen, warum geschlechtssensible Sprache sinnvoll ist. kennst verschiedene Formen des Genderns. weißt, worauf Du bei der Recherche achten solltest. bist in der Lage, einen Text vom generischen Maskulinum in geschlechtssensible Sprache zu übersetzen. erhältst eine Liste mit BestPractice-Formulierungen, die Du immer wieder anwenden kannst. 26 Journalist:innen-Akademie Titel Geschlechtssensibel schreiben und berichten Wann Dienstag 4. Februar 2025 15.00 – 16.30 Uhr, 17.00 – 18.30 Uhr Wo Webseminar Teilnahmepauschale 20 Euro Zielgruppe Alle, die öffentlich sprechen oder schreiben, in klassischen Medien, auf Social Media, in der Pressearbeit, im Aktivismus oder im Ehrenamt. Fotos: Florian Menath; istockphoto/Manu Reyes; Elias El Ghorchi; privat Titel So finden Redaktionen und Journalist:innen zusammen Trainer: Oskar Vitlif, freier Journalist und Trainer, Hamburg Wann Montag 24. Februar 2025 10.00 – 12.30 Uhr Wo Webseminar Fachkräftemangel in der Medienbranche: So finden Redaktionen und Journalist:innen zusammen E ine lebendige Demokratie braucht vielfältigen und kritischen Journalismus. Aber wie kann dieser gewährleistet werden, wenn die Journalist:innen fehlen? Bis 2030 werden fünf Millionen Menschen mehr in den Ruhestand gehen als in den Arbeitsmarkt neu eintreten, errechnete der Arbeitgeberverband BDA. Das macht sich auch in vielen Medienhäusern bemerkbar: Vor allem betroffen sind Unternehmen außerhalb der großen Metropolregionen. Stellen bleiben oft monatelang unbesetzt, weil Bewerber:innen fehlen. Das liegt einerseits am demografischen Wandel, andererseits an den Arbeitsbedingungen, die in vielen Redaktionen herrschen. Journalist Oskar Vitlif beobachtet für seinen Job-Newsletter den Arbeitsmarkt in der Medienbranche. In diesem Webseminar zeigt er, wie Redaktionen dem Fachkräftemangel begegnen können und was junge Talente heutzutage von ihren Arbeitgeber:innen erwarten. Methoden Vortrag Diskussion Erfahrungsaustausch Kompetenzgewinn weißt, wie sich der demografische Wandel auf den Arbeitsmarkt auswirkt. weißt, worauf potenzielle Bewerber:innen achten. erkennst, was eine gelungene Stellenausschreibung ausmacht. weißt, welche Instrumente die Suche nach Talenten unterstützen können. Teilnahmepauschale 20 Euro Zielgruppe Das Webseminar richtet sich an Verantwortliche in Redaktionen, die für die Personalgewinnung zuständig sind, und ist auch geeignet für Mitarbeitende von Personalabteilungen, die ihre Stellenausschreibungen optimieren wollen. Basismodul: Berufsrolle und zusätzliche Qualifikationen 27 Medien- und Kameratraining – Agieren vor der Kamera Trainerin: Christiane Wittenbecher, freie Journalistin und Trainerin, Berlin S elbstbewusst vor der Kamera agieren und überzeugende Selfie-Videos mit dem eigenen Smartphone produzieren: Der zweitägige Workshop„Agieren vor der Kamera“ bietet ein praxisnahes und umfangreiches Medientraining, in dem sich Teilnehmenden vor der Kamera ausprobieren und ihr Auftreten optimieren können. Im Workshop trainieren die Teilnehmenden, vor Kameras, auf Bühnen oder bei Talks gelassener und selbstbewusster aufzutreten. Sie lernen, ihre Botschaften und Rechercheergebnisse so zu verbalisieren, dass sie besser beim Zielpublikum verstanden und erinnert werden. Außerdem lernen sie, wie Sie mit Nervosität und Lampenfieber umgehen können und welche „Hacks“ dabei helfen, gute SelfiVideos mit dem eigenen Smartphone zu erstellen. Das Training vermittelt die wesentlichen Aspekte des Auftretens, darunter Stimme, Mimik und Gestik, sowie Technik-Tipps für gute Ausleuchtung, 28 Journalist:innen-Akademie Fotos: Elias El Ghorchi (3); Boaz Arad Als Videojournalistin und Immersive Storytellerin weiß Christiane Wittenbecher, worauf es beim vermeintlich einfachen SelfieVideo, aber auch beim Videostorytelling in Virtual Reality ankommt. Titel Medien- und Kameratraining – Agieren vor der Kamera Wann Donnerstag 27. März 2025 10.00 Uhr bis Freitag 28. März 2025 17.30 Uhr Tonqualität und Tools, um die VideoPerformance zu verbessern. Mithilfe eines realen Kamera-Setups können die Teilnehmenden verschiedene Situationen wie Interviews und Aufsager simulieren und direkt im Anschluss auswerten. Der Hands-on-Ansatz ermöglicht es, das Gelernte erlebbar und erinnerbar zu machen. Reale Simulationen helfen dabei, Sicherheit und Routine zu gewinnen. Die Ergebnisse dieser Übungen werden im Verlauf des Workshops individuell analysiert und besprochen, um sicherzustellen, dass alle Teilnehmenden eine spürbare Verbesserung im eigenen Auftreten erleben und klar erkennen, welche Schritte für die persönliche Entwicklung wichtig sind. Practice und Grundlagen zum Auftreten vor der Kamera(Stimme, Mimik, Gestik) esonderheiten bei Videokonferenzen echnik-Tipps(Licht, Ton, Tools) mit Kamera-Setup (Interview-/Aufsager-Training und Auswertung) für das Produzieren von Videos mit dem eigenen Smartphone Methoden Übungen Feedback Kompetenzgewinn wirkst vor Kameras, auf Bühnen oder bei Talks gelassener und selbstbewusster. kannst Deine Botschaften und/ oder Rechercheergebnisse so verbalisieren, dass sie beim Zielpublikum besser verstanden und erinnert werden. weißt, wie Du mit Nervosität und Lampenfieber umgehen kannst. weißt, mit welchen„Hacks“ Du mit dem eigenen Smartphone bessere Selfie-Videos erstellen kannst. All das lernen die Teilnehmenden in diesem Workshop anhand zahlreicher Beispiele und Übungen. Wo Friedrich-EbertStiftung Berlin Teilnahmepauschale 210 Euro(inkl. Übernachtung im EZ, Frühstück und Mittagessen) Zielgruppe Das Seminar richtet sich an alle, die ihr Auftreten vor digitalen und analogen Kameras optimieren sowie eigenen Video-Content mit dem Smartphone produzieren möchten. Basismodul: Berufsrolle und zusätzliche Qualifikationen 29 Trainerin: Tina Groll, Vorsitzende dju in ver.di, Redakteuring Zeit Online, Berlin Recherche in der Wirtschaft: So können Journalist:innen Betriebsräte und Gewerkschaften nutzen D as Beispiel der Tesla-Recherchen zeigt: Oft ist es schwierig, an journalistisch relevante Informationen zu kommen, wenn Unternehmen mauern. Immer wieder ist es fast unmöglich, Protagonist:innen für eine Geschichte zu finden, die mit Journalist:innen reden wollen. Betriebsratsmitglieder, Gewerkschaftssekretär:innen und Vertrauensleute können Journalits:innen Türen öffnen und Zugang zu Hintergrundinformationen geben, die für die eigene Berichterstattung wertvoll sind. Um diese Möglichkeiten nutzen zu können, bedarf es aber auch eines grundlegenden Verständnisses des„Who’s who“ in der sozialen Marktwirtschaft und wie innerbetriebliche Demokratie, nämlich betriebliche Mitbestimmung, eigentlich funktioniert. Gerade im Bundestagswahljahr ist das ein zentrales Thema. Eine Auseinandersetzung mit diesen Themen kann für Journalist:innen dann zweierlei bewirken: Der Kontakt zu starken Betriebsrät:innen und Gewerkschaften erleichtert die Recherche zu Wirtschafts- und Arbeitsmarktthemen und hilft dabei, neue Geschichten und spannende Progatonist:innen zu finden. Gleichzeitig wird auch der Blick nach innen wacher: den Stress, häufig widrige Arbeitsbedingungen, die oft schlechte Bezahlung – nicht nur für Freie. Auch hier kann betriebliche Mitbestimmung einen Unterschied machen. Dieses Online-Impulsseminar nimmt beide Dimensionen des Themas in den Fokus und nutzt all jenen, die guten (Wirtschafts-) Journalismus machen wollen. Methoden und Diskussion Kompetenzgewinn hast einen Überblick über die „Hidden Players“ im deutschen Wirtschafts- und Arbeitsmodell. hast reflektiert, was diese Themen für Deine persönliche Berufspraxis bedeuten(können). 30 Journalist:innen-Akademie Titel So können Journalist:innen Betriebsräte und Gewerkschaften nutzen Wann Montag 5. Mai 2025 15.30 – 18.00 Uhr Wo Webseminar Teilnahmepauschale 20 Euro Zielgruppe Das ist ein OnlineImpulsseminar für alle, die journalistisch zu Wirtschafts-, Sozial-, und Arbeitsmarktthemen recherchieren und berichten. Kooperation Das Webseminar wird in Zusammenarbeit mit dem Referat Beratung (Arbeitsbereiche Medien sowie Arbeit) der Abteilung Analyse, Planung und Beratung der FES angeboten. Fotos: picture alliance/Hans Scherhaufer; picture alliance/SZ Photo; picture alliance/Robert B. Fishman Demokratie im Unternehmen nutzen und stärken Betriebsräte und Gewerkschaften sind wichtige, aber häufig unterschätzte Zugänge für Journalist:innen zu verschlossenen Unternehmen, sagt Tina Groll. Die Autorin: Die Wirtschaftsjournalistin Tina Groll ist ehrenamtliche Bundesvorsitzende der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di und Redakteurin im Ressort Politik, Wirtschaft& Gesellschaft bei Zeit Online. Sie schreibt über Arbeitsmarktund Sozialpolitik und hat mehrere Sachbücher veröffentlicht. W arum sind Betriebsräte und Gewerkschaften für Journalist:innen wichtig? Sie sind diejenigen, die zuerst von Missständen in der Wirtschaft und in Unternehmen wissen. Betriebsräte sind meist Mitarbeitende, sie haben also Insiderwissen und einen besonderen rechtlichen Schutz. Trotzdem setzen sie sich oft Risiken aus, wenn sie mit Journalist:innen sprechen. Trotz dieses Risikos vertrauen sie sich Journalist:innen an? Gewerkschaftssekretär:innen sind die externen Profis, denen es leichter fällt, mit Journalist:innen zu sprechen. Zusammen mit den Betriebsrät:innen können sie Zugänge in verschlossene Unternehmen sein und Protagonist:innen vermitteln, Material beschaffen und Zusammenhänge erklären. Betriebliche Mitbestimmung kommt selten in den Medien vor. Warum ist es Dir wichtig, dass sich das ändert? Betriebliche Mitbestimmung ist gelebte Demokratie in der Wirtschaft, in der es ansonsten ja eher autoritär und hierarchisch zugeht. Unsere Verfassung schreibt aber etwas anderes vor. Dort heißt es in Artikel 20, dass die Bunderepublik ein demokratischer und sozialer Rechtsstaat ist. Das ist die Basis für die soziale Marktwirtschaft, über die Wirtschaftsjournalist:innen berichten. Warum sollten sich Journalist:innen mehr mit der Demokratie in Unternehmen beschäftigen? Journalist:innen, die wissen, wie Gewerkschaften und Betriebsräte arbeiten, warum es oft so schwierig ist, einen zu gründen, verstehen mehr von den Zusammenhängen in der Wirtschaft. Mitunter geraten sie während kritischer Recherchen in der Arbeitswelt auch selbst ins Nachdenken. Denn viele Kolleg:innen haben selbst schlechte Arbeitsbedingungen: Stress, oft niedrige Bezahlung, überlange Arbeitszeiten, sie erleben Angriffe und erfahren wenig Schutz. Mein Seminar soll nutzwertig aufzeigen, dass Journalist:innen das nicht hinnehmen müssen. Und dass Wissen über Mitbestimmung auch in der Redaktion nicht nur die eigenen Arbeitsbedingungen, sondern auch den Journalismus verbessern kann. Wie können Kolleg:innen das erworbene Wissen praktisch anwenden? Tarifrunden sind nicht nur langweilige Verhandlungen über Löhne in einer Branche. Es geht um viel mehr. Wer dieses Webseminar besucht, wird künftig überall neue Geschichten sehen und besser, weil mit tieferem Verständnis für nicht immer offensichtliche Zusammenhänge, recherchieren. ■ Basismodul: Berufsrolle und zusätzliche Qualifikationen 31 Trainer: Arne Semsrott, Journalist, Autor, Projektleiter von FragDenStaat und Gründer des Freiheitsfonds Arne Semsrott stand im Oktober 2024 für die Pressefreiheit vor Gericht. Lesung und Diskussion: Anleitung zum Widerstand R echtsextremist:innen als Wahlsieger und bei über 30 Prozent – und alles weiter wie zuvor? Arne Semsrott liest Szenarien einer rechtspopulistischen Regierungsbeteiligung aus seinem Bestseller-Buch „Machtübernahme“ und diskutiert, was öffentlich-rechtliche sowie private Medien in einem solchen Fall tun können und sollten. ändert sich für Medien unter einer rechten Regierung? ommerinterviews und Regierungsbefragungen – was muss weg? es eine Demokratie-Flat für wichtige Recherchen braucht ut zur Klarheit: Nie wieder Rechtspopulismus ffentlich-rechtlicher Rundfunk als Opfer von rechten Shitstorms echtsextremist:innen einladen oder nicht? Was müssen Medien, was dürfen sie? extremisten regieren| Eine Anleitung zum Widerstand“ über die Rolle von Journalist:innen und Medien in Szenarien rechter Regierungsbeteiligungen Kompetenzgewinn erfährst, was sich für Medien im Falle einer rechten Regierung ändert. erhältst Informationen über einen verantwortungsvollen journalistischen Umgang mit Rechtspopulist:innen. bekommst Tipps, was Journalist:innen und Medien im Szenario einer Regierungsbeteiligung von Rechtsextremist:innen tun können. Methoden esung aus dem Buch„Machtübernahme: Was passiert, wenn RechtsDas Buch „Machtübernahme“ ist im Juni 2024 erschienen. 32 Journalist:innen-Akademie Titel Anleitung zum Widerstand: Lesung und Diskussion Wann Mittwoch 2. April 2025 16.00 – 18.15 Uhr Wo Webseminar Teilnahmepauschale 20 Euro Zielgruppe Interessierte Journalist:innen, die sich über die Gefahren einer rechten Regierungsbeteiligung informieren wollen und diskutieren möchten, welche Rolle Journalist:innen und Medien in einem solchen Szenario spielen. Fotos: picture alliance/dpa; istockphoto/megaflopp; privat (2) Sammeln, Bereinigen, Sichten – Datenjournalismus für Einsteiger:innen Titel Sammeln, Bereinigen, Sichten – Datenjournalismus für Einsteiger:innen Wann Montag 2. Juni 2025 11.00 Uhr bis Dienstag 3. Juni 2025 16.00 Uhr Wo Friedrich-EbertStiftung Berlin Teilnahmepauschale 210 Euro(inkl. Übernachtung im EZ, Frühstück und Mittagessen) Trainer: Michel Penke, investigativer Datenjournalist, Berlin W usstest Du, dass Datenjournalismus einst die Cholera in London besiegte? Und dass unsere Zeitrechnung laut Microsofts Excel im Jahr 1899 begann? Das und noch nützlichere Dinge lernst Du in diesem zweitägigen Grundlagenseminar. Gemeinsam gehen wir alle Schritte einer Datengeschichte – wir sammeln, säubern, sichten. Von der Konzeption zum Scraping und Clearing bis hin zur Analyse und Visualisierung. Am Ende hast Du einen Einblick in die Arbeit von Datenjournalisten bekommen und gehst mit einer fertigen Datastory-Idee aus dem Kurs. Methoden Präsentation Unterrichtsstil Übungen Kompetenzgewinn kennst die Funktionsweisen von datengetriebenem Storytelling. kannst Quellen bei Datengeschichten recherchieren. erhältst eine Einführung ins Scraping. kannst Daten importieren und bereinigen. erhältst eine Einführung in die Datenanalyse und-visualisierung. Wichtig! Alle Teilnehmenden sollten ein Notebook zum Seminar mitbringen. Zielgruppe Das Seminar richtet sich an Journalist:innen, die noch wenig bis keine Erfahrungen im Datenjournalismus gesammelt haben. Programmierkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Mathematische und statistische Grundlagen sind von Vorteil. Basismodul: Berufsrolle und zusätzliche Qualifikationen 33 Ohne Audio-Know-how, mit GenAI und Automatisierung: Professionell podcasten Schwerpunkt KI Trainer: Niklas Münch, freier Journalist für Podcasts und Radio, Berlin V iele Medienhäuser möchten Podcasts produzieren. Was sie dabei schnell merken: Das ist viel Arbeit und oft fehlt die nötige Expertise im eigenen Haus. Aktuelle technische Entwicklungen im Bereich Automatisierung und generativer KI können hier weiterhelfen. Im Seminar werden zunächst die Probleme analysiert, mit denen die Teilnehmenden in der Podcastproduktion oder in der Konzeptionsphase konfrontiert sind. Anschließend werden Lösungen vorgestellt, in Form von Werkzeugen, 34 Journalist:innen-Akademie Arbeitsweisen und konkreten Anwendungsbeispielen. Teilnehmende, die bereits an laufenden Podcasts arbeiten, lernen dadurch, wie sie ihre Arbeitsabläufe effizienter gestalten können. Teilnehmende, die einen Podcast starten wollen, aber über kein Fotos: istockphoto/eclipse_images; privat Audio-Know-how verfügen, lernen, wie sie mit den Werkzeugen trotzdem erfolgreich produzieren können. Das Seminar konzentriert sich vor allem auf die Felder Audioproduktion und Veröffentlichung. Methoden und Analyse von Podcastprojekten und Problemfelder der Teilnehmenden über verbreitete Flaschenhälse und zeitraubende Prozesse von Lösungen: GenAI-Tools, Programme und Arbeitsabläufe KI-Tools und Software ausprobieren Welche Lösungen passen zu den Problemen der Teilnehmenden? Kompetenzgewinn analysiert Deinen eigenen Arbeitsprozess und gewinnst Klarheit darüber. erfährst von anderen, wie sie ihre Prozesse gestalten, und lernst von ihnen. lernst Lösungen und Ansätze kennen, wie du Deine Arbeitsorganisation und Deine Produktion verbessern kannst. Audio-Anfänger:in verlierst Du die Angst vor komplizierter Technik und wirst zum Podcasten ermächtigt. u lernst verschiedene(KI-)Tools kennen und kannst sie ausprobieren. erarbeitest Lösungen für Deine konkreten Probleme, die Du nach dem Seminar direkt einsetzen kannst. Titel Ohne Audio-Knowhow, mit GenAI und Automatisierung: Professionell podcasten Wann Mittwoch 7. Mai 2025 und Donnerstag 8. Mai 2025 jeweils 9.00 – 10.30 Uhr, 11.30 – 13.00 Uhr, 14.00 – 15.30 Uhr Wo Webseminar Teilnahmepauschale 60 Euro Zielgruppe Das Seminar richtet sich an Teilnehmende, die einen Podcast starten wollen, sowie Teilnehmende, die laufende Projekte effizienter gestalten wollen. Vorkenntnisse in Audiotechnik sind nicht nötig. Basismodul: Berufsrolle und zusätzliche Qualifikationen 35 KI im Journalismus: Open-Source-Tools und kreative Transkriptionsauswertung Schwerpunkt KI Trainer: David Röthler, Experte für KI bei der Ideen- und Contentgenerierung, Online-Bildung und -Kommunikation, Salzburg D er erste Teil des Workshops führt in die Welt der OpenSource-KI-Tools ein und zeigt deren Potenzial für den journalistischen Alltag auf. Die Teilnehmenden lernen, wie sie kostenlose KI-Tools für Audiotranskription, Textgenerierung und Bilderstellung effektiv nutzen können. Der zweite Teil konzentriert sich auf die Auswertung von journalistischem Content(Audio, Video) sowie Meetings mithilfe von KI. Die Teilnehmenden lernen kreative Workflows zur Auswertung von Transkripten und zur Erstellung verschiedener Medienformate auf deren Basis. inführung in Open-Source-KI-Tools für Journalist:innen mit kommerziellen Lösungen wie ChatGPT und Midjourney und Anwendung ausgewählter Open-Source-Tools und Nachteile: Kostenersparnis und Datenschutz, Installationsaufwand 36 Journalist:innen-Akademie Fotos: Elias El Ghorchi (2); David Röthler (Generiert mit Open-Source-Software Flux); istockphoto/Igor Kutyaev Die Auswertung von Gesprächsnotizen oder eines Audiomitschnitts lässt sich mithilfe von KI schnell erledigen. Anwendungsbeispiele im journalistischen Kontext von OpenSource-KI im Journalismus von Audio- und Videocontent in Zoom: Transkription, Übersetzung, Whiteboard, AI-Companion Auswertung von Transkripten mit ChatGPT und Perplexity z. B. von Q&As und Zusammenfassungen aus Transkripten basierend auf Transkripten Darstellung von Kernaussagen verschiedener Medienformate(Artikel, Interviews und Social-Media-Inhalte) Methoden Einführungen Demonstrationen zur Installation und Anwendung Analysen von OpenSource- und kommerziellen Tools Übungen zur Transkriptauswertung zur Entwicklung kreativer Workflows Kompetenzgewinn kannst Open-Source-KI-Tools für journalistische Zwecke nutzen. beherrschst KI-gestützte Transkription und kreative Auswertungsmethoden sowie die Nutzung von mit KI adaptiertem Content in anderen Kontexten. entwickelst effiziente Workflows zur Erstellung verschiedener Medienformate anhand von Transkripten. erlangst ein tieferes Verständnis für die Möglichkeiten und Grenzen von KI im Journalismus. Titel KI im Journalismus: Open-Source-Tools und kreative Transkriptionsauswertung Wann Dienstag 20. Mai 2025 und Mittwoch 21. Mai 2025 jeweils 9.00 – 10.30 Uhr, 10.45 – 12.15 Uhr, 13.30 – 15.00 Uhr Wo Webseminar Teilnahmepauschale 60 Euro Zielgruppe Der Workshop richtet sich an technikbegeisterte und KI-interessierte Journalist:innen aller Fachrichtungen, die ihre Arbeitsabläufe optimieren und das Potenzial von KI-Tools ausschöpfen möchten. Erfahrung mit bekannten KI-Tools wie ChatGPT sind von Vorteil. Basismodul: Berufsrolle und zusätzliche Qualifikationen 37 38 Journalist:innen-Akademie Foto: Elias El Ghorchi Basismodul Politikberichterstattung Die Teilnahme an den Veranstaltungen dieses Moduls helfen Dir, Deine journalistischen Kompetenzen in der politischen Berichterstattung zu festigen und auszubauen. Wer fragt, führt: Das politische Interview auf Social Media: Komplexität in 30 Sekunden? Meinungsbildung: Wie Journalist:innen Desinformation entgegenwirken können 39 Wer fragt, führt: Das politische Interview Trainer: Volker Engels, Journalist, Kommunikationstrainer und Buchautor, Berlin Als SPD-Fraktionsvorsitzender stellt sich Dr. Rolf Mützenich regelmäßig den Fragen von Journalist:innen. Das Seminar vermittelt, wie Journalist:innen auch geübten Mandatsträger:innen relevante Informationen entlocken können. 40 Journalist:innen-Akademie Fotos: privat; picture alliance/dpa; Katrin Heyer I n Interviews mit politischen Akteur:innen ist es oft schwierig, den Dingen auf den Grund zu kommen. Das Gegenüber weicht aus oder will die eigene Botschaft platzieren. Vor allem Berufseinsteigende oder junge Journalist:innen benötigen darum die Sicherheit und das Handwerkszeug, Interviews hart an der Sache orientiert, aber fair im Ton zu führen. Dabei ist es wichtig, den roten Faden im Blick zu behalten, aber auch die Bedürfnisse der Gesprächspartner:innen nicht aus den Augen zu verlieren. Alle Teilnehmenden haben die Gelegenheit, während des Seminars zwei Einzelinterviews mit politischen Gästen zu führen. Die Interviews(die nicht veröffentlicht werden) zeichnen wir auf und werten sie gemeinsam aus. Die Interviewpartner:innen geben ebenfalls Feedback. wie kontroverses oder persönliches Interview Fragetechniken Feedback-Regeln beim Interview mit„unbequemen“ Interviewpartner:innen rhetorische Darstellung Methoden zu einer politischen Lage Interviews mit politischen Mandatsträger:innen Kompetenzgewinn weißt, wie Interviews im politischen Raum zu führen sind und kannst im Gespräch die Führung behalten. erkennst eigene Stärken und Schwächen in der Interviewführung. Auf den Punkt gebracht Mit diesen drei Tipps führst Du interessante Interviews mit Politiker:innen. von Volker Engels 1 Bereite einen strukturierten Fragenkatalog mit klaren Leitfragen vor. Behalte den roten Faden im Auge. Sei aber bereit, spontan auf unerwartete Antworten einzugehen. Fasse zwischendurch Kernaussagen zusammen. Das signalisiert, dass du wirklich zugehört hast, und verringert Missverständnisse. 2 Achte auf die Körpersprache Deiner Gesprächspartner:innen. Mimik, Gestik und Körperhaltung sagen ebenso wie die Stimme oft mehr als Worte. Achte auf solche Signale, sie geben dir Hinweise für die weitere Gesprächsführung. 3 Baue eine vertrauensvolle Atmosphäre auf, zeige Offenheit und Interesse. Verliere aber nicht den kritischen journalistischen Blick. Sprich Widersprüche oder Unklarheiten an. Sei hart in der Sache, aber weich im Umgang mit Menschen. ■ Titel Wer fragt, führt: Das poltitische Interview Wann Mittwoch 4. Juni 2025 9.45 – 11.30 Uhr, 11.45 – 13.15 Uhr, 14.15 – 16.15 Uhr Donnerstag 5. Juni 2025 9.00 – 10.30 Uhr, 10.45 – 12.15 Uhr, 12.30 – 14.00 Uhr Wo Webseminar Teilnahmepauschale 60 Euro Zielgruppe Das Webseminar richtet sich an Berufsanfänger:innen aus den Bereichen Online, Print, TV oder Hörfunk. Basismodul: Politikberichterstattung 41 Am Ort des Geschehens: Journalist:innen besichtigen den Fluss Dnipro in der Ukraine, der nach der Sprengung eines Staudamms durch russische Truppen im Juni 2023 trocken gefallen ist. 5 Wege zu guter Klimaberichterstattung Die Klimakrise ist eine riesige Herausforderung – auch für die Medien. So vermitteln Journalist:innen die Dimension Klima klar und lösungsorientiert. von Leonie Sontheimer 1 Basics kennen: Genau wie bei Corona mit R-Wert und Inzidenz brauchen Journalist:innen Basiswissen zur Klimakrise. Alle Reporter:innen, Chef:innen vom Dienst und Moderator:innen sollten wissen, was das CO 2-Budget ist, auf welche globale Erhitzung wir momentan zusteuern oder wie Deutschland mit seinen Klimaschutzbemühungen dasteht. Nur so können Journalist:innen unter Zeitdruck einordnen und relevante Fragen stellen. 2 Klima als Dimension begreifen: Die Klimakrise betrifft(fast) alle Lebensbereiche. Um sie als Dimension der eigenen Berichterstattung mitzudenken, kann man fragen: Wie wirkt sich die Klimakrise auf mein Thema aus? Und umgekehrt: Wie wirkt sich mein Thema auf die Klimakrise aus? Extreme Hitze macht Sportler:innen zu schaffen. Umgekehrt verursachen die Flugreisen der Fußballfans oder Formel-1-Mitarbeitenden Treibhausgasemissionen. 3 Zielgruppe kennenlernen: Nicht alle interessieren sich fürs Klima, aber uns allen liegt irgendetwas besonders am Herzen. Journalist:innen können sich fragen, wie ihre Zielgruppe im Alltag von der Klimakrise betroffen ist. Um Identifikation zu schaffen, hilft es, auch Menschen aus der Zielgruppe als Protagonist:innen zu zeigen – sei es die ehrenamtliche Vogelschützerin oder ein Ski-Enthusiast, der auf Schnee hofft. 4 Konstruktive Drehs finden: Klar zu benennen, wo wir in der Klimakrise stehen, ist wichtig. Aber niemand hält es aus, nur Katastrophenmeldungen zu lesen. Deshalb sollten Journalist:innen auch Handlungsmöglichkeiten zeigen und über Lösungen berichten. Das bedeutet nicht, jede neue Erfindung als„Good News“ zu verkaufen, sondern sie einzuordnen. 5 Passende Bilder zeigen: Immer wieder werden Nachrichten von potenziell tödlichen Hitzewellen mit planschenden Kindern im Freibad bebildert. Um die Folgen der Klimakrise spürbar zu machen, müssen Redaktionen auch in der Bildauswahl kreativ werden. Die Bildredaktion der österreichischen Presseagentur APA etwa arbeitet im Projekt„Zukunftsbild“ an Fotostrecken, die die Klimakrise in ihrer ganzen Tragweite veranschaulichen. ■ 42 Journalist:innen-Akademie Fotos: picture alliance/Photoshot; Paula Winkler; Elias El Ghorchi Trainerin: Leonie Sontheimer, freie Journalistin, Mitgründerin des Netzwerks Klimajournalismus Deutschland, Berlin Titel Klimaberichterstattung auf Social Media: Komplexität in 30 Sekunden? Wann Mittwoch 19. März 2025 14.00 Uhr bis Freitag 21. März 2025 16.00 Uhr Wo Friedrich-EbertStiftung, Berlin Klimaberichterstattung auf Social Media: Komplexität in 30 Sekunden? D ie Klimakrise ist kein Thema, sondern – analog zu Demokratie und Menschenrechten – eine Dimension jedes Themas. Jede:r Journalist:in sollte daher die Grundlagen der Klimaberichterstattung beherrschen. Leonie Sontheimer, Mitgründerin des Netzwerk Klimajournalismus Deutschland, vermittelt in diesem dreitägigen Seminar Basiswissen aus den Klimawissenschaften und zeigt auf, wie und wo sich Journalist:innen zu Klima weiterbilden können. Während des Seminars werden viele Beispiele aus der Praxis vermittelt, es wird Raum zum Austausch untereinander und praktische Übungen zur Konzeption und Produktion von Social-Media-Beiträgen geben – inklusive Einsatz von auf Künstlicher Intelligenz basierenden Tools zur Unterstützung des journalistischen Schreibens. Methoden im Plenum und in Kleingruppen zur Selbstreflexion zum Recherchieren und Schreiben von auf Künstlicher Intelligenz basierenden Tools für das journalistische Recherchieren und Schreiben Kompetenzgewinn hast Basiswissen zur Klimakrise (u. a. zu CO 2-Budget, Kipppunkten, den Klimaberichten des Weltklimarats IPCC). kennst die strukturellen Herausforderungen der Klimaberichterstattung und ihre Lösungen. kannst Tricks für reichweitenstarke, journalistisch saubere Beiträge zum Themenbereich Klima auf Social Media anwenden. Teilnahmepauschale 300 Euro (inkl. Übernachtung im EZ, Frühstück und Mittagessen) Zielgruppe Für die Teilnahme ist kein Vorwissen im Bereich Klimajournalismus notwendig. Am meisten profitieren Kolleg:innen, die gerade den Einstieg in die Klimaberichterstattung machen. Der Workshop spricht insbesondere News- und Social-Media-Redakteur:innen bzw. Mitarbeitende aus dem CommunityManagement an. Basismodul: Politikberichterstattung 43 Politische Meinungsbildung: Wie Journalist:innen Desinformation entgegenwirken können Schwerpunkt KI Trainer: Steffen Kühne, KI-Experte, Datenjournalist und Trainer, München 44 Journalist:innen-Akademie Fotos: privat; Marcus Hammes; picture alliance/Bildagentur-online/Ohde Journalistische Berichterstattung über die Ergebnisse von Faktenchecks sind wichtig, um Desinformation im Netz zu begegnen. Titel Politische Meinungsbildung: Wie Journalist:innen Desinformation entgegenwirken können D as Seminar legt einen besonderen Schwerpunkt auf die kritische Auseinandersetzung mit den Gefahren, die durch Desinformation und Manipulation im Wahlprozess entstehen. Die Seminarinhalte umfassen eine eingehende Untersuchung der verschiedenen Formen von Desinformation und Meinungsbeeinflussung, die vor, während und nach politischen Wahlen auftreten können. Wir analysieren, wie Künstliche Intelligenz einerseits zur Verbreitung von Desinformation als auch zu deren Identifizierung und Bekämpfung eingesetzt werden kann. Die Teilnehmenden lernen nicht nur, Desinformation zu erkennen, sondern auch, wie sie die Glaubwürdigkeit von Informationen überprüfen können. Im praktischen Teil arbeiten die Journalist:innen mit Werkzeugen, um manipulierte oder KI-generierte Inhalte zu erkennen. Ziel des Seminars ist es, Journalist:innen zu befähigen, aktiv gegen Desinformation vorzugehen und verantwortungsbewusst darüber zu berichten. Zudem sollen die Teilnehmenden lernen, nicht nur die Möglichkeiten, sondern auch die dringenden Herausforderungen zu verstehen, die der Journalismus im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz und der wachsenden Bedrohung durch Desinformation bewältigen muss. Ein Seminar mit viel Raum für Diskussion und Austausch zu den Praxiserfahrungen der Teilnehmenden. Methoden Einblicke in die Grundlagen der KI und ihre Rolle im Journalismus mit Werkzeugen zur Identifizierung von Akteur:innen, Verifizierung von Inhalten und Netzwerkanalyse und praxisorientierte Lernumgebung Kompetenzgewinn kennst Techniken zur Identifizierung von Desinformation im Wahlkontext. hast redaktionelle Fähigkeiten zur Prüfung und Verifizierung von Nachrichtenquellen. verstehst Grundlagen der generativen KI zur Erstellung von Inhalten und kannst diese anwenden. kennst KI-Tools zur Erkennung manipulativer Inhalte in Texten und Bildern. besitzt Strategien zur Bekämpfung von Fake News. weißt, wie Du verantwortungsbewusst über Desinformation berichten kannst. Wann Montag 31. März 2025 und Dienstag 1. April 2025 jeweils 10.00 – 11.30 Uhr, 12.30 – 14.00 Uhr, 15.00 – 16.30 Uhr Wo Webseminar Teilnahmepauschale 60 Euro Zielgruppe Das Seminar richtet sich an Journalist:innen oder Menschen, die diesen Beruf ergreifen wollen. Die Teilnehmenden sollten ein grundlegendes Interesse an Politik, Technologie und Journalismus mitbringen, jedoch sind keine speziellen Vorkenntnisse im Bereich KI erforderlich. Basismodul: Politikberichterstattung 45 Foto: Maren Strehlau 46 Journalist:innen-Akademie Spezialmodul Politische Hospitanzprogramme Die Hospitanzprogramme richten sich vornehmlich an Nachwuchsjournalist:innen. Hauptstadtjournalismus und Bundespolitik live erleben #InsideEU: Einblicke in Politik und Berichterstattung aus der EU-Hauptstadt Brüssel 47 #InsideBundestag: Hauptstadtjournalismus und Bundespolitik live erleben Im Gespräch mit Spitzenpolitiker:innen wie Nancy Faeser trainieren die Teilnehmenden ihre Interviewfähigkeiten. Ansprechpartner: Marcus Hammes, Journalist:innenAkademie D er Deutsche Bundestag ist als pulsierendes Zentrum politischer Entscheidungen ein spannendes Arbeitsumfeld für Journalist:innen. Von hitzigen Debatten, der Suche nach Mehrheiten für Gesetzesinitiativen bis hin zu Hintergründen zu Entscheidungen und Beweggründen von Spitzenpolitiker:innen gibt es täglich Anlässe für journalistische Berichterstattung. Doch wie können Journalist:innen in der Hauptstadt Fuß fassen? Wie knüpfen sie die wirklich wichtigen Kontakte? In Zusammenarbeit mit der SPDBundestagsfraktion bietet die Journalist:innen-Akademie das Hospitanzprogramm„#Inside Bundestag“ an. Als Teilnehmer:in hast Du die Möglichkeit, Bundespolitiker:innen zu treffen, mit ihnen zu diskutieren, sie zu interviewen und einen Einblick in den Arbeitsalltag im Deutschen Bundestag sowie in der SPD-Bundestagsfraktion zu erhalten. Du stellst Hauptstadtjournalist:innen und Pressesprecher:innen Deine Fragen und erhältst Hintergründe und Informationen zur journalistischen Arbeit von Korrespondent:innen. Du hospitierst in einem Abgeordnetenbüro und lernst den Hauptstadtbetrieb sowohl aus journalistischer als auch aus politischer Perspektive während zweier Sitzungswochen des Parlaments ken48 Journalist:innen-Akademie Fotos: Maik Reichert; Elias El Ghorchi (3) nen. Exklusive Pressekonferenzen, die Begleitung von Journalist:innen zu Interviews und Pressestatements, der Besuch der Regierungspressekonferenz und Hintergrundgespräche„unter drei“ bieten Dir die Gelegenheit, Dich journalistisch weiterzuentwickeln. Zur Vorbereitung auf die intensiven Hospitanzwochen nimmst Du an einem Vorbereitungsseminar teil, bei dem Du alle Hospitant:innen kennenlernst, Dich vernetzt und erfährst, wie das Hospitanzprogramm abläuft. Du frischst Dein Wissen über die Arbeit des Deutschen Bundestages auf, absolvierst ein Rhetorik- und InterviewKompakttraining mit einem professionellen Medientrainer und erhältst in Gesprächen mit Pressesprecher:innen und Journalist:innen erste Einblicke. Methoden mit Spitzenpolitiker:innen Briefings Networking mit Politiker:innen und Korrespondent:innen Kompetenzgewinn weißt, wie der Deutsche Bundestag funktioniert. erlangst Sicherheit bei Interviews mit Spitzenpolitiker:innen. weißt, wie die Arbeit von Hauptstadtkorrespondent:innen funktioniert und welche Fähigkeiten Journalist:innen für die Politikberichterstattung benötigen. Titel #Inside Bundestag: Hauptstadtjournalismus und Bundespolitik live erleben Vorseminar: Wann Freitag, 28. März 2025, 16.00 Uhr bis Sonntag, 30. März 2025, 16.00 Uhr Wo Friedrich-Ebert-Stiftung und Deutscher Bundestag in Berlin Hospitanzprogramm: Wann Montag, 12. Mai 2025, 8.00 Uhr bis Freitag, 23. Mai 2025, 14.00 Uhr Wo Deutscher Bundestag, Berlin Teilnahmepauschale Für das Einführungsseminar bezahlst Du 200 Euro(inkl. Übernachtung im EZ, Frühstück und Mittagessen sowie Reisekosten innerhalb Deutschlands). Für das zweiwöchige Hospitanzprogramm fällt keine Seminarpauschale an. Übernachtung und Verpflegung sind selbst zu organisieren und zu finanzieren. Für die Anreise nach Berlin und die Rückreise wird ein Fahrtkostenzuschuss gezahlt. Bewerbung Da für diese Veranstaltung nur eine begrenzte Anzahl von Teilnahmeplätzen zur Verfügung steht, sende Deine Bewerbung (mit einem aussagekräftigen Motivationsschreiben, Deinem Lebenslauf und Nachweisen Deiner journalistischen Praxis) bis spätestens Sonntag, 16. Februar 2025, an: journalistenakademie@fes.de Zielgruppe Journalist:innen, die sich für die Berichterstattung über Bundespolitik qualifizieren wollen. Nach dem Besuch der Regierungspressekonferenz erklärt Tim Szent-Iványi, Mitglied Vorstand Bundespressekonferenz, Hintergründe zur Berichterstattung aus Berlin. Basismodul: Politische Hospitanzprogramme 49 Das sagen die Hospitant:innen … „Wir hatten viele interessante Hintergrundgespräche und haben in Situationen, die ich so nie wieder erleben werde, einmalige Erfahrungen gesammelt.“ Helmi Krappitz, freie Online-Redakteurin, IPPEN.MEDIA, Masterstudentin Journalismus, Berlin „Die Hospitanz hat mich journalistisch sehr weitergebracht. Ich habe nun ein viel besseres Verständnis von Bundespolitik und Hauptstadtjournalismus.“ Lea Knies, freie Journalistin, u. a. dpa; Deutsche Journalistenschule, München „Meine Erwartungen wurden auf jeden Fall erfüllt, weil ich mich im Gespräch mit erfahrenen Journalist:innen und Politiker:innen – wie Bundesinnenministerin Nancy Faeser – erproben konnte.“ Torben Bennink, freier Journalist, u. a. Bildung. Table, wissenschaftlicher Mitarbeiter Universität Potsdam, Potsdam 50 Journalist:innen-Akademie Fotos: Maren Strehlau (3); Mark Bollhorst „Das Programm hat mir geholfen, im Umgang mit Gesprächspartner:innen abgeklärter zu agieren und routinierter aufzutreten.“ Johannes Leichsenring, Volontär, Märkisches Medienhaus, Berlin Hier geht es zum Rückblick auf das Hospitanzprogramm 2024. Basismodul: Politische Hospitanzprogramme 51 #InsideEU: Einblicke in Berichterstattung und Politik aus der EU-Hauptstadt Brüssel Ansprechpartner: Marcus Hammes, Journalist:innenAkademie Z weifelsohne: Europa ist kompliziert. In der Berichterstattung über die Europäische Union hat das Folgen. Private TV-Sender berichten nur sporadisch aus Brüssel, während sich andere Medien darauf beschränken,„EU-Bashing“ zu betreiben – ein pauschales Einschlagen auf alles, was aus Brüssel kommt. Das EU-Hospitanzprogramm in Brüssel zeigt Alternativen auf. Zu Beginn Deiner Woche in Brüssel erhältst Du unerlässliches Wissen über die Europäische Union, ihre Entstehungsgeschichte und ihre Bedeutung für das alltägliche Leben von 450 Millionen Europäer:innen. Dir werden Möglichkeiten kreativer Europa-Berichterstattung und Tipps und Tricks zum schnellen EU-Faktenwissen nähergebracht. Mit den nötigen Fakten und Hintergründen zur Europäischen Union im Gepäck dringst Du in Brüssel tief in den EU-Dschungel vor – der gar nicht so unübersichtlich ist, wie viele meinen. Aus journalistischer, fragender Perspektive lernst Du die EU 52 Journalist:innen-Akademie Fotos: Elias El Ghorchi (4) Besuche des EU-Parlaments stehen unter anderem auf dem Programm. Titel #InsideEU Wann Samstag 5. April 2025 14.00 Uhr bis Freitag 11. April 2025 13.00 Uhr Die Teilnahme macht Lust auf Europa und Berichterstattung aus Brüssel. in ihren unterschiedlichen Facetten kennen – Du besuchst das Parlament, das im Mittelpunkt der Woche steht, und kommst mit Abgeordneten, ihren Mitarbeiter:innen und Pressereferent:innen ins Gespräch. Du erhältst Einblicke in das politische System der Gemeinschaft und Ausblicke auf Themen, über die und wie über sie berichtet werden kann. Auch in Seminarteilen, die sich kreativen Ansätzen für Deine journalistische Berichterstattung und wenig genutzten, aber ergiebigen Quellen für Deine Recherche widmen, kannst Du praktische Erkenntnisse für Deine journalistische Arbeit gewinnen. Außerdem besuchst Du europäische Redaktionen, nimmst an thematischen Fachvorträge bei der EU-Kommission teil, hast Gespräche mit Korrespondent:innen und erhältst Einblicke in die Arbeit der EU-Vertretung eines deutschen Bundeslandes sowie einer Lobbyorganisation. Methoden und Gruppendiskussionen Führungen und Praxisgespräche für eigene Recherchen und Berichterstattung Kompetenzgewinn hast neues Wissen zum politischen System der EU und über das Europäische Parlament sowie die EU-Kommission erworben. kennst Theorie und Praxis der Europa-Recherche und EU-Berichterstattung. kannst an den Debatten über Demokratie und Öffentlichkeit in Europa kompetent teilnehmen. Wo Brüssel Teilnahmepauschale 450 Euro (inkl. Übernachtung, Frühstück sowie – nach vorheriger Absprache – Übernahme der Reisekosten für die Anreise nach und Abreise aus Brüssel) Bewerbung Da für diese Veranstaltung nur eine begrenzte Anzahl von Teilnahmeplätzen zur Verfügung steht, sende Deine Bewerbung(mit einem Motivationsschreiben, Deinem Lebenslauf und Nachweisen Deiner journalistischen Praxis) bis spätestens Sonntag, den 26. Januar 2025, an: journalisten akademie@fes.de Zielgruppe Journalist:innen, die sich für die EUBerichterstattung qualifizieren wollen. Basismodul: Politische Hospitanzprogramme 53 Das sagen die Hospitant:innen … „Das Programm hat mir geholfen, die Abläufe und Begriffe der EU zu verstehen, weil es sie mit Leben, Gesichtern und Erlebnissen füllt. Und weil so viele Themen im journalistischen Alltag EU-Bezug haben, hat sich das in dem Programm erworbene Wissen schon mehrfach bewährt. Das ist eine richtig gut investierte Woche.“ Stefanie Helbig, freie Journalistin, Hamburg „Wer Politikjournalist:in werden möchte, sollte hier unbedingt dabei sein. Das Programm ermöglicht einen wahnsinnig spannenden Blick hinter die Kulissen. Zudem habe ich wertvolle Kontakte geknüpft – viele von ihnen sind heute Freunde.“ Kilian Genius, dpa-Redakteur für Politik und Wirtschaft, Hannover 54 Journalist:innen-Akademie Fotos: Elias El Ghorchi (3); Mark Ballhorst „Das Hospitanzprogramm hat mir einen sehr guten Einblick gegeben, wie Journalist:innen aus der EU-Hauptstadt Brüssel berichten.“ Saskia Reimann, freie Journalistin, Masterstudentin, Prag „Ich habe in Brüssel sehr viele nützliche Informationen über die Arbeitsweise der Europäischen Union erhalten. Eines kann ich versprechen: Danach lässt einen das Thema EU nicht mehr los.“ Johann-Christoph Landgraf, Student der Internationale Beziehungen, Volontär Passauer Neue Presse, Dresden Hier geht es zum Liveblog des Hospitanzprogramms 2023. Basismodul: Politische Hospitanzprogramme 55 Für Dich im Büro der Journalist:innen-Akademie Marcus Hammes Journalistisches Volontariat, Studium der Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Kassel sowie Verfassungs-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Universität Bonn. Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung und dort nach langjähriger freiberuflicher journalistischer Tätigkeit von Juli 2020 bis Februar 2022 im Bereich Seminar- und Veranstaltungskonzeption der Journalist:innen-Akademie tätig. Seit Juli 2022 verantwortet Marcus Hammes die inhaltliche Arbeit der Journalist:innen-Akademie. Darüber hinaus arbeitet er als freiberuflicher Journalist, Texter und Trainer für Medienthemen in der Erwachsenenbildung. Marcus Hammes @marcus_hammes Julia Möltgen Studium der Bildungswissenschaften, Germanistik und Geschichte in Bonn. 2015–2020 Tätigkeiten in der Geschichts-, Kunst- und Kulturvermittlung. Seit 2015 Mitarbeiterin der Friedrich-Ebert-Stiftung, seit Mai 2019 im Team der Journalist:innen-Akademie, zunächst zuständig für die Veranstaltungsorganisation und Finanzverwaltung. Seit 2022 ist Julia Möltgen im Bereich der Seminar- und Veranstaltungskonzeption als pädagogische Assistentin der Journalist:innenAkademie tätig. Julia Möltgen Lisa-Marie Rückwardt Studium der Politikwissenschaft in Hannover. Seit Oktober 2022 im Team der Journalist:innen-Akademie zuständig für die Organisation und Finanzverwaltung. Lisa-Marie Rückwardt ist zentrale Ansprechpartnerin bei allen Fragen und steht für alle Informationen zu den Seminaren und Veranstaltungen der Journalist:innen-Akademie zur Verfügung. Unsere Veranstaltungsorte: Friedrich-Ebert-Stiftung Bonner Haus Godesberger Allee 149 53175 Bonn Telefon: 0228 883-0 Internet: www.fes.de Friedrich-Ebert-Stiftung Berliner Häuser Hiroshimastraße 17 und 28 10785 Berlin Telefon: 030 26935-6 Internet: www.fes.de 56 Journalist:innen-Akademie Fotos: Elias El Ghorchi (2); Marcus Hammes Aufbau der Journalist:innen-Akademie Das Veranstaltungsprogramm der Journalist:innen-Akademie ist unterteilt in: Basismodule Spezialmodule Journalistische   Kernkompetenzen   Politische   Hospitanzprogramme   Berufsrolle und zusätzliche  Qualifikationen   Medienpolitischer Diskurs   Politikberichterstattung   Fit fürs Volo  Teilnahmezertifikate können in allen Veranstaltungen erworben werden. Das Gesamtzertifikat „Journalistische Kernkompetenzen“ erhältst Du auf Anfrage bei Belegung von fünf Veranstaltungen: Veranstaltungen aus dem Basismodul Journalistische Kernkompetenzen Veranstaltung aus dem Basismodul Politikberichterstattung Das Gesamtzertifikat „Politische Hospitanzprogramme“ erhältst Du bei Belegung des Bundestagshospitanzprogramms und des EU-Hospitanzprogramms.  Das Gesamtzertifikat„Fit fürs Volo“ erhältst Du bei Belegung der Online-Seminarreihe„Fit fürs Volo“. Team und Aufbau der Journalist:innen-Akademie 57 Unsere Trainer:innen Arne Semsrott ist seit 2014 Projektleiter und Chefredakteur im Team von FragDenStaat. Er ist Politikwissenschaftler und Journalist. Mit dem Freiheitsfonds befreit er Menschen aus dem Gefängnis. 2024 erschien sein Buch „Machtübernahme. Was passiert, wenn Rechtsextremisten regieren. Eine Anleitung zum Widerstand. Arne Semsrott @arnesemsrott Radio. Darüber hinaus bietet er Seminare für digitalen Journalismus an, vor allem zu den Themen Schreiben fürs Netz, Online-Recherche und Verifikation – immer auch mit einem Blick für nützliche Tools. Seit Oktober 2023 ist er Projektmanager für das AI for Media Network im AI+ Automation Lab des Bayerischen Rundfunks. Bernd Oswald Springers Welt. Davor war sie mehrere Jahre in den Fernseh-, Radio- und Social-Media-Redaktionen des Mitteldeutschen Rundfunks tätig, wo sie auch ihr Volontariat absolvierte. Sie erhielt den Deutschen Reporterpreis für ein 360°-Erlebnis und den Deutschen Fernsehpreis mit einem Team um Stefan Aust bei Welt/N24. Christiane Wittenbecher ist als Speakerin und WorkshopLeiterin an Unis, FHs und Journalist:innenschulen tätig. Christiane Wittenbecher @wittenbecherc Bernd Oswald arbeitet als freier Journalist für Themen an der Schnittstelle von Technologie, Medien und Politik. Nach einem Studium der Journalistik und Politikwissenschaft war er mehrere Jahre bei SZ.de, zuletzt als Ressortleiter Nachrichten. Seit 2018 ist er für BR24 tätig, vor allem als Netzwelt-Autor, sowohl online als auch im Christiane Wittenbecher Die Journalistin, Videografin und Immersive Storytellerin Christiane Wittenbecher hat in Berlin eine Videoproduktionsfirma aufgebaut und geleitet. Dort leistete sie mit ihrem Team Pionierarbeit im Bereich 360°-/VR-Storytelling, produzierte für Medienhäuser wie ARD, Axel Springer(Welt, Bild) und die Funke Zentralredaktion sowie für die Social-Media-Accounts des Bundespräsidenten. Zuvor arbeitete sie in verschiedenen Verlagshäusern (Zeit Online, Spiegel Online, funk) als Videojournalistin, u. a. war sie Chefin vom Dienst der Webvideo Unit bei Axel Christina Denz ist freie Journalistin, PR-Beraterin und Dozentin für Kreativität und Schreib-Kompetenz. Die gelernte Nachrichtenredakteurin und studierte Erwachsenenbildnerin unterrichtet unter anderem an der Akademie der Deutschen Medien, an der Berliner Journalistenschule – Kommunikation sowie am schreibzentrum.berlin. Zu ihren Stationen gehörten die Berliner Zeitung, der Tagesspiegel sowie die Nachrichtenagentur 58 Journalist:innen-Akademie Fotos: Joerg Brueggemann/OSTKREUZ; Boaz Arad; Alina König; David Röthler (Generiert mit Open-Source-Software Flux); privat (4) ddp/ADN. Aktuell ist sie für den Evangelischen Pressedienst epd im Einsatz. Christina Denz @ChristinaDenz Dagmar Thiel ist freie Journalistin und Medientrainerin. Sie engagiert sich seit vielen Jahren als Dozentin in der Aus- und Weiterbildung für Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit. Sie schreibt über Qualität im Journalismus, spannend findet sie insbesondere die Entwicklung im Lokalen. Außerdem berät Dagmar Thiel Unternehmen und Verbände in Management und Organisation von Pressearbeit. www.dagmar-thiel.de Dagmar Thiel @dagmar_thiel Als Journalist veröffentlicht er regelmäßig zu den Themen Überwachung, Datenschutz und Internetregulierung. Daniel Moßbrucker ist ausgebildeter Trainer und bildet Journalist:innen im In- und Ausland in digitaler Sicherheit und Darknet-Recherchen fort. Redaktionen und NGOs berät er strategisch bei der Entwicklung von IT-Sicherheitskonzepten. Bei einer Menschenrechtsorganisation war er drei Jahre lang als Referent für Internetfreiheit tätig, bevor er im Sommer 2019 ein Dissertationsprojekt begann, in dem er die Auswirkungen von Überwachung auf den Journalismus untersucht. Für eine Recherche zu pädokriminellen Darknet-Foren gewann er mit einem Team von NDR und Spiegel 2022 den OttoBrenner-Preis für innovative Medienprojekte. www.daniel-mossbrucker.de @damossb Daniel Moßbrucker ist freier Journalist und SecurityTrainer. Er studierte Journalistik an der TU Dortmund sowie Digital Journalism an der Hamburg Media School. David Röthler ist ein erfahrener Experte für digitale Medien, Bildung und Künstliche Intelligenz mit langjähriger Erfahrung als Berater, Erwachsenenbildner und Universitätsdozent. Sein besonderes Interesse gilt innovativen Modellen der Partizipation im Journalismus sowie dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Als Referent vermittelt er praxisnah, wie Journalist:innen die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz für ihre Arbeit nutzen können, ohne dabei die kritische Reflexion aus den Augen zu verlieren. www.david.roethler.at David Röthler @davidroethler Felix Graf Consolati studierte Medien und Kommunikation an der Technischen Universität in München. Nach mehreren Film- und Fotoprojekten in Nord- und Zentralamerika arbeitet er inzwischen als Creative Producer. Seit 2015 ist er außerdem als Dozent und Trainer tätig – unter anderem für die Bayerische Landeszentrale für neue Medien, die deutsche Presseakademie und für ProSieben. Was nebenbei nie zu kurz kommen darf: die Zeit draußen in den Bergen, auf dem Fahrrad und in fremden Ländern. Er ist von Seattle nach Alaska gesegelt, hat den Westen der Mongolei zu Fuß durchquert und das Hochland Islands mit dem Fahrrad. Reisen ist seine Leidenschaft – schöne Momente festzuhalten natürlich auch. Felix Graf Consolati Unsere Trainer:innen 59 Unsere Trainer:innen Isabel Lerch arbeitet als Datenjournalistin bei NDR Data. Die Datenrecherchen ihres Teams bringt sie dann als Reporterin und Redakteurin bei NDR Info in alle relevanten News-Kanäle. Als Trainerin gibt sie ihr Wissen in den Bereichen journalistische Recherche, Datenjournalismus, Datenvisualisierung und KI weiter. Ihr journalistisches Handwerk hat sie während des Programmvolontariats beim NDR(2018– 2020) gelernt. Isabel Lerch hat Politikwissenschaften in Berlin und Sankt Petersburg studiert und zur Blütezeit der täglichen Daten – während der CoronaPandemie – ein Studium der Data Science in Lüneburg ergänzt. Isabel Lerch @IsabelLerch Katharina Mau arbeitet als freie Journalistin mit den Schwerpunkten Klima und Wirtschaft. Nach ihrem Studium der International Economics hat sie an der Deutschen Journalistenschule gelernt und arbeitet nun für verschiedene Medien. Ihre Texte sind unter anderem bei Quarks, Zeit Online, Krautreporter und der Wirtschaftswoche erschienen. Zusammen mit Leonie Sontheimer schreibt sie den Newsletter„Onboarding Klimajournalismus“ für das Netzwerk Klimajournalismus Deutschland. Katharina Mau @katharina_mau Klaus Werle ist Journalist und Content Executive. Nach dem Studium der Geschichte, Anglistik und Germanistik in Heidelberg und Exeter absolvierte er die Henri-Nannen-Journalistenschule. Von 2004 bis 2016 arbeitete er als Redakteur, Reporter und Leiter des Ressorts „Management und Karriere“ beim manager magazin. 2016 wechselte er als Chefredakteur und Content-Stratege zur Kommunikationsberatung C3. Für seine journalistische Arbeit wurde Klaus Werle mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter der Deutsche Journalistenpreis. Er hat verschiedene Bücher geschrieben(„Deutschland-Puzzle“,„Die Perfektionierer“). Seine Job-Kolumnen auf Spiegel Online sind unter dem Titel„Ziemlich beste Feinde“ ebenfalls als Buch erschienen. Er ist Alumnus der FES-Studienförderung. Klaus Werle @WerleKPunkt Leonie Sontheimer ist freie Journalistin mit den Schwerpunkten Klima und Wirtschaft. Sie arbeitet für das Y-Kollektiv, den Klima-Podcast„1,5 Grad“ und diverse Onlinemedien. Sie wurde an der Deutschen Journalistenschule ausgebildet und hat das Netzwerk Klimajournalismus mitgegründet. Zusammen mit Katharina Mau schreibt sie den Newsletter„Onboarding Klimajournalismus“ für das Netzwerk Klimajournalismus Deutschland. Leonie Sontheimer @L_Sontheimer 60 Journalist:innen-Akademie Fotos: Claudia Timmann; Bianca Taube; privat (4); Paula Winkler; Florian Menath Lotte Laloire ist Journalistin, Buchautorin und Surf-Lehrerin. Zurzeit ist sie als Chefin vom Dienst im Online-Ressort der Tageszeitung taz in Berlin tätig. Außerdem arbeitet sie als freie Autorin für Medien wie Deutschlandfunk, Brigitte, Stern, freitag, Jungle World oder Tagesspiegel. Nach ihrem Volontariat beim Fischer Verlag wurde sie Politik-Redakteurin bei der Tageszeitung neues deutschland wo sie zuständig für Geschlechterthemen war. Sie hat das feministische Journalismus-Netzwerk„ttt – Titten Thesen Temperamente“ gegründet und gibt regelmäßig Workshops. Studiert hat sie Friedens- und Konfliktforschung, Gender Studies und European Studies in Frankfurt am Main, Istanbul, Münster und Enschede. @rantingandlove Michel Penke ist investigativer Datenjournalist und arbeitet u. a. für die Deutsche Welle und das Recherchenetzwerk Correctiv. Bei seiner Arbeit als Journalist, Datenanalyst und FrontendProgrammierer beschäftigt er sich täglich mit Datensätzen und versucht, komplexe Zusammenhänge verständlich zu visualisieren. Im Bereich der investigativen Recherche ist er auf Finanzkriminalität spezialisiert. Daneben unterrichtet er Datenjournalismus und investigative Recherche u. a. an der DW Akademie, für die Friedrich-Ebert-Stiftung und bei den Medienkongressen der Bundeswehr. Michel Penke @michelpenke Niklas Münch ist freier Journalist für Podcasts und befasst sich als Projektleiter, Autor, Audioproduzent und Konzeptentwickler mit allen Facetten des Mediums. Er ist Autor bei „11KM: der tagesschau-Podcast“, war Projektleiter bei der Podcastproduktionsfirma Auf die Ohren und hat sein Volontariat an der Evangelischen Journalistenschule in Berlin abgeschlossen. In seinem Newsletter„Workflow Shortcuts“ schreibt er über Tools und Methoden, die das Podcasten einfacher machen. Im Podcast„Hinter den Zeilen“ haben Tobias Hausdorf und Niklas ihre Erfahrungen als Nachwuchsjournalisten geteilt und kritisch auf die Medienbranche geblickt. Niklas Münch @niklasmuench Okan Bellikli ist beim Bundespolitik-Newsletter des digitalen Medienhauses Table.Media zuständig für Sozialpolitik. Anfang 2022 gründete er das Netzwerk Sozialjournalismus, das als Fachgruppe Sozialjournalismus inzwischen Teil von Netzwerk Recherche ist. Die Gruppe dient dem Austausch zwischen Journalist:innen untereinander und dem zwischen Medien, Fachleuten und Betroffenen. 2022 war er Fellow am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung(WZB) im Rahmen eines„Journalist in Residence“-Programms. @okbelli Unsere Trainer:innen 61 Unsere Trainer:innen Oskar Vitlif ist freier Journalist aus Hamburg. Er arbeitet vor allem für die ARD. Seine Stammredaktion ist das Social-Media-Team von ARD-aktuell(tagesschau). Vorher hat er beim WDR in Köln volontiert und als Radiomoderator und Redakteur in Berlin und Nordrhein-Westfalen gearbeitet. Er unterstützt Redaktionen, Medienakademien und Verbände als Trainer und Berater zur digitalen Transformation. In seinem Newsletter verschickt er alle zwei Wochen Job-Angebote für junge Journalist:innen und wöchentlich zur Funktionsweise von KI-Tools. Oskar Vitlif @vitlif ist die Automatisierung von journalistischen Inhalten und die Entwicklung von Werkzeugen, welche Journalist:innen bei ihrer täglichen Arbeit unterstützen. In seiner Rolle als Tech Lead beschäftigt sich Steffen Kühne damit, wie man Künstliche Intelligenz sinnvoll und verantwortungsbewusst für öffentlich-rechtliche Medien einsetzen kann. Für BR Data, das datenjournalistische Team des BR, entwickelt er investigative Datenanalysen, Visualisierung und interaktive Storytelling-Formate. Nach einem Studium der Journalistik studierte Steffen Kühne Medieninformatik, um dann ein Volontariat als Datenjournalist und digitaler Designer bei der Süddeutschen Zeitung zu beginnen. Bis 2015 arbeitete er dort in der Entwicklungsredaktion. Außerdem ist er als Trainer für verschiedene Medien und Journalist:innenschulen tätig. Steffen Kühne @stekhn Essener Kanzlei Heinemann& Partner sowie der KirchMedia tätig und absolvierte ein Volontariat zum TV- und Hörfunkjournalisten bei der probono Fernsehproduktion, einem Unternehmen von Alfred Bioleks pro GmbH und Friedrich Küppersbusch. Seit 2004 ist er als Rechtsanwalt, Journalist und Referent tätig. Zu seinen ständigen Auftraggebern gehörten die Sendungen„plusminus“, ARD„Ratgeber Recht“, WDR„markt“ sowie die Sendungen des ARD-Studios Brüssel. Aktuell arbeitet Thomas G. Becker als Leiter Redaktion Programmkoordination und Zentrale Aufgaben sowie als stellvertretender Programmgeschäftsführer bei phoenix. Thomas G. Becker @thomasgbecker Steffen Kühne arbeitet als Tech Lead für das AI+ Automation Lab des Bayerischen Rundfunks. Schwerpunkt seiner Arbeit Thomas G. Becker war nach dem Studium der Rechtswissenschaften bei der Till Opitz hat Publizistik(Lic. rer. publ.) studiert und startete seine berufliche Laufbahn als Programmvolontär bei Radio Erft (Hürth/NRW). Später arbeitete er bei 1LIVE in Köln; hier koordinierte er eine Programmreform. 2014 koordinierte er 62 Journalist:innen-Akademie Fotos: privat (6); picture alliance/Hans Scherhaufer; Katrin Heyer das Programmupdate von Deutschlandfunk Nova. Heute moderiert Opitz u. a. beim Deutschlandradio, arbeitet als Reporter und ist Trainer u. a. für den WDR und die Deutsche Journalistenschule. Er ist Experte für Radiopraxis, Kolleg:innengespräche, den Umgang mit Hate Speech (Social Media), redaktionelle Abnahmen, gebaute Beiträge und(Live-)Reportagen. Für verschiedene Sender begleitet er programmstrategische Prozesse. Till Opitz @opitz_till Tina Groll Die Wirtschaftsjournalistin Tina Groll ist ehrenamtliche Bundesvorsitzende der Deutschen Journalistinnen- und Journalistenunion(dju) in ver.di und Redakteurin im Ressort Politik, Wirtschaft& Gesellschaft bei Zeit Online. Sie schreibt über Arbeitsmarktund Sozialpolitik und hat mehrere Sachbücher veröffentlicht, zuletzt„Klicken Sie hier“, das auch in der Spiegel-Bestsellerliste für Sachbücher war. Tina Groll @tinagroll Ulrike Schnellbach ist Journalistin, Trainerin, Schreibcoach und Moderatorin. Sie studierte Politikwissenschaft, Linguistik und Psychologie an der Albert-LudwigsUniversität Freiburg und war Stipendiatin der FriedrichEbert-Stiftung. Anschließend volontierte sie bei der Badischen Zeitung und arbeitete als Redakteurin bei Tages- und Wochenzeitungen sowie in der Öffentlichkeitsarbeit. Seit 2002 arbeitet sie als freie Autorin, Trainerin, Moderatorin und Schreibcoach bundesweit, in der Schweiz und in Österreich für Akademien, Journalismusschulen, Redaktionen, Stiftungen und Verbände. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte sind Rechtsextremismus und Demokratie, Medien, Zuwanderung und Integration sowie soziale und Bildungsthemen. www.schreib-gut.de Ulrike Schnellbach Vivian Upmann studierte Germanistik, Wirtschafts- und Sozialpsychologie in Göttingen und Valencia. Nach ihrem Radio- und TVVolontariat beim Sankt Ulrich Verlag arbeitete sie dort als Fernsehredakteurin. Sie war freie Autorin bei der WDR Lokalzeit Köln, Redakteurin für verschiedene Nachrichtenformate von RTL und n-tv sowie Online-Redakteurin für die Nachrichtenseite von RTL.de. Vor ihrer Tätigkeit als hauptberufliche Moderatorin und Medientrainerin und Journalismus-Dozentin an der HTW Berlin war sie zudem Politikkorrespondentin der Mediengruppe RTL Deutschland im Hauptstadtstudio Berlin, Referentin beim Deutschen Presserat sowie stv. Geschäftsführerin des Vereins Neue Deutsche Medienmacher. Vivian Upmann @VivianUpmann Volker Engels studierte Publizistik und Kommunikationswissenschaft an der Freien Universität Berlin(MA). Seit vielen Jahren ist er als Journalist für Zeitschriften und Zeitungen sowie als Dozent in der Ausbildung von Journalist:innen und als Kommunikationstrainer für Fach- und Führungskräfte tätig. Co-Autor des Buches„Die Lobby regiert das Land“. ■ Unsere Trainer:innen 63 Unser Angebot an FES-Stipendiat:innen F ür FES-Stipendiat:innen in der Grund- und Promotionsförderung stehen pro Veranstaltung der Journalist:innen-Akademie zwei Plätze zu einer vergünstigten Teilnahmepauschale zur Verfügung. Alle am Berufsfeld Journalismus interessierten Stipendiat:innen können sich für einen solchen Platz anmelden. Für ehemalige FES-Stipendiat:innen fällt die reguläre Teilnahmepauschale an – es sei denn, dass schwerwiegende individuelle Gründe dagegen sprechen. Bitte wende Dich in diesem Fall an unten angegebenen Kontakt. Fahrtkosten werden von der Journalist:innen Akademie nicht erstattet. Anmeldung Interessierte Stipendiat:innen können sich regulär über das Onlineformular der jeweiligen Veranstaltung anmelden. Bitte mache im Hinweisfeld kenntlich, dass Du Stipendiat:in der FES bist. Die Plätze werden so vergeben, dass alle Stipendiat:innen eine Chance auf einen vergünstigten Teilnahmeplatz erhalten. In der Regel werden die Plätze jedoch nach Anmeldeeingang vergeben. Sollten die stipendiatischen Teilnahmeplätze bereits vergeben sein, besteht einerseits die Möglichkeit, zum Preis der regulären Teilnahmepauschale teilzunehmen, um einen garantierten Seminarplatz zu erhalten, andererseits wird eine Warteliste nach Eingang der Anmeldungen gepflegt. Interessent:innen werden informiert, sobald ein stipendiatischer Teilnahmeplatz frei wird. Hinweis Bitte beachte, dass Du als Stipendiat:in mit einem geförderten Platz eine offizielle Anmeldebestätigung/Rechnung erhältst. Deine Anmeldung wird per E-Mail bestätigt und ist damit verbindlich. Solltest Du trotz bestätigter Anmeldung nicht zum Seminar erscheinen, fällt die Teilnahmepauschale dennoch an und es erfolgt eine Information gegenüber der Abteilung Studienförderung. Stornierung/Absage Wir bitten um eine zeitnahe Stornierung für den Fall, dass Du aus gewichtigen Gründen nicht teilnehmen kannst. ■ Ansprechpartnerin für FES-Stipendiat:innen Lisa-Marie Rückwardt Tel.: 0228 883 7213 E-Mail: Lisa-Marie. Rueckwardt@fes.de 64 Journalist:innen-Akademie Foto: Maik Reichert Alle Infos zu Anmeldung und Teilnahme Deine Anmeldung Anmeldungen sind nur über unsere Website möglich. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt. Nach Deiner Anmeldung erhältst Du eine Bestätigung und eine Zahlungsaufforderung. Eine Ausnahme bilden die Programme, für die ein Bewerbungsprozess vorgesehen ist – wie das EU-Hospitanzprogramm und das Bundestagshospitanzprogramm. Das Seminarprogramm erhältst Du rechtzeitig vor Beginn der von Dir gebuchten Veranstaltung. Es enthält Details zum Veranstaltungsablauf und Anreiseinformationen zum Veranstaltungsort. Die Journalist:innen-Akademie behält sich Änderungen am Programm sowie am Veranstaltungsablauf abweichend vom Jahresprogramm vor; diese werden zeitgerecht auf der Website veröffentlicht und bereits angemeldeten Teilnehmenden mitgeteilt. Deine Teilnahmepauschale wird fällig mit Erhalt der Anmeldebestätigung und muss spätestens vier Wochen vor Veranstaltungsbeginn auf unserem Konto eingegangen sein. Die Gebühr umfasst alle pädagogischen Leistungen, die Seminarunterlagen, die Benutzung der notwendigen Geräte sowie – falls angeboten – Unterbringung und/oder Verpflegung. Deine Unterbringung erfolgt während des Seminars in Hotels in der Regel in Einzelzimmern. Solltest Du keine Unterkunft oder Verpflegung benötigen, bitten wir um umgehende Mitteilung, um sonst anfallende Stornokosten zu vermeiden. Bei Verzicht auf Unterkunft oder Verpflegung reduziert sich die Teilnahmepauschale nicht. Dein Teilnahmezertifikat erhältst Du am Ende der Veranstaltung. Voraussetzung ist die Teilnahme am gesamten Programm sowie der Eingang der Teilnahmepauschale bei uns vor Beginn der Veranstaltung. Alle Infos zu den Zertifikaten erhältst Du auf Seite 57. Eine Stornierung muss schriftlich erfolgen. Wenn Du vier Wochen vor Veranstaltungsbeginn oder später stornierst(bei Webseminaren zwei Wochen oder später), wird Dir die bezahlte Teilnahmepauschale nicht erstattet. Solltest Du den Platz noch nicht bezahlt haben, ist die reguläre (bei FES-Stipendiat:innen reduzierte) Teilnahmepauschale weiterhin fällig und wir bitten um sofortigen Ausgleich. Die Teilnahmepauschale fällt nur dann nicht an, wenn wir Deinen Seminarplatz an eine:n Ersatzteilnehmende:n zum Beispiel von einer gegebenenfalls vorhandenen Warteliste weitergeben können. Absage der Veranstaltung durch die FES Bei zu geringer Teilnehmendenzahl oder in Fällen höherer Gewalt behalten wir uns eine – auch kurzfristige – Absage vor. Wir informieren darüber zum frühestmöglichen Zeitpunkt. Sollten wir Dir keinen geeigneten Ersatztermin anbieten können, erstatten wir die Teilnahmepauschale. Ein Anspruch auf Schadensersatz entsteht durch die Absage nicht. Deine persönlichen Daten Die Friedrich-Ebert-Stiftung e. V. misst dem Schutz Deiner persönlichen Daten größte Bedeutung bei. Sie hält sich strikt an die gesetzlichen Bestimmungen, die die Zulässigkeit des Umgangs mit personenbezogenen Daten regeln – insbesondere die EUDatenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) und das Bundesdatenschutzgesetz(BDSG), – und hat die gebotenen technischorganisatorischen Maßnahmen zur Datensicherung getroffen. Weitere Infos hier: www.fes.de/ daten schutzhinweise. Barrierefreiheit Sofern Du auf barrierefreien Zugang zum Veranstaltungsort angewiesen bist oder Fragen zur Barrierefreiheit einer bestimmten Veranstaltung hast, wende Dich bitte frühzeitig an die für die Organisation verantwortlichen Kolleg:innen aus dem Team der Journalist:innen-Akademie – zum Beispiel per E-Mail an journalistenakademie@fes.de. ■ Nachwuchsförderung und Teilnahmeinformationen 65 1. Halbjahr 2025 Kalendarischer Überblick Dieses Icon kennzeichnet alle Seminare mit dem Schwerpunkt KI Februar 2025 26  WEBSEMINAR  Geschlechtssensibel schreiben und berichten 14 Grundlagenkursus: Journalistisches Schreiben 27  WEBSEMINAR  So finden Redaktionen und Journalist:innen zusammen März 2025 16 Von der Ideenfindung bis zur erfolgreichen PitchPräsentation 43 Klimaberichterstattung auf Social Media: Komplexität in 30 Sekunden? 18  WEBSEMINAR  Grundlagenkursus: So können Journalist:innen KI professionell für ihre Arbeit nutzen 28 Medien- und Kameratraining – Agieren vor der Kamera 48 #InsideBundestag: Vorseminar: Hauptstadtjournalismus und Bundespolitik live erleben – Hospitanzprogramm bei der SPD-Bundestagsfraktion 44  WEBSEMINAR  Politische Meinungsbildung: Wie Journalist:innen Desinformation entgegenwirken können April 2025 66 Journalist:innen-Akademie 32  WEBSEMINAR  Anleitung zum Widerstand: Lesung und Diskussion mit Arne Semsrott 52 #Inside EU: Einblicke in Berichterstattung und Politik aus der EU-Hauptstadt Brüssel Fotos: Elias El Ghorchi (2); Deniz San; Maren Strehlau 21  WEBSEMINAR  Journalistisches Schreiben fürs Netz Mai 2025 30  WEBSEMINAR  So können Journalist:innen Betriebsräte und Gewerkschaften nutzen 22 Kommentare mit Mehrwert: Politik überzeugend einordnen und bewerten 34  WEBSEMINAR  Ohne AudioKnow-how, mit GenAI und Automatisierung: Professionell podcasten 48 #InsideBundestag: Hauptstadtjournalismus und Bundespolitik live erleben – Hospitanzprogramm bei der SPD-Bundestagsfraktion 36  WEBSEMINAR  KI im Journalismus: Open-Source-Tools und kreative Transkriptionsauswertung Juni 2025 33 Sammeln, Bereinigen, Sichten – Datenjournalismus für Einsteiger:innen 40  WEBSEMINAR  Wer fragt, führt: Das politische Interview Kalendarischer Überblick 67 Alle Links zu den Angeboten der Journalist:innen-Akademie findest Du hier: ↗ fes.de/lnk/jak-linktree Friedrich-Ebert-Stiftung e. V. Journalist:innen-Akademie Godesberger Allee 149 53175 Bonn Tel. 0228 883-7124 www.fes.de/journalistenakademie journalistenakademie@fes.de