t MuP-Praxishilfe (2016) Gleichstellung der Geschlechter umsetzen Gender Mainstreaming in Organisationen Von Sarah Morcos& Katrin Matuschek Überblick Wie kann gleichberechtigte Teilhabe und Gleichstellung in zivilgesellschaftlichen Organisationen umgesetzt werden? Diese MuP-Praxishilfe erklärt am Modell des Gender Mainstreaming, wie das gelingen kann. Inhaltsverzeichnis Gleichstellung der Geschlechter umsetzen Praxis: Gender Diversity Management Quellen und Verweise Gleichstellung der Geschlechter umsetzen In der Praxis bedeutet Gleichstellung der Geschlechter(Gender Mainstreaming): Die Verpflichtung bei allen Entscheidungen die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen. Das Modell des Gender Mainstreaming Cycle hilft Organisationen und Politik diese unterschiedlichen Interessen in allen Prozessstufen von Entscheidungen und Entwicklungen zu analysieren und mitzudenken. $ Für die Praxis: Modell: Gender Mainstreaming-Cycle $ Analyse: Welche GeschlechterUnterschiede beeinflussen unser Handeln/unsere Politik? M 1. Analyse/ Definition 2. Plan/ Maßnahmen M Plan: Welche Ziele wollen wir setzen, um Gleichberechtigung voran zu bringen? 4. Evaluation / Prüfen Evaluation: An welchen Stellen müssen wir unser Handeln anpassen? M 3. Handeln/ Umsetzen Handeln: Welche Maßnahmen sind geeignet, um mehr Gleichberechtigung zu M erzeugen? MuP-Praxishilfe: Gleichstellung der Geschlechter umsetzen 1 t MuP-Praxishilfe  (2016) Hinweis: Mehr Infos zum Prinzip des Gender Mainstreaming finden Sie beim European Institute for Gender Equality(EIGE) der Europäischen Union. Praxis: Gender Diversity Management Gender Diversity Management bedeutet individuelle Vielfalt nicht nur zu tolerieren, sondern positiv wertzuschätzen und für mehr Effektivität zu nutzen. Welche Vorteile ergeben sich daraus z.B.: Frauen für eine Mitarbeit zu motivieren? $ Für die Praxis von Parteien und in der Kommunalpolitik: 1. Schritt: Identifizieren Sie alle relevanten Akteur_innen in der Partei, der Kommunalpolitik und in der Zivilgesellschaft(z.B.: Vereine). 2. Schritt: Erstellen Sie gemeinsam mit den relevanten Akteuren Aktionspläne zur Umsetzung einer Gender Diversity Strategie, indem Sie:  Ziele für mehr Vielfalt(in Ihrer Organisation/Kommunalpolitik) formulieren. Z.B.:  „Wir wollen mehr Frauen für die Sozialdemokratie gewinnen und a uch innerhalb der Partei mehr weibliche Interessierte und Mitglieder gezielter ansprechen und einbinden.“  Maßnahmen zur Öffnung der Strukturen sammeln und festhalten. Z.B.:  Quoten  Mentoring-Programme  Sitzungsmanagement:„Unsere Sitzungen dauern nicht mehr als 2 Stunden. Wir schließen unsere Sitzungen pünktlich nach 2 Stunden. Wir bieten Kinderbetreuung während der Sitzungen an. Wir schalten Mitglieder auch via Video zu unseren Sitzungen zu.“ 3. Schritt: Lassen Sie Ihre geplanten Maßnahmen durch eine Instanz(z.B. Gleichstellungsbeauftragte oder ein anderes Gremium) bestätigen und deren Umsetzung kontrollieren. 4. Schritt: Evaluieren Sie die umgesetzten Maßnahmen nach geeigneter Zeit und passen Sie diese je nach Bedarf an.  Hinweis: Die MuP-Praxishilfe„ Gleichberechtigte Teilhabe im Engagement fördern“ zeigt, welche Möglichkeiten es gibt, Geschlechtergerechtigkeit umzusetzen. Sie finden sie unter Publikationen auf unserer MuP-Webseite. N Auf den Punkt: Vielfalt bereichert Politik und politisches Engagement und wertet demokratische Prozesse auf. Um mehr Vielfalt in politisches Engagement zu bringen bedarf es eines übergreifenden Ansatzes, der sowohl die Parteikulturen und kommunalpolitischen Strukturen als auch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in den Blick nimmt. Quellen und Verweise  Mehr zum Thema„ Mehr Frauen in die Politik! Frauen für politisches Engagement gewinnen“ finden Sie bei den MuP-Themen im Fokus auf unserer MuP-Webseite.  Zu diesem Thema empfehlen wir das MuP-Interview„ Mehr Frauen für die Politik gewinnen“ mit Dr. Uta Kletzing, das Sie auf unserer MuP-Webseite finden.  Schlote, Sara(Wissenschaftszentrum Berlin /Studie im Auftrag der SPD-Landtagsfraktion BadenWürttemberg): Ursachen für die Unterrepräsentanz von Frauen in der Kommunalpolitik. Befunde und Handlungsempfehlungen.(zuletzt aufgerufen 2016) MuP-Praxishilfe: Gleichstellung der Geschlechter umsetzen 2