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Subject: Zeitschrift: Internationale Politik und Gesellschaft
Date: Tue, 27 Jan 2026 13:48:59 +0100
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<title>Zeitschrift: Internationale Politik und Gesellschaft</title>

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<table width=3D"97%" border=3D"0" cellspacing=3D"0" cellpadding=3D"0"> <tbo=
dy><tr> <td width=3D"2%" class=3D"platz" height=3D"20"><img src=3D"https://=
www.fes.de/ipg/arc_06_d/hg/spac.gif" height=3D"20" width=3D"15"></td><td wi=
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&nbsp;<a name=3D"anf"></a></td><td width=3D"45%" class=3D"platz">&nbsp;</td=
><td width=3D"25%" class=3D"platz">&nbsp;</td></tr>=20
<tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td>
    <td class=3D"ueber" valign=3D"top" colspan=3D"3">Esther Brimmer / Stefa=
n Fr=F6hlich (eds.): The Strategic Implications of European Union Enlargeme=
nt</td>
    <td class=3D"ueber" valign=3D"top" rowspan=3D"6" align=3D"right"><br>=
=20
&nbsp;</td></tr> <tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"unter" val=
ign=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td><td cl=
ass=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td></tr>=20
<tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp=
;</td>
    <td class=3D"unter" valign=3D"top"><b>Heft 2/2006</b></td>
    <td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td></tr> <tr> <td class=3D"t=
ext">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"=
unter" valign=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;<=
/td></tr>=20
<tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td>
    <td class=3D"unter" valign=3D"top" colspan=3D"3">Washington 2005 <br>
    Center for Transatlantic Relations, 412 S.</td>
  </tr> <tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"to=
p" colspan=3D"3">&nbsp;</td></tr>=20
<tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td>
    <td class=3D"unter" valign=3D"top" colspan=3D"4">=20
      <p> Dieser Sammelband entstand aus einem von der Thyssen-Stiftung und=
 dem German Marshall Fund unterst=FCtzten Konferenzprojekt, dessen zentrale=
 Veranstaltung am 25. Oktober 2005 in Br=FCssel stattfand. Nach =DCberarbei=
tung f=FCr diesen Band weisen die meisten Beitr=E4ge einen Stand vom Sommer=
 2005 auf. Den Herausgebern ist es gelungen, eine Reihe prominenter Experte=
n zu den diversen Unterthemen ihres Hauptanliegens, den strategischen Folge=
n der EU-Erweiterung vom Mai 2004 , als Beitr=E4ger zu gewinnen. </p>
      <p>Die 16 Kapitel (Beitr=E4ge) reichen von regionalen Aspekten innerh=
alb der EU (alte EU-15, Nordeuropa und Baltikum, Mittel- und Osteuropa) und=
 in der Nachbarschaft (T=FCrkei, Russland, Ukraine und Belarus, Mittelmeerr=
aum), die jeweils von einem =DCberblicksaufsatz zur EU und zur Nachbarschaf=
tspolitik eingeleitet werden, bis zu sektoralen Aspekten (Transatlantische =
Beziehungen, UN, Weltwirtschaft, Entwicklungspolitik, Sicherheitspolitik, A=
grarpolitik, Umweltpolitik). Wie so oft in Sammelb=E4nden und Konferenzproj=
ekten musste gelegentlich die Konsistenz auf dem Altar der Autorenpr=E4fere=
nzen geopfert werden. So h=E4tte Kapitel 2 zu Nordeuropa und Baltikum eigen=
tlich in die Alt - EU und Mittel- und Osteuropa aufgeteilt und integriert w=
erden m=FCssen. Das T=FCrkeikapitel f=E4llt etwas aus dem Rahmen, da es wen=
iger die Folgen der Erweiterung von 2004 auf die Beziehungen zwischen EU un=
d T=FCrkei als die allgemeinen Fragen eines m=F6glichen t=FCrkischen EU-Bei=
tritts behandelt. Ein entsprechendes Kapitel zu Bulgarien, Rum=E4nien und d=
en L=E4ndern des westlichen Balkans fehlt. Auch der Beitrag von Ulrike Gu=
=E9rot behandelt eher einige allgemeine Probleme der EU (Verfassung, Kerneu=
ropa, Au=DFenpolitik) als die spezifischen Wirkungen der Erweiterung und is=
t nach den Referenden besonders rasch veraltet. </p>
      <p>Trotzdem bietet der Band einen umfassenden =DCberblick, der sich k=
onsistent auf der Ebene der strategischen Betrachtung bewegt, also prim=E4r=
 der au=DFenpolitischen Dimension des Erweiterungsprozesses. Wer sich hierz=
u informieren will, wird gut bedient, und erh=E4lt mit den mehr wirtschafts=
politischen Beitr=E4gen von Daniel Gros und Leonor Coutinho zu den weltwirt=
schaftlichen Folgen und von Peter Wehrheim zur Agrarpolitik noch datenreich=
e Erg=E4nzungen, die ausnahmsweise =FCber den engeren strategisch-au=DFenpo=
litischen Schwerpunkt hinausweisen. </p>
      <p>Diese St=E4rke des Sammelbandes ist auch zugleich seine =96 zumind=
est aus der Sicht dieses Rezensenten =96 gr=F6=DFte Schw=E4che. Er argument=
iert fast ausschlie=DFlich auf der Ebene von Staaten, die =96 wie im Paradi=
gma der realistischen Schule der internationalen Beziehungen =FCblich =96 m=
it eher festen Interessen ausgestattet - mit anderen Staaten interagieren. =
Die Akteure sind die Verk=F6rperung ihrer Staaten: Diplomaten und =96 wenn =
auch erfreulich selten im Europa dieser Zeiten=96 Milit=E4rs. Die meisten F=
u=DFnoten und Quellenangaben beziehen sich auf Dokumente von Regierungen un=
d zwischenstaatlichen Institutionen, vor allem der EU selbst. Innergesellsc=
haftliche Prozesse, Konflikte und Interessen tauchen kaum auf =96 weder als=
 die gestaltenden Kr=E4fte nationaler Politik noch als die =84Opfer=93 inte=
rnationaler Beziehungen, deren Interessen von neuen grenz=FCberschreitenden=
 Konstellationen betroffen sind. Nur gelegentlich werden Ergebnisse von Mei=
nungsumfragenzitiert, die aber eher nationale Interessen illustrieren als i=
nnergesellschaftliche Divergenzen aufzeigen sollen. </p>
      <p>Entsprechend unkritisch bleibt oft die Darstellung der staatlichen=
 oder suprastaatlichen Politik. Selbst die notorisch verteufelte Gemeinsame=
 Agrarpolitik der EU wird kaum mit einem kritischen Wort bedacht. Ihre Vert=
eilungswirkungen innerhalb der EU bleiben v=F6llig au=DFer acht. Kaum hinte=
rfragt wird auch die Wirkung von Politiken wie etwa der Nachbarschaftspolit=
ik, wenn sich ihre Ziele mit innergesellschaftlichen Zust=E4nden in den Par=
tnerl=E4ndern reiben, da diese Beschr=E4nkung von Politik aus dem Paradigma=
 von vorn herein ausgeblendet bleibt. </p>
      <p>Eine weitere Schw=E4che des Bandes ist seine stark deskriptive Aus=
richtung, die das Verhalten der staatlichen Akteure eher beschreiben als er=
kl=E4ren will. Dazu fehlt auch ein theoretischer Anspruch, denn das realist=
ische Paradigma wird nicht explizit als theoretisch-analytisches Raster auf=
 die unterschiedlichen Politikfelderangewandt. Das wird auch an dem weitgeh=
enden Mangel an Verweisen auf theoretische Werke zum Thema der internationa=
len Beziehungen deutlich. Ein spezifischer Mangel an Quellenverweis fiel de=
m Rezensenten in dem Beitrag von L=E1szl=F3 Kiss auf Seite 91 in einem Absc=
hnitt zu den Auswirkungen der Erweiterung auf die Au=DFenwirtschaftsbeziehu=
ngen der EU auf, der nahezu w=F6rtlichen einen Passus aus einem Aufsatz des=
 Rezensenten enthielt, ohne dass es ein direktes Zitat oder auch nur einen =
Hinweis auf die Quelle gegeben h=E4tte. </p>
      <p>Jenseits dieser Schw=E4chen gilt aber: Wer seine Erwartungshaltung=
 an die Grenzen des Ansatzes der Herausgeber anpassen kann, also mit einer =
kenntnisreichen, relativ umfassenden Beschreibung der EU-Politik im Umfeld =
der Erweiterung zufrieden ist, wird hier gut bedient. </p>
      <p align=3D"right"><em>Michael Dauderst=E4dt<br>
      </em><em>Friedrich-Ebert-Stiftung Bonn</em></p>
    </td></tr>=20
<tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp=
;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"unter" val=
ign=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td></tr>=
=20
<tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp=
; </td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"unter" va=
lign=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td></tr>=
=20
<tr> <td class=3D"platz" height=3D"6" colspan=3D"5">&nbsp;</td></tr> <tr> <=
td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"text">&nbsp;</td>
    <td class=3D"unter" colspan=3D"3">&lt;&lt; <b><a href=3D"https://www.fe=
s.de/ipg/arc_06_d/02_06_d/re_02_06.htm" target=3D"_self">zur=FCck=20
      Rezensionen/ =DCbersicht</a></b></td>
  </tr>=20
<tr> <td class=3D"platz" height=3D"6" colspan=3D"5">&nbsp;</td></tr> <tr> <=
td class=3D"text" height=3D"25">&nbsp;</td><td class=3D"unter" height=3D"25=
" colspan=3D"4">=20
<table width=3D"100%" border=3D"0" cellspacing=3D"0" cellpadding=3D"0"> <tb=
ody><tr> <td class=3D"unter" colspan=3D"5" bgcolor=3D"#111100"><img src=3D"=
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</tr>=20
<tr> <td class=3D"unter">&nbsp;</td><td class=3D"unter">&nbsp;</td><td clas=
s=3D"unter">&nbsp;</td><td class=3D"unter">&nbsp;</td><td class=3D"unter">&=
nbsp;</td></tr>=20
<tr> <td class=3D"unter">=A9 Friedrich-Ebert-Stiftung</td>
  <td class=3D"unter">&nbsp;</td>
          <td class=3D"unter">net edition: Gerda Axer-D=E4mmer | 4/2006</td=
>
          <td class=3D"unter">&nbsp;</td><td class=3D"unter"><img src=3D"ht=
tps://www.fes.de/ipg/arc_06_d/hg/pfeil.gif"><b><a href=3D"https://www.fes.d=
e/ipg/arc_06_d/02_06_d/r_2_06_3.htm#anf">=20
Top</a></b></td></tr> </tbody></table><br> </td></tr> </tbody></table>


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