PROGRAMM Kompetenzen für den Journalismus von morgen 2026 Journalist:innen Akademie Impressum Herausgeberin: Friedrich-Ebert-Stiftung e. V. Abteilung Politische Bildung und Dialog Referat Engagement, Qualifizierung und digitale Bildung Team Journalismus und Medienpolitik Journalist:innen-Akademie Marcus Hammes Godesberger Allee 149 53175 Bonn journalistenakademie@fes.de Konzept, Gestaltung: Katja Arndt Creative Director, Visual Storytelling und Editorial Design, Berlin Redaktion: Luca Gerharz, Marcus Hammes(verantwortlich), Julia Möltgen(Leitung), Laura Wankelmuth Autor:innen: Bartholomäus Grill, Jakob Kerry, Lotte Laloire, Daniel Moßbrucker, David Röthler, Dagmar Thiel, Stephan Weichert Lektorat: Reiner Klähn Druck: Klimaneutral gedruckt von der Druckerei Brandt GmbH, Bonn Printed in Germany 2025 © Friedrich-Ebert-Stiftung e. V. Die in dieser Publikation zum Ausdruck gebrachten Ansichten sind nicht notwendigerweise die der Friedrich-EbertStiftung(FES) e. V. Eine gewerbliche Nutzung der von der FES herausgegebenen Medien ist ohne schriftliche Zustimmung durch die FES nicht gestattet. Publikationen der FES dürfen nicht für Wahlkampfzwecke verwendet werden. Die FES ist im Qualitätsmanagement zertifiziert nach EFQM(European Foundation for Quality Management): Committed to Excellence. QUALIFIED BY EFQM 2023 2 Journalist:innen-Akademie Coverfoto: Elias el Ghorchi Journalist:innen-Akademie Programm 2026 3 „Die Demokratie braucht starken Journalismus wie der Mensch das tägliche Brot.“ Professorin Dr. Alexandra Borchardt, Medienforscherin und Autorin, in:„Mehr Wahrheit wagen. Warum die Demokratie einen starken Journalismus braucht“, Dudenverlag 2020. Friedrich-Ebert-Stiftung e. V. Team Journalismus und Medienpolitik Journalist:innen-Akademie Godesberger Allee 149 53175 Bonn journalistenakademie@fes.de Leitung Marcus Hammes Telefon: 0228 883-7149 E-Mail: Marcus.Hammes@fes.de Referentin Susanne Fischer Telefon: 030 26935-7055 E-Mail: Susanne.Fischer@fes.de Pädagogische Assistenz Julia Möltgen Telefon: 0228 883-7124 E-Mail: Julia.Moeltgen@fes.de Finanzen und Organisation Lisa-Marie Rückwardt Telefon: 0228 883-7213 E-Mail: Lisa-Marie.Rueckwardt@fes.de Tom Hochheiser Telefon: 0228 883-7139 E-Mail: Tom.Hochheiser@fes.de 4 Journalist:innen-Akademie Foto: Per Jacob Blut Liebe Kolleg:innen, Vorwort seit über einem Jahrhundert setzt sich die Friedrich-Ebert-Stiftung(FES) dafür ein, Menschen durch Bildung zu stärken, demokratische Teilhabe zu ermöglichen und politische Öffentlichkeit zu fördern. Als Journalist:innen-Akademie arbeiten wir in dieser Tradition. Unser Ziel ist es, qualifizierten, unabhängigen und kritisch denkenden Journalist:innen Räume zu bieten, in denen sie ihr Handwerk vertiefen und gesellschaftliche Entwicklungen reflektieren können. Denn journalistische Professionalität entsteht im Austausch – sie braucht Kontext, Orientierung, handwerkliches Können, Kritikfähigkeit und ein Gespür für die Themen, die unsere demokratische Öffentlichkeit prägen. Im Programm 2026 greifen wir zentrale Herausforderungen und Zukunftsfragen des Journalismus – und damit auch unserer Demokratie – auf. Sicherheitspolitische Berichterstattung etwa zählt zu den anspruchsvollsten Feldern unserer Zeit. Sie verlangt präzise Einordnung, belastbare Quellen und die Fähigkeit, komplexe, auch internationale Entwicklungen verständlich zu vermitteln. Gemeinsam mit der Fachjournalistin und sicherheitspolitischen Expertin Julia Weigelt haben wir hierzu ein neues Format entwickelt. Künstliche Intelligenz und digitale Technologien verändern redaktionelle Arbeitsprozesse grundlegend. Die Journalistin und KI-Expertin Isabel Lerch zeigt, wie sich KI-gestützte Tools einsetzen lassen, ohne die journalistische Glaubwürdigkeit zu gefährden. Dabei steht für uns nicht nur die Technik im Mittelpunkt, sondern auch die Haltung: Wie sichern wir journalistische Qualität in automatisierten Kontexten? Welche Standards braucht es in Redaktionen – und welche Kompetenzen bei Journalist:innen selbst? Unsere Seminare zur politischen Berichterstattung sowie die Hospitanzformate #InsideBundestag und#InsideEU bleiben feste Bestandteile unseres Angebots, insbesondere für junge Journalist:innen. Mit dem neu konzipierten Ausbildungsgang„Fit fürs Volo“, entwickelt von meiner Kollegin Julia Möltgen, erweitern wir unser Angebot der journalistischen Nachwuchsförderung – für Stipendiat:innen der FriedrichEbert-Stiftung und alle Interessierten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf medienpolitischen Fragestellungen. Als Teil des Teams „Journalismus und Medienpolitik“ der FES arbeiten wir enger an den Schnittstellen zwischen journalistischer Aus- und Weiterbildung und medienpolitischem Diskurs. So öffnen wir Journalist:innen einen direkteren Zugang zu Debatten über digitale Öffentlichkeit, Medienfreiheit, Regulierung und Arbeitsbedingungen in der Medienwelt. Und da die Arbeitsbedingungen teilweise prekär sind, der Druck hoch ist, Anfeindungen gegenüber und Angriffe auf Journalist:innen zunehmen, rücken wir auch das Thema mentale Gesundheit weiter in den Fokus. Wir freuen uns, weiterhin zu den Partner:innen der Helpline von Netzwerk Recherche um Malte Werner zu gehören und mit Dr. Stephan Weichert ein Resilienztraining für Journalisti:innen anbieten zu können. Als Journalist:innen-Akademie verbinden wir Bildung, Professionalisierung und demokratische Verantwortung. Wir laden Dich ein, gemeinsam mit uns weiterzulernen, gesellschaftliche Entwicklungen zu diskutieren und einen professionellen, werteorientierten Journalismus aktiv mitzugestalten. Marcus Hammes Teamleiter Journalismus und Medienpolitik, Leiter der Journalist:innenAkademie Vorwort 5 Inhaltsverzeichnis Tipps und Beiträge unserer Trainer:innen 08 G efühle zulassen, Haltung bewahren Interview mit Julia Weigelt von Dagmar Thiel 26 Wie KI-Agenten den Redaktionsalltag umkrempeln(könnten) von David Röthler 31 5 einfache Tricks fürs Gendern von Lotte Laloire 34 Herz der Finsternis? Wie man vorurteilsfrei aus ärmeren Weltregionen berichtet von Bartholomäus Grill 38 Recherche? Aber sicher! Was Du über digitale Sicherheit wissen musst von Daniel Moßbrucker 46 Meine erste InvestigativGeschichte von Jakob Kerry Basismodul Journalistische Kernkompetenzen 14 N eu! Interview kompakt für Print- und Online-Journalist:innen 16 Journalistisches Schreiben 18 Grundlagen der journalistischen Recherche 20 S chwerpunkt KI Grundlagenkursus: So können Journalist:innen KI professionell im redaktionellen Alltag nutzen 22 J ournalistisches Schreiben fürs Netz 24 Neu! Schwerpunkt KI Aufbaukursus: Update zum Einsatz von KI in der redaktionellen Praxis Basismodul Berufsrolle und zusätzliche Qualifikationen 30 eschlechtssensibel schreiben und berichten 32 S chwerpunkt KI Ohne Audio-Know-how, mit GenAI und Automatisierung: Professionell podcasten 35 N eu! Aus Afrika nichts Neues? Anleitung für die Berichterstattung aus dem Globalen Süden 36 N eu! IT-Sicherheit und Datenschutz: Recherche? Aber sicher! 40 N eu! Resilienztrainung für Journalist:innen: Souverän, stark und autark bleiben im digitalen Wandel 42 Videos: Souverän präsentieren und sicher produzieren 44 N eu! Grundlagen der Investigativ- und Darknetrecherche Basismodul Politikberichterstattung 50 fragt, führt: Das politische Interview 52 N eu! Sicherheitspolitische Themen fundiert bearbeiten und einordnen 6 Journalist:innen-Akademie Fotos: Per Jacob Blut, Raphael Krämer, Elias El Ghorchi Spezialmodul Politische Hospitanzprogramme 56 Hauptstadtjournalismus und Bundespolitik live erleben 60 Einblicke in Berichterstattung und Politik aus der EU-Hauptstadt Brüssel 64 für Alumni der Hospitanzprogramme Spezialmodul Medienpolitischer Diskurs 70 ins FES-Zelt für konstruktiven Dialog: Journalismus und Medienpolitik auf dem b° future festival 2026 72 F achkonferenz: #MedienAkademie26 74 etzwerktreffen: Arbeit unter Druck – psychosoziale Belastungen bei Journalist:innen Spezialmodul Journalistische Nachwuchsförderung 78 Neu! Fit fürs Volo: Grundlagenmodul I • Einführung ins Berufsfeld Journalismus • Grundlagen des journalistischen Schreibens • Texte redigieren • Medienrecht und Medienethik kompakt 81 Neu! Fit fürs Volo: Grundlagenmodul II: • Themen finden und pitchen • Grundlagen der journalistischen Recherche • Grundlagen des Mobile Reportings 83 Neu! Berufsorientierung für Nachwuchsjournalist:innen 84 N eu! Zwischen Medien, Macht und Politik: Junge Perspektiven auf Politik und Hauptstadtjournalismus Alles Wissenswerte zur Journalist:innen-Akademie 86 Team und Aufbau der Journalist:innen-Akademie 88 Unsere Trainer:innen 94 Unser Angebot an FESStipendiat:innen 96 Anmeldung und Teilnahme 98 Kalendarischer Überblick Inhaltsverzeichnis 7 Gefühle zulassen, Haltung bewahren Sicherheitspolitik betrifft heute nahezu alle Lebensbereiche – weit über militärische Fragen hinaus. Journalistin Julia Weigelt erklärt, warum guter Journalismus nicht nur Fakten, sondern auch emotionale Kompetenz braucht. In ihrem Seminar„Handlungsfähigkeit in sicherheitspolitischer Berichterstattung“ an der Journalist:innen-Akademie zeigt sie, wie Reporter:innen auch in angespannten Situationen professionell neugierig bleiben. Interview Dagmar Thiel 8 Journalist:innen-Akademie Foto: picture alliance/ZUMAPRESS.com „Den Blick auf das richten, was Frieden langfristig stabil macht: Gerechtigkeit, Teilhabe und das Einbeziehen möglichst vieler Perspektiven.“ Julia Weigelt, Journalistin J ulia, w arum ist sicherheitspolitische Berichterstattung heute so relevant? Julia Weigelt: Das Sicherheitsgefühl der Menschen in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Viele spüren eine zunehmende Unsicherheit – und zwar sowohl subjektiv, also gefühlt, als auch objektiv, gemessen an geopolitischen Entwicklungen. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine ist dabei ein zentraler Faktor. Er hat vielen vor Augen geführt, dass Frieden in Europa kein Selbstläufer ist. Hinzu kommen 15. Februar 2025: Journalist:innen verfolgen die Rede des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj beim Gespräch„Widerstand und Diplomatie: Perspektiven für die Ukraine“ während der Münchner Sicherheitskonferenz. Interview und Text: Dagmar Thiel arbeitet als freie Journalistin und Dozentin in der Aus- und Weiterbildung. Einer ihrer Lehrschwerpunkte ist das journalistische Schreiben. Sie selbst schreibt über Qualität im Journalismus. hybride Einflussnahmen, Cyberangriffe und gezielte Desinformation. All das führt dazu, dass Menschen stärker nach zuverlässigen Informationen suchen. Journalismus kann hier eine wichtige Rolle spielen, indem er Orientierung bietet und den Blick auf das richtet, was Frieden langfristig stabil macht: Gerechtigkeit, Teilhabe und das Einbeziehen möglichst vieler Perspektiven. Viele denken bei Sicherheitspolitik zuerst an Bundeswehr, NATO oder internationale Konflikte. Du verstehst Sicherheitspolitik aber als Querschnittsthema, das man auch in der journalistischen Berichterstattung sehr weit fassen muss, oder? Unbedingt. Sicherheitspolitik betrifft letztlich alles, was Menschen in ihrem Alltag schützt und ihnen ermöglicht, in Frieden zu leben. Das reicht von der Funktionsfähigkeit staatlicher Institutionen über die Verfügbarkeit von Energie und Wasser bis hin zu Fragen von Bildung, Gesundheit oder sozialer Gerechtigkeit. Jede Entscheidung, die Einfluss auf die Sicherheit von Menschen hat, ist sicherheitspolitisch relevant. Frieden wird nur dann dauerhaft sein, wenn er möglichst alle einbezieht. In diesem Sinne ist Sicherheit breit gedacht – und damit auch die Gefühle zulassen, Haltung bewahren 9 Eine Live-Schalte des WDR vom Johannes-RauPlatz in Düsseldorf, umringt von Demonstrierenden und Polizei, während der DGB-Veranstaltung zum Tag der Arbeit im Jahr 2022. journalistische Aufgabe, die damit verbunden ist. Fast jede Recherche berührt diese Themen, auch wenn wir es nicht immer so nennen. Und wie gelingt es dann, fundiert über Sicherheitspolitik zu berichten? Gute Berichterstattung braucht eine solide Informationsbasis, also Wissen über Institutionen, Abläufe und Hintergründe. Doch mindestens genauso wichtig ist die innere Haltung. Die zentrale Kraft im Journalismus ist Neugier. Sie ermöglicht es uns, offen für unterschiedliche Positionen zu bleiben. Doch unter Stress reagiert unser Gehirn oft automatisch. Es schaltet in Muster, die eigentlich dem „Ohne emotionale Kompetenz bleibt vieles an der Oberfläche.“ Julia Weigelt, Journalistin Selbstschutz dienen: Tunnelblick, Abwehr, Vorurteile. Dann verlieren wir den neugierigen Blick. Zu merken, wann das passiert, ist eine journalistische Kernkompetenz. Genau an diesem Punkt setzt mein Seminar an. Das heißt, der Umgang mit den eigenen Gefühlen beeinflusst die journalistische Arbeit und damit auch die Berichterstattung? Gefühle gehören zu jeder menschlichen Interaktion. Neurobiologisch können wir sie nicht einfach abschalten. Wenn wir in herausfordernde Situationen geraten – etwa im Kontakt mit Menschen, die uns emotional fordern, reagiert unser Körper sofort. Der Puls steigt, wir spüren Anspannung, die Gedanken verengen sich. Diese Vorgänge laufen automatisch ab. Wenn wir sie nicht wahrnehmen, übernehmen sie die Kontrolle. Professionell wird es erst, wenn wir unser eigenes Erleben bemerken: 10 Journalist:innen-Akademie Fotos: picture alliance/Panama Pictures; Inga Sommer Was genau fühle ich gerade? Warum reagiere ich so? Was löst mein Gegenüber in mir aus? Wenn wir diese Prozesse erkennen, können wir unser Nervensystem regulieren und wieder in einen Zustand von Flexibilität und Offenheit zurückfinden. Das ist kein „Soft Skill“, sondern eine Voraussetzung dafür, ergebnisoffen zu recherchieren und dabei professionell zu bleiben. Wie können Journalist:innen sich innerlich so vorbereiten, dass sie auch in konfliktgeladenen Interviews handlungsfähig bleiben und gute Fragen stellen – selbst bei Gesprächspartner:innen, die emotional stark herausfordern? Der erste Schritt ist Selbstwahrnehmung. Viele Journalistinnen und Journalisten gehen direkt in die inhaltliche Vorbereitung und ignorieren ihre eigenen Gefühle. Doch Gefühle wirken immer. Wenn ich innerlich schon im Angriffsmodus bin, führt das zu angespannten Gesprächen, ungünstigen Fragen und oft auch zu weniger belastbaren Ergebnissen. Ich arbeite deshalb gern mit Gefühlekarten. Sie helfen, das eigene innere Team überhaupt sichtbarer zu machen. Denn wer benennen kann, was in ihm vorgeht, hat die Möglichkeit, sich zu steuern. Ist da Angst? Wut? Überforderung? Oder eine spontane Abneigung? Das zu wissen, ist keine Schwäche, sondern eine Ressource. Im zweiten Schritt geht es um Perspektivwechsel. Das bedeutet nicht, die Meinung des Gegenübers gutzuheißen. Es bedeutet, zu verstehen, aus welchem inneren Zustand heraus jemand handelt oder spricht. Ein Landwirt, der protestiert, könnte unter enormem wirtschaftlichem Druck stehen. Ein rechtspopulistischer Politiker könnte das Gefühl haben, von der restlichen Gesellschaft ausgegrenzt zu sein. Solche Gedankenexperimente öffnen den Raum für das, was ich „Verstehen, ohne einverstanden zu sein“ nenne. In diesem Raum können wir bessere, präzisere Fragen stellen – und bekommen bessere Antworten. Heißt das für die Ausbildung von Journalist:innen, dass neben den klassischen journalistischen Fähigkeiten die emotionale Kompetenz stärker geschult werden sollte? Genau. Journalismus basiert auf der Kombination aus Neugier, kritischem Denken und der Fähigkeit, andere Menschen wirklich anzuhören. Doch emotionaler Selbstumgang wird in der Ausbildung kaum vermittelt. Volontariate konzentrieren sich auf Recherchetechniken, Interviewmethoden oder journalistische Stilformen – alles wichtige Dinge. Aber die Frage, wie wir uns selbst in schwierigen Situationen stabil halten und gleichzeitig offen bleiben, spielt bislang kaum eine Rolle. Dabei ist das entscheidend, um die berühmten„Warum“Fragen beantworten zu können. Ohne emotionale Kompetenz bleibt vieles an der Oberfläche. Und diese Aspekte greift Dein Seminar auf? Wir beschäftigen uns damit, wie wir in emotional aufgeladenen Situationen handlungsfähig und neugierig bleiben. Diese Haltung führt zu ganzheitlicherer, qualitativ hochwertigerer Berichterstattung – und wirkt gleichzeitig deeskalierend. Wenn ich selbst weniger Aggression aussende, triggere ich andere weniger und schütze mich auch körperlich. Im Seminar werden wir Rollenspiele und Perspektivwechsel ausprobieren. Wir experimentieren, fühlen, reflektieren und verknüpfen das eigene journalistische Handwerkszeug mit neuen Fähigkeiten. ■ Julia Weigelt Fachjournalistin und Moderatorin für Sicherheitspolitik und zertifizierte Kommunikationstrainerin, Hamburg Gefühle zulassen, Haltung bewahren 11 12 Journalist:innen-Akademie Foto: Mark Bollhorst Basismodul Journalistische Kernkompetenzen In diesem Modul findest Du Seminare, in denen Du die journalistischen Grundlagen für professionelle Journalist:innen lernen kannst: Interview kompakt für Print- und Online-Journalist:innen Grundlagenkursus: Journalistisches Schreiben Grundlagen der journalistischen Recherche Grundlagenkursus: So können Journalist:innen KI professionell in ihrem redaktionellen Alltag nutzen Journalistisches Schreiben fürs Netz Aufbaukursus: Update zum Einsatz von KI in der redaktionellen Praxis 13 Interview kompakt für Print- und Online-Journalist:innen Der Erste parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Dirk Wiese, stand den Teilnehmer:innen des Programms #InsideBundestag25 während einer Pressekonferenz Rede und Antwort. Trainerin: Dagmar Thiel, freie Journalistin und Medientrainerin, Bad Bentheim Trainer: Volker Engels, Journalist, Kommunikationstrainer und Buchautor, Berlin N icht nur in Interviews mit politischen Akteur:innen ist es oft schwierig, den Dingen auf den Grund zu kommen. Das Gegenüber weicht aus oder will die eigene Botschaft platzieren. Vor allem Berufseinsteigende oder junge Journalist:innen benötigen darum die Sicherheit und das Handwerkszeug, Interviews hart an der Sache orientiert, aber fair im Ton zu führen und dabei den roten Faden im Blick zu behalten. Alle Teilnehmer:innen haben im Seminarverlauf die Gelegenheit, Einzelinterviews mit politischen Akteur:innen zu führen. Die Übungsinterviews zeichnen wir auf und werten sie gemeinsam aus. wie kontroverses oder persönliches Interview 14 Journalist:innen-Akademie Fragetechniken mit„unbequemen“ Interviewpartner:innen der eigenen rhetorischen Darstellung Der zweite Teil des Seminars vermittelt, wie aus einem aufgezeichneten Interview ein gut lesbarer Text wird. Vor der Veröffentlichung müssen die Antworten – und häufig auch die Fotos: Elias el Ghorchi, Raphael Krämer, privat Fragen – bearbeitet werden. Was ist bei der Transkription erlaubt, was nicht? Das Seminar erläutert, welche Möglichkeiten es bei der Bearbeitung und beim dramaturgischen Aufbau geschriebener Interviews gibt. In einer praktischen Übung verschriftlichen die Teilnehmenden eines ihrer geführten Interviews. Im Anschluss werden die Texte im Seminar analysiert. von Interviews Übung: Verschriftlichen des geführten Interviews der Texte und presserechtliche Grundsätze Methoden Präsentationen mit Diskussion von Beispieltexten und Feedback Kompetenzgewinn weißt, wie Interviews im(gesellschafts-)politischen Raum zu führen sind, und lernst, im Gespräch die Führung zu behalten. erkennst eigene Stärken und Schwächen in der Interviewführung. weißt, wie Du ein Interview so verschriftlichst, dass es spannend zu lesen ist. profitierst von konstruktiven Rückmeldungen und individuellem Feedback auf Deine Interviewführung und Texte. Titel Interview kompakt für Print- und OnlineJournalist:innen Wann Montag 23. Februar 2026 14:00 Uhr bis Mittwoch 25. Februar 2026 15:00 Uhr Wo Friedrich-EbertStiftung Berlin Teilnahmepauschale 300 Euro(inkl. Übernachtung im EZ, Frühstück und Mittagessen) Wichtig! Alle Teilnehmenden müssen ein Notebook oder Tablet zum Seminar mitbringen. Zielgruppe Das Seminar richtet sich an Berufsanfänger:innen aus den Bereichen Online- oder Printmedien. Basismodul: Journalistische Kernkompetenzen 15 Grundlagenkursus: Journalistisches Schreiben Trainerin: Dagmar Thiel, freie Journalistin und Medientrainerin, Bad Bentheim I n diesem Seminar erarbeiten wir die Grundlagen des journalistischen Schreibens. Berufseinsteiger:innen erproben die Darstellungsformen Nachricht, Bericht/Feature. Und sie trainieren Kleintexte: Titel, Teaser und Bildunterschriften müssen die Leser:innen packen, sonst wird selbst der schönste Artikel überblättert oder weggeklickt. Das Seminar lehrt, informativ und attraktiv zugleich zu schreiben. Die Teilnehmenden lernen außerdem die Grundlagen zum Thema Schreiben fürs Internet und Suchmaschinenoptimierung(SEO) kennen. Außerdem sprechen wir darüber, wie KI den Journalismus verändert – und wir diskutieren die Gefahr von Fake News und KI. Mit vielen Übungen und individuellem Feedback. 16 Journalist:innen-Akademie Als Journalistin schreibt Dagmar Thiel selbst gerne über Qualität im Journalismus. Seit 2021 lehrt sie an der Journalist:innen-Akademie der Friedrich-Ebert-Stiftung. Einführung in journalistische Standards und journalistische Sprache texten: Sprache und Aufbau von Nachricht und Bericht Aller Anfang ist knackig: Titel, Teaser, Bildunterschriften Grundlagen Schreiben fürs Internet KI den Journalismus verändert: Fotos: Maren Strehlau, privat Vorstellungen von Tools und Möglichkeiten, diese praktisch und seriös im Beruf zu nutzen: praktische Übungen, Ausprobieren und Diskussion Politisches Framing: Wie wir mit Sprache manipulieren können Methoden Präsentationen mit Diskussion von Beispieltexten Clustern, Assoziieren in Einzel- und Gruppenarbeit und Feedback Kompetenzgewinn kennst nach dem Seminar die journalistischen Textsorten Nachricht und Bericht. kannst Nachrichten schreiben und sachlich informieren. weißt, wie Du Texte interessant aufbereitest. formulierst Überschriften, Vorspann/Teaser und Bildunterschriften kurz und knackig. erhältst individuelles Feedback zu Deinen eigenen Texten. profitierst von konstruktiven und kollegialen Rückmeldungen. erhältst ein Skript mit den wichtigsten Inhalten des Seminars. Titel Grundlagenkursus: Journalistisches Schreiben Wann Mittwoch 10. Juni 2026 14.00 Uhr bis Freitag 12. Juni 2026 16.00 Uhr Wo Friedrich-EbertStiftung Bonn Teilnahmepauschale 300 Euro(inkl. Übernachtung im EZ, Frühstück und Mittagessen) Wichtig! Alle Teilnehmenden müssen ein Notebook zum Seminar mitbringen. Zielgruppe Ein Einsteiger:innenseminar für alle, die journalistische Texte für Print und Online schreiben möchten. Basismodul: Journalistische Kernkompetenzen 17 Grundlagen der journalistischen Recherche Trainer: Michel Penke, investigativer Datenjournalist, Berlin 18 Journalist:innen-Akademie Fotos: Per Jacob Blut (3), privat R echerche ist die Basis allen guten Journalismus. Im Workshop„Grundlagen der journalistischen Recherche“ gehen wir gemeinsam die ersten Schritte einer Recherche. Wie beginne ich? Was muss ich tun, was auf keinen Fall? Wir besprechen, wie man ein Informantennetz aufbaut, Bulletproofing durchführt und warum Eitelkeit unser größter Freund ist. Zudem steigen wir in die Welt der Open Source Intelligence(OSINT) ein: Gesichtserkennung und IT-Forensik helfen uns, Betrug zu überführen; und wir rekonstruieren am prominenten Fall Andrew Tate, wie ein Instagram-Foto ihn ins Gefängnis brachte. Außerdem schauen wir, wie Künstliche Intelligenz bei der Recherche assistieren kann und wo die Grenzen neuronaler Netzwerke liegen. Methoden Multimediale Präsentationen Interaktiver Unterrichtsstil Praktische Übungen realer InvestigativRecherchen IT-forensische Recherchen Gruppenpräsentationen Kompetenzgewinn kennst die ethischen Aspekte der journalistischen Recherche. kannst Anträge nach dem Informationsfreiheitsgesetz(IFG) richtig aufsetzen. kannst unformatierte Daten aus dem Internet scrapen. kannst Informantennetzwerke aufbauen. erlernst die Funktionsweisen von OSINT. erhältst Zugänge zur OSINTCommunity. bekommst einen Überblick über die neuesten KI-Werkzeuge. beherrschst das Bulletproofing von Recherchen. erlernst unterschiedliche Veröffentlichungsstrategien. Während des Seminars wechseln sich Input- und Praxis-Parts ab. Während der Rechercheübungen arbeiten die Teilnehmer:innen mit verschiedenen Tools und ihren Notebooks. Titel Grundlagen der journalistischen Recherche Wann Donnerstag 18. Juni 2026 11.00 Uhr bis Freitag 19. Juni 2026 16.00 Uhr Wo Friedrich-EbertStiftung Berlin Teilnahmepauschale 210 Euro(inkl. Übernachtung im EZ, Frühstück und Mittagessen) Wichtig! Alle Teilnehmenden sollten ein Notebook oder Tablet zum Seminar mitbringen. Zielgruppe Das Seminar richtet sich an Journalist:innen oder Journalismus-Interessierte, die noch wenig bis keine Erfahrungen in der journalistischen Recherche gesammelt haben. Basismodul: Journalistische Kernkompetenzen 19 Grundlagenkursus: So können Journalist:innen KI professionell im redaktionellen Alltag nutzen Schwerpunkt KI Trainerin: Isabel Lerch, freie Journalistin NDR Data, KI-Lotsin und Trainerin, Hamburg K ünstliche Intelligenz ist eine bahnbrechende Technologie, die viele Bereiche umwälzen wird – auch den Journalismus. Insbesondere die generative KI ist ein mächtiges Werkzeug, das den Journalismus potenziell auf vielen Ebenen grundlegend verändern wird. Denn nicht nur Texte, Bilder und andere Inhalte lassen sich mithilfe von KI erzeugen und anpassen – auch bei der Recherche spielt diese Technologie eine immer wichtigere Rolle. Durch den gezielten Einsatz von KI lassen sich bestimmte journalistische Arbeitsprozesse daher effizienter gestalten. Gleichzeitig dürfen die Risiken nicht außer Acht gelassen werden: Das Berufsbild von Journalist:innen und die demokratische Meinungsbildung könnten etwa durch die Verbreitung von Fake News oder den Wegfall von Arbeitsplätzen beeinträchtigt werden. Daher sollten Medienschaffende sich intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen. In diesem interaktiven OnlineWorkshop erhalten Teilnehmende einen umfassenden Einblick in die Anwendungsmöglichkeiten von KI im Journalismus. Der Schwerpunkt liegt dabei auf generativer KI: Teilnehmende erfahren, wie man Chatbots 20 Journalist:innen-Akademie Während des b° future festivals im Oktober 2025 erklärte Isabel Lerch in verschiedenen Kurzworkshops im FES-Zelt für konstruktiven Dialog, wie Journalist:innen und Bürger:innen KI nutzen können – professionell und mit der notwendigen kritischen Aufmerksamkeit. in allen Phasen des journalistischen Workflows einsetzen kann – von der Themenfindung über die Recherche bis hin zur Produktion. Praktische Übungen vermitteln ein realistisches Bild der Einsatzmöglichkeiten. Zudem diskutieren wir die ethischen und rechtlichen Implikationen von KI. So loten wir gemeinsam aus, wie generative KI sinnvoll und verantwortungsvoll im Journalismus genutzt werden kann. Methoden Präsentationen mit Diskussion zahlreicher KI-Tools Fotos: Elias El Ghorchi (2); Claudia Timmann und Beispiele von Ergebnissen ihres journalistischen Einsatzes Übungen: Gemeinsames Ausprobieren von KI-Tools, Einzelarbeit, Gruppenarbeit zu KI-Anwendungen im journalistischen Kontext mit anschließender Besprechung der Ergebnisse von Chancen und Gefahren generativer KI, von rechtlichen und den Auswirkungen auf das Berufsbild Journalist:in Kompetenzgewinn kannst die technische Funktionsweise von generativer KI verstehen. lernst verschiedene Sprachmodelle/Chatbots kennen und vergleichen. lernst, wie man effiziente Prompts schreibt. verstehst, bei welchen Use Cases der Einsatz von KI Sinn ergibt. kannst benutzerdefinierte Chatbots für die eigenen Use Cases bauen. lernst, wie man Text-zu-BildGeneratoren nutzen kann. verstehst, welche ethischen und rechtlichen Herausforderungen es bei KI gibt. Titel So können Journalist:innen KI professionell im redaktionellen Alltag nutzen Wann Dienstag 23. Juni 2026 und Mittwoch 24. Juni 2026 jeweils 10.30 – 12.00 Uhr, 13.00 – 14.30 Uhr, 14.45 – 16.15 Uhr Wo Webseminar Teilnahmepauschale 80 Euro Zielgruppe Feste und freiberufliche Journalist:innen aller Sparten, die sich auf den aktuellen Stand beim Thema KI im Journalismus bringen wollen. Vorkenntnisse im Bereich Künstliche Intelligenz sind hilfreich, aber nicht nötig. Das Seminar fängt bei den Grundlagen an, es wird kein Vorwissen vorausgesetzt. Basismodul: Journalistische Kernkompetenzen 21 Journalistisches Schreiben fürs Netz Trainerin: Dagmar Thiel, freie Journalistin und Medientrainerin, Bad Bentheim D er erste Teil des Seminars widmet sich dem Schreiben fürs Internet und für journalistische Online-Auftritte: Wir befassen uns insbesondere mit Titeln, Teasern und Keywords. Bei vielen journalistischen Portalen kommen weit mehr als die Hälfte der Besucher:innen über Suchmaschinen wie Google auf die Seite. Redaktionelle Inhalte müssen deshalb den Anforderungen der Suchmaschinenoptimierung(SEO) entsprechen. Im zweiten Teil geht es ums Schreiben für Social Media: Wie sehen Postings für Instagram oder Facebook idealerweise aus? Wo liegen die Chancen, welche Risiken gibt es? Wir analysieren die Plattformen und schreiben Texte zielgruppengerecht. Künstliche Intelligenz(KI) verändert das journalistische Arbeiten stark. Das Seminar befasst sich auch mit 22 Journalist:innen-Akademie Ob wie hier für einen Liveblog, für Social Media oder den Bericht auf der Webseite eines Mediums: wer fürs Netz textet, sollte einige Punkte besonders beachten. dem aktuellen Stand der KI und stellt sinnvolle Tools vor. Wie digitale Medien genutzt werden und Sprache online fürs Netz: Überschriften – Tricks für mehr Traffic fürs Netz: Mit knackigen Teasern Leser:innen in den Text ziehen (SEO) : Fotos: Mark Bollhorst, privat Die wichtigsten Regeln finden und clever platzieren Texten für Social Media im Journalismus und Tricks aus der Praxis Methoden Präsentationen mit Diskussion von Beispieltexten in Einzel- und Gruppenarbeit und Feedback Kompetenzgewinn weißt, wie Du Texte internetgerecht aufbereitest. formulierst Überschriften und Teaser kurz, knackig und suchmaschinengerecht. weißt, wie Du Keywords ermittelst. kennst die Anforderungen der Social-Media-Plattformen. kannst Deine journalistischen Inhalte für Facebook, Instagram u. a. aufbereiten. bist Dir der Gefahren der Social-Media-Texte durch Shitstorms bewusst. profitierst von konstruktiven und kollegialen Rückmeldungen. erhältst individuelles Feedback auf Deine eigenen Texte. erhältst ein Skript mit den wichtigsten Inhalten des Seminars. Titel Journalistisches Schreiben fürs Netz Wann Mittwoch 23. September 2026 und Donnerstag 24. September 2026 jeweils 9.00 – 10.30 Uhr, 11.00 – 12.30 Uhr, 13.30 – 15.00 Uhr Wo Webseminar Teilnahmepauschale 80 Euro Zielgruppe Das Seminar ist als Grundlagenkursus konzipiert. Es richtet sich an Medienschaffende, die verschiedene Kanäle professionell bespielen möchten. Basismodul: Journalistische Kernkompetenzen 23 Aufbaukursus: Update zum Einsatz von KI in der redaktionellen Praxis Schwerpunkt KI Trainerin: Isabel Lerch, freie Journalistin NDR Data, KI-Lotsin und Trainerin, Hamburg K ünstliche Intelligenz verändert bereits jetzt den Journalismus und die Medienwelt. Die generative KI ist gekommen, um zu bleiben und ergänzt schon heute in vielen Bereichen die tägliche Arbeit von Journalist:innen. Klug eingesetzt kann KI gezielt helfen – sei es bei der Erstellung von Texten, Bildern, Audios oder Videos. Auch bei der Recherche kann die KI gewinnbringend genutzt werden. Zugleich entwickelt sich die Technologie stetig und rasant weiter – es gibt immer neue Tools und schnellere Werkzeuge für bestimmte Aufgaben. Auf dem aktuellen Stand zu bleiben ist herausfordernd und verlangt eine beständige Auseinandersetzung mit dem Thema. Journalist:innen sollten sich daher fortwährend damit beschäftigen. Nicht nur, weil sich die technischen Möglichkeiten ständig weiterentwickeln und sich damit auch Jobprofile 24 Journalist:innen-Akademie Daten und Künstliche Intelligenz bestimmen den journalistischen Alltag von Isabel Lerch. Als Journalistin mit Spezialwissen wird sie nicht nur für Trainings, sondern auch als Speakerin angefragt. und berufliche Anforderungen und Aufgabe ändern, sondern auch, weil sich durch KI ethische und rechtliche Fragen in Bezug auf die Rolle von Medien, deren Glaubwürdigkeit und die Auswirkungen auf den öffentlichdemokratischen Diskurs stellen. In diesem interaktiven Online-Workshop erhalten die Teilnehmenden einen umfassenden Überblick über aktuell relevante KI-Tools und deren Anwendungsmöglichkeiten im Journalismus. Fotos: Mark Bollhorst (2), Claudia Timmann Der Schwerpunkt liegt dabei auf die für Medienschaffende relevanten Bereiche der generativen KI: Text, Bild, Audio und Video. In praktischen Übungen werden Einsatzmöglichkeiten für den journalistischen Alltag ausgelotet. Neben der praktischen Arbeit mit KI-Tools werden ethische und rechtliche Implikationen kritisch diskutiert. Methoden Impulsvorträge und Diskussionen Übungen Spiele Kompetenzgewinn erhältst einen Überblick über die aktuell wichtigsten KI-Tools und -Trends. lernst, wie du deine Prompts noch effizienter gestaltest. kannst benutzerdefinierte Custom GPTs und KI-Agenten für die eigenen Use Cases bauen. lernst, wie man Bild-, Video- und Audio-Generatoren nutzen kann. erfährst, wie man KI sinnvoll für die journalistische Recherche nutzen kann. verstehst, welche ethischen und rechtlichen Herausforderungen es bei KI gibt. Titel Update zum Einsatz von KI in der redaktionellen Praxis Wann Dienstag 20. Oktober 2026 und Mittwoch 21. Oktober 2026 jeweils 10.30 – 12.00 Uhr, 13.00 – 14.30 Uhr, 14.45 – 16.15 Uhr Wo Webseminar Teilnahmepauschale 80 Euro Zielgruppe Feste und freiberufliche Journalist:innen aller Sparten, die sich auf den aktuellen Stand beim Thema KI im Journalismus bringen wollen. Erste Vorkenntnisse im Bereich Künstliche Intelligenz sind im besten Fall vorhanden, da das Seminar auf den Grundlagen aufbaut. Basismodul: Journalistische Kernkompetenzen 25 Schwerpunkt KI Wie KI-Agenten den Redaktionsalltag umkrempeln(könnten) KI-Agenten beantworten nicht nur einfach eine Frage. Diese Systeme handeln autonom und zielorientiert. Das verändert, wie Journalist:innen arbeiten und was Journalismus in Zukunft leisten kann. von David Röthler Der Autor: David Röthler arbeitet an der Schnittstelle von Journalismus, KI und Erwachsenenbildung. Sein Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie KI-Tools und agentische Systeme den Arbeitsalltag verändern – und welche Chancen und Risiken sich daraus für Medien und Gesellschaft ergeben. W er in letzter Zeit den neuen agentischen Browser „Comet“ von Perplexity (Achtung: Sicherheitsrisiken) genutzt hat, konnte einen Vorgeschmack auf die Zukunft bekommen. Mit einer simplen Zielvorgabe durchforstet der Agent z. B. LinkedIn, identifiziert relevante Posts und kommentiert diese eigenständig im Sinne des Betreibers. Es ist ein faszinierendes wie auch beunruhigendes Schauspiel: Eine neue Welle der Automatisierung rollt auf uns zu, die weit über die bloße Nutzung von z. B. ChatGPT hinausgeht. Wir stehen an der Schwelle vom assistierten Schreiben zum agentischen Handeln. Die Evolution der Recherche: Wenn KI„nachdenkt“ Der Januar 2025 markiert einen Wendepunkt in der KI-Entwicklung. Mit dem chinesischen Anbieter Deepseek und dessen Modellvarianten(insbesondere DeepSeek-R1) gab es eine neue Qualität im Schlussfolgerungsprozess von KI: durch das sogenannte Reasoning. Die Arbeit der KI erfolgt seitdem iterativ. Die Nutzer:innen können die „Gedankenschritte“ des Modells live mitverfolgen. Es ist„Deep Research“ auf Knopfdruck – gründlicher und insbesondere analytischer als der schnelle Chat zwischendurch. ChatGPT und Gemini bieten solche Rercherchen mittlerweile ebenso an. Der entscheidende Unterschied: Assistent vs. Agent Um diese Veränderung zu verstehen, muss man differenzieren. Bislang nutzten journalistische Redaktionen vor allem Assistenten. Der Assistent wie z. B. ChatGPT wartet auf einen Prompt, etwa„Schreib das um“,„Fass das zusammen“. Er reagiert. Der Agent hingegen bekommt eine Zielvorgabe. Er agiert autonom. Man sagt ihm nicht, wie er etwas tun soll, sondern was das Ergebnis sein soll, z. B.„Überwache diese Quellen und melde dich, wenn etwas Ungewöhnliches passiert.“ Best Practice: Der autonome Wachhund der Agentur AP Wie das in der Praxis aussieht, zeigt die Associated Press(AP) mit ihrem Pionierprojekt AP Local Lede. Nicht nur in den USA stirbt der Lokal26 Journalist:innen-Akademie Foto: David Röthler (generiert mit Open-Source-Software Flux) journalismus; auch in Europa fehlen aufgrund der ökonomischen Lage der Medien schlicht die Journalist:innen, um jedem Gemeinderat, jeder Behörde oder auch Unternehmen auf die Finger zu schauen. Die Lösung könnte ein agentisches System sein, das autonom Datenquellen von lokalen Behörden überwacht. Der Agent betreibt keine simple Stichwortsuche. Er versteht den Kontext: Kontext-Check: Wird ein Bebauungsplan geändert? Der Agent prüft: Ist das Routine oder betrifft es z. B. Naturschutzgebiete? Netzwerk-Analyse: Gibt es Verbindungen zu Spender:innen lokaler Politiker:innen? Der Agent gleicht mit externen Datenbanken ab. Das Ergebnis ist kein fertiger Artikel. Das System liefert einen„News Tip“ – einen strukturierten Hinweis für die Redaktion:„Hier passiert etwas, das vom Standard abweicht. Schau dir das an.“ Für die journalistische Praxis bedeutet das Veränderung. Der Agent liefert den„Lead“(den Aufhänger), der Mensch macht die Story. Das Paradoxon: Der technische Fortschritt führt zu einer tiefgreifenden ethischen Zwickmühle. Einerseits werden KI-Agenten eingesetzt, um die Content-Maschine noch schneller laufen zu lassen. Die Gefahr: noch mehr generische Inhalte, die zum„Brain Rot“ des Publikums führen und das Netz mit„KI-Slop“ (Müll) fluten und die Qualität der Agenten naheliegenderweise negativ beeinflussen werden. Andererseits sollen Agenten Journalist:innen von der„Tretmühle“ der Routineaufgaben „Wir stehen an der Schwelle vom assistierten Schreiben zum agentischen Handeln.“ David Röthler, KI-Experte erlösen, damit diese endlich wieder Zeit für tiefgründige, sinnstiftende Arbeit haben. Die Hoffnung der Branche ruht auf der Qualitätssteigerung im Investigativen: Agenten nutzen, um besser zu produzieren, nicht nur mehr. Ausblick: Demokratisierung oder das Ende der Redaktion und gar des Internets? Was passiert, wenn das Publikum eigene Agenten nutzt? Alle Mediennutzer:innen könnten sich ihre eigenen Recherche-Agenten prompten, die Medieninhalte hyper-personalisiert, basierend auf dem, was interessiert, liefern. Das wäre die ultimative Individualisierung der Recherche und Mediennutzung. Doch das Risiko ist real: Wenn Agenten autonom Social Media und das Internet befüllen und andere Agenten diese Inhalte lesen, führen wir das Internet ad absurdum. Und für Journalist:innen bleibt die bange Frage: Sind diese Agenten die Werkzeuge, die uns retten – die Automatisierung, die uns ersetzt – oder das Ende des Internet? Die Antwort liegt nicht in der Technik, sondern darin, wie wir sie nutzen: Als Turbo für billigen Content oder als mächtiges Werkzeug für eine neue Ära der Aufklärung?„Die Botschaft hör’ ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.“(Goethe, Faust I). ■ Basismodul: Journalistische Kernkompetenzen 27 28 Journalist:innen-Akademie Foto: Per Jacob Blut Basismodul Berufsrolle und zusätzliche Qualifikation Dieses Modul beinhaltet Veranstaltungen, die über die journalistischen Kernkompetenzen hinaus zusätzliche Qualifikationen vermitteln: schreiben und berichten Ohne Audio-Know-how, mit GenAI und Automatisierung: Professionell podcasten Anleitung für die Berichterstattung aus dem Globalen Süden IT-Sicherheit und Datenschutz: Recherche? Aber sicher! Resilienztraining für Journalist:innen: Souverän, stark und autark bleiben im digitalen Wandel Videos: Souverän präsentieren und sicher produzieren Grundlagen der investigativen Recherche – auch im Darknet 29 Trainerin: Lotte Laloire, Journalistin, Buchautorin, Berlin Geschlechtssensibel schreiben und berichten M üssen alle gendern? Darüber lässt sich streiten. Im Vergleich zu einer Landwirtin oder einem Friseur tragen wir als Medienschaffende eine andere Verantwortung für unsere Sprache: Denn wir erreichen Massen. Nicht nur unsere Inhalte, auch unsere Worte prägen das Bewusstsein des Publikums. Wir haben es in der Hand, ob wir dazu beitragen, Klischees zu verfestigen oder abzubauen. Wir haben die Macht, Menschen sichtbar oder unsichtbar zu machen. Unsere Formulierungen können verletzen oder bestärken. Wenn wir Gleichheit fördern wollen, sollten wir mit Bedacht formulieren. Doch nicht nur Werte oder Visionen sprechen für geschlechtssensible Sprache. Allein unser journalistisches Ethos gebietet uns, genau zu sein: Wer steht hinter der Kampagne? Wen betrifft das neue Gesetz? Wer trägt Verantwortung für Missstand X? Die Welt ist vielfältig und es ist unsere Aufgabe, dies möglichst korrekt und präzise abzubilden. Wer keine Beißreflexe hat, sondern praktisch lernen will, sich geschlechtssensibel auszudrücken, ist in diesem Seminar genau richtig. Wir beginnen mit einer kurzen sprachwissenschaftlichen Einführung. Dann werden Motive, Effekte und Unterschiede des Genderns erklärt, zum Beispiel zwischen geschlechtsspezifischer und geschlechtsneutraler Sprache. Es folgt ein Überblick über die zahlreichen praktischen Formen zu gendern – vom Binnen-I bis zum Sternchen – sowie deren jeweiligen Vor- und Nachteile. Nach jedem einzelnen Programmpunkt folgt eine kleine praktische Übung. Am Ende formulieren die Teilnehmenden einen eigenen Text in geschlechtssensibler Sprache, zu dem sie individuelles Feedback erhalten. Methoden Kurzer Input Gruppenarbeit Gespräch und Diskussion Praktische Übungen Kompetenzgewinn kannst begründen, warum geschlechtssensible Sprache sinnvoll ist. kennst verschiedene Formen des Genderns. weißt, worauf Du bei der Recherche achten solltest. bist in der Lage, einen Text vom generischen Maskulinum in geschlechtssensible Sprache zu übersetzen. erhältst eine Liste mit Best-Practice-Formulierungen, die Du immer wieder anwenden kannst. Titel Geschlechtssensibel schreiben und berichten Wann Mittwoch 4. März 2026 15.00 – 16.30 Uhr, 17.00 – 18.30 Uhr Wo Webseminar Teilnahmepauschale 25 Euro Zielgruppe Alle, die öffentlich sprechen oder schreiben, sei es in klassischen Medien, auf Social Media, in der Pressearbeit, im Aktivismus oder im Ehrenamt. 30 Journalist:innen-Akademie Fotos: Miguel Bruna/Unsplash, Florian Menath 5 einfache Tricks fürs Gendern Wer guten Journalismus machen will, sollte geschlechtssensibel formulieren. Warum allein unser journalistischer Anspruch das gebietet, wie es geht und was es dabei zu beachten gilt, lest Ihr hier. von Lotte Laloire Die Autorin: Lotte Laloire arbeitet unter anderem als Chefin vom Dienst im Online-Ressort der Tageszeitung taz in Berlin. Sie hat das feministische Journalismus-Netzwerk„ttt – Titten Thesen Temperamente“ gegründet und gibt ihr Wissen regelmäßig in Workshops weiter. 1 Es geht nicht um Feminismus. Ideologie ist hier nicht das Thema. Journalismus allein erfordert Geschlechtssensibilität! Denn es ist die Aufgabe der Presse, umfassend und genau zu informieren. Und dazu gehört das Geschlecht: War der Tatverdächtige ein Mann? Benachteiligt ein Gesetzentwurf queere Menschen? Der Streik wurde hauptsächlich von Frauen organisiert? So etwas will unser Publikum wissen. Was es dafür schon bei der Recherche zu beachten gilt, erfahrt Ihr im Seminar! 2 Spezifisch oder neutral? Kläre bei jeder einzelnen Personenbezeichnung, was Dein Ziel ist. Möchtest Du die Person(en) genau beschreiben? Dann erfrage und benenne ihr Geschlecht. Möchtest Du alle möglichen Geschlechter einschließen? Dann formuliere geschlechtsneutral, mit Gender-Zeichen wie Sternchen. Eine lange Liste hilfreicher Begriffe von A wie„Angestellte“ über L wie„Leitung“ bis Z wie„Zuständige“ gibt’s im Seminar! 3 Welches Gender-Zeichen soll ich bloß nutzen? Sternchen, Binnen-I, Doppelpunkt oder lieber Oberbegriffe? Die vielen möglichen Gender-Zeichen können überfordern. Klar, Ihr könnt Euch einfach eines aussuchen und immer benutzen. Profimäßig seid Ihr, wenn Ihr beachtet, wann welche Form passt. Was ist das Problem an Doppelpunkten? Wann lieber keine Sternchen? Was ist die Gefahr bei Partizipien? Und worauf gilt es bei Oberbegriffen zu achten? Die Vor- und Nachteile der bekanntesten Formen besprechen wir im Seminar. 4 Was ist an„starken Frauen“ auszusetzen? Selbst Beiträge mit korrekten Gender-Zeichen können Klischees reproduzieren. Was ist an„starken Frauen“ blöd? Warum sind Pronomen wichtig? Der Bericht über den Klimagipfel in Brasilien wird mit indigenen Frauen aus dem Amazonas bebildert – aber werden sie auch zitiert? Wen fragen wir als Fachleute an – und wie kommen wir weg von den immer gleichen drei Politikprofessoren? Im Seminar besprechen wir, warum es sich lohnt, auf die Darstellung von Menschen zu achten. Wieso nicht mal über eine Kneipenschlägerei von Frauen schreiben? Allein unser veränderter Blick kann Nachrichtenwert erzeugen – und den wollen wir als Journalist:innen schließlich. 5 Warum Gendern nicht reicht „Ich hab’ doch Sternchen gemacht, was denn jetzt noch?“ Geschlechtssensible Sprache nützt nichts, wenn auf dem Foto daneben antisemitische, rassistische, ageistische, ableistische oder andere Klischees bedient werden. Deshalb musst Du auch einen Blick auf andere Diskriminierungen werfen, die Medienschaffende nicht unbewusst reproduzieren sollten. ■ Basismodul: Berufsrolle und zusätzliche Qualifikationen 31 Ohne Audio-Know-how, mit GenAI und Automatisierung: Professionell podcasten Schwerpunkt KI Trainer: Niklas Münch, freier Journalist für Podcasts und Radio, Berlin V iele Medienhäuser möchten Podcasts produzieren. Was sie dabei schnell merken: Das ist viel Arbeit und oft fehlt die nötige Expertise im eigenen Haus. Doch dank neuer Entwicklungen im Bereich Automatisierung und generativer KI wird der Zugang in die Podcastproduktion immer einfacher. Im Seminar werden zunächst die Probleme analysiert, mit denen die Teilnehmenden in der Podcastproduktion oder in der Konzeptionsphase konfrontiert sind. Anschließend werden Lösungen vor32 Journalist:innen-Akademie cast starten wollen, aber über kein Audio-Know-how verfügen, lernen, wie sie mit den Werkzeugen trotzdem erfolgreich produzieren können. Das Seminar konzentriert sich vor allem auf die Felder Audioproduktion und Veröffentlichung. Methoden von Problemfeldern in der Podcastproduktion von Lösungen: GenAITools, Best Practices und Arbeitsabläufe KI-Tools und Software ausprobieren Welche Lösungen passen am Besten zu den Problemen der Teilnehmenden? gestellt, in Form von Werkzeugen, Arbeitsweisen und konkreten Anwendungsbeispielen. Teilnehmende, die bereits an laufenden Podcasts arbeiten, lernen dadurch, wie sie ihre Arbeitsabläufe effizienter gestalten können. Teilnehmende, die einen PodFotos: Moritz Baumann, privat Kompetenzgewinn analysierst Deinen eigenen Arbeitsprozess und gewinnst Klarheit darüber. erfährst von anderen, wie sie ihre Prozesse gestalten, und lernst von ihnen. lernst Lösungen und Ansätze kennen, wie du Deine Arbeitsorganisation und Deine Produktion verbessern kannst. Audio-Anfänger:in verlierst Du die Angst vor komplizierter Technik und wirst zum Podcasten ermächtigt. lernst verschiedene(KI-)Tools kennen und kannst sie ausprobieren. erarbeitest Lösungen für Deine konkreten Probleme, die Du nach dem Seminar direkt einsetzen kannst. Titel Ohne Audio-Knowhow, mit GenAI und Automatisierung: Professionell podcasten Wann Dienstag 21. April 2026 und Mittwoch 22. April 2026 jeweils 9.00 – 10.30 Uhr, 11.30 – 13.00 Uhr, 14.00 – 15.30 Uhr Wo Webseminar Teilnahmepauschale 80 Euro Zielgruppe Das Seminar richtet sich an Teilnehmende, die einen Podcast starten wollen, sowie Teilnehmende, die laufende Projekte effizienter gestalten wollen. Vorkenntnisse in Audiotechnik sind nicht nötig. Basismodul: Berufsrolle und zusätzliche Qualifikationen 33 Herz der Finsternis? Wie man vorurteilsfrei aus ärmeren Weltregionen berichtet R eportagen über den Globalen Süden sind oft oberflächlich, fehlerhaft und voller Klischees. Was sollten freie Journalist:innen und angehende Korrespondent:innen mitbringen, um informativ, unvoreingenommen und fair über sogenannte Entwicklungs- und Schwellenländer zu berichten? Zu den Voraussetzungen gehören Basiskenntnisse über die Geschichte, Politik, Wirtschaft, Kultur, Religion und die entwicklungspolitischen Beziehungen des jeweiligen Landes. Genauso wichtig wie die intellektuelle Vorbildung ist die Überprüfung der eigenen Haltung, die Selbstreflexion, denn häufig prägen eurozentrische Narrative unsere Wahrnehmung von Kriegen, Krisen und Armut. Deshalb sollte man auch die Grundthesen des postkolonialen Diskurses und der Rassismus-Forschung kennen. Zum unverzichtbaren Rüstzeug zählt die interkulturelle Kompetenz, also das Verständnis der Alltagskultur, der Respekt für Gesprächspartner:innen, das Hineindenken in deren Mentalität, die Begegnung auf Augenhöhe. Journalist:innen aus Europa, die in der Regel nur die klassischen Kolonialsprachen beherrschen, sind auf ortskundige Übersetzer und Fixer angewiesen, um Sprachbarrieren zu überwinden. Überdies sind lokale Netzwerke hilfreich, Kontakte zu Expert:innen, Institutionen, Hilfsorganisationen, einheimischen Politiker:innen, zivilgesellschaftlichen Akteur:innen und Kolleg:innen. Besonders bei investigativen Projekten sind strukturelle HerausfordeDer Autor und Trainer: Bartholomäus Grill, Journalist und Autor, Minden/ Kapstadt Er berichtete über drei Jahrzehnte als Korrespondent aus Afrika, erst für DIE ZEIT, später für den SPIEGEL. Er ist ehemaliger Stipendiat der Friedrich-EbertStiftung. rungen zu beachten: der Umgang mit Autoritäten(Polizei, Militär, Geheimdienste), Quellenschutz, die Sicherung von sensiblen Informationen, Stromversorgung, Kommunikation, Fortbewegung, gesundheitliche Faustregeln. Und die persönliche Sicherheit in Krisengebieten: Wie verhält man sich in lebensgefährlichen Situationen? Ist ein Hostile Environment and First Aid Training(HEFAT) ratsam? Wie lassen sich Risiken einschränken? ■ 34 Journalist:innen-Akademie Fotos: Stefan Kleinowitz, privat Aus Afrika nichts Neues? Anleitung für die Berichterstattung aus dem Globalen Süden B erichte aus dem Globalen Süden sind oft oberflächlich, alarmistisch, klischeehaft und irreführend. Das gilt insbesondere für Afrika, das in der Regel als K-Kontinent dargestellt wird: als Kontinent der Kriege, Krisen und Katastrophen. Bartholomäus Grill, der dreieinhalb Jahrzehnte als Korrespondent in Afrika unterwegs war, zeigt in diesem Seminar, wie ausgewogen und fair über unseren Nachbarkontinent berichtet werden kann und welche Verhaltens- und Rechercheregeln dabei zu beachten sind. Grill demonstriert an eigenen Erfahrungen und Texten die Fallstricke der eurozentrischen Wahrnehmung, analysiert gängige Vorurteile und Stereotype über sogenannte Entwicklungsund Schwellenländer und beschreibt die vielfältigen Herausforderungen, die ausländischen Journalist:innen in extrem ungleichen und politisch instabilen Regionen begegnen. in Kriegs- und Krisengebieten: Techniken für den Selbstschutz der interkulturellen Kommunikation, Sprachbarrieren mit sperrigen Behörden: Visa, Akkreditierung, Reisegenehmigungen Hindernisse: Transport, Nachrichtenübermittlung u. a. und Verhaltensempfehlungen Methoden Q&A-Formate Best-Practice-Beispiele Kompetenzgewinn kannst fair und ausgewogen über den globalen Süden berichten. kannst Vorurteile und Stereotype über Entwicklungs- und Schwellenländer erkennen und in der Berichterstattung vermeiden. Titel Anleitung für die Berichterstattung aus dem Globalen Süden Wann Donnerstag 23. April 2026 10.00 – 11.30 Uhr und 12.30 – 14.00 Uhr Wo Webseminar Teilnahmepauschale 25 Euro Zielgruppe Angehende Korrespondentinnen und Korrespondenten und freie Medienschaffende, die im oder zum Globalen Süden arbeiten wollen. Basismodul: Berufsrolle und zusätzliche Qualifikationen 35 IT-Sicherheit und Datenschutz: Recherche? Aber sicher! Trainer: Daniel Moßbrucker, Journalist und Trainer für digitale Sicherheit, Berlin 36 Journalist:innen-Akademie Fotos: Per Jacob Blut (3) Während des Webseminars wechseln sich Input- und Praxisparts ab. Auf jeden Fall bleibt Raum für Diskussionen in der Gruppe. Titel Recherche? Aber sicher! Wann Dienstag 28. April 2026 und Mittwoch 29. April 2026 jeweils 12.00 – 13.30 Uhr, 14.00 – 15.30 Uhr, 16.00 – 17.30 Uhr E s ist schon paradox: Datenschutz und IT-Sicherheit finden alle wichtig – aber in der Praxis siegen oft Bequemlichkeit, Zeitdruck und technisches Unvermögen. Der Journalismus ist davon nicht ausgenommen. Dabei können die Folgen von Hacks hier besonders dramatisch sein: Wer mit Personen kommuniziert, die auf Anonymität angewiesen sind, riskiert deren Sicherheit. Wer Zugriff auf Content-Management-Systeme oder soziale Netzwerke seines Mediums hat, riskiert enorme Reputationsschäden, sollten die Zugangsdaten in falsche Hände gelangen. Die gute Nachricht: Gelebte IT-Sicherheit ist längst kein Hexenwerk mehr, das nur Nerds verstehen. Es ist in den vergangenen Jahren immer einfacher geworden, mit wenigen Basics ein Sicherheitsniveau zu erreichen, an dem sich sowohl kriminelle Akteure als auch Staaten auf der ganzen Welt die Zähne ausbeißen. In diesem Seminar lernst Du, wie das geht. Wie schütze ich auf innovative Weise meine Zugangsdaten? Wie kommuniziere ich verschlüsselt? Wo kann ich meine Daten speichern, damit nur ich darauf zugreifen kann? Wie bleibe ich anonym im Netz, ohne verräterische Datenspuren zu hinterlassen? Antworten darauf erhältst Du in diesem zweitägigen Webinar. Wir versprechen Dir: Wenn Du die dortigen Maßnahmen umsetzt, laufen 99 Prozent aller Angriffe gegen Dich ins Leere. Methoden durch den Trainer und Software-Demonstration & Gruppenübungen und Rätsel Kompetenzgewinn zum eigenen RisikoManagement(Threat Modeling) Umgang mit Zugangsdaten und innovative Authentifizierungsweisen Kommunikation in der journalistischen Arbeit Web-Recherche Wo Webseminar Teilnahmepauschale 80 Euro Zielgruppe Alle Menschen, die im Journalismus arbeiten und dort mit Quellen in Kontakt sind oder Zugriff auf Systeme haben, der nicht in falsche Hände geraten darf. Das Webinar richtet sich an Menschen, die keine IT-Profis sind, aber sicher mit Computer und Smartphone umgehen können. Es bietet sich an, am Training mit einem Laptop und Smartphone teilzunehmen, um das Erlernte direkt im Training umsetzen zu können. Basismodul: Berufsrolle und zusätzliche Qualifikationen 37 Recherche? Aber sicher! Was Du über digitale Sicherheit wissen musst KI-Modelle sind verheißungsvoll – leider auch für Bösewichte. IT-Angriffe werden raffinierter, mehr Akteure können an sensible Daten gelangen. Höchste Zeit, dass sich auch Journalist:innen um den Schutz ihrer Daten kümmern. Das ist einfacher, als viele denken. von Daniel Moßbrucker Der Autor: Daniel Moßbrucker, Journalist und Trainer für digitale Sicherheit, Berlin J ournalist:innen sind auch nur Menschen – und wenn es um Privatsphäre und Datensicherheit geht, beweist der Mensch bekanntermaßen eine erstaunliche Doppelmoral: Er weiß, dass es in der digitalisierten Gesellschaft wichtig ist, die eigenen Daten vor Werbetrackern und staatlichen Überwachern zu schützen. Aber im Alltag siegen allzu oft Faulheit, Nichtwissen und der schnelle Klick auf den„Akzeptieren“-Button. Man spricht auch vom „Privacy Paradox“: Datenschutz ist wichtig in der Theorie und wird in der Praxis vernachlässigt. Die akademische Forschung weiß mittlerweile, dass solche Nutzungsweisen auch im Journalismus, der so gerne auf die Vertraulichkeit seiner Recherchen und Quellenbeziehungen stolz ist, weit verbreitet ist. Journalist:innen bereitet das insgeheim meist ein schlechtes Ge38 Journalist:innen-Akademie Foto: Per Jacob Blut wissen, welches sie dann mit zwei (brandgefährlichen) Argumenten zu beruhigen versuchen. Erstens reden sich viele ein, selbst gar nicht an investigativen Enthüllungsstorys zu arbeiten und deswegen kaum etwas zu verbergen zu haben. Das mag zwar sein, aber wer in vernetzten IT-Strukturen arbeitet – und das machen alle Journalist:innen, egal ob festangestellt oder freiberuflich –, kann durch eigene Unvorsichtigkeit auch Kolleg:innen in Gefahr bringen. Die besten Beispiele sind wohl die Hacks deutscher Regionalverlage, als Cyberkriminelle massenhaft Unternehmensdaten verschlüsselten und teilweise wochenlang keine Zeitungen produziert werden konnten – zum Beispiel Ende 2020 bei Funke. Das Einfallstor waren jeweils Phishing-E-Mails, auf die arglose Mitarbeiter:innen klickten. Schon unangenehm, wenn man dafür verantwortlich wäre, die Reputation seines Arbeitgebers zu zerstören und ihn an den Rand des finanziellen Ruins zu bringen, oder? IT-Sicherheit leben Andere reagieren auf Datensicherheitspraktiken fatalistisch. Es wird mit Geheimdiensten oder datenhungrigen Plattformen argumentiert, die doch eh schon alles wüssten.„Technischer Selbstschutz? Sinnlos!“ Das Argument ist an sich schon schief: Auch wer es im Sport nicht zu Olympia schafft, kann sich doch regelmäßig bewegen und fit halten, oder? Es ist aber auch ein falsches Argument: IT-Sicherheit ist mittlerweile viel einfacher zu leben als noch vor einigen Jahren. Selbst potente Staaten beißen sich daran regelmäßig die Zähne aus. Programme für Datenbackups, sichere Passwörter und verschlüsselte Kommunikation sind längst nutzbar, ohne noch Produktivitätseinbußen zu haben. In der Praxis zeigt sich sogar, „Schadsoftware kann mit Hilfe von Sprachmodellen geschrieben werden, große Datenmengen wie geklaute E-MailPostfächer in Sekundenschnelle mit KI-Modellen ausgewertet werden.“ Daniel Moßbrucker, freier Journalist und Security Trainer dass Menschen, die innovative Lösungen wie Passwortmanagementsysteme nutzen, nicht nur sicherer, sondern auch produktiver agieren können als Kolleg:innen, die weiterhin bei jedem Login ihr Passwort manuell eintippen. Wer sich ernsthaft mit digitaler Sicherheit auseinandersetzen möchte, muss die echten Gefahren identifizieren. Das sind meist nicht die viel zitierten Geheimdienste, sondern Cyberkriminelle oder technisch versierte Einzelpersonen, die mit vergleichsweise einfachen Mitteln schwach geschützte Daten der Journalist:innen hacken wollen. KI macht Angreifende mächtig Diese Angreifenden haben mit Künstlicher Intelligenz ein mächtiges Werkzeug erhalten, welches das Risiko für Journalist:innen nochmals erhöht. Schadsoftware kann mithilfe von Sprachmodellen geschrieben werden, große Datenmengen wie geklaute E-Mail-Postfächer in Sekundenschnelle mit KI-Modellen ausgewertet werden. Wer sich angesichts dieser verschärften Bedrohungslage im Journalismus weiterhin ungeschützt im Netz bewegt, riskiert nicht nur die Sicherheit seiner Quellen, sondern auch seinen guten Ruf. Versprochen: Wer die Basics in IT-Sicherheit befolgt, reduziert die Wahrscheinlichkeit von IT-Angriffen massiv. Das ist ethisch und finanziell sinnvoll – und beschert einem ganz nebenbei auch endlich wieder ein gutes Gewissen, wenn das Wort„Datenschutz“ fällt. ■ Fünf Basics für ITSicherheit 1 Schütze alle Accounts mit Zwei-Faktor-Authentifizierung. 2 Installiere Updates für Betriebssystem, Programme und Apps automatisch und sofort. 3 Mache ein Backup deiner Daten, das nie älter als sieben Tage ist. 4 Führe sensible Kommunikation über Ende-zu-Endeverschlüsselte Messenger. 5 Verberge bei Bedarf deine IP-Adresse und blockiere Tracker. Basismodul: Berufsrolle und zusätzliche Qualifikationen 39 Resilienztraining für Journalist:innen: Souverän, stark und autark bleiben im digitalen Wandel In Workshops gibt Stephan Weichert sein Wissen unter anderem zum Thema Resilienz regelmäßig weiter. Trainer: Dr. Stephan Weichert, Direktor, VOCER-Institut für Digitale Resilienz J ournalist:innen stehen heute unter Dauerfeuer: Krisen, digitale Beschleunigung, ständige Erreichbarkeit, Angriffe im Netz und die Unsicherheit rund um KI verändern den Berufsalltag grundlegend. Das zweitägige Seminar bietet einen kompakten Einstieg in zentrale Resilienzstrategien für die Berufsrealitäten Medienschaffender. Die Teilnehmenden lernen, wie sie Belastungsfaktoren frühzeitig erkennen, ihre eigene mentale Widerstandskraft stärken und in digitalen Umgebungen souverän agieren können. Wir arbeiten praxisnah an den Themen Selbstschutz, Stress- und Ressourcenmanagement, Umgang mit digitalen Risiken sowie an der Frage, wie sich Arbeitsroutinen stabilisieren lassen – gerade in herausfordernden Phasen. Dazu gehören die Erstellung von Resilienzprofilen, Achtsamkeitsund Fokusübungen, Tools für eine ge40 Journalist:innen-Akademie Fotos: Martin Kunze, Per Jacob Blut, VOCER, Elias El Ghorchi Während der jährlichen Fachtagung#Medien Akademie der Journalist:innenAkademie diskutiert Stephan Weichert als Panelgast(2025, oberes Bild) und gibt ein„Plädoyer für einen resilienten Journalismus in der Krise“ ab (2022). Titel Souverän, stark und autark bleiben im digitalen Wandel Wann Mittwoch 6. Mai 2026 11.00 – 17.30 Uhr bis Donnerstag 7. Mai 2026 9.30 – 16.00 Uhr Wo Friedrich-EbertStiftung Berlin sunde digitale Arbeitsweise, kollegiale Fallberatung und der Transfer auf typische Situationen in Redaktionen. Ein Schwerpunkt liegt außerdem auf digitaler Souveränität: Wie gelingt der produktive Umgang mit KI-Tools, ohne Überforderung und Kontrollverlust? Wie schaffen Journalist:innen Orientierung in einer Öffentlichkeit voller Konflikte und Desinformation? Das Seminar verbindet Input, Reflexion und kollegialen Austausch. Ziel ist es, individuelle Handlungssicherheit zu stärken und zugleich ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie Resilienz in Teams, Redaktionen und Organisationen verankert werden kann. Methoden Diskussionen und Fokusübungen Fallberatung Kompetenzgewinn erkennst individuelle und strukturelle Belastungsfaktoren in deinem Arbeitsalltag. kennst Methoden, um Stress, digitale Überreizung und den„Always on“-Modus zu regulieren. verfügst über Strategien, um mit KI-Tools souverän und selbstbestimmt zu arbeiten. weißt, wie kollegiale Beratung und Netzwerke deine Widerstandskraft stärken können. entwickelst konkrete Routinen, um psychische Gesundheit im journalistischen Alltag zu fördern. Teilnahmepauschale 210 Euro(inkl. Übernachtung im EZ, Frühstück und Mittagessen) Zielgruppe Journalist:innen aller Ressorts mit und ohne Führungsverantwortung, die ihre mentale Widerstandskraft stärken, digitale Arbeitsprozesse souveräner gestalten und gesund durch herausfordernde Medienumfelder navigieren möchten. Basismodul: Berufsrolle und zusätzliche Qualifikationen 41 Social Videos: Souverän präsentieren und sicher produzieren Trainerin: Christiane Wittenbecher, freie Journalistin und Trainerin, Berlin W er in sozialen Medien überzeugen will, braucht mehr als ein gutes Skript. Entscheidend sind Präsenz, Haltung und ein technisches Setup, das nicht vom Inhalt ablenkt. In diesem Workshop erhalten die Teilnehmer:innen praxisnahes Coaching, um vor der Kamera authentisch, souverän und natürlich zu wirken. Und sie lernen, wie sie mit einfachen und schnell umsetzbaren Tipps ein durchschnittliches Smartphone-Video in technisch saubere und ansprechend gestaltete Social Videos verwandeln. In dem zweitägigen KombiWorkshop„Social Videos: Souverän präsentieren und sicher produzieren“ erwartet die Teilnehmer:innen gezielte Übungen, individuelles Feedback und viel Raum für Ausprobieren. Sie trainieren, im Video souverän und 42 Journalist:innen-Akademie Fotos: Elias El Ghorchi (3), privat In den Seminaren von Christiane Wittenbecher steht das praktische Ausprobieren mit der eigenen Smartphone-Kamera im Fokus. In der Gruppe und individuell gibt es professionelles Feedback. Titel Social Videos: Souverän präsentieren und sicher produzieren Wann Montag 15. Juni 2026 10.00 Uhr bis Dienstag 16. Juni 2026 17.30 Uhr Wo Friedrich-EbertStiftung Berlin gelassen aufzutreten, ihre Botschaften und Recherche-Ergebnisse so zu präsentieren, dass sie verstanden und erinnert werden, sowie Handwerkszeug, um technisch gute und visuell ansprechend Smartphone-Videos zu produzieren. Das Training vermittelt die wesentlichen Aspekte des Auftretens, darunter Stimme, Mimik und Gestik, Hinweise zum Texten sowie Technik-Tipps für gute Ausleuchtung, Tonqualität und Tools, um die VideoPerformance zu verbessern. Mithilfe eines realen Kamera-Setups können die Teilnehmer:innen verschiedene Situationen wie Interviews und Aufsager simulieren und direkt im Anschluss auswerten. Stimme& Körpersprache Was wirkt wie und warum? Einstiege und gute Skripte sprechen statt aufsagen (Bildaufbau, Licht, Ton, Apps& Tools) Methoden Übungen Feedback Kompetenzgewinn lernst, wie Du Deine Inhalte vor der Kamera authentisch und überzeugend vermittelst. gewinnst Sicherheit im Präsentieren. stärkst sowohl stimmliche als auch nonverbale Präsenz. weißt genau, worauf Du beim nächsten Dreh achten solltest und wie Du dich stimmlich, inhaltlich und visuell optimal vorbereitest. Teilnahmepauschale 210 Euro(inkl. Übernachtung im EZ, Frühstück und Mittagessen) Wichtig! Bitte bringe ein Smartphone – mit ausreichend Speicherplatz – sowie ein Ladekabel, Kopfhörer, eine Powerbank und ein Brillenputztuch zum Seminar mit! Zubehör wie Mikrofone, Stative und Licht kann, sofern vorhanden, ebenso mitgenommen werden. Zielgruppe Das Seminar richtet sich an alle, die bereits vor der Kamera stehen oder stehen werden und bessere Videos mit dem Smartphone drehen wollen. Basismodul: Berufsrolle und zusätzliche Qualifikationen 43 Grundlagen der Investigativ- und Darknetrecherche Trainer: Michel Penke, investigativer Datenjournalist, Berlin Trainer: Daniel Moßbrucker, Journalist und Trainer für digitale Sicherheit, Berlin R echerche trennt Journalismus von Geschwätz. Deswegen gehen wir in diesem Workshop die ersten Schritte einer professionellen Recherche: Wie fange ich an? Was ist Pflicht, was zu vermeiden? Wir sprechen über den Aufbau eines belastbaren Informantennetzwerks, über Bulletproofing und darüber, warum Eitelkeit warum Eitelkeit bei der Recherche so hilfreich ist. Gesichtserkennung und IT-Forensik helfen uns, Betrug zu überführen und zeigen uns die faszinierende Welt der Open Source Intelligence(OSINT). Wir rekonstruieren, warum nicht Greta Thunberg und Pizzakartons Andrew Tate ins Gefängnis brachten – und 44 Journalist:innen-Akademie Fotos: Pekic; Per Jacob Blut; privat Quelle: twitte/Cobratate Titel Grundlagen der Investigativ- und Darknetrecherche Die Pizzabox als Meme: kein Ermittlungsdurchbruch, aber ein popkulturelles Symbol für die Ironie zwischen Andrew Tates Selbstdarstellung und der realen Strafverfolgung. wie man mit Urlaubsfotos Menschen aufspürt. Im Anschluss widmen wir uns dem unregulierten, anonymen und schwer zu durchdringendem Teil der digitalen Welt – dem Darknet. Wir lernen, für welche Themen das Darknet Wissen bereithält, wie man überhaupt dort hineinkommt und welche Recherchemethoden sich eignen. In praktischen Übungen lernen wir, uns auf kriminellen Marktplätzen zu registrieren und Ransomware-Gruppen nachzuspüren. Methoden Präsentationen Unterrichtsstil Übungen realer InvestigativRecherchen Recherchen Kompetenzgewinn kennst die ethischen Aspekte der journalistischen Recherche. kannst Anträge nach dem Informationsfreiheitsgesetz(IFG) richtig aufsetzen. kannst unformatierte Daten aus dem Internet scrapen. lernst Informanten-Netzwerke aufzubauen. erlernst die Funktionsweisen von OSINT. bekommst einen Überblick über die neuesten KI-Werkzeuge. erlernst das Bulletproofing von Recherchen. verstehst, was das Darknet ist und wie man dort journalistisch recherchiert. Wann Mittwoch 8. Juli 2026 11.00 Uhr bis Freitag 10. Juli 2026 15.30 Uhr Wo Friedrich-EbertStiftung Berlin Teilnahmepauschale 300 Euro(inkl. Übernachtung im EZ, Frühstück und Mittagessen) Wichtig! Alle Teilnehmenden sollten ein Notebook zum Seminar mitbringen. Zielgruppe Das Seminar richtet sich an Journalist:innen oder Journalismus-Interessierte, die noch wenig bis keine Erfahrungen in der journalistischen Recherche gesammelt haben. Basismodul: Berufsrolle und zusätzliche Qualifikationen 45 Meine erste Investigativ-Geschichte Die„investigative Recherche“ ist eine journalistische Arbeitsweise, der etwas Mystisches und Geheimes innewohnt. Bei meiner ersten investigativen Recherche habe ich gelernt: Sie ist alles andere als Zauberei. von Jakob Kerry Hier geht es zu Jakobs Autorenprofil auf moz.de: I nvestigativjournalismus deckt Missstände auf, die sonst im Verborgenen bleiben. Im Journalismus wird häufig so getan, als ob es dafür Zaubertricks bräuchte, dabei ist es alles andere als Zauberei. Auch Investigativjournalismus ist Handwerk. Wer mit der ersten investigativen Recherche starten möchte, weiß wahrscheinlich nicht, welche Themen sich eignen und wo der Anfang einer solchen Arbeit liegen kann. Je spezifischer die Fragestellung und das Recherchefeld sind, desto höher ist die Chance, schnell eine runde Recherche zu erhalten. Vielleicht hast Du schon einmal zu einem Thema gearbeitet und möchtest Dich tiefer mit einem Aspekt befassen oder findest eine Perspektive, auf ein Thema, die bisher zu wenig beachtet wurde. Es geht dann nicht darum, einen einzigartigen Recherche-Stunt hinzulegen, sondern sich tiefgehend mit der Thematik zu befassen. Das kann über ganz normale Gespräche gelingen, mehrere Presseanfragen, oder über Dokumente, die bisher nicht journalistisch ausgewertet wurden. So simpel es klingt: Einfach anfangen, denn nur dann kann auch etwas herausgefunden werden. Hier Erkenntnisse zu den einzelnen Recherche-Schritten: 1. Ideen- und Themenfindung Ich rate dazu, Themen zu nehmen, die aktuell nicht im öffentlichen Diskurs stehen. Natürlich findest Du auch bei viel bearbeiteten Themen vielleicht diese eine Perspektive, die fehlt, aber einfacher ist es, ein Thema zu nehmen, über das schlichtweg noch nicht oder nicht ausreichend berichtet wurde. Dabei lohnt es sich, vergangene Themen noch einmal neu aufzubereiten. Vielleicht ist damals etwas übersehen worden oder eine Entwicklung hat neue Informationen 46 Journalist:innen-Akademie Foto: Maren Strehlau ans Licht gebracht, die noch nicht berichtet wurden. 2. Wer recherchiert, hat Fragen Je mehr Du weißt, desto mehr Fragen entstehen zu einem Sachverhalt. Dieser Umstand kann erschlagend wirken, das ist völlig normal. Wichtig ist, alle Fragen systematisch zu klären und abzuarbeiten, bis Du das Gefühl hast, bei einer Veröffentlichung nichts ausgelassen zu haben. Bei einem komplexen Sachverhalt kann es dauern, alle W-Fragen zu einem Sachverhalt sauber zu beantworten. Nimm Dir die notwendige Zeit. Investigative Recherche ist aufwendig. 3. Eine Information ist kein fertiger Artikel Irgendwann kommst Du vielleicht an diese eine brandheiße neue Information – doch die Information allein reicht höchstens für eine Meldung. Das mag unbefriedigend sein, doch die Tragweite solcher Informationen lässt sich in der Regel nur schwer selbst einschätzen – womit wir bei Erkenntnis vier wären. 4. Du musst kein:e Superheld:in sein! Im Zweifel brauchst Du Hilfe. Das mag unangenehm sein, denn wir Journalist:innen geben in der Regel nur ungern zu, nicht alles zu wissen. Mein Tipp: Schau Dir an, wer zu Deinem recherchierten Sachverhalt bereits veröffentlicht hat – zum Beispiel in der Wissenschaft oder in anderen Medien. Nimm Kontakt zu diesen Personen auf. Das ist natürlich Kaltakquise am absoluten Nullpunkt – und alle Details deiner Recherche möchtest Du natürlich nicht verraten. Es braucht also viel Vertrauen, aber meine Erfahrung ist, dass Menschen, Kolleg: innen oder sachkundige Personen gerne helfen. 5. Veröffentlichung Wer nicht unendlich viel Platz hat, sollte darüber nachdenken, die Recherche zu portionieren und nicht alles auf einmal zu veröffentlichen. Aus meiner ersten investigativen Recherche für die Märkische Oderzeitung sind am Anfang drei Artikel entstanden und im Laufe des Jahres folgten weitere. Wichtig ist: Du weißt durch Deine Recherche so viel mehr als durchschnittliche Leser:innen. Versuche deshalb, je ein Element aus der Recherche auszuwählen, das sich als für sich stehende Geschichte erzählen lässt. 6. Recherchiere Gutes und sprich darüber Du hast im Zweifel monatelang recherchiert. Es lohnt sich also zu überlegen, wie Du die größtmögliche Aufmerksamkeit für Deine Veröffentlichung generieren kannst. Denke über die eigentliche Veröffentlichung hinaus: ein Reel für Social Media, ein LinkedIn-Post oder Ähnliches kann die Reichweite deiner Arbeit deutlich vergrößern. Frei nach dem Motto:„Tue Gutes und sprich darüber“. Bleib dran und viel Erfolg für Deine erste investigative Recherche. Die gelingt mit Beharrlichkeit und journalistischem Geschick und Gespür – ganz ohne Zauberei. ■ Der Autor: Jakob Kerry absolvierte sein journalistisches Volontariat beim Märkischen Medienhaus und gehörte zu den Teilnehmer:innen des journalistischen Hospitanzprogramms#Inside Bundestag24. Aktuell arbeitet er als Investigativ-Reporter für Märkische Oderzeitung und Lausitzer Rundschau. Einer seiner thematischen Schwerpunkte ist die Berichterstattung über den Rechtsextremismus – u. a. in Brandenburg. Infobox: Wie kommst Du zum investigativen Journalismus? Es gibt viele Wege, die Dich zum investigativen Journalismus führen. Wer nicht das Glück hat, direkt in der Investigativredaktion von Spiegel, Zeit oder anderen Medien zu starten, kann es als Freie:r versuchen. Das bringt allerdings unter anderem finanzielle Unsicherheit mit sich. Wenn Du bei Lokalmedien oder kleineren Zeitungen arbeitest, brauchst Du eine zündende Idee, die für Dein regionales Publikum interessant sein könnte. Dann braucht es einen guten Pitch von Dir bei jemanden, der Dir die Zeit für dafür einräumt. Und los geht es. Basismodul: Berufsrolle und zusätzliche Qualifikationen 47 Foto: Per Jacob Blut 48 Journalist:innen-Akademie Basismodul Politikberichterstattung Veranstaltungen dieses Moduls erhöhen die journalistischen Kompetenzen in der politischen Berichterstattung. Wer fragt, führt: Das politische Interview NEU! Sicherheitspolitische Themen fundiert bearbeiten und einordnen 49 Wer fragt, führt: Das politische Interview Trainer: Volker Engels, Journalist, Kommunikationstrainer und Buchautor, Berlin Als Kommunikationsund Medientrainer arbeitet Volker Engels mit Journalist:innen, aber auch Politiker:innen. Eine seiner Stärken ist es, die Bedürfnisse beider Interviewparteien zu kennen und in seine Seminare einfließen zu lassen. 50 Journalist:innen-Akademie Fotos: Elias El Ghorchi (3) Titel Wer fragt, führt: Das poltitische Interview Wann Dienstag 13. Oktober 2026 9.45 – 11.30 Uhr, 11.45 – 13.15 Uhr, 14.15 – 16.15 Uhr Mittwoch 14. Oktober 2026 9.00 – 10.30 Uhr, 10.45 – 12.15 Uhr, 12.30 – 14.00 Uhr Wo Webseminar I n Interviews mit politischen Akteur:innen ist es oft schwierig, den Dingen auf den Grund zu kommen. Das Gegenüber weicht aus oder will die eigene Botschaft platzieren. Vor allem Berufseinsteigende oder junge Journalist:innen benötigen darum die Sicherheit und das Handwerkszeug, Interviews hart an der Sache orientiert, aber fair im Ton zu führen. Dabei ist es wichtig, den roten Faden im Blick zu behalten, aber auch die Bedürfnisse der Gesprächspartner:innen nicht aus den Augen zu verlieren. Alle Teilnehmenden haben die Gelegenheit, während des Seminars zwei Einzelinterviews mit politischen Gästen zu führen. Die Interviews(die nicht veröffentlicht werden) zeichnen wir auf und werten sie gemeinsam aus. Die Interviewpartner:innen geben ebenfalls Feedback. wie kontroverses oder persönliches Interview Fragetechniken Feedback-Regeln beim Interview mit„unbequemen“ Interviewpartner:innen rhetorische Darstellung Methoden zu einer politischen Lage Interviews mit politischen Mandatsträger:innen Kompetenzgewinn weißt, wie Interviews im politischen Raum zu führen sind und kannst im Gespräch die Führung behalten. erkennst eigene Stärken und Schwächen in der Interviewführung. Teilnahmepauschale 80 Euro Zielgruppe Das Webseminar richtet sich an Berufsanfänger:innen aus den Bereichen Online, Print, TV oder Hörfunk. Basismodul: Politikberichterstattung 51 Sicherheitspolitische Themen fundiert bearbeiten und einordnen Differenzierte Perspektiven als journalistische Stärke Trainerin: Julia Weigelt, Fachjournalistin und Moderatorin für Sicherheitspolitik und zertifizierte Kommunikationstrainerin, Hamburg S icherheitspolitische Berichte führen Journalist:innen regelmäßig an die Grenzen des Machbaren: Recherchen zu Radikalisierung, Umgang mit Desinformation, Gespräche mit extremen politischen Akteur:innen oder Berichte über menschliche Ausnahmesituationen. Dieses dreitägige Seminar vermittelt praxisnahe Werkzeuge, um in komplexen, aufgeheizten und emotional belastenden Situationen professionell, empathisch und souverän zu bleiben. Die Teilnehmenden lernen, wie sie Konfliktdynamiken fundiert einordnen, Interviews sicher steuern, psychologische Prozesse besser verstehen und ihre eigene Rolle bewusst reflektieren. Ziel ist es, journalistische Handlungsfähigkeit zu stärken – im Spannungsfeld von Informationsauftrag, gesellschaftlichem Zusammenhalt und persönlicher Belastung. Methoden Impulse& Fallanalysen 52 Journalist:innen-Akademie Sicherheitspolitische Berichterstattung beschäftigt sich längst nicht nur mit bewaffneten Konflikten, sondern auch mit Bedrohungen für die Demokratie wie Desinformation und Extremismus. Titel Sicherheitspolitische Themen fundiert bearbeiten und einordnen Wann Dienstag 10. März 2026 11.00 Uhr bis Donnerstag 12. März 2026 17.00 Uhr Fotos: picture alliance/Chris Emil Janßen, Hami Roshan, Sachelle Babbar, Inga Sommer Wo Friedrich-EbertStiftung Hamburg & Kapazitätsarbeit & Live-Simulationen zu Neurobiologie, Bias& Konfliktdynamiken Kompetenzgewinn kannst Ursachen von Radikalisierung erklären und einordnen. beherrschst eine souveräne Selbstregulation in angespannten Gesprächs- und Recherchesituationen. schärfst Dein Rollen- und Haltungsbewusstsein. kannst Perspektivwechsel ermöglichen, ohne Positionen zu relativieren. kannst kognitive Verzerrungen und Desinformation erkennen. kannst Gespräche mit radikalisierten Akteur:innen professionell führen. kannst sicherheitspolitische Themen unter Macht- und Privilegienaspekten reflektieren. Teilnahmepauschale 300 Euro(inkl. Übernachtung im EZ und Frühstück) Zielgruppe Journalist:innen aller Ressorts, die zu sicherheitspolitischen, gesellschaftlichen oder konfliktbezogenen Themen arbeiten; Reporter:innen, Redakteur:innen, Moderator:innen sowie Medienschaffende, die ihre professionelle Handlungsfähigkeit in herausfordernden kommunikativen Situationen stärken möchten. Basismodul: Politikberichterstattung 53 Foto: Christiane Wittenbecher 54 Journalist:innen-Akademie Spezialmodul Politische Hospitanzprogramme Die Hospitanzprogramme richten sich vornehmlich an Nachwuchsjournalist:innen. Hauptstadtjournalismus und Bundespolitik live erleben #InsideEU: Einblicke in Politik und Berichterstattung aus der EU-Hauptstadt Brüssel Alumni-Netzwerktreffen für ehemalige Teilnehmer:innen der Hospitanzprogramme 55 #InsideBundestag: Hauptstadtjournalismus und Bundespolitik live erleben Bewerbungsschluss: 15.7.2026 An fast 20 exklusiven Gesprächsterminen mit Politiker:innen und Korrespondent:innen nahmen die Teilnehmer:innen von #InsideBundestag25 teil und stellten ihre Fragen. Ansprechpartner: Marcus Hammes, FES-Journalist:innenAkademie D er Deutsche Bundestag ist als pulsierendes Zentrum politischer Entscheidungen ein spannendes Arbeitsumfeld für Journalist:innen. Doch wie können Journalist:innen in der Hauptstadt Fuß fassen? Wie knüpfen sie die wirklich wichtigen Kontakte? In Zusammenarbeit mit der SPDBundestagsfraktion bietet die Journalist:innen-Akademie das Hospitanzprogramm#InsideBundestag an. Als Teilnehmer:in hast Du die Möglichkeit, Bundespolitiker:innen zu treffen, mit ihnen zu diskutieren, sie zu interviewen und einen Einblick in den Arbeitsalltag im Deutschen Bundestag sowie in der SPD-Bundestagsfraktion zu erhalten. Du stellst Hauptstadtjournalist:innen und Pressesprecher:innen Deine Fragen und erhältst Hintergründe und Informationen zur journalistischen Arbeit von Korrespondent:innen. Du hospitierst in einem Abgeordnetenbüro und lernst den Hauptstadtbetrieb sowohl aus journalistischer als auch aus politischer Perspektive während zweier Sitzungswochen des Parlaments kennen. Exklusive Pressegespräche, die Begleitung von Journalist:innen zu Interviews und Pressestatements, der Besuch der Regierungspressekonferenz und Hintergrundgespräche„unter drei“ bieten Dir die Gelegenheit, Dich journalistisch weiterzuentwickeln. 56 Journalist:innen-Akademie Fotos: Per Jacob Blut (3) Zur Vorbereitung auf die intensiven Hospitanzwochen nimmst Du an einem Vorbereitungsseminar teil, bei dem Du alle Hospitant:innen kennenlernst, Dich vernetzt und erfährst, wie das Hospitanzprogramm abläuft. Du frischst Dein Wissen über die Arbeit des Deutschen Bundestages auf, absolvierst ein Rhetorik- und InterviewKompakttraining mit einem professionellen Medientrainer und erhältst in Gesprächen mit Pressesprecher:innen und Journalist:innen erste Einblicke. Methoden mit Spitzenpolitiker:innen und Hauptstadtkorrespondent:innen in einem Abgeordnetenbüro der SPD-Bundestagsfraktion und Teilnahme an Pressekonferenzen Briefings im Vorfeld der Gespräche an Sitzungen der SPDBundestagsfraktion und des Deutschen Bundestages Networking-Möglichkeiten Kompetenzgewinn weißt, wie der Deutsche Bundestag und die SPD-Bundestagsfraktion auf allen Arbeitsebenen funktionieren. erlangst Sicherheit bei Interviews mit Politiker:innen und erhältst Antworten auf Fragen. kannst Dich kompetent an der Diskussion über die Arbeit des Parlaments und von Parlamentarier:innen beteiligen. weißt, wie Hauptstadtkorrespondent:innen arbeiten. erfährst, welche Fähigkeiten Journalist:innen für die Politikberichterstattung benötigen. weißt, wie Du ein Netzwerk für Deine journalistische Arbeit aufbaust. Titel #Inside Bundestag: Hauptstadtjournalismus und Bundespolitik live erleben Vorseminar: Wann Freitag 16. Oktober 2026 16.00 Uhr bis Sonntag 18. Oktober 2026 16.00 Uhr Hospitanzprogramm: Wann Montag 2. November 2026 8.00 Uhr bis Freitag 13. November 2026 14.00 Uhr Wo Friedrich-Ebert-Stiftung, Deutscher Bundestag, Berlin Teilnahmepauschale Für das Einführungsseminar bezahlst Du 200 Euro(inkl. Übernachtung im EZ, Frühstück und Mittagessen sowie Reisekosten innerhalb Deutschlands). Für das zweiwöchige Hospitanzprogramm fällt keine Seminarpauschale an. Übernachtung und Verpflegung sind selbst zu organisieren und zu finanzieren. Für die Anreise nach Berlin und die Rückreise wird ein Fahrtkostenzuschuss gezahlt. Wichtig Da für diese Veranstaltung nur eine begrenzte Anzahl von Teilnahmeplätzen zur Verfügung steht, sende Deine Bewerbung (mit einem aussagekräftigen Motivationsschreiben, Deinem Lebenslauf und Nachweisen Deiner journalistischen Praxis) bis spätestens Mittwoch, 15. Juli 2026, an: journalistenakademie@fes.de Kooperationspartner Zielgruppe Journalist:innen, die sich für die Berichterstattung über Bundespolitik qualifizieren wollen. Auch die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Reem Alabali Radovan(l.), kam zum Hintergrundgespräch„unter drei“. Basismodul: Politische Hospitanzprogramme 57 Das sagen die Hospitant:innen … „Das Wissen, das ich mitgenommen habe, kann in keinem Seminar vermittelt werden. Politische Abläufe, die mir vorher abstrakt vorkamen, wurden mit Leben gefüllt und meine Interview-Skills auf Vordermann gebracht.“ Aylin Geweniger, Volontärin, maischberger „Ich empfehle das Programm allen, die Politik in ihrem Beruf journalistisch abbilden. Nur wer die Prozesse in ihrer ganzen Komplexität aus der Nähe gesehen und erlebt hat, versteht diese wirklich – und kann sie somit erklären.“ Jennifer Engl, Volontärin, Online-Redaktion Goethe-Institut München 58 Journalist:innen-Akademie Fotos: Per Jacob Blut (4) „Das Programm hat mir gezeigt, wie Fraktionen, Ausschüsse und der Bundestag arbeiten. Ich weiß nun, wie politische Entscheidungen wirklich entstehen.“ Benjamin Probst, Stipendiat Journalistenschule ifp, freier Journalist u. a. Zeit Podcast-Team „Ob im MdB-Büro, der Fraktionssitzung oder der Sprecher:innenKabine von phoenix im Plenarsaal: Wir konnten hinter Türen blicken, die sonst verschlossen bleiben.“ Dr. Lena Clausen, Redakteurin einblick, Deutscher Gewerkschaftsbund Hier geht es zum Rückblick auf das Hospitanzprogramm 2025. Basismodul: Politische Hospitanzprogramme 59 #InsideEU: Einblicke in Berichterstattung und Politik aus der EU-Hauptstadt Brüssel Einmal wie die 27 Regierungschef:innen über den roten Teppich im Forum des Europa-Gebäudes des Europäischen Rates schreiten? Bei#InsideEU kein Problem. Bewerbungsschluss: 1.3.2026 Ansprechpartner: Marcus Hammes, FES-Journalist:innenAkademie Z weifelsohne: Europa ist kompliziert. In der Berichterstattung über die Europäische Union hat das Folgen. Private TV-Sender berichten nur sporadisch aus Brüssel, während sich andere Medien darauf beschränken,„EU-Bashing“ zu betreiben – ein pauschales Einschlagen auf alles, was aus Brüssel kommt. Das EU-Hospitanzprogramm in Brüssel zeigt Alternativen auf. Zu Beginn Deiner Woche in Brüssel erhältst Du unerlässliches Wissen über die Europäische Union, ihre Entstehungsgeschichte und ihre Bedeutung für das alltägliche Leben von 450 Millionen Europäer:innen. Dir werden Möglichkeiten kreativer Europa-Berichterstattung und Tipps und Tricks zum schnellen EU-Faktenwissen nähergebracht. Mit den nötigen Fakten und Hintergründen zur Europäischen Union im Gepäck dringst Du in Brüssel tief in den EU-Dschungel vor – der gar nicht so unübersichtlich ist, wie viele meinen. Aus journalistischer, fragender Perspektive lernst Du die EU 60 Journalist:innen-Akademie Fotos: Per Jacob Blut, Marcus Hammes (2), Christiane Wittenbecher Titel #InsideEU Wann Samstag 11. April 2026 14.00 Uhr bis Freitag 17. April 2026 13.00 Uhr Erinnerungsfoto an den Besuch der Hospitierenden 2025 im Europäischen Parlament. in ihren unterschiedlichen Facetten kennen – Du besuchst das Parlament, das im Mittelpunkt der Woche steht, und kommst mit Abgeordneten, ihren Mitarbeiter:innen und Pressereferent:innen ins Gespräch. Du erhältst Einblicke in das politische System der Gemeinschaft und Ausblicke auf Themen, über die und wie über sie berichtet werden kann. Auch in Seminarteilen, die sich kreativen Ansätzen für Deine journalistische Berichterstattung und wenig genutzten, aber ergiebigen Quellen für Deine Recherche widmen, kannst Du praktische Erkenntnisse für Deine journalistische Arbeit gewinnen. Außerdem besuchst Du europäische Redaktionen, nimmst an thematischen Fachvorträgen bei der EU-Kommission teil, hast Gespräche mit Korrespondent:innen und erhältst Einblicke in die Arbeit der EUVertretung eines deutschen Bundeslandes sowie einer Lobbyorganisation. Methoden und Gruppendiskussionen Führungen und Praxisgespräche für eigene Recherchen und Berichterstattung Während des Besuchs der Europäischen Kommission darf ein Blick in die Studios und Regie des European Broadcasting Service(EBS) nicht fehlen. Kompetenzgewinn erhältst neues Wissen zum politischen System der EU und über das Europäische Parlament sowie die EU-Kommission. bekommst Einblicke in Theorie und Praxis der Europa-Recherche und EU-Berichterstattung. kannst an den Debatten über Demokratie und Öffentlichkeit in Europa kompetent teilnehmen. Wo Brüssel Teilnahmepauschale 450 Euro (inkl. Übernachtung, Frühstück sowie – nach vorheriger Absprache – Übernahme der Reisekosten für die Anreise nach Brüssel und die Rückreise) Wichtig! Da für diese Veranstaltung nur eine begrenzte Anzahl von Teilnahmeplätzen zur Verfügung steht, sende Deine Bewerbung(mit einem Motivationsschreiben, Deinem Lebenslauf und Nachweisen Deiner journalistischen Praxis) bis spätestens Sonntag, den 1. März 2026, an: journalisten akademie@fes.de Zielgruppe (Nachwuchs-) Journalist:innen, die sich für EU-Berichterstattung qualifizieren wollen. Basismodul: Politische Hospitanzprogramme 61 Das sagen die Hospitant:innen … „Die Zeit in Brüssel hat mir gezeigt, wie greifbar Europa werden kann. Innerhalb einer Woche bekommt man Einblicke, die man sonst nie bekäme – in politische Prozesse, Institutionen und die Menschen dahinter.“ Charlotte Groß-Hohnacker, Volontärin, Kölner Stadt-Anzeiger „Oft heißt es in der Berichterstattung: Das hat Brüssel so entschieden. Doch ,Brüssel‘ ist nicht eine Behörde, sondern das komplexe Zusammenspiel der verschiedenen EU-Institutionen. Wie das funktioniert und warum es einmal im Monat auch in Straßburg stattfindet, habe ich während des Hospitanzprogramms gelernt.“ Jonas Jordan, Redakteur, vorwärts „Wer verstehen will, was Lobbyismus in Brüssel wirklich bedeutet, sollte sich für das hervorragend organisierte Hospitanzprogramm bewerben. Besonders wertvoll war auch der Austausch mit den anderen engagierten Teilnehmenden.“ Wanja Ebelsheiser, Volontär Journalistenschule ifp, Videojournalist 62 Journalist:innen-Akademie Fotos: Christiane Wittenbecher (4) „Das Programm hat mir dabei geholfen, das undurchsichtige System der EU besser verstehen zu können. Dabei war besonders der Austausch mit verschiedenen Akteur:innen spannend.“ Lina Seliger, Studentin der Publizistik, freie Mitarbeiterin ZDF und SWR Hier geht es zum Rückblick auf das EUHospitanzprogramm 2025. Basismodul: Politische Hospitanzprogramme 63 Alumni-Netzwerktreffen Ansprechpartner: Marcus Hammes, FES-Journalist:innenAkademie Ü ber 400 Journalist:innen haben in den vergangenen Jahren an den journalistischen Hospitanzprogrammen im Europäischen Parlament und im Deutschen Bundestag teilgenommen. Am 27. September 2025 wurde das Alumni-Netzwerk der Journalist:innen-Akademie gegründet um die ehemaligen Teilnehmer:innen nicht nur dauerhaft, sondern auch über die verschiedenen Jahrgänge hinweg zu vernetzen. Das Alumni-Netzwerk kommt ein Mal im Jahr für zwei Tage persönlichen Austausch, Inspiration und journalistische Weiterbildung zusammen. Ziel dieser und weiterer kleinerer Treffen während des Jahres ist es, die Alumni mit all ihren Perspektiven, Erfahrungen und Einblicken aus ihren bisherigen beruflichen sowie ehrenamtlichen Stationen näher zusammenzubringen. Im Austausch mit Hospitierenden verschiedener Jahrgänge werden aktuelle Entwicklungen in der journalistischen Berichterstattung zu Europa- und bundespolitischen Themen diskutiert. Darüber hinaus sind die Treffen ein Raum für persönliche Beratung – im Austausch mit den Alumni, den Projektpartner:innen der Journalist:innen-Akademie sowie den beteiligten Korrespondent:innen, Politiker:innen und Trainer:innen. Das#InsideAlumniNetzwerk ist noch 64 Journalist:innen-Akademie Fotos: Per Jacob Blut, Elias El Ghorchi (4) Netzwerken funktioniert doch beim Essen am besten. Pressesprecher Thilo Kunzemann gab Wissen über die Informationskanäle des EUParlaments für Journalist:innen weiter. ganz neu und wird im Jahr 2026 konkret gestaltet. Sicher ist, dass ein Jahrestreffen wesentlicher Bestandteil der Netzwerkarbeit bleibt. Methoden und Diskussionsformate mit Hauptstadtjournalist:innen, Pressesprecher:innen und Politiker:innen und kollegiales Lernen Workshops Kompetenzgewinn hast die aktuelle journalistische Berichterstattung im Kontext von Bundes- und Europapolitik reflektiert. erweiterst Dein Netzwerk. vertiefst Deine kommunikativen und journalistischen Kenntnisse. Auf großes Interesse stieß das AlumniBingo, das die Teilnehmer:innen spielten. Titel AlumniNetzwerktreffen Wann Samstag 12. September 2026 bis Sonntag 13. September 2026 Wo Berlin Teilnahmepauschale 50 Euro (inkl. Übernachtung, Frühstück sowie – nach vorheriger Absprache – Übernahme der Reisekosten für die Anreise aus. Deutschland Berlin und die Rückreise) Zielgruppe Die Teilnahme ist Alumni der journalistischen Hospitanzprogramme #InsideBundestag und#InsideEU aller bisherigen Jahrgänge vorbehalten. Basismodul: Politische Hospitanzprogramme 65 Das sagen die Alumni … „Ich habe an beiden Hospitanzprogrammen teilgenommen und dadurch so viel gelernt, dass ich mich freue, nun konstant Kontakt zu den anderen Alumni zu halten.“ Stefanie Helbig, freie Journalistin, investigative Verbraucher- und Umweltthemen „Ich habe Lust auf Demokratieförderung und Networking. Durch das Alumni-Netzwerk bleibt man nah dran am Journalismus und kann jederzeit Fragen stellen.“ Marian Marte, Lehramtsstudent, freier Journalist „Es macht Spaß, wieder mit alten Weggefährten in Kontakt zu treten und sich kritisch über aktuelle Themen auszutauschen.“ Dr. Dominic Jung, Politischer Referent, Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg 66 Journalist:innen-Akademie Fotos: Maren Strehlau (3), Elias El Ghorchi „Ich schätze den Austausch über Entwicklungen im Journalismus und freue mich schon auf die nächsten Netzwerktreffen.“ Hanna Sellheim, Redakteurin, Kieler Nachrichten Du bist Alumna oder Alumnus? Dann werde jetzt Teil vom#InsideAlumniNetzwerk und tritt unserer LinkedIn-Gruppe bei. Basismodul: Politische Hospitanzprogramme 67 Foto: Per Jacob Blut 68 Journalismus und Medienpolitik Spezialmodul Medienpolitischer Diskurs Im Mittelpunkt dieser Veranstaltungen steht die kritische Betrachtung medienpolitischer Entwicklungen in Deutschland sowie die Diskussion der damit verbundenen Veränderungen der journalistischen Berufsrolle. Einladung ins FES-Zelt für konstruktiven Dialog: Journalismus und Medienpolitik auf dem b° future festival 2026 Fachkonferenz: #MedienAkademie26 Arbeit unter Druck – psychosoziale Belastungen bei Journalist:innen 69 Einladung ins FES-Zelt für konstruktiven Dialog: Journalismus und Medienpolitik auf dem b° future festival 2026 Im FES-Zelt für konstruktiven Dialog kommt das Team der Journalist:innen-Akademie mit Bürger:innen in den Austausch – zu Mediennutzung, Politik und aktuellen Themen, die die Besucher:innen bewegen. Teamwork zwischen festen und freien Kolleg:innen ist auch unser jährlicher Einsatz auf dem b° future festival in Bonn. Titel Journalismus und Medienpolitik auf dem b° future festival Wann Donnerstag 1. Oktober 2026 bis Samstag 3. Oktober 2026 Wo Bonn Zielgruppe Journalist:innen mit Festivalticket und interessierte Bürger In Koorperation mit: Fotos: Per Jacob Blut, Elias El Ghorchi (5) Ansprechpartner: Marcus Hammes, FES-Journalist:innenAkademie Z um b° future festival kommen all diejenigen zusammen, die sich in Europa für zukunftsorientierten Journalismus einsetzen, der gut für die Gesellschaft ist: kritisch, konstruktiv und auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Menschen in unseren Gesellschaften hin ausgerichtet. Während des Festivals steht der Dialog über wichtige Zukunftsthemen und-fragen im Mittelpunkt: Wie kann Journalismus in Zeiten von Krieg, Klimawandel und Multikrisen so berichten, dass er auch ankommt und Hassrede, Fake News und Polarisierung etwas entgegensetzt? Wie können wir es schaffen, dass der Journalismus so vielfältig wie unsere Gesellschaften in Europa wird? Und welche Tipps für die Recherche faktenbasierter Inhalte 70 Journalismus und Medienpolitik und den Umgang mit Künstlicher Intelligenz können Bürger:innen von Journalist:innen für ihren Alltag im Netz übernehmen? Im FES-Zelt für konstruktiven Dialog kommen die beiden gesellschaftlichen Gruppen zusammen – zum Austausch, zum Voneinanderlernen und für ein, zwei Bilder in Fritz’ Fotobox. Besonders gefragt sind auch die Informationen zu Stipendien und weiteren Angeboten der FES. Hier geht es zu unserem Liveblog zum Festival 2025: Spezialmodul: Medienpolitischer Diskurs 71 Fachkonferenz: #MedienAkademie26 Tag zwei der#Medien Akademie25: gleich geht‘s auf in die Workshops. Ansprechpartner: Marcus Hammes, FES-Journalist:innenAkademie Z ur MedienAkademie 2026 laden wir Journalist:innen, Medienmacher:innen und medienpolitisch Interessierte ein, um über die Zukunft des Journalismus im digitalen Machtgefüge zu diskutieren – kritisch, praxisnah und mit Haltung. 2025 fand die#MedienAkademie unter der Fragestellung„Wer kontrolliert die digitale Öffentlichkeit?“ statt. Auch in diesem Jahr wird das Diskussions- und Workshopprogramm an einem aktuellen thematischen Schwerpunkt ausgerichtet. Methoden Input von Expert:innen mit anschließender kritischer Diskussion und Gesprächsformate mit journalistischen Profis öglichkeiten zur individuellen Vernetzung Kompetenzgewinn u erhältst umfassende Kenntnis zu einem aktuellen Thema, das den Journalismus und die Medienpolitik bewegt. u bekommst journalistisches Handwerk und Kernkompetenzen von Profis vermittelt. u erweiterst Dein persönliches Netzwerk. 72 Journalismus und Medienpolitik Fotos: Per Jacob Blut (5) Abseits des inhaltlichen Programms bleibt Raum für Austausch und Netzwerken beim gemeinsamen Essen. Keynote-Speaker Markus Beckedahl im Interview mit Moderatorin Dr. Carola Dorner. Titel Fachkonferenz: #Medien Akademie26 Wann Donnerstag 3. Dezember 2026 bis Freitag 4. Dezember 2026 Wo Berlin Teilnahmepauschale 120 Euro(inkl. Übernachtung im EZ für nicht in Berlin wohnende Teilnehmer:innen& Verpflegung während der Programmzeiten) Zielgruppe Journalist:innen, Medienpolitiker:innen und medienpolitisch Interessierte aller Altersgruppen und beruflichen Erfahrungsstufen. Alle Informationen zur #MedienAkademie25 findest Du hier: Spezialmodul: Medienpolitischer Diskurs 73 Netzwerktreffen: Arbeit unter Druck – psychosoziale Belastungen bei Journalist:innen 74 Journalismus und Medienpolitik Fotos: Per Jacob Blut (3) Die psychologische Psychotherapeutin Friederike Engst ist fachliche Ansprechpartnerin und Coach für die Peers der Helpline von Netzwerk Recherche. Titel Arbeit unter Druck – psychosoziale Belastungen bei Journalist:innen Wann Termin auf Anfrage Wo Berlin J ournalist:innen geraten mehr und mehr unter Druck. Hass und Hetze im Netz, Übergriffe auf Reporter:innen, die von Demonstrationen berichten, prekäre Arbeitsbedingungen(vor allem für freie Journalist:innen) und Belastungen, die der Arbeitsalltag mit sich bringt: Berichterstattung über Kriege und Krisen, Schicksalsschläge, Naturkatastrophen. Mit dem Projekt„Helpline“ unterstützt der Verein Netzwerk Recherche Journalist:innen dabei, mit psychosozialen Belastungen selbstschützend umzugehen. Die Friedrich-Ebert-Stiftung fördert das wichtige Angebot und lädt die Projektbeteiligten zum Netzwerktreffen ein. Während des Netzwerktreffens gehen die Teilnehmenden den Fragen nach: Was sind die Ursachen für die Belastungen im Journalismus? Wie können Journalist:innen mit dem zunehmenden Druck selbstschützend umgehen? Und: Wie konnte der bisherige Helpline-Betrieb Kolleg: innen helfen? Methoden von Expert:innen mit anschließender Diskussion mit Expert:innen zu Strategien des Peer-Supports zur individuellen Vernetzung Kompetenzgewinn verstehst die Hintergründe und Ursachen der vielfältigen Belastungen im Journalismus und welche gesellschaftlichen Folgen daraus resultieren. lernst Strategien kennen, wie Du mit belastenden Situationen selbstschützend umgehen kannst, sei es allein oder durch Peer-Support. Wichtig! Während des Netzwerktreffens werden auch persönliche Erfahrungen geteilt. Die Teilnehmenden verpflichten sich, diese Informationen vertraulich zu behandeln. Zielgruppe Fester Teilnehmendenkreis. In Kooperation mit Spezialmodul: Medienpolitischer Diskurs 75 Foto: Per Jacob Blut 76 Journalist:innen-Akademie Spezialmodul Journalistische Nachwuchsförderung Diese Angebote richten sich an Nachwuchsjournalist:innen und alle, die es werden wollen. fürs Volo 2026 Berufsorientierung für Nachwuchsjournalist:innen Medien, Macht und Politik: Junge Perspektiven auf Politik und den Hauptstadtjournalismus 77 Fit fürs Volo 2026 Ansprechpartnerin: Julia Möltgen, FES-Journalist:innenAkademie D u möchtest als Journalist:in durchstarten und Dich auf ein Volontariat bewerben? Dann ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, um den ersten Schritt zu machen! Mit unserer Seminarreihe„Fit fürs Volo“ kannst Du Dich optimal auf Deinen Berufseinstieg vorbereiten. In zwei praxisorientierten Grundlagen-Modulen vermitteln wir Dir das journalistische Basiswissen und das Handwerkszeug, das Du für Deine zukünftige Karriere brauchst. Von der Themenrecherche über die Grundlagen des journalistischen Schreibens und der Recherche bis hin zu MobileReporting – wir führen Dich Schritt für Schritt in die journalistischen Grundlagen ein und geben Dir das handwerkliche Know-how an die Hand, um erfolgreich durchzustarten. Nach der Teilnahme an beiden Grundlagenmo78 Journalist:innen-Akademie Fotos: Elias El Ghorchi, Paul Probst; Per Jacob Blut; Raphael Krämer dulen kannst Du ab dem kommenden Jahr richtig loslegen: Dann stehen Dir unsere vielseitigen Spezialmodule offen – von Text über TV bis zu weiteren journalistischen Disziplinen. Vertiefe Dein Talent, erweitere Dein Portfolio und finde genau den Schwerpunkt, der zu Dir passt! Dein Weg in den professionellen Journalismus beginnt mit„Fit fürs Volo“. Fit fürs Volo: Grundlagenmodul I und zeigt, welche Wege zu Deinem persönlichen Ziel führen können. Du lernst andere journalistisch Interessierte und Berufseinsteiger:innen kennen, tauschst Erfahrungen aus und erhältst wertvolle Expert:innen-Tipps für Deinen erfolgreichen Start. Titel Fit fürs Volo Grundlagenmodul I Wann Montag 23. März 2026 bis Freitag 27. März 2026 Wo Friedrich-EbertStiftung, Bonn Teilnahmepauschale 200 Euro (inkl. Übernachtung im EZ, Frühstück, Mittagessen) Einführung ins Berufsfeld Journalismus Montag, 23. März 2026 D as Berufsfeld Journalismus ist vielseitig, dynamisch und voll spannender Möglichkeiten. Journalist:innen recherchieren, überprüfen Fakten, erzählen Geschichten und machen komplexe Themen für ein breites Publikum verständlich. Wer in diesem Beruf arbeitet, gestaltet Debatten mit, informiert die Öffentlichkeit und trägt Verantwortung für eine lebendige Demokratie. Wege in den Journalismus gibt es viele – und genau hier setzt diese Einführung an. Sie bietet Dir Orientierung im vielfältigen Berufsfeld Grundlagen des journalistischen Schreibens Dienstag und Mittwoch, 24. März und 25. März 2026 D ieser Kursus beschäftigt sich mit den Grundlagen des journalistischen Schreibens – und vermittelt das Handwerkszeug dafür. Auf eine Einführung in journalistische Standards folgen viele praktische Wichtig! Alle Teilnehmenden sollten ein Notebook oder Tablet zum Seminar mitbringen. Zielgruppe Nachwuchsjournalist:innen und alle, die es werden wollen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Spezialmodul: Journalistische Nachwuchsförderung 79 Übungen. Wir befassen uns mit den Darstellungsformen Nachricht und Bericht und trainieren das Texten von Titeln und Teasern. Diese müssen die Leser:innen packen, sonst wird selbst der schönste Artikel weggeklickt. Außerdem diskutieren wir über Framing, Sprache und Stil und untersuchen Texte daraufhin, welche Meinung sie im Kopf der Leser:innen entstehen lassen. Die Teilnehmenden erfahren darüber hinaus, wie Künstliche Intelligenz sie beim Texten sinnvoll unterstützen kann. Das Seminar lehrt, informativ und attraktiv zugleich zu schreiben. Mit vielen Übungen und individuellem Feedback. Texte redigieren Donnerstag, 25. März 2026 K larer, präziser, wirkungsvoller – in nur einem Tag. In diesem intensiven Workshop lernst Du die wichtigsten Techniken des professionellen Redigierens kennen: vom Feinschliff an Sprache und Stil über den prüfenden Blick auf Struktur und Verständlichkeit bis hin zur sicheren Fehlerkorrektur. Gemeinsam analysieren wir reale Textbeispiele, üben redaktionelle Entscheidungsfindung und schärfen Dein Gespür für klare, überzeugende Texte. Medienrecht und Medienethik kompakt Freitag, 26. März 2026 S chnell recherchieren, klar schreiben – und rechtlich wie moralisch sauber bleiben: In diesem eintägigen Kompaktseminar lernst Du die wichtigsten Grundlagen des deutschen Medienrechts und der Medienethik kennen. Du beschäftigst Dich mit Rechten am eigenen Bild, versteckten Ton- und Videoaufnahmen, Musik auf TikTok und Instagram, Zitaten aus Netz und Chat sowie Haftung für Posts und Kommentare. Danach weißt Du, was Du bei fremden Bildaufnahmen, Musikschnipseln aus dem Netz oder heimlich mitgeschnittenen O-Tönen beachten musst. Anhand echter Fälle aus Redaktionen diskutieren wir Sorgfalt, Transparenz, Quellen und die klare Trennung von Werbung und Redaktion. Kurze Inputs, Checklisten und Übungen geben Dir Sicherheit für Entscheidungen – von der Themenidee bis zur Veröffentlichung. ■ Trainerin: Dagmar Thiel, freie Journalistin und Medientrainerin, Bad Bentheim Trainerin: Lotte Laloire, Journalistin, Buchautorin, Berlin Trainer: Professor Dr. Roman Rusch, Lehr- und Forschungsprofessur für Moderation, Interviewtechnik und Präsentation, Hochschule Ansbach 80 Journalist:innen-Akademie Fotos: Elias El Ghorchi (3); Per Jacob Blut, Florian Menath; Silke Bues; privat Titel Fit fürs Volo Grundlagenmodul II Wann Montag 14. September 2026 bis Freitag 18. September 2026 Wo Hamburg Teilnahmepauschale 200 Euro (inkl. Übernachtung im EZ, Frühstück, Mittagessen) Fit fürs Volo: Grundlagenmodul II Themen finden und pitchen Montag, 14. September 2026 D u würdest gerne eine Reportage schreiben, ein Feature basteln, einen Podcast aufnehmen oder einen TV-Beitrag anbieten – Dir fehlt aber das richtige Thema? Der Workshop „Themen finden und pitchen“ vermittelt kreative Denkanstöße zum Themen-Finden und liefert eine strukturierte Anleitung von der Suche eines Themas bis zur Umsetzung. Auch KI-Anwendungen machen wir uns dabei zunutze und vergleichen, welche Anfragen uns Zeit ersparen und welche sogar kreativen Mehrwert mit sich bringen. Wichtig! Alle Teilnehmenden sollten ein Notebook oder Tablet zum Seminar mitbringen. Zielgruppe Nachwuchsjournalist:innen und alle, die es werden wollen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Spezialmodul: Journalistische Nachwuchsförderung 81 Trainerin: Isabel Lerch, freie Journalistin NDR Data, KI-Lotsin und Trainerin, Hamburg Grundlagen der journalistischen Recherche Dienstag und Mittwoch, 15. und 16. September 2026 W ie arbeiten Journalist:innen in einem großen öffentlich-rechtlichen Sender? Welche Tricks und Tools nutzen sie? Dieses Seminar vermittelt Dir die Grundlagen der journalistischen Recherche. Du bekommst Einblicke in die tägliche Arbeit von Journalist:innen, die an vielschichtigen und langfristigen Recherchen arbeiten. Du erfährst, wie sie dafür an welchen Stellen bestimmte Werkzeuge einsetzen, beispielsweise aus dem OSINT-Bereich. Auch die Frage, inwiefern dabei schon KI eine Rolle spielt, wird besprochen. Bei einer Exkursion in die Redaktionsräume des NDR erfährst Du aus erster Hand, wie Journalist:innen Fakten checken und welche Methoden sie nutzen, um Informationen zu verifizieren. Zudem schauen wir uns an, wie beim NDR, dem Sitz der Tagesschau der ARD, tagesaktuelle Themen recherchiert werden und Programminhalte entstehen. Grundlagen des Mobile Reportings Donnerstag und Freitag, 17. und 18. September 2026 I n zwei Tagen erlernst Du die Grundlagen der mobilen Videoproduktion mit dem Smartphone. Der Kurs vermittelt Dir das notwendige Wissen, um eigenständig Fotos und Videos für journalistische Zwecke zu erstellen. Du bekommst eine Einführung in Bildaufbau, Bildgestaltung und Kameraeinstellungen. Du lernst, wie Du Interviewpartner:innen optimal in Szene setzt und ein ansprechendes Bild entsteht. Darüber hinaus werden technische Grundlagen zu Licht und Ton vermittelt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der praktischen Anwendung: Du setzt geeignete Apps für die Produktion ein und bekommst Sicherheit im Umgang mit dem Smartphone als journalistisches Werkzeug. Zum Abschluss produzieren alle Teilnehmenden ein eigenes Video, zu dem Du ein individuelles und praxisnahes Einzelfeedback erhältst. ■ Trainer: Oskar Vitlif, freier Journalist und Trainer, Hamburg Trainerin: Vivian Upmann, Journalistin, Moderatorin, Sprecherin, Niendorf/Ostsee 82 Journalist:innen-Akademie Fotos: Elias El Ghorchi (3); Claudia Timmann; Per Jacob Blut; privat (2) Berufsorientierung für Nachwuchsjournalist:innen Ansprechpartnerin: Julia Möltgen, FES-Journalist:innenAkademie W er in den Journalismus einsteigen möchte, steht vor vielen praktischen Entscheidungen – unsere Angebote zur Berufsorientierung geben dafür kompakte, alltagsnahe Orientierung: In Online-Impuls-Seminaren bieten wir praxisnahe Einblicke, hilfreiche Tipps und Raum für Austausch. Die eineinhalb- bis dreistündigen Sessions geben Orientierung von ersten Kontakten bis zur Karriereplanung. Unsere Themen reichen vom Speeddating mit Journalist:innen über internationale Jobperspektiven und Bewerbungstrainings bis hin zur Frage, welches Medium zu den eigenen Stärken passt. Auch Arbeitsbedingungen, Bezahlung und berufliche Realität im Journalismus nehmen wir offen in den Blick. Kurz, direkt, aktuell – für einen gelungenen Start in den Journalismus. Hier werden die Termine nach und nach aktuell veröffentlicht: Spezialmodul: Journalistische Nachwuchsförderung 83 Zwischen Medien, Macht und Politik: Junge Perspektiven auf Politik und den Hauptstadtjournalismus Auf Position für die Live-Schalte aus dem ZDF-Hauptstadtstudio: Selfies vor dem Brandenburger Tor einmal anders. Ansprechpartnerin: Julia Möltgen, FES-Journalist:innenAkademie P olitische Berichterstattung ist mehr als nur das Vermitteln von Fakten – sie prägt die öffentliche Meinung und beeinflusst politische Diskussionen. Doch wie entstehen politische Nachrichten wirklich? Welche Akteur:innen sind daran beteiligt und wie steuern sie die Themensetzung und planen die Berichterstattung? Dieses Seminar vermittelt die Grundlagen der Mechanismen des politisch-medialen Betriebs in Berlin und bietet exklusive Einblicke in das Zusammenspiel von Journalismus, Politik, PR und Lobbyismus. Im Fokus steht dabei die Frage, wie politische Themen in den Medien behandelt werden und welche Rollen die verschiedenen Akteur:innen dabei einnehmen. Die Teilnehmenden erfahren, wie Nachrichten entstehen, was politische Relevanz ausmacht und welche Einflussstrategien – vom„Spin“ bis zur gezielten Themenplatzierung – genutzt werden. In praktischen KurzWorkshops wird vermittelt, wie man politische Themen klar und verständlich aufbereitet, Interviews mit 84 Journalist:innen-Akademie Fotos: Marcus Hammes, Mark Bollhorst (2) Politiker:innen führt und dabei journalistische Grundsätze wie Unabhängigkeit und professionelle handwerkliche Standards wahren kann. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf digitalen Formaten zur Vermittlung von Tagespolitik und gesellschaftspolitisch relevanten Inhalten, die zunehmend an Bedeutung gewinnen. Wie können junge Journalist:innen diese Formate nutzen und was von ihren Produzent:innen lernen, um politische Themen kreativ und zielgruppengerecht zu präsentieren und damit die nächste Generation von Medienkonsument:innen zu erreichen? Exkursionen zu renommierten Redaktionen bieten den Teilnehmenden wertvolle Einblicke in den Alltag von Hauptstadtjournalist:innen. Sie erfahren, wie politische Nachrichten produziert werden, welche Herausforderungen der digitale Wandel für die Medienlandschaft mit sich bringt und welche neuen Perspektiven sich für die politische Kommunikation und Berichterstattung eröffnen. Methoden Impulsvorträge mit praktischen Übungen mit exklusiven Praxiseinblicken und Erfahrungsaustausch mit Expert:innen Kompetenzgewinn hast ein Verständnis von den Grundlagen der politischen Berichterstattung und ihrer Akteur:innen. weißt, wie politische Kommunikation von allen Seiten aus funktioniert und welche Mechanismen dabei ineinander greifen. gewinnst Einblicke in die Arbeit von politischen Redaktionen und digitalen Medienplattformen. kannst den gesamten Prozess der politischen Berichterstattung inkl. der parlamentarischen Verfahren nachvollziehen – vom ersten Impuls bis zur fertigen Nachricht. kannst die Rolle der Medien bei der politischen Meinungsbildung einschätzen. Titel Junge Perspektiven auf Politik und den Hauptstadtjournalismus Wann Termin auf Anfrage Wo Berlin Teilnahmepauschale 100 Euro(inkl. Übernachtung im EZ, Frühstück und Verpflegung während der Programmzeiten) Zielgruppe Das Seminar richtet sich an Nachwuchsjournalist:innen und alle, die es werden wollen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Während der Regierungspressekonferenz erhalten die Teilnehmer:innen einen Einblick in die journalistische Routine von Hauptstadtkorrespondent:innen. Spezialmodul: Journalistische Nachwuchsförderung 85 Für Dich im Büro der Journalist:innen-Akademie Marcus Hammes Journalistisches Volontariat, Studium der Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Kassel sowie Verfassungs-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Universität Bonn. Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung und dort nach langjähriger freiberuflicher journalistischer Tätigkeit von Juli 2020 bis Februar 2022 im Bereich Seminar- und Veranstaltungskonzeption der Journalist:innenAkademie tätig. Seit Juli 2022 leitet Marcus Hammes die Journalist:innen-Akademie, die seit November 2025 zum neu gegründeten und ebenfalls von ihm verantworteten Team Journalismus und Medienpolitik gehört.. Darüber hinaus arbeitet er als freiberuflicher Journalist, Texter und Trainer für Politik- und Medienthemen in der Jugend- und Erwachsenenbildung. Marcus Hammes marcus_hammes Julia Möltgen Studium der Bildungswissenschaften, Germanistik und Geschichte in Bonn. 2015–2020 Tätigkeiten in der Geschichts-, Kunstund Kulturvermittlung. Seit 2015 Mitarbeiterin der Friedrich-Ebert-Stiftung, seit Mai 2019 im Team der Journalist:innen-Akademie, zunächst zuständig für die Veranstaltungsorganisation und Finanzverwaltung. Seit 2022 ist Julia Möltgen im Bereich der Seminar- und Veranstaltungskonzeption als pädagogische Assistentin der Journalist:innen-Akademie tätig. Susanne Fischer Studium der Neueren und Neusten Geschichte, Japanologie und Geschichte und Gesellschaft Südasien in Berlin. Tätigkeiten bei der SPD Berlin, der AWO Berlin und im Deutschen Bundestag. Seit Oktober 2020 Referentin der Friedrich-Ebert-Stiftung im Landesbüro Berlin und dem Managerkreis. Seit November 2025 ist Susanne Fischer Referentin im Team Journalismus und Medienpolitik. Lisa-Marie Rückwardt Studium der Politikwissenschaft in Hannover. Seit Oktober 2022 im Team der Journalist:innen-Akademie zuständig für die Organisation und Finanzverwaltung. Lisa-Marie Rückwardt ist zentrale Ansprechpartnerin bei allen Fragen und steht für alle Informationen zu den Seminaren und Veranstaltungen der Journalist:innen-Akademie zur Verfügung. Tom Hochheiser Studium der nachhaltigen Sozialpolitik (Schwerpunkt Kommunikation/Gesellschaft) in Sankt Augustin. Seit 2022 Mitarbeiter der Friedrich-Ebert-Stiftung; bis 2025 zuständig für die Veranstaltungsorganisation und Finanzverwaltung bei der Akademie für Soziale Demokratie. Seit Januar 2026 ist Tom Hochheiser im Team Journalismus und Medienpolitik. 86 Journalist:innen-Akademie Fotos: Elias El Ghorchi, Per Jacob Blut (2), Marcus Hammes, Anna Wasilewski Aufbau der Journalist:innen-Akademie Das Veranstaltungsprogramm der Journalist:innen-Akademie ist unterteilt in: Basismodule Spezialmodule Journalistische   Kernkompetenzen   Politische   Hospitanzprogramme   Berufsrolle und zusätzliche  Qualifikationen   Medienpolitischer Diskurs   Politikberichterstattung  Journalistische Nachwuchsförderung  Teilnahmezertifikate können in allen Veranstaltungen erworben werden. Das Gesamtzertifikat „Journalistische Kernkompetenzen“ erhältst Du auf Anfrage bei Belegung von fünf Veranstaltungen: Veranstaltungen aus dem Basismodul Journalistische Kernkompetenzen Veranstaltung aus dem Basismodul Politikberichterstattung Das Gesamtzertifikat „Politische Hospitanzprogramme“ erhältst Du bei Belegung des Bundestagshospitanzprogramms und des EU-Hospitanzprogramms.  Das Gesamtzertifikat„Fit fürs Volo“ erhältst Du nach erfolgreichem Abschluss der beiden Fit-fürs-Volo Grundlagenmodule I und II und mindestens einem Fit-fürs-Volo-Spezialmodul. Team und Aufbau der Journalist:innen-Akademie 87 Unsere Trainer:innen Arne Semsrott ist seit 2014 Projektleiter und Chefredakteur im Team von FragDenStaat. Er ist Politikwissenschaftler und Journalist. Mit dem Freiheitsfonds befreit er Menschen aus dem Gefängnis. 2024 erschien sein Buch „Machtübernahme. Was passiert, wenn Rechtsextremisten regieren. Eine Anleitung zum Widerstand.“ Arne Semsrott @arnesemsrott Bartholomäus Grill Jahrgang 1954, war über drei Jahrzehnte Afrika-Korrespondent, erst für Die Zeit, dann für den Spiegel. Er gehörte zum Afrika-politischen Beraterkreis des ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler und hat vielgelesene Bücher über den Kontinent geschrieben, darunter den Bestseller„Ach, Afrika“. Christiane Wittenbecher Die Journalistin, Videografin und Immersive Storytellerin Christiane Wittenbecher hat in Berlin eine Videoproduktionsfirma aufgebaut und geleitet. Dort leistete sie mit ihrem Team Pionierarbeit im Bereich 360°-/VR-Storytelling, produzierte für Medienhäuser wie ARD, Axel Springer(Welt, Bild) und die Funke Zentralredaktion sowie für die Social-Media-Accounts des Bundespräsidenten. Zuvor arbeitete sie in verschiedenen Verlagshäusern (Zeit Online, Spiegel Online, funk) als Videojournalistin, u. a. war sie Chefin vom Dienst der Webvideo Unit bei Axel Springers Welt. Davor war sie mehrere Jahre in den Fernseh-, Radio- und Social-Media-Redaktionen des Mitteldeutschen Rundfunks tätig, wo sie auch ihr Volontariat absolvierte. Sie erhielt den Deutschen Reporterpreis für ein 360°-Erlebnis und den Deutschen Fernsehpreis mit einem Team um Stefan Aust bei Welt/N24. Christiane Wittenbecher ist als Speakerin und WorkshopLeiterin an Unis, FHs und Journalist:innenschulen tätig. Christiane Wittenbecher @wittenbecherc Dagmar Thiel ist freie Journalistin und Medientrainerin. Sie engagiert sich seit vielen Jahren als Dozentin in der Aus- und Weiterbildung für Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit. Sie schreibt über Qualität im Journalismus, spannend findet sie insbesondere die Entwicklung im Lokalen. Außerdem berät Dagmar Thiel Unternehmen und Verbände in Management und Organisation von Pressearbeit. www.dagmar-thiel.de Dagmar Thiel @dagmar_thiel Dr. Daniel Moßbrucker ist freier Journalist und SecurityTrainer. Er studierte Journalistik an der TU Dortmund sowie Digital Journalism an der Hamburg Media School. Als Journalist veröffentlicht er regelmäßig zu den Themen Überwachung, Datenschutz und Internetregulierung. Daniel Moßbrucker ist aus88 Journalist:innen-Akademie Fotos: Per Jacok Blut, Joerg Brueggemann/OSTKREUZ; Boaz Arad; David Röthler (generiert mit Open-Source-Software Flux); Claudia Timmann; privat (2) gebildeter Trainer und bildet Journalist:innen im In- und Ausland in digitaler Sicherheit und Darknet-Recherchen fort. Redaktionen und NGOs berät er strategisch bei der Entwicklung von IT-Sicherheitskonzepten. Bei einer Menschenrechtsorganisation war er drei Jahre lang als Referent für Internetfreiheit tätig, bevor er im Sommer 2019 ein Dissertationsprojekt begann, in dem er die Auswirkungen von Überwachung auf den Journalismus untersucht. Für eine Recherche zu pädokriminellen Darknet-Foren gewann er mit einem Team von NDR und Spiegel 2022 den OttoBrenner-Preis für innovative Medienprojekte. www.daniel-mossbrucker.de @damossb David Röthler ist ein erfahrener Experte für digitale Medien, Bildung und Künstliche Intelligenz mit langjähriger Erfahrung als Berater, Erwachsenenbildner und Universitätsdozent. Sein besonderes Interesse gilt innovativen Modellen der Partizipation im Journalismus sowie dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Als Referent vermittelt er praxisnah, wie Journalist:innen die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz für ihre Arbeit nutzen können, ohne dabei die kritische Reflexion aus den Augen zu verlieren. www.david.roethler.at David Röthler @davidroethler Felix Graf Consolati studierte Medien und Kommunikation an der Technischen Universität in München. Nach mehreren Film- und Fotoprojekten in Nord- und Zentralamerika arbeitet er inzwischen als Creative Producer. Seit 2015 ist er außerdem als Dozent und Trainer tätig – unter anderem für die Bayerische Landeszentrale für neue Medien, die deutsche Presseakademie und für ProSieben. Was nebenbei nie zu kurz kommen darf: die Zeit draußen in den Bergen, auf dem Fahrrad und in fremden Ländern. Er ist von Seattle nach Alaska gesegelt, hat den Westen der Mongolei zu Fuß durchquert und das Hochland Islands mit dem Fahrrad. Reisen ist seine Leidenschaft – schöne Momente festzuhalten natürlich auch. Felix Graf Consolati Isabel Lerch arbeitet als Datenjournalistin bei NDR Data. Die Datenrecherchen ihres Teams bringt sie dann als Reporterin und Redakteurin bei NDR Info in alle relevanten News-Kanäle. Als Trainerin gibt sie ihr Wissen in den Bereichen journalistische Recherche, Datenjournalismus, Datenvisualisierung und KI weiter. Ihr journalistisches Handwerk hat sie während des Programmvolontariats beim NDR(2018– 2020) gelernt. Isabel Lerch hat Politikwissenschaften in Berlin und Sankt Petersburg studiert und zur Blütezeit der täglichen Daten – während der CoronaPandemie – ein Studium der Data Science in Lüneburg ergänzt. Isabel Lerch @IsabelLerch Unsere Trainer:innen 89 Unsere Trainer:innen Julia Weigelt erklärt als Journalistin und Moderatorin komplexe Zusammenhänge verständlich und eingängig, hinterfragt Politik kritisch und macht sie möglichst vielen Menschen zugänglich – in Podcasts, Radio, Print und Online. Dafür gründete sie 2012 ihr Journalistenbüro„Sicherlich“. RechercheReisen führten sie u. a. nach Afghanistan. Ihre Arbeiten wurden mit mehreren Journalistenpreisen ausgezeichnet. So kürte sie der Verband der Deutschen Fachpresse zur „Fachjournalistin des Jahres 2023“ für ihre Recherchen zu Führungskultur in der Bundeswehr. 2024 erhielt sie von der Madsackstiftung den Madsackaward für Recherchen zu C-Waffen-Altlasten in der Lüneburger Heide. Julia Weigelt arbeitet für den NDR, den Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur sowie sicherheitspolitische Printmagazine. Für NDR Info ist sie Co-Host des erfolgreichen sicherheitspolitischen Podcasts „Streitkräfte und Strategien“. Julia Weigelt @Julia_Weigelt Katharina Mau arbeitet als freie Journalistin mit den Schwerpunkten Klima und Wirtschaft. Nach ihrem Studium der International Economics hat sie an der Deutschen Journalistenschule gelernt und arbeitet nun für verschiedene Medien. Ihre Texte sind unter anderem bei Quarks, Zeit Online, Krautreporter und der Wirtschaftswoche erschienen. Zusammen mit Leonie Sontheimer schreibt sie den Newsletter„Onboarding Klimajournalismus“ für das Netzwerk Klimajournalismus Deutschland. Katharina Mau @katharina_mau Klaus Werle ist Journalist und Content Executive. Nach dem Studium der Geschichte, Anglistik und Germanistik in Heidelberg und Exeter absolvierte er die Henri-Nannen-Journalistenschule. Von 2004 bis 2016 arbeitete er als Redakteur, Reporter und Leiter des Ressorts „Management und Karriere“ beim manager magazin. 2016 wechselte er als Chefredakteur und Content-Stratege zur Kommunikationsberatung C3. Für seine journalistische Arbeit wurde Klaus Werle mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter der Deutsche Journalistenpreis. Er hat verschiedene Bücher geschrieben(„Deutschland-Puzzle“,„Die Perfektionierer“). Seine Job-Kolumnen auf Spiegel Online sind unter dem Titel„Ziemlich beste Feinde“ ebenfalls als Buch erschienen. Er ist Alumnus der FES-Studienförderung. Klaus Werle @WerleKPunkt 90 Journalist:innen-Akademie Fotos: Inga Sommer; Bianca Taube; privat (4); Paula Winkler; Florian Menath Leonie Sontheimer ist freie Journalistin mit den Schwerpunkten Klima und Wirtschaft. Sie arbeitet für das Y-Kollektiv, den Klima-Podcast„1,5 Grad“ und diverse Onlinemedien. Sie wurde an der Deutschen Journalistenschule ausgebildet und hat das Netzwerk Klimajournalismus mitgegründet. Zusammen mit Katharina Mau schreibt sie den Newsletter„Onboarding Klimajournalismus“ für das Netzwerk Klimajournalismus Deutschland. Leonie Sontheimer @L_Sontheimer Lotte Laloire ist Journalistin, Buchautorin und Surf-Lehrerin. Zurzeit ist sie als Chefin vom Dienst im Online-Ressort der Tageszeitung taz in Berlin tätig. Außerdem arbeitet sie als freie Autorin für Medien wie Deutschlandfunk, Brigitte, Stern, freitag, Jungle World oder Tagesspiegel. Nach ihrem Volontariat beim Fischer Verlag wurde sie Politik-Redakteurin bei der Tageszeitung neues deutschland, wo sie zuständig für Geschlechterthemen war. Sie hat das feministische Journalismus-Netzwerk„ttt – Titten Thesen Temperamente“ gegründet und gibt regelmäßig Workshops. Studiert hat sie Friedens- und Konfliktforschung, Gender Studies und European Studies in Frankfurt am Main, Istanbul, Münster und Enschede. @rantingandlove Michel Penke ist investigativer Datenjournalist und arbeitet u. a. für die Deutsche Welle und das Recherchenetzwerk Correctiv. Bei seiner Arbeit als Journalist, Datenanalyst und FrontendProgrammierer beschäftigt er sich täglich mit Datensätzen und versucht, komplexe Zusammenhänge verständlich zu visualisieren. Im Bereich der investigativen Recherche ist er auf Finanzkriminalität spezialisiert. Daneben unterrichtet er Datenjournalismus und investigative Recherche u. a. an der DW Akademie, für die Friedrich-Ebert-Stiftung und bei den Medienkongressen der Bundeswehr. Michel Penke @michelpenke Niklas Münch ist freier Journalist für Podcasts und befasst sich als Projektleiter, Autor, Audioproduzent und Konzeptentwickler mit allen Facetten des Mediums. Er ist Autor bei „11KM: der tagesschau-Podcast“, war Projektleiter bei der Podcastproduktionsfirma Auf die Ohren und hat sein Volontariat an der Evangelischen Journalistenschule in Berlin abgeschlossen. In seinem Newsletter„Workflow Shortcuts“ schreibt er über Tools und Methoden, die das Podcasten einfacher machen. Im Podcast„Hinter den Zeilen“ haben Tobias Hausdorf und Niklas ihre Erfahrungen als Nachwuchsjournalisten geteilt und kritisch auf die Medienbranche geblickt. Niklas Münch @niklasmuench Okan Bellikli ist beim Bundespolitik-Newsletter des digitalen Medienhauses Table.Media zuständig für Sozialpolitik. Anfang 2022 Unsere Trainer:innen 91 Unsere Trainer:innen gründete er das Netzwerk Sozialjournalismus, das als Fachgruppe Sozialjournalismus inzwischen Teil von Netzwerk Recherche ist. Die Gruppe dient dem Austausch zwischen Journalist:innen untereinander und dem zwischen Medien, Fachleuten und Betroffenen. 2022 war er Fellow am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung(WZB) im Rahmen eines„Journalist in Residence“-Programms. @okbelli Oskar Vitlif ist freier Journalist aus Hamburg. Er arbeitet vor allem für die ARD. Seine Stammredaktion ist das Social-Media-Team von ARD-aktuell(tagesschau). Vorher hat er beim WDR in Köln volontiert und als Radiomoderator und Redakteur in Berlin und Nordrhein-Westfalen gearbeitet. Er unterstützt Redaktionen, Medienakademien und Verbände als Trainer und Berater zur digitalen Transformation. In seinem Newsletter verschickt er alle zwei Wochen Job-Angebote für junge Journalist:innen und wöchentlich zur Funktionsweise von KI-Tools. Oskar Vitlif@vitlif Professor Dr. Roman Rusch ist seit 2023 Lehr- und Forschungsprofessor für Moderation, Interviewtechnik und Präsentation an der Hochschule Ansbach. Davor war er knapp 20 Jahre als Referent und Chef vom Dienst für den Westdeutschen Rundfunk tätig – zuletzt als Redaktionsleiter des Europamagazins und ARD-Korrespondent im Studio Brüssel mit Zuständigkeit für die Nato, die EU und die BeNelux-Staaten. Roman Rusch@ roman_rusch Steffen Kühne arbeitet als Tech Lead für das AI+ Automation Lab des Bayerischen Rundfunks. Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Automatisierung von journalistischen Inhalten und die Entwicklung von Werkzeugen, die Journalist:innen bei ihrer täglichen Arbeit unterstützen. In seiner Rolle als Tech Lead beschäftigt sich Steffen Kühne damit, wie man Künstliche Intelligenz sinnvoll und verantwortungsbewusst für öffentlich-rechtliche Medien einsetzen kann. Für BR Data, das datenjournalistische Team des BR, entwickelt er investigative Datenanalysen, Visualisierungen und interaktive Storytelling-Formate. Nach einem Studium der Journalistik studierte Steffen Kühne Medieninformatik, um dann ein Volontariat als Datenjournalist und digitaler Designer bei der Süddeutschen Zeitung zu beginnen. Bis 2015 arbeitete er dort in der Entwicklungsredaktion. Außerdem ist er als Trainer für verschiedene Medien und Journalist:innenschulen tätig. Steffen Kühne@stekhn Stephan Weichert ist Medienwissenschaftler und Publizist. Seit 2020 leitet er das gemeinnützige VOCER Institut für Digitale Resilienz, einen gemeinnützigen Think & Do Tank, der sich für einen souveränen Umgang von digitaler Technologie im Journalismus einsetzt. Stephan arbeitet seit über 25 Jahren als Dozent und Lehrbeauftragter(u. a. TU Dortmund, City University of New York und FH Graz). Der 92 Journalist:innen-Akademie Fotos: privat (5); Silke Bues; Martin Kunze/VOCER Institut; Katrin Heyer Medienexperte engagiert sich in zahlreichen Verbänden und Jurys, u. a. ist er im Beirat des Forums für gemeinnützigen Journalismus. Seine Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem„Medienethik Award”. Aktuell forscht und publiziert er zum Thema„KIResilienz und Demokratie“. Dr. phil. Stephan Weichert @stephanweichert Thomas G. Becker war nach dem Studium der Rechtswissenschaften bei der Essener Kanzlei Heinemann& Partner sowie der KirchMedia tätig und absolvierte ein Volontariat zum TV- und Hörfunkjournalisten bei der probono Fernsehproduktion, einem Unternehmen von Alfred Bioleks pro GmbH und Friedrich Küppersbusch. Seit 2004 ist er als Rechtsanwalt, Journalist und Referent tätig. Zu seinen ständigen Auftraggebern gehörten die Sendungen„plusminus“, ARD„Ratgeber Recht“, WDR„markt“ sowie die Sendungen des ARD-Studios Brüssel. Aktuell arbeitet Thomas G. Becker als Leiter Redaktion Programmkoordination und Zentrale Aufgaben sowie als stellvertretender Programmgeschäftsführer bei phoenix. Thomas G. Becker @thomasgbecker Till Opitz hat Publizistik(Lic. rer. publ.) studiert und startete seine berufliche Laufbahn als Programmvolontär bei Radio Erft(Hürth/NRW). Später arbeitete er bei 1LIVE in Köln; hier koordinierte er eine Programmreform. 2014 koordinierte er das Programmupdate von Deutschlandfunk Nova. Heute moderiert Till u. a. beim Deutschlandradio, arbeitet als Reporter und ist Trainer u. a. für den WDR und die Deutsche Journalistenschule. Er ist Experte für Radiopraxis, Kolleg:innengespräche, den Umgang mit Hate Speech (Social Media), redaktionelle Abnahmen, gebaute Beiträge und(Live-)Reportagen. Für verschiedene Sender begleitet er programmstrategische Prozesse. Till Opitz@opitz_till Vivian Upmann studierte Germanistik, Wirtschafts- und Sozialpsychologie in Göttingen und Valencia. Nach ihrem Radio- und TVVolontariat beim Sankt Ulrich Verlag arbeitete sie dort als Fernsehredakteurin. Sie war freie Autorin bei der WDR Lokalzeit Köln, Redakteurin für verschiedene Nachrichtenformate von RTL und n-tv sowie Online-Redakteurin für die Nachrichtenseite von RTL.de. Vor ihrer Tätigkeit als hauptberufliche Moderatorin und Medientrainerin und Journalismus-Dozentin an der HTW Berlin war sie zudem Politikkorrespondentin der Mediengruppe RTL Deutschland im Hauptstadtstudio Berlin, Referentin beim Deutschen Presserat sowie stellvertretende Geschäftsführerin des Vereins Neue Deutsche Medienmacher. Vivian Upmann @VivianUpmann Volker Engels studierte Publizistik und Kommunikationswissenschaft an der Freien Universität Berlin(MA). Seit vielen Jahren ist er als Journalist für Zeitschriften und Zeitungen sowie als Dozent in der Ausbildung von Journalist:innen und als Kommunikationstrainer für Fach- und Führungskräfte tätig. Co-Autor des Buches„Die Lobby regiert das Land“. ■ Unsere Trainer:innen 93 Unser Angebot an FES-Stipendiat:innen F ür FES-Stipendiat:innen in der Grund- und Promotionsförderung stehen pro Veranstaltung der Journalist:innen-Akademie zwei Plätze zu einer vergünstigten Teilnahmepauschale zur Verfügung. Alle am Berufsfeld Journalismus interessierten Stipendiat:innen können sich für einen solchen geförderten Platz anmelden. Für ehemalige FES-Stipendiat:innen fällt die reguläre Teilnahmepauschale an – es sei denn, dass schwerwiegende individuelle Gründe dagegen sprechen. Bitte wende Dich in diesem Fall an Lisa-Marie Rückwardt. Fahrtkosten werden von der Journalist:innen-Akademie nicht erstattet, wenn nicht anders angegeben. 94 Journalist:innen-Akademie Foto: Mark Bollhorst Anmeldung Als Stipendiat:in der FES kannst Du Dich regulär über das Onlineformular der jeweiligen Veranstaltung anmelden. Bitte mache im Hinweisfeld kenntlich, dass Du Stipendiat:in der FES bist. Die Plätze werden in der Regel nach Anmeldeeingang, aber im Sinne der fairen Verteilung vergeben, damit möglichst alle Stipendiat:innen die Chance auf geförderte Plätze im Programm der Journalist:innen-Akademie haben. Sollten die stipendiatischen Teilnahmeplätze bereits vergeben sein, besteht einerseits die Möglichkeit, zum Preis der regulären Teilnahmepauschale teilzunehmen, um einen garantierten Seminarplatz zu erhalten, andererseits wird eine Warteliste nach Eingang der Anmeldungen gepflegt. Interessent:innen werden informiert, sobald ein stipendiatischer Teilnahmeplatz frei wird. Hinweis Bitte beachte, dass Du als Stipendiat:in mit einem geförderten Platz eine offizielle Anmeldebestätigung/Rechnung erhältst. Deine Anmeldung wird per E-Mail bestätigt und ist damit verbindlich. Solltest Du trotz bestätigter Anmeldung nicht zum Seminar erscheinen, fällt die Teilnahmepauschale dennoch an und es erfolgt eine Information an die Abteilung Studienförderung. Stornierung/Absage Wir bitten um eine zeitnahe Stornierung für den Fall, dass Du aus gewichtigen Gründen nicht teilnehmen kannst. Solltest Du Deine Teilnahme außerhalb der kostenfreien Stornofrist stornieren, beträgt die Stornierungsgebühr immer 75 Euro. ■ Ansprechpartnerin für FES-Stipendiat:innen Lisa-Marie Rückwardt Tel.: 0228 883 7213 E-Mail: Lisa-Marie.Rueckwardt@fes.de Teilnahmepauschalen für Stipendiat:innen der FES mit einem geförderten Platz: Online-Seminare im Kurzformat: 10 Euro 2-tägige Webseminare: 40 Euro Präsenzseminare: 50 Euro #MedienAkademie: 50 Euro #InsideEU: 225 Euro(nach erfolgreicher Teilnahme am Bewerbungsverfahren) #InsideBundestag: 100 Euro(nach erfolgreicher Teilnahme am Bewerbungsverfahren) Unser Angebot an FES-Stipendiat:innen 95 Alle Infos zu Anmeldung und Teilnahme Deine Anmeldung Anmeldungen sind nur über unsere Website möglich. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt. Nach Deiner Anmeldung erhältst Du eine Bestätigung und eine Zahlungsaufforderung. Eine Ausnahme bilden die Programme, für die ein Bewerbungsprozess vorgesehen ist – wie das EU-Hospitanzprogramm und das Bundestagshospitanzprogramm. Das Seminarprogramm erhältst Du rechtzeitig vor Beginn der von Dir gebuchten Veranstaltung. Es enthält Details zum Veranstaltungsablauf und Anreiseinformationen zum Veranstaltungsort. Die Journalist:innen-Akademie behält sich Änderungen am Programm sowie am Veranstaltungsablauf abweichend vom Jahresprogramm vor; diese werden zeitgerecht auf der Website veröffentlicht und bereits angemeldeten Teilnehmenden mitgeteilt. Deine Teilnahmepauschale wird fällig mit Erhalt der Anmeldebestätigung und muss 96 Journalist:innen-Akademie Foto: Elias El Ghorchi spätestens vier Wochen vor Veranstaltungsbeginn auf unserem Konto eingegangen sein. Die Gebühr umfasst alle pädagogischen Leistungen, die Seminarunterlagen, die Benutzung der notwendigen Geräte sowie – falls angeboten – Unterbringung und/oder Verpflegung. Deine Unterbringung erfolgt während des Seminars in Hotels in der Regel in Einzelzimmern. Solltest Du keine Unterkunft oder Verpflegung benötigen, bitten wir um umgehende Mitteilung, um sonst anfallende Stornokosten zu vermeiden. Bei Verzicht auf Unterkunft oder Verpflegung reduziert sich die Teilnahmepauschale nicht. Dein Teilnahmezertifikat erhältst Du am Ende der Veranstaltung. Voraussetzung ist die Teilnahme am gesamten Programm sowie der Eingang der Teilnahmepauschale bei uns vor Beginn der Veranstaltung. Alle Infos zu den Zertifikaten erhältst Du auf Seite 87. Eine Stornierung muss schriftlich erfolgen. Wenn Du vier Wochen vor Veranstaltungsbeginn oder später stornierst(bei Webseminaren zwei Wochen oder später), wird Dir die bezahlte Teilnahmepauschale nicht erstattet. Solltest Du den Platz noch nicht bezahlt haben, ist die reguläre (bei FES-Stipendiat:innen reduzierte) Teilnahmepauschale weiterhin fällig und wir bitten um sofortigen Ausgleich. Die Teilnahmepauschale fällt nur dann nicht an, wenn wir Deinen Seminarplatz an eine:n Ersatzteilnehmende:n zum Beispiel von einer gegebenenfalls vorhandenen Warteliste weitergeben können. Absage der Veranstaltung durch die FES Bei zu geringer Teilnehmendenzahl oder in Fällen höherer Gewalt behalten wir uns eine – auch kurzfristige – Absage vor. Wir informieren darüber zum frühestmöglichen Zeitpunkt. Sollten wir Dir keinen geeigneten Ersatztermin anbieten können, erstatten wir die Teilnahmepauschale. Ein Anspruch auf Schadensersatz entsteht durch die Absage nicht. Deine persönlichen Daten Die Friedrich-Ebert-Stiftung e. V. misst dem Schutz Deiner persönlichen Daten größte Bedeutung bei. Sie hält sich strikt an die gesetzlichen Bestimmungen, die die Zulässigkeit des Umgangs mit personenbezogenen Daten regeln – insbesondere die EUDatenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) und das Bundesdatenschutzgesetz(BDSG), und hat die gebotenen technischorganisatorischen Maßnahmen zur Datensicherung getroffen. Weitere Infos hier: www.fes.de/ datenschutzhinweise. Barrierefreiheit Sofern Du auf barrierefreien Zugang zum Veranstaltungsort angewiesen bist oder Fragen zur Barrierefreiheit einer bestimmten Veranstaltung hast, wende Dich bitte frühzeitig an die für die Organisation verantwortlichen Kolleg:innen aus dem Team der Journalist:innen-Akademie – zum Beispiel per E-Mail an journalisten akademie@fes.de ■ Unsere Veranstaltungsorte: Friedrich-Ebert-Stiftung Bonner Haus Godesberger Allee 149 53175 Bonn Telefon: 0228 883-0 Friedrich-Ebert-Stiftung Berliner Häuser Hiroshimastraße 17 und 28 10785 Berlin Telefon: 030 26935-6 Friedrich-Ebert-Stiftung Regionalbüro für Bremen, Hamburg& SchleswigHolstein Mönckebergstraße 22 20095 Hamburg Telefon: 040 325874-0 Teilnahmeinformationen 97 2026 Kalendarischer Überblick Februar 2026 14 Interview kompakt für Printund Online-Journalist:innen April 2026 60 #InsideEU: Einblicke in Berichterstattung und Politik aus der EU-Hauptstadt Brüssel März 2026 30  WEBSEMINAR  Geschlechtssensibel schreiben und berichten 32  WEBSEMINAR  Ohne Audio Know-how, mit GenAI und Automatisierung: Professionell podcasten 52 Sicherheitspolitische Themen fundiert bearbeiten und einordnen 35  WEBSEMINAR  Aus Afrika nichts Neues? Anleitungen zur Berichterstattung aus dem Globalen Süden 78  FIT FÜRS VOLO  Grundlagenmodul I: ● Einführung ins Berufsfeld ● Grundlagen des journalis tischen Schreibens ● Texte redigieren ● Medienrecht und -ethik kompakt 36  WEBSEMINAR  IT-Sicherheit und Datenschutz: Recherche? Aber sicher! Dieses Icon kennzeichnet alle Seminare mit dem Schwerpunkt KI Mai 2026 40 Resilienztraining für Journalist:innen: Souverän, stark und autark bleiben im digitalen Wandel Juni 2026 16 Grundlagenkursus: Journalistisches Schreiben 42 Social Videos: Souverän präsentieren und sicher produzieren 18 Grundlagen der journalistischen Recherche 20  WEBSEMINAR  Grundlagenkursus: So können Journalist:innen KI professionell im redaktionellen Alltag nutzen Juli 2026 98 Journalist:innen-Akademie 44 Grundlagen der Investigativund Darknetrecherche Fotos: Maren Strehlau; Elias El Ghorchi (2) September 2026 64 Alumni-Netzwerktreffen 2026 für Alumni der journalistischen Hospitanzprogramme#InsideBundestag und#InsideEU 81  FIT FÜRS VOLO  Grundlagenmodul II: ● Themen finden und pitchen ● Grundlagen der journalisti schen Recherche ● Grundlagen des Mobile Reportings 22  WEBSEMINAR  Journalistisches Schreiben fürs Netz Oktober 2026 70 Journalismus und Medienpolitik auf dem b° future festival 2026 50  WEBSEMINAR  Wer fragt, führt: Das politische Interview 56 Vorseminar Hospitanzprogramm#InsideBundestag26: Hauptstadtjournalismus und Bundespolitik live erleben 24  WEBSEMINAR  Aufbaukursus: Update zum Einsatz von KI in der redaktionellen Praxis November 2026 56 Hospitanzprogramm#InsideBundestag26: Hauptstadtjournalismus und Bundespolitik live erleben Dezember 2026 72 Fachkonferenz: #MedienAkademie26 Termine auf Anfrage 74 Netzwerktreffen: Arbeit unter Druck – psychosoziale Belastungen bei Journalist:innen 83 Berufsorientierung für Nachwuchsjournalist:innen 84 Zwischen Medien, Macht und Politik: Junge Perspektiven auf den Hauptstadtjournalismus Kalendarischer Überblick 99 Alle Links zu den Angeboten der Journalist:innen-Akademie findest Du hier: ↗ fes.de/lnk/jak-linktree Friedrich-Ebert-Stiftung e. V. Journalismus und Medienpolitik Journalist:innen-Akademie Godesberger Allee 149 53175 Bonn Tel. 0228 883-7124 www.fes.de/journalistenakademie journalistenakademie@fes.de