1 SOUTHEAST EUROPEAN YOUTH NETWORK Erfahrungen mit den koordinierten nationalen Aktionstagen am 20. Juni 2008 in Belgrad, Bukarest, Budapest, Podgorica, Prishtina, Sarajevo, Skopje, Sofia, Tirana, Zagreb. Redaktion Ingo Kuhlbrodt and Henrik Netzow/ SEP SynergyEuropaPartner Ltd., Hamburg, supported by FES regional project, Belgrade and Solution4.org, Budapest Nationale Berichte National Coordinators ViSdPG ETOSZ, Budapest Übersetzung Tiszavölgyi Bt., Budapest Layout: Anna Kaszanitzky, Budapest 2 SOUTHEAST EUROPEAN YOUTH NETWORK Erfahrungen mit den koordinierten nationalen Aktionstagen am 20. Juni 2008 in Belgrad, Bukarest, Budapest, Podgorica, Prishtina, Sarajevo, Skopje, Sofia, Tirana, Zagreb INHALTSVERZEICHNIS 1.„IT’S TIME“ 7 2. SEE.Y.NET Projekt 7 3. Schwerpunkt Bildungs- und Informationsseminar 9 4. Planung der Events 10 5. Jugend-Magnet Musik 11 6. Aktionstag 20.Juni 2008 12 7. Resümee 14 8. Länderberichte 17 9. Anhang Einführung Im Dezember 2006 haben wir Frank Hantke, den Leiter der Süd-Ost-Europäischen Region der Friedrich-Ebert-Stiftung zuerst bei der Besprechung eines gemeinsamen Projektes getroffen. Wir haben über die Lage der ungarischen Gewerkschaften gesprochen, und waren gemeinsam der Meinung, dass aus gewerkschaftlicher Sicht die einzige Entwicklungsmöglichkeit die breite Einbeziehung der Jugend in die Interessenvertretung ist. Ein Jahr später kam die Idee des South East European Youth Network(SEE.Y.NET), die die Weiterentwicklung und Erweiterung eines bestehenden Netzwerkes und die Abwicklung eines gemeinsamen Aktionstages zum Ziel setzte. Der inhaltliche Teil des Programms wurde vom Synergy Europa Partner(SEP) unter der Leitung von Ingo Kuhlbrodt erarbeitet und der Förderungsantrag der Europäischen Kommission auch von SEP vorgelegt. Die Beratungsstelle für Interessenvertretungen(ÉTOSZ) nahm mit großer Freude an der Abwicklung des Programms teil. So begannen die drei Organisationen bei der 3 Implementierung des Projekts zusammenzuarbeiten. Die FES als Ideeninhaber, der SEP als Erarbeiter des Antrags und ETOSZ als Implementierungsorgan. Im Laufe der Arbeit hat sich unter den drei Organisationen eine sehr gute Zusammenarbeit entwickelt, die auch zur erfolgreichen Projektabwicklung beigetragen hat. Ziel des Netzwerkes war, einen Aktionstag gleichzeitig in allen teilnehmenden Ländern abzuhalten. Im Laufe des Projektes waren alle Treffen und Koordinierungsbesprechungen diesem Ziel gewidmet. Vor dem Aktionstag wurde ein Seminar von 7 Tagen organisiert, in dem die Jugendliche gemeinsam über die Implementierung ihrer Ideen nachdenken und Strategien formulieren konnten, und darüber hinaus, unter Mitwirkung von Fachleuten, sich in einem Trainingskurs in Zusammenarbeit, im Organisieren von Kampagnen und im Konfliktmanagement entwickeln konnten. Die Jugendlichen aus den 10 Teilnehmerstaaten (Albanien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Kosovo, Mazedonien, Ungarn, Montenegro, Rumänien und Serbien) haben mit endloser Begeisterung, Kreativität und Leistungskraft die Einzelheiten der nationalen Programme erarbeitet. Sie hatten neben der vielen Arbeit auch noch Kraft dazu, in den Abendprogrammen die Kulturen ihrer Länder auf hohem Niveau und mit hervorragenden Ideen vorzustellen. Das vorliegende Projekt widerspricht dem Vorurteil, dass Jugendliche in der Gesellschaft und der Interessenvertretung passiv wären. Meine Erfahrung bei dem SEE.Y.NETProgramm widerlegen diese Vorstellung eindeutig. Besonderer Dank gebührt bei der Umsetzung des Projektes Ildikó Krén und Máté Illés, die das Programm mit ihren Fachkenntnissen unterstützt, und die inhaltreichen Treffen organisiert haben. Ich möchte mich auch bei den Mitarbeitern der FES, Edit Németh und Emilija Grujic für ihre engagierte und ermutigende Arbeit besonders danken. Es ist mir ein Vergnügen, zur Netzwerkbildung der Jugendlichen und jungen Erwachsenen beitragen zu dürfen, welche die Zusammenarbeit der Jugendlichen in der Region stärkte und die Aufmerksamkeit auf drohenden Probleme richtete. Oder wie die jungen Leute riefen: It´s time! Budapest, 28.06.2008 Sándor Kisgyörgy Gesschäftsführer ÉTOSZ 4 Zur vorliegenden Dokumentation Die enge Zusammenarbeit zwischen dem südosteuropäischen Jugendnetzwerk SEEYnet, das im Internationalen Gewerkschaftsbund integriert ist, und der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) besteht bereits seit geraumer Zeit. Denn die Förderung der Jugendarbeit der Gewerkschaften in Süd-Ost-Europa gehört zu den Schwerpunktthemen unserer Arbeit. Von Beginn der Zusammenarbeit an erschien es uns sehr wichtig, die vorhandenen Potenziale der Jugendfunktionäre zu fördern und ihnen dabei weitestgehend eigene Gestaltungsmöglichkeiten zu eröffnen. Daher entstand auch die Idee, ein übergreifendes und gemeinsames Projekt mit der Förderung durch die EU zu entwickeln, in gemeinsamen Arbeitsgruppen und Konferenzen. Dabei gab es außerordentlich viele Hürden zu überwinden, denn es liegt auf der Hand, dass die Jugendlichen mit der FES in vielerlei Hinsicht Neuland betreten mussten. Seit den 90er Jahren hat es eine derart übergreifende Zusammenarbeit von Gewerkschaftsorganisationen in der Region nicht gegeben. Hinzu kommen die jeweiligen landesinternen Querelen zwischen konkurrierenden Gewerkschaftsbünden, die bislang nur von wenigen Gruppierungen in der Praxis überwunden werden konnten, wie z.B. den Jugendorganisationen im SEEYnet. Da es ein gemeinsamer Prozess war und die vielen Hindernisse gar nicht absehbar sein konnten, wussten alle Beteiligten, dass ein Erfolg nicht von vornherein gewissermaßen programmiert war, und wir alle wussten auch, dass am Ende vielleicht etwas anderes stehen könnte, als wir bei unserer ersten Planung gedacht hatten. So kam es denn auch. Unsere Erwartungen wurden mit dem vorläufigen Höhepunkt einer regionalen öffentlichkeitswirksamen Kampagne von fast 20 Jugendorganisationen aus zehn Ländern weit übertroffen. Was als Qualifizierungs- und Trainingsprojekt begann, führte durch die außerordentliche Eigeninitiative der Jugendorganisationen und ihres Netzwerkes dann in die Praxis. Wie könnte man besser Lern- und Trainingserfahrungen überprüfen? Geprüft hatten sich zunächst die Jugendlichen selbst, aber auch die Öffentlichkeit konnte sich von der Initiative, der Fantasie und dem Engagement der jungen Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter überzeugen, denn ein solch große und positive Öffentlichkeit für gewerkschaftliche Aktivitäten war bis dahin sowohl auf der jeweils nationalen als auch auf der regionalen Ebene kaum gegeben. Die kurze Dokumentation mag einen kleinen Einblick geben, kann aber gewiss nicht die Vielfalt der Probleme und ihrer Lösungen darstellen, die gesucht und gemeinsam gefunden wurden. Und wer die müden, aber zufriedenen bisweilen stolzen Gesichter der Akteure nach ihrer gemeinsamen Aktion gesehen hat, konnte sich davon überzeugen, dass mit dieser Förderung alle Ziele unserer Arbeit auch erreicht wurden. Die Jugendlichen haben„ihr Ding selbst in die Hand genommen“ und sie haben wesentliche Qualifikationen erwerben und darüber hinaus in die Praxis umsetzen können. Dass sie damit auch noch einen der wichtigsten Tagesordnungspunkte der Region – die extrem hohe Jugendarbeitslosigkeit- in 5 die Öffentlichkeit bringen konnten, Jugendliche informierten und für eine Mitarbeit in Gewerkschaften warben, rundet das Bild eines außerordentlichen Erfolges ab. Beachtet man, dass alle Jugendorganisationen ehrenamtlich arbeiten und zumeist keinerlei personelle oder finanzielle Unterstützung ihrer Dachorganisationen haben, bekommt ihre professionelle Arbeit noch einmal einen höheren Stellenwert. Nun wird hier und da in den Dachorganisationen bereits darüber diskutiert, den Jugendlichen mehr Möglichkeiten zu schaffen und ihnen ggf. auch mehr Ressourcen zur Verfügung zu stellen – ein„heimliches Ziel“ unserer Kooperation. Die Zusammenarbeit mit dem SEEYnet hat rundherum Freude gebracht – das hat die viele Wochenend- und Nachtarbeit aller Beteiligten mehr als ausgeglichen. Für das Regionalprojekt gehört diese Kooperation zu den„Highlights“ seiner Tätigkeit. Dazu beigetragen hat die gute und freundschaftliche Kooperation mit ETOSZ und solution4, und in besonderem Maße das außerordentliche Engagement des Consultant SEP, ohne den wir alles gar nicht hinbekommen hätten. Nicht vergessen möchte ich die hervorragende Kooperation mit den Landesbüros der Friedrich-Ebert-Stiftung, die oft mit weit mehr geholfen haben, als wir eigentlich erbeten hatten. Die Jugendlichen haben schon am 20. Juni um weitere Unterstützung gebeten und daher laufen schon jetzt erneut Workshops mit dem Ziel, neue gemeinsame Projekte zu entwickeln. Es geht also weiter … Frank Hantke, FES Belgrad, 25.09.2008 6 SOUTHEAST EUROPEAN YOUTH NETWORK Nationaler Aktionstag am 20. Juni 2008 in Belgrad, Bukarest, Budapest, Podgorica, Prishtina, Sarajevo, Skopje, Sofia, Tirana, Zagreb. 1.„IT’S TIME“ Wofür eigentlich? Wenn in zehn südosteuropäischen Hauptstädten junge Menschen an einem Tag gemeinsam zur gleichen Zeit ein großes Event veranstalten, muss es einen gewichtigen Anlass geben. In diesem Fall ist es die schlimme Situation junger Menschen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt, die Gründe liefert, sich mit einem Aktionstag Gehör zu verschaffen. Denn die Probleme, mit denen sich Jugendliche in Südosteuropa konfrontiert sehen, sind in allen Ländern der Region ähnlich. Eine hohe Arbeitslosigkeit und eine daraus resultierende Perspektivlosigkeit, Schwarzarbeit und Nepotismus, machen für viele Jugendliche den Start ins Berufsleben unmöglich. Die Gewerkschaften, die die Interessen der jungen Menschen vertreten wollen, haben noch nicht die Durchsetzungsfähigkeit, um wirkungsvoll für Veränderungen eintreten zu können. Die öffentliche Wahrnehmung dieser Probleme ist gering, genauso wie die Auseinandersetzung mit dem Thema in Medien und Politik. Was liegt da näher, als selbst aktiv zu werden, um die eigenen Geschicke in die Hand zu nehmen und auf die Missstände aufmerksam zu machen? 2. SEE.Y.NET PROJEKT Die hiermit vorliegende Dokumentation über den nationalen Aktionstag am 20. Juni 2008 in 10 Ländern bildet den Abschluss eines Projektes, das seit einem Jahr unter dem Namen „SEE.Y.NET – South East European Youth Network“ in der Region Südosteuropa durchgeführt wurde. Beteiligt waren die Jugendorganisationen von Gewerkschaften aus den Ländern Ungarn, Bulgarien, Rumänien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Montenegro, Kosovo, Mazedonien und Albanien. Finanziert wurde das Projekt von der Europäischen Kommission und der Friedrich-Ebert-Stiftung(FES)/ Regionalprojekt 7 „Arbeitsbeziehungen und sozialer Dialog“ mit Sitz in Belgrad. Die Initiative ging von der FES (Regionalprojekt) aus. Seit dem Jahr 2000 besteht bereits das South East European Youth Network(SEEYN) in den Ländern des ehemaligen Jugoslawien, ein Zusammenschluss, der zeigt, dass durch die Kooperation und den Einsatz von Jugendlichen Differenzen und Schwierigkeiten der Westbalkanregion überwunden werden können. Doch die dort zusammengeschlossenen Jugendgewerkschaftsorganisationen konnten aufgrund mangelhafter finanzieller und personeller Ressourcen nur sehr wenig Konkretes für sich und die Arbeitsmarktsituation der Jugendlichen in ihren Ländern tun. Zudem erschweren fehlende Mitglieder und eine Zersplitterung der Gewerkschaftslandschaft ein zielgerichtetes Arbeiten. Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Annäherung der Westbalkanregion an die Europäische Union entstand die Idee eines Kooperationsprojektes – erweitert mit den EULändern Ungarn, Bulgarien und Rumänien-, mit dem eine Professionalisierung und eine bessere transnationale Koordinierung der Interessenvertretung Jugendlicher in den Gewerkschaften erreicht werden sollte. Der Antragsteller ETOSZ, eine Bildungseinrichtung ungarischer Gewerkschaften, reichte schließlich bei der EU-Kommission eine bisher einmalige Projektkonzeption ein, die förderbare Länder(EU-Mitglieder und Kandidatenländer) und nicht-förderbare Länder kombinierte und unter dem Anspruch antrat, alle Organisationen gleichberechtigt zu beteiligen. Die Projektbestätigung hierfür durch die Kommission und die Projektdurchführung wurde möglich, weil die FES Regionalprojekt die Finanzierung der nicht förderbaren Länder übernahm. Die Besonderheiten bzw. das im europäischen Maßstab Innovative des Projektes sind: • Schwerpunkt gewerkschaftliche Jugend und Jugendorganisationen • Transnationale Partnerschaft von 10 Ländern/ 18 Organisationen der SOE-Region • Organisationen aus 5 förderbaren und 5 nicht förderbaren Ländern und deshalb Finanzierungspartnerschaft aus ETOSZ(Eigenleistung des Antragstellers), Europäischer Kommission(Zuschuss), FES Regionalprojekt und FES Landesleitungen • Befassung mit den Zielen und Jugendschwerpunkten der Lissabon-Strategie • Förderung des Dialogs zur EU-Erweiterung. 8 3. SCHWERPUNKT BILDUNGS- UND INFORMATIONSSEMINAR Im Mittelpunkt der Durchführung stand ein fünftägiges Seminar in Skopje, Mazedonien, um Erfahrungen und Informationen auszutauschen, Lösungsansätze für gemeinsame Probleme zu diskutieren und Strategien zu entwerfen. Außerdem diente das Seminar als Bildungsmaßnahme mit dem Ziel, die hiermit erworbenen Kompetenzen und Kenntnisse in ihren Ländern weiter zu vermitteln. Vom 25. Februar bis 1. März. 2008 trafen sich 50 Teilnehmer in Skopje, um die Seminar-Module bzw. Themen LissabonStrategie der Europäischen Union, Strukturen und Organisation der Gewerkschaften in Südosteuropa, Kampagnenplanung und Netzwerkaktivitäten zu bearbeiten. Die Struktur des Seminars ließ breiten Raum für sowohl informative Einführungspräsentationen und Referate als auch intensive Beteiligung der Teilnehmenden, sowie Gruppenarbeit verschiedener Zusammensetzung, Präsentation und Diskussion von Gruppenergebnissen im Plenum, Erarbeiten von Ideen und kritisches Überprüfen der Realisierungsbedingungen. Es zeigte sich sehr schnell, dass das größte Interesse an Kampagnenplanung, an den Planungen für den Aktionstag am 20. Juni bestand, um selbst die Initiative für die Durchsetzung der Rechte Jugendlicher ergreifen zu können. Hierzu entstanden 10 nationale Konzeptstrukturen und Organisationsvorstellungen. Und es wurde Finanzierbarkeit eingefordert, die zu diesem Zeitpunkt bereits in Aussicht gestellt werden konnte. Der gemeinsame Slogan„IT’S TIME!“ wurde gewählt, um zu zeigen, dass es höchste Zeit ist, die Ausgrenzung und Benachteiligung Jugendlicher zu beenden und um viele junge Menschen zum Mitmachen zu bewegen. Neben diesem englischen Motto wählten die meisten Länder noch einen zusätzlichen Slogan in ihrer Landessprache. Das Seminar endete mit der Verabschiedung der„Erklärung von Skopje“, in der u.a. beschlossen wurde, den gemeinsamen 9 Aktionstag zu nutzen, um öffentlichen Druck aufzu-bauen, damit die Belange der Jugend endlich auch von der Politik und der Wirtschaft ernst genommen werden. Aufgrund der äußerst vielseitigen und kreativen Ideen für das Event und dem großem Interesse der Partner daran, musste auch die geplante Dokumentation des nationalen Aktionstages aufgestockt werden. Angekündigt wurden außerdem eine Seminar-Dokumentation, eine mehrsprachige Broschüre und eine Video-Dokumentation über die Aktionen am 20. Juni www.seeynet.eu). (siehe 4. PLANUNG DER EVENTS Nun begann die Praxis. Hierzu waren vor allem die Kreativität und der Einfallsreichtum der der zu bildenden Organisationsteams gefragt. Der Lenkungsausschuss des SEE.Y.NETProjektes unterstützte mit transnationaler Koordinierung und mit Leitfäden zu Organisation und Planung, zu den nationalen Berichterstattungen und Video-Dokumentationen. Die Kommunikation in dieser Phase erfolgte auch über die Projektwebsite, auf der die Ländervertreter bspw. über einen Plakat-Wettbewerb abstimmen konnten.(www.seeynet.eu) Dieses Plakat wurde zum gemeinsamen transnationalen Rahmen, der schließlich überall für die Werbung und Bekanntmachung der Events verwendet und individuell variiert wurde. Von der Website konnten während der Vorbereitungsphase neben dem aktuellen Planungsstand auch Pressemitteilungen oder ein kurzer Video-Spot heruntergeladen werden. 10 Hierzu sollten Materialien erstellt und Aktionsformen erdacht werden, mit denen möglichst große Aufmerksamkeit erlangt werden kann. Zur Unterstützung der Planungsprozesse wurde den Akteuren eine Leitfaden zur Verfügung gestellt. In einer grossen On-line Kommunikation und Abstimmung entschieden sich die Jugendlichen für ein gemeinsames Plakat, das – in die jeweiligen Landessprachen übersetzt, die Interregionalität des Aktionstages hervorhob. 5. JUGEND-MAGNET MUSIK Große Open-Air Musikveranstaltung waren überall Mittelpunkt des Aktionstages. Bekannte Künstler, Moderatoren und Musiker traten auf, die mit ihrer Popularität dafür sorgten, dass sich eine große Anzahl Jugendlicher und sonstiger Besucher vor Ort beteiligten. Verschiedenste Aktionen(u.a. Flyer und Buttons verteilt, Befragung und Interviews durchgeführt, politische Statements abgegeben) wurden vor dem und während des Konzertes durchgeführt, um den eigentlichen Zweck der Veranstaltung zu erfüllen: auf die Probleme der Jugendlichen aufmerksam zu machen und die Jugendgewerkschaftsorganisationen als Interessenvertretung vorzustellen. Unverzichtbar für eine möglichst große Öffentlichkeitswirksamkeit ist die Berichterstattung der Medien. Dazu sollte schon im Vorfeld Kontakt mit Journalisten hergestellt werden und wenn möglich durch Interviews oder kurze Werbespots auf die Veranstaltung hingewiesen werden. Weiterhin machten sich die Planungsgruppen auf die Suche nach Sponsoren, denn die Gelder der EU und der FES konnten nicht alle geplanten Ausgaben abdecken. Eine Vielzahl anderer Aktivitäten mussten in der Planungsphase koordiniert und organisiert werden: die Mobilisierung der Aktivisten, die Auswahl und Genehmigung des Durchführungsortes, der Kontakt mit Künstlern und Musikgruppen, die Herstellung der Informationsmaterialien sowie eine Menge anderer wichtiger Details. Der Erfahrungsschatz der damit gesammelt wurde ist den jungen Leuten vom nachhaltigem Nutzen in ihrer gewerkschaftlichen Arbeit. 11 6. AKTIONSTAG 20. JUNI Endlich war es soweit. In zehn Städten Südosteuropas wurden am 20. Juni 2008 die Veranstaltungen unter dem Motto„It’s Time!“ durchgeführt.  In Belgrad/ Serbien hatten sich die Organisatoren prominente Unterstützung bei der Konzertdurchführung geholt. Der MTV Moderator Galeb stellte die Jugend-Kampagne vor und führte durch das weitere Konzertprogramm, in dem sich Informationen zum Aktionstag mit weiteren Musikkünstlern abwechselten. Die Öffentlichkeitsarbeit bewirkte, dass einige Zeitschriften und Fernsehsender über das Ereignis berichteten und dass durch die auftretenden Künstler eine große Zahl junger Menschen angezogen wurde, die wahrscheinlich sonst nicht an Gewerkschaftsveranstaltungen teilnehmen.  Leider nicht verwirklichen konnten die Organisatoren in Budapest/ Ungarn ihre ursprüngliche Idee, die Kettenbrücke über die Donau für den Aktionstag nutzen zu können. Aber auch das eigens errichtete Zirkuszelt am Rande des Stadtparks war eine guter Ort, um diverse HipHop-Bands auftreten zu lassen. Auf der gut besuchten Veranstaltung zeigten auch Graffiti-Künstler ihr Können und auf einer großen Tafel konnten die Jugendlichen ihre Forderungen an die Politik formulieren.  Einen passenden Veranstaltungsort hatte man auch in Bukarest/ Rumänien gewählt. Im Jugendpark(Parcul Tineretului) wurde das Openair Konzert mit acht Bands durchgeführt und die Informationen zu den jugendspezifischen Themen mit der Aufforderung an die Jugendlichen verbunden, selbst aktiv zu werden. Es ist deine Zeit! Die schöne Idee, aus einem hoch über der Veranstaltung schwebenden Ballon, viele kleinere schwarze Luftballons abzuwerfen, um gegen die Schwarzarbeit zu demonstrieren, konnte in Podgorica/ Montenegro aufgrund hoher Windgeschwindigkeiten nicht realisiert werden. Die schwarzen Ballons wurden trotzdem am Boden symbolisch zerstochen und die Veranstalter konnten auch dank guter Zusammenarbeit mit anderen NGOs einen erfolgreichen Aktionstag durchführen, der mit einer abschließenden Party endete. Kreative Aktionen gab es auch in Prisztina/ Kosovo in Form von Comedy-Einlagen zum Thema Jobsuche und durch eine Fragebogenaktion unter den Passanten, deren Auswertung auch noch für zukünftige Maßnahmen genutzt werden soll. Mit dem anschließenden Konzert auf dem Platz Mutter Teresa endete die Kampagne auch für die zufriedenen Organisatoren. Der Aktionstag in 12 Sarajevo/ Bosnien-Herzegowina fand in einem Jugendzentrum statt. In der Innenstadt wurden an Infoständen kostenlose Eintrittskarten für die Party und das anschließende Konzert verteilt. Weitere Aufmerksamkeit konnte durch den von einem Sponsor bereitgestellten Kleinwagen, der das Logo und den Slogan der Kampagne trug, erreicht werden. In Skopje/ Mazedonien hatten die Veranstalter im Vorfeld durch die Parlamentswahl am 1.Juni zunächst Schwierigkeiten, in den Medien Gehör zu finden. Dennoch gelang es, z.B. durch eine Live-Übertragung im Radio, viele Jugendliche in den Stadtpark zu locken wo das Konzert und die Informationskampagne durchgeführt wurden. Auch Interessierten aus anderen Landesteilen wurde durch einen Fahrservice die Teilnahme am Aktionstag ermöglicht. Den Veranstaltern in Sofia/ Bulgarien war es gelungen den Platz vor dem Nationaltheater kostenlos zur Verfügung gestellt zu bekommen, sodass die Bühne vor einem attraktiven Hintergrund platziert werden konnte. Auch hier machte sich die engagierte Medienarbeit im Vorfeld bezahlt, besonders auf vielen Websites wurde über den Aktionstag und seine Inhalte berichtet. Auch die Idee, Postkarten mit Informationen über die Kampagne in Kneipen und Cafes auszulegen, erwies sich als guter Marketingeinfall. Der albanische Aktionstag fand nicht in Tirana, sondern in Durres/ AL statt. Dort wurde eine Party organisiert, an der auch Vertreter der Dachorganisationen teilnahmen und so über die Kampagne informiert wurden. Die begleitende Informationskampagne erstreckte sich über das ganze Land und wurde auch mit einer Extraausgabe der Gewerkschaftszeitung zum 20. Juni gewürdigt. Die zentrale Idee der Organisatoren in Zagreb/ Kroatien war ein Beschwerdebuch, in das sich Jugendliche eintragen konnten; diese Aktion erwies sich als großer Erfolg. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, ihre Wünsche und Forderungen bzgl. der Arbeitsmarkt- und Ausbildungssituation formulieren zu können. Neben dem Konzert gab es schließlich noch die Gelegenheit das Viertelfinalspiel der Fußball-EM auf einer Großbildleinwand anzuschauen. 13 7. RESUMEE Am 25. und 26. Juni 2008 trafen sich in Budapest die nationalen Koordinatoren und die Projektleitung zum Abschlusstreffen des SEE.Y.NET Projekts. Aus jedem der 10 Partnerländer gab es einen Bericht über die Durchführung des Aktionstages und eine persönliche Bewertung der gesamten Kampagne. Zusätzlich vermittelten die Filmaufnahmen vom 20. Juni einen guten Eindruck von der Atmosphäre der Aktionen. Eine größere Pause des Abschlussmeetings war für Pressegespräche mit ungarischen Journalisten vorgesehen. Diese interviewten vor allem die nationalen Koordinatoren zu den Hintergründen des Projekts und zum Aktionstag. Aktionstage- Höhepunkt des SEE.Y.NET Projektes Der Aktionstag am 20. Juni war zweifellos der Höhepunkt innerhalb der einjährigen Laufzeit des SEE.Y.NET Projekts. Die Tendenz dazu zeigte sich bereits im Februar in Skopje, als sich alle Beteiligten mit Elan und Engagement an die Planungen machten. Dennoch ist es keinesfalls selbstverständlich gewesen, dass der gemeinsam durchgeführte Tag ein Erfolg werden würde. Schließlich war dies nicht nur die erste Kooperation von Jugendgewerkschaften in der Region Südosteuropa, sondern eine im gesamten gewerkschaftlichen südosteuropäischen Bereich erstmalige Aktion. Dieser Pilotcharakter bewirkte auch, dass die jungen Gewerkschaftler das Gefühl entwickelten, Teil von etwas Innovativem und Neuen zu sein. Schaut man sich die Vorraussetzungen an, unter denen die Kampagne lief, so muss konstatiert werden, dass mit relativ geringen Mitteln ein beachtliches Ergebnis erreicht wurde. Das finanzielle Budget ließ nur geringen Spielraum, sodass vieles von der Kreativität und Überzeugungskraft der jungen Leute abhing. So konnten überall zusätzliche Sponsoren gewonnen werden und Künstler oder Dienstleister überredet werden, ohne Gage aufzutreten. Besonders erwähnenswert ist die Tatsache, dass die im SEE.Y.NET-Projekt beteiligten und aktiven jungen Leute ehrenamtlich für ihre Jugendsektionen tätig sind. In der Regel mussten Sie ihre Teilnahmen durch Freistellungen von beruflicher Tätigkeit gewährleisten. Nur wenige dieser Kollegen haben hauptamtliche Funktion. Genau dieses Problem führt auch zu der Schlussfolgerung, dass Kontinuität und Stärkung gewerkschaftlicher Jugendarbeit und Interessenvertretung nur mit einem Minimum an Hauptamtlichkeit erreicht werden kann. 14 Erfahrungen und Schlussfolgerungen Natürlich gelang nicht alles wie geplant. Mancherorts hätten sich die Veranstalter noch mehr Publikum gewünscht, anderenorts lief die Kooperation zwischen den Gewerkschaftsorganisationen nicht optimal. Alle Aktionen hatten mit vielen Konkurrenzveranstaltungen zu kämpfen(z.B. auch das parallel laufende Viertelfinalspiel der Fußball EM). Aber auch aus diesen Erfahrungen lassen sich Lehren und Schlüsse ziehen, um es beim nächsten Mal noch besser zu machen. Denn dies ist der erklärte Wunsch aller Beteiligten: Aktionen wie den 20.Juni regelmäßig durchzuführen, um die Themen, die die Jugendgewerkschaften umtreiben, weiterhin in der Öffentlichkeit halten zu können. Gewerkschaften haben generell zunehmend Schwierigkeiten, Aufmerksamkeit für ihre Anliegen zu erhalten, weil sie immer in altbekannten Kontexten auftreten: Streik, Protestmärsche oder Kundgebungen. Gerade Jugendabteilungen müssen versuchen aus diesem Schema auszubrechen und mit eigenen unverbrauchten Aktionen für ihre Interessen zu werben. Genau dies ist am 20.Juni in zehn Städten geschehen. Die Jugend ist selbst aktiv geworden, hat sich selbst in einem positiven Umfeld präsentiert und gleichzeitig auf ihre Probleme hingewiesen. Die in diesem Prozess erlangten Erfahrungen und Kompetenzen in den Bereichen Kampagnenplanung, Öffentlichkeitsarbeit oder Informationsaufbereitung können gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Schließlich verspricht angewandtes Lernen und Ausprobieren die größte Nachhaltigkeit. Das Projekt hat somit auch zur Verbesserung der Interessenvertretung(junger) Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beigetragen, da die beteiligten Personen auch ihre Kompetenzen in Sachfragen als Multiplikatoren in ihren Organisationen verbreiten wollen und werden. Der transnationale Charakter des Aktionstages trägt überdies zu einer Verbesserung der Zusammenarbeit in der ganzen Region bei. Die Bedeutung dieser„friedensstiftenden Komponente“ darf nicht unterschätzt werden, schließlich gab und gibt es im ehemaligen Jugoslawien noch einige Problemherde. So fiel bspw. die Unabhängigkeitserklärung des Kosovo in die unmittelbare Vorbereitungszeit des Seminars in Skopje. Dieses Ereignis hatte aber keine Auswirkungen auf die Zusammenarbeit der beteiligten Delegationen. Auch auf nationaler Ebene geht von diesem Aktionstag vor dem Hintergrund der Zersplitterung der Gewerkschaften in viele einzelne Organisationen die Botschaft aus, dass nur gemeinsam an der Verbesserung der Einflussmöglichkeiten und der Interessenvertretung gearbeitet werden kann. Für zukünftige Aktivitäten ist dies ein unbedingt notwendiger Anknüpfungspunkt, da in vielen Ländern über mangelnde Kooperation bei der Planung der Veranstaltungen geklagt wurde. Zusätzlich konnten in einigen Ländern vielversprechende Bündnisse mit nichtgewerkschaftlichen Gruppen(z.B. Jugend-NGOs) geschlossen werden, aus denen in der Zukunft noch weitere fruchtbare Ideen zu erwarten sind. 15 Nutzen für Europa Die gelungene Kooperation zwischen EU-Mitgliedsstaaten, Kandidatenländern und potentiellen Kandidatenländern ist ebenfalls als großer Fortschritt für die europäische Integration in Südosteuropa zu werten. So wurde inhaltlich die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit als zentrales Ziel aller Partnerländer identifiziert und somit eine Übereinstimmung mit den Zielen der Lissabon-Strategie der Europäischen Union festgestellt. Die erfolgreiche Vernetzung der Jugendgewerkschaften in der Region kann langfristig die Angleichung der Strukturen an EU-Maßstäbe zur Folge haben und gleichzeitig ein Bestandteil der weiteren Stabilisierung der Balkan-Region sein, was die Vorraussetzungen für eine weitere Annäherung der Länder ohne derzeitigen Kandidatenstaus an die EU ist. Das ehrgeizige Projekt insgesamt und der Aktionstag am 20. Juni im besonderen haben gezeigt, dass die jungen Gewerkschaftler den europäischen Rahmen schnell verinnerlicht und die Initiative als„ihr Projekt“ angesehen haben, das sie durch den Wunsch nach Veranstaltungen in allen Partnerländern durch eigenes Engagement ausbauen konnten. Diese erfolgreiche Ausweitung des Projektes ist ebenfalls ein großer Erfolg aller Beteiligten! Finanzierung Das SEE.Y.NET-Projekt und die durchgeführten nationalen Aktionstage wären ohne die europäische Förderung und die finanzielle Unterstützung der Friedrich–Ebert-Stiftung nicht machbar gewesen. Und nur die Bemühungen der FES um weitere Finanzmittel sowie der Einsatz externer Sponsoren ermöglichte Aktionstage und die gewünschten Maßnahmen in allen 10 Ländern des Projektes. Im Projektantrag, auf dessen Basis die EU ihre Finanzhilfe gewährte, war ursprünglich nur ein zentrales Event in Zagreb vorgesehen. Durch die zusätzlichen Gelder der FES für die beteiligten Länder konnten die dezentralen Aktionen durchgeführt werden und somit die vielfältigen Ideen des Bildungs- und Informationsseminars verwirklicht werden. Die Europäische Kommission förderte nicht nur generell das SEE.Y.NET-Projekt, sondern bestätigte auch die Umschichtung von Fördermitteln zugunsten zusätzlicher Maßnahmen(z.B. die Video-Dokumentation). SEE.Y.NET Das SEE.Y.NET-Projekt ist abgeschlossen; das SEE.Y.NET wird weiterbestehen und weiterarbeiten. Der gemeinsame Wille aller am Projekt beteiligten Personen ist es, die gerade begonnene Zusammenarbeit und den vorhandenen Elan zu nutzen, um weitere Schritte in Richtung der Professionalisierung der Jugendgewerkschaften zu unternehmen. • Deshalb haben alle beteiligten Organisationen sich vorgenommen, in 2009 wieder einen Aktionstag durchzuführen. 16 • Vereinbart wurde außerdem zwischen FES Regionalprojekt und den Länderkoordina-toren, noch im Herbst 2008 drei regionale Funding-Seminare durchzuführen, an denen Vertreter aller an SEE.Y.NET beteiligten Länder und Organisationen teilnehmen sollen. Ziel ist es, die Grundlagen dafür zu schaffen, dass auch die Jugendgewerkschaften in Zukunft selbstständig europäische Projekte initiieren und durchführen können. 8. LÄNDERBERICHTE NATIONALER AKTIONSTAG 20.06.2008 in Belgrad/ Serbien IT’S TIME! – Youth fight for y(our) rights!” VORBEREITUNG In Serbien wurde eine nationale Arbeitsgruppe, bestehend aus Mitgliedern beider Jugendsektionen(UGS„Nezavisnost“ und SSSS), zur Vorbereitung und Realisierung des Konzerts am 20. Juni 2008 eingerichtet. Der nationale Slogan lautete: IT’S TIME! – Youth fight for y(our) rights! Außerdem haben in Belgrad vier Workshops für die nationale Arbeitsgruppe zur Organisation und Realisierung des Konzerts stattgefunden. Der erste Workshop wurde am 15. April 2008 für die Vertreter der Jugendsektionen von UGS “Nezavisnost” und SSSS und FES veranstaltet. Das Team hat folgendes besprochen: ƒ Gemeinsame Information – Expose für Serbien, das von Mina Vukoji č i ć vorbereitet und mit geringfügigen inhaltlichen Änderungen angenommen wurde. ƒ Mögliche Sponsoren- Mina Vukoji č i ć informierte die Teilnehmer, dass hinsichtlich einer möglichen Finanzierung das Sekretariat für Kultur der Stadt Belgrad sowie das Ministerium für Jugend und Sport und das Ministerium für Kultur kontaktiert werden. ƒ Erforderliche Genehmigungen und Koordinationswege zwischen zwei Jugendsektionen in Fragen der Einholung von Genehmigungen. 17 ƒ Ort des Events – zu diesem Zeitpunkt war geplant, dass das Event auf dem Platz der Republik(Trg Republike) in Belgrad stattfinden sollte ƒ Musikalischer Inhalt – die Teilnehmer haben vereinbart, folgende Bands und Interpreten zu kontaktieren: Beogradski sindikat, Mar č elo, Negativ, Neverne bebe, Bad Copy, Sunshine, DJ Marko Vukovi ć, Djura i Mornari, sowie Galeb von MTV Adria als Moderator. ƒ Bühne und technische Ausstattung – Centar Millenium. Die Vertreter der Jugendsektionen UGS“Nezavisnost” und SSSS hatten die Gelegenheit, die Kampagne – das Konzert anlässlich des traditionell von FES gegebenen 1.-Mai-Empfangs in Belgrad, am 23. April 2008, zu präsentieren. Die Vertreter von UGS“Nezavisnost” – Mina Vukoji č i ć und Jasmina Petrovi ć und SSSS – Sanja Paunovi ć und Nataša Mr đ an haben eine Besprechung mit dem Ministerium für Jugend und Sport initiiert und über mögliche Formen der Zusammenarbeit während der Kampagne gesprochen. Dabei wurde abgesprochen, dass das Ministerium für Jugend und Sport unsere Aktion durch seine Programme sowie durch Information des Netzwerkes der Jugendorganisationen über die Kampagne und das Konzert unterstützen kann. Es wurde vereinbart, dass die Jugendsektionen ein offizielles Schreiben an das Ministerium richtet und um ein Unterstützungsschreiben für die Kampagne ersucht. Der zweite Workshop hat am 9. Mai 2008 stattgefunden. Im Workshop haben die Vertreter beider Jugendsektionen und FES folgendes besprochen: ƒ Frank Hantke hat über die öffentliche Präsentation der Kampagne via MTV gesprochen und hervorgehoben, dass die erfolgreiche Realisierung der Kampagne zu drei wesentlichen Resultaten führen wird: verbesserter Status von Jugendlichen innerhalb der Gewerkschaft, Motivation neuer Gewerkschaftsaktivisten und erleichterter Zugang zu möglichen neuen Projekten. ƒ Musikalischer Inhalt – Sunshine und DJ Marko Vukovi ć haben ihre Teilnahme bestätigt. Negativ wurde kontaktiert, jedoch hat man vereinbart, dass anstelle von Negativ die Band Strip auftritt. Die Band Djura i Mornari wurde später kontaktiert und hat ihre Teilnahme bestätigt. Wir sind mit Beogradski sindikat und Mar č elo in Verbindung getreten, die uns mitgeteilt haben, dass sie nicht teilnehmen können. ƒ Sponsoren- das Sekretariat für Kultur der Stadt Belgrad hat bestätigt, dass es die Kampagne finanziell unterstützen wird. Das Ministerium für Jugend und Sport hat aufgrund der politischen Situation nach den Wahlen in Serbien unserem offiziellen Ansuchen um Unterstützung nicht entsprochen. ƒ Unterstützung durch die Medien – B92, RTS, Enter sollen kontaktiert und alle Medien während der letzten Wochen vor dem Konzert intensiv informiert werden. Eine Information über die Kampagne/ die Konzerte wurde an die internationale Gewerkschaftsbewegung, die Globale Arbeiteruniversität, ITUC, PERC, usw. verschickt. 18 Der dritte Workshop für die Mitglieder des Organisationsteams hat am 21. Mai 2008 stattgefunden; dabei wurde ƒ der musikalische Inhalt und die Reihenfolge der Auftritte abschließend festgelegt: Djura i Mornari, Strip, Sunshine, DJ Marko Vukovi ć, Moderator Galeb von MTV Adria. Es wurde vereinbart, dass jede Band eine Stunde lang auftritt und dass der DJ das Konzert beendet. Galeb wird durch das Programm führen, während sich Mina Vukoji č i ć, Igor Nikoli ć und Frank Hantke nach dem Auftritt der ersten Band an die Gäste wenden werden; ƒ das Herantreten an die Medien vereinbart, um die Medienschirmherrschaft zu sichern; ƒ über sonstige Vorbereitungsmaßnahmen gesprochen: Abzäunungen, Sicherheitspersonal, Notfalldienst, usw.; ƒ über die Information von Jugendlichen aus politischen Parteien, NGO´s und anderen Jugendorganisationen gesprochen. Sanja Paunovi ć(SSSS) und Mina Vukoji č i ć(UGS“Nezavisnost”) haben mit den Vertretern der International Labour Organisation über die Möglichkeit der finanziellen Unterstützung durch ILO für den Druck der ILO-Broschüre zur Beschäftigung von Jugendlichen in serbischer Sprache, die während des Konzerts verteilt werden sollte, gesprochen. Die ILO hat unsere Kampagne auf diese Weise unterstützt. Eine Information über die Kampagne und die Konzerte wurde an alle Strukturen der zwei repräsentativen Gewerkschaftszentralen in ganz Serbien, an Jugendorganisationen, NGO´s, die politische Parteijugend, usw. verschickt. Der vierte Workshop wurde am 2. Juni 2008 für die Vertreter der beiden Jugendsektionen und FES veranstaltet: ƒ Die Teilnehmer haben abgesprochen, wie mit den erforderlichen Procederen zur Erteilung der benötigten Genehmigungen für das Konzert fortzufahren ist, da als Veranstaltungsort des Konzerts nun der Platz Nikola Paši ć(Trg Nikole Paši ć a) vereinbart wurde. ƒ Die Konzert-Information wurde auf folgenden Webseiten eingerichtet: Serbian Café, Infostud, Urban Bug und Clubbing. ƒ Flyer und Poster wurden erstellt. Am 10. Juni 2008 hat eine Besprechung der Vertreter beider Jugendsektionen und FES mit allen Interpreten und dem Moderator stattgefunden, mit dem Ziel, mehr Informationen zum Thema und zu den Zielen der Kampagne sowie konkrete Details in Verbindung mit dem Konzerttag zu liefern. 19 Innerhalb der letzten Wochen vor dem Konzert wurden die Medien mehrmals über die Kampagne und das Event informiert. Mina Vukoji č i ć(UGS“Nezavisnost”), Igor Nikoli ć und Ivica Cvetkovi ć(SSSS), Frank Hantke und Emilija Gruji ć(FES) haben im nationalen Fernsehen(RTS Morgenprogramm), im RTS-Satellitenprogramm, Studio B und TV Avala live über die Kampagne berichtet. AKTIONSTAG 20. JUNI 2008 Die Krone der Kampagne – das Konzert in Belgrad hat am 20. Juni auf dem Platz Nikola Paši ć mit Beginn um 18h stattgefunden. Einige Stunden vor Konzertbeginn und im Laufe des Konzerts haben Aktivisten der Jugendsektionen beider Gewerkschaften Informationsmaterialien austgeteilt: ILO-Broschüre zur Jugendbeschäftigung, allgemeine Informationen über die Gewerkschaftszentralen, gewerkschaftliches Werbematerial für Jugendliche gegen Diskriminierung, Schwarzarbeit, usw., InfostudInformationen über Beschäftigungsmöglichkeiten für Jugendliche u.a.; ferner haben sie während des Konzerts mit jungen Menschen gesprochen. Das Konzert hat um 18h mit einer Ansprache von Galeb über die Kampagne und der Programmankündigung begonnen, auf die der Auftritt von Djura i Mornari folgte. Mina Vukoji č i ć, Igor Nikoli ć und Frank Hantke haben sich nach dem Auftritt von Djura i Mornari ans Publikum gewandt und den Jugendlichen die Botschaften übermittelt, wobei betont wurde, dass an diesem Tag zehn Konzerte in zehn Städten der südosteuropäischen Region stattfinden, auf denen Gewerkschaftsaktivisten des ITUC PERC Jugendnetzwerkes SOE die verantwortlichen herrschenden Strukturen auffordern, der Jugendbeschäftigung Priorität einzuräumen, anständige Arbeitsbedingungen für Jugendliche zu sichern und Jugendliche in Entscheidungsprozesse in den für sie relevanten Interessensbereichen auf allen Ebenen einzubeziehen, verbunden mit dem Aufruf an junge Menschen, sich den Gewerkschaften anzuschließen, sich über ihre Rechte zu informieren und für ihre Rechte zu kämpfen. ES IST AN DER ZEIT, für eine bessere Zukunft der südosteuropäischen Jugend zu kämpfen. 20 Das Konzert nahm mit den Auftritten der Bands Strip und Sunshine sowie dem Auftritt von DJ Marko Vukovi ć bis Mitternacht seinen Fortgang. Dem Konzert wohnten ca. 4000 Menschen bei. Die Organisatoren wurden von zahlreichen Druckmedien(Politika, Danas u.a.) sowie Fernseh-Journalisten interviewt. Die Kampagne lenkte die Aufmerksamkeit der relevanten Akteure, junger Menschen und der Gesellschaft insgesamt auf die Probleme der Jugendarbeitslosigkeit, des Mangels an guten Arbeitsbedingungen für Jugendliche, niedriger Löhne für Jugendliche sowie des weitverbreiteten informellen Sektors, und inspirierte uns alle, an der Ermittlung der bestmöglichen Lösungen zu arbeiten. Neben der Organisation und Unterstützung seitens der Jugendsektionen der UGS „Nezavisnost“ und SSSS, FES und EU sowie der Gewerkschaftszentralen(SSSS und UGS „Nezavisnost“) wurde das Konzert in Belgrad zusätzlich durch die Branchengewerkschaft der Lebensmittelindustrie, des Gastgewerbes und Tourismus„Nezavisnost“, die Branchengewerkschaft für Kultur und Kunst„Nezavisnost“, das Sekretariat für Kultur der Stadt Belgrad, die International Labour Organisation, Infostud, Serbian Cafe, Urban Bugs und die Gesellschaft Fruvita unterstützt. Mina Vukoji č i ć, Nationale Koordinatorin NATIONALER AKTIONSTAG 20.06.2008 in Budapest/ Ungarn IT’S TIME! SITUATION JUGEND Die bisherigen Erfahrungen des Gewerkschaftsbundes der Jugendorganisationen(SzIsz) haben gezeigt, dass die ungenügenden Vorkenntnisse der jungen Arbeitnehmer auf dem Gebiet des Rechts und der sozialen Angelegenheiten ein besonderes Problem darstellen und unvorhersehbare Auswirkungen auf die Welt der Arbeit haben. Dies ist nach 4 Jahren Mitgliedschaft in der EU eindeutig. Die Bedeutung und das Ausmaß der Grau- und Schwarzarbeit unter Jugendlichen bereiten große Sorgen. Der Gewerkschaftsbund der Jugendorganisationen versucht seit seiner Gründung jungen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern nach dem Schulabschluss Hilfe zu leisten, damit sie sich den Herausforderungen der modernen politischen und wirtschaftlichen Welt wirksamer stellen können und dadurch bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Schwerpunkte unserer Arbeit sind: die Situation der Jugendlichen, die Verbreitung von Kenntnissen über die veränderte Umwelt der Arbeit und der Wirtschaft; die sozialen Probleme (Arbeitsbedingungen, Beschäftigung, Löhne, Fachausbildung und Umschulung, individuelles 21 Lernen, Ausbau der internationalen Kontakte). Um diese Ziele zu erreichen, veröffentlicht SzIsz Informationsbroschüren, organisiert flächendeckende Diskussionsforen, Bildungsseminare und Weiterbildungskurse oder nimmt an verschiedenen Veranstaltungen der Jugend teil. Wir organisieren Jugendprogramme, damit den jungen Leuten alle Möglichkeiten der Informationen, der Hilfeleistung und der Interessenvertretung bewusst werden und die Jugendlichen ihre Chancen als Beschäftigte und die Möglichkeiten der Interessenvertretung wahrnehmen. Unser Ziel auf der einen Seite ist die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf unsere Probleme zu lenken und auf der anderen die Informationen auch denen anzubieten, die noch keine Mitglieder einer gewerkschaftlichen Organisation oder eines Vereines sind, wodurch sie ihre Chancen nicht wahrnehmen können; nicht zuletzt wollen wir auch Werbung für die Gewerkschaften machen. AKTIONSTAG 20. JUNI 2008 Die Grundidee, die Thematik und das Programm der Veranstaltung haben wir während des einwöchigen Seminars in Skopje formuliert, wobei der ursprünglich gute Grundgedanke wegen unterschiedlicher Hindernisse nicht in die Tat umgesetzt werden konnte. Unter anderem konnte weder die Széchenyi-Kettenbrücke noch die Milleneumsbrücke am Heldenplatz wegen unangemessener Behinderung des Verkehrs an Wochentagen im Sommer nicht als Ort des Aktionstages genutzt werden. Deshalb glauben wir, dass der Zeitpunkt für den Aktionstag nicht umsichtig genug ausgewählt wurde. Unsere organisatorische Arbeit wurde auch dadurch erschwert, dass die meisten Gewerkschaften kein Interesse an unserer Initiative gezeigt haben. Aufgrund des knappen Personals konnten wir mit der Organisierung des Aktionstages erst spät beginnen, da wir am 1. Mai (SZIsz organisierte an dem Tag ein Programm für junge Leute unter dem Titel„1. Mai bei Nacht“) eine ähnlich große Veranstaltung hatten. Das Budget der Veranstaltung betrug etwa 15 000€; 7 000€ kamen aus dem Projekt, die restlichen ca. 8 000€ wurden uns vom Amt des Ministerpräsidenten und der Gewerkschaft „Forum für die Zusammenarbeit der Gewerkschaften“(SzEF) bereitgestellt. 22 Programmplan 1. Ort: Budapest, Városliget, Felvonulási tér, Parkplatz vor dem’Zeitrad’ 2. Zeit: 17.00 – 22.00, 20. Juni 2008 3. Zielgruppe: • Berufsschulen • Universitäts- und Hochschulstudenten • Junge Arbeitnehmer • die breite Öffentlichkeit 4. Werbung, Kampagne: • Zum Aktionstag wurden Plakate und Flugblätter gedruckt(siehe Anhang) • 500 Plakate wurden an alle Hochschulen in Budapest geschickt • 5000 Flugblätter wurden an alle Hochschulen und Lokale(Restaurants, Pubs, Kinos, Diskos) in Budapest geschickt • Die Berufsschulen wurden durch unser Netzwerk im Voraus informiert • Informationen der Gewerkschaftskonföderationen und der Branchengewerkschaften • Pressekonferenz vor der Veranstaltung • Durch die Pressekontakte von MSZOSZ haben wir die Informationen über die Veranstaltung und das SEEYNET Projekt an die Medien weitergegeben. 5. Berichterstattung in den Medien: • Fernsehinterview mit dem ECHO-TV(Nachrichtenkanal: Péter Pataky, Balázs Kovács), VIVA TV(Musiksender: Animal Cannibals), COOL TV(Sender für Jugendliche: Sub Bass Monster) • Live Radiointerviews: 16. Juni Klub Rádió, Szolidaritás.hu – 10 Minuten; 20. Juni Kossuth Rádió, Zusammenstellung und Interview – 10 Minuten. • Tageszeitungen: Népszava(20., 21. Juni), Népszabadság(20. Juni) • Programmangebot: Flyer Magazin, Pesti Est • Online: www.hiphop.hu, www.vdsz.hu, www.est.hu, www.Myspace.hu, • VHS: www.filmhirado.hu, www.truveo.com, www.youtube.com 6. Detailliertes Programm: • Pressekonferenz: 18. Juni 2008 ab 9.30 • Ab 17.00: Musikprogramme auf der Bühne, Hip-Hop Festival/ mit Musik gegen Schwarzarbeit. Auftritt: • 14:00 Beginn der Vorbereitungen(Musikinstrumente, Mikros testen) • 16:00 Ende der Vorbereitungen(leise Musik) 23 • Gastgeber: Animal Cannibals(als Moderator, professionelle Berichterstattung über das Programm und den politischen Hintergrund von SEE.Y.NET. • 17:00 DJ Pozsi: warm up!(1 Person auf der Bühne, hinter den Plattenspielern) • 18:00 MC G ő z(Musikband+ 1 MC) • 18:20 NKS(Musikband+ 3 MCs) • 18:40 H ő sök(Musikband+ 4 MCs) • 19:00 Sub Bass Monster(Musikband+ 1 MC) • 20:30 Animal Cannibals(Musikband+ 2 MCs) • 22:00 Ende • Graffiti Performance(gegen Schwarzarbeit) 16.00-20.00 laufend 7. Begleittätigkeiten, Organisatorisches: • Beschaffung von Genehmigungen(Gebietsnutzung, Polizei, Amtsarzt usw.) • ELM Ű- Stromanschluss • Zelt, und Bühne mieten mit Licht, Ton- und VHS Technik • Mobil WC bestellen(TOI-TOI) • Druckmaterialien: Posters, Flugblätter und ihre Verbreitung • Molinos(4 Stück), Flaggen(4 Stück) bestellen • T-Shirts für die Organisatoren und die Darsteller(100 Stück) • Grafitti-Zubehör anschaffen(OSB, Farbe, Spray, Montage) • Weitere Flugblätter anschaffen • Publikationen/Broschüren über Schwarzarbeit von Ministerien und Agenturen anschaffen. Balázs Kovács, Nationaler Koordinator anderen 24 NATIONALER AKTIONSTAG 20.06.2008 in Bukarest/ Rumänien IT’S TIME! PRESSEKONFERENZ Am Mittwoch, 18. Juni 2008 fand in Bukarest, beim Sitz von Cartel Alfa, die Pressekonferenz statt, mit folgender Teilnahme: • Cartel Alfa: Ion Homos – Generalsekretär, Oana Toma- Vorsitzende der Nationalkommission für Jugend, Cristian Prisecaru – Alfa Art – Vorsitzender der Föderation der Künstler • Friedrich Ebert Stiftung: Victoria Stoiciu, Yvonne Pfeiffer • Künstler, die auf dem Konzert auftreten sollten: Brad Johnson- Quantum Leaps, Monkey Business, Alin Oprea – Talisman, Cristina – Impact, Kamara – Alb Negru Im Rahmen der Pressekonferenz wurden Probleme der Beteiligung der Jugend auf dem Arbeitsmarkt erörtert, wie die Verminderung der freien Arbeitsstellen für Jugendliche, Unterverträge, das Wachsen der Instabilität der Arbeitsstellen, der Anspruch der Arbeitgeber auf ein höheres Niveau von Fähigkeiten für die Besetzung der betreffenden Arbeitsplätze, die Entwicklung der Untergrundwirtschaft und der Schwarzarbeit, so wie die Art und Weise wie diese bekämpft und vermindert werden können mit Hilfe der Medien, der Künstler und deren Botschaften an die Jugendlichen. Nach der Pressekonferenz wurden Poster und Flyer mit dem Programm der Veranstaltung, sowohl durch Mitglieder des Ausschusses des Gewerkschaftsbunds von Cartel Alfa, als auch auf der Straße und in Studentenzentren ausgeteilt. VORBEREITUNG Es wurden Flyer, Plakate, ein Banner und T-Shirts mit den Symbolen der Veranstaltung gedruckt: • FLYER Auf der Vorderseite hatte der Flyer denselben Inhalt wie das Plakat, auf der Kehrseite beinhaltete er Informationen über einige Probleme mit denen sich die Jugendlichen auf dem Arbeitsmarkt konfrontieren und eine Anregung seitens der Gewerkschaft, sich für die Lösung dieser Probleme einzusetzen. 25 • BANNER • ANKÜNDIGUNG Die öffentliche Ankündigung wurde anhand von 10 Webseiten der Presse bekannt gemacht. 1 : • BLOG Für die Veranstaltung wurde ein Blog unter folgender Adresse erstellt: http://etimpul.blogspot.com/2008_06_01_archive.html AKTIONSTAG 20. JUNI 2008 Freitag am 20. Juni 2008 ab 17.00 Uhr fand die Veranstaltung im“Parcul Tineretului” (Jugendpark) in Bukarest statt, ein Konzert, zu dem für die Übermittlung unserer Botschaft, 8 Musikbands eingeladen wurden, die unter den beliebtesten der Jugendlichen aus Rumänien sind: Alb Negu, Alias, Andra, Impact, Monkey Bussiness, Paula Seling, Talisman, Quantum Leaps fet. Brad Vee Johnson& Pinki. Der Veranstaltungsort war repräsentativ: Parcul Tineretului(Jugendpark). Herr Bogdan Iuliu Hossu – Vorsitzender CNS Cartel Alfa, hielt eine kurze Eröffnungsrede, in der er die Notwendigkeit der aktiven Einsetzung der Gewerkschaften für die Lösung der Probleme der Jugend auf dem Arbeitsmarkt hervorgehoben hat: • „Die Jugend stellt einen der wichtigsten Reichtümer der Welt dar. Sie vermittelt Energie, Talent und Kreativität der Gesellschaft und dem Arbeitsplatz. Sie stellen den Motor der Gesellschaft dar. • Trotz ökonomischer Entwicklung ist die heutige Jugend in der Welt der Arbeitsbeziehungen eine ziemlich verletzbare Kategorie. Das Fehlen der Arbeitsplätze 1 http://www.libertatea.ro/index.php?section=articole&screen=stire&sid=207330+ http://www.ziarulring.ro/(pag 9)+ http://www.bestmusic.ro/Andra_si_Paula_Seling_implicate_intr_un_proiect_social_european-stiri95941-RSS-RSS.html+ http://www.atac-online.ro/17-06-2008/Andra-si-Paula-Seling-implicate-intr-unproiect-socialeuropean.html+ http://www.vedeta.ro/Andra_si_Paula Seling_implicate_intr_un_proiect_social_european-8146.html+ http://www.port.ro/pls/fe/festival.festival_page?i_festival_id=1260&i_city_id=-1&i_county_id=-1+ http://www.dulapiorul.com/blog/2008/06/15/ziua-tinerilor-din-sud-estul-europei-concert/+ http://www.ziarulring.ro/+ http://www.gardianul.ro/2008/06/19/media_culturac20/andra_si_paula_seling_c_nta_in_parcul_tineret ului-s115788.html 26 und ihre schlechte Qualität, die Schwarzarbeit, die Enttäuschung und das Fehlen von Anhalten in den letzten Jahren haben die Jugendlichen aus Rumänien wahrscheinlich am meisten betroffen. • Die Schwarzarbeit oder die Arbeit in der Grauzone, unter schlechten Bedingungen, ist eher ein gesperrter Weg, als eine Stufe zu einem Qualitätsarbeitsplatz. • Die Spirale der unsicheren Arbeit, in der viele Jugendliche einbegriffen sind – muss gestoppt werden, mit Hilfe von sozialen, gesetzlichen Mitteln, Prüfungsmitteln und vor allem durch EINSATZ.“ Die Veranstaltung wurde mit dem Konzert der 8 Bands, die eingeladen waren, die Initiative der Jugendlichen zu unterstützen, fortgesetzt. An der Veranstaltung beteiligten sich ungefähr 2000 Teilnehmer, die zusammen mit den Organisatoren den Tag der Jugendlichen aus Südosteuropa, zum ersten Mal in Rumänien, in Bukarest, feierten. Die Kampagne endete gegen 21 Uhr mit der klaren Botschaft an alle Anwesenden: IT’S TIME! Dass du weißt, welche Rechte du hast, Dass du schaust, wie du sie dir verteidigen kannst, Dass du handelst, wenn sie verletzt werden! ES IST DEINE ZEIT! Oana Toma/ Nationale Koordinatorin 27 NATIONALER AKTIONSTAG 20.06.2008 in Podgorica/ Montenegro IT’S TIME! – DIE JUGEND KANN ES! AUSGANGSLAGE In Montenegro sind von insgesamt 422.509 Personen im Alter zwischen 15 und 65 Jahren 59,2% in der Arbeitswelt aktiv, d.h. sie sind entweder beschäftigt oder auf Arbeitssuche. Die Anzahl der beschäftigten Personen im Juni dieses Jahres betrug in Montenegro 218.609, während sich die Zahl der Arbeitslosen auf 31.516 belief. Die Arbeitslosenquote ist in der nördlichen Region am höchsten(17,9%) und in der südlichen am niedrigsten(5,8%). Im zentralen Teil beträgt sie 12,8%. Wenn man die Arbeitslosenquote in den größten Gemeinden betrachtet, so beträgt diese in Bar 4,2, in Herceg Novi 2,1, in Nikši ć 17,6, in Podgorica 10,3 und in Bijelo Polje 21,0 Prozent. Die Analyse der Ergebnisse nach den Geschlechtern zeigt, dass die Aktivitätsrate bei den Frauen(49,2%) bedeutend niedriger ist als die Aktivitätsrate bei Männern(68,7%). Wenn von der Arbeitslosenquote die Rede ist, so beträgt diese 11,7 Prozent bei Frauen und 13,5 Prozent beim männlichen Teil der Bevölkerung. Bei der Betrachtung der Arbeitslosenstruktur nach dem Bildungsniveau wird die niedrigste Quote bei Personen mit Hochschulausbildung(5,8) vermerkt, während diese Quote bei Personen, die ohne förmliche Ausbildung sind und eine unvollständige Grundausbildung haben, gleich Null ist, wobei die Aktivität dieser Personen jedoch sehr niedrig ist(14,4- 24,4 Prozent). Das Durchschnittsalter der Beschäftigten beträgt 39,4 Jahre, der Arbeitslosen 33,1 und der Inaktiven 35,5. Von der Gesamtanzahl der Beschäftigten in Montenegro sind sogar 75 Prozent im Dienstleistungssektor, 14,3 im Industriesektor und 10,4 Prozent im landwirtschaftlichen Sektor tätig. Von der Gesamtanzahl der Beschäftigten sind 61,5 im privaten Sektor und nur 36,6 im staatlichen Sektor. Auf befristete Zeit sind 24 und auf unbefristete Zeit 76 Prozent der Beschäftigten eingestellt. Unter den zahlreichen Angaben, die von der Analyse erfasst wurden, ist auf jeden Fall noch zu erwähnen, dass der Anteil der Beschäftigten im Bereich der Schattenwirtschaft 22,6 Prozent betrug, was bedeutet, dass 49.408 Personen in der Schattenwirtschaft tätig waren. Die Schwarzarbeit trifft im höchsten Maße gerade die Jugend. Junge Beschäftigte in der Schattenwirtschaft können gewöhnlich keine Kredite aufnehmen, Versicherungen zahlen oder Rechtsschutz verlangen. Diese jungen Arbeiter können sich derzeit auch nicht gewerkschaftlich organisieren, was sicherlich das Risiko auf dem Arbeitsmarkt erhöht und sie gewiss von dem entfernt, was wir als anständige Arbeit bezeichnen können. Deshalb ist 28 es notwendig, dass sich die Gewerkschaften aktiv an allen Aktivitäten beteiligen, die zum Abbau der Schwarzarbeit beitragen. Die mit der Jugendarbeitslosigkeit und Schwarzarbeit zusammenhängenden Probleme sind in allen Ländern Südosteuropas ähnlich, weshalb man gemeinsam an der Lösung dieser Probleme arbeiten sollte. VORBEREITUNG Die Kampagne“It’s Time- Die Jugend kann es“ – wurde in Montenegro vom Jugendnetzwerk SSCG realisiert. Das grundlegende Ziel der Kampagne ist die Steigerung des Bewusstseins in der Öffentlichkeit, insbesondere unter Jugendlichen, über das Problem der Schwarzarbeit und der Jugendarbeitslosigkeit. Das Jugendnetzwerk des Bündnisses der Gewerkschaften von Montenegro hat in den Monaten Mai und Juni 2008 in Montenegro die Kampagne“It’s time” zur Stellung der Jugendlichen in Fragen der Beschäftigung und des Schutzes ihrer Rechte mit besonderem Hinblick auf das Problem der Schwarzarbeit durchgeführt. Die Grundidee, aus der alle Aktivitäten hervorgegangen sind, besteht darin, auf unförmliche Weise, durch jugendliche Ideen, diese bedeutende Frage hervorzuheben und zur Steigerung des öffentlichen Bewusstseins bezüglich dieser Probleme beizutragen. Die Struktur des Bündnisses der Gewerkschaften von Montenegro nutzend, worunter die Organisiertheit auf fachlicher(Branchengewerkschaften) und territorialer Ebene zu verstehen ist, haben wir das Werbematerial verteilt: Poster, einheitlich für alle Länder Südosteuropas; Broschüre, die grundlegende Informationen über das Projekt und die Organisation enthielt; Flyer, mit Botschaften an die Regierung und Arbeitgeber, mit klaren Forderungen der Jugendlichen. Zur Vorbereitung und Realisierung des Events am 20. Juni hat das Jugendnetzwerk SSCG eine Zusammenarbeit mit zwei Nichtregierungsorganisationen hergestellt: NGO ENTER, einer Organisation, die die Affirmation von Jugendlichen im Kultursektor sowie die Verbindung von Jugendlichen aus Montenegro mit Jugendlichen aus der Umgebung zum Auftrag hat, und CAZAS(Montenegrin Association against AIDS), einer Nichtregierungs- und Non-Profit-Organisation, die nach den Grundsätzen der Volontärarbeit tätig ist und sich für die AIDS-Vorsorge einsetzt. Zielgruppe ist die gesamte Bevölkerung weltweit, mit besonderem Augenmerk auf der Jugend. Bei der Vorbereitung des Events haben wir große Unterstützung durch das Bündnis der Gewerkschaften von Montenegro, die Hauptstadt, die Kommunalpolizei sowie die Polizeiverwaltung erfahren. Unser besonderer Dank gilt den Leitern dieser Organisationen 29 und Institutionen, die dazu beigetragen haben, dass dieses Event auf bestmögliche Weise veranstaltet wird. AKTIONSTAG 20. Juni 2008 Im Rahmen der Ankündigung des Hauptevents waren wir zu Gast bei RTV ATLAS, die auch die Medienschirmherrschaft für das Event übernommen hat. Diese Gelegenheit haben wir genutzt, um noch einmal unsere Idee darzulegen und junge Menschen aus ganz Montenegro aufzufordern, sich zu uns zu gesellen. Während der Projektumsetzung wurde stets die Tatsache betont, dass ähnliche Aktivitäten in zehn Staaten der Region realisiert werden und dass am 20. Juni in allen Hauptstädten ein Event organisiert wird, mit dem die Kampagne auch abschließt. I. Teil In der Zeit von 19 bis 21 Uhr wurde im Gesamtveranstaltungsraum ein Happening organisiert. Es war vorgesehen, dass über dem Ort des Events ein Ballon aufgestellt wird, der in einer Höhe von ca. 20 Meter schwebt und aus dem kleine schwarze Ballons mit der Aufschrift„Schwarzarbeit“ herabgeworfen werden, jedoch war die Aufstellung des Ballons wegen des Windes nicht möglich. Als Ersatz dafür haben wir eine Performance organisiert. Auf dem Boden haben wir Werbematerialien aufgestellt: Poster, Leaflets, Flyer, und darüber viele schwarze Ballons placiert. Diese schwarzen Ballons wurden von unseren Aktivisten zum Platzen gebracht, die auf diese Weise an die in den Materialien enthaltenen „Informationen herangekommen“ sind. Danach haben wir die Anwesenden organisiert, uns ihre Eindrücke vom Event, von der Kampagne insgesamt, sowie ihre Meinung über die Stellung der Jugendlichen in Montenegro mitzuteilen. II. Teil Mit Beginn um 22:00 Uhr haben wir eine Party veranstaltet, für die Musik sorgten DJ Tom Hades, ein bekannter Star aus Belgien, Brüssel, und die DJ-s aus Podgorica, DJ. Marko Vuja č i ć und DJ CULE. Dem Event wohnten ca. 1000 Menschen bei. Das Event zeichnete sich durch gute Unterhaltung und positive Energie aus. Als Gegenstück zum Tagesevent wurden von der Bühne große weiße Ballons herabgeworfen, womit wir das heitere Bild, das von der Jugend ausströmt, vermitteln wollten. Die Anwesenden wurden mittels Projektor über die Schirmherren des Events informiert. Das Ereignis wurde mit der Kamera aufgenommen. Ivan Đ uriši ć, Nationaler Koordinator 30 NATIONALER AKTIONSTAG 20.06.2008 in Pristina/ Kosovo IT’S TIME! VORBEREITUNG Skopje-Idee Das Jugendnetzwerk hat mit seiner Arbeit für die Kampagne des 20. Juni gleich nach dem Seminar von Skopje begonnen. Bereits im März begannen die intensiven Vorbereitungen, insbesondere aber die der Arbeitsgruppe des Jugendnetzwerkes der BSPK mit seiner Vorsitzenden Arb ё nore Zogu, die zugleich auch Vorsitzende des Projektes für die Kampagne des 20. Juni ist. Zu Beginn hat sich die Arbeitsgruppe mit der Vorbereitung und der Idee für diese Kampagne befasst, z. B. was muss vorbereitet werden und wie viel Werbematerial wird benötigt. Danach sind die Kontakte zu Grafikern, Druckereien, Musikhäusern, Sängern und unterschiedlichen Musikbands aufgebaut worden. Mit dieser Angelegenheit hat sich hauptsächlich die Vorsitzende Arb ё nore Zogu befasst. Im Mai hat sie dann die Kontakte zu den Grafikern, Druckereien, Musikhäusern, Sängern und unterschiedlichen Musikbands intensiviert. Workshop Am 24.05.08 hat das Jugendnetzwerk in Zusammenarbeit mit dem Jugendrat des Kosovo und weiteren Aktivisten der Jugendorganisationen in den Mittelschulen ein eintägiger Workshop organisiert, um die Ideen für die Kampagne des 20. Juni zum Abschluss zu bringen. Zuvor hat die Vorsitzende des Jugendnetzwerkes der BSPK in Zusammenarbeit mit der Vertreterin der Friedrich-Ebert-Stiftung in Prishtina, Frau Besa Luzha mit den Vorbereitungen, wie Agenda, Benachrichtigung der Teilnehmer etc. begonnen: • Am Seminar haben rund 20 Aktivisten teilgenommen, wobei zehn von ihnen Mitglieder des Jugendnetzwerkes der BSPK, fünf Mitglieder des KYC(Kosovo Youth Council) und fünf Mitglieder der Jugend-NGO’s der Mittelschulen waren. • Das Seminar hat um 9.30 Uhr begonnen und bis 17:00 Uhr gedauert. Das Seminar wurde von der Vorsitzenden A. Zogu geleitet, die die Anwesenden über den Sinn des Projektes informierte. Danach haben zwei Aktivisten des Jugendnetzwerkes der BSPK, Xhejlane Aliu und Liridon Berisha, die auch beim Seminar von Skopje teilgenommen haben, die Anwesenden über die Ideen und Regeln dieser Kampagne aufgeklärt. Später haben sich die Anwesenden in vier Gruppen aufgeteilt und gemeinsam das Layout, den Text, die Maße der Poster, Broschüren, T-Shirts, Banner, Flaggen etc. ausgearbeitet. Sie haben auch einen Ablaufplan für den Tag des 20. Juni erstellt, wobei sie vereinbarten, damit zu beginnen, zwei Informationsstände im Zentrum der Stadt aufzustellen. • Am Nachmittag erfolgte dann die Präsentation der Arbeit der jeweiligen Gruppen. Die jeweils besten Ideen wurden ausgewählt und als Grundlage für die weitere Arbeit verwendet. 31 • Dieses Workshop war ein großer Erfolg und hat sich als sehr wichtig für die weitere Arbeit der Kampagne des 20. Juni erwiesen. Kooperation Nach Beendigung des Workshops wurde die Arbeit in Bezug auf die weitere Organisation fortgesetzt. Die Vorsitzende A. Zogu hat mit Hilfe ihrer Assistentin Xhejlane Aliu und der Friedrich-Ebert-Stiftung in Prishtina mit der Zusammenarbeit mit den Grafikern, Druckereien, Musikhäusern, Filmhäusern, Sängern und Sponsoren begonnen: • Es wurden viele Angebote eingeholt von Grafikern, Druckereien, Film- und Musikhäusern. In Anbetracht der Tatsache, dass die finanziellen Mittel begrenzt waren, hat sich die Vorsitzende A. Zogu bemüht, mit jenen zusammenzuarbeiten, die den Sinn und die Bedeutung dieser Kampagne verstanden haben und deshalb bereit waren, mit ihren Preisen nach unten zu gehen. A. Zogu hat auch gemeinsam mit den Aktivisten der Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen Musikbands und Sängern Kontakt aufgenommen und sie über ihre Kampagne aufgeklärt. Einige von ihnen haben sich dann auch bereit erklärt, ohne Honorar beim Konzert vom 20. Juni zu singen. • In der zweiten Hälfte des Monats Mai hat die Vorsitzende des Projektes die schriftlichen Vorbereitungen getroffen. Sie hat mit der Gemeindeverwaltung von Prishtina und der Polizei etc. die notwendigen Details für die Kampagne abgeklärt. Sie hat auch Kontakt zu unterschiedlichen Firmen aufgenommen, um Sponsoren zu finden. Aufgrund der kurzen Zeit jedoch, hat sich nur eine Wasserfabrik bereit erklärt, während der Kampagne 2000 Wasserflaschen gratis zur Verfügung zu stellen. Die Vorsitzende wandte sich auch an die drei wichtigsten Fernsehsender des Kosovo, damit diese die Werbespots zur Kampagne gratis ausstrahlen. Auch dies wurde zugesichert, nicht zuletzt durch die Unterstützung der höchsten Führung der Gewerkschaft des Kosovo. Die TVSpots wurden dann sogleich gedreht und eine Woche vor der Kampagne von allen drei Sendern ausgestrahlt. • Es wurden dann drei der beliebtesten Radiosender mit den höchsten Hörerquoten (besonders unter Jugendlichen) ausgewählt, wo wiederum die Spots aufgenommen und eine Woche vor der Kampagne regelmäßig gesendet wurden. • Sobald das gesamte Werbematerial gedruckt war, hat die Vorsitzende A. Zogu gemeinsam mit einem Aktivisten des Jugendnetzwerkes in sieben Regionen des Kosovo Poster und Broschüren verteilt. In jeder Region hat sie dann mit jeweils zwei Aktivisten des Jugendnetzwerkes gesprochen und diese angewiesen, 3 Tage vor der Kampagne die Poster aufzuhängen und die Broschüren in ihren jeweiligen Städten zu verteilen. In der Hauptstadt Prishtina aber wurden 5 Aktivisten des Jugendnetzwerkes eingeteilt, Poster und Broschüren zu verteilen, da die Kampagne dort auch stattfinden würde. In Prishtina sind auch drei Werbebanner(10 m lang) an unterschiedlichen Plätzen des Zentrums aufgehängt worden, ebenso zwei große Flaggen(5 m x 3 m). Man muss hervorheben, dass die Aktivisten des Jugendnetzwerkes trotz der begrenzten Zeit alles gegeben haben, um die Pläne und Ideen gemäß den Vorbereitungen in die Tat umzusetzen. 32 Pressekonferenz Zwei Tage vor der Kampagne hat das Jugendnetzwerkes der BSPK eine Pressekonferenz organisiert, an der fünf Mitglieder der Arbeitsgruppe des Jugendnetzwerkes, der Vorsitzende der BSPK, Herr Haxhi Arifi und die Vorsitzende des Frauenforums der BSPK, Frau Shukrie Rexhepi anwesend waren. Die Pressekonferenz fand in einem der Räume des Grand Hotel Prishtina statt. Am nächsten Tag wurde in drei Tageszeitungen, einem Fernsehsender und zwei Radiosendern darüber berichtet. AKTIONSTAG 20. JUNI 2008 Der letzte Tag, am 20. Juni war von vielen Aktivitäten gekennzeichnet. Bereits am Morgen begann der Tag mit einem Meeting der Arbeitsgruppe und dem Vorsitzenden der BSPK, Herrn Haxhi Arifi. Dort wurde darüber diskutiert, wie man vorgehen sollte, um einen größtmöglichen Erfolg während der Kampagne zu erzielen. Wir erhielten dort viele wertvolle Ratschläge durch die erfahrenen Gewerkschaftler. Diese haben wir dann durch unsere eigenen Ideen ergänzt. Danach arbeiteten wir einen Plan aus, in dem wir alle Aufgaben jedes einzelnen festlegten. Wie bereits im Meeting von Skopje vereinbart worden war, begannen wir am Platz“N ё na Tereze”(Mutter Teresa) mit unseren Aktivitäten. Zuerst haben wir an jeweils beiden Enden des Platzes zwei Informationsstände aufgebaut, die wir mit Postern dekoriert und mit Broschüren und Informationsblätter gefüllt haben. Diese Blätter hatten wir zuvor vorbereitet, um alle Interessierten darüber zu informieren, wer die BSPK ist, was sie macht und wo sie sich befindet. Auch hatten wir einen Fragebogen vorbereitet, um eine Untersuchung anstellen zu können. Diese Untersuchung sollte uns dazu verhelfen, ein Resümee dieser gesamten Kampagne zu erstellen. In diesem Fragebogen waren die folgenden Fragen zu beantworten: Welche sind die Hauptprobleme, mit denen ein kosovarischer Arbeitnehmer zu kämpfen hat? Welche Hilfe erwarten Sie von der Gewerkschaft an Ihrem Arbeitsplatz? Viele Personen haben den Fragebogen beantwortet. Wir haben ihn ausgewertet und wertvolle Informationen daraus gewonnen. Diese werden wir an die entsprechenden Institutionen und der BSPK selbst weiterleiten, damit sie nicht nur als Papier in den Schränken unserer Räume enden. Überall auf dem Platz waren unsere Aktivisten verteilt, die Broschüren und das Werbematerial verteilten. Auch verteilten sie das Wasser, dass uns durch den Sponsor“Uje Rugove”(Rugova Wasser) zur Verfügung gestellt wurde. Alle Aktivisten hatten ein weißes TShirt an, die wir mit unserem Motto und unseren Forderungen bedruckt hatten. Diese 33 Forderungen waren durch die vorangegangene Werbekampagne(TV, Rundfunk) bereits bekannt geworden. Die weißen T-Shirts haben die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich gezogen und sie neugierig gemacht. Sie wollten wissen, was diese Menschen sagen wollten und welche Ziele sie verfolgten. Während des gesamten Tages kamen Passanten, die uns unterstützt und uns zu unserer Initiative beglückwünscht haben. Sie waren von unserer Idee, solch eine Kampagne zu starten, beeindruckt. Die Journalisten filmten dann vielen Menschen und unsere Aktivisten. Dies hat bis zum Beginn des Konzertes gedauert. Das Konzert fand – wie geplant- um 19.30 Uhr statt. Wir hatten unsere Aktivistin Blerina Berisha eingeteilt, die Moderation zu übernehmen. Sie eröffnete offiziell das Konzert damit, dass sie die Vorsitzende des Jugendnetzwerkes Arb ё nore Zogu auf die Bühne bat. Diese begann ihre Rede mit dem Motto“IT’S TIME”. Dann erklärte sie, was das Jugendnetzwerk ist, was dessen Errungenschaften seien und welche Pläne sie für die Zukunft hätten. Sie verlas vor den Anwesenden auch die Erklärung von Skopje und informierte darüber, dass die Kampagne von Prishtina zur gleichen Zeit in neun weiteren Städten Südosteuropas stattfinde. Ein Sänger nach dem anderen sang und veranstaltete dadurch eine unvergessliche Show. Unsere Aktivisten Xhejlane Aliu, Liridon Berisha, Liridona Guci spielten ein paar kurze Rollenspiele vor, in denen sie die Probleme unserer Arbeitnehmer darstellten. Sie erhielten großen Beifall für ihren Mut, vor so vielen Menschen die Probleme offen auszusprechen. Auch die Vorsitzende des Frauenforums der BSPK wandte sich an die Menschen, bedankte sich an die Anwesenden und beendete ihre Ansprache mit den Worten“WIR MÜSSEN DEN JUNGEN MENSCHEN FREIRAUM LASSEN, DENN DIE JUGEND IST DIE GEGENWART DIESES LANDES”. Ich muss einräumen, dass während des Konzertes wenig Medienpräsenz herrschte, da in Prishtina im Juni für gewöhnlich jeden Tag viele Veranstaltungen stattfinden. An diesem Tag gab es eine Show des Kosovarischen Balletts, ein Musicalfestival und außerdem fand das Fußballspiel Türkei – Kroatien statt. Dennoch sind wir abschließend sehr zufrieden und betrachten diese Kampagne als vollen Erfolg. Sie hat großen Anklang in der gesamten kosovarischen Gesellschaft gefunden. Arb ё nore Zogu, Nationale Koordinatorin 34 NATIONALER AKTIONSTAG 20.06.2008 in Sarajewo/ Bosnien-Herzegowina IT’S TIME! Die Jugendsektion des autonomen Gewerkschaftsbundes Bosnien und Herzegowinas ist Mitglied des Südosteuropäisches Jugendnetzwerks und des gleichnamigen Projektes. Im Projekt sind folgende Länder involviert: Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Montenegro, Albanien, Kosovo, Ungarn, Mazedonien, Rumänien und Serbien. Das Ziel des Projektes ist die Stärkung des Jugendnetzwerks, sowohl der Gewerkschafts-, als auch anderer Jugendorganisationen, die aktiv auf die Probleme der Jugendlichen hinweisen. Im Hinblick des Arbeitsmarktes sind die Probleme der Jugendlichen besonders groß. Dazu zählen hohe die Arbeitslosigkeit, Schwarzarbeit, informelle Wirtschaft, Diskriminierung sowie weitere negative Trends in der Wirtschafts-, Sozial- und Bildungspolitik. Im Rahmen des Projektes, welches von der Europäischen Kommission und der Friedrich Ebert Stiftung finanziell unterstützt wurde, sowie der politischen Unterstützung der ITUC, fand der gemeinsame Aktionstag am 20.Juni 2008 in zehn Hauptstätden der Partnerländer des Projektes statt. Die Message war in allen dieser zehn Länder identisch. Es ging um Forderungen an die Arbeitgeber, an die politischen Entscheidungsträger und an die Öffentlichkeit. Wir stellten fest und zeigten, dass die Jugendlichen in Südosteuropa die ähnlichen Probleme haben, und dass wir deswegen gemeinsam handeln müssen, um Herausforderungen der Globaliseirung den Stand zu halten. Unsere Ziele sind die Ankurbelung der Wirtschaft, eine Wirtschaftsentwicklung mit menschlichem Gesicht, sowie die Sicherung einer anständigen Arbeit und eines anständigen Lebens. Diese einmalige Initiative hat sich zum Ziel gemacht, die schlechte Lage im Feld der Jugendpolitik zu verbessern, die hohe Jugendarbeitslosenquote zu senken, eine Verbesserung der schlechten Beschäftigungsmöglichkeiten herzustellen und die Jugendlichen und die Gesellschaft im allgemeinen für die Jugendthemen zu sensibilisieren. Der gemeinsame Jugendaktionstag bzw. das Konzert fand in Sarajevo im Jugendzentrum KSC Skenderija statt. Zwei Musikgruppen aus Sarajevo(„Erogene Zone“ und„Konvoj“) spielten im Jugendzentrum Sarajevo in Bosnien und Herzegowina. Vor dem Konzert fand in den Backstageräumen des Jugendzentrums SKC Skenderija eine kleine Party für alle Vertreter der Jugendlichen, sowohl für die Gewerkschaftsjugendorganisationen und Studenten, als auch für Sponsoren, statt. 35 Gleichzeitig fanden drei gewerkschaftlichen Info Rund-Tische(an der Ferhadija Straße, am Plato des KSC Skenderija und vor dem Gewerkschaftshaus) wo wir die Eintrittskarten und Info Materialien verteilten. Die Eintrittskarten für das Konzert waren kostenlos und wurden an Gewerkschaften, Jugendorganisationen, Sponsoren, TV und Radiosendungen verteilt. Toki ć Igor, Natuionaler Koordinator NATIONALER AKTIONSTAG 20.06.2008 in Skopje/ Mazedonien IT’S TIME! VORBEREITUNG Nach Abschluss des Seminars des Internationalen Gewerkschaftsnetzes, dass im Februar in Skopje stattfand, begannen die Jugendorganisationen der drei Gewerkschaften in der Republik Mazedonien(Union der unabhängigen Gewerkschaften Mazedoniens- UNASM, der Gewerkschaftsbund Mazedoniens SSM und die Konföderation der freien Gewerkschaften- KSS) mit ihren Vorbereitungsmaßnahmen zur Umsetzung des Projekts IT’S TIME und mit der Veranstaltung des Konzerts am 20. Juni in Skopje. Zuerst wurde ein Treffen einberufen, an dem Vertreter der Jugendorganisationen der Gewerkschaften teilnahmen und es wurde entschieden, ein Koordinierungsgremium zu gründen, das aus je zwei delegierten Vertretern von allen drei Gewerkschaften d.h. aus insgesamt sechs Mitgliedern bestehen soll. Die Mitglieder dieses Gremiums hatten die Aufgabe, die in den Sitzungen unterbreiteten Vorschläge und die getroffenen Entscheidungen in ihren Gewerkschaften weiterzuvermitteln und umzusetzen, um auf diese Weise alle Mitglieder der gewerkschaftlichen Jugendorganisationen zu informieren. An allen abgehaltenen Sitzungen nahm auch ein Vertreter der Friedrich Ebert Stiftung in Mazedonien teil, was wesentlich zur Verbesserung der Koordinierung und Effektivität der vom Koordinierungsgremium vorgenommenen Maßnahmen und ihrer Umsetzung beigetragen hat. In den Sitzungen wurde über den Veranstaltungsort des Konzerts, die aufzutretenden Künstler, die Medienkampagne und die Art der Medienpräsentation entschieden. Mit dem Ziel, so nah wie möglich an den Jugendlichen zu sein, entschieden wir, das Konzert im Stadtpark von Skopje zu veranstalten, denn der Park ist ein Treffpunkt der Jugendlichen in Skopje, insbesondere im Sommer, was eine große Besucherzahl verspricht. Die Stadtverwaltung hatte Verständnis dafür und unterstützte auf diese Weise die Initiative der jungen Gewerkschaftler indem sie die Veranstaltung des Konzerts genehmigte. 36 Wir entschieden, dass auf dem Konzert zwei Rock-Bands auftreten sollen, die bereits zahlreiche Auftritte in Nachtclubs hinter sich hatten und unter den Jugendlichen sehr beliebt sind: Session Selection und Day Off, sowie einer der populärsten Radio DJs Erik Fox. M.E. haben wir eine gute Wahl getroffen. Dank der Kombination verschiedener Stars und verschiedener Arten von Musik, haben wir es geschafft, Jugendliche verschiedener Alterstufen und unterschiedlicher Interessen zu begeistern. Nachdem der Veranstaltungsort und der Inhalt des Konzerts festgelegt wurden, wurden, was die Medienkampagne betrifft, zuerst die Druckmedien, die Jugendorganisationen, die Nichtregierungsorganisationen u.ä. informiert. Viele von ihnen zeigten großes Interesse für das gesamte Projekt, da sie noch nichts über die Existenz der Jugendsektionen der Gewerkschaften und die Gewerkschaftsarbeit gehört hatten. Dies war eine bemerkenswerte Vorbereitung für die verstärkte künftige Medien- und Werbekampagne. In Bezug auf dieses Thema müssen wir betonen, dass die Medien über dieses Ereignis im Mai nur wenig berichtet haben, weil in Mazedonien am 1. Juni vorgezogene Parlamentswahlen stattfanden. Die politischen Parteien hatten den gesamten Raum für Werbungen in sämtlichen Druckmedien und im Rundfunk für sich in Anspruch genommen. Die volle Aufmerksamkeit der öffentlichen Medien galt den Wahlen. Das hat auf eine gewisse Weise das Tempo der Medienpräsentation verlangsamt, aber alles wurde erfolgreich im Juni nachgeholt. Das Werbematerial, die Poster und die Flyer mit dem gemeinsamen Motto des Projekts und die Logos wurden an den Fakultäten, Studentenheimen, Mittelschulen, Cafè Bars und allen Orten in der Stadt und im Land, wo junge Leute sich aufhalten, angebracht. Neben einigen verkehrsdichten Stellen in der Hauptstadt, wurden City Lights mit Postern über das Konzert aufgestellt, damit sie gut sichtbar sind. Die Initiative der jungen Gewerkschaftler wurde von mehreren Sponsoren unterstützt, unter ihnen das Antenna 5 Radio, welches eines der meistgehörten in Mazedonien ist. Am Konzerttag schaltete es sich direkt in das Programm ein und rief auf diese Weise die Jugendlichen auf, das Konzert zu besuchen. Am 18. Juni 2008 fand eine Pressekonferenz für Journalisten zum Thema Konzert und zum ganzen Projekt statt. Am nächsten Tag wurde über unser Ereignis berichtet, aber nur im Rundfunk, wohingegen die Tageszeitungen überhaupt nicht dazu berichteten. AKTIONSTAG 20. JUNI 2008 Das Konzert begann um ca. 18:30 Uhr. Die Aufwärmung machte DJ Erik Fox, und nach seinem Auftritt folgten die zwei Bands, die die Jugendlichen bis nach Mitternacht unterhielten. Während des gesamten Konzerts wurde auf großen Leinwänden das Motto der Initiative über das Projekt der jungen Gewerkschaftler aus Südosteuropa gezeigt. Gleichzeitig wurde Werbematerial über die Jugendsektionen und ihre bisherige und zukünftige Arbeit verteilt, wodurch die Besucher über die Vereinigung in den Gewerkschaften 37 mit dem Ziel der Verwirklichung der Arbeitnehmerrechte und die Verbesserung der Situation der Arbeitslosen informiert wurden. Es ist hervorzuheben, dass als Teil der Umsetzung des Ereignisses auch die Fahrt für die Jugendlichen aus den Gewerkschaftssektionen aus den anderen Städten in Mazedonien, die Interesse hatten, an dieser Kampagne mitzuwirken und die anderen Jugendlichen aus Skopje und dem ganzen Land zu treffen, organisiert wurde. Vor und während des Konzerts wurden mehrere Interviews für den Rundfunk und die Druckmedien abgegeben, und außerdem sind für die Zukunft einige Auftritte in Fernsehsendungen vorgesehen, was an sich bedeutet, dass diese Kampagne in der Öffentlichkeit auf großes Interesse gestoßen ist. RESUMEE Am Ende möchte ich noch einige Vorschläge über unsere weitere Arbeit in diesem Bereich geben. Es ist vor allem sehr wichtig, dass solche Veranstaltungen zur Tradition werden und mindestens einmal pro Jahr stattfinden. Besonders die Jugendlichen in Mazedonien haben großes Interesse für soziale Aktionen. Sie sind besonders benachteiligt, wenn es sich um Informationen über die Rechte aus ihrem Arbeitsverhältnis, aber auch um ihre Beförderung handelt. Andererseits kümmern sich die Gewerkschaften nicht genügend um sie. Eine sehr geringe Zahl von Jugendlichen sind Mitglieder der Gewerkschaft und nur sehr wenige sind in der Gewerkschaft aktiv. Das war auch während der Vorbereitung dieser Kampagne evident. Es war sehr schwer, junge Gewerkschaftler zu finden, die Zeit für eine solche Art von Aktivitäten haben. Deshalb wäre es sehr gut, wenn man die Gewerkschaften stark unterstützen könnte, damit sie mehr Schulungen zum Thema Gewerkschaftsrechte der Jugendlichen veranstalten können, aber auch die Gewerkschaften müssen ausgebildet werden, wie man mit Jugendlichen arbeitet. Insbesondere deshalb, weil die klassische gewerkschaftliche Weiterbildung der Mitglieder an Seminaren und Workshops keine großen Ergebnisse versprechen. Trotz aller Schwierigkeiten, die uns die vorgezogenen Parlamentswahlen im Land bereitet haben, und trotz der Europäischen Fußballmeisterschaft, die mit großem 38 Interesse verfolgt wird, haben wir es geschafft, das Projekt umzusetzen, die Kampagne durchzuführen und das Konzert zur Unterstützung der Initiative des internationalen Gewerkschaftsnetzes zu veranstalten, um das Bewusstsein der Jugendlichen hinsichtlich ihrer Rechte als Erwerbstätige und Arbeitslose zu stärken, Ich bin der Meinung, dass wir dabei einen bedeutenden Erfolg erzielt haben. Emilija Gorgievska, Nationale Koordinatorin NATIONALER AKTIONSTAG 20.06.2008 in Sofia/ Bulgarien IT’S TIME! – FÜR BESTIMMTE SACHEN GENÜGEN ZWEI, FÜR ANDERE SACHEN – SOLLTEN WIR MEHR SEIN! VORBEREITUNG Das erste Treffen der KNSB-Jugendorganisation und des Vereins„Jugendforum 21. Jahrhundert“ haben wir gemeinsam mit den Kollegen und Kolleginnen vom Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung in Sofia am 13. März 2008 durchgeführt, um die Veranstaltung bzw. Kampagne in Bulgarien zu besprechen. Auf diesem Treffen haben wir die Kollegen und Kolleginnen über die am Treffen in Skopje verabschiedeten Beschlüsse sowie über die Idee informiert, in Südosteuropa – in diesem Fall in Sofia – einen Aktionstag zu veranstalten. Ebenso haben wir über den Arbeitsumfang wie auch über die Aufgaben jeder der Organisationen diskutiert, die sich mit der Durchführung der Kampagne engagieren wollen. Es wurde vorgeschlagen, die KT„Podkrepa“ als gleichberechtigter Partner mit einzubeziehen. Die Kollegen und Kolleginnen von der Friedrich-Ebert-Stiftung übernahmen das Engagement, die KT„Podkrepa“ einzuladen, sie haben die KT„Podkrepa“ mehrmals kontaktiert und von ihr die Zusage bekommen, dass sich einige der Podkrepa-Föderationen an der Veranstaltung bzw. Kampagne beteiligen würden. In der Zeit bis zum zweiten Treffen haben wir einen Durchführungsplan sowie einen Medienplan der Kampagne in Bulgarien 2 erstellt. Am 25. März fand das zweite Treffen statt, an dem die„Jugendforum 21. Jahrhundert“ Vorsitzende Atanaska Todorova, die KNSB-Expertin Valentina Vassiljonova, die KNSBParlamentssekretärin Warschava Maximova, die KNSB-Hauptexpertin Velitschka Mikova, die KNSB-Hauptexpertin Daniela Alexieva und der KNSB-Oberexperte Dimitar Pakov teilgenommen haben. Auf diesem Treffen fand eine Verteilung der konkreten Aufgaben statt, d.h., es wurde ein sechsköpfiges Organisationsteam zusammengestellt, das für folgende sechs Teams zuständig sein sollte: Öffentlichkeitsarbeit, technische Absicherung/Lokalität, 2 Ende März auf die Webseite www.seeyn.eu geladen. 39 Tontechnik, Bühne u.a./ Sponsoren und Stände, Vorbereitung und Druck von Werbematerialien, Konzert /Szenario, Musiker und Darsteller/ und Leiter. Das dritte Teamtreffen fand am 9. April unter Mitwirkung des FES-Leiters in Belgrad Herrn Frank Hantke, von Fr. Rossiza Borissova und eines KT„Podkrepa“-Vetreters statt. Das war auch die einzige Beteiligung eines KT„Podkrepa“-Vertreters im Zuge der Umsetzung der Kampagne. Wichtige Etappe im Zuge der Kampagne war die angestellte soziologische Erhebung 3 im Rahmen von Zielgruppen wie Schüler, Studenten und erwerbstätige Jugendliche im Alter von 14 bis 32 Jahren ohne Unterschied vom Geschlecht und Alter. Durch die Methode der Gruppendiskussion wurden die Stimmungen, Interessen und die Einstellung der jungen Leute in Bezug auf Gesellschaft und Gewerkschaften in Bulgarien erfragt. Die soziologische Untersuchung durchlief zwei Hauptetappen. Erste Etappe: Durchführung des Aktionstages und zweite Etappe: Akzeptanz der Gewerkschaften bei jungen Leuten. Unsere Idee von einer Kampagne für Jugendliche mit Auftritten junger bulgarischer Interpreten fand vollauf eine positive Akzeptanz. Uns ist es gelungen, Vorschläge über den Veranstaltungsort, über konkret gewünschte Interpreten bzw. erhoffte Botschaften zu erwirken. Schwerpunkt der Diskussionen waren die zwei Slogans: IT’S TIME! und FÜR BESTIMMTE SACHEN GENÜGEN ZWEI, FÜR ANDERE SACHEN – SOLLTEN WIR MEHR SEIN! Interessant ist die Tatsache, dass das Motto„Es ist an der Zeit“ bei den jungen Bulgaren nicht besonders gut ankam. Sie verbinden es mit den politischen Losungen Anfang der 90er, aber auch den Worten des vorigen Ministerpräsidenten Bulgariens. Dies veranlasste uns, das Motto für Südosteuropa nur in der englischen Fassung IT’S TIME! zu verwenden, und so konnten wir von dem sich angehäuften politischen Negativismus Abstand gewinnen. Um die Kampagne publik zu machen, haben wir • eine Informationskarte vorbereiten und drucken lassen, die in einer Auflage von 5.000 in 177 Lokalen in der Hauptstadt kostenlos verteilt wurde. Die Karte ist auch über eine Internetseite 4 zu sehen und zu entsenden. Eine elektronische Fassung der Karte wurde auch in das Netz von Eurodesc in Bulgarien heraufgeladen. • Für die Zwecke der Kampagne haben wir auch ein Poster erstellen und in Schulen, Universitäten und einigen Studentenlokalitäten aushängen lassen. • Informationen über die Kampagne wurden auch auf Internetadressen veröffentlicht. 5 3 Das Szenario und die Auswertung der soziologischen Erhebung sind im Büro der Friedrich-EbertStiftung und bei der KNSB in bulgarischer Sprache erhältlich. 4 http://www.fame.bg/en/ecards.php?id=918 5 KNSB http://84.242.167.9/knsb/index.php?option=com_content&task=view&id=683&Itemid=167 + Friedrich-Ebert-Stiftung http://www.fes.bg/bg+ Jugendzentrum für Beratung und Informationen http://www.sf1.mikc.bg/node/134+ Hochschule für Volks- und Weltwirtschaft: http://iccd.unwe.acad.bg/view.php?p=events&id=278. 40 Schwerpunkte im Medienplan waren eine Pressekonferenz und zwei Pressemeldungen zwecks Popularisierung der Kampagne. Die Pressekonferenz haben wir am 16. Juni abgehalten, an der Journalisten von 6 TV-Anstalten(Neues TV, Balkan Bulgarisches TV, Europa, Eurocom, Eurocom BG und TV-7 Tage), 5 Zeitungen(“Sega“,„Faktor“,„Telegraph“, „Novinar“ und„Dnevnik“), 4 Informationsagenturen(BTA, BG nes, Bulgariaplus, Focus) und 3 Hörfunken(Alma mater, BNR, Fresh) teilgenommen haben. Nach der Pressekonferenz hatten wir Gelegenheit für zwei exklusive TV- und drei Rundfunk-Interviews. Auf Internetseiten wurden ebenfalls Informationen veröffentlicht. 6 Drei multinationale Gesellschaften für Bierbrauerei und Mineralwasserabfüllung haben wir schriftlich um Spenden ersucht, die aber bedauerlicherweise abgesagt haben. AKTIONSTAG 20. JUNI 2008 Der Event fand am 20. Juni um 19,30 Uhr vor dem Nationaltheater„Ivan Vasov“ statt. Aufgetreten sind die jungen Sängerinnen Dessislava und Kristina Georgievi, die Schulband„Tarnokop“, die Gruppe „Ostava”, Ljubo von der Gruppe„Te” und Toma, der Gewinner des diesjährigen„BGMusicidol“ Wettbewerbs. Zwischen den Auftritten richtete jeder der Interpreten Botschaften auf eine bessere Zukunft für die jungen Menschen in Bulgarien, auf ihr Verbleiben in der Heimat und ihre berufliche Behauptung in Bulgarien. Der Event dauerte drei Stunden lang. Auf der Tribüne war ein Transparent mit den Logos der Veranstalter und der Sponsoren, dem Kampagne-Motto für Südosteuropa IT’S TIME! und dem Motto für Bulgarien FÜR BESTIMMTE SACHEN GENÜGEN ZWEI, FÜR ANDERE SACHEN – SOLLTEN WIR MEHR SEIN! ausgehängt. 6 http://zagrada.bg/show.php?storyid=516488+ http://www.stroeja.com/news.php?newsid=3168 + http://www.standartnews.com/news/details/id/3156+ http://www.programata.bg/?p=52&l=1&c=1&id=47979+ http://www.diploma.bg/?p=view&aid=1764 41 Der Mobilanbieter М-tel unterstützte uns finanziell in der Form der Anfertigung von 1.000 Werbe-T-Shirts, die während des Konzerts ausgeteilt wurden. Ebenfalls während des Konzerts haben junge Gewerkschafter Info-Blätter zum Thema KNSB und entsprechende Aktivitäten ausgehändigt. Der entsprechende Text war in einer junge Menschen ansprechenden Sprache verfasst. Die Hauptstadtverwaltung von Sofia hatte den Platz für die Tribüne kostenlos bereitgestellt, jedoch gegen die Zusage unsererseits, dass wir nach dem Event den Platz auch wieder entsorgen bzw. saubermachen, reinigen. Selbstverständlich haben wir unser Engagement diesbezüglich auch eingehalten. Nach Schätzung der Veranstalter nahmen im Verlauf des Abends ca. 800 Menschen die Kampagne wahr. RESUMEE Wir heißen uns glücklich, ein Teil der gemeinsamen Jugendinitiative IT’S TIME! gewesen zu sein, die in 10 Ländern aus Südosteuropa gleichzeitig ausgetragen wurde – Albanien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Kosovo, Mazedonien, Rumänien, Serbien, Ungarn, Montenegro und Kroatien. Uns ging es darum, die Herzen der Jugendlichen in Bulgarien zu berühren, sie zu informieren, uns für ihre Bewusstseinsbildung als Bürger einzusetzen, das Image der Gewerkschaften als ein bedeutsamer Faktor im Leben von Gesellschaft und Wirtschaft zu popularisieren. Dank der aktiven Mitwirkung vieler unserer Sympathisanten wurde dies auch zur Realität. Es ist uns gelungen, unter Schülern, Studenten, Jugendlichen und Medienvertretern, die bei diesem Freitagskonzert dabei waren, großes Interesse zu wecken. Meinungsäußerungen über das Konzert lassen sich aus Internetseiten entnehmen. 7 Beiträge über die Veranstaltung brachten Rundfunksendungen, Zeitungen, Internetforen vor und nach dem Event. Während der Vorbereitung hatte das Team 12 Arbeitstreffen, an denen Vertreter sowohl der KNSB wie auch der Friedrich-Ebert-Stiftung in Sofia teilgenommen haben. Atanaska Todorova, Nationale Koordinatorin 7 http://www.avtora.com/news/nowini/ostawa_liubo_i_toma_na_edna_scena + http://www.emaxpress.com/bg/events/muzika/mladejko-parti-na-otkrito-pod-nadslov-it-s-time.html 42 NATIONALER AKTIONSTAG 20.06.2008 in Durres/ Albanien IT’S TIME! VORBEREITUNG Anlässlich des internationalen Jugendtages, organisieren die Konföderation der Gewerkschaften Albaniens und die Union der Unabhängigen Gewerkschaften Albaniens, mit der finanziellen Unterstützung der FES, ein Konzert. Diese Veranstaltung findet im Rahmen einer Reihe von Aktivitäten dieser Art statt, die in die ganze Region der SOE gehalten werden. Die Organisation dieser Veranstaltung begann mit dem Treffen des Jugendnetzes des SOE, indem das albanische Netz Mitglieder ist. Zu dieser Aktivität nahmen 5 Teilnehmer aus Albanien, 3 aus KSSH und 2 aus BSPSH teil. In diesem Treffen wurde beschlossen, dass am internationalen Jugendtag, am 20.06.2008 verschiedene Veranstaltungen in die ganze Region- mit spezifischen Angaben für jedes Land – organisiert werden. In unserem Land kamen wir nach den Konsultationen zwischen den beiden Jugendabteilungen der KSSH und BSPSH zu dem Ergebnis, verschiedene Aktivitäten bis zum 20. Juni zu organisieren. Zunächst wurden alle Jugendstrukturen in verschiedener Fakultäten und Betriebe in Tirana aktiviert. Das Ziel dieser Treffen war die Sensibilisierung der Jugendlichen über ihre Arbeitsrechte und die Veranstaltung am 20 Juni 2008. In verschiedene Regionen des Landes, wurden Treffen mit den lokalen Vertretern der Gewerkschaft organisiert. Am 18. Juni organisierte das Jugendforum der BSPSH im Hotel“Doro” die nationale Jugendkonferenz mit den Vertretern und Mitglieder dieses Forums. In allen Beiträgen wurden die Probleme der Jugendlichen in der alltäglichen Arbeit und der Bedarf für ihr Einbeziehen sowohl auf lokalen als auch nationalen Ebene hervorgehoben. Die Jugendlichen forderten eine bessere Vertretung in den Gewerkschafts- und Entscheidungsstrukturen des Landes. Die Jugendlichen haben die Verantwortung, die gewerkschaftliche Bewegung weiter zu verbessern und zu entwickeln, daher riefen sie zu mehr Beachtung seitens der Föderationsleiter auf. Um Bestandteil bei der Entwicklung der Gewerkschaften sein zu können, benötigen die Jugendlichen mehr Trainings- und Bildungskurse. Sie waren der Meinung, dass mehr Aktivitäten dieser Art organisiert werden sollten und betonten ihre Unterstützung für das Event am 20.06.2008. Die herausgekommenen Ideen und Bedürfnisse dienten als Forderung für eine bessere Organisation des internationalen Jugendtages. 43 Daher wurden Broschüren und Posters vorbereitet, wobei ihre Ideen und Absichten einbezogen wurden. Diese Broschüren und Poster wurden im ganzen Land verteilt und in der alltäglichen Arbeit der Leiter und Mitglieder verwendet, um mehr Jugendlichen für die Gewerkschaft zu werben und ihnen die Rolle der Gewerkschaften beim Schutz ihrer sozialen und wirtschaftlichen Rechte bekannt zu machen. Eine Sensibilisierungskampagne wurde auch in den Medien organisiert, wo der Spot über die Veranstaltung am 20.06.2008 gesendet wurde. AKTIONSTAG 20. JUNI 2008 Die Veranstaltung wurde in Durres organisiert, zu dem viele Gewerkschaftler verschiedener Regionen des Landes eingeladen wurden. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch die Begrüßung der Vorsitzenden des Jugendforums der KSSH und BSPSH, Erion Dobi und Elona Preza. Sie bedankten sich bei den Jugendlichen für ihre Teilnahme und für die kontinuierliche Unterstützung und schickten eine Botschaft an die Jugendlichen, Mitglieder der Gewerkschaften zu werden. Im Namen beider Konföderationen bedankten sie sich auch bei der FES für die finanzielle Unterstützung. Aus diesem Anlass begrüßte auch der Vorsitzende der KSSH, Herr Kol Nikollaj, die Anwesenden. Er gratulierte den Jugendlichen zur Organisation der Veranstaltung und hob ihre Wichtigkeit für die gewerkschaftliche Bewegung hervor. Er bedankte sich bei der Jugendabteilung der KSSH und versicherte ihnen die Unterstützung der KSSH bei der Annäherung von Jugendlichen an die Gewerkschaften zu. Von der BSPSH sprach die Leiterin der Abteilung für Auslandsbeziehungen, Frau Olsa Vila. Sie bedankte sich bei den Jugendlichen für die hervorragende Organisation und ihre Arbeit in den Gewerkschaftsstrukturen. An dieser Aktivität beteiligte auch Frau Neriana Zaimi, die Vorsitzende des Frauenforums bei KSSH und die Vize-Vorsitzende des nationalen Studentenrates, Frau Besiana Hoxha. Die Veranstaltung lief gut unter einer feierlichen Atmosphäre ab. Diese Aktivitäten wurden dank der finanziellen Unterstützung der FES ermöglicht. Erion Dobi,(nationaler Koordinator) Engjellushe Ibrahimi, Elona Preza 44 NATIONALER AKTIONSTAG 20.06.2008 in Zagreb/ Kroatien IT’S TIME! MACH MIT! VORBEREITUNG Der Jugendtag sollte ein Tag sein, an dem junge Menschen frei und uneingeschränkt in der Öffentlichkeit ihre Haltungen und Meinungen über die soziale und wirtschaftliche Situation im Land darlegen sollten. Daher haben wir schon in Skopje ein ansprechendes und gleichzeitig öffentlichkeitstaugliches Konzept erarbeitet. Ein Beschwerdebuch sollte an einem öffentlichen Ort ausgestellt werden, an diesem Ort sollte auch ein Konzert abgehalten wird. Nach Abschluss der Kampagne soll dieses Buch an unseren Premierminister übergeben werden, so dass er aus erster Hand erfährt, mit welcher Art von Problemen junge Menschen einerseits konfrontiert sind, wenn sie einen Arbeitsplatz suchen und andererseits, wenn sie bereits eine Beschäftigung haben und eine Arbeit ausüben. Wir sind der Ansicht, dass dieses Buch einen guten und eindrucksvollen Beleg aus erster Hand darstellt. Aufgrund dieser Informationsquelle sollte in der Folge von den Verantwortlichen im Staat eine Reaktion ausgehen. Als Konsequenz müssten sodann die zuständigen Ministerien konkret daran arbeiten, die zurzeit bestehenden Schranken für junge Menschen abzubauen. Nach unserer Rückkehr nach Zagreb gab es am 11.03.2008 ein erstes Treffen in den Räumen der Friedrich Ebert Stiftung. Dort wurden wir von der Kollegin Ivana betreut. Wir haben ein Team zusammengestellt, das die Veranstaltung organisieren sollte. Die Zusammensetzung des Teams ist im Wesentlichen gleich geblieben wie in Skopje: • Dijana Šobota – nationale Koordinatorin aus der Jungendsektion des Bundes eigenständiger Gewerkschaften Kroatiens(SSSH) • Domagoj Ferdebar – Jungendsektion des Bundes eigenständiger Gewerkschaften Kroatiens(SSSH) • Marija Juki ć – Jugendsektion der Unabhängigen Kroatischen Gewerkschaften(NHS) • Petar Jenki ć – Jugendsektion der Unabhängigen Kroatischen Gewerkschaften(NHS) • Gordana Ilakovac – Jugendkoordinatorin des Kroatischen Gewerkschaftsbundes(HUS) Wir haben vereinbart, dass jeder in seiner Zentrale so viele junge Menschen wie möglich über das Ereignis informieren und dazu animieren soll, in der Organisation dieses Projektes mitzuarbeiten. Wir haben gesehen, dass sehr viel Arbeit bevorstand und haben uns an die Arbeit gemacht. Die nächste Sitzung, auf der über das inzwischen Erreichte berichtet wurde, wurde am 24.04.2008 abgehalten. Zu der Zeit hatten wir schon alle Anträge für die erforderlichen Genehmigungen eingereicht, Kontakte mit dem Innenministerium, der Stadtverwaltung aufgenommen, alle Ministerien, alle öffentlichen Einrichtungen und möglichen Sponsoren 45 (von denen wir uns Hilfe erhofften), das Jugendnetzwerk Kroatiens sowie die Studentenorganisationen über das bevorstehende Ereignis informiert. Die dritte Sitzung hat dann am 13.05.2008 stattgefunden, als wir das bis dahin Erreichte evaluiert und vereinbart haben, unsere Bemühungen zu verstärken, damit die folgenden Resultate erzielt werden können: • wir haben erfahren, dass am 20.06.2008 das Viertelfinalspiel der Europafußballmeisterschaft gespielt wird, daher haben wir die Spielübertragung auf einer Videowand, die auf der Bühne platziert wird, sichergestellt • als Moderatorin des Events haben wir die bekannte Sängerin der Rockgruppe Stampedo, Ivanka Mazurkijevi ć, organisiert, die zugesagt hat, die Moderation ohne Honorar vorzunehmen • wir haben die Medien über das Erreichte informiert • wir haben alle erforderlichen Genehmigungen bekommen, um den Jugendtag auf dem Platz Cvjetni trg veranstalten zu können • wir haben die Aufnahme eines Jingles mit dem Radiosender 101 vereinbart • mit der Brauerei Ožujsko pivo haben wir den Bierverkauf zu günstigen Preisen vereinbart, um dadurch einen Teil der Kosten zu decken • wir haben eine finanzielle Unterstützung des städtischen Versorgungsunternehmens „Zagreba č ki Holding“ erhalten(dieses Unternehmen umfasst alle öffentlichen Versorgungsunternehmen der Stadt Zagreb), um auch durch diese Spende einen Teil unserer Kosten zu decken • zu einem vergünstigten Preis wurden 150 Plakate und 4.000 Flugblätter gedruckt • wir haben uns einen Banner ausgedacht, der auf der Bühne laufen sollte und die Aufschrift tragen sollte: IT’S TIME! MACH MIT! Auf dem Banner sollten auch die Logos aller Organisationen, die am Projekt beteiligt sind, aufgedruckt sein. Im Juni haben wir in unseren Zentralen und Koordinationsbüros Plakate verteilt und die Gewerkschaftsaktivisten und Studenten engagiert, diese in der Stadt zu verteilen und zu kleben, zudem wurde ein 30-Sekunden Jingle aufgenommen, der 3 Tage lang im Radiosender 101 gespielt wurde. Was die Ministerien angeht, so ist folgendes zu sagen: als wir bereits die Hoffnung aufgegeben hatten, meldete sich das Ministerium für Familie, Kriegsveteranen und Generationensolidarität, das die Schirmherrschaft für die gesamte Veranstaltung übernahm und versprach, sich am Jugendtag zu engagieren und dort ihre Förderprogramme für die Beschäftigung junger Menschen vorzustellen. Von den drei Ministerien, die direkt mit der Lage junger Menschen in der Gesellschaft zu tun haben und die einen direkten Einfluss auf die Lage junger Menschen in der Gesellschaft haben könnten, bekamen wir also nur von einem eine Antwort, was die Schlussfolgerung zulässt, dass die Regierung immer noch taub auf die Forderungen der Gewerkschaften reagiert und sogar auf die Bedürfnisse einer derart 46 schwachen Gruppe, wie es die jungen Menschen nun einmal sind. Am 18.06.2008 haben Dijana Šobota, Marija Juki ć und Gordana Ilakovac eine Pressekonferenz abgehalten, auf der sie die Öffentlichkeit über die Art des Projektes informierten und über den Inhalt der Veranstaltung, die am 20.06.2008 um 19.00 Uhr auf dem Platz Cvjetni trg in Zagreb stattfinden sollte. Für uns sechs, die an der Organisation teilgenommen haben, wurden T-Shirts mit den Logos aller drei Gewerkschaftszentralen, der Friedrich Ebert Stiftung, der Europäischen Union und des Jugendnetzwerks JIE gedruckt, die am Rücken die Aufschrift in kroatischer Sprache trugen: JUGENDTAG- DAN MLADIH 20.06.2008. Bei der Realisierung des Projektes wurden wir von zwei Zentralen unterstützt, von der Zentrale der Unabhängigen Kroatischen Gewerkschaften(NHS) und der des Kroatischen Gewerkschaftsbundes(HUS). AKTIONSTAG 20. JUNI 2008 Schon ab 8.00 Uhr warteten wir auf dem Zagreber Platz Cvjetni trg auf die Arbeiter, die die Bühne aufstellen sollten, die Firma„Zagreba č ke tržnice“, um die Stände zu bringen, auf denen das Werbematerial liegen sollte, die Brauerei „Zagreba č ka pivovara“, die Bierfässer und die Bierzapfeinrichtungen liefern sollte. Das Bier wurde von den Gewerkschaftsaktivisten gezapft. Im Laufe des Tages wurden wir von Journalisten angerufen, wir gaben live Berichte für die Radioprogramme ab. Es wurden noch letzte organisatorische Vorbereitungen unternommen. Die Mitarbeiter aus der Kroatischen Beschäftigungsanstalt, dem Ministerium für Familie, Kriegsveteranen und Generationensolidarität, dem Webportal Posao.hr und der Volkshochschule Algebra kamen bereits um 18.00 Uhr und richteten ihre Stände ein. Interessierte Menschen kamen vorbei und trugen ihre Eindrücke in das Beschwerdebuch ein. Das Programm begann um 19.00 Uhr, als die Moderatorin Ivanka Mazurkijevi ć die nationale Koordinatorin des Projekts, Dijana Šobota, ankündigte, die dann die gesamte Veranstaltung vorstellte und die Regierenden aufrief, den jungen Menschen ihre Aufmerksamkeit zu schenken, ihnen die Unterstützung durch unbefristete Beschäftigungsverhältnissen zu bieten, die Auswanderung der Intelligenz ins Ausland aufzuhalten, es den jungen Menschen zu ermöglichen, selbst ihre Zukunft zu wählen, ohne dass sie dabei etwas akzeptieren 47 müssen, was ihnen auferlegt wird und rief alle Anwesenden auf, sich in das Beschwerdebuch einzutragen und Mitglied in den Gewerkschaftsorganisationen zu werden, um sich über die Rechte zu informieren und um diese leichter zu verwirklichen. Nach ihr sprach Ivana Jonji ć Pau č inac aus der Friedrich Ebert Stiftung, die alle Anwesenden begrüßte und den Versammelten mitteilte, dass dieses Ereignis in zehn Hauptstädten Südosteuropas gleichzeitig stattfand, wo junge Gewerkschaftsaktivisten durch ihr Engagement, die Regierenden auf die besorgniserregende Lage auf dem Arbeitsmarkt aufmerksam machen, dem junge Menschen ausgesetzt sind. Nach den Begrüßungsworten kündigte die Moderatorin das Konzert der Gruppe Route 66 und Davorin Bogovi ć mit der Exgruppe Prljavo Kazalište an. Der Platz füllte sich schnell mit jungen Menschen, die sich in der Nähe der Stände aufhielten, sich informierten, Broschuren mitnahmen und sich in das Beschwerdebuch eintrugen. Nach dem Konzert begann die Übertragung des Viertelfinalspiels der Europameisterschaft Kroatien- Türkei. Etwa 3.000 Menschen haben an der Veranstaltung teilgenommen, die dann nach der bedauernswerten Fußballniederlage Kroatiens nach Hause gingen. RESUMEE Schaut man sich die im Beschwerdebuch eingetragenen Eindrücke an, so sieht man, dass die jungen Menschen viel zu sagen haben, sie sind sich des Problems bewusst, sie wollen nach einer Lösung suchen, finden aber kein entsprechendes und zeitgleiches Gehör. Obgleich die beiden maßgeblichen Ministerien, unsere Einladung zur Teilnahme am Projekt und an der Einladung, gemeinsam die Zukunft aufzubauen, nicht angenommen haben, denken wir, dass sie sich sehr wohl des Problems und der Situation im Land bewusst sind und dass sie sich mit uns an einen Tisch setzen werden müssen, um die Probleme wirksamer lösen zu können. Die Aktion der Eintragung in das Beschwerdebuch wird bis Herbst fortgesetzt, dann wird das Buch an den Premierminister Kroatiens übergeben. Gordana Ilakovac 48