Januar 2010 direkt Analysen und Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik Die offenen Grenzen des Wachstums Michael Dauderstädt 1 Langsam erholt sich die Weltwirtschaft vom tiefsten Wachstumseinbruch der letzten achtzig Jahre. Überraschenderweise hat die Krise die Reihen der Wachstumskritiker bereichert. Zu den traditionellen Pessimisten aus dem ökologischen Lager und den Vertretern der Linken, die denken, dass uns die Arbeit ausgeht, gesellen sich nun einige Konservative und Liberale. 2 Nachdem das finanzmarktgesteuerte Wachstumsmodell der zunehmenden Ungleichheit und Ungleichgewichte gescheitert ist, wollen sie auf Wachstum gleich ganz verzichten – was aus der Sicht der immer noch Reichsten etwas leichter fällt als aus Sicht der Milliarde hungernder Menschen oder der Ausgegrenzten in den reicheren Ländern. Auf einen Blick Wachstum – das unbekannte Wesen Wachstumspessimismus hat wieder Konjunktur. Dabei sind weder die Grundbedürfnisse des armen Teils der Menschheit befriedigt noch im reicheren Teil der Welt Wohlstand für alle erreicht. Weder sind die Produktionsmöglichkeiten erschöpft noch geht uns die Arbeit aus. Viel Wachstum ist also noch möglich und nötig. Es muss nur anders gestaltet und verteilt werden. Das ökologische und soziale Wachstum der Zukunft wird sich allerdings nur partiell in einem höheren Bruttoinlandsprodukt niederschlagen. Das Wachstum, das so oft kritisiert wird, ist die Zunahme der als Bruttoinlandsprodukt(BIP) gemessenen Menge aller Güter und Dienstleistungen(genauer: der Wertschöpfung nach Abzug der Vorleistungen). Derzeit wird von vielen Seiten deutlich gemacht, dass dieses Wachstum nur begrenzt geeignet ist, den Wohlstand, ganz zu schweigen das Glück der Menschen zu mehren. 3 Implizit stellen sich die Wachstumskritiker das BIP als einen riesigen Berg an Gütern vor. Da er aber in Preisen gemessen wird, kann der Geldbetrag täuschen, denn jede Preisveränderung beeinflusst das Wachstum, auch wenn die Mengen gleich blieben. Dem trägt die Statistik zwar Rechnung, indem sie ein reales Wachstum durch WISO direkt Januar 2010 Friedrich-Ebert-Stiftung Preisbereinigung schätzt, aber dabei fallen schon weitere Verzerrungen an. durch Kredite an arme Amerikaner oder an Haushalte in der ärmeren europäischen Peripherie. Außerdem erfasst das BIP ja nur die mit Erwerbsarbeit produzierten Güter und Dienstleistungen. Was in Haushaltsproduktion oder Schwarzarbeit geleistet wird, fällt erst mal heraus, wenn es nicht – meist in einer eher groben Schätzung – berücksichtigt wird. Gerade in ärmeren Gesellschaften macht das aber einen beachtlichen Teil der wirtschaftlichen Gesamtleistung aus. Auch der Abstand im Prokopfeinkommen zwischen den USA und Europa ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass Amerikanerinnen weniger im Haushalt produzieren(z. B. Kochen). Wenn umgekehrt in einer Wirtschaftskrise viele Menschen arbeitslos werden, dann kann das dazu führen, dass sie wieder verstärkt die Haushaltsproduktion aufnehmen. Grenzen des Wachstums Von Sättigung(wie sie von Kapitalismuskritikern auch als Krisenursache unterstellt wird 4 ) kann daher bestenfalls in Teilmärkten die Rede sein, etwa in einigen Segmenten der Konsumgütermärkte der reichen Länder. Vielleicht haben bei wachsender Ungleichheit die Reichen Probleme, für ihren Luxuskonsum noch passende Objekte zu finden, mit denen sie sich von ihresgleichen abheben können. Solche„Positionsgüter“(der Picasso, das Penthouse mit Blick auf den Eiffelturm) sind inhärent selten, weswegen in diesem Zusammenhang von„sozialen Grenzen des Wachstums“ 5 gesprochen werden kann. Diese sozialen Grenzen realen Wachstums schließen aber nominales Wachstum nicht aus, produzieren es vielmehr geradezu, indem die Preise solcher Positionsgüter und ähnlicher Vermögenswerte überproportional steigen. Da die Grenzen des Wachstums sich aber im VerDie Güter, deren Knappheit allgemein als probleständnis der meisten Kritiker auf die reale Promatischer für Wachstum angesehen wird, sind duktion bzw. Konsumtion beziehen, sind durchdie nicht erneuerbaren Rohstoffe. Tatsächlich aus Veränderungen des BIP möglich, die wenig sind auch deren Preise im Zuge der langen Wachsan diesen realen Prozessen verändern. Diese tumsphase seit 1990 gestiegen, vor allem in den Grenzen werden ja entweder auf der Entsteletzten Jahren vor der Krise. Aber muss das das hungs- bzw. Angebotsseite oder auf der NachfraWachstum bremsen? Gebremst hat früher vor geseite gesehen. Entweder soll die Naturbasis der allem die Geldpolitik, weil sie diese PreissteigeProduktion keine Zunahme mehr erlauben oder rungen und eine eventuell daraus folgende Lohnder Bedarf der Menschen ist dank des giganPreis-Spirale im Zaum halten wollte. Aber eigenttischen Wachstums der letzten 150 Jahre(selbst lich bedeuten höhere Grenzkosten für Rohstoffe nach Bereinigung um das ebenfalls riesige Bevöllediglich, dass mehr gesellschaftliche Arbeit zu kerungswachstum) weitgehend gedeckt. ihrer Produktion aufgewandt werden muss. Damit sinkt die reale Produktivität, gemessen in Langfristig mag der Konsumbedarf in der Tat Güteroutput pro Arbeitsstunde – primär im Rohstagnieren oder – was wahrscheinlicher ist – langstoffsektor. Wenn höherer Arbeitsinput das nicht samer als die Produktivität wachsen, wenn alle ausgleicht, sinkt der Output und das reale BIP – Menschen ein ihre Bedürfnisse befriedigendes das Wachstum – stößt an eine Grenze. Wohlstandsniveau erreicht haben. Dann sind weitere Produktivitätssteigerungen in ArbeitszeitDie Wachstumsgrenze, die viele Menschen heute verringerung umzusetzen, deren gesellschaftliche am meisten beunruhigt, ist zwar auch ökoloVerteilung so zu bestimmen ist, dass nicht eingisch, betrifft aber weniger die Rohstoffe als die seitig unfreiwillige Arbeitslosigkeit entsteht. SoUmwelt in Form des Klimas. Rohstoffe, die zur lange aber noch Bedarf besteht, sollte er befrieNeige gehen, haben die angenehme Eigenschaft, digt werden. Tatsächlich ist die Welt vom Wohlim Preis zu steigen, dadurch die Produktion von stand für alle Menschen noch weit entfernt. alternativen Substituten anzureizen und so ihren Bezeichnenderweise hat im letzten globalen Aufeigenen Verbrauch tendenziell zu senken. Das schwung vor allem der Konsum vieler ärmerer Klima hat noch keinen Marktpreis, außer in Form Menschen(in den aufsteigenden Volkswirtschafstaatlich verordneter Steuern oder Emissionsten Chinas, Indiens, Südostasiens, Mittel- und rechte. Der andere Preis in Form von FlutkatasOsteuropas) zugenommen. Die Nachfragesättigung trophen, Wirbelstürmen, Hitzewellen, Trocken2 war also nicht die Wachstumsgrenze, sondern die heiten oder Überschwemmungen usw. senkt zwar nicht nachhaltige Finanzierung der Nachfrage den Wohlstand, aber seine Wachstumswirkung Wirtschafts- und Sozialpolitik WISO direkt Januar 2010 ist unklarer, da die Reparatur der Schäden auch In der Krise droht nun ein gleichzeitiger Einbruch erst mal als Wachstum in der Statistik auftreten von Produktivität und Beschäftigung. Dabei ist kann. Klima und Rohstoffe haben jedoch eins das Wachstum kaum auf exogene Grenzen gestogemeinsam: Die Bewahrung des erreichten Wohlßen. Der Krach kam nicht als Ölschock wie 1973 stands- oder Konsumniveaus erfordert angesichts am Ende des langen fordistischen Booms, sonder Belastung der Naturbasis relativ mehr geselldern als Finanzmarktkollaps. Nun verschärft sich schaftliche Arbeit. konjunkturell eine der unerträglichen Kehrseiten des Kapitalismus: der gleichzeitige Anstieg von Geht uns die Arbeit aus? Arbeitslosigkeit und Armut(im Sinne von geringer Deckung des Bedarfs an Gütern und DienstDaher ist die Vermutung, die Arbeit ginge uns leistungen) oder – anders gewendet – der gleichaus, erst mal ein Kind des vor-ökologischen Diszeitige und sich gegenseitig verstärkende Zusamkurses aus Zeiten hohen Produktivitätswachsmenbruch von Angebot(und damit Jobs) und tums. Vor allem im Umfeld der Linken forderte Nachfrage(und damit Einkommen). Dieses konman, der zunehmenden Massenarbeitslosigkeit junkturelle Phänomen ist aber auch ein strukmit Arbeitszeitverkürzungen(geringere Wochenturelles, denn auch in Boomphasen und in weiarbeitszeit, frühere Verrentung etc.) zu begegnen. ten Teilen der weniger entwickelten Welt ist die Wenn die gesellschaftliche Nachfrage dank des Gleichzeitigkeit von ungedeckten Bedürfnissen technischen Fortschritts und der internationalen und unausgelastetem Arbeitsangebot der kapitaArbeitsteilung mit immer weniger Arbeit zu delistische Regelfall, der nur in den keynesianischen cken und weitgehend gesättigt ist, liegt es nahe, Dekaden 1950 –1970 in den westlichen Wohldie Produktivitätsgewinne ganz oder teilweise fahrtsstaaten außer Kraft gesetzt war. in mehr Freizeit umzusetzen. In eine ähnliche Richtung zielt die Forderung nach einem bedinMehr soziales Wachstum gungslosen Grundeinkommen. In einer superproduktiven Gesellschaft, deren Güterangebot Liberale und linke Ökonomen bieten zwei unterüberbordet, sollte es jedem frei gestellt sein, ob er schiedliche Erklärungen und Lösungen für dieses noch arbeitet oder nur konsumiert. Ungleichgewicht an: • Die Liberalen fordern niedrigere Löhne, da Dagegen beginnen viele Politikvorschläge konArbeitslosigkeit durch zu hohe Anspruchslöhservativer, liberaler oder neosozialer 6 Herkunft ne entstehe. Bei flexiblen Arbeitsmärkten würmit dem entschiedenen Hinweis, dass uns die den dagegen alle Arbeitswilligen beschäftigt. Arbeit nicht ausgehe. Sonst ließen sich die ForDie Lohn- und Gewinnsumme fragt das Angederungen nach einer Ausweitung des Arbeitsanbot voll nach, wobei die Kapitaleinkommen gebots in Form fordernder Arbeitsmarktpolitik vor allem Investitionsgüter nachfragen. (z. B. Arbeitspflicht bei Hartz IV), Rente mit 67, • Die Linke fordert Umverteilung, da ArbeitsAbitur nach zwölf Jahren und stärkerer Erwerbslosigkeit durch Nachfragemangel entstehe, beteiligung der Frauen kaum begründen. Ohne weil die Kapitaleinkommen nicht voll verauseinen höheren Arbeitsinput bleibt das Wachstum gabt werden. Die Investitionstätigkeit reicht auf den Produktivitätsfortschritt beschränkt. Der bei geringen Masseneinkommen mangels hat sich in Deutschland jahrzehntelang verlangAbsatzperspektiven nicht aus, um die Ersparsamt – im Gegensatz zu Ländern wie Schweden nisse aus den Kapitaleinkommen zu absoroder USA, die ähnliche Rückgänge umkehren bieren. Daher müssen entweder die Löhne konnten. Damit wuchs auch das BIP langsamer. steigen und/oder die Ersparnisse über den Ohne BIP-Wachstum, das – wie oben dargelegt – Staat wieder investiert werden. vor allem den marktorientierten, in Geld messbaren Output darstellt, lassen sich auch staatliche Beide Seiten sehen dabei die Ursache der Krisen Leistungen nur schwer finanzieren. Bleibt die vor allem in der schwankenden InvestitionstätigArbeit jenseits des Marktes, in der Familie oder in keit, die dann aber über den Einkommensausfall der Untergrundökonomie, so mag sie zwar zum auch Auswirkungen auf den Konsum hat. Im Wohlstand, aber nicht zum BIP oder zum SteuerErgebnis kommt es dann zu dem eingangs ange3 und Abgabenaufkommen beitragen. prangerten Phänomen gleichzeitig mangelnder WISO direkt Januar 2010 Friedrich-Ebert-Stiftung Einkommen und ungedeckter Bedürfnisse. Im Lichte der aktuellen Krise hat die liberale Version etwas von ihrer Überzeugungskraft verloren, denn der Einbruch entstand nachweislich nicht wegen zu hoher Löhne, sondern durch einen Kollaps des Nexus von Ersparnis und Investition im dafür verantwortlichen Finanzsektor. 7 Trotzdem darf man davon ausgehen, dass zur Überwindung wieder die liberalen Forderungen erhoben werden. Soziales Wachstum erfordert dagegen, Angebot und Nachfrage insbesondere nach Konsumgütern und Dienstleistungen seitens der bedürftigen Bevölkerungsgruppen zu stabilisieren und auszubauen. Drei Wege bieten sich an: 1. Kreditfinanzierung: Die konsumwilligen Haushalte verschulden sich(wie in den letzten Jahren in den USA). Wenn ihr Einkommen aber nicht mithält bzw. nachwächst(also eine der beiden folgenden Optionen eintritt), wird dieser Weg nicht nachhaltig beschritten werden können, sondern in eine Verschuldungskrise führen. 2. Umverteilung: Die einkommensschwachen Haushalte erhalten Mittel über den Staat entweder in Form von Einkommenstransfers oder durch Zugang zum Kollektivkonsum (z.B. Bildung, Gesundheit). Allerdings, wenn der Staat Transferausgaben aus Steuern oder Sozialabgaben finanziert, steigt die Nachfrage nur insoweit, wie die Zahler das Geld sonst gespart hätten. Finanziert der Staat seine Ausgaben über wachsende Schulden, so ist das ebenfalls nur dann nachhaltig möglich, wenn dadurch ein volkswirtschaftlicher Wachstumsprozess ausgelöst wird, der genügend Einnahmen in die Staatskassen bringt. 3. Einkommenswachstum: Die stabilste Nachfragesicherung ist die gleichzeitige Expansion des Konsums und der Einkommen, die bei der Produktion der zu konsumierenden Güter und Dienstleistungen entstehen. Eine gleichmäßige Verteilung sichert diese Gleichzeitigkeit am besten. Beides bildete den Kern des fordistischen Erfolgs der Nachkriegsdekaden. Dazu müssen die Beschäftigten Löhne erhalten, die dem gesamtwirtschaftlichen Produktivitätsfortschritt entsprechen, was vor der Krise weitgehend unterblieb. Die Optionen 1 und 2 können den Einstieg in Option 3 bilden, wenn sie einen entsprechenden realen Wachstumsprozess auslösen. Allerdings besteht bei diesen beiden Optionen die Gefahr von Inflation, Überschuldung und/oder Importzuwächsen, wenn der so ermöglichten monetären Nachfrage keine reale Angebotsausweitung im Inland entspricht. In offenen Volkswirtschaften fallen einheimische Nachfrage und einheimisches Angebot weit auseinander. Nationale Konsumenten verbrauchen importierte Güter und Dienstleistungen, die sie – bei ausgeglichener Leistungsbilanz – dank der Erlöse ihrer Exporte bezahlen können. Nationale Produzenten finden Absatzmöglichkeiten in anderen Ländern und glauben deshalb oft, den Binnenmarkt und die ihn stützenden Einkommen vernachlässigen zu können. Global ist die Weltwirtschaft aber geschlossen. Die Welt als ganze kann nicht wachsen und Einkommen verdienen, indem sie außerirdische Exportüberschüsse erzielt. Langfristig erfordert das Gleichgewicht, dass die Einkommen so verteilt sind, dass Massenkaufkraft entsteht. Diese Kaufkraft wird sich langfristig vielleicht weniger auf Konsumgüter im engeren Sinne, sondern auf Dienstleistungen in Bereichen wie Bildung, Gesundheit und Pflege richten, die im Gegensatz zur materiellen Produktion auch die ökologischen Grenzen des Wachstums weniger gefährden. Es geht also um ein soziales und ökologisches Wachstum, das dort kaufkräftige Nachfrage schafft und findet, wo der gesellschaftliche Bedarf ist, und das den Grenzen der Naturbasis Rechnung trägt, indem es ihre wahren Kosten bei der Angebotserstellung einpreist. 1 Der Autor ist Leiter der Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung. 2 Vgl. aus traditioneller ökologischer Sicht: http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/wachstumskritik.html; symptomatisch für die neue konservative Sicht: http://www.denkwerkzukunft.de/downloads/Langfassung-final-Leitschuh.pdf. 3 Vgl. zur Wohlstandsmessung Joseph E. Stieglitz, Amartya Sen und Jean Paul Fitoussi„The Measurement of Economic Performance and Social Progress Revisited“ OFCE Nr. 2009-33 Paris und zur Glücksforschung Hagen Krämer„Wen beglückt das BIP?“ Bonn/FES, 2009. 4 So z.B. Karl-Georg Zinn http://www.monde-diplomatique.de/pm/2009/07/10.mondeText1.artikel,a0055.idx,12. 5 Vgl. das gleichnamige Buch von Fred Hirsch(Reinbek 1991). 6„Neosozial“ bezeichne hier den marktliberalen Flügel der Sozialdemokratie, wie er – wenn auch älteren Datums(Agenda 2010) – in Ulrich Pfeiffer(Hg.)„Eine neosoziale Zukunft“, Wiesbaden 2009, vertreten ist. 7 Auch wenn Hans-Werner Sinn in seinem Buch„Kasinokapitalismus: Wie es zur Finanzkrise kam, und was jetzt zu tun ist“(Berlin 2009) noch mal die These aufwärmt, dass die Investitionen(in Deutschland) wegen der zu hohen Löhne hinter den Ersparnissen zurückblieben. 4 Impressum:© Friedrich-Ebert-Stiftung Herausgeber: Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung Godesberger Allee 149 53175 Bonn Fax 0228 883 9205 www.fes.de/wiso ISBN: 978-3-86872-261-1