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Subject: Zeitschrift: Internationale Politik und Gesellschaft
Date: Mon, 26 Jan 2026 11:33:32 +0100
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<title>Zeitschrift: Internationale Politik und Gesellschaft</title>

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<table width=3D"97%" border=3D"0" cellspacing=3D"0" cellpadding=3D"0"> <tbo=
dy><tr> <td width=3D"2%" class=3D"platz" height=3D"20"><img src=3D"https://=
www.fes.de/ipg/arc_05_d/hg/spac.gif" height=3D"20" width=3D"15"></td><td wi=
dth=3D"2%" class=3D"platz"><img src=3D"https://www.fes.de/ipg/arc_05_d/hg/s=
pac.gif" height=3D"20" width=3D"20"></td><td width=3D"23%" class=3D"platz">=
&nbsp;<a name=3D"anf"></a></td><td width=3D"45%" class=3D"platz">&nbsp;</td=
><td width=3D"25%" class=3D"platz">&nbsp;</td></tr>=20
<tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td>
    <td class=3D"ueber" valign=3D"top" colspan=3D"3">Sabine Fischer: Russla=
nds Westpolitik in der Krise 1992-2000. Eine konstruktivistische Untersuchu=
ng</td>
    <td class=3D"ueber" valign=3D"top" rowspan=3D"6" align=3D"right"><br>=
=20
&nbsp;</td></tr> <tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"unter" val=
ign=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td><td cl=
ass=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td></tr>=20
<tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp=
;</td>
    <td class=3D"unter" valign=3D"top"><b>Heft 2/2005</b></td>
    <td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td></tr> <tr> <td class=3D"t=
ext">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"=
unter" valign=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;<=
/td></tr>=20
<tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td>
    <td class=3D"unter" valign=3D"top" colspan=3D"3">Frankfurt 2003 <br>
      Campus Verlag, 391 S.</td>
  </tr> <tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"to=
p" colspan=3D"3">&nbsp;</td></tr>=20
<tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td>
    <td class=3D"unter" valign=3D"top" colspan=3D"4">=20
      <p> Fischers Ansatz, die theoretische Debatte =FCber die Au=DFenpolit=
ik nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes mit Ergebnissen der Transformation=
sforschung zu verbinden und in diesem Amalgam die Wirkung von Ideen auf das=
 au=DFenpolitische Verhalten Russlands zu untersuchen, wobei sie Grundpr=E4=
missen der konstruktivistischen Theorien f=FCr ihr Analysemodell verwendet,=
 ist ambitioniert und f=FCr die Konstitutionsphase des neuen, postkommunist=
ischen Russlands sicher interessant. Die Autorin hat eine immense F=FClle v=
on russischen Prim=E4rquellen und die g=E4ngige Sekund=E4rliteratur verarbe=
itet und sehr einpr=E4gsam die zur=FCckliegende Dekade, die das =84System J=
elzin=93 hervorbrachte, beschrieben. Ein System, das institutionelle Schw=
=E4che und fehlende Ressourcen in der zur=FCckliegenden Dekade postsowjetis=
cher Transformation mit dem autokratischen und sprunghaften F=FChrungsstil =
des russischen Pr=E4sidenten Boris Jelzin verband. Zu keiner Zeit, so die z=
entrale These von Fischer, gelang es, eine koh=E4rente Konzeption von Au=DF=
enpolitik zu entwickeln. Weder Pr=E4sident noch Au=DFenminister vermochten =
die Dissonanzen der um Einfluss konkurrierenden Machtministerien, der =84Si=
loviki=93, zu beheben. Obwohl sich im Lauf der Dekade das Gewicht von selbs=
ternannten, externen Beratungsorganen abschw=E4chte, waren sie Faktoren im =
au=DFenpolitischen Prozess. Die postsowjetische Au=DFenpolitik war also zu =
keiner Zeit frei von Widerspr=FCchen und externen Interventionen. </p>
      <p>Treffend spricht Fischer von der =84hochgradigen Personalisierung =
und eine[r] auf den Pr=E4sidenten fokussierte[n] Machthierarchie=93 (S. 139=
), deren =84Funktionieren stark vom Gesundheitszustand=93 (ebenda) des Pr=
=E4sidenten abhing. Fischer arbeitet anschaulich heraus, dass es dem ersten=
 russischen Au=DFenminister eigentlich nie gelang, den eigenen Machtapparat=
 zu kontrollieren. Kosyrew musste sich, so Fischer, ab 1993, als der unmitt=
elbare postsowjetische Konsens zerbrach, gegen eine Unzahl von konkurrieren=
den Institutionen behaupten. </p>
      <p>So richtig ihre Aussage vom geringen Einfluss der russischen Staat=
sduma auf die Au=DFenpolitik ist, so ist die These, dass die =84schwierigen=
 Beziehungen zwischen Legislative und Exekutive=93 (S. 159), letztlich also=
 zwischen Pr=E4sident und den politischen Parteien, =84das gr=F6=DFte Hinde=
rnis auf dem Weg zu einem konsolidierten Parteiensystem=93 (ebenda) waren, =
arg verk=FCrzt. Stand doch das neue Russland erst am Anfang eines gesellsch=
aftlichen und wirtschaftlichen Transformationsprozesses mit entsprechenden =
R=FCckwirkungen auf die Organisation von Interessen. Bis heute fehlen daher=
 auch Parteien, Verb=E4nde und Organisationen der Zivilgesellschaft. Hier z=
eigen sich erneut die Fallstricke des konstruktivistischen Ansatzes, dessen=
 Rekurs auf die normative und institutionelle Innenarchitektur der Au=DFenp=
olitik von sozio=F6konomischen und politischen Machtfaktoren abstrahiert. <=
/p>
      <p>Trotz Kompetenzgerangel zwischen den Machtministerien und der vers=
uchten Einflussnahme von au=DFen, stand aber die russische Au=DFenpolitik, =
weil sie Dom=E4ne des Pr=E4sidenten war und blieb, zu keinem Zeitpunkt unte=
r dem Druck der Stra=DFe oder spezifischer ideologischer Positionen der au=
=DFen- und sicherheitspolitischen Experten-Community. Fischer r=E4umt daher=
 den Denkschulen der Au=DFenpolitik zu viel Gewicht ein. Zur Illustration: =
In einer repr=E4sentativen Elitenumfrage der Friedrich Ebert Stiftung Moska=
u, die zusammen mit dem Russischen Unabh=E4ngigen Institut f=FCr Soziale un=
d Nationale Probleme im Jahr 2001 durchgef=FChrt wurde, nannten die Befragt=
en als Einflussfaktoren auf die russische Au=DFenpolitik: 91,2 Prozent den =
Pr=E4sidenten, 52,4 Prozent den Au=DFenminister, 36,7 Prozent die =D6l- und=
 Gasindustrie, 18,1 Prozent die Au=DFenhandelslobby, 9,5 Prozent die Staats=
duma, 7,1 Prozent die Armeef=FChrung und fast am Schluss mit 6,7 Prozent ra=
ngierten die Experten und Fachleute f=FCr internationale Beziehungen. </p>
      <p>Fischer beschreibt eingehend das schwache institutionelle Gef=FCge=
 des Jelzin-Systems und beleuchtet die Funktion des Nationalen Sicherheitsr=
ates, der zeitweise eine wichtige koordinierende Entscheidungs- oder zumind=
est Beratungsfunktion f=FCr den Pr=E4sidenten hatte. Die Autorin belegt =FC=
berzeugend, warum dieser nach der Lebed-Aff=E4re 1996 sukzessive bedeutungs=
los wurde. </p>
      <p>Des Weiteren berichtet sie zwar korrekt =FCber die Doppelung der e=
xekutiven Strukturen, aber ihre Interpretation, dass sich dadurch die B=FCr=
okratie nur duplizierte, greift erneut zu kurz. Die Doppelung der staatlich=
en Apparate unter Kontrolle der Pr=E4sidialadministration war vielmehr quas=
i eine Lebensversicherung des Jelzin Systems gegen die weitgehend nicht als=
 reformierbar eingesch=E4tzten alten Sowjetapparate. Angesichts der Schw=E4=
che des Staates und um Konzeptionen und Ideen realistisch in Politik umzuse=
tzen, musste sich Jelzin eine eigene politische Machtbasis schaffen. Gegen =
die alte Sowjetb=FCrokratie wurde daher =FCber die Pr=E4sidialverwaltung de=
r Staatsaufbau lanciert. Dieser Prozess dauerte bis zum Ende der Jelzin-=C4=
ra an. Wenngleich auch der russische Staat nie =FCber ausreichende Mittel u=
nd Ressourcen verf=FCgte, um seinen Aufgaben nachzukommen, gelang es Jelzin=
 dennoch bis zum Schluss, seine Machtbasis zu erhalten. </p>
      <p>Fischers Beharren auf der Relevanz von Ideologien, Werten, und Vor=
stellungen ist angesichts der wirtschaftlichen, politischen und institution=
ellen Schw=E4chen des Jelzin-Systems nicht verst=E4ndlich. Weltbilder hatte=
n in dieser Zeit kaum Bezug zur Realit=E4t. Sie zirkulierten nur in kleinen=
 Kreisen und kamen mehr einem ungedeckten Scheck auf die Zukunft gleich, of=
tmals mit Phantomschmerzen ob des untergegangenen Sowjetimperiums versehen.=
 </p>
      <p>Trotz der illustrativ hervorragend gelungenen Analyse des Systems =
Jelzin wird nicht klar, auf welchen Machtgruppen das Herrschaftsgef=FCge be=
ruhte und welchen Einfluss sie auf die Au=DFenpolitik hatten. So war die er=
ste Generation der Oligarchen zu sehr mit der Sicherung der staatlichen Beu=
te besch=E4ftigt, als dass sie sich Gedanken um die au=DFenpolitische Richt=
ung gemacht h=E4tte. Die heftige anti-westliche Verbalrhetorik nach 1994 en=
tsprach eher einer =84virtuellen russischen Au=DFenpolitik=93. </p>
      <p>Die nachfolgende Generation von Oligarchen suchte den flankierende=
n Einfluss staatlicher Politik zur Verfolgung eigener Interessen, die von d=
er sukzessiven Weltmarktintegration besonders der Energie- und Rohstoffbran=
chen diktiert wurden. Ein wichtiges Dokument, dass diesen Einfluss zeigte, =
aber leider von Fischer nicht voll gew=FCrdigt wird, ist die =84Mittelfrist=
ige Strategie Russlands gegen=FCber der Europ=E4ischen Union bis zum Jahre =
2010=93, dass im Oktober 1999 in Helsinki vom damals neu ins Amt berufenen =
Premierminister Wladimir Putin vorgestellt wurde. </p>
      <p>Erstaunlich bleibt auch, warum die Autorin den in der russischen L=
iteratur durchg=E4ngig best=E4tigten starken Konsens zwischen unterschiedli=
chen innen- und au=DFenpolitischen Denkschulen nicht anerkennt, sondern ehe=
r vom Fehlen solcher Grund=FCberzeugungen ausgeht. Trotz des Dauerkonflikte=
s zwischen Pr=E4sident und Staatsduma w=E4hrend der gesamten Jelzin-=C4ra w=
urden die Prozeduren und Spielregeln der politischen Auseinandersetzung von=
 allen Akteuren eingehalten. Dies allein l=E4sst auf einen Konsens unter de=
n konkurrierenden Machteliten schlie=DFen, in dem ideologische Positionen k=
aum eine Rolle spielten. Und dieser Konsens vereinte alle Fraktionen der Du=
ma, einschlie=DFlich der liberalen Partei Jabloko. Nuancierungen, Kontrover=
sen bestanden allenfalls in der Rhetorik. Aber in Schl=FCsselfragen wie der=
 Ablehnung der Nato-Osterweiterung, der Unterst=FCtzung Serbiens und der Be=
urteilung des Milit=E4reinsatzes der Nato im Kosovo, und dem Ziel, Russland=
 wieder zu einer Gro=DFmacht mit internationalem Ansehen werden zu lassen, =
fanden alle Fraktionen der Duma zusammen. Hier wird auch Fischers Klassifiz=
ierung der ideologischen-politischen Str=F6mungen problematisch. Die Machte=
liten waren entideologisiert. So waren die Kommunisten l=E4ngst in die Meta=
morphose zu nicht erkl=E4rten Sozialisten und Sozialdemokraten eingetreten =
und schwankten zwischen Isolationismus und einer aktiven Hinwendung zu Euro=
pa. Die Liberalen hingegen hatten Gefallen am wirtschaftspolitischen Pinoch=
et-Modell gefunden und traten f=FCr eine starke Allianz mit den USA ein. Al=
lenfalls die Eurasier blieben im Kern ihres isolationistischen Denkens =FCb=
er weite Phasen der Jelzin-=C4ra unber=FChrt, aber auch einflusslos. </p>
      <p>Respekt verdient Fischers Darstellung der eurasischen und der real=
istischen Str=F6mungen, obwohl die Zuordnung von einzelnen Repr=E4sentanten=
 nicht immer stimmig scheint. So kann man weder Sergej Kortunow noch Wjatsc=
heslaw Daschitschew mit der eurasischen/nationalistischen Str=F6mung in Ver=
bindung bringen. Sehr anschaulich beschreibt sie die heimliche Faszination =
der Arbeiten Huntingtons auf russische Realisten wie Eurasier. Unter den dr=
ei von Fischer identifizierten gro=DFen konzeptionellen Str=F6mungen, die g=
esellschaftspolitische und au=DFenpolitische Ziel- und Wertvorstellungen mi=
teinander verkn=FCpften, also den Realisten, Liberalen und Eurasiern, domin=
ierten seit 1996 die Realisten, die allerdings Elemente der liberalen und e=
urasischen Rhetorik =FCbernahmen (S. 204). Nur, dass sich im Gefolge des Ir=
ak-Krieges die pro-westliche Str=F6mung in der Moskauer Experten-Community =
in eine dominant =84atlantische=93 und eine wesentlich schw=E4chere europ=
=E4ische Variante aufspaltete, ein Prozess, der allerdings au=DFerhalb des =
Untersuchungszeitraumes von Fischers Studie (1992-2000) f=E4llt. Wenn es de=
nn einen Beleg f=FCr die relative Bedeutungslosigkeit der Experten-Communit=
y gibt, dann den Irakkrieg. Die russische Experten-Community h=E4lt bis heu=
te die Entscheidung des Kremls f=FCr eine Interessengemeinschaft zusammen m=
it Paris und Berlin f=FCr einen strategischen Fehler. Nur: Der Kreml entsch=
ied anders und blieb bei seiner Entscheidung bis heute. </p>
      <p>Dass weniger Ideen und Weltbilder die russische Westpolitik anleit=
eten, wie Fischer behauptet, als schlichte nationale Interessen, bleibt ein=
 gravierendes Manko ihres ansonsten vortrefflich recherchierten Buches. Fis=
cher beachtet zuwenig, dass insbesondere Au=DFenpolitik ein funktionierende=
s Staatswesen und Ressourcen voraussetzt. Und von einem funktionierenden St=
aat kann man erst seit der ersten Amtsperiode Putins sprechen. Erst ab 1999=
 trat die russische Wirtschaft in eine bis heute andauernde imposante Phase=
 nachhaltigen wirtschaftlichen Wachstums ein. Damit erhielt die russische A=
u=DFenpolitik die erforderliche materiell-=F6konomische Unterf=FCtterung. Z=
ugleich trat der Aufbau des Staates in eine neue Phase. Die =84=D6konomisie=
rung=93 der russischen Au=DFenpolitik begann. F=FCr Russland gilt ebenso wi=
e f=FCr die USA, dass =D6l und Politik stets in die gleiche Richtung str=F6=
men. </p>
      <p>Wenn weder das Volk noch die Staatsduma relevanten Einfluss auf au=
=DFen- und sicherheitspolitische Entscheidungen hatten und haben, warum sol=
lte dann die Experten-Community solch ein Gewicht f=FCr sich reklamieren k=
=F6nnen? Diese Frage bleibt uns die Autorin schuldig, da sie nicht in den g=
ew=E4hlten theoretischen Ansatz passt. </p>
      <p>Kritisch ist zudem anzumerken, dass vorliegende empirische Studien=
 =FCber die au=DFen- und sicherheitspolitische Elite, wie sie beispielsweis=
e von der damaligen Leitung der Friedrich Ebert Stiftung f=FCr die Jahre 19=
93, 1996 und 2001 sowie f=FCr die milit=E4rische Elite aus dem Jahre 1995 a=
ngestellt wurden,benso wenig genutzt wurden wie die interessanten Ergebniss=
e der empirischen Befragungen 1995 und 2001 von Ideologietr=E4gern, n=E4mli=
ch der Kommunikationseliten Russlands. W=E4ren diese Analysen in die Unters=
uchung einbezogen worden, so h=E4tten sie zweifelsohne den normativen Ansat=
z der vorliegenden Studie erg=E4nzt, aber auch korrigiert, weil in allen di=
esen Studien sehr klar zum Ausdruck kommt, dass anstelle normativer Fragen =
und Weltbilder sehr konkrete, pragmatische und interessengeleitete Zielvors=
tellungen das Handeln der Akteure bestimmten. </p>
      <p>Schlie=DFlich kommt in der vorliegenden Studie die fehlende extern=
e Projektionsfl=E4che zu kurz: n=E4mlich die Unf=E4higkeit westlicher Staat=
en, eine kooperative und unterst=FCtzende Strategie f=FCr den postsowjetisc=
hen Transformationsprozess zu entwickeln, die =FCber normative Beteuerungen=
 der Partnerschaft hinausging. Das gilt gleicherma=DFen f=FCr die USA als a=
uch f=FCr die Europ=E4ische Union. Zwar schlossen die Europ=E4ische Unionun=
d die Russische F=F6deration bereits 1994 ein Partnerschafts- und Kooperati=
onsabkommen, doch die EU brauchte bis zur K=F6lner Erkl=E4rung vom Juni 199=
9, um der stockenden Partnerschaft konkreteres Leben einzuhauchen. Auch die=
 amerikanische Russlandpolitik ist in dieser Dekade keinesfalls konsistent.=
 Sie schwankt bis zu den Ereignissen vom September 2001 zwischen attentisti=
scher Distanz und offener Marginalisierung des Landes in wichtigen Fragen d=
er internationalen Politik. Noch gegen Ende der 1990er Jahre machte der Slo=
gan =84a world without Russia=93 in Washington die Runde. </p>
      <p>Die vorliegende Arbeit verdient vor allem Anerkennung, weil die Au=
torin anschaulich und gr=FCndlich die vorhandenen Str=F6mungen in der au=DF=
en- und sicherheitspolitischen Debatte w=E4hrend der 1990er Jahre aufgearbe=
itet und auf die verworrenen, instabilen innenpolitischen Verh=E4ltnisse w=
=E4hrend der Jelzin =C4ra projiziert hat. Damit r=E4umt sie implizit mit ei=
nem heute g=E4ngigen Vorurteil auf, wonach in der Jelzin =C4ra die russisch=
e Demokratie noch eine Chance hatte. </p>
      <p align=3D"RIGHT"><i>Peter W. Schulze, Lemgow <br>
        </i></p>
    </td></tr> <tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valig=
n=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td><td clas=
s=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&n=
bsp;</td></tr>=20
<tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp=
; </td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"unter" va=
lign=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td></tr>=
=20
<tr> <td class=3D"platz" height=3D"6" colspan=3D"5">&nbsp;</td></tr> <tr> <=
td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"text">&nbsp;</td>
    <td class=3D"unter" colspan=3D"3">&lt;&lt; <b><a href=3D"https://www.fe=
s.de/ipg/arc_05_d/02_05_d/re_02_05.htm" target=3D"_self">zur=FCck=20
      Rezensionen/ =DCbersicht</a></b></td>
  </tr>=20
<tr> <td class=3D"platz" height=3D"6" colspan=3D"5">&nbsp;</td></tr> <tr> <=
td class=3D"text" height=3D"25">&nbsp;</td><td class=3D"unter" height=3D"25=
" colspan=3D"4">=20
<table width=3D"100%" border=3D"0" cellspacing=3D"0" cellpadding=3D"0"> <tb=
ody><tr> <td class=3D"unter" colspan=3D"5" bgcolor=3D"#111100"><img src=3D"=
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</tr>=20
<tr> <td class=3D"unter">&nbsp;</td><td class=3D"unter">&nbsp;</td><td clas=
s=3D"unter">&nbsp;</td><td class=3D"unter">&nbsp;</td><td class=3D"unter">&=
nbsp;</td></tr>=20
<tr> <td class=3D"unter">=A9 Friedrich Ebert Stiftung</td><td class=3D"unte=
r">&nbsp;</td>
          <td class=3D"unter">net edition: Gerda Axer-D=E4mmer| 04/2005</td=
>
          <td class=3D"unter">&nbsp;</td><td class=3D"unter"><img src=3D"ht=
tps://www.fes.de/ipg/arc_05_d/hg/pfeil.gif"><b><a href=3D"https://www.fes.d=
e/ipg/arc_05_d/02_05_d/r_2_05_3.htm#anf">=20
Top</a></b></td></tr> </tbody></table><br> </td></tr> </tbody></table>


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