Juli 2009 Diskurs Expertisen und Dokumentationen zur Wirtschafts- und Sozialpolitik Grundstruktur eines universellen Alterssicherungssystems mit Mindestrente Gesprächskreis Sozialpolitik 1 2 Diskussionspapier des Gesprächskreises Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung Grundstruktur eines universellen Alterssicherungssystems mit Mindestrente Volker Meinhardt Markus Grabka WISO Diskurs Friedrich-Ebert-Stiftung Inhalt Vorbemerkung 3 1. Einleitung 4 2. Wandel erzwingt Reformen 5 3. Das universelle Alterssicherungssystem: Ziele und Eckpunkte eines Reformmodells 7 4. Methodische Vorgehensweise 8 5. Ergebnisse 9 5.1 Rentenaufstockungsbedarf 9 5.2 Beitragszahlung 14 6. Gesamtbetrachtung 17 Die Autoren 31 Dieses Diskussionspapier wird von der Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung veröffentlicht. Die Ausführungen und Schlussfolgerungen sind von den Autoren in eigener Verantwortung vorgenommen worden. Impressum:© Friedrich-Ebert-Stiftung Herausgeber: Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung Godesberger Allee 149 53175 Bonn Fax 0228 883 9205 www.fes.de/wiso Gestaltung: pellens.de Druck: bub Bonner Universitäts-Buchdruckerei ISBN: 978-3-86872-147-8 Wirtschafts- und Sozialpolitik WISO Diskurs Vorbemerkung Der hier veröffentlichte Beitrag von Dr. Markus Grapka und Dr. Volker Meinhardt ist auf die Überlegung zugespitzt, durch eine Neugestaltung der Rentenfinanzierung Altersarmut zu vermeiden und damit auch größere Verteilungsgerechtigkeit herzustellen. Hintergrund dieser Überlegungen ist die Einsicht, dass das Rentenniveau in 20 Jahren deutlich niedriger ausfallen wird als für die meisten heutigen Rentenbezieher: Für eine steigende Anzahl an Personen wird aus den unterschiedlichsten Gründen(z. B. unstetige Erwerbsverläufe, geringe Einkommen führen selbst bei langandauernder Erwerbstätigkeit zu niedrigen Anwartschaften) eine Rente erreicht, die im Bereich des Existenzminimums liegt. Eine wesentliche Ursache für das sinkende Rentenniveau wird darin gesehen, dass sich die Rentenpolitik heute im Unterschied zur Vergangenheit nicht mehr vorrangig an der Aufrechterhaltung eines hohen Leistungsniveaus(Lebensstandardsicherung) orientiert, sondern in erster Linie an der Beitragsstabilität. Um Altersarmut zu vermeiden und größere Verteilungsgerechtigkeit herzustellen, schlagen die Autoren deshalb Folgendes vor: Alle Bürger ab dem 18. Lebensjahr zahlen in Abhängigkeit von ihrem individuellen Erwerbseinkommen in die Rentenversicherung ein. Die paritätische Finanzierung bleibt bei Erwerbstätigkeit bestehen. Dieser Vorschlag folgt den Überlegungen, die bisherige Rentenversicherung in eine Bürgerversicherung zu überführen. Da die Aufhebung der Beitragsbemessungsgrenze vorgesehen ist, können sich Personen mit hohem Einkommen nicht mehr wie bisher der Solidarität entziehen. Zwar bleibt aus verfassungsrechtlichen Überlegungen das Äquivalenzprinzip nach wie vor bestehen, allerdings haben die Rentenleistungen bei steigender Rentenhöhe einen regressiven Verlauf. Dies ist ein Kernelement der verteilungspolitischen Überlegungen der Autoren. Armutsvermeidung wird erzielt, indem Personen ohne oder mit einem geringen Einkommen eine Mindestrente ohne Bedürftigkeitsprüfung erhalten, die deutlich über der bisherigen Grundrente mit Bedürftigkeitsprüfung liegt. Wenn diese Mindestrente nicht durch Eigenbeiträge der Leistungsbezieher erzielt werden kann, müssen zur Aufstockung der Fehlbeträge Steueroder Beitragsmittel herangezogen werden. Letztlich bedeutet dies, dass Personen mit hohen Einkommen einen Solidarbeitrag leisten müssen. Um eine höhere Verteilungsgerechtigkeit in Abhängigkeit von der Haushaltskonstellation zu erreichen, wird ein Splitting des Einkommens innerhalb eines zusammenlebenden Paares vorgeschlagen, was in diesem Modell in Abhängigkeit von der Einkommenssituation auch zu größerer Verteilungsgerechtigkeit zwischen Ehepaaren und Ledigen führt. Die Darstellung der Autoren beruht auf Simulationsberechnungen, die auf der Basis des Soziökonomischen Panels durchgeführt wurden. Die ermittelten Daten werden in diesem Bericht in Tabellenform wiedergegeben. Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz ausdrücklich bei Markus Grapka und Volker Meinhardt für die konstruktive Zusammenarbeit. Peter König René Bormann Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik 3 WISO Diskurs Friedrich-Ebert-Stiftung 1. Einleitung Hauptziel eines gesetzlich regulierten Systems der Alterssicherung ist es, den Lebensunterhalt aller Personen, die aus Alters- oder Invaliditätsgründen am Erwerb von Einkommen gehindert sind, in ausreichendem Maße zu sichern. Das Erreichen dieses Ziels ist im gegenwärtigen System der Alterssicherung in der Bundesrepublik Deutschland vor dem Hintergrund der demographischen, ökonomischen(vor allem der Arbeitsmarkt- und Entlohnungsprobleme) und gesellschaftlichen Veränderungen gefährdet. Mit der Einführung des Altersvorsorgeanteils als Anhängsel der Riester-Rente und dem Nachhaltigkeitsfaktor wurde im deutschen Rentenversicherungssystem von dem bis dahin vorherrschenden defined benefits System zu einem defined contributions System übergegangen. Von der Zielgröße eines bestimmten Rentenniveaus wurde abgegangen und zu der Zielgröße eines normativ festgelegten Beitragssatzes übergewechselt. Auf Grund dieser in die Rentenformel eingebauten reduzierten Dynamisierung der Rentenansprüche ergab sich ein geringeres Rentenniveau. Diese Entwicklung wird sich auch in den folgenden Jahren fortsetzen. So wird das Rentenniveau vor Steuern von 52,1% im Jahre 2005 auf 42,5% im Jahre 2030 sinken. Verstärkt wird diese Entwicklung durch eine strukturelle Veränderung bei den Erwerbspersonen – weg vom sozialversicherungspflichtigen Vollzeitarbeitsverhältnis hin zu so genannten atypischen Erwerbsformen, wie Soloselbstständigkeit, geringfügiger Beschäftigung oder Teilzeitarbeit – sowie durch Instabilitäten auf dem Arbeitsmarkt (weiterhin hohe Arbeitslosigkeit) und einer schwachen Lohnentwicklung. Des Weiteren wird durch den Übergang zur nachgelagerten Besteuerung von Renten das Nettorentenniveau weiter absinken. All diese Momente dürften in Zukunft zu einem Anstieg der Altersarmut führen. Schätzungen gehen davon aus, dass in der Zukunft mehr als 35 Erwerbsjahre mit einer durchschnittlichen Entlohnung benötigt werden, um eine Absicherung im Alter zu erreichen, die oberhalb der Sätze der Grundsicherung für Ältere liegt. Trotz jahrzehntelanger Beitragszahlung besteht die Gefahr einer unzureichenden Höhe der Altersruhegelder von Versicherten mit kleineren und mittleren Verdiensten, aber erst recht bei Personen mit wiederholten Lücken im Erwerbsverlauf, zum Beispiel aufgrund von Arbeitslosigkeit. Eine solche Entwicklung würde die Legitimität eines auf Beitragszahlung basierenden Alterssicherungssystems in Frage stellen. In dieser Arbeit werden die Grundstrukturen und finanziellen Konsequenzen eines universellen Alterssicherungssystems zur Reduktion des Problems von Altersarmut entwickelt und erarbeitet. Wunsch der Auftraggeber war, die bisher bestehende Äquivalenzbeziehung zwischen Beitragszahlung und Anspruchserwerb nicht vollständig aufzulösen. Möglich wäre ein Mindestsicherungssystem auch mit einer Mindestbeitragszahlung ohne eine Äquivalenzbeziehung zwischen Beitragshöhe und Anspruch. 4 Wirtschafts- und Sozialpolitik WISO Diskurs 2. Wandel erzwingt Reformen Der bisher erfolgte Paradigmenwechsel in der gesetzlichen Rentenversicherung(GRV) – Beitragsstabilität statt Niveausicherung – ist der Versuch, auf die auf die Alterssicherung einwirkenden Kräfte und künftigen Herausforderungen zu reagieren. Zu nennen sind • die demographischen Veränderungen und • der wirtschaftliche und gesellschaftliche Wandel. Die demographisch bedingten Veränderungen der Bevölkerungsstruktur bedrohen langfristig massiv die finanzielle Stabilität der Alterssicherung. Bis zum Jahre 2050 werden aufgrund der anhaltend geringen Geburtenrate immer weniger junge Leute in das Erwerbsalter hineinwachsen, andererseits wächst der Kreis der Älteren wegen der steigenden Lebenserwartung. Ab dem Jahr 2020 ist mit einem starken Rückgang der Bevölkerung im Erwerbsalter – und damit mit der Zahl der Beitragszahler in der GRV – zu rechnen. Gemildert wird der Einfluss der veränderten Altersstruktur auf die finanzielle Entwicklung der Alterssicherung durch die künftig steigende Erwerbsbeteiligung der Bevölkerung. Die Lebensarbeitszeit verlängert sich aufgrund der gesetzlichen Erhöhung der Regelaltersgrenzen und die Erwerbsbeteiligung der Frauen im mittleren Lebensalter nimmt voraussichtlich weiterhin zu. Trotzdem ist absehbar, dass in der Gesetzlichen Rentenversicherung langfristig immer weniger Beitragszahler einen immer größer werdenden Rentenbestand finanzieren müssen. Dieses Problem kann nur durch Beitragssatzsteigerungen und/oder Leistungskürzungen gelöst werden. Eine weitere Beitragssatzsteigerung wird von vielen als eine ökonomische Überforderung der Wirtschaft angesehen. Stiegen die Lohnkosten stark und sinke deshalb die Konkurrenzfähigkeit im internationalen Wettbewerb, so könnten sich negative Beschäftigungseffekte ergeben. Eine Schwächung der Konkurrenzfähigkeit konnte in den letzten Jahren empirisch nicht nachgewiesen werden; die Bundesrepublik Deutschland ist weiterhin Exportweltmeister. Die Fortsetzung der bisher eingeschlagenen Wege zur Fixierung des Beitragssatzes der gesetzlichen Rentenversicherung auf eine normativ festgelegte Höhe, birgt die Gefahr einer weiteren Senkung der Rentenniveaus in der GRV. Ob es gelingt, diese Senkung durch die private Vorsorge auszugleichen, ist fraglich, da insbesondere einkommensschwache Gruppen bislang seltener private Altersvorsorgeverträge abschließen als obere Einkommensbezieher und damit ihr Risiko für Altersarmut zusätzlich erhöhen. 1 Kapitalfundierte Renten sind zudem kurzfristigen Renditeschwankungen unterworfen. Problematisch ist zudem, dass immer weniger junge Menschen die Zinsen für das Altersvorsorgevermögen erwirtschaften müssen. Hinzu kommt, dass die Arbeitgeberseite von der Verpflichtung zur solidarischen Beteiligung an den Kosten der ergänzenden Altersvorsorge verschont bleibt. Der Erfolg einer weiteren Heraufsetzung der Altersgrenze für den Ruhestand ist letztlich von der Situation auf dem Arbeitsmarkt abhängig. Können ältere Arbeitnehmer nicht bis zur heraufgesetzten Altersgrenze arbeiten, bedeutet dies für sie faktisch eine niedrigere Altersversorgung, d.h. eine Kürzung der Rente. 1 Vgl. Axel Börsch-Supan, Anette Reil-Held und Daniel Schunk(2007): The Savings Behaviour of German Households: First Experiences with State Promoted Private Pensions. Mannheim Research Institute for the Economics of Ageing(MEA), Nr. 136. 5 WISO Diskurs Friedrich-Ebert-Stiftung Durch die veränderten Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt ist das Berufsleben von immer mehr Menschen durch Arbeitslosigkeit, Umschulung und nicht oder unzureichend versicherten Beschäftigungen geprägt. Viele wechseln vom so genannten Normalarbeitsverhältnis in – zum Teil arbeitnehmerähnliche – Selbstständigkeit oder neue Formen freiberuflicher Tätigkeit. Das Einkommen ist hier häufig nicht hoch genug, um eine ausreichende private Altersvorsorge aufzubauen. Das bestehende Alterssicherungssystem, das im Grundsatz auf der Basis durchgehender Erwerbs- und Versicherungsverläufe die Höhe der Altersrente bestimmt, kann unter diesen Bedingungen zunehmende Armut im Alter nicht verhindern und das Ziel der Lebensstandardsicherung noch weniger gewährleisten. Hinzu kommt, dass immer mehr jüngere Menschen die überkommene Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern nach dem Leitbild der „Versorger-Ehe“ ablehnen. Dies zeigt sich auch in der zunehmenden Bedeutung von nicht ehelichen Lebensgemeinschaften oder in der zunehmenden Bedeutung von Alleinerziehenden-Haushalten. Frauen streben heute eine eigenständige Teilhabe am Erwerbseinkommen sowie an den Leistungen des Alterssicherungssystems an. Aber die mangelnde Vereinbarkeit von Berufs- und Familienarbeit führt zu unterbrochenen und durch Teilzeitarbeit geprägten Erwerbsverläufen mit entsprechend niedrigen Erwerbseinkommen und unzureichenden eigenen Rentenansprüchen. Vor dem Hintergrund veränderter Erwerbs- und Familienbiographien erscheint daher eine Reform der Hinterbliebenenversorgung mit einer Abkehr vom bisherigen Witwen-/Witwerrentensystem angebracht. Es steht vielmehr im Widerspruch zur Forderung nach einer eigenständigen, ausreichenden Alterssicherung für Frau und Mann – unabhängig von Ehe und gegebenenfalls Scheidung. 6 Wirtschafts- und Sozialpolitik WISO Diskurs 3. Das universelle Alterssicherungssystem: Ziele und Eckpunkte eines Reformmodells Eine Veränderung des gegenwärtigen Alterssicherungssystems in ein universell ausgestaltetes Alterssicherungssystem, das eine Mindestrente gewährleistet, bietet die Chance, die Lücken und Mängel der gegenwärtigen Alterssicherung zu beseitigen. Folgende Ziele sollten mit einem solchen System erreicht werden: • Solidarität und Gerechtigkeit zwischen und innerhalb der Generationen, • Vermeidung von Altersarmut, • Beibehaltung der paritätischen Beitragsfinanzierung, • Eigenständigkeit der Rentenansprüche. Die Eckpunkte dieses universellen Alterssicherungssystems könnten sein: 1. Angestrebt wird eine individuelle Versicherungspflicht, die sich auf die gesamte Wohnbevölkerung vom vollendeten 18. Lebensjahr an bis zum Rentenbeginn erstreckt. Beamte, politische Mandatsträger, alle Selbstständigen und Nichterwerbstätige wären somit ebenfalls versicherungspflichtig. Für jede Person der beschriebenen Altersgruppe muss ein individueller Beitrag entrichtet werden. Vorgesehen ist ein Mindesteigenbeitrag, der, bezogen auf das Jahr 2008, etwa 150 Euro pro Monat beträgt. Dies entspricht der Hälfte des Beitrages, mit dem nach den gegenwärtigen Regelungen eine Mindestrente von 800 Euro pro Monat(50 Jahre Beitragszeiten) erzielt werden kann. Die andere Hälfte des Beitrages wird durch den Arbeitgeber gezahlt. Wenn der einzelne Versicherte auf der Basis seiner Erwerbseinkünfte nicht in der Lage ist, diesen Mindestbeitrag zu leisten, dann wird der Eigenbeitrag aufgestockt. Die Zahlung erfolgt im Nachhinein und nur dann, wenn sich bei Rentenbeginn aus der Berücksichtigung aller Zeiten des Antragstellers ein Rentenbetrag von weniger als 800 Euro pro Monat ergibt(Bezug das Jahr 2008). Diese Aufstockung kann entweder aus Steuermitteln oder aus Beitragsmitteln geleistet werden. In der Grundversion der folgenden Berechnungen wird von einer Steuerfinanzierung ausgegangen. 2. Die derzeit(2008) geltende Beitragsbemessungsgrenze von 5.300€/ Monat(West) und 4.500€/ Monat(Ost) entfällt. 3. Für die Berechnung der Höhe der Rente gilt weiterhin eine Äquivalenz von Beitrag und Rente. Allerdings nur bis zu einer Rentenhöhe, die dem 1,5 fachen der Durchschnittsrente (die Standardrente nach 45 Versichertenjahren beträgt zum 1.1.2008 in Westdeutschland rund 1.182€) entspricht. Für Beiträge, die zu einer höheren Rente führen, gilt eine stark regressive Berechnung. Aus verfassungsrechtlichen Gründen wird auf eine vollständige Kappung der Rentenansprüche wie in der Schweiz jedoch verzichtet. 4. Angestrebt wird der Aufbau einer eigenständigen und ausreichenden Anwartschaft für alle Mitglieder der Gesellschaft. Damit entfällt die Notwendigkeit einer abgeleiteten Hinterbliebenenversorgung. Es gilt jedoch ein Vertrauensschutz in der Übergangsphase. 7 WISO Diskurs Friedrich-Ebert-Stiftung 4. Methodische Vorgehensweise Im Folgenden sollen die finanziellen Konsequenzen eines derart strukturierten Modells berechnet werden. Im Rahmen dieser Arbeit kann kein umfassendes dynamisches Modell mit veränderter Bevölkerungsstruktur, sich verändernden Erwerbsverläufen und damit veränderten Rentenansprüchen aufgebaut werden. Analysiert werden die finanziellen Konsequenzen am Status des Jahres 2006, indem angenommen wird, dass das Mindestrentenmodell bereits im Jahr 2006 existiert hätte. Grundlage der Berechnungen sind die mit dem Sozio-oekonomischen Panel(SOEP) ermittelten Daten über Art und Höhe der individuellen Einkünfte(eigene und abgeleitete Alterssicherungsleistungen, staatliche oder private Transfers, Erwerbseinkommen und Kapitaleinkommen). Basis für die Simulationsrechnungen ist die Bevölkerungsstruktur der Personen in Privathaushalten in Deutschland des Jahres 2007, mit deren Informationen zum Einkommen aus dem Vorjahr(2006). Das SOEP ist eine repräsentative Wiederholungsbefragung der Personen in privaten Haushalten, die seit 1984 jährlich bundesweit durchgeführt wird. Im Erhebungsjahr 2007 stehen für mehr als 21.000 erwachsene Befragungspersonen(ab 17 Jahren) Informationen zur Verfügung. Der Vorteil des SOEP besteht darin, dass alle Bevölkerungsgruppen repräsentativ abgebildet werden und zudem detaillierte Einkommensinformationen erhoben werden, die wesentliche Grundlage für die weiteren Berechnungen darstellen. Die Berechnungen werden in zwei Schritten erstellt: • Als erstes ist der Kreis der Personen zu bestimmen, der entweder eine Altersrente oder eine Invaliditätsrente bezieht. Der Kreis der Personen, die Alterseinkünfte beziehen, wird abgegrenzt durch das Alter„65 und älter“. Die Invaliditätsrentner werden aus dem Kreis der Jüngeren bestimmt. Für diese„Rentner“ wird die Höhe der eigenen und abgeleiteten Alterseinkünfte bestimmt und aufgestockt, falls diese Einkünfte die angestrebte Mindestrentenhöhe von 800€ nicht erreichen. • In einem zweiten Schritt ist der Kreis der Zahler und deren möglicher Finanzierungsbeitrag zu bestimmen. Abgegrenzt wird der Zahlerkreis durch die Altersabgrenzung von 17 bis 65 Jahre. Ausgenommen sind Personen, die eine Frührente beziehen, da unterstellt wird, dass von Renteneinkünften kein Beitrag zu leisten ist.(Statt der im Modell vorgesehenen Altersgrenze von 18 Jahren muss aus erhebungstechnischen Gründen die Abgrenzung 17 Jahre genommen werden.) Als Bemessungsgrundlage für den Finanzierungsbeitrag werden die individuellen Erwerbseinkünfte herangezogen. Beitragssatz ist der des Jahres 2006, d.h. 19,5%. Da im Modell eine paritätische Finanzierung unterstellt wird, hat das einzelne Individuum 9,75% des individuellen Erwerbseinkommens als Beitrag zu zahlen. Liegt dieser Beitrag unter dem Betrag von 150,–€, wird der mögliche Aufstockungsbetrag bestimmt. 8 Wirtschafts- und Sozialpolitik WISO Diskurs 5. Ergebnisse 5.1 Rentenaufstockungsbedarf Insgesamt werden im SOEP 14,5 Mill. Personen erfasst, die älter als 65 Jahre sind, von diesen verfügen 3,6 Mill. Personen(oder 25%) über Bruttoeinkünfte, die unter 800€ pro Monat liegen(Tabelle 1). Zieht man dagegen das im Haushaltskontext verfügbare Pro-Kopf-Nettoeinkommen heran, so übersteigt dieses für den größten Teil dieses Personenkreises den Betrag von 800€. Bei den Einpersonen-Haushalten unterschreiten ca. 1 Mill.(17%) von den 5,5 Mill. Einpersonen-Haushalten die 800€ Bruttogrenze(Tabelle 1a). Auch deren Nettoeinkommen erreichen nicht das angestrebte Sicherungsniveau von 800€ pro Monat. Grundsätzlich sind zwei Ausgestaltungsvarianten eines universellen Systems der Alterssicherung mit einer Mindestrente vorstellbar, die sich bezüglich der Einbeziehung weiterer Einkunftsarten bei der Anspruchsberechtigung unterscheiden. Zum einen könnte die Höhe eines möglichen Aufstockungsbetrages davon abhängen, ob mit dem Konzept eine„echte“ Mindestrente von 800€ erreicht werden soll, d.h. also nur die eigene und abgeleitete Rente aufgestockt werden soll, und demnach weitere Einkünfte nicht berücksichtigt werden. Alternativ würde ein Aufstockungsbetrag nur dann gewährt, wenn neben eigenen und abgeleiteten Renten auch weitere Einkünfte wie Kapitalerträge etc. nicht das angestrebte Mindestsicherungsniveau von 800€ pro Monat erreichen. Im ersten Fall beträgt die Höhe des Aufstockungsbedarfs 16,7 Mrd.€ pro Jahr. Rechnet man die für die Krankenversicherung der Rentner (KVdR) hinzukommenden Beiträge hinzu, dann ergibt sich ein Aufstockungsbedarf von 17,90 Mrd.€. Im zweiten Fall, also unter Berücksichtigung weiterer Einkunftsarten, sind 13,2 Mrd.€ zu leisten, allerdings werden in diesem Fall vor der Aufstockung Transfers, die nur auf Grund vorliegender Bedürftigkeit gezahlt werden – wie zum Beispiel das ALG II, Sozialhilfe, etc. –, von den Bruttoeinkünften abgezogen. Der größte Teil des Aufstockungsbetrages (12,5 Mrd.€ in Variante 1 bzw. 10,0 Mrd.€ in Variante 2) ist an Personen in Ehe-/Paar-Haushalten zu zahlen, obwohl das ausgewiesene Nettoeinkommen pro Kopf, nach einer haushaltsinternen Umverteilung, den Betrag von 800€ übersteigt. Der Aspekt der haushaltsinternen Umverteilung wird bei der vorliegenden Analyse aber vernachlässigt, da das Ziel des universellen Alterssicherungssystems mit Mindestrente eine individuelle Alterssicherung ist und damit unabhängig von der Familien- und/oder Haushaltskonstellation sein soll. Insbesondere Ehe-/Frauen weisen aber häufig aufgrund des in diesen Generationen vorherrschenden Male-breadwinner-Modell keine oder nur geringe eigene Rentenanwartschaften aufgrund von Kindererziehung und längeren Phasen von Hausarbeit auf, die so zu einem vergleichsweise hohen Aufstockungsbetrag führen, um eine Mindestrente in Höhe von 800€ pro Monat zu erzielen. Bei Einpersonenhaushalten fällt der Aufstockungsbetrag zwar relativ etwas geringer aus, dies ist aber nach dem derzeit geltenden Recht vor allem der Hinterbliebenenversorgung geschuldet. Die Hinterbliebenenrenten machen bei den Personen mit einem Aufstockungsbedarf rund 26% des gesamten Bruttoeinkommens aus. Diese Ansprüche werden im Fall eines universellen Alterssicherungssystems durch selbst erworbene Renten ersetzt. Der Aufstockungsbetrag dürfte dann entfallen oder entsprechend niedriger ausfallen. 9 Diskurs WISO 10 Tabelle 1: Individuelle Bruttoeinkommen von Personen im Alter von 65 Jahren und mehr Jahren eigene Altersrenten abgeleitete Altersrenten weitere Einkünfte Bruttoeinkommen In Euro / Monat GRV (+GUV+ Kriegsopferversorgung) Betriebsrenten (inkl. VBL) 0 0 0 1< 400 164 0 400 – 450 307 1 451 – 500 354 11 501 – 550 335 2 551 – 600 416 3 601 – 650 428 21 651 – 700 529 0 701 – 750 515 3 751 – 800 546 3 801 + 925 136 Pensionen 0 0 0 0 1 0 0 0 0 0 208 Private Renten GRV (+GUV+ Kriegsopferversorgung) Betriebsrenten (inkl. VBL) 0 0 0 2 4 0 1 24 0 19 33 0 51 4 0 2 51 0 7 67 11 5 86 0 21 95 2 14 115 0 25 163 10 Pensionen 0 0 0 0 0 0 0 0 12 0 24 Private Renten staatliche Transfers* Mindestsicherung (Wohngeld, HLU, HBL, Grundsicherung im Alter, ALG II) individuelle Erwerbseinkommen Kapitaleinkünfte (inkl. Vermietung & Verpachtung) private Transfers (inkl. gesetzl. Unterhaltszahlungen) Bruttoeinkünfte insgesamt HHNettoeinkommen pro erwachsene Person 0 0 0 0 0 0 0 978 3 9 6 4 35 0 226 871 0 4 29 8 47 4 423 822 0 7 3 17 32 0 475 855 1 6 16 14 76 20 524 949 0 15 7 46 35 0 575 840 11 5 15 16 40 1 622 812 0 5 6 15 32 0 680 769 2 8 31 1 29 2 722 857 0 8 19 12 47 12 777 832 4 20 5 106 180 5 1811 1444 Hochgerechnete Zahl der Personen 22.294 1.072.094 172.938 235.531 242.198 269.926 358.223 345.700 475.453 400.227 10.856.624 Friedrich-Ebert-Stiftung Total 785 103 156 21 135 8 19 4 17 7 82 145 4 1487 1296 Nachrichtlich: Insgesamt, Personen mit einem Bruttoeinkommen von weniger als 800 € / Monat * Staatliche Transfers bestehend aus Kindergeld, Leistungen der P fl egeversicherung, Wohneigentumsförderung, Erziehungsgeld, Bafoeg. GRV = Gesetzliche Rentenversicherung GUV = Gesetzliche Unfallversicherung VBL = Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder HLU = Hilfe zum Lebensunterhalt HBL = Hilfe in besonderen Lebenslagen ALG II = Arbeitslosengeld II Quelle: SOEP 14.451.208 3.594.584 Wirtschafts- und Sozialpolitik Tabelle 1a: darunter nur Einpersonen-Haushalte eigene Altersrenten abgeleitete Altersrenten weitere Einkünfte Bruttoeinkommen In Euro / Monat GRV (+GUV+ Kriegsopferversorgung) Betriebsrenten (inkl. VBL) 0 0 0 1< 400 130 0 400 – 450 290 0 451 – 500 219 0 501 – 550 125 0 551 – 600 378 0 601 – 650 388 0 651 – 700 517 1 701 – 750 366 0 751 – 800 487 0 801 + 727 81 Pensionen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 194 Private Renten GRV (+GUV+ Kriegsopferversorgung) Betriebsrenten (inkl. VBL) 0 0 0 0 76 0 0 28 0 67 94 0 163 19 0 0 176 0 0 123 29 0 145 0 24 214 6 0 212 0 12 346 22 Pensionen 0 0 0 0 0 0 0 0 30 0 51 Private Renten staatliche Transfers* Mindestsicherung (Wohngeld, HLU, HBL, Grundsicherung im Alter, ALG II) individuelle Erwerbseinkommen Kapitaleinkünfte (inkl. Vermietung & Verpachtung) private Transfers (inkl. gesetzl. Unterhaltszahlungen) Bruttoeinkünfte insgesamt HHNettoeinkommen pro erwachsene Person 0 0 0 0 0 0 0 0 54 0 0 49 24 0 332 332 0 0 76 13 14 0 421 414 0 0 13 85 2 0 479 467 0 0 51 0 18 129 505 501 0 0 0 0 18 0 572 546 31 0 38 0 13 4 625 594 0 0 9 1 9 0 682 640 0 1 58 0 20 5 724 699 0 0 29 22 9 20 779 737 10 22 4 90 151 11 1720 1565 Hochgerechnete Zahl der Personen 0 54.026 57.176 27.706 37.122 52.411 131.269 203.685 193.705 185.440 4.535.447 Total 670 67 160 12 313 19 43 9 18 9 76 127 11 1535 1402 Nachrichtlich: Insgesamt, Personen mit einem Bruttoeinkommen von weniger als 800 € / Monat * Staatliche Transfers bestehend aus Kindergeld, Leistungen der P fl egeversicherung, Wohneigentumsförderung, Erziehungsgeld, Bafoeg. GRV = Gesetzliche Rentenversicherung GUV = Gesetzliche Unfallversicherung VBL = Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder HLU = Hilfe zum Lebensunterhalt HBL = Hilfe in besonderen Lebenslagen ALG II = Arbeitslosengeld II Quelle: SOEP 5.477.987 942.540 Diskurs WISO 11 Diskurs WISO 12 Tabelle 1b: darunter nur Ehe/Paar-Haushalte eigene Altersrenten abgeleitete Altersrenten weitere Einkünfte Bruttoeinkommen In Euro / Monat GRV (+GUV+ Kriegsopferversorgung) Betriebsrenten (inkl. VBL) 0 0 0 1< 400 169 0 400 – 450 311 2 451 – 500 382 14 501 – 550 380 1 551 – 600 455 5 601 – 650 470 36 651 – 700 546 0 701 – 750 620 5 751 – 800 609 7 801 + 1074 183 Pensionen 0 0 0 0 1 0 0 0 0 0 216 Private Renten GRV (+GUV+ Kriegsopferversorgung) Betriebsrenten (inkl. VBL) 0 0 0 1 0 0 1 23 0 6 28 0 33 1 0 3 8 0 13 0 0 14 1 0 20 10 0 30 15 0 33 30 2 Pensionen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 3 Private Renten staatliche Transfers* Mindestsicherung (Wohngeld, HLU, HBL, Grundsicherung im Alter, ALG II) individuelle Erwerbseinkommen Kapitaleinkünfte (inkl. Vermietung & Verpachtung) private Transfers (inkl. gesetzl. Unterhaltszahlungen) Bruttoeinkünfte insgesamt HHNettoeinkommen pro erwachsene Person Hochgerechnete Zahl der Personen 0 0 0 0 0 0 5 5 2 37 0 6 5 5 66 0 6 1 3 35 1 5 9 18 79 0 16 4 45 41 0 9 2 28 63 0 13 0 37 66 3 13 13 1 36 0 16 7 4 82 0 16 4 112 211 0 0 971 19.554 0 220 905 917.813 6 424 1033 110.816 0 475 939 181.379 0 528 1031 189.185 0 577 936 193.394 0 621 961 193.745 0 677 953 135.282 0 721 966 270.212 6 776 945 190.460 1 1886 1376 5.855.194 Friedrich-Ebert-Stiftung Total 867 131 153 26 23 2 2 0 14 4 83 164 1 1470 1250 Nachrichtlich: Insgesamt, Personen mit einem Bruttoeinkommen von weniger als 800 € / Monat * Staatliche Transfers bestehend aus Kindergeld, Leistungen der P fl egeversicherung, Wohneigentumsförderung, Erziehungsgeld, Bafoeg. GRV = Gesetzliche Rentenversicherung GUV = Gesetzliche Unfallversicherung VBL = Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder HLU = Hilfe zum Lebensunterhalt HBL = Hilfe in besonderen Lebenslagen ALG II = Arbeitslosengeld II Quelle: SOEP 8.257.034 2.401.840 Wirtschafts- und Sozialpolitik Tabelle 1c: darunter nur sonstige Haushalte (3 u. m. Personen) eigene Altersrenten abgeleitete Altersrenten weitere Einkünfte Bruttoeinkommen In Euro / Monat GRV (+GUV+ Kriegsopferversorgung) Betriebsrenten (inkl. VBL) 0 0 0 1< 400 143 0 400 – 450 409 0 451 – 500 305 0 501 – 550 288 17 551 – 600 182 0 601 – 650 339 15 651 – 700 590 0 701 – 750 575 12 751 – 800 505 0 801 + 974 92 Pensionen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 252 Private Renten GRV (+GUV+ Kriegsopferversorgung) Betriebsrenten (inkl. VBL) 0 0 0 7 0 0 0 0 0 51 0 0 0 0 0 0 125 0 0 235 0 0 0 0 0 81 0 0 165 0 40 53 1 Pensionen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 29 Private Renten staatliche Transfers* Mindestsicherung (Wohngeld, HLU, HBL, Grundsicherung im Alter, ALG II) individuelle Erwerbseinkommen Kapitaleinkünfte (inkl. Vermietung & Verpachtung) private Transfers (inkl. gesetzl. Unterhaltszahlungen) Bruttoeinkünfte insgesamt HHNettoeinkommen pro erwachsene Person 0 0 0 0 0 0 46 12 0 19 0 0 0 0 10 0 18 11 45 37 0 31 16 0 180 0 43 45 151 21 0 5 2 7 14 0 0 19 0 64 0 26 0 0 29 0 9 27 0 66 0 51 22 184 73 0 0 1029 0 227 847 0 420 819 0 467 679 0 531 1020 0 567 715 0 617 807 0 674 1020 0 723 971 0 772 674 0 1770 1112 Hochgerechnete Zahl der Personen 2.740 100.255 4.946 26.446 15.891 24.121 33.209 6.733 11.536 24.327 465.983 Total 728 61 164 29 56 1 19 0 43 20 127 60 0 1307 1009 Nachrichtlich: Insgesamt, Personen mit einem Bruttoeinkommen von weniger als 800 € / Monat * Staatliche Transfers bestehend aus Kindergeld, Leistungen der P fl egeversicherung, Wohneigentumsförderung, Erziehungsgeld, Bafoeg. GRV = Gesetzliche Rentenversicherung GUV = Gesetzliche Unfallversicherung VBL = Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder HLU = Hilfe zum Lebensunterhalt HBL = Hilfe in besonderen Lebenslagen ALG II = Arbeitslosengeld II Quelle: SOEP 716.187 250.204 Diskurs WISO 13 WISO Diskurs Friedrich-Ebert-Stiftung 5.2 Beitragszahlung Bestandteil der Überlegungen war, die Zahlung einer Mindestrente in ein universelles Alterssicherungsmodell zu integrieren, damit alle Personen im Alter oder bei Invalidität auch Anspruch auf eine Mindestabsicherung haben. Dies bedeutet, dass die gesamte Wohnbevölkerung nicht nur zum Kreis der Anspruchsberechtigten, sondern auch zum Kreis der Finanziers zählt. Ebenfalls in die Überlegungen einzubeziehen war, dass die bisher bestehenden Äquivalenzbeziehungen zwischen Beitragszahlung und Anspruch weitestgehend bestehen bleiben sollten, also keine rein steuerfinanzierte Grundsicherung getrennt von einer beitragsfinanzierten Absicherung angestrebt werden soll. Auf der Basis dieser Grundüberlegungen wird in diesem Modell unterstellt, dass jede Person ab dem 18. Lebensjahr einen Beitrag in Höhe des jeweils geltenden Beitragssatzes von seinem individuellen Erwerbseinkommen zu zahlen hat. Wenn sich bei der Rentenbeantragung herausstellt, dass die anzurechnenden Zeiten nicht ausreichen, um eine Rente in Höhe des angestrebten Betrages von(Basis: 2006) 800€ pro Monat zu erreichen, dann werden die individuellen Beiträge vom Bund soweit aufgestockt, dass die Mindestrentenhöhe erreicht wird. Auf der Basis der gegenwärtig geltenden aktuellen Rentenwerte ist ein Monatsbeitrag von ca. 300€ pro Monat nötig, um eine Rente von 800€ pro Monat zu erzielen. Da weiterhin von einer paritätischen Finanzierung ausgegangen wird, beträgt der individuelle Mindestbeitrag somit 150€ pro Monat. Die bislang vom Bund gezahlten Beiträge für Kindererziehungszeiten werden weiter gezahlt und nicht auf den Mindestbeitrag angerechnet. Eine Anrechnung würde dazu führen, dass Mütter gegenüber Frauen ohne Kinder keine Besserstellung erfahren. Aus den SOEP-Daten wurden für die Bevölkerung der 17- bis 65-Jährigen die individuellen Einkommen sowohl der Art als auch der Höhe nach ermittelt. Auf der Basis der individuellen Erwerbseinkommen wurden mit dem 2006 geltenden Arbeitnehmer-Beitragssatz von 9,75% die Höhe der zu leistenden Beiträge ermittelt. Dabei wurden die Einkommen ohne Begrenzung erfasst, da unterstellt wurde, dass die bislang existierende Beitragsbemessungsgrenze entfällt. Allerdings ist davon auszugehen, dass die Beitragseinnahmen in der obersten Einkommensklasse(9.000€ und mehr pro Monat) untererfasst werden. Das Beitragsaufkommen beläuft sich für den Arbeitnehmeranteil auf 113,82 Mrd.€ pro Jahr(Tabelle 2). Zusätzlich erfasst wurde der Aufstockungsbedarf für die Personen, deren Beitragsleistung kleiner ist als die für die Mindestrente notwendige Höhe von 150€. Müssten die Beiträge auf diesen Mindestbeitrag aufgestockt werden, dann wäre allein für den Arbeitnehmeranteil ein Beitragsvolumen von 32,7 Mrd.€ notwendig. Erfasst wurden knapp 51 Mill. Personen im Alter von 17 bis 65. Für 27 Mill. von ihnen wäre eine Aufstockung der Beiträge notwendig. Bei verheirateten Personen sind ein Drittel der Personen, vor allem Ehefrauen, betroffen, bei den unverheirateten müsste für 18 von 29 Mill., d.h. für mehr als 60%, eine Aufstockung der Beiträge erfolgen. Allerdings immer nur dann, wenn in den Folgejahren nicht ausreichende Ansprüche aufgebaut werden. Davon kann man aber gerade bei Jugendlichen, die noch in der Ausbildung sind, ausgehen. Von den 10 Mill. Ehepaaren sind in 7 Mill. Fällen die Ehefrau von einer Beitragsaufstockung betroffen, wenn das jeweilige individuelle Erwerbseinkommen zur Basis genommen wird. Allerdings wird für nahezu alle Ehepaare über eine interne Umverteilung ein ProKopf-Nettoeinkommen von über 1.000€ pro Monat ausgewiesen. Will man in diesen Fällen die Individualität aufgeben und dem Ehepaar eine Beitragspflicht für beide Partner auferlegen, dann würde die Zahl der Betroffenen um gut 7 Mill. Personen geringer sein und das Volumen der Beitragsaufstockung um 28%, d. h. um 9,2 Mrd.€ sinken. Die hier ausgewiesenen Euro-Beträge als Beitragsaufstockung gelten nur für den Fall, dass in allen weiteren Lebensjahren keine höheren Beiträge gezahlt werden. Die Analyse der gegenwärtigen Rentenzahlungen hat ergeben, dass nur ein 14 Wirtschafts- und Sozialpolitik WISO Diskurs Betrag in Höhe von 18,5 Mrd.€ nötig ist, die Renten auf den Mindestbetrag von 800€ aufzustocken, d.h. offensichtlich bleibt nur ein Teil dieses Personenkreises dauerhaft in der Phase, in der eine Beitragsaufstockung zum Erreichen der Mindestrente notwendig ist. Daher wird im Folgenden von einem Aufstockungsbedarf für Personen im Alter von mehr als 65 Jahren dieser Höhe ausgegangen. Aus den SOEP Daten können Frührentner, d.h. Rentner die jünger als 65 Jahre sind, nicht eindeutig identifiziert werden. Daher wurde versucht, diesen Personenkreis der Frührentner mit Hilfe von 3 Indikatoren zu identifizieren: eigener Rentenbezug, Schwerbehinderung und geringe (unter 600€) Erwerbseinkünfte. Dieser Personenkreis leistete einerseits keine Beiträge und andererseits wurden die Renten auf 800€ aufgestockt. Rein rechnerisch ergibt sich für diesen Personenkreis ein Aufstockungsbedarf von 7,66 Mrd.€ (einschließlich des KVdR-Beitrages). Dies scheint uns im Vergleich zu dem oben errechneten Betrag für die Personen oberhalb von 65 Jahren hoch. Da wir aber keine anderen Belege für eine Abschätzung haben, gehen wir im Folgenden von diesem Betrag aus. Insgesamt ergibt sich somit für Ältere, Rentner und Frührentner zusammen ein Aufstockungsbedarf von 25,6 Mrd.€(17,90 Mrd.€ plus 7,66 Mrd.€). Die Personen, die nicht den Kriterien eines Rentenbezuges unterliegen, werden zum Kreis der Erwerbstätigen gezählt. Ihre Beitragsleistung ist in den oben angegebenen 113,8 Mrd.€ an Beiträgen enthalten. Als Bemessungsgrundlage für die Berechnung der Beiträge wurden die individuellen Erwerbseinkommen gewählt. Gegen eine Hinzurechnung der Kapitaleinkünfte in die Bemessungsgrundlage spricht, dass mit einer Verbeitragung der Kapitaleinkünfte die zukünftigen Alterseinkünfte geschmälert werden. Vor allem dann, wenn diese mit dem vollen Beitragssatz belegt werden. Eine Alternativrechnung mit Einbeziehung der Kapitaleinkünfte ergibt ein um 2 Mrd.€ höheres Beitragsvolumen der Versicherten, bei einem Beitragssatz von 9,75%. Bei einer Belastung mit dem vollen Beitragssatz ergäben sich damit 4 Mrd.€. Wird statt der hier verwendeten SOEP Daten auf die in der VGR ausgewiesenen Vermögenserträge der privaten Haushalte zurückgegriffen, dann ergibt sich ein Beitragsaufkommen, das etwa doppelt so hoch ist. Hierbei muss aber angemerkt werden, dass in der VGR auch die privaten Organisationen ohne Erwerbszweck enthalten sind. Zudem werden in der VGR periodengerecht auch Zinserträge auf Versicherungen dem privaten Sektor zugeschlagen, obwohl diese i.d.R. reinvestiert werden und erst bei Auszahlung der Versicherungsleistung als Einkommen bei den privaten Haushalten gezählt werden. Aus diesen Gründen ist nur von einem geringfügig höher zu erwartenden Beitragsaufkommen als im SOEP ausgewiesen auszugehen. Die folgende Tabelle gibt die Struktur der Einnahmen der universellen Rentenversicherung für den Status quo und den Modellstatus wieder. Für den Status quo wurden die beiden Jahre 2006 und 2007 dargestellt, weil im Jahr 2006 Sondermaßnahmen wirksam waren, die die Einnahmeentwicklung gegenüber anderen Jahren verzerrten. Hier wurden die Sondereffekte herausgerechnet, damit passen sich die Einnahmen in die Entwicklung ein. 15 WISO Diskurs Friedrich-Ebert-Stiftung Tabelle 2: Einnahmen der Rentenversicherung(in Mrd. € ) Beiträge der Arbeitnehmer und Arbeitgeber Beiträge für Kindererziehung Allgemeiner Bundeszuschuss Zusätzlicher Bundeszuschuss Bundeszuschuss an die KnV Aufstockungsbeitrag für Mindestsicherung der versicherten Bevölkerung Sonstige Beiträge Sonstige Einnahmen Gesamteinnahmen 2007 152.832 11.548 38.080 17.864 6.273 10.346 1.346 238.289 2006 143.860 11.393 37.446 17.463 6.449 16.292 1.196 234.099 Modell 227.640 11.393 37.446 17.463 6.449 25.560 11.800 1.200 338.950 16 Wirtschafts- und Sozialpolitik WISO Diskurs 6. Gesamtbetrachtung Die Einbeziehung aller Personen in die Beitragspflicht erhöht die Einnahmen der Rentenversicherung um gut 105 Mrd.€ pro Jahr. Diesen Mehreinnahmen stehen allerdings auch Mehrausgaben gegenüber. Rund 25 Mrd.€(Tabelle 2) sind notwendig, um die angestrebte Mindestsicherung zu begleichen. Die Ausweitung des Personenkreises und der Bemessungsgrundlage (Wegfall der Beitragsbemessungsgrenze) auf der Einnahmeseite hat auch Konsequenzen für die Ausgabenseite. Die Auswertung der SOEP Daten ergibt, dass ca. 3,1 Mill. Personen Erwerbseinkommen erzielen, die oberhalb der im Jahr 2006 geltenden Beitragsbemessungsgrenze liegen. Da angedacht war, die Äquivalenz von Leistung und Rentenanspruch für diesen Personenkreis aufzulösen, wurde für diese Versicherten pauschal eine Erhöhung der bisherigen Maximalrente um 50% (1.175€ pro Monat) unterstellt. Dies verursacht Kosten in Höhe von ca. 22,2 Mrd.€ pro Jahr(Tabelle 3). Die Einbeziehung aller Personen in den Versichertenkreis hat zur Konsequenz, dass auch die Beamten und die Selbstständigen einen Beitrag zahlen müssen und einen Rentenanspruch erwerben. Für die Bewertung des möglichen Rentenanspruchs der Beamten wurden die gegenwärtigen Pensionszahlungen herangezogen. Im Jahr 2006 wurden 43,52 Mrd.€ als Pension ausgezahlt. Teilt man die Pensionszahlungen auf in einen„Rentenanspruch“ analog zu den allgemeinen Arbeitnehmern und in einen„Betriebsrentenanspruch“ im Verhältnis 60:40, dann sind als allgemeine Renten für die ehemaligen Beamten 26,1 Mrd.€ aus den Beitragseinnahmen zu zahlen. Den entsprechenden„Betriebsrentenanspruch“ in Anlehnung an die VBL bei Angestellten des öffentlichen Dienstes werden weiterhin aus dem laufenden Staatshaushalt geleistet. Die potenziellen Rentenansprüche der Selbstständigen zu beziffern ist schwierig. Selbstständige verfügen in der Regel über Ansprüche aus der Rentenversicherung aus ihrer„VorselbststänTabelle 3: Ausgaben Rentenversicherung(in Mrd. € ) Renten Status quo 2006 212,42 KVdR 13,88 Sonstiges 9,24 Aufstockung Mindestrente – Aufstockung Frührenten – KVdR für Mindestrenten – Rente für Beamte – Rente für Selbstständige Aufhebung der BBG Wegfall der Witwer/n Rente – Insgesamt 235,54 Modell 212,42 13,88 9,24 16,73 7,16 1,79 26,10 15,00 22,00 - 35,00 289,32 17 WISO Diskurs Friedrich-Ebert-Stiftung digenzeit“. Entweder bleiben sie als freiwillig Versicherte auch nach ihrer Pflichtbeitragszeit in der Rentenversicherung, wechseln in berufsständische Versorgungswerke oder sind in keiner Weise versichert. Ältere Selbstständige mit geringen Ansprüchen(unter 800€) sind auch unter der Personengruppe, die eine Aufstockung erfahren. Bei den jüngeren Selbstständigen nehmen wir an, dass 1 Mill. von ihnen Neumitglieder werden und somit Ansprüche aus der Rentenversicherung geltend machen können – nicht gegenwärtig, aber später. Bei einem durchschnittlichen Rentenpunkt von 1,2 pro Jahr sind somit 15 Mrd.€ an diese Personengruppe zu leisten. Die Neukonstruktion der Rentenansprüche hat aber auch Einsparungen zur Folge. Neben den Ausgaben für die Grundsicherung für Ältere und Erwerbsgeminderte, die eingespart werden können, da die Mindestrente die Absicherungsfunktion übernimmt(3,2 Mrd.€), ist vor allem an den Ausgabenblock für die Hinterbliebenen zu denken. Im Jahr 2006 wurden ca. 35 Mrd.€ für Hinterbliebenenrenten ausgezahlt, vor allem Witwenrenten. Mit der Zuerkennung einer eigenen Mindestrente wird sich die Höhe der auszuzahlenden Witwen/r-Rente wegen der Anrechnung weiterer Einkommen erheblich reduzieren. Solche Einsparungen können aber erst verzögert wirken, da den Frauen/Witwen ein Vertrauensschutz während der Übergangszeit zuzubilligen ist. Eine relativ kurzzeitige Einsparung in Höhe von 15 bis 20 Mrd. dürfte keine zu optimistische Schätzung sein. Ein weiterer Vorteil dieses Modells besteht darin, dass die gesamte erwachsene Bevölkerung durch die quasi Pflichtmitgliedschaft in der GRV auch einen Anspruch auf eine Erwerbsunfähigkeitsrente erwerben würde. Insbesondere Selbstständige, aber auch bislang nicht versicherte erwerbslose Verheiratete, würden hiermit einen zusätzlichen Schutz erlangen. Insgesamt ergibt sich durch die Umstellung auf ein universelles Alterssicherungssystem eine erhebliche Umstrukturierung auf der Finanzierungsseite. Der Bund hat ca. 26 Mrd.€ für die Mindestsicherung aufzubringen(hierbei muss aber auch bedacht werden, dass die Ansprüche der Beamten an eine vergleichbare Betriebsrente z.B. als VBL auch vom Staat mitzufinanzieren wäre). Die Ausweitung des Personenkreises und der Bemessungsgrundlage führt zu 84 Mrd.€ Beitragsmehreinnahmen. Nach Gegenrechnung der zusätzlichen Ausgaben und der sich ergebenden Einsparungen bleiben mittelfristig Mehreinnahmen in Höhe (je nach dem Einsparpotenzial bei der Hinterbliebenenrente) von 40 bis 50 Mrd.€. Dieses Einsparpotenzial könnte für eine Senkung der Beitragssätze um ca. 4 bis 5 Prozentpunkte genutzt werden. Alternativ zu einer Senkung des Beitragssatzes in der GRV könnten die Mindestsicherungsleistungen auch innerhalb des GRV-Systems durch die Beiträge der Versicherten finanziert werden. Es ist daher eine politische Frage, ob diese Transferleistung über das Steuersystem oder innerhalb des Sozialversicherungssystems umverteilt wird. Da durch die neu zu gestaltende GRV die gesamte erwachsene Wohnbevölkerung versichert wäre, würde eine höhere Verteilungsgerechtigkeit gegenüber dem Status Quo auch durch eine systeminterne Umverteilung erzielt. Allerdings würde sich in diesem Fall der Spielraum für eine Beitragssatzsenkung auf ca. 2–3 Prozentpunkte verringern. Würde die Mindestsicherungsleistung über das Steuersystem finanziert, hätte dies zur Folge, dass parallel zu einer Senkung des Beitragssatzes auch der Mindestbeitrag sinken würde. Bei einer Senkung um ca. 4 Beitragspunkte könnte der Mindestbeitrag auf ca. 250 Euro gesenkt werden. Der entsprechende Mehrbedarf müsste dann über einen geänderten Einkommensteuertarif oder über indirekte Steuern finanziert werden. Insgesamt werden damit die Versicherten auf der Beitragsebene proportional entlastet und durch Steuern progressiv zum Einkommen belastet. Wenn eine Grundsicherung zum sozialen Verständnis einer Gesellschaft zählt, dann ist eine Finanzierung über eine Steuer im Rahmen der Umverteilung adäquater als eine in weiten Teilen proportionale„Versicherungsfinanzierung“. Neben der gesamtwirtschaftlich vorteilhaften Wirkung eines abgesenkten Beitragssatzes in einem universellen Alterssicherungssystem insbesondere im Hinblick auf die Arbeitsmarkt18 Wirtschafts- und Sozialpolitik WISO Diskurs wirkungen sind aber auch zentrale Übergangsprobleme zu nennen. Neben den allgemein immer wieder aufgeführten verfassungsrechtlichen Bedenken eines Einbezugs von Beamten in eine universelle Alterssicherung, kommt es durch die Einbeziehung von Selbstständigen und Freiberuflern zu einer faktischen Auflösung bisheriger Sondersysteme der berufständischen Versorgungswerke. Die bisher erworbenen Anwartschaften (Beamtenpensionen bzw. berufständische Versorgung) unterliegen zum Teil verfassungsrechtlichen Schutz. Ein zentrales Problem ist daher die Überführung dieser Sondersysteme in eine neue Welt der universellen Alterssicherung. Ein wesentlicher Kritikpunkt gegen dieses hier vorgeschlagene Modell einer universellen Rentenversicherung mit Mindestsicherung besteht in der Beitragsbelastung zwischen verheirateten und unverheirateten Personen. Durch die Individualisierung der Beitragszahlung können bei bestimmten Haushaltskonstellationen auf den ersten Blick gesamtgesellschaftlich„unfaire“ Beitragslasten entstehen. Bei einem Ehepaar, bei dem eine Person dauerhaft keiner Erwerbstätigkeit nachgeht, wird die Mindestsicherung vollständig vom Staat oder der Versichertengemeinschaft getragen. Solange der andere Ehepartner über nur geringe oder durchschnittliche Einkommen verfügt, ist damit dem Kernziel des Modells, der Verhinderung von Altersarmut, Folge geleistet. Verfügt der andere Ehepartner aber über ein weit überdurchschnittliches Einkommen, so ist der gesamte Haushalt nicht notwendigerweise im Alter von Armut betroffen – ein sozialer Ausgleich durch die Mindestsicherung daher nicht notwendig. Dem steht aber der überproportionale Finanzierungsbeitrag des Ehepartners mit dem überdurchschnittlichen Einkommen gegenüber, d. h. der erwerbstätige Ehepartner stellt ein Nettozahler für die GRV dar und leistet damit implizit einen Beitrag auch für einen nichterwerbstätigen Ehepartner. Dem Problem der unterschiedlichen Beitragsbelastung von ledigen und verheirateten Personen könnte z. B. durch ein Splitting des Einkommens innerhalb eines Ehepaares gelöst werden. Die Höhe des Beitrags zur GRV würde sich dementsprechend an dem gesplitteten Einkommen orientieren. Alternativ könnte auch der nach dem BGB geltende Unterhaltsanspruch für Ehepartner als Einkommen bei nichterwerbstätigen Verheirateten als Bemessungsgrundlage für den Mindestbeitrag zur GRV herangezogen werden. Um eine höhere Beitragsgerechtigkeit zu erzielen, wäre es alternativ aber auch denkbar, das Modell des steuerlichen Ehegattensplittings aufzuheben und durch eine individuelle Besteuerung zu ersetzen. Hiermit würde der erwerbstätige Ehepartner stärker zur Finanzierung des Gesamtsystems herangezogen. Neben der Finanzierungsseite besteht aber auch ein Gerechtigkeitsproblem auf der Ausgabenseite. Mit einer hier unterstellten Mindestrente von 800 Euro pro Monat kann Altersarmut bei einem Einpersonenhaushalt vermieden werden. Leben zwei ältere Menschen mit Anspruch auf eine Mindestrente zusammen, so beliefe sich deren Haushaltsreinkommen entsprechend auf 1.600 Euro(2 x 800 Euro). Es bestehen aber Skaleneffekte durch das Zusammenleben von Personen in einem Haushalt. Diese Skaleneffekte werden z. B. bei der Bedarfsmessung bei der Grundsicherung im Alter berücksichtigt, d. h. die Grundsicherungsleistung sinkt mit zunehmender Haushaltsgröße. Es ist daher zu fragen, inwiefern es gerechtfertigt ist, auch zusammenlebenden älteren Menschen die volle Mindestrente in Höhe von 800 Euro pro Person zu gewähren, oder ob bestehende Skaleneffekte berücksichtigt werden sollen, die zu einer reduzierten Mindestrente führen würden. Insgesamt muss bei diesen Simulationsrechnungen nochmals auf die statische Berechnungsweise hingewiesen werden. Sowohl Verhaltensreaktionen der betroffenen Personen als auch die Problematik des Übergangs des bisherigen Systems in ein universelles Alterssicherungssystem sind nur näherungsweise abschätzbar. 19 WISO Diskurs Friedrich-Ebert-Stiftung Tabelle 4: Individuelles Bruttoeinkommen von Personen im Alter bis zu 65 Jahren* Bruttoeinkommen in Euro/ Monat 12 3 45 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 0 00 0 00 0 0 0 0 0 000 0 0 678 177.471 1<400 2 0 0 0 1 0 0 0 91 32 46 23 2 196 173 1016 8.451.247 400 – 450 14 1 0 0 3 0 0 0 116 74 169 34 9 421 387 1064 1.040.852 451 – 500 34 0 0 0 10 0 0 0 116 73 208 23 13 477 454 1059 935.986 501 – 550 40 0 0 0 3 0 0 0 104 77 246 30 27 527 497 986 993.954 551 – 600 27 3 0 0 2 0 1 0 126 137 224 33 23 575 542 879 951.271 601 – 650 58 0 0 0 6 0 1 1 141 112 238 31 33 622 591 980 906.614 651 – 700 42 0 0 0 7 0 4 0 141 154 260 31 33 673 642 1034 910.745 701 – 750 73 0 0 1 5 0 3 0 99 141 269 63 70 724 661 1014 800.167 751 – 800 92 0 0 0 4 0 1 0 135 113 339 26 65 775 749 976 783.594 800 – 850 73 2 0 0 11 0 0 0 101 138 432 35 32 824 789 1072 677.321 850 – 900 77 3 0 0 18 1 0 0 106 133 408 38 90 873 835 1067 590.401 900 – 950 78 3 0 5 10 1 0 0 100 150 479 64 35 924 860 1129 616.479 950 – 1000 226 0 0 18 6 0 2 0 92 88 458 50 33 974 924 1002 605.398 1000 – 1050 161 2 0 2 19 1 0 0 104 88 571 50 25 1023 973 1209 597.634 1050 – 1100 74 7 0 5 34 3 4 0 104 154 635 32 24 1076 1044 1141 572.706 1100 – 1150 112 4 0 5 12 0 9 0 72 84 779 43 2 1122 1079 1108 542.091 1150 – 1200 97 9 0 0 23 0 0 20 89 62 798 55 24 1176 1121 1260 640.695 1200 – 1250 109 6 0 2 16 9 4 1 86 40 880 40 28 1224 1184 1222 652.005 1250 – 1300 130 8 0 0 60 0 0 0 62 54 875 51 34 1273 1222 1211 578.310 1300 – 1350 61 1 13 0 20 4 0 0 98 130 913 44 40 1325 1281 1308 564.990 1350 – 1400 112 26 12 2 20 0 0 0 91 52 1017 30 13 1374 1344 1181 536.004 1400 – 1450 52 13 10 3 21 0 0 2 109 107 1058 27 19 1422 1395 1176 660.622 1450 – 1500 103 16 101 0 23 13 0 0 71 46 1053 35 13 1472 1437 1260 713.542 1500 – 1600 19 2 8 3 20 1 19 0 111 54 1230 55 29 1551 1496 1252 1.088.018 1600 – 1700 49 7 58 9 11 1 7 0 74 49 1317 46 23 1652 1606 1355 980.375 1700 – 1800 94 7 15 0 28 7 0 0 80 134 1332 35 16 1748 1713 1313 1.042.825 1800 – 1900 69 7 12 0 21 0 0 0 69 55 1564 38 10 1845 1807 1433 1.040.148 1900 – 2000 44 6 22 0 2 0 3 0 72 33 1678 78 14 1950 1872 1412 830.511 2000 – 2100 80 19 32 5 13 14 0 10 57 36 1700 75 2 2044 1969 1530 970.757 2100 – 2200 6 2 62 0 5 0 0 0 72 25 1905 63 15 2154 2091 1464 978.739 2200 – 2300 62 5 0 1 8 0 19 0 67 20 2002 53 15 2254 2201 1387 892.791 2300 – 2400 38 13 48 8 18 8 8 0 60 40 2048 46 21 2354 2308 1472 884.679 20 Wirtschafts- und Sozialpolitik WISO Diskurs 2400 – 2500 18 9 21 0 4 0 0 0 60 15 2259 65 4 2455 2390 1490 895.666 2500 – 2600 65 3 76 0 2 0 0 0 55 12 2252 79 1 2545 2466 1531 992.702 2600 – 2700 17 2 22 0 1 0 8 0 56 7 2470 57 6 2646 2589 1528 874.415 2700 – 2800 14 11 110 4 18 0 0 0 71 5 2428 72 15 2749 2677 1584 949.474 2800 – 2900 5 10 6 4 9 1 0 0 64 16 2669 58 6 2847 2789 1706 854.021 2900 – 3000 9 1 16 0 2 0 0 0 95 21 2665 100 38 2948 2848 1673 606.906 3000 – 3200 16 2 9 2 5 0 0 0 67 12 2912 57 13 3096 3039 1649 1.738.477 3200 – 3400 3 2 11 0 1 0 0 0 72 3 3139 68 7 3306 3238 1786 1.377.715 3400 – 3600 23 1 22 0 6 0 1 0 88 3 3264 89 0 3499 3410 1859 1.005.902 3600 – 3800 16 20 10 0 25 0 0 11 87 3 3434 85 3 3693 3608 1933 980.051 3800 – 4000 21 13 17 3 0 0 0 0 74 8 3582 187 0 3904 3717 2069 786.988 4000 – 4200 6 8 17 0 1 0 18 4 88 2 3712 94 148 4098 4004 2073 833.652 4200 – 4400 6 9 22 0 0 0 0 0 100 5 4017 117 18 4294 4177 2143 574.515 4400 – 4600 7 0 15 1 0 0 0 14 88 1 4269 94 6 4496 4402 1982 549.962 4600 – 4800 0 0 2 0 0 0 0 0 63 2 4472 159 0 4699 4540 2292 397.624 4800 – 5000 1 5 11 0 1 0 0 0 72 7 4660 143 9 4909 4766 2397 382.655 5000 – 5250 20 27 0 5 10 0 0 0 66 3 4866 119 1 5118 4999 2427 508.127 (BBG 2007) 5250 – 6000 9 18 11 4 0 0 5 0 82 17 5168 246 9 5568 5322 2506 971.397 6000 – 7000 6 0 11 1 0 0 11 0 108 3 6074 214 1 6429 6215 2741 808.248 7000 – 8000 34 59 14 5 0 2 0 0 109 2 6816 406 0 7447 7041 3328 472.017 8000 – 9000 6 0 0 0 1 0 0 0 90 0 7405 889 0 8392 7503 3679 298.650 9000 + 34 5 0 16 0 0 0 0 106 2 12009 1877 0 14049 12172 6157 603.728 Total 39 5 14 2 8 1 2 1 88 48 1786 89 17 2102 2013 1485 50.671.834 * Ohne Personen mit Anspruch auf eine EU/BU-Rente. 1. eigene Altersversorgungsansprüche aus GRV, GUV, Kriegsopferversorgung 2. eigene Altersversorgungsansprüche aus Betriebsrenten(inkl. VBL) 3. eigene Altersversorgungsansprüche aus Pensionen 4. eigene Altersversorgungsansprüche aus Privaten Renten 5. abgeleitete Altersversorgungsansprüche aus GRV, GUV, Kriegsopferversorgung 6. abgeleitete Altersversorgungsansprüche aus Betriebsrenten(inkl. VBL) 7. abgeleitete Altersversorgungsansprüche aus Pensionen 8. abgeleitete Altersversorgungsansprüche aus Privaten Renten 9. staatliche Transfers bestehend aus Kindergeld, Leistungen der Pflegeversicherung, Wohneigentumsförderung, Erziehungsgeld, Bafoeg 10. Mindestsicherung(Wohngeld, HLU, HBL, Grundsicherung im Alter, ALG II) 11. individuelle Erwerbseinkommen 12. Kapitaleinkünfte(inkl. Vermietung& Verpachtung) 13. private Transfers(inkl. gesetzliche Unterhaltszahlungen) 14. Bruttoeinkünfte insgesamt 15. Bruttoeinkünfte insgesamt exklusive Kapitaleinkünfte 16. Haushalts-Nettoeinkommen pro erwachsene Person 17. Hochgerechnete Zahl der Personen Quelle: SOEP 21 WISO Diskurs Friedrich-Ebert-Stiftung Tabelle 4a: Individuelles Bruttoeinkommen von EU-BU-Rentnern im Alter bis zu 65 Jahren* Bruttoeinkommen in Euro/ Monat 1 2 3 4 5 6 0000000 1<400 17 0 0 0 0 0 400 – 450 103 0 0 0 38 0 451 – 500 178 0 0 0 0 0 501 – 550 155 0 0 0 0 0 551 – 600 195 1 3 0 0 0 601 – 650 346 0 0 0 0 0 651 – 700 535 0 0 0 47 0 701 – 750 581 0 0 52 0 0 751 – 800 537 0 0 6 0 0 800 – 850 641 0 0 0 0 0 850 – 900 658 0 0 40 25 2 900 – 950 557 0 0 51 10 0 950 – 1000 764 17 0 0 20 0 1000 – 1050 527 26 0 33 97 0 1050 – 1100 739 14 0 27 0 0 1100 – 1150 779 2 0 0 36 0 1150 – 1200 670 32 0 6 0 0 1200 – 1250 712 0 44 0 93 0 1250 – 1300 596 6 38 3 9 0 1300 – 1350 780 100 0 120 142 49 1350 – 1400 664 78 0 137 23 0 1400 – 1450 763 18 0 0 0 0 1450 – 1500 793 22 0 0 2 0 1500 – 1600 729 117 26 17 17 4 1600 – 1700 800 185 4 0 99 0 1700 – 1800 485 14 422 4 150 0 1800 – 1900 330 6 74 0 82 27 1900 – 2000 526 0 81 34 6 0 2000 – 2100 133 14 123 0 147 0 2100 – 2200 162 24 134 17 74 0 2200 – 2300 340 5 198 0 9 0 2300 – 2400 80 14 0 69 0 0 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 0 0 0 0 0 0 0 0 0 907 0 0 48 67 52 20 0 204 184 813 0 0 84 82 77 20 18 422 402 863 0 0 58 119 79 8 36 479 471 842 0 0 20 157 90 16 83 522 506 713 0 0 25 242 56 60 0 581 521 777 0 0 21 181 38 17 21 625 608 819 0 0 15 27 27 22 0 674 652 898 0 0 22 56 7 12 0 730 718 850 0 0 19 165 39 8 0 774 766 790 0 0 41 61 51 21 10 826 805 870 0 0 31 106 11 6 0 879 873 800 0 26 49 41 100 80 0 913 833 1024 0 0 59 23 69 20 0 972 952 870 0 0 31 33 255 20 0 1021 1001 985 0 0 92 86 88 21 0 1067 1046 1072 0 0 44 4 233 29 0 1128 1099 1164 0 0 36 76 335 13 0 1169 1156 990 0 0 21 37 305 14 0 1227 1213 928 0 0 89 55 446 29 0 1271 1242 927 0 0 33 2 53 48 0 1328 1280 1102 0 0 10 220 198 46 0 1377 1331 1205 0 0 22 0 385 136 90 1413 1277 925 0 0 35 120 417 42 47 1479 1437 1250 0 0 23 23 549 28 8 1542 1514 1253 0 0 10 52 434 62 0 1645 1583 1523 0 0 46 19 579 27 0 1746 1719 1298 0 16 96 4 1140 17 61 1854 1837 1411 0 0 25 79 1110 72 5 1937 1865 1533 0 0 21 37 1314 282 0 2071 1789 1479 0 0 11 0 1602 118 0 2142 2024 1339 0 0 33 11 1562 103 0 2261 2158 1269 0 0 27 0 2140 27 0 2356 2329 1154 17 14.777 351.201 28.749 39.419 26.340 77.469 81.731 65.272 106.706 86.874 69.998 50.778 113.438 72.200 75.110 123.151 43.253 59.280 35.622 75.399 22.734 31.887 21.812 46.415 82.516 38.612 49.432 51.113 34.132 109.105 39.318 43.007 126.692 22 Wirtschafts- und Sozialpolitik WISO Diskurs 2400 – 2500 19 21 41 0 0 0 0 0 135 1 2193 15 7 2432 2417 1174 65.640 2500 – 2600 0 0 349 0 0 0 0 0 38 0 2113 47 0 2547 2500 1466 69.430 2600 – 2700 52 28 0 0 0 0 0 0 52 5 2473 50 0 2660 2610 1514 64.056 2700 – 2800 137 2 169 94 0 0 0 0 55 1 2215 63 0 2737 2674 1618 63.335 2800 – 2900 30 0 85 0 0 0 0 0 132 0 2567 13 0 2827 2814 1534 80.112 2900 – 3000 75 0 310 0 0 0 0 0 99 0 2343 135 0 2961 2826 1927 54.678 3000 – 3200 27 0 256 0 0 0 0 0 72 13 2608 94 11 3081 2987 1991 53.513 3200 – 3400 0 0 231 6 0 0 0 0 21 8 2887 124 0 3277 3153 2012 54.772 3400 – 3600 45 0 93 0 0 0 0 0 44 42 3064 188 0 3477 3289 1732 66.874 3600 – 3800 0 0 0 0 0 0 0 0 52 0 3620 10 0 3682 3672 1301 12.867 3800 – 4000 339 0 0 0 0 0 0 0 294 132 2505 93 554 3917 3824 2253 13.935 4000 – 4200 100 0 0 0 0 0 0 0 0 0 3280 774 0 4154 3380 2607 9.130 4200 – 4400 0 0 122 0 0 0 0 0 3 0 4075 72 0 4272 4200 2108 46.374 4400 – 4600 0 0 0 0 0 0 0 0 14 0 4412 51 0 4477 4426 2030 53.456 4600 – 4800 0 0 0 0 0 0 614 0 0 0 3919 96 0 4629 4533 3124 6.376 4800 – 5000 0 0 0 0 0 0 0 0 9 0 4889 11 0 4909 4898 2358 30.039 5000 – 5250 (BBG 2007) 0 0 330 0 0 0 0 0 0 0 4594 145 0 5069 4924 2748 23.708 5250 – 6000 0 61 43 0 0 0 0 0 15 0 5255 110 0 5483 5373 2234 31.532 6000 – 7000 8 0 0 0 66 0 0 0 5 0 6189 304 0 6572 6268 3340 17.349 7000 – 8000 140 211 0 0 0 0 0 0 12 0 6433 878 0 7674 6796 4121 46.796 8000 – 9000 755 0 0 0 0 0 0 0 124 0 7409 32 0 8321 8289 3703 3.550 9000 + 313 0 0 0 0 0 0 0 59 0 12029 3746 0 16147 12401 7708 7.070 Total 318 16 54 14 20 1 1 1 45 51 1218 75 7 1821 1746 1290 3.168.134 * Ohne Personen mit Anspruch auf eine EU/BU-Rente. 1. eigene Altersversorgungsansprüche aus GRV, GUV, Kriegsopferversorgung 2. eigene Altersversorgungsansprüche aus Betriebsrenten(inkl. VBL) 3. eigene Altersversorgungsansprüche aus Pensionen 4. eigene Altersversorgungsansprüche aus Privaten Renten 5. abgeleitete Altersversorgungsansprüche aus GRV, GUV, Kriegsopferversorgung 6. abgeleitete Altersversorgungsansprüche aus Betriebsrenten(inkl. VBL) 7. abgeleitete Altersversorgungsansprüche aus Pensionen 8. abgeleitete Altersversorgungsansprüche aus Privaten Renten 9. staatliche Transfers bestehend aus Kindergeld, Leistungen der Pflegeversicherung, Wohneigentumsförderung, Erziehungsgeld, Bafoeg 10. Mindestsicherung(Wohngeld, HLU, HBL, Grundsicherung im Alter, ALG II) 11. individuelle Erwerbseinkommen 12. Kapitaleinkünfte(inkl. Vermietung& Verpachtung) 13. private Transfers(inkl. gesetzliche Unterhaltszahlungen) 14. Bruttoeinkünfte insgesamt 15. Bruttoeinkünfte insgesamt exklusive Kapitaleinkünfte 16. Haushalts-Nettoeinkommen pro erwachsene Person 17. Hochgerechnete Zahl der Personen Quelle: SOEP 23 WISO Diskurs Friedrich-Ebert-Stiftung Tabelle 4b: Individuelles Bruttoeinkommen von Ehefrauen im Alter bis zu 65 Jahren* Bruttoeinkommen in Euro/ Monat 1 2 3 45 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 0 0 0 0 00 0 0 0 00 0 00 0 0 785 38.789 1<400 3 0 0 0 0 0 0 0 106 22 35 26 1 194 168 1262 2.531.764 400 – 450 2 0 0 0 0 0 0 0 127 54 187 47 5 422 375 1326 305.451 451 – 500 72 0 0 0 0 0 0 0 102 13 265 27 1 479 452 1327 318.820 501 – 550 23 0 0 0 0 0 0 0 148 43 278 38 0 530 492 1300 372.999 551 – 600 54 0 0 0 0 0 0 0 154 26 283 44 15 576 532 1434 181.366 601 – 650 63 1 0 0 0 0 0 0 208 40 260 48 0 620 572 1508 267.637 651 – 700 63 0 0 0 0 0 0 0 191 68 315 30 4 670 640 1538 202.221 701 – 750 116 0 0 0 0 0 0 0 136 45 284 138 0 719 581 1553 179.357 751 – 800 9 0 0 0 0 0 0 0 171 84 444 65 6 779 714 1379 139.126 800 – 850 31 0 0 0 0 0 0 0 187 89 479 41 0 827 786 1474 190.418 850 – 900 20 0 0 0 0 0 0 0 143 49 544 88 29 874 786 1602 117.888 900 – 950 37 0 0 0 0 0 0 0 123 43 604 121 0 927 806 1579 133.965 950 – 1000 69 0 0 0 0 0 0 0 86 9 682 100 28 974 874 1410 106.762 1000 – 1050 30 0 0 0 0 0 0 0 125 70 738 64 0 1026 962 1432 166.137 1050 – 1100 0 0 0 0 0 0 0 0 141 77 810 29 21 1078 1049 1387 138.410 1100 – 1150 148 1 0 8 0 0 0 0 113 30 760 64 1 1125 1061 1291 133.273 1150 – 1200 77 19 0 0 0 0 0 0 140 10 853 73 0 1172 1099 1760 220.794 1200 – 1250 39 10 0 1 0 0 0 0 143 10 945 71 4 1225 1154 1915 156.357 1250 – 1300 11 13 0 1 0 0 0 0 115 9 1041 79 0 1271 1192 1656 165.125 1300 – 1350 0 0 0 0 0 0 0 0 149 126 1009 40 0 1325 1285 1562 152.228 1350 – 1400 5 69 0 0 0 0 0 0 107 59 1074 52 10 1376 1324 1822 107.465 1400 – 1450 0 0 42 0 0 0 0 0 104 12 1228 41 0 1427 1386 1469 157.107 1450 – 1500 16 0 0 0 0 0 0 0 109 10 1320 21 1 1477 1456 1582 169.742 1500 – 1600 15 0 8 0 0 0 0 0 141 19 1296 68 0 1548 1480 1649 217.902 1600 – 1700 2 0 46 0 0 0 0 0 108 16 1443 44 0 1658 1614 1620 242.437 1700 – 1800 46 1 4 0 0 0 0 0 123 6 1492 70 10 1753 1683 1620 206.332 1800 – 1900 7 0 0 1 0 0 0 0 154 16 1624 55 0 1858 1803 1742 198.500 1900 – 2000 28 7 0 0 0 0 0 0 122 13 1719 59 2 1950 1891 1752 182.994 2000 – 2100 17 0 0 0 0 0 0 0 76 64 1804 84 0 2045 1961 2086 188.387 2100 – 2200 0 0 0 0 0 0 0 0 112 4 1940 102 1 2159 2057 1833 221.684 2200 – 2300 0 0 0 0 0 0 0 0 137 1 2051 67 0 2255 2188 2019 105.451 2300 – 2400 0 0 21 0 0 0 0 0 61 4 2155 110 0 2351 2241 1675 145.908 24 Wirtschafts- und Sozialpolitik WISO Diskurs 2400 – 2500 5 0 0 0 0 0 0 0 96 35 2196 118 1 2452 2334 1968 220.857 2500 – 2600 14 11 0 0 0 0 0 0 130 2 2307 78 0 2542 2464 1934 132.127 2600 – 2700 15 0 0 0 0 0 0 0 66 0 2403 162 0 2646 2484 2016 90.884 2700 – 2800 0 0 0 0 0 0 0 0 50 4 2582 119 0 2755 2636 1857 150.682 2800 – 2900 0 0 0 0 0 0 0 0 82 5 2668 99 0 2855 2756 1998 138.329 2900 – 3000 25 0 50 0 0 0 0 0 116 24 2647 92 0 2955 2863 1797 93.363 3000 – 3200 13 0 0 0 0 0 0 0 91 3 2888 78 13 3088 3010 2003 199.898 3200 – 3400 0 0 0 0 0 0 0 0 92 0 3048 175 0 3314 3139 2371 168.066 3400 – 3600 43 0 45 0 0 0 0 0 98 4 3112 194 0 3497 3303 2626 104.470 3600 – 3800 44 60 0 0 0 0 0 0 66 0 3345 171 0 3687 3516 2949 105.362 3800 – 4000 0 0 25 0 0 0 0 0 135 2 3252 485 0 3898 3413 2910 93.039 4000 – 4200 0 0 0 0 0 0 0 0 81 0 3669 326 0 4076 3750 2758 52.483 4200 – 4400 0 0 0 0 0 0 0 0 71 5 3902 299 0 4277 3978 2895 64.330 4400 – 4600 0 0 0 0 0 0 0 0 78 0 4274 101 0 4453 4352 1943 88.805 4600 – 4800 0 0 0 0 0 0 0 0 50 0 4288 369 0 4708 4339 3165 81.785 4800 – 5000 0 0 0 0 0 0 0 0 41 59 4544 248 0 4892 4644 2839 44.729 5000 – 5250 (BBG 2007) 0 0 0 0 0 0 0 0 123 0 4921 50 0 5094 5044 2795 12.623 5250 – 6000 0 0 0 29 0 0 0 0 57 12 5224 253 7 5583 5330 3249 70.806 6000 – 7000 0 0 0 0 0 0 0 0 111 0 5825 496 0 6432 5936 3524 37.730 7000 – 8000 0 0 0 0 0 0 0 0 77 5 5913 1450 0 7444 5994 5537 30.481 8000 – 9000 0 0 0 0 0 0 0 0 71 0 2789 5664 0 8523 2859 8159 26.755 9000 + 0 0 0 21 0 0 0 0 142 0 10009 2927 0 13098 10171 8786 34.644 Total 21 2 3 0 0 0 0 0 117 27 1159 102 3 1434 1332 1687 10.405.044 * Ohne Personen mit Anspruch auf eine EU/BU-Rente. 1. eigene Altersversorgungsansprüche aus GRV, GUV, Kriegsopferversorgung 2. eigene Altersversorgungsansprüche aus Betriebsrenten(inkl. VBL) 3. eigene Altersversorgungsansprüche aus Pensionen 4. eigene Altersversorgungsansprüche aus Privaten Renten 5. abgeleitete Altersversorgungsansprüche aus GRV, GUV, Kriegsopferversorgung 6. abgeleitete Altersversorgungsansprüche aus Betriebsrenten(inkl. VBL) 7. abgeleitete Altersversorgungsansprüche aus Pensionen 8. abgeleitete Altersversorgungsansprüche aus private Renten 9. staatliche Transfers bestehend aus Kindergeld, Leistungen der Pflegeversicherung, Wohneigentumsförderung, Erziehungsgeld, Bafoeg 10. Mindestsicherung(Wohngeld, HLU, HBL, Grundsicherung im Alter, ALG II) 11. individuelle Erwerbseinkommen 12. Kapitaleinkünfte(inkl. Vermietung& Verpachtung) 13. private Transfers(inkl. gesetzliche Unterhaltszahlungen) 14. Bruttoeinkünfte insgesamt 15. Bruttoeinkünfte insgesamt exklusive Kapitaleinkünfte 16. Haushalts-Nettoeinkommen pro erwachsene Person 17. Hochgerechnete Zahl der Personen Quelle: SOEP 25 WISO Diskurs Friedrich-Ebert-Stiftung Tabelle 4c: Individuelles Bruttoeinkommen des Ehepartners im Alter bis zu 65 Jahren* Bruttoeinkommen in Euro/ Monat 1234 56 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 0 466 0 13 0 0 0 0 0 0 0 1759 0 0 2238 2238 785 38.022 1<400 97 19 32 6 0 0 0 0 94 22 3085 26 0 3381 3355 1262 2.582.073 400 – 450 56 24 6 0 0 0 0 0 106 54 2967 47 0 3259 3212 1326 301.124 451 – 500 161 6 0 0 0 0 0 0 99 13 3169 27 0 3476 3449 1327 314.695 501 – 550 102 38 0 0 0 0 0 0 108 43 2714 38 0 3042 3004 1300 315.572 551 – 600 27 0 0 0 0 0 0 0 145 26 3137 44 0 3379 3335 1434 184.603 601 – 650 102 5 12 0 0 0 0 0 164 40 3257 48 0 3627 3579 1508 266.405 651 – 700 74 1 0 0 0 0 0 0 174 68 3004 30 19 3369 3339 1538 192.370 701 – 750 64 8 0 0 0 0 0 0 80 45 3271 138 0 3606 3468 1553 182.403 751 – 800 28 13 0 0 0 0 0 0 153 84 2743 65 0 3086 3021 1379 136.141 800 – 850 22 0 31 0 0 0 0 0 102 89 2809 41 0 3095 3054 1474 189.429 850 – 900 18 1 0 0 0 0 0 0 110 49 3475 88 0 3742 3654 1602 115.926 900 – 950 39 0 0 0 0 0 0 0 120 43 3316 121 0 3638 3517 1579 146.049 950 – 1000 285 98 0 0 0 0 0 0 74 9 2459 100 0 3025 2925 1410 109.028 1000 – 1050 51 14 59 0 0 0 0 0 106 70 2313 64 0 2676 2612 1432 163.209 1050 – 1100 45 33 0 16 0 0 0 0 89 77 2745 29 6 3040 3011 1387 142.842 1100 – 1150 219 40 0 0 0 0 0 0 101 30 1990 64 0 2444 2380 1291 128.476 1150 – 1200 117 31 0 0 0 0 0 0 124 10 3291 73 0 3645 3572 1760 219.810 1200 – 1250 70 0 0 20 0 0 0 0 141 10 4076 71 0 4387 4316 1915 155.006 1250 – 1300 33 15 29 1 0 0 0 0 99 9 3297 79 0 3563 3484 1656 168.827 1300 – 1350 49 33 4 0 0 0 0 0 96 126 2904 40 0 3251 3211 1562 138.498 1350 – 1400 23 73 0 29 0 0 0 0 86 59 3938 52 0 4260 4208 1822 113.292 1400 – 1450 17 0 78 0 0 0 0 0 93 12 2698 41 0 2939 2898 1469 152.997 1450 – 1500 8 0 5 0 0 0 0 0 84 10 3154 21 0 3281 3260 1582 163.253 1500 – 1600 38 0 21 0 0 0 0 0 125 19 3131 68 0 3401 3333 1649 231.393 1600 – 1700 10 1 26 0 0 0 0 0 98 16 3145 44 7 3348 3304 1620 237.881 1700 – 1800 50 0 38 1 0 0 0 0 87 6 3219 70 0 3471 3401 1620 198.606 1800 – 1900 14 0 0 0 0 0 0 0 128 16 3180 55 0 3392 3337 1742 189.488 1900 – 2000 75 12 0 0 0 0 0 0 96 13 3200 59 0 3454 3395 1752 156.952 2000 – 2100 6 0 28 1 0 0 0 0 76 64 4141 84 0 4400 4316 2086 197.331 2100 – 2200 18 0 178 0 0 0 0 0 99 4 2992 102 0 3394 3292 1833 241.422 2200 – 2300 6 0 0 0 0 0 0 0 137 1 3735 67 0 3946 3879 2019 100.927 2300 – 2400 6 0 0 0 0 0 0 0 59 4 3981 110 0 4160 4050 1675 157.215 26 Wirtschafts- und Sozialpolitik WISO Diskurs 2400 – 2500 34 7 0 0 0 0 0 0 78 35 3067 118 0 3338 3220 1968 217.177 2500 – 2600 30 0 27 0 0 0 0 0 76 2 3071 78 0 3284 3206 1934 132.704 2600 – 2700 34 13 49 0 0 0 0 0 66 0 3888 162 0 4212 4050 2016 96.343 2700 – 2800 7 0 152 0 0 0 0 0 56 4 2923 119 0 3262 3143 1857 145.460 2800 – 2900 0 0 0 0 0 0 0 0 79 5 3398 99 0 3581 3482 1998 120.636 2900 – 3000 0 0 51 0 0 0 0 0 75 24 3047 92 0 3289 3197 1797 83.793 3000 – 3200 8 13 155 0 0 0 0 0 86 3 3391 78 6 3740 3662 2003 216.309 3200 – 3400 25 1 17 0 0 0 0 0 79 0 4610 175 7 4914 4739 2371 179.058 3400 – 3600 0 0 0 5 0 0 0 0 98 4 4768 194 0 5070 4876 2626 90.068 3600 – 3800 54 113 0 0 0 0 0 0 66 0 5763 171 0 6168 5997 2949 119.129 3800 – 4000 22 0 176 0 0 0 0 0 135 2 4271 485 0 5091 4606 2910 92.115 4000 – 4200 0 0 90 0 0 0 0 0 81 0 4619 326 0 5117 4791 2758 54.164 4200 – 4400 42 13 0 0 0 0 0 0 71 5 6734 299 0 7165 6866 2895 60.261 4400 – 4600 0 0 0 0 0 0 0 0 69 0 3264 101 0 3434 3333 1943 83.321 4600 – 4800 208 0 0 0 0 0 0 0 50 0 4441 369 0 5068 4699 3165 77.966 4800 – 5000 69 0 0 0 0 0 0 0 39 59 3477 248 0 3892 3644 2839 44.352 5000 – 5250 (BBG 2007) 0 0 0 0 0 0 0 0 123 0 5164 50 0 5337 5287 2795 13.292 5250 – 6000 83 42 0 33 0 0 0 0 57 12 4882 253 0 5362 5109 3249 96.211 6000 – 7000 113 0 39 83 0 0 0 0 111 0 4271 496 0 5114 4618 3524 35.273 7000 – 8000 25 0 0 0 0 0 0 0 77 5 7400 1450 0 8956 7506 5537 31.070 8000 – 9000 0 0 0 0 0 0 0 0 71 0 4470 5664 0 10204 4540 8159 28.338 9000+ 0 0 0 0 0 0 0 0 142 0 11454 2927 0 14522 11595 8786 33.706 Total 66 14 27 3 0 0 0 0 99 27 3303 102 1 3640 3538 1687 10.382.011 * Ohne Personen mit Anspruch auf eine EU/BU-Rente. 1. eigene Altersversorgungsansprüche aus GRV, GUV, Kriegsopferversorgung 2. eigene Altersversorgungsansprüche aus Betriebsrenten(inkl. VBL) 3. eigene Altersversorgungsansprüche aus Pensionen 4. eigene Altersversorgungsansprüche aus Privaten Renten 5. abgeleitete Altersversorgungsansprüche aus GRV, GUV, Kriegsopferversorgung 6. abgeleitete Altersversorgungsansprüche aus Betriebsrenten(inkl. VBL) 7. abgeleitete Altersversorgungsansprüche aus Pensionen 8. abgeleitete Altersversorgungsansprüche aus Privaten Renten 9. staatliche Transfers bestehend aus Kindergeld, Leistungen der Pflegeversicherung, Wohneigentumsförderung, Erziehungsgeld, Bafoeg 10. Mindestsicherung(Wohngeld, HLU, HBL, Grundsicherung im Alter, ALG II) 11. individuelle Erwerbseinkommen 12. Kapitaleinkünfte(inkl. Vermietung& Verpachtung) 13. private Transfers(inkl. gesetzliche Unterhaltszahlungen) 14. Bruttoeinkünfte insgesamt 15. Bruttoeinkünfte insgesamt exklusive Kapitaleinkünfte 16. Haushalts-Nettoeinkommen pro erwachsene Person 17. Hochgerechnete Zahl der Personen Quelle: SOEP 27 WISO Diskurs Friedrich-Ebert-Stiftung Tabelle 4d: Individuelles Bruttoeinkommen von Unverheirateten im Alter bis zu 65 Jahren* Bruttoeinkommen in Euro/ Monat 1 0 0 1<400 2 400 – 450 17 451 – 500 16 501 – 550 53 551 – 600 19 601 – 650 37 651 – 700 24 701 – 750 57 751 – 800 79 800 – 850 93 850 – 900 88 900 – 950 85 950 – 1000 169 1000 – 1050 191 1050 – 1100 81 1100 – 1150 63 1150 – 1200 55 1200 – 1250 97 1250 – 1300 151 1300 – 1350 57 1350 – 1400 65 1400 – 1450 37 1450 – 1500 92 1500 – 1600 14 1600 – 1700 81 1700 – 1800 76 1800 – 1900 40 1900 – 2000 22 2000 – 2100 86 2100 – 2200 11 2200 – 2300 91 2300 – 2400 25 2 3456 0 0000 0 0010 2 0050 0 0 0 16 0 0 0050 3 0020 0 0090 0 0 0 10 0 0 0170 0 0060 3 0 0 17 0 1 0 0 23 1 5 0 7 15 1 0 0 26 9 0 3 0 0 30 1 9 0 7 51 5 5 0 4 18 0 3 0 0 44 0 5 0 0 27 16 5 0 0 97 0 1 0 1 31 6 4 5 2 31 0 6 0 5 30 0 6 159 0 36 20 2 9 5 29 1 12 1 17 22 2 2 16 0 44 10 0 4 0 31 0 2 35 0 3 0 23 29 8 23 23 4 99 0 9 0 9 0 2 14 0 18 49 0 31 13 7 8 9 10 11 00 0 0 0 0 0 87 33 51 1 0 114 75 165 0 0 128 93 180 0 0 77 85 234 1 0 123 167 201 2 2 117 152 230 6 0 134 164 256 4 0 94 170 248 2 0 133 115 334 0 0 69 150 402 0 0 100 152 372 0 0 95 195 418 3 0 106 109 462 0 0 101 89 521 6 0 96 178 579 13 0 59 109 809 0 39 59 107 789 7 2 71 61 855 0 0 34 69 818 0 0 83 140 897 0 0 90 58 1072 0 2 115 144 1032 0 0 58 53 981 28 0 110 71 1184 14 0 56 62 1289 0 0 68 197 1287 0 0 49 72 1597 4 0 56 43 1670 0 18 47 37 1664 0 0 64 33 1841 34 0 46 32 1931 14 0 60 52 2024 12 13 14 15 16 00 0 0 642 23 2 199 176 911 30 11 421 391 969 22 20 476 454 922 24 46 524 500 789 32 26 575 543 744 23 51 622 599 772 34 44 674 640 902 44 100 725 681 857 18 86 774 756 855 36 52 822 786 896 25 110 872 847 927 51 51 924 873 1023 47 41 973 926 926 48 38 1022 974 1148 35 29 1076 1041 1085 37 3 1121 1084 1053 35 47 1177 1142 991 36 45 1222 1186 1032 45 55 1273 1228 1063 50 62 1327 1277 1244 29 17 1373 1344 1045 23 28 1421 1398 1077 44 20 1469 1425 1194 57 42 1552 1495 1173 52 44 1652 1600 1312 26 22 1748 1722 1261 32 15 1841 1809 1418 96 21 1952 1856 1378 81 4 2044 1963 1478 59 27 2148 2089 1435 66 26 2250 2184 1368 33 35 2353 2320 1490 17 131.410 5.557.163 698.961 568.301 566.441 726.398 565.175 651.548 562.572 580.534 423.784 451.412 422.405 414.946 385.511 380.369 360.303 332.321 395.720 356.145 365.118 342.358 461.327 452.575 746.889 515.370 669.758 691.652 523.117 566.742 517.810 519.206 523.063 28 Wirtschafts- und Sozialpolitik WISO Diskurs 2400 – 2500 32 18 7 0 7 0 0 0 35 4 2285 61 8 2457 2396 1411 462.331 2500 – 2600 5 0 8 0 3 0 0 0 31 13 2383 100 1 2545 2445 1526 529.050 2600 – 2700 16 0 8 0 1 0 13 0 39 9 2508 42 10 2647 2605 1523 553.057 2700 – 2800 12 10 168 0 31 0 0 0 70 6 2382 46 26 2751 2705 1568 557.671 2800 – 2900 2 1 5 0 16 1 0 0 50 24 2682 56 7 2844 2788 1710 503.616 2900 – 3000 11 2 17 0 5 0 0 0 60 27 2607 140 78 2947 2807 1792 298.519 3000 – 3200 11 2 16 1 10 0 0 0 38 12 2924 65 19 3099 3034 1730 890.620 3200 – 3400 3 2 14 0 3 0 0 0 42 3 3177 51 11 3305 3254 1838 756.790 3400 – 3600 37 3 19 0 11 0 2 0 38 4 3263 109 1 3487 3378 1876 488.308 3600 – 3800 4 0 0 0 53 0 0 24 22 2 3498 78 7 3687 3609 1966 454.782 3800 – 4000 1 0 2 0 0 0 0 0 31 2 3663 202 0 3902 3700 2062 386.528 4000 – 4200 0 0 13 0 2 0 33 8 70 1 3612 94 262 4094 4000 2148 470.065 4200 – 4400 0 0 44 0 0 0 0 0 47 11 4030 129 41 4301 4172 2285 250.987 4400 – 4600 25 0 37 3 0 0 0 51 23 4 4160 182 23 4506 4324 2319 150.241 4600 – 4800 0 0 0 0 0 0 0 0 19 1 4560 125 0 4705 4580 2163 191.837 4800 – 5000 0 14 0 0 3 0 0 0 50 0 4634 206 25 4933 4727 2651 142.535 5000 – 5250 (BBG 2007) 0 0 0 0 21 0 0 0 37 0 4926 127 1 5113 4986 2749 227.701 5250 – 6000 0 0 0 3 0 0 13 0 36 14 5071 425 19 5581 5156 2515 403.838 6000 – 7000 19 0 28 0 0 0 33 0 51 8 5994 313 2 6448 6135 3088 270.972 7000 – 8000 55 103 3 13 0 5 0 0 112 0 6662 507 0 7459 6952 3708 179.875 8000 – 9000 0 0 0 0 4 0 0 0 36 0 7511 919 0 8470 7551 3826 86.735 9000+ 100 11 0 36 0 0 0 0 43 0 11011 2830 0 14031 11201 7267 202.317 Total 36 4 13 2 14 2 4 2 74 64 1479 81 28 1801 1720 1342 29.884.779 * Ohne Personen mit Anspruch auf eine EU/BU-Rente. 1. eigene Altersversorgungsansprüche aus GRV, GUV, Kriegsopferversorgung 2. eigene Altersversorgungsansprüche aus Betriebsrenten(inkl. VBL) 3. eigene Altersversorgungsansprüche aus Pensionen 4. eigene Altersversorgungsansprüche aus Privaten Renten 5. abgeleitete Altersversorgungsansprüche aus GRV, GUV, Kriegsopferversorgung 6. abgeleitete Altersversorgungsansprüche aus Betriebsrenten(inkl. VBL) 7. abgeleitete Altersversorgungsansprüche aus Pensionen 8. abgeleitete Altersversorgungsansprüche aus Privaten Renten 9. staatliche Transfers bestehend aus Kindergeld, Leistungen der Pflegeversicherung, Wohneigentumsförderung, Erziehungsgeld, Bafoeg 10. Mindestsicherung(Wohngeld, HLU, HBL, Grundsicherung im Alter, ALG II) 11. individuelle Erwerbseinkommen 12. Kapitaleinkünfte(inkl. Vermietung& Verpachtung) 13. private Transfers(inkl. gesetzliche Unterhaltszahlungen) 14. Bruttoeinkünfte insgesamt 15. Bruttoeinkünfte insgesamt exklusive Kapitaleinkünfte 16. Haushalts-Nettoeinkommen pro erwachsene Person 17. Hochgerechnete Zahl der Personen Quelle: SOEP 29 Wirtschafts- und Sozialpolitik Die Autoren Dr. Volker Meinhardt freiberuflicher Wissenschaftler, Berlin Dr. Markus Grabka DIW Berlin, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung WISO Diskurs 31 Wirtschafts- und Sozialpolitik WISO Diskurs 35 ISBN: 978-3-86872-147-8 Neuere Veröffentlichungen der Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik Projekt Zukunft 2020 Deutschland 2020 Aus der Krise in eine soziale Zukunft WISO Diskurs Projekt Zukunft 2020 Szenarioanalyse zur Zukunft des sozialen Deutschland WISO Diskurs Projekt Zukunft 2020 Zukunft 2020 – ein Modell für ein soziales Deutschland WISO Diskurs Projekt Zukunft 2020 Eine soziale Zukunft für Deutschland – Strategische Optionen für mehr Wohlstand für alle WISO Diskurs Wirtschaftspolitik Krisenzeiten: Was Schulden vermögen und was Vermögen schulden WISO direkt Wirtschaftspolitik Weltwirtschaftskrise 2009: Notwendige wirtschaftspolitische Schritte zur Überwindung einer Bilanzrezession WISO direkt Wirtschaftspolitik Geld- oder Finanzsektorpolitik: Wer trägt die Hauptschuld an der Finanzkrise? WISO direkt Arbeitskreis Mittelstand Mittelstandsförderung auf dem Prüfstand – Erfolgskriterien gesucht WISO direkt Gesprächskreis Verbraucherpolitik Verbrauchermacht im Internet WISO Diskurs Arbeitskreis Innovative Verkehrspolitik Teilhabe zu ermöglichen bedeutet Mobilität zu ermöglichen WISO Diskurs Gesprächskreis Sozialpolitik Finanzierungsalternativen im Gesundheitswesen WISO Diskurs Gesprächskreis Sozialpolitik Gerechtigkeit für Generationen – Eine gesamtwirtschaftliche Perspektive WISO Diskurs Gesprächskreis Arbeit und Qualifizierung Politische Gestaltung des kommunalen Übergangsmanagements an der Passage von der Schule in die Arbeitswelt WISO Diskurs Arbeitskreis Arbeit-Betrieb-Politik Mit einem europäischen Produktionsmodell und dem Ausbau der Mitbestimmung aus der Krise – das Beispiel Opel WISO direkt Arbeitskreis Dienstleistungen Mehr Gesundheit wagen! 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