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Subject: Zeitschrift: Internationale Politik und Gesellschaft
Date: Mon, 26 Jan 2026 11:15:12 +0100
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<title>Zeitschrift: Internationale Politik und Gesellschaft</title>

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=3D"0" leftmargin=3D"0" topmargin=3D"0">
<table width=3D"97%" border=3D"0" cellspacing=3D"0" cellpadding=3D"0"> <tbo=
dy><tr> <td width=3D"2%" class=3D"platz" height=3D"20"><img src=3D"https://=
www.fes.de/ipg/arc_05_d/hg/spac.gif" height=3D"20" width=3D"15"></td><td wi=
dth=3D"2%" class=3D"platz"><img src=3D"https://www.fes.de/ipg/arc_05_d/hg/s=
pac.gif" height=3D"20" width=3D"20"></td><td width=3D"23%" class=3D"platz">=
&nbsp;<a name=3D"anf"></a></td><td width=3D"45%" class=3D"platz">&nbsp;</td=
><td width=3D"25%" class=3D"platz">&nbsp;</td></tr>=20
<tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td>
    <td class=3D"ueber" valign=3D"top" colspan=3D"3">Jane Bolden: Dealing w=
ith Conflict=20
      in Africa. The United Nations and Regional Organizations</td>
    <td class=3D"ueber" valign=3D"top" rowspan=3D"6" align=3D"right"><br>=
=20
&nbsp;</td></tr> <tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"unter" val=
ign=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td><td cl=
ass=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td></tr>=20
<tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp=
;</td>
    <td class=3D"unter" valign=3D"top"><b>Heft 1/2005</b></td>
    <td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td></tr> <tr> <td class=3D"t=
ext">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"=
unter" valign=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;<=
/td></tr>=20
<tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td>
    <td class=3D"unter" valign=3D"top" colspan=3D"3">New York 2003 <br>
      Palgrave Macmillan, xiii+325 S.</td>
  </tr> <tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"to=
p" colspan=3D"3">&nbsp;</td></tr>=20
<tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td>
    <td class=3D"unter" valign=3D"top" colspan=3D"4">=20
      <p> Mit dem Ende des Kalten Krieges ging eine nie da gewesene Bereits=
chaft=20
        der internationalen Gemeinschaft einher, weltweit Truppen in Konfli=
ktgebiete=20
        zu entsenden. Dieses Engagement jedoch ist nach den bitteren Erfahr=
ungen=20
        in Somalia und Ruanda wieder erheblich zur=FCckgegangen. "African s=
olutions=20
        to African problems" - dies ist Ausdruck der seit Mitte der 1990er =
Jahre=20
        verfochtenen Strategie des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen,=
 wenn=20
        es um Konfliktmanagement auf dem afrikanischen Kontinent geht. Ein =
wichtiges=20
        Gestaltungsmerkmal dieser neuen Strategie ist die R=FCckbesinnung a=
uf Kapitel=20
        VIII der VN-Charta und damit auf die gezielte Einbindung regionaler=
 Organisationen=20
        in die Beilegung von Konflikten. </p>
      <p>"It was [...] in Africa and because of Africa, that the retreat wa=
s the=20
        most keenly felt", so Jane Boulden. Der von ihr herausgegebene Samm=
elband=20
        widmet sich den Fragen, wie afrikanische Regionalorganisationen die=
 internationale=20
        Gemeinschaft bei der Schaffung von Frieden und Sicherheit unterst=
=FCtzen=20
        und wie eine sinnvolle Arbeitsteilung beider Instanzen aussehen k=
=F6nnte.=20
        Die Herausgeberin verzichtet ausdr=FCcklich darauf, die Ursachen de=
r behandelten=20
        Konflikte zu analysieren und beschr=E4nkt sich stattdessen auf eine=
 policy-orientierte,=20
        funktionale Beschreibung erstens der verschiedenen Interventionen b=
eider=20
        Organisationsformen, zweitens der Kooperation beider Instanzen und =
schlie=DFlich=20
        drittens ihres Einflusses auf die Konfliktentwicklung. </p>
      <p>Die Studie - Ergebnis des Forschungsprojekts "International Organi=
sation=20
        and the Security Issues of the Post-Cold War Era" des Centre for In=
ternational=20
        Studies an der Universit=E4t Oxford - vergleicht Theorie und Rhetor=
ik der=20
        internationalen und regionalen Organisationen mit den praktischen E=
rfahrungen=20
        vor Ort. Dazu liefern im zweiten Teil des Buches sechs Fallstudien =
zu=20
        Konflikten in Liberia, Sierra Leone, =C4thiopien/Eritrea, Sudan, Bu=
rundi=20
        und in der Demokratischen Republik Kongo das empirische Material.</=
p>
      <p> Der erste Teil f=FChrt allgemeine theoretische und praktische =DC=
berlegungen=20
        zum Thema an. Den Auftakt bildet ein sehr lesenswertes Kapitel der =
Herausgeberin=20
        =FCber die Afrika-Debatte im Sicherheitsrat im Kontext der VN-Opera=
tionen=20
        in Afrika, das die prek=E4re Partnerschaft der VN mit Afrika beleuc=
htet.=20
        Im Anschluss daran bieten <i>Eric Berman</i> und <i>Katie Sams</i> =
eine=20
        Bestandsaufnahme der in den Fallstudien vorkommenden regionalen Mec=
hanismen=20
        zur Konfliktbearbeitung und ihres institutionellen Wandels. Die Bes=
chreibung=20
        allein der institutionellen Seite der OAU/AU, ECOWAS, SADC, ANAD un=
d IGAD,<a style=3D"mso-footnote-id:ftn1" href=3D"https://www.fes.de/ipg/arc=
_05_d/01_05_d/r_1_05_2.htm#_ftn1" name=3D"_ftnref1" title=3D""><span class=
=3D"MsoFootnoteReference"><span style=3D"mso-special-character:footnote"><!=
--[if !supportFootnotes]-->[1]<!--[endif]--></span></span></a><o:p></o:p>=
=20
        ohne ein weiteres Argument damit zu verfolgen, l=E4sst dieses Kapit=
el jedoch=20
        zu einem zu lang geratenen Glossar =FCber Peacekeeping afrikanische=
r Regionalorganisationen=20
        verk=FCmmern, das immerhin den notorischen Mangel an finanziellen, =
materiellen=20
        und politischen Ressourcen als pr=E4gende und l=E4hmende Gemeinsamk=
eit all=20
        dieser Institutionen deutlich macht. </p>
      <p>Anhand einer vergleichenden Analyse der regionalen Konfliktbearbei=
tung=20
        in West Afrika und in der Region der gro=DFen Seen versucht <i>Clem=
ent E.=20
        Adibe</i> im anschlie=DFenden Beitrag, ein allgemeines Konzept f=FC=
r die Kooperation=20
        der VN mit regionalen Organisationen in Afrika zu entwickeln. Um zu=
r dringend=20
        erforderlichen koh=E4renten internationalen Strategie zu gelangen, =
schl=E4gt=20
        Adibe einen "embedded multilateralism" (eingebetteter Multilaterali=
smus)=20
        vor. Gem=E4=DF dieser institutionalisierten Koordinierung w=FCrden =
gest=E4rkte=20
        Regionalorganisationen Waffenstillst=E4nde herbeif=FChren und im An=
schluss=20
        daran die VN als Legitimierungsinstanz im Friedensprozess f=FCr die=
 Wahrung=20
        humanit=E4rer Prinzipien und internationalen Rechts sorgen sowie di=
e Beendigung=20
        des Konflikts sichern. Die Schwierigkeiten dieses Ansatzes werden a=
llerdings=20
        schon durch die in diesem Band vorliegenden Fallstudien verdeutlich=
t.=20
        Es stellt sich die Frage, ob die VN =FCber die Legitimit=E4t, die s=
ie den=20
        regionalen Friedensprozessen verleihen sollen, =FCberhaupt verf=FCg=
en. Halbherzige=20
        Interventionen und die "no comment"-Strategie des Sicherheitsrates,=
 wenn=20
        afrikanische Staaten ohne internationales Mandat in Konflikte in Na=
chbarstaaten=20
        milit=E4risch eingreifen (z.B. in Liberia oder Sierra Leone), versp=
ielen=20
        das Vertrauen vieler Afrikaner in die VN. Der Bruch des Artikels 53=
 der=20
        Charta, wonach die Anwendung von Gewalt allein der Autorit=E4t des =
Sicherheitsrates=20
        unterliegt, hat die Legitimit=E4t der VN nachhaltig beeintr=E4chtig=
t. <i>Jane=20
        Boulden</i> gibt zu bedenken, dass anders als beispielsweise beim N=
ATO-Einsatz=20
        im Kosovo dieses widerrechtliche Handeln in Bezug auf Afrika keine =
Diskussionen=20
        hervorruft. </p>
      <p>Die Fallstudien des zweiten Teiles sind stilistisch unterschiedlic=
h gut=20
        gelungen. Oft muss sich der Leser erst durch allzu ausf=FChrliche K=
onfliktchroniken=20
        arbeiten, bis er endlich zur eigentlichen Analyse der international=
en=20
        Kooperationsformen vordringt. Besonders lesenswert sind folgende dr=
ei=20
        Beitr=E4ge: <i>Funmi Olonisakin</i> beleuchtet den B=FCrgerkrieg in=
 Liberia=20
        ab 1990 und schlussfolgert anders als Adibe, dass sich die VN gerad=
e in=20
        den fr=FChen Phasen der Konfliktbearbeitung h=E4tten engagieren m=
=FCssen, um=20
        sp=E4ter moralische Autorit=E4t aus=FCben zu k=F6nnen. Bei jenen, d=
ie den Waffenstillstand=20
        verlustreich erk=E4mpft hatten, stie=DF der sp=E4te Einsatz der int=
ernationaler=20
        Truppen bitter auf. Dar=FCber hinaus war es praktisch unm=F6glich, =
mit einem=20
        auf Monitoring beschr=E4nkten Mandat, einer Truppenst=E4rke weit un=
ter der=20
        ECOWAS-Eingreiftruppe (ECOMOG, ECOWAS Cease-fire Monitoring Group) =
und=20
        sicherheitstechnischer Abh=E4ngigkeit von ECOMOG den Friedensauftra=
g auszuf=FChren.=20
        Wenn regionale Organisationen, so Olonisakin, die Autorit=E4t der U=
N einfach=20
        usurpieren k=F6nnen, f=FCge dies der Legitimit=E4t der VN erheblich=
en Schaden=20
        zu und verhindere in der Folge die Aussichten auf eine dauerhafte K=
onfliktl=F6sung.=20
      </p>
      <p><i>Tatiana Carayannis'</i> und <i>Herbert F. Weiss'</i> hervorrage=
nde=20
        Darstellung des Konfliktgeflechts der drei Kriege im Kongo zwischen=
 1996=20
        und 2002 beleuchtet kritisch, wie sowohl regionale als auch interna=
tionale=20
        Organisationen M=F6glichkeiten der Konfliktentsch=E4rfung aus polit=
ischem=20
        bzw. finanziellem Kalk=FCl nicht ergriffen, obwohl institutionelle =
Kapazit=E4ten=20
        vorhanden gewesen w=E4ren. Zum einen verhinderte die fehlende Berei=
tschaft=20
        der VN, die finanziellen und m=F6glicherweise politischen Kosten ei=
nes robusten=20
        Einsatzes zu =FCbernehmen, dass deeskalierende Ma=DFnahmen (z.B. En=
twaffnung=20
        der Milizen) durchgef=FChrt wurden. Die Rolle der VN beschr=E4nkte =
sich weitestgehend=20
        auf die =DCberwachung und Durchsetzung von Waffenstillst=E4nden und=
 die Anwaltschaft=20
        f=FCr Menschenrechte. Zum anderen aber w=E4ren, so die Autoren, in =
einem Konflikt=20
        solchen Ausma=DFes die VN die einzige Instanz, die durch fr=FChes E=
ingreifen=20
        die Gewalt h=E4tte beenden k=F6nnen, da die regionalen Abmachungen =
durch interne=20
        Machtk=E4mpfe und Uneinigkeit blockiert waren bzw. konfliktversch=
=E4rfend=20
        wirkten. In diesem Punkt war sich auch die SADC einig, dass eine in=
ternationale=20
        Intervention notwendig war. Ihre recht erfolgreichen Lobbyaktivit=
=E4ten=20
        auf VN-Ebene k=F6nnten, so Carayannis und Weiss, Vorbild auch f=FCr=
 andere=20
        Regionalorganisationen bei der Entwicklung effektiverer Mechanismen=
 der=20
        Interessenvertretung bei den VN sein. Es l=E4ge allerdings eine gew=
isse=20
        Ironie darin, wenn die vermeintlichen Nutznie=DFer der von den VN f=
reigiebig=20
        =FCberlassenen Verantwortung f=FCr Frieden und Sicherheit den Ball =
nun wieder=20
        zur=FCckspielten. </p>
      <p><i>Leenco Latas</i> Studie zum Krieg zwischen =C4thiopien und Erit=
rea hebt=20
        die Komplexit=E4t vieler afrikanischer Konflikte und die daraus res=
ultierenden=20
        suboptimalen Ergebnisse internationaler Eins=E4tze hervor. Konflikt=
e bilden=20
        oft komplizierte Mischformen der klassischen Kategorien "zwischenst=
aatlich"=20
        und "intern", weshalb auch herk=F6mmliche Formen der Konfliktbearbe=
itung=20
        ihr Ziel verfehlen. Carayannis und Weiss sprechen in diesem Zusamme=
nhang=20
        von einer neuen Dimension der Netzwerkbildung in Konflikten. Netzwe=
rke=20
        =FCberschreiten die Grenzziehung zwischen staatlich-nichtstaatlich,=
 =F6ffentlich-privat=20
        und international-intern, und =FCberlagern sich zudem oft mit krieg=
serhaltenden=20
        Wirtschaftsnetzwerken. Diese Einbettung der Konflikte in transnatio=
nale=20
        Finanz- und Sicherheitsinteressen stellt eine enorme Herausforderun=
g an=20
        internationales Konfliktmanagement in Afrika dar. </p>
      <p>F=FCr eine St=E4rkung von Kapitel VIII der Charta spricht, dass re=
gionale=20
        Akteure eher als die internationale Gemeinschaft den politischen Wi=
llen=20
        aufbringen, in Konflikte in ihrer Nachbarschaft einzugreifen, da si=
e durch=20
        Fl=FCchtlingsstr=F6me oder "spill-over"- Effekte selbst unmittelbar=
=20
        bedroht sind. Dar=FCber hinaus sind sie besser mit den kulturellen =
Eigenheiten=20
        vertraut. Die andere Seite dieser Argumentation ist - so wird in me=
hreren=20
        Beitr=E4gen diskutiert - , dass regionale Akteure weniger neutral s=
ind und=20
        daher im Konfliktmanagement schnell der Parteinahme bezichtigt werd=
en=20
        und so an Glaubw=FCrdigkeit verlieren. </p>
      <p>Der trotzdem f=FCr grunds=E4tzlich richtig befundene Ansatz, afrik=
anische=20
        Regionalorganisationen st=E4rker in die Konfliktbearbeitung zu inte=
grieren,=20
        krankt gem=E4=DF der Herausgeberin aber am fehlenden Rahmen allgeme=
iner Kooperations-=20
        und Koordinierungsmechanismen. "African solutions to African proble=
ms"=20
        kann nicht bedeuten, die Verantwortung f=FCr internationalen Friede=
n und=20
        Sicherheit an institutionell ungefestigte und daher f=FCr Vereinnah=
mungen=20
        anf=E4llige Regionalorganisationen abzutreten. Die Fallstudien in d=
iesem=20
        Buch belegen, dass fehlende Koordinierung und Absprachen sowohl zwi=
schen=20
        den Regionalorganisationen untereinander als auch mit den Vereinten=
 Nationen=20
        dazu f=FChren k=F6nnen, dass die Instanzen gegeneinander ausgespiel=
t werden=20
        und so Konflikte gar vertiefen und verl=E4ngern. Boulden betont hie=
r die=20
        Rolle der African Union, die theoretisch die Organisation w=E4re, u=
m f=FCr=20
        bessere Koordination zu sorgen. In den untersuchten F=E4llen aber g=
elingt=20
        es der AU nicht, die Rolle des "zahnlosen Tigers" zu =FCberwinden u=
nd konstruktiv=20
        zur Konfliktbeilegung beizutragen. Es bleibt abzuwarten, wie sich d=
ie=20
        Gr=FCndung des Friedens- und Sicherheitsrates der AU am 25. Mai 200=
4 k=FCnftig=20
        auswirken wird. </p>
      <p>"Dealing with Conflict in Africa" ist ein insgesamt gutes Buch, da=
s einen=20
        interessanten Beitrag zur Debatte =FCber die Rolle der Regionalorga=
nisationen=20
        in Afrika leistet, weil es mittels eines vergleichenden Fallstudien=
ansatzes=20
        die j=FCngsten Entwicklungen (z.T. bis ins Jahr 2003) in Afrika ver=
folgt.=20
        Damit f=FCllt es eine L=FCcke in der ansonsten eher theoretischen F=
orschungsliteratur.=20
        Der Fallstudien-Ansatz wagt die Probe aufs Exempel und r=FCckt die =
konkreten=20
        Folgen der mitunter widerspruchsvollen VN-Konfliktpolitik ins Blick=
feld.=20
        Stilistisch ist allerdings zu bem=E4ngeln, dass einige Beitr=E4ge z=
u deskriptiv=20
        ausfallen, sich im Kleinen verlieren und somit die Geduld des Leser=
s =FCberstrapazieren.=20
      </p>
      <p>Die Studie wartet nicht mit einem allgemeing=FCltigen Konzept f=FC=
r kooperative=20
        Friedenssicherung in Afrika auf. Dem Leser wird ein informativer Zu=
griff=20
        auf die unterschiedlichen Facetten afrikanischer Konflikte und der =
regionalen=20
        wie internationalen "response" erm=F6glicht, der auf wiederkehrende=
 Schwierigkeiten=20
        hinweist und die strukturellen Herausforderungen an eine verbessert=
e Kooperation=20
        zwischen den Vereinten Nationen und den regionalen Organisationen a=
ufdeckt.=20
        Insofern kommt die Herausgeberin ihrem Anspruch nach "to draw some =
specific=20
        lessons from this experience with a view to informing future effort=
s".=20
        Jane Boulden schlussfolgert, dass verst=E4rktes VN-Engagement in Af=
rika=20
        sowie eine klare Zuteilung der F=FChrungsrolle vonn=F6ten w=E4ren, =
um evidente=20
        konfliktversch=E4rfende Folgen unzureichender Kooperation zu vermei=
den:=20
        Solange bessere Koordinierungsmechanismen fehlen, sollten entweder =
die=20
        VN die F=FChrung =FCbernehmen und konsequent ausf=FChren oder aber =
diese Aufgabe=20
        einer regionalen Organisation =FCberlassen.</p>
      <p> <a style=3D"mso-footnote-id:ftn1" href=3D"https://www.fes.de/ipg/=
arc_05_d/01_05_d/r_1_05_2.htm#_ftnref1" name=3D"_ftn1" title=3D""><!--[if !=
supportFootnotes]-->[1]<!--[endif]--></a>Organization of=20
        African Unity/African Union, Economic Community of West African Sta=
tes,=20
        South African Development Community, Treaty of Non-Aggression Assis=
tance=20
        and Mutual Defence, Intergovernmental Authority on Development. </p=
>
      <p>&nbsp;</p>
      <p align=3D"RIGHT"><i>Franziska Riegelmann, Berlin</i></p>
    </td></tr> <tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valig=
n=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td><td clas=
s=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&n=
bsp;</td></tr>=20
<tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp=
; </td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"unter" va=
lign=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td></tr>=
=20
<tr> <td class=3D"platz" height=3D"6" colspan=3D"5">&nbsp;</td></tr> <tr> <=
td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"text">&nbsp;</td>
    <td class=3D"unter" colspan=3D"3">&lt;&lt; <b><a href=3D"https://www.fe=
s.de/ipg/arc_05_d/01_05_d/re_01_05.htm" target=3D"_self">zur=FCck=20
      Rezensionen/ =DCbersicht</a></b></td>
  </tr>=20
<tr> <td class=3D"platz" height=3D"6" colspan=3D"5">&nbsp;</td></tr> <tr> <=
td class=3D"text" height=3D"25">&nbsp;</td><td class=3D"unter" height=3D"25=
" colspan=3D"4">=20
<table width=3D"100%" border=3D"0" cellspacing=3D"0" cellpadding=3D"0"> <tb=
ody><tr> <td class=3D"unter" colspan=3D"5" bgcolor=3D"#111100"><img src=3D"=
https://www.fes.de/ipg/arc_05_d/hg/spac.gif" width=3D"2" height=3D"1"></td>=
</tr>=20
<tr> <td class=3D"unter">&nbsp;</td><td class=3D"unter">&nbsp;</td><td clas=
s=3D"unter">&nbsp;</td><td class=3D"unter">&nbsp;</td><td class=3D"unter">&=
nbsp;</td></tr>=20
<tr> <td class=3D"unter">=A9 Friedrich Ebert Stiftung</td><td class=3D"unte=
r">&nbsp;</td>
          <td class=3D"unter">net edition: Gerda Axer-D=E4mmer| 01/2005</td=
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