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Subject: Zeitschrift: Internationale Politik und Gesellschaft
Date: Mon, 26 Jan 2026 11:36:13 +0100
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<table width=3D"97%" border=3D"0" cellspacing=3D"0" cellpadding=3D"0"> <tbo=
dy><tr> <td width=3D"2%" class=3D"platz" height=3D"20"><img src=3D"https://=
www.fes.de/ipg/arc_05_d/hg/spac.gif" height=3D"20" width=3D"15"></td><td wi=
dth=3D"2%" class=3D"platz"><img src=3D"https://www.fes.de/ipg/arc_05_d/hg/s=
pac.gif" height=3D"20" width=3D"20"></td><td width=3D"23%" class=3D"platz">=
&nbsp;<a name=3D"anf"></a></td><td width=3D"45%" class=3D"platz">&nbsp;</td=
><td width=3D"25%" class=3D"platz">&nbsp;</td></tr>=20
  <tr>
    <td class=3D"text">&nbsp;</td>
    <td class=3D"ueber" valign=3D"top" colspan=3D"3">Peter Waldmann: Terror=
ismus und B=FCrgerkrieg. Der Staat in Bedr=E4ngnis</td>
    <td class=3D"ueber" valign=3D"top" rowspan=3D"8" align=3D"right"><br>=
=20
&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr>
    <td class=3D"text">&nbsp;</td>
    <td class=3D"ueber" valign=3D"top" colspan=3D"3">&nbsp;</td>
  </tr>
  <tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td>
    <td class=3D"ueber" valign=3D"top" colspan=3D"3">Detlef Sack / Gerd Ste=
ffens (Hrsg.): Gewalt statt Anerkennung? Aspekte des 11.9.2001 und seiner F=
olgen </td>
  </tr> <tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"to=
p">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"un=
ter" valign=3D"top">&nbsp;</td></tr>=20
<tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp=
;</td>
    <td class=3D"unter" valign=3D"top"><b>Heft 2/2005</b></td>
    <td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td></tr> <tr> <td class=3D"t=
ext">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"=
unter" valign=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;<=
/td></tr>=20
<tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td>
    <td class=3D"unter" valign=3D"top" colspan=3D"3">Waldmann: M=FCnchen 20=
03 <br>
      Gerling Akademie Verlag, 269 S.<br>
      Sack/Steffens: Frankfurt am Main 2003<br>
      Peter Lang Europ=E4ischer Verlag der Wissenschaften, 263 S. </td>
  </tr> <tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"to=
p" colspan=3D"3">&nbsp;</td></tr>=20
<tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td>
    <td class=3D"unter" valign=3D"top" colspan=3D"4">=20
      <p> =84Terrorism is theatre=93 schrieb Brian M. Jenkins 1975.<a style=
=3D"mso-footnote-id:ftn1" href=3D"https://www.fes.de/ipg/arc_05_d/02_05_d/r=
_2_05_4.htm#_ftn1" name=3D"_ftnref1" title=3D""><span class=3D"MsoFootnoteR=
eference"><span style=3D"mso-special-character:footnote"><!--[if !supportFo=
otnotes]-->[1]<!--[endif]--></span></span></a><o:p></o:p> Diese kurze, aber=
 pr=E4gnante Formel wirkt auch nach 30 Jahren durch die t=E4glich ver=F6ffe=
ntlichten Fotos und Videos von Entf=FChrungen, Hinrichtungen und Anschl=E4g=
en aktueller denn je. Die Aufmerksamkeit des unbeteiligten Dritten zu erreg=
en, die Welt=F6ffentlichkeit zum Publikum des Konfliktes auf der B=FChne de=
r Medien werden zu lassen, ist eines der Ziele von spektakul=E4ren Anschl=
=E4gen, deren psychologische Auswirkungen wie Angst, Faszination und emotio=
nale Anteilnahme zur zentralen Strategie geworden sind. Der Kern dieses, be=
i fast 4000 Toten der Anschl=E4ge vom 11. September 2001 sicherlich zugespi=
tzten Vergleiches, liegt in der Betonung des kommunikativen Charakters von =
Terrorismus. Mit der nicht zu leugnenden Symbolik der einst=FCrzenden Twin =
Towers des World Trade Centers hat sich ein Bild in das Ged=E4chtnis der We=
lt=F6ffentlichkeit eingebrannt, das als Legitimation f=FCr weitreichende po=
litische Folgen in der internationalen Politik dient. Es scheint derzeit, a=
ls w=FCrden beispielsweise die von Terrorgruppen im Irak entf=FChrten Ausl=
=E4nder ausschlie=DFlich zu Inszenierungszwecken hingerichtet, wie die welt=
weit verbreiteten ausf=FChrlichen Bilddokumentationen im Internet belegen. =
</p>
      <p align=3D"left">Der Augsburger Soziologe <em>Peter Waldmann</em> de=
finiert Terrorismus als =84Kommunikationsstrategie=93 (S. 38), die an die i=
nternationale =D6ffentlichkeit adressiert und im Gegensatz zu B=FCrgerkrieg=
en durch die Asymmetrie der Konfliktparteien gekennzeichnet ist. Terrorismu=
s ist demnach mehr Gewaltinszenierung als instrumentelle Gewalt, die wieder=
um bei B=FCrgerkriegen im Sinne milit=E4rischen Erfolges im Vordergrund ste=
ht. In seiner neuesten Ver=F6ffentlichung =84Terrorismus und B=FCrgerkrieg=
=93 legt Waldmann nach diversen Untersuchungen zu Staatszerfall, B=FCrgerkr=
iegen und Terrorismus nun eine detaillierte und mit Fallbeispielen angereic=
herte Strukturanalyse der Gewaltph=E4nomene Terrorismus und B=FCrgerkrieg v=
or. Waldmann wendet dabei eine makrosoziologische Perspektive an: die Typen=
unterscheidung in ethnisch-nationalistischen, sozialrevolution=E4ren und re=
ligi=F6sen Terrorismus. Allerdings ist er bei der Klassifizierung nicht aus=
schlie=DFlich auf Unterschiede fixiert. Vielmehr entdeckt er Gemeinsamkeite=
n sowohl in der Motivation, etwa im Rachegedanken, als auch im operativen V=
orgehen, das vor allem in den F=FChrungsgruppen des religi=F6sen Terrorismu=
s von Rationalit=E4t und Effektivit=E4t gepr=E4gt ist. </p>
      <p align=3D"left">Der von <em>Detlef Sack</em> und <em>Gerd Steffens<=
/em> herausgegebene Sammelband =FCber den 11. September und seine Auswirkun=
gen verfolgt dagegen einen anderen Ansatz. Die im Rahmen einer Ringvorlesun=
g im Jahr 2002 an der Universit=E4t Kassel entstandenen Beitr=E4ge orientie=
ren sich weniger an dem Ph=E4nomen Terrorismus generell, sondern untersuche=
n und beleuchten die spezifischen Hintergr=FCnde und Folgen der islamistisc=
h motivierten Anschl=E4ge in New York und Washington. Auch wenn Jan Philipp=
 Reemtsma in seinem Beitrag die Frage nach den Motiven terroristischer Gewa=
lt aufgreift und dabei letztlich zu dem Schluss kommt, dass es bei dem mode=
rnen Terrorismus im Sinne rationaler Herangehensweisen =FCber Ziele, Zwecke=
 und Mittel nichts zu verstehen g=E4be, stehen im Sammelband weniger Strate=
gie und Struktur des Terrorismus im Vordergrund. Vielmehr betrachten die Be=
itr=E4ge die weltpolitischen und gesellschaftlichen Begleitumst=E4nde und F=
olgen des Terrors. Die Auswirkungen auf die internationale Politik (Werner =
Ruf) und die Innenpolitik (Klaus F. Geiger; Detlef Sack), das Verh=E4ltnis =
von Religion und Gesellschaft (Geert Hendrich; Jens Flemming), die Geschlec=
hterordnung (Renate Kreile) und demokratietheoretische =DCberlegungen zu de=
n Folgen des 11. Septembers (Eike Hennig) bilden die thematischen Schwerpun=
kte des Buches. </p>
      <p align=3D"left"><em>Peter Waldmann</em> setzt in seinem Band andere=
 Akzente, indem er die ver=E4nderten Strukturbedingungen, wie den Bedeutung=
sverlust der Staaten, ein starkes Bev=F6lkerungswachstum und die globale Ve=
rnetzung und Globalisierung thematisiert und in Bezug setzt zu den Konflikt=
formen Terrorismus und B=FCrgerkrieg. Denn der Staat, so Waldmann, wirke be=
i beiden Formen der Gewalt als zentraler Bezugspunkt. (S. 18) Wie treffend =
der Autor die Konflikte charakterisiert, l=E4sst sich an den Prognosen f=FC=
r die Entwicklung nach dem Ende des Irak-Krieges feststellen. Er prognostiz=
iert =84kleine und gr=F6=DFere Aufstandsbewegungen sowie die Entstehung rad=
ikaler islamistischer Splittergruppen ..., die mit Widerstandsaktionen alle=
r Art, bis hin zu terroristischen Anschl=E4gen, gegen die ausl=E4ndische Be=
satzungsmacht vorgehen werden.=93 (S. 15) Ein Blick auf das aktuelle Gesche=
hen im Irak wird ihm Recht geben. </p>
      <p align=3D"left">Trotz der unterschiedlichen Blickwinkel liegt eine =
gemeinsame Intention der Analysen des Sammelbandes und Peter Waldmanns in d=
er Auseinandersetzung mit den aktuellen Formen entgrenzter Gewalt und der S=
kepsis gegen=FCber der Einordnung in klassische Konfliktmuster. Zentraler P=
unkt ist deshalb, =84ob heutige Kriege mit dem Instrumentarium bisheriger K=
riegstheorie noch angemessen analysierbar sind=93 (Sack/Steffens, S. 9), un=
d ob nicht die Versuche =84die Vielfalt dieser Erscheinungsformen in einer =
einheitlichen Formel zusammenzufassen, zum Scheitern verurteilt sind<em>.</=
em>=93 (Waldmann, S.16) Waldmann versucht anhand ausgew=E4hlter Terrorismus=
- und B=FCrgerkriegsbeispiele deutlich zu machen, dass als Folge der entfes=
selten Form von Gewalt seiner Ansicht nach nur die extrem =FCberlegene Gewa=
lt, =84der Staat oder eine sonstige =FCberm=E4chtige Instanz=93 (S. 229) al=
s Garant f=FCr Friedenssicherung das Gegenmittel sein kann. </p>
      <p align=3D"left">Der Sammelband =FCber die Folgen des 11. Septembers=
 2001 zeichnet zwar ein breites und vielf=E4ltiges Bild =FCber die politisc=
hen und gesellschaftlichen Auswirkungen der Anschl=E4ge, doch fehlt den Bei=
tr=E4gen weitestgehend die Auseinandersetzung mit den Spezifika des Terrors=
 der Al-Qaida, deren Gewaltstrategie zum Sinnbild f=FCr die heutigen Kriege=
 geworden ist. Der Aufsatz von Christoph Scherrer, der das =84=F6lige Dreie=
cksverh=E4ltnis=93 USA, Westeuropa und persischer Golf untersucht, beleucht=
et etwa den =F6konomischen Rahmen, in den der =84Krieg gegen der Terrorismu=
s=93 eingebettet werden m=FCsse. Scherrer macht dabei schon zu Beginn die E=
inschr=E4nkung, dass der Kampf ums =D6l nur schwerlich als Interpretationss=
chablone f=FCr Selbstmordattentate dienen k=F6nne. Folglich kommt er zu dem=
 Ergebnis, dass die Vormachtstellung der USA seit der =C4ra Bush junior wie=
der st=E4rker auf der milit=E4rischen =DCberlegenheit beruhe und die Rolle =
des Faktors Erd=F6l erst dann umfassend beurteilt werden k=F6nne, =84wenn d=
er derzeitige Propagandakrieg hinter uns liegt.=93 (S. 94) In einen gr=F6=
=DFeren Zusammenhang setzt Werner Ruf die Anschl=E4ge des 11. Septembers. E=
r stellt in seinem Beitrag fest, dass der =84relative Frieden=93 des Kalten=
 Krieges letztlich durch die Bipolarit=E4t der Weltordnung gesichert wurde.=
 Den zweiten Golfkrieg Anfang der neunziger Jahre sieht Ruf als Z=E4sur auf=
 dem Weg zum unipolaren System, in dessen Nachwehen der =84Krieg gegen den =
Terror=93 als direkte Folge des 11. Septembers in den provokanten Worten Ru=
fs =84wenn nicht wie ein Geschenk des Himmels, so doch wie ein Befreiungssc=
hlag f=FCr die Handlungsoptionen der US-Regierung=93 (S. 103) gelten kann. =
</p>
      <p align=3D"left">Trotz des oftmals breit angelegten Versuchs der Ein=
ordnung des 11. Septembers, h=E4tte manchem Beitrag ein st=E4rkerer R=FCckb=
ezug zum Ausgangspunkt des Bandes gut getan. Jens Flemmings detaillierte un=
d kenntnisreiche Analyse der religi=F6sen Durchdringung der deutschen Gesel=
lschaft um 1900 k=F6nnte im Vergleich zu heutigen Gesellschaften im Licht d=
er historischen Entwicklung =E4u=DFerst fruchtbar sein - wenn er diese Br=
=FCcke ins Hier und Jetzt nur schlagen w=FCrde. Man stellt sich jedoch nach=
 der Lekt=FCre die Frage, wo der Bezug zu den Anschl=E4gen in den USA im Ja=
hr 2001 liegt. </p>
      <p align=3D"left">W=E4hrend sich der Sammelband von <em>Sack/Steffens=
</em> mit den gesellschaftlichen und politischen Folgen des Terrorismus meh=
r oder minder stark besch=E4ftigt, m=F6chte <em>Peter Waldmann</em> die Ant=
riebskr=E4fte, die hinter der Gewalt stehen, benennen und die Strukturmecha=
nismen von Terrorismus und B=FCrgerkrieg analysieren. Anhand der unterschie=
dlichen Terrororganisationen, etwa der IRA in Nordirland und der baskischen=
 ETA in Spanien sowie des =84periodischen Staatszerfalls=93 (S. 149) in Kol=
umbien, versucht Waldmann die Beschaffenheit und Mechanismen der aktuellen =
entfesselten Gewalt zu untersuchen. Obwohl im Ansatz weniger eng an der The=
matik des 11. Septembers angelegt, f=E4llt dem Leser die Einordnung dieser =
weltbewegenden Attentate in den Gesamtkontext Terrorismus bei Waldmann leic=
hter. In einem Kapitel zu Beginn geht er denn auch auf die Charakteristika =
der Anschl=E4ge von New York und Washington ein. Unter der =DCberschrift =
=84Was war neu an den Anschl=E4gen vom 11. September?=93 kommt der Autor zu=
 dem Ergebnis, dass weniger die Art und Form der Anschl=E4ge selbst, als di=
e =FCberzogene Reaktion auf sie sowie ihre mittelfristigen Auswirkungen das=
 Neue sind. Der =84hektische Aktionismus=93 der westlichen Staaten scheint =
eher das Sicherheits<em>gef=FChl</em> der B=FCrger als deren faktische Sich=
erheit zu st=E4rken. (S. 35) Waldmann betont hier die sozialpsychologischen=
 Folgen des Terrorismus sowie den Versuch auf diese zu antworten. In einem =
separaten Kapitel weist er dann auch auf die nicht zu untersch=E4tzende Rol=
le der Massenmedien hin. </p>
      <p align=3D"left">Letztlich bleibt die Erkenntnis, dass Terrorismus a=
ls Gewalttypus Ursache und Folgewirkung des internationalen politischen Ges=
chehens zugleich sein kann. W=E4hrend die Beitr=E4ge des Sammelbandes der H=
erausgeber Sack und Steffens die Anschl=E4ge in den weltpolitischen Kontext=
 einzuordnen und dabei auch die Folgen f=FCr die Innenpolitik in Deutschlan=
d zu ber=FCcksichtigen versuchen, liegt Peter Waldmanns Erkenntnisinteresse=
 in der Motivlage und der Strategie terroristischer Organisationen, womit e=
r letztlich die spezifische Problematik des spektakul=E4ren Terrors =FCberz=
eugender erfasst. Auch wenn der Sammelband den ihm eigenen Vorteil der vers=
chiedenen Blickwinkel zu nutzen versucht, erscheinen f=FCr den an konzeptio=
nell geschlosseneren Untersuchungen interessierten Leser Waldmanns =DCberle=
gungen die fruchtbareren zu sein. Die Texte zum 11. September beschr=E4nken=
 sich mit wenigen Ausnahmen (Reemtsma, Elwert) auf die gesellschaftspolitis=
chen Folgen, gehen aber zu wenig auf Motivlage, Einordnung und Spezifikum d=
er Anschl=E4ge, die Akteure und deren Strategie ein, um daraus normative Re=
flektionen hinsichtlich der Logik des internationalen Terrorismus zu entwic=
keln. Aufgrund der Zunahme =E4hnlicher Anschl=E4ge auch in Europa, siehe Ma=
drid 2004, ist die Strategie des spektakul=E4ren Anschlags eine bedeutende =
Folge des 11. Septembers. =DCbernimmt man Waldmanns berechtigte Akzentuieru=
ng des kommunikativen Charakters der terroristischen Gewalt, so ist es jene=
s Merkmal, das gerade in dem Sammelband =FCber die weltweit in Live-Bildern=
 =FCbertragenen und augenscheinlich auf Effekt ausgerichteten Anschl=E4gen =
von New York und Washington g=E4nzlich fehlt. </p>
      <p><a style=3D"mso-footnote-id:ftn1" href=3D"https://www.fes.de/ipg/a=
rc_05_d/02_05_d/r_2_05_4.htm#_ftnref1" name=3D"_ftn1" title=3D""><!--[if !s=
upportFootnotes]-->[1]<!--[endif]--></a> Jenkins, Brian M.: =93Internationa=
l Terrorism: A New Mode of Conflict. =94 In: Carlton, David; Schaerf, Carlo=
 (Hrsg.): <em> International Terrorism and World Security</em>. London 1975=
, S. 13-49, hier S. 16. </p>
      <p align=3D"RIGHT"><i>Jochen Fischer, Marburg <br>
        </i></p>
    </td></tr> <tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valig=
n=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td><td clas=
s=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&n=
bsp;</td></tr>=20
<tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp=
; </td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"unter" va=
lign=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td></tr>=
=20
<tr> <td class=3D"platz" height=3D"6" colspan=3D"5">&nbsp;</td></tr> <tr> <=
td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"text">&nbsp;</td>
    <td class=3D"unter" colspan=3D"3">&lt;&lt; <b><a href=3D"https://www.fe=
s.de/ipg/arc_05_d/02_05_d/re_02_05.htm" target=3D"_self">zur=FCck=20
      Rezensionen/ =DCbersicht</a></b></td>
  </tr>=20
<tr> <td class=3D"platz" height=3D"6" colspan=3D"5">&nbsp;</td></tr> <tr> <=
td class=3D"text" height=3D"25">&nbsp;</td><td class=3D"unter" height=3D"25=
" colspan=3D"4">=20
<table width=3D"100%" border=3D"0" cellspacing=3D"0" cellpadding=3D"0"> <tb=
ody><tr> <td class=3D"unter" colspan=3D"5" bgcolor=3D"#111100"><img src=3D"=
https://www.fes.de/ipg/arc_05_d/hg/spac.gif" width=3D"2" height=3D"1"></td>=
</tr>=20
<tr> <td class=3D"unter">&nbsp;</td><td class=3D"unter">&nbsp;</td><td clas=
s=3D"unter">&nbsp;</td><td class=3D"unter">&nbsp;</td><td class=3D"unter">&=
nbsp;</td></tr>=20
<tr> <td class=3D"unter">=A9 Friedrich Ebert Stiftung</td><td class=3D"unte=
r">&nbsp;</td>
          <td class=3D"unter">net edition: Gerda Axer-D=E4mmer| 04/2005</td=
>
          <td class=3D"unter">&nbsp;</td><td class=3D"unter"><img src=3D"ht=
tps://www.fes.de/ipg/arc_05_d/hg/pfeil.gif"><b><a href=3D"https://www.fes.d=
e/ipg/arc_05_d/02_05_d/r_2_05_4.htm#anf">=20
Top</a></b></td></tr> </tbody></table><br> </td></tr> </tbody></table>


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