between pop culture and international politics. Furthermore, using Harry Potter as a lens, the authors offer fresh perspectives on a broad range of International Relations topics. Although a concluding chapter might have added to the book’s coherence by summarizing the findings and»connecting the dots,« this does not bar the book from being highly recommendable for International Relations students and scholars alike(even those firmly rooted in the»Muggle« world). Due to the authors’ comprehensible writing style, the book is suitable not only for academics but also for non-scholarly Harry Potter fans with an interest in world politics. One caveat remains, though: while understanding most of the book does not require prior expertise in International Relations, at least some familiarity with the Harry Potter universe is indispensable. Frank A. Stengel, GIGA German Institute of Global and Area Studies, Institute of Asian Studies(IAS), Hamburg ROGER GRIFFIN/ WERNER LOH/ ANDREAS UMLAND(Hrsg.): Fascism Past and Present, West and East. An International Debate on Concepts and Cases in the Comparative Study of the Extreme Right (With an Afterword by Walter Laqueur). Stuttgart& Hannover 2006 ibidem-Verlag, 520 S. D er Herausgeber der Reihe konstatiert im Vorwort des Bandes die nahezu unübersichtliche Fülle der gegenwärtigen Fachliteratur zum Thema Faschismus. Umso globaler mutet daher der Titel des Buches Fascism Past and Present, West and East an, und es stellt sich die Frage, warum diese englisch- und deutschsprachige Publikation dessen ungeachtet ertragreich sein sollte. Die Antwort liegt zunächst in der Struktur des Buches. Es handelt sich bei diesem Band um die Zusammenfassung einer wissenschaftlichen Kontroverse, die 2004 in der Paderborner philosophischen Zeitschrift Erwägen Wissen Ethik stattfand. Der Aufbau des Buches lehnt sich an die Konzeption von Wolfgang Wippermanns und Werner Lohs Diskussionsband »Faschismus« – kontrovers (Stuttgart: Lucius& Lucius 2002) an, in welchem den Thesen eines führenden Faschismustheoretikers in einem Hauptartikel Kritiken folgen, dann der Verfasser des Hauptartikels die Möglichkeit bekommt, zu diesen Kritiken Stellung zu nehmen, und die Kritiker schließlich noch einmal zu Wort kommen, so dass dem Leser eine lebendige Kontroverse präsentiert wird. Der Unterschied des vorliegenden Bandes zu »Faschismus« – kontrovers liegt in der Erweiterung der Debatte um zahlreiche Beiträge aus dem angelsächsischen Raum und einer Fokussierung auf die Neofaschismusproblematik. Im Hauptartikel stellt Roger Griffin, Professor für Zeitgeschichte an der Oxford ipg 1/2008 Rezensionen/Book Reviews 161 Brookes University, seine Konzeption eines generischen Faschismusbegriffes zur Diskussion. Die Kritik an seinen Thesen wird von namhaften Historikern, Politologen, Soziologen und Philosophen, wie Ernst Nolte, Wolfgang Wippermann, A. James Gregor oder Stanley G. Payne, vorgetragen. Einige von ihnen, wie auch Griffin selbst, waren bereits an der erwähnten Wippermann-Diskussion von 2002 beteiligt. Griffin definierte Faschismus in seiner grundlegenden Monographie The Nature of Fascism (London: Pinter 1991, Routledge 1993) als eine ultra-nationalistische und auf eine Neugeburt(Palingenese) ausgerichtete Ideologie:»Fascism is a political ideology whose mythic core in its various permutations is a palingenetic form of populist ultranationalism.« In diesem»mythischen Kern« sieht Griffin die »utopische Vision« des Faschismus, der das vermeintliche Problem der Dekadenz durch eine radikale»Erneuerung«,»Verjüngung«,»Reinigung« usw. der Nation lösen will. Die Besonderheit der Faschismustheorie Griffins, die den Arbeiten George L. Mosses, Emilio Gentiles und Stanley G. Paynes nahesteht, liegt in dem Ansatz, den Mythos der nationalen Neugeburt ins Zentrum eines gezielt als Idealtypus konstruierten generischen Faschismusbegriffs zu stellen. Mehr noch, Griffin meint, dass sich diese Herangehensweise in den letzten Jahren zur Ausgangsbasis eines»neuen Konsens« in definitorischen Grundfragen der epochenübergreifenden, vergleichenden Faschismusforschung entwickelt habe. Da Griffin mit seiner Definition auf den ideologischen Kern und zunächst nicht auf die konkreten historischen Erscheinungsformen und politische Praxis wie Führerkult, Paramilitarismus etc. abhebt, behandelt er Faschismus wie andere politische Ideologien, also genau so wie Liberalismus, Sozialismus oder Konservatismus. Damit wird nach Griffin ein politisches Phänomen auch dann als faschistisch erkennbar,»wenn es nur im embryonalen Zustand im Kopf eines Ideologen und ohne Ausdruck in einer politischen Partei, geschweige denn einer Massenbewegung, existiert«. Griffin beklagt, dass es trotz unzähliger empirischer Untersuchungen einen auffallenden Mangel an wissenschaftlichem Einverständnis über die konstituierenden Elemente des Faschismus gibt, wobei er durchaus die Problematik eines generischen Konzepts erkennt, dessen idealtypischer Ansatz in den verschiedenen Permutationen des Phänomens ein heuristisches Konstrukt bleiben muss. Obwohl angesichts der vielen Varianten der gleichen Ideologie in verschiedenen Gesellschaften und historischen Kontexten keine Objektivität in dieser Frage erzielt werden kann, plädiert er dennoch für die Schaffung eines Übereinkommens über die Verwendung des Faschismusbegriffs, also für die Bestimmung eines Minimums an Charakteristika, welche alle als»faschistisch« bezeichneten Phänomene erfüllen müssen. Die Formulierung dieses Kerns hat in seinen Augen zur Folge, dass der Faschismus nicht allein als ein europäisches Zwischenkriegsphänomen gesehen werden kann, welcher in der Gegenwart bestenfalls noch eine durch von Glatzköpfen getragene Randgruppenideologie ist. Die gegenwärtigen Ausprägungen von Fa162 Rezensionen/Book Reviews ipg 1/2008 schismus seien nicht allein in der Erscheinung eines bestimmten äußeren Bildes oder einer organisatorischen Struktur vorzufinden, sondern in Form einer spezifischen Ideologie. Diese liege in einer eigenen Diagnose der gesellschaftlichen Strukturkrise begründet(Dekadenz und Degeneration der Nation), die – keinesfalls nihilistisch – ihre spezifischen Mittel zur Lösung derselben formuliert(Wiedererwachen und Neugeburt der Nation). Der zunächst einem Schleimpilz(»slime mould«) ähnelnden Struktur und dem später hierarchischen Aufbau des Zwischenkriegsfaschismus stellt Griffin eine»gruppuleske« Ausformung der heutigen, auf der zivilgesellschaftlichen Ebene agierenden faschistischen Ministrukturen (»groupuscules«) entgegen, die maßgeblich zur relativen»Gesichtslosigkeit« des Phänomens in der Gegenwart beitragen. Für diese international vernetzten faschistischen Kleinstgruppen der Nachkriegszeit bemüht er die Metapher des Wurzelstocks(»rhizome«), welche das Konstrukt von eigentümlich eigenständigen Organismen innerhalb eines pflanzlichen Gesamtkörpers(»the groupuscular right«) beschreibt. Das Bemerkenswerte an Griffins Hauptartikel»Fascisms new faces(and new facelessness) in the ›post-fascist‹ epoch« liegt vielleicht weniger in seinen bereits früher geäußerten Thesen als in der Art, mit der er die Plattform einer deutschen Fachzeitschrift nutzt, um einen süffisanten Angriff auf die deutsche Faschismusforschung zu fahren. Griffin kritisiert die deutsche akademische Landschaft insbesondere für ihre isolationistische Ignoranz gegenüber der vergleichenden angelsächsischen und frankophonen Faschismusforschung im Allgemeinen und dem außerhalb Deutschlands weithin akzeptierten Konzept des generischen Faschismus im Speziellen. Ausgangspunkt seiner Kritik ist dabei die in seinen Augen kryptische Analyse des Faschismus im deutschen Standardwerk»Der Faschismus in seiner Epoche« Ernst Noltes, mit dem dieser(»The Godfather«) bereits vor 40 Jahren Anfang und Ende der Diskussion in Deutschland eingeleitet habe. Die internationale empirische Forschung zugunsten des geschichtsphilosophischen Ansatzes von Nolte zu ignorieren, heißt für Griffin bis in die Gegenwart die idiosynkratischen Züge des Historikerstreits fortzuführen. Dieser kultiviere letztlich die selbstgerechte Idee eines deutschen Sonderwegs, die maßgeblich der Bildung eines unbelasteten deutschen Nationalgefühls im Wege stehen würde, während gerade die vergleichenden Faschismusstudien dagegen die Einzigartigkeit des »deutschen Weges« relativierten. Der sich selbst im englischen Liberalismus verankert sehende Griffin kann dabei außerhalb des Lagers der»metaphysischen« Orientierung in der gegenwärtigen deutschen Faschismusforschung wenig mehr als(neo-)marxistische Ansätze ausmachen, die den Glauben an die Aktualität des Konzeptes in der Gegenwart aufrechterhalten – dies jedoch lediglich, da der Faschismus als endemisch zum Kapitalismus erachtet wird. Offenherzig formuliert Griffin letztlich in seinem Artikel die Hoffnung, die Aufmerksamkeit der deutschen akademischen Landschaft auf die angelsächsische Diskussion lenken, vor allem aber selbst in der deutschen Debatte Fuß fassen zu können. ipg 1/2008 Rezensionen/Book Reviews 163 Nicht zuletzt aufgrund des mal missionarisch, bisweilen ironisch, dann auch überheblichen Tons seines Artikels tut es nicht Wunder, dass, trotz seines einschmeichelnden Versuchs, eine Herleitung seiner Arbeitsdefinition aus dem(deutschen) Konzept des Weberianischen Idealtypus zu konstruieren, viele der insgesamt 27 Kritiker, besonders die deutschen, ihn wenig schonen. Die Argumente von vergleichenden Faschismusstudien in Vergangenheit und Gegenwart stoßen sich immer wieder vor allem an der Kernfrage, inwieweit der generische Faschismusbegriff einer inflationären Verwendung Vorschub leistet und der Kontext der Zwischenkriegszeit als Maßstab zu gelten hat. Neben seinen dezidiert anti-marxistischen Überzeugungen ist es besonders die biologistische Metaphorik,»Schleimpilz« für den bewegungsförmigen Faschismus der Zwischenkriegszeit und»Wurzelstock« für die Vernetzung der revolutionär-nationalistischen Grüppchen der Nachkriegszeit, die auf Widerspruch stößt und als unpassend abgelehnt wird. Die Reaktionen zeigen vor allem, dass Griffins Thesen im Kontext der verschiedenen internationalen akademischen Herangehensweisen und Forschungskontexte pauschalisierend wirken. Der beschriebene»neue Konsens« innerhalb der angelsächsischen Wissenschaft, so zeigt die Kritik(Weinberg/ Gregor) ebenfalls, steht offensichtlich nicht auf so festen Füßen, wie es Griffin glauben machen will. Der gescholtene Griffin zeigt sich dennoch sichtlich erfreut über die erfahrene Resonanz auf die erste Runde. In seiner Replik macht er seinen Kritikern Konzessionen und plädiert letztlich für einen pluralistischen(methodologischen) Zugang zu diesem Thema. Letztlich zeigt sich auch die Kritik angesichts seiner Modifikationen beruhigter, selbst wenn sich, wie auch die Schlussreplik Griffins zeigt, die Positionen des Autors wie der Kritiker nicht sonderlich bewegen. Griffin greift in seinem Hauptartikel auf sehr breiter Front an. Letztlich ist es ihm durch Provokation, vor allem auch durch seine polemische Kultivierung eines Gegensatzes – deutsche Metaphysik versus angelsächsischer Pragmatismus – gelungen, auch in der deutschsprachigen Forschung Aufmerksamkeit zu erlangen. Tatsächlich wirken Griffins Ausführungen teils erfrischend, teils trivial. Grundsätzlich scheint sich die deutsche Wissenschaft schwerzutun, seinen Ansatz zu akzeptieren, was vielleicht mit Griffins bildhafter Sprache, seinem teils saloppen Ton und seinen illustren Beispielen zusammenhängt. Mit seinen Formulierungen regt er somit eine teilweise interessante Diskussion an, wie er auch unnötige polemische Scharmützel provoziert. Bemerkt einer der beitragenden Autoren, dass nicht klar sei, wie es mit der Faschismusforschung weitergehen soll und inwieweit Griffins»neuer« Ansatz der Diskussion neue fruchtbare Ideen hinzufügt bzw. aus dem»semantischen Labyrinth« hinausführt, so stellt sich für den Leser die Frage, ob sich die Debattierenden inhaltlich nähergekommen sind. Sicherlich trägt der Disput zumindest dazu bei, die teilweise zu Tage tretenden Mängel an gegenseitiger Rezeption zu beheben und vorsichtiger mit Pauschalisierungen in der Bewertung anderer Forschungsansätze zu sein. 164 Rezensionen/Book Reviews ipg 1/2008 Der Band zeigt, dass die Faschismusdebatte kein Ende finden wird – und diese Debatte zu beenden, hatte Griffin wohl auch nicht beabsichtigt. Die Lektüre des Bandes erweist sich insofern als ertragreich, als sie weniger die Darstellung von Faschismustheorien als vielmehr die Lebendigkeit und Vielfältigkeit der Diskussion darüber in den Mittelpunkt stellt. Man kann Nolte nur zustimmen, wenn er in seiner zweiten Reflexion bemerkt, dass durch die Debatte»das Bild eines speziellen Wissenschaftszweiges, nämlich der Faschismusforschung entstanden ist, wie es durch kein Buch eines einzelnen Autoren und auch durch keinen Literaturbericht hätte realisiert werden können.« Die Lektüre des Buches sei weiterhin empfohlen, da sie durch die Provokanz der Aussagen und die Emotionalität streckenweise eine unterhaltsame Lektüre darstellt. Für einen Konsens über einen generischen Faschismusbegriff im Zeitalter der globalisierten Welt und neuen gesellschaftlichen und ideologischen Erscheinungen, so scheint es, könnte das Modell Griffins tatsächlich von großer Nützlichkeit sein. Die Passfähigkeit des vermeintlichen»new consensus« in der Faschismusforschung auf neue Tendenzen der gesellschaftlichen Gegenwart wird sich in der Empirie entscheiden. Einen Ausblick darauf gibt die Zusatzdiskussion des Bandes über den einflussreichen russischen Politikkommentator und-berater Alexander Dugin und dessen Ideologie eines russischen Nationalbolschewismus sowie deren faschistoide Züge, zu denen Andreas Umland und A. James Gregor gesondert debattieren. Beschlossen wird der Band durch einen Artikel Dugins aus dem Jahre 1997, in welchem der prominente Publizist begeistert die Entstehung eines »faschistischen Faschismus« im postsowjetischen Russland prophezeit. Lars Löckner, Nationale Technische Universität der Ukraine, Kiew ANTJE NÖTZOLD: Europäische Versorgungssicherheit mit Erdöl und Erdgas Saarbrücken 2007 vdm Verlag, 160 S. M it der deutschen Präsidentschaft im Rat der Europäischen Union 2007 hat das Thema der Energie-Versorgungssicherheit endlich eine öffentliche Aufmerksamkeit und einen angemessenen Rang auf der politischen Agenda gefunden. Um Beides bemüht sich die Kommission der eu schon seit dem Grünbuch des Jahres 2000»Hin zu einer europäischen Strategie für Energieversorgungssicherheit«, doch Kompetenzstreitigkeiten und Interessenwidersprüche haben das drängende Thema trotz Ölpreissteigerungen, Irak-Krieg, russischen Lieferboykotten und Klimadebatte nicht angemessen auf die Tagesordnung der europäischen Entscheidungsträger kommen lassen. Nun ist es dort angekommen, aber unklar ipg 1/2008 Rezensionen/Book Reviews 165