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Subject: International Politics and Society 4/1998
Date: Wed, 21 Jan 2026 10:54:39 +0100
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   <title>International Politics and Society 4/1998</title>

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<p><br></p><p>



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k und Gesellschaft <i>Online<br>

</i></font><font face=3D"arial, helvetica">International Politics and Socie=
ty

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<td>

<i><p>Ulrike G=F6tting: <br>
Transformation der Wohlfahrtsstaaten in Mittel- und Osteuropa. Eine Zwische=
nbilanz. <br>
Opladen, 1998<br>
Leske + Budrich, 312 S.</p>
<p>Vorl=E4ufige Fassung / Preliminary version</p>
</i><p>Die =FCberarbeitete Dissertation analysiert emprisch-komparativ die =
Reform der Wohlfahrtssysteme innerhalb des Transformationsprozesses in den =
L=E4ndern Bulgarien, Polen, Slowakei, Tschechische Republik und Ungarn in d=
er Zeit von 1989 bis 1995. Die untersuchten Wohlfahrtssysteme sind Arbeitsm=
arkt- und Besch=E4ftigungspolitik, Alterssicherung, Gesundheitswesen, Sozia=
lhilfe und Instrumente der Einkommenssicherung. Disziplin=FCbergreifend wir=
d die Schnittstelle zwischen der komparativen Wohlfahrtsforschung und der T=
ransformationsforschung gesucht. Ziel ist es, Erfolgsbedingungen und Restri=
kionen der sozialpolitischen Transformation aufzuzeigen. Im Gegensatz zu vi=
elen theoretischen Konzepten =FCber Transformationsprozesse beschreibt die =
Studie den tats=E4chlichen Ablauf und somit den Politikproze=DF an sich. </=
p>
<i></i><p><i>Theoriekonzept: Wohlfahrtstaatliche Transformation. </i>Die Au=
torin definiert wohlfahrtstaatliche Transformation als eine Reformkategorie=
, in der ein sozialpolitischer Systemwechsel auf Verfassungsebene vollzogen=
 wird. Als andere Kategorien werden "institutionelle Kontinuit=E4t" und "in=
stitutioneller Wandel" unterschieden. Die Verabschiedung zahlreicher sozial=
politischer =C4nderungen bedeutet in dieser Einordnung "Kontinui=E4t", eine=
 Umstellung einer staatlichen Altersversorgung auf eine Grundsicherung mit =
privater Vorsorge stuft Ulrike G=F6tting als "Wandel" ein. </p>
<p>Die Analyse legt besonderes Gewicht auf die Besonderheiten des sozialpol=
itischen Politikfelds, die in der =F6konomischen Transformationstheorie in =
der Regel vernachl=E4ssigt werden. Jeder sozialpolitische Teilsektor ist ei=
n seperates System von Normen, Akteurskonstellationen und Verfahrenspraktik=
en, das Ver=E4nderungen besonders erschwert. In Theorie und Praxis der Tran=
sformation haben institutionelle Reformen im Bereich der Sozialpolitik kein=
e Priorit=E4t. Sozialpolitik wird in der Funktion als Absicherung anderer R=
eformschnitten gesehen. W=E4hrend sich Bereiche wie Parteien oder Medien im=
 Zentrum von Reformen befinden, stehen intermedi=E4re staatliche Institutio=
nen kaum auf der Agenda von Reformpl=E4nen. </p>
<p>Den Grund sieht die Autorin darin, da=DF sich aus einer marktwirtschaftl=
ichen Wirtschaftsverfassung nur ungenau Reformziele f=FCr die Ausgestaltung=
 der Sozialpolitik, zum Beispiel der Rentenversicherung, ableiten lassen. I=
n der =D6konomie herrscht kein Konsens =FCber den Ordnungsrahmen eines mark=
twirtschaftlichen Wohlfahrtsstaates. So unstrittig wie eine Marktwirtschaft=
 einen freien Preismechanismus, Privateigentum und dezentrale Planung brauc=
ht, so streitbar sind die ordnungspolitischen Pr=E4ferenzen in der Ausgesta=
ltung von Sozialsystemen. </p>
<p>Eine weitere Besonderheit der sozialpolitischen Transformation stellt f=
=FCr die Autorin die Unplanbarkeit des Reformprozesses dar. In der herk=F6m=
mlichen =F6konomischen Transformationstheorie wird aus einer Designer-Persp=
ektive ein Master-Plan aufgestellt, der festschreibt, wie rasch und gekonnt=
, bisherige Normen und Institutionen umgebaut werden sollen. Der Erfolg der=
 Transformation h=E4ngt demnach vom Sachverstand und Geschick der Regierung=
en ab. Die Erfahrung in den analysierten L=E4ndern im Bereich Sozialpolitik=
 ist jedoch eine andere. Nicht die Reformstrategie ist die zentrale Variabl=
e f=FCr den Verlauf der Transformation. Es sind die =F6konomischen, soziale=
n, politischen und kulturellen Strukturen, die vom Vorg=E4nger-Regime geerb=
t wurden. Nicht ein Master-Plan, sondern die Interessenlage und Interaktion=
 der neuen Akteure in der Regierung und Zivilgesellschaft bestimmen den l=
=E4nderspezifischen Ereignispfad. </p>
<p>Aus den Besonderheiten der wohlfahrtstaatlichen Transformation wird ein =
Analyseraster f=FCr das Ziel der Studie entwickelt. Demnach h=E4ngen die M=
=F6glichkeiten und Restriktionen von Reformen der sozialpolitischen Institu=
tionen von sieben Faktoren ab. (1) Die =F6konomischen Rahmenbedingungen leg=
en die Finanzierungsspielr=E4ume fest. Fiskalischer Druck kann reformf=F6rd=
ernd sein, indem der Druck zur Schocktherapie f=FChrt. Fehlende Ressourcen =
k=F6nnen aber auch die Reformen behindern, wenn Reformverlierer nicht entsc=
h=E4digt werden k=F6nnen. (2) Der Einflu=DF von externen Beratern oder inte=
rnationalen Organisationen kann gering sein, weil externe Vorschl=E4ge nich=
t gegen das Einverst=E4ndnis der Entscheidungstr=E4ger umgesetzt werden. Ex=
terner Druck kann allerdings als Argumentationshilfe gegen interne Widerst=
=E4nde dienen. (3) Eine starke Regierung kann insitutionelle Reformen schne=
ller vorantreiben als Koalitionsregierungen, instabile Parteiensysteme, ein=
flu=DFreiche Zivilgesellschaften und f=F6derative Systemen. </p>
<p>(4) Die administrativen Kapazit=E4ten sind verantwortlich, die sozialen =
Reformprogramme in die Praxis umzusetzen. Das Management von Reformprogramm=
en ist wesentlich f=FCr die Vorbereitung, Akzeptanz und den Erfolg. (5) Int=
ermedi=E4re Akteure der Mesoebene fungieren als Sprachrohr sozialer Interes=
sen sind nur reformf=F6rdernd, wenn sie die Interessen ihrer Mitglieder tat=
s=E4chlich repr=E4sentieren und kontruktiv am Politikproze=DF teilnehmen. I=
m schlechtesten Fall sind sie zu schwach, um neue Verantwortung zu =FCberne=
hmen, aber stark genug, Reformen zu blockieren. </p>
<p>(6) Als institutionelle R=FCckwirkungen definiert die Autorin Hemmnisse =
in der Reform von Institutionen, die aus den erworbenen Anspr=FCchen, Ferti=
gkeiten, Routinen, Beziehungsnetzen und Zukunftserwartungen des fr=FCheren =
Sytems herr=FChren. Diese "sunk costs" f=FChren zu "lock-in" Wirkungen, die=
 den Designer-Aktivismus abbremsen. (7) Das Design der Reformprogramms ist =
dennoch wichtig, da es die Durchsetzungskosten senken kann. Die Reform mu=
=DF zu einem Zeitpunkt kommen, wenn eine Reformbereitschaft besteht oder ge=
schaffen werden kann, zum Beispiel eine neue Regierung. Ein Reformb=FCndel,=
 das positive wie negative materielle Wirkungen kombiniert, kann eine akzep=
table "Paketl=F6sung" darstellen. Der Widerstand kann durch drei Taktiken, =
Verdunklung, Spaltung und Kompensation minimiert werden. </p>
<i></i><p><i>Ausgangslage: der staatspaternalistische Wohlfahrtsstaat.</i><=
b> </b>Als Begr=FCndung f=FCr die Auswahl der untersuchten L=E4nder wird di=
e =E4hnliche politische und wirtschaftliche Lage zu Beginn der Transformati=
on genannt. Die =C4hnlichkeit der Sozialsysteme beruhte auf dem gemeinsamen=
 ordnungspolitischen Modell des paternalistischen Wohlfahrtsstaates. Sozial=
- und Wirtschaftspolitik waren keine klar getrennten Politikfelder mit eige=
nen Institutionen. Die Betriebe =FCbernahmen weite Teile der Sozialpolitik.=
 Die Sozialleistungen bestanden nicht aus subjektiven Rechten, die individu=
ell durchsetzbar waren, sondern sie waren Schutzzusagen des Staates und wur=
den b=FCrokratisch zugeteilt. Als Gegenleistung wurde politisches Wohlverha=
lten und die Erf=FCllung von B=FCrgerpflichten erwartet. Dem Recht auf Arbe=
it stand eine Pflicht zur Arbeit gegen=FCber. </p>
<p>Die sozialistischen Sozialsysteme waren umfangreich. In der Studie werde=
n Vollbesch=E4ftigung und Arbeitsplatzsicherheit, Preissubventionen, betrie=
bliche Sozialleistungen, staatliche Altersvorsorge, Gesundheitsdienst, kurz=
fristige Lohnersatzleistungen, Familienf=F6rderungen, Bildungswesen, Wohnun=
gsbau und informelle =D6konomie beschrieben. Die umfassende soziale Sicheru=
ng war Teil der Legitimation und Herrschaftssicherung und erkl=E4rt warum d=
ie gro=DFen =F6konomischen Ineffizienzen hingenommen wurden. </p>
<i></i><p><i>Reformen. </i>Die <i>Arbeitsmarkt- und Besch=E4ftigungspolitik=
 </i>mu=DFte nicht reformiert, sondern neu aufgebaut werden. Dies ergab sic=
h zwangsl=E4ufig aus der Transformation der Wirtschaft. Staatliche Garantie=
n auf Vollbesch=E4ftigung entfielen und die Betriebe mu=DFten von der sozia=
lpolitischen Funktion befreit werden. Neue arbeitsmarktpolitische Instituti=
onen wurden aufgebaut. Die vier wesentlichen Z=FCge der neuen Arbeitsmarktp=
olitik bestanden aus der Vermeidung von Personalabbau, Entlastung der Angeb=
otsseite, Absicherung des Risikos und Hilfen zur Wiedereingliederung. </p>
<p>Die Vermeidung des Personalabbaus wurde vorranging durch K=FCndigungssch=
utz versucht. Rechtliche Regulierungen von Massenentlassungen f=FChrten zu =
einer Verz=F6gerung des Personalabbaus. Entlassungen sollten das letzte, ni=
cht das erste Mittel sein. Daneben wurde eine begrenzte Bestandsicherung vo=
n Arbeitspl=E4tzen durch durch Fortsetzung der Subventionierung von Staatsb=
etrieben erreicht, die den Privatisierungsproze=DF zumindest verlangsamten.=
 Das Instrument von Lohnleitlinien innerhalb konzertierter Aktionen erlaubt=
en einen Reallohnr=FCckgang. </p>
<p>Die Reduzierung des Arbeitsangebots wurde durch Fr=FChverrentung erreich=
t. Familienf=F6rdernde Leistungen sollten au=DFerdem die Erwerbsbeteiligung=
 von Frauen zur=FCckschrauben. Zur Absicherung des Risikos von Arbeitslosig=
keit wurden Arbeitslosenversicherungen gegr=FCndet. Die aktive Arbeitsmarkt=
politik war eher unbedeutend. Die eingesetzten Instrumente waren Lohnkosten=
zusch=FCsse, Existenzgr=FCndungsbeihilfen und =F6ffentliche Arbeitsbeschaff=
ungsma=DFnahmen. Der Verwaltungsaufbau gestaltete sich schwieriger als bei =
den Versicherungsystemen. </p>
<p>In der <i>Alterssicherung </i>versuchten die Transformationsl=E4nder, di=
e Rentenfinanzierung aus dem Haushalt herauszul=F6sen und durch ein dreigli=
edriges System aus Grundrente, beitragsfinanzierter Zusatzrente und private=
r Vorsorge zu ersetzen. Die Institutionen blieben weitgehend unver=E4ndert.=
 Ein Ausnahme bildete nur die Tschechische<b> </b>Republik. Die Finanzierun=
gsprobleme und die typischen Reformhindernisse der Institutionen verhindert=
en einen Systemwechsel. </p>
<p>=C4hnliches gilt f=FCr die <i>Gesundheitsreformpolitik</i><b>. </b>Die N=
euordnung der schlechten gesundheitlichen Versorgung war zun=E4chst ein zen=
trales Reformprojekt. Zwar wurde der staatliche Gesundheitsdienst durch ein=
 Sozialversicherungsystem ersetzt und von der Rentenkasse getrennt, eine ve=
rbindliche Selbstregulierung des Gesundheitswesens unterblieb jedoch. Der S=
taat spielt in allen L=E4ndern noch immer die wesentliche Rolle und Reforme=
n beschr=E4nkten sich auf eine Entlastung des Staatshaushalts durch Beitrag=
szahlungen. </p>
<p>Trotz der Abschaffung des paternalistischen Wohlfahrtsstaates waren <i>E=
inkommenssicherung und soziale Dienste</i> weiterhin von Bedeutung. Die Soz=
ialhilfe wurde ansatzweise verst=E4rkt, die Familienunterst=FCtzung fortges=
etzt und Mietpreisbindungen und einige betriebliche Sozialleistungen kurzfr=
istig weitergef=FChrt. Dies verhinderte jedoch nicht, da=DF die Armutsbev=
=F6lkerung in allen L=E4ndern ab 1989 zugenommen hat. Die Ursache liegt nac=
h den Zahlen der Analyse im R=FCckgang des durchschnittlichen Einkommens un=
d in der Zunahme der Einkommensungleichheit. </p>
<p>Im <i>L=E4ndervergleich</i> schneidet die Tschechische Republik am beste=
n ab. Die Autorin bemi=DFt dies an der niedrigsten Arbeitslosigkeit und der=
 geringsten Armut, verbunden mit dem vergleichsweisen st=E4rksten Systemwec=
hsel in den Sozialsystemen. Die Ursachen liegen gem=E4=DF des Analyseraster=
s der Autorin in den g=FCnstigen =F6konomischen Ausgangsbedingungen und in =
der stabilen und stringenten Reformpolitik. Es gab in Prag keine Minderheit=
sregierungen und klare Reformkonzepte. Am schlechtesten schnitt Bulgarien a=
b, alle anderen L=E4nder liegen dazwischen. Die durchschnittliche Arbeitslo=
senquote von 1990 bis 1995 zeigt folgenden Unterschied: Tschechische Republ=
ik 2,8 %, Ungarn 8,0 %, Slowakei 9,5%, Polen 13,2 % und Bulgarien 11,4%. </=
p>
<p>Das zusammenfassende Ergebnis der Arbeit ist, da=DF trotz des wirtschaft=
lichen und politischen Systemwandels in Mittel- und Osteuropa die Sozialsys=
teme keinen radikalen Wechsel, sondern nur graduelle Reformen erlebt haben.=
 Nach der Definition der Autorin ist die wohlfahrtsstaatliche Transformatio=
n mit Ausnahme in der Arbeitsmarktpolitik ausgeblieben. Die Analyse scheint=
 zu belegen, da=DF intermedi=E4re Institutionen und Subsysteme kaum tiefgre=
ifend zu ver=E4ndern sind. Demgegen=FCber zeigen die L=E4nderunterschiede, =
da=DF ein politischer Handlungspielraum durchaus besteht. </p>
<p>Eine wichtige Frage ist der Kausalzusammenhang zwischen Reformst=E4rke u=
nd besseren Lebens- und Arbeitsbedingungen f=FCr die Bev=F6lkerung. Anders =
gefragt, m=FCssen die Sozialsysteme transformiert werden, um soziale Standa=
rds zu erreichen oder w=FCrde auch eine graduelle Reform gen=FCgen? Dies be=
antwortet die Autorin nicht, weil es ihr um die Analyse des Politikprozesse=
s innerhalb einer Transformation geht. Sie stellt jedoch fest, da=DF die re=
formfreudigeren L=E4nder im internen Vergleich bei Indikatoren wie Arbeitsl=
osigkeit, Wachstum und Armut besser abschneiden. </p>
<p>Erste Erfolgsbedingung f=FCr Reformen ist die politische Handlungsf=E4hi=
gkeit der Regierung. Die Analyse des Politikprozesses ergab, da=DF weniger =
die formale Stabilit=E4t entscheidend ist. Es kommt darauf an, inwieweit di=
e Regierung annimmt, ein Mandat f=FCr Reformen zu haben und sich somit zutr=
aut, der Bev=F6lkerung Ver=E4nderungen zuzumuten. Zweiter wesentlicher Fakt=
or ist das Reformdesign, wobei es vor allem auf den richtigen Zeitpunkt f=
=FCr die Umsetzung einer Reformagenda ankommt. Das politische System mu=DF =
in einem Umbruch sein. Das "window of opportunity" ist eine Situation der R=
eformbereitschaft. </p>
<p>Die aktuelle =F6konomische Situation beeinflu=DFt das Reformtempo in unt=
erschiedlicher Weise. W=E4hrend Tschechien die relativ g=FCnstige wirtschaf=
tiche Lage zur sozialen Absicherung der Reformen nutzen konnte, war in Unga=
rn eine Finanzkrise der Anla=DF zur Abkehr vom Reformgradualismus. Die drit=
te Variable, die Reformer beachten m=FCssen, sind die administrativen Kapaz=
it=E4ten. Probleme im politischen Management der Reformen waren durchg=E4ng=
ig eine Restriktion. Die genannten besonderen Probleme, Institutionen zu re=
formieren, haben erheblichen Einflu=DF daf=FCr, warum es nur zu graduellen =
Ver=E4nderungen kam und der Reform-Design-Ansatz scheiterte. </p>
<p>Trotz des umfangreichen Materials an Fakten, ertrinkt der Leser nicht im=
 Zahlenmeer. Die St=E4rke des Buches ist eine klare und interessante Frages=
tellung nach Determinanten des Politikprozesses bei tiefgreifenden Reformen=
. Das entwickelte Analyseraster gibt nicht nur f=FCr Transformationen oder =
wohlfahrtsstaatliche Reformen Aufschlu=DF dar=FCber, wie Reformen ausgel=F6=
st werden und wie die Prozesse verlaufen. Die Gegen=FCberstellung von theor=
etischer Designer-Perspektive und praktischer Realit=E4t erm=F6glicht ein b=
esseres Verst=E4ndnis des Ablaufs von Reformpolitiken generell. </p>
<i><p>Norbert Eder</p>
</i><p>



</p></td>

</tr>



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dition=20

<a href=3D"mailto:redaktion@fes.de">bb&amp;ola</a> | November 1998

<br>

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