Gad Arnsberg Willy Brandt und wir Forum Israel Beit Berl College 2006 by Friedrich-Ebert-Stiftung, Israel Office P.O. Box 12235 Herzliya 46733, Israel Verantwortlich: Hermann Bünz Übersetzung aus dem Hebräischen: David Ajchenrand Layout: Jaffa Cohen Druck: Ra’ayon Alle Rechte vorbehalten Über die Friedrich-Ebert-Stiftung Die Friedrich-Ebert-Stiftung ist eine gemeinnützige Organisation, die ihre geistigen Wurzeln in der deutschen und internationalen Arbeiterbewegung hat. Der sozialen Gerechtigkeit und dem friedlichen Zusammenleben sowohl innerhalb der jeweiligen Gesellschaft als auch zwischen den Nationen verpflichtet, leistet das Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung in Israel einen Beitrag - zur Festigung der deutsch-israelischen Beziehungen, - zur Förderung des Friedensprozesses und der regionalen Zusammenarbeit, - auf der Ebene der Gewerkschaftsarbeit, - beim Kampf um Geschlechtergleichheit und in der Frauenförderung, - bei der Demokratieerziehung Jugendlicher, - zur politiknahen Analyse und Information. Das Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung in Israel veranstaltet in Zusammenarbeit mit seinen israelischen Partnern regelmäßig öffentliche Foren und Workshops, die den oben genannten Themen und Bereichen gewidmet sind und zu denen kompetente Vertreter aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft eingeladen werden. In der vorliegenden Broschürenreihe-„Forum Israel“- werden auf diesen Veranstaltungen gehaltene Reden und Vorträge sowie Konferenzresumées publiziert. Daneben sollen auch Politikanalysen und Forschungsergebnisse, sowie Beiträge zur aktuellen politischen Entwicklung vorgestellt werden. Dr. Gad Arnsberg ist Hochschullehrer für moderne europäische Geschichte und Direktor der Abteilung für Internationale Beziehungen am Akademischen Beit Berl College. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Vormärzperiode in Deutschland und über moderne deutsch-jüdische Geschichte. Er studierte Volkswirtschaft an der Universität Frankfurt/M, Geschichte und Politik an den Universitäten Tel Aviv und Stuttgart. Seine Dissertation schrieb er unter Anleitung von Prof. Dr. Walter Grab. Willy Brandt und wir Gad Arnsberg Willy Brandt verkörperte zweifellos das wirklich„andere Deutschland“, dies aufgrund seiner aktiven Antinazi-Vergangenheit und des Kampfes gegen die NS-Diktatur, den er im skandinavischen Exil bis zum Zusammenbruch des Dritten Reiches weitergeführt hatte. Der Name Brandt war eigentlich ein Deckname aus dem Untergrund. Geboren wurde Brandt 1913 in Lübeck als Herbert Ernst Karl Frahm. Er wuchs ohne Vater in der Familie seiner Mutter in schwierigen Verhältnissen auf. Trotzdem schaffte er das Abitur an einem stadtbekannten Gymnasium. Bereits im frühen Jugendalter fühlte sich Brandt von der Idee des Sozialismus angezogen, die er leidenschaftlich weiterverfolgte. 1931 verließ er die Sozialdemokratische Partei Deutschlands, die ihm fast ein zweites Zuhause gewesen war, und schloss sich der Sozialistischen Arbeiterpartei(SAP) an, von der er sich eine kämpferischere Alternative zu Hitler erwartete. Brandt war ein Spross einer humanistischen, aufgeklärten demokratischen Tradition, die der sozialen Gerechtigkeit und dem Frieden verpflichtet war, einer Tradition, die sich in Deutschland seit dem Ende des 18. Jahrhunderts in mehreren Etappen entwickelt hatte. Zum Teil war ihr Erfolg beschert. Dies kam unter anderem dadurch zum Ausdruck, dass die Sozialdemokratische Partei Deutschlands bereits im späten 19. Jahrhundert zur größten und wichtigsten Arbeiterpartei Europas aufgestiegen war und bei den Reichstagswahlen von 1912 die meisten Stimmen gewann. Doch die deutsche Geschichte haben vor allem die aufklärungs-feindlichen Gegenkräfte geprägt. Es kommt also nicht von ungefähr, dass Brandt nach den Wahlen von 1969, aus denen er als Sieger hervorging und damit zum ersten sozialdemokratischen Kanzler seit 40 Jahren(d.h. seit 1930) gewählt wurde, erklärte, Hitler habe nun endgültig den Krieg verloren!. 1 Im israelischen Kollektivgedächtnis hat sich wahrscheinlich vor allem Brandts symbolischer Akt des Kniefalls am Denkmal für die Helden 1. Die Zeit, 23.02.2006 Nr.9. 5 des Warschauer Ghettoaufstandes im Jahre 1970 in Warschau kurz nach der Wahl zum Bundeskanzler eingeprägt. Brandt kommentierte seine spontane Geste später mit den Worten:„Am Abgrund der deutschen Geschichte ich tat, was Menschen tun, wenn die Sprache versagt“. 2 Ein Journalist machte dazu folgende Bemerkung:„Dann kniet er, der das nicht nötig hat, für alle, die es nötig haben, aber nicht knien- weil sie es nicht wagen oder nicht können oder nicht wagen können.“ 3 Brandt war sich des dunklen Kapitels der deutschen Geschichte persönlich bewusst, er war ihr Opfer. Während Adenauer, der erste Nachkriegskanzler, ins„innere Exil“ gegangen war, hatte Brandt das„äußere Exil“ gewählt. Selbst als Kandidat der Sozialdemokratischen Partei für das Amt des Kanzlers in den Wahlen von 1961 und 1965 wurde er noch als Vaterlandsverräter betitelt. Als er schließlich 1969 ins Kanzleramt einzog, entließ er hohe Beamte, die mit dem NS-Regime zusammengearbeitet hatten. Vom schönfärberischen Ausdruck„Stunde Null“, der die Reinigung Deutschlands von der Vergangenheit versinnbildlichen sollte, hielt er nichts. In seiner Ansprache zur„Woche der Brüderlichkeit“ am 21. März 1971 versuchte Bundeskanzler Willy Brandt die Vorwürfe gegen seine Regierung und besonders gegen Bundesaußenminister Walter Scheel im Hinblick auf die Politik der forcierten Normalisierung mit Israel zu entschärfen, nachdem dieser erklärt hatte, die Hälfte der Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland erinnere sich nicht an die Nazizeit, diese sei somit Vergangenheit. In kritischer Anspielung auf Scheels Bemerkung würdigte Brandt darauf die Begegnung(er benutzte den problematischen Begriff„Symbiose“) jüdischer und deutscher Kultur. Der millionenfache Mord an den Juden Europas sei umso entsetzlicher, weil unter dem Geist der Aufklärung diese Kultursymbiose eine so erstaunliche Produktivität bewiesen habe. 4 „Der Name Auschwitz“, 2. W.Brandt, Erinnerungen:Mit den„Notitzen im Fall G", Berlin 1994, 214. 3. Ebd. Zu diesem Thema neuerdings erschienen: M.Wolffsohn;Th. Brechenmacher, Denkmalsturz: Brandts Kniefall in Warschau, München,2005. 4. Die Ausschnitte der in diesem Vortrag mehrfach zitierten Rede sind der Akte Nr. Alef 2-914-1968-260, Archiv der israelischen Arbeitspartei, Beit Berl, entnommen. 6 sagte Brandt,„wird für Generationen ein Trauma bleiben.[…] Die Verletzungen, die[…] der Seele des Volkes der Opfer und der Seele des Volkes der Täter zugefügt wurden, werden so rasch nicht ausheilen. Denn es wurde das Bild des Menschen verletzt. Diese Erfahrung – sie ist die eigentliche Katastrophe der Menschheit, mehr als alle Kriege und ihre Schrecken. Die Juden, nicht nur in Israel, sind Opfer, während die Deutschen die Verantwortung tragen. Hier hilft kein Hinweis auf eine Jugend, der die Freiheit der Unbefangenheit gegeben sei. Niemand ist aus der Haftung der Geschichte entlassen.“ Diesen Äußerungen Brandts stand der weniger glückliche Ausspruch seines Amtsnachfolgers von der„Gnade der späten Geburt“ gegenüber. Zu Israel meinte Brandt, als die israelkritischen Stimmen in der Neuen Linken und in der SPDParteijugend immer lauter wurden,„Israel ist – daran ändern auch die Schlagworte radikaler Gruppen nichts – der grandiose Versuch, einem Volk von weithin Heimatlosen eine gesicherte Heimat zu schaffen.“ Gleichzeitig gab er zu bedenken:„Es ist bitter, dass die Geburt dieses Staates den Preis neuer Opfer und neuer Leiden verlangte. Wer wollte das Elend der palästinensischen Araber verschweigen?“ Doch er fügte sogleich einschränkend hinzu:„Aber die Rolle des arroganten Weltmoralisten steht uns auch und gerade hier nicht zu. Wir haben vielmehr die Kette der Kausalität von Leid und Unrecht an ihrem Ursprung zu erkennen: hier im Herzen Europas. Die Bundesrepublik […] nahm sich in die Pflicht für die Überlebenden.“ Zu dem für israelisches Empfinden problematischen Begriff„Normalisierung“ räumte er ein, dass damit behutsam umzugehen sei.„Die Achtung vor dem anderen(dem jüdischen Israeli?) mahnt uns zu Geduld und ruhiger Bescheidung. Im übrigen“, meinte Brandt,„ist die aufrichtige Feststellung der gegenseitigen Interessen auch in einem so schwierigen Zusammenhang immer noch die solideste Basis für ihren Ausgleich und ihre Harmonisierung.“ Brandt nannte als Teil dieser Interessen auch die Verbesserung der Beziehungen zu den arabischen Staaten, die 1965 abgebrochen worden waren und verband dies mit folgender Feststellung:„Wir sind der Meinung, dass – zumal nach allem, was mit 7 der jüngsten Geschichte meines eigenen Landes zu tun hat – wir uns gegenüber der Krise(im Nahen Osten) nicht gleichgültig stellen und dass wir auch das Lebensrecht Israels nicht in Frage stellen lassen können.“ Die Geschehnisse des Zweiten Weltkriegs verpflichteten Deutschland dazu, sich bei der sich nun ergebenden Gelegenheit für die Versöhnung zwischen dem Ostblock und dem Westen einzusetzen, sagte Brandt. Während er als Regierender Bürgermeister Berlins in den fünfziger und frühen sechziger Jahren noch eine harte Linie gegenüber der Sowjetunion verfolgte, trat er nun als Bundeskanzler in den siebziger Jahren unter den geänderten Umständen für Entspannung und vertrauensbildende Maßnahmen ein. Brandt vertrat die Auffassung – das geht auch aus der zitierten Rede vom 21. März 1971 hervor –, dass seine Friedenspolitik in Europa ein Faktor weltweiter Entspannung werden könne und somit auch im Nahen Osten. Tatsächlich haben die Annäherung der beiden Blöcke und schließlich die Auflösung des Ostblocks auch unserer Region eine gewisse Entspannung gebracht. „Nicht nur der Unfrieden, auch der Friedenswille kann ansteckend sein“, sagte Brandt in der besagten Rede. Brandts Rede verkörpert die verschiedenen Parameter seines Verhältnisses zu Israel und zu den Juden: Deutsche Verantwortung gegenüber Israel, aber auch gegenüber den Juden auf der ganzen Welt, Anerkennung auch der universalen Bedeutung der Schoah, deutsch-jüdische"Kultursymbiose", gemeinsames historisches Kulturerbe, Würdigung der nationalen Aufbauleistung des Zionismus und der damit verbundenen sozialen Revolution, Sensibilität für das Schicksal der palästinensischen Flüchtlinge, Respekt für die gegenseitigen Interessen und die Lehren, die Deutschland aus dem Zweiten Weltkrieg ziehen sollte, gehören dazu. Die deutschen Interessen betrafen auch das Verhältnis zu den arabischen Staaten im Hinblick auf deren Beziehungen zur DDR, die Förderung 8 der Handelsbeziehungen mit diesen Staaten und die Abhängigkeit vom arabischen Öl. Ein weiterer Parameter könnte als sozialistischer oder sozialdemokratischer Internationalismus bezeichnet werden. Die Bundesregierung unter Brandts Führung zeigte Respekt für die Staaten der Dritten Welt und für die blockfreie Haltung einiger solcher Staaten, für den Antikolonialismus und für nationale Befreiungsbewegungen. Letzteres steht im Einklang mit dem traditionellen deutschen Anspruch auf Selbstbestimmung(gemeint sind in diesem Fall die Menschen in der DDR und die Anwendung dieses Rechts auf die Völker der Dritten Welt). Diese Haltung war aber nicht selten von revolutionärer Romantik verklärt und mit Nachsicht gegenüber Menschenrechtsverletzungen und antidemokratischen und autoritären Erscheinungen bei nationalen Befreiungsbewegungen und Drittweltregimen verbunden. Die Anwendung dieser Haltung auf die arabische Nationalbewegung und die Palästinenser führte zu gewissen Spannungen im Verhältnis zur Israelischen Arbeiterpartei(Mapai) und zur israelischen Regierung. Einige Bemerkungen, die Brandt im Jahre 1963, damals noch Regierender Bürgermeister von Berlin, während eines Besuchs in Algier und in Ägypten machte, lösten in der israelischen Regierung und in der israelischen Schwesterpartei Mapai gewisse Irritationen aus. Arabischen Presseberichten zufolge soll sich Brandt für die Rechte der Palästinenser und für den nationalen Befreiungskampf der Araber sowie im gleichen Atemzug als Sozialist auch für eine neutrale Haltung im Nahostkonflikt ausgesprochen haben. Zudem soll Brandt das Problem der deutschen Wissenschaftler in Ägypten heruntergespielt und die„traditionelle deutsch-arabische Freundschaft“(für Israel eine problematische Formel) gewürdigt haben. Brandt distanzierte sich später nach seiner Rückkehr nach Berlin in einem Schreiben an den Mapai-Generalsekretär von diesen Aussagen. Sie seien verfälscht wiedergegeben worden, was durchaus plausibel schien. Schließlich hatte Brandt auch seine freundschaftliche Verbundenheit mit Israel verdeutlicht, als er dem Land 1960 einen offiziellen Besuch abstattete, trotz Versuchen von arabischer Seite ihn davon abzubringen. 9 Brandt war der erste deutsche Bundeskanzler, der Israel noch während seiner Amtszeit im Juli 1973 besuchte. Aufgrund seiner Vergangenheit war Brandt bei dieser Visite wie auch bei seinen früheren Besuchen ein stets willkommener Gast. Vielleicht gerade wegen seiner unbefleckten Biographie und vor dem Hintergrund der deutschen Vergangenheit fühlte er sich freier, Verständnis für die Rechte der anderen Seite des Nahostkonflikts einzufordern. Die Regierung unter Golda Meir zeigte jedoch keine Bereitschaft zu Verhandlungen mit arabischen Staaten, und die PLO wurde nach einer Reihe von Terroranschlägen, darunter die Ermordung israelischer Sportler an den olympischen Spielen in München und einige Flugzeugentführungen, als bitterer Feind gebrandmarkt. 1972 kam es zu einer Krise vor dem Hintergrund der Befreiung der Mörder der israelischen Sportler nach der Entführung einer Lufthansamaschine auf dem Flug von Beirut nach Deutschland. Brandt war damals Kanzler. Brandt empfand die Palästinenser als Teil der Dritten Welt, die für ihre nationale Befreiung kämpfen. Auch die Flüchtlingsfrage stieß bei ihm auf Verständnis(„auch wir waren Flüchtlinge“). Doch die Deutschen, so Brandt, hätten ihre Brüder, die Flüchtlinge, bei sich aufgenommen. Eine unmissverständliche Anspielung. Den Arabern predigte er, man müsse in dieser Sache in die Zukunft blicken. Historisch gesehen herrschte eine gewisse Spannung zwischen der projüdischen Haltung der sozialistischen Parteien Europas und Deutschlands, die sich für die Integration der Juden einsetzten und gleichzeitig den Antisemitismus bekämpften und der traditionell kühlen bis kritischen Haltung zum Zionismus. Brandt selbst räumte ein, dass der Holocaust sein Verhältnis zum Zionismus verändert habe. Dies trifft auch auf die Mehrheit der Führung der sozialdemokratischen Partei Deutschlands in der Nachkriegszeit zu. 5 Später, ab Ende der sechziger Jahre, gewann die traditionelle, kritische Haltung zum Zionismus und 5. S. Schafir, An Outstretched Hand, German Social Democrats, Jews and Israel 1945-1967, Tel Aviv 1986, 121. 10 zu Israel innerhalb der Linken wieder an Boden. Brandt stemmte sich gegen diese Tendenz, doch als Internationalist empfand er Sympathie für die Schwachen, und Israel wurde nach 1967 im Gegensatz zu vorher als starker Staat empfunden. Die israelische Politik stellte Brandt vor eine besondere Herausforderung. Er war gezwungen, die verschiedenen Parameter seiner Haltung unter einen Hut zu bringen. Eine andere Asymmetrie im Verhältnis zu Israel bestand in den unterschiedlichen Lehren aus dem Zweiten Weltkrieg und der Schoah. Während Israel als Hauptlehre aus der Schoah die Notwendigkeit der Stärke betonte, damit die Juden nie wieder hilflos dastehen in der Welt, betrachteten die Deutschen und besonders die Linke einschließlich Brandt Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Militarismus, Imperialismus und den Krieg generell als Plage, die es auszumerzen gilt, damit es nicht zu einem zweiten Auschwitz kommt. Die unterschiedlichen Lehren, die Deutsche und Juden bzw. Israelis aus dem Krieg zogen, überschatteten das Verhältnis zwischen der deutschen Sozialdemokratie, der auch Brandt angehörte, und Israel. Brandt zeigte zwar Verständnis für die Sicherheitsbedürfnisse Israels, nahm sich jedoch auch der palästinensischen Sache an. Dazu bot sich der Rahmen der damaligen Europäischen Gemeinschaft oder der Sozialistischen Internationalen an. Auf diesem Weg förderte Brandt die Integration der Staaten der Dritten Welt, die arabischen Staaten mit eingeschlossen, in der Internationalen, manchmal zum Missfallen der israelischen Schwesterpartei. 1979 nahm Brandt an einem Treffen zwischen Kreisky und Arafat teil, das von Kreisky veranlasst worden war. Brandt ließ sich von Kreisky zur Teilnahme verleiten und distanzierte sich später vom Verlauf der Dinge. Brandts Hauptmotiv war der Versuch, Wege der Versöhnung zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn zu finden, die in seinen Augen der beste Garant für die Existenz Israels war. Der Staat Israel warnte seinerseits vor der Kapitulation vor dem Terror. 11 Beim Besuch einer israelischen Delegation bei Brandt am 23.6.73 weihte der Gastgeber seine Gäste in eine Anekdote von 1961 aus seiner Amtszeit als Regierender Bürgermeister von Berlin während der Berlinkrise und des Mauerbaus ein. Er habe damals seinen Sohn zu sich gerufen und ihm mitgeteilt, dass die Russen ihm vielleicht nach dem Leben trachten oder ihn nach Sibirien verschicken könnten. Er, beschied Brandt seinem Sohn, würde dann zum Familienoberhaupt. Zudem habe er seine Frau gebeten, ihm dicke Wollsocken usw. bereitzulegen. Und siehe da, seitdem waren nur 10 Jahre vergangen, und vieles hatte sich seither geändert. Er konnte nun nach Ostdeutschland reisen, und der Ostblock war voll des Lobes über ihn. Diese Geschichte war in Brandts Augen ein Beispiel dafür, wie Feinde von gestern zu Gesprächspartnern von morgen werden können. 6 Die damalige israelische Regierung nahm eine härtere Haltung ein. Sie glaubte nicht an die Bereitschaft ihrer Feinde, sich zu wandeln. Deshalb wurde die Ostpolitik in Israel zunächst mit Zurückhaltung aufgenommen. Man befürchtete, eine konziliantere Haltung gegenüber dem Ostblock könnte als Schwäche interpretiert werden, die dann im Nahostkonflikt gegen Israel genutzt werden könnte. Israel stellte sich an die Seite der Amerikaner und der Nixon-Administration, die eine kompromisslos antisowjetische Politik verfolgte, bis es auch in den Vereinigten Staaten zu einer Kursänderung gegenüber China kam. Eine weitere Asymmetrie, die das Verhältnis zwischen Brandt und Israel trotz Brandts Empathie für Israel nicht selten belastete, war die Dosierung zwischen den Normalisierungsbestrebungen und dem Sonderstatus des deutsch-israelischen Verhältnisses. Seit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen 1965 neigte Deutschland dazu, die Normalität der beiderseitigen Beziehungen zu fördern, während Israel Wert darauf legte, deren Besonderheit zu betonen. Brandts Versuch anlässlich seines Israelbesuchs 1973 die Normalisierung hervorzuheben, löste bei Golda Meir und anderen offiziellen und inoffiziellen Stellen undiplomatisch 6. Akte Nr. Alef 2-914-1968-260, Archiv der israelischen Arbeitspartei, Beit Berl. 12 scharfe Reaktionen aus. Schließlich prägte Brandt die Formel„normale Beziehungen mit dem Charakter der Besonderheit“, die in Israel aber ebenso wenig geschätzt wurde. 7 Besonders den liberalen Koalitionspartnern unter Außenminister Scheel war an der„Normalisierung“ des beiderseitigen Verhältnisses gelegen. Die angestrebte Neutralität im Nahostkonflikt war ein Ausdruck davon. Brandt distanzierte sich jedoch von dieser Einseitigkeit, wie ich eingangs erwähnte. Brandt verkörperte eher die deutsche Reue und Buße sowie den Politiker mit geschärftem Bewusstsein für die Last der Vergangenheit, während bei Scheel und seinesgleichen die aktuellen politischen Interessen im Vordergrund zu stehen schienen. Im Vorfeld des Sechstagekrieges bemerkte Brandt als Außenminister der Grossen Koalition, dass„Nichteinmischung und damit formale Neutralität im völkerrechtlichen Sinne des Wortes keine moralische Indifferenz und keine Trägheit des Herzens bedeuten kann“. Der konkrete Ausdruck hierfür war die Lieferung von 20.000 Gasmasken an Israel zu Verteidigungszwecken. Die Unterbindung der Benutzung deutschen Territoriums für amerikanische Militärgütertransporte nach Israel im Oktoberkrieg 1973 wurde als Verrat an Israel mitten im Kampf ums Überleben gewertet. Doch es gibt Grund zur Annahme, dass die Regierung Brandt erst dann das Verbot verhängte, als sich das Blatt zu Israels Gunsten gewendet hatte. Bis zu jenem Zeitpunkt hatte die Bundesregierung angesichts der amerikanischen Munitionslieferungen an Israel über Deutschland beide Augen zugedrückt. Mit dieser Politik erreichte die Regierung BrandtScheel gleichzeitig mehrere Ziele. Einerseits konnte Israel damit indirekt geholfen und das eigene schlechte Gewissen beruhigt werden. Andererseits demonstrierte die Bundesregierung damit auch die Normalität dieses Verhältnisses. Zudem unterstrich die Bundesrepublik 7. S. Schafir, The Attitude of the German Social Democratic Party towards Israel, in:„Normal Relations“. Israeli-German Relations. Ed. by M. Zimmermann/O. Heilbronner, Jerusalem 1993, 142. 13 damit ihren Souveränitätsanspruch, besonders gegenüber den USA und konnte in der arabischen Welt punkten, auf deren Öl sie angewiesen und mit der sie im Geschäft bleiben wollte. 8 Jahre später, im Vorfeld seines Deutschlandbesuches 1987, würdigte der damalige israelische Staatspräsident Chaim Herzog ausdrücklich die(indirekte) Hilfe, die die sozialliberale Koalition Israel während des Oktoberkrieges gewährt hatte. 9 Zum Abschluss möchte ich noch auf zwei weitere Punkte eingehen, die als Bestandteile von Brandts Verhältnis zu Israel genannt wurden: Israel war für den Sozialisten Brandt nicht nur die Heimat des verfolgten jüdischen Volkes, sondern auch ein Staat mit sozialistischem Ethos. Obwohl es mit der[israelischen] Arbeiterbewegung allmählich bergab ging, stellte sie noch bis 1977 die Regierung. Brandt war Bundeskanzler bis 1974. In den sechziger Jahren, als Brandt noch als Regierender Bürgermeister Berlins amtierte und in seinen späteren Ämtern als SPDParteivorsitzender, Bundesaußenminister und Bundeskanzler, in diesem ganzen Zeitabschnitt, wurde die israelische Regierung von der Arbeiterpartei(Mapai) und später von den Nachfolgeformationen wie der sozialistischen Listenverbindung Maarach und der Arbeitspartei geführt. Zum positiven Image Israels trugen zudem die Kibbuzim, die Gewerkschaft„Histadrut“, die Kooperativbewegung und die gewerkschaftseigene Gemeinwirtschaft„Chewrat Haowdim“ sowie das soziale Engagement des Staates durch eine relativ egalitäre staatliche Sozialpolitik bei. Aufgrund der Bewunderung der Schaffenskraft des belagerten Staates und vor allem der israelischen Arbeiterbewegung wurden parallel zu den offiziellen Beziehungen zahlreiche Kontakte geknüpft. Der Zweite Weltkrieg hat den Beziehungen zwischen den zwei Schwesterparteien einen besonderen Stempel aufgedrückt. Insofern hingen diese Beziehungen auch von dieser Generation ab. 8. M. Wolffsohn, Eternal Guilt? Forty Years of German-Jewish-Israeli Relations, New York 1993, 3031. 9. Ebd, 80 14 Der letzte und zusammenfassende Punkt: Brandt bemerkte in der zitierten Rede vom März 1971, dass Israel trotz der geographischen Entfernung in die enge Nachbarschaft gerückt sei. Man habe den Mut gewonnen, gemeinsames Erbe wiederzuentdecken. Hier steckt eine weitere Bedeutung der normalen Beziehungen mit dem Charakter der Besonderheit – Besonderheit hier nicht im Sinne des Schattens der Schoah, sondern im positiven Sinne der Entdeckung des gemeinsamen Kulturerbes, das den jungen Staat prägte. In Brandts Augen gehörte Israel mit seinen Grundwerten zum Kulturkreis des aufgeklärten Europa. Trotz der Last der dunklen Vergangenheit sei auf die positiven historischen Berührungspunkte als Botschaft für die Zukunft hinzuweisen. Die Normalisierung macht es möglich, diese Lichtpunkte hervorzuheben, die auch diesem Verhältnis eigen sind. Brandt verkörperte das Positive im demokratischen Sozialismus, der sich derzeit in der westlichen Welt und besonders ausgeprägt auch in Israel auf dem Rückzug befindet in einer Welt, die dem Neoliberalismus huldigt und in Globalisierungsträumen schwelgt. In dieser Hinsicht war Brandt vielleicht eine der letzten herausragenden Gestalten der europäischen und deutschen Sozialdemokratie, deren Geburtsstunde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts lag. Ob sie sich erübrigt hat oder ob sie unter anderen Zeitumständen eines Tages wieder eine historische Rolle spielen wird, wird sich in Zukunft erweisen. 15 ‚¯·Ò¯‡†„‚ Ë„¯·†ÈÏÈ ÂÁ‡Â Forum Israel ϯ·†˙È·†˙ÏÏÎÓ ¯·„ Á˙Ù ÌÈÈÂˆÓ ÌÈÈÁ¯‰ ÂÈ˘¯Â˘ ¯˘‡ Á¯ ˙¯ËÓÏ ‡Ï˘ Ô‚¯È‡ ‰ȉ ˯·‡ Íȯ„ȯ٠ԯ˜ È˙¯·Á ˜„ˆ ÈÙÏÎ ‰˜ÂÓÚ ˙·ÈÈÁ˙‰ ÍÂ˙Ó Æ˙ÈÓ‡ÏÈ·‰Â ˙ÈÓ¯‚‰ ÌÈ„·ÂÚ‰ ˙ÚÂ˙· χ¯˘È· ˯·‡ Íȯ„ȯ٠ԯ˜„¯˘Ó ¨˙ÂÓ‡‰ ÔÈ· Ì‚ ÂÓÎ ‰¯·Á· ÌÂÏ˘· ÌÂȘ≠„ ‰Ó¯˙ ̯Â˙ ¨Ï‡¯˘È≠‰ÈÓ¯‚ ÈÒÁÈ ˜Â„È‰Ï ≠ ¨¯ÂÊȇ· ‰ÏÂÚÙ‰ ÛÂ˙È˘Ï ÌÂÏ˘‰ ÍÈω˙ ÌÂ„È˜Ï ≠ ¨ÌÈ„·ÂÚ‰ Ȅ‚ȇ ÌÂÁ˙· ≠ ¨‰¯·Á‰ ÈÁˢ Ïη ÌÈ˘ Ì„ȘÏ ÌÈÈÓ‰ ÔÈ· ÔÂÈÂÂ˘Ï ˜·‡Ó· ≠ ¨¯ÚÂ‰ È· ·¯˜· ‰È˯˜ÂÓ„Ï ÍÂÈÁ· ≠ ̂††† ÆÈËÈÏÂÙ‰ ÌÂÁ˙· Ú„ÈÓ ˙ˆÙ‰Â ¯˜ÁÓ· ≠ ¯È„Ò ÔÙ‡· Ô‚¯‡Ó ÌÈχ¯˘È‰ ÂÈÙ˙¢ ÌÚ„ÁÈ Ï‡¯˘È· ˯·‡ Íȯ„ȯ٠ԯ˜„¯˘Ó ÌÈÚ¯ȇφÆÏÈÚÏ Â¯Îʉ˘ ÌÈÓÂÁ˙Ï Ìȇ˘ÂÏ ÌÈ˘„˜ÂÓ‰ ˙‡„Ò ÌÈȯ·Ȉ ÌÈÂÈ„ ÆÚ„Ӊ ‰ÏÎÏΉ ¨‰¯·Á‰ ÈÓÂÁ˙ ÏÎÓ ÌÈÁÓÂÓ Ìȇ˜ÈËÈÏÂÙ ÌÈÓÊÂÓ Âχ ÂÚӢ‰ ¯˘‡ ˙‡ˆ¯‰Â ÌÈÓ‡ ÂÓÒ¯ÂÙÈ ¨¢Ï‡¯˘È ̯ÂÙ¢ ¨ÂÊ ˙¯·ÂÁ ˙¯„Ò· ˙‡ˆÂ˙ ÌÈÈËÈÏÂÙ ÌÈÁÂ˙È ԇΠ‚ˆÂÈ ÛÒÂ·†ÆÌÈÒÎ ÈÓÂÎÈÒ Ì‚ ÂÓΆ¨‰Ï‡ ÌÈÚ¯ȇ· Æ‰Ï‡Î˘ ÌÈȯ·Ȉ ÌÈÂÈ„Ï ÒÈÒ·‰ ˙‡ ÌȉӉ Ìȯ˜ÁÓ ÈÚ„Ó†‰È¯ÂËÒȉ†˯ÂÙ˜¯Ù†˙ËÈÒ¯·È‡·†‰ÏÎÏΆ„Óφ‚¯·Ò¯‡†„‚†¯¢„ ·˙Ά˯¢„‰†˙ÊÈ˙†˙‡†ÆË¯‚ËÂˢ†·È·‡≠Ï˙†˙ËÈÒ¯·È‡·†‰ȄӉ Æ·‡¯‚†ÆÂ†ßÙ¯ن˙ÈÈÁ‰· ‰ÏÏÎÓ·†ıÂÁ†È¯˘˜Ï†‰˜ÏÁÓ‰†˘‡¯Â†˙È¯„ÂÓ†˙ȇÙ¯ȇ†‰È¯ÂËÒȉφ‰ˆ¯Ó ‰ÈÓ¯‚·† Ò¯Ó≠̯ˉ† ˙Ù˜˙·† ÌÈ·¯† ÌÈÓÂÒ¯Ù† ÆÏ¯·† ˙È·† ˙ÈÓ„˜‡‰ Æ˙È¯„ÂÓ†˙Ȅ‰È≠˙ÈÓ¯‚†‰È¯ÂËÒȉ·Â Ë„¯·†ÈÏÈ ÂÁ‡Â ˙‡Ó ‚¯·Ò¯‡†„‚ Ȉ‡†ÈË‡‰†Â¯·Ú†ÔÈ‚·†˙‡Ê†¨˙È˙ÈÓ‡‰†¢˙¯Á‡‰†‰ÈÓ¯‚¢†˙‡†˜ÙÒ†‡ÏφÌÏÈ‚†Ë„¯·†ÈÏÈ ÍÈȯ‰†Ï˘†Â˙Òȯ˜Ï†„Ú†‰È·È„˜Ò·†˙ÂÏ‚‰Ó†ÍÈ˘Ó‰†È„¯‰†¯Ë˘Ó·†Â˜·‡Ó†˙‡†ÆÏÈÚÙ‰ Æ III Ernst Karl †≠Ά˜·ÈÏ·†±π±≥≠·†„ÏÂ†‡Â‰†Æ˙¯˙ÁÓ·†ÂÓˆÚφςÈÒ†Â˙‡†¨Ì˘†‰È‰†Ë„¯· ÁÈψ‰†˙‡Ê†Û¯Á†ÆÌÈ˘˜†Ìȇ˙·†Â˙‡†‰Ï„È‚†˙ȯ‰≠„Á‰†ÂÓ‡†˙ÁÙ˘Ó† .Herbert † Frahm ¨ÈËÒÈχȈÂÒ‰†ÔÂÈÚ¯Ï†Í˘Ó†ÂȯÂÚÓ†„ÂÚ†ÆÂ¯ÈÚ·†‰Ú„Ȇ‰ÈÒÓÈ‚·†ÌÈÈÂÎÈ˙‰†ÂÈ„ÂÓÈÏ· ˙ÈÓ¯‚‰†˙È˯˜ÂӄχȈÂÒ‰†‰‚ÏÙÓ‰†˙‡†˘Ë†Û‡†±π≥±≠·†Æ‰·¯†˙ÂËȉϷ†˜·„†Â·˘ ‰Â˜˙·†¨ (SAP) †˙ÈϘȄ¯†˙ÈËÒÈχȈÂÒ†‰‚ÏÙÓφۯˈ‰Ï†È„Ά¨ÈÙÂÏÁ†˙È·†Âφ‰˙ÂÂȉ˘ ƯÏËȉφ¯˙ÂȆ˙ÈÓÁÂφ‰·ÈË¯Ëχ†·Èˆ˙†ÂÊ˘ È˙¯·Á†˜„ˆ†˙¯Á¢†¨˙È˯˜ÂÓ„†¨‰¯Â‡†¨˙ÈËÒÈÓ‰†˙˘¯ÂÓ†Ï˘†‰ÈÙΆ¯ÈˆÈ†‡Â‰†Ë„¯· Âʆ˙˘¯ÂӆƉÈÓ¯‚·†±∏≠‰†‰‡Ó‰†ÛÂÒ†ÔÓφÌÈ¢†ÌÈÏ‚ÏÈ‚·†‰Á˙Ù˙‰˘†˙˘¯ÂÓ†ÆÌÂÏ˘Â ÔÈ·˘†‰·Â˘Áφ‰Ï„‚φ˙ÈÓ¯‚‰†˙È˯˜ÂӄχȈÂÒ‰†‰‚ÏÙÓ‰†˙Âȉ†¨˙ÂÁψ‰†‰ÏÁ ˙ÂϘ‰†·¯ÈÓ·†‰˙ÎÊ˘†‰‚ÏÙÓφ±π≠‰†‰‡Ó‰†ÛÂÒ·†„ÂÚ†‰Ù¯ȇ·†ÌÈÏÚÂÙ‰†˙‚ÏÙÓ ÏÚ† Ì˙ÂÁ‰† ˙‡† ͇† ÆÍÎφ ÌÈÈÂËÈ·‰†„Á‡† ‡È‰† ¨±π±≤≠·† ‰ÈÓ¯‚·† ‚ËÒÎÈȯφ ˙¯ÈÁ·· Æ˙¯‡‰† ˙‡† ÌÈÈÂÚ‰† ¨„‚‰† ˙ÂÁÂΆ ¯˜ÈÚ·† ÂÚȷˉ† ˙ÈÓ¯‚‰† ‰È¯ÂËÒȉ‰ ≠χȈÂÒ‰†¯Ïˆ˜Ï†‰È‰˘†¨Ë„¯·†ÊȯΉ†¨˙¯ÈÁ··†ÂÂÁˆÈ†ÌÚ†±π∂π≠·˘†¨‡Â‰†‡ÈÏÙÓ†‡Ï ˙ÈÙÂÒ†„ÈÒÙ‰†¯ÏËȉ†ÂÈ˘ÎÚ¢†∫®±π≥∞†Ê‡Ó©†‰ÈÓ¯‚·†‰˘†¥∞≠Ά‰ÊÓ†Ô¢‡¯‰†È˯˜ÂÓ„ ± Æ¢‰ÓÁÏÓ‰†˙‡ ˙˯„‡†ÏÂӆχ†Í¯·‰†˙ÚÈ¯Î†Ï˘†ÈÏÓÈÒ‰†Ë˜‡‰†¯˜ÈÚ·†˙¯Á†Èχ¯˘È‰†Ô¯ÎÊ·˘†ÔÎ˙ÈÈ Ë˜˘†Ë„¯·†Æ¯Ïˆ‡˜Ï†Â¯Á·È‰†¯Á‡Ï†¯ˆ˜†ÔÓʆ¨±π∑∞≠·†‡˘¯Â·†È„‰ȉ†ÂËÈ‚‰†È„¯ÂÓ ÌÈÏÈÓ†Ôȇ†¯˘‡Î†¨Ì„‡†È·†ÌÈ‚‰Â˘¢†ÈÙΆ‚‰†ÈΆ¨ÔÈȈ†¨ÈËÂÙÒ†ÔÙ‡·†‰Ê†È˙‚Ù‰†„Úˆ· ¨Ú¯Î†Í¯·†Ú¯Îφ·ÈÈÁ†Âȇ¢˘†¨˙Ú†‰˙‡·†˙ÂÂ˙ÈÚ†·˙ΆÔÈȈ†ÍΆ¨‡Â‰†‡˜Â„† ≤ Ƣ̉ÈÙ· ‡†¨ÌÈÊÈÚÓ†Ìȇ˘†Ì¢ӆ–†ÔΆÌÈ˘ÂÚ†Ìȇ†Í‡†¨Í¯·†Ú¯ÎφÌ˙·ÂÁÓ˘†‰Ï‡†ÏÎ†Ì˘·Â Æ ≥ ¢Ì‰Èίȷ† ÏÚ† ˙„¯Ï† ÊÈډφ ÌÈÏ‚ÂÒÓ† Ìȇ˘† Ì¢ӆ ‡† ÌÈÏ‚ÂÒÓ† Ìȇ˘† ÌÂ˘Ó ¯Ïˆ˜‰†¨¯Â‡„‡˘†„ÂÚ·†Æ‰·¯Â˜†‰È‰†‡Â‰†¨‰ÏÙ‡‰†˙ÈÓ¯‚‰†‰È¯ÂËÒȉφڄÂÓ†‰È‰†Ë„¯· ˙ÂÚÒÓ†Íωӷ†Ì‚†Û„¯†‡Â‰†Æ¢˙ÈˆÈÁ†˙ÂÏ‚¢Ï†‡ˆÈ†Ë„¯·†¨¢˙ÈÓÈÙ†˙ÂÏ‚¢Ï†Íω†¨Ô¢‡¯‰ F. Stern, Mastering the Past My Life in Politics by Willy Brandt, in: The New Republic, Nov. 9, 1992, 41. Ʊ ibid, 43. Æ≤ M. Wolffsohn, Th. Brechenmacher, Denkmalsturz: Brandts Kniefall in Warschau, †∫¯ÙÒ‰†‰˙Ú†‰Ê†ÌÒ¯Ù˙‰†‰Ê†‡˘Â·† ibid Æ≥ München 2005. 5 „‚·˘†ÈÓΆ¨‰Ï˘ÓÓ‰†˙¢‡¯Ï†È˯˜ÂÓ„≠χȈÂÒ‰†„ÓÚÂÓΆ±π∂μ≠·Â†±π∂±≠·†˙¯ÈÁ·‰ ÌȯÈη†ÌȄȘن˜ÏÈÒ†¨±π∂π≠·†¯Ïˆ˜Ï†ÛÂҷφ‰Ó˙‰˘Î†Æ‰„‚†ÌÁφ‰ÈÓ¯‚·†ÏÂÎÈ·Î ÈËÒÈÓÙȇ†ÈÂËÈ·†Â˙‡†¨¢ÒÙ‡‰†˙Ú˘¢†ÆÈˆ‡‰†¯Ë˘Ó‰†ÌÚ†‰ÏÂÚÙ†ÂÙ˙È˘˘†‰ȄӉ†ÔÂ‚ÓÓ Æ˜¯Ò†ÈÂËÈ·†ÂÈÈÚ·†‰È‰†¨‰ÓÁÏÓ‰†¯Á‡Ï†‰¯·ÚÓ†‰ÈÓ¯‚†Ï˘†‰˙¯‰Ë‰†˙‡†ÏÓÒφ„ÚÂ˘ ¨±π∑±†Ò¯Ó·†≤±≠· ("Woche der Brüderlichkeit") ¢‰ÂÂÁ‡‰†Ú·˘¢·†¯Ïˆ˜Î†Ì‡· Walter †Èϯ·Èω†ıÂÁ‰†¯˘†„‚Ά¯˜Èڷ†Â˙Ï˘ÓÓ†„‚Ά˙ÂÚˉ†¯Â‡Ï†Ìȯ„‰†·˘ÈÈφ‰ÒÈ ˙ȈÁÓ˘†ÔÈȈ† Scheel †ÆÏ‡¯˘È†ÌÚ†ÌÈÒÁÈ·†‰ÈˆÊÈÏÓ¯Âφ˙˘‚„ÂÓ‰†Ì˙¯È˙Á†ÏÚ† Scheel ¨˙Ȉ‡‰†‰Ù˜˙‰†˙‡†˙¯ÎÂʆ‰ȇ†®‚¢Ù¯†Ôωϩ†˙ÈÓ¯‚‰†˙Èϯ„Ù‰†‰˜ÈÏ·ÂÙ¯‰†˙ÈÒÂÏ· ˘‚ÙÓ‰†˙‡†Ò†Ïچ˄¯·†‰ÏÚ‰†¨ÂÏ˘†ıÂÁ‰†¯˘Ï†‰ÙÈÊ†ÔÈÚÓΆƯ·Ú‰†˙ÏÁ†‡È‰†¨¯ÂÓ‡Ï ÁΆ¯Â‡Ï†‡˜Â„†Æ˙ÈÓ¯‚‰Â†˙Ȅ‰ȉ†˙·¯˙‰†ÔÈ·†®¢‰ÊÂÈ·ÓÈÒ¢†È˙ÈÈÚ·‰†ÁÂÓ·†·˜†‡Â‰© Áˆ¯·˘†‰ÚÂÂʉ†¨‰Ï΢‰‰†Á¯†ÔÓÈÒ·†„ÓÚ˘†¨‰Ê†È˙·¯˙†˘‚ÙÓÓ†ÔÂÊÈ˘†‡ÏÙÂÓ‰†‰¯ÈˆÈ‰ ¯È˙ÂÓ†¨±π∑±≠·†Ê‡†ÔÚˆ¨ıÈ¢‡†Ì˘‰†† ¥ ÆÌÈÈ˙Ú·˘†‰Ï„‚†‰Ù¯ȇ†È„‰Ȇ·¯˜Ó†ÌÈÂÈÏÈÓ ‡Ù¯È˙†‡Ï†¢ÌÈÏÏÂÚÓ‰†Ìڢ†¢˙Â·¯Â˜‰†ÌÚ¢†˙Ó˘·†‰ÚȂى†Æ˙Â¯Â„Ï†È˘Ù†ÚÂÊÚʆÂȯÁ‡ ˙ÂÓÁÏÓ‰†ÏÎÓ†¯˙ÂȆ¨˙¢Â‡Ï†ÂÈÈÚ·†˙È˙ÈÓ‡‰†‰‡Â˘‰†ÂʆƢϷÁ†Ì„‡‰†Ìψ¢†Æ‰¯‰Ó†„Ú ‡Ï¢Â††˙ÂȯÁ‡·†Ìȇ˘Â†ÌÈÓ¯‚‰†„ÂÚ·†¨Ô·¯Â˜†Ì‰†Ï‡¯˘È·†˜¯†‡Ï†ÌȄ‰ȉ†ÆÔ‰È˙‡¯ÂÓ ‰˙ÂȯÁ‡Ó†¯ÂËÙ†Âȇ†˘È‡†Æ˙ÂȯÁ‡Ó†È˘ÙÂÁ†‡Â‰˘†¯Ó‡†¯ÚÂ‰†ÏÚ†ÚÈ·ˆ˘¢†¨¯Ó‡†¨¢¯ÂÊÚÈ ‰„ÒÁ¢†˙ÂÎÊ·†„ȘÙ˙·†Â˘¯ÂÈ†Ï˘†˙ÁψÂÓ†˙ÂÁÙ‰†Â˙¯Ó‡Ï†„‚È·†˙‡Ê†Æ¢‰È¯ÂËÒȉ‰†Ï˘ ‰Ù˜˙·†¨¯Ó‡†Ï‡¯˘È†ÏچƮ "Gnade der späten Geburt" ©†¢˙¯Á‡Ӊ†‰„Èω†Ï˘ χ¯˘È¢†¨‰ÙȯÁ‰Â†‰Îω˘†¨˙¯Â˜È·†‰ÈÏÚ†ÂÁ˙Ó†‰‚ÏÙÓ·†¯ÈÚˆ‰†¯Â„‰Â†˘„Á‰†Ï‡Ó˘‰˘ ˜ÈډφÈÊÂÈ„¯‚‰†ÔÂÈÒ‰†–†˙‡Ê†Â˘È†‡Ï†˙ÂÈϘȄ¯†˙ˆ·˜†Ï˘†˙‡ÓÒÈÒ‰†Ì‚†–†‡È‰ ‰˙ÏÚ†Âʆ‰È„Ó†Ï˘†‰˙„ω˘†¯·„‰†¯Ó¢†∫ÍÈ˘Ó‰†Ìχ†Ƣ˙„ÏÂÓ†¯ÒÁ†ÌÚφ˙„ÏÂÓ ÈÈ·¯Ú†Ï˘†Ì˙˜ÂˆÓ†˙‡†ÌÈÏډφ˘˜·ÈȆÈÓ†ÆÌÈ˘„Á†ÌȯÂÒÈȆÌÈ˘„Á†˙Â·¯Â˜†Ï˘†¯ÈÁÓ· ¯ÒÂÓ†ÏÚ·†Ï˘†‰Ïˈȇ‰†Âφ‰‡†‡Ï†Ô‡Î†Ì‚†®Ìχ©¢†∫‚ÈÈÒ†·Â˘†„ÈÈӆ͇†¨¢‰È˙˘ÏÙ ÏÂÂډ†ÌȯÂÒÈȉ†˙„ÏÂ˙†˙·ÈÒ‰†˙¯˘¯˘†˙‡†¯ÈΉφÂÈÏÚ††∫‡Â‰†ÍÂÙ‰†Æ¯‰ÈÈ˙Ó Æ¢ÌÈÈÁ·†Ìȯ˙Â‰†ÔÚÓφ˙·ÈÈÁ˙‰‰†˙‡†‰ÓˆÚ†ÏÚ†‰ÏË†‚¢Ù¯‰†Æ‰Ù¯ȇ†·Ï·†Ô‡Î†Ì¯Â˜Ó˘ ˘ÂÓÈ˘·†‰·¯†˙¯ȉʆ˘φ˘È†ÈΆ¨ÔÈȈ†¨¢‰ÈˆÊÈÏÓ¯Â¢†–†Ï‡¯˘È·†ÔÂÚˉ†‚˘ÂÓφ¯˘‡· ˙‡Ê†ÌÚ†Æ˙ÂÚÈˆÂ†Á¯†Í¯Â‡†ÂÈÏÚ†‰Âˆӆ®øÈχ¯˘È‰†È„‰ȉ©†¢¯Á‡‰¢†ÈÙ·†„·Ή†ÆÂ· Í·Ò†‰˘˜†¯˘˜‰·†Ì‚†ÌÈÈ„„‰‰†ÌÈÒ¯Ëȇ‰†ÈΆ¨ÌÈÒÁȉ†„È˙Úφ‰ÈÙȈ†ÍÂ˙Ó†¨ÛÈÒ‰ ˙‡†ÔÈȈ†‰Ï‡†ÌÈÒ¯Ëȇӆ˜ÏÁΆƉȈÊÈÂÓ¯‰Ï†ÔÂÊȇφ¯˙ÂÈ·†·ÈˆÈ‰†ÒÈÒ·‰†Ì‰†‰ÊÎ ÌÚ†„··†„·†¨±π∂μ≠·†Â˜˙Â˘†·¯Ú†˙ÂȄӆÌÚ†‰ÈÒÁȆ˙‡†¯Ù˘Ï†‰ÈÓ¯‚†Ï˘†‰˙Ùȇ˘ Ȉ¯‡†Ï˘†‰˘„Á‰†‰È¯ÂËÒȉ·†˘Á¯˙‰˘†‰Ó†¯Á‡Ï†„ÁÂÈÓ·†¨Ìȯ·҆ÂÁ‡¢˘†‰ÚÈ·˜‰ ÆÏ¯·†˙È·†¨‰„·ډ†˙‚ÏÙÓ†ÔÂÈί‡†¨≤≠π±¥≠±π∂∏≠≤∂∞†ß‡†˜È˙†ß¯†∫‰‡ˆ¯‰‰†Íωӷ†ÌȯÎÊÂÓ‰†Ì‡‰†ÔÓ†ÌÈÚ˘ Æ¥ 6 ˙ÂÎÊ˘†ÌÈÎ҉φÏÎÂ†‡Ï†®ÈÂÎÈ˙†Á¯ÊÓ‰©†¯·˘Ó·†˘Ù†ÔÂÈ¢·†Ë˜φÏÎÂ†‡Ï†ÈΆ– Æ¢‰Ï‡˘†ÔÓÈÒ·†„ÓÚÂ˙†Ï‡¯˘È†Ï˘†ÌÈÈÁ‰ ÌÈ˘Â‚‰†ÔÈ·†ÒÂÈÙφ¯Â˙Áφ‰ÈÓ¯‚†ÏÚ˘† II †ÌÏÂÚ‰†˙ÓÁÏÓ†˙Âگ‡ÓÓ†˘È˜‰†Ë„¯· ˙È˘‡¯Â†μ∞≠‰†˙Â˘·†ÔÈϯ·†˙ÈȯÈÚ†˘‡¯Î˘†„ÂÚ·†Æ˙Âӄʉ‰†‰¯ˆÂ˘Ó†È·¯ÚӉ†ÈÁ¯ÊÓ‰ ˙Â˘·†˙Â˙˘Ó†˙·ÈÒ·Â†‰Ï˘ÓÓ†˘‡¯Î˘†È¯‰†¨Ó¢‰¯·†ÈÙÏΆÛȘ˙†ÒÁÈ·†„„Ȉ†∂∞≠‰ ̇·†˙‡Ê†ÔÈȈ˘†ÈÙΆ¨Ò¯‚†‡Â‰†ÆÔÂÓ‡†È·†ÌȄڈ·†Ë˜†ÌÈÒÁȉ†˙¯˘Ù‰Ï†¯˙Á†∑∞≠‰ Á˙Ó†Ô˜¯ÂÙφ‡È·‰Ï†‰ÏÂÎȆ‰Ù¯ȇ·†ÂÏ˘†ÌÂÏ˘‰†˙ÂÈȄӆÈΆ¨±π∑±†Ò¯Ó·†≤±≠Ó†ËˈӉ ˙ÂÒÒÂÓ˙‰†ÛÂҷφ˙È˘Â‚≠ÔÈ·‰†˙·¯˜˙‰‰†Ô·†Æ˙¢‰ÊÓ·†Ì‚†Ô‡ÎÓ†¨ÈÓÏÂÚ†‰„ÈÓ†‰˜· ¨ÂÓ‡·†Ë„¯·†ÔÈȈ†¨¢ÌÂÏ˘≠ȇ†˜¯†‡Ï¢†ÆÂȯÂʇ·†˙ÂÁÈ˙Ó‰†Ôӆ‰˘Ó†‰‚‚ÂÙ†ÈÁ¯ÊÓ‰†˘Â‚‰ Æ¢˜·„ÈÓ†˙ÂȉφÏÂÎȆÌÂÏ˘‰†Ì‚¢†‡Ï‡ ÈÙÏΆ‰ÈÓ¯‚†˙ÂȯÁ‡†∫ÌȄ‰Èφχ¯˘ÈφÂÒÁÈ†Ï˘†ÌÈ¢‰†ÌȯËÓ¯Ù‰†ÌÈÓÂÏ‚†‰Ê†Ì‡· ¨‰‡Â˘‰†Ï˘†˙ÈÏÒ¯·È‡‰†˙ÂÚÓ˘Ó·†Ì‚†‰¯Î‰†¨Ì‰†¯˘‡·†ÌȄ‰ȉ†ÈÙÏΆ̂†Í‡†¨Ï‡¯˘È ÈÓ‡ω†ÏÚÙÓφ‰Î¯Ú‰†¨Û˙Â˘Ó†È¯ÂËÒȉ†È˙·¯˙†‰ÎÓ†¨È„‰È≠ÈÓ¯‚‰†È˙·¯˙‰†˘‚ÙÓ‰ ÌÈËÈÏÙ‰†Ï¯Â‚φ˙Â˘È‚¯†¨‰Ê†ÏÚÙÓ·†‰Î¯Ή†˙È˙¯·Á‰†‰ÎÙ‰Óφ‰˜ÈʨÈÂȈ†ÈˆÂÏÁ‰Â Æ II †ÌÏÂÚ‰†˙ÓÁÏÓÓ†‰ÈÓ¯‚†Ï˘†ÌÈÁ˜Ï‰Â†ÌÈÈ„„‰‰†ÌÈÒ¯Ëȇ‰†„·ÈΆ¨ÌȇÈ˙˘ÏÙ‰ ‰ÈÓ¯‚†Á¯ÊÓ†Ï˘†‰È¯˘˜†ÏÂӆχ†·¯Ú†˙ÂȄӆÌÚ†ÌÈÒÁȉ††˙‡†ÂÏÏΆÌÈÓ¯‚‰†ÌÈÒ¯Ëȇ‰ ÆÈ·¯Ú‰†ËÙ·†˙ÂÏ˙‰†˙‡Â†ÂÏω†˙ÂȄӉ†ÌÚ†¯ÁÒÓ‰†È¯˘˜†Ì„Ș†˙‡†¨‰Ï‡†˙ÂȄӆÌÚ ÆÈ˯˜ÂÓ„≠χȈÂ҆‡†ÈËÒÈχȈÂÒ†ÌÊÈÏÂȈ¯Ëȇ†Â˙ÂÎφÔ˙È†¨ÛÒÂÂ˙‰˘†ÛÒÂ†¯ËÓ¯Ù ˙È˘Â‚≠ÔÈ·†˙‰„ʉ≠ȇφ¨È˘ÈÏ˘‰†ÌÏÂÚ‰†˙ÂÈ„Óφ‰È˙ÙÓ‡†‰˙ÏÈ‚†Â˙¢‡¯·†‰Ï˘ÓÓ‰ ÌÚ†·˘ÈÈ˙‰†Ô¯Á‡‰†Æ˙ÂÈÓ‡φ¯Â¯Á˘†˙ÂÚÂ˙φÈχÈÂϘ†ÈË‡†˜·‡Óφ¨‰Ï‡†·¯˜· ÌÈÓ¯‚†Á¯ÊÓφ‰ÂÂΉ©†˙ÈÓˆÚ†˙ÈÓ‡φ‰¯„‚‰Ï†˙ÂÎÊφ˙È˙¯ÂÒÓ‰†˙ÈÓ¯‚‰†‰ÚÈ·˙‰ ‰˜ÈËÓ¯·†ÌÚÙ†‡Ï†‰˙ÂÂφÂʆ‰ÒÈÙ˙†Æ®È˘ÈÏ˘‰†ÌÏÂÚ·†ÌÈÓÚ†ÏÚ†Âʆ˙ÂÎʆ˙ÎÏ˘‰Â ÌÈȯËȯ¡†ÌÈÈ˯˜ÂÓ„≠ÈË‡†ÌÈÈÂÏȂ†̄‡†˙ÂÈÂÎʆ˙¯Ù‰Ï†˙ÂÁÏÒ†ÈÂÏÈ‚†ÍÂ˙†¨˙ÈÎÙ‰Ó ‰˘ÈÙ˙†˙ÏÁ‰†ÆÈ˘ÈÏ˘‰†ÌÏÂÚ‰†˙ÂȄӆ·¯˜·†ÌÈ¯Ë˘Ó†˙ÂÈÓ‡φ¯Â¯Á˘†˙ÂÚÂ˙††·¯˜· È¢‡ÙÓ†ÌÚ†ÌÈÓÈÈÂÒÓ†ÌÈÁ˙Óφ‰Ó¯‚†ÌȇÈ˙˘Ïى†˙È·¯Ú‰†˙ÈÓ‡ω†‰ÚÂ˙‰†È·‚φÂÊ Ë„¯·†Ï˘†ÂÈ˙¯ډӆ‰ÓΆÂÓ¯‚†±π∂≥≠·†ÔÈϯ·†˙ÈȯÈÚ†˘‡¯†Â˙Âȉ·†„ÂÚ†ÆÏ‡¯˘È†˙Ï˘ÓÓ ‰‚ÏÙÓ‰†·¯˜·Â†Ï‡¯˘È·†‰Ï˘ÓÓ‰†·¯˜·†˙ÓÈÈÂÒÓ†˙Á≠ȇφÌȯˆÓ·Â†¯È߂χ·†Â¯Â˜È·· ÌȇÈ˙˘ÏÙ‰†˙ÂÈÂÎÊ·†ÏÂÎȷΆ˄¯·†„„Ȉ†¨ÌÈ·¯Ú†˙¯Â˘˜˙†ÈÚˆÓ‡†È¢ÙÚ†ÆÈ¢‡ÙÓ†˙ÂÁ‡‰ „Á‡†ÌÚ†ËÒÈχȈÂÒΆ˙‰„ʉ≠ȇ·†‰ÓÈ˘†‰˙‡·Â†ÈÓ‡φ¯Â¯Á˘Ï†È·¯Ú‰†˜·‡Ó‰Â ÌÈÚ„Ó‰†˙ÈÈÚ·†Ï˘†‰˙¯ÓÂÁ†˙‡†‰¯Â‡ÎφÏËÈ·†‡Â‰†ÆÈÂÎÈ˙≠Á¯ÊÓ‰†ÍÂÒÎÒ·†ÌÈ„„ˆ‰ ‰ÁÒÂ©†ÌÈÓ¯‚φÌÈ·¯Ú‰†ÔÈ·†ÌÈÈ˙¯ÂÒÓ‰†ÌÈÒÁȉ¢†˙‡†Ò†ÏÚ†‰Ïډ†ÌȯˆÓ·†ÌÈÓ¯‚‰ 7 È¢‡ÙÓ† Ï¢ÎÊÓφ ˙¯‚ȇ·† ÔÈϯ·Ï† ·¢† ÌÚ† ‚ÈÈ˙Ò‰† Ë„¯·†®ÆÏ‡¯˘È† ˙ÈÁ·Ó† ˙È˙ÈÈÚ· ‡ÒÈ‚†Í„ȇӆÆ˙Ú„‰†ÏÚ†ËÏÁ‰·†Ï·˜˙Ó‰†¯·„†¨ÂÙÏÂÒ˘†Â¯Ó‡·††¨Â‚ˆÂ‰˘†ÈÙΆ¨Ìȯ·„‰Ó ÌȈÁφۯÁ†¨ı¯‡·†ÈÓ˘¯†¯Â˜È·Ï†±π∂∞≠·†¯·Î†‡·˘Î†¨Ï‡¯˘ÈφÂ˙„ȄȆ˙‡†Ë„¯·†‰ÏÈ‚ ÆÍÎÓ†Â˙‡†‡È‰Ï†ÌÈ·¯Ú‰†„ˆÓ Ʊπ∑≥†ÈÏÂÈ·†„ȘÙ˙·†Â„ÂÚ·†Ï‡¯˘È·†¯˜È·˘†Ô¢‡¯‰†ÈÓ¯‚‰†‰Ï˘ÓÓ‰†˘‡¯†‰È‰†Ë„¯· ÔÂȘ†Ï˘·†‡˜Â„†Èχ†ÆÈˆ¯†Á¯Â‡Ï†‰˙چ̂†ÌÈӄ˜‰†Âȯ˜ȷ·†Ì‚†·˘Á†Â¯·Ú†˙ÂÎÊ· ÍÂÒÎÒ·†„‚΢†„ˆ‰†˙ÂÈÂÎÊφ‰·‰†ÈÂÏÈ‚·†¯˙ÂȆ¯¯Á¢ӆ˘È‚¯‰†¨ÈÓ¯‚‰†¯·Ú‰†Ú˜¯†ÏÚ†ÂÈÙÎ ÔÓÂÒ†Û¢˘‡Â†˙ÂÈ·¯Ú†˙ÂȄӆÌÚ†Ó¢ÂÓφ˙ÂÂÎ†‰˙ÏÈ‚†‡Ï†‰„Ï‚†˙Ï˘ÓÓ†ÆÈÂÎÈ˙≠Á¯ÊÓ‰ ˙„‡ÈÙÓÈχ·†ÌÈχ¯˘È‰†Ìȇ˯ÂÙÒ‰†Áˆ¯†˙·¯Ï†¯Â¯Ë†ÈÚ‚ÈÙ†˙¯Â˘†¯Á‡Ï†¯Ó†·È‡ΠÌȇ˯ÂÙÒ‰†ÈÁˆÂ¯†¯Â¯Á˘†Ú˜¯†ÏÚ†¯·˘Ó†ı¯Ù†±π∑≤≠·†ÆÌÈÒÂËÓ†˙ÂÙÈËÁ†Ï˘†¯ÙÒÓ†ÔÎÈÓ ‰È‰†Ë„¯·†Æ‰ÈÓ¯‚φ˙¯ÈÈ·Ó†Âί„·†‰È‰˘†‰Ê‰ËÙÂφÒÂËÓ†˙ÙÈËÁ†¯Á‡Ï†¨ÌÈχ¯˘È‰ Ưψ˜†Ê‡ ˙È‚Â҆̂†ÆÈÓ‡φ¯Â¯Á˘Ï†ÌȘ·‡‰†¨È˘ÈÏ˘‰†ÌÏÂÚ‰Ó†˜ÏÁΆÂÈÈÚ·†Â˘Ù˙†ÌȇÈ˙˘ÏÙ‰ ÂËϘ†ÌÈÓ¯‚‰˘††¨Ë„¯·†ÛÈÒ‰†¨‡Ï‡†Æ®¢ÌÈËÈÏÙ†ÂÈȉ†ÂÁ‡†Ì‚¢©†‰·‰†‰¯¯ÂÚ†ÌÈËÈÏÙ‰ Ë„¯·†ÛÈˉ†¨Ô„·†„È˙Ú‰†Ï‡†˙ÂÙφ˘È†ÆÔȷȆÔȷӉ†¨ÌÈËÈÏÙ‰†Ì‰ÈÁ‡†˙‡†ÌÎÂ˙· ÆÌÈ·¯ÚÏ ˙ÂÈËÒÈχȈÂÒ‰†˙‚ÏÙÓ‰†·¯˜·†„‰Â‡‰†ÒÁȉ†ÔÈ·†ÌÈÈÂÒÓ†Á˙Ó†¯¯˘†˙ȯÂËÒȉ†‰ÈÁ·Ó Ôȷφ¨˙ÂÈÓ˘ÈË‡·†˜·‡Ó†È„ΆÍÂ˙†¨ÂˆÙÁ†Ì˙¯Ú˙‰·˘†¨ÌȄ‰ȉ†ÈÙÏΆ‰ÈÓ¯‚·Â†‰Ù¯ȇ· ‡ȷ‰†‰‡Â˘‰†˙ÂÚ¯Â‡Ó˘†‰„‰†Ë„¯·†Æ˙ÂÂȈ‰†ÈÙÏΆÈ˙¯Â˜È·†„Ú†Ôˆ†È˙¯ÂÒÓ†ÒÁÈ ‰‚ÏÙÓ‰† ˙‚‰‰† ȯ·Á† ·Â¯† È·‚φ Ì‚† ÔÂÎ† ¯·„‰Â† ¨˙ÂÂȈ‰† ÈÙÏΆ ÂÒÁȆ ÈÂÈ˘Ï ¨∂∞≠‰†˙Â˘†ÛÂ҆ʇӆ¨¯˙ÂȆ¯Á‡ӆ μ Æ‰ÓÁÏÓ‰†¯Á‡Ï†˙ÈÓ¯‚‰†˙È˯˜ÂÓ„≠χȈÂÒ‰ Ë„¯·†ÆÏ‡Ó˘‰†·¯˜·†Ï‡¯˘È†˙ÂÂȈ‰†ÈÙÏΆ˙È˙¯Â˜È·‰†¨˙È˙¯ÂÒÓ‰†‰Ó‚Ó‰†·Â˘†‰¯·‚˙‰ χ¯˘È†ÌÈ˘ÏÁ‰†ÈÙÏΆ‰È˙ÙÓ‡†˘Á¯†ËÒÈÏÂȈ¯ËȇΆ͇†¨‰Ï‡†˙ÂÓ‚Ó†Û„‰Ï†‰ÒÈ ‰·Èˆ‰†ÌÈÁˢ·†‰˙ÂÈȄӆÆÊ‡†„Ú†‰ÈÂÓȄφ„‚È·†¨‰˜ÊÁ†‰È„ÓΆ±π∂∑†¯Á‡Ï†‰¯ÈÈˈ‰ ÆÂÈ˙„ÓÚ† Ï˘† ÌÈ¢‰† ÌȯËÓ¯Ù‰† ÔÈ·† ·˘ÈÈφ ıχ˘† ¨Ë„¯·† ÈÙÏΆ„ÁÂÈÓ† ¯‚˙‡ II †ÌÏÂÚ‰†˙ÓÁÏÓÓ†ÌÈ¢‰†ÌÈ˘˜È‰‰Ó†‰Ú·†ÌÈÒÁȉ†˙ίÚÓ·†˙¯Á‡†‰È¯ËÓÈÒ‡ Ϸφ¨‰‡Â˘‰Ó†È¯˜ÈÚ†Á˜ÏΆ‰˜ÊÁ†Ï‡¯˘È·†Í¯Âˆ‰†˙‡†‰˘È‚„‰†Ï‡¯˘È†„ÂÚ·†Æ‰‡Â˘‰Â ¨ÌÎÂ˙·† Ë„¯·Â† Ï‡Ó˘‰† ·¯˜Ó† ¯˜ÈÚ·† ÌÈÓ¯‚‰† ¯Â·Ú˘† ȯ‰† ¨Ú˘È† ¯ÒÁ† Ȅ‰Ȇ ¯˙ÂÂÈ S. Schafir, An Outstretched Hand, German Social Democrats, Jews and Israel 1945-1967, Tel Aviv Æμ 1986, 121. 8 Ú‚†ÂÂȉ†ÏÏη†˙ÂÓÁÏӉ†ÌÊÈχȯÙÓȇ†¨ÌÊȯËÈÏÈÓ†¨˙ÂÚÊ‚†¨Ìȯʉ†˙‡˘†¨˙ÂÈÓ‡ω È„Â‰ÈØÈχ¯˘È‰†Á˜Ï‰†ÌÚ†˘‚˙‰†ÈÓ¯‚‰†Á˜Ï‰†Æ˙È˘†ıÈ¢‡†‰È‰˙†Ï·Ï†Â¯Ú·Ï†˘È˘ Ôȷφ‰ÎÂ˙·†Ë„¯·Â†˙ÈÓ¯‚‰†‰È˯˜ÂӄχȈÂÒ‰†ÔÈ·†ÌÈÒÁȉ†˙ίÚÓ†˙‡†‰ÂÂÈφ‡Â‰Â Ï˘†ÌÈÈÚ†˙‡†Ì„˜Ï†‰ÒÈ†Í‡†¨Ï‡¯˘È†Ï˘†ÔÂÁË·‰†ÈίˆÏ†‰·‰†‰ÏÈ‚†Ë„¯·†ÆÏ‡¯˘È ˙ÈÙ¯ȇ‰†‰Ïȉ˜‰†Ï˘†ÂʆÔ‚Ά˙¯‚ÒÓ·†˙‡Ê†˙¢Úφ‰È‰†ÁÂ†ÌÚÙ†‡Ï†ÆÌȇÈ˙˘ÏÙ‰ ˙ÂÈ„Ó†Ï˘†Ì˙·Ï˙˘‰†˙‡†Ë„¯·†Ì‚†Ì„Ș†ÍΆÆÈËÒÈχȈÂÒ‰†ÏÂȈ¯Ëȇ‰†Â‡†‰ÓÊ· ˙ÂÁ‡‰†‰‚ÏÙÓ‰†Ï˘†‰Á¯†˙¯ÂÓφÌÈ˙Úφ¨ÏÂȈ¯Ëȇ·†·¯Ú†˙ÂȄӆ˙·¯Ï† III ≠‰†ÌÏÂÚ‰ ÆÏ‡¯˘È· ȘÒÈȯ˜†È¯Á‡†¯¯‚†Ë„¯·†Æ˙Ù¯Ú†ÌچȘÒÈȯ˜†ÌÊÈ˘†‰˘È‚Ùφ˄¯·†Û¯Ëˆ‰†±π∑π≠· ‡ÂˆÓφ‰È‰†Ë„¯·†Ï˘†È¯˜ÈÚ‰†ÚÈÓ‰†ÆÌȯ·„‰†˙Âω˙‰†ÈÙ‡ӆ¯˙ÂȆ¯Á‡ӆ‚ÈÈ˙҉ ÆÏ‡¯˘È†Ï˘†‰ÓÂȘφ¯˙ÂÈ·†‰·Âˉ†‰·Â¯Ú‰†ÂÈÈÚ·†‡Â‰˘†‰È˙ÂÎ˘Ï†Ï‡¯˘È†ÔÈ·†ÒÂÈÙφͯ„ Ư¯Ëφ‰ÚÈΆÈÙÓ†‰¯È‰Ê‰†¨˙‡Ê†˙ÓÂÚφ¨Ï‡¯˘È ˙Ú·†±π∂±≠Ó†ÂÈ˙Â¯ÎÊ·†≤≥Æ∂Æ∑≥≠·†Âψ‡†‰¯˜È·˘†Ï‡¯˘ÈÓ†˙ÁÏ˘Ó†ÌÚÙ†Û˙È˘†Ë„¯· ÚȄ‰†Â·Ï†‡¯˜†„ˆÈΆ¨¯ÙÈÒ†‡Â‰†Æ¯ÈÚ†˘‡¯Î†Ô‰ÈΆ¯˘‡Î†¨‰ÓÂÁ‰†˙Ó˜‰Â†ÔÈϯ·†¯·˘Ó Âφ¯È·Ò‰†¨Ô·‰†¨‡Â‰†Æ¯È·ÈÒ·†˙ÂςφÂÁÏ˘Ï†Â‡†Â˙‡†ÏÒÁφˆ¯È†ÌÈÒ¯‰Â†ÔÎ˙ÈȆÈΆÂÏ ‰‰Â†Æ„¢Î†ÌÈ·Ú†¯Óˆ†È·¯‚†ÂφÔÈÎ˙˘†Â˙˘‡Ó†˘˜È·†ÔΆƉÁÙ˘Ó‰†˘‡¯Ï†ÍÂىȆ¨Ë„¯· ˘Â‚‰Â†‰ÈÓ¯‚†Á¯ÊÓφÚÂÒφÏÂÎȆ‡Â‰†ÌÂȉ†ÆÂ˙˘‰†ÌÈ·¯†Ìȯ·„†ÌÈ˘†±∞†˜¯†Â¯·Ú Ï˘†Ìȷȇ†„ˆÈΆ¨Ï˘Óφ˄¯·†Ï˘†ÂÈÈÚ·†‰È‰†‰Ê†¯ÂÙÈÒ†ÆÌÈÁ·˘†ÂÈÏÚ†ÛÈÚ¯Ó†ÈÁ¯ÊÓ‰ ∂ ƯÁÓ†Ï˘†ÁÈ˘†È·Ï†ÍÂىφÌÈÏÂÎȆÏÂÓ˙‡ ‰È·È‡†Ï˘†Ì˙ÂÂÎ·†‰ÈÓ‡‰†‡Ï†¨˙ÈÓÁÂφ¯˙ÂȆ‰„ÓÚ·†‰Ë˜†Ê‡„†Ï‡¯˘È†˙Ï˘ÓÓ ¨Ï‡¯˘È†„ˆÓ†‚ÈÈÂÒÓ†ÒÁÈ·†‰ÏÁ˙‰·† Ostpolitik ≠‰†Ì‚†‰Ï˜˙†ÍΆÌ¢ӆÆÌ¯ÂÚ†˙‡†˙Â˘Ï χ¯˘È†˙گφ†ÏˆÂ˙˘†‰˘ÏÂÁΆ¯ÈÈˈ˙†ÈËÒÈÂÓ˜‰†˘Â‚‰†ÈÙÏΆ˙Â¯˘Ù†ÔÙ†‰˘˘Á˘ ‰„ÓÚ·†Ë˜˘†¨ÔÂÒÎÈ†Ï˘ÓÓ†Ìȇ˜È¯Ó‡‰†„ˆÏ†‰·ˆÈÈ˙‰†Ï‡¯˘È†ÆÈÂÎÈ˙≠Á¯ÊÓ‰†ÍÂÒÎÒ· ÆÔÈÒφ ÒÁÈ·† ÈÂÈ˘† ÏÁ† ·¢‰¯‡·† Ì˘† Ì‚˘†„Ú† ¨˙ÈËÈÈ·ÂÒ≠ÈË‡† ˙ˆ¯Á Ë„¯·†ÔÈ·†˙È„„‰‰†‰È˙ÙÓ‡‰†Û¯Á†¨ÌÈÒÁȉ†ÏÚ†ÌÚÙ†‡Ï†‰·ÈÚ‰˘†˙¯Á‡†‰È¯ËÓÈÒ‡ ÔÂÈΆʇӆÆÌÈÒÁȉ†˙ίÚÓ·†„ÂÁÈÈφ‰ÈˆÊÈÏÓ¯Â†ÔÈ·˘†ÔÂÈÓ‰†˙„ÈÓ·†‰˙ȉ†¨Ï‡¯˘ÈÏ „ÂÚ·†¨ÌÈÒÁÈ·†¢ÈÏÓ¯Â¢‰†„ÓÈÓ‰†˙‡†˜ÊÁφ‰ÈÓ¯‚†‰˙Ë†¨±π∂μ≠·†ÌÈÈËÓÂÏÙÈ„‰†ÌÈÒÁȉ ˘È‚„‰Ï†±π∑≥≠·†Ï‡¯˘È·†Â¯Â˜È··†Ë„¯·†Ï˘†ÂÂÈÒ†Æ„ÂÁÈȉ†˙‡†˘È‚„‰Ï†‰ÙȄډ†Ï‡¯˘È˘ ÌÈÈÓ˘¯†ÌȯÁ‡†ÌÈӯ‚†¯È‡Ó†‰„Ï‚†„ˆÓ†‰Ë·†‰·Â‚˙·†‰Ï˜˙È†‰ÈˆÊÈÏÓ¯Â‰†˙‡ ÆÏ¯·†˙È·†¨‰„·ډ†˙‚ÏÙÓ†ÔÂÈί‡†¨≤≠π±¥≠±π∂∏≠≤∂∞†ß‡†˜È˙ Æ∂ 9 ÌÈÈÏÓ¯Â†ÌÈÒÁÈ¢·†¢ÌÈ„ÁÂÈÓ‰†ÌÈÒÁȉ¢†˙ÁÒÂ†˙‡†ÛÂҷφ¯ÈÓ‰†Ë„¯·†ÆÌÈÈÓ˘¯≠‡Ï ÌÈÙ˙¢‰†¯˜ÈÚ·† ∑ ÆÏ‡¯˘È·†‰ÙȆÔÈÚ·†‰Ï·˜˙‰†‡Ï†‡È‰†Û‡˘†‰ÁÒÂ†¨¢„ÁÂÈÓ†Ú˜¯†ÈÏÚ· ÏÎΆÌÈÒÁȉ†˙‡†¢ÏÓ¯¢Ï†Â¯˙Á†¨Ì˘‡¯·† Scheel †ıÂÁ‰†¯˘Â†¨‰ÈˆÈχ˜·†ÌÈϯ·Èω Ë„¯·†ÆÈÂÎÈ˙≠Á¯ÊÓ‰†ÍÂÒÎÒ·†ÌÈ„„ˆ‰†ÈÙÏΆ˙ÂÈϯËÈÈ†˙Âȉφ„ÚÂ†ÍÎφÈÂËÈ·‰Â†Ô˙È˘ ƉÏÈÁ˙†È˙ÈȈ˘†ÈÙΆ¨Âʆ˙ÂÈ„„ˆ≠„ÁÓ†‚ÈÈ˙Ò‰ ÔÚËÓ†˙ÏÚ·†‰˜ÈËÈÏÂÙφڄÂÓ˘†ÈÓφ¨‰¯ÙÎφ˙ÈÓ¯‚‰†‰Ë¯ÁφÏÓÒΆ¯˙ÂȆÒÙ˙†Ë„¯· Ô‡Îφ˙ÂÂÎÓ‰†˙ÂÈÈ„Ó†Ï˘†ÌÈÒ¯Ëȇ‰†˙‡†Â˘È‚„‰˘†ÂÈÓ„† Scheel †˙ÓÂÚφ¨È¯ÂËÒȉ ÆÂÈ˘ÎÚ ≠ȇ¢†ÈΆ˄¯·†ÔÚˆ¨¢‰Ï„‚‰†‰ÈˆÈχ˜¢·†ıÂÁ†¯˘†Â„ÂÚ·†¨ÌÈÓȉ†˙˘˘†˙ÓÁÏÓ†·¯Ú ˙ÂÓÈˇ†˙ȯÒÂÓ†˙Â˘È„‡†‰˙ÂÚÓ˘Ó†Ôȇ†Ï¢·‰†ËÙ˘Ó‰†˙ÈÁ·Ó†˙ÂÈϯËÈÈ‰Â†˙·¯Ú˙‰‰ Ɖ‚‰†ÈίˆÏ†Ê‚≠˙ÂÎÈÒÓ†Ûχ†≤∞†˙˜ÙÒ‰†‰˙ȉ†ÍÎφÈÂËÈ·†Æ¢·Ï ÌÂȆ˙ÓÁÏÓ·†‰ÈÓ¯‚†Í¯„†Ï‡¯˘Èφ˙ȇ˜È¯Ó‡†˙ȇ·ˆ†‰˜ÙÒ‡†˙¯·Ú‰†ÏÚ†¯ÂÒȇ‰†˙˘¯Ù ˘È†Æ‰Ï˘†ÌÂȘ‰†˙ÓÁÏÓ·†‰˘Ùφχ¯˘È†˙Á‰†Ï˘†Ë˜‡Î†‰ÒÙ˙†‰¯Â‡ÎφÌȯÂÙÈΉ ÌÈÈʇӉ†Û΢†¯Á‡Ï†˜¯†¨Ë„¯·†Ï˘†Â˙Ï˘ÓÓ†„ˆÓ†Ïˉ†¯ÂÒȇ‰˘†‰ÚËφ¯È·Ò†„ÂÒÈ ‰ÓÏÚ˙‰Â†‰ÈÈÚ†˙‡†‰ÈÓ¯‚†˙Ï˘ÓÓ†‰ÓˆÚ†Ê‡†„Ú†ÆÏ‡¯˘È†Ï˘†‰˙ÂÎÊφ‰˙Ë†‰ÓÁÏÓ· –†Ë„¯·†˙Ï˘ÓÓ†‰‚È˘‰†Íη†Æ‰ÈÓ¯‚†Í¯„†Ï‡¯˘Èφ˙ȇ˜È¯Ó‡‰†˙˘ÂÓÁ˙‰†˙˜ÙÒ‡Ó ‰ÓÈ‚„‰†Í„ȇӆ¨‰ÂÙˆÓ†ÏÚ†‰Ï˜‰Â†ÔÈÙȘڷ†Ï‡¯˘Èφ‰ÚÈÈÒ†‡È‰†Æ˙¯ËÓ†‰ÓΆ Scheel ¨‰˙‡ӈÚ†‰˙Â·ȯ†˙‡†ÔȂىφ‰ÈÓ¯‚†‰ÏÎȆÍÎφÛÒÂ·†ÆÌÈÒÁȉ†ÌÈÈÏÓ¯Â†‰ÓΆ„Ú ‰˜Â˜Ê†‰˙ȉ†Ì‰Ï˘†ËÙÏ˘†¨ÌÈ·¯Ú‰†ÈÙÏΆ˙ÂÎʆ˙„˜·†˙ÂÎÊφ·¢‰¯‡†ÈÙÏΆ˯ٷ ∏ Æ˙ÈÈÂÚÓ†‰˙ȉ†ÌÓÚ†ÌȯÁÒÓ‰†Ìȯ˘˜·Â ‰Î¯Ú‰†‚ˆ¯‰†ÌÈÈÁ†Ê‡„†‡È˘‰†ÚÈ·‰†¨±π∏∑≠·†‰ÈÓ¯‚φÂ˙ÚÈÒ†·¯Ú†¨ÔÎÓ†¯Á‡Ï†ÌÈ˘ ˙ÓÁÏÓ†˙Ú·†Ï‡¯˘Èφ˙Èϯ·ÈÏ≠χȈÂÒ‰†‰ÈˆÈχ˜‰†‰˘È‚‰˘†®ÛȘډ©†ÚÂÈÒφ˙˘¯ÂÙÓ π ÆÌȯÂÙÈΉ†ÌÂÈ ∫χ¯˘Èφ˄¯·†Ï˘†ÂÈÒÁÈ·†ÌÈ·ÈίΆ¯Îʉ˘†ÌÈÙÒÂ†ÌÈ˷ȉ†≤†ÏÚ†·ÎÚ˙‡†ÛÂÒ·Ï S. Schafir, The Attitude of the German Social Democratic Party towards Israel, in:„Normal Relations“. Æ∑ Israeli-German Relations. Ed. by M. Zimmermann/O. Heilbronner, Jerusalem 1993, 142. M. Wolffsohn, Eternal Guilt? Forty Years of German-Jewish-Israeli Relations, New York 1993, 30Æ∏ 31. ibid, 80. Æπ 10 ‡Ï‡†¨Û„¯‰†È„‰ȉ†ÌÚ‰†Ï˘†Â˙„ÏÂÓΆ˜¯†‡Ï†¨Ï‡¯˘ÈφËÒÈχȈÂÒ‰†Ë„¯·†Ï˘†ÂÒÁÈ ÔÈȄچ¨Ë‡†Ë‡†ÍÂڄφ‰ÏÁ‰†‰„·ډ†˙ÚÂ˙†ÈΆۇ†ÆÈËÒÈχȈÂÒ†ÒÂ˙‡†˙ÏÚ·†‰È„ÓÎ ∂∞≠‰†˙Â˘†Ê‡Ó†Æ±π∑¥†„Ú†‰Ï˘ÓÓ†˘‡¯Î†Ô‰ÈΆ˄¯·˘†„ÂÚ·†¨±π∑∑†„Ú†ÔÂËÏ˘·†‰˙ȉ ˘‡¯Î†ıÂÁ†¯˘Î†¨‰‚ÏÙÓ‰†¯¢ÂÈΆÂȄȘÙ˙·†Í˘Ó‰·Â†ÔÈϯ·†˙ȯÈÚ†˘‡¯Î†˙¯˘Ó†Â„ÂÚ· ‰„·ډ†˙‚ÏÙÓ†ͯÚÓ‰†Ô‚Ά¨‰È˙¢¯ÂȆ΢Á‡Â†È¢‡ÙÓ†‰˙ȉ†‰Ù˜˙†‰˙‡†Ï熨‰Ï˘ÓÓ‰ ˙¯·Á†˙È·È˯Ù‡˜‰†‰ÚÂ˙‰†¨˙¯„˙Ò‰‰†¨ÌȈ·Ș‰†˙ÂÎÊ·†Ì‚†‰ÒÙ˙†Ï‡¯˘È†ÆÔÂËÏ˘· ‰¯·Á·†˙ÈÒÁȉ†˙ÂÈÂÈ¢‰Â†˙È˙¯·Á‰†˙ÂÈȄӷ†˙È˙Ï˘ÓÓ‰†˙·¯ÂÚÓ‰†˙ÂÎÊ·†¨ÌÈ„·ÂÚ‰ ¯˜ÈÚ·†‰„·ډ†˙ÚÂ˙†¯ÂˆÓ·†‰ȄӉ†Ï˘†‰¯ÈˆÈ‰†ÁÎÓ†˙ÂÏÚÙ˙‰‰†Æ‰Î¯Ú‰Ï†‡˘ÂÓÎ ÌÏÂÚ‰†˙ÓÁÏÓ†˙ÈÈÂÂÁ†Æ˙È˙Ï˘ÓÓ‰†Ìȯ˘˜‰†˙ίÚÓφ‰ÏÈ·˜Ó†Ìȯ˘˜†˙ίÚÓ†‰¯ˆÈ Âȉ†‰Ï‡†Ìȯ˘˜†Âʆ‰ÈÁ·Ó†˙ÂÈÁ‡‰†˙‚ÏÙÓ‰†ÔÈ·†ÌÈÒÁȉ†ÏÚ†„ÁÂÈÓ†Ì˙ÂÁ†‰Úȷˉ Ư„†ÈÈÂÏ˙†Ì‚ Û¯Á†Ï‡¯˘È†ÈΆ¨ÔÈȈ†±π∑±†Ò¯ÓÓ†ËˈӉ†Ì‡·†Ë„¯·†∫ÌÎÒӉ†Ô¯Á‡‰†Ë·È‰‰Â ˙˘¯ÂÓ†˘„ÁÓ†˙ÂςϢ†¨¯Ó‡†ÍΆ¨¢ıÓ‡‰†¯·‚¢†Æ‰·Â¯˜†‰Î˘Ï†‰˙ȉ†¨†ÈÙ¯‚‡Ȃ‰†‰˜ÂÁȯ Ô·ÂÓ·†‡Ï†Ô‡Î†„ÂÁÈȆÆÌÈÒÁÈ·†„ÂÁÈȆ˙ÏÚ·†‰ÈˆÊÈÏÓ¯ÂφÛÒÂ†¯·Ò‰†ÔÂÓˆԇΆƢ˙Ù˙Â˘Ó ¨˙Ù˙¢Ӊ†˙È˙·¯˙‰†˙˘¯ÂÓ‰†˙ÙÈ˘Á†Ï˘†È·ÂÈÁ‰†Ô·ÂÓ·†‡Ï‡†¨‰‡Â˘‰†˙‡¯Âӆψ†Ï˘ ÌÈÓÂÏ‚‰†„ÂÒȉ†ÈίچÏÚ†¨Ï‡¯˘È†Â˙ÈÁ·Ó†Æ‰Î¯„†˙È˘‡¯·†‰ȄӉ†ÈÏ‚¯Ï†¯†Ì‚†‰˙ȉ˘ ˙‡†Û¢Áφ˘È†¨ÏÙ‡‰†¯·Ú‰†˙ÒÓÚÓ†Û‡†ÏÚ†Æ˙ȇÙ¯ȇ‰†˙¯‡‰†˙˘¯ÂÓφ˙ÎÈÈ˘†¨‰· ËÈÏ·‰Ï†˙¯˘Ù‡Ó†‰ÈˆÊÈÏÓ¯Â‰†Æ„È˙Úφ‰¯Â˘·Î†˙ÂÈ·ÂÈÁ‰††˙ÂȯÂËÒȉ‰†˘‚ÙÓ‰†˙„˜ ÆÌÈÒÁȉ†˙ίÚÓ†˙‡†Ô‰†Û‡†˙„ÁÈÈÓ‰†¨‰Ï‡†¯Â‡†˙„˜ ¨È·¯ÚÓ‰†ÌÏÂÚ·†‰ÎÈÚ„·†ÈˆӉ†È˯˜ÂÓ„†ÌÊÈχȈÂÒ·˘†·ÂÈÁ‰†ÏΆ˙‡†ÏÓÈ҆˄¯· ÈÓÒ˜·†È·˘Â†ÌÊÈϯ·ÈÏ≠‡È‰†˙‡†Ò†ÏÚ†‰ÏÚÓ˘†ÌÏÂÚ·†ª˙‡˘†¯˙È·†Û‡†Ï‡¯˘È·Â ˙„ÏÂ˙·†˙Â¯Á‡‰†˙ÂËÏ·‰†˙ÂÈÂÓ„‰†˙Á‡†˙‡†Èχ†‰ÂÂȉ†Âʆ‰ÈÁ·Ó†Æ‰ÈˆÊÈÏ·ÂÏ‚‰ Ʊπ≠‰†‰‡Ó‰†Ï˘†‰È˘‰†˙ȈÁÓ·†‰˙È˘‡¯˘†¨˙ÈÓ¯‚‰Â†˙ÈÙ¯ȇ‰†‰È˯˜ÂӄχȈÂÒ‰ Æ˙¢„Á†˙·ÈÒ·†È¯ÂËÒȉ†„ȘÙ˙†‡ÏÓφ·Â˘˙†‡Ó˘†Â‡†‰ÓˆÚ†˙‡†‰˙ˆÈӆ̇†Â„ȂȆÌÈÓÈ 11